Abermals verging die Zeit und in
dieser Zeit sprach Myrion mit Iskander. Er erzählte ihm was er
von Aaron erfahren hatte. Iskander sah ihn ungläubig an, dann
begann er über seine immer wieder kehrenden Träume zu erzählen.
„Ich war es....bis heute wusste ich es nicht, doch in meinen
Träumen wurde ich aus einem warmen Körper in einen anderen
geworfen. Ich träumte ich sei eine lange Zeit eine Frau gewesen
um dann irgendwann als Mann wieder geboren zu werden. Nun passt
alles auch irgendwie zusammen, das war kein Traum...das heißt
jetzt und heute schon, aber meine Träume zeigten mir meine wahre
Vergangenheit. Dann heißt das ja das eigentlich Aaron mein Vater
oder Erzeuger war und nicht der Mann den ich immer Vater
nannte.“ Myrion nickte. „Wirst du mit diesem Wissen leben
können? Denn so langsam wird mir klar warum Aurian die Zukunft
und ihr Geheimnis vergessen wollte oder sogar musste. Sie hatte
recht, hätte sie die zukünftigen Ereignisse gewusst, hätte sie
sie entweder zwanghaft herbei geführt oder eventuell anders
gehandelt. Doch nun weiß sie alles, ebenso wie du. Einst saßt du
mal in Aurians Körper, bis sie dich daraus erlöste.“ Iskander
nickte leicht. „Ja ich kann damit leben, denn sie tat mir einen
großen Gefallen damit. Doch nun weiß ich wieso ich diese
Alpträume habe und es waren Alpträume.“ Von diesem Tag an
kehrten die Träume bei Iskander nicht mehr wieder. Doch sprach
er nun lange mit Aaron, allerdings musste er bald einsehen, das
Aaron nach wie vor die gleiche Einstellung hatte. Ihm war es
egal das Iskander von ihm gezeugt worden war. Doch wandelte sich
auch Aaron ein wenig, er ging nun liebevoller mit Iona um. Vor
allem als er ihr erzählte das er vor langer Zeit mal mit Aurian
was hatte. Doch Iona lächelte nur und meinte. „Junge, ich bin
die Natur und meinst du ich hätte es nicht gewusst? Doch etwas
wusste ich tatsächlich nicht, wie es um Aurian wirklich stand.
Doch interessiert mich eins, wieso hast du dich nach dem sie
Myrion kennen gelernt hatte, von ihr zurück gezogen und es nicht
doch wieder mal bei ihr versucht?“ Aaron seufzte leise. „Ehrlich
gesagt weiß ich das heute auch nicht mehr, aber ich denke sie
hatte eine klare Linie gezogen, solange sie Myrion nicht kannte
machte es ihr Spaß mit mir, doch danach musste Schluss sein, das
hatte sie mir gleich nach den ersten malen gesagt. Und ich hielt
mich daran. Ich gebe zu ich liebte sie und tue es immer noch,
doch anders als dich, ich glaube bei ihr war es an sich in
erster Linie das körperliche Begehren das mich zu ihr zog, doch
hatte sie auch ein Wesen das mich zu verstehen schien. Und du
weißt es ist nicht leicht mit mir, ich neige zur Gewalt und
obwohl ich gelernt habe mich meistens zu beherrschen bricht sie
dennoch immer mal durch. Du hast gelernt damit zu leben, obwohl
du mich nicht verstehst, doch sie schien es zu verstehen. Und
das war etwas anderes. Und da ich sie liebte, wollte ich ihren
Wunsch respektieren.“ Iona nickte: „Dir ist schon klar das du
dich wie ein Trottel verhalten hast, oder? Denn spätestens als
klar war, das Myrion ihr ihre Eskapaden mit den anderen Kerlen
verzieh und ebenso ihr Wesen akzeptierte, hättest du es
versuchen können. Und ich wusste immer das du es auch mit
anderen Frauen treibst. Und bevor du nun fragst, es ist ganz
simpel, wir hocken hier Jahrhunderte wenn nicht sogar
Jahrtausende zusammen, da ist es nur natürlich das ihr Kerle
auch mal was anderes wollt. Zudem ich auch keine Ausnahme bin,
wenn ich sehe das es nötig ist, gehe ich auch mit einem anderen
ins Bett, das weißt du ebenso gut wie ich. Und in der letzten
Zeit denke ich sogar daran, Myrion ab und zu mal zu besuchen.
Ich weiß das er Aurian grundsätzlich treu war. Doch er ist ein
Kerl und irgendwann muss es heraus. Wir können es uns einfach
nicht leisten eifersüchtig zu sein.“ Aaron nickte, das verstand
er und seine Eifersucht hatte er schon vor langer Zeit abgelegt,
denn er wusste das Iona nur ihn liebte. Doch musste er ihr recht
geben wenn sie sagte das er sich wie ein Trottel verhalten
hatte. Versuchen hätte er es ja mal können, das schlimmste was
hätte passieren können, wäre das Aurian ihn abgewiesen hätte und
damit hätte er leben können. Obwohl er gerade darüber nach
dachte ob er es deswegen nicht versucht hatte, eben aus der
Angst heraus abgewiesen zu werden. Und Myrion war was die
männliche Potenz anging, mal abgesehen vielleicht von Lazarus
unschlagbar. Nun musste er grinsen, als er an den Tag dachte da
selbst Myrion weit über seine Grenzen gegangen war. Auf der
Insel der Götter blieb eben nichts verborgen, nicht mal was sich
in den Schlafzimmern abspielte. So grinste er Iona nun frech an:
„Dann solltest du dich aber warm anziehen, meine liebe.“ Iona
knuffte ihn, sie war glücklich das Aaron wieder der alte war, es
hatte ihr fast das Herz zerrissen ihn in Ketten zu sehen.
