Kapitel 4: Ravens erste Schicksalsjahre


 

Als Raven bei Lazaar abgesetzt wurde, wunderte sie sich doch, denn sie hatte einen alten Zauberer erwartet, der vielleicht schon einen langen Bart hatte, doch stattdessen traf sie auf einen Mann in den dreißigern. Als sie Luzifer fragend ansah, lächelte er. „Lazaar ist unsterblich, das hat er sich mit seiner Mühe und dem was er bereits geleistet hat verdient und bekam sie mit Absprache von Andora.“ Raven verstand und betrachtete Lazaar. Er war groß gewachsen, war in etwa so muskulös wie ihr Vater, also eher sportlich durch trainiert. Er hatte schwarze kurze Haare und einen recht stechenden Blick, der Raven etwas Angst machte. Er trug ebenso wie sie ein Schwert auf dem Rücken was anzeigte das er nicht nur in der Magie bewandert war. Wären diese stechenden Augen nicht gewesen, hätte sie ihn eventuell als anziehend bezeichnet. Luzifer klärte sie darüber auf das sie vor Lazaar keine Angst zu haben brauchte das er genaue Anweisungen bekommen hatte, die erst mal bis zu ihrem Erwachsensein gehen würden. Raven nickte, dann zeigte ihr Lazaar in seinem recht düsteren Turm ihr Zimmer, das sogar einen kleinen Balkon hatte. Lazaar erklärte ihr das dieses Zimmer von Andora eingerichtet worden war. Wobei sie merkte das er von der höchsten Göttin mit Respekt sprach. Der Turm stand auf einer Klippe zum Meer hin, wobei Raven vom Balkon aus auf das Meer sehen konnte. Ihr Pferd hatte Platz in einem Stall gefunden und die beiden Raben saßen auf der Balkonbrüstung. Zum Abschied hatte Raven von Jordan noch ein kleines magisches Tagebuch geschenkt bekommen, in das sie ihre Erlebnisse rein schreiben konnte, das Buch als auch die Schreibfeder würden sie immer begleiten, wohin sie auch ging. Wie auch Jordan hatte Raven einen kleinen Teil der Naturmagie mit bekommen, doch beschränkte sie sich bei ihr hauptsächlich auf Tiere, obwohl sie auch die Heilkunst anwenden konnte. Lazaar würde sie nun in die schwarze Magie einführen und ihr alles beibringen was sie darüber wissen musste. Was Raven nicht wusste, was sich aber im Laufe des nächsten Jahres zeigen würde, war das sie ihre Wurzeln vergaß. Es entglitt ihr das sie eigentlich eine Göttin war, das hatte Andora getan damit sie nicht zu sehr unter Heimweh litt. Das selbe würde auch Darcon und Jorinde geschehen. Der einzige der in dieser Welt in Ravens Fall wissen würde was sie wirklich war, würde Lazaar sein, doch er musste sich verpflichten zu schweigen, wenigstens die nächsten zweihundert Jahre lang. Die Eltern litten darunter das ihre Kinder sie vergessen würden, doch Andora machte ihnen klar, das es für die jungen Leute so das beste war. Man sah es zwar ein, doch macht es das nicht weniger schmerzlich.

Es dauerte eine Weile dann fühlte sich Raven fast wie zu Hause, sie lernte fleißig und trainierte auch weiterhin ihre Schwertkunst wobei ihr auch hier Lazaar half. Nach zirka einem Jahr hatte sie vergessen wo sie her gekommen war und hatte das Gefühl schon immer bei Lazaar gewesen zu sein. Ihre Vertrauten waren ihr Pferd und die beiden Raben. Luzifer besuchte Lazaar und Raven nach Ablauf dieses Jahres immer mal und wurde ihr als alter Freund vorgestellt. Lazaar wusste was Luzifer war und hatte einen Heidenrespekt als auch eine gehörige Portion Angst vor ihm. Die Jahre vergingen und aus Raven wurde eine bildschöne Frau, auch wenn sie eine unheimliche Ausstrahlung hatte. Sie hatte lange leuchtend rote Haare, ein Erbe ihrer Mutter, weibliche Formen, wenn diese auch leicht Muskel durchzogen waren, das durch das Schwerttraining kam. Auf ihrer Stirn trug sie den schwarzen Stirnreif mit dem Bild des Raben. Sie hatte gelernt sich mit den Tieren zu unterhalten. So verstand sie deren Sprache, was sie Lazaar aber nicht erzählte. Sie hatte immer Geheimnisse vor ihm, wie er auch vor ihr. Ihre Magie war stärker als die von Lazaar was auch darauf zurück zu führen war das sie eine Göttin war, was sie aber nicht mehr wusste. Als Lazaar sah das er ihr nichts mehr beibringen konnte, ging er mit ihr auf Reisen und so kamen sie auch in die Siedlung in der auch Suna als weiße Magierin lebte. Dort machte man sich gerade reisefertig um sich die restliche Welt einmal an zu sehen und vor allem die so gelobte goldene Stadt zu suchen, als die beiden in die Siedlung ein ritten. Raven hatte einen ihrer Raben auf ihrer Schulter sitzen und der andere folgte ihr