Iona und Andra fluchten.
„Verdammt das geht viel zu schnell. Eigentlich hatten wir
gedacht das sie sich erst mal kennen lernen und ihre Liebe
wachsen könnte, doch nun müssen wir ihnen Rede und Antwort
stehen, und das obwohl Aurian noch nicht soweit ist.“ Iona
knurrte leise, sie sah Andra an: „Ich rate dir nur eins halte
Darcon noch von ihr fern, das gibt Mord und Totschlag wenn die
beiden Männer auf einander treffen. Die Liebe der beiden beginnt
doch gerade erst, sie hätte sich erst festigen müssen bevor die
beiden Männer sich treffen.“ Andra verstand Iona nur zu gut.
Darcon war der Sohn, den Dorian noch kurz vor seinem Ableben
gezeugt hatte und der nun auch bereits im mannbaren Alter war.
Und Darcon war eiskalt, er würde sich nehmen was er wollte und
wenn er Aurian zu Gesicht bekommen würde, dann wäre vorhersehbar
was passieren würde. Andra sah Iona an. „Doch was ist wenn das
alles vom Licht geplant ist, wenn wir uns in Dinge einmischen
die geschehen sollen. Du weißt ebenso gut wie ich das man die
Konstellationen nicht vergleichen kann. Und Dorian war früher
ebenso wie Darcon der nahm sich auch was er wollte ohne
Rücksicht auf Verluste. Vielleicht kann Aurian ihn ja
tatsächlich unter Kontrolle halten. Gerade du weißt wie oft er
zu den Welten geht und sich irgendeine Frau einfach nimmt, wie
oft du verhindern musstest das er ein Kind nach dem anderen
zeugt. Er ist in dieser Hinsicht wie Dion einst war, er wendet
Gewalt an wenn er nicht freiwillig bekommt was er will. Mal
abgesehen von den Toten die er oft noch hinterlässt. Es ist ihm
schlicht und einfach egal.“ Die beiden standen wieder mal
unsichtbar in der Nähe von Aurian und Myrion und bekamen so mit
das Myrion seinen Vater rief. „Also was tun wir nun?“ Andra
zuckte mit der Schulter und antwortete nur. „Es drauf ankommen
lassen. Was anderes bleibt uns nicht übrig.“ Dann erschien er in
der Nähe von Myrion. „Du hast mich gerufen? Was gibt es?“ Myrion
war diesmal darauf vorbereitet und sah seinen Vater an: „Wir
haben einige Fragen an dich und wünschen einige Antworten.“ und
an Aurian gewand: „Darf ich dir meinen Vater vorstellen? Andra.“
Aurian sah von einem zum anderen und nickte dann: „Herzlich
willkommen. Und Myrion hat recht, wir brauchen einige
Antworten.“ Andra nickte: „Ich verstehe, setzen wir uns und ihr
stellt mir eure Fragen. Ich werde ehrlich antworten ohne wenn
und aber.“ Als sie saßen sah Myrion Aurian an und sie nickte das
er beginnen sollte seine Fragen zu stellen. „Hat man unsere
Gefühle manipuliert oder ist es mein eigener Wille das ich
Aurian will? Umgekehrt natürlich ebenso, zumindest in dem Rahmen
wie es bei ihr im Moment ist. Denn uns kommt es wie zu viele
Zufälle vor, die seit gestern geschahen.“ Andra sah von einem
zum anderen: „Also hier hat niemand in eurer Gefühlswelt herum
manipuliert, was ihr fühlt sind eure eigenen und tatsächlichen
Gefühle.“
Myrion nickte. „In Ordnung, und
wieso zog es mich hier her? Denn es ist doch seltsam das ich
hier vorbei gehe und mich Hals über Kopf in die Frau verliebe.
Sie ist nicht die erste Frau die ich gesehen habe und ich habe
auch schon einige im Bett gehabt, habe auch schon einige längere
Bindungen hinter mir, doch als ich hier her kam schlug es bei
mir voll ein. Und ich schäme mich nicht es zuzugeben.“ Andra
holte einmal tief Luft: „Das was ich euch jetzt sage wird für
euch vielleicht ein wenig unglaublich klingen, doch es war
vorbestimmt, ihr beide seid füreinander bestimmt. Ich glaubte
damals freiwillig mit deiner Mutter,“ dabei sah er Myrion an:
“geschlafen zu haben. Es war wirklich schön mit ihr und es
dauerte auch eine ganze weile, doch im nach hinein erfuhr ich
das ich manipuliert wurde. Weil es geschehen musste. Und nicht
von irgendwem sondern von irgendwas.“ Myrion sah ihn an: “Was
ist so stark das es jemanden beeinflussen kann und er nichts
davon merkt. Und vor allem einen Gott.“ Und nun erzählte Andra
den beiden das er nicht immer ein Gott war, das er erschaffen
worden war als Avatar, wie es dazu kam das er ein Gott wurde
darüber schwieg er erst einmal. Er erzählte ihnen von den
Geistern der Ewigkeit und von dem einzigen das noch mehr Macht
hatte als sie und endete damit das er sagte: „Das höchste Wesen
im Universum, ist kein Wesen, es ist ein etwas, es ist das
Licht. Das Licht hat unbegrenzte Macht. Und es tut was getan
werden muss.“ Myrion sah seinen Vater an: “Heißt das ich liebe
Aurian nicht wirklich?“ Nun lächelte Andra: „Nein das soll es
nicht heißen, denn es gibt eine Macht die noch stärker ist und
das ist die Liebe, sie kann man nicht beeinflussen und sie
trifft jeden, ob man will oder nicht. Wenn du dich also verliebt
hast, so ist das deine eigene Liebe. Das Licht ist in der Lage
dich zu jemandem ins Bett zu schicken, aber nicht in der Lage
jemandem Liebe ins Herz zu pflanzen oder sie zu nehmen. Das kann
selbst das Licht nicht.“ Myrion nickte, und auch Aurian
verstand. Myrion sah Aurian an, dann seinen Vater: „Was ist
damit, das ich so scharf auf sie bin, das ich sie am liebsten
ins Bett zerren würde.“ Andra grinste: „Junge das bist du
