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Kapitel 25: Erebos Verbannung

Bei Sephirots Entstehung hatte
Aurian das Wissen genutzt das sie einstmals durch den Finsteren
mitbekommen hatte. Sie sah wie die jungen Götter im Kampf
ausgebildet wurden, sie wusste aber auch das sie es bis
eventuell auf den Kriegsgott nie nutzen konnten. Die Götter
stagnierten. Sicher es wurden immer mal neue geboren, aber das
war auch schon alles an fortkommen. Sie hatte lange überlegt was
man da tun konnte, dann kam ihr die Idee. Sie brauchte jemanden
der die Götter auf Trapp halten würde, der sie immer wieder vor
neue Herausforderungen stellen würde. Selbst Damok oder Dorian
waren mit der Zeit verweichlicht, sie hatten sich zu sehr
angepasst. Sie hätte damals ihrer Eingebung folgen sollen und
dafür sorgen müssen das die dunklen Götter auf eigenen Beinen
gestanden hätten, doch sie hatten sich lieber dem Licht..mehr
oder weniger....angeschlossen und genossen die friedliche
Umgebung. Sie brauchte jemanden der wild und ungezähmt war und
der sich niemals würde zähmen lassen. Als sie mit Myrion über
das Problem sprach, kam er auf die Idee mit den Dämonen und mit
Sephirot im besonderen. Er sagte das dies Wesen wären, die man
nicht zähmen konnte, die von Natur aus wild und beherrschend
wären. Sie dachte über die Idee nach, befand sie für gut und
dachte sich, das wenn es aus dem Ruder laufen würde, könnte sie
diesen Dämonenfürsten immer noch vernichten. Dann gab sie sich
an die Arbeit, sie schickte Damok einen Traum in dem er mit ihr
schlief und kam so an seinen Samen und sein Erbgut. Die Eizelle
die sie benötigte um das lebende Wesen zu schaffen, nahm sie
sich von Ijana, Iona war zwar nicht mehr Mutter Natur, dennoch
hatte sie das Wissen immer noch und mit Aurians Hilfe schaffte
sie es aus Ijanas Eizelle alles heraus zu nehmen was auch nur
Ansatzweise an das Licht anlehnte. So filterte sie das reine
Dämonenerbe heraus. Zusammen mit dem reinen Erbgut des Chaos,
entstand so ein Wesen das wirklich abstoßend und hässlich war
und als Stammvater für die Dämonen fungieren sollte. Damit er
aber nicht nur abstoßend war, gab ihm Aurian auch noch das
Aussehen eines Schönlings. Sephirot hatte ein schönes Gesicht,
einen makellosen und muskulösen Körper und war gut über zwei
Meter groß und erschien so recht imposant. Dann wartete sie
darauf das die passende Seele an die Oberfläche des
Seelenteiches kam. Als sie die schwarze Seele hatte, gab sie ihm
diese, hielt ihn aber noch schlafend. Dann suchte sie eine
Galaxie in der sie ihn absetzen konnte. Myrion half ihr beim
suchen. Dann fanden sie sie, etwas abgelegen so der er sich erst
mal zurecht finden konnte. Er hatte in gewisser Weise auch
göttliche Eigenschaften, die sie nur auf ihn noch etwas
zugeschnitten hatte. So war er auch in der Lage sich Essen und
Kleidung zu erschaffen, ebenso wie eine Wohnstätte. Myrion hatte
für ihn ein spezielles Schwert geschmiedet, das aus schwarzem
Stahl war in das auch wie bei Ikarus ein kleiner Brocken eines
erkalteten Sterns verarbeitet wurde. Das Schwert würde immer zu
ihm zurück kommen, selbst wenn die Götter ihn mal gefangen
nehmen sollten und ihm zwangsläufig auch das Schwert abnehmen
würden. Sobald er wieder frei wäre, wäre es auch sein Schwert.
Es war eine meisterliche Arbeit die Myrion da geleistet hatte.
Aurian war klar das es einige tausend Jahre dauern würde, bis
sich der Dämonenfürst eine Dynastie aufgebaut hätte mit der er
wirklich arbeiten konnte. Sie gab ihm alles nötige Wissen mit
und Aaron trainierte ihn, wenn auch nur im Traum, doch brachte
er ihm alles bei was er zum kämpfen wissen musste. Sephirot
hatte ein überdurchschnittliches Selbstbewusstsein, hinzu kam
das er wusste das die Götter ihn nicht töten konnten, ebenso
wusste er aber auch das er ihnen nicht viel anhaben konnte. Er
wusste von der Göttin des Lichts und bekam auch die Information
als Viola von ihrem Platz zurück trat und Andora diesen einnahm.
Aurian sorgte dafür das ihm Wissen im Traum zu fiel. Sie sah das
er die Göttin des Lichts begehrte, obwohl er wusste das er sie
niemals für sich haben können würde. Ihre göttlichen Kräfte
konnten ihm nichts anhaben, es sei denn sie würde das Licht in
sich aufrufen, in dem Fall würde sie ihn vernichten können, das
war ihm klar. Als er begann zu leben und auch sein Wissen sich
mehrte, baute er eine Maschine mit der er künstlich und der
Kraft der Galaxie in der man ihn abgesetzt hatte, weitere
Dämonen erschaffen konnte. Doch hatten diese Dämonen einen
Makel, sie besaßen keine Seele und waren daher eher wie Zombies
als wirklich denkende Wesen. Dann trat er dem Engel des Friedens
gegenüber und hatte nun einen Feind den man anfassen konnte, die
Götter waren für ihn real geworden und nicht nur Wesen von denen
er zwar wusste, die er aber noch nie gesehen hatte. Ikarus und
die jungen Götter an seiner Seite vernichteten die seelenlosen
Dämonen recht problemlos und zerstörten auch seine Maschine.
Aurian beobachtete Sephirot und seine Aktivitäten, sie sah wie
die jungen Götter sich schlugen. Aber sie sah auch das es ihnen
einen ungeheuren Spaß machte mal das Schwert schwingen zu
können. Viola verließ ihren Platz und Andora trat an ihre
Stelle, während Sephirot inzwischen klüger geworden, dafür
sorgte das weitere Dämonen das Licht der Welt erblickten. Aurian
gefiel es zwar nicht wie er es tat, denn er verführte die
menschlichen Frauen und nahm sie anschließend mit um sie zu
Zuchtzwecken zu verwenden, ließ ihn aber gewähren. Sephirot
hatte inzwischen heraus gefunden wie er das Geschlecht des
Kindes bestimmen konnte das er zeugte. Die erste Generation
hatte noch zu viel Menschenblut in sich also züchtete er so
lange bis Dämona entstand. Sie war das absolute für ihn und mit
ihr gedachte er seine Dynastie auf zu bauen. Als erstes brauchte
er einen Sohn, der mit ihm zusammen daran arbeiten konnte. Für
einen Mann war es leichter weitere Kinder zu zeugen, als für
eine Frau Kinder zu bekommen. In der Regel waren ihm die Frauen
egal, doch Dämona nicht denn sie war seine Stammmutter. Als er
dann abermals gegen die Götter kämpfte und sah das man sogar
seine Stammmutter töten würde, verzweifelte er fast. Doch sah er
dann das sich die Göttin des Lichts schützend vor sie gestellt
hatte. Er wusste nicht wieso sie es getan hatte, doch war er ihr
auch dankbar, denn sie hatte seinen Sohn geschützt. Er hatte im
Gefühl das er nicht lange gefangen gehalten würde, als man ihn
gefangen nahm. Er sagte sich wenn die Lichtgöttin ihn hätte
töten wollen, dann hätte sie es ohne Probleme schon längst tun
können. Irgendwas hielt sie davon ab. Er wusste nichts von
Aurian, noch das sie das Universums war. Er sah nur die lebenden
Götter aber nicht was noch dahinter stand. Ab und zu hörte er
zwar mal ein leises Flüstern doch wer oder was es war wusste er
nicht. Er wusste nur das diese leise Stimme ihm immer einen
Ausweg sandte wenn er einen brauchte. Wer ihm gefährlich schien
war Ikarus, der Engel des Friedens. Er strahlte ein ungeheures
Licht aus, das außer ihm aber niemand zu sehen schien. Er hatte
versucht ihn zu provozieren, ihn zu reizen, doch diese Ruhe die
von diesem Mann ausging war selbst für ihn unfassbar und reizte
ihn bis aufs Blut. Er sah das dieser Mann noch jung war, ebenso
wie er selbst, sah in ihm aber auch einen ebenbürtigen Gegner.
