Kapitel 46: Das Höhlenlabyrinth, erste Etappe


 

Als die Gruppe das Labyrinth betrat, sahen sie das entweder an den Wänden bereits Fackeln brannten oder gerade aufflammten wenn sie weiter gingen. Eine ganze Weile lang ging es nur gerade aus, dann kamen sie in eine Höhle, in der es drei weitere Gänge gab, einen gerade aus und je einen rechts und links. Auf dem Boden lagen spitze Kristallkegel, die wohl von der Erschütterung als der Hang zum Tal rutschte von der Decke gefallen waren. Sie besahen sich die Decke der Höhle und Ikarus flüsterte. „Vorsicht, es könnte sein das wenn wir zu laut reden und die Kristalle ins schwingen geraten, sie uns auf den Kopf fallen.“ Alle nickten und man sah sich vorsichtig in der Höhle um. Man überlegte welchen Gang man nun nehmen sollte, da entschied Ikarus, das man sich erst mal die einzelnen Gänge ansehen sollte. „Ihr bleibt hier und Ares geht rechts, Luzifer links und ich nehme den Gang gerade aus. In einer Stunde treffen wir uns wieder hier.“ Er sah die anderen beiden an. „Nehmt keinen Gang der von ihnen abzweigt, sondern geht nur gerade aus, notiert euch aber ob dort noch weitere Gänge abgehen.“ Die anderen beiden nickten und der Rest der Gruppe zog sich in den Gang zurück den sie entlang gekommen waren, aus Vorsicht wegen der Kristalle die von der decke hingen. Nach einer Stunde waren die drei zurück und berichteten. Ares als erster. „Also bei mir gehen noch einige Gänge rechts und links ab, am Ende des Ganges erscheint eine Treppe die nach oben führt.“ Luzifer nicht zustimmend. „Bei mir war es ebenso, auch hier weitere Gänge rechts und links und am Ende eine Treppe, nach oben.“ Ikarus hörte ihnen zu und nickte dann. „Bei mir ebenso, weitere Gänge, allerdings am Ende des langen Ganges eine Höhle, die bewachsen ist. Ich habe sie nicht betreten sondern nur hinein gesehen. Ich traue diesem Höhlensystem nicht. Wenn es wirklich aus Aurians Nachlass stammt, ist Vorsicht geboten, es ist bekannt das sie gerne ihre Höhlen mit Fallen und Narreteien versah. Wir sollten uns lieber nicht mehr trennen, nicht das auf einmal Wände erscheinen wo zuvor keine waren oder aber man in die Irre geleitet wird und wir uns verlieren. Mein Vorschlag wäre also, wir gehen vor bis zu der bewachsenen Höhle und schlagen dort unser Lager auf und gehen von dort aus erst mal in die Gänge die wir entlang des Ganges finden der zu dieser Höhle führt. Was meint ihr?“ Alle nickten zustimmend, wieder einmal kam Ikarus Talent als Anführer zum tragen, keiner widersprach. So gingen sie weiter bis sie zu der Höhle kamen die Ikarus entdeckt hatte und taten was er gesagt hatte, sie schlugen dort ihr Lager auf. Die Höhle war mit Moos bewachsen, man hörte es im gesamten Höhlensystem tropfen. In dieser kleinen Höhle gab es ein Rinnsal, wo sie frisches Wasser her bekamen. Ikarus probierte das Wasser und nickte. „Es ist genießbar, also verdursten werden wir nicht.“

Unterdessen hatte Andora in der Oase der Götter ein großes Fenster geöffnet, in dem man den Fortschritt der Expeditionsgruppe sehen konnte. Jeder Gott der wollte konnte dort zu schauen, die Oase erlebte mal wieder einen Aufschwung, sie war voll und jeder wollte zusehen. Außer Ethan wusste keiner das die Höhle nicht von Aurian sondern von Andora stammte, doch er schwieg. Andora und er waren auch die einzigen die die Höhle nun noch betreten hätten können, allen anderen Göttern war der Zutritt verwehrt. Der eine oder andere hatte es versucht, aber war gescheitert. Man diskutierte ob Ikarus richtig entschied oder was sie besser gemacht hätten, allerdings in einem waren sich alle einig. Es war aufregend.

Die Expeditiongruppe stellte fest, als sie die Gänge einen nach dem anderen abging, das die meisten Irrläufer waren und sie auf den Hauptgang zurück führte. Ari hatte im Gepäck ein modernes kleines Gerät in dem sie alles genau ein trug, als Ikarus es sich ansah nickte er. „Das ist gut, so können wir eine Skizze der Höhle machen.“ Ari nickte und sah ihn an. „Wir haben drei der Geräte, was ich in eins eingebe erscheint auch in den anderen, von denen jeweils jeder von uns Mädels eins hat.“

Doch am nächsten Tag, war nichts mehr wie zuvor. Als sie abermals einen Gang entlang gingen den sie am Tag zuvor schon erkundet hatten und dort den letzten Gang den sie noch nicht untersucht hatten, untersuchen wollten, waren auf einmal einige abzweigende Gänge verschwunden, die zuvor als Irrläufer deklariert worden war. Ikarus fluchte. „Verdammt, habe ich es nicht gesagt? Die Höhle ändert sich, nichts ist wie es zu erst scheint. Es ist zum kotzen. Allerdings ist nun auch klar wieso die anderen nicht mehr hinaus fanden.“ In der Oase saß Andora neben Ethan und kicherte leise. Er sah sie grinsend an. „Du bist schlimm weißt du das?“ Sie nickte heftig und lachte ihn an, so das er sich zu ihr beugte und sie küsste. Er fragte sie leise. „Sind die Treppen denn noch da?“ Andora nickte. „Die werden sie langsam aber sicher bis zur Spitze des Berges führen, dort oben befindet sich die Endhöhle.“ Ethan verstand. „Du bist genial, auf die Idee ist nicht mal Aurian gekommen, nicht nur eine Fläche zu nutzen sondern sozusagen einen ganzen Berg aus zu höhlen.“ Andora freute sich über sein Lob und strahlte ihn an, so das er leise aufstöhnte. „Kleines tue das nicht, sonst schleife ich dich gleich in eine der Nischen.“ Sie grinste ihn an. „Und wäre das so schlimm? Ich bin gerne mit dir zusammen.“ Nun lachte er leise. „Du und Ikarus, ihr habt euch gesucht und gefunden, du bist ebenso schlimm wie er.“ Sie nickte. „Ja wir passen wie Deckel auf Topf zu einander.“ Ethan sah wieder zum Fenster wo Ikarus den anderen noch mal ein schärfte, zusammen zu bleiben, sich nicht zu trennen, sie hätten ja nun selbst gesehen das die Höhle ihr Eigenleben hatte und sich veränderte. „Traut nichts was sich hier drinnen befindet. Es könnte sonst euer Tod sein.“

Dann griff Ethan nach einer Hand von Andora und verschwand mit ihr in einer der luxuriös eingerichteten Nischen, wo es nun recht heiß zur Sache ging. Lazarus der es mit bekam, grinste und ihm fiel wieder der Tag ein, als er und Ethan heimlich in Andoras Zimmer gesehen hatten, wo sie gerade ihren Körper erkundete. Einen Moment später erschien auch er in der Nische und legte sich zu den beiden. Er sah Ethan fragend an und als der zustimmend nickte, machte er ebenfalls mit. Andora hatte auch nichts dagegen, die beiden älteren ließen sie nun an ihrem reichen Erfahrungsschatz teilhaben und kamen nun dem Wunsch nach, den sie bereits vor einigen hundert Jahren gehabt hatten. Ethan wusste das Andora es brauchte, vor allem jetzt, da ihre beiden Gefährten nicht da waren. Er musste eh verhindern das sie wegen ihrer unerfüllten Leidenschaft fahrig wurde. Das kannte er noch von Aurian, die es auch nicht lange ohne einen Mann aushielt und so hatte er auch kein schlechtes Gewissen, vor allem nicht, da er ebenfalls einer ihrer Gefährten war. Er war schließlich der dritte im Bunde.

