Kapitel 5: Leith


 

Aurian war es unendlich peinlich als sie endlich wieder wach wurde und hörte was man sich erzählte. Sie lief im Wohnzimmer auf und ab: „Ich kann mich doch nirgendwo mehr blicken lassen.“ Myrion stand halbnackt nur mit einer Hose bekleidet lässig an einer Wand gelehnt und hatte die Arme vor der Brust verschränkt. Er konnte das grinsen einfach nicht lassen. Das brachte Aurian natürlich noch mehr auf. “Erst werden wir beobachtet, dann müssen auch noch andere meine Unzulänglichkeit mitkriegen und nun erzählt man das auch noch überall herum.“ Sie sah Myrion giftig an: „Und nun zieh dir endlich etwas an, du machst mich nervös.“ „Kätzchen man erzählt sich nichts über deine wie du es nennst „Unzulänglichkeit“ sondern lediglich wie ich damit umgegangen bin. Und zudem finde ich es gar nicht schlecht, ich weiß nun wo ich bei dir dran bin und ich muss zugeben mir gefällt es. Also worüber regst du dich so auf? Ich weiß jetzt zumindest das ich dich ohne Probleme selbst in deiner schlimmsten Zeit befriedigen kann, das ist doch was und wenn ich dich nervös mache, schau eben nicht hin. Geh locker damit um, wo ist die Kleine die sich provozierend vor mir bückte um mich heiß zu machen und mich aus der Reserve zu locken? Meinst du wirklich die hätte sich von so einem bisschen Gerede aus der Ruhe bringen lassen? Das glaube ich kaum. Also was steckt wirklich dahinter das du dich so aufregst?“ Sie stoppte vor ihm und sah ihn an, langsam glitt ihr Blick an ihm entlang, sie sah mit welcher Gelassenheit er dort stand und sie immer noch angrinste. „Nun ja Leith, wenn ich ehrlich sein soll. Ich will das einfach nicht, verstehst du? Du reichst mir vollkommen und ich will einfach keinen anderen. Und das du mir reichst hat man ja gesehen.“ Das ging Myrion runter wie Öl und seine Eifersucht, sollten noch irgendwo irgendwelche Reste gewesen sein verflüchtigten sich endgültig. Er sah sie ruhig an: „Nun dann lass ihn wo er ist. Dann hat sich das auch erledigt.“ Er wusste genau das sie das nicht tun würde, denn sie fand es grausam das Leith nicht glücklich werden konnte. „Das kann ich nicht, ich habe es in der Hand ihm zu seinem Glück zu verhelfen. Wie soll ich glücklich sein, wenn ich weiß das dort jemand ist, der unglücklich ist. Das kann ich einfach nicht.“ Myrion grinste nach wie vor: „Nun das ist ein Dilemma, also wirst du es doch tun müssen. Ich habe nur eine Frage, darf ich zu sehen?“ Mit der letzten Frage wollte er sie nur aus der Reserve locken. Ihr verschlug diese Frage glatt die Sprache, sie starrte ihn ungläubig an, doch er redete schon weiter: „Oder ich mache mit das wäre doch auch noch eine Alternative, falls er es nicht schaffen sollte dir auch nur irgendeinen Seufzer zu entlocken, ich könnte es.“ Er passte genau auf ihre Reaktion auf und als sie ihm in sein frech grinsendes Gesicht sah musste sie doch lachen. „Du hast ja recht. Und sei vorsichtig was du vorschlägst, es könnte sein das ich dich beim Wort nehme. Allerdings muss ich sagen, das was du mir mal sagtest, das du gut im Bett bist, also das kann ich nur bestätigen mein Lieber. Also was solls, man hat uns dabei gesehen, man bewundert deine Potenz, in Ordnung, also Schwamm drüber.“ Dann grinste sie ihn frech an und zwinkerte ihm zu: „Nun werde ich mal unser Bett fertig machen damit Leith sich auch wohl fühlt wenn ich ihn mir zur Brust nehme.“ Nun lachte Myrion herzlich. „Vielleicht sollte ich mitkommen und dir beim Betten machen helfen.“ Aurian lachte immer noch: “Ist klar danach dürfte das Bett wohl noch unordentlicher sein als es vorher war. Denn ich denke das wir es in dem Fall wohl einige Zeit benutzen werden und anschließend keine Kraft mehr haben es noch zu machen.“ Myrion zuckte leicht mit der Schulter: „Ach weisste, ich bin nicht so der häusliche Typ, aber diese Art von Betten machen gefällt mir und ich könnte mich dazu hinreißen lassen dir öfter zu helfen.“ Dann wurde Myrion ernst: „Wann ist es soweit, also ich meine wann ist sein freier Tag und wie soll das dann ablaufen?“ Aurian wurde schlagartig auch wieder ernst: „Schon Morgen deswegen habe ich ja die letzte Zeit damit verbracht mir den Zauberspruch ein zu prägen.“ Myrion nickte: „Doch Kätzchen, ich habe da mal eine klitzekleine Frage. Also Jasmin, so erzählte man mir hatte die Fähigkeit das was sie sich wünschte, das es dann auch geschah. Musst du wirklich Zaubersprüche lernen? Ich meine du bist die Herrin des Lichts und müsste dann deine Macht nicht unendlich sein? Das heißt müsste dir nicht alles möglich sein? So auch dem Buch den Zauber zu geben den es braucht? Und könntest du nicht einfach bestimmen das Leith nun frei sein soll?“ Aurian sah Myrion verblüfft an: „Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen, aber ich weiß jemand der es mir sagen kann. Da werde ich nachfragen. Komm mal mit.“ Dabei griff sie nach seiner Hand und zog ihn hinter sich her zur Kristallhöhle. Unterwegs fragte Myrion sie: „Wen willst du fragen?“ Sie sah ihn an: „Na wen schon, Jasmin, wen sonst? Wenn es einer weiß dann sie. Und sie hat mir ja angeboten wenn ich mal nicht weiter weiß das ich sie fragen darf.“ Das verblüffte nun wieder Myrion. „Du sag mal, dir ist schon klar das sie tot ist, oder?“ „Klar weiß ich das, doch das Licht überbrückt alles, auch die Schranke vom Leben zum Tod und so ist es mir möglich mit ihr zu reden. Doch will ich sie auch nicht zu oft belästigen. Aber hier kann sie mir vielleicht helfen.