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Kapitel 46: Das Höhlenlabyrinth,
erste Etappe

Als die Gruppe das Labyrinth
betrat, sahen sie das entweder an den Wänden bereits Fackeln
brannten oder gerade aufflammten wenn sie weiter gingen. Eine
ganze Weile lang ging es nur gerade aus, dann kamen sie in eine
Höhle, in der es drei weitere Gänge gab, einen gerade aus und je
einen rechts und links. Auf dem Boden lagen spitze
Kristallkegel, die wohl von der Erschütterung als der Hang zum
Tal rutschte von der Decke gefallen waren. Sie besahen sich die
Decke der Höhle und Ikarus flüsterte. „Vorsicht, es könnte sein
das wenn wir zu laut reden und die Kristalle ins schwingen
geraten, sie uns auf den Kopf fallen.“ Alle nickten und man sah
sich vorsichtig in der Höhle um. Man überlegte welchen Gang man
nun nehmen sollte, da entschied Ikarus, das man sich erst mal
die einzelnen Gänge ansehen sollte. „Ihr bleibt hier und Ares
geht rechts, Luzifer links und ich nehme den Gang gerade aus. In
einer Stunde treffen wir uns wieder hier.“ Er sah die anderen
beiden an. „Nehmt keinen Gang der von ihnen abzweigt, sondern
geht nur gerade aus, notiert euch aber ob dort noch weitere
Gänge abgehen.“ Die anderen beiden nickten und der Rest der
Gruppe zog sich in den Gang zurück den sie entlang gekommen
waren, aus Vorsicht wegen der Kristalle die von der decke
hingen. Nach einer Stunde waren die drei zurück und berichteten.
Ares als erster. „Also bei mir gehen noch einige Gänge rechts
und links ab, am Ende des Ganges erscheint eine Treppe die nach
oben führt.“ Luzifer nicht zustimmend. „Bei mir war es ebenso,
auch hier weitere Gänge rechts und links und am Ende eine
Treppe, nach oben.“ Ikarus hörte ihnen zu und nickte dann. „Bei
mir ebenso, weitere Gänge, allerdings am Ende des langen Ganges
eine Höhle, die bewachsen ist. Ich habe sie nicht betreten
sondern nur hinein gesehen. Ich traue diesem Höhlensystem nicht.
Wenn es wirklich aus Aurians Nachlass stammt, ist Vorsicht
geboten, es ist bekannt das sie gerne ihre Höhlen mit Fallen und
Narreteien versah. Wir sollten uns lieber nicht mehr trennen,
nicht das auf einmal Wände erscheinen wo zuvor keine waren oder
aber man in die Irre geleitet wird und wir uns verlieren. Mein
Vorschlag wäre also, wir gehen vor bis zu der bewachsenen Höhle
und schlagen dort unser Lager auf und gehen von dort aus erst
mal in die Gänge die wir entlang des Ganges finden der zu dieser
Höhle führt. Was meint ihr?“ Alle nickten zustimmend, wieder
einmal kam Ikarus Talent als Anführer zum tragen, keiner
widersprach. So gingen sie weiter bis sie zu der Höhle kamen die
Ikarus entdeckt hatte und taten was er gesagt hatte, sie
schlugen dort ihr Lager auf. Die Höhle war mit Moos bewachsen,
man hörte es im gesamten Höhlensystem tropfen. In dieser kleinen
Höhle gab es ein Rinnsal, wo sie frisches Wasser her bekamen.
Ikarus probierte das Wasser und nickte. „Es ist genießbar, also
verdursten werden wir nicht.“
Unterdessen hatte Andora in der
Oase der Götter ein großes Fenster geöffnet, in dem man den
Fortschritt der Expeditionsgruppe sehen konnte. Jeder Gott der
wollte konnte dort zu schauen, die Oase erlebte mal wieder einen
Aufschwung, sie war voll und jeder wollte zusehen. Außer Ethan
wusste keiner das die Höhle nicht von Aurian sondern von Andora
stammte, doch er schwieg. Andora und er waren auch die einzigen
die die Höhle nun noch betreten hätten können, allen anderen
Göttern war der Zutritt verwehrt. Der eine oder andere hatte es
versucht, aber war gescheitert. Man diskutierte ob Ikarus
richtig entschied oder was sie besser gemacht hätten, allerdings
in einem waren sich alle einig. Es war aufregend.
Die Expeditiongruppe stellte
fest, als sie die Gänge einen nach dem anderen abging, das die
meisten Irrläufer waren und sie auf den Hauptgang zurück führte.
Ari hatte im Gepäck ein modernes kleines Gerät in dem sie alles
genau ein trug, als Ikarus es sich ansah nickte er. „Das ist
gut, so können wir eine Skizze der Höhle machen.“ Ari nickte und
sah ihn an. „Wir haben drei der Geräte, was ich in eins eingebe
erscheint auch in den anderen, von denen jeweils jeder von uns
Mädels eins hat.“
Doch am nächsten Tag, war nichts
mehr wie zuvor. Als sie abermals einen Gang entlang gingen den
sie am Tag zuvor schon erkundet hatten und dort den letzten Gang
den sie noch nicht untersucht hatten, untersuchen wollten, waren
auf einmal einige abzweigende Gänge verschwunden, die zuvor als
Irrläufer deklariert worden war. Ikarus fluchte. „Verdammt, habe
ich es nicht gesagt? Die Höhle ändert sich, nichts ist wie es zu
erst scheint. Es ist zum kotzen. Allerdings ist nun auch klar
wieso die anderen nicht mehr hinaus fanden.“ In der Oase saß
Andora neben Ethan und kicherte leise. Er sah sie grinsend an.
„Du bist schlimm weißt du das?“ Sie nickte heftig und lachte ihn
an, so das er sich zu ihr beugte und sie küsste. Er fragte sie
leise. „Sind die Treppen denn noch da?“ Andora nickte. „Die
werden sie langsam aber sicher bis zur Spitze des Berges führen,
dort oben befindet sich die Endhöhle.“ Ethan verstand. „Du bist
genial, auf die Idee ist nicht mal Aurian gekommen, nicht nur
eine Fläche zu nutzen sondern sozusagen einen ganzen Berg aus zu
höhlen.“ Andora freute sich über sein Lob und strahlte ihn an,
so das er leise aufstöhnte. „Kleines tue das nicht, sonst
schleife ich dich gleich in eine der Nischen.“ Sie grinste ihn
an. „Und wäre das so schlimm? Ich bin gerne mit dir zusammen.“
Nun lachte er leise. „Du und Ikarus, ihr habt euch gesucht und
gefunden, du bist ebenso schlimm wie er.“ Sie nickte. „Ja wir
passen wie Deckel auf Topf zu einander.“ Ethan sah wieder zum
Fenster wo Ikarus den anderen noch mal ein schärfte, zusammen zu
bleiben, sich nicht zu trennen, sie hätten ja nun selbst gesehen
das die Höhle ihr Eigenleben hatte und sich veränderte. „Traut
nichts was sich hier drinnen befindet. Es könnte sonst euer Tod
sein.“
Dann griff Ethan nach einer Hand
von Andora und verschwand mit ihr in einer der luxuriös
eingerichteten Nischen, wo es nun recht heiß zur Sache ging.
Lazarus der es mit bekam, grinste und ihm fiel wieder der Tag
ein, als er und Ethan heimlich in Andoras Zimmer gesehen hatten,
wo sie gerade ihren Körper erkundete. Einen Moment später
erschien auch er in der Nische und legte sich zu den beiden. Er
sah Ethan fragend an und als der zustimmend nickte, machte er
ebenfalls mit. Andora hatte auch nichts dagegen, die beiden
älteren ließen sie nun an ihrem reichen Erfahrungsschatz
teilhaben und kamen nun dem Wunsch nach, den sie bereits vor
einigen hundert Jahren gehabt hatten. Ethan wusste das Andora es
brauchte, vor allem jetzt, da ihre beiden Gefährten nicht da
waren. Er musste eh verhindern das sie wegen ihrer unerfüllten
Leidenschaft fahrig wurde. Das kannte er noch von Aurian, die es
auch nicht lange ohne einen Mann aushielt und so hatte er auch
kein schlechtes Gewissen, vor allem nicht, da er ebenfalls einer
ihrer Gefährten war. Er war schließlich der dritte im Bunde.
Unterdessen erkundeten die
Expeditionsteilnehmer weiterhin die Höhle, nun aber sehr
vorsichtig geworden und als sie zurück zu ihrer Höhle kamen in
der sie ihr Lager aufgeschlagen hatten, blieben sie abrupt
stehen, denn im hinteren Teil der Höhle, wo bis kurz zu vor noch
harter Fels gewesen war, hatte sich ein weiterer Gang geöffnet.
Ikarus trat als erster näher. „Wie mir scheint wird es jetzt
ernst. Wie sollten einen Teil zusammen packen, einen anderen
Teil können wir hier lassen. Da die Treppen noch nicht
verschwunden sind, sind sie wohl wichtig, also kommen wir
hierhin wohl später noch zurück. Diese Höhle hier scheint
konstant zu sein.“ Abermals nickten alle anderen zustimmend und
so packte man was man erst mal benötigte zusammen. Man vertraute
Ikarus Eingebungen, vor allem da man gesehen hatte das er
meistens recht hatte mit seiner Einschätzung. Als sie dem Gang
folgten kamen sie in eine recht finstere Höhle, die sie erst mal
beleuchteten. Ari erschrak als sie dort eine riesige Statue
stehen sah. Luzifer beruhigte sie, denn dort stand die Statue
von Damok und rechts und links von ihm je eine von Luzifer und
Araziel. Luzifer erklärte wessen Statuen sie dort sahen, obwohl
seine kaum eine Erklärung benötigt hätte. Damok deutete mit
einer Hand zu Seite als wolle er ihnen etwas zeigen. Als Ikarus
dem Fingerzeig folgte war dort ein weiterer Gang zu sehen, der
allerdings auch im Dunklen lag.. „Hier geht es weiter, wir
sollten nach sehen was sich dort befindet.“ Man ging an den
finster drein blickenden Statuen vorbei und betrat den Gang, der
recht kurz war um von dort aus in eine weitere Höhle zu kommen,
dort standen abermals Statuen, die der drei einstigen Avatare.
Der alte Professor besah sich gleich die Höhlenmalereien, wo der
Kampf von Aurian gegen die drei Geister zu sehen war, als diese
damals wahnsinnig wurden. Ares schaute auf die Tafel, die die
Statue von Andra in Händen hielt. „Hier ist eine Frage
eingelassen und zwei Knöpfe zu zwei möglichen Antworten.“ Ikarus
und Luzifer sahen sie sich daraufhin ebenso an. Ikarus fluchte.
