Kapitel 25: Ein dunkler Streifen
am Horizont

Doch gab es auch Probleme, denn
Iona fühlte sich seit dem Tag an dem sie bei Damok gewesen war
und er mit ihr geschlafen hatte nicht sehr gut. Anfangs fiel es
ihr nicht mal auf, doch irgendwann hing sie nur noch über der
Toilette und ihr war laufend schlecht. Aurian sah es als erstes,
sie spürte das mit Iona was nicht stimmte. Und als sie abermals
einen negativen Schub bei Iona bemerkte sprach sie sie an, beide
saßen bei Iona auf der Terrasse und Aurian sah sie an. „Lass
mich in dich sehen, ich will wissen was mit dir los ist.“ Iona
nickte und krampfte schon wieder zusammen. „Ich verstehe das
nicht. Ich habe selber schon versucht mich zu untersuchen doch
ich finde nichts. Also sieh nach, ich weiß nicht was mit mir los
ist.“ Aurian legte ihr eine Hand auf die Brust und versuchte in
sie zu sehen, dann zog sie erschrocken die Hand wieder zurück.
„Wir müssen sofort etwas unternehmen, ansonsten bist du in
wenigen Wochen tot.“ Iona sah sie erschrocken an. „Was ist los
mit mir?“ Aurian sah sie an. „Du verhütest doch oder?“ Iona
nickte. „Natürlich ich kann nur dann schwanger werden wenn ich
es will, ansonsten geht es nicht. Einer der Vorteile wenn man
eine Göttin ist, man kann es selber bestimmen, wieso fragst du?“
Aurian seufzte. „Scheinbar geht es doch, verfluchter Damok, er
hat dich geschwängert.“ Iona sah sie entsetzt an. „Aber wie ist
das möglich? Ich bin Mutter Natur und niemand kann mich gegen
meinen Willen schwängern.“ Aurian nickte, es wunderte sie auch,
dann kam ihr ein Gedanke, Mystra und Andra hatten damals auch
ihre Verhütung zunichte gemacht um damit sie schwanger wurde,
was wäre wenn Damok es ebenfalls getan hatte? So zitierte sie
Damok mit einem Gedankenbefehl zu ihnen. Da ihr Befehl so
dringend klang erschien er dann auch und fauchte Aurian an. „Ich
bin nicht dein Diener das du mir befehlen kannst zu kommen. Doch
nun bin ich einmal hier, also was ist los?“ Aurian überging was
er sagte und deutete auf Iona. „Das ist los, du hast sie
geschwängert. Was zum Teufel hast du dir dabei gedacht?“ Damok
sah erst Aurian erstaunt an dann Iona. „Also ich mag zwar nicht
astrein sein, aber ich würde niemals eine Frau willentlich
schwängern wenn ich weiß das es sie umbringen könnte.“ Aurians
Augen wurden schmal als sie ihn ansah. „Ist das die Wahrheit?“
Er nickte ernsthaft. „Ja das ist die Wahrheit, ich weiß doch wie
wichtig Iona ist und nicht nur für dich, sie ist eine der
wenigen Göttinnen die neutral sind, also warum sollte ich sie
dem Risiko aussetzen, hältst du mich für ganz verblödet?“ Aurian
glaubte ihm, denn er sah ebenso entsetzt aus wie Iona. Sie
dachte nach. „Also gut, dann muss ich erst mal heraus finden wie
es geschehen konnte.. Denn irgendwer hat hier seine Finger im
Spiel und ich ahne auch wer.“ Sie sah beide an. „Ich bin gleich
wieder da, ich muss etwas überprüfen.“ Aurian begann sich aus zu
ziehen, und wurde dann zu reinem Licht. Sie griff nicht gerne
auf ihre Lichtkräfte zurück doch diesmal musste es sein. Neben
ihr erschien kurz darauf auch Lazarus der ebenfalls bereits
nackt war und umfasste Aurian ohne zu fragen was los sei, diese
nickte. „Also gut los geht’s.“ Beiden waren nun reines Licht und
schossen als Lichtgestalten in den Himmel und verschwanden. Für
Iona begann eine Tortur des wartens, Damok setzte sich zu ihr
und wartete mit. Auch Aaron war nun aufmerksam geworden, was
nicht wenig an Aurians verschwinden lag. Denn er als auch alle
anderen hatten gesehen was geschehen war und erschienen nun alle
bei Iona um zu fragen wieso Aurian und Lazarus schon wieder
verschwanden. Man klärte sie auf, wobei Aaron Damok wütend
ansah. Am liebsten hätte er sich auf ihn gestürzt doch Iona war
verzweifelt und so ließ er es erst mal gut sein. Doch er dachte
sich: aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Aurian und Lazarus schossen in
das Universum. Lazarus begleitete Aurian, weil er inzwischen
begriffen hatte, das er einen, wenn auch kleinen Teil des Lichts
in sich trug und das so Aurian über die gesamte Macht des Lichts
verfügen konnte wenn er sie begleitete. Sie erforschte nun das
Universum um heraus zu bekommen was hier passiert war. Und dann
spürte sie es, auch Lazarus bekam es mit. Aurian wusste immer
das, das Universum ein Bewusstsein hatte. Dann hörten sie wie
eine wispernde Stimme zu ihnen sprach. „Das Kind muss sein, das
Kind muss sein.“ Aurian konzentrierte sich und versuchte heraus
zu bekommen, wer dort sprach, doch die Stimme kam von überall
her. Es gab keine genaue Richtungsangabe. Wütend rief sie ins
Universum. „Das geht nicht, der Frau der das Kind angehängt
wurde, wird dabei sterben, und du weißt ebenso wie ich das wenn
man Mutter Natur tötet, wird es kein weiteres Leben mehr geben.“
Leise wisperte es wieder. „Dann lass dir etwas einfallen, ein
Opfer ist nötig. Du bist ich und ich bin du, du hättest mich
nicht zu fragen brauchen, du wusstest es bereits wer dafür
verantwortlich war. Das Kind muss leben. Es hat bereits eine
Seele. Es muss geschehen was geschehen muss und vergiss nicht du
hast es schon einmal getan. Es gibt eine Lösung.“ Aurian war
noch nie so wütend wie in diesem Moment und so fauchte sie. „Klugscheisser.“
Lazarus sah sie an, sie nickte und so machten sie sich wieder
auf den Rückweg. Wieder bei Iona angekommen, sahen sie nun das
sich alle Götter dort versammelt hatten und warteten. Aurians
Lichtaura verblasste ebenso die von Lazarus, sie standen kurze
Zeit noch nackt da, dann hatten sie sich wieder bekleidet.
Aurian sah Iona an. „Ich weiß nun wer dafür verantwortlich ist
und wir müssen das Kind irgendwie retten, ich weiß noch nicht
wieso aber es scheint sehr wichtig zu sein.“ Sie schloss die
Augen und versuchte in die Zukunft zu sehen um zu erfahren was
mit Iona geschehen würde, doch es war alles dunkel. Erst als sie
sich auf das Kind konzentrierte erkannte sie was das Kind einmal
sein würde. Sie fluchte. „Also gut, es gibt nur eine Lösung.
Irgendeine andere muss das Kind austragen und ich kenne nur zwei
die es könnten.“ Sie sah Aurana und Riana an. Beide nickten.
