Kapitel 4: Zwei Ringe

Der Raum war ebenso edel
eingerichtet wie der den sie mit dem Rosenduft entdeckt hatten,
doch dieser hier schien eher der Hohepriesterin gehört zu haben.
Der Raum war sehr groß und mit einigen Paravounts unterteilt.
Auf einer Wand stand ein großes Doppelbett mit edlen Stoffen
bezogen, auf einer anderen Seite sah man einen Kamin, obwohl
nicht ersichtlich war wohin der Rauch abzog, doch gingen Iron
und Nara davon aus das dies wohl mit Magie geregelt worden war,
da oben ja kein Kamin aus der Erde kam. Um den Kamin verteilt
standen einige ebenso edel bezogene Sessel, wo hier und da auch
ein kleiner Tisch dabei stand. Nara zählte die Sessel und kam
auf die Zahl die es auch an Wohnräumen gab. „Ich glaube hier
haben sie sich immer getroffen, Priester als auch
Priesterinnen.“ Auf dem Boden lagen kostbare Teppiche, die in
einer Art gearbeitet waren die man heute gar nicht mehr kannte,
ebenso wie dort auch Webrahmen standen als auch Geräte an denen
man Teppiche knüpfen konnte. Auf einem Webrahmen war noch ein
fast fertiges Tuch eingespannt. Nara sah sich genauer um und
fand auf dem Nachttisch ein Tagebuch und schlug es auf. Auch
Iron schaute sich jetzt genauer um und fand ein weiteres
Badezimmer, das ebenso luxuriös war wie das erste. Sie hatten
beide das Gefühl irgendwie in die Privatsphäre von jemandem ein
zu dringen . Dann rief Nara: „Iron schau mal hier die letzten
Seiten, der Tempel wurde überfallen, deswegen gab man ihn auf.
Dann las Nara vor:
Im Jahre der Herrin, der 17
septembre 1401
Nun sind wir dran, wir sind schon
der fünfte Tempel denn man zerstört, wir hörten sie oben wüten.
Der Mob sucht nach den geheimen Räumen. Ich bin froh das wir sie
hier unten haben. Ich habe meine Mädchen in den Muttertempel
geschickt ebenso wie unsere Männer und Kinder. Wir sind selbst
nach langer Forschung nicht dahinter gekommen, warum man uns
jagt und die Herrin so missachtet. Bei der letzten Anrufung
teilte uns die Herrin mit das es so sein müsste, das die
Inkarnation des Schicksals es vorausgesehen hatte. Doch leider
sagte sie uns nicht wieso man ihre Tempel zerstört, wieso man
alles fast dem Boden gleich macht. Ihre Worte klingen mir noch
im Ohr: „Der Glaube an mich wird wieder aufflammen, wenn ihr es
auch nicht mehr erleben werdet, aber es muss geschehen was
geschehen muss.“ Nun wenn sie es sagt, wir können nur eins tun,
ihr gehorchen. Ich werde nun noch mal einen Rundgang machen und
sehen ob wirklich alle weg sind und ihnen dann folgen.
Wir haben alles so hergerichtet
wie die Herrin es angeordnet hat. Ich will nur hoffen das sie
recht hat. Doch nun wird es auch für mich Zeit, ich habe noch
mal nachgesehen und es sind alle fort. Zumindest sind sie in
Sicherheit, das ist die Hauptsache. Ich höre den Mob, da sie
bisher nicht von IHR bestraft wurden für ihre Frevel glauben sie
das die Herrin tot ist, das es die Götter nicht mehr gibt. Doch
das ist nicht wahr. Sie wird es noch geben, wenn wir schon alle
zu Staub geworden sind. Ich würde es gerne mit erleben, wie sich
der Glaube an sie erneuern wird. Was nun die Artefakte die wir
herstellen mussten damit zu tun haben weiß ich nicht. Doch haben
wir einen Teil des Buch des Wissens aufbewahrt. Ich bete zu ihr
das sie mir Langlebigkeit verleiht. Zu gerne würde ich es noch
erleben. Die restlichen Tempel wurden einfach verlassen, dort
wartete man nicht so lange bis der Mob kommen würde. Wir werden
uns nun alle im Mutterhaus treffen. Wir, unsere Männer und
Kinder. Doch nun muss ich fort. Und werde dem neu gegründeten
großen Rat beitreten, wie sie es befohlen hat.
Donna
ehemalige Hohepriesterin des
westlichen Tempels der Herrin des Lichts.
Nara legte das Buch wieder dort
hin wo sie es fort genommen hatte und sah Iron an, er nickte:
„Deswegen also und im laufe der Zeit vergaß man die Götter
beziehungsweise übernahm die Behauptung das sie tot wären. Was
es auslöste, und diesen Hass entfachte werden wir wohl heute
kaum noch heraus finden können. Obwohl ich es schon gerne
erfahren würde, was sie damals dazu veranlasst hatte.“ Nara
nickte: „Und mich würde interessieren was aus dieser Donna
geworden ist und was vor allem der große Rat sein soll. Und es
war wohl falsch das wir glaubten es sei eine Göttin der Liebe,
Donna nannte das hier einen Tempel der Herrin des Lichts. Und
ich frage mich was eine Inkarnation ist, denn hier war von der
Inkarnation des Schicksals die Rede. Also gibt es das Schicksal
wirklich und wir folgen scheinbar alle einem vorbestimmten Weg.“
Iron sah sie an: „Warte einen Moment ich hatte da eben ein Buch
gesehen, in dem von der Herrin des Lichts die Rede war,
vielleicht gibt uns das Aufschluss.“ Dann lief er um das Buch zu
holen und war einen Moment später wieder zurück. „Schau hier,
ich wusste doch das ich da was gelesen hatte, ich konnte es nur
nicht zu ordnen. Vor allem hatte ich das Buch recht schnell
wieder weg gelegt weil ich dachte es wäre nur eine Geschichte.
Aber wie dem auch sei, schau hier, dort steht, das die Herrin
des Lichts, die höchste Gottheit und ihr fast nichts unmöglich
ist. Das alle anderen Götter ihr unterstehen. Mehr oder weniger.
Weiter geht es mit, das sie immer begleitet wird von ihren
beiden Gefährten, wobei sie mit dem einen verheiratet ist und
der andere ihr Liebhaber sein soll.“ Iron sah Nara an: „Ich
denke das ist sie, das ist die Göttin in deren Tempel wir uns
gerade befinden. Das würde auch zu dem passen was wir eben im
Spiegel sahen.“ Nara nickte und sah ihn an. „Die Herrin des
Lichts also, so heißt sie.“ Iron sah sie fragend an: „Was ist
los, du scheinst nachdenklich.“ Nara druckste einen Moment
herum: „Nun ja wir sind Archäologen, sollten wir da nicht
normalerweise unsere Funde den Behörden mitteilen oder
irgendeinem Museum? Und vor allem diese Erkenntnisse? Die ganzen
Bücher,“ dabei deutete sie auf das Buch das Iron in Händen
hielt, „sie enthalten altes Wissen, und sollte man den Menschen
nicht mitteilen wie falsch sie liegen wenn sie denken das es die
Götter nicht mehr gibt?“ Iron sah sie nun an als ob sie nicht
mehr alle Tassen im Schrank hätte. „Klar und was geschieht dann
mit diesen Orten? Oder was geschieht mit den Artefakten, du hast
sie doch gehört. Wenn sie in falsche Hände geraten, ist das
nicht gut. Nein ich denke das sollten wir nicht tun. Wir sollten
es so lassen wie es war, eine persönliche Odyssee nur für uns.