“ Inzwischen waren sie in der Kristallhöhle angekommen und Aurian öffnete die Wand zum Bestattungsraum. Dann trat sie zu Jasmin an die Bahre und legte ihre Hand auf deren. Leise flüsterte sie in Gedanken: „Jasmin hörst du mich? Wenn ja, ich habe da einige Fragen, wie groß ist meine Macht? Könnte ich dem Buch auch ohne Zauberspruch den Zauber geben den es braucht und kann ich bestimmen das Leith aus dem Buch darf?“ Erst war Stille , doch dann hörte sie die Stimme, ihre Ahnin: „Hallo Kind, ja ich höre dich, also um deine Fragen zu beantworten. Deine Macht wird unendlich sein. Du bist das Licht, du bestimmst was geschehen soll. Doch solltest du eins niemals tun, dich in alles einmischen was die Menschen angeht. Such dir einige Schicksalshelden die für dich die Arbeit auf den Welten tun. Was nun das Buch angeht, nun du kannst bestimmen was das Buch tun können soll und was nicht, du musst es nur ganz genau formulieren und es darf dir dabei kein Fehler unterlaufen. Was nun Leith angeht, du kannst bestimmen das er aus dem Buch kommt. Allerdings wird deine Macht erst unendlich sein, wenn du deine zwei Löwen hast. Erst dann wirst du vollständig sein. Die Macht dieses Universums besteht aus der Zahl drei. Das ist wichtig, solange du nicht vollständig bist, ist deine Macht begrenzt. Auch du unterliegst gewissen Einschränkungen, das ist damit du nicht sorglos mit der Macht die du hast umgehst. Mit der Zeit werden deine Beschränkungen sich langsam aufheben. Doch jetzt noch nicht. Und wo du einmal da bist, sag Mystra Darcon ist hier sie muss sich um seine Seele keine Sorgen machen. Dorian hat sich seiner angenommen und kümmert sich auf seine Weise um ihn. Das wird ihr Mutterherz beruhigen.“ Aurian nickte. „Danke dir, weißt du wer der zweite Löwe sein wird?“ „Ja, doch werde ich es dir nicht sagen, denn was dich und deine Löwen angeht, die Zukunft muss für euch im verborgenen bleiben damit es so kommt, wie es kommen muss. Da darf sich keiner einmischen auch ich nicht.“ Aurian nickte abermals und bedankte sich nochmals bei Jasmin für ihre Hilfe. Anschließend löste sie ihre Hand von der Jasmins und sah Myrion an. „Du hattest recht, meine Macht wird irgendwann unendlich sein, nichts wird sich mir widersetzen können. Doch jetzt habe ich noch nicht die vollständige Macht. Nichts desto trotz will ich versuchen ob ich Leith nicht auch so, Kraft meines Willens aus dem Buch holen kann. Doch zuvor sollten wir bestimmen was das Buch können muss oder soll, denn ich habe so das Gefühl das Buch des Schicksals wird bald wieder gebraucht werden. Jasmin sagte mir ich solle mir Schicksalshelden suchen für die Arbeit auf den Welten.“ Dann saßen die beiden die ganze Nacht an der Formulierung, für das Buch, Myrion half ihr so gut er konnte. Am Morgen las Aurian das ganze noch mal vor was sie notiert hatten, damit ihnen ja kein Fehler unterlief. Myrion nickte. „Ich glaube jetzt haben wir es.“ Aurian nickte : „Also gut befreien wir eine Seele von ihrer Qual, das heißt ich versuche es zumindest und wenn das nicht klappt, dann werde ich mit Leith schlafen, wenn es nicht anders geht. Dann wird er auch frei sein, anschließend werde ich dem Buch sagen was es können muss und was es nicht darf.“ Myrion nickte. „Das finde ich beides absolut in Ordnung.“ Abermals betraten beide kurz darauf den Kristallraum und Aurian legte ihre Hand auf das Buch: „Leith, ich werde nun versuchen dich aus dem Buch zu holen. Halte dich also bereit.“ Leise hörten Myrion und Aurian ein leises: „Danke“ Dann begann Aurian ihren Willen zu konzentrieren und auf das Buch zu legen und immer wieder wiederholte sie: „Gib die Seele frei, ich befehle es dir. Ich bin die Herrin des Lichts, gib die Seele frei, ich befehle es dir.“ Und das Wunder geschah, vor seiner Zeit löste sich Nebel aus dem Buch und kurz darauf stand Leith vor ihnen und strahlte sie an: „Ich bin wirklich frei, ich weiß nicht wie ich dir danken soll.“ Dann kniete er sich vor Aurian nieder. „Herrin egal was ihr jemals von mir verlangen solltet, egal was es auch sein mag. Immer werde ich an eurer Seite stehen.“ Aurian hatte Tränen in den Augen und bat Leith sich zu erheben. „Ich habe einen Auftrag für dich, gehe zu Johana und sage ihr das du frei bist und das sie eine Hochzeit vorbereiten soll.“ Als sie nun das glückliche Strahlen in Leiths Augen sah, freute sie sich mit ihm. Einen Moment später war Leith verschwunden. Als Aurian nun ihre Hand auf das Buch legte spürte sie das es tot war, nicht mehr als ein Buch. Nun begann sie zum zweiten mal an diesem Tag ihren Willen auf das Buch zu konzentrieren, und ihre Befehle in das Buch zu geben. Wortgetreu so wie Myrion und sie es ausgearbeitet hatten gab sie den Befehl in das Buch hinein. Als sie damit fertig war begann das Buch zu leuchten. Und in goldenen Lettern erschien auf dem Einband: Buch des Schicksals. Das ganze hatte sie sehr viel Kraft gekostet und sie schwankte leicht, Myrion fing sie auf. Und brachte sie in ihre Räume und ins Bett. Allerdings wusste Aurian nun, das das Buch ihr nie wieder sagen würde was sie wissen musste, es war nun darauf ausgerichtet einer Priesterin des Schicksals zu offenbaren was sie wissen musste. Und sie würde das Buch in die Welten schicken und hoffen das es seine Helden finden würde, gemäß dem Auftrag den es bekommen hatte.