Riana seufzte. „Da mir prophezeit wurde das ich ein Kind meines
Vaters bekommen würde, werde ich es sein, die es aus trägt. Ich
bin bereit das Kind zu übernehmen.“ Aurana sah Riana an. „Ich
würde es auch tun, stark genug bin ich.“ Riana nahm ihre
Schwester in den Arm. „Nein liebes, ich war eh dazu ausersehen,
wenn wir auch alle dachten das ich dazu erst mit Damok schlafen
müsste, aber das scheint nicht der Fall zu sein, also werde ich
es tun.“ Aurian sah beide weiter hin an.“Bist du sicher?“ Riana
fragend. Diese nickte. „Ja wenn du es irgend möglich machen
kannst das ich es austrage, dann tue ich es.“ Aurian wusste was
getan werden musste, die Stimme hatte schon recht sie oder
vielmehr das Licht, hatte es schon einmal getan. Und so
konzentrierte sie sich auf das Kind das dort heran wuchs, und
versetzte es mit einem kurzen Gedanken in Riana. Sie sah Riana
an. „Nun trägst du das Kind. Sei vorsichtig mit ihm. Wenn es
soweit ist, gib ihm den Namen Leander“ Sie sah Damok an und
seufzte. „Du hast außer das du dieses Kind gezeugt hast wirklich
nichts damit zu tun. Er wird sich verlieben und diese Liebe wird
viel Unheil bringen. Er wird das Gegenstück zu Lazarus sein,
ebenso unwiderstehlich. Also sei vorsichtig.“ Aurian schüttelte
noch mal leicht den Kopf. Sie wollte noch etwas sagen, doch sie
verschwand einfach und ließ alle anderen stehen. Nur Myrion
begriff das sie etwas gesehen hatte, das ihr innere Qualen
bereitete. Er folgte ihr und sah sie im Kristallraum stehen, wie
sie auf die drei Liebenden sah.“ Leise flüsterte sie. „Warum
nur, warum?“ Ebenso erschienen nun auch Lazarus und Leon bei
ihr. Myrion stellte sich hinter sie und legte die Arme um sie.
„Was ist los Kätzchen, was hast du gesehen?“ Aurian schmiegte
sich an Myrions Brust, wie als suche sie Trost. Leon und Lazarus
sahen sich fragend an, so hatten sie Aurian noch nie gesehen.
Selbst ihnen fiel auf das sie aussah als habe sie etwas gesehen,
das selbst für sie entsetzlich war. „Leise flüsterte sie. „Die
Toten stehen aus ihren Gräbern auf, wenn dieses Kind erwachsen
ist. Einer vor allen anderen. Das ist los.“ Dabei deutete sie
auf Dorian. Leon sah auf den Leichnam seines Vaters und dann
Aurian an. „Was soll das heißen? Hat das Kind seine Seele?
Kommen jetzt alle zurück?“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein, es
hat nicht seine Seele, doch wird er auferstehen, er wird wegen
dieses Kindes seinen Platz an Jasmins Seite verlassen. Und seine
Dunkelheit wird alles verfinstern.“ Leon sah Aurian entsetzt an.
„Ich kann ihn töten, ich könnte seine Seele zurück schicken
woher sie kam. „Aurian schüttelte den Kopf. „Es muss geschehen
was geschehen muss. Wenn wir versuchen es zu verhindern, wird
alles noch viel schlimmer werden, ich habe es in den Zukünften
des Kindes gesehen. Wir können nur eins tun, abwarten und dafür
sorgen das nicht alles so schlimm kommt, wie es aussah. Ich
werde Leander unterrichten und kann nur hoffen das ich Erfolg
habe.“ Lazarus sah Aurian an. „Wenn er sein wird wie ich, doch
das im negativen Sinne, dann wird er ….dich ebenso wollen wie
ich, oder?“ Aurian schloss die Augen. „Kann sein das weiß ich
nicht, aber ich weiß wen er wollen wird. Und damit wird das
Unheil seinen Anfang nehmen.“ Lazarus Augen wurden schmal,
ebenso die von Leon und der sprach es aus. „Warum hast du ihn
nicht getötet, jetzt hattest du noch die Möglichkeit dazu. Ein
kleiner Unfall beim übertragen und es wäre erledigt gewesen.“
Aurian nickte leicht. „Ja das hätte ich tun können, doch seine
Seele wäre gewandert in die nächste Frucht die Damok gezeugt
hätte, also ob so oder so, er wäre auf jeden Fall geboren
worden. Und ich kann nicht jede Frucht aus Damoks Lenden töten.“
Nun meldete sich auch Myrion zu Wort. „Nun gut, dann müssen wir
tun was in unserer Macht steht, damit es nicht so schlimm wird.
Ich werde mit Damok reden und kann nur hoffen das wir es
gemeinsam schaffen werden. Und was Dorian angeht. Soweit ich
weiß war er zum Schluss doch nicht mehr gar so schlimm, wie zu
seiner Zeit als Avatar.“ Aurian lachte verzweifelt. „Richtig,
aber nur weil Jasmin ihn hauptsächlich unter Kontrolle hatte. Er
liebte sie und hätte für sie alles getan. Was also bedeuten
wird, wir werden auch Jasmin wieder zurück holen müssen, doch da
sie wahrscheinlich ohne Eric nicht kommen will, wird auch er
wieder da sein. Dann wird Leander sie sehen, wenn er sie nicht
sogar schon vorher sieht, solange sie noch hier liegt. Und
Leander wird etwas tun, das Dorian fürchterlich wütend machen
wird, ebenso wie Eric und schon ist das Unheil da. Denn gegen
Leander, werden weder Dorian noch Eric eine Chance haben. Das
Chaos ist perfekt.“

Kapitel 26: Tod und Verderben

Aurian beobachtete in der
nächsten Zeit Riana ganz genau, auch wenn diese nichts davon mit
bekam. Riana wurde nun auch wieder von Iona betreut und selbst
Damok ließ Iona in Ruhe, obwohl sie seine Hälfte der Welt
betrat. Damok mochte zwar das Chaos sein und einerseits gefiel
es ihm ja auch das es so schön Chaotisch zuging. Doch Aurians
Tat das Kind zu versetzen, zeigte ihm das sie Fähigkeiten hatte
über die er niemals verfügen würde. Allerdings bemerkte er das
Aurian noch eine andere Frau, eine wie er dachte Sterbliche
beobachtete, doch tatsächlich war es Dions Kind, er war mal
wieder auf den Welten gewesen und hatte eine Sterbliche
geschwängert. Neugierig geworden heftete er sich an Aurians
Fersen. Sie wusste das er in ihrer Nähe war, doch tat sie so als
wüsste sie es nicht. Aurian schmunzelte und öffnete ab und zu
mal ein Fenster wie früher, am Strand damit er ebenfalls
zuschauen konnte. Sie beobachtete das Kind, als es gerade
geboren worden war. Damok wunderte sich das dieses Kind Aurians
Aufmerksamkeit so in Beschlag nahm, das sie seine Entwicklung
genau beobachtete bis sie zur Frau geworden war.. Während er ihr
sozusagen über die Schulter sah, dachte er an das Gespräch das
Myrion mit ihm geführt hatte. Und in dem ihm Myrion alles
erzählte, was er nach dessen Meinung wissen müsste. So erfuhr er
auch was Leander hervor rufen würde. Obwohl er Myrion fragte was
es so schreckliches wäre das dieser Junge tun würde, konnte der
es ihm nicht sagen, da er es selber nicht wusste. Doch sagte er
ihm, das es Aurian so tief getroffen hatte, das es wohl wirklich
entsetzlich sein müsste und gab ihm den Rat Aurian selber zu
fragen. Das versuchte er auch, doch er bekam keine Antwort.
