Kapitel 19: Spiegel der Erkenntnis, Teil 1


 

Aurian, wusste was nun auf die vier jungen Leute zu kommen würde, doch war sie der Meinung das sollten sich auch einige andere ansehen. So ließ sie nun neben Myrion und Leon, als auch Lazarus, die eh immer dabei waren wenn es etwas wichtiges gab, auch Damok, Mystral, Andor, wie auch die beiden Engel und die Hüterin der Menschen kommen. Sie sah die Hüterin an und diese nickte. Aurian sah einen nach dem anderen an. „Euch ist bekannt das ich Rowan und Riana einer Prüfung unterziehen wollte, doch hat mir nun die Hüterin etwas mitgeteilt was es nun um so wichtiger macht, das alle vier geprüft werden. Warum werdet ihr im Laufe dessen was ihr nun sehen werdet verstehen. Ich weiß nicht wie die vier sich entscheiden werden, denn es ist ihre Entscheidung. Doch je nach Ausgang, könnte es sein, das der eine oder andere keine göttliche Macht, weder zurück noch überhaupt bekommen wird.“ Damok wollte gerade etwas sagen doch Aurian sah ihn ruhig an. „Warte mit deinem Einwand, ich weiß das es dir nicht gefällt, vor allem wegen Riana. Doch warte ab und sieh zu. Anschließend kannst du mir sagen was du mir zu sagen hast und ich werde ruhig zu hören.“ Damok nickte, er hatte einsehen müssen, das Aurians Urteil wenn es auch Anfangs recht grausam klang, doch inzwischen einen Sinn ergab. So öffnete Aurian bevor die vier ihre Türe wählten ein Fenster wo nun alle sehen konnten was geschehen würde. So hörten sie mit welchen Begründungen die Türen gewählt wurden. Aurian erklärte: „Da ich einen nach dem anderen prüfen will, hilft mir hier Väterchen Zeit, in dem er nur für den die Zeit weiter laufen lässt den ich prüfe, die anderen werden fest gefroren und keine Sorge sie merken davon nichts. Für sie vergeht sie eben nur nicht."  Alle nickten und so sahen sie nun was hinter Rowans Türe geschah, denn er war der Auslöser für diese Prüfungen gewesen, daher sollte er als erster dran kommen.

Rowan betrat den Raum, er war stock dunkel, leise hörte er eine ruhige Stimme. „Vor dir steht ein Stuhl setze dich bitte darauf.“ Rowan nickte und tastete nach dem Stuhl, als er ihn gefunden hatte setzte er sich. Er versuchte dahinter zu kommen wem die Stimme gehörte. Sie sprach wieder: „Du kennst die Vergangenheit deiner Seele?“ Rowan nickte. „Ja, ich habe es in Träumen gesehen.“

„Gut dann sieh nach vorne dort wirst du gleich einen Spiegel sehen, doch wird es kein normaler Spiegel sein. Wenn ich dich dazu auffordere kannst du Ereignisse ändern oder sagen das sie so bleiben sollen. Eine Zukunft ist niemals feststehend, sie ändert sich durch Handlungen die man begeht oder die man verändert. Ich werde dir sagen wenn du etwas verändern kannst und du wirst mir sagen ob du etwas verändern möchtest. Hast du alles verstanden?“ Rowan nickte abermals: „Ja habe ich.“ „Gut dann geht es nun los.“ Nun wurde es dort wo der Spiegel der die gesamte Wand einnahm war hell und Rowan sah die junge Aurian, bevor sie Myrion kennen lernte.“ Du sagtest als du noch Darcon warst, wenn du Aurian als erster begegnet wärst würdest du sie an Myrions Stelle ehelichen, ist das korrekt?“ Rowan nickte. „Ja ich erinnere mich, das war als sie Myrion heiratete, da sagte ich das.“ „In Ordnung sehen wir mal was geschehen wäre, wenn du ihr als erster begegnet wärst.“ Nun sah Rowan wie anstelle von Myrion nun Darcon Aurian traf. Er spürte Darcons Verlangen nach der Frau die dort trainierte. Der ging auf sie zu und sprach sie an, Aurian drehte sich herum und wich vor ihm zurück. Rowan hörte wie Aurian sagte: „Wer seid ihr und was wollt ihr von mir?“ Darcon sah Aurian gierig an. „Ich werde dein Mann sein und will dich. Dafür wurde ich geboren.“ Als Aurian weiter vor ihm zurück wich, versuchte er es mit Gewalt, er wollte sie und er wollte sie sofort. Aurian wehrte sich so gut sie konnte, aber er war stärker, doch bevor er sich nehmen konnte was er wollte spürte er einen Dolch im Rücken. Der konnte ihm zwar nichts groß antun doch ließ er nun Aurian los und sah wer ihn da ermorden wollte. Es war Aaron der wütend knurrte, ihn umfasste und mit ihm in die Kristallhöhle verschwand, wo Darcon nun tot zusammenbrach, denn der Dolch steckte noch in seinem Rücken und hier war er sterblich.

Rowan hörte wieder die Stimme: „Das mal dazu das du ihr Gemahl geworden wärst. Du wärst nur noch früher gestorben. Aber weiter.... Leon tötete dich in deinem ersten Leben. Du wolltest den Platz an ihrer Seite, das ist richtig oder? Und deine Frage war, handelte Leon aus Niedertracht weil er deine Stelle die du bereits sicher glaubtest, haben wollte.“ Rowan nickte wieder. „Ja das stimmt.“ „Gut, also wir kommen nun zu deinem zweiten Angriff auf Aurian, den ersten konnte sie abwehren und beim zweiten tauchte Leon auf und da hattest du seinen Dolch im Rücken. Spüre nun was er fühlte als er dich tötete.“ Und abermals sah er wie nun Darcon Aurian attackierte und sah das sich Leon in Myrions Schmiede aufhielt und auf einmal sagte. „Aurian, sie ist in Gefahr.“ Nun spürte er was Leon empfand, das er in dem Moment weder daran dachte, das wenn er ihn töten würde seine Stelle einnehmen könnte noch sonst irgendwas niederträchtiges. Sondern das Leon lediglich spürte das sie in Gefahr war, hinzu sprang und Darcon tötete, bevor er Aurian was antun konnte. Erst danach, wurde ihm klar was er getan hatte und das der Weg nun für ihn frei war.

Abermals erklang die Stimme: „Du siehst er hat es nicht aus Niedertracht getan, denn obwohl er es selber nicht wusste, liebte er Aurian zu diesem Zeitpunkt bereits. Denn nur so konnte er spüren das sie in Gefahr war. Er war nur deshalb schneller als Myrion weil der die Teleportation noch nicht beherrschte.“ Rowan nickte verstehend.

„So und nun zu dem Teil wo du etwas verändern kannst.“ Nun sah Rowan die drei dort stehen. „Welchen der beiden würdest du gegen Darcon austauschen? Wessen Platz hättest du gerne eingenommen?“ Rowan erhob sich er trat auf den Spiegel zu und sah die drei an. Man sah er kämpfte mit sich, er war wütend, er war sauer, er wollte immer noch einen Platz an Aurians Seite. Er ging auf und ab, während alle die zusahen den Atem anhielten. Rowan senkte den Kopf um anschließend seinen Körper auf einmal zu straffen. Abermals blieb er vor den drei stehen und hatte sich entschieden. „Keinen. Denn ich glaube, egal wessen Platz ich eingenommen hätte, vorausgesetzt sie hätte mich oder vielmehr Darcon angenommen, was ich inzwischen sehr bezweifle, wäre Lazarus wahrscheinlich nicht das was er wäre, ebenso wenig wären dann Mystral und Andor oder Angel geboren worden. Wahrscheinlich hätte dieser Lazarus meinen jetzigen Vater sofort getötet bei seinem Erscheinen, mal abgesehen davon das ich auch das Licht verändert hätte. Nein ich habe meine Lektion gelernt. Was ich nun werde, will ich mir erarbeiten, ich will es mir verdienen.“

Er setzte sich wieder und sah leise seufzend auf den Spiegel. Abermals erklang die Stimme. „Du hast recht, selbst wenn du sie dir mit Gewalt genommen hättest, selbst wenn sie dich als zweiten Mann an ihrer Seite angenommen hätte, wäre Lazarus in der Tat nie geboren worden. Denn Myrion hätte sich geweigert dich in seiner Nähe haben zu wollen, womit es niemals zu dieser Doppelbefruchtung hätte kommen können. Und Leon, wäre er der erste Mann gewesen und du als zweiter an ihrer Seite, er hätte ebenso gehandelt, wenn er dich nicht sogar irgendwann doch getötet hätte. Myrion hätte dich eventuell noch an ihrer Seite geduldet, doch Leon ist anders, er hätte keine Skrupel gehabt den Störenfried aus der Welt zu schaffen.“ Rowan nickte und als nun die Stimme erklang war sie sanft. „Den ersten Teil hast du überstanden und du hast richtig entschieden. Hättest du auch nur einen von beiden austauschen wollen, wäre deine Göttlichkeit damit endgültig weg gewesen.“ Rowan atmete scharf ein. „Danke.“

Nun unterhielten sich alle angeregt und diskutierten Rowans Entscheidung. Damok war zum ersten mal stolz auf seinen Sohn. Er sah Aurian an. „Meinte er das wirklich ernst oder hat er nur so geantwortet weil er ahnte das alles von seiner Entscheidung abhing?“ Aurian lächelte. „Er meinte es wirklich ernst. Er hat begriffen das es Dinge gibt die geschehen müssen. So auch sein erster Tod. Er wäre als Darcon so oder so gestorben, entweder durch Aarons Klinge oder durch Leons. Wahrscheinlich hätte sogar Myrion ihn irgendwann getötet. Sein Schicksal war unausweichlich. Er musste sterben um als Rowan wieder geboren werden zu können."  Damok nickte leicht, doch sah man ihm an das er jetzt sehr stolz auf Rowan war. Aurian lächelte. „Gut nun weiter, Riana nehme ich zum Schluss dran, denn bei ihr gibt es kaum was zu bemängeln. Vor allem sie hat eine neue Seele da ist noch nicht viel drin was man ihr vorwerfen könnte, also erst mal Kristan.

