Kapitel 22: Ein gelungenes Fest


 

Es war für die beiden Neuankömmlinge eine gewaltige Umstellung, doch war es auch gut das es jetzt geschah, da auch Naraja und Kristan noch recht neu waren, so fanden sich die sechs an einem Tisch zusammen. Und Rowan als auch Riana klärten Araniel und Orland auf das auf der Welt der Götter niemals und unter gar keinen Umständen eine Waffe gezogen werden durfte, wenn man nicht wirklich die Absicht hatte zu töten. Doch sollten sie bedenken wenn sie einen der Götter töten würden, sie dann eventuell Aurian am Hals hatten. So erklärten sie ihnen auch wer und was Aurian sei. Auch diese beiden mussten lernen. An einem anderen Tisch saßen merkwürdigerweise ausgerechnet Myrion, Leon, Damok und Niklas zusammen. Aurian wusste schon warum sie dort saßen, nur ein Funke genügte und die vier würden zusammen in den Ring steigen. Sie schmunzelte, weil sie wusste das sie genau das beabsichtigten. Sie hielt sich von dem Tisch erst mal fern, weil würde sie dort hingehen, würde Damok wieder eine Bemerkung fallen lassen, womit die Schlägerei dann beginnen würde. Sie stand nur da und beobachtete alles. Lazarus stand neben ihr und sah ihr schmunzeln. „Was denkst du wie lange wird es dauern?“ Auch Araniel sah Lazarus dort neben Aurian stehen von der sie nun wusste das es die oberste Göttin war. Rowan folgte ihrem Blick. „Das ist Lazarus, der Sohn des Lichts.“ Er erklärte ihr was es mit Lazarus auf sich hatte und auch Orland hörte genau zu. Doch dann hatten die beiden was entdeckt das ihnen die Sprache verschlug, denn dort kamen nun zwei Engel auf sie zu, einer mit schwarzen der andere mit weißen Flügeln. Naraja musste leicht kichern als sie den Blick der beiden sah und meinte nur trocken: „Das sind Angel und Aurana, einmal der Engel des Lichts und einmal der Engel des Chaos.“ Angel und Aurana trugen, er eine weiße Lederhose und sie eine schwarze, wobei er wie üblich kein Oberteil trug und sie eins das ihre Brust bedeckte. Die beiden traten näher, zogen sich jeder einen Stuhl heran, zogen ihre Flügel ein und setzen sich. Und lachten dann als sie sahen wie sie angestarrt wurden. Aurana konnte es nicht lassen und sah Riana an. „Sitzt meine Frisur heute nicht oder habe ich vergessen mir was an zu ziehen, das man mich so anstarrt?“ Riana grinste. „Nein liebste Schwester es ist alles mit dir in Ordnung.“ dann lachten beide herzlich los und sahen Orland und Araniel an. Orland holte tief Luft. „Schwester? Sie ist deine Schwester? Aber sie hat Flügel.“ Angel grinste leicht, sah Orland an. „Ich bin zwar nicht ihr Bruder, sondern bald ihr Ehemann, aber ich habe auch Flügel.“ Jetzt hatte er alle Lacher auf seiner Seite, denn nun sahen Araniel und Orland noch erstaunter drein. „Der Engel des Lichts heiratet den Engel des Chaos?“

Man unterhielt sich einfach prächtig an dem Tisch und die jungen Leute wurden nach und nach Freunde. Die beiden neuen wurden einfach mit einbezogen. Aurian sah über die ganzen Götter und sah Lazarus an. „Es kommt alles wie es kommen muss.“ Er nickte, legte einen Arm um Aurians Schulter und zog sie sachte an sich. „Und weißt du was? Du hattest recht. Mit dem Chaos ist viel gekommen und nicht nur schlechtes.“ Aurian lächelte. „Ich weiß.“ Sie sah zu ihm auf. „Du fragtest wie lange es dauert, was meinst du sollen wir ihnen nun endlich Gelegenheit geben?“ Lazarus lachte. „Du bist einfach die beste, gibt es eigentlich etwas wofür du kein Verständnis hast?“ Sie sah ihn verschmitzt an. „Wer weiß“ Sie legte einen Arm um ihn und die Hand auf seine Hüfte. „Na komm die Kerle sind doch schon ganz wild drauf.“ So gingen beide Arm in Arm zu dem Tisch der vier. Myrion der sie kommen sah, rieb sich schon die Hände in der Erwartung das er Damok nun endlich eins auf die Zähne geben dürfte. Auch an den anderen Tischen hatte man nun bemerkt das Aurian auf den Tisch der vier zu ging, man hielt den Atem an. Und auch die Neuankömmlinge schauten dort hin, denn schlagartig war es still. Aurana erklärte ihnen was los war und meinte: „Jetzt geht es gleich los. Unser Vater kann sicher wieder nicht den Mund halten.“ Araniel und Orlando hatten natürlich Damok kennen gelernt und er hatte sie in seinem Haus willkommen geheißen. Ebenso hatte man ihnen erzählt wer noch an dem vierer Tisch saß und so wussten sie auch, das dort die beiden Männern Aurians saßen und neben Damok sein Berater Niklas. Als Aurian näher kam, sah Damok sie an und sagte laut genug das es alle hören konnten. „Schönste aller Frauen, wann wirst du mich mal wieder in meinem Bett besuchen, das letzte mal war es einfach scharf mit dir.“ Darauf hatte Myrion nur gewartet, er sprang auf und Damok hatte seine geballte Faust im Gesicht. Als Damok zurück schlagen wollte, deutete Myrion an er solle einen Moment warten, denn er zog noch eben sein Hemd aus.“ Ich will nicht das es kaputt geht.“ Damok nickte und entledigte sich nun auch seines Hemdes. Doch dann ging es los, die beiden Kerle prügelten nun wie wild auf einander ein, wobei Myrion obwohl er so ein Bulle war, doch noch ein klein wenig schneller war als Damok. Auch Orlando sprang auf. „Ich sollte Damok helfen.“ Damit rannte er zum Kampfplatz,während Riana ihm noch nach rief. „Denk dran, keine Waffen.“ Doch als er dort ankam und eingreifen wollte tippte ihm jemand auf die Schulter. Aaron stand hinter ihm und schüttelte leicht grinsend mit dem Kopf. „Nein nein nicht gut, das würde ich wirklich lassen.“ Er sah Aaron von oben bis unten an. „Sagt wer?“ Aaron grinste weiter. „Sage ich, allerdings kannst du dich gerne mit mir anlegen.“ Nun legte auch Orlando sein Hemd ab. „Na dann mal los und ich hoffe du hast noch frische Unterhosen, denn die wirst du brauchen.“ Orlando wusste noch nicht das er sich gerade mit dem Kriegsgott anlegte. Aaron lachte laut, während er sich ebenfalls das Hemd auszog. „Ich trage nicht mal welche, so bin ich schneller ausgezogen bei deiner Frau.“ Aurian und Lazarus bekamen es mit und Aurian lachte. „Weißt du was ich witzig finde? Hier ist kaum jemand wirklich treu aber sobald Kerle andeuten mit der Frau des anderen was zu haben oder es offen aussprechen, geht die Prügelei los.“ Lazarus nickte. „Du hast recht. Und wenn ich ehrlich bin, würde irgendwer das von Nara sagen, dann würde ich mich auch vergessen.“ Aurian sah ihn an. „Möchtest du mitmachen? Nur zu, du darfst dich mit jedem schlagen, nur nicht mit Damok, denn dann wird es kritisch und ich müsste eingreifen.“ Er sah Aurian an.“ Meinst du ich kann?“ Aurian nickte und deutete auf Rowan. „Wie wäre es mit ihm, deute nur an das du seine Kleine zuerst bekommst bevor er überhaupt ihr Bett betreten wird, glaub mir er wird ausrasten.“ Lazarus nickte lachend. Dann stapfte er auf Rowan zu und ließ bei ihm etwas in der Art verlauten und wie Aurian gesagt hatte, sprang Rowan auf. Angel sah verwundert Lazarus an, der bereits dabei war sein Hemd aus zu ziehen. Lazarus hatte seine erste Prügelei im Leben und er genoss jede Minute. Auch Rowan begann auf einmal gefallen daran zu finden. Angel schüttelte mit dem Kopf. „Das verstehe ich nicht, als ich letztens mit Lazarus sprach, sagte er mir deutlich das er mit keiner hier etwas anfangen würde und nun das?“ Aurana sah nachdenklich von einem zum anderen, dann hatte sie verstanden und lachte. „Das hatte er auch gar nicht vor, er hat Rowan nur provoziert. Er wollte sich prügeln.“ Die einzigen Männer die nun noch am Tisch der jungen Leute saßen waren Kristan und Angel. Naraja sah das es auch Kristan in den Fingern juckte. „Du willst auch, oder?“ Er nickte begeistert. Riana und Aurana sahen über die Götter und schon hatte Aurana jemanden entdeckt und deutete auf Iskander. „Dort, er dürfte etwas für dich sein. Du gehörst zum Chaosgott also sei schön beleidigend. Seine Frau heißt übrigens Enjara.“ Kristan grinste und erhob sich, zog schon mal sein Hemd aus und ging auf Iskander zu. „Na wo ist deine Frau, ich dachte heute Nacht nehme ich sie mir mal mit ins Bett. Damit sie auch mal einen richtigen Kerl hat.