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Kapitel 37: Anatol

Als fest stand das sie
tatsächlich schwanger war und sich ihr Bauch langsam wölbte
unterließ es Luzifer mit ihr zu schlafen, er wollte das Kind
nicht gefährden. Ikarus und Ares hingegen ließen sich dadurch
nicht abhalten. Und wo früher Ikarus eifersüchtig war, wurde es
nun Luzifer, er knurrte Ikarus immer mal an, das er sein Kind
gefährden würde. Ikarus sah ihn dann nur seelenruhig an und
grinste. „ Ja was dachtest du denn? Das ich auf den Spaß mit ihr
verzichten würde, nur weil sie ein Kind trägt? Das habe ich bei
unseren nicht getan und werde es auch jetzt nicht ändern.
Solange es ihr Spaß macht und es ihr gut geht, werde ich nicht
darauf verzichten. Mal abgesehen davon, das sie gerade jetzt
noch weit aus fordernder ist als sonst. Schwanger sein macht
wohl scharf. Du bist ja nur neidisch. Es hat eben auch Vorteile
nicht gar so extrem ausgestattet zu sein. Ich darf....du nicht.“
Jedes mal wenn sie diese oder eine ähnliche Diskussion hatten,
rechnete Ikarus damit das Luzifer mal zuschlagen würde, doch er
tat es nicht sondern knurrte ihn nur an. Die jungen Männer,
Luzifer eingeschlossen kümmerten sich rührend um Andora. Die
Zeit verging und während Araziel bald seinen sechsten Geburtstag
feierte und die beiden Götterkinder ihren dritten hatten, war es
bald für Andora soweit...der lichtgeborene Dämon würde das Licht
der Welt erblicken. Sie saß draußen am See in einem sehr
bequemen Korbstuhl und sah Ikarus und Ares zu wie sie mit den
beiden Kindern im Wasser tobten. Ikarus hatte Luzifer dazu
verdammt bei ihr sitzen zu bleiben und zu springen, wenn sie
etwas brauchte. Nicht das es Luzifer störte, er saß gerne bei
ihr um sich mit ihr zu unterhalten. Seine Liebe zu ihr war
gewachsen und nun wehrte er sich auch nicht mehr dagegen,
sondern genoss das Gefühl. Dann stöhnte Andora leise auf und
Luzifer erschrak. „Was ist los?“ Sie deutete auf ihren Bauch.
„Das Kind, es kommt.“ Wie vor einigen Jahren Ikarus sprang nun
Luzifer auf, er sah sich um, Panik stieg in ihm auf. Ikarus
bekam es mit und bat Ares auf die Kinder zu achten, dann stürmte
er los. Bei Andora angekommen sah er sie fragend an. „Ist es
soweit?“ Sie nickte und er reagierte sofort, hob sie auf seine
Arme und brachte sie schleunigst ins Schlafzimmer. Er hatte beim
laufen schon nach Alandra gerufen die auch sofort erschien. Im
Gegensatz zu damals setzte er sich neben Andora auf das Bett und
hielt ihre Hand. „Ich bleibe bei dir, das stehen wir zusammen
durch.“ Luzifer der ihnen gefolgt war stand wie erstarrt dort
und sah zu wie Andora sich unter den Schmerzen leicht wand und
immer mal aufstöhnte. Alandra bereitete alles vor und dann
konnte es los gehen. Andora keuchte leise und sah Ikarus an.
“Eins schwöre ich dir, die nächsten fünfzig Jahre will ich kein
Kind mehr. Kann kommen was will.“ Er nickte und lächelte
liebevoll. „Bekomme erst mal dieses und dann reden wir weiter.“
Luzifer hatte Angst. Angst um Andoras Leben als auch das sie das
Kind möglicherweise nicht lieben könnte. Es dauerte nicht lange
und der kleine Junge kam zu Welt, er schrie schon laut und
zeigte das er eine kräftige Lunge hatte. Andora sah den kleinen
Jungen an. Es war ein hübsches Kind. Nichts erinnerte daran wer
sein Vater war. Alandra wartete mit dem Kind in den Händen ab,
dann streckte Andora aber ihre Arme aus und Alandra legte ihr
das Kind mit einem aufatmen hinein. Andora sah ihn sich an. Er
hatte jetzt bereits schwarze Haare und dunkle Augen, mit denen
er seine Mutter ansah. Er hatte zu schreien aufgehört als Andora
ihn in ihre Arme nahm. Doch etwas gab es das anders war, der
Junge hatte jetzt bereits kleine Zähnchen. Andora sah Luzifer
fragend an. „Verträgt er Milch oder muss er...“ Luzifer
schüttelte mit dem Kopf. „Er kann ebenso aufgezogen werden wie
jedes andere Kind, nur stille ihn nicht, wie du siehst hat er
bereits Zähne. Das liegt an seinem Dämonenerbe. Die nächsten
drei Jahre wird er wohl auch ein wenig schneller wachsen als die
anderen beiden, denke ich mal.“ Alandra badetet das Kind nun und
zog es an. Als sie es Andora wieder geben wollte, deutete diese
aber auf Luzifer. Also legte Alandra ihm nun das Kind in die
Arme, der es sehr übervorsichtig hielt. Ikarus stand auf. „Pass
auf, so musst du ihn halten.“ Dann zeigte er Luzifer wie er den
kleinen Jungen halten musste. „Sein Köpfchen muss gestützt
werden, er wird noch keine Kraft haben den Kopf selber zu
halten.“ Luzifer sah auf den kleinen Jungen herab, dann löste
sich eine Träne aus seinen Augen die er mit dem Handrücken
abwischte.“ Was ist das?“ Ikarus grinste. „Junge das nennt man
Tränen der Freude. Du freust dich so sehr das du weinst. Das ist
nicht schlimm. Geh hin und bedanke dich bei Andora für das
Kind.“ Luzifer nickte und trat dann zu Andora ans Bett, mit dem
kleinen Jungen im Arm beugte er sich herab um sie zärtlich zu
küssen. „Ich danke dir für alles. Du hast mir mehr Glück
geschenkt als ich je zu träumen gewagt hätte. Vielen Dank.“
Andora nickte sachte und sah Ikarus an. Der sah nun Luzifer an.
