Kapitel 4: Zwei Ringe


 

Der Raum war ebenso edel eingerichtet wie der den sie mit dem Rosenduft entdeckt hatten, doch dieser hier schien eher der Hohepriesterin gehört zu haben. Der Raum war sehr groß und mit einigen Paravounts unterteilt. Auf einer Wand stand ein großes Doppelbett mit edlen Stoffen bezogen, auf einer anderen Seite sah man einen Kamin, obwohl nicht ersichtlich war wohin der Rauch abzog, doch gingen Iron und Nara davon aus das dies wohl mit Magie geregelt worden war, da oben ja kein Kamin aus der Erde kam. Um den Kamin verteilt standen einige ebenso edel bezogene Sessel, wo hier und da auch ein kleiner Tisch dabei stand. Nara zählte die Sessel und kam auf die Zahl die es auch an Wohnräumen gab. „Ich glaube hier haben sie sich immer getroffen, Priester als auch Priesterinnen.“ Auf dem Boden lagen kostbare Teppiche, die in einer Art gearbeitet waren die man heute gar nicht mehr kannte, ebenso wie dort auch Webrahmen standen als auch Geräte an denen man Teppiche knüpfen konnte. Auf einem Webrahmen war noch ein fast fertiges Tuch eingespannt. Nara sah sich genauer um und fand auf dem Nachttisch ein Tagebuch und schlug es auf. Auch Iron schaute sich jetzt genauer um und fand ein weiteres Badezimmer, das ebenso luxuriös war wie das erste. Sie hatten beide das Gefühl irgendwie in die Privatsphäre von jemandem ein zu dringen . Dann rief Nara: „Iron schau mal hier die letzten Seiten, der Tempel wurde überfallen, deswegen gab man ihn auf. Dann las Nara vor:

Im Jahre der Herrin, der 17 septembre 1401
 

Nun sind wir dran, wir sind schon der fünfte Tempel denn man zerstört, wir hörten sie oben wüten. Der Mob sucht nach den geheimen Räumen. Ich bin froh das wir sie hier unten haben. Ich habe meine Mädchen in den Muttertempel geschickt ebenso wie unsere Männer und Kinder. Wir sind selbst nach langer Forschung nicht dahinter gekommen, warum man uns jagt und die Herrin so missachtet. Bei der letzten Anrufung teilte uns die Herrin mit das es so sein müsste, das die Inkarnation des Schicksals es vorausgesehen hatte. Doch leider sagte sie uns nicht wieso man ihre Tempel zerstört, wieso man alles fast dem Boden gleich macht. Ihre Worte klingen mir noch im Ohr: „Der Glaube an mich wird wieder aufflammen, wenn ihr es auch nicht mehr erleben werdet, aber es muss geschehen was geschehen muss.“ Nun wenn sie es sagt, wir können nur eins tun, ihr gehorchen. Ich werde nun noch mal einen Rundgang machen und sehen ob wirklich alle weg sind und ihnen dann folgen.

Wir haben alles so hergerichtet wie die Herrin es angeordnet hat. Ich will nur hoffen das sie recht hat. Doch nun wird es auch für mich Zeit, ich habe noch mal nachgesehen und es sind alle fort. Zumindest sind sie in Sicherheit, das ist die Hauptsache. Ich höre den Mob, da sie bisher nicht von IHR bestraft wurden für ihre Frevel glauben sie das die Herrin tot ist, das es die Götter nicht mehr gibt. Doch das ist nicht wahr. Sie wird es noch geben, wenn wir schon alle zu Staub geworden sind. Ich würde es gerne mit erleben, wie sich der Glaube an sie erneuern wird. Was nun die Artefakte die wir herstellen mussten damit zu tun haben weiß ich nicht. Doch haben wir einen Teil des Buch des Wissens aufbewahrt. Ich bete zu ihr das sie mir Langlebigkeit verleiht. Zu gerne würde ich es noch erleben. Die restlichen Tempel wurden einfach verlassen, dort wartete man nicht so lange bis der Mob kommen würde. Wir werden uns nun alle im Mutterhaus treffen. Wir, unsere Männer und Kinder. Doch nun muss ich fort. Und werde dem neu gegründeten großen Rat beitreten, wie sie es befohlen hat.

Donna

ehemalige Hohepriesterin des westlichen Tempels der Herrin des Lichts.