Nun sah man wie Kristan in den dunklen Raum trat. Auch er bekam die Anweisung sich zu setzen. Ebenso wie bei Rowan erklärte die Stimme ihm was es mit dem Spiegel auf sich hatte und er nickte.

Abermals erklang die Stimme. „Du wünscht dir das deine Mutter und deine Geschwister überlebt hätten das man sie nicht getötet hätte, gut sehen wir doch mal was geschehen wäre.“ Nun sah Kristan wie er glücklich aufgewachsen, wie er irgendwann in die Fußstapfen seines Vaters getreten wäre. Als Erwachsener hätte er eine junge nichtssagende Frau geheiratet, hätte auch Kinder bekommen und wäre ebenso unbedeutend gestorben wie er gelebt hatte. „ War es das was du wolltest?“ Kristan schüttelte mit dem Kopf. „Nein, ich sagte es schon mal Damok. Ich habe verstanden es muss einiges geschehen damit man wird was man ist. Dennoch hätte ich sie gerne noch ein wenig länger behalten, aber das ist nun egal. Ich bleibe dabei es ist gut wie es ist.“

Leise antwortete die Stimme: „Gut aber nun mach dich auf etwas gefasst.“

Was nun kam, das ließ alle aufspringen, denn damit hatte bis auf die Hüterin keiner gerechnet.

Dort sah Kristan und auch die Zuschauer das Universum, wie eine Welt nach der anderen zerstört wurde, man sah, wie die Welt der Götter im Chaos versank. Kristan musste mit ansehen wie die Geister alles zerstörten. Er sprang auf. „Nein.. nicht, das darf nicht sein. So halte es doch auf, bitte.“ Die Stimme fragte. „Bist du sicher? Es ist doch eh alles egal, wen interessiert es ob diese Welten sterben und mit ihnen die Menschen die auf ihr lebten. Keine intriganten Könige mehr. Niemand der nach Besitz oder Macht strebt.“ Kristan rief. „Das ist nicht egal, intrigante Könige kann man töten so das andere an ihren Platz treten, die besser sind. Ebenso kann man etwas dagegen tun wenn jemand zu sehr nach Besitz oder Macht strebt. Man kann alles ändern.“ „In Ordnung welche Strafe würdest du ihnen erteilen für das was sie getan haben? Geh mal davon aus das sie unbegrenzte Macht haben.“ Kristan ging wie zuvor auch Rowan vor dem Spiegel auf und ab und sah das Chaos das sich dort ausbreitete. Er sah wie die Götter flüchteten weil die Geister zu stark waren. Das die Götter nicht gegen sie ankamen. Doch als er genauer hinsah, fiel ihm auf das zwei fehlten. „Die Lichtgöttin und Lazarus fehlen, sie sind nicht geflohen. Sie muss eingreifen, sie muss sie bestrafen, wenn das möglich ist.“ „Ja es ist möglich, doch welche Strafe soll sie ihnen erteilen? Denk nach und denk schnell bevor alles vernichtet ist.“ Weiterhin starben Welten und Kristan dachte nach. „ Ich weiß es nicht, ich habe keine Lösung.“ Leise antwortete die Stimme: „Aber du bist dir sicher das sie bestraft werden müssen, oder? Das sie hier nicht richtig gehandelt haben.“ Kristan nickte. „Sie haben den Tod verdient. Lass mich in den Spiegel und ich werde sie töten und wenn ich es nicht kann, auch egal, dann sterbe ich wenigstens bei dem Versuch.“ „Mutige Worte, doch sieh mal welche Strafe sie bekommen.“ Dann sah er wie Aurian in ihrer Lichtaura auftauchte und neben ihr Lazarus. Nun konnte er beobachten wie die Strafe aussah, er nickte und verschränkte befriedigt die Arme vor der Brust. „Ja das ist richtig, keine Macht mehr und als Menschen müssen sie ihr Leben fristen. Das finde ich eine angemessene Strafe. Ich hätte sie zwar getötet, aber das ist auch gut.“

„Gut, doch warte ich habe noch eine Alternative, schau hin, das dort bist du mit einem Schwert das in der Lage ist sie zu töten.“ Dabei sah er sich dort stehen, mit einem flammenden Schwert in seinen Händen. „Und daneben haben wir die Lichtgöttin und ihren Sohn. Triff deine Entscheidung, tötest du sie oder nimmst du die Strafe der Lichtgöttin? Wenn du sie tötest wird dein Name im ganzen Universum genannt werden, man wird dich feiern als Retter der Welten. Oder aber du lässt das Licht entscheiden. In dem Fall würdest du niemals als Retter der Welten genannt werden.“

Er sah auf das Bild das sich ihm zeigte. Er dachte nach. Er wollte immer bekannt sein und hier wurde ihm eine Möglichkeit geboten bekannter zu werden als er sich je erträumt hatte. Doch er schüttelte den Kopf. „Ja ich bin skrupellos, mir macht es nichts aus zu töten. Doch habe ich gesehen mit welcher Hochachtung man der Lichtgöttin entgegen tritt. Ich sah das niemand ihr Urteil in Frage stellte als sie Rowan bestrafte, mal abgesehen von Damok, doch das war verständlich, da es auch Riana betraf. Ich wollte immer bekannt werden, ich habe mir auf meiner Welt einen Namen gemacht. Doch das hier, nein ich werde ihr Urteil nicht in Frage stellen. Denn es ist ebenso wie mit meiner Familie. Ich weiß nicht ob es einen Unterschied macht ob man diese Wesen tötet oder nicht.

Sie soll sie bestrafen wie sie es für richtig hält. Ich finde ihre Strafe angemessen.“

Abermals wurde die Stimme sanft: „Du hast richtig entschieden und hast gleichzeitig ihre Strafe angenommen.“ Kristan horchte auf: „Was soll das heißen? Bin ich etwa auch wieder geboren wie Rowan? Und wenn ja wer war ich dann? Ich kann mich nicht erinnern.“ Leise bekam er zur Antwort: „Ja und nein. Das Licht verdonnerte dich dazu, überhaupt mal geboren zu werden und das als Mensch. Und es ist logisch das du dich nicht erinnern kannst. Dir wird auch niemals die Erinnerung an ein früheres Leben gegeben werden, weil du nie ein Leben hattest. Sieh auf den Spiegel, dort siehst du die beiden Geister der Ewigkeit, wobei der männliche Teil wieder eins ist und nicht mehr zwei geteilt. Sie lebten nie, sie existierten nur. Jetzt haben sie ein Leben. Ein Leben das ihnen durch Aurian geschenkt wurde. Was sie tat war keine Strafe, sondern sie gab ihnen eine Möglichkeit an sich selbst zu wachsen. Kristan...lebe das Leben weise.“ Er sah auf den Spiegel und nun dämmerte ihm was die Stimme meinte. Er schloss die Augen. „Ich war einer der Zerstörer der Welten und ich hätte mich selbst getötet, hätte ich ihr Urteil in Frage gestellt.“

„So ist es. Doch nun weißt du es. Wir wissen das du dem Chaos angehörst, schau hin, das wird sich auch nicht ändern, muss es auch nicht. Aber du hast gelernt und nur das zählt. Du hast den ersten Teil der Prüfung bestanden.“ Damit wurde es dunkel und die Zeit stand wieder still in den Raum.

Abermals wurde im Zuschauerraum diskutiert und man sah Aurian an, vor allem Damok. „Du wusstest es?“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein, sicher ich hätte es wissen können wenn ich gewollt hätte, doch mich interessierte eher der Mensch Kristan und nicht das was er einmal war. Die einzigen die es wussten, waren der Tod und die Hüterin. Und sie sagte es mir erst als sie von der Prüfung erfuhr.“ Alle redete durcheinander und fragten, wo dann die Urmutter sei? Aurian zwinkerte ihnen zu. „Könnt ihr es euch nicht denken?“

Kapitel 20: Spiegel der Erkenntnis, Teil 2


 

Alle sahen wieder auf das Fenster , in dem nun Naraja den Raum betrat und versuchte etwas in der Dunkelheit zu sehen. Auch ihr erklärte die Stimme das sie sich setzen solle und die Bedeutung der Spiegel. Als diese saß ging es auch schon los.

