Kapitel 22: Leanders Problem


 

Alandras Schwangerschaft schritt voran. Leander hielt sich da heraus, er wollte nicht mal mehr mit ihr schlafen. Als er an einem Tag mal auf Ikarus traf, fragte er ihn gerade heraus wie er es fertig gebracht hatte mit Andora ins Bett zu gehen, wo er wusste das sie das Kind von Luzifer trug. Ikarus hatte ihn ruhig angesehen und mit der Schulter gezuckt. „Ich war einfach viel zu scharf auf Andora, als das es mich gestört hätte das sie schwanger von einem anderen war.“ Er sah Leander fragend an, dann kam ihm die Erleuchtung. „Es stört dich dermaßen das sie schwanger ist, das du mit Alandra das Bett nicht mehr teilen kannst, versteh ich das richtig?“ Leander nickte. „Teilen schon, ich liege Nachts neben ihr und halte sie auch in meinen Armen, aber mehr ist nicht drin. Wäre es vielleicht noch das Kind eines anderen Gottes, könnte ich es auch problemlos hinnehmen, aber diese Monströsität die da in ihr heran wächst.“ Nun sah Ikarus ihn böse an. „Kerl hast du sie nicht mehr alle? Ich hoffe das hast du ihr nicht gesagt? Ich bin ja schon teilweise ein Holzfäller mit meinen Worten und Taten, aber das würde ich der Frau die ich liebe nicht an den Kopf werfen.“ Leander seufzte. „Natürlich habe ich ihr das nicht gesagt. Aber so fühle ich, wenn ich sie ansehe und sehe wie ihr Bauch wächst und mir vorstelle was dort in ihr heran wächst, wird mir schlecht.“ Ikarus schüttelte mit dem Kopf. „Kerl obwohl du einige hundert Jahre älter als ich bist, scheinst du ein wirkliches Problem zu haben. Du bist doch sonst nicht so empfindlich, du schreitest ohne mit der Wimper zu zucken über die blutigsten Schlachtfelder und hier machst du einen Rückzieher. Was ist los mit dir? Mal abgesehen davon das dieses Kind keine Monströsität ist. Es ist lediglich ein Wandler, nicht mehr und nicht weniger. Es wird von Alandra göttliche Fähigkeiten mit bekommen und eben die Fähigkeit haben ein Löwenwandler zu sein. Also was ist daran monströs?“ Leander knurrte leise. „Es ist ein halbes Tier.“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Junge also das ist mir zu hoch. Ist Leo etwa auch ein halbes Tier? Oder Morgaine? Bist du eigentlich noch zu retten? Du hast nicht irgendeine Gefährtin, du lebst an der Seite von Mutter Natur und wenn sie entscheidet das es ein neues Wesen geben soll, selbst wenn sie es dafür selber aus trägt, dann ist es halt so. Sie wendet sich auch nicht von dir ab, wenn du mal wieder einen Rappel bekommst und meinst den Kriegsherren im Bett spielen zu müssen. Oder sehe ich das falsch?“ Leander sah ihn nun ebenso wütend an. „Das tue ich ja gar nicht, wenn ich merke es überkommt mich....“ jetzt wurde er klein laut. „...gehe ich zu Andora.“ Ikarus nickte. „Verstehe...deine Frau willst du damit nicht belasten, also gehst du zu meiner. Was mich im Grunde auch nicht stört, denn Andora hält es erstens aus und zum zweiten weiß ich das sie es sogar genießt. Aber das ist nicht der Punkt. Du liebst Alandra so sehr das du ihr das nicht antun willst, doch jetzt tust du ihr mehr weh in dem du sie im Stich lässt, als wenn du sie überfallen würdest mit deiner Kriegswut. Was denkst du wie sie sich fühlt wenn du dein Verlangen ihr gegenüber so sehr runter schraubst das du sie nicht mal mehr anrührst, wobei ich davon ausgehe, das du nicht ganz verzichtest. Ich denke du holst es dir wo anders. Meinst du das tut ihr nicht auch weh? Kerl, verdammt, unsere Frauen sind zwar nicht eifersüchtig, doch hier fokussierst du das sie eifersüchtig werden könnte, weil du sie links liegen lässt und deine Bedürfnisse woanders stillst. Also du hast jetzt zwei Möglichkeiten, entweder du zeigst ihr hier nachhaltig das du sie ebenso noch willst oder aber verzichtest selber darauf. Aber da ich deine Libido kenne, würde dir das zweite mehr als schwer fallen, denn wenn du scharf bist, willst du auch. Also wirst du heute Abend zu ihr ins Bett springen und ihr zeigen das du sie noch willst.“ Leander seufzte. „Ich kann nicht....wenn ich sie ansehe fällt alles in sich zusammen. Meine Lust ist in diesem Moment auf den Nullpunkt. Um es krass auszudrücken, ich bin bei ihr im Moment impotent.“ Er knurrte leise wütend, weil er wusste das Ikarus mehr als recht hatte, aber sein Kopf spielte da nicht mit. Sobald er Alandras wachsenden Bauch sah, dachte er daran was in ihr wuchs und nichts ging mehr. Ikarus überlegte fieberhaft was man da machen könnte. Er verstand das Problem, doch fiel ihm keine Lösung ein. Er sah Leander an. „Vielleicht hat Andora da eine Lösung ich wüsste im Moment keine.“ Leander wurde leuchtend rot. „Ich kann doch bei Andora unmöglich sagen was momentan mit mir los ist, zumindest wenn es um Alandra geht.“ Ikarus sah ihn an. „Entweder das, wobei ich weiß das sie darüber schweigen wird oder aber du sitzt die Zeit aus, allerdings darfst du dann auch zu keiner anderen gehen.“ Leander knurrte leise. „Wie du eben schon selber fest gestellt hast kann ich das nicht. Alleine wenn mich meine Kriegswut überkommt, muss ich spätesten dann mit Andora ins Bett gehen, ansonsten schlage ich alles kurz und klein. Das weißt du ebenso wie ich.“ Ikarus kam eine andere Idee. „Was wäre wenn du in deiner Kriegswut zu Alandra ins Bett gehst, dann bist du so scharf das du vielleicht nicht daran denkst.“ Leander nickte. „Daran habe ich auch schon gedacht, doch weiß ich das ich dann unberechenbar bin und wenn ich in diesem Zustand Alandras Bauch sehen würde...“ Ikarus nickte und vervollständigte den Satz. „..könnte es passieren das du sie glatt umbringst. Also gut, dann bleibt nichts anderes, wir müssen mit Andora reden, vielleicht fällt ihr dazu etwas ein.“ Er sah Leander an. „Ich verstehe das du das ungerne vor einer Frau ausplaudern möchtest, vor allem vor einer mit der du keine Probleme hast ins Bett zu steigen.“ Leander raufte sich die Haare. „Himmel noch mal, ich war immer als scharfer Hund verschrien und muss nun zugeben das ich ausgerechnet bei der Frau die ich liebe, nicht kann. Wie peinlich ist das denn?“ Ikarus sah ihn gelassen an. „Wie peinlich wäre es wenn sie dich verlässt und überall aus Hass erzählt das du keinen mehr hoch kriegst?“ Leander nickte. „Also gut, reden wir mit Andora.“ Daraufhin gingen sie, sie suchen und fanden sie in ihrem Büro wo sie gerade eine neue Nadel an eine ihrer Karten heftete, an eine Welt die neu besiedelt worden war. Sie sah die beiden an und sah Ikarus Gesicht an das etwas nicht stimmte. Die beiden erklärten ihr nun das Problem und Andora nickte immer mal verstehend. Allerdings sah sie Leander überrascht an als er zugeben musste das er bei Alandra nicht mehr konnte, verstand aber den Grund. Sie überlegte kurz und sah Leander an. „Was wäre wenn eine andere Frau das Kind austragen würde, so das Alandra davon befreit wäre. Könntest du dann wieder?“ Leander nickte. „Ja, ich kann es nur nicht weil ich weiß was dort in ihr heran wächst.“ Ikarus sah ihn warnend an, das Kind bloß nicht wieder als monströsität zu bezeichnen. Andora nickte. „Hast du mal mit Alandra über dein Problem gesprochen, weiß sie es?“ Leander sah sie entsetzt an. „Nein, natürlich nicht. Wie kann ich vor ihr zugeben das ich bei ihr nicht mehr kann.“ Andora schüttelte den Kopf. „Also erst mal könnten wir ihr das Kind nicht einfach wegnehmen, ohne ihr wenigstens zu sagen wieso es getan wurde. Zweitens da sie Mutter Natur ist, müsste sie es ohnehin tun und drittens ihr Kerle haltet euch immer für so klug, habt ihr schon mal daran gedacht, das Alandra, gerade weil sie Mutter Natur ist, das eventuell sogar verstehen könnte?“ Leander seufzte. „Wie sollen wir ihr das nur beibringen? Ich kann es nicht.“ Andora nickte. „Aber ich kann, kommt mit, das werden wir sofort erledigen.“ Damit erschienen alle drei bei Alandra und Andora sah sie an. „Meine Liebe, dein Mann hat ein Problem und wir sollten darüber reden.“ Also erklärte ihr Andora mit recht einfachen Worten wo das Problem lag, setzte aber dann noch hinzu. „Ich kann dir eine Mitschuld nicht absprechen. Denn du hast der Zeugung zugestimmt ohne wenigstens zuvor mal mit Leander gesprochen zu haben. Als ich damals Anatol bekam, wussten Ikarus und Ares schon vorher was geschehen würde. Doch hier wurde Leander vor vollendete Tatsachen gestellt und das kann einen Kerl ganz schön umwerfen, auch wenn er wie Leander so ein Bulle ist. Du hast nun zwei Möglichkeiten, entweder wirst du die Zeit deiner Schwangerschaft darauf verzichten müssen das er mit dir schläft oder aber eine andere trägt das Kind weiter aus.“ Alandra sah Leander an. „Liebst du mich noch oder habe ich damit auch deine Liebe verloren?“ Leander setzte sich sofort neben sie und nahm sie in seine Arme. „Himmel natürlich liebe ich dich noch, du bist die Liebe meines Lebens. Wie kannst du so etwas fragen? Es ist halt nur so, sobald ich deinen Bauch sehe und mir vorstelle was da heran wächst, geht einfach nichts mehr. Ich habe es mehr als einmal versucht.“ Alandra nickte. „Ich hatte mich schon gewundert, früher hast du kaum eine Nacht ohne auskommen können und nun auf einmal wolltest du nicht mehr. Ich wäre doch nie auf den Gedanken gekommen, das in dir so ein Kopfkino abgeht, das nichts mehr ging.“ Sie dachte kurz nach, sah dann Leander wieder an. „Also du kannst nur bei mir nicht, bei anderen geht es schon, oder?“ Er nickte zustimmend. Alandra sah ihn an. „Andora hat recht, ich hätte zuvor mit dir reden sollen, vielleicht hätte es dich dann nicht so umgehauen. Also ich will das Kind nicht hergeben, es ist mein Kind, egal von wem es gezeugt wurde. Ich kann dir nun nur eins anbieten. Befriedige deine Bedürfnisse bei anderen und keine Sorge ich komme diesbezüglich nicht zu kurz, denn ich werde es ebenso halten. Doch möchte ich nicht auf einige Zärtlichkeiten von deiner Seite verzichten, denn ich liebe dich ebenso. Wenn du mir dahin gehend wenigstens zeigen kannst das du mich weiter hin liebst, denke ich das wir diese wenigen Monate schon überstehen.“ Leander sah sie überrascht an, er hätte im Leben nicht damit gerechnet das sie es so einfach aufnehmen würde. Er nickte erfreut und küsste sie nun stürmisch, ein Kuss der ihr wirklich zeigte wie sehr er sie liebte. Als er den Kuss löste, strich er sachte mit der Hand über ihren Bauch und sah sie an. „Mir war klar das du das Kind nicht hergeben würdest, auch wenn es eine reizvolle Lösung gewesen wäre. Ich liebe dich mein Herz und das wäre für mich kein Grund dich zu verlassen. Ich bin froh das du mich verstehst, ich fühlte mich schon nur noch als halber Mann, weil ich der Frau die ich liebe, nicht mehr beiwohnen konnte.“ Sie strich ihm sanft mit einer Hand über das Gesicht. „Ich liebe dich ebenso, also tobe dich da aus wo es geht und wenn das vorbei ist, finden wir auch im Bett wieder zusammen.“ Er nickte aufatmend. Er hätte gerne gesehen wenn sie das Kind abgegeben hätte, doch seine Liebe zu ihr war so groß das er es unmöglich von ihr verlangt hätte, da er wusste das sie dieses Kind, das in seinen Augen eine Monströsität war, bereits liebte. Ikarus hoffte nur das er diese Meinung ändern würde, wenn das Kind erst einmal da war. Denn alleine Anatol hatte gezeigt, das es nicht immer erheblich ist, wer der Erzeuger des Kindes war, denn Anatol hatte obwohl er den Dämonenfürsten zum Vater hatte, ein goldenes Herz und eine reine Seele. Leander konnte grausam und hart sein, doch wenn es um Alandra ging schmolz er dahin wie Butter in der Sonne, daher war es für ihn entsetzlich gewesen nicht mit ihr schlafen zu können. Er hoffte nun einfach das sich alles wieder geben würde, wenn die Schwangerschaft vorbei war. Er sah Ikarus und Andora dankbar an, denn sie hatten es ihm ermöglicht offen über sein Problem reden zu können. Leander und Alandra, nahmen sich vor, die beiden jungen Götter zum Vorbild zu nehmen und ab sofort über alles zu reden, egal wie peinlich es auch sein mochte.

