Kapitel 19: Spiegel der
Erkenntnis, Teil 1

Aurian, wusste was nun auf die
vier jungen Leute zu kommen würde, doch war sie der Meinung das
sollten sich auch einige andere ansehen. So ließ sie nun neben
Myrion und Leon, als auch Lazarus, die eh immer dabei waren wenn
es etwas wichtiges gab, auch Damok, Mystral, Andor, wie auch die
beiden Engel und die Hüterin der Menschen kommen. Sie sah die
Hüterin an und diese nickte. Aurian sah einen nach dem anderen
an. „Euch ist bekannt das ich Rowan und Riana einer Prüfung
unterziehen wollte, doch hat mir nun die Hüterin etwas
mitgeteilt was es nun um so wichtiger macht, das alle vier
geprüft werden. Warum werdet ihr im Laufe dessen was ihr nun
sehen werdet verstehen. Ich weiß nicht wie die vier sich
entscheiden werden, denn es ist ihre Entscheidung. Doch je nach
Ausgang, könnte es sein, das der eine oder andere keine
göttliche Macht, weder zurück noch überhaupt bekommen wird.“
Damok wollte gerade etwas sagen doch Aurian sah ihn ruhig an.
„Warte mit deinem Einwand, ich weiß das es dir nicht gefällt,
vor allem wegen Riana. Doch warte ab und sieh zu. Anschließend
kannst du mir sagen was du mir zu sagen hast und ich werde ruhig
zu hören.“ Damok nickte, er hatte einsehen müssen, das Aurians
Urteil wenn es auch Anfangs recht grausam klang, doch inzwischen
einen Sinn ergab. So öffnete Aurian bevor die vier ihre Türe
wählten ein Fenster wo nun alle sehen konnten was geschehen
würde. So hörten sie mit welchen Begründungen die Türen gewählt
wurden. Aurian erklärte: „Da ich einen nach dem anderen prüfen
will, hilft mir hier Väterchen Zeit, in dem er nur für den die
Zeit weiter laufen lässt den ich prüfe, die anderen werden fest
gefroren und keine Sorge sie merken davon nichts. Für sie
vergeht sie eben nur nicht." Alle nickten und so sahen sie
nun was hinter Rowans Türe geschah, denn er war der Auslöser für
diese Prüfungen gewesen, daher sollte er als erster dran kommen.
Rowan betrat den Raum, er war
stock dunkel, leise hörte er eine ruhige Stimme. „Vor dir steht
ein Stuhl setze dich bitte darauf.“ Rowan nickte und tastete
nach dem Stuhl, als er ihn gefunden hatte setzte er sich. Er
versuchte dahinter zu kommen wem die Stimme gehörte. Sie sprach
wieder: „Du kennst die Vergangenheit deiner Seele?“ Rowan
nickte. „Ja, ich habe es in Träumen gesehen.“
„Gut dann sieh nach vorne dort
wirst du gleich einen Spiegel sehen, doch wird es kein normaler
Spiegel sein. Wenn ich dich dazu auffordere kannst du Ereignisse
ändern oder sagen das sie so bleiben sollen. Eine Zukunft ist
niemals feststehend, sie ändert sich durch Handlungen die man
begeht oder die man verändert. Ich werde dir sagen wenn du etwas
verändern kannst und du wirst mir sagen ob du etwas verändern
möchtest. Hast du alles verstanden?“ Rowan nickte abermals: „Ja
habe ich.“ „Gut dann geht es nun los.“ Nun wurde es dort wo der
Spiegel der die gesamte Wand einnahm war hell und Rowan sah die
junge Aurian, bevor sie Myrion kennen lernte.“ Du sagtest als du
noch Darcon warst, wenn du Aurian als erster begegnet wärst
würdest du sie an Myrions Stelle ehelichen, ist das korrekt?“
Rowan nickte. „Ja ich erinnere mich, das war als sie Myrion
heiratete, da sagte ich das.“ „In Ordnung sehen wir mal was
geschehen wäre, wenn du ihr als erster begegnet wärst.“ Nun sah
Rowan wie anstelle von Myrion nun Darcon Aurian traf. Er spürte
Darcons Verlangen nach der Frau die dort trainierte. Der ging
auf sie zu und sprach sie an, Aurian drehte sich herum und wich
vor ihm zurück. Rowan hörte wie Aurian sagte: „Wer seid ihr und
was wollt ihr von mir?“ Darcon sah Aurian gierig an. „Ich werde
dein Mann sein und will dich. Dafür wurde ich geboren.“ Als
Aurian weiter vor ihm zurück wich, versuchte er es mit Gewalt,
er wollte sie und er wollte sie sofort. Aurian wehrte sich so
gut sie konnte, aber er war stärker, doch bevor er sich nehmen
konnte was er wollte spürte er einen Dolch im Rücken. Der konnte
ihm zwar nichts groß antun doch ließ er nun Aurian los und sah
wer ihn da ermorden wollte. Es war Aaron der wütend knurrte, ihn
umfasste und mit ihm in die Kristallhöhle verschwand, wo Darcon
nun tot zusammenbrach, denn der Dolch steckte noch in seinem
Rücken und hier war er sterblich.
Rowan hörte wieder die Stimme:
„Das mal dazu das du ihr Gemahl geworden wärst. Du wärst nur
noch früher gestorben. Aber weiter.... Leon tötete dich in
deinem ersten Leben. Du wolltest den Platz an ihrer Seite, das
ist richtig oder? Und deine Frage war, handelte Leon aus
Niedertracht weil er deine Stelle die du bereits sicher
glaubtest, haben wollte.“ Rowan nickte wieder. „Ja das stimmt.“
„Gut, also wir kommen nun zu deinem zweiten Angriff auf Aurian,
den ersten konnte sie abwehren und beim zweiten tauchte Leon auf
und da hattest du seinen Dolch im Rücken. Spüre nun was er
fühlte als er dich tötete.“ Und abermals sah er wie nun Darcon
Aurian attackierte und sah das sich Leon in Myrions Schmiede
aufhielt und auf einmal sagte. „Aurian, sie ist in Gefahr.“ Nun
spürte er was Leon empfand, das er in dem Moment weder daran
dachte, das wenn er ihn töten würde seine Stelle einnehmen
könnte noch sonst irgendwas niederträchtiges. Sondern das Leon
lediglich spürte das sie in Gefahr war, hinzu sprang und Darcon
tötete, bevor er Aurian was antun konnte. Erst danach, wurde ihm
klar was er getan hatte und das der Weg nun für ihn frei war.
Abermals erklang die Stimme: „Du
siehst er hat es nicht aus Niedertracht getan, denn obwohl er es
selber nicht wusste, liebte er Aurian zu diesem Zeitpunkt
bereits. Denn nur so konnte er spüren das sie in Gefahr war. Er
war nur deshalb schneller als Myrion weil der die Teleportation
noch nicht beherrschte.“ Rowan nickte verstehend.
„So und nun zu dem Teil wo du
etwas verändern kannst.“ Nun sah Rowan die drei dort stehen.
„Welchen der beiden würdest du gegen Darcon austauschen? Wessen
Platz hättest du gerne eingenommen?“ Rowan erhob sich er trat
auf den Spiegel zu und sah die drei an. Man sah er kämpfte mit
sich, er war wütend, er war sauer, er wollte immer noch einen
Platz an Aurians Seite. Er ging auf und ab, während alle die
zusahen den Atem anhielten. Rowan senkte den Kopf um
anschließend seinen Körper auf einmal zu straffen. Abermals
blieb er vor den drei stehen und hatte sich entschieden.
„Keinen. Denn ich glaube, egal wessen Platz ich eingenommen
hätte, vorausgesetzt sie hätte mich oder vielmehr Darcon
angenommen, was ich inzwischen sehr bezweifle, wäre Lazarus
wahrscheinlich nicht das was er wäre, ebenso wenig wären dann
Mystral und Andor oder Angel geboren worden. Wahrscheinlich
hätte dieser Lazarus meinen jetzigen Vater sofort getötet bei
seinem Erscheinen, mal abgesehen davon das ich auch das Licht
verändert hätte. Nein ich habe meine Lektion gelernt. Was ich
nun werde, will ich mir erarbeiten, ich will es mir verdienen.“
Er setzte sich wieder und sah
leise seufzend auf den Spiegel. Abermals erklang die Stimme. „Du
hast recht, selbst wenn du sie dir mit Gewalt genommen hättest,
selbst wenn sie dich als zweiten Mann an ihrer Seite angenommen
hätte, wäre Lazarus in der Tat nie geboren worden. Denn Myrion
hätte sich geweigert dich in seiner Nähe haben zu wollen, womit
es niemals zu dieser Doppelbefruchtung hätte kommen können. Und
Leon, wäre er der erste Mann gewesen und du als zweiter an ihrer
Seite, er hätte ebenso gehandelt, wenn er dich nicht sogar
irgendwann doch getötet hätte. Myrion hätte dich eventuell noch
an ihrer Seite geduldet, doch Leon ist anders, er hätte keine
Skrupel gehabt den Störenfried aus der Welt zu schaffen.“ Rowan
nickte und als nun die Stimme erklang war sie sanft. „Den ersten
Teil hast du überstanden und du hast richtig entschieden.
