

Kapitel 5: Leith

Aurian war es unendlich peinlich
als sie endlich wieder wach wurde und hörte was man sich
erzählte. Sie lief im Wohnzimmer auf und ab: „Ich kann mich doch
nirgendwo mehr blicken lassen.“ Myrion stand halbnackt nur mit
einer Hose bekleidet lässig an einer Wand gelehnt und hatte die
Arme vor der Brust verschränkt. Er konnte das grinsen einfach
nicht lassen. Das brachte Aurian natürlich noch mehr auf. “Erst
werden wir beobachtet, dann müssen auch noch andere meine
Unzulänglichkeit mitkriegen und nun erzählt man das auch noch
überall herum.“ Sie sah Myrion giftig an: „Und nun zieh dir
endlich etwas an, du machst mich nervös.“ „Kätzchen man erzählt
sich nichts über deine wie du es nennst „Unzulänglichkeit“
sondern lediglich wie ich damit umgegangen bin. Und zudem finde
ich es gar nicht schlecht, ich weiß nun wo ich bei dir dran bin
und ich muss zugeben mir gefällt es. Also worüber regst du dich
so auf? Ich weiß jetzt zumindest das ich dich ohne Probleme
selbst in deiner schlimmsten Zeit befriedigen kann, das ist doch
was und wenn ich dich nervös mache, schau eben nicht hin. Geh
locker damit um, wo ist die Kleine die sich provozierend vor mir
bückte um mich heiß zu machen und mich aus der Reserve zu
locken? Meinst du wirklich die hätte sich von so einem bisschen
Gerede aus der Ruhe bringen lassen? Das glaube ich kaum. Also
was steckt wirklich dahinter das du dich so aufregst?“ Sie
stoppte vor ihm und sah ihn an, langsam glitt ihr Blick an ihm
entlang, sie sah mit welcher Gelassenheit er dort stand und sie
immer noch angrinste. „Nun ja Leith, wenn ich ehrlich sein soll.
Ich will das einfach nicht, verstehst du? Du reichst mir
vollkommen und ich will einfach keinen anderen. Und das du mir
reichst hat man ja gesehen.“ Das ging Myrion runter wie Öl und
seine Eifersucht, sollten noch irgendwo irgendwelche Reste
gewesen sein verflüchtigten sich endgültig. Er sah sie ruhig an:
„Nun dann lass ihn wo er ist. Dann hat sich das auch erledigt.“
Er wusste genau das sie das nicht tun würde, denn sie fand es
grausam das Leith nicht glücklich werden konnte. „Das kann ich
nicht, ich habe es in der Hand ihm zu seinem Glück zu verhelfen.
Wie soll ich glücklich sein, wenn ich weiß das dort jemand ist,
der unglücklich ist. Das kann ich einfach nicht.“ Myrion grinste
nach wie vor: „Nun das ist ein Dilemma, also wirst du es doch
tun müssen. Ich habe nur eine Frage, darf ich zu sehen?“ Mit der
letzten Frage wollte er sie nur aus der Reserve locken. Ihr
verschlug diese Frage glatt die Sprache, sie starrte ihn
ungläubig an, doch er redete schon weiter: „Oder ich mache mit
das wäre doch auch noch eine Alternative, falls er es nicht
schaffen sollte dir auch nur irgendeinen Seufzer zu entlocken,
ich könnte es.“ Er passte genau auf ihre Reaktion auf und als
sie ihm in sein frech grinsendes Gesicht sah musste sie doch
lachen. „Du hast ja recht. Und sei vorsichtig was du
vorschlägst, es könnte sein das ich dich beim Wort nehme.
Allerdings muss ich sagen, das was du mir mal sagtest, das du
gut im Bett bist, also das kann ich nur bestätigen mein Lieber.
Also was solls, man hat uns dabei gesehen, man bewundert deine
Potenz, in Ordnung, also Schwamm drüber.“ Dann grinste sie ihn
frech an und zwinkerte ihm zu: „Nun werde ich mal unser Bett
fertig machen damit Leith sich auch wohl fühlt wenn ich ihn mir
zur Brust nehme.“ Nun lachte Myrion herzlich. „Vielleicht sollte
ich mitkommen und dir beim Betten machen helfen.“ Aurian lachte
immer noch: “Ist klar danach dürfte das Bett wohl noch
unordentlicher sein als es vorher war. Denn ich denke das wir es
in dem Fall wohl einige Zeit benutzen werden und anschließend
keine Kraft mehr haben es noch zu machen.“ Myrion zuckte leicht
mit der Schulter: „Ach weisste, ich bin nicht so der häusliche
Typ, aber diese Art von Betten machen gefällt mir und ich könnte
mich dazu hinreißen lassen dir öfter zu helfen.“ Dann wurde
Myrion ernst: „Wann ist es soweit, also ich meine wann ist sein
freier Tag und wie soll das dann ablaufen?“ Aurian wurde
schlagartig auch wieder ernst: „Schon Morgen deswegen habe ich
ja die letzte Zeit damit verbracht mir den Zauberspruch ein zu
prägen.“ Myrion nickte: „Doch Kätzchen, ich habe da mal eine
klitzekleine Frage. Also Jasmin, so erzählte man mir hatte die
Fähigkeit das was sie sich wünschte, das es dann auch geschah.
Musst du wirklich Zaubersprüche lernen? Ich meine du bist die
Herrin des Lichts und müsste dann deine Macht nicht unendlich
sein? Das heißt müsste dir nicht alles möglich sein? So auch dem
Buch den Zauber zu geben den es braucht? Und könntest du nicht
einfach bestimmen das Leith nun frei sein soll?“ Aurian sah
Myrion verblüfft an: „Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen,
aber ich weiß jemand der es mir sagen kann. Da werde ich
nachfragen. Komm mal mit.“ Dabei griff sie nach seiner Hand und
zog ihn hinter sich her zur Kristallhöhle. Unterwegs fragte
Myrion sie: „Wen willst du fragen?“ Sie sah ihn an: „Na wen
schon, Jasmin, wen sonst? Wenn es einer weiß dann sie. Und sie
hat mir ja angeboten wenn ich mal nicht weiter weiß das ich sie
fragen darf.“ Das verblüffte nun wieder Myrion. „Du sag mal, dir
ist schon klar das sie tot ist, oder?“ „Klar weiß ich das, doch
das Licht überbrückt alles, auch die Schranke vom Leben zum Tod
und so ist es mir möglich mit ihr zu reden. Doch will ich sie
auch nicht zu oft belästigen. Aber hier kann sie mir vielleicht
helfen.“ Inzwischen waren sie in der Kristallhöhle angekommen
und Aurian öffnete die Wand zum Bestattungsraum. Dann trat sie
zu Jasmin an die Bahre und legte ihre Hand auf deren. Leise
flüsterte sie in Gedanken: „Jasmin hörst du mich? Wenn ja, ich
habe da einige Fragen, wie groß ist meine Macht? Könnte ich dem
Buch auch ohne Zauberspruch den Zauber geben den es braucht und
kann ich bestimmen das Leith aus dem Buch darf?“ Erst war Stille
, doch dann hörte sie die Stimme, ihre Ahnin: „Hallo Kind, ja
ich höre dich, also um deine Fragen zu beantworten. Deine Macht
wird unendlich sein. Du bist das Licht, du bestimmst was
geschehen soll. Doch solltest du eins niemals tun, dich in alles
einmischen was die Menschen angeht. Such dir einige
Schicksalshelden die für dich die Arbeit auf den Welten tun. Was
nun das Buch angeht, nun du kannst bestimmen was das Buch tun
können soll und was nicht, du musst es nur ganz genau
formulieren und es darf dir dabei kein Fehler unterlaufen. Was
nun Leith angeht, du kannst bestimmen das er aus dem Buch kommt.
