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Kapitel 31:Der Drache Jing und
Jang

„Einst so wurde berichtet,
wandelten die Götter durch das Universum. Es heißt sie lebten
auf einer Welt mitten im Universum, verborgen hinter gewaltigen
Nebeln geschützt vom Universum selbst, auf das kein Sterblicher
sie jemals betreten werden könnte. Doch dann so erzählt die
Legende fiel die höchste Göttin in einen tiefen Schlaf um sich
nicht dem Chaos stellen zu müssen, weil das den Tot des
Universums und seinen Welten zufolge gehabt hätte. Und so löste
sich das Licht aus dem Körper und wandelte im Universum herum um
nach der einzigen Welt zu suchen die alles verhindern könnte was
sonst geschehen würde. Diese Welt wurde zum Kampfplatz
ausgewählt und abgeschirmt vor dem Rest des Universums. Die
anderen Welten wurden mit Schutzsphären umgeben.“ Die Leserin
schüttelte kurz den Kopf. „Das ist alles recht zusammenhanglos,
weiter geht es: Dann rief man die wichtigsten Götter und sie
nahmen ihren Platz um die höchste Göttin ein um sie zu schützen,
für alle Ewigkeit. Die einzigen die auf ihrem Platz verblieben
waren Thanatos und Chronos, der Tod und die Zeit. Und niemand
sollte es jemals wagen die Göttin zu wecken, wenn er nicht
bereit wäre den Preis zu zahlen.“ Soraja sah von der alten
Schriftrolle die sie aufgerollt in den Händen hielt auf und ihr
gegenüber an. „Mehr kann ich nicht entziffern, ein Teil fehlt.
Es scheint der Teil zu sein der den Preis beinhaltet den man
zahlen muss. Mal abgesehen davon das nichts darin steht was
geschah als das Licht und das Chaos tatsächlich auf einander
trafen. Denn hier ist von einem Kampf die Rede.“ Gregorian
nickte, er saß ihr gegenüber und sah auf die weitere Rolle die
er in Händen hielt. „Schau mal hier, was hier drin steht. Ich
kann es leider nicht lesen, diese alte Sprache habe ich niemals
gelernt. Doch das Zeichen das hier gezeigt wird kennen wir.“
Soraja nahm die Rolle entgegen und legte die andere auf den
Schreibtisch zu den anderen Rollen die sie bereits für Gregorian
übersetzt hatte. Sie seufzte. „Das lässt dir keine Ruhe oder? Du
willst wissen was es mit dem Geburtszeichen das du auf dem
Rücken hast auf sich hat.“ Gregorian lachte dunkel und irgendwie
gezwungen. „Würdest du es nicht wissen wollen? Ich weiß von
meinen Eltern das es noch klein war als ich geboren wurde, kaum
zu sehen und nun sieh es dir an.“ Er zog sein T-Shirt aus und
drehte ihr den Rücken zu. Soraja musste scharf einatmen denn
Gregorian war sehr attraktiv und auch nicht gerade schmal zu
nennen. Auch wenn sein Körper scheinbar nur aus Muskeln zu
bestehen schien und kaum Fett an sich hatte. Sie sah sie auf das
Zeichen, das seinen recht breiten gesamten Rücken einnahm. Es
zeigte ein Zeichen ähnlich dem Jing und Jang. Sie hatten bereits
heraus gefunden das es das Licht und das Chaos darstellen
sollte. Obwohl es einen Drachen beinhaltete und nicht das
klassische Jing und Jang Zeichen zeigte. Es war rabenschwarz auf
Gregorians Rücken zu sehen und wie sie nun sehen konnte auch
weiter gewachsen. Noch vor zwei Wochen war es halb so groß. Er
erhob sich und ging auf und ab. „Na lies schon, ich will wissen
was dort steht. Die Rolle hat mir jemand aus der Wüste
mitgebracht, er fand sie dort bei einer Ausgrabung.“ Er griff
wieder nach seinem Shirt um es sich über zu ziehen. Anschließend
schritt er zum Fenster und sah hinaus. Er lebte in einem
Penthouse in einem der modernen Wolkenkratzer und sah nun über
die Stadt. Von seinen Eltern hatte er ein recht großes Vermögen
geerbt, das er auch weiterhin stetig vergrößert hatte. Er war
nun dreißig Jahre alt und Soraja war seine Geliebte und
Vertraute. Er liebte sie nicht, doch war sie eine angenehme
Gefährtin, die ihm zudem noch helfen konnte bei seiner Suche.
Sie seufzte nochmal,entrollte die Rolle und begann zu lesen.“
Wenn der Chaoskrieg beendet ist und die Welt sich erneuert hat,
wird ein Erwählter geboren, der das Zeichen tragen wird. Der
welcher das Zeichen trägt und bereit ist den Preis für das
Wissen nach dem ihm hungert zu zahlen, sollte sich in die Wüste
im Süden begeben.“ Nun wurde auch Soraja aufgeregt. „Hier stehen
Koordinaten dabei wohin man gehen soll. Und auch das der Preis
sehr hoch sein wird. Allerdings wieder nicht was der Preis sein
wird.“ Gregorian drehte sich zu ihr um, sein Blick war dunkel.
„Egal wie hoch er ist, ich werde ihn bezahlen.“ Soraja dachte es
sich schon und nickte leicht. „Weiter steht hier, das der
Erwählte sein Blut vergießen muss, über dem Zeichen der
Schriftrolle und dann das Wort erfahren wird, mit dem sich die
Wahrheit offenbaren wird.“ Sie sah zweifelnd zu ihm hoch, doch
er schritt bereits mit festem Schritt näher, nahm einen Dolch
vom Tisch. „Na dann werden wir ja nun erfahren ob ich der
Erwählte bin. Erwählt für was auch immer.“ Ohne eine Miene zu
verziehen, zog er die scharfe Klinge durch seine Hand, während
Soraja kurz aufschrie. Sie wußte Gregorian konnte gleichsam,
sanft und hart, bösartig und liebevoll, wie auch eiskalt sein.
Langsam tropfte sein Blut auf das Zeichen der Schriftrolle die
Soraja immer noch aufgerollt in den Händen hielt. Und nun wurde
das Zeichen in der Schriftrolle blutrot und unter ihm erschien
ein Wort. „Aurian“ Soraja sah auf das Wort. „Ist das ein
Schlüsselname? Was meinst du?“ Gregorian hatte bereits ein Tuch
um die Wunde in seiner Hand gelegt. Soraja wusste hätte sie ihm
angeboten sie zu verbinden, hätte sie ein verächtlicher Blick
von ihm getroffen. Er hasste alles verweichlichte, außer einem
weichen Frauenkörper. Soraja wusste das sie nicht die einzige in
seinem Bett war, aber sie liebte ihn, wissend das er ihre
Gefühle nicht erwiderte. So nahm sie was sie von ihm bekommen
konnte. Immer wieder sagte ihr, ihr Verstand sie solle ihn zum
Mond schießen. Doch dann küsste und streichelte er sie und sie
wurde wieder schwach. Eine alte Zigeunerin hatte ihr mal
prophezeit das er noch mal ihr Untergang sein würde, wenn sie
bei ihm bleiben würde. Doch wer glaubte schon an Prophezeiungen?
Sie jedenfalls nicht. Auf ihre Frage hin schüttelte er den Kopf.
„Ich habe auch keine Ahnung, aber finden wir es heraus, ich
werde alles veranlassen. Das Flugzeug wird in zwei Stunden
bereit stehen, also fange an zu packen. Ich brauche
wahrscheinlich jemanden der mit vor liest was wir dort finden.“
Er lächelte sie sanft an. Sie hasste seine zwei Gesichter und
doch klopfte ihr das Herz bis zum Hals als er sie anlächelte.
Und wie er schon gesagt hatte
stand nach zwei Stunden das Flugzeug bereit, sie saßen darin und
flogen einem ungewissen Schicksal entgegen. Sie lebten in einer
modernen Zeit, man flog sogar schon ins Weltall. Ihre Welt war
aus dem Chaoskrieg hervorgegangen und sie hatten überlebt. Nun
deutete nichts mehr darauf hin das es diesen Krieg jemals
gegeben hatte und doch sagten die Geschichtsbücher etwas
anderes. Dreihundert Jahre hatte ihre Welt gebraucht um aus der
Asche auf zu erstehen. Man erzählte ihnen im
Geschichtsunterricht das durch diesen Krieg das Universum selbst
erschüttert wurde und seit dem kein Gott mehr diese Welt
betreten hatte. Die einen glaubten immer noch an sie, so auch
Gregorian, denn sein Rücken bewies ihm das es sie gegeben hatte
und wahrscheinlich noch gab, man musste sie nur finden. Andere
glaubten nicht mehr an sie und hatten so auch die Hoffnung
verloren. Sie lebten auch in einer schnelllebigen Zeit, es gab
zwar auch noch lebenslange Partnerschaften, doch in den meisten
Fällen hielt eine Ehe wenn man sie einging nicht sehr lange. Und
Gregorian hielt nichts von Liebe, er war der Meinung, diese
würde überbewertet und würde einen nur schwach und angreifbar
machen. Er mochte Soraja, sie war die einzige sie er sofern man
es so nennen konnte in und an sein Herz ließ. Sie hätte alles
von ihm haben können, doch dachte er auch das selbst sie
austauschbar wäre. Doch er brauchte ihr Wissen. Er wusste das
sie ihn liebte und nutzte das auch weidlich aus.