Hättest du auch nur einen von beiden austauschen wollen, wäre
deine Göttlichkeit damit endgültig weg gewesen.“ Rowan atmete
scharf ein. „Danke.“
Nun unterhielten sich alle
angeregt und diskutierten Rowans Entscheidung. Damok war zum
ersten mal stolz auf seinen Sohn. Er sah Aurian an. „Meinte er
das wirklich ernst oder hat er nur so geantwortet weil er ahnte
das alles von seiner Entscheidung abhing?“ Aurian lächelte. „Er
meinte es wirklich ernst. Er hat begriffen das es Dinge gibt die
geschehen müssen. So auch sein erster Tod. Er wäre als Darcon so
oder so gestorben, entweder durch Aarons Klinge oder durch
Leons. Wahrscheinlich hätte sogar Myrion ihn irgendwann getötet.
Sein Schicksal war unausweichlich. Er musste sterben um als
Rowan wieder geboren werden zu können." Damok nickte
leicht, doch sah man ihm an das er jetzt sehr stolz auf Rowan
war. Aurian lächelte. „Gut nun weiter, Riana nehme ich zum
Schluss dran, denn bei ihr gibt es kaum was zu bemängeln. Vor
allem sie hat eine neue Seele da ist noch nicht viel drin was
man ihr vorwerfen könnte, also erst mal Kristan.
Nun sah man wie Kristan in den
dunklen Raum trat. Auch er bekam die Anweisung sich zu setzen.
Ebenso wie bei Rowan erklärte die Stimme ihm was es mit dem
Spiegel auf sich hatte und er nickte.
Abermals erklang die Stimme. „Du
wünscht dir das deine Mutter und deine Geschwister überlebt
hätten das man sie nicht getötet hätte, gut sehen wir doch mal
was geschehen wäre.“ Nun sah Kristan wie er glücklich
aufgewachsen, wie er irgendwann in die Fußstapfen seines Vaters
getreten wäre. Als Erwachsener hätte er eine junge nichtssagende
Frau geheiratet, hätte auch Kinder bekommen und wäre ebenso
unbedeutend gestorben wie er gelebt hatte. „ War es das was du
wolltest?“ Kristan schüttelte mit dem Kopf. „Nein, ich sagte es
schon mal Damok. Ich habe verstanden es muss einiges geschehen
damit man wird was man ist. Dennoch hätte ich sie gerne noch ein
wenig länger behalten, aber das ist nun egal. Ich bleibe dabei
es ist gut wie es ist.“
Leise antwortete die Stimme: „Gut
aber nun mach dich auf etwas gefasst.“
Was nun kam, das ließ alle
aufspringen, denn damit hatte bis auf die Hüterin keiner
gerechnet.
Dort sah Kristan und auch die
Zuschauer das Universum, wie eine Welt nach der anderen zerstört
wurde, man sah, wie die Welt der Götter im Chaos versank.
Kristan musste mit ansehen wie die Geister alles zerstörten. Er
sprang auf. „Nein.. nicht, das darf nicht sein. So halte es doch
auf, bitte.“ Die Stimme fragte. „Bist du sicher? Es ist doch eh
alles egal, wen interessiert es ob diese Welten sterben und mit
ihnen die Menschen die auf ihr lebten. Keine intriganten Könige
mehr. Niemand der nach Besitz oder Macht strebt.“ Kristan rief.
„Das ist nicht egal, intrigante Könige kann man töten so das
andere an ihren Platz treten, die besser sind. Ebenso kann man
etwas dagegen tun wenn jemand zu sehr nach Besitz oder Macht
strebt. Man kann alles ändern.“ „In Ordnung welche Strafe
würdest du ihnen erteilen für das was sie getan haben? Geh mal
davon aus das sie unbegrenzte Macht haben.“ Kristan ging wie
zuvor auch Rowan vor dem Spiegel auf und ab und sah das Chaos
das sich dort ausbreitete. Er sah wie die Götter flüchteten weil
die Geister zu stark waren. Das die Götter nicht gegen sie
ankamen. Doch als er genauer hinsah, fiel ihm auf das zwei
fehlten. „Die Lichtgöttin und Lazarus fehlen, sie sind nicht
geflohen. Sie muss eingreifen, sie muss sie bestrafen, wenn das
möglich ist.“ „Ja es ist möglich, doch welche Strafe soll sie
ihnen erteilen? Denk nach und denk schnell bevor alles
vernichtet ist.“ Weiterhin starben Welten und Kristan dachte
nach. „ Ich weiß es nicht, ich habe keine Lösung.“ Leise
antwortete die Stimme: „Aber du bist dir sicher das sie bestraft
werden müssen, oder? Das sie hier nicht richtig gehandelt
haben.“ Kristan nickte. „Sie haben den Tod verdient. Lass mich
in den Spiegel und ich werde sie töten und wenn ich es nicht
kann, auch egal, dann sterbe ich wenigstens bei dem Versuch.“
„Mutige Worte, doch sieh mal welche Strafe sie bekommen.“ Dann
sah er wie Aurian in ihrer Lichtaura auftauchte und neben ihr
Lazarus. Nun konnte er beobachten wie die Strafe aussah, er
nickte und verschränkte befriedigt die Arme vor der Brust. „Ja
das ist richtig, keine Macht mehr und als Menschen müssen sie
ihr Leben fristen. Das finde ich eine angemessene Strafe. Ich
hätte sie zwar getötet, aber das ist auch gut.“
„Gut, doch warte ich habe noch
eine Alternative, schau hin, das dort bist du mit einem Schwert
das in der Lage ist sie zu töten.“ Dabei sah er sich dort
stehen, mit einem flammenden Schwert in seinen Händen. „Und
daneben haben wir die Lichtgöttin und ihren Sohn. Triff deine
Entscheidung, tötest du sie oder nimmst du die Strafe der
Lichtgöttin? Wenn du sie tötest wird dein Name im ganzen
Universum genannt werden, man wird dich feiern als Retter der
Welten. Oder aber du lässt das Licht entscheiden. In dem Fall
würdest du niemals als Retter der Welten genannt werden.“
Er sah auf das Bild das sich ihm
zeigte. Er dachte nach. Er wollte immer bekannt sein und hier
wurde ihm eine Möglichkeit geboten bekannter zu werden als er
sich je erträumt hatte. Doch er schüttelte den Kopf. „Ja ich bin
skrupellos, mir macht es nichts aus zu töten. Doch habe ich
gesehen mit welcher Hochachtung man der Lichtgöttin entgegen
tritt. Ich sah das niemand ihr Urteil in Frage stellte als sie
Rowan bestrafte, mal abgesehen von Damok, doch das war
verständlich, da es auch Riana betraf. Ich wollte immer bekannt
werden, ich habe mir auf meiner Welt einen Namen gemacht. Doch
das hier, nein ich werde ihr Urteil nicht in Frage stellen. Denn
es ist ebenso wie mit meiner Familie. Ich weiß nicht ob es einen
Unterschied macht ob man diese Wesen tötet oder nicht.
Sie soll sie bestrafen wie sie es
für richtig hält. Ich finde ihre Strafe angemessen.“
Abermals wurde die Stimme sanft:
„Du hast richtig entschieden und hast gleichzeitig ihre Strafe
angenommen.“ Kristan horchte auf: „Was soll das heißen? Bin ich
etwa auch wieder geboren wie Rowan? Und wenn ja wer war ich
dann? Ich kann mich nicht erinnern.“ Leise bekam er zur Antwort:
„Ja und nein. Das Licht verdonnerte dich dazu, überhaupt mal
geboren zu werden und das als Mensch. Und es ist logisch das du
dich nicht erinnern kannst. Dir wird auch niemals die Erinnerung
an ein früheres Leben gegeben werden, weil du nie ein Leben
hattest. Sieh auf den Spiegel, dort siehst du die beiden Geister
der Ewigkeit, wobei der männliche Teil wieder eins ist und nicht
mehr zwei geteilt. Sie lebten nie, sie existierten nur. Jetzt
haben sie ein Leben. Ein Leben das ihnen durch Aurian geschenkt
wurde. Was sie tat war keine Strafe, sondern sie gab ihnen eine
Möglichkeit an sich selbst zu wachsen. Kristan...lebe das Leben
weise.“ Er sah auf den Spiegel und nun dämmerte ihm was die
Stimme meinte. Er schloss die Augen. „Ich war einer der
Zerstörer der Welten und ich hätte mich selbst getötet, hätte
ich ihr Urteil in Frage gestellt.“
„So ist es. Doch nun weißt du es.
Wir wissen das du dem Chaos angehörst, schau hin, das wird sich
auch nicht ändern, muss es auch nicht. Aber du hast gelernt und
nur das zählt. Du hast den ersten Teil der Prüfung bestanden.“
Damit wurde es dunkel und die Zeit stand wieder still in den
Raum.
Abermals wurde im Zuschauerraum
diskutiert und man sah Aurian an, vor allem Damok. „Du wusstest
es?“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein, sicher ich hätte es
wissen können wenn ich gewollt hätte, doch mich interessierte
eher der Mensch Kristan und nicht das was er einmal war. Die
einzigen die es wussten, waren der Tod und die Hüterin. Und sie
sagte es mir erst als sie von der Prüfung erfuhr.“ Alle redete
durcheinander und fragten, wo dann die Urmutter sei? Aurian
zwinkerte ihnen zu. „Könnt ihr es euch nicht denken?“

Kapitel 20: Spiegel der
Erkenntnis, Teil 2

Alle sahen wieder auf das Fenster
, in dem nun Naraja den Raum betrat und versuchte etwas in der
Dunkelheit zu sehen. Auch ihr erklärte die Stimme das sie sich
setzen solle und die Bedeutung der Spiegel. Als diese saß ging
es auch schon los.
