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Kapitel 13: Das erste Mal

Aurian musste mit Damok reden,
irgendetwas ging auf Suna`s Welt vor, das sie sich nicht
erklären konnte. Allerdings hätte es auch sein können das Damok
sich die nächste Welt vorgenommen hätte, doch dahin gehend
konnte ihr auch Leon der es überprüfte nichts sagen. Damok war
auf dieser Welt noch nie gewesen. So erschien sie, seiner Aura
folgend in seinem Schlafzimmer wo er am Schreibtisch saß und
gerade aufblickte als sie kam. Sie sah sich um und sah nun erst
wo sie erschienen war, wobei ihr Blick zwangsläufig an dem
großen Bett hängen blieb. Dann riss sie sich zusammen und sah
Damok an. „Oh schönste aller Frauen, ich hätte nie erwartet das
du mich in meinem privatesten Zimmer besuchst.“ Er erhob sich
und sie sah das er nur ein lockeres Hemd über seiner Hose trug,
das seinen Oberkörper leicht umschmeichelte. Erst jetzt wurde
ihr wirklich bewusst wie männlich er tatsächlich war. Er hatte
eine mächtige Brust und die Ärmel seines Hemdes die er bis zum
Ellenbogen aufgerollt hatte, spannten sich über seine Oberarme.
Seine Taille war wie bei Myrion, auch, nicht gar so schlank wie
bei Lazarus, der die Figur eines Adonis hatte, was Damok noch
imposanter aussehen ließ. Er trat vor seinen Schreibtisch und
lehnte sich die Arme über die Brust verschränkend daran. Das
schien er gerne zu tun, sich irgendwo an zu lehnen. Er sah das
sie ihn musterte und grinste leicht. Ihre Anwesenheit machte ihm
wieder klar das er sie wollte, sein Körper reagierte sofort. Und
er dachte sich, wenn sie schon zu mir kommt, werde ich sie nicht
gehen lassen bis sie mir gehört hat. „Was kann ich für dich
tun?“ Aurian trat näher. „Es sollte eher heißen was kann ich für
dich tun? Auf einer der Welten geht etwas vor das ich nicht
erklären kann. Dort fanden immer mal Kriege statt doch in den
letzten Jahren, deren Erdenzeit häuften sie sich, wie ich auch
von Aaron erfuhr. Dort hat sich scheinbar ein Held manifestiert,
der dort bereits in Liedern besungen wird. Der an manchen
Kriegen das Zünglein an der Waage war. Wo er auftauchte gewann
seine Seite den Krieg. Er brachte Chaos in diese Welt. So das
der Gedanke nahe lag das du deine Finger im Spiel haben
könntest. Wäre es so gewesen wäre ich jetzt nicht gekommen, doch
haben Suna, Leon noch Aaron oder ich eine Erklärung dafür. Denn
wir stellten fest das du diese Welt noch nicht mal besucht hast.
Leon hat sich den jungen Mann mal angesehen. Er ist ein
klassischer Held, wenn auch nicht für das Licht. Er ist eiskalt,
skrupellos und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Ihn
begleiten immer seine Männer, die sich die Islanten nennen. Alle
sind sie kampferprobt und stehen ihm bedingungslos zu Seite.
Doch er ist ein tapferer und guter Kämpfer. Leon sagte mir das
nur wenige dem jungen Mann das Wasser reichen könnten. Er wirft
den Speer so gezielt das er einem Vogel das Auge aus schießen
könnte. Er kämpft mit zwei Langschwertern die bei ihm so schnell
fliegen das die Verteidiger sie nicht mal kommen sehen. Er wirft
das Messer wie kein anderer. Er ist ein absolutes
Allroundtalent. Ich dachte nur du solltest ihn dir vielleicht
mal ansehen.“ Damok nickte. „Das klingt wirklich nicht schlecht.
Ich wollte dich eh schon mal fragen wie du an alle diese Götter
gekommen bist, die nicht von den Avataren oder von einem der
anderen Götter abstammen.“ Aurian nickte ebenfalls. „Nun
manchmal erscheinen die Helden einfach und ein anderes mal muss
man sie über Generationen selber erschaffen. Das heißt man muss
Schicksal spielen.“ So erzählte sie ihm die Geschichte der
Artefakte der Macht und wie Iron und Nara zu ihnen gekommen
waren. Damok nickte verstehend. „So ist das also und in diesem
Fall ist es so das er einfach erschienen ist?“ Aurian sah ihn an:
„Er wurde natürlich normal geboren, doch er hat sich aus eigener
Kraft ohne Hilfe der Götter einen Namen gemacht, was auf
Potenzial schließen lässt. Er ist wegen seiner Natur, für das
Licht nicht nutzbar, aber für dich dürfte er vielleicht etwas
sein. Sieh ihn dir mal an, unterstütze ihn und zeige dich der
Welt. Ich werde Leon dort hin schicken, er soll dann mal einen
Krieg gegen dich auslösen, wenn es soweit ist. Mal sehen auf
welche Seite der junge Mann sich stellt. Obwohl ich annehme das
er für das Licht verloren ist, dennoch sollte man seine
Fähigkeiten nicht vergeuden, es wäre zu schade darum.“ Damok
nickte dankend, Aurian nannte ihm noch den Namen des jungen
Mannes und wollte dann verschwinden.
Doch Damok hielt sie zurück.
„Bleib, denn wenn du schon einmal hier bist, glaubst du doch
nicht das ich dich so einfach wieder gehen lasse, oder?“ dabei
stieß er sich von dem Schreibtisch ab und ging auf sie zu.
Natürlich hätte sie nun einfach verschwinden können, doch dachte
sie sich es muss eh einmal sein. Und seine männliche Präsenz
hatte in ihr ebenfalls etwas ausgelöst. Doch so leicht wollte
sie es ihm doch nicht machen. Sie wich vor ihm zurück. Langsam
öffnete er sein Hemd und sie verfolgte jede seiner Bewegungen. „Damok
nein, lass es gut sein, nicht heute und nicht jetzt. Ich kam um
dir eine Information zu bringen und nicht um mit dir...“ Er
folgte ihr langsam, und zog sich dann das Hemd aufreizend
langsam über die Schulter und ließ es zu Boden fallen. Aurian
sah kurz zu Boden, dann ihn wieder an. Als sie auf sah stand er
schon vor ihr, legte einen Arm um sie und zog sie zu sich heran.
Dann flüsterte er ihr zu. „Erinnerst du dich, als ich dir sagte,
das nächste mal wenn ich dich küsse, wirst du in meinen Armen
versinken? Jetzt ist es soweit.“ Dann legten sich seine Lippen
hart und fordernd auf die ihren. Er presste sie hart an sich.
Aurian stöhnte leise auf, sie versuchte ihn fort zu stoßen, doch
er hielt sie umfangen und küsste sie weiter. Dann gab Aurian
nach, erwiderte den Kuss und legte ihre Arme um seine Schultern.
Wie Lazarus es meist tat sorgte er mit einem kurzen Gedanken
dafür das sie nun beide nackt waren. Während er sie noch küsste
hob er sie hoch und trug sie zum Bett wo er sie ablegte und sich
gleich daneben, erst da löste er den Kuss schwer atmend und sah
sie an. Langsam glitt sein Blick an ihrem perfekten und
makellosem Körper entlang, seine Hände streichelten und reizten
sie. Er sah wie sich ihre Brust hob und senkte. Leise presste er
heraus. „Darauf habe ich so lange gewartet. Ich will dich und
ich werde mich jetzt nicht abweisen lassen, wo es so nahe ist.“
Auch sie betrachtete seinen Körper und begann ihre Hände über
ihn gleiten zu lassen, zwischendurch sah sie ihm immer mal ins
Gesicht. Sie stöhnte leise auf. Als er ihr aufstöhnen hörte
brach es bei ihm durch und um seine Beherrschung war es
geschehen. Er testete noch mal kurz ob sie bereit für ihn war
und als er merkte das dem so war, schob er sich zwischen ihre
Beine und nahm sie sich. Aurian schrie lustvoll auf und drückte
sich ihm willig entgegen. Sie schenkte ihm nichts, jedes mal
wenn er soweit war und auf brüllte, wartete sie anschließend
einige Minuten und forderte ihn aufs neue. Er hatte noch nie so
eine fordernde und verlangende Frau erlebt, das war für ihn
absolut neu. Und jetzt wurde ihm auf einmal klar warum die
Männer immer wieder zu ihr kamen. Sie war einmalig.... nicht nur
schön, nicht nur stark und klug, sondern sie hielt was ihr
Körper und ihre Ausstrahlung den Männern versprach. Die absolute
Erfüllung. Damok war kein zärtlicher Liebhaber, er war wild und
ebenso ungezähmt wie Aaron. Er ging mit ihr sämtliche Stellungen
durch die er kannte. Doch irgendwann lag er vollkommen erschöpft
da. Sie sah ihn an. “Geht es noch? Wenn nicht hast du nun ein
Problem, denn ich will noch mehr.“ Dann setzte sie sich auf ihn
und nahm sich nun ihn. Er stöhnte auf und als er abermals soweit
war schrie er nur noch, er bäumte sich unter ihr auf.
