Kapitel 4: Spione des Lichts

Bis zum Treffen übte Damok was
ihm Lazarus alles verraten hatte. Und um zu testen ob das auch
funktionierte, begab er sich auf verschiedene Welten besuchte
dort öffentliche Plätze und beobachtete die Wirkung die er mit
verschiedenen Gangarten oder Gesten auf die weibliche
Bevölkerung hatte. Er lernte auch hier. Langsam begriff er das
alleine seine dunkle und scheinbar gefährlich wirkende
Ausstrahlung die Frauen teilweise schon fast in Ohnmacht fallen
ließ. Er dachte: das lässt sich ausbauen und übte weiter. Die
finstere Seele in ihm versuchte ihn immer mal zum handeln zu
überreden, doch er ließ sich nicht darauf ein, er wusste selber
was er wollte. Und was der Finstere mit seinen Machenschaften
erreicht hatte knallte er ihm auch um die Ohren, nämlich nur das
man ihn einsperrte. Das konnte Damok sich nicht leisten und
wollte es auch nicht. Er machte der finsteren Seele klar, das
sollte er seinen Mund nicht halten, würde er ihm zeigen was er
noch drauf hatte. Er hatte da seine eigenen Pläne und gedachte
sie auch auf seine Weise zu verwirklichen. Bei den Besuchen auf
den verschiedenen Welten, sah er auch Diebe, Mörder und
ähnliches. Er begann hier zu intervenieren, diese Leute ein
wenig zu beeinflussen. Und dieser Abschaum merkte schnell das es
hier eine Gottheit gab, die nicht nur Lichterfüllt war. Einige
fanden das wunderbar und sie begannen im Untergrund sogar Tempel
für ihn zu errichten. Damok hatte etwas das dem Finsteren immer
abgegangen war, Geduld. Ihm war klar das er das nicht in wenigen
Tagen schaffen würde, immerhin hatte das Licht dafür einige
Tausend Jahre gebraucht. So nahm er sich erst mal nur eine Welt
vor und dachte sich: Eins nach dem anderen. Hier wollte er
testen wie weit er gehen konnte. Er ahnte oder wusste das Aurian
ihn beobachten und das sie jede seiner Handlung im Auge behalten
würde. Doch ebenso wusste er auch das er irgendwann mal in der
Lage sein würde sie daraus aus zu schließen. Doch auch das
musste warten, er war noch lange nicht soweit und noch wollte er
sich die anderen Götter und vor allem nicht Aurian zum Feind
machen. Er brauchte sie noch. Doch etwas veränderte sich auf der
Götterwelt, hoch im Norden wo Damok seine Höhle hatte oder
vielmehr dahinter schien sich etwas zu tun. Er versuchte es
heraus zu finden doch die Nebel verwehrten ihm den Blick. Und
eines Morgens als Aurian, Leon und Myrion beim Frühstück auf
ihrem Plateau saßen, schüttelte Leon den Kopf. „Ich verstehe es
nicht.“ Aurian und Myrion sahen ihn an und sie fragte: „Was
verstehst du nicht?“ Leon grummelte einen Moment doch dann
platzte es aus ihm heraus. „Nun seit einigen Tagen verschwinden
Bürger aus meiner Hälfte der Stadt und ich habe keinen Schimmer
wohin. Ob Damok sie getötet hat oder ob sie Selbstmord begangen
haben? Ich verstehe es nicht, denn es wurden auch keine Leichen
gefunden. Mal abgesehen davon das sie an sich ja nur Seelen
waren und hier nur eine Art Scheinkörper hatten, den man an sich
nicht töten konnte. Wo sind sie hin? Ich habe auch in die
Heldengruft geschaut ihre normalen Körper sind noch da, aber
ihre Seelen nicht mehr.“ Er sah Aurian fragend an. „Mach dir
darüber mal keine Gedanken, ich weiß wo sie sind und es ist
alles in Ordnung. Du wolltest die Verwaltung der Stadt eh
abgeben, also ist es doch egal wo sie hin sind.“ Leon knurrte
leise: „Na mir ist es nicht egal wo sie hin sind, dann verrate
mir doch mal wo sie geblieben sind.“ Aurian schüttelte den Kopf:
„Nein, alles zu seiner Zeit und noch ist es nicht Zeit.“ Leon
war noch nie wütend auf Aurian gewesen doch jetzt war er es.
Myrion sah von einem zum anderen und meinte: „Komm Junge sie
wird ihre Gründe haben also reg dich wieder ab.“ Doch er
brüllte: „Ich will mich aber nicht abregen, ich will wissen wo
meine Bürger sind. Außerdem verfällt meine Stadthälfte immer
mehr, während die helle Seite immer schöner und prachtvoller
wird. Hier muss Damok seine Finger im Spiel haben.“ Myrion sah
ihn ruhig an: „Ach ja? Meinst du er klaut dir deine Bürger,
lässt die dunkle Seite der Stadt weiter verfallen und lässt
dafür die helle Seite prachtvoller erscheinen, das ist doch
jetzt nicht dein ernst, oder?“ Aurian legte Leon eine Hand auf
seine und sah ihn liebevoll an: „Du hast mir immer vertraut,
dann tue es auch jetzt. Bald bist du die Verwaltung der Stadt
los und musst dich darum nicht mehr sorgen. Vertrau mir
einfach.“ Als Leon ihren liebevollen Blick sah, konnte er ihr
nicht mehr böse sein und nickte. Aurian sah ihn an: „Ich habe
eine wichtigere Aufgabe für dich, als eine Stadt zu verwalten.
Behalte Damok im Auge, er hat begonnen eine Welt zu
infiltrieren. Halte ihn nicht davon ab, lass ihn machen, doch
behalte ihn genau im Auge.“ Aurian grinste. „Obwohl, du prügelst
dich doch gerne, also ab und zu darfst du seine Machenschaften
mal untergraben und ihm eins aufs Auge hauen, na wie ist das?
Ist doch besser als eine Stadt zu verwalten oder?“ Leon grinste
sie an, das war etwas genau nach seinem Geschmack und er nickte
heftig. „Ja das gefällt mir.“Aurian lachte: „Und beziehe ab und
zu mal Doran und Dion ein, sie können dir helfen, doch lass
Aaron und Iron aus dem Spiel, denn sie geben Damok
Kampfunterricht und sie damit rein zu ziehen ist nicht so gut.“
Leon freute sich. Er hatte eine Aufgabe bekommen die genau
seinen Fähigkeiten und seinem Charakter entsprach, er war so
aufgeregt das er nicht mehr still sitzen konnte und sich sofort
auf den Weg machte, er würde Dion und Doran zusammen rufen, sich
über die Lage informieren und dann einen Plan entwickeln der
Damok einige Probleme bereiten würde. Als er weg war sah Myrion
Aurian an. „Also wenn ich die Fähigkeiten des Lichts genau
verstanden haben, könntest du das auch selber machen oder
nicht?“ Aurian lachte leise: „Ja könnte ich, doch warum sollte
ich das tun? Weißt du was Licht und Chaos unterschiedet ist, das
Licht verteilt seine Macht auf viele, das Chaos aber teilt nicht
gerne und würde alles alleine machen. Natürlich wird auch er
Helfer oder sagen wie eher Untergebene haben, doch grundsätzlich
steht das Chaos immer alleine da. Einfach weil es in seiner
Natur liegt alles selber beherrschen zu wollen, während das
Licht bereit ist zu teilen. Und ich habe gerade meine Macht
geteilt und Leon sozusagen einen Teil abgegeben, er hat nun eine
Aufgabe die in erfüllen und vor allem sehr beschäftigen wird.
Noch hat Damok erst eine Welt in Angriff genommen, doch es wird
die Zeit kommen wo er es überall tun wird. Bis zu einem gewissen
Punkt werden wir ihn auch gewähren lassen, doch ab diesem Punkt
wird er sich gegen uns stellen müssen und dann beginnt der
Krieg.“ Myrion nickte verstehend: „Doch sag mir eins, hast du
wirklich deine Macht geteilt? Also ich meine die Macht des
Lichts?“ Aurian schütelte den Kopf: „Nein, nicht auf diese
Weise, ich kann nicht etwas von mir abgeben, dazu müsste ich es
einem Kind von mir geben, wie Lazarus. Ich meinte damit mehr die
äußerliche Macht. Sieh mal Leon wird genau in meinem Sinn
handeln, ich muss ihn nicht überwachen, oder ihm nach
spionieren, er ist nun mein Spion. Damok spürt wenn ich ihn
beobachte, doch nun gehen wir offensiv vor, er wird Leon sehen
und wissen ich bin durch Leons Anwesenheit in seiner Nähe, er
wird spüren das Leon ihn überwacht, er wird versuchen ihn aus zu
tricksen und sich freuen wenn es ihm gelingt. Denn trickst er
Leon aus, dann in gewisser weise auch mich. Leon hingegen ist
hinterlistig und mit allen Wassern gewaschen, er hat schon als
Kind andere an der Nase herum geführt, so wird er es ebenso bei
Damok versuchen, mal wird es ihm gelingen, mal eben nicht. Und
auch Leon ist nicht alleine, er wird Doran und Dion an seiner
Seite haben, beides recht skrupellose Charakter auch wenn Dion
inzwischen geläutert ist. Aber in einem hat Damok recht, Dion
trägt den Keim des Bösen immer noch in sich und nun kann er
genau den für das Licht einsetzen.“ Jetzt verstand Myrion und
lachte das ihm die Tränen kamen. „Kleines du bist ein Genie.