„Wie soll der Kleine denn heißen?“ Luzifer sah fragend zu Andora,
doch als diese ihm aufmunternd zunickte, sah er Ikarus wieder
an. „Ich dachte an Anatol, in Anlehnung an den Namen seiner
Mutter, wenn es euch recht ist.“ Ikarus nickte ebenso zustimmend
wie Andora. Luzifer lächelte erfreut und drückte nun Ikarus das
Kind in die Arme, der ihn erstaunt ansah. Luzifer sah ihn an.
„Ich vertraue dir meinen Sohn an, ich werde da ich zwei Welten
zu verwalten habe und noch nebenbei den neuen Gott der
Finsternis aufziehe, nicht die Zeit finden so für ihn da zu sein
wie ich es gerne wäre, daher bitte ich dich ihm ein guter
Ziehvater zu sein.“ Ikarus sah auf den Kleinen herab und dann
Luzifer wieder an. Er nickte. „Der Junge wird nichts vermissen
müssen. Ich werde ihn ebenso aufziehen wie meine eigenen
Kinder.“ Luzifer dankte ihm noch, dann war er verschwunden. Als
Ikarus sich später ein wenig an den See setzen wollte sah er
dort Luzifer stehen, er sah wie dieser immer mal schwer
einatmete. So trat er neben ihn. „Was ist los? Geht es dir nicht
gut?“ Luzifer seufzte. „Nun bin ich wahrhaftig ein heimatloser
Wanderer. Während mich mein Herz hier her zieht, bin ich
gezwungen mich wo anders auf zu halten. Ich werde meinen Sohn
nicht richtig aufwachsen sehen, noch kann ich vollständig meinen
anderen Pflichten nach kommen. Hin und her gerissen zwischen
meinem Herz und meiner Pflicht.“ Er sah Ikarus an. „Wusstest du
das ich noch einen Sohn habe, der gerade heran wächst? Gezeugt
mit der heißen Dämonin die ich dir mal anbot. Sie ist die
Tochter von Val-Gor. Wieso kann ich sie oder auch dieses Kind
nicht lieben? Wieso musste ich ausgerechnet mein Herz an Andora
und nun diesen lichtgeborenen Sohn verlieren?“ Darauf hatte auch
Ikarus keine Antwort und er tat etwas, an das er vor Jahren
nicht mal gedacht hatte. Er legte Luzifer eine Hand auf die
Schulter. Er dachte nach. „Vielleicht weil deine Dämonin, diese
Liebe eh nicht zu würdigen wüsste.“ Luzifer nickte. „Sie will
sowieso nur meinen Körper und natürlich die Machtstellung die
sie durch mich hat.“ Ikarus kicherte leise. „Na das sie deinen
Körper will wird dir wohl nicht so viel ausmachen, oder?“ Nun
musste auch Luzifer lachen. „Ne. das stimmt schon, sie ist
wirklich heiß und die Stellung...na ja solange sie es nicht
ausnutzt, stört mich das auch nicht sonderlich. Zumindest ist
mein Bett so nicht kalt. Willst du es nicht doch mal
ausprobieren, ich glaube deinen Körper würde sie auch sehr
ansprechend finden.“ Ikarus schüttelte lachend den Kopf. „Nein
danke.“ Luzifer sah ihn an. „Warum nicht, immer noch Angst das
man dir ein Kind anhängen könnte oder bist du einfach nur treu?
Ich meine Andora ist nicht gerade die treueste Frau...warum also
du?“ Ikarus sah ihn schmunzelnd an. „Nun ja, das Kind wohl eher
und ich gehe auch mit Elorien ins Bett, also so treu bin ich gar
nicht.“ Luzifer sah ihn an. „Ist sie scharf?“ Ikarus seufzte.
„Das wohl weniger, es hat immer noch mehr was von Pflichtübung,
wenigstens mit mir, als etwas mit Verlangen zu tun.“ Ikarus
erklärte ihm warum er es tat und der nickte verstehend. „Ihr
beobachtet also unsere Galaxie immer noch.“ Es war eher eine
Feststellung als eine Frage. Während sich die beiden
unterhielten, probte auf der Dämonenwelt jemand den Aufstand.
„Und ich sage dir er hat sich
verliebt, glaub es.“ Die junge Dämonin sah ihren Vater an, der
schüttelte den Kopf. „Dana-Gor, hüte deine Zunge, sonst wirst du
dich irgendwann in einer Blutlache wiederfinden. Er hat sich
nicht verliebt, wäre es so hätten wir es gemerkt, seine Macht
wäre schon längst geschwunden. Doch das ist sie nicht, er ist
noch immer mächtig genug dich zu vernichten. Was soll das ganze
überhaupt? Du bist an seiner Seite, er lässt dir ziemlich viele
Freiheiten, die einem Weib eh nicht zustehen würden und doch
willst du immer mehr.“ Val-Gor sah seine Tochter nachdenklich
an. Sie regte sich immer noch auf. „Ja sicher und mit diesem
Lichtweib zeugt er ein Kind, warum frage ich dich? Oder warum
hält er sich so oft auf deren Welt auf, sag mir das.“ Val
seufzte. „Verdammt Dana, alles nur Taktik, das weißt du ebenso
gut wie ich. Uns geht es besser als unter der Fuchtel seines
Vaters, wir haben feste Regeln, wir haben Pakte die wir
schließen können und somit sogar menschliche Diener die hier und
da mal was erledigen. Dein Sohn ist sein Prinz und doch bist du
nicht zufrieden.“ Dann kam ihm ein Gedanke. „Oder meine Gute,
bist du eifersüchtig? Wenn es so ist, dann lass ihn das bloß
nicht spüren, denn sonst kannst du den Wächter begrüßen, glaube
mir. Sei vorsichtig, er hat keine Skrupel dich zu töten, egal
wie viel Freude du ihm in seinem Bett machst. Es gibt genug die
deinen Platz nur zu gerne ein nehmen würden. Oder willst du
seinen Platz für deinen Sohn, da du ihn nicht ein nehmen kannst.