Anschließend glitt sie neben ihn und grinste ihn an. Er sah sie
Schweiß gebadet und völlig fertig an. „Das hat Myrion ausstehen
müssen?“ Aurian zwinkerte ihm frech zu. „Das und noch mehr,
niemand kann ihm das Wasser reichen, ich habe mir den besten
ausgesucht. Doch muss ich zugeben du bist auch nicht schlecht.
Doch mach dir nichts daraus, denk daran ich brauche in der Regel
zwei Männer um wirklich vollkommen zufrieden zu sein.“ Damok
stöhnte leise auf und sah sie an. „Gib mir einige Stunden dann
können wir weiter machen, doch jetzt....muss ich zugeben.... du
hast mich geschafft. Aber ich sage dir noch was.“ Dabei beugte
er sich leicht über sie. „Ich werde es mir noch öfter von dir
holen, wir haben eine lange Ewigkeit Zeit und ich glaube diese
Ewigkeit wird sehr vergnüglich werden. Doch das nächste mal bin
ich darauf vorbereitet und du wirst es nicht mehr so leicht mit
mir haben.“ Aurian zwinkerte ihm noch mal frech zu. „Wir werden
sehen. Nur mogeln gilt nicht.“ Einen Moment sah er sie fragend
an, dann lachte er verstehend. „Nein du hast recht, mogeln gilt
nicht.“
Als Aurian gegangen war blieb er
noch liegen und dachte an das was er nun erlebt hatte. Er
räkelte sich zufrieden auf seinem Bett und roch immer mal noch
an dem Kissen auf dem sie eben noch gelegen hatte. Dann flog die
Türe mit einem Knall auf und eine erboste Aurana stürmte herein.
Sie sah ihren Vater nackt auf dem Bett liegen, der sich nicht
mal die Mühe machte seinen Körper vor ihr zu verbergen. „Du
Mistkerl, du Schuft, du hast es getan!! Wie konntest du nur?“ Er
sah ruhig zu seiner Tochter. „Was habe ich getan?“ Sie ging ums
Bett herum griff sich die Bettdecke und warf sie über ihn:
„Bedecke dich wenigstens wenn ich hier erscheine! Du weißt ganz
genau was ich meine. Du hast mit Aurian geschlafen, du hast sie
entwürdigt, du hast sie entehrt, du hast ihren Körper für dein
Vergnügen missbraucht...wie konntest du nur?“ Damok sah seine
recht wütende Tochter an, dann lachte er und stieg aus dem Bett
und stand nun nackt wie er war vor ihr. „Frag sie ob ich außer
mit ihr zu schlafen das alles getan habe, also so wie ich das
gesehen habe hat es ihr ebenso Vergnügen bereitet wie mir.“ Er
zog sich seine Hose über und sah Aurana nach wie vor an. „Und
wenn es dir nicht passt das ich mich nicht bedecke, mein liebes
Kind dann stürme auch nicht so in mein Schlafzimmer. Schon mal
was davon gehört das man auch anklopfen kann?“ Aurana stampfte
mit dem Fuß auf, was ihm nun zeigte das sie bei aller Weisheit
doch noch ein junges Mädchen war. Er lächelte und sah sie an.
„Ich hätte nie damit gerechnet das ich das mal sagen würde. Doch
tue dir und mir einen Gefallen, wenn Angel das nächste mal etwas
von dir will. Gib ihm nach, dann wirst du sehen wie entehrt,
entwürdigt und was weiß ich noch alles ich Aurian habe.“ Sie
fauchte ihn an. „Das will ich aber nicht. Ihr Kerle seid doch
alle gleich. Wenn ihr nicht bekommt was ihr wollt setzt ihr
Gewalt ein.“ Langsam wurde er auch wütend. „Begreife es endlich,
es hat ihr ebenso Spaß gemacht wie mir. Ich hätte sie niemals
mit Gewalt nehmen können. Sie hätte mich bis zur Unkenntlichkeit
verbrannt, wenn ich es auch nur versucht hätte. Sie hat es mir
freiwillig gegeben. Bei dir spielen die Hormone verrückt, gib
Angel endlich was er will.“ Aurana war wütend, drehte sich um
und rannte die Türe hinter sich zuschlagend wieder raus. Damok
sah ihr nach, so kannte er seine sonst so besonnene Aurana gar
nicht. Er führte es darauf zurück das sie einfach neidisch war.
Das sie es einerseits auch wollte, sich aber andererseits nicht
traute. Kurz darauf trat er zum Fenster weil er draußen ein
entsetzliches Kreischen hörte. Als er hinaus sah, wusste er was
es war, dort flog Aurana kreischend am Himmel. Er seufzte, doch
dann sah er einen weiteren Engel erscheinen, der Aurana nun
versuchte zu beruhigen. Er konnte beobachten wie liebevoll Angel
mit ihr umging. Leise flüsterte er. „Ich wüsste zu gerne wie das
ist....Liebe.“ Dann hörte er hinter sich. „Sorgst du dich um
deine Kinder? Tut es dir weh Aurana so leiden zu sehen?“ Er
drehte sich langsam um und hinter ihm stand die Hüterin der
Menschen. Er nickte. „Ja das tue ich, ich sorge mich um sie und
es tut mir auch weh wenn ich sehe wie das Kind leidet. Doch
hoffe ich das Angel ihr helfen kann.“ Sie trat neben ihn und sah
nun ebenfalls aus dem Fenster. „Das kann er, denn er liebt sie
von ganzem Herzen. Er wird sie nun mitnehmen und sie zu seiner
Mutter bringen. Dort wird sich Aurian mit ihr unterhalten. Und
sie wird sich beruhigen und einsehen, das man nichts aufhalten
kann was geschehen muss. Sie verehrt Aurian sehr nur deswegen
war sie so wütend. Die Seele in ihr will Aurian beschützen. Doch
wenn du dich sorgst und es dir weh tut, weißt du was Liebe ist.
Denn nur ein Vater der seine Kinder auch liebt, ist dankbar das
sie eine schöne Kindheit hatten, und sorgt sich das es ihnen gut
geht. Du hast sie nie geschlagen, du warst geduldig als sie
Kinder waren und bist es auch jetzt noch. Du bist weder
unbeherrscht in deiner Wut, noch wenn du erregt bist.“ Damok sah
neben sich auf die kleine Frau die einst das Schicksal der
Lebenden in ihrer Hand hielt und sie nun hütete. Sie war weder
hässlich noch sehr schön, sondern eher unscheinbar. Doch sie
strahlte sehr viel Ruhe aus. „Hütest du immer noch das Buch der
Prophezeiungen? Und steht dort etwas über meine Kinder drin?“
Sie sah zu ihm auf. „Wenn dort etwas stehen würde, dürfte ich es
dir nicht sagen. Denn es würde die Zukunft verändern. Doch ich
kann dich beruhigen es steht dort nichts. Doch steht dort etwas
über einen dunklen Helden der seiner Bestimmung folgt. Wegen ihm
bin ich hier. Aurian hat dich bereits auf ihn aufmerksam gemacht
und ich möchte dich eindringlich bitten dich um ihn zu kümmern,
wenn seine Seele nicht verloren gehen soll.“ Damok sah sie
fragend an. „Wie kann seine Seele verloren gehen, sie würde doch
ins Unterreich gehen oder nicht?“ Sie schüttelte den Kopf. „Er
glaubt an nichts. Solange ein lebendes Wesen an die Götter
glaubt, egal ob gut oder böse, geht seine Seele in die
Unterwelt, aber glaubt ein Wesen an nichts, verpufft seine Seele
wenn er stirbt und ist verloren. Vor dem Totenreich war es so,
das die starken Seelen wie die der Helden in die beiden Städte
gingen, ihre Körper wurden erhalten. Du findest sie in der Gruft
der Helden. Und die normalen oder schwachen Seelen verpufften
einfach. Und ganz besondere Seelen gingen in Jasmins Welt wo sie
ebenfalls erhalten blieben, allerdings gab es von dort kein
zurück mehr. Doch nun, hat jede Seele die an die Götter glaubt,
die Chance in die Ewigkeit, sprich in die Unterwelt zu gehen. Wo
der Todesgott sie hütet, bis sie entweder den Wunsch haben noch
mal geboren zu werden oder bei den dunklen Seelen noch mal dazu
gezwungen werden um sich zu bewähren. Doch die Seele des jungen
Mannes ist es wert erhalten zu bleiben.“ Nun verstand er. „Ich
sollte mich vielleicht mal mehr mit den Seelen beschäftigen. Ich
werde mich um ihn kümmern.“ Die Hüterin nickte und verschwand.
