Kapitel 10: Vier Wochen und eine Kindheit


 

Zwanzig Jahre waren es nun schon seit Aurian gegangen war, zwanzig Jahre innerhalb der Arden die Götter verlassen hatte um sich selbst zu finden, zwanzig Jahre in denen die nächste Generation heran gewachsen war und nun darauf hoffte seine eigenen Erfahrungen zu machen.

Viola lernte immer noch und war froh das es keine besonderen Komplikationen gegeben hatte, denn wenn sie ehrlich war, hätte sie wahrscheinlich nicht mit so einer Nonchalance die Aurian zu eigen gewesen war, eine Strafe verhängen können. Sie war anders und vor allem für göttliche Verhältnisse noch blutjung. Sie war ja nicht mal normal geboren worden, hatte nicht die Zeit gehabt die nun die jungen Götter hatten, sie war erschaffen worden.......von Aurian. Sie beneidete die jungen Götter, die Erben der großen Götter darum das diese normal aufwachsen konnten, das sie langsam lernen konnten, sie selbst hatte man einfach ins kalte Wasser geworfen. Wenn man es genau betrachtete war sie mal gerade drei Jahr älter als die jungen Götter die nun heran wuchsen, ja sogar nur drei Jahre älter als ihre eigenen Söhne. Es war ihr nie so bewusst geworden wie an diesem Morgen als sie die jungen Götter wieder mal auf der Wiese am See sitzen sah. Sie sah sie herum albern und mit einander schäkern, jetzt wurde ihr bewusst um was man sie gebracht hatte. Viola weinte, sie weinte um die Jahre um die man sie betrogen hatte, sie weinte um die Zeit die man ihr nicht zum heran wachsen gegeben hatte. Sie weinte, weil ihr klar wurde das man sie um die Zeit der unbeschwerten Jugend betrogen hatte. Sie spürte auf einmal eine nackte männliche Brust in ihrem Rücken und jemand legte seine Arme um sie, sie sah nicht mal nach wer es war. Leise flüsterte ihr jemand ins Ohr. „Ja weine nur, das befreit dich von dem Kummer den du in dir trägst, weinen hilft da. Ihr blieb keine andere Wahl. Ich denke wenn sie eine andere Lösung gefunden hätte um dir das ganze Erbmaterial das benötigt worden war, mit einer normalen Zeugung zu geben, hätte sie es getan. Es gibt kein anderes Wesen, das tatsächlich von so vielen Männern abstammt wie du. Doch du brauchtest die Erbmasse um ihn zur Welt zu bringen.“ Damit deutete ein Arm auf Ikarus, der gerade Athene an sich zog, um sie zu knuddeln. Nun sah sie sich doch um und sah in die sanften Augen von Apoll. Er lächelte. „Frage nicht woher ich wusste das du leidest, Luna und ich sind Empathen und deinen Kummer spürte ich schon fast körperlich.“ Sie sah wieder zu den jungen Leuten und lehnte sich leicht an Apoll an. Der drückte sie sanft an sich. Sie sah wie Byron immer mal zu ihr sah. Byron hörte ihre Gedanken, doch das wusste sie nicht. Sie war emotional so aufgewühlt das er jeden Gedanken mit bekam. Dann sah sie wie Byron leise mit Ikarus flüsterte und mit dem Kopf zu ihr deutete. Apoll hatte es ebenso bemerkt. „Wusstest du das er Gedanken lesen kann? Allerdings nur wenn derjenige starke Gefühle hat und deine sind zur Zeit sehr stark.“ Viola seufzte leise. „Nun ziehe ich auch noch den Jungen mit hinein.“ Apoll lachte leise. „Sieh dir die beiden an, sie sind kräftige starke junge Männer, da schlägt Myrions Erbe durch, das du ihnen mit gegeben hast. Diese drei, Ikarus, Byron und Ares, ergänzen sich, sie werden mit der Zeit immer mehr zusammen wachsen. Wenn du ein wenig Jugend nach holen willst, halte dich an Ethan, ich glaube der wird die pubertäre Phase nie ganz verlassen, er hat mehr Unsinn im Kopf, als diese ganze Bande dort.“ Dabei deutete er abermals zu der Gruppe. Viola sah Apoll an. „Ethan? Er scheint immer so beherrscht und ernst zu sein.“ Apoll nickte. „Ja Ethan, er trägt ebenso wie du ein sehr schweres Erbe mit sich herum, doch er macht es sich leicht und sagt sich das Leben ist schon schwer genug, also warum es sich noch mehr erschweren. Er hat auch viel durch gemacht, hat Höhen und Tiefen erlebt und doch lässt er sich davon nicht unterkriegen. Ich glaube emotional ist er der stärkste Mann den es gibt. Er ist skrupellos, hat aber ein großes Herz, er kann ebenso eiskalt sein wie heißblütig. Ethan ist zu vielschichtig um ihn zu erklären. Er liebt Syra von ganzem Herzen, doch wenn sie mit Lazarus mit gehen sollte, wenn der geht, wird Ethan eine Weile trauern und sich dann dem Leben wieder zuwenden. So ist er nun mal. Lazarus hingegen leidet wenn die, die er liebt gehen und ihn verlassen. Ethan richtet ihn dann immer mit seiner Kraft wieder auf. Ohne ihn hätte Lazarus den Fortgang von Aurian nicht verkraftet und wäre ihr wohl recht schnell gefolgt. Seine Liebe zu Aurian, geht weit tiefer als alle denken.“ Abermals deutete er zu Ikarus. „Und ihm geht es ähnlich. Nur das du hier seine große Liebe bist. Noch hat er es sich nicht eingestanden, noch flirtet er mit den Mädchen und versucht ihre Gunst zu erringen, doch tatsächlich ist es so, das sein Herz nur für dich brennt und das lichterloh. Er versucht es von sich zu drücken, weil er glaubt das du seine Mutter bist, doch ist es bei euch ebenso wie bei Aurian und Lazarus. Körperlich ist er dein Sohn, doch er wurde vom Licht gezeugt und geboren. Er ist ein Sohn des Lichts. Wenn er das mal begriffen hat, wird er sich dir nähern und für sich fordern was ihm zusteht. Doch im Gegensatz zu Lazarus wird Ikarus, die emotionale Stärke von Ethan in sich tragen. Ikarus wird nicht nur bei dir Lazarus ersetzen müssen, sondern auch bei Ethan. Aber ich denke das wird ihm nicht schwer fallen, denn er und Ethan ähneln sich sehr. Sie nehmen beide das Leben leicht.“ Viola sah Apoll immer noch an, der sie nach wie vor in seinen Armen hielt. „Woher weißt du das alles?“ Apoll lachte leise. „Ich sagte dir doch Luna und ich sind Empathen und wir können in die Herzen der anderen sehen.“