im Flug. Suna spürte sofort das dort das Unheil auf den beiden Pferden an geritten kam und warnte sofort alle anderen. In einem beiläufigen Satz ließ Lazaar fallen das er ein Bote Luzifers war, was den Bewohnern sofort den Fluch einfallen ließ den dieser einst ausgesprochen hatte. Man rüstete sich unmittelbar danach zum Kampf. Denn auch hier hatte man nicht untätig die letzten zwanzig Jahre herum gesessen sondern hatte Krieger ausgebildet, einen Tempel errichtet in dem die Priester der Götter ausgebildet wurden, ebenso wie eine Magierschule entstanden war. Aus der einstigen kleinen Siedlung war schon fast eine Stadt geworden. Nun würde der Grundstein gelegt werden, der Raven später den Beinamen Zerstörerin geben würde. Lazaar und Suna standen sich gegenüber und Suna befahl das sie die Siedlung verlassen sollten, das Leute die Luzifer angehörten bei ihnen nicht gerne gesehen waren. Nun erst erfuhr Raven wer und was Luzifer wirklich war. Sie stand hinter Lazaar als es zum Duell zwischen Suna und ihm kam. Was Lazaar nicht wusste war das Suna von Andora persönlich ausgebildet worden war und ihm so um einiges überlegen war. Der Kampf ging hin und her, während Noran Raven mit seinem Schwert in Schach hielt und ihr sagte das sie nicht eingreifen solle, ansonsten würde er sie töten. Lazaar lachte und brüllte Suna entgegen das sie ihm nichts anhaben könnte da er unsterblich sei. Suna überlegte fieberhaft was sie tun könnte und griff zum letzten was ihr blieb, sie ließ einen Versteinerungszauber los, gegen den auch Lazaar nichts ausrichten konnte. Und aus Lazaar wurde eine Statue, er versteinerte. Das erboste nun Raven und nun griff sie zum Schwert, erst kämpfte sie gegen Noran, als sie aber sah das sie gegen ihn keine Chance hatte, brüllte sie laut und zerstörte mit ihrer Naturkraft die halbe Siedlung. Dann sprang sie auf ihr Pferd und galoppierte davon, nicht wissend was sie nun tun sollte noch wohin sie gehen sollte. Sie wusste nur eins sie musste nach einem Gegenzauber suchen, der den Versteinerungszauber aufhob. Ihr war während des Kampfes klar geworden das es nichts bringen würde ihr Leben auch noch in Gefahr zu bringen und womöglich auch noch als Statue zu enden. In der Ferne hatte sie aber den Palast gesehen und sie hatte aus Geschichtsbüchern gelernt das dort neutrale Zone war, das sie von dort aus auch andere Welten besuchen konnte. Sie musste den Gegenzauber finden und hoffte dort in der Bibliothek einen Anhaltspunkt zu finden wo sie suchen könnte. So eilte sie zum Palast, gefolgt von Suna und Noran die sich ebenfalls schnell auf zwei Pferde geschwungen hatten. Auch die anderen beiden wussten, würde Raven den Palast erreichen konnten sie ihr nichts mehr anhaben, denn der Palast stand allen offen, das war eine grundsätzliche Anweisung der Göttin des Lichts, die auf allen Welten galt. Im allerletzten Moment galoppierte Raven mit ihrem Pferd in den Palast und war so erst mal sicher. Die Tore schlossen sich hinter ihr und Suna als auch Noran standen davor und konnten ihn nicht betreten. Als Raven merkte das die anderen ihr nicht mehr folgen konnten, glitt sie vom Pferd und weinte. Die Anspannung fiel von ihr ab. Ihr blieb keine andere Wahl sie musste das Portal öffnen und in eine andere Welt reisen. Sie musste alles vertraute hinter sich lassen. In den nächsten Jahrzehnten, reiste sie von Welt zu Welt, sie verdingte sich als Söldnerin und wurde auch Anführerin von Söldnern. Sie wurde stärker und mächtiger. Auf ihren Reisen ließ sie oft nur Leid, Zerstörung und Hoffnungslosigkeit hinter sich zurück. Die Wut die in ihr war ließ sich durch nichts besänftigen, immer war sie nur auf der Suche nach dem Gegenzauber der ihren Lehrer wieder zurück holen würde. Ihr Herz war ebenso versteinert wie ihr Lehrer. Im Laufe dieser Jahrzehnte kam sie immer mal unerkannt zurück um zu sehen ob die Statue noch existierte und ging beruhigt wieder als sie sah das es so war. Lazaar hatte die Jahre dort als Statue überstanden. Sie wusste ja nicht das Andora dafür gesorgt hatte das die Statue unantastbar war. Raven wurde auf allen Welten bekannt als Raven die Zerstörerin. Wenn vor einer Stadt die Raben in Scharen auftauchten wusste man die Stadt war dem Untergang geweiht, denn Raven war auf dem Weg und würde nur Zerstörung hinterlassen. So vergingen die ersten hundert Jahre ohne das Raven einen Gegenzauber gefunden hatte.