Suna hatte ganz andere Sorgen,
sie begann die Ereignisse zusammen zu setzen und je mehr sie
darüber nach dachte um so merkwürdiger kam es ihr vor. Und so
kam der Tag der das Universum wirklich ins Chaos stürzen würde,
wie Aurian es vorher gesagt hatte. Denn eines Morgens fühlte
jeder Gott und jede Inkarnation, das etwas geschehen war. Also
sie zum Ausgangspunkt liefen, standen dort drei Personen. Iona
erkannte sofort um was es sich handelten. Die Geister der
Ewigkeit waren zurück und dort standen ihre neuen Avatare. Sie
begannen gleich Befehle zu erteilen, als wären sie die Herren
der Insel. Und jeder der nicht spurte wurde von dem dunklen
Avatar sofort in Ketten gelegt. Suna stellte sich vor alle
anderen: „Schweigt ihr habt hier nichts zu befehlen. Das hier
ist die Insel des Lichts, die Insel der Götter und niemand außer
dem Licht hat hier irgendeine Befehlsgewalt.“ Damit löste sie
gleich wieder die Ketten der gefangenen Götter. Langsam trat der
dunkle Avatar näher und betrachtete Suna von oben bis unten.
Eiskalt erklang seine Stimme. „Ach sieh mal an, eine
jungfräuliche Göttin, dich hat wohl kein Kerl haben wollen was?
Und wo ist denn das Licht? Na wo? Geflohen, als es spürte das
die Herren zurück sind. Und unsere Herren sind die eigentlichen
Herrscher des Universums, nicht euer lächerliches Licht. Und
wenn ich mich dich genau ansehe, also mir könntest du schon
gefallen, na meine Süsse wie wäre es denn mit uns....ach was
frage ich, sei heute Nacht in meinem Schlafzimmer und ich zeige
dir mal was du versäumt hast.“ Nun traten Myrion und Leon vor
und stellten sich schützend vor Suna. Myrions Stimme schallte
über die Insel und war ebenso eiskalt wie die des dunklen
Avatars. „Wer hier feige ist, wird sich zeigen, waren es nicht
deine Herren die gegangen waren als das Licht hier die
Herrschaft übernahm. Und wage es nicht Suna an zu rühren, ich
schneide dich dann in Scheiben, darauf kannst du Gift nehmen.“
Ein Machtkampf entbrannte den die
Insel noch nie gesehen hatte. Die Männer der Insel griffen zu
ihren Schwertern und begannen die Avatare zu bekämpfen. Der
Kampf erschütterte das gesamte Universum. In einigen Welten
gingen Vulkane hoch, in anderen überfluteten Meere die Gestade,
Sonnen näherten sich der Explosion. Und Iona war nicht in der
Lage dem allen Einhalt zu gebieten, selbst sie konnte nicht
überall gleichzeitig sein. Es war zum verzweifeln, vor allem da
die Avatare dank ihrer Herren über eine unbegrenzte Macht
verfügten. Das Chaos breitete sich aus. Man verstand nicht wieso
die Geister auf einmal den Verstand verloren zu haben schienen,
denn selbst der gute Avatar griff ein und kämpfte mit. Das
durfte nicht sein, hier wurden alle Gesetze des Universums auf
den Kopf gestellt. Was war nur passiert? Die Götter zogen sich
zurück, Noch hatte es keine Toten gegeben, doch wenn der Kampf
weiter andauern würde, würden wohl einige ihr Leben verlieren.
Während sich alle ins Besprechungszimmer das Aurian eingerichtet
hatte zurück zogen und man versuchte der ganzen Sache auf den
Grund zu gehen tobten die Avatare über die Insel.
Dann sahen sie, als sie durch das
Fenster das zur Insel ging blickten, das sich nun auch die
Geister sehen ließen, doch was war das? Die Urmutter sah alt und
gebrechlich aus. Der gute und der dunkle Geist schienen immer
mal mit einander zu verschmelzen als seien sie mal eins und dann
wieder zwei. Die Avatare verschwanden und nun wandelten die
Geister wieder über die Insel. Was war mit ihnen geschehen?
Keiner konnte es sich erklären. Und zufällig sah Myrion zu Boden
und sah dort Black sitzen, der immer mal leise murmelte: „Es hat
begonnen.“ Myrion packte Black mit seiner Hand ins Nackenfell
und hob ihn leicht daran hoch: „Verflucht, was hat begonnen?
Wenn du etwas weißt dann raus mit der Sprache.“ Black jaulte
leise auf. „Das Zeitalter des Chaos, ohne das Licht wird alles
sterben, habt ihr es noch immer nicht begriffen? Ohne das Licht
kann das Universum nicht existieren. Aurian wusste es, sie
wusste es schon als man sie aus dem Körper der sterbenden Frau
holte und sie sagte es auch Mystra und Andra. Aaron hat es euch
doch erzählt. Das Universum ist nichts ohne das Licht.“ Myrion
lies Black fluchend los: „Und wo ist das Licht, wo ist Aurian?
Und was geschieht nun hier?“
Leise murmelte Black: „Eine neue
Ära wird eingeläutet, erst kommt das Chaos und dann wird es
irgendwann einmal eine neue Ordnung geben. Und wo das Licht ist,
das weiß ich auch nicht. Es ist mit Aurian verbunden. Aurian und
das Licht sind eins.“ Myrion brüllte laut auf. „Das wissen wir
bereits sag uns etwas das wir noch nicht wissen. Ich werde den
Teufel tun und alles vor die Hunde gehen lassen, wofür Jasmin
und Aurian gekämpft und was sie geschaffen haben. Wir nehmen den
Kampf gegen das Chaos auf.“ Er sah sich um und sah das alle
anderen zustimmend nickten. Aaron sah zum Fenster hinaus:
„Lieber sterbe ich als diesen dreien was auch immer sie noch
sind, alles zu überlassen.“
Black schüttelte sachte den Kopf.