Unterdessen erkundeten die Expeditionsteilnehmer weiterhin die Höhle, nun aber sehr vorsichtig geworden und als sie zurück zu ihrer Höhle kamen in der sie ihr Lager aufgeschlagen hatten, blieben sie abrupt stehen, denn im hinteren Teil der Höhle, wo bis kurz zu vor noch harter Fels gewesen war, hatte sich ein weiterer Gang geöffnet. Ikarus trat als erster näher. „Wie mir scheint wird es jetzt ernst. Wie sollten einen Teil zusammen packen, einen anderen Teil können wir hier lassen. Da die Treppen noch nicht verschwunden sind, sind sie wohl wichtig, also kommen wir hierhin wohl später noch zurück. Diese Höhle hier scheint konstant zu sein.“ Abermals nickten alle anderen zustimmend und so packte man was man erst mal benötigte zusammen. Man vertraute Ikarus Eingebungen, vor allem da man gesehen hatte das er meistens recht hatte mit seiner Einschätzung. Als sie dem Gang folgten kamen sie in eine recht finstere Höhle, die sie erst mal beleuchteten. Ari erschrak als sie dort eine riesige Statue stehen sah. Luzifer beruhigte sie, denn dort stand die Statue von Damok und rechts und links von ihm je eine von Luzifer und Araziel. Luzifer erklärte wessen Statuen sie dort sahen, obwohl seine kaum eine Erklärung benötigt hätte. Damok deutete mit einer Hand zu Seite als wolle er ihnen etwas zeigen. Als Ikarus dem Fingerzeig folgte war dort ein weiterer Gang zu sehen, der allerdings auch im Dunklen lag.. „Hier geht es weiter, wir sollten nach sehen was sich dort befindet.“ Man ging an den finster drein blickenden Statuen vorbei und betrat den Gang, der recht kurz war um von dort aus in eine weitere Höhle zu kommen, dort standen abermals Statuen, die der drei einstigen Avatare. Der alte Professor besah sich gleich die Höhlenmalereien, wo der Kampf von Aurian gegen die drei Geister zu sehen war, als diese damals wahnsinnig wurden. Ares schaute auf die Tafel, die die Statue von Andra in Händen hielt. „Hier ist eine Frage eingelassen und zwei Knöpfe zu zwei möglichen Antworten.“ Ikarus und Luzifer sahen sie sich daraufhin ebenso an. Ikarus fluchte. „Verdammt das ist kaum zu beantworten.“ Er las vor: „Als was verließen die Geister dieses Universum? Antwort eins: Als das was sie gekommen waren oder Antwort zwei: als Götter.“ Ikarus dachte nach. „Waren sie nun Götter oder was wurde aus ihnen, was waren sie zum Schluss?“ Ares sah Ikarus nachdenklich an. „Also sie kamen ursprünglich als die Geister der Ewigkeit, dann kam es irgendwann zum Kampf zwischen Aurian und den dreien, woraufhin sie die beiden männlichen verschmolz. Sie tötete den weiblichen und den männlichen und schickte ihre Seelen in die Sterblichkeit. Wir hätten besser aufpassen sollen, als man uns deren Geschichte erzählte.“ Ikarus nickte. „Also, die beiden Seelen wurden als sterbliche mehr als einmal wieder geboren...“ Dann sah er Ares an. „Sie waren Götter geworden, eine Zeit lang als ewige Helden unterwegs aber schlussendlich Götter und als solche verließen sie dieses Universum. Obwohl die Frage schon verwirrend ist, denn ich denke sie sind immer noch hier, nämlich dort wo sich auch Aurian befindet. Aber Antwort zwei ist richtig. Hoffe ich zumindest.“ Ares und Luzifer sahen ihn an, dann nickten sie und Ares drückte den Knopf zu Antwort zwei. Knirschend öffnete sich die Truhe die Mystra in Händen hielt und es erklang eine sanfte Stimme. „Die Antwort war richtig, hättet ihr sie falsch beantwortet, hättet ihr gegen Dorian antreten müssen.“ Die beiden Götter versuchten die Stimme zu erkennen, aber fanden nicht heraus zu wem sie gehörte, Ikarus zuckte mit der Schulter. „Ich glaube hier hörten wir eine Stimme aus der Vergangenheit, das war sicher Mystra.“ Dann sahen sie in die Truhe, in der eine scheinbar alte vergilbte Schriftrolle lag. Der Professor kam hinzu. „Vorsicht, sie könnte zerfallen wenn sie wirklich schon so alt ist.“ Er sah eine seiner Assistentinnen an. „Wir brauchen das Sprühwachs um sie zu erhalten, sicher ist sicher.“ Diese kramte es auch sofort hervor und der Professor sprühte damit die Schriftrolle vorsichtig ein. Erst dann nahm er sie vorsichtig aus der Truhe um sie zu entrollen. Neugierig schauten alle auf die Schriftrolle. Doch nur Luzifer konnte sie lesen, denn sie war in der Sprache des Chaos verfasst. Er schnaufte kurz und las dann vor, was sich Ari sofort notierte. „Wasser und Feuer, das eine friedlich das andere grausam. Wer des Feuers Brunst löschen will, sollte ein Freund des Wassers sein, nur so kann man den Flammen entgehen. Hütet euch davor, euch ohne die Freundschaft des Wassers, sich dem Feuer zu nähern. Der endgültige Tod wäre euch gewiss. Egal ob Gott oder Sterblicher. Mit folgenden Worten ruft ihr das Wasser herbei solltet ihr seine Freundschaft errungen haben.“ Dann standen darunter die Worte die den Zauber aufrufen würde. Ares sah die anderen an. „Ich verstehe kein Wort, aber mir scheint es lauern hier noch Gefahren die wir nicht unterschätzen sollten.“ Ikarus nickte zustimmend. „Wir sollten auf der Hut sein.“ Der Professor rollte die Schriftrolle wieder zusammen und tat sie in einen einen dafür vorgesehenen Röhrenbehälter. Dann machte man sich auf den Rückweg. Wieder in der bemoosten Höhle angekommen, legte man sich erst mal zur Ruhe. Als man am nächsten Morgen aufwachte, war die Höhle wieder wie zuvor, der Gang der zu der Höhle von Damok führte war verschwunden. Inzwischen wunderte man sich über gar nichts mehr auch nicht darüber. Man nahm es wie es kam. Bei einer späteren Überprüfung des Restes des Höhlensystems fand man zu einer Höhle die wunderschön war, sie war bewachsen mit Gras es hoppelten dort sogar Hasen herum. Im hinteren teil befand sich ein kleiner See, der von einem sanft plätschendem kleinen Wasserfall gespeist wurde. In den See führte eine weiße Marmortreppe, an dessen Seite rechts und links eine Statue von Alandra und Iona standen. Ikarus begann langsam zu verstehen. Als er sich umsah und dann eine Statue von Alrik und Circe, neben dem Eingang der Höhle sah nickte er. Innerhalb der Höhle schwebten Wasserelementare herum die sobald sie sich einem Expeditionsteilnehmer näherten, diese vollkommen einnässten. Luzifer wurde schon wütend und wollte eines der Elementare angreifen, weil es ihn vollkommen nass gemacht hatte und dann kichernd weg geschwebt war. Doch Ikarus brüllte. „Nein..nicht...wir dürfen sie nicht angreifen, sondern müssen versuchen ihre Freundschaft zu erringen!! Schon vergessen was auf er Schriftrolle stand? Außerdem so ein wenig Wasser tut uns doch nicht weh.“ Er lachte leise und zog sich kurzerhand bis auf die Unterhose aus. „Es ist warm hier drin, also was soll`s.“ Er sah sich genauer in der Höhle um, während die anderen seinem Beispiel folgten und sich bis auf die Unterwäsche auszogen. Die Frauen allerdings nicht ohne zu erröten. Dann entdeckte Ikarus eine Ecke der Höhle die die Elementare zu meiden versuchten, er deutete dort hin. „Der Platz ist zwar klein, aber für ein Lagerfeuer wird es schon reichen, dort machen wir ein Feuer und trocknen unsere Sachen.“ Er sah eins der Elementare an, das sich ihm näherte und ihn abermals pitschnass zurück ließ. „Sag mir, dürfen wir die Tiere hier drinnen jagen und essen?“ Das Elementar schwebte um ihn herum und leise wie plätscherndes Wasser erklang. „Ja ja, die Herrin hat es erlaubt.“ Ein weiteres Elementar kam heran und flüsterte. „Die Früchte sind auch für euch, ihr dürft, ihr dürft.“ Während Ikarus versuchte aus den Elementaren etwas mehr heraus zu bekommen beobachtete Ari die anderen beiden Frauen, die Ikarus regelrecht anstarrten und hörte wie die eine zur anderen sagte. „Himmel was für ein Mann. Ihn würde ich auch nicht abweisen.“

Auch Andora die es zusammen mit Ethan und Lazarus mit bekam, da sie auch bereits wieder dort saßen und es sich ansahen, schmunzelte. Ethan sah sie an. „Was wäre wenn er sich eine von ihnen..... na ja nehmen würde. Du weißt wie er ist, er kann nicht lange ohne Frau auskommen.“ Andora nickte. „Ich weiß, es wäre in Ordnung. Ich muss es mir ja nicht unbedingt ansehen. Ich weiß das er mir nicht treu ist und das ist auch nicht nötig.“ Sie grinste Ethan frech an. „Schließlich bin ich es auch nicht.“ Ethan sah Lazarus an. „Sie legt es schon wieder drauf an.“ Woraufhin Lazarus lachte und nickte, dabei Andora ansehend. „Ich hätte nichts dagegen. Komm Kleines bringe meinen heißen Körper zum kochen.“ Andora lachte und schüttelte den Kopf. „Nein jetzt nicht. Ich habe noch einiges zu erledigen.“ Lazarus legte aber bereits einen Arm um sie und zog sie zu sich heran. Während sich sein Mund dem ihren näherte flüsterte er verführerisch. „Ja, uns beiden ein wenig Freude zu bereiten.“ :dann küsste er sie mit solch einer Leidenschaft das ihr hören und sehen verging. Sie konnte nicht anders als ihm nach zu geben, denn ihr Körper erglühte sofort. Nun zeigte Lazarus von wem Ikarus seine Schamlosigkeit geerbt hatte, denn er verschwand nicht erst mit ihr in einer Nische sondern nahm sie gleich dort wo sie saßen und Andora gefiel dieses direkte von ihm. Ethan schüttelte nur mit dem Kopf, doch ließ sich dann mit reißen und als Lazarus sie frei gab, kam er zum Zug und tat es Lazarus gleich. Als alle drei später schwer atmend wieder auf ihrem Platz saßen, bemerkten sie nun erst das alle anderen Götter zu ihnen sahen und sie beobachtet hatten. Die beiden Männer lachten leise und Andora sah die anderen Götter an. „Ja was? Was der Körper braucht soll er haben.“ Leander fühlte sich an alte Zeiten erinnert und nickte, laut sagte er. „Recht hast du.“ Er schnappte sich Alandra, und verführte sie leidenschaftlich. Alandra war es im ersten Moment peinlich, doch dann gab sie nach und machte mit. In kürzester Zeit artete das ganze zu einer richtigen Orgie aus, wo fast jeder mit jedem rum machte. Und irgendwann fand sich Andora ...in Araziels Armen wieder, der auch zum zusehen eingeladen war. Als es ihr bewusst wurde, starrte sie ihn erschrocken an. Araziel lächelte sie an. „Wenn du nicht willst verstehe ich das und trete zurück.“ Das er bereit war zu verzichten....ließ sie lächeln, sie schüttelte den Kopf. „Jetzt ist es eh egal, bringen wir es zu Ende.“ Araziel strahlte, er war überglücklich und zeigte ihr nun was er vermochte. Viele Jahre hatte er darauf gewartet und nun hielt er sie in seinen Armen und sie war bereit ihm zu geben was er sich so sehr gewünscht hatte. Als Andora an diesem Abend einsam in ihrem Bett lag, seufzte sie leise. Auf einmal spürte sie zwei Körper neben sich und jemand nahm sie in den Arm um sie nur an sich zu drücken. Lazarus flüsterte ihr leise zu. „Keine Sorge wir wollen nicht noch mehr, doch dachten wir das du dich nun einsam fühlen könntest und so wollen wir nur die Nacht mit dir verbringen und dich im Arm halten, nicht mehr.“ Sie lächelte und kuschelte sich an Lazarus, in ihrem Rücken spürte sie Ethan der ebenfalls den Arm um sie legte. Leise flüsterte er ihr zu. „Vergiss niemals, wir lieben dich und sind für dich da.“ Sie flüsterte leise. „Was habe ich nur getan....ich habe mit Araziel geschlafen.“ Ethan verstand wie sie sich fühlte und hauchte ihr zu. „Was soll`s....es schien dir doch Spaß zu machen, also ist es doch egal. Er hat sich geändert und war sehr geduldig. Er hat es verdient. Also erfreue dich an dem was du erlebt hast und lass keine schlechten Gefühle aufkommen. Es ist in Ordnung.“ Sie seufzte leise und Lazarus antwortete darauf. „Du vermisst Ikarus und Ares...oder?“ Sie nickte. „Ja...es ist als würde ein Teil von mir fehlen. Ich gönne ihnen das Abenteuer wirklich....doch hätte ich nie gedacht, das ich mich so einsam fühlen könnte ohne sie.“ Andora würde nach diesem Abend die Oase nicht mehr betreten, sondern sich ein eigenes Fenster öffnen und ihre beiden Liebsten darin beobachten.