In einer Taverne, saßen einige junge Männer beisammen und lauschten einem Geschichtenerzähler der Ravens Geschichte erzählte und gerade endete mit den Worten. „So reist sie immer noch in allen Welten des Universums umher auf der Suche nach dem Gegenzauber.“ Einer der der jungen Männer lachte. „Du willst uns doch nicht ernsthaft erzählen das sie noch lebt? Sie müsste dem nach mindestens hundert Jahre alt sein. Also in unserer Welt war sie zumindest die letzten fünfzig Jahre nicht mehr.“ Die anderen nickten zustimmend. Der Geschichtenerzähler sah sie an. „Ich an eurer Stelle würde nicht lachen. Habt ihr nicht die Raben vor der Stadt bemerkt? Ich denke sie ist auf dem Weg zu uns und wenn ich recht habe, solltet ihr eure Schwerter wetzen, denn die werdet ihr brauchen. Oder noch besser macht es wie ich und verlasst auf schnellstem Weg die Stadt.“ Damit trank er schnell seinen Krug leer erhob sich und verließ unter dem lachend er jungen Männer die Taverne. Draußen stand eine junge Frau und sah ihn an. “Und bist du fündig geworden?“ Er nickte. „Ja einer der jungen Männer könnte der richtige sein, doch du kannst es mir eher sagen als ich dir.“ Die junge Frau nickte und betrat die Taverne, nach dem sie eine genaue Beschreibung des Mannes bekommen hatte. Sie sah sich suchend um und betrachtete dann den Mann. Ihr Blick ging tiefer und dann lächelte sie und nickte. Der Mann um den es sich hier handelte war sehr groß, das konnte sie sehen als er sich erhob, war breitschultrig, muskulös und scheinbar auch im Kampf geschult, denn er trug zwei Kurzschwerter auf seinem Rücken. Er hatte strohblondes kurzes Haar und ein frech fröhliches Gesicht, was anzeigte das er sehr viel Humor besaß. Die junge Frau nahm sich vor ihn im Auge zu behalten. Er dürfte eventuell der richtige sein, doch das würde sich zeigen, denn in einem hatte der Geschichtenerzähler recht, Raven war auf dem Weg. Der blonde Hüne bezahlte und verließ die Taverne gefolgt von der jungen Frau, draußen kam ihm ein kleiner Junge entgegen gelaufen. „ Zoran, hast du auch die vielen Raben gesehen? Die sind mir unheimlich.“ Der Hüne lachte. „Na komm Kleiner, die werden dir nichts tun, ich passe auf dich auf.“ Damit hob er den Kleinen auf seine Schultern und machte sich so mit ihm auf den nach Hause Weg. Der sie durch den Wald führte. Doch wie es das Unglück wollte, trat der riesige Mann unterwegs in eine Bärenfalle die er nicht gesehen hatte und stürzte. Der Kleine fiel von seinen Schultern und sah nun was geschehen war, er versuchte seinem großen Bruder zu helfen, doch natürlich gelang es ihm nicht. So rannte der Kleine zur Straße und hoffte dort jemanden zu finden der ihm helfen würde. Wie der Zufall es wollte...oder eine höhere Macht, das lassen wir mal dahin gestellt sein, ritt gerade eine junge Frau auf der Straße entlang. Auf ihrer Schulter hatte sie einen Raben sitzen und ihre Haare leuchteten selbst in der Dunkelheit rot. Der Kleine sah aber nicht wer dort angeritten kam sondern sah nur eine mögliche Hilfe. Weinend lief er auf die Frau zu. „Bitte bitte mein Bruder.... er ist schwer verletzt...bitte bitte, du musst mir helfen.“ Raven, um niemand geringeren handelte es sich hier, wollte schon eiskalt vorbei reiten, doch dann sah sie die Tränen die dem Jungen die Wange herab liefen. Sie seufzte leise. Sie überlegte kurz, doch dann nickte sie. Eine wohlklingende Stimme erklang. „Na dann zeig mir mal den Weg.“ Der Rabe auf ihrer Schulter krächzte leise, doch sie ignorierte das und folgte dem Jungen der ihr nun den Weg zu seinem Bruder zeigte. Als sie immer näher kamen, hörte sie den Mann schon fluchen, der über sich selber schimpfte das er nicht besser aufgepasst hatte. Sie stieg vom Pferd und sah auf den Mann herab, sachte zog sie ihr Schwert und wollte den Mann schon töten als er sie auf einmal ansah. „Sieht so deine Hilfe aus?“ Der kleine Junge sah sie entsetzt an. „Bitte doch nicht töten, hilf ihm doch auf andere Weise. Bitte Lady.“ Raven seufzte abermals und steckte ihr Schwert wieder weg. „Also gut..was soll´s einmal im Leben kann ich auch was gutes tun.“ Mit einer kleinen Bewegung ihrer Hand öffnete sich die Falle und der Mann war frei. Der Junge sah sie staunend an, während Raven sich schon wieder abwenden wollte. Doch nun kam abermals Leben in den kleinen Kerl. „Lady bitte...mein Bruder er kann doch so nicht laufen und siehst du denn nicht? Er verblutet.“ Raven musste nun doch schmunzeln über die Hartnäckigkeit des Jungen, also drehte sie sich zu ihm um und sah ihn an. „Also gut was erwartest du von mir?