Allerdings wird deine Macht erst unendlich sein, wenn du deine
zwei Löwen hast. Erst dann wirst du vollständig sein. Die Macht
dieses Universums besteht aus der Zahl drei. Das ist wichtig,
solange du nicht vollständig bist, ist deine Macht begrenzt.
Auch du unterliegst gewissen Einschränkungen, das ist damit du
nicht sorglos mit der Macht die du hast umgehst. Mit der Zeit
werden deine Beschränkungen sich langsam aufheben. Doch jetzt
noch nicht. Und wo du einmal da bist, sag Mystra Darcon ist hier
sie muss sich um seine Seele keine Sorgen machen. Dorian hat
sich seiner angenommen und kümmert sich auf seine Weise um ihn.
Das wird ihr Mutterherz beruhigen.“ Aurian nickte. „Danke dir,
weißt du wer der zweite Löwe sein wird?“ „Ja, doch werde ich es
dir nicht sagen, denn was dich und deine Löwen angeht, die
Zukunft muss für euch im verborgenen bleiben damit es so kommt,
wie es kommen muss. Da darf sich keiner einmischen auch ich
nicht.“ Aurian nickte abermals und bedankte sich nochmals bei
Jasmin für ihre Hilfe. Anschließend löste sie ihre Hand von der
Jasmins und sah Myrion an. „Du hattest recht, meine Macht wird
irgendwann unendlich sein, nichts wird sich mir widersetzen
können. Doch jetzt habe ich noch nicht die vollständige Macht.
Nichts desto trotz will ich versuchen ob ich Leith nicht auch
so, Kraft meines Willens aus dem Buch holen kann. Doch zuvor
sollten wir bestimmen was das Buch können muss oder soll, denn
ich habe so das Gefühl das Buch des Schicksals wird bald wieder
gebraucht werden. Jasmin sagte mir ich solle mir
Schicksalshelden suchen für die Arbeit auf den Welten.“ Dann
saßen die beiden die ganze Nacht an der Formulierung, für das
Buch, Myrion half ihr so gut er konnte. Am Morgen las Aurian das
ganze noch mal vor was sie notiert hatten, damit ihnen ja kein
Fehler unterlief. Myrion nickte. „Ich glaube jetzt haben wir
es.“ Aurian nickte : „Also gut befreien wir eine Seele von ihrer
Qual, das heißt ich versuche es zumindest und wenn das nicht
klappt, dann werde ich mit Leith schlafen, wenn es nicht anders
geht. Dann wird er auch frei sein, anschließend werde ich dem
Buch sagen was es können muss und was es nicht darf.“ Myrion
nickte. „Das finde ich beides absolut in Ordnung.“ Abermals
betraten beide kurz darauf den Kristallraum und Aurian legte
ihre Hand auf das Buch: „Leith, ich werde nun versuchen dich aus
dem Buch zu holen. Halte dich also bereit.“ Leise hörten Myrion
und Aurian ein leises: „Danke“ Dann begann Aurian ihren Willen
zu konzentrieren und auf das Buch zu legen und immer wieder
wiederholte sie: „Gib die Seele frei, ich befehle es dir. Ich
bin die Herrin des Lichts, gib die Seele frei, ich befehle es
dir.“ Und das Wunder geschah, vor seiner Zeit löste sich Nebel
aus dem Buch und kurz darauf stand Leith vor ihnen und strahlte
sie an: „Ich bin wirklich frei, ich weiß nicht wie ich dir
danken soll.“ Dann kniete er sich vor Aurian nieder. „Herrin
egal was ihr jemals von mir verlangen solltet, egal was es auch
sein mag. Immer werde ich an eurer Seite stehen.“ Aurian hatte
Tränen in den Augen und bat Leith sich zu erheben. „Ich habe
einen Auftrag für dich, gehe zu Johana und sage ihr das du frei
bist und das sie eine Hochzeit vorbereiten soll.“ Als sie nun
das glückliche Strahlen in Leiths Augen sah, freute sie sich mit
ihm. Einen Moment später war Leith verschwunden. Als Aurian nun
ihre Hand auf das Buch legte spürte sie das es tot war, nicht
mehr als ein Buch. Nun begann sie zum zweiten mal an diesem Tag
ihren Willen auf das Buch zu konzentrieren, und ihre Befehle in
das Buch zu geben. Wortgetreu so wie Myrion und sie es
ausgearbeitet hatten gab sie den Befehl in das Buch hinein. Als
sie damit fertig war begann das Buch zu leuchten. Und in
goldenen Lettern erschien auf dem Einband: Buch des Schicksals.
Das ganze hatte sie sehr viel Kraft gekostet und sie schwankte
leicht, Myrion fing sie auf. Und brachte sie in ihre Räume und
ins Bett. Allerdings wusste Aurian nun, das das Buch ihr nie
wieder sagen würde was sie wissen musste, es war nun darauf
ausgerichtet einer Priesterin des Schicksals zu offenbaren was
sie wissen musste. Und sie würde das Buch in die Welten schicken
und hoffen das es seine Helden finden würde, gemäß dem Auftrag
den es bekommen hatte.

