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Kapitel 28: Probleme

In der nächsten Zeit sah man
Aurian nie ohne ihre beiden Löwen. Sie wollten nicht das sich
jemand an sie heran machte. Im Moment waren sie sogar ein wenig
eifersüchtig auf jeden der sich versuchte Aurian zu nähern. Sie
wollten sie wenigstens eine Weile nur für sich haben. Doch waren
sie auch stolz, denn sie wussten das nun wirklich jeder Kerl
hinter ihr her sein würde.
Andor und Angel hatten Lazarus
besucht um mit ihm über ihre Empfindungen zu reden. Er sah die
beiden an als sie bei ihm am See saßen. Andor fragte ihn: „Was
sollen wir nur tun? Sie geht uns nicht mehr aus dem Kopf. Und
dabei wollen wir das gar nicht.“ Angel nickte dazu und Lazarus
sah einen nach dem anderen an. Er grinste leicht. „Also Jungs ,
hat es euch nun auch getroffen?“ Angel nickte. „Wir haben in ihr
immer nur unsere Mutter gesehen. Natürlich wussten wir das sie
mit den Männern schläft. Sei es Myrion und Leon, als auch Damok
oder....“ Er senkte leicht verlegen den Kopf. „mit dir. Doch
haben wir nie ihre Weiblichkeit so bemerkt. Wir haben es einfach
geflissentlich übersehen. Doch jetzt......wie kann man das
übersehen? Es springt einem ja sprichwörtlich entgegen. Und wenn
wir sie sehen...“ Er wurde puterrot. Lazarus vollendete den
Satz. „Erregt es euch, euch wird die Hose eng und ihr seid
scharf auf sie.“ Beide nickten verlegen. Lazarus nickte. „Also
ihr beiden. Ihr habt zwei Möglichkeiten, entweder versucht ihr
damit klar zu kommen und versucht das Gefühl zu unterdrücken
oder aber ihr geht eurem Bedürfnis nach. Das sie euch geboren
hat, dürfte dabei kein Hinderungsgrund sein. Denkt dran, es ist
unwichtig. Sie ist eine Frau und ihr seid, wenn auch noch jung,
aber Männer und wenn sie euch scharf macht, na dann schnappt sie
euch.“ Angel sah ihn an. „Das kann ich nicht, ich würde jeden
Respekt verlieren.“ Lazarus seufzte. „Habt ihr schon mal darüber
nach gedacht warum die Götterkinder so schnell heran wachsen?
Wahrscheinlich nicht, weil es für euch absolut normal ist. Das
ist, damit sich keine zu große Bindung entwickelt, damit man
auch in der Lage ist, die Verwandtschaftsgrade zu vergessen und
im Laufe der Jahrhunderte tut man das auch, mehr oder weniger.
Seht mal, natürlich weiß ich das sie auch mich geboren hat, doch
inzwischen ist das für mich recht weit in den Hintergrund
gerückt. Es ist unerheblich geworden und das wird es für euch
auch, je mehr Zeit vergeht. Irgendwann werdet ihr in ihr nur
noch die sinnliche Frau sehen oder das Licht, aber nicht mehr
die Frau die euch zur Welt gebracht hat. So ist das nun mal wenn
man so lange lebt wie wir. Jetzt ist es für euch noch alles
frisch, ihr seid mal gerade wenige Jahre alt, im Gegensatz zu
mir. Doch in einhundert oder zweihundert Jahren, wird es für
euch nicht mehr relevant sein. Für mich war immer klar, ich will
sie und so habe ich sie mir auch genommen. Und das mindert den
Respekt für sie um keinen Deut, glaubt mir ich weiß wovon ich
rede. Ich habe sehr viel Respekt vor ihr.“ Er sah Angel an. „Bei
dir kommt sogar noch hinzu das deine Seele zum ersten mal durch
Jasmin in diese Welt kam, womit du sie ebenso als Mutter ansehen
könntest. Und du..“ Dabei sah er Andor an. „weißt, das du
eigentlich einmal ein Avatar warst und du sie dir ausgesucht
hast um dich zur Welt zu bringen. Also wo ist denn da das
Problem? Versucht euer Glück, mehr als nein sagen kann sie
nicht.“ Die beiden hatten Lazarus genau zugehört, anschließend
bedankten sie sich bei ihm für seine Zeit und die offenen Worte
und gingen wieder.
Aurian hatte über Dorians
Verlangen nach gedacht bezüglich Leanders und überlegte wie sie
es möglich machen konnte. Sie besuchte mit ihren Löwen, Alandras
Welt und sah sich dort nach einer geeigneten Höhle für Leander
um. Dann hatte sie sie gefunden, sie musste in der Nähe Alandras
sein. Aurian erinnerte sich an die Geschichte von der Schönen
und dem Biest und dachte sich das man das hier in etwa
vergleichen könnte. Sie richtete eine etwas tiefer gelagerte
Kammer der Höhle her das sie bewohnbar war. Allerdings gedachte
sie nicht Leander dort ein zu sperren, denn wenn er nicht heraus
konnte, würde man bei ihm nicht sehen können ob er sich wirklich
geändert hatte oder nicht. Sie rechnete damit das es eine ganze
Weile dauern würde. Dorian würde ihn immer wieder daran
erinnern, in dem er ihn ab und zu schlug. Sie veränderte die
Höhle etwas so das sie Nebengänge hatte und auch Nebenräume, sie
bekam einen Schlafraum als auch einen Wohnraum, doch alles recht
spartanisch eingerichtet, nur das nötigste. Sie sorgte dafür das
sich immer Wild in der Nähe der Höhle aufhalten würde, so das
Leander es erlegen konnte. Als alles fertig war, ging sie zu
Damok und teilte ihm mit das es soweit sein würde und nahm
Leander mit. Auch veränderte sie seinen Kopf so das er wirklich
wie ein Mensch mit Stierkopf aussah. Er sah nun wie ein
Minotaurus aus. Sie nahm ihm alle Kleider bis auf eine kurze
Hose. Sie hielt ihm einen Spiegel vor und als Leander sah was
man mit ihm gemacht hatte schrie er voller Verzweiflung auf.
Aurian sah ihn eiskalt an. „Du wirst dem entgehen können, wenn
du beginnst eine gewisse Menschlichkeit zu zeigen, wenn du Reue
zeigt über das was du getan hast. Sollte dich eine Frau mit
reiner Seele so lieben können wie du nun bist und mit dem Wissen
welche Schuld du auf dich geladen hast, so magst du frei sein.
Ich gab dir die Unsterblichkeit zurück wie von Dorian gefordert.
Doch deine göttliche Kraft wird dir erst mal nicht wieder
gegeben. Du wirst vor der Höhle genügend Wild finden so das du
auch überlebst. Du hast noch deine körperliche Kraft und auch
Waffen womit du es erlegen kannst. Nun mach etwas daraus.“ Dann
verließen ihn Damok und Aurian. Wie gewünscht schickte sie
Alandra drei Nächte lang hinter einander einen Traum von
Leander. Einmal wie er jetzt aussah, gestraft von der Göttin des
Lichts, einmal wo man ihn finden konnte und als letztes wie er
einst ausgesehen hatte. Von da an träumte Alandra von sich aus
Nacht für Nacht von ihm. Sie hatte sich in den gut aussehenden
jungen Mann verliebt und hoffte ihn von seinem Schicksal
befreien zu können. Ihr war klar das der junge Mann etwas getan
haben musste was die Göttin so in Zorn versetzt hatte, das sie
das diesem jungen Mann antat. Sie wusste von der Göttin des
Lichts und wusste auch das diese keinen Menschen strafen würde
der es nicht verdient hatte, doch hoffte sie das sie alles noch
zum guten wenden konnte. Monate würde vergehen in dem auch die
Bevölkerung von dem Monster hörte das in dieser Höhle hauste,
niemand traute sich irgendwann noch in deren Nähe. Leander in
seinem Zorn und seiner Verzweiflung tötete jeden der sich in die
Nähe begab. Von Änderung erst mal keine Spur. Irgendwann als er
wieder mal vor seine Höhle trat, saß dort dem Höhleneingang
gegenüber eine junge Frau auf einem Stein, sie hatte Stroh
blondes Haar, war sehr zart in der Statur und nicht sehr groß.