Nara legte das Buch wieder dort hin wo sie es fort genommen hatte und sah Iron an, er nickte: „Deswegen also und im laufe der Zeit vergaß man die Götter beziehungsweise übernahm die Behauptung das sie tot wären. Was es auslöste, und diesen Hass entfachte werden wir wohl heute kaum noch heraus finden können. Obwohl ich es schon gerne erfahren würde, was sie damals dazu veranlasst hatte.“ Nara nickte: „Und mich würde interessieren was aus dieser Donna geworden ist und was vor allem der große Rat sein soll. Und es war wohl falsch das wir glaubten es sei eine Göttin der Liebe, Donna nannte das hier einen Tempel der Herrin des Lichts. Und ich frage mich was eine Inkarnation ist, denn hier war von der Inkarnation des Schicksals die Rede. Also gibt es das Schicksal wirklich und wir folgen scheinbar alle einem vorbestimmten Weg.“ Iron sah sie an: „Warte einen Moment ich hatte da eben ein Buch gesehen, in dem von der Herrin des Lichts die Rede war, vielleicht gibt uns das Aufschluss.“ Dann lief er um das Buch zu holen und war einen Moment später wieder zurück. „Schau hier, ich wusste doch das ich da was gelesen hatte, ich konnte es nur nicht zu ordnen. Vor allem hatte ich das Buch recht schnell wieder weg gelegt weil ich dachte es wäre nur eine Geschichte. Aber wie dem auch sei, schau hier, dort steht, das die Herrin des Lichts, die höchste Gottheit und ihr fast nichts unmöglich ist. Das alle anderen Götter ihr unterstehen. Mehr oder weniger. Weiter geht es mit, das sie immer begleitet wird von ihren beiden Gefährten, wobei sie mit dem einen verheiratet ist und der andere ihr Liebhaber sein soll.“ Iron sah Nara an: „Ich denke das ist sie, das ist die Göttin in deren Tempel wir uns gerade befinden. Das würde auch zu dem passen was wir eben im Spiegel sahen.“ Nara nickte und sah ihn an. „Die Herrin des Lichts also, so heißt sie.“ Iron sah sie fragend an: „Was ist los, du scheinst nachdenklich.“ Nara druckste einen Moment herum: „Nun ja wir sind Archäologen, sollten wir da nicht normalerweise unsere Funde den Behörden mitteilen oder irgendeinem Museum? Und vor allem diese Erkenntnisse? Die ganzen Bücher,“ dabei deutete sie auf das Buch das Iron in Händen hielt, „sie enthalten altes Wissen, und sollte man den Menschen nicht mitteilen wie falsch sie liegen wenn sie denken das es die Götter nicht mehr gibt?“ Iron sah sie nun an als ob sie nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte. „Klar und was geschieht dann mit diesen Orten? Oder was geschieht mit den Artefakten, du hast sie doch gehört. Wenn sie in falsche Hände geraten, ist das nicht gut. Nein ich denke das sollten wir nicht tun. Wir sollten es so lassen wie es war, eine persönliche Odyssee nur für uns. Und was wir später mit den Artefakten machen, können wir überlegen wenn wir sie alle gefunden haben. Ich möchte auch nicht in die Welt der Götter, was sollten wir dort? Doch ich würde die Artefakte gerne finden, ohne das man uns laufend auf den Fersen ist und das würde man sein, würde es auch nur bekannt werden das wir Wissen besitzen das sonst keiner hat. Wenn wir hier auch nur ein Buch entwenden und es den Museen geben, wird man wissen wollen woher wir es haben und wir müssten alles offen legen, bis hin zum Muttertempel. Und dein Vater hätte sein Leben lang umsonst gesucht.“ Das verstand nun auch Nara und sie nickte abermals. „Du hast ja recht, doch blutet mein Herz wenn ich sehe wie man die Götter verleugnet, wo wir doch nun wissen das es sie gibt.“ Er sah sie betrachtend an: „Kleines du klingst wie diese Donna. Ich denke so in etwa wird sie auch gedacht haben. Doch davon dürfen wir uns nicht beirren lassen. Sicher wir wissen nun mehr als andere. Doch laut ihrem Tagebuch wusste man schon vorher was geschehen würde. Also lass uns einfach den Weg weiter folgen den wir einmal beschritten haben. Und vor allem sollten wir Spass haben und uns nicht von solchen Gedanken belasten lassen. Wir sind freie unabhängige Altertumsforscher und das will ich auch noch eine Weile bleiben.“ Nara gab ihm Recht. „Dann lass uns mal sehen was wir hinter den anderen beiden Türen noch finden.“ Er sah sie kurz an, drückte sie noch mal an sich und nickte: „Na dann komm, sehen wir nach, welche Geheimnisse der Tempel noch für uns hat, vor allem scheint hier irgendwo auch ein Teil des Buchs des Wissens verborgen zu sein.“ Dann lies er sie los und ging zur Türe, Nara folgte ihm lächelnd. Das Buch legte er auf ein Tischchen bevor sie den Raum verließen und schritt anschließend auf die nächste Türe zu. Als auch Nara bei ihm angekommen war drückte er vorsichtig die Klinke runter und sah hinein. Hier befand sich ein riesiger Schlafsaal in dem auch Kinderbetten standen. Der Ausstattung zufolge waren wohl hier die Novizinnen als auch die Kinder untergebracht gewesen. Nara zählte zwölf normal große Betten und vier Kinderbetten. Von diesem Raum ging noch mal eine Türe ab, so durchschritten sie den Saal und öffnete nun diese Türe. Der Raum dahinter hatte einen markanten und männlichen Geruch an sich auch hier standen einige normal grosse Betten. Es war wohl das Schlafgemach der Männer gewesen. Doch auch hier war nichts großartiges zu finden, also verließen sie diese Schlafräume wieder und wendeten sich nun der letzten Türe des Ganges zu. Doch als sie diese öffnete staunten sie nicht schlecht. Überall standen Kisten herum die mit Gold und Edelsteinen gefüllt waren, sie standen wohl in der Schatzkammer. Auch hier gingen noch mal rechts und links je eine Türe ab. Sie sahen sich aber erst mal den Schatz an und Nara staunte nicht schlecht. „Also arm war der Tempel nicht. Wundert mich das sie alles zurück gelassen haben.“ Iron nickte: „Ich nehme an das es die Opfergaben waren, die der Tempel von den Hilfesuchenden bekamen. Denn wir wissen ja nun das jeder Suchende erst mal in den Tempel kommen und seine Bitte an die Göttin hier stellen musste. Die Hohepriesterin entschied ja dann ob man die Anrufung machen sollte oder nicht. Denn ich könnte mir vorstellen das die Herrin des Lichts reichlich zu tun hatte.“ Nara nickte, doch man fasste nichts an, die beiden waren nicht an dem Schatz interessiert. Also öffneten sie nun die Türe zu linken und fanden dort den Portalraum, denn auch hier war eine Rune auf dem Boden aufgezeichnet, doch schien sie inaktiv zu sein, denn es rührte sich nichts, auch nicht als sie die Rune betraten. Zudem sah sie anders aus als die Rune die sie am Körper trugen. So sahen sie sich den Raum mal genauer an. Und dann fanden sie an einer Wand einige unterschiedliche Runen hinter denen je ein Name stand. Mal Tempel des Ostens, dann Muttertempel und noch andere. Nara betrachtete sie aufmerksam. „Man muss hier wohl erst mal eingeben wohin man möchte, und dann wird die Rune auf dem Boden wohl aktiviert. Und hier hinter einer der Rune steht gar nichts, ich denke mal das ist die, die dann nach draußen führt, also aufwärts.“ Iron stand neben ihr, einen Arm um ihre Schulter gelegt und sah sich ebenfalls die Runen an. Er nickte: „Ja da könntest du recht haben. Also hätten wir keine Sorge haben müssen, wir wären also nicht einfach hinaus teleportiert worden.“ Nara grinste: „Das wussten wir aber vorher nicht. Also lieber auf alles vorbereitet sein, wir sind ja schon recht unbedacht hier herein gestolpert.“ Nun musste auch Iron lachen. „So könnte man es auch nennen. Nun sehen wir uns noch den letzten Raum an, dann sollten wir uns schlafen legen und morgen dann mal überlegen wohin wir als nächstes wollen.“ Nara war damit einverstanden, also gingen sie nun zu der letzten Türe und öffneten sie. Dort fanden sie einige runde Säulen vor, auf denen anscheinend normalerweise etwas gelegen hatte. Doch nun waren sie bis auf eine leer. Als sie näher traten sahen sie das es die Hälfte eines Buches war, es flimmerte sachte. Iron sah es sich nachdenklich an. Dann blickte er Nara an: „Mir kommt da eine Idee. Sagte die Herrin nicht das die Heiligtümer geschützt sind und das hier niemand was entwenden könnte? Was wäre wenn wir alles was wir finden hier herbringen und das Buch zwar lesen doch es hier lassen. So kann man uns nichts weg nehmen und die Artefakte wären geschützt. Zudem scheint es hier doch recht gemütlich zu sein und wenn wir mit den Teleportationsräumen hin und her reisen können, müssten wir auch nichts offen mit uns herum schleppen sondern könnten es leicht hier her bringen. Was ich meine ist, das wir hier unser Hauptquartier aufschlagen könnten und von hier aus in die anderen Tempel reisen und wieder zurück kommen.“ Nara verstand was er meinte: „Das ist keine schlechte Idee und wenn wir einen Tempel finden der uns besser zusagt, könnten wir ebenso dort unser Lager aufschlagen, also ich finde die Idee sehr gut.“ nachdem sie sich einig geworden waren über die zukünftige Vorgehensweise, nahmen sie vorsichtig das Buchteil von seinem Sockel und setzten sich auf den Boden um es auf zu schlagen und darin zu lesen. Das erste Kapitel handelte von der Rune der Macht und erklärte was damit alles möglich wäre. Nun wurde ihnen auch erklärt wie sie die Rune benutzen konnten ohne eine Gegenrune die man berühren oder anfassen musste. Sondern wie man die Rune am Körper alleine nutzen könnte und zu was sie alles fähig war. Auch riet das Buch, die Rune über tätowieren zu lassen, damit man sie nicht mehr als Rune erkennen könnte, denn sie würde einmal aktiviert dadurch nicht ihre Kraft verlieren. Die beiden nahmen sich vor dem Rat des Buches zu folgen und es so zu halten. Dann lasen sie über die Teleportationsräume und wie man sie benutzen konnte. Doch das hatten sie ja teilweise schon selber heraus gefunden. Es wurde ihnen erklärt das auch in den Tempeln oberirdisch Teleportationsrunen auf dem Boden zu finden waren, das diese sie aber lediglich in die Heiligtümer bringen würden und automatisch aktiviert werden würden, wenn man sich mit der aktivierten Rune am Körper darauf stellen würde. Und das Buch wies noch mal darauf hin, das es nur einem Paar gestattet und möglich war die Heiligtümer auf zu suchen. Im nächsten Kapitel lasen sie über die beiden Löwen und wie man sie einsetzen konnte, als auch den Spruch mit dem man die Löwen und ihre Kraft nutzen konnte. Dann lasen sie etwas über das Zepter des Lichts und das es der mächtigste Gegenstand war, weil dieser von der Herrin selber hergestellt worden war. Das Zepter des Lichts musste man auch aktivieren damit es seine ganze Kraft und Macht entfalten würde. Das Zepter alleine würde wenn man Glück hatte die Göttin höchst persönlich herbei rufen können. Der Spruch um es zu nutzen stand dabei, das heißt zur Hälfte, denn hier war das Buch zu ende, die andere Hälfte fehlte noch. Nara und Iron prägten sich die Sprüche die sie brauchen würden und hier schon mal erklärt wurden, genau ein. Dann erhoben sie sich und legten die Buchhälfte wieder auf ihren Platz. Iron sah Nara an: „Ich würde vorschlagen, das unser nächstes Ziel sein sollte die andere Hälfte des Buches zu finden. Das heißt erst mal suchen wir einen Tätowierer der unsere Runen über tätowiert und dann suchen wir den nächsten Tempel auf.“ Nara war damit einverstanden, also verließen sie den Geheimgang und schlossen ihn in dem sie das Buch das Nara heraus gezogen hatte, wieder an seinen Platz schoben, doch testeten sie ob sie damit den Gang noch mal öffnen konnten, als das klappte waren sie zufrieden. Dann wollten sie sich zum essen nieder setzen als Irons Blick auf den Altar fiel. „Schau mal die Steine sind fort und stattdessen liegen dort zwei Ringe.“ Sie betrachteten die beiden Ringe, sie waren merkwürdig hergestellt worden, die Ringe waren nicht massiv sondern es sah eher so aus als wären dort zwei Blumenranken miteinander verschlungen worden. Nara griff zu dem kleineren Ring und sah Iron an: „Ob die für uns sind?“ Iron zuckte die Schulter und griff nach dem größeren Ring.: „Keine Ahnung, doch möglich wäre es schon.“ Sie sahen hoch wo das Gesicht erschienen war. Und Nara fragte: „Sind die für uns?“ Natürlich bekamen sie keine Antwort, also steckten sie die Ringe einfach mal an. Und sie passten wie angegossen, da sonst nichts geschah, ließen sie sie an ihren Fingern. Dann setzten sie sich zum essen nieder und unterhielten sich noch über das was sie an diesem Tag alles erfahren hatten. Später dann gingen sie schlafen und da der Tag schon recht anstrengend gewesen war, war auch Iron froh schlafen zu können, doch hielt er Nara in seinen Armen, er hatte nicht vor sie je wieder los zu lassen.

