Kapitel 52: Die Götter rüsten sich zum Krieg


 

Wie der Professor es vorhergesagt hatte, wurden Ari und Roland von dem Rest der Bevölkerung zu Verwaltern der Kristallstadt gemacht, vorausgesetzt den Göttern wäre es recht. Da Andora sich so etwas schon gedacht hatte, gab sie ihre Zustimmung dazu. Einige der Wissenschaftler, als auch Techniker fragten ob sie sich in der Stadt niederlassen dürften um sie genauer zu untersuchen. Auch dazu wurde die Zustimmung erteilt. Obwohl die Häuser ursprünglich für die Sterblichen von der Götterwelt gedacht war, diese sie aber nicht beziehen wollten, ließen sich dort nun halt diese Menschen nieder. Anfangs war man noch recht befangen, mit den Göttern auf so engem Raum zusammen zu leben, doch mit der Zeit gewöhnte man sich an ihre Anwesenheit und wurde wieder entspannter. Roland und Ari betrachteten sich oft den großen Kristall auf dem Marktplatz oder Versammlungsplatz, in dem ein wundervolles Schwert eingeschlossen war. Sie fragten sich was es damit auf sich habe und Rolands Hände glitten immer mal über den Kristall, als würde er so das Schwert daraus hervor locken. Er bat sogar Ari mal für den Kristall zu singen, doch natürlich brachte das nichts. Aurian die sich noch nicht wieder niedergelegt hatte, sah es immer mal mit Schmunzeln. Ihr und auch den zwei anderen Alten gegenüber sowie auch Myrion, stand man mit sehr viel Ehrerbietung gegenüber. Wenn sie sich blicken ließen sanken die Menschen auf die Knie, bis Aurian der Kragen platzte und sie mal verkünden ließ das man das doch unterlassen sollte, das wenn jemand diese Bezeugung verdient habe dann Andora. Sie jedenfalls könne gut darauf verzichten das jeder dem sie begegnete auf die Knie sank. Andora schmunzelte, das war typisch Aurian. Nun die Stadt. Roland und Ari hatten sie sich genau angesehen, schließlich wollten sie wissen was sie verwalten sollten. So gingen sie auch im Tempel ein und aus und hatten dort einige Wendeltreppen nach unten gefunden. Als sie diesen Treppen folgten, blieben sie nach der ersten wie erstarrt stehen, denn sie waren in den Katakomben gelandet die es noch tief unter der Stadt gab, dort waren Kristallfenster eingelassen und man konnte draußen die Fische vorbei schwimmen sehen. Doch das war es nicht was sie erstarren ließ, sondern die marmornen Sockel die es in den Katakomben gab, dort lagen alle Götter die sich wieder niedergelegt hatten oder die, deren Körper man auf Bahren mit gebracht hatte. Als sie sich von ihrem ersten Schreck erholt hatten, verließen sie diese Katakomben lieber wieder leise. Sie wollten niemanden stören. Eine weitere Wendeltreppe führte sie in eine grüne Oase, dort unten gab es ein komplettes Biotop. Dort wuchsen Pflanzen und sogar Bäume und im hinteren Teil fanden sie sogar den Wohnhügel von Circe, auf deren Hügel der göttliche Baum des Lebens wuchs, sowie auch die Blumen die Circe eigens für Eros gezüchtet hatte. Auch hier konnte man durch Kristallfenster unter das Meer und dessen Bewohner sehen. Als Andora sagte sie würden nichts zurück lassen, meinte sie das absolut wörtlich. Man hörte hier sogar Vögel singen und auch kleines Getier wie Grillen und der gleichen. Ari war sprachlos. „Das alles hat Andora geschaffen? Ich frage mich wie hier unten etwas leben kann.“ Robert deutete nach oben. „Sieh doch, hier gibt es eine künstliche Sonne, die sorgt für das richtige Licht und ich würde darauf wetten das es hier ab und an auch regnet, wenn sich die Feuchtigkeit oben an der Decke absetzt und wieder zu Boden fällt.“ Ari nickte verstehend. Sie fanden dort auch Heilkräuter und einige Pflanzen die sie gar nicht kannten, sowie auch Büsche und Bäume mit Früchten. Ari flüsterte leise. „Ich glaube das ist das Reich von Circe, der Erdgöttin. Ob sie etwas dagegen hat wenn sich unsere Naturkundler hier mal umsehen?“ Robert deutete zu dem Wohnhügel. „Fragen wir sie doch.“ Sachte trat er auf den Hügel zu und klopfte leise an die Türe, die sich kurz darauf öffnete. Er stand auf einmal Alrik gegenüber der sie fragend ansah. Robert war aus dem Konzept gebracht, er hatte erwartet das ihm Circe öffnen würde. Alrik lächelte. „Können wir etwas für euch tun?“ Robert nickte und stellte dann seine Frage. „Dürften sich hier wohl unsere Naturkundler umsehen? Denn es gibt hier Pflanzen die wir nicht kennen und ich denke sie würden sie gerne untersuchen.“ Circe trat nun heran und lächelte ebenfalls, sie nickte. „Natürlich, doch sollen sie bitte darauf achten, hier nichts durcheinander zu bringen, denn alles läuft hier Hand in Hand. Hier ist der Kreislauf des Lebens zu sehen.“ Sie deutete zu einem kleinen Hasen der gerade von einem Raubtier verfolgt wurde. „Seht ihr? Es darf hier nicht gejagt werden, doch darf man sich einige Pflanzen mit nehmen, solange es nicht zu viele sind.“ Robert nickte verstehend und bedankte sich freundlich. Ari trat näher und deutete zu dem Baum, dessen Stamm sogar durch den Wohnhügel ging. „Ist das der Baum des Lebens?“ Circe nickte. „Ja das ist mein Baum, er durfte auf der Götterwelt nicht zurück bleiben, daher sorgte Andora dafür das er hier her kam. Er ist der Ursprungsbaum, von ihm kommen die Samen die wir auch auf anderen Welten verteilen, sofern die Welt es wert ist ihn zu besitzen. Während dieser Baum hier ewig währt, können die anderen Bäume auch verdorren, wenn die Welt in Finsternis fällt. Das heißt wenn es zu viele Kriege gibt, wenn sich Neid, Hass oder andere negative Gefühle zu stark verbreiten.“ Sie wollte sich schon wieder abwenden als ihr noch etwas einfiel. „Absolut verboten ist es, Blumen von meinem Hügel zu pflücken. Die sind nur für Eros und Lazarus bestimmt. Sollte ich jemanden erwischen der dieses Verbot übertritt, sperre ich diesen Bereich für alle.“ Ari nickte heftig. „Ich werde es weiter geben, vielen Dank das wir uns überhaupt hier umsehen dürfen.“ Kurz darauf gingen sie auch wieder, sie gaben die Erlaubnis als auch Bedingungen an die Naturkundler weiter, die sich natürlich auch an das Verbot halten würden, so gerne sie auch mal einige der Blumen untersucht hätten. Eine weitere Wendeltreppe führte sie in eine Art Maschinenraum, obwohl diese Maschinen zu Zeit still standen. Die beiden sahen sie sich an und Ari fragte. „Wozu sie wohl dienen? Sie scheinen zur Zeit außer Betrieb zu sein.“ Robert sah sie sich genauer an. „Ich habe keine Ahnung. Unsere Techniker könnten sie sich ja mal ansehen, was meinst du? Vielleicht finden sie es heraus oder aber wir fragen mal bei Andora nach. Sie muss es ja wissen, sie hat die Stadt erbaut und ich denke die Maschinen haben schon einen Zweck.“ Bevor sie Andora fragen würden, untersuchten sie die Stadt erst mal weiter. Alles führte vom großen Platz in der Mitte der Stadt aus, von dort gingen kleine Gassen ab, die zu den Häusern führten, es waren sogar am Marktplatz kleine Läden, die sich nun so nach und nach füllten, in denen man die unterschiedlichsten Waren finden konnte, von Kleidung, über Nahrung, bis hin zu Werkzeug oder Waffen, seien es Schwerter, Dolche, Messer oder auch moderne Waffen, obwohl man davon ausging diese hier auf der Welt niemals zu brauchen. Es gab einen Schmied, eine Weberei und ähnliches an Handwerksbetrieben. Die Stadt begann gewissermaßen autonom zu werden, obwohl man natürlich auf die Dinge die an Land hergestellt wurden nicht verzichten konnte, denn die Webereien brauchten schließlich Wolle oder die Schmieden Eisen oder andere Rohstoffe. Im Nördlichsten Teil stand der große Tempel, in dem sich alle lebenden Götter nieder gelassen hatten. Ein anderer Teil obwohl es aussah als gehöre der Bau zusammen war aber als Regierungssitz eingerichtet. Dort gab es Ratssäle und auch Büros, von denen auch Robert und Ari eins besaßen. Dazu hatten die beiden dort auch ihre kleine Wohnung. Ebenso wohnten dort Menschen die es sich zur Aufgabe gemacht hatten als Boten zu fungieren, wenn eine Sitzung einberufen worden war oder wenn die Götter mal jemanden sprechen wollten oder eben ähnliches. Das war auf freiwilliger Basis, niemand wurde dazu eingestellt oder dazu verpflichtet. Es hätte auch gut sein können das man keinen fand, doch genau das Gegenteil war der Fall, es meldeten sich zu viele, so das die beiden Verwalter die besten heraus suchen konnten. Zwischen den einzelnen Gebäudetrakten gab es Bogengänge die hinter den Tempel führten. Von vorne sah es aus als wäre es lediglich ein lang gezogenes Gebäude doch in Wirklichkeit gingen noch Seitenbauten ab, so das es nach hinten wie ein U ausgebaut war. In der Mitte gab es einen großen Park, mit kleinem See und sogar künstlichem Wasserfall der von einem Kristallberg herab fiel. An diesem See war Andora meistens zu finden, das plätschernde Wasser beruhigte sie und zudem konnte sie hier auch die Kinder und ihre Väter beobachten. Die Götter vermissten ihre Welt und der eine oder andere reiste schon mal dort hin. Doch es war nicht mehr das selbe, die Welt war leblos, man hatte sie geradezu leer geräumt. Es gab dort zwar immer noch Wälder und auch die Häuser standen noch, doch das war es auch. Zandramas und Serena hatten in der Nähe der Küste, wo das Gebirge begann große Höhlen zur Verfügung gestellt bekommen, die Andora höchst persönlich geschaffen hatte, denn auch Morgaine brauchte ja noch einen Platz und sie wollte ihre Eltern nicht verlassen. In diesen Höhlen waren auch die Schätze untergebracht, die die beiden Drachen nun bewachten. Ebenso hatte Andora dort auch den Schrein gesetzt mit den gesammelten Artefakten die sie einst von der alten Götterwelt in Sicherheit gebracht hatte. Aurian war sehr zufrieden mit ihr und sagte ihr das auch immer wieder. Anfangs war es für Andora merkwürdig, sie wollte die Befehlsgewalt an Aurian abgeben, doch diese hatte nur den Kopf geschüttelt und abgelehnt. „Nein Liebes. DU bist die amtierende Göttin des Lichts und du bestimmst weiter hin. Kind du machst das sehr gut und mit einer Leichtigkeit die selbst ich niemals besaß. Du bist die geborene Lichtgöttin. Also Liebes, lass mich damit zufrieden und kümmere du dich darum. Ich kümmere mich um meine Götter und du dich um deine.“ Brianna, Circe und Alandra kümmerten sich weiterhin um die Kinderschar, da Andora noch mehr zu tun hatte, als nur ihre Kinder zu beobachten. So hatte sie auch die anderen Welten besucht und überlegt wie sie sie schützen könnte. Um die Mystische Welt musste sie sich nicht sorgen, dahin gehend hatte Aurian sie beruhigt mit den Worten. „Liebes diese Welt besitzt einen uralten Zauber zu ihrem Schutz, den bekam sie noch als sie noch im vergangenen Universum war, der besteht immer noch. Diese Welt ist unsichtbar für die Eindringlinge, sie werden sie nicht mal sehen. Außerdem habe ich Iona zu ihrem Schutz abgestellt, sie wird dafür sorgen das der Zauber bestehen bleibt, mag kommen was will. Denn sie und ich haben einst diese Welt geschaffen.“ Dann gab es noch die beidem mittelalterlichen Welten, hier sagte ihr Aurian das sie sie in eine andere Dimension versetzen würde, denn auch sie wollte sie nicht verlieren. Damit waren diese drei Welten schon mal sicher. Das versetzen in eine andere Dimension funktionierte auch nur bei diesen beiden Welten, da sie zwar die Sternenkunde besaßen, aber nie auf die Idee gekommen waren zu den Sternen zu reisen. Aurian würde dafür sorgen das diese Welten mit den gleichen Sternenkonstellationen versehen wurden die sie zuvor auch besessen hatten, so das es ihnen nicht auffiel nicht mehr an ihrem Ursprungsort zu sein. Das einzige das man tun musste war die Portaltore außer Kraft zu setzen die es in den dort vorhandenen Palästen gab. Das Universum wurde auf einen Krieg vorbereitet. Die Welt auf der sich die drei dunklen Götter, Darcon, Jorinde und Raven niedergelassen hatten, übergab sie den drei Göttern zum Schutz, sie sollten diese Welt mit all ihrer Macht beschützen. Zur Unterstützung hatten sie noch die vier Elementardrachen sowie auch Morgaine und Jarven, wenn es zum Kampf kommen sollte. Doch Andora tat noch mehr, da sich auch dort die einstige jungfräuliche Göttin Suna auf hielt, biss Andora nun in den sauren Apfel und klärte sie über ihr erstes Leben auf und sagte ihr wer sie tatsächlich sei. Sie musste viel erklären, doch schlussendlich verstand Suna und so erhob Andora sie und ihren Gemahl Noran, als auch Aora und ihren Gatten und als letztes noch Zoran, der mit Raven zusammen lebte ebenfalls in den Stand von Göttern und befahl ihnen die anderen drei zu unterstützen, diese Welt zu schützen. Sie erklärte ihnen was auf das Universum zu kommen würde und so sah sie nur ein einheitliches nicken und die Bereitschaft zu kämpfen. Sie nahm den drei dunklen Göttern die Armreifen die ihre Macht auf den sterblichen Welten eingeschränkt gehalten hatte ab, so das sie ihre göttliche Macht nun auch hier nutzen konnten.

Die Jahre vergingen. Aurian unterrichtete Ari die sich als sehr Begabt gezeigt hatte in Magie und brachte ihr die Zauber bei die Ari lernen konnte. Derweil hatte auch Lazarus sich an seine Tochter gewöhnt und sie lieb gewonnen, so stand er irgendwann mal vor Andora und sah sie an. „Ich kann das nicht. Ich konnte es nie und werde es niemals können, du musst etwas tun.“ Ari bekam es mit und lauschte. Andora sah ihn an. „Was kannst du nicht?“ Lazarus ging auf und ab. „Aurian riet mir einst ich sollte mich nicht um meine sterblichen Kinder kümmern, da es zu schmerzlich wäre, sehen zu müssen wie sie altern und sterben. Daran habe ich mich gehalten...doch heute und jetzt,habe ich mein Herz an eines meiner sterblichen Kinder verloren. Ich kann nicht mit ansehen wie sie altern wird und dann stirbt. Verdammt Andora ich kann es einfach nicht, es wird mir das Herz brechen.“ Andora verstand und nickte. „Also gut, ich werde ihr und Roland eine Frucht des Lebens anbieten. Sie sollen selber entscheiden ob sie sie essen wollen oder nicht. Nur denk daran ihre Kinder werden sterblich sein, du musst vielleicht dann nicht erleben wie deine Tochter stirbt, sie aber möglicherweise dann wie ihre Kinder sterben.“ Lazarus raufte sich die Haare daran hatte er nicht gedacht, das Leid das er nun von sich schob würde er dann auf seine Tochter übertragen. Andora wartete ab, dann sah Lazarus sie wieder an. Er nickte. „Dann schränke ihre Kinderzahl ein, setze sie vielleicht auf maximal zwei und gib denen dann auch die Unsterblichkeit. Dann brauchen die beiden nicht zu leiden.“ Andora schmunzelte nickend. „In Ordnung.“ Sie sah kurz in die Richtung wo Ari hinter einem Baum stand. „Ari komm mal her, ich weiß das du lauscht.“ Diese trat nun schüchtern vor. „Du hast gehört was Lazarus sagte und worum er mich bat? Ich unterstütze seine Bitte, denn ihr werdet noch lange benötigt um diese Stadt zu verwalten. Daher möchte ich dir und Robert eine Frucht des Lebens anbieten, allerdings könnte ich euch auch gleich die Unsterblichkeit geben. Geh sprich mit Robert und kommt dann wieder zu mir.“ Kurze Zeit später standen die beiden vor Andora, sie hatten die Notwendigkeit eingesehen und stimmten zu. Was den Ausschlag gegeben hatte war nicht Lazarus Bitte, sondern das Andora sagte das sie noch lange benötigt würden. Ihnen war klar das sie nun ihre Eltern und alle ihre alten Freunde sterben sehen würden, doch ein höheres Ziel, nämlich der Erhalt des Universums und ihre im Vergleich kleine Aufgabe war den Verlust wert. Denn jeder würde seine Eltern sterben sehen und als Zugabe noch zu bekommen das sie zumindest ihre Kinder nicht sterben sehen mussten, war es das wert. So stimmten sie zu und es gab seit langem mal wieder einige Unsterbliche. Allerdings als der Bürgermeister erfuhr das sie von Andora die Unsterblichkeit bekommen hatten, startete man wieder mal ein großes Fest. Andora hatte inzwischen auch einige Portale auf der Welt aufgestellt so das man nicht erst wochenlang mit dem Schiff reisen musste um sich gegenseitig zu besuchen, sondern nun durch diese Portale reisen konnte. Der Handel florierte dadurch sehr. Außerdem konnten so nun alle Bewohner an dem Fest teilnehmen. Der Höhepunkt allerdings war, als die Obersten aller Landesregionen einstimmig beschlossen, Robert und Ari in den Stand von Fürsten zu setzen und ihnen die Befehlsgewalt über ihre Welt zu geben. Die beiden wollten erst ablehnen, doch dann begründete man das damit das sie die Geschichte dieser Welt auch noch erzählen könnten, wenn alle anderen bereits dem Lauf des Lebens gefolgt waren. So das ihre Lebenseinstellung nie vergessen und weiter getragen würde, von Generation zu Generation. Also nahmen die beiden an und waren nun Fürsten dieser Welt....obwohl das keinen großen Unterschied machte, wenn man mal davon absah, das nun jeder Gebietsvorsitzende Bürgermeister zu ihnen kam und sie nun auch noch um Rat fragte. Die beiden stöhnten schon leise...doch als sie dann auch noch heiraten wollten und abermals zu ihren Ehren ein Fest startete lachte Ikarus aus vollem Hals und sah Ares an. „Die sind schlimmer als wir was das feiern angeht. Ich glaube sie machen auch noch Feste nur weil es mal regnet oder am nächsten Tag weil die Sonne scheint. Sie nehmen alles zum Anlass ein Fest zu feiern.“ Als die Hochzeit stattfand lies es sich Aurian nicht nehmen, natürlich mit Erlaubnis von Andora, ihre Schülerin und ihren Liebsten in den Stand der Ehe zu versetzen. Es war ein rauschendes Fest und auch alle anderen Götter hielten einige Gaben für die beiden bereit, sogar Circe, denn sie gab den beiden einige wenige Blumen von ihrem Hügel und meinte, das ihre Wissenschaftler nun auch diese Pflanzen untersuchen könnten, doch das Verbot selber welche zu pflücken blieb bestehen. Die Wissenschaftler fanden nie heraus welche Eigenschaften diese Blumen hatten und wieso sie so wertvoll waren. Auch eine Nachzucht gelang ihnen nicht.