Doch verrätst du mir was mit Leons Stadt geschieht?“ Aurian
knuffte ihn: „Guter Versuch, doch zwecklos, auch dir verrate ich
es nicht.“
Im Laufe der nächsten Zeit
verfiel die dunkle Stadthälfte immer mehr, solange bis nichts
mehr von ihr übrig war, nicht mal mehr ihre Mauern. Leider hatte
das auch zufolge das Mystras Palast der ja zwischen den beiden
Stadthälften auf deren Mauern erbaut war verschwand. Doch
erschien er am Fuße des Plateaus, in der Nähe von Aurians Höhle.
Die Insel wandelte sich, alleine schon durch die Anwesenheit
Damoks. Einigen Göttern gefiel es anderen wiederum weniger.
Aurian hielt an ihrer Entscheidung fest. Doch auf eines achtete
sie genau, das der Frieden der Götterwelt gewahrt blieb. Und
Damok tat seinen Teil dazu, in dem er seine Machenschaften nicht
auf der Götterwelt ausließ sondern erst mal nur in der Welt die
er zu seinem Testobjekt auserkoren hatte. Er wusste würde er
Aurian verärgern, würde sie ihn niemals erhören, zudem sie ihn
eventuell auch aus den anderen Welten ausschließen würde und
vielleicht schlussendlich sogar von der Götterwelt verbannen
würde. Und er wusste das war ihr ohne Probleme möglich. Aurian
hatte mal zu Lazarus gesagt, das Universum sei kein
Kinderspielplatz, doch Damok machte es nun zu einem. Als Damok
merkte das Aurian ihn nicht mehr beobachtete, dafür aber Leon
hinter ihm her schlich, lachte er. Hier war ein Gegner nach
seinem Geschmack. Die Menschen auf der Welt kannten Leon, aus
Aurians Tempel und wussten das er auf Aurians Seite stand.
Schnell kursierte das Gerücht das Damok, den man inzwischen auch
kennen gelernt hatte und Leon im Krieg lagen. Das Leon Damok im
Auftrage Aurians den dunklen Gott bekämpfen würde und wenn es
sein müsste bis aufs Blut. Beide, Leon als auch Damok lachten
als sie diese Gerüchte vernahmen. Leon hatte immer dunkle Sachen
getragen, doch das änderte sich nun, er begann seine
Kleidungsfarbe zu ändern, er war kein weißer Krieger aber da man
erwartete das er für das Licht kämpfte, änderte er seine Farbe
auf ein dunkles grau, ebenso hielten es Dion und Doran. Das
Gerücht hatte aber noch einen kleinen Nebeneffekt, es bescherte
Damok und auch Aurian einige neue Gläubige. Obwohl einige nun
sogar hergingen und auch für Leon einen eigenen Tempel
errichteten, doch vor seinen Tempeltoren standen rechts und
Links Abbilder von Aurian mit ihren Löwen. Das Geheimnis der
Löwen war den Menschen immer noch nicht bekannt. Doch auch Damok
hatte inzwischen erfahren was es mit den Löwen auf sich hatte
und überlegte ob er das Geheimnis wahren sollte oder nicht. Er
entschloss sich zu schweigen. Das war etwas das Aurian und ihre
Löwen ihm hoch anrechneten.
Der Tag rückte näher das Suna und
Damok sich treffen würden. Myrion hatte dem ganzen einen
Anstrich von einer Party verliehen und so kamen auch alle
anderen Götter. Ein Fest lies sich keiner gerne entgehen. So
standen am Strand locker verteilt einige Tische und Stühle,
ebenso wie Tische auf denen Buffets lagerten als auch Getränke.
Außer Aurian, ihren beiden Löwen, Lazarus, Suna und Damok wusste
keiner was es mit dem Fest auf sich hatte, man dachte das es ein
verspätetes Willkommensfest für Lazarus und Aurian sei.
Man unterhielt sich und redete
über dies und das, aber nichts ernstes. Dann auf einmal wurde es
still. Aurian stand mit ihren beiden Löwen in der Nähe des
Meeres und sah dem was kommen würde entgegen. Hinter ihr stand
wie so oft Lazarus. Neben Myrion stand Suna und zitterte leicht.
Aurian hatte ihr angeboten sich einen der Götter aus zu suchen
der ihr ein wenig Erfahrung mit Männern bei bringen würde, doch
Suna hatte abgelehnt. Damok erschien....und er hatte sich
verändert. Er trug wie auch zuvor eine schwarze Lederhose, doch
nun auch ein Hemd, das sich locker um seinen Oberkörper legte,
die Hemdknöpfe hatte er erst unter seiner Brust geschlossen so
das diese immer noch teilweise zu sehen war. Darüber trug er
einen schwarzen offenen langen Mantel der ihm nun leicht hinter
her wehte.Er hatte den Blick leicht gesenkt, sah aber immer mal
rechts und links zu den Damen, eine Gasse hatte sich für ihn
geöffnet, die nun in Richtung Aurian ging. Wenn sein dunkler
aber aufreizender Blick, einen der Damen traf senkten sie
schnell den Blick was ihn leicht lachen ließ. Lazarus der ihn
beobachtete flüsterte leise Aurian zu. „Er hat schnell gelernt.
Er spielt mit den Frauen.“ Dann schritt Damok langsam weiter und
so auch an Aileen vorbei und sah das sie scharf einatmete als er
sie ansah. Er griff kurz nach ihr und zog sie zu sich heran,
dabei sah er ihr kurz in die Augen und küsste sie dann heftig.
Er spürte das sie zu allem bereit war. Als er den Kuss löste
lachte er leise und flüsterte ihr zu: „Gib dich nicht mir hin,
sondern ihm.“ Dabei stieß er sie brutal in Dorans Arme, ihn
dabei ansehend: „Nimm sie dir jetzt, denn jetzt wird sie dafür
bereit sein. Das ist mein Geschenk.“ Doran kochte vor Wut und
das sah man ihm auch an, er hielt Aileen in seinen Arme und sah
auf sie herab. Leise flüsterte er ihr zu. „Bist du wirklich
bereit?“ Sie nickte leicht. Doch auch Leon und Myrion konnten
sich bei der Geste kaum noch beherrschen. Doch Aurian hielt sie
zurück: „Ruhig ihr beiden, ganz ruhig. Er provoziert nur.“ Dann
kam Damok langsam näher und Aurian merkte das er auch auf sie
seine Wirkung nicht verfehlte, doch im Gegensatz zu den anderen
Frauen beherrschte sie sich sehr gut und sah ihm nur leicht kühl
lächelnd entgegen. Doch Lazarus war Aurians Reaktion ´nicht
entgangen und er flüsterte leise Myrion zu. „Pass auf Aurian
auf. Auch sie reagiert auf ihn.“ Myrion sah daraufhin Aurian an,
er kannte sie lange genug und sah nun was Lazarus vor ihm
aufgefallen war. Aurian musste sich schwer beherrschen, ihre
Brust hob und senkte sich wie wenn sie erregt war. Er war nur
froh das Damok sie nicht gut genug kannte um das erkennen zu
können. Für ihn würde es so aussehen als wäre sie nur wütend,
wegen dem was er eben getan hatte. Lazarus warnte auch Leon, der
nun auch kurz einen Blick auf Aurian warf und dann Myrion ansah.
Myrion nickte bestätigend. Damok hatte wirklich gelernt mit den
Frauen zu spielen und seine Ausstrahlung auf sie wirken zu
lassen. Nun trat er nahe an Aurian heran und verbeugte sich vor
ihr. „Herrin der Götterwelt ich danke dir für diese Einladung.“
Aurian neigte lediglich leicht den Kopf, antwortete aber nicht.