Am nächsten Morgen, nach einer angenehmen Dusche und einem reichhaltigen Frühstück wollten sie erst mal zu ihrem Lager und dort alles einpacken. So betraten sie kurz darauf den Teleportationsraum und wie vermutete landeten sie als die Rune aktiviert wurde oben in der Nähe ihres Lagers, doch mussten sie erschrocken feststellen das man es komplett durchwühlt hatte. Iron sah sich aufmerksam um. Doch es war niemand zu entdecken. Nara fluchte leise: „Man hat aber auch nichts ganz gelassen, verdammt wer war das denn nur?“ Iron half ihr beim sortieren, doch war seine Aufmerksamkeit getrübt da er immer noch nach denen Ausschau hielt die das Lager verwüstet hatten, er ging davon aus das sie nicht so schnell aufgeben würden. Als aber nichts weiter geschah, rief er ein Taxi und wie es der Zufall wollte war es wieder der gleiche der beide schon hin gefahren hatte. Sie ließen sich in die nahe Stadt bringen und suchten dort einen Tätowierer auf, der die Rune nun kunstgerecht unter einer anderen Tätowierung verbarg. Doch als sie den Laden verließen, musste Iron wieder mal zeigen welche Kampfkraft in ihm steckte, denn sie wurden abermals überfallen. Doch inzwischen war Iron auch recht wütend geworden. Und so wirbelte er zwischen den Angreifern umher. Es dauerte eine Zeit, doch dann hatte er sie doch bezwungen, allerdings derjenige der sich an Nara vergreifen wollte bekam noch einen extra auf die Nase und Iron fauchte: “Niemand fasst meine Liebste an, ist das klar?“ Dann rief er abermals die Polizei um die Angreifer den Behörden zu übergeben, doch diesmal durchsuchte er sie vorher um vielleicht einen Anhaltspunkt zu finden, wer ihr Auftraggeber war. Nara sah ihn bewundernd an, so etwas hatte sie noch nie gesehen, das jemand so schnell sein konnte und mit welcher Kraft er die Angreifer überwältigt hatte. Doch Iron fand nichts, außer einem kleinen Zettel mit einer Telefonnummer. Er nahm sich vor, wenn sie im Hotel wären dort mal an zu rufen und zu sehen wer sich am anderen Ende melden würde. Als die Polizei eintraf, sahen diese die beiden doch verwundert an: „Was denn, schon wieder überfallen worden?“ Iron zuckte mit der Schulter und nickte: „Ich verstehe das auch nicht, wir wollten lediglich den alten Tempel besichtigen und als wir nun zurück kamen, aber sie sehen ja selber.“ Die Beamten nickten und packten die Ganoven in ihr Auto. Anschließend fuhren Nara und Iron in ihr Hotel, dort rief Iron dann die Telefonnummer an die auf dem Zettel stand. Und als der Teilnehmer am anderen Ende ab nahm, kam als erstes die Frage“ Und habt ihr die beiden? Haben sie schon was gefunden?“ Iron runzelte die Stirn: „Nein sie haben uns nicht und gefunden haben wir ebenso noch nichts, doch wer ist denn da?“ Dann hörte er wie am anderen Ende geflucht und aufgelegt wurde. Er sah Nara an: „Also da will wohl jemand ebenso die Artefakte haben wie es scheint und dieser jemand hofft wohl das wir wissen wo man sie finden kann. Die Kerle eben sollten uns wohl gefangen nehmen, doch da haben sie bei mir aber Pech gehabt.“ Nara sah ihn an: „Doch wieso sucht man ausgerechnet uns? Ich meine wir sind doch nicht die einzigen die auf den Spuren der alten Götter wandeln. Ich weiß alleine schon von zwei alten Archäologen die ebenfalls seit Ewigkeiten die alten Tempel besuchen, ebenso wie es mein Vater getan hat. In der Hoffnung vielleicht doch irgendwo noch mal etwas zu finden was noch keiner entdeckt hat.“ Nun sah Iron sie sprachlos an, denn ihm war ein Gedanke gekommen: „Nehmen wir mal an, das die Suchenden ebenfalls noch an die alten Götter glauben und mein Vater ist verschwunden. Vielleicht nehmen sie an, er hat die Artefakte gefunden und ist nun in der Welt der Götter. Denn ich gehe mal davon aus das es in Fachkreisen sicherlich bekannt sein dürfte. Denn ebenso wie du wissen es sicher auch andere. In dem Fall wäre es nahe liegend das man uns auflauert, denn schließlich geht man dann davon aus das wir gewisse Aufzeichnungen haben an die man hofft dran zu kommen.“ das leuchtete auch Nara ein: „Wir sollten vorsichtiger sein, wenn es so ist wie du sagst. Aber nun ja bis in die Tempel also die Heiligtümer können sie uns ja nicht folgen. Und wenn wir mal gelernt haben wie wir mit den Teleportationsrunen umgehen müssen dürfte es ihnen schwer fallen uns zu folgen.“ Das stimmte nun auch wieder, dennoch hatte Iron vor weiterhin wachsam zu sein. Da sie nicht vorhatten das man ihnen auf die Schliche kam, das sie eventuell auch anders von einem Tempel zum anderen reisen konnten, buchten sie für den Nachmittag noch einen Flug der sie zum nächsten Tempel bringen sollte, in dem sie an nahmen die andere Hälfte des Buches zu finden sei. Dieser war wie sie wussten noch recht gut erhalten und noch keine Ruine. Und vor allem war hier die Tempelanlage oberirdisch und lag an einem Gebirgshang. Sie waren schon ganz aufgeregt was sie wohl dort erwarten würde. Und am Nachmittag sollte es los gehen.