Kapitel 6: Das Licht geht seine
eigenen Wege

Leon suchte Myrion auf um mit ihm
zu reden. Als er seine Mutter verließ wusste er was er zu tun
hatte. Inzwischen hatte sich auch herum gesprochen das Leith
frei war. Auf dieser Insel blieb nicht lange etwas verborgen. Er
traf wie üblich Myrion in der Schmiede an. Baute sich vor ihm
auf, was Myrion nun doch sehr wunderte und sah ihn an. „Also was
möchtest du? Ich sehe dir an das du heute nicht zum Schmieden
gekommen bist.“ Leon nickte: „Richtig, ich komme um mit dir zu
reden. Du hast recht, ich will sie und ich will ihr zweiter Löwe
werden. Ich begehre sie, ob ich sie liebe weiß ich nicht, doch
sie weckt Gefühle in mir die weit darüber hinaus gehen als sie
nur im Bett haben zu wollen. Und nun nach dem Vorfall vor
wenigen Tagen dürfte auch dir klar sein, so potent und stark du
auch sein magst, auf Dauer, wenn sich derartige Vorfälle häufen,
wirst du es nicht mehr alleine schaffen.“ Myrion wollte ihn
unterbrechen doch Leon winkte ab, er solle schweigen: „Und da
meine Mutter mir sagte sie wüsste nicht wie du zu dem zweiten
Löwen oder einem anderen Kerl in ihrem Bett stehst, so komme ich
zu dir um das unter Männern zu klären. Ich bin dir dankbar, du
hast mir gezeigt das es auch noch anderes in meinem Leben gibt
und es macht mir Freude mit dir zusammen hier in der Schmiede zu
arbeiten. Und ich will ehrlich sein, ich hatte eh vor Darcon zu
töten, ich weiß ich müsste das nicht sagen, aber ich will
wenigstens dir gegenüber mit offenen Karten spielen. Doch als
ich spürte das er Aurian bedrohen würde, kochte etwas in mir
über und ich tat es in diesem Moment wirklich nur um sie zu
schützen, ich dachte gar nicht mehr an mein Vorhaben. Aber wie
dem auch sei. Ich frage dich nun, würdest du mich neben dir und
in Aurians Bett als zweiten Löwen akzeptieren?“ Was nun geschah
brachte Leon total aus der Fassung denn Myrion lachte, er lachte
so herzlich das ihm sogar die Tränen kamen. Als er sich
einigermaßen wieder gefasst hatte, sah er Leon an. „Also Leon,
erstens ich muss mich eh damit abfinden das es einen zweiten
Mann in Aurians Bett wie du es nennst, geben wird. Und da ich
dich einigermaßen durchschaut habe, warum nicht du. Ich denke
auch wir kommen gut mit einander klar und ich hoffe es wird nie
zu Eifersüchteleien zwischen uns kommen. Und entschuldige wenn
ich lachte, doch ist es nicht verrückt das du zuerst zu mir
kommst? Aurian weiß nicht mal dass du sie willst und da fragst
du mich ob ich dich akzeptieren würde? Wäre es da nicht
angebrachter erst mal zu sehen ob sie dich überhaupt will? Hast
du wirklich genug Selbstbewusstsein um neben mir bestehen zu
können und du siehst mein Ego ist groß genug für zwei Männer,
weil ich weiß was ich bin. Doch weißt du das auch? Weißt du was
du bist?“ Myrion sah ihn fragend an. „Ja ich weiß was ich bin
und ich kann locker mit dir mithalten. Ich bin wie mein Vater,
wenn auch nicht in allem, doch so in bestimmten Bereichen. Ich
kann mich beherrschen, was ihm abging. Und sie wird mich wollen.
Ich werde ihr keine Gewalt antun, doch ich werde sie dazu
bringen das sie mit mir ins Bett geht. Und es ist nicht verrückt
das ich zuerst zu dir komme, denn ich habe keine Lust darauf das
du mir aus Eifersucht eventuell einen Dolch in den Rücken jagst,
nur weil du vielleicht mit bekommst das ich sie herum gekriegt
habe. Ich werde ihr Feuer schüren und ich werde es löschen.“
Myrion sah ihn ruhig an. Nun kannte er den zweiten Löwen und er
machte sich nichts vor, wenn Leon es richtig anstellen würde,
dann würde Aurian schwach werden, sie war keine normale Frau, in
ihr kochte das Feuer der Leidenschaft höher als bei jeder
anderen, sie war empfänglich für die Avancen eines Mannes. Man
durfte Aurian nur nicht darüber nachdenken lassen. Denn wenn sie
begann darüber nach zu denken, würde sie sich weigern. Wie bei
Leith. Myrion sah an Leon entlang, körperlich war er nun fast
ebenso stark wie er, die Arbeit in der Schmiede hatte Leon
gestählt. Sein Körper war muskulös und kraftvoll. Also genau
worauf Aurian anspringen würde, sie mochte starke Männer, ein
Weichei hätte sie nie neben sich geduldet. Leon hatte auch eine
innerliche Wandlung durchgemacht, die Gespräche die sie geführt
hatten, hatten Leon verändert. Alleine das er nun zu ihm
gekommen war, zeigte es deutlich. Und sein Selbstbewusstsein
schien stark genug zu sein um tatsächlich neben ihm bestehen zu
können. Leon wartete ruhig ab, er sah das Myrion überlegte und
er ließ ihm die Zeit dazu. Dann nickte Myrion und sah Leon ins
Gesicht. „In Ordnung versuch es, aber ich habe eine Bedingung,
sieh ihr in die Augen, ich will wissen ob du ihren Blick
erträgst. Und solltest du es tatsächlich schaffen das sie mit
dir ins Bett geht,werde ich dich als zweiten Löwen akzeptieren.“
Leon nickte: „Das ist ein Wort und die Bedingung will ich gerne
erfüllen. Ich brauche keine Angst mehr zu haben, ihren Blick
werde ich ertragen können, nicht wie mein Bruder.“ Als Leon
gegangen war erschien auf einmal Andra neben Myrion, dieser
hatte von Mystra erfahren was Leon wollte und war ihm gefolgt.
„Und du bist dir sicher das du es erträgst das ein anderer Mann
ihr gibt was bisher nur dir vorbehalten war?“ Myrion nickte: „ja
Vater, denn der Vorfall letztens hat mir gezeigt das Leon
wenigstens in dieser Hinsicht recht hat. Auf Dauer und wenn das
öfter vorkommen sollte, würde ich es alleine nicht schaffen.
Aurian wurde geschaffen um mit zwei Männern klar zu kommen, und
ihr würde auf Dauer ein Mann zu wenig sein, selbst wenn er wie
ich, stark genug wäre. Und ich will dir noch etwas sagen, ich
bin verdorben genug um sogar daran Freude haben zu können. Das
würde bestimmt auch spaßig werden, sie mit einem anderen zu
teilen und zu dritt ins Bett zu gehen. Ich weiß ja nun das
Aurian sehr stark ist und sie könnte gut noch einen Kerl wie
mich vertragen. Also soll er er versuchen. Ich werde es
beobachten und mich amüsieren.“ Andra schüttelte leicht den
Kopf: „In Ordnung mein Sohn, dann will ich dir mal zeigen wie du
sie unsichtbar beobachten kannst und auch die Teleportation
sollte dir nun mal einer beibringen, denn du bist als Halbgott
dazu fähig.“ Myrion war ein gelehriger Schüler und so hatte er
recht schnell heraus wie er Teleportieren konnte als auch sich
unsichtbar zu machen. Myrion war eine starke und in sich
gefestigte Persönlichkeit und das kam ihm jetzt, wo er wusste
das er niemals der einzige Mann in Aurians Leben sein würde,
zugute. Und Leon war ihm tausendmal lieber als dieser Abschaum
von Darcon.
