Kapitel 38: Unerwartete Gäste


 

Abermals verging die Zeit und in dieser Zeit sprach Myrion mit Iskander. Er erzählte ihm was er von Aaron erfahren hatte. Iskander sah ihn ungläubig an, dann begann er über seine immer wieder kehrenden Träume zu erzählen. „Ich war es....bis heute wusste ich es nicht, doch in meinen Träumen wurde ich aus einem warmen Körper in einen anderen geworfen. Ich träumte ich sei eine lange Zeit eine Frau gewesen um dann irgendwann als Mann wieder geboren zu werden. Nun passt alles auch irgendwie zusammen, das war kein Traum...das heißt jetzt und heute schon, aber meine Träume zeigten mir meine wahre Vergangenheit. Dann heißt das ja das eigentlich Aaron mein Vater oder Erzeuger war und nicht der Mann den ich immer Vater nannte.“ Myrion nickte. „Wirst du mit diesem Wissen leben können? Denn so langsam wird mir klar warum Aurian die Zukunft und ihr Geheimnis vergessen wollte oder sogar musste. Sie hatte recht, hätte sie die zukünftigen Ereignisse gewusst, hätte sie sie entweder zwanghaft herbei geführt oder eventuell anders gehandelt. Doch nun weiß sie alles, ebenso wie du. Einst saßt du mal in Aurians Körper, bis sie dich daraus erlöste.“ Iskander nickte leicht. „Ja ich kann damit leben, denn sie tat mir einen großen Gefallen damit. Doch nun weiß ich wieso ich diese Alpträume habe und es waren Alpträume.“ Von diesem Tag an kehrten die Träume bei Iskander nicht mehr wieder. Doch sprach er nun lange mit Aaron, allerdings musste er bald einsehen, das Aaron nach wie vor die gleiche Einstellung hatte. Ihm war es egal das Iskander von ihm gezeugt worden war. Doch wandelte sich auch Aaron ein wenig, er ging nun liebevoller mit Iona um. Vor allem als er ihr erzählte das er vor langer Zeit mal mit Aurian was hatte. Doch Iona lächelte nur und meinte. „Junge, ich bin die Natur und meinst du ich hätte es nicht gewusst? Doch etwas wusste ich tatsächlich nicht, wie es um Aurian wirklich stand. Doch interessiert mich eins, wieso hast du dich nach dem sie Myrion kennen gelernt hatte, von ihr zurück gezogen und es nicht doch wieder mal bei ihr versucht?“ Aaron seufzte leise. „Ehrlich gesagt weiß ich das heute auch nicht mehr, aber ich denke sie hatte eine klare Linie gezogen, solange sie Myrion nicht kannte machte es ihr Spaß mit mir, doch danach musste Schluss sein, das hatte sie mir gleich nach den ersten malen gesagt. Und ich hielt mich daran. Ich gebe zu ich liebte sie und tue es immer noch, doch anders als dich, ich glaube bei ihr war es an sich in erster Linie das körperliche Begehren das mich zu ihr zog, doch hatte sie auch ein Wesen das mich zu verstehen schien. Und du weißt es ist nicht leicht mit mir, ich neige zur Gewalt und obwohl ich gelernt habe mich meistens zu beherrschen bricht sie dennoch immer mal durch. Du hast gelernt damit zu leben, obwohl du mich nicht verstehst, doch sie schien es zu verstehen. Und das war etwas anderes. Und da ich sie liebte, wollte ich ihren Wunsch respektieren.“ Iona nickte: „Dir ist schon klar das du dich wie ein Trottel verhalten hast, oder? Denn spätestens als klar war, das Myrion ihr ihre Eskapaden mit den anderen Kerlen verzieh und ebenso ihr Wesen akzeptierte, hättest du es versuchen können. Und ich wusste immer das du es auch mit anderen Frauen treibst. Und bevor du nun fragst, es ist ganz simpel, wir hocken hier Jahrhunderte wenn nicht sogar Jahrtausende zusammen, da ist es nur natürlich das ihr Kerle auch mal was anderes wollt. Zudem ich auch keine Ausnahme bin, wenn ich sehe das es nötig ist, gehe ich auch mit einem anderen ins Bett, das weißt du ebenso gut wie ich. Und in der letzten Zeit denke ich sogar daran, Myrion ab und zu mal zu besuchen. Ich weiß das er Aurian grundsätzlich treu war. Doch er ist ein Kerl und irgendwann muss es heraus. Wir können es uns einfach nicht leisten eifersüchtig zu sein.“ Aaron nickte, das verstand er und seine Eifersucht hatte er schon vor langer Zeit abgelegt, denn er wusste das Iona nur ihn liebte. Doch musste er ihr recht geben wenn sie sagte das er sich wie ein Trottel verhalten hatte. Versuchen hätte er es ja mal können, das schlimmste was hätte passieren können, wäre das Aurian ihn abgewiesen hätte und damit hätte er leben können. Obwohl er gerade darüber nach dachte ob er es deswegen nicht versucht hatte, eben aus der Angst heraus abgewiesen zu werden. Und Myrion war was die männliche Potenz anging, mal abgesehen vielleicht von Lazarus unschlagbar. Nun musste er grinsen, als er an den Tag dachte da selbst Myrion weit über seine Grenzen gegangen war. Auf der Insel der Götter blieb eben nichts verborgen, nicht mal was sich in den Schlafzimmern abspielte. So grinste er Iona nun frech an: „Dann solltest du dich aber warm anziehen, meine liebe.“ Iona knuffte ihn, sie war glücklich das Aaron wieder der alte war, es hatte ihr fast das Herz zerrissen ihn in Ketten zu sehen.

