Kapitel 28: Mikael


 

Es kam der Tag da Dymar wieder auf dem körperlichen Höchststand war und nun das Training mit den Drachen begann. Er musste wieder lernen sich auch bei plötzlichen Richtungswechseln des Drachen auf ihm zu halten ohne hinunter zu fallen. Zandramas nahm ihn hier recht hart heran. Lyam hatte einen Sattel konstruiert der für den Drachen bequem war und nicht störend wirkte und Dymar dennoch halt gab das er sich mit einer Hand festhalten konnte, während er mit der anderen Hand das Schwert schwang. Ikarus beobachtete es und bewunderte Dymar das er dieses schwere Schwert tatsächlich mit einer Hand schwingen konnte und das sogar recht gekonnt. Leise murmelte er immer mal. „Für einen Sterblichen verdammt nicht schlecht.“ Er flog immer mal in der Nähe um es sich an zu sehen und wirkte dadurch mit seinem nackten Oberkörper und den Flügeln doppelt so imposant als würde er auf dem Boden stehen. Nebenbei brachte Morgaine Dymar auch immer mal zum Drachenlord, damit er sich dort mit dem Drachen anfreunden konnte der ihn später im Kampf tragen sollte. Es musste eine Vertrauensbindung zwischen den beiden hergestellt werden, denn Dymar würde dem Drachen später blind vertrauen müssen. Der Lord hatte weise gewählt und so einen goldenen Drachen genommen, der noch nicht so alt war aber auch nicht zu jung, sondern einen der fast die Einstellung wie Dymar hatte und so kamen sie gut mit einander aus. Auf Zügel würde Dymar verzichten müssen, sondern musste dem Drachen mündlich die Kommandos geben, wenn es um Richtungswechsel oder ähnliches ging. Die beiden trainierten hart mit einander, sie wussten das viel auf dem Spiel stand. Dann war es soweit, die Drachenkundschafter teilten dem Lord mit das der Schwarze sich erhoben hatte und auf dem Weg zu ihnen war. Nun wurde es ernst. Dymar hatte bisher eine stoische Ruhe gezeigt, doch nun bemerkte Ikarus das der junge Mann doch langsam nervös wurde, so fragte er ihn sanft. „Angst? Und du musst dich nicht schämen Angst zu haben, ich hätte sie auch. Der Schwarze ist gefährlich, durchtrieben und hinterhältig. Hinzu kommt das du ihn nicht töten darfst und alleine das würde mir schon Angst machen.“ Dymar seufzte leise. „Nein Angst eigentlich weniger...aber das Ungewisse, ich weiß nicht was auf mich zu kommt. Der Drachenlord hat seine Drachen zwar sehr in der Gewalt und dennoch befürchte ich das einige Held spielen wollen und aus der Reihe tanzen. Der ganze Kampf ist darauf ausgelegt das sie ihn ablenken sollen und ich mit meinem Drachen nahe genug an ihn heran kommen kann um ihn zu verletzen, wir haben uns überlegt das ich ihm eine der Flügelmembranen zerschneide so das er fliehen muss um nicht zu sterben. Bis die Membran wieder geheilt ist wird es einige hundert Jahre dauern, die man dann Ruhe vor ihm hätte.“ Ikarus nickte verstehend.

Der schwarze Drache brauchte zwei Tage um den Atlantik zu überqueren und von der anderen Seite dieser Welt zu den Drachen zu kommen. Schon auf dem Weg brachte er lodernde Feuer und Zerstörung mit. Der Hochkönig hatte sicherheitshalber die Dörfer und Städte die der Drache überfliegen musste evakuiert um so Menschenleben zu retten. Dann war es soweit er erreichte das Volk der Drachen und begann sofort mit seinem Angriff. Dymar und sein Drache warteten im Hintergrund bis sie von dem Lord den Erhebungsbefehl bekommen würden. Dann hatte man den schwarzen eingekreist und Dymar und sein Drache erhoben sich, nun ging es um Sekunden. Der Drache auf dem Dymar saß schoss in die Luft und Dymar hielt sich mit einer Hand an der Sattelschlaufe fest. Dann rasten sie in die Nähe des schwarzen Drachen, der von den anderen abgelenkt wurde in dem sie ihm immer mal Feuer entgegen spien. Dymar kam von unten, so das der Schwarze die beiden erst in der letzten Sekunde sah. Doch bevor er reagieren konnte hatte Dymar bereits sein Schwert gehoben und zog es quer durch eine der Flügelmembranen. Der Schnitt musste so kunstvoll gesetzt werden das der Schwarze zwar verletzt war aber immer noch wenigstens nach Hause zurück kehren konnte. Dann zog Dymar sein Schwert zurück und brüllte seinem goldenen zu. „Es ist vollbracht, umkehren bevor er mich grillt.“ Sofort reagierte sein Reitdrache und drehte um, hinter ihnen schloss sich der Kreis der anderen Drachen um den Schwarzen, der scheinbar nun begriffen hatte das man ihn nicht töten sondern nur verletzen wollte, er drehte ab und nahm den Weg nach Hause. Als Drachen und Menschen sahen das der Schwarze abdrehte und nach Hause fliegen würde, jubelten sie alle. Dymar wurde auf dieser Welt wie ein Held gefeiert, was ihn sehr verlegen machte. Ikarus tauchte neben ihm auf und sah ihn an. „Nun, möchtest du an der Siegesfeier teilnehmen...oder lieber mit nach Hause kommen?“ Dymar lächelte. „Ich möchte nach Hause, das was ich hier tat war nicht der Rede wert.“ Ikarus nickte lächelnd, er verstand genau was er damit sagen wollte und eine Sekunde später waren die beiden verschwunden. Auf der Welt der Götter erwartete sie schon Andora und sah ihnen entgegen. Sie sah Dymar an. „Also was wünscht du dir, du hast dir deine Belohnung redlich verdient.“ Dymar verbeugte sich kurz vor Andora. „Herrin, wenn es nicht zu unverschämt ist, würde ich gerne hier bleiben. Ich glaube die Welt der Sterblichen ist nichts mehr für mich. Ich bin bereit zu helfen, wenn ich helfen kann, doch glaube ich, das hier nun meine Heimat ist.“ Andora nickte leicht. „Nun dein Heimatrecht hier hast du dir eh verdient...so setze ich noch oben auf, das du ab sofort nicht altern oder sterben wirst, es sei denn man tötet dich im Kampf oder anders.“ Als Andora das sagte sah er erst sie überrascht an dann Ikarus. „Heißt das das ich in gewisser weise Unsterblich bin?“ Ikarus schmunzelte und nickte. „Ja das heißt es. Man weiß ja nie wann man mal einen ausgebildeten Drachentöter braucht.“ Nun musste Dymar doch lachen. „Na denn, ich stehe zur Verfügung wenn mal wieder ein Drache aus der Reihe tanzt.“