Angel kümmerte sich wirklich
rührend um Aurana. Wie die Hüterin es gesagt hatte brachte er
sie zu Aurian als er hörte was mit ihr los war. Diese erklärte
ihr das sie es tatsächlich freiwillig getan hatte, ebenso das
sie wie er auch ihren Spaß daran gehabt hatte und das sie sich
keineswegs entwürdigt oder entehrt vor kam. Aurana war zufrieden
und sah anschließend Angel an. „Was finden bloß alle daran?“
Angel grinste sie an. „Lass es uns heraus finden. Dann wissen
wir es.“ Er führte sie in sein Zimmer, das war nicht
ungewöhnlich, denn sie saßen oft in seinem Zimmer und redeten
oder küssten sich. Doch diesmal wollte Angel sich nicht abweisen
lassen und aufs ganze gehen. Dort angekommen setzten sie sich,
redeten noch eine Weile über das was vorgefallen war und Angel
begann sie zu streicheln. Es gefiel ihr und so küsste er sie
auch immer wieder und zog sie langsam aus. Beide waren
schrecklich nervös, doch irgendwann war es dann doch soweit und
als Angel sie sich das erste mal nahm, ging es ihm nicht anders
als Rowan. Von ihm und Riana hatten sie aber erfahren das auch
Rowan am Anfang Probleme gehabt habe und das es viel zu schnell
gegangen war. Als es Angel nun ebenso ging, dachten sich beide
nichts dabei und versuchten es noch ein zweites mal und Aurana
erkannte nun was allen so daran gefiel. Nun wollte Aurana auch
mehr. Da Angel jung war, ging es auch bei ihm recht schnell bis
er zum nächsten Versuch bereit war. Aurian die den beiden
gedanklich gefolgt war, lächelte als sie Aurana jubeln hörte.
Leise flüsterte sie „ Na geht doch.“ Mystral und Andor waren oft
in der Kristallhöhle zu finden, wo sie vor der Wand zu Jasmins
Grufthöhle standen und dort traf sie auch Aurian an, die wie
jeden Morgen einmal dort hin ging. „Kinder was ist los, was
steht ihr hier?“ Andor sah sie an und schüttelte den Kopf. „Wir
wissen es nicht, doch fühlen wir uns mit den beiden am Ende sehr
verbunden.“ Nun musste Aurian Farbe bekennen und ihnen erklären
warum es so war. Sie tat es sanft und taktvoll und zeigte ihnen
auch den Brief den Mystra und Andra ihr geschrieben hatten.
Jetzt begriffen die beiden. „Wir sind wieder geboren worden?“
Aurian nickte während sie auch bei ihnen je einen Arm um jeden
liegen hatte. „Ja die Seelen wollten eine Kindheit erleben und
wie es ist, wenn man auf wächst.“ Nun erzählte sie ihnen die
Geschichte der Geister und ihren Avataren. Andor nickte und sah
Jasmin an. „Dürfen wir auch Kinder haben? Ich meine wenn wir
beide genetisch identisch sind, könnte es da nicht eventuell zu
Störungen kommen?“ Aurian sah beide beruhigend an. „Ihr könnt
unbesorgt Kinder bekommen, ihr habt wie auch Lazarus oder Angel
zwei Väter deren Gene sich vermischt haben. Also seid
unbesorgt.“ Nun waren die beiden beruhigt und als sie später von
einem strahlenden Angel der das grinsen nicht mehr aus dem
Gesicht bekam erfuhren, das er und Aurana es nun auch getan
hatten, ließen die beiden sich auch nicht mehr zurück halten und
probierten es nun auch aus. Die Jungen hielten sich erst mal an
die Partnerin die sie gefunden hatten und es sich von ihnen
gefallen ließ. Riana und ebenso Rowan würden sich auch andere
suchen, aber das lag noch ein wenig in der Zukunft. Doch die
Zeit verging und irgendwann waren aus den Teenagern auch junge
Erwachsene geworden, die nun in etwa im zwanzigsten Jahr
standen, die Zeit hatte für sie keine große Bedeutung. Aurian
hatte im westlichen Gebirge wo auch die beiden Drachen lebten
ein kleines Schlösschen direkt an und in den Berg gebaut. Dort
fanden nun Angel und Aurana ein Zuhause und mit ihnen auch die
Engelschar. Die kleinen Engel freuten sich, das sie nun ein
richtiges Zuhause haben würden. Sie hatten schon viel zu lange
im Untergrund gelebt. Damok kümmerte sich wie er es versprochen
hatte auch um den jungen Helden und bezog sogar Aurana mit ein
und sie bekam ihre erste Aufgabe.

Kapitel 14: junge Unsterbliche

Damok
besprach sich immer mal mit Aurian, da er noch keine Ahnung
hatte wie man einen Helden auf seine Tauglichkeit prüfte. Zum
anderen musste es zu ihm passen, denn Aurian würde ihre Helden
anders prüfen als er es tun würde. Er saß bei Aurian auf dem
Plateau und hörte ihren Ausführungen zu, als Leon da zu trat. Er
sah Leon kurz an und nickte ihm zu. „Also ich kann verstehen,
das er mit deinen Mitteln nicht klar kommt. Kleines er ist nun
mal anders als du. Doch hätte ich eine Idee. Sag mal welche
Fähigkeiten hat Aurana tatsächlich? Mal abgesehen davon das sie
die Kinder der Finsternis befehligt? Ich frage deswegen weil ich
auch bei Angel Fähigkeiten gesehen habe die sehr eigenartig
sind. Aber das ist nun nicht der Punkt. Was kann Aurana?“ Aurian
dachte kurz nach, schloss kurz ihre Augen und nickte dann. „Nun
wie ich es sehe ist sie eine Künstlerin. Sie beherrscht die
Illusion. Sie und Angel sind ebenso wie ich und Damok zwei
Seiten einer Münze. Sie kann Illusionen erschaffen und Angel
könnte sie aufheben, während er in der Lage ist auch Dinge
tatsächlich erschaffen zu können, bleibt es bei ihr nur bei den
Illusionen. Ihr Vater ist das Chaos, der die Lüge beherrscht und
so kann auch sie lügen, in dem sie Illusionen erschafft.“ Leon
nickte. „Wäre es da nicht von Vorteil ihr Fähigkeit der Illusion
ein zu beziehen?“ Nun kam Damok eine Idee, er sah Aurian und
Leon an. „Sag mal Leon, angenommen du müsstest mit einer
säuerlich riechenden alten Frau die zudem noch potthässlich ist
ins Bett gehen. Was würdest du tun?“ Leon grinste: „Das
Universum möge so etwas verhüten aber ich glaube ich würde davon
laufen. In deren Bett würden mich keine zehn Pferde kriegen, so
scharf ich an sich auch sein mag.“ Damok nickte. „Richtig dir
fehlt dafür doch noch ein gewisses Maß an Skrupellosigkeit sich
an einer alten Frau zu vergreifen. Doch angenommen man würde dir
etwas offerieren das du dir mehr wünscht als alles andere.
Nehmen wir zum Beispiel Aurian, man hätte dir gesagt in ihr Bett
kommst du erst wenn du zuvor das der alten Frau bestiegen hast.
Was dann?“ Leon sah Damok an. „Ehrlich? Also ich glaube in
diesem Fall hätte ich in den sauren Apfel gebissen. So scharf
kann kein Mann sein mit so einer Frau freiwillig ins Bett zu
wollen, aber wenn ich dafür etwas besseres bekommen kann und das
der Preis wäre, dann ja. Mit Widerwillen, aber ich würde es
tun.“ Er grinste. „Das heißt falls ich es überhaupt bringen
würde. Denn das dürfte recht schwierig sein.“ Damok lachte und
sah dann Aurian an. „Wäre das möglich, gibt es eine Göttin die
das bewerkstelligen könnte? Denn wir haben ja keine solche
Frau.“ Aurian nickte. „Sicher Iona könnte es, sie ist Mutter
Natur und sie könnte ebenso gut als alte Frau auftreten oder
Amanda sie beherrscht auch die Illusion, allerdings weiß ich
nicht ob sie mit einem anderen Kerl schlafen würde, als Alrik.