“ Der Kleine war mutig und sah sie mit klaren Augen an. „Kannst du ihn nicht auch heilen?“ Damit wedelte er ähnlich mit der Hand herum wie sie zuvor, während sein Bruder stöhnte. „Lass es gut sein Kleiner, die Dame hat noch anderes zu tun. Du siehst doch sie hilft nur widerwillig.“ Der Kleine aber stemmte seine Hände in die Hüfte und sah seinen Bruder an. „Das ist egal, sie kann helfen also soll sie es auch tun. Sagst du nicht immer man soll helfen wenn man kann?“ Raven war von dem Jungen der sich so mutig für seinen Bruder einsetzte angetan und nickte abermals. „Also gut.“ Wieder nur mit einer kleinen Handbewegung schloss sich die Wunde und der Mann war wieder gesund. Er stand auf und erst jetzt sah Raven wie groß er war. Er verbeugte sich. „Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Zoran und das ist mein kleiner Bruder Jarven. Dürfen wir dich als Gegenleistung vielleicht zum Abendessen einladen?“ Raven schmunzelte, ein erneutes krächzen des Raben auf ihrer Schulter ignorierte sie abermals und nickte. „Sicher, in Ordnung.“ Nun gingen sie zu dritt den Weg und das Pferd folgte ihnen. Raven sah den Mann neben sich immer mal kurz an. Sie hatte ihm Laufe der Zeit auch ihre Erfahrungen mit Männern gemacht und ordnete ihn unter „recht anziehend“ ein. Der Kleine plapperte aufgeregt unterwegs und so erfuhr sie das die beiden alleine lebten, da die Mutter bei der späten Geburt des Kleinen gestorben war und der Vater sein Leben in einem Kampf gelassen hatte. Als sie später die Hütte betraten und Zoran nun Raven im Licht sah erschrak er, denn erst jetzt wurde ihm klar wen er hier vor sich stehen hatte. Er erkannte sie an dem Stirnreif. Schlagartig begriff er das es nicht nur Geschichten waren, denn die leibhaftige Legende dieser Geschichten stand hier vor ihm. Er sah auf seinen Bruder der wie ein Wiesel durch die kleine Hütte huschte und alles bereit machte für das Essen zu dritt. Raven hatte ihn beobachtet und die Erkenntnis gesehen die in ihm hoch gestiegen war. Sie nickte. „Wenn du willst das ich lieber gehen soll, so sag es und ich gehe. Ich sehe du weißt wer ich bin.“ Die junge Frau die ihn zuvor in der Taverne betrachtet hatte stand unsichtbar in der Nähe und neben ihr der Geschichtenerzähler, beide hielten in Erwartung seiner Antwort den Atem an. Zoran sah Raven an, dann schüttelte er den Kopf. „Nein...denn ich habe gesehen das nicht alles wahr ist was man über dich erzählt. Du hast einem kleinen Jungen aus seiner Not geholfen und nur das zählt für mich. Also setze dich nieder und iss mit uns.“ Raven sah ihn überrascht an. Er zeigte nach seinem ersten Erschrecken keine Angst mehr vor ihr, sondern lächelte sogar warm. Zum ersten mal war hier jemand der sich nicht von ihr abwandte, der sie sogar einlud sich zu ihnen zu setzen. War das die Wende in ihrem Leben? Das würde sich wohl zeigen. Die unsichtbare junge Frau lächelte zu ihrem Begleiter und nickte. Hier standen Andora und Ikarus, denn um niemand anderen handelte es sich.

Kapitel 5: Darcon und Jorinde


 

Ebenso wie Raven wurden auch Darcon und Jorinde auf der Welt allerdings in der goldenen Stadt abgesetzt. Nicht das die Stadt tatsächlich aus Gold bestand, aber ihre Dächer leuchteten golden. Andora setzte sie höchst persönlich dort ab und zeigte ihnen das Haus das sie bewohnen konnten. In der Stadt gab es auch einen normalen Palast, in den sie ziehen konnten, doch zuerst mal sollten sie dieses kleine Haus haben. Jorinde hatte ebenso wie ihre Cousine einige der Naturkräfte ihrer Mutter mit bekommen und daneben die Kampfkraft ihres Vaters. Obwohl natürlich nicht die gesamte Stärke, schließlich war sie eine Frau, doch sie machte die fehlende Stärke mit Schnelligkeit und Technik wett. Leander hatte seine Tochter gut ausgebildet und sie war mit dem Kampfstab ebenso gut wie Darcon mit seinem Schwert. Die ersten Tage haderten sie noch mit ihrem Schicksal, doch irgendwann rissen sie sich zusammen und begannen sich die Stadt die nun ihre Heimat für sehr lange Zeit sein sollte an zu sehen. Nahrung war kein Problem, sie konnten beide jagen und Jorinde konnte auch einige Nutzpflanzen wachsen lassen. Nur musste sie nun lernen zu kochen. Denn mal eben sich was zu essen her zu zaubern war nicht möglich, noch nicht zumindest. Jorinde fand auch die Bibliothek der Stadt und so auch nach und nach die Hinweise die auf die besonderen Kräfte ihrer Stabes hinwiesen. Sie fand unter den vielen Büchern auch welche mit Zaubersprüchen unter anderem auch einen Versteinerungszauber und den Gegenzauber dafür. Sie lernte zu Zaubern, allerdings im Gegensatz zu Raven nicht nur schwarze sondern auch weiße Magie, je nach dem was ihr nützlich erschien. Nach einiger Zeit wurde Darcon wieder klar was sie überhaupt her gebracht hatte und er näherte sich langsam Jorinde an. So hielt er sie im Arm als sie einmal stolperte und ihm direkt in die Arme fiel. Er sah sie an und dann küsste er sie. Anfangs noch zärtlich doch dann immer wilder, so das Jorinde sich ihm entzog. „Langsam, du weißt doch ich habe auch noch keine Erfahrungen, können wir es nicht langsam angehen lassen?