Auf dieser Welt der Sterblichen würde er zur Legende werden, denn immer wenn es mal Probleme mit einem Drachen gab, würde er kommen und es in Ordnung bringen. Man stellte sogar eine Statue für ihn auf um sich daran zu erinnern was er für ihre Welt getan hatte.

Derweil hatten Suna und Noran ihre ersten Antworten bekommen und trafen wieder zu Hause ein, wo sie nun die beiden anderen Geschenke in Empfang nahmen und sich nach wenigen Tagen die sie sich zu Hause ausruhten wieder auf den Weg machten.

Andora hatte sich mit der Schwangerschaft abgefunden, wobei Ikarus nicht ganz unbeteiligt war. Wie er es Leander gesagt hatte, ließ er sich nicht davon abhalten Andora wann er konnte zu fordern, ebenso hielt es Ares. Die beiden wussten sie brauchte das um ihre innere Stärke zu behalten. Sie gaben ihr das Gefühl das sie immer noch so heiß war wie sonst auch. Allerdings taten das auch die Blicke die sie nach wie vor von den anderen Männern erhielt, egal wie dick ihr Bauch auch wurde. Man bewunderte und verehrte sie für das was sie getan hatte und mehr und mehr rückte Aurian in den Hintergrund und man sah nur noch Andora. Sie konnte man sehen, sie konnte man anfassen und mit ihr reden. Aurian wurde auch weiterhin verehrt aber mehr als die Hüterin und die große Mutter. Alandra tat was sie konnte um es Andora zu erleichtern und nach knapp fünf Monaten war es auch soweit. Ikarus und Ares saßen neben ihr auf dem Bett und hielten ihre Hand, sie würden sie nun keine Sekunde aus den Augen lassen. Luzifer lief vor der Türe auf und ab. Er wusste welches Opfer Andora mit diesem Kind brachte. Dann war es soweit, wie auch schon Aurian zuvor, fiel es Andora leicht ein Kind auf die Welt zu bringen, wofür vor allem Ikarus dankbar war. Dann wurde das Kind geboren und Ikarus staunte als er es sah. Es sah aus wie ein kleiner Engel, es hatte bereits hellblonden Flaum auf dem Kopf, strahlend blaue Augen und schrie nur kurz um dann hellwach in der Gegend herum zu schauen. Als Andora den Jungen sah, lächelte sie und Ikarus fragte sie wie das Kind heißen sollte. Sie sah ihn sanft an und meinte ruhig. „Mikael, sein Name ist Mikael...der Friedensbringer. Denn ihm haben wir es zu verdanken, das es endlich Frieden zwischen Anatol und Araziel gibt. Sende eine Nachricht zu Araziel und lass ihn her kommen damit er seinen Sohn sehen kann.“ Ikarus nickte, erhob sich und trat vor die Schlafzimmertüre, vor der Luzifer immer noch auf und ab ging. „Es ist vollbracht. Tue mir einen Gefallen und geh zu Araziel und hole ihn her. Andora wünscht das er seinen Sohn sehen soll, den sie übrigens Mikael genannt hat.“ Luzifer nickte und sah Ikarus an. „Geht es ihr gut? Ist alles in Ordnung mit ihr?“ Ikarus nickte. „Ja es geht ihr gut und nun hole Araziel her.“ Circa fünf Minuten später stand Araziel in dem Schlafzimmer und neben ihm Luzifer. Beide sahen sich das Kind an, Araziel war sprachlos. Immer wieder sah er auf das Kind, dann blickte er Andora an. „Das ist wirklich mein Sohn?“ Andora nickte. „Ja das ist das Kind das du an diesem einen Tag gezeugt hast. Sein Name ist Mikael. Ich bat Moira zu kommen um schon mal ein wenig in seine Zukunft zu sehen.“ Wie aufs Stichwort erschien dann Moira um Andoras Wunsch zu erfüllen. Sie nahm das Neugeborene aus dem Bettchen und betrachtete es. „Er ist nicht nur von göttlichem Blut und doch trägt er wie auch Anatol es tut das Licht in sich, wenn auch in geringem Maße. Er ist ein Sohn des Lichts, mit einem Anteil Dämonenblut. Er ist wie Anatol ein Lichtgeborener Dämon. Sein Herz und seine Seele sind rein und strahlend weiß. Er selbst wird seinen Weg wählen, sei es in die eine oder andere Richtung. Ich kann noch nicht viel in seiner Zukunft entdecken, da er selbst die Entscheidungen fällt.“ Dann legte sie das Kind zurück ins Bettchen und nach dem sich Andora bei ihr bedankt hatte verschwand sie wieder. Araziel hob seinen Sohn nun aus dem Bett und hielt ihn in seinen Armen. Sein Gesicht war gelöst und auch wenn es nicht so stark zu sehen war, so erkannte man doch das er sich über dieses Kind freute. Er sah Andora an. „Ich danke dir....von mir wird Anatol nichts mehr zu befürchten haben.“ Andora nickte leicht. Man vereinbarte noch Besuchstermine, denn Mikael sollte seinen Vater regelmäßig sehen können, ebenso wie Araziel seinen Sohn. Das Araziel den Jungen entführen würde, war nicht zu befürchten, er wollte ja das Andora ihn mit ihrer Liebe aufzog. Als Araziel das Haus verließ, lief ihm noch Anatol über den Weg und Ikarus hielt sich bereit. Doch Araziel lächelte nur leicht, nickte Anatol zu und ging. Einen Tag später kam Moira nochmals zu Andora und erklärte ihr das sich die dunkle Prophezeiung aufgelöst habe, das sie keinen Bestand mehr habe. Durch Mikael hatte sich alles zum guten gewendet, obwohl Andora wusste das es nicht so bleiben würde, aber das wären Probleme von Morgen. Sie hielt ihren jüngsten Sohn im Arm und lächelte ihn sanft und liebevoll an. Als Ikarus dieses Lächeln sah fiel ihm ein ganzer Fels vom Herzen, denn es zeigte das Andora das Kind nicht darunter leiden lassen würde, wer sein Erzeuger war. Allerdings öffnete dieses Lächeln auch sein Herz für das Kind und wer konnte so einem kleinen Engel schon nachtragen was sein Vater getan hatte.

