


Kapitel 64: Die Rosenhecke

Die beiden schlugen dort wo Eros
sie verlassen hatten ihr Lager auf, für diesen Tag war es eh
schon zu spät weiter zu gehen. Man sah es Noran an, das obwohl
er erst recht wütend auf Eros gewesen war, sich nun doch freute
zu wissen wer sein Vater oder besser sein Erzeuger war. Eros
hatte ihm erzählt das er kein Kämpfer war, das überließe er
lieber Ikarus und Ares. Noran hatte heraus gehört das Eros sehr
stolz auf seine Väter war. Eros hatte den beiden auch erklärt
wie es sein konnte das er zwei statt eines Vaters hatte. Es
waren noch viele Fragen offen, doch das was Noran am wichtigsten
war hatte er erfahren und Eros war ehrlich und aufrichtig
gewesen ohne etwas zu beschönigen, das hatte Noran obwohl er
anfangs nicht gut zu sprechen auf Eros gewesen war, Respekt
abverlangt. Am nächsten Morgen gingen sie weiter. Es dauerte
noch mal drei Tage als sie endlich an der Rosenhecke ankamen.
Nun wurde es ernst....sie sahen sich die Hecke an und
verzweifelten fast, denn die Hecke stand in voller Blüte, wie
sollte man da die richtige Rose heraus finden? Mal abgesehen
davon, das die richtige sich auch auf der anderen Seite der
Hecke befinden konnte. Sie schritten um die Hecke herum die in
einem großen Kreis wuchs und man nicht sehen konnte was sich in
der Mitte des Kreises befand. Suna dachte nach als sie die Hecke
umrundeten. „Ich glaube wir müssen dort hinein, denn überlege
mal es stand in dem Buch das nur dein Schwert die Hecke teilen
könnte, was doch andeutet das wir die Rose nicht hier draußen
finden können.“ Noran nickte leicht, so zog er sein Schwert und
versuchte sich durch diese Hecke zu schlagen, was ihm auch
gelang, Suna folgte ihm unmittelbar auf, denn sie sah das sich
hinter ihnen die Hecke sofort wieder schloss. Der Hund war
draußen geblieben und war ihnen nicht gefolgt. Als sie endlich
in das innere der breiten Hecke traten, waren sie erschüttert,
denn dort standen einige Statuen. Noran sah Suna an und deutete
darauf. “Ob die auch versucht haben die Rose zu finden und die
falsche genommen haben?“ Suna nickte leicht. „Das könnte schon
sein....ich weiß es nicht. Um so mehr müssen wir darauf achten
die richtige zu nehmen.“ Sie drückte sich ängstlich an Noran der
seinen Arm um sie legte. „Kleines, nicht verzweifeln, wir werden
schon die richtige finden und wenn nicht, sind wir wenigstens
vereint.“ Sie traten weiter in die Mitte des Rosenkreises,
gingen vorbei an den Statuen die recht verzweifelt aussahen und
dort stand ein Podest auf dem ein steinernes Buch lag. Sie
traten darauf zu, abermals war es in der Schrift der Magie
geschrieben. Suna sah auf das Buch und die aufgeschlagene Seite.
Sie rieb sich mit den Handrücken mal über ihre Nase und begann
dann vor zu lesen. „Einst gab es Leben auf dieser Welt, es gab
Menschen, die sie bevölkerten. Große Städte, kleine Dörfer,
Magier, Schmiede, Kämpfer und noch einiges mehr. Doch dann lief
ein magisches Experiment aus dem Ruder und es wurde das Portal
geöffnet. Ein Hohepriester bat die höchste Göttin um Hilfe. Da
die Götter aber niemals oder nur in den seltensten Fällen direkt
eingreifen, lies die höchste Göttin in Vorkenntnis der
Ereignisse, einen Stab und ein Schwert von ihrem Götterschmied
schmieden. Würde beides zusammen im Namen der Liebe geführt, so
würde man den Fluch, durch das Portal brechen können. Nur einem
liebenden Paar wäre es wirklich möglich auch die Rose der Liebe
zu finden. Das Problem war nur, das nur der Sohn von Eros das
Schwert führen konnte, doch dieser Sohn war noch nicht geboren
worden. Ja selbst Eros war noch nicht mal gezeugt, als der Fluch
des Tores begann, so war diese Welt dem Untergang geweiht.
Fünfzig Jahre blieb das Tor offen dann schloss es sich von
selber. Luzifer der Führer der Dämonen hatte dieses Portal
geschaffen um Seelen für sich zu gewinnen, doch Andora die
Göttin des Lichts milderte den Fluch des Portales ab, war aber
gezwungen gewisse Bedingungen daran zu knüpfen. Denn auch die
Götter und Dämonen müssen gewissen Regeln des Universums folgen.
So wartete das Portal auf den nächsten Unvorsichtigen der es
wieder öffnen sollte. Die Menschen begann sich durch das Weltall
zu bewegen und fanden so auch diese blühende Welt die ihnen alle
Annehmlichkeiten bieten würde, die sie an eine bewohnbare Welt
stellten. Was sie nicht ahnten war das es diesen Fluch gab. Sie
fanden heraus das es hier Magie gab und begannen damit zu
experimentieren und wie konnte es anders sein, abermals öffneten
sie aus Dummheit das Portal. Inzwischen war zwar Eros geboren,
war erwachsen geworden und hatte begonnen seine Reisen durch die
Welten auf zu nehmen, doch der Sohn auf den es ankam war immer
noch nicht gezeugt, noch geboren. So war auch diese Suche oder
der Versuch den Fluch zu brechen zum scheitern verurteilt.
Diesmal um Hilfe gebeten setzte die Göttin einen ihrer Paläste
in dieser Welt ab, damit die Sterblichen das Portal im inneren
des Palastes benutzen konnten um zu fliehen. Folgende
Prophezeiung wurde ausgesprochen. Einst wird Eros einen
sterblichen Sohn zeugen, der dann das Schwert der Rose führen
kann, ebenso wird eine junge Magierin geboren die den Stab der
Rosen bekommen wird. Beide zusammen werden in der Lage sein den
Fluch endgültig zu brechen, wenn sie den Weg gehen der für sie
vorgesehen ist. Doch auch diese beiden müssen erst die Liebe zu
einander finden, erst dann wird sich ihnen mit Hilfe des Stabes
die richtige Rose offenbaren.“ Suna sah Noran an, der nickte
leicht.. „Ich denke wir haben alle Bedingungen erfüllt. Nun
müsste man nur noch wissen wie man den Stab dazu bringt uns die
richtige zu zeigen.“ Nun hier hatte Andora einen Plan und hoffte
darauf das Aires wieder mal ihr Verbot überschritt. Wie als
hätte sie es vergessen, ließ sie einen Zettel mit einem
Zauberspruch auf ihrem Schreibtisch liegen und hoffte das Aires
ihn finden würde. Nun Aires fand ihn nicht aber Drake und er
zeigte ihn Aires. Diese las den Spruch und sah Drake an, leise
flüsterte sie. „Das ist der Aktivierungsspruch des Stabes für
die Rose der Liebe, Suna wird ihn brauchen. Andora muss ihn hier
liegen gelassen haben.“ Schnell schrieb sie den Spruch ab
während Drake Wache hielt. Andora die es sah, lachte leise. Dann
legte Aires den Zettel wieder zurück und nahm ihre Abschrift,
schnell verschwand sie für einen Moment und tauchte unsichtbar
bei den beiden Helden auf, die noch darüber nach dachten wie man
den Stab dazu bringen könnte ihnen die richtige Rose zu zeigen.
Sanft ließ sie einen Wind aufkommen und hauchte leise so das der
Wind ihre Stimme zu den beiden trug. “Ich bin es Aires, hier
habe ich etwas für euch, aber verratet mich nicht.“ Dann gab sie
dem Wind den Zettel mit der nun vor die Füße der beiden Helden
flog. „Es ist der Aktivierungsspruch. Bis bald, ich liebe euch.“
Suna sah sich suchend um, während Noran den Zettel schnell
aufhob. Er lächelte. „Die gute Aires...hier versuch es.“ Andora
die es natürlich mit bekam murmelte leise. „Man kann sich auf
den Ungehorsam der junge Leute immer verlassen.“ Ikarus der
neben ihr stand grinste frech. „Wie recht du hast. Gut das wir
schon so alt sind nicht wahr?“ Andora knuffte ihn lachend.
„Jetzt komm mir nicht so.....Großvater.“ Ikarus lachte. „ Ja ja
zieh mich nur damit auf. Ich kann dir ja mal zeigen was dieser
Großvater noch alles drauf hat meine Liebe. Übrigens eine sehr
schöne Geschichte die du dir da ausgedacht hast.“ Damit deutete
er auf das steinerne Buch. „Nur hast du auch mal daran gedacht
das sich mal irgendwer verplappern könnte und es dann eventuell
herauskommt das diese Geschichte eine dicke Lüge ist?“ Andora
grinste. „Nun die einzigen die wissen das es nicht so war, bist
du mein Großer, Ares, Luzifer, Leander, Eros und ich. Und ich
denke kaum das sich da irgendwer verplappern wird. Sie wissen
worum es geht und keiner wird mich verraten.“ Ikarus zog sie in
seine Arme und drückte sie an sich. „Bist du sicher? Denk daran
Luzifer ist ein Dämon und unberechenbar. Du bist damit für ihn
erpressbar, er ist was er ist das darfst du nicht vergessen.“
Andora nickte. „Das stimmt schon..aber die Frage ist, ob er auf
seine Stunden in meinem Bett verzichten möchte, denn was er
kann, kann ich ebenso. Sollte er mir also so kommen, ist mein
Bett für ihn wieder tabu und ich glaube kaum das er das möchte.“
Nun lachte Ikarus laut los. „Kleines du bist ganz schön
durchtrieben.“ Sie grinste frech. „Ja nech? Das ist Ethans
Erbe.“ Ikarus schüttelte leicht amüsiert den Kopf, dann sahen
beide wieder zu den jungen Helden. Suna hatte sich den Spruch
gut eingeprägt, nun hielt sie den Stab hoch in die Luft und rief
den Spruch in der Hoffnung das es der richtige war, zu dem Stab.