selber. Du bist scharf auf sie weil dein Verlangen eh schon
größer ist als bei einem normalen Menschen. Und bei Aurian
verstärkt es sich noch. Denn sie trägt den Keim von zwei mehr
als verlangenden Männern in sich. Ihr Erbgut ist.......nun das
werdet ihr denke ich schon selber heraus finden. Nur mein Sohn
du solltest wirklich fit sein wenn du zu ihr ins Bett steigst.“
Myrion grinste zurück: „Du meinst sie ist unersättlich? Gut zu
wissen, genau so eine Frau wollte ich haben.“ Nun fauchte Aurian
beide an und wedelte mit ihrer Hand vor den Nasen der beiden
herum: „Hallo, schon vergessen? Ich sitze auch noch hier.“ Andra
lachte leise und sah Aurian an: „Du weißt dich auf jeden Fall zu
behaupten. Und das wirst du auch brauchen können. Nicht umsonst
hat man dich im Kampf geschult und wie ich sehen konnte
verfeinert Myrion deine Kampfkunst noch. Das ist gut.“ dann sah
er Myrion an: „Ich weiß das du im Schwertkampf geschult bist,
doch wie sieht es mit dem Nahkampf aus?“ Myrion sah seinen Vater
an: „Also ich hatte Zeit genug und habe inzwischen den höchsten
Grad warum?“ Andra nickte: „Bring es ihr bei, denn sie wird es
brauchen, vertrau mir.“ Nun sah Aurian wieder Andra an: „Wo ist
mein Vater, wieso habe ich ihn nie zu Gesicht bekommen. Wer ist
er?“ Nun wurde Andras Blick bedauernd und traurig. „Dein Vater
lebt nicht mehr, er starb kurz nach deiner Zeugung. Es tut mir
unendlich leid.“ „Wie kann ein Gott sterben? Wie geht denn das?“
Leise Trauer war aus Aurians Worten zu hören. Sanft antwortete
ihr Andra: „Das kann dir nur das Buch des Schicksals erklären,
denn das würde zu lange dauern dir das nun zu erzählen. Das ist
eine Sache die wieder mit dem Licht zu tun hat.“ Aurian wurde
hellhörig. „Vom Buch des Schicksals habe ich schon mal gehört
oder gelesen.“ Sie dachte kurz nach: „ja , ja in dem kleinen
Tagebuch das sich bei uns einfand, das meine Urahnin geschrieben
hatte. Doch das kann doch nur die Priesterin des Schicksals
lesen.“ Andra nickte: „Oder die Herrin des Lichts.“ Er
beobachtete Aurian nun genau. Aurian dachte angestrengt nach,
sie begann die Ereignisse zusammen zu setzen, sah Myrion an der
ebenfalls scharf nachdachte, während Andra geduldig wartete. Es
vergingen einige Minuten des schweigens, dann blickten sich
Myrion und Aurian an. Und Myrion sprach es aus: „Aurian ist die
Herrin des Lichts, deswegen kann sie auch das Buch lesen.“ Andra
nickte: „So ist es und deswegen muss sie sich verteidigen
können. Deswegen hat ihr Aaron auch das Kämpfen bei gebracht und
deswegen sollst du ihr den Nahkampf beibringen, sie wird es
brauchen können.“ Dann an Aurian gewandt: “Ich würde dir ja das
Buch bringen, doch kann es außer dir niemand von seinem Platz
nehmen. Ich müsste dich also schon zu ihm bringen. Willst du
das? Dann könntest du auch einen Blick auf deinen Vater werfen,
für uns gibt es andere Möglichkeiten der Bestattung als für die
Menschen. Du wärst auch in der Lage selber zu reisen wenn du
erst mal weißt wie und wohin. Du hast viel zu lernen.“ Aurian
sah Myrion an, dann Andra: „Aber nur wenn Myrion auch mit kommen
kann.“ Myrion strahlte sie an, das sie an ihn gedacht hatte.
Andra schmunzelte: „Sicher kann er das. Na dann macht euch mal
reisefertig und ich werde euch zu dem Buch bringen.“ Beide
standen auf und Aurian lächelte: “Also ich bin reisefertig, wir
kommen ja sicher noch mal zurück oder?“ Myrion nahm sachte
Aurians Hand und flüsterte leise: „Wo du hin gehst da gehe auch
ich hin.“ Andra nickte leicht und einen Moment später standen
die drei in der Kristallhöhle in der das Buch auf seinem Podest
lag. An das Podest gelehnt stand der Stab mit der Kugel. Myrion
und Aurian sahen sich um und dann fiel ihr Blick auf die
kristalline Wand hinter der die vier Marmorsockel standen.
Aurian trat näher heran und sah hinein. Leise hauchte sie in
Richtung Andra: „Wer ruht dort?“ Myrion hatte ihre Hand nicht
losgelassen und stand neben ihr, Andra schmunzelte und dachte:
Sie sind wie Kinder. Dann erklärte er ihr: „Dort ruht die größte
Liebe die man wohl je im Universum fand. Dort die schöne Frau in
der Mitte das ist Jasmin die einstige Herrin des Lichts, neben
ihr der blonde Riese ist Eric ihr Gemahl, auf ihrer anderen
Seite ruht Dorian, mein dunkler Bruder und ihr Geliebter, der
ihr auch folgte. Und dort neben Eric das ist dein Vater, das ist
Ikarus.“
Ehrfürchtig sahen Myrion und
Aurian in den Raum hinter der Kristallwand, doch als Aurian um
es sich noch näher ansehen zu können die Wand mit der Hand
berührte, öffnete sie sich. Aurian erschrak und auch Andra
schaute verblüfft, bislang war man davon ausgegangen das sich
die Wand nie wieder öffnen würde. Doch irgendwas zog Aurian in
den Raum, so lies sie die Hand von Myrion los und betrat ihn um
sich neben die Bahre von Jasmin zu stellen. Dann legte sie ihre
Hand auf deren Hand und hörte leise Worte in ihrem Kopf. „Sei
willkommen Kind. Ich weiß das du mir eine würdige Nachfolgerin
sein wirst. Sei mutig und stark, lerne dich zu behaupten und sei
weise. Und wenn du mal gar nicht weiter weißt so komm zu mir.