„Verdammt das ist kaum zu beantworten.“ Er las vor: „Als was
verließen die Geister dieses Universum? Antwort eins: Als das
was sie gekommen waren oder Antwort zwei: als Götter.“ Ikarus
dachte nach. „Waren sie nun Götter oder was wurde aus ihnen, was
waren sie zum Schluss?“ Ares sah Ikarus nachdenklich an. „Also
sie kamen ursprünglich als die Geister der Ewigkeit, dann kam es
irgendwann zum Kampf zwischen Aurian und den dreien, woraufhin
sie die beiden männlichen verschmolz. Sie tötete den weiblichen
und den männlichen und schickte ihre Seelen in die
Sterblichkeit. Wir hätten besser aufpassen sollen, als man uns
deren Geschichte erzählte.“ Ikarus nickte. „Also, die beiden
Seelen wurden als sterbliche mehr als einmal wieder geboren...“
Dann sah er Ares an. „Sie waren Götter geworden, eine Zeit lang
als ewige Helden unterwegs aber schlussendlich Götter und als
solche verließen sie dieses Universum. Obwohl die Frage schon
verwirrend ist, denn ich denke sie sind immer noch hier, nämlich
dort wo sich auch Aurian befindet. Aber Antwort zwei ist
richtig. Hoffe ich zumindest.“ Ares und Luzifer sahen ihn an,
dann nickten sie und Ares drückte den Knopf zu Antwort zwei.
Knirschend öffnete sich die Truhe die Mystra in Händen hielt und
es erklang eine sanfte Stimme. „Die Antwort war richtig, hättet
ihr sie falsch beantwortet, hättet ihr gegen Dorian antreten
müssen.“ Die beiden Götter versuchten die Stimme zu erkennen,
aber fanden nicht heraus zu wem sie gehörte, Ikarus zuckte mit
der Schulter. „Ich glaube hier hörten wir eine Stimme aus der
Vergangenheit, das war sicher Mystra.“ Dann sahen sie in die
Truhe, in der eine scheinbar alte vergilbte Schriftrolle lag.
Der Professor kam hinzu. „Vorsicht, sie könnte zerfallen wenn
sie wirklich schon so alt ist.“ Er sah eine seiner
Assistentinnen an. „Wir brauchen das Sprühwachs um sie zu
erhalten, sicher ist sicher.“ Diese kramte es auch sofort hervor
und der Professor sprühte damit die Schriftrolle vorsichtig ein.
Erst dann nahm er sie vorsichtig aus der Truhe um sie zu
entrollen. Neugierig schauten alle auf die Schriftrolle. Doch
nur Luzifer konnte sie lesen, denn sie war in der Sprache des
Chaos verfasst. Er schnaufte kurz und las dann vor, was sich Ari
sofort notierte. „Wasser und Feuer, das eine friedlich das
andere grausam. Wer des Feuers Brunst löschen will, sollte ein
Freund des Wassers sein, nur so kann man den Flammen entgehen.
Hütet euch davor, euch ohne die Freundschaft des Wassers, sich
dem Feuer zu nähern. Der endgültige Tod wäre euch gewiss. Egal
ob Gott oder Sterblicher. Mit folgenden Worten ruft ihr das
Wasser herbei solltet ihr seine Freundschaft errungen haben.“
Dann standen darunter die Worte die den Zauber aufrufen würde.
Ares sah die anderen an. „Ich verstehe kein Wort, aber mir
scheint es lauern hier noch Gefahren die wir nicht unterschätzen
sollten.“ Ikarus nickte zustimmend. „Wir sollten auf der Hut
sein.“ Der Professor rollte die Schriftrolle wieder zusammen und
tat sie in einen einen dafür vorgesehenen Röhrenbehälter. Dann
machte man sich auf den Rückweg. Wieder in der bemoosten Höhle
angekommen, legte man sich erst mal zur Ruhe. Als man am
nächsten Morgen aufwachte, war die Höhle wieder wie zuvor, der
Gang der zu der Höhle von Damok führte war verschwunden.
Inzwischen wunderte man sich über gar nichts mehr auch nicht
darüber. Man nahm es wie es kam. Bei einer späteren Überprüfung
des Restes des Höhlensystems fand man zu einer Höhle die
wunderschön war, sie war bewachsen mit Gras es hoppelten dort
sogar Hasen herum. Im hinteren teil befand sich ein kleiner See,
der von einem sanft plätschendem kleinen Wasserfall gespeist
wurde. In den See führte eine weiße Marmortreppe, an dessen
Seite rechts und links eine Statue von Alandra und Iona standen.
Ikarus begann langsam zu verstehen. Als er sich umsah und dann
eine Statue von Alrik und Circe, neben dem Eingang der Höhle sah
nickte er. Innerhalb der Höhle schwebten Wasserelementare herum
die sobald sie sich einem Expeditionsteilnehmer näherten, diese
vollkommen einnässten. Luzifer wurde schon wütend und wollte
eines der Elementare angreifen, weil es ihn vollkommen nass
gemacht hatte und dann kichernd weg geschwebt war. Doch Ikarus
brüllte. „Nein..nicht...wir dürfen sie nicht angreifen, sondern
müssen versuchen ihre Freundschaft zu erringen!! Schon vergessen
was auf er Schriftrolle stand? Außerdem so ein wenig Wasser tut
uns doch nicht weh.“ Er lachte leise und zog sich kurzerhand bis
auf die Unterhose aus. „Es ist warm hier drin, also was soll`s.“
Er sah sich genauer in der Höhle um, während die anderen seinem
Beispiel folgten und sich bis auf die Unterwäsche auszogen. Die
Frauen allerdings nicht ohne zu erröten. Dann entdeckte Ikarus
eine Ecke der Höhle die die Elementare zu meiden versuchten, er
deutete dort hin. „Der Platz ist zwar klein, aber für ein
Lagerfeuer wird es schon reichen, dort machen wir ein Feuer und
trocknen unsere Sachen.“ Er sah eins der Elementare an, das sich
ihm näherte und ihn abermals pitschnass zurück ließ. „Sag mir,
dürfen wir die Tiere hier drinnen jagen und essen?“ Das
Elementar schwebte um ihn herum und leise wie plätscherndes
Wasser erklang. „Ja ja, die Herrin hat es erlaubt.“ Ein weiteres
Elementar kam heran und flüsterte. „Die Früchte sind auch für
euch, ihr dürft, ihr dürft.“ Während Ikarus versuchte aus den
Elementaren etwas mehr heraus zu bekommen beobachtete Ari die
anderen beiden Frauen, die Ikarus regelrecht anstarrten und
hörte wie die eine zur anderen sagte. „Himmel was für ein Mann.
Ihn würde ich auch nicht abweisen.“
Auch Andora die es zusammen mit
Ethan und Lazarus mit bekam, da sie auch bereits wieder dort
saßen und es sich ansahen, schmunzelte. Ethan sah sie an. „Was
wäre wenn er sich eine von ihnen..... na ja nehmen würde. Du
weißt wie er ist, er kann nicht lange ohne Frau auskommen.“
Andora nickte. „Ich weiß, es wäre in Ordnung. Ich muss es mir ja
nicht unbedingt ansehen. Ich weiß das er mir nicht treu ist und
das ist auch nicht nötig.“ Sie grinste Ethan frech an.
„Schließlich bin ich es auch nicht.“ Ethan sah Lazarus an. „Sie
legt es schon wieder drauf an.“ Woraufhin Lazarus lachte und
nickte, dabei Andora ansehend. „Ich hätte nichts dagegen. Komm
Kleines bringe meinen heißen Körper zum kochen.“ Andora lachte
und schüttelte den Kopf. „Nein jetzt nicht. Ich habe noch
einiges zu erledigen.“ Lazarus legte aber bereits einen Arm um
sie und zog sie zu sich heran. Während sich sein Mund dem ihren
näherte flüsterte er verführerisch. „Ja, uns beiden ein wenig
Freude zu bereiten.“ :dann küsste er sie mit solch einer
Leidenschaft das ihr hören und sehen verging. Sie konnte nicht
anders als ihm nach zu geben, denn ihr Körper erglühte sofort.
Nun zeigte Lazarus von wem Ikarus seine Schamlosigkeit geerbt
hatte, denn er verschwand nicht erst mit ihr in einer Nische
sondern nahm sie gleich dort wo sie saßen und Andora gefiel
dieses direkte von ihm. Ethan schüttelte nur mit dem Kopf, doch
ließ sich dann mit reißen und als Lazarus sie frei gab, kam er
zum Zug und tat es Lazarus gleich. Als alle drei später schwer
atmend wieder auf ihrem Platz saßen, bemerkten sie nun erst das
alle anderen Götter zu ihnen sahen und sie beobachtet hatten.
Die beiden Männer lachten leise und Andora sah die anderen
Götter an. „Ja was? Was der Körper braucht soll er haben.“
Leander fühlte sich an alte Zeiten erinnert und nickte, laut
sagte er. „Recht hast du.“ Er schnappte sich Alandra, und
verführte sie leidenschaftlich. Alandra war es im ersten Moment
peinlich, doch dann gab sie nach und machte mit. In kürzester
Zeit artete das ganze zu einer richtigen Orgie aus, wo fast
jeder mit jedem rum machte. Und irgendwann fand sich Andora
...in Araziels Armen wieder, der auch zum zusehen eingeladen
war. Als es ihr bewusst wurde, starrte sie ihn erschrocken an.
Araziel lächelte sie an. „Wenn du nicht willst verstehe ich das
und trete zurück.“ Das er bereit war zu verzichten....ließ sie
lächeln, sie schüttelte den Kopf. „Jetzt ist es eh egal, bringen
wir es zu Ende.“ Araziel strahlte, er war überglücklich und
zeigte ihr nun was er vermochte. Viele Jahre hatte er darauf
gewartet und nun hielt er sie in seinen Armen und sie war bereit
ihm zu geben was er sich so sehr gewünscht hatte. Als Andora an
diesem Abend einsam in ihrem Bett lag, seufzte sie leise. Auf
einmal spürte sie zwei Körper neben sich und jemand nahm sie in
den Arm um sie nur an sich zu drücken. Lazarus flüsterte ihr
leise zu. „Keine Sorge wir wollen nicht noch mehr, doch dachten
wir das du dich nun einsam fühlen könntest und so wollen wir nur
die Nacht mit dir verbringen und dich im Arm halten, nicht
mehr.“ Sie lächelte und kuschelte sich an Lazarus, in ihrem
Rücken spürte sie Ethan der ebenfalls den Arm um sie legte.
Leise flüsterte er ihr zu. „Vergiss niemals, wir lieben dich und
sind für dich da.“ Sie flüsterte leise. „Was habe ich nur
getan....ich habe mit Araziel geschlafen.“ Ethan verstand wie
sie sich fühlte und hauchte ihr zu. „Was soll`s....es schien dir
doch Spaß zu machen, also ist es doch egal. Er hat sich geändert
und war sehr geduldig. Er hat es verdient. Also erfreue dich an
dem was du erlebt hast und lass keine schlechten Gefühle
aufkommen. Es ist in Ordnung.“ Sie seufzte leise und Lazarus
antwortete darauf. „Du vermisst Ikarus und Ares...oder?“ Sie
nickte. „Ja...es ist als würde ein Teil von mir fehlen. Ich
gönne ihnen das Abenteuer wirklich....doch hätte ich nie
gedacht, das ich mich so einsam fühlen könnte ohne sie.“ Andora
würde nach diesem Abend die Oase nicht mehr betreten, sondern
sich ein eigenes Fenster öffnen und ihre beiden Liebsten darin
beobachten.
