Kapitel 49: Auch Götter können sterben


 

Als die Urlauber nach Hause kamen brachten sie auch Zorac mit. Man brachte ihn erst mal im Haus von Andora unter. Die, die ihn noch aus einem früheren Leben kannten begrüßten ihn freudig, die es noch nicht taten sahen erst mal misstrauisch drein, gewöhnten sich aber schnell daran das es einen Gott mehr gab. Man zeigte Zorac das Buch der Götter und er las sich durch die Stellen die ihn betrafen. Black, das Buch des Wissens, half ihm dabei. Als er sich alles durchgelesen hatte, bat er darum wieder Alrik genannt zu werden. Morpheus fragte Andora ob er in Träumen für ihn seine Vergangenheit aufleben lassen sollte, doch Andora lehnte das ab. Sie war der Meinung, die auch richtig war, das es ihm nur Kummer und Leid bringen würde, weil er auch die Verluste die er erlitten hatte wieder erleben würde. Das musste nicht sein. Also beließ man es dabei das er sich lediglich das Wissen holte das in den Büchern geschrieben stand. Black der große schwarze Hund der auch das Buch des Wissens war, begleitete ihn die nächste Zeit um ihm das neue Leben zu erleichtern. Alrik alias Zorac hatte seine Schule verkauft und den Erlös wohltätigen Zwecken zugeführt. Als Gott brauchte er kein Geld. Man sah ihm an das er sich nur schwer von seinem sterblichen Leben und was dessen Inhalt gewesen war, löste. Doch die Aussicht in Andoras Nähe leben zu können entschädigte ihn dafür. Wie es nicht anders sein konnte hatte er sich in Andora verliebt, die sich inzwischen daran gewöhnt hatte, das sie bei den meisten Männern nicht nur Verlangen sondern auch Liebe zu ihr auslöste. Die Freundschaft zwischen ihm, Ares und Ikarus vertiefte sich langsam. Auch Luzifer war nun wieder öfters da und das Verhältnis zwischen Ikarus und ihm begann sich wieder zu festigen. Ikarus war ihm wirklich dankbar für das was er getan hatte. Luzifer war nur froh das Damok ihn nicht wieder in die siebte Hölle schickte, allerdings schwor ihm Ikarus, hätte Damok das getan, wäre er persönlich durch die sieben Tore gegangen um ihn da raus zu holen. Ares nickte dazu und sagte er hätte Ikarus dabei begleitet, was Luzifer lachen ließ und er meinte, das Damok in dem Fall wohl eine neue Hölle hätte bauen müssen, da er sich vorstellen könnte das bei den beiden dann kein Stein mehr auf dem anderen geblieben wäre. Ikarus meinte dazu nur trocken. „Könnte schon sein, wäre aber dann sein Problem.“ Unterdessen hatte Ryan der dunkle Engel Aurana verführt, die nun ein Kind von ihm bekommen hatte. Das war nicht geplant gewesen, obwohl man an nahm das Aurian da wohl ihre Finger im Spiel gehabt haben müsste. Dieses kleine Mädchen trug soviel Dunkelheit und Bosheit in sich das selbst Ryan manchmal verzweifelte und er war schon recht niederträchtig und boshaft. Doch das kleine Mädchen übertraf alles. Man ahnte bereits wessen Gefährtin sie mal sein würde. Man hatte sie Berana genannt. Luzifer begann sich für das Kind zu interessieren, vor allem als er sah was in der Kleinen steckte. Nicht das er sie für sich wollte, als spätere Gefährtin, doch er sah und spürte die tiefe Dunkelheit in ihr. Aurana, obwohl selber nicht gerade das hellste Licht, war total überfordert mit diesem bösartigen Kind. Luzifer bot an, das Kind mit zu nehmen und es bei sich auf wachsen zu lassen, doch es fiel Aurana auch schwer sich von dem Kind zu trennen. Berana wuchs schneller heran als alle anderen Kinder, die einzige die sie etwas im Zaum halten konnte war Andora, vor ihr hatte sogar Berana Respekt. Merkwürdigerweise hatte sie die Fähigkeit Angels geerbt, Lebewesen die es noch nicht gab erschaffen zu können. So erschuf sie große schwarze Wölfe die sich dann über Angels Einhörner und