Ebenso Leander, er spürte die Dunkelheit in diesem Kriegsgott
und sah das er der Taktiker war, der dem jungen Gott zur Seite
stand. Die Götter waren keine leicht zu nehmenden Gegner, aber
auch Sephirot machte es Spaß sich mit ihnen zu messen. Als
Erebos kam um ihm ein Bündnis vor zuschlagen, wog er für und
wieder ab, doch ausschlaggebend das Angebot an zu nehmen war das
Erebos ihm anbot ihm eine Abschrift der Geschichte der Götter
zukommen zu lassen, die in der Palastbibliothek lag. Erebos ließ
ihn frei und so verschwand er mit seiner Gefährtin und seinem
kurz zuvor geborenen Sohn von der Welt der Götter. Er wusste das
er sie ohne die Hilfe eines Gottes nicht betreten konnte, daher
war er auch aus diesem Grund froh über das Bündnis mit Erebos.
Er hoffte nur das man seinen frischen Verbündeten nicht gefangen
nehmen würde, weil er ihn frei gelassen hatte. Er suchte sich
eine neue Welt und begann dort noch mal eine Dynastie auf zu
bauen. Sein Sohn wuchs schnell heran und Dämona bekam auch kurz
darauf ein Mädchen. Auch dieses Mädchen wuchs so schnell das er
schon bald seinen Sohn zu ihr ins Bett schicken konnte. Weitere
Kinder folgten doch erst mal nur weitere Mädchen die ihm und
seinem Sohn Kinder gebären könnten. Unterdessen hatte ihm Erebos
die Geschichte der Götter gebracht. Er bot ihm auch eine seiner
Töchter an und grinste, weil Erebos sich nicht zurück halten
konnte. Denn als Erebos sah wie schön sie war nahm er sie sich
tatsächlich. Doch Sephirot sorgte sofort dafür das Erebos nicht
nur seinen Spaß hatte sondern diese Vereinigung auch Früchte
tragen würde. Die junge Dämonin wurde von Erebos schwanger.
Aurian und Myrion beobachteten das ruhig, denn langsam nahm
alles Gestalt an. Erebos hatte ohne es zu wollen, weiteres
göttliches Blut in die Dämonendynastie gebracht. Dieses Kind
würde den besonderen Schutz von Sephirot genießen, er hoffte
sogar auf weitere Kinder von Erebos. Allerdings wuchs dieses
Kind nur sehr langsam in der Mutter heran. Sephirot hatte damit
keine Probleme, im Gegenteil er hoffte das dieses Kind mehr
göttliches als dämonisches Blut haben würde und so eine
wirkliche Schönheit würde. Leider konnte er hier nicht das
Geschlecht bei der Zeugung bestimmen da er nicht der Vater war.
Er würde also nehmen müssen was kam. Als Erebos allerdings hörte
das er die Dämonin geschwängert hatte, kochte er vor Wut. Diese
Wut verriet ihn, denn Rowan und Riana bekamen es mit und
erzählten es brühwarm Ikarus. Im stillen lachte sich Ikarus
darüber kaputt, das Sephirot Erebos so ausgetrickst hatte und
Andora meinte dazu nur trocken. „Vielleicht lässt ihn das nun
vorsichtiger werden mit wem er ins Bett steigt.“ Allerdings
hatte das auch Konsequenzen für Erebos, denn nun tat Andora das
auf was Aurian gehofft hatte. Sie warf Erebos von der Welt der
Götter herunter. Einen Verräter konnte sie nicht auf ihrer Welt
dulden. Erebos wiederum tat nun etwas das er nicht hätte tun
dürfen, er entführte Tara und nahm sie mit. Das wiederum brachte
Ethan auf und er kochte vor Zorn. Er brüllte. „Wenn ich ihn in
die Finger kriege ist er mal der Gott der Dunkelheit gewesen!!
Ausgerechnet Tara!“ Athene die sah wie sehr Ethan unter dem
Verlust seiner Tochter litt, suchte Erebos und bot sich im
Austausch von Tara an. Erebos wiederum, der Athenes Leidenschaft
kannte, nahm das Angebot an und ließ Tara zu Rowan und Ethan
zurück kehren. Athene meldete sich bei Ethan und sagte ihm das
sie so als Spion für die Götterwelt handeln könnte, er solle
sich keine Sorgen machen, sie sei hart genug um das zu
überstehen. Wer nun stinksauer wurde war Cyric der seine
Gefährtin verloren hatte. Nun trat aber Riana auf Cyric zu und
bot sich ihm als Gefährtin an. Sie machte ihm klar das sie
ebenso wie Athene auch, sehr leidenschaftlich wäre, wenn es ihm
darum gehen würde. Doch Cyric hatte seine Halbschwester Athene
geliebt und es ging ihm nicht nur darum das er eine
leidenschaftliche Frau im Bett hätte. Als Andora sah was nun los
war, machte sie sich selber auf die Suche nach Erebos und
verlangte von ihm die Herausgabe von Athene. Sie sah ihn eiskalt
an. „Du kannst wählen, entweder du lässt Athene mit mir gehen
oder dein Leben endet hier und heute.“ Erebos sah sie ebenso
eisig an. „Du kannst nicht mein Leben fordern, sei dir darüber
mal im klaren. Ich bin der Erbe Damoks, der Gott der Dunkelheit
und niemand kann mir diesen Platz nehmen. Auch du nicht....aber
ich bin bereit zu verhandeln.“ Andora knurrte leise. „Was willst
du?“ Erebos lächelte hinterhältig. „Ich brauche eine Gefährtin
das ist wohl klar, denn ich habe keinen Bock darauf auf die
Dämonen angewiesen zu sein, beschaff mir also eine Gefährtin.
Als zweites eine Galaxie in der ich in Ruhe leben kann. Und
drittens, eine Nacht mit dir.“ Als er die letzte Forderung
aussprach hatte er Andoras Hand im Gesicht. Er grinste als er
sich die Wange rieb. Andora sah ihn eisig an. „Hm... ich kann es
vielleicht nicht da magst du recht haben.....aber ich könnte
Ethan herbei rufen oder Ikarus, ich glaube beide hätten keine
Skrupel deinem Leben ein Ende zu machen. Und was das Erbe Damoks
angeht..also Rowan könnte den Platz ebenso gut einnehmen, er ist
auch sein Sohn.“ Erebos grinste auf sie herab, dann griff er um
sie herum und zog sie hart an sich. Er nickte. “Ja nur das
Universum hat mich dazu ausgewählt und nicht Rowan. Er ist schon
zu sehr dem Licht zugetan. Nein... ihr braucht mich ob es dir
nun passt oder nicht. Erfülle meine Bedingungen und du bekommst
Athene....oder sie bleibt bei mir.“ Er wollte sie gerade küssen,
als ihn auf einmal eine Druckwelle erfasste und er von ihr fort
flog. „Rühre mich nie wieder an ist das klar? Ich bin keine
gewöhnliche Göttin vergiss das nicht.“ Er lag auf dem Boden und
sah sie zornentbrannt an. „Du wirst mir eine Nacht gehören glaub
mir. Auch wenn du dich noch so weigerst.“ Langsam stand er
wieder auf. „Entweder das oder ich gebe Athene für eine Nacht
Sephirot.....und wie er mit den Frauen umgeht hast du ja wohl
gesehen. Geh und komm wieder wenn du dich entschieden hast.“
Als Andora zurück war und das
erlebte Ethan, Ares und Ikarus erzählte, kochten alle drei vor
Wut. Man rief auch Leander herbei und erzählte es ihm ebenso. Er
sah von einem zum anderen, dann sah er Andora an. „Welche Strafe
würde mich erwarten, wenn ich Athene zurück bringe und Erebos
sein Leben dabei lassen müsste?“ Andora atmete einmal kurz und
hart ein. „Keine...du würdest es in meinem Auftrag tun.“ Leander
nickte und war kurz darauf verschwunden. Etwa sechs Stunden
später war er zurück und brachte Athene mit. Andora sah ihn
fragend an. Er holte noch mal tief Luft. „Erebos lebt noch. Ich
habe ihn nicht getötet.“ Dann war er ohne ein weiteres Wort
verschwunden. Selbst später sprach Leander niemals darüber wie
er Athene zurück bekommen hatte. Athene wusste nicht was
geschehen war und konnte darüber nichts sagen. Wenn Leander
nicht redete, würde das wohl immer ein Geheimnis bleiben. Andora
versuchte es zu sehen, konnte es aber nicht, irgendwas bedeckte
diese Sicht, als wenn sie es nicht sehen dürfte. Sie ging sogar
soweit Leander zu verführen um vielleicht anschließend was zu
erfahren, doch selbst da schwieg er. Allerdings genoss er es
sehr mit ihr zusammen zu sein, vor allem da es ganz normal vor
sich ging, wenn auch recht leidenschaftlich und wild. Ares und
Ikarus hatten es sich angewöhnt, in ihrem Schlafzimmer zu
sitzen, angeblich um sie zu schützen für den Fall, tatsächlich
aber, weil Ikarus einfach wissen wollte was sie mit den anderen
Männern trieb. Er sah auch wie Arden immer näher rückte, mal
brachte er ihr einigen Blumen, dann wieder mal Konfekt. Er
knurrte Arden dann immer an und meinte. „Das kann ich ihr auch
besorgen oder sie sich sogar selber.“ Arden begann dann sogar
Emotionen zu zeigen, denn er schmunzelte und erwiderte trocken.