Apoll sprach anschließend mit Ethan über Violas Gemütszustand und machte ihm klar das Viola mehr brauchte als Lyams bodenständige Art. „Sie hatte keine Kindheit, keine Jugend und Drangzeit, sie hatte nichts. Sie wurde auf den Platz der Göttin des Lichts gesetzt und fertig. Sie hat alles Wissen was sie braucht, inzwischen hat sie auch ein wenig Erfahrung bekommen, doch es ist als habe sie ein dickes Loch, wo wir anderen die Jugendzeit haben. Jetzt wo sie sieht wie unbeschwert die Heranwachsenden miteinander umgehen, wird es ihr bewusst und sie leidet darunter. Wir vergessen immer das sie eigentlich mit ihnen dort unten sitzen müsste, das sie nicht viel älter als die jungen Leute ist.“ Ethan nickte verstehend. „Du hast recht, darüber haben wir wirklich nie nach gedacht. Sie ist so perfekt das man es vergisst. Sie weiß immer was sie tun muss, hat für jeden die richtige Antwort, ist für jeden da wenn man sie braucht, nur vergessen wir das sie emotional eigentlich noch eine Heranwachsende ist, das sie geistig gerade erst mal einundzwanzig ist und schon fast erwachsene Kinder hat, das passt nicht zusammen. Da müssen wir etwas tun. Wir können sie unmöglich vor den jungen Leuten bloßstellen. Lass mich mal machen, mir fällt sicher etwas ein um dieses Loch zu füllen.“ Ethan wusste nicht was er tun sollte, doch sprach er mit Lazarus und Lyam, er hatte den Ansatz einer Idee, die aber alle anderen Götter für eine weile ohne Viola da stehen lassen würde. Lyam und Lazarus verstanden die Problematik und nach reiflicher Überlegung, stimmten die beiden zu. Das würde Viola zwar nicht älter machen, aber eventuell dieses Loch füllen. So ging Ethan einen Tag darauf in die Bernsteinhöhle um mit Aurian zu reden. Er achtete sehr sorgsam darauf das er wirklich alleine war und sich niemand darin versteckte. Dann rief er nach Aurian und besprach sich mit ihr. Aurian verstand sofort um was es ging und sagte ihm das er zurück gehen sollte. Sie würde es nun in die Hand nehmen.

Als Viola sich an diesem Abend zu Bett legte träumte sie. Sie träumte ihre Geburt und wie sie langsam heran wuchs. Sie träumte davon Aurian als Mutter und Myrion als Vater zu haben. Sie sah aber auch das es nicht nur Myrion war, sondern wie Aurian mit allen Männern schlief deren Erbmasse sie teilweise in sich trug. Sie war ein Kind, das von Aurian liebevoll aufgezogen wurde, sie erlebte das Myrion mit ihr Streiche spielte und er sie auf seinen Schultern trug. Sie lernte auf herkömmliche Weise in dem Aurian ihr alles bei brachte wie sie es bei den jungen Leuten getan hatte, als diese noch Kinder waren. Sie erlebte eine Kindheit, langsam wuchs sie heran und wurde auch zum Teenager der mal bockte und widerspenstig war. Sie hatte nur Unsinn im Kopf und brachte ihre Eltern fast um den Verstand. Aber sie war glücklich und Aurian gab ihr alle Liebe die sie hatte.

In der wirklichen Welt wachte sie morgens nicht auf sondern schlief weiter, man hatte sie in ein extra Zimmer getragen, weil man davon ausging das der Schlaf lange dauern würde. Lyam saß bei ihr am Bett und wechselte sich mit Lazarus und Ethan ab, ihren Schlaf zu bewachsen. Alle anderen Götter machten sich große Sorgen, auch wenn die drei immer wieder beteuerten es sei alles in Ordnung. Oft standen oder saßen auch Byron und Ikarus an ihrem Bett. Ikarus in seiner Angst um Viola wurde es auf einmal bewusst was er wirklich für sie empfand. Lazarus war über Ikarus emotionalen Zustand von Apoll aufgeklärt worden und als dieser sah welche Empfindungen scheinbar Ikarus nun hatte, nahm er ihn beiseite um mit ihm darüber zu reden. Er sah Ikarus an. „Dir ist nun bewusst geworden was Viola wirklich für dich ist oder?“ Ikarus nickte. „Ich liebe sie, bisher dachte ich das ich sie wie ein Sohn liebe, doch nun wird mir klar...“ Er stöhnte leise auf. „ ...das ich sie auch als Frau liebe, das ich sie begehre, das ich sie will. Ich fühle nicht wie ein Sohn zu seiner Mutter, sondern wie ein Mann zu einer Frau.“ Er sah Lazarus an. „Was soll ich nur tun?“ Verzweiflung klang aus seiner Stimme. Lazarus lächelte und legte einen Arm um seinen Sohn. „Du weißt wer Aurian war? Du weißt das ich sie liebte und auch mit ihr schlief?“ Ikarus nickte. „Sicher weiß ich das, sie ist eine Legende. Und es ist bekannt wie ihr zueinander standet.“ Lazarus nickte. „Sie war meine Mutter oder vielmehr das Licht in ihr war es und bei dir ist es nicht anders. Viola hat dich geboren, ebenso wie Aurian mich. Doch wir sind Söhne des Lichts. Was ich damit sagen will ist, du darfst sie begehren, du darfst sie wollen. Ich wusste es damals von selber, du scheinbar nicht, deswegen sage ich es dir. Eines Tages wirst du meinen Platz an Violas Seite ein nehmen in Partnerschaft mit Lyam und Ethan. Es wird der Tag kommen da du den Platz im Dreieck einnehmen wirst den ich im Moment noch inne habe und dazu gehört auch...“ Ikarus begriff endlich. „Das ich mit ihr schlafen werde. Meine Gefühle sind also nicht verwerflich? Ich darf so fühlen?“ Lazarus lächelte und nickte. „Ja es ist absolut in Ordnung. Du darfst so fühlen.“ Ikarus legte seinen Kopf auf Lazarus Schulter und weinte leise. Alles was ihn bedrückt hatte ließ er nun hinaus, es war ein befreiendes Weinen. Lazarus wartete ruhig und hielt seinen Sohn fest in den Armen.