Die Kinder wuchsen heran und Ari fand es immer sehr schön zu sehen wenn Andora im Garten in einem Korbstuhl saß und die Kinder im Halbreis im Gras um sie herum saßen und der Lichtgöttin lauschten. Sie setzte sich dann in deren Nähe und hörte ebenso zu, selbstverständlich hatte sie vorher um Erlaubnis gefragt. Und so hörte sie eine ganz besondere Geschichte. „Es gab einmal einen großen König, der war absolut gerecht, unbeugsam und hart, aber sehr fair. Er war mutig und stark. Als er noch ein junger Prinz war, hatte er keine Lust zu heiraten obwohl sein Vater ihn immer darum bat, damit die Thronfolge gesichert sei. Aber er wollte nicht hören, doch die Frauen mochten ihn, da er sehr charmant war und er sie um den kleinen Finger wickeln konnte. Er verliebte sich in jede, allerdings hielt die Liebe nie lange an, nur bis er hatte was er von ihnen wollte. Dann flog die Liebe davon. Sein Vater musste dafür bezahlen das sein prinzlicher Sohn den jungen Frauen die Jungfräulichkeit geraubt hatte, damit sie eine gute Mitgift bekamen und so noch einen Ehemann fanden. Davon hörte auch eine junge Zauberin und begab sich in die Nähe des Prinzen, wie schon zuvor verliebte er sich in sie, doch jedes mal wenn er weiter als bis zu einem Kuss gehen wollte, sagte sie nein. Sie wehrte ihn ab. Sein begehren wurde immer stärker und er versuchte alles um sie herum zu kriegen, doch nichts gelang. Sie flehte die Götter an ihr die Kraft zu geben dem jungen Prinzen zu widerstehen. Als er es erneut versuchte, sagte sie ihm, das er bekommen würde was er wollte, wenn er sie zu seiner Frau machen würde. Inzwischen war er schon so wild auf sie das er alles zu gestand und so heiratete er die junge Frau, was seinen Vater besonders freute. Kurz darauf kam es wie es kommen musste, sie gab sich ihm hin und wie gehabt flog die Liebe zum Fenster hinaus. Allerdings hatte er nun ein Kind gezeugt, einen Sohn. Seine Frau verließ ihn, als sie merkte dass er sie nicht mehr liebte. Sie zog ihren Sohn alleine groß und dieser Sohn wurde ein guter Schmied, der eine Waffe schmiedete die es nur einmal in dieser Welt gab. Doch seine Mutter verfluchte diese Waffe, und schenkte sie dem Prinzen, der nicht ahnte das das Schwert von seinem Sohn geschmiedet worden war. Inzwischen war der alte König gestorben und er war nun König. Doch kaum hatte er die Waffe an sich genommen, die so edel gearbeitet worden war das sie ihres gleiche nicht finden würde, da ließ ihn seine Manneskraft im Stich. Die einzige die sie wecken konnte wäre seine Frau gewesen und so suchte er nach ihr und fand sich nach jahrelanger Suche auch. Wenn er mit ihr zusammen war, war er stark wie zuvor, doch sobald eine andere seinen Weg kreuzte tat sich nichts. Er begriff endlich das es nicht nur darauf ankam und wurde so ein sehr gerechter König. Die Königin nahm den Fluch vom dem Schwert und versetzte es mit neuen Zaubern, dem der Gerechtigkeit, dem der das Bewusstsein für das wichtige im Leben öffnete und der Liebe. Aber diesmal den der reinen Liebe und nicht dieser flüchtigen Liebe, die sich lediglich auf das körperlichen Beisammensein von Mann und Frau beschränkt.“ Andora sah über die Kinder. „Was lernen wir daraus?“ Die Jungen kicherten und einer meinte. „Das sich Liebe nicht nur auf Sex beschränkt? Sag das mal lieber meinem Vater ich glaube der ist schärfer drauf als eine Peperoni.“ Andora sah den kleinen Kerl an. Die Kinder waren nun dreizehn und kamen langsam in die Pubertät, weswegen sie ihnen diese Geschichte erzählt hatte. Der vor witzige Junge war Ikarus Sohn, den sie Mizzar genannt hatten. Andora sah ihn rüffelnd an, während sich Ari hinter vor gehaltener Hand amüsierte. Der Kleine sah Andora an. „Na ist doch wahr, wusstest du das er auch zu Luna und Athene geht? Wenn nicht weißt du es jetzt.“ Andora kniff leicht die Lippen zusammen weil sonst hätte sie los gelacht, denn nun entbrannte unter den Kindern eine Diskussion, welcher Vater wohl der schlimmste sei. Ari hatte am Anfang Probleme damit gehabt als sie heraus bekam, wessen Kinder das alles waren. Besonders entsetzt war sie als sie hörte das sogar Ethan eins der Kinder mit Andora gezeugt hatte. Doch mit der Zeit begriff sie das bei zig tausend Jahren die die Götter alt werden konnten, es wohl irgendwann tatsächlich egal war, in welchem Verwandtschaftsverhältnis man lebte. Sie hatte Ethans Sohn, der den Namen Loran trug beobachtet, er hatte weder irgendeinen körperlichen noch einen geistigen Mangel, sondern sie dachte das er sogar der intelligenteste der Kinder war. Sie hatte gesehen das er oft überlegte bevor er antwortete. Sie sah auch wie hart die Kinder jetzt schon seit Jahren trainiert wurden und dachte das sie so etwas noch nie gesehen hatte. Die Kinder trugen das alles mit einer Selbstverständlichkeit, so das sie an nahm das es bei den Göttern normal war. Sie hatte sich die Götter mal genauer angesehen soweit es möglich war, wobei sie Ikarus und Ares ja nun sehr genau gesehen hatte, bei ihrem Abenteuer in der Höhle. Es gab nur wenige Götter die nicht muskulös waren, die meisten hatten einen starken Muskelaufbau, wobei es wenige gab bei denen es stärker zu Tage trat. Ikarus war einer von ihnen ebenso Ares. Sie schienen auch bereits seit ihren Kindertagen trainiert worden zu sein. Dazu kam das sie auch nicht so schlanke Taillen hatten wie es bei Eros oder Lazarus der Fall war, sie schienen wirklich auf den Kampf trainiert worden zu sein. Der Brustkorb war recht mächtig und die Taillen und Hüften recht kompakt, wobei sie allerdings keinen Bauch hatten sondern dort schon den sogenannten Sixpack besaßen. Ihre Körper waren mächtig und stark und bei Ares und Ikarus kam noch ihre hünenhafte Größe von gut über zwei Metern dazu, so das sie schon einen recht gefährlichen Eindruck hinterließen. Ari sah wieder zu den Kindern, und selbst die, zumindest die Jungen, hatten jetzt schon mit dreizehn Jahren für ihr Alter recht kräftige Muskeln angesetzt. Ari war nicht klar warum man die Jungen jetzt schon so hart trainierte, obwohl sie zugeben musste das man es recht spielerisch tat. Wenn die Jungen mal wirklich keine Lust hatten, so ließ man sie auch nur einfach mal toben. Die Kinder hatten recht viel Freiheiten und wurden schon seit sie alt genug waren, zur Selbstständigkeit erzogen. Andora unterrichtete die Kinder und brachten ihnen bei das es nicht nur ein Privileg war ein Gott zu sein, sondern das dieser Status auch sehr viele Pflichten mit sich brachte und die oberste Pflicht war, für das Universum, die bewohnten Welten und ihre Menschen da zu sein. Sie sah aber auch das den Kindern der Unterricht bei Andora Spaß machte. Sie lernten lesen und schreiben und sie bekamen Geschichten erzählt. Sie lernten von ihr zu teleportieren und noch vieles mehr. Andora unterrichtete die Kinder jeden Morgen nach dem Frühstück bis es Mittagessen gab, danach hatten sie ein wenig Zeit zum toben, bis die Väter kamen und die Kinder zum Training riefen. Ari dachte sich oft, wenn man dieses straffe Lehrpogramm in ihrer Kindheit bei ihr angewandt hätte, wäre sie irgendwann davon gelaufen. Als sie das mal zu Roland sagte, lachte der. „Ja Liebes meinst du meine Muskeln kamen angeflogen? Erinnere dich ich musste auch trainieren, wenn auch nicht so hart wie die Götterkinder, aber so viel Unterschied ist da nicht. Zudem vergiss nicht, was auf uns zu kommt, die Jungen müssen bis dahin fit sein, körperlich als auch geistig. Die einzigen die unsere Welt retten können, sind die Götter und sie tun alles dafür wie man sieht. Sie schonen nicht mal ihre Kinder.“ Ari nickte. „Trotzdem finde ich das sie auch Zeit haben sollten Kinder zu sein.“ Robert schmunzelte leicht. „Scheinbar hast du nicht alles gesehen, sie haben ihre Streiche ebenso gespielt wie unsere Kinder und ebenso Dummheiten gemacht. Sie haben sehr wohl Zeit auch Kinder sein zu dürfen. Doch wir dürfen nicht vergessen, sie haben eine ganz andere Kultur. Wusstest du zum Beispiel, das Ikarus und Andora Halbgeschwister sind? Sie haben beide die gleiche Mutter, wenn auch einen anderen Vater. So etwas käme bei uns nicht mal ansatzweise in Frage.“ Ari nickte. „Ja ich weiß...also ich kann mich damit nicht anfreunden, ehrlich gesagt. Aber muss ich ja auch nicht, für mich ist es undenkbar. Wenn ich mir vorstelle das mein Vater sich mir nähern würde.“ Sie schüttelte sich. „Nein er ist mein Vater und gut, mehr ist nicht drin.“ Roland nickte und deutete auf Loran der vorbei gerannt kam, weil er zu spät dran war. „Und doch könnte es sein das dieser Junge dort sein Leben lassen wird in seiner Pflichterfüllung, wenn er seinem Vater, der übrigens auch Andoras Vater ist, hilft den Riss im Universum zu schließen.“ Ari sah Robert erschrocken kann. „Woher weißt du das? Ich meine das der Junge eventuell sterben wird. Die Götter können nicht sterben.“ Roland seufzte. „Ich habe aus Versehen ein Gespräch mit gehört, das einige der Väter hatten und so erfuhr ich es. Doch die Götter können sterben, wenn sie mit einer göttlichen Waffe getötet werden. Es ist an zu nehmen, das das was durch den Riss kommen wird, göttlichen Ursprungs ist. Nicht unserer Götter, aber die des parallelen Universums. Es wird wohl auf einen Kampf Gott gegen Gott hinaus laufen. Zumindest habe ich es so verstanden. Diese Kinder....werden in den Krieg ziehen, für uns Menschen, für unsere Welten. Andora ist jetzt schon kaum noch zu Hause, sie befestigt die Welten und bereitet sie auf den Krieg vor. Wir können nur hoffen das unsere Götter stark genug sind. Doch Verluste wird es geben. Die gibt es in jedem Krieg. Du weißt warum wir keine führen.“ Ari nickte. „Ja weil ein Toter der im Krieg gefallen ist schon einer zu viel ist, also lassen wir es ganz und ehren das Leben. Das ist auch besser so.“ Sie drückte sich an Roland der sie wie beschützend mit seinen starken Armen umschloss. Er liebte Ari über alles und wünschte sich wie sie, das es diesen Krieg niemals geben würde. Und doch würden auch sie bereits die Vorbereitungen zu sehen bekommen, denn an einem der nächsten Tage sahen sie am Himmel zwei Schlangendrachen. Dort trainierte Gregorian seine Tochter Elorien, den Kampf in Drachengestalt. Sie sahen wie Aaron der erste Kriegsgott sich mit Leander über Taktiken und Einteilungen unterhielt. Sie waren die Taktiker und man sah das sie auch Ikarus als Befehlshaber immer mal mit einbezogen. Auch aus der Schmiede hörte man nun drei Hämmer im Gleichklang schlagen, dort schmiedeten Myrion, Dorian und Lyam die Waffen für die heran wachsenden Kinder. Die Götter rüsteten sich zum Krieg.

Kapitel 53: Tochter des Lichts?


 

Nun es gab drei Jungen und drei Mädchen, wobei Ikarus, Ethan und Luzifer Vater eines Jungen geworden waren und Ares, Lazarus und Araziel Väter der Mädchen waren. Die Jungen trugen die Namen Mizzar, Loran und Lykanes, während man Ares Tochter den Namen Ijane gegeben hatte und Lazarus Tochter Igraine genannt wurde. Riana hatte es Araziel überlassen ihrer Tochter einen Namen zu geben, so hatte er sie Araniel genannt. Inzwischen waren die heranwachsenden Götter bereits sechzehn und die Jungen begannen die Mädchen in einem anderen Licht zu sehen. Ihre Hormone regten sich. Luzifers Sohn war ein durchtriebenes Bürschchen, was Luzifer immer mal lächeln ließ. Im Laufe der Jahre hatte er seinen Sohn auch immer mal mit auf seine Welten genommen um seinen Dämonen klar zu machen, das hier war sein Erbe und der junge Prinz würde, sollte es Luzifer irgendwann mal dahin raffen, seinen Platz einnehmen. Luzifer hatte Andora mal gefragt, wieso sein Sohn unbedenklich in der dunklen Galaxie leben könnte. Sie hatte ihm darauf geantwortet, das sie bei der Zeugung dieses Jungen, ihre Lichtkräfte soweit gesenkt habe und das Licht ausgeschaltet hatte, so das ihre anderen Erbmerkmale, wie das Chaos und alles andere zum tragen gekommen war. Sie erklärte ihm das sie dank Ethan auch Dämonenblut in sich trug und so ihr gemeinsamer Sohn mehr davon hatte, was es ihm ermöglichte auf Luzifers Welten zu verweilen ohne wahnsinnig zu werden. Luzifer sah sie daraufhin dermaßen dankbar an, das es Andora schon fast peinlich war. Es lagen Veränderungen in der Luft, doch am deutlichsten wurde es bei Ethan. Er saß eines Tages am See und beobachtete Aurian und Andora, die angeregt diskutierten. Lazarus setzte sich neben ihn und sah ihn an. „Du hast dich verändert. Ich hatte erwartet das du jetzt wo Aurian, wenn auch nur für kurze Zeit, wieder da ist, in ihr Bett springen würdest. Doch habe ich das bisher nicht bemerkt.“ Ethan sah ihn an und nickte. „Einmal werde ich sie mir noch nehmen, doch du hast recht. Als ich in dem Alter der Jungen war.“ :dabei deutete er zu der Gruppe junger Leute. „wurde mir bewusst das ich Aurian liebe, das ich sie begehrte und wollte. Ich war so scharf auf sie das ich eigentlich keine andere wollte. Doch hier und heute, stelle ich fest, das diese Liebe verschwunden ist. Ich bin einem Traumbild nach gelaufen und habe das die ganzen Jahrhunderte gepflegt. Zum Leidwesen von Brianna und allen anderen Frauen die sich einige Zeit mit mir zusammen taten. Doch jetzt weiß ich wem meine aufrichtige Liebe wirklich gehört. Es waren nicht die ganzen Frauen die ich im Laufe meines bisherigen Lebens hatte, selbst Aurian war nur ein Trugbild, etwas das sich eigentlich in meinen Lenden abspielte und nicht wirklich in meinem Herzen. Es gibt nur eine einzige Frau die ich wirklich liebe, für sie würde ich sogar mein Leben geben.“ Lazarus folgte seinem Blick und beobachtete ebenso wie Ethan Andora und Aurian. Dann wurde es ihm klar. „Es ist Andora...hab ich recht?“ Ethan nickte. „Ja...mir ist absolut klar das sie zu Ikarus und Ares gehört. Das ich niemals irgendwelchen Besitzanspruch auf sie erheben kann. Aber da geht es mir wie allen anderen Männern um sie herum. Aber sie ist mein Leben, sie ist so tief in meinem Herzen das es mir manchmal richtig weh tut. Das sie mir einen Sohn geschenkt hat, werde ich ihr nie vergessen.“ Er sah zu seinem Sohn der gerade mit den Mädchen schäkerte und lächelte. „Ich hatte nie erwartet noch mal ein Kind von der Göttin des Lichts zu bekommen. Doch Andora setzt sich über alle Konventionen hinweg. Sie hat dahingehend keine Skrupel noch Hemmungen. Sie und Ikarus....da kann man wirklich sagen die beiden haben sich gesucht und gefunden. Ich liebe diesen Jungen, er ist ein Geschenk, ein wirkliches Geschenk.“ Lazarus sah ihn an, er wusste nicht meinte er nun Ikarus oder seinen Sohn...doch dann dachte er sich, das es egal sei, denn er wusste das Ethan beide liebte. Ethan erwiderte den Blick. „Es wird Zeit das ich erwachsen werde, ich habe nun einen Sohn der mich brauchen wird. Ich habe einen Erben meiner Macht.“ Lazarus sah zu den jungen Leuten und lachte leise. „Mir scheint, nicht nur deiner Macht, sieh ihn dir an, er ist charmant zu den Mädchen und sie himmeln ihn an. Er ist aber auch ein Prachtbursche. Ikarus Sohn kommt genau auf seinen Vater heraus, er ist ein kleiner Filou und ich will nicht wissen wie viele Mädchen oder Frauenherzen er brechen wird. Er ist jetzt schon fast so groß wie Ikarus und recht kräftig gebaut. Obwohl er figürlich mehr auf Eros heraus kommt. Aber ich sehe auch Probleme auf uns zu kommen, sie dir mal Luzifers Sohn an, er ist wie der Teufel hinter Araniel her. Die beiden stecken oft die Köpfe zusammen. Wenn Araniel sich wirklich für Luzifer entscheiden sollte, könnte es passieren das Lykanes durchdreht.“ Ethan schüttelte den Kopf. „Nein, denn Lykanes, will nur eins von ihr. Sein Herz gehört ihr nicht. Er ist wie Luzifer, er verschenkte sein Herz auch nicht so schnell. Hinzu kommt das der Junge genau weiß was von ihm erwartet wird, er weiß das er Luzifers Erbe ist. Doch sollte man nun langsam auch mal offenbaren, wessen Erbe Araniel ist.“

