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Kapitel 7: Lichtengel Aphrodite

Hundert Jahre...was war in dieser
Zeit bei den Göttern und Dämonen geschehen? Nun bei den Göttern
nicht viel, bei ihnen lief es recht ruhig wie zuvor auch. Alrik
war in dieser Zeit zu Circe gezogen, weitere Männer hatten
versucht sie herum zu kriegen, weil Alrik groß getönt hatte das
er nicht eifersüchtig sei. Allerdings hatte es bisher noch
keiner geschafft. Auch Apoll und Anatol hatten ihrem Verlangen
nach Andora noch nicht nach gegeben, ebenso wenig Leo der Löwe
der sich in einen Mann wandeln konnte und recht scharf auf
Andora war. Weitere Kinder waren nicht gekommen, da man
allgemein der Meinung war, man hatte ja Zeit und musste nicht
überstürzen. Andora hatte sich in einem der riesigen Felsen am
Meer ein Büro eingerichtet, das ein großes Fenster zum Meer hin
hatte und einen kleinen Balkon. Sie liebte ebenso wie einst
Aurian das Meer sehr. Von hier aus überwachte sie die drei
jungen Götter ebenso wie Suna und Noran. Wie auch die
Aktivitäten der Dämonen die sich auf den normalen Welten
ereigneten. Sie wollte immer auf dem laufenden sein. Ihr reichte
es schon das sie nicht auf die Dämonenwelten sehen konnte, so
war sie hier auf die Berichte von Ethan und Elorien angewiesen,
die dort seit dem entstehen dieser Welten abwechselnd Wache
schoben. Oder auf die Berichte von Leander der im Gegensatz zu
den anderen beiden auch die Welten betreten konnte, während die
beiden anderen es nur aus dem Weltall taten. Und zu guter Letzt
waren die vier Elementardrachen geschlüpft und heran gewachsen
und warteten nun auf ihren Einsatz.
Bei den Dämonen sah es anders
aus, denn hier hatte sich einiges getan. Zum einen hatte Luzifer
mit seinem Prinzen nur Probleme, dieser Prinz hatte die Seele
von Sephirot bekommen Luzifers Vater, den Luzifer nun ironischer
Weise neu gezeugt hatte und der nun sein Sohn war. Aber wie
gesagt er hatte nur Ärger mit ihm. Auch Araziel hatte hinter
Luzifers Rücken einiges auf die Beine gestellt. Was das war
würde Luzifer nun erfahren, nach Ablauf dieser hundert Jahre. Er
lag wie ab und zu schon mal mit Andora im Bett und fühlte sich
richtig wohl, er hatte die Arme hinter seinem Kopf verschränkt
und sah auf Andora die ihren Kopf auf seiner Brust liegen hatte
und ihn ansah. Nun war für Andora die Zeit gekommen Luzifer mal
auf seinen Ziehsohn aufmerksam zu machen. „Sag mal starker
Mann...wie läuft es mit Araziel, ist er immer noch
eifersüchtig?“ Sie strich ihm sachte mit den Fingern über seine
Brust und spielte mit den Brusthaaren, was ihn sanft schnurren
ließ, er nickte. „Ja, ich glaube ganz legt er das wohl nie ab.
Wieso fragst du?“ Sie lächelte ihn überaus sanft an und grinste.
„Du weißt schon das er sich auf der kleinen Welt breit macht auf
der Noran und Suna sind. Natürlich weißt du das, dir entgeht ja
nichts. Das ist aber auch ein Schlingel, wartet ab bis Suna und
Noran ihre Reise fortführen und wahrscheinlich diesen Ort nicht
mehr besuchen werden und siedelt dann dort einige Dämonen an.“
Luzifer sah sie sprachlos an. Um sein Gesicht nun nicht gänzlich
zu verlieren nickte er und behauptete frech. „Ja ich weiß.“
Andora wusste genau das er nichts wusste. Ende wars mit
entspannt sein, sachte rückte er unter Andora weg. „Es tut mir
leid Kleines aber mir fällt gerade ein das ich noch etwas
dringendes zu erledigen habe.“ Ehe sie auch nur antworten
konnte, waren er und seine Kleidung verschwunden, sie lachte
leise und murmelte. „So das war der erste Akt.“ Sie wusste das
Araziel ebenso wie Luzifer, Darcon und Jorinde beobachteten.
Luzifer war nun erst mal beschäftigt, jetzt kam Araziel an der
Reihe. Sie schickte nun ihren Lichtengel Aphrodite los in
Begleitung von Anatol. Was sie nun tat war gefährlich das wusste
sie doch es musste sein. Sie verbarrikadierte sich in ihrem Büro
und ließ niemanden hinein. Sie konnte in die goldene Stadt sehen
und schleuste die beiden so per Telepathie durch die Stadt. Sie
hatte darauf bestanden das Aphrodite ihre Lichtflügel zeigte.
Das der Lichtengel mit Anatol in der Stadt erschienen war, war
nun auch Araziel nicht verborgen geblieben, vor allem da Andora
das auch die nächsten Tage immer mal wieder holen ließ. Weder
Anatol noch Aphrodite wussten was das sollte, vor allem da es
darum ging das weder Darcon noch Jorinde die beiden zu Gesicht
bekommen sollten...doch taten sie was Andora anordnete. Andora
baute auf Araziels Eifersucht. Eros musste in diesen Tagen öfter
das Bett mit Aphrodite teilen als je zuvor, nicht das es ihm
missfallen hätte ganz im Gegenteil, doch ihn wunderte das
Aphrodite so oft ankam. Er ahnte ja nicht das er ihre
Lichtkräfte immer neu auffüllen musste, denn sie wie auch Anatol
hatten die Anweisung keinen Ton zu sagen sollte er fragen. Als
sie sah das Araziel aus Eifersucht darauf an sprang nickte sie.
„So das war der zweite Akt, nun muss ich abwarten.“ Sie ging
davon aus das Araziel, die beiden dunklen Götter bereits auf
seiner Seite ansah und sich daher getraut hatte dort Dämonen an
zu siedeln. Nun aber musste es für ihn den Anschein machen als
würde Anatol diese Welt als Gott bekommen und das konnte er
absolut nicht zu lassen. Andora rieb sich die Hände und grinste.