„Ach ja? Und ihr werdet sterben, wenn ihr gegen diese drei
antretet, sie mögen vielleicht nur noch ein Schatten ihrer
selbst sein, doch haben sie immer noch mehr Macht als ihr euch
vorstellen könnt. Die Urmutter alleine könnte das Universum aus
den Angeln heben. Nur eine kann sich ihr entgegenstellen.“
Myrion raufte sich die Haare, doch dann trat jemand hervor den
bis auf die Löwen und Aurian nie jemand erkannt hatten. Die böse
Inkarnation ließ sich zum ersten mal in der Geschichte vor allen
sehen. „Es gibt nur eine Lösung, wir müssen das Universum
durchstreifen und das Licht und Aurian suchen, denn nur das
Licht ist in der Lage alles wieder in Ordnung zu bringen. So
ungerne ich es auch sage. Im direkten Kampf ziehen wir den
kürzeren das hat man uns nun mehr als deutlich gesagt.“ Man
debattierte noch eine weile doch kam immer nur zu dem Schluss
das die böse Inkarnation recht hatte, sie mussten auf die Suche
gehen. Und so verließen alle die Insel, nur Suna blieb mit Alrik
als ihren Beschützer zurück. Doch würde sie lediglich alles
beobachten und nicht eingreifen. Sie würde die anderen auf dem
laufenden halten was hier geschah, während die anderen ihr über
ihre Erfolge Mitteilung machen würden.
Jahrhunderte vergingen, während
das Universum durch die drei Geister die scheinbar wahnsinnig
geworden waren ins Chaos gestürzt wurde. Nichts war mehr wie
zuvor, alles veränderte sich, die Dunkelheit breitete sich immer
mehr aus. Und die Bewohner der Götterinsel suchten nach dem
Licht.

Kapitel 39: Der Chaosgott

Aurian hatte gewusst was kommen
würde, in dem Moment als man ihr sagte das die Sonne kurz vor
der Explosion stand. Sie wusste auch, das würde sie mit Lazarus
nicht gehen, sie in die kommenden Ereignisse eingreifen würde.
Doch ebenso wusste sie das kommen musste was nun kam. Sie und
Lazarus hielten sich verborgen, sie hatte da gewisse
Möglichkeiten um damit sie nicht gefunden werden konnten. Noch
war es nicht soweit. Mit Entsetzen mussten sie mit ansehen was
auf der Welt der Götter statt fand und Lazarus beschwor sie
einzugreifen. Er stand hinter ihr und hielt sie in seinen Armen.
„Mutter, wir müssen etwas tun, du kannst doch nicht zulassen das
die drei alles verwüsten was du und Jasmin erschaffen haben.“
Sie wendete ihm den Kopf zu und sah zu ihm auf: „Doch genau das
müssen wir. Das Universum ist kein Kinderspielplatz wo es immer
nur gut zu geht. Es muss Chaos geben, nur dann wird man sich
wieder bewusst, wie schön eine ruhige Zeit ist.“ Lazarus
verstand sie nicht. „Siehst du nicht, sie zerstören alles.“
Aurian drehte sich in seinen Armen zu ihm um und sah ihn sanft
an. „Natürlich sehe ich es, aber es muss geschehen, verstehst du
es nicht? Schau mal es gibt Dinge die sind einfach vorbestimmt,
ob wir es wollen oder nicht, und diese Dinge müssen geschehen.
Natürlich ist es nicht leicht für uns zu zu sehen, doch wir
müssen uns zurück halten. Aus dem ganzen Chaos wird etwas
entstehen, etwas neues. Und wir können die Geburt mit erleben.“
Lazarus sah auf Aurian herab. „Ich habe nie und ich werde nie,
deine Weisheit in Zweifel ziehen. Wenn du also sagst es muss
sein, so werde ich dir beistehen, bei dem was kommen wird. Doch
habe ich eine Frage, was bin ich genau? Denn auch Aileen und
Doran sind deine Kinder und doch habe nur ich den Drang gespürt
dir zu folgen und hatte auf einmal das Wissen das ich mit dir
gehen muss.“ Vor dieser Frage hatte sich Aurian immer
gefürchtet. Im Laufe der Zeit als Herrin des Lichts wurden ihr
immer mehr Dinge bewusst und Wissen begann sich in ihr zu regen.
Anfangs wusste auch sie nicht wieso sie manche Dinge einfach
wusste. Und doch war es so. Erst an dem Tag als sie und Lazarus
gingen, wurde ihr klar wieso es so war. Und so wusste sie auch
immer schon was Lazarus wirklich war. „ Du bist das was ich
immer sagte, du bist ein Eros, ein Gott der Leidenschaft und
körperlichen Erfüllung, doch eins habe ich dir verschwiegen. Du
bist ein Teil von mir.“ Sachte löste sie sich von ihm und er sah
ihr nach als sie einige Schritte ging. „Du bist mein Sohn, du
bist ein Teil des Lichts. Ich weiß nicht wie ich es dir erklären
soll. Du hast immer den Titel Sohn des Lichts geführt, doch hast
du nie begriffen das du genau das warst und bist. Der Sohn des
Lichts. Ich bin das Licht und du bist mein Sohn, kann kommen was
will, du trägst in dir einen Teil von mir. Das Licht ist stark
in dir. Du wurdest von zwei Männern gezeugt und von dem Licht
ausgetragen, ganz normal und körperlich wie es sein soll, doch
ehrlicher weise muss ich zugeben, das ich dich auch ohne die
beiden Männer hätte erschaffen können. Doch hättest du dann
keinen Körper gehabt, oder ich hätte ihn ebenso erschaffen
müssen. Doch warum? So ging es einfacher und besser, mal
abgesehen davon das du so auch eine Aufgabe hattest.“ Lazarus
verstand immer noch nicht. „Ikarus wurde doch auf die gleiche
weise gezeugt, er tötete sogar seine Mutter damit er das Licht
an dich weiter geben konnte. Er war auch ein Sohn des
Lichts...oder nicht?“ Aurian verstand das Lazarus die
Zusammenhänge noch nicht begriff. Mit einer kleinen Bewegung
ihrer Hand erschuf sie eine kleine Insel mitten im Universum,
sie hatte sogar ein Meer um sich herum und am Strand stand eine
kleine Bank. „Setzen wir uns, wir haben viel Zeit also kann ich
dir alles genau erklären.“ So erzählte sie ihm vom Urknall als
auch wie die Geister entstanden als auch das Licht. Er sah sie
an: „Mutter das weiß ich doch alles schon.“ Sie nickte und
lächelte leicht und öffnete eine Art Fenster in dem er alles
beobachten konnte. Aurian dachte sich praktisch sehen ist besser
als erklären. Dann sah er wie sich das Licht fort bewegte wie es
neugierig alles betrachtete und sich ansah, wie es in Fenster
sah auf Welten die die Urmutter erschaffen hatte, ebenso sah er
wie die Urmutter den Fehler machte, gut und böse von einander zu
trennen. „Siehst du, jedes Wesen trägt gut und böse in sich, das
ist nun mal so, trennst du aber beides, hast du einmal das
absolut gute und einmal das absolut böse. Und beide können ohne
das andere einfach nicht existieren. Das gute will alles im
guten halten und so beginnt es zu stagnieren, es verändert sich
nichts mehr. Das böse wiederum will alles zerstören alles immer
verändern. Zusammen sind sie unschlagbar aber einzeln und für
sich genommen sind sie nichts. Nun haben die Lebewesen die Wahl,
wollen sie lieber gut oder böse sein und selbst das gute muss ab
und zu mal was böses tun damit eventuell etwas gutes entstehen
kann. Ist es aber absolut gut, würde es das niemals tun.“ Damit
deutete Aurian wieder zur Urmutter im Fenster und er sah, das
sie ihren Fehler bemerkt hatte und es nun zu verbessern
versuchte in dem sie die beiden abermals in die Ursuppe warf.