Die Gelegenheit kam einige Zeit später, doch diesmal saß Luzifer auf der Bank und sah den jungen Leuten zu. Ikarus setzte sich neben ihn. „Sie sind uns gut gelungen.“ Dabei deutete er zu den jungen Leuten. Luzifer nickte und sah Araniel an. „Sieh sie dir an. Die Kleine hat etwas. Wenn sie nicht noch so jung wäre...dann....würde ich sie mir nehmen. Irgendwie hat sie mein Herz berührt.“ Ikarus sah Luzifer überrascht an. „Jetzt sag nicht du hast dein Herz an sie verloren.“ Luzifer schnaufte leise. „Nein du weißt doch es gibt nur eine Frau der mein Herz gehört....doch die Kleine interessiert mich schon. Wenn sie mich will....werde ich sie mir nehmen, das garantiere ich dir.“ Ikarus nickte verstehend. „Doch scheint mir das dein Sohn sich auch für sie interessiert. Lykanes scheint ebenso hinter ihr her zu sein.“ Luzifer lachte. „Natürlich ist er das..doch wenn er hatte was er wollte, wird er sich den anderen beiden zuwenden und versuchen sie ebenfalls herum zu kriegen. Ne....mein Freund, er will nur eins und das ist nicht ihr Herz.“ Ikarus wollte sicher gehen. „Doch was ist wenn da doch mehr ist, wenn er sich in sie verliebt hat, wenn er sein Herz an sie verschenkt hat.“ Luzifer seufzte. „In dem Fall gibt es zwei Möglichkeiten, entweder wir teilen sie uns oder aber wenn die Liebe so tief geht das Eifersucht zu erwarten ist, werde ich verzichten. Ich liebe diesen Jungen und wäre bereit zurück zu treten. Doch versichere ich dir, er ist nur an einem interessiert, er will sie ins Bett kriegen, das ist alles. Denn schau, er flirtet ebenso mit den anderen Mädchen, er hofft einfach das eine von ihnen seinem Charme erliegt. Andora hat ihm eingebleut das man keine Frau mit Gewalt nimmt und so versucht es es eben auf diese Weise. Allerdings wenn er mein Temperament geerbt hat, wird das Mädel sein blaues Wunder erleben.“ Luzifer sah Ikarus grinsend an. „Allerdings dein Sohn ist auch nicht viel besser, er versucht es ebenso, bei allen dreien.“ Ikarus nickte schmunzelnd. „Wie die Väter so die Söhne. Ich glaube es wird Zeit das die jungen Heißsporne sich ihre ersten Hörner abstoßen und ihre ersten Erfahrungen machen.“ Luzifer sah ihn an. „Und wie? Riana ist zur Zeit bei uns, sie ist bei Araziel. Übrigens liebt er sie wirklich sehr und ich glaube auch nicht das sich Riana weiter hin zu Verfügung stellt um jungen unerfahrenen Kerlen das wichtigste bei zu bringen.“ Ikarus nickte. „Es gibt noch andere Möglichkeiten, komm wir gehen mal zu Julien, er weiß immer in welche Häuser man mit den jungen Männern gehen kann.“ Luzifer nickte und so besuchten sie Julien, der in der Tat wusste wohin man die drei Jungen bringen konnte, wo sie alles lernen würden was sie wissen mussten. Und so schleppte Ikarus die drei in ein Bordell, auf der modernen Welt und sorgte dafür das die drei ihre ersten Erfahrungen machen konnten. Während Ikarus und Luzifer draußen warteten machten die jungen Männer ihre ersten Erfahrungen und bekamen bei gebracht was sie beachten und wissen mussten. Ikarus sah Luzifer an. „Ich denke es wird Zeit das du erfährst wessen Tochter Araniel wirklich ist.“ Luzifer sah ihn fragend an. „Na ich dachte von Brianna und Lyam.“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein, sie ist die Erbin des Chaos, sie wird Damoks Erbe antreten. Ihr Vater ist Araziel und ihre Mutter Riana, die einzige noch lebende Tochter des Chaos.“ Luzifer sah ihn überrascht an. „Sie ist Araziels Tochter und wird Damoks Erbe antreten als Chaosgöttin?“ Ikarus nickte. „Ja, wir mussten es vor dir geheim halten, damit du dich frei für oder gegen sie entscheiden kannst. Ebenso weiß sie zwar wer ihre wahren Eltern sind, aber sie musste auch bisher schweigen. Wir wollten das wenn sie sich für einen Mann entscheidet es aus Liebe tut und nicht weil es ihr Schicksal ist.“ Luzifer nickte. „Für wen ist sie bestimmt? Für Lykanes?“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein..ich habe deine Worte noch im Ohr, das du dir eine Frau wünscht die dich um deinetwillen lieben sollte und nicht weil du der Fürst der Dämonen bist oder wegen deinem Reichtum. Araniel hat selber genug Macht und ist nicht auf deine angewiesen, wenn sie sich also wirklich für dich entscheiden sollte, dann weil sie dich will und nicht weil du Macht repräsentierst.“ Luzifer sah Ikarus sprachlos an. „Sie ist für mich bestimmt?“ Ikarus nickte. „Doch rate ich dir eins. Lass sie die Wahl treffen, willst du wirklich das sie dich aus freien Stücken wählt, dann warte ab. Lass es zu, das sie wenn sie es will ihre ersten Erfahrungen mit einem der jungen Männer macht. Eventuell sogar Lykanes.“ Luzifer dachte nach, dann sah er Ikarus wieder an und nickte. „Ja...du hast recht. Wenn sie sich für mich entscheiden sollte, dann aus freien Stücken.“ Er grinste. „Aber es ist ja nicht verboten sie zu umwerben, ich kann zumindest versuchen, sie von mir zu überzeugen.“ Ikarus grinste. „Sicher warum nicht, sie ist jetzt in dem Alter wo sie dafür empfänglich ist. Und du bist ein gestandener Mann und kein Jüngling wie Lykanes oder die anderen beiden.“ Luzifer überlegte wie er sie für sich gewinnen konnte. Ihm war klar das er Geduld haben müsste und das die Möglichkeit bestand das sie ihre ersten Erfahrungen eventuell mit einem der jungen Männer machen wollte. Doch das störte ihn nicht. Er sah Araniel nun mit ganz anderen Augen, nämlich denen das sie möglicherweise seine feste Gefährtin werden könnte. Anders als Damona, die ihn verraten hatte. Das junge Mädchen hatte alle Voraussetzungen. Zudem wäre sie keine reine Dämonin sondern mit sehr viel göttlichem Blut und doch genug Dämonenblut um in der dunklen Galaxie ohne verrückt zu werden zu bestehen. Allerdings war ihm auch klar, das er mit ihr eine gleichgestellte bekam und keine untergebene Dämonin. Er würde umdenken müssen. Andoras Erziehung würde hier zum tragen kommen und er wusste das sie den Mädchen bei brachte, das sie nicht weniger wert waren wie die Männer, sondern durchaus zu mehr fähig waren. Als bestes Beispiel brachte sie sich selber an. Damok hatte dem jungen Mädchen die Macht des Chaos bei gebracht und ihr gezeigt wie sie sie nutzen konnte, doch ihr auch gesagt das sie verantwortungsvoll damit umgehen müsste. Er erzählte ihr was Dorian einst getan hatte und was dabei heraus gekommen war. „Denk immer daran, Chaos ist gut solange man es nicht übertreibt. Was das Chaos anrichten kann, wirst du sehen wenn sich der Riss im Universum auftut. Du wirst es erregend finden, es wird Freude in dir hoch kommen, denn du wirst das Chaos lieben. Doch lass dich davon nicht beeinflussen, denn wenn es übertrieben wird, zerstört es das gesamte Universum, inklusive aller Götter, aller Welten und allem Leben was sich in ihm befindet und es wird nichts mehr da sein, in dem du dein Chaos verbreiten kannst. Das ist nicht wünschenswert. Lass dir von Luzifer zeigen, wie man das Böse und auch das Chaos anwenden kann, ohne gleich alles zu zerstören. Das Böse neigt dazu sich selbst zu zerstören. Doch dafür haben wir den Verstand mit bekommen um es zu dosieren. Andora wird dich immer respektieren, auch das wofür du stehst. Doch solltest du zu weit gehen, glaube mir wird sie dich töten bevor du noch mehr Unheil anrichten kannst. Sie ist gütig und liebevoll....doch unterschätze sie nicht. Denke immer daran, sie ist die höchste Göttin des Universums und hat die Macht, selbst die dunkle Galaxie, mit allem was sich darin befindet, mit einem Gedanken zu vernichten.“ Araniel war nicht dumm und verstand sehr gut was Damok ihr sagen wollte. Sie beobachtete Andora und nahm sich vieles von ihr an. Sie liebte die Lichtgöttin und würde nichts tun um deren Zorn hervor zu rufen. Sie beobachtete auch Luzifer und wie er versuchte, alles unter einen Hut zu bringen. Sie sah seine Intrigen und Lügen, die er in den Welten verbreitete. Sie sah aber auch wie dosiert er das tat. Ebenso sah sie wie seine Welten bereits in Kriegsvorbereitungen steckte. Er schwor seine Dämonen für diesen Krieg auf die Lichtgöttin ein und machte ihnen klar das sie in dieser Zeit Seite an Seite mit ihr kämpfen würden. Wer sich dagegen auflehnte, hatte schlechte Karten, denn eiskalt tötete er jeden der sich ihm und seinen Anweisungen entgegenstellte. Sie begann Luzifer zu bewundern, sie sah aber auch das sein Herz für Andora schlug. Sie wusste das er keine feste Gefährtin mehr hatte, weil er diese wegen Verrats hatte hinrichten lassen. Araniel dachte nach, sie sah Luzifer wie er war. Aus irgendeinem Grund konnte er sich und seine Gefühle vor ihr nicht verstecken. So sah sie auch das er Interesse an ihr hatte und das dies weiter ging als nur bis zu seinem Bett. Er wollte sie zweifellos, aber sie spürte auch das er mehr wollte als nur mit ihr zu schlafen. Er wollte sie an seiner Seite, sie spürte das was er vor Ikarus geleugnet hatte. Das er sein Herz an sie langsam verlor, sie spürte aber auch die tiefe reine Liebe die er für Andora fühlte. Sie würde sich also darüber im klaren sein müssen, er würde seine Finger niemals von Andora lassen. Zudem würde er auch nie treu sein...doch dann sah sie Lykanes an, der sich ebenfalls um sie bemühte und sie grinste. Der junge Halbgott war aber auch zum anbeißen. Er war hoch gewachsen, wie sein Vater, war kräftig und muskulös, wobei sich das wohl noch verstärken würde wenn er älter wurde. Er hatte das schwarze Haar seiner Eltern, war aber allerdings ganz schön durchtrieben, wenn auch nicht bösartig. Er hatte eine gesunde Einstellung zum Bösen und hatte einiges von seinem Vater gelernt. Auch er würde im Sinne des Chaos handeln, zwar Chaos verbreiten aber nicht übermäßig sondern wohl durchdacht und dosiert. Wenn er sich mal für eine Gefährtin entscheiden sollte, würde er ebenso wenig treu sein. Ihr kam ein recht verdorbener Gedanke und sie sah sich beide an. Sie war frei zu wählen, sie konnte sich aussuchen mit wem sie zusammen sein und mit wem sie ihr Bett teilen wollte. Sie dachte, warum nicht mit beiden. Sie würde dann zwar Luzifers Gefährtin sein, doch konnte sich sich vorstellen das sich Lykanes davon nicht abhalten lassen würde. Allerdings wollte sie wissen auf was sie sich einließ und als sie mal mit bekam das Luzifer Andora verführte und mit ihr verschwand, folgte sie ihnen unsichtbar. Was sie nun zu sehen bekam, ließ ihr die Schamröte ins Gesicht steigen. Doch mutig sah sie weiter hin zu. Luzifer war wild und hemmungslos und Andora hatte einiges zu verkraften. Araniel bewunderte sie dafür wie weit sie mit ihm ging. Sie erschauerte als sie sah mit welcher härte er sie sich nahm. Doch das schien zu ihm zu gehören und machte ihr klar, das sie das wohl auch bei ihm erleben würde. Allerdings sah sie nun auch wie liebevoll er Andora anschließend im Arm hielt, wie zärtlich er sie küsste. Bis es ihn abermals überkam und er noch mal los legte. Sie sah aber auch wie sehr Andora diese Wildheit genoss und ihm in nichts nach stand. Sie zerkratze ihm den Rücken und die Schultern und er stöhnte dann jedes mal lustvoll auf. Araniel durchschaute es sofort. Er war ein massochistischer Sadist. Er liebte es weh zu tun und ebenso das man ihm weh tat. Andora gab ihm was er wollte und brauchte. Als die beiden mit einander fertig waren, blutete Luzifer aus einigen Wunden, doch er genoss diesen Schmerz, weil er wusste die hatte Andora ihm in tiefer Lust zu gefügt. Er hingegen hatte sie zwar hart heran genommen, hatte sie sogar festgehalten und sie sich immer wieder genommen, doch hatte er sie nicht verletzt.

Als Araniel später auf Lykanes traf machte er wieder recht eindeutige Bemerkungen. Sie sah ihn von oben bis unten an und verblüffte ihn dann. „Zieh dein Hemd aus, ich will sehen was du zu bieten hast.“ Einen Moment stand sein Mund offen und er blickte sie wie nicht verstehend an. Die Mädchen wussten das die drei Jungen ihr erstes Mal bereits hinter sich hatten und so hatte Araniel auch nicht die Befürchtung das sich Lykanes stümperhaft anstellen würde. Sie grinste frech. „Na was ist, ich dachte du willst mich, war das nicht Teil deines Plans der letzten Wochen? Aber wenn du es dir anders überlegt hast, nehme ich einen der anderen beiden. Für mein erstes Mal tun die es auch.“ Nun kam Leben in Lykanes Körper, er riss sich regelrecht das Hemd herunter und dann Araniel in seine Arme und küsste sie stürmisch. Während er sie noch küsste glitten bereits seine Hände an ihrem durch aus bereits weiblichen Körper entlang und er verschwand mit ihr auf seinem Zimmer. Schwer atmend löste er den Kuss und sah sie an. „Ist das dein ernst, willst du wirklich mit mir schlafen?“ Araniel nickte. „Ja....allerdings sollte ich dir zuvor noch etwas sagen. Ich werde wenn ich alt genug bin und dein Vater sich traut sich mir zu nähern, seinem Werben nach geben und seine Gefährtin werden.“ Lykanes sah sie an. “Mein Vater will dich für sich? Woher weißt du das? Du weißt schon das er nie treu sein wird, das er mit meiner Mutter immer wieder ins Bett gehen wird. Er liebt sie.“ Araniel nickte. „Das weiß ich alles und es ist mir klar das er niemals treu sein wird. Wäre auch merkwürdig für den Fürsten der Finsternis. Doch ich finde ihn aufregend und ich will ihn. Allerdings nicht nur für einmal oder so, sondern ich will an seiner Seite sein. Ich will mit ihm leben. Ich glaube ich habe mich verliebt.“ Lykanes ließ Araniel los, er sah sie knurrend an. „Aber mit mir willst du jetzt ins Bett gehen oder wie? Was ist wenn ich dich ebenso für mich will, was wenn ich mir schon lange überlegt habe dich als meine Gefährtin zu nehmen?“ Araniel grinste. „Dann würdest du lügen. Junge ich weiß genau das du nur eins von mir willst. Danach wirst du versuchen auch die anderen beiden in dein Bett zu kriegen, also komm mir nicht so. Du bist noch lange nicht soweit dich auf eine Frau fest zu legen, du willst das was alle Jungen in unserem Alter wollen, ein Mädel ins Bett kriegen und ende, aus die Maus.“ Lykanes fühlte ich ertappt...doch nickte er. „Du hast recht, eigentlich will ich noch keine feste Partnerin, ich will dich wirklich nur ins Bett bekommen.“ Araniel lachte. „Nun und worauf wartest du dann noch? Jetzt hast du die Chance dazu.“ Als Lykanes sah das es ihr ernst war, war er nicht mehr auf zu halten. In Rekordschnelle hatte er sie ausgezogen und betrachtete sie immer wieder, zwischen seinen stürmischen Küssen, dann gab er ihr eine leichten Stoß das sie aufs Bett fiel, zog sich flink seine Hosen aus und lag schnell neben und halb auf ihr. Er erinnerte sich was die Frau gesagt hatte, bei der er sein erstes Mal hatte und befolgte das auch alles. Er begann Araniel zu reizen bis er spürte das sie soweit war. Er wollte dass es schön für sie war. Sie streichelte ihn und erforschte seinen Körper, doch als sie zwischen seine Beine griff und seine Männlichkeit berührte war es um ihn geschehen, er konnte sich nicht mehr zurück halten und nahm sie sich nun. Er besaß jetzt bereits einen starken Körper und Araniel genoss was er mit ihr tat. Als er ihr stöhnen hörte und dann merkte das sie laut aufschrie, konnte auch er sich nicht mehr zurück halten und kam ebenso wie sie schwer atmend zum Gipfel. Er liebte sie auch leidenschaftlich noch ein zweites und drittes mal, bis er keuchte. „Jetzt kann ich nicht mehr.“ Er genoss es ihren warmen weichen Körper anschließend noch im Arm zu halten. Araniel hatte bei Luzifer und Andora gesehen wozu Luzifer fähig war und was Andora alles getan hatte. So experimentierte sie nun an Lykanes herum bis er abermals auf keuchte und wieder über sie herfiel. Leise keuchte er. „Woher hast du das, ich dachte ich wäre dein erster? Wie hast du es geschafft das ich doch wieder kann?“ Sie zwinkerte ihm frech zu, während sie ihn an sich presste. „Mein Geheimnis, komm ich will noch mehr.“ Lykanes war noch sehr jung und so gelang es ihr seine Begierde immer wieder neu zu wecken, bis auch sie genug hatte. Als er sah das er es wirklich geschafft hatte ihr alles zu geben was sie brauchte stieg sein männliches Ego bis an die Decke. Haarklein wurde später erzählt was geschehen war, Lykanes erzählte es den anderen beiden Jungen und Araniel den beiden Mädchen. Sie sagte ihnen das sie es sehr schön gefunden hatte und was mit ihr geschehen war als diese Gefühle ihren Körper einnahmen. Mizzar fragte Lykanes. „Hast du keine Angst das sie dich jetzt vielleicht festnagelt. Das sie dir am Hemdzipfel hängen wird. Ehrlich gesagt, habe ich davor Angst das wenn ich einer die Unschuld nehme, das sie sich dann an mich fest krallt. Ich will mich noch nicht fest binden. Ich will meinen Spaß und mehr nicht.“ Lykanes schüttelte den Kopf und erzählte ihm und Loran was Araniel gesagt hatte. Die anderen beiden Mädchen fühlten ich noch zu jung um jetzt schon mit einem Jungen zu schlafen, saugten aber alles auf was Araniel ihnen erzählte. Die anderen beiden Jungen versuchten es nun ebenfalls bei Ijane und Igraine, hatten aber damit keinen Erfolg. Die Mädchen ließen sich zwar küssen, aber mehr waren sie nicht bereit zu geben. Araniel hingegen war der Meinung je mehr Erfahrung sie haben würde um so besser und verführte auch die beiden anderen Jungen die es sich nur zu gerne gefallen ließen. Es artete sogar darin aus das sie sich mal mit allen drei gleichzeitig im Bett wieder fand und es absolut scharf fand. Ikarus und Luzifer beobachteten es aufmerksam. Luzifer sah es recht gelassen und meinte nur. „Lass sie sich austoben, sie sammelt Erfahrung und das ist gut so. Wenn sie sich für mich entscheidet hat sie einiges das sie mit mir verkraften muss.“ Ikarus grinste dann frech und nickte. „Dein Sohn tobt sich aber auch ganz schön mit ihr aus. Von den anderen beiden mal abgesehen.“ Luzifer lachte leise. „Sollen sie, so lernen alle von einander und mir ist es lieber eine Frau zu bekommen die ich nicht erst mit Samthandschuhen anfassen muss. Damona war da recht...na ja wild. Sie hätte dir sicher gefallen.“ Ikarus nickte und sah Luzifer an. „Vermisst du sie?“ Der schüttelte den Kopf. „Nö....eigentlich nur was sie mir im Bett gegeben hat, doch auf alles andere kann ich gut verzichten.“ Ikarus nickte verstehend. „Wir sind schon furchtbare Lüstlinge oder?“ Luzifer lachte. „Na und? Also bis her habe ich noch keine gehört die sich deswegen beschwert hat. Davon abgesehen bist du sogar noch recht treu wenn man es mal genauer betrachtet. Ich weiß das du zwar regelmäßig mal zu Luna oder Athene gehst, aber ansonsten, gehst du doch mit keiner in die Federn. Da bin ich schlimmer, ich nehme alles mit was nicht schnell genug weg laufen kann. Ares ist da weit aus umtriebiger als du, wusstest du das er sich regelmäßig irgendeine Sterbliche nimmt? Also nicht von hier, aber dein Bettgefährte reist gerne durch die Welten und wenn ihm eine gefällt, verführt er sie auch. Er ist ein ruhiger Vertreter aber hat es dick hinter den Ohren.“ Das wusste Ikarus nicht und sah nun Luzifer überrascht an, dann zuckte er mit der Schulter. „Was soll`s, das Problem ist eigentlich, wenn du oder Leander mit Andora im Bett waren...hat sie keine Lust mehr und wir müssen uns halt anderweitig beschäftigen. Ich gehe dann zu Athene oder Luna, eine von ihnen ist immer frei für mich und Ares geht halt zu den Sterblichen, also was soll`s.“