„Es ist gut mit einem Dämon befreundet zu sein, da kann man sich
viel ab gucken. Das waren Darcon und Jorinde, nun kommt Raven
dran. Mal sehen wie weit sie ist.“ Ikarus wunderte es das Andora
ihm nichts sagte, denn ihm fiel auch auf das sie sich öfters in
ihr Büro ein schloss, vor allem da sie eine magische Sperre
darüber gesetzt hatte so das sich niemand hinein Teleportieren
konnte. Hinzu kam das es ihn noch mehr wunderte das sie von sich
aus Luzifer verführt hatte. Er kam einfach nicht dahinter was
Andora da trieb. Er fragte sie natürlich, doch außer einem
bezaubernden Lächeln und das sie ihn ins Bett schliff und ihn so
lange forderte bis er fix und fertig war, erfuhr er nichts. Als
er Ares auf sie ansetzte erging es dem nicht anders, was ihn
irgendwie doch zum lachen brachte. Ares fluchte leise und Ikarus
lachte. Die beiden saßen wie so oft am See. Ares sah ihn an. „Ja
lach nur....Himmel Sakrament noch mal. Wenn sie einen anlächelt,
einen küsst und noch mehr...da denkt man einfach nur noch an
eins und nicht mehr daran das man was von ihr wissen wollte.“
Ikarus nickte lachend. „Ich dachte du wärst widerstandsfähiger
als ich, doch das war wohl nichts.“ Ikarus dachte nach und dann
lachte er herzhaft. „Ich habe eine Idee...ich weiß jemanden der
eventuell etwas aus ihr heraus bekommen könnte.“ Er erhob sich
und schritt dann mit Ares zu Leander, er erklärte ihm das
Problem. Der nickte grinsend. „Ich verstehe, ihr glaubt das sie
mich nicht ins Bett locken wird, sondern ich möglicherweise aus
ihr heraus kriege was ihr wissen wollt. Aber mal bescheidene
Frage, wenn es sie nicht kümmert, Jungs ich bin auch nur ein
Kerl, wollt ihr dann jeden auf sie ansetzen?“ Ikarus nickte
frech. „Wenn es sein muss.....irgendeiner muss ihr doch
widerstehen können.“ Nun lachte Leander aber wirklich laut
heraus. „Jungs träumt weiter. Jeder Kerl hier in unserem Umkreis
wartet nur auf die Gelegenheit mal mit ihr ins Bett steigen zu
können und wenn sie dann noch von selber fordert ist der Traum
perfekt.“ Er zwinkerte den beiden frech zu. „Aber die
Gelegenheit von ihr gefordert zu werden lass ich mir natürlich
nicht entgehen und wer weiß vielleicht bekomme ich ja
tatsächlich etwas aus ihr heraus.“ Während Leander auf eine
günstige Gelegenheit wartete, beobachtete Andora Raven, die sich
immer noch bei Zoran und seinem kleinen Bruder aufhielt.
Raven war schon einige Tage bei
Zoran, er hatte ihr angeboten bei ihnen zu übernachten und
dieses Gefühl einfach mal akzeptiert zu werden ließ sie bleiben.
Zoran hatte ihr das ehemalige Zimmer seiner Eltern gegeben. An
diesem Tag sollte sich aber einiges ändern. Zoran hatte bislang
keine Annäherungsversuche gemacht, denn er sah die Problematik
sollte er sein Herz an diese Frau verlieren. Sie schien
unsterblich zu sein und er war es nicht. Was nicht heißen sollte
das er sie nicht anziehend fand, er gestand sich selber ein das
er doch recht scharf auf sie war. An diesem Tag also wollte er
gerade an ihrem Zimmer vorbei gehen, als sich langsam die Türe
öffnete und er hinein sehen konnte. Raven stand nackt dort weil
sie sich gerade anziehen wollte. Er blieb abrupt stehen und
starrte sie an. Noch niemals hatte er eine so schöne Frau
gesehen, er atmete kurz hart ein und dann bemerkte er das sie
ihn ansah. Er räusperte sich kurz, entschuldigte sich und wollte
weiter gehen. Doch sie hatte den kurzen Blick des Begehrens
gesehen und hielt ihm nun zugute das er nicht in ihr Zimmer
gestürmt war um sich zu nehmen was er sah. „Warte..komm näher.“
Er sah abermals zu ihr und schluckte. „Meinst du mich?“ Sie
lächelte was bei ihr selten war und nickte. „Deinen kleinen
Bruder wohl kaum. Natürlich meine ich dich. Komm zu mir.“ Er
schüttelte den Kopf. „Das ist keine gute Idee, denn ich weiß
nicht ob ich mich dann noch beherrschen kann.“ Jarven bekam mit
was da vor sich ging, er mochte Raven, aus welchem Grund auch
immer. Der Kleine war nicht dumm und spürte was zwischen den
beiden passierte. Also schlich er sich von hinten an seinen
Bruder heran und schubste ihn mit Schwung in Richtung Raven,
dann schloss er schnell die Türe und lehnte sich dagegen.
Drinnen flog Zoran der ja nicht damit gerechnet hatte das ihn
jemand stoßen würde auf Raven zu und fing sich auf, in dem er
sie umarmte. Raven grinste, als er sie in seinen Armen hielt, er
wollte sie sofort wieder loslassen doch nun legte sie ihre Arme
um ihn und küsste ihn leidenschaftlich. Zoran war ein Mann von
Ehre und überlegte blitzschnell ob er das wirklich wollte oder
ob er ablehnen sollte, doch dann überkam ihn das Verlangen und
er griff fester zu, den Kuss nun erwidernd. Wenn er bisher noch
Zweifel gehabt hatte so warf er die nun über Bord und forderte
das was sie ihm anbot. Kurze Zeit später lagen beide im Bett und
liebten sich. Er nahm sich von ihr was er so begehrte und sie
forderte ihn ebenso. Hatte sie ihn bis eben nur gewollt so
spürte sie auf einmal ein Gefühl in sich das sie noch nie gehabt
hatte. Immer wieder forderten sie sich gegenseitig, bis sie
irgendwann nicht mehr konnten und erst mal eine Pause brauchten.
Er sah sie an und hielt sie in seinen Armen. Sie sah das er kein
Schwächling, sondern sogar recht stark war. Sie fühlte sich in
seinen Armen zum ersten mal in ihrem Leben wirklich glücklich.