Nun auch Ikarus sollte von Problemen nicht verschont bleiben, wenn auch eher auf positive Weise. So saß an einem Tag Ares im Wohnzimmer ihres großen Hauses, als Ikarus herein gestürmt kam und sich wie wild umsah, er brüllte Ares regelrecht an und fragte wo Andora sei. Ares sah ihn überrascht an und meint. „Entweder im Schlafzimmer, weil irgendwer sie wollte oder...“ :weiter kam er nicht weil Ikarus schon wieder hinaus stürmte. Er folgte Ikarus der nun wie wild ins Schlafzimmer blickte und dort Andora aber nicht fand. Ares vervollständigte nun den Satz. „ oder in Luzifers Zimmer, da er sich in letzter Zeit sehr oft hier aufhält und ich könnte mir vorstellen, das Andoras Nähe ihn wuschig macht.“ Worauf Ikarus sich herumdrehte und nun die Treppe herauf nach oben rannte, worauf Ares sich hoch teleportierte und schon neben Luzifers Türe auf ihn wartete. Er sah Ikarus entgegen der hinauf gestürmt kam. „Warum du nun gelaufen bist weißt du selber nicht oder? Mal abgesehen davon kannst du kaum in sein Zimmer stürmen falls er gerade mit Andora zusammen ist.“ Ikarus sah ihn wild an. „Egal ich hole ihn von ihr herunter, denn ich will sie. Oder ich werfe mich dazu.“ Das entlockte Ares nun ein lachen. „Das glaubst du selber nicht. Du magst Luzifer zwar, aber nicht so sehr das du mit ihm zusammen bei ihr liegen würdest. Kannst du mir mal sagen was dich so rattenscharf gemacht hat das du wie ein Wilder hier herum läufst?“ Ikarus sah nur kurz Ares an. „Das erzähle ich dir später,“ :dann riss er die Türe zu Luzifers Zimmer auf, doch auch dort war Andora nicht zu finden. Nun platzte Ares der Kragen und er nahm Ikarus am Arm um mit ihm zu Andoras Büro zu teleportieren, wo sie gerade in einer Diskussion mit Luzifer saß. Ikarus sah sie nur, rannte auf sie zu, ergriff ihren Arm und verschwand mit ihr ohne ein Wort zu sagen. Luzifer sah auf den Platz an dem Andora noch vor einer Sekunde gesessen hatte, dann sah er Ares an der nur mit der Schulter zuckte und trocken meinte. „Er ist im Moment recht rattig.“ Luzifer grinste leicht. „Meinst du damit er ist recht scharf auf was bestimmtes?“ Ares nickte lachend. „Ja so habe ich ihn seit unserer Jugend nicht mehr gesehen, wo er nur heiß war. Ich frage mich was das ausgelöst hat.“ Die beiden folgten Andora und Ikarus unsichtbar und sahen das sich Ikarus bereits auf Andora geworfen hatte und schon fleißig dabei war. Ares sah Luzifer an. „Wir sollten uns setzen, das kann nun dauern. Wenn er so heiß ist, dann ist er nicht mit einem mal zufrieden.“ Ikarus tobte sich aus, jedes mal wenn Andora was sagen oder fragen wollte nahm er ihr den Atem in dem er sie wild und stürmisch küsste und weiter machte. Luzifer sah Ares an. „Himmel der ist ja wirklich mehr als scharf.“ Ares nickte und sorgte für eine Flasche Wein die er sich mit Luzifer teilte. Nach dem vierten mal hatte dann auch Ikarus fürs erste genug, so das Andora ihn endlich fragen konnte was mit ihm los war. Er stützte sich auf einen Arm, während er aber noch nicht von Andora herunter ging. Schwer atmend und nass geschwitzt sah er sie an. „Du weißt das ich recht neugierig bin, nun ja und heute beobachtete ich wie Alrik mit Circe verschwand, ich konnte mich nicht bremsen und folgte ihnen. Ich fand sie in ihrem Schlafzimmer und was da nun abging, holla die Waldfee, das hat sogar mich nicht kalt gelassen, also kochte es in mir und ich wollte dich unbedingt haben. Ich dachte ich explodiere gleich.“ Andora lachte. „Das du auch nicht aus anderer Leute Schlafzimmer bleiben kannst. Dir ist schon klar das du mich eben aus einer Besprechung mit Luzifer geholt hast.“ Er nickte und sah grinsend an ihr entlang. „Es schien dir aber nicht missfallen zu haben, was wir gerade taten. Mein Rücken erzählt mir das du ebenso heiß warst wie ich.“ Ares grinste Luzifer an. „Nun jetzt wissen wir was ihn so zum kochen brachte.“ Luzifer nickte und sah Ares an. „Also ich verstehe nicht wie du so ruhig hier sitzen kannst, mich hat das ganze hier auch ganz schön heiß gemacht. Ich glaube jetzt muss ich mich auch austoben gehen.“ Kurz darauf war Luzifer verschwunden und Ares lachte. Er machte es einfach, er zog sich aus und legte sich zu den beiden, wissend das er auch noch auf seine Kosten kommen würde. Als Ikarus am nächsten Tag Luzifer über den Weg lief, grinste der ihn frech an. „ Also wenn du scharf bist dann aber richtig.“ Ikarus wusste von Ares das Luzifer seinem Liebesspiel zugesehen hatte und zwinkerte ihm ebenso frech zu. „Wieso auch nicht, vor allem da ich weiß das sie nie nein sagen würde.“ Luzifer nickte. „Ares sagte mir das du sogar zu mir und ihr ins Bett springen wolltest wenn du uns zusammen erwischt hättest, stimmt das?“ Ikarus sah ihn an und nickte. „Ja das sagte ich zwar, aber ich glaube, ich hätte dich eher von ihr herunter gerissen und sie mir selber genommen. Warum fragst du? Du hast doch nicht ernsthaft geglaubt das ich sie mir mit dir in diesem Moment teilen würde oder?“ Luzifer nickte verstehend. „Nun ja ich dachte warum nicht.“ Luzifer hoffte dadurch auch mal in den Genuss von Dingen zu kommen, die Andora wirklich nur bei Ikarus oder Ares tat. Ikarus sah ihn überrascht an. „DU würdest einen anderen Kerl neben dir im Bett dulden? Also das wundert mich nun wirklich. Das du es mit einigen Frauen auf einmal im Bett treibst, ist mir bekannt, aber einen anderen Kerl, dazu noch mich, das überrascht mich.“ Er grinste dann frech und setzte sogar noch einen drauf. „Du weisst aber schon das ich keinen Unterschied mache ob Mann oder Frau, auch der Kerl in meinem Bett muss damit rechnen das ich ebenso auch bei ihm einiges tue was dir bestimmt nicht gefallen würde.“ Luzifer war sofort klar was Ikarus meinte und schluckte. Er sah an Ikarus entlang und betrachtete ihn. Ikarus war ein ganzer Kerl, wirklich groß, kräftig, muskulös gebaut und man sah ihm die Kraft an. Er war männlich durch und durch. Ikarus wartete gelassen ab. Auch wenn Luzifer in der Regel undurchschaubar war, doch in diesem Moment konnte Ikarus ihm am Gesicht ablesen was er dachte. Das vor ihm ein ganzer Kerl stand, der es tatsächliche auch mit einem Mann tat und sogar noch dazu stand.

