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Kapitel 10: Vier Wochen und eine
Kindheit

Zwanzig Jahre waren es nun schon
seit Aurian gegangen war, zwanzig Jahre innerhalb der Arden die
Götter verlassen hatte um sich selbst zu finden, zwanzig Jahre
in denen die nächste Generation heran gewachsen war und nun
darauf hoffte seine eigenen Erfahrungen zu machen.
Viola lernte immer noch und war
froh das es keine besonderen Komplikationen gegeben hatte, denn
wenn sie ehrlich war, hätte sie wahrscheinlich nicht mit so
einer Nonchalance die Aurian zu eigen gewesen war, eine Strafe
verhängen können. Sie war anders und vor allem für göttliche
Verhältnisse noch blutjung. Sie war ja nicht mal normal geboren
worden, hatte nicht die Zeit gehabt die nun die jungen Götter
hatten, sie war erschaffen worden.......von Aurian. Sie
beneidete die jungen Götter, die Erben der großen Götter darum
das diese normal aufwachsen konnten, das sie langsam lernen
konnten, sie selbst hatte man einfach ins kalte Wasser geworfen.
Wenn man es genau betrachtete war sie mal gerade drei Jahr älter
als die jungen Götter die nun heran wuchsen, ja sogar nur drei
Jahre älter als ihre eigenen Söhne. Es war ihr nie so bewusst
geworden wie an diesem Morgen als sie die jungen Götter wieder
mal auf der Wiese am See sitzen sah. Sie sah sie herum albern
und mit einander schäkern, jetzt wurde ihr bewusst um was man
sie gebracht hatte. Viola weinte, sie weinte um die Jahre um die
man sie betrogen hatte, sie weinte um die Zeit die man ihr nicht
zum heran wachsen gegeben hatte. Sie weinte, weil ihr klar wurde
das man sie um die Zeit der unbeschwerten Jugend betrogen hatte.
Sie spürte auf einmal eine nackte männliche Brust in ihrem
Rücken und jemand legte seine Arme um sie, sie sah nicht mal
nach wer es war. Leise flüsterte ihr jemand ins Ohr. „Ja weine
nur, das befreit dich von dem Kummer den du in dir trägst,
weinen hilft da. Ihr blieb keine andere Wahl. Ich denke wenn sie
eine andere Lösung gefunden hätte um dir das ganze Erbmaterial
das benötigt worden war, mit einer normalen Zeugung zu geben,
hätte sie es getan. Es gibt kein anderes Wesen, das tatsächlich
von so vielen Männern abstammt wie du. Doch du brauchtest die
Erbmasse um ihn zur Welt zu bringen.“ Damit deutete ein Arm auf
Ikarus, der gerade Athene an sich zog, um sie zu knuddeln. Nun
sah sie sich doch um und sah in die sanften Augen von Apoll. Er
lächelte. „Frage nicht woher ich wusste das du leidest, Luna und
ich sind Empathen und deinen Kummer spürte ich schon fast
körperlich.“ Sie sah wieder zu den jungen Leuten und lehnte sich
leicht an Apoll an. Der drückte sie sanft an sich. Sie sah wie
Byron immer mal zu ihr sah. Byron hörte ihre Gedanken, doch das
wusste sie nicht. Sie war emotional so aufgewühlt das er jeden
Gedanken mit bekam. Dann sah sie wie Byron leise mit Ikarus
flüsterte und mit dem Kopf zu ihr deutete. Apoll hatte es ebenso
bemerkt. „Wusstest du das er Gedanken lesen kann? Allerdings nur
wenn derjenige starke Gefühle hat und deine sind zur Zeit sehr
stark.“ Viola seufzte leise. „Nun ziehe ich auch noch den Jungen
mit hinein.“ Apoll lachte leise. „Sieh dir die beiden an, sie
sind kräftige starke junge Männer, da schlägt Myrions Erbe
durch, das du ihnen mit gegeben hast. Diese drei, Ikarus, Byron
und Ares, ergänzen sich, sie werden mit der Zeit immer mehr
zusammen wachsen. Wenn du ein wenig Jugend nach holen willst,
halte dich an Ethan, ich glaube der wird die pubertäre Phase nie
ganz verlassen, er hat mehr Unsinn im Kopf, als diese ganze
Bande dort.“ Dabei deutete er abermals zu der Gruppe. Viola sah
Apoll an. „Ethan? Er scheint immer so beherrscht und ernst zu
sein.“ Apoll nickte. „Ja Ethan, er trägt ebenso wie du ein sehr
schweres Erbe mit sich herum, doch er macht es sich leicht und
sagt sich das Leben ist schon schwer genug, also warum es sich
noch mehr erschweren. Er hat auch viel durch gemacht, hat Höhen
und Tiefen erlebt und doch lässt er sich davon nicht
unterkriegen. Ich glaube emotional ist er der stärkste Mann den
es gibt. Er ist skrupellos, hat aber ein großes Herz, er kann
ebenso eiskalt sein wie heißblütig. Ethan ist zu vielschichtig
um ihn zu erklären. Er liebt Syra von ganzem Herzen, doch wenn
sie mit Lazarus mit gehen sollte, wenn der geht, wird Ethan eine
Weile trauern und sich dann dem Leben wieder zuwenden. So ist er
nun mal. Lazarus hingegen leidet wenn die, die er liebt gehen
und ihn verlassen. Ethan richtet ihn dann immer mit seiner Kraft
wieder auf. Ohne ihn hätte Lazarus den Fortgang von Aurian nicht
verkraftet und wäre ihr wohl recht schnell gefolgt. Seine Liebe
zu Aurian, geht weit tiefer als alle denken.“ Abermals deutete
er zu Ikarus. „Und ihm geht es ähnlich. Nur das du hier seine
große Liebe bist. Noch hat er es sich nicht eingestanden, noch
flirtet er mit den Mädchen und versucht ihre Gunst zu erringen,
doch tatsächlich ist es so, das sein Herz nur für dich brennt
und das lichterloh. Er versucht es von sich zu drücken, weil er
glaubt das du seine Mutter bist, doch ist es bei euch ebenso wie
bei Aurian und Lazarus. Körperlich ist er dein Sohn, doch er
wurde vom Licht gezeugt und geboren. Er ist ein Sohn des Lichts.
