
Kapitel 52: Die Götter rüsten
sich zum Krieg

Wie der Professor es vorhergesagt
hatte, wurden Ari und Roland von dem Rest der Bevölkerung zu
Verwaltern der Kristallstadt gemacht, vorausgesetzt den Göttern
wäre es recht. Da Andora sich so etwas schon gedacht hatte, gab
sie ihre Zustimmung dazu. Einige der Wissenschaftler, als auch
Techniker fragten ob sie sich in der Stadt niederlassen dürften
um sie genauer zu untersuchen. Auch dazu wurde die Zustimmung
erteilt. Obwohl die Häuser ursprünglich für die Sterblichen von
der Götterwelt gedacht war, diese sie aber nicht beziehen
wollten, ließen sich dort nun halt diese Menschen nieder.
Anfangs war man noch recht befangen, mit den Göttern auf so
engem Raum zusammen zu leben, doch mit der Zeit gewöhnte man
sich an ihre Anwesenheit und wurde wieder entspannter. Roland
und Ari betrachteten sich oft den großen Kristall auf dem
Marktplatz oder Versammlungsplatz, in dem ein wundervolles
Schwert eingeschlossen war. Sie fragten sich was es damit auf
sich habe und Rolands Hände glitten immer mal über den Kristall,
als würde er so das Schwert daraus hervor locken. Er bat sogar
Ari mal für den Kristall zu singen, doch natürlich brachte das
nichts. Aurian die sich noch nicht wieder niedergelegt hatte,
sah es immer mal mit Schmunzeln. Ihr und auch den zwei anderen
Alten gegenüber sowie auch Myrion, stand man mit sehr viel
Ehrerbietung gegenüber. Wenn sie sich blicken ließen sanken die
Menschen auf die Knie, bis Aurian der Kragen platzte und sie mal
verkünden ließ das man das doch unterlassen sollte, das wenn
jemand diese Bezeugung verdient habe dann Andora. Sie jedenfalls
könne gut darauf verzichten das jeder dem sie begegnete auf die
Knie sank. Andora schmunzelte, das war typisch Aurian. Nun die
Stadt. Roland und Ari hatten sie sich genau angesehen,
schließlich wollten sie wissen was sie verwalten sollten. So
gingen sie auch im Tempel ein und aus und hatten dort einige
Wendeltreppen nach unten gefunden. Als sie diesen Treppen
folgten, blieben sie nach der ersten wie erstarrt stehen, denn
sie waren in den Katakomben gelandet die es noch tief unter der
Stadt gab, dort waren Kristallfenster eingelassen und man konnte
draußen die Fische vorbei schwimmen sehen. Doch das war es nicht
was sie erstarren ließ, sondern die marmornen Sockel die es in
den Katakomben gab, dort lagen alle Götter die sich wieder
niedergelegt hatten oder die, deren Körper man auf Bahren mit
gebracht hatte. Als sie sich von ihrem ersten Schreck erholt
hatten, verließen sie diese Katakomben lieber wieder leise. Sie
wollten niemanden stören. Eine weitere Wendeltreppe führte sie
in eine grüne Oase, dort unten gab es ein komplettes Biotop.
Dort wuchsen Pflanzen und sogar Bäume und im hinteren Teil
fanden sie sogar den Wohnhügel von Circe, auf deren Hügel der
göttliche Baum des Lebens wuchs, sowie auch die Blumen die Circe
eigens für Eros gezüchtet hatte. Auch hier konnte man durch
Kristallfenster unter das Meer und dessen Bewohner sehen. Als
Andora sagte sie würden nichts zurück lassen, meinte sie das
absolut wörtlich. Man hörte hier sogar Vögel singen und auch
kleines Getier wie Grillen und der gleichen. Ari war sprachlos.
„Das alles hat Andora geschaffen? Ich frage mich wie hier unten
etwas leben kann.“ Robert deutete nach oben. „Sieh doch, hier
gibt es eine künstliche Sonne, die sorgt für das richtige Licht
und ich würde darauf wetten das es hier ab und an auch regnet,
wenn sich die Feuchtigkeit oben an der Decke absetzt und wieder
zu Boden fällt.“ Ari nickte verstehend. Sie fanden dort auch
Heilkräuter und einige Pflanzen die sie gar nicht kannten, sowie
auch Büsche und Bäume mit Früchten. Ari flüsterte leise. „Ich
glaube das ist das Reich von Circe, der Erdgöttin. Ob sie etwas
dagegen hat wenn sich unsere Naturkundler hier mal umsehen?“
Robert deutete zu dem Wohnhügel. „Fragen wir sie doch.“ Sachte
trat er auf den Hügel zu und klopfte leise an die Türe, die sich
kurz darauf öffnete. Er stand auf einmal Alrik gegenüber der sie
fragend ansah. Robert war aus dem Konzept gebracht, er hatte
erwartet das ihm Circe öffnen würde. Alrik lächelte. „Können wir
etwas für euch tun?“ Robert nickte und stellte dann seine Frage.
„Dürften sich hier wohl unsere Naturkundler umsehen? Denn es
gibt hier Pflanzen die wir nicht kennen und ich denke sie würden
sie gerne untersuchen.“ Circe trat nun heran und lächelte
ebenfalls, sie nickte. „Natürlich, doch sollen sie bitte darauf
achten, hier nichts durcheinander zu bringen, denn alles läuft
hier Hand in Hand. Hier ist der Kreislauf des Lebens zu sehen.“
Sie deutete zu einem kleinen Hasen der gerade von einem Raubtier
verfolgt wurde. „Seht ihr? Es darf hier nicht gejagt werden,
doch darf man sich einige Pflanzen mit nehmen, solange es nicht
zu viele sind.“ Robert nickte verstehend und bedankte sich
freundlich. Ari trat näher und deutete zu dem Baum, dessen Stamm
sogar durch den Wohnhügel ging. „Ist das der Baum des Lebens?“
Circe nickte. „Ja das ist mein Baum, er durfte auf der
Götterwelt nicht zurück bleiben, daher sorgte Andora dafür das
er hier her kam. Er ist der Ursprungsbaum, von ihm kommen die
Samen die wir auch auf anderen Welten verteilen, sofern die Welt
es wert ist ihn zu besitzen. Während dieser Baum hier ewig
währt, können die anderen Bäume auch verdorren, wenn die Welt in
Finsternis fällt. Das heißt wenn es zu viele Kriege gibt, wenn
sich Neid, Hass oder andere negative Gefühle zu stark
verbreiten.“ Sie wollte sich schon wieder abwenden als ihr noch
etwas einfiel. „Absolut verboten ist es, Blumen von meinem Hügel
zu pflücken. Die sind nur für Eros und Lazarus bestimmt. Sollte
ich jemanden erwischen der dieses Verbot übertritt, sperre ich
diesen Bereich für alle.“ Ari nickte heftig. „Ich werde es
weiter geben, vielen Dank das wir uns überhaupt hier umsehen
dürfen.“ Kurz darauf gingen sie auch wieder, sie gaben die
Erlaubnis als auch Bedingungen an die Naturkundler weiter, die
sich natürlich auch an das Verbot halten würden, so gerne sie
auch mal einige der Blumen untersucht hätten. Eine weitere
Wendeltreppe führte sie in eine Art Maschinenraum, obwohl diese
Maschinen zu Zeit still standen. Die beiden sahen sie sich an
und Ari fragte. „Wozu sie wohl dienen? Sie scheinen zur Zeit
außer Betrieb zu sein.“ Robert sah sie sich genauer an. „Ich
habe keine Ahnung. Unsere Techniker könnten sie sich ja mal
ansehen, was meinst du? Vielleicht finden sie es heraus oder
aber wir fragen mal bei Andora nach. Sie muss es ja wissen, sie
hat die Stadt erbaut und ich denke die Maschinen haben schon
einen Zweck.“ Bevor sie Andora fragen würden, untersuchten sie
die Stadt erst mal weiter. Alles führte vom großen Platz in der
Mitte der Stadt aus, von dort gingen kleine Gassen ab, die zu
den Häusern führten, es waren sogar am Marktplatz kleine Läden,
die sich nun so nach und nach füllten, in denen man die
unterschiedlichsten Waren finden konnte, von Kleidung, über
Nahrung, bis hin zu Werkzeug oder Waffen, seien es Schwerter,
Dolche, Messer oder auch moderne Waffen, obwohl man davon
ausging diese hier auf der Welt niemals zu brauchen. Es gab
einen Schmied, eine Weberei und ähnliches an Handwerksbetrieben.
Die Stadt begann gewissermaßen autonom zu werden, obwohl man
natürlich auf die Dinge die an Land hergestellt wurden nicht
verzichten konnte, denn die Webereien brauchten schließlich
Wolle oder die Schmieden Eisen oder andere Rohstoffe. Im
Nördlichsten Teil stand der große Tempel, in dem sich alle
lebenden Götter nieder gelassen hatten. Ein anderer Teil obwohl
es aussah als gehöre der Bau zusammen war aber als
Regierungssitz eingerichtet. Dort gab es Ratssäle und auch
Büros, von denen auch Robert und Ari eins besaßen. Dazu hatten
die beiden dort auch ihre kleine Wohnung. Ebenso wohnten dort
Menschen die es sich zur Aufgabe gemacht hatten als Boten zu
fungieren, wenn eine Sitzung einberufen worden war oder wenn die
Götter mal jemanden sprechen wollten oder eben ähnliches. Das
war auf freiwilliger Basis, niemand wurde dazu eingestellt oder
dazu verpflichtet. Es hätte auch gut sein können das man keinen
fand, doch genau das Gegenteil war der Fall, es meldeten sich zu
viele, so das die beiden Verwalter die besten heraus suchen
konnten. Zwischen den einzelnen Gebäudetrakten gab es Bogengänge
die hinter den Tempel führten. Von vorne sah es aus als wäre es
lediglich ein lang gezogenes Gebäude doch in Wirklichkeit gingen
noch Seitenbauten ab, so das es nach hinten wie ein U ausgebaut
war. In der Mitte gab es einen großen Park, mit kleinem See und
sogar künstlichem Wasserfall der von einem Kristallberg herab
fiel. An diesem See war Andora meistens zu finden, das
plätschernde Wasser beruhigte sie und zudem konnte sie hier auch
die Kinder und ihre Väter beobachten. Die Götter vermissten ihre
Welt und der eine oder andere reiste schon mal dort hin. Doch es
war nicht mehr das selbe, die Welt war leblos, man hatte sie
geradezu leer geräumt. Es gab dort zwar immer noch Wälder und
auch die Häuser standen noch, doch das war es auch. Zandramas
und Serena hatten in der Nähe der Küste, wo das Gebirge begann
große Höhlen zur Verfügung gestellt bekommen, die Andora höchst
persönlich geschaffen hatte, denn auch Morgaine brauchte ja noch
einen Platz und sie wollte ihre Eltern nicht verlassen. In
diesen Höhlen waren auch die Schätze untergebracht, die die
beiden Drachen nun bewachten. Ebenso hatte Andora dort auch den
Schrein gesetzt mit den gesammelten Artefakten die sie einst von
der alten Götterwelt in Sicherheit gebracht hatte. Aurian war
sehr zufrieden mit ihr und sagte ihr das auch immer wieder.
Anfangs war es für Andora merkwürdig, sie wollte die
Befehlsgewalt an Aurian abgeben, doch diese hatte nur den Kopf
geschüttelt und abgelehnt. „Nein Liebes. DU bist die amtierende
Göttin des Lichts und du bestimmst weiter hin. Kind du machst
das sehr gut und mit einer Leichtigkeit die selbst ich niemals
besaß. Du bist die geborene Lichtgöttin. Also Liebes, lass mich
damit zufrieden und kümmere du dich darum. Ich kümmere mich um
meine Götter und du dich um deine.“ Brianna, Circe und Alandra
kümmerten sich weiterhin um die Kinderschar, da Andora noch mehr
zu tun hatte, als nur ihre Kinder zu beobachten. So hatte sie
auch die anderen Welten besucht und überlegt wie sie sie
schützen könnte. Um die Mystische Welt musste sie sich nicht
sorgen, dahin gehend hatte Aurian sie beruhigt mit den Worten.
„Liebes diese Welt besitzt einen uralten Zauber zu ihrem Schutz,
den bekam sie noch als sie noch im vergangenen Universum war,
der besteht immer noch. Diese Welt ist unsichtbar für die
Eindringlinge, sie werden sie nicht mal sehen. Außerdem habe ich
Iona zu ihrem Schutz abgestellt, sie wird dafür sorgen das der
Zauber bestehen bleibt, mag kommen was will. Denn sie und ich
haben einst diese Welt geschaffen.“ Dann gab es noch die beidem
mittelalterlichen Welten, hier sagte ihr Aurian das sie sie in
eine andere Dimension versetzen würde, denn auch sie wollte sie
nicht verlieren. Damit waren diese drei Welten schon mal sicher.
Das versetzen in eine andere Dimension funktionierte auch nur
bei diesen beiden Welten, da sie zwar die Sternenkunde besaßen,
aber nie auf die Idee gekommen waren zu den Sternen zu reisen.
Aurian würde dafür sorgen das diese Welten mit den gleichen
Sternenkonstellationen versehen wurden die sie zuvor auch
besessen hatten, so das es ihnen nicht auffiel nicht mehr an
ihrem Ursprungsort zu sein. Das einzige das man tun musste war
die Portaltore außer Kraft zu setzen die es in den dort
vorhandenen Palästen gab. Das Universum wurde auf einen Krieg
vorbereitet. Die Welt auf der sich die drei dunklen Götter,
Darcon, Jorinde und Raven niedergelassen hatten, übergab sie den
drei Göttern zum Schutz, sie sollten diese Welt mit all ihrer
Macht beschützen. Zur Unterstützung hatten sie noch die vier
Elementardrachen sowie auch Morgaine und Jarven, wenn es zum
Kampf kommen sollte. Doch Andora tat noch mehr, da sich auch
dort die einstige jungfräuliche Göttin Suna auf hielt, biss
Andora nun in den sauren Apfel und klärte sie über ihr erstes
Leben auf und sagte ihr wer sie tatsächlich sei. Sie musste viel
erklären, doch schlussendlich verstand Suna und so erhob Andora
sie und ihren Gemahl Noran, als auch Aora und ihren Gatten und
als letztes noch Zoran, der mit Raven zusammen lebte ebenfalls
in den Stand von Göttern und befahl ihnen die anderen drei zu
unterstützen, diese Welt zu schützen. Sie erklärte ihnen was auf
das Universum zu kommen würde und so sah sie nur ein
einheitliches nicken und die Bereitschaft zu kämpfen. Sie nahm
den drei dunklen Göttern die Armreifen die ihre Macht auf den
sterblichen Welten eingeschränkt gehalten hatte ab, so das sie
ihre göttliche Macht nun auch hier nutzen konnten.
Die Jahre vergingen. Aurian
unterrichtete Ari die sich als sehr Begabt gezeigt hatte in
Magie und brachte ihr die Zauber bei die Ari lernen konnte.
Derweil hatte auch Lazarus sich an seine Tochter gewöhnt und sie
lieb gewonnen, so stand er irgendwann mal vor Andora und sah sie
an. „Ich kann das nicht. Ich konnte es nie und werde es niemals
können, du musst etwas tun.“ Ari bekam es mit und lauschte.
Andora sah ihn an. „Was kannst du nicht?“ Lazarus ging auf und
ab. „Aurian riet mir einst ich sollte mich nicht um meine
sterblichen Kinder kümmern, da es zu schmerzlich wäre, sehen zu
müssen wie sie altern und sterben. Daran habe ich mich
gehalten...doch heute und jetzt,habe ich mein Herz an eines
meiner sterblichen Kinder verloren. Ich kann nicht mit ansehen
wie sie altern wird und dann stirbt. Verdammt Andora ich kann es
einfach nicht, es wird mir das Herz brechen.“ Andora verstand
und nickte. „Also gut, ich werde ihr und Roland eine Frucht des
Lebens anbieten. Sie sollen selber entscheiden ob sie sie essen
wollen oder nicht. Nur denk daran ihre Kinder werden sterblich
sein, du musst vielleicht dann nicht erleben wie deine Tochter
stirbt, sie aber möglicherweise dann wie ihre Kinder sterben.“
Lazarus raufte sich die Haare daran hatte er nicht gedacht, das
Leid das er nun von sich schob würde er dann auf seine Tochter
übertragen. Andora wartete ab, dann sah Lazarus sie wieder an.
Er nickte. „Dann schränke ihre Kinderzahl ein, setze sie
vielleicht auf maximal zwei und gib denen dann auch die
Unsterblichkeit. Dann brauchen die beiden nicht zu leiden.“
Andora schmunzelte nickend. „In Ordnung.“ Sie sah kurz in die
Richtung wo Ari hinter einem Baum stand. „Ari komm mal her, ich
weiß das du lauscht.“ Diese trat nun schüchtern vor. „Du hast
gehört was Lazarus sagte und worum er mich bat? Ich unterstütze
seine Bitte, denn ihr werdet noch lange benötigt um diese Stadt
zu verwalten. Daher möchte ich dir und Robert eine Frucht des
Lebens anbieten, allerdings könnte ich euch auch gleich die
Unsterblichkeit geben. Geh sprich mit Robert und kommt dann
wieder zu mir.“ Kurze Zeit später standen die beiden vor Andora,
sie hatten die Notwendigkeit eingesehen und stimmten zu. Was den
Ausschlag gegeben hatte war nicht Lazarus Bitte, sondern das
Andora sagte das sie noch lange benötigt würden. Ihnen war klar
das sie nun ihre Eltern und alle ihre alten Freunde sterben
sehen würden, doch ein höheres Ziel, nämlich der Erhalt des
Universums und ihre im Vergleich kleine Aufgabe war den Verlust
wert. Denn jeder würde seine Eltern sterben sehen und als Zugabe
noch zu bekommen das sie zumindest ihre Kinder nicht sterben
sehen mussten, war es das wert. So stimmten sie zu und es gab
seit langem mal wieder einige Unsterbliche. Allerdings als der
Bürgermeister erfuhr das sie von Andora die Unsterblichkeit
bekommen hatten, startete man wieder mal ein großes Fest. Andora
hatte inzwischen auch einige Portale auf der Welt aufgestellt so
das man nicht erst wochenlang mit dem Schiff reisen musste um
sich gegenseitig zu besuchen, sondern nun durch diese Portale
reisen konnte. Der Handel florierte dadurch sehr. Außerdem
konnten so nun alle Bewohner an dem Fest teilnehmen. Der
Höhepunkt allerdings war, als die Obersten aller Landesregionen
einstimmig beschlossen, Robert und Ari in den Stand von Fürsten
zu setzen und ihnen die Befehlsgewalt über ihre Welt zu geben.
Die beiden wollten erst ablehnen, doch dann begründete man das
damit das sie die Geschichte dieser Welt auch noch erzählen
könnten, wenn alle anderen bereits dem Lauf des Lebens gefolgt
waren. So das ihre Lebenseinstellung nie vergessen und weiter
getragen würde, von Generation zu Generation. Also nahmen die
beiden an und waren nun Fürsten dieser Welt....obwohl das keinen
großen Unterschied machte, wenn man mal davon absah, das nun
jeder Gebietsvorsitzende Bürgermeister zu ihnen kam und sie nun
auch noch um Rat fragte. Die beiden stöhnten schon leise...doch
als sie dann auch noch heiraten wollten und abermals zu ihren
Ehren ein Fest startete lachte Ikarus aus vollem Hals und sah
Ares an. „Die sind schlimmer als wir was das feiern angeht. Ich
glaube sie machen auch noch Feste nur weil es mal regnet oder am
nächsten Tag weil die Sonne scheint. Sie nehmen alles zum Anlass
ein Fest zu feiern.“ Als die Hochzeit stattfand lies es sich
Aurian nicht nehmen, natürlich mit Erlaubnis von Andora, ihre
Schülerin und ihren Liebsten in den Stand der Ehe zu versetzen.