Kapitel 29: Unerwarteter Besuch

Nun da die Gefahr gebannt war das der schwarze Drache Unheil anrichten könnte und auch Araziel nicht mehr so aggressiv war, zumindest was Anatol anging, wurde es ruhiger. Die vier Kinder wuchsen langsam heran. Leo und Lor kümmerten sich rührend um die beiden Mädchen und trugen sie oft in der Gegend herum, ebenso hielt es Leander mit seinem Sohn und man saß vereint am See und unterhielt sich. Mikael bekam drei mal die Woche Besuch von Araziel. Obwohl er mit diesem kleinen Würmchen noch nicht viel anfangen konnte, ließ sich Araziel diese Besuche nicht nehmen. Ihm ging es vor allem darum zu sehen ob sein Sohn wirklich liebevoll aufwuchs und da immer einer der beiden Männer Andoras, sei es Ikarus oder Ares in der Nähe des Jungen war, zeigte es ihm das man sich wirklich um den Kleinen sorgte. Er wunderte sich sogar das diese beiden Männer sich um den Kleinen kümmerten, wo sie doch nichts mit ihm zu tun hatten. Er konnte es einfach nicht verstehen, das diese beiden Männer Andora dermaßen liebten, das sie Andoras Kinder auch als ihre ansahen. Ihn selber behandelte man mit Respekt, wenn auch natürlich nicht besonders freundschaftlich. Als er Luzifer mal des wegen ansprach, sah der ihn ruhig aber kühl an. „Nun du hast dieses Kind erzwungen, sei froh das man dir wenigstens Respekt entgegenbringt. Ihre Freundschaft oder etwas das dem nahe kommt muss man sich verdienen. Ich habe eines gelernt, diese Götter sind nicht gnadenlos, sie ermöglichen es jedem der es verdient ihre Freundschaft zu erringen. Es wird alleine an dir liegen, ob es mehr wird als jetzt oder immer so bleiben wird.“ Araziel nickte leicht. „Nun ja ich hintergehe sie, versuche Welten an mich zu reißen die eigentlich unter ihrer Herrschaft stehen, da werde ich wohl niemals ihre Freundschaft bekommen.“ Nun lachte Luzifer. „Junge das zeigt das du nichts verstanden hast. Das du diese Versuche unternimmt, tragen sie dir nicht nach oder meinst du ich wäre auf einmal ein Engel geworden? Beileibe nicht, doch man muss unterscheiden ob man die Götter direkt hintergeht...oder nur versucht etwas für sich zu erringen. Allerdings sollte man darauf gefasst sein das Andora und ihre Götter sich was das angeht uns oder auch dir entgegen stellen. Und mal ehrlich....das erwarten wir doch auch. Mir ist klar das ich irgendwann Ikarus in einer Schlacht gegenüber stehen werde. Dennoch wird das unsere Freundschaft nicht beeinträchtigen, solange ich ihn nicht direkt belüge oder hintergehe. Ich halte es so, wenn er mich etwas fragt, was ich ihm auf keinen Fall sagen kann und will, sehe ich ihn ruhig an und erkläre ihm das ich ihn nicht belügen möchte und so lieber nichts sage. Er versteht es und gut ist. Ihm ist ebenso wie mir klar, das unsere Freundschaft eine riesige Gradwanderung ist, doch wir versuchen das beste daraus zu machen. Seine Freundschaft ist mir sehr viel wert und das nicht nur weil ich hin und wieder mit seiner Gefährtin schlafe.“ Araziel hörte genau zu und nickte ab und zu, dann fragte er. „Wie ist er so, also Ikarus?“ Luzifer dachte kurz nach. „Er ist ein Buch mit sieben Siegeln. Er kann skrupellos und eiskalt sein. Ich glaube er würde eiskalt jemanden töten wenn es nötig wäre oder Andora es befiehlt. Auf der anderen Seite ist er sanft, liebevoll und hat für vieles Verständnis. Im Grunde genommen ist er undurchschaubar. Er hat ein großes und starkes Herz, aber als wirklichen Feind möchte ich ihn nicht haben. In dem Fall sollte man auch hinten Augen haben. Er ist sehr stark...ich glaube körperlich sogar weit aus stärker als ich und das will was heißen. Ich sah einmal wie er einen Fels nur mit seiner Faust teilte, also das könnte ich nicht ohne mir die Hand zu brechen. Hüte dich davor ihn dir zum Feind zu machen, denn dann hast du einen Feind, der dich töten wird. Dann kann ihn nur noch Andora zurück halten.“ Luzifer lächelte leicht. „Andora, sie haut einen um. Sie ist liebevoll und sanft....doch wenn man tiefer schaut, sieht man das sie auch eiskalt sein kann.“ Als Luzifer von Andora sprach, hörte Araziel die Liebe die er für sie empfand aus seinen Worten. Er konnte nur nicken, denn auch ihn hatte sie mal angelächelt und nun wusste er was in Luzifer vor sich ging, ihm ging es nicht anders. Sie hatte gewisser maßen auch sein Herz erobert und für ihn galt das selbe das er einmal zu Luzifer sagte. Sie gehörte jemand anderem und war eine Frucht die für ihn viel zu hoch hing. Er sah Luzifer an. „Wieso schläft sie mit dir? Sie muss es nicht und tut es dennoch.“ Luzifer grinste frech und zwinkerte Araziel zu. „Ich bin eben unwiderstehlich, selbst sie will mich haben.“ Nun musste auch Araziel lachen. „Ja ne, ist klar.“ Luzifer grinste leicht. „Nein im ernst ich denke es liegt daran, das sie und ich zwei Seiten einer Münze sind...sie ist das strahlende Licht...und ich bin die Finsternis, wir werden wohl unausweichlich zu einander hin gezogen. Wie sie immer sagt, es kann kein Licht ohne das Dunkle geben und umgekehrt genauso.“ Luzifer schaute nachdenklich. „Sie hat uns allen Zügel angelegt, ob wir wollen oder nicht. Sie ist wie die Spinne im Netz, wer sich einmal darin verfängt ist ihr verfallen.“ Er seufzte leise und sah Araziel an. „Und ehrlich gesagt, will ich es auch nicht anders haben. Ich gebe es zu, ich liebe sie und wenn ich sie in meinen Armen halte, wenn sie mir gibt was ich mir so sehnsüchtig wünsche, bin ich wirklich glücklich.“ Araziel nickte verstehend, für ihn war dieser Zug wohl abgefahren, er durfte wohl kaum hoffen das sie für ihn noch mal ihre Arme öffnete. Luzifer sah ihm an, was er dachte. Er sah das Araziel mit dieser Liebe im Herzen litt. „Versuch es ohne Zwang, versuche ihr Vertrauen zu gewinnen, sag ihr aber ehrlich das du niemals deine Pläne der Welteneroberung aufgeben wirst. Sei absolut ehrlich zu ihr oder schweige, doch belüge sie niemals. Weder sie noch Ikarus oder Ares. Wenn du ihr Vertrauen hast, dann versuch sie zu verführen, auf stink normale Art und weise...oder mach es wie ich und setze es schon mal als Preis für etwas an...doch mach ihr auch klar, das es kein Zwang sein wird, das du auch mit etwas anderem zufrieden bist. So kannst du eventuell ihr Vertrauen gewinnen und sie möglicherweise irgendwann dazu verführen können, mit dir zu schlafen. Doch sei dir im klaren, mehr als das wirst du nie von ihr bekommen. Ihre wahre Liebe gehört Ikarus.“ Araziel sah Luzifer dankbar an, ihm war klar das Luzifer ihm diesen Rat nicht hätte geben müssen. Doch nun sah er eine Perspektive, eventuell wie Luzifer auch, sie ab und zu mal in seinen Armen halten zu können. Ihm war klar das er seine Einstellung in gewissen Dingen ändern musste, doch dazu war er bereit, wenn das eventuell seine Belohnung wäre.