Doch wunderschön. Er wollte sich schon auf sie stürzen , doch
kurz vor ihr hielt er ein als er sie ansah. Tief grollte es aus
seiner Kehle: „Geh lieber bevor ich dir etwas antue. Du solltest
nicht hier sein.“ Sie sah zitternd zu ihm auf, er war groß und
gewaltig proportioniert. Sie sah das Mal auf seiner Brust und
fragte sich woher er das wohl hatte. Sie hatte Angst, höllische
Angst und doch antwortete sie, mit einer sanften Stimme in der
das zittern nicht zu überhören war. „Ich werde nicht gehen, du
brauchst meine Hilfe und hier bin ich. Ich will dir helfen.“ Er
schüttelte mit dem Kopf, wendete sich um und war kurz darauf im
Wald verschwunden. Als er sich umwandte sah sie die Striemen auf
seinem Rücken und folgerte das er geschlagen wurde, denn einige
der Striemen waren noch frisch und blutig. Als er zurück kam,
war er über und über mit Blut besudelt und trug ein Reh über
seiner Schulter. Die junge Frau saß noch immer dort wo er sie
verlassen hatte. Er machte vor der Höhle ein Feuer während er
sie immer mal betrachtete. Dort hing er das Reh darüber und
briet es. Sie sprachen beide kein Wort. Als das Reh gar war
schnitt er ein Stück ab und warf es ihr herüber. Sie aß mit ihm
während er sie immer mal ansah. Als der Abend kam und es dunkel
wurde erhob sie sich. „Ich muss nun gehen.“ Er nickte und ging
sich waschen. Als er am nächsten Morgen vor die Höhle trat saß
sie wieder auf dem Stein. So verging ein Tag nach dem anderen,
er begann sich sogar zu freuen, wenn er morgens aufwachte und
hoffte das sie wieder dort sitzen würde. Und eines Morgens
beging er sogar mal seine erste gute Tat, denn als er abermals
aus der Höhle kam saß sie nicht auf ihrem Stein, doch hörte er
das sie etwas weiter im Wald um Hilfe schrie. So schnell er
laufen konnte rannte er dort hin und musste sehen das einige
Banditen ihr Gewalt antun wollten. Er sprang herbei und
zerfetzte die Angreifer nur mit seinen bloßen Händen. Dann trug
er die junge Frau zu seiner Höhle und untersuchte sie, doch bis
auf einige Kratzer und dem Schrecken den sie erdulden musste war
ihr nichts geschehen. Nun erst begannen sie mit einander zu
reden und er erfuhr auch ihren Namen.“Wie heisst du?“ Sie
antwortete. „Alandra, Tochter der sterblichen Ismene und Dion
dem dunklen Gott.“ Leander sah sie an. „Du bist eine
Halbgöttin?“ Sie nickte leicht. „Und Dion war dein Vater?“ Sie
sah ihn fragend an. „War? Nein er ist mein Vater.“ Leise knurrte
Leander. „Nein, er war dein Vater, ich schickte ihn in die
Unterwelt.“ Alandra sah ihn entsetzt an. „Hat man dich deswegen
gestraft?“ Leander nickte. „Wegen ihm und noch einiger anderer
Götter dich ich tötete. Ich war mal ein Gott. Doch jetzt bin ich
das was du hier siehst.“ Alandra weinte leise um ihren Vater und
um die anderen Götter. Er sah sie gelassen an. Keine Emotionen
zeigten sich bei ihm. Sie sah zu ihm mit verweinten Augen auf.
„Und bereust du es nun?“ Er schüttelte eiskalt den Kopf. „Nein,
denn sie waren Abschaum, sie mussten verschwinden, das einzige
das mir leid tut ist das ich die letzten nicht auch noch hinter
ihnen her schicken konnte. Die Brut der Avatare musste
vernichtet werden.“ Alandra sah ihn an, Tränen rannen ihre
Wangen herab. „Dann wirst du mich auch töten müssen, ich bin
auch von ihrer Brut, denn ich bin Dions Tochter.“ Erst jetzt
wurde ihm klar, das stimmte was sie sagte. Doch als er sie
ansah, konnte er sie nicht töten. So sprang er nur auf, rannte
in den Wald und brüllte seinen Schmerz hinaus. Er kam nicht
zurück zur Höhle so lange es hell war und am Abend war sie fort.
Die nächsten Tage ließ er sich nicht sehen, obwohl er immer mal
nach sah ob sie dort saß. Doch sie kam wie zuvor Tag für Tag
wieder, setzte sich auf den Stein und wartete. Am Abend ging sie
wieder. Er jagte jetzt in der Nacht und legte ihr wenn er sich
morgens in seine Höhle zurück zog etwas zu essen nach draußen.
Langsam begann er nach zu denken. Er sah Alandra an und sah ihre
Güte. Wenn er träumte, träumte er von ihr, begehren stieg in ihm
auf. Er wollte sie besitzen, doch war ihm klar das sie sich ihm
niemals freiwillig hingeben würde. Natürlich hätte er es auch
mit Gewalt tun können, doch irgendwie wollte er das nicht. Sie
war die einzige die zu ihm kam, sie sprach mit ihm und sie kam
ohne Angst zu ihm. Er wälzte sich auf seinem Lager hin und her.
Wie hätte er ihr das antun können. Langsam aber sicher schlich
sich Liebe in sein Herz ohne das er es merkte. Eines Morgens
trat er wieder aus der Höhle heraus, er sah sie an. „Wärst du
bereit dich mir hinzu geben?“ :fragte er ohne viel Umschweife.
Sie errötete tief und schüttelte mit dem Kopf. „Ich habe noch
nie bei einem Mann gelegen. Und das will ich auch nicht. Und du
...du ..na ja.“ Sie senkte den Kopf. Er sah sie an. „Ich
verstehe schon, wer will schon mit jemandem ins Bett gehen der
aussieht wie ein Stier.“ Sie nickte leicht. „Ich kann es nicht.“
Verzweiflung kroch in ihm hoch und in der Nacht rief er nach
Aurian. Sie kam auch zu ihm. „Was willst du?“ Er sah sie an.
„Bitte, lass mich wenigstens für wenige Stunden mal wieder
normal aussehen. Ich bin auch bereit so lange es nötig ist in
diesem Körper zu stecken, doch ich begehre sie, ich will sie...“
:leise setzte er hinzu. „und ich liebe sie.“ Aurian nickte.
„Also gut, an jedem siebten Tag sollst du dein normales Aussehen
für zwölf Stunden haben.“ Er bedankte sich und würde nun den
siebten Tag herbei sehnen. Am nächsten Morgen berichtete er
Alandra davon, das er ab jetzt an jedem siebten Tag sein
normales Aussehen haben würde und fragte sie, ob sie dann dazu
bereit wäre. Sie sah ihn an. „Ich weiß es nicht, doch lass es
uns abwarten, lass uns sehen was geschehen wird. Ich möchte mich
noch nicht festlegen.“ Leander nickte. Nun lernte er Geduld
kennen. Seine geistige Wandlung begann. Als der siebte Tag heran
kam, spürte er wie er sich verwandelte und als er nun an diesem
Morgen vor die Höhle trat sah ihn Alandra so wie sie ihn auch in
ihren Träumen gesehen hatte. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals,
er sah gut aus, hatte schwarze Haare, dunkle Augen, sein Körper
war zwar muskulös doch nicht so extrem wie er war wenn er seinen
Stierkopf besaß. Doch trug er auch jetzt nur seine kurze Hose
die bereits schon recht zerfetzt war. Er trat langsam auf sie zu
und griff nach ihrer Hand. Vorsichtig zog er sie von dem Stein
hoch an sich. Er sah sie an. „Jetzt bin ich mir sicher, ich
liebe dich.“ Dann küsste er sie erst noch sanft und zärtlich
doch dann wilder und leidenschaftlicher. Alandra erschrak vor
seiner Männlichkeit und versuchte sich von ihm zu befreien.
Einen Moment hielt er sie noch fest, doch dann ließ er sie los.
Er sah auf sie herab denn sie war um einiges kleiner als er.
„Gib dich mir hin und wir werden immer zusammen sein können. Gib
mir deine Liebe und ich werde den Stierkopf los werden. Du
wolltest mich doch befreien.“ Dorian stand unsichtbar in der
Nähe und knurrte leise vor sich hin. „Tue es nicht, er will dich
nur benutzen um sein Ziel zu erreichen. Ich weiß was er vorhat,
denn ich war wie er. Ich hätte noch vieles mehr getan um zu
erreichen was ich will.“ Dorian traute ihm keinen Meter über den
Weg. Das Mal auf Leanders Brust hatte sich verändert als er
seine normale Gestalt an nahm und sah nun aus wie ein Stierkopf.