Kapitel 5: Die Macht der Ringe


 

Am späten Nachmittag standen sie dann auch vor dem nächsten Tempel, bisher waren sie seit dem letzten Überfall nicht mehr belästigt worden, was aber nichts heißen musste. Der Tempel war noch relativ gut erhalten und als sie ihn betraten sahen sie geradeaus auch den Altar. Es standen zwar noch die beiden Löwen rechts und links neben dem Altar aber die Statuen der beiden Krieger als auch die der Herrin waren zerstört worden. Deren Überreste lagen überall verstreut auf dem Boden. Allerdings sahen sie nun die Runen direkt an den Wänden, sie brauchten dazu kein Licht. Ebenso wie sie vor dem Altar wo eigentlich die Bank sein müsste auf die sich die Hohepriesterin gekniet hatte, eine Teleportationsrune vor fanden. Nara und Iron sahen sich genau um, sie wollten keine Beobachter dabei haben, also gingen sie den Altarraum noch mal ab um auch in die kleinste Ecke zu sehen. Als sie sich absolut sicher waren das sie keiner beobachtete, nahm Iron Nara kurzerhand auf seine Arme, während sie ihn angrinste. Er zwinkerte ihr zu: „Ich habe keine Lust dort alleine an zu kommen und dann das Los meines Vaters teilen zu müssen, so kann ich sicher sein das du auch mitkommst.“ Dabei trat er genau auf die Rune und war eine Sekunde später mit ihr verschwunden.

Ebenso schnell tauchten sie in einer Halle wieder auf, kaum waren sie dort, flackerten wie schon in dem anderen Tempel die Fackeln auf. Doch diese hier war anders aufgemacht. Auch hier fand man auf einer Wand die schon ihnen bekannte Doppeltüre, doch stand hier kein Bett in der Halle. Ebenso gab es wie in der anderen Halle einen Altar, als auch Regale an den Wänden und auch Wandteppiche. Doch war diese Halle hier kleiner als die andere und es lagen hier kostbare Teppiche auf dem Boden. Außerdem gab es hier einen Kamin in einer Ecke in der Nähe der Regale.