Iona wäre also die einzige die es eventuell tun würde. Aber es
gibt eine andere Lösung, lass Aurana die Illusion einer alten
Frau erstellen, so wie du sie dir vorstellst. Dann müsste man
nur noch die Umgebung entsprechend herrichten und die Illusion
wäre perfekt. Deine Tochter ist stark genug, sie könnte den
Körper sogar feststofflich herstellen, so das der junge Mann
keinen Unterschied merken wird. Allerdings muss ich dich auch
warnen, Aurana muss in der Nähe sein um zu reagieren, sie muss
für ihre Illusion antworten und diese handeln lassen. Und sie
wird sehen wie der junge Held mit der alten Frau schläft. Bist
du sicher das sie das verkraftet?“ Damok sah Aurian an. „Ich
werde sie fragen und keine Sorge zwingen werde ich sie nicht.“
Damok fragte kurze Zeit später seine Tochter und sie erklärte
sich bereit. So fädelte Damok nach und nach alles ein, was er
dachte nötig sein würde. Aurana wurde mit jeder Illusion die sie
erstellte sicherer und stärker. So das sie schlussendlich sogar
eine ganze Höhle erstehen lassen konnte. Mit Kreaturen darin und
einigen Rätseln. Es kostete sie sehr viel Kraft, aber Angel
stand ihr zur Seite. Am Anfang machte er zwar alles wieder
zunichte was Aurana erstehen lies, doch mit der Zeit lernte er
wie er sie unterstützen konnte ohne alles kaputt zu machen. So
erschuf er die Minotauren für die Höhle die nun Wirklichkeit
waren, während die Höhle um sie herum nur eine Illusion war. Das
einzige das ihm ein wenig gegen den Strich ging, war das man den
jungen Helden so an der Nase herumführte. Doch seine Mutter
sagte ihm, das ja niemandem etwas geschehen würde und er somit
keinen Grund habe sich auf zu regen.“ Und auch Amanda
unterstütze sie mit einige Illusionen, so gaukelte sie vor eine
pelzige Kreatur zu sein die in Ketten lag, wobei die Kette
wieder echt war und von Angel erschaffen wurde. Myrion
schmiedete unterdessen die Schwerter für den jungen Helden und
auch Zandramas, der Drache wurde mit einbezogen, ebenso dessen
Gefährtin. So nach und nach baute Damok ein riesen Lügengebilde
auf und als alles fertig war, begann er im Kopf des jungen
Helden der nicht an die Götter glaubte, Träume erstehen zu
lassen. Nacht für Nacht würde der junge Mann den selben Traum
haben und es würde erst aufhören wenn er sich auf den Weg machen
würde. Dessen Freund gab Damok unbemerkt das Wissen ein, das es
eine Seherin geben würde, die man fragen konnte und die einen
Preis verlangte der der Alptraum eines jeden Mannes sei. Dann
konnte das Spiel beginnen. Natürlich hatte sich auch das auf der
Insel der Götter herumgesprochen und sie beobachteten so in
Aurians Ratskammer die Fortschritte des jungen Mannes, ebenso
wie sich nun Aurana und Angel in ihrer ersten Aufgabe schlugen.
Die beiden arbeiteten perfekt miteinander und Damok freundete
sich so recht schnell mit dem Gedanken an das er einen weißen
Engel als Schwiegersohn bekommen würde. Was Damok Aurian
allerdings nicht gesagt hatte, war das er dem jungen Mann eine
Aufgabe geben würde, der sie einen Tempel kosten würde. Als sie
das heraus fand machte sie Damok die Hölle heiß, doch zeigte sie
sich dann in ihrem Tempel und warnte die Priester und
Priesterinnen, sie sollten mit einer Ausrede dem König
gegenüber, sollte er fragen, den Tempel schnell verlassen, da an
zu nehmen wäre das er zerstört würde. Aaron hatte sie darauf
hingewiesen, das wenn der junge Held in der Kriegskunst
ausgebildet war, dann würde er sich ihren Tempel als besonderes
Objekt des Gegners auf keinen Fall entgegen lassen und ihn
zerstören. Aaron war ganz begeistert als er sah wie der junge
Mann das Problem mit der uneinnehmbaren Stadt löste, allerdings
brachte ihm das einen bösen Blick von Aurian ein. Er sprach
schon mir Iron das man dem jungen Mann später mal noch einiges
an Kampfkunst beibringen könnte. Wobei Iron ihn ansah und
meinte. „Allerdings sollten wir zuvor wohl erst mal unsere
Frauen aus seiner Reichweite bringen. Der Junge nimmt sich aber
auch jede Frau die ihm attraktiv erscheint.“ Beide sahen
grinsend zu Aurian als sie hörten das der junge Held sich auch
die Lichtgöttin nehmen wollte. Leise flüsterte Aaron Iron zu.
„Das möchte ich zu gerne sehen. Was meinst du ob er sich
wirklich an sie heran wagt?“ In den nächsten Tagen wurden Wetten
abgeschlossen, einige waren der Meinung der junge Held war so
dreist, dem wäre es zu zu trauen, andere wiederum waren der
Meinung sobald er Aurian einmal sehen würde, würde er schon
sehen wie unsinnig dieser Gedanke war. Jedenfalls freute man
sich Zuwachs zu bekommen, es würde wieder mal was passieren. Der
Name des jungen Helden war Kristan und seine Gefährtin die er
sich auf Umwegen inzwischen erwählt hatte hieß Naraja, ihnen
beiden bot Damok am Schluss des Abenteuers die Unsterblichkeit
und den eventuellen Aufstieg in die Göttlichkeit an. (wer die
Geschichte detaillierter möchte., sollte unter
Feuer am Himmel
nachsehen)
Kristan hatte sich tapfer
geschlagen und obwohl einige mit seiner Gesinnung nicht ganz
klar kamen, war er ihnen sympathisch. Er hatte sie jetzt schon
amüsiert ohne wirklich schon da zu sein. Wetten waren
abgeschlossen worden, die auch Aurian nicht verborgen blieben.
So saß sie an einem Morgen mit ihren beiden Männern beim
Frühstück und sie sprachen über die Wetten. Myrion grinste.
„Also ich wette darauf, wenn er es richtig anstellt das er sie
herum bekommt. Er ist sehr attraktiv und ich könnte mir
vorstellen das er ihr gefällt.“ Leon schüttelte den Kopf: „Nun
da du dafür wettest, wette ich dagegen. Entweder traut er sich
nicht oder fängt es falsch an oder aber Aurian lässt ihn
abblitzen damit ich die Wette gewinne.“ Beide sahen Aurian
grinsend an, sie schmunzelte. „Na mal sehen wie er sich
anstellt. Ich sage jetzt erst mal gar nichts dazu.“
Damok hatte Angel gebeten ob der
ein Haus am Strand auf seiner Hälfte der Insel erstehen lassen
könnte, für das junge Paar das er bald zu holen gedachte, wenn
sie ihm ihre Entscheidung mitteilen würden. Angel war gerne
bereit das zu tun und so baute er sein erstes Haus, das er auch
mit allem nötigen einrichtete und sogar die Kinderzimmer nicht
vergaß, konnte ja sein das die beiden doch mal noch Nachwuchs
bekommen würden. Es war recht romantisch gelegen und hatte sogar
eine Terrasse auf der man sitzen und auf das Meer gucken konnte.
Ebenso sorgte er für einige Palmen die Schatten spenden würden.
Er hatte an alles gedacht. Es war vereinbart worden das die
beiden jungen Unsterblichen sich erst mal ein leben sollten, und
man ihnen dann hier und da einige Aufgaben geben würde, um zu
sehen wie sie mit Macht umgingen. Und sollte das zu ihrer
Zufriedenheit sein, würden sie zum Gott erhoben werden. Dann kam
der Tag das die beiden auf der Welt der Götter Einzug halten
würden. Aurian hatte an einem der nächsten Tage ein Fest zum
Willkommen geplant, damit sie die anderen kennen lernen könnten.