geflügelte Pferde hermachten, was ihm fast die Tränen in die Augen trieb. Luzifer griff hier hilfreich ein und bot Andora an, die Wölfe mit zu nehmen. Diese gab sie ihm mit und verbot Berana regelrecht auch nur einmal noch etwas zu erschaffen wenn sie die Tiere nicht unter Kontrolle hielt. Sie warnte sie, das sie diese höchst persönlich töten würde, wenn es sein müsste. Doch Berana war unberechenbar, so kam der Tag das Aurana mit Tränen in den Augen, Luzifer das Kind in die Arme drückte und ihn bat, es mit zu nehmen. Luzifer bot Aurana an, das Kind jederzeit besuchen zu dürfen ohne Angst haben zu müssen das man ihr etwas antat. So würde nun Berana mit dem jungen Dämonenprinzen zusammen aufwachsen. Es kehrte wieder Ruhe ein, doch Aurana litt entsetzlich, so das Angel es nicht mehr mit ansehen konnte und vor Andora trat. „Lass uns gehen. Ryan und Fleur sind schon lange soweit das sie unseren Platz ein nehmen können. Aurana leidet und ich mit ihr. Wir hoffen so ein wenig Frieden zu finden.“ Ikarus traf es hart nun auch seinen zweiten Vater gehen lassen zu müssen, doch sah er ein, das es so wohl das beste war. Schweren Herzens riet er Andora ihnen ihren Wunsch zu erfüllen. Andora verstand es und nickte. Da die Avatare nicht mehr da waren, musste sie wohl selber ran und die Bernsteinhöhle, sprich die Gruft der Götter erweitern, also erschienen dort zwei weitere gläserne Särge in einer besonderen Nische, über der zwei Engel zu sehen waren. Alle Götter begleiteten Angel und Aurana auf ihrem letzten Weg um sich von ihnen noch zu verabschieden. Selbst Luzifer begleitete sie und Aurana bat ihn gut für ihr Kind zu sorgen. Er versprach es und Leander versprach sich ab und zu das Kind an zu sehen um zu sehen ob es ihm gut ginge. Und so legten sich auch die beiden ersten Engel zu ihrer ewigen Ruhe nieder um ihre letzte Reise an zu treten, wo ihre Geisterseelen von Aurian liebevoll in Empfang genommen wurden. Ryan und Fleur hatten die Fähigkeiten ihrer Eltern übernommen, da Aurian dafür sorgte das sie frei wurden als die beiden einschliefen. Fleur würde sich liebevoll um die Tiere ihres Vaters kümmern und Ryan war sauer und wütend auf sich selber, das er sich bei Aurana nicht hatte beherrschen können und so mit Schuld an der Misere war. Andora versuchte ihm klar zu machen, das geschehen würde was geschehen musste und das er sich keine Vorwürfe machen sollte. Andora als Göttin des Lichts, sah jetzt schon hinter die Kulissen und wusste warum alles so geschehen war, doch schon wie einst Aurian, sagte sie noch lange nicht alles was sie wusste. Nun waren auch die letzten beiden alten Götter gegangen. Andora zählte Ethan nicht dazu, da er auch erst richtig angefangen hatte als das neue Universum entstand. Was Ethan anging musste Endora schmunzeln, denn er lag seit Monaten Rhianna in den Ohren mit dem Wunsch nach einem Sohn. Die drei jungen Götter gewöhnten sich nun an, öfter mal Reisen auf den sterblichen Welten zu machen, um das Leben als Mensch kennen zu lernen, hier und da nahmen sie auch Alrik mit der sich wünschte die Orte seiner Vergangenheit zu besuchen, soweit es noch möglich war, denn einige Welten davon existierten nicht mehr. Andoras Blick wurde durch diese Reisen langsam geschärft für junge Helden, die man womöglich mal im Auge behalten sollte. Außerdem sah sie sich die Gruft der Helden mal an und sprach mit Anubis über deren Seelen, sich auch ansehend wie sie unter gebracht waren. Ikarus war dabei grundsätzlich an ihrer Seite. Das sie entführt worden war veranlasste ihn dazu, er wollte so etwas nicht noch mal erleben. Der nächste Schlag kam, als Andora eines Tages von einem ihrer Ausflüge zurück kam und Lyam in ihrem Wohnzimmer vor fand. Er saß dort hatte den Kopf in seinen Händen vergraben, die Ellbogen auf seinen Beinen abgestützt und sah recht verzweifelt aus. Sie setzte sich ihm gegenüber und nahm seine Hände damit er sie ansehen musste, sanft fragte sie ihn: „Was ist los? Du siehst richtig fertig aus.