Während Ikarus sich gerade mit Luzifer amüsierte stand in Andoras Büro eine aufgeregte Morgaine die ihr von einer dunklen Bedrohung auf einer der mittelalterlichen Welten berichtete. „Der schwarze Drache wurde geweckt. Araziel hat ihn gefunden und aufgeweckt. Ich spüre seine bösen Gedanken, ich fühle das es nicht mehr lange dauert und er sich erheben wird um gegen den Drachenlord an zu treten. Er will die Vorherrschaft über die Drachen dieser Welt.“ Andora sah sie an. „Du kannst die Drachen spüren?“ Morgaine nickte. „Ja nicht nur spüren, sondern wenn ich mich auf einen einzelnen konzentriere auch dessen Gedanken lesen oder zumindest spüren was er vor hat. Und der schwarze hat etliche hundert Jahre geschlafen, doch nun hat ihn der finstere Gott geweckt und ihn aufgehetzt. Ich dachte das sollte ich dir erzählen. Ach und noch etwas, es gibt bereits zwei silberne Drachen auf dieser Welt die sich auch in menschlicher Form zeigen können, allerdings im Unterschied zu mir, bleiben sie auch in menschlicher Form Drachen.“ Andora nickte verstehend. „Also gut eins nach dem anderen, als erstes müssen wir den Drachenlord informieren und ihn darauf aufmerksam machen das der schwarze sein Territorium will. Dann sollten wir die Menschen von dort evakuieren, damit falls es zum Kampf kommt, keine Toten zu beklagen sind. Also sollte man auch den Hochkönig informieren.“ Sie sah Morgaine an und lächelte. „Du hast weise gehandelt, es war gut das du zu mir gekommen bist. Komm mit ich zeige dir wie du zu dieser Welt reisen kannst, doch hüte dich davor neue Welten von selber erkunden zu wollen, für dich gilt das gleiche wie für Jarven, ein falscher Teleport und du wärst tot.“ Morgaine nickte heftig. „Ich weiß das würde ich nie riskieren. Doch darf ich fragen wieso Elorien es kann oder Ethan? Die schweben im Weltall ohne zu ersticken.“ Andora nickte. „Wir Götter haben eine Art Schutzschild der uns vor dem luftleeren Raum schützt, nur deswegen können wir es. Wenn wir uns in den Weltraum begeben, bildet sich dieser Schutzschild sofort. Du hast zwar einige göttliche Kräfte, bist aber keine reine Göttin, daher sei vorsichtig. Vielleicht gebe ich dir mal den vollkommenen Status einer Göttin womit du dann diesen Schutzschild ebenso hättest, doch dazu musst du dich erst bewähren.“ Morgaine nickte verstehend.