Nach einigen Stunden waren sie an
den Koordinaten angekommen, Gregorian hatte zehn Jahre seines
Lebens mit der Suche nach der Wahrheit verbracht. Die einen
nannten ihn einen Spinner, allerdings nicht wenn er in der Nähe
war, dafür war ihnen ihr Leben denn doch zu lieb. Andere
wiederum bewunderten seine Beharrlichkeit, mit welcher er nie
von seinem gewählten Weg abwich.
Als sie dort ankamen, wunderte
sich Soraja wieder mal über sein Organisationstalent, denn dort
stand bereits eine Zeltstadt und man hatte schon begonnen die
genaue Stelle ausfindig zu machen.
Als man ihn an die Stelle führte,
wischte er sich den Schweiß von der Stirn, immerhin waren sie in
der Wüste und es war heiß wie die Hölle. Soraja stand neben ihm
und sah ihn abwartend an, sie war nicht minder aufgeregt wie er,
denn sie hatte ihm in den vergangenen zehn Jahren immer zur
Seite gestanden. Er sah sie an und zwinkerte frech. „Nun sollen
wir mal sehen ob die Schriftrolle die Wahrheit gesagt hat?
Gleich werden wir wissen was es für ein Wort ist.“ Dann
flüsterte er leise, Sorajas Antwort nicht abwartend. „Aurian“.
Mit dem was nun geschah hatte niemand gerechnet selbst er nicht,
ein Wüstensturm kam auf und zerfetzte die Zelte die in der Nähe
standen, doch ihn und Soraja traf der Sturm nicht. Er wirbelte
um sie beide herum und langsam war vor ihnen die Spitze einer
Pyramide zu sehen die sich langsam nach oben schob und wie aus
dem Sand langsam erschien. Die beiden traten weiter zurück, doch
immer noch ließ der Sturm sie unberührt. Es dauerte einige Zeit
immer weiter schritten sie zurück je mehr von der Pyramide
erschien und dann stand sie mächtig vor ihnen. „ Wooooooow, also
das hatte ich nicht erwartet“ staunte er. Soraja war sprachlos,
sie konnte nichts sagen. Vor ihnen war ein goldenes gebogenes
Tor zu sehen das in die Pyramide zu führen schien, über dem eine
Schrift zu lesen war. Er deutete darauf. „Siehste habe ich es
nicht gesagt? Also dann lies mal vor.“ Sojara schritt weiter
vor, langsam legte sich auch der Sturm. „Hm...hier steht, wenn
du den Preis mitgebracht hast, so sprich noch einmal das Wort
aus und das Tor wird sich öffnen. Ist der Preis nicht mit
gekommen bleibt es verschlossen bis du ihn gebracht hast.
Natürlich ist hier wieder von dem Erwählten die Rede. Doch auch
hier steht nichts darüber was der Preis sein könnte.“ Gregorian
fluchte leise. Doch versuchte er es dennoch und rief nun lauter.
„Aurian“ Und das Wunder geschah, das Tor öffnete sich
knirschend. Er sah Soraja verwundert an. „Hm scheinbar haben wir
den Preis mit gebracht. Vielleicht ist damit das Zeichen auf
meinem Rücken gemeint.“ Langsam betraten sie die Pyramide und
kaum waren sie drin, flammten an den Seitenwänden Fackeln auf
und das Tor fiel hinter ihnen zu. Dann hatten sie das Gefühl als
würden sie in einem Fahrstuhl stehen, denn die gesamte Pyramide
schien wieder im Sand zu versinken. Sojara klammerte sich an
Gregorian, sie hatte Angst, bis hier hin war ja alles noch
großartig gewesen, doch nun hatte sie Angst hier nie wieder
heraus zu kommen. Er sah verächtlich auf sie herab. „Wir sind
rein gekommen also kommen wir auch wieder heraus, jetzt mach
bloß nicht schlapp.“ Damit löste er sich von Soraja und nun
endlich musste sie erkennen, was für ein Egoist er wirklich war.
Es interessierte ihn schlicht weg nicht wie sie sich fühlte. Er
nahm eine der Fackeln und sah sich in dem Raum um, dort lagen
einige Skelette, er nahm an schon andere die sich für die
Erwählten gehalten hatten. Als sie weiter gingen kamen sie an
eine weitere Türe über der ein Gesicht aus Stein zu sehen war
und über dem wieder eine Schrift geschrieben stand. Er deutete
darauf. „Lies es mir vor.“ Es klang eher wie ein Befehl als eine
Bitte. Soraja trat näher und las vor:“ Zeige das Zeichen
Erwählter oder stirb. Lege die Waffen ab, denn niemand betritt
den Schrein mit einer Waffe.“ Gregorian zuckte nur kurz mit der
Schulter und zog sich kurzerhand sein Shirt über den Kopf und
drehte seinen Rücken der Türe zu. Waffen hatte er keine dabei.
Die Türe öffnete sich und er schritt mit seinem Shirt in der
Hand da durch. Soraja folgte ihm ängstlich.
Als sie den folgenden Raum
betraten sahen sie das es ein riesiger Saal war, von dem Eingang
an dem sie standen, befanden sich rechts und links einige
Statuen auf Sockeln, die sie an zu sehen schienen. Gregorian
schritt zwischen ihnen durch und Soraja las, vor was auf den
Sockeln stand, als sie an den Statuen vorbei schritten. „ Liebe,
Hoffnung, Schicksal, Krieg, Natur, Eros.“ Sie sahen sich jede
Statue kurz an, dann gingen sie weiter. Und am Ende traten sie
auf einen Thron zu, zu dessen Seiten je ein gewaltiger Steinlöwe
stand. Vor dem Thron stand ein kristalliner Schrein in dem eine
Frau lag. Gregorian schritt darauf zu und sah hinein, der
Schrein war mit einem ebenso durchscheinen Deckel versehen und
er schien an den vier Ecken mit Riegeln verschlossen zu sein.
Gregorian las was auf dem Sockel stand auf dem dieser Schrein
oder Sarg stand, das Wort konnte er auf einmal selber lesen. „Aurian“
Er deutete darauf. „Das war kein Schlüsselwort, das war ein
Name. Der Name dieser Frau, sieh sie dir an. Sie ist wunderschön
und jeden Preis wert.“ Ihm war egal wie weh er Soraja mit diesen
Worten tat. Er wollte gerade den ersten der Riegel öffnen als er
ein knirschen hinter sich hörte. Er fuhr herum und sah wie der
Stein der Statue auf dessen Sockel Eros gestanden hatte
zerbröckelte und darunter eine Person zum Vorschein kam. „Das
würde ich an deiner Stelle nicht tun.“ :hörte er die gelassene
Stimme des Mannes der dort nun von seinem Sockel stieg. Der Mann
war gross, hatte die Figur eines Adonis und war halbnackt. Er
trug eine weiße Wildlederhose und Soraja musste kurz scharf
einatmen als sie den Mann sah. Doch das eine Statue lebendig
wurde machte ihr Angst. Im Gegensatz zu Gregorian, denn er sah
sich seinen Antworten sehr nahe. „Und warum nicht? Außerdem wer
bist du? Du warst eben noch eine Statue.“ Der Mann verbeugte
sich galant und grinste frech. „Mich nennt man Lazarus, Sohn des
Lichts. Eros in allen Welten. Und warum nicht? Nun siehst du
dort an dem Thron die beiden Löwen? Solltest du es wagen, die
Riegel zu öffnen ohne zuvor den Preis gezahlt zu haben, werden
sie lebendig, so wie ich.“ Lazarus ließ einen Tisch mit Stühlen
erscheinen während er sprach, auf dem auch eine Karaffe Wein
erschien und er flegelte sich gelassen mit den Füßen auf dem
Tisch daran. „ Und sie kennen keinen Spaß wenn es um die Dame
dort in dem Schrein geht, glaub mir. Die übrigens meine Mutter
und Geliebte ist.“ Soraja fiel das Essen aus dem Gesicht.
Lazarus deutete auf einen weiteren Stuhl. „Setzt euch doch
Mylady, kostet ebenso viel wie stehen. Einen Kelch Wein?“ Damit
goss er sich einen Kelch ein , während sie nur den Kopf
schüttelte und prostete ihr zu. Gregorian beachtete er nicht mal
mehr. Der wurde nun langsam ungeduldig, vor allem als er sah das
sich Lazarus mehr für Soraja zu interessieren schien als für
ihn. Der nun Soraja fragte. „Mylady, darf ich fragen ob ihr
freiwillig her gekommen seid oder aber ob dieser Unhold euch her
geschleppt hat?“ Soraja starrte Lazarus immer noch an und bekam
keinen Ton heraus. Leise stotterte sie, denn Lazarus machte sie
nervös: „Ich..ich..kam freiwillig.“ Lazarus nickte und nippte
gleichmütig an seinem Kelch. „Verstehe.“ Gregorian wurde nun
langsam sauer und baute sich vor Lazarus auf der ihn gelassen
ansah. „Ist was?“ Der knurrte. „Ja ich will endlich Antworten
haben, was ist der Preis der zu zahlen ist um alles zu
erfahren?“ Lazarus räusperte sich kurz, hielt aber immer noch
gelassen und mit ruhiger Miene Gregorians wütendem Gesicht
stand. „Oh der Herr möchte Antworten haben, nun sag ich dir was,
wir haben hier..... lass mal nachdenken...... ich glaube
dreihundert Jahre auf euch gewartet und ihr wollt Antworten,
kaum das ihr hier erschienen seid? Das ist ein guter Witz.“
Gregorian verlor langsam die Kontrolle und wollte sich Lazarus
vor nehmen und ihn schlagen, er holte bereits aus, doch Lazarus
lachte. „Auch das würde ich lassen. Denn siehst du den Herrn auf
dem Sockel wo Krieg steht? Auch er könnte lebendig werden und
dann würde deine Welt in einen weiteren Krieg gezogen.“ Nun sah
ihn Lazarus ernst an. „Überlege dir also gut was du tust, denn
jede deiner Aktionen löst eine Gegenaktion aus. Mal abgesehen
davon, würdest du es wagen mich zu schlagen, muss dir klar sein,
das du dich mit einem Gott anlegst Freundchen. Und glaub mir
egal wie stark du bist du würdest unterliegen.“ Dabei glitt sein
Blick langsam an Gregorian entlang und sah anschließend Soraja
an. „Ach Mylady ist er denn wenigstens gut im Bett? Oder ist er
dort auch so ungeduldig? In dem Fall würde ich euch mein Bett
gerne mal zur Verfügung stellen, natürlich mit mir drin.“ Dabei
zwinkerte er Soraja frech zu, die Lazarus sofort zu mögen begann
und nun leise lachte. Gregorian spürte zum ersten mal
Eifersucht. Obwohl es in seinem Fall eher das Gefühl war das man
ihm hier etwas weg nehmen wollte das ihm gehörte, seiner Meinung
nach. So sah er Lazarus wieder wütend an. „Laß bloß deine Finger
von ihr, sie gehört mir.“ Nun stand Lazarus gelassen auf, er war
ein gutes Stück größer als Gregorian und sah auf ihn herunter.