Aurian schwieg.
Das Kind in Riana wuchs heran,
doch sie spürte keine Muttergefühle. Sondern hatte sogar Angst
was da geboren werden würde. Iona erleichterte es ihr so gut sie
konnte. Hier und da war sie versucht, die Schwangerschaft heraus
zu zögern und das Kind langsamer wachsen zu lassen, bekam aber
dafür von Aurian einen Rüffel und so ließ sie es laufen. Dann
war es soweit, Leander wurde geboren, Riana hatte keine Probleme
das Kind zu bekommen und es war ein gesunder Junge. Eines Tages
jedoch sah Damok Aurian wieder am Strand stehen und diese junge
Frau beobachten, inzwischen hatte er auch den Namen heraus
bekommen und wusste das sie Alandra hieß. Auch hatte er nun
erfahren wer der Vater der jungen Frau war, womit diese also
eine Halbgöttin sein würde. Dion hatte geflucht als er erfuhr
das er schon wieder Vater geworden war, wobei alle anderen nur
schmunzeln konnten und er oft zu hören bekam, das er recht
zeugungswillig sei. Nun jedenfalls als Damok Aurian am Strand
stehen sah, bemerkte er wie sie sich eine Träne von der Wange
wischte. Er machte sich sichtbar und trat neben sie. „Was macht
dich so traurig, schönste aller Frauen.“ Sie sah ihn ruhig an.
„Dein Sohn macht mich traurig. Er wird viel Unheil bringen. Er
wird Leid und Tod bringen.“ Sie deutete auf Alandra. „Und sie
wird die einzige sein die ihn aufhalten könnte. Sie trägt das
Blut der Avatare in sich. Doch wird sie ihn abweisen, wenn sie
sieht was er tun wird oder getan hat.“ Damok nickte. „Ist sie es
in die er sich verlieben wird?“ Aurian schüttelte den Kopf.
„Nein die Frau in die er sich verlieben wird ist bereits seit
Jahrhunderten Tot. Doch seine Taten werden dafür sorgen das sie
zurück kommt. Und das schlimme daran ist er wird genau wissen
was er tut. Komm mit ich zeige sie dir.“ Aurian drehte sich
herum und Damok folgte ihr in die Kristallhöhle. Sie deutete auf
Jasmin. „Sie ist es.“ Damok sah Jasmin an. „Sie ist sehr schön,
doch für mich wäre sie zu zart.“ Aurian nickte. „Das ist sie
auch, obwohl auch in ihr sehr viel Stärke sitzt. Doch sie wollte
Ruhe haben und nun wird man diese Ruhe stören. Ich werde mit
Thanatos reden müssen, dem Gott des Todes. Das ist noch niemals
geschehen, das Seelen in ihren alten Körper zurück kehrten, doch
hier wird es geschehen und er darf es nicht aufhalten.“ Damok
sah sie erstaunt an. „Er hat einen Namen?“ Sie nickte.
„Natürlich hat er einen Namen, selbst du hast einen oder ich.“
Damok nickte leicht. „Doch wie soll diese junge Frau, diese
Alandra, Leander aufhalten?“ Aurian seufzte. „Hast du sie dir
mal genau angesehen? Sie sieht Jasmin verdammt ähnlich und diese
Ähnlichkeit wird es möglich machen. Die Frage ist eher wird sie
sich auf ihn einlassen.“ Damok nickte verstehend. „Doch wenn er
diese Unwiderstehlichkeit hat, die auch Lazarus besitzt, dürfte
es ihm doch nicht schwer fallen.“ Aurian lachte leise, aber
weniger aus Erheiterung sondern aus Verzweiflung. „Frag mal
Lazarus wie lange er gebraucht hat um Nara zu bekommen. Er hatte
es nicht ganz so leicht. Und es liegt im Charakter dieser Frau,
das sie sich nie auf etwas dunkles, böses und grausames
einlassen würde. Und Leander wird genau das sein. Würde ich
Lazarus zu ihr schicken, ihn würde sie erhören, aber Leander?
Das weiß ich nicht. Alandra besitzt eine absolut reine Seele,
sie ist sanft und liebevoll. Sie hat ein großes Herz. Dein Sohn
dagegen, wird ihm ähnlich sein.“ Damit deutete sie auf Dorian.
„Und Leander wird etwas tun, was Dorian so wütend macht das er
zurück kommt. Das er dafür sogar Thanatos einsperren würde,
würde der ihn daran hindern.“ Damok sah Aurian an. „Was wird
Leander tun?“ Aurian atmete tief ein und schüttelte den Kopf.
„Das kann und darf ich dir nicht sagen. Ich muss es geschehen
lassen. Und alle anderen ebenso. Nur soviel sei gesagt, wenn
Leander erwachsen wird, wird die Kristallhöhle nicht mehr nötig
sein.“ Tiefe Trauer war aus Aurians Stimme und Worten zu hören.
Sanft strich sie mit der Hand über die Kristallwand. Damok
verstand es nicht und sah Aurian fragend an. „Wieso wird sie
nicht mehr nötig sein?“ Doch sie schüttelte nur mit dem Kopf.
„Du wirst es sehen. Dein Sohn bringt Vernichtung.“ Langsam wurde
Damok sauer, weil er keine vernünftige Antwort erhielt. Er
verstand nicht was sie damit meinte. Und Aurian schwieg.
Leander wuchs heran, selbst als
Kleinklind zerstörte er schon seine Spielsachen, als Kind wurde
er noch schlimmer, obwohl Aurian ihn unterrichtete und versuchte
seine Bösartigkeit im Zaum zu halten. Als er sich Tiere wünschte
bekam er sie, doch Damok musste einsehen das dies ein großer
Fehler war. Denn Leander quälte diese Tiere aufs grausamste und
tötete sie sogar. Als er sich allerdings an die fliegenden
Pferde heran machen und ihnen Nägel in die Hufe schlagen wollte,
bekam er als erster die Macht des Lichtengels zu spüren, denn
Angel verbrannte ihm die Hände und warnte ihn, das sollte er
sich noch mal an den fliegenden Pferden vergreifen, würde es ihm
weit aus schlimmer ergehen. Leander lief weinend zu seinem Vater
und schwärzte Angel an. Natürlich drehte er es so das er nichts
gemacht hätte, sondern das Angel ihn nur hassen würde. Doch
Damok glaubte ihm kein Wort, er heilte dessen Hände auch nicht,
sondern wollte das er die Schmerzen spürte. Doch Leander war
nicht dumm, er hatte schnell heraus wie man seine Verletzungen
heilen konnte, selbst wenn sie vom Lichtengel geschlagen worden
waren. Dann wurde er ein Teenager, seine Hormone spielten
verrückt. Alle hatten Angst was er nun tun würde. Und er tat was
schon Dorian und Dion getan hatten, er nahm sich die sterblichen
Mädchen derer er habhaft werden konnte mit Gewalt. Er war sich
seiner göttlichen Macht so sicher, das er sich alles heraus
nahm. Wenn die Mädchen nicht tun wollten was er wollte tötete er
sie kurzerhand. Aurian sah das alles und konnte nur die Augen
schließen, sie musste ihn gewähren lassen, so sehr es sie auch
schmerzte. Selbst Damok wurde es zu viel und er bat Aurian dem
Jungen seine Kräfte zu nehmen. Doch Aurian sah ihn nur mit
schmerzvollem Blick an und schüttelte den Kopf. „Ich darf es
nicht, es muss geschehen was geschehen soll. Er testet aus wie
weit er gehen kann.“ Die Götterwelt war in Aufruhr, manch einer
der männlichen Götter, war schon soweit ihn zu töten, doch jedes
mal hielt Aurian sie auf. Dann kam die Zeit die alle am meisten
fürchteten, Leander wurde erwachsen, sein Körper begann sich zu
verändern, er wurde fast so muskulös wie sein Vater, sah sehr
gut aus und hatte eine recht charmante Ausstrahlung, doch das
alles konnte nicht darüber hinweg täuschen, was für eine dunkle
Seele er besaß.