Im Traum wuchs Viola langsam heran bis sie auch erwachsen wurde, dann ließ Aurian alles Revue passieren was tatsächlich geschehen war, ihr kennen lernen mit Lyam, die Liebe die in beider Herzen wuchs. Ihre ersten Male mit Lazarus, Ethan und Leander. Sogar Angel vergaß sie nicht. Viola erlebte alles noch einmal, ihre glückliche Zeit. Im Traum erlebte sie die ganzen zwanzig Jahre mit allen Höhen und Tiefen, ebenso wie die Zeit die sie eigentlich nie hatte. Viola war klar das alles nur eine Illusion war, doch das Glück das sie erlebte, war echt und das war wichtig. Das Loch füllte sich mit illusionären Erinnerungen an eine glückliche Kindheit ebenso wie an eine Zeit als Heranwachsende. Vier Wochen hatte Viola geschlafen und als sie nun wach wurde strahlten ihre Augen, alles was ihr gefehlt hatte, hatte sie nun bekommen. Voller Dankbarkeit ging sie einige Tage später zu Aurians Sarg und legte einen großen Strauss roter Rosen darauf. Sie hatte eine Kindheit bekommen und eine Zeit da sie unbeschwert sein konnte. Es hatte sich alles fest in sie eingebrannt und man sah ihr an das sie nun wirklich glücklich war.

 

Kapitel 11: Erste Bewährungsprobe


 