Alandra schüttelte leicht mit dem Kopf. „Ja sicher, aber ich
kann es noch nicht, ich brauche Zeit.“ Leander knurrte leise und
ungeduldig. Sie trat erschrocken vor ihm zurück. Dorian nickte.
„Ich wusste es, er will nur eins. Und hier würde er gleich zwei
Dinge bekommen, die Frau und sein Aussehen zurück.“
In den nächsten Monaten bedrängte
Leander, Alandra immer mehr und auch hartnäckiger. Doch sie ließ
sich noch nicht darauf ein. Man sah das es Leander quälte, doch
bewies er diesmal wenigstens ein wenig Geduld. Für Dorian war es
erfreulich mit an zu sehen, wie Alandra ohne es zu wollen
Leander weiter quälte in dem sie ihn immer wieder abwies.
Alandra erfuhr nun auch wie er an das Mal auf seiner Brust
gekommen war, ebenso woher die Striemen waren die er auf dem
Rücken trug. Wenn Dorian ihn auspeitschte, kann man sich
vorstellen das er nicht gerade sanft war. Doch Leander ertrug es
mit stoischer Ruhe und schrie nicht mal mehr. Dorian verlor
irgendwann sogar die Lust daran und so vergingen manchmal sogar
Wochen wo er es nicht tat. Er hatte inzwischen ein neues Wild
entdeckt und versuchte nun dort, seine letzte Bedingung ein zu
treiben. Auf der Welt der Götter war es wieder ruhiger geworden.
Eric und Jasmin zeigten ihre Liebe, wobei sie Dorian immer mit
ein bezogen. Wie Dorian es gewünscht hatte wurde Jasmin von ihm
schwanger und Jenna war bereit wieder geboren zu werden, doch
wollte Dion nicht ohne sie zurück bleiben. Und nun griff Aurian
zum ersten mal in das Schicksal einiger Götter ein. Denn auch
Riana wurde schwanger, sie würde einen Sohn von Orland bekommen.
Sie wunderte sich zwar ein wenig das sie so plötzlich schwanger
wurde, doch machte sie sich keine weiteren Gedanken darüber. Sie
hoffte nur das es nicht so ein Monster werden würde wie Leander
eines war. Aurian klärte sie dann kurz auf das hier Dions Seele
wieder geboren werden würde und das sie eingegriffen hatte, da
auch Jennas Seele bereits wieder da war und in dem Kind steckte
das Jasmin bekam. Riana war es recht, sie machte darüber nicht
viel Aufhebens. Die beiden jungen Götter Andor und Angel quälten
sich immer noch mit ihrem Verlangen herum, doch trauten sie sich
nicht damit zu Aurian zu gehen, aus Angst das sie sie abweisen
würde. Lazarus beobachtete das ganze schmunzelnd, doch mischte
er sich erst mal nicht ein.
Dorian allerdings wurde immer
unausstehlicher, er hatte seit seiner Rückkehr aus der
Unterwelt, keine richtige Befriedigung mehr erlebt und das
machte in unleidlich. Selbst Myrion und Leon fiel es auf. So
fragte Leon Dorian einfach mal was mit ihm los wäre, der knurrte
nur leise und setzte sich zu seinem Sohn auf das Plateau.
„Himmel was soll schon mit mir los sein. Jasmin ist nicht mehr
in der Lage mir zu geben was ich brauche. In der Unterwelt
hatten wir soweit ich weiß kein Problem damit und auch vor
unserem Tod gab es keine Probleme da ich immer mal noch zu
Mystra ging, auch wenn das nach gelassen hatte, doch jetzt
weigert Jasmin sich. Sie sagt sie schafft es einfach nicht. Erik
und ich im besonderen sind ihr zu wild.“ Leon nickte verstehend
und er verstand es wirklich. „Warum besuchst du dann nicht
einfach mal die Welten und lastest dich dort mal aus? Anders
mache ich es auch nicht, wenn ich sehe das Aurian mal mit Myrion
alleine sein möchte, oder sie zu viel Arbeit hat.“ Dorian sah
Leon mit leicht erhobenen Augenbrauen an. „Junge ich will dir ja
nicht zu nahe treten, doch keine sterbliche Frau ist in der Lage
mir zu geben was ich brauche, das war schon immer so. Und wie
viele soll ich denn da mit ins Bett nehmen? Zehn?“ Leon fiel das
Gesicht runter. „Also Vater übertreibst du nun nicht ein wenig?
Das kann doch unmöglich dein ernst sein.“ Dorians Gesicht zeigte
ihm aber das er es durchaus ernst meinte. Leon nickte leicht
überrascht. „Ich verstehe, es ist dein ernst. Wie hat sie es
denn früher geschafft, also ich meine mir ist schon klar das wir
weit aus mehr zustande bringen als irgendein sterblicher Kerl,
aber das schaffen selbst Myrion oder Lazarus nicht.“ Dorian
grinste ihn nun leicht an. „Angst das wenn ich mir Aurian mal
ins Bett hole das sie nicht mehr zu euch zurück will?“ Nun
lachte Leon denn doch. „Wenn es so wäre, glaube mir würdest du
sie erst gar nicht ins Bett bekommen, zudem du bisher keinen
Erfolg hattest wenn ich das richtige sehe.“ Dorian knurrte
wieder leise, musste es aber zugeben. „Das stimmt. Allerdings
habe ich es auch noch nicht ernsthaft versucht. Das werde ich
aber nun ändern. Ich will mal endlich wieder ein Heissblut im
Bett haben und vor allem eine die etwas aushält. Und früher
konnte Jasmin auf die Kräfte des Universums zurück greifen, das
kann sie nun nicht mehr. Viele ihrer Kräfte sind ihr verloren
gegangen.“ Leon nickte. „Und was ist mit Eric? Geht es ihm
ebenso?“ Dorian strich sich über die Augen. „Eric war zu seinen
Lebzeiten Jasmin immer treu, ähnlich wie Myrion wollte er keine
andere. Doch merke ich das auch ihm einiges fehlt. Ob wir es
wahrhaben wollen oder nicht, doch der Tod und die Zeit in
Jasmins Paradies, hat uns verändert. Thanatos hat recht, man
sollte nicht wieder in seinen alten Körper zurück kehren.“ Leon
sah ihn fragend an. „Vater eine Frage habe ich noch, warum hast
du kurz vor deinem Tod noch Darcon gezeugt?“ Dorian erhob sich
und ging auf und ab. „Ehrlich gesagt ich weiß es nicht. Ich weiß
nur noch das ich einen Traum hatte, der mir sagte das ich noch
einen Sohn zeugen musste. Ich nahm an, als zweiten Löwen, doch
jetzt weiß ich das es ein Trugschluß war.“ Er trat an die
Brüstung und sah über die Insel. „Es wurden schon viele Seelen
wieder geboren. Ikarus der nun in Angel weiter lebt. Mystra und
Andra. Darcon und nun Jenna und Dion.“ Leon trat neben ihn: „und
vergiss nicht die Geister, die nun eine Seele haben.“ Dorian sah
seinen Sohn an. „Doch muss ich dir eines sagen, ich bin sehr
stolz auf dich. Du hast dich sehr gut gemacht. Du und Myrion,
ich hätte es niemals für möglich gehalten das ihr so gut mit
einander auskommt.“ Leon nickte. „Ich liebe Myrion wie einen
Bruder, wir sind zwei Seiten einer Medaille und gehören
zusammen.“ Dorian verstand und sah zur Schmiede hinauf, wo man
wieder das schlagen des Schmiedehammers hörte, doch waren es nun
zwei. „Myrion und Eric sind sich sehr ähnlich. Beide treu bis
aufs Blut. Ehrlich und in sich selbst ruhend.“ Leon nickte
zustimmend.
Ebenso betrat Jasmin Aurians
Arbeitszimmer und setzte sich zu ihr. „Kann ich mit dir reden?“
:fragte sie sanft. Aurian sah von ihrer Arbeit auf und nickt.