“ Darcon nickte leicht, seufzte aber. Also ließ er es langsam an gehen obwohl er fast platzte. Er behalf sich eine Zeit lang selber, bis Jorinde ihn dabei überraschte. Anstatt peinlich berührt zu sein, als sie in der Türe stand und es mitbekam sah er sie nur an. „Na hallo was dachtest du denn? Meinst du ich kann es aus schwitzen? Du lässt mich ja nicht an dich heran und das trotz deiner großen Worte, ich hätte ja nur zu dir kommen brauchen. Guter Witz.“ Jorinde sah ein das sie ihren Worten nun auch Taten folgen lassen musste, er hatte ja recht. Also trat sie auf ihn zu und küsste ihn nun ihrerseits, wobei sie leicht zögernd in seinen Schritt griff und das vollendete was er begonnen hatte. Darcon stöhnte leise auf, ihren Kuss erwidernd. In der nächsten Zeit ließ sie zwar nicht viel mehr zu, aber er durfte sie berühren und sie half ihm sich zu erleichtern. Doch irgendwann hatte er den dreh heraus was sie heiß machte und dann kam es zu dem was er sich so sehr gewünscht hatte. Er lag halb auf ihr und küsste sie stürmisch während er sie am ganzen Körper streichelte. Sie erwiderte den Kuss ebenso wie das streicheln und irgendwann öffnete sie ihre Beine etwas weiter, als er dort tastete stöhnte sie leise auf. Er fühlte das sie soweit war, also schob er sich vorsichtig zwischen ihre Beine, er hoffte das sie erst mal nicht merken würde was er vor hatte. Dion hatte ihn aufgeklärt also wusste er genau was er zu tun hatte, auch beim ersten Mal eines Mädchens. Erst noch vorsichtig drang er in sie ein, dann stieß er kräftig zu um das Hindernis zu beseitigen. Jorinde schrie kurz in dem zarten Schmerz auf. Sie wollte sich ihm entziehen doch er drückte sie mit seinem Körper auf das Bett und hielt sie fest. Leise flüsterte er. „Es ist schon vorbei. Jetzt wird es schön für dich.“ Dann begann er sich zu bewegen, es dauerte eine Weile bis sie sich entspannte und es zu genießen begann. Doch kaum hatte sie sich entspannt da war es bei ihm schon vorbei. Er sah sie verlegen an. „Es tut mir leid, aber...na ja ich war sehr aufgeregt.“ Jorinde nickte, auch Alandra hatte ihre Tochter nicht unwissend in die Welt geschickt so war Jorinde klar das es beim ersten Mal sehr schnell gehen konnte. Sie sah ihn an „Kannst du denn noch mal? Vielleicht wird es dann besser.“ Er nickte und probierte es nun gleich noch mal, er war so scharf auf Jorinde das es ohne Probleme noch mal ging und nun hielt er auch länger durch, es reichte zumindest dafür das sie es nun auch als schön empfand. Er spürte das sie sich entspannte und sich ihm nun gänzlich hingab, so konnte es kommen das sie sogar nach einer weile leise aufschrie, was ihn im ersten Moment erschreckte bis er spürte das es kein Schrei des Schmerzes war sondern der Lust, was ihn gleich ebenso weit brachte. Er betrachtete Jorinde und küsste sie liebevoll. Er war überglücklich über das Geschenk das sie ihm gemacht hatte und schwor sich selber, an sich zu arbeiten bis er ebenso gut war wie sein Vater. Dann blickte er sie entsetzt an. „Was ist mit Kindern, nicht das du jetzt schwanger wirst?“ Jorinde lächelte ihn selig an und schüttelte den Kopf. „Keine Angst meine Mutter hat mir erklärt das Andora einen Zauber über Raven und mich gelegt hat, damit wir nicht schwanger werden können.“ Das beruhigte Darcon schon mal. Auch wenn sie es nicht mehr wissen würden nach Ablauf des ersten Jahres, so war doch das Wissen da das sie nicht schwanger werden konnte. Auch hier verging die Zeit und nach diesem ersten Mal ging es bei den beiden leichter. Sie hatten einander und liebten sich. Die nächsten Jahre durch forschten sie die Stadt und Jorinde lernte die Zauber die sie fand, ebenso wie mit ihrem Stab um zu gehen. Ebenso wie Raven hatten sie nach Ablauf des ersten Jahres das Gefühl schon immer dort gelebt zu haben. Sie machten die Stadt zu ihrem zu Hause.