Suna hatte ganz andere Sorgen, sie begann die Ereignisse zusammen zu setzen und je mehr sie darüber nach dachte um so merkwürdiger kam es ihr vor. Und so kam der Tag der das Universum wirklich ins Chaos stürzen würde, wie Aurian es vorher gesagt hatte. Denn eines Morgens fühlte jeder Gott und jede Inkarnation, das etwas geschehen war. Also sie zum Ausgangspunkt liefen, standen dort drei Personen. Iona erkannte sofort um was es sich handelten. Die Geister der Ewigkeit waren zurück und dort standen ihre neuen Avatare. Sie begannen gleich Befehle zu erteilen, als wären sie die Herren der Insel. Und jeder der nicht spurte wurde von dem dunklen Avatar sofort in Ketten gelegt. Suna stellte sich vor alle anderen: „Schweigt ihr habt hier nichts zu befehlen. Das hier ist die Insel des Lichts, die Insel der Götter und niemand außer dem Licht hat hier irgendeine Befehlsgewalt.“ Damit löste sie gleich wieder die Ketten der gefangenen Götter. Langsam trat der dunkle Avatar näher und betrachtete Suna von oben bis unten. Eiskalt erklang seine Stimme. „Ach sieh mal an, eine jungfräuliche Göttin, dich hat wohl kein Kerl haben wollen was? Und wo ist denn das Licht? Na wo? Geflohen, als es spürte das die Herren zurück sind. Und unsere Herren sind die eigentlichen Herrscher des Universums, nicht euer lächerliches Licht. Und wenn ich mich dich genau ansehe, also mir könntest du schon gefallen, na meine Süsse wie wäre es denn mit uns....ach was frage ich, sei heute Nacht in meinem Schlafzimmer und ich zeige dir mal was du versäumt hast.“ Nun traten Myrion und Leon vor und stellten sich schützend vor Suna. Myrions Stimme schallte über die Insel und war ebenso eiskalt wie die des dunklen Avatars. „Wer hier feige ist, wird sich zeigen, waren es nicht deine Herren die gegangen waren als das Licht hier die Herrschaft übernahm. Und wage es nicht Suna an zu rühren, ich schneide dich dann in Scheiben, darauf kannst du Gift nehmen.“

Ein Machtkampf entbrannte den die Insel noch nie gesehen hatte. Die Männer der Insel griffen zu ihren Schwertern und begannen die Avatare zu bekämpfen. Der Kampf erschütterte das gesamte Universum. In einigen Welten gingen Vulkane hoch, in anderen überfluteten Meere die Gestade, Sonnen näherten sich der Explosion. Und Iona war nicht in der Lage dem allen Einhalt zu gebieten, selbst sie konnte nicht überall gleichzeitig sein. Es war zum verzweifeln, vor allem da die Avatare dank ihrer Herren über eine unbegrenzte Macht verfügten. Das Chaos breitete sich aus. Man verstand nicht wieso die Geister auf einmal den Verstand verloren zu haben schienen, denn selbst der gute Avatar griff ein und kämpfte mit. Das durfte nicht sein, hier wurden alle Gesetze des Universums auf den Kopf gestellt. Was war nur passiert? Die Götter zogen sich zurück, Noch hatte es keine Toten gegeben, doch wenn der Kampf weiter andauern würde, würden wohl einige ihr Leben verlieren. Während sich alle ins Besprechungszimmer das Aurian eingerichtet hatte zurück zogen und man versuchte der ganzen Sache auf den Grund zu gehen tobten die Avatare über die Insel.

Dann sahen sie, als sie durch das Fenster das zur Insel ging blickten, das sich nun auch die Geister sehen ließen, doch was war das? Die Urmutter sah alt und gebrechlich aus. Der gute und der dunkle Geist schienen immer mal mit einander zu verschmelzen als seien sie mal eins und dann wieder zwei. Die Avatare verschwanden und nun wandelten die Geister wieder über die Insel. Was war mit ihnen geschehen? Keiner konnte es sich erklären. Und zufällig sah Myrion zu Boden und sah dort Black sitzen, der immer mal leise murmelte: „Es hat begonnen.“ Myrion packte Black mit seiner Hand ins Nackenfell und hob ihn leicht daran hoch: „Verflucht, was hat begonnen? Wenn du etwas weißt dann raus mit der Sprache.“ Black jaulte leise auf. „Das Zeitalter des Chaos, ohne das Licht wird alles sterben, habt ihr es noch immer nicht begriffen? Ohne das Licht kann das Universum nicht existieren. Aurian wusste es, sie wusste es schon als man sie aus dem Körper der sterbenden Frau holte und sie sagte es auch Mystra und Andra. Aaron hat es euch doch erzählt. Das Universum ist nichts ohne das Licht.“ Myrion lies Black fluchend los: „Und wo ist das Licht, wo ist Aurian? Und was geschieht nun hier?“

Leise murmelte Black: „Eine neue Ära wird eingeläutet, erst kommt das Chaos und dann wird es irgendwann einmal eine neue Ordnung geben. Und wo das Licht ist, das weiß ich auch nicht. Es ist mit Aurian verbunden. Aurian und das Licht sind eins.“ Myrion brüllte laut auf. „Das wissen wir bereits sag uns etwas das wir noch nicht wissen. Ich werde den Teufel tun und alles vor die Hunde gehen lassen, wofür Jasmin und Aurian gekämpft und was sie geschaffen haben. Wir nehmen den Kampf gegen das Chaos auf.“ Er sah sich um und sah das alle anderen zustimmend nickten. Aaron sah zum Fenster hinaus: „Lieber sterbe ich als diesen dreien was auch immer sie noch sind, alles zu überlassen.“