Es war wieder mal ein schöner sonniger Morgen, abermals saßen die Jugendlichen gemeinsam am See auf der Wiese und schäkerten mit einander. Die drei Nachzügler plantschten im See, denn auch Thanatos, Chronos und Aglaia hatten ihre Kinder zu Viola geschickt. Thanatos Sohn hatten sie Anubis genannt, Aglaia ihre Tochter Moira und Chronos hatte es sich einfach gemacht, er hatte lediglich seinen eigenen Namen etwas verändert und den Jungen rief man Kronos. Am Tisch der Erwachsenen hatten sich Viola, Ethan, Lazarus und Leander getroffen. Sie sahen immer mal zu den Kindern und Jugendlichen. Lazarus lächelte. „Es hat schon ewig nicht mehr so viele Kinder gegeben. Irgendwie ist es schön, sie zu sehen auch wenn man weiß dass einige nur da sind weil ihre Eltern bald gehen werden, wobei bei uns bald auch in ein oder zweihundert Jahren bedeuten kann.“ Sie beobachteten die Jugendlichen und sahen nun das Ikarus ein rechter Draufgänger geworden war, denn was die anderen Jungen sich nicht trauten tat er, er zog wie so oft Athene an sich und ehe diese sich versah, küsste er sie. Als er den Kuss löste brach gejubel bei den meisten Jungen aus und Athene sah ihn verdattert an. Ikarus grinste sie an. „Na einmal musste es doch sein. Zaudern bringt nichts.“ Cyric sah ihn ernst an. „Meinst du es ernst mit ihr oder willst du nur spielen?“ Ikarus lachte. „Was heißt ernst, Leute ich bin siebzehn, ja meint ihr da denke ich schon an eine feste Bindung? Im Leben nicht.“ Wo es sanfter und zarter zuging war bei Byran und Elorien. Er sah Elorien an und nun da Ikarus den Bann gebrochen hatte, küsste er auch sie. Er sah sie anschließend an. „Ich meine es ernst, Liebes ich will nur dich.“ Er zog sie sachte in seine Arme und Elorien strahlte ihn an. Hier hatte die Liebe voll eingeschlagen. Lazarus der es beobachtete sah Ethan an. „Es wird Zeit, die Hormone spielen mehr als verrückt. Julien ist doch Schutzgott der Dirnen, wir sollten ihn fragen ob es irgendwo ein Haus gibt in das wir unbedenklich mit den Jungen gehen können. Sonst fallen sie noch über meine Tochter her.“ Ethan nickte. „Das befürchte ich auch und Ikarus scheint da der erste sein zu wollen. Der Junge ist recht scharf auf sein erstes Mal.“ Viola sah von einem zum anderen“ Ihr wollt mit den Jungen doch wohl nicht in ein Bordell gehen?“ Ethan grinste. „Doch genau das werden wir tun. Ansonsten garantiert hier keiner für die Jungfernschaft von Athene. An Elorien werden sie nicht ran gehen, Byran würde sie erschlagen und das wissen sie, also bleibt nur Athene. Aber so lange sie noch nicht bereit ist, würde es nur Herzeleid bringen, denn ich glaube Ikarus lässt sich nicht mehr lange abhalten von den anderen Jungen mal abgesehen. Nein Lazarus hat recht, sie müssen sich Luft machen können, ansonsten sehe ich schwarz.“ Ethan verschwand um mit Julien zu reden, der nannte ihm ein erstklassiges Bordell in der modernen Welt, wo es sogar recht luxuriös zuging. Anschließend sammelten Lazarus und Ethan die Jungen ein und reisten mit ihnen dort hin, quer durch ihre Galaxie. Julien wartete dort schon, er hatte bereits mit der Bordellmutter gesprochen und sie hatte für jeden der Jungen die passende Frau damit sie sich austoben konnten. Als die Jungen sahen was dort vor sich ging, grinsten sie. Doch einer machte Sperenzchen, Byron wollte nicht, er sah Lazarus an. „Ich werde mit keiner der Damen gehen, ich will das nicht. Ich liebe Elorien und das käme mir wie Betrug vor.“ Lazarus nickte verstehend. „Schon klar mein Junge, doch wenn du nicht wenigstens im Ansatz weißt was du tust, könnte es für dich und vor allem für Elorien recht unerfreulich werden. Hole dir wenigstens schon mal die ersten Erfahrungen. Sie muss es ja nicht erfahren.“ Diesem Argument konnte sich Byron nicht widersetzen, er nickte und wollte es wenigstens versuchen. Byron war zu ehrlich und so erzählte er später doch Elorien davon, was und warum er es getan hatte. Er war überrascht das Elorien lächelte und nickte. Pia hatte ihr erklärt das selbst sie, bevor sich sich mit Gregorien zusammen getan hatte, sich ihre ersten Erfahrungen bei Ethan geholt hatte um nicht so dämlich da zu stehen. Als Elorien nun sagte, das sie sich das auch überlegt hatte, denn es war bekannt das Ethan damit keine Probleme hatte, sich eine junge Frau zu nehmen wenn sie sich ihm anbot, da flippte Byron total aus. Er wollte nicht das sie mit einem anderen schlief, er wollte ihr zeigen was sie wissen musste. Byron war hochgradig eifersüchtig. Elorien ließ den Plan sofort fallen als sie sah wie er durchdrehte. Die anderen Jungen nutzten das ganze weidlich aus. Sie sammelten freudig ihre ersten Erfahrungen. Auch die nächsten Wochen gingen sie immer mal dort hin. So war wenigstens sicher gestellt, das keiner der Jungen auf die Idee kam Athene aus zu nutzen. Allerdings hatte Lazarus nicht mit der starken Libido von Athene gerechnet, als diese heraus bekam, wo die Jungen immer mal hin verschwanden, passte sie eines Abends Ikarus ab und drückte sich an ihn und begann ihn zu streicheln und zu küssen. Ikarus wusste nicht wie ihm geschah, er sah Athene an. „Liebes wenn du so weiter machst, nehme ich mir was du mir gerade anbietest.“ Athene nickte leicht. „Ich weiß und ich will es.“ Das ließ sich Ikarus nun nicht zweimal sagen und so hatte auch Athene ihr erstes mal. Ikarus war sanft und zärtlich, doch wurde im laufe der nächsten Stunden immer leidenschaftlicher und wilder und Athene machte freudig mit. Als sie später in seinen Armen lag, sah er sie fragend an. „Warum ich? Ich meine du hättest auch jeden anderen nehmen können.“ Athene lachte und streichelte mit den Fingern über seine muskulöse Brust. „Weil ich bei dir weiß das du keine Ansprüche an mich stellst, ich muss nicht befürchten das du gleich ausrastest wie Byron bei Elorien. Weißt du ich will auch die anderen ausprobieren, doch will ich sicher sein, das keiner mich für sich alleine will.“ Ikarus verstand und nickte. „Also das musst du bei mir nicht befürchten. Ich mag dich sehr und in gewisser Weise liebe ich dich auch. Aber nicht so das ich nur dir gehören möchte, ich will viele Frauen und nicht nur eine. So wie Lazarus oder Ethan, die nehmen sich was ihnen geboten wird.“ Athene nickte, sie dachte nach dann grinste sie. „Weißt du was mir gerade klar wurde?“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein was denn?“ Sie grinste ihn an. „Das du mein Halbbruder bist, wir haben den gleichen Vater.“ Ikarus sah sie erstaunt an. „Du hast recht, daran hatte ich gar nicht gedacht.“ Er dachte kurz nach. „Also wenn du nicht willst das einer Ansprüche an dich stellt, würde ich eventuell Erebos oder Ares empfehlen, ich glaube die denken ähnlich wie ich. Allerdings solltest du bei Erebos aufpassen, du weißt was er ist.“ Athene nickte. „Obwohl er seine dunklen Neigungen sehr gut unter Kontrolle hat.“ Ikarus nickte leicht. „Aber ich weiß auch das er ein Tier ist, wenn er mit einer Frau zusammen ist.“ Athene grinste: „Hrrrr, das klingt aufregend.“ Ikarus lachte. „Ob du es auch noch aufregend findest wen er dich ans Bett fesselt und dich immer wieder nimmt, bezweifle ich.“ Athene grinste. „Ich bin hart im nehmen und ich mag es wenn ein Mann weiß was er will.“ Ikarus schmunzelte. „Na dann wünsche ich dir viel Spaß. Du bist jedenfalls vor gewarnt.“ Athene war ähnlich wie Riana, ihr machte es auch nichts aus mit zwei Jungen gleichzeitig ins Bett zu gehen, meistens waren es dann Ares und Ikarus. Auch Erebos kam dazu ihre Gunst für sich zu erringen. Als Syra dahinter kam, regte sie sich darüber auf. „Das Mädel spring mit jedem ins Bett der sie will.“ Lazarus lachte leise. „Das wussten wir doch schon vorher, also reg dich nicht auf. Sie nimmt sich mit was sie bekommen kann. Solange die Jungen die Regeln beachten das nein auch nein heißt ist alles in Ordnung. Sie schlägt eben sehr nach mir.“ Syra fand das gar nicht lustig, aber ließ Athene gewähren.