Wenn er das mal begriffen hat, wird er sich dir nähern und für
sich fordern was ihm zusteht. Doch im Gegensatz zu Lazarus wird
Ikarus, die emotionale Stärke von Ethan in sich tragen. Ikarus
wird nicht nur bei dir Lazarus ersetzen müssen, sondern auch bei
Ethan. Aber ich denke das wird ihm nicht schwer fallen, denn er
und Ethan ähneln sich sehr. Sie nehmen beide das Leben leicht.“
Viola sah Apoll immer noch an, der sie nach wie vor in seinen
Armen hielt. „Woher weißt du das alles?“ Apoll lachte leise.
„Ich sagte dir doch Luna und ich sind Empathen und wir können in
die Herzen der anderen sehen.“
Apoll sprach anschließend mit
Ethan über Violas Gemütszustand und machte ihm klar das Viola
mehr brauchte als Lyams bodenständige Art. „Sie hatte keine
Kindheit, keine Jugend und Drangzeit, sie hatte nichts. Sie
wurde auf den Platz der Göttin des Lichts gesetzt und fertig.
Sie hat alles Wissen was sie braucht, inzwischen hat sie auch
ein wenig Erfahrung bekommen, doch es ist als habe sie ein
dickes Loch, wo wir anderen die Jugendzeit haben. Jetzt wo sie
sieht wie unbeschwert die Heranwachsenden miteinander umgehen,
wird es ihr bewusst und sie leidet darunter. Wir vergessen immer
das sie eigentlich mit ihnen dort unten sitzen müsste, das sie
nicht viel älter als die jungen Leute ist.“ Ethan nickte
verstehend. „Du hast recht, darüber haben wir wirklich nie nach
gedacht. Sie ist so perfekt das man es vergisst. Sie weiß immer
was sie tun muss, hat für jeden die richtige Antwort, ist für
jeden da wenn man sie braucht, nur vergessen wir das sie
emotional eigentlich noch eine Heranwachsende ist, das sie
geistig gerade erst mal einundzwanzig ist und schon fast
erwachsene Kinder hat, das passt nicht zusammen. Da müssen wir
etwas tun. Wir können sie unmöglich vor den jungen Leuten
bloßstellen. Lass mich mal machen, mir fällt sicher etwas ein um
dieses Loch zu füllen.“ Ethan wusste nicht was er tun sollte,
doch sprach er mit Lazarus und Lyam, er hatte den Ansatz einer
Idee, die aber alle anderen Götter für eine weile ohne Viola da
stehen lassen würde. Lyam und Lazarus verstanden die Problematik
und nach reiflicher Überlegung, stimmten die beiden zu. Das
würde Viola zwar nicht älter machen, aber eventuell dieses Loch
füllen. So ging Ethan einen Tag darauf in die Bernsteinhöhle um
mit Aurian zu reden. Er achtete sehr sorgsam darauf das er
wirklich alleine war und sich niemand darin versteckte. Dann
rief er nach Aurian und besprach sich mit ihr. Aurian verstand
sofort um was es ging und sagte ihm das er zurück gehen sollte.
Sie würde es nun in die Hand nehmen.
Als Viola sich an diesem Abend zu
Bett legte träumte sie. Sie träumte ihre Geburt und wie sie
langsam heran wuchs. Sie träumte davon Aurian als Mutter und
Myrion als Vater zu haben. Sie sah aber auch das es nicht nur
Myrion war, sondern wie Aurian mit allen Männern schlief deren
Erbmasse sie teilweise in sich trug. Sie war ein Kind, das von
Aurian liebevoll aufgezogen wurde, sie erlebte das Myrion mit
ihr Streiche spielte und er sie auf seinen Schultern trug. Sie
lernte auf herkömmliche Weise in dem Aurian ihr alles bei
brachte wie sie es bei den jungen Leuten getan hatte, als diese
noch Kinder waren. Sie erlebte eine Kindheit, langsam wuchs sie
heran und wurde auch zum Teenager der mal bockte und
widerspenstig war. Sie hatte nur Unsinn im Kopf und brachte ihre
Eltern fast um den Verstand. Aber sie war glücklich und Aurian
gab ihr alle Liebe die sie hatte.
In der wirklichen Welt wachte sie
morgens nicht auf sondern schlief weiter, man hatte sie in ein
extra Zimmer getragen, weil man davon ausging das der Schlaf
lange dauern würde. Lyam saß bei ihr am Bett und wechselte sich
mit Lazarus und Ethan ab, ihren Schlaf zu bewachsen. Alle
anderen Götter machten sich große Sorgen, auch wenn die drei
immer wieder beteuerten es sei alles in Ordnung. Oft standen
oder saßen auch Byron und Ikarus an ihrem Bett. Ikarus in seiner
Angst um Viola wurde es auf einmal bewusst was er wirklich für
sie empfand. Lazarus war über Ikarus emotionalen Zustand von
Apoll aufgeklärt worden und als dieser sah welche Empfindungen
scheinbar Ikarus nun hatte, nahm er ihn beiseite um mit ihm
darüber zu reden. Er sah Ikarus an. „Dir ist nun bewusst
geworden was Viola wirklich für dich ist oder?“ Ikarus nickte.
„Ich liebe sie, bisher dachte ich das ich sie wie ein Sohn
liebe, doch nun wird mir klar...“ Er stöhnte leise auf. „ ...das
ich sie auch als Frau liebe, das ich sie begehre, das ich sie
will. Ich fühle nicht wie ein Sohn zu seiner Mutter, sondern wie
ein Mann zu einer Frau.“ Er sah Lazarus an. „Was soll ich nur
tun?“ Verzweiflung klang aus seiner Stimme. Lazarus lächelte und
legte einen Arm um seinen Sohn. „Du weißt wer Aurian war? Du
weißt das ich sie liebte und auch mit ihr schlief?“ Ikarus
nickte. „Sicher weiß ich das, sie ist eine Legende. Und es ist
bekannt wie ihr zueinander standet.“ Lazarus nickte. „Sie war
meine Mutter oder vielmehr das Licht in ihr war es und bei dir
ist es nicht anders. Viola hat dich geboren, ebenso wie Aurian
mich. Doch wir sind Söhne des Lichts. Was ich damit sagen will
ist, du darfst sie begehren, du darfst sie wollen. Ich wusste es
damals von selber, du scheinbar nicht, deswegen sage ich es dir.
Eines Tages wirst du meinen Platz an Violas Seite ein nehmen in
Partnerschaft mit Lyam und Ethan. Es wird der Tag kommen da du
den Platz im Dreieck einnehmen wirst den ich im Moment noch inne
habe und dazu gehört auch...“ Ikarus begriff endlich. „Das ich
mit ihr schlafen werde. Meine Gefühle sind also nicht
verwerflich? Ich darf so fühlen?“ Lazarus lächelte und nickte.