Dann sei noch vorsichtiger, er kennt auch kein Erbarmen mit
einem seiner Ableger, du hast gesehen das er kurz entschlossen
auch einige seiner eigenen Brut tötete. Sei vorsichtig, er hat
einen scharfen Verstand und sieht mehr als du denkst. Verlass
dich nicht darauf, das er nachsichtig ist, vergiss nicht du hast
es hier mit dem Fürsten zu tun und nicht mit einem hergelaufenen
Dämon. Ihn tangierte es nicht mal das man seinen Erzeuger um
brachte und auf welche Weise hast du mit bekommen. Ein
furchtbareres Ende wünscht sich keiner. Ich warne dich Dana. Vor
allem vergiss nicht er hat Damok auf seiner Seite und du willst
dich doch nicht mit dem Chaosgott anlegen, oder?“ Val war
inzwischen ebenso wütend und es hätte nicht mehr viel gefehlt
und er hätte seine Tochter selber wegen Verrats getötet. Dana
merkte es und ließ es nun lieber ruhen. Ihr Leben war ihr doch
wichtiger als sich mit ihrem Vater zu streiten. Doch nahm sie
sich vor, ihre Pläne weiter zu verwirklichen, auf ihren Vater
konnte sie nicht zählen das wusste sie nun. Er war Luzifer
wirklich treu ergeben. Hätte Dana geahnt welchen Stein sie ins
Rollen gebracht hatte, hätte sie wohl lieber geschwiegen, doch
so nahm es seinen Lauf.
Von alle dem wusste Luzifer noch
nichts, er freute sich erst mal über seinen lichtgeborenen Sohn,
unterhielt sich mit Ikarus und dachte über die Zukunft nach. Als
er später nach Haue kam und sich ins Bett legte ahnte er noch
nicht was sich alles ändern würde. Spät in der Nacht weckte man
ihn und bat um eine Unterredung. Eine junge Dämonin die schon
lange scharf auf Danas Platz in der Rangfolge hatte, erzählte
ihm was sie heute gehört hatte. Sein Blick wurde eiskalt, er
nickte leicht und sah die Dämonin an. „Wie ist dein Name?“ Sie
sah ihn schüchtern an, wegen seines eisigen Blicks. „Diona,
Herr.“ Er nickte. „Was erwartest du für deine Informationen,
Diona?“ Sie schwieg einen Moment dann sah sie ihn an. „Einen
dauerhaften Platz in eurem Bett, Herr?“ Luzifer lachte. „Bist du
dir sicher? Dieser Platz ist nicht mehr frei wie du weißt...aber
ich sag dir wie du ihn kriegen kannst. Überwache sie und bringe
mir alles an Informationen was du bekommen kannst und ich
verspreche dir den Platz den du dir wünscht.“ Er sah an ihr
entlang, sie war sehr attraktiv und könnte ihn schon
interessieren. „Ach und noch etwas, besorge mir für die nächste
Nacht drei Frauen..du darfst ruhig dabei sein.“ Sie nickte
eifrig, er winkte sie fort und sie ging. Er setzte sich an den
Kamin und dachte nach, leise murmelte er. „Was für eine kleine
Schlange.“ Kurz darauf erhob er sich und ging in das Zimmer
seines jüngsten Dämonensohnes. Der Junge war jünger als Araziel.
Er hob ihn aus dem Bett und brachte ihn noch mitten in der Nacht
zu Ikubus, dem Schutzdämon. „Achte gut auf ihn, doch lass
Dana-Gor nicht in seine Nähe. Ich werde ihr erzählen das er hier
mit Araziel zusammen lernen soll. Erhöhe deine Wachsamkeit, wenn
nötig setze Wachen ein. Ich glaube beide Kinder sind in Gefahr,
doch ich will weder Araziel noch den Kleinen hier verlieren, sie
sind beide für das Dämonenvolk wichtig. Und schweige, auch
Val-Gor gegenüber.“ Ikubus nickte und nahm den Kleinen an sich.
Er brachte ihn in einem Nebenraum von Araziel unter, dann
erhöhte er die Wachen für diese beiden Räume. Da er nicht wusste
von wem die Gefahr ausging, sah er nun fast jeden als
potenziellen Täter an. Luzifer ging wieder ins Bett und legte
sich neben Dana, doch jetzt hatte er einen Dolch unter dem
Kissen und würde wachsam bleiben. Er seufzte noch mal leise,
dann schlief er wieder ein, doch diesmal nicht so fest das man
ihn im Schlaf überfallen könnte. Selbst im Schlaf war er nun
kampfbereit.
  
Kapitel 38: Fehlende
Unsichtbarkeit

Als Dana am Morgen sah das ihr
Sohn fort war und sie Luzifer deswegen fragte, antwortete er ihr
das es Zeit würde das der Junge lernen sollte und er ihn
deswegen zu Araziel in den Unterricht geschickt habe. Am Abend
verbannte er Dana aus seinem Schlafzimmer, weil er sich mit den
drei Frauen vergnügen wollte. Dana kannte das schon, da er das
immer mal von Zeit zu Zeit tat, also machte sie sich keine
weiteren Gedanken. Sie versuchte weiterhin ihren Plänen zu
folgen und brachte so auch einige andere Dämonen auf ihre Seite.