Die jungen Leute wurden auch von den Elternteilen angelernt deren Platz sie später einmal einnehmen sollten und so flog Elorien oft als Schlangendrache im Universum herum. Ihre Flüge gingen immer tiefer bis sie irgendwann auf einmal in einer entfernten Galaxie etwas sah das ihren Atem stocken ließ. Dort kamen von einem Planeten Lichtketten, ähnlich wie Nebelschwaden, die sich in die Galaxie bohrten und dort ganze Planeten oder Monde und Sterne zerstörten. Ihre erste Regung war das müsste sie den Erwachsenen erzählen, doch dann flog sie näher heran, machte sich unsichtbar und versuchte dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Dann sah sie was der Auslöser war, dort stand auf einer Felsklippe ein Mann, er hatte eine dunkle Aura und hinter ihm war ein riesiges Haus aus dem diese Lichtketten kamen, Vor dem Haus entstanden Wesen aus einem Alptraum, obwohl sie noch nie einen Dämon gesehen hatte, wusste sie instinktiv das dies welche waren. Sie betrachtete den Mann vorne näher. Er hatte sehr dunkle Haut, war ungefähr zweimeterzehn groß und überdimensional muskulös, hatte aber ein schönes Gesicht. Er trug lediglich einen Lendenschurz und Sandalen. Elorien konnte es sich nicht zusammen reinem was dort vor sich ging, doch wurde ihr klar, das wenn jemand langsam aber sicher eine ganze Galaxie zerstörte das nicht in Ordnung war. Sie flog zurück, und erzählte ihren Freunden davon. Abermals zeigte sich das Ikarus der geborene Anführer war, er sah die anderen an. „Wir haben nun zwei Möglichkeiten, entweder wir erzählen den Erwachsenen davon oder wir bekämpfen es. Doch denke ich wir sollten es erst mal versuchen. Schließlich sollen wir später die Plätze unserer Eltern einnehmen, sehen wir es als Bewährungsprobe an.“ Die anderen waren ganz seiner Meinung und so nahmen alle ihre Waffen und folgten Elorien bis zu diesem Planeten. Dort angekommen überblickte Ikarus das ganze erst mal. „Also wie es aussieht, müssen wir das Haus zerstören oder das was sich dort drin befindet und diese zerstörerischen Lichtschwaden abgibt. Der Kerl baut hier eine Armee aus Dämonen auf und das verheißt nichts gutes.“ Sie näherten sich dem Kerl, Ikarus sah Elorien an. „Wenn wir kämpfen müssen und wir auf der Gewinnerseite stehen, solltest du gehen.“ Elorian sah ihn fragend an. „Wieso muss ich gehen, gerade wenn wir gewinnen?“ Ikaraus nickte. „Weil du absolut neutral bist, was bedeutet, du stehst immer auf der Seite des schwächeren, sollte also dieser Kerl auf einmal schwächer werden als wir kannst du dir selber denken auf welche Seite du wechseln wirst.“ Elorien knurrte, aber sie musste ihm recht geben. „So sehr mir auch klar ist das wir gewinnen müssen, hast du recht, instinktiv würde ich die Seite wechseln und euch dann angreifen. Also gut ich werde dann gehen um nicht die Seite wechseln zu müssen.“ Ikarus nickte lächelnd. Sie näherten sich weiter dem Kerl auf der Klippe und hielten dann in der Luft schwebend vor ihm an. Sie hatten Keilformation angenommen, vorne als erster Ikarus und zu seinen Seiten leicht nach hinten, Byron, Ares, Cyric, Erebos und als letztes Athene und Elorien. Ikarus Stimme schallte nun zu dem Kerl. „Wer ihr auch seid, haltet ein, ihr zerstört eine ganze Galaxie, für diese Wesen hinter euch.“ Der Mann sah die jungen Götter an und lachte dröhnend. „Haben die Götter nichts anderes auf Lager, das sie mir Kinder schicken? Ich bin übrigens Sephirot und ich werde den Untergang der Götter herbei führen mit meiner Dämonenarmee.“ Ikarus lächelte leicht. „Wir sind keine Kinder mehr, auch wenn wir noch jung sind so habt ihr unserer Macht nichts entgegen zu setzen, also haltet ein, das ist mein letztes Wort, danach werden wir eure Armee, das was dort hinter euch ist und euch vernichten.“ Sephirot lachte und es klang als lache er sie aus. Nun deutete Ikaruas nach vorne. „Angriff Freunde, zerstört das Haus, seine Armee und ihn.“ Dann leuchteten die göttlichen Waffen der jungen Götter auf, und ein entsetzlicher Kampf begann. Dämon um Dämon fiel, doch jedes mal wenn sie einen erschlagen hatten, tauchten dafür zwei neue auf. Ikarus sah es und ihm wurde klar so verschlimmerten sie die Sache nur noch, anstatt sie zu verbessern. Er hatte sich dem Kampf mit Sephirot gestellt, doch war es eine Pattsituation, denn Sephirot war nicht zu unterschätzen. Sie waren beide gleichstark. Sephirot hatte ein ähnliches Schwert wie Ikarus nur das seines rabenschwarz war. Auf einmal verwandelte sich Sephirot, es brachen schwarze Flügel aus seinem Rücken hervor, sein Körper wuchs noch und das Gesicht wurde zu einer Dämonischen Fratze. Doch nun machte es ihm Ikarus nach und auch seine Flügel entfalteten sich. Jedes mal wenn sein Schwert jetzt Sephirot traf, schrie der vor Schmerz auf und seine Haut verbrannte an der Stelle. Er wich zurück und sah Ikarus an. „Der Engel des Friedens, ich hätte es mir denken können. Ich habe bereits von dir gehört.“ Ares sah sich um, und stürmte auf das Haus zu, er sah ebenso wie Ikarus das das Gemetzel nichts nutzte, er ließ eine Feuersalve aus seinem Schwert heraus kommen und brannte so ein riesiges Loch in das Haus, dann schwebte er hinein und sah nun das dort eine Maschine stand, die diese Lichtketten produzierte, abermals ließ er eine Feuersalve los und zerstörte damit die Maschine. Als er nun nach draußen kam, sah er das es aufgehört hatte, nun brachte auch das töten der Dämonen was. Während dessen sprach Ikarus. „Ich aber von dir noch nicht, wo kommst du her, wieso hast du Macht über die Dämonen?“ Sephirot lachte. „Ich bin der Dämonenfürst Sephirot, das hätte dir aber auch klar sein müssen. Dies hier ist meine Welt und hier haben eure göttlichen Kräfte keine Macht, hier müsst ihr auch mit euren Waffen kämpfen. Gut für euch das ihr eure Macht nicht ausprobiert habt.“

Unterdessen hatten auch Gregorian und Ethan mit bekommen das sich im Universum etwas tat. Sie trommelten alle anderen Götter zusammen und folgten dem Kampflärm. Als sie dort ankamen war der Kampf bereits im vollen Gange, die zerstörerische Maschine bereits außer Kraft gesetzt und sie hörten noch die letzten Worte von Sephirot. Sie wollten sich gerade in den Kampf stürzen, als Aurians Antlitz vor ihnen erschien. „Halt das ist nicht euer Kampf, sondern der Kampf der neuen Generation. Jetzt und hier wird es sich entscheiden ob sie fähig sein werden eure Plätze ein zu nehmen.“ Die erwachsenen Götter knurrten leise. Sephirot sah in den Himmel und deutete dort hin. „Dort sind die erwachsenen Götter, schön das sie auch zu unserem Kampf gekommen sind.“ Ikarus brüllte „ Lenk nicht ab!!“ und nahm den Kampf wieder auf. Es ging hin und her und auf einmal kam Ikarus eine Idee er lachte leise und die Lichtaura brach aus ihm heraus. Als er nun in strahlendem Licht mit seinen silbernweißen Flügel gegen Sephirot kämpfte, wich Sephirot heulend zurück. Beim nächsten Schlag traf Ikarus nur noch ins Leere, Sephirot war verschwunden und man hörte nur noch. „Wir werden uns wieder sehen.“ Der Rest war ein Kinderspiel, nun von ihrem Herrn im Stich gelassen, sanken alle anderen Dämonen unter den Waffen der jungen Götter zu Boden. Elorien hatte sich an ihr Versprechen gehalten und zog sich aus dem Kampf zurück und stellte sich neben ihren Vater.