Myrion merkte das sie sich erst wieder fangen musste und
antwortete nun an ihrer Stelle. „Nun du lebst hier also ist es
nur gerecht dich ebenso ein zu laden wie alle anderen Götter.“
Dann deutete er auf Suna. „Darf ich dir Suna vorstellen, sie
vertrat Aurian während ihrer Abwesenheit.“ Als Myrion Suna ansah
bemerkte er das sie auch auf Damok reagierte, doch da sie noch
nicht die Erfahrung besaß die Aurian hatte, fiel sie gleich bei
Damoks Blick in Ohnmacht, wobei Lazarus sie schnell auffing
damit sie nicht auf den Boden krachte. Damok sah an sich
entlang. „Na was habe ich denn an mir das diese Jungfrau
tatsächlich gleich in Ohnmacht fällt. Ich tue ihr doch nichts.“
Dion und Jenna die sofort angelaufen kamen als sie sahen das
Suna umfiel sahen Damok bei seinen Worten böse an. Auch Dion
knurrte leise. Lazarus sah Damok an: „Das weißt du sehr genau.
Übertreibe es nicht, denn denk dran sollte ich dich zu meinem
persönlichen Feind erklären könnte es böse enden.“ Damok sah
Lazarus an: „So ist es nun mal. Die Dunkelheit und ihre Facetten
sind sehr faszinierend, gepaart mit ein wenig Gefährlichkeit,
wirft es die Frauen scheinbar sogar um. Und du hast recht, ich
weiß genau was los ist.“ Dann sah er Aurian an. „Du magst dich
vielleicht noch dagegen wehren können, doch der Tag rückt näher
wo auch du meinem besonderen Charme erliegen wirst.“ Myrion, als
auch Leon knurrten leise. Damok winkte leicht ab: „Ach meine
Herren das hatten wir doch schon. Ich sage es euch frech ins
Gesicht, ich werde sie mir nehmen und wenn es nur für einmal
ist. Und sie wird es mir sogar freiwillig geben, was sagt ihr
nun?“ Inzwischen hatte sich Aurian wieder gefangen und
antwortete nur seelenruhig. „Das werden wir ja sehen und ich
habe da ja wohl auch noch ein Wörtchen mit zu reden. Doch heute
wollen wir feiern und wenn du dich nicht benimmst, wirst du von
der Feier ausgeschlossen, also beherrsche dich.“ Damok verneigte
sich noch mal kurz: „Ja du hast recht, ich entschuldige mich für
mein ungebührliches Benehmen.“ Als er sich wieder aufrichtete
zwinkerte er ihr noch mal frech zu und drehte sich um. Langsam
aber sicher beruhigte man sich wieder und man ging dazu über
sich wieder zu unterhalten. Als Damok außer Hörweite war,
flüsterte Aurian leise. „Er ist gefährlich, wirklich
gefährlich.“ Myrion sah sie an: „Ich weiß wie schnell man
dich...na ja du weißt schon. Aber das es sogar ihm gelingen
könnte das ist mir zu hoch.“ Aurian zuckte mit den Schultern:
„Ich verstehe es ja selber nicht. Doch ich werde es heraus
finden.“ Suna hatte man relativ schnell wieder auf den Beinen
und sie stellte sich ungezwungen neben Damok als dieser am
Buffet stand um sich etwas zu essen zu holen. Er sah sie nicht
an: „Du bist also Suna?“ Sie nickte: „Ja, wieso?“ Jenna hatte
inzwischen mit bekommen was vor sich ging und stellte Aurian zur
Rede: „Das ist nicht dein ernst. Nein das werde ich nicht
zulassen. Ich gebe meine Tochter nicht diesem räudigen Köter.“
Aurian versuchte sie zu beruhigen. „Jenna ruhig, er muss es ja
nicht mit bekommen oder? Doch denk doch mal nach, wie sehen denn
unsere Alternativen aus? Entweder sie oder du oder ich. Eine
andere Lösung gibt es nicht. Oder willst du für sie gehen?“
Damok versuchte mit zu bekommen was da los war, aber Aurian
schien eine Blockade gelegt zu haben, denn er konnte nichts
verstehen. Jenna begann zu weinen. „Ich kann das nicht...aber
meine kleine Suna, sie ist so unschuldig. Bitte Aurian es muss
doch noch eine andere Lösung geben.“ Auf einmal gab es lautes
Gemurmel und als man in die entsprechende Richtung sah, hatte
sich abermals eine Gasse gebildet und durch die schritten......Mystra
und Andra, die beiden ehemaligen Avatare.

Kapitel 5: Provokationen

Langsam kamen sie auf Aurian zu
und hinter ihnen schloss sich die Gasse wieder. Auch Damok sah
nun interessiert dort hin. Inzwischen hatte er mehr oder weniger
alle Götter kennen gelernt und war überrascht das es noch zwei
gab die er noch nie gesehen hatte. Doch wurde ihm nun klar wem
der kleine Palast gehört hatte der nun in der Nähe von Aurians
Plateau stand. Als die beiden vor Aurian hielten, sah Mystra sie
sanft an: „Wir hatten gedacht wir hätten hier alles erledigt,
doch wie es aussieht ist dem nicht so. So ließ man uns nur
schlafen und verbarg uns. Zum einen damit die Geister uns nichts
anhaben konnten. Sie dachten ja wir seien tot und zum anderen,
damit wir nun auch das letzte noch tun können was getan werden
muss.“ Sie winkte auch Damok heran, der langsam näher kam bis
Aurian und er sich gegenüber standen, in deren Mitte nun Mystra
und Andra standen. Es wurden von allen Seiten Fragen gestellt,
die Andra auf seine eigene geduldige Weise beantwortete während
Mystra mit den beiden rechts und links von ihr beschäftigt war.
Mystra sah Damok an. „Du willst ein Kind? Du sollst dein Kind
haben, ebenso wie ich den Grundstein für die Götter des Lichts
legte, werde ich auch dir deinen Grundstock schenken. ICH werde
dein Kind bekommen. Ich weiß das du dachtest, Aurian müsste es
selber tun, doch da irrst du dich gewaltig, denn sie könnte dein
Kind nicht bekommen. Sie ist das Licht, dein Samen würde in ihr
verbrennen.Und selbst wenn es gelingen würde, würde dann das
Kind in ihr absterben. Wie soll das Licht ein Kind der
Finsternis austragen, das ist unmöglich. Nun zu Jenna und Suna.
Die beiden sind zwar stark und sie könnten auch empfangen, doch
austragen könnten sie das Kind nicht, dafür sind selbst sie zu
schwach. Beide würden sterben bei dem Versuch.“ Nun sah sie Suna
an. „Du mein Kind warst nie ausersehen irgendeinem Mann an zu
gehören. Du kannst es gar nicht. Ja du magst auf ihn reagieren,
doch wenn es zum letzten kommen sollte würdest du vorher
fliehen. Du bist ein Stern mein Kind. Du bist der Stern an
Aurians Himmel. Hat sich nie jemand gefragt warum sie lieber ihr
Dasein als Sternenbild fristet als das Leben zu genießen das man
ihr gab? Sie ist ein Kind der Gewalt, ein Kind das nicht aus
Liebe gezeugt wurde, sondern aus reiner körperlicher Gier. Und
das ließ sie zu dem werden was sie nun ist.“ Leises murmeln war
zu hören, diese Aussage schlug ein wie eine Bombe. Nun sah
Mystra Jenna an: „Meine Tochter, gezeugt von Dorian dem
einstmals dunklen Avatar. Auch du könntest es nicht. Du hast
Jahre gebraucht bis du es überhaupt geschafft hast Dion zu
erhören und dabei soll es auch bleiben. Doch im Gegensatz zu
Suna bist du dir dessen bewusst.“ Nun sah Mystra Damok wieder
an: „Du wirst schon mit mir vorlieb nehmen müssen. Doch werde
ich nicht dein Leben teilen, ich werde dir lediglich das Kind
schenken. Allerdings noch nicht jetzt. Du hast noch viel zu
lernen und wärst nicht in der Lage ein Kind auf zu ziehen, noch
ihm irgendetwas bei zu bringen. Ich sehe du lernst schnell. Doch
gib dir selber noch etwas Zeit.“ Damok sah Mystra an:“ DU? Nein
du bist mir zu alt.“ Als er das sagte begannen sich Mystra und
Andra zu verändern und sahen wieder aus wie in der Blüte ihres
Lebens. Nun sah auch Damok wie schön Mystra eigentlich war.