„Sicher, nur tust du es nicht.“ Ikarus sah wie sich Andora über
diese kleinen Geschenke freute, also begann er ihr auch welche
zu machen. Ares lachte im stillen darüber und nickte als er
daran dachte das Ethan die Vermutung geäußert hatte, das Ikarus
eifersüchtig sei. Nun war es offensichtlich, auch wenn Ikarus es
immer noch nicht zugab. Ethan hingegen, war in die
Bernsteinhöhle gegangen um Aurian zu fragen ob Andora unter den
gleichen Anfällen litt. Aurians Geist lächelte. „Nein, diesen
Makel hat sie nicht, den nahm ich auch aus Viola heraus, weil er
mich doch sehr einschränkte. Allerdings, wird sie dennoch nicht
lange ohne Mann auskommen. Wenn sie unter Mangel leidet, wird
sie sich den erst besten schnappen, der verfügbar ist. Sie ist
nicht wie ich, vergesst das nicht. Noch nimmt sie Rücksicht auf
…..Ikarus Eifersucht.“ Ethan lachte. „Also ist er tatsächlich
eifersüchtig.“ Aurian grinste. „Ja, aber er versucht sie zu
bekämpfen, es gelingt ihm halt nur nicht immer. Er ist weder auf
dich, noch Ares oder Leander eifersüchtig, aber auf jeden
anderen Kerl der sich ihr nähert. Du hast es schon genau richtig
erkannt. Er unterscheidet Pflicht mit Vergnügen. Wobei selbst
wenn sie mit dir ihren Spaß hätte, würde er es noch schlucken,
weil er weiß das es weder dir noch ihr leicht fällt und wäre
somit sogar froh wenn es ihr Spaß machen würde. Er ist schon
froh das es nun auch mit Leander etwas zivilisierter zugeht. Zu
sehen wie das erste mal bei den beiden ab lief, hat ihn
wachgerüttelt und er gönnt es auch Leander, weil er deutlich
gesehen hat wie er darunter gelitten hatte. Ikarus ist recht
hart, doch er hat ein mitfühlendes Herz. Andora braucht ihn aber
genau so, im Moment jedenfalls. Sie fühlt sich bei ihm geborgen
und sicher und seine Eifersucht verstärkt bei ihr das Gefühl
noch. Rechne mal damit das er Arden oder einem anderen Kerl auch
die Zähne einschlägt, wenn sie ihr ZU nahe treten.“ Ethan nickte
und sah Aurian an. „Was ist geschehen, als Leander Athene zurück
holte? Er spricht nicht darüber.“ Aurian blickte ihn an. „Das
musst du nicht wissen. Keiner von euch. Sag Andora sie soll es
auf sich beruhen lassen. Irgendwann werdet ihr es erfahren, aber
nicht jetzt. Ach und noch etwas...du solltest nicht mehr zu
lange warten, was Andora angeht. Sie hat bereits ein schlechtes
Gewissen, weil sie sich dir nicht als Frau nähern kann. Ich weiß
das du recht skrupellos sein kannst, also lege die Skrupel
diesbezüglich beiseite und nimm sie dir. Tue es für dich und für
sie. Lazarus scheint mehr auf dich abgefärbt zu haben als du
denkst. Ihm geht es übrigens sehr gut, er genießt es auf der
faulen Haut zu liegen. Denk immer daran, du bist kein
gewöhnlicher Gott.....du bist immer noch ein Übergott und hast
Fähigkeiten von denen die anderen nur träumen können. Nutze sie,
du hast sie lange genug brach liegen lassen.“ Sie zeigte ihm
eine Ecke des Universums. „Setze hier eine neue Galaxie hinein,
ich werde dich dabei unterstützen, dann gebe diese Galaxie
Erebos und Sephirot als Heimat, dort wird die Bastion der
Dunkelheit entstehen. Erebos geht den Weg, den eigentlich Damok
und Dorian einst hätten gehen sollen, es aber nicht taten, was
zum teil auch meine Schuld ist, das gebe ich zu. Ich war zu
sanft und nahm sie auf als sie eine Heimat suchten. Noch mal
soll das nicht geschehen. Auch wenn Licht und Dunkelheit neben
einander existieren müssen, so sollten sie das nicht zusammen
auf einer Welt, das ist nicht gut.“ Ethan nickte verstehend.
„Sag mal müssen wir damit rechnen das sich Sephirot an Andora
heran macht?“ Aurian seufzte „Darüber sage ich jetzt nichts,
lasst es auf euch zukommen. Doch sollte es so sein, tut er es
nicht nur weil er Andora will, sondern mehr um Ikarus zu
treffen, er ist Sephirots auserkorener Feind. Er sieht in Ikarus
den Inbegriff des Lichts, denn er sieht das helle Licht das in
Ikarus strahlt und weiß das er Andora liebt auch wenn er selber
mit Liebe nicht viel anfangen kann.“ Ethan nickte abermals, er
bedankte sich noch bei Aurian und ging dann zurück. Auf dem Weg
zurück sah er auch Ikarus und Ares wie sie mit Leander
trainierten. Ares war seinem Vater einige Zeit aus dem Weg
gegangen, nach dem er sehen musste wie Leander sein konnte, doch
nun näherten sich Vater und Sohn wieder an. Was vor allem dem
Umstand zu verdanken war, das Leander Athene zurück geholt
hatte. Andora hatte richtig gehandelt das sie ihn damit
beauftragt hatte. Ethan betrachtete die drei jungen Männer, denn
auch Leander war in seinen Augen noch jung. Dort stand die Elite
ihrer Welt. Alle drei waren groß und sehr stark. Sich mit den
dreien an zu legen käme einem Selbstmord gleich. Sollte es
Sephirot wirklich wagen, sich Andora zu bemächtigen, hätte er
diese drei auf dem Hals, denn alle drei liebten die Lichtgöttin,
jeder auf seine Weise.
  
Kapitel 26: eine finstere Galaxie

Ethan tat was Aurian ihm gesagt
hatte, weit abgelegen von der Galaxie in der die Welt der Götter
existierte, erschuf Ethan mit Aurians Unterstützung eine weitere
kleine Galaxie. Dort hinein setzte er Sterne, Sonnen und Monde,
ebenso wie zwei kleine Welten, wovon eine für Erebos und die
andere für Sephirot gedacht war. Es entstanden auch noch weitere
bewohnbare Welten, doch würden die erst mal unberührt bleiben.
Sephirots Welt war eine Wüsten und Felsen ähnliche, da er und
seine Dämonen kaum Grünland brauchten, außer um dort Getier zu
halten um den Nachschub an blutigem Fleisch zu garantieren. Für
Erebos sah es schon anders aus, seine Welt war grün und
fruchtbar. Noch während Ethan die Welten erschuf, entstanden
dort bereits Häuser und es erschienen auch Menschen darauf.
Aurian war klar das Erebos nicht alleine bleiben konnte, so
hatte sie hier einige Menschen entstehen lassen, die zwar
sterblich waren, aber eben auch fruchtbar und sie wusste das es
nicht lange dauern würde bis sie sich vermehrt hatten. Sie
hoffte das Erebos so klug sein würde diesen Menschen wenigstens
einen gewissen Schutz vor Sephirot zu geben. Aurian hatte dafür
keine unschuldigen Seelen genommen, sondern sich bei Anubis
welche aus der dunklen Unterwelt geholt. Hier hatten sie nun
Gelegenheit sich zu bewähren. Anubis bekam von ihr den Auftrag,
wenn dort Kinder geboren werden sollten, er ihnen dann diese
schwarzen Seelen geben sollte. Das würde auch ihm die Arbeit
erleichtern. Anubis hatte nichts dagegen und tat so was verlangt
wurde. Kronos stellte auf den Welten die die Dämonen als auch
der dunkle Gott bewohnen würden, die Zeit der Götterwelt ein, so
das sie zeitlich parallel laufen würden. Auf den anderen noch
unbewohnten Welten wurde die Zeit den normalen sterblichen
Welten angeglichen die somit also doppelt so schnell lief, wie
auf der Götter oder Dämonenwelt. Ethan bemerkte als er Erebos
die Galaxie und seine Welt zeigte, das er eine Gefährtin hatte,
die aber menschlichen Ursprungs war und nicht dämonisch. Das
beruhigte ihn schon mal, das Erebos wissentlich keine weiteren
Halbdämonen zeugen würde. Als er so im Universum stand und es
sich betrachtete, wurde ihm klar das er tatsächlich seine
Fähigkeiten sehr vernachlässigt hatte. Er sah so auch wie
Sephirot mit seiner gesamten Brut umzog in die Welt die er für
ihn erschaffen hatte. Kaum waren die beiden auf ihre Welten
gezogen, durchzog Dunkelheit diese Galaxie und man spürt das
hier das Böse sein zu Hause gefunden hatte. Ethan schüttelte
sich, weil er spürte das von hier nie etwas gutes kommen würde.