Diona überwachte sie und hinter brachte Luzifer alles was sie
erfuhr. Allerdings ließ er nun auch Diona überwachen und sah das
sie ihm wirklich treu ergeben war. Etwa nach acht Tagen hatte er
einen Entschluss gefasst. Er wartete ab, er wusste das es nicht
mehr lange dauern würde bis Dana mit ihren Verbündeten versuchen
würde ihn zu beseitigen. Eines Nachts, in denen Dana glaubte das
er erschöpft sein würde, weil sie ihm einige Frauen in sein
Zimmer geschickt hatte und wusste das er nicht widerstehen
konnte, sah sie ihren Moment gekommen. Leise betrat sie mit
ihren Verbündeten das Schlafzimmer, wie erwartet lag Luzifer
zwischen den nackten Frauen im Bett. Sie roch schon das er sich
mit ihnen vergnügt hatte, denn die Luft war noch angefüllt, von
dem wollüstigen Duft den sie verbreitet hatten. Gerade als sie
ihn im Schlaf ermorden wollte, holte er aus und warf die Frauen
in seinem Bett hinaus und stand urplötzlich nackt wie er war,
breitbeinig mit dem Schwert in der Hand im Bett. Dann donnerte
seine Stimme. „Du wagst es also wirklich. Hast du tatsächlich
geglaubt du könntest mich so leicht erledigen?“ Dana war
erschrocken zurück gewichen, er sprang aus dem Bett und ging
langsam auf Dana zu, seine Augen funkelten vor Zorn. „Ist das
der Dank für die Annehmlichkeiten die ich dir bot?“ Ehe sie sich
versah, hatte er bereits sein Schwert geschwungen, doch nicht
sie traf es sondern die die mit ihr das Zimmer betreten hatten.
Eiskalt tötete er jeden ihrer Verbündeten und badete sie und
sich in deren Blut. Dann drehte er sich wieder Dana zu. „Du
willst wissen ob ich noch meine Macht habe? Ja sie ist stark wie
eh und je. Schwöre mir deine Treue...tust du es nicht stirbst du
hier und jetzt, doch solltest du es tun, werde ich dir meine
Macht beweisen und dich zur ersten weiblichen Erzdämonin, mit
der Macht die dir dann zustehen würde, machen. Doch wisse eins,
solltest du mich betrügen, wird der Schwur dich töten und du
würdest verdampfen wie mein Vater und nur Staub wird von dir
übrig bleiben.“ Dana die sich bereits tot gesehen hatte, sah ihn
erstaunt an. „Du tötest mich nicht? Stattdessen erhebst du mich
zur Erzdämonin? Wieso?“ Luzifers Augen funkelten immer noch,
doch jetzt amüsiert. „Weil du gezeigt hast das du es wert bist
eine meiner bösesten Erzdämonen zu werden. Von der dir so
verhassten Lichtgöttin habe ich eines gelernt. Frauen können
weit aus schlimmer sein als Männer. Deswegen. Du wirst mir gute
Dienste leisten.“ Danas sah ihn immer noch ungläubig an. Sein
Körper war von Blut besudelt und der Geruch von frischem Blut
stieg in ihre Nase, sie atmete schwer, sie stellte sich vor wie
sie nun, so wie er war mit ihm ins Bett steigen würde. Ihr wurde
heiß bei dem Gedanken, dann trat sie auf ihn zu und strich mit
ihren Händen über seinen blutbeschmierten Körper. Luzifer
grinste diabolisch als sie das tat, er sah auf sie herab.
„Vergiss es....schwöre mir deine Treue.“ Sie sah ihn glühend vor
Lust an und nickte. Dann leistete sie den Schwur, in der
Hoffnung das er sie sich dann nehmen würde. Nachdem sie den
Schwur geleistet hatte, warf er sein Schwert auf das Bett und
riss ihr die Kleider vom Leib, presste sie an die Wand und nahm
sie sich dort direkt im stehen. Anschließend sah er sie eiskalt
an. „Das war das letzte mal das du meinen Körper genießen
durftest, geh und such dir andere Räumlichkeiten oder geh zu
deinem Vater zurück. Doch in meinem Schlafzimmer will ich dich
nicht mehr sehen. Komm morgen zu mir und ich werde dir deine
Macht und den Rang geben.“ Sie sah ihn entsetzt an. „Ach und
noch was, vergiss das du einen Sohn von mir hast, ihn wirst du
ebenso wenig wieder sehen. Jetzt werde ich seine Erziehung
übernehmen.“ Damit war sie entlassen und konnte gehen. Ebenso
warf er die anderen Frauen aus seinem Zimmer, erst dann ging er
sich säubern und wusch sich das Blut vom Körper. Da sein Zimmer
ebenso voller Blut war wie er zuvor und dort auch noch die
Leichen der Dämonen lagen, suchte er sich ein Zimmer das sauber
war und legte sich dort zur Ruhe, aber nicht ohne sein blutiges
Schwert mit zu nehmen. Am nächsten Morgen sorgte er dafür das
man sein Zimmer reinigte und als Dana zu ihm kam, verlieh er ihr
die Macht einer Erzdämonin und sagte ihr das sie nun eine
Dämonin der körperlichen Lust sei. Das sie sobald sie mit einem
menschlichen Mann ins Bett gehen würde, es ihn das Leben
kostete. Er erklärte ihr das es auf Dämonen und die Götter keine
Wirkung haben würde. Dana war zufrieden, doch fragte sie ihn, ob
er sie nicht doch wieder in sein Schlafzimmer lassen würde. Er
lachte kalt und schüttelte den Kopf. „Nein, der Zug ist
abgefahren. Nun werde ich andere beglücken.“ Damit zog er Diona
die neben ihm stand und auf Befehle wartete, an sich. „Das ist
nun meine neue Favoritin.“ Als Dana ging grinste er, er ahnte
das Diona an seiner Seite keine lange Lebenserwartung haben
würde, dafür würde wohl schon Dana sorgen. Er sah Diona an. „Nun
hast du was du wolltest, doch sei vorsichtig, andere sehnen sich
auch bereits danach, diesen Platz ein nehmen zu können.“ Das
Machtgefüge im Dämonenreich hatte sich wieder mal verschoben.
Die männlichen Erzdämonen waren zwar nicht begeistert eine Frau
unter sich zu finden, allerdings konnten sie auch nichts dagegen
tun.
