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Kapitel 37: Kämpfe der Eifersucht

Während Ikarus bei Myrion in der
Halle der toten Götter weilte, hatte sich Ares im Spiegel
betrachtet und lag nun entspannt auf dem Bett um noch mal über
alles nach zu denken. Andora trat ein und sah ihn dort liegen,
er blickte zu ihr als sich die Türe öffnete. Sie betrachtete
ihn, ab und an hatte sie mal rein gehört um zu hören was Myrion
ihm und nun auch Ikarus zu sagen hatte. Ares erhob sich vom Bett
als Andora näher trat, er sah auf sie herab, als sie vor ihm
angekommen war. Sie hatte ihn sich genau angesehen und
festgestellt das er Ikarus eigentlich in nichts nach stand.
Sicher Ikarus war körperlich stärker, aber das sah man ihm nicht
an. Ares sah sie an und sie strich mit ihren Händen über seine
muskulöse und bloße Brust. Er griff zu ihren Händen um sie fest
zu halten. „Nein Kleines, erst will ich etwas wissen. Sag
mir....liebst du mich wirklich? Oder ist es nur weil ich Ikarus
bester Freund bin?“ Andora lächelte ihn an. „Ich liebe dich
wirklich, warum zweifelst du daran?“ Ares seufzte leise. „Sollte
ich nicht zweifeln? Wann hast du mich das letzte mal von dir aus
gefordert, wann bist du das letzte mal zu mir gekommen weil du
etwas wolltest? Du gehst zu Ikarus wenn es in dir lodert und
brennt....und bevor du fragst, nein ich bin nicht eifersüchtig.
Doch lässt es mich eben zweifeln ob du mich wirklich liebst und
willst. Ich liebe dich...mehr als du dir vorstellen kannst und
es tut weh zu sehen das ich immer hinter Ikarus stehen werde.
Mir war von Anfang an klar das er deine erste Wahl war, aber ich
bin auch noch da und du vergisst mich oft.“ Andora nickte und
entzog ihm ihre Hände. „Ihr seid in vielem gleich und doch so
verschieden. Ihr ergänzt euch. Wo er wild und leidenschaftlich
ist, bist du ruhig und zurück haltend. Ich brauche dich ebenso
wie ihn. Du bist derjenige der mich in den Armen hält wenn ich
etwas Ruhe brauche, wenn mir wieder mal alles zu viel wird.
Ikarus hingegen ist wie ein Sturm, wenn er etwas will...stürmt
er herein und nimmt es sich. Er ist wie ein reißender Fluss,
alles was sich ihm in den Weg stellt wird mitgerissen...du
hingegen bist wie ein ruhiger Bach, gleichmäßig fließend. Wo er
keine Hemmungen kennt, hältst du dich zurück.“ Ares nickte
verstehend. „Doch du liebst das stürmische, das wilde, deswegen
liebst du es auch mit....meinem Va...mit Leander zu schlafen
oder mit Luzifer. Sie sind mehr als wild, wenn sie los gelassen
werden...ich kann das nicht, ich bin nicht wie sie.“ Andora sah
ihn an. „Du irrst dich...du kannst es auch, nur traust du dich
nicht, du hältst dich zurück, weil du denkst das du das nicht
kannst.“ Ares schüttelte mit dem Kopf. „Nein ich bin anders als
sie.“ Andora trat wieder näher und sah ihn lächelnd an. „Bist du
dir da so sicher? Du hast Zeit deines Lebens immer in Ikarus
Schatten gestanden, und dich nicht getraut daraus heraus zu
treten. Doch mein Bester du kannst ebenso wild und
leidenschaftlich sein, du lässt es nur nicht zu. Du denkst zu
viel darüber nach, als deinen Gefühlen zu folgen. Ich liebe
deine ruhige Art, deine Zärtlichkeit und deinen Sanftmut...doch
was unsere Zweisamkeit im Bett angeht, da solltest du ruhig
deinem Gefühl folgen. Du steckst so in diesem Kreislauf drin das
du nicht mehr daraus heraus treten kannst, obwohl es in dir
steckt. Du bist Leanders Sohn und er hat es dir vererbt, dein
Gemüt ist liebevoll und sanft...das hast du allerdings in alle
Bereiche übertragen und hast Leanders Erbe nicht antreten
wollen. Sieh dich an...du bist ebenso groß wie Ikarus, dein
Körper strahlt ebenso Kraft aus wie seiner...auch wenn es bei
ihm konzentrierter ist. Doch du hast dich bereits so in den
Gedanken der Zweite zu sein verstrickt, hinzu kommt das du
einige Sachen bei Leander ablehnst, so das du Angst hast wie er
zu werden und dadurch noch sanfter und liebevoller wirst...Nur
Himmel noch mal in dir steckt Leidenschaft und auch eine wilde
Art du musst es nur zulassen das sie raus kommt.“ Ares
schüttelte abermals den Kopf. „Nein ich bin nicht wie mein Vater
oder Ikarus, ich bin nicht so ein wildes Tier.“ Andora lachte
leise. „Um was wetten wir das du es bist...die meisten Kerle
sind Tiere wenn es um die Lust geht, und da bist du keine
Ausnahme...du blockierst es nur. Deine Selbstbeherrschung ist so
groß das du das komplett unterdrücken kannst, doch frage ich
mich was dir dann noch Spaß im Bett macht, wenn du das nicht
loslassen kannst.“ Ares knurrte leise, das was sie ihm sagte
passte ihm nicht, er dachte er sei anders. Andora grinste und
sah ihn an. „Ich beweise es dir.“ Mit diesen Worten ließ sie die
Blockade die sie immer um ihre Anziehungskraft trug fallen und
es traf Ares vollkommen unvorbereitet und mit voller Breitseite.
Andora wusste genau was sie tat und sie wusste auch was nun
geschehen würde. Ares atmete noch einige male tief ein, er
versuchte sich zu beherrschen, doch dann brach alles zusammen,
er ergriff sie, riss ihr die Kleider herunter und warf sie aufs
Bett, kaum eine Minute später lag er schon auf ihr und nahm sich
von ihr was er wollte, er stöhnte laut auf...und es kam alles
heraus was sich bei ihm in diesen ganzen Jahrhunderten
aufgestaut hatte. Wild und ungezügelt nahm er sie sich immer
wieder und genoss es...ebenso wie Andora. Ihren Körper zu
spüren, die Bereitschaft mit der sie sich ihm hingab...ließen
ihn ausrasten, seine Lust schlug über ihm zusammen und er war
nicht mehr Herr seiner klaren Gedanken, er wollte sie nur noch
und das immer wieder. Zum ersten mal hatte er das Gefühl Ikarus
gleichgestellt zu sein..zum ersten mal war es ihm das er Ikarus
tatsächlich in nichts nach stand und das er tatsächlich nicht
immer für ihn beiseite treten sollte. Myrion hatte den
Grundstein gelegt mit dem was er ihm gesagt hatte und Andora
hatte es nun vollendet. Als er später nass geschwitzt aber
vollkommen zufrieden mit ihr im Arm da lag und sie fest an sich
drückte strahlte er von innen heraus. Selbst ein Blinder hätte
gesehen das er absolut glücklich war. Zum ersten mal in seinem
Leben fühlte er sich total glücklich und zufrieden. Er hatte
zulassen können das Leanders Erbe zutage trat. Er würde immer
sanft und liebevoll sein...doch in diesem einen Punkt würde er
sich nun nicht mehr zurück halten. Er küsste Andora immer wieder
und flüsterte „Ich liebe dich.“ Er würde sich nun Ikarus in den
Weg stellen, wenn er der Meinung war, nun wäre er mal dran. Er
würde nun nicht mehr beiseite treten. Er kicherte leise. „Dir
ist schon klar das es nun eventuell sogar zu Prügeleien kommen
wird, denn Ikarus wird sich nicht so leicht aus dem Rennen
werfen lassen.“ Andora nickte und grinste. „So lange ihr euch
nicht umbringt, schlagt euch ruhig blaue Augen. Vielleicht
braucht ihr das sogar.“ Sie wusste die beiden Männer liebten
sich, es würde nur darum gehen wer nun der stärkere war. Sie
kannte Ikarus Einfallsreichtum, aber auch Ares hatte von Ikarus
gelernt und so würde das wohl sehr interessant werden. Bis
Ikarus zurück war, hatte Ares Andora für sich alleine und genoss
jede Minute mit ihr, sei es im Bett oder auch wenn er sie in ihr
Büro begleitete oder wo auch immer sie hin ging. Er blieb an
ihrer Seite.