Aurian stand in einer kleinen
Nebenhöhle die von ihren Wohn und Amtsräumen abging und fluchte:
„Nein noch zu klein sie muss größer sein, es soll ja schließlich
ein großer Tisch hinein passen. Ich will wissen was auf den
Welten vor sich geht, also werde noch größer:“ Sie sprach mit
der Höhle, denn außer ihr war niemand da. Und die Höhle dehnte
sich aus. Sie konzentrierte ihren Willen auf die Höhle als sie
hinter sich auf einmal hörte: „Vielleicht solltest du sie mal in
den Hintern treten, wenn sie nicht tut was du willst.“ Aurian
fuhr herum, ihre Konzentration wurde gestört und so endete das
Knirschen als die Höhle aufhörte sich aus zu weiten: „Verdammt
warum müsst ihr Kerle immer hinter einem auftauchen?“ Leon war
hinter ihr aufgetaucht und sein Blick ging langsam an ihr
entlang, er grinste leicht: „Vielleicht weil es dramatischer
ist, wenn die Frau die man will, auf einmal herum fährt.“ Aurian
sah ihn an: „Die Frau die man will?“ Sie betrachtete ihn, er
trug ein schwarzes Seidenhemd das er recht leger nur in die Hose
gestopft hatte, dessen Knöpfe aber allesamt offen waren und so
einen Blick auf seinen kräftigen Oberkörper ermöglichten. Dazu
trug er eine recht eng anliegende schwarze Lederhose, die kaum
etwas verbarg. Langsam trat er auf sie zu, Aurian wich ebenso
langsam zurück. Sie schluckte und sah ihn an: „Was willst du?“
Leons Blick folgte langsam ihren Konturen und das machte er
recht deutlich, so das sie seinem Blick folgen konnte: „Was ich
will sagte ich bereits, ich will dich.“ Er machte sie nervös
„Komm mir nicht zu nahe.“ Leon grinste immer noch: „Was dann?
Haust du mich auch mit einem Energiestrahl um? Oder ruft du
deinen Mann? Was dann? Du als auch ich wissen das ich dein
zweiter Löwe sein werde also wehre dich nicht. Zudem weiß ich
welches Feuer in dir brennt.“ Immer noch folgte er ihr langsam
und ruhig, bis sie an der Wand angekommen war und mit dem Rücken
zur Wand stand. Dann stand er unmittelbar vor ihr und stützte
sich rechts und links von ihrem Kopf an der Wand mit den Händen
ab. Er sah sie an. „Ich will dich und ich werde dich auch
bekommen. Vielleicht nicht jetzt und nicht hier. Doch es ist
unausweichlich das du in meinen Armen liegen wirst. Ich werde
dein Feuer schüren, bis du nicht mehr kannst und du willst das
ich dich nehme.“ Aurian musste jetzt schon tief einatmen, seine
körperliche Nähe löste tatsächlich etwas in ihr aus. „Ich werde
dir keine Gewalt antun, davor musst du keine Angst haben, nein
du wirst dich mir freiwillig hingeben. Du wirst es wollen, dein
Körper wird brennen und du wirst wollen das ich es lösche.“
Aurian versuchte ihm zu entkommen, doch er hielt sie zurück, in
dem er ihr klar in die Augen sah. Dann beugte er sich herab um
ihr nur einen kurzen Kuss zu geben, anschließend trat er zurück.
„Ich werde wieder kommen, verlass dich drauf. Du wirst mir nicht
entkommen.“ Dann war er verschwunden. Aurian sank auf den Boden,
das Atmen fiel ihr schwer. Sie spürte das er ihr Verlangen
geweckt hatte und ihr wurde klar, hätte er sie in seine Arme
gezogen und sie richtig geküsst, sie hätte sich ihm ergeben.
Myrion stand unsichtbar in der Nähe und hatte alles beobachtet,
er musste sich eingestehen, so schlecht hatte der junge Gott es
gar nicht angefangen, er war direkt auf Aurian losgegangen und
hatte ihr Verlangen geweckt, besser hätte er es auch nicht
machen können. Und er horchte in sich hinein, war er wirklich
nicht eifersüchtig? Oder versuchte er es nur zu überspielen,
weil es sein musste. Doch er merkte, es gab tatsächlich keine
Eifersucht, sondern eher die Neugierde was Leon als nächstes
anstellen würde um Aurian herum zu bekommen. Nur jetzt war ihm
auch klar, warum dem jungen Gott keine Frau widerstehen konnte,
der Junge war ein Filou. Er wusste genau was er anstellen musste
damit ihm die Frauen in die Arme fielen.
In der kommenden Nacht musste
Myrion allerdings ausbaden was Leon angerichtet hatte, denn
Aurian forderte ihn immer wieder, bis sie beide erschöpft neben
einander lagen. Als er sie fragte was los sei, erzählte sie ihm
ehrlich was geschehen war und auch das sie sehr wohl auf Leon
angesprungen war, das der junge Gott ihr Verlangen geweckt
hatte. Myrion nickte: „Kätzchen wir wissen beide das es
irgendwann soweit sein wird, also ich bin nicht eifersüchtig.
Und wenn du ihn willst, wirklich willst, na dann nimm ihn dir,
zeig ihm wo der Hammer hängt, lass ihn bluten. Das meine ich
natürlich nicht wörtlich. Abgesehen davon stelle ich es mir
sogar aufregend vor, wenn wir beide mit dir zusammen ins Bett
gehen. Und für dich dürfte das eine ganz neue Erfahrung sein.“
Sie kuschelte sich an ihn und legte den Kopf auf seine Brust:
„Und du bist wirklich nicht eifersüchtig? Es macht dir echt
nichts aus?“ Myrion streichelte sachte ihren Rücken: „Nein, nur
lass ihn zappeln, spiele mit ihm, zeig ihm das nicht nur er mit
dir spielen kann. Ich denke das dürfte recht lustig werden, wenn
er statt dich schmoren zu lassen, du ihn schmoren lässt, das
hast du bei mir doch nicht viel anders gemacht und ich liebte
deine provokante Art.“ Aurian sah Myrion an: „Dir ist aber schon
klar das er weit aus gefährlicher ist als du, denn ihm traue ich
zu das wenn ich es übertreibe, er nicht lange mit sich spielen
lässt.“ Nun lachte Myrion leise: „Kätzchen er ist nicht
gefährlicher als ich, nur ich hatte dich ja auch recht schnell
soweit, das du mir gabst was ich wollte. Und mit mir würdest du
auch nicht lange spielen können, obwohl ich schon solche Spiele
liebe.“ Ach?“ Aurian grinste ihn frech an: „Mein Herr Gemahl mag
solche Spiele? Nun vielleicht sollte ich dann auch mit dir mal
wieder spielen. Wie würde dir das gefallen?“ Myrion drückte sie
an sich: „Das würde mir sehr gut gefallen, solange du vertragen
kannst was dabei heraus kommt. Denn Kätzchen ich kann recht wild
werden, wenn man mich zappeln lässt.“ In Aurian wuchs eine Idee,
und sie dachte sich, na mal sehen vielleicht hast du wirklich zu
schnell bekommen was du wolltest.