Black schüttelte sachte den Kopf. „Ach ja? Und ihr werdet sterben, wenn ihr gegen diese drei antretet, sie mögen vielleicht nur noch ein Schatten ihrer selbst sein, doch haben sie immer noch mehr Macht als ihr euch vorstellen könnt. Die Urmutter alleine könnte das Universum aus den Angeln heben. Nur eine kann sich ihr entgegenstellen.“ Myrion raufte sich die Haare, doch dann trat jemand hervor den bis auf die Löwen und Aurian nie jemand erkannt hatten. Die böse Inkarnation ließ sich zum ersten mal in der Geschichte vor allen sehen. „Es gibt nur eine Lösung, wir müssen das Universum durchstreifen und das Licht und Aurian suchen, denn nur das Licht ist in der Lage alles wieder in Ordnung zu bringen. So ungerne ich es auch sage. Im direkten Kampf ziehen wir den kürzeren das hat man uns nun mehr als deutlich gesagt.“ Man debattierte noch eine weile doch kam immer nur zu dem Schluss das die böse Inkarnation recht hatte, sie mussten auf die Suche gehen. Und so verließen alle die Insel, nur Suna blieb mit Alrik als ihren Beschützer zurück. Doch würde sie lediglich alles beobachten und nicht eingreifen. Sie würde die anderen auf dem laufenden halten was hier geschah, während die anderen ihr über ihre Erfolge Mitteilung machen würden.

Jahrhunderte vergingen, während das Universum durch die drei Geister die scheinbar wahnsinnig geworden waren ins Chaos gestürzt wurde. Nichts war mehr wie zuvor, alles veränderte sich, die Dunkelheit breitete sich immer mehr aus. Und die Bewohner der Götterinsel suchten nach dem Licht.

Kapitel 39: Der Chaosgott


 

