Kapitel 14: Das große Ritual

Als Zandramas vor dem Tempel zur
Landung ansetzte, war die Aufregung groß. Erst mal gerieten alle
in Panik doch als man sah das der Drache friedlich war, wobei
man sich wunderte das dort ein Drache landete, ein Wesen aus den
alten Mythen und Legenden. Sofort waren wieder mal Reporter zur
Stelle und als sie sahen das auf dem Rücken des großen Drachen
zwei Menschen saßen und das diese auch noch die beiden höchsten
Priester der neu erstandenen Tempel waren, waren die Zeitungen
die nächsten Tage wieder mal voll davon. Iron und Nara kamen
kaum zur Ruhe, wobei sie auch wieder mal von den alten
Archäologen und ebenso von Altertumsforschern als auch
Reptilienforschern und so weiter belagert wurden. Doch sie
hatten keine Zeit für diese ganzen Dinge und vertrösteten alle
auf später irgendwann mal. Zandramas sagte den beiden noch das
sie gedanklich in Kontakt ständen und das man sich über diesem
Umstand später mal unterhalten würde. Er würde jetzt zu seiner
Gefährtin zurück kehren und warten bis die beiden sich meldeten.
Dann erhob er sich und flog wieder davon. Natürlich versuchten
die Reporter zu erkunden wohin er flog, doch als sie sahen das
er zum gegenüberliegenden Berg flog und er dort eine neu
entstandene Höhle betrat, konnten sie ihm nicht folgen. Nara und
Iron hörten Zandramas in ihren Gedanken darüber lachen. Iron
grinste: „Humor hat er ja.“ Nachdem die beiden erst mal eine
Nacht in Ruhe geschlafen hatten, wobei es im Tempel wie in einem
Bienenstock zuging, denn alle wollten das neuste erfahren und
belagerten nun die arme Marie und Joran. Da man aber auch aus
ihnen nichts heraus bekam, weil sie selber ja nichts wussten,
beruhigte es sich langsam wieder. Sie mussten eben Geduld haben
und warten, das sich Nara oder Iron wieder mal zeigen würden.
Jedenfalls nach einer ruhigen
Nacht die die beiden im unteren Bereich des Tempels verbracht
hatten, standen sie am nächsten Morgen abermals vor den
Spiegeln. Wieder mit ihrem Rucksack auf dem Rücken wobei Nara
schon jetzt die Drachenperle in der Hand hielt um diese direkt
gegen die Mauer zu werfen und sie schnell verschwinden konnten
sobald Toren, Irons Vater befreit war. Ihnen war klar das sie
Toren irgendwie dann aus dem unteren Tempel kriegen mussten,
ohne gleich wieder die Herrin auf den Plan zu rufen. Das Zepter
hatten sie vorerst mal in den Säulenraum gebracht. Nun waren
alle Artefakte dort vereint. Iron und Nara holten noch mal tief
Luft dann berührte Nara das Schild mit der Aufschrift Gegenwart.
Und wieder begann der Spiegel damit das er ihnen zeigte wie
Lazarus einen weiteren Tempel her zu richten begann, wobei Nara
schon alleine beim Anblick des jungen Gottes schwer einatmen
musste. Doch dann schwenkte das Bild um und zeigte das Gefängnis
von Toren und schon traten die beiden auch in den Spiegel ein.
Nara warf sofort die Drachenperle gegen die Mauer und sah erst
jetzt das dort am Tisch nicht ein Mann saß sonder derer zwei,
dort saß auch ihr Vater, lebendig und nicht tot. Doch ehe sie
darüber nachdenken konnte hatte Iron bereits die beiden Männer
aufgefordert sofort die Zelle durch den nun entstandenen
Durchgang zu verlassen. Die beiden sprangen auch sofort auf,
schnappten sich alles was sie zusammen gepackt hatten und
stiegen durch den Durchgang, dann folgten sie den beiden jungen
Leuten zu dem Platz an dem diese den Kerker betreten hatten und
standen kurz darauf ebenfalls mit ihnen im Spiegelraum. Erst
dann fielen sich alle in die Arme und freuten sich wieder
vereint zu sein. Doch dann sah Nara alle an: „Jetzt kommt der
schwierigste Teil, wir befinden uns im unteren Bereich eines der
Tempel, und ihr dürftet eigentlich nicht hier sein. Also wir
werden nun schnell den Raum hier neben uns durchqueren und ich
möchte euch bitten“ an die beiden Väter gewandt „ euch nicht im
Säulenraum auf zu halten. Dort werdet ihr alle Artefakte vereint
sehen und ich kann mir vorstellen das es euch in den Fingern
juckt diese zu betrachten. Doch beherrscht euch, denn wir müssen
von dort aus in den Portalraum und wir müssen euch von hier
unten weg bringen, ansonsten sitzt ihr in Kürze wieder in dem
Kerker, denn da versteht die Göttin keinen Spaß wie ihr wohl
schon erfahren habt.“ Beide nickten, denn sie hatten die
Wartezeit genutzt sich gegenseitig zu informieren, so wusste
Toren auch das man Jerome, also Naras Vater von den Toten zurück
geholt hatte. Ebenso wie dieser erfahren hatte, wie Toren in
diese Zwangslage gekommen war. Beide waren zwar eingefleischte
Archäologen doch nicht dämlich und da sie nicht vor hatten
wieder in dem Kerker zu landen, würden sie sich auch beherrschen
und den Anweisungen Naras folgen. Dann flitzten alle vier sehr
schnell in den Portalraum. Nara hatte den beiden Vätern erklärt
wo es lang gehen würde, sie war ja schon froh das man nicht in
den Altarraum musste, vielleicht würde das so also eventuell
durchgehen. Doch sie hatten Glück, sie wussten ja nicht das
Aurian, die vier schmunzelnd beobachtete. Diese hatte nicht vor,
nach den ganzen Mühen die sich die beiden jungen Leute gemacht
hatten, ihre Väter abermals ein zu sperren. Und so kamen die
vier auch ungehindert oben an, wo Nara endlich aufatmete. Dort
richtete man eiligst eine Suite her wo man die beiden Väter
unter brachte. Und das ohne das die Reporter Wind davon bekamen.
Das hatte Zeit bis später mal. Die nächsten Stunden verbrachte
man dann damit das alle erzählten wie es ihnen ergangen war.
Doch als Nara und ihr Vater erfuhren welchem Umstand sie es zu
verdanken hatten, das er wieder lebte und das dies eine
Bedingung von Iron gewesen war, damit Lazarus sich Nara nähern
durfte, blieb ihnen die Spucke weg. Nara sah Iron ungläubig an:
„Das ist jetzt ein Scherz oder?“ Iron schüttelte mit dem Kopf:
„Nein, da es klar war das du wohl irgendwann Lazarus doch
nachgeben würdest habe ich als Bedingung gestellt, das man
deinen Vater wieder ins Reich der Lebenden holt. Und da Myrion
also der Gemahl der Herrin dabei nicht besonders überrascht
aussah, ging ich davon aus das es möglich ist. Und wie man sieht
stimmte das sogar. Also freue dich lieber anstatt nun zu
meckern. Ich liebe dich und wie ich dir schon mal sagte, nichts
wird daran ändern, absolut nichts.“ Jerome sah Iron an: „Mein
Junge, ich hätte mir keinen besseren Mann für meine Tochter
wünschen können. Eure Liebe ist stark, sehr stark. Das sieht man
daran das ihr allen Widrigkeiten zum Trotz, das alles
überstanden habt.“ Toren, Irons Vater nickte dazu und sagte auch
Nara das sie wohl das beste war das Iron widerfahren konnte und
das er sich nicht gegen seinen Sohn stellen würde. „ Ihr habt
viel erreicht. Mehr als Jerome oder ich in unserem ganzen Leben.
Ihr habt es geschafft den Glauben wieder neu erstehen zu lassen,
ihr habt die Drachen wieder gefunden, sogar die Artefakte und
ihr habt uns befreit. Also wie dankbar kann man da schon sein.
Das ihr euch liebt sieht man. Und wenn es wirklich eintreffen
sollte das ein Gott sich an dir vergreift und du und Iron es
zulasst aus welchem Grund auch immer, wer sind dann wir das wir
dagegen etwas sagen können. Bisher habt ihr nie etwas ohne Grund
getan, also wird auch das seinen Grund haben.“
Anschließend sprach man darüber
wann man die Artefakte einsetzen wollte. Doch man kam überein,
damit noch einige Tage zu warten. Das wichtigste in ihren Augen
war geschafft. Jetzt wurde es erst mal Zeit sich zu freuen.
Die nächsten Tage erfuhren die
beiden Väter was es alles mit den Tempel auf sich hatte. Da sie
eh von den unteren Bereichen wussten erfuhren sie nun auch
welche Geheimnisse diese bargen. Beide Väter waren bereit der
Göttin zu dienen und ließen sich so in die Liste der Novizen
einschreiben. Sie gingen davon aus das sie so auch ihren beiden
Kindern helfen konnten. Denn es lag ja noch vieles im
verborgenen, zum Beispiel die Frage was würde geschehen, wenn
man das Ritual mit den Artefakten ausführen würde. Auch begann
Zandramas nun Nara seine Magie beizubringen, dazu landete er
immer auf dem Plateau das sich im unteren Bereich befand. Da es
aber recht schwierig für ihn war, dort lange zu stehen, den so
groß war das Plateau nun nicht, nahm er Nara immer mit in die
Höhle zu seiner Gefährtin. Und so langsam aber sicher begann
Nara die Magie für sich zu entdecken und es klappte schon recht
gut. Außerdem unterhielten sie sich darüber wieso die beiden
Drachen irgendwie mit ihnen verbunden waren. Serena, die Drachin
hatte da eine Idee: „Vielleicht liegt es daran, das ihr euren
Weg noch nicht zu Ende gegangen seid und das man etwas viel
größeres noch mit euch vorhabt. Ich habe da so eine Ahnung, das
es mit den Artefakten zusammen hängt. Und sag mal, welche
Regierungsform habt ihr in eurer heutigen Zeit und gibt es
Kriege? Weil zu unserer Zeit gab es Könige die sich um ihr Land
kümmerten.“ Nara sah sie an: „Nun ja, unsere Welt ist in viele
Länder aufgeteilt, und es gibt Könige oder auch Präsidenten und
ja es gibt auch Kriege. Die leider mehr Leid als Nutzen
verursachen. Doch daran können wir wohl nichts ändern, denke
ich. Wir, also Iron und ich sind schon jetzt überlastet, die
Tempel wieder in Form zu bringen, als auch dafür zu sorgen das
die Priester ausgebildet werden. Und ich muss gestehen, ohne
Lazarus wäre es kaum möglich gewesen so schnell einen zweiten
Tempel wieder her zu richten. Und es sind noch einige die wieder
aufgebaut werden müssen. Zu viel ist zerstört worden.“ Serena
nickte und sah Nara an: „Ist es dann nicht von Vorteil das
dieser junge Gott sich für dich interessiert? Denn ich meine so
könnt ihr euch seiner Hilfe gewiss sein. Also warum gibst du ihm
dann nicht was er will? Dir tut es nicht weh, wobei ich eher das
Gefühl habe, das es dir sogar Spaß machen würde. Und Iron hat
sich ja wohl schon damit abgefunden, das er dich nicht ganz für
sich alleine haben wird.“ Nara ging zwischen den beiden Drachen
auf und ab. „Weil ich Iron liebe und ich will keinen anderen als
ihn. Ich begehre Lazarus nicht mal.“ Nun lachte Serena: „Du
belügst dich selber. Doch du willst ihn, dein Körper reagiert,
was ein Zeichen ist das du ihn schon willst, doch irgendeine
Moralvorstellung hält dich davon ab.“ Als sie sich so
unterhielten, begann eines der Eier zu ruckeln. Und Serena
sprang von dem Nest herab. „Es ist soweit, unsere Jungen
schlüpfen.“ Zandramas machte sich schnell auf den Weg um Iron zu
holen und war blitzschnell mit ihm zurück, er sollte ja auch das
schlüpfen der Jungen mitbekommen. So standen nun alle vier, die
beiden Drachen als auch Iron und Nara vor dem Nest und sahen zu
wie sich Risse in den Schalen der Eier zeigten. Dann erschienen
langsam die Nasen der kleinen Drachen und die Eier platzten ganz
auf und teilten sich in zwei Hälften, in deren Mitte die beiden
kleinen goldenen Drachen saßen. Diese schrien nun vor Hunger,
doch man hatte schon Futter für sie bereit gestellt. Iron hatte
dafür bei einem nahe gelegenen Bauer einige Kühe erstanden, aus
deren Fleisch man mundgerechte Happen für die kleinen Drachen
gemacht hatte. So begann Serena nun ihre Jungen mit diesen
Happen zu füttern, wobei Zandramas ihr half. Iron hatte sich
schon darum gekümmert das die beiden Drachen nicht hungern
mussten und hatte Verträge abgeschlossen mit einigen Bauern, die
immer mal in einem gesonderten Gatter, die altersschwachen Kühe,
Ochsen oder was sie sonst entbehren konnten gehalten wurden.