Als Andora sah was dort geschah,
nämlich das eine Dämonin eine Seele nach der anderen ins
Unterreich schickte, schnaufte sie. Sie zeigte Ares und Ikarus
was dort geschah. „Sie muss getötet werden, es geht kein Weg
daran vorbei. Sie verführt die Kerle reihenweise und stiehlt
ihre Seelen.“ Anubis klärte sie darüber auf, das die Seelen bei
ihm landen würden, da die Männer ja keinen Pakt mit ihr
geschlossen hatten. Allerdings brachte sie das Schicksalsgefüge
durcheinander und auch Moira war auf dem Kriegspfad. Als Luzifer
das nächste mal kam, stand er einer erbosten Andora gegenüber
die ihm zeigte was seine Dämonin tat. „Entweder du änderst es
oder ich schicke jemanden sie zu töten.“ Luzifer sah sie
schmunzelnd an. „Wenn du so wütend bist, bist du richtig süß.“
Damit zog er sie einfach an sich und küsste sie
leidenschaftlich. Was nun Andora noch wütender machte und so
flog er wie von einer Druckwelle getroffen nach hinten. Sie
funkelte ihn an. „Ändere es oder sie ist tot.“ Er erhob sich
lachend. „Kleines du bist einfach göttlich...also gut in was
soll ich es ändern?“ Andora dachte nach. „Hm...wie wäre es wenn
sie mit ihnen schläft, sie hörig macht und dann wenn sie mehr
wollen einen Pakt verlangt. Das würde ihnen nicht gleich die
Seele nehmen, Moira wäre zufrieden, weil der Kerl dann selber
sein Schicksal ändert und wir würden nicht von Seelen
überschwemmt die eigentlich noch nicht sterben sollten. Hinzu
kommt das du so wieder eine Seele mehr hättest für deine
Sammlung.“ Luzifer dachte darüber nach, dann nickte er. „Keine
schlechte Idee.“ Also ließ er am nächsten Tag Dana kommen und
erklärte ihr die Änderung in ihrer Macht. Dana war es recht, ihr
war es eh egal, sie hatte so oder so was sie wollte. Sie war
endlich den Männern gleich gestellt. Allerdings hatte das auch
einen Nachtteil, andere wurden neidisch auf sie.
Ikarus wollte sich gerne mal auf
den beiden Dämonenwelten umsehen, als er Ethan davon erzählte
lachte der herzlich. „Junge das kannst du aber schnell
vergessen, du würdest dort sofort auffallen. Du leuchtest für
die Dämonen so hell, wie ein Sonnenstrahl in dunkler Nacht. Frag
Leander ob er es für dich tut, er würde dort nicht auffallen. Er
könnte dir ja Bericht erstatten.“ So bat er Leander darum, der es
gerne für ihn tat. Durch ihn erfuhr er von dem nächtlichen
Angriff auf Luzifer, als auch welchen Verschleiß der an Frauen
hatte. Ikarus wunderte sich das Luzifer über diesen Angriff
nichts erzählt hatte und als er hörte mit wie viel Frauen er oft
Nachts im Bett lag, schnaufte Ikarus leicht. Er trat auf Andora
zu. „Liebes....ich liebe dich wirklich, glaub mir. Du gibst mir
auch alles was ich brauche...doch ab und zu..würde ich doch
gerne mal...“ Er stotterte leicht vor sich hin, Andora sah ihn
schmunzelnd an. „..möchtest du auch mal was anderes, ich
verstehe schon. An wen hast du da gedacht? An Athene oder Luna?“
Ikarus sah sie überrascht an. „Öhm....ja ich weiß noch
nicht....vielleicht.“ Andora spürte das es ihm schwer fiel treu
zu sein. Sie wusste das sie ihm voll genügen würde, wenn es um
die Befriedigung ging. Doch ebenso wie jeder Mann anders war,
waren es auch die Frauen und das wusste sie. So sah sie ihn
liebevoll an. „Geh tobe dich aus, mit wem auch immer. Hole dir
die Abwechslung die du brauchst. Nur bitte ich dich um eins,
lass es mich niemals sehen. Es zu wissen reicht mir schon.“ Er
nickte und zog sie an sich, dann küsste er sie leidenschaftlich.
Doch dabei blieb es nicht, er wollte mehr und so lagen sie recht
schnell im Bett, wo sie Luzifer überraschte. Der grinste als er
es sah. „Ich entschuldige mich jetzt nicht...doch macht weiter,
ich komme später noch mal wieder.“ Luzifer hatte gesehen was er
sehen wollte, doch wurde ihm nun auch klar das Ikarus weit vor
ihm im Vorteil war. Der konnte zusehen ohne gesehen zu werden,
er konnte sich unsichtbar machen. Das war den Dämonen und auch
ihm nicht möglich. Er hätte gerne gesehen wie Ikarus so im Bett
war. Ikarus hingegen knurrte leise, machte aber ungerührt
weiter. Er wollte sich und Andora jetzt nicht den Spaß verderben
lassen. Luzifer dachte kurz nach, dann erschien er an einem der
beiden Altäre die er für Damok geweiht hatte. Er schnappte sich
kurz einen Dämon der vorbei ging und tötete ihn, so das das Blut
über den Altar lief. „Damok, Gott des Chaos....dürfte ich wohl
um eine Gunst bitten?“ Da Damok ihn eh unter Beobachtung hatte
erschien er . „Was willst du?“ Luzifer sah sich um und dann
Damoks Geist an. „Wäre es möglich mir auch die Unsichtbarkeit zu
verleihen?“ Damok schmunzelte er ahnte wieso Luzifer sie wollte,
fragte aber dennoch grollend. „Wozu? Du hast eine menschliche
Gestalt und fällst so bei ihnen kaum auf, ebenso akzeptiert man
dich auf der Götterwelt, also wozu dann Unsichtbarkeit?“ Luzifer
sah den alten Gott an, dann erklärte er ihm genau wofür er sie
wollte. Damok lachte und nickte. „In Ordnung aber nur einmal pro
Tag.“ Luzifer war zu sehr Dämon als das er sich damit abspeisen
lassen würde. „Sagen wir dreimal.“ Damok schüttelte den Kopf.
„Also gut zweimal, das ist mein letztes Wort.“ Luzifer nickte.