Myrion hatte schon gewusst warum
er Ares zu erst zu sich geholt hatte. Ikarus war selbstbewusst
und so von sich eingenommen das es ihm nichts ausmachen würde,
zurück zu kommen und auf einmal einem Gegner gegenüber zu
stehen. Während Ares wahrscheinlich wieder zurück getreten wäre,
doch nun würde Ikarus einen gleichwertigen...entweder Partner
oder Gegner... vor sich haben. Das würde die Zeit zeigen. Aurian
hatte etwas gesehen was keinem aufgefallen war. Zu jeder Zeit,
sei es damals Eric und Dorian gewesen...oder auch Myrion und
Leon...hatten beide männlichen Parts erst einen Kampf
gegeneinander ausgetragen, mehr oder weniger. Doch Ikarus und
Ares hatten sich bereits als Kinder gemocht, geliebt und
zueinander gestanden. Es war von jeher so gewesen das Ares
Ikarus folgte, das er ihn als Anführer angesehen und akzeptiert
hatte. Das war auch für Schlachten die geschlagen werden würden
in Ordnung...aber nicht wenn es um die Gunst Andoras ging, hier
sollte Ares nun seinen Platz behaupten und Ikarus begreifen
müssen das er nicht alleine war. Ikarus noch leichte Eifersucht
würde dabei sogar helfen, weil er nun um Andora kämpfen musste,
weil es ihm nicht mehr so leicht gemacht wurde sie in seinem
Armen zu halten. Nun konnte es ihm passieren das Ares mal
schneller war. Allerdings würde es auch passieren können das er
sich nun gegen jeden Nebenbuhler stellen würde, sei es Leander
oder Luzifer und sogar Ethan...doch das nahm Aurian in Kauf. Im
Gegenteil...Andora hatte es den Männern eh zu leicht gemacht sie
zu bekommen. Sie war so sehr damit beschäftigt ihre Pflicht auch
in dieser Hinsicht zu tun, das ihr nicht mal auffiel das sie es
den Männern zu leicht machte. Das würde sich nun ändern,
zumindest hoffte Aurian das.
Als Ikarus zurück kam, musste er
erst mal die aufgestaute Lust los werden die sich in diesen
Tagen der Abstinenz angehäuft hatte, das war auch Ares klar und
er ließ es zu, das Ikarus sich Andora nahm, ohne auf sein Recht
zu pochen. Als sich nach wenigen Tagen alles wieder eingependelt
hatte, grinste Ares frech vor sich hin, als er sah das Ikarus
Anstalten machte sich Andora zu nähern...doch diesmal sollte er
Pech haben, denn auf einmal erschien Ares vor Andora, zog sie in
seine Arme und küsste sie leidenschaftlich und verlangend.
Ikarus der gerade zur Türe rein kam und sein Recht fordern
wollte zuckte kurz mit der Schulter und folgte den beiden ins
Schlafzimmer, doch nun sollte er dumm da stehen, denn Ares sagte
ihm als Ikarus sich gerade aus ziehen wollte. „Das ist nicht
nötig, denn diesmal teile ich sie nicht.“ Ikarus sah Ares
sprachlos an, dann blickte er zu Andora, doch sie hielt sich da
raus, das sollten die beiden Männer unter sich ausmachen. Ares
kümmerte sich wieder um Andora und achtete nicht mehr auf Ikarus
der immer noch wie ein Volltrottel da stand. Ikarus überlegte
was sollte er tun? Sollte er Ares das Feld überlassen oder auf
sein Recht pochen? Er dachte an Myrions Worte und nickte dann
nur und ging. Ares war total geplättet das Ikarus es so leicht
weg steckte, hatte aber dann seinen Spaß mit Andora.
Die Lage spitzte sich allerdings
zu als wenige Tage darauf Leander sich Andora näherte und Ikarus
auftauchte um Leander zu sagen das er gefälligst die Finger von
ihr lassen sollte. Leander grinste frech und sah Ikarus von oben
bis unten an. „In Ordnung, wenn du mich im Kampf besiegst, werde
ich für heute zurück treten....allerdings glaub mir morgen wird
sie mir gehören ob es dir passt oder nicht.“ Das Spiel begann
ihn zu amüsieren, so zogen sich beide bis auf die Hose aus und
die Prügelei begann. Allerdings mogelte Ikarus, denn er nutzte
auch seine Fähigkeiten als Engel des Friedens, wobei Leander nur
mit seinen eigenen Kräften kämpfte und somit unterlag. Beide
hatten etliche blaue Flecken, dazu blaue Augen und waren schon
fast erschöpft. Leander grinste anschließend und sah Ikarus
schnaufend an. „Ich hoffe für dich das du nun noch was im Bett
bringst mein Junge, denn du siehst bereits recht fertig aus. Nun
ich denke Ares wird sich als lachender dritter freuen.“ Es
sprach sich schnell herum das Ikarus sich jedem Nebenbuhler in
den Weg stellte und irgendwie amüsierte es alle Götter und man
traf sich wenn es wieder mal einer bei Andora versuchen wollte,
um sich die Prügelei an zu sehen, es wurde fast schon zum Sport.
Einzige Regel, es durften keine Waffen benutzt werden und keiner
durfte getötet werden, das hatte Andora so entschieden und alle
würden sich auch daran halten. Selbst Ikarus begann das ganze
Spaß zu machen. Er fühlte sich schon richtig als Andoras
Kämpfer. Das kam sogar Luzifer zu Ohren...auch er fand das
witzig und stellte sich so einmal gegen Ikarus. „Willst du dich
auch mit mir prügeln?“ Ikarus sah ihn an und nickte. „Wenn du
deine Finger nicht bei dir behalten kannst...dann ja.“
So traten die beiden
gegeneinander an. Der Kampf dauerte Stunden, es ging hin und
her, keiner der beiden gab nach. Das Problem dabei war, das
beide nicht sauber kämpften sondern ihre Fähigkeiten zur Hilfe
nahmen. Luzifer als Dämon, war eh schon nicht in der Lage
wirklich fair zu kämpfen, er würde immer schmutzige Tricks
benutzen, und Ikarus mogelte mit seinen Fähigkeiten ebenso. Es
endete unentschieden wobei beide erst bewusstlos zusammen
brechen mussten bevor es zu Ende war. Nun auch hier war Ares
wieder mal der lachende Dritte und grinste in sich hinein. Ihn
hatte Ikarus bisher nicht zum Kampf gefordert, aus welchen
Gründen auch immer. Andora fragte sich wie das wohl noch enden
würde und machte sich die Mühe mal in die Zukunft zu
blicken...doch was sie dort sah ließ sie lauthals lachen und es
beruhigte sie. So ließ sie es auf sich zukommen.