Ruhig fragte die Stimme: „Du hast den Mann gehasst der dir das angetan hatte, doch was genau hatte er denn getan? Er hat dir die Unschuld genommen nur weil es ihm Spaß machte und du hast an Liebe geglaubt um dann fest zu stellen, das er dich nur missbraucht hatte. Doch nehmen wir mal an er hätte dich geliebt so wie du ihn. So schau hin was geschehen wäre.“

Naraja sah auf den Spiegel und sah nun, wie sie den Mann heiratete, anfangs war alles noch sehr schön und sie bekamen auch Kinder. Doch dann irgendwann begann er fremd zu gehen während sie die Kinder aufzog. Er beteuerte immer wieder das er sie liebte, doch das er nicht anders könnte, das er wenn ihm einer Frau begegnete die ihm gefiel, auch haben wollte. Sie wurden zusammen alt, die Kinder wurden erwachsen und Naraja hatte ein langweiliges Leben gelebt. Sie starb ohne mehr daraus gemacht zu haben.

Naraja nickte. “Ja du hast recht, ich sollte ihn nicht mehr hassen sondern wenn ich das nun sehe, eher sogar noch dankbar sein. Denn durch ihn bin ich durch die Welt gekommen, ich habe ein aufregendes Leben geführt und habe dadurch auch Kristan kennen gelernt, der mir weit aus mehr bedeutet als es dieser Kerl je tat. Vor allem an Kristans Seite kann ich sein was ich bin und er hält dennoch zu mir.“ Abermals antwortete die Stimme. „Also gibst du deinen Hass nun auf?“ Naraja nickte abermals. „Ja das tue ich. Er war es nicht wert das ich überhaupt noch einen Gedanken an ihn verschwendente.“

„Gut, nun wirst du etwas sehen was weit aus schlimmer ist als ein gebrochenes Herz, sieh hin.“ Nun sah Naraja das gleiche wie Kristan, wie Welt um Welt zerstört wurde, wie die Geister alles zerstörten was je erschaffen worden war. Auch Naraja sprang auf. „Kann ich nichts dagegen tun? Das darf doch nicht geschehen. Kann ich irgendwas daran ändern?“ Die Stimme fragte. „Was würdest du den ändern wollen und was würdest du dagegen tun?“ Naraja ging zum Spiegel und sah sich die Zerstörung und das Chaos an. „Sie müssen aufgehalten werden. Ich bin nicht so stark wie sie, ich kann nichts dagegen tun. Doch die Lichtgöttin könnte es vielleicht. Ich muss sie rufen und um Hilfe bitten.“ „Angenommen sie käme und sie würde dir helfen, würde aber dafür dein Leben fordern, wärst du bereit den Preis zu zahlen?“ Naraja schrie: „Ja, ja ich würde den Preis bezahlen, wenn dafür diese ganzen Unschuldigen leben dürften, wenn dafür alles wieder so wäre wie zuvor. Ja ich wäre bereit den Preis zu bezahlen. Hier und jetzt.“ „Gut, dann mach dich bereit zu sterben.“ Naraja nickte leicht. Sie dachte noch mal kurz an Kristan, den sie liebte und der dann auch leben könnte und an ihren Bruder und seine kleine Familie. „Ich bin bereit.“ „Gut schau hin, bevor du stirbst, solltest du sehen das dein Opfer nicht umsonst war.“ Nun sah Naraja wie die Lichtgöttin und ihr Sohn erschienen, wie sie die beiden männlichen Geister wieder zu eins werden ließ und welche Strafe sie über die nun übrigen beiden Geister verhing. Naraja nickte. „Ja das ist gut. Keine Macht und sie müssen lernen wie sie nur mit menschlichen Fähigkeiten zurecht kommen.“ Dann sah sie wie Welt um Welt wieder entstand, wie sie aus der Zerstörung zurück geholt wurden. Doch spürte sie auf einmal entsetzliche Schmerzen und krümmte sich. „Was ist das, was ist mit mir los?“ Gelassen antwortete die Stimme. „Du stirbst, deine Kraft macht es möglich das die Welten wieder erstehen können. Sie nimmt deine Substanz um es rückgängig zu machen, das wolltest du doch. Du warst doch zum sterben bereit.“ Man sah das Naraja Todesangst hatte und doch nickte sie unter diesen entsetzlichen Schmerzen. „Wenn das der Preis ist bezahle ich ihn, wie ich es versprach.“ Urplötzlich wie sie gekommen waren , waren die Schmerzen fort. Naraja sah auf einmal verwundert auf. „Was ist nun los?“ Sanft sprach die Stimme. „Du hast deine Entscheidung getroffen und hast gleichzeitig deine Strafe akzeptiert und warst bereit zu leiden um es rückgängig zu machen.“ Naraja sah sich um. „Was heißt das?“ dann dämmerte es ihr und sie sah wieder auf den Spiegel. „Ich war einer der Zerstörer oder? Doch habe ich keine Erinnerung an dieses Dasein, ich wusste es nicht.“

„Du wirst auch nie eine Erinnerung bekommen, denn diese Wesen waren lediglich existent und hatten vorher kein Leben. Doch nun haben sie eins. Sie wurden von Aurian gestraft für das was sie getan hatten, so wie du es gesehen hast. Sie lebten wie sie es gesagt hatte und nun haben sie die Chance alles besser zu machen. Zu sehen was ein Mensch sieht, zu fühlen was Leid heißt. Und auch Schmerzen erdulden zu müssen, wenn es nötig ist. Du warst bereit alles auf dich zu nehmen. Nun hast du ein Leben....nutze es weise.“ Naraja starrte mit großen Augen auf den Spiegel. „Ich bin?....nein, ich war?..“ „Ja du warst die Urmutter. Du warst einst weise, bis das Universum begann das Chaos zu gebären, da wurdest du wahnsinnig, denn deine Existenz war bedroht. Du hast Intrigiert, hast versucht alles zu ändern und doch hat es nichts genutzt. Denn alles kommt wie es kommen muss. Das Chaos musste geboren werden, denn wo Licht ist muss auch Finsternis sein, wo Ordnung ist muss es auch Chaos geben. Einst wusstest du das und hattest es dann doch nicht beachtet, weil du wusstest würde das Chaos kommen, wärt ihr nicht mehr nötig. Aurian hätte eure Existenz komplett auslöschen können, sie hätte es vermocht. Doch sie wusste was ihr für das Universum getan hattet, also gab sie euch etwas viel besseres, besser als das was ihr vorher hattet. Sie gab euch ein Leben.“ Naraja nickte leicht. „Ich muss ihn suchen, wenn ich wieder da bin, auch wenn ich mich nicht daran erinnern kann, was ich mal war. So muss er es auch sein.“ Nun lachte die Stimme leise. „Du hast ihn bereits gefunden. Und ein Engel tat was getan werden musste, ohne es zu wissen. Sie brachte euch wieder zusammen.“ Naraja ließ sich auf den Stuhl fallen. „Kristan.“

