Kapitel 23: Ein kleines Urlaubsparadies


 

Als Lazarus endlich ausgeschlafen hatte, betrat er kurze Zeit danach schon das Plateau in der Hoffnung das Enjara etwas zu essen draußen bereit gestellt hatte. Als er sich nieder setzte saß auch Arden dort und grinste ihn frech an. „Also Junge dann erzähl wie war`s?“ Lazarus schnitt sich eine dicke Schreibe Brot ab und bestrich sie seelenruhig mit Butter und sah Arden strahlend an: „Es war unglaublich. Sie war zärtlich, leidenschaftlich und auch wild, meinen Körper möchtest du gar nicht sehen. Zerkratzt ohne Ende. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich nicht so lange gewartet. Doch es war einfach toll.“ Arden sah ihn neidvoll an. „Also nicht mit den sterblichen Frauen zu vergleichen, oder?“ Lazarus sah ihn an: „Na komm kein Neid, du sammelst schon eine ganze Weile deine Erfahrungen und weißt wie es ist. Und das war doch klar das man sie nicht mit einer Sterblichen vergleichen kann. Und ich denke ebenso wenig mit irgendeiner anderen Göttin. Sie ist Aurian, Herrin des Lichts.“ Dabei biss er herzhaft in sein Brot, das noch dick mit Fleisch belegt war. Arden starrte ihn an: „Doch zwei Tage, und das ohne Schlaf? Ohne Pause, das ist unmöglich.“ Lazarus schüttelte den Kopf: „He Junge ich mag ja der Sohn des Lichts sein und auch mehr Kraft haben als jeder andere, vielleicht ausgenommen Myrion, doch das sollte selbst dir einleuchten, das ich es keine zwei Tage ununterbrochen nur mit ihr getrieben habe. Natürlich haben wir auch etwas geschlafen, ebenso etwas gegessen und getrunken. Und wir haben geredet, sie hat mir erklärt wie ich es unterdrücken kann, damit nicht wirklich jeder auf mich abfährt. Dann hat sie mir meine Pflichten erklärt die ich mit der Entfaltung meiner endgültigen Fähigkeiten auf mich genommen habe. Und immer wieder wollte ich sie zwischendurch. Ich glaube sie ist der Traum eines jeden Kerls. Und ich kann nun auch verstehen warum Myrion und Leon sie machen lassen und nicht jedem Nebenbuhler den Kopf abreißen. Sie ist wirklich zu viel Frau für einen Kerl, es wäre zu schade wenn sie wirklich nur einem gehören würde.“ Arden hörte ihm aufmerksam zu. „Und wirst du es weiter tun, ich meine mit ihr?“ Lazarus sah ihn grinsend an: „Mit ihr und jeder Frau die mich will. Und ich gehe mal davon aus das sie bereits in die Wege geleitet hat das man von mir hören wird. Vielleicht solltest du es doch mal versuchen. Ich denke nicht das sie dich abweisen wird.“ Arden sah sich hektisch um: „Bist du wahnsinnig, ich kann mich doch nicht der Herrin des Lichts nähern.“ Nun sah Lazarus ihn ruhig an, während er sich die nächste Scheibe Brot in den Mund schob: „Wieso nicht? Sie wird dir einiges mitgeben können, was dir keine andere Frau geben kann, glaub mir. Und sie kann einiges vertragen. Ich muss sagen sie ist wirklich unglaublich und heiß wie ein Vulkanfeuer. Also ich bin nach wie vor scharf auf sie.“ Während die beiden jungen Götter mit einander redeten trat Aurian in Begleitung der Götter die bereits eine Welt unter sich hatten auf das Plateau. Sie hatte einen Stapel Papiere in der Hand und verteilte sie an die Götter: „Seht zu das es überall bekannt wird, das ein Gott der Liebe erschienen ist, das man ihm einen Tempel erbauen soll und das sich Frauen und Männer einfinden sollten die das Priesteramt bei ihm versehen werden. Hier stehen die Bedingungen drin, für was man ihn anrufen kann und welche Auflagen erfüllt sein müssen damit er der Anrufung folgt.“ Die anderen Götter nickten und waren kurz darauf verschwunden. Dann trat sie langsam auf den Tisch zu an dem die beiden jungen Männer saßen. Sie bemerkte den Blick der von Arden an ihr entlang ging und schmunzelte leicht. Dann setzte sie sich zu ihnen. „Na ihr beiden, wie geht es euch?“ Lazarus goss ihr sofort Kaffee in eine Tasse und reichte ihr den: „Also mich musst du nicht fragen, mir geht es fantastisch.“ Aurian beugte sich leicht zu Lazarus und küsste ihn sanft: „Das ist schön, also auf deinem Bett liegen deine Kleider die du tragen sollst wenn du auf die Welten gehst. Man wird für dich Tempel errichten. Ich würde dir raten dich mal überall sehen zu lassen.“ Damit reichte sie ihm einen Zettel: „Hier stehen die Tempel drauf die es auf den verschiedenen Welten für mich gibt, Besuch sie einfach mal, damit man dich kennen lernen kann. Doch rechne auch damit das die eine oder andere mit dir ins Bett will. Und sollte hier und da ein Kind gewünscht werden, dann erfülle diesen Wunsch nur achte darauf das es nicht jedes mal ein Halbgott wird, denn sonst haben wir hier bald keinen Platz mehr. Zudem muss dir klar sein das du dich nicht um jedes Kind kümmern kannst das du zeugst. Mach das den Müttern klar. Spiele mit offenen Karten. Sei ehrlich und offen.“ Lazarus nickte, Aurian sah ihn an: „Und wenn es zu schlimm wird, das heißt wenn deine eigenen Bedürfnisse nicht erfüllt werden können, dann komm zu mir. Ich werde sie erfüllen.“ Lazarus sah sie liebevoll an: „Danke Aurian, das machte mir die meisten Sorgen das ich dabei mehr oder weniger auf der Strecke bleibe. Denn die sterblichen Frauen sind nicht so widerstandsfähig wie du so das ich da doch sehr zurückhaltend sein muss. Und somit sicherlich zu kurz kommen werde.“ Er erhob sich, und grinste frech Richtung Arden: „Ach und Aurian, hier ist noch ein Kerl der eventuell aus deiner Erfahrung profitieren könnte und sich nur nicht traut sich dir zu nähern.“ Dann flitzte er schnell davon, bevor Arden auch nur einen Ton sagen konnte. Doch sah Aurian nun wie Arden sehr verlegen wurde. „Er ..nun...das ist.........In Ordnung ich gebe es zu, er hat recht. Ich will dich schon, was wohl eh keine großes Geheimnis war.“ Aurian schmunzelte und nippte an ihrem Kaffee. „Ich verstehe. Nur trautest du dich nicht oder wie? Doch wenn du etwas von mir willst mein Junge, dann solltest du dich schon bemühen. Denn so leicht bekommt man mich nicht.“ Das sah Arden auch ein und er überlegte nun ob er es wirklich wagen sollte. Er bedankte sich freundlich bei Aurian und verzog sich dann schnell. Das ganze war ihm nun sehr peinlich. Kurze Zeit später setzte sich Enjara zu Aurian und nahm sich auch eine Tasse Kaffee. Sie betrachtete Aurian: „Wie hältst du das nur aus? Ich meine Myrion, Leon und ich weiß das auch Iskander ab und an zu dir kam und nun noch Lazarus. Und du siehst aus wie der frische Morgentau, als könne dich nichts erschüttern.“ Aurian sah sie sanft an: „Kann es mich auch nicht und du vergisst dabei eins. Ich liebe es mit einem Kerl zusammen zu sein und es kann mir nicht wild, lang genug, noch oft genug sein. Weißt du ich denke du bist zu verkrampft, deswegen kann du es nicht genießen. Ich liebe es mich auf dem Bett zu räkeln, während ich von einem Kerl genommen werde. Ich liebe es den harten und muskulösen Körper eines Mannes auf mir zu spüren. Und wenn Myrion und Leon mich gleichzeitig verwöhnen und einer mich nimmt während der andere mich überall berührt und streichelt und auch mal fester zufasst, zerfließe ich fast. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man zwischen ihnen liegt und beide dich berühren und man spürt das sie mehr wollen das sie alles von dir wollen. Du solltest es mal versuchen. Probiere es mit Iskander und vielleicht Lazarus aus.“ Enjara sah sie an: „Ich würde es lieber mit dir und Iskander ausprobieren. Ich würde gerne sehen wie du bist wenn dich ein Mann nimmt.“ Aurian sah sie an und nickte: „Ich verstehe, also gut wenn du es willst sag Iskander ich werde heute Abend zu euch kommen. Nur Liebes ich hoffe das du nicht weg läufst wenn du siehst was dann passiert. Denn du wirst möglicherweise einen Iskander sehen den du noch nie erlebt hast.“ Enjara nickte, dann sahen sie wie Lazarus auf sie zu kam, er hatte die Kleidung angelegt die auf dem Bett gelegen hatte. Er trug wieder eine schwarze Lederhose, die in der Sonne glänzte und nun ein weit fallendes Seidenhemd das er aber nur locker in die Hose gestopft, dessen Knöpfe er offen gelassen hatte und das so seinen muskulösen Oberkörper zeigte. Dazu trug er weiche schwarze Wildlederstiefel. Er kam direkt auf sie zu und Aurian konnte beobachten das Enjara bei seinem Anblick doch kurz schwer einatmen musste und hauchte ihr zwinkernd leise zu: „Na nicht doch mal versuchen, ich verspreche dir er ist gut.“ Doch Enjara sprang nur auf und lief an Lazarus vorbei in die Höhle, der sah ihr nur leicht verwundert nach und setzte sich dann an den Tisch. „Was denkst du, geht es so?“ Als er sich setzte klaffte sein Hemd noch mehr auseinander und Aurian musste grinsen. „Also wenn du gleich hier alle Frauen verrückt machen möchtest, ja dann geht es so.“ Er deutete mit der Hand in Richtung Höhle: „Enjara? Lief sie deswegen weg?“ Aurian nickte: „Sie hat Angst vor ihren eigenen Empfindungen.“