Das Donnerwetter das sie sich später alle anhören mussten war im ganzen Universum zu hören, doch begann man nun darüber nach zu denken woher dieser Dämonenfürst gekommen war. Da Aurians Antlitz erschienen war, hatten sie zumindest den Gedanken das sie damit etwas zu tun hatte. Sie fragten sich nur halt was.

Kapitel 12: Lust und Frust


 

Die Suche nach Sephirot hatten Ethan, Gregorian und Elorien übernommen, doch war das ein unmögliches Unterfangen. Das Universum war groß und sie wussten nicht wo sie ihn suchen sollten. Man konnte nur hoffen, das er sich irgendwann wieder einmal verraten würde. Die jungen Leute hatten sich gut geschlagen, das mussten die Erwachsene neidlos zugeben, auch wenn sie eine Heidenangst um sie ausgestanden hatten. Sie hofften nur das Aurian wusste was sie tat. Man wandte sich erst mal wieder den normalen Pflichten zu.

Die jungen Leute hatten aber noch andere Ideen, so hatten sie von einer ihrer Besuche auf der modernen Welt auch eine Musikanlage mit gebracht und passende Musik dafür. Die hatten sie am Strand aufgestellt und feierten nun eine zünftige Strandparty und das am hellichten Tage. Man hatte Korbstühle und Liegestühle aufgestellt. Man hatte es sich dort bequem gemacht. Ikarus bewegte sich tanzend zu der Musik, was die beiden jungen Frauen neugierig zusehen ließ. Man sah das er von Lazarus mehr mit bekommen hatte als die starke Libido, denn seine Bewegungen waren geschmeidig und recht aufreizend. Als er sah wie die Mädchen ihn anstarrten, zwinkerte er ihnen frech zu. Byran sah gleich Elorien an, die nur mit den Schultern zuckte und lächelte. „Na gucken ist ja wohl nicht verboten oder willst du mir erzählen du guckst nicht? Er ist wirklich heiß das muss ich zugeben.“ An einem Tisch in der Nähe saßen auch die Erwachsenen und lächelten zu dem Treiben der jungen Leute. Lazarus grinste. „Da würde man doch gerne selber mal das Tanzbein schwingen.“ Er sah Viola an. „Na komm Kleines, versuchen wir es auch mal.“ Als sich nun Viola und Lazarus näherten, klatschten die jungen Leute vor Begeisterung in die Hände. Nun legte Lazarus los, er bezog allerdings in seinen Tanz Viola mit ein und als die beiden nun die Hüften schwingen ließen, blieb nicht nur den Erwachsenen der Atem stehen sondern auch den jungen Leuten, egal ob Mann oder Frau. Denn was sie dort geboten bekamen war wahnsinnig aufreizend, denn Lazarus drückte Viola dabei immer mal nahe an sich, stemmte sie über den Kopf um sie dann aufreizend langsam an seinem sportlich durch trainierten Körper herab gleiten zu lassen. Da alle nur Badekleidung trugen, sogar Lazarus mal, sah man nun seine Muskeln arbeiten. Ikarus blieb vor allen anderen die Luft weg, vor allem als Viola an Lazarus herab glitt und ihr Bikinioberteil den Job aufgab und nach oben über die Brust rutschte und somit freie Sicht auf ihre volle Brust gab. Ikarus musste sich setzen und schlug sofort die Beine übereinander. Als Lazarus das sah lachte er und flüsterte leise in Violas Ohr. „Ikarus kann sich kaum noch beherrschen, rechne mal damit das er in den nächsten Tagen zu dir kommen wird.“ Viola sah daraufhin zu Ikarus, der sofort seinen Blick senkte um sich nicht zu verraten. Dann sah sie Lazarus wieder an während sie sich schnell den Bikini richtete und dann weiter mit ihm tanzte. Sie schüttelte den Kopf. „Es ist noch viel zu früh, ich bin noch nicht bereit dazu. Ich kann das nicht.“ Lazarus nickte. „Dann bring es ihm schonend bei, ich glaube nicht das er sonst noch mal den Mut aufbringt. Oder wenn, dann erst in einigen Jahren. Sag ihm das du noch nicht bereit bist und er zudem noch zu jung ist. Oder soll ich mit ihm reden?“ Viola nickte. „Ja bitte, das wäre wohl das beste.“ Cyric der Ikarus Verhalten mit bekommen hatte, sah ihn an. „Reicht dir Athene noch nicht, willst du dich nun auch noch an Viola heran machen?“ Ikarus hatte keinem seiner Freunde sein Geheimnis anvertraut, er sah Cyric leise seufzend an. „Spricht aus dir die Eifersucht? Bist du neidisch das ich mich getraut habe mich Athene zu nähern und sie mir zu nehmen? Vielleicht solltest du es selber mal tun.“ Cyric knurrte leise. „Sie ist meine Schwester, verdammt.“ Ikarus lachte leise. „Halbschwester, du vergisst anscheinend, das ich ebenso ihr Halbbruder bin. Wir haben den gleichen Vater.“ Damit deutete er zu Lazarus. „Also entnehme ich dem das du es noch nicht versucht hast. Junge ich weiß wie scharf du auf sie bist. Das hat nichts mit Liebe zu tun, hier spricht dein Körper. Nur rate ich dir, niemals zu versuchen sie nur für dich haben zu wollen, denn dann wirst du schmerzliche Erfahrungen machen. Sie hat ebenso die Gene von Lazarus mit bekommen wie ich. Wir sind beide scharf auf Abwechslung.“ Cyric senkte den Kopf. „Es ist mehr als nur Begehren und mein Körper. Ich liebe sie.“ Ikarus sah ihn an. „Das ist nichts schlimmes im Gegenteil, es ist doch schön. Dennoch wird sie niemals dir alleine gehören. Wenn dir das nichts ausmacht, solltest du ihr sagen das du sie liebst. Nur wie gesagt mach nicht den Fehler sie nur für dich zu wollen, denn der Schuss wird nach hinten los gehen. Sie hat sich mit mir auch nur eingelassen, weil sie wusste das sie da keine Angst vor haben muss. Vor allem …..ich liebe eine andere Frau.