Es dauerte einen Moment dann begann die Kugel auf ihm zu
leuchten und die Rosen um sie herum verblühten bis auf eine die
strahlte ebenso hell wie die Kugel. Noran sah zu der auf
strahlenden Rose. „Das ist sie, das muss die richtige sein.“ So
schnell er konnte lief er zu der Rose und pflückte sie
vorsichtig unten am Stiel. Leises knirschen war zu hören was
Suna herum fahren ließ dann sah sie zu dem Podest das sich nun
unten geöffnet hatte und dort lag eine kleine Kiste auf der
stand Rose der Liebe und darunter war ein Abbild der roten Rose
zu sehen. Schnell nahm sie die Kiste an sich und Noran der
wieder näher gekommen war legte sie hinein. Kaum lag die Rose in
der kleinen Kiste, begannen die Statuen zu bröckeln und die
kreisrunde Rosenhecke verdorrte ganz und nichts außer Staub
blieb von ihr übrig. Langsam kristallisierten sich lebende
Menschen aus den Statuen heraus. Alles junge Leute. Luzifer
hatte sie aus den verschiedenen Welten entführt, Andora hatten
ihnen die Erinnerung genommen und ihnen eine neue passende zu
ihrer Geschichte gegeben. So hatten einige das Gefühl schon
einige hundert Jahre dort gestanden zu haben und andere eben
etwas weniger Zeit. Nun freuten sich alle erlöst zu sein und
bedankten sich bei den beiden überschwänglich für die Rettung.
Es waren junge Magier darunter, Priesterinnen und Priester als
auch einige Kämpfer bewaffnet mit einem Schwert oder modernen
Waffen. Doch es waren immer Paare die sich liebten. Suna
strahlte mit ihrem Stab um die Wette und freute sich das sie
diese armen Menschen hatten erlösen können. Zerberus war nun
auch näher gekommen und bewachte seine Herren und passte auf das
ihnen niemand was böses tun konnte, obwohl daran wohl auch
keiner gedacht hatte. Man rastete zwei Tage damit sich alle
erholen konnten, dann machte man sich gemeinsam auf den Rückweg.
Von den jungen Leuten die sie vermeintlich gerettet hatten
erfuhren sie von noch mehr Geheimnissen die diese Welt barg, so
auch von einer goldenen Stadt, wo aber noch keiner heraus
gefunden hatte, was sie einmal gewesen sein könnte. Suna lachte
erleichtert. „Das ist genau das richtige für meine Eltern, wenn
sie das erfahren werden sie nicht mehr zu halten sein.“ Ikarus
sah Andora an. „Dort hin hast du die goldene Stadt der Helden
gebracht?“ Andora nickte. „Ja ich dachte warum sie bei uns
vergammeln lassen, wenn man sie dort gut verwenden kann um der
Welt noch mehr geheimnisvolles zu geben.“ Ikarus nickte. „Das
war eine gute Idee. War es das jetzt? Oder hast du noch mehr auf
Lager?“ Andora lächelte. „Nun ich denke das ist unserer erste
Welt auf der wir uns behaupten können und zeigen können was in
uns steckt. Wir haben zwei Helden, wir haben zwei junge Götter,
die auch noch ein wenig Erfahrung brauchen können und wir haben
einige Götter die sich langweilen..also erstellen wir mal einige
Abenteuer wo alle mit machen können. Aurian wird stolz auf uns
sein...hoffe ich zumindest.“ Ikarus küsste sie leidenschaftlich
und grinste anschließend. „Darf ich auch mit machen und Ares?
Aber verrate uns nicht zu viel....ich bin mal gespannt was dir
noch alles einfällt.“ Andora sah den großen Krieger an und
lachte. „Also im Moment benimmst du dich nicht wie ein
Großvater...eher wie ein großer Junge.“ Er lachte mit und sah
sie voller Liebe an. „Was heißt das schon? Aurian und Myrion
waren Urururgroßeltern und man spürte nie das sie bereits so alt
waren...also was soll`s..ich bin gerne ein großer Junge.“ Er
freute sich das sah man. „Abenteuer....wir werden Abenteuer
erleben...ist das nicht herrlich?!“ Damit griff er um sie herum,
hob sie hoch und schwenkte sie im Kreis herum. Myrion und Aurian
die das nun wieder beobachteten lachten und Aurian nickte. „Andora
hat es erfasst, die Götter brauchen mehr als nur Götter zu
sein....sie müssen was erleben.und ich bin ehrlich. Ich bin auch
gespannt wie ein Flitzebogen was sich Andora da alles einfallen
lassen wird......obwohl ich hätte da auch noch etwas das ich
beitragen könnte.“ Myrion deutete lachend zum Seelenteich und
nickte. „Ich habe die Seele gesehen, sie ist nicht wie die
anderen, was ist sie?“ Aurian sah ihn verschmitzt an. „Was denn
der große Myrion, Gott vieler Legenden ist neugierig?“ Er
knuffte Aurian. „Ja warum nicht...ich war auch gerne ein großer
Junge.“
Die jungen Leute, allen voran
Suna und Noran machten sich auf den Heimweg und nach weiteren
zehn Tagen hatten sie ihr Heimatdorf erreicht. Die Bewohner
waren erstaunt als sie sahen wen die beiden noch mit gebracht
hatten. Doch nahm man die Neuankömmlinge herzlich auf und
brachte sie erst mal in den verschiedenen Häusern unter, die
noch Platz hatten, bis man ihnen eigene Häuser gebaut hatte.
Vorrangig war erst mal das schließen des Portals. Das nahm Suna
auch gleich in Angriff. Aora ihre Mutter und eine Bewohnerin der
Siedlung hielten die offenen Kästchen mit den beiden Rosen vor
sie. Man ließ es vor dem Portal geschehen damit alle zusehen
konnten. Auch Aires und Drake waren gekommen, denn sie mussten
ja die Feuerwirbel fort nehmen. Auch Ikarus und Ares war
erschienen und hielten ihre Schwerter ebenso in der Hand wie
Noran, denn wenn die Feuerwirbel weg genommen würden, kämen die
Kreaturen wieder durch. Die Dorfbewohner starrten die beiden
hünenhaften muskulösen Krieger an. Sie wussten nun von Aora und
ihrem Mann wer diese waren, entsprechend ehrfürchtig schauten
sie auch. Selbst Eros war gekommen um zu sehen wie das Portal
sich schloss. Dann nahm Suna die Rose der Dunkelheit und hielt
sie an den Stab dessen Kugel in hellem Licht strahlte und sprach
die Worte aus die Rose und Stab vereinen sollten. Kaum hatte sie
sie ausgesprochen wurde die Kugel dunkel und die Rose wand sich
um den Stab, so das oben auf an einem der Zacken die die Kugel
hielten eine Rose erschien deren Stengel sich um den Stab bis
zum Boden wand. Dann nahm sie die Rose der Liebe und tat es mit
ihr ebenso. Auch diese Rose erschien oben an der Kugel und ließ
ihren Stengel bis zum Boden um den Stab winden. Die Kugel wurde
blutrot und verband nun Licht und Dunkelheit mit einander. So
das sich das rot verfärbte und nun zu einem dunklen rot wurde.