Er bemerkte die Veränderung und lächelte sanft. „Ich weiß das es
das verkehrteste ist das ich je sagen kann...doch ich glaube ich
habe mich in dich verliebt. Obwohl ich weiß das du eventuell
einfach wieder gehen wirst und im besten Fall, das ich altern
und sterben werde und dich zurück lassen muss.“ Raven sah ihn an
und schüttelte den Kopf. „Ich will dich nicht verlassen...ob du
es glaubst oder nicht..im Moment bin ich zum ersten mal
glücklich und das habe ich dir zu verdanken.“ Kaum hatte sie das
gesagt, erstrahlte das Zimmer im hellen Licht und am Fußende des
Bettes schwebte ein Lichtengel und hielt zwei Früchte in der
Hand. Sanft sah sie die beiden an. „Ich wurde von der Göttin des
Lichts geschickt, wo es Liebe gibt, gibt es auch Hoffnung...wenn
ihr beide es ernst meint so bringe ich euch ein Geschenk.“ Damit
ließ sie die Früchte auf das Bett fallen. „Das sind Früchte des
Baumes des Lebens, sie verleihen Unsterblichkeit, hier sind
zwei, eine für dich Zoran und eine für deinen kleinen Bruder. Er
wird erwachsen werden auch wenn er die Frucht gegessen hat, doch
ab dem zwanzigsten Lebensjahr nicht mehr altern. Nur denkt daran
Unsterblichkeit heißt nicht das ihr nicht verletzbar sein
werdet.“ Damit verschwand der Engel und zurück blieben nur die
beiden Früchte. Raven und Zoran waren immer noch geblendet von
dem hellen Licht, sie hatten keinen Ton heraus gebracht und
sahen sich nun überrascht an. Dann begann Raven zu weinen, das
hatte sie seit ihrer Flucht damals vor hundert Jahren nicht mehr
gekonnt. „Wie können sie mir das antun? Ich habe so viel
schreckliches getan und nun....soll ich sogar noch belohnt
werden?“ Zoran hielt sie sanft in seinen starken Armen und
versuchte sie zu trösten. „Du hast doch gehört, wo es Liebe
gibt, da gibt es auch Hoffnung. Ändere dein Leben, mache wieder
gut was du angerichtet hast, die Götter haben dir
vergeben....nun musst du dir selber vergeben können. Wir werden
dich begleiten und dir helfen alles wieder gut zu machen. Oder
willst du uns nicht?“ Sie sah ihn unter Tränen an. „Ich euch
nicht wollen? Himmel natürlich will ich euch.“ Sie nickte. „Du
hast recht und wenn es noch mal hundert Jahre dauert ich muss
alles wieder gut machen was ich getan habe. Erst dann werde ich
mir selbst vergeben können.“
Andora die es hörte lächelte und
dankte Aphrodite für ihren Botendienst. Nun wo auch hier die
Entscheidung gefallen war konnte es weiter gehen. Sie hatte noch
viel vor zu bereiten. Sie wusste das Zoran und sein Bruder die
Früchte essen und sich mit Raven auf die Reise machen würden.
Die drei würden am nächsten Morgen zwei weitere Pferde im Stall
vorfinden, die ähnliche Sättel hatten wie das Pferd von Raven.
Sie hatten eine lange Reise vor sich, da konnten sie die Pferde
die ebenfalls unsterblich waren gut gebrauchen. Wie lange es
dauerte bis sie auch wieder auf der Welt von der Raven ihre
lange Reise begonnen hatte ankommen würden konnte Andora noch
nicht sehen. Aber das war auch erst mal nicht wichtig. Raven
hatte die erste Entscheidung in Richtung Licht getan und nur das
war relevant.

Kapitel 8: Ein Kriegsgott außer
Kontrolle

Andora hatte einen Krieg
angezettelt der so hoffte sie auch Darcon und Jorinde wieder auf
den Weg des Lichts führte, wenn nicht, wären sie spätestens in
hundert Jahren tot. Sie ahnte ja nicht das Ikarus, da weder er
noch Ares etwas von ihr erfahren konnten, ihr Leander auf den
Hals gehetzt hatte. Ausgerechnet den Gott des Krieges. Nun
Leander wartete auf eine gute Gelegenheit und passte sie ab als
sie gerade zu einem der Liegestühle unterwegs war um sich etwas
auszuruhen. Er sah sie kurz an, lächelte und fragte. „Kleines,
sag mir mal was du vorhast, alle machen sich Sorgen weil du
nichts sagst.“ Sie sah ihn bezaubernd lächelnd an. Da Leander
die anderen beiden telepathisch darüber informiert hatte das er
sie nun fragen würde standen die unsichtbar in der Nähe. Als
Ikarus das Lächeln sah, lachte er leise, informierte aber
Leander das es bei ihr immer so anfing. Dann legte sie ihre Arme
um seinen Hals und drückte sich an ihn, was ihn bereits scharf
einatmen ließ, doch sah er sie weiter fragend an. Als sie ihn
aber leidenschaftlich küsste, schrillten bei ihm alle
Alarmglocken, obwohl er den Kuss erwiderte. Sie verschwand mit
ihm in ihr Schlafzimmer, gefolgt von Ikarus und Ares. Andoras
Hände gingen gleich bei ihm auf Wanderschaft und rutschten unter
sein Hemd um ihn zu streicheln. Doch nun tat er etwas womit sie
nicht gerechnet hatte, er griff nach ihren Händen, löste den
Kuss und sah sie ernst an. „Du weißt das ich immer scharf auf
dich bin und um alles in der Welt würde ich dich nicht abweisen.
Doch meine Liebe ich spüre hier etwas das in meine Befugnisse
geht und ich will wissen was das zu bedeuten hat.“ Ikarus und
Ares sahen sich überrascht an, als sie das hörten. Andora löste
sich von Leander. „Das kann ich weder dir noch sonst jemandem
sagen. Du musst mir vertrauen. Nur soviel, du hast recht es wird
einen Krieg geben und ich hoffe das du dann deine Pflicht tust.“
Leanders Blick verdunkelte sich, was nie was gutes zu bedeuten
hatte, das wusste auch Andora, das zeigte an das er kurz vor
einem Wutausbruch stand. Eine Eigenart die der Krieg mit sich
brachte, für den Leander stand. Er knurrte leise. „Entweder du
sagst mir sofort was es mit diesem Krieg auf sich hat oder aber
meine Liebe du wirst so lange mit mir kämpfen müssen bis ich es
weiß und glaub mir schön wird das für dich nicht. Ich spüre das
es kein normaler Krieg sein wird, denn du hast ihn ausgelöst.“
Andora wich vor ihm zurück. „Provoziere es nicht, denk daran ich
bin dir überlegen. Hier kommt die Frage auf für wen es weniger
schön ist. Ich kann und ich werde es dir jetzt nicht sagen. Erst
wenn es soweit ist und entweder du vertraust mir oder ziehst die
Konsequenzen.“ Leander stand kurz davor die Kontrolle über sich
zu verlieren, da erschienen schnell Ikarus und Ares, schnappten
sich Leander und waren mit ihm verschwunden, sie mussten dafür
sorgen das er sich abregte. In der Nähe des Palastes tauchten
sie mit ihm wieder auf. Leander kochte vor Wut, er schäumte
regelrecht und wuchs zu seiner Kriegsgröße an, seine Kontrolle
war futsch und das war gefährlich. Es war nur gut das Ikarus
nicht gerade schwach war, denn Leander ging auf ihn los. Ikarus
der wusste was in Leander steckte hielt ihm aber stand und
schlug zurück, so wild Leander auch auf ihn ein prügelte. Als
Ares sich einmischen wollte hielt ihn Ikarus zurück, er keuchte
während er sich mit Leander prügelte. „Nein, misch dich nicht
ein. Denn das würdest du dir nie verzeihen. Hol lieber Ethan
her, ich bin zwar kein Schwächling, aber dem Kriegsgott in
seiner vollen Macht stand zu halten ist nicht leicht.“ Ares
verschwand und kam kaum eine Minute später mit Ethan zurück. Der
erfasste die Situation sofort. „Gut ich übernehme jetzt, lass
dich nach hinten fallen und ich spring rein.“ Ikarus nickte und
tat was Ethan sagte. Dieser stellte sich dann genau vor Leander,
der abermals ausholte, er hatte nicht mal bemerkt das sein
Gegner sich geändert hatte, doch nun zeigte der Erschaffer was
er konnte. Ethan holte mit der Faust weit aus und mit einem
gezielten Schlag vor die Brust des Kriegsgottes, in den er auch
einige seine Urkräfte setzte, nockte er Leander voll aus. Dem
wurde schwarz vor Augen, fiel wie ein gefällter Baum nach hinten
und Ethan hielt sich die Hand. „Himmel hat der harte Muskeln.
