Kapitel 23: Ein kleines
Urlaubsparadies

Als Lazarus endlich ausgeschlafen
hatte, betrat er kurze Zeit danach schon das Plateau in der
Hoffnung das Enjara etwas zu essen draußen bereit gestellt
hatte. Als er sich nieder setzte saß auch Arden dort und grinste
ihn frech an. „Also Junge dann erzähl wie war`s?“ Lazarus
schnitt sich eine dicke Schreibe Brot ab und bestrich sie
seelenruhig mit Butter und sah Arden strahlend an: „Es war
unglaublich. Sie war zärtlich, leidenschaftlich und auch wild,
meinen Körper möchtest du gar nicht sehen. Zerkratzt ohne Ende.
Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich nicht so lange gewartet.
Doch es war einfach toll.“ Arden sah ihn neidvoll an. „Also
nicht mit den sterblichen Frauen zu vergleichen, oder?“ Lazarus
sah ihn an: „Na komm kein Neid, du sammelst schon eine ganze
Weile deine Erfahrungen und weißt wie es ist. Und das war doch
klar das man sie nicht mit einer Sterblichen vergleichen kann.
Und ich denke ebenso wenig mit irgendeiner anderen Göttin. Sie
ist Aurian, Herrin des Lichts.“ Dabei biss er herzhaft in sein
Brot, das noch dick mit Fleisch belegt war. Arden starrte ihn
an: „Doch zwei Tage, und das ohne Schlaf? Ohne Pause, das ist
unmöglich.“ Lazarus schüttelte den Kopf: „He Junge ich mag ja
der Sohn des Lichts sein und auch mehr Kraft haben als jeder
andere, vielleicht ausgenommen Myrion, doch das sollte selbst
dir einleuchten, das ich es keine zwei Tage ununterbrochen nur
mit ihr getrieben habe. Natürlich haben wir auch etwas
geschlafen, ebenso etwas gegessen und getrunken. Und wir haben
geredet, sie hat mir erklärt wie ich es unterdrücken kann, damit
nicht wirklich jeder auf mich abfährt. Dann hat sie mir meine
Pflichten erklärt die ich mit der Entfaltung meiner endgültigen
Fähigkeiten auf mich genommen habe. Und immer wieder wollte ich
sie zwischendurch. Ich glaube sie ist der Traum eines jeden
Kerls. Und ich kann nun auch verstehen warum Myrion und Leon sie
machen lassen und nicht jedem Nebenbuhler den Kopf abreißen. Sie
ist wirklich zu viel Frau für einen Kerl, es wäre zu schade wenn
sie wirklich nur einem gehören würde.“ Arden hörte ihm
aufmerksam zu. „Und wirst du es weiter tun, ich meine mit ihr?“
Lazarus sah ihn grinsend an: „Mit ihr und jeder Frau die mich
will. Und ich gehe mal davon aus das sie bereits in die Wege
geleitet hat das man von mir hören wird. Vielleicht solltest du
es doch mal versuchen. Ich denke nicht das sie dich abweisen
wird.“ Arden sah sich hektisch um: „Bist du wahnsinnig, ich kann
mich doch nicht der Herrin des Lichts nähern.“ Nun sah Lazarus
ihn ruhig an, während er sich die nächste Scheibe Brot in den
Mund schob: „Wieso nicht? Sie wird dir einiges mitgeben können,
was dir keine andere Frau geben kann, glaub mir. Und sie kann
einiges vertragen. Ich muss sagen sie ist wirklich unglaublich
und heiß wie ein Vulkanfeuer. Also ich bin nach wie vor scharf
auf sie.“ Während die beiden jungen Götter mit einander redeten
trat Aurian in Begleitung der Götter die bereits eine Welt unter
sich hatten auf das Plateau. Sie hatte einen Stapel Papiere in
der Hand und verteilte sie an die Götter: „Seht zu das es
überall bekannt wird, das ein Gott der Liebe erschienen ist, das
man ihm einen Tempel erbauen soll und das sich Frauen und Männer
einfinden sollten die das Priesteramt bei ihm versehen werden.
Hier stehen die Bedingungen drin, für was man ihn anrufen kann
und welche Auflagen erfüllt sein müssen damit er der Anrufung
folgt.“ Die anderen Götter nickten und waren kurz darauf
verschwunden. Dann trat sie langsam auf den Tisch zu an dem die
beiden jungen Männer saßen. Sie bemerkte den Blick der von Arden
an ihr entlang ging und schmunzelte leicht. Dann setzte sie sich
zu ihnen. „Na ihr beiden, wie geht es euch?“ Lazarus goss ihr
sofort Kaffee in eine Tasse und reichte ihr den: „Also mich
musst du nicht fragen, mir geht es fantastisch.“ Aurian beugte
sich leicht zu Lazarus und küsste ihn sanft: „Das ist schön,
also auf deinem Bett liegen deine Kleider die du tragen sollst
wenn du auf die Welten gehst. Man wird für dich Tempel
errichten. Ich würde dir raten dich mal überall sehen zu
lassen.“ Damit reichte sie ihm einen Zettel: „Hier stehen die
Tempel drauf die es auf den verschiedenen Welten für mich gibt,
Besuch sie einfach mal, damit man dich kennen lernen kann. Doch
rechne auch damit das die eine oder andere mit dir ins Bett
will. Und sollte hier und da ein Kind gewünscht werden, dann
erfülle diesen Wunsch nur achte darauf das es nicht jedes mal
ein Halbgott wird, denn sonst haben wir hier bald keinen Platz
mehr. Zudem muss dir klar sein das du dich nicht um jedes Kind
kümmern kannst das du zeugst. Mach das den Müttern klar. Spiele
mit offenen Karten. Sei ehrlich und offen.“ Lazarus nickte,
Aurian sah ihn an: „Und wenn es zu schlimm wird, das heißt wenn
deine eigenen Bedürfnisse nicht erfüllt werden können, dann komm
zu mir. Ich werde sie erfüllen.“ Lazarus sah sie liebevoll an:
„Danke Aurian, das machte mir die meisten Sorgen das ich dabei
mehr oder weniger auf der Strecke bleibe. Denn die sterblichen
Frauen sind nicht so widerstandsfähig wie du so das ich da doch
sehr zurückhaltend sein muss. Und somit sicherlich zu kurz
kommen werde.“ Er erhob sich, und grinste frech Richtung Arden:
„Ach und Aurian, hier ist noch ein Kerl der eventuell aus deiner