Andora würde nun erst mal alles in die Wege leiten um diese Welt vor dem schwarzen Drachen zu schützen. Unterdessen knabberte Luzifer immer noch an der Erkenntnis herum, das er wenn er mit Andora und Ikarus tatsächlich ins Bett gehen würde er wohl einige Erfahrungen machen würde, an die er im Leben nie gedacht hatte. Er bat sich von Ikarus Bedenkzeit aus, der dazu nur frech grinste und ihm sagte er solle sich so viel Zeit nehmen wie er wollte.

 

Kapitel 23: Dymar Drachentöter


 

Während sich auf der Götterwelt einiges abspielte, waren die beiden Abenteurer Suna und Noran bereits unterwegs. Ikarus amüsierte sich immer noch über Luzifer und rechnete nicht damit das er wirklich auf das Angebot einging. Ikarus wusste das er sehr männlich aussah und er konnte sich nicht vorstellen das Luzifer so jemanden neben sich dulden würde. Luzifer wollte im Bett das sagen haben und es wäre ja denkbar das Ikarus ihm diesbezüglich den Rang ablaufen würde. Er hatte sich eines Tricks bemächtigt den auch Lazarus schon mal angewendet hatte. Derweil kümmerten sich Andora und Morgaine um den schwarzen Drachen, in dem sie den Drachenlord und den Hochkönig über die drohende Gefahr informiert hatten. Das heißt eigentlich hielt sich Andora wie so oft im Hintergrund und hatte die junge Drachenwandlerin zu ihnen geschickt. Andora hoffte das Morgaine so von dem Abenteuer abgelenkt wurde das auf der anderen Welt stattfand. Hinzu kam das die beiden auf der Götterwelt lebenden alten Drachen auch wieder mal etwas von ihren Nachkommen hörten. Zandramas machte sich immer noch Sorgen wegen des Schwarzen, der auch aus ihrem Nest kam. Als er damals das Ei fand, war er schon am überlegen ob er dieses nicht aus Versehen aus dem Nest fallen lassen sollte. Aber Serena war wieder mal dagegen gewesen. Der Drachenlord war ein goldener Drache dem Aurian einst sogar besondere Fähigkeiten gegeben hatte, damit er dem Schwarzen, falls es mal zum Machtkampf kommen sollte überlegen wäre. Nun waren einige hundert Jahre vergangen, der Schwarze hatte lange geschlafen, doch nun war er erwacht. Aufgehetzt von Araziel wollte er dem Drachenlord die Macht über die Drachengemeinschaft streitig machen. Andora konnte sich denken worin das enden würde. Sie suchte fieberhaft auf der Welt nach einem Helden der sich zusammen mit dem Drachenlord gegen den Schwarzen stellen würde, doch hier schienen die Helden ausgegangen zu sein. Es gab nämlich keinen. Auf einmal wurde ihr klar, wozu Aurian die Legenden über gewisse Helden geschaffen hatte, so konnte sie immer mal auf einen bereits verstorbenen Helden zurück greifen, wenn sie mal einen benötigte. Doch hier gab es keine alten Legenden mehr.....Andora überlegte...es sei denn sie würde eine schaffen. Doch so kurzfristig war das kaum möglich.