“ Cyric sah sich um. „Eine andere? Jetzt sag nicht Elorien, da macht dich Byron einen Kopf kürzer. Seine Eifersucht ist schon fast krankhaft.“ Ikarus schüttelte seufzend den Kopf. „Nein, nicht Elorien. Doch die Frau die ich liebe, werde ich auch immer teilen müssen. Das heißt falls sie mich mal erhört. Noch habe ich mich ehrlich gesagt nicht getraut.“ Cyric sah sich um und zählte nun eins und eins zusammen. Er sah zu Viola, dann Ikarus an. „Oh nein sag nicht sie. Bist du wahnsinnig? Sie ist deine Mutter.“ Ikarus erhob sich und sah Cyric an. „Nein ist sie nicht, sie hat mich zwar geboren, doch meine Mutter ist sie nicht. Und selbst wenn, was solls, sieh sie dir doch an, sie sieht keinen Tag älter aus als Athene oder Elorien. Sie …..ach vergiss es.“ Er drehte sich herum und ging. Cyric sah ihm nach, für einen kurzen Moment hatte er den Schmerz in Ikarus Gesicht gesehen. Er seufzte leise. Dann sah er wie sich Lazarus von Viola löste, sie noch kurz und heftig küsste und dann Ikarus folgte. Lazarus fand Ikarus am See wo er Steinchen über das Wasser hüpfen ließ. Er setzte sich neben ihn. „Ist es so schlimm?“ Ikarus sah ihn traurig an und nickte. „Mir ist klar das ich noch viel zu jung bin, um mich ihr zu nähern, du musst nichts sagen. Doch mein Körper sagt was anderes und mein Herz fühlt sich wund und zerschunden an. Vor allem wenn ich sehe wie Lyam oder du sie im Arm halten und mir klar wird ich darf es noch nicht. Mir ist bewusst das sie mich noch ablehnen wird.“ Lazarus legte ihm sanft einen Arm um die Schulter und zog ihn an sich, Ikarus weinte leise an Lazarus Schulter. „Du hast doch im Moment viel Spaß mit Athene oder bist du sie schon leid?“ Ikarus sah ihn überrascht mit verweinten Augen an. „Du weiß das sie und ich...na ja, das wir mit einander schlafen?“ Lazarus lachte leise. „Natürlich weiß ich es, meinst du ich bin blind. Junge ich bin ein Eros, so was sehe ich mit verbundenen Augen.“ Ikarus seufzte leise. „Nein ich bin sie noch nicht leid, ich liebe Athene, wer würde sie nicht lieben. Doch nicht wie ein liebender Mann, sondern eher als Freund, Bruder oder wie auch immer, wenn du verstehst. Doch ich begehre sie, sie ist verdammt heiß. Aber sag mal, du regst dich nicht darüber auf? Schließlich ist sie meine Halbschwester.“ Lazarus lächelte sanft. „Warum sollte ich mich darüber aufregen? Sie will dich und du willst sie, damit ist alles gesagt. Solange du ein nein akzeptierst ist alles in Ordnung.“ Ikarus sah ihn entsetzt an. „Natürlich würde ich ein nein akzeptieren, das ist doch wohl selbstverständlich. Wenn sie nicht will muss ich das respektieren.“ Lazarus nickte. „Na also dann ist doch alles in Ordnung.“ Er grinste. „Vor allem da ich weiß das nicht du sie verführt hast sondern sie sozusagen dich.“ Ikarus grinste nun auch und nickte. „Ja sie weiß genau was sie will. Sie hat sich übrigens auch Ares genommen und ihm hat es auch nicht missfallen.“ Lazarus lachte herzlich. „Sie kommt wohl wirklich auf mich heraus, also mir gefällt es. Gut das sie nicht so verklemmt ist und sich nimmt was sie will.“ Ikarus nickte. „Nun ja den ersten Schritt tat sie und als wir drauf ansprangen überließ sie uns den Rest.“ Dann sah er Lazarus fragend an. „Sag mal ist es verwerflich wenn zwei Männer, na ja sagen wir ein bisschen experimentieren? Weil Ares und ich sind einmal gemeinsam mit Athene ins Bett gegangen und na ja, ich habe Ares geküsst und ihm schien es nicht zu missfallen.“ Lazarus sah Ikarus überrascht an, schüttelte dann aber den Kopf. „Nein, es ist nicht verwerflich. Kann es sein das du auch auf Männer stehst? Fährst du zweigleisig, sprich bist du bisexuell?“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein ich bin definitiv hetero und stehe nur auf Frauen, dennoch gab ich dem Impuls nach ihn zu küssen und er erwiderte den Kuss. Und bevor du fragst, auch Ares steht nur auf Frauen, doch missfallen hat es ihm dennoch nicht. Allerdings hat er Angst das Leander dahinter kommen könnte.“ Lazarus nickte verstehend. „Also vor Leander müsst ihr euch nicht fürchten, ich denke er steht da locker drüber. Ich glaube er hätte auch kein Problem damit wenn sein Sohn auf Männer stehen würde. Kam es denn schon zu mehr als einem Kuss?“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein, ein Kuss und ein wenig streicheln, das ist alles.“ Lazarus sah Ikarus nachdenklich an. „Sag mal hättest du etwas dagegen wenn dich Apoll mal genauer ansieht?“ Ikarus zuckte leicht mit den Schultern und blickte Lazarus fragend an. „Nein, doch warum?“ „Nun du bist sehr charismatisch und ich habe da so ein Gefühl, aber ich bin kein Empath, doch Apoll könnte es genau sagen.“ Lazarus dachte nach, irgendwas stimmte nicht oder eventuell sogar mehr als er gedacht hatte, aber das sollte Apoll mal überprüfen. Also rief er geistig Apoll herbei und als dieser erschien und sich neben sie setzte, sah Lazarus ihn an. „Schau bitte mal in Ikarus und sag mir was er genau ist.