„Natürlich, was bedrückt dich?“ Jasmin errötete leicht und
druckste einen Moment herum. „Dorian und Eric. Sie....ich...“
Aurian sah sie abwartend an, sie merkte das es Jasmin schwer
fiel. „Du willst das ich mit ihnen schlafe, das ich ihnen gebe
was du ihnen nicht mehr geben kannst. Ist es das?“ Jasmin nickte
und weinte leise. Aurian setzte sich neben sie und nahm sie in
ihre Arme. „Ruhig Liebes ruhig. Wo liegt denn das Problem? Das
du weißt das ich es tue oder weil du ihnen nicht mehr geben
kannst was sie brauchen?“ Jasmin schluchzte. „So wie als auch.
Es tut mir weh zu wissen das Eric , der mir immer treu war, es
eventuell mit einer anderen tut. Das er sich woanders holen muss
was er braucht. Entweder leidet er oder ich. Ich bin nicht wie
du, ich kann ihnen das nicht geben. Und im Gegensatz zu dir
schmerzt es mich wenn meine Partner zu einer anderen gehen. Ich
weiß das Leon sich auch andere in sein Bett holt oder zu ihnen
geht. Doch dir scheint es nichts auszumachen. Doch ich kann das
nicht. Dorian ging früher schon mal zu Mystra, das ließ sich
noch ertragen, doch Eric war mir immer treu. Doch wenn nun
selbst er sich nach einer anderen verzehrt ist das mehr als ich
ertragen kann. Und ich weiß das er dich will.“ Aurian hob leicht
eine Augenbraue. „Also erst bittest du mich mit ihnen ins Bett
zu gehen um mir dann wieder zu sagen das es dir weh tut. Du bist
innerlich zerrissen. Doch weißt du was? Wenn du es nicht wissen
willst, solltest du es vielleicht auch nicht wissen. Doch habe
ich auch ein Geschenk für dich. Es wird dir ein wenig mehr Kraft
verleihen.“ Sie griff zu ihrem Schreibtisch und nahm dort ein
Amulett herunter. „Lege das an, es ist ein Kraftamulett.“ Jasmin
schüttelte mit dem Kopf. „Du verstehst nicht. Ich will nicht
mehr. Ich war eh nie so der sinnliche Typ, obwohl es mir auch
ein wenig Spaß macht. Doch die beiden sind wild und sehr
fordernd. Ich will lieber Zärtlichkeit. Doch während Eric noch
zärtlich sein kann, liegt es nicht in Dorians Natur. Ich liebe
beide, doch Dorian ist anders als ich.“ Aurian seufzte. „Was
genau willst du nun von mir? Weil langsam verstehe ich gar
nichts mehr.“ Jasmin sah sie an. „Tue es, doch ich will es
niemals wissen. Doch bei dir weiß ich das du ihnen nur gibst was
sie körperlich brauchen und mir nicht ihre Liebe nimmst.Wir
hätten nie zurück kommen dürfen. Und nun sieh mich an, ich bin
schwanger und noch weniger in der Lage den beiden zu geben was
sie wollen und brauchen.“ Aurian verstand langsam, Jasmin hatte
Angst das ihre beiden Männer zu einer anderen gehen würden, die
ihr womöglich deren Liebe stehlen könnte. Doch bei Aurian sah
sie nicht diese Gefahr und wusste das Aurian sogar Dorian
verkraften könnte. Aurian nickte. „Ihr hättet wirklich nie
zurück kommen dürfen, eure Zeit war abgelaufen, sie war vorbei.
Ich kann euch nur anbieten wieder zurück zu gehen.“ Jasmin
weinte wieder. „Und mein Kind zurück lassen? Das kann ich auch
nicht.“ Aurian sah nun was dem Licht damals Probleme gemacht
hatte. Jasmin war zu gefühlsbetont, ihr fehlte doch das
Quentchen Härte zu tun was getan werden musste. Und jetzt noch
mehr als zu ihren Lebzeiten. Aurian sah Jasmin an, und auf
einmal wusste sie was sie tun würde. Jasmin brauchte eine
Aufgabe und sie hatte die richtige für sie.
Auch den Männern fiel der
Unterschied nun deutlich auf. Aurian war sinnlich, kein Mann
wurde ihr zu viel. Sie war hart und durch trainiert und tat was
getan werden musste, selbst wenn es ihr das Herz zu zerreißen
drohte. Während Jasmin sanft und liebevoll war, sie konnte nicht
anders, sie wäre niemals in der Lage gewesen wirklich nur
zuzusehen, als Leander seine Greueltaten beging. Aurian schon,
auch wenn es sie bis ins Mark erschütterte. Jasmin fehlte
Aurians innere Kraft, mochte sein das sie sie mal besessen
hatte, doch jetzt war davon nicht mehr viel übrig geblieben. Man
musste umdenken. Aurian hatte damit begonnen und hatte endlich
begriffen was mit Jasmin los war. Von der einstigen Jasmin, war
nur noch das kleine Weibchen übrig geblieben das man beschützen
musste, auch wenn sie viel Weisheit und Wissen besaß. Jasmin war
an Leiths Stelle getreten.
Aurians Gedanken flogen in ihrem
Kopf, dann nickte sie und sah Jasmin wieder an. „Also gut,
berufe eine Vollversammlung ein und lade auch Damok und seine
Götter dazu ein. Ich werde einige Veränderungen vornehmen. Ich
werde tun was das Universum mir riet. Ach und ehe ich es
vergesse, auch Iskander, Enjara und Alrik sollen dazu
erscheinen.“ Jasmin verstand kein Wort dennoch bedankte sie sich
bei Aurian, das sie sich die Zeit genommen hatte und verließ
deren Büro. Sie hoffte das nun alles gut werden würde. Wenige
Stunden später betraten die Götter den Ratssaal inclusive Damok
und seine Götter. Aurian stand breitbeinig am Kopf des Tisches
und hatte ihre Arme vor der Brust verschränkt, ihr Blick war
ernst. Sie betrachtete jeden der Götter genau, die den Saal
betraten und überlegte welche Aufgabe sie jedem einzelnen geben
sollte. Symbolische Götter hatte das Universum sie genannt. Leon
und Myrion standen rechts und links von ihr und fragten sich was
los sei. Das es etwas ernstes war, wussten sie auch ohne nach zu
fragen.

Kapitel 29: Symbolische Götter

Aurian sah gelassen über die
Götter als diese sich nach und nach setzten. Damok wunderte sich
zwar das man auch ihn und seine Götter eingeladen hatte, doch
wartete er ab. Ebenso waren die drei Unsterblichen die keine
Götter waren überrascht. Aurian bat auch Myrion und Leon sich zu
setzen, dem sie dann nach kamen. Dann schritt sie langsam an den
Göttern entlang und sah sie sich an. Sie spürte bei jedem
männlichen Gott das Verlangen nach ihr und hob kurz die
Augenbraue als sie dieses Verlangen auch bei Angel und Andor
spürte. Sie sah Lazarus an, doch der schmunzelte leicht. Seit
dem Tod der anderen Götter war keine Versammlung mehr ein
berufen worden und man wurde nun schmerzlich an ihren Tod
erinnert als man die leeren Plätze sah. „Ihr fragt euch
wahrscheinlich wieso ich euch gerufen habe. Doch wurde mir klar
das es einiges gibt das ich euch mitteilen muss. Jeder von euch
wird von mir eine Aufgabe bekommen, ihr alle werdet bis auf
einige Ausnahmen, nur noch symbolische Götter sein. Das heißt
ihr werdet von mir gewisse Aufgaben bekommen die eurem Wesen
entsprechen. Ebenso werde ich euch nun sagen wieso die Götter
sterben mussten. Euch ist bekannt, das das Universum ein
Bewusstsein hat, wenn nicht wisst ihr es jetzt. Es werden immer
mehr Welten werden, das Universum füllt sich. Auf einigen Welten
ist es noch Mittelalter, in anderen und das geht schon einige
Jahrhunderte, ist man sogar schon soweit das man zu den Sternen
fliegt. Die ältesten Götter wussten davon, ebenso wie ich. Doch
das Universum entwickelt sich weiter, er lernt ebenso wie wir.