Kapitel 6: Das Licht geht seine eigenen Wege


 

Leon suchte Myrion auf um mit ihm zu reden. Als er seine Mutter verließ wusste er was er zu tun hatte. Inzwischen hatte sich auch herum gesprochen das Leith frei war. Auf dieser Insel blieb nicht lange etwas verborgen. Er traf wie üblich Myrion in der Schmiede an. Baute sich vor ihm auf, was Myrion nun doch sehr wunderte und sah ihn an. „Also was möchtest du? Ich sehe dir an das du heute nicht zum Schmieden gekommen bist.“ Leon nickte: „Richtig, ich komme um mit dir zu reden. Du hast recht, ich will sie und ich will ihr zweiter Löwe werden. Ich begehre sie, ob ich sie liebe weiß ich nicht, doch sie weckt Gefühle in mir die weit darüber hinaus gehen als sie nur im Bett haben zu wollen. Und nun nach dem Vorfall vor wenigen Tagen dürfte auch dir klar sein, so potent und stark du auch sein magst, auf Dauer, wenn sich derartige Vorfälle häufen, wirst du es nicht mehr alleine schaffen.“ Myrion wollte ihn unterbrechen doch Leon winkte ab, er solle schweigen: „Und da meine Mutter mir sagte sie wüsste nicht wie du zu dem zweiten Löwen oder einem anderen Kerl in ihrem Bett stehst, so komme ich zu dir um das unter Männern zu klären. Ich bin dir dankbar, du hast mir gezeigt das es auch noch anderes in meinem Leben gibt und es macht mir Freude mit dir zusammen hier in der Schmiede zu arbeiten. Und ich will ehrlich sein, ich hatte eh vor Darcon zu töten, ich weiß ich müsste das nicht sagen, aber ich will wenigstens dir gegenüber mit offenen Karten spielen. Doch als ich spürte das er Aurian bedrohen würde, kochte etwas in mir über und ich tat es in diesem Moment wirklich nur um sie zu schützen, ich dachte gar nicht mehr an mein Vorhaben. Aber wie dem auch sei. Ich frage dich nun, würdest du mich neben dir und in Aurians Bett als zweiten Löwen akzeptieren?“ Was nun geschah brachte Leon total aus der Fassung denn Myrion lachte, er lachte so herzlich das ihm sogar die Tränen kamen. Als er sich einigermaßen wieder gefasst hatte, sah er Leon an. „Also Leon, erstens ich muss mich eh damit abfinden das es einen zweiten Mann in Aurians Bett wie du es nennst, geben wird. Und da ich dich einigermaßen durchschaut habe, warum nicht du. Ich denke auch wir kommen gut mit einander klar und ich hoffe es wird nie zu Eifersüchteleien zwischen uns kommen. Und entschuldige wenn ich lachte, doch ist es nicht verrückt das du zuerst zu mir kommst? Aurian weiß nicht mal dass du sie willst und da fragst du mich ob ich dich akzeptieren würde? Wäre es da nicht angebrachter erst mal zu sehen ob sie dich überhaupt will? Hast du wirklich genug Selbstbewusstsein um neben mir bestehen zu können und du siehst mein Ego ist groß genug für zwei Männer, weil ich weiß was ich bin. Doch weißt du das auch? Weißt du was du bist?“ Myrion sah ihn fragend an. „Ja ich weiß was ich bin und ich kann locker mit dir mithalten. Ich bin wie mein Vater, wenn auch nicht in allem, doch so in bestimmten Bereichen. Ich kann mich beherrschen, was ihm abging. Und sie wird mich wollen. Ich werde ihr keine Gewalt antun, doch ich werde sie dazu bringen das sie mit mir ins Bett geht. Und es ist nicht verrückt das ich zuerst zu dir komme, denn ich habe keine Lust darauf das du mir aus Eifersucht eventuell einen Dolch in den Rücken jagst, nur weil du vielleicht mit bekommst das ich sie herum gekriegt habe. Ich werde ihr Feuer schüren und ich werde es löschen.“ Myrion sah ihn ruhig an. Nun kannte er den zweiten Löwen und er machte sich nichts vor, wenn Leon es richtig anstellen würde, dann würde Aurian schwach werden, sie war keine normale Frau, in ihr kochte das Feuer der Leidenschaft höher als bei jeder anderen, sie war empfänglich für die Avancen eines Mannes. Man durfte Aurian nur nicht darüber nachdenken lassen. Denn wenn sie begann darüber nach zu denken, würde sie sich weigern. Wie bei Leith. Myrion sah an Leon entlang, körperlich war er nun fast ebenso stark wie er, die Arbeit in der Schmiede hatte Leon gestählt. Sein Körper war muskulös und kraftvoll. Also genau worauf Aurian anspringen würde, sie mochte starke Männer, ein Weichei hätte sie nie neben sich geduldet. Leon hatte auch eine innerliche Wandlung durchgemacht, die Gespräche die sie geführt hatten, hatten Leon verändert. Alleine das er nun zu ihm gekommen war, zeigte es deutlich. Und sein Selbstbewusstsein schien stark genug zu sein um tatsächlich neben ihm bestehen zu können. Leon wartete ruhig ab, er sah das Myrion überlegte und er ließ ihm die Zeit dazu. Dann nickte Myrion und sah Leon ins Gesicht. „In Ordnung versuch es, aber ich habe eine Bedingung, sieh ihr in die Augen, ich will wissen ob du ihren Blick erträgst. Und solltest du es tatsächlich schaffen das sie mit dir ins Bett geht,werde ich dich als zweiten Löwen akzeptieren.“ Leon nickte: „Das ist ein Wort und die Bedingung will ich gerne erfüllen. Ich brauche keine Angst mehr zu haben, ihren Blick werde ich ertragen können, nicht wie mein Bruder.“ Als Leon gegangen war erschien auf einmal Andra neben Myrion, dieser hatte von Mystra erfahren was Leon wollte und war ihm gefolgt. „Und du bist dir sicher das du es erträgst das ein anderer Mann ihr gibt was bisher nur dir vorbehalten war?“ Myrion nickte: „ja Vater, denn der Vorfall letztens hat mir gezeigt das Leon wenigstens in dieser Hinsicht recht hat. Auf Dauer und wenn das öfter vorkommen sollte, würde ich es alleine nicht schaffen. Aurian wurde geschaffen um mit zwei Männern klar zu kommen, und ihr würde auf Dauer ein Mann zu wenig sein, selbst wenn er wie ich, stark genug wäre. Und ich will dir noch etwas sagen, ich bin verdorben genug um sogar daran Freude haben zu können. Das würde bestimmt auch spaßig werden, sie mit einem anderen zu teilen und zu dritt ins Bett zu gehen. Ich weiß ja nun das Aurian sehr stark ist und sie könnte gut noch einen Kerl wie mich vertragen. Also soll er er versuchen. Ich werde es beobachten und mich amüsieren.“ Andra schüttelte leicht den Kopf: „In Ordnung mein Sohn, dann will ich dir mal zeigen wie du sie unsichtbar beobachten kannst und auch die Teleportation sollte dir nun mal einer beibringen, denn du bist als Halbgott dazu fähig.“ Myrion war ein gelehriger Schüler und so hatte er recht schnell heraus wie er Teleportieren konnte als auch sich unsichtbar zu machen. Myrion war eine starke und in sich gefestigte Persönlichkeit und das kam ihm jetzt, wo er wusste das er niemals der einzige Mann in Aurians Leben sein würde, zugute. Und Leon war ihm tausendmal lieber als dieser Abschaum von Darcon.