Erfahrung profitieren könnte und sich nur nicht traut sich dir
zu nähern.“ Dann flitzte er schnell davon, bevor Arden auch nur
einen Ton sagen konnte. Doch sah Aurian nun wie Arden sehr
verlegen wurde. „Er ..nun...das ist.........In Ordnung ich gebe
es zu, er hat recht. Ich will dich schon, was wohl eh keine
großes Geheimnis war.“ Aurian schmunzelte und nippte an ihrem
Kaffee. „Ich verstehe. Nur trautest du dich nicht oder wie? Doch
wenn du etwas von mir willst mein Junge, dann solltest du dich
schon bemühen. Denn so leicht bekommt man mich nicht.“ Das sah
Arden auch ein und er überlegte nun ob er es wirklich wagen
sollte. Er bedankte sich freundlich bei Aurian und verzog sich
dann schnell. Das ganze war ihm nun sehr peinlich. Kurze Zeit
später setzte sich Enjara zu Aurian und nahm sich auch eine
Tasse Kaffee. Sie betrachtete Aurian: „Wie hältst du das nur
aus? Ich meine Myrion, Leon und ich weiß das auch Iskander ab
und an zu dir kam und nun noch Lazarus. Und du siehst aus wie
der frische Morgentau, als könne dich nichts erschüttern.“
Aurian sah sie sanft an: „Kann es mich auch nicht und du
vergisst dabei eins. Ich liebe es mit einem Kerl zusammen zu
sein und es kann mir nicht wild, lang genug, noch oft genug
sein. Weißt du ich denke du bist zu verkrampft, deswegen kann du
es nicht genießen. Ich liebe es mich auf dem Bett zu räkeln,
während ich von einem Kerl genommen werde. Ich liebe es den
harten und muskulösen Körper eines Mannes auf mir zu spüren. Und
wenn Myrion und Leon mich gleichzeitig verwöhnen und einer mich
nimmt während der andere mich überall berührt und streichelt und
auch mal fester zufasst, zerfließe ich fast. Es ist ein
unbeschreibliches Gefühl, wenn man zwischen ihnen liegt und
beide dich berühren und man spürt das sie mehr wollen das sie
alles von dir wollen. Du solltest es mal versuchen. Probiere es
mit Iskander und vielleicht Lazarus aus.“ Enjara sah sie an:
„Ich würde es lieber mit dir und Iskander ausprobieren. Ich
würde gerne sehen wie du bist wenn dich ein Mann nimmt.“ Aurian
sah sie an und nickte: „Ich verstehe, also gut wenn du es willst
sag Iskander ich werde heute Abend zu euch kommen. Nur Liebes
ich hoffe das du nicht weg läufst wenn du siehst was dann
passiert. Denn du wirst möglicherweise einen Iskander sehen den
du noch nie erlebt hast.“ Enjara nickte, dann sahen sie wie
Lazarus auf sie zu kam, er hatte die Kleidung angelegt die auf
dem Bett gelegen hatte. Er trug wieder eine schwarze Lederhose,
die in der Sonne glänzte und nun ein weit fallendes Seidenhemd
das er aber nur locker in die Hose gestopft, dessen Knöpfe er
offen gelassen hatte und das so seinen muskulösen Oberkörper
zeigte. Dazu trug er weiche schwarze Wildlederstiefel. Er kam
direkt auf sie zu und Aurian konnte beobachten das Enjara bei
seinem Anblick doch kurz schwer einatmen musste und hauchte ihr
zwinkernd leise zu: „Na nicht doch mal versuchen, ich verspreche
dir er ist gut.“ Doch Enjara sprang nur auf und lief an Lazarus
vorbei in die Höhle, der sah ihr nur leicht verwundert nach und
setzte sich dann an den Tisch. „Was denkst du, geht es so?“ Als
er sich setzte klaffte sein Hemd noch mehr auseinander und
Aurian musste grinsen. „Also wenn du gleich hier alle Frauen
verrückt machen möchtest, ja dann geht es so.“ Er deutete mit
der Hand in Richtung Höhle: „Enjara? Lief sie deswegen weg?“
Aurian nickte: „Sie hat Angst vor ihren eigenen Empfindungen.“
Lazarus sah Aurian frech an: „Sie
ist wohl scharf auf mich und traut es sich nicht ein zu
gestehen, hab ich recht?“ Aurian lachte leise: „Ja ich denke so
ungefähr stimmt es wohl. Doch Enjara ist so ein Fall für sich.
Ihre Libido ist recht niedrig, zudem steht sie wohl eher auf
Frauen als auf Männer und da ist es ihr unheimlich das sie
dermaßen auf dich reagiert.“ Lazarurs sah an Aurian entlang.
„Könntest du heute Nacht nicht zu mir kommen, ich will noch
mehr. Und mir würde es im Moment reichen wenn ich eine bestimmte
Frau verrückt mache.“ Dabei sah er sie anzüglich an. Aurian
schüttelte leicht den Kopf: „Tut mir leid mein Junge doch heute
Abend bin ich bei Iskander und Enjara.“ Lazarus sah sie an: „Oh
liegt eine Mission an? Auf welche Welt werden sie geschickt? Und
weiß es Arden schon?“ Nun musste Aurian lachen: „Junge du bist
doch noch ein kleiner Kindskopf, sie müssen auf keine Mission,
heute Abend bin ich mal in einer Mission unterwegs.“ Jetzt
begriff auch Lazarus: „Oh du meinst das du, Enjara und Iskander?...hm...darf
ich zusehen?“ Als er den letzten Satz sagte lachte sie laut und
herzlich los. Und er sah sie fragend an: “Hab ich etwas falsches
gesagt?“ Vom herzhaften Lachen Aurians angezogen kamen nun auch
Myrion und Leon herbei und sahen die beiden dort sitzen und
Aurian herzhaft lachen, während Lazarus recht fragend aussah.
Lachend erklärte sie nun den beiden was vorgefallen war und was
sie zu tun gedachte und dann Lazarus Frage darauf, ob er zusehen
dürfe. Als die beiden das hörten lachten sie ebenfalls laut
darüber und von Myrion kam trocken: „Also etwas muss er von uns
haben. Denn die Frage hätte von Leon und mir sein können.“
Lazarus begriff recht schnell und so lachte er mit. „Na ist doch
wahr, wenn ich schon nicht mitmachen darf, könnte ich ja
wenigstens zusehen, ich muss eh noch viel lernen, so was nennt
man dann wohl Anschauungsunterricht, obwohl mir praktischer
lieber wäre.“ Dabei sah er schelmisch von einem zum anderen.