Als erstes öffneten sie die Türen, die sie an den Hallenwänden fanden. Doch hier gab es nur zwei Schlafzimmer, einmal das was sie schon kannten und nach Rosen duftete, als auch ein scheinbar unberührtes, denn man fand darin keine persönlichen Gegenstände. Allerdings ging von ihm ein Bad ab ähnlich dem das sie auch in dem anderen Tempel vorgefunden hatten. Dann fanden sie eine Bibliothek gefüllt mit alten Büchern. Und sie suchten die Halle ab nach dem Geheimgang. Dann fiel Nara der Titel des Buches wieder ein, das sie in dem anderen heraus gezogen hatte und sah nun in den Regalen in der Halle nach und wurde auch fündig. Während dessen öffnete Iron eine weitere Türe und ihm blieb der Mund offen stehen. Er war sprachlos, als er sich wieder gefasst hatte rief er aufgeregt nach Nara. „Kleines komm mal ganz schnell her, das glaubst du ja nicht was es hier gibt.“ Da sein Ruf recht aufgeregt klang lief sie zu ihm bevor sie das Buch heraus ziehen konnte und blieb ebenso wie er mit offenem Mund da stehen. Dann traten beiden in den Raum, es war eine Mischung aus Schlaf und Wohnraum, doch was Iron so erstaunt hatte war das man von hier aus durch bodenhohe Fenster nach draußen schauen konnte und das es einen Felsenvorsprung gab auf den sie hinaus treten konnten. Als Nara die Türe nach draußen öffnete konnten sie zu den Bergen sehen die sich hinter dem Tempel auftaten und sahen dort langsam die Sonne unter gehen. Tief unter ihnen breitete sich ein langes Tal zwischen dem Berg auf dem ihr Tempel stand und dem gegenüber liegenden Berg aus. „Das ist.....also das ist wunderschön. Weißt du ich glaube wir sollten lieber hier unser Hauptquartier aufschlagen, denn das ist viel schöner als der andere Tempel und von hier kann man auch nach draußen.“ Iron war bereits zur Brüstung gegangen und hatte sich mit dem Rücken darüber gelehnt um nach oben zu sehen und dann lachte er : „Kleines das hier ist ein Glücksfall, schau mal nach oben, wir sind wieder unter der Erde, doch diesmal ist die ganze untere Anlage in den Felsen geschlagen worden, wobei man hier einen Eingang geschlagen hat um auch nach draußen sehen und gehen zu können. Und du hast recht, hier ist es viel schöner als in dem muffigen alten Tempel in dem wir zuerst waren. Ich würde sogar sagen wir nehmen das hier als unser Schlafzimmer. Was denkst du?“ Nara nickte: „Doch sollten wir zuerst sicher gehen das wir hier auch wieder heraus kommen, also sollten wir zuerst den Portalraum suchen.“ Iron nickte, sie ließen die Türe auf um Frischluft rein zu lassen und dann zog Nara das Buch heraus und abermals öffnete sich leicht versetzt vom Altar eine geheime Türe. Als sie nun diesen Flur betraten gab es nur zwei Türen, die erste führte direkt in den Portalraum und auch hier fanden sie schon die gleiche Anordnung der Runen wie in dem anderen Tempel. Und die zweite Türe führte sie in die Schatzkammer, wo man auch hier die Schätze zurück gelassen hatte, von der eine weitere Türe abging. Als sie diese öffneten, sahen sie das es auch hier einige leere Säulen gab und auf dem mittleren, lag die zweite Hälfte des Buches. Beide nickten als hätten sie nichts anderes erwartet. Doch wollten sie zuerst das Portal ausprobieren bevor sie sich mit etwas anderem beschäftigten. So betraten sie nochmal den Portalraum und Nara suchte die Rune heraus die zu dem anderen Tempel führen würde. „Jetzt hoffen wir mal nur das es auch klappt, also ich habe mir die Rune von diesem hier genau gemerkt, so das wir wieder zurück können.“ Iron nickte abermals: „Na dann los.“ Dann traten beide auf die Rune, es flimmerte und kurz darauf standen sie in dem ihnen schon bekannten Portalraum, des anderen Tempels. Iron ging schnell und holte die erste Buchhälfte dann kam er zurück. „So nun wieder zurück und ich hoffe wir machen alles richtig.“ Als Nara nun die Rune betätigte traten sie abermals auf die Rune am Boden und wiederum flimmerte es und sie standen wieder in dem Bergtempel. „Also das klappt doch einwandfrei, würde ich mal sagen. Nun können wir auch beide Buchhälften wieder zusammen führen.“ Iron grinste „Wir sind Genies.“ Nara lachte leise und sah ihn verliebt an. Anschließend betraten sie den Sockelraum. Doch erst mal legte Iron die zweite Buchhälfte auf einen leeren Sockel, denn er hatte etwas bemerkt und schritt zur rechten Wand des Raumes, Nara sah ihm fragend nach, doch dann sah auch sie es. Hier gab es noch eine Geheimtüre, die hatten sie zuvor gar nicht gesehen, doch nun schimmerte sachte ein Lichtstrahl durch einen kleinen Ritz in der Wand. Iron tastete die Wand daneben vorsichtig ab und suchte nach einem Schalter oder halt etwas das die Türe öffnen könnte. Nara hingegen sah sich im Raum um und abermals fiel ihr Blick auf die Sockel die ja nicht zu übersehen waren, doch dann fiel ihr etwas auf. „Es gibt hier einen Sockel mehr als in dem anderen Raum, sieh nur hier sind zwei für die Buchhälften, dann zwei für die beiden Löwen und einen für das Zepter. Doch wäre dann noch ein Sockel leer. Es ist einer zu viel.“ sie schritt zu den Sockeln und drückte auf jeden von oben darauf. Und als sie auf den ganz linken drückte, öffnete sich knirschend die Türe. Iron sprang zurück als die Türe sich unvermutet öffnete, anschließend schaute er sachte hinein. „Hier stimmt etwas nicht. Ich bin mir sicher das der Raum zuvor nicht da gewesen ist, ebenso wie der überzählige Sockel.“ Nara sah ihn an: „Ja klar, man hat während wir im anderen Tempel waren, mal eben schnell noch einen Sockel dazu gestellt und auch den Raum gebaut.“ Sie lachte leise. Iron sah sie ernst an: „Ich meine es ernst, wir haben den Raum auch eben genau betrachtet und ich bin mir sicher das wir es bemerkt hätten, der Raum und der Sockel waren vorhin noch nicht da.“ Sie betraten den Raum, auf drei der Wände gab es hohe Spiegel die die ganze Wand einnahmen, umrandet von einem Holzrahmen. An den Rahmen waren Schilder befestigt. Doch sahen sie nun das die Spiegel milchigweiss waren, sie konnten sich nicht darin spiegeln. Iron sah Nara an: „Das sind keine Spiegel um sich darin zu betrachten. Diese hier sind für etwas anderes. Und ich behaupte immer noch, weder der Raum noch der überzählige Sockel waren eben da. Ich weiß nicht wie es gegangen ist, doch muss es nachträglich eingesetzt worden sein.“ Nara grinste leicht und sah sich lieber die Schilder an, die an den Rahmen angebracht worden waren. Das klang nun doch etwas sehr unglaubwürdig, sie glaubte eher das sie es eben nur nicht bemerkt hatten. An dem Spiegel ganz rechts waren zwei Schilder angebracht auf denen stand, „Vergangenheit und Vogel der Zeit.“ Auf dem Spiegel an der Kopfwand konnte sie lesen: „ Gegenwart und schlafende Urgewalt:“ Sie las die Sachen laut vor und auch Iron trat nun zur linken Wand dort stand: „Zukunft und Geheimnis der Vergangenheit.“ Er sah sich weiter um und in der Mitte des Raumes standen zwei Sessel zwischen denen ein kleiner Tisch stand mit einer Kugel, die in einen kleinen Ständer eingelassen worden war. Auch die Kugel war milchigweiss. Nara war viel zu neugierig und so ging sie abermals zum ersten Spiegel zurück und berührte das Schild wo stand Vergangenheit. Doch kaum hatte sie das getan, wurde der Spiegel klar und man konnte hinein sehen, allerdings sah sie nun nicht sich selber, sondern wie man die einzelnen Tempel überfiel. Wie die Tempel zerstört wurden und welche Wut in dem Mob war als sie feststellten das einige bereits verlassen waren und bei denen dann unverrichteter Dinge wieder abzogen. Das heißt, die Statuen zerstörte man und verhöhnte die Göttin. Nara stand vor dem Spiegel und sah dem ganzen gefesselt zu, Iron trat ebenfalls näher. Der Spiegel zeigte ihnen was in der Vergangenheit geschehen war. Er wechselte schon mal den Ort des Geschehens aber im Grunde war es fast überall gleich. Der Mob kam, wenn er einen Priester oder eine Priesterin zu fassen bekam, waren sie kurz darauf erschlagen, dann zerstörte man die Inneneinrichtung des Tempels. Mal die Statuen oder auch den Altar oder ähnliches. Und hier und da legte man auch Feuer und brannte den Tempel nieder. Doch nun sahen Nara und Iron, das nicht jeder im Tempel wohnte, sondern wieso es bei dem ersten Tempel den sie besucht hatten ein Dorf gab. Dort lebten die Priester und Priesterinnen des Tempels mit ihren Familien, wenn die Angehörigen nicht zum Tempel gehörten. Den beiden jungen Altertumsforschern wurde hier ein Einblick gegeben was in der Vergangenheit geschehen war. Nach einer weile änderte der Spiegel das Bild und sie sahen nun das junge Paare, ebenso so wie sie diese zwei Ringe erhielten und sie vernahmen die Stimme der Göttin, die zu den jungen Paaren sprach. „Nun ist es euch gestattet auch einzeln die unteren Heiligtümer zu betreten, ihr seid nun Kraft der Ringe verbunden. Es wird immer so sein als wärt ihr zu zweit, dank der Ringe.“ Als Nara und Iron das hörten sahen sie auf ihre Ringe und Iron sah Nara an: „Weißt du was das heißt? Wir müssen nun nicht mehr gemeinsam jeden Tempel betreten sondern können das auch einzeln tun.“ Nara nickte. „Und das ist gar nicht so schlecht, denn ich muss gestehen ich fand es schon ein wenig lästig. Ich stellte mir vor das du vielleicht mal was anderes möchtest als ich oder umgekehrt, doch wären wir gezwungen gewesen den anderen grundsätzlich zu begleiten.“ Als sie nun wieder auf und in den Spiegel sahen, war es ihnen so als sähe die Göttin sie an: „Doch seid vorsichtig, die Gefahr lauert überall, nicht nur im bekannten, sondern auch und vor allem im unbekannten.“ Nara und Iron sahen sich an und Nara flüsterte: „Hat sie nun uns gemeint? Es sah so aus als sähe sie uns an.“ Dann sprach die Göttin abermals. „Stärke und Weisheit sind in euch vereint, einzeln seid ihr stark, doch zusammen unschlagbar. Denkt daran. Mal braucht es Kraft und Stärke, doch hier und da kommt man mit Weisheit weiter und die Kraft muss schweigen.“ Dann verblasste das Bild im Spiegel und er wurde wieder weiß. Iron sah auf Nara herab und nickte: „Ja ich glaube das war an uns gerichtet. Ich bin die Kraft und die Stärke, doch du bist die Weisheit. Ich denke so war es gemeint.“ Nara nickte, das leuchtete ihr ein.

Sie nahmen sich vor die Spiegel später näher zu erforschen doch erst mal wollten sie etwas essen. Zudem es schon spät war und man auch einige Stunden Schlaf brauchte. Als sie ihren Wohnraum betraten war vor dem Kamin ein kleiner Tisch gedeckt und sie setzten sich nieder und aßen. Dabei unterhielten sie sich über das was sie heute wieder erfahren hatten. Irons Blick ging langsam an Nara entlang. Er empfand es als großes Glück sie gefunden zu haben, sie war eine Schönheit und es schien als wüsste sie es zwar, doch als würde sie keinen großen Wert darauf legen. Doch als sie sich schlafen legten und er sich ihr nähern wollte, blockte sie ab mit der Begründung sie sei zu müde. Sie war die erste Frau die ihn abblitzen lies und noch fand er es aufregend das hier eine Frau war die sich nicht sofort in seine Arme warf. Er wusste das er gut aus sah, ebenso das die Frauen auf seinen Körper abfuhren. Er selbst hielt sich für unwiderstehlich und Dank seiner reichlichen Erfahrungen auch für einen guten Liebhaber.