Es war ein rauschendes Fest und auch alle anderen Götter hielten
einige Gaben für die beiden bereit, sogar Circe, denn sie gab
den beiden einige wenige Blumen von ihrem Hügel und meinte, das
ihre Wissenschaftler nun auch diese Pflanzen untersuchen
könnten, doch das Verbot selber welche zu pflücken blieb
bestehen. Die Wissenschaftler fanden nie heraus welche
Eigenschaften diese Blumen hatten und wieso sie so wertvoll
waren. Auch eine Nachzucht gelang ihnen nicht.
Die Kinder wuchsen heran und Ari
fand es immer sehr schön zu sehen wenn Andora im Garten in einem
Korbstuhl saß und die Kinder im Halbreis im Gras um sie herum
saßen und der Lichtgöttin lauschten. Sie setzte sich dann in
deren Nähe und hörte ebenso zu, selbstverständlich hatte sie
vorher um Erlaubnis gefragt. Und so hörte sie eine ganz
besondere Geschichte. „Es gab einmal einen großen König, der war
absolut gerecht, unbeugsam und hart, aber sehr fair. Er war
mutig und stark. Als er noch ein junger Prinz war, hatte er
keine Lust zu heiraten obwohl sein Vater ihn immer darum bat,
damit die Thronfolge gesichert sei. Aber er wollte nicht hören,
doch die Frauen mochten ihn, da er sehr charmant war und er sie
um den kleinen Finger wickeln konnte. Er verliebte sich in jede,
allerdings hielt die Liebe nie lange an, nur bis er hatte was er
von ihnen wollte. Dann flog die Liebe davon. Sein Vater musste
dafür bezahlen das sein prinzlicher Sohn den jungen Frauen die
Jungfräulichkeit geraubt hatte, damit sie eine gute Mitgift
bekamen und so noch einen Ehemann fanden. Davon hörte auch eine
junge Zauberin und begab sich in die Nähe des Prinzen, wie schon
zuvor verliebte er sich in sie, doch jedes mal wenn er weiter
als bis zu einem Kuss gehen wollte, sagte sie nein. Sie wehrte
ihn ab. Sein begehren wurde immer stärker und er versuchte alles
um sie herum zu kriegen, doch nichts gelang. Sie flehte die
Götter an ihr die Kraft zu geben dem jungen Prinzen zu
widerstehen. Als er es erneut versuchte, sagte sie ihm, das er
bekommen würde was er wollte, wenn er sie zu seiner Frau machen
würde. Inzwischen war er schon so wild auf sie das er alles zu
gestand und so heiratete er die junge Frau, was seinen Vater
besonders freute. Kurz darauf kam es wie es kommen musste, sie
gab sich ihm hin und wie gehabt flog die Liebe zum Fenster
hinaus. Allerdings hatte er nun ein Kind gezeugt, einen Sohn.
Seine Frau verließ ihn, als sie merkte dass er sie nicht mehr
liebte. Sie zog ihren Sohn alleine groß und dieser Sohn wurde
ein guter Schmied, der eine Waffe schmiedete die es nur einmal
in dieser Welt gab. Doch seine Mutter verfluchte diese Waffe,
und schenkte sie dem Prinzen, der nicht ahnte das das Schwert
von seinem Sohn geschmiedet worden war. Inzwischen war der alte
König gestorben und er war nun König. Doch kaum hatte er die
Waffe an sich genommen, die so edel gearbeitet worden war das
sie ihres gleiche nicht finden würde, da ließ ihn seine
Manneskraft im Stich. Die einzige die sie wecken konnte wäre
seine Frau gewesen und so suchte er nach ihr und fand sich nach
jahrelanger Suche auch. Wenn er mit ihr zusammen war, war er
stark wie zuvor, doch sobald eine andere seinen Weg kreuzte tat
sich nichts. Er begriff endlich das es nicht nur darauf ankam
und wurde so ein sehr gerechter König. Die Königin nahm den
Fluch vom dem Schwert und versetzte es mit neuen Zaubern, dem
der Gerechtigkeit, dem der das Bewusstsein für das wichtige im
Leben öffnete und der Liebe. Aber diesmal den der reinen Liebe
und nicht dieser flüchtigen Liebe, die sich lediglich auf das
körperlichen Beisammensein von Mann und Frau beschränkt.“ Andora
sah über die Kinder. „Was lernen wir daraus?“ Die Jungen
kicherten und einer meinte. „Das sich Liebe nicht nur auf Sex
beschränkt? Sag das mal lieber meinem Vater ich glaube der ist
schärfer drauf als eine Peperoni.“ Andora sah den kleinen Kerl
an. Die Kinder waren nun dreizehn und kamen langsam in die
Pubertät, weswegen sie ihnen diese Geschichte erzählt hatte. Der
vor witzige Junge war Ikarus Sohn, den sie Mizzar genannt
hatten. Andora sah ihn rüffelnd an, während sich Ari hinter vor
gehaltener Hand amüsierte. Der Kleine sah Andora an. „Na ist
doch wahr, wusstest du das er auch zu Luna und Athene geht? Wenn
nicht weißt du es jetzt.“ Andora kniff leicht die Lippen
zusammen weil sonst hätte sie los gelacht, denn nun entbrannte
unter den Kindern eine Diskussion, welcher Vater wohl der
schlimmste sei. Ari hatte am Anfang Probleme damit gehabt als
sie heraus bekam, wessen Kinder das alles waren. Besonders
entsetzt war sie als sie hörte das sogar Ethan eins der Kinder
mit Andora gezeugt hatte. Doch mit der Zeit begriff sie das bei
zig tausend Jahren die die Götter alt werden konnten, es wohl
irgendwann tatsächlich egal war, in welchem
Verwandtschaftsverhältnis man lebte. Sie hatte Ethans Sohn, der
den Namen Loran trug beobachtet, er hatte weder irgendeinen
körperlichen noch einen geistigen Mangel, sondern sie dachte das
er sogar der intelligenteste der Kinder war. Sie hatte gesehen
das er oft überlegte bevor er antwortete. Sie sah auch wie hart
die Kinder jetzt schon seit Jahren trainiert wurden und dachte
das sie so etwas noch nie gesehen hatte. Die Kinder trugen das
alles mit einer Selbstverständlichkeit, so das sie an nahm das
es bei den Göttern normal war. Sie hatte sich die Götter mal
genauer angesehen soweit es möglich war, wobei sie Ikarus und
Ares ja nun sehr genau gesehen hatte, bei ihrem Abenteuer in der
Höhle. Es gab nur wenige Götter die nicht muskulös waren, die
meisten hatten einen starken Muskelaufbau, wobei es wenige gab
bei denen es stärker zu Tage trat. Ikarus war einer von ihnen
ebenso Ares. Sie schienen auch bereits seit ihren Kindertagen
trainiert worden zu sein. Dazu kam das sie auch nicht so
schlanke Taillen hatten wie es bei Eros oder Lazarus der Fall
war, sie schienen wirklich auf den Kampf trainiert worden zu
sein. Der Brustkorb war recht mächtig und die Taillen und Hüften
recht kompakt, wobei sie allerdings keinen Bauch hatten sondern
dort schon den sogenannten Sixpack besaßen. Ihre Körper waren
mächtig und stark und bei Ares und Ikarus kam noch ihre
hünenhafte Größe von gut über zwei Metern dazu, so das sie schon
einen recht gefährlichen Eindruck hinterließen. Ari sah wieder
zu den Kindern, und selbst die, zumindest die Jungen, hatten
jetzt schon mit dreizehn Jahren für ihr Alter recht kräftige
Muskeln angesetzt. Ari war nicht klar warum man die Jungen jetzt
schon so hart trainierte, obwohl sie zugeben musste das man es
recht spielerisch tat. Wenn die Jungen mal wirklich keine Lust
hatten, so ließ man sie auch nur einfach mal toben. Die Kinder
hatten recht viel Freiheiten und wurden schon seit sie alt genug
waren, zur Selbstständigkeit erzogen. Andora unterrichtete die
Kinder und brachten ihnen bei das es nicht nur ein Privileg war
ein Gott zu sein, sondern das dieser Status auch sehr viele
Pflichten mit sich brachte und die oberste Pflicht war, für das
Universum, die bewohnten Welten und ihre Menschen da zu sein.
Sie sah aber auch das den Kindern der Unterricht bei Andora Spaß
machte. Sie lernten lesen und schreiben und sie bekamen
Geschichten erzählt. Sie lernten von ihr zu teleportieren und
noch vieles mehr. Andora unterrichtete die Kinder jeden Morgen
nach dem Frühstück bis es Mittagessen gab, danach hatten sie ein
wenig Zeit zum toben, bis die Väter kamen und die Kinder zum
Training riefen. Ari dachte sich oft, wenn man dieses straffe
Lehrpogramm in ihrer Kindheit bei ihr angewandt hätte, wäre sie
irgendwann davon gelaufen. Als sie das mal zu Roland sagte,
lachte der. „Ja Liebes meinst du meine Muskeln kamen angeflogen?
Erinnere dich ich musste auch trainieren, wenn auch nicht so
hart wie die Götterkinder, aber so viel Unterschied ist da
nicht. Zudem vergiss nicht, was auf uns zu kommt, die Jungen
müssen bis dahin fit sein, körperlich als auch geistig. Die
einzigen die unsere Welt retten können, sind die Götter und sie
tun alles dafür wie man sieht. Sie schonen nicht mal ihre
Kinder.“ Ari nickte. „Trotzdem finde ich das sie auch Zeit haben
sollten Kinder zu sein.“ Robert schmunzelte leicht. „Scheinbar
hast du nicht alles gesehen, sie haben ihre Streiche ebenso
gespielt wie unsere Kinder und ebenso Dummheiten gemacht. Sie
haben sehr wohl Zeit auch Kinder sein zu dürfen. Doch wir dürfen
nicht vergessen, sie haben eine ganz andere Kultur. Wusstest du
zum Beispiel, das Ikarus und Andora Halbgeschwister sind? Sie
haben beide die gleiche Mutter, wenn auch einen anderen Vater.
So etwas käme bei uns nicht mal ansatzweise in Frage.“ Ari
nickte. „Ja ich weiß...also ich kann mich damit nicht
anfreunden, ehrlich gesagt. Aber muss ich ja auch nicht, für
mich ist es undenkbar. Wenn ich mir vorstelle das mein Vater
sich mir nähern würde.“ Sie schüttelte sich. „Nein er ist mein
Vater und gut, mehr ist nicht drin.“ Roland nickte und deutete
auf Loran der vorbei gerannt kam, weil er zu spät dran war. „Und
doch könnte es sein das dieser Junge dort sein Leben lassen wird
in seiner Pflichterfüllung, wenn er seinem Vater, der übrigens
auch Andoras Vater ist, hilft den Riss im Universum zu
schließen.“ Ari sah Robert erschrocken kann. „Woher weißt du
das? Ich meine das der Junge eventuell sterben wird. Die Götter
können nicht sterben.“ Roland seufzte. „Ich habe aus Versehen
ein Gespräch mit gehört, das einige der Väter hatten und so
erfuhr ich es. Doch die Götter können sterben, wenn sie mit
einer göttlichen Waffe getötet werden. Es ist an zu nehmen, das
das was durch den Riss kommen wird, göttlichen Ursprungs ist.
Nicht unserer Götter, aber die des parallelen Universums. Es
wird wohl auf einen Kampf Gott gegen Gott hinaus laufen.
Zumindest habe ich es so verstanden. Diese Kinder....werden in
den Krieg ziehen, für uns Menschen, für unsere Welten. Andora
ist jetzt schon kaum noch zu Hause, sie befestigt die Welten und
bereitet sie auf den Krieg vor. Wir können nur hoffen das unsere
Götter stark genug sind. Doch Verluste wird es geben. Die gibt
es in jedem Krieg. Du weißt warum wir keine führen.“ Ari nickte.
„Ja weil ein Toter der im Krieg gefallen ist schon einer zu viel
ist, also lassen wir es ganz und ehren das Leben. Das ist auch
besser so.“ Sie drückte sich an Roland der sie wie beschützend
mit seinen starken Armen umschloss. Er liebte Ari über alles und
wünschte sich wie sie, das es diesen Krieg niemals geben würde.
Und doch würden auch sie bereits die Vorbereitungen zu sehen
bekommen, denn an einem der nächsten Tage sahen sie am Himmel
zwei Schlangendrachen. Dort trainierte Gregorian seine Tochter
Elorien, den Kampf in Drachengestalt. Sie sahen wie Aaron der
erste Kriegsgott sich mit Leander über Taktiken und Einteilungen
unterhielt. Sie waren die Taktiker und man sah das sie auch
Ikarus als Befehlshaber immer mal mit einbezogen. Auch aus der
Schmiede hörte man nun drei Hämmer im Gleichklang schlagen, dort
schmiedeten Myrion, Dorian und Lyam die Waffen für die heran
wachsenden Kinder. Die Götter rüsteten sich zum Krieg.

Kapitel 53: Tochter des Lichts?

Nun es gab drei Jungen und drei
Mädchen, wobei Ikarus, Ethan und Luzifer Vater eines Jungen
geworden waren und Ares, Lazarus und Araziel Väter der Mädchen
waren. Die Jungen trugen die Namen Mizzar, Loran und Lykanes,
während man Ares Tochter den Namen Ijane gegeben hatte und
Lazarus Tochter Igraine genannt wurde. Riana hatte es Araziel
überlassen ihrer Tochter einen Namen zu geben, so hatte er sie
Araniel genannt. Inzwischen waren die heranwachsenden Götter
bereits sechzehn und die Jungen begannen die Mädchen in einem
anderen Licht zu sehen. Ihre Hormone regten sich. Luzifers Sohn
war ein durchtriebenes Bürschchen, was Luzifer immer mal lächeln
ließ. Im Laufe der Jahre hatte er seinen Sohn auch immer mal mit
auf seine Welten genommen um seinen Dämonen klar zu machen, das
hier war sein Erbe und der junge Prinz würde, sollte es Luzifer
irgendwann mal dahin raffen, seinen Platz einnehmen. Luzifer
hatte Andora mal gefragt, wieso sein Sohn unbedenklich in der
dunklen Galaxie leben könnte. Sie hatte ihm darauf geantwortet,
das sie bei der Zeugung dieses Jungen, ihre Lichtkräfte soweit
gesenkt habe und das Licht ausgeschaltet hatte, so das ihre
anderen Erbmerkmale, wie das Chaos und alles andere zum tragen
gekommen war. Sie erklärte ihm das sie dank Ethan auch
Dämonenblut in sich trug und so ihr gemeinsamer Sohn mehr davon
hatte, was es ihm ermöglichte auf Luzifers Welten zu verweilen
ohne wahnsinnig zu werden. Luzifer sah sie daraufhin dermaßen
dankbar an, das es Andora schon fast peinlich war. Es lagen
Veränderungen in der Luft, doch am deutlichsten wurde es bei
Ethan. Er saß eines Tages am See und beobachtete Aurian und
Andora, die angeregt diskutierten. Lazarus setzte sich neben ihn
und sah ihn an. „Du hast dich verändert. Ich hatte erwartet das
du jetzt wo Aurian, wenn auch nur für kurze Zeit, wieder da ist,
in ihr Bett springen würdest. Doch habe ich das bisher nicht
bemerkt.“ Ethan sah ihn an und nickte. „Einmal werde ich sie mir
noch nehmen, doch du hast recht. Als ich in dem Alter der Jungen
war.“ :dabei deutete er zu der Gruppe junger Leute. „wurde mir
bewusst das ich Aurian liebe, das ich sie begehrte und wollte.
Ich war so scharf auf sie das ich eigentlich keine andere
wollte. Doch hier und heute, stelle ich fest, das diese Liebe
verschwunden ist. Ich bin einem Traumbild nach gelaufen und habe
das die ganzen Jahrhunderte gepflegt. Zum Leidwesen von Brianna
und allen anderen Frauen die sich einige Zeit mit mir zusammen
taten. Doch jetzt weiß ich wem meine aufrichtige Liebe wirklich
gehört. Es waren nicht die ganzen Frauen die ich im Laufe meines
bisherigen Lebens hatte, selbst Aurian war nur ein Trugbild,
etwas das sich eigentlich in meinen Lenden abspielte und nicht
wirklich in meinem Herzen. Es gibt nur eine einzige Frau die ich
wirklich liebe, für sie würde ich sogar mein Leben geben.“
Lazarus folgte seinem Blick und beobachtete ebenso wie Ethan
Andora und Aurian. Dann wurde es ihm klar. „Es ist Andora...hab
ich recht?“ Ethan nickte. „Ja...mir ist absolut klar das sie zu
Ikarus und Ares gehört. Das ich niemals irgendwelchen
Besitzanspruch auf sie erheben kann. Aber da geht es mir wie
allen anderen Männern um sie herum. Aber sie ist mein Leben, sie
ist so tief in meinem Herzen das es mir manchmal richtig weh
tut. Das sie mir einen Sohn geschenkt hat, werde ich ihr nie
vergessen.“ Er sah zu seinem Sohn der gerade mit den Mädchen
schäkerte und lächelte. „Ich hatte nie erwartet noch mal ein
Kind von der Göttin des Lichts zu bekommen. Doch Andora setzt
sich über alle Konventionen hinweg. Sie hat dahingehend keine
Skrupel noch Hemmungen. Sie und Ikarus....da kann man wirklich
sagen die beiden haben sich gesucht und gefunden. Ich liebe
diesen Jungen, er ist ein Geschenk, ein wirkliches Geschenk.“
Lazarus sah ihn an, er wusste nicht meinte er nun Ikarus oder
seinen Sohn...doch dann dachte er sich, das es egal sei, denn er
wusste das Ethan beide liebte. Ethan erwiderte den Blick. „Es
wird Zeit das ich erwachsen werde, ich habe nun einen Sohn der
mich brauchen wird. Ich habe einen Erben meiner Macht.“ Lazarus
sah zu den jungen Leuten und lachte leise. „Mir scheint, nicht
nur deiner Macht, sieh ihn dir an, er ist charmant zu den
Mädchen und sie himmeln ihn an. Er ist aber auch ein
Prachtbursche. Ikarus Sohn kommt genau auf seinen Vater heraus,
er ist ein kleiner Filou und ich will nicht wissen wie viele
Mädchen oder Frauenherzen er brechen wird. Er ist jetzt schon
fast so groß wie Ikarus und recht kräftig gebaut. Obwohl er
figürlich mehr auf Eros heraus kommt. Aber ich sehe auch
Probleme auf uns zu kommen, sie dir mal Luzifers Sohn an, er ist
wie der Teufel hinter Araniel her. Die beiden stecken oft die
Köpfe zusammen. Wenn Araniel sich wirklich für Luzifer
entscheiden sollte, könnte es passieren das Lykanes durchdreht.“
Ethan schüttelte den Kopf. „Nein, denn Lykanes, will nur eins
von ihr. Sein Herz gehört ihr nicht. Er ist wie Luzifer, er
verschenkte sein Herz auch nicht so schnell. Hinzu kommt das der
Junge genau weiß was von ihm erwartet wird, er weiß das er
Luzifers Erbe ist. Doch sollte man nun langsam auch mal
offenbaren, wessen Erbe Araniel ist.“
Die Gelegenheit kam einige Zeit
später, doch diesmal saß Luzifer auf der Bank und sah den jungen
Leuten zu. Ikarus setzte sich neben ihn. „Sie sind uns gut
gelungen.“ Dabei deutete er zu den jungen Leuten. Luzifer nickte
und sah Araniel an. „Sieh sie dir an. Die Kleine hat etwas. Wenn
sie nicht noch so jung wäre...dann....würde ich sie mir nehmen.
Irgendwie hat sie mein Herz berührt.“ Ikarus sah Luzifer
überrascht an. „Jetzt sag nicht du hast dein Herz an sie
verloren.“ Luzifer schnaufte leise. „Nein du weißt doch es gibt
nur eine Frau der mein Herz gehört....doch die Kleine
interessiert mich schon. Wenn sie mich will....werde ich sie mir
nehmen, das garantiere ich dir.“ Ikarus nickte verstehend. „Doch
scheint mir das dein Sohn sich auch für sie interessiert.
Lykanes scheint ebenso hinter ihr her zu sein.“ Luzifer lachte.