In den nächsten Tagen lies sich
Leon bei Aurian nicht sehen, doch arbeitete er wieder mit Myrion
in der Schmiede, während Aurian es endlich schaffte den
Höhlenraum so hin zu bekommen wie sie ihn haben wollte, er hatte
sogar Zugang zum Plateau, obwohl es ihr ebenso merkwürdig wie
einst Jasmin erschien, das auch dieser Raum dazu Zugang hatte.
Denn vom Plateau selber konnte man lediglich in den Thronsaal
und ins Wohnzimmer sehen, doch von innen hatte man Ausblick auf
das Plateau und die Insel. Schon merkwürdig, aber sie dachte
auch nicht lange darüber nach sondern nahm es ebenso an. Ihr war
es wichtig das der Höhlenraum Licht durchflutet war und das
reichte ihr. Dann begann sie ihn ein zu richten, ein langer
Tisch mit Stühlen erschien darin, an der Wand die Sternenkarte
und ebenso daneben eine Auflistung, welche Götter für welche
Welt verantwortlich waren. Sie organisierte die Verwaltung der
Welten im Gegensatz zu Jasmin die es eher gefühlsmäßig gehalten
hatte, recht Generalstabsmäßig. An dem Tisch sollten
Besprechungen abgehalten werden, auf welchen Welten es Probleme
gab, wo Kriege stattfanden und der gleichen mehr. Hier würde sie
also über das Schicksal der einzelnen Welten entscheiden. Ob ein
Gott eingreifen sollte, oder die Inkarnationen, oder die Helden
des Schicksals ausgesendet würden, wenn es denn mal wieder
Helden geben würde. Oder ob sie sogar selber mit ihren Löwen
eingreifen musste. Sie hatte ihr Buch aus geschickt um sich
seine Helden zu suchen, doch bisher war noch keine Antwort von
dem Buch gekommen.
Sie betrachtete gerade ihr Werk
als Myrion und Leon den neuen Besprechungsraum betraten, Myrion
trug ein Schwert auf seinen Armen und sah immer mal verblüfft
darauf: „Kätzchen ich muss dir etwas zeigen. Leon und ich haben
gemeinsam an diesem Schwert gearbeitet, doch es geht etwas
merkwürdiges von ihm aus. Wir können es uns beide nicht
erklären, es wurde ganz normal geschmiedet. Doch sieh selber.“
Damit legte er das Schwert auf den Besprechungstisch. Aurian
betrachtete das Schwert, es war edel verarbeitet, hatte einen
vergoldeten Griff und es war recht groß. Es hatte sogar feine
Ziselierungen auf der Klinge. Langsam lies sie ihre Hand über
das Schwert gleiten und dann sah sie die beiden Männer an. „Wo
habt ihr die Materialien für das Schwert her genommen?“ Myrion
und Leon sahen sich an, dann antwortete Myrion: „Nun die lagen
dort in der Schmiede, wir nahmen an das es Stahl sein würde,
doch es war wohl etwas anderes, also ich weiß nicht woher es
ist.“ Aurian nickte. „Ihr habt hier einen erkalteten Stern
verarbeitet oder zumindest einen Teil davon. Das hier ist auch
kein gewöhnliches Schwert. Ihr habt zusammen etwas geschaffen
das es bisher nur einmal gab. Das Licht geht wahrlich seine
eigenen Wege.“ Abermals sahen sich Leon und Myrion an und nun
fragte Leon: „Was haben wir geschaffen?“ Aurian sah beide an:
„Das hier ist oder wird, wenn ich es mit dem richtigen Zauber
belege, wieder ein Schwert des Schicksals sein, der Ansatz ist
jetzt bereits vorhanden, schaut hier: “Dabei deutete sie auf
einige Symbole die das Schwert trug. Myrion dachte nach: „Ich
habe diese Symbole schon mal irgendwo gesehen und dachte das sie
gut zu dem Schwert passen würden. Doch weiß ich nicht mehr wo
ich sie gesehen habe.“ Aurian lächelte: „Das weiß ich auch
nicht, doch hast du ihm instinktiv die Symbole des Schicksals
gegeben. Und somit ein Schwert geschaffen das es, wie ich immer
dachte, nur einmal in den Welten geben würde. Doch hier ist es
und es ist euer Werk, das habt ihr klasse gemacht Jungs. Buch
und Schwert werden wieder in die Welten hinaus ziehen und das
Unrecht bekämpfen wo es zu bekämpfen gilt. Jetzt fehlen nur noch
die Helden und der Zauber der das Schwert zum Leben erweckt.“
Myrion und Leon sahen sie verwundert an: „Das Schwert zum Leben
erwecken? Ja wie denn das?“ Aurian lächelte leicht. „Na so,“
dann begann sie sich zu konzentrieren und strich immer wieder
sachte mit der Hand an dem Schwert entlang, leise murmelte sie
Worte, die so fremd waren das sogar Myrion und Leon sie nicht
verstanden. Denn hier sprach nun das Licht selber zum ersten
mal, doch würde das keiner von ihnen wissen. Selbst Aurian
nicht. Und als Aurian fertig war, begann das Schwert für einen
Moment zu leuchten, es war das kraft vollste Schwert das es
bisher, mal abgesehen von dem magischen Schwertern die die Löwen
besitzen würden, geben würde. Das neue Schwert des Schicksals.