„Haben sich die Zeiten so geändert? Das eine Frau bei euch nun
zum Eigentum mutiert ist? Zu meiner Zeit gehörten die Frauen
sich selber. Und Junge, ich bin Eros, mir liegen die Frauen zu
Füßen und wenn ich es wirklich drauf anlegen würde, glaub mir
auch sie.“ Leise flüsterte Soraja Gregorian zu. „Reiz ihn lieber
nicht, ich dachte du willst Antworten und hier keinen Krieg
entfachen oder?“ Gregorian knurrte leise, nickte aber. „Ja du
hast recht.“ Er sah Lazarus wieder an. „Ich möchte wissen was
der Preis ist um zu erfahren wozu ich auserwählt wurde und was
das Zeichen auf meinem Rücken zu bedeuten hat.“ Lazarus seufzte
leise den Kopf schüttelnd, " also gut, was der Preis ist kann
ich dir sagen, was aber das Zeichen auf deinem Rücken zu
bedeuten hat kann dir nur sie sagen“ Damit deutete er auf den
Schrein und Aurian. „Doch leider bekommt man sie nicht wach. Das
haben wir schon versucht.“ Fragend sah ihn Gregorian an, Lazarus
nickte. „Also gut der Preis ist sie.“ Dabei deutete er auf
Soraja. „Das hättest du dir auch denken können.“ Jetzt platzte
Gregorian und griff Lazarus wirklich an, was nun Aaron erwachen
ließ, während Lazarus Gregorian schnell ergriff und festhielt,
er kam nicht zum Schlag. Und die zweite Statue zerbröselte und
kurze Zeit später sah sich Gregorian dem Krieg gegenüber. Der
lachte. „Danke vielen Dank, ich hatte schon lange keinen guten
Krieg mehr.“ Damit war er verschwunden. Soraja sah Gregorian nun
vorwurfsvoll an. „Du hast unserer Welt gerade den Krieg gebracht
ist dir das klar?“ Lazarus hielt Gregorians Arme vor dessen
Brust fest und der fühlte sich von Lazarus mit seinem Rücken an
dessen Brust gedrückt und hörte ihn lachen.. „Können wir nun
wieder zivilisiert mit einander umgehen. Du hast da etwas falsch
verstanden, also nicht das ich sie aus meinem Bett werfen würde,
mit Sicherheit nicht. Doch dafür ist sie nicht gedacht. Sondern
sie wird zu Thanatos geschickt. Übersetzt für ungeduldige, sie
wird sterben, sie wird geopfert damit Aurian wieder erwacht. Ein
Leben für ein Leben. Du kannst natürlich darüber nachdenken ob
du wirklich noch immer bereit bist den Preis zu bezahlen. Und
dort drüben ist eine weitere Türe, dort könnt ihr schlafen, der
Tisch wird euch eure Wünsche erfüllen. Wir sehen uns später, ich
gehe mal schauen was der Krieg macht.“ Damit war Lazarus
verschwunden und Gregorian wieder frei. Soraja hatte sich nun
auf einen Stuhl fallen lassen und weinte bitterlich. Sie musste
erkennen das die alte Zigeunerin recht behalten würde. Gregorian
war ihr Untergang, wie sie es gesagt hatte. Gregorian sah noch
mal kurz Soraja an und wusste bereits wie er entscheiden würde.
Dann ging er sich den Raum ansehen den ihm Lazarus angedeutet
hatte.

Kapitel 32: Thanatos

Soraja konnte sich nicht
beruhigen. Das sollte ihr Schicksal sein? Hier zu sterben nur
damit Gregorian seine Antworten erhielt? Sie versuchte mit ihm
zu reden und flehte ihn an lieber auf die Antworten zu
verzichten. „Hast du nicht gehört was er gesagt hat? Ich muss
dafür sterben. Bin ich dir so wenig wert?“ Doch zeigte Gregorian
nun sein wahres Gesicht. Er sah sie nur kurz an. „Ich will meine
Antworten, ich habe nicht die letzten Jahre mit der Suche
verbracht nur um jetzt zu kneifen.“ Soraja sah das es zwecklos
war. So setzte sie sich wieder an den Tisch und legte ihren Kopf
auf ihre Arme und weinte. Kurze Zeit später spürte sie wie
jemand seine Hand wie tröstend auf ihre Schulter legte. Im
Glauben er habe es sich doch noch mal überlegt sah sie auf. Doch
nicht Gregorian stand hinter ihr sondern Lazarus. Er sah sie
sanft an. „Glaub mir so schlimm ist es nicht. Doch musstest du
sein wahres Gesicht erkennen. Komm mal mit.“ Sie erhob sich und
Lazarus legte ihr sanft einen Arm um die Schulter. Anschließend
führte er sie in ein weiteres Schlafzimmer, sie sah ihn
erschrocken an, doch er lachte. „Keine Angst ich habe nicht vor
dich nun zu verführen. Doch ging ich davon aus das du nun nicht
mehr mit ihm in einem Bett liegen willst, also hast du hier dein
eigenes Zimmer. Morgen werde ich Thanatos rufen, sollte
Gregorian es sich nicht noch mal anders überlegt haben. Doch
rechne mal nicht damit.“ Soraja begann abermals zu weinen und
Lazarus zog sie tröstend in seine Arme. Sanft strich er ihr über
den Rücken. „Versuch ein wenig zu schlafen und habe keine Angst
es wird noch alles gut, vertraue mir.“ Sie sah ihn mit
verweinten Augen an, sein Blick war sanft und freundlich. Und
irgendwie tröstete sie das, sie begann ihm zu vertrauen. Also
hoffte sie das er recht haben würde. „Die Hoffnung stirbt
zuletzt, oder?“ Nun hörte man aus dem großen Saal ein weiteres
Knirschen und abermals zerbröckelte eine Statue auch wenn es im
Moment keiner sah. Dann hörte Soraja hinter sich eine weibliche
Stimme. „Du hast vollkommen recht, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Du wirst die Hoffnung nicht verlieren, denn ich werde bei dir
sein.“ Soraja löste sich aus Lazarus Armen und sah die junge
Frau an. „Du bist die Statue auf der Hoffnung stand oder?“ Hope
nickte leicht. „Ja das bin ich, ich trage die Hoffnung dort hin
wo es keine Hoffnung mehr gibt. Und nun lege dich schlafen, der
Traum den du diese Nacht träumst könnte sogar wahr werden, also
schlafe.“ Soraja dachte sich, das sie wohl nicht schlafen würde
können, doch legte sie sich dennoch hin und kaum lag sie war sie
auch schon eingeschlafen. Hope sah ihren Vater an. „Ich hoffe
ich mache alles richtig, wir haben ja nicht viele Informationen
bekommen. Ich nur das ich ihr Hoffnung geben soll.“ Lazarus
lächelte und legte nun seinen Arm um die Schulter seiner
Tochter. „Du machst es schon richtig, vertraue mir.“ Nun lachte
Hope herzerfrischend. „Vater sagst du das eigentlich jedem?“ Nun
lachte auch Lazarus und drückte Hope kurz an sich. „Na komm
lassen wir sie schlafen. Wir werden ja in der kommenden Nacht
sehen ob es stimmt was man uns sagte.“ Er und Hope setzten sich
in den Saal an den Tisch und beobachteten nun mehr oder weniger
die Statue die einst Amor gewesen war. Gregorian konnte nicht
schlafen so stand er auf und betrat noch mal den Saal. Die
beiden Götter sah er nicht da sie unsichtbar am Tisch saßen.
Doch bemerkte er das wieder eine Statue fehlte und dort nur noch
die steinernen Überreste lagen, er erinnerte sich das dort
Hoffnung gestanden hatte. Er sah nun auch die weitere Türe und
als er sie öffnete lag dort drinnen Soraja in dem Bett das dort
stand und schlief. Er nickte verstehend. Dann schloss er die
Türe wieder leise und trat noch mal an den Schrein, er sah sich
die Frau dort drinnen an und flüsterte leise. „Aurian, so ist
also dein Name. Du bist wunderschön und ich wünschte ich könnte
deine Stimme hören. Lazarus sagte das man dich nicht wach
bekommen würde, doch vielleicht schaffe ich es, vielleicht bin
ich deswegen her gekommen.“ Während er dort stand, träumte
Soraja. Sie sah einen nicht ganz unattraktiven Mann der durch
ein Paradies zu schreiten schien, denn dort blühten die
exotischsten Pflanzen und als fühle er das er beobachtet wurde,
flüsterte er leise. „Die Liebe ist das wichtigste im Leben, sie
ist stark und fest. Doch nur wenn sie die richtigen trifft.