Nun den beiden Männern ging es nicht viel anders, auch sie vermissten Andora entsetzlich, so kuschelten die beiden sich Nachts aneinander und jeder ließ den anderen spüren das er nicht alleine war. Ikarus flüsterte leise. „Ob sie uns auch so vermisst?“ Ares nickte. „Ja ich denke schon...sie liebt uns mehr als wir erfassen können, sie ist ein Teil von uns, so wie wir von ihr.“ Als die beiden so flüsterten, schwebte ein Elementar zu ihnen heran, diesmal ohne sie nass zu machen und plätscherte leise. „Kommt mit ich muss euch etwas zeigen, das nur für euch bestimmt ist. Nehmt auch den Dämonenfürsten mit, ihn geht es ebenso an.“ Die beiden nickten und erhoben sich, dann weckten sie Luzifer und flüsterten ihm zu. „Komm mit, wir scheinen etwas sehen zu müssen.“ Leise folgten sie dem Elementar in eine tiefer liegende Ecke der Höhle dort hatte sich eine Türe gebildet. Das Elementar flüsterte plätschend: „Tretet ein, das ist nur für euch drei. Wir werden auf die anderen solange aufpassen, habt also keine Sorge.“ Ikarus nickte und betrat mit den anderen beiden den Raum der sich ihnen nun auftat. Vor ihnen lag eine weitere Türe auf der ein Löwenkopf zu sehen war. Der Kopf begann zu leben und flüsterte: „Tretet nach einander ein, beginnend mit Ikarus, dann Ares und zu guter Letzt Luzifer. Wartet bis der vorgehende den Raum wieder verlässt.“ Ikarus nickte und öffnete die Türe und betrat den Raum. Dort stand ein Lebens großer Spiegel in dem ein Gesicht erschien, das Ikarus nicht kannte. „Setz dich und beantworte mir eine Frage, wenn du dir etwas wünschen könntest was wäre das?“ Ikarus dachte nach. Er sah den Spiegel an. „Wäre es egal was, auch das ich diese Höhle verlassen könnte um bei Andora zu sein?“ „Nein das nicht, irgendwas das dir helfen würde oder etwas das du schon immer wolltest.“ Ikarus überlegte dann sah er den Spiegel an. „Ja es gibt tatsächlich etwas das ich mir schon immer gewünscht habe. Ares, seine Veranlagung geht dahin das er auch auf Männer steht....mein Körper erregt ihn. Ich bin für ihn attraktiv. Ich liebe ihn ebenso wie er mich.....allerdings nur mit dem Herzen...ich bin ein absoluter Mann. Ein Männerkörper kann mich nicht erregen, obwohl ich mich bemühe, es geht nicht. Wenn ich es mit ihm tue muss ich mir Andora vorstellen, ihr Anblick bringt mich dazu das ich es fertig bringe auch mit Ares zu schlafen. Ich wünschte ich hätte einen winzigen Teil seiner Veranlagung um ihn für mich attraktiv erscheinen zu lassen. Verstehst du was ich meine?“ Das Gesicht im Spiegel nickte. „Ist dir aber auch klar das du dann auf einen entsprechenden Teil deiner Persönlichkeit verzichten würdest? Du bist im Grunde deines Herzens ein waschechter Macho, jemand der sehr von sich überzeugt ist. Würdest du nun auch beginnen auf Männer zu stehen, würde dir eventuell ein Teil davon verloren gehen.“ Ikarus schüttelte lächelnd den Kopf. „Nein...denn ich bin was ich bin...das kann man nicht ändern...aber meine Veranlagung in diesem einen Bereich, das ginge ohne das meine Persönlichkeit angekratzt würde. Ich wäre danach immer noch was ich bin, allerdings mit der Möglichkeit mich wirklich ganz auf Ares ein zu lassen und ihm die Liebe zu geben die er verdient.“ Das Gesicht im Spiegel nickte und drehte sich ein wenig. „Schau dort hinüber, dort ist ein Glas mit einem Getränk, wenn du das trinkst, wird Ares für dich attraktiv erscheinen...allerdings gilt das nur für Ares....der übrigens nicht auf alle Männer steht, sondern nur auf dich. Deine Kraft, dein Selbstbewusstsein...und ja auch dein kräftiger und Muskel bepackter Körper, machen dich attraktiv für ihn. Er kompensiert damit seine vermeintliche eigene Schwäche, er fühlt sich...schwächer als du es bist. Er ist sich immer noch nicht bewusst das es genau das ist was Andora neben dir braucht. Seine leicht feminine Ader, die Weiblichkeit die ganz leicht in ihm steckt und ihn deswegen so sanft erscheinen lässt. Äußerlich steht er dir in kaum was nach, im Gegenteil, er sieht sogar männlicher aus als du, aber er fühlt sich nicht so. Du kannst das Glas nun leeren oder es lassen. Doch überlege es dir gut. Liebst du ihn so sehr das du diesen Weg gehen willst?“ Ikarus erhob sich und sah auf den Spiegel. „Ja das tue ich. Ich wäre zu allem bereit, es erleichtert es mir, mit ihm um zu gehen.“ Er trat auf das Glas zu und ohne groß nach zu denken, leerte er es bis auf den letzten Tropfen. Kurz darauf betrat Ares den Raum als Ikarus ihn verließ. Ihm wurde die gleiche Frage gestellt. Ares überlegte eine weile, dabei drehte er den Ring an seinem Finger und sah dann auf das Gesicht im Spiegel. „Ich bin wunschlos glücklich. Ich habe keine Wünsche. Vielleicht ein Kind...aber diesen Wunsch wird mir Andora schon erfüllen, da habe ich keine Sorge.“ Das Gesicht lächelte. „Es gibt wirklich nichts was du gerne hättest?“ Ares schüttelte den Kopf. „Nein..ich habe alles was ich mir je erträumte. Andora und Ikarus lieben mich, sie geben mir beide was ich möchte. Ihre Liebe und ihre Zärtlichkeit. Sie sind für mich da und ich kann mich immer auf sie verlassen. Nein...es gibt nichts was ich mir wünsche.“ Das Gesicht nickte verstehend. „Gut, dann geh und schick Luzifer zu mir herein.“ Als Luzifer den Raum betrat, fragte Ares Ikarus was er sich gewünscht habe. Als er hörte was Ikarus für ihn getan hatte, traten vor Rührung Tränen in seine Augen. „Ich ahnte ja nicht wie schwer es dir gefallen ist mit mir zu schlafen. Das du es nur mit Hilfe eigener Fantasien tun konntest.“ Ikarus lächelte und legte einen Arm um Ares. „Ich liebe dich und für dich hätte ich noch ganz andere Dinge getan. Wenn der Trank wirklich funktionieren sollte, gehört das wohl der Vergangenheit an und ich kann dich sehen wie du bist und dich dann auch wirklich begehren.“ Ares lächelte. „Und selbst wenn nicht, ich weiß jetzt wenigstens wie du tatsächlich fühlst.“ Der Trank würde funktionieren, Andora hatte schon lange gewusst wie es in Ikarus diesbezüglich aussah und wollte es ihm damit lediglich erleichtern. Er würde Ares nun tatsächlich attraktiv finden, ebenso wusste sie das Ares wunschlos glücklich war. Das er zufrieden war mit dem was er hatte. Bei Luzifer sah es anders aus, seine Wünsche kannte sie nicht, doch hoffte sie auf diesem Wege etwas mehr zu erfahren. Luzifer war sehr verschlossen, er gab selten etwas von sich preis.

Luzifer sah sich in der Höhle um und betrachtete den Spiegel, auch er wurde gebeten sich zu setzen und ihm wurde die gleiche Frage gestellt. Luzifer sah den Spiegel an. „Was ich mir wünsche, kann mir keine Macht erfüllen. Im Gegenteil mein Wunsch ist ein Frevel und dafür wurde ich bereits einmal hart bestraft. Also frag mich nicht was ich mir wünsche.“ Das Gesicht lächelte. „Es wird doch irgend etwas geben was du dir wünscht.“ Luzifer seufzte leise sah den Spiegel an und nickte leicht. „Ja es gibt etwas....aber das wird sich niemals erfüllen.“ Dann begann er zu reden.

 