In diesem Rot leuchtete nun die Kugel und Energie blitzte um die
Kugel herum. Suna sah zu Aires und Drake. „Ich denke es ist
soweit lasst nun den Zauber los.“ Die Krieger machten sich
bereit und die Bewohner gingen in gebührenden Abstand. Dann
nahmen die beiden jungen Götter ihren Zauber vom Portal und das
Tor war wieder offen, wie erwartet kamen sofort wieder einige
Kreaturen die nun versuchten sich über die Bewohner herzumachen,
doch die drei Krieger gingen nun auf die Kreaturen los und
tötete einen nach dem anderen. Derweil sprach Suna nun die Worte
die den Stab aktivieren würden und so schoss eine starke
Energiesalve aus dem Stab auf das Portal zu, es gab einen großen
Knall und das Portal verpuffte. Die letzten Kreaturen waren
schnell getötet und Drake verbrannte sie mit seinem Feuer so das
nur noch Asche von ihnen übrig war. Allerdings war bei dem
Energiestrahl auch die Kugel in tausend Teile zersprungen und
nur noch die beiden Rosen oben auf waren übrig. Die beiden
wanden sich nun in die Mitte und schlangen sich um einander, so
das nun die Zacken fort waren und der Kopf des Stabes von zwei
Rosen geziert wurde, eine schwarze und eine weiße, denn die rote
Rose war weiß geworden. Nun kam das Highlight, denn Luzifer und
Andora hatten sich noch etwas überlegt. Luzifer tauchte auf, mit
einem schwarzen langen Mantel unter dem er nur eine lederne
schwarze Hose trug und so seinen muskulösen Körper gut zur
Geltung brachte, er hielt den Kopf gesenkt, damit man sein
wahres Aussehen nicht sehen konnte. Dann brüllte er laut wie ein
Tier auf, seine Stimme verursachte allen Gänsehaut. „Das werdet
ihr mir büßen....ich habe mir nicht die ganze Mühe gemacht das
man mein Werk so leicht zerstört. Ich sage euch.....ihr werdet
noch an mich denken....hiermit verfluche ich euch alle!! Und
damit ihr wisst mit wem ihr euch eingelassen habt.....mein Name
ist Luzifer, Herrscher über die Dämonen und ihre Welten.“ Doch
dann tauchte Andora auf, in strahlendem Licht und wieder in
einem schneeweißem langen Kleid, endlich hatte sie ihren
spektakulären Auftritt. „Hinweg mit dir du bösartiger
Dämonenfürst, du schwarze Seele des Universums...nimm es mit mir
auf wenn du kannst.“ Kaum war sie erschienen und hatte ihren
Satz los gelassen, fluchte Luzifer mit Worten, die man nicht
wiederholen kann und die selbst Andora fast erröten ließen. Es
knallte kurz spektakulär und Luzifer war verschwunden. Ikarus
und Ares mussten sich das lachen verkneifen um die beiden nicht
zu verraten. Andora sah auf die Sterblichen. „Auch diesen Fluch
will ich mildern....ihr werdet von mir eine neue Prophezeiung
bekommen um den Fluch brechen zu können, ebenso Anweisungen
erhalten was ihr tun könnt. Ich werde euch Götter zur Seite
stellen die euch helfen werden, doch bedenkt eins, auch wir sind
an die Regeln des Universums gebunden und dürfen nur bedingt
selber eingreifen.“ Dann war auch sie verschwunden und mit ihr
auch Ikarus und Ares, die sich kaum noch halten konnten. Die
anderen drei Götter, Eros, Aires und Drake, verstanden die Welt
nicht mehr. Luzifer ging doch auf der Götterwelt ein und aus und
er war doch auch mit den Göttern in gewisser weise befreundet,
sie fragten sich wieso tat er das? Die vier hingegen trafen sich
nun in Andoras Schlafzimmer und Luzifer lachte laut heraus.
“Leute ich hatte schon lange nicht mehr so einen Spaß. Habt ihr
die dummen Gesichter der drei jungen Götter gesehen, die waren
zu köstlich.“ Auch Ikarus und Ares konnten nun endlich ihrem
Lachzwang nach geben und brüllten ebenso vor lachen. Andora ließ
sich lachend in einen Sessel fallen. „Himmel das hat wirklich
Spaß gemacht. Also gut nun heißt es alles weitere in Angriff zu
nehmen und zu planen.“ Ikarus lachte und sah Andora an. „Kleines
an dir ist eine Schauspielerin verloren gegangen.“ Er sah
Luzifer fragend an. „Aus was besteht der Fluch denn nun?“
Luzifer zuckte immer noch lachend die Schultern. „Andora und ich
hatten vereinbart ihn allgemein zu halten damit man uns nicht
darauf festnageln kann. Es könnte also alles mögliche sein. Es
gibt keinen Fluch, erst wenn wir irgendwas in die Wege leiten.
Ungeheuer, verzauberte Bewohner...ein Grab, eben alles, mal
sehen was uns da einfällt.“ Er sah Andora an. „Also wenn du
wieder mal was brauchst sag Bescheid, den Spaß lasse ich mir
nicht entgegen und als Entlohnung verlange ich nur was du mir eh
schon gibst...einige Stunden mit dir im Bett...sofern Ikarus und
Ares nichts dagegen haben.“ Die beiden nickten leicht
zustimmend.
Während dessen feierte man auf
der sterblichen Welt, auch wenn das Damokleschwert des neuen
Fluches auf ihnen lastete. Das erste Problem war gelöst und
Noran sagte allen, das egal was kommen würde, man das auch noch
bewältigen würde. Also sollte man erst mal feiern und abwarten.
Solange man nicht wüsste was man tun könnte, konnte man eh
nichts machen, also feierte man das schließen des Portals.
Selbst Eros, Aires und Drake feierten mit, wobei Eros schon eine
neue Eroberung ins Auge gefasst hatte, was Noran nicht verborgen
blieb, denn die junge Frau schäkerte auch mit dem sehr
attraktiven jungen Gott. Kurze Zeit später waren die beiden
verschwunden und Noran stöhnte leise auf. Er sah Suna an. „Ich
hoffe jetzt nur das die Frau sich kein Kind wünscht.“ Nun musste
Suna lachen. „Und wenn schon dann lernst du gleich eines deiner
Geschwister kennen.“ Noran fand das gar nicht komisch. Die
nächsten Wochen behielt er die Frau genau im Auge, doch als sich
keine Anzeichen einer Schwangerschaft zeigten, atmete er
erleichtert auf. Man baute weitere Häuser für die Neuankömmlinge
und langsam aber sicher kehrte wieder ein wenig Ruhe in die
Siedlung ein. Aires und Drake die auf ihre Bestrafung warteten,
warteten vergeblich. Andora tat so als habe sie es schlicht
vergessen und solange die beiden nichts sagen würden, kamen sie
damit auch durch.



Kapitel 65: Circe

Irgendein Gott besuchte immer mal
die Bernsteinhöhle um den alten Göttern zu gedenken. Doch an
einem Tag war die Kammer verschlossen, derjenige der es merkte
rief sofort Andora herbei um es ihr zu zeigen. Als Andora es sah
wunderte sie sich und versuchte in die Kammer zu sehen. Sie
konzentrierte sich und als sie endlich in den Raum sehen konnte,
atmete sie scharf ein, sie war im ersten Moment erschüttert über
das was sie sah. Doch dann begann ihr Verstand zu arbeiten und
ihr wurde auf einmal klar warum die Kammer verschlossen war.
Aurian wollte nicht das die Götter erfuhren was dort geschehen
war, aus welchem Grund auch immer. Es musste etwas schwer
wiegendes vorgefallen sein. Das die Kammer zu war sprach sich
schnell herum und wenn man Andora fragte was sie gesehen hatte,
antwortete sie nur“ Nichts, ich konnte nichts sehen.“ Was war
geschehen, was hatte Andora gesehen? Es war eigentlich recht
einfach, die beiden gläsernen Särge von Myrion und Aurian waren
leer. Die Körper waren verschwunden. Andora hatte überlegt und
dachte sich das Aurian nicht wollte das die anderen Götter es
sahen, sie wusste nur nicht wieso. Warum waren die beiden
auferstanden und wo waren sie hin? Dem einzigen dem sie sich
anvertraute war Ethan. Ihm erzählte sie was sie gesehen hatte,
bat ihn aber um Verschwiegenheit. Der nickte. „Sie müssen
irgendwo hier im Universum sein, die Frage ist nur wo. Ich werde
versuchen heraus zu finden wo sie sind. Ich gehe sie suchen.
Allerdings sehe ich wenig Hoffnung sie zu finden, Aurian ist mit
dem Universum verbunden, wenn sie sich verstecken will aus
welchem Grund auch immer, wird sie keiner finden können, dennoch
werde ich es versuchen.“ Andora bedankte sich bei Ethan, sie
wusste das sie sich auf seine Verschwiegenheit verlassen konnte.
Bei allen anderen, auch Ikarus und Ares, tat sie so als wüsste
sie nichts. Ab diesem Tag ging Andora regelmäßig nach sehen ob
die Körper wieder da waren, doch nach anderthalb Jahren stellte
sie fest das auch Lazarus Körper verschwunden war. Sie fluchte
leise und fragte sich was da vor ging. Doch Antworten bekam sie
keine. Sie hatte eine Wache aufgestellt an der verschlossenen
Kammer und nach zwei Jahren auf den Tag genau, kam derjenige der
gerade Wache hielt aufgeregt zu ihr. „Die Kammer sie ist wieder
offen.“ Sofort ging sie nach sehen und tatsächlich die
Bernsteinhöhle war wieder offen und die Körper wieder an ihren
Plätzen, auf Aurians Gesicht ebenso wie bei Myrion sah sie ein
leichtes lächeln. Leise murmelte sie. „Was habt ihr ausgeheckt,
was hat das alles zu bedeuten?“ Nun was es war, konnte man
wenige Stunden später sehen, denn da erschien ein marmorner
Sockel direkt vor Andoras Haus und auf diesem Sockel lag eine
junge Frau. Sie hatte braunes langes Haar, das ihr bis zum Po
reichte, ein sanftes sehr schönes Gesicht, die Haut war ebenso
bronzefarben wie die von Myrion und Aurian und man konnte eine
gewisse Ähnlichkeit zu den beiden erkennen. Ihr Körper war
makellos und wohl proportioniert. Die Männer die sie sahen unter
anderem sogar Ikarus und Ares, waren hin und her gerissen von
ihr. Andora und Alandra prüften sofort ob sie lebte, doch ihr
Brustkorb hob und senkte sich. Andora sah sich nach Brianna um.