Aber das erschaffen der Galaxie für die dunklen Wesen hatte ihm
wieder mal gezeigt das er ebenso wie Aurian einst, neutral
bleiben musste. Er war der Puffer zwischen Gut und Böse, denn er
neigte zu beiden Seiten auch wenn das Licht ihn mehr an zog als
die Dunkelheit. Jetzt wo er hier in dieser Finsternis stand,
spürte er das er nun die Lichtgöttin brauchte. Er nickte zu sich
selbst und nahm sich vor, zu fordern was sein Recht war. Er
musste es tun, wenn er nicht selber der Dunkelheit anheim fallen
wollte. Er musste das Wissen das er die Lichtgöttin gezeugt
hatte beiseite schieben, er war der Herr des Universums zusammen
mit Aurian. Er hatte zwar seinen Platz in der Ewigkeit an Myrion
abgetreten, doch war er immer noch wie sie auch Erschaffer des
Universums und diesen Platz konnte er nicht abtreten, darüber
wurde er sich nun im klaren. Er hatte schlicht vergessen das er
fast die gleichen Fähigkeiten wie Aurian hatte oder der
Lichtgöttin, nur das seine in beide Seiten funktionierten,
während die Lichtgöttin in der Regel nur dem Licht angehörte,
gab es in seinem Blut auch das der Dämonen ebenso wie das des
Chaos. Auf einmal wurde ihm bewusst wieso er der Erzeuger der
jetzigen Lichtgöttin war. Sie brauchte seine dunklen Neigungen
um mit den Dämonen oder auch mit Erebos fertig zu werden. Das er
ihr Vater war, hatte rein praktische Gründe. Ihm wurde bewusst
das er nicht eins seiner Kinder gezeugt hatte weil er ein Kind
wollte, sondern weil Aurian es so bestimmt hatte. Selbst Cyric
war ein Zufallsprodukt obwohl er sich sehr gefreut hatte endlich
einen Sohn zu bekommen. Er grinste leicht und murmelte. „Jetzt
werde ich einen Sohn zeugen, der von mir bewusst gezeugt und
gewollt wurde.“ Er sah in die Sterne und lachte. „So Lazarus nun
sehen wir mal ob ich die Anzahl deiner Söhne nicht überbieten
kann.“ Leise hörte er in den weiten des Universums Lazarus
lachen. Beschwingt machte er sich auf den Weg nach Hause.
Dort angekommen fragte er Rhianna
ob sie schon bereit wäre für ein Kind, sie sah ihn erstaunt an
und fragte ihn wieso er auf einmal ein Kind wolle, sie fühle
sich noch zu jung um schon Mutter zu werden. Das sie noch nicht
wollte störte ihn nicht, er dachte sich er habe ja Zeit und
könnte noch warten. Er sagte ihr nur, das er langsam mal ein
Kind zeugen wolle das nicht verplant sei, sondern ein Kind weil
er es wollte. Anschließend ging er zu Andora und fragte sie wie
es bei ihr mit Nachwuchs aussehen würde, sie sah ihn recht
verblüfft an. „Hä ein Kind? Nachwuchs?....Ne also ich will noch
keine Kinder. Du vergisst das ich noch sehr jung bin, rein
rechnerisch mal gerade erst siebzehn.“ Als sie das sagte schlug
er sich mit der Hand vor die Stirn. „Stimmt ja...Himmel ihr seht
so erwachsen aus und verhaltet euch auch so das man das leicht
vergisst.“ Andora lachte leise und sah Ethan liebevoll an.
„Deiner Reaktion nach hast du Rhianna wohl gefragt wie es mit
einem Kind aussieht. Ich wusste gar nicht das du so
zeugungsfreudig bist.“ Er zwinkerte ihr frech zu. „War ich auch
nie, doch jetzt will ich ein Kind...und nicht weil die Göttin
des Lichts es so geplant hat, sondern weil ich es will. Ich will
einen kräftigen Sohn haben.“ Andora lachte. „Na sieh mich nicht
an, ich will noch keine Kinder. Also von mir wirst du auch keins
bekommen.“ Er nickte und sah an ihr entlang. „Nein meine Liebe
von dir will ich was ganz anderes.“ Als sie seinen Blick sah
erfasste sie was er von ihr wollte. Sie sah ihn erschrocken an.
Ethan ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und öffnete langsam
sein Hemd. „Genau Kleines, das ist es was ich von dir will. Mir
wurde klar das ich dich brauche und zwar in deinem oder meinem
Bett das ist mir egal, doch heute wirst du mir geben was ich
brauche.“ Andora wusste nicht wo sie hinsehen sollte. Als Ethan
sein Hemd ablegte, betrachtete sie ihn doch und ihr wurde erst
jetzt bewusst wie männlich er war. Er war muskulös, durch
trainiert und äußerst attraktiv. Unter diesen Gesichtspunkten
hatte sie ihn noch nie angesehen. Jetzt betrachtete sie ihn als
Mann. Langsam und aufreizend begann er sich aus zu ziehen, bis
er nur noch in Unterhose vor ihr stand. Dann griff er zu und zog
sie an sich. Bevor Andora reagieren konnte küsste er sie bereits
leidenschaftlich, anschließend flüsterte er ihr Dinge ins Ohr
die er mit ihr machen würde. Andora spürte die Erregung in sich
hoch steigen, so provozierend war selbst Lazarus nicht gewesen
oder Ikarus. Als er nun eine Hand an ihr entlang gleiten ließ
verschwand auch ihre Kleidung und er spürte Andoras Körper
ebenso wie sie seinen. Erst jetzt spürte sie wie hart sein
Körper war. Als er sie nun abermals leidenschaftlich küsste,
drückte sie sich an ihn und erwiderte den Kuss ebenso. Zu spüren
das er sie nicht gehen lassen würde bis er hatte was er wollte
steigerte ihre Erregung noch, entsprechend drückte sie sich an
ihn und begann nun auch ihn zu reizen, bis er leise auf stöhnte.
Er verschwand mit ihr in ihrem Schlafzimmer und schubste sie
dort auf das Bett um ihr sofort zu folgen. Nun zeigte er was er
vermochte und als sie schon leise aufschrie bevor er sie sich
genommen hatte, lächelte er. Einen Moment zögerte er noch, doch
dann überwand er sich selber und drang in sie ein. Er spürte
während er sie leidenschaftlich liebte, wie das Licht ihn warm
einhüllte, wie der Schmutz und das dunkle das er in der Galaxie
empfunden hatte, die er erschaffen hatte von ihm ab fiel. Ares
und Ikarus waren unsichtbar in der Nähe und beobachteten es. Sie
sahen wie gezielt er Andora reizte, wie er Reaktionen aus ihr
heraus lockte wo selbst die beiden nur staunen konnten. Andora
war leidenschaftlich und man spürte wie sehr es ihr gefiel. Nach
dem der Damm einmal gebrochen war forderte sie sogar immer mehr
und Ethan kam dieser Forderung nur zu gerne nach. Er fühlte das
es anders war als mit Aurian, doch weit aus besser als mit
Viola. Jetzt und zu diesem Zeitpunkt wurde ihm der Unterschied
zwischen Viola und Andora klar. Andora war eine geborene
Nymphomanin die es genoss mit einem Kerl zu schlafen und Viola,
hatte sich nur hingegeben weil es ihre Pflicht war oder ihr
Körper sie verraten hatte, wie in Angels Fall. Andora trieb ihn
zu Höchstleistungen an und wurde immer wilder. Irgendwann sah er
sich mal im Zimmer um: „He Jungs ich weiß das ihr da sein, na
kommt macht mit.“ Das ließen sich die beiden nicht zweimal sagen
und ehe sich Andora versah, lag sie mit drei Männern im Bett die
nun alle ihr Recht von ihr forderten. Sie genoss es, das sie so
begehrt wurde. Leise hörte Ethan in seinem Kopf. „Na endlich das
wurde aber auch Zeit. Nun ist das Trio um die Lichtgöttin wieder
komplett.“ Er musste leise lachen was den anderen ein
verwunderten Blick entlockte. Im Eifer des Gefechts konnte er
nun auch beobachten das Ikarus Ares küsste und ihn streichelte.