„Das ganze Dilemma hätte sie sich sparen können, wenn sie es
gelassen hätte wie es war. Da aber Dinge geschehen müssen, tat
sie was sie tat was uns Dorian bescherte der wiederum der
Stammvater einiger Götter wurde. Verstehst du, es gibt Dinge die
zwar als unsinnig erscheinen, aber dennoch nötig sind. Und ich
war immer einsam, immer alleine, ich hatte das Wissen von
Millionen von Jahren, ich hatte die Fehler gesehen die die
Urmutter machte, ich hatte gesehen wie sich gut und böse immer
bekämpften anstatt zusammen zu arbeiten, ich hatte so vieles
gesehen. Ich wollte etwas. Ich wollte das perfekte Wesen, nicht
gut und nicht böse, eben alles in einem Körper, so sorgte ich
dafür das Aurian geboren wurde, doch mein Entsetzen war groß als
ich merkte es war die falsche Seele im Körper, und nun machte
ich mich auf die Suche nach der Seele die für Aurian an sich
bestimmt war. Du siehst ich hätte Ikarus nicht gebraucht, noch
hätte Jasmin sterben müssen weil ich sie verließ, denn sie hatte
auch ihre eigene Seele ich war nur ein Gast. Doch Jasmin wollte
Frieden und so konnte ich ihn ihr geben ohne groß was erklären
zu müssen. Natürlich litt Ikarus unter dem was er getan hatte,
doch sieh ihn dir nun an, er ist glücklich und alleine das
zählt.“ Lazarus legte einen Arm um Aurian und zog sie sachte an
sich. Er sah auf sie herab und lächelte. „Ich bin also auch
sozusagen ein Herr des Lichts?“ Aurian lachte leise: „Wenn du es
so nennen willst ja, ich glaube so könnte man es nennen. Weißt
du mein Sohn, du hast immer gewusst was du wolltest und doch
warst du gütig und liebevoll. Obwohl du ebenso gut hättest töten
können. Das macht dich aus, du bist das perfekte Wesen, weder
gut noch böse. Bleibe immer so gerecht wie du es bisher warst,
denn so bist du genau richtig.“ Lazarus sah seine Mutter
erschrocken an: „Das klingt als würdest du mich..nein.. uns
verlassen.“ Aurian schüttelte den Kopf. „Ich werde euch nicht
verlassen, das kann ich gar nicht....“ Sie sah in den Himmel zu
den Sternen. „Ich bin das Licht und die Ewigkeit. Mich wird es
immer geben. Als das Licht und Aurians Seele mit einander
verschmolzen, gab es kein zurück mehr. Ich bin das eine
göttliche Wesen das es immer geben wird, selbst wenn die Welten
unter gehen und das Universum im Chaos und der Dunkelheit
versinkt. Die Zeit hat für mich keine Bedeutung mehr. Und die
Urmutter und ihre beiden anderen Geister....nun ihre Zeit ist
endgültig vorbei. Dem Universum steht eine Geburt bevor, schauen
wir es uns an.“ Lazarus sah ungläubig seine Mutter an und
deutete auf das Chaos das um sie herum herrschte. „Wie kannst du
so ruhig hier sitzen und nur warten. Wir müssen etwas tun.“
Aurian lächelte leicht. „Aber sicher doch, das tun wir schon,
wir sehen zu wie was neues geboren wird.“ Sie deutete vor sich
und in der tiefe des Universums begann sich ein Strudel zu
bilden. „Von dort wird es kommen.“ Dann sah es auch Lazarus,
etwas schwarzes erschien aus dem Strudel. „Was....was ist das?“
Ähnlich einer Wolke die Schlieren hinter sich her zog, die
aussahen wie ein Umhang. “Nicht was sondern wer ist das. Dies
mein Sohn wird einmal ein Gott sein, ein Chaosgott. Er wird
lernen, sich entwickeln und dann wird er das Universum unsicher
machen. Und du und ich werden uns ihm immer wieder mal entgegen
stellen müssen. Die Zeit des Friedens ist vorbei.“ Lazarus
sprang auf und warf dabei fast seine Mutter von der Bank
herunter. Leidenschaftlich sprach er nun zu Aurian. „Wenn wir
ihn jetzt aufhalten, dann wird wieder Frieden herrschen, also
komm wir erledigen ihn jetzt wo er noch schwach ist.“ Nun lachte
Aurian herzlich. „So leidenschaftlich habe ich dich schon lange
nicht mehr gesehen, nein mein Sohn und genau das ist der Grund
warum wir auf ihn achten werden, seinen Werdegang verfolgen und
ihn beobachten. Denn er wird die Götter auf Trab halten. Aaron
will Kriege, hier bekommt er Kriege. Myrion und Leon wollen
kämpfen, hier können sie es. Und über allem werden wir beide
wachen. Du und ich. Ist dir nicht aufgefallen das alle Götter
stagnieren? Das bei ihnen Langeweile auftrat? Immer der gleiche
Trott, Bitten erledigen, hier und da mal ein Wunder geschehen
lassen, aber alles in allem langweilig. Bei Myrion und Leon ist
es mir zuerst aufgefallen, und ich wollte gerade etwas dagegen
unternehmen...als das Wissen auf einmal in mir war, ebenso die
Erkenntnis das ich nicht die Herrin des Lichts bin, sondern das
Licht selber. Und auf einmal wusste ich was auf uns zukommen
würde, der Chaosgott würde geboren werden. Nun ist er vom
Universum selber geboren worden. Nicht von mir oder einer
anderen Göttin, was es uns leicht machen wird gegen ihn zu
kämpfen. Er wird Heere aufstellen und er wird in seinem Schweif
die Dunkelheit mit sich führen, doch ebenso wie ich nicht rein
gut bin, wird er nicht rein böse sein. Auch in ihm werden sich
gut und böse vereinen, allerdings wird er die dunkle Seite
wählen. War ich bisher immer für alle zuständig so wird sich das
nun ändern. Mach dich mit dem Gedanken vertraut das auch einige
unserer Götter sich eventuell auf seine Seite schlagen werden.“
Lazarus sah seine Mutter beunruhigt an: „Aber wenn es Kriege
gibt, gibt es auch Tote und Leid, Krankheiten und was weiß ich
noch alles. Und wer wird zu ihm gehen?“ Aurian erhob sich.