Myrion lachte leise und schüttelte den Kopf. „Also Junge
Anschauungsunterricht wirst du wohl nicht bekommen, nicht in
diesem Fall. Wenn du etwas möchtest dann besuche doch einen von
Aurians Tempel, vielleicht findest du dort eine Priesterin die
ein wenig Spaß haben möchte. Leon lässt sich auch regelmäßig mal
in dem einen oder anderen Tempel sehen und die Priesterinnen
dort sind nicht besonders prüde oder zurück haltend.“ Dabei
setzte sich Myrion zu ihnen und auch Leon zog sich einen Stuhl
heran. Lazarus sah zu Leon: „Oh..du suchst dir ab und zu auch
eine andere? Wieso? Gibt sie dir nicht genug?“ Leon sah sich nun
in Erklärungsnot: „Doch natürlich gibt sie mir genug, es gibt
keine bessere als Aurian, doch ich bin wie sie. Ab und zu
brauche ich mal ein bisschen Abwechslung. Und das hat nichts
damit zu tun das sie mir nicht genug geben würde.“ Lazarus
nickte, er verstand. Myrion sah Lazarus an: „Doch lass nie
verlauten wer die beiden Löwen sind, in den Tempeln wirst du
immer ein Abbild von Aurian sehen flankiert von zwei Löwen
hinter denen Leon und ich stehen. Man nimmt allgemein an, das
die Löwen und wir jeweils getrennt sind. Das es zum einen die
Löwen gibt und zum anderen Leon und mich. Und so soll es auch
bleiben.“ Abermals nickte Lazarus: „Gut weiß ich Bescheid. Doch
ihr müsst keine Sorge haben ich werde nicht mehr sagen als nötig
ist.“ Dann sah Lazarus Myrion an: „Und du, wie ist es mit dir
hast du auch ab und zu mal eine andere?“ Myrion schüttelte den
Kopf: „Nein ich habe meine Hörner in meiner Jugend genug
abgestoßen und brauche keine andere. Ich will wirklich nur eine
Frau, da geht es mir wie meinem Vater. Obwohl, wenn er nicht mal
einen Fehltritt begangen hätte wäre ich jetzt nicht hier.“
Aurian sah Myrion liebevoll und zärtlich an, und Lazarus sah
diesen Blick und lächelte, er wusste das sie vernarrt in ihn
war. „Schatz, wenn du auch mal was neben her haben möchtest und
eine Abwechslung brauchst, so tue dir keinen Zwang an. Es ist
schon in Ordnung.“ Doch Myrion schüttelte den Kopf: „Danke
Kätzchen doch das brauche ich nicht, du gibst mir alles was ich
will und brauche.“ Lazarus erhob sich: „Nun wenn keiner was
anderes will ich schon, ich nehme mir euren Rat zu Herzen und
werde mal einen der Tempel besuchen.“ Leon erhob sich ebenfalls
: „Weißt du was Junge, ich komme mit, mal sehen welche Süßen wir
für heute Nacht bekommen können. Bei mir kribbelt es auch ganz
schön in den Lenden.“ Kurz darauf waren die beiden verschwunden
und Aurian sah Myrion an: “Nun ich habe noch einige Stunden
Zeit, ich könnte derweil deine Süße sein, was denkst du?“ Das
Angebot nahm er nur all zu gerne an. Doch als er sie an die Hand
nahm verschwand sie mit ihm und tauchte auf irgendeiner Welt, an
einem Bergsee der recht romantisch lag wieder auf. Er sah sich
um und sie lächelte: „Hier haben wir eine ganze weile Zeit und
es vergehen bei uns doch nur wenige Stunden, also das ist der
beste Platz für uns.“ Myrion lachte: „Nun du scheinst mit einem
Mal nicht genug zu haben, das du gleich Stunden einkalkulierst.“
Aurian zwinkerte ihm zu und begann sich bereits aus zu ziehen
und ehe Myrion begriff was los war, war sie schon im See und
spritzte ihn nass. Er lachte leise und sah er zu das er auch
schnell aus der Kleidung kam und rannte ihr nach. Die beiden
hatten dann einen recht aufregenden und vergnüglichen
Nachmittag. Für Myrion hatte sie immer Zeit und er wusste das er
bei ihr grundsätzlich an erster Stelle stand. Aurian liebte ihn
sehr und so wollte sie auch nicht das er in irgendeiner Weise zu
kurz kam. Nach einem ausgiebigen Liebesspiel lagen sie dann
nackt in der Sonne und genossen ihr Beisammensein. Myrion
kitzelte sie mit einem Grashalm. „Du bist ganz schön schlau,
während wir hier einen ganzen Tag haben vergeht auf der Insel
der Götter mal gerade eine Stunde, so könnten wir uns hier
eigentlich eine kleine Hütte bauen was meinst du? In die wir uns
zurück ziehen könnten, wenn wir mal wieder mehr oder mal nur für
uns sein wollen.“ Sie kicherte und nickte: „Daran habe ich auch
schon gedacht. Vor allem da dieser Ort hier so in den Bergen
eingekeilt ist das ihn kein Sterblicher betreten kann. So kann
man hier ungeniert nackt herum laufen. Und ich liebe es nackt
herum zu laufen.“ Myrion nickte: „Ich auch Kätzchen, so haben
wir ein kleines Paradies nur für uns beide oder uns drei. Leon
sollten wir nicht ausschließen.“ Aurian nickte, ihr gefiel die
Idee. Und so ließen beide mal ihr göttlichen Kräfte walten und
es entstand dort eine kleine weiße Hütte mit nur einem Zimmer in
dem ein großes Bett stand und auch eine kleine Sitzecke
vorhanden war. Dazu sorgte Aurian dafür das in den See ein
sanfter Wasserfall der aus den Bergen kam fiel. Dann entstand
noch ein kleiner weißer Pavillon direkt im See, der in der Nähe
des Wasserfalls lag, mit einer Terrasse auf der sie liegen
konnten und sie mit dem Wasser das auf dem See aufkam nass
spritzte. Und auf der Terrasse erschien eine Sonnenliege auf der
mehr als zwei Personen Platz hatten, als auch einige einzelne
Liegen. Im Pavillon stand eine Sitzgruppe in der man sitzen und
was trinken oder essen konnte. Sie hatten sich ein kleines
Urlaubsparadies geschaffen. Als Aurian ihr gemeinsames Werk
betrachtete stand Myrion hinter ihr, hatte die Arme um sie
gelegt und sie an sich gezogen. Dann flüsterte er ihr leise zu:
„Ich bin schon wieder scharf auf dich.“
Kapitel 24: Eine Welt in Not

Als sie zurück kamen auf ihre
Welt war dort mal gerade eine Stunde vergangen, auch Leon und
Lazarus saßen bereits wieder auf dem kleinen Plateau. Während
Leon recht zufrieden aussah, schmollte Lazarus und als Leon den
fragenden Blick sah den Myrion und Aurian Lazarus zu warfen,
lachte er leise. „Nun unser Jungspund ist verwöhnt worden, von
einer gewissen Frau, so das er mit den sterblichen Frauen so
seine Probleme hatte. Nicht das auch nur eine dabei gewesen
wäre, die sich nicht fast schon an seinen Hals geworfen hätte.