Solltest du mal eine Zuflucht brauchen, um einfach mal Ruhe zu
haben, so verrate ich dir nun ein Geheimnis. Nur du bist in der
Lage die Kristallwand zu öffnen, sonst keiner, wenn du also hier
her kommst, so kann dir keiner folgen.“ Aurian nickte. Da weder
Myrion noch Andra die Stimme hören konnten mutete es ihnen etwas
seltsam an, dass sie nickte. Dann löste Aurian ihre Hand von
Jasmins und trat kurz darauf an die Bahre ihres Vaters und
versuchte es dort ebenso. Und als sie Ikarus so vor sich liegen
sah, da wusste sie was ihre Mutter an diesem Mann so gefesselt
hatte. Wenn auch Ikarus nicht mit ihr sprach so spürte sie doch
seine Nähe. Leise seufzte sie, dann trat sie wieder vor die
Kristallwand die sich hinter ihr schloss. Andra sah die beiden
an und überlegte noch ob er sie vor Darcon warnen sollte, doch
dann lies er es. Er hoffte das Myrion sie erst mal vor ihm
schützen konnte. Erst mal mussten diese beiden sich wirklich
finden. Dann führte er die beiden in die alten Räume, die Jasmin
und Eric zu Anfang bewohnt hatten. Er wusste das Aurian
eigentlich ein Recht auf ihre Amtsräume gehabt hätte, doch hätte
sie da eventuell von Darcon entdeckt werden können. So war es
erst mal besser. Und als er ihnen die Funktion des kleinen Löwen
auf dem Tisch an der Kopfwand zeigte und die Wand sich öffnete,
wusste er das das Licht ihm recht gab, denn dort hinter auf dem
kleinen Plateau war wieder der alte Garten mit dem Wasserfall
von Jasmin entstanden. „Hier könnt ihr wohnen wenn ihr hier
seid, der Stab der an dem Pult steht gehört dir Aurian. Es ist
Jasmins Stab. Richtet euch hier ein wenig ein. Und lies dann in
dem Buch das wird dir alles erklären.“Myrion sah sich staunend
um. Aurian nickte und bedankte sich bei Andra für seine Hilfe.
Kurz darauf waren die beiden alleine. „Fanden wir die ganzen
Zufälle schon merkwürdig so ist das wohl das merkwürdigste von
allem.“ Myrion gab ihr recht: „Ich bereue schon überhaupt
gefragt zu haben, es fing mit uns gerade so gut an und nun,
bevor wir uns überhaupt selber finden konnten, haben wir schon
die ersten Probleme.“ Er sah Aurian an. „Vielleicht solltest du
wirklich erst mal in dem Buch lesen damit wir überhaupt mal
einen Überblick bekommen was erwartet wird. Und heute Abend
werden wir mal sehen wie verlangend ich bin und wie unersättlich
du bist.“ Er grinste schon wieder frech. Aurian grinste zurück:
„Vergiss es. Doch in einem hast du recht, ich werde mir mal das
Buch ansehen.“ Damit verließ sie die Wohnhöhle und schritt
nachdenklich wieder zur Kristallhöhle zurück. Myrion sah sich
wie einst zuvor auch schon Eric, erst mal in den ganzen
Höhlengängen und Räumen die er betreten konnte, um. Kurze Zeit
später stand wieder eine Herrin des Lichts an dem Pult und las
in dem Buch. Sie las über die Entstehung des Universums, las von
den Geistern der Ewigkeit, weiter bis zu den Avataren und ebenso
über die Inkarnationen. Dann kam sie zu den Helden des
Schicksals und auch zur größten Liebe aller Zeiten, und zum
guten Schluss las sie was mit ihrem Vater war und welche Rolle
das Licht spielte. Sie brauchte Stunden um alles zu lesen und
merkte so gar nicht wie die Zeit verging. Als letztes stand dort
zu lesen: Hallo Aurian, du solltest eins bedenken, Eine Stunde
hier ist ein Tag auf deiner Welt, hier läuft die Zeit anders als
in den anderen Welten. Mein Name ist übrigens Leith, wenn es dir
recht ist kann ich auch in deinem Kopf reden und muss es nicht
schreiben. Dann erklärte ihr Leith, das die Höhle auf einer Welt
war die von keinem Sterblichen betreten werden konnte. Eine Welt
außerhalb der normalen Zeit. Und das hier ihre Heimat sein
würde, wenn sie sich mal dazu entschließen sollte. Außerdem
erklärte er ihr noch die Fähigkeiten des Stabes und wie sie ihn
und seine Magie nutzen könnte. Sie bedankte sich bei Leith,
nachdem sie auch erfahren hatte wer er genau war und was er in
dem Buch machte.