So folgte er auch Aurian als sie
wieder mal in der Kristallhöhle stand und auf die Bahren
blickte. Er wollte sich nun die höchste Göttin holen. Da er
annahm das sie ihm nichts anhaben könnte, dachte er nicht
darüber nach, das er sich an ihr verbrennen könnte. Doch als er
es in die Tat umsetzen wollte, sah er Jasmin dort liegen und
fragte Aurian auf sehr charmante Weise wer das sei. Sie sagte es
ihm, wissend was nun geschehen würde, das Unheil nahm seinen
Lauf. Er verschwand wieder ohne Aurian auch nur angerührt zu
haben. Er besuchte Leith wo er wusste das er viel Wissen in sich
trug. Ihn fragte er nach der Geschichte von Jasmin. Nach einer
kurzen gedanklichen Nachfrage bei Aurian, erzählte er Leander
von Jasmin und ihre beiden Liebsten. Als Johana den Raum betrat
zuckte sie zurück als sie sah wer dort bei Leith saß. Instinktiv
spürte sie das von Leander eine Gefahr aus ging. Leander sah
Johana kurz lächelnd an und obwohl er lächelte, sah Johana wie
falsch es war. Leander erfuhr auch von Dion und Jenna den ersten
Göttern, ebenso wie von Suna der jungfräulichen Göttin. Leith
bemerkte nicht wie Leander bereits nach zu denken begann. Und
als er sich verabschiedete hatte er bereits einen Plan gefasst,
der nun einleiten würde, das Dorian aus der Unterwelt zurück
kommen würde.
Als es soweit war, stand Aurian
mit Lazarus und ihren beiden Männern in der Kristallhöhle, sie
sahen sich um. Aurian zitterte leicht. „Es ist bald soweit.
Dorians Zorn wird gleich erwachen und dann wird er wieder
auferstehen.“ Und sie sollte recht behalten, denn es erklang ein
tiefer und schmerzvoller Schrei. Dorian hatte keines seiner
Kinder so sehr geliebt wie Jenna. Und Leander hatte einen Frevel
begangen der Dion ebenso ausrasten ließ wie Dorian. Denn er
hatte sich Jenna genähert und sie mit Gewalt genommen und sie
danach sogar getötet. Als Dion herein kam und sah was Leander
getan hatte, ging er auf den jungen Gott los, doch Leander war
stärker als er, seine Macht war um einiges größer und so tötete
er auch Dion. Er hinterließ ein Blutbad als er das Haus der
beiden verließ. Doch der Tod Jennas lies nun Dorians Wut
entfachen und er drohte Thanatos, ihn ein zu sperren wenn er ihn
nicht wieder nach oben lies um seine Tochter zu rächen. Da
Aurian bereits mit Thanatos gesprochen hatte, ließ dieser ihn
gehen. Und so stand Dorian wieder von seiner Bahre auf. Doch als
das geschah, war alles ins Wanken geraten. Darcon traf es als
ersten, sein Körper der dort in einer Nische lag löste sich in
Staub auf. Aurian weinte leise. Dann traf es auch Mystra und
Andra. Dorian trat aus der Kristallnische heraus, dunkle Wolken
um wölbten sein Gesicht. Er knurrte wütend. „Dieser elende
Mistkerl hat meine geliebte Tochter vergewaltigt und getötet.
Nun ist er dran.“ Aurian hielt ihn auf. „Warte, bitte warte.
Jasmin und Eric werden dir folgen.“ Dorian drehte sich herum und
sah nun wie auch Ikarus Körper zu Asche verfiel. Nun erhoben
sich auch Jasmin und Eric. Sie standen auf um Dorian bei zu
stehen. In der Zwischenzeit hatte Leander auch Suna gefunden und
hatte mit ihr das gleiche getan wie mit Jenna und hatte dazu
noch höhnisch gelacht. „Du solltest deinen Eltern folgen.“ Dann
tötete er auch sie. Aurian schrie auf und weinte entsetzlich.
Myrion hielt sie in seinen Armen und drückte sie an sich. Leise
flüsterte er ihr zu. „Wie viele noch?“ Leander war im Blutrausch
und tötete nun auch noch Leith und Johana, aber nicht ohne
Johana auch noch genommen zu haben. Aurian brach fast zusammen
und Jasmin versuchte sie zu trösten, Dorian und Eric waren auf
dem Kriegspfad. Sie wollten diesen Mörder aufhalten. Doch dann
rief Leon. „Nein Vater, Eric wartet. Ich habe einen Plan. Ihr
seid ihm nicht gewachsen. Ihn kann man nur anders kriegen.“ Er
sah Aurian an. „Kannst du dafür sorgen das auch auf den Bahren
von den dreien Staub zu finden ist, wie auch auf den anderen
liegt?“ Aurian nickte leicht. Und schon sah es so aus als wären
auch diese drei Körper zu Staub zerfallen. Leander tötete fast
alle direkten Nachkommen der einstigen Avatare, so auch Liam und
Iriana. Die einzigen die nun noch lebten waren Leon und Myrion,
von denen er wusste. Als man später die Häuser aufsuchte, fand
man dort keine Leichen sondern deren Körper waren sofort nach
ihrem Tod zu Staub zerfallen. Doch hatte er zwei übersehen,
nämlich Amanda und Rian, die von dem Finsteren abstammten, dem
Bruder Leiths. Da er das aber nicht wusste, das auch der
Finstere direkt von den Avataren abstammte wusste er auch nicht
das ebenso Amanda und Rian direkte Nachkommen waren. Und so ließ
er sie in Ruhe. Er suchte nach den beiden Löwen, der eine ein
Sohn Dorians, der andere ein Sohn Andras. Doch die fand er
nicht. Als er seinen Blutrausch überwunden hatte, sah er was er
angerichtet hatte und man hörte sein dunkles Lachen durch das
Tal der Götter klingen. Aurian weinte schrecklich. Myrion und
Leon versuchten ihr bei zu stehen, ebenso Jasmin. Als Leanders
lachen erklang, sah Aurian auf. „Es ist vorbei. Jetzt kann ich
ihm auch seine göttliche Macht nehmen. Er hat getan was er tun
musste. Und vielleicht werden wir es irgendwann verstehen. Ich
werde nach der Antwort suchen." Myrion sah sie an. „Hat
sonst keiner mehr etwas von ihm zu befürchten? Wer hat alles
sein Leben lassen müssen?“ Aurian sagte es ihnen und Dorians Wut
loderte wieder hoch, er knurrte. „Das wird er mir büßen.“ Aurian
hochte auf. „Er kommt.“ Und an die drei auferstandenen
gerichtet. „Ihr solltet euch verstecken. Das gilt im besonderen
für Jasmin, hinter ihr ist er her.“ Als Leander im Kristallraum
eintraf, fand er dort nur noch Aurian vor. Er wusste ja nicht
das die anderen unsichtbar in der Nähe standen und Jasmin Dorian
immer wieder zurück hielt als der Leander sah. Dieser trat nun
auf die Kristallnische zu wo die drei zuvor gelegen hatten. Er
