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Kapitel 1: Chaos und Licht

Aurian spürte das der Chaosgott
auf dem Weg zur Götterinsel war und rief alle anderen Götter zu
sich um sie vorzubereiten auf das was kommen würde. So wartete
man im Besprechungszimmer, das er erscheinen würde, was auch
nicht lange auf sich warten ließ. Als die beiden am Strand
erschienen, teilte sie Niklas gedanklich mit das er den
Chaosgott in das Besprechungszimmer führen sollte. Was dieser
auch tat. Auf dem Weg dort hin sah sich Damok um, nichts deutete
mehr darauf hin das hier mal das Chaos gewütet hatte, abgesehen
von der goldenen Stadt, die immer noch zum Teil in Schutt und
Asche lag. Niklas wunderte sich schon warum diese nicht wieder
gänzlich hergestellt worden war, hoffte aber das er es erfahren
würde. Er zitterte am ganzen Körper. Aurian war zwar immer gütig
zu ihm gewesen doch was geschehen würde, wenn sie erfuhr das er
ihr nicht gehorcht hatte ließ ihn zittern. Den anderen Göttern
ging es teilweise nicht besser, sie wussten nicht was mit diesem
Gott auf sie zukommen würde. Wie würde Aurian entscheiden? Das
Zimmer sah nun etwas anders aus, anstatt eines langen Tisches
wie es bis dahin gewesen war, hatte man ihn nun in Hufeisenform
aufgestellt, denn nun hatte auch Lazarus einen Platz neben
Aurian am Kopf des Tisches, ebenso wie Platz geschaffen werden
musste für die jungen Götter. Während alle anderen auf ihren
Plätzen saßen, stand sie zwischen den Tischen und sah auf die
Türe, als diese sich öffnete. Damok musste seinen Kopf leicht
neigen als er den Raum betrat, er hätte sich sonst den Kopf am
Türrahmen angestoßen. Aurian hatte wohl weißlich ihre sinnliche
Anziehungskraft so weit herunter gedrückt wie es ihr möglich
war. Doch war ihr auch klar, das es bei Damok wohl keinen großen
Unterschied machen würde. Er blieb kurz an der Türe stehen und
verdeckte damit Niklas die Sicht. Dann trat er langsam auf
Aurian zu. Alle starrten ihn an, er hatte einen kraftvollen
Körper und die weiblichen Götter mussten bei seinem Anblick tief
einatmen, denn er trug bis auf eine schwarze lederne Hose
nichts. Sein Gesicht war markant, es war nicht klassisch schön
zu nennen, obwohl er gut aussah. Schwarze Haare umrahmten sein
Gesicht, obwohl sie kurz gehalten waren. Doch am auffälligsten
waren seine Augen, sie waren im Gegensatz zu Aurians die
strahlend blau waren, schwarz wie die Nacht. Er sah sie an und
alle bemerkten das er sich schwer beherrschen musste,
Schweißperlen waren auf seiner Stirn entstanden. Sie lächelte
ihm entgegen und ihr Lächeln lies ihn kurz im Schritt stocken.
Sein Atem ging schwer, dann ertönte Aurians Stimme. „Gut das du
gelernt hast dich zu beherrschen, denn es wäre sonst sehr
unangenehm für alle geworden, aber am meisten für dich.“ Lazarus
stand in Aurians Nähe, er traute dem Chaosgott nicht. Auch alle
anderen hatten sich darauf vorbereitet sich wenn nötig auf ihn
zu stürzen, doch schien es nicht nötig zu sein. Wenn es ihm auch
schwer fiel sich zu beherrschen so tat er es doch. Leicht neigte
er den Kopf vor Aurian als er endlich vor ihr stand. „Ich bin
gekommen um mein Recht zu fordern, das Recht ebenso auf dieser
Welt leben zu dürfen wie alle anderen auch.“ Aurian musste zu
ihm aufsehen, im Gegensatz zu ihr war er sehr groß. „Hm... was
bringt dich auf den Gedanken das du ein Recht hast hier zu
leben? Du bist das Chaos und hier herrscht die Ordnung, also
was? Wärst du wirklich bereit meinen Herrschaftsanspruch gelten
zu lassen? Dich meinen Gesetzen zu unterwerfen?“ Sie lächelte
immer noch. Er knurrte leise. „Ich bin noch jung und ich weiß
das ich noch viel zu lernen habe. Du hattest etliche Millionen
Jahre dafür Zeit, hast dich entwickelt und wurdest was du bist.
Ich habe diese Zeit nicht, also will ich lernen und zwar dort wo
es mir am leichtesten fallen wird. Hier bei dir. Ich respektiere
das dein Wissen enorm ist und das meines daran noch lange nicht
reicht, aber ich lerne schnell.“ Er beugte sich leicht zu ihr
herab und flüsterte ihr zu: „Vielleicht schneller als du
dachtest.“ Anschließend richtete er sich wieder auf. „Du duldest
auch Mörder und Vergewaltiger auf dieser Welt also warum nicht
auch das Chaos.“ Er schritt auf Aaron zu. „Sieh dir den Krieg
an, er mordet und lässt einiges zu was nicht in dein Bild passt
und doch lebt er hier. Einst war er grausam und gewalttätig.
Wobei wenn ich ihn mir genauer ansehe, ist er das immer noch, er
verbirgt es nur besser und hat gelernt das man sich ab und zu
mal beherrschen muss.“ Dann ging er weiter zu Dion. „Oder er
hier, weil er war wie er war, schloss man ihn ins Schwert ein
und er lernte. Doch ist die Grausamkeit nach wie vor in ihm.
Auch wenn er sie nun beherrscht.“ Dann trat er auf Leon zu.
„Oder dieser hier, er ist sogar dein Gefährte geworden, obwohl
er niederträchtig und verlogen ist. Nicht dir gegenüber, doch er
ist was er ist.“ Dann trat er auf Doran zu. „Oder er, er will
seine Schwester ins Bett bekommen, er lügt, heuchelt und tut
lieb um sein Ziel zu erreichen. Er gehört ebenso wenig hier her
wie ich, wenn du es so siehst. Und das ist dein Sohn. Ein
Jüngling der Dunkelheit und doch lebt er auf der Welt des
Lichts. Wieso?“ Aurian hatte ihn ausreden lassen, die die er
angesprochen hatte, ballten ihre Fäuste und hätten ihn am
liebsten niedergeschlagen, da er so offen ihre Mankos aufdeckte.
Aurian war Damok mit dem Blick gefolgt. „Du willst wissen wieso?
Nun weil sie hier her gehören, sie waren immer schon hier. Und
jedes Wesen trägt auch ein wenig Dunkelheit in sich, selbst ich.
Ebenso wie jedes Wesen auch das Licht in sich trägt wie auch du.
Die Frage ist nur, welcher Seite gibt man den Vorzug. Der Krieg
….er muss grausam sein, und er ist gewalttätig und lässt einiges
zu was nicht zu mir passen würde, aber er gehört hier hin. Dion,
hat gelernt da stimme ich dir zu, ebenso das keiner der von dir
genannt wurde, ganz aus seiner Haut kann, doch sie würden
niemals ihre Boshaftigkeiten hier verbreiten.“ Damit trat sie
auf Damok zu und sah ihm in die Augen, alle warteten gespannt ab
ob er seine Augen abwenden würde, doch er hielt ihrem Blick
eiskalt stand. „Doch du schon du würdest auch hier intrigieren,
lügen und versuchen den einen oder anderen auf deine Seite zu
bringen, und das kann und darf ich nicht zulassen. Du würdest
das Chaos hier her bringen, alles durcheinander bringen und die
Ordnung stören. Du bist wie ich, nicht nur ein Aspekt der
Dunkelheit. So wie es Aaron, oder Dion, oder Leon sind. Sondern
du trägst alle Aspekte in dir. Ebenso wie ich nicht nur einen
Aspekt des Lichts in mir trage, sondern viele. Und das Licht und
die Dunkelheit können nicht auf einem Platz zusammen leben. Es
muss uns beide geben, das ist richtig und doch werden wir obwohl
wir wissen das der andere nötig ist, uns immer wieder bekämpfen.