Nun den beiden Männern ging es
nicht viel anders, auch sie vermissten Andora entsetzlich, so
kuschelten die beiden sich Nachts aneinander und jeder ließ den
anderen spüren das er nicht alleine war. Ikarus flüsterte leise.
„Ob sie uns auch so vermisst?“ Ares nickte. „Ja ich denke
schon...sie liebt uns mehr als wir erfassen können, sie ist ein
Teil von uns, so wie wir von ihr.“ Als die beiden so flüsterten,
schwebte ein Elementar zu ihnen heran, diesmal ohne sie nass zu
machen und plätscherte leise. „Kommt mit ich muss euch etwas
zeigen, das nur für euch bestimmt ist. Nehmt auch den
Dämonenfürsten mit, ihn geht es ebenso an.“ Die beiden nickten
und erhoben sich, dann weckten sie Luzifer und flüsterten ihm
zu. „Komm mit, wir scheinen etwas sehen zu müssen.“ Leise
folgten sie dem Elementar in eine tiefer liegende Ecke der Höhle
dort hatte sich eine Türe gebildet. Das Elementar flüsterte
plätschend: „Tretet ein, das ist nur für euch drei. Wir werden
auf die anderen solange aufpassen, habt also keine Sorge.“
Ikarus nickte und betrat mit den anderen beiden den Raum der
sich ihnen nun auftat. Vor ihnen lag eine weitere Türe auf der
ein Löwenkopf zu sehen war. Der Kopf begann zu leben und
flüsterte: „Tretet nach einander ein, beginnend mit Ikarus, dann
Ares und zu guter Letzt Luzifer. Wartet bis der vorgehende den
Raum wieder verlässt.“ Ikarus nickte und öffnete die Türe und
betrat den Raum. Dort stand ein Lebens großer Spiegel in dem ein
Gesicht erschien, das Ikarus nicht kannte. „Setz dich und
beantworte mir eine Frage, wenn du dir etwas wünschen könntest
was wäre das?“ Ikarus dachte nach. Er sah den Spiegel an. „Wäre
es egal was, auch das ich diese Höhle verlassen könnte um bei
Andora zu sein?“ „Nein das nicht, irgendwas das dir helfen würde
oder etwas das du schon immer wolltest.“ Ikarus überlegte dann
sah er den Spiegel an. „Ja es gibt tatsächlich etwas das ich mir
schon immer gewünscht habe. Ares, seine Veranlagung geht dahin
das er auch auf Männer steht....mein Körper erregt ihn. Ich bin
für ihn attraktiv. Ich liebe ihn ebenso wie er
mich.....allerdings nur mit dem Herzen...ich bin ein absoluter
Mann. Ein Männerkörper kann mich nicht erregen, obwohl ich mich
bemühe, es geht nicht. Wenn ich es mit ihm tue muss ich mir
Andora vorstellen, ihr Anblick bringt mich dazu das ich es
fertig bringe auch mit Ares zu schlafen. Ich wünschte ich hätte
einen winzigen Teil seiner Veranlagung um ihn für mich attraktiv
erscheinen zu lassen. Verstehst du was ich meine?“ Das Gesicht
im Spiegel nickte. „Ist dir aber auch klar das du dann auf einen
entsprechenden Teil deiner Persönlichkeit verzichten würdest? Du
bist im Grunde deines Herzens ein waschechter Macho, jemand der
sehr von sich überzeugt ist. Würdest du nun auch beginnen auf
Männer zu stehen, würde dir eventuell ein Teil davon verloren
gehen.“ Ikarus schüttelte lächelnd den Kopf. „Nein...denn ich
bin was ich bin...das kann man nicht ändern...aber meine
Veranlagung in diesem einen Bereich, das ginge ohne das meine
Persönlichkeit angekratzt würde. Ich wäre danach immer noch was
ich bin, allerdings mit der Möglichkeit mich wirklich ganz auf
Ares ein zu lassen und ihm die Liebe zu geben die er verdient.“
Das Gesicht im Spiegel nickte und drehte sich ein wenig. „Schau
dort hinüber, dort ist ein Glas mit einem Getränk, wenn du das
trinkst, wird Ares für dich attraktiv erscheinen...allerdings
gilt das nur für Ares....der übrigens nicht auf alle Männer
steht, sondern nur auf dich. Deine Kraft, dein
Selbstbewusstsein...und ja auch dein kräftiger und Muskel
bepackter Körper, machen dich attraktiv für ihn. Er kompensiert
damit seine vermeintliche eigene Schwäche, er fühlt
sich...schwächer als du es bist. Er ist sich immer noch nicht
bewusst das es genau das ist was Andora neben dir braucht. Seine
leicht feminine Ader, die Weiblichkeit die ganz leicht in ihm
steckt und ihn deswegen so sanft erscheinen lässt. Äußerlich
steht er dir in kaum was nach, im Gegenteil, er sieht sogar
männlicher aus als du, aber er fühlt sich nicht so. Du kannst
das Glas nun leeren oder es lassen. Doch überlege es dir gut.
Liebst du ihn so sehr das du diesen Weg gehen willst?“ Ikarus
erhob sich und sah auf den Spiegel. „Ja das tue ich. Ich wäre zu
allem bereit, es erleichtert es mir, mit ihm um zu gehen.“ Er
trat auf das Glas zu und ohne groß nach zu denken, leerte er es
bis auf den letzten Tropfen. Kurz darauf betrat Ares den Raum
als Ikarus ihn verließ. Ihm wurde die gleiche Frage gestellt.
Ares überlegte eine weile, dabei drehte er den Ring an seinem
Finger und sah dann auf das Gesicht im Spiegel. „Ich bin
wunschlos glücklich. Ich habe keine Wünsche. Vielleicht ein
Kind...aber diesen Wunsch wird mir Andora schon erfüllen, da
habe ich keine Sorge.“ Das Gesicht lächelte. „Es gibt wirklich
nichts was du gerne hättest?“ Ares schüttelte den Kopf. „Nein..ich
habe alles was ich mir je erträumte. Andora und Ikarus lieben
mich, sie geben mir beide was ich möchte. Ihre Liebe und ihre
Zärtlichkeit. Sie sind für mich da und ich kann mich immer auf
sie verlassen. Nein...es gibt nichts was ich mir wünsche.“ Das
Gesicht nickte verstehend. „Gut, dann geh und schick Luzifer zu
mir herein.“ Als Luzifer den Raum betrat, fragte Ares Ikarus was
er sich gewünscht habe. Als er hörte was Ikarus für ihn getan
hatte, traten vor Rührung Tränen in seine Augen. „Ich ahnte ja
nicht wie schwer es dir gefallen ist mit mir zu schlafen. Das du
es nur mit Hilfe eigener Fantasien tun konntest.“ Ikarus
lächelte und legte einen Arm um Ares. „Ich liebe dich und für
dich hätte ich noch ganz andere Dinge getan. Wenn der Trank
wirklich funktionieren sollte, gehört das wohl der Vergangenheit
an und ich kann dich sehen wie du bist und dich dann auch
wirklich begehren.“ Ares lächelte. „Und selbst wenn nicht, ich
weiß jetzt wenigstens wie du tatsächlich fühlst.“ Der Trank
würde funktionieren, Andora hatte schon lange gewusst wie es in
Ikarus diesbezüglich aussah und wollte es ihm damit lediglich
erleichtern. Er würde Ares nun tatsächlich attraktiv finden,
ebenso wusste sie das Ares wunschlos glücklich war. Das er
zufrieden war mit dem was er hatte. Bei Luzifer sah es anders
aus, seine Wünsche kannte sie nicht, doch hoffte sie auf diesem
Wege etwas mehr zu erfahren. Luzifer war sehr verschlossen, er
gab selten etwas von sich preis.
Luzifer sah sich in der Höhle um
und betrachtete den Spiegel, auch er wurde gebeten sich zu
setzen und ihm wurde die gleiche Frage gestellt. Luzifer sah den
Spiegel an. „Was ich mir wünsche, kann mir keine Macht erfüllen.
Im Gegenteil mein Wunsch ist ein Frevel und dafür wurde ich
bereits einmal hart bestraft. Also frag mich nicht was ich mir
wünsche.“ Das Gesicht lächelte. „Es wird doch irgend etwas geben
was du dir wünscht.“ Luzifer seufzte leise sah den Spiegel an
und nickte leicht. „Ja es gibt etwas....aber das wird sich
niemals erfüllen.“ Dann begann er zu reden.

Kapitel 47: Tiefe Einsichten

Luzifer begann. „Ich habe mir
immer gewünscht das Andora mir gehören würde....oder nein
falscher Ausdruck...eher....zu mir gehören würde. Dafür wurde
ich hart bestraft. Ich liebe sie....ich weiß es ist ein Unding
das ein Dämon dazu noch ihr Fürst, jemanden liebt...doch es ist
so und ich weiß das sie mich mag....mein Wunsch wäre, einmal von
ihr zu hören das sie mich liebt. Das sie nicht nur mit mir ins
Bett geht weil sie mich anziehend und aufregend findet, das sie
es nicht tut um mir irgendwelche Dinge zu entlocken.“ Er lachte
leise. „Ich liebe es wenn sie mich so verrückt macht, das ich
ihr alles verrate...doch darf ich ihr das nicht sagen. Ich
wünschte wirklich mal ehrlich zu ihr sein zu können....doch
selbst das darf ich nicht. Ich würde mein Gesicht und meine
Glaubwürdigkeit als Dämonenfürst verlieren. Ich wünschte ich
könnte mein gesamtes dunkles Reich hin werfen um nur noch bei
ihr sein zu können....albern nicht? Eigentlich müsste ich nach
noch mehr Macht streben....doch irgendwie, würde ich alles am
liebsten hergeben....wenn sie mein würde. Ich weiß genau das es
niemals sein kann...sie wird niemals sagen das sie mich
liebt....das darf sie auch nicht, denn in diesem Fall würde sie
ihr Gesicht verlieren, es wäre ein Unding das die Göttin des
Lichts, den Fürsten der ….Finsternis liebt. Aber sie mag mich
und damit muss ich wohl zufrieden sein.“ Das Gesicht im Spiegel
lächelte leicht. „Du weißt das sie dir immer mal etwas
entlockt?“ Luzifer nickte. „Ja ich mag dann zwar wirklich fast
meinen Verstand verlieren, sie weiß genau was sie mit mir
anstellen muss, damit es soweit kommt...aber ja...im nach hinein
weiß ich das ich ihr wieder mal etwas verraten haben, was ich
eigentlich für mich behalten sollte. Aber ihr strahlendes
Gesicht, wenn sie es mal wieder geschafft hat, entschädigt mich
für alles. Du kannst dir nicht vorstellen wie schön das für mich
ist, wie mein Herz auf blüht, wenn sie mich so anstrahlt.“ Er
seufzte leise. „Ich müsste eigentlich dankbar sein...denn sie
gibt mir schon sehr viel. Hinzu kommt, das ich Ikarus als meinen
Freund bezeichnen kann und froh sein kann, das er mir die
wenigen Stunden die sie mir schenkt, nicht missgönnt. Denn ich
denke, wenn er ihr sagen würde, das er das nicht mehr möchte,
würde sie es auch nicht mehr tun. Sie liebt ihn mehr als alles
andere. Und obwohl ich ihre Liebe lieber für mich hätte, gönne
ich sie ihm. Er ist ein guter Kerl und liegt in gewisser weise
sogar auf meiner Wellenlänge. Wie kaltblütig er Belana beseitigt
hat, eiskalt und ohne irgendwelche Skrupel. Das nötigte mir
Respekt ab.“ Er sah auf den Spiegel. „Ich rede zu viel, nur tut
es gut auch mal was sagen zu können ohne gleich alles auf die
Goldwaage legen zu müssen. Bei meinen Leuten muss ich aufpassen,
sonst halten sie mich noch für weich und das könnte mein Tod
sein und bei den Göttern muss ich aufpassen, damit sie nicht
irgendwas in den falschen Hals bekommen.“ „Und Araziel? Kannst
du nicht mit ihm reden?“ Luzifer schüttelte mit dem Kopf. „Er
ist ein Hitzkopf, obwohl er in den letzten Jahren dazu gelernt
hat und um einiges ruhiger geworden ist...eigentlich seit es
Mikael gibt oder viel mehr seit sie mit ihm schwanger war.“ Das
Gesicht nickte, wartete aber noch ab und tatsächlich Luzifer hob
den Kopf und sah das Gesicht an. „Doch es gibt etwas.....ich
wünschte sie würde mir noch ein Kind schenken, aber nicht weil
es das Schicksal will oder weil es sein muss, sondern nur weil
sie es gerne tun würde, weil sie mir ein Geschenk machen möchte.