“ Apoll nickte leicht und schloß die Augen, dann lächelte er leicht. „Dein Sohn ist genau dein Ebenbild, er trägt ein helles Licht in sich, er ist ebenso wie du ein Sohn des Lichts und......ein Eros wie du. Kein Wunder das die Mädchen so hinter ihm her sind. Wenn er mal voll ausgereift ist, wird er dir deutlich Konkurrenz machen......doch es ist auch von Angel viel in ihm drin. Wir alle wissen das dieser Sephirot ihn Engel des Friedens nannte und genau das ist er auch. Er strahlt das Licht geradezu aus. Er hat die Sanftmut von Angel, deine Leidenschaft und das Temperament von Ethan, das ihm Viola mit gab. Sie gab ihm auch noch den scharfen Verstand und Skrupellosigkeit von Leander mit. Auch ein Engel des Friedens ist in der Lage, jemanden skrupellos zu töten, wenn es dem Frieden dient.“ Dann sah er überrascht Ikarus an und grinste. „Außerdem ist er hinter Luna, Alandra und Viola her. Von den anderen will ich mal schweigen, ich will ja nicht alles ausplaudern. Der Junge ist scharf und heiß. Seine Gedanken drehen sich meist nur darum wie er eine Frau ins Bett kriegt. Also genau wie bei dir.“ Dabei grinste er nun Lazarus an. Lazarus lachte leise und nickte. „Ich kriege jede die ich will. Aber sag mir steht er auch auf Männer?“ Apoll horchte kurz. „Nein, mit einer Ausnahme.....Ares. Obwohl er auch eine Frau dabei braucht, Ares alleine kann ihn nicht erregen, doch im Eifer des Gefechts wäre er auch in der Lage sich Ares zu nähern.“ Apoll horchte nun scheinbar in eine andere Richtung. „Übrigens geht es Ares nicht anders, er ist ein wenig verwirrt. Denn allgemein steht er auch nicht auf Männer, doch ein Kuss von Ikarus hat ihn verwirrt, denn er gefiel ihm.“ Apoll sah nun beide an. „Es ist alles in Ordnung mit den beiden, es gibt keinen Grund zur Sorge. Bis auf das Ikarus ein schmerzendes Herz hat, Viola sollte ihn nicht zu lange hinhalten. Er braucht ihre Nähe und ihre Liebe auch auf körperliche Weise. Ihm geht es wie dir und Ethan, wenn ihr lange auf die Göttin des Lichts verzichten müsst. Vergesst nicht, er ist zwar altersmäßig erst siebzehn doch er ist weit aus reifer als sein Alter angibt. Die Reife seines Verstandes und des Körpers entspricht etwa eines zwanzig jährigen.“ Lazarus nickte leicht, so etwas hatte er sich schon gedacht. Er bedankte sich noch bei Apoll, der kurz darauf wieder verschwand. Ikarus sah leicht verlegen aus, seit Apoll davon sprach das er auch Luna begehren würde. Lazarus sah Ikarus an. „Also gut.........ich dachte mir so etwas schon....du brauchst jetzt bereits die Göttin des Lichts und nicht erst in einigen Jahren. Wir müssen dein Ego aufpolieren. Wenn du dich der Göttin des Lichts näherst musst du dir absolut sicher sein das sie dich nicht abweisen wird und wenn du dieses Eros Gen in dir trägst, wird sie dich nicht abweisen, wenn du es richtig anfängst. Du musst von dir selber absolut überzeugt sein.“ Lazarus dachte nach. „Ich weiß eine Frau die sich niemals auf einen anderen einlassen würde, wenn du es schaffst sie herum zu bekommen, schaffst du es auch bei Viola.“ Ikarus sah ihn an. „Bitte nicht Elorien, das könnte ich Byran niemals antun.“ Lazarus schüttelte den Kopf. „Nein nicht Elorien, sondern Syra. Sie ist Ethan und mir absolut treu und würde sich niemals auf einen anderen Mann einlassen. Sie guckt zwar schon mal und ich sehe das der eine oder andere ihr gefällt aber dennoch würde sie sich niemals darauf einlassen.“ Ikarus sah Lazarus erstaunt an. „Syra, deine Frau, bist du verrückt?“ Lazarus sah ihn ruhig an. „Ich bin nicht verrückt, es liegt an dir wie weit du gehst. Ethan und ich stehen darüber, falls sie dir erliegt. Und das sie das wird davon bin ich überzeugt. Sie wird nicht nein sagen können, wenn du es richtig anfängst. Hinzu kommt das du bereits verdammt männlich aussiehst, du bist stark und hast Muskeln an den richtigen Stellen, darauf stehen die Frauen. Setze deinen ganzen Körper ein, verfeinere deine Blicke und deine Gesten. Stelle dich auf die Frau ein, mal hart und fordernd, mal sanft und einfühlsam, kommt auf die Frau an. Vor allem sag dir immer eins, dir kann keine Frau widerstehen. Wenn du auch nur einmal an dir zweifelst hast du verloren.“ Nun begann er Ikarus in einige seiner geheimen Verführungskünste ein zu weihen. Später würde Ikarus alles was Lazarus ihm beigebracht hatte, vor dem Spiegel üben. Er testete es sogar an Elorien aus, ohne etwas von ihr zu wollen. Doch selbst Byron musste feststellen das Elorien auf Ikarus tatsächlich ansprang, was ihm allerdings zugute kam, denn sie machte sich bei ihm Luft. Er sprach auch Ikarus mal darauf an, ob er etwas von Elorien wollte, als Ikarus ihm aber klar machte, das Elorien für ihn absolut tabu wäre, war Byron beruhigt. Er erfreute sich lieber an den leidenschaftlichen Stunden die er nun mit Elorien verbrachte. Doch Ikarus Selbstbewusstsein stieg, als er sah das die Frauen egal wie alt sie bereits waren, ihm kaum widerstehen konnten. Lazarus beobachtete es und grinste leicht. Er hatte natürlich auch mit Ethan gesprochen und der hatte reagiert wie er es erwartet hatte. Lazarus dachte sich, auch wenn Viola meinte noch nicht bereit zu sein, doch wenn sie auch nur einen Bruchteil von Aurian mit bekommen hatte, würde sie Ikarus erliegen ohne darüber nach zu denken, sondern ihr heißes Blut würde mit ihr durchgehen. Nun konnte er nur hoffen das er sich nicht irrte, auf jeden Fall hatte er auch Lyam und Ethan vorbereitet auf das was kommen würde, Lyam war zwar nicht so begeistert hatte aber dann doch zugestimmt. Nun musste man abwarten, den Zeitpunkt würde Ikarus selber festlegen.