Und was wir später mit den Artefakten machen, können wir
überlegen wenn wir sie alle gefunden haben. Ich möchte auch
nicht in die Welt der Götter, was sollten wir dort? Doch ich
würde die Artefakte gerne finden, ohne das man uns laufend auf
den Fersen ist und das würde man sein, würde es auch nur bekannt
werden das wir Wissen besitzen das sonst keiner hat. Wenn wir
hier auch nur ein Buch entwenden und es den Museen geben, wird
man wissen wollen woher wir es haben und wir müssten alles offen
legen, bis hin zum Muttertempel. Und dein Vater hätte sein Leben
lang umsonst gesucht.“ Das verstand nun auch Nara und sie nickte
abermals. „Du hast ja recht, doch blutet mein Herz wenn ich sehe
wie man die Götter verleugnet, wo wir doch nun wissen das es sie
gibt.“ Er sah sie betrachtend an: „Kleines du klingst wie diese
Donna. Ich denke so in etwa wird sie auch gedacht haben. Doch
davon dürfen wir uns nicht beirren lassen. Sicher wir wissen nun
mehr als andere. Doch laut ihrem Tagebuch wusste man schon
vorher was geschehen würde. Also lass uns einfach den Weg weiter
folgen den wir einmal beschritten haben. Und vor allem sollten
wir Spass haben und uns nicht von solchen Gedanken belasten
lassen. Wir sind freie unabhängige Altertumsforscher und das
will ich auch noch eine Weile bleiben.“ Nara gab ihm Recht.
„Dann lass uns mal sehen was wir hinter den anderen beiden Türen
noch finden.“ Er sah sie kurz an, drückte sie noch mal an sich
und nickte: „Na dann komm, sehen wir nach, welche Geheimnisse
der Tempel noch für uns hat, vor allem scheint hier irgendwo
auch ein Teil des Buchs des Wissens verborgen zu sein.“ Dann
lies er sie los und ging zur Türe, Nara folgte ihm lächelnd. Das
Buch legte er auf ein Tischchen bevor sie den Raum verließen und
schritt anschließend auf die nächste Türe zu. Als auch Nara bei
ihm angekommen war drückte er vorsichtig die Klinke runter und
sah hinein. Hier befand sich ein riesiger Schlafsaal in dem auch
Kinderbetten standen. Der Ausstattung zufolge waren wohl hier
die Novizinnen als auch die Kinder untergebracht gewesen. Nara
zählte zwölf normal große Betten und vier Kinderbetten. Von
diesem Raum ging noch mal eine Türe ab, so durchschritten sie
den Saal und öffnete nun diese Türe. Der Raum dahinter hatte
einen markanten und männlichen Geruch an sich auch hier standen
einige normal grosse Betten. Es war wohl das Schlafgemach der
Männer gewesen. Doch auch hier war nichts großartiges zu finden,
also verließen sie diese Schlafräume wieder und wendeten sich
nun der letzten Türe des Ganges zu. Doch als sie diese öffnete
staunten sie nicht schlecht. Überall standen Kisten herum die
mit Gold und Edelsteinen gefüllt waren, sie standen wohl in der
Schatzkammer. Auch hier gingen noch mal rechts und links je eine
Türe ab. Sie sahen sich aber erst mal den Schatz an und Nara
staunte nicht schlecht. „Also arm war der Tempel nicht. Wundert
mich das sie alles zurück gelassen haben.“ Iron nickte: „Ich
nehme an das es die Opfergaben waren, die der Tempel von den
Hilfesuchenden bekamen. Denn wir wissen ja nun das jeder
Suchende erst mal in den Tempel kommen und seine Bitte an die
Göttin hier stellen musste. Die Hohepriesterin entschied ja dann
ob man die Anrufung machen sollte oder nicht. Denn ich könnte
mir vorstellen das die Herrin des Lichts reichlich zu tun
hatte.“ Nara nickte, doch man fasste nichts an, die beiden waren
nicht an dem Schatz interessiert. Also öffneten sie nun die Türe
zu linken und fanden dort den Portalraum, denn auch hier war
eine Rune auf dem Boden aufgezeichnet, doch schien sie inaktiv
zu sein, denn es rührte sich nichts, auch nicht als sie die Rune
betraten. Zudem sah sie anders aus als die Rune die sie am
Körper trugen. So sahen sie sich den Raum mal genauer an. Und
dann fanden sie an einer Wand einige unterschiedliche Runen
hinter denen je ein Name stand. Mal Tempel des Ostens, dann
Muttertempel und noch andere. Nara betrachtete sie aufmerksam.
„Man muss hier wohl erst mal eingeben wohin man möchte, und dann
wird die Rune auf dem Boden wohl aktiviert. Und hier hinter
einer der Rune steht gar nichts, ich denke mal das ist die, die
dann nach draußen führt, also aufwärts.“ Iron stand neben ihr,
einen Arm um ihre Schulter gelegt und sah sich ebenfalls die
Runen an. Er nickte: „Ja da könntest du recht haben. Also hätten
wir keine Sorge haben müssen, wir wären also nicht einfach
hinaus teleportiert worden.“ Nara grinste: „Das wussten wir aber
vorher nicht. Also lieber auf alles vorbereitet sein, wir sind
ja schon recht unbedacht hier herein gestolpert.“ Nun musste
auch Iron lachen. „So könnte man es auch nennen. Nun sehen wir
uns noch den letzten Raum an, dann sollten wir uns schlafen
legen und morgen dann mal überlegen wohin wir als nächstes
wollen.“ Nara war damit einverstanden, also gingen sie nun zu
der letzten Türe und öffneten sie. Dort fanden sie einige runde
Säulen vor, auf denen anscheinend normalerweise etwas gelegen
hatte. Doch nun waren sie bis auf eine leer. Als sie näher
traten sahen sie das es die Hälfte eines Buches war, es
flimmerte sachte. Iron sah es sich nachdenklich an. Dann blickte
er Nara an: „Mir kommt da eine Idee. Sagte die Herrin nicht das
die Heiligtümer geschützt sind und das hier niemand was
entwenden könnte? Was wäre wenn wir alles was wir finden hier
herbringen und das Buch zwar lesen doch es hier lassen. So kann
man uns nichts weg nehmen und die Artefakte wären geschützt.
Zudem scheint es hier doch recht gemütlich zu sein und wenn wir
mit den Teleportationsräumen hin und her reisen können, müssten
wir auch nichts offen mit uns herum schleppen sondern könnten es
leicht hier her bringen. Was ich meine ist, das wir hier unser
Hauptquartier aufschlagen könnten und von hier aus in die
anderen Tempel reisen und wieder zurück kommen.“ Nara verstand
was er meinte: „Das ist keine schlechte Idee und wenn wir einen
Tempel finden der uns besser zusagt, könnten wir ebenso dort
unser Lager aufschlagen, also ich finde die Idee sehr gut.“
nachdem sie sich einig geworden waren über die zukünftige
Vorgehensweise, nahmen sie vorsichtig das Buchteil von seinem
Sockel und setzten sich auf den Boden um es auf zu schlagen und
darin zu lesen. Das erste Kapitel handelte von der Rune der
Macht und erklärte was damit alles möglich wäre. Nun wurde ihnen
auch erklärt wie sie die Rune benutzen konnten ohne eine
Gegenrune die man berühren oder anfassen musste. Sondern wie man
die Rune am Körper alleine nutzen könnte und zu was sie alles
fähig war. Auch riet das Buch, die Rune über tätowieren zu
lassen, damit man sie nicht mehr als Rune erkennen könnte, denn
sie würde einmal aktiviert dadurch nicht ihre Kraft verlieren.
Die beiden nahmen sich vor dem Rat des Buches zu folgen und es
so zu halten. Dann lasen sie über die Teleportationsräume und
wie man sie benutzen konnte. Doch das hatten sie ja teilweise
schon selber heraus gefunden. Es wurde ihnen erklärt das auch in
den Tempeln oberirdisch Teleportationsrunen auf dem Boden zu
finden waren, das diese sie aber lediglich in die Heiligtümer
bringen würden und automatisch aktiviert werden würden, wenn man
sich mit der aktivierten Rune am Körper darauf stellen würde.