Aurian hatte gewusst was kommen würde, in dem Moment als man ihr sagte das die Sonne kurz vor der Explosion stand. Sie wusste auch, das würde sie mit Lazarus nicht gehen, sie in die kommenden Ereignisse eingreifen würde. Doch ebenso wusste sie das kommen musste was nun kam. Sie und Lazarus hielten sich verborgen, sie hatte da gewisse Möglichkeiten um damit sie nicht gefunden werden konnten. Noch war es nicht soweit. Mit Entsetzen mussten sie mit ansehen was auf der Welt der Götter statt fand und Lazarus beschwor sie einzugreifen. Er stand hinter ihr und hielt sie in seinen Armen. „Mutter, wir müssen etwas tun, du kannst doch nicht zulassen das die drei alles verwüsten was du und Jasmin erschaffen haben.“ Sie wendete ihm den Kopf zu und sah zu ihm auf: „Doch genau das müssen wir. Das Universum ist kein Kinderspielplatz wo es immer nur gut zu geht. Es muss Chaos geben, nur dann wird man sich wieder bewusst, wie schön eine ruhige Zeit ist.“ Lazarus verstand sie nicht. „Siehst du nicht, sie zerstören alles.“ Aurian drehte sich in seinen Armen zu ihm um und sah ihn sanft an. „Natürlich sehe ich es, aber es muss geschehen, verstehst du es nicht? Schau mal es gibt Dinge die sind einfach vorbestimmt, ob wir es wollen oder nicht, und diese Dinge müssen geschehen. Natürlich ist es nicht leicht für uns zu zu sehen, doch wir müssen uns zurück halten. Aus dem ganzen Chaos wird etwas entstehen, etwas neues. Und wir können die Geburt mit erleben.“ Lazarus sah auf Aurian herab. „Ich habe nie und ich werde nie, deine Weisheit in Zweifel ziehen. Wenn du also sagst es muss sein, so werde ich dir beistehen, bei dem was kommen wird. Doch habe ich eine Frage, was bin ich genau? Denn auch Aileen und Doran sind deine Kinder und doch habe nur ich den Drang gespürt dir zu folgen und hatte auf einmal das Wissen das ich mit dir gehen muss.“ Vor dieser Frage hatte sich Aurian immer gefürchtet. Im Laufe der Zeit als Herrin des Lichts wurden ihr immer mehr Dinge bewusst und Wissen begann sich in ihr zu regen. Anfangs wusste auch sie nicht wieso sie manche Dinge einfach wusste. Und doch war es so. Erst an dem Tag als sie und Lazarus gingen, wurde ihr klar wieso es so war. Und so wusste sie auch immer schon was Lazarus wirklich war. „ Du bist das was ich immer sagte, du bist ein Eros, ein Gott der Leidenschaft und körperlichen Erfüllung, doch eins habe ich dir verschwiegen. Du bist ein Teil von mir.“ Sachte löste sie sich von ihm und er sah ihr nach als sie einige Schritte ging. „Du bist mein Sohn, du bist ein Teil des Lichts. Ich weiß nicht wie ich es dir erklären soll. Du hast immer den Titel Sohn des Lichts geführt, doch hast du nie begriffen das du genau das warst und bist. Der Sohn des Lichts. Ich bin das Licht und du bist mein Sohn, kann kommen was will, du trägst in dir einen Teil von mir. Das Licht ist stark in dir. Du wurdest von zwei Männern gezeugt und von dem Licht ausgetragen, ganz normal und körperlich wie es sein soll, doch ehrlicher weise muss ich zugeben, das ich dich auch ohne die beiden Männer hätte erschaffen können. Doch hättest du dann keinen Körper gehabt, oder ich hätte ihn ebenso erschaffen müssen. Doch warum? So ging es einfacher und besser, mal abgesehen davon das du so auch eine Aufgabe hattest.“ Lazarus verstand immer noch nicht. „Ikarus wurde doch auf die gleiche weise gezeugt, er tötete sogar seine Mutter damit er das Licht an dich weiter geben konnte. Er war auch ein Sohn des Lichts...oder nicht?“ Aurian verstand das Lazarus die Zusammenhänge noch nicht begriff. Mit einer kleinen Bewegung ihrer Hand erschuf sie eine kleine Insel mitten im Universum, sie hatte sogar ein Meer um sich herum und am Strand stand eine kleine Bank. „Setzen wir uns, wir haben viel Zeit also kann ich dir alles genau erklären.“ So erzählte sie ihm vom Urknall als auch wie die Geister entstanden als auch das Licht. Er sah sie an: „Mutter das weiß ich doch alles schon.“ Sie nickte und lächelte leicht und öffnete eine Art Fenster in dem er alles beobachten konnte. Aurian dachte sich praktisch sehen ist besser als erklären. Dann sah er wie sich das Licht fort bewegte wie es neugierig alles betrachtete und sich ansah, wie es in Fenster sah auf Welten die die Urmutter erschaffen hatte, ebenso sah er wie die Urmutter den Fehler machte, gut und böse von einander zu trennen. „Siehst du, jedes Wesen trägt gut und böse in sich, das ist nun mal so, trennst du aber beides, hast du einmal das absolut gute und einmal das absolut böse. Und beide können ohne das andere einfach nicht existieren. Das gute will alles im guten halten und so beginnt es zu stagnieren, es verändert sich nichts mehr. Das böse wiederum will alles zerstören alles immer verändern. Zusammen sind sie unschlagbar aber einzeln und für sich genommen sind sie nichts. Nun haben die Lebewesen die Wahl, wollen sie lieber gut oder böse sein und selbst das gute muss ab und zu mal was böses tun damit eventuell etwas gutes entstehen kann. Ist es aber absolut gut, würde es das niemals tun.“ Damit deutete Aurian wieder zur Urmutter im Fenster und er sah, das sie ihren Fehler bemerkt hatte und es nun zu verbessern versuchte in dem sie die beiden abermals in die Ursuppe warf. „Das ganze Dilemma hätte sie sich sparen können, wenn sie es gelassen hätte wie es war. Da aber Dinge geschehen müssen, tat sie was sie tat was uns Dorian bescherte der wiederum der Stammvater einiger Götter wurde. Verstehst du, es gibt Dinge die zwar als unsinnig erscheinen, aber dennoch nötig sind. Und ich war immer einsam, immer alleine, ich hatte das Wissen von Millionen von Jahren, ich hatte die Fehler gesehen die die Urmutter machte, ich hatte gesehen wie sich gut und böse immer bekämpften anstatt zusammen zu arbeiten, ich hatte so vieles gesehen. Ich wollte etwas. Ich wollte das perfekte Wesen, nicht gut und nicht böse, eben alles in einem Körper, so sorgte ich dafür das Aurian geboren wurde, doch mein Entsetzen war groß als ich merkte es war die falsche Seele im Körper, und nun machte ich mich auf die Suche nach der Seele die für Aurian an sich bestimmt war. Du siehst ich hätte Ikarus nicht gebraucht, noch hätte Jasmin sterben müssen weil ich sie verließ, denn sie hatte auch ihre eigene Seele ich war nur ein Gast. Doch Jasmin wollte Frieden und so konnte ich ihn ihr geben ohne groß was erklären zu müssen. Natürlich litt Ikarus unter dem was er getan hatte, doch sieh ihn dir nun an, er ist glücklich und alleine das zählt.“ Lazarus legte einen Arm um Aurian und zog sie sachte an sich. Er sah auf sie herab und lächelte. „Ich bin also auch sozusagen ein Herr des Lichts?“ Aurian lachte leise: „Wenn du es so nennen willst ja, ich glaube so könnte man es nennen. Weißt du mein Sohn, du hast immer gewusst was du wolltest und doch warst du gütig und liebevoll. Obwohl du ebenso gut hättest töten können. Das macht dich aus, du bist das perfekte Wesen, weder gut noch böse. Bleibe immer so gerecht wie du es bisher warst, denn so bist du genau richtig.“ Lazarus sah seine Mutter erschrocken an: „Das klingt als würdest du mich..nein.. uns verlassen.“ Aurian schüttelte den Kopf. „Ich werde euch nicht verlassen, das kann ich gar nicht....“ Sie sah in den Himmel zu den Sternen. „Ich bin das Licht und die Ewigkeit. Mich wird es immer geben. Als das Licht und Aurians Seele mit einander verschmolzen, gab es kein zurück mehr. Ich bin das eine göttliche Wesen das es immer geben wird, selbst wenn die Welten unter gehen und das Universum im Chaos und der Dunkelheit versinkt. Die Zeit hat für mich keine Bedeutung mehr. Und die Urmutter und ihre beiden anderen Geister....nun ihre Zeit ist endgültig vorbei. Dem Universum steht eine Geburt bevor, schauen wir es uns an.“ Lazarus sah ungläubig seine Mutter an und deutete auf das Chaos das um sie herum herrschte. „Wie kannst du so ruhig hier sitzen und nur warten. Wir müssen etwas tun.“ Aurian lächelte leicht. „Aber sicher doch, das tun wir schon, wir sehen zu wie was neues geboren wird.“ Sie deutete vor sich und in der tiefe des Universums begann sich ein Strudel zu bilden. „Von dort wird es kommen.“ Dann sah es auch Lazarus, etwas schwarzes erschien aus dem Strudel. „Was....was ist das?“ Ähnlich einer Wolke die Schlieren hinter sich her zog, die aussahen wie ein Umhang. “Nicht was sondern wer ist das. Dies mein Sohn wird einmal ein Gott sein, ein Chaosgott. Er wird lernen, sich entwickeln und dann wird er das Universum unsicher machen. Und du und ich werden uns ihm immer wieder mal entgegen stellen müssen. Die Zeit des Friedens ist vorbei.“ Lazarus sprang auf und warf dabei fast seine Mutter von der Bank herunter. Leidenschaftlich sprach er nun zu Aurian. „Wenn wir ihn jetzt aufhalten, dann wird wieder Frieden herrschen, also komm wir erledigen ihn jetzt wo er noch schwach ist.“ Nun lachte Aurian herzlich. „So leidenschaftlich habe ich dich schon lange nicht mehr gesehen, nein mein Sohn und genau das ist der Grund warum wir auf ihn achten werden, seinen Werdegang verfolgen und ihn beobachten. Denn er wird die Götter auf Trab halten. Aaron will Kriege, hier bekommt er Kriege. Myrion und Leon wollen kämpfen, hier können sie es. Und über allem werden wir beide wachen. Du und ich. Ist dir nicht aufgefallen das alle Götter stagnieren? Das bei ihnen Langeweile auftrat? Immer der gleiche Trott, Bitten erledigen, hier und da mal ein Wunder geschehen lassen, aber alles in allem langweilig. Bei Myrion und Leon ist es mir zuerst aufgefallen, und ich wollte gerade etwas dagegen unternehmen...als das Wissen auf einmal in mir war, ebenso die Erkenntnis das ich nicht die Herrin des Lichts bin, sondern das Licht selber. Und auf einmal wusste ich was auf uns zukommen würde, der Chaosgott würde geboren werden. Nun ist er vom Universum selber geboren worden. Nicht von mir oder einer anderen Göttin, was es uns leicht machen wird gegen ihn zu kämpfen. Er wird Heere aufstellen und er wird in seinem Schweif die Dunkelheit mit sich führen, doch ebenso wie ich nicht rein gut bin, wird er nicht rein böse sein. Auch in ihm werden sich gut und böse vereinen, allerdings wird er die dunkle Seite wählen. War ich bisher immer für alle zuständig so wird sich das nun ändern. Mach dich mit dem Gedanken vertraut das auch einige unserer Götter sich eventuell auf seine Seite schlagen werden.“ Lazarus sah seine Mutter beunruhigt an: „Aber wenn es Kriege gibt, gibt es auch Tote und Leid, Krankheiten und was weiß ich noch alles. Und wer wird zu ihm gehen?“ Aurian erhob sich. „Das... Sohn des Lichts werden wir erfahren wenn die Zeit gekommen ist.“ Aurian stand auf und stellte sich neben Lazarus und beobachtete den zukünftigen Chaosgott. Lazarus sah sie an. „Ich dachte du weißt alles.“ Nun lachte Aurian wieder leise. „Das ist auch so, doch sage ich nicht alles, wo wäre denn da der Spaß wenn ich dir oder euch immer alles verraten würde?“ Nun war Lazarus für einen Moment sprachlos: „Spaß? Du siehst das alles als Spaß an?“ Aurien grinste frech zu ihm auf. „Aber ja, frag mal Myrion, wenn er kämpfen kann, er hat Spaß daran, obwohl er das natürlich abstreiten würde. Oder Leon, oder jeden anderen Kerl der das kämpfen gelernt hat, sie schwingen gerne die Fäuste oder das Schwert. Wie sagte mal Eric als er ein blaues Auge hatte zu Jasmin? Es zeigt das man noch lebt, das das Blut im Körper zu wallen beginnt. Es ist wie ein Rausch und macht Spaß. Natürlich kämpfte er damals nicht gegen einen Chaosgott sondern gegen einen Avatar. Aber viel Unterschied ist da nicht.“ Lazarus sah auf Aurian herab und sah ihr freches Grinsen und endlich begriff er und lachte, er lachte so sehr das er sich bald die Tränen von den Wangen wischen musste.