“ Iskander sah ihn überrascht an, dann begriff er und entledigte sich auch schnell des Hemdes. Und schon ging es los. Aurian hatte sich unterdessen an einen leeren Tisch gesetzt, etwas zu essen auf einem Teller in der Hand, einen Becher Wein vor sich stehen, lehnte sich zurück und sah dem ganzen gelassen zu während sie aß. Sie achtete nur genau darauf das niemand eine Waffe zog, ging aber mal davon aus das es auch so niemand getan hätte. Hier wollten die Kerle nur mal wieder ordentlich Testosteron verspritzen. Vor allem da jeder von ihnen auf seine Weise ein Krieger war, war es nötig das sie sich ab und zu mal abreagieren konnten. Sie sah von einem Kampfpaar zum anderen, auch Leon lag inzwischen mit Niklas im Clinch. Als ihr Blick auf Niklas fiel wurde ihr bewusst das er keine Partnerin hatte und dachte sich das müsste man ändern. Sie seufzte leise, weil ihr jetzt erst richtig auffiel wie sehr Mystra ihr fehlte. Doch schon setzte sich Iona zu ihr. Diese nickte. „Kummer?“ Aurian schüttelte mit dem Kopf. „Nein doch merkte ich gerade das ich mich sonst immer bei solchen Feiern mit Mystra unterhielt und sie fehlt mir.“ Iona nickte. „Ich kann dich verstehen. Mir ging es lange Zeit so als Jasmin gegangen war. Sie war diejenige die immer für mich da war. Ich glaube wir können noch so hoch aufsteigen, doch brauchen wir auch jemandem dem man sich anvertrauen kann. Und du hast es wohl am schwersten von uns allen. Ich will ehrlich sein, ich möchte nicht mit dir tauschen.“ Aurian nickte. „Obwohl ich wusste das ich weit über Mystra stand, war sie wie unser aller Mutter, sie war immer da. Und dafür liebte und respektierte ich sie. Sie war weise.“ Iona sah Aurian an und nickte. „Im Moment wünscht du dir einfach nur ein Mensch zu sein, Myrion zu nehmen und zu gehen oder?“ Aurian nickte lächelnd. „Ja du kennst mich wirklich gut. Myrion ist die Liebe meines Lebens, wenn ich auch Leon liebe so doch auf eine andere Weise. Doch grundsätzlich hast du recht. Am liebsten würde ich ihn an die Hand nehmen und mit ihm fortgehen. Alles hinter mir lassen. In diesen Momenten weiß ich was Jasmin empfunden haben muss, als sie müde wurde. An manchen Tagen bin ich auch müde. Doch ich habe keine Wahl und genau deswegen wollte ich allen anderen ihre freie Wahl schenken, wissend das ich sie niemals hatte noch haben werde. Wenn ich aufhöre zu existieren, wird auch das Universum sterben. Das Universum und ich sind fest mit einander verbunden. Seit dem Anbeginn der Zeit.“ Iona sah sie an. „Was du mal brauchst ist Urlaub, nimm dir eine Auszeit, geh mit Myrion in dein kleines Urlaubsparadies.“ Aurian sah sie überrascht an. Iona lachte. „Liebes, ich bin Mutter Natur, meinst du man kann mir verheimlichen wenn irgendwo an der Natur herum gewerkelt wurde? Aber keine Sorge außer mir weiß es keiner.“ Aurian nickte und sah wieder über die Götter, die Prügelei ging langsam ihrem Ende entgegen, keiner der Männer hatte noch Kraft weiter zu machen, aber man spürte das sie ihren Spaß gehabt hatten. Iona sah zu Aaron. „Er ist glücklich das du ihm auch wieder deine Zuneigung zeigst. Ich glaube er hat die lange Zeit, da er sich dir nicht näherte sehr gelitten. Ich weiß das er dich auch liebt.“ Aurian wusste wen sie meinte und sah auch zu Aaron hin. „Ich kann froh sein das Myrion ist wie er ist. Er liebt mich mehr als sein Leben und weiß das ich auch mit anderen schlafe.“ Iona sah sie an. „Wird es dir nicht ab und zu mal zu viel? Und was mich am meisten interessiert, begehrst du diese Männer auch? Wie zum Beispiel Aaron. Ich meine, ich weiß das du immer wartest bis sie von sich aus zu dir kommen, ich wüsste nicht das du bis auf Myrion oder Leon jemals einen dazu gefordert hättest.“ Aurian lächelte Iona an. „Nein zu viel wird es mir nicht. Ich halte einiges aus zudem wenn sie beginnen mich zu verführen, will ich sie auch, das streite ich nicht ab. Ich bin schnell erregbar und für mich ist die körperliche Lust etwas greifbares und so auch etwas sehr schönes für mich. Doch die einzigen Männer die ich wirklich will, sind Myrion und Leon, na ja und eventuell noch Lazarus, doch ihn würde ich auch niemals von mir aus fordern. Es sei denn ich spüre das er es braucht.“ Sie sah Iona an. „Mich hat es dagegen immer gewundert das du dir nicht auch ab und zu mal einen anderen nimmst. Ich weiß das Aaron gut ist, doch das ist Myrion auch und doch brauche ich diese Abwechslung. Gibt es wirklich keinen Kerl der dich mal interessieren würde?“ Iona senkte leicht verlegen den Kopf. „Doch gibt es. Allerdings sind die Männer die mich interessieren würden, für mich tabu.“ Aurian horchte auf. „Wer ist es?“ Iona sah sie verlegen an. „Beim ersten kannst du es dir vielleicht denken, Lazarus. Dann wäre da noch...“Sie holte tief Luft. „Myrion und Damok.“ Aurian nickte und lächelte Iona an. „Also ich kenne Lazarus Einstellung, er befürchtet einfach, das er die Frauen so beeindruckt das sie zu ihren angestammten Partnern nicht mehr zurück wollen, deswegen hält er sich hier zurück. Er hat ein enormes Ego. Wenn du ihn willst, muss es von dir aus kommen. Und Myrion, also das ist eine harte Nuss. Obwohl er weiß das ich nicht eifersüchtig bin, will er keine andere. Und Damok, also da dürftest du leichtes Spiel haben. Glaub mir liebes, er würde dich nicht von der Bettkante schubsen, er ist scharf auf jede Frau die attraktiv ist. Und das bist du zweifellos.“ Iona nickte: „Das ist mir schon klar, also mit Damok, doch wenn Aaron dahinter käme wäre der Teufel los. Er akzeptiert ihn zwar, doch wenn er wüsste das ich mit Damok ins Bett gehen würde, denke ich würde er aus rasten. Mit Lazarus würde er noch verstehen, ebenso mit Myrion, doch bei Damok bin ich mir nicht sicher.“ Aurian sah Iona an. „Ich an deiner Stelle würde mal mit Aaron reden, sag es ihm bevor etwas passiert und rede mit ihm darüber. Vielleicht wird es dich so gar wundern was dabei zu Tage kommt. Ich glaube du verkennst ihn hier. Ich weiß das Aaron zu Wutanfällen neigt und das er jähzornig sein kann. Doch denke ich vor allem, da er es sich selber auch heraus nimmt sich hier und da eine andere zu schnappen, das er sehr wohl Verständnis haben wird. Und sind wir doch mal ehrlich, sieh dir Damok doch mal an. Das ist ein Urbursche, ein Kerl der nur so vor Kraft und Testosteron strotzt. Kein Wunder das die Frauen scharf auf ihn sind. Er ist ein böser Junge und das macht ihn reizvoll.“ Iona lachte leise. „Ja du hast recht. Ich will ihn wirklich und ich werde mit Aaron mal darüber reden.“ Aurian konnte nur noch mal nicken, denn langsam kamen die Helden vom Schlachtfeld zurück, es gab hier und da einige gebrochene Rippen, etliche blaue Augen, doch alles in allem sehr zufriedene Gesichter bei den Männern. Sie hatten mal wieder ihre Männlichkeit zur Schau stellen können. Nun wurden Steaks verteilt und die Rippen verbunden. Wobei die Neuankömmlinge sich wunderten das man die Verletzungen nicht einfach mit der Macht die man besaß heilte. Doch wurde ihnen nun von Angel erklärt, das man dies als Kriegsverletzungen ansah und das man einheitlich der Meinung war, was wäre eine schöne Prügelei, wenn man nicht auch einige Verwundungen davon tragen würde, die man noch einige Tage danach zeigen konnte. Außerdem sei Aurian der Meinung, wenn die Kerle sich schon prügelten, dann sollten sie auch die Schmerzen aushalten. Und das taten sie nun heldenhaft und protzten wieder mal mit dem was sie getan hatten. Sie fachsimpelten darüber wer wen am härtesten zugerichtet hatte und ähnliches mehr. Der einstige Vierertisch hatte sich nun bei Aurian niedergelassen und freuten sich das Aurian jeden einzelnen versorgte. Iona tat das selbe bei Aaron und alle anderen wurden von ihre Frauen ebenso gebührend bewundert und versorgt. Damok sah Myrion an. „Also das ist ein wirklich gelungenes Fest, findest du nicht auch? Und euer Junge..“Dabei deutete er auf Lazarus. „ist ein ganzer Kerl und kann nicht nur die Frauen beglücken, sondern schlägt auch eine harte Kelle. Soweit ich das mit bekam.“ Myrion nickte zustimmend und sah zu Lazarus der sich nun auch einige Rippen hielt und ein blaues Auge hatte. „Na dein Sohn hat sich aber auch gut gemacht. Lazarus musste einiges einstecken.“ Damok nickte stolz. Nun ging man zum Saufen über, was auch zu einem guten Fest gehörte.