Kapitel 47: Tiefe Einsichten


Luzifer begann. „Ich habe mir immer gewünscht das Andora mir gehören würde....oder nein falscher Ausdruck...eher....zu mir gehören würde. Dafür wurde ich hart bestraft. Ich liebe sie....ich weiß es ist ein Unding das ein Dämon dazu noch ihr Fürst, jemanden liebt...doch es ist so und ich weiß das sie mich mag....mein Wunsch wäre, einmal von ihr zu hören das sie mich liebt. Das sie nicht nur mit mir ins Bett geht weil sie mich anziehend und aufregend findet, das sie es nicht tut um mir irgendwelche Dinge zu entlocken.“ Er lachte leise. „Ich liebe es wenn sie mich so verrückt macht, das ich ihr alles verrate...doch darf ich ihr das nicht sagen. Ich wünschte wirklich mal ehrlich zu ihr sein zu können....doch selbst das darf ich nicht. Ich würde mein Gesicht und meine Glaubwürdigkeit als Dämonenfürst verlieren. Ich wünschte ich könnte mein gesamtes dunkles Reich hin werfen um nur noch bei ihr sein zu können....albern nicht? Eigentlich müsste ich nach noch mehr Macht streben....doch irgendwie, würde ich alles am liebsten hergeben....wenn sie mein würde. Ich weiß genau das es niemals sein kann...sie wird niemals sagen das sie mich liebt....das darf sie auch nicht, denn in diesem Fall würde sie ihr Gesicht verlieren, es wäre ein Unding das die Göttin des Lichts, den Fürsten der ….Finsternis liebt. Aber sie mag mich und damit muss ich wohl zufrieden sein.“ Das Gesicht im Spiegel lächelte leicht. „Du weißt das sie dir immer mal etwas entlockt?“ Luzifer nickte. „Ja ich mag dann zwar wirklich fast meinen Verstand verlieren, sie weiß genau was sie mit mir anstellen muss, damit es soweit kommt...aber ja...im nach hinein weiß ich das ich ihr wieder mal etwas verraten haben, was ich eigentlich für mich behalten sollte. Aber ihr strahlendes Gesicht, wenn sie es mal wieder geschafft hat, entschädigt mich für alles. Du kannst dir nicht vorstellen wie schön das für mich ist, wie mein Herz auf blüht, wenn sie mich so anstrahlt.“ Er seufzte leise. „Ich müsste eigentlich dankbar sein...denn sie gibt mir schon sehr viel. Hinzu kommt, das ich Ikarus als meinen Freund bezeichnen kann und froh sein kann, das er mir die wenigen Stunden die sie mir schenkt, nicht missgönnt. Denn ich denke, wenn er ihr sagen würde, das er das nicht mehr möchte, würde sie es auch nicht mehr tun. Sie liebt ihn mehr als alles andere. Und obwohl ich ihre Liebe lieber für mich hätte, gönne ich sie ihm. Er ist ein guter Kerl und liegt in gewisser weise sogar auf meiner Wellenlänge. Wie kaltblütig er Belana beseitigt hat, eiskalt und ohne irgendwelche Skrupel. Das nötigte mir Respekt ab.“ Er sah auf den Spiegel. „Ich rede zu viel, nur tut es gut auch mal was sagen zu können ohne gleich alles auf die Goldwaage legen zu müssen. Bei meinen Leuten muss ich aufpassen, sonst halten sie mich noch für weich und das könnte mein Tod sein und bei den Göttern muss ich aufpassen, damit sie nicht irgendwas in den falschen Hals bekommen.“ „Und Araziel? Kannst du nicht mit ihm reden?“ Luzifer schüttelte mit dem Kopf. „Er ist ein Hitzkopf, obwohl er in den letzten Jahren dazu gelernt hat und um einiges ruhiger geworden ist...eigentlich seit es Mikael gibt oder viel mehr seit sie mit ihm schwanger war.“ Das Gesicht nickte, wartete aber noch ab und tatsächlich Luzifer hob den Kopf und sah das Gesicht an. „Doch es gibt etwas.....ich wünschte sie würde mir noch ein Kind schenken, aber nicht weil es das Schicksal will oder weil es sein muss, sondern nur weil sie es gerne tun würde, weil sie mir ein Geschenk machen möchte. Doch selbst das ...werde ich wohl nie bekommen.“ Das Gesicht sah ihn überrascht an. „Ich dachte du willst keine Kinder mehr...außer denen die du regelrecht züchtest um etwas zu erreichen.“ Luzifer seufzte nickend. „Ja keine von Damona...weil sie dieses Kind auch nur zum Mittel zum Zweck sieht. Nicht weil sie mir was gutes tun will. Ich wünschte es gäbe eine Frau die mich nur um meinetwillen liebt und nicht weil ich DER Fürst bin...oder aus welchen Gründen auch immer. Ikarus und auch Ares haben ein wahnsinniges Glück, die Frau die sie liebt, liebt sie um ihretwillen. Ich beginne diese ewige Dunkelheit zu hassen...kannst du das verstehen?“ Das Gesicht nickte. „Würdest du eure Welten heller haben wollen? Mehr Licht?“ Luzifer sah das Gesicht auf dem Spiegel an. „Ich schon...nur meine Dämonen würden das nicht so gut finden, denke ich, sie lieben diese Dunkelheit. Außerdem rührt diese Dunkelheit von uns her...wir sind zu bösartig und das färbt ab.“ „Würdest du dich als bösartig bezeichnen?“ Luzifer lachte auf diese Frage hin. „Grundsätzlich schon...nur die Götter holen das wenige gute aus mir heraus das ich scheinbar doch besitze. Hinzu kommt, das Andora das böse in mir mag, sie findet es aufregend, also bleibe ich mal was ich bin. Ich denke wenn ich zu einem ihrer guten Götter werden würde, dann würde sie schnell das Interesse an mir verlieren.“ „Denkst du? Meinst du nicht deine Qualitäten im Bett würden sie nicht doch wieder schwach machen?“ Luzifer schüttelte den Kopf. „Nein, denn Ikarus ist ebenso gut, sie würde es nicht vermissen. Nein ich denke was sie anzieht ist das was ich bin, also bleibe ich das mal auch. Geheimnisvoll, undurchschaubar und scharf auf sie.“ Das Gesicht nickte. „Also wenn du ein Kind von ihr möchtest, schau mal nach rechts, dort steht eine Phiole, wenn du das in ihr Getränk schüttest bevor du mit ihr schläfst, wird sie dein Kind bekommen. Du weißt das sie es nicht weg machen würde, jedes Leben ist für sie heilig..na ja bis auf einige wenige, wo sie im Tod für die Seelen eine bessere Zukunft sieht, aber ein Kind würde sie grundsätzlich austragen, egal von wem es ist. Also greif zu und dein Wunsch wird erfüllt werden.“ Luzifer sah zu der kleinen Phiole, die Versuchung war zum greifen nahe, er wollte danach greifen, doch zog er die Hand wieder zurück. „Sie würde es wissen und mich dafür hassen. Nein...auf diese Weise will ich es nicht.“ Er stand auf sah noch mal auf den Spiegel. „Danke für das Gespräch doch ich verzichte.“ Dann drehte er sich schnell herum und verließ den Raum bevor er es sich anders überlegen würde. Was er nicht wusste, war das im Gegensatz zu den anderen beiden, sein Gespräch von Ares und Ikarus belauscht werden konnte, der Spiegel hatte ihnen ein wenig Einsicht in Luzifers Wesen gegeben das er bisher niemandem offenbart hatte. Als er nun den Raum verließ sahen die beiden ihn mit anderen Augen, ließen sich aber nichts anmerken. Die drei betraten kurz darauf wieder die Höhle mit den Wasserelementaren und legten sich wieder hin, jeder in seinen Gedanken versunken. Ares seufzte leise, er sah Ikarus an und flüsterte. „Weißt du wir wünschen uns ja auch ein weiteres Kind von ihr....aber was meinst du sollten wir zu seinen Gunsten nicht erst mal verzichten und wenn wir zurück sind mal mit Andora reden? Mir war nie klar wie sehr er eigentlich leidet.“ Ikarus nickte leicht. „Vielleicht hast du recht....und er hat schon recht, er darf seinen Platz nicht verlassen, sein Reich würde untergehen und das darf nicht geschehen. Araziel würde es nie auf die Reihe kriegen so wie er. Er ist schon genau dort wo er sein sollte, aber für ein wenig Glück für ihn könnten wir schon sorgen. Ich werde morgen mal mit ihm reden....ich glaube was ihm fehlt ist ein wahrer Freund, jemand dem er auch mal etwas erzählen kann, das nicht jeder wissen sollte, ohne das er gleich an Ansehen verliert. Mir ist klar das er als Fürst der Dämonen keine Gefühle zeigen darf, aber bei uns sollte er das tun können. Er ist sehr einsam.“ Luzifers Worte hatten auch an Ikarus Herzen gerührt und ihm war klar geworden, das Luzifer sehr alleine war. Wer Luzifers Worte noch gehört hatte war Andora, sie wusste nun was ihn bedrückte und was ihm nahe ging. Sie sprach am nächsten Tag mit Ethan. „Sag mal, Luzifer hat in seiner Galaxie ja drei Welten die von seinen Dämonen bewohnt sind, könnte man eine davon nicht ein wenig mit Licht erhellen?“ Ethan schüttelte den Kopf. „Kleines wenn wir oder vielmehr du das tun würdest, würde jeder Dämon auf dieser einen Welt sofort verbrennen, sicher die Welt wäre dann heller, aber um welchen Preis. Hinzu kommt, das die Galaxie dadurch auch an Dunkelheit allgemein verliert. Es würde zum Krieg kommen...denn du glaubst doch nicht das die Dämonen sich das gefallen lassen würden. Selbst wenn Luzifer es begrüßen würde oder auch Araziel. Nein Kleines es käme zur Revolte, sie würden die beiden töten und es gäbe Anarchie. Chaos wäre die Folge.“ Andora nickte, sie hatte es selbst gewusst, aber sie dachte das Ethan vielleicht eine Idee gehabt hätte. Er sah sie an. „Um was geht es wirklich, komm setze dich zu mir und erzähle, vielleicht finden wir gemeinsam eine Lösung.“ So erzählte ihm Andora was sie erfahren hatte und Ethan nickte ab und an mal. Am Ende ihres Berichts nickte er noch mal. „Ich verstehe, doch Kleines das können wir nicht ändern. Das einzige das du für ihn tun kannst seinen sehnlichsten Wunsch erfüllen und ihm das Gefühl geben das du es wolltest. Eine Frau die ihn um seinetwillen liebt, das können wir nicht beeinflussen, die Liebe ist was sie ist, entweder sie ist da oder nicht. Die Welt erhellen geht auch nicht, die Gründe legte ich dir eben da, das einzige das du tun kannst, ist ihm das ersehnte Kind zu schenken, doch ich hätte eine Lösung wie er das Kind beziehungsweise das erwachsene Kind später zu sich nehmen kann ohne das es ebenso wahnsinnig wird wie Belana.“ Andora sah ihn an. „Und wie? Weil ich sehe keine Lösung.“ Ethan nickte. „Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder du unterdrückst das Licht zum Zeitpunkt der Zeugung....in dem Fall kämen alle anderen Erbanlagen zum tragen, wie auch meine und ich besitze das Chaos und das Dämonenblut ebenso wie ich es an dich weiter gegeben habe oder aber, du achtest darauf das es ein Sohn des Lichts wird und erneuerst sein Licht immer wieder, wenn er alt genug ist um mit dir zu schlafen. Allerdings hat die zweite Möglichkeit den Nachteil das er eventuell die Dämonen die sich in seine Nähe begeben sterben könnten. Also wäre die erste Möglichkeit die bessere. Du müsstest dir nur im klaren werden das du dich irgendwann von diesem Kind trennen musst. Denn wenn er es dir weiter überlässt wie Anatol, steht er ebenso da wie jetzt, er hätte zwar ein Kind, aber hätte im Grunde wieder nichts.“ Dann kam Ethan eine Idee. „Aber ich habe eine Idee wer eine passende Frau für ihn bekommen und wer der Vater sein könnte. Allerdings ob sie ihn lieben wird, das steht auf einem anderen Blatt, er will ja um seiner selbst willen geliebt werden und nicht weil er viel Macht hat als Dämonenfürst.“ Andora sah ihn fragend an...dann begriff sie. „Ja natürlich, wer wäre besser geeignet ein Kind für die Dunkelheit zu bekommen als die Tochter des Chaos. Dann noch als Vater ein Halbdämon und die Sache wäre gelaufen, das Kind oder die spätere Frau dürfte nur nicht rein göttlich sein. Ethan du bist ein Genie. Jetzt muss ich nur Riana dazu bekommen sich mit Araziel ein zu lassen und die Sache wäre geritzt.“ Ethan lachte. „Hast du nicht vergessen das sie sich auch bereit erklären müsste das Kind zu bekommen? Mal abgesehen davon das Araziel es auch zeugen müsste. Das Geschlecht könnte Araziel als Halbdämon bestimmen.“ Andora nickte. „Aber die Idee ist gut, Überlasse Araziel mir, ich habe da einige überzeugende Argumente.“ Dabei zwinkerte sie ihm frech zu. Er ahnte schon welche Argumente denn er sah auf ihre Brust. Er fand Andora einfach unwiderstehlich und wäre er an Araziels Stelle er würde sich auf jeden Fall überzeugen lassen. Er sah ihr wieder ins Gesicht. „Willst du nicht....“ Auf einmal wurde ihm klar was er da gerade sagen wollte und schluckte den Rest herunter, er stand auf, „ Vergiss es... ich muss gehen. Lazarus wartet auf mich.“ Andora schloss kurz die Augen und erfuhr in dem sie ihn in einer alternativen Gegenwart, den Satz vervollständigen ließ was er sagen wollte. Sie schluckte kurz und seufzte. Er wollte sie fragen ob sie nicht sein Kind bekommen wollte, doch dann war ihm wieder eingefallen was sie war und ihm wurde klar, das er wohl nie wieder ein Kind von der Göttin des Lichts bekommen würde, da diese seine Tochter war. Andora seufzte leise, sie hatte keine Hemmungen sich von ihm schwängern zu lassen, aber Ares und Ikarus wollten ein Kind, nun auch noch Ethan und von Luzifer mal gar nicht zu reden. Es wurde ihr zu viel. In den nächsten Tagen war ihr Schlafzimmer für alle nicht betretbar, sie hatte einen Zauber darüber gelegt um in Ruhe nach denken zu können. Ethan machte sich besondere Sorgen, er ahnte das sie wusste was er hatte sagen wollen. Er erzählte Lazarus davon den es auch wunderte das sie alle aussperrte. Der sah ihn ruhig an. „Mach dir darüber mal keine Gedanken, auch wenn sie weiß was du sagen wolltest, sie ist hart im nehmen, sie braucht wohl nur ein wenig Zeit. Überlege mal, sie weiß das Ikarus und Ares ein Kind möchten, nun hat sie erfahren wie es Luzifer geht und er sich ebenfalls ein Kind wünscht und dann kommst du noch an. Das war sicherlich nur zu viel für sie.“ Ethan nickte. „Ich hätte sie nicht auch noch damit belasten sollen. Außerdem was ist wenn sie durch dreht, sie ist alleine da drin und wir können nicht zu ihr hinein. Wie lange kommt sie ohne einen Mann aus ohne den Verstand zu verlieren?“ Nun musste Lazarus lachen. „Sie ist nicht wie Aurian, die hatte dieses Problem, aber Andora nicht, auch wenn sie die nymphomanische Veranlagung hat. Ich denke wenn es soweit ist bei ihr, wird sie uns glatt überfallen und fordern was sie braucht. Also mach dir mal keine Sorgen.“