Kapitel 38: Ikarus Erkenntnisse

Nun Ikarus Vernichtungsfeldzug
gegen seine Nebenbuhler ließ irgendwann auch etwas nach.
Spätestens als er Ethan und Lazarus gegenüber stand und die ihn
schmunzelnd fragten, ob er sich nun auch mit ihnen anlegen
wolle. Er sah die beiden an und ihm wurde auf einmal klar, das
er sich bisher richtig ausgetobt hatte. Allerdings machte es ihm
auch Spaß und seinen Gegnern ebenso. Es war eine willkommene
Abwechslung. Allerdings konnte er ja nun wohl unmöglich die
beiden Ältesten angreifen...aber er forderte schlussendlich auch
Ares heraus, der sich lächelnd dem Kampf stellte. Ausnahmsweise
kämpfte Ikarus sogar mal fair und musste anschließend
feststellen das er Ares zwar körperlich weit aus überlegen war,
dieser aber flinker und schneller als er war, womit sich dieses
Ungleichgewicht wieder ausglich. Der Kampf endete unentschieden
und beide landeten bei Andora im Bett und hatten gemeinsam ihren
Spaß mit ihr. Doch hatten diese Kämpfe noch etwas bewirkt,
Ikarus hatte teilweise zu sich selbst gefunden, er war ein
Kämpfer und Stratege. Er war kein Verwalter...wie es Myrion von
ihm gefordert hatte. So setzte er sich mit Ares zusammen und sie
besprachen wie man das am besten regeln konnte. Denn für
Verwaltungsarbeit war Ares weit besser geeignet als Ikarus. Das
Problem war nur das Ares nicht die Fähigkeiten hatte die er
brauchen würde und die Ikarus besaß. Ares ließ sich von Endora
einarbeiten, sie führte ihn geistig durch das Universum und
zeigte ihm jede einzelne Welt, das selbe machte sie mit Ikarus
und erklärte beiden worauf man achten sollte. Die beiden
ergänzten sich auch hier...denn Ikarus nutzte nun seine
Fähigkeiten um Ares ebenso wie es zuvor Andora getan hatte
geistig durch das Weltall zu führen und beide sahen sich die
Welten gemeinsam an. Wenn Ikarus zu schnell weiter gehen wollte,
Ares aber was entdeckt hatte, bat er ihn zu verweilen und sich
das genauer an zu sehen. Ares war zwar auch ein Kämpfer aber
doch eher friedlicher Natur und trat nur zum Kampf an wenn es
unabdingbar war. Doch sah er auch hier Dinge wo Ikarus
Kampfkraft hier und da mal von nutzen war und so reisten sie
auch schon mal körperlich zu dem einen oder anderen Ort und
halfen mit ihrer Erfahrung im Kampf den Menschen. Sie tauchten
dazu auf, griffen tatkräftig in den Kampf ein und verschwanden
danach wieder. Meist ließen sie den Menschen nicht mal die Zeit
sich zu bedanken...allerdings erhöhte das wieder mal die
Popularität der Götter. Die Menschen sahen das man sie nicht
vergessen hatte...und wie ein Lauffeuer eilte die Kunde über die
Welten auf denen die beiden aufgetaucht waren. Worüber Andora
gelacht hatte war, das die Kämpfe die Ikarus mit seinen
Nebenbuhlern ausgetragen hatte nun dazu führten das sich ihm
seine einstigen Gegner anschlossen und er auch sie zu der einen
oder anderen Welt schickte um dort ein zu greifen. Sie lachte
als sie diese Entwicklung sah und murmelte leise vor sich hin.
„Das mal dazu er will kein Verwalter sein.“ Dann kam der Tag das
sich Dion ihm entgegenstellen wollte. Ikarus saß am See und
beobachtete Mikael der dort spielte, als Dion zu ihm trat. „Ich
fordere dich zum Kampf heraus....ich möchte mir das Recht
verdienen, mich Andora nähern zu dürfen.“ Ikarus sah zu ihm auf
und antwortete gelassen. „Will sie dich überhaupt? Solltest du
da nicht erst mal bei ihr vor fühlen? Sonst gehst du mit
blutiger Nase nach Hause und hast nichts gewonnen. Denn selbst
wenn du gegen mich gewinnen solltest, was ich übrigens
bezweifle, heißt das noch nicht das sie dich auch in ihr Bett
lässt.“ Dion lächelte leicht. „Das lass mal meine Sorge sein,
denk daran ich bin weit aus älter und erfahrener als du, sie
wird mir nicht widerstehen können, glaub mir. Mal abgesehen
davon, bilde dir mal nicht zu viel auf deine Kraft ein, ich
werde gewinnen.“ Ikarus erhob sich und lächelte leicht. Er war
gut einen halben Kopf größer als Dion, doch das schien den nicht
zu kümmern. Selbst Ikarus nun von Myrion darauf aufmerksam
gemacht, spürte Dions dunkle Aura. Er stand hier einer dunklen
Seele gegenüber, auch wenn Dion sich in den letzten
Jahrhunderten nichts zu schulden hatte kommen lassen. Ikarus
dachte kurz nach...dann nickte er. Er hatte noch Myrions Worte
in den Ohren das Dion Andora sehr nützlich sein konnte. Dion
grinste, als er Ikarus nicken sah. Dann bereiteten sich beide
auf den Kampf vor...allerdings hatte Ikarus nicht damit
gerechnet das Dion mit noch schmutzigeren Tricks kämpfte als es
Luzifer getan hatte. Der Kampf dauerte eine Weile an, dann griff
Dion in einer schnellen Drehung zum Boden hob etwas Erde auf und
warf es Ikarus in die Augen. Bevor der allerdings reagieren
konnte, traf in ein Volltreffer von Dion direkt unters Kinn und
Ikarus fiel wie ein gefällter Baum um. Die Zuschauer buhten oder
klatschten je nach Einstellung und Luzifer lachte nur. „Auf die
Idee bin nicht mal ich gekommen. Aber guter Schachzug, denn
körperlich wärst du Ikarus weit unterlegen gewesen.“ Dion
grinste frech und nickte. Dann weckte er Ikarus auf und half ihm
auf die Beine. Ikarus erkannte den Sieg an, denn er selber
kämpfte auch nicht immer mit ehrlichen Mitteln, in so fern nahm
er es Dion auch nicht übel. Dion sah allerdings Ikarus
bewundernd an. „Meine Fresse...dein Körper ist ja hart wie
Stahl...es tut mir leid, aber anders hätte ich wohl nicht
gewinnen können.“ Ikarus lachte leise und nickte ebenfalls.