“ Ikarus setzte sich in einen Sessel in ihrer Nähe. Lyam sah sie tot traurig an. „Kannst du es dir nicht denken? Viola....erst reißt sie mich aus meinem ruhigen Leben und jetzt? Ich liebe sie nach wie vor, aber sie scheinbar mich nicht mehr, denn nun will sie nichts mehr von mir wissen. Es gibt keine Liebe, keine Zärtlichkeit, absolut nichts mehr. Wenn ich sie für mich einfordern will, weist sie mich zurück und sagt mir ich solle meinen Schxxxx wo anders rein stecken aber nicht mehr in sie. Sie will gehen und mich verlassen.“ Den Riesen so unglücklich zu sehen zerriss selbst Ikarus das Herz, er hatte Lyam immer gemocht, er war immer gut zu ihm gewesen. Andora nickte. „Und was willst du? Willst du mit ihr gehen?“ Lyam schüttelte den Kopf. „Wozu? Sie will mich eh nicht mehr, ich widere sie an, bekomme ich zu hören. Das wir Kerle doch nur Schweine wären und nur eins wollten, das sie froh wäre endlich gehen zu können.“ Als Andora das hörte wurde ihr Gesicht eiskalt, sie nickte. „Also gut sie will gehen, soll sie haben. Aber anders als sie gedacht hat. Was für Sephirot gut war, ist vielleicht auch für Viola gut.“ Sie sah Lyam sanft an. „Es tut mir leid um dich. Doch willst du deinen Platz auch verlassen? Oder willst du weiterhin der Schmied der Götter sein?“ Lyam sah Andora an. „Das ist das einzige das mir noch geblieben ist, meine Arbeit, wenn ich das behalten dürfte, wäre ich wenigstens ein wenig glücklich.“ Andora nickte verstehend. „Also gut, du wirst gleich deine Sachen packen und hier ins Haus ziehen. Kümmere dich nicht darum was nun mit Viola geschieht. Keine Sorge ich bin nicht grausam, aber nun soll sie lernen. Ich bin es langsam leid mit ihr.“ Ikarus sah Andora an, so eisig und erzürnt hatte er sie noch nie gesehen. Lyam nickte, bedankte sich bei Andora und ging um seine Sachen zu holen. Unterdessen betrat Andora mit Ikarus das Unterreich um mit Anubis zu reden. „Ich werde dafür sorgen das Violas Seele hier herunter kommt, halte sie die nächsten zehn Jahre hier fest, sie soll Zeit zum nachdenken haben. Anschließend stecke sie in einen sterblichen Körper und schicke sie zu den Menschen, ich werde Alandra darum bitten dafür zu sorgen das sie dort keine Kinder bekommen kann. Wenn ihre Zeit dort abgelaufen ist, lass es mich wissen, erst dann werden wir ihre Wiedergeburt als Göttin besprechen.“ Anubis nickte verstehend. Ikarus begriff langsam was Andora vor hatte und fand es gerechtfertigt. Danach sprach sie mit Alandra und beauftragte diese, Viola ihr Leben zu nehmen damit die Seele frei wurde und den Körper zu vernichten. Ebenso wie sie ihr sagte sie solle dafür sorgen das Viola in ihrem sterblichen Leben unfruchtbar sei. Alandra nickte und würde diesen Auftrag wortwörtlich ausführen, auch sie verstand was Andora vor hatte. Dann fiel Andora noch etwas ein. „Weißt du was aus Sephirot wurde, beziehungsweise seiner Seele?“ Alandra grinste leicht. „Frag das mal Luzifer, er kann es dir sagen.“ Andora nickte und als Luzifer das nächste mal kam, fragte sie ihn danach, er grinste ebenso wie Alandra. „Frag mich mal wie mein neuer Prinz heißt.“ Er zwinkerte ihr frech zu. „Ich habe aus dem Vater den Sohn gemacht, allerdings ohne das Wissen was oder wer er einmal gewesen ist. Die einzigen die es wissen, sind Anubis, Alandra, wie ich nun feststellte, dann mein Wächter der Seelen und ich und jetzt natürlich du und Ikarus. Alle dachten ich hätte meinen Sohn nach meinem Vater benannt, um ihn zu ehren. Selbst Damona weiß es nicht.