sah Aurian eiskalt an. „Wo ist sie?“ Aurian seufzte leise. „Du
hast sie vernichtet, das wolltest du doch oder nicht? In dem du
den ersten getötet hattest und das ausgerechnet Jenna war,
verfielen alle Leichname zu Staub. Auch diese hier. Du hast das
Gegenteil von dem erreicht was du erreichen wolltest.“ Leander
sah sie an und grinste frech und dreist. „Du kannst mich nicht
belügen, ich weiß das sie auferstanden sind. Ich habe Dorians
Schrei gehört als seine geliebte Tochter starb. Und mit ihm
kamen auch Jasmin und Eric. Das weiß ich, also sag mir sofort wo
sie sind. Ach und wo du schon mal dabei bist, kannst du mir auch
gleich sagen wo Myrion und Leon sind.“ Nun lächelte Aurian
hintergründig. „Das werde ich nicht tun. Du magst die anderen
vernichten können doch bei mir beißt du auf Granit.“ Langsam
schritt er auf sie zu und sie erwartete ihn. Sie sah ihm ruhig
entgegen. Sie lächelte ihn an. „Was ist willst du dich nun auch
an mir vergreifen? Versuch es ruhig, du wirst schon sehen was du
davon hast. Du bist ein anmaßender junger Bengel, der nicht weiß
was er angerichtet hat.“ Sie provozierte ihn. Und als er
plötzlich nach ihr griff, schrie er auf einmal auf, denn ihre
Lichtaura flammte hoch und verbrannte ihm wie auch schon zuvor
Rowan, die Hände. Sie lachte leise. „Und du brauchst nicht zu
versuchen sie heilen zu wollen, das gelang dir vielleicht bei
Angel, aber ich bin das Licht mein Junge und bei mir wird dir
das nicht gelingen. Mein Licht ist absolut.“ Nun trat sie auf
ihn zu und riss ihm das Hemd auf. „Es machte dir doch Spaß
andere zu quälen oder nicht? Dann schau mal wie weh das tun
kann.“ Und sie drückte ihm ihre Hand auf die Brust und
verbrannte ihm nun auch die. Abermals schrie er vor Schmerzen
auf. Er sank auf die Knie. „Du hast recht sie sind hier, doch
Jasmin wirst du niemals bekommen. Sie gehört zu Eric und Dorian.
Auf dich hätte eine andere Frau gewartet, doch du wusstest es ja
besser. Nun leide. Und noch etwas, ich will deine Schmach
vollkommen machen.“ Nun rief Aurian auch Damok herbei und er
durfte den Kristallraum betreten, wo er seinen Sohn auf den
Knien vor Aurian sah. Ebenso die verbrannten Hände an denen sich
langsam das Fleisch löste. Die Brust hatte ihm Aurian nicht gar
so schlimm verbrannt doch sah das ebenso wenig schön aus.
Leander jammerte, er hatten entsetzliche Schmerzen. Sie winkte
leicht und nun erschienen auch die drei, ebenso wie Myrion ,
Leon und Lazarus. Damok sah Aurian an. „Was geschieht nun mit
ihm? Wirst du ihn töten?“ Dann erhob Dorian seine Stimme die
immer noch Wut gefüllt war. „Wenn sie es nicht tut, dann tue ich
es. Und ich habe keine Skrupel ihn meiner Tochter hinter her zu
schicken.“ Jasmin versuchte Dorian zu beruhigen. Aurian sah
Dorian an. „Ziehst du mein Urteil in Zweifel?“ Dorian trat auf
Aurian zu und sah ihr tief in die Augen. „Wenn du es nicht tust,
tue ich es. Er hat meine Tochter vergewaltigt und getötet.“
Aurian nickte. „Das ist richtig, doch geschah es weil das
Universum es so wollte. Ihn daher zu töten sehe ich nicht für
nötig, doch er wird seine göttlichen Kräfte verlieren und wie
schon mal Rowan muss er als Mensch leben. Dort hat er Zeit sich
zu bewähren. Und es liegt an ihm ob er den Weg weiter gehen will
oder sich besinnt. Das mit deinen Kindern, Neffen und Nichten,
also auch deinen Enkeln tut mir entsetzlich leid. Doch ich kann
es nicht ändern. Wäre es da nicht besser ihn leiden zu lassen,
für jede Schandtat die er je begangen hat? Und vergiss nicht
auch ich bin Blut von deinem Blut. “ Während Aurian versuchte
Dorian Vernunft ein zu bleuen, jammerte Leander weiter. Dorian
beruhigte sich wieder und nickte. „In Ordnung, aber unter einer
Bedingung. Ich darf ihn züchtigen wann und wie ich will.“ Aurian
nickte. „Das geht klar. Dagegen kann ich nichts sagen. Nur töten
darfst du ihn nicht.“ Dorian war einverstanden, so nahm Aurian
Leander seine göttlichen Kräfte und seine Unsterblichkeit. Dann
erst heilte sie ihn von seinen Schmerzen, das heißt sie stellte
seine Hände wieder her. Doch das Mal auf seiner Brust, das ihre
Hand bei ihm eingebrannte hatte ließ sie wie es war. Damit er
sich immer daran erinnerte was er getan hatte. Sie sah Damok an.
„Nimm ihn mit bis ich weiß wo wir ihn hin schicken.“ Damok
nickte und sah seinen Sohn eiskalt an. „Ich hätte dich töten
sollen als du gerade geschlüpft warst, egal was Aurian sagte.“
Nachdem Damok mit seinem missratenen Sohn verschwunden war
verließen auch die anderen den Kristallraum, der sich kurz
verdunkelte und als sie wieder dort hinein sahen, waren die
Nischen mit ihren Bahren verschwunden. Ab jetzt würde kein
sterbender Gott mehr einen Körper hinterlassen. Das war die
Bedingung von Thanatos, damit niemals wieder eine Seele ihren
alten Körper einnehmen konnte. Er verlangte, das wenn die
Verstorbenen wieder ins Leben wollten, mussten sie eben wieder
geboren werden. Aurian hatte zugestimmt. Sie seufzte. Jasmin
legte einen Arm um sie. „Es kommt alles wieder in Ordnung.“
Aurians Wohntrakt hatte ein weiteres Schlafzimmer bekommen das
nun Eric, Dorian und Jasmin beziehen würden. Womit aber keiner
rechnete außer vielleicht Aurian, war das durch den Schmerz den
Dorian erlitten hatte, seine dunkle Natur wieder zum Vorschein
gekommen war. Aurian hatte es prophezeit, Dorians Dunkelheit
würde durch die Welten ziehen. Doch wie das aussehen würde
wusste sie auch noch nicht. Sie würde versuchen es heraus zu
finden, bevor es zu spät war.

Kapitel 27: Rache eines liebenden
Vaters

Der Schock über das was Leander
getan hatte, saß tief. Viele Götter waren sauer das Aurian
nichts dagegen getan hatte, bevor es geschah. Aurian hingegen
saß oft in den nächsten Tagen nur auf ihrem Plateau und
trauerte. So kannte man sie nicht. Und eines Morgens war sie
verschwunden.