„Das... Sohn des Lichts werden wir erfahren wenn die Zeit
gekommen ist.“ Aurian stand auf und stellte sich neben Lazarus
und beobachtete den zukünftigen Chaosgott. Lazarus sah sie an.
„Ich dachte du weißt alles.“ Nun lachte Aurian wieder leise.
„Das ist auch so, doch sage ich nicht alles, wo wäre denn da der
Spaß wenn ich dir oder euch immer alles verraten würde?“ Nun war
Lazarus für einen Moment sprachlos: „Spaß? Du siehst das alles
als Spaß an?“ Aurien grinste frech zu ihm auf. „Aber ja, frag
mal Myrion, wenn er kämpfen kann, er hat Spaß daran, obwohl er
das natürlich abstreiten würde. Oder Leon, oder jeden anderen
Kerl der das kämpfen gelernt hat, sie schwingen gerne die Fäuste
oder das Schwert. Wie sagte mal Eric als er ein blaues Auge
hatte zu Jasmin? Es zeigt das man noch lebt, das das Blut im
Körper zu wallen beginnt. Es ist wie ein Rausch und macht Spaß.
Natürlich kämpfte er damals nicht gegen einen Chaosgott sondern
gegen einen Avatar. Aber viel Unterschied ist da nicht.“ Lazarus
sah auf Aurian herab und sah ihr freches Grinsen und endlich
begriff er und lachte, er lachte so sehr das er sich bald die
Tränen von den Wangen wischen musste.
Nun beobachteten sie wie die
Götter und Inkarnationen so langsam alle wieder auf der Insel
der Götter eintrafen, sie hatten das Licht nicht gefunden. Als
Lazarus nach rechnete fiel ihm auf das er und Aurian schon
einige hundert Jahre hier verbracht hatten. Er sah zu dem neu
geborenen Chaosgott. „Wie lange wird er brauchen bis er gelernt
hat was er tun soll oder muss?“ Aurian sah ihn an und schüttelte
nachdenklich mit dem Kopf. „Na ja ich rechne mal damit so circa
tausend bis zweitausend Jahre bis er mal einen Hauch davon hat.
Allerdings wird er bald schon damit anfangen.“ Lazarus lachte
immer noch, wenn auch nun leise. „Aurian du bist einfach
unbeschreiblich, ich liebe dich wusstest du das?“ Sie grinste
ihn wieder an: „Och nö was du nicht sagst, das hätte ich nun gar
nicht erwartet. Aber nun komm du Jungspund, wollen wir unsere
Götter mal von ihren Geistern erlösen. Der Chaosgott ist
geboren, nun wird es Zeit das wir Ordnung schaffen in das er
wieder Chaos bringen kann.“ Dabei zwinkerte sie Lazarus frech zu
und er lachte wieder. „Ach und bitte verrate nicht immer alles
was du von mir erfährst denk dran, wo wäre denn da der Spaß wenn
sie ebenso viel wüssten wie wir.“ Als Aurian das sagte griff er
zu, zog sie an sich, sah sie sanft an und küsste sie dann
leidenschaftlich. Anschließend hauchte er ihr ins Ohr. „Müssen
wir sofort zurück oder haben wir noch etwas Zeit, mir kam da
gerade ein Hauch von einer Idee, was ich noch vorher tun könnte.
Das ist das schöne daran wenn man einen Körper hat, man kann
auch anderen Spaß genießen.“ Und den genoss er nun bis er
erschöpft aber glücklich neben ihr lag und sie angrinste. „Ich
hoffe nur ich muss nun nicht kämpfen, denn du hast mir alle
Kraft geraubt.“ Aurian verdrehte verschmitzt die Augen. „Tzeses
die jungen Leute von heute, machen so schnell schlapp. Nun ja du
Ärmster überlasse das kämpfen mal deiner alten Lichtmutter, ich
regle das dann schon.“ Nun lachte Lazarus wieder herzlich.
„Alt... du? Also ich glaube du wirst niemals alt.“ Aurian erhob
sich langsam und als Lazarus neben ihr stand sah sie zu ihm auf.
„Bereit für einen spektakulären Auftritt? Wir wollen unsere Fans
doch nicht enttäuschen.“ Sie reichte ihm eine weiße Lederhose
und wollte ihm gerade auch ein Hemd reichen als sie ihn ansah.