Doch jetzt erschien Damok erst
mal mit den beiden und nur Aurana und Angel standen am Haus als
sie ankamen und hießen sie willkommen. Angel als Erbauer des
Hauses führte sie im Haus herum, während Aurana noch was mit
ihrem Vater zu besprechen hatte und sagte ihnen wenn sie etwas
geändert haben wollten sollten sie es frei heraus sagen,
schließlich sollten sie sich dort wohl fühlen. Beide trugen
ausnahmsweise noch mal ihre Engelskleidung, wobei Angel an sich
nur den kurzen goldenen Rock und Schnürstiefel trug und sein
Oberkörper dabei nackt war. Naraja starrte ihn an, als er sie
herumführte. Dann um zu sehen ob er echt war berührte sie ihn
kurz mit dem Finger am Rücken, wo die Flügel zu sehen waren. Er
grinste sie an. „Du darfst mich ruhig anfassen, ich bin nicht
aus Zucker.“ Kristan grinste zurück. „Darf ich Aurana auch
anfassen?“ Angel sah Kristan ruhig an: „solange es nur eine
Berührung ist, habe ich nichts dagegen, doch solltest du mehr
versuchen, nummeriere schon mal vorher deine Knochen.“ Kristan
deutete auf Angels Flügel. „Bist du nicht ein Engel des Lichts
und müsstest du dann nicht eher friedlich sein?“ Angel zwinkerte
ihm leicht zu und lächelte. „Das bin ich auch, was aber nicht
heißt das ich dir nicht sämtliche Knochen brechen kann, wenn du
meine Aurana anrührst.“ Naraja juckte es in den Fingern und
unterbrach den Streit. „Darf ich wirklich?“ Angel nickte und so
strich Naraja sachte mit der Hand über Angels Haut am Rücken, er
erzitterte leicht und grinste sie wieder an. „Und auch wenn ich
reagiere, ich bin Aurana treu, fremd gehen käme für mich nicht
in Frage,“ dann sah er Kristan immer noch frech grinsend an, „
aber ich kann dir gerne mal meinen Bruder vorbei schicken, er
würde sicher nicht nein sagen.“ Die letzte Bemerkung brachte ihm
einen giftigen Blick von Kristan ein, während Naraja fragte, wer
sein Bruder sei und er antwortete. „Er ist der Sohn des Lichts,
er ist ein Eros und wie man sagt sehr gut in seinem Job. Du
wirst ihn sicher noch kennen lernen.“ Angel konnte sich das
lachen kaum noch verkneifen als er Kristans Blick sah, der vor
Eifersucht glühte. Dann flüsterte er Naraja leise zu, aber doch
laut genug das Kristan es hören konnte. „Ich glaube heute Nacht
wird dich dein Gefährte vergessen lassen wollen, das es hier von
gut aussehenden, potenten und auch sehr ausdauernden Göttern nur
so wimmelt.“ Als er nun sah das Kristan kurz vor der Explosion
stand, klopfte er ihm auf die Schulter und lachte herzlich. „Na
komm Junge wir wollen uns doch nicht schon am ersten Tag
streiten oder? Von mir hat sie nichts zu befürchten, das meinte
ich ernst das ich Aurana treu bin. Wir haben vor bald zu
heiraten. Und ich erachte es als normal das Naraja mich anfassen
wollte, schließlich sieht man nicht jeden Tag einen so gut
aussehenden Engel wie mich.“ Nun merkte auch Kristan langsam das
Angel ihn nur hoch nehmen und ein wenig ärgern wollte. „Also
wenn ihr etwas möchtet oder braucht, dann sagt nur Bescheid. Ich
werde tun was ich kann um es euch so nett wie möglich zu machen.
Ihr werdet viel zu entdecken und zu lernen haben. Ihr werdet
feststellen das zum Beispiel Treue hier kein so hohes Gewicht
hat, obwohl es wie ich eine bin, auch Ausnahmen gibt. Und ebenso
würde ich euch raten euch nicht zu mokieren wenn ihr feststellen
werdet das hier auch Verwandtschaftsgrade keine Bedeutung haben,
wer mit wem ins Bett geht. Also macht euch darauf gefasst das
ihr eure Moralvorstellungen um einiges ändern müsst. Und nun
lasse ich euch alleine, richtet euch ein.“ Damit verließ er das
Haus nachdem sich Kristan und Naraja noch bei ihm bedankt
hatten. Naraja trat auf die Terrasse und sah über das Meer.
„Einen Becher Wein gibt es hier wohl nicht?“ Doch kaum hatte sie
es ausgesprochen erschien ein gefüllter Becher auf dem
Terrassentisch. Sie nahm ihn, roch dran und probierte ihn.
„Holla der ist aber erstklassig. Nun dann kann ich mich ja
richtig heimisch fühlen.“ Sie ließ sich in einen der Korbsessel
fallen und lehnte sich entspannt zurück. Sie sah den Tisch an
und meinte: „Wie wäre es mit einer gebratenen Gänsekeule?“ Als
auch diese auf dem Tisch erschien, nahm sie sie und hielt nun in
einer Hand die Keule in die sie herzhaft biss und in der anderen
den Becher Wein. Sie fühlte sich rundum wohl. Und als Kristan
heraus trat, orderte sie für ihn das gleiche, er schaute ebenso
verblüfft den Tisch an wie sie zuvor auch. Sie grinste: „Ein
Zaubertisch.“
Sie ahnten an diesem Tag noch
nicht wie viel sie zu lernen hatten.

Kapitel 15: Weltvorstellung
Im Norden der Insel gab es noch
nicht sehr viel zu sehen, bis auf die Stadt, doch die hatten sie
sehr schnell durch. Den Rest hatten sie schnell erkundet, da es
dort außer leeren Häusern, die darauf schließen ließen das noch
weitere Rekrutierungen geplant waren, zu sehen gab. Heute sollte
es auf die südliche Inselhälfte gehen. Angel spielte bei ihnen
Fremdenführer. Zum einen damit sie sich nicht so alleine fühlten
und zum anderen um ihnen die vorzustellen denen sie begegnen
würden. Er hatte ihnen auch gesagt, das Aurian ein Fest zu ihrem
Willkommen geplant hatte. Am heutigen Tag nun wollten sie Iron
und Nara aufsuchen, da Damok ihnen gesagt hatte das sie
ebenfalls vor langer Zeit mal sterbliche gewesen waren. So
standen sie startklar vor dem Haus und warteten auf Angel. Sie
wussten ja nicht wo sie die beiden finden, noch wie sie auf die
südliche Hälfte der Insel kommen würden. Angel brachte sie erst
mal zu einer Pforte die Aurian in den Berg gelegt hatte, der
beide Inselhälften von einander trennte. „Den Durchgang könnt
ihr vorläufig benutzen, solange ihr noch nicht die Teleportation
beherrscht. Erst jetzt wird mir klar, wie selten wir wirklich zu
Fuß gehen. Doch ihr werdet noch darauf zurück greifen müssen,
diese Fähigkeit werdet ihr erst bekommen wenn ihr erhoben worden
seid.“ Kristan fragte. „Könnten wir nicht zwei Pferde bekommen?
Wir reiten sehr gerne und zudem würde es uns ermöglichen auch
etwas schneller unterwegs zu sein. Denn so klein scheint diese
Insel ja nun nicht zu sein.“ Angel nickte. „Sicher kein Problem,
sobald wir bei den beiden angekommen sind werde ich euch welche
bereitstellen. Doch machte mich meine Mutter auf einiges
aufmerksam das ich euch mitteilen sollte. Es gibt hier einige
Regeln die ihr beachten müsst. Wir sind Götter und in den
sterblichen Welten unsterblich, doch hier sind wir es nicht. Das
heißt wenn ihr euch prügeln wollt, so ist das erlaubt, aber was
absolut verboten ist sind Waffen dabei zu benutzen. Weil es zu
schnell geschehen könnte das aus einer netten Prügelei sonst
blutiger ernst wird. Und so etwas würde meine Mutter niemals
dulden. Wir altern hier nicht, bis auf die Kinder natürlich,
aber nur bis zu einem gewissen Alter, dann haben wir unsere
vollen Kräfte und können selber entscheiden ob wir jung oder alt
aussehen wollen. Wir werden nicht krank, doch wird eine Waffe
gezogen kann man uns auch töten. Es gibt nur drei die auch hier
unsterblich sind, das ist zum einen Aurian die Lichtgöttin
selber, höchste Göttin des Universums. Und wir nehmen an das es
auch Damok und Lazarus sind allerdings sind wir uns da nicht
ganz sicher. Und ausprobieren will das keiner. Ansonsten kann
hier jeder getötet werden. Sollte man sich aber mal entschließen
doch sterben zu wollen so kann man das natürlich auch tun.
Ebenso ist Wiedergeburt möglich. Alle Seelen gehen in die
Unterwelt zum Todesgott, er verwaltet und sortiert die Seelen
nach guten und bösen. Wer zu Lebzeiten nicht an die Götter
glaubt, dessen Seele geht in die Vergessenheit. Doch weiter.