Liebe an den falschen verschenkt kann zum Fluch werden.“ Er
schritt weiter und kam nun an ein Tor, als er das durchschritten
hatte, sah er auf einmal ganz anders aus. Er trug eine schwarze
Kutte und eine Kapuze. In der Hand hielt er eine riesige Sense.
„Mich nennt man Thanatos und ich bin der Tod, doch habe ich auch
zwei Gesichter. Ich stehe zwischen gut und böse, zwischen Chaos
und Licht. Und...ich bin seit tausenden von Jahren alleine, weil
sich keine Frau mit dem Tod einlassen möchte.“ Er blickte hoch
und nun konnte sie sein Gesicht sehen, denn die Kapuze fiel von
seinem Kopf. Jetzt sah sie das er traurige Augen hatte. Sie
nickte im Schlaf und lächelte. Sie hatte ihre Liebe einem Kerl
gegeben der es nicht verdient hatte und hier war jemand der
immer alleine gewesen war. Sie fragte sich ob sie ihn vielleicht
lieben könnte. Sie lächelte und hatte nun gar keine Angst mehr
vor dem Tod. Der Traum endete und im großen Saal fuhr
erschrocken Gregorian herum denn eine weitere Statue begann zu
zerbröseln. Amor erwachte zum Leben und stieg von dem Sockel
herab. Ohne Gregorian auch nur zu beachten schritt er auf
Sorajas Zimmer zu, im vorbei gehen nickte er kurz mal Lazarus
und Hope zu, die er obwohl sie für sterbliche Augen unsichtbar,
doch für ihn zu sehen waren. Leise betrat er Sorajas Zimmer,
Gregorian folgte ihm, er wollte sehen was geschehen würde. Amor
legte sanft eine Hand auf Sorajas Stirn. „Ich bin die Liebe und
tue nun etwas das ich noch niemals getan habe. Denn normal
bringe ich die Liebe, doch hier ist sie verschwendet. So nehme
ich dir diese Liebe und gebe dir dafür den Funken einer neuen.
Schlaf gut kleine Soraja, denn nicht alles ist verloren.“
Gregorian verstand kein Wort, doch beobachtete er was Amor dort
tat und sagte. Als Amor sich herum drehte, sah er Gregorian
ruhig an. „Du hast dich für den Tod entschieden und nicht für
die Liebe. Du magst nun damit leben, denn ich komme nicht noch
mal zu dir. Du hast mit deiner Entscheidung die Liebe für immer
verloren.“ Dann ließ er Gregorian einfach stehen bevor der
antworten konnte und verschwand für dessen Augen. Langsam ging
er ebenfalls zu seinem Vater und Hope und setzte sich zu ihnen.“
Seid ihr sicher, das er sich niemals mehr verlieben wird?“
Lazarus sah zu Gregorian, der abermals zum Schrein schritt.. „Er
hat sich bereits verliebt, doch wird er selber wohl nie wieder
geliebt werden. Er hätte die Kleine nur mal in den Arm nehmen
müssen. Er hat sich aber entschieden die Antworten zu verlangen,
obwohl er wusste wie die Konsequenzen aussehen. Nun muss er
damit leben, wie du gesagt hast. Aurian gab jedem Menschen die
freie Entscheidung. Er hat seine getroffen und bald wird auch
das Schicksal erwachen und ihm seines zeigen, das er durch seine
Entscheidung auf sich genommen hat.“ Die beiden nickten leicht
und sahen ebenfalls zu Gregorian der wieder am Schrein stand und
die Frau darin betrachtete. Es kribbelte in seinen Fingern, er
wollte den Deckel öffnen, doch dachte er auch an die Warnung und
sah zu den beiden Löwen. Langsam schritt er auf die Löwen zu,
sie waren sehr groß und viel größer als gewöhnliche Löwen. „Ihr
seid also ihre Beschützer. Was werdet ihr mir antun wenn ich den
Deckel doch öffne. Hier entstehen immer mehr Fragen, doch
Antworten habe ich bisher keine bekommen. Versteht ihr? Sie ist
die einzige die mir meine Antworten geben kann, ich muss den
Deckel öffnen. Ich muss versuchen sie zu wecken. Und laut des
Gottes der eben zu Soraja ging, habe ich den Preis bereits
bezahlt, also darf ich den Schrein nun öffnen? Ohne das ihr mich
zerreißt?“ Er bekam keine Antwort, zuckte mit der Schulter und
ging. Als er an dem Schrein vorbei ging blickte er noch mal dort
hinein, doch sagte er sich das er nun solange gewartet hatte,
das es auf einen Tag nicht ankommen würde. So ging er auch
schlafen, was anderes blieb ihm nicht übrig.
Als der nächste Morgen kam,
erwachte Soraja ausgeruht und erfrischt, sie fand sogar ein
kleines Bad das an ihr Zimmer an grenzte. So badete sie schnell
und als sie zurück kam lag dort ein schwarzes langes Kleid auf
dem Bett. Sie seufzte kurz und zog es über, als sie sich nun im
Spiegel betrachtete, sah sie das es ihr an sich gut stand. Sie
hatte flachsblondes Haar und das dunkle Kleid unterstrich es
noch. Sie betrat anschließend den Saal und sah nun dort drei
Personen sitzen. Lazarus den sie schon kannte, ebenso wie Hope.
Doch nun fiel ihr Blick auf Amor und sie hatte das Gefühl das
sie auch ihn kennen würde. Als sie zu den Sockeln sah, bemerkte
sie das es nur noch zwei Statuen gab. Natur und Schicksal. Die
drei winkten ihr zu sie möge näher treten, auf dem Tisch war ein
reichhaltiges Frühstück zu sehen, mit allem was man sich nur
wünschen konnte. Sie trat näher und lächelte den dreien zu.
Lazarus lächelte sanft zurück. „Meine Tochter Hope hast du schon
kennen gelernt und das hier ist mein Sohn Amor. Er verkörpert
die Liebe.“ Stellte er nun auch den jungen Gott vor. Soraja
nickte ihm leicht zu. „Ich bin erfreut dich kennen zu lernen.“
Amor lächelte sie sanft an. „Setze dich und frühstücke mit uns.“
Das tat sie dann auch. Lazarus sah sie an. „Du scheinst gut
geschlafen zu haben.“ Sie nickte ihm zu. „Ja obwohl ich damit
gar nicht gerechnet hatte. Und ich hatte auch einen merkwürdigen
Traum.“ Wobei sie Hope ansah, die an einer Tasse Tee nippte. Als
nun auch Gregorian zu ihnen kam, sah dieser total übernächtigt
aus. Er hatte Ringe um den Augen und sah aus als würde er jeden
Moment umkippen. Auch ihm stellte Lazarus nun Hope und Amor vor.
Die beiden nickten ihm zwar zu, sagten aber kein Wort. Auch
Gregorian setzte sich und aß erst mal was. Im Gegensatz zu
Soraja hatte er nicht gut geschlafen. Er hatte von Aurian
geträumt und das sie sich von ihm abwenden würde. Doch war es
bei ihm wirklich nur ein Traum und kein prophetischer wie bei
Soraja. Als alle gesättigt waren sah Lazarus Gregorian und
Soraja an. „Seid ihr bereit? Wie lautet deine Entscheidung.“ An
Gregorian gewandt. Der sah ihn an und nickte: „Ich habe mich für
die Antworten entschieden. Ich will es endlich wissen.“ Hatte
Soraja noch gehofft das er es sich anders überlegen würde, so
sah sie nun das er bei der Entscheidung blieb, sie nickte nur
und sah Lazarus an. „Dann ruf Thanatos herbei ich bin bereit mit
ihm zu gehen.“ Gregorian sah sie überrascht an, er wollte gerade
fragen wieso sie so ruhig war, doch dann sah er ihren eiskalten
Blick der ihn traf. Nun wusste er was Amor getan hatte, denn in
ihrem Blick war kein Funken der Liebe mehr die sie für ihn
empfunden hatte. Lazarus nickte und kurz darauf erschien
Thanatos in seiner schwarzen Kutte und der übergroßen Sense. Er
sah Lazarus an und tief wie aus der Hölle kommend erklang seine
Stimme. „Du hast eine Seele für mich?“ Lazarus nickte und
deutete auf Soraja. „Ja, diese hier.“ Soraja wusste nicht was
nun geschehen würde, doch Thanatos sah sie an und zwinkerte ihr
kurz unter der Kapuze her zu. „hm....Sie ist ja noch im Körper,
aber gut ich nehme beides mit.“ Dann sah er Soraja wieder an.