„Ach ...weißt du was, das Hemd lassen wir weg, so siehst du
wesentlich imposanter aus.“ Lazarus hatte in seinem ganzen Leben
noch nicht so gelacht wie an diesem Tag, er fand Aurian einfach
anbetungswürdig. Sie selber trug auf einmal ein langes
Chiffonkleid das mehr offenbarte als es verbarg, es hatte lange
Ärmel an denen kleine Schleier hingen, wenn sie also die Arme
ausbreitete, würden diese leicht im Wind flattern und sie
erscheinen lassen als habe Aurian Flügel. „Na dann mal los“ Sie
überblickte noch mal kurz die Welt der Götter um sich auf den
neusten Stand zu bringen dann waren sie und Lazarus verschwunden
und die kleine Miniinsel löste sich auf.

Kapitel 40: Das Licht kehrt
zurück

Langsam aber sicher trafen die
Inkarnationen als auch die Götter wieder auf der Insel ein,
keiner von ihnen hatte das Licht oder Aurian gefunden und man
war der Verzweiflung nahe. Die Insel war verwüstet und zeigte so
den Zustand des Universums an, ganze Welten waren komplett
zerstört worden. Die goldene Stadt, einst von den Geister erbaut
lag in Trümmern. Sie hatten vor nichts halt gemacht. Einige der
Göttinnen weinten um ihre Welten, um die Wesen die auf ihnen
gelebt hatten. Die Inkarnationen fluchten weil sie nichts hatten
tun können und am wütendsten waren Myrion und Leon, da sie das
Gefühl hatten versagt zu haben und das auf der ganzen Linie. Sie
hatten sich wieder alle im Besprechungsraum getroffen und sahen
nach draußen. Und dann erschien es. Am Himmel zeigte sich ein
heller Komet, er zog einen Lichtschweif hinter sich her. Leon
deutete als erster darauf. „Seht nur, so seht doch was ist das?
Das war vorhin noch nicht da und es kommt direkt auf uns zu.“
Alle die gesessen hatten sprangen auf und ohne Ausnahme standen
sie nun am Fenster und sahen dem Komet entgegen. Myrion seufzte:
„Das wird uns den Rest geben.“ Doch als der Komet näher kam
sahen sie in diesem Licht wenn auch undeutlich zwei Personen.
Sie waren in strahlendes Licht getaucht und rasten auf die
kleine Götterwelt zu. Auch den Geistern war es nun aufgefallen
und sie deuteten aufgeregt nach oben. Abermals erschienen ihre
Avatare hinter denen sie sich nun zu verstecken versuchten. Dann
wurde Myrion auf einmal klar was sie dort sahen : „Es sind
Aurian und Lazarus, das Licht ist zurück.“ Mit diesen Worten
stürmte er auch schon aus der Höhle. Kurz vor dem Boden
schwebten dann diese beiden, Lazarus sah aus wie ein strahlender
Gott, seine Größe und seine kraftvolle als auch muskulöse Statur
ließen ihn imposant erscheinen, er hatte die Arme vor der
nackten Brust verschränkt und neben ihm schwebte Aurian in ihrem
Chiffonkleid und hatte die Arme ausgebreitet. Dann donnerte ihre
Stimme über die Insel. „Ihr wahnsinnigen was habt ihr getan?“
Lazarus musste sich das lachen verkneifen und war froh das man
ihn nicht richtig sehen konnte. Er sah Aurian an und wusste das
sie hier einen theatralischen Auftritt inszenierte, denn sie
hätte ebenso gut her gehen und die drei Geister samt ihren
Avataren aus dem Universum fegen können. „Eure ganzen Intrigen,
eure ganzen Versuche alles zu verhindern hat euch nichts
gebracht, seht euch doch an, ihr seit nur noch ein Schatten
eurer selbst. Da mein Geheimnis nun eh offenbart wurde, kann ich
ja eure Machenschaften mal aufdecken. Eine falsche Seele in
einem Körper in den er nicht rein gehörte, eure Tat. Es dauerte
eine weile bis ich dahinter kam, doch dann wurde es mir klar.
Ihr wolltet verhindern das das Licht in seiner wirklichen Form
erscheinen würde und doch habt ihr damit genau das erreicht was
ihr verhindern wolltet.“ Aurian lachte und die Urmutter sah sie
entsetzt an. „Oder...“Aurian legte einen Finger kurz an ihren
Mund. „Der Finstere der aus seinem Gefängnis entkam, ich fragte
mich wie das geschehen konnte, da er dort wirklich fest saß,
auch eure Tat. DU hast ihm geholfen.“ Dabei deutete sie auf den
bösen Geist. „Natürlich im Auftrag der Urmutter, war es nicht
so?“ Die Urmutter suchte verzweifelt nach einem Fluchtweg doch
Lazarus stellt sich ihr wortlos in den Weg. Sein strahlender
Körper machte ihr Angst, zudem er sie nun auch noch finster
ansah, wobei sich dahinter immer noch ein Lachanfall verbarg,
aber er wollte seiner Mutter nicht den Auftritt verderben. Die
umstehenden Götter und Inkarnationen flüsterten leise
miteinander, denn was sie nun erfuhren war auch für sie neu. Und
weiterhin donnerte Aurians Stimme über die Insel. „Da das nichts
nutzte, kam euch eine neue Idee, wenn das Böse nichts ausrichten
konnte dann vielleicht das Gute, ihr mauscheltet so lange bis
Lazarus Nara über den Weg lief in der Hoffnung das er sich
verlieben würde, was auch geschah, doch rechnetet ihr nicht
damit das Iron ein zu großes Herz hatte und ihm die Liebe seiner
Frau ebenso gönnte wie es Eric und Myrion schon bei den
Herrinnen des Lichts getan hatten. Wieder ein Reinfall. Nichts
gelang auch, egal was ihr anstelltet. Die Sonne die vor ihrer
Zeit explodieren sollte, auch euer Werk, diesmal hofftet ihr
mich endgültig los zu werden. Aber an eins habt ihr nicht
gedacht, das Licht ist unsterblich, man kann es nicht töten und
wisst ihr auch wieso nicht?“ Ängstlich schüttelten die drei
Geister den Kopf, was zu sagen trauten sie sich nicht. „Weil das
Licht auch wenn ich in der Lage bin zu töten doch immer hell und
gut ist...und es in jeder Seele enthalten ist, wenn auch klein
aber es ist da. Jedes Lebewesen sei es gut oder böse trägt beide
Seiten in sich und DU...“ dabei deutete sie auf die Urmutter.