Nun Andora stand zu dieser Zeit gerade auf dem Flur im Erdgeschoss und sprach mit Ethan, als sie Brianna den Gang entlang gehen sah. Brianna öffnete die Badezimmertüre, sie wollte wohl den Whirlpool benutzen. Aus dem Badezimmer hörte man ein lautes wenn auch schiefes Pfeifen. Dort stand wohl jemand unter der Dusche. Ethan grinste leicht als Brianna die Türe öffnete und dann starr stehen blieb. Er sah Andora an. „Wer ist es?“ Andora grinste zurück. „Dem Pfeifen nach Ikarus, soweit ich weiß war er wohl eben bei Athene gewesen und aus Rücksicht auf mich geht er grundsätzlich duschen wenn er mit einer anderen zusammen war, damit ich ihren Duft nicht riechen muss.“ Beide sahen zu Brianna, die immer noch an der Türe stand. Ethan schmunzelte. „Ich glaube sie ist hin und her gerissen, er scheint sie zu erregen, sieh nur sie atmet härter.“ Andora nickte. „Nun ich weiß das Ikarus nie etwas aus dem Weg geht das sich ihm bietet. Wenn sie das Badezimmer betritt, kann sie sicher sein das er sie sich krallen wird.“ Sie sah Ethan an, er nickte. „Ich denke sie sollte eh mal auch andere Erfahrungen machen, sie hat bisher keinen anderen gehabt als mich. Allerdings, du sagtest er kam von Athene, kann er denn dann noch?“ Nun lachte Andora. „Ikarus ist unersättlich, er kann immer und zu jeder Zeit. Ich glaube das ist seine Lieblingsbeschäftigung. Gib ihm eine Stunde zur Erholung und er fährt wieder zur Höchstleistung auf.“ Nun schien auch Ikarus die Frau an der Türe gesehen zu haben, denn sein Pfeifen hatte aufgehört. Brianna starrte ihn immer noch an, natürlich hatte sie ihn schon mal halbnackt gesehen, doch jetzt wo das Wasser an seinem muskelbepackten Körper entlang lief und seine Hände darüber strichen, nahm es ihr den Atem. Ikarus grinste und sah sie an. „Na komm Kleines, hier ist auch Platz für zwei.“ Nun angesprochen drehte sich Brianna panikartig um und rannte davon. Man hörte noch Ikarus schallend lachen und dann sagen. „Nun dann eben nicht.“ Andora nickte. „Sie hat Angst. Sie hat gehört was er einer Frau abverlangen könnte und hat Angst.“ Sie sah Ethan an. „Also du scheinst sie zu sanft behandelt zu haben, das sie panikartig weg läuft.“ Ethan seufzte leise. „Nein ich glaube eher sie will mir nicht untreu werden. Obwohl das Blödsinn ist. Wenn sie einen Kerl will, Himmel dann soll sie ihn sich nehmen. Ich bin auch nicht treu und werde es niemals sein. Sie weiß das und liebt mich trotzdem, so wie ich sie. Ich werde mal mit ihr reden müssen. Man sah doch das sie eigentlich schon wollte.“ Andora nickte leicht. „Vielleicht wäre Eros besser geeignet ihr mal andere Erfahrungen zu geben. Er ist einfühlsamer, zärtlicher und liebevoller. Er spürt was die Frau will. Er hat was Lazarus einst mit Technik und Ausdauer fertig brachte...zur Perfektion gebracht. Ich glaube er ist ein latenter Empath.“ Ethan nickte zustimmend. „Da hast du recht, das vermute ich auch schon eine ganze Weile, denn er schafft es wirklich bei jeder Frau. Vielleicht sollte ich dann auch mal mit Eros reden, denn mir ist gerade klar geworden, das meine Brianna wirklich mal was anderes braucht. Wir sind schon sehr lange zusammen und sie hatte nur mich.“ Andora nickte leicht, dann küsste Ethan sie noch mal zärtlich und folgte Brianna.