„Bist du bereit mit mir zu kommen und diese Welt zu verlassen?“
Soraja sah noch mal kurz Gregorian an, dann nickte sie und trat
zu Thanatos. „Ja ich bin bereit, hier ist meine Liebe wirklich
verschwendet.“ Thanatos nickte leicht, nahm ihre Hand und war
kurz darauf mit ihr verschwunden. Doch hatte Soraja nun gedacht
das sie in eine Welt voller Dunkelheit kommen würde, sah sie nun
das sie auf der Welt war die sie letzte Nacht schon im Traum
gesehen hatte, mit exotischen Pflanzen und merkwürdigen Vögeln
und anderes Getier. Dort stand auch ein sehr schönes Haus , in
das Thanatos sie nun führte. Dort lehnte er seine Sense an die
Wand und legte die Kutte ab unter der nun eine normale Hose und
ein Hemd zum Vorschein kam. Er lächelte sie an und seine Stimme
klang nun nicht mehr als käme sie aus einem Grab, sondern sogar
recht melodisch. „Das ist mein Heim, du kannst wählen möchtest
du es mit mir teilen oder lieber ein eigenes?“ Sie betrachtete
ihn, er war zwar nicht so muskulös wie Gregorian, doch machte
sein freundliches Wesen und sein sanftes Lächeln das bei weitem
wett. „Wenn du mir Zeit lässt das wir uns kennen lernen können,
würde ich gerne hier bleiben.“ Thanatos strahlte sie an und
spätestens jetzt flog ihm ihr Herz zu, sie verliebte sich auf
der Stelle in ihn. Er wuselte um sie herum um es ihr gemütlich
und bequem zu machen. „Du kannst alles verändern was du
möchtest. Richte es so ein wie du es haben willst. Ach und du
musst dafür in keinen Laden. Du sagst was du willst und du wirst
es bekommen. Und ich lasse dir alle Zeit die du brauchst. Ich
war so lange alleine da bin ich schon froh das ich mein Heim
endlich mit jemandem teilen kann.“ Sie sah wie er um sie bemüht
war, wie er versuchte es ihr schön zu machen. Und vor allem wie
er strahlte. Das alles hatte sie bei Gregorian vermisst. Sicher
sie hätte von Gregorian alles bekommen können was man für Geld
kaufen konnte, doch Gefühl gehörte nicht dazu. Doch Thanatos
schien davon im Überfluss zu haben. Sie strahlte ihn nun ebenso
an, ihr Herz bekam endlich Nahrung. Als er mal kurz inne hielt,
sah er sie an. Er fand sie wunderschön und hatte sich sofort in
sie verliebt. Er würde alles für sie tun, sie musste es nur
sagen. Er freute sich riesig über ihre Anwesenheit. Sein Herz
klopfte ihm bis zum Hals und sein Bauch schien Schmetterlinge zu
beinhalten. Er hatte nie gewusst das Liebe so schön sein konnte.
Er trat auf sie zu und zog sie sanft an sich, dann sah er sie
an. „Darf ich es wagen dich zu küssen? Ich habe mich auf der
Stelle in dich verliebt.“ Sie legte ihm ebenfalls sachte die
Arme um den Hals und sah ihn an, dann nickte sie. Und Thanatos
küsste sie sanft und zärtlich. Sie erwiderte den Kuss ebenso.
Amor hatte hier ganze Arbeit geleistet, Liebe war in das Haus
des Todes eingezogen. Thanatos schenkte ihr später auch eine
Seherkugel, damit sie sehen konnte was im Saal den sie verlassen
hatten weiter geschah.
Im Pyramidensaal stand Gregorian
und sah wie der Tod mit ihr verschwand. Er sah Lazarus an. „Wo
ist er mit ihr hin?“ Lazarus blickte Gregorian gelassen an. „In
die Unterwelt, ins Reich des Todes wohin sonst. Das war doch der
Preis und du hast ihn bezahlt oder vielmehr sie. Du hast die
Liebe für ein ungewisses Schicksal eingetauscht.“ Gregorian sah
auf die Stelle an der noch eben Soraja gestanden hatte und
irgendwie fühlte er auf einmal, das er etwas sehr wertvolles
leichten Herzens weggegeben hatte. Er seufzte leise. Die drei
beobachteten ihn und sahen das er nicht nur kalt war, sondern
das er auch Gefühle hatte, sie sahen das ihn auf einmal die
Erkenntnis traf. Er sah Lazarus an. „Kann ich meine Entscheidung
rückgängig machen?“ Lazarus schüttelte den Kopf. „Nein, einmal
entschieden muss man mit den Konsequenzen leben.“ Kaum hatte
Lazarus es ausgesprochen konnten sie sehen das nun das Schicksal
von seinem Sockel stieg und ihn ansprach. „Und dein Schicksal
wird es sein, ohne Liebe leben zu müssen. Für alle Zeiten,
solange die Zeit andauern wird.“ Sie schritt auf ihn zu. Er
schluckte. „Ich werde niemals wieder eine Frau in meinen Armen
halten? Niemals mehr mit ihr....na ja ihr wisst schon.“ Lazarus
schüttelte den Kopf. „Die körperliche Vereinigung setzt du mit
Liebe gleich? Das ist nicht zu fassen und das sage ich der
wirklich mehr Frauen hatte, als jemals ein Mann haben wird. Aber
doch, du wirst weiterhin auch deine körperlichen Bedürfnisse
stillen können, doch dein Herz, wird keine Erwiderung der Liebe
bekommen die du vielleicht irgendwann mal empfinden wirst.“
Gregorian sah zu dem Schrein. Lazarus folgte seinem Blick.
„Solltest du ihr dein Herz geschenkt haben, so wirst du
feststellen müssen, das ihr Herz bereits vergeben ist.“
Gregorian sah Lazarus an. „Ja klar an dich oder? Aber sagtest du
nicht das du ihr Sohn bist. Bist du etwa eifersüchtig?“ Nun
lachte Lazarus. „Nein ich bin nicht eifersüchtig. Und ja du hast
recht sie liebt mich, doch nicht als Mann, wir schlafen
miteinander und wie ich schon sagte ist sie meine Geliebte. Doch
habe ich auch einen, beziehungsweise zwei Väter. Und diesen
beiden Männern gehört ihre Liebe und ihr ganzes Herz. Und ich
bin nicht ihr einziger Geliebter, auch der Krieg teilt ab und zu
das Bett mit ihr, ebenso wie noch einige andere denen sie ihre
Gunst zukommen lässt.“ Kurz kam in Gregorian der Gedanke auf,
„Dorfmatratze“ da stand auf einmal Aaron vor ihm und er hatte
dessen Faust im Gesicht. Und das hatte gesessen, denn Gregorian
würde ein sehr schönes blaues Auge bekommen.. „Wage es niemals
wieder so etwas auch nur zu denken, Junge. Vergiss nicht wir
sind Götter und wir können auch Gedanken lesen. Vor allem die
von Sterblichen.“ Lazarus sah von einem zu anderen, so schnell
wie Aaron hier zugeschlagen hatte so schnell hatte er gar nicht
reagieren können. Aaron klärte ihn auf warum er zugeschlagen
hatte und Lazarus nickte. „Nun dann muss ich es nicht mehr tun.
Gut so. Das hat er verdient.“ Nun mischte sich die
Schicksalsdame ein. „Genug, er wird es lernen das man Aurian
nicht beleidigen darf. Doch fehlt noch eine in unserer Runde.“
Sie sah zu der Statue der Natur. „Doch erst mal müssen noch zwei
andere erscheinen. Damit sah sie zum Thron und hinter den
steinernen Löwen erschienen nun Myrion und Leon. Lazarus grinste
und sah Gregorian an. „DAS sind die beiden Männer der ihr Herz
gehört und meine Väter.“ Myrion stürmte gleich auf den Schrein
los und strich mit einer sanften Geste über den Deckel. Leon
folgte ihm etwas langsamer. Gregorian sah Myrion an und
Ehrfurcht erfüllte sein Herz, was alle anderen in ihm nicht
hatten wecken können, konnte dieser Mann. Er spürte regelrecht
das dieser Riese sein Leben für die Frau im Schrein geben würde,
wenn man es verlangen würde. Er sah das dieser weit aus besser
war als er selber. So senkte er den Kopf. Myrion hob den Kopf
und seine sonore Stimme erklang. „Nun öffne ihn, das wolltest du
doch die ganze Zeit. Denn auch wir haben viele Fragen die
beantwortet werden müssen.“ Lazarus schob Gregorian langsam zu
dem Schrein. „Du hast es gehört, öffne ihn.“ Er sah die
erwartungsvollen Blicke, erst jetzt wurde ihm klar das er
umgeben war von Göttern. Er nickte und begann die Riegel zu
öffnen. Als der Deckel lose war verschwand er und man konnte nun
die Frau richtig sehen. Gregorian verschlug es den Atem beim
Anblick dieser Frau. Dann flammte ihr Körper mal in kurzem Licht
auf und Lazarus jubelte. „Das Licht und die Seele sind zurück.
Jetzt wird sie auch erwachen.“ Myrion griff in den Schrein und
hob Aurian hinaus, während Leon schon ein Bett erscheinen lies
auf das Myrion nun Aurian legte. Nun wartete man ab.

Kapitel
33: Das dritte Element

Langsam bewegte sich Aurian und
nach kurzer Zeit öffnete sie auch die Augen. Myrion und Leon
stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Sie sah um sich herum
und wunderte sich wer dort alles stand und sie ansah. Dann kam
etwas womit keiner gerechnet hatte, denn sie fragte. „Wer bin
ich und wer seid ihr?“ Die Umstehenden fielen aus allen Wolken.
Myrion sah sie an und mit tränen durchtränkter Stimme flüsterte
er. „Du bist Aurian, Lichtgöttin des Universums und meine und
Leons über alles geliebte Frau.“ Aurian schloss kurz die Augen,
als würde sie zu verstehen versuchen, dann öffnete sie sie
wieder und sah Myrion an, sie nickte leicht. Doch sah man ihrem
Gesicht an das sie immer noch nicht verstand. „Wie lange habe
ich geschlafen?“ Nun antwortete Leon. „Fast fünfhundert Jahre.
Nach dieser Erdenzeit. Wovon wir dreihundert in Stein verbracht
haben um auf das Erscheinen des Erwählten zu warten. Wir hofften
nun Antworten zu bekommen, über das was geschehen war oder ist.“
Abermals nickte Aurian und setzte sich auf. Sie sah jeden
einzelnen an und schien sie so langsam wieder zu erkennen.