Woraus sich die beiden Drachen nun bedienen konnten. Aus der
ganzen Welt trafen Angebote von Bauern ein, das die Drachen sich
bei ihnen holen durften was sie brauchten. So war für die
Nahrung der beiden gesorgt. Iron hatte für die Rechnungen extra
eine junge Novizin eingesetzt die diese bezahlen sollte. Diese
Drachen waren eine Sensation und jeder der konnte wollte
mithelfen sie zu erhalten. Zandramas hatte Iron angeboten, das
er sich von den Schätzen in der Höhle bedienen konnte, wenn die
Rechnungen zu hoch wurden. Doch dies war der Hort der Drachen
und Iron lehnte es erst mal ab. „Solange wir noch in der Lage
sind alles zu bezahlen, werden wir den Hort nicht anrühren.“
:waren immer seine Worte wenn Zandramas davon anfing. Doch
hatten auch die Bauern ihren Vorteil von den Drachen, denn deren
Notdurft war äußerst Mineralreich und so düngten sie die Felder
damit, was wiederum gute Ernten versprach. Dafür hatten die
Bauern einen gesonderten Bereich abgesteckt in dem die Drachen
ihre Notdurft verrichteten, was auch die Rechnungen minderte.
Man begann sich an die Anwesenheit der Drachen zu gewöhnen. Doch
nun würden hier erst mal zwei junge Drachen heran wachsen.
Serena sah Nara an. „Diese beiden werden euren Kindern dienen,
wenn ihr mal welche bekommen solltet. Sie werden die
Verpflichtung die wir an euch haben weiter tragen und ebenso
ihre Nachkommen.“ Nara sah ganz gerührt Serena an: „Du weißt das
ihr zu nichts verpflichtet seid, ihr seid unsere Freunde, nicht
unsere Diener.“
Wenige Tage später als man die
jungen Drachen mal alleine lassen konnte, wollten Nara und Iron
das Ritual durchführen, dazu packten sie alle Artefakte in einen
Rucksack und riefen die beiden Drachen herbei. Auch Jerome und
Toren durften sie begleiten, denn es war ihr Lebenswerk, so
sollten sie sehen was nun geschehen würde. So stiegen alle vier
auf die Rücken der beiden Drachen. Da die Öffentlichkeit ein
Recht darauf hatte zu erfahren was nun geschehen würde, so hatte
man die Presse und das Fernsehen benachrichtigt wo das Ritual
stattfinden würde. Und als die Drachen dort mit ihren
Passagieren landeten, waren diese auch bereits dort anwesend.
Man hatte einen Bereich abgesteckt wo Iron und Nara das Ritual
machen konnten ohne gestört zu werden. Sie standen auf einer
Klippe mit Blick auf das Meer das vor ihnen lag. Man hatte dort
einen notdürftigen Altar errichtet auf den sie nun, wie im Buch
des Wissens beschrieben, die anderen Artefakte aufstellten oder
hinlegten. Iron und Nara hatten sich das Ritual und deren Worte
sehr genau eingeprägt. Dann begannen beide abwechselnt die Worte
aus zu sprechen und verschoben entsprechend des Buches die
Artefakte immer mal. Dann begannen die Artefakte zu leuchten und
das Zepter richtete sich auf und entließ ein gleißendes Licht in
den Himmel. Von dort strahlte es zurück und traf genau auf eine
Stelle im Meer. Daraufhin begann es an dieser Stelle zu brodeln
und zu kochen. Millionen von Menschen in der ganzen Welt saßen
nun vor ihren Fernsehern um das ganze live mit zu erleben. Dann
sah man wie sich aus dem brodelnden Meer ein Berg erhob, ihm
folgten eine grüne Landschaft und so nach und nach kam eine
ganze Insel zum Vorschein. Diese Insel lag unter einer halb
kugelförmigen durchsichtigen Glocke, damit sie auch wirklich
grün blieb und nicht vom Meer zerstört wurde. Auf der Insel im
nördlichen Teil war eine Art großer Tempel zu sehen, ähnlich
denen die bereits wieder hergestellt waren. Vor dem Tempel waren
zwei riesige Drachen als Statuen zu sehen und auf der Spitze des
Daches, erglühte das Symbol des Lichts. An einer Seite war ein
weiterer kleinerer Tempel zu sehen auf dessen Dach ebenso das
Symbol des Lichts erglühte allerdings hatte es im inneren das
Männlichkeitssymbol, der war wohl für Lazarus gedacht. In dem
Berg sah man große Höhleneingänge, die jedes ein kleines Plateau
hatte auf denen bequem ein Drache landen konnte. Seen und Teiche
erschienen aus dem Wasser, ebenso Bauernhöfe die allerdings noch
nicht bewirtschaftet wurden, wo man aber sehen konnte wozu sie
gedacht waren. An den Hängen der Berge waren Weinberge zu sehen.
Als auch kleine Dörfer gab es die noch unbewohnt waren. Als
alles aus dem Wasser aufgestiegen war, ruckelte die Insel kurz
und blieb wo sie war. Dann löschte das Zepter das gleißende
Licht und der Lichtstrahl endete. Die Glocke die um die Insel
lag senkte sich herab. Doch sah man nun, das das Meer weiterhin
um die Insel brodelte, es bildeten sich Riffe um die Insel, die
kein Durchlassen möglich machten. Es war somit allen klar, das
kein Schiff an dieser Insel anlegen konnte und sie nur auf dem
Luftwege erreichbar war. Als alles so geschehen war, erschien
abermals ein gleißendes Licht unmittelbar hinter dem Altar vor
dem Iron und Nara standen und als es erlosch stand dort die
Herrin des Lichts mit ihren beiden Kriegern. Und laut schallte
nun die Stimme der Herrin über die Klippe: „Diese beiden
Menschen mit ihren Drachen, werden nun die Hüter dieser Welt
sein. Sie sind ehrlich, freundlich und bereit zu kämpfen wenn es
nötig ist. Sie sind gerecht und unvoreingenommen. Jede
Regierungsform sei nun aufgerufen sich mit ihnen an den
Verhandlungstisch zu setzen um den Frieden dieser Welt aus zu
handeln. Armut, Kriege und Krankheiten sollen der Vergangenheit
angehören. Und sollte es sich einer wagen, diesen Worten nicht
nach zu kommen, so ist es den beiden gestattet ihre Drachen auf
das entsprechende Land los zu lassen, doch die Verwüstung wird
dann verheerend sein, also überlegt euch gut was ihr zu tun
gedenkt. Des weiteren sind Bauern aufgerufen die Insel zu
bevölkern um den Drachen und auch den Menschen Nahrung zu geben.
Liebet und vermehret euch, Drachen als auch Menschen. Hier ist
nun der Zentralpunkt dieser Welt entstanden.“ Dann nahm die
Herrin die beiden Löwenstatuen in ihre Hand. „Der eine Löwe gibt
sehr große Kraft die ich nun an Iron weiter gebe. Wenn man beide
besitzt ist man der Herrscher der Welt. Was nun ebenfalls
eingetroffen ist, denn Iron als auch Nara werden diese Welt zwar
nicht beherrschen doch sie hüten und schützen und wenn nötig mit
Gewalt.“ Damit verschwanden die beiden Löwen. „Die Rune der
Macht gehört allen Hohepriestern und wird ihnen in diesem Moment
gegeben auch ohne das nötige Ritual. Und was nun das Zepter des
Lichts angeht.“ Damit nahm sie das Zepter in die Hand. „Es ist
das Symbol dafür das diese beiden die Welt schützen werden. Es
hat seine Kraft nicht verloren, doch kann es nur Nara nutzen.“
damit übergab sie Nara das Zepter. „Stehlen lohnt sich nicht, da
es immer zu seiner Besitzerin zurück kommt.“ Dann sah sie Nara
und Iron an. „Nicht alles stimmt was eure Väter heraus gefunden
haben. Die Artefakte, öffnen kein Tor zur Welt der Götter,
dennoch gaben sie euch die Macht uns zu rufen. Das dort ist euer
Regierungssitz. Macht so weiter wie bisher und wir werden
zufrieden sein. Und noch etwas, ab eurem dreißigsten Lebensjahr,
wenn wir dann immer noch zufrieden mit euch sind, werdet ihr die
Unsterblichkeit erhalten, ebenso eure beiden Drachen. Allerdings
nicht eure oder ihre Nachkommen. Doch solltet ihr irgendwann den
Wunsch haben zu sterben, so könnt ihr dazu das Zepter einsetzen
und der Tod wird damit herbei gerufen. Allerdings wird dann auch
die Insel hinter Nebel verschwinden und darauf warten das es die
nächsten versuchen werden.“ Während die Göttin gesprochen hatte,
war absolute Stille eingetreten, doch jetzt als sie fertig zu
sein schien, ging das Raunen und Murmeln los. Kurze Zeit später
waren die Göttin und ihre Begleiter verschwunden. Iron und Nara
standen dort, sie waren fassungslos, hinter ihnen standen die
beiden Drachen und ihre Väter und sahen sie nur verblüfft an.
Doch dann kam Leben in Zandramas: „Worauf warten wir noch, es
gibt eine Insel zu entdecken. Und einen Umzug zu organisieren.“
Das löste die Spannung und Iron lachte herzlich los, während
auch Nara nun frech grinste. „Na dann mal los. Er hat recht es
gibt viel zu organisieren.“ So stiegen die beiden mit ihren
Vätern abermals auf die Rücken der Drachen und ließen sich zur
Insel bringen um sich ihren neuen Wohnsitz an zu sehen.
Kapitel 15: Liebe und
Leidenschaft

Auf der Insel angekommen betraten
die vier Menschen erst mal den Tempel der Herrin. Während die
beiden Drachen sich die Höhlen ansahen. Dann hörten Nara und
Iron auf einmal einen Aufschrei von Serena. Denn sie hatte noch
weitere Drachen entdeckt die allerdings erst jetzt erwachten. Es
gab silberfarbene und auch welche aus bronze. Und Zandramus
hatte eine Höhle entdeckt die genau für ihn, Serena und ihre
Jungen groß genug war. Es schien als wären Zandramus und Serena
zu Herrschern der Drachen aufgestiegen. Denn selbst für die
Drachen gab es einen Versammlungsort an dem sie sich beraten
konnten, ganz oben auf dem Berg war eine Kuhle ein kleines Tal
eingelassen wo alle Platz haben würden. Und dort am Berg entlang
gab es Sitzplätze für die Menschen als auch eine extra Loge für
Nara und Iron, damit auch sie teilnehmen konnten.
Gedanklich gaben Serena und
Zandramas alles an Iron und Nara weiter was sie fanden. So
teilten sie ihnen mit das es sogar eine Extra Höhle gab für
ihren Hort. Iron und Nara grinsten sich an, als sie die
aufgeregten Gedanken der Drachen vernahmen. Inzwischen hatten
sie sich schon daran gewöhnt sie von Zeit zu Zeit zu hören.
Doch nun wollten sie sich erst
mal in dem neuen Tempel umsehen. Wie gewohnt wurde der Tempel
von großen Marmornen Säulen flankiert, als sie ihn betraten
gingen wie auch in den anderen Tempeln rechts und links Gänge
ab. Auf der rechten Seite waren wohl die Wohnräume, es gab
einzelne Zimmer, als auch ganze Suiten, wie auch
Gemeinschaftsschlafräume für die Novizen. Ebenso fanden sie eine
recht exclusive Suite die ein Schlafzimmer, einen Wohnraum und
auch ein sehr luxuriös eingerichtetes Bad enthielt. Über der
Türe zur Suite waren zwei Drachen zu sehen. Nara grinste Iron
an: „Ich denke mal das ist unsere Suite.“ Neben der Suite war
dann ein großes Büro und ein Besprechungsraum zu sehen, das wohl
ebenfalls für die beiden gedacht war. Daneben wiederum gab es
eine Suite die in zwei Teile unterteilt war, es schien für
Herren eingerichtet zu sein, worauf die beiden Väter grinsten
und sie sich genauer ansahen. „Dann ist das wohl unsere,“
:meinte Jerome immer noch leicht grinsend. Außerdem fanden sie
noch zwei Büros für die Hohepriester, da man wohl davon ausging
das sie hier nicht die Verwaltung des Tempels selber übernehmen
würden, da sie um einiges mehr zu bewältigen hatten. Dann kamen
noch der Portalraum zum Vorschein, der diesmal alle Runen hatte
die zu den anderen Tempeln führte, als auch eine spezielle Rune,
die sie später mal testen würden wohin die wohl führen möge.
Auch fanden sie hier zwei Runenräume, einmal für die Priester
und einmal für die Hohepriester.
Auf der linke Gangseite fand man
dann die Gemeinschaftsräume, als auch eine Küche und Esssaal,
eine große Bibliothek gab es hier, wie auch Unterrichtsräume und
einen Lesesaal. Und ein großes Schwimmbad. Das war neu und gab
es in bisher keinem der anderen Tempel. Auch gab es
Trainingsräume über die nun Iron mehr als begeistert war. Als
man sich alles angesehen hatte betrat man nun den Altarraum der
in der Mitte des Tempels lag. Wie gewöhnlich gab es den Altar
hinter dem die Statue der Herrin stand, flankiert von ihren
beiden Kriegern und rechts und links neben dem Altar die beiden
Löwen. Doch etwas war neu auf der rechten Seite des Altarraumes
gab es zwei leicht höher versetzte Stühle an deren beiden
Armlehnen vorne je ein Drache zu sehen war, als auch zwei Kronen
oben auf der Rückenlehne. Wer hier saß konnte den ganzen
Altarraum überblicken. Ansonsten es wie gehabt vor dem Altar
waren die Bänke in deren Mitte wieder ein Gang entlang ging.