Kapitel 23: Der Krieg beginnt

 

In den nächsten Tagen tat sich nicht sehr viel, außer das die Herren der Schöpfung sich pflegen ließen. Doch irgendwann war auch das vorbei und man ging wieder zur Tagesordnung über. Den Neulingen wurde so einiges erklärt und auch gezeigt. Wobei Orland nun erfuhr mit wem er sich dort angelegt hatte. Er sah anfangs erschrocken Riana an, doch dann lachte er. „Na da habe ich ja noch Glück gehabt das ich noch lebe. Wirklich der Kriegsgott persönlich?“ Riana nickte. Orland konnte es nicht fassen doch nahm er sich mal vor Aaron zu besuchen. Bei Riana war er keinen Schritt weiter gekommen, nach wie vor schlief er in einem Gästezimmer, ebenso wie Araniel, die es Rowan auch nicht gerade leicht machte. Nach dem Kuss den er von ihr bekommen hatte, als er sie weckte, hatte er angenommen leichtes Spiel zu haben, wurde aber nun eines besseren belehrt. Die beiden Mädels ließen die Jungs richtig zappeln. Iona hatte auch mal mit Aaron gesprochen und sah das er nicht gleich aus rastete, sondern sie nur fragend ansah. „Wirklich Damok? Du bist dir sicher? Lazarus...na ja das ist verständlich, ich kenne keine Frau die ihn nicht will. Auch Myrion, er scheint unerreichbar zu sein und daher wohl schon begehrlich. Doch Damok?“ Iona nickte und sah ihn an. Sie sah wie er mit sich kämpfte doch dann nickte er. „Also gut wenn du ihn willst, solange du mich nicht für ihn verlässt, versuch es halt.“ Iona küsste Aaron stürmisch und bereitete ihm danach einige Stunden die er wohl nie vergessen würde. Aaron hatte noch gut in Erinnerung wie er sich nach Aurian verzehrt hatte und wollte nicht das es Iona ebenso erging.

Iona ging seit der Geburt der Kinder bei Damok ein und aus, er bemerkte es nicht mal mehr richtig. Doch an einem Tag stand sie wieder mal in seiner Höhle und als er sie ansah, musste er doch scharf einatmen. Denn sie trug nur einen Hauch von nichts. Einen kurzen Rock der ihm ungeahnte Einblicke gab, als sie sich bückte um einige Sachen auf zu heben, eine Bluse durch die ihr Brüste schimmerten. Er sah sie an und presste hervor. „Ich versprach zwar dich und Jenna nicht an zu rühren, doch im Moment meine Liebe machst du es mir mit dem Versprechen sehr schwer.“ Sie sah ihn kokett an. „Oh... das tut mir leid.“ Ihr koketter Blick sagte ihm alles und ehe sie sich versah, war er bei ihr und riss sie in seine Arme. Er sah sie an. „Jetzt hast du ausgespielt. Die nächsten Stunden gehörst du mir. Und dafür riskiere ich auch von Aaron einen auf die Zähne zu bekommen.“ Dann lagen seine Lippen auf ihren und er verschwand mit ihr in seinem Schlafzimmer. Er riss ihr regelrecht die Sachen vom Körper, er selber war schnell ausgezogen. Er warf sie als er den Kuss löste nur auf das Bett, sein Blick hatte sich verdunkelt. Aaron war ein erfahrener Liebhaber, auch ausdauernd und potent. Doch nun hatte es Iona mit einer Urgewalt zu tun. Immer wieder nahm er sie sich, in allen möglichen Positionen und war erfreut das sie so leidenschaftlich und wild mitmachte. Hätte sie sich anfangs gegen ihn gewehrt hätte er eventuell von ihr abgelassen, doch da sie sich nicht wehrte, ging er davon aus das sie es ebenso wollte. Als er nicht mehr konnte, sah er auf sie herab. Iona war fix und fertig, er sah sie erfreut an. „Gott bist du scharf.“ Er betrachtete sie und sah das er sie wirklich geschafft hatte. Sie bekam kaum noch Luft, sie hatte nicht mal mehr die Kraft ihre Beine zu schließen, Damok grinste. „So scharf das ich es eventuell noch auf einmal bringe.“ Iona keuchte. „Nein, bitte lass es gut sein. Ich kann nicht mehr.“ Er sah an ihr entlang, legte sich, sich auf den Armen rechts und links von ihr abstützend, auf sie und sah sie grinsend an. Sie verschwand fast gänzlich unter seinem gewaltigen und maskulinen Körper. „Meinst du das interessiert mich auch nur die Bohne? Ich nehme mir was ich will.“ Er machte wahr was er ihr gesagt hatte und nahm sie sich noch mal, Iona schrie nur noch, sie schlug nach ihm. Er fing ihre Hände ein und hielt sie fest. „Ja wehre dich nur, ich mag das. Trotzdem werde ich weiter machen, danach kannst du gehen, falls du noch gehen kannst.“ Seine Kälte und das es ihn nicht kümmerte erregte auch sie wieder. Sie konnte nur einen Moment denken: Aurian hat recht, er ist ein böse Junge und das macht einen scharf. Doch auch Damoks Kräfte waren begrenzt. Und so konnte er danach wirklich nicht mehr. Er rollte sich von ihr herunter und legte sich neben sie auf den Rücken. Aus den Augenwinkeln sah er zu ihr herüber und überlegte ob er sie nun in seine Arme nehmen sollte oder so eiskalt weiter machen sollte. Er sah an ihr entlang, dann hatte er seinen Entschluss gefasst, er ahnte weshalb sie mit ihm ins Bett gegangen war und so tat er weiter nur eiskalt. Er sah sie an. „Jetzt kannst du gehen, ich hatte was ich wollte und es hat sehr viel Spaß gemacht. Allerdings sollte ich dich warnen, wenn du wieder kommst, wird es dir wieder so ergehen. Solange du auf der Inselseite des Lichts bleibst werde ich dich nicht anrühren, doch betrittst du meine Hälfte der Insel, werde ich dich wieder nehmen.“ Er verschränkte seine Arme hinter dem Kopf und sah zur Decke. Er dachte nur, jetzt bloß nicht grinsen. Er hoffte das er recht behalten würde, denn wenn er sich geirrt haben sollte würde sie seine Hälfte der Insel nie wieder betreten. Was er dann doch bedauern würde. Iona konnte nicht mehr. Das mit dem sie könnte nun gehen, funktionierte nicht. Ihre Beine fühlten sich wie Gummi an, das hatte selbst Aaron nie geschafft, allerdings hatte er ihr auch immer kleine Erholungspausen gegönnt, die Damok nur Minutenweise eingehalten hatte. Und doch hatte es ihr gefallen. Damok jedenfalls fühlte sich rundum wohl. Irgendwann hatte sich Iona soweit erholt das sie sich auf die Bettkante setzen konnte und versuchte auf zu stehen. Es dauerte einen Moment bis ihre Beine kraftvoll genug waren um sie zu tragen. Damok beobachtete sie unbemerkt und grinste in sich hinein. Er hoffte das es sich herum sprechen würde, wie er mit den Frauen umging und was er von ihnen verlangte. Und das er so auch Aurian mal wieder in sein Bett bekommen würde. Das letzte mal war er ihr unterlegen gewesen, doch jetzt hatte er das Gefühl auch sie klein kriegen zu können.