Doch selbst das ...werde ich wohl nie bekommen.“ Das Gesicht sah
ihn überrascht an. „Ich dachte du willst keine Kinder
mehr...außer denen die du regelrecht züchtest um etwas zu
erreichen.“ Luzifer seufzte nickend. „Ja keine von Damona...weil
sie dieses Kind auch nur zum Mittel zum Zweck sieht. Nicht weil
sie mir was gutes tun will. Ich wünschte es gäbe eine Frau die
mich nur um meinetwillen liebt und nicht weil ich DER Fürst
bin...oder aus welchen Gründen auch immer. Ikarus und auch Ares
haben ein wahnsinniges Glück, die Frau die sie liebt, liebt sie
um ihretwillen. Ich beginne diese ewige Dunkelheit zu
hassen...kannst du das verstehen?“ Das Gesicht nickte. „Würdest
du eure Welten heller haben wollen? Mehr Licht?“ Luzifer sah das
Gesicht auf dem Spiegel an. „Ich schon...nur meine Dämonen
würden das nicht so gut finden, denke ich, sie lieben diese
Dunkelheit. Außerdem rührt diese Dunkelheit von uns her...wir
sind zu bösartig und das färbt ab.“ „Würdest du dich als
bösartig bezeichnen?“ Luzifer lachte auf diese Frage hin.
„Grundsätzlich schon...nur die Götter holen das wenige gute aus
mir heraus das ich scheinbar doch besitze. Hinzu kommt, das
Andora das böse in mir mag, sie findet es aufregend, also bleibe
ich mal was ich bin. Ich denke wenn ich zu einem ihrer guten
Götter werden würde, dann würde sie schnell das Interesse an mir
verlieren.“ „Denkst du? Meinst du nicht deine Qualitäten im Bett
würden sie nicht doch wieder schwach machen?“ Luzifer schüttelte
den Kopf. „Nein, denn Ikarus ist ebenso gut, sie würde es nicht
vermissen. Nein ich denke was sie anzieht ist das was ich bin,
also bleibe ich das mal auch. Geheimnisvoll, undurchschaubar und
scharf auf sie.“ Das Gesicht nickte. „Also wenn du ein Kind von
ihr möchtest, schau mal nach rechts, dort steht eine Phiole,
wenn du das in ihr Getränk schüttest bevor du mit ihr schläfst,
wird sie dein Kind bekommen. Du weißt das sie es nicht weg
machen würde, jedes Leben ist für sie heilig..na ja bis auf
einige wenige, wo sie im Tod für die Seelen eine bessere Zukunft
sieht, aber ein Kind würde sie grundsätzlich austragen, egal von
wem es ist. Also greif zu und dein Wunsch wird erfüllt werden.“
Luzifer sah zu der kleinen Phiole, die Versuchung war zum
greifen nahe, er wollte danach greifen, doch zog er die Hand
wieder zurück. „Sie würde es wissen und mich dafür hassen.
Nein...auf diese Weise will ich es nicht.“ Er stand auf sah noch
mal auf den Spiegel. „Danke für das Gespräch doch ich
verzichte.“ Dann drehte er sich schnell herum und verließ den
Raum bevor er es sich anders überlegen würde. Was er nicht
wusste, war das im Gegensatz zu den anderen beiden, sein
Gespräch von Ares und Ikarus belauscht werden konnte, der
Spiegel hatte ihnen ein wenig Einsicht in Luzifers Wesen gegeben
das er bisher niemandem offenbart hatte. Als er nun den Raum
verließ sahen die beiden ihn mit anderen Augen, ließen sich aber
nichts anmerken. Die drei betraten kurz darauf wieder die Höhle
mit den Wasserelementaren und legten sich wieder hin, jeder in
seinen Gedanken versunken. Ares seufzte leise, er sah Ikarus an
und flüsterte. „Weißt du wir wünschen uns ja auch ein weiteres
Kind von ihr....aber was meinst du sollten wir zu seinen Gunsten
nicht erst mal verzichten und wenn wir zurück sind mal mit
Andora reden? Mir war nie klar wie sehr er eigentlich leidet.“
Ikarus nickte leicht. „Vielleicht hast du recht....und er hat
schon recht, er darf seinen Platz nicht verlassen, sein Reich
würde untergehen und das darf nicht geschehen. Araziel würde es
nie auf die Reihe kriegen so wie er. Er ist schon genau dort wo
er sein sollte, aber für ein wenig Glück für ihn könnten wir
schon sorgen. Ich werde morgen mal mit ihm reden....ich glaube
was ihm fehlt ist ein wahrer Freund, jemand dem er auch mal
etwas erzählen kann, das nicht jeder wissen sollte, ohne das er
gleich an Ansehen verliert. Mir ist klar das er als Fürst der
Dämonen keine Gefühle zeigen darf, aber bei uns sollte er das
tun können. Er ist sehr einsam.“ Luzifers Worte hatten auch an
Ikarus Herzen gerührt und ihm war klar geworden, das Luzifer
sehr alleine war. Wer Luzifers Worte noch gehört hatte war
Andora, sie wusste nun was ihn bedrückte und was ihm nahe ging.
Sie sprach am nächsten Tag mit Ethan. „Sag mal, Luzifer hat in
seiner Galaxie ja drei Welten die von seinen Dämonen bewohnt
sind, könnte man eine davon nicht ein wenig mit Licht erhellen?“
Ethan schüttelte den Kopf. „Kleines wenn wir oder vielmehr du
das tun würdest, würde jeder Dämon auf dieser einen Welt sofort
verbrennen, sicher die Welt wäre dann heller, aber um welchen
Preis. Hinzu kommt, das die Galaxie dadurch auch an Dunkelheit
allgemein verliert. Es würde zum Krieg kommen...denn du glaubst
doch nicht das die Dämonen sich das gefallen lassen würden.
Selbst wenn Luzifer es begrüßen würde oder auch Araziel. Nein
Kleines es käme zur Revolte, sie würden die beiden töten und es
gäbe Anarchie. Chaos wäre die Folge.“ Andora nickte, sie hatte
es selbst gewusst, aber sie dachte das Ethan vielleicht eine
Idee gehabt hätte. Er sah sie an. „Um was geht es wirklich, komm
setze dich zu mir und erzähle, vielleicht finden wir gemeinsam
eine Lösung.“ So erzählte ihm Andora was sie erfahren hatte und
Ethan nickte ab und an mal. Am Ende ihres Berichts nickte er
noch mal. „Ich verstehe, doch Kleines das können wir nicht
ändern. Das einzige das du für ihn tun kannst seinen
sehnlichsten Wunsch erfüllen und ihm das Gefühl geben das du es
wolltest. Eine Frau die ihn um seinetwillen liebt, das können
wir nicht beeinflussen, die Liebe ist was sie ist, entweder sie
ist da oder nicht. Die Welt erhellen geht auch nicht, die Gründe
legte ich dir eben da, das einzige das du tun kannst, ist ihm
das ersehnte Kind zu schenken, doch ich hätte eine Lösung wie er
das Kind beziehungsweise das erwachsene Kind später zu sich
nehmen kann ohne das es ebenso wahnsinnig wird wie Belana.“
Andora sah ihn an. „Und wie? Weil ich sehe keine Lösung.“ Ethan
nickte. „Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder du unterdrückst
das Licht zum Zeitpunkt der Zeugung....in dem Fall kämen alle
anderen Erbanlagen zum tragen, wie auch meine und ich besitze
das Chaos und das Dämonenblut ebenso wie ich es an dich weiter
gegeben habe oder aber, du achtest darauf das es ein Sohn des
Lichts wird und erneuerst sein Licht immer wieder, wenn er alt
genug ist um mit dir zu schlafen. Allerdings hat die zweite
Möglichkeit den Nachteil das er eventuell die Dämonen die sich
in seine Nähe begeben sterben könnten. Also wäre die erste
Möglichkeit die bessere. Du müsstest dir nur im klaren werden
das du dich irgendwann von diesem Kind trennen musst. Denn wenn
er es dir weiter überlässt wie Anatol, steht er ebenso da wie
jetzt, er hätte zwar ein Kind, aber hätte im Grunde wieder
nichts.“ Dann kam Ethan eine Idee. „Aber ich habe eine Idee wer
eine passende Frau für ihn bekommen und wer der Vater sein
könnte. Allerdings ob sie ihn lieben wird, das steht auf einem
anderen Blatt, er will ja um seiner selbst willen geliebt werden
und nicht weil er viel Macht hat als Dämonenfürst.“ Andora sah
ihn fragend an...dann begriff sie. „Ja natürlich, wer wäre
besser geeignet ein Kind für die Dunkelheit zu bekommen als die
Tochter des Chaos. Dann noch als Vater ein Halbdämon und die
Sache wäre gelaufen, das Kind oder die spätere Frau dürfte nur
nicht rein göttlich sein. Ethan du bist ein Genie. Jetzt muss
ich nur Riana dazu bekommen sich mit Araziel ein zu lassen und
die Sache wäre geritzt.“ Ethan lachte. „Hast du nicht vergessen
das sie sich auch bereit erklären müsste das Kind zu bekommen?