Als sie am nächsten Morgen ausgeruht aufwachten und er sich abermals Nara näherte bevor sie aufstanden und sie es wieder ablehnte, fand er es nicht mehr komisch. Er sah sie an: "Was ist los? Wieso willst du nicht?“ Dann kam ihm ein Gedanke: „Oder bist du zur Zeit unpässlich und willst es nur nicht sagen?“ Nara sah ihn an und senkte leicht den Kopf: „Nein das ist es nicht, doch es geht mir einfach zu schnell.“ Nun war es an ihm sie verblüfft an zu sehen. „Was?? Hallo... wir haben es bereits miteinander getan und sogar mehr als einmal und nun kommst du an mit es geht dir zu schnell?“ Nara nickte leicht, doch wagte sie nicht ihn an zu sehen aus Angst sich zu verraten. Iron verstand es nicht, doch ließ er sie nun in Ruhe und erhob sich aus dem Bett. Immer wieder blickte er sie kopfschüttelnd an, er verstand es wirklich nicht. Er wollte sie und hatte das Gefühl gehabt das sie ihn auch wollte, zudem sie ihm gesagt hatte das sie ihn liebte. Auch hatte er ihre verliebten Blicke gesehen, dennoch lehnte sie es ab mit ihm zu schlafen. Also für seine Begriffe stimmte hier etwas nicht und er würde heraus bekommen was nicht stimmte. Doch erst mal setzten sich sich zum Frühstück nieder, während er sie immer wieder betrachtete. Er hatte bewusst auf ein Hemd verzichtet und hoffte das sie in seiner Gegenwart doch schwach werden, wenn sie ihn ansehen würde. Nara sah ihn immer wieder mal unter ihrem gesenkten Blick an. Sie hätte lügen müssen, wenn sie behauptet hätte sie wolle ihn nicht, doch ihr Geheimnis war recht simpel, sie hatte ein schlechtes Gewissen. Denn sie war bereits liiert und wollte damit erst mal abschließen, bevor sie sich näher mit Iron einlassen würde. Sie sah es erst mal als einmalige Sache an, das sie zuvor schon mit Iron geschlafen hatte und entschuldigte das vor sich selber damit das sie es nur wegen der Rune getan hatte, auch wenn sie es besser wusste. Sie schimpfte mit sich selber, das sie es überhaupt zugelassen hatte, denn sie hätte sich doch denken können, das er sie nun auch öfter wollen würde. Als er aber begann nun von dem Buch zu reden, fühlte sie sich wieder sicher und beteiligte sich auch an dem Gespräch. Sie nahmen sich vor eins nach dem anderen und sich erst mal das Buch an zu sehen und es wieder zusammen zu setzen. Anschließend wollten sie sich dann die Spiegel mal genauer ansehen. So gingen sie als erstes in den Sockelraum wie sie ihn nannten und nahmen die beiden Buchhälften von den Sockeln und als sie sie an einander hielten, leuchteten sie kurz auf und verbanden sich zu einem Buch. Kaum hatten die beiden hälften sich verbunden, versank eine der Säulen langsam in den Boden. Sie nahmen an das es in den anderen Tempeln ebenso sein würde, das konnte man später mal überprüfen, ob in dem anderen Tempel nun auch ein Sockel fehlen würde. Als die Säule im Boden verschwunden war, schob sich über die Öffnung eine Bodenplatte und es war kaum noch erkennbar das dort zuvor mal ein Säulensockel gestanden hatte. Dann setzten sie sich wie zuvor schon mal auf den Boden und sahen in das Buch. Nara wurde dadurch das sie nun so nahe bei einander saßen, Irons Nähe sehr bewusst und sie musste sich zurück halten ihn nicht zu küssen. Sie sah ihn kurz an, sie kannten sich zwar erst wenige Tage und doch hatte sie das Gefühl das sie sich schon ewig kennen würden. Es gab eine merkwürdige Vertrautheit zwischen ihnen, die sie zuvor noch nie bei jemandem gespürt hatte. Iron ging es ähnlich, auch er hatte das Gefühl, das sie irgendwie schon immer zu ihm gehört hatte, wenn er es sich auch nicht erklären konnte. Nun aber sahen sie gemeinsam in das Buch und es wurde ihnen viel erklärt.

 

Kapitel 6: Eine ausgeklügelte Falle


 

Als erstes wurde nun der Spruch zur Aktivierung des Zepters weiter geführt. Doch stand auch noch etwas dazwischen, was man allerdings erst jetzt lesen konnte da beide Buchhälften vereint waren. Es hatte sich sozusagen eine neue Seite gebildet die zuvor scheinbar nicht da gewesen war. In ihr wurde noch mal eine Warnung ausgesprochen, die Gegenstände als auch das Buch nicht in die falschen Hände geraten zu lassen, da es möglicherweise den Untergang ihrer bekannten Welt zu folge haben könnte, wenn die Sprüche oder Gegenstände nicht richtig benutzt werden würden. Da sie sehr machtvoll waren, was man nicht unterschätzen sollte. Iron sah Nara an: „Nun davor brauchen wir uns ja hoffentlich nicht zu sorgen, da wir die heiligen Artefakte ja nicht mit aus dem Tempel nehmen und hier sind sie ja geschützt, hoffe ich zumindest mal.“ Nara nickte, dann sah sie Iron noch mal an: „Ich muss dir etwas sagen, es ist nicht fair wenn ich es dir verschweige.“ Iron sah sie fragend an: „Bitte sag mir jetzt nicht das du für die Gegenseite arbeitest.“ Nara atmete auf, wenn das die einzige Sorge war, so konnte sie ihn beruhigen, so schüttelte sie den Kopf. „Nein, das tue ich nicht keine Sorge, doch es hat etwas mit dir und mir zu tun.“ Nun sah er sie neugierig geworden an: „Na dann heraus mit der Sprache, so schlimm wird es dann schon nicht sein.“ Nara räusperte sich noch mal kurz: „Nun es gibt einen Grund warum ich mich im Moment nicht mehr auf dich einlassen möchte. Ich weiß ich hätte es eher sagen sollen, doch an dem einen Tag wirkte der Raum bei mir noch nach und zudem wollte ich die Rune und ihre Magie wirklich. Und natürlich wollte ich dich. Doch das hätte ich nicht tun sollen, nicht bevor ich etwas geklärt hatte.“ Iron merkte das sie drumherum redete und sah sie sanft an: „Kleines egal was es ist, sag es nur. Das bekommen wir dann auch in den Griff.“ Nara nickte und nahm allen Mut zusammen: „Ich....ich habe einen Freund, ich bin mit jemandem zusammen, und bevor ich mich mit dir eingelassen habe, hätte ich das erst beenden sollen. Es tut mir leid. Doch möchte ich zur Zeit keine weiteren Intimitäten zwischen uns bis ich das geklärt habe. Ich war immer ein ehrlicher Mensch und nun komme ich mir so mies vor. Zum einen das ich ihn mit dir betrogen habe und zum anderen das ich dich liebe und immer noch mit dem anderen zusammen bin.“ Iron sah sie sprachlos an. Er hatte sich zwar schon gewundert das eine so schöne Frau keinen Freund hatte, doch als sie mit ihm schlief, war ihm das auch recht egal gewesen. Er wollte sie und hatte darüber dann nicht weiter nach gedacht. Doch nun wurde es ihm wieder klar, so eine Frau war eben auch eventuell vergeben. Er nickte. „Was hast du nun also vor, willst du mit mir zusammen sein oder mit ihm?“ Nara sah ihn an: „Mit dir, als ich sagte ich liebe dich meinte ich es absolut ernst. Es wurde mir da erst recht bewusst. Obwohl wir uns noch nicht lange kennen, ist es mir als wären wir schon ewig zusammen. Ich werde das mit meinem Freund beenden sobald ich die Gelegenheit dazu habe.“ Iron nickte: „Kleines wegen mir musst du kein schlechtes Gewissen haben. Ich hätte es mir denken müssen, das du eventuell nicht mehr frei bist. Doch um ehrlich zu sein, war es mir schlichtweg egal. Ich wollte dich und will dich immer noch. Und um dich zu kriegen, würde ich alles akzeptieren außer natürlich einen anderen Kerl. Aber wenn du mir sagst das du mit ihm Schluss machen wirst, reicht mir das. Das du ein ehrlicher Mensch bist beweist doch die Tatsache das du es mir nun gesagt hast, obwohl es nicht nötig gewesen wäre. Obwohl ich zugeben muss, das in mir schon die Eifersucht kocht, alleine bei dem Gedanken das du und ein anderer Mann. Und ich will auch ehrlich sein. Ich habe es bisher immer so gehalten, das ich die Frau die mir gefiel und bereit war, mir auch genommen habe. Allerdings dauerte das nie lange an, ich wollte mich niemals auf eine festlegen. In der Regel waren es Frauen die es ebenso wie ich sahen, Spaß haben und gut ist. Sicher vielleicht war auch die eine oder andere darunter deren Herz ich eventuell gebrochen habe, doch das kümmerte mich nicht. Doch dein Herz will ich nicht brechen. Lass uns nun das Buch lesen und dann werden wir das mit deinem Freund klären. Ich will dich und ich habe auch keine Lust Nacht für Nacht neben dir zu liegen und dich nicht berühren zu dürfen.“ Nara nickte, ihr war klar das sie das so schnell wie möglich klären musste. Nicht nur für Iron sondern um auch wieder ein reines Gewissen zu haben. So lasen sie erst mal weiter, wenn auch Iron im Moment nicht ganz bei der Sache war, doch als sie lasen wie es auf der Welt der Götter wäre war auch er recht fasziniert. Dort stand das die Herrin des Lichts einen Sohn hatte, das dieser ein Gott der Liebe war. Das es viele Welten gab und für fast jede Welt ein anderer Gott oder eine Göttin zuständig war, doch auf allen Welten war eine Göttin bekannt, die Herrin des Lichts. Auch ihre beiden Begleiter waren Götter, und ihr Favorit war wohl der mächtige Krieger den sie mit ihr gesehen hatte als sie beide in den Spiegel sahen. Hier stand nun auch das man sie Aurian rief, das sie auch einen Namen hatte und das alleine ihr Name schon Macht bedeutete wenn man ihn kannte. Außerdem stand hier, das sie nicht die erste Herrin des Lichts war sondern das eine Urahnin von ihr die erste war die den Thron bestiegen hatte und das Aurian nur gezeugt wurde um diesen Platz ein zu nehmen damit ihre Urahnin gehen konnte. Hier war auch von den Inkarnationen die Rede und auch welche Bedeutung sie hatten. Das sie verschiedenes verkörperten, wie den Tod, die Zeit, das Schicksal, den Krieg, die Natur und auch das Böse. Dieses Wissen war nur sehr wenigen bekannt, aber vor allem den Priesterinnen und Priestern der Herrin des Lichts. Hier war die rede von verschiedenen Ewigkeiten, das was man eventuell als Hölle ansehen konnte, ebenso wie eine Art Paradies. Und das es noch andere Ewigkeiten gab. Es wurde von der goldenen Stadt erzählt, die die Helden aufnahm, in der sie blieben bis man sie wieder irgendwo brauchte.