Andora lag gemütlich auf ihrem Bett, hatte am Fußende ein Fenster geöffnet und schaute der Expedition zu, sie ahnte nicht welche Sorgen und Vorwürfe sich Ethan machte. Sie hatte ganz andere Sorgen, diese Kinderwünsche ließen ihr keine Ruhe.

Unterdessen hatte sich die Expedition erst mal richtig ausgeschlafen und am nächsten Morgen öffnete sich unter dem See eine kleine Klappe und aus ihr fuhr ein Sockel empor auf dem abermals eine Kiste lag, in der sich eine weitere Schriftrolle befand. Man ging vor wie zuvor um sicher zu sein das sie nicht zerfiel, dann las man sie. Es wurde ihnen darin berichtet, das sich an der höchsten Spitze des Berges, die Höhle mit dem Schlüssel zu Kristallstadt befand. Und das man dort auch eine Wegbeschreibung finden würde die dort hin führte. Man jubelte und freute sich, doch Ikarus dämmte die Freude ein. „Das ist noch nicht alles, ihr solltet bevor ihr jubelt erst mal weiter lesen. Weil hier steht nämlich, das diejenigen die es vermögen die Kristallstadt wieder zum Leben zu erwecken, für eine lange Zeit ihre Verwalter sein werden. Ist euch klar was das heißt? Jeder wird versuchen sie zu erreichen. Denn wer will nicht diese Macht in Händen halten.“ Der Professor sah ihn freundlich an. „Niemand, denn wir sind anders, bei uns wird demokratisch entschieden, wer es sein wird. Außerdem darf man nicht vergessen, das es bereits zwei Auserwählte gibt. Ohne Ari und Roland wären wir erst gar nicht in die Höhle gekommen und ich will nicht wissen was uns noch erwartet. Nein wenn es soweit sein sollte, werden alle dafür sein das diese beiden jungen Leute auch ihren Lohn bekommen sollen. Wir werden die Stadt zwar wie ein Schwarm Heuschrecken überfallen um ihre Geheimnisse zu entschlüsseln, aber die Herren der Stadt werden diese beiden sein.“ Abermals sah Ikarus sehr verblüfft aus, was Ares lachen ließ. „Da blickst du nicht durch. Aber er hat recht, die Menschen hier sind anders als überall sonst. Sie sind bescheiden und zufrieden mit dem was sie haben. Sie werden zwar angetrieben von Neugierde, aber nicht von der Sucht nach Macht oder Besitz.“ Luzifer nickte dazu. „Meine Dämonen haben hier auch bereits versucht den einen oder anderen zu verführen um an dessen Seele zu kommen, aber Pustekuchen, Keiner hat sich darauf eingelassen, so das wir irgendwann das Interesse verloren und die Welt in Frieden ließen. Die einzige Möglichkeit hier noch was zu erreichen wäre gewesen, sie mit unseren Kämpfern zu überfallen, doch hätte uns das im Endeffekt auch nicht eine Seele gebracht. Diese Menschen sind wirklich anders, sie lassen sich nicht verführen, egal zu was. Sie scheinen Immun zu sein gegen den Keim der Zwietracht. Es prallt alles von ihnen ab, Habgier, Neid und was es sonst noch gibt. Das einzige was sie haben ist Eifersucht, aber selbst die versuchen sie zu vermeiden. Und meistens sind davon auch nur junge Menschen betroffen, weil sie sich noch unsicher fühlen.“ Er deutete auf Ari und Roland. „Da könnten wir wohl ansetzen, doch was würde uns das bringen, außer einiger zerrütteter Ehen und Trennungen. Es würde uns ebenso keine einzige Seele bringen, denn selbst in ihrer Eifersucht sind sie nicht bereit so weit zu gehen ihre Nebenbuhler zu zerstören. Sie leiden lieber und sehen sich nach einem anderen Partner um. Sie begraben ihre Liebe und machen weiter. Diese Menschen hier sind nicht wie andere. Das hier ist eine wahre Welt des Lichts und ich glaube, das hat Andora auch erkannt. Denn sie stellte diese Welt unter den besonderen Schutz einer Göttin und das hat sie noch nie getan. Diese Welt hier ist für uns Dämonen verloren. Denn Andora selbst würde sich gegen jeden stellen der versuchen würde hier eine dunkle Macht ein zu bringen. Sicher es wird immer mal einen größenwahnsinnigen Dämonen geben, allerdings gehe ich davon aus das er noch nicht ganz seinen Fuß auf diese Welt gesetzt hat und er schon Andora gegenüber steht.“ Luzifer grinste. „Aber das würde ich mir gerne ansehen.“ Der Professor sah Luzifer nun seinerseits überrascht an. „Ich hätte euch Mylord anders eingeschätzt. Ich ging davon aus das ihr alles daran setzen würdet, auch unsere Welt unter euren Einfluß zu bringen.“ Luzifer nickte und grinste weiter. „Ja das ist mein Los, man verkennt mich ab und zu mal.“ Nun mischte sich auch Minos ein. „Ich habe die Erfahrung gemacht das es immer jemanden gibt der anders ist. Ich weiß das Luzifer bösartig ist, aber er hat auch...ob man es glauben will oder nicht...ein Herz.“ Er sah Luzifer an. „Ich verdanke dir mein Leben....so möchte ich dich warnen. Damona und Belana arbeiteten zusammen. Sie versuchten deine Autorität zu untergraben. Damona hat begonnen dich zu hassen, seit du ihr ein zweites Kind verweigert hast. Sie bat Belana mich zu erschaffen, sie wollte eine ganze Armee von meiner Sorte um dich und deinen Ziehsohn Araziel zu stürzen. Mit unserer Kraft hätte uns kein Dämon lange standhalten können. Ich sage es nur ungerne vor allem da ich diesmal vom Tod verschont geblieben bin, aber du solltest dich deiner Gefährtin entledigen.“ Luzifer sah Minos überrascht an. „Woher weißt du das?“ Minos lächelte. „Die beiden Frauen haben sich oft in meiner Gegenwart unterhalten, sie hielten mich für Stroh dumm. Nur gut um Kinder zu zeugen, was aber auch nicht mal klappte. Nun jedenfalls haben sie oft in meiner Gegenwart von ihren Plänen erzählt.“ Luzifer seufzte leise und nickte. Er glaubte Minos aufs Wort, denn es würde zu Damona passen. Womit er sich innerlich von einer weiteren Gefährtin die er zumindest für loyal gehalten hatte, verabschiedete. Ikarus sah ihm am Gesicht an was in ihm vor ging. Luzifer tat ihm leid, denn er hatte wirklich niemanden, er war alleine, wenn man mal von Araziel absah. Luzifer sah Ikarus an. „Können wir irgendwie eine Nachricht nach draußen schicken? So das Araziel auf der Hut ist? Nicht das ich zurück komme und Damona ihn bereits beseitigt hat.“ Ikarus dachte kurz nach. „Hm ich gehe mal davon aus, das Andora alles überwacht, sie wird uns nicht alleine hier herum laufen lassen.“ Er sah nach oben. „Andora, wenn du mich hörst, sende an Araziel eine Warnung. Damona ist eine Verräterin und sollte sofort...“ Er sah Luzifer an. „hingerichtet werden?“ Luzifer nickte. „Ja, er soll sie töten oder töten lassen, das ist mir egal. Aber ich will das er in Sicherheit ist.“