Du wirst immer wieder versuchen etwas zu bekommen was dir nicht
zusteht, ebenso wie ich immer wieder versuchen werde, dir das
was du als dein Recht ansiehst zu verweigern. Licht und
Finsternis ziehen sich an und stoßen sich auch wieder ab. So ist
es nun mal. Mir ist klar das du mich besitzen willst, doch werde
ich dir niemals gehören. Das kann ich gar nicht. Ebenso wenig
können wir hier friedlich neben einander leben, es würde nicht
funktionieren. Erschaffe dir eine eigene Welt, sammle Anhänger
um dich, zeuge Götter und baue dir das auf was es hier bereits
gibt. Wenn ich sagte das du tausende Jahre brauchen würdest dann
aus dem Grund weil du erst anfangen muss etwas zu schaffen. Die
Wesen des Universums haben nun die freie Wahl sie sind
Erschaffer ihres eigenen Schicksals und das tat ich nicht weil
es mir mal eben so in den Kram passte, sondern um ihnen die
Möglichkeit zu geben wirklich frei wählen zu können. So kann
wirklich jedes Wesen wählen ob es der Dunkelheit oder dem Licht
angehören will. Du hast in gewisser Weise die gleichen
Fähigkeiten wie ich, vielleicht mal abgesehen davon das ich
weiser bin und beherrschter. Sieh dich doch an, selbst jetzt
musst du dich mit aller Gewalt beherrschen, selbst jetzt kannst
du mir nicht gegenüber stehen ohne den Gedanken daran das ich so
nah bin und du mich dennoch nicht berühren kannst. Versuche es
erst gar nicht du würdest in meinem Licht verbrennen wie die
Motte die sich in die Kerzenflamme stürzt weil sie davon
angezogen wird. Wie also willst du hier neben mir auf der Insel
leben ohne auch nur an etwas anderes zu denken, als wie du mich
bekommen kannst?“ Damok knurrte. „Ja du hast recht, ich will
dich besitzen. Und ich muss dir auch recht geben wenn du sagst
das ich neben dir nicht leben kann ohne an was anderes zu
denken. Es hat eine Zeit gedauert bis ich die Instinkte die
diesem Körper angehören beherrschte, doch nun tue ich es, auch
wenn es mir verdammt schwer fällt. Doch in einem irrst du dich,
ich habe nicht und ich werde nicht die gleichen Fähigkeiten
haben wie du, weil...ICH BIN DAS CHAOS...ich zerstöre, ich
bringe alles in Unordnung, aber ich kann nichts erschaffen, dazu
bist nur du in der Lage. Du bist die Weiblichkeit du bist in der
Lage neues Leben zu bringen, ich nicht. Ich kann mir keine
eigene Welt erschaffen, dazu bin ich nicht fähig und werde es
niemals sein. Was heißt ich brauche entweder deine Hilfe, oder
einen Platz auf dieser Welt ob es dir nun passt oder nicht. Ja
Kinder oder Götter kann ich zeugen.....aber hallo...ich brauche
dazu auch eine Frau, denn ohne sie geht es nicht. Und welche
Frau wäre schon bereit mir Kinder zu schenken, mal abgesehen
davon das die Geburt ihren Tod bedeuten würde. Ihr hattet einen
Grundstock doch der fehlt mir.“ Unter den Göttern ging nun das
Gemurmel los, denn sie mussten ihm recht geben. Aurian hatte es
leicht, sie war selber eine Frau und konnte so ohne Probleme
weitere Kinder bekommen. Doch das war dem Chaosgott unmöglich,
er konnte sie zwar zeugen doch austragen und bekommen musste sie
eine Frau, und er war gewaltig in seiner Macht, wenn er sie mal
komplett in sich trug, was bedeutete das er diese Macht zum Teil
an seine Kinder weiter gab, was aber im Grunde die Frau bei der
Geburt oder eventuell sogar schon vorher töten würde. Damok sah
Aurian ruhiger geworden an, wenn man seinem schweren Atem
allerdings anmerken konnte das sein Verlangen nach ihr immer
noch da war. Er lehnte sich nun lässig gegen einen der
Seitentische und verschränkte seine Arme vor der Brust, wobei er
dabei mit seinem breiten Rücken, Suna die an der Stelle hinter
ihm am Tisch saß die Sicht verdeckte.
„Und wo wir schon mal dabei sind,
ich brauche auch eine Seele, eine die sich nicht aus Angst
verkriecht. Denn die, die ich zur Zeit habe hockt irgendwo in
meinem Bewusstsein ängstlich in einer Ecke.“ Nun sah Aurian ihn
entsetzt an: „Was hast du getan? Ich dachte du habest dem
Sterbenden nur den Körper genommen, ja hast du denn nicht
gewartet bis die Seele seinen Körper verlassen hat?“ Damok
zuckte mit der Schulter. „Nö... weil ohne Seele wollte ich ihn
nicht, doch dann merkte ich das ich da so ein verängstigtes
Häschen erwischt habe, der Körper ist zwar stark aber die Seele
ist....na ja reden wir nicht mehr drüber. Also wenn ich eine
andere bekomme lasse ich diese frei und sie kann gehen wohin sie
gehen will.“ Aurian ging nachdenklich auf und ab und sah ihn
immer mal an, während er nun leicht schmunzelnd ihrem
Spaziergang mit den Augen folgte. Er freute sich, er hatte einen
ersten Sieg errungen, sie musste ihm geben was er wollte, wenn
er die arme Seele die er als Geisel hatte frei geben sollte. Und
er hoffte zudem das sie zu der gleichen Erkenntnis kommen würde
wie er, das nur sie ihm ein Kind schenken konnte, wenn möglich
ein Mädchen mit dem er dann weitere Nachkommen schaffen konnte.
Er wusste, mit Gewalt würde er bei ihr nicht landen können, sie
musste es schon frei willig tun, ansonsten würde er sich wie sie
schon sagte an ihr verbrennen. Er winkte Niklas heran. „Such uns
ein Quartier, ich denke mal das wird eine Zeit dauern bis das
Licht sich entschieden hat.“ Niklas merkte langsam, er war vom
Lehrer zum Diener degradiert worden, eventuell wenn man es noch
schöner nennen wollte zum Berater. Aber er ahnte das der Riese
nun kaum noch auf ihn hören würde. Der Chaosgott hatte seinen
Platz im Universum eingenommen.

Kapitel 2: Erste Entscheidungen

Aurian überlegte fieberhaft, eine
dunkle Seele. Woher nehmen wenn nicht stehlen. Sicher sie hätte
den Todesgott fragen können ob er eine passende Seele in der
Unterwelt hätte, doch erschien ihr das nicht richtig und dann
kam ihr eine Idee. Sie blieb vor Damok stehen. „Wie viel Macht
hast du bereits, und würdest du egal wie mächtig diese Seele ist
sie beherrschen können?“ Sie blickte zu Alrik und dieser begriff
im Bruchteil einer Sekunde was Aurian vor hatte. Sie gedachte
auch ihn von seiner Wächterpflicht zu erlösen und Damok die
Seele des Finsteren zu geben. Damok sah sie ruhig geworden an.
„Meine Macht ist groß genug eine auch noch so mächtige Seele
beherrschen zu können, sie würde bei mir nicht viel zu lachen
haben das gebe ich zu. Ich bin eben auch was ich bin.“ Aurian
nickte Alrik zu und er spurtete los um das Schwert zu holen. Als
er mit der verschlossenen und wieder mit Ketten versiegelten
Kiste zurück kam, schrien die anderen Götter auf und Myrion sah
Aurian an als habe sie den Verstand verloren. „Liebste das
kannst du nicht machen. Diese Seele ist verrucht bis ins letzte.