Nun beobachteten sie wie die Götter und Inkarnationen so langsam alle wieder auf der Insel der Götter eintrafen, sie hatten das Licht nicht gefunden. Als Lazarus nach rechnete fiel ihm auf das er und Aurian schon einige hundert Jahre hier verbracht hatten. Er sah zu dem neu geborenen Chaosgott. „Wie lange wird er brauchen bis er gelernt hat was er tun soll oder muss?“ Aurian sah ihn an und schüttelte nachdenklich mit dem Kopf. „Na ja ich rechne mal damit so circa tausend bis zweitausend Jahre bis er mal einen Hauch davon hat. Allerdings wird er bald schon damit anfangen.“ Lazarus lachte immer noch, wenn auch nun leise. „Aurian du bist einfach unbeschreiblich, ich liebe dich wusstest du das?“ Sie grinste ihn wieder an: „Och nö was du nicht sagst, das hätte ich nun gar nicht erwartet. Aber nun komm du Jungspund, wollen wir unsere Götter mal von ihren Geistern erlösen. Der Chaosgott ist geboren, nun wird es Zeit das wir Ordnung schaffen in das er wieder Chaos bringen kann.“ Dabei zwinkerte sie Lazarus frech zu und er lachte wieder. „Ach und bitte verrate nicht immer alles was du von mir erfährst denk dran, wo wäre denn da der Spaß wenn sie ebenso viel wüssten wie wir.“ Als Aurian das sagte griff er zu, zog sie an sich, sah sie sanft an und küsste sie dann leidenschaftlich. Anschließend hauchte er ihr ins Ohr. „Müssen wir sofort zurück oder haben wir noch etwas Zeit, mir kam da gerade ein Hauch von einer Idee, was ich noch vorher tun könnte. Das ist das schöne daran wenn man einen Körper hat, man kann auch anderen Spaß genießen.“ Und den genoss er nun bis er erschöpft aber glücklich neben ihr lag und sie angrinste. „Ich hoffe nur ich muss nun nicht kämpfen, denn du hast mir alle Kraft geraubt.“ Aurian verdrehte verschmitzt die Augen. „Tzeses die jungen Leute von heute, machen so schnell schlapp. Nun ja du Ärmster überlasse das kämpfen mal deiner alten Lichtmutter, ich regle das dann schon.“ Nun lachte Lazarus wieder herzlich. „Alt... du? Also ich glaube du wirst niemals alt.“ Aurian erhob sich langsam und als Lazarus neben ihr stand sah sie zu ihm auf. „Bereit für einen spektakulären Auftritt? Wir wollen unsere Fans doch nicht enttäuschen.“ Sie reichte ihm eine weiße Lederhose und wollte ihm gerade auch ein Hemd reichen als sie ihn ansah. „Ach ...weißt du was, das Hemd lassen wir weg, so siehst du wesentlich imposanter aus.“ Lazarus hatte in seinem ganzen Leben noch nicht so gelacht wie an diesem Tag, er fand Aurian einfach anbetungswürdig. Sie selber trug auf einmal ein langes Chiffonkleid das mehr offenbarte als es verbarg, es hatte lange Ärmel an denen kleine Schleier hingen, wenn sie also die Arme ausbreitete, würden diese leicht im Wind flattern und sie erscheinen lassen als habe Aurian Flügel. „Na dann mal los“ Sie überblickte noch mal kurz die Welt der Götter um sich auf den neusten Stand zu bringen dann waren sie und Lazarus verschwunden und die kleine Miniinsel löste sich auf.