„Richte ein Zimmer für sie her, wir werden sie im Haus
aufnehmen.“ An Ikarus gewandt. „Nimm sie bitte und trage sie ins
Haus, ich spüre das sie etwas besonderes ist, auch wenn ich noch
nicht weiß was es ist.“ Brianna und Ikarus nickten, dann nahm
Ikarus sie auf seine Arme um sie ins Haus zu bringen. Kaum hatte
er sie aufgehoben, verschwand der Sockel auf dem sie gelegen
hatte. Brianna hatte ihr ein sehr schönes Zimmer eingerichtet,
das in hellblauen und sanften braun Tönen gehalten war, sie
hatte das Gefühl gehabt das es die Farben waren die irgendwie zu
ihr gehörten. Ikarus legte sie dort sanft auf das Bett nieder.
Er sah Andora nachdenklich an. Sie bemerkte den Blick. „Was ist
los Großer? Irgendwas beschäftigt dich doch.“ Ikarus nickte.“Ja,
als ich sie auf meinen Armen hielt und auch schon davor, als ich
sie nur sah, rührte sich meine Männlichkeit. Ich will damit
sagen, sie macht mich scharf und das obwohl sie nur da liegt.“
Ares der hinter Ikarus stand nickte dazu. „Mir geht es ähnlich.
Es ist als würde sie jede Zelle meines Körpers ansprechen.
Bisher hatte ich dieses Gefühl nur bei dir, denn du bist
ähnlich, auch bei dir reagiert mein Körper sofort, selbst wenn
du nichts machst.“ Andora nickte verstehend und rief Alandra
herbei, als diese erschien bat Andora sie. „Bitte prüfe mal kurz
ob sie noch Jungfrau ist, denn ich habe das dumme Gefühl das sie
das nicht mehr ist, obwohl wir sie nicht kennen.“ Alandra tat um
was Andora sie bat und nickte zustimmend. „Du hast recht, sie
ist keine Jungfrau mehr, doch spüre ich in ihr eine Ähnlichkeit
meiner Fähigkeiten, allerdings weder Feuer noch Wasser noch
Luft...sie scheint die Erde zu beherrschen. Sie scheint eine
Erdgöttin zu sein.“ Andora nickte abermals. „Ich frage mich wo
sie her kommt? Ich meine Götter fallen doch nicht einfach vom
Himmel.“ Alle sahen Andora abwartend an, die nachdachte, dann
rief sie Kronos herbei und fragte ihn. „Hat es irgendwo eine
Zeitverschiebung gegeben? Irgendwas das andeutete das sich dort
die Zeit verändert hatte?“ Kronos nickte. „Jetzt wo du es sagst,
ja das gab es tatsächlich, ich konnte es mir nicht erklären und
versuchte dem auf den Grund zu gehen, doch ich konnte nichts
finden. Also nahm ich an das ich mich wohl geirrt haben musste.“
Andora nickte. „Fassen wir zusammen, zwei Jahre war die
Bernsteinhöhle verschlossen...und nun kann ich es euch sagen,
Myrion und Aurians Körper waren verschwunden, nach anderthalb
Jahren auch Lazarus Körper. Dann auf einmal ist die Kammer
wieder offen, die Körper wieder da und wir finden diese wie
Alandra sagt, Erdgöttin. Kronos hat eine Zeitverschiebung
entdeckt die er sich nicht erklären konnte und ich gehe mal
davon aus das diese Zeit dort wohl zehn mal schneller lief als
bei uns.“ Dabei sah sie Kronos an der leicht nickte, dann sprach
sie weiter. „Also wenn ihr mich fragte, Aurian und Myrion haben
noch mal ein Kind bekommen, es groß gezogen, dann Lazarus dazu
gebeten, damit er sie in die körperliche Liebe einführt. Und das
hier ist sie. Da sie sich nicht wirklich zwanzig Jahre Zeit
lassen konnten, nach unserer Zeitrechnung haben sie die Zeit
dort zehn mal schneller laufen lassen, was für uns zwei Jahre
wären, aber für sie zwanzig Jahre. Ich denke, Aurian hat gesehen
wie unvollkommen ein Gott ist, wenn ihm Kindheit und Jugend
fehlen, denn Sephirot war ein Griff ins Klo ebenso Viola, also
hat sie es nun anders gemacht. Wir kennen zwar noch nicht ihren
Namen aber ich denke genau so ist es abgelaufen.“ Da alle Andora
ansahen, bemerkten sie nicht das die Fremde ihre Augen geöffnet
hatte und lächelte. „Ja genau so war es.“ Erklang eine tiefe
aber sanfte Stimme. Die Fremde erhob sich vom Bett. „Mein Name
ist Circe...ich bin die Erdgöttin die euch noch fehlt. Andora
hat recht, meine Eltern sind Myrion und Aurian, ich trage die
Erbanlagen von den beiden...aber auch die von Lazarus in mir,
ebenso einen Teil von Iona der ehemaligen Mutter Natur. Aurian
hat mich geboren und Myrion mich gezeugt, auch wenn Aurian da
noch einige Erbanlagen dazu getan hat um mich perfekt zu
machen....zumindest körperlich. Ich bin zwanzig Jahre alt, habe
eine wunderschöne liebevolle Kindheit gehabt und als ich
fünfzehn war begonnen mich mit der körperlichen Liebe
auseinander zu setzen. Wie Andora es schon sagte, war Lazarus
mein Liebhaber und brachte mir alles bei was ich wissen musste.
Ich bin mit dem Wissen aufgewachsen was ich sein werde und auch
wer die neue Göttin des Lichts ist. Aurian hat mir jeden
einzelnen von euch gezeigt und mir gesagt wer und was ihr seid.
Damit ich mir nicht zu fremd vor komme wenn sie mich hier
absetzt. Das einzige das mir vorbestimmt ist, ist es die
Erdgöttin zu sein, alles andere kann ich selber bestimmen. Man
hat mir gesagt das ich wie auch alle anderen Elementargötter der
Mutter Natur unterstehe, die die Hauptlast zu tragen hat.
Selbstverständlich aber vor allem der Göttin des Lichts, das ist
wohl klar.“ Dabei sah sie Alandra und Andora an. „Wir
Elementargötter sind nur dazu da um Mutter Natur zu
unterstützen, tragen aber die gesammelte Macht des jeweiligen
Elements in uns.“ Sie zwinkerte Ikarus leicht zu der sofort
scharf einatmete. Zum ersten Mal spürte Andora so etwas wie
Eifersucht in sich hoch steigen, als sie Ikarus Reaktion sah.
Ikarus hatte sofort die Veränderung in Andora gespürt und legte
einen Arm um sie. Ihm wurde schlagartig klar das er bei Circe
vorsichtig sein musste, wenn er Andora nicht wirklich
eifersüchtig machen wollte. Auch Circe hatte die Reaktion von
Andora bemerkt und lächelte sie sanft an. „Hab keine Angst, ich
bin niemand der dir gefährlich werden kann. Mir ist klar das ich
eine Welle der Eifersucht auslöse, Mutter hat mich darauf
vorbereitet. Wenn ich einen Kerl brauche, werde ich mich an die
halten die noch keine Gefährtin haben. Oder zumindest zuvor
prüfen ob ich irgend jemanden damit verletzen würde. Ich bin die
Erdgöttin, ich trage einen Teil des Feuers in mir dass in den
Vulkanen schlummert, ich trage einen Teil des Wasser in mir, das
die fruchtbare Erde unter spült und ich trage einen kleinen Teil
der Luft in mir, die sanft über meine Haut streicht. Ich bringe
Vulkanausbrüche, ich lasse die Erde beben und ich sorge dafür
das dort wo sonst nichts wächst etwas wachsen kann. Aurian
schickte mich auch um mit den anderen Elementargöttern Eros zu
unterstützen. Mit uns zusammen kann er bestimmen wer ein Kind
bekommen soll und wer nicht. Denn ich trage das Leben, ebenso
wie Alrik in mir. Erde und Wasser sind die Elemente des Lebens.“
Andora verstand langsam und nickte, sie lächelte weil sie sah
das von Circe wirklich keine Gefahr ausging. Sie spürte das
diese junge Frau Ikarus oder Ares abweisen würde, solange sie es
nicht erlaubte. Ebenso bei jedem anderen Mann der bereits eine
Gefährtin besaß und die etwas dagegen hatte.So hieß sie Circe
herzlich willkommen, löste sich von Ikarus und umarmte die junge
Frau. „Sei uns willkommen, das Zimmer hier wird erst mal dir
gehören, bis du eventuell etwas anderes möchtest. Ich hoffe du
findest dich bald bei uns zurecht und vermisst deine Eltern
nicht zu sehr. Und wenn doch besuche sie in der Bernsteinhöhle.“
Circe bedankte sich herzlich bei Andora doch lehnte das Zimmer
ab. „Wenn es dir recht ist würde ich mir gerne einen Erdhügel
erschaffen, dort wo eine zeit lang das „Ferienhaus“ meiner
Eltern stand. Der Grund ist recht einfach.“ Sie deutete auf
Ikarus, Ares oder jeden anderen Mann der im Zimmer stand. „Sie
würden hinter mir her hecheln und es mir sehr schwer machen
ihnen zu widerstehen, aus diesem Grund ist es besser ich kehre
in mein Element zurück und gestalte mir eine eigene Wohnstätte.“
Andora sah sich nun die Männer an, die die junge Frau immer noch
anstarrten, als ihr Blick tiefer ging grinste sie verstehend und
nickte. Sie sah Circe wieder an. „Ja ich glaube du hast recht,
doch solltest du es dir anders überlegen, mein Haus steht für
dich offen.“ Circe bedankte sich und ging nun mit Andora und
Alandra hinaus, dort hin wo das Haus stand das einst Ares und
Ikarus bewohnt hatten, das versetzte sie um einige Meter und
dann hob sie sanft ihre Hände, ein Erdhügel von einer Höhe von
zirka drei Metern bildete sich und an ihm entstand eine Türe und
auch rechts und links von der Türe zwei Fenster. Dann betrat sie
mit Andora und Alandra den Hügel und was man nun sah erstaunte
sogar Andora. Denn innerhalb des Hügels gab es alles was man
brauchte. Er hatte einen Schlafraum, einen Wohnraum und sogar
ein Bad. Alle Räume waren in sanften braun Tönen gehalten,
ebenso die Einrichtung. Doch genau in der Mitte des Hügels wuchs
ein Baum oben aus dem Hügel heraus dessen Stamm und Wurzel sich
mitten im Wohnraum des Hügels befand und dann weiter in die Erde
ging. Selbst Alandra staunte und sah Circe an. Sie erkannte den
Baum. „Das ist ein Baum des Lebens...also das ist erstaunlich.“
Vor Aufregung kniff sie sogar Andora leicht in den Arm, die
leise quietschte. „Autsch hee, du musst mich nicht kneifen.“
lachte aber als sie Alandras verlegenes Gesicht sah. Circe
schmunzelte leicht und sah Alandra an. „Wenn du magst kannst du
dir gerne einige Samen davon nehmen und sie auf den Welten
verteilen, allerdings würde ich dir raten zuvor mit Andora zu
reden. Denn wie du weißt hat der Baum sehr viel Macht in sich.“
Andora nickte. „Aber er gibt uns die Möglichkeit....den
Sterblichen einige Aufgaben zu geben die mit ihm zu tun haben.