“ Andora lachte leise, nun verstehend. Luzifer trat auf sie zu, griff um sie herum, sie an sich ziehend, sah erst sie an und fragte: „Wann darf ich dich wieder für mich fordern?“ Dann sah er Ikarus an, der hinter Andora stand. Ikarus nickte leicht und verschwand. Luzifer sah Andora an, ihre Antwort nicht abwartend küsste er sie nun hart und fordernd. Er hatte einige Jahre darauf gewartet und würde sie nun nicht aus seinen Armen lassen. Als sie nun seinen Kuss erwiderte, jubelte alles in ihm. Er verschwand mit ihr in seinem Zimmer und lies sich mit ihr auf das Bett fallen. Erst nach einigen Stunden in denen es dort recht wild zugegangen war, sah man die beiden wieder. Luzifer suchte danach Ikarus auf um ihm zu danken das er es zugelassen hatte. Ikarus war klar das er Luzifer nicht ewig von ihr hätte fern halten können, zudem hatte er ihm auch noch etwas zu verdanken. Ohne Luzifer hätte er Andora vielleicht nicht wieder bekommen. Viola lag an einem Morgen tot in ihrem Bett, Alandra hatte ihr in der Nacht den Tod gebracht und Anubis hatte ihre Seele in Empfang genommen um mit ihr wie Andora es befohlen hatte zu verfahren. Man hielt keine Trauerfeier ab, sondern Alandra vernichtete den Körper wie von Andora gewünscht. Der einzige der wirklich trauerte war Lyam, doch hoffte Andora das er darüber hin weg kommen würde. Alandra, Luna und Riana wollten es ihm erleichtern, in dem sie ihm die nächste Zeit das gaben was Viola ihm vor enthalten hatte.

Kapitel 50: Wilder Strom und plätschernder Bach


 

Für Lyam brach eine wilde Zeit an. Er hatte nicht viel Erfahrung mit Frauen sammeln können, doch nun entschädigte man ihn für alles. Den Anfang machte Luna die seine Verfassung fast körperlich fühlte. Lyam war es nie hauptsächlich um die körperliche Liebe gegangen, er hatte Viola aufrichtig geliebt, doch das komplette Fehlen macht ihm sehr wohl was aus. Luna hatte keine Hemmungen und so legte sie sich eines Abends einfach zu ihm ins Bett und verführte ihn. Erst lehnte er ab, da er sehr unter Violas Tod litt, doch Luna ließ sich nicht abweisen und forderte ihn recht nachdrücklich. Am Morgen danach sah er schon um einiges fröhlicher aus. Die nächste war dann Alandra, sie verführte ihn während er im See badete, Lyam wusste nicht wie ihm geschah und wieder lag er mit einer Frau im Bett die ihm alles abverlangte. Doch der Höhepunkt war wohl Riana, die über einige hundert Jahre hinweg einiges an Erfahrung mit den verschiedensten Männern gesammelt hatte und selbst ihre geheimsten Wünsche kannte. Sie war eine Meisterin der Liebe und nun verging Lyam wirklich hören und sehen. Nach drei Wochen in denen ihn die drei Frauen immer wieder gefordert hatten, konnte er nicht mehr, doch man sah ihm an das er wirklich glücklich war, wenn auch hier und da ein wenig wehmütig über den Verlust seiner großen Liebe. Sein Selbstwertgefühl das Viola mit ihren gemeinen Worten fast zerstört hatte, war wieder gestiegen. Er begriff das er absolut interessant für die Frauen war, das sie ihn nur in Ruhe gelassen hatten weil sie dachten, das er Viola so sehr liebte das er ihr deswegen treu war. Sein Selbstbewusstsein stieg dermaßen das er sogar mit Andora flirtete, was er sich vor Wochen nicht mal im Ansatz getraut hätte. Doch bevor er Andora herum kriegen konnte, lag er schon wieder mit einer der anderen drei im Bett. Er begann sogar von sich selber aus zu fordern, was Andora und auch Ikarus lächeln ließ denn das zeigte ihnen das er wirklich wieder der alte wurde. Am meisten interessierte ihn Riana, die auch nie nein sagte, wenn er zu ihr kam. Er genoss es das die Frauen ihn