„Ja es ist absolut in Ordnung. Du darfst so fühlen.“ Ikarus
legte seinen Kopf auf Lazarus Schulter und weinte leise. Alles
was ihn bedrückt hatte ließ er nun hinaus, es war ein
befreiendes Weinen. Lazarus wartete ruhig und hielt seinen Sohn
fest in den Armen.
Im Traum wuchs Viola langsam
heran bis sie auch erwachsen wurde, dann ließ Aurian alles Revue
passieren was tatsächlich geschehen war, ihr kennen lernen mit
Lyam, die Liebe die in beider Herzen wuchs. Ihre ersten Male mit
Lazarus, Ethan und Leander. Sogar Angel vergaß sie nicht. Viola
erlebte alles noch einmal, ihre glückliche Zeit. Im Traum
erlebte sie die ganzen zwanzig Jahre mit allen Höhen und Tiefen,
ebenso wie die Zeit die sie eigentlich nie hatte. Viola war klar
das alles nur eine Illusion war, doch das Glück das sie erlebte,
war echt und das war wichtig. Das Loch füllte sich mit
illusionären Erinnerungen an eine glückliche Kindheit ebenso wie
an eine Zeit als Heranwachsende. Vier Wochen hatte Viola
geschlafen und als sie nun wach wurde strahlten ihre Augen,
alles was ihr gefehlt hatte, hatte sie nun bekommen. Voller
Dankbarkeit ging sie einige Tage später zu Aurians Sarg und
legte einen großen Strauss roter Rosen darauf. Sie hatte eine
Kindheit bekommen und eine Zeit da sie unbeschwert sein konnte.
Es hatte sich alles fest in sie eingebrannt und man sah ihr an
das sie nun wirklich glücklich war.
  
Kapitel 11: Erste Bewährungsprobe

Es war wieder mal ein schöner
sonniger Morgen, abermals saßen die Jugendlichen gemeinsam am
See auf der Wiese und schäkerten mit einander. Die drei
Nachzügler plantschten im See, denn auch Thanatos, Chronos und
Aglaia hatten ihre Kinder zu Viola geschickt. Thanatos Sohn
hatten sie Anubis genannt, Aglaia ihre Tochter Moira und Chronos
hatte es sich einfach gemacht, er hatte lediglich seinen eigenen
Namen etwas verändert und den Jungen rief man Kronos. Am Tisch
der Erwachsenen hatten sich Viola, Ethan, Lazarus und Leander
getroffen. Sie sahen immer mal zu den Kindern und Jugendlichen.
Lazarus lächelte. „Es hat schon ewig nicht mehr so viele Kinder
gegeben. Irgendwie ist es schön, sie zu sehen auch wenn man weiß
dass einige nur da sind weil ihre Eltern bald gehen werden,
wobei bei uns bald auch in ein oder zweihundert Jahren bedeuten
kann.“ Sie beobachteten die Jugendlichen und sahen nun das
Ikarus ein rechter Draufgänger geworden war, denn was die
anderen Jungen sich nicht trauten tat er, er zog wie so oft
Athene an sich und ehe diese sich versah, küsste er sie. Als er
den Kuss löste brach gejubel bei den meisten Jungen aus und
Athene sah ihn verdattert an. Ikarus grinste sie an. „Na einmal
musste es doch sein. Zaudern bringt nichts.“ Cyric sah ihn ernst
an. „Meinst du es ernst mit ihr oder willst du nur spielen?“
Ikarus lachte. „Was heißt ernst, Leute ich bin siebzehn, ja
meint ihr da denke ich schon an eine feste Bindung? Im Leben
nicht.“ Wo es sanfter und zarter zuging war bei Byran und
Elorien. Er sah Elorien an und nun da Ikarus den Bann gebrochen
hatte, küsste er auch sie. Er sah sie anschließend an. „Ich
meine es ernst, Liebes ich will nur dich.“ Er zog sie sachte in
seine Arme und Elorien strahlte ihn an. Hier hatte die Liebe
voll eingeschlagen. Lazarus der es beobachtete sah Ethan an. „Es
wird Zeit, die Hormone spielen mehr als verrückt. Julien ist
doch Schutzgott der Dirnen, wir sollten ihn fragen ob es
irgendwo ein Haus gibt in das wir unbedenklich mit den Jungen
gehen können. Sonst fallen sie noch über meine Tochter her.“
Ethan nickte. „Das befürchte ich auch und Ikarus scheint da der
erste sein zu wollen. Der Junge ist recht scharf auf sein erstes
Mal.“ Viola sah von einem zum anderen“ Ihr wollt mit den Jungen
doch wohl nicht in ein Bordell gehen?“ Ethan grinste. „Doch
genau das werden wir tun. Ansonsten garantiert hier keiner für
die Jungfernschaft von Athene. An Elorien werden sie nicht ran
gehen, Byran würde sie erschlagen und das wissen sie, also
bleibt nur Athene. Aber so lange sie noch nicht bereit ist,
würde es nur Herzeleid bringen, denn ich glaube Ikarus lässt
sich nicht mehr lange abhalten von den anderen Jungen mal
abgesehen. Nein Lazarus hat recht, sie müssen sich Luft machen
können, ansonsten sehe ich schwarz.“ Ethan verschwand um mit
Julien zu reden, der nannte ihm ein erstklassiges Bordell in der
modernen Welt, wo es sogar recht luxuriös zuging. Anschließend
sammelten Lazarus und Ethan die Jungen ein und reisten mit ihnen
dort hin, quer durch ihre Galaxie. Julien wartete dort schon, er
hatte bereits mit der Bordellmutter gesprochen und sie hatte für
jeden der Jungen die passende Frau damit sie sich austoben
konnten. Als die Jungen sahen was dort vor sich ging, grinsten
sie. Doch einer machte Sperenzchen, Byron wollte nicht, er sah
Lazarus an. „Ich werde mit keiner der Damen gehen, ich will das
nicht. Ich liebe Elorien und das käme mir wie Betrug vor.“
Lazarus nickte verstehend. „Schon klar mein Junge, doch wenn du
nicht wenigstens im Ansatz weißt was du tust, könnte es für dich
und vor allem für Elorien recht unerfreulich werden. Hole dir
wenigstens schon mal die ersten Erfahrungen. Sie muss es ja
nicht erfahren.“ Diesem Argument konnte sich Byron nicht
widersetzen, er nickte und wollte es wenigstens versuchen. Byron
war zu ehrlich und so erzählte er später doch Elorien davon, was
und warum er es getan hatte. Er war überrascht das Elorien
lächelte und nickte. Pia hatte ihr erklärt das selbst sie, bevor
sich sich mit Gregorien zusammen getan hatte, sich ihre ersten
Erfahrungen bei Ethan geholt hatte um nicht so dämlich da zu
stehen. Als Elorien nun sagte, das sie sich das auch überlegt
hatte, denn es war bekannt das Ethan damit keine Probleme hatte,
sich eine junge Frau zu nehmen wenn sie sich ihm anbot, da
flippte Byron total aus. Er wollte nicht das sie mit einem
anderen schlief, er wollte ihr zeigen was sie wissen musste.