Das war so schlimm das ich schon dachte ich gehe leer aus. Doch
waren ihm selbst drei nicht genug. Und als er zur vierten
überging verließ ihn die Lust. Er brummelte :das wäre nichts
halbes und nichts ganzes. Die meisten Sterblichen wollten nach
dem ersten mal nicht mehr. Und nun schmollt er.“ Diese kleine
Erzählung Leons brachte ihm auch gleich einen giftigen Blick von
Lazarus ein, der wirklich sehr unzufrieden aussah, während nun
auch Aurian und Myrion lachten. „Ja Junge damit wirst du dich
wohl abfinden müssen, sie sind eben anders,“ :lachte Myrion
leise. Doch Lazarus brummelte noch mehr: „Anders ist ja in
Ordnung, doch wisst ihr wie es ist, wenn man gerade richtig in
Fahrt gekommen ist und die Kleine auf einmal sagt: „bitte nicht
mehr.“ Das ist doch........na ja.Ihr wisst schon, frustrierend.
Und als es bei allen so war, wollte ich einfach nicht mehr.“
Leon lachte leise: „Nun mein Junge dann solltest du zusehen das
du auf deine Kosten kommst, bevor sie sagt das sie nicht mehr
will. So halte ich es und habe somit auch keine Probleme damit.“
Während man zusammen saß und sich auf Lazarus Kosten lustig
machte. Wobei er es irgendwann auch begann komisch zu finden und
mit lachte, kam Iskander angerannt, er schien sehr aufgeregt zu
sein. Sie sahen ihm entgegen und er schrie schon: „Er ist frei,
er ist frei.“ Ganz außer Atem kam er bei ihnen an und Myrion
fragte grinsend : „Wer ist frei? Ich wusste gar nicht das wir
Gefangene haben.“ Doch Aurian sprang schon auf: „Doch einen
Gefangenen haben wir und ich gehe mal davon aus, genau den meint
er.“ Lazarus nickte heftig: „Genau, ich sehe jeden Tag nach ob
er noch da ist, ich weiß wäre nicht meine Aufgabe, dennoch tue
ich es und heute sah ich gerade noch wie seine finsteren
Überreste im Boden verschwanden. Irgendwie hat er sich befreit.“
Aurian nickte und schon gab sie ihre Anweisungen. „Ich werde mal
schauen wohin er verschwunden ist. Macht euch für einen Kampf
bereit. Hier müssen wir schnell handeln.“ Doch mit dem schnell
handeln war leichter gesagt als getan. Als erstes schaute Aurian
nach auf welche Welt er verschwunden war und als sie ihn endlich
gefunden hatte, war das Unglück bereits geschehen, er hatte sich
schon den Körper seines Sohnes bemächtigt und diesen in einen
Dämonenkörper gesteckt und in den Kerker werfen lassen. Aurian
dachte nur bei sich, der Kerl ist aber verdammt schnell. Dann
sorgte sie dafür das die gesamte Welt mit einem Schild umgeben
war und lies nur ein kleines Schlupfloch, durch das höchstens
ein Kind kommen würde. Und genau die rief sie jetzt. Die Kinder
des Lichts und der Finsternis bekamen den Auftrag ein Auge auf
ihn zu haben. Dann begab sich Aurian zu der Nische in der das
einstige Schwert des Schicksals lag. Sie war mächtiger als
Jasmin und so war es ihr inzwischen auch möglich die Nische zu
öffnen. Als sie nun die Kiste ansah, nickte sie. Das Schwert das
darin lag war leer, das wusste sie auch so, dafür musste sie die
Kiste nicht erst öffnen. Der Finstere hatte es geschafft sein
Gefängnis zu verlassen. Kurze Zeit später bekam sie die
Botschaft das er eine junge Halbgöttin überfallen und mehrfach
vergewaltigt hatte. Sie gab den Kindern den Auftrag die junge
Frau zu beschützen und für sie zu tun was sie tun konnten. Es
stellte sich heraus, das diese Tat nicht ohne Folgen geblieben
war und Aurian gab die Anweisung das Kind auf die Welt kommen zu
lassen. Sie spürte das dieses Kind die Rettung für die Welt
bedeuten würde also musste es leben, egal um welchen Preis.
Wenige Tage später saß Aurian
wieder auf dem Plateau und arbeitete einige Prüfungen aus.
Allerdings hatte sie ein Problem, weder sie selber noch einer
der Götter noch die Inkarnationen konnten die betroffene Welt
betreten, dank des Schildes. Doch der musste bestehen bleiben,
sie hatte keine Lust eine zweite Welt ins Unglück rennen zu
sehen, eine reichte vollkommen und so musste der Finstere unter
allen Umständen dort fest gehalten werden. Sie raufte sich
gerade wieder mal die Haare, natürlich im übertragenen Sinne als
tatsächlich, als Myrion und Lazarus hinter sie traten. Sie
zerbrach sich den Kopf, was sie tun könnte. „Kätzchen was ist
los? Klappt etwas nicht so wie du willst?“ Die beiden setzten
sich zu ihr und sahen sie an. Aurian sah zu ihnen: „Ach es ist
zum verrückt werden, die Prüfungen habe ich fast fertig, doch
wie kriege ich sie auf diese Welt? Entweder bin ich zur Zeit mit
Blindheit geschlagen oder es gibt wirklich keine Lösung. Mal
abgesehen davon das ich immer noch keinen neuen Wächter für
diesen Mistkerl habe. Am liebsten würde ich selber gegen ihn
antreten und ihn endgültig ins Nirwana schicken, doch ich denke
dann kriege ich Ärger mit dem Schicksal, das hat mir genau
gesagt wie das Leben des Kindes verlaufen wird, laut ihres
Lebensfadens. Und da steht nichts davon drin, das ich komme und
den Kerl vernichte, sondern das sie drei Prüfungen bestehen wird
und der gleichen mehr. Also klebt es wieder mal an mir das es
auch so kommen muss. Nur wie zum Teufel kriege ich die Prüfungen
durch den Schild auf diese Welt.“ Myrion sah sie an und grinste:
„Kätzchen es gibt etwas das auf allen Welten besteht,
beziehungsweise bestehen muss, und du weißt auch was das ist.