Mystra lachte: „Alt? Das kommt darauf an aus welcher Perspektive
man es betrachtet. Was glaubst du wie alt Aurian ist? Oder das
Licht? Gegen sie bin ich noch sehr jung. Zumindest was das Licht
angeht.“ Dann sah sie ihn genauer an.“ Und was soll der Unsinn
mit dieser Seele die du in dir trägst. Ist dir noch nicht
aufgefallen das du auch ohne sie handeln und denken kannst? Nun
sag ich euch mal was.“ Dabei sah sie in die Runde und dann
Aurian und Damok an. „Ihr beide seid Bruder und Schwester, beide
vom Universum geboren, wie es auch die Geister waren. Das Aurian
eine besondere Seele hat, liegt daran das das Licht diese Seele
brauchte, weil diese Seele etwas hatte, was das Licht nicht
besaß. Die gewisse Ausstrahlung und ein wenig Dunkelheit. Erst
Aurians Seele und das Licht gemeinsam, waren eins. Doch bei dir
Damok sieht es anders aus. Merkst du nicht selbst das dich die
finstere Seele nur behindert? Das sie dir Dinge zuflüstert die
du gar nicht hören willst? Du hast zwei Möglichkeiten, entweder
nimmst du sie, wie auch das Licht Aurians Seele aufnahm und mit
ihr verschmolz, auf oder wirf sie heraus, denn du brauchst sie
nicht. Bei dir hat das Universum den Fehler den es bei dem Licht
machte nicht noch mal gemacht. Dir gab das Universum bereits bei
deiner Geburt die Seele die du brauchtest. Mit einem Hauch von
Licht. Beide, Licht als auch Chaos hatten schon eine
Persönlichkeit, ein Bewusstsein, was glaubt ihr woher das
Bewusstsein kam? Jemand der keine Seele hätte, würde als
Marionette durch das Universum spazieren. Und ich weiß wovon ich
rede. Ich war ein Avatar, ein Wesen ohne Seele und nur in der
Lage auch selbstständig zu handeln weil die Geister es zuließen.
Während Andra und ich schliefen, haben wir alles erfahren.“
Damok und Aurian nickten verstehend. Dann fragte Damok: „Ich
will nicht mit der Seele verschmelzen, denn sie ist selbst mir
zu verdorben, doch wohin soll ich sie geben? Wieder ins Schwert
zurück?“ Mystra lächelte: „Nein, doch hat Aurian bereits
veranlasst das die Seele keinen Schaden mehr anrichten kann.“
Dabei sah sie Aurian an und diese schlug sich mit der Hand auf
die Stirn: „Ja klar, ins Unterreich, Dort kann der Todesgott sie
bewachen und in Ketten legen, er muss nur dafür sorgen das sie
nie wieder zur Wiedergeburt frei gegeben wird.“ Mystra nickte.
„Liebe Aurian, du weißt ich liebte dich immer wie eine Tochter.
Du hast...oder sagen wir lieber du könntest auf das gesamte
Wissen im Universum zurück greifen, warum tust du es nicht? Und
du Damok hättest diese Möglichkeit ebenso, wieso lernst du
lieber auf profane Weise als dir das Wissen zu holen?“ Sie sah
von einem zum anderen und beide antworteten wie aus einem Mund:
„Wo ist denn da der Spaß wenn man schon alles weiß?“ Aurian und
Damok sahen sich verblüfft an, doch der einzige der nun lauthals
lachte war Lazarus. Er schlug sich sogar beim lachen mit der
Hand aufs Bein. Mystra sah Lazarus schmunzelnd an, blickte dann
aber wieder zu Aurian und Damok. „Ihr beide seid so verschieden
und noch mehr als das. Ihr werdet euch bekämpfen, ihr werdet
euch prügeln und ihr werdet noch etwas anderes tun. Ihr werdet,
der eine die Welten ins Chaos stürzen, während die andere
versuchen wird alles wieder in Ordnung zu bringen. Doch egal wie
verschieden ihr auch seid in einem seid ihr gleich. Ihr seht
alles als einen Riesenspaß an. Das Universum hat euch mit etwas
ausgestattet was sehr selten ist, nämlich mit einem
unvergleichlichen Humor. Denkt immer daran, ihr beide braucht
einander. Behaltet diesen Humor, denn er wird euch noch sehr
zugute kommen. Seht nicht alles zu verbissen, denn sonst ist das
Universum verloren und ich denke das will keiner von euch
beiden.“ Beide nickten und sahen sich an, Damok grinste Aurian
frech ins Gesicht und lies die Augenbrauen auf und ab wippen.
„Du hast es gehört wir werden auch noch etwas anderes tun und
ich kann mir denken was es ist. Doch will ich es nicht geschenkt
haben, ich werde es mir holen, auf normale übliche Weise. „ Dann
sah er in die Runde und die männlichen Götter an. „Vergesst was
sie ist, nehmt sie an wie sie immer war, als Aurian die
heißblütige Frau, die sich keinen Spaß entgegen lässt. Denn mehr
will sie nicht.“ Dann blickte er die weiblichen Götter an. „Und
euch empfehle ich bei mir das gleiche zu tun, hier und da werde
ich mir mal eine von euch holen. Jetzt habe ich es verstanden,
ich brauche keine dauerhafte Gefährtin, denn ihr werdet mir in
den Schoss fallen wie reife Früchte. Und wenn mir Mystra eine
Tochter schenkt, werde ich mit ihr meine Götterdynastie
aufbauen. Meine Tochter wird mir die Kinder schenken die dazu
nötig sind.“ Dann sah er Mystra wieder an, während abermals
unter den anderen Göttern kleine Diskussionen entstanden „Ich
bin einverstanden.“ Mystra nickte und sah Aurian an. „Hast du
nicht noch ein Geschenk für ihn?“ Sofort verstummte das Gemurmel
und Damok sah erst fragend Mystra dann Aurian an, die nickte:
„Ja habe ich, folgt mir bitte.“ Und schon war sie verschwunden
und nach ihr folgten alle anderen. Sie tauchten dann hinter dem
Gebirge im Norden wieder auf. Nun verwehrte der Nebel Damok
nicht mehr den Zugang oder die Sicht. Und was sie nun dort zu
sehen bekamen lies einigen den Atem stocken. Denn dort stand
eine Stadt, so prachtvoll strahlend, obwohl man sah das sie
nicht so hell schimmerte wie die auf dem anderen Teil der Insel,
dennoch mit goldenen Dächern die in der Sonne glänzten. Leon sah
sehr verblüfft aus: „Hier sind sie also alle geblieben. Du hast
die dunkle Stadt nach hier verlegt und mit ihr seine Bürger.“
Wie auch die Stadt so standen dort einige Häuser auch außerhalb
der Stadt die aber noch leer standen. Auch Damok sah Aurian
sprachlos an und Aurian sprach. „Da wir nicht miteinander leben
können, es aber auch nicht ohne einander können. Du aber keine
Welt für dich erschaffen kannst, so habe ich einem Impuls oder
Gedanken folgend die dunkle Stadt nach hier verlegt. Ich denke
du bist der geeignete Herrscher dafür. Setze einen Verwalter ein
oder verwalte sie selber wie du willst. Die beiden
Herrschaftsgebiete werden durch das Gebirge getrennt sein. Doch
stelle ich eine Bedingung, solltest du jemals deine dunklen
Machenschaften über mein Herrschaftsgebiet ausdehnen, so sei dir
gewiss, ich werde deinen Teil von der Welt abspalten und sie
versetzen und du als auch deine Götter und Kinder werden niemals
wieder auch nur einen Fuß auf meine Welt setzen können. Also
passe genau auf was du hier tust.“ Damok war überwältigt, das
hatte er nicht erwartet. Er sah Aurian an und nickte. „Ich danke
dir, also das hätte ich niemals auch nur im Traum erwartet. Und
ich verspreche dir so gut wie es mir möglich ist, alles von hier
fern zu halten was dich stören könnte. Doch eines verspreche ich
nicht, das ich aufgeben werde zu versuchen dich zu bekommen.“
Dabei zwinkerte er ihr wieder mal zu. Dann kam ihm ein Gedanke
und er grinste frech, trat schnell auf sie zu und zog sie an
sich, noch bevor Aurian reagieren konnte küsste er sie schon
leidenschaftlich. Als er sie wieder los ließ sah er in wütende
Gesichter, doch er grinste nur. „Na was denn, darf ich ihr nicht
mal danken?“ Doch das grinsen sollte ihm vergehen denn nun hatte
er nicht Leons Faust im Gesicht sondern Myrions. Aurian warf die
Hände in die Luft. „Das sie aber auch jede Gelegenheit
wahrnehmen müssen um sich zu prügeln.“ Nun begannen sich Myrion
und Damok zu prügeln, doch diesmal würde Damok mehr als nur ein
blaues Auge haben, denn Myrion war wesentlich stärker als Leon
und Damok im Kampf weitaus überlegen. Und als Leon nun auch noch
eingreifen wollte legte sich Niklas mit ihm an, denn der hatte
sich nun endgültig für Damoks Seite entschieden und so begann
die schönste Prügelei. Es kam sogar soweit das sich alsbald alle
Kerle außer Lazarus und Andra prügelten, nur um der Prügelei
willen. Als Aurian das sah schüttelte sie nur den Kopf. „Meine
Damen ich glaube wir sind hier erst mal überflüssig, wir sollten
zum Fest zurück kehren. Lasst sie sich ihre Nasen blutig
schlagen.“ Und an Lazarus gerichtet. „Pass du bitte auf das sie
keine Waffen ziehen. Und wenn es nötig ist setze deine
Lichtkräfte ein um sie zu trennen.“ Lazarus sah Aurian an,
deutete dann zu den Prügelnden und seufzte leise.“Wenn du es
wünscht.“ Er wäre lieber mit ihr zurück gegangen, denn er
verstand nicht das man sich immer prügeln musste, doch achtete
er genau darauf das wirklich keiner eine Waffe zog. Doch das
wäre allerdings auch niemandem in den Sinn gekommen. Während der
gesamten Ereignisse war Doran mit Aileen verschwunden und hatte
sie in sein Zimmer gebracht. Er wollte sich nun holen was er
immer schon begehrt hatte. Doch als er Aileen auf dem Bett
liegen und ihren ängstlichen Blick sah , holte er tief Luft.