Byron war hochgradig eifersüchtig. Elorien ließ den Plan sofort
fallen als sie sah wie er durchdrehte. Die anderen Jungen
nutzten das ganze weidlich aus. Sie sammelten freudig ihre
ersten Erfahrungen. Auch die nächsten Wochen gingen sie immer
mal dort hin. So war wenigstens sicher gestellt, das keiner der
Jungen auf die Idee kam Athene aus zu nutzen. Allerdings hatte
Lazarus nicht mit der starken Libido von Athene gerechnet, als
diese heraus bekam, wo die Jungen immer mal hin verschwanden,
passte sie eines Abends Ikarus ab und drückte sich an ihn und
begann ihn zu streicheln und zu küssen. Ikarus wusste nicht wie
ihm geschah, er sah Athene an. „Liebes wenn du so weiter machst,
nehme ich mir was du mir gerade anbietest.“ Athene nickte
leicht. „Ich weiß und ich will es.“ Das ließ sich Ikarus nun
nicht zweimal sagen und so hatte auch Athene ihr erstes mal.
Ikarus war sanft und zärtlich, doch wurde im laufe der nächsten
Stunden immer leidenschaftlicher und wilder und Athene machte
freudig mit. Als sie später in seinen Armen lag, sah er sie
fragend an. „Warum ich? Ich meine du hättest auch jeden anderen
nehmen können.“ Athene lachte und streichelte mit den Fingern
über seine muskulöse Brust. „Weil ich bei dir weiß das du keine
Ansprüche an mich stellst, ich muss nicht befürchten das du
gleich ausrastest wie Byron bei Elorien. Weißt du ich will auch
die anderen ausprobieren, doch will ich sicher sein, das keiner
mich für sich alleine will.“ Ikarus verstand und nickte. „Also
das musst du bei mir nicht befürchten. Ich mag dich sehr und in
gewisser Weise liebe ich dich auch. Aber nicht so das ich nur
dir gehören möchte, ich will viele Frauen und nicht nur eine. So
wie Lazarus oder Ethan, die nehmen sich was ihnen geboten wird.“
Athene nickte, sie dachte nach dann grinste sie. „Weißt du was
mir gerade klar wurde?“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein was
denn?“ Sie grinste ihn an. „Das du mein Halbbruder bist, wir
haben den gleichen Vater.“ Ikarus sah sie erstaunt an. „Du hast
recht, daran hatte ich gar nicht gedacht.“ Er dachte kurz nach.
„Also wenn du nicht willst das einer Ansprüche an dich stellt,
würde ich eventuell Erebos oder Ares empfehlen, ich glaube die
denken ähnlich wie ich. Allerdings solltest du bei Erebos
aufpassen, du weißt was er ist.“ Athene nickte. „Obwohl er seine
dunklen Neigungen sehr gut unter Kontrolle hat.“ Ikarus nickte
leicht. „Aber ich weiß auch das er ein Tier ist, wenn er mit
einer Frau zusammen ist.“ Athene grinste: „Hrrrr, das klingt
aufregend.“ Ikarus lachte. „Ob du es auch noch aufregend findest
wen er dich ans Bett fesselt und dich immer wieder nimmt,
bezweifle ich.“ Athene grinste. „Ich bin hart im nehmen und ich
mag es wenn ein Mann weiß was er will.“ Ikarus schmunzelte. „Na
dann wünsche ich dir viel Spaß. Du bist jedenfalls vor gewarnt.“
Athene war ähnlich wie Riana, ihr machte es auch nichts aus mit
zwei Jungen gleichzeitig ins Bett zu gehen, meistens waren es
dann Ares und Ikarus. Auch Erebos kam dazu ihre Gunst für sich
zu erringen. Als Syra dahinter kam, regte sie sich darüber auf.
„Das Mädel spring mit jedem ins Bett der sie will.“ Lazarus
lachte leise. „Das wussten wir doch schon vorher, also reg dich
nicht auf. Sie nimmt sich mit was sie bekommen kann. Solange die
Jungen die Regeln beachten das nein auch nein heißt ist alles in
Ordnung. Sie schlägt eben sehr nach mir.“ Syra fand das gar
nicht lustig, aber ließ Athene gewähren.
Die jungen Leute wurden auch von
den Elternteilen angelernt deren Platz sie später einmal
einnehmen sollten und so flog Elorien oft als Schlangendrache im
Universum herum. Ihre Flüge gingen immer tiefer bis sie
irgendwann auf einmal in einer entfernten Galaxie etwas sah das
ihren Atem stocken ließ. Dort kamen von einem Planeten
Lichtketten, ähnlich wie Nebelschwaden, die sich in die Galaxie
bohrten und dort ganze Planeten oder Monde und Sterne
zerstörten. Ihre erste Regung war das müsste sie den Erwachsenen
erzählen, doch dann flog sie näher heran, machte sich unsichtbar
und versuchte dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Dann sah sie
was der Auslöser war, dort stand auf einer Felsklippe ein Mann,
er hatte eine dunkle Aura und hinter ihm war ein riesiges Haus
aus dem diese Lichtketten kamen, Vor dem Haus entstanden Wesen
aus einem Alptraum, obwohl sie noch nie einen Dämon gesehen
hatte, wusste sie instinktiv das dies welche waren. Sie
betrachtete den Mann vorne näher. Er hatte sehr dunkle Haut, war
ungefähr zweimeterzehn groß und überdimensional muskulös, hatte
aber ein schönes Gesicht. Er trug lediglich einen Lendenschurz
und Sandalen. Elorien konnte es sich nicht zusammen reinem was
dort vor sich ging, doch wurde ihr klar, das wenn jemand langsam
aber sicher eine ganze Galaxie zerstörte das nicht in Ordnung
war. Sie flog zurück, und erzählte ihren Freunden davon.