Das sie sterben mussten lag daran das sie zu alt wurden. Wir
sind unsterblich, sicher könnte ich einigen einfach die
Unsterblichkeit nehmen und sie sterben lassen, doch es musste
ein tiefer und plötzlicher Schnitt geschehen. Den hat Leander
nun vollzogen und es wurde vom Universum so gewünscht. Deswegen
musste Leander geboren werden um das Werk zu verrichten. Doch
ist natürlich klar das ich ihn dennoch nicht ungestraft lassen
konnte. Es gab nun zwei Möglichkeiten, ihn entweder töten oder
aber ihn wenigstens zu ein wenig Menschlichkeit erziehen. Da ich
nicht weiß was das Universum noch mit ihm vorhat, denn alles
sagt es mir auch nicht, ließ ich ihn am leben.“ Nun begann man
unter einander zu tuscheln. Aurian bat mit einer Handbewegung um
Ruhe. „Des weiteren, wird es keine Helden des Schicksals mehr
geben, denn sind wir doch mal ehrlich, wann wurden sie das
letzte mal aus geschickt? Das ist inzwischen etliche Hundert
Jahre her. So habe ich mich entschlossen Enjara und Iskander
auch den Status der Götter zu verleihen, ebenso wie Alrik. Alle
drei haben es sich redlich verdient.“ Dazu konnten alle nur
zustimmend nicken. „Die Welten werden keine einzelnen Götter
mehr bekommen die sie verwalten, sondern symbolische Götter.
Einige haben wir bereits, doch auch alle anderen sofern sie es
wollen, denn ich zwinge niemanden, werden nun dazu werden.
Beginnen wir mit denen die keine symbolischen Götter werden da
sie auch tatsächlich schon eine Aufgabe erfüllen. Das ist zum
einen Thanatos, er ist der Herr der Unterwelt, der Gott des
Todes. Und das wird er auch bleiben.“ Dabei legte sie Thanatos
die Hand auf die Schulter. Dann ging sie weiter zu Väterchen
Zeit. „Ebenso Chronos der weiterhin Herr der Zeit bleiben wird.
Als nächstes auch Myrion, der bereits der Schmied der Götter ist
und bleiben wird. Und dann weiter zu Iona der Mutter Natur, sie
wird die Obergewalt weiter über die Natur behalten, doch wird
sie Hilfe bekommen. Jeweils jemanden der die einzelnen Elemente
beherrschen wird, wie Wasser, Erde, Luft und Feuer. Außerdem
eine Göttin der Fruchtbarkeit.“ Als sie so über die Götter sah,
dachte sie an Lazarus und welche Mühen es ihn gekostet hatte
Nara für sich zu gewinnen, sie sah zu Doran der es mit Aileen
auch nicht leicht gehabt hatte oder sie mit ihm. Sie sah Marlon
und Leona an und ebenso Arden und Miria. Auf einmal fiel ihr
wieder ein das auch Iron und Nara eigentlich von Dorian
abstammten, wenn auch aus einer Zeit wo er noch ein reiner
Avatar war, und das Licht die beiden Frauen die ihre Vorfahren
bekamen geschützt hatte, damit sie nicht starben. Sie sah zu
Iskander und Enjara und überlegte welchen der Götter sie
einsetzen könnte. Nara war eine Göttin der Elfen, sie dachte
kurz nach, während ihr Blick auf Nara hängen blieb. “Nara du als
Göttin der Elfen und dem was sie stehen, wirst für ab sofort
auch eine Erdgöttin sein und helfen wenn man um eine gute Ernte
betet. Du hast bereits Erfahrung darin Kräuter wachsen zu
lassen, als auch noch andere Dinge.“ Nara nickte und sah Iona
sanft an, die beiden waren eh schon Freundinnen. Sie blickte
weiter über die Götter und sah Doran an. „Mein Junge ich weiß
das du heiß wie das Feuer brennst, also sollst du ein Gott des
Feuers werden, gehe verantwortungsbewusst mit der neuen Macht
um.“ Daron nickte und grinste frech, er sah kurz zu Damok und
dann wieder Aurian an. „Ja schönste aller Frauen und am
heißesten brenne ich für dich. Und das seit meiner
Teenagerzeit.“ Aurian wusste auf was er anspielte, Aileen hatte
sie mal darauf aufmerksam gemacht das Doran sie heiß begehrte. „Aileen,
du bist weise und klug, du wirst für die Luft stehen, und ab
sofort als Luftgöttin Macht über alles was die Luft angeht
besitzen.“ Aileen nickte leicht. Alle anderen hielten gespannt
den Atem an welche Aufgaben noch verteilt würden. Dann blickte
sie zu Alrik. „Die Meere sind stark und dem Wasser ist es
möglich sogar Felsen aus zu höhlen. Es ist ebenso stark wie du,
also wirst du ein Gott der Meere und des Wassers werden.“ Alrik
nickte und freute sich über seinen neuen Stand und die neue
Aufgabe. „Miria du stehst mir in Sinnlichkeit nicht viel nach,
ich erinnere mich noch wie du versucht hast Arden zu verführen.
Ebenso weiß ich das du nach ihm nicht Schluss gemacht hast,
sondern deine Weiblichkeit auch anderen zu Verfügung gestellt
hast. Du sollst erscheinen wenn man um ein Kind betet, du wirst
die Göttin der Fruchtbarkeit sein.“ Miria sah sie verwundert an,
sie hatte immer gedacht diskret gewesen zu sein, doch nickte sie
nun erfreut. Da Arden sich ebenso mitnahm was sich ihm bot,
machte ihm diese Eröffnung nicht viel aus. Auch wenn Miria
selber noch kein Kind hatte, war sie bereit dafür zu sorgen das
andere ihr Kind bekamen. „Amor und Hope, ihr seid was ihr seid
und dabei bleibt es auch. Ihr tragt Hoffnung in die
Hoffnungslosigkeit und Liebe dorthin wo es keine Liebe gibt.“
Beide nickten. „Lazarus, bei dir ändert sich auch nichts, denn
ich kann bei dir nichts ändern. Bringe die Lust und die Ekstase
weiterhin in die Welten.“ Auch Lazarus nickte nur. Nun sah
Aurian Aaron und Orland an. „Ihr beide werdet auf verschiedenen
Seiten stehen. Auch wenn Aaron der Herr des Krieges bisher war
und die Macht auch nicht verlieren wird, so werdet ihr doch zu
einer Münze gehören. Die Guten werden Aaron anflehen ihnen bei
zu stehen und die dunklen werden es mit der Zeit bei dir tun
Orland. Es kann also sein das ihr euch mal auf einem Kriegsplatz
gegenüber steht. Aber keine Sorge auf den sterblichen Welten
seid ihr unsterblich, man wird keinen von euch töten können.“
Auch diese beiden nickten und Damok sah Aurian erstaunt an, das
sie Orland Aaron fast gleich gestellt hatte. „Rian und Amanda,
ihr beide seit Abkömmlinge des Finsteren, während Amanda sogar
noch Dämonenblut in sich trägt. Ihr werdet die Dämonen unter
Kontrolle halten die es sicherlich immer mal wieder geben wird,
weil irgendein Sterblicher sie beschwört.“ Auch diese beiden
nickten leicht. „Enjara, es ist allseits bekannt das du mehr auf
Frauen als auf Männer stehst, so wird es auch die
gleichgeschlechtliche Liebe geben, für die du stehst.“ Dann sah
sie Jasmin an. „Meine liebe du wirst für die Weisheit stehen und
eine Göttin des Wissens sein. Ich setze es deiner Weisheit
voraus das du weißt welche Fragen du beantworten solltest und
welche nicht. Außerdem mache ich es möglich, das du genug Kraft
haben wirst, Eric weiterhin eine gute Frau zu sein, du verstehst
schon was ich meine.“ Jasmin strahlte sie an und freute sich,
zum einen das Aurian ihr Kraft genug gab Eric weiterhin
glücklich zu machen und andererseits über ihre neue Aufgabe.“
Dorian sah Aurian überrascht an und lächelte als er Erics
glückliches Gesicht sah. Dann senkte er leicht den Kopf. „Dorian
und Leon, über eure Aufgabe werde ich unter acht Augen mit euch
reden, denn sie geht keinen anderen etwas an.“ Beide nickten. „Iskander
und Kristan, ihr werdet jeweils eine Truppe zusammen stellen von
je sechzehn Männern. Bildet sie aus und sorgt gut für sie, geht
auf die Welten und wählt welche aus, sie werden unsterblich
sein, sobald sie für geeignet gehalten werden, sie werden unsere
beiden Kriegsgötter in den Kampf begleiten. Dazu werdet ihr mit
Aaron und Orland eng zusammen arbeiten müssen, außerdem werdet
ihr diese beiden begleiten wenn man sie rufen sollte. Ihr seid
ihre Kommandanten.“ Sie nickten leicht. „Eric, da Myrion
inzwischen schon für beide Seiten die Waffen schmieden muss und
das nicht gerade wenig Arbeit ist, sollst du ihm zur Seite
stehen und ihm in der Schmiede helfen. Ich verleihe euch soviel
Macht das ihr eure Waffen auch mit der Magie ausstatten könnt
die benötigt wird.“ Eric sah strahlend Myrion an, er mochte ihn
sehr und Myrion freute sich die Arbeit nun teilen zu können.“
Arden, da du ein guter Freund Lazarus bist, gebe ich die ein
wenig mehr Ausstrahlung, so das du Lazarus helfen kannst. Ich
hoffe es macht dir nichts aus, nun öfter auch mit anderen Frauen
schlafen zu müssen, als du es auch so schon tust.“ Aurian
grinste und zwinkerte ihm frech zu. Auch Arden grinste leicht.