Das hatte ich ganz vergessen.“ Dann sah er die anderen beiden
an. „Schnürt ihn wie ein Paket zusammen. Solange er noch seine
Macht unkontrolliert aktiviert hat, ist er unberechenbar. Lösen
können wir es erst wenn er wieder er selbst ist.“ Die beiden
taten sofort was Ethan sagte, der während dessen immer noch mit
der schmerzenden Hand wedelte. Dann sah er die beiden an. „Also
raus mit der Sprache, was hat unseren sonst so beherrschten
Kriegsgott dermaßen aus der Fassung gebracht.“ Ikarus und Ares
erzählten Ethan nun was los war und wieso Leander so ausgetickt
war. Als der das hörte schüttelte er nur noch mit dem Kopf und
redete erst mal ruhig. „Sagt mal Jungs, wie alt seid ihr jetzt?
Und wie lange seid ihr bereits die Gefährten der Göttin des
Lichts?“ Er wartete die Antwort nicht ab sondern brüllte los das
den beiden fast die Ohren weg flogen. „Ja Himmel noch mal, habt
ihr es immer noch nicht gelernt?!! Wenn sie nichts sagt hat sie
ihre Gründe, ihr werdet alles erfahren wenn es soweit ist!!
Kruzitürken, es ist nicht zu fassen!!“ Wie ertappte Kinder
standen die beiden großen Männer vor Ethan der sie mit
funkelnden Augen ansah. Die beiden hatten vor nicht vielem
Respekt aber vor Ethan schon. Andora die Gott sei dank davon
nichts mit bekam, saß bereits wieder in ihrem Büro und
beobachtete nun was bei Raven geschah. Die hatten am Morgen die
anderen beiden Pferde entdeckt und wie erwartet auch die Früchte
gegessen und machten sich nun bereit ihre Reise zu beginnen.
Dann blickte sie zu Araziel der sich scheinbar immer noch oder
schon wieder in einer Debatte mit Luzifer befand, der ihm
gehörig die Meinung geigte. Araziel schien nicht hören zu
wollen, denn Luzifer kochte vor Wut und ging, er lies den
Halbgott oder Halbdämon wie man wollte einfach stehen und
verschwand. Araziel knurrte und bereitete alles für einen Krieg
vor. Wenn er diese Welt nicht haben konnte so sollte sie Anatol
erst recht nicht bekommen. Andora nickte. Das klappte ja alles
wie am Schnürchen. Auf die Dämonenwelt konnte sie Luzifer leider
nicht folgen, also musste sie warten bis sie die Berichte der
anderen bekam. Dann sah sie zu Noran und Suna, die sich nun auch
mal mehr mit dem Portaltor im Palast beschäftigten und sich von
Sunas Eltern auf den neusten Stand bringen ließen. Da Raven ihre
Zerstörungsreise erst mal unterbrochen hatte und wie Andora
hoffte nun ganz aufgab, waren die beiden Hoffnungsgötter zu
Hause und ruhten sich aus. Sie bereiteten sich schon darauf vor,
die Welt zu besuchen, auf der Raven sich gerade aufhielt. Sie
wussten ja noch nicht das Raven die Stadt die sie ursprünglich
angreifen wollte nun in Ruhe lassen würde. Unterdessen schrie
Ethan gerade Ares und Ikarus an. Ethan sah zu Leander der sich
langsam rührte und dessen Körper wieder die normale Größe
angenommen hatte. Leander knurrte leise als er merkte das er
gefesselt war und blickte die drei an. „Himmel noch mal bindet
mich los, was soll das denn?“ Ethan sah ihn an. „Hast du dich
abgeregt? Wir mussten dich leider fesseln, du hattest deine
Kontrolle verloren.“ Jetzt fiel Leander wieder alles ein, er
spürte das der nächste Wutanfall sich näherte und versuchte
ruhig ein und aus zu atmen um das unter Kontrolle zu bringen.
Dann nickte er. „Ja bindet mich wieder los. Es geht wieder.
Diese kleine Hexe von Lichtgöttin hat einen Krieg angezettelt
ohne mich darüber zu informieren. Entschuldigt doch das brachte
mein Blut so in Wallung das ich die Kontrolle verloren hatte.
Vor allem da sie mir nichts sagen wollte.“ Ethan nickte und
deutete den beiden anderen an, Leander los zu binden. Dann sah
er Leander wieder an. „Also was ich den beiden gerade eben schon
sagte gilt auch für dich. Wann begreift ihr Kerle endlich das
wenn die Göttin des Lichts irgendwas tut, von dem ihr nichts
wissen sollt...das man ihr dann einfach vertrauen muss. Ihr seid
doch keine alten Waschweiber die ihre Nase in alles stecken
müssen. Wartet doch erst mal ab, wenn die Zeit gekommen ist wird
sie euch schon informieren. Ich sag euch nun mal was, dieses
Verhalten hätte sich keiner von euch bei Aurian getraut. Ihr
hättet ihr blind vertraut.....habt mal ein wenig mehr Vertrauen
zu Andora, Himmel noch mal. Ihr habt reagiert wie kleine Jungs
die ihr Spielzeug nicht kriegen.“ Leander der nun wieder frei
war sah nun Ethan ebenso an wie zuvor die beiden anderen. Alle
drei waren zerknirscht, das er ihnen das erst sagen musste. Als
Ethan die drei nun ansah und deren verlegenen Blick bemerkte,
musste er doch lachen. „Ach Himmel manchmal denke ich ich habe
es hier mit kleinen Jungen zu tun. Ihr seid mittlerweile alle
über zweihundert Jahre alt...“ Leander wollte gerade etwas
sagen, doch Ethan winkte ab. „Ja ich weiß und du noch um einiges
älter und gerade deswegen müsstet ihr doch Wissen, das die
Göttin des Lichts...absolut...ist. Andora wird wissen was sie
tut und wenn sie eure Hilfe braucht, wird sie sich schon melden.