Es war alles aus edelstem Holz
und war freundlich und licht durchflutet von den Fenstern die
sich hinter dem Altar befanden. Dann schritten die vier langsam
und sich unterhalten darüber was sie alles entdeckt hatten zu
dem kleineren Tempel. Auch der war von den Säulen eingerahmt und
hatte in der Mitte den Altarraum, wie man vermutet hatte war der
für Lazarus gedacht denn hier stand hinter dem Altar eine Statue
von ihm. Auch hier führten rechts und links Gänge vom
Haupteingang ab, zur rechten Seite gab es auch hier einige
Suiten wobei hier eine sehr deutlich markiert war das sie für
den Gott persönlich gedacht war, falls er sich in dieser Welt
aufhalten sollte. Ebenso Büroräume als auch hier eine Küche und
einen Esssaal. Der kleine Tempel war grundsätzlich recht
spartanisch, dafür waren hier die Schlafzimmer sehr edel
eingerichtet. Und Iron grinste: „Man sieht schon hier was für
ihn am wichtigsten ist. Er will nur eins.“ Nara brummte: „Ja
klar und vorzugsweise von mir.“ Die drei Männer grinsten über
das gebrumme von Nara, sagten aber nichts dazu. Dann schritten
sie die kleine Insel ab soweit es möglich war, denn sie fanden
heraus das sie doch größer war als es von der Klippe ausgesehen
hatte. Sie stellten fest das die Insel sogar ein eigenes
Elektrizitätswerk hatte, das man allerdings erst mal in Betrieb
nehmen musste. Den Strom lieferten Wasserfälle und die Sonne.
Auch fanden sie Landeplätze für kleine Flugzeuge und Helikopter.
Man hatte an fast alles gedacht. Nara sah das doch etwas fehlte:
„Es gibt keine Konsulatsgebäude, denn es liegt zu vermuten das
die einzelnen Länder sicherlich hier Diplomaten unterbringen
wollen.“ Iron nickte: „Na ja eins nach dem anderen, erst mal
sollten wir umziehen und alles hier her bringen. Ebenso wie wir
auch Bewohner brauchen, Bauern und Verwaltungsangestellte.“ Nara
grinste ihn an: „Das riecht wieder mal nach viel Arbeit.“
Später machten sich die drei
Männer auf den Weg zu ihrem bis dato Heimattempel und Nara blieb
zurück. Sie wollte ein ausgiebiges Bad nehmen und sich noch ein
wenig umsehen. Sie hörte Serena in ihren Gedanken, die sich
Sorgen machte wie man das Nest auf die Insel bekommen könnte und
auch den Hort. Als Nara aus dem Bad stieg und sich abtrocknete,
meinte sie nur zu ihr das es sich schon finden würde. Als sie
sich umdrehte erschrak sie, denn an der Wand stand lässig
gelehnt Lazarus mit den Armen vor seiner Brust verschränkt und
betrachtete sie. „Du könntest dir die ganzen Sorgen ersparen,
wenn du mich erhören würdest. Ich würde das Nest und die jungen
Drachen hier her bringen.“ Langsam und aufreizend löste er sich
von der Wand und schritt auf sie zu. Seine Bewegungen waren
provozierend und sehr lasziv und verfehlten ihre Wirkung nicht.
Nara atmete scharf ein und versuchte ihn nicht an zu sehen. Doch
egal wo sie hinsah sie spürte seine männliche Ausstrahlung sehr
deutlich. Langsam wich sie vor ihm zurück, das Handtuch vor sich
haltend. Dann sah sie wie er sein Hemd aus der Hose zog und es
ablegte. Sie betrachtete ihn, sein Körper war muskulös, sie sah
wie die Muskeln unter der Haut bewegt wurden bei jedem Schritt
den er tat und er regte ihre Fantasie an, wie er sich langsam
ohne Hast auf sie zu bewegte. Immer näher kam er bis er vor ihr
stand, dann griff er blitzschnell um sie herum und drückte sie
an sich, nun spürte sie seinen Körper nahe an dem ihren und
stöhnte leise auf. Erregung klang aus seiner Stimme als er leise
hauchte: “Ich will dich und ich bekomme immer was ich will.“
Nara zitterte leicht und sah ihn an: „Ich will nicht, bitte lass
mich los.“ Lazarus spürte das es nicht ganz der Wahrheit
entsprach was sie sagte und so hielt er sie weiter umfasst, dann
legten sich seine Lippen fordernd und verlangend auf die ihren
und er küsste sie. Sie versuchte sich zu beherrschen doch dann
erwiderte sie seinen Kuss doch. Sie lies das Handtuch fallen und
legte ihre Arme um seinen Hals. Sie hatte keine Kraft mehr ihm
zu widerstehen. Leise hörte sie wie Lazarus unter dem Kuss
aufstöhnte. Sie hatte die Augen geschlossen und als sie sie
wieder öffnete stand sie mit ihm in seinem für ihn
eingerichteten Schlafzimmer. Dann löste er den Kuss und sah sie
an. „Ich liebe dich und ich verlange nicht mehr von dir als du
auch Iron gibst. Bitte weise mich nicht zurück.“ Das war das
erste mal in seinem Leben das er darum bat. Sein Körper brannte
vor Verlangen nach dieser Frau, er wollte sie und hatte Angst
das sie ihn nun doch zurück weisen würde. Und doch überraschte
es ihn als sie nickte und so ihren Zuspruch kund tat. Nun würde
ihn nichts mehr aufhalten, abermals legten sich seine Lippen auf
die ihren und er hob sie wie eine Feder auf seine Arme. Dann
legte er sie auf das Bett und löste den Kuss. Schnell zog er
sich aus, weil er befürchtete das sie es sich anders überlegen
würde. Als sie nun zwischen seine Beine sah, blickte sie ihn
doch erschrocken an. Er grinste: „Mutter Natur hat es gut mit
mir gemeint. Aber keine Sorge das passt schon.“ Dann legte er
sich zu ihr und begann ihren Körper mit seiner Hand zu
erforschen, während er den Kuss wieder aufnahm. Immer wieder
stöhnte er mal leise auf. Er reizte sie bis sie sich an ihn
drückte, dann nahm er sich was er wollte und drang anfangs
sachte doch dann heftiger werdend in sie ein. Alles in ihm
jubelte vor Glück als er sich endlich die Frau nehmen konnte die
sich in sein Herz geschlichen hatte. Und Nara empfand etwas das
sie selbst bei Iron nie empfunden hatte. Sie liebte Iron und
hatte immer gedacht das ihr kein anderer Mann das geben konnte
was er ihr gab, doch Lazarus zeigte ihr das es sehr wohl auch
noch einen Mann gab der ihr noch etwas mehr geben konnte als die
Erfüllung. Er gab ihr animalische Lust und zu der war nur er
fähig, kein sterblicher oder auch unsterblicher Mann war dazu in
der Lage. Und so wurden beide immer wilder und selbst als
Lazarus zum Gipfel gekommen war hörte er nicht auf. Immer wieder
nahm er sie sich und wechselte auch ab und zu mal die Stellung
um was neues zu versuchen. Nara schrie nur noch, doch nicht aus
Schmerz oder Pein sondern vor Lust und Ekstase. Und sie wollte
auch immer noch mehr, was Lazarus nun sehr erfreute. Nach
einigen Stunden japste sie nur noch und hauchte leise. „Nicht
mehr, ich kann nicht mehr.“ Er sah zu ihr herab und lächelte
leicht: „Ich werde dich über deine Grenzen bringen:“ und dann
legte er noch mal los, bis er abermals soweit war. Nara war
total erschöpft, Lazarus hatte alles aus ihr heraus geholt und
sogar weit darüber hinaus. Dann legte er sich neben sie und zog
sie in seine Arme, er war zum ersten Mal seit langem wieder mal
richtig befriedigt. Und langsam wusste er auch woran es lag. Die
Spielchen die er mit allen anderen Frauen trieb konnten ihm
nicht diese Erfüllung bringen, das konnten nur die Frauen die er
liebte. Und das waren Aurian und nun Nara. Er sah sie sanft und
liebevoll an und bemerkte das sie total erschöpft war. So gab er
ihr ein wenig Kraft von sich ab. Dann wurde sein Blick fragend:
„Möchtest du ein Kind von mir, Liebste? Einen kleinen Halbgott
oder eine Göttin?“ Nun sah ihn Nara erschrocken an: „Nein sicher
nicht, bis du wahnsinnig? Reicht es nicht das ich Iron mit dir
betrogen habe?“ Dann wurde sie etwas sanfter als sie sein
verletztes Gesicht sah.“ Lazarus ich liebe dich nicht, ja ich
wollte dich das gebe ich zu, doch lieben tue ich nur Iron. Ich
weiß nicht wie es weiter gehen wird. Lass mir Zeit vielleicht
wachsen meine Gefühle noch und erreichen auch mein Herz. Doch
noch ist es nicht soweit. Ich fühle mich jetzt schon schuldig
das ich hier mit dir im Bett liege. Um wie viel schuldiger würde
ich mich fühlen, würde ich dein Kind tragen und nicht das von
Iron.“ Lazarus sah sie an, das verstand er und nickte. „Ich
werde dir Zeit geben, doch möchte ich dich um eines bitten. Ich
hasse alles Falsche deswegen sag Iron wenigstens was geschehen
ist.“ Nara nickte ihm zu: „Das hätte ich sowieso getan, denn ich
möchte nicht das irgend etwas zwischen uns steht.“ Lazarus
nickte: „In Ordnung, aber ich werde eine Weile hier bleiben und
euch helfen wo ich kann. Auch damit du mich ein wenig besser
kennen lernen kannst. Ich werde auch versuchen meine
Anziehungskraft ein wenig zurück zu schrauben, das verspreche
ich dir. Denn Iron soll auch nicht zu kurz kommen. Ich möchte
versuchen seine Freundschaft zu gewinnen. Meine Väter rieten mir
dazu.“ Naras Blick war fragend: „Deine Väter?“ Lazarus nickte:
„Wie du weißt bin ich der Sohn des Lichts, aber meine Zeugung
haben Leon und Myrion mit der Hilfe von Mutter Natur in die Wege
geleitet. Sie sind beide meine Väter und Aurian ist meine
Mutter, als auch meine Geliebte. Ich hoffe du bist nicht
eifersüchtig, denn ich muss viele Welten bereisen und ebenso
auch überall meine Bettspielchen mit anderen Frauen
durchziehen.“ Nara seufzte leise: „Nein ich bin nicht
eifersüchtig. Doch darfst du auch nie auf Iron eifersüchtig
sein. Er ist der Mann der an meine Seite gehört. Und das wird
sich auch niemals ändern.“ Lazarus nickte zustimmend: „Ich weiß
und das war mir auch von Anfang an klar. Ich sagte ihm schon mal
das ich nicht vorhabe, dich ihm weg zu nehmen. Du gehörst zu ihm
so wie er zu dir. Doch möchte ich nur ein wenig deine Zuneigung
und ab und an mal das hier,“ :dabei deutete er auf das zerwühlte
Bett. Nun musste auch Nara grinsen. „Nun ja also wenig war das
nun nicht gerade. Du bist mehr als potent und ausdauernd.“
Lazarus zwinkerte ihr zu: „Ich bin ja auch ein Gott und das wäre
ja wohl traurig wenn ich da hinter einem sterblichen Mann an
stehen müsste. Mal abgesehen davon will ich schon wieder. Doch
sollten wir uns nun frisch machen, Iron ist auf dem Weg hier
her.“ Nara nickte leicht und begann sich langsam zu erheben. Sie
machte sich Sorgen wie Iron reagieren würde, wenn er erfuhr was
hier geschehen war.