„Reicht sie auch aus um die Göttin des Lichts ins Bett zu
bekommen?“ Fragte er frech. Aurian sah ihn schelmisch an. „Du
kannst es ja mal testen.“ Nun sah Aurian die letzten beiden an.
„Marlon und Leona, für euch habe ich noch keine Aufgabe, doch
kann es sein das ich bald sehe das ich etwas übersehen habe,
dann teile ich es euch mit.“ Beide nickten leicht. Angel und
Aurana hatten bereits ihre Aufgaben und Andor und Mystral würden
ihre bekommen wenn sie bereit waren eine Aufgabe zu übernehmen.
Sie sah Damok an. „Du wirst fest gestellt haben das ich nur zwei
deiner Götter bedacht habe, wenn du weißt was die anderen für
eine Aufgabe übernehmen sollen, sag es mir oder gib ihnen selber
die Macht es tun zu können. Das liegt an dir.“ Damok nickte
leicht. Aurian wusste das sie auch Iron noch nicht genannt
hatte, doch hatte sie dafür einen guten Grund. Sie löste die
Versammlung auf, bat aber Leon, Myrion und Dorian noch zu
bleiben. Als sie alleine waren sah sie Dorian und Leon an. „Leon
ist schon seit einer Weile für mich als Spion unterwegs, bisher
hatte er immer Hilfe von Doran oder Dion, Doran fällt nun weg
und Dion gibt es nicht mehr. Und selbst wenn er bald wieder
geboren werden sollte wird er auf Damoks Seite stehen. So möchte
ich das Dorian und Leon zusammen arbeiten. Sie sollen Damoks
Machenschaften im Auge behalten, wenn es zu Kriegen kommen
sollte könnt ihr dafür sorgen das Aaron mit ein bezogen wird.
Wenn ihr versteht was ich meine. Ihr beide seit das dunkelste
was ich habe, also seit ihr prädestiniert für diese Aufgabe.“
Beide nickten und freuten sich das sie zusammen arbeiten
durften, vor allem das sie ihren niederen Instinkten nach gehen
durften. Dorian trat auf Aurian zu. „Ich möchte dir danken, für
das Geschenk das du Jasmin gemacht hast. So kann sich Eric
selber entscheiden ob er sich nebenbei eine andere nimmt oder
nicht. Ich liebe Jasmin nach wie vor. Sie ist das Herzstück
meiner Seele. Doch werde ich mich an dich halten wenn es um
meine körperlichen Bedürfnisse geht. Und ich garantiere dir,
lange werde ich nicht warten dich ein zu fordern.“ Aurian sah
ihn ruhig an. „Wir werden sehen, leicht bin ich nicht zu haben.
Und für das andere musst du mir nicht danken, ich sah wie Jasmin
litt und ebenso Eric. Ich hoffe so konnte ich die schlimmste
Last von Jasmins Schultern nehmen.“ Dorian sah noch mal an ihr
entlang, nickte und ging. Aurian war klar, das Dorian wirklich
nicht mehr lange warten würde. Er war wild entschlossen und sie
war bereit ihm zu geben was er wollte. Wenn auch mehr um ihn bei
der Stange zu halten, doch hatte sie nicht vor es ihm leicht zu
machen.
Die Götter nahmen ihre neuen
Aufgaben auf und kamen langsam aber sicher auch mit der neuen
Macht zurecht. Den Naturgöttern half Iona, damit sie es nicht zu
schwer haben würden. Es klappte alles soweit ganz gut und Aurian
war zufrieden.
Sie hielt sich gerade in ihrem
Wohnzimmer auf und räumte ein wenig auf, als sie spürte das
hinter ihr Angel erschienen war. Er hatte einige Papiere in der
Hand, doch als er sie sah, legte er die Papiere weg und trat
hinter Aurian. Er konnte sich kaum noch beherrschen, loderndes
Verlangen überkam ihn und so nahm er sie an der Schulter und
drehte sie zu sich herum. Sie sah ihn sanft an. „Kann ich etwas
für dich tun?“ Er nickte nur kurz und dann hatte er sie schon an
sich gezogen und küsste sie mit dem verlangen das in ihm war.
Einen Moment war Aurian überrascht und überlegte blitzschnell ob
sie ihn abweisen sollte, doch dann gab sie doch nach und
erwiderte seinen Kuss. Sie spürte das ihn das Feuer des
Verlangens sonst verbrennen würde. Angel wusste das sie immer
ein Zimmer bereit hatte, wo sie mit den Männern hin ging. Den
Kuss nicht unterbrechend verschwand er nun mit ihr dort hin. Er
löste den Kuss. „Ich verbrenne, ich will dich. Bitte weise mich
nicht ab.“ Aurian sah das es ihm schwer fiel zu zu geben was ihn
berührte. Sie nickte leicht, sie sah an Angel entlang, er war
noch jung und ihm fehlte es an Erfahrung, doch war er körperlich
sehr stark. Zudem war er sehr aufgeregt. Sie löste sich
schweigend von ihm und deutete zum Bett. Er nahm es als
Aufforderung und entledigte sich schnell seiner Hose und lag in
Sekundenschnelle auf dem Bett und wartete auf sie. Aurian
schmunzelte, legte dann auch ihre Sachen ab und legte sich zu
ihm. Angel betrachtete sie und ihm wurde mehr als heiß. Er
stöhnte leise auf. Sie sah ihn liebevoll an. „Bist du dir
sicher, das du das wirklich willst? Ist es einmal geschehen wird
sich unser Verhältnis ein wenig ändern.“ Seine Hände glitten
bereits an ihr entlang und er nickte heftig. „Ich wollte noch
nie etwas so sehr wie das.“ Er war ungestüm, was sie auf seine
geringe Erfahrung zurück führte, er hatte bisher nur mit Aurana
geschlafen die ebenso unerfahren wie er war. Sie nickte. „Also
gut.“ Dann beugte sie sich über ihn um ihn zu küssen, sie wusste
sie musste ihn anleiten, ihm fehlte nicht nur Erfahrung sondern
auch weil er Angst gehabt hatte das sie ihn abweisen würde, war
er was das anging sehr schüchtern. Doch nun lernte er wozu eine
erfahrene und dazu noch sehr heißblütige Frau imstande war. Ihm
verging hören und sehen. Myrion und Leon hatten mitbekommen was
dort lief und sahen wie so oft zu. Leon grinste. „Hättest du das
erwartet?“ Myrion schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Nein, doch
muss man seinen Mut bewundern, er hat sich tatsächlich getraut,
sich an sie heran zu machen.“ Leon sah ihn an. „Wenn Angel das
Andor erzählt, wird der es auch wissen wollen, das ist dir
hoffentlich klar. Die beiden Jungspunde sind heiß wie Vulkane.