Und das Buch wies noch mal darauf hin, das es nur einem Paar
gestattet und möglich war die Heiligtümer auf zu suchen. Im
nächsten Kapitel lasen sie über die beiden Löwen und wie man sie
einsetzen konnte, als auch den Spruch mit dem man die Löwen und
ihre Kraft nutzen konnte. Dann lasen sie etwas über das Zepter
des Lichts und das es der mächtigste Gegenstand war, weil dieser
von der Herrin selber hergestellt worden war. Das Zepter des
Lichts musste man auch aktivieren damit es seine ganze Kraft und
Macht entfalten würde. Das Zepter alleine würde wenn man Glück
hatte die Göttin höchst persönlich herbei rufen können. Der
Spruch um es zu nutzen stand dabei, das heißt zur Hälfte, denn
hier war das Buch zu ende, die andere Hälfte fehlte noch. Nara
und Iron prägten sich die Sprüche die sie brauchen würden und
hier schon mal erklärt wurden, genau ein. Dann erhoben sie sich
und legten die Buchhälfte wieder auf ihren Platz. Iron sah Nara
an: „Ich würde vorschlagen, das unser nächstes Ziel sein sollte
die andere Hälfte des Buches zu finden. Das heißt erst mal
suchen wir einen Tätowierer der unsere Runen über tätowiert und
dann suchen wir den nächsten Tempel auf.“ Nara war damit
einverstanden, also verließen sie den Geheimgang und schlossen
ihn in dem sie das Buch das Nara heraus gezogen hatte, wieder an
seinen Platz schoben, doch testeten sie ob sie damit den Gang
noch mal öffnen konnten, als das klappte waren sie zufrieden.
Dann wollten sie sich zum essen nieder setzen als Irons Blick
auf den Altar fiel. „Schau mal die Steine sind fort und
stattdessen liegen dort zwei Ringe.“ Sie betrachteten die beiden
Ringe, sie waren merkwürdig hergestellt worden, die Ringe waren
nicht massiv sondern es sah eher so aus als wären dort zwei
Blumenranken miteinander verschlungen worden. Nara griff zu dem
kleineren Ring und sah Iron an: „Ob die für uns sind?“ Iron
zuckte die Schulter und griff nach dem größeren Ring.: „Keine
Ahnung, doch möglich wäre es schon.“ Sie sahen hoch wo das
Gesicht erschienen war. Und Nara fragte: „Sind die für uns?“
Natürlich bekamen sie keine Antwort, also steckten sie die Ringe
einfach mal an. Und sie passten wie angegossen, da sonst nichts
geschah, ließen sie sie an ihren Fingern. Dann setzten sie sich
zum essen nieder und unterhielten sich noch über das was sie an
diesem Tag alles erfahren hatten. Später dann gingen sie
schlafen und da der Tag schon recht anstrengend gewesen war, war
auch Iron froh schlafen zu können, doch hielt er Nara in seinen
Armen, er hatte nicht vor sie je wieder los zu lassen.
Am nächsten Morgen, nach einer
angenehmen Dusche und einem reichhaltigen Frühstück wollten sie
erst mal zu ihrem Lager und dort alles einpacken. So betraten
sie kurz darauf den Teleportationsraum und wie vermutete
landeten sie als die Rune aktiviert wurde oben in der Nähe ihres
Lagers, doch mussten sie erschrocken feststellen das man es
komplett durchwühlt hatte. Iron sah sich aufmerksam um. Doch es
war niemand zu entdecken. Nara fluchte leise: „Man hat aber auch
nichts ganz gelassen, verdammt wer war das denn nur?“ Iron half
ihr beim sortieren, doch war seine Aufmerksamkeit getrübt da er
immer noch nach denen Ausschau hielt die das Lager verwüstet
hatten, er ging davon aus das sie nicht so schnell aufgeben
würden. Als aber nichts weiter geschah, rief er ein Taxi und wie
es der Zufall wollte war es wieder der gleiche der beide schon
hin gefahren hatte. Sie ließen sich in die nahe Stadt bringen
und suchten dort einen Tätowierer auf, der die Rune nun
kunstgerecht unter einer anderen Tätowierung verbarg. Doch als
sie den Laden verließen, musste Iron wieder mal zeigen welche
Kampfkraft in ihm steckte, denn sie wurden abermals überfallen.
Doch inzwischen war Iron auch recht wütend geworden. Und so
wirbelte er zwischen den Angreifern umher. Es dauerte eine Zeit,
doch dann hatte er sie doch bezwungen, allerdings derjenige der
sich an Nara vergreifen wollte bekam noch einen extra auf die
Nase und Iron fauchte: “Niemand fasst meine Liebste an, ist das
klar?“ Dann rief er abermals die Polizei um die Angreifer den
Behörden zu übergeben, doch diesmal durchsuchte er sie vorher um
vielleicht einen Anhaltspunkt zu finden, wer ihr Auftraggeber
war. Nara sah ihn bewundernd an, so etwas hatte sie noch nie
gesehen, das jemand so schnell sein konnte und mit welcher Kraft
er die Angreifer überwältigt hatte. Doch Iron fand nichts, außer
einem kleinen Zettel mit einer Telefonnummer. Er nahm sich vor,
wenn sie im Hotel wären dort mal an zu rufen und zu sehen wer
sich am anderen Ende melden würde. Als die Polizei eintraf,
sahen diese die beiden doch verwundert an: „Was denn, schon
wieder überfallen worden?“ Iron zuckte mit der Schulter und
nickte: „Ich verstehe das auch nicht, wir wollten lediglich den
alten Tempel besichtigen und als wir nun zurück kamen, aber sie
sehen ja selber.“ Die Beamten nickten und packten die Ganoven in
ihr Auto. Anschließend fuhren Nara und Iron in ihr Hotel, dort
rief Iron dann die Telefonnummer an die auf dem Zettel stand.
Und als der Teilnehmer am anderen Ende ab nahm, kam als erstes
die Frage“ Und habt ihr die beiden? Haben sie schon was
gefunden?“ Iron runzelte die Stirn: „Nein sie haben uns nicht
und gefunden haben wir ebenso noch nichts, doch wer ist denn
da?“ Dann hörte er wie am anderen Ende geflucht und aufgelegt
wurde. Er sah Nara an: „Also da will wohl jemand ebenso die
Artefakte haben wie es scheint und dieser jemand hofft wohl das
wir wissen wo man sie finden kann. Die Kerle eben sollten uns
wohl gefangen nehmen, doch da haben sie bei mir aber Pech
gehabt.“ Nara sah ihn an: „Doch wieso sucht man ausgerechnet
uns? Ich meine wir sind doch nicht die einzigen die auf den
Spuren der alten Götter wandeln. Ich weiß alleine schon von zwei
alten Archäologen die ebenfalls seit Ewigkeiten die alten Tempel
besuchen, ebenso wie es mein Vater getan hat. In der Hoffnung
vielleicht doch irgendwo noch mal etwas zu finden was noch
keiner entdeckt hat.“ Nun sah Iron sie sprachlos an, denn ihm
war ein Gedanke gekommen: „Nehmen wir mal an, das die Suchenden
ebenfalls noch an die alten Götter glauben und mein Vater ist
verschwunden. Vielleicht nehmen sie an, er hat die Artefakte
gefunden und ist nun in der Welt der Götter. Denn ich gehe mal
davon aus das es in Fachkreisen sicherlich bekannt sein dürfte.
Denn ebenso wie du wissen es sicher auch andere. In dem Fall
wäre es nahe liegend das man uns auflauert, denn schließlich
geht man dann davon aus das wir gewisse Aufzeichnungen haben an
die man hofft dran zu kommen.“ das leuchtete auch Nara ein: „Wir
sollten vorsichtiger sein, wenn es so ist wie du sagst. Aber nun
ja bis in die Tempel also die Heiligtümer können sie uns ja
nicht folgen. Und wenn wir mal gelernt haben wie wir mit den
Teleportationsrunen umgehen müssen dürfte es ihnen schwer fallen
uns zu folgen.“ Das stimmte nun auch wieder, dennoch hatte Iron
vor weiterhin wachsam zu sein. Da sie nicht vorhatten das man
ihnen auf die Schliche kam, das sie eventuell auch anders von
einem Tempel zum anderen reisen konnten, buchten sie für den
Nachmittag noch einen Flug der sie zum nächsten Tempel bringen
sollte, in dem sie an nahmen die andere Hälfte des Buches zu
finden sei. Dieser war wie sie wussten noch recht gut erhalten
und noch keine Ruine. Und vor allem war hier die Tempelanlage
oberirdisch und lag an einem Gebirgshang. Sie waren schon ganz
aufgeregt was sie wohl dort erwarten würde. Und am Nachmittag
sollte es los gehen.