Kurz danach durchschritt sie die Hallen der Helden, Anubis begleitete sie. „Gibt es denn keinen Helden der schon mal gegen Drachen gekämpft hat? Vor allem er soll ihn ja nicht töten sondern nur verscheuchen.“ Anubis sah sie an. „Doch es gibt Drachentöter, doch wie willst du ihnen klar machen das sie oder er, wieder leben und wie er in eine fremde Welt kommt? Hinzu kommt das die meisten keinen Unterschied machen ob guter oder böser Drache. Für sie ist jeder Drache eine Gefahr. Das heißt...Moment eine Ausnahme gibt es, komm mit.“ :damit rannte er durch die Gänge und Andora folgte ihm. Er deutete in einen der Steinsärge. „Er besaß mal ein halbes Drachenherz. Allerdings als man den Drachen tötete starb auch er zwangsläufig.“ Anubis zeigte auf den Krieger der dort lag. Andora sah in den Sarg und schnaufte leise. „Holla, der sieht aber verdammt gut aus.“ Der Krieger war dunkelhaarig, schien sehr stark zu sein und war sportlich durch trainiert. Seine Hände lagen um den Griff eines mächtigen Schwertes, von dem Andora spürte das es starke Magie in sich trug. Anubis sah Andora an. „Das Schwert ist kein göttlich geschmiedetes, es wurde allerdings mit Drachenmagie versetzt. Und man muss schon sehr stark sein um es zu führen, denn wenn die meisten Götterschwerter den Zauber in sich tragen, es leichter zu machen, ist dieses hier nicht damit versehen. Aber es besteht zum Teil aus Mithril und wurde von einem Zwerg geschmiedet, dabei in Drachenfeuer erhitzt. Es wurde etliche tausendmal gefaltet und wurde extra geschmiedet um einen Drachen zu töten. Der Drache der getötet werden sollte war ähnlich unserem Schwarzen sehr grausam. Hilfe bekam unser junger Held, der übrigens nur dreißig Jahre alt wurde, durch einen goldenen Drachen. Als man das Herz des jungen Kriegers durchbohrte und er im sterben lag, teilte der goldene Drache sein Herz mit ihm und erhielt ihn so am Leben. Das hier wäre also der perfekte Held um sich mit dem Drachenlord zu verbünden und gegen den Schwarzen zu kämpfen.“ Andora sah ihn fragend an. „Woher weißt du das alles? Er lebte weit vor deiner Zeit, noch im alten Universum.“ Anubis lächelte. „Liebste Andora, ich kann in ihre Seelen sehen, schon vergessen? Und so erfährt man einiges.“ Andora nickte und sah wieder auf den Krieger nieder. „Er braucht also ein neues Herz versteh ich dich richtig?“ Anubis nickte. „Ja er trägt immer noch das halbe Drachenherz in sich das allerdings zu schlagen aufgehört hat.“ Andora rief Alandra herbei und deutet auf den starken Krieger. Als Alandra ihn sah grinste sie frech. „Huiiii also du hast einen guten Geschmack, doch gibt es nicht genug Götter die du verführen kannst?“ Andora lachte nickend. „Da hast du wohl recht aber dieser hier hat es mir angetan.“ Sie machte den Spaß mit, doch dann wurde sie ernst. „Nein Alandra, im Ernst ich brauche ihn, er ist erfahren im Kampf gegen Drachen und der Schwarze ist auf dem Kriegspfad. Wir brauchen also einen Kämpfer der entsprechende Erfahrungen hat im Kampf gegen einen Drachen und dennoch nicht jeden Drachen als potenzielle Gefahr ansieht. Könntest du ihm ein neues Herz geben?“ Alandra untersuchte ihn und blickte auf einmal Andora erstaunt an. „Er hat ein halbes Drachenherz.“ Andora nickte. „Und was heißt das?“ Alandra erklärte ihr das sie das vorhandene halbe Herz vervollkommnen könnte. „Somit hat er ein vollständiges Herz, das auch schlagen wird wenn Anubis ihm seine Seele zurück gibt. Zudem würde ihn jeder Drache als Freund anerkennen, na ja bis auf den Schwarzen. Aber er wäre so in der Lage mit dem Goldenen zu verhandeln, der ihn als einen der ihren anerkennen würde, wegen des Herzens. Er hätte dann ein vollkommenes Drachenherz.“ Andora nickte und sah Anubis an. „Wie heißt er?“ Anubis lächelte. „Er hat den passenden Namen, Dymar und den Beinamen Drachentöter. Allerdings sollte ich dich auch warnen, denn seine Seele ist nicht so rein, obwohl er immer gegen das Böse und das Unrecht gekämpft hat. Er ist eine Urgewalt und hat seine eigenen Methoden um zum Ziel zu gelangen. Zu seiner Zeit war er auch als....Lüstling verschrien und konnte recht gewalttätig sein.“ Nun musste Alandra laut lachen und sah Andora frech grinsend an. „Du hast wirklich ein Händchen für Lust betonte Kerle du findest immer den richtigen.“ Andora knuffte sie grinsend. „Na wer hat der hat.“ Sie wurde dann wieder ernst. „Also wenn wir nicht wollen das der Schwarze die gesamte Welt zerstört, ist er der richtige. Ich schätze er wird ein Taktiker sein und könnte somit dem Goldenen gute Ratschläge geben. Denn wenn die beiden aufeinander treffen, also der Lord und der Schwarze soll das ja nicht damit enden das sie alles vernichten.“ Anubis nickte. „Ja er ist ein guter Taktiker, wenn seine Pläne auch meist sehr niederträchtig sind. Allerdings in unserem Fall tritt er auch gegen einen Drachen an, der Jahrhunderte Zeit hatte sich einen Plan aus zu denken. Nur weil er schlief heißt das nicht das er im Schlaf nicht zig verschiedene Taktiken durch gegangen ist. Ich glaube Araziel war nur noch der Tropfen der das Fass überlaufen ließ. Ich gebe dir recht, er ist der beste den wir dafür einsetzen können.“ Andora nickte. „Also gut bringen wir seinen Sarg in die große Halle und wecken ihn auf. Ich werde ihm einiges erklären müssen.“ Damit ging sie los und Alandra und Anubis folgten ihr. Hinter ihnen schwebte der Sarg hinterher in dem Dymar lag. In der Halle, die Andora die Halle des Erwachens genannt hatte, setzte sich der Sarg wieder auf einem steinernen Podest ab. Nun rief Andora Ikarus und Ares herbei, die auch sofort erschienen. Nach einer kurzen Erklärung von Andora waren sie darüber aufgeklärt was sie erwartete. So sorgten beiden dafür das sie eine weiße Lederhose trugen, den Oberkörper ließen sie unbekleidet. Denn beide wussten das ihre Demonstration eines nackten Oberkörpers nicht nur ihre Kraft demonstrierte sondern auch klar stellte das sie keine Rüstung brauchten um ihn um zu hauen falls er angreifen sollte. Auf ihren Rücken trugen sie ihre Schwerter, hinzu kam noch das Ikarus seine Flügel entfaltete. Er wusste das es immer besonders einschüchternd wirkte dem Engel der Gerechtigkeit in seiner vollen Macht gegenüber zu stehen. Dann nickte Andora Alandra zu, die nun ihre Heilkräfte in den Toten fließen ließ und das Herz wieder herstellte. Dann trat Anubis heran und ließ die Seele wieder in den Körper fließen. Dymar schnappte mal kurz nach Luft und begann dann wieder ruhig zu atmen. Er setzte sich auf und sah sich dann in der kalte Höhle in der er erwacht war um, wenn sie auch mit Kristallen an den Wänden übersät war. Er blickte Andora an, die in einem strahlend weißen langen Kleid dort stand. Neben ihr standen Anubis in seiner schwarzen Kutte und Kapuze, mit der Sense in der Hand und auf der anderen Seite Alandra in einem grünen Kleid und der Blumenkrone auf dem Kopf, die sie als Mutter Natur zeigte. Die beiden standen dennoch soweit von ihr weg das man zwischen sie sehen konnte. Denn leicht versetzt hinter Andora standen Ikarus und Ares, deren Blick nichts gutes verhieß, denn er war dunkel und abwartend. Dymar erfasste das sofort und ihm wurde klar, eine falsche Bewegung und er lag wieder tot in diesem Sarg. Dann fuhren die Wände des Sarges herab und er setzte sich auf die Seite des Sockels. Erst jetzt fiel ihm auf das er nackt war, wenn er auch immer noch sein Schwert in den Händen hielt. Er sah abermals auf Andora. „Könnte ich wohl wenigstens ein wenig Kleidung bekommen? Und dann hätte ich gerne eine Erklärung, erstens weiß ich das ich eigentlich tot sein müsste, zweitens wer seid ihr und drittens was soll ich hier?“ Andora nickte und hob leicht ihre Hand, da trug er eine schwarze Lederhose und ein ebenso schwarzes Seidenhemd. Andora sah ihn an. „Ich bin Andora die Göttin des Lichts, neben mir siehst du Mutter Natur, die dir ein vollständiges Herz gab und Anubis den Herr der Toten der deine Seele aus seinem Reich entließ. Hinter mir siehst du Ikarus den Engel der Gerechtigkeit und Ares Sohn des Kriegsgottes, wobei beide meine Gefährten und Lebenspartner sind. Was du hier sollst ist schnell gesagt, du sollst zusammen mit einem Drachenlord gegen einen schwarzen Drachen antreten, der sonst die Welt auf der er lebt verwüsten würde.“ Sie sah ihn abwartend an und Dymar nickte. Ikarus als auch Ares nickten respektvoll, denn es nötigte ihnen Respekt ab, das er nicht gleich in Panik ausgebrochen war, als er so plötzlich aus seinem ewigen Schlaf geweckt wurde. Anubis und Alandra nickten Andora noch mal zu und verschwanden dann. Dymar deutete auf den Platz an dem Anubis zuvor noch gestanden hatte. „Das bedeutet wohl das der Tod wenn er einen mal in seinen Griff bekommt, nicht unbedingt das Ende bedeutet, sehe ich das richtig?“ Andora nickte. „Das stimmt, es gibt für fast alles und jedes einen Gott, der mit speziellen Fähigkeiten ausgestattet ist und Anubis verwaltet, wie du dir schon gedacht hast die Seelen.“ Dymar kratzte sich am Kopf und sah sich weiter um. „Wo bin ich hier?“ Andora folgte seinem Blick. „Um genau zu sein stehst du zur Zeit in der Halle des Erwachens, die Türen die du siehst, führen in endlose Gänge, in denen weitere Särge mit den Körpern der unterschiedlichsten Helden führen. Wie zuvor auch deiner.“ Dymar nickte verstehend. „Was ist wenn ich meinen Auftrag ausgeführt habe, werde ich dann dahin zurück kehren oder was geschieht dann mit mir?“ Andora sah ihn an. „Nun dir ist eine Belohnung sicher und ich überlasse es dir was du dir wünscht. Du kannst zurück kehren oder ein normales Leben führen. Du musst vorerst nicht wieder zurück gehen in die Unterwelt, wenn du das nicht möchtest, allerdings nach Ablauf deiner Lebenszeit, wirst du wohl Anubis wiedersehen. So ist der Lauf des Lebens.“ Dymar sah Andora an und trat näher, er hatten die beiden hünenhaften Krieger in ihrem Hintergrund genau im Auge, doch die beiden rührten sich nicht, sie folgten ihm lediglich mit ihren Augen. Er war sich sicher, es würde sofort Leben in die beiden kommen sollte er Andora auch nur bedrohen oder eine bedrohliche Geste machen. Er nickte während seine Blick an Andora entlang ging. „Ich bin ein wenig steif nach dem langen „Schlaf“. Ich brauche Training und auch weitere Informationen. Außerdem möchte ich wissen in welchem Jahr wir ….nun ja...leben. Da du von einer Welt sprachst, gehe ich mal davon aus das es nicht die einzige ist, also möchte ich auch wissen, welche Besonderheiten zu beachten sind und vor allem....möchte ich aus dieser Halle heraus.“ Andora nickte, sie deutete auf Ikarus und Ares. „Die beiden werden für dein Training sorgen. Solange dein Training andauert, wirst du auf der Welt der Götter leben, doch lass dich nicht dazu hinreißen einer der Göttinnen zu nahe zu treten, sofern sie es nicht wünscht. Danach werden wir dich zum Drachenlord bringen und du kannst mit ihm reden und die Taktik besprechen. Eins noch, der schwarze Drache darf nicht getötet werden, er soll lediglich wieder in sein Territorium zurück kehren.“ Dymar nickte, er machte einen sehr beherrschten Eindruck, der aber auch täuschen konnte, darüber waren sich Ikarus und Ares im klaren. Der junge Krieger, war schließlich in eine Welt gerissen worden die er nicht kannte. Ikarus hatte Dymars Blick gesehen, der an Andora entlang gegangen war und hatte diesen Blick schon richtig interpretiert. Andoras Anziehungskraft Männern gegenüber war legendär und Ikarus rechnete schon damit das der Kerl es versuchen könnte. Dymar drehte sich herum und nahm den Gurt und die Scheide für sein Schwert um es dort zu verstauen. Dann sah er die drei Götter an. „Es kann los gehen, ich bin bereit.“ Andora nickte und kurz darauf standen sie in der Nähe von ihrem Haus, Dymar sog die frische Luft in seine Lungen und sah über das Meer das er von hier aus sehen konnte. Er nickte, doch dann wurde ihm schwarz vor Augen und er wankte. Ikarus sprang hinzu um ihn auf zu fangen. Er grinste. „Das war wohl doch zu viel für ihn, wir sollten ihn erst mal ausruhen lassen, damit er wieder klar wird. Ich denke der Schock kam jetzt heraus.“ So brachte man ihn in ein ungenutztes Zimmer in Andoras Haus und legte ihn dort auf das Bett. Ikarus nahm seine Waffe und lehnte sie mit der Scheide an das Nachtschränkchen. Er sah Andora überrascht an. „Die Waffe ist recht schwer und ich spüre das damit schon einige Drachen getötet wurden. Der Junge muss sehr kräftig und stark sein, wenn er diese Waffe führen kann.“ Andora nickte. „Ja ich weiß, aber ich denke wenn er erst mal den Kulturschock überwunden haben wird, ist er genau der richtige. Kümmert euch bitte um ihn.“ Ikarus und Ares nickten. Sie würden abwechselnd Wache halten bis man sicher sein konnte das Dymar keine Gefahr war.