Aurian macht sie ebenso heiß wie alle anderen.“ Myrion nickte,
er hatte es ebenso gewusst wie Leon. Aurian zeigte Angel nun
alles was er wissen musste und er verging fast unter ihren
kundigen Händen. Er war leidenschaftlich und wild, wie es normal
bei einem noch so jungen Mann war. Sie zeigte ihm wie er seine
Ausdauer verlängern konnte ebenso wie er mit einer Frau umgehen
musste. Er wollte immer wieder, bis er dann recht ermattet neben
ihr lag. Er zitterte am ganzen Körper doch strahlte sie
zufrieden an. Ihren Körper berühren zu dürfen, sie in seinen
Armen zu halten und alles was sie ihm nun beigebracht hatte, war
schöner als er es sich jemals vorgestellt hatte. Er liebte
Aurian nun noch mehr als er es eh schon getan hatte. Sie sah ihn
sanft an. „Das muss aber das einzige mal bleiben, ich hoffe das
ist dir klar. Das kannst du auch mit Aurana erleben, du weißt
nun wie es geht. Ach und noch etwas, dir wird später erst klar
werden was hier geschehen ist, deswegen brauchst du aber kein
schlechtes Gewissen zu haben. Es war vollkommen in Ordnung, doch
rate ich dir darüber mit Aurana zu sprechen. Sei immer ehrlich.“
Er nickte. „Das dachte ich mir schon. Doch bin ich dankbar das
ich es erleben durfte. Und ich werde mit Aurana darüber reden.“
Sie küsste ihn noch mal als sie sah das er sich wieder erholt
hatte und lächelte. Dann stand sie von dem zerwühlten Bett auf
und zog sich wieder an. Sie zwinkerte ihm noch mal liebevoll zu
und verschwand. Angel blieb noch liegen und schloss die Augen,
er seufzte glücklich. Er dachte über sein Erlebnis nach und
wusste nun was alle von ihr wollten. Ihm war klar das es kein
weiteres Mal geben würde. Doch das war ihm im Moment egal.
Später würde er auch Andor davon berichten, wie Leon es
vorausgesagt hatte und würde von ihm für seinen Mut bewundert
werden.
Dorian war auch zu Ohren gekommen
was Angel getan hatte und dachte sich, jetzt wird es langsam mal
Zeit das ich mir meinen Anteil hole. Aurian hatte selten etwas
dem Zufall überlassen und so bereitete sie alles vor für Dorians
Attacke auf sie. Sie forderte es heraus. Als Dorian eines frühen
Morgens auf das Plateau trat sah er Aurian wie sie nackt unter
dem Wasserfall stand. Er atmete scharf ein. Ihre Bewegungen, das
Wasser auf ihrem gebräunten Körper, machte ihn scharf. Er wollte
sie und würde sich nun nicht abweisen lassen. Er würde sie sich
nehmen und wenn es sein müsste auch mit Gewalt. Myrion und Leon
waren von Aurian vorbereitet worden und standen unsichtbar in
der Nähe um im Notfall eingreifen zu können, falls Dorian
gewalttätig werden würde. Natürlich wussten sie das Aurian sich
auch selber wehren konnte, doch sah es besser aus wenn sie
einschreiten würden. Dorian zog sich langsam aus und trat auch
in den See, langsam und geschmeidig ging er auf sie zu. Sie sah
ihm entgegen. Seine dunklen Augen glitten an ihrem Körper
entlang. „Heute ist es soweit, ich werde dich nun nehmen, ob du
willst oder nicht. Ich kann nicht mehr warten und will es auch
nicht.“ Dann stand er vor ihr und umfasste sie um sie an sich zu
ziehen. Sein Kuss war hart und brutal, er stöhnte leise auf, als
er ihren Körper an sich spürte. Dann verschwand er mit ihr und
Myrion als auch Leon folgten ihnen. Sie hatten erwartet das er
mit ihr in das Zimmer gehen würde, in dem Aurian sonst auch mit
den anderen ging. Doch er tauchte mit ihr in seinem alten Zimmer
auf, das er zu der Zeit als er noch ein Avatar war bewohnt
hatte. Er löste den Kuss und sah sie an, „Sag nicht nein. Bist
du bereit mir zu geben was ich will?“ Aurian sah ihn gelassen
an. „Dir ist schon klar das du mich nicht mit Gewalt bekommen
wirst. Doch weiß ich auch das du es brauchst, also ja ich bin
bereit.“ Dorian nickte und küsste sie abermals, seine Hände
glitten an ihr entlang, dann stieß er sie unvermutet auf das
Bett und warf sich auf sie. Er machte nicht lang federlesen
sondern nahm sich recht schnell was er von ihr wollte. Nun
konnte Leon sehen das sein Vater nicht übertrieben hatte, denn
der fegte über Aurian hinweg wie ein Sturm. Immer wieder nahm er
sie sich und es dauerte Stunden bis er nicht mehr konnte. Aurian
hatte ihn überall zerkratzt doch hatte sie es auch genossen.
Dorian war wild, ausdauernd und sehr potent. Als es vorbei war
sah er sie schwer atmend an. „Du bist gut, wirklich gut. Besser
noch als Mystra, denn sie hat es eher über sich ergehen lassen.
Doch du machst mit, dir scheint es sogar zu gefallen.“ Aurian
grinste ihn an. „Danke ich weiß und nun wo du bekommen hast,
werde ich mir nehmen was ich brauche.“ Er sah sie überrascht an,
dann legte Aurian los und Dorian schrie vor Lust als sie sich
nun an ihm austobte. Er wand sich unter ihr, er versuchte von
ihr weg zu kommen, doch sie ließ ihn nicht gehen. Bis sie sah
das er wirklich zu nichts mehr in der Lage war. Sie lachte leise
und sah ihn an. „Ist das alles?“ Dorian knurrte leise, doch dann
lachte er. „Meine Gute, lass mich erst mal wieder richtig in
Fahrt kommen, ich scheine wohl ein wenig eingerostet zu sein.
Beim nächsten Mal kommst du mir nicht so davon.“ Sie zwinkerte
ihm frech zu. „Wir werden sehen.“ Dann erhob sie sich und
verschwand. Dorian lachte immer noch als sie bereits weg war. Er
würde aber nun Myrion und Leon mit anderen Augen sehen. Er
bewunderte Myrion sogar. Ab diesem Tag war Dorian wieder weit
aus gelassener, er holte sich von Zeit zu Zeit von Aurian was er
brauchte. Doch da ihm klar war das auch Myrion und Leon sie
brauchten, hielt er es nun auch wie Leon und suchte sich ab und
zu mal einige Sterbliche oder ging zu Miria, da er wusste das
auch sie immer mal hinter anderen Kerlen her war.. Er hatte eine
Lösung für sich gefunden und das machte ihn weit aus friedlicher
als er es bis dahin gewesen war. Doch sein Herz gehörte immer
noch Jasmin.
Es wurde wieder ruhiger auf der
Welt der Götter, doch Aurian rechnete im stillen schon mit der
nächsten Katastrophe.

Kapitel 30: Der Wille des
Universums

Wieder vergingen einige Wochen
und Myrion fiel es als erstem auf und zwar als er sich Aurian
näherte. Er zog sie an sich und küsste sie verlangend. Doch im
Gegensatz zu sonst erwiderte sie den Kuss zwar, doch enthielt er
nicht einen Funken Leidenschaft. So löste er den Kuss und sah
sie an. „Was ist mit dir?“ Sie sah verwundert auf: „Was? Ach so,
nichts mir geht es gut.“ Myrion versuchte nochmals ihre
Leidenschaft zu wecken, doch abermals spürte er nichts. So lies
er es erst mal. Auch die nächsten Male erging es ihm nicht
anders. Leon bekam es nun ebenfalls zu spüren und wunderte sich.
So sah er Myrion irgendwann an: „Irgendwas stimmt nicht mit ihr,
es ist als wäre in ihr nichts mehr. Da kommt nichts mehr
herüber. Sieh sie dir an, sie steht meistens dort und sieht auf
das Meer hinaus.“ Dabei deutete er zu Aurian die an der Brüstung
des Plateaus stand in Richtung des Meeres und des ihn umgebenden
Nebels sah. Myrion nickte. „Es gibt nur eine Lösung um zu sehen
ob wir tatsächlich recht haben oder nur Gespenster sehen.
Lazarus muss helfen, wenn sie ihm widerstehen kann, dann stimmt
wirklich etwas nicht mit ihr. Ich werde mit ihm reden und ihn
bitten seine gesamte Verführungskunst zu nutzen, dann werden wir
es sehen. Von ihm muss sie einfach angezogen werden.“ Leon
nickte leicht. „Doch was ist wenn sie nur einfach im Moment
nicht will? Wenn es wirklich keinen besonderen Grund gibt.“
Myrion schüttelte mit dem Kopf. „Selbst dann wäre immer noch der
Funke Leidenschaft in ihr zu spüren. Egal was sie tut, sie macht
alles mit dieser Leidenschaft. So gefühllos war sie noch nie.