Kapitel 5: Die Macht der Ringe

Am späten Nachmittag standen
sie dann auch vor dem nächsten Tempel, bisher waren sie seit dem
letzten Überfall nicht mehr belästigt worden, was aber nichts
heißen musste. Der Tempel war noch relativ gut erhalten und als
sie ihn betraten sahen sie geradeaus auch den Altar. Es standen
zwar noch die beiden Löwen rechts und links neben dem Altar aber
die Statuen der beiden Krieger als auch die der Herrin waren
zerstört worden. Deren Überreste lagen überall verstreut auf dem
Boden. Allerdings sahen sie nun die Runen direkt an den Wänden,
sie brauchten dazu kein Licht. Ebenso wie sie vor dem Altar wo
eigentlich die Bank sein müsste auf die sich die Hohepriesterin
gekniet hatte, eine Teleportationsrune vor fanden. Nara und Iron
sahen sich genau um, sie wollten keine Beobachter dabei haben,
also gingen sie den Altarraum noch mal ab um auch in die
kleinste Ecke zu sehen. Als sie sich absolut sicher waren das
sie keiner beobachtete, nahm Iron Nara kurzerhand auf seine
Arme, während sie ihn angrinste. Er zwinkerte ihr zu: „Ich habe
keine Lust dort alleine an zu kommen und dann das Los meines
Vaters teilen zu müssen, so kann ich sicher sein das du auch
mitkommst.“ Dabei trat er genau auf die Rune und war eine
Sekunde später mit ihr verschwunden.
Ebenso schnell tauchten sie in
einer Halle wieder auf, kaum waren sie dort, flackerten wie
schon in dem anderen Tempel die Fackeln auf. Doch diese hier war
anders aufgemacht. Auch hier fand man auf einer Wand die schon
ihnen bekannte Doppeltüre, doch stand hier kein Bett in der
Halle. Ebenso gab es wie in der anderen Halle einen Altar, als
auch Regale an den Wänden und auch Wandteppiche. Doch war diese
Halle hier kleiner als die andere und es lagen hier kostbare
Teppiche auf dem Boden. Außerdem gab es hier einen Kamin in
einer Ecke in der Nähe der Regale.
Als erstes öffneten sie die
Türen, die sie an den Hallenwänden fanden. Doch hier gab es nur
zwei Schlafzimmer, einmal das was sie schon kannten und nach
Rosen duftete, als auch ein scheinbar unberührtes, denn man fand
darin keine persönlichen Gegenstände. Allerdings ging von ihm
ein Bad ab ähnlich dem das sie auch in dem anderen Tempel
vorgefunden hatten. Dann fanden sie eine Bibliothek gefüllt mit
alten Büchern. Und sie suchten die Halle ab nach dem Geheimgang.
Dann fiel Nara der Titel des Buches wieder ein, das sie in dem
anderen heraus gezogen hatte und sah nun in den Regalen in der
Halle nach und wurde auch fündig. Während dessen öffnete Iron
eine weitere Türe und ihm blieb der Mund offen stehen. Er war
sprachlos, als er sich wieder gefasst hatte rief er aufgeregt
nach Nara. „Kleines komm mal ganz schnell her, das glaubst du ja
nicht was es hier gibt.“ Da sein Ruf recht aufgeregt klang lief
sie zu ihm bevor sie das Buch heraus ziehen konnte und blieb
ebenso wie er mit offenem Mund da stehen. Dann traten beiden in
den Raum, es war eine Mischung aus Schlaf und Wohnraum, doch was
Iron so erstaunt hatte war das man von hier aus durch bodenhohe
Fenster nach draußen schauen konnte und das es einen
Felsenvorsprung gab auf den sie hinaus treten konnten. Als Nara
die Türe nach draußen öffnete konnten sie zu den Bergen sehen
die sich hinter dem Tempel auftaten und sahen dort langsam die
Sonne unter gehen. Tief unter ihnen breitete sich ein langes Tal
zwischen dem Berg auf dem ihr Tempel stand und dem gegenüber
liegenden Berg aus. „Das ist.....also das ist wunderschön. Weißt
du ich glaube wir sollten lieber hier unser Hauptquartier
aufschlagen, denn das ist viel schöner als der andere Tempel und
von hier kann man auch nach draußen.“ Iron war bereits zur
Brüstung gegangen und hatte sich mit dem Rücken darüber gelehnt
um nach oben zu sehen und dann lachte er : „Kleines das hier ist
ein Glücksfall, schau mal nach oben, wir sind wieder unter der
Erde, doch diesmal ist die ganze untere Anlage in den Felsen
geschlagen worden, wobei man hier einen Eingang geschlagen hat
um auch nach draußen sehen und gehen zu können. Und du hast
recht, hier ist es viel schöner als in dem muffigen alten Tempel
in dem wir zuerst waren. Ich würde sogar sagen wir nehmen das
hier als unser Schlafzimmer. Was denkst du?“ Nara nickte: „Doch
sollten wir zuerst sicher gehen das wir hier auch wieder heraus
kommen, also sollten wir zuerst den Portalraum suchen.“ Iron
nickte, sie ließen die Türe auf um Frischluft rein zu lassen und
dann zog Nara das Buch heraus und abermals öffnete sich leicht
versetzt vom Altar eine geheime Türe. Als sie nun diesen Flur
betraten gab es nur zwei Türen, die erste führte direkt in den
Portalraum und auch hier fanden sie schon die gleiche Anordnung
der Runen wie in dem anderen Tempel. Und die zweite Türe führte
sie in die Schatzkammer, wo man auch hier die Schätze zurück
gelassen hatte, von der eine weitere Türe abging. Als sie diese
öffneten, sahen sie das es auch hier einige leere Säulen gab und
auf dem mittleren, lag die zweite Hälfte des Buches. Beide
nickten als hätten sie nichts anderes erwartet. Doch wollten sie
zuerst das Portal ausprobieren bevor sie sich mit etwas anderem
beschäftigten. So betraten sie nochmal den Portalraum und Nara
suchte die Rune heraus die zu dem anderen Tempel führen würde.
„Jetzt hoffen wir mal nur das es auch klappt, also ich habe mir
die Rune von diesem hier genau gemerkt, so das wir wieder zurück
können.“ Iron nickte abermals: „Na dann los.“ Dann traten beide
auf die Rune, es flimmerte und kurz darauf standen sie in dem
ihnen schon bekannten Portalraum, des anderen Tempels. Iron ging
schnell und holte die erste Buchhälfte dann kam er zurück. „So
nun wieder zurück und ich hoffe wir machen alles richtig.“ Als
Nara nun die Rune betätigte traten sie abermals auf die Rune am
Boden und wiederum flimmerte es und sie standen wieder in dem
Bergtempel. „Also das klappt doch einwandfrei, würde ich mal
sagen. Nun können wir auch beide Buchhälften wieder zusammen
führen.“ Iron grinste „Wir sind Genies.“ Nara lachte leise und
sah ihn verliebt an. Anschließend betraten sie den Sockelraum.