Soll Alrik sie lieber weiter hin hüten als das du sie IHM
überlässt.“ Aurian sah Myrion an: „Hab keine Sorge, wenn Damoks
Macht auch nur einen Bruchteil von dem ist das Jasmin besaß so
ist er wirklich in der Lage sie zu beherrschen, und die beiden
würden gut zu einander passen. Mal abgesehen davon könnte Damok
von ihm lernen, wobei ich hoffe das er dabei nicht das Quentchen
Licht das er besitzt auf gibt.“ Damok trat neugierig geworden
näher, seit er diesen Raum betreten hatte rührte seine Erregung
nun nicht von Aurians Nähe her sondern von dem was in der Kiste
war. Er wartete bis man die Kiste geöffnet hatte und sah dann
hinein, anschließend lachte er dröhnend als er spürte was sich
in dem Schwert befand. Er sah Myrion an. „Also das dieser Wicht
mich beherrschen könnte und nicht ich ihn, darüber musst du dich
nicht sorgen. Allerdings war das Licht wieder mal weise wie
immer, das ist genau die Seele die ich brauche.“ Damit griff er
in die Kiste und seine große Hand umfasste den Schwertgriff.
Sofort als die Seele im Schwert spürte das dort nicht sein Hüter
nach ihm griff, kroch aus dem Schwert heraus und glitt langsam
auf Damoks Hand und Arm.. Und Damok lachte. „Ja komm nur
Kleiner, krieche in mich hinein. Doch zuvor will ich mein Wort
halten und die Seele frei lassen die ich in mir trage.“ Das
geschah dann auch und der Todesgott nickte Aurian zu, das die
Seele zu ihm ins Reich gekommen war. Nun warteten alle gespannt
ab, langsam kroch die schwarze Substanz die einst der Finstere
gewesen war an Damoks Arm entlang und da Damok sich nicht wehrte
sondern ihn sogar willkommen hieß, versickerte er langsam darin.
Doch kaum hatte die Seele begriffen in wen sie da gekrochen war
schrie sie so laut vor Angst auf das sogar alle anwesenden den
Schrei hören konnten. Damok lachte dröhnend. „Er wird sich schon
damit abfinden, keine Sorge, er hat übrigens keine Angst vor
mir.“ :zwinkerte er frech Aurian zu. „Sondern vor dem Quentchen
Licht das in mir ist. Diese Seele ist so verkommen das selbst
mir schlecht wird. Aber ich werde sie schon erziehen.“ Dann
grinste er Aurian an: „Also Herrin der Götterwelt wie sieht es
nun aus. Kann ich eine weile bleiben? Wenigstens bis wir eine
Lösung gefunden haben, damit wir beide uns nicht auf die Füße
treten. Denn ich sehe ein das wir zwei Herrschaftsgebiete
brauchen. Eine für dich und eine für mich.“ Dabei zwinkerte er
ihr abermals frech zu und begann so gar charmant zu werden.
„Übrigens hat dir schon mal jemand gesagt das du ganz süß bist
wenn du wütend wirst? Das gefällt mir.“ Nun hörte er Leon und
Myrion knurren. Und er zwinkerte ihnen zu. „Aber aber meine
Herren, ihr müsst nicht eifersüchtig werden, zudem eure
Gefährtin es mit der Treue eh nicht so genau nimmt. Und wer weiß
vielleicht erhört sie mich ja doch noch mal eines Tages.“ dann
sah er wieder Aurian an. Leon wollte Damok gerade an die Kehle
gehen als Myrion ihn am Arm zurück hielt und ihm zuflüsterte:
„Das will er doch nur, wir sollen ihn angreifen.“ Damok hörte
was Myrion sagte und blickte frech und anzüglich an Aurian
entlang, mit leichtem Seitenblick auf Leon und Myrion.. „Ich
werde einen Platz in meinem Bett für dich frei halten.... Aber
mal was anderes, was ist mit dem Schwert. Kann ich das
behalten?“ Aurian nickte. „Ja das Schwert kannst du behalten. Es
wird nun nicht mehr gebraucht. Allerdings würde ich dir
empfehlen es mit deinen eigenen Runen zu schmücken.“ Auf sein
Bettangebot ging sie gar nicht erst ein. Damok nickte und wurde
wieder ernst. „Habt ihr einen Götterschmied, was ich meine ist
jemanden der ein Schwert schmieden kann.“ Nun war es an Aurian
zu grinsen und sie deutete auf Leon und Myrion. „Ja, die beiden
Herren die du so eben furchtbar verärgert hast.“ Damok sah sie
verblüfft an und lachte dann herzlich. „Na wunderbar, das habe
ich ja sehr schön in den Sand gesetzt.“ Langsam lockerte sich
die Anspannung im Ratszimmer, und Aurian nickte leicht vor sich
hin. „Also in Ordnung, im Norden der Insel ist ebenfalls ein
Gebirge, dort werde ich dir wie ich sie hier auch habe eine
Höhle einrichten. Bis sie die magischen Fähigkeiten hat die
meine hat wird es etwas dauern das geht nicht mal eben. Dort
kannst du vorerst bleiben. Doch warne ich dich, versuchst du
meine Götter zu beeinflussen und ihnen ihre freie Wahl zu
nehmen, lernst du mich wirklich kennen.“ Damok zog seine Arme
wie erschrocken nahe an sich heran, zwinkerte ihr aber frech zu:
„Na wo werde ich. Ich will meine Gastgeberin doch nicht
verärgern.“ Aurian knurrte leise und Damok sah in die Runde. „Na
sagte ich es nicht? Wenn sie wütend wird ist sie richtig süß.
Ich glaube mir fällt da noch so einiges ein um dich wütend zu
machen.“ Aurian knurrte leise: „Übertreibe es nicht, auch meiner
Geduld sind Grenzen gesetzt.“ Damok band sich erst mal das
Schwert auf den Rücken und sah Aurian an. „Wann kann ich mit der
Höhle rechnen, schließlich will man sich ja einrichten.“ Aurian
seufzte: „Morgen werde ich den ersten Teil fertig haben, damit
du dich einrichten kann, doch denk an meine Worte.“ Damok spürte
bereits wieder das Verlangen nach ihr hoch steigen und dachte
sich nun das es besser wäre sich zu verziehen. So verbeugte er
sich leicht vor ihr, drehte sich herum und rief noch im hinaus
gehen. „Bis morgen dann!“
Nun Aurian hielt Wort und
richtete ihm im Norden der Insel eine eigene Höhle her, Obwohl
alle anderen Götter ihr davon abrieten. Man machte sich Sorgen,
er war anders als die bisherigen bösen Götter, die es ja nun mal
wie er es so deutlich offen gelegt hatte, auch gab. Am Abend saß
sie dann mit Myrion und Leon auf dem Plateau und sah in den
Sternenhimmel. „Ist dir eigentlich klar das er nun Chaos hier
her bringen wird?“ fragte Leon sie gerade als sie an einem Wein
nippen wollte. Sie setzte das Glas wieder ab und nickte ihm zu.
„Natürlich weiß ich das und doch hat er recht, hier kann er am
besten lernen ohne großes Unheil anrichten zu können. Er ist wie
ein großes Kind das man anlernen muss.“ Als Aurian weiter reden
wollte lachte Myrion: „Großes Kind ist gut, er ist ein
Riesenbaby. Und keine Sorge Schatz ich unterschätze ihn nicht.