Mal abgesehen davon das Araziel es auch zeugen müsste. Das
Geschlecht könnte Araziel als Halbdämon bestimmen.“ Andora
nickte. „Aber die Idee ist gut, Überlasse Araziel mir, ich habe
da einige überzeugende Argumente.“ Dabei zwinkerte sie ihm frech
zu. Er ahnte schon welche Argumente denn er sah auf ihre Brust.
Er fand Andora einfach unwiderstehlich und wäre er an Araziels
Stelle er würde sich auf jeden Fall überzeugen lassen. Er sah
ihr wieder ins Gesicht. „Willst du nicht....“ Auf einmal wurde
ihm klar was er da gerade sagen wollte und schluckte den Rest
herunter, er stand auf, „ Vergiss es... ich muss gehen. Lazarus
wartet auf mich.“ Andora schloss kurz die Augen und erfuhr in
dem sie ihn in einer alternativen Gegenwart, den Satz
vervollständigen ließ was er sagen wollte. Sie schluckte kurz
und seufzte. Er wollte sie fragen ob sie nicht sein Kind
bekommen wollte, doch dann war ihm wieder eingefallen was sie
war und ihm wurde klar, das er wohl nie wieder ein Kind von der
Göttin des Lichts bekommen würde, da diese seine Tochter war.
Andora seufzte leise, sie hatte keine Hemmungen sich von ihm
schwängern zu lassen, aber Ares und Ikarus wollten ein Kind, nun
auch noch Ethan und von Luzifer mal gar nicht zu reden. Es wurde
ihr zu viel. In den nächsten Tagen war ihr Schlafzimmer für alle
nicht betretbar, sie hatte einen Zauber darüber gelegt um in
Ruhe nach denken zu können. Ethan machte sich besondere Sorgen,
er ahnte das sie wusste was er hatte sagen wollen. Er erzählte
Lazarus davon den es auch wunderte das sie alle aussperrte. Der
sah ihn ruhig an. „Mach dir darüber mal keine Gedanken, auch
wenn sie weiß was du sagen wolltest, sie ist hart im nehmen, sie
braucht wohl nur ein wenig Zeit. Überlege mal, sie weiß das
Ikarus und Ares ein Kind möchten, nun hat sie erfahren wie es
Luzifer geht und er sich ebenfalls ein Kind wünscht und dann
kommst du noch an. Das war sicherlich nur zu viel für sie.“
Ethan nickte. „Ich hätte sie nicht auch noch damit belasten
sollen. Außerdem was ist wenn sie durch dreht, sie ist alleine
da drin und wir können nicht zu ihr hinein. Wie lange kommt sie
ohne einen Mann aus ohne den Verstand zu verlieren?“ Nun musste
Lazarus lachen. „Sie ist nicht wie Aurian, die hatte dieses
Problem, aber Andora nicht, auch wenn sie die nymphomanische
Veranlagung hat. Ich denke wenn es soweit ist bei ihr, wird sie
uns glatt überfallen und fordern was sie braucht. Also mach dir
mal keine Sorgen.“
Andora lag gemütlich auf ihrem
Bett, hatte am Fußende ein Fenster geöffnet und schaute der
Expedition zu, sie ahnte nicht welche Sorgen und Vorwürfe sich
Ethan machte. Sie hatte ganz andere Sorgen, diese Kinderwünsche
ließen ihr keine Ruhe.
Unterdessen hatte sich die
Expedition erst mal richtig ausgeschlafen und am nächsten Morgen
öffnete sich unter dem See eine kleine Klappe und aus ihr fuhr
ein Sockel empor auf dem abermals eine Kiste lag, in der sich
eine weitere Schriftrolle befand. Man ging vor wie zuvor um
sicher zu sein das sie nicht zerfiel, dann las man sie. Es wurde
ihnen darin berichtet, das sich an der höchsten Spitze des
Berges, die Höhle mit dem Schlüssel zu Kristallstadt befand. Und
das man dort auch eine Wegbeschreibung finden würde die dort hin
führte. Man jubelte und freute sich, doch Ikarus dämmte die
Freude ein. „Das ist noch nicht alles, ihr solltet bevor ihr
jubelt erst mal weiter lesen. Weil hier steht nämlich, das
diejenigen die es vermögen die Kristallstadt wieder zum Leben zu
erwecken, für eine lange Zeit ihre Verwalter sein werden. Ist
euch klar was das heißt? Jeder wird versuchen sie zu erreichen.
Denn wer will nicht diese Macht in Händen halten.“ Der Professor
sah ihn freundlich an. „Niemand, denn wir sind anders, bei uns
wird demokratisch entschieden, wer es sein wird. Außerdem darf
man nicht vergessen, das es bereits zwei Auserwählte gibt. Ohne
Ari und Roland wären wir erst gar nicht in die Höhle gekommen
und ich will nicht wissen was uns noch erwartet. Nein wenn es
soweit sein sollte, werden alle dafür sein das diese beiden
jungen Leute auch ihren Lohn bekommen sollen. Wir werden die
Stadt zwar wie ein Schwarm Heuschrecken überfallen um ihre
Geheimnisse zu entschlüsseln, aber die Herren der Stadt werden
diese beiden sein.“ Abermals sah Ikarus sehr verblüfft aus, was
Ares lachen ließ. „Da blickst du nicht durch. Aber er hat recht,
die Menschen hier sind anders als überall sonst. Sie sind
bescheiden und zufrieden mit dem was sie haben. Sie werden zwar
angetrieben von Neugierde, aber nicht von der Sucht nach Macht
oder Besitz.“ Luzifer nickte dazu. „Meine Dämonen haben hier
auch bereits versucht den einen oder anderen zu verführen um an
dessen Seele zu kommen, aber Pustekuchen, Keiner hat sich darauf
eingelassen, so das wir irgendwann das Interesse verloren und
die Welt in Frieden ließen. Die einzige Möglichkeit hier noch
was zu erreichen wäre gewesen, sie mit unseren Kämpfern zu
überfallen, doch hätte uns das im Endeffekt auch nicht eine
Seele gebracht. Diese Menschen sind wirklich anders, sie lassen
sich nicht verführen, egal zu was. Sie scheinen Immun zu sein
gegen den Keim der Zwietracht. Es prallt alles von ihnen ab,
Habgier, Neid und was es sonst noch gibt. Das einzige was sie
haben ist Eifersucht, aber selbst die versuchen sie zu
vermeiden. Und meistens sind davon auch nur junge Menschen
betroffen, weil sie sich noch unsicher fühlen.“ Er deutete auf
Ari und Roland. „Da könnten wir wohl ansetzen, doch was würde
uns das bringen, außer einiger zerrütteter Ehen und Trennungen.
Es würde uns ebenso keine einzige Seele bringen, denn selbst in
ihrer Eifersucht sind sie nicht bereit so weit zu gehen ihre
Nebenbuhler zu zerstören. Sie leiden lieber und sehen sich nach
einem anderen Partner um. Sie begraben ihre Liebe und machen
weiter. Diese Menschen hier sind nicht wie andere. Das hier ist
eine wahre Welt des Lichts und ich glaube, das hat Andora auch
erkannt. Denn sie stellte diese Welt unter den besonderen Schutz
einer Göttin und das hat sie noch nie getan. Diese Welt hier ist
für uns Dämonen verloren. Denn Andora selbst würde sich gegen
jeden stellen der versuchen würde hier eine dunkle Macht ein zu
bringen. Sicher es wird immer mal einen größenwahnsinnigen
Dämonen geben, allerdings gehe ich davon aus das er noch nicht
ganz seinen Fuß auf diese Welt gesetzt hat und er schon Andora
gegenüber steht.“ Luzifer grinste. „Aber das würde ich mir gerne
ansehen.“ Der Professor sah Luzifer nun seinerseits überrascht
an. „Ich hätte euch Mylord anders eingeschätzt. Ich ging davon
aus das ihr alles daran setzen würdet, auch unsere Welt unter
euren Einfluß zu bringen.“ Luzifer nickte und grinste weiter.
„Ja das ist mein Los, man verkennt mich ab und zu mal.“ Nun
mischte sich auch Minos ein. „Ich habe die Erfahrung gemacht das
es immer jemanden gibt der anders ist. Ich weiß das Luzifer
bösartig ist, aber er hat auch...ob man es glauben will oder
nicht...ein Herz.“ Er sah Luzifer an. „Ich verdanke dir mein
Leben....so möchte ich dich warnen. Damona und Belana arbeiteten
zusammen. Sie versuchten deine Autorität zu untergraben. Damona
hat begonnen dich zu hassen, seit du ihr ein zweites Kind
verweigert hast. Sie bat Belana mich zu erschaffen, sie wollte
eine ganze Armee von meiner Sorte um dich und deinen Ziehsohn
Araziel zu stürzen. Mit unserer Kraft hätte uns kein Dämon lange
standhalten können. Ich sage es nur ungerne vor allem da ich
diesmal vom Tod verschont geblieben bin, aber du solltest dich
deiner Gefährtin entledigen.“ Luzifer sah Minos überrascht an.
„Woher weißt du das?“ Minos lächelte. „Die beiden Frauen haben
sich oft in meiner Gegenwart unterhalten, sie hielten mich für
Stroh dumm. Nur gut um Kinder zu zeugen, was aber auch nicht mal
klappte. Nun jedenfalls haben sie oft in meiner Gegenwart von
ihren Plänen erzählt.“ Luzifer seufzte leise und nickte. Er
glaubte Minos aufs Wort, denn es würde zu Damona passen. Womit
er sich innerlich von einer weiteren Gefährtin die er zumindest
für loyal gehalten hatte, verabschiedete. Ikarus sah ihm am
Gesicht an was in ihm vor ging. Luzifer tat ihm leid, denn er
hatte wirklich niemanden, er war alleine, wenn man mal von
Araziel absah. Luzifer sah Ikarus an. „Können wir irgendwie eine
Nachricht nach draußen schicken? So das Araziel auf der Hut ist?
Nicht das ich zurück komme und Damona ihn bereits beseitigt
hat.“ Ikarus dachte kurz nach. „Hm ich gehe mal davon aus, das
Andora alles überwacht, sie wird uns nicht alleine hier herum
laufen lassen.“ Er sah nach oben. „Andora, wenn du mich hörst,
sende an Araziel eine Warnung. Damona ist eine Verräterin und
sollte sofort...“ Er sah Luzifer an. „hingerichtet werden?“
Luzifer nickte. „Ja, er soll sie töten oder töten lassen, das
ist mir egal. Aber ich will das er in Sicherheit ist.“
Andora die es natürlich hörte und
nicht nur sie, überlegte. Innerhalb kürzester Zeit hatte Leander
eine Botschaft die er zu Araziel bringen sollte und das auch
tat. Lazarus der davon hörte versuchte anschließend ins
Schlafzimmer zu kommen doch er war immer noch ausgesperrt. Als
Leander mit der Antwort zurück kam nickte Andora und dankte ihm.