„Das geht in Ordnung.“ Damok hörte in seinem Rücken, auf der
Welt der toten Götter Myrion lachen der leise flüsterte. „Der
Junge ist wirklich gut. Er trickst sogar den Chaosgott aus, wenn
du nicht aufpasst.“ Damok verschwand und sah Myrion an. „Dir
fehlen wohl unsere Prügeleien. Bau eine Arena auf und es kann
los gehen.“ Die beiden prügelten sich natürlich nicht sondern
sahen zu wie Luzifer seine Hände rieb und sich diebisch freute.
Aurian die die beiden Männer gehört hatte und mit bekommen hatte
was Luzifer haben wollte und wofür, grinste und ging nun
ihrerseits her und verlieh Andora, Ikarus und Ares die Fähigkeit
Luzifer wenigstens zu bemerken, auch wenn sie ihn nicht sehen
würden. Ethan würde den Dämon auf Grund seiner Erbmasse eh
spüren. Jetzt lachte sie leise. Jasmin sah sie an und grinste.
„Du wirst dich nie ändern, doch ich glaube das ist es was man an
dir besonders liebte du hast einen eigenartigen Humor. Andora
ist noch zu ernst.“ Aurian nickte leicht. „Lass mal, sie ist
schon richtig so und der Humor kommt mit der Zeit. Das
schlimmste hat sie bereits hinter sich gebracht.“ Nun nickte
Jasmin. „Ich will ehrlich sein, ich hätte es nicht gekonnt, ich
wäre vor ihm geflüchtet, soweit ich nur konnte.“ Aurian sah sie
an. „Das ist der Unterschied, du warst nie so verlangend wie sie
es ist....und wenn Luzifer wüsste wie scharf sie auf ihn ist,
würde er bei uns sitzen so hoch würde er schweben. Ne ne also
sie macht es schon richtig, sie lässt ihn im Glauben das sie
sich lediglich von ihm verführen lässt und er freut sich wenn er
es schafft. Die Dämoninnen rennen ihm das Bett ein, doch
wirklich wollen tut er nur eine, weil sie ihm nicht nach rennt,
weil er hier erobern muss und Andora weiß das. Die Kleine ist
klüger als wir dachten. Irgendwann wird eine Dämonin kommen, die
er wirklich will....doch die wird ihm die kalte Schulter zeigen
und das wird ihn heiß machen. Das wird dann seine endgültige
Gefährtin werden. Allerdings wird ihn das seinen Prinzen kosten
und er wird für einen neuen sorgen müssen.“ Jasmin sah sie
fragend an, doch Aurian legte sich einen Finger auf den Mund und
zwinkerte frech. „Ich will dir doch nicht die Spannung nehmen,
warte nur ab.“
  
Kapitel 39: Damona

Auch Klein Anatol wuchs heran.
Wie Luzifer es schon vermutet hatte etwas schneller als die
anderen beiden, so das er sie nach kaum zwei Jahren schon fast
eingeholt hatte. Inzwischen wurden die beiden Götterkinder bald
sechs Jahre alt und Andora begann sie zu lehren was sie als
Götter wissen mussten. Selbst Anatol obwohl mal gerade knapp
drei saß bereits dabei und hörte aufmerksam zu. In den letzten
beiden Jahren hatte Luzifer sich so oft es ging um Anatol
gekümmert, doch die meiste Zeit hatten Ikarus und Ares mit ihm
verbracht. Wie Ikarus es versprochen hatte, musste der Kleine
nichts vermissen. Wenn sie mit den Kindern herum tobten wurde
Anatol grundsätzlich mit ein bezogen. Doch spürte man, das die
anderen beiden Kinder dem Kleinen nicht ganz trauten. Nicht das
sie ihn abgelehnt hätten, doch man konnte beobachten das sie ihn
ab und zu mal merkwürdig ansahen. Als spürten sie das er anders
war als sie. Andora liebte ihn ebenso wie die beiden
Götterkinder, doch auch sie hatte immer mal Angst das sein
Dämonenerbe durchbrechen könnte. Luzifer begehrte und liebte
Andora nach wie vor und er hütete diese Liebe wie eine zarte
Pflanze. Er wusste welch seltenes Geschenk er da bekommen hatte.
Er musste zwar jedes mal kämpfen, wenn er sie mal für sich
wollte, doch das störte ihn nicht. Er sah wie sie sich oft
Ikarus näherte, wie sie ihn oder auch Ares von sich aus
forderte. Er wusste das er wohl nie dieses Glück haben würde,
doch war er schon glücklich das sie ihn überhaupt ab und zu mal
an sich heran ließ. Er beobachtete auch, das Leander sie
regelmäßig für sich forderte oder auch Arden. Was er aber nie
beobachten konnte war, das sich Ethan sich ihr näherte, was ihn
wunderte. Die drei Kinder wurden als sie alt genug waren auch
von Leander und Ethan trainiert. Die beiden Jungen setzten recht
schnell Muskeln an und waren als sie ins Teenageralter kamen
schon recht muskulös und auch recht hoch gewachsen. Bei
Aphrodite war es anders, bei ihr wollten sich keine Muskeln
zeigen, obwohl man sie genau so trainierte. Die Jahre vergingen
und aus Araziel war inzwischen ein junger Mann geworden. Luzifer
hatte ihm von den sieben Toren zur Hölle erzählt und das er
diese vor seinem dreißigsten Geburtstag durch schreiten musste.
Araziel hatte sich genau so entwickelt wie man gehofft hatte.
Das Erebos sich nie um ihn gekümmert hatte, hatte seinen Hass
auf ihn genährt. Wen er aber verehrte und als Vater ansah, war
Luzifer. Er sah das es sein Ziehvater nicht ganz leicht hatte.