Er ist schlau. Wie er dich dazu bekommen hat das du ihm die
finstere Seele überlässt, hat er sehr geschickt eingefädelt.“
Leichte Bewunderung sprach aus Myrions Worten und Aurian lachte
leise und wurde dann wieder ernst.. „Doch haben wir wirklich ein
Problem, denn er hat recht wenn er sagt das er keine Sterbliche
schwängern kann, es ist ähnlich wie damals mit den Avataren, er
kann zwar mit ihnen schlafen, was sie nicht konnten, er könnte
sie auch schwängern, doch würden die Frauen die Schwangerschaft
oder die Geburt nicht überleben. Er braucht eine Göttin, die
stark genug ist das zu überstehen und wir müssten sie sehr gut
bewachen so das man beim kleinsten Problem eingreifen kann. Nur
welche Göttin würde sich freiwillig zu ihm ins Bett legen und
dann noch sein Kind austragen. Er hat keine Liebe zu vergeben,
er will nur jemanden für sein Bett.“ Myrion sah sie an: „Es gäbe
eine Göttin die es überstehen könnte, eine von zwei Avataren
gezeugt und geborene Göttin. Allerdings glaube ich nicht das sie
sich zu ihm ins Bett legen würde, sie wollte damals ja schon
Dion nicht. Mal abgesehen davon das dann Dion auf die Barrikaden
gehen würde, wenn er sich selber auch die Freiheit nimmt immer
mal auch mit einer anderen als Jenna ins Bett zu gehen, würde er
jedem Kerl den Hals umdrehen der sich an ihr vergreift.“ Aurian
nickte. „Ja Jenna könnte es eventuell überstehen, als sie
gezeugt und geboren wurde waren ihre Eltern noch Avatare und mit
ihrer vollen Macht ausgestattet. Wobei eventuell gibt es doch
eine besonders starke Göttin die sogar frei wäre, allerdings
hatte sie noch nie einen Mann und der Chaosgott ist nicht gerade
der passende für sie.“ Myrion sah Aurian entsetzt an. „Du denkst
doch nicht an Suna oder? Sie wollte nie einen Kerl, wer weiß ob
sie sich überhaupt für Männer interessiert.“ Aurian nickte und
sah Myrion an: „Du weißt wie die Alternative aussieht oder? Wenn
wir keine geeignete Göttin finden bleibt nur eine die sein Kind
überleben würde.“ Leon sah von einem zum anderen, dann setzte er
sich richtig auf: „Aurian das ist nicht dein Ernst oder? Du
meinst doch nicht dich selber?“ Aurian nickte leicht, man sah
ihr an das ihr dieser Gedanke auch nicht besonders gefiel.
„Wisst ihr das schlimmste ist, dieser Mistkerl weiß das. Er weiß
das wir kaum Alternativen haben. Er weiß das es keine Frau gibt
die, die Schwangerschaft und Geburt seines Kindes überleben
würde. Wenn wir ihm also die Möglichkeit einer Götterdynastie
geben wollen, müssen wir ihm auch Nachwuchs gestatten, nur wie
gesagt wer soll es übernehmen?“
„Ich“ :kam es von hinten. „Ich
werde zu ihm gehen, ich werde es versuchen.“ Alle drei drehten
sich zu der Sprecherin um. Und dort stand Suna die jungfräuliche
Göttin. Die „Eine.“ Aurian sah sie an und winkte sie zu sich:
„Setz dich zu mir Liebes. Bist du dir sicher, er hat weder
Zärtlichkeit noch Liebe zu vergeben, die Frau die mit ihm das
Bett teilen wird, muss einiges aushalten. Vor allem ist er noch
so unerfahren das er sehr ungeschickt sein wird. Und gerade du
hast gar keine Erfahrung.“ Aurian legte einen Arm um Suna und
drückte sie an sich. Suna lehnte sich an sie und lächelte
traurig. „ Das stimmt alles, doch bin ich bis auf meine Mutter
und du die einzige die es eventuell überstehen könnte. Und
Erfahrung müsste mir ein Mann halt geben.“ Aurian sah sie an:
„Nein, wenn du es nicht wirklich selber willst, nein, das kann
ich nicht zulassen, das sich eine andere opfert. Da gehe ich
lieber selber zu ihm. Wobei mir da gerade eine Idee kommt.“
Aurian dachte nach. „Ach ne das würde bei ihm nicht klappen, so
ein Mist.“ Die drei sahen sie fragend an. „Nun ja ich dachte
gerade, wenn ich schon selber gehen muss, habe ich als Licht
einige Möglichkeiten die andere nicht haben und könnte mich
verkleiden, also mir ein anderes Aussehen geben oder so, doch er
würde hinter diese Fassade schauen und es merken. Er ist kein
normaler Gott ihn kann ich nicht täuschen. Und selbst wenn, ich
wüsste immer noch das ich mit dem Chaos im Bett war. Mir wird
schon ganz schlecht alleine bei dem Gedanken.“ Nun diese
Entscheidung hatte auch noch eine ganze Weile Zeit. So konnten
sich Suna und Aurian mal noch überlegen was sie tun wollten. Am
nächsten Tag stand Aurian dann im Norden und legte weitere
Höhlengänge im nördlichen Gebirge der Insel an. Es gab auch ein
künstliches Plateau das sie errichtet hatte. Myrion, als auch
Leon und Lazarus waren immer in ihrer Nähe, sie befürchteten das
Damok ihr eventuell auflauern würde. Er kam zwar auch vorbei,
hielt sich aber von Aurian fern, obwohl man ihm ansah das es ihm
schwer fiel. Doch betrachtete er immer mal Lazarus und sprach
ihn dann auch an. „Ein Eros also, ja? Dann bist du ein
Spezialist für die Damen oder sehe ich das falsch?“ Lazarus
knurrte leise: „Das ist richtig, man nennt mich einen Eros. Und
ob ich ein Spezialist bin kann ich nicht sagen, da musst du
schon die Damen fragen.“ Damok nickte leicht: „Du tust es aber
auch mit ihr? Will sie es oder du?“ Damit deutete er auf Aurian.
Lazarus knurren wurde immer deutlicher und zwischen den Zähnen
presste er heraus: „Du bist indiskret. Das geht dich gar nichts
an.“ Leon und Myrion die in der Nähe standen bekamen das recht
einseitige Gespräch mit, Leon kochte schon wieder. Und als Damok
die nächste indiskrete Frage stellte platzte Leon und Damok
hatte einen Faustschlag im Gesicht. Damok lachte und so begannen
die beiden sich zu prügeln. Lazarus und Myrion wollten schon da
zwischen gehen als Aurian abwinkte. „Lasst sie, ich glaube das
brauchen beide, achtet nur darauf das es bei den Fäusten bleibt
und keine Waffen gezogen werden.“ Auch im Tal hatte man nun die
Prügelei bemerkt und es kamen immer mehr Götter, doch eher die
männlichen als weiblichen. Und alle feuerten Leon an. Aurian
schüttelte nur den Kopf und machte bei ihrem Höhlenbau weiter.
Iron und Aaron analysierten den Kampf mehr als das sie
anfeuerten, so meinte Iron mal. „Damok schützt seinen Kopf zu
wenig, man sieht das er keine Kampferfahrung hat..........oh das
gibt ein blaues Auge.“ Aaron lachte, als er sah das Leon nun
wirklich einen Volltreffer auf Damoks Auge gelandet hatte und
nickte. „Aye und er hat nur einen Kerl der ihm heute Abend ein
Steak auf das Auge legen kann. Irgendwie kann er einem schon
leid tun, leicht hat er es nicht. Ich meine wir sind alle gegen
ihn.“ Iron sah Aaron an: „Du willst doch wohl nicht auf seine
Seite überwechseln oder?“ Aaron schüttelte den Kopf. „Ich stehe
auf keiner Seite, Kriege gibt es immer wieder und welche Seite
nun recht hat ist mir relativ egal. Doch stehe ich Aurian näher
als Damok, insofern würde ich immer auf ihrer Seite stehen als
auf seiner, dennoch kann er mir doch leid tun. Irgendeiner
sollte ihn mal ein wenig im Kampf trainieren, auch wenn wir
später gegen ihn antreten müssen, braucht er auch Kampferfahrung.