Abermals zeigte sich das Ikarus der geborene Anführer war, er
sah die anderen an. „Wir haben nun zwei Möglichkeiten, entweder
wir erzählen den Erwachsenen davon oder wir bekämpfen es. Doch
denke ich wir sollten es erst mal versuchen. Schließlich sollen
wir später die Plätze unserer Eltern einnehmen, sehen wir es als
Bewährungsprobe an.“ Die anderen waren ganz seiner Meinung und
so nahmen alle ihre Waffen und folgten Elorien bis zu diesem
Planeten. Dort angekommen überblickte Ikarus das ganze erst mal.
„Also wie es aussieht, müssen wir das Haus zerstören oder das
was sich dort drin befindet und diese zerstörerischen
Lichtschwaden abgibt. Der Kerl baut hier eine Armee aus Dämonen
auf und das verheißt nichts gutes.“ Sie näherten sich dem Kerl,
Ikarus sah Elorien an. „Wenn wir kämpfen müssen und wir auf der
Gewinnerseite stehen, solltest du gehen.“ Elorian sah ihn
fragend an. „Wieso muss ich gehen, gerade wenn wir gewinnen?“
Ikaraus nickte. „Weil du absolut neutral bist, was bedeutet, du
stehst immer auf der Seite des schwächeren, sollte also dieser
Kerl auf einmal schwächer werden als wir kannst du dir selber
denken auf welche Seite du wechseln wirst.“ Elorien knurrte,
aber sie musste ihm recht geben. „So sehr mir auch klar ist das
wir gewinnen müssen, hast du recht, instinktiv würde ich die
Seite wechseln und euch dann angreifen. Also gut ich werde dann
gehen um nicht die Seite wechseln zu müssen.“ Ikarus nickte
lächelnd. Sie näherten sich weiter dem Kerl auf der Klippe und
hielten dann in der Luft schwebend vor ihm an. Sie hatten
Keilformation angenommen, vorne als erster Ikarus und zu seinen
Seiten leicht nach hinten, Byron, Ares, Cyric, Erebos und als
letztes Athene und Elorien. Ikarus Stimme schallte nun zu dem
Kerl. „Wer ihr auch seid, haltet ein, ihr zerstört eine ganze
Galaxie, für diese Wesen hinter euch.“ Der Mann sah die jungen
Götter an und lachte dröhnend. „Haben die Götter nichts anderes
auf Lager, das sie mir Kinder schicken? Ich bin übrigens
Sephirot und ich werde den Untergang der Götter herbei führen
mit meiner Dämonenarmee.“ Ikarus lächelte leicht. „Wir sind
keine Kinder mehr, auch wenn wir noch jung sind so habt ihr
unserer Macht nichts entgegen zu setzen, also haltet ein, das
ist mein letztes Wort, danach werden wir eure Armee, das was
dort hinter euch ist und euch vernichten.“ Sephirot lachte und
es klang als lache er sie aus. Nun deutete Ikaruas nach vorne.
„Angriff Freunde, zerstört das Haus, seine Armee und ihn.“ Dann
leuchteten die göttlichen Waffen der jungen Götter auf, und ein
entsetzlicher Kampf begann. Dämon um Dämon fiel, doch jedes mal
wenn sie einen erschlagen hatten, tauchten dafür zwei neue auf.
Ikarus sah es und ihm wurde klar so verschlimmerten sie die
Sache nur noch, anstatt sie zu verbessern. Er hatte sich dem
Kampf mit Sephirot gestellt, doch war es eine Pattsituation,
denn Sephirot war nicht zu unterschätzen. Sie waren beide
gleichstark. Sephirot hatte ein ähnliches Schwert wie Ikarus nur
das seines rabenschwarz war. Auf einmal verwandelte sich
Sephirot, es brachen schwarze Flügel aus seinem Rücken hervor,
sein Körper wuchs noch und das Gesicht wurde zu einer
Dämonischen Fratze. Doch nun machte es ihm Ikarus nach und auch
seine Flügel entfalteten sich. Jedes mal wenn sein Schwert jetzt
Sephirot traf, schrie der vor Schmerz auf und seine Haut
verbrannte an der Stelle. Er wich zurück und sah Ikarus an. „Der
Engel des Friedens, ich hätte es mir denken können. Ich habe
bereits von dir gehört.“ Ares sah sich um, und stürmte auf das
Haus zu, er sah ebenso wie Ikarus das das Gemetzel nichts
nutzte, er ließ eine Feuersalve aus seinem Schwert heraus kommen
und brannte so ein riesiges Loch in das Haus, dann schwebte er
hinein und sah nun das dort eine Maschine stand, die diese
Lichtketten produzierte, abermals ließ er eine Feuersalve los
und zerstörte damit die Maschine. Als er nun nach draußen kam,
sah er das es aufgehört hatte, nun brachte auch das töten der
Dämonen was. Während dessen sprach Ikarus. „Ich aber von dir
noch nicht, wo kommst du her, wieso hast du Macht über die
Dämonen?“ Sephirot lachte. „Ich bin der Dämonenfürst Sephirot,
das hätte dir aber auch klar sein müssen. Dies hier ist meine
Welt und hier haben eure göttlichen Kräfte keine Macht, hier
müsst ihr auch mit euren Waffen kämpfen. Gut für euch das ihr
eure Macht nicht ausprobiert habt.“
Unterdessen hatten auch Gregorian
und Ethan mit bekommen das sich im Universum etwas tat. Sie
trommelten alle anderen Götter zusammen und folgten dem
Kampflärm. Als sie dort ankamen war der Kampf bereits im vollen
Gange, die zerstörerische Maschine bereits außer Kraft gesetzt
und sie hörten noch die letzten Worte von Sephirot. Sie wollten
sich gerade in den Kampf stürzen, als Aurians Antlitz vor ihnen
erschien. „Halt das ist nicht euer Kampf, sondern der Kampf der
neuen Generation. Jetzt und hier wird es sich entscheiden ob sie
fähig sein werden eure Plätze ein zu nehmen.“ Die erwachsenen
Götter knurrten leise. Sephirot sah in den Himmel und deutete
dort hin. „Dort sind die erwachsenen Götter, schön das sie auch
zu unserem Kampf gekommen sind.“ Ikarus brüllte „ Lenk nicht
ab!!“ und nahm den Kampf wieder auf. Es ging hin und her und auf
einmal kam Ikarus eine Idee er lachte leise und die Lichtaura
brach aus ihm heraus. Als er nun in strahlendem Licht mit seinen
silbernweißen Flügel gegen Sephirot kämpfte, wich Sephirot
heulend zurück. Beim nächsten Schlag traf Ikarus nur noch ins
Leere, Sephirot war verschwunden und man hörte nur noch. „Wir
werden uns wieder sehen.“ Der Rest war ein Kinderspiel, nun von
ihrem Herrn im Stich gelassen, sanken alle anderen Dämonen unter
den Waffen der jungen Götter zu Boden. Elorien hatte sich an ihr
Versprechen gehalten und zog sich aus dem Kampf zurück und
stellte sich neben ihren Vater.