„Hast du Angst? Das musst du nicht.“ Er setzte sich neben sie
auf den Bettrand und sah sie an, sachte strich seine Hand eine
Haarsträhne aus ihrem Gesicht. „Denn so will ich es nicht. Ich
weiß das ich dir beinahe ein Leid angetan hätte, doch nun. Ich
bin es nicht den du willst. Dein Körper reagierte auf Damok und
nicht auf mich. Erst jetzt begreife ich was los ist. Als unsere
Eltern mich aus dem Haus verbannten, fehlte mir auf einmal
etwas. Wir waren bis dahin noch nie getrennt. Und heute als
Damok dich küsste und ich es mit ansehen musste wusste ich was
mir gefehlt hat. Du warst es. Aileen...ich liebe dich.“ Nun
strahlte Aileen ihn an. „Und ich liebte immer nur dich, doch
konnte ich mit deinem Wesen nicht klar kommen und auch oder vor
allem nicht mit dem Wissen das du nur eins von mir wolltest. Ich
wollte mehr, ich wollte deine Liebe. Doch jetzt wo du es mir
sagst...“Sie streckte die Arme nach ihm aus und er beugte sich
über sie, lies sich in ihre Arme sinken und küsste sie zärtlich.
Er war nicht gewohnt zärtlich mit den Frauen um zu gehen, doch
hier und jetzt konnte er es instinktiv, denn er würde sie nie
mehr verletzen wollen. So fand auch hier zusammen was zusammen
gehörte. Einige Zeit später sah man die beiden Arm in Arm über
den Strand spazieren und sich verliebt ansehen. Und Aurian
lächelte beruhigt als sie es sah. Dann sah Aurian Mystra an, mit
der sie zusammen saß. „Sag mir eins, hat er recht, werde ich es
tatsächlich mit ihm tun?“ Mystra wusste wen sie meinte und
lächelte leicht: „Die Frage kannst du dir selber beantworten.
Dazu brauchst du mich nicht. Du bist sehr freigiebig mit deiner
Gunst und so war es auch vorgesehen, denn nicht umsonst mussten
wir auf die Suche nach deiner Seele gehen. Das Universum hat
sich schon was dabei gedacht. Nimm zum Beispiel Damok, er ist
noch recht friedlich und er wird es auch relativ bleiben, ebenso
ehrenhaft, doch nur dann wenn er auch wenigstens ab und zu mal
zum Erfolg kommt. Die Urmutter gab mir mal einen guten Rat,
binde ihn an dich, damals war Dorian damit gemeint, doch dir
gebe ich den gleichen Rat. Er wird sich niemals von dir lenken
lassen, noch wird er jemals seine Pläne aufgeben, das darf er
auch nicht. Doch du kannst ihn auf einer gesunden Basis halten.
Würde er Hass entwickeln, meine Liebe, dann gibt es nicht Kämpfe
zum Spaß denn dann werden sie blutiger Ernst. Er hat nicht vor
irgendeinen Gott zu töten und ihm ist bewusst das er dich
niemals zur Gefährtin bekommen kann, das will er auch gar nicht.
Das dunkle, das böse oder das Chaos müssen frei sein. Doch er
will das was jeder Mann in deiner Nähe von dir will. Er will
deine Leidenschaft spüren, deinen Körper und er will sich mit
dir vereinen. Und du hast selber schon gemerkt das du auf ihn
reagierst und nicht nur abgestoßen bist.“ Aurian nickte leicht.
„Aber ich will das nicht...oder doch?“ Mystra sah sie ruhig an.
„Das weißt nur du alleine. Seine männliche Ausstrahlung ist
anders als die von Lazarus, der auf seine weise jede Frau
anzieht. Damok verkörpert das rein animalische. Er ist wie ein
Tier, so wie Dorian es auch war. Doch Dorian war wirklich
niederträchtig, weil er das reine Böse war ohne auch nur einen
Funken von Licht oder Gewissen, er war was sein Herr war. Bis er
Jasmin begegnete. Und Damok erinnert mich an Dorian, wenn auch
nur ein wenig. Lass ihn noch eine weile zappeln und sich das was
er begehrt erkämpfen, doch dann gib ihm was er will. Und er wird
dir fast jeden Wunsch erfüllen. Zumindest wird er deine Welt in
Ruhe lassen. Obwohl rechne mal damit das er auch hier alleine
durch seine Anwesenheit schon einiges durcheinander bringt. Und
sei mal ehrlich, wäre das wirklich so schlecht?“ Mystra deutete
in den Norden. „Die Kerle amüsieren sich. Sie werden bald alle
wieder hier erscheinen und ihren Frauen ihre Heldentaten
berichten und darauf hoffen das man sie dafür bewundert. Und das
fehlte ihnen, selbst deinem immer so beherrschten Myrion. Glaub
mir er amüsiert sich gerade köstlich und ist im stillen Damok
dankbar das er ihm eine Gelegenheit gab, sich auch mal wieder
richtig prügeln zu können. Das hat ihm gefehlt. Andra wird mit
Leon und Myrion sprechen und ihnen erklären das du jemandem
deine Gunst geben wirst, dem sie am liebsten die Zähne
einschlagen würden. Doch das es sein muss. Damok hat nun eine
Möglichkeit gefunden auch Myrion zu provozieren. Und so
beherrscht Myrion auch ist, doch wenn Damok ihm zum Beispiel
sagen würde wie gut es ihm mit dir gefallen hat, glaub mir Kind
Myrion schlägt ihm die Zähne ein und das brauchen beide. Myrion
um das Gefühl zu haben, das was er besitzt vor diesem Unhold zu
verteidigen und Damok, na ja wohl eher weil er sich gerne
prügelt. Damok wird für alle Männer hier der Dorn in ihrem
Fleisch sein. Für die einen weil sie deine Gunst ebenso genießen
und es nicht ertragen können das du sie auch ihm gibst, die
anderen weil sie neidisch auf ihn sind weil du ihm gibst was sie
sich nicht trauen sich zu holen. Du bist der Stern um den sich
alles dreht. Du musst es nur weise einsetzen. Deine
verführerische Weiblichkeit, deine sinnliche Ausstrahlung ebenso
wie dein Selbstbewusstsein zieht die Männer an, wie das Licht
die Motten. Sie können in deiner Nähe an nichts anderes mehr
denken. Nutze das skrupellos aus. Nur halte auch was du ihnen
versprichst.“ Aurian nickte, es wurde wohl mal Zeit das sie
wieder jemand daran erinnerte. Sie war so beschäftigt damit
gewesen sich selber leid zu tun, das sie vergaß das sie außer
dem Licht noch ganz andere Fähigkeiten hatte. Und Mystra hatte
recht, Aurian grinste frech, sie würde sich mal darauf besinnen
wie sie Myrion bekommen hatte. Und er war ihr seid dem ersten
Moment verfallen gewesen. Sie blickte zu Andra der sich mit Suna
und Jenna unterhielt. Mystra folgte ihrem Blick. “Ja auch er.
Seit dem Tag als er dich das erste mal mit der richtigen Seele
sah. Er hat es zwar nie gesagt, aber ich wusste immer das er
dich wollte, nur würde er es nie wagen, weil er Angst hat mich
zu verletzen. Und aus Respekt vor Myrion. Doch würdest du es
darauf anlegen, würde auch er alle Skrupel über Bord werfen. Und
unter uns, ich weiß das er nur mich liebt, doch ich würde es ihm
gönnen.“ Aurian sah Mystra fragend an. “Soll das heißen du
willst das ich es darauf anlege?“ Mystra nickte leicht. „Wir
sind schon so lange zusammen, und er hatte bis auf die Zeugung
der Inkarnationen und das eine mal als er Myrion zeugte, keine
andere Frau. Wenn du mich so fragst, ja das soll es heißen.