Einen Moment später war Iona verschwunden, als sie zu Hause ankam, ließ sie sich nur auf ihr Bett fallen und schlief ein. Während Damok auf seinem Bett lag und sich wohlig räkelte überlegte er, das er mal langsam anfangen sollte, seinem Status als Chaosgott Ehre zu machen. Er musste nur aufpassen das er keinen Krieg anzettelte. In Gedanken ging er die Frauen auf der Seite des Lichts durch. Einige durfte er wirklich nicht anrühren. Doch andere würde er sich nehmen. Und so begann sein Feldzug, er umschmeichelte die Frauen, forderte sie heraus bis sie in seinen Armen lagen. Er setzte keine Gewalt ein, ihm war klar das er sie nur freiwillig kriegen würde und das fiel ihm nicht schwer. Er ließ den bösen Kerl heraus hängen und hoffte das es Wirkung zeigen würde, nebenbei brachte er gezielt seinen Körper ins Spiel und bekam so was er wollte. Kaum eine Frau konnte ihm widerstehen und im Gegensatz zu Lazarus, machte er sich keine Gedanken darüber das die Frauen ihn ganz für sich haben wollten, denn er machte ihnen sehr deutlich klar, das er nur eins von ihnen wollte. Wenn er hatte was er wollte schob er sie ab und forderte sie auf zu gehen und warnte sie das sie auf seiner Seite der Insel keine Ruhe vor ihm haben würden.

Er machte sich langsam wirklich unbeliebt, vor allem bei den Männern. So trat Lazarus eines Tages zu seiner Mutter und erzählte ihr was Damok tat. „Aurian so geht das nicht. Ich rühre hier keine Frau an und er macht sich über jede her die nicht schnell genug auf den Bäumen ist.“ Aurian sah Lazarus schmunzelnd an. „Neidisch? Immerhin machen sie freiwillig mit, ich habe noch von keiner gehört die er mit Gewalt genommen hat.“ Lazarus knurrte, er war wütend. „Nein ich bin nicht neidisch, doch sollte er Nara anrühren, glaub mir hat er schon jetzt den Krieg zwischen Licht und Chaos.“ Aurian hob leicht eine Augenbraue und sah Lazarus gelassen an. „Keine Sorge das wird er nicht, er weiß welche Frauen wirklich tabu für ihn sind und dazu gehört auch Nara. Um sie wird er einen großen Bogen machen. Nein mein Junge, der Krieg hat bereits begonnen, doch diese Schlacht wird nicht mit Schwertern geschlagen sondern findet auf einem ganz anderen Schlachtfeld statt. Damok hat endlich erkannt das er der Chaosgott ist und was es wirklich bedeutet. So wie du lange gebraucht hast um zu begreifen was es heißt, Sohn des Lichts zu sein, musste auch er es erst mal begreifen. Jetzt hat er es und nun beginnt der Krieg. Iona war der Auslöser, sie hat den Grundstein gelegt. Mach ihr keine Vorwürfe, denn sie tat nur was getan werden musste, ohne es zu wissen. Er musste begreifen das er nicht der liebe Nachbar von nebenan ist, sondern das er obwohl er auch sympathische Seiten hat, dennoch das Chaos ist. Und Chaos hat er nun gebracht. Die Männer sind aufgebracht, die Frauen entzückt. Seine maskuline und animalische Ausstrahlung reichte nicht, er musste auch endlich seine Kälte zeigen.“ Lazarus ging wütend auf und ab. „Welches Schlachtfeld, wo wird diese Schlacht geschlagen?“ Aurian sah ihn an. „Errätst du es wirklich nicht? Er hat wie du selber sagst damit angefangen jede Frau in sein Bett zu locken. Und dort wird auch die Schlacht geschlagen werden. Junge nun werden wir bald zurück schlagen, keine Sorge.“ Lazarus sah sie sprachlos an. „Was soll das heissen?“ Aurian grinste. „Nun was er kann können wir auch, doch müssen wir noch warten. Ich hoffe deine Potenz hält es aus. Denn du wirst mit mir in den Kampf ziehen. Auf deiner Liste stehen Riana, Araniel und Naraja. Während ich mir Damok persönlich vor nehme.“ Lazarus sah Aurian ungläubig an. „Du willst das ich mit ihnen schlafe?“ Aurian nickte. „Ganz recht, unsere Männer sind aufgebracht, ihre werden es bald auch sein, doch müssen wir noch warten bis Rowan und Orland wenigstens einmal zum Zug gekommen sind. Und mein Junge, gib alles, hole alles aus dir heraus, du kannst dich an ihnen mal so richtig austoben und keine Sorge sie halten es schon aus. Doch sag ihnen gleich das es nur bei dem einen mal bleibt. Das ist wichtig.“ Lazarus konnte es nicht fassen. „Ich werde sie nie wieder los werden.“ Aurian schüttelte mit dem Kopf. „Mir scheint du hast es immer noch nicht ganz verstanden. Das Licht ist nicht nur warm und hell. Es kann unter gewissen Umständen auch sehr kalt sein. Wenn es vorbei ist, sieh sie an, erhebe dich einfach aus dem Bett und sag ihnen, in etwa: danke, es hat Spaß gemacht doch das war es nun. Ich habe was ich wollte. Und dann gehe und lass sie einfach liegen.“ Lazarus kämpfte mit sich. „Das kann ich nicht, ich bin nicht so grausam.“ Aurian nahm ihn an der Schulter und sah ihm in die Augen. „Junge hier geht es nicht darum grausam zu sein, sag dir immer wieder das ist die erste Schlacht. Ich würde ja Leon schicken, er wäre kalt genug, doch er würde sie niemals herum bekommen du aber schon, dir werden sie in die Arme fallen. Nun musst du dich beweisen, du musst zeigen das es nicht nur ein Titel ist, du bist der Sohn des Lichts und das Licht schickt dich in die Schlacht. Nicht umsonst hast du die Fähigkeiten die man dir gegeben hat. Also nutze sie eiskalt aus.“ Lazarus seufzte leise. Myrion der dazu gekommen war hatte mit bekommen um was es ging. Er sah Lazarus an. „Tue was sie sagt. Wenn ich die Fähigkeiten hätte die du hast ich würde es für dich tun, doch mir würden sie nicht erliegen, ebenso wenig Leon. Diesmal musst du selber tun was getan werden muss. Es wird dir auch Spaß machen, denke ich mal. Du findest sie doch begehrenswert oder nicht?“ Lazarus nickte: „Sicher schon, ich habe auch keine Angst das ich versagen könnte, doch ob ich sie wirklich so kalt ab servieren kann, weiß ich nicht.“ Nun lachte Myrion. „Doch kannst du, wie machst du es denn mit den Priesterinnen? Ihnen sagst du doch auch das es nur das eine mal ist.“ Lazarus nickte. „Ja sicher doch sie wissen es auch so schon das es bei dem einen mal bleiben wird. Und zu ihnen bin ich anschließend auch noch ein wenig zärtlich. Doch hier soll ich die Frauen regelrecht benutzen und dann wie ein abgelegtes Spielzeug liegen lassen. Das ist was ganz anderes, das ist grausam.“ Nun trat auch Leon dazu. „Junge sie sollen dich nicht lieben, sondern sie sollen dich hassen, dich so sehr hassen, das sie dich auch andererseits wieder wollen. Nicht anders geht es unseren Frauen, sie hassen Damok, weil er sie benutzt hat und doch gab er ihnen etwas das sie wieder haben wollen. Animalische Lust, reinen Sex, keine Gefühle, kein, ich liebe dich, nichts, nur Lust und genau das sollst du den Frauen geben. Zeig ihnen das du nicht nur der sanfte Softi bist, sondern auch ein harter und kalter Kerl sein kannst wenn es nötig ist. Du bist nicht nur Myrions Sohn sondern auch meiner, besinne dich auf meine Fähigkeiten. Sie sind in dir.“ Lazarus nickte und sah Aurian an. „Wie lange habe ich noch Zeit mich darauf vor zu bereiten?“ Aurian schloss kurz die Augen. „So wie es aussieht werden die beiden Frauen ihren zukünftigen Männer, heute Nacht geben was sie von ihnen wollen, lass ihnen dann noch einige Nächte Zeit und dann schlag los. Ich werde Damok in drei Tagen auf suchen und ihm wird hören und sehen vergehen. Er wird froh sein wenn ich endlich wieder weg bin.“ Lazarus nickte. „Also Riana, Araniel und Naraja?“ Aurian sah ihn nickend an. „Ja aber Finger weg von Aurana, sie ist tabu für dich.