Danach schrieb sie eine kurze Botschaft, die in der Höhle von
der Decke schwebte. Ares fing sie auf und las was dort stand.
„Antwort von Andora.“ :erklärte er den anderen die ihn fragend
ansahen. Er blickte Luzifer an. „Sie schreibt, Damona ist tot,
Araziel hat sie getötet und hat ebenso die Verbündeten töten
lassen die ihr treu ergeben waren.“ Luzifer nickte und wendete
sich ab. Es hatte ihn tief getroffen. Er wusste das Damona
unbedingt ein weiteres Kind gewollt hatte um ihren Rang zu
festigen, aber das sie soweit gehen würde, damit hatte er nicht
gerechnet. Ares nickte Ikarus zu, das jetzt wohl der beste
Zeitpunkt war um mit Luzifer zu reden. Ikarus verstand und
näherte sich Luzifer, er legte ihm einen Arm um die Schulter.
„Wir sollten reden. Ich glaube was du am meisten brauchst ist
ein Freund, ein Freund dem du alles anvertrauen kannst.“ Luzifer
wollte antworten doch Ikarus winkte ab. „Warte, ich bin noch
nicht fertig. Ich weiß das du denkst alles was du mir erzählen
würdest, würde weiter an Andora gehen, aber das ist nicht wahr.
Natürlich stehe ich ihr loyal gegenüber und wenn es darum ginge
eine Welt zu retten die du einnehmen willst würde ich es ihr
auch sagen. Aber hier geht es nicht um
Welteroberungspläne...sondern darum das du jemanden brauchst dem
du auch mal dein Herz ausschütten kannst und glaub mir, was du
mir im Vertrauen erzählst das würde ich niemals an sie weiter
geben. In mir hast du einen loyalen Freund.“ Luzifer sah ihn an
und er sah das Ikarus es ernst und ehrlich meinte. Er nickte.
„Es gibt Dinge die ich dir nicht anvertrauen kann, weil es deine
Frau betrifft. Wie könnte ich dir zum Beispiel erzählen das ich
sie noch mal schwängern möchte. Du würdest mich dafür umbringen
und ich würde es sogar verstehen. Denn ich würde es tun.“ Ikarus
grinste. „Junge du kennst mich immer noch nicht. Ich würde dir
in diesem hypothetischen Fall sagen, das du dich hinten
anstellen musst, denn zuerst einmal wollen Ares und ich ein
weiteres Kind. Aber ich würde dich deswegen nicht töten.“
Luzifer sah ihn überrascht an. „Würdest du nicht?“Ikarus deutete
zu einem Stein. „Komm wir setzen uns und unterhalten uns mal.
Aber um deine Frage zu beantworten, nein würde ich nicht. Mein
Freund, ich weiß das jeder Kerl der noch Leben in der Hose hat,
wie der Teufel hinter unserer Frau her ist. Das war immer so und
wird immer so sein. Dazu kommt das Andora die klügsten und
schönsten Babys bekommt, die in den meisten Fällen sogar noch
etwas besonderes sind. Somit sind die Kerle nicht nur hinter ihr
her um mit ihr ins Bett zu gehen...sondern würden alles dafür
tun, wenn sie ihnen auch noch ein Kind schenkt. Sie ist die
Göttin des Lichts und sie wird noch viele Babys bekommen, mal
von mir, mal von Ares und wer weiß von wem noch. Also warum
sollte sie dann dir nicht auch noch eins schenken? Sie wird
keifen, sie wird toben und sie wird sich anfangs weigern
überhaupt noch eins zu kriegen. Doch im Endeffekt wird sie es
tun. Ihr Lieblingsausspruch dahingehend ist. „Die nächsten
fünfhundert Jahre braucht keiner von euch an zu kommen.“ Und ich
rede jetzt nicht nur von deinem Kind, sondern so würde sie auch
handeln wenn ich oder Ares eins wollen, sie weigert sich, doch
wenn man ihr Zeit zum nachdenken lässt, wird sie es bekommen.
Ich kenne unsere Kleine, sie ist starrköpfig, aber sie liebt und
diese Liebe zu jedem Geschöpf...wird sie zum Schluss dazu
bringen, uns das zu geben was wir wollen.“ Er sah kurz zur Decke
beugte sich dann kurz zu Luzifer herüber. „Ich hoffe sie hört
nicht das was ich dir nun sage. Sie liebt auch dich, doch das
kann sie natürlich nicht zugeben. Natürlich nicht in dem Maße
wie sie zu Ares und mir steht...aber es ist eine Eigenheit der
Göttin des Lichts, Aurian trug diese Liebe in sich und Andora
hat sie auch. Sie lieben jedes Wesen. Unabhängig davon wie böse
oder wie gut sie sind. Denk mal an ihre Worte als sie mich
beauftragte Belana zu töten. Sie tat es nicht aus Niedertracht,
sondern sie sagte, „Das ist das einzige was wir noch für sie tun
können.“ Das ist Andora und wenn man gelernt hat sie zu
verstehen, begreift man auch warum sie etwas tut.“ Luzifer sah
ihn überrascht an. „Sie liebt mich auch?“ Ikarus nickte. „Ja das
tut sie. Junge überlege doch mal, bis auf das eine mal mit
Araziel, hat sie bisher mit keinem Kerl geschlafen für den sie
nicht wenigstens ein wenig übrig hatte. Des weiteren denk mal
dran, sie kam als du in der Hölle warst, sie begab sich in eine
der dunklen Welten und das tat sie nicht für mich, sondern für
dich. Damals hast du es begriffen, hast du das alles schon
wieder vergessen?“ Luzifer fiel die Zeit wieder ein und Ikarus
deutete auf seinen Rücken. „Du trägst die Narben immer noch,
alleine sie sollten dich daran erinnern, das Andora mehr für
dich übrig hat als dich nur zu mögen.“ Luzifer nickte
zustimmend. „Du hast recht, ich glaube mich daran zu erinnern
das es das einzige mal war das sie mir sagte das sie mich
liebt.“ Ikarus nickte. „Also wenn du mal jemanden zum reden
brauchst, du weiß wo du mich findest, friss nicht alles in dich
hinein. Du bist nicht alleine. Auch wenn wir auf zwei
verschiedenen Seiten stehen, so sind wir doch Freunde.“ Luzifer
lächelte und sah Ikarus an, er nickte. „Ich danke dir für deine
Worte. Ich werde es mir merken....und danke für deine
Freundschaft. Sie ist mir mehr wert als alles Gold des
Universums.“ Ikarus zwinkerte ihm frech zu. „Und wer weiß,
vielleicht kriegen wir sie dazu das unsere Kinder gemeinsam
aufwachsen können.“ Nun lachte Luzifer. „Dein Optimismus ist
ungebrochen und dein Selbstbewusstsein kann man nur bewundern.“
Ikarus erhob sich und sah ihn an. „Ich bin was ich bin. Eben ein
Kerlchen das man lieben muss.“ Luzifer stand auch auf und tat
nun etwas das er noch nie getan hatte, er legte Ikarus einen Arm
um die Schulter und nickte leicht. „Ja ich liebe dich auch, mein
Freund.“ Die Zeit im Labyrinth festigte alte Freundschaften und
brachte die beiden Götter und den Dämonenfürsten noch näher
zusammen. Luzifer und Ikarus war klar, das sie auf zwei
verschiedenen Seiten standen und doch hatte Luzifer hier ein
Fünkchen Licht, das er so nötig brauchte. Ikarus zeigte hier
seine wahre Größe und die hatte nichts damit zu tun das er
körperlich ein Riese war. Hier zeigte sich seine tatsächliche
Persönlichkeit, die weder durchzogen war von Eifersucht noch von
anderen niederen Gefühlen. Andora hatte genau gewusst warum sie
dafür sorgte das Ares und Ikarus eine Zeit so eng mit Luzifer
verbringen mussten oder er mit ihnen. Hier wurde eine Verbindung
geschmiedet, die härter sein würde, als jedes Metall das man
auch nur im Universum finden konnte. Andora hatte in die Zukunft
gesehen und was sie dort sah hatte sie erschreckt. Die
Kristallstadt war nicht nur erbaut worden, damit Ikarus und Ares
mal ein Abenteuer erlebten...sondern hatte noch weit aus tiefere
Gründe. Doch das würde sich wohl erst in hundert Jahren zeigen.
Sie musste vorsorgen und tat es wie es sich für eine Göttin des
Lichts geziemte. Leise murmelte sie. „Vier Männer und vier
Kinder, es hat bereits begonnen.“ Sachte liefen Tränen ihre
Wangen herab, sie trauerte jetzt bereits über die Verluste die
sie erleiden würden. Apoll spürte ihre Trauer und ging zu
Lazarus. „Es ist mir egal wie ihr es anstellt, aber wir müssen
zu Andora hinein.“
Unterdessen machte sich die
Expeditionsgruppe wieder auf den Weg.

Kapitel 48: Das Höhlenlabyrinth,
zweite Etappe

Ikarus wurde fahrig und unruhig,
das es sogar den Sterblichen auffiel. Luzifer fragte dann Ares ,
während sie den Weg zur Treppe nahmen was mit Ikarus los sei, so
kenne er ihn gar nicht. Ares seufzte. „Er ist auf Entzug, das
ist mit ihm los.“ Luzifer sah ihn überrascht an. „Wie auf
Entzug, nimmt er Drogen oder trinkt er übermäßig?“ Ares
schüttelte mit dem Kopf, auch er machte sich Sorgen. „Nein seine
Droge heißt Andora. Ikarus hat das starke Verlangen seines
Vaters geerbt und Andora sorgte dafür das er immer ausgelastet
war. Und wenn sie doch mal zu beschäftigt war, ging er zu Athene
oder Luna um seine Bedürfnisse zu stillen. Doch jetzt hat er
weder das eine noch das andere.“ Jetzt verstand Luzifer und sah
zu den beiden Assistentinnen. „Was ist mit ihnen, sie starren
ihn eh schon laufend an und ich glaube sie würden ihn nicht
abweisen.“ Ares nickte. „Daran dachte ich auch schon...aber er
weiß das Andora uns zusieht und er weiß das sie zwar weiß das er
nicht treu ist, aber sie kann es sich nicht ansehen. Er will
nicht das sie etwas sehen muss, was ihr das Herz brechen würde.
Wir sind nun seit gut fünf Tagen hier, er wird bald durchdrehen,
wenn er nicht zum zug kommt.“ Langsam stiegen sie die Treppe
empor und kaum oben angekommen verschwand die Treppe. Ikarus
nickte. „Also gut sehen wir uns nun mal hier um.“ Als sie einige
Meter gegangen waren tat sich rechts von ihnen eine Höhle auf,
Ikarus sah hinein und schüttelte den Kopf. „Das ist doch nicht
möglich.“ Als auch die anderen guckten staunten sie ebenfalls.