Einmal soll er es nur aus reinem Vergnügen mit einer anderen tun
und nicht weil von ihm etwas erwartet wird.“ Aurian seufzte
leise und nickte dann. „Na denn, dann soll es so sein. Ich hoffe
nur Myrion geht ihm nicht an die Kehle.“ Und als hätte Myrion es
geahnt erschienen langsam aber sicher die Männer wieder. Damok
hielt sich die Rippen und hatte nun auch das andere Auge blau,
Myrion hatte auch einiges abbekommen aber nicht so schlimm wie
Damok, Ebenso sahen auch alle anderen Männer recht lädiert aus,
doch strahlten alle eine gewisse Zufriedenheit aus. Nun sprangen
die Frauen auf und verteilten Steaks und verbanden den einen
oder anderen Kerl. Die sich das auch gerne gefallen ließen und
wie Mystra es schon prophezeit hatte, brüsteten sie sich mit
ihren Heldentaten. Myrion und Leon stützten sich gegenseitig und
schleppten sich an den Tisch, an dem Aurian saß. Damok wurde von
Niklas ein wenig gestützt und ließ sich ebenfalls an dem Tisch
nieder. Myrion strahlte. „Schatz ich habe nichts verlernt, ich
habe gewonnen, wenn ich auch zugeben muss, Damok schlägt
mittlerweile auch eine ganz schöne Kelle.“ Aurian lachte leise
und verteilte nun ebenso Steaks auf ihren Augen, und besah sich
die Wunden. Damok war nur zu gerne bereit sein Hemd aus zu
ziehen und sich von ihr verbinden zu lassen, er fand es schön
ihre Hände auf seiner Haut zu spüren. Er sah zu ihr hoch und
grinste sie an: „Schönste alle Frauen, wie wäre es mit einem
Kuss dann ginge es mir gleich besser.“ Myrion sah ihn nur kurz
an: „Kannst du nicht mit dem provozieren warten bis wir alle
wieder einigermaßen auf dem Damm sind?“ Damok lachte leise und
zog sein Hemd wieder an. Dann fachsimpelten die Männer wo sie
besonders hart zugeschlagen hatten und bewunderten sich
gegenseitig, alles natürlich mit einem großen Krug Wein in der
Hand. Aurian hörte ihnen einen Moment zu, verdrehte dann die
Augen und lachte.
Später am Abend hörte man Myrion
und Leon toben. Myrion brüllte das es durch alle Gänge der Höhle
schallte: „Vater bist du von allen guten Geistern verlassen?
Niemals werde ich zulassen das sich Aurian mit diesem Kerl
einlässt. Sie kann sich jeden Mann nehmen, wirklich jeden aber
nicht ihn.“ dann hörte man irgendwann eine Türe knallen und
Myrion betrat das Plateau wo Aurian an der Brüstung stand und
über die Insel sah. Er trat näher: „Bist du auch seiner Meinung
das es sein muss?“ Aurian drehte sich um und sah ihn an: „Mir
gefällt der Gedanke ebenso wenig wie euch, doch Mystra erklärte
mir genau warum es sein muss. Und ich muss ihr zustimmen. Nur so
halten wir ihn wenigstens friedlich. Schatz sie haben recht,
würde Damok irgendwann den Hass für sich entdecken, würde er
unberechenbar. Und die Folgen wären kaum aus zu denken, denn
dann müsste ich mich mit meiner vollen Macht gegen ihn stellen.
Und das würde möglicherweise die Zerstörung des gesamten
Universums bedeuten.“ Myrion ging auf und ab und sah Aurian
immer mal kurz an. „Du weißt, deine Eskapaden mit anderen Kerlen
haben mich nie gestört, weil ich immer wusste du liebst nur mich
und Leon. Und auch jetzt weiß ich das du es nicht tun würdest
weil du es willst sondern weil es von dir verlangt wird. Doch
fällt es mir schwer mich an diesen Gedanken zu gewöhnen. Der
Kerl ist ein Tier, verpackt in ein attraktives Äußeres. Ich will
mir gar nicht ausmalen was er mit dir machen wird.“ Myrion trat
auf sie zu, legte einen Arm um sie und drückte sie leicht
stöhnend an sich, seine Rippen taten ihm noch weh. Er sah sie
an: „Wie oft? Einmal, zweimal, sag mir wie oft?“ Aurian sah zu
ihm auf: „So oft es nötig ist. Am Anfang wird er zufrieden sein
das es einmal geschah, doch irgendwann wird ihn wieder der
Hunger überkommen und er wird es erneut versuchen.“ Myrion
lachte dunkel auf. „Das es einmal geschah....Kätzchen er wird
dich die ganze Nacht nehmen, nicht nur einmal da sei dir aber
gewiss. Ich bin selbst ein Kerl und ich bin auch nicht mit einem
mal zufrieden.“ Aurian nickte“ Ich weiß ich meinte auch mit ein
mal, die eine Nacht.“ Myrion knurrte leise. „Muss es wirklich
sein? Gibt es keine andere Lösung und du weißt ich frag das
nicht aus Eifersucht.“ Aurian nickte: „Ja es muss sein. Wenn
Mystra es schafft ihm ein Kind zu schenken, dann sollte ich wohl
in der Lage sein die eine oder andere Nacht mit ihm zu
verbringen.“ Myrion seufzte noch mal kurz und nickte dann. „Ich
wünschte manchmal wir könnten nur Liebende sein und gut. Doch
bin ich wie immer bereit mir die den Weg zu gehen, egal wo es
hinführt.“ Langsam trat auch Leon näher der inzwischen auch das
Plateau betreten und alles mit bekommen hatte. „Auch ich werde
an deiner Seite stehen wie immer.“ Dann an Myrion gerichtet.
„Sie haben recht, er wäre unberechenbar wenn er Aurian beginnen
würde zu hassen. Und er nimmt uns ja nichts weg. Er ist nur ein
Kerl mit dem sie schlafen wird und er wäre nicht der erste und
wird wahrscheinlich auch nicht der letzte sein. Aurian ist eine
Waffe die wir einsetzen können und auch sollten. Zudem so schwer
wird es ihr nicht fallen, sie reagiert auf ihn, das wird ihr
helfen.“
Myrion seufzte noch mal und
nickte dann. „Dann soll es so sein. Doch tut er dir weh, schlage
ich ihm die Zähne ein.“ Nun musste Aurian leise lachen: „Also
ihr beiden, das würdet ihr auch tun wenn er nichts machen würde.
Seine Provokation reicht schon.“ Leon sah Myrion an und
erwiderte trocken. “Da hat sie recht.“

Kapitel 6: Eine Verschwörung

Auf Grund dessen was Myrion und
Leon nun erfahren hatten, machten sie sich auch einige Gedanken
und beschlossen zu handeln. Sie trafen sich im Schlafzimmer da
sie wussten das Damok hier nicht hinein sehen konnte. Myrion sah
Leon an: „Erstens müssen wir heraus finden zu was er in der Lage
ist. Wir wissen das Aurian sehr viel Kraft hat und lange
durchhält. Doch wissen wir nicht was Damok vermag. Ist er auch
den Fähigkeiten seines Körpers unterworfen was das angeht oder
kann er auf Kräfte des Universums zurück greifen? Hat er nur die
Kräfte seines Körpers, könnte Aurian ihn sogar schaffen, doch
wenn nicht...also nicht das ich es ihm neiden würde, ich bin
diesbezüglich ja selber recht gut. Jedenfalls wenn nicht haben
wir ein Problem oder vielmehr Aurian.“ Leon sah ihn an. „Sag es
doch frei heraus, seid wann zierst du dich so es auszusprechen,
wir reden hier von seiner Potenz und seiner Ausdauer. Also wenn
wir mal Lazarus als Beispiel nehmen und er bringt schon einiges,
ist aber auch nur soweit in der Lage wie sein Körper es zulässt.