Abermals begann im Zuschauerraum eine Diskussion, man war ganz aus dem Häuschen. Damok starrte auf das Fenster, in seinem Kopf arbeitete es, dann sah er Aurian an. „Sag mir eins. Wenn sie einst die Urmutter war, ist sie stark genug mir ein Kind zu schenken?“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein, das ist sie nicht. Denn sie hatte nie einen eigenen Körper, sie war ein Geist, nicht mehr und nicht weniger. Sie war nie in der Lage ein Kind zu gebären. Sie mussten sich Avataren bedienen um das überhaupt möglich zu machen. Als ich ihnen ein Leben gab bekamen sie einen Körper und ihr Geist verschwand, er existierte nur noch in der kleinen Seele die sie damals besaßen. Diese drei hatten nie eine vollständige Seele. Ich habe die Seelen vervollständigt, doch frag mich nicht wie ich es getan habe, denn das würde zu weit führen. Akzeptiere einfach, wenn ich sage, sie wird kein Chaoskind gebären können. Es geht nicht. Denn alles was sie einst war, ihre Macht, ihr Wissen und ihre Kraft ist für immer fort. Sie kann in den Stand einer Göttin erhoben werden, sie wird die Macht einer Göttin haben, aber das ist auch alles. Mehr ist nicht drin.“ Damok nickte seufzend. „Also bleibt wirklich nur Riana?“ Aurian nickte. „Sie ist die einzige die stark genug ist, da sie Blut von deinem Blut ist und ein Teil von dir.“ Damok sah Aurian an. „Blut von meinem Blut. Ich habe einen gestohlenen Körper, ich besaß niemals einen eigenen Körper. Ich wurde niemals geboren wie alle anderen hier. Selbst du bist geboren worden, wenn auch deine Seele uralt sein mag. Doch hat dein Körper alles was deine Vorfahren in dich gesteckt hatten. Also was bin ich dann eigentlich? Dieser Körper den ich habe, war mal sterblich. Ich habe ihn einem sterbenden gestohlen. Wieso kann er dann nicht das Chaoskind zeugen?“ Aurian nickte leicht. „Weil du ihn mit deiner Essenz gefüllt hast. Du hast recht dein Körper war eigentlich nicht mal deiner und doch durchdringt inzwischen jede seiner Zellen deine Essenz. Das ist nicht mehr der Körper des sterbenden, es ist dein Körper. Und somit ist auch dein Samen durchdrungen von deiner Essenz.“ Sie sah das Damok es immer noch nicht verstand. „Pass auf ich zeige dir etwas.“ Damit griff sie zu seinen Haaren. „Darf ich?“ Er nickte und so riss ihm Aurian zwei seiner Haare aus. „Nun pass auf.“ Sie zog sich selber auch zwei Haare aus und legte diese Haare nun auf den Tisch. Und nun konnte man beobachten, wie die Haare flüssig wurden und bei seinen eine schwarze ölige Masse entstand und bei ihren die ebenso flüssig wurden, eine silbrig glänzende Masse heraus kam. „Siehst du das sind unsere Essenzen, deine ist dunkel und meine hell. Sie steckt selbst in nur einem Haar von uns. Und so ist es auch mit deinem Samen. Dort steckt sie ebenso drin.“ Damok nickte, er verstand langsam. Doch dann kam ihm ein Gedanke. „Was ist mit Doran, er ist auch von deiner Essenz und doch ist er nicht wie du.“ Aurian lächelte und griff zu Leon herüber. „Darf ich?“ Auch er nickte. „Nur zu Kleines.“ So zupfte sie auch Leon einige Haare aus und legte sie auf den Tisch, ebenso wie Damoks wurde die austretende Essenz dunkel wenn auch nicht so ölig wie seine. Nun trennte sie ein wenig von ihrer Essenz ab und ebenso ein wenig von Leons, und schob beide zusammen. „Bedenke, Leon ist der Sohn des dunklen Avatars.“ Als sich diese beiden Essenzen verbanden kam dabei eine dunkelgraue Masse heraus, die doch ein wenig dunkler war als erwartet. „Das ist Doran. Wäre er jetzt hier und ich würde ihm einen Teil nehmen, wären sie fast identisch.“ Damok sah Aurian nickend an, dann fiel sein Blick auf Angel. „Ha... ich habe dich erwischt, Angel und Lazarus sind grundverschieden obwohl sie beide gleich entstanden sind.“ Aurian lachte leise. „Nein du hast mich nicht erwischt. Es stimmt, sie sind gleich entstanden durch eine Doppelbefruchtung. Doch gibt es einen Unterschied. Angel besitzt die Seele von Ikarus und somit auch einen Teil seiner Essenz, während Lazarus eine neue Seele bekam. Lazarus Seele ist vom Licht durchdrungen worden, ebenso wie mit Teilen von Myrion und ebenso von Leon. Das musste sein, wäre er das reine Licht würde er nicht das Heer des Lichts anführen können. Er musste also auch in der Lage sein töten zu können, das hat er von Leon und er musste sehr beherrscht und liebevoll sein, das hat er von Myrion. Wie du selber mal erkannt hast, Leon und Myrion sind sehr verschieden, doch zusammen sind sie unschlagbar. Und nun setze zu den beiden noch meine Essenz dazu und du bekommst Lazarus. Angel hingegen, hat ebenso Teile von mir, von Myrion und Leon, doch er besitzt noch etwas, Ikarus Seele. Eine sehr weise Seele auch wenn Ikarus nicht lange gelebt hat, so hat er doch in dem kurzen Leben sehr viel Wissen aufgenommen. So ist sein Wissen nicht verloren. Doch muss Angel erst lernen dieses Wissen zu nutzen. Angel ist noch jung und er wird lernen.“ Damok verstand. „Und ich bin durchdrungen von der Essenz des Chaos, von den Haaren bis hin zu meinem Samen. Und diese Essenz gab ich an meine drei Kinder weiter.“ Aurian nickte. „So ist es. Aurana bekam zu deiner Essenz und die von Mystra auch die Seele meiner Mutter, deswegen ist sie auch eher dunkelgrau als schwarz und empfindet deswegen auch Mitgefühl und Liebe. Rowan und Riana sind anders. Während Rowan eine total verdorbene Seele bekam, übrigens auf deinen Wunsch wenn ich das mal anmerken darf, bekam Riana aus gutem Grund eine neue Seele. Rowan kannst du zum Sohn der Finsternis ausbilden, die Voraussetzungen sind da, doch muss er lernen sich zu beherrschen und er musste sehen das auch das Chaos nicht alles haben kann was es will. Riana bekam deswegen eine neue Seele damit sie dir auch weitere Kinder schenken kann. So hat sie überwiegend die Essenz des Chaos in sich.“ Damok nickte nun verstehend. „Doch darf ich dich noch etwas fragen?“ Aurian nickte. „Sicher fragen darfst du, ich weiß nur nicht ob ich antworten werde.“ Damok schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Woher kommen die Seelen?“ Aurian sah ihn an, nickte leicht und antwortete. „ Also gut, als das Universum entstand, gab es einen großen Knall, was die wenigsten wissen ist, das auch das Universum ein Bewusstsein besitzt. Keine Seele aber ein Bewusstsein. Seine Seele, wenn man so will ist alles Leben was in ihm besteht, egal ob Pflanzen, Tiere, Menschen, also gleichgültig was. Das Universum lebt in allem. Doch musste auch das Universum irgendwo herkommen. Und das kam aus der Ursuppe, aus dem Nichts sozusagen und aus dieser Suppe kommen auch die Seelen. Die Ursuppe ist das was man sich darunter vorstellt. Die Urmutter sah es als Topf mit einer schwarzen Brühe sie nahm das Wort Suppe wohl etwas zu wörtlich, ich sehe es anders und daher ist es bei mir auch kein Topf mit schwarzer Brühe, sondern ein kleiner Teich, in dem sich die neuen Seelen befinden, der umrundet ist mit wunderschönen Blumen und auf dem Seerosen schwimmen. Über dem Schmetterlinge fliegen und....“ Sie sah in die erstaunten Gesichter die sie ansahen, lächelte und zwinkerte ihnen frech zu. „Nun ja ich bin eben ein wenig romantisch veranlagt, muss ein Erbgut von Jasmin sein.“ Damok lachte als er ihr freches zwinkern sah und fragte. „Und wo ist dieser Teich?“ Aurian knuffte ihn leicht. „Das mein Lieber ist die Frage die ich nicht beantworte, denn wo er ist, wissen nur Mutter Natur und ich.“ Damok lachte, erhob sich von seinem Stuhl, ging langsam auf Aurian zu, zog sie aus ihrem Stuhl hoch, sah alle noch mal kurz an,zog sie an sich und küsste sie einfach. Es dauerte nur einen kurzen Moment. Bevor Lazarus oder Myrion, die gerade aufspringen wollten, ihn von Aurian losreißen konnten ließ er sie schon selber wieder los und setzte sich seelenruhig wieder auf seinen Platz. „Na dann zeig uns mal was Riana entscheiden muss.“ Aurian war durch seinen Kussangriff ein wenig aus dem Konzept gebracht, sah aber dann wieder zu dem Fenster. „Also gut, dann wollen wir mal. Wie ihr ja wisst....“ dabei sah sie Damok noch mal kurz kopfschüttelnd an, der sie wiederum frech angrinste. „hat Riana eine neue Seele bekommen, also gibt es nichts in ihrer Vergangenheit das ich ihr zeigen könnte. Doch habe ich dafür in ihre vermeintliche Zukunft geschaut und habe ihre Prüfung also entsprechend erstellt. Vermeintliche Zukunft weil sich die eventuell noch ändern kann, je nach dem wie sie sich entscheidet.“

So sahen nun alle wie nun Riana das dunkle Zimmer betrat, wie die anderen zuvor wurde ihr gesagt das sie sich setzen solle und was es mit dem Spiegel auf sich hatte. Riana sah in ihre eventuelle Zukunft und sie sah das sie sogar zur Liebe fähig war, nicht so intensiv wie es Aurana war oder andere, doch der Funke war da. Sie sah einen Gesichtslosen Mann dem sie die wenige Liebe die sie hatte schenkte. Sie fühlte diese Liebe auch und seufzte leise beim zusehen.

Dann sprach die Stimme. „Du hast die Treue gewählt und du siehst hier nun das du auch zur Liebe fähig bist. Das warst du immer schon, denn du liebst deine Schwester und deinen Bruder auch wenn er dir oft auf die Nerven geht. Doch schau nun her. Das ist der Mann den die Zukunft für dich bereit hält, sofern du ihn findest. Er ist fast so groß wie dein Vater auch ebenso stark und gut gebaut. Er hat dir viel zu bieten, sogar seine Liebe. Du liebst auch deinen Vater, doch siehst du in ihm nur den Vater und nicht den Mann. Die zeit das du ihn zum Mittelpunkt deiner Welt gemacht hattest ist lange vorüber. Du respektierst ihn und würdest alles für ihn tun, habe ich recht?“ Riana nickte. „Ja, er weiß was richtig für uns ist, und du hast recht ich liebe meinen Vater. Egal was er verlangen würde ich würde es tun.“ „Also gut, du hast nun gesehen das du lieben wirst, das es einen Mann geben wird der deinen Vater als Mittelpunkt deiner Welt abgelöst hat. Das er noch kein Gesicht hat, liegt daran das ich deine Entscheidung nicht beeinflussen möchte, außerdem würdest du dann eventuell auf die Suche gehen um ihn zu finden und das darf nicht sein. Alles muss kommen wie es kommen soll und das von selbst. Aber das ist im Moment auch unwichtig. Du spürst deine Liebe zu ihm, sie lässt dein Herz überlaufen, dennoch wird es dich nicht davon abhalten auch mit anderen ins Bett zu gehen, er wird es übrigens nicht anders machen. Treue ist in diesem Fall nicht so euer Ding. Doch nun sieh weiter.“