Eric, Dorian und Jasmin lebten
sich langsam wieder ein. Sie waren von allen Pflichten frei und
so fühlten sie sich nicht sonderlich unwohl. Aurian musste mit
sich selber ins reine kommen. Sie hatte auch die Seelen der
Götter in der Unterwelt besucht. Es ging ihnen nicht schlecht.
Anschließend reiste sie im Universum herum und besuchte einige
der Welten die von den verstorbenen Göttern verwaltet worden
war. Sie sorgte dafür das man dort erfuhr das diese Götter tot
seien. Sie überlegte im Universum schwebend was nun zu tun sei,
als sie abermals eine wispernde Stimme hörte. „Es ist getan, sei
nicht traurig, es musste sein. Altes muss erneuert werden, so
ist der Lauf des Lebens. Ihr seid alle schon sehr alt. Ihr wart
eingefahren in bestimmte Bahnen. Selbst du hast deinen
jugendlichen Schwung verloren. Erinnere dich mal daran wie du
einst warst. Oder sieh dir deinen Sohn an, auch er hat diese
jugendliche Frechheit die er besaß nicht mehr. Er tut was getan
werden muss, aber ansonsten lebt er ohne Freude. So ging es
besonders den ersten Göttern. Sie wurden erlöst, sieh es mal
so.“ Aurian knurrte. „Wir haben zu viel gesehen, aber du hast
recht. Wir sind alt geworden. Wir sind festgefahren. Es ist
immer das gleiche. Wir haben vieles verloren.“ Abermals wisperte
die Stimme. „Sieh dir die Welten an, viele brauchen keine Götter
mehr, einige kommen auch gut alleine zurecht. Vor allem jetzt da
das Chaos eingetreten ist in den Kreislauf des Lebens. Es bewegt
sich etwas. Es wurde Zeit das die Götter reduziert wurden, es
mussten einige sterben und gehen. Es gab bereits schon zu viele.
Gehe deine Götter mal durch, gib ihnen neue Fähigkeiten und
sende sie nicht mehr zum verwalten der Welten los, sondern lass
sie wie auch Amor und Hope, symbolische Götter sein. Du sagtest
ohne Mutter Natur würden keine Kinder mehr geboren. Das ist
nicht wahr. Die Frucht des Lebens wird immer erstehen. Ei und
Samen und ein Kind entsteht. Samen in den Boden und auch Früchte
wachsen. Mutter Natur ist bereits schon mehr oder weniger nur
noch eine symbolische Gottheit. Der Kriegsgott, lass ihn nicht
nur die Kriege überwachen, lass ihn selber einschreiten in den
Kampf, lass ihn sehen, welche Seite ihn anbetet und ihn zu Hilfe
ruft. Lass ihn kämpfen. Einige werden immer zu den guten gehören
und andere zum bösen. Die Guten werden deinen Kriegsgott anrufen
und die bösen den Gott, der auf Damoks Seite steht, wie heißt er
noch? Ach ja Orland. Doch was der eine an Erfahrung hat, macht
der andere wieder mit seiner Jugend wett. Selbst der Kriegsgott
langweilt sich. Chronos oder wie du ihn nennst Väterchen Zeit.
Er beherrscht die Zeit nicht mehr, er überwacht sie nur noch.
Siehst du nicht die Veränderungen die eingetreten sind? Ich
entwickle mich weiter und sehe was die Zukunft bringt. Und sieh
dich selber an. Du bist die Fleisch gewordene Verführung, ebenso
wie Lazarus oder auch Leander. Du bist pure Sinnlichkeit, Erotik
oder wie ihr es nennt Sex. Besinne dich darauf, zeig ihnen was
du wirklich bist, unterdrücke es nicht weiter. Meinst du, du
hättest diese Fähigkeit umsonst bekommen? Nein, hast du nicht.
Du wirst sehen auch Dorian und Eric werden dich begehren, nicht
lieben, aber sie werden dich haben wollen. Dorian vor allem,
denn Jasmin ist nach wie vor nicht in der Lage ihnen zu geben
was sie von ihr wollen. Jetzt noch weniger als damals. Denn da
konnte sie noch auf meine Kräfte zugreifen, das ist ihr nun
verwehrt. Dorian war der erste Versuch, einen Kerl zu
erschaffen, der heiß ist und nur mit dem denkt was sich zwischen
seinen Beinen befindet. Vorher hatte er noch Mystra doch sie ist
nicht mehr, so wird er sich an dich halten. Jasmin steht für
Güte, Sanftmut und Geduld. Sie besitzt Weisheit und ich werde
dafür sorgen das sie noch mehr bekommt. Ebenso wird es Zeit das
du Iskander und Enjara Göttlichkeit verleihst. Auch Enjara ist
was sie ist. Sie steht nicht auf Männer, ja sie liebt Iskander,
doch steht sie für die gleichgeschlechtliche Liebe. Sie wird
immer die Frauen mehr wollen als irgendeinen Mann, selbst
Iskander. Und so könnte ich nun Gott für Gott durch gehen. Auch
Elrik sollte in die Göttlichkeit erhoben werden. Viele der
männlichen Götter denken mit dem was sich zwischen ihren Beinen
befindet. Und sie sehen dich und wollen dich.“ Aurian sah was
mit ihr geschah, ihre Kleidung änderte sich, sie trug nun ein
schulterfreies weißes Ledermieder das ihre Brust anhob und
zwischen den Beinen sehr eng saß, womit es den Venushügel sehr
betonte. Stiefel aus weichem Wildleder bildeten sich an ihren
Füßen die bis über die Knie reichten. Zuvor hatte sie sich nie
so gezeigt, sondern immer noch verborgen was sie zu bieten
hatte, so wie sie auch ihre Ausstrahlung unterdrückt hatte,
damit nicht alle Kerle bei ihrem Anblick wahnsinnig wurden. Das
Universum zeigte sie nun wie sie wirklich wahr. Ihre Beine und
Arme waren zwar muskulös für eine Frau, doch nicht zu sehr,
sondern eher auf sinnliche Art. An ihrer Hüfte bildete sich ein
Gürtel in dessen Halterung ein kurzer Stab steckte, sie wusste
was das war, auseinander gezogen würde es ein Kampfstab sein.
Vor ihr erschien ein Spiegel in dem sie sich nun betrachtete.
„Oh man, wenn ich so auf meine Welt zurück kehre, komme ich
nicht mehr aus dem Bett heraus. Jeder Kerl wird mich haben
wollen und niemand wird sich mehr zurück halten. So bin ich für
sie die pure Aufforderung.“
Die Stimme lachte leise. „Ja ganz
richtig, doch sie werden es sich bei dir erkämpfen müssen, dafür
habe ich dir einen Kampfstab gegeben um dich verteidigen zu
können. Du bist zur Kämpferin ausgebildet worden, auch das wurde
nicht umsonst gemacht. Verführe und lass dich verführen. Lass
die Männer sich nach dir verzehren. Hole aus dir heraus was
schon seit deiner Jugend in dir steckt. Mit Myrion und Leon hast
du es bereits getan, nun zeig allen was du bist. Die pure
Verführung.“ Aurian grinste als sie sich so ansah und irgendwie
kam ihr alter Schalk wieder zum Vorschein. Sie nickte. Sie hatte
sehr lange alles auf ihren Schultern getragen, ohne wirklich sie
selbst sein zu können. Die Verantwortung hatte sie zu ernst
werden lassen. Das würde sich nun ändern. Und auf einmal wurde
ihr auch klar das sie damit auch den Männern, ebenso wie den
Frauen eine Veränderung bringen würde. Die Männer würden
verrückt nach ihr sein und die Frauen würden sie teilweise
hassen, für das was sie war. Sie grinste und auf einmal fühlte
sie sich leicht und beschwingt. Sie selber sorgte noch für einen
bodenlangen Umhang aus weißer Seide der hinter ihr her flattern
würde, wenn sie ging. Leise flüsterte sie. „Danke du hast mir
wieder mal gezeigt was ich wirklich bin. Ich habe mich zu lange
versteckt.“
So machte sie sich auf den
Rückweg und hörte noch wie man ihr zuflüsterte. „Solltest du es
wieder vergessen, komm zu mir.“
Die Götter machten sich langsam
Sorgen, Aurian war seit über einem Jahr verschwunden, sie hatte
nicht bemerkt wie die Zeit vergangen war, doch nun spürten die
Götter wieder ihr nahen. Man lief am See zusammen und dann
erschien sie. Ihr Blick ging über die Anwesenden, und nun
unterdrückte sie ihre Sinnlichkeit nicht mehr. Die Männer
atmeten scharf ein und betrachteten sie mit gierigen Blicken.