„Krieg, Liebe, Hoffnung, Schicksal und Eros. Da fehlt noch eine,
das sind nicht alle.“ Myrion deutete zu der Statue . „Dort steht
noch Natur. Sie ist noch nicht erwacht.“ Sie nickte, dann fiel
ihr Blick auf Gregorian als sie sich aus dem Bett erhob und ihr
Blick wurde kühl. „Zieh dein Hemd aus und zeige mir deinen
Rücken.“ Gregorian hatte sie nur angestarrt und sein Herz
zersprang ihm fast als sie ihn nun direkt ansprach. Sein Herz
war ihr sofort entgegen geflogen. Schnell beeilte er sich ihrem
Wunsch nach zu kommen. Er zog sich schnell das Shirt über den
Kopf und drehte ihr seinen Rücken zu. Sie trat auf ihn zu und
lies ihre Hand leicht einen Zentimeter über seinem Rücken
schweben ohne ihn zu berühren, während sie den Drachen ansah,
sie nickte. „Der Drache Jing und Jang. Weder gut noch böse,
weder Ordnung noch Chaos, weder Licht noch Schatten.“ Sie sah
Myrion an. „Wurde das Opfer erbracht? Und wurde es freiwillig
gegeben?“ Myrion nickte. „Ja, die junge Frau gab ihr Leben damit
dieser hier seine Antworten erhalten kann.“ Aurian nickte
abermals. „Nun gut, dann soll es so sein. Er hat entschieden.“
Sie bat Gregorian sich wieder herum zu drehen doch sein Hemd aus
zu lassen. „Ich denke ihr wollt alle Antworten. Auch wenn ich im
Moment nicht weiß wer oder was ich bin, so habe ich doch die
Antworten die ihr sucht.“ Sie sahen, das ihr das alles selber
recht merkwürdig vor kam, doch deutete sie zu dem Tisch. „Setzt
euch.“ Als alle saßen begann sie. „Ich weiß noch das ich die
Stimme des Universums hörte und es mir sagte was zu tun sei. So
durchsuchte ich das Universum, nach dem Staubkorn das es selber
nicht finden konnte. Erst noch in diesem Körper, doch merkte ich
bald das es so nicht ging, dann löste ich mich von ihm und
suchte direkt. So traf ich auf eine Welt einem Staubkorn im
Universum gleich, das Leben enthielt. Und dessen Welt irgendwann
den Erwählten hervorbringen würde. Was ich nicht wusste war, das
auch das Chaos aus geschickt wurde um diese Welt zu finden. Das
Universum wollte auf scheinbar auf Nummer sicher gehen und
sandte so seine beiden Kinder aus. Wir trafen auch fast
Zeitgleich auf der Welt ein, doch dann geschah etwas seltsames.
Anstatt das wir es dem Universum mitteilten das wir sie gefunden
hatten, begannen wir zu streiten, wer es ihm mitteilen würde.
Wir bekriegten uns, wir kämpften miteinander und zerstörten
dabei fast diese ganze Welt.“ Gregorian mischte sich nun ein.
„Das ist das was wir den Chaoskrieg genannt hatten. Es war laut
Geschichtsunterlagen nie ersichtlich warum dieser Krieg begann,
doch wurden auf einmal alle Menschen wahnsinnig und bekriegten
sich gegenseitig, sogar Freund und Freund oder Eltern und
Kinder. Und so weiter.“ Aurian nickte leicht, dann sprach sie
weiter. „Irgendwann sahen wir was wir angerichtet hatten, wir
schienen beide selber den Verstand verloren gehabt zu haben.
Dann teilten wir dem Universum mit, was wir gefunden und was wir
getan hatten. Das Chaos wurde zurück gerufen und ich beauftragt
ein wenig Ordnung in diese Welt zu bringen. Das tat ich dann
auch. Als Strafe für unser Verhalten nahm man uns beiden einen
Teil unserer Erinnerung. Das Universum war wirklich sauer,
obwohl ich den Eindruck hatte, das es an sich so gewollt war.
Ich weiß auch noch das Chaos und ich uns einmal sehr nahe
gekommen sind, und daraus entstand etwas.....“Sie runzelte
nachdenklich die Stirn und sah Gregorian an. „Jetzt weiß ich es,
wir legten den Grundstein, für diese jungen Mann. Er stammt vom
Chaos und Licht ab.“ Alle sahen sie verwundert an und Leon
sprach es aus. „Heißt das du hast in deiner reinen Form mit dem
Chaos geschlafen und dabei ein Kind gezeugt und geboren? Wie
soll das denn gehen?“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein
natürlich nicht. Niemals würde ich mit dem Chaos ins Bett
steigen. Vor allem nicht in der reinen Form, wobei das eh nicht
gehen würde. Nein für einen kurzen Moment vereinigten sich im
Kampf Chaos- und Lichtsubstanz und daraus entstand ein Funke,
dieser Funke verschwand und setzte sich in eine Menschenfrau
fest die gerade ein Kind erwartete. Chaos wurde zurück gerufen
als es geschehen war und als die Frau ihr Kind zur Welt brachte,
erschütterte es das gesamte Universum. Der Grundstein für den
Drachen Jing und Jang war gelegt worden. Generation um
Generation kamen und gingen und es kam der Tag als der Drache
geboren wurde.“ Nun sahen alle Gregorian an. Aurian nickte. „Ja
er ist der Drache, das Zeichen auf seinem Rücken beweist es. Er
hat lediglich noch nicht die Wandlung vollzogen, weil man ihn
entscheiden lassen wollte ob er sein Schicksal annimmt oder
nicht. Denn das Universum konnte diese freie Entscheidung die
ich einst erlassen hatte, nicht rückgängig machen. So musste es
ihm ebenso wie allen anderen diese Entscheidung überlassen. Und
nun hat er entschieden, er hat die Liebe von sich gewiesen, die
man ihm kompromisslos entgegen brachte und hat sogar in Kauf
genommen das die Frau die ihn so bedingungslos liebte, den Tod
fand. Das ist die Seite des Chaos, doch ist er selber auch zur
Liebe fähig und war bereit seine Entscheidung zu revidieren als
er sah was er verloren hatte, das ist die Seite des Lichts. Ewig
wird er schwanken zwischen Chaos und Licht, zwischen den beiden
Kindern des Universums, mal wird er die eine Seite wählen mal
die andere und nirgendwo richtig Zuhause sein. Das Universum
besteht aus der magischen Zahl drei.“ Aurian dachte nach und
dann stieg die Erkenntnis in ihr hoch. „Doch wollte es nicht
schon wieder ein neues Kind hervorbringen, zudem das einige
Millionen Jahre gedauert hätte, auch das Universum ist manchmal
ungeduldig. Und so …...sorgte es dafür das Chaos und ich das
dritte Element hervorbrachten. Da es nicht gehen würde das wir
uns körperlich vereinen weil sein Samen sofort in mir verbrennen
würde, traf es diese Entscheidung und provozierte damit diesen
Funken, der nun das dritte Element bringen würde. Gregorian
stammt von mir und dem Chaos ab, das heißt genauer gesagt vom
Licht und Chaos.“ Alle sahen sie entsetzt und ebenso erstaunt
an, dann blickten sie auf Gregorian. Der verstand kein Wort, nur
soviel das er ebenfalls in gewisser Weise einer ihrer Nachkommen
sein sollte. Wenn auch auf sehr merkwürdige Weise. Er sah Aurian
an. „Welche Wandlung werde ich durch machen?“ Aurian sah ihn
ruhig an. „Du wirst den Körper eines Drachen bekommen, ähnlich
einer Schlange, also nicht wie die normalen Drachen sondern eher
ein Wyrm.“ Gregorian keuchte auf. „Und werde ich immer in dieser
Form existieren müssen, oder kann ich auch...“Dabei deutete er
auf seinen derzeitigen Körper.“ Aurian nickte. „Dir wird es
möglich sein auch deinen derzeitigen Körper an zu nehmen. Doch
wirst du weder mir noch dem Chaos direkt unterstellt sein, wir
haben freie Entscheidungsgewalt über uns, na ja fast. Das es
nicht immer so ist sieht mal ja was nun geschehen ist. Doch du
wirst in deinem Drachenkörper das Universum auf ewig
durchfliegen, helfen wo du gebraucht wirst, zerstören wo es
verlangt wird. Deine Liebe wird niemals erwidert werden, auch
wenn du dich mit einer Frau vereinen können wirst. Kinder werden
aus deinen Lenden niemals entspringen.“ Gregorian sah sie
entsetzt an. „Und ich kann niemals von diesem Los erlöst werden?
Niemals?“ Aurian sah ihn an. „Doch, wenn dich eine Frau
bedingungslos liebt, obwohl das unmöglich sein wird, weil Amor
dir nie wieder die Liebe bringen wird. Doch solltest du es
wirklich schaffen das eine Frau dir ihr Herz schenkt im Wissen
was du bist, so kannst du erlöst werden. Auch das Universum ist
nicht so grausam, das es dir keine Alternative lässt.“ Gregorian
sah Hope an und Hoffnung glimmte in ihm auf. Er nickte leicht.