wollten, das ihn nicht alle für ein Schwein hielten, der nur eins im Kopf hatte. Denn so war es ja nicht. Im Gegensatz zu ihm war Ikarus wesentlich fordernder. Er bekam nun ja sogar aus erster Hand mit wie fordernd der junge Mann sein konnte, denn Ikarus kannte wirklich keine Hemmungen und nahm Andora sogar im See vor aller Augen. Das interessierte ihn überhaupt nicht und als Leander es sah grinste er. Er erinnerte sich das er so auch mal gewesen war. Die drei jungen Götter begannen wieder das zu sein was sie waren....jung. Auch wenn Andora eine Menge Verantwortung trug, doch lernte sie nun das man auch beides mit einander vereinen konnte, das Verantwortung nicht hieß das man sich nicht amüsieren konnte.Das Verhalten der drei jungen Götter zog auch alle anderen mit und selbst die etwas älteren, wobei man hier etwas älter wohl im Fall der Götter anders definieren musste. Denn selbst ein Gott mit fünfhundert Jahren war noch jung, im Vergleich zu einst Aurian oder Myrion. So das man die drei, die noch nicht mal einhundert Jahre hinter sich hatten, sehr wohl sogar noch als sehr jung bezeichnen konnte. Selbst Luzifer ließ sich mit ziehen und genoss diese unbeschwerte Zeit. Er war noch nie richtig Kind oder Jugendlicher gewesen, da er noch nach dem alten Zeitschema der Dämonen erwachsen geworden war und das war sehr kurz gewesen. Die körperliche Liebe war für die Götter allgemein sehr wichtig, da sie alles daran maßen, damit wurde das Licht weiter gegeben, damit wurden die imaginären Gefäße gefüllt und es gab ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Liebe. Man sah es sehr offen und nicht so ernst wie es die Sterblichen sahen, die nur ein kurzes Leben hatten und das auch meistens nur mit einem Menschen teilen wollten. Die Götter bekannten sich zu einem Gefährten...oder auch mal zu zwei wie in Andoras Fall, dem sie ihre Liebe gaben, doch amüsierten sie sich auch mit anderen und nahmen sich oft mit was man ihnen bot. In Andoras Fall hätte sie jeden Mann haben können den sie gewollt hätte, es gab keinen Gott der sich nicht wünschte mal eine Nacht oder einige Stunden mit ihr zu verbringen. Man wusste wie wild und unersättlich sie sein konnte, ein Erbe das sie von Aurian mit bekommen hatte. Ebenso Ikarus, er hatte von Aurian als auch von Lazarus das Licht im verstärkten Maße geerbt und war so ebenso wild und unersättlich wie Andora. Im Gegensatz zu Myrion der Aurian zumeist treu gewesen war, war Ikarus dazu nicht in der Lage. Wenn er eine Frau heiß fand, wollte er sie auch. Er war Andora viele Jahre treu gewesen, weil er sie sehr liebte und ihr nicht weh tun wollte, vor allem da Andora noch um einiges jünger als er war. Doch inzwischen hatte Andora ihm die Erlaubnis gegeben und so tobte er sich bei jeder Frau aus die ihn oder die er wollte, wobei er mit Andora am liebsten zusammen war, doch dachte er sich, das so auch Ares mal zum Zug kam, wenn er sich seine Bedürfnisse mal woanders stillen ließ. Mit der Erhebung in den Stand eines Gottes glühten auch in Alrik seine früheren Bedürfnisse wieder auf. Dazu sollte man erklärend erwähnen das Alrik in seinen früheren Leben, auch als Sterblicher eine starke Libido hatte, die ihm zur damaligen Zeit auch reichlich Kinder beschert hatte. Teilweise gleichzeitig von verschiedenen Frauen. Alrik hatte seine Kinder ob gewollt oder ungewollt alle geliebt, was man bei den Frauen nicht unbedingt sagen konnte. Die hatte er sich zumeist genommen weil er sie heiß fand und ließ sie ebenso schnell wieder fallen. War ein Kind entstanden sorgte er für das Kind vorbildlich und nahm Mutter und Kind in sein Haus auf, ohne die Frau irgendwann noch mal an zu rühren, wenn sein Interesse erloschen war.