Doch erst mal legte Iron die zweite Buchhälfte auf einen leeren
Sockel, denn er hatte etwas bemerkt und schritt zur rechten Wand
des Raumes, Nara sah ihm fragend nach, doch dann sah auch sie
es. Hier gab es noch eine Geheimtüre, die hatten sie zuvor gar
nicht gesehen, doch nun schimmerte sachte ein Lichtstrahl durch
einen kleinen Ritz in der Wand. Iron tastete die Wand daneben
vorsichtig ab und suchte nach einem Schalter oder halt etwas das
die Türe öffnen könnte. Nara hingegen sah sich im Raum um und
abermals fiel ihr Blick auf die Sockel die ja nicht zu übersehen
waren, doch dann fiel ihr etwas auf. „Es gibt hier einen Sockel
mehr als in dem anderen Raum, sieh nur hier sind zwei für die
Buchhälften, dann zwei für die beiden Löwen und einen für das
Zepter. Doch wäre dann noch ein Sockel leer. Es ist einer zu
viel.“ sie schritt zu den Sockeln und drückte auf jeden von oben
darauf. Und als sie auf den ganz linken drückte, öffnete sich
knirschend die Türe. Iron sprang zurück als die Türe sich
unvermutet öffnete, anschließend schaute er sachte hinein. „Hier
stimmt etwas nicht. Ich bin mir sicher das der Raum zuvor nicht
da gewesen ist, ebenso wie der überzählige Sockel.“ Nara sah ihn
an: „Ja klar, man hat während wir im anderen Tempel waren, mal
eben schnell noch einen Sockel dazu gestellt und auch den Raum
gebaut.“ Sie lachte leise. Iron sah sie ernst an: „Ich meine es
ernst, wir haben den Raum auch eben genau betrachtet und ich bin
mir sicher das wir es bemerkt hätten, der Raum und der Sockel
waren vorhin noch nicht da.“ Sie betraten den Raum, auf drei der
Wände gab es hohe Spiegel die die ganze Wand einnahmen, umrandet
von einem Holzrahmen. An den Rahmen waren Schilder befestigt.
Doch sahen sie nun das die Spiegel milchigweiss waren, sie
konnten sich nicht darin spiegeln. Iron sah Nara an: „Das sind
keine Spiegel um sich darin zu betrachten. Diese hier sind für
etwas anderes. Und ich behaupte immer noch, weder der Raum noch
der überzählige Sockel waren eben da. Ich weiß nicht wie es
gegangen ist, doch muss es nachträglich eingesetzt worden sein.“
Nara grinste leicht und sah sich lieber die Schilder an, die an
den Rahmen angebracht worden waren. Das klang nun doch etwas
sehr unglaubwürdig, sie glaubte eher das sie es eben nur nicht
bemerkt hatten. An dem Spiegel ganz rechts waren zwei Schilder
angebracht auf denen stand, „Vergangenheit und Vogel der Zeit.“
Auf dem Spiegel an der Kopfwand konnte sie lesen: „ Gegenwart
und schlafende Urgewalt:“ Sie las die Sachen laut vor und auch
Iron trat nun zur linken Wand dort stand: „Zukunft und Geheimnis
der Vergangenheit.“ Er sah sich weiter um und in der Mitte des
Raumes standen zwei Sessel zwischen denen ein kleiner Tisch
stand mit einer Kugel, die in einen kleinen Ständer eingelassen
worden war. Auch die Kugel war milchigweiss. Nara war viel zu
neugierig und so ging sie abermals zum ersten Spiegel zurück und
berührte das Schild wo stand Vergangenheit. Doch kaum hatte sie
das getan, wurde der Spiegel klar und man konnte hinein sehen,
allerdings sah sie nun nicht sich selber, sondern wie man die
einzelnen Tempel überfiel. Wie die Tempel zerstört wurden und
welche Wut in dem Mob war als sie feststellten das einige
bereits verlassen waren und bei denen dann unverrichteter Dinge
wieder abzogen. Das heißt, die Statuen zerstörte man und
verhöhnte die Göttin. Nara stand vor dem Spiegel und sah dem
ganzen gefesselt zu, Iron trat ebenfalls näher. Der Spiegel
zeigte ihnen was in der Vergangenheit geschehen war. Er
wechselte schon mal den Ort des Geschehens aber im Grunde war es
fast überall gleich. Der Mob kam, wenn er einen Priester oder
eine Priesterin zu fassen bekam, waren sie kurz darauf
erschlagen, dann zerstörte man die Inneneinrichtung des Tempels.
Mal die Statuen oder auch den Altar oder ähnliches. Und hier und
da legte man auch Feuer und brannte den Tempel nieder. Doch nun
sahen Nara und Iron, das nicht jeder im Tempel wohnte, sondern
wieso es bei dem ersten Tempel den sie besucht hatten ein Dorf
gab. Dort lebten die Priester und Priesterinnen des Tempels mit
ihren Familien, wenn die Angehörigen nicht zum Tempel gehörten.
Den beiden jungen Altertumsforschern wurde hier ein Einblick
gegeben was in der Vergangenheit geschehen war. Nach einer weile
änderte der Spiegel das Bild und sie sahen nun das junge Paare,
ebenso so wie sie diese zwei Ringe erhielten und sie vernahmen
die Stimme der Göttin, die zu den jungen Paaren sprach. „Nun ist
es euch gestattet auch einzeln die unteren Heiligtümer zu
betreten, ihr seid nun Kraft der Ringe verbunden. Es wird immer
so sein als wärt ihr zu zweit, dank der Ringe.“ Als Nara und
Iron das hörten sahen sie auf ihre Ringe und Iron sah Nara an:
„Weißt du was das heißt? Wir müssen nun nicht mehr gemeinsam
jeden Tempel betreten sondern können das auch einzeln tun.“ Nara
nickte. „Und das ist gar nicht so schlecht, denn ich muss
gestehen ich fand es schon ein wenig lästig. Ich stellte mir vor
das du vielleicht mal was anderes möchtest als ich oder
umgekehrt, doch wären wir gezwungen gewesen den anderen
grundsätzlich zu begleiten.“ Als sie nun wieder auf und in den
Spiegel sahen, war es ihnen so als sähe die Göttin sie an: „Doch seid vorsichtig, die Gefahr lauert überall, nicht nur im
bekannten, sondern auch und vor allem im unbekannten.“ Nara und
Iron sahen sich an und Nara flüsterte: „Hat sie nun uns gemeint?
Es sah so aus als sähe sie uns an.“ Dann sprach die Göttin
abermals. „Stärke und Weisheit sind in euch vereint, einzeln
seid ihr stark, doch zusammen unschlagbar. Denkt daran. Mal
braucht es Kraft und Stärke, doch hier und da kommt man mit
Weisheit weiter und die Kraft muss schweigen.“ Dann verblasste
das Bild im Spiegel und er wurde wieder weiß. Iron sah auf Nara
herab und nickte: „Ja ich glaube das war an uns gerichtet. Ich
bin die Kraft und die Stärke, doch du bist die Weisheit. Ich
denke so war es gemeint.“ Nara nickte, das leuchtete ihr ein.
Sie nahmen sich vor die
Spiegel später näher zu erforschen doch erst mal wollten sie
etwas essen. Zudem es schon spät war und man auch einige Stunden
Schlaf brauchte. Als sie ihren Wohnraum betraten war vor dem
Kamin ein kleiner Tisch gedeckt und sie setzten sich nieder und
aßen. Dabei unterhielten sie sich über das was sie heute wieder
erfahren hatten. Irons Blick ging langsam an Nara entlang. Er
empfand es als großes Glück sie gefunden zu haben, sie war eine
Schönheit und es schien als wüsste sie es zwar, doch als würde
sie keinen großen Wert darauf legen. Doch als sie sich schlafen
legten und er sich ihr nähern wollte, blockte sie ab mit der
Begründung sie sei zu müde. Sie war die erste Frau die ihn
abblitzen lies und noch fand er es aufregend das hier eine Frau
war die sich nicht sofort in seine Arme warf. Er wusste das er
gut aus sah, ebenso das die Frauen auf seinen Körper abfuhren.
Er selbst hielt sich für unwiderstehlich und Dank seiner
reichlichen Erfahrungen auch für einen guten Liebhaber.