Kapitel 24: Liebe in Not


 

Als Dymar einige Stunden später wieder wach wurde und die Augen öffnete, saß Ikarus in der Nähe seines Bettes in einem Sessel und las. Ikarus trug wie üblich nun ein weißes kurz ärmeliges Seidenhemd passend zu seiner Hose und hatte die Flügel eingezogen. Dymar betrachtete ihn. Da er ihn bereits mit nacktem Oberkörper gesehen hatte, wusste er das Ikarus unter dem Hemd seinen muskulösen Oberkörper zu verstecken versuchte. Er blickte neben sich und sah sein Schwert in der Scheide an das Tischchen gelehnt, das bestärkte seine Meinung, das der Kerl der dort im Sessel saß keine Angst vor ihm hatte und wahrscheinlich auch nicht haben musste. Er wunderte sich nur wo die Flügel geblieben waren. Als er Ikarus nun ins Gesicht sah, blickte der zurück. „Na wach geworden? Der Schock war wohl doch zu groß.“ Er vernahm eine tiefe aber wohlklingende Stimme, in der viel Selbstbewusstsein mit klang. Dymar deutete auf ihn während er sich erhob. „Wo sind deine Flügel geblieben? Oder waren die nur Illusion?“ Ikarus schüttelte lachend den Kopf. „Nein keine Illusion, die habe ich tatsächlich. Nur wenn ich ein Hemd anziehe, sind sie recht hinderlich, also ziehe ich sie ein.“ Dymar nickte, er rechnete schon damit noch einige Wunder zu sehen. Er sah Ikarus an. „Zu meiner Zeit gab es auch eine Lichtgöttin, doch die hieß anders.“ Er dachte nach. „Jetzt habe ich es, sie hieß Aurian, genau.“ Ikarus nickte. „Ja, sie ist schon lange fort und Andora hat ihren Platz eingenommen. Aurian ist aufgestiegen in eine höhere Daseinsform, um es mal so aus zu drücken. Ebenso die meisten Götter die mit ihr damals das Universum beherrschten.“ Dymar seufzte leise und sah Ikarus fragend an. „Wie lange...? Welches Jahr haben wir jetzt?“ Ikarus atmete mal kurz fest ein, dann erklärte er ihm was geschehen war. „Ich weiß nicht aus welchen Jahr du kommst. Nun während du geruht hast, sagen wir es mal so, ging das alte Universum unter und ein neues entstand. Aurian und Ethan haben das neue errichtet. Eine genau Zahl wie lange das bereits her ist kann dir wohl keiner mehr genau sagen. Wie auch immer, da sich deine Seele in Verwahrung von Thanatos befand wurdest du mit hinüber gerettet. Thanatos war Anubis Vorgänger. Er war der ehemalige Tod und Verwalter der Seelen. Es tut mir leid, aber von deiner alten Welt ist nichts mehr übrig, sie ging mit dem alten Universum unter.“ Dymar nickte verstehend. „Nun ja nicht zu ändern, nun bin ich hier. Die hohe Göttin hat einen Auftrag für mich und ich bin dankbar eine zweite Chance bekommen zu haben.“ Er blickte Ikarus an, dann platzte es aus ihm heraus. „Sie ist mehr als attraktiv. Als ich sie sah...“ :er wurde verlegen. „....hatte ich...nun ja...“ Ikarus grinste, er sah die Verlegenheit und winkte ab. „Du musst nicht weiter reden, ich weiß was sie in einem Kerl auslöst. Ich bin dem täglich ausgesetzt. Ich sag dir was, selbst nach der langen Zeit die wir bereits zusammen sind, bekomme ich Schweiß nasse Hände und in meinem Bauch kribbelt es, wenn sie abends das Schlafzimmer betritt und ich weiß das ich sie gleich in meinen Armen halten werde. Glaub mir, das ist so was von heiß, das ich selbst jetzt wenn ich daran denke, sie am liebsten ins Bett schleifen würde.“ Dymar nickte leicht. „Nun ja, ich bin eigentlich kein Kerl der gleich daran denkt, wenn er eine attraktive Frau sieht, doch bei ihr ist es irgendwie anders, es ist als könne man gar nicht anders, als an das eine zu denken.“ Ikarus nickte lachend. „So ist es auch, sie hat eine enorme Anziehungskraft auf uns Männer und damit stehst du nicht alleine da. Nur wir haben inzwischen gelernt das so gut es irgend geht zu ignorieren wenn es unpassend ist oder aber es um einen Mann geht der sich eh nicht trauen würde es bei ihr zu versuchen.“ Dymar sah Ikarus erstaunt an. „Es bei ihr zu versuchen? Sie ist doch mit dir und wenn ich das richtig verstanden habe, mit dem Sohn des Kriegsgottes zusammen. Und ehrlich gesagt, möchte ich mit keinem von euch an einander geraten. Ich bin zwar kein Angsthase aber auch nicht größenwahnsinnig.“ Ikarus lachte. „Nun dann wirst du feststellen, das Ares und ich nicht die einzigen sind, mit denen sie ab und zu das Bett teilt. Und bevor du fragst, nein ich bin nicht eifersüchtig, denn ich weiß ihre wahre Liebe gehört mir und Ares und nur das ist wichtig. Hinzu kommt das weder Ares noch ich, treu zu nennen sind. Wir holen uns auch ab und zu unseren Spaß in anderen Betten. Wie Andora immer sagt, das ist nur körperlich, was das Herz sagt zählt wirklich.“ Dymar sah nachdenklich Ikarus an. „Doch wie ist das möglich? Ich meine ist es nicht auch für dich schwer, gleich noch einen anderen Kerl im Bett zu haben oder schläft Ares wo anders?“ Ikarus schüttelte den Kopf und erhob sich. „Nein, denn ich liebe Ares fast ebenso wie Andora. Er ist mein Freund, mein Weg- und Kampfgefährte. Wir drei gehören zusammen, bis die Zeit endet. Doch nun sollte ich dir deine vorläufige Heimat ein wenig zeigen und ein Trainingsplan muss erstellt werden.“ Dymar merkte das Ikarus darüber nicht weiter reden wollte und nickte als er sich erhob und sein Schwert nahm. Ikarus deutete darauf. „Das wirst du hier nicht brauchen. Lass es also hier, es nimmt dir keiner weg.“ Dymar nickte abermals und lehnte das Schwert wieder an den Nachtschrank. Dann folgte er Ikarus und bekam gleich die nächste Tragödie mit. Kaum verließen sie das Haus sahen sie wie der Lichtstreitwagen vor dem Haus landete, doch nur Shandra stürmte daraus hervor. Lyzar tauchte so auf und rief. „Shandra so warte doch, lass dir doch erklären.“ Shandra drehte sich wutentbrannt um. „Was gibt es da noch zu erklären? Du warst mit einer anderen im Bett und ich dachte wir würden uns treu sein.“ Damit drehte sie sich abermals herum und rannte ins Haus. Lyzar stand da wie ein begossener Pudel, während Ikarus und Dymar Shandra nach sahen. Ikarus seufzte und sah Lyzar an. „Habt ihr das nicht zuvor besprochen? Sie sprach davon das ihr euch treu sein wolltet und das sie dich jetzt wohl erwischt hat.“ Lyzar nickte. „Ja verdammt, wer konnte den auch ahnen das sie rein platzt während ich und das Mädel rum machen. Himmel wir sind inzwischen schon einige Jahre zusammen, ich wollte mal was anderes als immer nur Erbsensuppe.