Es standen die Rituale in dem Buch mit dem man die einzelnen Götter rufen konnte, ebenso wie die Herrin des Lichts oder ihren Sohn. Dann kamen Nara und Iron an einen Abschnitt der Nara leuchtend rot werden lies, denn dort wurde geschrieben, das Lazarus, Aurians Sohn nur seine Macht entfaltet hatte weil er mit seiner Mutter schlief. Nara sah Iron an: „Eine Mutter und ihr Sohn? Also das ist ja....was soll ich dazu sagen?“ Iron sah sie an und zuckte mit der Schulter: „Also um ehrlich zu sein, ich würde die Herrin auch nicht von der Bettkante stoßen. Und wieso nicht, ich meine vielleicht ist es bei den Göttern anders als bei uns. Wir finden es verwerflich doch hier scheint es gang und gebe zu sein.“ dabei zeigte er auf eine Stelle im Buch wo auch geschrieben stand das es bei den Göttern keine Tabus gab, das sogar Bruder und Schwester und eben nahe Verwandte mit einander schliefen. Auch stand hier das dem Gott der Liebe keine Frau widerstehen konnte, das er jede bekam die er wollte. Das jede Frau bei seiner männlichen und animalischen Ausstrahlung weiche Knie bekam, ebenso wie es bei seiner sehr sinnlichen Mutter und den Männern der Fall war. Nara sah Iron an: „Also bei mir hätte der Kerl keine Chancen.“ Nun lachte Iron herzlich. „Das sagst du ohne ihn gesehen zu haben? Kleines, Frauen sind auch nicht vor der Ausstrahlung eines Mannes gefeit, ich könnte es dir auf der Stelle beweisen. Denn ich denke wenn ich es richtig drauf anlegen würde, lägst du auch innerhalb von einigen Minuten in meinen Armen.“ Nara sah ihn an: „Pfffff.........das glaubst auch nur du. Nicht jede Frau kriegt bei dir weiche Knie, obwohl du gut aussiehst und ich zugeben muss das ich es schön fand in deinen Armen zu liegen.“ Iron wollte das jetzt nicht vertiefen, denn sonst würde er sich nur selber untreu werden und massiv versuchen sie herum zu kriegen. Und er war so von sich überzeugt das er darin keine Probleme sah, wenn er es drauf anlegen würde, dann würde er sie kriegen, da war er sich sicher. Doch sollte sie erst mal die alte Sache beenden und dann würde er sich nicht mehr abweisen lassen. Als sie am Ende des Buches angekommen war, wussten sie schon wesentlich mehr, sie waren regelrecht eingeführt wurden in die Götterwelt und auch in die Riten der Priesterschaft. Langsam stieg in Nara ein Gedanke auf und sie sah Iron an als sie sich erhoben und das Buch auf den Sockel legten. „Weißt du was ich für ein Gefühl habe oder welcher Gedanke mir gerade kam? Es ist als würden wir zu Priester und Priesterin der Herrin ausgebildet. Der Ring, die Rune, nun die Einführung in die Riten und Gebräuche. Das ist mehr Wissen als ein gewöhnlicher Archäologe jemals erhalten würde.“ Iron sah sie überrascht an: „Du hast recht, es scheint wirklich so zu sein.“ Er sah an ihr entlang: „Doch ich hätte nichts dagegen mit dir einige Riten durch zu führen. Wenn auch eher körperlicher Art.“ Er grinste sie an und Nara knuffte ihn: „Also gut, ich werde mal den Tempel verlassen und das klären. Ich werde ihn anrufen und ihm sagen das es aus ist. Ist zwar nicht die feine Art aber was soll`s, es geht ja nur darum das er Bescheid weiß.“ Iron sah sie an: „Sag mal wieso hat er dich eigentlich nicht begleitet?“ Nara seufzte leise: „Na ja weil er nicht weiß das ich auf Expedition bin. Ich bin weg gegangen ohne was zu sagen. Ich habe ihn mit einer anderen erwischt und so sah ich nicht ein, das ich ihm in irgendeiner weise Rechenschaft ablegen müsste. Ich wollte nur noch weg und so dachte ich das ich ebenso gut auf Expedition gehen und das Lebenswerk meines Vaters vollenden könnte. Ich wünschte mein Vater könnte mich nun sehen.“ Iron legte sanft einen Arm um sie und zog sie zu sich heran: „Also wenn er dich zuerst betrogen hat, gibt es keinen Grund für dich ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen zu haben, das hat er sich selber zu zuschreiben. Und was deinen Vater angeht, das tut mir wirklich leid. Ich fände es auch schön wenn er das mit erleben könnte, ebenso wie mein Vater. Was ist eigentlich mit deiner Mutter lebt die noch oder.....?“ Nara sah zu ihm auf: „Nein sie lebt nicht mehr sie starb vor neun Jahren. Mein Vater zog mich danach alleine groß. Nun ja wenn er mal zu Hause war, ansonsten hatten wir eine Hausdame die sich um mich kümmerte.“ Iron nickte verstehend: „Meine Mutter starb auch vor neun Jahren, danach kam ich erst in ein Heim und anschließend nahm mich eine Kampfschule auf, deren Meister mir wie ein zweiter Vater wurde. Doch er starb auch vor kurzem und so dachte ich das ich nun ebenso meinen Vater suchen könnte.“ „Ach deswegen kannst du so gut kämpfen. Könntest du es mir beibringen, wenn auch nicht alles aber so das ich mich verteidigen kann?“ Nara sah ihn fragend an und er nickte: „Sicher, das wäre vielleicht gar nicht mal so schlecht, wer weiß was noch auf uns zukommt.“