Er lächelte, das war etwas das er nie gekonnt hatte, obwohl
Lazarus ihm das ab uns zu angedroht hatte. Es kamen alle auf
ihre Kosten, auf die eine oder andere Art. Ikarus hatte kein
Problem damit Ares auch näher als mit einem Kuss zu kommen und
Ares schien es zu genießen. Ikarus hatte keine Berührungsängste
Männern gegenüber und Ethan konnte das nur bewundern. Als Ikarus
nun sogar ihn mal im intimeren Bereich anfassen wollte, drückte
er dessen Hand dann doch weg, das wollte und konnte er nicht.
Ikarus schien es nichts aus zu machen und machte dann halt bei
Andora oder Ares weiter. Ethan dachte sich nur das er darüber
mal mit Ikarus reden müsste, damit es nicht wirklich irgendwann
zu Peinlichkeiten kommen würde. Denn diese Aufgeschlossenheit
die diese beiden jungen Männer diesbezüglich an den Tag legten
ging ihm vollkommen ab. Es machte ihm nichts aus einen anderen
Mann neben sich zu spüren, er hatte oft genug auch mal nur mit
Lazarus im Bett gelegen, der auch schon mal im Schlaf einen Arm
um ihn gelegt hatte, doch das war es dann auch. Weiter hatte
Lazarus niemals gehen dürfen. Irgendwann waren alle erschöpft
und die drei jungen Götter schliefen ein, wobei Ikarus Andora
fest an sich drückte und in seinen starken Armen hielt. Ethan
stützte sich auf einen Arm ab und schaute auf die drei herunter.
Er lächelte, denn Ikarus hielt Andora in seinem Arm und Ares
hatte seinen Arm über beide liegen. Leise erhob er sich, er sah
noch mal lächelnd auf die drei herab, dann verschwand er. Ethan
war nicht minder erschöpft aber auch ausgesprochen glücklich. Er
duschte noch schnell und schlüpfte dann zur schlafenden Rhianna
unter die Decke sie nun an sich ziehend. Er grinste leicht und
hoffte nur das Rhianna nun nicht wach würde und noch was von ihm
wollte. Kurz darauf war er ebenso eingeschlafen.
Ethan brauchte Andora nichts mehr
zu sagen, sie wusste schon das er eine neue Galaxie dem
Universum hinzu gefügt hatte und auch wieso. Doch mit Ikarus
sprach er und erklärte ihm das er nichts für Männer übrig habe
und es nicht mochte das ein Mann ihn auf diese Weise anfassen
würde. Ikarus verstand ihn und versprach zukünftig auf
körperliche Annäherungen zu verzichten. Er zeigte Ikarus aber
auch auf, das es völlig in Ordnung war, wenn er mit Ares, sofern
es diesem gefiel, weiter machen würde. Ikarus grinste, weil er
sah das sich Ethan fast einen abbrach als er mit ihm darüber
sprach. „ Früher hattest du Lazarus der es übernahm solche
Sachen aus zu sprechen. Brich dir keinen ab. Er hatte bereits
mit mir gesprochen als ich noch wesentlich jünger war. Ich weiß
das es in Ordnung ist. Ebenfalls ist es in Ordnung wenn du es
nicht magst, also lasse ich es.“ Ethan nickte leicht. „Nun ja,
er hatte keine Probleme auch nur irgendwas aus zu sprechen doch
ich tue mich damit ein wenig schwer. Deswegen hat er es auch
immer übernommen die Kinder oder Jugendlichen über alles auf zu
klären und ihn störte es auch nicht ob es ein Mädchen oder Junge
war. Ich frage mich wer es nun übernehmen wird.“ Ikarus grinste
immer noch. „Überlasse das mir, ich weiß was ich den Kindern
sagen muss, doch noch gibt es ja keine denen man etwas erklären
muss und mir musst du nichts erklären, ein Nein ist ein Nein und
das werde ich auch respektieren.“ Ethan nickte und atmete
erleichtert auf. Dann sprach man über Sephirot und die neue
Galaxie, er klärte Ikarus darüber auf, das er sozusagen im
Auftrag des Universums, sprich Aurian gehandelt hatte und sagte
ihm auch wo sich die neue Galaxie befinden würde. „Doch rate ich
dir, lass ihn erst mal in Ruhe. Ich hätte mir nicht so viel
Arbeit machen müssen, wenn Aurian es nicht so gewollt hätte.
Also gehe ich davon aus das sie ihre Gründe hat. Er muss keine
unschuldigen Menschen mehr entführen, denn auf Erebos Welt leben
auch Menschen. Alle ausgestattet mit dunklen Seelen, die Aurian
sich von Anubis geholt hat. Außerdem sei vorsichtig, einer der
Gründe warum ich jetzt nicht mehr auf die Lichtgöttin verzichten
konnte war, das diese finstere Galaxie sogar mich begann zu
beeinflussen. Sie könnte es also ebenso gut bei dir oder Ares.
Diese Galaxie ist wie ein Geschwür in unserem Universum, ich
weiß nicht wie Aurian das erträgt. Aber gut sie wollte es so und
ich habe es mit ihrer Hilfe getan.“ Ikarus nickte und sah ihn
freundlich an. „Du musst dich nicht entschuldigen, weder für die
Galaxie noch das du dir nun Andora genommen hast. Beides ist in
Ordnung. Es ist nur ein wenig seltsam, früher bestimmten die
Götter die Geschicke der Welten und nun werden sogar wir gelenkt
und müssen uns auf Überraschungen gefasst machen. Andererseits
macht es das Leben aber auch spannender, weil wir nie wissen was
sonst noch auf uns zu kommt. Wir können nicht mal mehr über so
einfache Sachen sicher sein, wie die Verhütung einer
Schwangerschaft. Denn wenn Aurian die Vorkehrungen außer Kraft
setzt, werden unsere Mädels schwanger ob wir wollen oder nicht.
Allerdings habe ich mir darüber auch mal Gedanken gemacht.
Andora als auch ich stammen beide von Viola ab, wir tragen beide
das Erbe der unterschiedlichen Männer in uns, wobei ich noch das
Erbe von Lazarus und Andora das von dir bekommen hat. Was wird
aus unseren Kindern? Welche Fähigkeiten und Macht werden sie
haben? Sie müssten ja rein theoretisch nur so vor Licht
strahlen.“ Ethan nickte nachdenklich. „Nun ja, das weiß ich auch
nicht....allerdings nur so vor Licht strahlen ist nicht ganz
richtig. Es stimmt schon ihr tragt beide einen Teil des neuen
Lichts in euch, wobei du wieder mal nur einen Ableger hast, wie
auch Lazarus es hatte und Andora das gesamte Licht, doch
vergesst nicht, ihr beide tragt ebenso das Chaos in euch, wenn
auch nur im geringen Maße. Obwohl ich mir da bei Andora nicht
mal sicher bin. Ich denke Andora ist etwas ganz besonderes.
Aurian hätte niemals von dem Chaos ein Kind bekommen können,
Andora hingegen könnte es schon.......ebenso wie ihr Körper
auch...und nun erschlage mich nicht...auch ein reines
Dämonenkind zur Welt bringen könnte, was Aurian ebenfalls nicht
vermocht hätte. Denn Andora hat von mir auch das Dämonenerbe mit
bekommen. Andora ist nicht nur Aurians Erbin, sondern ich habe
das Gefühl auch meine. Ich habe schon einige Kinder gezeugt und
in keinem hatte ich das Gefühl so viel von mir zu finden wie in
ihr.“ Ikarus sah ihn erschrocken an. „Bitte sag nicht das du uns
auch verlassen willst, weil du von Erbe redest.“ Ethan legte ihm
einen Arm um die Schulter. „Nein..nein..keine Sorge. Mir wurde
auf einmal klar, das ich noch nicht gehen könnte selbst wenn ich
wollte. Aurian und ich sind die Erschaffer des Universums, sie
lenkt es von dort wo sie nun ist....doch meine Aufgabe ist hier
bei euch. Mich werdet ihr noch einige tausend Jahre nicht los.