Just zu dem Zeitpunkt als sich Suna und Noran auf die Reise begeben wollten um die Goldene Stadt zu suchen, trafen bei ihnen Raven und Lazaar ein und eine Statue blieb zurück. Kurz danach als sich die Palasttüren bei der Siedlung wieder öffneten und die beiden jungen Leute sahen das Raven fort war, machten sie sich endgültig auf die Reise. Einige Wochen später standen sie vor den Toren der goldenen Stadt und trafen dort auf Darcon und Jorinde die behaupteten immer schon dort gelebt zu haben und die Herrscher der leeren Stadt zu sein. Suna sah die beiden Stirnreifen und erinnerte sich das auch Raven solch einen Reifen getragen hatte, wenn der auch andere Zeichen hatte. Als sie die beiden fragte ob sie Luzifer kennen würden, sahen die beiden sie nur fragend an und schüttelten mit dem Kopf. Suna und Noran erzählten von ihrer Siedlung und dem Fluch der auf ihnen liegen würde. Jorinde erklärte das sie ein Portal öffnen könnte zwischen den beiden Städten, was allen zugute kommen würde. Sie zeigte Suna auch die Zauber die sie gefunden hatte und die beiden unterhielten sich darüber. Während die beiden jungen Männer über den Palast mit dem Portal zu den anderen Welten sprachen, überlegte Darcon schon wie sie das für sich nutzen konnten. Er sah darin viel Potenzial die goldene Stadt wieder zu besiedeln. Wenn sie auch nicht mehr wussten wo ihre Wurzeln tatsächlich waren so hatten sie das was Luzifer ihnen bei gebracht hatte nicht vergessen und so hielten sich beide daran, lieb zu tun und im stillen bereits ihre dunklen Pläne zu schmieden. Jorinde stellte ein Portalsiegel her das sie im Palast der goldenen Stadt verankerte und erklärte Suna das man das gleiche oder eben ein ähnliches auch bei ihnen aufstellen könnte so das man so innerhalb dieser Welt durch diese beiden Portale hin und her reisen könnte. Das Portalsiegel musste man sich so vorstellen das es ein Kreis auf dem Boden war in dem ein bestimmtes Zeichen gesetzt war, das Gegenstück dazu in einem anderen Kreis würde dann die Möglichkeit bieten zwischen diesen beiden Kreisen hin und her zu reisen. Magier oder Zauberer konnten es mit einem einfachen Spruch aktivieren, nicht Magier mit einer Schriftrolle, auf der der Spruch stand, die diese benutzen konnten. Suna fand das ganze sehr interessant und als sie begriffen hatte wie es funktionierte, versprach sie ein ähnliches Portal bei ihnen auf zu stellen. Nach einigen Wochen verließen die beiden die goldene Stadt wieder und Suna hielt ihr Versprechen und setzte ein ähnliches Portalsiegel in die Nähe des Palastes. Dann reiste sie durch das Portal zu Jorinde um ihr zu zeigen das es tatsächlich funktionierte. Darcon rieb sich bereits die Hände als er es sah. So begannen auch diese beiden durch die verschiedenen Welten zu reisen und rekrutierten mit Halbwahrheiten immer mehr Menschen für ihre Stadt. Suna wurde als sie die ersten neuen Siedler sah, klar das sie hier einen Fehler gemacht hatten Jorinde und Darcon zu vertrauen. Doch nun war es zu spät. Das Portal zu zerstören hätte nichts genutzt, denn Noran und Suna war klar das die beiden mit Sicherheit irgendwo noch ein zweites Siegel gesetzt hatten, für den Fall das sie ihres zerstören würden. Von Eros erfuhren sie nichts, als sie ihn fragten. Doch fiel Jorinde nach den ersten zehn Jahren auf das Suna und Noran als auch Sunas Eltern nicht alterten, auch wenn alle anderen Bewohner langsam alterten und starben und es eine neue Generation gab. So verging auch hier die Zeit. Darcon und Jorinde hörten immer mal Geschichten von Raven. Auch in der Siedlung auf ihrer Welt hörten sie davon und erfuhren auch wer oder was die Statue war. Ihre Stadt wuchs und irgendwann mussten sie keine neuen rekrutieren da sich die Stadt durch Geburten von selber füllte. Irgendwann waren die einst rekrutierten gealtert und gestorben und die neuen Generationen kannten nichts anderes als diese Stadt. So verbrachten auch diese beiden ihre ersten hundert Jahre und es schien als hätten sie nichts dazu gelernt. Suna war inzwischen davon überzeugt das Raven als auch Jorinde und Darcon im Dienst von Luzifer standen und irgendwas mit dem Fluch zu tun hatten. Zudem wunderten sie sich darüber das sie selber nicht alterten und führten das ebenfalls auf den Fluch zurück. Noran und sie hatten inzwischen die ganze Welt bereist, sie hatten untergegangene Städte gefunden, Höhlen die sie einfach nicht betreten konnten und noch vieles mehr. Doch eine Lösung für den Fluch hatten sie nicht entdeckt.