Ruhig fragte die Stimme: „Du hast
den Mann gehasst der dir das angetan hatte, doch was genau hatte
er denn getan? Er hat dir die Unschuld genommen nur weil es ihm
Spaß machte und du hast an Liebe geglaubt um dann fest zu
stellen, das er dich nur missbraucht hatte. Doch nehmen wir mal
an er hätte dich geliebt so wie du ihn. So schau hin was
geschehen wäre.“
Naraja sah auf den Spiegel und
sah nun, wie sie den Mann heiratete, anfangs war alles noch sehr
schön und sie bekamen auch Kinder. Doch dann irgendwann begann
er fremd zu gehen während sie die Kinder aufzog. Er beteuerte
immer wieder das er sie liebte, doch das er nicht anders könnte,
das er wenn ihm einer Frau begegnete die ihm gefiel, auch haben
wollte. Sie wurden zusammen alt, die Kinder wurden erwachsen und
Naraja hatte ein langweiliges Leben gelebt. Sie starb ohne mehr
daraus gemacht zu haben.
Naraja nickte. “Ja du hast recht,
ich sollte ihn nicht mehr hassen sondern wenn ich das nun sehe,
eher sogar noch dankbar sein. Denn durch ihn bin ich durch die
Welt gekommen, ich habe ein aufregendes Leben geführt und habe
dadurch auch Kristan kennen gelernt, der mir weit aus mehr
bedeutet als es dieser Kerl je tat. Vor allem an Kristans Seite
kann ich sein was ich bin und er hält dennoch zu mir.“ Abermals
antwortete die Stimme. „Also gibst du deinen Hass nun auf?“
Naraja nickte abermals. „Ja das tue ich. Er war es nicht wert
das ich überhaupt noch einen Gedanken an ihn verschwendente.“
„Gut, nun wirst du etwas sehen
was weit aus schlimmer ist als ein gebrochenes Herz, sieh hin.“
Nun sah Naraja das gleiche wie Kristan, wie Welt um Welt
zerstört wurde, wie die Geister alles zerstörten was je
erschaffen worden war. Auch Naraja sprang auf. „Kann ich nichts
dagegen tun? Das darf doch nicht geschehen. Kann ich irgendwas
daran ändern?“ Die Stimme fragte. „Was würdest du den ändern
wollen und was würdest du dagegen tun?“ Naraja ging zum Spiegel
und sah sich die Zerstörung und das Chaos an. „Sie müssen
aufgehalten werden. Ich bin nicht so stark wie sie, ich kann
nichts dagegen tun. Doch die Lichtgöttin könnte es vielleicht.
Ich muss sie rufen und um Hilfe bitten.“ „Angenommen sie käme
und sie würde dir helfen, würde aber dafür dein Leben fordern,
wärst du bereit den Preis zu zahlen?“ Naraja schrie: „Ja, ja ich
würde den Preis bezahlen, wenn dafür diese ganzen Unschuldigen
leben dürften, wenn dafür alles wieder so wäre wie zuvor. Ja ich
wäre bereit den Preis zu bezahlen. Hier und jetzt.“ „Gut, dann
mach dich bereit zu sterben.“ Naraja nickte leicht. Sie dachte
noch mal kurz an Kristan, den sie liebte und der dann auch leben
könnte und an ihren Bruder und seine kleine Familie. „Ich bin
bereit.“ „Gut schau hin, bevor du stirbst, solltest du sehen das
dein Opfer nicht umsonst war.“ Nun sah Naraja wie die
Lichtgöttin und ihr Sohn erschienen, wie sie die beiden
männlichen Geister wieder zu eins werden ließ und welche Strafe
sie über die nun übrigen beiden Geister verhing. Naraja nickte.
„Ja das ist gut. Keine Macht und sie müssen lernen wie sie nur
mit menschlichen Fähigkeiten zurecht kommen.“ Dann sah sie wie
Welt um Welt wieder entstand, wie sie aus der Zerstörung zurück
geholt wurden. Doch spürte sie auf einmal entsetzliche Schmerzen
und krümmte sich. „Was ist das, was ist mit mir los?“ Gelassen
antwortete die Stimme. „Du stirbst, deine Kraft macht es möglich
das die Welten wieder erstehen können. Sie nimmt deine Substanz
um es rückgängig zu machen, das wolltest du doch. Du warst doch
zum sterben bereit.“ Man sah das Naraja Todesangst hatte und
doch nickte sie unter diesen entsetzlichen Schmerzen. „Wenn das
der Preis ist bezahle ich ihn, wie ich es versprach.“
Urplötzlich wie sie gekommen waren , waren die Schmerzen fort.
Naraja sah auf einmal verwundert auf. „Was ist nun los?“ Sanft
sprach die Stimme. „Du hast deine Entscheidung getroffen und
hast gleichzeitig deine Strafe akzeptiert und warst bereit zu
leiden um es rückgängig zu machen.“ Naraja sah sich um. „Was
heißt das?“ dann dämmerte es ihr und sie sah wieder auf den
Spiegel. „Ich war einer der Zerstörer oder? Doch habe ich keine
Erinnerung an dieses Dasein, ich wusste es nicht.“
„Du wirst auch nie eine
Erinnerung bekommen, denn diese Wesen waren lediglich existent
und hatten vorher kein Leben. Doch nun haben sie eins. Sie
wurden von Aurian gestraft für das was sie getan hatten, so wie
du es gesehen hast. Sie lebten wie sie es gesagt hatte und nun
haben sie die Chance alles besser zu machen. Zu sehen was ein
Mensch sieht, zu fühlen was Leid heißt. Und auch Schmerzen
erdulden zu müssen, wenn es nötig ist. Du warst bereit alles auf
dich zu nehmen. Nun hast du ein Leben....nutze es weise.“ Naraja
starrte mit großen Augen auf den Spiegel. „Ich bin?....nein, ich
war?..“ „Ja du warst die Urmutter. Du warst einst weise, bis das
Universum begann das Chaos zu gebären, da wurdest du wahnsinnig,
denn deine Existenz war bedroht. Du hast Intrigiert, hast
versucht alles zu ändern und doch hat es nichts genutzt. Denn
alles kommt wie es kommen muss. Das Chaos musste geboren werden,
denn wo Licht ist muss auch Finsternis sein, wo Ordnung ist muss
es auch Chaos geben. Einst wusstest du das und hattest es dann
doch nicht beachtet, weil du wusstest würde das Chaos kommen,
wärt ihr nicht mehr nötig. Aurian hätte eure Existenz komplett
auslöschen können, sie hätte es vermocht. Doch sie wusste was
ihr für das Universum getan hattet, also gab sie euch etwas viel
besseres, besser als das was ihr vorher hattet. Sie gab euch ein
Leben.“ Naraja nickte leicht. „Ich muss ihn suchen, wenn ich
wieder da bin, auch wenn ich mich nicht daran erinnern kann, was
ich mal war. So muss er es auch sein.“ Nun lachte die Stimme
leise. „Du hast ihn bereits gefunden. Und ein Engel tat was
getan werden musste, ohne es zu wissen. Sie brachte euch wieder
zusammen.“ Naraja ließ sich auf den Stuhl fallen. „Kristan.“
Abermals begann im Zuschauerraum
eine Diskussion, man war ganz aus dem Häuschen. Damok starrte
auf das Fenster, in seinem Kopf arbeitete es, dann sah er Aurian
an. „Sag mir eins. Wenn sie einst die Urmutter war, ist sie
stark genug mir ein Kind zu schenken?“ Aurian schüttelte den
Kopf. „Nein, das ist sie nicht. Denn sie hatte nie einen eigenen
Körper, sie war ein Geist, nicht mehr und nicht weniger. Sie war
nie in der Lage ein Kind zu gebären. Sie mussten sich Avataren
bedienen um das überhaupt möglich zu machen. Als ich ihnen ein
Leben gab bekamen sie einen Körper und ihr Geist verschwand, er
existierte nur noch in der kleinen Seele die sie damals besaßen.
Diese drei hatten nie eine vollständige Seele. Ich habe die
Seelen vervollständigt, doch frag mich nicht wie ich es getan
habe, denn das würde zu weit führen. Akzeptiere einfach, wenn
ich sage, sie wird kein Chaoskind gebären können. Es geht nicht.
Denn alles was sie einst war, ihre Macht, ihr Wissen und ihre
Kraft ist für immer fort. Sie kann in den Stand einer Göttin
erhoben werden, sie wird die Macht einer Göttin haben, aber das
ist auch alles. Mehr ist nicht drin.“ Damok nickte seufzend.
„Also bleibt wirklich nur Riana?“ Aurian nickte. „Sie ist die
einzige die stark genug ist, da sie Blut von deinem Blut ist und
ein Teil von dir.“ Damok sah Aurian an. „Blut von meinem Blut.
Ich habe einen gestohlenen Körper, ich besaß niemals einen
eigenen Körper. Ich wurde niemals geboren wie alle anderen hier.
Selbst du bist geboren worden, wenn auch deine Seele uralt sein
mag. Doch hat dein Körper alles was deine Vorfahren in dich
gesteckt hatten. Also was bin ich dann eigentlich? Dieser Körper
den ich habe, war mal sterblich. Ich habe ihn einem sterbenden
gestohlen. Wieso kann er dann nicht das Chaoskind zeugen?“
Aurian nickte leicht. „Weil du ihn mit deiner Essenz gefüllt
hast. Du hast recht dein Körper war eigentlich nicht mal deiner
und doch durchdringt inzwischen jede seiner Zellen deine Essenz.