Das er ein Wanderer zwischen den Welten war und bewunderte ihn
dafür das er es dennoch schaffte, für jeden da zu sein. Araziel
wusste von Anatol, Luzifer hatte ihm das nie verheimlicht. Mit
Luzifer in seinem Rücken, begann Araziel die Führung der Dämonen
zu übernehmen. Die beiden begannen Hand in Hand zu arbeiten. Er
hatte schon früh damit begonnen, um seinem Ziehvater ein wenig
mehr Luft zu verschaffen. Ebenso ahnte oder wusste er sogar, das
Luzifer die Lichtgöttin liebte, doch er würde schweigen, weil
ihm klar war, das wenn die Dämonen davon wüssten, würde es zum
Aufstand kommen. Dana hatte ihren Machtbereich etwas ausgeweitet
und war auch mit Val-Gor ins Bett gegangen dem sie eine Tochter
schenkte. Diese junge Dämonin wuchs heran, ausgestattet mit der
Macht ihres Vaters als auch der Macht ihrer Mutter. Schließlich
war sie das Kind zweier Erzdämonen. Luzifer hatte es beobachtet
und Diona die immer noch an seiner Seite war, lag ihm oft in den
Ohren das er dieses Kind töten sollte, weil es eventuell später
mal seinen Platz begehren könnte. Das Mädchen das man Damona
genannt hatte wuchs zu einer wahren Schönheit heran,
ausgestattet mit den verführerischsten Attributen einer Frau.
Selbst ihre Dämonengestalt war nicht so abgrundtief hässlich das
man sie für ein Ungeheuer halten konnte. Luzifers Prinzensohn
begann sie zu begehren und nahm sie sich nach einer weile sogar
mit ins Bett. Auch Luzifer begehrte sie und versuchte sie zu
verführen.....doch nun trat ein was Aurian einst vorausgesagt
hatte. Sie lehnte ihn ab. Damona war klug, sie wusste würde sie
Luzifer zu schnell nach geben, wäre sie für ihn nur eine unter
vielen. Sie kannte seine Begierde, sie wusste das er nie nur mit
einer Frau zufrieden war. Dana die sah das Luzifer ihre Tochter
wollte, redete ihr gut zu, sie machte sie auf Luzifers Vorzüge
aufmerksam, doch Damona, lächelte nur und lehnte ab. Das Luzifer
hier kämpfen musste um diese Frau zu bekommen machte ihn noch
heißer auf sie und als Diona ihm wieder mal in den Ohren
lag...machte er kurzen Prozess und tötete sie, er war es leid
ihr Gejammer zu hören. Er sah das Damona ebenso klug wie eiskalt
war. Er sah das Damona das tat was er damals nicht getan hatte,
sie tötete irgendwann ihre Mutter und nahm kurzerhand ihren Rang
und ihre Macht für sich in Anspruch. Doch sie setzte das weit
aus gezielter und durchdachter ein. Val-Gor interessierte es
nicht besonders das Dana ihr Leben gelassen hatte. Als Luzifer
sich wieder mal Damona näherte um sie zu verführen, sah sie ihn
kalt lächelnd an. „Ich bin bereit dir zu geben was du willst
unter einer Bedingung. Töte deinen nichtsnutzigen Sohn und zeuge
mit mir einen neuen, der klüger und weit denkender sein wird als
dein jetziger. Setze ihn dann als Prinzen ein.“ Luzifer hatte im
Gegensatz zu seinem Erzeuger noch nie mit dem gedacht was er in
der Hose hatte, doch hier und jetzt sah er welche Vorzüge es
haben würde, Damona für sich zu gewinnen. Mit ihr hätte er eine
Gefährtin die nicht nur schön, sondern auch klug wäre. Zudem
dachte er sich das er nun vielleicht sogar mal einen Sohn
bekommen würde, der in seiner Dämonengestalt nicht gar so
hässlich sein würde wie er. Also stimmte er zu und so tötete er
seinen Prinzensohn eiskalt. Damona gab ihm daraufhin was er von
ihr wollte und die erste Nacht die er mit ihr verbrachte, was
wilder als er es sich in seinen Träumen ausgemalt hatte. Er sah
das sie ihm treu ergeben war und mit ihm an einem Strang zog und
nicht gegen ihn arbeitete und so dachte er darüber nach sie
eventuell sogar zur Dämonenfürstin zu machen. Er besprach sich
mit Araziel und der stimmte ihm zu, das Damona ein Glücksgriff
sei. Allerdings machte er ihn auch darauf aufmerksam das er
vorsichtig sein sollte, wenn er mit ihr einen Sohn zeugen würde,
da die Gefahr bestand, das sie ihren Sohn als Fürsten einsetzen
wolle. Das Machtgefüge hatte sich abermals verschoben. Damona
schaffte was Dana nie gelungen war, die Dämonen begannen Respekt
für sie zu empfinden, sogar die alten Erzdämonen waren mit ihr
einverstanden. Damona war Luzifer wirklich treu, sie dachte
sogar für ihn. So ging sie her und verführte Männer in gehobenen
Positionen und als diese ihr hörig waren bestand sie nicht mal
auf einen Seelenpakt sondern bot ihnen an, das sie noch mehr
Karriere machen würden, wenn sie etwas für sie tun würden. So
zog sie sich menschliche Diener heran, über die sie sogar die
Politik der einzelnen Länder, der modernen Welt beeinflussen
konnte. Über sie war Luzifer nun in der Lage sogar Einfluß auf
die menschliche Politik zu nehmen. Sie hatte ein Auge für
Talente und so zeigte sie Luzifer auch immer mal den einen oder
anderen den er im Auge behalten sollte. Es war als habe sie ihre
Augen überall. Sie fand sogar eine passende Gefährtin für
Araziel. Sie wusste sogar das Luzifer Andora liebte. „Ich weiß
es du kannst mir nichts vormachen. Aber es ist in Ordnung,
obwohl mir nicht klar ist wie du Liebe empfinden kannst und
dennoch deine Macht behalten konntest.“ Luzifer sah sie ruhig
an. „Dir ist klar das ich dich nun eigentlich töten müsste.