„Vergiss es, ist geschenkt. Nun versuch dein Glück bei ihr, du
hast es dir verdient.“ Araziel sah den Kampf zwischen Ikarus und
Dion ebenso und fragte später Luzifer ob er es nicht auch mal
versuchen sollte. Luzifer lachte leise. „Das nutzt dir gar
nichts, wenn Andora es nicht auch will. Selbst wenn du den Kampf
gewinnen solltest...ist es so wie Ikarus es eben schon
sagte...es besagt nicht das Andora dich auch mit ins Bett nimmt.
Denn diese Entscheidung fällt sie. Selbst das Dion den Kampf
gewonnen hat...so kann es ihm trotzdem passieren, das Andora ihn
nur von oben bis unten ansieht und ihn fragt ob er noch alle
Tassen im Schrank hat. Sie ist sehr wählerisch und kann es sich
auch erlauben. Sieh dich um...schau dir die Kerle an...jeder von
ihnen würde alles tun für einmal mit ihr. Sie ist die schärfste
Frau unter der Sonne..sozusagen...so leid es mir tut das sagen
zu müssen...doch die Stunden mit dir hat sie lediglich über sich
ergehen lassen, sei dir dessen bewusst. Sie tat es für ihren
Sohn....na ja und für meinen. Du musst schon mehr tun als nur
nett sein. Das du dich um Mikael kümmerst ist schon ein Schritt
in die richtige Richtung. Wie alt ist Mikael nun?“ Araziel sah
zu dem kleinen Kerl der nun aufmerksam zu der Gruppe sah. „Er
ist nun zwei, bald wird Andora beginnen ihn zu unterrichten. Ich
dachte ich setze mich dazu und sie gewöhnt sich vielleicht ein
wenig an mich...und lässt vielleicht später auch mal mehr zu.“
Luzifer sah Araziel ruhig an und nickte leicht. „Dann passe nur
auf das Ikarus dich nicht in die Finger bekommt, er macht
Kleinholz aus dir.“
Nun auch Brianna hatte inzwischen
ein kleines Mädchen bekommen, sie und Lyam verwöhnten die Kleine
und liebten sie sehr. Ethan sah wie glücklich Brianna war und
das freute ihn, auch wenn es ein wenig schmerzte, das er sie
hatte hergeben müssen. Was ihn allerdings sehr amüsierte war
Lazarus, denn ihn ließen die Göttinnen nicht in Ruhe. Anfangs
weigerte er sich, doch als Ethan ihm sagte: „Nimm mit was du
kriegen kannst, es sind andere Zeiten. Wenn sie sich dir
anbieten, sei nicht dämlich.“ Lazarus sah ebenfalls das sich die
Zeiten geändert hatten, die alten Göttinnen hätten sich ihm nie
so offen angeboten, sie hatten respektiert das er sich nur unter
den Sterblichen umgesehen hatte. Aber jetzt...er hatte genickt
und nach dem er die erste mit ins Bett genommen hatte, konnte er
sich vor Angeboten nicht mehr retten. Lazarus Liebeskünste waren
Legende und zudem sah er phantastisch aus. So kam es das er kaum
noch Ruhe hatte und jede Nacht eine andere in seinem Bett fand.
Trotzdem begann er fahrig und unruhig zu werden. Ethan bemerkte
es und er wusste auch was der Grund war...so trat er eines Tages
auf Andora, Ikarus und Ares zu. Er sah Andora an. „Du musst den
ersten Schritt tun. Er ist jetzt schon eine ganze Weile bei uns
und hat dich noch nicht für sich gefordert, ihm fehlt das Licht.
Wieso er es nicht tut, weiß ich nicht, doch es wird Zeit das er
bekommt was er braucht.“ Ikarus knurrte zwar leise, nickte aber
dann und sah Andora an. „Ethan hat recht, Lazarus hat zu lange
verzichten müssen. Wenn er es nicht tut musst du den ersten
Schritt machen.“ Andora sah ein das es wohl nicht anders ging
und so trat sie irgendwann auf Lazarus zu als er unter der
Dusche stand. Andora hatte keine Hemmungen, sie zog sich aus und
stellte sich zu ihm unter das fließende Wasser. Er schnaufte
leise und sah sie an. Das sprechen fiel ihm schwer als er sie
ansah. „Ist dir klar das ich dich nicht mehr gehen lasse, wenn
ich dich einmal im Arm halte?“ Andora nickte und ließ ihre Hände
über seine sportlich muskulöse Brust wandern. „Das ist mir sogar
sehr klar.“ Sie sah ihn dabei lockend und verführerisch an...da
konnte Lazarus nicht mehr, er griff zu und zog sie hart an sich,
dann küsste er sie verlangend. Er stöhnte leise auf, er spürte
wie ihr Licht zu seinem drängte und um es zu vollenden nahm er
sie sich gleich hier unter der Dusche. Er war wild, zu lange
hatte er auf das Licht verzichten müssen...später wurde er auch
zärtlicher und Andora sagte ihm, er solle sich nicht zurück
halten, wenn er sie brauchte solle er nicht mehr so lange warten
bis es nicht mehr ging, sondern früh genug zu ihr kommen. Sie
genoss es mit Lazarus und musste wieder mal feststellen das er
wirklich gut war. Seinen Körper zu spüren, seine Hände auf ihr,
seine Küsse...das alles machte sie sehr heiß...das bekam auch
Ikarus mit und er kämpfte wieder mal mit seiner Eifersucht. Und
hier war es besonders schlimm, denn er kannte Lazarus Ruf....und
hatte sogar Angst das Lazarus ihm Andora weg nehmen könnte, das
er besser sein könnte. Ares versuchte ihn zu beruhigen. „Sie
liebt dich, du bist ihr Favorit, jetzt reiß dich zusammen.
Himmel wir dachten alle du hättest die Eifersucht überwunden.
Legst du dich deswegen mit jedem an der sie sich nehmen will?“
Ikarus lief wie ein gefangenes Tier im Wohnzimmer auf und ab. Er
hatte es sich nicht mehr mit ansehen können was Lazarus mit ihr
tat oder sie mit ihm. Er sah Ares an. „Ich liebe sie mehr als
alles andere, ich will sie nicht verlieren. Lazarus ist der
beste, das wissen alle.“ Ares nickte. „Was du sagst stimmt, aber
er würde niemals einem anderen die Gefährtin weg nehmen,
niemals...gerade du müsstest es doch wissen.“ Ikarus nickte.