Vertrauen ist wichtig und man kann ihr blind vertrauen. Mir ist
klar das es euch nicht leicht fällt, vor allem da sie jünger ist
als ihr....aber sind wir darüber nicht längst hinweg? Aurian hat
ihr vertraut und nun solltet ihr es auch tun und das endgültig.“
Die drei nickten...sie gaben ihm ja recht und entschuldigten
sich bei ihm, doch Ethan schüttelte mit dem Kopf. „Nicht bei mir
müsst ihr euch entschuldigen sondern bei Andora, obwohl ich
denke das sie es bereits abgehakt hat. Also ist es wohl besser
so zu tun als wäre nichts geschehen.“ Er grinste. „Wenn ihr so
scharf seid...nutzt das Wissen doch aus, das sie euch nicht
antworten will und genießt was sie euch statt einer Antwort
gibt. Ich jedenfalls werde es versuchen, ich werde sie fragen
und genießen das sie mich zu sich ins Bett schleift.“ Er
zwinkerte den drei anderen zu und verschwand. Die sahen sich
betreten an und nickten. Leander brachte es dann auf den Punkt.
„Er hat recht, wir sollten es genießen das sie uns verführt um
ja nicht antworten zu müssen.“ Ikarus hatte darauf hin schon die
nächste Dummheit im Kopf. „Ob sie das wohl auch bei Apoll und
Anatol tun würde? Ich meine die beiden schleichen um sie herum,
jeder der beiden will sie aber sie trauen sich irgendwie nicht.“
Leander lachte. „Also du kannst es nicht lassen, irgendeine
Dummheit fällt dir immer ein, oder?“ Ikarus zuckte frech mit den
Schultern. „Wieso auch nicht...sei froh das ich dir nicht wieder
ein Blümchen ins Schlafzimmer lege.“ Daraufhin sah Leander ihn
böse mit zusammengekniffenen Augen an. „Wage es und glaub mir
dann beziehst du die Prügel deines Lebens und das meine ich
vollkommen ernst. Einmal bist du damit durch gekommen ein
zweites mal nicht. Alandra leidet immer noch darunter das sie
Jorinde so früh hergeben musste. Also lass es.“ Ikarus wurde nun
erst klar das er mit diesem blöden Spruch nur in eine offene
Wunde gegriffen hatte und sah Leander um Verzeihung bittend an.
„Es tut mir leid, das hätte ich nicht sagen sollen.“ Leander
winkte ab. „Ist schon gut....nur damit macht man keine Scherze
und gerade Alandra, Jordan und Jill leiden besonders. Sie hoffen
immer das Andora Mitleid haben würde und die Kinder zurück
kommen lässt.“ Während er das sagte, kam ihm eine Idee. „Kommt
mal mit, ich spürte wo der Krieg stattfinden soll........schauen
wir doch mal. Mir kommt da ein Gedanke.“ Unsichtbar folgten sie
ihm und beobachteten nun was auf der Welt vor sich ging. Dann
sahen sie es, Araziel hatte dort Dämonen angesiedelt und es
schien als rüste er zum Krieg gegen die goldene Stadt. Als sie
nun die goldene Stadt besuchten, wobei sie wussten das sie sich
Darcon und Jorinde nicht zeigen durften, hörten sie das man in
der Stadt von einem Lichtengel sprach den der eine oder andere
gesehen haben wollte. Leander zählte eins und eins zusammen und
nickte. Ikarus sah ihm an das er eine Eingebung hatte und
blickte fragend. Leander flüsterte leise. „Ich glaube ich ahne
was hier vor sich geht. Sie ist ganz schön raffiniert, das hätte
ich nicht erwartet. Also wenn man alles zusammen nimmt, zum
Beispiel, man sah hier einen Lichtengel, wo ich von ausgehe das
es Aphrodite war. Dann die Kriegsvorbereitungen von Araziel der
immer noch eifersüchtig auf Anatol ist und sich zum Krieg auf
die goldene Stadt rüstet, weil er Angst hat das Anatol dieser
Welt als Gott vorstehen soll, was er ja verhindern muss. Weil
er, denke ich mal glaubt das Darcon und Jorinde auf Grund ihrer
doch recht boshaften Aktivitäten der Dunkelheit angehören und so
für ihn prächtige Verbündete abgeben würden. Wenn aber Anatol
diese Welt bekäme und sich mit den beiden verbünden würde um sie
womöglich sogar wieder ins Licht zu ziehen, würde er
zwangsläufig auch merken das Araziel bereits seine Finger hier
drauf gelegt hat und Araziel würde seine möglichen Verbündeten
verlieren. Also da er nicht will das Anatol diese Welt bekommt,
muss er alles vernichten. So das sind meine Überlegungen. Wobei
ich noch nicht weiß was Andora damit bezweckt.“ Ikarus hatte ihm
zugehört und dachte nun selber nach. Er nickte. „Ich glaube ich
weiß was sie damit bezweckt. Wenn Araziel diese Stadt angreift,
würde das doch eventuell auch die beiden Götter der Hoffnung auf
den Plan rufen und uns in gewisser Weise ebenso. Denn keiner von
uns will ja das den beiden jungen Göttern, egal wie
niederträchtig sie auch sind etwas passiert....“ Bevor er weiter
reden konnte mischte sich Ares ein. „Das würde auch das
Götterheer des Lichts auf den Plan rufen und wir könnten in
diesen Krieg als Kämpfer eintreten.“ Jetzt schlug sich Ikarus
mit der Hand vor den Kopf. „Verdammt das hatte ich ganz
vergessen...als ich damals über Abenteuer sprach bat ich Andora
uns nicht zu viel zu verraten...und nun, ich Esel, habe es
selber provoziert. Deswegen sagt sie uns nichts. Sie will uns
mit ein beziehen.“ Andora die auch die drei Männer in der
goldenen Stadt stehen sah hörte ihnen zu und schmunzelte. Leise
murmelte sie vor sich hin. „Jungs das ist noch lange nicht alles
was ich auch für euch auf Lager habe. Doch noch sind nicht alle
Konstellationen eingetroffen wie sie sein sollten.“ Leander
nickte nachdenklich. „Dennoch werde ich noch mal mit ihr reden,
Kriege fallen in meine Befugnis und da sollte sie mich nicht im
unklaren lassen, zudem könnte ich ihr als Ratgeber zur Seite
stehen.“ Ikarus sah ihn an. „Wenn sie dir aber nichts sagen
will...nicht das du wieder einen Wutanfall bekommst.“ Leander
grinste frech. „Keine Sorge dann halte ich es wie Ethan und
genieße was sie mir bietet. Jetzt weiß ich ja zumindest das hier
was vor sich geht. Das beruhigt mich schon mal. Ich wünsche mir
eh schon lange das sie mich mal fordert, also kann ich zwei
Fliegen mit einer Klatsche schlagen.“ Ikarus sah ihn an. „Auch
wenn du weißt das sie es in diesem Fall tun würde, weil sie
einfach nichts sagen will und nicht weil sie in dem Moment
wirklich scharf auf dich ist?“ Leander lachte leise. „Jungs ich
bin durch und durch ein Kerl und glaubt mir das ist mir sowas
von egal warum sie es tut, solange sie es überhaupt tut.“ Damit
war alles gesagt und die drei verschwanden lachend, während
Andora vor sich hin grinste. Sie war ihnen nicht böse das sie
hinter ihr Geheimnis gekommen waren, doch würde sie so tun als
wüsste sie nichts, darin hatte sie ja genügend Übung. Allerdings
würde sie die drei nun auch im Auge behalten müssen, nicht das
sie aus Unwissenheit irgendwo reinpfuschten. Jetzt würde sie mal
warten bis Leander sie abermals fragen würde und dann würde sie
ihm die Stunden seines Lebens bereiten, immerhin war er der
Kriegsgott und er sollte sich richtig austoben dürfen. Sie
kicherte und stellte sich einen ans Bett gefesselten Kriegsgott
vor der von ihr gefordert würde bis er um Hilfe schrie. Die Idee
gefiel ihr und so begab sie sich erstmal abermals Richtung Meer
und Liegestühle um nun eventuell ein wenig Ruhe zu bekommen.