Lazarus sah Aurian frech an: „Sie ist wohl scharf auf mich und traut es sich nicht ein zu gestehen, hab ich recht?“ Aurian lachte leise: „Ja ich denke so ungefähr stimmt es wohl. Doch Enjara ist so ein Fall für sich. Ihre Libido ist recht niedrig, zudem steht sie wohl eher auf Frauen als auf Männer und da ist es ihr unheimlich das sie dermaßen auf dich reagiert.“ Lazarurs sah an Aurian entlang. „Könntest du heute Nacht nicht zu mir kommen, ich will noch mehr. Und mir würde es im Moment reichen wenn ich eine bestimmte Frau verrückt mache.“ Dabei sah er sie anzüglich an. Aurian schüttelte leicht den Kopf: „Tut mir leid mein Junge doch heute Abend bin ich bei Iskander und Enjara.“ Lazarus sah sie an: „Oh liegt eine Mission an? Auf welche Welt werden sie geschickt? Und weiß es Arden schon?“ Nun musste Aurian lachen: „Junge du bist doch noch ein kleiner Kindskopf, sie müssen auf keine Mission, heute Abend bin ich mal in einer Mission unterwegs.“ Jetzt begriff auch Lazarus: „Oh du meinst das du, Enjara und Iskander?...hm...darf ich zusehen?“ Als er den letzten Satz sagte lachte sie laut und herzlich los. Und er sah sie fragend an: “Hab ich etwas falsches gesagt?“ Vom herzhaften Lachen Aurians angezogen kamen nun auch Myrion und Leon herbei und sahen die beiden dort sitzen und Aurian herzhaft lachen, während Lazarus recht fragend aussah. Lachend erklärte sie nun den beiden was vorgefallen war und was sie zu tun gedachte und dann Lazarus Frage darauf, ob er zusehen dürfe. Als die beiden das hörten lachten sie ebenfalls laut darüber und von Myrion kam trocken: „Also etwas muss er von uns haben. Denn die Frage hätte von Leon und mir sein können.“ Lazarus begriff recht schnell und so lachte er mit. „Na ist doch wahr, wenn ich schon nicht mitmachen darf, könnte ich ja wenigstens zusehen, ich muss eh noch viel lernen, so was nennt man dann wohl Anschauungsunterricht, obwohl mir praktischer lieber wäre.“ Dabei sah er schelmisch von einem zum anderen. Myrion lachte leise und schüttelte den Kopf. „Also Junge Anschauungsunterricht wirst du wohl nicht bekommen, nicht in diesem Fall. Wenn du etwas möchtest dann besuche doch einen von Aurians Tempel, vielleicht findest du dort eine Priesterin die ein wenig Spaß haben möchte. Leon lässt sich auch regelmäßig mal in dem einen oder anderen Tempel sehen und die Priesterinnen dort sind nicht besonders prüde oder zurück haltend.“ Dabei setzte sich Myrion zu ihnen und auch Leon zog sich einen Stuhl heran. Lazarus sah zu Leon: „Oh..du suchst dir ab und zu auch eine andere? Wieso? Gibt sie dir nicht genug?“ Leon sah sich nun in Erklärungsnot: „Doch natürlich gibt sie mir genug, es gibt keine bessere als Aurian, doch ich bin wie sie. Ab und zu brauche ich mal ein bisschen Abwechslung. Und das hat nichts damit zu tun das sie mir nicht genug geben würde.“ Lazarus nickte, er verstand. Myrion sah Lazarus an: „Doch lass nie verlauten wer die beiden Löwen sind, in den Tempeln wirst du immer ein Abbild von Aurian sehen flankiert von zwei Löwen hinter denen Leon und ich stehen. Man nimmt allgemein an, das die Löwen und wir jeweils getrennt sind. Das es zum einen die Löwen gibt und zum anderen Leon und mich. Und so soll es auch bleiben.“ Abermals nickte Lazarus: „Gut weiß ich Bescheid. Doch ihr müsst keine Sorge haben ich werde nicht mehr sagen als nötig ist.“ Dann sah Lazarus Myrion an: „Und du, wie ist es mit dir hast du auch ab und zu mal eine andere?“ Myrion schüttelte den Kopf: „Nein ich habe meine Hörner in meiner Jugend genug abgestoßen und brauche keine andere. Ich will wirklich nur eine Frau, da geht es mir wie meinem Vater. Obwohl, wenn er nicht mal einen Fehltritt begangen hätte wäre ich jetzt nicht hier.“ Aurian sah Myrion liebevoll und zärtlich an, und Lazarus sah diesen Blick und lächelte, er wusste das sie vernarrt in ihn war. „Schatz, wenn du auch mal was neben her haben möchtest und eine Abwechslung brauchst, so tue dir keinen Zwang an. Es ist schon in Ordnung.“ Doch Myrion schüttelte den Kopf: „Danke Kätzchen doch das brauche ich nicht, du gibst mir alles was ich will und brauche.“ Lazarus erhob sich: „Nun wenn keiner was anderes will ich schon, ich nehme mir euren Rat zu Herzen und werde mal einen der Tempel besuchen.“ Leon erhob sich ebenfalls : „Weißt du was Junge, ich komme mit, mal sehen welche Süßen wir für heute Nacht bekommen können. Bei mir kribbelt es auch ganz schön in den Lenden.“ Kurz darauf waren die beiden verschwunden und Aurian sah Myrion an: “Nun ich habe noch einige Stunden Zeit, ich könnte derweil deine Süße sein, was denkst du?“ Das Angebot nahm er nur all zu gerne an. Doch als er sie an die Hand nahm verschwand sie mit ihm und tauchte auf irgendeiner Welt, an einem Bergsee der recht romantisch lag wieder auf. Er sah sich um und sie lächelte: „Hier haben wir eine ganze weile Zeit und es vergehen bei uns doch nur wenige Stunden, also das ist der beste Platz für uns.“ Myrion lachte: „Nun du scheinst mit einem Mal nicht genug zu haben, das du gleich Stunden einkalkulierst.“ Aurian zwinkerte ihm zu und begann sich bereits aus zu ziehen und ehe Myrion begriff was los war, war sie schon im See und spritzte ihn nass. Er lachte leise und sah er zu das er auch schnell aus der Kleidung kam und rannte ihr nach. Die beiden hatten dann einen recht aufregenden und vergnüglichen Nachmittag. Für Myrion hatte sie immer Zeit und er wusste das er bei ihr grundsätzlich an erster Stelle stand. Aurian liebte ihn sehr und so wollte sie auch nicht das er in irgendeiner Weise zu kurz kam. Nach einem ausgiebigen Liebesspiel lagen sie dann nackt in der Sonne und genossen ihr Beisammensein. Myrion kitzelte sie mit einem Grashalm. „Du bist ganz schön schlau, während wir hier einen ganzen Tag haben vergeht auf der Insel der Götter mal gerade eine Stunde, so könnten wir uns hier eigentlich eine kleine Hütte bauen was meinst du? In die wir uns zurück ziehen könnten, wenn wir mal wieder mehr oder mal nur für uns sein wollen.“ Sie kicherte und nickte: „Daran habe ich auch schon gedacht. Vor allem da dieser Ort hier so in den Bergen eingekeilt ist das ihn kein Sterblicher betreten kann. So kann man hier ungeniert nackt herum laufen. Und ich liebe es nackt herum zu laufen.“ Myrion nickte: „Ich auch Kätzchen, so haben wir ein kleines Paradies nur für uns beide oder uns drei. Leon sollten wir nicht ausschließen.“ Aurian nickte, ihr gefiel die Idee. Und so ließen beide mal ihr göttlichen Kräfte walten und es entstand dort eine kleine weiße Hütte mit nur einem Zimmer in dem ein großes Bett stand und auch eine kleine Sitzecke vorhanden war. Dazu sorgte Aurian dafür das in den See ein sanfter Wasserfall der aus den Bergen kam fiel. Dann entstand noch ein kleiner weißer Pavillon direkt im See, der in der Nähe des Wasserfalls lag, mit einer Terrasse auf der sie liegen konnten und sie mit dem Wasser das auf dem See aufkam nass spritzte. Und auf der Terrasse erschien eine Sonnenliege auf der mehr als zwei Personen Platz hatten, als auch einige einzelne Liegen. Im Pavillon stand eine Sitzgruppe in der man sitzen und was trinken oder essen konnte. Sie hatten sich ein kleines Urlaubsparadies geschaffen. Als Aurian ihr gemeinsames Werk betrachtete stand Myrion hinter ihr, hatte die Arme um sie gelegt und sie an sich gezogen. Dann flüsterte er ihr leise zu: „Ich bin schon wieder scharf auf dich.“