Das Donnerwetter das sie sich
später alle anhören mussten war im ganzen Universum zu hören,
doch begann man nun darüber nach zu denken woher dieser
Dämonenfürst gekommen war. Da Aurians Antlitz erschienen war,
hatten sie zumindest den Gedanken das sie damit etwas zu tun
hatte. Sie fragten sich nur halt was.
  
Kapitel 12: Lust und Frust

Die Suche nach Sephirot hatten
Ethan, Gregorian und Elorien übernommen, doch war das ein
unmögliches Unterfangen. Das Universum war groß und sie wussten
nicht wo sie ihn suchen sollten. Man konnte nur hoffen, das er
sich irgendwann wieder einmal verraten würde. Die jungen Leute
hatten sich gut geschlagen, das mussten die Erwachsene neidlos
zugeben, auch wenn sie eine Heidenangst um sie ausgestanden
hatten. Sie hofften nur das Aurian wusste was sie tat. Man
wandte sich erst mal wieder den normalen Pflichten zu.
Die jungen Leute hatten aber noch
andere Ideen, so hatten sie von einer ihrer Besuche auf der
modernen Welt auch eine Musikanlage mit gebracht und passende
Musik dafür. Die hatten sie am Strand aufgestellt und feierten
nun eine zünftige Strandparty und das am hellichten Tage. Man
hatte Korbstühle und Liegestühle aufgestellt. Man hatte es sich
dort bequem gemacht. Ikarus bewegte sich tanzend zu der Musik,
was die beiden jungen Frauen neugierig zusehen ließ. Man sah das
er von Lazarus mehr mit bekommen hatte als die starke Libido,
denn seine Bewegungen waren geschmeidig und recht aufreizend.
Als er sah wie die Mädchen ihn anstarrten, zwinkerte er ihnen
frech zu. Byran sah gleich Elorien an, die nur mit den Schultern
zuckte und lächelte. „Na gucken ist ja wohl nicht verboten oder
willst du mir erzählen du guckst nicht? Er ist wirklich heiß das
muss ich zugeben.“ An einem Tisch in der Nähe saßen auch die
Erwachsenen und lächelten zu dem Treiben der jungen Leute.
Lazarus grinste. „Da würde man doch gerne selber mal das
Tanzbein schwingen.“ Er sah Viola an. „Na komm Kleines,
versuchen wir es auch mal.“ Als sich nun Viola und Lazarus
näherten, klatschten die jungen Leute vor Begeisterung in die
Hände. Nun legte Lazarus los, er bezog allerdings in seinen Tanz
Viola mit ein und als die beiden nun die Hüften schwingen
ließen, blieb nicht nur den Erwachsenen der Atem stehen sondern
auch den jungen Leuten, egal ob Mann oder Frau. Denn was sie
dort geboten bekamen war wahnsinnig aufreizend, denn Lazarus
drückte Viola dabei immer mal nahe an sich, stemmte sie über den
Kopf um sie dann aufreizend langsam an seinem sportlich durch
trainierten Körper herab gleiten zu lassen. Da alle nur
Badekleidung trugen, sogar Lazarus mal, sah man nun seine
Muskeln arbeiten. Ikarus blieb vor allen anderen die Luft weg,
vor allem als Viola an Lazarus herab glitt und ihr
Bikinioberteil den Job aufgab und nach oben über die Brust
rutschte und somit freie Sicht auf ihre volle Brust gab. Ikarus
musste sich setzen und schlug sofort die Beine übereinander. Als
Lazarus das sah lachte er und flüsterte leise in Violas Ohr.
„Ikarus kann sich kaum noch beherrschen, rechne mal damit das er
in den nächsten Tagen zu dir kommen wird.“ Viola sah daraufhin
zu Ikarus, der sofort seinen Blick senkte um sich nicht zu
verraten. Dann sah sie Lazarus wieder an während sie sich
schnell den Bikini richtete und dann weiter mit ihm tanzte. Sie
schüttelte den Kopf. „Es ist noch viel zu früh, ich bin noch
nicht bereit dazu. Ich kann das nicht.“ Lazarus nickte. „Dann
bring es ihm schonend bei, ich glaube nicht das er sonst noch
mal den Mut aufbringt. Oder wenn, dann erst in einigen Jahren.
Sag ihm das du noch nicht bereit bist und er zudem noch zu jung
ist. Oder soll ich mit ihm reden?“ Viola nickte. „Ja bitte, das
wäre wohl das beste.“ Cyric der Ikarus Verhalten mit bekommen
hatte, sah ihn an. „Reicht dir Athene noch nicht, willst du dich
nun auch noch an Viola heran machen?“ Ikarus hatte keinem seiner
Freunde sein Geheimnis anvertraut, er sah Cyric leise seufzend
an. „Spricht aus dir die Eifersucht? Bist du neidisch das ich
mich getraut habe mich Athene zu nähern und sie mir zu nehmen?
Vielleicht solltest du es selber mal tun.“ Cyric knurrte leise.
„Sie ist meine Schwester, verdammt.“ Ikarus lachte leise.
„Halbschwester, du vergisst anscheinend, das ich ebenso ihr
Halbbruder bin. Wir haben den gleichen Vater.“ Damit deutete er
zu Lazarus. „Also entnehme ich dem das du es noch nicht versucht
hast. Junge ich weiß wie scharf du auf sie bist. Das hat nichts
mit Liebe zu tun, hier spricht dein Körper. Nur rate ich dir,
niemals zu versuchen sie nur für dich haben zu wollen, denn dann
wirst du schmerzliche Erfahrungen machen. Sie hat ebenso die
Gene von Lazarus mit bekommen wie ich. Wir sind beide scharf auf
Abwechslung.“ Cyric senkte den Kopf. „Es ist mehr als nur
Begehren und mein Körper. Ich liebe sie.“ Ikarus sah ihn an.
„Das ist nichts schlimmes im Gegenteil, es ist doch schön.