Kaum eine Stunde später hatten
sie sich frisch gemacht und man hörte auch das Schlagen der
schweren Drachenflügel vor dem Tempel. So traten Nara und
Lazarus vor den Tempel, gerade als Iron von Zandramas stieg. Als
dieser nun Lazarus da stehen und Nara ins Gesicht sah wusste er
schon was geschehen war. Denn in Naras Gesicht spiegelte sich
ihr schlechtes Gewissen wider. Lazarus hingegen war
selbstbewusst wie immer doch sah Iron auch das er wesentlich
entspannter und auch glücklicher aussah als das letzte mal als
er ihn gesehen hatte. Er trat auf Nara zu und zog sie in seine
Arme um sie vor den Augen von Lazarus zu küssen, er wollte ihm
gleich klar machen zu wem Nara gehörte. Dann sah er auf und sah
das Lazarus ihm freundlich zunickte. Dieser hatte genau
verstanden was Iron ihm mit dieser Geste sagen wollte. Auch war
ihm klar das man Iron nicht mehr sagen musste was geschehen war,
diese Geste hatte ihm gezeigt das er es bereits wusste. Dann bat
Lazarus Iron um ein Gespräch und die beiden verzogen sich in
eins der Büros. Dort angekommen sah Lazarus Iron an: „Wie ich
dir schon mal sagte habe ich nicht vor dir Nara weg zu nehmen,
sie gehört zu dir wie du zu ihr gehörst. Doch will ich auch
ehrlich sein, ich liebe sie und........ich habe sie mir
genommen. Obwohl ich denke das es nicht nötig war es dir zu
sagen, denn deine Geste eben zeigte mir deutlich das du es
bereits wusstest. Ich wünschte wir könnten Freunde sein, das
würde es uns allen wesentlich erleichtern. Denn ich werde nicht
ganz auf sie verzichten. Ich weiß das du bei ihr an erster
Stelle stehst und das ist auch absolut in Ordnung für mich, vor
allem bei dem Lebenswandel den ich zwangsläufig führen muss.“
Iron hatte ihm ruhig zu gehört und nickte leicht. „ Es ist
schwer für mich, doch war es mir die ganze Zeit klar das so
etwas passieren würde. Vor allem da deine Mutter uns vor gewarnt
hat. Ich liebe Nara mehr als mich oder mein Leben. Ich würde sie
niemals kampflos aufgeben. Doch gehe ich davon aus das sie es
dir freiwillig gegeben hat, das sie mit ihrer Zustimmung mit dir
ins Bett ging und du sie nicht gezwungen hast. Und Freunde, ich
weiß nicht wie das gehen sollte.“ Lazarus hatte ebenso ruhig
zugehört: „Auch Leon und Myrion sind Freunde, uns geht es nicht
anders als ihnen, wir lieben die gleiche Frau, wobei du noch
einen großen Vorteil hast. Denn sie liebt dich auch, wobei es
bei mir nur meine Anziehungskraft ist die sie zu mir ins Bett
geführt hat. Reine animalische Lust, nicht mehr und nicht
weniger. Sie hat mir klar gesagt, das sie mich nicht liebt
sondern dich. Doch wäre auch ich bereit um sie zu kämpfen. Aber
wäre es da nicht besser das wir uns irgendwie einigen, ohne uns
gegenseitig das Gesicht zu demolieren oder das Leben schwer zu
machen? Ihr hättet einige Vorteile dadurch und ja ich weiß euch
kommt es nicht auf irgendwelche Vorteile an. Dennoch wäre es so,
wie zum Beispiel der Drachenhort oder das Nest mit den Jungen.
Ich könnte es hier her bringen ohne das ihnen etwas geschieht.“
Iron sah ihn ruhig an, obwohl in ihm ein Sturm tobte. Er war
nicht richtig eifersüchtig und doch schmerzte es ihn zu wissen
das Nara noch vor kurzem in den Armen des Mannes gelegen hatte
der hier vor ihm stand. Er dachte nach und nickte nach einer
Weile: „Ich schlage vor wir sehen was auf uns zukommt. Und
vielleicht gewöhne ich mich ja an den Gedanken. Ich weiß es
nicht. Lassen wir doch die Zeit entscheiden was wird. Und wer
weiß vielleicht werden wir ja Freunde.“ Lazarus nickte leicht,
er sah das er hier im Moment nicht viel ausrichten konnte. „Na
gut, ich werde mal das Drachennest und den Hort holen. Wir sehen
uns dann später wieder. Und mach es Nara nicht all zu schwer.
Sie konnte sich nicht mehr wehren. Im Grunde trifft sie keine
Schuld, mir kann kaum eine Frau widerstehen.“ Dann drehte sich
Lazarus herum , verließ den Raum und war kurze Zeit später
verschwunden. Lazarus wusste das er hier einen Fehler gemacht
hatte, er hätte auch Iron mehr Zeit geben müssen ihn besser
kennen zu lernen bevor er sich an Nara heran machte. Doch er
hatte sich nicht mehr beherrschen können als es soweit war. Er
würde sich in der nächsten Zeit zusammen reißen müssen, bevor er
Nara abermals für sich forderte. Und das er sie fordern würde,
stand für ihn außer Frage, denn es war zu schön gewesen sie in
seinen Armen zu halten und die Lust mit ihr zu erleben. So
erschien er kurz darauf bei Serena in der Höhle. „Hallo meine
Liebe, du kennst mich vielleicht nicht doch ich bin Lazarus, der
Sohn des Lichts und ich wollte dein Nest zur Insel bringen.“
Serena und Zandramas sahen ihn an. Und er hörte in seinen
Gedanken wie Serena ihm sagte: „Du hast es also getan. Ich spüre
Verzweiflung bei Nara. Sie ist unglücklich darüber das sie dir
nicht länger widerstanden hat.“ Lazarus nickte: „Ja ich weiß,
ich habe hier einen Fehler gemacht, doch als ich sie dort stehen
sah, wie das Wasser noch ihre Haut benetzte, da konnte ich
einfach nicht anders. Ebenso wenig wie sie mir widerstehen
konnte, konnte ich es bei ihr. Ich liebe sie, es hat eine Weile
gedauert bis ich es mir eingestanden habe. Doch so ist es. Die
Frauen warfen sich mir immer an den Hals, sie aber nicht.“ Er
setzte sich auf den Nestrand und sah die beiden Drachen an. Er
lächelte: „Sie gab mir sogar eine Ohrfeige, weil ich sie
küsste.“ Serena sah ihn an: „Nun du hast es auch sehr
provoziert, du hast harte Geschütze aufgefahren, zudem solltest
du zugeben das du deine Anziehungskraft bei ihr noch erhöht
hast, so das sie dir gar nicht mehr widerstehen konnte. Das war
ein feiger Angriff.“ Lazarus nickte: „Ja ich weiß. Doch will ich
ihr Zeit geben mich besser kennen zu lernen. Und ich hoffe das
sie mir vielleicht irgendwann ein wenig Zuneigung entgegen
bringt. Doch hatte ich das Gefühl das es ihr auch Spaß gemacht
hat. Ich habe sie zu nichts gezwungen.“ Serena schüttelte leicht
den Kopf. „Doch du hast sie gezwungen, obwohl es so aussah das
sie es dir freiwillig gegeben hat, war auch ein gewisser Zwang
dahinter. Denn wenn du diese Frau dermaßen provozierst und sie
bedrängst, mit dem Wissen wenn du sie in deine Arme ziehst, sie
küsst und streichelst, das sie dann nicht mehr nein sagen kann,
weil ihr Körper zu brennen beginnt, kann man das kaum freiwillig
nennen. Doch keine Sorge wir werden dazu schweigen.“ Lazarus sah
Serena erschrocken an: „Soll das heißen ich habe sie ...“ Serena
setzte sich vor ihn hin: „Denk doch mal selber nach. Sie hat
dich beim ersten Kuss abgewiesen, hat dir sogar eine Ohrfeige
verpasst, weil sie das nicht wollte. Und selbst jetzt hat sie
dir gesagt sie will es nicht, doch du gabst nicht auf bis sie
dir erlegen war. Ist das wirklich freiwillig, oder eher weil sie
nicht mehr nein sagen konnte. Mensch Junge du hast eine
Ausstrahlung die jede Frau in dein Bett holt. Doch bei ihr
musstest du noch mehr auffahren, sie fiel dir nicht gleich um
den Hals, im Gegenteil sie versuchte dir zu entfliehen, dich
nicht an zu sehen. Alles Zeichen der Ablehnung, alles Zeichen
das sie versuchte dir zu widerstehen. Doch du nahmst sie in
deine Arme und küsstest sie. Und das da ihr Widerstand erliegen
würde war doch klar. Nein vergewaltigt hast du sie nicht, nicht
im herkömmlichen Sinne, denn ihr Körper reagierte und sie
forderte ja sogar mehr. Doch wenn man tiefer schaut, hast du ihr
kaum Gelegenheit gegeben wirklich nein zu sagen.“ Lazarus
seufzte, denn er musste erkennen das Serena recht hatte. Sein
Verlangen nach Nara war so stark gewesen, das er wirklich harte
Geschütze aufgefahren hatte. Er hatte sich in Szene gesetzt,
hatte alles getan damit sie in seinem Bett landete. Und nun im
Nachhinein war er nicht besonders stolz auf sich. Er sah zu
Serena hoch und nickte: „Ja du hast recht. Ich habe mit den
falschen Mitteln gekämpft, ich habe alles in den Kampf geworfen
was ich hatte. Ich wollte sie und da war mir jedes Mittel recht.
Ich wusste genau das sie mir nicht widerstehen könnte wenn ich
sie provoziere.“ Serena nickte zufrieden: „Jetzt hast du es
verstanden. Und wahre Freunde tun sich so etwas nicht an.
Versuche es auf normale Weise bei ihr. Zeige ihr deine
Zuneigung, und sei Iron ein guter Freund, denn auch an ihm hast
du dich versündigt. Auch ihn hast du in tiefe Verzweiflung
gestürzt und das alles nur weil du diese Frau mehr wolltest als
alles andere. Iron und Nara sind wahrlich gute Menschen, ihre
Herzen sind rein. Und so ein Betrug, liegt ihnen wie ein
schwarzer Fleck auf der Seele. Du kannst nun nur hoffen, das
Iron Nara verzeiht und ihr nichts nach trägt. Und das sie sich
selber verzeihen kann. Doch nun genug von allem. Lass uns nun
das Nest zur Insel bringen.“ Was Aurian nicht gelungen war,
nämlich ihrem Sohn die Augen zu öffnen, war nun Serena gelungen.
Aurian hatte es mit bekommen und lächelte. Sie wusste das ihr
Sohn nicht böse oder schlecht war, doch er war dermaßen von sich
eingenommen, das er dachte er könnte alles bekommen und das ohne
Konsequenzen. Doch jetzt würde er zum ersten mal Konsequenzen
tragen müssen. Und der Preis würde sein das Nara ihm vielleicht
irgendwann mal das Herz öffnen würde. Lazarus war noch jung und
er stürmte oft auf sein Ziel los ohne nachzudenken. Aurian
hoffte das er hier bei diesen Menschen und mit den Drachen im
Rücken lernen würde das auch ihm gewisse Grenzen gesetzt waren.
Ihr Plan hatte funktioniert, nun musste man abwarten ob sich
Lazarus dem Kampf mit sich selber stellen oder ob er feige
kneifen würde. Er könnte es sich leicht machen, zur Insel der
Götter zurück kehren und alles hinter sich lassen oder aber
alles wieder in Ordnung bringen. Aurian war gespannt darauf was
ihr Sohn tun würde. Und auch Myrion und Leon beobachteten was
nun geschehen würde.
Iron suchte unterdessen Nara auf
und sah das sie wirklich ein schlechtes Gewissen hatte. Er nahm
sie sanft in seine Arme und drückte sie an sich: „Liebst du
ihn?“ Nara sah zu ihm auf: „Nein, doch als er mir entgegen trat,
Schatz ich weiß nicht wie ich es sagen soll. Jede seiner
Bewegungen war eine Verlockung, ich konnte nicht anders. Und als
er mich an sich zog und ich seine Nähe so deutlich spürte war es
um mich geschehen. Ich weiß ich hätte es nicht tun sollen und im
Moment weiß ich nicht mal wie es dazu kommen konnte, doch ich
wollte ihn auf einmal. Mein Körper brannte vor Verlangen.“ Iron
nickte sanft: „Hat er dich zu irgend etwas gezwungen?“ Nara
schüttelte den Kopf: „Nein, ich hätte rein theoretisch gehen
können, doch es ging nicht. Er hat mich zu nichts gezwungen,
wenn man mal von seiner Präsenz absieht und das ich ihm nicht
mehr widerstehen konnte.“ Iron sah Nara sanft an: „Egal was
passiert, ich werde um dich kämpfen. Kampflos bekommt er dich
nicht. Ich rechne mal damit das er es noch öfter versuchen wird.
Er hat nun Blut geleckt. Er hatte dich nun einmal und wird es
wieder wollen. Kleines ich liebe dich und solltest du ihm
irgendwann mal den Vorzug geben und mit ihm glücklicher sein, so
sag es mir und ich werde gehen, doch nicht ohne Kampf. Ich
schlage ihm die Zähne ein wenn es sein muss. Gott hin oder her.
So leicht mache ich es ihm nicht.“ Nara erkannte das aus Iron
die Verzweiflung sprach. „Schatz ich liebe dich und nicht ihn.