Dann müsste auch Damok dem unterworfen sein. Und wenn
nicht...also in dem Fall könnte Aurian ebenfalls auf die Kräfte
des Universums zurück greifen. Womit das also wieder
ausgeglichen wäre. Ich sehe also kein Problem.“ Dann auf einmal
kam Myrion eine Idee und er grinste hinterlistig. Leon der ihn
beobachtete sah es seinem Gesicht an: „Na spuck es aus, was ist
dir eingefallen?“ Myrion sah ihn an: „Angenommen Aurian wäre
nicht mehr in der Lage, sagen wir weil sie einfach dafür zu
fertig ist, dann könnte er auch bei ihr keine Reaktionen
auslösen oder? Und müsste somit wieder erst mal warten.“ Leon
sah ihn an. „Meinst du wir sollten sie so ausgelastet halten das
sie nicht mal mehr daran denken kann mit ihm zu schlafen?“
Myrion nickte heftig. „Genau das meine ich. Ich weiß das wir das
nicht alleine schaffen, denn du hast noch deine Aufgaben und ich
ebenso. Aber wir sind ja nicht alleine. Wir haben noch Iskander
der sie mal fordern könnte, oder auch Lazarus, der könnte sie
ebenso einen Tag im Bett halten und Aaron würde sicherlich auch
nicht nein sagen. Und wenn sie einen ablehnt wissen wir das sie
erst mal nicht will und wenn sie dann bei einem von uns nicht
will, dann bei ihm erst recht nicht.“ Leon lachte leise. „Du
bist fast so durchtrieben wie ich. Das mir das nicht eingefallen
ist. Ich hoffe nur das Aurian das Spiel nicht durchschaut.“
Myrion nickte: „Sobald sich Damok nähert muss ihm einer von uns
zuvor kommen, denn sie würde eher mit einem von uns gehen, als
mit ihm. Und warum sollte sie dahinter kommen, sie weiß wie wir
Kerle auf sie abfahren.“ Leon nickte: „Das stimmt. Vor allem da
er ja angekündigt hat es nicht geschenkt zu wollen sondern es
sich auf normalen Wege zu holen. Also muss er sich ihr ja
nähern. Wir müssten sie nur im Auge behalten.“ Myrion rieb sich
die Hände. „Genau und wenn er fair bleibt und sein Wort hält,
sind wir im Moment in der besseren Lage, denn wir wissen was er
vor hat, er aber nicht was wir vor haben.“ Leon lachte. „Man
Kerl du wirst mal noch ebenso hinterlistig wie ich.“ Myrion
grinste. „Wenn ich damit wenigstens für eine Weile verhindern
kann das er sie kriegt, kann ich noch mehr werden. Das ist auch
merkwürdig oder? Ich meine ich gönne es jedem Kerl mit ihr
seinen Spaß zu haben, weil ich weiß wir kommen bei ihr immer an
erster Stelle, doch ihm gönne ich das irgendwie nicht. Obwohl er
uns an sich nichts getan hat, würde ich ihm nur weil er anwesend
ist schon gerne eine aufs Maul hauen.“ Leon legte Myrion seinen
Arm um die Schulter: „Bruder ich sag dir was da stehste nicht
alleine da. Willkommen im Club.“
Anschließend machten sich die
beiden auf den Weg auch die anderen zu informieren was sie vor
hatten und zu fragen ob sie bereit waren immer mal eine Wache
bei Aurian zu übernehmen und sie wenn es nötig war zu fordern
nur damit Damok jedes mal entweder zu spät kam oder aber sie
schon bereits so fertig war das sie keine Lust mehr hatte. Leon
war zu Aaron gegangen. Er wusste ja nun das auch Aaron gerne mal
seine Leidenschaft an Aurian kühlen würde, es aber bisher nicht
gewagt hatte aus welchen Gründen auch immer. Er erklärte Aaron
ihren Plan und Aaron nickte verstehend. Iona die in der Nähe
stand und in ihrer Weisheit eine Art Blockade über sie gelegt
hatte, damit Damok die Verschwörung nicht mit bekam,
schmunzelte. Aaron sah Leon an: „Und ihr seid euch absolut
sicher, das ich es wagen darf? Das sie mich nicht ablehnen wird?
Oder ich später eure Fäuste zwischen meinen Zähnen habe?“ Leon
lachte leise. „Aaron, wenn wir es eher gewusst hätten das
zwischen dir und ihr bereits schon mal was gelaufen war, hättest
du es immer wagen dürfen. Doch sag mir eins, wieso bist du auf
einmal so ängstlich...du gerade du.“ Aaron sah Leon an. „Weil
ich nicht besser als Damok bin, ihr bezeichnet ihn als
Tier...ich bin ebenso eins. Ihr musstet mich in Ketten legen,
euch war es nur vereint möglich mich zu bändigen und bin ich bei
Iona schon wild und zügellos, obwohl ich aus Liebe zu ihr mich
doch noch irgendwie ein wenig zurück halte. Doch bei
Aurian...würde es vollkommen ausbrechen. Deswegen habe ich es
nicht gewagt.“ Leon sah ihn an und nickte leicht: „Doch wie
konntest du dich denn damals zurück halten, ich meine da warst
du ja wohl nicht so. Sie war eine Jungfrau, wenn auch nur
körperlich und doch hast du ihren Hunger auf mehr schüren
können.“ Aaron nickte leicht. „Nun damals bat ich auch Andra und
Mystra um Hilfe und sie zügelten mich ein wenig, weil ansonsten
wäre ich bereits am ersten Tag als ich sie sah und es bei mir
einschlug wie eine Granate über sie her gefallen. Außerdem das
Wissen das ich ein Kind zeugen würde, obwohl ich zugeben muss
das ich es in dem Moment wieder vergaß als ich sie das erste Mal
küsste, mich auch zurück hielt. Und als letztes das Wissen das
in ihrem Körper auch ein Kerl saß, weißt du wie es ist mit einem
Kerl ins Bett zu gehen, wenn man nur auf Frauen steht?“ Leon
legte leicht grinsend den Kopf ein wenig schief. Aaron sah ihn
an und musste dann schmunzeln. „Natürlich weißt du es,
schließlich teilen Myrion und du das Bett mit ihr. Doch es ist
etwas anderes, wenn ein Kerl nur daneben liegt und dich
vielleicht mal aus versehen berührt oder ob man direkt mit einem
Kerl schläft, selbst wenn er im Körper einer Frau steckt. Und
selbst als der Kerl weg war hielt mich das wissen das es einmal
so war immer etwas zurück. Doch nun....sieh sie dir an...sie ist
zur vollen Blüte erblüht und nichts würde mich heute zurück
halten. Weder Mystras noch Andras Hilfe, ein Kind würde auch
nicht gezeugt werden und ein Kerl ist nicht mal in der Nähe. Ich
würde alles aus mir heraus lassen, ich würde über sie herfallen
wie ein Tier in der Brunst. Ihre Nähe alleine, obwohl ich weiß
das sie alles ein wenig unterdrückt, macht mich fast rasend. Es
fällt mir schwer mich in ihrer Nähe zu konzentrieren, weil ich
nur daran denken kann das ich sie haben will, das ich mit ihr
schlafen will, das ich mir vorstelle wie es sein könnte.“ Er sah
zu Iona: „Verzeih mir Liebes, aber so ist es wirklich. Ich liebe
dich von ganzem Herzen und doch, ich will sie. Ich will nicht
ihre Liebe, ich will sie nur ….“ Leon vervollständigte den Satz.
„ins Bett bekommen. Junge das will wohl jeder Kerl der sich in
ihrer Nähe aufhält. Und niemand kann das besser verstehen als
Myrion und ich oder Lazarus. Wir sind auch wild auf sie. Meinst
du uns geht es besser? Wir lieben sie und auch uns fällt es an
manchen Tagen schwer an was anderes zu denken als sie herum zu
kriegen. Wenn Myrion und ich auch den Vorteil haben, das wir sie
uns nehmen können wenn wir es wollen. Sie hat noch nie einen von
uns zurück gewiesen sondern gab uns immer was wir wollten. Und
sie weiß welche Wirkung sie auf Männer hat, deswegen schraubt
sie es ja schon zurück, weil ansonsten würde wohl jede
Ratsversammlung zur Katastrophe werden, wenn jeder Kerl sie nur
noch anstarren oder eventuell sogar die Beherrschung verlieren
und über sie herfallen würde. Doch sieh dir Lazarus an...oder...