Ich stelle fest das ich die Elemente nicht richtig zu würdigen
wusste und sie viel effizienter einsetzen könnte. Du hast mir
heute in der kurzen Zeit gezeigt, wie machtvoll die Elemente
sein können.“ Sie sah Alandra wie um Verzeihung bittend an. „Ich
glaube ich habe dich unterschätzt und das tut mir leid.“ Alandra
winkte ab. „Mach dir da mal keinen Kopf, Liebes. Selbst ich und
ich bin schon einige Tage Mutter Natur, habe immer noch nicht
alles begriffen was ich kann. Vergiss nicht, wir sind alle noch
recht jung, wir sind die Folgegeneration der uns voraus
gegangenen Götter und jeder von uns hat noch lange nicht die
Erfahrung die unsere Vorgänger hatten. Also lernen wir weiter
und freuen uns über jede Erkenntnis die wir finden können. Und
einen Baum des Lebens zu erschaffen, auf die Idee bin nicht mal
ich gekommen....noch meine Mutter. Also kein Grund sich zu
entschuldigen.“ Andora nickte und sah die beiden an. „Was kann
er denn, der Baum?“ Alandra lachte. „Als wenn du dieses Wissen
nicht auch anders bekommen könntest, aber gut ich will es dir
erklären. Der Baum des Lebens ist genau das was der Name
aussagt. Wenn seine Früchte reif sind, wobei ich dazu sagen muss
das er in der Regel nur drei Früchte trägt und das auch nur alle
fünfzig Jahre, verlängern sie das Leben, haben Heilkräfte und
können für gewaltige Zauber genutzt werden, die mit dem Leben zu
tun haben. In seltenen Fällen erscheint auch mal eine besondere
Frucht...die unsterblich machen kann.“ Circe nickte. „Doch diese
eine Frucht wächst nur alle zweihundert Jahre. Allerdings hier
bei uns wohl nicht, ich glaube dieser Baum hier wird diese
Früchte immer tragen. Aber wir sind ja eh alle unsterblich, also
wird er da seine Früchte wohl nie abgeben müssen. Doch sollte es
dennoch mal sein, dann wächst die Frucht sofort nach. Aber auf
den sterblichen Welten ist es so wie Alandra sagte. Die
grundsätzliche Frucht des Lebens wächst nur alle fünfzig Jahre
und die eine besondere Frucht nur alle zweihundert Jahre.
Allerdings weiß ich von meiner Mutter das ihr einige Abenteuer
erstellen wollt und ich dachte vielleicht könnt ihr die Früchte
gebrauchen.“ Andora nickte und sah Circe begeistert an. Circe
lächelte, sie freute sich das sie bereits dazu beitragen konnte.
Andora dachte nach. “Sagt mal könnte er auch eine Frucht tragen
mit der man Tote erwecken könnte?“ Circe und Alandra sahen sich
an und schüttelten den Kopf, Alandra antwortete. „Nein, das wäre
auch zu gefährlich, denn denk mal an Anubis. Jeder der bereits
auf seiner List steht geht in das Totenreich ein, wenn man also
einem Körper die Frucht geben würde, würde die Seele dennoch
nicht in den Körper zurück kehren und man hätte sozusagen einen
Zombie. Der Körper würde ohne Seele leben. Also ohne Rücksprache
mit Anubis der die Seele wieder frei geben müsste, wäre diese
Frucht fatal.“ Andora nickte verstehend. „Aber angenommen in
einem besonderen Fall den wir überwachen würden und man zuvor
mit Anubis gesprochen hätte, wäre es da möglich so eine Frucht
zu erschaffen?“ Nun nickten beide und diesmal antwortete Circe.
„Ja möglich wäre es schon, man müsste dazu einen speziellen
Strauch schaffen. Es dem Baum zu geben wäre wie Alandra schon
sagte zu gefährlich, da er dann auch regelmäßig diese Frucht
hervorbringen würde, auch wenn man es zeitlich begrenzen könnte.
Aber einen Strauch, den wir entsprechend dann speziell nur dafür
wachsen lassen und der eine einzige Frucht trägt, das wäre schon
möglich. Nur müsste das dann wirklich überwacht werden und man
müsste mit Anubis sprechen, das er die entsprechende Seele frei
gibt. Ansonsten haben wir wirklich einen Körper ohne Seele.“
Andora nickte verstehend und Alandra sah bereits wie es in
Andora arbeitete. Sie grinste Circe an. „Unsere Göttin des
Lichts arbeitet schon an einer Idee, mal sehen was dabei heraus
kommt.“ Circe grinste zurück, sah aber dann Andora an. „Aber
eins sollte ich noch sagen, sei vorsichtig bei Luzifer, ich
könnte mir vorstellen das ihn der Baum magisch anzieht, denn er
birgt wirklich unendliche Möglichkeiten auch für die Dämonen.
Sie oder er kämen zwar nicht an die Samen heran, aber an die
bereits vorhandenen Früchte. Obwohl er mir dafür auf mein Dach
steigen müsste und hoch in den Baum, denn die Früchte hängen im
wahrsten Sinne des Wortes sehr hoch. Ich habe dafür gesorgt das
auch die Götter sie nicht mal eben herunter teleportieren
können. Man muss also schon hoch klettern.“ Andora nickte
leicht. „Das war sehr umsichtig von dir. Aber du hast recht, ich
glaube Luzifer wäre sicherlich interessiert an den Früchten.“
Sie grinste. „Nun der Dämonenfürst will immer eine Belohnung für
alles was er tut, vielleicht habe ich hier eine neue
Bezahlmethode gefunden. Eine Frucht für einen Gefallen, das hat
was.“ Alandra lachte leise. „Sag mal Liebes kann es sein das du
auch ein Quentchen Dämonenblut in dir hast? Denn du denkst schon
langsam wie Luzifer.“ Andora nickte frech zwinkernd. „Ja sicher,
Ethan stammt auch von einer Halbdämonin ab, also könnte es daran
liegen.“
Nun Circe fand sich schnell in
die Gemeinschaft ein, was auch daran lag das Aurian sie schon
vorbereitet und ihr zuvor schon jeden einzelnen Gott gezeigt und
ihr seine Eigenheiten erläutert hatte. Die anderen Götter
gewöhnten sich schnell an sie, allerdings war jeder Mann hinter
ihr her, wie Circe es schon vermutet hatte. Doch noch ließ sie
sich auf keinen ein, auch wenn es Angebote hagelte und fast
jeder versuchte sie zu verführen, inklusive Eros, der verdammt
scharf auf sie war.
Aurian wiederum lachte freudig,
sie hatte den Göttern wieder mal etwas gegeben und das freute
sie.



Kapitel 66: Späte Erkenntnis

Circes Erdhügel, war über und
über mit Blumen bedeckt, doch an zwei Stellen mit Blumen die
selbst Alandra noch nicht kannte. Sie betrachtete die Blumen und
sah dann Circe an, die in kurzen Shorts und einer kurzärmeligen
Bluse die sie recht weit aufgeknöpft hatte, in ihrem Kräuterbeet
arbeitete. „Was sind das für Blumen die kenne ich noch gar
nicht.“ Circe sah auf. „Die sind alle für Eros. Die blauen kann
er der Dame schenken für die er sich interessiert und wünscht
sie sich ein Kind ändert sie die Farbe in rot, ändert sie sich
nicht...“ Alandra verstand. „Dann will sie kein Kind.“ Sie
grinste. „Mir scheint im Moment interessiert ihn eine Dame
besonders.“ Circe lachte und deutete dezent über den See zu den
Tischen an Andoras Haus. „Sieh sie dir an wie sie da sitzen.