Ja ich gebe zu er hat etwas an sich das mich schwach werden
lässt, doch ist das rein körperlich. Mein Herz gehört dir und
das wird sich niemals ändern. Ich verfluche mich selber das ich
nicht stärker war.“ Iron sah das auch Nara verzweifelt war, er
sah sie sanft und liebevoll an: „Kleines solange du mich liebst,
verzeihe ich dir alles, auch wenn du ihm nochmal erliegen
solltest. Sicher es tut weh zu wissen das du in seinen Armen
lagst, das du mit ihm etwas geteilt hast was eigentlich nur uns
beiden gehören sollte. Doch erlag ich auch schon mal der
Versuchung und ich hoffe das es nicht noch mal geschieht. Doch
einem Gott zu widerstehen dürfte noch viel schwerer sein. Und
ich sage dir noch etwas, erinnerst du dich an den Tag als die
Herrin zu uns kam um dir zu sagen das Lazarus dich liebt? An
diesem Tag spürte ich auf einmal was du ausstehen musst wenn
Lazarus bei dir auftaucht, denn als ich die Herrin sah, flammte
auch in mir das Verlangen hoch sie haben zu wollen, mein Körper
brannte lichterloh und hätte sie mir die Gelegenheit gegeben,
ich hätte sie mir genommen und es wäre mir egal gewesen das sie
eine Göttin ist. Also mach dir keine Vorwürfe, meine Liebe zu
dir ist stärker als alles andere.“ Nara sah ihn mit großen Augen
an: „Ist das wahr? Dir erging es nicht anders?“ Iron nickte: „Ja
es ist wahr, in dem Moment konnte ich an nichts anderes denken
als sie haben zu wollen. Da dachte ich weder an dich noch an
sonst irgendwas. Das Verlangen vernebelt unseren Verstand und
bei uns Männern ist es noch schlimmer, weil wir denken oft mit
dem was wir in der Hose haben. Und wenn ich dich so ansehe, kann
ich Lazarus sogar verstehen, das es auch seinen Verstand
vernebelt, das er nur noch an eines denken kann. Er und ich
lieben die gleiche Frau, bei ihm ist es nicht nur Verlangen,
wenn ich auch denke das es bei ihm viel ausgeprägter ist als bei
mir eventuell. Doch ich glaube er liebt dich wirklich. Also
Kleines ich würde sagen, lassen wir es auf uns zukommen, solange
ich mir deiner Liebe gewiss sein kann werde ich sicher nicht
durchdrehen. Doch um eines möchte ich dich bitten, lass dich
nicht von ihm schwängern. Wenn du mal ein Kind bekommen
solltest, möchte ich das es von mir ist.“ Nara nickte, wenn sie
sich auch wunderte warum beide gleich an ein Kind dachten. Sie
selber hielt sich noch für viel zu jung um jetzt schon ein Kind
zu bekommen. „Ich will vorläufig auch noch kein Kind. Wir haben
noch viel zu viel zu tun, als das wir daran denken könnten.“ Er
grinste sie an: „Aber wir haben zwei Großväter die sicherlich
sehr aus dem Häuschen wären, wenn da etwas Kleines kommen würde
und ich will ehrlich sein, ich möchte viele Kinder haben. Wie
wäre es mit drei Buben und drei Mädchen und wenn da eins von
Lazarus dazwischen sein sollte, das bekämen wir auch noch groß.“
Nun musste Nara doch lachen: „So viele? Und daran das auch eins
von deinem Nebenbuhler dabei sein könnte denkst du auch schon?
Du bist unglaublich Schatz, hier zeigt sich deine wahre Stärke,“
sachte strich sie mit ihren Fingern über seine bloße Brust
„wobei deine körperliche Stärke auch nicht zu verachten ist, ich
mag Männer die kraftvoll sind.“ Ihr streicheln verfehlte seine
Wirkung nicht und so küsste er sie nun recht verlangend. Dann
schob er sie in ihr Schlafzimmer um sich auch noch von ihr zu
nehmen was er von ihr wollte.
Einige Zeit später saß Iron an
einem der kleinen Seen und lies Steine über das Wasser gleiten
und dachte darüber nach was heute geschehen war. Er hatte nie
daran gedacht seine Frau mit einem anderen teilen zu müssen,
doch wenn er genau darüber nach dachte, solange er selber nicht
zu kurz kommen würde und sie ihn liebte, war es eigentlich
unerheblich. Mal abgesehen davon das Lazarus ihnen wirklich viel
Nutzen bringen könnte. Und so ein übler Kerl schien er ja nicht
zu sein, zudem hinzu kam, das er eh nie viel Zeit bei ihnen
verbringen würde, da er doch einige Verpflichtungen hatte, die
ihn von hier fort führen würden und wo Iron dann Nara wieder nur
für sich haben würde. Er hörte Schritte hinter sich und drehte
sich kurz um. Langsam kam Lazarus näher und setzte sich neben
ihn: „Das Nest und der Hort sind hier ich habe beides gut
untergebracht. Und ich muss mich bei dir entschuldigen.“ Iron
sah ihn verwundert an. „Wieso und wofür?“ Lazarus tat es ihm
gleich und lies ebenfalls einige Steine über das Wasser gleiten:
„Nun Serena machte mich darauf aufmerksam das ich mit unfairen
Mitteln gekämpft habe. Ich habe wirklich alles in den Kampf
geworfen was ich hatte um Nara soweit zu bekommen, das sie mit
mir ins Bett ging. Das war nicht richtig. Ich weiß welche
Ausstrahlung ich auf Frauen habe und diese noch zu verstärken,
in dem ich sie wirklich provozierte und ihr keine Chance mehr
zur Gegenwehr lies, war unfair.“ Iron sah ihn immer noch
verwundert an, das hatte er nicht erwartet. „Du bist sehr
ehrlich. Und es freut mich das du es mir sagst. Doch du musst
dich nicht entschuldigen. Im Krieg und in der Liebe ist alles
erlaubt und um ebenfalls ehrlich zu sein. Ich hätte es nicht
anders gemacht. Ich würde auch alles in den Kampf werfen was ich
habe um zu bekommen was ich will. Wir sind Männer und denken
anders als Frauen, doch selbst sie würden zu jedem Mittel
greifen um zu bekommen was sie wollen. Denk mal an die Kleine
die mich verführte und deine Mutter ist auch nicht ganz ohne,
ehrlich gesagt brannte ich bei ihr auch einmal voller Verlangen.
Und wie ich eben schon Nara sagte, hätte sie mir die Gelegenheit
gegeben, ich hätte sie mir genommen.“ Nun grinste Lazarus ihn
an: „Ja sie ist wirklich heiß oder? Und sie gibt alles wenn man
sie einmal soweit hat. Als sie und ich das erste mal aufeinander
trafen und zwar als Mann und Frau, war die Hölle los, drei Tage
haben wir im Bett verbracht. Unterbrochen mit ein wenig Schlaf,
mal etwas zu essen und einigen Gesprächen haben wir es drei Tage
mit einander getrieben. Das war die heißeste Zeit meines Lebens.
Doch du kannst dir vorstellen, das sie für mich wenig Zeit hat,
da ist Myrion den sie über alles liebt und der bei ihr immer an
erster Stelle kommt, dann Leon, der ebenfalls immer mal noch ein
wenig Abwechslung sucht, weil sie sich eher mit Myrion einlässt
als mit ihm. Und dann ist da noch Iskander, der Held des
Schicksals dem sie auch ab und zu mal ihre Gunst schenkt. Wie du
siehst bleibt da nicht viel Zeit für mich.“ Nun musste auch Iron
grinsen: „Sie scheint eine viel beschäftigte Frau zu sein, wie
schafft sie es dann noch, das heißt sofern sie mal aus dem Bett
kommt, sich noch um die Welten zu kümmern?“ Lazarus lachte
leise: „Frag das nicht mich, doch sie schafft es. Sie hat alles
genau im Auge, nichts entgeht ihr. Na ja und sie hat noch einige
andere Götter denen sie die Verwaltung einiger Welten überlässt
und die ihr Bericht erstatten wenn es irgendwo ein Problem
gibt.“ Iron sah Lazarus abschätzend an: „Du magst ja ein Gott
sein, und es scheinen dir wirklich alle Frauen zu Füßen zu
liegen. Doch wirkliche Liebe hast du bislang nicht erhalten
oder?“ Lazarus sah ihn ebenfalls an: „Nun Aurian liebt mich,
ohne zweifel, als Sohn und auch als Geliebter, doch ihr reine
wirkliche Liebe gehört Myrion und ein wenig auch Leon. Das
wissen alle. Und so ist es auch mit Nara, ihre reine wirkliche
Liebe gehört dir. Selbst wenn sie irgendwann mal ihr Herz für
mich entdecken sollte, wirst du immer bei ihr an erster Stelle
stehen. Leon und ich teilen das gleiche Schicksal, wir werden
immer die zweite Wahl sein. Aber wir können damit leben, solange
uns ein wenig Liebe von der Frau die wir lieben entgegen
gebracht wird.“ So hatte Iron das noch nie gesehen er sah
Lazarus sanft an: „Möchtest du nicht auch bei einer Frau an
erster Stelle stehen, ihr Herz nur für dich haben?“ Lazarus
schüttelte den Kopf: „Nein, denn was würde die Frau an meiner
Seite erwarten? Zum einen erst mal das sie mich wirklich mit
vielen teilen müsste. Denn schau mal ich bin verpflichtet die
Welten und deren Tempel auf zu suchen und immer mal mit den
Priesterinnen zu schlafen. Natürlich suche ich mir immer die
schönsten aus und eben die die schon etwas Erfahrung haben. Eine
Jungfrau kommt mir nicht ins Bett. Des weiteren müsste sie sehr
oft ohne mich auskommen, da ich viel unterwegs bin. Mal
abgesehen davon das ich dann eventuell auch gar nicht mehr den
Drang hätte es mit irgendeiner anderen zu treiben. Was aber dann
zufolge hätte das langsam die Liebe aus den Welten verschwinden
würde. Gut jetzt könntest du anführen, die Liebe gab es schon
immer, doch in den Welten die ich besuche erstarkt die Liebe, es
werden mehr Kinder geboren und ich mache es möglich das auch die
Kinder bekommen können, die es zuvor nicht konnten. Auch hier
könnte man nun sagen das Mutter Natur es so gewollt hat, doch
auch sie kann nicht über all sein. Du siehst die Frau an meiner
Seite hätte es sehr schwer und würde nur leiden und wie könnte
ich das der Frau die ich liebe antun? Nara hingegen, hat dich,
sie liebt dich und leidet nicht wenn ich mal wochenlang nicht da
bin. Und doch habe ich das Gefühl da ist eine Frau die ich liebe
die ich aber in guten Händen weiß und nicht alleine zurück
lassen muss. Und Eifersucht ist mir fremd. Ich wäre schon sehr
glücklich wenn sie mich wenigstens ein wenig lieben könnte.“
Iron verstand ihn langsam und sah das Lazarus kein leichtes Los
hatte, er begann sogar Sympathie für ihn zu empfinden. „Kannst
du es denn genießen mit den anderen Frauen, also mit den
Priesterinnen zusammen zu sein oder siehst du es nur als Pflicht
an?“ Nun knuffte Lazarus ihn: „Halloho, ich bin ein Kerl und das
durch und durch. Natürlich genieße ich es, ich bin immer scharf,
wenn sie mir auch nicht die Befriedigung verschaffen können die
ich brauche um rundum glücklich zu sein.“ Iron verstand nicht
ganz und sah ihn fragend an: „Also wenn ich einige male gekommen
bin, bin ich absolut befriedigt.“ Lazarus begriff das Iron es
nicht ganz verstanden hatte: „Was ich meine ist, du hast doch
sicherlich auch schon mal nur Frauen genommen um deine
körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen und anschließend dennoch
das Gefühl gehabt das war es nicht. Doch dann hast du die Frau
in den Armen die du liebst und auf einmal ist es da, das Gefühl
das sagt, ja das ist es und du liegst nur da, hältst sie in
deinen Armen und sie drückt sich an dich und alleine das
befriedigt dich schon, wobei es natürlich nicht zu verachten ist
auch alles andere zu bekommen, aber da reicht dann auch
eventuell schon einmal.“ Nun verstand Iron und nickte: „Ja du
hast recht. Ich habe früher die Frauen auch nur benutzt um zu
bekommen was ich wollte. Doch mit Nara kam ein Gefühl in mein
Leben das ich nicht kannte, sie gibt mir etwas das ich bei
keiner bisher gefunden hatte. Und stimmt als ich sie nach dem
ersten mal nur in meinen Armen hielt war es ein Gefühl der
Erfüllung und nicht nur körperliche Befriedigung.“ Die beiden
Männer sahen sich an und verstanden sich auf einmal. Dann sagte
Iron etwas das ihn selbst überraschte: „Nara muss eine gewisse
Zuneigung zu dir haben, denn jetzt wo wir darüber redeten fiel
mir wieder ein, das sie sich niemals einem Mann hingegeben
hätte, den sie nicht wenigstens mögen würde. Ich denke in dem
Moment ist die Ausstrahlung relativ unerheblich. Und da sie mit
dir schlief muss sie dich auf irgendeine Weise mögen. Es ist ihr
vielleicht selber nicht klar, weil das schlechte Gewissen alles
überdeckte, doch auch mir wollte sie sich nicht gleich hingeben,
sie sagte damals zu mir, das sie es nicht gutheißen würde es nur
so zu tun, das es auch Liebe oder wenigstens einer gewissen
Zuneigung bedürfe. Ich nahm damals sogar an das sie noch eine
Jungfrau sei, weil sie sich so zierte.“ Lazarus sah ihn dankbar
an: „Ich danke dir für diese Worte. Dann besteht ja noch
Hoffnung, das ich vielleicht doch ihre Zuneigung gewinnen kann,
wenigstens ein wenig. Und du musst mir glauben, ich liebe sie
wirklich und ich gebe auch zu das ich sie begehre. Ich will sie
in meinen Armen haben, sie ist alles was ich mir je erträumt
habe. Ich kann verstehen das es für dich nicht einfach ist, doch
bedenke eins, ich werde oft weg sein, manchmal Wochen oder sogar
Monate lang. Und in der Zeit wird sie nur dir gehören und ich
werde glücklich darüber sein das sie dich hat und nicht alleine
zurück bleibt.“ Iron sah Lazarus an und nickte. „Ich denke wir
sind uns ähnlicher als ich dachte. Obwohl du ein Gott bist und
ich nur ein Mensch. Aber ich glaube einer Freundschaft steht an
sich nichts mehr im Wege. Denn ich gehe mal davon aus wir haben
alles geklärt was es zu klären gibt, ich möchte dich nur um eins
bitten, belüge mich nie und sag mir wenn sich etwas ändert.“
Lazarus nickte, dann erhoben die beiden sich und gingen
einträchtig zum Tempel zurück. Aurian die dem Gespräch
unsichtbar gefolgt war, war stolz auf ihren Sohn. Er hatte
begonnen die Konsequenzen seiner Tat zu tragen. Und das Iron sie
begehrte, obwohl es sie nicht wunderte, schmeichelte ihr doch
und sie überlegte ob sie ihm nicht eventuell mal ihre Gunst
erweisen sollte. Vor allem da dieser junge Mann ihren Sohn
scheinbar glücklich machte, in dem er ihm auch einen Platz im
Herzen seiner Frau gönnte.