Das Ikarus zugab das Andora auch mal keine Lust hatte, vor allem wenn er oder Leander bei ihr gewesen waren wunderte Luzifer nun doch. Jetzt war ihm auch der Grund klar warum sich Ares und Ikarus ab und an mal wo anders um sahen. Er sah Ikarus verwundert an. „Andora schafft es mit euch beiden ins Bett zu gehen und euch sogar beide voll auf zufrieden zu stellen, doch nach uns will sie nicht mehr?“ Ikarus nickte. „Frag mich nicht wieso es so ist, aber es ist so.“ Luzifer dachte nach. „Will sie es mit uns vielleicht eigentlich gar nicht und tut es nur aus Pflicht oder so?“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein das ist es nicht, ich weiß das sie es genießt mit dir oder Leander, doch danach will sie einfach nicht mehr. Sie hat dann bereits genug. Ich kann mir nur eins vorstellen, das sie weiß das wir beide auch nicht mit einem mal zufrieden sind und daher lässt sie es wohl lieber ganz. Du und Leander, seid sehr wild und fordernd. Ihr gebt euch auch nicht mit einem mal zufrieden und wenn wir das dann auch noch fordern würden, müsste sie auf ihre Lichtkräfte zurück greifen, doch das will sie uns nicht antun, also ist sie ehrlich und sagt uns das sie nicht mehr will. Im Laufe der Jahrhunderte haben wir uns damit arrangiert und können damit leben, vor allem da es so oft ja nun nicht vorkommt. Du forderst sie ein oder zweimal im Monat und Leander ebenso, also geht das schon, das ist kein Problem. Alle anderen wie Eros und Ethan, verlangen nur so viel wie sie brauchen um ihre Lichtkräfte wieder auf zu füllen, kommen aber dafür öfter zu ihr und sind dann auch mit zweimal zufrieden. Wenn sie danach einige Stunden Ruhe hatte, ist sie nachts wieder für Ares und mich fit und will uns auch.“ Luzifer sah Ikarus an. „Warum habt ihr das nie gesagt? Ja du hast recht, wenn ich mit ihr fertig bin, ist sie fertig. Ich liebe sie über Stunden hinweg, kein Wunder das sie danach keine Lust mehr auf einen weiteren Kerl hat. Doch wären wir auch bereit gewesen, also ich zumindest, weniger anspruchsvoll zu sein. Ich gehe davon aus, wenn du mit Leander mal reden würdest wäre es bei ihm nicht anders. Denn es geht ja nicht an, das du und Ares hinter uns zurück stehen müsst. Ich liebe Andora und ich weiss sie liebt dich und Ares. Also ich für meinen Teil werde mal ein wenig kürzer treten bei ihr, das bin ich dir als Freund einfach schuldig.“ Ikarus nickte. „Nun bei dir ist es die reine Lust die euch zusammen ins Bett treibt, doch bei Leander ist es anders. Wenn sie mit ihm schläft, ähnelt das einem Kampf, alleine dieser Kampf verbraucht schon eine Menge Energie.“ Er sah Luzifer an. „Leander braucht sie, er braucht das Licht, du weißt scheinbar nicht, wie sich die Kriegswut bei ihm auswirkt. Er ist dann unberechenbar und nur sie kann ihm sein Gleichgewicht wieder geben. Leander in Kriegswut ist eine Gefahr für jeden der sich dann in seine Nähe wagt. Sie spürt es und fordert ihn heraus, sofern er nicht von selber früh genug zu ihr geht und sich holt was er braucht.“ Ikarus seufzte. „Ich weiß das sie gehofft hatte, das eins der Mädchen eine Tochter des Lichts gewesen wäre, denn dann hätte sie zumindest einiges übernehmen können.“ Luzifer sah ihn fragend an. „Eine Tochter des Lichts?“ Ikarus nickte. „Ja, doch bisher zeigte sich weder bei Igraine noch bei Ijane irgendwas in der Art. Eine Tochter des Lichts, hätte ihr zumindest die Söhne des Lichts ein wenig abnehmen können.“ Luzifer verstand nicht. „Was ist der Unterschied zwischen den Söhnen des Lichts und der Tochter des Lichts. Soviel ich weiß besitzen Lazarus und auch Eros genug Licht um damit das was sie versorgen müssen damit zu versorgen.“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein, es gibt nur zwei reine Söhne des Lichts, die auch wirklich selber Licht produzieren können, das sind Lazarus und Eros. Die Bedingungen sind klar, es müssen zwei Väter sein, die ihn zeugen. Anatol oder Mikael, haben zwar das Lichtgefäß mit bekommen, sie gelten auch als Söhne des Lichts, sind aber nicht in der Lage selber Licht zu produzieren.“ Luzifer verstand langsam und nickte. „Was ist mit dir? Du hast dich vergessen. Du stammst von Lazarus und dem Engel des Lichts ab. Junge du bist ebenso wie Lazarus oder Eros ein reiner Sohn des Lichts. Aber was ist nun der Unterschied zwischen den Söhnen des Lichts und einer Tochter des Lichts?“ Ikarus sah ihn verblüfft an. „Du hast recht, das hatte ich ganz vergessen, ich bin auch ein Sohn des Lichts. Was nun den Unterschied angeht. Die Töchter des Lichts, müssen zum einen nicht von zwei Vätern gezeugt werden, sofern es der richtige Erzeuger ist und zum anderen werden sie bereits mit dem Keim des Lichts geboren. Du musst dir diesen Keim als Kind vorstellen, das ebenso heran wachsen muss wie seine Trägerin, es ist sozusagen ein neues Licht. Die Söhne bekommen nur einen kleinen Teil vom Licht der Göttin des Lichts ab, also sozusagen, ein Stück von ihrem Licht, aber kein eigenständiges. Ich glaube Andora hatte gehofft das Ares ihr eine Tochter des Lichts schenkt. Aber Ijane scheint davon nichts zu haben.“ Luzifer nickte verstehend. „Das mag sein aber Igraine stammt von Lazarus ab, dem ältesten Sohn des Lichts, ich meine wäre er nicht prädestinierter die Tochter des Lichts zu zeugen?“ Ikarus starrte Luzifer an und nickte dann heftig. „Du hast recht. Hinzu kommt, das dieses Kind nie geplant war. Ich weiß von Andora das sie es nur bekam, weil sie ein Gespräch belauschte und sich so entschied auch Lazarus noch ein Kind zu schenken. Wenn also eine Tochter des Lichts geboren wurde, kann es nur Igraine sein. Ich muss mit Andora reden, sie soll sich das Mädel mal genauer ansehen, der Keim des Lichts müsste dann doch in ihr zu finden sein. Vielleicht hat Andora nur bei Ijane nach gesehen aber nicht bei Igraine.“ Luzifer grinste. „Schön das ich helfen konnte.“ Doch als er das sagte war Ikarus bereits weg, er wollte mit Andora reden. Luzifer hatte sich bereits an die Sprunghaftigkeit seines Freundes gewöhnt und nahm es ihm daher nicht krumm einfach ohne ein Wort zu verschwinden, wenn er einen wichtigen Gedanken hatte.

Kapitel 54: Tod und Vernichtung


 

Ikarus suchte alles ab, doch er fand sie nicht. Erst als er zurück kam, saß sie neben Luzifer auf der Bank, der grinste als er Ikarus wieder auftauchen sah. „Ich hab sie gefunden.“ Dabei deutete er neben sich. Der sah ihn nur an und nickte. „Ja ja du hast ja auch so wahnsinnig gesucht, nech?“ Da lachte Luzifer herzhaft, während sich Ikarus neben die beiden setzte und er Andora ansah. „Sag mal Kleines, du hast doch in Ijane nachgesehen ob sie das Licht in sich trägt, hast du auch bei Igraine geschaut?“ Er erklärte ihr auf welchen Gedanken er gekommen war, beziehungsweise Luzifer. Andora nickte. „Natürlich habe ich nach gesehen, sagte ich das nicht? Sie ist eine Tochter des Lichts. Auf den Gedanken das Lazarus es gewesen sein könnte der sie gezeugt hatte bin ich auch gekommen. Tut mir leid Liebster, aber ich habe so viel um die Ohren das ich wohl vergaß es dir zu erzählen. Sie ist die zweite geborene Tochter des Lichts. Ihr Licht wächst heran, allerdings bis es sich entfaltet hat wird es wohl noch eine Weile dauern. Sie müsste erst sexuell aktiv werden, damit es zum tragen kommt, so klein es auch noch ist.“ Luzifer sah Andora an. „Was bedeutet das nun genau, das sie eine Tochter des Lichts ist?“ Andora sah zu den jungen Leuten. „Nun es gab bisher nie eine Tochter des Lichts, außer mir. Das bedeutet aber das sie eine Göttin des Lichts werden könnte, sollte mir irgendwann mal etwas passieren. Wenn sie voll ausgebildet ist und mit ihr, ihr Licht, könnte sie meinen Platz ein nehmen. Sie ist sozusagen meine und Aurians Erbin. Ihr Licht schläft noch um es mal so aus zu drücken. Meines war damals schon aktiv in ihrem Alter, sogar weit aus früher noch. Es war nötig das ich so früh erwachte. Aurian bildete mich damals aus und als ich vierzehn war, musste ich handeln. Ich erinnere mich noch, das ich bereits mit vierzehn begann, die ersten Entscheidungen zu fällen. Ich setzte meine Mutter ab, gab ihr ein kleines Haus das sie bewohnen konnte und übernahm ihren Platz und damit auch das Licht meiner Mutter. Sie selber behielt nur einen kleinen Funken, der auch heute noch in ihrer Seele sitzt. Einmal eine Tochter des Lichts, immer eine Tochter des Lichts. Das können wir nicht ablegen wie ein Paar Schuhe.“ Luzifer sah sie an. „Sagtest du nicht gerade eben es wurde bisher nur eine Tochter des Lichts geboren?“ Andora nickte. „Ja wenn man mal von mir absieht. Meine Mutter wurde nicht geboren, sie wurde erschaffen und besaß daher sehr viele Mängel, weshalb ich auch so früh ihren Platz einnehmen musste.“ Ikarus hatte nur gehört das Igraine Andoras Erbin war und sah sie an. „Heißt das du wirst in diesem Krieg sterben? Bitte Liebes, sag mir das dies nicht geschehen wird. Ich will dich nicht verlieren.“ Andora schüttelte den Kopf. „Nein mein Lieber.“ Sie beugte sich zu Ikarus und küsste ihn liebevoll. „Hier findet etwas weitaus bedeutenderes statt. Noch niemals gab es drei Göttinnen des Lichts auf einmal. Es gab immer nur eine und das ist auch richtig so. Doch eine, selbst wenn sie so stark ist wie ich oder Aurian, ist zu schwach um gegen das anzutreten was dort aus dem Riss kommen wird. Das Universum hat die magische Zahl drei und drei Göttinnen sind nötig um es zurück zu halten.“ Ikarus und Luzifer sahen sie an und Luzifer fasste es in Worte was auch Ikarus dachte. „Du weißt doch was, du weißt doch mehr als du uns sagst. Was wird dort auf uns zukommen?“ Andora atmete seufzend einmal tief ein, dann sah sie die beiden an. „Das reine Chaos und noch schlimmer als das. Aurian und ich haben unsere Kräfte mal für wenige Augenblicke zusammen gelegt und konnten so sehen was dort im Paralleluniversum stattfindet. Dort hat die Göttin des Lichts nichts zu sagen, man unterdrückt sie und hält sie gefangen. Dort herrscht....Damok. Dort herrscht das absolute Chaos. Das gesamte Universum ist finster und dunkel, weil die Göttin des Lichts in keine Welt ihr Licht bringen kann. Sie können sie nicht töten, denn das Licht beschützt sie, aber mehr als am Leben ist sie auch nicht.“ Tränen liefen Andora die Wangen herab. „Wir müssen nicht nur unser Universum beschützen, sondern auch das andere von dieser Finsternis befreien. Aurian und ich konnten es kaum ertragen was wir dort sahen. Es ist furchtbar. Die Göttin muss befreit werden. Doch wissen wir noch nicht wie wir das anstellen sollen.“ Ikarus nahm Andora sachte in seine Arme und drückte sie an sich. „Wer ist dort die Göttin des Lichts? Aurian oder du?“ Andora schüttelte den Kopf. „Weder noch, Aurian und meine Persönlichkeit, konnten wir dort nicht finden, dort ist eine junge noch unausgebildete Lichtgöttin, es scheint als hätten Aurian und meine Persönlichkeit dort aufgegeben, aber zuvor haben beide ihre Nachfolgerin noch eingesetzt. Aurian mich und ich...“ Sie deutete auf Igraine. Luzifer dachte nach. „Du und Aurian ihr könnt dort nicht hin....ich aber schon. Ich und meine Dämonen könnten sie befreien und ihr so zu ihrer Macht verhelfen.“ Andora nickte leicht. „Doch zuvor muss Damok getötet werden. Myrion schmiedet bereits die Waffe mit der man ihn töten kann. Damok sagt ihm was sie enthalten muss. Unser Damok war total erschüttert als wir versuchten ihm zu erklären was wir gesehen haben. Er hatte einst eingesehen das Licht und Dunkelheit eine Koexistenz eingehen müssen, aber der dortige Damok wollte die Macht für sich. Er vernichtete damit alles, absolut alles. Dort gibt es kaum noch Leben. Auf der Welt auf der man die Lichtgöttin gefangen hält gibt es ein wenig Leben, doch es ist versklavt. Die Götter des Lichts, wie Iona, die Elementargötter, ja sogar Hope und Armor, wie auch alle anderen die für das Licht stehen....wurden entmachtet und vegetieren nur noch so dahin. Von ihnen können wir kaum Hilfe erwarten. Ihr Gregorian hat sich auf die Seite der Dunkelheit geschlagen, deswegen bildet unser seine Tochter aus. Er will sein Ebenbild töten. Es ist alles so entsetzlich. Der Tod wird über uns hereinbrechen und damit meine ich nicht Anubis, sondern der alte Thanatos, der dort im Unterreich herrscht.“ Ikarus nickte. „Und sich wohl ebenfalls auf die Seite des Chaos geschlagen hat und das obwohl er neutral sein sollte.“ Er dachte kurz nach. „Aurians und deine Seele müssten doch dort zu finden sein, wenn man sie überzeugen könnte den Kampf wieder auf zu nehmen, dann wären sie auch zu dritt.“ Andora nickte. „Das schon, eventuell, doch wären sie ohne Körper, das bringt nicht viel.“ Luzifer sah Andora an. „Aurian hat schon mal Körper erschaffen, könnte sie das nicht wieder tun? Körper mit deinen und ihren Fähigkeiten. Dann könnten die Seelen diese beziehen und so den Kampf aufnehmen und uns unterstützen. Ihr hier und diese drei dort.“ Andora nickte leicht. „Ja das wäre machbar, doch eigentlich hatte ich vor den Riss so schnell wie möglich zu schließen. Wenn wir dort alle befreien wollen, müssen wir ihn länger als nötig aufrecht erhalten, damit die, die sich dort hin begaben, wieder zurück können.“ Luzifer atmete kurz hart ein, dann sah er Andora entschlossen an. „Ich gehe das Risiko ein, ich werde meine Dämonen dort hin führen und alles befreien was nur geht. Liebes, ich habe hier einen Erben, dank dir. Er wird mein Reich in meinem Sinne weiter führen, sollte ich es nicht wieder zurück schaffen.“

Als Araniel kurz darauf hörte was Luzifer vor hatte suchte sie ihn und warf sich in seine Arme. „Nein, das darfst du nicht. Mein Herz hat dich doch gerade erst gefunden. Bitte tue das nicht. Ich will dich nicht verlieren kaum das wir uns gefunden haben.“ Luzifer sah auf das junge Mädchen und sah sie an, während er sie an sich drückte.. „Dein Herz hat sich für mich entschieden?“ Araniel nickte heftig unter Tränen. „Bitte, bitte, schicke jemand anderen, aber verlass mich nicht. Bitte nicht.“ Luzifer sah auf sie herab, sein Gesicht wirkte entschlossen, dann lächelte er. „Nun habe ich noch einen starken Grund zurück zu kommen. Kleines, Liebes...ich werde dich nicht verlassen. Ich werde zurück kommen und wenn ich den Riss erneut aufreißen muss. Glaub mir.“ Kurz darauf verschwand er mit ihr in seinem Zimmer, es kümmerte ihn nicht mehr das sie noch so jung war. Er zeigte ihr nun wie sehr er sie liebte, das sie tatsächlich sein Herz erobert hatte. Allerdings machte er ihr auch klar das sie sein Herz mit Andora teilen musste. Doch das war ihr eh schon bekannt. Er genoss es mit ihr zusammen zu sein und wenn er Anfangs auch noch zärtlich war so wurde er nach und nach immer wilder und stürmischer, als er merkte das es ihr nichts ausmachte. Lykanes seufzte leise als er sah das er Araniel nun doch an seinen Vater verloren hatte. Allerdings ging es nicht sehr tief und als er später mit Luzifer sprach und der ihm sagte, das er sich weiter mit ihr vergnügen konnte, sofern sie das wollte, war für ihn die Welt wieder in Ordnung. Allerdings führte Luzifer ihn nun in die Verwaltung seiner Welten und in seine Geschäfte ein. Luzifer war klar, die kommenden Jahre würde eventuell nicht ausreichen, dem Jungen alles bei zu bringen was er selber in einigen hundert Jahren gelernt hatte. Doch die Zeit musste reichen. Lykanes unterstützte die Bitte von Araniel, das sein Vater alles tun sollte um zurück zu kommen. Der versprach es.