Kapitel 40: Das Licht kehrt zurück


 

Langsam aber sicher trafen die Inkarnationen als auch die Götter wieder auf der Insel ein, keiner von ihnen hatte das Licht oder Aurian gefunden und man war der Verzweiflung nahe. Die Insel war verwüstet und zeigte so den Zustand des Universums an, ganze Welten waren komplett zerstört worden. Die goldene Stadt, einst von den Geister erbaut lag in Trümmern. Sie hatten vor nichts halt gemacht. Einige der Göttinnen weinten um ihre Welten, um die Wesen die auf ihnen gelebt hatten. Die Inkarnationen fluchten weil sie nichts hatten tun können und am wütendsten waren Myrion und Leon, da sie das Gefühl hatten versagt zu haben und das auf der ganzen Linie. Sie hatten sich wieder alle im Besprechungsraum getroffen und sahen nach draußen. Und dann erschien es. Am Himmel zeigte sich ein heller Komet, er zog einen Lichtschweif hinter sich her. Leon deutete als erster darauf. „Seht nur, so seht doch was ist das? Das war vorhin noch nicht da und es kommt direkt auf uns zu.“ Alle die gesessen hatten sprangen auf und ohne Ausnahme standen sie nun am Fenster und sahen dem Komet entgegen. Myrion seufzte: „Das wird uns den Rest geben.“ Doch als der Komet näher kam sahen sie in diesem Licht wenn auch undeutlich zwei Personen. Sie waren in strahlendes Licht getaucht und rasten auf die kleine Götterwelt zu. Auch den Geistern war es nun aufgefallen und sie deuteten aufgeregt nach oben. Abermals erschienen ihre Avatare hinter denen sie sich nun zu verstecken versuchten. Dann wurde Myrion auf einmal klar was sie dort sahen : „Es sind Aurian und Lazarus, das Licht ist zurück.“ Mit diesen Worten stürmte er auch schon aus der Höhle. Kurz vor dem Boden schwebten dann diese beiden, Lazarus sah aus wie ein strahlender Gott, seine Größe und seine kraftvolle als auch muskulöse Statur ließen ihn imposant erscheinen, er hatte die Arme vor der nackten Brust verschränkt und neben ihm schwebte Aurian in ihrem Chiffonkleid und hatte die Arme ausgebreitet. Dann donnerte ihre Stimme über die Insel. „Ihr wahnsinnigen was habt ihr getan?“ Lazarus musste sich das lachen verkneifen und war froh das man ihn nicht richtig sehen konnte. Er sah Aurian an und wusste das sie hier einen theatralischen Auftritt inszenierte, denn sie hätte ebenso gut her gehen und die drei Geister samt ihren Avataren aus dem Universum fegen können. „Eure ganzen Intrigen, eure ganzen Versuche alles zu verhindern hat euch nichts gebracht, seht euch doch an, ihr seit nur noch ein Schatten eurer selbst. Da mein Geheimnis nun eh offenbart wurde, kann ich ja eure Machenschaften mal aufdecken. Eine falsche Seele in einem Körper in den er nicht rein gehörte, eure Tat. Es dauerte eine weile bis ich dahinter kam, doch dann wurde es mir klar. Ihr wolltet verhindern das das Licht in seiner wirklichen Form erscheinen würde und doch habt ihr damit genau das erreicht was ihr verhindern wolltet.“ Aurian lachte und die Urmutter sah sie entsetzt an. „Oder...“Aurian legte einen Finger kurz an ihren Mund. „Der Finstere der aus seinem Gefängnis entkam, ich fragte mich wie das geschehen konnte, da er dort wirklich fest saß, auch eure Tat. DU hast ihm geholfen.“ Dabei deutete sie auf den bösen Geist. „Natürlich im Auftrag der Urmutter, war es nicht so?“ Die Urmutter suchte verzweifelt nach einem Fluchtweg doch Lazarus stellt sich ihr wortlos in den Weg. Sein strahlender Körper machte ihr Angst, zudem er sie nun auch noch finster ansah, wobei sich dahinter immer noch ein Lachanfall verbarg, aber er wollte seiner Mutter nicht den Auftritt verderben. Die umstehenden Götter und Inkarnationen flüsterten leise miteinander, denn was sie nun erfuhren war auch für sie neu. Und weiterhin donnerte Aurians Stimme über die Insel. „Da das nichts nutzte, kam euch eine neue Idee, wenn das Böse nichts ausrichten konnte dann vielleicht das Gute, ihr mauscheltet so lange bis Lazarus Nara über den Weg lief in der Hoffnung das er sich verlieben würde, was auch geschah, doch rechnetet ihr nicht damit das Iron ein zu großes Herz hatte und ihm die Liebe seiner Frau ebenso gönnte wie es Eric und Myrion schon bei den Herrinnen des Lichts getan hatten. Wieder ein Reinfall. Nichts gelang auch, egal was ihr anstelltet. Die Sonne die vor ihrer Zeit explodieren sollte, auch euer Werk, diesmal hofftet ihr mich endgültig los zu werden. Aber an eins habt ihr nicht gedacht, das Licht ist unsterblich, man kann es nicht töten und wisst ihr auch wieso nicht?“ Ängstlich schüttelten die drei Geister den Kopf, was zu sagen trauten sie sich nicht. „Weil das Licht auch wenn ich in der Lage bin zu töten doch immer hell und gut ist...und es in jeder Seele enthalten ist, wenn auch klein aber es ist da. Jedes Lebewesen sei es gut oder böse trägt beide Seiten in sich und DU...“ dabei deutete sie auf die Urmutter. „hast gleich zu Anfang einen dummen Fehler gemacht, diese beiden zu trennen,“ dabei deutete sie auf die beiden männlichen Geister die sich mal verbanden und dann wieder trennten. „ sieh sie dir doch an, sie versuchen instinktiv nun am Ende der Zeit wieder zusammen zu kommen.“ mit einer kleinen Bewegung ihrer Hand verschmolzen die beiden männlichen Geister wieder mit einander. Und mit dieser Verschmelzung verschwanden auch die beiden männlichen Avatare. „Ihr konntet es nicht verhindern, der Chaosgott ist geboren und eure Zeit ist abgelaufen. Es ist das Ende der Zeit der Geister der Ewigkeit gekommen.“ Als Aurian das sagte murmelten alle leise und redeten durcheinander. „Und nun seht euch um...ihr selbst habt es möglich gemacht. Wieder mal ist einer eurer Pläne nach hinten los gegangen, wieder mal hat eure Tat das erreicht was ihr eigentlich verhindern wolltet. Oh mir ist klar das uns nun eine unruhige Zeit bevorsteht. Noch hat der Chaosgott weder einen Körper noch weiß er was er zu tun hat, doch er wird es lernen und er wird sich im Gegensatz zu euch nicht hinter künstlichen Wesen verstecken die ihr Avatare nennt. Er wird auch kein strahlender Gott sein wie es Lazarus ist. Sondern mit ihm wird die Finsternis und Dunkelheit einhergehen, denn auch das Licht kann nicht alleine bestehen. Er wird es irgendwann ebenso wissen wie ich, das er und ich zwei Seiten einer Münze sind, das weder er noch ich nicht sterben können. Oh er wird intrigieren, er wird morden und vergewaltigen. Das ist mir alles klar, doch werde ich ihm das verzeihen, denn er ist wie er ist. Er wird Chaos bringen, dafür wurde er geboren. Doch eure Zeit ist nun um. Aber ich wäre nicht das Licht, würde ich euch nicht eine Gelegenheit geben es wieder gut zu machen. Was haltet ihr davon mal einige Jahre als menschliche Wesen zu verbringen, keine Magie, keine Macht mehr, nur ein Mensch sein, mit seinen Fehlern und Schwächen, aber auch mit seinen Stärken. Und wer weiß wenn ihr vielleicht mal begriffen habt, was es bedeutet ein Mensch zu sein, vielleicht gebe ich euch dann eine göttliche Macht.