Nun betrat Damok das Bild im Spiegel, er sah seine Tochter an und forderte von ihr ein Kind. Riana und auch alle anderen hörten wie Damok mit ihr sprach. „Kind es ist soweit, es muss sein. Ich brauche einen weiteren Sohn und du musst ihn für mich bekommen.“ Damok deutete auf das Bett und Riana sah zu ihrem Vater und dann auf das Bett. Neben Damok stand ihre große Liebe und sie hörte wie er sagte. „Wenn du mich wirklich liebst tust du es nicht. Ich bitte dich. Bekomme lieber mein Kind.“

Hier blieb das Bild im Spiegel stehen und die Stimme sprach: „Entscheide dich, deine Treue oder deine Liebe. Bekommst du Damoks Kind verlierst du die Liebe, bekommst du das Kind deiner Liebe, wird dein Vater dich verstoßen. Wähle weise.“

Nun sahen alle wie Riana von einem zum anderen sah, sie spürte die Liebe die sie für den ihr noch unbekannten Mann empfand, ebenso wie sie den Schwur spürte den sie geleistet hatte, ihrem Vater treu ergeben zu sein. Sie begehrte Damok nicht, sie sah in ihm keinen möglichen Geliebten, sondern nur ihren Vater. Als Tränen ihre Wangen herab liefen sprang Damok im Zuschauerraum auf. „ Aurian hör auf, lass sie nicht so leiden. Ich würde sie niemals verstoßen nur weil sie lieber sein Kind bekommen würde, als meines. Sie ist meine Tochter. Und wenn sie mich nicht als Mann sehen kann, dann soll es so sein. Wie du sagtest trägt sie die Chaossubstanz in sich ebenso wie Rowan. Also ist es egal ob sie mein Kind bekommt oder das des Mannes den sie liebt. Es wird so oder so ein Kind des Chaos sein.“ Aurian sah Damok an und lächelte leicht. Dann deutete sie auf das Fenster, wo Riana nun ihre Entscheidung getroffen hatte. „Ich bekomme das Kind der Liebe. Ich hoffe darauf das mein Vater mir irgendwann verzeihen kann, doch ohne diese Liebe möchte ich dann nicht mehr leben.“ Sie weinte leise. Und abermals ertönte die Stimme. „Du musst nicht weinen, du hast richtig entschieden, du hast den ersten Teil der Prüfung bestanden. Denn es gibt kein größeres Gut als die Liebe und wenn man sie einmal hat, sollte man sie festhalten und beschützen gegen alles was sich dagegen stellen würde. Und habe keine Angst, dein Vater liebt dich auch, er wird dir vergeben.“ Riana schniefte noch einige male sah aber dann auf den Spiegel und das Zimmer wurde dunkel., die Zeit stand wieder still.

Nun sah Aurian Damok sanft an: „Und war es so schwer zuzugeben das es selbst in deinem schwarzen Chaosherz, Liebe gibt? Warum sonst würdest du sie beschützen wollen. Wäre dein Herz wirklich so kalt wie du immer tust, wäre es dir egal gewesen ob sie ihre Liebe verliert, solange du bekommst was du willst. Doch kann ich dich beruhigen. Auch du hast die Prüfung bestanden, sie wird dir dein Kind schenken, ebenso wie sie dem Mann ein Kind schenken wird dem ihre Liebe gehört, denn er wird sie deswegen nicht verlassen. Er ist aus deinem Holz geschnitzt.“ Damok sprang wütend auf. „Du hast es wirklich gewagt und mich ebenso geprüft?“ Aurian nickte und schritt nun auf ihn zu und küsste nun ihn. Damok wollte eigentlich weiter wüten, doch als er ihre Lippen spürte, schmolz seine Wut dahin. Als sie den Kuss löste, grinste sie ihn frech an und setzte sich zurück auf ihren Platz. „Sie wird sogar ein drittes Kind bekommen, doch diesmal von Rowan. Du wirst damit fünf weitere Götter bekommen.“ Damok sah sie fragend an. „Also ich zähle nur vier, die drei Kinder die aus meiner Linie stammen werden und den Mann an Rianas Seite.“ Aurian grinste leicht. „Vergisst du nicht jemanden? Auch Rowan wird eine Gefährtin bekommen. Du wirst schon sehen. Denn scheinbar hast du eins nicht beachtet, es wurde allen vier gesagt, das sie erst einen Teil der Prüfung bestanden haben. Mein Lieber, ich mache diese Prüfungen schon länger als du und habe daher auch weiter als bis über den Tellerrand geschaut. Wenn alle vier auch den zweiten Teil bestehen, wirst du in absehbarer Zukunft insgesamt neun Götter haben, Niklas jetzt mal nicht mit gezählt. Zähl nach, die vier die die Prüfung machen, die Gefährten deiner beiden Kinder und die drei Kinder die Riana bekommen wird. Und dabei habe ich die Kinder die dein umtriebiger Sohn noch zeugen wird nicht mit gerechnet.“ Damok sah sie überrascht an, dann stieg die Erkenntnis in ihm hoch und man sah die Freude in seinem Gesicht. Aurian grinste frech. „Na bin ich gut oder bin ich gut.“ Damok stand auf, sah Myrion, Lazarus und Leon an. „Meinetwegen könnt ihr mich gleich prügeln bis ich nicht mehr laufen kann doch jetzt muss ich erst mal eins tun.“ Damit zog er Aurian abermals aus ihrem Stuhl, drückte sie heftig an sich und küsste sie nun leidenschaftlich. Anschließend, sie immer noch an sich gedrückt haltend, sah er sie schwer atmend an. „Du bist mehr als das. Doch denke ich das ich mich nun auf einige Prügel einstellen sollte.“ Er ließ sie los und sah Myrion und Leon kampflustig an. Aurian merkte das ihre beiden Männer wirklich auf ihn losgehen wollten. „Haaalt, eure Prügelei muss warten, wir haben hier noch vier Prüflinge die noch einen Teil der Prüfung bestehen müssen. Danach könnt ihr euch prügeln, aber bitte draußen. Ich möchte meinen Ratssaal ungerne zerstören lassen. Ich würde dafür den Strand vorschlagen, dort können wir auch Tische aufstellen und während ihr eurer Freizeitbeschäftigung nach geht, können sich die anderen über wichtige Themen unterhalten.“ Nun sahen die drei Kampfhähne Aurian verblüfft an, als sie so ruhig über eine Prügelei sprach. Doch setzten sich alle wieder, wenn auch Myrion und Leon Damok immer mal einen bösen Blick zu warfen. Nun würde also der zweite Teil der Prüfung beginnen und man war schon gespannt was Aurian noch ausgegraben hatte. Die Männer jedenfalls freuten sich schon auf eine zünftige Prügelei.

Kapitel 21: Götter des Chaos


 

Abermals zeigte Aurian auf das Fenster: „Nun die Gewissensprüfung haben sie bestanden, doch nun kommt eine die ihr Herz prüfen soll. Mal sehen wie sie abschneiden.“ Sie sah Damok an. „Keine Sorge ich weiß das nicht einer von ihnen bis vielleicht auf Naraja, irgendwelche Skrupel kennt. Das habe ich berücksichtigt. Wir beginnen wieder mit Rowan.“

Und schon sahen sie wie Rowan immer noch dort war wo sie ihn verlassen hatten und wieder ertönte die Stimme.. „So Rowan nun kommen wir zum zweiten Teil dieser Prüfung. Bist du bereit?“ Er nickte. „Ja ich bin bereit.“ „In Ordnung dann sieh wie zuvor auf den Spiegel.“ Rowan kam dem nach und nun sah er dort eine Frau auf einem wilden Hengst den sie zu zähmen versuchte, sie hatte Ebenholz schwarze lange Haare die sich wie eine Mähne um ihren Kopf legten. Rowan richtete sich auf und betrachtete die Frau. Man sah das sie eine wilde Natur hatte. Dann wurde sie von einigen Kämpfern angegriffen, das Pferd ging vorne hoch, doch konnte es seine Reiterin nicht abwerfen. Auf der einen Seite kämpfte sie mit dem wilden Hengst und auf der anderen Seite mit ihren Gegnern denn inzwischen hatte sie auch ein Schwert gezogen. Trickreich benutzte sie sogar das bocken des Pferdes für ihre Zwecke, das dem einen oder anderen Angreifer die Hufe in das Gesicht jagte. Als sie alle Angreifer nieder gerungen hatte, ritt sie wie der Teufel davon, selbst das Pferd hatte nun aufgegeben.