„Das weiß ich auch...und doch kocht es in mir. Am liebsten würde
ich da zwischen gehen.“ Ethan bekam es ebenso mit und tauchte
nun auf. „Das würde ich dir nicht raten, wenn du das tust, wird
er seine Bedürfnisse nie wieder stillen, weil er dich nicht
verletzen will. Junge er liebt dich was glaubst du warum er sich
diese ganze Zeit zurück gehalten hat? Nur aus Liebe zu dir. Also
gönne ihm diese kurze Zeit mit ihr. Danach wird er wieder eine
Weile Ruhe haben.“ Als Lazarus Andora verließ strahlte sie von
ihnen, er hatte ihr etwas gegeben das ihr bisher sonst keiner
geben konnte, die Vereinigung der beiden Lichter. Sie war
erschöpft....aber auf angenehme weise erschöpft, Lazarus hatte
ihr alles abverlangt. Als später Ikarus zu ihr kam und sie noch
für sich fordern wollte, lehnte sie ruhig ab. „Liebster ich
möchte im Moment nicht, bitte gib mir etwas Zeit.“ Das war
Wasser auf die Mühlen seiner Eifersucht...Andora hatte nicht
gesehen das Ikarus kochte. Bevor er etwas unüberlegtes tun
konnte, war er auf einmal verschwunden...Myrion hatte ihn
abermals zu sich geholt, denn Aurian hatte gesehen was Andora
entgangen war. Myrion sah den wütenden Ikarus an. „Beruhige dich
wieder...lass nicht zu das dich die Eifersucht wie einst so in
die Krallen bekommt. Finde ein gesundes Mittelmaß. Lazarus wird
dir deine Andora nicht weg nehmen, ebenso wenig wie er mir
Aurian nahm. Er weiß genau wo sein Platz ist...und ich lasse
dich jetzt nicht eher gehen bis das du dich beruhigt hast.“
Ikarus lief auf und ab, er sah Myrion immer mal kurz wütend an.
„Junge du hättest gerade einen unverzeihlichen Fehler begangen.
Ist dir das eigentlich klar?“ Ikarus knurrte leise. „Sie liebt
es doch hart und wild.“ Myrion schüttelte mit dem Kopf. „Das mag
sein, aber sicher nicht gegen ihren Willen. Willst du sie
verlieren? Dann mach so weiter. Du solltest zu dir selber finden
und nicht wieder in alte Gewohnheiten fallen.“ Es war Nacht und
Myrion trat mit ihm aus der Höhle hinaus, er deutete zum Himmel:
„Ich zeige dir nun etwas.“ Am Himmel entstand eine
Sternenkonstellation. „Siehst du das? Pass auf.“ Und nun verband
Myrion die Sterne miteinander und was Ikarus nun sah, war ein
Frau die beide Arme nach links und rechts von sich gestreckt
hatte, auf der einen Hand lagen alle dem Licht zugewandten
bewohnten Planeten, auf der anderen Hand die Welten die in
Dunkelheit getaucht waren und von Luzifer beherrscht wurden.
Hinter der Frau standen rechts und links zwei Männer die jeder
eine Hand unter ihre Hände legten um ihr die Last zu
erleichtern. Und zwischen diesen beiden Männern, ebenfalls
hinter ihr stand ein machtvoller Krieger, der nun alle umfasste
und ihnen half. „Das sind Andora und ihre drei Gefährten. Die
drei helfen ihr das Gewicht des Universums zu tragen. Junge
begreifst du es nicht? Andora ist Teil des Universums. Sie trägt
das Gewicht auf ihren Schultern oder wie in diesem Bild
dargestellt in ihren Händen. Ich sage dir nun etwas...was du
verlangst ist Treue und diese Treue ist für die Göttin des
Lichts unmöglich. Wenn du darauf bestehst, wirst du sie
verlieren. Aurian ist vor allem deswegen so stolz auf Andora
weil sie im Gegensatz zu ihrer und deiner Mutter Viola, ihr
Pflicht dem Universum gegenüber an erste Stelle stellt. Und dazu
gehört auch das sie mit denen schläft die sie brauchen. Das
Licht wird mit dem Liebesakt weiter gegeben...verdammt ihr seid
keine kleinen sterblichen Bürger die es sich leisten können treu
zu sein.“ Ikarus knurrte noch mal leise, sah aber zu dem
Sternenbild empor. Myrion war noch lange nicht fertig. „Fangen
wir bei Ethan an, sollte er ihre Nähe nicht mehr bekommen, würde
er der Dunkelheit anheim fallen und eventuell zu Luzifer
überlaufen. Ethan ist kein strahlendes Licht, er trägt die
Erbmasse, der Dämonen in sich, die der Avatare, der Geister und
der Götter, so wie die Erbmasse der Göttin des Lichts und das
Erbe des Drachen, als auch das Chaos. Er steht immer nahe am
Abgrund und er weiß es. Doch durch Andora wird er von dort fort
geholt. Luzifer...ohne Andoras Zuwendungen würde er ganz anders
handeln, er wäre nicht mehr bereit zu verhandeln sondern würde
sich nach und nach alle Welten untertan machen und das Licht
zurück drängen. Elorian, ihr geht es nicht anders als Ethan auch
sie steht oft genug am Abgrund, doch Eros verhindert es, da er
das Licht das er von Andora bekommt an Elorien weiter gibt.
Würdest du Eros von ihrem Bett fernhalten, würde er das Licht
nicht mehr weiter geben können und Elorian würde ebenso wie
Ethan verloren sein. Eros selber würde verkümmern, weil ihm
etwas fehlt. Leander...würde sie seine Last nicht erleichtern,
würde er wie ein wilder Stier seine Kriegswut im Universum
verteilen und das Universum würde dem Chaos und somit wieder
Luzifer zufallen.“ Myrion deutete noch mal zu dem Sternenbild.
„Sie ist der Mittelpunkt und würdest du von ihr Treue
verlangen....würde sie um ihre Pflicht tun zu können, sich einen
anderen Gefährten suchen.“ Ikarus seufzte leise, seine Wut war
verflogen, er begriff nun das so vieles von Andora ab hing.
Eigentlich hatte er es immer gewusst, doch es nicht wahr haben
wollen. Myrion sah ihn ruhig an. „Verprügle deine Nebenbuhler
nach Herzenslust...doch halte sie nicht von ihrem Bett fern.
Denn ansonsten mein Junge, wirst du der Verlierer sein und das
auf ganzer Linie. Du würdest alles verlieren, ihre Liebe mit
eingeschlossen...denn Andora ist Aurian ähnlicher als wir alle
dachten...sie stellt die Pflicht an erster Stelle. Und das sie
eiskalt sein kann... hast du gesehen wie sie mit Viola
umgesprungen ist. Glaube nicht das sie ihre Mutter nicht geliebt
hat...aber sie musste Lyam von Viola befreien, damit er sich
frei entfalten konnte. Du selbst hast an Viola bemängelt das sie
dir nicht gab was du brauchtest und fandest es sogar
gerechtfertigt was Andora tat. Doch nun verlangst du genau das
von Andora was du bei Viola verurteilt hast. Andora gehört nicht
dir alleine...sie gehört dem Universum...mit Haut und
Haaren....und je eher du das begreifst und akzeptierst...um so
glücklicher könnt ihr beiden miteinander werden. Sie liebt
dich...wie Ares schon sagte, du bist ihr Favorit. Du stehst bei
ihr an erster Stelle...das heißt nach ihrer Pflicht...und bei
Lazarus tat sie heute nur ihre Pflicht. Wenn sie dabei Vergnügen
empfindet um so besser...du selbst sagtest doch das dir das auch
lieber ist....als das gezwungene das sie mit Araziel erleben
musste.“ Ikarus nickte zustimmend. Myrion sah den jungen Hünen
an und lächelte, er sah die Erkenntnis in Ikarus Augen. Kurze
Zeit später stand Ikarus wieder in ihrem Schlafzimmer, Andora
schlief, er zog sich aus und legte sich zu ihr. Sie kuschelte
sich sogleich in seine Arme und er umfasste sie warm und
liebevoll. Neben ihr auf der anderen Seite lag Ares und
schnarchte leise. Ikarus sah diese beiden an und lächelte, er
hatte endlich seinen Frieden gefunden. Er hatte mit sich selber
gekämpft und den Kampf gewonnen.