“ Er nickte leicht. „Sie hätte ich auch so nicht angerührt.“ Und leise murmelnd während er verschwand: „Keine von ihnen hätte ich angerührt.“ Lazarus sprach auch mit Iron und Nara darüber, die beiden sahen das es ihm nicht gefiel. Iron grinste ihn an. „Also um ehrlich zu sein, ich würde keine von ihnen von der Bettkante stoßen, also reg dich ab und krall sie dir Tiger.“ Nara knuffte Iron. „Also ihr seid doch alle gleich.“ Der grinste sie an. „Na wie es aussieht eben nicht alle. Unserem Tiger gefällt das gar nicht.“ Nun sah er Lazarus ruhig an. „Überleg mal, Nara hast du auch verführt und das obwohl du wusstest das sie zu mir gehört. Da dürfte dir das bei den dreien nicht schwer fallen.“ Lazarus sah ihn an. „In Nara hatte ich mich auch verliebt, doch die drei soll ich mir nur nehmen und dann fallen lassen. So mies habe ich noch keine Frau behandelt.“ Iron verstand sein Dilemma, überlegte kurz und nickte dann. „Schau mal wenn sie deiner Verführungskunst erliegen, woran ich nicht mal zweifle, tun sie es freiwillig also sollen sie auch die Konsequenzen tragen und die sind halt das du sie dir nur für einige Stunden nimmst und dann fallen lässt. Wenn du es ihnen vorher sagst, können sie dir keinen Vorwurf machen. Also denk nicht soviel darüber nach sondern tue was getan werden muss. Jeder Mann hier im Tal, dessen Frau Damok sich bereits genommen hat, wird hinter dir stehen und wenn wir könnten würden wir sogar die Fähnchen schwenken.“ Jetzt muste Lazarus doch lachen. „Ich glaube das käme nicht so gut, wenn ihr daneben stehen würdet und die Fähnchen schwenkt. Aber du hast recht, ich glaube unsere Männer werden dankbar sein. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Nur hatte ich immer gedacht das wir anders vorgehen würden, wir sind die guten, wie können wir dann mit den gleichen Mitteln Kämpfen?“ Iron holte tief Luft. „Na überleg mal, stell dir vor das wäre ein normales Schlachtfeld, mit Schwerter und dergleichen, ja denkst du wir würden dann einen Diplomatentisch aufstellen und versuchen zu verhandeln, während die unser Heer abschlachten? Ne mein Junge, auch wir würden die Schwerter ziehen und ihnen ebenso gegenüber treten. Hier sind es nur andere Waffen, doch das Prinzip ist das gleiche. Und vergiss nicht Damok hat die Waffe und das Schlachtfeld gewählt, nicht wir. Hätte er es bei Iona belassen, wäre nichts passiert, doch inzwischen hat er sich schon drei unserer Frauen mit ins Bett genommen, wobei ich Aurian nicht mit rechne. Und er wird nicht eher halt machen bis er alle Frauen hatte, einschließlich Nara.“ Die wollte gerade sagen das sie sich nie auf ihn einlassen würde, als Iron sie warnend ansah. Als Iron Nara nannte, kochte es in Lazarus hoch, seine Augen wurden schmal und man sah den Zorn in ihnen. Jetzt verstand Nara wieso sie schweigen sollte. Iron hatte seinen Finger auf das einzige gelegt wo er wusste, das Lazarus darauf anspringen würde. Der nickte nun auch, wild entschlossen, es den Frauen auf Damoks Seite zu zeigen und damit indirekt auch Damok. Mit ihm spielte man nicht. War Lazarus auch ansonsten ein friedlicher Kerl, doch wenn jemand seine Finger nach seiner Liebsten ausstreckte, wurde er zum Stier. Und Iron hatte ihm nun das rote Tuch vor gehalten und ihn wild gemacht. In den nächsten Tagen legte er sich eine Strategie zurecht, Nara war schon eine harte Nuss gewesen, doch auch sie hatte er herum bekommen, also warum sollte es ihm bei diesen drei nicht auch gelingen. Er wusste ja nicht das er bei Naraja wirklich leichtes Spiel haben würde, denn sie wollte ihn auch. Bei Riana und Araniel sah es schon anders aus, obwohl sie ihn ebenso anziehend fanden. Doch er war von sich überzeugt, er würde sie schon herum kriegen. Sein männliches Ego war grenzenlos.

Kapitel 24: Lazarus und Aurian ziehen in den Kampf


 

Die Tage vergingen und Lazarus kämpfte immer noch mit sich. Er schwamm wieder mal in dem kleinen See vor seinem Haus als er Araniel und Riana dort entlang gehen sah. Er dachte noch mal kurz darüber nach was er zu tun gedachte und dann setzte er sich in Szene, er schwamm unter Wasser näher heran und tauchte dann unvermittelt in ihrer Nähe auf, sie dabei ein wenig nass spritzend. Beide Frauen schauten danach sofort zu ihm. Und als er nun nur noch bis zur Hüfte im Wasser stand strich er mit seinen Händen über seinen wohl geformten Körper, wobei er die Reaktionen der beiden genau beobachtete. Dann hob er seine Hände und strich sich die restlichen Haare aus dem Gesicht. Erst da tat er so als habe er die beiden jetzt erst bemerkt. Er lächelte ihnen sein charmantestes Lächeln zu und die beiden schmolzen schon dahin. Riana sah Araniel an. „Gott ist der süß, als ehrlich gesagt, würde ich bei ihm auch nicht nein sagen. Der hat bestimmt einiges drauf bei seinen Erfahrungen.“ Araniel nickte zustimmend. Auch sie starrte Lazarus nur an, der nun langsam aus dem Wasser kam, da erst sahen die beiden Frauen das er vollkommen nackt war. Lazarus kannte keine Scham und so störte es ihn auch nicht das die beiden ihn so sahen, er trat an sie heran und sah auf sie herab. „Na ihr beiden, wollt ihr nur spazieren gehen oder wie wäre es mit uns?“ dabei sah er aufreizend an ihnen entlang. Beide Frauen atmeten scharf ein. „Wisst ihr, Nara ist nicht da und ich wollte mich im See etwas abkühlen, doch nun...dachte ich das ihr mir vielleicht helfen könntet.“ Er zwinkerte ihnen zu. Die beiden betrachteten ihn und als sein Blick an ihnen entlang ging, nickten sie nur noch. Keine von beiden hatte je erwartet das Lazarus sich jemals eine Frau von der Götterwelt nehmen würde und sie dachten, das er wohl im Moment so scharf wäre, das er es bei ihnen wagte. Sie begehrten ihn auf einmal heiß. Er legte jeder einen Arm um die Schulter und küsste sie nach einander. Als sie seinen noch nassen Körper so nah spürten war es endgültig um sie geschehen. Auch Lazarus merkte das er schon gewonnen hatte und wunderte sich nur das es doch recht schnell gegangen war, das hätte er an sich nicht erwartet. Doch nun verschwand er mit ihnen in seinem alten Zimmer in Aurians Höhle und nahm sich dort nun jede der beiden. Er tobte sich wirklich an ihnen aus, nahm sich dafür auch sehr viel Zeit und als er sah das beide nicht mehr konnten, grinste er sie an und erhob sich. „Danke ihr beiden, das hat Spaß gemacht, das waren schöne Stunden mit euch. Ihr seid wirklich heiß. Doch nun habe ich was ich wollte. Nur solltet ihr noch ein wenig üben. Ihr haltet ja nicht viel aus.“ Die beiden sahen ihn sprachlos an, er hatte jede von ihnen gut viermal genommen und das nicht nur kurz sondern jedesmal recht ausdauernd. Sie konnten es nicht fassen das er immer noch nicht genug hatte, doch als sie an ihm entlang sahen, mussten sie feststellen das er immer noch erregt war. Sie ahnten ja nicht das er sich im Moment eines Tricks bediente, denn schon Jasmin genutzt hatte, er griff auf die Kräfte des Universums zurück. Die beiden Frauen waren fix und fertig und blieben nur noch liegen. Lazarus zwinkerte ihnen noch mal frech zu und verschwand einfach. Riana sah Araniel an. „Gott der sieht nicht nur so aus als würde er halten was er verspricht, sondern er hält es auch. Ich zittere jetzt noch, meine Beine wollen einfach noch nicht.