Nun als Gott des Wassers und der Meere verstärkte diese Eigenschaft noch sein Verlangen, ebenso unberechenbar wie das Wasser, so war auch er. Auch er tobte sich oft bei Riana aus, als er begriff das sie nie einen Mann ab wies. Aber wirklich wollen tat er Andora und je länger er sich mit seinem neuen Status beschäftigte um so höher stieg sein Verlangen, bis der Tag kam da er sich nicht mehr beherrschen konnte. Andora badete im See und Ikarus als auch Ares saßen an einem der Tische und unterhielten sich. Alrik kam dazu und sah Andora im Wasser, wo sie gerade auftauchte und das Haar nach hinten warf. Ihm stockte der Atem als er sie sah und wie das Wasser an ihrer bronzefarbenen Haut ab perlte. Langsam glitt sein Blick an ihr entlang, er betrachtete ihre vollen Brüste, die ohne eine Bedeckung waren, da sie es hier zu Hause nicht für nötig befand. Seine Augen wurden kleiner, der Atem schwerer. Ikarus bekam es mit und stieß Ares kurz an auf Alrik deutend. „Ich glaube jetzt ist es vorbei, jetzt hat es ihn gepackt. Man kann spüren wie seine Beherrschung ihn verlässt. Ich hoffe für ihn das sie bereit dazu ist, ansonsten sehen wir ihn gleich weit durch den See fliegen.“ Er kicherte leise, bei der Vorstellung. Alrik entledigte sich der Kleidung und ging auf den See zu. Andora hatte es noch nicht mit bekommen und wrang gerade ihre langen Haare ein wenig aus. Als sie wieder auf sah, stand Alrik unmittelbar vor ihr. Er stöhnte leise auf unter dem Druck der sich in ihm aufgebaut hatte, dann griff er ohne viel zu sagen zu und und legte seine Arme um sie. Ehe Andora begriff was geschah, lagen seine Lippen bereits auf ihren und er küsste sie stürmisch, sie dabei fest an sich drückend. Er hatte schon lange zuvor mit Ikarus darüber gesprochen ob es in Ordnung wäre, wenn er es versuchte. Ikarus hatte nichts dagegen, sagte ihm aber auch dazu, das er respektieren müsste wenn sie es nicht wollen würde, was allerdings für Alrik selbstverständlich war.