Kapitel 24: Eine Welt in Not


 

Als sie zurück kamen auf ihre Welt war dort mal gerade eine Stunde vergangen, auch Leon und Lazarus saßen bereits wieder auf dem kleinen Plateau. Während Leon recht zufrieden aussah, schmollte Lazarus und als Leon den fragenden Blick sah den Myrion und Aurian Lazarus zu warfen, lachte er leise. „Nun unser Jungspund ist verwöhnt worden, von einer gewissen Frau, so das er mit den sterblichen Frauen so seine Probleme hatte. Nicht das auch nur eine dabei gewesen wäre, die sich nicht fast schon an seinen Hals geworfen hätte. Das war so schlimm das ich schon dachte ich gehe leer aus. Doch waren ihm selbst drei nicht genug. Und als er zur vierten überging verließ ihn die Lust. Er brummelte :das wäre nichts halbes und nichts ganzes. Die meisten Sterblichen wollten nach dem ersten mal nicht mehr. Und nun schmollt er.“ Diese kleine Erzählung Leons brachte ihm auch gleich einen giftigen Blick von Lazarus ein, der wirklich sehr unzufrieden aussah, während nun auch Aurian und Myrion lachten. „Ja Junge damit wirst du dich wohl abfinden müssen, sie sind eben anders,“ :lachte Myrion leise. Doch Lazarus brummelte noch mehr: „Anders ist ja in Ordnung, doch wisst ihr wie es ist, wenn man gerade richtig in Fahrt gekommen ist und die Kleine auf einmal sagt: „bitte nicht mehr.“ Das ist doch........na ja.Ihr wisst schon, frustrierend. Und als es bei allen so war, wollte ich einfach nicht mehr.“ Leon lachte leise: „Nun mein Junge dann solltest du zusehen das du auf deine Kosten kommst, bevor sie sagt das sie nicht mehr will. So halte ich es und habe somit auch keine Probleme damit.“ Während man zusammen saß und sich auf Lazarus Kosten lustig machte. Wobei er es irgendwann auch begann komisch zu finden und mit lachte, kam Iskander angerannt, er schien sehr aufgeregt zu sein. Sie sahen ihm entgegen und er schrie schon: „Er ist frei, er ist frei.“ Ganz außer Atem kam er bei ihnen an und Myrion fragte grinsend : „Wer ist frei? Ich wusste gar nicht das wir Gefangene haben.“ Doch Aurian sprang schon auf: „Doch einen Gefangenen haben wir und ich gehe mal davon aus, genau den meint er.“ Lazarus nickte heftig: „Genau, ich sehe jeden Tag nach ob er noch da ist, ich weiß wäre nicht meine Aufgabe, dennoch tue ich es und heute sah ich gerade noch wie seine finsteren Überreste im Boden verschwanden. Irgendwie hat er sich befreit.“ Aurian nickte und schon gab sie ihre Anweisungen. „Ich werde mal schauen wohin er verschwunden ist. Macht euch für einen Kampf bereit. Hier müssen wir schnell handeln.“ Doch mit dem schnell handeln war leichter gesagt als getan. Als erstes schaute Aurian nach auf welche Welt er verschwunden war und als sie ihn endlich gefunden hatte, war das Unglück bereits geschehen, er hatte sich schon den Körper seines Sohnes bemächtigt und diesen in einen Dämonenkörper gesteckt und in den Kerker werfen lassen. Aurian dachte nur bei sich, der Kerl ist aber verdammt schnell. Dann sorgte sie dafür das die gesamte Welt mit einem Schild umgeben war und lies nur ein kleines Schlupfloch, durch das höchstens ein Kind kommen würde. Und genau die rief sie jetzt. Die Kinder des Lichts und der Finsternis bekamen den Auftrag ein Auge auf ihn zu haben. Dann begab sich Aurian zu der Nische in der das einstige Schwert des Schicksals lag. Sie war mächtiger als Jasmin und so war es ihr inzwischen auch möglich die Nische zu öffnen. Als sie nun die Kiste ansah, nickte sie. Das Schwert das darin lag war leer, das wusste sie auch so, dafür musste sie die Kiste nicht erst öffnen. Der Finstere hatte es geschafft sein Gefängnis zu verlassen. Kurze Zeit später bekam sie die Botschaft das er eine junge Halbgöttin überfallen und mehrfach vergewaltigt hatte. Sie gab den Kindern den Auftrag die junge Frau zu beschützen und für sie zu tun was sie tun konnten. Es stellte sich heraus, das diese Tat nicht ohne Folgen geblieben war und Aurian gab die Anweisung das Kind auf die Welt kommen zu lassen. Sie spürte das dieses Kind die Rettung für die Welt bedeuten würde also musste es leben, egal um welchen Preis.