“ Ikarus musste sich das lachen verkneifen bei dem Ausspruch und versuchte Lyzar ernst an zu sehen. „Grundsätzlich ist dagegen auch nichts ein zu wenden, nur solltet ihr das zuvor besprechen und das scheint ihr nicht getan zu haben. Junge wenn man eine offene Beziehung führen will ist Ehrlichkeit das absolut wichtigste. Die Frage ist nun, was hat sie am meisten verletzt, das du mit einer anderen geschlafen hast oder diese Heimlichkeit. Shandra ist doch an sich recht vernünftig. Hinzu kommt mein Junge, das die Frauen und da ist selbst Andora keine Ausnahme, das nicht unbedingt mit eigenen Augen sehen wollen. Das Wissen alleine reicht schon. Es verletzt sie sehr das mit an zu sehen. Mir scheint du musst noch viel lernen.“ Lyzar raufte sich die Haare und war schier verzweifelt. „Himmel wie kann ich das nur wieder gut machen. Ich liebe sie doch.“ Ikarus nickte. „Ich glaube da kann nur eine helfen.“ Dymar fand das alles recht interessant, denn es gab ihm nähere Einblicke in das Wesen der Götter. Ikarus rief nun Andora herbei. Als sie erschien, rutschte Dymar gleich wieder das Herz in die Hose und Ikarus erklärte ihr was vorgefallen war. Andora sah Lyzar strafend an und nickte. „Ich werde mich um das verletzte Herz kümmern. Hinzu kommt wenn ihr getrennte Wege geht, geht eure Lichtmacht verloren, das kann ich nicht zu lassen.“ Als Andora verschwand hörte man nur noch. „Nur Ärger hat man mit den Kindern.“ Dymar sah Ikarus fragend an, der grinste. „Sie ist ganz schön geladen.“ Während Ikarus Lyzar versuchte zu trösten, tauchte Andora bei Shandra auf, die gerade ihre persönlichen Gegenstände in eine Tasche warf. Andora die es sah grinste, sie wusste, das es eigentlich nicht nötig wäre, ein Gedanke hätte gereicht und Shandras Habseligkeiten wären in ihrem alten Zimmer. Shandra fluchte vor sich hin. „Keine Nacht werde ich noch neben ihm verbringen, geschweige denn mit ihm schlafen.“ Andora hielt ihre Hände fest und sah ihrer Tochter in die Augen. „Kind so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Sicher er hätte es mit dir besprechen sollen, aber war das nicht ab zu sehen? Schau mal, wie viele Frauen hatte er außer dir?“ Shandra sah Andora kämpferisch an. „Das ist mir egal, er hat mich betrogen und das schlimmste ist ich musste es auch noch mit ansehen.“ Dann begann sie zu weinen und warf sich in Andoras Arme, die sie liebevoll umfing. „Er hat mich betrogen und das tut so weh.“ Andora nickte und strich der jungen Frau sanft über das Haar. „Liebes das war absehbar. Wenn ich mich recht erinnere, warst du die erste und bisher einzige Frau. Er hat das Gefühl etwas versäumt zu haben, was aber nicht heißt das er dich weniger liebt. Er will sich beweisen und will auch anderes kennen lernen. Kind unsere Beziehungen halten nur deswegen so ewig lang, weil wir unseren Partnern auch Freiraum geben. Kein Mann kann etliche tausend Jahre nur mit einer Frau schlafen. Irgendwann wird es zur Gewohnheit, es wird langweilig, man keift sich an und auch die Liebe fliegt zum Fenster heraus. Er liebt dich zweifellos, sei vernünftig, bezwinge deine Eifersucht und gib ihm den Freiraum den er braucht. Er war dir sehr lange treu, jetzt wird es Zeit das ihr auch andere Erfahrungen macht.“ Als Shandra sie verwundert ansah nickte Andora. „Ja Liebes auch du. Kralle dir mal einen anderen Kerl, mach neue Erfahrungen, lerne mal was neues kennen. Du wirst sehen das kommt eurer Beziehung zu gute. Die ganzen Jahre hast du auf einer rosa Wolke geschwebt und bist nun sehr hart auf dem Boden der Tatsachen geknallt. Lyzar ist auch nur ein Mann und die denken überwiegend mit dem was sie in der Hose haben. Das ist nun mal so. Eine scharfe Frau und sie sind hin und weg. Das wichtigste dabei ist, das ihr ehrlich seid und bitte ihn darum, das du es nicht noch mal sehen musst. Er soll vorsichtiger mit seinen amourösen Abenteuern sein. Es reicht das du es weißt.“ Shandra seufzte nickend. „Es tut so weh. Als ich es sah, dachte ich mir bricht mein Herz.“ Andora nickte. „Ich weiß Liebes. Nicht jede Frau schafft es ihren Geliebten in den Armen einer anderen zu sehen. Ich kann es auch nicht und Ares als auch Ikarus halten sich daran. Ich weiß das sie mir nicht treu sind und ich erwarte es auch gar nicht. Ebenso wenig wie sie es von mir erwarten, mal abgesehen davon wäre ich treu, würden wir eine Katastrophe nach der anderen haben. Wenn ich da alleine an Leander, Ethan oder Eros denke.“ Shandra verstand und nickte. „Ich sollte mit ihm reden und gemeinsam sollten wir eine Lösung finden.“ Andora drückte ihr Tochter noch mal liebevoll an sich, dann küsste sie sie auf die Stirn. „Ja Liebes, genau das solltet ihr tun. Außerdem würdet ihr eure Lichtmacht verlieren, wenn ihr euch trennt. Denn eure Macht kommt aus eurer Liebe zueinander.“ Erschrocken sah Shandra sie an. „Daran hatte ich überhaupt noch gar nicht gedacht, aber du hast recht. Ich liebe ihn ja nun nicht weniger, es tat halt nur weh.“ Kurze Zeit später sah man die beiden am Ufer des Sees sitzen und sich unterhalten, bis Lyzar Shandra in seine Arme nahm und sie liebevoll küsste. Ikarus sah Andora an, die nun bei ihnen stand und es ebenfalls beobachtete. „Na das ist ja noch mal gut gegangen.“ Sie sah Ikarus an. „Ich hoffe du hast dem Jungen ordentlich den Kopf gewaschen, er sollte zumindest vorsichtiger sein, wenn er sich schon mit einer anderen im Bett wälzt.“ Ikarus nickte zustimmend. „Ich habe ihm einige Verhaltensregeln mit gegeben und wenn er sich daran hält, dürfte es wohl nicht mehr vorkommen. Doch was war nun das schlimmste für sie?“ Andora seufzte. „Ich glaube der Betrug an sich war noch nicht mal so schlimm, aber das sie es auch noch sehen musste, hat sie umgeworfen.“ Während sich Andora mit Ikarus unterhielt sah Dymar an ihr entlang. Ikarus spürte das es ihm schwer fiel sich zu beherrschen und grinste. Mit einem eindeutigen Seitenblick auf Dymar lächelte er Andora an. „Ich glaube ich sollte ihn nun zum Trainingsplatz bringen, damit er weiß wo er ihn finden kann.“ Andora nickte leicht, auch ihr war Dymars Blick nicht entgangen, sie küsste Ikarus noch mal kurz aber liebevoll und war dann verschwunden. Dymar atmete auf. Ikarus grinste nur und führte den jungen Drachentöter nun zum Trainingsplatz wo sie auf Leander und Ares trafen die bereits an einem Trainingsplan für ihn feilten.