Somit waren die Fronten zwischen den Männern geklärt und Alrik durfte sich ihr nähern. Nun lag es an Andora ob sie es zuließ oder nicht. Als Alrik den Kuss schwer atmend löste sah er sie an. „Weise mich jetzt bitte nicht ab, ich halte es nicht mehr aus, du machst mich mehr als scharf.“ Dabei drückte er ihr unterstreichend seinen Unterleib entgegen, damit sie spürte was sie bei ihm anrichtete. Er hatte einen kräftigen Körper und wie sie bereits im Urlaub fest gestellt hatte war er genau ihr Typ. Seine Hände strichen bereits ihren Körper entlang, wobei er sie immer noch abwartend ansah. Sie sah an ihm entlang, dann strichen ihre Hände über seine muskulöse Brust und sie nickte leicht. Jetzt war es ganz um ihn geschehen und er küsste sie bereits wieder recht verlangend und wild. Er hatte bereits gelernt wie man teleportierte und so war er kurz darauf mit ihr in seinem Zimmer verschwunden. Andora sorgte dafür das sie trocken dort ankamen, dann drängte er sie regelrecht zum Bett. Er stöhnte immer wieder mal leise auf. Ikarus und Ares waren ihnen unsichtbar gefolgt um alles zu beobachten. Alrik war sehr stürmisch, so warf er Andora auf das Bett und sich gleich neben sie, er streichelte sie während seine Lippen ihren Körper liebkosten. Als er spürte das sie für ihn bereit war, nahm er sich stöhnend von ihr was er wollte. Alrik war nicht der sanfte Typ eher hart und fordernd und das bekam nun auch Andora zu spüren, sie genoss es so gefordert zu werden. Anfangs presste er sie noch mit seinem Körper auf das Bett, doch nach dem er erst einmal richtig in Fahrt gekommen war, ging es sehr schnell, durch seine bereits hoch lodernde Erwartung. Dann drehte er sich mit ihr sie nun auf sich ziehend. „Komm Kleines zeig mir das du mich auch willst und es nicht nur zulässt.“ Ikarus kicherte abermals als er es hörte und sah Ares an. „Das hätte er lieber nicht sagen sollen.“ Ares nickte grinsend. Dann legte Andora los und Alrik brüllte nur noch. Er unterstützte sie in dem er unter ihren Po griff. Wenn er nun gedacht hatte das sie nach dem nächsten mal genug gehabt hätte sah er sich getäuscht, nun wollte sie alles von ihm und so machte sie weiter bis er nur noch keuchen konnte. „Oh Himmel hilf, ich kann nicht mehr. Kleines lass gut sein.“ Doch Andora machte weiter weil sie fühlte das er immer noch erregt war. Als er sich nun allerdings aufbäumte und seine Lust hinaus schrie, während sie spürte das sie ihm nun wirklich alles abverlangt hatte, hielt sie still und er zog sie ganz auf sich, sie abermals unter Tränen küssend. Keuchend hauchte er. „Oh Himmel, Kleines du bist einfach wunderbar und ich hoffe es bleibt nicht bei diesem einen mal und ich darf auf öfter hoffen.“ Sie grinste frech. „War dein Wunsch nicht eine Nacht mit mir? Du bist also noch nicht ganz zufrieden?“ Ikarus und Ares grinsten, während Ares leise meinte. „Also ein wenig mehr hätte ich schon von ihm erwartet, nach dem was man über ihn lesen konnte.“ Ikarus nickte leicht. „Nun ja sie hat ihm aber auch recht kurz hintereinander dreimal abverlangt, ich denke wenn er einen Moment Zeit hat sich zu erholen, wird er noch mal los legen. Ich kann mir nicht vorstellen das das bereits alles gewesen sein soll, er hat scheinbar noch nicht begriffen das er der Gott des Wassers ist und somit eigentlich eine ungeheure Kraft und Ausdauer haben müsste.“ Ikarus sollte recht behalten, nach dem sie sich eine weile unterhalten hatten, baute sich bei ihm bereits die nächste Erregung auf und so legte Alrik nochmals los, doch diesmal wollte er das Zepter nicht aus der Hand geben, nun forderte er sie. Einige Stunden später in denen er Andora immer wieder genommen hatte, unterbrochen mit Ruhezeiten für sich und sie, waren beide erledigt und nass geschwitzt. Ikarus sah Ares an. „Na habe ich es nicht gesagt, der Kerl ist verdammt gut. Er braucht nur zwischendurch ein wenig Ruhe. Aber das ist bei uns nicht anders. Der einzige wo ich weiß der recht schnell genug hat ist Arden, er kriegt nicht mehr als zwei oder dreimal auf die Reihe, selbst mit Ruhepausen.