Ethan sprach tatsächlich mit ihr und sagte ihr auch auf den Kopf zu, das als sie Ikarus unter der Dusche gesehen hatte, am liebsten zu ihm gegangen wäre. Sie stritt es verlegen geworden, nicht ab. Es war genau so wie Ethan es sich gedacht hatte, sie wollte ihm nicht untreu werden, wobei auch Andora nicht ganz unrecht hatte, ein Quentchen Angst war auch dabei gewesen. Sie kannte bisher keinen anderen Mann als Ethan und was sie an ihm hatte das wusste sie. Ethan sah sie liebevoll an. „Liebes, wenn dir ein Kerl gefällt und du es gerne mal versuchen möchtest, halte dich nicht zurück. Probiere es, ich weiß das du mich liebst, so wie ich dich ebenso. Wir sind inzwischen bereits ich glaube über zweihundert Jahre zusammen, da ist es kein Wunder das es dich auch mal zu einem anderen zieht. Also tue dir keinen Zwang an. Du weißt das ich nicht treu bin, es nie war und auch nie sein werde. Also warum solltest du es dann sein?“ Er nahm sie sanft in seine Arme und drückte sie an sich. Jetzt spürte er das die Erregung immer noch bei ihr nach hallte, er sah sie sanft an und ehe sich Brianna versah, lag sie bereits auf dem Bett und Ethan über ihr. Ethan zeigte ihr nun das er nicht nur liebevoll und sanft sein konnte, sondern nun ging es wild zur Sache, im Grunde wollte er ihr damit zeigen, das sie keine Angst vor einem anderen Mann haben musste. Das jede Erfahrung ihren Wert hat. Brianna genoss was Ethan mit ihr tat und er ließ erst von ihr ab, als beide nicht mehr konnten, danach lag sie zufrieden schnurrend in seinen Armen und er lächelte leicht. Ethan war ein Mann mit sehr viel Erfahrung, er hatte noch nie etwas anbrennen lassen und wenn er eine willige Frau traf, die ihm gefiel, war sie entsprechend auch fällig. Während Brianna in seinen Armen vor Erschöpfung eingeschlafen war, lag er wach und dachte an Lazarus. Sein alter Freund und Weggefährte fehlte ihm immer noch, selbst nach dieser langen Zeit. Mit ihm hatte ihn etwas verbunden was er wohl nie wieder finden würde. Er verstand Ikarus und das er auch auf die Wünsche und Bedürfnisse von Ares einging, jetzt in diesem Moment wünschte er sich er hätte das auch einmal mit Lazarus geteilt. Doch es hatte ihn immer abgeschreckt und Lazarus hatte ihn verstanden. Er vermisste ihn und seufzte leise. Was Ethan nicht wusste war, das Ares nicht nur auf Frauen stand, wenn sich sein Interesse an Männern auch nur auf Ikarus fokussierte. Ares liebte Ikarus sehr und wollte auch mehr von ihm. Er fühlte sich absolut glücklich das Ikarus dem nicht entgegenstand und ihm gab was er wollte. Er wusste das Ikarus grundsätzlich kein Interesse an Männern hatte und doch gab er ihm dennoch die Liebe die Ares brauchte. Instinktiv fühlte Ikarus das Ares mehr wollte als normal üblich war. Lazarus hingegen stand nur auf Frauen und doch hatte er ebenso wie Ikarus nie Probleme gehabt sich auch auf einen Mann ein zu lassen. Ikarus hatte mehr von Lazarus als alle glaubten. Er hatte vielleicht nicht diese enorme Anziehungskraft die nun auch Eros zu eigen war, aber er hatte seine Einstellung und war in allem offen und ohne Hemmungen. Er machte alles mit was irgendwie Spaß machen konnte. Selbst mit seinen nun knapp dreihundert Jahren war Ikarus eigentlich immer noch nur ein großer Junge....der aber sehr ernst zu nehmen war. Auch er hatte Lazarus sehr geliebt und vermisste seinen Vater. Viele dachten in diesen Tagen an Lazarus. Merkwürdigerweise weniger an Aurian oder Myrion....aber an Lazarus.