Das ist nicht mehr der Körper des sterbenden, es ist dein
Körper. Und somit ist auch dein Samen durchdrungen von deiner
Essenz.“ Sie sah das Damok es immer noch nicht verstand. „Pass
auf ich zeige dir etwas.“ Damit griff sie zu seinen Haaren.
„Darf ich?“ Er nickte und so riss ihm Aurian zwei seiner Haare
aus. „Nun pass auf.“ Sie zog sich selber auch zwei Haare aus und
legte diese Haare nun auf den Tisch. Und nun konnte man
beobachten, wie die Haare flüssig wurden und bei seinen eine
schwarze ölige Masse entstand und bei ihren die ebenso flüssig
wurden, eine silbrig glänzende Masse heraus kam. „Siehst du das
sind unsere Essenzen, deine ist dunkel und meine hell. Sie
steckt selbst in nur einem Haar von uns. Und so ist es auch mit
deinem Samen. Dort steckt sie ebenso drin.“ Damok nickte, er
verstand langsam. Doch dann kam ihm ein Gedanke. „Was ist mit
Doran, er ist auch von deiner Essenz und doch ist er nicht wie
du.“ Aurian lächelte und griff zu Leon herüber. „Darf ich?“ Auch
er nickte. „Nur zu Kleines.“ So zupfte sie auch Leon einige
Haare aus und legte sie auf den Tisch, ebenso wie Damoks wurde
die austretende Essenz dunkel wenn auch nicht so ölig wie seine.
Nun trennte sie ein wenig von ihrer Essenz ab und ebenso ein
wenig von Leons, und schob beide zusammen. „Bedenke, Leon ist
der Sohn des dunklen Avatars.“ Als sich diese beiden Essenzen
verbanden kam dabei eine dunkelgraue Masse heraus, die doch ein
wenig dunkler war als erwartet. „Das ist Doran. Wäre er jetzt
hier und ich würde ihm einen Teil nehmen, wären sie fast
identisch.“ Damok sah Aurian nickend an, dann fiel sein Blick
auf Angel. „Ha... ich habe dich erwischt, Angel und Lazarus sind
grundverschieden obwohl sie beide gleich entstanden sind.“
Aurian lachte leise. „Nein du hast mich nicht erwischt. Es
stimmt, sie sind gleich entstanden durch eine Doppelbefruchtung.
Doch gibt es einen Unterschied. Angel besitzt die Seele von
Ikarus und somit auch einen Teil seiner Essenz, während Lazarus
eine neue Seele bekam. Lazarus Seele ist vom Licht durchdrungen
worden, ebenso wie mit Teilen von Myrion und ebenso von Leon.
Das musste sein, wäre er das reine Licht würde er nicht das Heer
des Lichts anführen können. Er musste also auch in der Lage sein
töten zu können, das hat er von Leon und er musste sehr
beherrscht und liebevoll sein, das hat er von Myrion. Wie du
selber mal erkannt hast, Leon und Myrion sind sehr verschieden,
doch zusammen sind sie unschlagbar. Und nun setze zu den beiden
noch meine Essenz dazu und du bekommst Lazarus. Angel hingegen,
hat ebenso Teile von mir, von Myrion und Leon, doch er besitzt
noch etwas, Ikarus Seele. Eine sehr weise Seele auch wenn Ikarus
nicht lange gelebt hat, so hat er doch in dem kurzen Leben sehr
viel Wissen aufgenommen. So ist sein Wissen nicht verloren. Doch
muss Angel erst lernen dieses Wissen zu nutzen. Angel ist noch
jung und er wird lernen.“ Damok verstand. „Und ich bin
durchdrungen von der Essenz des Chaos, von den Haaren bis hin zu
meinem Samen. Und diese Essenz gab ich an meine drei Kinder
weiter.“ Aurian nickte. „So ist es. Aurana bekam zu deiner
Essenz und die von Mystra auch die Seele meiner Mutter, deswegen
ist sie auch eher dunkelgrau als schwarz und empfindet deswegen
auch Mitgefühl und Liebe. Rowan und Riana sind anders. Während
Rowan eine total verdorbene Seele bekam, übrigens auf deinen
Wunsch wenn ich das mal anmerken darf, bekam Riana aus gutem
Grund eine neue Seele. Rowan kannst du zum Sohn der Finsternis
ausbilden, die Voraussetzungen sind da, doch muss er lernen sich
zu beherrschen und er musste sehen das auch das Chaos nicht
alles haben kann was es will. Riana bekam deswegen eine neue
Seele damit sie dir auch weitere Kinder schenken kann. So hat
sie überwiegend die Essenz des Chaos in sich.“ Damok nickte nun
verstehend. „Doch darf ich dich noch etwas fragen?“ Aurian
nickte. „Sicher fragen darfst du, ich weiß nur nicht ob ich
antworten werde.“ Damok schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Woher
kommen die Seelen?“ Aurian sah ihn an, nickte leicht und
antwortete. „ Also gut, als das Universum entstand, gab es einen
großen Knall, was die wenigsten wissen ist, das auch das
Universum ein Bewusstsein besitzt. Keine Seele aber ein
Bewusstsein. Seine Seele, wenn man so will ist alles Leben was
in ihm besteht, egal ob Pflanzen, Tiere, Menschen, also
gleichgültig was. Das Universum lebt in allem. Doch musste auch
das Universum irgendwo herkommen. Und das kam aus der Ursuppe,
aus dem Nichts sozusagen und aus dieser Suppe kommen auch die
Seelen. Die Ursuppe ist das was man sich darunter vorstellt. Die
Urmutter sah es als Topf mit einer schwarzen Brühe sie nahm das
Wort Suppe wohl etwas zu wörtlich, ich sehe es anders und daher
ist es bei mir auch kein Topf mit schwarzer Brühe, sondern ein
kleiner Teich, in dem sich die neuen Seelen befinden, der
umrundet ist mit wunderschönen Blumen und auf dem Seerosen
schwimmen. Über dem Schmetterlinge fliegen und....“ Sie sah in
die erstaunten Gesichter die sie ansahen, lächelte und zwinkerte
ihnen frech zu. „Nun ja ich bin eben ein wenig romantisch
veranlagt, muss ein Erbgut von Jasmin sein.“ Damok lachte als er
ihr freches zwinkern sah und fragte. „Und wo ist dieser Teich?“
Aurian knuffte ihn leicht. „Das mein Lieber ist die Frage die
ich nicht beantworte, denn wo er ist, wissen nur Mutter Natur
und ich.“ Damok lachte, erhob sich von seinem Stuhl, ging
langsam auf Aurian zu, zog sie aus ihrem Stuhl hoch, sah alle
noch mal kurz an,zog sie an sich und küsste sie einfach. Es
dauerte nur einen kurzen Moment. Bevor Lazarus oder Myrion, die
gerade aufspringen wollten, ihn von Aurian losreißen konnten
ließ er sie schon selber wieder los und setzte sich seelenruhig
wieder auf seinen Platz. „Na dann zeig uns mal was Riana
entscheiden muss.“ Aurian war durch seinen Kussangriff ein wenig
aus dem Konzept gebracht, sah aber dann wieder zu dem Fenster.
„Also gut, dann wollen wir mal. Wie ihr ja wisst....“ dabei sah
sie Damok noch mal kurz kopfschüttelnd an, der sie wiederum
frech angrinste. „hat Riana eine neue Seele bekommen, also gibt
es nichts in ihrer Vergangenheit das ich ihr zeigen könnte. Doch
habe ich dafür in ihre vermeintliche Zukunft geschaut und habe
ihre Prüfung also entsprechend erstellt. Vermeintliche Zukunft
weil sich die eventuell noch ändern kann, je nach dem wie sie
sich entscheidet.“
So sahen nun alle wie nun Riana
das dunkle Zimmer betrat, wie die anderen zuvor wurde ihr gesagt
das sie sich setzen solle und was es mit dem Spiegel auf sich
hatte. Riana sah in ihre eventuelle Zukunft und sie sah das sie
sogar zur Liebe fähig war, nicht so intensiv wie es Aurana war
oder andere, doch der Funke war da. Sie sah einen Gesichtslosen
Mann dem sie die wenige Liebe die sie hatte schenkte. Sie fühlte
diese Liebe auch und seufzte leise beim zusehen.
Dann sprach die Stimme. „Du hast
die Treue gewählt und du siehst hier nun das du auch zur Liebe
fähig bist. Das warst du immer schon, denn du liebst deine
Schwester und deinen Bruder auch wenn er dir oft auf die Nerven
geht. Doch schau nun her. Das ist der Mann den die Zukunft für
dich bereit hält, sofern du ihn findest. Er ist fast so groß wie
dein Vater auch ebenso stark und gut gebaut. Er hat dir viel zu
bieten, sogar seine Liebe. Du liebst auch deinen Vater, doch
siehst du in ihm nur den Vater und nicht den Mann. Die zeit das
du ihn zum Mittelpunkt deiner Welt gemacht hattest ist lange
vorüber. Du respektierst ihn und würdest alles für ihn tun, habe
ich recht?“ Riana nickte. „Ja, er weiß was richtig für uns ist,
und du hast recht ich liebe meinen Vater. Egal was er verlangen
würde ich würde es tun.“ „Also gut, du hast nun gesehen das du
lieben wirst, das es einen Mann geben wird der deinen Vater als
Mittelpunkt deiner Welt abgelöst hat. Das er noch kein Gesicht
hat, liegt daran das ich deine Entscheidung nicht beeinflussen
möchte, außerdem würdest du dann eventuell auf die Suche gehen
um ihn zu finden und das darf nicht sein. Alles muss kommen wie
es kommen soll und das von selbst. Aber das ist im Moment auch
unwichtig. Du spürst deine Liebe zu ihm, sie lässt dein Herz
überlaufen, dennoch wird es dich nicht davon abhalten auch mit
anderen ins Bett zu gehen, er wird es übrigens nicht anders
machen. Treue ist in diesem Fall nicht so euer Ding. Doch nun
sieh weiter.“
Nun betrat Damok das Bild im
Spiegel, er sah seine Tochter an und forderte von ihr ein Kind.