Oder willst du gegen jemanden kämpfen der weit aus schwächer als
du ist?“ Iron sah Damok an. „Also schwächer würde ich ihn nicht
nennen, eher wenig erfahren, denn Kraft hat der Kerl, er weiß
sie nur nicht ein zu setzen. Er ist wie ein Kind das nichts
weiß, man muss ihn erst mit Wissen und Erfahrung füllen. Also
auch wenn ich ebenso wie du eher auf Aurians Seite stehe wäre
ich bereit ihm ein wenig Kampftraining zu geben.“ Aaron nickte.
„Vielleicht sollten wir das beide übernehmen.“ Aurian hatte das
Gespräch der beiden mit bekommen und lächelte leicht, während
sie weiterhin Räume und Gänge anlegte. Sie lauschte den
Gesprächen der Anwesenden immer mal, um mit zu bekommen wie sie
sich verhalten würden. So bekam sie auch mit wie Myrion zu
Lazarus sagte das er den Kerl eventuell ein wenig einweisen
sollte, wie man mit den Damen umginge. Außerdem machte er ihm
klar, das Damok wahrscheinlich nicht mal wusste was Indiskretion
ist, das er eben Fragen stellte um etwas zu erfahren. Aurian
wusste, Damok würde ihnen in der Zukunft sehr viele
Schwierigkeiten machen und immer wieder versuchen etwas zu
bekommen was er haben wollte, doch musste man ihn auch
vorbereiten. Er war ein Kind das man anleiten musste. Und Aaron
als auch Iron konnten ihm zumindest beibringen was Ehre ist. Das
Damok jetzt schon nicht ganz ehrlos war hatte sie daran erkannt
das er sein Wort gehalten hatte, als es um die Seele ging. Sie
sah zu den beiden kämpfenden und bemerkte das beide schon ganz
schön aus der Puste waren, wenn auch Damok wesentlich mehr ab
bekommen hatte als Leon so hatte auch er hier und da mal einen
Glückstreffer landen können. Denn auch Leon hatte inzwischen ein
blaues Auge. Sie grinste und murmelte: „Männer.... entweder
wollen sie mit einer Frau ins Bett oder kämpfen.“ Dann trat sie
auf die beiden zu und ihre Stimmer donnerte: „Genug es reicht,
bringt sie aus einander.“ Sofort sprangen einige Männer hinzu
und trennten die beiden Kampfhähne. Aurian schüttelte den Kopf,
dann wollte man beide versorgen, doch sie winkte ab: „Hütet euch
ihre Kampfwunden nun mit eurer göttlichen Kraft in Ordnung zu
bringen, sie haben den Kampf gewollt nun sollen sie auch ihre
Wunden behalten und leiden, wie es sich gehört.“ Myrion lachte,
legte einen Arm um Aurians Schultern und drückte sie leicht an
sich. „Du bist schon richtig und du hast recht sie haben sich
diese Wunden ehrenvoll zugezogen also sollen sie dafür nun auch
ein wenig bedauert oder bewundert werden. Was ist denn schon ein
richtiger Kampf wenn man anschließend davon nichts mehr sieht
oder spürt.“ Aurian grinste Lazarus an, als würde sie sagen
wollen, habe ich es dir nicht gesagt, sie kämpfen gerne. Lazarus
lachte nun leise und Myrion sah fragend von einem zum anderen,
doch Lazarus lachte nur weiter und meinte. „Vater das ist
Insiderwissen.“ Allerdings sorgte er nun dafür das auf dem
Plateau ein großer Tisch mit Stühlen erschien , auf dem es genug
zu essen und zu trinken gab. Er grinste leicht und meinte
„Weiber, Wein und Gesang und ein guter Kampf wie es scheint.
Also setzt euch alle und esst und trinkt.“ Aurian nickte ihm zu:
„Jetzt hast du es verstanden mein Sohn.“ Aurian klatschte jedem
der beiden Kämpfer ein Steak aufs Auge: „So ich hoffe das hilft
euch ein wenig, also warum Männer immer gleich los prügeln
müssen werden wir Frauen wohl nie verstehen.“ Nun prustete
Lazarus laut heraus vor lachen, denn er wusste das Aurian genau
wusste warum sie es taten. Damok und Leon sahen sich noch eine
zeit lang giftig an doch nach den ersten Weinen begannen sie
dann doch sich zu unterhalten und analysierten ihren Kampf aufs
genaueste. Da Damok allerdings auch keinen Wein gewohnt war, lag
er alsbald mehr oder weniger unter dem Tisch und schnarchte
laut. Leon verkündete laut lallend, während er das nächste Glas
leerte: „Also der Kerl hat noch viel zu lernen, wie man kämpft,
wie man mit den Frauen umgeht und wie man säuft.“ Dann rutschte
auch er unter den Tisch und schnarchte mit Damok um die Wette.
Aurian hingegen nahm Niklas zu
Seite und sah ihn an: „So und nun heraus mit der Sprache, wie
kam er auf die Idee das er hier wohnen will. Mal abgesehen davon
das er von der Götterwelt eigentlich noch gar nichts wissen
konnte, es sei denn du hast es ihm erzählt.“ Nun musste Niklas
Farbe bekennen, denn sie von Angesicht zu Angesicht an lügen
wollte er dann doch nicht und so erzählte er ihr das Damok sie
hatte sehen wollen und er sie ihm gezeigt hatte und wie. Er
erzählte ihr alles und sah sie um Verzeihung bittend an. Aurian
nickte leicht. „Es geschieht was geschehen muss, also gut, damit
er nicht auch hier auf Frauenfang geht, gehe in den dunklen Teil
der Stadt dort gibt es auch einige Damen die gerne mal das Bett
mit einem Kerl teilen, suche dort einige aus und bring sie ihm,
damit dürfte das Problem erst mal erledigt sein, doch achte
darauf das sie nicht von ihm geschwängert werden. Denn das hätte
katastrophale Folgen.“ Niklas nickte, er war so dankbar das sie
ihm verziehen hatte, das er nun genau aufpassen würde.
In den nächsten Tagen ging es
recht friedlich zu, Damok hatte erst mal mit den Frauen zu tun
die Niklas ihm besorgt hatte, nebenbei begannen Aaron und Iron
ihm bei zu bringen wie man kämpfte. Damoks Wissensdurst war groß
und so streifte er auch immer über die Insel und beobachtete
alles, vor allem Lazarus. Doch von Aurian hielt er sich fern, er
ahnte das er sonst irgendwann die Beherrschung verlieren würde,
wenn er auch seinen Plan sie in sein Bett zu bekommen nicht
aufgegeben hatte.

Kapitel 3: Zukunftsaussichten

Bei seinen Streifzügen auf der
Insel sah Damok auch Amor und Hope, Lazarus Kinder auf einem
versteckten Platz am See sitzen. Die beiden waren so anders als
alles was er bisher gesehen hatte. Doch lachte er leise
innerlich als er sah, das sogar so ein Bursche wie Amor der an
sich nur Liebe zu vergeben hatte, der körperlichen Seite nicht
abgeneigt war. Doch sah er auch das sich Amor für keine andere
als Hope interessierte. Doch Hope zierte sich und Amor hatte
keinen Erfolg. Doch sah Damok nun das es auch Zärtlichkeit gab
und beobachtete die beiden weiter. Er konnte damit nichts
anfangen und dachte sich, warum nimmt er sie sich nicht einfach.