Wenige Tage nach diesen Vorfällen, sah man einen hoch gewachsenen Mann mit schwarzen Haaren den Weg auf das Haus zu gehen. Einige kannten ihn noch und blieben starr stehen. Sie konnten nicht glauben was sie dort sahen. War es wirklich möglich, konnte das sein? Es ging von diesem Mann eine hoch erotische Ausstrahlung aus die man sonst nur von Eros kannte. Die Frauen die ihn sahen atmeten scharf ein, andere seufzten leise. Seine Bewegungen waren fließend und sehr selbstbewusst. Die die ihn nicht kannten waren nicht weniger hingerissen, fragten sich aber wer dieser Mann sei. Wenn man ihn genauer betrachtete, wurde selbst denen die ihn nicht kannten klar, das konnte nur einer sein.....ein Mann der schon seit über zweihundert Jahren in einer anderen Welt lebte. Als Ethan ihn auf das Haus zu kommen sah, liefen ihm vor Freude Tränen die Wangen herab.

Lazarus war zurück gekehrt.

Kapitel 30: Söhne des Lichts


 

Nun Lazarus schritt mit federnden Schritten den Weg entlang, alle die ihn sahen reihten sich hinter ihm ein und riefen geistig auch die herbei die weiter weg wohnten. Andora stand am Ende des Weges und neben ihr Ikarus und Ares der auch noch Mikael auf dem Arm hatte. An ihrer anderen Seite stand Ethan der Brianna mit einem Arm an sich drückte und dem die Tränen vor Freude die Wangen herab liefen. Sie sahen Lazarus entgegen. Ethan fielen vor allem Lazarus strahlend blaue Augen auf, die damals als er ging müde schauten, doch jetzt ihren alten Glanz zurück hatten. Der hochgewachsene Mann trat näher und nickte allen freundlich zu, dann beugte er ein Knie vor Andora, nahm ihre Hand und sah zu ihr herauf. „Göttin des Lichts, man rief mich mit den Herzen. Ich bat Aurian um die Erlaubnis diesem Ruf folge leisten zu dürfen. Sie erlaubte es mir unter einer Bedingung, das ich einen Auftrag für sie ausführe. Ich hoffe ….nein ich weiß das ich willkommen bin. Habt ihr noch einen Platz in eurem Haus für mich frei?“ Andora sah auf ihn herab wie er dort vor ihr kniete und nickte, dann zog sie ihn sachte hoch und warf sich in seine Arme, auch sie war überglücklich das er da war. „Aber ja, aber ja...und wenn es sein muss baue ich an. Wie lange darfst du bleiben?“ Er sah auf die in seinen Augen kleine Göttin des Lichts herab und strahlte sie an. „Wie wäre es mit hundert Jahren?“ Sie sah ihn überrascht an. „Hundert Jahre?...also das ist aber ein langer Besuch. Aber ja bleib solange du willst und darfst.“ Dann löste sich Lazarus von Andora und sah sie an. „Wir haben einiges zu besprechen im Auftrage von Aurian.“ Sie nickte, dann wandte sich Lazarus Ikarus zu und ehe der sich versah lag er schon in den Armen und an der Brust seines Vaters der ihn kräftig an sich drückte. Lazarus lachte, als er Ikarus Körper spürte. „Holla die Waldfee...willst du Myrion Konkurrenz machen? Du hast ja bald mehr Muskeln als Fleisch auf den Rippen.“ Er sah seinen Lieblingssohn an und strahlte. Ikarus lachte und drückte seinen Vater freudestrahlend an sich. „Na wer weiß, soweit wie Myrion bin ich noch lange nicht, aber ich bemühe mich.“ Dann löste sich Lazarus auch von ihm, nickte Ares freundlich zu, kitzelte Mikael mal kurz an der Nase und trat dann zu Ethan und Brianna, die junge Frau auch in seine Arme ziehend. „Ich hoffe du hast den alten Schwerenöter glücklich gemacht.“ Sie lächelte und nickte. „Ich denke schon.“ Er küsste Brianna kurz auf die Stirn und wandte sich dann Ethan zu, der ihn strahlend aber schweigend ansah. Einen Moment nur und dann lagen sich die beiden Männer in den Armen, jeder der beiden freute sich den anderen zu sehen....Ethan spürt das die alte Verbundenheit immer noch da war. Leise flüsterte ihm Lazarus ins Ohr. „Dein Ruf war der stärkste und nun bin ich hier. Eine Weile werde ich bleiben und wieder mit dir das Universum unsicher machen. Doch solltest du jetzt schon wissen, das ich irgendwann wieder gehen muss. Niemand darf auf Dauer zurück kommen. Das man mich überhaupt gehen ließ, habe ich deiner tiefen Trauer zu verdanken.“ Dann sah er Ethan von oben bis unten an. „Doch diesmal werden wir auch das letzte miteinander teilen, mein alter Junge.