Als sie am nächsten Morgen
ausgeruht aufwachten und er sich abermals Nara näherte bevor sie
aufstanden und sie es wieder ablehnte, fand er es nicht mehr
komisch. Er sah sie an: "Was ist los? Wieso willst du nicht?“
Dann kam ihm ein Gedanke: „Oder bist du zur Zeit unpässlich und
willst es nur nicht sagen?“ Nara sah ihn an und senkte leicht
den Kopf: „Nein das ist es nicht, doch es geht mir einfach zu
schnell.“ Nun war es an ihm sie verblüfft an zu sehen. „Was??
Hallo... wir haben es bereits miteinander getan und sogar mehr
als einmal und nun kommst du an mit es geht dir zu schnell?“
Nara nickte leicht, doch wagte sie nicht ihn an zu sehen aus
Angst sich zu verraten. Iron verstand es nicht, doch ließ er sie
nun in Ruhe und erhob sich aus dem Bett. Immer wieder blickte er
sie kopfschüttelnd an, er verstand es wirklich nicht. Er wollte
sie und hatte das Gefühl gehabt das sie ihn auch wollte, zudem
sie ihm gesagt hatte das sie ihn liebte. Auch hatte er ihre
verliebten Blicke gesehen, dennoch lehnte sie es ab mit ihm zu
schlafen. Also für seine Begriffe stimmte hier etwas nicht und
er würde heraus bekommen was nicht stimmte. Doch erst mal
setzten sich sich zum Frühstück nieder, während er sie immer
wieder betrachtete. Er hatte bewusst auf ein Hemd verzichtet und
hoffte das sie in seiner Gegenwart doch schwach werden, wenn sie
ihn ansehen würde. Nara sah ihn immer wieder mal unter ihrem
gesenkten Blick an. Sie hätte lügen müssen, wenn sie behauptet
hätte sie wolle ihn nicht, doch ihr Geheimnis war recht simpel,
sie hatte ein schlechtes Gewissen. Denn sie war bereits liiert
und wollte damit erst mal abschließen, bevor sie sich näher mit
Iron einlassen würde. Sie sah es erst mal als einmalige Sache
an, das sie zuvor schon mit Iron geschlafen hatte und
entschuldigte das vor sich selber damit das sie es nur wegen der
Rune getan hatte, auch wenn sie es besser wusste. Sie schimpfte
mit sich selber, das sie es überhaupt zugelassen hatte, denn sie
hätte sich doch denken können, das er sie nun auch öfter wollen
würde. Als er aber begann nun von dem Buch zu reden, fühlte sie
sich wieder sicher und beteiligte sich auch an dem Gespräch. Sie
nahmen sich vor eins nach dem anderen und sich erst mal das Buch
an zu sehen und es wieder zusammen zu setzen. Anschließend
wollten sie sich dann die Spiegel mal genauer ansehen. So gingen
sie als erstes in den Sockelraum wie sie ihn nannten und nahmen
die beiden Buchhälften von den Sockeln und als sie sie an
einander hielten, leuchteten sie kurz auf und verbanden sich zu
einem Buch. Kaum hatten die beiden hälften sich verbunden,
versank eine der Säulen langsam in den Boden. Sie nahmen an das
es in den anderen Tempeln ebenso sein würde, das konnte man
später mal überprüfen, ob in dem anderen Tempel nun auch ein
Sockel fehlen würde. Als die Säule im Boden verschwunden war,
schob sich über die Öffnung eine Bodenplatte und es war kaum
noch erkennbar das dort zuvor mal ein Säulensockel gestanden
hatte. Dann setzten sie sich wie zuvor schon mal auf den Boden
und sahen in das Buch. Nara wurde dadurch das sie nun so nahe
bei einander saßen, Irons Nähe sehr bewusst und sie musste sich
zurück halten ihn nicht zu küssen. Sie sah ihn kurz an, sie
kannten sich zwar erst wenige Tage und doch hatte sie das Gefühl
das sie sich schon ewig kennen würden. Es gab eine merkwürdige
Vertrautheit zwischen ihnen, die sie zuvor noch nie bei jemandem
gespürt hatte. Iron ging es ähnlich, auch er hatte das Gefühl,
das sie irgendwie schon immer zu ihm gehört hatte, wenn er es
sich auch nicht erklären konnte. Nun aber sahen sie gemeinsam in
das Buch und es wurde ihnen viel erklärt.

Kapitel 6: Eine ausgeklügelte
Falle

Als erstes wurde nun der Spruch
zur Aktivierung des Zepters weiter geführt. Doch stand auch noch
etwas dazwischen, was man allerdings erst jetzt lesen konnte da
beide Buchhälften vereint waren. Es hatte sich sozusagen eine
neue Seite gebildet die zuvor scheinbar nicht da gewesen war. In
ihr wurde noch mal eine Warnung ausgesprochen, die Gegenstände
als auch das Buch nicht in die falschen Hände geraten zu lassen,
da es möglicherweise den Untergang ihrer bekannten Welt zu folge
haben könnte, wenn die Sprüche oder Gegenstände nicht richtig
benutzt werden würden. Da sie sehr machtvoll waren, was man
nicht unterschätzen sollte. Iron sah Nara an: „Nun davor
brauchen wir uns ja hoffentlich nicht zu sorgen, da wir die
heiligen Artefakte ja nicht mit aus dem Tempel nehmen und hier
sind sie ja geschützt, hoffe ich zumindest mal.“ Nara nickte,
dann sah sie Iron noch mal an: „Ich muss dir etwas sagen, es ist
nicht fair wenn ich es dir verschweige.“ Iron sah sie fragend
an: „Bitte sag mir jetzt nicht das du für die Gegenseite
arbeitest.“ Nara atmete auf, wenn das die einzige Sorge war, so
konnte sie ihn beruhigen, so schüttelte sie den Kopf. „Nein, das
tue ich nicht keine Sorge, doch es hat etwas mit dir und mir zu
tun.“ Nun sah er sie neugierig geworden an: „Na dann heraus mit
der Sprache, so schlimm wird es dann schon nicht sein.“ Nara
räusperte sich noch mal kurz: „Nun es gibt einen Grund warum ich
mich im Moment nicht mehr auf dich einlassen möchte. Ich weiß
ich hätte es eher sagen sollen, doch an dem einen Tag wirkte der
Raum bei mir noch nach und zudem wollte ich die Rune und ihre
Magie wirklich. Und natürlich wollte ich dich. Doch das hätte
ich nicht tun sollen, nicht bevor ich etwas geklärt hatte.“ Iron
merkte das sie drumherum redete und sah sie sanft an: „Kleines
egal was es ist, sag es nur. Das bekommen wir dann auch in den
Griff.“ Nara nickte und nahm allen Mut zusammen: „Ich....ich
habe einen Freund, ich bin mit jemandem zusammen, und bevor ich
mich mit dir eingelassen habe, hätte ich das erst beenden
sollen. Es tut mir leid. Doch möchte ich zur Zeit keine weiteren
Intimitäten zwischen uns bis ich das geklärt habe. Ich war immer
ein ehrlicher Mensch und nun komme ich mir so mies vor. Zum
einen das ich ihn mit dir betrogen habe und zum anderen das ich
dich liebe und immer noch mit dem anderen zusammen bin.“ Iron
sah sie sprachlos an. Er hatte sich zwar schon gewundert das
eine so schöne Frau keinen Freund hatte, doch als sie mit ihm
schlief, war ihm das auch recht egal gewesen. Er wollte sie und
hatte darüber dann nicht weiter nach gedacht. Doch nun wurde es
ihm wieder klar, so eine Frau war eben auch eventuell vergeben.