Dort findest du eventuell deinen Helden ebenso wie die
Möglichkeit die Prüfungen dort hinzu kriegen, als Boten dafür
könntest du doch wie bisher auch die Kinder benutzen, sie sind
eh ganz wild darauf zu helfen.“ Als Leon sich ihnen näherte
hörte er noch was Myrion sagte und meinte : „Wenn du einen
Helden brauchst, wie müsste er beschaffen sein? Vielleicht
können wir dir helfen, in der Stadt tummeln sich einige Helden
die auf ein neues Abenteuer warten.“ Aurian nickte, sah Myrion
an: „Du hast recht es gibt einen Ort der auf allen Welten
gegenwärtig ist, die Gruft der Helden. Wenn ich den Kindern
einen Zauber mit gebe könnten sie es so einrichten das sich ein
Tor öffnet durch das die Retterin eintreten kann um ihre
Prüfungen ab zu legen.“ dann an Leon gewand: „Ich bräuchte einen
zweiten Eric um genau zu sein. Groß, mutig, kraftvoll, am besten
noch ein wenig hinterlistig und skrupellos. Er müsste später den
Finsteren im Schwert nieder ringen. Also wenn du so einen
Prachtkerl hast, nur her damit.“ Nun lachte Lazarus:
„Entschuldige Aurian, aber das klang gerade als suchtest du
einen Helden für dein Bett, also da wüsste ich schon jemanden,“
:dabei strich er sich demonstrativ seine Haare aus dem Gesicht
und sah sie verschmitzt an. Was ihm einen leichten Schlag von
Myrion auf seinen Hinterkopf einbrachte. Leon hingegen nickte:
„Ich glaube ich hätte da genau den richtigen. Er war einst König
und dürfte Eric in etwa das Wasser reichen können. Sein Name ist
Alrik, doch leider hat er auch einen kleinen Mangel. Das heißt
er bezieht seine Kraft aus der Liebe einer Frau, sprich, er
braucht auch eine Frau für sein Bett, das würde ihn fast
unbesiegbar machen. Wäre deine Retterin bereit mit ihm ins Bett
zu steigen? Dann hast du deinen neuen Wächter und ansonsten
wüsste ich keinen der es mit Eric in etwa aufnehmen könnte.“
Aurian nickte: „Dann muss sie eben, ich werde es in die
Prüfungen mit aufnehmen. Aber noch haben wir ja Zeit sie ist ja
noch nicht mal geboren. Und bevor ihr jetzt etwas sagt, ich weiß
das diese Welt stirbt doch ich kann es nicht ändern. Es gibt nur
zwei Möglichkeiten, entweder wir warten oder ich vernichte ihn
persönlich, wobei ich da aber wahrscheinlich Streit mit dem
Schicksal bekomme. Denn es liegt in ihrem Machtbereich und auch
ich darf mich nur bedingt in die Schicksale einmischen.“ Die
drei Männer nickten und Myrion sah sie an: „Nun dann warten wir
eben, wie lange wird es dauern?“ Aurian dachte kurz nach: “Hm...circa
anderthalb Jahre bei uns, dann dürfte das Mädchen etwa so um die
dreißig sein, plus minus einiger Jahre. Die Kinder werden sie
beschützen damit ihr nichts geschieht und sie nicht entdeckt
wird. Unterdessen werde ich mir mal den Helden ansehen und du
kannst ein neues Schwert für ihn schmieden.“ gen Myrion
gerichtet. Dieser nickte kurz: „In Ordnung.“
In den nächsten Tagen beobachtete
Aurian immer mal die Welt und vor allem, den Finsteren als auch
die Mutter der Retterin. Aurian war unruhig, das dauerte ihr
alles viel zu lange. So suchte sie Väterchen Zeit auf: „Kann man
denn nichts tun? Verdammt ich kann hier nicht untätig herum
sitzen und nur darauf warten das dieses Kind endlich geboren und
erwachsen wird.“ dabei lief sie auf und ab. Väterchen Zeit
schmunzelte. „Liebste Aurian, es braucht in der Regel alles
seine Zeit, doch ich kann etwas tun, lass mich einen Blick auf
die Welt werfen und ich werde die Zeit für diese Welt schneller
vergehen lassen. Nur muss ich sie dafür sehen. Doch du hast sie
verborgen damit sie keiner sehen kann außer dir. Und keine
Sorge, die Menschen dort werden nichts davon merken. Um wie
viele Jahre soll ich die Zeit weiter drehen?“ Aurian dachte nach
während sie ihre Kugel herbei rief. Hm.......sagen wir etwa
achtundzwanzig Jahre? Das dürfte dann ungefähr mit den
Ereignissen zusammen fallen die die Schicksalsdame in ihrem
Lebensfaden gesehen hat.“ Väterchen Zeit nickte, dann sah er in
die Kugel, in der ihm Aurian nun die Welt zeigte. Als er sah was
dort vor sich ging wurde er blass und sah Aurian an. Es wunderte
ihn nun nicht mehr das die Herrin so unruhig war. „Sag, bist du
sicher das dort nach dieser Zeit überhaupt noch jemand lebt? Das
ist ja furchtbar was dort geschieht.“ Aurian nickte: „Ich weiß
deswegen macht es mich ja fast krank nichts tun zu können. Ich
habe immer einen großen Hals und sage, nichts ist mir unmöglich,
doch macht es mich wahnsinnig hier nicht eingreifen zu dürfen.“
Nun verstand Väterchen Zeit sie auch und nickte abermals: „Also
gut, los geht’s.“ und nun drehte er seine große Sanduhr
schneller und schneller weiter und Aurian sah wie die Zeit auf
dem Planeten verging, wie die Welt sich immer schneller zu
drehen begann. Aufmerksam beobachtete sie dennoch weiter. Sie
verlor das Kind das nun geboren wurde und aufwuchs nicht aus den
Augen. Dann begann sich die Welt langsamer zu drehen und sie sah
wie die Mutter starb und ihre Tochter zurück lassen musste.