Jeder von ihnen egal wen du nimmst....wobei übrigens auch dein
Gefährte dabei sitzt und herüber starrt....also jeder von ihnen
würde gerne mal testen ob mein Bett bequem ist, um es mal so aus
zu drücken.“ Andora näherte sich und lachte, da sie den Satz
noch mit bekommen hatte. „Ja so sind sie die Männer...eine
schöne Frau und sie sind ganz aus dem Häuschen. Wobei ich
weniger glaube das es dein Bett ist was sie interessiert, eher
das was drin liegt.“ Circe lachte zustimmend. Alandra hatte sich
wieder den Blumen zugewendet. „Und die andere?“ Circe sah zu
ihr. „Die andere, damit kann er bestimmen ob sie das Kind
bekommen soll oder nicht....wobei er nicht unbedingt der Vater
sein muss. Er legt die Blume unter ihr Bett oder in dessen Nähe
und wenn sie dann mit ihm oder ihrem Gefährten oder wem auch
immer schläft, kommt es zur Zeugung. Er kann also die Blume auch
erst nach dem er seinen Spaß hatte dort hin legen und entgeht so
selber einer Zeugung durch ihn. Raffiniert... nicht? Den Samen
für die beiden Blumen bekam ich von Aurian. Sie hatte gesehen
wie schwer er sich damit tat das er jedes mal ein Kind zeugte,
wenn die Frau sich eins wünschte. Also suchte sie nach einer
Lösung und das ist sie. Sie sagte mal, im alten Universum war es
einfacher, doch jetzt gelten neue Regeln und da muss man nach
neuen Lösungen suchen.“ Circe hatte inzwischen auch einen
kleinen Tisch vor ihrem Hügel stehen, an den sich nun Andora
setzte. „Übrigens Eros, wieso willst du ihn nicht? Mühe gibt er
sich doch wirklich.“ Circe nickte, wischte sich ihre
erdverklebten Hände ab und trat zu Andora sich neben sie
setzend. „Nun was einem Kerl zu leicht in den Schoß fällt, weiß
er nicht zu würdigen....ein kleiner Rat von Lazarus. er sagte
wörtlich. „Lass sie zappeln.“ Und das tue ich. Ich gebe zu bei
Eros fällt es mir verdammt schwer...aber auch er sollte lernen
das ihm nicht jede Frau wie eine reife Frucht in den Schoß
fällt.“ Sie saß so das sie die Männer sehen konnte und grinste
frech Andora an. „Pass mal auf.“ Sie knöpfte ihre Bluse noch
weiter auf und auch Andora musste nun herzhaft lachen. „Noch ein
Knopf und die Augen der Kerle hängen an deiner Brust. Solche
Stielaugen bekommen sie schon.“ Circe nickte. „Gleich kannst du
sehen wie sie alle in den See springen um sich ab zu kühlen. Ich
hoffe du bist mir nicht böse aber es macht einfach zu viel
Spaß.“ Andora lachte leise. „Nein ich bin dir nicht böse, nur
solltest du auch vorsichtig sein, nicht jeder der Männer strahlt
im Licht, es sind einige darunter die auch darauf bestehen
könnten zu bekommen was du ihnen versprichst.“ Circe nickte.
„Ich weiß aber das bekommt ihnen schlecht...ich habe da so meine
Methoden das sie mit Gewalt nicht weit kommen. Ich nutze meine
Erdmagie und es ist verdammt schwer einen Baum zu zwingen mit
einem ins Bett zu gehen.“ Alandra die es sich gerade bildlich
vorstellte lachte auf einmal laut los. „Das ist ja witzig...sich
in einen Baum zu verwandeln. Also das dürfte wirklich unmöglich
sein. Es sei denn er wird zum Baumkuschler.“ Circe grinste
frech. „Eben.“ Alandra setzte sich zu ihnen und sah ebenfalls zu
den Männern hinüber, die nun tatsächlich so taten als wollten
sie alle eine Runde schwimmen. Circe lachte leise. „Na was habe
ich gesagt. Gleich kocht der See. Ich hoffe er kann so viel
Hitze vertragen.“ Andora sah Circe an. „Haben es Ikarus und Ares
auch schon versucht?“ Diese schüttelte den Kopf. „Nein, sie
gucken zwar auch, aber keiner von beiden hat es bisher bei mir
probiert. Ich glaube sie spüren das es dir weh tun würde, also
lassen sie es. Sie lieben dich viel sehr. Ich weiß das beide
nicht besonders treu sind, doch sie unterscheiden ob sie sich
Frauen nehmen wo sie genau wissen da stört es dich nicht und bei
Frauen wo sie denken das könnte dir weh tun. Mal abgesehen
davon, würden sie es versuchen, würde ich sie eh abweisen, denn
ich mag dich auch sehr und will dich nicht verletzen.“ Andora
nickte lächelnd. Die Männer hatten sich unterdessen abgekühlt
und saßen nun wieder an den Tischen und sahen zu ihnen. Dann
konnten die drei Frauen beobachten wie auf einmal Luzifer
auftauchte und sich zu ihnen setzte. Er schien zu fragen was sie
so interessierte, denn sie deuteten zu den dreien herüber.
Luzifer sah nun auch zu ihnen und setzte sich auf einmal
kerzengrade auf. Er sah Leander an. „Holla die Waldfee, wie
Ikarus sagen würde, verdammt ist die heiß. Hat sie schon einer
geknackt und wo kommt sie überhaupt her?“ Leander klärte ihn
darüber auf, wer sie war und woher sie kam. Eros seufzte leise.
„Ich will sie. Es gab bisher nur eine Frau die ich so wollte,
doch diese dort will ich und wenn es nur einmal ist.“ Leander
sah ihn an. „Hast du dich verliebt?“ Eros blickte zurück.
„Nee....das hat mit Liebe nichts zu tun, die Frau bringt mein
Blut mehr als zum kochen.“ Leander lachte. „Also sieh dich um,
da bist du nicht der einzige dessen Blut sie in Wallung bringt.
Jeder von uns würde alles dafür geben sie einmal zu besitzen.
Allerdings ist sie nicht die einzige Frau die unser Blut so in
Wallung bringen kann und gleich zwei davon, Himmel das erträgt
man fast nicht.“ Eros seufzte wieder und nickte leicht während
er weiter zu Circe starrte. Luzifer sah sich um. „Wo sind Ikarus
und Ares?“ Leander grinste. „Die beiden sitzen am Strand, sie
können den Anblick nicht ertragen.“ Luzifer nickte verstehend.
„Sie also auch? Dabei haben sie doch schon die heißeste Frau
unter der Sonne. Wenn ich Andora mein eigen nennen könnte....“
Eros sah ihn an. „Ja ist klar. Das glaubst du doch selber nicht.
Du willst doch auch immer die Früchte aus Nachbars Garten....
gerade du.“ Luzifer sah den Baum. „Apropos Früchte, was sind das
für Früchte dort am Baum und was ist das für ein Baum?“ Abermals
klärte Leander ihn auf um was es sich da handelte. Als Luzifer
hörte was er dort sah überlegte er bereits wie er an die Früchte
kommen könnte. Leander der ihn beobachtete grinste. „Denk nicht
mal dran. Glaub mir die Frau hat ihr Element absolut im Griff,
das würdest du bereuen. Sie wurde von Aurian höchst persönlich
ausgebildet und ich denke auf jedem Gebiet.“ Luzifer nickte
leicht und überlegte sich ob er Andora um eins der Früchte
bitten könnte. Als er später auf Andora traf fragte er sie und
sie lächelte. „Nun was bietest du mir dafür?“ Er sah sie perplex
an, was nun Ikarus herzhaft lachen ließ, der bei ihr war. „Du
willst was dafür?“ Andora nickte. „Sicher, schon vergessen? Du
bist ein Dämon, das heißt ich muss verhandeln. Sonst nimmst du
mich nicht mehr ernst.“ Nun musste auch Luzifer lachen. „Also
gut Kleines was willst du haben? Eine Nacht mit mir?“ Andora
winkte ab. „Die kriege ich so oder so....ne ne...also was hast
du an zu bieten?“ Luzifer trat näher an sie heran und sah auf
sie herab. „Bist du sicher das du mich kriegst?“ Andora grinste
frech und nickte. Sie schlang kurz ihre Arme um seinen Hals zog
seinen Kopf zu sich herunter und in Erwartung eines Kusses
freute er sich schon, doch sie flüsterte ihm nur lockend ins
Ohr. „Ja ich bin mir sicher...du wärst doch selbst jetzt schon
dazu bereit.“ Dabei drückte sie sich an ihn das er scharf
einatmen musste als er ihren Körper so nah an sich spürte. Er
knurrte leise, was Ikarus abermals lachen ließ. „Das hätte ich
dir gleich sagen können, fordere sie nicht heraus.“ Luzifer sah
Ikarus giftig an, was den nur noch weiter lachen ließ. Luzifer
überlegte was er nun tun sollte, sollte er sich nehmen was er
erwartet hatte oder mit lachen? Allerdings bevor er mit seinen
Überlegungen fertig war hatte sie sich bereits von ihm gelöst
und sah ihn fragend an. „Also was bietest du mir an?“ Luzifer
überlegte. „Meine Mithilfe bei deinem nächsten Plan?“ Ikarus
grinste frech. „Denk daran damit verzichtest du auf einige
Stunden mit ihr im Bett. Denn du kriegst nur das eine oder das
andere, nicht zwei Sachen.“ Luzifer sah kurz zu Ikarus und dann
Andora wieder an. „Das die Göttin des Lichts so niederträchtig
sein könnte, also das hätte ich nie gedacht.“ Andora zuckte mit
den Schultern und sah Luzifer sanft an. „Tja...wie man sich
täuschen kann. Aber Ikarus hat recht, entweder das eine oder das
andere. Es sei denn du hättest etwas großes zu bieten, dann
ließe ich eventuell mit mir reden.“ Nun grinste Luzifer. „Oh...ich
habe etwas großes zu bieten...aber das weißt du ja bereits.“
Andora war ebenso klar worauf er anspielte wie Ikarus, doch sie
ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Ach weißt du das hat
Ikarus auch, also das haut mich nicht um.“ Ikarus strahlte als
sie das sagte und wuchs noch mal um einen halben Meter,
sinnbildlich natürlich nur. Luzifer fiel nun wieder ein das er
doch mal bei ihren Bettspielchen Mäuslein spielen wollte und
nahm es sich nun mal ernsthaft vor. Er sah Andora an und nickte.