Bis mein wahrer Erbe geboren wird, der meinen Platz hier
einnimmt.“ Ikurus legte seinen Kopf an Ethans Schulter. Der sah
den jungen Gott an und strich ihm übers Haar. Diese kleine und
kurze Geste von Ikarus zeigte ihm das, obwohl der junge Gott
stark und selbstbewusst war, er dennoch jemanden brauchte. Er
hatte Lazarus versprochen auf dessen Kinder auf zu passen und
dieses Versprechen würde er auch erfüllen. Er merkte das er
Ikarus ebenso liebte wie seinen eigenen Sohn. Es hatte eine Zeit
gegeben wo er froh war wieder unter Myrions Fittiche schlüpfen
zu können, weil der einem das Gefühl gegeben hatte, jedem ein
Vater zu sein, der einen brauchte. Nun sah sich Ethan in dieser
Rolle. Ikarus war nicht Myrion und ob er mal diese Größe
bekommen würde das stand noch in den Sternen, doch Ikarus hatte
andere Stärken, er war ein geborener Anführer. Sein Charisma,
seine Stärke und das er scheinbar immer wusste was zu tun war,
ließ die anderen, selbst die älteren nicht darüber nachdenken ob
das was er befahl richtig war. Sie taten was er sagte und Andora
war klug genug ihn gewähren zu lassen. Nur im stillen Kämmerlein
würde sie ihn zur Rede stellen, wenn es etwas gab das er nicht
hätte tun sollen. Ethan hoffte das die beiden irgendwann mal zu
einer solchen Einheit zusammen wachsen würden, wie einst Aurian
und Myrion.
  
Kapitel 27: Gute Ratschläge und
ein Schmiedehammer

Die Zeit nach dem Ethan mit Ares
gesprochen hatte, war nichts geschehen, Ikarus verhielt sich wie
immer. Erst als er sah das Arden Andora weiterhin Geschenke
machte und sich auch immer mal mit ihr unterhielt und ein wenig
flirtete, da flippte Ikarus aus und die nächsten Tage waren für
Andora recht stressig, denn Ikarus ließ ihr kaum einen Moment
Ruhe. Hätte er nicht ab und zu Ares dazu geholt, hätte
wahrscheinlich selbst der nichts mehr von ihr gehabt.
An diesem Tag allerdings war
Ikarus auf Agro Kurs, er war frustriert, denn als er sie am
morgen abermals fordern wollte, lehnte sie ab. Sie verweigerte
sich ihm einfach. Ares der es zwangsläufig mit bekam, erzählte
das Ethan der sich wunderte das Ikarus mit einem Gesicht herum
lief als hätte man seine Schatzkammer leer gemacht. Als Ethan
hörte was passiert war lachte er laut los. „Also hat sie ihn
komplett abgeschmettert. Sie hat ihre Sucht stärker unter
Kontrolle als ich dachte. Hat sie ihm eine Begründung genannt?“
Ares nickte grinsend. „Ja, sie sagte ihm frei heraus, das sie
nicht einsehen würde, nur mit ihm ins Bett zu hüpfen, weil er
seine Eifersucht nicht unter Kontrolle bekommen könnte. Sie
knallte ihm an den Kopf, wörtlich: „Du platzt ja fast schon vor
Eifersucht, entweder du beginnst dich diesbezüglich zu
kontrollieren oder es läuft so lange gar nichts.“ Dann ließ sie
ihn einfach stehen. Das absolut witzige daran war, das er sie
diesmal wirklich wollte und nicht nur um sie aus zu lasten.“
Ares kicherte leise. Ethan schmunzelte. „Na hoffen wir mal jetzt
nur das er sich nicht eine andere nimmt und ihr anschließend
unter die Nase hält, das sie ihm ja nicht geben würde was er
wollte. Ich hoffe für ihn das er nun klug ist.“ Ares nickte.
„Keine Sorge ich habe ihm gesagt er soll jetzt bloß nicht auf
die Idee kommen aus Rache mit einer anderen zu schlafen. Das er
daran denken soll, das Andora die Lichtgöttin ist und wenn er
sie nicht verlieren will, sich bloß zusammen reißen soll.“ Ethan
nickte zustimmend. „Das hast du gut gemacht, hoffentlich hält er
sich daran. Wir wissen beide welchen Dickkopf er haben kann.“
Die beiden standen hinten im Garten und sahen immer mal zu
Andora die vor sich auf dem großen Esstisch an dem sonst alle
ihr Frühstück einnahmen, einen Wulst von Papieren hatte. Zur
Zeit studierte sie eine Sternenkarte des Universums und machte
sich Notizen. Dann sahen sie wie Apoll zu ihr trat und ihre
Schultern massierte, er beugte sich leicht zu ihr herunter und
flüsterte ihr etwas ins Ohr. Woraufhin sie ihn ansah. Genau das
bekam Ikarus mit der gerade den Weg entlang kam um sich mit ihr
zu versöhnen. Als er nun sah das sogar Apoll sich an sie heran
machte, zumindest sah es für ihn so aus, war es vorbei. Kochend
vor Eifersucht kam er auf Apoll zu gestürmt. Doch bevor er Apoll
erreichte stand Arden vor ihm und sah ihn gelassen an. „Du
willst dich prügeln? Ist es schon soweit? Nun dann prügle dich
mit mir, denn auf mich bist du doch eifersüchtig, wegen mir hast
du doch Angst um deine Liebe. Lass Apoll aus dem Spiel. Lass es
uns austragen jetzt und hier.“ Andora bekam mit was los war und
sah das Ethan einschreiten wollte, doch da hob sie nur leicht
abwehrend die Hand. Die beiden sollten es unter sich aus machen.
Ikarus antwortete nicht mal sondern schlug sofort zu. Arden war
um einiges älter als Ikarus und hatte zudem viele Jahre
praktische Kampferfahrung. So wich er dem Schlag leicht aus, er
sah Ikarus an. „Du bist schnell und gut, aber auch schnell genug
für mich?“ Er reizte ihn noch und Ikarus blind vor Eifersucht,
versuchte es abermals, doch wieder traf er nicht. Arden schlug
nicht zurück, sondern sah ihn immer noch ruhig an, während er
auswich. „Was glaubst du weswegen ich so viele Jahre fort war?
Doch nur wegen einer Frau und weil ich mich ebenso verhielt wie
du und wozu das ganze? Für nichts. Ich habe gelitten, meine
Eltern haben gelitten und das für absolut nichts.“ Auch dem
nächsten Schlag wich er aus, ohne selber die Hand zu heben. „Wir
wissen alle das du deine Gefährtin liebst und jeder respektiert
das auch. Dennoch hätte dir von Anfang an klar sein müssen, das
jeder Kerl sie begehren wird, da nehme ich mich nicht aus.“
Inzwischen wurden Ikarus Angriffe weniger, er wurde wieder klar
und hörte ihm zu, obwohl er immer mal noch versuchte Arden zu
treffen, er knurrte leise. Arden nickte nur leicht während er
dem nächsten Schlag aus wich. „Deine Andora ist nicht irgendeine
Göttin, sie wird im Laufe der Zeit mit vielen Männern schlafen,
mal weil sie es für nötig hält, mal weil sie den Mann
begehrenswert findet und ihn will. Doch immer und grundsätzlich,
wirst du an erster Stelle bei ihr stehen.“ Abermals wich er
einem weiteren Schlag aus. Ikarus wurde langsam klar, das wenn
sich Arden nicht auf die Prügelei einlassen würde, hätte er
keine Chance ihn zu treffen. Also stellte er seine Angriffe ganz
ein und sah Arden nur eisig an. Dessen Blick war immer noch
ruhig. „Du bist mir nur um eines im Vorteil, etwas das ich
damals nicht hatte. Du besitzt ihre Liebe bereits, bei mir war
es einseitig, die Frau die ich begehrte, wollte mich nicht mal.
Und heute, für mich hundert Jahre später, stelle ich fest, die
Frau war es nicht wert. Andora ist es wert, das sehe ich
ein....du willst sie nicht verlieren, doch würdest du das
wirklich? Sie hat dich gewählt, du bist bereits ihr Gefährte und
da könnten etliche Männer kommen...du wärst es immer noch.
Während du den ganzen Kuchen besitzt, müssen sich alle anderen
mit den Krümeln zufrieden geben. Geh in dich, frag dich warum du
so reagierst. Sie gehört doch bereits zu dir. Sie hat sich
entschieden.“ Ikarus sah ihn nun ruhiger geworden an und
nickte......er musste Arden recht geben. Ikarus war zwar
heißblütig und sehr leidenschaftlich...aber er war handfesten
Argumenten gegenüber nicht taub und war bereit sie zu bedenken.