Riana und auch alle anderen hörten wie Damok mit ihr sprach.
„Kind es ist soweit, es muss sein. Ich brauche einen weiteren
Sohn und du musst ihn für mich bekommen.“ Damok deutete auf das
Bett und Riana sah zu ihrem Vater und dann auf das Bett. Neben
Damok stand ihre große Liebe und sie hörte wie er sagte. „Wenn
du mich wirklich liebst tust du es nicht. Ich bitte dich.
Bekomme lieber mein Kind.“
Hier blieb das Bild im Spiegel
stehen und die Stimme sprach: „Entscheide dich, deine Treue oder
deine Liebe. Bekommst du Damoks Kind verlierst du die Liebe,
bekommst du das Kind deiner Liebe, wird dein Vater dich
verstoßen. Wähle weise.“
Nun sahen alle wie Riana von
einem zum anderen sah, sie spürte die Liebe die sie für den ihr
noch unbekannten Mann empfand, ebenso wie sie den Schwur spürte
den sie geleistet hatte, ihrem Vater treu ergeben zu sein. Sie
begehrte Damok nicht, sie sah in ihm keinen möglichen Geliebten,
sondern nur ihren Vater. Als Tränen ihre Wangen herab liefen
sprang Damok im Zuschauerraum auf. „ Aurian hör auf, lass sie
nicht so leiden. Ich würde sie niemals verstoßen nur weil sie
lieber sein Kind bekommen würde, als meines. Sie ist meine
Tochter. Und wenn sie mich nicht als Mann sehen kann, dann soll
es so sein. Wie du sagtest trägt sie die Chaossubstanz in sich
ebenso wie Rowan. Also ist es egal ob sie mein Kind bekommt oder
das des Mannes den sie liebt. Es wird so oder so ein Kind des
Chaos sein.“ Aurian sah Damok an und lächelte leicht. Dann
deutete sie auf das Fenster, wo Riana nun ihre Entscheidung
getroffen hatte. „Ich bekomme das Kind der Liebe. Ich hoffe
darauf das mein Vater mir irgendwann verzeihen kann, doch ohne
diese Liebe möchte ich dann nicht mehr leben.“ Sie weinte leise.
Und abermals ertönte die Stimme. „Du musst nicht weinen, du hast
richtig entschieden, du hast den ersten Teil der Prüfung
bestanden. Denn es gibt kein größeres Gut als die Liebe und wenn
man sie einmal hat, sollte man sie festhalten und beschützen
gegen alles was sich dagegen stellen würde. Und habe keine
Angst, dein Vater liebt dich auch, er wird dir vergeben.“ Riana
schniefte noch einige male sah aber dann auf den Spiegel und das
Zimmer wurde dunkel., die Zeit stand wieder still.
Nun sah Aurian Damok sanft an:
„Und war es so schwer zuzugeben das es selbst in deinem
schwarzen Chaosherz, Liebe gibt? Warum sonst würdest du sie
beschützen wollen. Wäre dein Herz wirklich so kalt wie du immer
tust, wäre es dir egal gewesen ob sie ihre Liebe verliert,
solange du bekommst was du willst. Doch kann ich dich beruhigen.
Auch du hast die Prüfung bestanden, sie wird dir dein Kind
schenken, ebenso wie sie dem Mann ein Kind schenken wird dem
ihre Liebe gehört, denn er wird sie deswegen nicht verlassen. Er
ist aus deinem Holz geschnitzt.“ Damok sprang wütend auf. „Du
hast es wirklich gewagt und mich ebenso geprüft?“ Aurian nickte
und schritt nun auf ihn zu und küsste nun ihn. Damok wollte
eigentlich weiter wüten, doch als er ihre Lippen spürte, schmolz
seine Wut dahin. Als sie den Kuss löste, grinste sie ihn frech
an und setzte sich zurück auf ihren Platz. „Sie wird sogar ein
drittes Kind bekommen, doch diesmal von Rowan. Du wirst damit
fünf weitere Götter bekommen.“ Damok sah sie fragend an. „Also
ich zähle nur vier, die drei Kinder die aus meiner Linie stammen
werden und den Mann an Rianas Seite.“ Aurian grinste leicht.
„Vergisst du nicht jemanden? Auch Rowan wird eine Gefährtin
bekommen. Du wirst schon sehen. Denn scheinbar hast du eins
nicht beachtet, es wurde allen vier gesagt, das sie erst einen
Teil der Prüfung bestanden haben. Mein Lieber, ich mache diese
Prüfungen schon länger als du und habe daher auch weiter als bis
über den Tellerrand geschaut. Wenn alle vier auch den zweiten
Teil bestehen, wirst du in absehbarer Zukunft insgesamt neun
Götter haben, Niklas jetzt mal nicht mit gezählt. Zähl nach, die
vier die die Prüfung machen, die Gefährten deiner beiden Kinder
und die drei Kinder die Riana bekommen wird. Und dabei habe ich
die Kinder die dein umtriebiger Sohn noch zeugen wird nicht mit
gerechnet.“ Damok sah sie überrascht an, dann stieg die
Erkenntnis in ihm hoch und man sah die Freude in seinem Gesicht.
Aurian grinste frech. „Na bin ich gut oder bin ich gut.“ Damok
stand auf, sah Myrion, Lazarus und Leon an. „Meinetwegen könnt
ihr mich gleich prügeln bis ich nicht mehr laufen kann doch
jetzt muss ich erst mal eins tun.“ Damit zog er Aurian abermals
aus ihrem Stuhl, drückte sie heftig an sich und küsste sie nun
leidenschaftlich. Anschließend, sie immer noch an sich gedrückt
haltend, sah er sie schwer atmend an. „Du bist mehr als das.
Doch denke ich das ich mich nun auf einige Prügel einstellen
sollte.“ Er ließ sie los und sah Myrion und Leon kampflustig an.
Aurian merkte das ihre beiden Männer wirklich auf ihn losgehen
wollten. „Haaalt, eure Prügelei muss warten, wir haben hier noch
vier Prüflinge die noch einen Teil der Prüfung bestehen müssen.
Danach könnt ihr euch prügeln, aber bitte draußen. Ich möchte
meinen Ratssaal ungerne zerstören lassen. Ich würde dafür den
Strand vorschlagen, dort können wir auch Tische aufstellen und
während ihr eurer Freizeitbeschäftigung nach geht, können sich
die anderen über wichtige Themen unterhalten.“ Nun sahen die
drei Kampfhähne Aurian verblüfft an, als sie so ruhig über eine
Prügelei sprach. Doch setzten sich alle wieder, wenn auch Myrion
und Leon Damok immer mal einen bösen Blick zu warfen. Nun würde
also der zweite Teil der Prüfung beginnen und man war schon
gespannt was Aurian noch ausgegraben hatte. Die Männer
jedenfalls freuten sich schon auf eine zünftige Prügelei.

Kapitel 21: Götter des Chaos

Abermals zeigte Aurian auf das
Fenster: „Nun die Gewissensprüfung haben sie bestanden, doch nun
kommt eine die ihr Herz prüfen soll. Mal sehen wie sie
abschneiden.“ Sie sah Damok an. „Keine Sorge ich weiß das nicht
einer von ihnen bis vielleicht auf Naraja, irgendwelche Skrupel
kennt. Das habe ich berücksichtigt. Wir beginnen wieder mit
Rowan.“
Und schon sahen sie wie Rowan
immer noch dort war wo sie ihn verlassen hatten und wieder
ertönte die Stimme.. „So Rowan nun kommen wir zum zweiten Teil
dieser Prüfung. Bist du bereit?“ Er nickte. „Ja ich bin bereit.“
„In Ordnung dann sieh wie zuvor auf den Spiegel.“ Rowan kam dem
nach und nun sah er dort eine Frau auf einem wilden Hengst den
sie zu zähmen versuchte, sie hatte Ebenholz schwarze lange Haare
die sich wie eine Mähne um ihren Kopf legten. Rowan richtete
sich auf und betrachtete die Frau. Man sah das sie eine wilde
Natur hatte. Dann wurde sie von einigen Kämpfern angegriffen,
das Pferd ging vorne hoch, doch konnte es seine Reiterin nicht
abwerfen. Auf der einen Seite kämpfte sie mit dem wilden Hengst
und auf der anderen Seite mit ihren Gegnern denn inzwischen
hatte sie auch ein Schwert gezogen. Trickreich benutzte sie
sogar das bocken des Pferdes für ihre Zwecke, das dem einen oder
anderen Angreifer die Hufe in das Gesicht jagte. Als sie alle
Angreifer nieder gerungen hatte, ritt sie wie der Teufel davon,
selbst das Pferd hatte nun aufgegeben.
Aurian tat so als sei sie kurz
abgelenkt worden und sah nun erst auf das Fenster. „Oh....nein
das war das falsche.“ Doch auch Damok hatte die Frau genau
beobachtet. Und er rief begeistert. „Was für eine Frau.“ Doch
wurde der Spiegel auf einmal dunkel und die Stimme sprach zu
Rowan. „Entschuldigung das war nicht für dich bestimmt.“ Doch
Rowan war schon aufgesprungen. „Zeig mir mehr von ihr. Das ist
die Frau die ich will, sie will ich haben.“ Aurian beobachtete
nun auch unbemerkt Damok. „Aber holla, mein Sohn und diese Frau,
das geben wunderbare Kinder.“
Ruhig sprach die Stimme zu Rowan.