„Natürlich ist er das..doch wenn er hatte was er wollte, wird er
sich den anderen beiden zuwenden und versuchen sie ebenfalls
herum zu kriegen. Ne....mein Freund, er will nur eins und das
ist nicht ihr Herz.“ Ikarus wollte sicher gehen. „Doch was ist
wenn da doch mehr ist, wenn er sich in sie verliebt hat, wenn er
sein Herz an sie verschenkt hat.“ Luzifer seufzte. „In dem Fall
gibt es zwei Möglichkeiten, entweder wir teilen sie uns oder
aber wenn die Liebe so tief geht das Eifersucht zu erwarten ist,
werde ich verzichten. Ich liebe diesen Jungen und wäre bereit
zurück zu treten. Doch versichere ich dir, er ist nur an einem
interessiert, er will sie ins Bett kriegen, das ist alles. Denn
schau, er flirtet ebenso mit den anderen Mädchen, er hofft
einfach das eine von ihnen seinem Charme erliegt. Andora hat ihm
eingebleut das man keine Frau mit Gewalt nimmt und so versucht
es es eben auf diese Weise. Allerdings wenn er mein Temperament
geerbt hat, wird das Mädel sein blaues Wunder erleben.“ Luzifer
sah Ikarus grinsend an. „Allerdings dein Sohn ist auch nicht
viel besser, er versucht es ebenso, bei allen dreien.“ Ikarus
nickte schmunzelnd. „Wie die Väter so die Söhne. Ich glaube es
wird Zeit das die jungen Heißsporne sich ihre ersten Hörner
abstoßen und ihre ersten Erfahrungen machen.“ Luzifer sah ihn
an. „Und wie? Riana ist zur Zeit bei uns, sie ist bei Araziel.
Übrigens liebt er sie wirklich sehr und ich glaube auch nicht
das sich Riana weiter hin zu Verfügung stellt um jungen
unerfahrenen Kerlen das wichtigste bei zu bringen.“ Ikarus
nickte. „Es gibt noch andere Möglichkeiten, komm wir gehen mal
zu Julien, er weiß immer in welche Häuser man mit den jungen
Männern gehen kann.“ Luzifer nickte und so besuchten sie Julien,
der in der Tat wusste wohin man die drei Jungen bringen konnte,
wo sie alles lernen würden was sie wissen mussten. Und so
schleppte Ikarus die drei in ein Bordell, auf der modernen Welt
und sorgte dafür das die drei ihre ersten Erfahrungen machen
konnten. Während Ikarus und Luzifer draußen warteten machten die
jungen Männer ihre ersten Erfahrungen und bekamen bei gebracht
was sie beachten und wissen mussten. Ikarus sah Luzifer an. „Ich
denke es wird Zeit das du erfährst wessen Tochter Araniel
wirklich ist.“ Luzifer sah ihn fragend an. „Na ich dachte von
Brianna und Lyam.“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein, sie ist
die Erbin des Chaos, sie wird Damoks Erbe antreten. Ihr Vater
ist Araziel und ihre Mutter Riana, die einzige noch lebende
Tochter des Chaos.“ Luzifer sah ihn überrascht an. „Sie ist
Araziels Tochter und wird Damoks Erbe antreten als Chaosgöttin?“
Ikarus nickte. „Ja, wir mussten es vor dir geheim halten, damit
du dich frei für oder gegen sie entscheiden kannst. Ebenso weiß
sie zwar wer ihre wahren Eltern sind, aber sie musste auch
bisher schweigen. Wir wollten das wenn sie sich für einen Mann
entscheidet es aus Liebe tut und nicht weil es ihr Schicksal
ist.“ Luzifer nickte. „Für wen ist sie bestimmt? Für Lykanes?“
Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein..ich habe deine Worte noch im
Ohr, das du dir eine Frau wünscht die dich um deinetwillen
lieben sollte und nicht weil du der Fürst der Dämonen bist oder
wegen deinem Reichtum. Araniel hat selber genug Macht und ist
nicht auf deine angewiesen, wenn sie sich also wirklich für dich
entscheiden sollte, dann weil sie dich will und nicht weil du
Macht repräsentierst.“ Luzifer sah Ikarus sprachlos an. „Sie ist
für mich bestimmt?“ Ikarus nickte. „Doch rate ich dir eins. Lass
sie die Wahl treffen, willst du wirklich das sie dich aus freien
Stücken wählt, dann warte ab. Lass es zu, das sie wenn sie es
will ihre ersten Erfahrungen mit einem der jungen Männer macht.
Eventuell sogar Lykanes.“ Luzifer dachte nach, dann sah er
Ikarus wieder an und nickte. „Ja...du hast recht. Wenn sie sich
für mich entscheiden sollte, dann aus freien Stücken.“ Er
grinste. „Aber es ist ja nicht verboten sie zu umwerben, ich
kann zumindest versuchen, sie von mir zu überzeugen.“ Ikarus
grinste. „Sicher warum nicht, sie ist jetzt in dem Alter wo sie
dafür empfänglich ist. Und du bist ein gestandener Mann und kein
Jüngling wie Lykanes oder die anderen beiden.“ Luzifer überlegte
wie er sie für sich gewinnen konnte. Ihm war klar das er Geduld
haben müsste und das die Möglichkeit bestand das sie ihre ersten
Erfahrungen eventuell mit einem der jungen Männer machen wollte.
Doch das störte ihn nicht. Er sah Araniel nun mit ganz anderen
Augen, nämlich denen das sie möglicherweise seine feste
Gefährtin werden könnte. Anders als Damona, die ihn verraten
hatte. Das junge Mädchen hatte alle Voraussetzungen. Zudem wäre
sie keine reine Dämonin sondern mit sehr viel göttlichem Blut
und doch genug Dämonenblut um in der dunklen Galaxie ohne
verrückt zu werden zu bestehen. Allerdings war ihm auch klar,
das er mit ihr eine gleichgestellte bekam und keine untergebene
Dämonin. Er würde umdenken müssen. Andoras Erziehung würde hier
zum tragen kommen und er wusste das sie den Mädchen bei brachte,
das sie nicht weniger wert waren wie die Männer, sondern
durchaus zu mehr fähig waren. Als bestes Beispiel brachte sie
sich selber an. Damok hatte dem jungen Mädchen die Macht des
Chaos bei gebracht und ihr gezeigt wie sie sie nutzen konnte,
doch ihr auch gesagt das sie verantwortungsvoll damit umgehen
müsste. Er erzählte ihr was Dorian einst getan hatte und was
dabei heraus gekommen war. „Denk immer daran, Chaos ist gut
solange man es nicht übertreibt. Was das Chaos anrichten kann,
wirst du sehen wenn sich der Riss im Universum auftut. Du wirst
es erregend finden, es wird Freude in dir hoch kommen, denn du
wirst das Chaos lieben. Doch lass dich davon nicht beeinflussen,
denn wenn es übertrieben wird, zerstört es das gesamte
Universum, inklusive aller Götter, aller Welten und allem Leben
was sich in ihm befindet und es wird nichts mehr da sein, in dem
du dein Chaos verbreiten kannst. Das ist nicht wünschenswert.
Lass dir von Luzifer zeigen, wie man das Böse und auch das Chaos
anwenden kann, ohne gleich alles zu zerstören. Das Böse neigt
dazu sich selbst zu zerstören. Doch dafür haben wir den Verstand
mit bekommen um es zu dosieren. Andora wird dich immer
respektieren, auch das wofür du stehst. Doch solltest du zu weit
gehen, glaube mir wird sie dich töten bevor du noch mehr Unheil
anrichten kannst. Sie ist gütig und liebevoll....doch
unterschätze sie nicht. Denke immer daran, sie ist die höchste
Göttin des Universums und hat die Macht, selbst die dunkle
Galaxie, mit allem was sich darin befindet, mit einem Gedanken
zu vernichten.“ Araniel war nicht dumm und verstand sehr gut was
Damok ihr sagen wollte. Sie beobachtete Andora und nahm sich
vieles von ihr an. Sie liebte die Lichtgöttin und würde nichts
tun um deren Zorn hervor zu rufen. Sie beobachtete auch Luzifer
und wie er versuchte, alles unter einen Hut zu bringen. Sie sah
seine Intrigen und Lügen, die er in den Welten verbreitete. Sie
sah aber auch wie dosiert er das tat. Ebenso sah sie wie seine
Welten bereits in Kriegsvorbereitungen steckte. Er schwor seine
Dämonen für diesen Krieg auf die Lichtgöttin ein und machte
ihnen klar das sie in dieser Zeit Seite an Seite mit ihr kämpfen
würden. Wer sich dagegen auflehnte, hatte schlechte Karten, denn
eiskalt tötete er jeden der sich ihm und seinen Anweisungen
entgegenstellte. Sie begann Luzifer zu bewundern, sie sah aber
auch das sein Herz für Andora schlug. Sie wusste das er keine
feste Gefährtin mehr hatte, weil er diese wegen Verrats hatte
hinrichten lassen. Araniel dachte nach, sie sah Luzifer wie er
war. Aus irgendeinem Grund konnte er sich und seine Gefühle vor
ihr nicht verstecken. So sah sie auch das er Interesse an ihr
hatte und das dies weiter ging als nur bis zu seinem Bett. Er
wollte sie zweifellos, aber sie spürte auch das er mehr wollte
als nur mit ihr zu schlafen. Er wollte sie an seiner Seite, sie
spürte das was er vor Ikarus geleugnet hatte. Das er sein Herz
an sie langsam verlor, sie spürte aber auch die tiefe reine
Liebe die er für Andora fühlte. Sie würde sich also darüber im
klaren sein müssen, er würde seine Finger niemals von Andora
lassen. Zudem würde er auch nie treu sein...doch dann sah sie
Lykanes an, der sich ebenfalls um sie bemühte und sie grinste.
Der junge Halbgott war aber auch zum anbeißen. Er war hoch
gewachsen, wie sein Vater, war kräftig und muskulös, wobei sich
das wohl noch verstärken würde wenn er älter wurde. Er hatte das
schwarze Haar seiner Eltern, war aber allerdings ganz schön
durchtrieben, wenn auch nicht bösartig. Er hatte eine gesunde
Einstellung zum Bösen und hatte einiges von seinem Vater
gelernt. Auch er würde im Sinne des Chaos handeln, zwar Chaos
verbreiten aber nicht übermäßig sondern wohl durchdacht und
dosiert. Wenn er sich mal für eine Gefährtin entscheiden sollte,
würde er ebenso wenig treu sein. Ihr kam ein recht verdorbener
Gedanke und sie sah sich beide an. Sie war frei zu wählen, sie
konnte sich aussuchen mit wem sie zusammen sein und mit wem sie
ihr Bett teilen wollte. Sie dachte, warum nicht mit beiden. Sie
würde dann zwar Luzifers Gefährtin sein, doch konnte sich sich
vorstellen das sich Lykanes davon nicht abhalten lassen würde.
Allerdings wollte sie wissen auf was sie sich einließ und als
sie mal mit bekam das Luzifer Andora verführte und mit ihr
verschwand, folgte sie ihnen unsichtbar. Was sie nun zu sehen
bekam, ließ ihr die Schamröte ins Gesicht steigen. Doch mutig
sah sie weiter hin zu. Luzifer war wild und hemmungslos und
Andora hatte einiges zu verkraften. Araniel bewunderte sie dafür
wie weit sie mit ihm ging. Sie erschauerte als sie sah mit
welcher härte er sie sich nahm. Doch das schien zu ihm zu
gehören und machte ihr klar, das sie das wohl auch bei ihm
erleben würde. Allerdings sah sie nun auch wie liebevoll er
Andora anschließend im Arm hielt, wie zärtlich er sie küsste.
Bis es ihn abermals überkam und er noch mal los legte. Sie sah
aber auch wie sehr Andora diese Wildheit genoss und ihm in
nichts nach stand. Sie zerkratze ihm den Rücken und die
Schultern und er stöhnte dann jedes mal lustvoll auf. Araniel
durchschaute es sofort. Er war ein massochistischer Sadist. Er
liebte es weh zu tun und ebenso das man ihm weh tat. Andora gab
ihm was er wollte und brauchte. Als die beiden mit einander
fertig waren, blutete Luzifer aus einigen Wunden, doch er genoss
diesen Schmerz, weil er wusste die hatte Andora ihm in tiefer
Lust zu gefügt. Er hingegen hatte sie zwar hart heran genommen,
hatte sie sogar festgehalten und sie sich immer wieder genommen,
doch hatte er sie nicht verletzt.
Als Araniel später auf Lykanes
traf machte er wieder recht eindeutige Bemerkungen. Sie sah ihn
von oben bis unten an und verblüffte ihn dann. „Zieh dein Hemd
aus, ich will sehen was du zu bieten hast.“ Einen Moment stand
sein Mund offen und er blickte sie wie nicht verstehend an. Die
Mädchen wussten das die drei Jungen ihr erstes Mal bereits
hinter sich hatten und so hatte Araniel auch nicht die
Befürchtung das sich Lykanes stümperhaft anstellen würde. Sie
grinste frech. „Na was ist, ich dachte du willst mich, war das
nicht Teil deines Plans der letzten Wochen? Aber wenn du es dir
anders überlegt hast, nehme ich einen der anderen beiden. Für
mein erstes Mal tun die es auch.“ Nun kam Leben in Lykanes
Körper, er riss sich regelrecht das Hemd herunter und dann
Araniel in seine Arme und küsste sie stürmisch. Während er sie
noch küsste glitten bereits seine Hände an ihrem durch aus
bereits weiblichen Körper entlang und er verschwand mit ihr auf
seinem Zimmer. Schwer atmend löste er den Kuss und sah sie an.
„Ist das dein ernst, willst du wirklich mit mir schlafen?“
Araniel nickte. „Ja....allerdings sollte ich dir zuvor noch
etwas sagen. Ich werde wenn ich alt genug bin und dein Vater
sich traut sich mir zu nähern, seinem Werben nach geben und
seine Gefährtin werden.“ Lykanes sah sie an. “Mein Vater will
dich für sich? Woher weißt du das? Du weißt schon das er nie
treu sein wird, das er mit meiner Mutter immer wieder ins Bett
gehen wird. Er liebt sie.“ Araniel nickte. „Das weiß ich alles
und es ist mir klar das er niemals treu sein wird. Wäre auch
merkwürdig für den Fürsten der Finsternis. Doch ich finde ihn
aufregend und ich will ihn. Allerdings nicht nur für einmal oder
so, sondern ich will an seiner Seite sein. Ich will mit ihm
leben. Ich glaube ich habe mich verliebt.“ Lykanes ließ Araniel
los, er sah sie knurrend an. „Aber mit mir willst du jetzt ins
Bett gehen oder wie? Was ist wenn ich dich ebenso für mich will,
was wenn ich mir schon lange überlegt habe dich als meine
Gefährtin zu nehmen?“ Araniel grinste. „Dann würdest du lügen.
Junge ich weiß genau das du nur eins von mir willst. Danach
wirst du versuchen auch die anderen beiden in dein Bett zu
kriegen, also komm mir nicht so. Du bist noch lange nicht soweit
dich auf eine Frau fest zu legen, du willst das was alle Jungen
in unserem Alter wollen, ein Mädel ins Bett kriegen und ende,
aus die Maus.“ Lykanes fühlte ich ertappt...doch nickte er. „Du
hast recht, eigentlich will ich noch keine feste Partnerin, ich
will dich wirklich nur ins Bett bekommen.“ Araniel lachte. „Nun
und worauf wartest du dann noch? Jetzt hast du die Chance dazu.“
Als Lykanes sah das es ihr ernst war, war er nicht mehr auf zu
halten. In Rekordschnelle hatte er sie ausgezogen und
betrachtete sie immer wieder, zwischen seinen stürmischen
Küssen, dann gab er ihr eine leichten Stoß das sie aufs Bett
fiel, zog sich flink seine Hosen aus und lag schnell neben und
halb auf ihr. Er erinnerte sich was die Frau gesagt hatte, bei
der er sein erstes Mal hatte und befolgte das auch alles. Er
begann Araniel zu reizen bis er spürte das sie soweit war. Er
wollte dass es schön für sie war. Sie streichelte ihn und
erforschte seinen Körper, doch als sie zwischen seine Beine
griff und seine Männlichkeit berührte war es um ihn geschehen,
er konnte sich nicht mehr zurück halten und nahm sie sich nun.
Er besaß jetzt bereits einen starken Körper und Araniel genoss
was er mit ihr tat. Als er ihr stöhnen hörte und dann merkte das
sie laut aufschrie, konnte auch er sich nicht mehr zurück halten
und kam ebenso wie sie schwer atmend zum Gipfel. Er liebte sie
auch leidenschaftlich noch ein zweites und drittes mal, bis er
keuchte. „Jetzt kann ich nicht mehr.“ Er genoss es ihren warmen
weichen Körper anschließend noch im Arm zu halten. Araniel hatte
bei Luzifer und Andora gesehen wozu Luzifer fähig war und was
Andora alles getan hatte. So experimentierte sie nun an Lykanes
herum bis er abermals auf keuchte und wieder über sie herfiel.
Leise keuchte er. „Woher hast du das, ich dachte ich wäre dein
erster? Wie hast du es geschafft das ich doch wieder kann?“ Sie
zwinkerte ihm frech zu, während sie ihn an sich presste. „Mein
Geheimnis, komm ich will noch mehr.“ Lykanes war noch sehr jung
und so gelang es ihr seine Begierde immer wieder neu zu wecken,
bis auch sie genug hatte. Als er sah das er es wirklich
geschafft hatte ihr alles zu geben was sie brauchte stieg sein
männliches Ego bis an die Decke. Haarklein wurde später erzählt
was geschehen war, Lykanes erzählte es den anderen beiden Jungen
und Araniel den beiden Mädchen. Sie sagte ihnen das sie es sehr
schön gefunden hatte und was mit ihr geschehen war als diese
Gefühle ihren Körper einnahmen. Mizzar fragte Lykanes. „Hast du
keine Angst das sie dich jetzt vielleicht festnagelt. Das sie
dir am Hemdzipfel hängen wird. Ehrlich gesagt, habe ich davor
Angst das wenn ich einer die Unschuld nehme, das sie sich dann
an mich fest krallt. Ich will mich noch nicht fest binden. Ich
will meinen Spaß und mehr nicht.“ Lykanes schüttelte den Kopf
und erzählte ihm und Loran was Araniel gesagt hatte. Die anderen
beiden Mädchen fühlten ich noch zu jung um jetzt schon mit einem
Jungen zu schlafen, saugten aber alles auf was Araniel ihnen
erzählte. Die anderen beiden Jungen versuchten es nun ebenfalls
bei Ijane und Igraine, hatten aber damit keinen Erfolg. Die
Mädchen ließen sich zwar küssen, aber mehr waren sie nicht
bereit zu geben. Araniel hingegen war der Meinung je mehr
Erfahrung sie haben würde um so besser und verführte auch die
beiden anderen Jungen die es sich nur zu gerne gefallen ließen.
Es artete sogar darin aus das sie sich mal mit allen drei
gleichzeitig im Bett wieder fand und es absolut scharf fand.
Ikarus und Luzifer beobachteten es aufmerksam. Luzifer sah es
recht gelassen und meinte nur. „Lass sie sich austoben, sie
sammelt Erfahrung und das ist gut so. Wenn sie sich für mich
entscheidet hat sie einiges das sie mit mir verkraften muss.“
Ikarus grinste dann frech und nickte. „Dein Sohn tobt sich aber
auch ganz schön mit ihr aus. Von den anderen beiden mal
abgesehen.“ Luzifer lachte leise. „Sollen sie, so lernen alle
von einander und mir ist es lieber eine Frau zu bekommen die ich
nicht erst mit Samthandschuhen anfassen muss. Damona war da
recht...na ja wild. Sie hätte dir sicher gefallen.“ Ikarus
nickte und sah Luzifer an. „Vermisst du sie?“ Der schüttelte den
Kopf. „Nö....eigentlich nur was sie mir im Bett gegeben hat,
doch auf alles andere kann ich gut verzichten.“ Ikarus nickte
verstehend. „Wir sind schon furchtbare Lüstlinge oder?“ Luzifer
lachte. „Na und? Also bis her habe ich noch keine gehört die
sich deswegen beschwert hat. Davon abgesehen bist du sogar noch
recht treu wenn man es mal genauer betrachtet. Ich weiß das du
zwar regelmäßig mal zu Luna oder Athene gehst, aber ansonsten,
gehst du doch mit keiner in die Federn. Da bin ich schlimmer,
ich nehme alles mit was nicht schnell genug weg laufen kann.