Egal ob man im Norden oder im Süden der Insel wohnt, es zeigt
nur die Zugehörigkeit und welcher Gott wen rekrutiert hat, es
ist absolut wichtig das es hier keinen Unfrieden gibt. Wer
Unfrieden stiftet muss auf seiner Hälfte der Insel bleiben und
ihm wird der Zugang zur anderen verwehrt. Also haltet euch
daran. Eine kleine Prügelei, nach der man anschließend zusammen
sitzt gilt noch nicht als Unfrieden stiften. Doch wenn jemand
versucht die Götter gegeneinander auf zu bringen oder wirklich
ernsthaften Streit verursacht, der wird bestraft. Unsere
ernsthaften Auseinandersetzungen oder Streitereien finden auf
den Welten der Sterblichen statt. Dort führen wir unsere
Kriege.“ Naraja und Kristan hörten ihm genau zu. Ärger wollten
beide nicht gerade. Dann fragte Kristan. „Was ist wenn ich mich
an die Frau eines anderen heran machen würde, würde mir das
Ärger einbringen?“ Angel sah ihn schmunzelnd an. „Das kommt
darauf an, wenn sie es auch will musst du keinen Ärger
befürchten, doch solltet du sie dir mit Gewalt nehmen, dann sei
gewiss das du alle Götter gegen dich hast. Wir nehmen es wie ich
bereits schon mal sagte mit der Treue nicht so ernst, der Grund
ist ganz einfach. Stell dir vor du hast fünfzig oder hundert
oder mehr Jahre nur mit einer Frau gelebt. Irgendwann will man
eventuell mal etwas anderes. Und wir haben hier einige die auch
Abwechslung wollen. Allerdings solltest du dich an eine Frau
heran machen die treu ist und deren Gatte sehr eifersüchtig ist,
könnten dir einige gebrochene Rippen drohen.“ Er grinste Kristan
frech an. Kristan lachte: „Ich habe schon verstanden, Aurana ist
für mich tabu.“ Kristan nickte. „Und nicht nur Aurana, es gibt
einige Göttinnen die tabu sind und wenn sie nein sagen gilt auch
nein.“ Kristan nickte. „Ich hätte sie mir eh nicht mit Gewalt
genommen, entweder sie will mich auch oder ich lass es.“ Angel
klopfte ihm auf die Schulter. „So ist es recht.“ Angel trug
heute eine weiße Wildlederhose, seine Flügel waren fort und sein
Oberkörper war wie üblich nackt. Er wollte nicht wie Aurana auf
magische Kleidung zurück greifen, sondern wenn er schon Flügel
hatte sollten sie auch frei sein können wenn er es wollte und so
war ein nackter Oberkörper für ihn das einfachste. Zudem er
diesen nicht verstecken musste. Er war muskulös, gut gebaut und
konnte sich sehen lassen. Er machte die beiden Neuankömmlinge
noch auf so einiges aufmerksam was sie beachten mussten. Dann
waren sie am See angekommen. Mitten auf dem See auf einer Insel
stand ein Haus und er erklärte das dort Iona die Naturgöttin mit
ihrem Lebensgefährten Aaron dem Kriegsgott leben würde. Sie
umrundeten den See etwas und kamen so auch an ein weiteres Haus
das am See stand. „Dort werden wir Nara und Iron finden. Sie
wohnen mit ihren Kindern hier.“ Als sie sich dem Haus näherten,
wirbelte auf einmal das Wasser des Sees auf und als alle drei
dort hinsahen tauchte auf einmal ein Adonis dort auf. Groß,
muskulös, breite Schultern und schlanke Hüften. Er warf den Kopf
nach hinten so das seine schwarzen Haare nach hinten flogen, die
relativ kurz gehalten waren. Das Wasser perlte an seinem Körper
ab und als er seine Hände hob um die restlichen Haare aus dem
Gesicht zu streifen, atmete Naraja scharf ein. „Gott was für ein
Kerl.“ :hauchte sie leise. Angel lachte leise als er diesen Satz
hörte. Dann tauchte auch eine Frau vor dem Adonis auf die dieser
sofort ergriff und an sich zog um sie leidenschaftlich zu
küssen. Auch Kristan musste bei dem Anblick mal kurz schwer
einatmen. Kurz darauf trat ein weiterer Mann aus dem Haus, auch
er war Muskel bepackt und trug nur eine Lederhose und auf seinen
Händen ein Tablett. Er rief den beiden zu. „Na kommt schon, wir
erwarten Besu....“ Sein Blick fiel auf die drei Besucher und er
änderte den Satz: „..der Besuch ist schon da also heraus aus dem
Wasser mit euch beiden.“ Naraja sah Angel an. „Wer ist das?“
dabei deutete sie auf den Mann im Wasser. Angel grinste sie an.
„Ahnst du es wirklich nicht? Das ist Lazarus mein Bruder. Der
Sohn des Lichts, alleine seine Ausstrahlung hätte es dir
verraten müssen. Du hast sofort auf ihn reagiert.“ Naraja holte
noch mal scharf Luft. „Oh man, also den würde ich auch nicht
ab....“ Dann sah sie Kristans Gesicht das sich verfinstert hatte
und lachte leise. „Na komm Großer nicht gleich wieder
eifersüchtig werden.“ Während dessen waren die beiden aus dem
Wasser gekommen und man sah das sie vollkommen nackt waren. Der
Mann der das Tablett getragen hatte reichte ihnen jedem ein
Badetuch, das sich Lazarus nur kurz um die Hüften schwang und in
das sich die Frau einwickelte. Sie winkte. „Na kommt nur näher
wir beißen nicht.“ Nachdem sie näher gekommen waren, stellten
die drei sich vor. „Mein Name ist Iron und das ist meine Frau
Nara und der Adonis hier ist Lazarus. Naras zweiter Mann und
mein bester Freund. Doch setzt euch doch.“ Damit deutete er auf
einen recht großen Tisch auf dem er eben das Tablett abgestellt
hatte. Nachdem sich auch Kristan und Naraja vorgestellt hatten
setzte man sich. Naraja konnte ihren Blick kaum von Lazarus
lassen, was Kristan unangenehm auffiel. Nara schmunzelte, sah
Naraja sanft an: „Willst du ihn?“ Naraja wurde nun doch rot. „Oh
entschuldigung ich sollte ihn nicht so anstarren, entschuldigt
bitte.“ Lazarus lachte leise und alleine seine Stimme ließ in
Naraja einiges vibrieren. „Also darüber reden wir mal noch. Und
ich kann dich ja mal besuchen wenn dein eifersüchtiger
Lebensgefährte nicht zu Hause ist.“ dabei zwinkerte er Naraja
leicht zu und sah dann Kristan an. Angel lachte nun ebenfalls
und sah Kristan an. „Jetzt nur nicht aufregen. Also Lazarus ist
hier auf der Insel bisher nur mit zwei Frauen ins Bett gegangen,
das ist natürlich Nara und dann Aurian. Wieso und warum kann und
sollte er euch selber erzählen.“ Kristan zog die Augenbraue hoch
und flüsterte Naraja zu. „Ist Aurian nicht seine Mutter?“
Lazarus hatte es dennoch mit bekommen und sah Kristan ruhig an.
„Ja ist sie und die schärfste Frau die man je gesehen hat. Stört
dich etwas daran? Wenn ja, solltest du schleunigst deine
Einstellung ändern. Und bevor du auf dumme Gedanken kommst,
nicht sie hat mich verführt sondern ich sie. Ich wollte sie.“
Nara legte ihm eine Hand auf die seine und sah Kristan an.
„Lazarus ist sehr verlangend, doch da ich mit zwei Männern
zusammen lebe, kann ich sein Verlangen oft nicht stillen, also
geht er zu ihr um sich zu holen was ich ihm nicht geben kann.
Außerdem sorgt sie dafür das er bleibt was er ist.“ Naraja sah
Nara an. „Und stört es dich nicht das er auch mit einer anderen
schläft?“ Nun lachte Nara herzlich. „Sieh ihn dir an, selbst du
hast auf ihn reagiert. Nein es stört mich nicht, denn ich weiß
das er mich liebt. Und es ist ja seine Aufgabe die Welten zu
besuchen und dort mit einigen Frauen zu schlafen. Ich gönne ihm
den Spaß. Eifersucht sollte man hier schnell ablegen, wenn man
nicht durchdrehen will.“ Beim letzten Satz sah sie Kristan an.
Lazarus blickte Angel an. „Was hast du getan?“ Angel grinste.