Allerdings hatte sie auch gesehen das sich immer eines der
Kinder des Lichts in ihrer Nähe aufhielten, die ab und zu
abgelöst wurden von den Kindern der Finsternis. Sie sah das sie
sich dem Schicksalstag näherten und sah Väterchen Zeit an: „Das
reicht, jetzt sind es nur noch wenige Tage. Und ich muss einiges
arrangieren.“ Der nickte und hielt seine Sanduhr an. Aurian sah
ihn dankbar an und beugte sich vor und küsste ihn zum Dank. DAS
gefiel ihm nun sehr gut und er grinste leicht. „Also wenn das
die Belohnung ist, dann tue ich dir immer wieder gerne einen
Gefallen.“ Aurian zwinkerte ihm lächelnd zu und küsste ihn noch
mal, aber bevor er etwas sagen konnte war sie verschwunden. Doch
strahlte er nun über sein ganzes faltiges Gesicht. Myrion hatte
unterdessen das Schwert geschmiedet und legte es vor Aurian hin
als sie zurück kam. Sie betrachtete es und nickte: „Da hast du
wieder ein erstklassiges Schwert geschmiedet. Das ist dem
zukünftigen Wächter würdig.“ Myrion sah sie an: „Du steckst viel
Vertrauen in den Kerl, ist er denn wirklich so gut?“ Aurian
nickte: „Ja ich habe seine Vergangenheit gesehen, seine
ruhmreichen Taten als auch seine weniger ruhmreichen. Er ist
kein Engel, nun weiß ich auch wieso er in der dunklen Hälfte der
Stadt lebt, er ist skrupellos und durchtrieben. Er kennt keine
Erbarmen seinen Feinden gegenüber und hat einige zum Tode
verurteilt oder sogar ab und zu das Urteil selber vollstreckt.
Doch seinen Freunden und seinem Volk gegenüber war er aufrichtig
und gut. Er hat nie gelogen oder sie betrogen. Er hat etliche
Kinder gezeugt und für jedes einzelne gesorgt, obwohl er die
Mütter nie geheiratet hatte.“ Nun grinste Aurian: „Du
bezeichnest dich schon als Lüstling? Der Kerl war noch viel
schlimmer. Er jagte jedem Rock nach.“ Myrion zog Aurian an sich:
„Ich würde auch gerne mal wieder Lüstling spielen, seit dieser
Nachricht war bei uns auch nicht mehr viel los, diesbezüglich.“
Sie legte ihm ihre Arme um den Hals und drückte sich an ihn,
während ihre Finger seinen Nacken kraulten: „Das wird sich bald
wieder ändern, ich war bei Väterchen Zeit, er hat für mich die
Zeit auf dieser Welt weiter gedreht, so müssen wir nicht mehr
tatenlos zusehen. Und können langsam etwas tun. Die Kinder haben
die Gruft der Helden entsprechend geändert, meine Prüfungen
wurden aufgestellt. Und ich habe sogar von Andra zwei Helden
bekommen, zwei Brüder die den beiden helfen werden, sofern sie
alles richtig macht.“ Myrion nickte und küsste Aurian immer mal
kurz, zwischen durch fragte er sie: „Was ist wenn sie irgendwo
versagt oder etwas falsch macht oder gar die letzte Prüfung
nicht macht. Du weißt was ich meine. Sie würde deinen Helden
damit schwächen wenn sie sich ihm verweigert.“ Aurian nickte:
„Keine Sorge ich schätze sie so ein, das sie tun wird was getan
werden muss. Also da mache ich mir keine Sorgen. Und sollte sie
bei einer der anderen Prüfungen versagen auch kein Problem,
dafür gibt es Plan B. Zudem die ersten beiden Prüfungen nur dazu
da sind um ihr ein wenig Wissen zu geben, sie soll sich daran
gewöhnen das man ihr einiges abverlangen wird.“
Myrion nickte und küsste sie nun
richtig. Er dachte sich das er sie heute nicht mehr aus seinen
Armen lassen würde, er hatte was anderes vor. Und würde das auch
ausgiebig genießen. Die nächsten Tage würden wahrscheinlich
sowieso wieder stressig werden, also gedachte er jetzt die
Gelegenheit beim Schopf zu packen. Ein wenig später lag er auch
schon mir ihr im Bett und zeigte ihr was für ein Lüstling er
sein konnte.

Kapitel 25: Zwei Götter und ein
Wächter

Als es endlich soweit war, saßen
alle Götter und Inkarnationen im Besprechungsraum. Aurian hatte
eine Art Fenster geöffnet damit alle Anwesenden sehen konnten
was nun geschehen würde. Die Zeit war gekommen. Man beobachtete
nun wie das Kind des Lichts sich auf das Bett der Retterin
setzte und verfolgten ihre erste Unterhaltung. Diese Welt war
gänzlich zerstört. Aurian hatte schon vor Tagen, auf ihrer Welt
zeitlich gesehen, auf der zerstörten Welt schon vor Wochen je
nachdem wie weit die überlebenden Menschen vom Treffpunkt
entfernt waren, einen Impuls los geschickt, der die Menschen
dazu brachte sich auf die Wanderschaft zu begeben. Damit sie
alle in etwa zur fast gleichen Zeit dort ankommen würden. Es war
einfacher diese Welt von einem Punkt an wieder auf zu bauen, als
an etlichen Stellen Baustellen zu haben. Als sie sah das die
Menschen sich auf den Weg gemacht hatten, kümmerte sie sich
wieder um die Retterin, nun kannte sie auch deren Namen, Amanda.