“ Ethan grinste frech...und Andora sah wie glücklich er war Lazarus in seinen Armen zu haben. Erst jetzt wurde ihr bewusst wie sehr Ethan unter Lazarus Abwesenheit gelitten hatte. Dann löste sich Lazarus von Ethan und sah über alle anderen hin weg, er rief ihnen entgegen. „Ich gehe mal davon aus, das Andora in Aurians Tradition morgen eine Feier organisiert, dann könnt ihr alle eure Fragen stellen und mich überfallen, doch heute gehört meine Zeit meiner Familie.“ Die anderen nickten und Lazarus suchte und fand dann auch Athene, er ging auf sie zu um sie dann ebenfalls fest in seine Arme zu schließen. Sie drückte sich an ihn und weinte vor Freude. Sie hatte Lazarus immer sehr geliebt. Nachdem sich die Menge unter Gemurmel zerstreut hatte, gingen alle die in Andoras Haus wohnten hinein. Lazarus sah Andora an. „Ich würde das unangenehme am liebsten sofort erledigen, wenn dir das recht ist.“ Andora nickte. „Wir sollten dazu in mein Büro gehen....oder was schwebt dir vor?“ Lazarus seufzte. „Nein das geht alle an, allerdings musst du das gehörte schlussendlich entscheiden.“ Er sah über die Anwesenden und nickte, dann blickte er Andora wieder an. „Lass bitte auch Luzifer und Araziel her kommen und ebenso Leander und Alandra, denn sie wird es ebenfalls angehen. Außerdem Iskander und seine Familie, einschließlich ihrem Sohn.“ Lazarus vermied es den Namen zu nennen. Ikarus sprang schon auf um Leander zu bitten Luzifer und Araziel zu benachrichtigen und ihn zu bitten anschließend mit Alandra vorbei zu kommen. Danach tauchte er bei Iskander auf und bat ihn, seine Frau und Arden ebenfalls zu kommen. Unterdessen sprach Lazarus mit Andora. „Die morgige Feier wird nicht nur eine Willkommensfeier werden sondern auch eine Abschiedsfeier. Von wem werde ich euch sagen wenn alle hier sind. Denn es gibt einige die eigentlich gar nicht mehr hier sein sollten. Denen das Leben langsam Schmerzen verursacht und das ist unter anderem auch Iskander und seiner Familie. Dann habt ihr eine Göttin die hier nur vor sich hin vegetiert, die eigentlich nie richtig lebte. Die einst als Mann geboren wurde und dann dank Aurian zur Frau wurde, doch der Gefährte, der für sie bestimmt war fand einen furchtbaren Tod und so blieb sie alleine. Auch sie wird nun den letzten Weg gehen und bei Aurian weit aus glücklicher sein.“ Als Andora das hörte seufzte sie leise, nickte aber verstehend. Lazarus deutete auf Mikael, der ihn auf Ares Armen wach ansah. „Auch wegen ihm schickte mich Aurian, doch das ist eine andere Geschichte, wegen der auch Luzifer und Araziel kommen sollten.“ Kurze Zeit später tauchten die gerufenen bei ihnen auf. Andora deutete auf Sitzplätze das sich alle setzen sollten, dann nickte sie Lazarus zu und er sah Iskander an. Doch er brauchte nichts mehr zu sagen sondern Iskander fragte nur leise. „Es ist soweit, nicht wahr? Wir sollten gehen.“ Lazarus nickte. „Ja denn Aurian sah das euch das Leben zur Qual geworden ist. Das ihr für euch keine Perspektiven mehr seht, also bietet sie euch an ihr zu folgen.“ Arden sah noch mal kurz und wehmütig Andora an, dann fuhr sein Blick zu Lazarus und er nickte ebenfalls zustimmend. Arden war schon vor langem klar geworden, das er Andora vielleicht ab und zu ins Bett bekommen würde, doch das war ihm zu wenig, sie würde ihm niemals gehören, also ging auch er lieber. Er war in diesem Leben, die meiste Zeit auf der Flucht vor seinem eigenen Herzen gewesen, es wurde Zeit das er Ruhe fand. Iskander erhob sich und nickte noch mal allen zu. „Wir werden uns bereit halten.“ Dann gingen er und seine Familie. Luzifer und Araziel sahen sich verwundert an, sie hatten den Anfang des Gesprächs ja nicht mit bekommen. Nun sah Lazarus auf Mikael. „Mit diesem kleinen Burschen gibt es nun mich eingeschlossen....fünf Söhne des Lichts, die einen sind stärker die anderen weniger stark. Was ich damit sagen will ist, das Eros und Ikarus das Licht der Söhne des Lichts in vollem Umfang tragen, aber Anatol und Mikael nur zu einem winzigen Teil, da sie auch zu ihrem göttlichen Blut, noch das dämonische mit bekommen haben. Anatol hat sich gänzlich dem Licht zu gewandt, wie es bei Mikael sein wird, wissen wir noch nicht, er hat beide Seiten in sich und wird sich selbst entscheiden müssen, ebenso wie es Anatol tat. Selbst Aurian kann nicht soweit in seine Zukunft sehen, da sie noch zu ungewiss ist. Allerdings hofft sie das er ein Kämpfer für das Licht wird, nun wo ihr einige verliert.