Er sah Andora an und sah die Liebe die sie für ihn empfand in
ihren Augen, dann blickte er zu Arden und Apoll und nickte
wieder. Arden lächelte. „Wenn du dich nun noch prügeln willst,
also gut, dann los. Doch zuerst wollte ich los werden was ich zu
sagen habe.“ Ikarus schüttelte mit dem Kopf. „Nein...du hast ja
recht. Mit mir ging wohl mein heißes Blut durch. Ich weiß das
sie mich liebt und ich liebe sie mehr als mich selber.“ Arden
lächelte immer noch. „Damit kann ich leben. Ich bin gerne bereit
mich mit dir zu prügeln, wenn du das brauchst. Doch Angst das
ich sie dir weg nehmen will, brauchst du nicht zu haben. Mir ist
klar das ich lediglich, wenn überhaupt höchstens mit einigen
schönen Stunden rechnen kann. Denn ihr Herz gehört bereits
felsenfest dir. Kein anderer Mann wird sie je ganz für sich
gewinnen können.“ Apoll trat neben Arden und sah Ikarus ebenso
ruhig an. „Sieh dir Luna an, du hast mit ihr geschlafen, weil
sie dich wollte. Ich weiß das sie mich liebt und ich habe ihr
die Stunden mit dir auch nicht missgönnt, warum auch? Denk mal
darüber nach, das jeder Mann mit dem Andora zusammen sein wird,
ihr wieder ein wenig mehr Erfahrung bringt, die auch dir zugute
kommt. Hinzu kommt, das es dir doch auch besser gehen würde,
wenn du wüsstest sie tut es gerne, als wenn es nur reine Pflicht
ist. Sie liebt die Männer, das liegt in ihrer Natur und das ist
auch gut so, weil sonst hätten wir ein ernstes Problem.....denk
mal an deine Mutter. Das einzige das sie bisher davon abgehalten
hat ihrer Natur zu folgen....ist deine Eifersucht.“ Ikarus sah
fragend zu Andora und sie nickte leicht bestätigend. Er drehte
sich schweigend um und ging. Ares wollte ihm folgen doch Ethan
hielt ihn am Arm zurück. „Nein...er muss darüber nach denken,
lass ihn nun erst mal in Ruhe. Arden und Apoll haben ihm einiges
zum nach denken gegeben.“ Ares nickte, sah aber dennoch in die
Richtung in der Ikarus verschwunden war und seufzte. Ethan
lächelte. „Es ehrt dich das du ihm bei stehen willst, doch es
gibt Zeiten da muss ein Mann alleine sein.“
Ikarus ging zur Bernsteinhöhle
und betrat diese um sich dann neben Myrions Sarg zu stellen.
Sanft glitt seine Hand über das Glas, während er hinein sah.
„Ich weiß das sie recht haben und mir ist klar das ich mich wie
ein Holzfäller im Wald aufführe. Doch was soll ich tun? Was kann
ich gegen dieses Gefühl tun? Ich liebe sie so sehr das ich
verflucht Angst habe sie zu verlieren. Sie ist, ich glaube meine
einzige Schwäche.“ Myrion erschien als Geist neben ihm, der
Sargdeckel fuhr herunter. Ikarus sprang vor Schreck zurück. Dann
setzte sich der lebende Myrion auf und sah ihn an. „Du kämpfst
gegen die Dämonen in deinem Herzen und die zu besiegen ist
schwerer als die lebenden Dämonen in Sephiroths Gefolge.“ Myrion
erhob sich und kam auf ihn zu. Nun sah Ikarus das Myrion
wirklich wie ein Bär war, er war ein Muskel bepackter Hüne vor
dem selbst er Respekt hatte. Er starrte regelrecht auf Myrions
Oberarme, der leicht grinste. Myrion nahm ihn am Arm und führte
ihn zu einer Ecke in der ein kleiner Tisch und Stühle standen.
„Setz dich und höre mir nun genau zu. Folge dann meinen Worten
und tue genau das was ich dir sage, verstanden?“ Ikarus konnte
nur nicken und setzte sich schnell. Er blickte Myrion aufmerksam
an. Der schmunzelte und nahm Ikarus Hände in seine. „Schließe
die Augen und betritt den Raum den ich dir nun zeigen werde.“
Ikarus tat was man ihm sagte er schloss die Augen. Es dauerte
eine weile dann sah er was Myrion sah. „Siehst du das Licht dort
am Ende des Flures? Das ist Andora, du entfernst dich immer
weiter von ihr, je eifersüchtiger du wirst. Heute hat sie dich
zum ersten mal abgelehnt, frage dich warum und sei ehrlich zu
dir.“ Ikarus seufzte leise. „Weil ich sie die letzten Tage
meistens nur gefordert habe um sie so ausgelastet zu halten,
damit sie zu keinem anderen geht.“ Myrion nickte und stellte
seine nächste Frage, während das Licht am Ende des Flures näher
kam. „Wie würdest du dich fühlen, wenn Andora dich nur fordern
würde, damit du zu keiner anderen gehst und nicht weil sie dich
wirklich will und scharf auf dich ist?“ Ikarus nickte. „Ich
verstehe.“ Myrion drückte seine Hand. „Beantworte die Frage, ich
weiß das du verstehst. Sprich es aus.“ Ikarus seufzte. „Ich
würde mich mies fühlen. Wenn sie mit mir schläft, will ich das
sie mich auch will und nicht nur um mich von irgendwas ab zu
halten.“ Myrion nickte. „Und da wunderst du dich und bist noch
beleidigt das sie es ablehnt mit dir zu schlafen? Das sie nicht
so benutzt werden will?“ Abermals kam das Licht näher. Myrion
deutete auf die Frauen die an der Seite standen, eine
attraktiver und heißer als die andere. „Du kannst dir eine
auswählen, nimm sie dir um dein Bedürfnis zu stillen.“ Ikarus
sah sich die Frauen an, dann schüttelte er den Kopf. „Nein, ich
will sie nicht....ich will Andora.“ Die Frauen verschwanden und
statt dessen erschienen Türen. Abermals sprach Myrion. „Öffne
eine der Türen und sieh hinein.“ Ikarus tat was Myrion sagte und
sah nun Aurian...und wie sie auf die Männer wirkte, wie die
ihren Kopf verloren. Ebenso sah er Szene um Szene in der sie mit
anderen Männern als mit Myrion schlief. Er sah aber auch das
Myrion in der Nähe war und auf sie achtete. Er sah das sie tat
was getan werden musste und das es ihr in diesem Fall sogar Spaß
machte. Dann sah er die Kehrseite..das sie Dinge tun musste, die
ihr schwer fielen und dennoch tat sie es. Wie das erste mal mit
Damok. Ikarus wollte sich abwenden, das ging selbst ihm an die
Nieren, das hier Damok und Aurian gezwungen wurden. Er sah
Damoks Zorn darüber das er sich das begehrte Objekt nicht auf
herkömmliche Weise das erste mal nehmen konnte. Er sah wie sie
von Gregorian gegen ihren Willen verführt wurde, weil ihr Körper
reagierte und sie es dann sogar brauchte. Gregorian hatte ihre
einzige Schwäche ausgenutzt um den begehrten Sohn zu bekommen.
Aurian hielt dem stand und verzieh sogar. Leise fragte Myrion.
„Wie würde Andora handeln, mit dem Wissen deiner Eifersucht im
Nacken und wie würde sie handeln wenn sie frei entscheiden
könnte?“ Ikarus seufzte erneut. „Sie würde sich weigern mit
Damok zu schlafen und sich gegen Gregorian wehren. Doch könnte
sie frei entscheiden....dann würde sie wie Aurian handeln, das
weiß ich.“ Myrion nickte zufrieden. „In Damoks Fall wäre das
gesamte Universum untergegangen, hätten die beiden sich
geweigert und in Gregorians Fall, wäre Ethan niemals geboren
worden. Aurian hat immer gesagt, was geschehen muss soll
geschehen. Wir sind nur Figuren in einem Spiel und haben zu
handeln wie es das Schicksal vorschreibt. Mal ist es gut, mal
ist es schlecht, dennoch muss getan werden was getan werden
muss. Sieh mich an.“ Ikarus öffnete die Augen und sah Myrion an.
„Ich sage es dir noch mal..du bist stark, körperlich als auch
seelisch. Du musst ihr Halt geben und ihr nicht noch Steine in
den Weg werfen. Sie liebt dich und Arden hat mehr als recht.
Niemand kann sie dir weg nehmen, denn ihr Herz gehört ganz
alleine dir. Ares akzeptiert sie, sie mag ihn auch und hat ihn
gern....doch lieben tut sie nur dich wirklich. Und wer sagt dir
das es nicht vielleicht sogar wichtig ist das sie mit Arden
schläft oder Apoll oder wem auch immer. Aurian hat dadurch das
sie oft erkannt hat, was die anderen bewegte, alleine damit das
sie mit ihnen ins Bett ging manches Übel verhindert. Nehmen wir
mal Arden....hätte Viola nicht so viel brimborium darum gemacht
und hätte ihm gegeben was er wollte...wem hätte es geschadet?