Neben dem Schwert erschien nun eine Truhe und in diese Truhe
legte Aurian das Schwert. Dann bat sie die beiden Männer die
Truhe auf zu nehmen und ihr zu folgen. So gingen die drei nun
einige Gänge entlang und es tat sich ein Raum auf, an dessen
Kopfseite ein Tisch stand, einem Altar gleich, der mit Kerzen
beleuchtet wurde. Sie bat die beiden die Truhe dort ab zu
setzen. Dort würde es sein zukünftiger Träger finden. Sie
erklärte den beiden das diese Höhle die einzige war, die man
auch von den Welten aus betreten konnte, wenn auch nur durch
einen geheimen Zugang, den der Held erst finden müsste. Was die
drei nicht wussten, es war der gleiche Raum, die gleiche Truhe
in der einst Eric das damalige Schwert des Schicksals gefunden
hatte, mit einem Unterschied, damals saß eine Seele darin, heute
war es ein sehr machtvoller Zauber, den das Licht selbst
ausgesprochen hatte, da Aurian noch nicht dazu in der Lage
gewesen sein würde, da sie noch nicht über ihre vollkommene
Macht verfügte. Nachdem die beiden Männer die Truhe dort
abgestellt hatten und Aurian ihnen soweit alles erklärt hatte,
was sie wissen mussten betrachtete sie die beiden. Sie standen
vor ihr, nur mit ihrer Lederhose bekleidet, mit nacktem
Oberkörper da sie direkt als das Schwert fertig und sie sahen
das es ungewöhnlich war, ihr gleich gebracht hatten ohne darüber
nach zu denken sich ein Hemd an zu ziehen. Ihr Blick ging an
beiden entlang, Leon und Myrion begriffen sofort das hier etwas
vorging das sie nicht ganz verstanden, so schwiegen sie und
ließen Aurians Musterung ruhig über sich ergehen. Aurian nickte
leicht als sie ihre Musterung abgeschlossen hatte. Dann sah sie
beiden in die Augen. „Nun dann werden wir mal warten ob sich
neue Helden finden.“ Sie sprach nicht darüber warum sie die
beiden so genau betrachtet hatte, sie wollte sich nur selber
darüber klar werden, wollte sie beide oder nicht. Das sie Myrion
wollte war klar doch wie sah es mit Leon aus. Doch als sie die
beiden so einträchtig nebeneinander stehen sah, wurde ihr
bewusst, das hier waren tatsächlich ihre beiden Löwen, sie musst
nun nur noch eins tun. Leon sprach sie an, zweifellos, so das es
ihr nicht schwer fallen würde, zu tun was von ihr verlangt
wurde. Doch sie würde ihn zappeln lassen wie es Myrion ihr
geraten hatte. Und in diesem Moment fand sie zu ihrer eigenen
Frechheit zurück. Sie würde Leon nicht wie eine reife Frucht in
die Arme fallen, er sollte schon mehr bringen als nur einige
coole Sprüche. „Was haltet ihr davon wenn wir ein wenig baden
gehen und uns entspannen, ihr habt hart gearbeitet, ich ebenso
und nun wird es Zeit zum faulenzen.“ Damit ging sie an beiden
vorbei und grinste frech vor sich hin. Kurze Zeit später
betraten sie das Plateau und Aurian ging auf den Wasserfall zu,
legte ohne Scham ihre Kleidung ab und lies sich in das Wasser
vor ihr fallen. Myrion grinste ebenso wie sie, er ahnte was sie
vor hatte und tat es ihr gleich. Nur Leon stand fassungslos da,
als Aurian sich auszog und er sie nun sehen konnte wie sie war.
Ihm blieb fast der Atem stehen, sie war wunderschön. Heißes
Begehren stieg in ihm auf. Laut rief Aurian ihm zu: „Willst du
da fest wachsen oder lieber zu uns kommen?“ Als er sie auf ihren
Zuruf hin ansah überlegte er kurz, sie würde sehen was mit ihm
los war, sie würde wissen was sie bei ihm angerichtet hatte. Und
das schlimmste für ihn war, auch Myrion würde es sehen können.
Nun auch Myrion wartete ab, ihm war klar was passiert war, denn
er erinnerte sich noch gut, das er ebenso vor ihr gestanden
hatte, das er sie ebenso begehrt hatte und sein Körper nicht
unbedingt auf ihn hörte wenn er ihm sagte, es nicht so
offensichtlich zu zeigen. Doch dann zuckte Leon leicht mit der
Schulter und zog sich ebenfalls aus. Er wusste genau was die
beiden nun zu sehen bekommen würden. Aurian sah Myrion kurz an,
er grinste immer noch. Dann lies sich auch Leon in das Wasser
fallen, ging auf Aurian zu und hauchte ihr zu: „So konntest du
wenigstens sehen was dich erwartet.“ Dann begannen sie alle drei
eine Balgerei im Wasser und tobten herum wie die Kinder. Leon
konnte immer mal leicht Aurian an sich spüren wenn sie ihn oder
er sie untertauchte und das half ihm nicht gerade seine
Beherrschung zu bewahren. So kam es das er sie, als sie wieder
mal vor ihm stand und versuchte ihn unter zu tauchen, sie an
sich riss und urplötzlich hart küsste. Im ersten Moment noch
verblüfft konnte sie aber nicht anders als seinen Kuss zu
erwidern. Dann lies er sie genau so plötzlich wieder los wie er
sie an sich gerissen hatte und wendete sich ab. Er sah Myrion an
und atmete schwer. „Die Frau macht mich fertig.“ Myrion lachte
leise: „Warte mal ab wie fertig sie dich macht wenn es weiter
geht. Da ist das hier harmlos dagegen.“ Später saß man
einträchtig auf einer Decke zusammen und aß und trank etwas. Sie
unterhielten sich über belangloses und alltägliches. Leon
versuchte Aurian nicht zu oft an zu sehen, weil er die
Reaktionen seines Körpers kannte. Doch immer wieder glitt sein
Blick zu ihr hin, er sah ihren wohl geformten Körper, sah die
Muskeln die sie entwickelt hatte, bei ihrem Kampftraining. Er
sah ihre leicht gebräunte Haut und das rassige Gesicht das von
ihren langen schwarzen Haaren umrahmt wurde, ebenso wie ihre
strahlend blauen Augen. Und er sah das sie eigentlich keine
Scham besaß, das es ihr im Grunde egal war ob man sie so sah.
Sie ging recht offen mit allem um, es schien ihr nichts
auszumachen hier zwischen zwei nackten Kerlen zu sitzen, die
Probleme hatten sich zu beherrschen. Und auf einmal wusste er,
er hatte sich verliebt. Er würde sie immer mit Myrion teilen
müssen, doch irgendwie machte ihm das nichts aus, solange sie
auch ihn erhören würde. Er würde hier ein Glück finden, das er
bei Johana nie gefunden hätte, es ergab sich alles wie von
selbst. Jetzt musste er sie nur noch dazu bekommen auch mit ihm
zu schlafen. Aber irgendwie wusste er das ihm das nicht schwer
fallen würde, das hatte er eben an dem Kuss den sie erwidert
hatte, gemerkt.

Kapitel 7: Aurians zwei Löwen

Der Tag, den Leon mit Myrion und
Aurian am Wasserfall verbracht hatte, lies ihn nicht mehr los.
Sein Verlangen nach dieser Frau war stetig gestiegen. Myrion
beobachtete ihn den Tag danach, Leon war fahrig und nichts
wollte ihm gelingen. Myrion lachte in sich hinein, ihm war klar
was mit Leon los war und konnte es ihm nachfühlen. So sah er ihn
an: „Also komm, raus mit der Sprache was ist los?“ Leon schaute
ihn giftig an: „Das fragst du noch? Gerade du müsstest wissen
was mit mir los ist. Es lässt mich nicht mehr los. Ich kann an
nichts anderes mehr denken. Ich sagte doch die Frau macht mich
fertig.“ Myrion nickte und antwortete so als würde er an nichts
böses denken: „Nun ich weiß das sie im Moment alleine in unseren
Räumen ist, vielleicht solltest du mal nach ihr sehen. Und
später komme ich dazu und wir können reden, was hältst du davon?