Anschließend ging sie Myrion
suchen und fand ihn faulenzend am Wasserfall liegend, er hatte
sich ausgezogen und lag dort in der Sonne. Sie betrachtete ihn:
„Du hättest wenigstens eine Badehose anziehen können, wenn dich
nun hier jemand sieht.“ Er hielt sich die Hand so vor die Augen
das er sie sehen konnte. „Mecker nicht rum, zieh dich lieber
auch aus und leg dich zu mir. Du siehst mich doch und kannst
mich nun in meiner ganzen Pracht bewundern.“ Es freute ihn das
sie sich nicht schamhaft abgewendet sondern ihn sogar genau
angesehen hatte. Ihr Blick ging an ihm entlang, sie sah seinen
muskulösen Brustkorb, die stark ausgeprägten Oberarme und den
flachen Bauch, die Beine die im verhältnis ebenso muskulös waren
wie seine Arme und dann blieb ihr Blick zwischen seinen Beinen
auf seiner Männlichkeit hängen und ihr entfleuchte ein leises:
“oh mein Gott.“ Er war ihrem Blick gefolgt und grinste weiter
hin frech vor sich hin. „Nun damit könnte ich dir einiges an
Freude bringen, na wie wäre es? Sag ja und ich lege dich gleich
hier flach.“ Nun wurde sie zum ersten mal rot und er sprang auf
als er es sah: „Jetzt sag nicht du bist tatsächlich rot
geworden? Also meine Süße du wirst dich wohl an mein freches
Mundwerk gewöhnen müssen. Vor allem ging ich davon aus das du so
abgebrüht bist das du nicht mal rot werden kannst. Das ist ja
süß.“ Sie sah ihn giftig an und fauchte leise. Er trat auf sie
zu und ehe sie sich versah hatte er sie schon so heftig in seine
Arme gezogen, das sie instinktiv ihre Arme um ihn legte, dann
küsste er sie fordernd. Und wie auch beim ersten Kuss wurden
ihre Beine weich. Sie konnte ihm nicht widerstehen und erwiderte
den Kuss. Als ihre Hände nun über seinen Körper strichen und ihn
zärtlich streichelten, konnte er nicht anders, langsam zog er
sie aus, löste kurz den Kuss um ihr ins Ohr zu hauchen. „Es wird
jetzt geschehen, ich will dich und ich werde dich bekommen.
Jetzt und hier.“ Mit kundigen Händen hatte er sie recht schnell
von ihrer Kleidung befreit und als er sie nun betrachtete, pfiff
er leise durch die Zähne: „Weißt du eigentlich wie schön du
bist?“ Sachte drückte er sie mit seinem Körper zu Boden und
legte sich mit ihr neben den Wasserfall, sanft wurden sie von
dem aufspingenden Wasser in dem kleinen Teich benetzt. Nun
beugte er sich über sie und küsste sie wieder, während seine
Hände an ihrem Körper entlang glitten und keinen Zentimeter
ausließen. Ihre Hände auf seinem Körper zu spüren, die ihn sanft
streichelten, genoss er leise stöhnend. „Gott ich will dich,
komm sag ja.“ Als sie ihn dann küsste, weil sie es nicht mehr
aushielt, rutschte er zwischen ihre Beine und nahm sich laut
aufstöhnend was sie ihm so willig anbot. Sie drückte sich ihm
immer wieder entgegen und er wurde immer wilder und heftiger,
bis er sämtliche Beherrschung über Bord warf und nun ungezügelt
seiner Lust folgte. Sein starker Körper erregte sie kolossal und
als sie merkte das er auch mit dem was er besaß umgehen konnte
und es recht gezielt einsetzte, hörte man sie nur noch vor Lust
schreien. Sie krallte sich regelrecht in seine Haut und er
genoss auch das. Spätestens als er begann auch andere Stellungen
mit ihr aus zu probieren wurde ihr klar welch einen Schatz er an
Erfahrungen hatte. Doch als sie ihn auch von sich aus forderte
war sein Glück perfekt. Er hatte genau die Frau gefunden die zu
ihm und seiner Triebhaftigkeit passte, die ebenso fühlte wie er,
die es ebenso wollte wie er. Erst nach einigen Stunden die sie
immer mal mit einer kleinen Pause und nur mit streicheln und
küssen zwischen den einzelnen Akten überbrückt hatten, ließen
sie von einander ab. Sie lag noch schwer atmend in seiner Armen
und hatte den Kopf auf seiner Brust liegen, während es ihm nicht
besser erging. „Süße, dich gebe ich nicht mehr her. Ich will
dich für immer, willst du meine Frau werden?“ Sie sah ihn an und
rutschte auf ihn um ihre Arme auf seiner Brust zu verschränken
und legte das Kinn darauf um ihn an zu sehen: „Romantischer ging
es wohl nicht, oder?“ Er hatte einen Arm um sie liegen mit dem
er sie an sich drückte und den anderen unter seinem Kopf damit
auch er sie ansehen konnte. „Wieso, war das nicht romantisch?“
Die nächsten Tage waren für beide
die glücklichsten in ihrem bisherigen Leben. Egal wo sie waren,
immer wieder überkam sie die Lust und sie gaben sich ihr auch
ungehemmt hin. Aurian hatte Myrion alles erzählt was sie
erfahren hatte. Und war inzwischen auch dahinter gekommen wer
Jasmin und Eric waren. Ihre Urahnen, die man verschollen
glaubte, Jasmin war zur Herrin des Lichts geworden. Und Ikarus
war nur zu einem Zweck so schnell erwachsen geworden um das
Licht von ihr, an Aurians Mutter zu übertragen. Auch begann
Myrion mit ihr nun mit der Ausbildung im Nahkampf. Ebenso
erklärte ihr Leith vorsichtig, das in diesem Universum, die
magische Zahl drei vorherrschte, deswegen gab es drei Geister,
deswegen bestand die große Liebe auch aus Jasmin, Eric und
Dorian. Wenn Aurian am Anfang auch nicht verstanden hatte, wieso
Jasmin einen Geliebten hatte, so wurde ihr nun klar gemacht, das
an der Liebe ihrer Ahnin nichts verwerfliches war, sondern das
auch die beiden Männer sich sehr geliebt hatten, so sehr das
sogar Eric bereit war seine Seele mit Dorian zu teilen. Aurian
sah zweifelnd aus, doch machte ihr Leith schnell klar, das beide
Männer nur auf Frauen gestanden hatten und es keine Beziehung
körperlicher Art zwischen den beiden Männern gegeben hatte. Wenn
auch beide mit ihr gemeinsam das Bett geteilt hatten. Leith gab
das gesamte Wissen von Jasmin an Aurian weiter. Und an einem
Nachmittag, als Myrion und Aurian wieder im Garten saßen und
dort ein wenig tranken und aßen, erzählte ihm Aurian auch das.