Aurian tat so als sei sie kurz abgelenkt worden und sah nun erst auf das Fenster. „Oh....nein das war das falsche.“ Doch auch Damok hatte die Frau genau beobachtet. Und er rief begeistert. „Was für eine Frau.“ Doch wurde der Spiegel auf einmal dunkel und die Stimme sprach zu Rowan. „Entschuldigung das war nicht für dich bestimmt.“ Doch Rowan war schon aufgesprungen. „Zeig mir mehr von ihr. Das ist die Frau die ich will, sie will ich haben.“ Aurian beobachtete nun auch unbemerkt Damok. „Aber holla, mein Sohn und diese Frau, das geben wunderbare Kinder.“

Ruhig sprach die Stimme zu Rowan. „Hm....Ich weiß nicht, das ist ein Versehen gewesen. Sie solltest du nicht sehen. Doch wenn das die Frau ist die du willst, dann sieh zur Wand.“ Also Rowan nun dort hinsah, war der Spiegel fort und statt dessen fuhr die Wand wie eine Doppelschiebetüre auseinander und öffnete nun eine ebenso dunklen Raum, in dem eine Treppe hinunter ging. „Rowan, das dort ist die Treppe zur Gruft der Helden. Diese Frau die du eben gesehen hast befindet sich dort unten. Bist du sicher das du sie für dich haben willst? Sie ist stolz, mutig, kampferfahren und eine Amazone, die jeden wilden Hengst zähmen kann.“ Rowan sah nach oben wo die Stimme her kam und grinste. „Jeden wilden Hengst? Na dann dürfte ich wohl genau der richtige für sie sein.“ „Rowan, doch was ist wenn sie dich nicht will?“ Rowan zuckte mit der Schulter. „Das werden wir ja sehen, doch keine Sorge ich habe meine Lektion wirklich gelernt, ich werde nichts mit Gewalt versuchen. Wenn sie mich wirklich nicht will, ist es ihr Pech. Ist zwar schade aber nicht zu ändern.“ „Na gut, dort drüben ist eine Fackel nimm sie und betritt dann die Gruft.“ Rowan ging zu der Fackel die auf einmal erschienen war, nahm sie an sich und betrat die Treppe hinunter zur Gruft. Dort sah er in langen Reihen rechts und links am Gang entlang steinerne Särge auf Podesten stehen. Auf jedem der Särge lag eine Waffe, mal ein Schwert, mal Pfeil und Bogen oder auch etwas anderes. Er ging von Sarg zu Sarg und sah durch die Fenster die es in den Deckeln gab hinein. Doch in keinem fand er die Frau. Es gingen auch Seitengänge ab, in denen ebenso Särge standen. Er sah rechts und links in die Gänge. „Also bis ich da in jeden Sarg gesehen habe brauche ich Tage.“ Dann blieb er auf einmal stehen. „Nein brauche ich nicht. Denn du sagtest das ist die Gruft der Helden, beantworte mir eine Frage. Aus welcher Stadt ist sie, aus der hellen oder der dunklen? Wobei das auch egal ist, ich kann sie in beiden Städten suchen. Nenne mir nur ihren Namen und ich werde sie finden.“ Als keine Antwort kam ging er weiter, er ging erst den langen Gang weiter, immer in jeden Sarg sehend bis er ans Ende kam. Dort war eine Türe, als er dagegen drückte öffnete sie sich quietschend. In dem Raum dahinter standen drei Bahren, aber keine Särge, statt dessen lagen auf den Bahren Frauen. Er trat näher heran. Als er zwischen der ersten und zweiten Bahre stand sah er das die linke ein Schwert auf der ledergepanzerten Brust liegen hatte und die rechte einen Köcher mit Pfeilen und einen Bogen. Beide Frauen sahen identisch aus. Als er zur dritten sah, sah diese ebenso aus, doch trug sie eine Krone auf dem Kopf und eine edle Rüstung, auch auf ihrer Brust lag ein Schwert. Sie schien aus königlichem Hause zu sein. Nun erklang die Stimme wieder: „Diese drei kommen aus verschiedenen Welten, jede von ihnen hat es verdient in der Halle der Helden zu liegen. Sie sehen sich ähnlich, doch nur eine von ihnen ist die, die du suchst. Wähle also.“ Rowan ging an den Bahren entlang. „Sie sehen sich nicht nur ähnlich, es ist als wären sie Schwestern. Sie sind alle wunderschön. Doch ich will diese wilde Amazone. Wenn sie mit allem so umgeht wie mit dem Pferd und den Kriegern, will ich genau sie haben.“ Er dachte nach. „Darf ich sie anfassen und berühren? Also nicht unsittlich, sondern ihre Hände und ihr Gesicht. Ich will etwas prüfen.“ Er bekam die Erlaubnis und so ging er zuerst zu der Frau die er als erstes gesehen hatte. Als er ihre Hände berührte und sie sich ansah, schüttelte er den Kopf. „Das ist sie nicht. Sie hat zu zarte Hände, mag sein das sie vielleicht mit dem Schwert umgehen kann, aber sie hat sicherlich noch nie richtig gekämpft. Ich habe Narajas Hände gesehen und die waren anders, das waren Hände die gewohnt sind ein Schwert zu führen.“ Er ging zur zweiten Bahre und sah sich nun die Hände dieser Frau an, abermals schüttelte er den Kopf. „Diese ist es auch nicht, man sieht das sie gewohnt ist den Bogen zu meistern.“ Nun trat er zu der Bahre mit der Frau die die Krone auf dem Kopf trug und sah sich auch deren Hände an. Dann lachte er. „Du wolltest mich wohl foppen? Denn obwohl sie diese edle Rüstung trägt und auch die Krone so denke ich eher, das beides zu der Frau auf der ersten Bahre gehört. Denn diese hier ist unzweifelhaft die Amazone. Sie ist gewohnt mit dem Schwert um zu gehen. Sie ist die richtige.“ Ruhig fragte die Stimme . „Bist du dir sicher? Du hast sie nur kurz gesehen.“ Rowan sah noch mal über die drei und nickte. „J a ich bin mir sicher, das hier ist die richtige.“ „Na gut, dann tritt zurück.“ Als Rowan das tat, versanken die ersten beiden Frauen in ihren Bahren, ein Mechanismus lies sie herabfahren und verschlossen sie, nur die dritte blieb liegen, doch trug sie nun eine schwarze Lederrüstung und auf ihrer Brust lag ein schwarzes Schwert. „Nun um sie wach zu bekommen musst du sie küssen, nur denke daran sie ist eine Amazone und könnte es falsch verstehen.“ Rowan nickte und trat wieder zur Bahre vor, er beugte sich über die Frau und küsste sie nur ganz kurz und sprang zurück, für den Fall das sie wach und sofort nach dem Schwert greifen würde. Doch nichts geschah. Also trat er abermals vor und drückte nun seine Lippen richtig auf ihren Mund, doch als er den Kuss lösen und abermals zurück springen wollte umfassten ihn zwei Arme und erwiderten seinen Kuss dermaßen das ihm hören und sehen verging. Dagegen waren die Küsse von Riana sanft und zart. Als er nun merkte das sie ihn nicht gleich erdolchen würde, küsste er sie weiter. Er fand es aufregend. Er spürte wie in ihm das Verlangen hoch stieg, doch dann löste sie den Kuss und er sah sie schwer atmend an. Er sah ihre Augen die tiefschwarz waren und ihn ebenso ansahen. „Wer bist du und wieso küsst du mich?“ Rowan musste erst mal Luft holen. „Mein Name ist Rowan und ich habe dich geküsst um dich zu wecken, obwohl ich nicht mehr ganz sicher bin ob nicht eher du mich geküsst hast.“ Sie setzte sich auf, sah ihn einen Moment an, schloss dann die Augen und nickte. „Ich erinnere mich wieder, ich starb auf dem Schlachtfeld, in dem Krieg den mein Vater führte. Doch warum lebe ich nun wieder?“ Rowan erzählte ihr ehrlich was er gesehen und warum er sie geweckt hatte. Sie nickte und sah ihn an. „Also du willst mich zur Gefährtin? Sehe ich das richtig? Bist du ein König? Ein Prinz oder was bist du?“ Rowan dachte nach. „Ich bin nur ein einfacher Krieger, nicht mehr und nicht weniger. Jemand der eine Gefährtin sucht und als ich dich sah, wollte ich das du es bist.“ Dann fiel ihm ein das er immer noch nicht ihren Namen kannte. „Wie heißt du eigentlich?“ Sie lachte leise. „Oh entschuldige, ich bin Araniel. älteste Tochter und Thronerbin des Thrones von König Markus. Na ja das heißt sofern das Königshaus noch besteht. Doch ich bezweifle es.“ Sie sah ihn wieder an, langsam glitt ihr Blick an ihm entlang und was sie sah gefiel ihr. „Also gut warum nicht, wenn es mit uns beiden nicht klappen sollte, können wir uns ja immer noch nach was anderem umsehen.“ Rowan strahlte sie an. “Dann komm mit mir und verlass diesen ungastlichen Ort.“ Er nahm sie an die Hand und zusammen betraten sie wieder den Spiegelraum wo nun zwei Stühle standen. Als sich beide gesetzt hatten, schloss sich die Wand wieder und die Stimme ertönte. „Rowan auch den zweiten Teil deiner Prüfung hast du bestanden. Sieh noch mal zur Spiegelwand.“ Dort lag nun als er dort hinsah, auf einem kleinen Podest seine Kugel mit der göttlichen Macht drin. „Du kannst sie dir nehmen, musst aber dafür auf Araniel verzichten.“ Er sah auf die Kugel, dann Araniel an und schüttelte den Kopf. „Nein wenn ich sie dafür wieder hergeben muss, behalte die Kugel.“ Araniel sah ihn fragend an, doch er winkte ab, sah noch mal bedauernd zu der Kugel und nickte abermals: „Behalte sie. Ich nehme die Frau.“ Leise und sanft antwortete ihm die Stimme. „Nimm dir die Kugel du hast dir beides verdient. Und sag Araniel was du wirklich bist.“