Ares ist da weit aus umtriebiger als du, wusstest du das er sich
regelmäßig irgendeine Sterbliche nimmt? Also nicht von hier,
aber dein Bettgefährte reist gerne durch die Welten und wenn ihm
eine gefällt, verführt er sie auch. Er ist ein ruhiger Vertreter
aber hat es dick hinter den Ohren.“ Das wusste Ikarus nicht und
sah nun Luzifer überrascht an, dann zuckte er mit der Schulter.
„Was soll`s, das Problem ist eigentlich, wenn du oder Leander
mit Andora im Bett waren...hat sie keine Lust mehr und wir
müssen uns halt anderweitig beschäftigen. Ich gehe dann zu
Athene oder Luna, eine von ihnen ist immer frei für mich und
Ares geht halt zu den Sterblichen, also was soll`s.“
Das Ikarus zugab das Andora auch
mal keine Lust hatte, vor allem wenn er oder Leander bei ihr
gewesen waren wunderte Luzifer nun doch. Jetzt war ihm auch der
Grund klar warum sich Ares und Ikarus ab und an mal wo anders um
sahen. Er sah Ikarus verwundert an. „Andora schafft es mit euch
beiden ins Bett zu gehen und euch sogar beide voll auf zufrieden
zu stellen, doch nach uns will sie nicht mehr?“ Ikarus nickte.
„Frag mich nicht wieso es so ist, aber es ist so.“ Luzifer
dachte nach. „Will sie es mit uns vielleicht eigentlich gar
nicht und tut es nur aus Pflicht oder so?“ Ikarus schüttelte den
Kopf. „Nein das ist es nicht, ich weiß das sie es genießt mit
dir oder Leander, doch danach will sie einfach nicht mehr. Sie
hat dann bereits genug. Ich kann mir nur eins vorstellen, das
sie weiß das wir beide auch nicht mit einem mal zufrieden sind
und daher lässt sie es wohl lieber ganz. Du und Leander, seid
sehr wild und fordernd. Ihr gebt euch auch nicht mit einem mal
zufrieden und wenn wir das dann auch noch fordern würden, müsste
sie auf ihre Lichtkräfte zurück greifen, doch das will sie uns
nicht antun, also ist sie ehrlich und sagt uns das sie nicht
mehr will. Im Laufe der Jahrhunderte haben wir uns damit
arrangiert und können damit leben, vor allem da es so oft ja nun
nicht vorkommt. Du forderst sie ein oder zweimal im Monat und
Leander ebenso, also geht das schon, das ist kein Problem. Alle
anderen wie Eros und Ethan, verlangen nur so viel wie sie
brauchen um ihre Lichtkräfte wieder auf zu füllen, kommen aber
dafür öfter zu ihr und sind dann auch mit zweimal zufrieden.
Wenn sie danach einige Stunden Ruhe hatte, ist sie nachts wieder
für Ares und mich fit und will uns auch.“ Luzifer sah Ikarus an.
„Warum habt ihr das nie gesagt? Ja du hast recht, wenn ich mit
ihr fertig bin, ist sie fertig. Ich liebe sie über Stunden
hinweg, kein Wunder das sie danach keine Lust mehr auf einen
weiteren Kerl hat. Doch wären wir auch bereit gewesen, also ich
zumindest, weniger anspruchsvoll zu sein. Ich gehe davon aus,
wenn du mit Leander mal reden würdest wäre es bei ihm nicht
anders. Denn es geht ja nicht an, das du und Ares hinter uns
zurück stehen müsst. Ich liebe Andora und ich weiss sie liebt
dich und Ares. Also ich für meinen Teil werde mal ein wenig
kürzer treten bei ihr, das bin ich dir als Freund einfach
schuldig.“ Ikarus nickte. „Nun bei dir ist es die reine Lust die
euch zusammen ins Bett treibt, doch bei Leander ist es anders.
Wenn sie mit ihm schläft, ähnelt das einem Kampf, alleine dieser
Kampf verbraucht schon eine Menge Energie.“ Er sah Luzifer an.
„Leander braucht sie, er braucht das Licht, du weißt scheinbar
nicht, wie sich die Kriegswut bei ihm auswirkt. Er ist dann
unberechenbar und nur sie kann ihm sein Gleichgewicht wieder
geben. Leander in Kriegswut ist eine Gefahr für jeden der sich
dann in seine Nähe wagt. Sie spürt es und fordert ihn heraus,
sofern er nicht von selber früh genug zu ihr geht und sich holt
was er braucht.“ Ikarus seufzte. „Ich weiß das sie gehofft
hatte, das eins der Mädchen eine Tochter des Lichts gewesen
wäre, denn dann hätte sie zumindest einiges übernehmen können.“
Luzifer sah ihn fragend an. „Eine Tochter des Lichts?“ Ikarus
nickte. „Ja, doch bisher zeigte sich weder bei Igraine noch bei
Ijane irgendwas in der Art. Eine Tochter des Lichts, hätte ihr
zumindest die Söhne des Lichts ein wenig abnehmen können.“
Luzifer verstand nicht. „Was ist der Unterschied zwischen den
Söhnen des Lichts und der Tochter des Lichts. Soviel ich weiß
besitzen Lazarus und auch Eros genug Licht um damit das was sie
versorgen müssen damit zu versorgen.“ Ikarus schüttelte den
Kopf. „Nein, es gibt nur zwei reine Söhne des Lichts, die auch
wirklich selber Licht produzieren können, das sind Lazarus und
Eros. Die Bedingungen sind klar, es müssen zwei Väter sein, die
ihn zeugen. Anatol oder Mikael, haben zwar das Lichtgefäß mit
bekommen, sie gelten auch als Söhne des Lichts, sind aber nicht
in der Lage selber Licht zu produzieren.“ Luzifer verstand
langsam und nickte. „Was ist mit dir? Du hast dich vergessen. Du
stammst von Lazarus und dem Engel des Lichts ab. Junge du bist
ebenso wie Lazarus oder Eros ein reiner Sohn des Lichts. Aber
was ist nun der Unterschied zwischen den Söhnen des Lichts und
einer Tochter des Lichts?“ Ikarus sah ihn verblüfft an. „Du hast
recht, das hatte ich ganz vergessen, ich bin auch ein Sohn des
Lichts. Was nun den Unterschied angeht. Die Töchter des Lichts,
müssen zum einen nicht von zwei Vätern gezeugt werden, sofern es
der richtige Erzeuger ist und zum anderen werden sie bereits mit
dem Keim des Lichts geboren. Du musst dir diesen Keim als Kind
vorstellen, das ebenso heran wachsen muss wie seine Trägerin, es
ist sozusagen ein neues Licht. Die Söhne bekommen nur einen
kleinen Teil vom Licht der Göttin des Lichts ab, also sozusagen,
ein Stück von ihrem Licht, aber kein eigenständiges. Ich glaube
Andora hatte gehofft das Ares ihr eine Tochter des Lichts
schenkt. Aber Ijane scheint davon nichts zu haben.“ Luzifer
nickte verstehend. „Das mag sein aber Igraine stammt von Lazarus
ab, dem ältesten Sohn des Lichts, ich meine wäre er nicht
prädestinierter die Tochter des Lichts zu zeugen?“ Ikarus
starrte Luzifer an und nickte dann heftig. „Du hast recht. Hinzu
kommt, das dieses Kind nie geplant war. Ich weiß von Andora das
sie es nur bekam, weil sie ein Gespräch belauschte und sich so
entschied auch Lazarus noch ein Kind zu schenken. Wenn also eine
Tochter des Lichts geboren wurde, kann es nur Igraine sein. Ich
muss mit Andora reden, sie soll sich das Mädel mal genauer
ansehen, der Keim des Lichts müsste dann doch in ihr zu finden
sein. Vielleicht hat Andora nur bei Ijane nach gesehen aber
nicht bei Igraine.“ Luzifer grinste. „Schön das ich helfen
konnte.“ Doch als er das sagte war Ikarus bereits weg, er wollte
mit Andora reden. Luzifer hatte sich bereits an die
Sprunghaftigkeit seines Freundes gewöhnt und nahm es ihm daher
nicht krumm einfach ohne ein Wort zu verschwinden, wenn er einen
wichtigen Gedanken hatte.

Kapitel 54: Tod und Vernichtung

Ikarus suchte alles ab, doch er
fand sie nicht. Erst als er zurück kam, saß sie neben Luzifer
auf der Bank, der grinste als er Ikarus wieder auftauchen sah.
„Ich hab sie gefunden.“ Dabei deutete er neben sich. Der sah ihn
nur an und nickte. „Ja ja du hast ja auch so wahnsinnig gesucht,
nech?“ Da lachte Luzifer herzhaft, während sich Ikarus neben die
beiden setzte und er Andora ansah. „Sag mal Kleines, du hast
doch in Ijane nachgesehen ob sie das Licht in sich trägt, hast
du auch bei Igraine geschaut?“ Er erklärte ihr auf welchen
Gedanken er gekommen war, beziehungsweise Luzifer. Andora
nickte. „Natürlich habe ich nach gesehen, sagte ich das nicht?
Sie ist eine Tochter des Lichts. Auf den Gedanken das Lazarus es
gewesen sein könnte der sie gezeugt hatte bin ich auch gekommen.
Tut mir leid Liebster, aber ich habe so viel um die Ohren das
ich wohl vergaß es dir zu erzählen. Sie ist die zweite geborene
Tochter des Lichts. Ihr Licht wächst heran, allerdings bis es
sich entfaltet hat wird es wohl noch eine Weile dauern. Sie
müsste erst sexuell aktiv werden, damit es zum tragen kommt, so
klein es auch noch ist.“ Luzifer sah Andora an. „Was bedeutet
das nun genau, das sie eine Tochter des Lichts ist?“ Andora sah
zu den jungen Leuten. „Nun es gab bisher nie eine Tochter des
Lichts, außer mir. Das bedeutet aber das sie eine Göttin des
Lichts werden könnte, sollte mir irgendwann mal etwas passieren.
Wenn sie voll ausgebildet ist und mit ihr, ihr Licht, könnte sie
meinen Platz ein nehmen. Sie ist sozusagen meine und Aurians
Erbin. Ihr Licht schläft noch um es mal so aus zu drücken.
Meines war damals schon aktiv in ihrem Alter, sogar weit aus
früher noch. Es war nötig das ich so früh erwachte. Aurian
bildete mich damals aus und als ich vierzehn war, musste ich
handeln. Ich erinnere mich noch, das ich bereits mit vierzehn
begann, die ersten Entscheidungen zu fällen. Ich setzte meine
Mutter ab, gab ihr ein kleines Haus das sie bewohnen konnte und
übernahm ihren Platz und damit auch das Licht meiner Mutter. Sie
selber behielt nur einen kleinen Funken, der auch heute noch in
ihrer Seele sitzt. Einmal eine Tochter des Lichts, immer eine
Tochter des Lichts. Das können wir nicht ablegen wie ein Paar
Schuhe.“ Luzifer sah sie an. „Sagtest du nicht gerade eben es
wurde bisher nur eine Tochter des Lichts geboren?“ Andora
nickte. „Ja wenn man mal von mir absieht. Meine Mutter wurde
nicht geboren, sie wurde erschaffen und besaß daher sehr viele
Mängel, weshalb ich auch so früh ihren Platz einnehmen musste.“
Ikarus hatte nur gehört das Igraine Andoras Erbin war und sah
sie an. „Heißt das du wirst in diesem Krieg sterben? Bitte
Liebes, sag mir das dies nicht geschehen wird. Ich will dich
nicht verlieren.“ Andora schüttelte den Kopf. „Nein mein
Lieber.“ Sie beugte sich zu Ikarus und küsste ihn liebevoll.
„Hier findet etwas weitaus bedeutenderes statt. Noch niemals gab
es drei Göttinnen des Lichts auf einmal. Es gab immer nur eine
und das ist auch richtig so. Doch eine, selbst wenn sie so stark
ist wie ich oder Aurian, ist zu schwach um gegen das anzutreten
was dort aus dem Riss kommen wird. Das Universum hat die
magische Zahl drei und drei Göttinnen sind nötig um es zurück zu
halten.“ Ikarus und Luzifer sahen sie an und Luzifer fasste es
in Worte was auch Ikarus dachte. „Du weißt doch was, du weißt
doch mehr als du uns sagst. Was wird dort auf uns zukommen?“
Andora atmete seufzend einmal tief ein, dann sah sie die beiden
an. „Das reine Chaos und noch schlimmer als das. Aurian und ich
haben unsere Kräfte mal für wenige Augenblicke zusammen gelegt
und konnten so sehen was dort im Paralleluniversum stattfindet.
Dort hat die Göttin des Lichts nichts zu sagen, man unterdrückt
sie und hält sie gefangen. Dort herrscht....Damok. Dort herrscht
das absolute Chaos. Das gesamte Universum ist finster und
dunkel, weil die Göttin des Lichts in keine Welt ihr Licht
bringen kann. Sie können sie nicht töten, denn das Licht
beschützt sie, aber mehr als am Leben ist sie auch nicht.“
Tränen liefen Andora die Wangen herab. „Wir müssen nicht nur
unser Universum beschützen, sondern auch das andere von dieser
Finsternis befreien. Aurian und ich konnten es kaum ertragen was
wir dort sahen. Es ist furchtbar. Die Göttin muss befreit
werden. Doch wissen wir noch nicht wie wir das anstellen
sollen.“ Ikarus nahm Andora sachte in seine Arme und drückte sie
an sich. „Wer ist dort die Göttin des Lichts? Aurian oder du?“
Andora schüttelte den Kopf. „Weder noch, Aurian und meine
Persönlichkeit, konnten wir dort nicht finden, dort ist eine
junge noch unausgebildete Lichtgöttin, es scheint als hätten
Aurian und meine Persönlichkeit dort aufgegeben, aber zuvor
haben beide ihre Nachfolgerin noch eingesetzt. Aurian mich und
ich...“ Sie deutete auf Igraine. Luzifer dachte nach. „Du und
Aurian ihr könnt dort nicht hin....ich aber schon. Ich und meine
Dämonen könnten sie befreien und ihr so zu ihrer Macht
verhelfen.“ Andora nickte leicht. „Doch zuvor muss Damok getötet
werden. Myrion schmiedet bereits die Waffe mit der man ihn töten
kann. Damok sagt ihm was sie enthalten muss. Unser Damok war
total erschüttert als wir versuchten ihm zu erklären was wir
gesehen haben. Er hatte einst eingesehen das Licht und
Dunkelheit eine Koexistenz eingehen müssen, aber der dortige
Damok wollte die Macht für sich. Er vernichtete damit alles,
absolut alles. Dort gibt es kaum noch Leben. Auf der Welt auf
der man die Lichtgöttin gefangen hält gibt es ein wenig Leben,
doch es ist versklavt. Die Götter des Lichts, wie Iona, die
Elementargötter, ja sogar Hope und Armor, wie auch alle anderen
die für das Licht stehen....wurden entmachtet und vegetieren nur
noch so dahin. Von ihnen können wir kaum Hilfe erwarten. Ihr
Gregorian hat sich auf die Seite der Dunkelheit geschlagen,
deswegen bildet unser seine Tochter aus. Er will sein Ebenbild
töten. Es ist alles so entsetzlich. Der Tod wird über uns
hereinbrechen und damit meine ich nicht Anubis, sondern der alte
Thanatos, der dort im Unterreich herrscht.“ Ikarus nickte. „Und
sich wohl ebenfalls auf die Seite des Chaos geschlagen hat und
das obwohl er neutral sein sollte.“ Er dachte kurz nach. „Aurians
und deine Seele müssten doch dort zu finden sein, wenn man sie
überzeugen könnte den Kampf wieder auf zu nehmen, dann wären sie
auch zu dritt.“ Andora nickte. „Das schon, eventuell, doch wären
sie ohne Körper, das bringt nicht viel.“ Luzifer sah Andora an.
„Aurian hat schon mal Körper erschaffen, könnte sie das nicht
wieder tun? Körper mit deinen und ihren Fähigkeiten. Dann
könnten die Seelen diese beziehen und so den Kampf aufnehmen und
uns unterstützen. Ihr hier und diese drei dort.“ Andora nickte
leicht. „Ja das wäre machbar, doch eigentlich hatte ich vor den
Riss so schnell wie möglich zu schließen. Wenn wir dort alle
befreien wollen, müssen wir ihn länger als nötig aufrecht
erhalten, damit die, die sich dort hin begaben, wieder zurück
können.“ Luzifer atmete kurz hart ein, dann sah er Andora
entschlossen an. „Ich gehe das Risiko ein, ich werde meine
Dämonen dort hin führen und alles befreien was nur geht. Liebes,
ich habe hier einen Erben, dank dir. Er wird mein Reich in
meinem Sinne weiter führen, sollte ich es nicht wieder zurück
schaffen.“
Als Araniel kurz darauf hörte was
Luzifer vor hatte suchte sie ihn und warf sich in seine Arme.
„Nein, das darfst du nicht. Mein Herz hat dich doch gerade erst
gefunden. Bitte tue das nicht. Ich will dich nicht verlieren
kaum das wir uns gefunden haben.“ Luzifer sah auf das junge
Mädchen und sah sie an, während er sie an sich drückte.. „Dein
Herz hat sich für mich entschieden?“ Araniel nickte heftig unter
Tränen. „Bitte, bitte, schicke jemand anderen, aber verlass mich
nicht. Bitte nicht.“ Luzifer sah auf sie herab, sein Gesicht
wirkte entschlossen, dann lächelte er. „Nun habe ich noch einen
starken Grund zurück zu kommen. Kleines, Liebes...ich werde dich
nicht verlassen. Ich werde zurück kommen und wenn ich den Riss
erneut aufreißen muss. Glaub mir.“ Kurz darauf verschwand er mit
ihr in seinem Zimmer, es kümmerte ihn nicht mehr das sie noch so
jung war. Er zeigte ihr nun wie sehr er sie liebte, das sie
tatsächlich sein Herz erobert hatte. Allerdings machte er ihr
auch klar das sie sein Herz mit Andora teilen musste. Doch das
war ihr eh schon bekannt. Er genoss es mit ihr zusammen zu sein
und wenn er Anfangs auch noch zärtlich war so wurde er nach und
nach immer wilder und stürmischer, als er merkte das es ihr
nichts ausmachte. Lykanes seufzte leise als er sah das er
Araniel nun doch an seinen Vater verloren hatte. Allerdings ging
es nicht sehr tief und als er später mit Luzifer sprach und der
ihm sagte, das er sich weiter mit ihr vergnügen konnte, sofern
sie das wollte, war für ihn die Welt wieder in Ordnung.
Allerdings führte Luzifer ihn nun in die Verwaltung seiner
Welten und in seine Geschäfte ein. Luzifer war klar, die
kommenden Jahre würde eventuell nicht ausreichen, dem Jungen
alles bei zu bringen was er selber in einigen hundert Jahren
gelernt hatte. Doch die Zeit musste reichen. Lykanes
unterstützte die Bitte von Araniel, das sein Vater alles tun
sollte um zurück zu kommen. Der versprach es.