Die nächsten zwei Jahre vergingen. Immer mehr spürte man die Vorbereitungen auf den bevorstehenden Krieg. Die jungen Leute waren nun im achtzehnten Lebensjahr und Igraine und Ijane hatten sich immer noch ihre Jungfräulichkeit bewahrt. Andora wurde langsam nervös, denn sie hatte gehofft das Igraine langsam mal aktiv werden würde, doch die ließ sich Zeit. Ikarus hatte diesbezüglich mit Mizzar geredet und ihm erklärt was mit Igraine los war, das ihr Licht erst erwachen würde, wenn sie sexuell aktiv werden würde und wie wichtig das war. Mizzar verstand was sein Vater ihm sagen wollte. Er nickte. „Also gut, ich werde mich in die Höhle des Löwen begeben und erst wieder heraus kommen wenn sie in meinen Armen gelegen hat.“ Ikarus beschwor ihn noch mal, nichts mit Gewalt zu versuchen, denn sollte er das tun, könnte es sein das ihr Licht sie beschützen würde, auch wenn es noch nicht aktiv erwacht war und das er dann möglicherweise von ihr an die Wand geklatscht werden würde. Mizzar lächelte. „Keine Sorge Vater, sie wird sich mir ergeben, glaub mir. Ich habe mich nebenbei auch noch von Eros und Lazarus unterrichten lassen. Sie haben mir so einige Tricks verraten mit denen man eine Frau garantiert herum bekommt. Auch so eine eiserne Jungfrau.“ So betrat er kurz darauf Igraines Zimmer, er trug ein ärmelloses Hemd das seine Brust und Armmuskeln gut zur Geltung brachte. Igraine lag auf dem Bett als er eintrat und sah ihn an. Ihr Blick glitt langsam an ihm entlang und er gab ihr Zeit ihn zu betrachten. Wenn er auch noch nicht die Größe seines Vater gänzlich erreicht hatte, so war er doch schon recht groß, besaß breite Schultern und war alles in allem sehr attraktiv. Igraine war bekannt das die Frauen hinter ihm her waren. Er sah sie aufreizend an, während er langsam näher trat und sich das Hemd aus zog. „Es wird Zeit Kleines. Du weißt das du das Licht in dir trägst, es muss erwachen und du weißt selber auf welche Weise das geschehen wird. Ich will dich und das nicht erst seit heute. Weise mich also nicht wieder ab, wie schon die letzten hundert Mal. Lass es geschehen, lege dich in meine Arme.“ Er trat zu ihr und legte sich neben sie, ihr zu gewandt. „Oder bin ich dir so zuwider? Willst du einen anderen lieber als mich?“ Sachte legte er seinen Arm um sie und beugte sich über sie. Sie spürte sein Gewicht auf sich und sah ihn an, sie schüttelte den Kopf. „Nein du bist mir nicht zuwider, doch...ich habe Angst.“ Als sie versuchte ihn von sich herunter zu drücken, stöhnte er leise auf als sie seine Haut berührte. Anstatt sich weg drücken zu lassen, beugte er sich noch tiefer und küsste sie so leidenschaftlich das ihr hören und sehen verging. Er achtete auf alles und als er spürte das sie nach gab und den Kuss erwiderte, begann er sie zu streicheln. Das sie Angst hatte ließ ihn noch vorsichtiger werden, doch würde er sie nun nicht gehen lassen, es sei denn sie würde ein klares nein aussprechen. Er hatte gelernt das man das respektieren musste und daran würde er sich auch halten. Jedes mal wenn er irgendwo hin greifen wollte, wo sie wirklich noch nie jemand berührte hatte, wie ihre Brust zum Beispiel, versuchte sie ihn ab zu wehren, doch er ließ es nicht zu und streichelte sie unter Küssen weiter, bis er ein leises aufstöhnen hörte. Da begann er sie aus zu ziehen, seine Lippen berührten ihren Körper, seine Hände glitten zärtlich und sanft über sie hin weg. Er reizte sie. Igraine spürte das Blut in ihren Adern kochen. Mizzar war stark und muskulös, er hatte für ihre Begriffe einen Traumkörper und es erregte sie das sie dieser starke junge Mann wollte. Als sie diese Erregung spürte, merkte sie wie ihr Licht sich rührte und ihr leise zuflüsterte, „Lass es zu, nimm ihn dir. Er ist genau der den wir brauchen. Danach werden wir unsere Macht entfalten. Du bist eine Tochter des Lichts und deine Libido wird nach dem ersten Mal erst richtig erwachen.“ Ein Ruck ging durch ihren Körper und sie griff um Mizzar herum und drückte ihn noch weiter an sich. Jetzt wollte sie ihn und öffnete sich. Mizzar begriff. Er fühlte kurz nach ob sie soweit sein würde und als er spürte das es so war, drang er vorsichtig in sie ein. Nachdem er ihr die Unschuld genommen hatte legte er richtig los und als sie ihm nun leidenschaftlich und wild entgegen kam, hielt er sich auch nicht mehr zurück und zeigte ihr wie schön es sein konnte. Sie erlebten gemeinsam eine Leidenschaft, die er sogar bei Araniel noch nie gefühlt hatte. Er wusste ja nicht das ihm hier das Licht zeigte wie es mit einer Göttin oder vielmehr einer Tochter des Lichts sein konnte. Als er sich nach dem ersten Mal zurück ziehen wollte um sie nicht gleich zu überfordern, verlangte sie aber noch mehr. Was er nur zu gerne bereit war zu geben. Doch sie forderte immer mehr, bis er nach dem fünften mal aufgeben musste und keuchte. „Kleines ich wollte dich nicht überfordern, doch nun zeigst du mir das ich mit dir überfordert bin.“ Sie sah ihn schwer atmend an und nickte. „Dann frag Loran ob er mit machen möchte, das gibt dir Gelegenheit dich zu erholen.“ Mizzar schüttelte den Kopf. „Nein ich will dich für mich, damit das mal klar ist, niemand sonst soll dich anfassen auch Loran nicht.“ Igraine lächelte eisig und sah ihn an. „Dir ist wohl nicht klar, das du niemals nur der einzige sein wirst. Ich wurde geboren um die Göttin des Lichts zu unterstützen. Andora ist total überlastet...gerade was das angeht. Ja hallo? Was denkst du warum ich bisher nicht wollte? Weil ich genau wusste, der nächste in meinen Armen wird Eros sein oder Anatol oder Mikael. Junge werde dir mal im klaren was es für mich heißt eine Tochter des Lichts zu sein. Ebenso wenig wie Andora nur Ikarus gehört, werde ich dir gehören können. Entweder du findest dich damit ab oder das heute war das einzige Mal das wir mit einander ins Bett gegangen sind. Es war schön mit dir und ich gebe zu ich liebe dich auch. Aber du hast meine Libido und mein Licht nun geweckt, jetzt werde ich auch meiner Pflicht als Tochter des Lichts nach kommen.“ Mizzar sah sie wie erschlagen an. Damit hatte er nicht gerechnet. Er hatte sich ja eigentlich noch gar nicht binden wollen und hatte nun von sich aus Anprüche auf Igraine erhoben. Er nickte leicht. „Du hast recht. Andora hat uns alle genau darüber unterrichtet was es heißt eine Tochter des Lichts zu sein und was alles zu ihren Pflichten gehört. Ich verstehe.“ Sanft sah sie ihn nun an. „Lass uns Zeit, wir werden uns daran gewöhnen, doch sei dir darüber im klaren, mein Bett werde ich mit einigen Männern teilen, nicht nur mit dir. Ich bestehe nicht darauf das du treu bist, hab deinen Spaß, nimm dir mit was sich dir bietet. Wir sind noch jung, also lass uns genießen was wir haben.“ Er nickte dann küsste er sie wieder. Anschließend fragte er sie. „Soll ich Loran noch rufen?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein, für heute habe ich genug.“ Dabei schmiegte sie sich in seine Arme und er war glücklich das sie darauf verzichtet hatte. Er würde seine Situation nun überdenken müssen. Er hatte nicht damit gerechnet das er sich Hals über Kopf in sie verlieben würde. Eigentlich hatte er nur mit ihr schlafen wollen und nicht sein Herz an sie verlieren. Ikarus beobachtete das einige Tage danach. Er sah das Igraine sich nicht nur Loran vor nahm, sondern sie auch zu Eros ging, der es nur zu gerne an nahm. Ikarus sah aber auch das Mizzar sehr litt und sprach ihn an. „Was ist los mein Junge?“ Mizzar seufzte. „Hättet du mich nicht vor warnen können? Das man als Kerl auch sein Herz an die Tochter des Lichts verliert, wenn man mit ihr schläft? Vater...sie hat mir mein Herz gestohlen und es tut verdammt weh zu sehen mit wem sie nun alles ins Bett steigt. Ich ertrage es fast nicht, zu wissen das sie in den Armen der anderen liegt.“ Ikarus verstand es nur zu gut, er legte seinem Sohn einen Arm um die Schulter. „Ich weiß mein Sohn, doch wenn du sie wirklich liebst, wirst du es verkraften müssen. Schau mal als Mann der Göttin des Lichts, kann ich dir absolut nach fühlen wie du dich fühlst. Doch das ist ein Los das die Männer tragen müssen die sie lieben. Das ist so. Du wirst deine Eifersucht bekämpfen müssen, mein Junge.“ Mizzar knurrte. „Ja ist klar, das sagst ausgerechnet du. Meinst du man hätte uns nicht erzählt wie du mit der Eifersucht umgegangen bist? Herum geprügelt hast du dich, du hast versucht jeden Nebenbuhler aus dem Feld zu jagen.“ Ikarus nickte grinsend. „Es hat Spaß gemacht sich mit den anderen zu messen.“ Dann wurde er wieder ernst. „Ich weiß....doch heute ist es um so wichtiger das wir unsere Eifersucht beherrschen lernen. Du weiß was auf uns zu kommt. Also mach nicht noch mehr Probleme, wir haben davon schon genug.“ Mizzar nickte....und so kam es das auch Ijane an ihn ihre Unschuld verlor. Er rebellierte und dachte sich, was Igraine kann, kann ich schon lange und so nahm er sich auch noch Ijane, die sich nun allerdings in ihn verliebte. In den nächsten Jahren gab es immer wieder Verwicklungen und Probleme mit den jungen Göttern. Ijane litt, Mizzar nicht weniger, doch Igraine ging wie auch Andora schon zu vor geradlinig ihren Weg. Aurian und Andora erklärten ihr was auf dem Spiel stand und wie wichtig es war das sie lernten ihre Kräfte zusammen zu legen.

Andora hatte oft das Gefühl das die Zeit nur so rasen würde, sie war sogar ab und an mal drauf und dran Kronos zu bitten sie an zu halten, doch natürlich tat sie es nicht. So vergingen die letzten Jahre schneller als man gedacht hatte. Es war alles vorbereitet. Andora betrachtete immer mal ihre Tochter Igraine und weinte oft, wenn sich auch Ikarus nicht erklären konnte wieso sie so oft weinte. Denn grundsätzlich war sie stark, körperlich als auch geistig und doch brach Andora immer mal zusammen und begann auf einmal zu weinen. Aurian sagte ihm dann er solle sie weinen lassen, sie nur in den Arm nehmen und sie halten, dabei standen auch Aurian die Tränen in den Augen. Ikarus sah es sehr wohl, auch wenn sie versuchte das zu vermeiden.

Dann kam der Tag den alle so gefürchtet hatten. Aurian schrie auf einmal so laut vor Schmerzen das man es im ganzen Tempel hörte. Myrion brüllte durch den Tempel, das sich alle fertig machen sollten das Universum würde aufgerissen. Man hatte es zig mal geübt und trainiert und es vergingen nicht mal 3 Minuten da schwebten alle dort im Universum wo Andora gesagt hatte das es geschehen würde. Myrion hielt Aurian im Arm die sich unter Schmerzen krümmte. Man hatte nur eines übersehen....Aurians Seele war mit dem Universum verbunden, sie war das Universum und wenn das zerriss spürte sie es natürlich körperlich. Andora trat auf Aurian zu und brüllte sie an um durch deren Schmerzen zu kommen. „Halte durch es ist bald vorbei. Wir müssen unsere Kräfte zusammen legen um zu verhindern das zu viel durchkommt.“ Ikarus führte wie auch sonst das Heer des Lichts an. Luzifer stand mit seinen Dämonen bereit, sobald der Riss groß genug sein würde, würde er mit seinen Dämonen hindurch schlüpfen und versuchen auf der anderen Seite die Göttin des Lichts zu befreien. Aurian hatte tatsächlich zwei Körper geschaffen, die die Dämonen nun bei sich trugen um den Seelen der anderen beiden Lichtgöttinnen eine Hülle zu überlassen. Neben Luzifer stand sein Erbe, den er eigentlich zurück lassen wollte, dem er aber erlaubt hatte den ersten Angriff mit erleben zu dürfen. Lykanes hatte auch immer wieder am Training teil genommen, das Luzifer mit seinen Dämonen durch geführt hatte. Aurian hatte ihm den Planeten genannt auf dem die dort amtierende Göttin des Lichts gefangen gehalten wurde. Lykanes stand neben seinem Vater und sah ihn an, dann griff er ihn urplötzlich an und murmelte nur. „Verzeih mir Vater, aber Araniel liebt dich so sehr, das ich um ihretwillen nicht zulassen kann das du dort hinein gehst.“ Damit rammte er Luzifer eine Spritze in den Arm die den sofort umfallen ließ. Dann öffnete sich der Riss endgültig, die drei Lichtherrinnen standen zusammen und umfassten ihre Hände und dann brach das Licht aus allen dreien empor. Sie sorgten so dafür das der Riss mit einer halbkugelförmigen Lichtsphäre um schlossen wurde, achteten aber darauf das die Dämonen nicht davon berührt wurden. Aurian stand in der Mitte und wurde wegen ihrer immer noch anhaltenden Schmerzen von Andora und Igraine gestützt. Lykanes sah noch mal auf seinen Vater, der leblos im All schwebte und dann donnerte seine Stimme über das Heer der Dämonen. „Los geht’s wir werden tun was mein Vater befohlen hat und los.“ Und schon stürmte er mit der Dämonenarmee durch den Riss, bevor die auf der anderen Seite überhaupt mit bekamen das es den Riss gab. Der Rest der Lichtarmee hielt sich innerhalb der Sphäre auf um sich sogleich auf das zu stürzen was dort hindurch kommen würde. Loran trug das Schwert das Myrion extra für den dortigen Damok geschmiedet hatte. Andora hatte es in der Zukunft gesehen das Ethans Sohn den Chaosgott angreifen würde, so wollte sie das er wenigstens entsprechend ausgerüstet war. Kaum war das Heer der Dämonen mit Lykanes als ihrem Anführer im Riss verschwunden, kamen auch schon die Angreifer durch den Riss und der blutige Kampf begann. Ares wollte sich zwar auch auf die Angreifer stürzen, sah aber dann das nicht Luzifer im Riss verschwunden war, sondern Lykanes und versuchte Luzifer wieder auf die Beine zu kriegen. Als das nicht gelang, schnappte er sich ihn und brachte ihn in die Kristallstadt zu Alandra. „Bring ihn wieder auf die Beine ich weiß nicht was mit ihm los ist. Ich weiß nur eins, das Lykanes an seiner Stelle durch den Riss gegangen ist.“ Dann war er auch schon wieder verschwunden. Da er ein Gott des Lichts war war es ihm auch möglich durch die Lichtsphäre zu kommen. Luzifer hatte er in seine Aura gepackt und ihn fest an sich gedrückt gehabt um ihn unbeschadet durch die Sphäre zu bringen. Hätte er das nicht getan, wäre Luzifer unweigerlich daran verbrannt. So erging es nun all denen die durch den Riss kamen und versuchten durch die Lichtsphäre zu gelangen. Schwarze schleimige Monster aussehend wie Schlamm traten durch den Riss und unter ihnen der Chaosgott der anderen Seite. Ihm folgten seine Götter und nun brach der Kampf erst richtig los. Aurian begann zu schwächeln, denn das was dort hindurch kam attackierte ihr Universum und damit auch ihre Seele, sie schrie vor Schmerzen. Nun trat Lazarus heran und rief die Söhne des Lichts zu sich und als diese ihre Hände auf die Lichtherrinnen legten, brach auch aus ihnen das Licht hervor und sie unterstützten damit die drei Göttinnen. Ethan hielt sich in der Nähe seines Sohnes auf um zur rechten Zeit den Riss zu schließen. Aber Andora hatte befohlen zu warten bis Luzifer wieder heraus kommen würde oder wie nun in diesem Fall Lykanes. Luzifer hatte ihr im Vorfeld schon gesagt, das sie nicht zu lange warten sollte, selbst wenn er nicht zurück kam. Doch jetzt war einer ihrer Söhne dort drin. Andora weinte herzzerreißend doch sie hielt stand. Sie zeigte nun wer die wahre Göttin des Lichts war. Sie stützte Aurian, und hielt Igraine hoch und kämpfte selber mit der Trauer die sie empfand. Hier kämpften Gott gegen Gott. Aaron kämpfte gegen sich selber unterstützt von Leander, denn in dem anderen Universum hatte man Leander nicht wieder auferstehen lassen, da es nicht möglich war ohne die Göttin des Lichts und die hatte sich geweigert und so hatten sie nur den alten Kriegsgott. Ikarus fand sein anderes Ich erst gar nicht, da der Chaosgott keine Lichtgötter bei sich geduldet hatte. Dann sahen sie wie Lykanes durch den Riss torkelte, er war schwer verletzt und alleine....er torkelte auf seine Mutter zu und hauchte mit letzter Kraft: „die Göttinnen sind frei, doch die dortige Lichtgöttin ist zu schwach.“ Nun trat ein was Andora über die ganzen Jahre gesehen hatte, Igraine löste sich von Aurian und sah Andora an. „Es tut mir leid Mutter aber ich muss es tun, Ich muss den Platz der dortigen Lichtgöttin einnehmen. Oder vielmehr mich mit ihr verbinden.....denn ich bin stark genug und du wirst hier gebraucht. Ich liebe dich.“ Andora schrie vor Schmerz, ihr Herz brach fast doch sie nickte. Dann drehte sich Igraine um, während um sie herum der Krieg tobte. Gehüllt in ihre flammende Lichtaura, durchschritt sie den Riss und kurze Zeit später sah man von der anderen Seite wie das Licht dort noch stärker aufflammte, sie hatte sich mit der dortigen Göttin des Lichts verbunden, sie waren zu einer Einheit geworden. Mizzar der es sah schrie auf und wollte ihr folgen doch Ikarus sah es früh genug und donnerte seinem Sohn dermaßen seine Faust unters Kinn das der junge Gott ohnmächtig zusammen brach. Ares holte ihn dann aus der Gefahrenzone. Doch hatte Igraines Fortgang die Sphäre geschwächt und diese brach nun fast zusammen, Aurian war einfach nicht mehr in der Lage sie war der Ohnmacht nahe. Sie sah Andora an. „Ich muss dich jetzt verlassen, denn nun ist meine Stunde gekommen. Du bist die wahre Göttin des Lichts, lass dir nichts anderes einreden. Ich liebe dich mein Kind.“ Dann drückte sie den Rücken durch und abermals wurde die Sphäre stärker doch nun zerfiel so langsam aber sicher Aurians Körper, sie hatte ihre sterbliche Hülle abgestreift und stand nun dort als Herrin des Universums. Stärker als je zu vor. Ein gigantischer Lichtschwall durchdrang das Universum und ging sogar in das Parallelluniversum. Gerade in diesem Moment wo alle geblendet waren stieß Loran zu und tötete den anderen Damok. Gregorian sah man wie er mit Elorien den anderen Gregorian in der Gestalt des Schlangendrachen erwürgte. Was keiner bemerkt hatte war das auch Ijane durch den Riss geschlüpft war, sie wollte ihrer Schwester beistehen und sie nicht alleine dort lassen. Von den drei Alten der anderen Seite blieb nur deren Aurian übrig die aber das gleiche getan hatte wie die hiesige Aurian, sie hatte endlich begriffen das ihr Körper nicht gebraucht wurde um das zu sein was sie eigentlich sein sollte. Die Seele des Universums.