Wenige Tage später saß Aurian wieder auf dem Plateau und arbeitete einige Prüfungen aus. Allerdings hatte sie ein Problem, weder sie selber noch einer der Götter noch die Inkarnationen konnten die betroffene Welt betreten, dank des Schildes. Doch der musste bestehen bleiben, sie hatte keine Lust eine zweite Welt ins Unglück rennen zu sehen, eine reichte vollkommen und so musste der Finstere unter allen Umständen dort fest gehalten werden. Sie raufte sich gerade wieder mal die Haare, natürlich im übertragenen Sinne als tatsächlich, als Myrion und Lazarus hinter sie traten. Sie zerbrach sich den Kopf, was sie tun könnte. „Kätzchen was ist los? Klappt etwas nicht so wie du willst?“ Die beiden setzten sich zu ihr und sahen sie an. Aurian sah zu ihnen: „Ach es ist zum verrückt werden, die Prüfungen habe ich fast fertig, doch wie kriege ich sie auf diese Welt? Entweder bin ich zur Zeit mit Blindheit geschlagen oder es gibt wirklich keine Lösung. Mal abgesehen davon das ich immer noch keinen neuen Wächter für diesen Mistkerl habe. Am liebsten würde ich selber gegen ihn antreten und ihn endgültig ins Nirwana schicken, doch ich denke dann kriege ich Ärger mit dem Schicksal, das hat mir genau gesagt wie das Leben des Kindes verlaufen wird, laut ihres Lebensfadens. Und da steht nichts davon drin, das ich komme und den Kerl vernichte, sondern das sie drei Prüfungen bestehen wird und der gleichen mehr. Also klebt es wieder mal an mir das es auch so kommen muss. Nur wie zum Teufel kriege ich die Prüfungen durch den Schild auf diese Welt.“ Myrion sah sie an und grinste: „Kätzchen es gibt etwas das auf allen Welten besteht, beziehungsweise bestehen muss, und du weißt auch was das ist. Dort findest du eventuell deinen Helden ebenso wie die Möglichkeit die Prüfungen dort hinzu kriegen, als Boten dafür könntest du doch wie bisher auch die Kinder benutzen, sie sind eh ganz wild darauf zu helfen.“ Als Leon sich ihnen näherte hörte er noch was Myrion sagte und meinte : „Wenn du einen Helden brauchst, wie müsste er beschaffen sein? Vielleicht können wir dir helfen, in der Stadt tummeln sich einige Helden die auf ein neues Abenteuer warten.“ Aurian nickte, sah Myrion an: „Du hast recht es gibt einen Ort der auf allen Welten gegenwärtig ist, die Gruft der Helden. Wenn ich den Kindern einen Zauber mit gebe könnten sie es so einrichten das sich ein Tor öffnet durch das die Retterin eintreten kann um ihre Prüfungen ab zu legen.“ dann an Leon gewand: „Ich bräuchte einen zweiten Eric um genau zu sein. Groß, mutig, kraftvoll, am besten noch ein wenig hinterlistig und skrupellos. Er müsste später den Finsteren im Schwert nieder ringen. Also wenn du so einen Prachtkerl hast, nur her damit.“ Nun lachte Lazarus: „Entschuldige Aurian, aber das klang gerade als suchtest du einen Helden für dein Bett, also da wüsste ich schon jemanden,“ :dabei strich er sich demonstrativ seine Haare aus dem Gesicht und sah sie verschmitzt an. Was ihm einen leichten Schlag von Myrion auf seinen Hinterkopf einbrachte. Leon hingegen nickte: „Ich glaube ich hätte da genau den richtigen. Er war einst König und dürfte Eric in etwa das Wasser reichen können. Sein Name ist Alrik, doch leider hat er auch einen kleinen Mangel. Das heißt er bezieht seine Kraft aus der Liebe einer Frau, sprich, er braucht auch eine Frau für sein Bett, das würde ihn fast unbesiegbar machen. Wäre deine Retterin bereit mit ihm ins Bett zu steigen? Dann hast du deinen neuen Wächter und ansonsten wüsste ich keinen der es mit Eric in etwa aufnehmen könnte.“ Aurian nickte: „Dann muss sie eben, ich werde es in die Prüfungen mit aufnehmen. Aber noch haben wir ja Zeit sie ist ja noch nicht mal geboren. Und bevor ihr jetzt etwas sagt, ich weiß das diese Welt stirbt doch ich kann es nicht ändern. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, entweder wir warten oder ich vernichte ihn persönlich, wobei ich da aber wahrscheinlich Streit mit dem Schicksal bekomme. Denn es liegt in ihrem Machtbereich und auch ich darf mich nur bedingt in die Schicksale einmischen.“ Die drei Männer nickten und Myrion sah sie an: „Nun dann warten wir eben, wie lange wird es dauern?“ Aurian dachte kurz nach: “Hm...circa anderthalb Jahre bei uns, dann dürfte das Mädchen etwa so um die dreißig sein, plus minus einiger Jahre. Die Kinder werden sie beschützen damit ihr nichts geschieht und sie nicht entdeckt wird. Unterdessen werde ich mir mal den Helden ansehen und du kannst ein neues Schwert für ihn schmieden.“ gen Myrion gerichtet. Dieser nickte kurz: „In Ordnung.“