Die nächsten zwei Jahre
vergingen. Immer mehr spürte man die Vorbereitungen auf den
bevorstehenden Krieg. Die jungen Leute waren nun im achtzehnten
Lebensjahr und Igraine und Ijane hatten sich immer noch ihre
Jungfräulichkeit bewahrt. Andora wurde langsam nervös, denn sie
hatte gehofft das Igraine langsam mal aktiv werden würde, doch
die ließ sich Zeit. Ikarus hatte diesbezüglich mit Mizzar
geredet und ihm erklärt was mit Igraine los war, das ihr Licht
erst erwachen würde, wenn sie sexuell aktiv werden würde und wie
wichtig das war. Mizzar verstand was sein Vater ihm sagen
wollte. Er nickte. „Also gut, ich werde mich in die Höhle des
Löwen begeben und erst wieder heraus kommen wenn sie in meinen
Armen gelegen hat.“ Ikarus beschwor ihn noch mal, nichts mit
Gewalt zu versuchen, denn sollte er das tun, könnte es sein das
ihr Licht sie beschützen würde, auch wenn es noch nicht aktiv
erwacht war und das er dann möglicherweise von ihr an die Wand
geklatscht werden würde. Mizzar lächelte. „Keine Sorge Vater,
sie wird sich mir ergeben, glaub mir. Ich habe mich nebenbei
auch noch von Eros und Lazarus unterrichten lassen. Sie haben
mir so einige Tricks verraten mit denen man eine Frau garantiert
herum bekommt. Auch so eine eiserne Jungfrau.“ So betrat er kurz
darauf Igraines Zimmer, er trug ein ärmelloses Hemd das seine
Brust und Armmuskeln gut zur Geltung brachte. Igraine lag auf
dem Bett als er eintrat und sah ihn an. Ihr Blick glitt langsam
an ihm entlang und er gab ihr Zeit ihn zu betrachten. Wenn er
auch noch nicht die Größe seines Vater gänzlich erreicht hatte,
so war er doch schon recht groß, besaß breite Schultern und war
alles in allem sehr attraktiv. Igraine war bekannt das die
Frauen hinter ihm her waren. Er sah sie aufreizend an, während
er langsam näher trat und sich das Hemd aus zog. „Es wird Zeit
Kleines. Du weißt das du das Licht in dir trägst, es muss
erwachen und du weißt selber auf welche Weise das geschehen
wird. Ich will dich und das nicht erst seit heute. Weise mich
also nicht wieder ab, wie schon die letzten hundert Mal. Lass es
geschehen, lege dich in meine Arme.“ Er trat zu ihr und legte
sich neben sie, ihr zu gewandt. „Oder bin ich dir so zuwider?
Willst du einen anderen lieber als mich?“ Sachte legte er seinen
Arm um sie und beugte sich über sie. Sie spürte sein Gewicht auf
sich und sah ihn an, sie schüttelte den Kopf. „Nein du bist mir
nicht zuwider, doch...ich habe Angst.“ Als sie versuchte ihn von
sich herunter zu drücken, stöhnte er leise auf als sie seine
Haut berührte. Anstatt sich weg drücken zu lassen, beugte er
sich noch tiefer und küsste sie so leidenschaftlich das ihr
hören und sehen verging. Er achtete auf alles und als er spürte
das sie nach gab und den Kuss erwiderte, begann er sie zu
streicheln. Das sie Angst hatte ließ ihn noch vorsichtiger
werden, doch würde er sie nun nicht gehen lassen, es sei denn
sie würde ein klares nein aussprechen. Er hatte gelernt das man
das respektieren musste und daran würde er sich auch halten.
Jedes mal wenn er irgendwo hin greifen wollte, wo sie wirklich
noch nie jemand berührte hatte, wie ihre Brust zum Beispiel,
versuchte sie ihn ab zu wehren, doch er ließ es nicht zu und
streichelte sie unter Küssen weiter, bis er ein leises
aufstöhnen hörte. Da begann er sie aus zu ziehen, seine Lippen
berührten ihren Körper, seine Hände glitten zärtlich und sanft
über sie hin weg. Er reizte sie. Igraine spürte das Blut in
ihren Adern kochen. Mizzar war stark und muskulös, er hatte für
ihre Begriffe einen Traumkörper und es erregte sie das sie
dieser starke junge Mann wollte. Als sie diese Erregung spürte,
merkte sie wie ihr Licht sich rührte und ihr leise zuflüsterte,
„Lass es zu, nimm ihn dir. Er ist genau der den wir brauchen.
Danach werden wir unsere Macht entfalten. Du bist eine Tochter
des Lichts und deine Libido wird nach dem ersten Mal erst
richtig erwachen.“ Ein Ruck ging durch ihren Körper und sie
griff um Mizzar herum und drückte ihn noch weiter an sich. Jetzt
wollte sie ihn und öffnete sich. Mizzar begriff. Er fühlte kurz
nach ob sie soweit sein würde und als er spürte das es so war,
drang er vorsichtig in sie ein. Nachdem er ihr die Unschuld
genommen hatte legte er richtig los und als sie ihm nun
leidenschaftlich und wild entgegen kam, hielt er sich auch nicht
mehr zurück und zeigte ihr wie schön es sein konnte. Sie
erlebten gemeinsam eine Leidenschaft, die er sogar bei Araniel
noch nie gefühlt hatte. Er wusste ja nicht das ihm hier das
Licht zeigte wie es mit einer Göttin oder vielmehr einer Tochter
des Lichts sein konnte. Als er sich nach dem ersten Mal zurück
ziehen wollte um sie nicht gleich zu überfordern, verlangte sie
aber noch mehr. Was er nur zu gerne bereit war zu geben. Doch
sie forderte immer mehr, bis er nach dem fünften mal aufgeben
musste und keuchte. „Kleines ich wollte dich nicht überfordern,
doch nun zeigst du mir das ich mit dir überfordert bin.“ Sie sah
ihn schwer atmend an und nickte. „Dann frag Loran ob er mit
machen möchte, das gibt dir Gelegenheit dich zu erholen.“ Mizzar
schüttelte den Kopf. „Nein ich will dich für mich, damit das mal
klar ist, niemand sonst soll dich anfassen auch Loran nicht.“
Igraine lächelte eisig und sah ihn an. „Dir ist wohl nicht klar,
das du niemals nur der einzige sein wirst. Ich wurde geboren um
die Göttin des Lichts zu unterstützen. Andora ist total
überlastet...gerade was das angeht. Ja hallo? Was denkst du
warum ich bisher nicht wollte? Weil ich genau wusste, der
nächste in meinen Armen wird Eros sein oder Anatol oder Mikael.
Junge werde dir mal im klaren was es für mich heißt eine Tochter
des Lichts zu sein. Ebenso wenig wie Andora nur Ikarus gehört,
werde ich dir gehören können. Entweder du findest dich damit ab
oder das heute war das einzige Mal das wir mit einander ins Bett
gegangen sind. Es war schön mit dir und ich gebe zu ich liebe
dich auch. Aber du hast meine Libido und mein Licht nun geweckt,
jetzt werde ich auch meiner Pflicht als Tochter des Lichts nach
kommen.“ Mizzar sah sie wie erschlagen an. Damit hatte er nicht
gerechnet. Er hatte sich ja eigentlich noch gar nicht binden
wollen und hatte nun von sich aus Anprüche auf Igraine erhoben.
Er nickte leicht. „Du hast recht. Andora hat uns alle genau
darüber unterrichtet was es heißt eine Tochter des Lichts zu
sein und was alles zu ihren Pflichten gehört. Ich verstehe.“
Sanft sah sie ihn nun an. „Lass uns Zeit, wir werden uns daran
gewöhnen, doch sei dir darüber im klaren, mein Bett werde ich
mit einigen Männern teilen, nicht nur mit dir. Ich bestehe nicht
darauf das du treu bist, hab deinen Spaß, nimm dir mit was sich
dir bietet. Wir sind noch jung, also lass uns genießen was wir
haben.“ Er nickte dann küsste er sie wieder. Anschließend fragte
er sie. „Soll ich Loran noch rufen?“ Sie schüttelte den Kopf.
„Nein, für heute habe ich genug.“ Dabei schmiegte sie sich in
seine Arme und er war glücklich das sie darauf verzichtet hatte.
Er würde seine Situation nun überdenken müssen. Er hatte nicht
damit gerechnet das er sich Hals über Kopf in sie verlieben
würde. Eigentlich hatte er nur mit ihr schlafen wollen und nicht
sein Herz an sie verlieren. Ikarus beobachtete das einige Tage
danach. Er sah das Igraine sich nicht nur Loran vor nahm,
sondern sie auch zu Eros ging, der es nur zu gerne an nahm.
Ikarus sah aber auch das Mizzar sehr litt und sprach ihn an.
„Was ist los mein Junge?“ Mizzar seufzte. „Hättet du mich nicht
vor warnen können? Das man als Kerl auch sein Herz an die
Tochter des Lichts verliert, wenn man mit ihr schläft?
Vater...sie hat mir mein Herz gestohlen und es tut verdammt weh
zu sehen mit wem sie nun alles ins Bett steigt. Ich ertrage es
fast nicht, zu wissen das sie in den Armen der anderen liegt.“
Ikarus verstand es nur zu gut, er legte seinem Sohn einen Arm um
die Schulter. „Ich weiß mein Sohn, doch wenn du sie wirklich
liebst, wirst du es verkraften müssen. Schau mal als Mann der
Göttin des Lichts, kann ich dir absolut nach fühlen wie du dich
fühlst. Doch das ist ein Los das die Männer tragen müssen die
sie lieben. Das ist so. Du wirst deine Eifersucht bekämpfen
müssen, mein Junge.“ Mizzar knurrte. „Ja ist klar, das sagst
ausgerechnet du. Meinst du man hätte uns nicht erzählt wie du
mit der Eifersucht umgegangen bist? Herum geprügelt hast du
dich, du hast versucht jeden Nebenbuhler aus dem Feld zu jagen.“
Ikarus nickte grinsend. „Es hat Spaß gemacht sich mit den
anderen zu messen.“ Dann wurde er wieder ernst. „Ich
weiß....doch heute ist es um so wichtiger das wir unsere
Eifersucht beherrschen lernen. Du weiß was auf uns zu kommt.
Also mach nicht noch mehr Probleme, wir haben davon schon
genug.“ Mizzar nickte....und so kam es das auch Ijane an ihn
ihre Unschuld verlor. Er rebellierte und dachte sich, was
Igraine kann, kann ich schon lange und so nahm er sich auch noch
Ijane, die sich nun allerdings in ihn verliebte. In den nächsten
Jahren gab es immer wieder Verwicklungen und Probleme mit den
jungen Göttern. Ijane litt, Mizzar nicht weniger, doch Igraine
ging wie auch Andora schon zu vor geradlinig ihren Weg. Aurian
und Andora erklärten ihr was auf dem Spiel stand und wie wichtig
es war das sie lernten ihre Kräfte zusammen zu legen.
Andora hatte oft das Gefühl das
die Zeit nur so rasen würde, sie war sogar ab und an mal drauf
und dran Kronos zu bitten sie an zu halten, doch natürlich tat
sie es nicht. So vergingen die letzten Jahre schneller als man
gedacht hatte. Es war alles vorbereitet. Andora betrachtete
immer mal ihre Tochter Igraine und weinte oft, wenn sich auch
Ikarus nicht erklären konnte wieso sie so oft weinte. Denn
grundsätzlich war sie stark, körperlich als auch geistig und
doch brach Andora immer mal zusammen und begann auf einmal zu
weinen. Aurian sagte ihm dann er solle sie weinen lassen, sie
nur in den Arm nehmen und sie halten, dabei standen auch Aurian
die Tränen in den Augen. Ikarus sah es sehr wohl, auch wenn sie
versuchte das zu vermeiden.
Dann kam der Tag den alle so
gefürchtet hatten. Aurian schrie auf einmal so laut vor
Schmerzen das man es im ganzen Tempel hörte. Myrion brüllte
durch den Tempel, das sich alle fertig machen sollten das
Universum würde aufgerissen. Man hatte es zig mal geübt und
trainiert und es vergingen nicht mal 3 Minuten da schwebten alle
dort im Universum wo Andora gesagt hatte das es geschehen würde.
Myrion hielt Aurian im Arm die sich unter Schmerzen krümmte. Man
hatte nur eines übersehen....Aurians Seele war mit dem Universum
verbunden, sie war das Universum und wenn das zerriss spürte sie
es natürlich körperlich. Andora trat auf Aurian zu und brüllte
sie an um durch deren Schmerzen zu kommen. „Halte durch es ist
bald vorbei. Wir müssen unsere Kräfte zusammen legen um zu
verhindern das zu viel durchkommt.“ Ikarus führte wie auch sonst
das Heer des Lichts an. Luzifer stand mit seinen Dämonen bereit,
sobald der Riss groß genug sein würde, würde er mit seinen
Dämonen hindurch schlüpfen und versuchen auf der anderen Seite
die Göttin des Lichts zu befreien. Aurian hatte tatsächlich zwei
Körper geschaffen, die die Dämonen nun bei sich trugen um den
Seelen der anderen beiden Lichtgöttinnen eine Hülle zu
überlassen. Neben Luzifer stand sein Erbe, den er eigentlich
zurück lassen wollte, dem er aber erlaubt hatte den ersten
Angriff mit erleben zu dürfen. Lykanes hatte auch immer wieder
am Training teil genommen, das Luzifer mit seinen Dämonen durch
geführt hatte. Aurian hatte ihm den Planeten genannt auf dem die
dort amtierende Göttin des Lichts gefangen gehalten wurde.
Lykanes stand neben seinem Vater und sah ihn an, dann griff er
ihn urplötzlich an und murmelte nur. „Verzeih mir Vater, aber
Araniel liebt dich so sehr, das ich um ihretwillen nicht
zulassen kann das du dort hinein gehst.“ Damit rammte er Luzifer
eine Spritze in den Arm die den sofort umfallen ließ. Dann
öffnete sich der Riss endgültig, die drei Lichtherrinnen standen
zusammen und umfassten ihre Hände und dann brach das Licht aus
allen dreien empor. Sie sorgten so dafür das der Riss mit einer
halbkugelförmigen Lichtsphäre um schlossen wurde, achteten aber
darauf das die Dämonen nicht davon berührt wurden. Aurian stand
in der Mitte und wurde wegen ihrer immer noch anhaltenden
Schmerzen von Andora und Igraine gestützt. Lykanes sah noch mal
auf seinen Vater, der leblos im All schwebte und dann donnerte
seine Stimme über das Heer der Dämonen. „Los geht’s wir werden
tun was mein Vater befohlen hat und los.“ Und schon stürmte er
mit der Dämonenarmee durch den Riss, bevor die auf der anderen
Seite überhaupt mit bekamen das es den Riss gab. Der Rest der
Lichtarmee hielt sich innerhalb der Sphäre auf um sich sogleich
auf das zu stürzen was dort hindurch kommen würde. Loran trug
das Schwert das Myrion extra für den dortigen Damok geschmiedet
hatte. Andora hatte es in der Zukunft gesehen das Ethans Sohn
den Chaosgott angreifen würde, so wollte sie das er wenigstens
entsprechend ausgerüstet war. Kaum war das Heer der Dämonen mit
Lykanes als ihrem Anführer im Riss verschwunden, kamen auch
schon die Angreifer durch den Riss und der blutige Kampf begann.
Ares wollte sich zwar auch auf die Angreifer stürzen, sah aber
dann das nicht Luzifer im Riss verschwunden war, sondern Lykanes
und versuchte Luzifer wieder auf die Beine zu kriegen. Als das
nicht gelang, schnappte er sich ihn und brachte ihn in die
Kristallstadt zu Alandra. „Bring ihn wieder auf die Beine ich
weiß nicht was mit ihm los ist. Ich weiß nur eins, das Lykanes
an seiner Stelle durch den Riss gegangen ist.“ Dann war er auch
schon wieder verschwunden. Da er ein Gott des Lichts war war es
ihm auch möglich durch die Lichtsphäre zu kommen. Luzifer hatte
er in seine Aura gepackt und ihn fest an sich gedrückt gehabt um
ihn unbeschadet durch die Sphäre zu bringen. Hätte er das nicht
getan, wäre Luzifer unweigerlich daran verbrannt. So erging es
nun all denen die durch den Riss kamen und versuchten durch die
Lichtsphäre zu gelangen. Schwarze schleimige Monster aussehend
wie Schlamm traten durch den Riss und unter ihnen der Chaosgott
der anderen Seite. Ihm folgten seine Götter und nun brach der
Kampf erst richtig los. Aurian begann zu schwächeln, denn das
was dort hindurch kam attackierte ihr Universum und damit auch
ihre Seele, sie schrie vor Schmerzen. Nun trat Lazarus heran und
rief die Söhne des Lichts zu sich und als diese ihre Hände auf
die Lichtherrinnen legten, brach auch aus ihnen das Licht hervor
und sie unterstützten damit die drei Göttinnen. Ethan hielt sich
in der Nähe seines Sohnes auf um zur rechten Zeit den Riss zu
schließen. Aber Andora hatte befohlen zu warten bis Luzifer
wieder heraus kommen würde oder wie nun in diesem Fall Lykanes.
Luzifer hatte ihr im Vorfeld schon gesagt, das sie nicht zu
lange warten sollte, selbst wenn er nicht zurück kam. Doch jetzt
war einer ihrer Söhne dort drin. Andora weinte herzzerreißend
doch sie hielt stand. Sie zeigte nun wer die wahre Göttin des
Lichts war. Sie stützte Aurian, und hielt Igraine hoch und
kämpfte selber mit der Trauer die sie empfand. Hier kämpften
Gott gegen Gott. Aaron kämpfte gegen sich selber unterstützt von
Leander, denn in dem anderen Universum hatte man Leander nicht
wieder auferstehen lassen, da es nicht möglich war ohne die
Göttin des Lichts und die hatte sich geweigert und so hatten sie
nur den alten Kriegsgott. Ikarus fand sein anderes Ich erst gar
nicht, da der Chaosgott keine Lichtgötter bei sich geduldet
hatte. Dann sahen sie wie Lykanes durch den Riss torkelte, er
war schwer verletzt und alleine....er torkelte auf seine Mutter
zu und hauchte mit letzter Kraft: „die Göttinnen sind frei, doch
die dortige Lichtgöttin ist zu schwach.“ Nun trat ein was Andora
über die ganzen Jahre gesehen hatte, Igraine löste sich von
Aurian und sah Andora an. „Es tut mir leid Mutter aber ich muss
es tun, Ich muss den Platz der dortigen Lichtgöttin einnehmen.
Oder vielmehr mich mit ihr verbinden.....denn ich bin stark
genug und du wirst hier gebraucht. Ich liebe dich.“ Andora
schrie vor Schmerz, ihr Herz brach fast doch sie nickte. Dann
drehte sich Igraine um, während um sie herum der Krieg tobte.
Gehüllt in ihre flammende Lichtaura, durchschritt sie den Riss
und kurze Zeit später sah man von der anderen Seite wie das
Licht dort noch stärker aufflammte, sie hatte sich mit der
dortigen Göttin des Lichts verbunden, sie waren zu einer Einheit
geworden. Mizzar der es sah schrie auf und wollte ihr folgen
doch Ikarus sah es früh genug und donnerte seinem Sohn dermaßen
seine Faust unters Kinn das der junge Gott ohnmächtig zusammen
brach. Ares holte ihn dann aus der Gefahrenzone. Doch hatte
Igraines Fortgang die Sphäre geschwächt und diese brach nun fast
zusammen, Aurian war einfach nicht mehr in der Lage sie war der
Ohnmacht nahe. Sie sah Andora an. „Ich muss dich jetzt
verlassen, denn nun ist meine Stunde gekommen. Du bist die wahre
Göttin des Lichts, lass dir nichts anderes einreden. Ich liebe
dich mein Kind.“ Dann drückte sie den Rücken durch und abermals
wurde die Sphäre stärker doch nun zerfiel so langsam aber sicher
Aurians Körper, sie hatte ihre sterbliche Hülle abgestreift und
stand nun dort als Herrin des Universums. Stärker als je zu vor.
Ein gigantischer Lichtschwall durchdrang das Universum und ging
sogar in das Parallelluniversum. Gerade in diesem Moment wo alle
geblendet waren stieß Loran zu und tötete den anderen Damok.
Gregorian sah man wie er mit Elorien den anderen Gregorian in
der Gestalt des Schlangendrachen erwürgte. Was keiner bemerkt
hatte war das auch Ijane durch den Riss geschlüpft war, sie
wollte ihrer Schwester beistehen und sie nicht alleine dort
lassen. Von den drei Alten der anderen Seite blieb nur deren
Aurian übrig die aber das gleiche getan hatte wie die hiesige
Aurian, sie hatte endlich begriffen das ihr Körper nicht
gebraucht wurde um das zu sein was sie eigentlich sein sollte.