Myrion sah sie an. „Heißt das, das ich dich eventuell später
auch teilen muss, mit so einem hergelaufenen Kerl? Also das kann
man vergessen, ich will dich nur für mich. Und deswegen komm mal
mit.“ Er zog sie vom Stuhl hoch und hinter sich her. Sie
versuchte sich von seiner Hand zu befreien, doch er lies sie
nicht los. „Wir sollten uns wenigstens etwas anziehen, nicht das
man uns so sieht.“ zeterte Aurian. Doch Myrion kannte keine
Scham: „Dann sieht man uns eben, was solls.“ Dann betraten sie
die Kristallhöhle und dort hatte Myrion etwas vorbereitet. Die
gesamte Höhle war erleuchtet von Kerzen, überall standen Blumen
herum. Und als sie in der Mitte der Höhle standen, kniete sich
Myrion vor sie nieder: “Geliebte Aurian, Herrin meines Herzens,
bist du gewillt meine Frau zu werden? Hier im Angesicht deiner
Vorfahren, im Angesicht der größten Liebe die es je gab, frage
ich dich, willst du mich heiraten?“ Aurian sah sich um, dann
blickte sie auf Myrion herab der vor ihr kniete. Sie nickte: „Ja
ich will deine Frau werden, und das hier nenne ich mal
romantisch, obwohl mit Kleidung wäre es noch besser rüber
gekommen.“ Als Myrion sich erhob und ihr den Verlobungsring an
den Finger steckte fiel sie ihm um den Hals. Was er gleich zum
Anlass nahm sie sofort wieder leidenschaftlich zu küssen und sie
auch gleich hier noch mal nahm. Er war glücklich das sie sich
nie weigerte, das sie ihm immer entgegen kam. Sie war für ihn
ein Traum. Kurze Zeit später rief Myrion wieder mal seinen
Vater, er wusste ja nicht das sie bewacht wurden, das immer
einer bei ihnen war um auf zu passen das Darcon sie nicht zu
früh sehen würde. Und so erschien Andra und fragte was er tun
könne. Dann bat ihn Myrion alles vor zu bereiten und sie beide
zu trauen. Nun musste man ihr die Räume zeigen die für sie
bestimmt waren und so brachte man sie in den Thronsaal und
zeigte ihnen die anschließenden Räume. Als Andra nach draußen
sah, musste er lächeln, denn auch der Garten war wieder dort wo
er auch zu Jasmins Zeiten gewesen war. Aurian wunderte sich
langsam über nichts mehr. Und so wurde am Strand eine Hochzeit
vorbereitet, man hatte alles sehr romantisch und festlich her
gerichtet. Alle Bewohner der kleinen Insel die auch einst Jasmin
und ihre beiden geliebten Männer verabschiedet hatten nahmen an
der Feier teil. Doch kaum hatten beide ja gesagt als auf einmal
Dunkelheit auf zog. Darcon war erschienen und er sah die Herrin
des Lichts zum ersten mal. Alle hielten den Atem an und warteten
auf das was nun geschehen würde. Einerseits hatte man Angst doch
andererseits wusste man auch das man es nicht ewig hatte heraus
zögern können. Das Licht hatte eben seine eigene Dynamik. Die
beiden Männer standen sich gegenüber und Darcon sah immer wieder
zu Aurian. Man sah wie Darcon schwer atmete, ob nun aus Wut oder
weil ihn alleine der Anblick der jungen Frau schon erregte war
nicht ersichtlich, sein Blick war dunkel und glitt langsam an
Aurian entlang. Dann trat er auf Myrion zu: „Wäre ich ihr zu
erst begegnet stünde ich heute an deiner Stelle hier, aber was
nicht ist kann ja noch werden, nicht wahr? Hüte dich vor mir
denn ich bin die Finsternis.“ Myrion grinste verächtlich: „Welch
hochtrabenden Worte. Hast du eigentlich schon jemals etwas auf
die Beine gestellt, du Finsternis? Doch ich sage dir eins.
Versaust du ihr den schönen Tag, kannst du Gift darauf nehmen,
das ich dich zum Zweikampf fordern werde und ich zweifel nicht
daran das ich gewinnen werde. Denn mein Guter du vergisst, ich
bin um es salopp zu sagen, gute fünfzig Jahre älter und
erfahrener als du.“ Darcon trat zurück: „Wir werden ja sehen.“
dann verschwand er wie er gekommen war. Leise murmelte Myrion
noch: “Und feige ist er auch noch.“ Nach dem sich alles wieder
beruhigt hatte feierte man ausgelassen und die beiden lernten
nun auch die Inkarnationen kennen und ebenso Mystra. Ihnen
wurden die beiden Söhne vorgestellt die Zwillinge waren und doch
verschiedene Väter hatten. Auch Dion und Jenna stellten ihnen
ihre Töchter vor und fragten wann man den Mädchen ihre Welten
zuweisen würden, auf denen sie als Götter herrschen sollten.
Aurian versprach, sich so bald es ging um die Verwaltung der
Welten zu kümmern. Der Tag neigte sich dem Ende zu und die erste
Begegnung der drei war glimpflicher ausgegangen als man erwartet
hatte. Nun konnte man nur abwarten.

Kapitel 2: Ein Denkfehler?