Myrion sah sie an und beugte sich leicht zu ihr um ihr einen
kurzen Kuss zu geben, er konnte nicht anders, zu lange hatte er
darauf verzichten müssen. Doch zuckte Aurian leicht zurück, wenn
sie auch die Liebe in ihrem Herzen zu diesem Mann spürte. Myrion
seufzte leicht doch ließ er es dann doch. Auch allen anderen war
diese Regung nicht entgangen, dann sprach Amor. „Er liebt dich
ebenso wie es Leon tut und du liebst sie beide, glaube daran,
denn es ist so. Ihr habt schon viele tausend Jahre mit einander
verbracht und niemals gab es Streit. Öffne dein Herz
Großmutter.“ Amor sah alle anderen an. „Das Universum hat ihr
die Erinnerung an das genommen was sie mit allen Männern bisher
geteilt hat. Wenn ihr sie also immer noch wollt..“ Dabei grinste
er verschmitzt. „Werdet ihr sie aufs neue erobern müssen. Sie
besitzt immer noch die Liebe zu ihren beiden Männern und ihren
Kindern und Kindeskindern in ihrem Herzen, doch wird es eine
Weile dauern bis sie wieder richtig entbrannt ist. Aurian ist
immer noch da drin, sie muss nur neu erweckt werden.“ Myrion und
Leon seufzten leise, doch auch sie hatten nun wieder Hoffnung
das alles gut werden würde. Amor zwinkerte ihnen zu. „Und ehe
ich es vergesse, ihr körperliches Verlangen ist nach wie vor da,
denn den Körper hat sie ja immer noch, mit samt seinem Makel
oder wie sie es immer nannte der kleinen Unzulänglichkeit. Das
heißt...“ Weiter kam er nicht weil Myrion nun leise lachte. „Wir
wissen was das heißt. Wir werden bereit sein und ihr Verlangen
stillen, wie wir es immer getan haben.“ Gregorian verstand kein
Wort, aber ihn beschäftigte auch etwas ganz anderes. Er sah
Aurian an. „Wann wird es soweit sein?“ Aurian nickte. „Wenn du
bereit bist, werden die Natur und ich dir helfen, die Wandlung
zum ersten mal zu vollziehen. Wir könnten es auch lassen, doch
dann würdest du es irgendwann unkontrolliert tun und wüsstest
nicht wie du zurück in deinen menschlichen Körper kommen kannst,
also wollen wir dir beim ersten mal dabei helfen.“ Gregorian
nickte. „Dann lasst es uns jetzt tun, damit ich es hinter mir
habe.“ und schon hörte man abermals wie eine Statue zerbrach und
Iona stieg von ihrem Podest herab. Langsam trat Iona heran, auch
Aurian erhob sich. „Dann stell dich hin, doch muss ich dir sagen
das es für dich recht schmerzhaft werden wird, denn ich werde
dich berühren müssen und du wirst meine Berührung kaum ertragen
können.“ Er stellte sich vor sie hin und sah ihr fest in die
Augen. „Ich werde es ertragen.“ Alle anderen stellten sich nun
um die drei herum. Aurian stellte sich hinter ihn und Iona
wartete neben ihm ab. Sie sah Myrion und Aaron an. „Haltet ihn
fest denn er wird versuchen zu fliehen und vor Schmerzen
entsetzlich schreien.“ beide ergriffen seine Arme um ihn fest zu
halten, dann begann Aurian. Sie legte ihm eine Hand wie eine
Klammer auf die Schulter und drückte ihm nun die rechte Hand auf
die helle Seite des Males am Rücken. Gregorian biss die Zähne
zusammen doch ihre Berührung brannte auf seinem Rücken und der
Schulter wie Feuer. Langsam schob Aurian, die helle Seite des
Males um das Jing und Jang Zeichen herum bis der helle Drache
auf dem dunklen lag. Gregorian brüllte auf einmal wie am Spieß,
er hatte das Gefühl sein Rücken würde verbrennen. Dann vollzog
sie das gleiche nochmals mit der dunklen Drachenseite bis sie
verkehrt herum lagen. Sie nickte Iona zu. Diese stellte sich nun
hinter Gregorian während Aurian sich vor ihn stellte. Sie sah
ihn an und presste nun beide Hände auf seine muskulöse Brust
während Iona das gleich auf seinem Rücken tat. Gregorian schrie
vor Schmerzen, denn auch hier hatte er das Gefühl das seine
Brust verbrannt würde. Und tatsächlich wurde sie leuchtend rot.
Dann strichen ihre Hände zeitgleich mit Ionas seinen Armen
entlang und beide begannen in einer Sprache zu sprechen die
niemand verstand. Iona wusste nicht was sie da sagte sondern die
Worte kamen ohne das sie wusste woher, über sie. Iona sah wie
sich nun das JingJang Zeichen immer schneller drehte wie Aurian
es zuvor verdreht hatte. Und dann begann Gregorian zu
verschwimmen und sein Körper wandelte sich und wurde langsam zum
Drachen, mit kurzen Beinen, kraftvoller Brust und Stacheln auf
seinem Rücken. Langsam bildete sich auch der Drachenschwanz und
die Schnauze heraus. Aaron und Myrion sprangen zurück als die
Wandlung einsetzte. Flügel hatte er keine, doch die brauchte er
auch nicht. Sein Körper wurde riesig groß und lang das er alles
weg fegte was sich in dem Saal befunden hatten, sein Schwanz
bewegte sich leicht hin und her und zertrümmerte die Sockel der
Statuen auf denen diese gestanden hatten, ebenso wie den
Kristallschrein der auf der anderen Seite stand. Aurian sah dem
ganzen gelassen zu. „Das ist nur ein Bruchteil der Größe die du
endgültig erreichen kannst. Nur der Raum hier ist sehr klein,
doch im Universum wirst du eine gewaltige Größe erreichen. Wie
fühlst du dich und keine Sorge du kannst reden.“ Leises grollen
war zu hören. „Wird es jedes mal so schmerzhaft sein? Ansonsten
fühle ich mich gut.“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein, denn
jetzt wurde deine Wandlung sozusagen erzwungen, beim nächsten
mal leitest du sie selber ein und dann wird es nicht mehr weh
tun. Nun erkläre ich dir wie du dich verwandeln kannst. Diese
erzwungene Wandlung musste sein, weil sonst hätte es noch
möglicherweise Jahre gedauert bis du es endlich selber gekonnt
hättest. Also pass auf, konzentriere dich auf das JingJang
Zeichen auf deinem Rücken und verschiebe die Drachen in Gedanken
so das sie wieder an ihrem Platz sind, weiß rechts, schwarz
links.“ Gregorian nickte und konzentrierte sich, abermals setzte
langsam die Wandlung wieder ein und kurze Zeit später stand er
wieder in seiner menschlichen Form vor ihnen, allerdings nackt,
denn die Drachenwandlung hatte ihm die Kleidung zerfetzt..
Aurian nickte. „So und nun wieder zurück, nun verschiebe die
Drachen so das sie falsch liegen, schwarz rechts und weiß
links.“ Abermals versuchte sich Gregorian auf das Zeichen zu
konzentrieren und wieder begann er zu verschwimmen, bis er als
Drache wieder vor ihnen stand. Aurian nickte. „Sehr schön, das
wirst du nun so lange üben bis es fast von selber geht und du
nur noch daran denken musst das du die Wandlung willst. Doch
hüte dich davor zu lange in der menschlichen Gestalt zu stecken,
denn irgendwann wird deine Natur heraus wollen und du dich dann
möglicherweise im ungünstigsten Moment gezwungen verwandeln.
Rechne immer so, ein halber Monat, ob zusammen hängend oder
geteilt, ist es dir erlaubt in menschlicher Gestalt zu
erscheinen, den anderen halben Monat wirst du als Drache durch
das Universum ziehen. Und was deine Kleidung angeht. Du wirst
ähnliche Kleidung bekommen wie unsere Engel die diese Wandlung
mit macht, so das du nicht jedes mal nackt da stehst.“ Sie
musste nun doch leicht grinsen. Gregorian grollte leise und
verwandelte sich zurück, während Iona ihm ebenfalls grinsend
schon eine Hose hinhielt. Er nahm die Hose, zog sie an und
knurrte leicht. „Es freut mich das es euch amüsiert hat. Ich
fand es nicht besonders komisch nackt vor euch zu stehen.“
Aurian sah ihn ernst an. „Ich hoffe dir ist klar das du nicht
mehr in dein altes Leben zurück kannst, diese Zeit ist vorbei.
Wir werden dich mitnehmen auf die Welt der Götter, dort wirst du
eine eigene Höhle bekommen und dich dort einrichten können. Dort
wirst du auch deinen Urvater kennen lernen, das Chaos.“ Aurian
sah die anderen an, während Gregorian erst mal mit allem fertig
werden musste. Er hatte mit allem möglichen gerechnet aber nicht
damit. „Also los, gehen wir nach Hause.“ Myrion sah Aurian an.
„Können wir das denn? Wir konnten die Welt vorher nicht
verlassen und hatten keine Möglichkeit mit der Außenwelt Kontakt
auf zu nehmen, egal ob mit Chronos oder Thanatos. Geschweige
denn andere Welten. Vor allem wie viel Zeit ist bei uns
vergangen und wie viel auf den anderen Welten?“ Aurian lächelte
ihn sanft an. „Ja das können wir, es wird wieder alles normal
sei.........na ja fast alles. Und ich denke bei uns dürften
ungefähr hundert Jahre vergangen sein, mehr nicht. Also was ist?
Folgt ihr mir oder muss ich alleine gehen?“ Damit war sie auch
schon verschwunden und hatte Gregorian mitgenommen da er ja noch
nicht wusste wie er dort hin kommen würde. Eine Sekunde später
folgten ihr auch alle anderen.