Die Seele des Universums.
In der Zeit da die Sphäre
geschwächelt hatte, waren einige hindurch geschlüpft man würde
sie suchen und ebenfalls töten und vernichten. Dann traten Ethan
und Loren zu dem Riss. Sie sahen Andora an und diese nickte.
Loren sah seinen Vater an. „Ich liebe dich und du weiß das der
Riss von beiden Seiten geschlossen werden muss. Ich werde
Igraine folgen und ihr beistehen, so ist sie nicht alleine.“
Ethan riss seinen Sohn noch mal in seine Arme und nickte unter
Tränen. „Ich weiß mein Sohn, denk immer daran ich liebe dich.
Dann trat Loren durch den Riss um ihn von der anderen Seite zu
schließen. So verschlossen die beiden mit vereinten Kräften den
Riss wieder und Aurians Geist verschwand. Im letzten Moment fiel
noch eine weiß gekleidete weibliche Gestalt durch den Riss und
blieb auf ihrer Seite liegen. Sie hatte langes schneeweißes Haar
und Ethan wollte sie gerade töten als Andora schrie. „Nein
nicht.“ Der Kampf gegen die die hindurch geschlüpft waren würde
wohl noch einige Jahre dauern. Zeit die Andora brauchen würde um
ihre Wunden und Verluste zu verkraften. Lazarus stand hinter
Andora und drückte sie fest an sich, auch er weinte um seine
Tochter, die er doch gerade erst bekommen hatte. Keine hundert
Jahre hatte er sie behalten dürfen. Er sah zu den Sternen und
brüllte. „Mutter ich werde nicht mehr zurück kommen. Ich werde
hier bleiben.“ Leise hörte man es raunen. „Ich weiß mein Sohn,
achte gut auf deinen Vater, bis er zu mir zurück kommt. Ich
liebe euch alle.“
Der Riss war geschlossen, der
erste Kampf vorüber. Wie Andora es prophezeit hatte, waren die
Horden die durch die Sphäre geschlüpft waren zuerst auf der
Götterwelt gewesen und hatten diese total zerstört. Sie hatten
das absolute Chaos dort hin gebracht und nun wütete es durch ihr
Universum. Sie hatten schwere Verluste hinnehmen müssen, die
genaue Zahl stand noch nicht fest. Allerdings sah man das Aarons
Körper zerfiel, er hatte sein negatives Ich getötet und war
dabei selber gestorben. Viele Sockel der alten Götter würden
leer bleiben, da ihre Körper dem von Aurian folgten, sie
zerfielen zu Staub. Ihre Seelen stiegen wieder auf und würden
sich nun mit dem Universum auf ewig verbinden. Ihre Zeit war
endgültig abgelaufen. Wenn man später Iona die Nachricht bringen
würde, würde sie noch einsame Wache auf der mystischen Welt
halten bis auch das letzte des absoluten Chaos vernichtet war
und würde dann Aaron folgen. Der großen Liebe ihres Lebens.

Kapitel 55: Das Licht ist zurück

Die überlebenden Götter gingen
erst mal zurück in die Kristallstadt. Ihnen war klar das es noch
nicht vorbei war. Die Verletzten wurde in die Krankenstation
gebracht und Alandra würde sich mit Circe um sie kümmern. Was
viele betroffen machte, was das sogar Andora eine Weile deren
Fürsorge benötigen würde. Sie war körperlich geschwächt, da sie
zum Schluss das Licht nur mit den Söhnen des Lichts aufrecht
erhalten hatte und seelisch weil sie drei ihrer jüngsten Kinder
verloren hatte. Loran und Ijane waren mit Igraine in das andere
Universum gegangen. Man wusste nicht wann diese beiden Universen
wieder mal kollidieren würden. Lazarus und Ethan trösteten sich
gegenseitig, beide hatten ebenso ihre beiden letzten Kinder
hergeben müssen. Lykanes lag im Bett neben dem Bett seines
Vaters. Die Spritze die er Luzifer verpasst hatte, hatte diesen
komplett aus den Schuhen gehauen. Alandra hatte eine Weile
gebraucht bis sie heraus fand was Luzifer so umgehauen hatte und
hatte ihm dann ein Gegenmittel gegeben. Lykanes war schwer
verletzt, er würde tiefe Narben davon zurück behalten. Die
Waffen mit denen man ihn angegriffen hatte, waren so mit Bosheit
vergiftet gewesen, das sie selbst ihn für sein Leben zeichnen
würden, aber er würde überleben. Als Mizzar zu sich kam, hatte
er ein blaues Gesicht, Ikarus hatte wirklich kräftig zu
geschlagen. Ikarus litt mit Ares, Ethan und Lazarus. Zwei Kinder
von fünf waren noch übrig und das schlimmste war, man wusste
nicht ob die anderen drei noch lebten. Ikarus saß neben Andoras
Bett und hielt ihre Hand, die Trauer war tief in ihr Gesicht
geschnitten. Er fragte sich ob Andora je wieder würde lachen
können. Er fluchte leise und wünschte sich das sie nicht so
leiden müsste. Leander war mit einigen Götter die des Kampfes
mächtig waren ins Universum gegangen und jagte bereits die
unseligen Götter die es geschafft hatten durch die Sphäre zu
kommen. Die weißhaarige Frau hatte man im ersten Moment für eine
alte Frau gehalten, doch als man sie genauer betrachtete, sah
man das Gesicht und Körper alterslos waren. Ihr Gesicht war
weder jung noch alt, es schien kein Alter zu haben, doch war es
ein schönes gleichmäßiges Gesicht. Ihr Körper wies keinen Makel
auf, sie hatte nicht mal einen Kratzer. Doch lag sie im Koma,
sie schlief. Andora hatte nur leise gehaucht das man ihr jede
Behandlung geben sollte die möglich war und bat darum sie mit
Hochachtung zu behandeln. Sie äußerte das diese Frau nichts mit
den dunklen Horden zu tun habe. Man wollte Andora aber nun auch
nicht mit Fragen löchern obwohl man davon ausging, wenn sie
wusste das diese Frau keine Gefahr war, das sie dann wissen
müsste was oder wer sie war. Was allerdings alle wunderte war
das Leo und Lor sich abwechselten um an ihrem Bett zu sitzen.
Selbst Black kam ab und an mal schauen, wie es ihr ging. Ikarus
sah den schwarzen großen Hund immer mal und irgendwann fragte er
ihn, ob er wüsste was mit dieser Frau wäre. Black sah ihn an und
nickte. „Eins der Worte das für den Zauber eines lebenden Buch
benötigt wird, ist das Wort Oraniales. Es wird abgeleitet von
dem Wort Orania.“ Er deutete mit dem Kopf zu der Frau: „und das
ist Orania, zumindest ist das ihr Name. Wenn ich euch ihren
Lichtnamen sagen würde, könntet ihr ihn nicht mal aussprechen,
also wähle ich das Wort das ihr verstehen könnt. Habt ihr euch
nie gefragt woher die Löwen der Zeit gekommen sind und wieso es
sie nur in diesem Universum gibt, aber in keinem Parallelen?
Nein wahrscheinlich nicht. Denkt mal darüber nach.“ Damit legte
er sich neben das Bett von Orania, legte den Kopf auf die Pfoten
und schloss die Augen. Ikarus sah den Hund an, doch ihm war
klar, mehr würde er nicht erfahren. Black konnte recht stur sein
wenn er wollte. Mizzar war stinksauer und unglücklich als er
erwachte, er wollte nicht mal mit Ikarus reden, sondern drehte
sich ab wenn der näher an sein Bett trat. Moira tauchte dann
irgendwann auf und setzte sich neben Mizzars Bett. „Du machst es
deinem Vater damit nicht leichter. Er musste so handeln
verstehst du das nicht? Obwohl er es nicht wusste, befolgte er
nur den Weg den dein Schicksal für dich bereit hält.“ Mizzar
knurrte leicht. „Ach ja? Er wusste das ich Igraine liebe und
hielt mich davon ab ihr zu folgen. Aus reinem Egoismus.“ Moira
sah Mizzar böse an. „So? Denkst du? Dann erhebe mal deinen
Hintern aus dem Bett und sieh dir mal deine Mutter an. Verdammt
Junge sie hat drei Kinder verloren, meinst du wirklich er hat es
für sich getan? Nein mein Lieber, für dich und deine Mutter. Sie
sollte nicht noch ein Kind verlieren. Außerdem, hält das
Schicksal für dich noch einiges bereit. Himmel noch mal du bist
mal gerade knapp hundert Jahre alt und meinst alles zu wissen.
So ist es noch lange nicht. Und wenn der Anblick deiner Mutter
dir nicht reicht, dann sieh dir Ethan und Lazarus an, sie leiden
mehr als du, das kannst du mir glauben. Deine angebliche Liebe,
war nur eine Verliebtheit, die du zwar gehegt und gepflegt hast,
aber sei einmal ehrlich zu dir selber. Du hättest dir jede
genommen, das hast du ja auch mehr oder weniger. Also komm mir
nicht so. Und komm mir jetzt nicht damit das dein Vater auch in
andere Betten springt. Er tut es nur wenn ihm nichts anderes
übrig bleibt. Du bemitleidest dich gerade entsetzlich selber. Du
willst Rache? Dann erhebe dich, schnapp dir dein Schwert und
hilf Leander dieses Gewürm aus unserem Universum zu
katapultieren. Er, Myrion, Dorian, Erik und noch einige andere
sind hinter ihnen her. Hilf ihnen, dann hast du was zu tun und
dabei werden deine Gedanken wieder klar.“ Mizzar sah sie an.
„Das Schicksal hat noch einiges für mich bereit?“ Moira nickte.
„Ja, unter anderem deine wahre Liebe. Doch bis du ihr begegnest
wird noch eine ganze Weile vergehen, also befolge den Rat den
dir Igraine einst gab. Nimm mit was du kriegen kannst, hab
deinen Spaß und arbeite an deinen Erfahrungen und nebenbei
kannst du den anderen Kämpfern helfen. Sie sind mit vier Trupps
unterwegs um das Gewürm das unser Universum verpestet, zu finden
und zu vernichten. Zeig mal wozu deine Muskeln da sind und das
du sie nicht nur hast um Frauen damit zu beeindrucken. Zeige uns
mal deinen Heldenmut und liege hier nicht so faul im Bett herum,
das bisschen was du abbekommen hast, kann auch so heilen.“ Jetzt
musste Mizzar doch leise lachen, er sah Moira an. „Du weißt
wirklich nicht wie viel Kraft in meinem Vater steckt, wo der hin
schlägt wächst kein Gras mehr.“ Moira schmunzelte. „Nun ja, in
deinem Gesicht soll ja auch kein Gras wachsen und du hast es ja
relativ gut weg gesteckt. Anstatt deinen Vater zu verurteilen,
solltest du ihn lieber bewundern. Und nun raus mit dir aus den
Federn und rein in deine Kampfmontur und dann los.“ Moira wollte
sich gerade schon erheben, sah ihn aber noch mal kurz an. „Und
entschuldige dich für dein Verhalten bei deinem Vater. Er leidet
eh schon genug. Ach und wenn du wirkliche Verletzungen sehen
willst, sieh dir mal Lykanes an. DAS ist ein wahrer Held, seine
eigene Liebe verleugnen und für seinen Vater verzichten, das
nenne ich Vaterliebe und Heldentum.“ Dann erhob sie sich und war
kurz darauf verschwunden. Mizzar erhob sich tatsächlich aus dem
Bett und sein erster Weg führte ihn zu seiner Mutter, an deren
Bett er auch Ikarus fand, der seine Arme auf Andoras Bett liegen
hatte und den Kopf darauf. Mizzar hatte seinen Vater so noch nie
gesehen, er schien leise zu weinen. Er räusperte sich leise, da
er seinen Vater nicht verlegen machen wollte. Ikarus hob den
Kopf und sah ihn an. „Kannst du mir verzeihen Junge? Ich tat es
ihr zu liebe.“ Damit deutete er mit dem Kopf zu Andora die
schlief. Mizzar sah Ikarus an und nickte. „Es gibt nichts zu
verzeihen, ich denke wenn ich einen Sohn hätte, hätte ich ebenso
gehandelt. Ich muss dich um Verzeihung bitten, für mein
unmögliches Verhalten.“ Ikarus lächelte leicht und nickte
ebenfalls. „Ist schon gut mein Sohn, ich verstehe dich.“ Er
erhob sich, warf noch mal kurz einen Blick auf Andora und ging
dann auf seinen Sohn zu, er umarmte ihn sachte, bis dieser die
Umarmung erwiderte. Ikarus seufzte leise. Mizzar sah Andora an.
„Was ist mir ihr?“ Ikarus sah zu dem Bett. „Alandra hat sie
ruhig gestellt, sie weinte nur und körperlich ist sie am Ende
ihrer Kraft. Sie muss sich ausruhen und schlafen um wieder zu
Kräften zu kommen. Sie hat alles gegeben was sie hatte und sich
vollkommen verausgabt.“ Mizzar nickte. „Was ist mit ihren
Lichtkräften, kann sie die nicht zur Hilfe nehmen?“ Ikarus
schüttelte den Kopf. „Selbst die hat sie vollkommen verbraucht.
Sie müssen sich erst regenerieren. Sie ist vollkommen fertig, es
war einfach zu viel für sie. Sie musste stark sein, für Aurian,
für Igraine und für uns alle. Sie musste sehen wie drei ihrer
Kinder durch den Riss gingen.....ja sie hat es mit bekommen das
Ijane ging und hat es gebilligt. Doch ihr Herz ist dabei
zerrissen.“ Mizzar sah sich um. „Wo ist Ares?“ Ikarus seufzte
leise. „Er führt einen der Trupps an, er sinnt auf Rache. Sein
Herz blutet, seine kleine Ijane. Er liebte sie so sehr und ist
der Meinung das sie noch viel zu jung war um alleine in einem
fremden Universum zu bestehen. Junge wir haben entsetzliche
Verluste erlitten und es reißt nicht ab. Ich würde ihnen ja
gerne helfen, doch einer von uns muss bei Andora bleiben.“
Mizzar nickte und sah seinen Vater an. „Ich werde gehen, ich
werde ihnen helfen, bleib du bei ihr. Sie braucht dich jetzt
mehr als die Kämpfer. Wir kommen auch so zurecht.“ Ikarus nickte
und drückte seinen jüngsten Sohn noch mal an sich. „Danke und
halte mich auf dem laufenden. Es ist entsetzlich für mich, hier
sitzen zu müssen und nichts tun zu können.“ Mizzar erwiderte die
Umarmung, er sah noch mal auf seine Mutter. „Du gibst ihr Halt
und das Gefühl das einer für sie da ist, damit tust du schon
sehr viel.“ Als Mizzar kurz darauf das Zimmer von Lykanes
betrat, war er schockiert als er seinen Halbbruder sah. Er lag
mit nacktem Oberkörper im Bett und Mizzar konnte die tiefen
Wunden an ihm sehen, die mit Heilsalbe bestrichen waren. Bei
diesen verfluchten Wunden half keine Naturmagie. Vor allem
deswegen nicht, da Lykanes selber dämonisches Blut in sich trug,
ebenso wie das Chaos. Also behalf sich Alandra mit Heilsalbe die
sie eigens für Lykanes hergestellt hatte. Araniel saß an seinem
Bett in dem er unruhig schlief. Luzifer, so erfuhr er von
Araniel kam laufend herein um nach ihm zu sehen, ansonsten
kämpfte er ebenso gegen diese Eindringlinge. Er führte einen
Trupp der Dämonen an. „Ist Luzifer noch sauer auf ihn?“ :fragte
Mizzar. Araniel schüttelte mit dem Kopf. „Nein, er ist sogar
inzwischen stolz auf seinen Sohn, das er ihn nieder gestreckt
hat um seinen Platz ein zu nehmen.“ Mizzar nickte verstehend.
Araniel sah ihn an. „Wie geht es Andora?“ Mizzar seufzte. „Nicht
gut, sie ist total geschwächt und das scheint einige zu
ängstigen. Eine geschwächte Lichtgöttin ist nicht tragbar. Aber
ich denke sie wird wieder auf die Beine kommen und dann möchte
ich nicht in der Haut dieser Kreaturen stecken.“ Araniel
lächelte nickend. „Da hast du vermutlich recht. Sie ist unsere
stärkste Waffe, wenn sie auch im Moment außer Gefecht gesetzt
ist.“ Leise seufzend setzte sie hinzu. „Jetzt hätte man Igraine
gut gebrauchen können.“ Dann sah sie Mizzars Gesicht und
entschuldigte sich. „Es tut mir leid, ich hätte dich nicht daran
erinnern sollen.“ Mizzar winkte ab. „Ist schon in Ordnung, du
hast ja recht. Aber sie hat ihren Platz gewählt, ich hoffe nur
das sie noch lebt, ebenso natürlich Ijane und Loran.“ Araniel
nickte leicht. „Sie leben noch, ich spüre es.“ Mizzar sah sie
überrascht an. „Bist du eine Empathin?“ Sie schüttelte den Kopf.
„Nein das nicht, aber ich spüre, was in den Leuten vorgeht die
mir etwas bedeuten. Ist das Empathie? Wie dem auch sei, ich weiß
das sie noch leben.“ Mizzar nickte und verabschiedete sich kurz
darauf. „Ich werde wieder kommen.“ Danach machte er sich fertig,
den anderen im Kampf gegen diese finsteren Horden zu helfen. Mal
konnten sie eine Welt vor der Vernichtung retten, mal kamen sie
aber auch zu spät und fanden nur noch verbrannte Erde vor und
die sterblichen Überreste der Menschen die dort gelebt hatten.
Sie taten was sie konnten doch das Universum war groß. Ohne
Aurian die ihnen ab und an mal mit einem leuchtenden Stern half
und ihnen so den Weg zeigte, hätten sie weit aus weniger
gefunden. Es dauerte Wochen dann war Andora körperlich wieder
hergestellt und auch ihre Lichtkräfte hatten sich reproduziert
und waren wieder so stark wie eh und je. Doch hatte sie nun
immer einen traurigen Blick und ihr Gesichtsausdruck hatte sich
verhärtet. Ikarus hatte sich den Truppen angeschlossen und
kämpfte nun wie ein Berserker gegen die dunklen Gestalten. Wo
sein Schwert nicht reichte, rief er seine Engelskräfte auf und
zerstörte alles mit seinem Licht. Sein finsterer Blick ließ den
einen oder anderen erschauern, nichts erinnerte mehr an den
jungenhaften Mann der immer einen Witz oder irgendeinen Streich
auf Lager hatte. Doch wenn er Andora sah, wurde sein Blick warm
und weich. Die Liebe zu ihr strahlte dann aus seinen Augen. Das
einzige das ihn bedrückte war, das Andora sich weigerte mit
irgendeinem Mann zu schlafen. Selbst bei ihm wehrte sie es ab.
Sie wollte nicht. Alandra und Moira sagten ihm das er Geduld
haben müsste, das sie den Akt unbewusst mit einer Zeugung gleich
stellen würde und der Verlust der Kinder würde dafür sorgen das
sie es ablehnte. Black erzählte ihm dann das es auch Aurian mal
so gegangen war und das nur die Zeit helfen konnte, das zu
überwinden. Lazarus erinnerte sich noch daran, das es Aurian
tatsächlich mal so gegangen war. Er sah Ikarus an. „Ich könnte
helfen, ich weiß nur nicht ob es dir recht ist. ICH könnte sie
verführen, mir kann sie nicht widerstehen.“ Ikarus sah Lazarus,
dessen Selbstbewusstsein nicht gesunken war an und nickte. „Wenn
es dafür sorgt das sie mich und Ares nicht mehr ablehnt, wäre
ich damit einverstanden. Um Leander brauchen wir uns zur Zeit
nicht zu sorgen, er lässt alles an diesen Mistgeburten aus die
sich Götter nennen. Doch ich spüre wie mein Verlangen nach ihr
wächst, selbst Athene kann es nicht mal mehr stillen. Ich
brauche sie.“ Lazarus nickte. „Also dann will ich mal mein Glück
versuchen. Ihre Libido muss neu geweckt werden.“
Andora saß sehr oft im Garten des
Tempels, sie hatte noch nicht mal gefragt, wie weit sie mit der
Bereinigung des Universums waren. Es war als würde sie nichts
mehr interessieren. Ihr Blick war oft leer. Sie ging regelmäßig
zu Lykanes und half mit ihren Lichtkräften um seine Wunden zu
heilen. Sie musste es wohl dosiert tun um ihm nicht noch
schlimmere zu zu fügen. Mizzar saß so oft es ging bei ihr und
hielt ihre Hand um ihr zu zeigen das sie nicht alle Kinder
verloren hatte. Auch Shandra und Lyzar saßen oft bei ihr, wenn
sie nicht gerade mit dem Streitwagen des Lichts unterwegs waren.