Kurze Zeit später lag sie mit einem Eistee in einem Liegestuhl
und genoss die letzten Sonnenstrahlen dieses Tages. Ethan
leistete ihr Gesellschaft und die beiden unterhielten sich über
alles mögliche, während Leander sich schon überlegte wie er es
anstellen könnte das sie ihn nicht nur wegen der Frage haben
wollte, sondern sie vielleicht sogar wirklich scharf auf ihn
wurde.

Kapitel 9: Tod und Verderben

Am nächsten Tag erwischte Alandra
Leander als er halbnackt vor einem Spiegel stand und sich von
allen Seiten betrachtete. Sie grinste. „Leidest du nun unter
Minderwertigkeitskomplexen oder warum betrachtest du dich so
intensiv?“ Er grinste zurück. „Nein, ich wollte nur mal sehen ob
ich noch attraktiv bin.“ Alandra schüttelte den Kopf. „Natürlich
bist du das, schau dich doch an.“ Er nickte. „Oder werde ich
langweilig? Weil alles immer irgendwie das selbe ist?“ Nun wurde
es Alandra zu bunt. „Also gut, sag mir mal was das soll?“ Er
druckste einen Moment herum. „Nun ja, sieh mal. Andora, klar
gehe ich mit ihr ins Bett und ich kann mich auch nicht
beschweren. Doch von selber kam sie nur einmal an und das beim
ersten mal, mehr oder weniger. Um mir zu zeigen das sie mit mir
klar kommt. Seid dem nie wieder und du weißt wie lange das her
ist. So habe ich langsam das Gefühl das sie es nur aus
zweckdienlichen Gründen tut, aber nicht weil sie mich attraktiv
findet und scharf auf mich ist.“ Alandra nickte verstehend, sie
trat näher und drückte sich an ihn, die Arme um ihn legend.
„Erst mal bist du immer noch so heiß wie damals und zweitens
weiß ich das sie scharf auf dich ist. Es ist halt so, das sie
viel um die Ohren hat, hinzu kommt das du nicht der einzige
bist. Wenn sie jeden laufend fordern würde, käme sie gar nicht
mehr aus dem Bett und zu nichts anderem mehr. Also wartet sie
bei einigen von euch ab bis ihr von selber kommt.“ Er nickte.
„Also doch aus zweckdienlichen Gründen, damit ich nicht so
anfällig für Wutanfälle bin wie gestern. Das zieht einen Kerl
ganz schön runter.“ Alandra sah ihn liebevoll an. „Dann geh her
und setze dich mal in Szene, glaub mir sie ist nicht viel anders
als Aurian einst. Wenn ein Kerl es drauf anlegt, er entsprechend
aussieht, was du zweifellos tust, kann sie nicht widerstehen und
wird heiß. Wenn du einige Tipps brauchst, frag mal Eros er ist
darin Spezialist. Er hat sogar Elorien die harte Nuss herum
gekriegt.“ Leander seufzte. „Nun herum kriegen ist nicht das
Problem, ich brauche nur zu ihr zu gehen, sie zu küssen und an
mich zu drücken, dann weiß sie das ich sie will und lässt es
auch geschehen...aber das ist es eben, sie lässt es geschehen.
Doch das sie mal auf mich zu kommt und mir zeigt das sie mich
will...das geschieht eben nicht.“ Alandra nickte und verstand
nun wirklich. „Das Problem ist, das bei uns die meisten Kerle
sehr attraktiv sind und Ikarus als auch Ares besonders. Also
geht sie wenn sie etwas will und braucht zu den beiden, wie es
früher Aurian bei Myrion tat. Du müsstest gezielt ihr Blut in
Wallung bringen, so das sie nur noch dich sieht und will. Das
ihr erst gar nicht der Gedanke kommt, sich das was in dem Moment
in ihr aufsteigt bei Ikarus oder Ares zu holen, sondern sie das
nimmt was gerade verfügbar ist und das wärst du. Andora ist
immer heiß, das liegt in ihrer Natur als Nymphomanin, sie
kontrolliert es sehr, was Aurian einst sogar ab und zu mal
schwer fiel, doch Andora nicht. Sie hat eine immense
Selbstbeherrschung. Wenn du diese Selbstbeherrschung knackst,
liegt sie von sich aus in deinen Armen. Nur dann sei darauf
gefasst das sie dich nicht gehen lassen wird bis sie wirklich
zufrieden ist.“ Leander nickte er verstand. Dann küsste er
Alandra und zerrte erst mal sie ins Bett, er würde sich etwas
überlegen.
Derweil überwachte und
beobachtete Andora Raven und Zoran und seinen Bruder, die drei
hatten bereits zwei Welten bereist und dort von den beiden
Lichtgöttern in ihrem Streitwagen gehört. Man kann sich denken
das Raven nicht gerade freundlich aufgenommen wurde, vor allem
da ihr nach wie vor Schwärme von Raben folgten oder ihre Ankunft
sogar ankündigten. Man war misstrauisch, so das Raven sich
überlegte, zu ihrer Ursprungswelt zurück zu kehren und dort
eventuell mal im Turm von Lazaar nach zu sehen ob es dort einen
Gegenzauber gab, sie hoffte dabei das der Turm noch stand.
Währenddessen sah Andora das nun auch Darcon und Jorinde mit
bekamen das es auf ihrer Welt auf einmal auch Dämonen gab. Sie
konnten einen Spion dingfest machen und erfuhren so das die sich
zum Krieg auf sie rüsteten und wer dahinter steckte. Zum ersten
mal hörten sie von Araziel. Als sie hörten wie groß die Armee
der Dämonen war, wurden sie blass. Jorinde begann zu begreifen,
das es weit aus schlimmere Dinge gab als sie beide. Sie
brauchten Hilfe. Ob es ihnen nun gefiel oder nicht, sie reisten
zu Suna und Noran und erzählten ihnen was dort im Süden vor sich
ging. Die beiden sahen nun das Darcon und Jorinde zwar keine
Engel waren, aber zumindest nichts mit Luzifer oder dem Fluch zu
tun hatten. Die beiden waren nach wie vor mit Drake und Aires
befreundet und fragten sie um Rat. Von Andora instruiert gaben
ihnen die beiden den Rat sich ebenfalls zum Krieg zu rüsten um
der goldenen Stadt bei zu stehen. Andora rieb sich die Hände, so
früh sollte es zwar nicht geschehen, doch sie hatte auch bemerkt
das die Mütter der drei verbannten Götter sehr litten und hatte
es nun etwas beschleunigt. Nun wurde es Zeit das die fünf jungen
Götter auf einander trafen. Raven war auf dem Weg, Suna und
Noran rüsteten zum Krieg, ebenso Darcon und Jorinde. Luzifer der
immer noch Ärger mit Sephirot hatte überlegte sich das er ihn so
eventuell los werden könnte ohne ihn selber töten zu müssen.