In den nächsten Tagen beobachtete Aurian immer mal die Welt und vor allem, den Finsteren als auch die Mutter der Retterin. Aurian war unruhig, das dauerte ihr alles viel zu lange. So suchte sie Väterchen Zeit auf: „Kann man denn nichts tun? Verdammt ich kann hier nicht untätig herum sitzen und nur darauf warten das dieses Kind endlich geboren und erwachsen wird.“ dabei lief sie auf und ab. Väterchen Zeit schmunzelte. „Liebste Aurian, es braucht in der Regel alles seine Zeit, doch ich kann etwas tun, lass mich einen Blick auf die Welt werfen und ich werde die Zeit für diese Welt schneller vergehen lassen. Nur muss ich sie dafür sehen. Doch du hast sie verborgen damit sie keiner sehen kann außer dir. Und keine Sorge, die Menschen dort werden nichts davon merken. Um wie viele Jahre soll ich die Zeit weiter drehen?“ Aurian dachte nach während sie ihre Kugel herbei rief. Hm.......sagen wir etwa achtundzwanzig Jahre? Das dürfte dann ungefähr mit den Ereignissen zusammen fallen die die Schicksalsdame in ihrem Lebensfaden gesehen hat.“ Väterchen Zeit nickte, dann sah er in die Kugel, in der ihm Aurian nun die Welt zeigte. Als er sah was dort vor sich ging wurde er blass und sah Aurian an. Es wunderte ihn nun nicht mehr das die Herrin so unruhig war. „Sag, bist du sicher das dort nach dieser Zeit überhaupt noch jemand lebt? Das ist ja furchtbar was dort geschieht.“ Aurian nickte: „Ich weiß deswegen macht es mich ja fast krank nichts tun zu können. Ich habe immer einen großen Hals und sage, nichts ist mir unmöglich, doch macht es mich wahnsinnig hier nicht eingreifen zu dürfen.“ Nun verstand Väterchen Zeit sie auch und nickte abermals: „Also gut, los geht’s.“ und nun drehte er seine große Sanduhr schneller und schneller weiter und Aurian sah wie die Zeit auf dem Planeten verging, wie die Welt sich immer schneller zu drehen begann. Aufmerksam beobachtete sie dennoch weiter. Sie verlor das Kind das nun geboren wurde und aufwuchs nicht aus den Augen. Dann begann sich die Welt langsamer zu drehen und sie sah wie die Mutter starb und ihre Tochter zurück lassen musste. Allerdings hatte sie auch gesehen das sich immer eines der Kinder des Lichts in ihrer Nähe aufhielten, die ab und zu abgelöst wurden von den Kindern der Finsternis. Sie sah das sie sich dem Schicksalstag näherten und sah Väterchen Zeit an: „Das reicht, jetzt sind es nur noch wenige Tage. Und ich muss einiges arrangieren.“ Der nickte und hielt seine Sanduhr an. Aurian sah ihn dankbar an und beugte sich vor und küsste ihn zum Dank. DAS gefiel ihm nun sehr gut und er grinste leicht. „Also wenn das die Belohnung ist, dann tue ich dir immer wieder gerne einen Gefallen.“ Aurian zwinkerte ihm lächelnd zu und küsste ihn noch mal, aber bevor er etwas sagen konnte war sie verschwunden. Doch strahlte er nun über sein ganzes faltiges Gesicht. Myrion hatte unterdessen das Schwert geschmiedet und legte es vor Aurian hin als sie zurück kam. Sie betrachtete es und nickte: „Da hast du wieder ein erstklassiges Schwert geschmiedet. Das ist dem zukünftigen Wächter würdig.“ Myrion sah sie an: „Du steckst viel Vertrauen in den Kerl, ist er denn wirklich so gut?“ Aurian nickte: „Ja ich habe seine Vergangenheit gesehen, seine ruhmreichen Taten als auch seine weniger ruhmreichen. Er ist kein Engel, nun weiß ich auch wieso er in der dunklen Hälfte der Stadt lebt, er ist skrupellos und durchtrieben. Er kennt keine Erbarmen seinen Feinden gegenüber und hat einige zum Tode verurteilt oder sogar ab und zu das Urteil selber vollstreckt. Doch seinen Freunden und seinem Volk gegenüber war er aufrichtig und gut. Er hat nie gelogen oder sie betrogen. Er hat etliche Kinder gezeugt und für jedes einzelne gesorgt, obwohl er die Mütter nie geheiratet hatte.“ Nun grinste Aurian: „Du bezeichnest dich schon als Lüstling? Der Kerl war noch viel schlimmer. Er jagte jedem Rock nach.“ Myrion zog Aurian an sich: „Ich würde auch gerne mal wieder Lüstling spielen, seit dieser Nachricht war bei uns auch nicht mehr viel los, diesbezüglich.“ Sie legte ihm ihre Arme um den Hals und drückte sich an ihn, während ihre Finger seinen Nacken kraulten: „Das wird sich bald wieder ändern, ich war bei Väterchen Zeit, er hat für mich die Zeit auf dieser Welt weiter gedreht, so müssen wir nicht mehr tatenlos zusehen. Und können langsam etwas tun. Die Kinder haben die Gruft der Helden entsprechend geändert, meine Prüfungen wurden aufgestellt. Und ich habe sogar von Andra zwei Helden bekommen, zwei Brüder die den beiden helfen werden, sofern sie alles richtig macht.“ Myrion nickte und küsste Aurian immer mal kurz, zwischen durch fragte er sie: „Was ist wenn sie irgendwo versagt oder etwas falsch macht oder gar die letzte Prüfung nicht macht. Du weißt was ich meine. Sie würde deinen Helden damit schwächen wenn sie sich ihm verweigert.“ Aurian nickte: „Keine Sorge ich schätze sie so ein, das sie tun wird was getan werden muss. Also da mache ich mir keine Sorgen. Und sollte sie bei einer der anderen Prüfungen versagen auch kein Problem, dafür gibt es Plan B. Zudem die ersten beiden Prüfungen nur dazu da sind um ihr ein wenig Wissen zu geben, sie soll sich daran gewöhnen das man ihr einiges abverlangen wird.“