Ebenso Anatol, Aphrodite oder Mikael. Ihre Kinder zeigten ihr
das sie nicht alles verloren hatte. Langsam aber sicher wurde
ihr Blick wieder wacher und sie begann wieder Anteil zu nehmen.
Vor allem als ihr Mizzar sagte das Araniel spürte das die
anderen drei noch lebten. Das nutzte Lazarus nun aus. Als sie
wieder im Garten saß und dort auf den See sah, tauchte Lazarus
auf einmal aus dem Wasser auf. Er wusste ein nasser gut durch
trainierter Männerkörper konnte schon die Aufmerksamkeit einer
Frau auf sich lenken. Sie sah tatsächlich zu ihm und er tat erst
mal so als habe er sie nicht bemerkt. Eros der mit Ikarus
unsichtbar in der Nähe stand und es beobachtete, nickte. „Ich
hätte es ebenso gemacht. Sobald er ihre Aufmerksamkeit hat und
sie ihn betrachtet, hat er sie schon ein wenig im Sack. Jetzt
müsste er nur noch hingehen und ihr ins Ohr flüstern was er mit
ihr tun wird und dabei recht fordernd klingen. Ihr dazu das
Gefühl gebend das er sie nicht mehr gehen lässt, seiner Stimme
muss sie entnehmen das er scharf auf sie ist. Aber Lazarus ist
im Spiel der Verführung ein Meister, an ihn komme selbst ich
noch nicht heran. Sieh nur, jetzt geht er zum Angriff über.“ Und
tatsächlich, Lazarus wendete sich ihr zu, auf einmal schoss
seine Anziehungskraft die er vom Licht bekam nach oben, sein
Kopf senkte sich ein wenig und er sah sie mit seinen strahlend
blauen Augen von unten her an. Langsam trat er aus dem Wasser.
Andora beobachtete es und erhob sich, sie wollte sich abwenden,
doch da stand Lazarus bereits vor ihr und zog sie in seine Arme.
Leise und mit rauchiger Stimme flüsterte er ihr zu. „Oh nein
Kleines, ich will dich, ich brauche dich und ich werde dich
jetzt nicht gehen lassen.“ Sie wollte ihn weg drücken, doch da
kam sie bei ihm schlecht an. Er hielt sie weiterhin fest und
flüsterte ihr ins Ohr was er alles mit ihr tun würde, in welche
Höhen er sie bringen würde. Andora spürte bereits wie ihre Beine
zu zittern begannen. Leise flüsterte er: „Es wird Zeit das wir
wieder zu leben beginnen und damit fangen wir an.“ Er hob ihr
Gesicht zu sich empor und küsste sie dann leidenschaftlich,
während seine Hände bereits begannen sie zu reizen. Andora
konnte ihm tatsächlich nicht widerstehen und sank bereitwillig
in seine Arme. Sachte drückte er sie ins Gras und legte sich zu
ihr, seine Bemühungen nicht unterbrechend. Er wusste, würde er
nun mit ihr in irgendein Schlafzimmer gehen, wäre der Zauber
dahin, er musste es jetzt und hier tun. Mit einem kurzen
Gedanken lag sie nackt in seinen Armen und er breitete weiter
seinen Zauber des ewigen Verführers über sie aus. Als
offensichtlich war das sie ihm erlag, nahm er sie sich und trieb
sie dem Gipfel entgegen. Leise flüsterte er ihr zu. „Lass dich
fallen, bei mir bist du sicher.“ Er ließ nicht nach bis sie auf
einmal aufschrie und ihr Körper zu zucken begann. Nun wusste er,
er hatte es geschafft. Da ihm klar war das Ikarus in der Nähe
stand, sagte er im geistig, er solle sich aus ziehen und nun
weiter machen und nicht aufhören bis sie erschöpft in seinen
Armen lag. Ikarus tat was Lazarus sagte und so wechselten sie
die Plätze. Lazarus sagte ihm noch das er sich nicht lange mit
Vorspiel aufhalten sollte sondern sie sich gleich nehmen sollte,
da sie weit genug war. Ikarus legte sich zu ihr und nahm sie
sich sofort, abermals wurde sie bis in die Höhe getrieben und
das immer wieder. Ikarus war sehr ausdauernd und so konnte er
durchhalten bis sie sich nur noch in seinen Armen aufbäumte,
dann ergab er sich ebenfalls den Gefühlen. Er nahm sie sich
immer wieder, bis sie irgendwann keuchte. „Ich kann nicht mehr,
bitte lass es gut sein.“ Da lächelte er seit langem wieder mal
und hielt sie nur an sich gedrückt. Als Andora soweit wieder
klar war um zu sehen in wessen Armen sie lag und nun Ikarus
entdeckte, lächelte auch sie, leise hauchend. „Ich liebe dich.“
Leise flüsterte er ihr zu, während er ihr die feuchten Haare aus
dem Gesicht strich. „Lass es nicht wieder soweit kommen. Kleines
wir brauchen dich...Ares und ich vor allem. Du wirst geliebt,
mehr als jede Frau in diesem Universum. Ebenso begehrt. Du bist
die schärfste Braut unter allen Sonnen, also zeig es uns auch.
Hebe deinen Kopf und sei wieder du selbst. Du warst immer stark,
du bist nie von deinem Weg abgewichen. Doch nun hattest du dich
durch deine tiefe Trauer fast selbst verloren. Liebste, bitte,
kämpfe.“ Sie sah ihn an und nickte leicht. „Du hast recht, ich
habe lange genug getrauert, vor allem da sie ja nicht tot sind.
Doch ich würde ihnen so gerne helfen und kann es nicht. Ich muss
tatenlos zu sehen.“ Ikarus verstand sie und nickte. „Aber
Liebes, vergiss nicht, du hast Igraine gut ausgebildet du
hattest fast hundert Jahre dafür Zeit, diese Zeit hattest du
selber nicht mal und hast es geschafft. Sie wird es schaffen
glaub mir. Und was das tatenlos zusehen angeht. Weißt du
eigentlich was in unserem Universum los ist? Es sind noch immer
Horden unterwegs, sie vernichten ganze Welten, sie bringen die
Finsternis an Orte die zuvor strahlend hell waren. Zeig ihnen
was eine wahre Göttin des Lichts vermag. Hilf uns sie zu
vernichten. Und was die Tochter des Lichts angeht...“Ikarus
grinste frech, auch wenn es ihm schwer fiel. „...denke ich
Lazarus ist sicher bereit es erneut zu versuchen und diesmal
werden wir sie behalten.“ Andora nickte und Ikarus spürte wie
die Kraft in sie zurück kehrte, das sie wieder stark wurde. Sie
freundete sich bereits mit dem Gedanken an, die leeren Plätze
die die drei Kinder hinterlassen hatten neu zu füllen. Sie sah
sich um und sah nun erst das sie immer noch im Garten am See im
Gras lagen. „Oha, wenn uns nun Ari oder Roland entdeckt hätten,
ich glaube die Kleine wäre schamrot weg gelaufen.“ Nun lachte
Ikarus seit langem wieder mal aus dem Herzen heraus. Denn dieser
Ausspruch zeigte ihm das Andora wieder da war. Sie sah ihn an,
zog seinen Kopf zu sich herab und küsste ihn leidenschaftlich.
Er grinste als sie den Kuss löste. „Liebes tue das noch einmal
und du bist noch mal fällig.“ Sie zwinkerte ihm frech zu. „Nix
da, wälze deinen schweren Körper mal von mir herunter, wir haben
ein Universum zu reinigen. Sattle statt dessen die Pferde und
mach dich bereit mir zu folgen. Sag auch Ares. Lazarus und Ethan
Bescheid, sie werden uns begleiten.“ Ikarus erhob sich von ihr
und half ihr dann auf. Er hatte sie ganz schön beansprucht und
ihre Beine zitterten noch vor Anstrengung, doch sie lächelte und
Ikarus war es als würde die Sonne wieder aufgehen. Das Licht war
zurück und wie es schien stärker als je zuvor. Nach dem sich
Andora frisch gemacht hatte, warteten bereits die von ihr
erwähnten Männer auf sie. Selbst Mizaar stand bereit und auch
Lykanes kam, wenn auch noch geschwächt zu ihr. Sie sah ihre
beiden jüngsten Söhne an, deutete dann erst auf Mizzar. „Du
darfst mit.“ :dann auf Lykanes der aussah als würde er jeden
Moment umkippen. „Du nicht, du wirst dich erst mal richtig
erholen.“ Lykanes wollte sich dagegen auflehnen doch dann sah er
den strengen Blick seiner Mutter und nickte nur. Bevor er
wirklich um fiel, fing Ares ihn schnell auf und brachte ihn
wieder ins Bett. Andora sah über die Männer, als Ares zurück
war. „Ab sofort werden wir jeden Tag einige Stunden auf die Jagd
gehen. Wir müssen auch die Welten besuchen die vernichtet wurden
und sie neu beleben. Einer von euch sollte sich merken was ich
anordne und diese Order an die jeweiligen Götter oder unsere
Verwalter weiter geben. Ihr werdet meine Augen und Ohren sein.
Ihr werdet meine Boten sein um alle auf zu suchen die benötigt
werden. Wir werden eine Bestandsaufnahme machen. Und seht nach
welche alten Götter noch vorhanden sind. Holt Ari und Roland her
auch für sie habe ich eine Aufgabe.“ Sie war noch nicht ganz
fertig da spurteten die Männer schon los. Kurze Zeit später
standen Ari und Roland vor ihr. Sie nickte und sah die beiden
an. „Ihr beide habt euch gut bewährt als Verwalter und auch
Fürsten. Ihr habt es sehr gut gemacht, deshalb werdet ihr nun
eine weitere Verwaltungsaufgabe übernehmen. Im Rathaus gibt es
einen Raum, der enthält an den Wänden Sternenkarten unseres
Universums. Meine Männer und ich werden nun Galaxie für Galaxie
durchsuchen, werden die vernichten die unser Universum bedrohen.
Wir werden die Welten wieder in Ordnung bringen die zerstört
wurden und ihr werdet die Verwaltung der Sternenkarten
übernehmen. Tragt ein wo wir bereits waren, schreibt genau auf
was wo wann getan wurde und sobald eine Galaxie fertig ist, sagt
mir Bescheid, damit wir zur nächsten gehen können. Die anderen
Götter werden zu euch kommen und nach ihren Aufgaben fragen, ihr
werdet ihnen weiter geben was ich gesagt habe. Ich habe keine
Zeit jeden einzeln zu instruieren, so werdet ihr das übernehmen.
Es ist ein gewaltiges Projekt, doch wir werden es schaffen und
wenn es tausend Jahre dauert.“ Nun begann der Apparat zu
arbeiten, Andora lies an alle Götter verkünden das sie zu den
beiden Unsterblichen gehen sollten da sie die Verwaltung
übernahmen. An sie würden ihre Order gehen und dort sollten sie
sich jeweils die Order für den nächsten Tag holen. Außerdem
ordnete sie an, das egal welcher Gott, sich jeden Tag lediglich
nur acht Stunden um den Kampf kümmern und den Rest des Tages
auch mal wieder Ruhe haben sollte. Sie sagte ihnen das sie
Jahrtausende Zeit hätten und nicht alles an einem Tag schaffen
müssten. Selbst für Dymar hatte sie eine Aufgabe, er sollte mit
Zandramas und Serena die Welten besuchen die noch Drachen
enthielten und diese auflisten. Sie sollten auch wenn es möglich
war von dort Dracheneier mit bringen, die Serena dann ausbrüten
sollte. Begleitet wurden sie von Morgaine und Jarven, die eh nur
untätig herum saßen. Jarven hatte sich inzwischen entschlossen
auch zum Drachenwandler zu werden und Andora hatte dieser Bitte
entsprochen und seine Verwandlung vollbracht und ihn
gleichzeitig in den Status eines Gottes erhoben. Die beiden
erwarteten ihr erstes Kind und Andora freute sich mit ihnen.
Andora hatte erkannt das es
sinnlos war einfach nur auf die Jagd zu gehen, wenn dann musste
es geordnet und organisiert sein. Und da sie ein
Organisationstalent war, lief es nun weit aus sinnvoller und vor
allem effektiver ab. Es würde vielleicht etwas dauern da sie
auch gleich noch die Welten in Ordnung bringen wollte die
zerstört worden waren. Aber der Anfang war gemacht und sie
wusste das Aurian die Galaxien im Auge behalten würde die sie
bereits gereinigt hatten und diese vor einer erneuten Einnahme
schützen würde. Die Bestandsaufnahme der alten Götter war
erbärmlich. Es war kaum noch einer übrig. Myrion, Dorian und
Erik waren noch da, dann Damok, Gregorian und Iona die weiterhin
die mystische Welt bewachte. Amor und Hope hatten mit Thanatos
und Chronos den Schutz des Seelenteichs übernommen, bis alles
vorbei sein würde. Alle anderen waren inzwischen Aurian gefolgt,
einerseits weil sie im Kampf gestorben waren oder aber wie im
Fall von Jasmin, da sie eh keinen Körper mehr hatten. Selbst die
kleine Insel auf der sich der Seelenteich befand, war inzwischen
fast leer, die Seelen hatten bis auf die vier Bewacher die
göttliche Insel verlassen. Andora wusste es und überlegte ob sie
diesen vier nicht auch endlich ihren Frieden geben sollte.
Allerdings überlegte sie wohin dann nur mit dem Seelenteich.
Dann kam ihr eine Idee, was war sicherer als diese kleine Welt
auf der sie nun vorerst lebten. Sie hatte im Tempel auch eine
Kapelle hergerichtet in der nun die Statuen der verstorbenen
Götter standen. Sie hatte die Statuen aus dem Höhlenlabyrinth
dafür genommen und sie ein wenig verkleinert damit sie auch in
die Kapelle passten. Die Kapelle war in drei Teile geteilt,
geradeaus in der Mitte war die sehr große Nische oder eher ein
halbrunder Raum für die alten Götter. Links war die Nische für
die drei jungen Götter die dem anderen Universum zu Hilfe geeilt
waren und links war eine Nische von den jungen Göttern die
ebenfalls ihr Leben im Kampf gelassen hatten oder noch lassen
würden. Andora war klar, das auch die weiteren Kämpfe nicht ohne
Verluste aus gehen würden. In dieser Kapelle umgeben von den
Abbildern saß Andora nun und rief Aurian an. „Ist es dir recht,
wenn ich den Seelenteich hier her hole? Diese Welt ist
durchdrungen vom Licht, ich könnte eine Höhle ausheben tief im
Gebirge unter der Erde und ihn dort unterbringen. Die Drachen
könnten den Eingang dort hin ebenso bewachen, wie sie es mit den
Schätzen und Artefakten tun. Es würde den bewachenden Göttern
Frieden bringen.“ Leise hörte sie es wispern. „Kind tue was du
für richtig hältst, ich sagte dir doch schon. Du bist die wahre
Lichtgöttin und deine Eingebungen sind immer richtig. Wie ich
sehe hast du deine Trauer einigermaßen überwunden. Das freut
mich für dich.“ Andora schnaufte kurz und nickte dann. „Darf ich
noch eine Bitte äußern? Nimm alle göttlichen Seelen zu dir, egal
ob bereits in Anubis Reich oder die die noch folgen werden. Ich
möchte....nein ich muss von vorne anfangen. Mir ist klar das es
nur wenige sein werden die übrig bleiben, doch wir werden es
schaffen. Außerdem ist Orania hier, noch schläft sie, doch ich
denke wenn sie erwacht, wird sie uns helfen. Sie ist sicher
nicht umsonst zu uns gekommen. Sie ist meinem Ruf gefolgt.“ Es
dauerte eine weile dann wisperte es wieder. „In Ordnung, ich
werde die Seelen zu mir holen. Du weißt wer und was Orania ist?“
Andora nickte, doch da sie nicht wusste ob Aurian es sehen würde
antwortete sie. „Ja, es wurde mir klar als du und ich ins
Paralleluniversum sahen. Am Rande des Blickfelds sah ich noch
etwas anderes. Sie ist die Hüterin und sie ist gekommen.“ Kurze
Zeit später als Andora auf dem Weg zum Besprechungsraum war lief
ihr Anubis aufgeregt über den Weg, er ging neben ihr her. „Sie
sind weg, nicht eine Seele ist mehr da.“ Andora sah ihn ruhig
an. „Du redest von den göttlichen Seelen nicht wahr?“ Anubis
nickte, immer noch ganz aus dem Häuschen. „Ja nicht eine einzige
ist übrig, sie sind alle fort.“ Andora blieb stehen und sah ihn
an, sie nickte. „Ich weiß, Aurian hat sie zu sich geholt. Es
wird keine Wiedergeburten mehr geben. Alle bis heute
verstorbenen Götter oder die die bis zum Ende unseres Kampfes
sterben werden, werden keine Wiedergeburt erleben. Sie haben
sich ihren Frieden verdient und sollten den nun warm und behütet
bei Aurian finden. Wir leben zu lange, so das ein Kind seine
Mutter wieder als Kind bekommen könnte, oder ein Sohn seinen
Vater. Das darf nicht mehr geschehen, wer tot ist wird auch ab
sofort tot bleiben. Ihre Seelen sind nicht verloren, sondern sie
gehen ins Universum ein und werden unser Universum beschützen,
doch dabei ihre Ruhe haben und ihren Frieden. Ich bereite mich
auf einige Millionen Jahre Amtszeit vor und in dieser Zeit
werden noch viele Götter geboren, aber diesmal wie einst mit
neuen frischen Seelen und wer geht....geht für immer.“ Anubis
sah sie sprachlos an, er war erschüttert. Andora war bereits
weiter gegangen als Anubis sich gefangen hatte und ihr nach
lief. „Was ist mit den sterblichen Seelen, gehen die auch für
immer?“ Andora blieb abermals stehen. „Nein, sie haben weiterhin
die Möglichkeit ihre Seelen zu läutern, sie können wir auch auf
etlichen Welten neu erstehen lassen, aber unsere göttlichen
Seelen nicht, es sei denn wir schicken sie als Sterbliche unter
die Menschen, doch schlussendlich würden sie wieder zu dem
werden was sie einmal waren...Götter. Und selbst nach hundert
Wiedergeburten als Sterbliche würde es eventuell passieren
können das ein Kind ein Elternteil als Kind bekommt. Wir leben
zu lange, darin liegt das Problem. Also müssen unsere Seelen in
die Unendlichkeit gehen. Sorge dich nicht, sie werden ein
Paradies vorfinden, mit grünen Wiesen, mit allem was sie sich
gewünscht haben, sie werden sich an uns kaum noch erinnern und
werden glücklich sein. Dort gibt es keine Trauer, kein Leid, nur
Frieden und Seligkeit. Sorglos und glücklich werden sie dort ihr
Dasein fristen, behütet und beschützt von Aurian und....Myrion
wenn er einmal gehen sollte. Aurian hatte recht, es wird Zeit
endgültig los zu lassen. Wir hängen noch zu sehr an vergangenem.
Das muss ein Ende haben. Die Sterblichen leben auch mit dieser
Vergänglichkeit, in der Hoffnung nach dem Tod ein besseres Leben
zu haben. Der Tod ist nicht das Ende....es ist ein neuer
Anfang.“ Langsam begriff Anubis und als er es endlich verstanden
hatte, strahlte er und nickte. Gerade als Andora weiter gehen
wollte tauchte Alandra vor ihr auf. „Die weißhaarige Fremde,
Orania, ist erwacht. Bitte komm mit.“ Andora verdrehte die
Augen, dann nickte sie. „Also gut.“ Sie sah Anubis noch mal an.