Sie ist doch für ihn bestimmt, er weiß es und sie weiß es
ebenso. Er überlegte während er die beiden weiterhin unsichtbar
beobachtete, dann gab er Hope einen kleinen Impuls und hoffte
das es niemand gemerkt hatte. Als Amor sich ihr nun näherte und
sie küssen wollte, schlang sie ihre Arme um Amors Hals und
erwiderte den Kuss. Damok lachte weiter hin leise in sich
hinein. Durch den erfolgreichen Kuss ermuntert war nun Amors
Begierde geweckt worden und sein Kuss wurde stürmischer, was
dann darin endete das er endlich bekam was er sich so gewünscht
hatte. Hope gab sich ihm hin. Er war äußerst zärtlich und
vorsichtig. Was Damok nicht merkte war, das er von Aurian
beobachtet wurde. Sie hatte mit bekommen was er getan hatte und
hatte deswegen ihr Augenmerk auf ihn gerichtet, sie lächelte
leicht. Leise murmelte sie: „So findet alles zusammen, es muss
eben geschehen was geschehen muss.“ Myrion trat hinter sie,
legte seine Arme um sie und sah ihr Lächeln. Sie stand auf dem
Plateau und sah über die Insel. „Du siehst aber auch alles
oder?“ Aurian nickte. „Ja, ich könnte am anderen Ende des
Universums sein und doch würde ich jede kleinste Veränderung
spüren. Es hat auch sehr viele Nachteile soviel Wissen und Macht
zu haben. Rein theoretisch müsste ich mit niemandem mehr reden,
sondern bräuchte nur kurz in ihn zu sehen und wüsste jedes auch
noch so kleinste Geheimnis. Doch was wäre ich dann noch? Ich
liebe es mit euch zu reden, ich mag es über Probleme zu
diskutieren. Obwohl ich auf das Wissen des ganzen Universums
zurück greifen könnte und jedes Problem sozusagen mit einem
Handwedeln erledigen könnte.“ Myrion drehte sie zu sich herum
und sah sie ernst an. „Du wärst nicht mehr du. Weißt du ich
liebe dich so wie du bist, es gibt Tage da macht es mir ehrlich
gesagt Angst zu wissen das du nicht nur meine Aurian bist,
sondern das höchste und wirklich das göttlichste Wesen im
Universum.“ Aurian sah ihn fragend an. „Lazarus erzählte es
mir.“ Sie nickte verstehend. „Ist das der Grund warum weder du
noch Leon mich gefordert haben seit wir zurück sind? Habt ihr
Angst vor mir?“ Myrion sah über sie hinweg über das Tal während
er sie ihm Arm hielt. „Ja und Nein. Weißt du es ist etwas
anderes mit einer lustvollen und auch fordernden Frau zu
schlafen, als mit etwas das man nicht erfassen kann. Du bist
nicht mehr nur Aurian, du bist etwas weit aus größeres. Es war
was anderes als wir dachten das du lediglich die Herrin des
Lichts warst, weil du warst immer noch eine lustvolle und
sinnliche Frau. Doch nun...“ Er konnte es nicht erklären. Aurian
nickte: „Ich verstehe, das war auch der Grund warum weder ich
noch sonst jemand mein Geheimnis wissen sollte. Doch wusste ich
auch das es einmal aufgedeckt werden musste. Nur aus diesem
Grund habe ich weder Mystra, noch Andra oder auch Aaron das
Wissen darum genommen. Ich kann nicht erwarten das ihr vergesst
was ich bin, doch könntet ihr nicht einfach wieder zur
Tagesordnung übergehen, und einfach übersehen was ich außer
Aurian noch bin? Der einzige der sich im Moment traut mit mir
das Bett zu teilen ist Lazarus. Selbst Aaron wagt es nicht, ich
denke weil er spürt das ihr an erster Stelle bei mir steht und
solange es keiner von euch wagt, wird auch er sich zurück
halten.“ Myrion nickte. „Kätzchen es fällt mir ungeheuer schwer
dir fern zu bleiben, doch ist auf einmal da eine gewisse
Hemmschwelle, das gebe ich zu. Lazarus schläft mit dir? Das
wusste ich gar nicht, ich dachte seid ihr zurück seid habe er
bei Nara gelegen.“ Aurian sah Myrion an: „Du bist witzig, er hat
das selbe Problem wie ich, Nara traut sich nicht. Sie blockt ihn
ab, wenn er etwas von ihr will. Sie begehrt ihn und doch wehrt
sie ihn auch ab. So kommt er halt zu mir. Auch Lazarus muss erst
mal wieder zu sich selbst finden, ich helfe ihm so gut ich kann,
doch so kann es nicht weiter gehen.“ Myrion verstand das
Problem: „Kannst du nicht einfach mit der Hand wedeln und alles
ist gelöst?“ Nun musste Aurian lachen: „Sicher könnte ich das,
doch könnte es sein das ich dadurch etwas verhindere was
geschehen muss. Denk mal an die Intrigen der drei Geister, um
etwas zu verhindern haben sie eingegriffen und haben damit genau
das erreicht was sie eigentlich verhindern wollten. Wenn ich
also nun beginne darüber nachzudenken was ich durch ein
Handwedeln verändern könnte, wäre es auch möglich das ich damit
genau das falsche tue. Sieh mal als Beispiel Amor und Hope an,
die beiden wussten immer das es mal geschehen musste und doch
weigerte Hope sich. Ich griff nicht ein um vielleicht genau das
zu erreichen was heute geschah, nämlich das Damok seine erste
Schicksalshandlung vollbrachte. So lernte er das es auch noch
anderes als Gewalt gibt, das man mit Liebe und ein wenig
Zärtlichkeit eventuell auch zum Erfolg kommt. Hätte ich es also
zuvor schon getan, hätte er das nicht lernen können. Verstehst
du was ich meine? Ebenso ist es mit Lazarus, würde ich nun
eingreifen, könnte es sein das ich etwas verändere was nicht
verändert werden darf, weil damit etwas verhindert würde was
geschehen muss. Durch mein immenses Wissen, fällt es mir nun
schwer zu handeln, ich denke immer wie hätte ich normalerweise
entschieden oder gehandelt und versuche dem dann zu folgen. Es
war schön unwissend zu sein und einfach nur seinem Instinkt zu
trauen. Und sieh dich und Leon doch an, bevor ihr es wusstet,
wärt ihr nach meiner Rückkehr die nächsten Tage nicht aus
unserem Bett gestiegen bis wir alle drei fix und fertig gewesen
wären und jetzt? Kann ich froh sein wenn ihr euch mal traut mich
zu küssen.“ Langsam begriff Myrion wie schlimm das für sie war.
Sie kämpfte nicht nur gegen sich selber, weil sie einfach Angst
hatte das eine Handlung die sie tun würde, aus dem Wissen heraus
was eigentlich geschehen müsste, nicht tat, ebenso wie gegen
alle anderen, weil die sie nun mit anderen Augen sahen und sie
anders behandelten. „Du hast recht, wir sollten vergessen was
wir wissen und dich behandeln wie du warst. Allerdings verstehe
ich dich auch nicht, warum hast du nicht mal versucht uns zu
verführen, denn ich glaube kaum das ich dir lange hätte
widerstehen können. Kleines ich bin nach wie vor scharf auf dich
und welcher Kerl wäre das nicht. Du hast nichts eingebüßt und
hast immer noch deine heiße und sinnliche Ausstrahlung.“ Sie sah
ihn überrascht an: „Liebster du bist ein Genie, das ist es.“
Damit küsste sie ihn mal kurz und löste sich aus Myrions Armen
und rannte davon, die Treppe vom Plateau herunter und zu Lazarus
Haus. Myrion sah ihr nur noch verwundert nach und murmelte
leise: „Also eigentlich hatte ich nun damit gerechnet das sie
mich verführt. Gegen eine wilde und heiße Nacht mit ihr hätte
ich nichts ein zu wenden gehabt.“ Dann drehte er sich herum um
Leon zu suchen, der wohl noch sein blaues Auge kühlen würde, um
mit ihm zu reden.