„Nun ihm mal zu zeigen das es nicht nur ihr so gehen kann. Wir
haben eine Wette am laufen schon vergessen?“ Nun verstand
Lazarus und lachte. „Na dann wollen wir mal sehen. Das wird
spaßig werden.“ Nun unterhielt man sich wegen der Fragen, wegen
der man hergekommen war. Nara erklärte ihnen dann wie sie mit
den Verlusten umgegangen waren, als sie ihre sterblichen
Verwandten zurück lassen mussten. Als alles soweit geklärt war,
erschien auf einmal Aurian in der Nähe des Tisches. Mit sachte
schwingenden Hüften trat sie langsam auf den Tisch zu und alle
Köpfe fuhren zu Kristan herum und sahen ihn an. Er begann bei
ihrem Anblick sofort schneller zu atmen. Es war deutlich zu
sehen, das ihn alleine ihr Anblick schon sehr erregte. Sie trug
ebenso wie Angel eine weiße Wildlederhose und darüber eine
Corsage, die ihre Brüste sehr gut zur Geltung brachte. Sie war
schlank und hatte ebenso wie Naraja einige Muskeln an den
richtige Stellen. Sie hatte ebenso wie Angel und Lazarus
strahlend blaue Augen. Schwarze lange Haare umschmeichelten ihr
Gesicht. Sie war rassig und brachte bei jeden Mann das Blut zum
kochen der sie sah. Sie sah Kristan an, dem fast der Atem stehen
blieb als sie ihn ansah. „Ich bin Aurian, Göttin des Lichts.
Seid willkommen auf der Insel der Götter. Angel wird euch schon
auf das wichtigste hingewiesen haben, denke ich mal.“ Kristan
war zu keiner Erwiderung fähig es hatte ihm glatt die Sprache
verschlagen sie zu sehen. Naraja die es ebenso sah wie alle
anderen lachte leise und nickte Aurian zu. „Vielen Dank das ihr
uns willkommen heißt. Wir werden uns sicherlich hier wohl
fühlen. Verzeiht meinem Gefährten, doch ich denke ihr wisst
selbst wie ihr auf die Männer wirkt.“ Nun lachten alle und
Lazarus sah Kristan an. „Na immer noch eifersüchtig? Jetzt weißt
du zumindest wie es deiner Gefährtin bei meinem Anblick ging.“
Aurian lachte ebenfalls. „Ich will euch auch nicht lange stören,
ich kam nur her um die beiden willkommen zu heißen. Ihr könnt
mich ja gerne mal besuchen, jeder ist mir willkommen.“ Lazarus
sah Aurian grinsend an. „Also ich glaube du solltest diese
Einladung noch mal überdenken, denn ich gehe davon aus ihn wirst
du so schnell nicht wieder los werden. Es ist recht
offensichtlich was er will.“ Es dauerte einen Moment bis Kristan
sich wieder gefangen hatte. „Wir nehmen die Einladung gerne an.“
Aurian nickte leicht und war kurz darauf wieder verschwunden.
Kristan brauchte noch eine weile bis er sich wieder vollkommen
unter Kontrolle hatte, er sah Naraja an und nickte. „Verzeih mir
Kleines, doch jetzt verstehe ich es wirklich.“ Lazarus lachte
und beugte sich zu ihm und klopfte ihm sachte auf die Schulter.
„Ja, jetzt verstehst du es. Doch sie ist wirklich scharf oder?“
Kristan nickte heftig. „Jetzt verstehe ich auch warum Damok
keinen Streit mit ihr will. Sie ist verdammt heiß.“
Während sich nun alle angeregt
unterhielten, erklang leise im Tal das gleichmäßige Hämmern aus
Myrions Schmiede. Kristan der es hörte, fragte Angel ob man die
Schmiede besuchen dürfe, da er gerne Myrion für seine
erstklassigen Schwerter danken wollte. Angel erklärte ihm wie er
zur Schmiede kommen würde, die doch recht hoch in den Bergen
lag, warnte ihn aber auch zugleich, dort nichts an zu fassen, da
Myrion diesbezüglich sehr empfindlich wäre. Kristan nahm sich
vor, Myrion auf jeden Fall mal auf zu suchen. Auch in seiner
Welt hatte man von Myrion gehört, dem ersten Gemahl der
Lichtgöttin. Er hatte nie an die Götter geglaubt und saß nun
sogar mit ihnen an einem Tisch. Er konnte nur den Kopf
schütteln. Das war für ihn alles unfassbar. Auch wurde er mit
einigem konfrontiert das bislang nicht in seine Anschauungen
passte, so sah er immer wieder mal Lazarus an und betrachtete
ihn. Er war liebenswert und sehr sympathisch, wenn man mal davon
absah das sich Naraja scheinbar von ihm angezogen fühlte. Doch
gestand er sich ein, das es ihm mit Aurian nicht besser erging.
Als er Lazarus so betrachtete, der nun wirklich nicht viel von
sich verbarg, sah er ein das der Kerl sogar auf ihn einen
gewissen Eindruck machte und das obwohl er nicht auf Männer
abfuhr. Auch Iron beeindruckte ihn, vor allem als er hörte das
er nicht zwingend Waffen brauchte, sondern ein sehr guter
Nahkämpfer war und dazu nur seinen Körper und seine Hände
einsetzte. Er dachte viel nach und sah dann Lazarus wieder an.
„Wie alt ist sie? Ich meine die Lichtgöttin.“ Lazarus lächelte.
„Meinst du das Licht oder Aurian an sich. Also das Licht
existiert seit dem entstehen des Universums, und Aurian an
sich..hm..darüber habe ich nie nachgedacht, aber ich glaube
einige hundert Jahre hat sie schon hinter sich. Wobei man hier
auch wieder auseinander halten muss, meint man weltliche Jahre,
also auf den sterblichen Welten oder Götterzeit.“ So erklärte
ihm nun Lazarus das die Zeit relativ war, das in den Stunden die
sie nun hier sitzen würden, auf anderen Welten Tage vergehen
könnten. Das Aurian und sogar er, in der Zeit vor und zurück
reisen konnten, das dies auch anderen Göttern möglich sei, wenn
der Gott der Zeit ihnen half und es zuließ. Doch das man immer
das Risiko einging, sollte man in die Vergangenheit reisen,
womöglich die Zukunft verändern könnte, so das selbst Aurian es
nur sehr sehr selten tat. Lazarus erklärte es ihm: „Also stell
dir vor du könntest in die Vergangenheit reisen, was würdest du
ändern wollen? Eventuell den Tod deiner Mutter, nehmen wir das
als kurzes Beispiel, würdest du das tun, säßest du jetzt nicht
hier. Das heißt durch das verhindern gewisser Ereignisse,
würdest du alles verändern. Sogar dein eigenes Schicksal. Aurian
hält es so, was geschehen muss soll geschehen. Und sie wartet
alles lieber ab und sieht was geschieht. Als Damok das Universum
betrat, wollte ich ihn gleich vernichten, um zu verhindern das
das Chaos in das Universum kommt, doch sie hielt mich davon ab,
weil sie wusste es musste sein. Sie greift selten ein und lässt
es laufen wie es läuft. Sie ist der Meinung, es kommt wie es
kommen muss. Sie lebt mit der Zeit und greift nur in laufende
Ereignisse ein wenn sie es für nötig erachtet. Sie weiß mehr als
sie sagt, obwohl ich oft das Gefühl habe sie selber legt sich
Beschränkungen auf, weil sie sonst keine Freude mehr an ihrem
Dasein haben würde. Wieder ein Beispiel: sie könnte in die
Zukunft sehen und sehen ob du es bei ihr versuchst oder nicht,
ebenso würde sie sehen ob du es schaffst oder nicht. Doch
angenommen sie wüsste es bereits, das wäre doch langweilig, also
will sie es gar nicht wissen und lässt es auf sich zukommen.
Ebenso ist es das sie die Gedanken anderer lesen könnte es aber
nicht tut, fragt man sie warum nicht, wird sie sagen, das sie
sich dann nicht mehr zu unterhalten bräuchte, das sie dann ja
schon wüste was andere sagen wollen. Womit dann keine Gespräche
aufkommen würden, ebenso wenig Diskussionen oder ähnliches. Du
siehst, sie ist sehr eigen. Und genau das macht sie interessant.
Sie ist liebevoll und sanft, doch sollte man sie niemals
unterschätzen, denn sie kann ebenso hart und unerbittlich sein,
wenn sie es für nötig hält.“ Kristan hatte seinen Erklärungen
genau zugehört und nickte verstehend. „So ähnlich hatte es mir
auch Damok erklärt, das ich niemals das geworden wäre was ich
wurde, hätte man meine Familie nicht getötet.“ Lazarus nickte.