Kapitel 39: Das Licht ist überall

Die Tage nach diesem Ereignis saß
Ikarus oft am Strand im Sand und sah über das Meer. Er wirkte
nachdenklich. Leander beobachtete ihn, er ahnte was in dem
jungen Gott vor sich ging. Ihm selbst war es eine ganze Weile
ebenso ergangen und irgendwann setzte er sich neben Ikarus.
„Weißt du....ich fragte mich immer, warum ich? Warum übertrug
Aaron mir die Last des Kriegsgottes. Ein Gespräch mit Andora
öffnete mir die Augen. Es war...weil Aaron wusste das ich
ursprünglich eine absolut schwarze Seele besaß...ebenso wie er.
Weil er wusste das ich damit klar kommen würde. Weil er wusste,
obwohl ich dem dunklen Weg abgeschworen hatte, dennoch kalt
genug sein würde um den Tod auf das Schlachtfeld zu bringen und
weil er wusste, das ich verantwortungsvoll damit umgehen würde.
Kurz gesagt, weil er mir vertraute.“ Ikarus nickte und sah ihn
an „ und was soll das nun heißen? Warum erzählst du mir das?“
Leander schmunzelte. „Um dir zu zeigen, das keiner eine Last auf
seine Schultern bekommt, die er nicht tragen kann. Ich weiß
durch Ares von deiner Eifersucht...von deinem kochenden Blut.
Junge ich verstehe dich absolut. Hätte ich Andora als Gefährtin
ich glaube mich müsste man auf einem Stuhl mit eisernen Ketten
festbinden um den Kerl bei ihr, nicht von ihr herunter zu holen.
Aber diese Last hat man dir aufgebürdet und ich denke du kommst
damit klar, du bist kalt genug um es zu überstehen und weil du
die Verantwortung kennst die damit verbunden ist. Ich weiß wie
beherrscht du sein kannst, schließlich hast du uns allen eine
lange Zeit etwas vor gemacht. In Ordnung, du platzt fast vor
Eifersucht...aber worauf eigentlich? Hast du dich das mal
gefragt? Junge dein Ego platzt bald aus allen Nähten...und doch
kocht die Eifersucht in dir...kommt dir das nicht selber
merkwürdig vor?“ Ikarus sah ihn nachdenklich an, dann nickte er.
Leander sprach weiter. „Vor noch nicht all zu langer Zeit war
ich wie du...wenn auch nur irgendwer Alandra außer mir angepackt
hätte, wäre ich ihm an die Gurgel gegangen. Doch irgendwann
begriff ich, das es auf Dauer gar nicht anders geht. Wir haben
nur zwei Alternativen...entweder laufend die Gefährten
wechseln...um einfach nicht in irgendeinen Gewohnheitstrott zu
verfallen...oder uns auch mal ein wenig Amüsement neben her zu
suchen. Da wir aber unsere Gefährtinnen lieben...wollen wir sie
auch nicht hergeben...also nehmen wir die zweite Alternative und
mal ehrlich...so schlecht ist das Arrangement doch nicht. Sie
haben ihren Spaß, wir haben unseren Spaß und wissen dennoch da
ist jemand der zu uns gehört und dem wir blind vertrauen können.
Ich brauche Alandra, sie ist mein Ruhepol...sie ist mein
Gewissen, wenn ich merke das ich zu sehr ins dunkle abrutsche.
Doch brauche ich auch Andora...ohne sie wäre ich verloren. Aber
das was sie mir gibt reicht mir...mehr brauche ich nicht. Die
Verantwortung ihr Gefährte zu sein...überlasse ich gerne dir und
Ares.“ Nun musste Ikarus doch schmunzeln, er sah Leander
kopfschüttelnd an. „Ich frage mich gerade warum ich mich noch
nicht an deine Gefährtin heran gemacht habe...wenn du es schon
mit meiner treibst.“ Leander lachte leise. „Das weiß ich
nicht...vielleicht weil du Gamaschen vor der Mutter Natur hast
oder vor ihrem Gefährten? Obwohl...ich dachte du hättest es
schon getan, damals als sie mit den beiden...Bastar...beiden
Mädchen schwanger war und ich nicht dazu in der Lage war.“
Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein...obwohl es mir nichts
ausgemacht hätte. Alandra war nie schöner, als zu der Zeit da
sie die Kinder erwartete. Aus ihr strahlte eine wahnsinnige
Weiblichkeit das sie sogar fast Andora übertraf. Doch soweit ich
weiß, war Eros derjenige der ihr das gab was du ihr nicht geben
konntest. Der Junge kennt gar keine Hemmungen.“ Nun lachte
Leander herzhaft. „Ebenso wenig wie sein Vater...oder?“ Ikarus
sah ihn lachend an und nickte. „Es ist schon komisch...unsere
Kinder sind nicht viel jünger als wir...Und doch haben wir ihnen
gegenüber elterliche Gefühle, obwohl mit der Zeit das Gefühl ihr
Vater zu sein schwindet. Man beginnt sie als gleichberechtigt zu
betrachten.“ Leander nickte zustimmend. „Das stelle ich immer
bei Ares fest, da muss ich mir auch immer wieder sagen das er
mein Sohn ist. Wenn ich mir diesen stattlichen Hünen ansehe muss
ich mir klar machen, das ist mein Sohn. Ich habe nie verstanden
warum Myrion so versessen auf Kinder war...ich fiel fast in
Ohnmacht als ich erfuhr das ich Vater werden würde, ich fühlte
mich noch zu jung. Doch heute verstehe ich es. Die Kinder werden
schnell erwachsen und ehe man sich versieht sind hundert Jahre
herum und man kann sie kaum noch als Kind betrachten. Myrion
liebte das Gefühl Vater zu sein. Er liebte das trippeln von
kleinen Kinderfüßen und nahm auch die Probleme der Pubertät in
Kauf....doch dann kam der Tag wo sie erwachsen wurden, wo die
Zeit verging und das Gefühl des Vaterseins verschwand.“ Leander
sah Ikarus an. „Diesbezüglich bist du wie er...auch du magst das
Trippeln von kleinen Füßen...und dir ist es sogar egal ob es
dein Kind ist oder nicht.“ Ikarus nickte. „Das stimmt...Mikael
liebe ich als wäre es mein eigener Sohn. Ebenso war es oder ist
es bei Anatol. Mir ist es egal das ich nicht ihr Erzeuger bin.