Also setzte er Sephirot als seinen Heerführer ein, gab ihm einen
Teil seines eigenen Heeres mit und schickte ihn zu Araziel,
angeblich um ihn zu unterstützen. Von Ethan erfuhr nun Andora
das auch Luzifer in den Krieg eingreifen würden, den Araziel da
vor hatte und warum er Sephirot geschickte hatte. Andora grinste
und sprach nun mit Shandra und sagte ihr das wenn sie ebenfalls
in den Krieg eingreifen würden, sie gezielt Sephirot töten
sollte. Andora sah nur ein Problem, sie war sich sicher das auch
Anatol mit kämpfen wollen würde, das musste sie verhindern, denn
Anatol und Araziel auf einem Schlachtfeld konnte die
Prophezeiung auslösen, die über den beiden hing. Nun wurde es
Zeit auch Leander ein zu weihen, was sie dann auch tat. Sie
erklärte ihm was dort auf sie zu kommen würde. Sie hatte auch
von Ethan erfahren das Belana weitere Experimente gemacht hatte
und es so tatsächlich geschafft hatte Lykantropen sprich
Werwölfe zu züchten. Davon schickte sie einige zu Araziel damit
sie ihm helfen sollten. Diese Werwölfe waren intelligent und
nicht nur reine Bestien, was sie um so gefährlicher machte. Sie
besaßen sogar einen Anführer. Auch das erzählte Andora nun
Leander, der sich alles ruhig anhörte und dann nickte. Sie sah
ihn an. „Nun ist es an der Zeit auch das Heer der Götter vor zu
bereiten, nimm die mit die kämpfen können und teile sie ein wie
du denkst das es richtig ist. Nur vergiss nicht Ikarus ist immer
noch der Heerführer des Lichts. Besprich dich mit ihm...denn das
hier wird eine Schlacht wie man sie noch nie gesehen hat. Ach
und noch was. Es dürfen keine göttlichen Kräfte eingesetzt
werden, würde das jeder Gott tun, bliebe von der Welt nichts
mehr übrig. Nur eure eigene Kampfkraft ist gefragt.“ Leander
nickte und rief dann Ares und Ikarus zu sich um sie darüber zu
informieren was er von Andora erfahren hatte. Dann begannen er
und Ikarus das Heer der Göttter auf zu stellen und sie zu
instruieren. Darcon und Jorinde wollten nicht warten bis das
Heer der Dämonen vor der Stadt lag sondern wählten einen Platz
für die Schlacht einige Meilen vor der Stadt aus, der genau auf
dem Weg des Dämonenheeres lag. Unterdessen hatten Raven, Zoran
und Jarven das Portal zu dieser Welt passiert und waren auf Suna
getroffen. Erst wollte Suna sie angreifen, doch dann trat Zoran
vor und erklärte ihr das Raven alles Unheil wieder in Ordnung
bringen wollte. Suna und Noran waren zwar noch misstrauisch aber
sie dachten sich zwei Kämpfer mehr wären besser, so handelten
sie aus das wenn Raven ihnen helfen würde, das sie dann von Suna
den Gegenzauber bekommen würde für Lazaar und so auch beweisen
konnte das sie es ernst meinte. Raven war damit einverstanden
und bat nur darum das man Jarven dort in der Stadt lassen dürfe,
damit ihm nichts geschah, denn ein Kind auch wenn es zehn war,
hatte auf einem Schlachtfeld nichts zu suchen. Sunas Eltern
erklärten sich bereit auf den kleinen Jungen zu achten. Dann zog
auch das Heer das Noran zusammen gestellt hatte durch das Portal
in Richtung Schlachtfeld und mit ihnen auch Raven und Zoran.
Wobei in Ravens Fall ihr kommen bereits durch ihre Raben
angekündigt wurde. Schwärme von Raben saßen rundum das
Schlachtfeld in den Bäumen und warteten auf ihre Herrin. Sie
alle würden das Heer des Lichts bilden ohne es zu wissen. Ikarus
und Leander hielten bei der Aufstellung des göttlichen Heeres
Anatol außen vor, denn auch sie wussten das er niemals mit
Araziel zusammen treffen durfte. Nach einigen Tagen lagerten die
beiden Heere am Rande des zukünftigen Schlachtfeldes. Das
göttliche Heer wartete bis es endgültig zur Schlacht kommen
würde, bevor sie eingreifen würden. So wussten die Sterblichen
noch nicht das sie Verstärkung von den Göttern bekommen würden.
Luzifer sah das sich das göttliche Heer zum Kampf bereit machte.
Er selber würde sich da heraus halten, weil er nicht zum
Verräter an seinem eigenen Volk noch an Andora werden wollte.
Das sagte er auch Ikarus, doch erklärte ihm das er dennoch
anwesend sein würde um die Schlacht zu verfolgen. Er bat
lediglich darum das man Araziel verschonen möge, da er ihn noch
brauchte. Das versprach Ikarus und gab das auch an die anderen
Götter weiter. Circe sorgte dafür das es am Rand des
Schlachtfeldes einen kleinen Hügel gab, auf dem an diesem Tag
Luzifer und Andora stehen konnten um die Schlacht zu verfolgen,
denn auch Andora hatte nicht vor direkt ein zu greifen.
Dann war es soweit, der Tag war
gekommen, die Heere stellten sich auf. Mit Araziel zu verhandeln
hatte keinen Zweck, das hatte man bereits versucht doch er hatte
jeden Boten tot zurück geschickt. Auf dem Hügel standen Andora
und Luzifer unsichtbar und würden die Schlacht verfolgen. Das
Dämonenheer stürmte auf das andere los und schon flogen die
Pfeile des sterblichen Heeres, die bereits einige Dämonen
dahinrafften. Die nachfolgenden kamen immer näher und dann
trafen sie auf einander. Raven ritt auf ihrem schwarzen Pferd
dazwischen durch mit Zoran an ihrer Seite und wohin ihr Schwert
traf fielen die Gegner um. Die Magier ließen von den hinteren
Reihen ihre Zauber fliegen und töteten ebenso immer wieder. Dann
erschien am Himmel der Streitwagen des Lichts und raste auf das
Schlachtfeld zu. Im ersten Moment blendete er alle, doch dann
schossen die Lichtpfeile aus Shandras Bogen auf die Dämonen. Die
Sterblichen jubelten über diese unverhoffte Verstärkung. Der
Streitwagen fuhr in einem Höllentempo durch die Dämonen und auch
hier wohin Lyzars Schwert traf fielen die Dämonen um. Zum ersten
mal seit hundert Jahren waren alle fünf jungen Götter wieder
vereint und kämpften gemeinsam. Die Schlacht wogte hin und her,
dann schickte Araziel Sephirot mit seiner Armee in den Kampf und
der Streitwagen des Lichts erhob sich wieder und sauste nun auf
Sephirot zu, wo ihn ein Pfeil aus Shandras Bogen traf und er tot
auf dem Schlachtfeld zusammen brach. Luzifer sah es und jubelte.