Aurian stand in einer kleinen Nebenhöhle die von ihren Wohn und Amtsräumen abging und fluchte: „Nein noch zu klein sie muss größer sein, es soll ja schließlich ein großer Tisch hinein passen. Ich will wissen was auf den Welten vor sich geht, also werde noch größer:“ Sie sprach mit der Höhle, denn außer ihr war niemand da. Und die Höhle dehnte sich aus. Sie konzentrierte ihren Willen auf die Höhle als sie hinter sich auf einmal hörte: „Vielleicht solltest du sie mal in den Hintern treten, wenn sie nicht tut was du willst.“ Aurian fuhr herum, ihre Konzentration wurde gestört und so endete das Knirschen als die Höhle aufhörte sich aus zu weiten: „Verdammt warum müsst ihr Kerle immer hinter einem auftauchen?“ Leon war hinter ihr aufgetaucht und sein Blick ging langsam an ihr entlang, er grinste leicht: „Vielleicht weil es dramatischer ist, wenn die Frau die man will, auf einmal herum fährt.“ Aurian sah ihn an: „Die Frau die man will?“ Sie betrachtete ihn, er trug ein schwarzes Seidenhemd das er recht leger nur in die Hose gestopft hatte, dessen Knöpfe aber allesamt offen waren und so einen Blick auf seinen kräftigen Oberkörper ermöglichten. Dazu trug er eine recht eng anliegende schwarze Lederhose, die kaum etwas verbarg. Langsam trat er auf sie zu, Aurian wich ebenso langsam zurück. Sie schluckte und sah ihn an: „Was willst du?“ Leons Blick folgte langsam ihren Konturen und das machte er recht deutlich, so das sie seinem Blick folgen konnte: „Was ich will sagte ich bereits, ich will dich.“ Er machte sie nervös „Komm mir nicht zu nahe.“ Leon grinste immer noch: „Was dann? Haust du mich auch mit einem Energiestrahl um? Oder ruft du deinen Mann? Was dann? Du als auch ich wissen das ich dein zweiter Löwe sein werde also wehre dich nicht. Zudem weiß ich welches Feuer in dir brennt.“ Immer noch folgte er ihr langsam und ruhig, bis sie an der Wand angekommen war und mit dem Rücken zur Wand stand. Dann stand er unmittelbar vor ihr und stützte sich rechts und links von ihrem Kopf an der Wand mit den Händen ab. Er sah sie an. „Ich will dich und ich werde dich auch bekommen. Vielleicht nicht jetzt und nicht hier. Doch es ist unausweichlich das du in meinen Armen liegen wirst. Ich werde dein Feuer schüren, bis du nicht mehr kannst und du willst das ich dich nehme.“ Aurian musste jetzt schon tief einatmen, seine körperliche Nähe löste tatsächlich etwas in ihr aus. „Ich werde dir keine Gewalt antun, davor musst du keine Angst haben, nein du wirst dich mir freiwillig hingeben. Du wirst es wollen, dein Körper wird brennen und du wirst wollen das ich es lösche.“ Aurian versuchte ihm zu entkommen, doch er hielt sie zurück, in dem er ihr klar in die Augen sah. Dann beugte er sich herab um ihr nur einen kurzen Kuss zu geben, anschließend trat er zurück. „Ich werde wieder kommen, verlass dich drauf. Du wirst mir nicht entkommen.“ Dann war er verschwunden. Aurian sank auf den Boden, das Atmen fiel ihr schwer. Sie spürte das er ihr Verlangen geweckt hatte und ihr wurde klar, hätte er sie in seine Arme gezogen und sie richtig geküsst, sie hätte sich ihm ergeben. Myrion stand unsichtbar in der Nähe und hatte alles beobachtet, er musste sich eingestehen, so schlecht hatte der junge Gott es gar nicht angefangen, er war direkt auf Aurian losgegangen und hatte ihr Verlangen geweckt, besser hätte er es auch nicht machen können. Und er horchte in sich hinein, war er wirklich nicht eifersüchtig? Oder versuchte er es nur zu überspielen, weil es sein musste. Doch er merkte, es gab tatsächlich keine Eifersucht, sondern eher die Neugierde was Leon als nächstes anstellen würde um Aurian herum zu bekommen. Nur jetzt war ihm auch klar, warum dem jungen Gott keine Frau widerstehen konnte, der Junge war ein Filou. Er wusste genau was er anstellen musste damit ihm die Frauen in die Arme fielen.

In der kommenden Nacht musste Myrion allerdings ausbaden was Leon angerichtet hatte, denn Aurian forderte ihn immer wieder, bis sie beide erschöpft neben einander lagen. Als er sie fragte was los sei, erzählte sie ihm ehrlich was geschehen war und auch das sie sehr wohl auf Leon angesprungen war, das der junge Gott ihr Verlangen geweckt hatte. Myrion nickte: „Kätzchen wir wissen beide das es irgendwann soweit sein wird, also ich bin nicht eifersüchtig. Und wenn du ihn willst, wirklich willst, na dann nimm ihn dir, zeig ihm wo der Hammer hängt, lass ihn bluten. Das meine ich natürlich nicht wörtlich. Abgesehen davon stelle ich es mir sogar aufregend vor, wenn wir beide mit dir zusammen ins Bett gehen. Und für dich dürfte das eine ganz neue Erfahrung sein.“ Sie kuschelte sich an ihn und legte den Kopf auf seine Brust: „Und du bist wirklich nicht eifersüchtig? Es macht dir echt nichts aus?“ Myrion streichelte sachte ihren Rücken: „Nein, nur lass ihn zappeln, spiele mit ihm, zeig ihm das nicht nur er mit dir spielen kann. Ich denke das dürfte recht lustig werden, wenn er statt dich schmoren zu lassen, du ihn schmoren lässt, das hast du bei mir doch nicht viel anders gemacht und ich liebte deine provokante Art.“ Aurian sah Myrion an: „Dir ist aber schon klar das er weit aus gefährlicher ist als du, denn ihm traue ich zu das wenn ich es übertreibe, er nicht lange mit sich spielen lässt.“ Nun lachte Myrion leise: „Kätzchen er ist nicht gefährlicher als ich, nur ich hatte dich ja auch recht schnell soweit, das du mir gabst was ich wollte. Und mit mir würdest du auch nicht lange spielen können, obwohl ich schon solche Spiele liebe.“ Ach?“ Aurian grinste ihn frech an: „Mein Herr Gemahl mag solche Spiele? Nun vielleicht sollte ich dann auch mit dir mal wieder spielen. Wie würde dir das gefallen?“ Myrion drückte sie an sich: „Das würde mir sehr gut gefallen, solange du vertragen kannst was dabei heraus kommt. Denn Kätzchen ich kann recht wild werden, wenn man mich zappeln lässt.“ In Aurian wuchs eine Idee, und sie dachte sich, na mal sehen vielleicht hast du wirklich zu schnell bekommen was du wolltest.