In der Zeit da die Sphäre geschwächelt hatte, waren einige hindurch geschlüpft man würde sie suchen und ebenfalls töten und vernichten. Dann traten Ethan und Loren zu dem Riss. Sie sahen Andora an und diese nickte. Loren sah seinen Vater an. „Ich liebe dich und du weiß das der Riss von beiden Seiten geschlossen werden muss. Ich werde Igraine folgen und ihr beistehen, so ist sie nicht alleine.“ Ethan riss seinen Sohn noch mal in seine Arme und nickte unter Tränen. „Ich weiß mein Sohn, denk immer daran ich liebe dich. Dann trat Loren durch den Riss um ihn von der anderen Seite zu schließen. So verschlossen die beiden mit vereinten Kräften den Riss wieder und Aurians Geist verschwand. Im letzten Moment fiel noch eine weiß gekleidete weibliche Gestalt durch den Riss und blieb auf ihrer Seite liegen. Sie hatte langes schneeweißes Haar und Ethan wollte sie gerade töten als Andora schrie. „Nein nicht.“ Der Kampf gegen die die hindurch geschlüpft waren würde wohl noch einige Jahre dauern. Zeit die Andora brauchen würde um ihre Wunden und Verluste zu verkraften. Lazarus stand hinter Andora und drückte sie fest an sich, auch er weinte um seine Tochter, die er doch gerade erst bekommen hatte. Keine hundert Jahre hatte er sie behalten dürfen. Er sah zu den Sternen und brüllte. „Mutter ich werde nicht mehr zurück kommen. Ich werde hier bleiben.“ Leise hörte man es raunen. „Ich weiß mein Sohn, achte gut auf deinen Vater, bis er zu mir zurück kommt. Ich liebe euch alle.“

Der Riss war geschlossen, der erste Kampf vorüber. Wie Andora es prophezeit hatte, waren die Horden die durch die Sphäre geschlüpft waren zuerst auf der Götterwelt gewesen und hatten diese total zerstört. Sie hatten das absolute Chaos dort hin gebracht und nun wütete es durch ihr Universum. Sie hatten schwere Verluste hinnehmen müssen, die genaue Zahl stand noch nicht fest. Allerdings sah man das Aarons Körper zerfiel, er hatte sein negatives Ich getötet und war dabei selber gestorben. Viele Sockel der alten Götter würden leer bleiben, da ihre Körper dem von Aurian folgten, sie zerfielen zu Staub. Ihre Seelen stiegen wieder auf und würden sich nun mit dem Universum auf ewig verbinden. Ihre Zeit war endgültig abgelaufen. Wenn man später Iona die Nachricht bringen würde, würde sie noch einsame Wache auf der mystischen Welt halten bis auch das letzte des absoluten Chaos vernichtet war und würde dann Aaron folgen. Der großen Liebe ihres Lebens.


Kapitel 55: Das Licht ist zurück


 

Die überlebenden Götter gingen erst mal zurück in die Kristallstadt. Ihnen war klar das es noch nicht vorbei war. Die Verletzten wurde in die Krankenstation gebracht und Alandra würde sich mit Circe um sie kümmern. Was viele betroffen machte, was das sogar Andora eine Weile deren Fürsorge benötigen würde. Sie war körperlich geschwächt, da sie zum Schluss das Licht nur mit den Söhnen des Lichts aufrecht erhalten hatte und seelisch weil sie drei ihrer jüngsten Kinder verloren hatte. Loran und Ijane waren mit Igraine in das andere Universum gegangen. Man wusste nicht wann diese beiden Universen wieder mal kollidieren würden. Lazarus und Ethan trösteten sich gegenseitig, beide hatten ebenso ihre beiden letzten Kinder hergeben müssen. Lykanes lag im Bett neben dem Bett seines Vaters. Die Spritze die er Luzifer verpasst hatte, hatte diesen komplett aus den Schuhen gehauen. Alandra hatte eine Weile gebraucht bis sie heraus fand was Luzifer so umgehauen hatte und hatte ihm dann ein Gegenmittel gegeben. Lykanes war schwer verletzt, er würde tiefe Narben davon zurück behalten. Die Waffen mit denen man ihn angegriffen hatte, waren so mit Bosheit vergiftet gewesen, das sie selbst ihn für sein Leben zeichnen würden, aber er würde überleben. Als Mizzar zu sich kam, hatte er ein blaues Gesicht, Ikarus hatte wirklich kräftig zu geschlagen. Ikarus litt mit Ares, Ethan und Lazarus. Zwei Kinder von fünf waren noch übrig und das schlimmste war, man wusste nicht ob die anderen drei noch lebten. Ikarus saß neben Andoras Bett und hielt ihre Hand, die Trauer war tief in ihr Gesicht geschnitten. Er fragte sich ob Andora je wieder würde lachen können. Er fluchte leise und wünschte sich das sie nicht so leiden müsste. Leander war mit einigen Götter die des Kampfes mächtig waren ins Universum gegangen und jagte bereits die unseligen Götter die es geschafft hatten durch die Sphäre zu kommen. Die weißhaarige Frau hatte man im ersten Moment für eine alte Frau gehalten, doch als man sie genauer betrachtete, sah man das Gesicht und Körper alterslos waren. Ihr Gesicht war weder jung noch alt, es schien kein Alter zu haben, doch war es ein schönes gleichmäßiges Gesicht. Ihr Körper wies keinen Makel auf, sie hatte nicht mal einen Kratzer. Doch lag sie im Koma, sie schlief. Andora hatte nur leise gehaucht das man ihr jede Behandlung geben sollte die möglich war und bat darum sie mit Hochachtung zu behandeln. Sie äußerte das diese Frau nichts mit den dunklen Horden zu tun habe. Man wollte Andora aber nun auch nicht mit Fragen löchern obwohl man davon ausging, wenn sie wusste das diese Frau keine Gefahr war, das sie dann wissen müsste was oder wer sie war. Was allerdings alle wunderte war das Leo und Lor sich abwechselten um an ihrem Bett zu sitzen. Selbst Black kam ab und an mal schauen, wie es ihr ging. Ikarus sah den schwarzen großen Hund immer mal und irgendwann fragte er ihn, ob er wüsste was mit dieser Frau wäre. Black sah ihn an und nickte. „Eins der Worte das für den Zauber eines lebenden Buch benötigt wird, ist das Wort Oraniales. Es wird abgeleitet von dem Wort Orania.“ Er deutete mit dem Kopf zu der Frau: „und das ist Orania, zumindest ist das ihr Name. Wenn ich euch ihren Lichtnamen sagen würde, könntet ihr ihn nicht mal aussprechen, also wähle ich das Wort das ihr verstehen könnt. Habt ihr euch nie gefragt woher die Löwen der Zeit gekommen sind und wieso es sie nur in diesem Universum gibt, aber in keinem Parallelen? Nein wahrscheinlich nicht. Denkt mal darüber nach.“ Damit legte er sich neben das Bett von Orania, legte den Kopf auf die Pfoten und schloss die Augen. Ikarus sah den Hund an, doch ihm war klar, mehr würde er nicht erfahren. Black konnte recht stur sein wenn er wollte. Mizzar war stinksauer und unglücklich als er erwachte, er wollte nicht mal mit Ikarus reden, sondern drehte sich ab wenn der näher an sein Bett trat. Moira tauchte dann irgendwann auf und setzte sich neben Mizzars Bett. „Du machst es deinem Vater damit nicht leichter. Er musste so handeln verstehst du das nicht? Obwohl er es nicht wusste, befolgte er nur den Weg den dein Schicksal für dich bereit hält.“ Mizzar knurrte leicht. „Ach ja? Er wusste das ich Igraine liebe und hielt mich davon ab ihr zu folgen. Aus reinem Egoismus.“ Moira sah Mizzar böse an. „So? Denkst du? Dann erhebe mal deinen Hintern aus dem Bett und sieh dir mal deine Mutter an. Verdammt Junge sie hat drei Kinder verloren, meinst du wirklich er hat es für sich getan? Nein mein Lieber, für dich und deine Mutter. Sie sollte nicht noch ein Kind verlieren. Außerdem, hält das Schicksal für dich noch einiges bereit. Himmel noch mal du bist mal gerade knapp hundert Jahre alt und meinst alles zu wissen. So ist es noch lange nicht. Und wenn der Anblick deiner Mutter dir nicht reicht, dann sieh dir Ethan und Lazarus an, sie leiden mehr als du, das kannst du mir glauben. Deine angebliche Liebe, war nur eine Verliebtheit, die du zwar gehegt und gepflegt hast, aber sei einmal ehrlich zu dir selber. Du hättest dir jede genommen, das hast du ja auch mehr oder weniger. Also komm mir nicht so. Und komm mir jetzt nicht damit das dein Vater auch in andere Betten springt. Er tut es nur wenn ihm nichts anderes übrig bleibt. Du bemitleidest dich gerade entsetzlich selber. Du willst Rache? Dann erhebe dich, schnapp dir dein Schwert und hilf Leander dieses Gewürm aus unserem Universum zu katapultieren. Er, Myrion, Dorian, Erik und noch einige andere sind hinter ihnen her. Hilf ihnen, dann hast du was zu tun und dabei werden deine Gedanken wieder klar.“ Mizzar sah sie an. „Das Schicksal hat noch einiges für mich bereit?“ Moira nickte. „Ja, unter anderem deine wahre Liebe. Doch bis du ihr begegnest wird noch eine ganze Weile vergehen, also befolge den Rat den dir Igraine einst gab. Nimm mit was du kriegen kannst, hab deinen Spaß und arbeite an deinen Erfahrungen und nebenbei kannst du den anderen Kämpfern helfen. Sie sind mit vier Trupps unterwegs um das Gewürm das unser Universum verpestet, zu finden und zu vernichten. Zeig mal wozu deine Muskeln da sind und das du sie nicht nur hast um Frauen damit zu beeindrucken. Zeige uns mal deinen Heldenmut und liege hier nicht so faul im Bett herum, das bisschen was du abbekommen hast, kann auch so heilen.“ Jetzt musste Mizzar doch leise lachen, er sah Moira an. „Du weißt wirklich nicht wie viel Kraft in meinem Vater steckt, wo der hin schlägt wächst kein Gras mehr.“ Moira schmunzelte. „Nun ja, in deinem Gesicht soll ja auch kein Gras wachsen und du hast es ja relativ gut weg gesteckt. Anstatt deinen Vater zu verurteilen, solltest du ihn lieber bewundern. Und nun raus mit dir aus den Federn und rein in deine Kampfmontur und dann los.“ Moira wollte sich gerade schon erheben, sah ihn aber noch mal kurz an. „Und entschuldige dich für dein Verhalten bei deinem Vater. Er leidet eh schon genug. Ach und wenn du wirkliche Verletzungen sehen willst, sieh dir mal Lykanes an. DAS ist ein wahrer Held, seine eigene Liebe verleugnen und für seinen Vater verzichten, das nenne ich Vaterliebe und Heldentum.“ Dann erhob sie sich und war kurz darauf verschwunden. Mizzar erhob sich tatsächlich aus dem Bett und sein erster Weg führte ihn zu seiner Mutter, an deren Bett er auch Ikarus fand, der seine Arme auf Andoras Bett liegen hatte und den Kopf darauf. Mizzar hatte seinen Vater so noch nie gesehen, er schien leise zu weinen. Er räusperte sich leise, da er seinen Vater nicht verlegen machen wollte. Ikarus hob den Kopf und sah ihn an. „Kannst du mir verzeihen Junge? Ich tat es ihr zu liebe.“ Damit deutete er mit dem Kopf zu Andora die schlief. Mizzar sah Ikarus an und nickte. „Es gibt nichts zu verzeihen, ich denke wenn ich einen Sohn hätte, hätte ich ebenso gehandelt. Ich muss dich um Verzeihung bitten, für mein unmögliches Verhalten.“ Ikarus lächelte leicht und nickte ebenfalls. „Ist schon gut mein Sohn, ich verstehe dich.“ Er erhob sich, warf noch mal kurz einen Blick auf Andora und ging dann auf seinen Sohn zu, er umarmte ihn sachte, bis dieser die Umarmung erwiderte. Ikarus seufzte leise. Mizzar sah Andora an. „Was ist mir ihr?“ Ikarus sah zu dem Bett. „Alandra hat sie ruhig gestellt, sie weinte nur und körperlich ist sie am Ende ihrer Kraft. Sie muss sich ausruhen und schlafen um wieder zu Kräften zu kommen. Sie hat alles gegeben was sie hatte und sich vollkommen verausgabt.“ Mizzar nickte. „Was ist mit ihren Lichtkräften, kann sie die nicht zur Hilfe nehmen?“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Selbst die hat sie vollkommen verbraucht. Sie müssen sich erst regenerieren. Sie ist vollkommen fertig, es war einfach zu viel für sie. Sie musste stark sein, für Aurian, für Igraine und für uns alle. Sie musste sehen wie drei ihrer Kinder durch den Riss gingen.....ja sie hat es mit bekommen das Ijane ging und hat es gebilligt. Doch ihr Herz ist dabei zerrissen.“ Mizzar sah sich um. „Wo ist Ares?“ Ikarus seufzte leise. „Er führt einen der Trupps an, er sinnt auf Rache. Sein Herz blutet, seine kleine Ijane. Er liebte sie so sehr und ist der Meinung das sie noch viel zu jung war um alleine in einem fremden Universum zu bestehen. Junge wir haben entsetzliche Verluste erlitten und es reißt nicht ab. Ich würde ihnen ja gerne helfen, doch einer von uns muss bei Andora bleiben.“ Mizzar nickte und sah seinen Vater an. „Ich werde gehen, ich werde ihnen helfen, bleib du bei ihr. Sie braucht dich jetzt mehr als die Kämpfer. Wir kommen auch so zurecht.“ Ikarus nickte und drückte seinen jüngsten Sohn noch mal an sich. „Danke und halte mich auf dem laufenden. Es ist entsetzlich für mich, hier sitzen zu müssen und nichts tun zu können.“ Mizzar erwiderte die Umarmung, er sah noch mal auf seine Mutter. „Du gibst ihr Halt und das Gefühl das einer für sie da ist, damit tust du schon sehr viel.“ Als Mizzar kurz darauf das Zimmer von Lykanes betrat, war er schockiert als er seinen Halbbruder sah. Er lag mit nacktem Oberkörper im Bett und Mizzar konnte die tiefen Wunden an ihm sehen, die mit Heilsalbe bestrichen waren. Bei diesen verfluchten Wunden half keine Naturmagie. Vor allem deswegen nicht, da Lykanes selber dämonisches Blut in sich trug, ebenso wie das Chaos. Also behalf sich Alandra mit Heilsalbe die sie eigens für Lykanes hergestellt hatte. Araniel saß an seinem Bett in dem er unruhig schlief. Luzifer, so erfuhr er von Araniel kam laufend herein um nach ihm zu sehen, ansonsten kämpfte er ebenso gegen diese Eindringlinge. Er führte einen Trupp der Dämonen an. „Ist Luzifer noch sauer auf ihn?“ :fragte Mizzar. Araniel schüttelte mit dem Kopf. „Nein, er ist sogar inzwischen stolz auf seinen Sohn, das er ihn nieder gestreckt hat um seinen Platz ein zu nehmen.“ Mizzar nickte verstehend. Araniel sah ihn an. „Wie geht es Andora?“ Mizzar seufzte. „Nicht gut, sie ist total geschwächt und das scheint einige zu ängstigen. Eine geschwächte Lichtgöttin ist nicht tragbar. Aber ich denke sie wird wieder auf die Beine kommen und dann möchte ich nicht in der Haut dieser Kreaturen stecken.“ Araniel lächelte nickend. „Da hast du vermutlich recht. Sie ist unsere stärkste Waffe, wenn sie auch im Moment außer Gefecht gesetzt ist.“ Leise seufzend setzte sie hinzu. „Jetzt hätte man Igraine gut gebrauchen können.“ Dann sah sie Mizzars Gesicht und entschuldigte sich. „Es tut mir leid, ich hätte dich nicht daran erinnern sollen.“ Mizzar winkte ab. „Ist schon in Ordnung, du hast ja recht. Aber sie hat ihren Platz gewählt, ich hoffe nur das sie noch lebt, ebenso natürlich Ijane und Loran.“ Araniel nickte leicht. „Sie leben noch, ich spüre es.“ Mizzar sah sie überrascht an. „Bist du eine Empathin?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein das nicht, aber ich spüre, was in den Leuten vorgeht die mir etwas bedeuten. Ist das Empathie? Wie dem auch sei, ich weiß das sie noch leben.“ Mizzar nickte und verabschiedete sich kurz darauf. „Ich werde wieder kommen.“ Danach machte er sich fertig, den anderen im Kampf gegen diese finsteren Horden zu helfen. Mal konnten sie eine Welt vor der Vernichtung retten, mal kamen sie aber auch zu spät und fanden nur noch verbrannte Erde vor und die sterblichen Überreste der Menschen die dort gelebt hatten. Sie taten was sie konnten doch das Universum war groß. Ohne Aurian die ihnen ab und an mal mit einem leuchtenden Stern half und ihnen so den Weg zeigte, hätten sie weit aus weniger gefunden. Es dauerte Wochen dann war Andora körperlich wieder hergestellt und auch ihre Lichtkräfte hatten sich reproduziert und waren wieder so stark wie eh und je. Doch hatte sie nun immer einen traurigen Blick und ihr Gesichtsausdruck hatte sich verhärtet. Ikarus hatte sich den Truppen angeschlossen und kämpfte nun wie ein Berserker gegen die dunklen Gestalten. Wo sein Schwert nicht reichte, rief er seine Engelskräfte auf und zerstörte alles mit seinem Licht. Sein finsterer Blick ließ den einen oder anderen erschauern, nichts erinnerte mehr an den jungenhaften Mann der immer einen Witz oder irgendeinen Streich auf Lager hatte. Doch wenn er Andora sah, wurde sein Blick warm und weich. Die Liebe zu ihr strahlte dann aus seinen Augen. Das einzige das ihn bedrückte war, das Andora sich weigerte mit irgendeinem Mann zu schlafen. Selbst bei ihm wehrte sie es ab. Sie wollte nicht. Alandra und Moira sagten ihm das er Geduld haben müsste, das sie den Akt unbewusst mit einer Zeugung gleich stellen würde und der Verlust der Kinder würde dafür sorgen das sie es ablehnte. Black erzählte ihm dann das es auch Aurian mal so gegangen war und das nur die Zeit helfen konnte, das zu überwinden. Lazarus erinnerte sich noch daran, das es Aurian tatsächlich mal so gegangen war. Er sah Ikarus an. „Ich könnte helfen, ich weiß nur nicht ob es dir recht ist. ICH könnte sie verführen, mir kann sie nicht widerstehen.“ Ikarus sah Lazarus, dessen Selbstbewusstsein nicht gesunken war an und nickte. „Wenn es dafür sorgt das sie mich und Ares nicht mehr ablehnt, wäre ich damit einverstanden. Um Leander brauchen wir uns zur Zeit nicht zu sorgen, er lässt alles an diesen Mistgeburten aus die sich Götter nennen. Doch ich spüre wie mein Verlangen nach ihr wächst, selbst Athene kann es nicht mal mehr stillen. Ich brauche sie.“ Lazarus nickte. „Also dann will ich mal mein Glück versuchen. Ihre Libido muss neu geweckt werden.“