„In Ordnung sobald ich etwas konkretes an zu bieten habe, melde
ich mich bei dir.“ Andora nickte leicht, ging und ließ die
beiden alleine. Luzifer seufzte leise. Ikarus sah ihn an. „Was
ist los?“ Luzifer überlegte kurz. „Nun ja ich hatte gerade eben
gehofft sie hätte mich tatsächlich mal von sich aus
gefordert....aber das war wohl nichts.“ Ikarus sah ihn
nachdenklich an. „Das ist dir wirklich wichtig oder?“ Luzifer
setzte sich und nickte. „Ja...will das nicht jeder Kerl? Das
Gefühl haben das die Frau mit der man ab und zu das Bett teilt
nicht nur mitmacht weil man sie verführt...sondern es auch
selber will?“ Ikarus verstand ihn. „Ja du hast recht....würde
sie nicht auch von selber zu mir kommen würde ich wohl ebenso
zweifeln. Warum sagst du es ihr nicht einfach mal?“ Luzifer
lachte schmerzlich. „Das kann ich nicht.....ich habe kein Recht
das zu fordern.“ Er erhob sich wieder. „Wäre sie mein...könnte
ich es fordern..aber so. Nein entweder sie gibt es von sich aus
oder nicht.“ Ikarus wusste ja das Andora diesen Wunsch kannte,
doch bisher hatte sie es nicht fertig gebracht auf Luzifer zu zu
gehen und ihn einfach mal ein zu fordern und Ikarus wurde nun
auch langsam bewusst warum nicht. Luzifer verabschiedete sich
und verschwand. Ikarus wurde klar das es an ihm lag, das sie
Angst hatte ihn zu verletzen wenn sie Luzifer mal einfordern
würde, weil er das Gefühl haben könnte er würde ihr nicht
reichen. Doch inzwischen war sein Selbstbewusstsein soweit
gestiegen das er wusste das er ihr absolut reichen würde. So
jung war er auch nicht mehr, das er das nicht wusste. Er musste
es ihr nur mal klar machen. Die Männer an der Seite der Herrin
des Lichts durften keine Selbstzweifel haben und mussten ein
überdurchschnittliches Selbstvertrauen besitzen und das hatten
er als auch Ares. Er dachte kurz an Circe, sie machte ihn
scharf, allerdings würde er nie etwas mit ihr anfangen weil er
spürte das Andora hier empfindlich war. Nur weil man eine Frau
wollte, hieß das noch nicht das man sie sich auch nahm.
Schließlich waren auch alle hinter Andora her und dennoch hielt
man sich zurück. Hier war Selbstbeherrschung gefragt und davon
besaßen er und Ares inzwischen auch genug, ansonsten würde
Andora alleine bei ihnen beiden nie aus dem Bett kommen. Ihm
fiel wieder ein das Andora mal sagte das sie schon auf Luzifer
scharf war, nämlich als sie ihm erklärte das auch Frauen ebenso
reagieren konnten wie die Männer und das ein attraktiver Mann
ihr Verlangen wecken konnte. Allerdings wunderte es auch ihn das
Circe nicht mal auf Eros ansprang, der doch eigentlich jede Frau
herum bekam. Dann grinste er, bei dem Gedanken das Eros hier
wohl seine Meisterin gefunden hatte. Sie machte es dem Jungen
schwer sie zu bekommen und Ikarus wusste wie heiß Eros auf Circe
war. Und Luzifer?....nun Ikarus gab vor sich selber zu das
selbst er als Mann, die dunkle Aura die diesen Kerl umgab
spürte, was vielleicht auch an der Tatsache lag das er ein Sohn
des Lichts war. Er drehte sich herum und wollte Andora mal
suchen um mit ihr zu reden, sie musste Luzifer mal von sich aus
fordern. Wenn Luzifer es ihr nicht sagen konnte, dann musste er
es halt tun. Wobei ihm einfiel das er auch mit Ethan schon vor
einer ganzen Weile sprechen wollte, die Heimlichtuerei musste
endlich aufhören. Als er sie am Meer nicht fand umrundete er das
Haus und ging auf den See zu, dort saß wieder mal Eros und
starrte zu Circe hinüber. Ebenso sah er Andora bei Circe sitzen,
die beiden schienen sich gut zu verstehen, denn sie unterhielten
sich angeregt. Er trat auf Eros zu. „Immer noch nicht
geschafft?“ Eros schüttelte den Kopf. „Nein, als ich sie mal an
mich ziehen wollte hatte ich auf einmal einen Baum im Arm den
ich küsste.“ Ikarus lachte leise. „Sie weiß sich jedenfalls zu
helfen, gegen aufdringliche Verehrer.“ Eros sah zu ihm auf und
nickte, nun musste er auch lachen. „Das stimmt. Das schlimme ist
sie flirtet mit mir und macht mir Hoffnung und sobald ich näher
komme, weist sie mich ab.“ Ikarus sah seinen Sohn an. „Kann es
sein das du dich verliebt hast?“ Eros schüttelte den Kopf. „Ach
was......ich will sie nur. Sie ist scharf, sieh sie dir nur an,
Himmel ich will sie und ich werde nicht aufgeben. Da kann sie
sich auf den Kopf stellen. Wenn auch fast alle anderen schon
aufgegeben haben, ich nicht.“ Ikarus schmunzelte leicht, er
betrachtete seinen Sohn, er sah das blitzen in dessen Augen und
dann sah er zu Circe. Eros hatte sich verliebt, auch wenn es
bisher nur zwei Frauen gegeben hatte die er liebte, hier war
eine dritte und Ikarus hatte es erkannt. Alleine das sie selbst
für ihn schwer zu kriegen war hatte seinen Jagdinstinkt geweckt
und nach und nach hatte sie sich wohl auch in sein Herz
geschlichen. Ja er wollte sie...und das mehr als auf einer
Ebene. Allerdings kannte Ikarus auch Eros heißes Blut und
erinnerte sich noch wie eifersüchtig er über Andora gewacht
hatte, vielleicht hielt das Circe ab ihm zu geben was er wollte.
Die Reaktion wenn ein anderer sie ebenso haben wollte. „Wenn sie
dir gibt was du willst, dann hüte dich davor eifersüchtig zu
sein, denn damit wärst du sie gleich wieder los. Ich gehe mal
davon aus das sie diesbezüglich nicht anders als Andora ist und
sich nehmen wird wenn sich was anbietet und Angebote hat sie
genug. Ich gehe mal davon aus, das die Verehrer wieder Schlange
stehen werden wenn es mal einer von euch geschafft hat.“ Eros
sah ihn an. „Wieso sollte ich eifersüchtig sein? Ich will sie
nur ins Bett kriegen. Mehr nicht.“ Ikarus nickte. „Das wolltest
du Andora auch und erinnere dich daran wie du anschließend
reagiert hast als du merktest das auch Alrik sie wollte.“ Eros
knurrte. „Andora ist was anderes, sie liebe ich auch.“ Ikarus
sah ihn eindringlich an. „Vielleicht hast du es noch nicht
gemerkt mein Junge, aber dein Herz brennt bereits lichterloh und
nicht nur dein Körper. Du liebst sie, Circe hat bereits dein
Herz eingenommen. Alleine das lässt dich so verbissen daran
festhalten sie zu bekommen. Doch diese Frau dort drüben, wird
niemals treu sein...alleine ihre Ausstrahlung sagt das aus. Gut
bisher hat sie sich zurück gehalten, vielleicht weil sie sich
erst mal einfinden wollte, vielleicht aber auch weil sie
niemanden vor den Kopf stoßen wollte. Doch schlussendlich wird
sie sich jeden Kerl nehmen der ihr gefällt, solange sie
niemanden damit verletzt. Sei dir darüber im klaren. Mal
abgesehen davon wird sie das gleiche Recht fordern was du dir
zwangsläufig nimmst. Junge du bist der Eros Gott und nicht dafür
gemacht, dich nur an eine Frau zu binden.“ Eros nickte. „Ich
weiß, die einzige Frau die man mir prophezeit hat war Aphrodite,
doch sie hat sich für Anatol entschieden. Also kann ich mich
nicht verliebt haben.“ Ikarus sah Eros an. „Bist du immer noch
nicht darüber hinweg? Inzwischen ist es viele Jahre her, nimm
sie dir, wenn du sie willst, du kennst doch sonst keine
Hemmungen. Anatol wird nichts dagegen haben zudem weißt du das
Aphrodite dich ebenso liebt. Hänge dein Herz nicht an Circe, das
wird dir nur Kummer bringen oder sei dir im klaren das sie nie
nur dir alleine gehören wird. Ebenso wenig wie Andora mir
alleine gehört. Ja ich werde bei ihr immer an erster Stelle
stehen, doch das ist auch das einzige was ich für mich habe.