In den nächsten Tagen lies sich Leon bei Aurian nicht sehen, doch arbeitete er wieder mit Myrion in der Schmiede, während Aurian es endlich schaffte den Höhlenraum so hin zu bekommen wie sie ihn haben wollte, er hatte sogar Zugang zum Plateau, obwohl es ihr ebenso merkwürdig wie einst Jasmin erschien, das auch dieser Raum dazu Zugang hatte. Denn vom Plateau selber konnte man lediglich in den Thronsaal und ins Wohnzimmer sehen, doch von innen hatte man Ausblick auf das Plateau und die Insel. Schon merkwürdig, aber sie dachte auch nicht lange darüber nach sondern nahm es ebenso an. Ihr war es wichtig das der Höhlenraum Licht durchflutet war und das reichte ihr. Dann begann sie ihn ein zu richten, ein langer Tisch mit Stühlen erschien darin, an der Wand die Sternenkarte und ebenso daneben eine Auflistung, welche Götter für welche Welt verantwortlich waren. Sie organisierte die Verwaltung der Welten im Gegensatz zu Jasmin die es eher gefühlsmäßig gehalten hatte, recht Generalstabsmäßig. An dem Tisch sollten Besprechungen abgehalten werden, auf welchen Welten es Probleme gab, wo Kriege stattfanden und der gleichen mehr. Hier würde sie also über das Schicksal der einzelnen Welten entscheiden. Ob ein Gott eingreifen sollte, oder die Inkarnationen, oder die Helden des Schicksals ausgesendet würden, wenn es denn mal wieder Helden geben würde. Oder ob sie sogar selber mit ihren Löwen eingreifen musste. Sie hatte ihr Buch aus geschickt um sich seine Helden zu suchen, doch bisher war noch keine Antwort von dem Buch gekommen.

Sie betrachtete gerade ihr Werk als Myrion und Leon den neuen Besprechungsraum betraten, Myrion trug ein Schwert auf seinen Armen und sah immer mal verblüfft darauf: „Kätzchen ich muss dir etwas zeigen. Leon und ich haben gemeinsam an diesem Schwert gearbeitet, doch es geht etwas merkwürdiges von ihm aus. Wir können es uns beide nicht erklären, es wurde ganz normal geschmiedet. Doch sieh selber.“ Damit legte er das Schwert auf den Besprechungstisch. Aurian betrachtete das Schwert, es war edel verarbeitet, hatte einen vergoldeten Griff und es war recht groß. Es hatte sogar feine Ziselierungen auf der Klinge. Langsam lies sie ihre Hand über das Schwert gleiten und dann sah sie die beiden Männer an. „Wo habt ihr die Materialien für das Schwert her genommen?“ Myrion und Leon sahen sich an, dann antwortete Myrion: „Nun die lagen dort in der Schmiede, wir nahmen an das es Stahl sein würde, doch es war wohl etwas anderes, also ich weiß nicht woher es ist.“ Aurian nickte. „Ihr habt hier einen erkalteten Stern verarbeitet oder zumindest einen Teil davon. Das hier ist auch kein gewöhnliches Schwert. Ihr habt zusammen etwas geschaffen das es bisher nur einmal gab. Das Licht geht wahrlich seine eigenen Wege.“ Abermals sahen sich Leon und Myrion an und nun fragte Leon: „Was haben wir geschaffen?“ Aurian sah beide an: „Das hier ist oder wird, wenn ich es mit dem richtigen Zauber belege, wieder ein Schwert des Schicksals sein, der Ansatz ist jetzt bereits vorhanden, schaut hier: “Dabei deutete sie auf einige Symbole die das Schwert trug. Myrion dachte nach: „Ich habe diese Symbole schon mal irgendwo gesehen und dachte das sie gut zu dem Schwert passen würden. Doch weiß ich nicht mehr wo ich sie gesehen habe.“ Aurian lächelte: „Das weiß ich auch nicht, doch hast du ihm instinktiv die Symbole des Schicksals gegeben. Und somit ein Schwert geschaffen das es, wie ich immer dachte, nur einmal in den Welten geben würde. Doch hier ist es und es ist euer Werk, das habt ihr klasse gemacht Jungs. Buch und Schwert werden wieder in die Welten hinaus ziehen und das Unrecht bekämpfen wo es zu bekämpfen gilt. Jetzt fehlen nur noch die Helden und der Zauber der das Schwert zum Leben erweckt.“ Myrion und Leon sahen sie verwundert an: „Das Schwert zum Leben erwecken? Ja wie denn das?“ Aurian lächelte leicht. „Na so,“ dann begann sie sich zu konzentrieren und strich immer wieder sachte mit der Hand an dem Schwert entlang, leise murmelte sie Worte, die so fremd waren das sogar Myrion und Leon sie nicht verstanden. Denn hier sprach nun das Licht selber zum ersten mal, doch würde das keiner von ihnen wissen. Selbst Aurian nicht. Und als Aurian fertig war, begann das Schwert für einen Moment zu leuchten, es war das kraft vollste Schwert das es bisher, mal abgesehen von dem magischen Schwertern die die Löwen besitzen würden, geben würde. Das neue Schwert des Schicksals. Neben dem Schwert erschien nun eine Truhe und in diese Truhe legte Aurian das Schwert. Dann bat sie die beiden Männer die Truhe auf zu nehmen und ihr zu folgen. So gingen die drei nun einige Gänge entlang und es tat sich ein Raum auf, an dessen Kopfseite ein Tisch stand, einem Altar gleich, der mit Kerzen beleuchtet wurde. Sie bat die beiden die Truhe dort ab zu setzen. Dort würde es sein zukünftiger Träger finden. Sie erklärte den beiden das diese Höhle die einzige war, die man auch von den Welten aus betreten konnte, wenn auch nur durch einen geheimen Zugang, den der Held erst finden müsste. Was die drei nicht wussten, es war der gleiche Raum, die gleiche Truhe in der einst Eric das damalige Schwert des Schicksals gefunden hatte, mit einem Unterschied, damals saß eine