Dennoch wird sie niemals dir alleine gehören. Wenn dir das
nichts ausmacht, solltest du ihr sagen das du sie liebst. Nur
wie gesagt mach nicht den Fehler sie nur für dich zu wollen,
denn der Schuss wird nach hinten los gehen. Sie hat sich mit mir
auch nur eingelassen, weil sie wusste das sie da keine Angst vor
haben muss. Vor allem …..ich liebe eine andere Frau.“ Cyric sah
sich um. „Eine andere? Jetzt sag nicht Elorien, da macht dich
Byron einen Kopf kürzer. Seine Eifersucht ist schon fast
krankhaft.“ Ikarus schüttelte seufzend den Kopf. „Nein, nicht
Elorien. Doch die Frau die ich liebe, werde ich auch immer
teilen müssen. Das heißt falls sie mich mal erhört. Noch habe
ich mich ehrlich gesagt nicht getraut.“ Cyric sah sich um und
zählte nun eins und eins zusammen. Er sah zu Viola, dann Ikarus
an. „Oh nein sag nicht sie. Bist du wahnsinnig? Sie ist deine
Mutter.“ Ikarus erhob sich und sah Cyric an. „Nein ist sie
nicht, sie hat mich zwar geboren, doch meine Mutter ist sie
nicht. Und selbst wenn, was solls, sieh sie dir doch an, sie
sieht keinen Tag älter aus als Athene oder Elorien. Sie …..ach
vergiss es.“ Er drehte sich herum und ging. Cyric sah ihm nach,
für einen kurzen Moment hatte er den Schmerz in Ikarus Gesicht
gesehen. Er seufzte leise. Dann sah er wie sich Lazarus von
Viola löste, sie noch kurz und heftig küsste und dann Ikarus
folgte. Lazarus fand Ikarus am See wo er Steinchen über das
Wasser hüpfen ließ. Er setzte sich neben ihn. „Ist es so
schlimm?“ Ikarus sah ihn traurig an und nickte. „Mir ist klar
das ich noch viel zu jung bin, um mich ihr zu nähern, du musst
nichts sagen. Doch mein Körper sagt was anderes und mein Herz
fühlt sich wund und zerschunden an. Vor allem wenn ich sehe wie
Lyam oder du sie im Arm halten und mir klar wird ich darf es
noch nicht. Mir ist bewusst das sie mich noch ablehnen wird.“
Lazarus legte ihm sanft einen Arm um die Schulter und zog ihn an
sich, Ikarus weinte leise an Lazarus Schulter. „Du hast doch im
Moment viel Spaß mit Athene oder bist du sie schon leid?“ Ikarus
sah ihn überrascht mit verweinten Augen an. „Du weiß das sie und
ich...na ja, das wir mit einander schlafen?“ Lazarus lachte
leise. „Natürlich weiß ich es, meinst du ich bin blind. Junge
ich bin ein Eros, so was sehe ich mit verbundenen Augen.“ Ikarus
seufzte leise. „Nein ich bin sie noch nicht leid, ich liebe
Athene, wer würde sie nicht lieben. Doch nicht wie ein liebender
Mann, sondern eher als Freund, Bruder oder wie auch immer, wenn
du verstehst. Doch ich begehre sie, sie ist verdammt heiß. Aber
sag mal, du regst dich nicht darüber auf? Schließlich ist sie
meine Halbschwester.“ Lazarus lächelte sanft. „Warum sollte ich
mich darüber aufregen? Sie will dich und du willst sie, damit
ist alles gesagt. Solange du ein nein akzeptierst ist alles in
Ordnung.“ Ikarus sah ihn entsetzt an. „Natürlich würde ich ein
nein akzeptieren, das ist doch wohl selbstverständlich. Wenn sie
nicht will muss ich das respektieren.“ Lazarus nickte. „Na also
dann ist doch alles in Ordnung.“ Er grinste. „Vor allem da ich
weiß das nicht du sie verführt hast sondern sie sozusagen dich.“
Ikarus grinste nun auch und nickte. „Ja sie weiß genau was sie
will. Sie hat sich übrigens auch Ares genommen und ihm hat es
auch nicht missfallen.“ Lazarus lachte herzlich. „Sie kommt wohl
wirklich auf mich heraus, also mir gefällt es. Gut das sie nicht
so verklemmt ist und sich nimmt was sie will.“ Ikarus nickte.
„Nun ja den ersten Schritt tat sie und als wir drauf ansprangen
überließ sie uns den Rest.“ Dann sah er Lazarus fragend an. „Sag
mal ist es verwerflich wenn zwei Männer, na ja sagen wir ein
bisschen experimentieren? Weil Ares und ich sind einmal
gemeinsam mit Athene ins Bett gegangen und na ja, ich habe Ares
geküsst und ihm schien es nicht zu missfallen.“ Lazarus sah
Ikarus überrascht an, schüttelte dann aber den Kopf. „Nein, es
ist nicht verwerflich. Kann es sein das du auch auf Männer
stehst? Fährst du zweigleisig, sprich bist du bisexuell?“ Ikarus
schüttelte den Kopf. „Nein ich bin definitiv hetero und stehe
nur auf Frauen, dennoch gab ich dem Impuls nach ihn zu küssen
und er erwiderte den Kuss. Und bevor du fragst, auch Ares steht
nur auf Frauen, doch missfallen hat es ihm dennoch nicht.
Allerdings hat er Angst das Leander dahinter kommen könnte.“
Lazarus nickte verstehend. „Also vor Leander müsst ihr euch
nicht fürchten, ich denke er steht da locker drüber. Ich glaube
er hätte auch kein Problem damit wenn sein Sohn auf Männer
stehen würde. Kam es denn schon zu mehr als einem Kuss?“ Ikarus
schüttelte den Kopf. „Nein, ein Kuss und ein wenig streicheln,
das ist alles.“ Lazarus sah Ikarus nachdenklich an. „Sag mal
hättest du etwas dagegen wenn dich Apoll mal genauer ansieht?“
Ikarus zuckte leicht mit den Schultern und blickte Lazarus
fragend an. „Nein, doch warum?“ „Nun du bist sehr charismatisch
und ich habe da so ein Gefühl, aber ich bin kein Empath, doch
Apoll könnte es genau sagen.“ Lazarus dachte nach, irgendwas
stimmte nicht oder eventuell sogar mehr als er gedacht hatte,
aber das sollte Apoll mal überprüfen. Also rief er geistig Apoll
herbei und als dieser erschien und sich neben sie setzte, sah
Lazarus ihn an. „Schau bitte mal in Ikarus und sag mir was er
genau ist.“ Apoll nickte leicht und schloß die Augen, dann
lächelte er leicht. „Dein Sohn ist genau dein Ebenbild, er trägt
ein helles Licht in sich, er ist ebenso wie du ein Sohn des
Lichts und......ein Eros wie du. Kein Wunder das die Mädchen so
hinter ihm her sind. Wenn er mal voll ausgereift ist, wird er
dir deutlich Konkurrenz machen......doch es ist auch von Angel
viel in ihm drin. Wir alle wissen das dieser Sephirot ihn Engel
des Friedens nannte und genau das ist er auch. Er strahlt das
Licht geradezu aus. Er hat die Sanftmut von Angel, deine
Leidenschaft und das Temperament von Ethan, das ihm Viola mit
gab. Sie gab ihm auch noch den scharfen Verstand und
Skrupellosigkeit von Leander mit. Auch ein Engel des Friedens
ist in der Lage, jemanden skrupellos zu töten, wenn es dem
Frieden dient.“ Dann sah er überrascht Ikarus an und grinste.