Man kann sich denken das nun
wieder mal ein Fest an stand, denn auch die Götter wussten wie
man feierte. Allerdings beinhaltete Aurians zurück kommen auch
einen kleinen Wermutstropfenden sie weigerte sich mit Myrion
oder Leon das Bett zu teilen. So zog sie in eins der Gästezimmer
das sie sonst immer für sich und ihre Liebhaber reserviert
hatte. Die beiden Männer, Myrion vor allem, litten sehr
darunter. Egal welcher Mann sich ihr näherte, sie wies jeden
zurück. Myrion hoffte nun einfach auf einen ihrer Anfälle und
darauf das sie ihn dann annehmen würde. Nebenbei versuchte er
sie immer wieder mal zu verführen doch ohne Erfolg.
Gregorian traf nun auch auf Damok
der ebenfalls wieder erwacht war. Auch ihm hatte das Universum
einige Erinnerungen genommen, vor allem aber die das er mal mit
Aurian etwas hatte. Aurian wies es weit von sich das sie
wirklich mal mit Damok das Bett geteilt haben sollte. Sie
kümmerte sich in der nächsten Zeit vor allem um Gregorian und
versuchte ihm das Einleben ein wenig zu erleichtern. Gregorian
musste nun allerdings feststellen das Soraja nicht tot war,
sondern das sie ihr Herz und ihre Liebe Thanatos geschenkt
hatte. Diese beiden waren sogar glücklich, vor allem als
Thanatos ihr zeigte wie sie auf die Welt der Götter kommen
konnte wo sie auch Gesellschaft finden würde und nicht nur
verstorbene Seelen wie es in seinem Reich war. Aurian hatte
Soraja Unsterblichkeit verliehen, damit Thanatos sie nicht so
schnell wieder hergeben musste. Gregorian musste nun mit ansehen
was er verloren hatte und litt sogar darunter. Wie Aurian es ihm
versprochen hatte bekam er eine eigene Höhle, die von innen
allerdings wie bei Damok und Aurian auch eher einer Wohnung
glich. Selbst ein kleines Plateau hatte seine Höhle auf dem er
sitzen und ins Tal sehen konnte. Er war alleine. Wenn Aurian
sich nicht ab und zu um ihn gekümmert hätte, hätte er keine
Unterhaltung gehabt. Doch das bekam auch jemand anderes mit, den
bisher jeder kaum beachtet hatte. Elrik und Amanda hatte vor
ewigen Zeiten auch ein Kind bekommen, ein Mädchen das sie Lilli
genannt hatten. Natürlich hatte Aurian auch dieses Kind erzogen
und es gelehrt was es wissen musste, doch da es keine besonderen
Neigungen zeigte hatte man Lilli einfach tun lassen was sie
wollte. Doch hatte sie ein großes und mitfühlendes Herz und das
obwohl sie sowohl göttliches als auch dämonisches Blut in sich
trug. Sie sah wie einsam Gregorian war und suchte ihn eines
Tages mal auf um ihn zu besuchen. Sie wusste wie er mit Soraja
umgesprungen war und hieß es nicht sehr gut. Als sie bei ihm
eintraf war er nicht da, sondern er drehte seine Kreise im
Universum. Seine Höhle sah entsetzlich aus und stank
fürchterlich, so begann sie auf zu räumen. Ihr wurde klar das
ihm niemand gezeigt hatte das er seine Höhle mit einem kurzen
Gedanken in Ordnung halten konnte. Lilli war keine Schönheit,
sie trug auch äußerlich einige Merkmale eines Dämonen an sich,
weswegen sich auch noch kein Mann an sie heran gemacht hatte. Im
Grunde genommen, obwohl sie von ihren Eltern wirklich geliebt
wurde, war auch sie sehr einsam. Als Gregorian zurück kam sah er
das seine Höhle wieder sauber und ordentlich war, er erfuhr von
Aurian das sich Lilli darum gekümmert hatte. Sie erzählte ihm
auch das Lilli halb dämonisch und halb göttlich war, aber eben
nicht sonderlich anziehend auf Männer wirkte. Als er Lilli das
erste mal sah, war er leicht abgestoßen von ihr, denn schön
konnte man sie wirklich nicht nennen. Sie hatte eine braune Haut
und sogar kleine Hörner auf dem Kopf, der von schwarzem Haar
umrahmt wurde. Ihr Gesicht war ein wenig verzogen, die Augen
lagen tief in ihren Höhlen und sie hatte große und
aufgeschwollene Lippen. Ihr Körper war allerdings sehr gut
ausgeprägt, hatte Rundungen an den richtigen Stellen und war
wohl proportioniert. Sie besuchte ihn öfter und es entwickelte
sich langsam sogar eine Freundschaft zwischen ihnen. Er sah das
sie trotz ihres dämonischen Äußeren ein gutes Herz hatte und mit
ihr konnte er nach einer Weile auch über alles reden, was ihn so
bedrückte. Er lernte sogar zu zu hören wenn ihr was am Herzen
lag. Sie saßen oft auf seinem Plateau und sahen ins Tal hinab,
wo die anderen Götter ihrem Leben nach gingen. Er sah sie an.
„Möchtest du nicht ganz hier herauf ziehen? Ich meine du bist
schon mehr bei mir als bei deinen Eltern. Ich habe noch ein
Zimmer frei das du gerne beziehen kannst wenn du magst. Ich habe
keine unlauteren Absichten, das musst du also nicht befürchten.“
Als er das sagte begann Lilli zu weinen, und wer hätte es
gedacht, er erhob sich und legte einen Arm um sie. „Habe ich
etwas gesagt das dich verletzt hat? Dann tut es mir leid.“ Er
und auch Lilli schauten auf einmal verwundert, denn aus seinen
Worten war die Wahrheit heraus zu hören. Es tat ihm tatsächlich
leid. Doch Lilli schüttelte nur den Kopf. „Nein, doch selbst du
willst in mir keine Frau sehen. Ich bin hässlich und abstoßend.
So das selbst du mich nicht in deinem Bett haben willst.“ Sie
weinte schon wieder. Gregorian sah sie an, es war auch bei ihm
schon eine ganze Weile her das er mit einer Frau zusammen
gelegen hatte. Die letzte war Soraja gewesen, die schöne Soraja.
Das ganze Gegenteil von der Frau die nun hier bei ihm saß. „Du
warst noch nie mit einem Mann zusammen? So bist du noch
unberührt? Und sag nicht du bist hässlich, du magst äußerlich
vielleicht keine Schönheit sein, doch deine Seele und das was
dich wirklich ausmacht ist wunderschön.“ Sie schniefte leise und
sah ihn an. „Richtig, ich bin noch Jungfrau, mich wollte eben
keiner, nicht mal die Kerle die es eigentlich mit jeder tun, wie
Arden oder Aaron.“ Gregorian verstand und nahm ihre Hand und zog
sie zu sich hoch. Ihm war klar das es auch ihn Überwindung
kosten würde, doch mochte er seine Freundin und so nickte er
leicht zu sich selbst. „Dann wird es Zeit das du siehst wie es
ist.“ Dann küsste er sie, anfangs noch widerwillig doch dann
machte sich auch bei ihm sein körperliches Verlangen bemerkbar
und ihm war es auf einmal schlicht egal wie sie aussah. Lilli
spürte das sie sein Begehren geweckt hatte, wenn sie auch nicht
ahnte das in ihm einfach sein männliches Verlangen hoch
gestiegen war. Aber das war auch gleichgültig. Sie freute sich
das sie bei ihm das auslösen konnte und erwiderte den Kuss
zaghaft. Während er sie küsste schob er sie zu seinem
Schlafzimmer und streichelte sie erst zärtlich dann immer
verlangender. Nebenbei zog er sie langsam aus. Als er sie neben
sich im Bett hatte und sie anschließend das erste mal nahm, war
er sanft und vorsichtig, er wollte sie nicht erschrecken. Und
sie dankte es ihm mit unverhoffter Leidenschaft und einer
Wildheit die ihm bis dahin noch keine Frau gegeben hatte. Sie
verlangte sogar noch mehr und als sie irgendwann erschöpft aber
glücklich lächelnd in seinen Armen lag, sah er sie an und
seufzte leise. Er liebte sie nicht und er wusste das auch sie
ihn nicht liebte, doch was sie nun miteinander geteilt hatten
hatte auch er als sehr schön empfunden. Aurian hatte das alles
besorgt beobachtet, doch als sie sah wie sanft er mit ihr
umgegangen war, nickte sie leicht. Allerdings das sie mit ansah
wie er mit der jungen Göttin schlief, löste auch in ihr etwas
aus. Als sie zurück in ihrer Wohnung war sah sie Myrion an.
„Komm mit.“ Er folgte ihr, sich fragend was nun los sei. Doch
als sie ihr gemeinsames Schlafzimmer betrat und sich begann aus
zu ziehen, war er nicht mehr zu halten. Sein Blick verdunkelte
sich voller Verlangen und er stürzte sich regelrecht auf Aurian.
Auch bei ihnen ging es nun heiß und wild zu und auch hier nicht
nur einmal. Anschließend hielt auch Myrion seine geliebte Frau
in seinen Armen und war überglücklich. Aurians Verlangen war neu
erwacht und ihre Sinnlichkeit flammte in alter Kraft hoch. Jeder
der sie nun sehen würde, würde wissen das sie wieder die alte
sein würde. Und die Männer denen sie auch zuvor schon ihre Gunst
geschenkt hatte, freuten sich und hofften das sie auch ihnen
wieder zugeneigt sein würde. Vor allem Leon und Lazarus, wobei
Lazarus sie wirklich brauchte. Man bereitete jetzt erst recht
ein Fest vor und hoffte zu erfahren was diese Erneuerung
ausgelöst hatte.
Aurian war endlich zurück gekehrt
in voller Kraft.

 
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