Denn dort war die Höhle die sie vor wenigen Stunden verlassen
hatten, die Höhle mit den Wasserelementaren. Eins der Elementare
schwebte heran als sie nahe am Eingang waren, es sah Ikarus an.
„Komm mit, wir haben ein Geschenk für dich.“ So betrat die
Gruppe noch immer erstaunt die Höhle und fragte sich wie es
möglich war das sie nun eine Etage höher lag. Die Elementare
führten sie zu einer Ecke an der es drei Türen gab. Sie deuteten
darauf und sahen Ikarus an. „Die erste ist für dich, die zweite
für Ares und die dritte für Luzifer, habt keine Sorge während
ihr euch darin aufhaltet passen wir auf die anderen auf.“ Die
drei nickten, während Roland zu der Ecke ging wo sie vor kurzem
noch ihr Lagerfeuer hatten und tatsächlich dort waren noch die
Überreste. Er schüttelte den Kopf und machte sogleich ein neues
an. Die drei anderen betraten die Räume die man ihnen zugewiesen
hatte und staunten nicht schlecht. In dieser kleinen Nebenhöhle
gab es ein großes Bett auf dem sich jeweils eine wunderschöne
Frau räkelte. Ikarus sah sich um und als er die Frau dort sah,
nickte er, leise hauchte er. „Danke Liebste, ich hoffe nur das
du nun nicht zu siehst, wenn doch, schau weg.“ Die Frau hauchte
leise. „Ich bin ein Sukkubus...und wurde geschickt um dir dein
Gleichgewicht wieder zu geben. Ich soll dir sagen, sie wird
nicht zu sehen.“ Ikarus nickte verstehend und ebenso wie die
beiden anderen tat er nun alles um sich zu erleichtern, denn
auch Luzifer und Ares verschmähten das Geschenk nicht. In den
drei kleinen Nebenhöhlen ging es einige Stunden lang recht wild
und heiß zu, dann waren alle drei fix und fertig, aber sehr
zufrieden. Andora hatte ebenfalls mit bekommen das Ikarus immer
nervöser wurde, doch ihr war auch klar warum er den Lockungen
der beiden Frauen nicht nach gab. So hatte sie ihnen jedem einen
Sukkubus geschickt. Das die Wasserelementarhöhle nun eine Etage
höher lag war ihr Werk. Wenn auch die Wasserelementare zu
Schabernack neigten so waren sie doch gutartig und die Höhle
sehr praktisch zum ausruhen. Als die drei anschließend die
kleinen Höhlen verließen, lächelte Ikarus schon wieder und als
Luzifer ihn ansah lachte er. „Na mein Freund ich hoffe es war
schön. Also ich für meinen Teil habe es mehr als genossen, die
Kleine die ich hatte ließ wirklich keine Wünsche offen. Ich
glaube ich sollte mir als Gefährtin so einen Sukkubus zu legen.
Immer willig und bereit und einiges drauf hatte sie auch.“
Ikarus grinste. „Nun ja, also ich habe es ebenso genossen,
allerdings an Andora reichte dieses Wesen nicht heran, da ist
mir meine kleine Frau doch lieber. Aber es hat Spaß gemacht und
mir geht es nun wesentlich besser.“ Man merkte auch sofort das
Ikarus zwar erschöpft war, aber das er sein Gleichgewicht wieder
gefunden hatte. Als allerdings Ari mit bekam was dort gelaufen
war, wurde sie leuchtend rot. Die beiden anderen Frauen waren
ein wenig enttäuscht, das Ikarus dem Sukkubus den Vorzug gegeben
hatte. Doch Ares erklärte ihnen wieso sie nicht darauf hoffen
konnten das Ikarus sich ihnen nähern würde. Minos war recht
ausgeglichen und Ikarus wunderte sich ein wenig, so trat er kurz
darauf zu dem Minotaurus und sah ihn an. „Sag mal hast du keine
Bedürfnisse in dieser Richtung?“ Minos lächelte, nickte aber
leicht. „Doch sicher, auch wenn ich ein halber Stier bin, bin
ich dennoch auch ein Kerl und will es ebenso. Allerdings bin ich
vorsichtig. Ich habe schon zu viele in meinen Armen sterben
sehen, als das ich mich leichtfertig mit einer Frau einlasse.
Doch warum hast du dir nicht eine von den beiden genommen, sie
scheinen doch recht willig zu sein.“ Ikarus nickte und sah zu
den beiden Frauen. „Das schon, doch zum einen, weiß ich das
Andora uns zu sieht und ich will nicht das sie sehen muss wie
ich mit einer anderen Frau schlafe und zum anderen, hier
funktionieren meine göttlichen Kräfte nicht, womit auch meine
Verhütung nicht klappen würde und es bestünde die Möglichkeit
das ich eine von ihnen schwängere. Also lass ich es lieber
ganz.“ Minos nickte verstehend.
Andora hattte für diese Zeit ihr
Fenster umgeschaltet und hatte auf die anderen geachtet. Sie
wollte nicht sehen was Ikarus dort nun trieb. Sie hatte sich
inzwischen auch wieder gefangen und bat Alandra zu sich. Diese
sah sie an. „Geht es dir gut?“ Andora nickte. „Ja mir geht es
gut...sag mir mal auf wie viel du eine Schwangerschaftszeit
verkürzen kannst.“ Alandra blickte sie fragend an, doch als
sonst nichts kam antworte sie sie ihr. „Es kommt darauf an. Ich
muss die Zeit so berechnen das das Kind auch normal aus wachsen
kann, man möchte ja kein Kind mit Missbildungen, nur weil man
die Zeit nicht abwarten kann. Also eventuell um die Hälfte, mehr
ist nicht drin. Du hättest also eine Tragezeit von circa
viereinhalb bis fünf Monaten, das käme auch auf das Kind an. Und
du beziehungsweise das Kind müsste sorgfältig überwacht werden.
Doch sag mir warum fragst du?“ Andora seufzte, sie stieg vom
Bett und trat zum Fenster um auf das Meer zu sehen. „Ich muss in
kürzester Zeit vier Kinder bekommen, doch habe ich keine Lust
dreieinhalb Jahre lang schwanger zu sein.“ Alandra nickte. „Also
vier Kinder, nun man könnte zweimal Zwillinge daraus machen, das
würde die Zeit noch mal verkürzen.“ Andora nickte, „Bei zwei
ginge es auch, aber bei den anderen beiden nicht.“ Sie drehte
sich um. Alandra blickte immer noch fragend. „Wer sind die
Väter?“ Andora lächelte. „Zum einen natürlich Ikarus und Ares,
die beiden könnte man eventuell als Zwillinge zur Welt kommen
lassen, doch bei den anderen beiden ist es unmöglich, denn eins
würde als Vater Ethan haben und das andere Luzifer.“ Alandra
verstand. „Stimmt, ein Kind des Erschaffers und eins des
Dämonenfürsten zur gleichen Zeit, ist wirklich unmöglich. Das
würde nur Probleme geben. Doch sag mir wozu vier Kinder und
wieso so kurz hintereinander?“ Andora setzte sich zu ihr und sah
sie an. Alandra sah den Schmerz in Andoras Augen, sie seufzte
leise. Andora suchte nach Worten, dann begann sie. „Weil diese
vier so unterschiedlich sie auch sein werden, einen Umbruch im
Universum herbei führen werden. Diese vier werden gemeinsam
aufwachsen, jeder wird vom anderen lernen. Luzifers Sohn wird
auch Luzifers Erbe sein, er wird später mal das dunkle Reich
übernehmen. Ethans Sohn, wird seinem Vater nach kommen und einen
Teil seiner Fähigkeiten haben.“ Bevor Andora weiter reden konnte
sah Alandra sie an. „Werden Ethan oder Luzifer uns denn
verlassen?“ Andora schüttelte den Kopf. „Nein das nicht, noch
nicht, aber die Erben müssen bereit stehen. Sie müssen Zeit
haben sich zu entwickeln. Ich kann es dir nicht erklären, ich
darf es auch nicht. Mein vordergründiges Problem ist, das alle
vier kurz nach einander kommen müssen, damit sie gemeinsam
aufwachsen können.“ Alandra verstand es zwar nicht nickte aber.
„Hat Aurian dafür die Kristallstadt gebaut? Denn das eine hängt
doch irgendwie mit dem anderen zusammen.“ Andora lächelte.
„Nicht Aurian hat die Stadt und das Höhlenlabyrinth gebaut,
sondern ich. Ich habe dafür über fünfzehn Jahre gebraucht.“
Jetzt sah Alandra sie sprachlos an, dann kam leise. „Du? Du
warst es?“ Andora nickte leicht. „Ja, ursprünglich kam mir nur
eine Idee und ich begann sie zu bauen, ich weiß nicht mehr
wieso. Doch je weiter der Bau voran schritt um so klarer wurde
mir das es mit meiner ursprünglichen Idee nichts mehr zu tun
hatte. Ich glaube sogar das ich gezielt ohne es zu wissen die
einzige Welt dafür ausgesucht habe, deren Menschen so ganz
anders sind als auf allen anderen Welten. Dann baute ich das
Höhlenlabyrinth und erstellte die Statuen aller Götter.“ Alandra
sah sie an. „Wozu...was kommt auf uns zu?“ Andora sah sie an.
„Eine Bedrohung die wir nur bekämpfen können, wenn alle bereit
sind.“ Alandra verstand kein Wort, so versuchte Andora es zu
erklären. „Hast du schon mal von Paralleluniversen gehört? Als
das Universum entstand, entstand es nicht nur hier sondern es
gibt parallele Universen. Du musst es dir wie eine mehrstöckige
Torte vorstellen. Ganz oben ist unsere und darunter liegen noch
einige andere Schichten, das sind die Paralleluniversen. In der
Regel sind sie von einander getrennt und nichts kann daran etwas
ändern. Und doch wird es in ungefähr hundert Jahren dazu kommen
das wir mit einem dieser Parallelen Universen kollidieren, dann
wird ein Riss entstehen. In diesem Universum wird es uns
ebenfalls geben, doch es kann ganz anders sein, ich könnte zum
Beispiel die Fürstin der Finsternis sein und statt Ikarus
Luzifer gewählt haben. Oder Aurian ist dort noch an der Macht
und ich bin nur ein kleines Licht. Ich weiß es nicht. Allerdings
eins weiß ich, das der Riss kommen wird und aus diesem Universum
die Hölle auf uns herein brechen wird. Dann müssen wir bereit
stehen. Ethan braucht diesen Sohn, denn nur er und sein Sohn
werden den Riss schließen können.....allerdings.“ Jetzt weinte
Andora und Alandra nahm sie in ihre Arme. „Was allerdings?“
Andora sah sie an. „Es wird Opfer geben...ich bekomme Kinder die
das möglicherweise nicht überleben.“ Alandra begriff...sie sah
Andora an. „Was ist die unbekannte Größe? Es gibt immer eine
unbekannte Größe. Ein Zünglein an der Waage die das Schicksal
ändern kann.“ Andora sah Alandra nur an....dann begriff Alandra
und klatschte sich vor den Kopf. „Ja...jetzt verstehe ich...die
vier Kinder. Vier Väter und vier Kinder, sie sind wirklich sehr
verschieden, wachsen aber gemeinsam auf und werden so zu einer
Einheit...zu einer Größe, mit der niemand rechnen konnte, weil
es nie feststand das du dich darauf einlassen würdest.“ Andora
nickte. „Ethans Sohn von mir geboren...Luzifers Sohn ebenfalls
die gleiche Mutter...und schlussendlich Ikarus Sohn und Ares
Tochter.....verstehst du? Diese Kinder werden das Bollwerk sein.