„hast gleich zu Anfang einen dummen Fehler gemacht, diese beiden
zu trennen,“ dabei deutete sie auf die beiden männlichen Geister
die sich mal verbanden und dann wieder trennten. „ sieh sie dir
doch an, sie versuchen instinktiv nun am Ende der Zeit wieder
zusammen zu kommen.“ mit einer kleinen Bewegung ihrer Hand
verschmolzen die beiden männlichen Geister wieder mit einander.
Und mit dieser Verschmelzung verschwanden auch die beiden
männlichen Avatare. „Ihr konntet es nicht verhindern, der
Chaosgott ist geboren und eure Zeit ist abgelaufen. Es ist das
Ende der Zeit der Geister der Ewigkeit gekommen.“ Als Aurian das
sagte murmelten alle leise und redeten durcheinander. „Und nun
seht euch um...ihr selbst habt es möglich gemacht. Wieder mal
ist einer eurer Pläne nach hinten los gegangen, wieder mal hat
eure Tat das erreicht was ihr eigentlich verhindern wolltet. Oh
mir ist klar das uns nun eine unruhige Zeit bevorsteht. Noch hat
der Chaosgott weder einen Körper noch weiß er was er zu tun hat,
doch er wird es lernen und er wird sich im Gegensatz zu euch
nicht hinter künstlichen Wesen verstecken die ihr Avatare nennt.
Er wird auch kein strahlender Gott sein wie es Lazarus ist.
Sondern mit ihm wird die Finsternis und Dunkelheit einhergehen,
denn auch das Licht kann nicht alleine bestehen. Er wird es
irgendwann ebenso wissen wie ich, das er und ich zwei Seiten
einer Münze sind, das weder er noch ich nicht sterben können. Oh
er wird intrigieren, er wird morden und vergewaltigen. Das ist
mir alles klar, doch werde ich ihm das verzeihen, denn er ist
wie er ist. Er wird Chaos bringen, dafür wurde er geboren. Doch
eure Zeit ist nun um. Aber ich wäre nicht das Licht, würde ich
euch nicht eine Gelegenheit geben es wieder gut zu machen. Was
haltet ihr davon mal einige Jahre als menschliche Wesen zu
verbringen, keine Magie, keine Macht mehr, nur ein Mensch sein,
mit seinen Fehlern und Schwächen, aber auch mit seinen Stärken.
Und wer weiß wenn ihr vielleicht mal begriffen habt, was es
bedeutet ein Mensch zu sein, vielleicht gebe ich euch dann eine
göttliche Macht.“ Nun bettelte die Urmutter darum das man das
nicht mit ihnen machen sollte. Ihr war klar gegen das Licht
hatte sie keine Chance. Tief in ihrer Seele tat die Urmutter
Aurian sogar leid, doch wich sie nicht von ihrem Weg ab. Und so
winkte sie nur mal kurz mit ihrer Hand und die Urmutter und ihr
männlicher Gefährte waren verschwunden. Sie würden nun ganz
normal geboren werden, als Mensch ohne das Wissen und ohne eine
Ahnung davon zu haben was sie einstmals waren. Nun schwebten
Aurian und Lazarus zu Boden und das Licht verschwand um ihre
Körper. Alle stürmten auf sie ein, und Myrion riss seine
geliebte Frau in seine Arme und küsste sie erst mal stürmisch.
Und auch Leon wurde nicht vergessen so gab Myrion auch ihm
Gelegenheit Aurian erst mal zu küssen. Ebenso wurde Lazarus von
Nara und Iron gedrückt und geherzt, wobei Nara es nicht dabei
beließ, sie küsste ihn immer wieder und Freude strahlte aus
ihren Augen das er wieder da war. Alle jubelten und freuten
sich, das Licht war wieder da und nun würde alles wieder in
Ordnung kommen. Das hofften sie zumindest, doch Aurian hatte
auch für sie noch einige Überraschungen bereit. So verkündete
sie das nicht nur das Ende der Geister gekommen wäre, sondern
auch das Ende der Inkarnationen. Da die Inkarnationen eine
Erfindung der Geister gewesen waren und mit der Ankunft des
Chaosgottes auch das Ende der Inkarnationen gekommen war. Alle
sahen sie entsetzt an. Sie sah schmunzelnd in die entsetzten
Gesichter. „Na was? Passt euch das nicht? Na kommt erst mal mit
setzen wir uns und ich erkläre euch alles.“ So gingen alle in
den Ratsraum und setzten sich, dann sahen sie Aurian ängstlich
an. Der einzige der frech grinste war Lazarus, der sich nun
hinter den Stuhl seiner Mutter stellte und ihr seine Hände auf
die Schultern legte. Aurian sah in die Runde. „Also beginnen wir
mit dem Schicksal, Du meine Liebe wirst nicht mehr einen Faden
in irgendeinen Webrahmen setzen müssen, denn ich verfüge ab
sofort das jedes sterbliche Wesen der eigene Hüter seines
Schicksals werden soll.“ Die Schicksalsdame sah an sich entlang
ob sie sich nun auflösen würde und wunderte sich das sie es
nicht tat. „Du hast solange du denken kannst die Geschicke und
Schicksale der Menschen gelenkt, so verfüge ich das du nun als
ihre Hüterin fungieren sollst. Du wirst zu Göttin werden und auf
die Menschen aufpassen, vor allem auf zwei besondere Menschen,
wir wollen die beiden Geister ja nicht aus den Augen verlieren.