Es sind Andoras Kinder...also liebe ich sie.“ Leander sah ihn
freundschaftlich an. „Da bist du nicht eifersüchtig? Also das es
nicht deine Kinder sind?“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein...obwohl
ich mir natürlich wünschte ich wäre tatsächlich ihr Vater. Aber
nein...da bin ich nicht eifersüchtig...obwohl sie mich daran
erinnern, das ein anderer dafür mit meiner Geliebten geschlafen
hat. Aber Luzifer wurde mir inzwischen zum Freund und
Araziel...na ja...das wird man sehen.“ Leander sah zu dem
kleinen Mikael, der sich wie so oft in der Nähe von Ikarus auf
hielt. „Er ist seltsam...ich spüre in ihm das Licht wie bei dir
und auch Anatol oder Eros...und doch fühle ich eine dunkle Seite
in ihm.“ Leander betrachtete Mikael etwas genauer...dann sprang
er auf. „Oh Himmel...das kann doch nicht sein.“ Ikarus erschrak
und sprang ebenso auf und sah dann von Leander zu Mikael. „Was
hast du gesehen?“ Leander seufzte. „Du ziehst dort einen Engel
heran...aber keinen gewöhnlichen Engel...er ist wie
Aphrodite...er ist ihr Äquivalent. Er ist ein Engel des
Todes...während sie ein Engel des Lichts ist, der aus reinem
Licht besteht....trägt Mikael den Keim des dunklen Engels in
sich. Er wird ein Bote des Todes sein.“ Ikarus rief den Kleinen
zu sich, der auch sofort angelaufen kam. Ikarus hob sein
Hemdchen hoch und besah sich den Rücken des Kleinen, doch die
Flügelansätze fand er nicht. „Er hat keine Flügel.“ Leander
nickte. „Die hat Aphrodite auch nicht, ihre Flügel sind nicht
körperlich sondern mentaler Art, sie bestehen aus reinem
Licht...hier ist es anders....seine Flügel sind......schwarz.
Ich spüre es...ich bringe den Tod...und Mikael wird meiner und
Anubis Vorbote sein.“ Leander sah Ikarus an. „Es tut mir
leid...doch wenn das dunkle bei uns ist...spüre ich es. Nur bei
meiner eigenen Tochter hatte ich es nicht gesehen...oder
vielleicht auch nur nicht sehen wollen.“ Ikarus hob den Kleinen
auf seine starken Arme und knuddelte ihn, so das er vor
Vergnügen jauchzte. Er sah Leander an. „Das ist mir egal. Wir
werden ihn im Licht erziehen, er wird ein Sohn des Lichts
sein...und wenn er ein Vorbote des Todes werden sollte, dann ist
es eben so. Deswegen werden wir ihn nicht weniger lieben. Zudem
war zu erwarten...das er bei diesem Vater kein strahlendes Licht
sein würde.“ Leander sah Ikarus misstrauisch an. „Hass auf
Araziel?“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein...nicht mehr...das
war nur eine klare Feststellung, mehr nicht. Allerdings sollte
er auf dumme Ideen kommen, bezüglich Andora, sollte er seine
Knochen vorher sortieren und nummerieren.“ Leander grinste. „Was
ist wenn sie ihn selber will?“ Ikarus funkelte Leander an. „Was
soll sie von ihm schon wollen, was ich ihr nicht auch geben kann
oder Ares. Nein...das kann er sich abschminken.“ Leander nickte
leicht. „Dennoch solltest du bedenken...die Wege der Lichtgöttin
sind manchmal unergründlich. Sie geht auch mit Luzifer ins
Bett...obwohl sie es nicht müsste. Oder sagen wir so, weil es
eventuell doch einen Sinn und Zweck erfüllt. Andora ist eiskalt
wenn sie etwas erreichen will...ihr ist dann jedes Mittel
recht...und das ist auch gut so. Und wer weiß, vielleicht zieht
sie so einen weiteren Verbündeten im Reich der Dämonen heran.
Sie ist in manchen Dingen sogar skrupelloser als es Aurian war.“
Ikarus sah Leander perplex an. „Du meinst es könnte tatsächlich
sein, das wenn sie einen Vorteil darin sieht, sogar mit Araziel
noch mal ins Bett zu steigen, so würde sie es tun?“ Leander
nickte. „Ja das denke ich. Er will sie, das ist
unübersehbar...und Andora ist nicht blind. Wenn sie einen
Vorteil darin sieht, wird sie es tun, da bin ich mir sicher. Das
hat dann nichts damit zu tun das sie ihn attraktiv findet oder
ihn will...sondern rein um des Vorteils Willen.“ Ikarus sah
Leander nachdenklich an und nickte dann. „Ich glaube du als
Meisterstratege würdest ihr sogar dazu raten oder sehe ich das
falsch?“ Leander nickte zustimmend. „So ist es...die Waffen
einer Frau sind besser als jede andere Waffe...und wenn es dann
noch die der Lichtgöttin sind, kann sie damit Welten versetzen.
Oder in diesem Fall das Reich der Dämonen infiltrieren und
richtig eingesetzt, sogar die dunklen Welten zu Fall bringen.
Vergiss nicht die niederträchtigen Gefühle überwiegen bei ihnen.
Wenn sie es richtig ausnutzen würde, was ich allerdings nicht
glaube, könnte sie sogar Luzifer und Araziel gegeneinander auf
hetzen. Allerdings würde sie uns damit mehr schaden als nützen.
Nein sie spioniert...denn in einem hat sie Recht, ein Kerl
dessen Hormone verrückt spielen, plaudert viel aus um dem Objekt
seiner Begierde zu gefallen. Andora ist darin inzwischen eine
Meisterin. Sie entlockt sogar Luzifer Geheimnisse die er
eigentlich gar nicht offenbaren will und sie lenkt ihn so ab,
das er es nicht mal merkt das er etwas ausgeplaudert hat. Die
Göttin des Lichts ist unsere stärkste Waffe. Mal abgesehen
davon, es würde mit Sicherheit auch die eine oder andere Dämonin
geben die dich als Objekt der Begierde sehen würde...allerdings
würde uns das nicht viel bringen, da die Dämonen von den Männern
beherrscht werden und es nur wenige Frauen in die Führung
geschafft haben.“
Als Ikarus später Andora erzählte
was er von Leander bezüglich Mikael erfahren hatte, war sie
nicht sonderlich überrascht sondern erklärte das sie mit so
etwas schon gerechnet habe, da auch Moira so etwas ähnliches
bereits gesagt hatte. Er hatte außerdem die letzten Tage
beobachtet wie sich Dion versuchte an Andora heran zu machen und
sah Andora liebevoll an. „Dion...findest du ihn nicht attraktiv?
Ich meine er versucht alles um an dich heran zu kommen, aber wie
ich sah blitzte er jedes mal ab.“ Andora schmunzelte leicht.
„Das fragst ausgerechnet du? Nun natürlich ist er attraktiv und
es umgibt ihn eine dunkle Aura die dazu auch noch recht
geheimnisvoll ist. Ehrlich gesagt reizt er mich schon...doch so
leicht soll er es nicht haben.“ Sie trat auf Ikarus zu und
strich ihm sanft mit ihren Fingern über seine bloße Brust, da er
wieder mal ein Hemd trug das recht weit aufgeknöpft war. Er
liebte es Andora damit zu reizen. Während sie genau wusste, das
wenn sie ihn leicht berührte und dem einen kleinen Anstrich von
Erotik gab, das bei ihm gleich das Kopfkino begann und sein Blut
dann kochte. So auch jetzt, vergessen waren Mikael und
Dion...Ikarus griff um sie herum und zog sie hart an sich, sein
fordernder Kuss zeigte ihr deutlich was er nun wollte. Sie hatte
es darauf angelegt und er war ebenso darauf angesprungen. Das
sie ihn von sich aus wollte, hob sein Ego wieder mal um einiges
an. Als sie ihm später noch ins Ohr flüsterte das sie immer
scharf auf ihn war, gab es für ihn kein halten mehr. Sie liebte
es tatsächlich, seinen harten Körper auf sich zu spüren, wenn er
sie streichelte und sie leidenschaftlich küsste. Sie liebte es
sein heißes Blut zu spüren und ebenso auch seine Leidenschaft.