„Hm....Ich weiß nicht, das ist ein Versehen gewesen. Sie
solltest du nicht sehen. Doch wenn das die Frau ist die du
willst, dann sieh zur Wand.“ Also Rowan nun dort hinsah, war der
Spiegel fort und statt dessen fuhr die Wand wie eine
Doppelschiebetüre auseinander und öffnete nun eine ebenso
dunklen Raum, in dem eine Treppe hinunter ging. „Rowan, das dort
ist die Treppe zur Gruft der Helden. Diese Frau die du eben
gesehen hast befindet sich dort unten. Bist du sicher das du sie
für dich haben willst? Sie ist stolz, mutig, kampferfahren und
eine Amazone, die jeden wilden Hengst zähmen kann.“ Rowan sah
nach oben wo die Stimme her kam und grinste. „Jeden wilden
Hengst? Na dann dürfte ich wohl genau der richtige für sie
sein.“ „Rowan, doch was ist wenn sie dich nicht will?“ Rowan
zuckte mit der Schulter. „Das werden wir ja sehen, doch keine
Sorge ich habe meine Lektion wirklich gelernt, ich werde nichts
mit Gewalt versuchen. Wenn sie mich wirklich nicht will, ist es
ihr Pech. Ist zwar schade aber nicht zu ändern.“ „Na gut, dort
drüben ist eine Fackel nimm sie und betritt dann die Gruft.“
Rowan ging zu der Fackel die auf einmal erschienen war, nahm sie
an sich und betrat die Treppe hinunter zur Gruft. Dort sah er in
langen Reihen rechts und links am Gang entlang steinerne Särge
auf Podesten stehen. Auf jedem der Särge lag eine Waffe, mal ein
Schwert, mal Pfeil und Bogen oder auch etwas anderes. Er ging
von Sarg zu Sarg und sah durch die Fenster die es in den Deckeln
gab hinein. Doch in keinem fand er die Frau. Es gingen auch
Seitengänge ab, in denen ebenso Särge standen. Er sah rechts und
links in die Gänge. „Also bis ich da in jeden Sarg gesehen habe
brauche ich Tage.“ Dann blieb er auf einmal stehen. „Nein
brauche ich nicht. Denn du sagtest das ist die Gruft der Helden,
beantworte mir eine Frage. Aus welcher Stadt ist sie, aus der
hellen oder der dunklen? Wobei das auch egal ist, ich kann sie
in beiden Städten suchen. Nenne mir nur ihren Namen und ich
werde sie finden.“ Als keine Antwort kam ging er weiter, er ging
erst den langen Gang weiter, immer in jeden Sarg sehend bis er
ans Ende kam. Dort war eine Türe, als er dagegen drückte öffnete
sie sich quietschend. In dem Raum dahinter standen drei Bahren,
aber keine Särge, statt dessen lagen auf den Bahren Frauen. Er
trat näher heran. Als er zwischen der ersten und zweiten Bahre
stand sah er das die linke ein Schwert auf der ledergepanzerten
Brust liegen hatte und die rechte einen Köcher mit Pfeilen und
einen Bogen. Beide Frauen sahen identisch aus. Als er zur
dritten sah, sah diese ebenso aus, doch trug sie eine Krone auf
dem Kopf und eine edle Rüstung, auch auf ihrer Brust lag ein
Schwert. Sie schien aus königlichem Hause zu sein. Nun erklang
die Stimme wieder: „Diese drei kommen aus verschiedenen Welten,
jede von ihnen hat es verdient in der Halle der Helden zu
liegen. Sie sehen sich ähnlich, doch nur eine von ihnen ist die,
die du suchst. Wähle also.“ Rowan ging an den Bahren entlang.
„Sie sehen sich nicht nur ähnlich, es ist als wären sie
Schwestern. Sie sind alle wunderschön. Doch ich will diese wilde
Amazone. Wenn sie mit allem so umgeht wie mit dem Pferd und den
Kriegern, will ich genau sie haben.“ Er dachte nach. „Darf ich
sie anfassen und berühren? Also nicht unsittlich, sondern ihre
Hände und ihr Gesicht. Ich will etwas prüfen.“ Er bekam die
Erlaubnis und so ging er zuerst zu der Frau die er als erstes
gesehen hatte. Als er ihre Hände berührte und sie sich ansah,
schüttelte er den Kopf. „Das ist sie nicht. Sie hat zu zarte
Hände, mag sein das sie vielleicht mit dem Schwert umgehen kann,
aber sie hat sicherlich noch nie richtig gekämpft. Ich habe
Narajas Hände gesehen und die waren anders, das waren Hände die
gewohnt sind ein Schwert zu führen.“ Er ging zur zweiten Bahre
und sah sich nun die Hände dieser Frau an, abermals schüttelte
er den Kopf. „Diese ist es auch nicht, man sieht das sie gewohnt
ist den Bogen zu meistern.“ Nun trat er zu der Bahre mit der
Frau die die Krone auf dem Kopf trug und sah sich auch deren
Hände an. Dann lachte er. „Du wolltest mich wohl foppen? Denn
obwohl sie diese edle Rüstung trägt und auch die Krone so denke
ich eher, das beides zu der Frau auf der ersten Bahre gehört.
Denn diese hier ist unzweifelhaft die Amazone. Sie ist gewohnt
mit dem Schwert um zu gehen. Sie ist die richtige.“ Ruhig fragte
die Stimme . „Bist du dir sicher? Du hast sie nur kurz gesehen.“
Rowan sah noch mal über die drei und nickte. „J a ich bin mir
sicher, das hier ist die richtige.“ „Na gut, dann tritt zurück.“
Als Rowan das tat, versanken die ersten beiden Frauen in ihren
Bahren, ein Mechanismus lies sie herabfahren und verschlossen
sie, nur die dritte blieb liegen, doch trug sie nun eine
schwarze Lederrüstung und auf ihrer Brust lag ein schwarzes
Schwert. „Nun um sie wach zu bekommen musst du sie küssen, nur
denke daran sie ist eine Amazone und könnte es falsch
verstehen.“ Rowan nickte und trat wieder zur Bahre vor, er
beugte sich über die Frau und küsste sie nur ganz kurz und
sprang zurück, für den Fall das sie wach und sofort nach dem
Schwert greifen würde. Doch nichts geschah. Also trat er
abermals vor und drückte nun seine Lippen richtig auf ihren
Mund, doch als er den Kuss lösen und abermals zurück springen
wollte umfassten ihn zwei Arme und erwiderten seinen Kuss
dermaßen das ihm hören und sehen verging. Dagegen waren die
Küsse von Riana sanft und zart. Als er nun merkte das sie ihn
nicht gleich erdolchen würde, küsste er sie weiter. Er fand es
aufregend. Er spürte wie in ihm das Verlangen hoch stieg, doch
dann löste sie den Kuss und er sah sie schwer atmend an. Er sah
ihre Augen die tiefschwarz waren und ihn ebenso ansahen. „Wer
bist du und wieso küsst du mich?“ Rowan musste erst mal Luft
holen. „Mein Name ist Rowan und ich habe dich geküsst um dich zu
wecken, obwohl ich nicht mehr ganz sicher bin ob nicht eher du
mich geküsst hast.“ Sie setzte sich auf, sah ihn einen Moment
an, schloss dann die Augen und nickte. „Ich erinnere mich
wieder, ich starb auf dem Schlachtfeld, in dem Krieg den mein
Vater führte. Doch warum lebe ich nun wieder?“ Rowan erzählte
ihr ehrlich was er gesehen und warum er sie geweckt hatte. Sie
nickte und sah ihn an. „Also du willst mich zur Gefährtin? Sehe
ich das richtig? Bist du ein König? Ein Prinz oder was bist du?“
Rowan dachte nach. „Ich bin nur ein einfacher Krieger, nicht
mehr und nicht weniger. Jemand der eine Gefährtin sucht und als
ich dich sah, wollte ich das du es bist.“ Dann fiel ihm ein das
er immer noch nicht ihren Namen kannte. „Wie heißt du
eigentlich?“ Sie lachte leise. „Oh entschuldige, ich bin Araniel.
älteste Tochter und Thronerbin des Thrones von König Markus. Na
ja das heißt sofern das Königshaus noch besteht. Doch ich
bezweifle es.“ Sie sah ihn wieder an, langsam glitt ihr Blick an
ihm entlang und was sie sah gefiel ihr. „Also gut warum nicht,
wenn es mit uns beiden nicht klappen sollte, können wir uns ja
immer noch nach was anderem umsehen.“ Rowan strahlte sie an.
“Dann komm mit mir und verlass diesen ungastlichen Ort.“ Er nahm
sie an die Hand und zusammen betraten sie wieder den Spiegelraum
wo nun zwei Stühle standen. Als sich beide gesetzt hatten,
schloss sich die Wand wieder und die Stimme ertönte. „Rowan auch
den zweiten Teil deiner Prüfung hast du bestanden. Sieh noch mal
zur Spiegelwand.“ Dort lag nun als er dort hinsah, auf einem
kleinen Podest seine Kugel mit der göttlichen Macht drin. „Du
kannst sie dir nehmen, musst aber dafür auf Araniel verzichten.“
Er sah auf die Kugel, dann Araniel an und schüttelte den Kopf.