Seele darin, heute war es ein sehr machtvoller Zauber, den das Licht selbst ausgesprochen hatte, da Aurian noch nicht dazu in der Lage gewesen sein würde, da sie noch nicht über ihre vollkommene Macht verfügte. Nachdem die beiden Männer die Truhe dort abgestellt hatten und Aurian ihnen soweit alles erklärt hatte, was sie wissen mussten betrachtete sie die beiden. Sie standen vor ihr, nur mit ihrer Lederhose bekleidet, mit nacktem Oberkörper da sie direkt als das Schwert fertig und sie sahen das es ungewöhnlich war, ihr gleich gebracht hatten ohne darüber nach zu denken sich ein Hemd an zu ziehen. Ihr Blick ging an beiden entlang, Leon und Myrion begriffen sofort das hier etwas vorging das sie nicht ganz verstanden, so schwiegen sie und ließen Aurians Musterung ruhig über sich ergehen. Aurian nickte leicht als sie ihre Musterung abgeschlossen hatte. Dann sah sie beiden in die Augen. „Nun dann werden wir mal warten ob sich neue Helden finden.“ Sie sprach nicht darüber warum sie die beiden so genau betrachtet hatte, sie wollte sich nur selber darüber klar werden, wollte sie beide oder nicht. Das sie Myrion wollte war klar doch wie sah es mit Leon aus. Doch als sie die beiden so einträchtig nebeneinander stehen sah, wurde ihr bewusst, das hier waren tatsächlich ihre beiden Löwen, sie musst nun nur noch eins tun. Leon sprach sie an, zweifellos, so das es ihr nicht schwer fallen würde, zu tun was von ihr verlangt wurde. Doch sie würde ihn zappeln lassen wie es Myrion ihr geraten hatte. Und in diesem Moment fand sie zu ihrer eigenen Frechheit zurück. Sie würde Leon nicht wie eine reife Frucht in die Arme fallen, er sollte schon mehr bringen als nur einige coole Sprüche. „Was haltet ihr davon wenn wir ein wenig baden gehen und uns entspannen, ihr habt hart gearbeitet, ich ebenso und nun wird es Zeit zum faulenzen.“ Damit ging sie an beiden vorbei und grinste frech vor sich hin. Kurze Zeit später betraten sie das Plateau und Aurian ging auf den Wasserfall zu, legte ohne Scham ihre Kleidung ab und lies sich in das Wasser vor ihr fallen. Myrion grinste ebenso wie sie, er ahnte was sie vor hatte und tat es ihr gleich. Nur Leon stand fassungslos da, als Aurian sich auszog und er sie nun sehen konnte wie sie war. Ihm blieb fast der Atem stehen, sie war wunderschön. Heißes Begehren stieg in ihm auf. Laut rief Aurian ihm zu: „Willst du da fest wachsen oder lieber zu uns kommen?“ Als er sie auf ihren Zuruf hin ansah überlegte er kurz, sie würde sehen was mit ihm los war, sie würde wissen was sie bei ihm angerichtet hatte. Und das schlimmste für ihn war, auch Myrion würde es sehen können. Nun auch Myrion wartete ab, ihm war klar was passiert war, denn er erinnerte sich noch gut, das er ebenso vor ihr gestanden hatte, das er sie ebenso begehrt hatte und sein Körper nicht unbedingt auf ihn hörte wenn er ihm sagte, es nicht so offensichtlich zu zeigen. Doch dann zuckte Leon leicht mit der Schulter und zog sich ebenfalls aus. Er wusste genau was die beiden nun zu sehen bekommen würden. Aurian sah Myrion kurz an, er grinste immer noch. Dann lies sich auch Leon in das Wasser fallen, ging auf Aurian zu und hauchte ihr zu: „So konntest du wenigstens sehen was dich erwartet.“ Dann begannen sie alle drei eine Balgerei im Wasser und tobten herum wie die Kinder. Leon konnte immer mal leicht Aurian an sich spüren wenn sie ihn oder er sie untertauchte und das half ihm nicht gerade seine Beherrschung zu bewahren. So kam es das er sie, als sie wieder mal vor ihm stand und versuchte ihn unter zu tauchen, sie an sich riss und urplötzlich hart küsste. Im ersten Moment noch verblüfft konnte sie aber nicht anders als seinen Kuss zu erwidern. Dann lies er sie genau so plötzlich wieder los wie er sie an sich gerissen hatte und wendete sich ab. Er sah Myrion an und atmete schwer. „Die Frau macht mich fertig.“ Myrion lachte leise: „Warte mal ab wie fertig sie dich macht wenn es weiter geht. Da ist das hier harmlos dagegen.“ Später saß man einträchtig auf einer Decke zusammen und aß und trank etwas. Sie unterhielten sich über belangloses und alltägliches. Leon versuchte Aurian nicht zu oft an zu sehen, weil er die Reaktionen seines Körpers kannte. Doch immer wieder glitt sein Blick zu ihr hin, er sah ihren wohl geformten Körper, sah die Muskeln die sie entwickelt hatte, bei ihrem Kampftraining. Er sah ihre leicht gebräunte Haut und das rassige Gesicht das von ihren langen schwarzen Haaren umrahmt wurde, ebenso wie ihre strahlend blauen Augen. Und er sah das sie eigentlich keine Scham besaß, das es ihr im Grunde egal war ob man sie so sah. Sie ging recht offen mit allem um, es schien ihr nichts auszumachen hier zwischen zwei nackten Kerlen zu sitzen, die Probleme hatten sich zu beherrschen. Und auf einmal wusste er, er hatte sich verliebt. Er würde sie immer mit Myrion teilen müssen, doch irgendwie machte ihm das nichts aus, solange sie auch ihn erhören würde. Er würde hier ein Glück finden, das er bei Johana nie gefunden hätte, es ergab sich alles wie von selbst. Jetzt musste er sie nur noch dazu bekommen auch mit ihm zu schlafen. Aber irgendwie wusste er das ihm das nicht schwer fallen würde, das hatte er eben an dem Kuss den sie erwidert hatte, gemerkt.