Und die Kristallstadt unsere Bastion. Wir werden für eine Weile
unsere Welt verlassen müssen und uns dort hin zurück ziehen. Die
Welt auf der sie steht, die Menschen die dort leben, erstrahlen
in hellem Licht.“ Alandra nickte und dachte nach. „Kinder die
eigentlich noch gar nicht geboren werden sollten oder mit denen
man nie gerechnet hatte.“ Sie sah Andora an: „Wenn Leander und
ich nun ein außerplanmäßiges Kind bekommen würden, als Beispiel,
würde das zu der unbekannten Größe dazu kommen oder nicht?“
Andora lächelte. „Ihr habt bereits eine unbekannte Größe, ihr
habt bereits ein außerplanmäßiges Kind.“ Alandra sah sie an.
„Raistlin?“ Andora nickte. Alandra erhob sich und ging auf und
ab, sie sah Andora immer mal kurz an, dann kam ihr eine Idee.
„Dein Problem ist die Zeit richtig? Wie lange werden deine
beiden Helden noch in der Höhle stecken? Weil die Zeit könnte
man nutzen, in dem du eventuell schon mal Ethans Kind empfängst
und austrägst.“ Andora schmunzelte. „Die beiden werden noch
ungefähr zwei Wochen weg sein, nicht länger. Diese Zeit reicht
nicht um ein Kind aus zu tragen, du hast es eben selber gesagt,
es müssen mindestens viereinhalb Monate sein.“ Alandra nickte.
„Richtig, aber nicht wenn Kronos dir hilft und für dich die Zeit
beschleunigt. Er könnte dich in eine Zeitblase stecken und nur
für dich die Zeit in dieser Blase beschleunigen, ich würde dich
natürlich begleiten um ein Auge auf das Kind zu haben. Na was
sagst du?“ Andora schüttelte den Kopf. „Die Idee an sich ist
gut, doch leider geht das nicht, ich muss anwesend sein, ich
muss die Expedition überwachen. Es geht nicht.“ Alandra dachte
weiter nach. „Kannst du Kronos erlauben dein Schlafzimmer zu
betreten, ich bat ihn her zu kommen, doch dein Zauber sperrt ihn
aus.“ Andora nickte und Kronos erschien. Er sah Andora an.
„Alandra hat mir bereits das Problem erklärt, also es gäbe eine
Möglichkeit. Sie kann die natürliche Zeitspanne der
Schwangerschaft verkürzen, und doch ist die Zeit noch zu lang,
aber ich habe die Lösung, du hast nur zwei Wochen Zeit? In
Ordnung, ich werde nicht dich in eine Zeitblase stecken, sondern
das ungeborene Kind. Die Zeitblase wird deine Gebärmutter
umspannen und so das Kind darin einschließen. Dann werde ich die
Zeit beschleunigen, allerdings wird Alandra deinen Körper
überwachen müssen, dein Bauch wird nämlich in Rekordschnelle
wachsen.“ Während sich in Andoras Schlafzimmer die drei
berieten, da auch den anderen nicht verborgen geblieben war, das
zuerst Alandra und dann Kronos gerufen worden war, standen die
vor der Türe und diskutierten was dort drin vor sich ging. Apoll
sah Ethan an. „Andora ist innerlich vollkommen in Aufruhr.
Irgendwas gewaltiges liegt in der Luft. Ich spüre ihre Gefühle.“
Andora sah Kronos an und nickte.
„In Ordnung das ginge, das werde ich schon schaffen.“ Dann
blickte sie beide an. „Es ist wohl unnötig zu sagen das ihr
schweigen müsst über das was ihr inzwischen wisst. Bis es soweit
ist sind noch circa hundert Jahre, diese Zeit müssen wir nutzen
um alles vor zu bereiten.“ Kronos sah sie an. „Du bist dir
sicher das es kommen wird?“ Andora nickte. „Ja sogar ganz
sicher. Bereitet euch auch darauf vor, das eure Vorgänger,
beziehungsweise die alten Götter inklusive Aurian und Myrion
ebenso kommen werden um uns zu unterstützen. Wir brauchen alles
was wir haben.“ Kronos pfiff leise durch die Zähne. „Oha... also
wenn das so ist...dann ist es wirklich schlimm.“ Andora nickte.
„Wir werden auch die Drachen und die hier lebenden Sterblichen
evakuieren müssen, denn ihr erstes Angriffsziel, wird unsere
Welt sein.“ Alandra nahm Andora in den Arm. „Und das Wissen hast
du jahrelang alleine mit dir herum geschleppt? Liebes das
hättest du nicht gemusst.“
Unterdessen war die
Expeditionsgruppe nach einer Übernachtung, weiter gegangen und
hatten in der Mitte des Höhlensystems eine Treppe nach unten
gefunden. Ikarus schnaufte. „Also jetzt wird es wirklich
merkwürdig, ich weiß das in der unteren Etage in der Mitte keine
Treppe war, dort war die Kristall Höhle aber sicherlich keine
Treppe.“ Ares und Luzifer sahen hinab und Ares schmunzelte.
„Dich wundert tatsächlich hier noch was? Du weißt ebenso wie ich
das einem bei Aurian nichts wundern darf, also ich würde
vorschlagen, gehen wir hinunter und sehen was man dort für uns
auf Lager hat.“ Ikarus knurrte. „Ich habe das Gefühl wir machen
einen Schritt nach vorne und zwei zurück. Verdammt langsam
reicht es wirklich. Wir müssen nach oben und nicht nach unten.
Aber gut es bleibt uns eh nichts anderes übrig also gehen wir
nach sehen.“ So waren sie nach wenigen Minuten wieder in der
unteren Etage und Ikarus rechnete schon damit das die Treppe
verschwinden würde, doch das tat sie nicht. Allerdings sahen sie
von hier aber auch keine Abzweigungen oder ähnliches, der Gang
schien nur geradeaus zu gehen, so folgten sie dem Gang. Je
weiter sie folgten um so heißer wurde es, so das die Männer
denen nach einiger Zeit das Hemd auf dem Körper klebte, das
kurzerhand aus zogen. Ikarus meinte dann leise. „Ich ahne wir
nähern uns dem Feuer, das man uns bereits angekündigt hatte. So
heiß wie es hier ist.“ Und tatsächlich, vor ihnen tat sich in
einer Höhle ein großer Lavasee auf, aus dem immer mal kleine
Feuerelementare aufstiegen. Sie griffen nicht an und erst als
Ikarus näher an die Brücke trat die über den See ging kamen sie
näher um ihn an zu greifen. Er sprang sofort zurück und die
Elementare schwebten zurück zum See. Der Professor holte die
Schriftrolle heraus. „Ich glaube nun ist es an der Zeit die
Wasserelementare zu rufen, ich denke sie werden uns hier helfen
können.“ Er reichte Luzifer die Schriftrolle, der entrollte sie
und las den Zauber vor. Kurz darauf tauchten die
Wasserelementare auf und sahen das Feuer. Einer der Elementare
sah Ikarus an. „Wir werden sie löschen und ihr solltet in dieser
Zeit schnell hinüber laufen.“ Also rannte man los als die
Wasserelementare die Feuerelementare angriffen. Nun leider
gingen dabei nicht nur die Feuerelementare drauf sondern auch
die Wassserelementare, denn sie verdampften. Doch die Zeit
reichte das alle Teilnehmer der Expedition drüben ankamen und
dort schnell durch die Türe verschwanden die es dort gab um dort
von Luftelementaren umschwebt zu werden die immer leise riefen ,
„Wir haben das Lied vergessen, wir haben das Lied vergessen.“
Und dann diese merkwürdigen kristallinen Glockenblumen
anbliesen. Ari musste sich jedes mal die Ohren zu halten. „Das
ist ja furchtbar. Diese Missklänge.“ Die anderen sahen sich
derweil in der Höhle um und fanden so auch einige Noten und
einen passenden Text die sich auf den Wänden befanden.. Als
alles abgeschrieben worden war, reichte man das Ari mit den
Worten. „Versuch das mal.“ Ari nickte und begann zu singen. Ihre
Stimme war glockenklar und als sie sang begannen die Blumen zu
schwingen und gaben die Hintergrundmelodie ab. Die
Luftelementare fielen leise in den Gesang mit ein und tanzten
dazu. Sie freuten sich das nun alles wieder stimmte. Ikarus war
aufgefallen das in der Lavahöhle eine Statue von Drake gestanden
hatte und hier eine von Aires stand. Er machte Ares und Luzifer
darauf aufmerksam, diese nickten. Als Ari ihr Lied beendet
hatte, spielten die Blumen das Lied weiter, eines der
Luftelementare kam auf sie zu. „Danke, danke. Du hast uns sehr
geholfen. Nun dürfen wir euch auch weiter gehen lassen. Wenn ihr
diesem Gang folgt,“ Dabei deutete es auf einen Gang der gerade
im hinteren Teil der Höhle erschienen war. „kommt ihr an eine
Treppe, die müsst ihr hinauf gehen, dann auch die Treppe die ihr
dann seht, geht keinen Gang mehr ab sondern folgt dem was ich
euch sage. Tut ihr es nicht, werdet ihr in den Irrungen des
Labyrinths verschwinden und nicht wieder hinaus finden. Auf der
nächsten Etage werdet ihr auch die finden die ihr vermisst.“
Dann deutete es auf eine kleine kristalline Glockenblume. „Die
ist für dich, nimm sie, sie ist ein Geschenk von uns an dich.
Wenn es soweit ist, wirst du wissen wozu du sie brauchst.“ Ari
bedankte sich freundlich und nahm die kristalline Glockenblume
an sich. Dann ging man weiter und wie das Luftelementar gesagt
hatte kamen sie an eine Treppe die nach oben führte. Oben
angekommen gab es dort auch noch eine zweite Treppe die weiter
nach oben ging. Ikarus sah sich um, doch Ari sah ihn an. „Nein,
denk dran was es gesagt hat, nicht hier herum suchen, sondern
weiter hinauf gehen. Sagtest du nicht eben selber das wir nach
oben müssen?“ Ikarus schmunzelte und nickte. „Also gut Leute,
weiter hinauf, wir kommen dem Ende näher.“

 
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