“ Nun bettelte die Urmutter darum das man das nicht mit ihnen machen sollte. Ihr war klar gegen das Licht hatte sie keine Chance. Tief in ihrer Seele tat die Urmutter Aurian sogar leid, doch wich sie nicht von ihrem Weg ab. Und so winkte sie nur mal kurz mit ihrer Hand und die Urmutter und ihr männlicher Gefährte waren verschwunden. Sie würden nun ganz normal geboren werden, als Mensch ohne das Wissen und ohne eine Ahnung davon zu haben was sie einstmals waren. Nun schwebten Aurian und Lazarus zu Boden und das Licht verschwand um ihre Körper. Alle stürmten auf sie ein, und Myrion riss seine geliebte Frau in seine Arme und küsste sie erst mal stürmisch. Und auch Leon wurde nicht vergessen so gab Myrion auch ihm Gelegenheit Aurian erst mal zu küssen. Ebenso wurde Lazarus von Nara und Iron gedrückt und geherzt, wobei Nara es nicht dabei beließ, sie küsste ihn immer wieder und Freude strahlte aus ihren Augen das er wieder da war. Alle jubelten und freuten sich, das Licht war wieder da und nun würde alles wieder in Ordnung kommen. Das hofften sie zumindest, doch Aurian hatte auch für sie noch einige Überraschungen bereit. So verkündete sie das nicht nur das Ende der Geister gekommen wäre, sondern auch das Ende der Inkarnationen. Da die Inkarnationen eine Erfindung der Geister gewesen waren und mit der Ankunft des Chaosgottes auch das Ende der Inkarnationen gekommen war. Alle sahen sie entsetzt an. Sie sah schmunzelnd in die entsetzten Gesichter. „Na was? Passt euch das nicht? Na kommt erst mal mit setzen wir uns und ich erkläre euch alles.“ So gingen alle in den Ratsraum und setzten sich, dann sahen sie Aurian ängstlich an. Der einzige der frech grinste war Lazarus, der sich nun hinter den Stuhl seiner Mutter stellte und ihr seine Hände auf die Schultern legte. Aurian sah in die Runde. „Also beginnen wir mit dem Schicksal, Du meine Liebe wirst nicht mehr einen Faden in irgendeinen Webrahmen setzen müssen, denn ich verfüge ab sofort das jedes sterbliche Wesen der eigene Hüter seines Schicksals werden soll.“ Die Schicksalsdame sah an sich entlang ob sie sich nun auflösen würde und wunderte sich das sie es nicht tat. „Du hast solange du denken kannst die Geschicke und Schicksale der Menschen gelenkt, so verfüge ich das du nun als ihre Hüterin fungieren sollst. Du wirst zu Göttin werden und auf die Menschen aufpassen, vor allem auf zwei besondere Menschen, wir wollen die beiden Geister ja nicht aus den Augen verlieren. Pass gut auf sie auf.“ Alle gratulierten nun der Schicksalsdame oder nun der Hüterin der Menschen zu ihrer Erhebung. Doch nun begriffen auch die anderen Inkarnationen das sie nicht weg rationalisiert werden sollten sondern neue Aufgaben bekommen würden und strahlten um die Wette. Aurian sah an ihnen entlang. „Nun zu dir Tod, du wirst zum Hüter des Unterreichs werden, dort sollst du zwei Gebiete einrichten, einmal für die guten und einmal die bösen Seelen. Was auch schon Jasmin für sich und ihre Lieben wünschte soll nun allen Seelen zu gute kommen. Die Bösen Seelen sollen sich einer Prüfung unterziehen und nach einer gewissen Zeit wie unsere Geister wieder geboren werden um alles noch mal versuchen zu können. Ich erschaffe hiermit ein Totenreich und du wirst ein Todesgott sein, keine Inkarnation mehr. Auch der Chaosgott wird sich beizeiten bei dir melden, also bereite dich darauf vor.“ Dann sah sie die böse Inkarnation an. „Deine Zeit des versteckens ist vorbei, du hast dich gezeigt und damit wäre das eh hinfällig. Du wirst dem Chaosgott dienen und ihn lehren was er wissen muss, sorge dafür das er einen Körper bekommt der ihm gefällt und für ihn angemessen ist. Und halte mich über seine Fortschritte auf dem laufenden. Auch dir gebe ich göttliche Macht.“ Nun blickte Aurian Väterchen Zeit an. „Die zeit verrinnt unaufhörlich, ab und zu muss man sie mal manipulieren um etwas wieder in Ordnung bringen zu können, was schief gelaufen ist, so sollst du auch weiterhin der Hüter der Zeit sein, doch nicht mehr als Inkarnation, sondern auch als Gott. Deine Sanduhr wirst du nicht mehr benötigen. Denn nun hast du die Macht der Zeit in dir. Auch bei dir wird sich der Chaosgott irgendwann mal zeigen, handle dann weise und gerecht. Wäge ab ob sein Wunsch gerechtfertigt ist oder nicht. Und keine Angst, die Zeit kann man nicht töten auch der Chaosgott nicht.“ Väterchen Zeit neigte leicht dankend den Kopf. Nun sah sich Aurian Iona und Aaron an. „Gaia, Mutter Natur....du hast immer gut für alles gesorgt so soll es auch bleiben, du wirst weiterhin als Mutter Natur, die Stürme und Vulkane lenken wie du es bisher auch getan hast, auch du wirst als Gaia in den Stand einer Gottheit erhoben. Aaron, Beherrscher der Kriege. Meister der Kampfkunst. Das Universum wird einen Strategen wie dich brauchen können, hiermit ernenne ich dich zum Kriegsgott. Und ich hoffe nur inständig das du immer auf unserer Seite stehen wirst.“ Und auch diese beiden bedankten sich herzlich bei Aurian für ihre Erhebungen. Aurian sah von einem zum anderen. „Ihr werdet Helfer brauchen, denn auch ein Gott kann nicht überall sein, so soll der Tod euch von Zeit zu Zeit einige Seelen überlassen die für eure Zwecke zu gebrauchen sind. Doch da nun jede Seele ihr eigenes Schicksal in der Hand hat, fragt sie wenn sie im sterben liegen ob sie euer Angebot annehmen wollen, denn sonst vermodert ihr Körper und nur die Seele bleibt übrig, ist der betreffende schon alt, macht ihn wieder jung, dabei kann euch Gaia und die Zeit helfen. Arbeitet zusammen soweit es möglich ist und teilt mir besondere Vorkommnisse mit.