Kapitel 6: Der Streitwagen des Lichts


 

Lyzar und Shandra mussten die Welt zwar nicht verlassen, doch hatte sie der Fortgang der anderen drei doch sehr getroffen. In der ersten Zeit kam es ihnen wie ein Traum vor. Doch Lyzar sah nach vorne. Er hatte von Ares die Erlaubnis erhalten sich um Shandra zu bemühen und das wollte er auch tun. Er hatte zwar bei Ares behauptet das Shandra ihn auch lieben würde, doch wissen tat er es nicht. Andora beobachtete auch ihn und fand es süß was er alles anstellte um etwas mehr als einen Kuss zu bekommen. So schenkte er Shandra Blumen, hielt ihr die Türe auf wenn sie hinaus gehen wollte, rückte ihr den Stuhl zurecht und noch so einiges mehr. Ikarus schüttelte nur den Kopf und meinte eines Tages mal zu Ares während sie wieder mal am See saßen. „Also der Junge ist mir suspekt. Verzeih, ich weiß ich rede von deiner Tochter..aber entschuldige ich an seiner stelle wäre schon weit aus weiter gegangen.“ Ares nickte. „Ja er ist unglaublich, er ist höflich, liebevoll und sanft. Er nimmt Rücksicht, überhäuft sie mit Geschenken und was weiß ich noch alles nur um von ihr einen Kuss zu bekommen oder mal ein paar Streicheleinheiten. Also irgendwie hatte ich von deinem Sohn mehr erwartet. Ich dachte ich falle um als er mich fragte ob er sich um Shandra bemühen dürfte. Also wenn ich da an uns denke, das Mädel wäre nicht mal dazu gekommen nein zu sagen da hätte sie schon unter einem von uns gelegen.“ Leo der neben Ikarus Stuhl lag knurrte leise, was sich wie ein lachen anhörte. Ikarus sah zu ihm. „Wenn du was zu sagen hast sag es, aber knurr hier nicht herum.“ Leo sah die beiden Männer an. „Ihr versteht den Jungen nicht? Hallo...er will das gleiche wie alle Jungen in seinem Alter, doch versucht er wenigstens den Anstand zu wahren. Mal abgesehen davon, seht mal hinter seine Maske. Er ist lange nicht so ein Heiliger wie ihr denkt. Er macht es sogar recht raffiniert. Gerade jetzt liegt er in ihrem Zimmer auf ihrem Bett mit nicht mehr bekleidet als eine Rose quer im Mund und einen Zipfel der Decke über seinen...na ja ihr wisst schon. Er wartet darauf das sie rein kommt und ihn sieht. So wie er da liegt, sieht er sogar recht sexy aus. Würde mich sehr wundern wenn sie da nicht schwach wird.“ Die beiden sprangen auf, das mussten sie sich ansehen und verschwanden um in Shandras Zimmer unsichtbar wieder auf zu tauchen. Und tatsächlich was Leo sagte stimmte. Lyzar hatte sich sehr malerisch auf den Kissen drapiert so das seine muskulöse wenn auch jugendliche Figur deutlich zu Tage trat, dazu hatte er eine Rose quer im Mund. Ikarus und Ares mussten nun doch herzhaft lachen, dann hörten sie wie Shandra sich näherte. Die Türe öffnete sich und sie stand im Rahmen, total perplex als sie Lyzar dort liegen sah. Er grinste, dann nahm er kurz die Rose aus dem Mund. „Bevor du fragst, ich habe dir nun schon alles geschenkt was man einer Frau schenken kann....ich glaube das ist das letzte was ich geben kann. Wenn du mich willst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt.“ Shandra sah ihn immer noch nur perplex an und fragte dann seelenruhig. „Bist du nun ganz verrückt geworden?“ Allerdings mussten die beiden Erwachsenen nun doch grinsen, denn Shandra sah Lyzar an als wolle sie sagen „Er ist ja so süß.“ Sie trat auf das Bett zu während Lyzar sich wieder die Rose in den Mund gesteckt hatte und ihr mit seinem Blick folgte. Sie kletterte auf das Bett und sah ihn frech an, dann zog sie an der Decke und er hielt diese dann doch gepackt, schnell spukte er die Rose aus dem Mund. „He was soll das?“ Sie grinste frech. „Na wer kauft denn schon eine Katze im Sack? Ich will sehen was ich bekomme.“ Nun zwinkerte er schelmisch. „Also wenn das so ist...ich habe bisher auch noch nicht viel von dir gesehen....du darfst alles sehen wenn du mir auch was zeigst.“ Ikarus sah Ares an. „Um was wetten wir das er was zu sehen bekommt? Er macht das wirklich nicht schlecht.“ Ares knurrte leise. „Du redest hier über meine Tochter...ist dir das eigentlich klar?“ Dann setzte er hinzu. „Aber du hast recht er macht es nicht schlecht, also ich glaube sie hustet ihm was.“ Doch entgegen Ares Prognose zog sie ihr Oberteil aus und offenbarte nun eine schon recht geformte weibliche Oberweite. Ares hüstelte leise und Ikarus sah ihn überrascht an. „Sag jetzt nicht Ethan hat dich angesteckt, das du das nicht sehen kannst weil es deine Tochter ist.“ Ares schnaufte leise. „Nun ja das erste Mal will wohl kaum ein Mann bei seiner Tochter beobachten oder?“ Ikarus lachte. „Also ehrlich, vergiss das sie deine Tochter ist. Du kannst ja gehen doch ich werde mir ansehen wie weit der Junge kommt., dem übrigens gleich die Augen aus dem Kopf fallen.“ Nun musste Ares doch hinsehen und lachte nun mit, denn Lyzar starrte auf Shandras Brust als würde er nie wieder eine sehen. Der sah Shandra an. „Bitte versprich mir nun nichts was du nicht gedenkst zu halten, mir fällt es jetzt schon schwer mich zurück zu halten.“ Shandra grinste und zog nun auch ihren Rock und ihr Höschen aus. Das war zu viel für Lyzar, er griff zu und ehe sich Shandra versah lag sie halb unter ihm und er küsste sie stürmisch. Seine Hände glitten forschend an ihr entlang, dann löste er den Kuss. „Bitte sag jetzt nicht nein...quäle mich nicht.