„Ja damit bin ich ihn endlich wieder los.“ Andora die neben ihm
stand, grinste ihn an.“ Er sah sie an. „Du wusstest das ich ihn
los werden wollte?“ Sie nickte nur leicht, dann sahen beide
wieder auf die Schlacht. Leicht hob Andora ihre Hand und nun
traten die Götter in den Kampf ein. Wie eine Walze so mähten die
Götter und an vorderster Front Ikarus und Ares, durch die
Dämonen. Als Araziel sah das die Götter eingriffen schickte er
die Werwölfe los, doch auch hier schützten die Götter die
Sterblichen vor deren Bissen oder Krallen um zu verhindern das
sie sich ansteckten. Neben Ikarus und Ares schritten die beiden
Löwen einher und bissen ebenso immer wieder um sich oder rissen
mit ihren Krallen den einen oder anderen Gegner auseinander und
töten so ebenfalls. Doch dann traf ein wovor sich Andora
gefürchtet hatte. Der Lichtengel erschien und neben ihr Anatol.
Der ging geradewegs auf Araziel zu und hatte sein Schwert
gezogen. Sie brüllte entsetzlich auf. „Neiiiiiiiiin...“ Dann war
sie neben Luzifer verschwunden und erschien genau zwischen den
beiden Gegnern, die gerade auf einander los gingen, Bevor Andora
oder auch Araziel und Anatol reagieren konnten, trafen sie die
beiden Schwerter und durchbohrten sie. Leo hatte es kommen sehen
und sprang mit einem Riesensatz der über das gesamte
Schlachtfeld ging auf Andora zu um sie aus der Gefahrenzone zu
bringen doch es war zu spät. Andora fiel tot zu Boden. Das ließ
nun auch Ikarus und Ares aufbrüllen, ebenso wie Luzifer der ihr
gefolgt war. Alles geschah wie in Zeitlupe. Nun sah man was noch
in Ikarus steckte, denn nun mähte er wie ein Berserker durch das
feindliche Heer bis er bei Andora ankam. Dann fiel er auf die
Knie und hob Andora in seine Arme. Neben ihnen tauchten nun
Anubis und Kronos auf. Kronos hielt sofort die Zeit an und
Anubis seufzte leise. Kronos sah Anubis an. „Die Schwerter
stecken noch in ihr, wir müssen sie heraus ziehen, dann kannst
du ihre Seele wieder in sie einfließen lassen.“ Anubis
schüttelte den Kopf. „Sie würde sofort wieder sterben, denn die
Wunde die das Götterschwert schlug ist tödlich. Man müsste erst
die Wunden schließen und sie heilen.“ Anubis rief Alandra herbei
und deutete auf Andora. „Wir werden die Schwerter entfernen und
du musst sie heilen, dann gebe ich ihr ihre Seele zurück. Das
Licht schreit es will zurück. Es konnte so schnell gar nicht
reagieren sonst wäre sie nicht umgefallen.“ Kronos nickte. „Wir
müssen schnell handeln, sonst bricht das Universum zusammen,
sobald ich die Zeit weiter fortlaufen lasse. Ohne eine Göttin
des Lichts kann das Universum nicht existieren. Oh Himmel wie
konnte das geschehen?“ So heilte Alandra erst mal Andora, nach
dem man die Schwerter entfernt hatte und Anubis ließ die Seele
wieder in den Körper zurück kehren. Es dauerte einen Moment dann
schlug Andora die Augen auf. „Was ist passiert? Ich wollte doch
nur verhindern, das die beiden sich gegenseitig umbringen.“
Anubis nickte. „Ja und hast dabei vergessen deine Lichtkräfte zu
aktivieren und da dich ein Götterschwert traf, konntest du auch
sterben. Himmel Mädchen du solltest nachdenken bevor du
handelst. Wie Aurian einst sagte, es muss geschehen was
geschehen muss, du kannst es nicht immer verhindern. Du hast es
lange genug heraus gezögert.“ Andora sah von einem zum anderen
und dann um sich, wo alles andere erstarrt war, sogar Ikarus der
sie noch im Arm hielt. „Ihr habt die Zeit angehalten.“ Kronos
nickte. „Das musste ich. Doch jetzt werde ich sie weiter laufen
lassen.“ Andora verstand. Dann lief die Zeit weiter und Andora
sah Ikarus an. Der sie perplex ansah, das sie wieder lebte.
Tränen strömten seine Wangen herab und neben ihm kniete Ares und
auf der anderen Seite Luzifer, die beide nicht weniger weinten.
Dann erklang Andoras Stimme. „Weint nicht ich bin doch wieder
bei euch. Zeigt es ihnen lieber und macht dem hier ein Ende.“
Ikarus und Ares tasteten sie ab ob alles in Ordnung wäre, dann
stellte Ikarus sie wieder auf die Beine. Nun sah er die beiden
anderen an. „Machen wir dem ein Ende.“ Luzifer ging auf den
erstarrt stehenden Araziel zu, der nun weniger erstarrt war weil
die Zeit still stand , sondern dem klar wurde was er getan
hatte. Tief knurrte Luzifer ihn an. „Beende sofort den Krieg
oder aber ich sorge dafür das er beendet wird und bitte die
Göttin des Lichts alles zu vernichten. Danach packst du alles
ein, deine Dämonen, deine Werwölfe und was du sonst noch hier
hast und machst das du nach Hause kommst ist das klar?!!“ Dann
drehte er sich um und sah Anatol an. „Und du höre gefälligst
wenn man dir etwas sagt, wurdest du nicht angewiesen dich hier
fern zu halten? Wollt ihr beide das gesamte Universum
vernichten?!!“ Araziel hatte Luzifer noch nie so wütend gesehen
und brüllte nun über das Schlachtfeld „Rückzug...sofort
Rückzug.“ Doch leise flüsterte er Anatol noch zu als er an ihm
vorbei schritt. „Wir werden uns wieder sehen.“ Die so lange
ruhende Feindschaft der beiden war wieder aufgebrochen. Als die
Menschen sahen das die Dämonen sich zurück zogen feierten und
jubelten sie. Die goldene Stadt war wieder sicher.

 
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