Dieses Geheimnis darf nie bekannt werden.“ Damona flegelte sich
in einem Sessel herum und sah ihn ebenso an. „Sehe ich so
dämlich aus? Das weiß ich auch, also keine Angst ich schweige,
von mir erfährt keiner was, ich bin doch nicht blöd. Hast du
deswegen mit ihr einen Sohn gezeugt?“ Luzifer schüttelte mit dem
Kopf. „Nein, es ist eigentlich recht simpel. Die höheren Götter
bestimmen immer noch unser Schicksal und so auch das ich diesen
Sohn zeugen musste. Ich weiß nicht wieso, denn ich sehe auch
eine Gefahr von ihm ausgehen und doch ..ich wollte ihn auch.
Dieses Kind ist etwas besonderes, obwohl man inzwischen schon
nicht mehr von Kind reden kann.“ Er lächelte leicht. „Ikarus hat
die beiden Jungen mal in ein Bordell gebracht damit sie ihre
ersten Erfahrungen als Männer machen konnten. Doch ich glaube
sie sind besonders scharf auf ein bestimmtes Mädchen....auch
mein Sohn Anatol.“ Damona nickte. „Aphrodite?“ Luzifer sah sie
erstaunt an. „Woher weißt du von Aphrodite....aber ja, sie meine
ich.“ Sie erhob sich und legte ihm ihre Arme um den Hals,
während sie ihn ansah. „Frag mal Araziel. Du übersiehst das er
ein Halbgott ist und nicht nur Dämonenblut in sich hat und ihn
hat man nicht von der Götterwelt verbannt. Deswegen ist es ihm
möglich auf Grund seines göttlichen Blutes die Welt zu
betreten.“ Luzifer klatschte sich an den Kopf. „Verdammt das
hatte ich ganz übersehen. Nur wieso unterliegt er nicht dem
Licht?“ Damona grinste. „Weil er die Finsternis und das Chaos
von Damok geerbt hat und die Finsternis ist bei ihm stärker,
weil er hier aufwuchs, deswegen ist er in der Lage ihr zu
widerstehen.....und natürlich weil ich ab und zu mit ihm ins
Bett gehe und seine dunklen Neigungen stärke. Übrigens ist er
ganz schön pervers im Bett.“ Luzifer sah sie überrascht an.
„Was.. du machst selbst vor Araziel nicht halt? Und was heißt
pervers?“ Damona lachte. „ Er liebt im wahrsten Sinne des Wortes
dabei Blutbäder. Du weißt doch der Geruch von Blut macht uns
noch wilder und so ….“ Er sah sie überrascht an. „Und dir
gefällt das?“ Damona lachte. „Ja natürlich, ich bin eine Dämonin,
schon vergessen?“ Sie sah ihn an, nahm die Arme von seinem Hals
und legte sie nun um ihn, langsam fuhr sie nur ihre
Dämonenkrallen aus und ließ sie über seinen Rücken fahren, dabei
zerschnitt sie sein Hemd und zerkratzte tief seinen Rücken das
Blut heraus trat. Er knurrte leise vor Begierde, der Blutgeruch
drang in seine Nase und dann überwältigte es ihn. Er verwandelte
sich in den Dämon und sie ebenfalls, was nun geschah, war selbst
für ihn neu. Als es nach einigen Stunden vorbei war, war das
gesamte Zimmer in seine Einzelteile zerlegt. Wie Tiere waren sie
übereinander her gefallen und hatten dabei alles zerstört. Als
er sich nun zurück verwandelte, schnaufte er leise. „Himmel und
das mag er besonders? Kein Wunder das das Licht auf ihn keinen
Einfluss hat. Aber hallo....das war ja verschärft.“ Er grinste
sie an. „Ich bin froh das du auf meiner Seite stehst.“ Sie
grinste zurück. „Ich auch. Doch nun muss ich los, ich habe noch
einiges zu erledigen. Ach und übrigens, rechne mal damit das du
nun einen neuen Prinzen bekommst.“ Beide erhoben sich und als er
sich im Zimmer umsah lachte er. „Wir haben aus dem Zimmer
Kleinholz gemacht. Auf Dauer kann das ganz schön teuer werden.“
Sie sah ihn kokett an. „Auf Dauer wäre mir das aber auch zu
anstrengend, also belassen wir es hauptsächlich bei einem
normalen Liebesakt.“ Dann war sie verschwunden und er sah sich
im Zimmer um. Damona hatte ihm nun etwas gegeben was er bislang
noch nie bekommen hatte. Er hatte eine Frau in seiner
Dämonengestalt lieben dürfen und das gab ihm schon sehr viel.
Zuneigung zu Damona schlich sich langsam in sein Herz und er
lächelte. Dann wurde ihm klar was sie gesagt hatte, das er nun
einen neuen Prinzen bekommen würde, da lachte er laut heraus. Er
rief nach seinen Dienern und beauftragte sie das Zimmer wieder
in Ordnung zu bringen, danach ging er zu Araziel um mit ihm über
seine Prüfungen zu sprechen. Doch hatte Damona auch einen
finsteren Einfluss auf ihn, er begann bösere Neigungen zu
entwickeln. Wo einst die Möglichkeit bestanden hatte, das er
sich mit Ikarus anfreunden hätte können, begann er nun Ikarus
die Liebe von Andora zu neiden. Er wollte sie für sich haben,
obwohl er wusste das man ihm das strengstens verboten hatte. So
griff Damok ein und bestrafte ihn für diesen Wunsch. Luzifer
verschwand und niemand wusste wo er geblieben war. Ikarus und
Ares erfuhren durch Leander von Luzifers verschwinden. Erebos
sah nun seine Chance gekommen, dessen Platz ein zu nehmen, doch
hatte er hier die Rechnung ohne Araziel gemacht. Luzifer hatte
den jungen Halbdämon gut ausgebildet, so trat der eines Tages
vor das erste Tor um sich das Schwert zu holen das seinen
Erzeuger töten konnte. Unterdessen das er sich den Prüfungen
stellen würde, sollte Damona alles in Schach halten. Araziel
schwor ihr, das er Luzifer finden und wieder zurück bringen
würde.
Wo war Luzifer und konnte Araziel
die Prüfungen bestehen? Das fragten sich auch die Göttin des
Lichts und ihre drei Beschützer.
  
 
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