Andora saß sehr oft im Garten des Tempels, sie hatte noch nicht mal gefragt, wie weit sie mit der Bereinigung des Universums waren. Es war als würde sie nichts mehr interessieren. Ihr Blick war oft leer. Sie ging regelmäßig zu Lykanes und half mit ihren Lichtkräften um seine Wunden zu heilen. Sie musste es wohl dosiert tun um ihm nicht noch schlimmere zu zu fügen. Mizzar saß so oft es ging bei ihr und hielt ihre Hand um ihr zu zeigen das sie nicht alle Kinder verloren hatte. Auch Shandra und Lyzar saßen oft bei ihr, wenn sie nicht gerade mit dem Streitwagen des Lichts unterwegs waren. Ebenso Anatol, Aphrodite oder Mikael. Ihre Kinder zeigten ihr das sie nicht alles verloren hatte. Langsam aber sicher wurde ihr Blick wieder wacher und sie begann wieder Anteil zu nehmen. Vor allem als ihr Mizzar sagte das Araniel spürte das die anderen drei noch lebten. Das nutzte Lazarus nun aus. Als sie wieder im Garten saß und dort auf den See sah, tauchte Lazarus auf einmal aus dem Wasser auf. Er wusste ein nasser gut durch trainierter Männerkörper konnte schon die Aufmerksamkeit einer Frau auf sich lenken. Sie sah tatsächlich zu ihm und er tat erst mal so als habe er sie nicht bemerkt. Eros der mit Ikarus unsichtbar in der Nähe stand und es beobachtete, nickte. „Ich hätte es ebenso gemacht. Sobald er ihre Aufmerksamkeit hat und sie ihn betrachtet, hat er sie schon ein wenig im Sack. Jetzt müsste er nur noch hingehen und ihr ins Ohr flüstern was er mit ihr tun wird und dabei recht fordernd klingen. Ihr dazu das Gefühl gebend das er sie nicht mehr gehen lässt, seiner Stimme muss sie entnehmen das er scharf auf sie ist. Aber Lazarus ist im Spiel der Verführung ein Meister, an ihn komme selbst ich noch nicht heran. Sieh nur, jetzt geht er zum Angriff über.“ Und tatsächlich, Lazarus wendete sich ihr zu, auf einmal schoss seine Anziehungskraft die er vom Licht bekam nach oben, sein Kopf senkte sich ein wenig und er sah sie mit seinen strahlend blauen Augen von unten her an. Langsam trat er aus dem Wasser. Andora beobachtete es und erhob sich, sie wollte sich abwenden, doch da stand Lazarus bereits vor ihr und zog sie in seine Arme. Leise und mit rauchiger Stimme flüsterte er ihr zu. „Oh nein Kleines, ich will dich, ich brauche dich und ich werde dich jetzt nicht gehen lassen.“ Sie wollte ihn weg drücken, doch da kam sie bei ihm schlecht an. Er hielt sie weiterhin fest und flüsterte ihr ins Ohr was er alles mit ihr tun würde, in welche Höhen er sie bringen würde. Andora spürte bereits wie ihre Beine zu zittern begannen. Leise flüsterte er: „Es wird Zeit das wir wieder zu leben beginnen und damit fangen wir an.“ Er hob ihr Gesicht zu sich empor und küsste sie dann leidenschaftlich, während seine Hände bereits begannen sie zu reizen. Andora konnte ihm tatsächlich nicht widerstehen und sank bereitwillig in seine Arme. Sachte drückte er sie ins Gras und legte sich zu ihr, seine Bemühungen nicht unterbrechend. Er wusste, würde er nun mit ihr in irgendein Schlafzimmer gehen, wäre der Zauber dahin, er musste es jetzt und hier tun. Mit einem kurzen Gedanken lag sie nackt in seinen Armen und er breitete weiter seinen Zauber des ewigen Verführers über sie aus. Als offensichtlich war das sie ihm erlag, nahm er sie sich und trieb sie dem Gipfel entgegen. Leise flüsterte er ihr zu. „Lass dich fallen, bei mir bist du sicher.“ Er ließ nicht nach bis sie auf einmal aufschrie und ihr Körper zu zucken begann. Nun wusste er, er hatte es geschafft. Da ihm klar war das Ikarus in der Nähe stand, sagte er im geistig, er solle sich aus ziehen und nun weiter machen und nicht aufhören bis sie erschöpft in seinen Armen lag. Ikarus tat was Lazarus sagte und so wechselten sie die Plätze. Lazarus sagte ihm noch das er sich nicht lange mit Vorspiel aufhalten sollte sondern sie sich gleich nehmen sollte, da sie weit genug war. Ikarus legte sich zu ihr und nahm sie sich sofort, abermals wurde sie bis in die Höhe getrieben und das immer wieder. Ikarus war sehr ausdauernd und so konnte er durchhalten bis sie sich nur noch in seinen Armen aufbäumte, dann ergab er sich ebenfalls den Gefühlen. Er nahm sie sich immer wieder, bis sie irgendwann keuchte. „Ich kann nicht mehr, bitte lass es gut sein.“ Da lächelte er seit langem wieder mal und hielt sie nur an sich gedrückt. Als Andora soweit wieder klar war um zu sehen in wessen Armen sie lag und nun Ikarus entdeckte, lächelte auch sie, leise hauchend. „Ich liebe dich.“ Leise flüsterte er ihr zu, während er ihr die feuchten Haare aus dem Gesicht strich. „Lass es nicht wieder soweit kommen. Kleines wir brauchen dich...Ares und ich vor allem. Du wirst geliebt, mehr als jede Frau in diesem Universum. Ebenso begehrt. Du bist die schärfste Braut unter allen Sonnen, also zeig es uns auch. Hebe deinen Kopf und sei wieder du selbst. Du warst immer stark, du bist nie von deinem Weg abgewichen. Doch nun hattest du dich durch deine tiefe Trauer fast selbst verloren. Liebste, bitte, kämpfe.“ Sie sah ihn an und nickte leicht. „Du hast recht, ich habe lange genug getrauert, vor allem da sie ja nicht tot sind. Doch ich würde ihnen so gerne helfen und kann es nicht. Ich muss tatenlos zu sehen.“ Ikarus verstand sie und nickte. „Aber Liebes, vergiss nicht, du hast Igraine gut ausgebildet du hattest fast hundert Jahre dafür Zeit, diese Zeit hattest du selber nicht mal und hast es geschafft. Sie wird es schaffen glaub mir. Und was das tatenlos zusehen angeht. Weißt du eigentlich was in unserem Universum los ist? Es sind noch immer Horden unterwegs, sie vernichten ganze Welten, sie bringen die Finsternis an Orte die zuvor strahlend hell waren. Zeig ihnen was eine wahre Göttin des Lichts vermag. Hilf uns sie zu vernichten. Und was die Tochter des Lichts angeht...“Ikarus grinste frech, auch wenn es ihm schwer fiel. „...denke ich Lazarus ist sicher bereit es erneut zu versuchen und diesmal werden wir sie behalten.“ Andora nickte und Ikarus spürte wie die Kraft in sie zurück kehrte, das sie wieder stark wurde. Sie freundete sich bereits mit dem Gedanken an, die leeren Plätze die die drei Kinder hinterlassen hatten neu zu füllen. Sie sah sich um und sah nun erst das sie immer noch im Garten am See im Gras lagen. „Oha, wenn uns nun Ari oder Roland entdeckt hätten, ich glaube die Kleine wäre schamrot weg gelaufen.“ Nun lachte Ikarus seit langem wieder mal aus dem Herzen heraus. Denn dieser Ausspruch zeigte ihm das Andora wieder da war. Sie sah ihn an, zog seinen Kopf zu sich herab und küsste ihn leidenschaftlich. Er grinste als sie den Kuss löste. „Liebes tue das noch einmal und du bist noch mal fällig.“ Sie zwinkerte ihm frech zu. „Nix da, wälze deinen schweren Körper mal von mir herunter, wir haben ein Universum zu reinigen. Sattle statt dessen die Pferde und mach dich bereit mir zu folgen. Sag auch Ares. Lazarus und Ethan Bescheid, sie werden uns begleiten.“ Ikarus erhob sich von ihr und half ihr dann auf. Er hatte sie ganz schön beansprucht und ihre Beine zitterten noch vor Anstrengung, doch sie lächelte und Ikarus war es als würde die Sonne wieder aufgehen. Das Licht war zurück und wie es schien stärker als je zuvor. Nach dem sich Andora frisch gemacht hatte, warteten bereits die von ihr erwähnten Männer auf sie. Selbst Mizaar stand bereit und auch Lykanes kam, wenn auch noch geschwächt zu ihr. Sie sah ihre beiden jüngsten Söhne an, deutete dann erst auf Mizzar. „Du darfst mit.“ :dann auf Lykanes der aussah als würde er jeden Moment umkippen. „Du nicht, du wirst dich erst mal richtig erholen.“ Lykanes wollte sich dagegen auflehnen doch dann sah er den strengen Blick seiner Mutter und nickte nur. Bevor er wirklich um fiel, fing Ares ihn schnell auf und brachte ihn wieder ins Bett. Andora sah über die Männer, als Ares zurück war. „Ab sofort werden wir jeden Tag einige Stunden auf die Jagd gehen. Wir müssen auch die Welten besuchen die vernichtet wurden und sie neu beleben. Einer von euch sollte sich merken was ich anordne und diese Order an die jeweiligen Götter oder unsere Verwalter weiter geben. Ihr werdet meine Augen und Ohren sein. Ihr werdet meine Boten sein um alle auf zu suchen die benötigt werden. Wir werden eine Bestandsaufnahme machen. Und seht nach welche alten Götter noch vorhanden sind. Holt Ari und Roland her auch für sie habe ich eine Aufgabe.“ Sie war noch nicht ganz fertig da spurteten die Männer schon los. Kurze Zeit später standen Ari und Roland vor ihr. Sie nickte und sah die beiden an. „Ihr beide habt euch gut bewährt als Verwalter und auch Fürsten. Ihr habt es sehr gut gemacht, deshalb werdet ihr nun eine weitere Verwaltungsaufgabe übernehmen. Im Rathaus gibt es einen Raum, der enthält an den Wänden Sternenkarten unseres Universums. Meine Männer und ich werden nun Galaxie für Galaxie durchsuchen, werden die vernichten die unser Universum bedrohen. Wir werden die Welten wieder in Ordnung bringen die zerstört wurden und ihr werdet die Verwaltung der Sternenkarten übernehmen. Tragt ein wo wir bereits waren, schreibt genau auf was wo wann getan wurde und sobald eine Galaxie fertig ist, sagt mir Bescheid, damit wir zur nächsten gehen können. Die anderen Götter werden zu euch kommen und nach ihren Aufgaben fragen, ihr werdet ihnen weiter geben was ich gesagt habe. Ich habe keine Zeit jeden einzeln zu instruieren, so werdet ihr das übernehmen. Es ist ein gewaltiges Projekt, doch wir werden es schaffen und wenn es tausend Jahre dauert.“ Nun begann der Apparat zu arbeiten, Andora lies an alle Götter verkünden das sie zu den beiden Unsterblichen gehen sollten da sie die Verwaltung übernahmen. An sie würden ihre Order gehen und dort sollten sie sich jeweils die Order für den nächsten Tag holen. Außerdem ordnete sie an, das egal welcher Gott, sich jeden Tag lediglich nur acht Stunden um den Kampf kümmern und den Rest des Tages auch mal wieder Ruhe haben sollte. Sie sagte ihnen das sie Jahrtausende Zeit hätten und nicht alles an einem Tag schaffen müssten. Selbst für Dymar hatte sie eine Aufgabe, er sollte mit Zandramas und Serena die Welten besuchen die noch Drachen enthielten und diese auflisten. Sie sollten auch wenn es möglich war von dort Dracheneier mit bringen, die Serena dann ausbrüten sollte. Begleitet wurden sie von Morgaine und Jarven, die eh nur untätig herum saßen. Jarven hatte sich inzwischen entschlossen auch zum Drachenwandler zu werden und Andora hatte dieser Bitte entsprochen und seine Verwandlung vollbracht und ihn gleichzeitig in den Status eines Gottes erhoben. Die beiden erwarteten ihr erstes Kind und Andora freute sich mit ihnen.

Andora hatte erkannt das es sinnlos war einfach nur auf die Jagd zu gehen, wenn dann musste es geordnet und organisiert sein. Und da sie ein Organisationstalent war, lief es nun weit aus sinnvoller und vor allem effektiver ab. Es würde vielleicht etwas dauern da sie auch gleich noch die Welten in Ordnung bringen wollte die zerstört worden waren. Aber der Anfang war gemacht und sie wusste das Aurian die Galaxien im Auge behalten würde die sie bereits gereinigt hatten und diese vor einer erneuten Einnahme schützen würde. Die Bestandsaufnahme der alten Götter war erbärmlich. Es war kaum noch einer übrig. Myrion, Dorian und Erik waren noch da, dann Damok, Gregorian und Iona die weiterhin die mystische Welt bewachte. Amor und Hope hatten mit Thanatos und Chronos den Schutz des Seelenteichs übernommen, bis alles vorbei sein würde. Alle anderen waren inzwischen Aurian gefolgt, einerseits weil sie im Kampf gestorben waren oder aber wie im Fall von Jasmin, da sie eh keinen Körper mehr hatten. Selbst die kleine Insel auf der sich der Seelenteich befand, war inzwischen fast leer, die Seelen hatten bis auf die vier Bewacher die göttliche Insel verlassen. Andora wusste es und überlegte ob sie diesen vier nicht auch endlich ihren Frieden geben sollte. Allerdings überlegte sie wohin dann nur mit dem Seelenteich. Dann kam ihr eine Idee, was war sicherer als diese kleine Welt auf der sie nun vorerst lebten. Sie hatte im Tempel auch eine Kapelle hergerichtet in der nun die Statuen der verstorbenen Götter standen. Sie hatte die Statuen aus dem Höhlenlabyrinth dafür genommen und sie ein wenig verkleinert damit sie auch in die Kapelle passten. Die Kapelle war in drei Teile geteilt, geradeaus in der Mitte war die sehr große Nische oder eher ein halbrunder Raum für die alten Götter. Links war die Nische für die drei jungen Götter die dem anderen Universum zu Hilfe geeilt waren und links war eine Nische von den jungen Göttern die ebenfalls ihr Leben im Kampf gelassen hatten oder noch lassen würden. Andora war klar, das auch die weiteren Kämpfe nicht ohne Verluste aus gehen würden. In dieser Kapelle umgeben von den Abbildern saß Andora nun und rief Aurian an. „Ist es dir recht, wenn ich den Seelenteich hier her hole? Diese Welt ist durchdrungen vom Licht, ich könnte eine Höhle ausheben tief im Gebirge unter der Erde und ihn dort unterbringen. Die Drachen könnten den Eingang dort hin ebenso bewachen, wie sie es mit den Schätzen und Artefakten tun. Es würde den bewachenden Göttern Frieden bringen.“ Leise hörte sie es wispern. „Kind tue was du für richtig hältst, ich sagte dir doch schon. Du bist die wahre Lichtgöttin und deine Eingebungen sind immer richtig. Wie ich sehe hast du deine Trauer einigermaßen überwunden. Das freut mich für dich.“ Andora schnaufte kurz und nickte dann. „Darf ich noch eine Bitte äußern? Nimm alle göttlichen Seelen zu dir, egal ob bereits in Anubis Reich oder die die noch folgen werden. Ich möchte....nein ich muss von vorne anfangen. Mir ist klar das es nur wenige sein werden die übrig bleiben, doch wir werden es schaffen. Außerdem ist Orania hier, noch schläft sie, doch ich denke wenn sie erwacht, wird sie uns helfen. Sie ist sicher nicht umsonst zu uns gekommen. Sie ist meinem Ruf gefolgt.“ Es dauerte eine weile dann wisperte es wieder. „In Ordnung, ich werde die Seelen zu mir holen. Du weißt wer und was Orania ist?“ Andora nickte, doch da sie nicht wusste ob Aurian es sehen würde antwortete sie. „Ja, es wurde mir klar als du und ich ins Paralleluniversum sahen. Am Rande des Blickfelds sah ich noch etwas anderes. Sie ist die Hüterin und sie ist gekommen.“ Kurze Zeit später als Andora auf dem Weg zum Besprechungsraum war lief ihr Anubis aufgeregt über den Weg, er ging neben ihr her. „Sie sind weg, nicht eine Seele ist mehr da.“ Andora sah ihn ruhig an. „Du redest von den göttlichen Seelen nicht wahr?“ Anubis nickte, immer noch ganz aus dem Häuschen. „Ja nicht eine einzige ist übrig, sie sind alle fort.“ Andora blieb stehen und sah ihn an, sie nickte. „Ich weiß, Aurian hat sie zu sich geholt. Es wird keine Wiedergeburten mehr geben. Alle bis heute verstorbenen Götter oder die die bis zum Ende unseres Kampfes sterben werden, werden keine Wiedergeburt erleben. Sie haben sich ihren Frieden verdient und sollten den nun warm und behütet bei Aurian finden. Wir leben zu lange, so das ein Kind seine Mutter wieder als Kind bekommen könnte, oder ein Sohn seinen Vater. Das darf nicht mehr geschehen, wer tot ist wird auch ab sofort tot bleiben. Ihre Seelen sind nicht verloren, sondern sie gehen ins Universum ein und werden unser Universum beschützen, doch dabei ihre Ruhe haben und ihren Frieden. Ich bereite mich auf einige Millionen Jahre Amtszeit vor und in dieser Zeit werden noch viele Götter geboren, aber diesmal wie einst mit neuen frischen Seelen und wer geht....geht für immer.“ Anubis sah sie sprachlos an, er war erschüttert. Andora war bereits weiter gegangen als Anubis sich gefangen hatte und ihr nach lief. „Was ist mit den sterblichen Seelen, gehen die auch für immer?“ Andora blieb abermals stehen. „Nein, sie haben weiterhin die Möglichkeit ihre Seelen zu läutern, sie können wir auch auf etlichen Welten neu erstehen lassen, aber unsere göttlichen Seelen nicht, es sei denn wir schicken sie als Sterbliche unter die Menschen, doch schlussendlich würden sie wieder zu dem werden was sie einmal waren...Götter. Und selbst nach hundert Wiedergeburten als Sterbliche würde es eventuell passieren können das ein Kind ein Elternteil als Kind bekommt. Wir leben zu lange, darin liegt das Problem. Also müssen unsere Seelen in die Unendlichkeit gehen. Sorge dich nicht, sie werden ein Paradies vorfinden, mit grünen Wiesen, mit allem was sie sich gewünscht haben, sie werden sich an uns kaum noch erinnern und werden glücklich sein. Dort gibt es keine Trauer, kein Leid, nur Frieden und Seligkeit. Sorglos und glücklich werden sie dort ihr Dasein fristen, behütet und beschützt von Aurian und....Myrion wenn er einmal gehen sollte. Aurian hatte recht, es wird Zeit endgültig los zu lassen. Wir hängen noch zu sehr an vergangenem. Das muss ein Ende haben. Die Sterblichen leben auch mit dieser Vergänglichkeit, in der Hoffnung nach dem Tod ein besseres Leben zu haben. Der Tod ist nicht das Ende....es ist ein neuer Anfang.“ Langsam begriff Anubis und als er es endlich verstanden hatte, strahlte er und nickte. Gerade als Andora weiter gehen wollte tauchte Alandra vor ihr auf. „Die weißhaarige Fremde, Orania, ist erwacht. Bitte komm mit.“ Andora verdrehte die Augen, dann nickte sie. „Also gut.“ Sie sah Anubis noch mal an. „Geh zum Versammlungsraum und sag allen ich komme gleich, teile ihnen mit das Orania erwacht ist.“ Dann folgte sie Alandra und stand kurz darauf am Bett der Hüterin.