Was nun unser Universum angeht, ich weiß das viele Welten nicht mehr existieren, doch auch hier kann die Zeit Wunder bewirken.“ Aurian sah den Gott der Zeit an. „Drehe für die Welten und Sonnen die zerstört wurden die Zeit zurück und achte darauf das es nur diese Galaxien und Sonnensysteme sind, denn solltest du die Zeit für das gesamte Universum zurück drehen, würden wir wieder am Anfang stehen.“ Väterchen Zeit nickte verstehend. „Ich werde mich sofort an die Arbeit machen.“ Damit erhob er sich, strahlte alle noch mal an und war dann verschwunden. Ebenso machten sich nun auch alle anderen auf den Weg ihre neuen Pflichten auf zu nehmen. Nur Aaron blieb erst mal zurück und schritt auf Aurian zu. „Ich war ein Trottel, doch möchte ich dir hier nun einiges sagen.“ Myrion, Lazarus und Leon grinsten leicht. Sie ahnten was geschehen würde. Aurian erhob sich und sah Aaron entgegen. „Und was?“ Aaron sah langsam an ihr entlang als er vor ihr stand, dann legte er schnell den Arm um sie und zog sie an sich und ehe Aurian auch nur reagieren konnte küsste er sie leidenschaftlich. Als er den Kuss schwer atmend löste grinste er sie an: „Ich glaube damit ist alles gesagt. Rechne mal damit das ich dich irgendwann aufsuchen werde.“ damit ließ er sie los, drehte sich herum und verschwand. Aurian sah verwundert und ebenso schwer atmend wie er, auf die Stelle auf der Aaron eben noch gestanden hatte, doch dann lachte sie: „Ich denke nun hat er es begriffen.“ Lazarus verabschiedete sich dann auch, „Ich werde mal unsere Welt wieder in Ordnung bringen, das sieht ja hier richtig wüst aus.“ Dann standen nur noch Myrion, Leon und Aurian da . Den beiden Männern stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Sie würden noch viel zu besprechen haben und es würde eine lange Nacht werden, doch das Licht war wieder da und das war das wichtigste.

Hier endet der zweite Teil der Ewigkeitssaga, doch wird es weiter gehen mit Teil 3

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim lesen und schaut auch wieder herein, wenn Teil 3 erscheint.

LG
Lady