Aurian untersuchte die nächsten
Tage auch erst mal sämtliche Gänge und Höhlen des Höhlensystems
und wurde dabei von Myrion begleitet. Er hatte die Befürchtung
das Darcon, dessen Namen hatten man ihnen an ihrem Hochzeitstag
gesagt, ihr eventuell auflauern könnte. Wie auch schon zu
Jasmins Zeiten trug Aurian den Stab mit der Kugel, doch
irgendwie hatte sie das Gefühl, das passte nicht zu ihr. Auch
Myrion kam der Gedanke auf, das es sehr wohl zu Jasmin gepasst
hatte, da sie doch so wie er es inzwischen verstanden und auch
aus Gesprächen die er mit dem einen oder anderen Bewohner der
Insel geführt hatte erfahren hatte, ernsthafter und einer
Priesterin ähnlicher war. Doch Aurian, war anders, sie war
lebensfroh, eine Amazone und hatte nicht diese Sanftmut die
Jasmin zu eigen gewesen zu sein schien. Von Aurian ging eher
eine sehr anziehende Sinnlichkeit aus. Sie war die Verführung in
Person. Und es wunderte Myrion sogar ein wenig das nicht alle
Kerle auf der Insel verrückt spielten wenn sie in der Nähe war.
Ihm jedenfalls fiel es schwer sich zu beherrschen.
Manche der Höhlenräume, waren
offen, andere hatten wie schon der Bestattungsraum kristalline
Wände. Unter anderem kamen sie dabei an einen kleinen Raum in
dem eine Truhe stand, die sogar noch mit Ketten umwickelt war.
Myrion sah interessiert dort hinein. „Kannst du diese Wand
öffnen? Ich würde mal gerne sehen was in dieser Kiste ist.“
Aurian schüttelte mit dem Kopf: „Die kann ich nicht öffnen und
selbst wenn ich es könnte würde ich es nicht tun.“ Myrion sah
sie erstaunt an: „Was ist damit?“ Aurian sah Myrion an: „In
dieser Kiste liegt das Schwert des Schicksals und in dem Schwert
ist der Bruder Leiths, der Seele aus dem Buch, ich erzählte dir
von ihm. Leiths Bruder bestand wirklich nur aus Finsternis,
Hass, und Niedertracht. Seine Welt war schlimmer als du dir
vorstellen kannst. Und Jasmin hat richtig gehandelt dieses
Schwert vor allen so zu sichern das es nie wieder jemand zur
Hand nehmen kann. Denn nur wer die Seele im Schwert besiegt,
wird das Schwert beherrschen können, doch selbst Eric der es
geschafft hatte, wollte das Schwert nicht mehr mit sich herum
tragen, deswegen liegt es in dieser Kiste ohne Hoffnung auf
Erlösung.“ Myrion verstand und nickte“ Wenn das so ist, dann
soll es auch dort bleiben. Doch kann auch Darcon nicht an das
Schwert?“ Aurian sah ihn sanft an: „Nein niemand, das Schwert
ist dort sicher. Glaub mir.“ Dann gingen sie weiter und kamen
auch an die Schmiede in der einst Dorian die Schwerter
geschmiedet hatte. Als sie die Schmiede betraten leuchteten auf
einmal Myrions Augen auf. „Du, darf ich hier arbeiten? Kann ich
die Schmiede für mich in Anspruch nehmen? Was denkst du?“ Aurian
sah den Eifer in seinen Augen und das er richtig auflebte als er
die Wirkungsstätte von Dorian sah. „Sicher wenn du schmieden
kannst, nutze sie. Ich denke ich werde eh einige Schwerter
brauchen für die beiden jungen Götter die auf ihre Ernennung
warten.“ Sie sah wie er alles betrachtete und seinen Handlungen
zufolge wusste er auch was er tat. „Doch sag mal wieso weißt du
etwas übers Schwerter schmieden, und das in der modernen Zeit in
der wir leben.“ Er lächelte ihr zu. „Ich weiß nicht, irgendwann
überkam es mich und ich verdingte mich einige Jahre bei einem
Schmied und dort lernte ich auch das Schwerter schmieden.“
Aurian sah ihn fragend an: „Nun sag mir mal wie alt bist du
wirklich? Du siehst zwar aus wie vielleicht Mitte 20 also kaum
älter als ich, doch deine Handlungsweise, dein Wissen, das alles
deutet darauf hin das du weit aus älter sein musst. Na ja und
dann deine Bemerkung die du bei Darcon gemacht hast. Also wie
alt bist du wirklich.“ Myrion dachte nach: „hm...also ich glaube
so an die 80 Jahre habe ich schon hinter mir. Die habe ich damit
verbracht die Kampfkunst zu perfektionieren, sei es im
Schwertkampf als auch im Nahkampf. Ebenso lernte ich schmieden.
Dann habe ich einige Jahre intensiv dafür gesorgt das mein
Körper so aussieht wie er heute ist und habe Krafttraining
gemacht. Dann hatte ich einige Frauen, nun gut, viele Frauen.“
Dabei grinste er sie anzüglich an. “ Und dürfte im großen und
ganzen Durcon um einiges überlegen sein. Es gab auch in meinem
Leben Dinge auf die ich nicht sonderlich stolz bin und meinen
Vater fast zur Verzweiflung gebracht haben. Doch alles in allem
finde ich mich gut gelungen.“ Aurian lachte leise. „Na dann komm
alter Mann, wollen wir mal weiter, die Schmiede kannst du ja
dann später mal genauer untersuchen.“ Leise flüsterte er ihr zu:
„Ich zeig dir gleich mal alter Mann, bisher bin ich ja noch
sanft mit dir umgegangen und habe dich nicht überfordern wollen,
doch ich kann auch noch anders.“ Gerade als sie die Schmiede
verlassen wollten sah Myrion in einer Ecke etwas auf blitzen.