Er nickte. „Was hast du nun also vor, willst du mit mir zusammen
sein oder mit ihm?“ Nara sah ihn an: „Mit dir, als ich sagte ich
liebe dich meinte ich es absolut ernst. Es wurde mir da erst
recht bewusst. Obwohl wir uns noch nicht lange kennen, ist es
mir als wären wir schon ewig zusammen. Ich werde das mit meinem
Freund beenden sobald ich die Gelegenheit dazu habe.“ Iron
nickte: „Kleines wegen mir musst du kein schlechtes Gewissen
haben. Ich hätte es mir denken müssen, das du eventuell nicht
mehr frei bist. Doch um ehrlich zu sein, war es mir schlichtweg
egal. Ich wollte dich und will dich immer noch. Und um dich zu
kriegen, würde ich alles akzeptieren außer natürlich einen
anderen Kerl. Aber wenn du mir sagst das du mit ihm Schluss
machen wirst, reicht mir das. Das du ein ehrlicher Mensch bist
beweist doch die Tatsache das du es mir nun gesagt hast, obwohl
es nicht nötig gewesen wäre. Obwohl ich zugeben muss, das in mir
schon die Eifersucht kocht, alleine bei dem Gedanken das du und
ein anderer Mann. Und ich will auch ehrlich sein. Ich habe es
bisher immer so gehalten, das ich die Frau die mir gefiel und
bereit war, mir auch genommen habe. Allerdings dauerte das nie
lange an, ich wollte mich niemals auf eine festlegen. In der
Regel waren es Frauen die es ebenso wie ich sahen, Spaß haben
und gut ist. Sicher vielleicht war auch die eine oder andere
darunter deren Herz ich eventuell gebrochen habe, doch das
kümmerte mich nicht. Doch dein Herz will ich nicht brechen. Lass
uns nun das Buch lesen und dann werden wir das mit deinem Freund
klären. Ich will dich und ich habe auch keine Lust Nacht für
Nacht neben dir zu liegen und dich nicht berühren zu dürfen.“
Nara nickte, ihr war klar das sie das so schnell wie möglich
klären musste. Nicht nur für Iron sondern um auch wieder ein
reines Gewissen zu haben. So lasen sie erst mal weiter, wenn
auch Iron im Moment nicht ganz bei der Sache war, doch als sie
lasen wie es auf der Welt der Götter wäre war auch er recht
fasziniert. Dort stand das die Herrin des Lichts einen Sohn
hatte, das dieser ein Gott der Liebe war. Das es viele Welten
gab und für fast jede Welt ein anderer Gott oder eine Göttin
zuständig war, doch auf allen Welten war eine Göttin bekannt,
die Herrin des Lichts. Auch ihre beiden Begleiter waren Götter,
und ihr Favorit war wohl der mächtige Krieger den sie mit ihr
gesehen hatte als sie beide in den Spiegel sahen. Hier stand nun
auch das man sie Aurian rief, das sie auch einen Namen hatte und
das alleine ihr Name schon Macht bedeutete wenn man ihn kannte.
Außerdem stand hier, das sie nicht die erste Herrin des Lichts
war sondern das eine Urahnin von ihr die erste war die den Thron
bestiegen hatte und das Aurian nur gezeugt wurde um diesen Platz
ein zu nehmen damit ihre Urahnin gehen konnte. Hier war auch von
den Inkarnationen die Rede und auch welche Bedeutung sie hatten.
Das sie verschiedenes verkörperten, wie den Tod, die Zeit, das
Schicksal, den Krieg, die Natur und auch das Böse. Dieses Wissen
war nur sehr wenigen bekannt, aber vor allem den Priesterinnen
und Priestern der Herrin des Lichts. Hier war die rede von
verschiedenen Ewigkeiten, das was man eventuell als Hölle
ansehen konnte, ebenso wie eine Art Paradies. Und das es noch
andere Ewigkeiten gab. Es wurde von der goldenen Stadt erzählt,
die die Helden aufnahm, in der sie blieben bis man sie wieder
irgendwo brauchte.
Es standen die Rituale in dem
Buch mit dem man die einzelnen Götter rufen konnte, ebenso wie
die Herrin des Lichts oder ihren Sohn. Dann kamen Nara und Iron
an einen Abschnitt der Nara leuchtend rot werden lies, denn dort
wurde geschrieben, das Lazarus, Aurians Sohn nur seine Macht
entfaltet hatte weil er mit seiner Mutter schlief. Nara sah Iron
an: „Eine Mutter und ihr Sohn? Also das ist ja....was soll ich
dazu sagen?“ Iron sah sie an und zuckte mit der Schulter: „Also
um ehrlich zu sein, ich würde die Herrin auch nicht von der
Bettkante stoßen. Und wieso nicht, ich meine vielleicht ist es
bei den Göttern anders als bei uns. Wir finden es verwerflich
doch hier scheint es gang und gebe zu sein.“ dabei zeigte er auf
eine Stelle im Buch wo auch geschrieben stand das es bei den
Göttern keine Tabus gab, das sogar Bruder und Schwester und eben
nahe Verwandte mit einander schliefen. Auch stand hier das dem
Gott der Liebe keine Frau widerstehen konnte, das er jede bekam
die er wollte. Das jede Frau bei seiner männlichen und
animalischen Ausstrahlung weiche Knie bekam, ebenso wie es bei
seiner sehr sinnlichen Mutter und den Männern der Fall war. Nara
sah Iron an: „Also bei mir hätte der Kerl keine Chancen.“ Nun
lachte Iron herzlich. „Das sagst du ohne ihn gesehen zu haben?
Kleines, Frauen sind auch nicht vor der Ausstrahlung eines
Mannes gefeit, ich könnte es dir auf der Stelle beweisen. Denn
ich denke wenn ich es richtig drauf anlegen würde, lägst du auch
innerhalb von einigen Minuten in meinen Armen.“ Nara sah ihn an:
„Pfffff.........das glaubst auch nur du. Nicht jede Frau kriegt
bei dir weiche Knie, obwohl du gut aussiehst und ich zugeben
muss das ich es schön fand in deinen Armen zu liegen.“ Iron
wollte das jetzt nicht vertiefen, denn sonst würde er sich nur
selber untreu werden und massiv versuchen sie herum zu kriegen.