Kapitel 16: Freud und Leid

Als Iron und Lazarus zurück kamen
sahen sie schon den Menschenauflauf vor dem Tempel und wie Nara
versuchte dem ganzen Herr zu werden. Irgendwie hätte ihnen doch
klar sein müssen, das die Presse in welcher Form auch immer,
nicht auf der Klippe stehen bleiben würde. Die hatten natürlich
sofort Reisemöglichkeiten geordert um ebenfalls die Insel
besuchen zu können. Nun belagerte man Nara mit Fragen. Dann
traten Lazarus und Iron neben Nara und Iron versuchte sich Gehör
zu verschaffen um etwas sagen zu können, doch alles redete
durcheinander so das er nicht durchkam. Lazarus grinste, sah
dann Iron an und brüllte dann los und als Gott war es ihm
möglich seine Stimme so laut erschallen zu lassen, das den
Besuchern, sofern man diese Horde von Heuschrecken so nennen
wollte, die Ohren weg flogen. „RUHEEEEE, lasst doch Iron mal zu
Wort kommen.“ Schlagartig war Ruhe und Lazarus grinste Iron an:
„So macht man das.“ Nun musste auch Iron lachen, dann wandte er
sich den Leuten zu. „Also gut, halten wir hier und sofort eine
Pressekonferenz ab, doch warne ich euch, solltet ihr mehr Fragen
als ich Antworten haben wird es nicht mehr geben. Außerdem
verlange ich das ihr euch sofort danach von hier verabschiedet
und nur nach Terminerteilung hier erscheint. Ist das klar?
Ansonsten sorge ich dafür das ihr zum Festland zurück gebracht
werdet. Wie bisher werdet ihr es nur mit mir zu tun bekommen,
denn meine Frau wird das interne leiten ich das externe, das
heißt wenn ihr versucht auch nur eine Frage an Nara zu stellen
ohne das sie über mich ging, gibt es Ärger. Zur Linken meiner
Frau seht ihr Lazarus den Sohn des Lichts, entfernt werdet ihr
schon von ihm gehört haben. Er ist der Sohn der Herrin des
Lichts. Seinen Tempel findet ihr dort drüben.“ Damit zeigte Iron
in die Richtung des kleineren Tempels. „Doch wird es noch eine
ganze Weile dauern bis dieser Tempel in Betrieb genommen wird.
So das auch weiterhin alles erst mal über uns läuft auch wenn
ihr Anfragen oder Gebete an ihn habt.“ Doch auch jetzt musste
Iron feststellen das nur ein Teil der Reporter Augen für ihn
hatten, denn die weiblichen begannen bereits Lazarus an zu
himmeln und ihn an zu starren, denn seine Ausstrahlung verhehlte
auch auf sie seine Wirkung nicht. Als Iron das sah, schaute er
zu Lazarus dem das auch nicht entgangen war und der sich
köstlich über die Reaktionen der weiblichen Besucher amüsierte.
Als er Irons Blick bemerkte grinste er: „Ich glaube ich werde
mich mal woanders nützlich machen. Damit es hier weiter gehen
kann, sonst werdet ihr die nie los.“ Einen Moment später war er
auch schon verschwunden und nun endlich konzentrierten sich alle
wieder auf Iron. Dieser beantwortete nun die Fragen soweit es
ihm möglich war und lies einen Aufruf in die Welt los, das jeder
willkommen war sofern er reinen Herzens war, das er jeden der
auch nur böses im Schilde führen würde hoch kantig von der Insel
verbannen würde. Das es Landeerlaubnisse geben würde und jeder
Besucher oder neue Bewohner vorher überprüft werden würde. Des
weiteren forderte er die Menschen auf wenn sie in Frieden leben
wollten sich hier nieder zu lassen. Das Verwaltungsangestellte
gesucht würden, als auch Bauern, Müller, Bäcker, Metzger, als
auch alle Arten von Handwerkern und der gleichen mehr. Das jeder
eine Bewerbung an ihn schicken könnte und diese so
unbürokratisch wie nur möglich bearbeitet würde. Vor allem lies
er einen Aufruf an die Unterschichten los das sie hier ihr Glück
machen könnten. Das die Häuser der Dörfer kostenlos zur
Verfügung gestellt werden würden. Als er das sagte kamen gleich
weitere Fragen der Reporter die er auch sehr gelassen
beantwortete. An die Reporter gerichtet eröffnete er ihnen das
er gedachte eine Art Pressebüro ein zu richten und das sie sich
gerne dafür bewerben dürften. Zum Schluss sagte er ihnen noch,
das Nara und er nun nicht nur die Tempel wieder ans laufen
bringen müssten sondern auch dem Willen der Herrin zufolge die
Belange der Welt verwalten müssten und das dies einen Haufen
Arbeit und einen gewissen Aufwand bedeuten würde. Das alles
seine Zeit dauern und ihnen auch Lazarus helfen würde, doch das
man ihn nicht belästigen sollte. Auch teilte er ihnen mit das es
auf dieser Insel noch weitere Drachen geben würde und diese
immer Patrouille über und um die Insel fliegen würden, so dass
keiner versuchen brauchte sich heimlich auf die Insel zu
schleichen. Als nun alle zufrieden gestellt waren, vorerst
zumindest, trabten die Leute wieder zu ihre Flugzeugen und
Helikoptern und waren schnell wieder verschwunden. Lazarus
tauchte kurz darauf wieder auf und klopfte ihm auf die Schulter:
„Das hast du sehr gelassen gemeistert.“ dann blickten die drei
den Flugmaschinen hinter her.
In den nächsten Tagen und Wochen
wurden neue Priesterinnen und Priester geweiht als auch
Hohepriesterinnen und Hohepriester. Des weiteren wurden diese
nun auch über die unteren Bereiche der Tempel als auch was es
mit den Runen und den Reiseportalen auf sich hatte aufgeklärt.
Lazarus erneuerte weitere Tempel, langsam einen nach dem
anderen, bis alle wieder hergestellt waren. Alle drei und das
obwohl auch die beiden Väter halfen, fielen Abends nur ins Bett
um Morgens wieder weiter zu machen. Sie kamen nicht zur Ruhe.
Die Insel wurde langsam aber sicher bevölkert und auch die
jungen Drachen wuchsen heran und begann schon kleinere Aufträge
an zu nehmen. Wie Iron es angekündigt hatte flogen Tag und Nacht
immer einige Drachen über die Insel um diese zu schützen. Auch
kamen langsam die Anfragen der Herrscher herein wann die erste
Welttagung stattfinden sollte. Lazarus hatte sich in der ganzen
Zeit Nara nicht wieder genähert, so schwer es ihm auch fiel.
Doch Nara als auch Iron lernten ihn als unermüdlichen Freund
kennen der immer zur Stelle war wenn er irgendwo gebraucht
wurde. Seine Eltern waren sehr stolz auf ihn, er arbeitete
teilweise Tag und Nacht um sich ab zu lenken. Und wenn es gar
nicht mehr ging reiste er zu einer anderen Welt um sich dort
seine körperlichen Bedürfnisse zu stillen, allerdings erzählte
er nur Iron davon. Und dieser schwieg sich auch gegen Nara aus
was Lazarus ab und an tat.
So gingen zwei Jahre ins Land und
es war soweit alles geschafft. Und an einem Abend saßen alle an
einem See den Nara mit einem kleinen Pavillon ausgestattet
hatte, den sie nutzten um einfach mal ein wenig Ruhe zu haben.
Jerome und Toren waren inzwischen selber schon zu Hohepriestern
aufgestiegen und hatten die Vergangenheitsbewältigung des
Glaubens übernommen und waren in den Muttertempel gezogen.
Außerdem hatten sie nochmals ein Glück in den Armen einer Frau
gefunden, was auch Iron und Nara freute, vor allem da beide
Männer scheinbar erst in den vierzigern waren. Denn auch Jerome
obwohl er eigentlich weit aus älter war als Toren, hatten die
Götter ein wenig verjüngt gehabt. Und Iron und Nara hatten
erfahren das sie bald nochmals Geschwister bekommen würden, was
sie sehr amüsierte und auch freute. Beide waren inzwischen
fünfundzwanzig Jahre alt. Auch Lazarus war gereifter geworden.
Zu sehen mit welchen Problemen sich die Sterblichen herum
schlagen mussten, hatten ihn reifen lassen. Nun saßen die drei
in dem kleinen Pavillon am See und unterhielten sich zwanglos.
Doch Iron sah den Blick den Lazarus Nara immer mal zuwarf, wenn
sie gerade nicht zu ihm hinsah. Die drei verband inzwischen eine
tiefe Freundschaft. Iron sprach in Gedanken zu Zandramas:
„Kannst du Lazarus eine Botschaft von mir geben, so das Nara es
nicht merkt?“ Als Zandramas bejahte, nickte Iron leicht: „Dann
sag ihm, er soll es bei ihr versuchen. Ich werde mich zurück
ziehen.“ Zandramas fragte ihn warum und Iron antwortete: „Ich
habe ihn als ehrlichen und guten Freund kennen gelernt und ich
sehe den schmerzvollen Blick den er Nara immer mal zu wirft wenn
er sich unbeobachtet fühlt. Er leidet und ich möchte das dieses
Leiden ein Ende hat. Also soll er es versuchen. Und sag ihm er
soll zur Not alles in den Kampf werfen was er hat, er weiß schon
was ich meine.“ So bekam Lazarus die Nachricht von Iron und sah
diesen fragend und überrascht an. Iron nickte nur und lächelte
ihm zu. Dann erhob sich Iron und beugte sich noch mal leicht zu
Nara herab und küsste sie liebevoll, als er den Kuss löste
hauchte er ihr zu: „Mach es ihm nicht gar so schwer.“ Dann
drehte er sich um und ging auf den Tempel zu und lies die beiden
zurück, wissend was nun geschehen würde. Doch als Iron den
Tempel betrat stand auf einmal die Herrin vor ihm. „Du bringst
da ein großes Opfer.“ Iron nickte und sah noch mal zurück und
sah das Lazarus sich gerade erhob und Nara zu ihm auf sah. „Doch
er ist das Opfer wert. Ich weiß das er sie ebenso liebt wie ich
und wenn ich mir vorstelle in ihrer Nähe zu sein und sie nicht
mal ab und zu berühren zu dürfen oder sie zu küssen, würde ich
wahnsinnig werden. Doch er hat es jetzt zwei Jahre ausgehalten
und leise gelitten. Nun sollte seine Leidenszeit beendet werden.
Nara soll sich ihren Gefühlen ihm gegenüber stellen. Denn ich
weiß das sie ihn sehr gern hat.“ Dann sah er Aurian wieder an,
diese nickte. „Wenn das so ist, würde ich dir gerne dafür auf
meine Weise danken.“ Nun sah Iron sie fragend an. „Wie meint ihr
das Herrin?“ Sie lachte leise: „Wie war das noch? Wenn sie mir
die Gelegenheit gegeben hätte, ich hätte sie mir genommen.“ Nun
verstand Iron und sah sie überrascht an: „Ihr wärt wirklich mit
mir dazu bereit? Einem Sterblichen?“ Aurian nickte und reichte
ihm die Hand: „Es wird wohl die einzige Nacht bleiben, doch du
kannst es annehmen oder ablehnen.“ Nun lachte auch Iron. „Wie
sagte Lazarus einmal, Halloho ich bin ein Kerl. Und ich müsste
dämlich sein das ab zu lehnen.“ Dann nahm er ihre Hand und ging
mit ihr. Diese Nacht würde er nie vergessen.