Andora die es natürlich hörte und nicht nur sie, überlegte. Innerhalb kürzester Zeit hatte Leander eine Botschaft die er zu Araziel bringen sollte und das auch tat. Lazarus der davon hörte versuchte anschließend ins Schlafzimmer zu kommen doch er war immer noch ausgesperrt. Als Leander mit der Antwort zurück kam nickte Andora und dankte ihm. Danach schrieb sie eine kurze Botschaft, die in der Höhle von der Decke schwebte. Ares fing sie auf und las was dort stand. „Antwort von Andora.“ :erklärte er den anderen die ihn fragend ansahen. Er blickte Luzifer an. „Sie schreibt, Damona ist tot, Araziel hat sie getötet und hat ebenso die Verbündeten töten lassen die ihr treu ergeben waren.“ Luzifer nickte und wendete sich ab. Es hatte ihn tief getroffen. Er wusste das Damona unbedingt ein weiteres Kind gewollt hatte um ihren Rang zu festigen, aber das sie soweit gehen würde, damit hatte er nicht gerechnet. Ares nickte Ikarus zu, das jetzt wohl der beste Zeitpunkt war um mit Luzifer zu reden. Ikarus verstand und näherte sich Luzifer, er legte ihm einen Arm um die Schulter. „Wir sollten reden. Ich glaube was du am meisten brauchst ist ein Freund, ein Freund dem du alles anvertrauen kannst.“ Luzifer wollte antworten doch Ikarus winkte ab. „Warte, ich bin noch nicht fertig. Ich weiß das du denkst alles was du mir erzählen würdest, würde weiter an Andora gehen, aber das ist nicht wahr. Natürlich stehe ich ihr loyal gegenüber und wenn es darum ginge eine Welt zu retten die du einnehmen willst würde ich es ihr auch sagen. Aber hier geht es nicht um Welteroberungspläne...sondern darum das du jemanden brauchst dem du auch mal dein Herz ausschütten kannst und glaub mir, was du mir im Vertrauen erzählst das würde ich niemals an sie weiter geben. In mir hast du einen loyalen Freund.“ Luzifer sah ihn an und er sah das Ikarus es ernst und ehrlich meinte. Er nickte. „Es gibt Dinge die ich dir nicht anvertrauen kann, weil es deine Frau betrifft. Wie könnte ich dir zum Beispiel erzählen das ich sie noch mal schwängern möchte. Du würdest mich dafür umbringen und ich würde es sogar verstehen. Denn ich würde es tun.“ Ikarus grinste. „Junge du kennst mich immer noch nicht. Ich würde dir in diesem hypothetischen Fall sagen, das du dich hinten anstellen musst, denn zuerst einmal wollen Ares und ich ein weiteres Kind. Aber ich würde dich deswegen nicht töten.“ Luzifer sah ihn überrascht an. „Würdest du nicht?“Ikarus deutete zu einem Stein. „Komm wir setzen uns und unterhalten uns mal. Aber um deine Frage zu beantworten, nein würde ich nicht. Mein Freund, ich weiß das jeder Kerl der noch Leben in der Hose hat, wie der Teufel hinter unserer Frau her ist. Das war immer so und wird immer so sein. Dazu kommt das Andora die klügsten und schönsten Babys bekommt, die in den meisten Fällen sogar noch etwas besonderes sind. Somit sind die Kerle nicht nur hinter ihr her um mit ihr ins Bett zu gehen...sondern würden alles dafür tun, wenn sie ihnen auch noch ein Kind schenkt. Sie ist die Göttin des Lichts und sie wird noch viele Babys bekommen, mal von mir, mal von Ares und wer weiß von wem noch. Also warum sollte sie dann dir nicht auch noch eins schenken? Sie wird keifen, sie wird toben und sie wird sich anfangs weigern überhaupt noch eins zu kriegen. Doch im Endeffekt wird sie es tun. Ihr Lieblingsausspruch dahingehend ist. „Die nächsten fünfhundert Jahre braucht keiner von euch an zu kommen.“ Und ich rede jetzt nicht nur von deinem Kind, sondern so würde sie auch handeln wenn ich oder Ares eins wollen, sie weigert sich, doch wenn man ihr Zeit zum nachdenken lässt, wird sie es bekommen. Ich kenne unsere Kleine, sie ist starrköpfig, aber sie liebt und diese Liebe zu jedem Geschöpf...wird sie zum Schluss dazu bringen, uns das zu geben was wir wollen.“ Er sah kurz zur Decke beugte sich dann kurz zu Luzifer herüber. „Ich hoffe sie hört nicht das was ich dir nun sage. Sie liebt auch dich, doch das kann sie natürlich nicht zugeben. Natürlich nicht in dem Maße wie sie zu Ares und mir steht...aber es ist eine Eigenheit der Göttin des Lichts, Aurian trug diese Liebe in sich und Andora hat sie auch. Sie lieben jedes Wesen. Unabhängig davon wie böse oder wie gut sie sind. Denk mal an ihre Worte als sie mich beauftragte Belana zu töten. Sie tat es nicht aus Niedertracht, sondern sie sagte, „Das ist das einzige was wir noch für sie tun können.“ Das ist Andora und wenn man gelernt hat sie zu verstehen, begreift man auch warum sie etwas tut.“ Luzifer sah ihn überrascht an. „Sie liebt mich auch?“ Ikarus nickte. „Ja das tut sie. Junge überlege doch mal, bis auf das eine mal mit Araziel, hat sie bisher mit keinem Kerl geschlafen für den sie nicht wenigstens ein wenig übrig hatte. Des weiteren denk mal dran, sie kam als du in der Hölle warst, sie begab sich in eine der dunklen Welten und das tat sie nicht für mich, sondern für dich. Damals hast du es begriffen, hast du das alles schon wieder vergessen?“ Luzifer fiel die Zeit wieder ein und Ikarus deutete auf seinen Rücken. „Du trägst die Narben immer noch, alleine sie sollten dich daran erinnern, das Andora mehr für dich übrig hat als dich nur zu mögen.“ Luzifer nickte zustimmend. „Du hast recht, ich glaube mich daran zu erinnern das es das einzige mal war das sie mir sagte das sie mich liebt.“ Ikarus nickte. „Also wenn du mal jemanden zum reden brauchst, du weiß wo du mich findest, friss nicht alles in dich hinein. Du bist nicht alleine. Auch wenn wir auf zwei verschiedenen Seiten stehen, so sind wir doch Freunde.“ Luzifer lächelte und sah Ikarus an, er nickte. „Ich danke dir für deine Worte. Ich werde es mir merken....und danke für deine Freundschaft. Sie ist mir mehr wert als alles Gold des Universums.“ Ikarus zwinkerte ihm frech zu. „Und wer weiß, vielleicht kriegen wir sie dazu das unsere Kinder gemeinsam aufwachsen können.“ Nun lachte Luzifer. „Dein Optimismus ist ungebrochen und dein Selbstbewusstsein kann man nur bewundern.“ Ikarus erhob sich und sah ihn an. „Ich bin was ich bin. Eben ein Kerlchen das man lieben muss.“ Luzifer stand auch auf und tat nun etwas das er noch nie getan hatte, er legte Ikarus einen Arm um die Schulter und nickte leicht. „Ja ich liebe dich auch, mein Freund.“ Die Zeit im Labyrinth festigte alte Freundschaften und brachte die beiden Götter und den Dämonenfürsten noch näher zusammen. Luzifer und Ikarus war klar, das sie auf zwei verschiedenen Seiten standen und doch hatte Luzifer hier ein Fünkchen Licht, das er so nötig brauchte. Ikarus zeigte hier seine wahre Größe und die hatte nichts damit zu tun das er körperlich ein Riese war. Hier zeigte sich seine tatsächliche Persönlichkeit, die weder durchzogen war von Eifersucht noch von anderen niederen Gefühlen. Andora hatte genau gewusst warum sie dafür sorgte das Ares und Ikarus eine Zeit so eng mit Luzifer verbringen mussten oder er mit ihnen. Hier wurde eine Verbindung geschmiedet, die härter sein würde, als jedes Metall das man auch nur im Universum finden konnte. Andora hatte in die Zukunft gesehen und was sie dort sah hatte sie erschreckt. Die Kristallstadt war nicht nur erbaut worden, damit Ikarus und Ares mal ein Abenteuer erlebten...sondern hatte noch weit aus tiefere Gründe. Doch das würde sich wohl erst in hundert Jahren zeigen. Sie musste vorsorgen und tat es wie es sich für eine Göttin des Lichts geziemte. Leise murmelte sie. „Vier Männer und vier Kinder, es hat bereits begonnen.“ Sachte liefen Tränen ihre Wangen herab, sie trauerte jetzt bereits über die Verluste die sie erleiden würden. Apoll spürte ihre Trauer und ging zu Lazarus. „Es ist mir egal wie ihr es anstellt, aber wir müssen zu Andora hinein.“

Unterdessen machte sich die Expeditionsgruppe wieder auf den Weg.


Kapitel 48: Das Höhlenlabyrinth, zweite Etappe


 