Pass gut auf sie auf.“ Alle gratulierten nun der Schicksalsdame
oder nun der Hüterin der Menschen zu ihrer Erhebung. Doch nun
begriffen auch die anderen Inkarnationen das sie nicht weg
rationalisiert werden sollten sondern neue Aufgaben bekommen
würden und strahlten um die Wette. Aurian sah an ihnen entlang.
„Nun zu dir Tod, du wirst zum Hüter des Unterreichs werden, dort
sollst du zwei Gebiete einrichten, einmal für die guten und
einmal die bösen Seelen. Was auch schon Jasmin für sich und ihre
Lieben wünschte soll nun allen Seelen zu gute kommen. Die Bösen
Seelen sollen sich einer Prüfung unterziehen und nach einer
gewissen Zeit wie unsere Geister wieder geboren werden um alles
noch mal versuchen zu können. Ich erschaffe hiermit ein
Totenreich und du wirst ein Todesgott sein, keine Inkarnation
mehr. Auch der Chaosgott wird sich beizeiten bei dir melden,
also bereite dich darauf vor.“ Dann sah sie die böse Inkarnation
an. „Deine Zeit des versteckens ist vorbei, du hast dich gezeigt
und damit wäre das eh hinfällig. Du wirst dem Chaosgott dienen
und ihn lehren was er wissen muss, sorge dafür das er einen
Körper bekommt der ihm gefällt und für ihn angemessen ist. Und
halte mich über seine Fortschritte auf dem laufenden. Auch dir
gebe ich göttliche Macht.“ Nun blickte Aurian Väterchen Zeit an.
„Die zeit verrinnt unaufhörlich, ab und zu muss man sie mal
manipulieren um etwas wieder in Ordnung bringen zu können, was
schief gelaufen ist, so sollst du auch weiterhin der Hüter der
Zeit sein, doch nicht mehr als Inkarnation, sondern auch als
Gott. Deine Sanduhr wirst du nicht mehr benötigen. Denn nun hast
du die Macht der Zeit in dir. Auch bei dir wird sich der
Chaosgott irgendwann mal zeigen, handle dann weise und gerecht.
Wäge ab ob sein Wunsch gerechtfertigt ist oder nicht. Und keine
Angst, die Zeit kann man nicht töten auch der Chaosgott nicht.“
Väterchen Zeit neigte leicht dankend den Kopf. Nun sah sich
Aurian Iona und Aaron an. „Gaia, Mutter Natur....du hast immer
gut für alles gesorgt so soll es auch bleiben, du wirst
weiterhin als Mutter Natur, die Stürme und Vulkane lenken wie du
es bisher auch getan hast, auch du wirst als Gaia in den Stand
einer Gottheit erhoben. Aaron, Beherrscher der Kriege. Meister
der Kampfkunst. Das Universum wird einen Strategen wie dich
brauchen können, hiermit ernenne ich dich zum Kriegsgott. Und
ich hoffe nur inständig das du immer auf unserer Seite stehen
wirst.“ Und auch diese beiden bedankten sich herzlich bei Aurian
für ihre Erhebungen. Aurian sah von einem zum anderen. „Ihr
werdet Helfer brauchen, denn auch ein Gott kann nicht überall
sein, so soll der Tod euch von Zeit zu Zeit einige Seelen
überlassen die für eure Zwecke zu gebrauchen sind. Doch da nun
jede Seele ihr eigenes Schicksal in der Hand hat, fragt sie wenn
sie im sterben liegen ob sie euer Angebot annehmen wollen, denn
sonst vermodert ihr Körper und nur die Seele bleibt übrig, ist
der betreffende schon alt, macht ihn wieder jung, dabei kann
euch Gaia und die Zeit helfen. Arbeitet zusammen soweit es
möglich ist und teilt mir besondere Vorkommnisse mit.
Was nun unser Universum angeht,
ich weiß das viele Welten nicht mehr existieren, doch auch hier
kann die Zeit Wunder bewirken.“ Aurian sah den Gott der Zeit an.
„Drehe für die Welten und Sonnen die zerstört wurden die Zeit
zurück und achte darauf das es nur diese Galaxien und
Sonnensysteme sind, denn solltest du die Zeit für das gesamte
Universum zurück drehen, würden wir wieder am Anfang stehen.“
Väterchen Zeit nickte verstehend. „Ich werde mich sofort an die
Arbeit machen.“ Damit erhob er sich, strahlte alle noch mal an
und war dann verschwunden. Ebenso machten sich nun auch alle
anderen auf den Weg ihre neuen Pflichten auf zu nehmen. Nur
Aaron blieb erst mal zurück und schritt auf Aurian zu. „Ich war
ein Trottel, doch möchte ich dir hier nun einiges sagen.“ Myrion,
Lazarus und Leon grinsten leicht. Sie ahnten was geschehen
würde. Aurian erhob sich und sah Aaron entgegen. „Und was?“
Aaron sah langsam an ihr entlang als er vor ihr stand, dann
legte er schnell den Arm um sie und zog sie an sich und ehe
Aurian auch nur reagieren konnte küsste er sie leidenschaftlich.
Als er den Kuss schwer atmend löste grinste er sie an: „Ich
glaube damit ist alles gesagt. Rechne mal damit das ich dich
irgendwann aufsuchen werde.“ damit ließ er sie los, drehte sich
herum und verschwand. Aurian sah verwundert und ebenso schwer
atmend wie er, auf die Stelle auf der Aaron eben noch gestanden
hatte, doch dann lachte sie: „Ich denke nun hat er es
begriffen.“ Lazarus verabschiedete sich dann auch, „Ich werde
mal unsere Welt wieder in Ordnung bringen, das sieht ja hier
richtig wüst aus.“ Dann standen nur noch Myrion, Leon und Aurian
da . Den beiden Männern stand die Freude ins Gesicht
geschrieben. Sie würden noch viel zu besprechen haben und es
würde eine lange Nacht werden, doch das Licht war wieder da und
das war das wichtigste.

Hier endet der zweite Teil der
Ewigkeitssaga, doch wird es weiter gehen mit Teil 3
Ich hoffe ihr hattet Spaß beim
lesen und schaut auch wieder herein, wenn Teil 3 erscheint.
LG
Lady