Sie wusste nicht wie der Finstere es angestellt hatte, doch aus
Wut darüber das er wieder mal ein Kind gezeugt hatte und um zu
verhindern das es wieder geschah, hatte er einen Fluch über
diese Welt geschickt. Es wurden keine Kinder mehr geboren. Iona,
die Mutter Natur hatte getobt als sie es erfuhr, er hatte sich
in ihre Belange gemischt. Das war etwas das sie absolut nicht
vertragen konnte. Doch im Moment konnte keiner von ihnen etwas
tun. Nur abwarten und zu schauen. So sahen sie wie Amanda dem
Kind folgte und es die Retterin zur ersten Prüfung brachte. Als
diese die erste Prüfung bestanden hatte und sich zum schlafen
niederlegte, schickte ihr Aurian einen Traum. In diesem sah sie
was ihrer Mutter geschehen war und woher sie das Zeichen in
ihrer Hand hatte. Für die Götter nur einen kurzen Moment später
sahen sie wie Amanda zur nächsten Prüfung geschickt wurde. Als
sie sahen welche Verrenkungen sie machte um an alles zu kommen
was man ihr angeboten hatte, nickten einige Götter und Myrion
sah Aurian an: „Sie ist zumindest nicht dumm, sie weiß sich zu
helfen. Das ist schon mal viel. Sie kennt keine Angst und du
hast recht sie tut was getan werden muss. Nur hat sie sich
bisher noch mit keinem Kerl eingelassen, ob sie nun wirklich
dazu bereit ist, ist fraglich.“ Aurian sah ihn an: „Sie wird
auch hier tun was getan werden muss, da bin ich mir sicher. Und
es gibt weit aus schlimmeres als sich mit einem Kerl ein zu
lassen.“ Myrion grinste: „Ja für dich. Das gilt aber nicht für
alle Frauen.“ Damit deutete er unbemerkt zu Enjara hin. Aurian
nickte: „Und doch hat sie es auch getan.“ Dann beobachtete man
weiter und sah nun wie Amanda in den Saal trat, in der die
Statuen der Helden und ihre Särge standen. Myrion sah den Held
nun zum ersten mal und er pfiff leise durch seine Zähne: „Na
aber hallo das ist ja wirklich ein Prachtkerl. Das ist ja ein
Riese.“ Leon lachte leise: „Er ist gut zwei Meter zehn groß,
breitschultrig, er hat einen Rücken auf dem könnten wir Holz
zerschlagen und er würde sich wohl nur kurz schütteln. Er hat
Kraft wie zwei Männer und auch entsprechend Muskeln. Auch wenn
diese zur Zeit wohl ein wenig eingerostet sein werden. Er hat
gut hundert Jahre in diesem Sarg verbracht, also sein Körper
zumindest, seine Seele wanderte ja durch unsere Stadt.“ Dann
besah sich Myrion die Statuen der anderen beiden. „Nun diese
beiden kenne ich, ich sah sie mal in der hellen Seite der Stadt,
der eine ist ein wahrer Spaßvogel.“ Nun nickte Andra. „Ja, doch
diese beiden Brüder sind zusammen ebenso eine Naturgewalt wie
Alrik alleine. Der eine ein wahrer Meisterschütze mit dem Bogen,
der andere ein Schwerttänzer, er ist schneller mit seinen beiden
Schwertern, als irgend wen den ich sonst irgendwann sah. Und
zusammen sind die beiden unschlagbar. Beide sind etwa ein Meter
neunzig groß, gut durch trainiert, wobei wahrscheinlich auch
ihre Muskeln ein wenig eingerostet sein dürften. Sie sind nun
circa achtzig Jahre bei uns.“
Aurian und Myrion nickten und
sahen dann was weiter geschah. Sie hatten mitbekommen wie das
Kind Amanda erklärte was Alrik fordern würde und diese
anfänglich zurück zuckte doch dann nickte. Und als die junge
Frau an die Kiste trat in der das alte Schwert des Schicksals
lag und die Kette mit ihrem Siegel in der Hand berührte sorgte
Aurian dafür das die Kette zersprang. Anschließend sahen sie wie
Amanda zu dem Sarg des Riesen ging und nun ihre Anrufung machte.
Mit einen kleinen Bewegung ihrer Hand lies Aurian nun den
Schläfer erwachen. Seine Seele war wieder in seinen Körper
zurück gekehrt. Nach einer kurzen Unterhaltung bat Alrik darum
zu erfahren warum man ihn gerufen hatte. Nun konnte man hören
wie Amanda ihm alles erzählte und sah wie er immer mal nickte.
Myrion entgingen die anzüglichen Blicke die der Hüne in Richtung
Amanda sandte nicht. Und als es endlich soweit war das Amanda
die Bedingung des Riesen erfüllen musste, griff dieser zu einem
kleinen Trick. Als er sich auf das Bett legte in dem Amanda
bereits lag und so tat als schliefe sie, machte er sich
absichtlich noch schwerer, so das sie glatt in seine Richtung
und in seine Arme rutschte, weil seine Seite des Bettes nun
tiefer gesunken war als ihre. Nun konnte Myrion sehen das Aurian
auch hier recht hatte, wenn auch anfänglich recht verkrampft, so
erfüllte Amanda die Bedingung des Riesen dennoch. Sie gab sich
ihm hin.
Am nächsten Tag wurden auch die
beiden anderen erweckt und man schloss ein Bündnis. Die nächsten
Tage trainierten alle vier hart. Amanda begann ihre göttlichen
als auch dämonischen Fähigkeiten zu erkunden und zu benutzen,
während die drei Männer ihren Körper wieder auf Vordermann
brachten. Aurian erklärte den Anwesenden das Amanda das einzige
Wesen im Universum war das auch dämonische Fähigkeiten besaß, da
ihr Erzeuger inzwischen selber zum Dämonen geworden war. Sie
erklärte ihnen, da es diesen recht Unverständlich war, weil der
eigentliche Erzeuger ja der Sohn des Finsteren wäre, das es in
diesem Punkt egal sei. „Sicher körperlich war es sein Sohn, doch
der Geist ist oft stärker als der Körper und in diesem Fall habe
ich es so eingerichtet, das wenn ihre Mutter schon ein Kind von
diesem Mistkerl bekommen muss, das es alle Fähigkeiten in sich
vereint die der Finstere zu vergeben hatte, und das waren seine
göttlichen als auch seine dämonischen Kräfte. Sie ist eine
Waffe, nicht mehr und nicht weniger. Und sie wird seine
Fähigkeiten gegen ihn benutzen, wartet es nur ab. Das ist
ähnlich wie bei mir und Lazarus, obwohl ich körperlich seine
Mutter bin, bin ich es nicht im Geiste.“ Die anderen nickten und
verstanden so langsam. Dann beobachtete man weiter. Es war
inzwischen an der Zeit das sie die Katakomben verlassen würden
und als sie daraus hervor traten waren bereits die ersten
Flüchtlinge bei ihnen angekommen und warteten auf sie. Doch man
sah das es Alrik sofort klar war, das man diese offene Fläche
kaum gegen die Dämonen verteidigen konnte, also bat er Amanda in
dem Geschenk der Götter, das aus einer Seherkugel bestand, nach
zu sehen, wohin man sich begeben könnte und als sie tat was er
sagte, sahen sie ein kleines Tal, eingebettet in einigen Bergen
das leicht zu verteidigen war. Man machte sich sofort auf den
Weg und die ersten Flüchtlinge folgten ihnen. Nach zwei Tagen
waren sie dort angekommen und fanden dort weitere Flüchtlinge
vor. Und der Strom brach nicht ab. Den Impuls den Aurian los
geschickt hatte, hatte keinen übersehen. Natürlich blieben auch
hier und da welche auf der Strecke, in dem sie eventuell
verhungerten oder ähnliches, doch die stärksten kamen durch.