Dann wurde der Raum wieder dunkel und beide froren in der Zeit ein. Damok klatschte sich vor Begeisterung auf sein Bein. „Das ist großartig, der Junge ist doch gar nicht so schlecht. Und meine neue Schwiegertochter ist einfach famos. Sie wird mir willkommen sein.“ Er sah Aurian an. „Er hat doch die richtige gewählt oder?“ Aurian nickte lachend. „Ja keine Sorge es ist die richtige, nur hatte sie lange geschlafen, lass sie erst mal richtig wach werden und sie macht dir Konkurrenz im Chaos bringen.“ Nun strahlte auch Damok. Auch alle anderen klatschten in die Hände und beglückwünschten nun auch Damok, wobei Leon ihm noch zuflüsterte. „Trotzdem kommst du an deiner Prügel nicht vorbei.“ Grinste ihn aber anschließend an. Aurian schüttelte leicht lächelnd den Kopf. „Gut bei Kristan und Naraja geht es schnell, denke ich. Oder sagen wir hoffe ich.“ Man sah wieder zum Fenster wo nun wieder Kristan zu sehen war.

Auch er wurde angesprochen. „Der zweite Teil beginnt, sieh zur Spiegelwand. Du hattest auch das Verlangen nach den Frauen angesprochen. Welchen Stellenwert hat es bei dir?“Als er dort hinsah, sah er sich mit Najara wie sie zusammen im Bett lagen und es wild trieben. Er atmete hart ein. „Einen großen, das gebe ich zu. Es gibt kein größeres Vergnügen als das.“ Der Spiegel wurde wieder dunkel. „Wenn du deine Wunschfrau wählen könntest wen würdest du an deiner Seite wollen?“ Und wie aus der Pistole geschossen kam. „Keine andere als Naraja, sie würde ich für keine andere aufgeben. Denn sie nimmt mich wie ich bin, obwohl sie weiß das ich auch anderen Frauen nachsteigen und mehr als das tun werde.“ „Gut du hast deine Wahl getroffen. So sei es.“

Der Raum gefror wieder in der Zeit und man sah Naraja. Sie sah das gleiche wie Kristan und bekam die gleichen Fragen gestellt. Und wie zuvor schon Kristan, wählte sie ihn. Es öffnete sich eine Türe und sie sah nun Kristan dort sitzen, auch bei ihm lief die Zeit dafür weiter. Die Stimme forderte sie auf zu ihm zu gehen. Sie nickte und lief zu ihm herüber, als er sie sah, sprang er auf, breitete die Arme aus und fing sie darin ein.

Aurian sah die Zuschauer an. „Ich sagte doch das geht schnell. Denn die beiden hatten die Herzens Entscheidung schon vorher gefällt. Entschuldigt mich mal für einen Moment.“ Aurian tauchte bei den beiden auf. „Ihr habt eure Prüfung sehr gut gemeistert. Wenn ihr diesen Raum verlasst, werdet ihr Götter sein. Geht damit weise um. Denn denkt daran missbraucht ihr die Macht die ihr nun von mir bekommt, kann ich sie euch auch wieder nehmen.“ Beide nickten und Aurian verschwand. Sie hatte Kristan und Naraja in den Götterstand erhoben. Kaum war sie fort gefror die Zeit wieder in dem Raum, in dem sich Naraja und Kristan gerade küssten.

Einen Moment später stand sie wieder im Ratszimmer und sah sie Damok an. „Na bereit für deinen Schwiegersohn?“ Er nickte heftig, er war gespannt wen Aurian für Riana ausgesucht hatte, wer der Kerl war der Rianas Herz entflammen würde. Aurian deutete auf das Fenster. Rowan hatte seine Traumfrau im Spiegel gesehen, bei Riana würde es anders sein.

Leise sprach die Stimme zu Riana. „Wie müsste der Mann sein den du erwählen würdest. Damit meine ich seinen Charakter, sein Herz und natürlich auch körperlich. Sollte er ein Weiser sein? Ein Krieger oder was sollte er sein?“ Riana dachte nach. „Es müsste der sein den ich eben sah. Egal wie er ist und wenn er das Licht persönlich wäre, würde ich ihn nehmen.“ „Nun dann schau in den Spiegel, ich werde ihn dir noch mal zeigen, anfangs wird er kein Gesicht haben doch nach und nach eins bekommen.“ Nun sah Riana ihn wieder, er war gross das konnte sie sehen, vielleicht nicht so muskulös wie ihr Vater hatte aber doch Muskeln an den richtigen Stellen. Dabei war er wendig und schnell. Sie sah wie er ein Heer anführte. Wie er strategisch jede auch nur erdenkliche Möglichkeit die passieren konnte aus wog und dann seine Entscheidungen fällte. Und sah dann das er mit allem recht hatte. Sein Heer siegte.

Auch Damok sah nun interessiert zu und nickte immer mal. Aurian sah Damok an. „Er ist ein Stratege, ein Heerführer.