Denn im Moment bist du mir keine große Hilfe.“ Myrion wusste
genau was er tat und hoffte das sich das heute eventuell klären
ließe, wenn Leon keinen Mist bauen würde. Natürlich würde er
sich dessen Bemühungen ansehen. Er wollte schließlich wissen was
mit Aurian sein würde. Er misstraute Aurian nicht, doch dachte
er sich zuschauen tut keinem weh. Leon sah ihn überrascht an:
„Du weißt was passieren wird, wenn ich zu ihr gehe. Du weißt das
ich sie mir nehmen werde, oder nicht?“ Myrion nickte: „Sicher
weiß ich das und ich muss zugeben du bist mir lieber als
irgendein anderer. Also geh schon und tue was eh getan werden
muss. Und zudem stelle ich es mir recht aufregend vor, wenn wir
mit ihr gemeinsam das Bett teilen werden.“ Daran hatte Leon noch
gar nicht gedacht gehabt, aber nun wurde es ihm bewusst, er
würde nicht mit Aurian dann alleine leben, sondern Myrion würde
ebenso mit ihnen später das Bett teilen. Nun sah er Myrion an:
“Du denkst an einen Dreier?“ Dieser nickte verschmitzt:
„Richtig, nur ob das Aurian auch bewusst ist? Oder stört es
dich? Denn das solltest du alles genau überlegen. Denn wenn du
als auch ich mit ihr das Bett teilen, wird es zwangsläufig auch
darauf hinaus laufen. Und ich gestehe freimütig das ich mich
sogar darauf freue. Das Kätzchen ist so heiß, das verträgt uns
beide. Nur jetzt solltest du erst mal alleine zu ihr gehen und
zusehen ob du sie rum kriegst.“ Leon nickte, leise kam von ihm:
„Danke.“ Dann war er verschwunden, er wollte sich erst mal
waschen und sich ein wenig zurecht machen, schließlich hatte er
nun vor zum Totalangriff über zu gehen. Als er kurze Zeit später
die Räume der Herrin des Lichts betrat, sah er sie auf dem Sofa
sitzen, sie las in einem kleinen Buch. Als sie ihn bemerkte sah
sie zu ihm auf: „Oh hallo Leon, ich lese gerade das Buch das
Leith geschrieben hat, er bat mich es zu lesen und es dann in
den Welten verteilen zu lassen, es ist eine Art Bibel, die
erklärt welche Götter es gibt und es erzählt auch von der Herrin
des Lichts und der Entstehung des Universums. Und sowas alles.“
Er nickte und sah sie an, sein Blick war dunkel. „Deswegen bin
ich aber nicht gekommen.“ Er schritt auf sie zu, nahm ihr als er
bei ihr angekommen war das Buch aus der Hand, legte es auf den
Tisch und zog sie vom Sofa hoch, direkt in seine Arme. Alles
ging so schnell das Aurian erst reagieren konnte als er sie
bereits verlangend küsste. Sie versuchte sich von ihm zu
befreien, so löste er den Kuss und sah sie an: „Ich will dich
und ich weiß das du mich ebenso willst.“ Aurian spürte seinen
Körper, sie begann sich zu wehren und er grinste sie an. „Heute
entkommst du mir nicht meine Kleine.“ Dann presste er sie
regelrecht an sich so das sie seinen Körper über deutlich spüren
musste und küsste sie abermals.“ Als er diesmal den Kuss löste
rang Aurian nach Atem.“ Er lies sie los und sah sie an. Dann
öffnete er langsam sein Hemd und zog es aus, sie betrachtete
ihn. Als sie kurz darauf versuchte weg zu kommen hielt er sie
fest, „Aber nicht doch meine Süße, nicht weg laufen. Wenn du es
wirklich nicht willst werde ich auch nichts tun, versprochen.
Doch jetzt gib mir noch einen Kuss.“ Damit riss er sie abermals
an sich und küsste sie nun wie am Tag zuvor hart und fordernd.
Aurian spürte sein Verlangen in dem Kuss, ihre Knie wurden weich
und auf einmal schlang sie ihre Arme um seinen Hals und
erwiderte den Kuss ebenso. Sachte begann er sie aus zu ziehen,
ohne den Kuss zu lösen und drängte sie langsam Richtung
Schlafzimmer. Sie half ihm sogar in dem sie unterwegs ihre Hose
auszog. Und sich wieder an ihn drückte. Dann löste er den Kuss.
„Willst du mich?“ Aurian atmete schon schwer und nickte: „Ja ich
will dich. Doch was ist mit Myrion?“ Leon sah an ihr entlang,
„Er wird später dazu kommen wir haben also Zeit. Doch jetzt gib
mir was ich will, lass mich dich lieben.“ Als sie am Bett
ankamen gab er ihr nur einen kleinen Stoß das sie auf das Bett
fiel, sie sah ihn an und rutschte weiter auf das Bett hinauf. Er
zog sich nun ganz aus und legte sich kurz darauf zu ihr. Leicht
beugte er sich über sie und küsste sie abermals, dabei strichen
seine Hände langsam an ihr entlang, er schürte ihr Feuer wie er
es gesagt hatte. Myrion stand unsichtbar in der Nähe und hatte
von Anfang an alles beobachtet, hätte Leon irgend etwas mit
Gewalt versucht wäre er eingeschritten. Doch nun sah er wie
dieser recht sanft mit ihr umging. Dann grinste er in sich
hinein und dachte : Junge mach dich auf etwas gefasst. Aurian
zögerte noch einen Moment und sah ihn an. Leon streichelte sie
weiter und griff auch hier und da mal etwas fester zu, was sie
leise aufstöhnen ließ. Doch dann brach der Damm und Aurian zog
seinen Kopf zu sich herab und küsste nun ihn recht wild. Darauf
war er nicht gefasst gewesen und ihm entrang sich ein leises
stöhnen, dann brach es auch bei ihm durch und er verlor
endgültig die Beherrschung. Ohne weiter darüber nach zu denken
drängte er sich nun zwischen ihre Beine und nahm sich was er von
ihr wollte. Er hatte komplett die Kontrolle verloren und machte
immer weiter, wie aus weiter Ferne hörte er Aurian vor Lust
aufschreien. Und nun erlebte er etwas das er noch nie erlebt
hatte, nämlich das ihm eine Frau seinen Rücken zerkratzte, das
er gebissen wurde und wie sich eine Frau unter ihm fordernd
wand. Ebenso konnte er nun sehen wozu Aurian fähig war, denn sie
warf ihn urplötzlich von sich herunter und setzte sich auf ihn
um nun so weiter zu machen. Er rang nach Atem und man hörte nun
ihn schreien. Sie forderte ihn immer und immer wieder, er
glaubte schon das er bald nicht mehr können würde. Selbst als
sie wieder unter ihm lag, weil er sich so ein wenig Kontrolle
zurück holen konnte, forderte sie ihn immer noch. Das hatte er
noch nie erlebt. Jede andere Frau hätte spätestens nach dem
zweiten mal das Handtuch geworfen. Doch diese hier, wollte immer