“ Dann sah er Leander an, der ebenfalls seinen Sohn in seinen Armen hielt. Lazarus deutete auf Raistlin. „Dieser kleine Bursche ist nicht zu unterschätzen, im Gegensatz zu Ares der ein gütiges und sanftes Herz hat, wird Raistlin eher Leander selber nach schlagen. Achtet gut auf ihn...er ist ein Geschenk von Aurian an euch. Sie bittet darum das wenn er alt genug sein sollte, das man ihn gut ausbildet. Er wird stark und mutig sein, aber auch ein dunkles Herz haben, allerdings ebenso wie sein Vater und auch sein großer Bruder ein Kämpfer für das Licht werden, wenn auch nicht so gradlinig.“ Leander schmunzelte und sah seinen Babysohn an. „Nun dann sind wir schon zwei. Ich habe auch nicht immer sauber gehandelt, dennoch war ich dem Licht immer treu ergeben und wenn er diesbezüglich nach mir schlägt, werden wir es schon hin bekommen.“ Dann sah er Ares an. „Nicht das du denkst ich sei über dich enttäuscht gewesen, ich war immer und werde immer stolz auf dich sein. Du bist genau richtig.“ Ares senkte leicht den Kopf und Leander lachte. „Junge ich kenne dein Geheimnis und ich liebe dich so wie du bist. Also lass den Kopf nicht hängen.“ Nun hob Ares überrascht den Kopf und sah Leander an, der ihm frech zuzwinkerte. Derweil sah Lazarus Andora an. „Ich hoffe du bist dir im klaren darüber was es heißt, noch einen Sohn des Lichts zu haben, vor allem was es für dich heißt.“ Er blickte kurz zu Anatol, dann wieder Andora an. „Einen Sohn hast du bereits übersehen und es wird Zeit das er bekommt was er braucht, bevor er verwelkt wie eine Blume. Das was er von seiner Gefährtin bekommt, reicht bei weitem nicht aus.“ Ikarus nickte, er verstand genau was Lazarus meinte und sah Andora ebenfalls an. Andora seufzte leise und Ikarus verstand dieses seufzen, er sah Lazarus an. „Ich werde dafür sorgen das er nicht verwelkt.“ Lazarus nickte lächelnd. „Allerdings ist euch auch klar was meine Anwesenheit bedeutet, vor allem für die Göttin des Lichts.....ich gedenke nämlich auch nicht zu verwelken. Nur im Gegensatz zu deinem zweiten Sohn des Lichts bin ich nicht zu scheu mir zu holen was ich brauche.“ Frech zwinkerte er Andora zu, die darauf hin scharf einatmete. Lazarus hatte seine Anziehungskraft auf die Göttinnen des Lichts nicht verloren und gedachte das auch voll aus zu nutzen. Ethan lachte leise als er diese Reaktion sah. „Du alter Schlawiner.“ Lazarus lachte mit und sah Ethan an. „Na Ikarus muss sich darauf gefasst machen, das sein alter Herr sich schon nimmt was er will und …..braucht.“ Ikarus knurrte leise, daran hatte er nicht gedacht, ebenso wenig Andora die nun Lazarus erstaunt ansah. Der Blick und das knurren ließen Lazarus nun schallend lachen. „Na was denn? Ihr wisst doch das die Söhne des Lichts das Licht zum leben brauchen, also hole ich es mir auch.“ Dabei sah er Andora sehr anzüglich an und zwinkerte abermals frech. „Und sei dir gewiss ich weiß wie ich es bekomme.“ Luzifer und Araziel verstanden kein Wort, wurden aber später von Ikarus darüber aufgeklärt was Lazarus genau gemeint hatte, nämlich das die Göttin des Lichts ihr Licht weiter geben muss an die Söhne des Lichts, in dem sie mit ihnen schlief. Selbst Luzifer sah darauf hin Ikarus erstaunt an. „Also so viel ich weiß hat sich Anatol ihr noch nie genähert.“ Ikarus nickte. „Ich weiß aber es wird wirklich langsam Zeit das er sich mal traut. Dein Sohn ist diesbezüglich einfach zu schüchtern. Das Verlangen nach der Göttin des Lichts brennt in ihm schon sehr lange, nur trauen tut er sich nicht. Und Andora wird niemals von sich anfangen, da sie körperlich seine Mutter ist.“ Dann sah er Araziel ruhig an. „Deinem Sohn wird es mal ähnlich gehen, es liegt dann an ihm ob er sich traut oder nicht.“ Araziel nickte verstehend, sagte aber nichts dazu. Lazarus gedachte zumindest dafür zu sorgen das die Söhne des Lichts bekommen würden was sie brauchten...sich selber eingeschlossen. Er grinste als er daran dachte sie notfalls in Andoras Bett zu werfen. Ethan der ihn besser kannte als sonst einer, konnte sich denken was sein alter Freund dachte als er so grinste. Lazarus sah ihn an. „Na was?.... wenn sie es nicht selber auf die Reihe kriegen, glaub mir werfe ich sie in ihr Bett wenn nötig und überlasse ihr den Rest.“ Er lachte schelmisch und Ethan sah das sich Lazarus Seele erholt hatte, er war wieder der alte. Die beiden würden in der nächsten Zeit sehr viel Spaß haben.