„Nein wenn ich sie dafür wieder hergeben muss, behalte die
Kugel.“ Araniel sah ihn fragend an, doch er winkte ab, sah noch
mal bedauernd zu der Kugel und nickte abermals: „Behalte sie.
Ich nehme die Frau.“ Leise und sanft antwortete ihm die Stimme.
„Nimm dir die Kugel du hast dir beides verdient. Und sag Araniel
was du wirklich bist.“
Dann wurde der Raum wieder dunkel
und beide froren in der Zeit ein. Damok klatschte sich vor
Begeisterung auf sein Bein. „Das ist großartig, der Junge ist
doch gar nicht so schlecht. Und meine neue Schwiegertochter ist
einfach famos. Sie wird mir willkommen sein.“ Er sah Aurian an.
„Er hat doch die richtige gewählt oder?“ Aurian nickte lachend.
„Ja keine Sorge es ist die richtige, nur hatte sie lange
geschlafen, lass sie erst mal richtig wach werden und sie macht
dir Konkurrenz im Chaos bringen.“ Nun strahlte auch Damok. Auch
alle anderen klatschten in die Hände und beglückwünschten nun
auch Damok, wobei Leon ihm noch zuflüsterte. „Trotzdem kommst du
an deiner Prügel nicht vorbei.“ Grinste ihn aber anschließend
an. Aurian schüttelte leicht lächelnd den Kopf. „Gut bei Kristan
und Naraja geht es schnell, denke ich. Oder sagen wir hoffe
ich.“ Man sah wieder zum Fenster wo nun wieder Kristan zu sehen
war.
Auch er wurde angesprochen. „Der
zweite Teil beginnt, sieh zur Spiegelwand. Du hattest auch das
Verlangen nach den Frauen angesprochen. Welchen Stellenwert hat
es bei dir?“Als er dort hinsah, sah er sich mit Najara wie sie
zusammen im Bett lagen und es wild trieben. Er atmete hart ein.
„Einen großen, das gebe ich zu. Es gibt kein größeres Vergnügen
als das.“ Der Spiegel wurde wieder dunkel. „Wenn du deine
Wunschfrau wählen könntest wen würdest du an deiner Seite
wollen?“ Und wie aus der Pistole geschossen kam. „Keine andere
als Naraja, sie würde ich für keine andere aufgeben. Denn sie
nimmt mich wie ich bin, obwohl sie weiß das ich auch anderen
Frauen nachsteigen und mehr als das tun werde.“ „Gut du hast
deine Wahl getroffen. So sei es.“
Der Raum gefror wieder in der
Zeit und man sah Naraja. Sie sah das gleiche wie Kristan und
bekam die gleichen Fragen gestellt. Und wie zuvor schon Kristan,
wählte sie ihn. Es öffnete sich eine Türe und sie sah nun
Kristan dort sitzen, auch bei ihm lief die Zeit dafür weiter.
Die Stimme forderte sie auf zu ihm zu gehen. Sie nickte und lief
zu ihm herüber, als er sie sah, sprang er auf, breitete die Arme
aus und fing sie darin ein.
Aurian sah die Zuschauer an. „Ich
sagte doch das geht schnell. Denn die beiden hatten die Herzens
Entscheidung schon vorher gefällt. Entschuldigt mich mal für
einen Moment.“ Aurian tauchte bei den beiden auf. „Ihr habt eure
Prüfung sehr gut gemeistert. Wenn ihr diesen Raum verlasst,
werdet ihr Götter sein. Geht damit weise um. Denn denkt daran
missbraucht ihr die Macht die ihr nun von mir bekommt, kann ich
sie euch auch wieder nehmen.“ Beide nickten und Aurian
verschwand. Sie hatte Kristan und Naraja in den Götterstand
erhoben. Kaum war sie fort gefror die Zeit wieder in dem Raum,
in dem sich Naraja und Kristan gerade küssten.
Einen Moment später stand sie
wieder im Ratszimmer und sah sie Damok an. „Na bereit für deinen
Schwiegersohn?“ Er nickte heftig, er war gespannt wen Aurian für
Riana ausgesucht hatte, wer der Kerl war der Rianas Herz
entflammen würde. Aurian deutete auf das Fenster. Rowan hatte
seine Traumfrau im Spiegel gesehen, bei Riana würde es anders
sein.
Leise sprach die Stimme zu Riana.
„Wie müsste der Mann sein den du erwählen würdest. Damit meine
ich seinen Charakter, sein Herz und natürlich auch körperlich.
Sollte er ein Weiser sein? Ein Krieger oder was sollte er sein?“
Riana dachte nach. „Es müsste der sein den ich eben sah. Egal
wie er ist und wenn er das Licht persönlich wäre, würde ich ihn
nehmen.“ „Nun dann schau in den Spiegel, ich werde ihn dir noch
mal zeigen, anfangs wird er kein Gesicht haben doch nach und
nach eins bekommen.“ Nun sah Riana ihn wieder, er war gross das
konnte sie sehen, vielleicht nicht so muskulös wie ihr Vater
hatte aber doch Muskeln an den richtigen Stellen. Dabei war er
wendig und schnell. Sie sah wie er ein Heer anführte. Wie er
strategisch jede auch nur erdenkliche Möglichkeit die passieren
konnte aus wog und dann seine Entscheidungen fällte. Und sah
dann das er mit allem recht hatte. Sein Heer siegte.
Auch Damok sah nun interessiert
zu und nickte immer mal. Aurian sah Damok an. „Er ist ein
Stratege, ein Heerführer.
Dann sah Riana wie sie abends
feierten und er sich auch eine Frau mit ins Bett nahm. Wie er
mit ihr umging und Riana atmete scharf ein, denn er war
leidenschaftlich und wild. Sie sah nun auch wie er ohne Kleidung
aussah, er hatte aber immer noch kein Gesicht. Sein Körper war
von Narben gezeichnet, die er sich in zahllosen Schlachten
geholt hatte. Nachdem er die Frau weg geschickt hatte, betrat
sein Kommandant sein Zelt, er hob den Kopf und man hörte ihn
sagen. „Ich bin müde, ich würde gerne mal wieder in einem
eigenen Bett schlafen anstatt, in einem Zelt. Ich hätte auch
gerne Kinder gehabt. Doch nun bin ich alt und verbraucht.“ Seine
Stimme war tief und hatte einen rauchigen Klang, der wohl daher
rührte das er oft über das Schlachtfeld brüllen musste. Sein
Kommandant lachte. „Herr ihr seid vielleicht älter geworden wie
manch andere Kriegsherr, aber alt seid ihr mit Sicherheit
nicht.“ Der Mann erhob sich aus dem Bett und zog sich wieder an.
„Lass morgen die Zelte abbrechen wir ziehen nach Hause. Es wird
Zeit. Ich werde hier einen Statthalter einsetzen und gut.“ In
der Nacht als er schlief schlich sich ein Attentäter in sein
Zelt. Riana hielt den Atem an, doch als der Attentäter sich über
den Mann beugte, hatte er auf einmal dessen Dolch den dieser
unter dem Kissen liegen hatte zwischen den Rippen. Und der Mann
sprach als er ihn zu Boden fallen ließ. „Ich bin nicht umsonst
so alt geworden, um mich zu kriegen hätteste früher aufstehen
müssen.“ Nun erst kamen die Wachen herein gestürmt. „Sir Orland
, Sir Orland.“ Orland sah auf die Leiche und befahl den Wachen:
„Räumt diesen Müll weg und passt in Zukunft ein wenig besser
auf.“ Dann kam eine andere Szene, dort sah man ihn wieder doch
schien er nun jünger zu sein, er wurde im Wald überfallen als er
auf der Jagt war und er lachte. „Was denn, fünf gegen einen? Ne
was bin ich heute unfair, wollt ihr nicht lieber noch ein wenig
Unterstützung anfordern?“ Der Banditenführer knurrte und ging
sofort auf ihn los. Er schüttelte leicht den Kopf. „Na schön,
dann grüßt eure Ahnen von mir.“ Er zog nun sein Schwert und ließ
den Bogen fallen. Jetzt konnte man sehen wie wendig und schnell
er war. Denn die Banditen waren nicht mal dazu gekommen sich zu
formieren da hatte er sie schon erledigt. Orland sah zu ihnen
herunter. „Ich wollte zwar jagen, aber dieses Wild will ich nun
wirklich nicht auf meinem Tisch haben.“ Langsam bekam er auch
ein Gesicht und als Riana dies nun sah schlug ihr Herz höher. Er
sah gut aus, hatte ein markantes Gesicht, dunkle Augen und
Lachfältchen, was davon zeugte das er viel Humor hatte. Doch
hatte sein Mund auch einen leicht harten Zug. Dann sah man ihn
wie er sich abends auszog und man musste sein Urteil revidieren,
er war nicht jünger als der Mann auf dem Schlachtfeld, es war
derselbe, nur jetzt war er von der Kriegslast befreit und das
ließ ihn jünger erscheinen. Riana schätzte ihn auf etwa dreißig,
damit war er zwar älter als sie, doch sie fand es interessant
und aufregend. Sie nickte und rief auf einmal. „Ja ich will ihn,
er soll der Mann an meiner Seite sein.“ Und leise flüsterte sie
seinen Namen. „Orland.“ Sie sah nun wie er draußen in der Sonne
lag und sich brutzeln ließ. Als sie den Namen flüsterte, horchte
er auf. „Wer ruft mich?“ Er sah sich um und zog seinen Dolch als
er aufsprang. „Na komm zeig dich schon.“ Riana war verblüfft und
flüsterte nochmal um zu prüfen das er wirklich sie gehört
hatte.. „Orland.“ Und abermals reagierte er. Leise sprach nun
die Stimme zu Riana, „Du kannst mit ihm interagieren. Soll ich
ihm zeigen wer ihn gerufen hat?“ Riana nickte. „Ja.“ Dann sah
sie wie sie dort in Nebel gehüllt erschien und flüsterte wieder
leise. „Ich bin Riana.“ Sie sah nun wie er sich das Nebelgebilde
ansah. „Wenn du gekommen bist um mich zu töten Riana, so muss
ich dir sagen das wird dir nicht gelingen.“ Die echte Riana
probierte nun etwas aus. Langsam und mit wiegenden Hüften ging
sie einige Schritte und ihr Ebenbild im Spiegel tat das gleiche.