Sie scheint wie abwesend zu sein.“ So geschah es dann, Myrion
sprach mit Lazarus, der ihn fragend ansah. „Was ist Vater?
Irgendwas beunruhigt dich doch.“ Myrion nickte und erzählte
Lazarus was er und Leon bemerkt hatten. Ebenso das sie keinen
anderen Mann an sich heran ließ, so das es hätte sein können das
sie einfach schon zu ausgefüllt gewesen sein könnte. Lazarus
nickte und verstand. „Ich werde es versuchen und wir werden
sehen was geschieht, wenn sie dem Licht in mir ebenfalls
widerstehen kann, habt ihr recht.“ Lazarus wartete auch nicht
lange sondern versuchte sein Glück wenige Stunden später, er
nutzte alles, vom langsamen Hemd aufknöpfen, über sehr
verführerischen Blicken bis hin zu Sprüchen auf die er wusste
das sie immer abfuhr. Doch nichts geschah, sie sah ihn nur an,
bis ihr Blick ihn auf einmal richtig traf. „Was ist mein Junge,
willst du etwas?“ Lazarus schüttelte den Kopf. „Aurian verdammt,
ich kam weil ich dich wollte, doch merkst du es nicht mal, es
ist kein Gefühl mehr in dir. Ich habe nun alles versucht, doch
du springst auf nichts an. Selbst Myrion und Leon sind langsam
beunruhigt.“ Aurian sah ihn mit fast leerem Blick an und nickte.
„Ach so ich verstehe, warte ich ziehe mich aus dann gebe ich dir
was du willst.“ Lazarus raufte sich die Haare. „Also Mutter,“
und dieses Wort nutzte er selten für Aurian. „so will ich es
auch nicht und keiner von uns. Du hast immer mit Leidenschaft
und Verlangen reagiert, egal wer zu dir kam. Doch jetzt ist es
als seist du nicht mehr bei uns. WAS ist los?“ Sie sah ihn sanft
und liebevoll an. „Nichts mein Sohn, es ist alles in Ordnung.
Ich verstehe nicht was ihr habt. Nur weil ich mal nicht sofort
will, wenn ihr was wollt?“ Selbst Lazarus machte sich nun
richtige Sorgen, er zog sein Hemd lose wieder über und nahm sie
am Arm und zog sie hinter sich her. Alleine das sie sich so mit
ziehen ließ, schockierte ihn bereits. Als er Myrion und Leon
antraf sah er sie an. „Mit ihr stimmt wirklich was nicht. Ihre
Leidenschaft ist fort. Es sieht so aus als wäre sie gar nicht
richtig da.“ Man debattierte die nächsten Tage. Iona untersuchte
sie aber konnte körperlich nichts finden. Man war allgemein
ratlos und beobachtete sie weiter.
Und eines Morgens hörte man
Myrion laut vor Schmerz brüllen. Er bekam Aurian nicht wach, sie
lag da und schlief, zumindest schien es so. Ihr Herz schlug
noch, doch sonst kam keine Reaktion, nicht mal zu atmen schien
der Körper. Iona untersuchte sie und auch Lazarus sah sie sich
an. Er bemerkte es. „Sie ist fort. Ihr Körper ist noch da, aber
er ist leer. Irgendwas hält den Körper am leben, doch das Licht
ist weg. Und da das Licht mit Aurians Seele verbunden ist...“
Myrion vervollständigte den Satz. „Ist auch Aurians Seele fort.
Doch wieso lebt der Körper noch und wohin ist sie gegangen? Hier
geht etwas sehr merkwürdiges vor.“ Myrion und Leon waren
verzweifelt. Was war hier geschehen? Man wartete Tage und
Wochen, dann bat Myrion die Kristallhöhle eine Bahre erscheinen
zu lassen und es erschien statt einer Bahre wie man sie kannte
ein kristalliner Schrein, weich mit Kissen und flaumweicher
Matratze ausgestattet. Dort hinein bettete man Aurian, bis sie
wieder erwachen würde. Merkwürdigerweise brauchte der Körper
weder Nahrung noch litt er unter Durst, das hatten sie schon die
letzten Wochen fest gestellt. Der Körper existierte einfach
weiter. Lazarus ging sogar soweit das Universsum zu befragen,
wie er es von seiner Mutter kannte, doch es antwortete ihm
nicht. Auch Damok versuchte es, da er ebenso wie das Licht vom
Universum geboren worden war, nahm er an das seine Mutter ihm
antworten würde, doch er hatte ebenso wenig Erfolg wie Lazarus.
Auch fiel ihnen auf das sie nach der Befragung des Universums,
die Insel der Götter nicht mehr verlassen konnten, sie waren
dort gefangen. Sie hatten keine Verbindung mehr zu Thanatos noch
zu Chronos. So konnten sie auch da nicht nachfragen, was draußen
vor sich ging. Doch das es etwas gewaltiges sein müsste darüber
waren sich alle einig. Als letzte Chance fragten sie Black, doch
auch der schlief nur noch und war kaum wach zu bekommen.
Damok machte sich auch Sorgen um
Leander, doch Black schnaufte kurz als er mal wach wurde und
meinte lediglich. „Dem geht es gut, ihm passiert nichts.“ Zu
anderen Zeiten als er kurz erwachte kamen so Aussagen wie.
„Alles ist unendlich.“ oder „ Das Universum, teilt die
Galaxien.“ oder „ Welten beginnen zu leben. Das Universum füllt
sich immer mehr.“ Aber kein Wort von Aurian oder dem Licht.
Doch eines Tages hob Black den
Kopf und sah seinen Wächter an den man bei ihm zurück gelassen
hatte, denn schließlich wollte man nichts verpassen wenn er denn
mal was sagte. “ Die Götter beginnen zu verblassen. Bald ist es
soweit, macht euch bereit. Gebraucht werden: Lazarus, die beiden
Löwen, Mutter Natur, die Schicksalsgöttin, der Kriegsgott und
als letztes Hoffnung und Liebe. Jeder einzelne wird erfahren was
er wissen muss. Macht euch bereit.“ Dann schlief er wieder ein.
Myrion lief wie ein gefangener
Löwe auf und ab und machte Lazarus und Leon total nervös. „Ich
frage mich was das nun wieder zu bedeuten hat. Dieses verdammte
Orakelbuch oder Hund oder was auch immer, dieser Black nun auch
geworden ist, ich könnte ihn umbringen. Aus dem Gefasel wird
doch keiner schlau.“ Lazarus war noch der gelassenste. „Nun
Vater zumindest wissen wir nun das irgendwas geschieht und das
man uns brauchen wird. Ich habe alle anderen die es angeht
informiert. Ich gehe mal davon aus das wenn es soweit ist, was
es auch sein mag, wir genau erfahren werden was los ist. Also
sind wir mal geduldig und warten ab. Mir scheint hier ist etwas
großes im Gange und das Universum wünscht nicht das wir irgend
etwas zu früh erfahren. Also warten wir ab, zudem uns eh nichts
anderes übrig bleibt. Also tun wir was gesagt wurde und machen
uns bereit.“ Myrion knurrte leise, er vermisste Aurian und war
oft an ihrem Schrein an zu treffen in der Hoffnung das sie wach
werden würde, was allerdings nie geschah. Und eines Tages war
der Schrein mit Aurian verschwunden, nun hörte man Myrion
abermals laut brüllen. Der Schmerz in seiner Stimme war
unverkennbar. Auch erfuhr man nun das das Chaos ebenfalls
verschwunden war, von einem Tag auf den anderen war er fort,
auch seinen Körper fand man schlafend im Bett vor, wie zuvor
auch Aurians. Es vergingen einige Wochen, dann sah man kurz das
das Chaos zurück gekehrt war. Doch schlief Damok immer noch,
wenn auch seine Chaossubstanz wieder in ihn zurück gekommen war.
Man begann wieder zu hoffen das es mit Aurian ebenfalls so sein
würde und man wartete weiter, doch nichts geschah. Selbst Black
wurde nun nicht mehr wach.
Es war als hielte alles den Atem
an, als würde man auf den Knall horchen den man zu hören
vermutete. Dann eines Tages erschütterte etwas das Universum und
selbst die Welt der Götter wurde durchgeschüttelt, dann
herrschte wieder Ruhe, absolute Ruhe. Kurz darauf wurden die
Götter die Black genannt hatte gerufen, ihren Platz den das
Universum für sie vorgesehen hatte ein zu nehmen.

 
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