Myrion nickte und küsste sie nun richtig. Er dachte sich das er sie heute nicht mehr aus seinen Armen lassen würde, er hatte was anderes vor. Und würde das auch ausgiebig genießen. Die nächsten Tage würden wahrscheinlich sowieso wieder stressig werden, also gedachte er jetzt die Gelegenheit beim Schopf zu packen. Ein wenig später lag er auch schon mir ihr im Bett und zeigte ihr was für ein Lüstling er sein konnte.

Kapitel 25: Zwei Götter und ein Wächter


 

Als es endlich soweit war, saßen alle Götter und Inkarnationen im Besprechungsraum. Aurian hatte eine Art Fenster geöffnet damit alle Anwesenden sehen konnten was nun geschehen würde. Die Zeit war gekommen. Man beobachtete nun wie das Kind des Lichts sich auf das Bett der Retterin setzte und verfolgten ihre erste Unterhaltung. Diese Welt war gänzlich zerstört. Aurian hatte schon vor Tagen, auf ihrer Welt zeitlich gesehen, auf der zerstörten Welt schon vor Wochen je nachdem wie weit die überlebenden Menschen vom Treffpunkt entfernt waren, einen Impuls los geschickt, der die Menschen dazu brachte sich auf die Wanderschaft zu begeben. Damit sie alle in etwa zur fast gleichen Zeit dort ankommen würden. Es war einfacher diese Welt von einem Punkt an wieder auf zu bauen, als an etlichen Stellen Baustellen zu haben. Als sie sah das die Menschen sich auf den Weg gemacht hatten, kümmerte sie sich wieder um die Retterin, nun kannte sie auch deren Namen, Amanda. Sie wusste nicht wie der Finstere es angestellt hatte, doch aus Wut darüber das er wieder mal ein Kind gezeugt hatte und um zu verhindern das es wieder geschah, hatte er einen Fluch über diese Welt geschickt. Es wurden keine Kinder mehr geboren. Iona, die Mutter Natur hatte getobt als sie es erfuhr, er hatte sich in ihre Belange gemischt. Das war etwas das sie absolut nicht vertragen konnte. Doch im Moment konnte keiner von ihnen etwas tun. Nur abwarten und zu schauen. So sahen sie wie Amanda dem Kind folgte und es die Retterin zur ersten Prüfung brachte. Als diese die erste Prüfung bestanden hatte und sich zum schlafen niederlegte, schickte ihr Aurian einen Traum. In diesem sah sie was ihrer Mutter geschehen war und woher sie das Zeichen in ihrer Hand hatte. Für die Götter nur einen kurzen Moment später sahen sie wie Amanda zur nächsten Prüfung geschickt wurde. Als sie sahen welche Verrenkungen sie machte um an alles zu kommen was man ihr angeboten hatte, nickten einige Götter und Myrion sah Aurian an: „Sie ist zumindest nicht dumm, sie weiß sich zu helfen. Das ist schon mal viel. Sie kennt keine Angst und du hast recht sie tut was getan werden muss. Nur hat sie sich bisher noch mit keinem Kerl eingelassen, ob sie nun wirklich dazu bereit ist, ist fraglich.“ Aurian sah ihn an: „Sie wird auch hier tun was getan werden muss, da bin ich mir sicher. Und es gibt weit aus schlimmeres als sich mit einem Kerl ein zu lassen.“ Myrion grinste: „Ja für dich. Das gilt aber nicht für alle Frauen.“ Damit deutete er unbemerkt zu Enjara hin. Aurian nickte: „Und doch hat sie es auch getan.“ Dann beobachtete man weiter und sah nun wie Amanda in den Saal trat, in der die Statuen der Helden und ihre Särge standen. Myrion sah den Held nun zum ersten mal und er pfiff leise durch seine Zähne: „Na aber hallo das ist ja wirklich ein Prachtkerl. Das ist ja ein Riese.“ Leon lachte leise: „Er ist gut zwei Meter zehn groß, breitschultrig, er hat einen Rücken auf dem könnten wir Holz zerschlagen und er würde sich wohl nur kurz schütteln. Er hat Kraft wie zwei Männer und auch entsprechend Muskeln. Auch wenn diese zur Zeit wohl ein wenig eingerostet sein werden. Er hat gut hundert Jahre in diesem Sarg verbracht, also sein Körper zumindest, seine Seele wanderte ja durch unsere Stadt.“ Dann besah sich Myrion die Statuen der anderen beiden. „Nun diese beiden kenne ich, ich sah sie mal in der hellen Seite der Stadt, der eine ist ein wahrer Spaßvogel.“ Nun nickte Andra. „Ja, doch diese beiden Brüder sind zusammen ebenso eine Naturgewalt wie Alrik alleine. Der eine ein wahrer Meisterschütze mit dem Bogen, der andere ein Schwerttänzer, er ist schneller mit seinen beiden Schwertern, als irgend wen den ich sonst irgendwann sah. Und zusammen sind die beiden unschlagbar. Beide sind etwa ein Meter neunzig groß, gut durch trainiert, wobei wahrscheinlich auch ihre Muskeln ein wenig eingerostet sein dürften. Sie sind nun circa achtzig Jahre bei uns.“