“ Araniel wurde jetzt erst klar was sie getan hatten. Sie sah Riana erschrocken an. „Ist dir klar das wir mit ihm ins Bett gegangen sind und das wo wir es wirklich nicht nötig gehabt hätten?“ Riana zuckte mit der Schulter : „Was solls. Jetzt sag nicht du hast nun ein schlechtes Gewissen, das ist nicht nötig. Rowan wird dir auch nicht treu bleiben, glaub mir. Und Lazarus war es wert, der ist wirklich gut.“ Als sie irgendwann mal wieder in der Lage waren auf zu stehen, wurde ihnen jetzt erst klar das Lazarus sie nur für seinen Spaß benutzt hatte. Als ihre beiden Männer später was von ihnen wollten, wurden sie abgewiesen, denn die beiden Frauen konnten einfach noch nicht wieder. Als die Männer sich wunderten, kam alles heraus. Rowan zuckte tatsächlich nur mit der Schulter, ihn störte es nicht sonderlich, obwohl er sauer war das Lazarus seine zukünftige Frau so geschafft hatte das er nun das nachsehen hatte. Bei Orland sah es anders aus, er tobte vor Eifersucht. Er schob auf einmal richtig Hass auf Lazarus und wäre ihm am liebsten an die Gurgel gegangen. Er stapfte zu Damok und erzählte ihm was Lazarus getan hatte.“ Damok sah ihn kühl an. „Damit wirst du dich entweder abfinden müssen, oder aber wir haben ein Problem. Denn mein Junge, auch ich werde mir irgendwann Riana mit ins Bett nehmen, denn sie wird mir noch ein weiteres Kind schenken. Doch der Junge ist gut, es gleich mit zwei Frauen auf zu nehmen. Und wie du sagst hat er sie beide geschafft.“ Orland sah Damok fassungslos an. „Was?? Sie ist deine Tochter, wie kannst du so etwas sagen? Und stört es dich nicht? Er hat deine Tochter nur benutzt.“ Damok hob leicht eine Augenbraue und sah Orland eisig an. „Erstens, ja sie ist meine Tochter, doch ist sie die einzige Frau von der ich Nachkommen erwarten kann und zweitens, nein es stört mich nicht. Denn ich mache es nicht anders. Oder glaubst du vielleicht ich nehme mir die Frauen der Lichtseite der Insel weil ich eine davon für mich gewinnen will? Im Leben nicht, ich nehme sie mir, hab meinen Spaß mit ihnen und mehr will ich auch nicht. Finde dich damit ab oder geh. Und wenn du Riana behalten willst, wirst du dich damit abfinden müssen. Mal abgesehen davon, ahne ich wer und was dahinter steckt.“ Orland sah ihn fragend an, man sah das er immer noch kochte. Doch er liebte Riana und wollte sie nicht verlieren. Damok lachte dröhnend. „Sie ist gut wirklich gut. Sie hat uns ihren Sohn auf den Hals gehetzt. Sie wusste das er jede herum bekommen würde, ohne große Probleme.“ Als Damok von ihrem Sohn sprach wusste nun auch Orland wer gemeint war. „Sie war es? Sie hat ihn geschickt, meinst du das?“ Damok nickte immer noch lachend und trat zum Fester und sah über die Insel nach Süden zur Höhle von Aurian. „Oja, sie hat die Herausforderung angenommen, obwohl es nicht mal eine war. Aber ich verstehe nun was passiert. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich habe mir ihre Frauen genommen und nun schickt sie uns Lazarus um das gleiche bei uns zu tun.“ Er drehte sich wieder zu Orland um. „Ich denke mal, er hat sich Riana genommen und wird sie ab jetzt auch nicht mehr anrühren. Er hat Rache genommen. Und was Aurian angeht, ich glaube ich sollte mal mein Bett frisch beziehen lassen, sie wird sicherlich bald hier aufkreuzen.“ Orland war fassungslos. „Du willst sie tatsächlich verführen?“ Damok sah ihn an und nickte kurz. „Genau das habe ich vor. Und wenn du mal ehrlich zu dir selber bist mein Junge, würdest du sie dir ebenso nehmen. Das ist eine Frau, also wenn ich eine für mich gewinnen wollte dann sie, doch darauf würde sie sich niemals einlassen. Sie liebt Myrion und Leon, und würde keinen von ihnen verlassen, auch für mich nicht. Doch meinen Spaß werde ich mir ab und zu bei ihr holen. Und wenn ich sie richtig einschätze wird sie bald hier erscheinen um mich zur Schnecke machen zu wollen, doch sie als auch ich wissen wo das endet.“ Orland sah seine zukünftigen Schwiegervater an, so langsam begriff er was Damok sagen wollte. Das hier war zu einer Schlacht der besonderen Art geworden. Obwohl es von Damok nicht beabsichtigt war, war genau das geschehen. Als Taktiker versuchte er das ganze zu analysieren und nickte. „Dann wird sich Lazarus auch noch Aurana und Naraja holen. Denn mehr Frauen haben wir nicht.“ Damok schüttelte den Kopf. „Nein ich denke Aurana nicht, er weiß das sie zu seinem Bruder gehört und hier würde dann eventuell ein Familienstreit beginnen, nein sie wird er nicht anrühren, aber Naraja wahrscheinlich.“ Orland hatte sich inzwischen abgeregt. „Nun wenn du es bist, der das ganze verursacht hat, warum nimmt sie sich dann nicht unsere Männer vor, sondern schickt Lazarus zu den Frauen?“ Damok sah ihn kurz an und dann lachte er wieder. „Ich wusste es, alleine der Gedanke das du sie bekommen könntest macht dich schon ganz wuschig. Und dir wäre es um vieles lieber gewesen sie hätte sich an dir vergriffen, als ihren Sohn zu Riana zu schicken.“ Orland nickte nur kurz und musste zugeben das Damok recht hatte. Er fand wie alle Kerle, Aurian absolut scharf und würde sie ihn an sich heran lassen, würde er sie, da er nun erkannte das Treue hier nicht so wichtig war, mit Sicherheit nehmen. Als Orland wieder bei Riana war, fragte er sie wieso sie die einzige sei, die ihrem Vater weiteren Nachwuchs bescheren konnte. Riana hatte sich an den Gedanken gewöhnt, das der Tag kommen würde, da Damok genau das verlangen würde. So erklärte sie Orland wie alles zusammen hing, das es etwas mit der Essenz des Chaos zu tun habe, die an das Kind weiter gegeben würde, aber nur sie in der Lage wäre, das Kind aus zutragen und zu bekommen, ohne eventuell bei der Geburt oder sogar während der Schwangerschaft zu sterben. Orland sprach auch Aurana an und Riana nickte. „Ja sie könnte es ebenso wie ich, doch sieh sie dir an, sie ist ein Engel, wenn auch ein dunkler Engel. Und wir wurden gewarnt, würde mein Vater sie gegen ihren Willen anrühren, würde ihr Zorn über ihn kommen, frag mich nicht was und wie, es ist einfach so. Und Aurana liebt Angel von Herzen, es ist fraglich ob sie überhaupt jemals mit einem anderen ins Bett gehen würde.“ Orland nickte. „Doch was ist wenn sie ebenso denken würde wie du, das es sein müsste und es freiwillig tun würde?“ Riana nickte abermals. „Nun in dem Fall wäre sie ebenso in der Lage dazu. Doch denke ich nicht das sie sich darauf einlässt.“ Orland gab nicht auf. „Was ist mit Aurian, sie müsste doch stärker sein als alle anderen und so in der Lage zu sein, ihm das gewünschte Kind zu schenken.“ Riana verlor langsam die Geduld, dennoch erklärte sie ihm nun das es nicht möglich sei, da die Saat die Damok eventuell aussähen würde, in Aurians Licht verbrennen würde. „Sieh ein das es nicht geht. Meinem Vater wurde von Aurian vorher gesagt das ich drei Kinder bekommen würde, eines von dir.“ Als Orland das hörte strahlte er und freute sich bereits. Doch fiel sein Gesicht sofort wieder zusammen als Riana weiter sprach. „Eines von Damok und eines von Rowan.“ Orland sah Riana nur kurz an, nickte noch mal und drehte sich herum und ging. Das musste er erst mal verdauen. Draußen auf dem Gang lief ihm Aurian über den Weg, er sprach sie an :“Lady Aurian?“ Sie nickte. „Kann ich dir helfen?