Kaum eine Stunde später wünschte sich Nara sie hätten schon mit dem Training begonnen gehabt, denn als sie sich nach oben teleportierte und den Tempel verließ um ihren Freund an zu rufen und ihm zu sagen das es aus sei, zum einen weil sie ihn erwischt hatte und zum anderen weil sie einen anderen gefunden hatte, wurde sie kaum das sie aufgelegt hatte, überfallen und man versuchte sie in ein Auto zu schleppen. Sie wehrte sich so gut sie konnte, doch war sie nicht stark genug sich gegen die Angreifer zu wehren. Iron unterdessen hatte sich noch mal mit dem Buch des Wissens beschäftigt und nun begonnen sich durch die Bibliothek zu lesen und wartete darauf das Nara zurück kam. Als sie aber selbst nach drei Stunden noch nicht wieder da war, begann er sich Sorgen zu machen, denn so lange konnte das Gespräch doch nicht dauern, also verließ auch er den Tempel und sah nun ihr Handy auf dem Boden liegen und erkannte Kampfspuren. Wut kochte in ihm hoch. Sie hatten sich ein Motorrad gemietet um zum Tempel zu kommen, das benutzte er jetzt und folgte den Reifenspuren. Und je näher er ihnen kam um so mehr brannte sein Tattoo auf dem Arm. Er nickte und dachte das er wieder eine Eigenart der Rune festgestellt hatte. Er war nur froh das der Ort nicht allzu groß war und es auch nur wenige Hotels gab, so klapperte er alle ab und als er an dem letzten angekommen war brannte seine Rune wie Feuer. Er ging davon aus das Nara hier irgendwo in der Nähe sein musste. Er suchte das Hotel ab, fragte die Angestellten doch es gab keinen Hinweis darauf das sie hier wäre. Er dachte angestrengt nach und fluchte leise, Nara war die mit den guten Ideen, doch musste er sich zusammen reißen. Irgendwo musste sie doch sein. Als er so in der Nähe des Hotels stand und den Eingang beobachtete und nachdachte, sah er wie man Nara hinaus schliff und in ein Auto schupste. Er folgte ihnen, denn nun hatte er die Faxen dicke, jetzt würden sie dafür bezahlen das sie Nara entführt und sie laufend überfallen hatten. Er folgte ihnen bis zu einer alten Hütte die im Wald stand. Und schlich ihnen hinterher als sie die Hütte betraten. Dann sah er vorsichtig durch das Fenster und hörte erst mal was sie von Nara wollten und war ganz perplex als er hörte was sie sagte: „Thomas du hier? Was soll das, wieso lässt du mich hier her schleppen und was hast du mit dem allen zu tun?“ Dieser Thomas lachte nur: „Ja denkst du ich wäre mit dir zusammen gewesen weil du so toll bist? Vergiss es, ich wollte die Artefakte und ich dachte mir wenn sie einer findet dann du und nun heraus mit der Sprache, welche hast du bereits gefunden und wo sind sie?“ Iron sah wie Nara diesen Thomas sprachlos ansah und dann begann zu weinen. Am liebsten wäre er in die Hütte gestürmt und hätte sie da raus geholt, doch dachte er sich, erst mal schauen was er sonst noch will. Doch wusste er nun was für ein widerlicher Kerl ihr Exfreund war und er knetete schon seine Hände, der Kerl würde seine Fäuste zu spüren bekommen. Er sah wie es in Naras Gesicht arbeitete, diese sah nun auf und diesen Thomas an. „Lässt du mich dann gehen? Wenn ja dann sag ich dir wo du das Buch des Wissens finden kannst. Allerdings musst du dich genau an meine Anweisungen halten weil ansonsten tötet der Tempel dich. Wir haben lange gebraucht bis wir dahinter kamen wie man an das Artefakt kam.“ Iron dachte schon er höre nicht richtig, doch dann sprach Nara schon weiter und Iron grinste über die Schlauheit seiner Liebsten. „Also es ist in dem verfallenen Tempel den wir als erstes besucht hatten, oben in der Ruine findest du eine Bodenluke, dort musst du hinab steigen, dann gerade aus kommst du an eine Doppeltüre, dort musst du auf beide Türenhälften gleichzeitig eine Rune zeichnen. Wenn du das tust öffnet sich die Türe zum Heiligtum und dort findest du das Buch des Wissens auf dem Altar. Nur hüte dich und gehe alleine, nimmst du noch jemanden mit seid ihr verloren, denn der Schutz des Heiligtums würde euch alle vernichten.“ Thomas sah sie an und nickte: „Wenn es so ist wie du sagst werde ich dich gehen lassen allerdings will ich auch die anderen Artefakte haben. Und versuche nicht mich zu betrügen. Ach und was das „Aus“ unserer Beziehung angeht, ich habe längst eine andere, ich wünsche dir also viel Spaß mit deinem vertrockneten Archäologenkollegen.“ Iron knurrte leise, er würde ihm noch zeigen wer hier vertrocknet wäre. Doch dachte er nun nach, er hoffte ebenso wie Nara das dieser Thomas sich an ihre Anweisungen halten würde, das gäbe ein böses Erwachen für ihn und so müsste er sich nicht mal die Finger an ihm schmutzig machen. Als er sah das man Nara abermals packte und sie nun zum Auto bringen würde, schlich er sich von der Hütte fort doch beobachtete er weiter. Sie würden Nara wohl nun zum Flughafen bringen, zumindest ging er davon aus. Er hatte die Möglichkeit schneller in dem Tempel zu sein. So fuhr er zurück zum Tempel teleportierte sich in das Heiligtum und ging dann zum Teleportationsraum um dort die Rune zu betätigen die ihn in den anderen Tempel bringen würde. Es gefiel ihm gar nicht Nara dem ganzen ausgesetzt zu lassen, doch ihre Idee hatte den Vorteil das sie so eine sehr lange Zeit nichts mehr von diesem Thomas hören würden. In dem alten Tempel angekommen, bereitete er alles vor und sah immer mal zum Altar. „Ich hoffe der Schutz ist noch wirksam wie sie gesagt hat.“ : murmelte er leise. Er hatte sich ausgerechnet das sie vielleicht ungefähr vier Stunden brauchen würden bis sie hier wären, die Zeit nutzte er aus. Er machte sich große Sorgen um Nara, doch wenn dieser Kerl auch die anderen Artefakte haben wollte, würde er ihr wohl nichts tun.

Als er fertig war, wartete er.