Amanda hatte inzwischen auch die Fähigkeit des Erschaffens
erlernt und konnte so dafür sorgen das es Hütten gab und auch
Nahrungsmittel oder was sonst benötigt wurde. Nun sah man wie
die vier zusammen arbeiteten, während Doron der Bogenschütze und
Ilja der Schwerttänzer die Flüchtlinge unterrichteten, sorgte
Alrik für die Sicherheit des Tales. Und Amanda sorgte mit ihren
Fähigkeiten dafür, das es keinem an was mangelte und erschuf
innerhalb weniger Tage sogar eine gigantische Lichtquelle, die
endlich wieder Licht in diese Welt brachte, wenn auch erst mal
nur in dieses Tal. Doch durch das Licht waren die Dämonen
gezwungen außerhalb des Lichts und somit außerhalb des Tales zu
bleiben. Aurian sah stolz auf die junge Frau, als wäre es ihre
Tochter die das alles gemacht hatte. Dann bekamen sie mit wie
Alrik ein kleines Lied sang und Iona die Mutter Natur sprang
auf: „Das Lied hatte ich schon ganz vergessen. Das haben Jasmin
und ich gesungen, als wir Alriks Welt wieder herstellten. Es ist
das Lied des Lichts.“ Und als sie sahen das nun Alrik Amanda das
Lied bei brachte, bat Iona Aurian sie an die Hände zu fassen und
ihr die Kraft zu geben durch den Schild zu dringen. „Es ist ein
machtvolles Lied und wir könnten es unterstützen.“ So tat Aurian
was Iona verlangte und begann mit ihr das Lied zu singen und
unterstützten so Amandas Gesang. Beide sahen weiterhin durch das
Fenster und sahen nun das diesmal ebenso wie damals das gleiche
geschah, denn jeder der das Lied hörte nahm es auf und sang es
ebenso. Und das Licht breitete sich aus. Selbst bis zum Versteck
des Finsteren gelangte das Lied, denn im Kerker in dem der Sohn
des Finsteren saß, begann dieser das Lied nun ebenfalls zu
singen, was nun den Finsteren erboste so das dieser seinen Sohn
hinaus warf. Der schlich nun zum Tal und wurde dort von Amanda
und Alrik nach einem Test aufgenommen. Inzwischen hatten sich
Iona und Aurian wieder gesetzt und beobachteten weiter. Aurian
zeigte nun Amanda durch die Kugel, was sie tun konnte um ihrem
„Bruder“ seinen Körper wieder zu geben. Diese verstand auch
sofort was die Kugel ihr sagen wollte. Sie musste zwar Alrik
erst überreden doch dann gab dieser nach und Amanda gab ihrem
Bruder den Körper zurück in dem sie einfach die beiden Körper
von Vater und Sohn austauschte. Der Finstere der sich nun in
einem Dämonenkörper wieder fand fand das gar nicht lustig und
beschaffte sich kurz darauf einen menschlichen Körper. Doch als
Amanda in der Kugel sah das dieser nun begann, abermals
Experimente zu machen, lies sie das Heer des Lichts antreten und
so zog man singend in die Schlacht. Mit einer Illusion erstellt
von Amanda überwältigte man den Finsteren, Alrik tat wozu man
ihn gerufen hatte und kämpfte den Finsteren als er endlich
wieder im Schwert war nieder. Das Schwert hatte einen neuen
Wächter. Nun machte sich auch Aurian bereit, sie lies den
Schutzschild um diese Welt fallen und betrat kurz darauf mit
ihren beiden Männern diese Welt. Myrion trug die Kiste in der
das Schwert seit ewig langer Zeit geruht hatte und Leon das
Schwert das Myrion geschmiedet und Aurian inzwischen mit einigen
Zaubern des Lichts versehen hatte, auf den Armen. Kurz darauf
erschien das Heer des Lichts, inzwischen waren die drei schon
umringt von denen die zurück geblieben waren. Dann traten die
fünf Helden auf sie zu. Ilja, Doron und Alrik knieten vor der
Herrin des Lichts nieder, diese bat sie sich zu erheben. Sie
erklärte Alrik das er das Schwert nicht ewig herum tragen müsste
sondern es wieder in die Kiste legen könne und stattdessen das
Schwert des Lichts nehmen dürfe, wenn es sein Wunsch sei. Was
dieser dann auch tat. Aurian erfüllte allen einen Wunsch den sie
hatten, wobei Alrik scheinbar einen besonders heißen Wunsch
hatte, der vor allem Aurian betraf. Myrion und Leon schmunzelten
leicht. Ihnen war klar, als Alrik Aurian gesehen hatte und bei
seinem Vorleben, welchen Wunsch er wohl haben würde. Doch
stattdessen wünschte er sich das man diese Welt wieder
herstellen sollte. Als Amanda nun aber seinen eigentlichen
Wunsch offenbarte, trat Alrik vor sie hin und bat sie seine Frau
zu werden und offenbarte ihr seine Liebe. Und das er auf seinem
ursprünglichen Wunsch verzichten würde um sie nicht zu
verletzen. In kurzer Zeit war alles soweit geregelt, Iona kam
und zusammen mit Aurian sang sie das Lied der Wiederherstellung.
Amanda und Rian, so war der Name ihres Bruders, wurden in den
Stand von Göttern erhoben und bekamen die Aufgabe dieser Welt
als Götter vor zu stehen. Ilja und Doron würden bleiben und als
Regenten dafür sorgen das die Welt gut behütet wurde. Alrik
würde den beiden Geschwistern auf die Welt der Götter folgen um
das Schwert zu bewachen.
Als Aurian an diesem Tag wieder
zu Hause war, legte sie sich erst mal entspannt an ihren
Wasserfall. Sie war glücklich das es doch noch so gut
ausgegangen war. Sie hatte nun sogar noch zwei Götter mehr und
was Alrik anging. Sie hoffte das er sich gut in diese Welt im
tiefsten Universum wohl fühlen möge. Wenn er auch kein Gott war,
so war er doch nun einer der Unsterblichen. Und in wenigen Tagen
würden die drei auch her kommen. Jetzt musste sie nur noch für
eine Unterkunft sorgen. Obwohl Myrion schon meinte, da Iskander
und Enjara ja bei ihnen wohnen würden, könnte man den dreien
doch die Höhlenwohnung der Helden des Schicksals zuweisen, bis
sie eventuell etwas anderes wollten. Und für den Anfang würde
das wohl auch wirklich erst mal reichen. So bekam diese Wohnung
halt zwei Zimmer mehr, das auch Rian dort unter kommen konnte
und da Amanda den Wunsch geäußert hatte, das auch das Kind des
Lichts das sie eine Weile begleitet hatte, bei ihnen leben
sollte auch für das Kind ein Zimmer. Wobei Aurian schon das
Gefühl hatte, das diese Höhlenwohnung wohl in absehbarer Zeit
weitere Zimmer benötigen würde, denn Alrik schien ganz versessen
auf Kinder zu sein. Nun ihr sollte es recht sein, es wurden eh
weitere Götter gebraucht. Jetzt aber wollte sie erst mal ein
wenig Ruhe haben.

Wer die Geschichte von
Amanda genauer lesen möchte, sollte dann die "Dämonen der
Finsternis" lesen, dort ist sie detailierter erzählt.
LG
Lady