Doch was Aurian konnte, das
konnte auch Damok, als er spürte das er beobachtet worden war,
drehte er den Spieß um und beobachtete nun seinerseits Aurian
und Myrion und bekam so das Gespräch der beiden mit. Er dachte
über Aurians Worte nach und gab ihr recht. Sie war machtvoll und
hatte wirklich die Möglichkeit auf das Wissen des ganzen
Universums zurück zu greifen, doch war das wirklich immer von
nutzen? Und nun kam ihm die gleiche Erkenntnis die auch schon
Aurian Lazarus zu vermitteln versucht hatte, denn er dachte, wo
bleibt denn da der Spaß wenn man alles schon vorher weiß. Als
Aurian zu Lazarus rannte folgte er ihr mit seinen Gedanken auch
dort hin und bekam mit was Aurian ihrem Sohn zu sagen hatte. Sie
machte Lazarus klar das er sich auf seine Fähigkeiten als Eros
besinnen sollte und wie er Nara schon einmal herum bekommen
hatte, könnte er das auch wieder tun. Er sollte seine Skrupel
über Bord werfen und alles rein werfen was er hatte. Lazarus gab
ihr recht und strahlte sie an, dann küsste er sie kurz dankbar.
„Du bist die beste, ich habe es immer gewusst.“ Damok der das
mit bekam, rieb sich die Hände, von wem konnte er am besten
lernen wie man eine widerspenstige Frau herum bekam, wenn nicht
von Eros persönlich. Ohne es zu ahnen, weil sie sich
ausnahmsweise mal keine Gedanken machte, hatte Aurian das getan
was getan werden musste, auch wenn sie es später mal verfluchen
würde. In ihrer Aufregung die Lösung für Lazarus auch ohne Hand
wedeln gefunden zu haben merkte sie nicht das sie von Damok
beobachtet wurde. Er begehrte sie und nicht weil sie das Licht
war, sondern er begehrte die Frau, er wollte Aurian. Er sah es
so wie Aurian im Grunde auch, sie war nicht nur das Licht sie
war auch eine Frau. Und er war nicht nur das Chaos, sondern auch
ein Kerl. Nur was sie eben Myrion sagte bezog sie auf sich und
sah dabei nicht das sie bei Damok den gleichen Fehler machte,
den sie Myrion und Leon vorwarf, eben das sie in ihr zur Zeit
nur das Licht sahen und nicht Aurian die Frau. Sie sah in ihm
nur das Chaos und eventuell ihren späteren Widersacher, aber
nicht den Mann oder eben nur soweit das sie wusste das er auch
die üblichen männlichen Bedürfnisse hatte. Doch er hatte vor sie
nach allen Regeln der Kunst zu verführen, er würde sie nicht
zwingen noch versuchen sie mit Gewalt zu nehmen. Ihm war auch
klar das ihre beiden Gefährten immer für sie das wichtigste sein
würden. Aber er wollte sie und Lazarus mit seinem Können würde
ihm zeigen wie er sie bekommen konnte. Eins wusste er jetzt
schon. Aurian war heißblütig, das hatte er begriffen als er dem
Gespräch zwischen Myrion und ihr folgte und wenn man es bei ihr
richtig anstellte würde man sie auch bekommen. Selbstbewusst
genug war er, er musste nur Geduld haben und lernen. Und er
beobachtete wie Lazarus seinen gesamten Körper demonstrativ
einsetzte, wie er Nara umschmeichelte, wie er sie stürmisch
küsste, seine Hände ihren Körper streichelten, sein Blick
fordernd und anzüglich wurde, wie Lazarus ihr mit Worten klar
machte das er sie nicht eher gehen lassen würde bis er bekommen
hatte was er wollte, bis Nara nicht mehr ablehnen konnte und er
bekam was er von ihr wollte. Ebenso sah er wie Nara reagierte,
auf Lazarus Worte, seine Küsse, seinen gesamten Körper wie sie
versuchte dem ganzen zu entkommen und dann doch im Endeffekt
lustvoll in dessen Armen lag und nicht mehr in der Lage war sich
zu wehren, weil ihr eigener Körper sie verraten hatte. Doch sah
er auch das es für Lazarus am wichtigsten war, das Nara ihren
Spaß mit ihm hatte und Damok begriff, das dies wichtig war. Denn
je mehr Spaß sie hatte um so mehr wollte sie und Lazarus kam so
voll auf seine Kosten. Er hatte viel an diesem Tag gelernt, zum
einen wie man mit einer Jungfrau umging, ebenso wie man als Mann
auf die Bedürfnisse der Frau eingehen sollte. Doch als er später
auch ins Schlafzimmer von Aurian blicken wollte, war es ihm
nicht möglich, denn sie hatte dieses Zimmer für seine Blicke
gesperrt. Er überlegte kurz ob er sich unsichtbar direkt dort
hin begeben sollte um zu sehen was dort geschah, doch
befürchtete er das sie ihn bemerken würde, also ließ er es. Doch
taten sich nun andere Fragen bei ihm auf, er hatte zwar gesehen
wie man eine Frau herum kriegen konnte doch verstand er nicht
wieso sie so reagierten. Er überlegte ob er Lazarus fragen
sollte und dachte sich dann wieso eigentlich nicht, das
schlimmste was passieren konnte war der der ihn wieder für
indiskret hielt und er sich möglicherweise noch ein blaues Auge
holen würde. So überlegte er wie er es anstellen könnte, dann
kam ihm eine Idee, er ging einige Tage später zu dem Haus in dem
Lazarus wohnte und traf ihn auch dort an. Er tat so als schaute
er sich suchend um, als Lazarus ihn bemerkte. „Was willst du und
was suchst du?“ Damok tat überrascht. „Oh entschuldigung ich
wollte eigentlich zu Iron und fragen ob wir die heutige
Trainingsstunde ausfallen lassen könnten.“ Nun beobachtete er
Lazarus. Doch dieser schien nichts zu ahnen. „Er ist nicht da,
er besucht eine der Welten um nach dem rechten zu sehen.“ :bekam
er als Antwort, er nickte. „Hm...sag mal darf ich dir einige
Fragen stellen? Ich versuche auch nicht indiskret zu sein.“
Lazarus erinnerte sich daran was Myrion gesagt hatte und nickte
leicht. Dennoch war er misstrauisch. „Was willst du wissen?“
Damok überlegte wie er seine Fragen recht diplomatisch stellen
konnte ohne das Lazarus ihm an die Kehle gehen würde. „Nun du
bist ein Eros und wirst es mir vielleicht am ehesten erklären
können. Wieso reagieren die Frauen wie sie reagieren. Ich meine
ich habe beobachtet das einmal egal wie ein Kerl aussieht, eine
Frau nichts von ihm wissen will und eine andere auf den gleichen
Mann reagiert. Wieso ist der Kerl nicht für jede Frau gleich
interessant.“ Lazarus nickte leicht: „Nun es liegt in ihrer
Natur, es gibt Frauen die wollen einen starken und muskulösen
Mann und würden auf ihn reagieren, während es auch Frauen gibt
die das eher ab stößt. Es liegt also an der Frau, was sie
bevorzugt.“ Damok nickte leicht: „Nehmen wir mal als Beispiel
Aurian, welchen Typ bevorzugt sie?“ Als Damok das fragte
schrillten in Lazarus sämtliche Alarmglocken, dennoch
beantwortete er die Frage. „Nun, schau dir Myrion und Leon an,
dann weißt du es.“ Damok nickte und verstand das er hier
vorsichtig sein musste, Lazarus Augen hatten sich verengt als er
nach Aurian fragte. „Sie mag also ein paar Muskeln an einem
Kerl, verständlich, wenn man bedenkt das sie selber recht
machtvoll ist. Was bewirken Worte bei einer Frau, egal bei
welcher.“ Lazarus sah ihn immer noch misstrauisch an: „ Worte
richtig gesetzt, die ein wenig provozierend sind, können ebenso
eine Reaktion auslösen, wie der Körper oder wie man ihn
einsetzt. Aber egal was man macht, das wichtigste ist
Selbstvertrauen, das man vermittelt das man sich sicher ist die
Frau zu bekommen, egal wie sehr sie sich dagegen wehrt. Und
damit meine ich nicht sie mit Gewalt zu nehmen. Man muss ihr
Blut zum kochen bringen, hat man das einmal geschafft ist der
Rest ein Kinderspiel.“ Damok sah ihn fragend an: „Blut zum
kochen bringen, das meinst du aber nun nicht wörtlich oder?“ Nun
musste Lazarus doch lachen. „Nein natürlich nicht. Also gut ich
sehe schon ich muss es dir erklären. Also als du Aurian, um bei
diesem Beispiel zu bleiben, mal abgesehen davon das ich weiß das
du auf sie reagierst, das erste mal gesehen hast, was ging in
dir vor?“ Damok brauchte nicht lange zu überlegen. „Ich wollte
sie, alles in mir....“ :nun lachte er. „Ich verstehe, alles in
mir kochte vor Verlangen. Ich bekam keine Luft mehr, mein Körper
sehnte sich nach Erfüllung und so weiter.“ Lazarus nickte.
