Adam wachte auf, irgend etwas stimmte nicht. Dunkelheit ewige Dunkelheit, so sah die Welt aus auf der sie lebte. Man nannte sie Adam, ihr eigentlicher Name war Amanda. Doch aus irgendeinem Grund den sie nie erfahren hatte, nannte man sie nur Adam. Sie war das Ergebnis einer Vergewaltigung und so wusste sie auch nicht wer ihr Vater war. Ihre Welt war nur noch ein einziger Trümmerhaufen. Sie kannte es nicht anders. Man hatte ihr erzählt das alles an dem Tag begann als sie geboren wurde. Dämonen waren aus der Unterwelt hervor gestiegen und hatten die Welt die man bin dahin gekannt hatte zerstört. Das war nun knappe dreißig Jahre her..........oder waren es weniger?...........oder mehr?........sie wusste es nicht. Sie hielt die Augen geschlossen und wartete ab. Es stimmte etwas nicht, sie konnte es fühlen. Dann hörte sie eine leise Stimme: „Du solltest die Augen öffnen, dann lässt es sich leichter reden.“ Sie war überrascht, das war die Stimme eines Kindes, doch seit dem Tag da ihre Welt starb, wurden auch keine Kinder mehr geboren. Langsam öffnete sie die Augen, allerdings ihre Hand an einem Dolch, man wusste ja nie. Dann sah sie ein Kind, ein Mädchen, vielleicht zehn Jahre alt. Es war von sanften warmen Licht umflutet. Leise flüsterte sie: „Wer bist du? Oder spiegeln mir die Dämonen wieder mal einen Streich? Nein das kann nicht sein, denn sie scheuen das Licht. Also wer oder was bist du?“ Das Kind legte einen Finger auf ihren Mund und beugte sich zu ihr und flüsterte ihr leise etwas ins Ohr. Ihre Augen wurden größer bei dem was sie nun hörte. Dann löste das Kind den Finger, erhob sich und winkte ihr zu, ihm zu folgen. Schnell war sie aus dem was sie Bett nannte gesprungen, sie hatte sich angewöhnt in Kleidung und Stiefel zu schlafen. Und folgte nun diesem Kind das immer noch einen leichten Lichtschimmer um sich hatte. „Vielleicht solltest du dein Licht ein wenig dämpfen, so wird man uns entdecken.“ :flüsterte sie leise. Doch das Kind sagte keinen Ton sondern ging langsam voran. Und sie folgte ihm. Als sie die Straße betraten, sah man das alles um sie herum in Trümmern lag, die einstigen prachtvollen Häuser lagen in Schutt und Asche, die Straße war leer. Es gab kaum noch Menschen, hier und dort hörte man jemanden schreien der unvorsichtig gewesen war. Das Kind führte sie unbeschadet als seien sie unsichtbar aus der Stadt heraus. Es führte sie in den Wald bis zu einer Lichtung, auf der hatte mal vor langer Zeit ein Gebäude gestanden, heute wusste keiner mehr was es mal gewesen war, aber das war auch egal. Denn jeder kämpfte nur um sein Überleben. Das Kind schien zu wissen wo es hin wollte, so folgte sie ihm erst einmal weiter. Es deutete auf eine Stelle: „Räume das frei. Dort wirst du eine Türe nach unten finden. Dort müssen wir hin.“ Adam sah sich um und begann dann immer mal wachsam sich umsehend den Schutt beiseite zu räumen. Sie war kräftig und muskulös. Man hatte ihr schon früh beigebracht zu kämpfen. Es dauerte eine Zeit doch dann war die Türe freigelegt. Und nur mit der Hilfe eines starken Astes konnte sie diese auf hebeln. Anschließend betrat sie mit dem Kind die Treppe die nun nach unten führte. Doch bevor sie weiter herab gingen verschloss sie die Türe wieder. Das Licht des Kindes kam ihr nun zugute, so konnte sie auch im dunklen etwas sehen. Als die beiden am Fuße der Treppe angekommen waren flammten auf einmal Fackeln an den Wänden auf. Adam erschrak und sah sich hektisch um. Doch außer ihnen schien niemand da zu sein. „Du kannst deinen Dolch weg stecken, hier wird dir niemand etwas tun.“ So tat sie was das Kind sagte, dennoch blieb sie wachsam. Sie konnte nicht anders, sie hätte nie so lange überlebt, wenn sie nicht so vorsichtig gewesen wäre. Das Kind führte sie einen Gang entlang, an dessen Wände rechts und links steinerne Särge standen. Ab und an sah sie mal in den einen oder anderen hinein, denn die Oberseite der Deckel war aus Glas so das man hinein sehen konnte. Sie sah dort Männer und Frauen drin liegen, stark und schön und jeder war ausgestattet mit seinen Waffen, mal waren es Schwerter, mal war es Pfeil und Bogen. Sie fragte sich wer diese Menschen waren und so blieb sie stehen. „Wer ist das, wo sind wir hier?“ Doch abermals schwieg das Kind, als würde es nur sprechen wenn es wirklich nötig wäre. Also blieb ihr nichts anderes übrig als ihm weiter hin zu folgen. „Drei Prüfungen wirst du bestehen müssen. Und bei jeder bestandenen Prüfung werde ich dir eine Antwort geben. Also überlege gut was du mich fragen willst. Sei klug.“ Dann standen sie vor einer Türe: „Bist du bereit für deine Welt die Prüfungen zu machen? Denn wenn du die Prüfungen bestehst, wirst du in der Lage sein deine Welt zu retten und ihr das Leben wieder zu geben. Solltest du aber versagen, wirst du in dieser Gruft ebenfalls deinen Platz finden. Alternativ dazu biete ich dir ansonsten an, gehe zurück und lebe weiter wie bis her, doch diese Chance etwas für deine Welt zu tun bekommst du nur einmal. Wenn du bereit bist öffne die Türe zu deiner ersten Prüfung.“ Adam nickte und griff nach der Klinke der Türe, sie würde alles tun, wenn sie damit ihre Welt retten und endlich von den Dämonen befreien konnte.