“ Aurian strahlte eine ungeheure Sinnlichkeit aus, die nun auch Orland traf. Er konnte sich kaum beherrschen doch war für ihn im Moment etwas wichtiger. Und so nickte er kurz“ Ich habe eben erfahren das Riana drei Kinder bekommen wird, also nicht sofort, aber in Zukunft.“ Aurian sah ihn geduldig an und nickte als er das sagte. „Ja das ist richtig. Ist das für dich ein Problem?“ Orland knurrte. „Das wäre es nicht wenn sie von mir wären.“ Aurian nickte verstehend. „Also daher weht der Wind. Und was ist dein Problem? Eifersüchtig, das sie auch von zwei anderen ein Kind bekommen wird? Jetzt sag ich dir mal was. Sie ist die einzige die es tun kann, und die einzige die es auch tun würde. Dir scheint immer noch nicht ganz klar zu sein, das du mit der Tochter des Chaos zusammen bist. Riana mag lieb und nett sein können, doch lass dich davon nicht täuschen, ihre Essenz ist so schwarz wie die ihres Vaters, damit meine ich nicht bösartig. Sondern sie wird immer tun was getan werden muss. Auch wenn sie sich für die Liebe entschieden hat. Du hast zwei Wahlmöglichkeiten entweder es akzeptieren und sehr schnell deine Eifersucht ab zu legen, oder sie zu verlassen. Doch bedenke eins, egal was sie tut, sie liebt dich. Sie wird immer mal mit einem anderen ins Bett steigen, egal ob Damok oder Rowan. Treue ist bei uns nicht so wichtig, denn wir wissen zu wem wir gehören. Und egal ob Frau oder Mann, wir Götter sind sehr Lust betont.“ Orland knurrte. „Ja sicher und der letzte war Lazarus. Er hat sie verführt.“ Aurian grinste. „Ich weiß..und wenn ich es drauf anlegen würde, mein guter Orland, würdest du auch nicht nein sagen, würde ich es versuchen.“ Er knurrte weiter, da trat Aurian auf ihn zu, legte ihm ihre Arme um den Hals drückte sich an ihn und küsste ihn leidenschaftlich. Seine Beherrschung brach in sich zusammen, als er ihren Körper spürte und erwiderte den Kuss wild während er sie mit seinem Armen umschlang. Aurian spürte das er kurz davor stand sie hier mitten im Korridor zu nehmen, so löste sie sich schnell von ihm und grinste ihn abermals an. Orland sah sie schwer atmend an, sie zwinkerte ihm zu. „Das mal dazu. So erging es auch Riana mit Lazarus. Weder ihm noch mir kann irgendwer widerstehen. Das Licht zieht jeden an.“ Er keuchte als er merkte das sie nur mit ihm gespielt hatte. Leise presste er heraus. „Geh lieber bevor ich etwas unüberlegtes tue. Denn im Gegensatz zu Damok oder Rowan, verbrenne ich mich nicht an dir, wenn ich Gewalt einsetze.“ Aurian lachte. „ Du glaubst doch nicht ernsthaft das du mich mit Gewalt bekommen könntest. Wenn du mich willst, lass dir etwas einfallen, aber nicht so.“ Aurian drehte sich um und Orland sah noch wie sie Damoks Zimmer betrat, er wusste genau was nun dort drinnen geschehen würde. Damok würde sich nun nehmen, was er auch so heiß begehrte. Aurian hatte erreicht das er sie nun wollte und er überlegte schon wie er sie kriegen könnte. Auch Aurian war klar das Orland nun keine Ruhe geben würde. Doch damit konnte sie leben. Er hatte diese Lehre gebraucht, er hatte nun begriffen wie schnell man vom Licht verführt werden konnte. Orland drehte sich herum und ging zu Riana zurück um mit ihr zu reden. Als Orland bei Riana ankam, sah sie ihn fragend an, sie sah das er aufgewühlt war. Er erzählte ihr offen über das Erlebte im Flur und auch was er nun empfand. „Ich liebe dich wirklich und will dich auf keinen Fall verlieren. Daher möchte ich vorher mit dir darüber reden. Dein Vater hat mich über einiges aufgeklärt und stimmt es das du und er...?“ Riana nickte. „Ja, obwohl ich mir da noch nicht ganz sicher bin ob ich es tun werde. Ich weiß das es ihm prophezeit wurde, das ich ihm ein Kind schenken werde, doch denke ich ebenso das es noch eine ganze Zeit dauert. Noch will ich es nicht, zudem er warten muss bis ich dein Kind bekommen habe. Doch auch das empfinde ich noch als zu früh. Wir haben uns jetzt erst kennen gelernt und sollten uns Zeit lassen. Vor allem da du noch so viel neues zu verarbeiten hast. Ich kann gut verstehen das du andere Moralvorstelllungen hast. Doch bei uns ist es nicht ganz unüblich. Die einzige Eltern Kind Beziehung von der ich weiß sind Lazarus und Aurian.“ Orland nickte. „Was empfindest du für Lazarus?“ Riana begriff, er hatte Angst sie zu verlieren und fragte deswegen. Sie ging auf ihn zu und legte ihm ihre Arme um den Hals. „Nichts, das heißt er ist scharf und ist ein sagenhafter Liebhaber, doch liebe ich ihn nicht, falls du das meinst. Ich habe es genossen, es hat viel Spaß mit ihm gemacht. Doch denke ich das er mich und auch Araniel nur verführte, um uns zu benutzen.“ Orland sah sie an und legte ebenfalls seine Arme um sie. „Dir ist schon klar das du ihn gerade als Liebhaber auf einen Sockel stellst. Und es für mich sehr schmerzhaft ist das zu hören. Kein Mann möchte hören das ein anderer besser ist. Ich nahm an, das ich an sich gut bin und dir genüge.“ Riana lächelte ihn an. „Du bist gut, ohne Frage. Doch überlege mal, er hat jahrunderte lange Erfahrungen und wahrscheinlich mehr als jeder andere Kerl auf irgendeiner Welt. Mit ihm sollte sich kein Mann vergleichen, er ist nun mal gut und das ist eine Tatsache.“ Orland nickte. „Was ist nun mit Aurian, angenommen ich versuche es bei ihr zu landen, wie würdest du empfinden.“ Riana lachte leise und küsste ihn sanft. „Versuch es, meinen Segen hast du. Ich weiß wie sie auf Männer wirkt. Und es wundert mich nicht das du sie willst. Es gibt glaube ich keinen Mann der sie nicht will. Wenn du es schaffst, das sie dich will, na dann nimm sie dir. Im Gegenteil, ich würde es sogar als Ehre ansehen, das sie auch meinen Mann nicht abgewiesen hat, was mir zeigt das du einiges vermagst. Denn sie ist nicht leicht zu bekommen. Doch rate ich dir, verführe sie und versuch es nicht mit Gewalt, das könnte dir sehr schlecht bekommen. Sie ist in der Regel sanft, doch kann sie auch hart und eiskalt sein.“ Orland nickte. „Doch sag mir mal eins, sie konnte dir und Rowan einfach so eure göttlichen Kräfte nehmen. Könnte sie dann nicht auch den Krieg einfach so für sich gewinnen, ohne irgendwelche Anstrengungen, in dem sie euch einfach eure Kräfte nimmt?“ Riana nickte. „Ja das könnte sie wohl, doch würde sie das niemals tun. Es gibt Dinge die auch die Lichtgöttin, oder eher am wenigsten sie tun würde. Nämlich einen Krieg mit solchen Mitteln gewinnen zu wollen. Aurian sagt immer, was geschehen muss, muss geschehen und wenn man eingreift um es zu verhindern, kommt eventuell was heraus was weit aus schlimmer ist. Mal abgesehen davon, das es dennoch geschehen wird. Sie sagte mal, als wir noch Kinder waren: nur weil man etwas kann, heißt es nicht das man es auch tun sollte. Sie lehrte uns was es heißt fair zu sein, was es heißt ein Gott zu sein. Sie lehrte uns alles was wir wissen mussten. Und sie machte das gut. Und wenn ich mal Kinder haben sollte, werde ich sie bitten auch diese Kinder zu unterrichten. Denn es gibt keine bessere Lehrerin. Du musst eines begreifen, Liebster. Aurian ist das Licht, doch sie ist immer noch so neutral, weil sie weiß, das Chaos und Licht zusammen gehören. Das eine geht nicht ohne das andere. Und so gab sie mir und Rowan auch Dinge mit auf den Weg, die nur für uns bestimmt waren, wo die anderen von ausgeschlossen wurden. Ebenso wie sie Aurana und Angel wieder einige Sachen sagte die nur für sie bestimmt waren, ebenso wie bei Mystral und Andor. Sie hat immer alle unterrichtet, egal ob gut oder böse, egal ob Licht oder Finsternis. Wenn sie gewollt hätte, hätte sie uns damals schon Wissen vor enthalten können, doch das tat sie nicht. Sondern sie bereitete uns absolut auf unsere Aufgabe vor. Ebenso wie sie mir als ich noch ein Teenager war und meine ersten Erfahrungen mit Rowan gemacht hatte, gesagt hat was Damok irgendwann mal von mir verlangen wird und sie machte mir auch klar warum. Das es nichts damit zu tun hat, das er mich als Frau will, sondern das wenn es geschehen wird, es aus seiner Sicht nur geschieht, wegen der Nachkommen. Und ich weiß, mein Vater will eigentlich nur eine Frau. Und um die zu bekommen geht er hohe Risiken ein und doch kann er es nicht lassen, wissend das sie ihm niemals ganz gehören wird. Er kann ihren Körper für einige Stunden besitzen, er kann sie für diese Stunden in seinen Armen halten, doch wird sie immer wieder gehen und zu dem Mann zurück kehren den sie mehr liebt als sich selbst. Wenn du mich fragst, mein Vater liebt sie. Das würde er zwar niemals zugeben, doch ich glaube es ist so.