obwohl ich es nicht gerne sage Damok, die beiden, das wissen wir
von Lazarus, bekommen ihre volle Wirkung zu spüren, bei ihnen
kann sie es nicht zurück schrauben. Bei Lazarus nicht, weil er
zum Teil wie sie ist und bei Damok weil er wie sie auch vom
Universum geboren wurde. Und doch schaffen es beide sich zu
beherrschen. Lazarus weil er gelernt hat damit um zu gehen, er
sagte mir mal er blendet es aus, das sie so eine verheerende
Wirkung auf ihn an. Und selbst Damok, erinnere dich, er hat sie
sogar geküsst und war in der Lage sie wieder los zu lassen. Der
Kerl muss eine enorme Selbstbeherrschung haben. Ich bin ehrlich,
wenn ich sie so küsse wie er es an dem einen Tag getan hat, gebe
ich keine Ruhe bis ich alles von ihr bekommen habe. Ich will sie
dann nur noch und bin froh das sie mich nicht abweist. Und was
deine Unbeherrschtheit angeht, das du wie ein Tier wirst.....na
das ist doch gut, im Gegenteil, so kann sie sich sogar darauf
vorbereiten was sie wahrscheinlich bei ihm erwarten wird, wenn
er es doch mal schaffen sollte. Denn ewig werden wir es nicht
verhindern können, irgendwann wird er sie bekommen, das muss uns
allen klar sein.“ Aaron nickte. „Also gut, wenn Iona nichts
dagegen hat, könnt ihr auf mich zählen. Ich werde sie mir so
vornehmen das sie anschließend froh ist wenn sie noch laufen
kann.“ Dabei sah er Iona an, sie lächelte.“Ich habe nichts
dagegen, denn wie ich schon mal sagte, ich weiß das du es auch
so schon mal mit anderen Frauen treibst, und ob nun irgendeine
andere oder Aurian, das ist egal. Zudem ich auch nicht will, das
dieses Untier sie in die Finger bekommt. Wenn ihr mich fragt,
hätte keine Frau hier etwas dagegen das ihr Mann mal von Zeit zu
Zeit zu ihr gehen würde. Aurian ist eine Nymphomanin, sie nimmt
sich jeden Kerl vor der sie will und ist in der Lage es sogar zu
genießen. Wenn ihr also noch mehr Unterstützung braucht fragt
mal Dion, er ist ebenso wie alle Kerle hier schon lange scharf
auf sie und Jenna wird es begrüßen mal eine Weile vor ihm Ruhe
zu haben.“ Leon dankte Iona für diese Information und nahm sich
vor auch mal mit Dion zu reden. Myrion hatte unterdessen mit
Lazarus und Iskander gesprochen. Beide sagten ihre Hilfe zu.
Doch noch einer bekam mit was hier vor sich ging.... Alrik. Er
war gerade bei Iskander als er erfuhr was man vorhatte und sah
Myrion an. „Ich weiß ich schwor Amanda ihr immer treu zu sein,
doch mal ehrlich, wir sind schon so lange hier und mir fällt es
langsam schwer, wie ich zugeben muss. Ich war noch nie der
treueste. Mal abgesehen davon das ich vom ersten Tag an scharf
auf Aurian war, wenn ihr also noch einen Kerl braucht sagt
Bescheid, ich nehme es gerne mal mit ihr im Nahkampf auf, doch
möchte ich euch bitten Amanda davon nichts zu sagen." Iskander
nickte verstehend. „Nun ich gehe auch immer zu ihr und halte es
vor Enjara geheim, weil ich weiß das es sie verletzen würde.“
Myrion sah von einem zum anderen und grinste: „Wisst ihr
eigentlich müsste Aurian mir nun leid tun, denn ich glaube in
der nächsten Zeit wird sie kaum aus dem Bett kommen. Doch wenn
ich damit verhindern kann, das Damok in absehbarer Zeit von ihr
bekommt was er will.....schicke ich ihr jeden Kerl dieser Insel
auf den Hals. Also Leon und ich werden einen Plan aufstellen wer
wann bei ihr Wache hält, ihr könnt sie auch fordern wenn ihr sie
wollt. Doch seid nicht zu unglücklich wenn sie es ablehnt, denn
denkt dran es wäre möglich das sie noch vom letzten mal fertig
ist und es also nichts gegen euch ist. Versucht es halt später
noch mal. Sich unauffällig in ihrer Nähe aufhalten ohne das sie
Verdacht schöpft sind Leon und ich, da wir mit ihr zusammen
leben, Lazarus hält sich seit sie zurück sind eh recht oft bei
ihr auf und Iskander da er ebenfalls in unserem Haushalt lebt.
Problematisch wird es bei Aaron und dir Alrik da ihr ja nun doch
nicht so oft bei uns an zu treffen seid. Das müssten man zuvor
ändern damit sie keinen Verdacht schöpft, und denkt dran
sie darf davon nichts erfahren, weil in dem Moment würde sie
jeden ablehnen. Wenn nicht sogar aus Trotz das wir versucht
haben sie zu hinter gehen, direkt zu Damok marschiert, denn das
würde zu ihr passen. Sie ist eben leidenschaftlich und wild. Ich
bete nur das sie nicht ihre eigene Regel bricht und in unsere
Köpfe sieht, denn dann wüsste sie absolut alles..“ Alrik und
Iskander nickten. Doch davor musste Myrion keine Angst haben,
denn Aurian würde niemals, außer es wäre Gefahr in Verzug die
Gedanken anderer lesen. Und so ahnten weder Aurian noch Damok
etwas von der Verschwörung, die Myrion und Leon da angezettelt
hatten. Doch hatte auch Leon eine überraschende Mitteilung für
Myrion. Leon besuchte immer mal seine Mutter und sie erzählte
ihm das sie Aurian gebeten habe auch Andra mal zu verführen, da
sie wusste das Andra ebenso scharf auf Aurian war wie alle
anderen Männer, er sich aber nie von sich aus Aurian nähern
würde, aus Liebe zu ihr und aus Respekt vor Myrion. Leon lachte
leise als er zurück kam und sich nun wieder mit Myrion im
Schlafzimmer traf. Er erzählte ihm was er von Aaron erfahren
hatte und auch das er den Tipp von Iona bekommen hatte Dion mal
an zu sprechen. Ebenso berichtete ihm nun Myrion das auch
Lazarus und Iskander mitmachen würden und das sie noch
unvorhergesehene Hilfe von Alrik bekommen würden. Dann sah Leon
Myrion an. „Ich muss dir aber noch etwas sagen. Du sagtest mal
sie kann und darf sich jeden Mann nehmen den sie will ohne
Ausnahme, war das dein ernst?“ Myrion nickte: „Klar war das mein
ernst, solange es nicht Damok ist. Obwohl wir auch das auf Dauer
eh nicht verhindern können, denke ich mal. Aber worauf willst du
hinaus?“ Leon sah ihn an: „Auf deinen Vater, auf Andra. Ich habe
heute auch auf dem Rückweg mal kurz meine Mutter besucht und sie
erzählte mir das sie Aurian gebeten hat deinen Vater zu
verführen. Er war wohl seit er sie das erste mal mit der neuen
Seele sah, scharf auf sie, hielt sich aber immer zurück aus
Liebe zu Mystra und aus Respekt vor dir. So würde er sich ihr
niemals von selber auf diese Weise nähern. Doch Mystra will das
ihm dieser gewisse Herzenswunsch erfüllt wird. Das er sich auch
mal und nicht nur weil man was von ihm erwartet, seinen Spaß bei
einer anderen holt. Also was sagst du? Ist es immer noch dein
ernst, jeder Kerl?“ Myrion sah Leon überrascht an: „Mein Vater?
Andra?“ Das hatte Myrion nicht erwartet, für ihn war Andra immer
eine Art Heiliger gewesen, vor allem nachdem er erfahren hatte,
das sein Vater sich seiner Mutter nicht genähert hatte sondern
sie ihn verführt hatte. Und das er sich deswegen aus Scham nie
wieder bei seiner Mutter hatte sehen lassen. Er hatte sich
Mystra gegenüber schuldig gefühlt. Myrion sah Leon immer noch
überrascht an, dann nickte er leicht. „Ja jeder auch meinen
Vater wenn es sein und ihr Wunsch ist. Doch ist sich Mystra im
klaren das er sich wieder schuldig fühlen, das er wieder am
liebsten vor Scham in den Boden versinken wird, weil er sie
betrogen hat? Er ist Mystra absolut treu so wie ich es Aurian
bin. Und ich würde mich anschließend mies fühlen hätte ich es
mit einer anderen getrieben.“ Leon nickte: „Ja, das weiß sie und
deswegen wird sie es ihm anschließend sagen das sie Aurian darum
gebeten hat.“ Myrion grinste: „In dem Fall soll er seinen Spaß
haben, ich habe nichts dagegen. Ich will nur nicht das er sich
später schlecht deswegen fühlt. Und um ihn zu beruhigen das er
auch mir gegenüber kein schlechtes Gewissen haben muss, werde
ich es halten wie Mystra und anschließend mit ihm reden. Aurian
ist nun mal scharf wie eine Rasierklinge, dagegen werden wir nie
etwas tun können. Und wenn wir ehrlich sind wollen wir es auch
gar nicht. Schließlich haben wir auch unseren Spaß mit ihr und
noch mehr, denn wir besitzen ihre uneingeschränkte Liebe.“ Leon
nickte ihm zustimmend zu: „Du hast ja so recht. Doch bevor sich
alle über sie hermachen, sollten wir sie uns kommende Nacht erst
mal noch so richtig vornehmen, nicht das wir zu kurz kommen.“
Dann lachten beide herzlich und Myrion nickte: „Oja das sollten
wir auf jeden Fall tun.“ Die nächste Zeit sollte für Aurian sehr
wild werden, doch davon ahnte sie noch nichts. Würde der Plan
der beiden Verschwörer gelingen?