„Warte mal noch einen Moment.“ dann begab er sich dort hin und
kramte in der Ecke herum bis er ganz unten einen Kampfstab fand.
Er hatte reiche Schnitzereien, auf denen auch die Runen des
Lichts zu sehen waren und auch zwei Löwen. Obenauf war eine
Halterung für eine Kugel, die man aber abnehmen konnte. Den Stab
trug er nun zu Aurian: „Sieh mal, der wäre doch perfekt für
dich. Er ist ausgewogen und scheint auch sehr stabil zu sein.
Und im Ruhemodus könntest du sogar die Kugel oben auf setzen so
das er nicht gleich als Kampfstab zu erkennen ist. Wirklich
perfekt.“ Er war so begeistert als er ihr den zeigte das sie
lachen musste: „ Aye, nur schmeiße ich die Kugel dann runter
wenn ich den Stab zum kämpfen brauche? Das würde sich sicherlich
gut machen, wenn es zum Kampf kommen sollte nehme ich die Kugel
ab und werfe sie mal eben weg um mit dem Stab kämpfen zu können.
Ich glaube darüber dürfte sie nicht sonderlich begeistert sein.“
Da sie auch jetzt den Stab mit der Kugel mit sich trug sah sie
auf einmal wie sie aufleuchtete. Und da beide neugierig waren
dachten sie auch nicht darüber nach und sahen beide hinein.
Während Aurian sofort sah was zu sehen war, musste Myrion einen
Moment warten bis er das Bild ebenfalls sehen konnte, denn bei
ihm war die Kugel anfangs leicht milchig. Und nun sahen sie das
Aurian die Kugel nicht vom Stab werfen musste, sondern das, wenn
es zum Kampf kam, die Kugel sich vom Stab erhob und in der Luft
schwebte und somit der Stab sofort frei war zum kämpfen. Myrion
klatschte in die Hände als er das sah. „Also das ist wirklich
perfekt. Eine mitdenkende Kugel sehr gut.“ Aurian betrachtete
die beiden Stäbe und sah nun das sie tatsächlich verschieden
waren. Während Jasmins Stab eher für die Magie konzipiert war,
war der den Myrion in der Schmiede gefunden hatte, eher auf den
Einsatz im Kampf direkt ausgerichtet. Aurian sah ihn an: “Weißt
du dein Vater hatte glaube ich recht, das Licht geht seinen Weg.
Es sorgt dafür das alles dort hin kommt wohin es gehört und wenn
etwas aus dem Ruder läuft, sucht es sich jemanden oder etwas das
es wieder in Ordnung bringt. So auch jetzt, wir haben zwar nie
darüber gesprochen, doch ich fühlte mit mit Jasmins Stab nie
wohl. Doch der hier, den du gefunden hast, ich denke der gehört
zu mir. Komm mal mit ich habe eine Idee.“ Und bevor Myrion auch
nur einen Ton erwidern konnte war Aurian schon los gegangen. Ihm
blieb nichts anderes übrig als ihr zu folgen, und kurze Zeit
später betraten sie schon den Kristallraum. Aurian nahm die
Kugel von Jasmins Stab ab und legte sie in die Halterung auf dem
Kampfstab. Dann lehnte sie den Kampfstab an das Pult. Myrion
beobachtete sie interessiert. Sie nahm Jasmins Stab und ging zu
der Kristallwand und öffnete sie, betrat den Raum und ging zu
Jasmins Bahre. Dort lehnte sie den Stab an. „Ich denke der
gehört zu dir.“ Leise zu Jasmin. Dann wendete sie sich um, und
verließ den Bestattungsraum wieder. „So nun ist alles dort wo es
hin gehört.“ Myrion nickte: “Sag mal Süße ist es in Ordnung für
dich wenn ich mir die Schmiede noch mal genauer ansehe?“ Aurian
nickte leicht: “Aber sicher geh nur, ich werde mal beginnen nach
zu schauen was ich nun zu tun habe, zudem habe ich noch einige
Fragen an Leith.“ Myrion rieb sich die Hände, man sah ihm die
Freude an, das er sich nun die Schmiede noch mal ansehen konnte.