“ Orland sah sie an. „Du redest von Aurian oder? Nur warum tut sie das? Ich meine wenn sie weiß was er von ihr will, warum geht sie dann auch noch zu ihm, wo sie scheinbar doch genau weiß was geschehen wird. Das verstehe ich nicht.“ Riana sah ihn an. „Sie tut was getan werden muss. Sie weiß das es immer wieder geschehen wird, doch so hat sie es in der Hand wann es soweit sein wird. Also wartet sie nicht bis er zu ihr kommt um zu fordern was er will, sondern geht in die Höhle des Löwen um ihm zu geben was er will. Ich glaube sobald sie ihm gegeben hat was er von ihr haben will, werden auch seine Verführungen bei den Frauen auf der Seite des Lichts aufhören. Ich denke das hat er nur getan, um sie zu provozieren. Er wusste das sie dann wahrscheinlich zu ihm kommen wird um ihn zur Rede zu stellen und dann würde er sie wieder mal verführen und hat sie so auch einige Stunden für sich.“ Orland schüttelte den Kopf. „Nein, das lag nicht in seiner Absicht, zumindest nicht bewusst.“ Riana sah ihn an: „Bist du sicher? Er ist manchmal undurchschaubar und sagt noch lange nicht alles was er weiß und vor hat. Er lügt wie gedruckt, wenn es nötig ist. Vergiss nicht er ist das Chaos. Er wird sich immer wieder etwas neues einfallen lassen damit sie zu ihm kommt.“ Orland nickte. „Und jetzt ist sie bei ihm und ich kann mir denken was dort geschieht.“ Riana nickte. „Ich gönne es ihm, denn sie ist die einzige die seiner Manneskraft gewachsen ist. Bei allen anderen muss er sich doch in gewisser weise zurück halten, ich glaube die einzige die es noch mit ihm aufnehmen kann ist Mutter Natur, Iona. Doch ich weiß das auch sie vollkommen fertig war, als sie ihn verließ. Wäre sie noch eine halbe Stunde länger geblieben, hätte er wohl wieder von vorne angefangen. Und Aurian hat die Kraft ihn fertig zu machen und das findet er unbeschreiblich. Darauf ist er scharf.“ Orland nickte leicht. „Was ist mit dir, könntest du..?“ Riana lachte. „Nein, das könnte ich nicht, ich wäre meinem Vater auch nicht gewachsen. Es ist zwar schön hier und da mal einen Kerl zu haben der einen so fertig macht, doch auf Dauer finde ich es schöner wenn es recht entspannt vor sich geht. Und du gibst mir weit aus genug. Mehr brauche ich nicht.“ Das ging Orland nun runter wie Öl und er sah in Lazarus oder auch Damok nicht mehr die Bedrohung die er zuvor gesehen hatte. Nun verführte er seine Riana und hatte mit ihr seinen Spaß, sie hatte sich soweit wieder erholt, das er nun auch zum Zug kommen würde. Während die beiden sich unterhalten hatten, stellte Aurian Damok zur Rede. Da er damit gerechnet hatte das sie auftauchen würde trug er nichts mehr außer seiner Hose und sah sie kurz an. Langsam schritt er auf sie zu und als er nah genug war riss er sie in seine Arme und unterbrach ihre Anschuldigungen mit einem harten Kuss. Er begehrte sie, sein Verlangen nach ihr war ins unermessliche gestiegen und er würde sie nicht mehr gehen lassen bevor sein Verlangen gestillt war. Sein Körper brannte vor Leidenschaft, er war jetzt schon kaum noch Herr seiner Sinne, er war wie ein brünftiger Hengst und wollte nur noch eins. Er konnte an nichts anderes mehr denken und Aurian spürte es, er riss sie mit seinem brennen mit und so erwiderte sie den Kuss. Er fiel regelrecht über sie her, hier gab es keine Zärtlichkeit. Hier kämpften Licht und Chaos um die Vorherrschaft, in einer Schlacht die beiden die letzten Kräfte rauben würde. Doch sie genossen es, es gefiel ihm als auch ihr. Damok war so wild das er nicht mal mehr spürte wie brutal er mit ihr umging, er nahm sich von ihr was er wollte. Doch sie zahlte mit gleicher Gewalt und Härte zurück. Niemand der die beiden nun beobachtet hätte, würde das für einen Liebesakt halten, sondern es ähnelte eher einer Vergewaltigung von beiden Seiten aus. Aurian schummelte, sie zog sich einige Kraft aus dem Universum, doch da er nie darauf kommen würde das sie schummeln würde ahnte er es nicht und so kam es wie es kommen musste, er lag irgendwann total erschöpft und vollkommen fertig unter ihr. Sein Atem ging nur noch stoß weise, er bekam kaum noch Luft. Sein Körper war vollkommen ramponiert, er hatte überall blutige Striemen wo sie ihn zerkratzt und gebissen hatte. Sie machte weiter, doch er schnaufte nur noch. „Hör auf du hast gewonnen. Ich kann einfach nicht mehr.“ Erst als er das zugab legte sie sich neben ihn, sah ihn an und erwiderte atemlos. „Lass unsere Frauen in Ruhe, denn bis auf Iona, wollte es eigentlich keine mit dir. Auch wenn du sie dazu gebracht hast es freiwillig zu tun.“ Er zitterte am ganzen Körper, sie hatte ihm alles abverlangt. Sie knurrte leise, was er schon wieder erregend fand doch war er nicht mehr in der Lage sich auch nur zu rühren. Er nickte: „Ich verspreche es, außer Iona, sofern sie es will, werde ich alle anderen in Ruhe lassen.“ Sie stützte sich auf einen Arm und beugte sich leicht über ihn. Er hatte einen mächtigen Körper und sie strich mit ihren Fingern sanft über ihn. Das ließ ihn schon fast wieder aufschreien. „Bitte Aurian, lass das ich kann mich eh kaum beruhigen.“ Sie lachte leise und erhob sich aus dem Bett als hätte sie einen Spaziergang gemacht und nicht ein Bettmarathon hinter sich. Sie sah noch mal auf ihn herab, grinste leicht. „Bis zum nächsten mal.“ Dann war sie verschwunden. Doch zu Hause ließ sie sich nur noch auf ihr Bett fallen und nun zitterte sie, endlich konnte sie die Kraft des Universums loslassen. Doch nun zahlte sie die Rechnung dafür. Myrion hatte auf sie gewartet und deckte sie leicht zu. Er setzte sich zu ihr aufs Bett und hielt ihr einen Trank vor den Mund. „Er ist von Iona und wird dich stärken.“ Sie trank langsam und ihr Körper begann sich zu erholen. Damok hingegen war nicht mehr in der Lage sich auch nur auf zu richten, so blieb er einfach liegen und rätselte darüber wie sie das ausgehalten hatte. Er war nicht gerade zimperlich mit ihr umgegangen und doch hatte sie alles weg gesteckt. Mit der Frage schlief er dann ein. Noch Tage danach konnte er keine Frau mehr anrühren, er war nicht dazu in der Lage. Riana und Orland grinsten als sie es bemerkten und Orland meinte nur leise zu Riana. „Sie hat ihn wirklich fertig gemacht.“ Riana nickte. „Und sie wird es wieder tun, wenn es nötig ist.“