Alles andere muss ich zwangsläufig teilen, nur ich habe mich
damit arrangiert, da ich weiß wie sehr sie mich liebt. Doch
Circe ist die Erdgöttin es ist fraglich ob sie überhaupt lieben
kann. Man sagt das eine Frau den Ersten niemals vergessen wird,
doch schau, sie hat Lazarus als Lehrer angesehen und sich nicht
in ihn verliebt oder ihr Herz an ihn gehängt. Mag sein das sie
ihn gerne hatte, doch wie leicht kommt sie darüber hinweg.“ Eros
sah ihn auf einmal verwundert an. „Stimmt das? Stimmt es das
eine Frau ihren Ersten nie vergessen wird?“ Ikarus nickte. „Ja
in der Regel schon, doch es gibt auch Ausnahmen, so Circe zum
Beispiel.“ Eros winkte ab. „Was ist mit Aphrodite?“ Nun begriff
Ikarus und schaltete schnell. „Nun Aphrodite ist eine Frau mit
einem großen Herzen und sie wird dir immer nach trauern. Sie ist
eine Frau die den Ersten nicht vergisst. Ich sagte dir doch sie
liebt dich ebenso wie Anatol, begreife es endlich.“ Eros sprang
auf. „Wenn das stimmt habe ich einen großen Fehler
gemacht.....verdammt.“ Er sah Ikarus an. „Ich liebe sie wirklich
und habe nur verzichtet, weil ich dachte ich will nicht nur
gebraucht werden. Ich dachte sie will mich nicht. Danke....“
Dann drehte er sich um und lief davon. Ikarus hoffte jetzt nur
das er nichts falsches gesagt hatte und das seine Prognose das
auch Aphrodite ihn lieben würde, stimmte. Ansonsten hatten sie
wirklich ein Problem und Eros würde ihm nie wieder vertrauen. Er
sah Eros hinter her, scheinbar hatte er sich geirrt und Eros
hatte sich nicht in Circe verliebt, denn er sah nun das der
junge Gott, sein Herz über sein Begehren stellte. Ikarus sah zu
den beiden Frauen hinüber die sich so ähnlich und doch so anders
waren. Beide waren äußerst begehrenswert und er war dankbar
dafür das eine davon zu ihm gehörte. Doch während die eine so
ein übergroßes Herz hatte, das ihre Liebe jeden einbezog, war
die andere was das anging undurchschaubar und er nahm an, das
sie zu wirklicher Liebe nicht fähig war, obwohl sie sanft und
freundlich war. Circe machte auch ihn heiß, das ohne Frage, doch
ihm war seine Andora um vieles lieber und diese Liebe zu Andora
würde er nicht aufs Spiel setzen nur weil er eine andere Frau
scharf fand. Die Stunden mit Athene oder irgendeiner anderen
Frau....auf die hätte er auch gut verzichten können, aber ab und
zu mal ein wenig Abwechslung fand er schon anregend. Doch
Circe...war gefährlich und darauf wollte er sich nicht
einlassen. Zudem sah er das Andora auch auf blühte bei der
Freundschaft mit Circe und das wollte er auf gar keinen Fall
zerstören. Circe schien für sie so etwas zu werden wie Ares für
ihn. Wenn auch alle anderen Andora liebten, so spürte man doch,
das sie sie als höheres Wesen sahen und sich so kaum eine
Freundschaft aufbauen konnte. Selbst Brianna hatte sich ein
wenig zurück gezogen. Doch für Circe machte es keinen
Unterschied wer Andora war, sie würde immer respektieren das die
andere über ihr stand, doch scheinbar hatte sie dadurch das sie
direkt von Aurian abstammte, eine andere Einstellung zu Andora
als alle anderen. Leise flüsterte er. „Danke Aurian, ich glaube
das konnte sie gut gebrauchen. Sie brauchte eine Frau mit der
sie über alles reden kann.“ Leise hörte er ein Flüstern das
scheinbar der Wind zu ihm trug. „Bitte schön.“
Eros war unterdessen auf die
Suche nach Anatol gegangen und fand ihn in der Wohnung die er
und Aphrodite bewohnten. Anatol sah ihn fragend an. Sie begannen
sich aus zu sprechen und Anatol machte Eros klar, das er ihn
immer als Freund angesehen hatte, auch wenn es in den letzten
Jahren immer mehr gelöst hatte. Er erklärte ihm das er nicht auf
ihn eifersüchtig war und das er sich gewundert habe, das Eros
Aphrodite nicht einmal für sich gefordert hatte. Eros erklärte
ihm das er tief verletzt gewesen wäre und das Gefühl gehabt
hätte das Aphrodite nur mit ihm geschlafen habe weil sie etwas
von ihm brauchte, aber nicht weil sie ihn wirklich gewollt
hätte. Anatol seufzte leise und sah ihn an. „Verdammt bist du so
blöd oder tust du nur so? Natürlich wollte sie dich auch und sie
hat sich die ganzen Jahre nach dir gesehnt. Doch da von dir
nichts kam und du ihr im Gegenteil sogar aus dem Weg gingst
dachte sie, da du nun hattest was du wolltest wäre das alles
gewesen. Sie weiß das du in der Regel mit jeder Frau nur einmal
schläfst, mal abgesehen von Andora und Elorien. Und so dachte
sie, das sie unter diese Regel fallen würde, also hielt sie sich
auch fern, sie wollte sich dir nicht aufdrängen.“ Eros stöhnte
leise auf. „Ich liebe sie ebenso wie du, was war ich für ein
Trottel.“ Anatol nickte grinsend. „Da kann ich nicht
widersprechen. Also sprich dich mit ihr aus......oder noch
besser, nimm sie dir. Zeig ihr das du sie willst, zeige ihr
deine Liebe und mach ihr klar das sie keine einmal Nummer für
dich war noch ist. Sie weiß das du ihr nie treu sein wirst, so
wie ich.“ Eros sah ihn überrascht an. „Du bist ihr wirklich die
ganzen Jahre treu gewesen?“ Anatol nickte. „Ja, ich wusste würde
ich einmal mit einer anderen schlafen würde sie das zu sehr
verletzen, denn sie wurde ja bereits von dir zur Seite
geschoben. Das konnte ich ihr nicht antun. Ich habe mich aus
diesem Grund auch nie Andora genähert, trotz meines starken
Verlangens.“ Eros sah ihn seufzend an. „Himmel was habe ich euch
beiden angetan, aus missverstandenem Stolz.“ Anatol lächelte.
„Das ist jetzt egal, das ist vorbei, das jetzt ist wichtig und
nun bist du gefragt, Bruder. Also los, lass deine
Verführungskünste spielen.“ Eros nickte. „Ich werde ihr die
Nacht ihres Lebens bereiten.“ Dann wurde ihm klar was und wem er
das gesagt hatte, doch Anatol lachte leise. „Mach das. Ich werde
glücklich sein wenn wir drei wieder vereint sind wie in alten
Tagen. Doch jetzt ohne Missverständnisse.“ Eros nickte abermals
und umarmte Anatol.
Andora die mit bekommen hatte,
das Eros mit Ikarus gesprochen hatte und dieser kurz darauf fort
lief, schloss die Augen und lies das Gespräch für sich noch mal
aufleben, dann folgte sie Eros und bekam mit was geschah. Sie
lächelte und öffnete ihre Augen wieder. „Ich glaube du bist
soeben deinen hartnäckigsten Verehrer los geworden.“ Circe
lachte. „Er kommt wieder da habe ich keine Sorge, doch scheint
er nun begriffen zu haben, das Anatol ihm nichts weg genommen
hat. Das Aphrodite ihn ebenso liebt wie Anatol.“ Andora sah sie
fragend an. „Woher weißt du das?“ Circe lächelte. „Nun Aurian
hat mir ein wenig mehr über den einen oder anderen mit gegeben,
so das ich nun eins und eins zusammen zählte. Bevor er das nicht
geklärt hat, durfte ich ihn nicht an mich heran lassen. Er würde
sich sonst zu sehr in mich verbeißen und das darf nicht sein.
Mein Partner steht bereits fest...zumindest für mich. Und das
ist nicht Eros.“ Andora sah sie neugierig an. „Wer ist es?“
Circe grinste leicht. „Das meine Liebe verrate ich dir ein
anderes mal. Obwohl, wenn du es unbedingt wissen willst, mir ist
klar das du es auch anders erfahren kannst.“ Andora lachte.
„Nein, ich werde warten, bis du es mir sagst. Ich halte es da
wie Aurian, ich muss nicht alles wissen.“