Es schritt auf Orland zu. „Ich will dich nicht töten, sondern
dir Ruhe geben.“ Er betrachtete sie, seine Zunge glitt leicht
über seine Lippen was zeigte das sie sein Interesse geweckt
hatte. „Du bist sehr schön. Allerdings glaube ich kaum das ich
an deiner Seite viel Ruhe finden würde oder du bei mir.“ Er
steckte den Dolch weg, trat auf sie zu, doch als er den Arm um
sie legen wollte griff er durch den Nebel hindurch. Er sprang
zurück, wieder auf der Hut. „Sag mir sofort was du bist. Du bist
nicht echt.“ Riana lachte leise. „Nun was du siehst ist ein
Nebelbild von mir, ich bin schon echt, nur nicht in deiner Welt.
Ich bin Riana, Tochter des Chaosgottes Damok, ich wurde auf dich
aufmerksam und fragte mich ob du eventuell der richtige Mann an
meiner Seite sein könntest. Du bist ein guter Stratege wie ich
gesehen habe und scheinbar auch ein guter Kämpfer.“ Orland
grinste sie frech an. „Wenn du mich beobachtet hast dann vergiss
nicht, auch ein guter Liebhaber. Komm richtig zu mir und ich
zeige dir was für einer.“ Riana lachte. „Also so schnell
bekommst du mich nicht, doch denke darüber nach. Du würdest an
meiner Seite deine Ruhe finden die du suchst.“ Dann verschwand
das Nebelgebilde und Riana sah wie er sich suchend umsah. „Komm
zurück, da brauche ich nicht lange zu überlegen. Gib mir nur ein
wenig Zeit alles zu regeln und ich gehe mit dir.“ Leise
flüsterte Riana. „Dann regel was du zu regeln hast und ich werde
dich zu mir holen sobald du bereit bist.“ Nun sah man wie er in
den nächsten Tagen fieberhaft alles ordnete wie er seinen Thron
weiter gab an seinen Vertrauten. Eine Ehefrau oder Kinder hatte
er nicht. Dann rief er. „Ich bin bereit.“ Er trug seine Rüstung,
sein Schwert und seine Dolche bei sich. Riana sah nach oben.
„Kommt er nun zu mir?“ Die Stimme antwortete. „Ja er wird sofort
zu dir gebracht. Doch rate ich dir eins lass ihn ein wenig
zappeln, denn er ist ein Jäger und will sich sein Wild
erkämpfen.“ Riana nickte, sie war aufgeregt. Ihr Herz pochte wie
wild. Dann erschien auf einmal Orland bei ihr im Raum, er sah
sich um und sah sie dort stehen. Sofort ging er auf sie zu und
wollte sie an sich ziehen, doch dann ertönte eine Stimme die ihn
wieder herum fahren ließ. „ Immer langsam, so schnell geht das
nicht. Riana unterzieht sich hier einer Prüfung und du bist Teil
davon. Willst du sie wirklich?“ Orland nickte. „Ja sie ist mir
immer mal im Traum erschienen und ich dachte sie gäbe es nicht
außer in meinen Träumen, doch als ich sie sah, wusste ich das
ich zu ihr und sie zu mir gehört. Doch wer bist du?“ Riana sah
ihn an. „Das sagt sie nicht, wir werden warten müssen.“ Er trat
auf Riana zu und legte einen Arm um sie und wartete nun mit ihr
erst mal ab. Die Stimme ertönte wieder: „Riana sieh zur
Spiegelwand.“ Als sie das tat, sah sie eine niedrige Säule auf
der die Kugel mit ihrer Macht lag. „Du kannst dir deine Kugel
nehmen du hast die Prüfung bestanden, doch wirst du wenn du sie
nimmst, auf Orland verzichten müssen.“ Orland sah nun auch nach
oben. „Das ist grausam, ich weiß zwar nicht was diese Kugel für
sie bedeutet, doch sie wählen zu lassen ist einfach grausam.“
Riana sah auf die Kugel, sah dann Orland an und schüttelte mit
dem Kopf. „Nein ich habe mich schon einmal für die Liebe
entschieden und tue es nun wieder. Dort in der Kugel ist meine
göttliche Macht, wenn ich dich wähle, werde ich sie ganz
verlieren.“ Orlando knurrte. „Du kommst an meiner Seite auch
ohne deine Macht aus, die brauchst du nicht. Ich will dich und
ich habe mich bereits in meinen Träumen in dich verliebt, ich
wusste nur nicht wer du warst. Doch kann ich verstehen, wenn du
nicht auf deine göttliche Macht verzichten möchtest.“ Dann sah
er nach oben. „Und sollte ich dich jemals treffen sei gewiss mit
mir wirst du es nicht leicht haben. Egal ob du ein Gott bist
oder nicht.“ Die Stimme lachte leise. „Wir werden sehen.“ Dann
an Riana gerichtet. „Nimm dir deine Kugel und Orland, du hast
dir beides ehrlich verdient. Werdet glücklich mit einander.“
Dann fror die Zeit wieder ein.
Aurian sah Damok an. „Und
zufrieden mit deinem Schwiegersohn? Habe ich gut gewählt?“ Er
nickte heftig. „Der Junge ist einmalig, genau das was mir noch
fehlte. Du hast Aaron und ich habe nun Orland, das ist sehr gut.
Doch möchte ich jetzt doch etwas wissen, wer war diese Stimme.
Sie klang aufregend, vielleicht hätte sie nichts gegen ein
tete-a-tete mit mir.“ Nun lachte Aurian herzlich. „Mein Lieber
Damok, das war meine Stimme. Was hattest du denn gedacht?“ Er
lachte auch, sah aber dabei frech Leon und Myrion an. „Na wenn
das so ist, dann muss ich dich halt noch mal verführen. Das wird
heiß werden.“ Das die beiden nicht gleich aufsprangen und ihm an
die Kehle ginge war ein Wunder. Doch hatten sie noch Aurians
Worte im Kopf und so knurrten sie ihn nur an. Aurian verdrehte
nur leicht die Augen. „Können wir jetzt weiter machen?“ Alle
nickten, nun sah man Rowan mit seiner Araniel, er ging zu der
Kugel, erklärte ihr dabei wer er wirklich war und was sich in
der Kugel befand und nahm sie vom Podest, die Kugel löste sich
auf und der Nebel dran in Rowan ein. Dann erschien eine Türe
durch die die beiden den Raum verlassen konnten. Auch bei Naraja
und Kristan öffnete sich die Türe und sie konnten nach draußen
treten. Einzeln waren sie eingetreten doch zusammen kamen sie
wieder heraus. Und als letztes nahm nun auch Riana ihre Kugel
und es ging wie bei Rowan, danach traten auch sie aus der Türe.
Als die vier Prüflinge sich
draußen wieder trafen sahen sie das sie nun zu sechst waren. Man
stellte sich gegenseitig vor und beglückwünschte sich als man
erfuhr das jeder nun seine göttliche Macht bekommen hatte. Dann
erschien Aurian vor ihnen und sah alle an. „Nun zwei fehlen
noch, sie haben noch keine göttlichen Fähigkeiten, doch habe ich
im Moment mal genug von Prüfungen und gebe sie ihnen auch so.
Ich habe diese beiden lange beobachtet und weiß was ich von
ihnen zu halten habe.“ Sie sah Araniel und Orland an. „Benutzt
eure neuen Fähigkeiten weise. Eure Partner werden euch zeigen
wie ihr damit umgehen müsst und was man mit ihnen alles kann.“
An Naraja und Kristan gerichtet. „Euch wird weiterhin Angel zur
Verfügung stehen und euch alles zeigen was ihr wissen müsst. Er
lässt euch übrigens lieb grüßen.“ Als alle nickten sah Orland
sie genauer an und atmete scharf ein. Er zwinkerte Riana zu.
„Hat sie schon einen Partner?“ Riana knuffte ihn. „Ja und sogar
zwei, warte ab du wirst sie kennen lernen.“ Aurian lachte. „Na
gut ihr Jungspunde, wir haben ein Fest und wie ich annehme auch
eine zünftige Schlägerei, denn Damok konnte das provozieren mal
wieder nicht lassen. Na dann kommt mal mit.“ Und so verschwanden
alle mit ihr auf die Welt der Götter. Als Aurian aus dem
Ratssaal verschwunden war, gingen alle anderen zum Strand, wo
sie bereits alles vor fanden was man für ein gutes Fest braucht.
Ebenso einen Tisch mit Steaks und Verbandsmaterial. Aurian hatte
so ihren eigenen Humor. Die anderen Götter, als sie sahen das
dort alles für ein Fest vorbereitet war, kamen nun auch. Und als
Aurian mit den sechs jungen Leuten erschien, wurde sich erst mal
gegenseitig beglückwünscht.