“ Ihre Arme legten sich um ihn und streichelten seine Haut. „Ich hatte nicht vor nein zu sagen. Wer kann schon jemandem widerstehen der sich so einfallsreich um mich bemüht. Außerdem hast du nicht behauptet das ich dich liebe?“ Er hatte nur gehört das sie nicht nein sagen würde, da übersäte er ihren Körper mit Küssen und schickte seine Hände wieder auf Wanderschaft. Er stöhnte leise auf und als er spürte das sie auch soweit war sah er sie an. „Willst du es wirklich?“ Sie nickte während sie sich an ihn drückte. Nun hielt ihn keiner mehr zurück und er nahm sich was er so begehrte. Anfangs war er sehr vorsichtig doch als er ihr die Unschuld genommen hatte legte er richtig los. Lyzar hatte auch seine Ausdauer vorher trainiert und so dauerte es wenigstens so lange bis auch sie leise auf schrie, doch dann war es auch bei ihm vorbei. Ikarus grinste Ares an. „Nun die Wette hätte ich gewonnen.“ Der stöhnte leise auf: „Das wars mit meiner kleinen Prinzessin. Nun ist sie Lyzars Frau und das in dem Alter. Sie sind doch gerade mal siebzehn...noch nicht mal erwachsen.“ Da lachte Ikarus. „Junge erinnerst du dich noch an dein erstes Mal? Wir waren sogar jünger als Lyzar und Shandra. Lazarus nahm uns damals mit, weißt du noch? Und hätte Andora es nicht verboten dann....na ja egal.“ Ares nickte, er wusste was Ikarus sagen wollte, dann wäre das mit Darcon erst gar nicht passiert. Er sah auf die beiden jungen Leute, die sich gerade bereit für die zweite Runde machten und war nur froh das Lyzar so liebevoll mit Shandra umgegangen war. Er sah Ikarus an. „Lass uns gehen.“ Ikarus spürte Ares Schmerz, seine kleine Prinzessin nun verloren zu haben, fast körperlich. So nickte er und kurze Zeit später saßen sie wieder am See. Wo Leo immer noch lag und murmelte. „Nun ist es soweit die Verbindung zu uns hat sich gelöst.“

Die nächsten drei Jahre vergingen und auch diese beiden wurden erwachsen und nun hatte Andora auch für sie ein Geschenk. Die anderen hatten Pferde bekommen doch diese beiden bekamen noch etwas anderes. Sie bekamen einen strahlend weißen Streitwagen in dem sie beide Platz hatten, davor gespannt waren zwei weiße Pferde, ähnlich denen die Fleur auch den Sterblichen gebracht hatte. Andora sah die beiden an. „Mit der Entscheidung das ihr zusammen gehört, habt ihr euren Weg des Schicksals eingeschlagen. Dieser Streitwagen ist für euch, die letzten drei Jahre habe ich euch erklärt was eure Aufgabe sein wird und ihr habt mich immer gefragt wie ihr das tun sollt.“ Sie deutete auf das Gespann. „Damit, wenn ihr in diesen Streitwagen steigt, werdet ihr das Licht hinter euch her ziehen, man wird euch schon am Himmel sehen, bevor ihr überhaupt gelandet seid. Nun bringt die Hoffnung dort hin wo es keine Hoffnung mehr gibt. Und denk dran Shandra, deine Pfeile können nicht nur töten, sondern auch heilen, je nach dem welchen Zauber du auf ihn legst. Einmal abgeschickt ist er nicht mehr auf zu halten.“ Lyzar war zum Mann geworden und er hielt Shandra an seine breite Brust gedrückt, er hatte fast die Statur von Ikarus. Die einst jugendliche Figur war nun wirklich männlich geworden und ebenso war aus Shandra eine voll erblühte wunderschöne junge Frau mit silbernen langen Haaren geworden. Andora sah die beiden an. „Bald ist es soweit und dann müsst ihr Raven folgen und ihr Unheil wieder einigermaßen richten. Ihr beide seid die Götter und Helden der Hoffnung, nehmt diese Aufgabe ernst.“ Sie trat auf die beiden zu und drückte beide liebevoll an sich, leise flüsterte sie. „Ich liebe euch, meine Kinder.“

Dann begann die Zeit da Raven ihre Reisen durch die Welten begann und die beiden Götter der Hoffnung traten ebenfalls ihre Reise an. Als der Streitwagen sich mit den beiden erhob und sie ihren Eltern noch mal winkten, folgte ein Lichtschweif den beiden bis in den Himmel. Sie folgten Raven von Welt zu Welt und überall wo sie am Himmel erschienen jubelten die Menschen ihnen zu. Alleine ihr Erscheinen am Himmel gab den leidenden Menschen die Raven in Chaos und Zerstörung zurück gelassen hatte, Hoffnung. Doch die beiden taten noch mehr. Plünderer oder sonstige Nachwehen des Chaos wurden von den beiden gnadenlos ausgemerzt. Sie halfen wo sie konnten, die heilten wo sie konnten und sie töteten wenn es nötig war. Hier zeigte das Licht das es nicht nur warm war, sondern auch zu denen die es verdienten, grausam sein konnte. Gnadenlos wurde alles böse ins Licht gezerrt und von ihnen bestraft. Überall wo sie hin kamen ließen sie verkünden das sie im Auftrag der Göttin des Lichts kamen. Ebenso wie Ravens Geschichten überall in den Welten erzählt wurden, so erzählte man genau so von den beiden göttlichen Helden, die gesandt von der Göttin des Lichts, das Unrecht wieder gut machten.

Zwischendurch kamen die beiden immer mal nach Hause um sich von dem Schmutz den sie vor gefunden hatten zu befreien. Dann lagen sie am Strand oder badeten im See und genossen die freie Zeit bis Raven wieder mal ihre Zerstörung begann. Ikarus und Ares sahen die strahlende Liebe die es zwischen den beiden gab und freuten sich mit ihnen. Wenn die beiden sich küssten oder gar liebten, schien die Sonne auf zu gehen und alles in Licht zu tauchen.