Leander sah ihn an und nickte. „Zieh dich bitte mal aus, damit ich sehen kann welche Muskeln wir stärken müssen.“ Dymar tat was man ihm sagte und Leander betrachtete ihn genau, dann nickte er. „In Ordnung, also alles in allem bist du nicht schlecht in Form, jetzt müssen wir nur die eingerosteten Muskeln die zweifelsfrei vorhanden sind wieder auf Vordermann bringen.“ Damit drückte er ihm einen Trainingsplan in die Hand. " Arbeite das erst mal ab, danach werden wir Trainingskämpfe machen. Zandramas und Serena unsere beiden goldenen Drachen haben sich bereit erklärt beim Drachenkampf zu helfen. Ist wohl klar das du sie nicht verletzen sollst.“ Dymar nickte verstehend, zog sich wieder an und sah sich den Plan an, er schnaufte. „Bis ich das abgearbeitet habe bin ich ein alter Mann.“ Leanders Blick wurde eisig. „Das ist mir schlicht egal, so oder gar nicht. Wir wollen ja nicht das du beim ersten Kampf gleich umkippst.“ Nun zeigte sich das Dymar nicht von schlechten Eltern war, er trat auf Leander zu und sah ihn langsam von oben bis unten an. „Kriegsgott hin oder her, mich muss man nicht Maßregeln. Ich weiß was ich zu tun habe und was auf dem Spiel steht.“ Sein Blick war nicht weniger eisig. Nun lachte Leander, was Dymar nun doch verwunderte. Leander klopfte ihm auf die Schulter. „So ist richtig, lass dir bloß nicht die Butter vom Brot nehmen. Du bist schon genau richtig. Halte dich an den Plan und in kurzer Zeit bist du wieder der Alte.“ Nun wurde Dymar klar das der Kriegsgott ihn geprüft und er die Prüfung bestanden hatte. Er nickte und sah sich die drei Männer an. Am sympathischsten war ihm aber Ikarus, weil der schien recht offen zu sein. Wo sich wieder mal Ikarus latente Fähigkeit des Anführers zeigte. Wie schon früher würde ihm auch dieser Mann blind folgen, wenn er zu den Waffen rufen würde. Ikarus nickte leicht zu sich selbst, Dymar gefiel ihm. Er schien offen und ehrlich zu sein, war aber dennoch auch in der Lage sich nicht unter buttern zu lassen. Er schmunzelte und rechnete damit das der Kerl, sobald er begriffen hatte, das er nicht gleich von Ares oder ihm getötet würde, es sicherlich bei Andora versuchen würde. Das hieß wenn er mal die Ehrfurcht vor ihr verlieren würde. Denn sein Blick hatte Ehrfurcht, aber auch Begehren bekundet, als er Andora eben betrachtete. Ikarus war klar, dort stand ein Mann der sich nehmen würde was er wollte und bei genauerer Betrachtung, könnte es ihm sogar gelingen. Er fiel rein körperlich genau unter Andoras Beuteschema.

Unterdessen hatten sich Lyzar und Shandra ausgesprochen und eine Vereinbarung getroffen. Lyzar hatte einen Moment mit sich gekämpft als Shandra ihm von Andoras Rat erzählte ebenso wie er sich neuen Erfahrungen nicht zu widersetzen. Den kleinen Seitenstich konnte sie sich aber nicht verkneifen und so sagte sie ihm auch, an wem sie Interesse hatte. Sie hatte sich eine Liste gemacht, mit wem sie es versuchen wollte. Lyzar fiel fast vom Glauben ab als er ihre Liste sah. Doch nun hatte er die Rechnung nicht ohne sie gemacht, sie sah ihn an. „Gleiches Recht für beide. Du willst andere Erfahrungen? In Ordnung, dann hole ich sie mir auch.“ Er sah auf die Liste. „Aber Leander? Du weißt aber schon das er nicht zimperlich ist, oder? Ich will nicht das man dir weh tut. Oder hier Eros? Er geht mit jeder ins Bett die ihm gefällt.“ Shandra grinste in sich hinein, sah ihn aber ernst an. „Meinst du die wären nichts für mich? Beides sehr attraktive Männer mit reichlich Erfahrung.“ Lyzar schluckte, er bekam nun seine eigene Medizin zu schmecken und jetzt wurde ihm erst richtig bewusst wie verletzt Shandra gewesen war. Er sah sie nachdenklich an und vermutete das sie immer noch sehr verletzt war. Er würde sich was einfallen lassen müssen um das bluten in ihrem Herzen zu stillen. Er spürte Eifersucht in sich hoch brodeln, als er sich vorstellte, das sie mit diesem Männern, die auf ihrer Liste standen schlafen würde. Andererseits war ihm aber auch klar das Andora recht hatte, es würde ihnen gut tun auch mal was anderes zu erleben. Er hatte nun die Wahl, Treue oder akzeptieren das sie auch mal zu Seite sprang. Er wählte das zweite, wenn auch zähneknirschend. Das leichte Lächeln von Shandra als sie seinem Gesicht ab las was er dachte bemerkte er nicht. Nun im stillen und für sich fiel es ihr selber nicht leicht. Sie hatte nie daran gedacht, mit irgendeinem anderen als Lyzar zu schlafen. Er war ihre große Liebe, aber sie sah ein, das er wohl wirklich ab und zu mal was anderes brauchte, auch wenn es ihr nicht gefiel. Die Liste war nur um ihm vielleicht mal zu zeigen, wie sehr es ihr weh getan hatte. Sie dachte nicht daran, es so nüchtern an zu gehen. Sie meinte vielmehr das es sich dann schon ergeben müsste, sollte sie es mal mit jemand anderem tun. Sie ahnte ja nicht, das Lyzars Eifersucht ihn dazu verleiten würde, mal mit Eros, Leander oder jedem anderen auf ihrer Liste zu sprechen. Somit fossierte er gerade zu das die Männer Interesse an Shandra zu zeigen begannen. Shandra war ja auch eine reizende und attraktive junge Frau und mehr als einer der Männer hatte bereits schon mal daran gedacht. Allerdings hatten sie die Treue der beiden immer respektiert. Doch jetzt sah die Sache anders aus.