„Du wirst auch niemals sehen das ich mich mit Damok prügeln
werde, obwohl..“Dabei sah er Iron kurz an. „das scheinbar im
Moment ein beliebter Freizeitsport geworden ist. Damok zu
verprügeln überlasse ich lieber Myrion oder Leon, oder jemand
anderem, denn sollten er und ich uns wirklich irgendwann
prügeln, könnte es alles was ist, aus den Angeln heben.“ Kristan
nickte abermals. Dann sah Naraja zwei junge Leute auf sie
zukommen, der junge Mann küsste seine Begleiterin immer wieder
mal, sie deutete dort hin. „Wer ist das?“ Lazarus sah zu den
beiden hin. „Das sind Amor und Hope. Liebe und Hoffnung. Meine
und Naras Kinder. In welche Welt sie auch gehen, wo sie auch
erscheinen, bringen sie Liebe und Hoffnung. Das sind symbolische
Götter, das heißt wo ich Lust und sexuelles Verlangen bringe und
es auch tatkräftig ausführe, reicht es wenn diese beiden eine
Welt nur betreten um sie mit Liebe und Hoffnung zu füllen.“
Naraja nickte. „Doch wenn sie eure Kinder sind, also der Kuss
des jungen Mannes sah nicht nach einem Kuss für seine Schwester
aus.“ Lazarus lachte leise. „Wieso auch? Er liebt seine
Schwester und das auch als Mann, also warum sollte er sich
zurück halten wenn er sie begehrt und sie damit einverstanden
ist?“ Naraja sah wieder zu den beiden dann Lazarus an. „Doch
Bruder und Schwester, das geht doch nicht.“ Abermals lachte
Lazarus. „Ja das ist ebenso verwerflich wie Mutter und Sohn,
oder? Meine liebe Naraja, das ist unerheblich, wichtig ist nur,
das man sich liebt oder will. Und solange es beide wollen ist da
nichts verwerfliches dran. Wir haben nicht viele Götter, so das
es schnell geschieht das man sich untereinander begehrt. Vor
allem wenn man die Zeit bedenkt die wir hier mit einander
verbringen werden. Du willst mich? Warum nicht, ich hätte nichts
dagegen. Kristan fühlt sich von Aurian angezogen? Soll er es
versuchen, doch eins sollte immer beachtet werden, ein nein ist
ein nein. Verführung ist eine Kunst, die wenn man sie richtig
beherrscht, einem beschert was man will. Doch sollte man auch
immer eins beachten, wir haben hier Götter und Göttinnen, die
lange zufrieden sind mit dem Partner den sie haben. Legt eure
alten Moralvorstellungen ab, denn sonst werdet ihr irgendwann
hier verzweifeln. Oder denkt mal an Damok, er wird mit keiner
Göttin außer seiner Tochter weitere Kinder zeugen können. Und
mit Tochter meine ich nicht Aurana, da würde ihm Angel wohl
wirklich die Zähne einschlagen. Nein aber irgendwann wird der
Tag kommen das er sich auch Riana mit ins Bett nimmt, sie wird
es sogar wollen und es genießen. Doch wird sie dann sein Kind
austragen, das weitere Kinder bekommen wird. Es werden eventuell
auch Kinder aus Rowans Lenden, seinem Sohn geboren werden, da
wird man prüfen ob sie für uns geeignet sind oder nicht. Denn
wir haben auch schon erlebt, das …..aber das gehört jetzt nicht
hier her.“ Kristan und Naraja mussten einsehen, das sie wirklich
einiges in ihrem Denken ändern mussten. Langsam begriffen sie,
das wenn es so wenige Götter gab, das würden sie nicht auch
untereinander Kinder zeugen und bekommen, alles irgendwann zum
Stillstand kommen würde. Das es auch möglich war das die Götter
mal müde würden und vielleicht ihrer Seele Ruhe geben wollten.
Und wenn es keine Götter mehr gab, würde Aurian wohl als einzige
übrig bleiben. Naraja sah Lazarus an: „Werde ich auch Kinder
bekommen müssen?“ Lazarus schüttelte den Kopf. „Niemand muss
hier irgendwas. Du musst keine Kinder bekommen, doch jedes Kind
das hier geboren wird, wird wie ein Geschenk des Universums
angenommen. Solltest du schwanger werden, das Kind aber nicht
wollen, so trage es aus und gib es einem anderen in Pflege, es
würde gut für es gesorgt werden. Außerdem sind wir hier nicht
der Beschränkung unterworfen, ein Kind wirklich ganze neun
Monate tragen zu müssen. Selbst meine Mutter hasst die
Schwangerschaften, also kann man es verkürzen, zum einen hilft
das man hier lebt, wegen der Zeit, zum anderen kann Iona da sehr
gut helfen. Auch wachsen die Kinder hier schneller heran. Du
glaubst nicht wie schnell sie erwachsen werden. Sieh dir Angel
oder Aurana an, was denkst du wie alt sie wirklich sind?“ Naraja
sah auf Angel. „Hm..ich würde sagen vielleicht Anfang zwanzig
oder so.“ Lazarus nickte. „Ja sie haben das Verständnis, das
Wissen und den Körper eines zwanzigjährigen, doch tatsächlich
sind sie mal vielleicht gerade über zwei Jahre alt. Unsere
Kinder reifen schneller, geistig als auch körperlich. Aurian
oder Iona können die Reifezeit verlängern, wenn es nötig ist,
aber wenn es nicht nötig ist lassen sie es laufen wie es läuft.
Die Babys schreien ebenso wie auf den sterblichen Welten, die
Kleinkinder lernen ebenso laufen und krabbeln, so wie auch die
Kinder vieles lernen müssen, das schulen übernimmt meistens
meine Mutter und unsere Teenager haben ebenso Hormonprobleme wie
bei euch auch. Es geht nur einfach alles schneller.“ Naraja
betrachtete Angel, sah dann Lazarus wieder an. „Er ist recht
maskulin, er hat Muskeln, wie hat er die denn bekommen wenn er
an sich noch so jung ist? Er wird ja nicht schon als Baby
Hanteln geschwungen haben.“ Nun lachte Lazarus herzlich. „Nein
natürlich nicht. Schau dir mal Myrion an, hier hat Angel dessen
Gene geerbt und mit ihnen auch die muskulöse Statur, die ich
übrigens auch von meinem Vater habe, obwohl ich ein wenig
schlanker als er bin. Diesbezüglich kommen Angel und ich wohl
eher auf Leon heraus. Wir haben seine schlanke Taille geerbt. Es
werden um es deutlicher zu machen, gewisse Eigenschaften weiter
gegeben, egal ob sie körperlicher oder auch geistiger Natur
sind. Als Beispiel könnte ich meinen Bruder Doran anführen,
obwohl Aurian seine Mutter ist hat er die Eigenschaften von Leon
seinem Vater geerbt, der nicht gerade die hellste Seele hat.
Diese dunklen Eigenschaften wurden weiter gegeben an meinen
Bruder. Leon ist skrupellos und hinterlistig, obwohl er sein
Herz schon am rechten Fleck hat, er sieht nur gewisse Dinge in
einem anderen Licht als es zum Beispiel Myrion tun würde.“
Naraja und Kristan nickten verstehend. Naraja fragte Lazarus
nun: „Wie viele Geschwister hast du denn eigentlich?“ Nun
grinste Iron Lazarus an. „Ja das erkläre nun mal.“ Naraja und
Kristan sahen Iron fragend an. Iron grinste. „Das soll er euch
selber erklären, ich halte mich da raus.“ Nara knuffte ihn und
sah die beiden an, als sie sah das Lazarus nun doch nach Worten
suchte. „Das ist nicht so einfach zu erklären, denn Lazarus hat
mit seiner Mutter auch zwei Kinder. Und wir rätseln immer noch
darüber, ob es nun seine Kinder sind oder seine Geschwister.“
Dann erzählte sie den beiden wie es sich zutragen konnte, das
Mystral und Andor geboren wurden. „Ihr seht das ganze war nicht
geplant, doch mit dieser unplanmäßigen Schwangerschaft konnte
auch Angel geboren werden. Und Lazarus als auch Dion wurden
Vater, wobei Lazarus auch noch großer Bruder wurde. Wenn ihr
aber an der Geschichte des Universum Interessiert seid könntet
ihr Aurian selber fragen oder die Hüterin, die wir auch
Schicksalsgöttin nennen obwohl sie mit dem Schicksal an sich
nichts mehr zu tun hat.“
Als Kristan und Naraja später auf
den Pferden, die ihnen Angel erschaffen hatte nach Hause ritten,
hatten sie einiges worüber sie reden konnten. Es gab viel neues
und diese Welt war alleine schon ein großes Abenteuer. Naraja
sah Kristan an. „Ich will ihn.“ Kristan nickte verstehend, er
wusste wen sie meinte. „Und ich sie, ich wollte sie schon bevor
ich sie sah, aber jetzt erst recht.“

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