Und er war so von sich überzeugt das er darin keine Probleme
sah, wenn er es drauf anlegen würde, dann würde er sie kriegen,
da war er sich sicher. Doch sollte sie erst mal die alte Sache
beenden und dann würde er sich nicht mehr abweisen lassen. Als
sie am Ende des Buches angekommen war, wussten sie schon
wesentlich mehr, sie waren regelrecht eingeführt wurden in die
Götterwelt und auch in die Riten der Priesterschaft. Langsam
stieg in Nara ein Gedanke auf und sie sah Iron an als sie sich
erhoben und das Buch auf den Sockel legten. „Weißt du was ich
für ein Gefühl habe oder welcher Gedanke mir gerade kam? Es ist
als würden wir zu Priester und Priesterin der Herrin
ausgebildet. Der Ring, die Rune, nun die Einführung in die Riten
und Gebräuche. Das ist mehr Wissen als ein gewöhnlicher
Archäologe jemals erhalten würde.“ Iron sah sie überrascht an:
„Du hast recht, es scheint wirklich so zu sein.“ Er sah an ihr
entlang: „Doch ich hätte nichts dagegen mit dir einige Riten
durch zu führen. Wenn auch eher körperlicher Art.“ Er grinste
sie an und Nara knuffte ihn: „Also gut, ich werde mal den Tempel
verlassen und das klären. Ich werde ihn anrufen und ihm sagen
das es aus ist. Ist zwar nicht die feine Art aber was soll`s, es
geht ja nur darum das er Bescheid weiß.“ Iron sah sie an: „Sag
mal wieso hat er dich eigentlich nicht begleitet?“ Nara seufzte
leise: „Na ja weil er nicht weiß das ich auf Expedition bin. Ich
bin weg gegangen ohne was zu sagen. Ich habe ihn mit einer
anderen erwischt und so sah ich nicht ein, das ich ihm in
irgendeiner weise Rechenschaft ablegen müsste. Ich wollte nur
noch weg und so dachte ich das ich ebenso gut auf Expedition
gehen und das Lebenswerk meines Vaters vollenden könnte. Ich
wünschte mein Vater könnte mich nun sehen.“ Iron legte sanft
einen Arm um sie und zog sie zu sich heran: „Also wenn er dich
zuerst betrogen hat, gibt es keinen Grund für dich ihm gegenüber
ein schlechtes Gewissen zu haben, das hat er sich selber zu
zuschreiben. Und was deinen Vater angeht, das tut mir wirklich
leid. Ich fände es auch schön wenn er das mit erleben könnte,
ebenso wie mein Vater. Was ist eigentlich mit deiner Mutter lebt
die noch oder.....?“ Nara sah zu ihm auf: „Nein sie lebt nicht
mehr sie starb vor neun Jahren. Mein Vater zog mich danach
alleine groß. Nun ja wenn er mal zu Hause war, ansonsten hatten
wir eine Hausdame die sich um mich kümmerte.“ Iron nickte
verstehend: „Meine Mutter starb auch vor neun Jahren, danach kam
ich erst in ein Heim und anschließend nahm mich eine Kampfschule
auf, deren Meister mir wie ein zweiter Vater wurde. Doch er
starb auch vor kurzem und so dachte ich das ich nun ebenso
meinen Vater suchen könnte.“ „Ach deswegen kannst du so gut
kämpfen. Könntest du es mir beibringen, wenn auch nicht alles
aber so das ich mich verteidigen kann?“ Nara sah ihn fragend an
und er nickte: „Sicher, das wäre vielleicht gar nicht mal so
schlecht, wer weiß was noch auf uns zukommt.“
Kaum eine Stunde später wünschte
sich Nara sie hätten schon mit dem Training begonnen gehabt,
denn als sie sich nach oben teleportierte und den Tempel verließ
um ihren Freund an zu rufen und ihm zu sagen das es aus sei, zum
einen weil sie ihn erwischt hatte und zum anderen weil sie einen
anderen gefunden hatte, wurde sie kaum das sie aufgelegt hatte,
überfallen und man versuchte sie in ein Auto zu schleppen. Sie
wehrte sich so gut sie konnte, doch war sie nicht stark genug
sich gegen die Angreifer zu wehren. Iron unterdessen hatte sich
noch mal mit dem Buch des Wissens beschäftigt und nun begonnen
sich durch die Bibliothek zu lesen und wartete darauf das Nara
zurück kam. Als sie aber selbst nach drei Stunden noch nicht
wieder da war, begann er sich Sorgen zu machen, denn so lange
konnte das Gespräch doch nicht dauern, also verließ auch er den
Tempel und sah nun ihr Handy auf dem Boden liegen und erkannte
Kampfspuren. Wut kochte in ihm hoch. Sie hatten sich ein
Motorrad gemietet um zum Tempel zu kommen, das benutzte er jetzt
und folgte den Reifenspuren. Und je näher er ihnen kam um so
mehr brannte sein Tattoo auf dem Arm. Er nickte und dachte das
er wieder eine Eigenart der Rune festgestellt hatte. Er war nur
froh das der Ort nicht allzu groß war und es auch nur wenige
Hotels gab, so klapperte er alle ab und als er an dem letzten
angekommen war brannte seine Rune wie Feuer. Er ging davon aus
das Nara hier irgendwo in der Nähe sein musste. Er suchte das
Hotel ab, fragte die Angestellten doch es gab keinen Hinweis
darauf das sie hier wäre. Er dachte angestrengt nach und fluchte
leise, Nara war die mit den guten Ideen, doch musste er sich
zusammen reißen. Irgendwo musste sie doch sein. Als er so in der
Nähe des Hotels stand und den Eingang beobachtete und
nachdachte, sah er wie man Nara hinaus schliff und in ein Auto
schupste. Er folgte ihnen, denn nun hatte er die Faxen dicke,
jetzt würden sie dafür bezahlen das sie Nara entführt und sie
laufend überfallen hatten. Er folgte ihnen bis zu einer alten
Hütte die im Wald stand. Und schlich ihnen hinterher als sie die
Hütte betraten. Dann sah er vorsichtig durch das Fenster und
hörte erst mal was sie von Nara wollten und war ganz perplex als
er hörte was sie sagte: „Thomas du hier? Was soll das, wieso
lässt du mich hier her schleppen und was hast du mit dem allen
zu tun?“ Dieser Thomas lachte nur: „Ja denkst du ich wäre mit
dir zusammen gewesen weil du so toll bist? Vergiss es, ich
wollte die Artefakte und ich dachte mir wenn sie einer findet
dann du und nun heraus mit der Sprache, welche hast du bereits
gefunden und wo sind sie?“ Iron sah wie Nara diesen Thomas
sprachlos ansah und dann begann zu weinen. Am liebsten wäre er
in die Hütte gestürmt und hätte sie da raus geholt, doch dachte
er sich, erst mal schauen was er sonst noch will. Doch wusste er
nun was für ein widerlicher Kerl ihr Exfreund war und er knetete
schon seine Hände, der Kerl würde seine Fäuste zu spüren
bekommen. Er sah wie es in Naras Gesicht arbeitete, diese sah
nun auf und diesen Thomas an. „Lässt du mich dann gehen? Wenn ja
dann sag ich dir wo du das Buch des Wissens finden kannst.
Allerdings musst du dich genau an meine Anweisungen halten weil
ansonsten tötet der Tempel dich. Wir haben lange gebraucht bis
wir dahinter kamen wie man an das Artefakt kam.“ Iron dachte
schon er höre nicht richtig, doch dann sprach Nara schon weiter
und Iron grinste über die Schlauheit seiner Liebsten. „Also es
ist in dem verfallenen Tempel den wir als erstes besucht hatten,
oben in der Ruine findest du eine Bodenluke, dort musst du hinab
steigen, dann gerade aus kommst du an eine Doppeltüre, dort
musst du auf beide Türenhälften gleichzeitig eine Rune zeichnen.
Wenn du das tust öffnet sich die Türe zum Heiligtum und dort
findest du das Buch des Wissens auf dem Altar. Nur hüte dich und
gehe alleine, nimmst du noch jemanden mit seid ihr verloren,
denn der Schutz des Heiligtums würde euch alle vernichten.“
Thomas sah sie an und nickte: „Wenn es so ist wie du sagst werde
ich dich gehen lassen allerdings will ich auch die anderen
Artefakte haben. Und versuche nicht mich zu betrügen. Ach und
was das „Aus“ unserer Beziehung angeht, ich habe längst eine
andere, ich wünsche dir also viel Spaß mit deinem vertrockneten
Archäologenkollegen.“ Iron knurrte leise, er würde ihm noch
zeigen wer hier vertrocknet wäre. Doch dachte er nun nach, er
hoffte ebenso wie Nara das dieser Thomas sich an ihre
Anweisungen halten würde, das gäbe ein böses Erwachen für ihn
und so müsste er sich nicht mal die Finger an ihm schmutzig
machen. Als er sah das man Nara abermals packte und sie nun zum
Auto bringen würde, schlich er sich von der Hütte fort doch
beobachtete er weiter. Sie würden Nara wohl nun zum Flughafen
bringen, zumindest ging er davon aus. Er hatte die Möglichkeit
schneller in dem Tempel zu sein. So fuhr er zurück zum Tempel
teleportierte sich in das Heiligtum und ging dann zum
Teleportationsraum um dort die Rune zu betätigen die ihn in den
anderen Tempel bringen würde. Es gefiel ihm gar nicht Nara dem
ganzen ausgesetzt zu lassen, doch ihre Idee hatte den Vorteil
das sie so eine sehr lange Zeit nichts mehr von diesem Thomas
hören würden. In dem alten Tempel angekommen, bereitete er alles
vor und sah immer mal zum Altar. „Ich hoffe der Schutz ist noch
wirksam wie sie gesagt hat.“ : murmelte er leise. Er hatte sich
ausgerechnet das sie vielleicht ungefähr vier Stunden brauchen
würden bis sie hier wären, die Zeit nutzte er aus. Er machte
sich große Sorgen um Nara, doch wenn dieser Kerl auch die
anderen Artefakte haben wollte, würde er ihr wohl nichts tun.
Als er fertig war, wartete er.