Ikarus wurde fahrig und unruhig, das es sogar den Sterblichen auffiel. Luzifer fragte dann Ares , während sie den Weg zur Treppe nahmen was mit Ikarus los sei, so kenne er ihn gar nicht. Ares seufzte. „Er ist auf Entzug, das ist mit ihm los.“ Luzifer sah ihn überrascht an. „Wie auf Entzug, nimmt er Drogen oder trinkt er übermäßig?“ Ares schüttelte mit dem Kopf, auch er machte sich Sorgen. „Nein seine Droge heißt Andora. Ikarus hat das starke Verlangen seines Vaters geerbt und Andora sorgte dafür das er immer ausgelastet war. Und wenn sie doch mal zu beschäftigt war, ging er zu Athene oder Luna um seine Bedürfnisse zu stillen. Doch jetzt hat er weder das eine noch das andere.“ Jetzt verstand Luzifer und sah zu den beiden Assistentinnen. „Was ist mit ihnen, sie starren ihn eh schon laufend an und ich glaube sie würden ihn nicht abweisen.“ Ares nickte. „Daran dachte ich auch schon...aber er weiß das Andora uns zusieht und er weiß das sie zwar weiß das er nicht treu ist, aber sie kann es sich nicht ansehen. Er will nicht das sie etwas sehen muss, was ihr das Herz brechen würde. Wir sind nun seit gut fünf Tagen hier, er wird bald durchdrehen, wenn er nicht zum zug kommt.“ Langsam stiegen sie die Treppe empor und kaum oben angekommen verschwand die Treppe. Ikarus nickte. „Also gut sehen wir uns nun mal hier um.“ Als sie einige Meter gegangen waren tat sich rechts von ihnen eine Höhle auf, Ikarus sah hinein und schüttelte den Kopf. „Das ist doch nicht möglich.“ Als auch die anderen guckten staunten sie ebenfalls. Denn dort war die Höhle die sie vor wenigen Stunden verlassen hatten, die Höhle mit den Wasserelementaren. Eins der Elementare schwebte heran als sie nahe am Eingang waren, es sah Ikarus an. „Komm mit, wir haben ein Geschenk für dich.“ So betrat die Gruppe noch immer erstaunt die Höhle und fragte sich wie es möglich war das sie nun eine Etage höher lag. Die Elementare führten sie zu einer Ecke an der es drei Türen gab. Sie deuteten darauf und sahen Ikarus an. „Die erste ist für dich, die zweite für Ares und die dritte für Luzifer, habt keine Sorge während ihr euch darin aufhaltet passen wir auf die anderen auf.“ Die drei nickten, während Roland zu der Ecke ging wo sie vor kurzem noch ihr Lagerfeuer hatten und tatsächlich dort waren noch die Überreste. Er schüttelte den Kopf und machte sogleich ein neues an. Die drei anderen betraten die Räume die man ihnen zugewiesen hatte und staunten nicht schlecht. In dieser kleinen Nebenhöhle gab es ein großes Bett auf dem sich jeweils eine wunderschöne Frau räkelte. Ikarus sah sich um und als er die Frau dort sah, nickte er, leise hauchte er. „Danke Liebste, ich hoffe nur das du nun nicht zu siehst, wenn doch, schau weg.“ Die Frau hauchte leise. „Ich bin ein Sukkubus...und wurde geschickt um dir dein Gleichgewicht wieder zu geben. Ich soll dir sagen, sie wird nicht zu sehen.“ Ikarus nickte verstehend und ebenso wie die beiden anderen tat er nun alles um sich zu erleichtern, denn auch Luzifer und Ares verschmähten das Geschenk nicht. In den drei kleinen Nebenhöhlen ging es einige Stunden lang recht wild und heiß zu, dann waren alle drei fix und fertig, aber sehr zufrieden. Andora hatte ebenfalls mit bekommen das Ikarus immer nervöser wurde, doch ihr war auch klar warum er den Lockungen der beiden Frauen nicht nach gab. So hatte sie ihnen jedem einen Sukkubus geschickt. Das die Wasserelementarhöhle nun eine Etage höher lag war ihr Werk. Wenn auch die Wasserelementare zu Schabernack neigten so waren sie doch gutartig und die Höhle sehr praktisch zum ausruhen. Als die drei anschließend die kleinen Höhlen verließen, lächelte Ikarus schon wieder und als Luzifer ihn ansah lachte er. „Na mein Freund ich hoffe es war schön. Also ich für meinen Teil habe es mehr als genossen, die Kleine die ich hatte ließ wirklich keine Wünsche offen. Ich glaube ich sollte mir als Gefährtin so einen Sukkubus zu legen. Immer willig und bereit und einiges drauf hatte sie auch.“ Ikarus grinste. „Nun ja, also ich habe es ebenso genossen, allerdings an Andora reichte dieses Wesen nicht heran, da ist mir meine kleine Frau doch lieber. Aber es hat Spaß gemacht und mir geht es nun wesentlich besser.“ Man merkte auch sofort das Ikarus zwar erschöpft war, aber das er sein Gleichgewicht wieder gefunden hatte. Als allerdings Ari mit bekam was dort gelaufen war, wurde sie leuchtend rot. Die beiden anderen Frauen waren ein wenig enttäuscht, das Ikarus dem Sukkubus den Vorzug gegeben hatte. Doch Ares erklärte ihnen wieso sie nicht darauf hoffen konnten das Ikarus sich ihnen nähern würde. Minos war recht ausgeglichen und Ikarus wunderte sich ein wenig, so trat er kurz darauf zu dem Minotaurus und sah ihn an. „Sag mal hast du keine Bedürfnisse in dieser Richtung?“ Minos lächelte, nickte aber leicht. „Doch sicher, auch wenn ich ein halber Stier bin, bin ich dennoch auch ein Kerl und will es ebenso. Allerdings bin ich vorsichtig. Ich habe schon zu viele in meinen Armen sterben sehen, als das ich mich leichtfertig mit einer Frau einlasse. Doch warum hast du dir nicht eine von den beiden genommen, sie scheinen doch recht willig zu sein.“ Ikarus nickte und sah zu den beiden Frauen. „Das schon, doch zum einen, weiß ich das Andora uns zu sieht und ich will nicht das sie sehen muss wie ich mit einer anderen Frau schlafe und zum anderen, hier funktionieren meine göttlichen Kräfte nicht, womit auch meine Verhütung nicht klappen würde und es bestünde die Möglichkeit das ich eine von ihnen schwängere. Also lass ich es lieber ganz.“ Minos nickte verstehend.

Andora hattte für diese Zeit ihr Fenster umgeschaltet und hatte auf die anderen geachtet. Sie wollte nicht sehen was Ikarus dort nun trieb. Sie hatte sich inzwischen auch wieder gefangen und bat Alandra zu sich. Diese sah sie an. „Geht es dir gut?“ Andora nickte. „Ja mir geht es gut...sag mir mal auf wie viel du eine Schwangerschaftszeit verkürzen kannst.“ Alandra blickte sie fragend an, doch als sonst nichts kam antworte sie sie ihr. „Es kommt darauf an. Ich muss die Zeit so berechnen das das Kind auch normal aus wachsen kann, man möchte ja kein Kind mit Missbildungen, nur weil man die Zeit nicht abwarten kann. Also eventuell um die Hälfte, mehr ist nicht drin. Du hättest also eine Tragezeit von circa viereinhalb bis fünf Monaten, das käme auch auf das Kind an. Und du beziehungsweise das Kind müsste sorgfältig überwacht werden. Doch sag mir warum fragst du?“ Andora seufzte, sie stieg vom Bett und trat zum Fenster um auf das Meer zu sehen. „Ich muss in kürzester Zeit vier Kinder bekommen, doch habe ich keine Lust dreieinhalb Jahre lang schwanger zu sein.“ Alandra nickte. „Also vier Kinder, nun man könnte zweimal Zwillinge daraus machen, das würde die Zeit noch mal verkürzen.“ Andora nickte, „Bei zwei ginge es auch, aber bei den anderen beiden nicht.“ Sie drehte sich um. Alandra blickte immer noch fragend. „Wer sind die Väter?“ Andora lächelte. „Zum einen natürlich Ikarus und Ares, die beiden könnte man eventuell als Zwillinge zur Welt kommen lassen, doch bei den anderen beiden ist es unmöglich, denn eins würde als Vater Ethan haben und das andere Luzifer.“ Alandra verstand. „Stimmt, ein Kind des Erschaffers und eins des Dämonenfürsten zur gleichen Zeit, ist wirklich unmöglich. Das würde nur Probleme geben. Doch sag mir wozu vier Kinder und wieso so kurz hintereinander?“ Andora setzte sich zu ihr und sah sie an. Alandra sah den Schmerz in Andoras Augen, sie seufzte leise. Andora suchte nach Worten, dann begann sie. „Weil diese vier so unterschiedlich sie auch sein werden, einen Umbruch im Universum herbei führen werden. Diese vier werden gemeinsam aufwachsen, jeder wird vom anderen lernen. Luzifers Sohn wird auch Luzifers Erbe sein, er wird später mal das dunkle Reich übernehmen. Ethans Sohn, wird seinem Vater nach kommen und einen Teil seiner Fähigkeiten haben.“ Bevor Andora weiter reden konnte sah Alandra sie an. „Werden Ethan oder Luzifer uns denn verlassen?“ Andora schüttelte den Kopf. „Nein das nicht, noch nicht, aber die Erben müssen bereit stehen. Sie müssen Zeit haben sich zu entwickeln. Ich kann es dir nicht erklären, ich darf es auch nicht. Mein vordergründiges Problem ist, das alle vier kurz nach einander kommen müssen, damit sie gemeinsam aufwachsen können.“ Alandra verstand es zwar nicht nickte aber. „Hat Aurian dafür die Kristallstadt gebaut? Denn das eine hängt doch irgendwie mit dem anderen zusammen.“ Andora lächelte. „Nicht Aurian hat die Stadt und das Höhlenlabyrinth gebaut, sondern ich. Ich habe dafür über fünfzehn Jahre gebraucht.“ Jetzt sah Alandra sie sprachlos an, dann kam leise. „Du? Du warst es?“ Andora nickte leicht. „Ja, ursprünglich kam mir nur eine Idee und ich begann sie zu bauen, ich weiß nicht mehr wieso. Doch je weiter der Bau voran schritt um so klarer wurde mir das es mit meiner ursprünglichen Idee nichts mehr zu tun hatte. Ich glaube sogar das ich gezielt ohne es zu wissen die einzige Welt dafür ausgesucht habe, deren Menschen so ganz anders sind als auf allen anderen Welten. Dann baute ich das Höhlenlabyrinth und erstellte die Statuen aller Götter.“ Alandra sah sie an. „Wozu...was kommt auf uns zu?“ Andora sah sie an. „Eine Bedrohung die wir nur bekämpfen können, wenn alle bereit sind.“ Alandra verstand kein Wort, so versuchte Andora es zu erklären. „Hast du schon mal von Paralleluniversen gehört? Als das Universum entstand, entstand es nicht nur hier sondern es gibt parallele Universen. Du musst es dir wie eine mehrstöckige Torte vorstellen. Ganz oben ist unsere und darunter liegen noch einige andere Schichten, das sind die Paralleluniversen. In der Regel sind sie von einander getrennt und nichts kann daran etwas ändern. Und doch wird es in ungefähr hundert Jahren dazu kommen das wir mit einem dieser Parallelen Universen kollidieren, dann wird ein Riss entstehen. In diesem Universum wird es uns ebenfalls geben, doch es kann ganz anders sein, ich könnte zum Beispiel die Fürstin der Finsternis sein und statt Ikarus Luzifer gewählt haben. Oder Aurian ist dort noch an der Macht und ich bin nur ein kleines Licht. Ich weiß es nicht. Allerdings eins weiß ich, das der Riss kommen wird und aus diesem Universum die Hölle auf uns herein brechen wird. Dann müssen wir bereit stehen. Ethan braucht diesen Sohn, denn nur er und sein Sohn werden den Riss schließen können.....allerdings.“ Jetzt weinte Andora und Alandra nahm sie in ihre Arme. „Was allerdings?“ Andora sah sie an. „Es wird Opfer geben...ich bekomme Kinder die das möglicherweise nicht überleben.“ Alandra begriff...sie sah Andora an. „Was ist die unbekannte Größe? Es gibt immer eine unbekannte Größe. Ein Zünglein an der Waage die das Schicksal ändern kann.“ Andora sah Alandra nur an....dann begriff Alandra und klatschte sich vor den Kopf. „Ja...jetzt verstehe ich...die vier Kinder. Vier Väter und vier Kinder, sie sind wirklich sehr verschieden, wachsen aber gemeinsam auf und werden so zu einer Einheit...zu einer Größe, mit der niemand rechnen konnte, weil es nie feststand das du dich darauf einlassen würdest.“ Andora nickte. „Ethans Sohn von mir geboren...Luzifers Sohn ebenfalls die gleiche Mutter...und schlussendlich Ikarus Sohn und Ares Tochter.....verstehst du? Diese Kinder werden das Bollwerk sein. Und die Kristallstadt unsere Bastion. Wir werden für eine Weile unsere Welt verlassen müssen und uns dort hin zurück ziehen. Die Welt auf der sie steht, die Menschen die dort leben, erstrahlen in hellem Licht.“ Alandra nickte und dachte nach. „Kinder die eigentlich noch gar nicht geboren werden sollten oder mit denen man nie gerechnet hatte.“ Sie sah Andora an: „Wenn Leander und ich nun ein außerplanmäßiges Kind bekommen würden, als Beispiel, würde das zu der unbekannten Größe dazu kommen oder nicht?“ Andora lächelte. „Ihr habt bereits eine unbekannte Größe, ihr habt bereits ein außerplanmäßiges Kind.“ Alandra sah sie an. „Raistlin?“ Andora nickte. Alandra erhob sich und ging auf und ab, sie sah Andora immer mal kurz an, dann kam ihr eine Idee. „Dein Problem ist die Zeit richtig? Wie lange werden deine beiden Helden noch in der Höhle stecken? Weil die Zeit könnte man nutzen, in dem du eventuell schon mal Ethans Kind empfängst und austrägst.“ Andora schmunzelte. „Die beiden werden noch ungefähr zwei Wochen weg sein, nicht länger. Diese Zeit reicht nicht um ein Kind aus zu tragen, du hast es eben selber gesagt, es müssen mindestens viereinhalb Monate sein.“ Alandra nickte. „Richtig, aber nicht wenn Kronos dir hilft und für dich die Zeit beschleunigt. Er könnte dich in eine Zeitblase stecken und nur für dich die Zeit in dieser Blase beschleunigen, ich würde dich natürlich begleiten um ein Auge auf das Kind zu haben. Na was sagst du?“ Andora schüttelte den Kopf. „Die Idee an sich ist gut, doch leider geht das nicht, ich muss anwesend sein, ich muss die Expedition überwachen. Es geht nicht.“ Alandra dachte weiter nach. „Kannst du Kronos erlauben dein Schlafzimmer zu betreten, ich bat ihn her zu kommen, doch dein Zauber sperrt ihn aus.“ Andora nickte und Kronos erschien. Er sah Andora an. „Alandra hat mir bereits das Problem erklärt, also es gäbe eine Möglichkeit. Sie kann die natürliche Zeitspanne der Schwangerschaft verkürzen, und doch ist die Zeit noch zu lang, aber ich habe die Lösung, du hast nur zwei Wochen Zeit? In Ordnung, ich werde nicht dich in eine Zeitblase stecken, sondern das ungeborene Kind. Die Zeitblase wird deine Gebärmutter umspannen und so das Kind darin einschließen. Dann werde ich die Zeit beschleunigen, allerdings wird Alandra deinen Körper überwachen müssen, dein Bauch wird nämlich in Rekordschnelle wachsen.“ Während sich in Andoras Schlafzimmer die drei berieten, da auch den anderen nicht verborgen geblieben war, das zuerst Alandra und dann Kronos gerufen worden war, standen die vor der Türe und diskutierten was dort drin vor sich ging. Apoll sah Ethan an. „Andora ist innerlich vollkommen in Aufruhr. Irgendwas gewaltiges liegt in der Luft. Ich spüre ihre Gefühle.“