Kapitel 7: Aurians zwei Löwen


 

Der Tag, den Leon mit Myrion und Aurian am Wasserfall verbracht hatte, lies ihn nicht mehr los. Sein Verlangen nach dieser Frau war stetig gestiegen. Myrion beobachtete ihn den Tag danach, Leon war fahrig und nichts wollte ihm gelingen. Myrion lachte in sich hinein, ihm war klar was mit Leon los war und konnte es ihm nachfühlen. So sah er ihn an: „Also komm, raus mit der Sprache was ist los?“ Leon schaute ihn giftig an: „Das fragst du noch? Gerade du müsstest wissen was mit mir los ist. Es lässt mich nicht mehr los. Ich kann an nichts anderes mehr denken. Ich sagte doch die Frau macht mich fertig.“ Myrion nickte und antwortete so als würde er an nichts böses denken: „Nun ich weiß das sie im Moment alleine in unseren Räumen ist, vielleicht solltest du mal nach ihr sehen. Und später komme ich dazu und wir können reden, was hältst du davon? Denn im Moment bist du mir keine große Hilfe.“ Myrion wusste genau was er tat und hoffte das sich das heute eventuell klären ließe, wenn Leon keinen Mist bauen würde. Natürlich würde er sich dessen Bemühungen ansehen. Er wollte schließlich wissen was mit Aurian sein würde. Er misstraute Aurian nicht, doch dachte er sich zuschauen tut keinem weh. Leon sah ihn überrascht an: „Du weißt was passieren wird, wenn ich zu ihr gehe. Du weißt das ich sie mir nehmen werde, oder nicht?“ Myrion nickte: „Sicher weiß ich das und ich muss zugeben du bist mir lieber als irgendein anderer. Also geh schon und tue was eh getan werden muss. Und zudem stelle ich es mir recht aufregend vor, wenn wir mit ihr gemeinsam das Bett teilen werden.“ Daran hatte Leon noch gar nicht gedacht gehabt, aber nun wurde es ihm bewusst, er würde nicht mit Aurian dann alleine leben, sondern Myrion würde ebenso mit ihnen später das Bett teilen. Nun sah er Myrion an: “Du denkst an einen Dreier?“ Dieser nickte verschmitzt: „Richtig, nur ob das Aurian auch bewusst ist? Oder stört es dich? Denn das solltest du alles genau überlegen. Denn wenn du als auch ich mit ihr das Bett teilen, wird es zwangsläufig auch darauf hinaus laufen. Und ich gestehe freimütig das ich mich sogar darauf freue. Das Kätzchen ist so heiß, das verträgt uns beide. Nur jetzt solltest du erst mal alleine zu ihr gehen und zusehen ob du sie rum kriegst.“ Leon nickte, leise kam von ihm: „Danke.“ Dann war er verschwunden, er wollte sich erst mal waschen und sich ein wenig zurecht machen, schließlich hatte er nun vor zum Totalangriff über zu gehen. Als er kurze Zeit später die Räume der Herrin des Lichts betrat, sah er sie auf dem Sofa sitzen, sie las in einem kleinen Buch. Als sie ihn bemerkte sah sie zu ihm auf: „Oh hallo Leon, ich lese gerade das Buch das Leith geschrieben hat, er bat mich es zu lesen und es dann in den Welten verteilen zu lassen, es ist eine Art Bibel, die erklärt welche Götter es gibt und es erzählt auch von der Herrin des Lichts und der Entstehung des Universums. Und sowas alles.“ Er nickte und sah sie an, sein Blick war dunkel. „Deswegen bin ich aber nicht gekommen.“ Er schritt auf sie zu, nahm ihr als er bei ihr angekommen war das Buch aus der Hand, legte es auf den Tisch und zog sie vom Sofa hoch, direkt in seine Arme. Alles ging so schnell das Aurian erst reagieren konnte als er sie bereits verlangend küsste. Sie versuchte sich von ihm zu befreien, so löste er den Kuss und sah sie an: „Ich will dich und ich weiß das du mich ebenso willst.“ Aurian spürte seinen Körper, sie begann sich zu wehren und er grinste sie an. „Heute entkommst du mir nicht meine Kleine.“ Dann presste er sie regelrecht an sich so das sie seinen Körper über deutlich spüren musste und küsste sie abermals.“ Als er diesmal den Kuss löste rang Aurian nach Atem.“ Er lies sie los und sah sie an. Dann öffnete er langsam sein Hemd und zog es aus, sie betrachtete ihn. Als sie kurz darauf versuchte weg zu kommen hielt er sie fest, „Aber nicht doch meine Süße, nicht weg laufen. Wenn du es wirklich nicht willst werde ich auch nichts tun, versprochen. Doch jetzt gib mir noch einen Kuss.“ Damit riss er sie abermals an sich und küsste sie nun wie am Tag zuvor hart und fordernd. Aurian spürte sein Verlangen in dem Kuss, ihre Knie wurden weich und auf einmal schlang sie ihre Arme um seinen Hals und erwiderte den Kuss ebenso. Sachte begann er sie aus zu ziehen, ohne den Kuss zu lösen und drängte sie langsam Richtung Schlafzimmer. Sie half ihm sogar in dem sie unterwegs ihre Hose auszog. Und sich wieder an ihn drückte. Dann löste er den Kuss. „Willst du mich?“ Aurian atmete schon schwer und nickte: „Ja ich will dich. Doch was ist mit Myrion?“ Leon sah an ihr entlang, „Er wird später dazu kommen wir haben also Zeit. Doch jetzt gib mir was ich will, lass mich dich lieben.“ Als sie am Bett ankamen gab er ihr nur einen kleinen Stoß das sie auf das Bett fiel, sie sah ihn an und rutschte weiter auf das Bett hinauf. Er zog sich nun ganz aus und legte sich kurz darauf zu ihr. Leicht beugte er sich über sie und küsste sie abermals, dabei strichen seine Hände langsam an ihr entlang, er schürte ihr Feuer wie er es gesagt hatte. Myrion stand unsichtbar in der Nähe und hatte von Anfang an alles beobachtet, hätte Leon irgend etwas mit Gewalt versucht wäre er eingeschritten. Doch nun sah er wie dieser recht sanft mit ihr umging. Dann grinste er in sich hinein und dachte : Junge mach dich auf etwas gefasst. Aurian zögerte noch einen Moment und sah ihn an. Leon streichelte sie weiter und griff auch hier und da mal etwas fester zu, was sie leise aufstöhnen ließ. Doch dann brach der Damm und Aurian zog seinen Kopf zu sich herab und küsste nun ihn recht wild. Darauf war er nicht gefasst gewesen und ihm entrang sich ein leises stöhnen, dann brach es auch bei ihm durch und er verlor endgültig die Beherrschung. Ohne weiter darüber nach zu denken drängte er sich nun zwischen ihre Beine und nahm sich was er von ihr wollte. Er hatte komplett die Kontrolle verloren und machte immer weiter, wie aus weiter Ferne hörte er Aurian vor Lust aufschreien. Und nun erlebte er etwas das er noch nie erlebt hatte, nämlich das ihm eine Frau seinen Rücken zerkratzte, das er gebissen wurde und wie sich eine Frau unter ihm fordernd wand. Ebenso konnte er nun sehen wozu Aurian fähig war, denn sie warf ihn urplötzlich von sich herunter und setzte sich auf ihn um nun so weiter zu machen. Er rang nach Atem und man hörte nun ihn schreien. Sie forderte ihn immer und immer wieder, er glaubte schon das er bald nicht mehr können würde. Selbst als sie wieder unter ihm lag, weil er sich so ein wenig Kontrolle zurück holen konnte, forderte sie ihn immer noch. Das hatte er noch nie erlebt. Jede andere Frau hätte spätestens nach dem zweiten mal das Handtuch geworfen. Doch diese hier, wollte immer noch mehr. Irgendwann sank er auf sie herab und keuchte: „Oh Gott, das hätte ich nie erwartet. Gib mir einen Moment Pause, lass mich wieder mal zu Atem kommen.