Man tuschelte und fragte sich was mit ihr geschehen war. Wen sie
mit ihren blauen Augen ansah, der senkte den Blick um sie nicht
mehr ansehen zu müssen. Die Männer gerieten in Aufruhr. Der
einzige der sich wirklich amüsierte war Myrion, auch wenn seine
Hose bereits eng zu werden drohte. Lazarus bekam kaum noch Luft
als er Aurian so sah und selbst Angel der niemals Interesse an
ihr gehabt hatte konnte ein scharfes Einatmen nicht verbergen.
Damok rastete fast völlig aus und verschwand schnell bevor er
etwas unüberlegtes tun würde. Jeder spürte ihre Veränderung.
Nach dem sie alle betrachtet hatten ging sie vorwärts und sah
Myrion an, sie zwinkerte ihm frech zu und raunte leise. „Ich
will dich in fünf Minuten in unserem Schlafzimmer sehen.“ Das
gleiche bekam auch Leon zu hören als sie an ihm vorbei schritt.
Die Kerle waren ganz aus dem Häuschen und einige Frauen würden
in dieser Nacht ihr blaues Wunder erleben. Die Männer beneideten
Myrion und Leon und stellten sich vor was in dem Schlafzimmer
nun geschehen würde. Als Myrion und Leon das Schlafzimmer
betraten, konnten sie ihren Blick nicht von ihr lassen und
Myrion hauchte atemlos. „Gott, Kätzchen so wie jetzt habe ich
dich seit unserer Anfangszeit nicht mehr begehrt. Wenn ich dich
auch immer haben wollte, doch jetzt platzt mir fast schon die
Hose nur bei deinem Anblick.“ Aurian grinste und legte ihren
Umhang ab, sie sah die beiden an. „Wenn ihr nun glaubt ich falle
euch in den Schoss wie eine reife Frucht muss ich euch
enttäuschen. Zu oft habe ich euch zu schnell gegeben was ihr
wolltet. Leon hat mich mal darauf aufmerksam gemacht, doch
vergaß ich es wieder weil die nächsten Katastrophen kamen.
Ebenso erinnere ich mich wieder das du mein geliebter Myrion,
mal sagtest, du magst Spiele. Nun werde ich mit euch spielen.“
Myrion riss sich regelrecht das Hemd herunter und ging auf ihr
Spiel ein, er knurrte leise. „Das werden wir ja sehen. Ich hoffe
nur du kannst verkraften was wir mit dir machen werden, wenn wir
dich in die Finger kriegen.“ Leon war nicht imstande irgendwas
zu sagen, er wollte sich gleich auf sie stürzen, doch
blitzschnell hatte Aurian ihren Kampfstab in der Hand, ihn mit
einer kurzen Bewegung der Hand auseinander gleiten lassen bis er
einrastete und knallte ihn dann Leon vor die Brust. Sie sah ihn
an. „Vergiss es, so schnell geht das nicht.“ Das sie sich nun
erkämpfen mussten was sie wollten, heizte die beiden Männer noch
mehr auf. Auch Leon riss sich nun das Hemd herunter und sah sie
lauernd an. Sie forderte die beiden regelrecht heraus und
achtete auf jede ihrer Bewegungen. Es entbrannte ein wilder
Kampf, Aurian war ihnen zwar körperlich unterlegen, aber sie war
flink wie ein Wiesel und entkam ihnen immer wieder. Dafür schlug
sie immer mal mit ihrem Stab zu, wenn auch nicht zu feste, sie
wollte die beiden ja nicht verletzen. Die beiden sahen ein, auf
freiem Feld würden sie sie nicht zu fassen kriegen, also trieben
sie sie bis an die Wand und dann griff Myrion zu, während Leon
sich den Schlag ein fing, den sie abermals auf seine Brust los
ließ. Myrion hielt sie fest und Leon entwand ihr den Stab.
Myrion sah an ihr entlang, er schluckte leicht. „Jetzt haben wir
dich und nun werden wir uns von dir unsere Belohnung nehmen.“ Er
hielt sie fest während Leon ihr das Mieder aus zog. Ehe Aurian
sich versah lag sie bereits unter Myrion im Bett, der sofort
nach entledigung seiner Hose in sie eindrang. Das würde die
wildeste Nacht werden die je einer der drei erlebt hatte. Als
der Morgen kam, lagen sie vollkommen erschöpft aber über aus
glücklich aneinander gekuschelt. Myrion keuchte noch leise. „Oh
gott das war mehr als scharf.“ Leon konnte dem nur zustimmen,
meinte aber dann das sie dafür sorgen sollten das sie sie auch
jeder mal alleine für sich hatten. Myrion nickte leicht.