noch mehr. Irgendwann sank er auf sie herab und keuchte: „Oh
Gott, das hätte ich nie erwartet. Gib mir einen Moment Pause,
lass mich wieder mal zu Atem kommen.“ Myrion grinste als er das
hörte und dachte sich jetzt wäre sein Moment gekommen, so wurde
er sichtbar und zog sich gerade aus, als Leon sich langsam neben
Aurian gleiten lies und nur noch nach Atem rang. Nun Myrion
brauchte keine Anheizphase, ihn hatte das Schauspiel schon so
heiß gemacht das er nun weitermachte wo Leon nicht mehr konnte
und Aurian merkte es nicht mal das ihr Liebhaber gewechselt
hatte, sie forderte weiter. Sie krallte sich nun an Myrion fest
und er nahm sie jetzt weiter. Es zog sich noch einige Zeit hin
denn auch Myrion sah nicht ein das er sich in irgendeiner weise
zurück halten sollte und nahm sich was er wollte. Leon sah nun
ihm zu und küsste Aurian immer mal zwischen durch, während seine
Hände sachte an ihr entlang strichen. Myrion hörte erst auf, als
er Aurian sagen hörte. „Ich kann nicht mehr.“ Dann sah er zu ihr
herab und lächelte. Sie sah zu ihm auf und merkte erst jetzt das
es nicht mehr Leon war. Als sie den Kopf drehte sah sie wie auch
Leon sie anlächelte. Sie war total erschöpft, doch sah sie beide
zufrieden an. Leise hauchte sie: „Gebt mir einige Minuten, dann
können wir weiter machen.“ Nun lachte Myrion wieder herzlich:
„Ja das ist Aurian wie sie leibt und lebt.“ Dann entzog auch er
sich ihr und legte sich neben sie, sich ihr zuwendend: “Kätzchen
ich hoffe du bist diesmal wirklich zufrieden.“ Aurian schnurrte
leise: “So könnte man sagen, ja.“ Sie räkelte sich wohlig in den
Kissen und beide Männer mussten lachen als sie ihr zufriedenes
schnurren hörten. Später saßen beide Männer noch auf dem
Plateau, sahen in den Sternenhimmel und tranken ein Glas Wein,
während Aurian sich bereits zum schlafen niedergelegt hatte.
Myrion sah Leon an: „Und bist du zufrieden?“ Der sah ihn
glücklich an. „Oja und wie. Sie ist wirklich atemberaubend. Und
du hättest mich ja doch ein wenig vor warnen können, das ich mir
meine Kräfte einteilen soll.“ Myrion nippte an seinem Wein:
„Warte mal ab, das war heute nur deswegen weil du wirklich
scharf auf sie warst. Das wird sich ein wenig legen und dann
wirst du auch nicht mehr so schnell die Beherrschung verlieren
und wirst auch mehr Ausdauer haben. Mir ging es beim ersten mal
mit ihr nicht anders. Ich habe mich schon öfters gefragt, ob die
Kerle mit denen sie ihre ersten Erfahrungen gemacht hat, das
überhaupt überlebt haben.“ Leon sah ihn an: „Also ich denke ich
werde wohl länger so scharf auf sie sein, sieh sie dir doch an,
die Frau ist einzigartig, sie hat mir etwas gegeben was mir
bisher noch keine Frau geben konnte.“ Myrion lachte. „Was?
Kratzer auf deiner Haut?“ Nun lachte auch Leon: „Das auch, aber
das meinte ich nicht, sondern die totale Befriedigung. Keine
sterbliche Frau war je dazu in der Lage. Doch sie ist es.
Und.....ich liebe sie. Und weißt du was? Nun kann ich auch
verstehen, das mein Vater, Jasmin folgte, wenn sie ihm auch
dieses Gefühl gegeben hat, kann ich es mehr als verstehen. Denn
ich würde Aurian auch überall hin folgen.“ Myrion konnte darauf
nichts mehr sagen, denn ihm ging es nicht anders und so nickte
er nur zustimmend. Leon sah Myrion an: „Ich mag unsere Gespräche
und bisher hatte nie jemand mit mir so offen geredet wie du. Das
hat mir auch sehr viel gegeben. Und ich freue mich auf die
Zukunft, das ist das erste mal seit ich denken kann, das ich
mich auf etwas freue, ist das nicht verrückt?“ Myrion nickte:
„Nun warum sollte ich nicht offen mit dir reden? Ich habe kein
Problem über egal was zu reden, wenn du also was wissen willst
oder dich etwas bedrückt, nun dann heraus mit der Sprache. Und
ich kann verstehen das du dich freust, wir haben auch allen
Grund dazu.“ Leon sah ihn an: „Nun eine Frage habe ich schon.
Wie sieht es eigentlich aus, kannst du wirklich immer?“ „ Nun
immer ist ein wenig hoch genommen, ich brauche auch meine Pausen
und Erholungsphasen, aber ansonsten, nun ja. Ich liebe es mit
einer Frau zusammen zu sein und in der Regel kann ich auch nicht
genug bekommen. Und wenn ich ehrlich sein soll, ich könnte schon
wieder.“ Leon lachte leise: „Schon wieder? Du bist ja schlimmer
als ich.“ So unterhielten sich die beiden noch eine Weile lang
bis auch sie ins Bett gingen. Am nächsten Tag würde Leon seine
Sachen aus dem kleinen Schlösschen holen das Andra und Mystra
mit ihren Kindern bewohnten und sich in den Räumen der Herrin
häuslich einrichten. Der junge Gott war glücklich, und das sah
ihm auch jeder an. Er hatte einen gehörigen Wandel durchgemacht
und er wäre nun für die einzige Frau die er liebte durch das
Feuer und zurück gegangen, wenn sie es gefordert hätte. Auch
würde er von Andra das Schwert das sein Vater getragen hatte und
ihn nun zu Aurians zweiten Löwen machen würde, erhalten. Aurian
würde ihm den Namen des Schwertes sagen damit er dessen Zauber
auch nutzen konnte. Man konnte wieder zur Tagesordnung
übergehen. Leiths Bücher würden individuell auf allen Welten,
klamm und heimlich verteilt werden, so das die Menschen oder
Wesen auf den Welten auch wussten welchen Gott sie anbeten
konnten und das es die Herrin des Lichts gab und noch so einiges
mehr. Aurian würde immer mal eine Besprechung abhalten um auch
über alles auf dem laufenden zu sein. Und Myrion und Leon würden
sie wie ihre Schatten überall hin begleiten. Aurian machte es
sich sogar zur Angewohnheit, sämtlichen Welten hin und wieder
einen Besuch ab zu statten und wurde meistens von zwei Löwen
begleitet, mit denen nicht zu spaßen war. Ihr erste gemeinsame
Nacht hatte tatsächlich wieder eine neue Welt hervorgebracht.
Und diese begann sich nun auch langsam mit Leben zu füllen.
Aurian wusste das nicht jedes mal eine neue Welt entstehen
würde, wenn sie mit den beiden schlief, doch ab und an würde
sich eine neue Welt ins Universum einreihen.