Aurian und Myrion nickten und sahen dann was weiter geschah. Sie hatten mitbekommen wie das Kind Amanda erklärte was Alrik fordern würde und diese anfänglich zurück zuckte doch dann nickte. Und als die junge Frau an die Kiste trat in der das alte Schwert des Schicksals lag und die Kette mit ihrem Siegel in der Hand berührte sorgte Aurian dafür das die Kette zersprang. Anschließend sahen sie wie Amanda zu dem Sarg des Riesen ging und nun ihre Anrufung machte. Mit einen kleinen Bewegung ihrer Hand lies Aurian nun den Schläfer erwachen. Seine Seele war wieder in seinen Körper zurück gekehrt. Nach einer kurzen Unterhaltung bat Alrik darum zu erfahren warum man ihn gerufen hatte. Nun konnte man hören wie Amanda ihm alles erzählte und sah wie er immer mal nickte. Myrion entgingen die anzüglichen Blicke die der Hüne in Richtung Amanda sandte nicht. Und als es endlich soweit war das Amanda die Bedingung des Riesen erfüllen musste, griff dieser zu einem kleinen Trick. Als er sich auf das Bett legte in dem Amanda bereits lag und so tat als schliefe sie, machte er sich absichtlich noch schwerer, so das sie glatt in seine Richtung und in seine Arme rutschte, weil seine Seite des Bettes nun tiefer gesunken war als ihre. Nun konnte Myrion sehen das Aurian auch hier recht hatte, wenn auch anfänglich recht verkrampft, so erfüllte Amanda die Bedingung des Riesen dennoch. Sie gab sich ihm hin.