„Siehst du und dieses Verlangen musst du in der Frau wecken, das
meine ich mit Blut zum kochen bringen. Du musst sie dazu bringen
das sie dich will. Manchmal hilft es eine Frau zu reizen mit
Worten oder einer kleinen anzüglichen Berührung und sie dann
erst mal in Ruhe zu lassen. Als nächstes könnte es ein kleiner
fordernder Kuss sein um klar zu machen, das man Herr der
Situation ist und sie dann wieder in Ruhe zu lassen.“ Damok
hörte ihm genau zu, nickte und grinste. „Dabei gibt es nur ein
Problem. Inzwischen dürfte ich selber schon am kochen sein.“ Nun
lachte Lazarus leise. „Selbstbeherrschung ist hier das
Zauberwort, wenn du die Beherrschung verlierst, verlierst du den
Kampf.“ Wieder schaute Damok fragend. „Den Kampf? Ich will doch
nicht mir ihr kämpfen sondern sie in mein Bett bekommen.“
Lazarus zwinkerte ihm sachte zu: „Nun es ist der Kampf der
Geschlechter, aber die Belohnung ist dafür um so schöner, wenn
man gewinnt. Und Frauen beherrschen den Kampf ebenso gut, ein
einladender Blick aus ihren Augen, eine kleine Geste ihrer
Hände, eine Berührung oder das sie uns mal Einblick in ihr
Dekoltee gewähren und glaub mir jede Frau kriegt dich rum.“
Lazarus tippte Damok mit einem Finger auf die nackte Brust.
„Außerdem würde ich dir empfehlen ein Hemd an zu ziehen, denn es
kommt immer gut wenn man langsam auf die Frau zugeht, sie ein
wenig unter gesengten Augen ansieht und dann sein Hemd zerreißt,
das zeigt ihr deine animalische Lust und lässt sie schwer
einatmen. Und falls du es nicht bemerkt haben solltest während
du Aurian an deinem ersten Tag bei uns so anstarrtest, haben
einige der Göttinnen bei deinem Anblick scharf eingeatmet. Was
zeigt das in dir Potenzial steckt.“ Damok nickte und sah auf
Lazarus Finger: „Du kannst mich berühren?“ Lazarus zog seinen
Finger zurück. „Natürlich kann ich dich berühren wieso sollte
ich das nicht können. Oder dachtest du ich hätte
Berührungsängste?“ Damok winkte ab: „Nein das nicht, doch du
bist der Sohn des Lichts und ich nahm an, das es dir nicht
möglich sei mich zu berühren, das entweder du oder ich mich
verbrennen würde.“ Lazarus verstand: „Das wird eventuell auch
irgendwann mal geschehen, wenn die Dunkelheit in dir weiter
wächst, oder wir uns als Feinde gegenüberstehen. Genau könnte es
dir nur Aurian sagen, das weiß ich nicht.“ Damok sah Lazarus
nachdenklich an.“ Na ja ich dachte nur, weil sie sagte wenn ich
mich ihr mit Gewalt nähern würde, das ich mir an ihr die Finger
verbrennen würde.“ Lazarus nickte: „Das könnte schon sein, denn
ich denke das in dem Moment die Macht des Lichts aufflammt, doch
solange du uns nicht in Feindschaft entgegen kommst, scheint es
nicht so zu sein.“ Damok nickte: „Richtig wie soll sie mir
sonst....ach nichts, das hat nichts zu bedeuten. Also ein Hemd
sollte ich tragen. Hast du sonst noch einige Ratschläge für
mich? Wobei noch interessant wäre, welche der Göttinnen hat
Interesse gezeigt?“ Lazarus sah ihn wieder mal kurz misstrauisch
an. „Einige doch die meisten sind bereits vergeben, allerdings
was merkwürdig war, ist das sogar Suna auf dich reagierte. Vor
allem als du dich an den Tisch lehntest und sie nur noch auf
deinen Rücken sehen konnte. Ich hatte eigentlich erwartet das
sie dich anschubsen und dich bitten würde ihr den Blick wieder
frei zu geben, doch stattdessen konnte ich beobachten wie sie
nur deinen Rücken anstarrte.“ Damok grinste frech: “Suna? Ist
sie heiß?“ Lazarus zuckte mit den Schultern: „Das kann ich dir
nicht sagen, denn sie war noch mit keinem Mann zusammen.“ Dann
erzählte Lazarus ihm Sunas Geschichte, wie er sie von Aurian
gehört hatte. „Also eine Jungfrau, so nennt ihr das doch oder?“
Lazarus nickte: „Richtig, doch bei einer Jungfrau muss man
vorsichtig sein, sie haben oft Angst vor dem ersten Mal und
verkrampfen sich daher. Also ich persönlich würde einer
erfahrenen Frau immer den Vorzug vor einer Jungfrau geben. Man
kann soviel falsch machen und sie haben wenn man nicht
vorsichtig genug war ihr Leben lang Angst vor dem Zusammensein
mit einem Mann. Warum Suna sich niemals mit einem einließ weiß
wohl nur sie alleine.“ Damoks Interesse war geweckt: „Kann ich
sie kennen lernen? Ich könnte bei ihr ja mal alles ausprobieren
was du mir gesagt hast.“ Lazarus sah ihn an: „Das ist keine gute
Idee, selbst ich habe mich nie an ihr versucht, weil ich es
respektiert habe das sie nicht berührt werden wollte. Wobei ich
allerdings auch sagen muss, so sehr hat sie mich auch nie
gereizt, sie kam mir immer ein wenig kühl vor.“ Damok sah ihn
an: „Ich werde eine feste Gefährtin brauchen, also warum nicht
sie? Oder ist sie so hässlich?“ Lazarus überlegte und sah Damok
immer mal wieder an: „Ich weiß nicht, nein hässlich ist sie
nicht, sie ist sogar sehr schön. Doch bedenke eins du hast keine
Liebe zu geben, wenn sie aber Liebe erwartet, wird es für sie
eine Qual sein neben dir leben zu müssen. Verstehst du?“ Damok
wusste zwar nicht was Liebe war, aber er verstand Lazarus
dennoch. „Dann lass sie selbst entscheiden, sagte Aurian nicht
etwas von freier Wahl? Denn ich gehe mal davon aus das Aurian
sie darüber schon aufklären wird das ich von Liebe keine Ahnung
habe, wenn sie mich also erhört wird sie damit leben können.“
Lazarus seufzte leise. „Also gut ich werde mit Aurian reden und
wenn sie einverstanden ist könnte man ja mal ein zwangloses
Treffen arrangieren.“ Damok nickte zufrieden. „Ich verspreche
wenn sie nicht interessiert ist, werde ich sie auch in Ruhe
lassen.“ Er verabschiedete sich noch freundlich von Lazarus und
machte sich auf den Heimweg. Er hatte viel nach zu denken.
Lazarus hingegen sprach kurz darauf mit Aurian und sie nickte,
weil sie sich dachte, vielleicht ergibt sich so ja alles von
selber. Sie sagte Lazarus wann es soweit sein würde, lies Niklas
wissen das er Damok ebenso den Termin bekannt geben sollte und
auch Suna wurde informiert. Nun musste man sehen was geschehen
würde.

 
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