Die allgemeine Männerwelt war in
Aufruhr geraten, jeder Kerl auf der Welt der Götter ohne
Ausnahme träumte in dieser Nacht davon mit Aurian eine Nacht zu
verbringen. Es hatte sogar Angel und Andor getroffen, die Aurian
nie als Frau angesehen hatten. Doch selbst sie hatten heute ihre
sinnliche Weiblichkeit zu spüren bekommen und fühlten sich bei
dem Gedanken sehr schlecht, weil auch sie davon erregt worden
waren. Am nächsten Tag saßen die beiden zusammen und sahen sich
an. Es dauerte eine Weile bis sie über ihre Empfindungen reden
konnten, doch dann platzte Angel heraus. „Sie hat mich scharf
gemacht.“ Andor nickte verstehend. „Mir geht es nicht anders,
irgendwie habe ich immer verdrängt das sie nicht nur unsere
Mutter sondern auch eine Frau ist, obwohl wir sie mal beobachtet
hatten als sie mit Leon...“ Angel nickte leicht. „Gott und was
für eine Frau.....verdammt es passiert schon wieder. Ich will es
nicht und doch denke ich immer wieder daran wie es sein würde.“
Andor lachte nun doch. „Weißt du eigentlich müssten wir uns
nicht dafür schämen. Sie ist eine Vollblutfrau und das sie uns
geboren hat, hat nicht viel zu bedeuten. Sieh dir Lazarus an,
für ihn ist es selbstverständlich und er hat sich darüber noch
nie Gedanken gemacht. Vielleicht sollten wir mal mit ihm reden
und ihn fragen wie wir uns nun verhalten sollen. Und vor allem
zugeben was wir fühlen. Er wird es verstehen.“ Angel nickte und
so gingen sie zu Lazarus. Während dessen saß Dorian bei Aurian,
auch er konnte nicht den Blick von ihr lassen und ebenso wie
alle anderen hatte er auch in der letzten Nacht einen Traum von
ihr. Er sah sie an, doch war er hauptsächlich nicht zu ihr
gegangen um von ihr die Erfüllung dieses Traumes zu fordern,
sondern die Strafe für Leander. Da Aurian so lange verschwunden
war lebte Leander immer noch in der Höhle seines Vaters, wenn
auch in einer Kerkerzelle. Dorian sah Aurian an, Myrion und Leon
standen in ihrer Nähe, sie waren entschlossen jeden Kerl ab zu
wehren der es wagen würde sich Aurian mit Gewalt zu nähern. Und
das es dem einen oder anderen einfallen könnte war ihnen schon
klar, so wie sie sich nun gab. So stellte Dorian seine
Forderung. „Also ich will folgendes: ich will das man ihn
einsperrt in eine Höhle, sein hübsches Gesicht soll er
verlieren, doch wünsche ich ebenso das man ihm seine
Unsterblichkeit wieder geben soll, damit sein Leiden sehr lange
dauert.“ Aurian sah Dorian an, sie hatte blutrote Lippen, und
ihr rabenschwarzes langes Haar fiel ihr in dicken Locken über
den Rücken, sie nickte. „Wie hast du es dir vorgestellt?“ „Ich
weiss von Damok das Dion eine Tochter hinterlassen hat, das sie
an sich für Leander bestimmt war. Er erzählte mir das sie ihn
ändern könnte, das sie ihn aufhalten könnte. Also will ich
folgendes, man soll ihm wie gesagt sein hübsches Gesicht nehmen
und ihm stattdessen einen Stierkopf aufsetzen, er ist sehr
muskulös so das es zu seinem Stierkopf passen würde. Ich weiß
das du es tun kannst. Ebenso weiß ich das du nicht willst das
man ihn tötet, was man aber wahrscheinlich tun würde, wenn die
Menschen ihn so sehen. Sie würden ihn genau für das Ungeheuer
halten was er auch ist.“ Aurian hörte ihm ruhig zu, während sie
lasziv ihre Beine übereinander schlug, was Dorian einen Moment
aus dem Konzept brachte. Doch dann dachte er wieder an Jenna und
riss sich zusammen. Während Myrion und Leon leicht schmunzelten
als sie es sahen. „Weiter will ich das du Alandra einen Traum
von ihm schickst. Wenn sie so gütig ist wie mir gesagt wurde,
wird sie ihn vielleicht suchen und ihn versorgen. Dann liegt es
an ihm ob er sich ändert oder nicht. Außerdem will ich ihn
solange er noch den Stierkopf trägt täglich einmal besuchen und
ihm 20 Peitschenhiebe verpassen dürfen. Die Zeitangabe richtet
sich nach unserer Zeit, was also je nach Welt auf die du ihn
schickst für ihn alle drei oder vier Tage wäre. Und als letztes
verlange ich...“ Dabei sah er Myrion und Leon mit einem kalten
Blick an: „eine Nacht mit dir. Weil du es zugelassen hast das es
geschehen konnte.“ Myrion wollte ihm bereits an den Kragen gehen
für seine letzte Forderung doch Leon hielt ihn zurück und
flüsterte ihm zu. „Lass Aurian selber entscheiden, ob sie diese
Bedingung erfüllen will oder nicht.“ Myrion knurrte. Er wusste
das Dorian anders war als sein Vater, nicht so gütig und sanft.
Dorian war ebenso ein Tier wie Leander, wenn er auch von Jasmin
und Eric gezähmt worden war. Dorian sah Aurian an. „Also was ist
nun? Wirst du meine Bedingungen erfüllen?“ Aurian lächelte
leicht. „Was Leander angeht, du hast seine Strafe gewählt und
ich stimme zu. Was aber deine letzte Bedingung betrifft, vergiss
es, nicht so und nicht auf diese Weise. Du willst mich? Dann
verdiene es dir. Ich bin keine Ware die sich verschachern
lässt.“ Dorian sah an ihr entlang und beugte sich leicht zu ihr
und flüsterte ihr zu. „Damit kann ich leben, ich werde dich ins
Bett bekommen, verlass dich drauf. Ich hoffe sogar das du es mir
nicht zu leicht machst. Nur vergiss nicht, ich bin kein
Nachkomme von Damok, mich kannst du nicht verbrennen und ich
habe noch nicht verlernt eine Frau zu verführen. Ach und ehe ich
es vergesse, Jasmin will mir ein Kind schenken, als Ersatz für
Jenna, sorge dafür das dieses Kind Jennas Seele bekommt.“ Nun
beugte sich auch Aurian zu ihm vor, wobei sie ihm einen Einblick
in ihr Dekoltee gestattete und hauchte ihm verführerisch mit
einem Lächeln zu. „Ich bin gerne bereit dir deinen Wusch zu
erfüllen, wenn Jenna es wünschen sollte wieder geboren zu
werden. Und das andere? Wir werden sehen.“ Leon nickte Myrion
zu, als wolle er sagen, siehst du kein Grund sich auf zu regen.
Dorian sah in Aurians verführerisches Gesicht, sowie den Ansatz
ihrer Brüste und kochte innerlich bereits. Doch ihm war klar
würde er sich ihr nun nähern, hätte er nicht nur Myrion am Hals
sondern auch Leon. Dorian hatte gelernt sich zu beherrschen, so
schwer es ihm im Moment auch fiel. Er erhob sich und sah Aurian
noch ein mal an, die sich ebenfalls erhoben hatte, beugte sich
abermals leicht vor und knurrte ihr leise ins Ohr. „Hrrr“ Dann
drehte er sich um und ging. Myrion entspannte sich wieder. „Er
ist gefährlich, wirklich gefährlich.“ Aurian sah Myrion
schmunzelnd an. „Keine Sorge ich wurde mit dem Chaos fertig,
dann auch mit dem ehemals dunklen Avatar. Mal abgesehen davon,
wenn wir ihn auf unserer Seite haben, wovon ich mal ausgehe,
wird er eine Bereicherung für das Heer des Lichts sein. Ebenso
wie Eric.“ Myrion nickte leicht und sah sie fragend an. „Wirst
du mit ihm schlafen?“ Aurian nickte. „Es läuft darauf hinaus,
allerdings aus einem anderen Grund als du denkst. Ich begehre
ihn nicht, doch wird er nicht nur einen Ersatz für Jenna
benötigen sondern auch einen für Mystra.“ Nun erklärte sie
Myrion und Leon auf, das Jasmin ihm niemals genug sein würde.
Das es Dorian ähnlich gehen würde wie Lazarus oder Iskander. Das
Jasmin, was die körperliche Liebe angehen würde, bereits mit
Eric überfordert war und das zwei solch fordernder Männer weit
über deren Kraft ging. Myrion verstand und Leon nickte. „Das
heißt das auch Eric irgendwann kommen wird, willst du das damit
sagen?“ Aurian nickte leicht. „Aber sie sollen es sich
verdienen, so leicht bekommt man mich nicht.“ Myrion grinste
frech: „Dürfen wir wieder zusehen?“ Nun lachte Aurian herzlich.
„Mein Schatz du hast dich kein bisschen verändert.“ Dann küsste
sie beide leidenschaftlich.