“ Myrion grinste als er das hörte und dachte sich jetzt wäre sein Moment gekommen, so wurde er sichtbar und zog sich gerade aus, als Leon sich langsam neben Aurian gleiten lies und nur noch nach Atem rang. Nun Myrion brauchte keine Anheizphase, ihn hatte das Schauspiel schon so heiß gemacht das er nun weitermachte wo Leon nicht mehr konnte und Aurian merkte es nicht mal das ihr Liebhaber gewechselt hatte, sie forderte weiter. Sie krallte sich nun an Myrion fest und er nahm sie jetzt weiter. Es zog sich noch einige Zeit hin denn auch Myrion sah nicht ein das er sich in irgendeiner weise zurück halten sollte und nahm sich was er wollte. Leon sah nun ihm zu und küsste Aurian immer mal zwischen durch, während seine Hände sachte an ihr entlang strichen. Myrion hörte erst auf, als er Aurian sagen hörte. „Ich kann nicht mehr.“ Dann sah er zu ihr herab und lächelte. Sie sah zu ihm auf und merkte erst jetzt das es nicht mehr Leon war. Als sie den Kopf drehte sah sie wie auch Leon sie anlächelte. Sie war total erschöpft, doch sah sie beide zufrieden an. Leise hauchte sie: „Gebt mir einige Minuten, dann können wir weiter machen.“ Nun lachte Myrion wieder herzlich: „Ja das ist Aurian wie sie leibt und lebt.“ Dann entzog auch er sich ihr und legte sich neben sie, sich ihr zuwendend: “Kätzchen ich hoffe du bist diesmal wirklich zufrieden.“ Aurian schnurrte leise: “So könnte man sagen, ja.“ Sie räkelte sich wohlig in den Kissen und beide Männer mussten lachen als sie ihr zufriedenes schnurren hörten. Später saßen beide Männer noch auf dem Plateau, sahen in den Sternenhimmel und tranken ein Glas Wein, während Aurian sich bereits zum schlafen niedergelegt hatte. Myrion sah Leon an: „Und bist du zufrieden?“ Der sah ihn glücklich an. „Oja und wie. Sie ist wirklich atemberaubend. Und du hättest mich ja doch ein wenig vor warnen können, das ich mir meine Kräfte einteilen soll.“ Myrion nippte an seinem Wein: „Warte mal ab, das war heute nur deswegen weil du wirklich scharf auf sie warst. Das wird sich ein wenig legen und dann wirst du auch nicht mehr so schnell die Beherrschung verlieren und wirst auch mehr Ausdauer haben. Mir ging es beim ersten mal mit ihr nicht anders. Ich habe mich schon öfters gefragt, ob die Kerle mit denen sie ihre ersten Erfahrungen gemacht hat, das überhaupt überlebt haben.“ Leon sah ihn an: „Also ich denke ich werde wohl länger so scharf auf sie sein, sieh sie dir doch an, die Frau ist einzigartig, sie hat mir etwas gegeben was mir bisher noch keine Frau geben konnte.“ Myrion lachte. „Was? Kratzer auf deiner Haut?“ Nun lachte auch Leon: „Das auch, aber das meinte ich nicht, sondern die totale Befriedigung. Keine sterbliche Frau war je dazu in der Lage. Doch sie ist es. Und.....ich liebe sie. Und weißt du was? Nun kann ich auch verstehen, das mein Vater, Jasmin folgte, wenn sie ihm auch dieses Gefühl gegeben hat, kann ich es mehr als verstehen. Denn ich würde Aurian auch überall hin folgen.“ Myrion konnte darauf nichts mehr sagen, denn ihm ging es nicht anders und so nickte er nur zustimmend. Leon sah Myrion an: „Ich mag unsere Gespräche und bisher hatte nie jemand mit mir so offen geredet wie du. Das hat mir auch sehr viel gegeben. Und ich freue mich auf die Zukunft, das ist das erste mal seit ich denken kann, das ich mich auf etwas freue, ist das nicht verrückt?“ Myrion nickte: „Nun warum sollte ich nicht offen mit dir reden? Ich habe kein Problem über egal was zu reden, wenn du also was wissen willst oder dich etwas bedrückt, nun dann heraus mit der Sprache. Und ich kann verstehen das du dich freust, wir haben auch allen Grund dazu.“ Leon sah ihn an: „Nun eine Frage habe ich schon. Wie sieht es eigentlich aus, kannst du wirklich immer?“ „ Nun immer ist ein wenig hoch genommen, ich brauche auch meine Pausen und Erholungsphasen, aber ansonsten, nun ja. Ich liebe es mit einer Frau zusammen zu sein und in der Regel kann ich auch nicht genug bekommen. Und wenn ich ehrlich sein soll, ich könnte schon wieder.“ Leon lachte leise: „Schon wieder? Du bist ja schlimmer als ich.“ So unterhielten sich die beiden noch eine Weile lang bis auch sie ins Bett gingen. Am nächsten Tag würde Leon seine Sachen aus dem kleinen Schlösschen holen das Andra und Mystra mit ihren Kindern bewohnten und sich in den Räumen der Herrin häuslich einrichten. Der junge Gott war glücklich, und das sah ihm auch jeder an. Er hatte einen gehörigen Wandel durchgemacht und er wäre nun für die einzige Frau die er liebte durch das Feuer und zurück gegangen, wenn sie es gefordert hätte. Auch würde er von Andra das Schwert das sein Vater getragen hatte und ihn nun zu Aurians zweiten Löwen machen würde, erhalten. Aurian würde ihm den Namen des Schwertes sagen damit er dessen Zauber auch nutzen konnte. Man konnte wieder zur Tagesordnung übergehen. Leiths Bücher würden individuell auf allen Welten, klamm und heimlich verteilt werden, so das die Menschen oder Wesen auf den Welten auch wussten welchen Gott sie anbeten konnten und das es die Herrin des Lichts gab und noch so einiges mehr. Aurian würde immer mal eine Besprechung abhalten um auch über alles auf dem laufenden zu sein. Und Myrion und Leon würden sie wie ihre Schatten überall hin begleiten. Aurian machte es sich sogar zur Angewohnheit, sämtlichen Welten hin und wieder einen Besuch ab zu statten und wurde meistens von zwei Löwen begleitet, mit denen nicht zu spaßen war. Ihr erste gemeinsame Nacht hatte tatsächlich wieder eine neue Welt hervorgebracht. Und diese begann sich nun auch langsam mit Leben zu füllen. Aurian wusste das nicht jedes mal eine neue Welt entstehen würde, wenn sie mit den beiden schlief, doch ab und an würde sich eine neue Welt ins Universum einreihen.