Epilog:


 

Die Zeit verging, so wie sie es immer tat. Andora und ihre Götter räumten das Universum auf. Es starben noch einige Götter, sogar welche von denen man es nicht erwartet hatte. Orania hatte Andora einiges zu sagen, sie hatten viel zu besprechen gehabt. Das Universum hatte sich verändert. Altes war zerstört worden, neues baute man wieder auf. Andora besuchte auch die Welt der Götter wo nicht ein Stein mehr auf dem anderen lag. Ikarus und Ares gingen neben ihr, als sie über die einstig blühende Welt hin weg ging, die nun tot und verdorrt war. Sie sah ihre beiden Begleiter an. „Wir haben zwei Möglichkeiten, entweder dieser Welt wieder zu ihrem Glanz zu verhelfen...oder wirklich ganz neu an zu fangen.“ Ikarus legte einen Arm um Andora. „Sag du es uns, du weißt wir werden dir folgen. Wenn es sein muss bis in die Hölle und zurück.“ Sie nickte und schloss kurz ihre Augen, dann war die Insel wirklich leer. Es gab nichts mehr, nicht mal mehr das Gebirge. Diese Welt war eine sehr kleine Welt, eigentlich bestand sie nur aus dem Meer und dieser relativ kleinen Insel auf der Andora sehr viele glückliche Zeiten erlebt hatte. Sie sah ihre beiden Begleiter wieder an und rieb sich die Hände. „Also dann beginnen wir von vorne.“ Die Insel wurde neu geordnet, Es würde wie gehabt ein Gebirge geben, denn irgendwo mussten ja die Drachen unter kommen. Als Ikarus sich das Gebirge ansah stutzte er und sah Andora an. „Kleines ich will dich ja nicht kritisieren, doch hast du dort am Ende der Gebirges nicht etwas vergessen? Es sieht so abgeschnitten aus.“ In der Tat war des Gebirge eigentlich wie ein Gebirge sein sollte bis auf eine Kleinigkeit, am Ende war es als hätte jemand mit einem Messer das Ende abgeschnitten, es fehlte was. Andora lächelte. „Nein denn dort wird der Teil des Gebirges hin kommen den zur Zeit Zandramas und Serena bewohnen. Mit diesem Teil des Gebirges wird auch alles andere mit auf diese Insel versetzt. Sogar der Seelenteich.“ Jetzt verstand Ikarus und nickte. Ares sah sie sorgenvoll an. „Überanstrenge dich nicht.“ :dabei strich er sanft über den kugeligen Bauch von Andora, die sein Kind trug. Wie ein virtuoser Dirigent begann Andora nun den Aufbau der Insel. Sie wedelte und fuchtelte mit den Händen, obwohl das nicht nötig war, denn die Gesten hatten eigentlich keinen anderen Sinn als das es ein wenig theatralischer aussah, doch tatsächlich dirigierte sie damit nur ihre Gedanken an die Plätze wo sie sie hin haben wollte. Ares und Ikarus standen nur staunend daneben. Dort erschienen exotische Bäume, ganze Wälder entstanden. Ein romantischer See, wieder wie zuvor mit einem Wasserfall. Um den See herum lies sie wunderschöne Häuser entstehen, die auch einen kleinen Vorgarten hatten und über zwei Etagen gingen. Sie wurden richtig in die Natur eingepasst, Zwischen den Häusern gab es hohe Bäume. Blumen die einen betörenden Duft verbreiteten. Da Andora das Meer liebte stand ein besonderes Haus direkt am Meer, aber mit auch einem Ausgang vorne der zum See führte. Sie hatte sozusagen ihr Haus zwischen Meeresstrand und See gesetzt. Auch hier wurde das Haus umsäumt mit hohen Bäumen, Blumen rankten sich an ihm hoch, es sah aus wie ein kleines verträumtes Schloss. Sie sah Ikarus an, während sie die Häuser zählte. „Wie viele brauchen wir?“ Ikarus dachte kurz nach. „Also da hätten wir Dion und Julien mit ihren Gefährtinnen, sie wollen sicher wieder zusammen wohnen. Dann Leander und Alandra.“ Bevor er weiter reden konnte nickte Andora und an einem der Häuser erschienen über der Türe ein Schild das von zwei Schwertern überkreuzt wurde, das Haus selber war grün gestrichen und es rankten sich Rosen daran empor. Ikarus kicherte. „Das mit dem Schild und den Schwertern wird Leander sicher gefallen, aber ob er auch so begeistert von den Rosen sein wird, wage ich zu bezweifeln. Also als romantisch kann man ihn nun wirklich nicht bezeichnen.“ Das Haus stand in der Nähe ihres eigenen Hauses, so passte sie ihr Haus dem von Leander und Alandra etwas an, auch wenn ihres weiß gestrichen war. Doch umrankten es nun die gleichen Rosen. Dann dachte sie nach, bei Julien und Dion fiel ihr im Moment nichts ein. So sah sie Ikarus wieder fragend an. Der überlegte kurz. „Also Lazarus, Ethan als auch Apoll und Luna wollen sicher wieder bei uns wohnen.“ Andora nickte und schon erschienen an ihrem Haus vorne Ausläufer rechts und links die auch kleine Erkerchen hatten. Außerdem hatten diese beiden Wohnungen sogar eigene Eingänge. Wenn man sie später von ihnen besichtigen würde, sah man sogar Wendeltreppen die nach oben führten, wo sich die Schlafzimmer befanden. Unten hatten sie Verbindungstüren die ins Haupthaus in der Mitte führten. Sie sah Ikarus wieder an, doch diesmal sprach Ares. „Nun dann Lyzar und Shandra, die sicher auch kein eigenes Haus wollen. Sie fühlen sich bei uns eigentlich recht wohl.“ Andora nickte und abermals kamen nun hinten zwei Ausläufer dazu ebenfalls mit kleinen Erkerchen und eigenen Eingängen. Ares sah sie an und deutete auf die zweite Wohnung. „Die beiden brauchen doch keine zwei Wohnungen.“ Andora lächelte. „Sie nicht aber ihr habt sicher noch mehr.“ Ikarus nickte. „Ja zum Beispiel Aphrodite, Anatol und Eros.“ Andora nickte. „Die drei sollen sich mal langsam selber einrichten, sie kriegen ein eigenes Haus.“ :damit war dann auch das dritte Haus vergeben. Ikarus überlegte weiter. „Oh Mikael und Mizzar...sie wollen sicher noch nicht von Mamas Rockzipfel weg.“ Andora deutete auf die zweite Wohnung mit Erker und Ikarus nickte. So nach und nach bekamen dann alle noch lebenden Götter eine Wohnstätte, immer ein wenig passend zu ihren Eigenheiten oder ihrer Gesinnung. Andora hatte sich überlegt, falls jemand Sonderwünsche haben sollte konnte er ihr sie ja nennen. Sie hatte sogar an einen freien Platz gedacht für Circes Wohnhügel mit Lebensbaum. Es wurden sogar die Götter bedacht die zur Zeit auf anderen Welten lebten um diese zu schützen. Wie Raven, Darcon und alle anderen. Selbst Rowan, Damoks noch letzter lebender Sohn wurde bedacht. Andora vergaß keinen, wenn auch unterstützt von ihren beiden Männern. Obwohl sie das auch selber gewusst hätte aber so hatten die beiden das Gefühl ihr geholfen zu haben und freuten sich darüber. Etwas abgelegener aber auch am Meer entstand ein weiteres kleines Haus, es lag ein wenig verborgen in vielem Grün, hatte einen eigenen kleinen See und mutete wie eine kleine Oase an. Das hatte Andora für Orania gedacht. In dessen Nähe gab es ein weiteres etwas größeres Haus das Leo und Lor mit ihren beiden Gefährtinnen bewohnen würden. Als Andora ihre Liste geistig noch mal durch ging nickte sie. Ikarus sah über die kleine Siedlung. „Wir rücken näher zu einander.“ Andora nickte. „Ja aber das war schon vorher so, denkt mal dran, alle wollten in der Nähe der Göttin des Lichts wohnen so das wir kaum noch Platz hatten. Jetzt kann es jeder und wir haben eine Menge Platz.“ In ihrem Haus war auch Platz für Luzifer, Araniel und auch Lykanes. Selbst Araziel bekam ein kleine Haus, für sich und Riana. Brianna und Lyam würden wieder im Haupthaus wohnen so das sich Brianna wie gehabt um das Haus kümmern konnte.

Sie dachte auch an den Brunnen mit dem man die Welten beobachten konnte, ebenso wie an eine Hütte im Wald für die Jugendlichen, wenn sie ihre ersten Erfahrungen machen wollten. Die Wälder waren kurze Zeit später wieder belebt mit allem möglichen Getier. Es gab sogar Vögel die am Himmel flogen und noch einiges mehr. Dann kam das schwerste und das hatten selbst Ikarus und Ares noch nie gesehen. Andora atmete noch einige male tief ein, als würde sie Kraft sammeln, dann hob sie die Hände und über dem großen See erschien eine gigantische kristalline Kugel, die durchsichtig war. Sie schwebte über dem See. In ihr rotierten weitere Kugeln und wenn man genauer hin sah, konnte man in diesen kleineren Kugeln ganze Universen sehen. Ganz in der Mitte war eine besondere Kugel, sie war heller als die anderen, obwohl man auch dort ein Universum drin sah. Es schien so als würden alle anderen Kugeln um diese eine helle Kugel unkontrolliert rotieren. Ikarus und Ares staunten, dann sahen sie Andora an. „Was ist das?“ Andora lächelte. „Das ist ein Multiversum.“ Sie grinste. „Das Wort habe ich gerade erfunden.“ Ikarus lachte leise. „Und was ist ein Multiversum?“ Sie deutete darauf. „Das ist ein Multiversum. Aber ich erkläre es euch. Also wie ihr wisst entstand vor etlichen Milliarden oder sogar Billionen von Jahren das Universum, unser altes Universum. Es entstand, als der Urknall stattfand. Aber zeitgleich entstanden auch andere Universen. Parallele sozusagen. Ich nahm immer an das man es sich wie eine vielschichtige Torte vorstellen musste. Aber so ist es nicht, sondern es entstand erst das Universum in der Mitte und um es herum die anderen alle. Wir sehen sie nicht, aber sie sind da, wie wir ja selber erfahren mussten. Nun als unser Universum starb, starben auch die anderen, weil sie hängen von unserem ab. Fragt mich jetzt nicht wie es zusammen hängt das würde zu lange dauern es zu erklären. Wie dem auch sei, ihr seht wie diese anderen um die mittlere herum schweben. Sie tun es unkontrolliert und ab und an stößt mal eines mit der mittleren zusammen. Oder aber auch mit einem der anderen. In dem Moment kommt es zu einem Riss, sozusagen ein Sprung in der Kugel. In der Regel hält sich der Sprung oder Riss nicht lange, so etwa tausend oder zweitausend Jahre, dann schließt er sich wieder, die beiden Kugeln trennen sich und beginnen ihre Weg von neuem. Ebenso ist es die Regel das in jeder dieser Universen die gleichen Menschen, die gleichen Götter und so weiter existieren sollten. Ich sage sollten, weil die Entscheidungen die getroffen werden das Verhältnis ändern können. Als Beispiel, konnte Ikarus sein Gegen Ich nicht finden, weil es ihn nicht gab. Da Damok, also deren Damok keine hellen Götter duldete und Ikarus ist ein leuchtender Stern, wurde er entweder erst gar nicht gezeugt oder möglicherweise direkt nach der Geburt getötet. Das wissen wir nicht. Ares wiederum ist der Sohn eines dunklen Gottes, so das sein Ebenbild auch da sein wird, aber möglicherweise nicht von Leander gezeugt sondern eventuell von Dorian oder wem auch immer. Wieso Lazarus Igraine dort zeugen konnte ist mir nicht bekannt, aber er muss es getan haben, denn es gab sie dort. Vielleicht hat diese Andora das Kind versteckt bis es alt genug war, ihren Platz ein zu nehmen. Wir wissen auf jeden Fall das deren Aurian zu schwach war um sich gegen Damok zu stellen oder zu feige. Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es auch anders gelaufen. Das werden wir wohl nie erfahren....es sei denn Orania erzählt es uns. Ein Multiversum ist also ein Universum das weitere Universen enthält, ein Ursprungsuniversum und seine Spiegelbilder oder dessen Parallele. Das dort...“ :sie deutete auf die riesige Kugel. „...wird uns zeigen können wann uns wieder mal ein anderes zu nahe kommt. Es ist absolut identisch und es bewegt sich genau Zeitgleich. Und dort....“ Sie deutete auf eine Kugel die sich gerade von der mittleren löste. „...sind unsere Kinder. Ihr seht die Kugel wird langsam immer heller. Das bedeutet Igraine hat dort den Kampf aufgenommen. Ich hoffe das sie genug Lichtgötter gefunden hat die bereit sind mit ihr den Kampf auf zu nehmen. Ihren größten Widersacher den dortigen Damok ist sie ja los und Loran besitzt ein Schwert mit dem er gegen jedes Chaosgeschöpf vorgehen kann. Das wird ihnen helfen. Hätte ich vorher gewusst was ich nun weiß, hätten wir ihr helfen können, wir hätten halt nur zwei Universen reinigen oder ihre Lichtgöttin zu uns nehmen und ausbilden müssen. Aber nun wissen wir was los ist und können uns auf den nächsten Zusammenstoß vorbereiten.“ Ikarus sah sie nur staunend an. „Heißt das es wird wieder geschehen? Doch wieso ist das nie zuvor passiert?“ Andora sah ihn an. „Doch das gab es auch schon vorher, nur die Geister haben es nicht beachtet und Aurian hatte Glück, das es in ihrer siebentausendjährigen Amtszeit nie geschah. Es kann sein das wir eine Million Jahre Zeit haben bis es wieder passiert, es kann aber auch schon in wenigen Jahren soweit sein. Damit wir wissen was kommt, habe ich nun eine verkleinerte Kopie des Multiversums hier her gesetzt. So kann jeder mit darauf achten, ob sich uns ein weiteres Universum nähert.“ Die beiden Männer nickten und Ares fragte. „Kann man das denn nicht kontrollieren?“ Andora seufzte. „Doch könnte man, das heißt die Hüterin tat es auch, doch dann wurden die Universen immer finsterer und sie verlor an Kraft. Auch die Hüterin braucht das Licht. Sie verlor die Kontrolle und reist seit dem von Universum zu Universum um das schlimmste zu verhüten, doch als sie endlich bei uns ankam, hatte sie keine Kraft mehr.“ Ikarus nickte verstehend. „Orania.“ Andora lächelte. „Ganz recht. Sie ist die Hüterin des Multiversums, wir müssen sie wieder aufpäppeln. Ich nahm immer an, die Gesetze des Universums würden von alleine entstehen, doch so ist es nicht. Egal ob Magie oder die magische Zahl oder was auch immer, alles stammt von ihr. Sie macht die Gesetze, sie ist....na ja.... Sie ist kein sterbliches Wesen, noch eine Göttin, sie ist was sie ist, die Hüterin.“ Ikarus grinste. „Aber eine recht attraktive Hüterin.“ Ares knuffte Ikarus. „Verdammt das du immer nur an eins denkst. Du bist unmöglich.“ Ikarus grinste. „Nun wieso, wenn sie die Gesetze gemacht hat, dann hat sie auch das Gesetz erlassen das unsere Kräfte durch das ….“ Er wollte gerade ein unmögliches Wort benutzen als ihn Andora streng ansah. Er lachte. „Ich wollte sagen das sie sehr an unserer Libido interessiert sein muss, denn nur durch den Akt zwischen Mann und Frau werden die Lichtkräfte weiter gegeben.“ Frech sah er sie an. „Besser so? Ich wollte es nur recht deutlich aussprechen, aber ihr lasst mich ja nie.“ Er sah beide zwinkernd an und grinste frech. „Was heißt hier aufpäppeln, müssen wir nun alle mit ihr ins Bett gehen, damit sie das Licht wieder in sich aufnehmen kann? Also ich stelle mich freiwillig zur Verfügung.“ Nun fing er sich eine Kopfnuss von Andora ein, was ihn aber nur leise lachen ließ. Allerdings musste nun auch Ares lachen und schüttelte den Kopf. Er freute sich aber das Ikarus wieder der alte war. Er sah auf Andora und ihren rundlichen Bauch und freute sich noch mehr, das er ein weiteres Kind bekommen würde. Anschließend sah er zu dem Multiversum hoch und lächelte. Als er sich die Kugel in dessen Universum seine kleine Ijane nun war ansah, hatte er das Gefühl ihr nahe zu sein. Das tröstete ihn und er strich abermals sanft über Andoras Bauch. Ikarus kannte seinen Gefährten besser als jeder andere und wusste was in ihm vor ging. Es war seine Idee gewesen Andora zu bitten Ares eine weitere Tochter zu schenken die er verhätscheln konnte. Was allerdings auch Ikarus nicht wusste war, das Andora die Idee nicht nur für Ares aufgenommen hatte. In ihrem Bauch wuchs nicht nur ein Kind heran sondern drei. Nun aber sah sie über die Insel. „Na dann wollen wir mal, was Aurian konnte kann ich schon lange.“ Ikarus sah sie fragend an. „Was hast du vor?“ Sie grinste, sie hatte zuvor mit Alrik gesprochen und er hatte ihr Koordinaten genannt, an der sie die Insel absetzen konnte. Nun hob sie abermals ihre Hände, konzentrierte sich und die Insel erhob sich von der Welt der Götter. Langsam schwebte sie durch das Weltall und als sie an der Welt des Lichts ankam, schwebte sie einen Moment über der Welt. Andora wollten allen Gelegenheit geben das Wunder zu sehen. Sie grinste immer noch, während ihre beiden Männer sprachlos neben ihr standen. Nicht nur die Menschen starrten nach oben und riefen laut, sondern selbst die Götter starrten zu der schwebenden Insel. An der Form erkannten sie das es ihre Insel war, ihre Heimat, die Andora nun geholt hatte. Sie hatten allesamt Tränen in den Augen. Langsam senkte sich die Insel herab und landete federleicht auf dem Meer in der Nähe der Kristallstadt. Andora rückte sie noch ein wenig zurecht doch dann verankerte sie sie im Meeresboden. Anschließend ging Andora her und vervollständigte das Gebirge in dem sie kurzerhand das Stück in dem die Drachen ihre Höhlen hatten, am Ursprungsgebirge weg nahm das nun fehlende Stück dort ersetzte und das Gebirgsteil an dem unvollständigen Gebirgszug auf der Insel ansetzte. Dann rieb sie sich die Hände und fragte ihre beiden Männer die immer noch sprachlos neben ihr standen, trocken. „Gibts bald Tee und Kekse? Ich glaube das Kind hat Hunger.“

 Ich danke allen Lesern die es bis hierher geschafft haben. Weiter geht es mit der Fortsetzung "Das Multiversum" und ich würde mich freuen euch dann wieder bei mir begrüßen zu dürfen.

LG
Lady