Andora sah Kronos an und nickte. „In Ordnung das ginge, das werde ich schon schaffen.“ Dann blickte sie beide an. „Es ist wohl unnötig zu sagen das ihr schweigen müsst über das was ihr inzwischen wisst. Bis es soweit ist sind noch circa hundert Jahre, diese Zeit müssen wir nutzen um alles vor zu bereiten.“ Kronos sah sie an. „Du bist dir sicher das es kommen wird?“ Andora nickte. „Ja sogar ganz sicher. Bereitet euch auch darauf vor, das eure Vorgänger, beziehungsweise die alten Götter inklusive Aurian und Myrion ebenso kommen werden um uns zu unterstützen. Wir brauchen alles was wir haben.“ Kronos pfiff leise durch die Zähne. „Oha... also wenn das so ist...dann ist es wirklich schlimm.“ Andora nickte. „Wir werden auch die Drachen und die hier lebenden Sterblichen evakuieren müssen, denn ihr erstes Angriffsziel, wird unsere Welt sein.“ Alandra nahm Andora in den Arm. „Und das Wissen hast du jahrelang alleine mit dir herum geschleppt? Liebes das hättest du nicht gemusst.“

Unterdessen war die Expeditionsgruppe nach einer Übernachtung, weiter gegangen und hatten in der Mitte des Höhlensystems eine Treppe nach unten gefunden. Ikarus schnaufte. „Also jetzt wird es wirklich merkwürdig, ich weiß das in der unteren Etage in der Mitte keine Treppe war, dort war die Kristall Höhle aber sicherlich keine Treppe.“ Ares und Luzifer sahen hinab und Ares schmunzelte. „Dich wundert tatsächlich hier noch was? Du weißt ebenso wie ich das einem bei Aurian nichts wundern darf, also ich würde vorschlagen, gehen wir hinunter und sehen was man dort für uns auf Lager hat.“ Ikarus knurrte. „Ich habe das Gefühl wir machen einen Schritt nach vorne und zwei zurück. Verdammt langsam reicht es wirklich. Wir müssen nach oben und nicht nach unten. Aber gut es bleibt uns eh nichts anderes übrig also gehen wir nach sehen.“ So waren sie nach wenigen Minuten wieder in der unteren Etage und Ikarus rechnete schon damit das die Treppe verschwinden würde, doch das tat sie nicht. Allerdings sahen sie von hier aber auch keine Abzweigungen oder ähnliches, der Gang schien nur geradeaus zu gehen, so folgten sie dem Gang. Je weiter sie folgten um so heißer wurde es, so das die Männer denen nach einiger Zeit das Hemd auf dem Körper klebte, das kurzerhand aus zogen. Ikarus meinte dann leise. „Ich ahne wir nähern uns dem Feuer, das man uns bereits angekündigt hatte. So heiß wie es hier ist.“ Und tatsächlich, vor ihnen tat sich in einer Höhle ein großer Lavasee auf, aus dem immer mal kleine Feuerelementare aufstiegen. Sie griffen nicht an und erst als Ikarus näher an die Brücke trat die über den See ging kamen sie näher um ihn an zu greifen. Er sprang sofort zurück und die Elementare schwebten zurück zum See. Der Professor holte die Schriftrolle heraus. „Ich glaube nun ist es an der Zeit die Wasserelementare zu rufen, ich denke sie werden uns hier helfen können.“ Er reichte Luzifer die Schriftrolle, der entrollte sie und las den Zauber vor. Kurz darauf tauchten die Wasserelementare auf und sahen das Feuer. Einer der Elementare sah Ikarus an. „Wir werden sie löschen und ihr solltet in dieser Zeit schnell hinüber laufen.“ Also rannte man los als die Wasserelementare die Feuerelementare angriffen. Nun leider gingen dabei nicht nur die Feuerelementare drauf sondern auch die Wassserelementare, denn sie verdampften. Doch die Zeit reichte das alle Teilnehmer der Expedition drüben ankamen und dort schnell durch die Türe verschwanden die es dort gab um dort von Luftelementaren umschwebt zu werden die immer leise riefen , „Wir haben das Lied vergessen, wir haben das Lied vergessen.“ Und dann diese merkwürdigen kristallinen Glockenblumen anbliesen. Ari musste sich jedes mal die Ohren zu halten. „Das ist ja furchtbar. Diese Missklänge.“ Die anderen sahen sich derweil in der Höhle um und fanden so auch einige Noten und einen passenden Text die sich auf den Wänden befanden.. Als alles abgeschrieben worden war, reichte man das Ari mit den Worten. „Versuch das mal.“ Ari nickte und begann zu singen. Ihre Stimme war glockenklar und als sie sang begannen die Blumen zu schwingen und gaben die Hintergrundmelodie ab. Die Luftelementare fielen leise in den Gesang mit ein und tanzten dazu. Sie freuten sich das nun alles wieder stimmte. Ikarus war aufgefallen das in der Lavahöhle eine Statue von Drake gestanden hatte und hier eine von Aires stand. Er machte Ares und Luzifer darauf aufmerksam, diese nickten. Als Ari ihr Lied beendet hatte, spielten die Blumen das Lied weiter, eines der Luftelementare kam auf sie zu. „Danke, danke. Du hast uns sehr geholfen. Nun dürfen wir euch auch weiter gehen lassen. Wenn ihr diesem Gang folgt,“ Dabei deutete es auf einen Gang der gerade im hinteren Teil der Höhle erschienen war. „kommt ihr an eine Treppe, die müsst ihr hinauf gehen, dann auch die Treppe die ihr dann seht, geht keinen Gang mehr ab sondern folgt dem was ich euch sage. Tut ihr es nicht, werdet ihr in den Irrungen des Labyrinths verschwinden und nicht wieder hinaus finden. Auf der nächsten Etage werdet ihr auch die finden die ihr vermisst.“ Dann deutete es auf eine kleine kristalline Glockenblume. „Die ist für dich, nimm sie, sie ist ein Geschenk von uns an dich. Wenn es soweit ist, wirst du wissen wozu du sie brauchst.“ Ari bedankte sich freundlich und nahm die kristalline Glockenblume an sich. Dann ging man weiter und wie das Luftelementar gesagt hatte kamen sie an eine Treppe die nach oben führte. Oben angekommen gab es dort auch noch eine zweite Treppe die weiter nach oben ging. Ikarus sah sich um, doch Ari sah ihn an. „Nein, denk dran was es gesagt hat, nicht hier herum suchen, sondern weiter hinauf gehen. Sagtest du nicht eben selber das wir nach oben müssen?“ Ikarus schmunzelte und nickte. „Also gut Leute, weiter hinauf, wir kommen dem Ende näher.“