Ikarus war scharf, er wollte immer und wenn sie dann noch von
sich aus an kam, war für ihn das Glück perfekt. Er genoss jeden
Augenblick, daher zögerte er es auch immer wieder heraus und
hielt auf diese weise auch recht lange durch. Er fand es vor
allem erregend, wenn sie sich unter ihm wand, wenn sie versuchte
zu entkommen und er sie immer weiter nahm, bis sie auf einmal
laut aufschrie. Wenn er spürte wie ihr Körper geschüttelt wurde
und er dann irgendwann schlussendlich auch den Gipfel erklomm
und genoss. Allerdings war das für ihn kein Grund auf zu hören,
er war zu seiner Ausdauer auch noch recht potent und machte nach
einem kurzen Moment den er zum genießen brauchte, sofort weiter
und war froh eine Frau zu haben, die es vertragen konnte, die
sich nicht versuchte ihm zu entziehen, sondern es ebenso noch
mal wollte wie er. Als er sie anschließend fest an sich gedrückt
im Arm hielt und ihr leises zufriedenes schnurren hörte lächelte
er...und auf einmal wurde ihm klar das seine Eifersucht wirklich
grundlos war. Sie liebte ihn und sie wollte ihn. Seine
Eifersucht sank größtenteils in sich zusammen...allerdings war
er auch recht durchtrieben, er hatte gesehen das sie ihn auf
Grund seiner Eifersucht öfter forderte als Ares oder einen
anderen Kerl und das nutzte er nun natürlich aus. Er spielte
immer mal den eifersüchtigen weil er genau wusste das sie ihn
dann haben wollte um ihm zu zeigen das es keinen Grund zu
Eifersucht gab. Ares war es der später mal dahinter kommen
sollte, welches Spiel Ikarus hier ab und an trieb und schüttelte
leicht amüsiert den Kopf. Ares wiederum ließ sich nun nicht mehr
von Ikarus beiseite drücken, sondern verlangte ebenso von Andora
seinen Teil, allerdings auch von Ikarus. Leander fragte Ikarus
später mal ob er die gleiche Neigung wie Ares haben würde, als
der ihm aber sagte das es nicht so sei, sah Leander ihn
überrascht an. „Aber wie ist es dir dann möglich...na ja mit
einem Mann..“ Ikarus sah Leander von oben bis unten an und
strich ihm sachte mit den Fingern über die nackte muskulöse
Brust, er grinste frech. „Kopfkino...ich stelle mir vor wie
scharf er auf mich ist und was ich alles mit ihm tun könnte wenn
ich wollte. Zudem liebe ich ihn, und sieh in dir doch mal
an...wenn ein Kerl wirklich scharf ist...dann Ares.“ Leander sah
auf Ikarus Finger und ihm dann wieder ins Gesicht. „Wenn du
meine Faust nicht gleich in deinem Gesicht willst, dann halte
deine Finger bei dir. Ich gedenke nicht mit dir ins Bett zu
gehen.“ Ikarus zog lachend seine Hand zurück und zwinkerte
Leander frech zu. „Du weißt nicht was du versäumst.“ Jetzt
begriff Leander das Ikarus ihn lediglich aufzog, das er nichts
von ihm gewollt hatte. „Also ich könnte es nicht.“ Ikarus sah
ihn an: „Wenn man liebt, dann entweder ganz oder gar nicht und
ich liebe Ares, also gebe ich ihm auch was er braucht. Die Liebe
zu Ares eröffnet mir aber auch die Perspektive einen anderen
Kerl unter dem Aspekt der Attraktivität zu sehen, die Andora
eventuell sehen könnte.“ Abermals sah er Leander wie prüfend an
und grinste frech. „Und du passt genau da rein. Ich denke sie
findet dich äußerst attraktiv.“ Nun grinste Leander ebenfalls
und sah Ikarus an. „Jetzt komme nicht auf die Idee mich noch mal
berühren zu wollen, denn dann hast du meine Faust wirklich
zwischen deinen Zähnen.“ Ikarus lachte frech, zwinkerte noch mal
kurz..und ehe Leander sich versah, hatte Ikarus ihn bereits auf
den Mund geküsst und war verschwunden. Leander fluchte und
wischte sich leicht angewidert den Mund ab. „Verdammt, dieser
Bengel....auf den muss man wirklich aufpassen. Der hat nur
Dummheiten im Kopf.“
Ikarus begann tatsächlich eine
Wandlung durch zu machen. Er versuchte nicht mehr in Myrions
Schuhe zu steigen , sondern zeigte nun seine eigene
Persönlichkeit und die war die eines großen Jungen...obwohl er
auch verantwortungsbewusst sein konnte. Das sah man daran das er
täglich einige Stunden mit Ares zusammen saß und die Welten
überwachte. Ares genoss diese Zeit mit ihm, vor allem da Ikarus
auch hier ab und an mal seinen Kindskopf zeigte, in dem er
Schabernack mit dem Menschen spielte. Aber nie etwas bösartiges.
Ebenso das Ikarus sich nun auch Zeit für ihn nahm, auch wenn er
mehr Pflichterfüllung war. Doch begann beiden diese Arbeit Spaß
zu machen und sie wurden darin immer besser. Ikarus dachte an
die Worte von Myrion, das wenn es große Entscheidungen waren,
die getroffen werden mussten, das niemals auf eigene Faust zu
entscheiden sondern kurz Andora zu fragen was zu tun sei. Andora
zeigte ihnen auch klare Grenzen auf, in denen sie fragen mussten
und in denen sie frei entscheiden konnten, das machte ihnen die
Arbeit auch leichter weil sie nun nicht wegen jedem kleinen Ding
fragen mussten. Wenn sie irgendwo Hungersnöte sahen fragten sie
Alandra ob man da nicht was tun konnte. Wenn sie
Umweltkatastrophen sahen die allerdings überwiegend auf den
modernen Welten stattfanden, wurde auch hier Alandra
konsultiert. Sie beobachteten sogar Leander wenn er über die
Schlachtfelder schritt. Sie behielten auch die beiden Kinder im
Auge die Luzifer gezeugt hatte und zusammen führen wollte um den
Erzdämon zu bekommen. So nach und nach wurde ihnen auf einmal
klar, wie viel Arbeit Andora zu bewältigen gehabt hatte und
wunderten sich, das sie dennoch die Zeit für sie und ihren
ganzen Liebhaber gefunden hatte. Andora schien irgendwie überall
zu sein, es war als umfasse sie das gesamte Universum und wüsste
fast alles. Aber ihnen fiel auch auf, was Myrion gesagt hatte,
das sie hier und da doch etwas übersah und genau dort sprangen
die beiden ein. Mit der Zeit arbeiteten die drei Hand in Hand
ohne es zu merken. Als Ikarus wieder mal am Strand stand und
über das Meer sah, dachte er daran was Myrion gesagt hatte.
Andora war ein Teil des Universums und nun hatte er diese Worte
wirklich verstanden. Denn wohin das Licht auch strahlte, dort
war auch Andora. Sie trug das Licht und das Leben in das
Universum.

 
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