Dann sah Riana wie sie abends feierten und er sich auch eine Frau mit ins Bett nahm. Wie er mit ihr umging und Riana atmete scharf ein, denn er war leidenschaftlich und wild. Sie sah nun auch wie er ohne Kleidung aussah, er hatte aber immer noch kein Gesicht. Sein Körper war von Narben gezeichnet, die er sich in zahllosen Schlachten geholt hatte. Nachdem er die Frau weg geschickt hatte, betrat sein Kommandant sein Zelt, er hob den Kopf und man hörte ihn sagen. „Ich bin müde, ich würde gerne mal wieder in einem eigenen Bett schlafen anstatt, in einem Zelt. Ich hätte auch gerne Kinder gehabt. Doch nun bin ich alt und verbraucht.“ Seine Stimme war tief und hatte einen rauchigen Klang, der wohl daher rührte das er oft über das Schlachtfeld brüllen musste. Sein Kommandant lachte. „Herr ihr seid vielleicht älter geworden wie manch andere Kriegsherr, aber alt seid ihr mit Sicherheit nicht.“ Der Mann erhob sich aus dem Bett und zog sich wieder an. „Lass morgen die Zelte abbrechen wir ziehen nach Hause. Es wird Zeit. Ich werde hier einen Statthalter einsetzen und gut.“ In der Nacht als er schlief schlich sich ein Attentäter in sein Zelt. Riana hielt den Atem an, doch als der Attentäter sich über den Mann beugte, hatte er auf einmal dessen Dolch den dieser unter dem Kissen liegen hatte zwischen den Rippen. Und der Mann sprach als er ihn zu Boden fallen ließ. „Ich bin nicht umsonst so alt geworden, um mich zu kriegen hätteste früher aufstehen müssen.“ Nun erst kamen die Wachen herein gestürmt. „Sir Orland , Sir Orland.“ Orland sah auf die Leiche und befahl den Wachen: „Räumt diesen Müll weg und passt in Zukunft ein wenig besser auf.“ Dann kam eine andere Szene, dort sah man ihn wieder doch schien er nun jünger zu sein, er wurde im Wald überfallen als er auf der Jagt war und er lachte. „Was denn, fünf gegen einen? Ne was bin ich heute unfair, wollt ihr nicht lieber noch ein wenig Unterstützung anfordern?“ Der Banditenführer knurrte und ging sofort auf ihn los. Er schüttelte leicht den Kopf. „Na schön, dann grüßt eure Ahnen von mir.“ Er zog nun sein Schwert und ließ den Bogen fallen. Jetzt konnte man sehen wie wendig und schnell er war. Denn die Banditen waren nicht mal dazu gekommen sich zu formieren da hatte er sie schon erledigt. Orland sah zu ihnen herunter. „Ich wollte zwar jagen, aber dieses Wild will ich nun wirklich nicht auf meinem Tisch haben.“ Langsam bekam er auch ein Gesicht und als Riana dies nun sah schlug ihr Herz höher. Er sah gut aus, hatte ein markantes Gesicht, dunkle Augen und Lachfältchen, was davon zeugte das er viel Humor hatte. Doch hatte sein Mund auch einen leicht harten Zug. Dann sah man ihn wie er sich abends auszog und man musste sein Urteil revidieren, er war nicht jünger als der Mann auf dem Schlachtfeld, es war derselbe, nur jetzt war er von der Kriegslast befreit und das ließ ihn jünger erscheinen. Riana schätzte ihn auf etwa dreißig, damit war er zwar älter als sie, doch sie fand es interessant und aufregend. Sie nickte und rief auf einmal. „Ja ich will ihn, er soll der Mann an meiner Seite sein.“ Und leise flüsterte sie seinen Namen. „Orland.“ Sie sah nun wie er draußen in der Sonne lag und sich brutzeln ließ. Als sie den Namen flüsterte, horchte er auf. „Wer ruft mich?“ Er sah sich um und zog seinen Dolch als er aufsprang. „Na komm zeig dich schon.“ Riana war verblüfft und flüsterte nochmal um zu prüfen das er wirklich sie gehört hatte.. „Orland.“ Und abermals reagierte er. Leise sprach nun die Stimme zu Riana, „Du kannst mit ihm interagieren. Soll ich ihm zeigen wer ihn gerufen hat?“ Riana nickte. „Ja.“ Dann sah sie wie sie dort in Nebel gehüllt erschien und flüsterte wieder leise. „Ich bin Riana.“ Sie sah nun wie er sich das Nebelgebilde ansah. „Wenn du gekommen bist um mich zu töten Riana, so muss ich dir sagen das wird dir nicht gelingen.“ Die echte Riana probierte nun etwas aus. Langsam und mit wiegenden Hüften ging sie einige Schritte und ihr Ebenbild im Spiegel tat das gleiche. Es schritt auf Orland zu. „Ich will dich nicht töten, sondern dir Ruhe geben.“ Er betrachtete sie, seine Zunge glitt leicht über seine Lippen was zeigte das sie sein Interesse geweckt hatte. „Du bist sehr schön. Allerdings glaube ich kaum das ich an deiner Seite viel Ruhe finden würde oder du bei mir.“ Er steckte den Dolch weg, trat auf sie zu, doch als er den Arm um sie legen wollte griff er durch den Nebel hindurch. Er sprang zurück, wieder auf der Hut. „Sag mir sofort was du bist. Du bist nicht echt.“ Riana lachte leise. „Nun was du siehst ist ein Nebelbild von mir, ich bin schon echt, nur nicht in deiner Welt. Ich bin Riana, Tochter des Chaosgottes Damok, ich wurde auf dich aufmerksam und fragte mich ob du eventuell der richtige Mann an meiner Seite sein könntest. Du bist ein guter Stratege wie ich gesehen habe und scheinbar auch ein guter Kämpfer.“ Orland grinste sie frech an. „Wenn du mich beobachtet hast dann vergiss nicht, auch ein guter Liebhaber. Komm richtig zu mir und ich zeige dir was für einer.“ Riana lachte. „Also so schnell bekommst du mich nicht, doch denke darüber nach. Du würdest an meiner Seite deine Ruhe finden die du suchst.“ Dann verschwand das Nebelgebilde und Riana sah wie er sich suchend umsah. „Komm zurück, da brauche ich nicht lange zu überlegen. Gib mir nur ein wenig Zeit alles zu regeln und ich gehe mit dir.“ Leise flüsterte Riana. „Dann regel was du zu regeln hast und ich werde dich zu mir holen sobald du bereit bist.“ Nun sah man wie er in den nächsten Tagen fieberhaft alles ordnete wie er seinen Thron weiter gab an seinen Vertrauten. Eine Ehefrau oder Kinder hatte er nicht. Dann rief er. „Ich bin bereit.“ Er trug seine Rüstung, sein Schwert und seine Dolche bei sich. Riana sah nach oben. „Kommt er nun zu mir?“ Die Stimme antwortete. „Ja er wird sofort zu dir gebracht. Doch rate ich dir eins lass ihn ein wenig zappeln, denn er ist ein Jäger und will sich sein Wild erkämpfen.“ Riana nickte, sie war aufgeregt. Ihr Herz pochte wie wild. Dann erschien auf einmal Orland bei ihr im Raum, er sah sich um und sah sie dort stehen. Sofort ging er auf sie zu und wollte sie an sich ziehen, doch dann ertönte eine Stimme die ihn wieder herum fahren ließ. „ Immer langsam, so schnell geht das nicht. Riana unterzieht sich hier einer Prüfung und du bist Teil davon. Willst du sie wirklich?“ Orland nickte. „Ja sie ist mir immer mal im Traum erschienen und ich dachte sie gäbe es nicht außer in meinen Träumen, doch als ich sie sah, wusste ich das ich zu ihr und sie zu mir gehört. Doch wer bist du?“ Riana sah ihn an. „Das sagt sie nicht, wir werden warten müssen.“ Er trat auf Riana zu und legte einen Arm um sie und wartete nun mit ihr erst mal ab. Die Stimme ertönte wieder: „Riana sieh zur Spiegelwand.“ Als sie das tat, sah sie eine niedrige Säule auf der die Kugel mit ihrer Macht lag. „Du kannst dir deine Kugel nehmen du hast die Prüfung bestanden, doch wirst du wenn du sie nimmst, auf Orland verzichten müssen.“ Orland sah nun auch nach oben. „Das ist grausam, ich weiß zwar nicht was diese Kugel für sie bedeutet, doch sie wählen zu lassen ist einfach grausam.“ Riana sah auf die Kugel, sah dann Orland an und schüttelte mit dem Kopf. „Nein ich habe mich schon einmal für die Liebe entschieden und tue es nun wieder. Dort in der Kugel ist meine göttliche Macht, wenn ich dich wähle, werde ich sie ganz verlieren.“ Orlando knurrte. „Du kommst an meiner Seite auch ohne deine Macht aus, die brauchst du nicht. Ich will dich und ich habe mich bereits in meinen Träumen in dich verliebt, ich wusste nur nicht wer du warst. Doch kann ich verstehen, wenn du nicht auf deine göttliche Macht verzichten möchtest.“ Dann sah er nach oben. „Und sollte ich dich jemals treffen sei gewiss mit mir wirst du es nicht leicht haben. Egal ob du ein Gott bist oder nicht.“ Die Stimme lachte leise. „Wir werden sehen.“ Dann an Riana gerichtet. „Nimm dir deine Kugel und Orland, du hast dir beides ehrlich verdient. Werdet glücklich mit einander.“ Dann fror die Zeit wieder ein.

Aurian sah Damok an. „Und zufrieden mit deinem Schwiegersohn? Habe ich gut gewählt?“ Er nickte heftig. „Der Junge ist einmalig, genau das was mir noch fehlte. Du hast Aaron und ich habe nun Orland, das ist sehr gut. Doch möchte ich jetzt doch etwas wissen, wer war diese Stimme. Sie klang aufregend, vielleicht hätte sie nichts gegen ein tete-a-tete mit mir.“ Nun lachte Aurian herzlich. „Mein Lieber Damok, das war meine Stimme. Was hattest du denn gedacht?“ Er lachte auch, sah aber dabei frech Leon und Myrion an. „Na wenn das so ist, dann muss ich dich halt noch mal verführen. Das wird heiß werden.“ Das die beiden nicht gleich aufsprangen und ihm an die Kehle ginge war ein Wunder. Doch hatten sie noch Aurians Worte im Kopf und so knurrten sie ihn nur an. Aurian verdrehte nur leicht die Augen. „Können wir jetzt weiter machen?“ Alle nickten, nun sah man Rowan mit seiner Araniel, er ging zu der Kugel, erklärte ihr dabei wer er wirklich war und was sich in der Kugel befand und nahm sie vom Podest, die Kugel löste sich auf und der Nebel dran in Rowan ein. Dann erschien eine Türe durch die die beiden den Raum verlassen konnten. Auch bei Naraja und Kristan öffnete sich die Türe und sie konnten nach draußen treten. Einzeln waren sie eingetreten doch zusammen kamen sie wieder heraus. Und als letztes nahm nun auch Riana ihre Kugel und es ging wie bei Rowan, danach traten auch sie aus der Türe.

Als die vier Prüflinge sich draußen wieder trafen sahen sie das sie nun zu sechst waren. Man stellte sich gegenseitig vor und beglückwünschte sich als man erfuhr das jeder nun seine göttliche Macht bekommen hatte. Dann erschien Aurian vor ihnen und sah alle an. „Nun zwei fehlen noch, sie haben noch keine göttlichen Fähigkeiten, doch habe ich im Moment mal genug von Prüfungen und gebe sie ihnen auch so. Ich habe diese beiden lange beobachtet und weiß was ich von ihnen zu halten habe.“ Sie sah Araniel und Orland an. „Benutzt eure neuen Fähigkeiten weise. Eure Partner werden euch zeigen wie ihr damit umgehen müsst und was man mit ihnen alles kann.“ An Naraja und Kristan gerichtet. „Euch wird weiterhin Angel zur Verfügung stehen und euch alles zeigen was ihr wissen müsst. Er lässt euch übrigens lieb grüßen.“ Als alle nickten sah Orland sie genauer an und atmete scharf ein. Er zwinkerte Riana zu. „Hat sie schon einen Partner?“ Riana knuffte ihn. „Ja und sogar zwei, warte ab du wirst sie kennen lernen.“ Aurian lachte. „Na gut ihr Jungspunde, wir haben ein Fest und wie ich annehme auch eine zünftige Schlägerei, denn Damok konnte das provozieren mal wieder nicht lassen. Na dann kommt mal mit.“ Und so verschwanden alle mit ihr auf die Welt der Götter. Als Aurian aus dem Ratssaal verschwunden war, gingen alle anderen zum Strand, wo sie bereits alles vor fanden was man für ein gutes Fest braucht. Ebenso einen Tisch mit Steaks und Verbandsmaterial. Aurian hatte so ihren eigenen Humor. Die anderen Götter, als sie sahen das dort alles für ein Fest vorbereitet war, kamen nun auch. Und als Aurian mit den sechs jungen Leuten erschien, wurde sich erst mal gegenseitig beglückwünscht.