„Außerdem ist er hinter Luna, Alandra und Viola her. Von den
anderen will ich mal schweigen, ich will ja nicht alles
ausplaudern. Der Junge ist scharf und heiß. Seine Gedanken
drehen sich meist nur darum wie er eine Frau ins Bett kriegt.
Also genau wie bei dir.“ Dabei grinste er nun Lazarus an.
Lazarus lachte leise und nickte. „Ich kriege jede die ich will.
Aber sag mir steht er auch auf Männer?“ Apoll horchte kurz.
„Nein, mit einer Ausnahme.....Ares. Obwohl er auch eine Frau
dabei braucht, Ares alleine kann ihn nicht erregen, doch im
Eifer des Gefechts wäre er auch in der Lage sich Ares zu
nähern.“ Apoll horchte nun scheinbar in eine andere Richtung.
„Übrigens geht es Ares nicht anders, er ist ein wenig verwirrt.
Denn allgemein steht er auch nicht auf Männer, doch ein Kuss von
Ikarus hat ihn verwirrt, denn er gefiel ihm.“ Apoll sah nun
beide an. „Es ist alles in Ordnung mit den beiden, es gibt
keinen Grund zur Sorge. Bis auf das Ikarus ein schmerzendes Herz
hat, Viola sollte ihn nicht zu lange hinhalten. Er braucht ihre
Nähe und ihre Liebe auch auf körperliche Weise. Ihm geht es wie
dir und Ethan, wenn ihr lange auf die Göttin des Lichts
verzichten müsst. Vergesst nicht, er ist zwar altersmäßig erst
siebzehn doch er ist weit aus reifer als sein Alter angibt. Die
Reife seines Verstandes und des Körpers entspricht etwa eines
zwanzig jährigen.“ Lazarus nickte leicht, so etwas hatte er sich
schon gedacht. Er bedankte sich noch bei Apoll, der kurz darauf
wieder verschwand. Ikarus sah leicht verlegen aus, seit Apoll
davon sprach das er auch Luna begehren würde. Lazarus sah Ikarus
an. „Also gut.........ich dachte mir so etwas schon....du
brauchst jetzt bereits die Göttin des Lichts und nicht erst in
einigen Jahren. Wir müssen dein Ego aufpolieren. Wenn du dich
der Göttin des Lichts näherst musst du dir absolut sicher sein
das sie dich nicht abweisen wird und wenn du dieses Eros Gen in
dir trägst, wird sie dich nicht abweisen, wenn du es richtig
anfängst. Du musst von dir selber absolut überzeugt sein.“
Lazarus dachte nach. „Ich weiß eine Frau die sich niemals auf
einen anderen einlassen würde, wenn du es schaffst sie herum zu
bekommen, schaffst du es auch bei Viola.“ Ikarus sah ihn an.
„Bitte nicht Elorien, das könnte ich Byran niemals antun.“
Lazarus schüttelte den Kopf. „Nein nicht Elorien, sondern Syra.
Sie ist Ethan und mir absolut treu und würde sich niemals auf
einen anderen Mann einlassen. Sie guckt zwar schon mal und ich
sehe das der eine oder andere ihr gefällt aber dennoch würde sie
sich niemals darauf einlassen.“ Ikarus sah Lazarus erstaunt an.
„Syra, deine Frau, bist du verrückt?“ Lazarus sah ihn ruhig an.
„Ich bin nicht verrückt, es liegt an dir wie weit du gehst.
Ethan und ich stehen darüber, falls sie dir erliegt. Und das sie
das wird davon bin ich überzeugt. Sie wird nicht nein sagen
können, wenn du es richtig anfängst. Hinzu kommt das du bereits
verdammt männlich aussiehst, du bist stark und hast Muskeln an
den richtigen Stellen, darauf stehen die Frauen. Setze deinen
ganzen Körper ein, verfeinere deine Blicke und deine Gesten.
Stelle dich auf die Frau ein, mal hart und fordernd, mal sanft
und einfühlsam, kommt auf die Frau an. Vor allem sag dir immer
eins, dir kann keine Frau widerstehen. Wenn du auch nur einmal
an dir zweifelst hast du verloren.“ Nun begann er Ikarus in
einige seiner geheimen Verführungskünste ein zu weihen. Später
würde Ikarus alles was Lazarus ihm beigebracht hatte, vor dem
Spiegel üben. Er testete es sogar an Elorien aus, ohne etwas von
ihr zu wollen. Doch selbst Byron musste feststellen das Elorien
auf Ikarus tatsächlich ansprang, was ihm allerdings zugute kam,
denn sie machte sich bei ihm Luft. Er sprach auch Ikarus mal
darauf an, ob er etwas von Elorien wollte, als Ikarus ihm aber
klar machte, das Elorien für ihn absolut tabu wäre, war Byron
beruhigt. Er erfreute sich lieber an den leidenschaftlichen
Stunden die er nun mit Elorien verbrachte. Doch Ikarus
Selbstbewusstsein stieg, als er sah das die Frauen egal wie alt
sie bereits waren, ihm kaum widerstehen konnten. Lazarus
beobachtete es und grinste leicht. Er hatte natürlich auch mit
Ethan gesprochen und der hatte reagiert wie er es erwartet
hatte. Lazarus dachte sich, auch wenn Viola meinte noch nicht
bereit zu sein, doch wenn sie auch nur einen Bruchteil von
Aurian mit bekommen hatte, würde sie Ikarus erliegen ohne
darüber nach zu denken, sondern ihr heißes Blut würde mit ihr
durchgehen. Nun konnte er nur hoffen das er sich nicht irrte,
auf jeden Fall hatte er auch Lyam und Ethan vorbereitet auf das
was kommen würde, Lyam war zwar nicht so begeistert hatte aber
dann doch zugestimmt. Nun musste man abwarten, den Zeitpunkt
würde Ikarus selber festlegen.
  
 
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