Lazarus hatte genau verstanden
was Iron meinte und so trat er zu Nara die zu ihm auf sah. Er
sah sie an, nahm ihre Hand und zog sie zu sich hoch und sofort
in seine Arme, dann knurrte er ihr leise ins Ohr: „Hrrrrrr......
jetzt wird es zum zweiten mal sein. Eine lange Zeit ist
dazwischen vergangen, doch ich werde mir jetzt meinen Lohn
nehmen.“ Kraftvoll presste er sie an sich und abermals spürte
Nara seine animalische Lust die er nun wieder ausstrahlte und
auch wie beim letzten mal konnte sie ihm nicht widerstehen. Er
küsste sie hart und fordernd und als Nara seinen Kuss erwiderte
verschwand er mit ihr um dann in seinem Zimmer wieder mit ihr
auf zu tauchen. Sehr schnell sorgte er dafür das sie beide
ausgezogen waren doch diesmal stieß er sie regelrecht auf das
Bett und lag schneller bei ihr als sie gucken konnte. Nun drehte
er voll auf und beide versanken in einem lustvollen Rausch.
Lazarus hatte seine Fähigkeiten inzwischen perfektioniert. Und
Nara wusste nicht wie ihr geschah, immer wieder schrie sie auf
als er sie nahm, ihre Hände kratzten über seinen Rücken doch
verletzen konnte sie ihn nicht, das war aber nicht weiter
tragisch er spürte es auch so. Immer wieder bäumte sie sich
unter ihm auf, wenn sie wieder mal den Gipfel erreicht hatte. Er
nahm sie sich in dieser Nacht immer wieder, er wechselte die
Stellung oder wandte Praktiken an die sie noch nie erlebt hatte.
Zwischendurch ließ er ihr mal Zeit wieder zu Atem zu kommen und
flüsterte ihr auch leise zu: „Ein schlechtes Gewissen musst du
nicht haben, denn zum einen habe ich die Einwilligung von Iron
und zum anderen bekommt er gerade seine Belohnung dafür .“ Sie
sah ihn schwer atmend und fragend an, leise keuchend fragte sie:
„wie meinst du das?“ Und bevor er sie sich ein weiteres mal nahm
hauchte er leise: „Aurian selbst entlohnt ihn gerade. Sie
erleben wohl gerade das gleiche wie wir, wenn es bei ihm wohl
auch nur bei der einen Nacht bleiben wird. Wobei ich hoffe, das
du mir das nun öfter geben wirst.“ Dann legte er abermals los
und wieder schrie Nara vor Lust und Wonne auf. Lazarus genoss es
das mit ihr erleben zu dürfen, zu lange hatte er warten müssen.
Doch sagte er sich: das war es wert.
Und auch Iron wusste nicht wie
ihm geschah. Aurian hatte ein Gästezimmer gewählt, sie hatte
zwar keine große Moral doch sein Schlafzimmer wollte sie nicht
nutzen, denn das gehörte nur ihm und Nara. Dort angekommen,
trieb sie dann ihre sinnliche Ausstrahlung abermals hoch und sie
zeigte bei Iron auch sofort Wirkung, denn sein Verlangen flammte
sofort auf. So packte er auch sofort zu, presste sie an sich und
küsste sie verlangend. Und wie er schon gesagt hatte, es
interessierte ihn in dem Moment nicht das er eine Göttin im Arm
hielt, er wollte nur eins, sie. Dann riss er ihr regelrecht die
Kleider vom Körper so wie sich selber auch. Auch er nahm sie
sich in dieser Nacht immer wieder, wie nun auch Aurian zeigte
was sie noch alles auf Lager hatte. Ihm verging Hören und sehen,
das hatte er nicht erwartet, denn Aurian war eine Meisterin in
den Liebeskünsten. Und die lustvollen Schreie die er von der
Frau unter sich hörte trieben ihn immer weiter, doch irgendwann
konnte er wirklich nicht mehr, er legte sich neben sie und hielt
sie im Arm. Aurian küsste ihn noch mal leidenschaftlich dann
sorgte sie dafür das er einschlief. Als er am Morgen aufwachte
war sie fort und ihm kam das ganze wie ein Traum vor, doch das
zerwühlte Bett erzählte eine ganz andere Geschichte. Ebenso wie
sein Körper der immer noch leicht erschöpft war, er räkelte sich
wohlig im Bett. Diese Frau hatte ihm alles abverlangt, so
schlief er kurz darauf wieder ein.
Nara hingegen wurde wach und lag
noch immer in Lazarus Armen. Er hielt sie sanft an sich gedrückt
und schlief. Selbst das genoss er noch, zu spüren das sie noch
da war. Er öffnete langsam die Augen und sah in das Gesicht der
Frau die er liebte. „Guten Morgen Liebes“ :sachte strichen seine
Hände über ihren Körper, er liebte es sie zu streicheln. Sie
lächelte ihn an: „Guten Morgen, Großer. Wie wäre es mit
Frühstück?“ Lazarus lächelte und nickte leicht: „Doch Liebes ich
habe eine Frage, wirst du es Iron nachtragen das er und meine
Mutter die Nacht miteinander verbracht haben?“ Nara schüttelte
den Kopf: „Nein, denn wie könnte ich, schließlich lag ich in
deinen Armen, wie könnte ich ihm da vorhalten das er sich eine
andere nahm?“
Kurze Zeit später saßen Nara und
Lazarus wieder im Pavillon, eine junge Novizin deckte ihnen
reichhaltig den Tisch mit einem Frühstück. Und nur wenige
Minuten später erschien auch Iron, der immer noch fertig aussah.
Er ließ sich nur in den Korbsessel fallen und sah dann von einem
zum anderen. „Guten Morgen ihr Lieben. Kleines gut geschlafen?“
Nara grinste leicht als sie sah wie fertig Iron war. „Ja und du
scheinst eine anstrengende Nacht gehabt zu haben.“ Iron sah sie
an: „Du weißt es?“ Nara nickte immer noch grinsend. „Ja Lazarus
sagte es mir. Aber du brauchst nichts weiter dazu zu sagen. Es
ist schon in Ordnung.“ Nun grinste auch Iron, denn er hatte
schon ein kleines bisschen ein schlechtes Gewissen gehabt. Auch
wenn er es nicht haben musste. „Nun dich scheint Lazarus ja
nicht richtig ran genommen zu haben, du siehst aus wie der
frische Frühlingstau.“ Nun lachte Nara herzlich und Lazarus
knuffte Iron leicht und ihm rutschte heraus: „Wir können sie uns
ja gemeinsam vornehmen wenn du meinst ich schaffe es nicht
alleine.“ dann sah er erschrocken Nara und Iron an. Die beiden
sahen ihn überrascht an. Er biss schnell in ein Brötchen und
versteckte sich hinter seiner Kaffeetasse. Doch Iron sah nun
Nara an, dann Lazarus: „Na ja wenn sie es mitmacht, ist zwar ein
wenig verdorben, aber ich mag verdorbene Spielchen. Und so kämen
wir beide auf unsere Kosten und keiner müsste zurück stehen. Und
sie erst recht nicht.“ Dann blickte er Nara an: „Was sagst du?“
Nara sah von einem zum anderen und sah sie zweifelnd an: „Und
wie soll ich das überleben? Jungs ich bin keine Göttin und weiß
nicht ob ich das aushalte, denn ihr seid beide recht ausdauernd,
von eurer Potenz mal abgesehen.“ Lazarus dachte kurz nach: “Also
das dürfte das kleinste Problem sein, ich könnte dir ab und zu
mal ein wenig Kraft von mir abgeben, dann überstehst du das
schon. Mal abgesehen davon das wir es ja nicht übertreiben
müssten.“ Dann sah er aber besorgt Iron an: „Doch kannst du es
ertragen zu sehen wenn ich sie mir nehme?“ Iron dachte kurz
darüber nach: „Es käme auf einen Versuch an, wenn ich es nicht
kann, können wir es immer noch lassen.“ Lazarus nickte. „Also
gut ein Versuch ist es wert, warum auch nicht.“ Als sie das
geklärt hatten, sah Nara die beiden an: „So ich werde mal einen
Rundgang durch die Tempel machen und schauen ob alles in Ordnung
ist. Wir sehen uns dann später.“ Die beiden Männer nickten. Iron
hatte vor den Termin festzulegen für die erste Welttagung und so
blieb Lazarus alleine zurück, er sah träumerisch auf den See und
dachte darüber nach das es doch schön wäre wenn hier einige
Kinder spielen würden, am liebsten auch eines von ihm. Er dachte
gerade darüber nach, das selbst wenn Nara und Iron unsterblich
werden würden, ihre Kinder altern und irgendwann sterben würden,
als er unsanft aus den Gedanken gerissen wurde. „Hier steckst du
also alter Freund. Ich hätte es mir ja denken können. Sag mal
wie lange willst du noch hier bleiben?“ Lazarus fuhr auf dem
Sessel herum und sah dort seinen Freund Arden stehen. „Na komm
setz dich, was machst du hier?“ Arden setzte sich zu ihm: „Nun
ich wollte mal nach dir sehen, du lässt dich ja gar nicht mehr
blicken.“ Dann tauschten sie alte Erinnerungen aus und Lazarus
erzählte ihm von Nara, wobei er sehr ins schwärmen geriet. Arden
lachte laut: „Jetzt sag bloß dich hat tatsächlich eine Frau
gezähmt.“ In ihrer Unterhaltung vertieft bemerkten sie nicht das
sich Iron näherte der den jungen Mann der bei Lazarus saß
bemerkt hatte und nun neugierig geworden war. Denn er spürte
instinktiv das dieser junge Mann auch eine recht ungewöhnliche
Ausstrahlung hatte. So bekam er noch den letzten Satz von Arden
mit und ebenso die Antwort, von Lazarus: „Ob du es glaubst oder
nicht, ich dachte gerade sogar über Kinder nach.“ Arden lachte:
„Na dann muss es dir ja wirklich ernst sein, wo ist das Wunder
von Frau die es schaffte dich unter den Pantoffeln zu bekommen?“
Iron kam näher: „Die besucht
gerade die anderen Tempel um dort nach dem rechten zu sehen.“
Lazarus winkte Iron heran: „Darf ich dir meinen Freund aus
Kindertagen vorstellen, Arden mein ältester und liebster Freund.
Allerdings muss ich dich warnen, der Kerl ist ein regelrechter
Schürzenjäger.“ Iron setzte sich zu ihnen und sah von einem zum
anderen. An dem Umgang den sie miteinander hatten sah er das
Lazarus sich wirklich freute den Freund zu sehen. Dieser winkte
nun ab: „Also so schlimm bin ich nun auch nicht. Lazarus ist da
wesentlich schlimmer als ich. Obwohl ich zugeben muss als er
sich noch in Unschuld wälzte hatte ich bereits meine ersten
Erfahrungen gemacht. Dieser Kerl,“ damit deutete er auf Lazarus,
„wollte partout warten bis er sich die eine nehmen konnte die er
wollte und das war die Herrin des Lichts.“ Nun grinste Lazarus.