Niemandem, doch es hätte verhindert das Arden gegangen wäre und
so entsetzlich hätte leiden müssen. Wenn du wissen willst was
Leid ist, stell dir vor du müsstest hundert Jahre von Andora
entfernt leben. Dürftest sie nicht sehen, nicht spüren, nicht
mit ihr reden.....und kämst dann zurück und würdest sehen das
dein ganzes Leid für die Katz war. SO geht es zur Zeit Arden und
Andora kann sein Leid mildern in dem sie ihm das gibt, was Viola
ihm verweigert hat. Doch Andora kann es ihm nicht geben...weil
sie dich viel zu sehr liebt, weil sie spürt das du eifersüchtig
bist und es dir weh tut. Oh so ein kleines bisschen Eifersucht
mag jede Frau, doch wenn man es übertreibt....treibt man sie von
sich fort und hat dann alles verloren auf Grund dieser
Eifersucht. Die Lichtgöttin ist dem Universum verpflichtet, sie
hat die Pflicht zu tun was getan werden muss. Doch Andora wird
daran gehindert, durch dich. Geh in dich bekämpfe dieses
verderbliche Gefühl. Kehre es ins Gegenteil um, ihr habt Lazarus
beobachtet, ihr habt gesehen was Ethan tat....und Junge du
kannst noch mehr lernen, alleine durch zusehen. Man respektiert
dich, selbst Arden und Apoll, ansonsten hätten sie, sie sich
schon längst geholt. Denn wenn du mal ehrlich bist....wenn ein
Mann attraktiv genug ist...könnte die Lichtgöttin ihm nicht
widerstehen. Sie erlag selbst Ethan obwohl sie im ersten Moment
über sein Verlangen erschrocken war.“ Ikarus nickte...er begriff
das er es wirklich übertrieben hatte. Als er sich vorstellte
seine geliebte Andora niemals oder für sehr lange Zeit nicht
sehen zu dürfen, brach es ihm fast das Herz.....und dieses
Gefühl, trieb ihm seine Eifersucht fast aus. Ein wenig war er es
immer noch...aber nun würde er nicht jedem Kerl die Zähne
einschlagen nur weil er mal zärtlich zu Andora war.“ Myrion
beobachtete ihn und sah wie er mit sich kämpfte und dann zur
Einsicht kam. Leise flüsterte er. „Sie liebt mich so sehr, das
sie andere wegen mir leiden lässt.“ Myrion nickte. „
Ja...endlich hast du es wirklich und wahrhaftig begriffen. Und
nun geh und versöhne dich mit ihr, sag ihr das egal was sie tut,
du hinter ihr stehst und immer in ihrer Nähe sein wirst.“ Ikarus
nickte und sah Myrion noch mal an, dann deutete er auf dessen
Oberarme. „Wie kommt man an diese Muskeln? Die sind ja
unglaublich.“ Myrion lachte und erhob sich. „Training mein
Junge, siebentausend Jahre Training in der Schmiede. Hier sitzen
etliche Schwerter und noch einiges andere drin, glaub mir. Ich
verrate dir einen Trick, nimm ein Gewicht und stemme es immer
wieder, vergiss aber nicht beide Arme zu benutzen und dann
erhöhe das Gewicht langsam aber stetig.“ In seinen Händen
erschien ein Hammer....sein Schmiedehammer. Er reichte ihn
Ikarus. „Wenn du den stemmen kannst, dann hast du die gleiche
Kraft wie ich.“ Als Ikarus den Hammer nehmen wollte wäre ihm der
beinahe auf den Fuß gefallen, hätte Myrion ihn nicht noch
festgehalten, weil er damit gerechnet hatte. „Holla also für so
schwach hätte ich mich nicht gehalten, das Ding ist ja
sauschwer.“ Myrion tat ungläubig. „Oh echt?“ Dann nahm er den
Hammer in eine Hand und schwang ihn. „Nö könnte ich nicht
sagen.“ Dabei zwinkerte er Ikarus frech zu. Der musste nun doch
lachen. „Also gut ich werde trainieren und irgendwann werde ich
den Hammer heben können.“ Myrion lächelte. „Ich verrate dir
etwas so testete ich die Kandidaten, wenn sie zu mir in die
Schmiede kamen und fragten ob ich etwas dagegen hätte, wenn sie
es bei Aurian mal versuchen würden. Ich warf ihnen meinen Hammer
zu, konnten sie ihn fangen, durften sie es versuchen, konnten
sie es nicht, hatten sie Pech gehabt. Manch einer hat dabei Blut
und Wasser geschwitzt. Doch ich sag dir eins, was sie zugeworfen
bekamen war meist ein Hammer den sie gerade noch eben tragen
konnten. Meinen hätten sie niemals hoch bekommen. Übersetzt...
verrate nie wie stark du wirklich bist.“ Ikarus grinste und sah
auf den Hammer, den Myrion so leicht in der Hand hielt. „Und was
ist das für einer?“ Myrion folgte seinem Blick. „Das ist
wahrhaftig meiner.“ Myrion überlegte...dann kam ihm eine Idee.
„Pass auf mein Junge, ich werde dir jedes Jahr sobald du den
Vorgänger mit Leichtigkeit schwingen kannst einen neuen Hammer
hier hin legen...in der gleichen Reihenfolge wie ich sie mir
erstellte. Denn mir wurde irgendwann jeder Hammer zu leicht so
das ich nach und nach immer einen schwereren haben musste. Und
irgendwann wirst du diesen hier bekommen....nur rechne damit das
es siebentausend Jahre dauern kann.“ Ikarus strahlte ihn an.
„Aber wie soll ich das schaffen? Ich bin kein Schmied.“ Myrion
nickte. „Benutze deine Gewichte die du besitzt, trainiere Kraft,
Schnelligkeit und Ausdauer. Binde dir Gewichte an die Knöchel
und renne damit. Aber nimm welche wo du nicht gleich einen
Sprint mit hinlegen kannst sondern schwer genug das es dir
anfangs wirklich schwer fällt. Ebenso an die Arme. Das erhöht
deine Kraft und deine Schnelligkeit. Lass sie den ganzen Tag am
Körper und nimm sie nur ins Bett ab oder eben wenn du mit Andora
deinem Vergnügen nachgehst. Denn wenn du die Gewichte abnimmst
Junge bist du schnell wie der Blitz.“ Das leuchtete Ikarus ein
und er nickte. „Darf ich dich noch etwas fragen?“ Myrion
lächelte und nickte ihm zu. „Was möchtest du denn wissen?“
Ikarus druckste einen Moment herum doch dann kam es doch. „Nun
man erzählt sich wahre Legenden über deine....na ja Potenz. Wie
kann ich meine steigern?“ Myrion lachte nun herzlich. „Also mein
Junge das ist einfach...üben..üben..üben. Doch es ist nicht nur
die Potenz, sondern auch die Ausdauer die wichtig ist und ebenso
kleine Tricks die ich verwendet habe.“ Nun klärte Myrion Ikarus
auf und gab Tricks von sich, das Ikarus zwischendurch immer mal
lachen musste, weil sie so simpel waren. Dann fragte er Myrion
noch wie er diese Lichtaura, die auch Lazarus gehabt hatte als
er mit Andora geschlafen hatte bekommen könnte. Myrion sah ihn
an. „Also wie du deine Lichtaura aufrufen kannst weißt du ja
bereits, du hast es schon getan, doch das sie von innen nach
außen strahlt, wie bei Lazarus während des Liebesakts, das liegt
an dir...Lazarus zeigte so seine Liebe zu Andora, es war simpel
die Liebe die es ermöglichte. Bei Andora wiederum war es die
Lust die sie empfand.“ Myrion lächelte leicht sinnend. „Lazarus
bringt oder brachte das beste in den anderen hervor.“ Er sah
Ikarus wieder an. „Ares ist ebenso sanft wie Lazarus....achte
gut auf ihn, er ist ein wahres Juwel.“ Ikarus nickte und
bedankte sich bei Myrion. Der legte ihm noch einen Hammer auf
den Tisch. „Versuche ihn zu heben...wenn du das kannst, bekommst
du den nächsten, doch nun ist meine Zeit hier um und ich muss
gehen. Denk daran was ich dir gesagt habe. Sie liebt dich mehr
als ihr Leben.“ Er drückte Ikarus noch mal an sich, dann drehte
er sich um und legte seinen Körper wieder zur Ruhe. Myrion
hoffte nun das er dem jungen Gott wirklich hatte helfen können.
Ikarus sah den riesigen Mann an und nickte als er in den Sarg
sah und flüsterte leise. „Danke für alles.“ Dann strich er noch
mal sanft über den Sarg und ging um sich mit Andora zu versöhnen
und ihr zu sagen, das egal was sie tun würde, er hinter ihr
stand.
  
 
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