So gab er ihr noch einen heißen Kuss und ging dann. Aurian
wendete sich dann dem Buch zu und blätterte darin herum. Auch
jetzt stand unsichtbar Andra in der Nähe, auch wenn er
vielleicht nicht viel tun konnte, so würde er doch Aaron oder
Dion holen können, sollte sich Darcon an Aurian vergreifen
wollen. Und er wusste mit den beiden war nicht zu spaßen. Doch
sollte er überrascht werden. Denn seine Vermutung war nicht
unbegründet, denn kaum war Myrion eine weile weg, tauchte Darcon
auf. Sein finsterer Blick musterte Aurian und sie spürte das
jemand da war und sah vom Buch auf: „Was willst du?“ Er kam
langsam auf sie zu, während sie gelassen abwartete. „Ist das
nicht klar was ich will? Ich will dich. Ich will das was du ihm
gibst, das verlange ich auch. Und ich habe ein Recht dazu.“ Sie
hob leicht eine Augenbraue.“ So meinst du und wie kommst du
darauf das du ein Recht dazu hast?“ Andra beobachtete es und
rief leise in Gedanken Aaron herbei, der tauchte auch kurz
darauf unsichtbar neben Andra auf, dieser deutete auf Darcon und
Aurian. Aaron verstand und machte sich für alle Fälle schon mal
Kampfbereit. „Weil es immer drei sein müssen. Und weil ich
gezeugt wurde, um der dritte im Bunde zu sein.“ Aurian sah
Darcon ruhig an: „Selbst wenn es so wäre oder ist, selbst dann
musst du es dir verdienen oder meinst du es fällt dir zu wie
eine reife Frucht? Vergiss es und versuch erst gar nicht
irgendetwas bei mir mit Gewalt zu versuchen, das würde dir
schlecht bekommen.“ Darcon lachte grausam: „Dein Liebster ist
nicht da und kann dich nicht beschützen.“ Nun lächelte Aurian
ihn sanft an: „Meinst du wirklich ich brauche einen Kerl um mich
zu schützen? Du vergisst wer oder was ich bin, mein Bester. Also
wenn du keine Niederlage von einer Frau empfangen willst, rate
ich dir überlege gut was du tun willst. Denn sei gewiss, eine
Niederlage wird es werden.“ Darcon stand unmittelbar vor ihr und
sah auf sie herab. Aurian spürte seine körperliche Anwesenheit
recht deutlich. Sie spürte aber auch die tiefe Finsternis die
ihn ihm steckte. Dann sah sie zu ihm auf und ihm genau in die
Augen, ihr Blick war ruhig. Als er den Blick erwiderte fühlte er
sich unwohl. Er hatte das Gefühl sie blicke tief in ihn hinein,
das machte ihn wütend und als er nach ihr greifen wollte, war
sie seiner Hand bereits ausgewichen: „Geh lieber bevor dir
schlimmeres passiert, vergiss nicht, ich bin das Licht und ich
kann dich sogar töten wenn ich es darauf anlege.“ Er folgte ihr
und knurrte leise. Aurian spürte seine Wut fast körperlich. „Darcon
sei vernünftig, so wirst du nie den Platz bekommen den du
anstrebst. Denn solange du nicht lernst dich zu beherrschen,
nicht lernst das dunkle in dir zu kontrollieren und es dich
kontrolliert, wirst du nicht mal in meine Nähe kommen ohne das
ich wachsam sein werde. Und ich will dich zudem nicht, deine
innere Grausamkeit, deine Unbarmherzigkeit, widert mich an.“
Doch Darcon hörte sie schon fast nicht mehr, seine Wut artete in
Raserei aus und er griff an. Doch bevor er sie auch nur erreicht
hatte, schrie sie: „Nein, mich bekommst du niemals.“ Dann
streckte sie eine Hand aus und er flog von einem Energiestrahl
der ihre Hand verließ, getroffen nach hinten. „Geh bevor ich
dich töte.“ Aurian hatte ihre innere Energie gesammelt und auf
ihn abgeschossen. Auf einmal ging alles sehr schnell, bevor
Aurian überhaupt den Boden berührte fing Aaron sie schon auf,
denn dadurch das sie ihre Energie abgegeben hatte brach sie
zusammen. Zur gleichen Zeit schoss Myrion in den Raum übersah
kurz die Situation und stellte sich zwischen Aurian und Darcon,
der zusammen gekrümmt auf dem Boden lag. Sein Blick war wütend,
seine Zähne knirschten auf einander und seine Hände ballten sich
immer wieder zu Fäusten. Er war zu fair um den am Boden
liegenden noch weiter zu attackieren. Dann sah er hinter sich:
„Wie geht es ihr?“ Aaron trug Aurian auf seinen Armen und nickte
ihm beruhigend zu. „Sie ist nur erschöpft. Bring sie in eure
Räume, ich werde hier aufräumen.“ Myrion nahm ihm dann Aurian ab
und brachte sie zurück, um sie ins Bett zu bringen. Aaron und
Andra hingegen traten vor Darcon. Und Andra sah Darcon
verächtlich an: „Du feiger Hund hast sie überhaupt nicht
verdient. Dein Vater würde sich in Grund und Boden schämen dich
gezeugt zu haben, würde er erleben können was du hier
veranstaltest, er hätte dich jetzt höchst persönlich getötet.
Ich sag dir nun mal was. Aurian hat vollkommen recht, das was
dein Vater hatte und was er an dich weiter geben wollte, hatte
er sich hart und ehrlich verdient. Er verdiente die Liebe
Jasmins. Er hat sie auch bedrängt ja, aber niemals hätte er sie
sich mit Gewalt genommen und das hattest du gerade vor. Meinst
du ich wüsste nicht was hier los war? Doch sie hat es dir
gezeigt und du kannst von Glück sagen das sie es überlebt hat.
Denn das was sie tat hätte ihr das Leben kosten können. Du
verdammter Hurensohn. Geh in dich und verdiene dir was du
verlangst, ansonsten werden wir überlegen ob wir nicht einen
anderen Nachfolger auswählen.“ Und als Andra den letzten Satz
aussprach, kam ihm ein Gedanke und er sah Aaron an. „Haben wir
vielleicht einen Fehler gemacht? Denn das mit Dorian und Jasmin
ergab sich auch von selber. Wir wussten nicht das er der
erwählte war. Doch hier gingen wir davon aus das es Darcon sein
würde, weil Dorian es gesagt hatte. Was ist wenn wir damit
falsch lagen oder Dorian hier wieder was manipulieren wollte?“
Aaron zuckte die Schulter, “ich wüsste sonst keinen der dafür
ihn Frage käme, ich gehöre zu Iona mag kommen was will. Dion
gehört Jenna an auch das war immer so geplant.“ Doch auf einmal
blickte Aaron Andra an, „es gibt sonst nur noch einen dunklen
Unsterblichen, doch ist das kein Gott. Und vor allem wissen wir
nicht mal wer er ist und ob es überhaupt ein Mann ist.“ Andra
dachte nach: „Eric war auch kein Gott und dennoch gehörte er
untrennbar zu Jasmin. Ich werde mit Mystra reden vielleicht weiß
sie etwas. Aber erst mal bringe ich hier diesen Abschaum nach
Hause.“ Aaron hatte eine andere Idee und dachte sich das er mal
mit der Schicksalsdame reden sollte, vielleicht hatte sie etwas
in den Webstühlen gesehen, was keiner bedacht hatte. Zumindest
konnte er sie bitten doch mal genauer nach zu sehen.