„Natürlich ich wollte nur die beste für mein erstes Mal und das
sie das ist konnte Iron nun sogar mal selber erleben.“ Damit
lehnte er sich zu Iron und grinste: „Arden will sie auch, doch
er traut sich nicht sich ihr zu nähern.“ Nun sah Arden verblüfft
von einem zum anderen: „ne oder? Das ist jetzt nicht wahr, er
hat es tatsächlich gewagt?“ Nun lachte Lazarus herzlich denn das
Gesicht seines Freundes war Gold wert: „Doch hat er, er ist
nicht vor Ehrfurcht im Boden versunken. Sondern hat zugegriffen
als sich ihm die Gelegenheit bot.“ Arden sah bewundernd zu Iron:
„Das glaub ich ja nun nicht. Ein Sterblicher wagt es und
ich.......na ja.“ „Und ein Gott versinkt jedes mal vor Ehrfurcht
in den Boden, wenn sie sich nähert, das wolltest du doch sagen
oder?“ :lachte Lazarus. „Doch sage ich dir eins, wage es nicht
dich Nara zu nähern, denn dann wirst du dein blaues Wunder
erleben. Sie ist absolut tabu für dich, damit das mal klar ist.“
Iron sah nun Lazarus überrascht an: „Ich dachte Eifersucht ist
dir fremd.“ Nun wurde Lazarus verlegen: „Ist sie auch, dennoch
will ich nicht das dieser Schürzenjäger sich an ihr vergreift.“
Nun lachte Iron leise und sah Arden an: „Er sollte vielleicht
noch dazu sagen das Nara meine Frau ist und das er sich sehr
wohl an ihr vergriffen hat. Und für mich klingt das schon sehr
nach Eifersucht.“ Lazarus sah Iron nachdenklich an und musste
feststellen, das er merkwürdigerweise auf Iron nicht
eifersüchtig war, doch dass das Gefühl das ihn bei Arden überkam
dem doch recht nahe kam. Er war auch nie eifersüchtig gewesen
auf Myrion oder Leon oder den anderen Männer die Aurian schon
mal in ihr Bett lies, aber hier brachte ihn alleine der Gedanke
das Arden sich Nara nehmen könnte schon zum kochen. Iron
beobachtete sein Gesicht und sah wie es in ihm arbeitete, auch
Arden fiel das auf. Dann sah Lazarus die beiden an und nickte
überrascht: „Du hast recht, ich bin eifersüchtig, alleine der
Gedanke das Arden sich an Nara heran machen könnte, bringt mich
auf die Palme.“ Nun lachte Iron herzlich und Arden sah Lazarus
überrascht an: „Also dann ist die Lage mehr als ernst. Die Frau
hat dir wirklich das Herz gestohlen. Doch beruhige dich, ihr
werdet doch sicherlich auch hier sehr schöne Frauen haben die
bereit sind einem Gott ein wenig Freude zu machen, eure Nara
werde ich dann schon in Ruhe lassen.“ Lazarus sah Arden an: „Es
wird Zeit das du endlich eine Frau für dich findest. Damit diese
Herumtreiberei ein Ende hat.“ Nun lachte Arden und sah ihn an:
„Das sagst ausgerechnet du? Zudem zeig mir eine Frau die es mit
mir aushält und ich nehme sie.“ Leicht zwinkerte er Iron zu und
sah dann ernst Lazarus an: „Aber vielleicht ist Nara genau die
richtige für mich wer weiß.“ Jetzt sprang Lazarus auf und schrie
Arden an: „Wage es nicht, ich schlage dir die Zähne ein.“ Er
hatte nicht bemerkt das Arden ihn nur hoch nehmen wollte und
dieser war nun doch über den extremen Ausbruch überrascht. Iron
legte eine Hand auf Lazarus Arm: „Beruhige dich wieder, er
wollte dich nur foppen.“ Lazarus setzte sich wieder doch sah er
Arden grimmig an: „Freund, ich werde dich im Auge behalten.“
Dann sah Arden zum Tempel hoch, von wo sich eine junge Frau
näherte. Sie trug ihr langes Haar das ihr bis zur Hüfte ging
offen und es lag wie eine feurig rote Mähne um ihren Körper oder
wallte hinter ihr her. „Die da könnte mir gefallen, aber hallo
ist die rassig.“ Arden schnalzte mit der Zunge und flüsterte
leise „ Hrrrrrr....... ja die wäre was für mich.“ Nun folgten
auch Lazarus und Iron seinem Blick und Iron lachte abermals laut
los: „Darf ich vorstellen? Das ist Nara.“ Dabei machte er sich
schon bereit Lazarus wenn nötig auf zu halten falls dieser sich
nun auf Arden stürzen würde. Doch soweit kam es nicht, Nara trat
näher und beugte sich zu Iron herab und gab ihm einen Kuss, dann
drehte sie sich zu Lazarus um und er bekam ebenso einen Kuss,
was ihn nun sehr erfreute und seine Wut und Eifersucht zusammen
schmelzen lies. Dann setzte sie sich neben Iron und sah in die
Runde: „Will mir keiner unseren Gast vorstellen?“ Lazarus
grummelte leise: „Nein.“ Während Iron schmunzelnd nickte und
meinte: „Darf ich vorstellen Arden, Lazarus bester Freund,
obwohl im Moment scheint Lazarus nicht gut auf ihn zu sprechen
zu sein, denn der hält dich für rassig und genau das richtige
für sich.“ Nara sah fragend zu Lazarus hin und Iron erklärte
ihr: „Dein junger Gott platzt vor Eifersucht.“ Dann grinste er:
„Vielleicht sollte ich alle Priester warnen, falls es mal einer
wagen sollte mit dir zu flirten.“ Leise grummelte Lazarus: „Nun
übertreibt mal nicht, so schlimm bin ich nun auch nicht. Ich
will nur nicht das sich Arden an sie heran macht.“ Nara begann
zu verstehen: „Großer, keine Sorge, noch ein Mann kommt mir
nicht ins Bett, ich bin mit euch beiden ja schon weit
überfordert.“ Arden reichte Nara die Hand: „Ich bin sehr erfreut
dich kennen zu lernen und keine Sorge ich habe auch nicht vor
mich an dich heran zu machen. Wenn ich auch sagen muss, das du
mir sehr gut gefällst. Doch werde ich mich hüten, mich an die
Frau heran zu machen, die es geschafft hat diesen wilden Hengst
hier zu zähmen.“ :damit deutete er auf Lazarus. Das beruhigte
nun auch Lazarus und er entspannte sich wieder. Nachdem eine
junge Novizin ihnen einige Leckereien kredenzte wurde der
Nachmittag noch recht fröhlich und angenehm. Nach dem Lazarus
sah das Arden tatsächlich nichts versuchte, auch noch nicht mal
ein wenig mit ihr zu flirten, war er wirklich beruhigt und
kehrte zu seiner alten Unbeschwertheit zurück. Irgendwann fiel
Iron wieder ein was er am Morgen noch gehört hatte und er sah
Lazarus an: „Du dachtest über Kinder nach?“ Lazarus nickte. „Ja
denn ich könnte mir vorstellen das es hart für euch werden wird,
wenn ihr Kinder bekommen solltet und ihr sehen müsste wie sie
altern und sterben. Mal abgesehen davon, das ich auch gerne eins
hätte.“ Arden lachte leise: „Damit hätte ich nie gerechnet, das
dieser Schwerenöter wirklich mal an Kinder denkt. Und das
bewusst. Ihr müsste wissen er zeugt ab und zu immer mal eins,
doch meistens sterbliche Kinder ohne sich anschließend um sie zu
kümmern. Sich nicht um sie zu kümmern riet ihm seine Mutter
damit er nicht leiden muss. Doch wenn er bewusst darüber nach
denkt wird das Kind womöglich ein Halbgott oder sogar ein
richtiger Gott, in dem Moment ist es unerheblich ob die Mutter
sterblich ist oder nicht. Lazarus hat es in der Hand. Als Sohn
des Lichts kann er bestimmen ob es ein Gott oder ein sterbliches
Kind wird. Ebenso ob es ein Mädchen oder ein Junge wird.“ Iron
sah Lazarus an und nickte: „Du hast recht daran hatte ich noch
nicht gedacht, wenn wir wirklich unsterblich werden und dann
Kinder bekommen und diese es nicht sind könnte es wirklich hart
werden. Und ich hätte schon gerne Kinder gehabt.“ Nara nickte:
„Ja Schatz ich weiß am liebsten drei Buben und drei Mädchen.
Doch Lazarus hat recht, wie soll das werden, sie werden altern
und sterben und wir müssen dabei zu sehen. Ich weiß nicht ob ich
das könnte.“ Lazarus dachte nach und fluchte leise: „Verdammt
ich bin der Sohn des Lichts, kann ich denn daran gar nichts
ändern? Es wäre ja schon mal etwas wenn ihr wenigstens zwei
Kinder bekommen könntet ohne ihren Tod erleben zu müssen. Und
vielleicht ….“ dabei sah er Iron und Nara an. „könnte ich auch
eins bekommen. Ich möchte auch ein Kind, eins das mich Vater
nennt, eins das ich lieben könnte.“ Arden sah Lazarus an, er
hatte ihn immer beneidet, doch in diesem Moment tat er ihm leid.
So legte er einen Arm um seinen alten Freund: „Es gibt bestimmt
eine Lösung dafür und es ehrt dich das du zuerst an diese beiden
denkst und dann erst an dich. Rede doch mal mit Aurian oder
Myrion. Vielleicht kann man da was dran ändern.“ Lazarus
schüttelte den Kopf: „Du weißt Aurian tut nichts umsonst,
irgendwas wird sie für die Unsterblichkeit der beiden Kinder
fordern.“ Iron sah die beiden an: „Nun er denkt da wohl eher an
mich, denn Nara könnte sein Kind bekommen und es wäre
unsterblich. Nur meine Kinder würden sterben.“ Lazarus sah Iron
an und nickte. „Sie soll aber nicht nur mein Kind bekommen,
sondern ebenso deines. Das heißt wenn sie überhaupt mal bereit
ist ein Kind zu kriegen.“ Nara lachte leise und ironisch kam:
„Schön das ihr dabei auch an mich denkt und ob ich das überhaupt
will.“ Lazarus dachte weiter nach dann rief er: „Myrion bitte
ich muss mit dir reden.“ es dauerte einen Moment doch dann
erschien sein Vater neben ihm und sah auf Lazarus herab: „Was
gibt es mein Sohn?“ Lazarus sah Myrion an: „Ist es irgendwie
möglich, das Iron zwei Kinder zeugen könnte ohne das sie sterben
müssen, weil sie altern?“ Alle rückten ein wenig herum um Myrion
Platz zu machen, der sich einen Korbsessel heran zog und sich
setzte. Myrion sah Lazarus an: „Ja es ist möglich. Doch wird
eine Bedingung daran geknüpft sein.“ Lazarus sah in die Runde
als wolle er sagen, habe ich es nicht gesagt? Doch Iron fragte :
„Welche Bedingung.“ Myrion sah Lazarus und Arden an. „Diese
Bedingung wird eher Arden betreffen, als sonst jemanden. Wie ihr
beiden wisst, gibt es mehr männliche als weibliche Götter, wenn
also Iron zwei Kinder zeugen würde und eines davon ein Mädchen
wäre, würde man es in den Status eines Gottes erheben können.
Doch dazu müsste sich Arden bereit erklären das Mädchen sobald
es erwachsen ist zu seiner Gefährtin zu machen oder es sogar
heiraten.“ Dann an Arden gerichtet: „Deine Welt die du
verwaltest würde dann auch eine Göttin bekommen. Mal abgesehen
davon das frisches Blut in das Göttergeschlecht käme. Aurian
denkt in Jahrhunderten, nicht in Jahren und sie muss das
Göttergeschlecht erhalten. Das klingt vielleicht hart aber es
ist nötig.“ Nara sah nun Myrion an: „Was ist wenn es Jungen
werden?“ Er sah sie an: „Das Geschlecht könnte von Lazarus
beeinflusst werden, er könnte bestimmen das zumindest ein
Mädchen darunter ist. Und der Junge bekäme dann den Status eines
Unsterblichen weil ihr bereit wart seine Schwester den Göttern
zu überlassen.“ Nara sprang auf: „Da bekomme ich lieber gar
keine Kinder als solch einen Kuhhandel zu machen. Wo leben wir
denn das ein Kind das noch nicht mal gezeugt ist bereits
versprochen werden soll? Nein.......das mache ich nicht mit.“
Dann an Arden gerichtet: „Das ist nichts gegen dich, hier geht
es ums Prinzip.“ Nara entfernte sich vom Pavillon, Iron wollte
sich schon erheben und ihr nachgehen, doch Myrion deutete mit
der Hand an das er sitzen bleiben solle und erhob sich selber.
Dann folgte er ihr. Der große Krieger legte einen Arm um Nara
und sah sanft auf sie herab. „Kind es würde ihr gut gehen. Arden
wäre nicht der schlechteste, er hat ein gutes Herz und ist an
sich sanft und liebevoll. Und du gefällst ihm. Deine Tochter
käme wahrscheinlich auf dich heraus und sähe dir recht ähnlich,
so das er sich bestimmt in sie verlieben würde. Und dann wäre es
nicht mehr arrangiert. Und Arden sieht auch nicht schlecht aus,
er ist ein kräftiger Kerl der manches Mädchenherz höher schlagen
lässt und das wird er auch noch in zwanzig Jahren sein, so das
es auch ohne weiteres möglich wäre das sich deine Tochter in ihn
verliebt. Gib dem ganzen doch eine Chance, sollte es nicht
geschehen, lassen wir uns etwas anderes einfallen.“ Nara sah zu
ihm auf: „Jetzt ist mir klar warum die Herrin euch liebt Herr.
Also gut wenn ihr mir versprecht sollten die beiden sich nicht
ineinander verlieben, das man dann eine anderen Lösung sucht.
Ich will meine Kinder nicht altern und sterben sehen. Da sterbe
ich lieber selber. Eltern sollten ihre Kinder nicht zu Grabe
tragen müssen. Das ist nicht richtig.“ Myrion drückte sie sanft
an sich und nickte: „Ja ich verspreche es.“ Die Gruppe am Tisch
beobachtete es und Lazarus meinte zu Iron: „Wenn es einer
schafft sie zu überzeugen dann er.“ Arden nickte: „Also wenn
eure Tochter auf ihre Mutter heraus kommt, bin ich mit Freuden
bereit sie zu meiner Frau zu machen. Wenn ich schon nicht die
Mutter bekommen kann, dann aber vielleicht ihre Tochter.“ Und
Lazarus sah Iron frech grinsend an: „Wenn du das nächste mal mit
ihr schläfst rechne damit das sie schwanger wird.“ Kurze Zeit
später traten Nara und Myrion wieder zum Tisch und Nara nickte:
„Also gut da euch Kinder so wichtig sind, versuchen wir es. Ich
bin bereit.“ Lazarus hauchte leise in Richtung seines Vaters:
„Danke“ Dieser nickte leicht und war kurz darauf wieder
verschwunden.
Einige Wochen nach diesem Tag
stand fest das Nara von Iron schwanger war und es würden
Zwillinge werden. Lazarus stellte fest als er von einer Reise
zurück kam das es ein Junge und ein Mädchen werden würden. Er
hatte sich die letzten Wochen wieder mal seinen anderen
Pflichten gewidmet und sich von Nara fern gehalten. Iron war vor
Freude aus dem Häuschen und ebenso die beiden Großväter.