Am nächsten Tag wurden auch die beiden anderen erweckt und man schloss ein Bündnis. Die nächsten Tage trainierten alle vier hart. Amanda begann ihre göttlichen als auch dämonischen Fähigkeiten zu erkunden und zu benutzen, während die drei Männer ihren Körper wieder auf Vordermann brachten. Aurian erklärte den Anwesenden das Amanda das einzige Wesen im Universum war das auch dämonische Fähigkeiten besaß, da ihr Erzeuger inzwischen selber zum Dämonen geworden war. Sie erklärte ihnen, da es diesen recht Unverständlich war, weil der eigentliche Erzeuger ja der Sohn des Finsteren wäre, das es in diesem Punkt egal sei. „Sicher körperlich war es sein Sohn, doch der Geist ist oft stärker als der Körper und in diesem Fall habe ich es so eingerichtet, das wenn ihre Mutter schon ein Kind von diesem Mistkerl bekommen muss, das es alle Fähigkeiten in sich vereint die der Finstere zu vergeben hatte, und das waren seine göttlichen als auch seine dämonischen Kräfte. Sie ist eine Waffe, nicht mehr und nicht weniger. Und sie wird seine Fähigkeiten gegen ihn benutzen, wartet es nur ab. Das ist ähnlich wie bei mir und Lazarus, obwohl ich körperlich seine Mutter bin, bin ich es nicht im Geiste.“ Die anderen nickten und verstanden so langsam. Dann beobachtete man weiter. Es war inzwischen an der Zeit das sie die Katakomben verlassen würden und als sie daraus hervor traten waren bereits die ersten Flüchtlinge bei ihnen angekommen und warteten auf sie. Doch man sah das es Alrik sofort klar war, das man diese offene Fläche kaum gegen die Dämonen verteidigen konnte, also bat er Amanda in dem Geschenk der Götter, das aus einer Seherkugel bestand, nach zu sehen, wohin man sich begeben könnte und als sie tat was er sagte, sahen sie ein kleines Tal, eingebettet in einigen Bergen das leicht zu verteidigen war. Man machte sich sofort auf den Weg und die ersten Flüchtlinge folgten ihnen. Nach zwei Tagen waren sie dort angekommen und fanden dort weitere Flüchtlinge vor. Und der Strom brach nicht ab. Den Impuls den Aurian los geschickt hatte, hatte keinen übersehen. Natürlich blieben auch hier und da welche auf der Strecke, in dem sie eventuell verhungerten oder ähnliches, doch die stärksten kamen durch. Amanda hatte inzwischen auch die Fähigkeit des Erschaffens erlernt und konnte so dafür sorgen das es Hütten gab und auch Nahrungsmittel oder was sonst benötigt wurde. Nun sah man wie die vier zusammen arbeiteten, während Doron der Bogenschütze und Ilja der Schwerttänzer die Flüchtlinge unterrichteten, sorgte Alrik für die Sicherheit des Tales. Und Amanda sorgte mit ihren Fähigkeiten dafür, das es keinem an was mangelte und erschuf innerhalb weniger Tage sogar eine gigantische Lichtquelle, die endlich wieder Licht in diese Welt brachte, wenn auch erst mal nur in dieses Tal. Doch durch das Licht waren die Dämonen gezwungen außerhalb des Lichts und somit außerhalb des Tales zu bleiben. Aurian sah stolz auf die junge Frau, als wäre es ihre Tochter die das alles gemacht hatte. Dann bekamen sie mit wie Alrik ein kleines Lied sang und Iona die Mutter Natur sprang auf: „Das Lied hatte ich schon ganz vergessen. Das haben Jasmin und ich gesungen, als wir Alriks Welt wieder herstellten. Es ist das Lied des Lichts.“ Und als sie sahen das nun Alrik Amanda das Lied bei brachte, bat Iona Aurian sie an die Hände zu fassen und ihr die Kraft zu geben durch den Schild zu dringen. „Es ist ein machtvolles Lied und wir könnten es unterstützen.“ So tat Aurian was Iona verlangte und begann mit ihr das Lied zu singen und unterstützten so Amandas Gesang. Beide sahen weiterhin durch das Fenster und sahen nun das diesmal ebenso wie damals das gleiche geschah, denn jeder der das Lied hörte nahm es auf und sang es ebenso. Und das Licht breitete sich aus. Selbst bis zum Versteck des Finsteren gelangte das Lied, denn im Kerker in dem der Sohn des Finsteren saß, begann dieser das Lied nun ebenfalls zu singen, was nun den Finsteren erboste so das dieser seinen Sohn hinaus warf. Der schlich nun zum Tal und wurde dort von Amanda und Alrik nach einem Test aufgenommen. Inzwischen hatten sich Iona und Aurian wieder gesetzt und beobachteten weiter. Aurian zeigte nun Amanda durch die Kugel, was sie tun konnte um ihrem „Bruder“ seinen Körper wieder zu geben. Diese verstand auch sofort was die Kugel ihr sagen wollte. Sie musste zwar Alrik erst überreden doch dann gab dieser nach und Amanda gab ihrem Bruder den Körper zurück in dem sie einfach die beiden Körper von Vater und Sohn austauschte. Der Finstere der sich nun in einem Dämonenkörper wieder fand fand das gar nicht lustig und beschaffte sich kurz darauf einen menschlichen Körper. Doch als Amanda in der Kugel sah das dieser nun begann, abermals Experimente zu machen, lies sie das Heer des Lichts antreten und so zog man singend in die Schlacht. Mit einer Illusion erstellt von Amanda überwältigte man den Finsteren, Alrik tat wozu man ihn gerufen hatte und kämpfte den Finsteren als er endlich wieder im Schwert war nieder. Das Schwert hatte einen neuen Wächter. Nun machte sich auch Aurian bereit, sie lies den Schutzschild um diese Welt fallen und betrat kurz darauf mit ihren beiden Männern diese Welt. Myrion trug die Kiste in der das Schwert seit ewig langer Zeit geruht hatte und Leon das Schwert das Myrion geschmiedet und Aurian inzwischen mit einigen Zaubern des Lichts versehen hatte, auf den Armen. Kurz darauf erschien das Heer des Lichts, inzwischen waren die drei schon umringt von denen die zurück geblieben waren. Dann traten die fünf Helden auf sie zu. Ilja, Doron und Alrik knieten vor der Herrin des Lichts nieder, diese bat sie sich zu erheben. Sie erklärte Alrik das er das Schwert nicht ewig herum tragen müsste sondern es wieder in die Kiste legen könne und stattdessen das Schwert des Lichts nehmen dürfe, wenn es sein Wunsch sei. Was dieser dann auch tat. Aurian erfüllte allen einen Wunsch den sie hatten, wobei Alrik scheinbar einen besonders heißen Wunsch hatte, der vor allem Aurian betraf. Myrion und Leon schmunzelten leicht. Ihnen war klar, als Alrik Aurian gesehen hatte und bei seinem Vorleben, welchen Wunsch er wohl haben würde. Doch stattdessen wünschte er sich das man diese Welt wieder herstellen sollte. Als Amanda nun aber seinen eigentlichen Wunsch offenbarte, trat Alrik vor sie hin und bat sie seine Frau zu werden und offenbarte ihr seine Liebe. Und das er auf seinem ursprünglichen Wunsch verzichten würde um sie nicht zu verletzen. In kurzer Zeit war alles soweit geregelt, Iona kam und zusammen mit Aurian sang sie das Lied der Wiederherstellung. Amanda und Rian, so war der Name ihres Bruders, wurden in den Stand von Göttern erhoben und bekamen die Aufgabe dieser Welt als Götter vor zu stehen. Ilja und Doron würden bleiben und als Regenten dafür sorgen das die Welt gut behütet wurde. Alrik würde den beiden Geschwistern auf die Welt der Götter folgen um das Schwert zu bewachen.

Als Aurian an diesem Tag wieder zu Hause war, legte sie sich erst mal entspannt an ihren Wasserfall. Sie war glücklich das es doch noch so gut ausgegangen war. Sie hatte nun sogar noch zwei Götter mehr und was Alrik anging. Sie hoffte das er sich gut in diese Welt im tiefsten Universum wohl fühlen möge. Wenn er auch kein Gott war, so war er doch nun einer der Unsterblichen. Und in wenigen Tagen würden die drei auch her kommen. Jetzt musste sie nur noch für eine Unterkunft sorgen. Obwohl Myrion schon meinte, da Iskander und Enjara ja bei ihnen wohnen würden, könnte man den dreien doch die Höhlenwohnung der Helden des Schicksals zuweisen, bis sie eventuell etwas anderes wollten. Und für den Anfang würde das wohl auch wirklich erst mal reichen. So bekam diese Wohnung halt zwei Zimmer mehr, das auch Rian dort unter kommen konnte und da Amanda den Wunsch geäußert hatte, das auch das Kind des Lichts das sie eine Weile begleitet hatte, bei ihnen leben sollte auch für das Kind ein Zimmer. Wobei Aurian schon das Gefühl hatte, das diese Höhlenwohnung wohl in absehbarer Zeit weitere Zimmer benötigen würde, denn Alrik schien ganz versessen auf Kinder zu sein. Nun ihr sollte es recht sein, es wurden eh weitere Götter gebraucht. Jetzt aber wollte sie erst mal ein wenig Ruhe haben.

Wer die Geschichte  von Amanda genauer lesen möchte, sollte dann die "Dämonen der Finsternis" lesen, dort ist sie detailierter erzählt.

LG
Lady