„Geh zum Versammlungsraum und sag allen ich komme gleich, teile
ihnen mit das Orania erwacht ist.“ Dann folgte sie Alandra und
stand kurz darauf am Bett der Hüterin.

Epilog:

Die Zeit verging, so wie sie es
immer tat. Andora und ihre Götter räumten das Universum auf. Es
starben noch einige Götter, sogar welche von denen man es nicht
erwartet hatte. Orania hatte Andora einiges zu sagen, sie hatten
viel zu besprechen gehabt. Das Universum hatte sich verändert.
Altes war zerstört worden, neues baute man wieder auf. Andora
besuchte auch die Welt der Götter wo nicht ein Stein mehr auf
dem anderen lag. Ikarus und Ares gingen neben ihr, als sie über
die einstig blühende Welt hin weg ging, die nun tot und verdorrt
war. Sie sah ihre beiden Begleiter an. „Wir haben zwei
Möglichkeiten, entweder dieser Welt wieder zu ihrem Glanz zu
verhelfen...oder wirklich ganz neu an zu fangen.“ Ikarus legte
einen Arm um Andora. „Sag du es uns, du weißt wir werden dir
folgen. Wenn es sein muss bis in die Hölle und zurück.“ Sie
nickte und schloss kurz ihre Augen, dann war die Insel wirklich
leer. Es gab nichts mehr, nicht mal mehr das Gebirge. Diese Welt
war eine sehr kleine Welt, eigentlich bestand sie nur aus dem
Meer und dieser relativ kleinen Insel auf der Andora sehr viele
glückliche Zeiten erlebt hatte. Sie sah ihre beiden Begleiter
wieder an und rieb sich die Hände. „Also dann beginnen wir von
vorne.“ Die Insel wurde neu geordnet, Es würde wie gehabt ein
Gebirge geben, denn irgendwo mussten ja die Drachen unter
kommen. Als Ikarus sich das Gebirge ansah stutzte er und sah
Andora an. „Kleines ich will dich ja nicht kritisieren, doch
hast du dort am Ende der Gebirges nicht etwas vergessen? Es
sieht so abgeschnitten aus.“ In der Tat war des Gebirge
eigentlich wie ein Gebirge sein sollte bis auf eine Kleinigkeit,
am Ende war es als hätte jemand mit einem Messer das Ende
abgeschnitten, es fehlte was. Andora lächelte. „Nein denn dort
wird der Teil des Gebirges hin kommen den zur Zeit Zandramas und
Serena bewohnen. Mit diesem Teil des Gebirges wird auch alles
andere mit auf diese Insel versetzt. Sogar der Seelenteich.“
Jetzt verstand Ikarus und nickte. Ares sah sie sorgenvoll an.
„Überanstrenge dich nicht.“ :dabei strich er sanft über den
kugeligen Bauch von Andora, die sein Kind trug. Wie ein
virtuoser Dirigent begann Andora nun den Aufbau der Insel. Sie
wedelte und fuchtelte mit den Händen, obwohl das nicht nötig
war, denn die Gesten hatten eigentlich keinen anderen Sinn als
das es ein wenig theatralischer aussah, doch tatsächlich
dirigierte sie damit nur ihre Gedanken an die Plätze wo sie sie
hin haben wollte. Ares und Ikarus standen nur staunend daneben.
Dort erschienen exotische Bäume, ganze Wälder entstanden. Ein
romantischer See, wieder wie zuvor mit einem Wasserfall. Um den
See herum lies sie wunderschöne Häuser entstehen, die auch einen
kleinen Vorgarten hatten und über zwei Etagen gingen. Sie wurden
richtig in die Natur eingepasst, Zwischen den Häusern gab es
hohe Bäume. Blumen die einen betörenden Duft verbreiteten. Da
Andora das Meer liebte stand ein besonderes Haus direkt am Meer,
aber mit auch einem Ausgang vorne der zum See führte. Sie hatte
sozusagen ihr Haus zwischen Meeresstrand und See gesetzt. Auch
hier wurde das Haus umsäumt mit hohen Bäumen, Blumen rankten
sich an ihm hoch, es sah aus wie ein kleines verträumtes
Schloss. Sie sah Ikarus an, während sie die Häuser zählte. „Wie
viele brauchen wir?“ Ikarus dachte kurz nach. „Also da hätten
wir Dion und Julien mit ihren Gefährtinnen, sie wollen sicher
wieder zusammen wohnen. Dann Leander und Alandra.“ Bevor er
weiter reden konnte nickte Andora und an einem der Häuser
erschienen über der Türe ein Schild das von zwei Schwertern
überkreuzt wurde, das Haus selber war grün gestrichen und es
rankten sich Rosen daran empor. Ikarus kicherte. „Das mit dem
Schild und den Schwertern wird Leander sicher gefallen, aber ob
er auch so begeistert von den Rosen sein wird, wage ich zu
bezweifeln. Also als romantisch kann man ihn nun wirklich nicht
bezeichnen.“ Das Haus stand in der Nähe ihres eigenen Hauses, so
passte sie ihr Haus dem von Leander und Alandra etwas an, auch
wenn ihres weiß gestrichen war. Doch umrankten es nun die
gleichen Rosen. Dann dachte sie nach, bei Julien und Dion fiel
ihr im Moment nichts ein. So sah sie Ikarus wieder fragend an.
Der überlegte kurz. „Also Lazarus, Ethan als auch Apoll und Luna
wollen sicher wieder bei uns wohnen.“ Andora nickte und schon
erschienen an ihrem Haus vorne Ausläufer rechts und links die
auch kleine Erkerchen hatten. Außerdem hatten diese beiden
Wohnungen sogar eigene Eingänge. Wenn man sie später von ihnen
besichtigen würde, sah man sogar Wendeltreppen die nach oben
führten, wo sich die Schlafzimmer befanden. Unten hatten sie
Verbindungstüren die ins Haupthaus in der Mitte führten. Sie sah
Ikarus wieder an, doch diesmal sprach Ares. „Nun dann Lyzar und
Shandra, die sicher auch kein eigenes Haus wollen. Sie fühlen
sich bei uns eigentlich recht wohl.“ Andora nickte und abermals
kamen nun hinten zwei Ausläufer dazu ebenfalls mit kleinen
Erkerchen und eigenen Eingängen. Ares sah sie an und deutete auf
die zweite Wohnung. „Die beiden brauchen doch keine zwei
Wohnungen.“ Andora lächelte. „Sie nicht aber ihr habt sicher
noch mehr.“ Ikarus nickte. „Ja zum Beispiel Aphrodite, Anatol
und Eros.“ Andora nickte. „Die drei sollen sich mal langsam
selber einrichten, sie kriegen ein eigenes Haus.“ :damit war
dann auch das dritte Haus vergeben. Ikarus überlegte weiter. „Oh
Mikael und Mizzar...sie wollen sicher noch nicht von Mamas
Rockzipfel weg.“ Andora deutete auf die zweite Wohnung mit Erker
und Ikarus nickte. So nach und nach bekamen dann alle noch
lebenden Götter eine Wohnstätte, immer ein wenig passend zu
ihren Eigenheiten oder ihrer Gesinnung. Andora hatte sich
überlegt, falls jemand Sonderwünsche haben sollte konnte er ihr
sie ja nennen. Sie hatte sogar an einen freien Platz gedacht für
Circes Wohnhügel mit Lebensbaum. Es wurden sogar die Götter
bedacht die zur Zeit auf anderen Welten lebten um diese zu
schützen. Wie Raven, Darcon und alle anderen. Selbst Rowan,
Damoks noch letzter lebender Sohn wurde bedacht. Andora vergaß
keinen, wenn auch unterstützt von ihren beiden Männern. Obwohl
sie das auch selber gewusst hätte aber so hatten die beiden das
Gefühl ihr geholfen zu haben und freuten sich darüber. Etwas
abgelegener aber auch am Meer entstand ein weiteres kleines
Haus, es lag ein wenig verborgen in vielem Grün, hatte einen
eigenen kleinen See und mutete wie eine kleine Oase an. Das
hatte Andora für Orania gedacht. In dessen Nähe gab es ein
weiteres etwas größeres Haus das Leo und Lor mit ihren beiden
Gefährtinnen bewohnen würden. Als Andora ihre Liste geistig noch
mal durch ging nickte sie. Ikarus sah über die kleine Siedlung.
„Wir rücken näher zu einander.“ Andora nickte. „Ja aber das war
schon vorher so, denkt mal dran, alle wollten in der Nähe der
Göttin des Lichts wohnen so das wir kaum noch Platz hatten.
Jetzt kann es jeder und wir haben eine Menge Platz.“ In ihrem
Haus war auch Platz für Luzifer, Araniel und auch Lykanes.
Selbst Araziel bekam ein kleine Haus, für sich und Riana.
Brianna und Lyam würden wieder im Haupthaus wohnen so das sich
Brianna wie gehabt um das Haus kümmern konnte.
Sie dachte auch an den Brunnen
mit dem man die Welten beobachten konnte, ebenso wie an eine
Hütte im Wald für die Jugendlichen, wenn sie ihre ersten
Erfahrungen machen wollten. Die Wälder waren kurze Zeit später
wieder belebt mit allem möglichen Getier. Es gab sogar Vögel die
am Himmel flogen und noch einiges mehr. Dann kam das schwerste
und das hatten selbst Ikarus und Ares noch nie gesehen. Andora
atmete noch einige male tief ein, als würde sie Kraft sammeln,
dann hob sie die Hände und über dem großen See erschien eine
gigantische kristalline Kugel, die durchsichtig war. Sie
schwebte über dem See. In ihr rotierten weitere Kugeln und wenn
man genauer hin sah, konnte man in diesen kleineren Kugeln ganze
Universen sehen. Ganz in der Mitte war eine besondere Kugel, sie
war heller als die anderen, obwohl man auch dort ein Universum
drin sah. Es schien so als würden alle anderen Kugeln um diese
eine helle Kugel unkontrolliert rotieren. Ikarus und Ares
staunten, dann sahen sie Andora an. „Was ist das?“ Andora
lächelte. „Das ist ein Multiversum.“ Sie grinste. „Das Wort habe
ich gerade erfunden.“ Ikarus lachte leise. „Und was ist ein
Multiversum?“ Sie deutete darauf. „Das ist ein Multiversum. Aber
ich erkläre es euch. Also wie ihr wisst entstand vor etlichen
Milliarden oder sogar Billionen von Jahren das Universum, unser
altes Universum. Es entstand, als der Urknall stattfand. Aber
zeitgleich entstanden auch andere Universen. Parallele
sozusagen. Ich nahm immer an das man es sich wie eine
vielschichtige Torte vorstellen musste. Aber so ist es nicht,
sondern es entstand erst das Universum in der Mitte und um es
herum die anderen alle. Wir sehen sie nicht, aber sie sind da,
wie wir ja selber erfahren mussten. Nun als unser Universum
starb, starben auch die anderen, weil sie hängen von unserem ab.
Fragt mich jetzt nicht wie es zusammen hängt das würde zu lange
dauern es zu erklären. Wie dem auch sei, ihr seht wie diese
anderen um die mittlere herum schweben. Sie tun es
unkontrolliert und ab und an stößt mal eines mit der mittleren
zusammen. Oder aber auch mit einem der anderen. In dem Moment
kommt es zu einem Riss, sozusagen ein Sprung in der Kugel. In
der Regel hält sich der Sprung oder Riss nicht lange, so etwa
tausend oder zweitausend Jahre, dann schließt er sich wieder,
die beiden Kugeln trennen sich und beginnen ihre Weg von neuem.
Ebenso ist es die Regel das in jeder dieser Universen die
gleichen Menschen, die gleichen Götter und so weiter existieren
sollten. Ich sage sollten, weil die Entscheidungen die getroffen
werden das Verhältnis ändern können. Als Beispiel, konnte Ikarus
sein Gegen Ich nicht finden, weil es ihn nicht gab. Da Damok,
also deren Damok keine hellen Götter duldete und Ikarus ist ein
leuchtender Stern, wurde er entweder erst gar nicht gezeugt oder
möglicherweise direkt nach der Geburt getötet. Das wissen wir
nicht. Ares wiederum ist der Sohn eines dunklen Gottes, so das
sein Ebenbild auch da sein wird, aber möglicherweise nicht von
Leander gezeugt sondern eventuell von Dorian oder wem auch
immer. Wieso Lazarus Igraine dort zeugen konnte ist mir nicht
bekannt, aber er muss es getan haben, denn es gab sie dort.
Vielleicht hat diese Andora das Kind versteckt bis es alt genug
war, ihren Platz ein zu nehmen. Wir wissen auf jeden Fall das
deren Aurian zu schwach war um sich gegen Damok zu stellen oder
zu feige. Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es auch anders
gelaufen. Das werden wir wohl nie erfahren....es sei denn Orania
erzählt es uns. Ein Multiversum ist also ein Universum das
weitere Universen enthält, ein Ursprungsuniversum und seine
Spiegelbilder oder dessen Parallele. Das dort...“ :sie deutete
auf die riesige Kugel. „...wird uns zeigen können wann uns
wieder mal ein anderes zu nahe kommt. Es ist absolut identisch
und es bewegt sich genau Zeitgleich. Und dort....“ Sie deutete
auf eine Kugel die sich gerade von der mittleren löste. „...sind
unsere Kinder. Ihr seht die Kugel wird langsam immer heller. Das
bedeutet Igraine hat dort den Kampf aufgenommen. Ich hoffe das
sie genug Lichtgötter gefunden hat die bereit sind mit ihr den
Kampf auf zu nehmen. Ihren größten Widersacher den dortigen
Damok ist sie ja los und Loran besitzt ein Schwert mit dem er
gegen jedes Chaosgeschöpf vorgehen kann. Das wird ihnen helfen.
Hätte ich vorher gewusst was ich nun weiß, hätten wir ihr helfen
können, wir hätten halt nur zwei Universen reinigen oder ihre
Lichtgöttin zu uns nehmen und ausbilden müssen. Aber nun wissen
wir was los ist und können uns auf den nächsten Zusammenstoß
vorbereiten.“ Ikarus sah sie nur staunend an. „Heißt das es wird
wieder geschehen? Doch wieso ist das nie zuvor passiert?“ Andora
sah ihn an. „Doch das gab es auch schon vorher, nur die Geister
haben es nicht beachtet und Aurian hatte Glück, das es in ihrer
siebentausendjährigen Amtszeit nie geschah. Es kann sein das wir
eine Million Jahre Zeit haben bis es wieder passiert, es kann
aber auch schon in wenigen Jahren soweit sein. Damit wir wissen
was kommt, habe ich nun eine verkleinerte Kopie des Multiversums
hier her gesetzt. So kann jeder mit darauf achten, ob sich uns
ein weiteres Universum nähert.“ Die beiden Männer nickten und
Ares fragte. „Kann man das denn nicht kontrollieren?“ Andora
seufzte. „Doch könnte man, das heißt die Hüterin tat es auch,
doch dann wurden die Universen immer finsterer und sie verlor an
Kraft. Auch die Hüterin braucht das Licht. Sie verlor die
Kontrolle und reist seit dem von Universum zu Universum um das
schlimmste zu verhüten, doch als sie endlich bei uns ankam,
hatte sie keine Kraft mehr.“ Ikarus nickte verstehend. „Orania.“
Andora lächelte. „Ganz recht. Sie ist die Hüterin des
Multiversums, wir müssen sie wieder aufpäppeln. Ich nahm immer
an, die Gesetze des Universums würden von alleine entstehen,
doch so ist es nicht. Egal ob Magie oder die magische Zahl oder
was auch immer, alles stammt von ihr. Sie macht die Gesetze, sie
ist....na ja.... Sie ist kein sterbliches Wesen, noch eine
Göttin, sie ist was sie ist, die Hüterin.“ Ikarus grinste. „Aber
eine recht attraktive Hüterin.“ Ares knuffte Ikarus. „Verdammt
das du immer nur an eins denkst. Du bist unmöglich.“ Ikarus
grinste. „Nun wieso, wenn sie die Gesetze gemacht hat, dann hat
sie auch das Gesetz erlassen das unsere Kräfte durch das ….“ Er
wollte gerade ein unmögliches Wort benutzen als ihn Andora
streng ansah. Er lachte. „Ich wollte sagen das sie sehr an
unserer Libido interessiert sein muss, denn nur durch den Akt
zwischen Mann und Frau werden die Lichtkräfte weiter gegeben.“
Frech sah er sie an. „Besser so? Ich wollte es nur recht
deutlich aussprechen, aber ihr lasst mich ja nie.“ Er sah beide
zwinkernd an und grinste frech. „Was heißt hier aufpäppeln,
müssen wir nun alle mit ihr ins Bett gehen, damit sie das Licht
wieder in sich aufnehmen kann? Also ich stelle mich freiwillig
zur Verfügung.“ Nun fing er sich eine Kopfnuss von Andora ein,
was ihn aber nur leise lachen ließ. Allerdings musste nun auch
Ares lachen und schüttelte den Kopf. Er freute sich aber das
Ikarus wieder der alte war. Er sah auf Andora und ihren
rundlichen Bauch und freute sich noch mehr, das er ein weiteres
Kind bekommen würde. Anschließend sah er zu dem Multiversum hoch
und lächelte. Als er sich die Kugel in dessen Universum seine
kleine Ijane nun war ansah, hatte er das Gefühl ihr nahe zu
sein. Das tröstete ihn und er strich abermals sanft über Andoras
Bauch. Ikarus kannte seinen Gefährten besser als jeder andere
und wusste was in ihm vor ging. Es war seine Idee gewesen Andora
zu bitten Ares eine weitere Tochter zu schenken die er
verhätscheln konnte. Was allerdings auch Ikarus nicht wusste
war, das Andora die Idee nicht nur für Ares aufgenommen hatte.
In ihrem Bauch wuchs nicht nur ein Kind heran sondern drei. Nun
aber sah sie über die Insel. „Na dann wollen wir mal, was Aurian
konnte kann ich schon lange.“ Ikarus sah sie fragend an. „Was
hast du vor?“ Sie grinste, sie hatte zuvor mit Alrik gesprochen
und er hatte ihr Koordinaten genannt, an der sie die Insel
absetzen konnte. Nun hob sie abermals ihre Hände, konzentrierte
sich und die Insel erhob sich von der Welt der Götter. Langsam
schwebte sie durch das Weltall und als sie an der Welt des
Lichts ankam, schwebte sie einen Moment über der Welt. Andora
wollten allen Gelegenheit geben das Wunder zu sehen. Sie grinste
immer noch, während ihre beiden Männer sprachlos neben ihr
standen. Nicht nur die Menschen starrten nach oben und riefen
laut, sondern selbst die Götter starrten zu der schwebenden
Insel. An der Form erkannten sie das es ihre Insel war, ihre
Heimat, die Andora nun geholt hatte. Sie hatten allesamt Tränen
in den Augen. Langsam senkte sich die Insel herab und landete
federleicht auf dem Meer in der Nähe der Kristallstadt. Andora
rückte sie noch ein wenig zurecht doch dann verankerte sie sie
im Meeresboden. Anschließend ging Andora her und
vervollständigte das Gebirge in dem sie kurzerhand das Stück in
dem die Drachen ihre Höhlen hatten, am Ursprungsgebirge weg nahm
das nun fehlende Stück dort ersetzte und das Gebirgsteil an dem
unvollständigen Gebirgszug auf der Insel ansetzte. Dann rieb sie
sich die Hände und fragte ihre beiden Männer die immer noch
sprachlos neben ihr standen, trocken. „Gibts bald Tee und Kekse?
Ich glaube das Kind hat Hunger.“

Ich danke allen Lesern die
es bis hierher geschafft haben. Weiter geht es mit der
Fortsetzung "Das Multiversum" und ich würde mich freuen euch
dann wieder bei mir begrüßen zu dürfen.
LG
Lady