“ Ares nickte. „Ich glaube der einzige der noch besser ist als wir, ist Ethan, aber der lässt sich ja nicht mehr in die Karten schauen, weißt du ob er sie noch für sich fordert?“ Ikarus nickte. „Ja tut er, das weiß ich, aber frag mich nicht wie und wo. Denn ich habe sie nie wieder dabei beobachten können. Ich weiß nur wenn sie von ihm kommt ist sie jedes mal fix und fertig.“ Ares nickte nachdenklich. „Ich frage mich wieso er nur so ein Geheimnis darum macht.“ Ikarus zuckte die Schultern. „Vielleicht weil es ihm unangenehm ist, immer hin ist er ihr Erzeuger und wir wissen ja wie pingelig Lazarus damit war, Ethan könnte es da ebenso gehen.“ Ares nickte verstehend und sah ihn anschließend an. „Würdest du auch so ein Geheimnis darum machen? Sagen wir du müsstest....mit Aphrodite..“ Ikarus überlegte einen Moment. „Ne ich glaube nicht...obwohl es mir auch merkwürdig vor kommen würde, mit meiner Tochter ins Bett zu steigen....aber grundsätzlich, wenn es nötig wäre, würde ich es tun, ohne lange zu überlegen. Mit dem Gedanken habe ich mich noch nie beschäftigt und obwohl Aphrodite schon ganz schön heiß ist, dachte ich nie daran mit ihr zu schlafen. Aber jetzt wo du mich fragst....kann ich verstehen das es Ethan nicht leicht fällt, obwohl Andora ganz schön scharf ist. Ich glaube es ist etwas anderes ob man als Sohn mit der Mutter schläft oder als Tochter mit dem Vater. Wir Kerle sind da ganz schön komisch.“ Ares hatte nun unbeabsichtigt in Ikarus einen Gedanken gesetzt auf den er selber nie gekommen wäre. Ikarus überlegte. Auch er wusste das Aphrodite das Licht nicht wie sie es brauchte von selber hatte und es sich von Eros holen musste. Ihm wurde nun klar das er ebenso in der Lage wäre ihr zu geben was sie brauchte. Er wusste auch, das Eros Aphrodite aus dem Weg ging seit sie sich für Anatol entschieden hatte, der kämpfte immer noch damit das sie sich für einen anderen entschieden hatte. Eros war aber absolut klar, sollte sich Aphrodite wieder zu ihm in sein Bett legen, würde er nicht widerstehen können und sie sich nehmen. Doch zur Zeit bekam sie alles was sie wollte von Anatol, der wiederum glücklich war, sie erst mal für sich zu haben. Das Licht von Eros benötigte sie im Moment nicht, das was sie hatte reichte noch. Anders würde es sein, wenn Andora sie in ihrer Eigenschaft als Lichtengel los schicken würde um einige Aufträge zu erfüllen. Allerdings war fraglich ob Aphrodite es wirklich von sich aus fordern würde, beim ersten Mal hatte sie es nur getan weil sie spürte das es nötig war und Anatol möglicherweise in Gefahr war. Ikarus wiederum wurde klar das er tun würde was getan werden müsste und wenn das hieß das er sich Aphrodite nehmen müsste, würde er auch das ohne Skrupel tun. Ihm wurde auf einmal deutlich bewusst das er und Andora sich kaum unterschieden, sie standen im Dienst des Lichts und von Aurian. Sie würden grundsätzlich den Weg gehen der ihnen vorgezeigt würde. Egal was es bedeutete. Das Andora ebenso eiskalt sein konnte wie er, hatte sie gezeigt als sie die Seele ihrer Mutter zum Leben als Sterbliche verdonnerte. Sie kannte kein Erbarmen wenn es sein musste, auch wenn sie in der Regel liebevoll und sanft war. Ares sah ihn an, er verfolgte die Mimik von Ikarus und sah das dem so einiges klar geworden war. Im Gegensatz zu Ikarus war Ares der sanfte, der liebevolle der für alles Verständnis hatte und auch recht schnell gewisse Zusammenhänge begriff. Er liebte Ikarus ebenso wie Andora und war überglücklich zu ihnen zu gehören, auch wenn er oft hinter Ikarus anstehen würde. Aber das machte ihm nichts aus, da er wusste welche Verantwortung auf den Schultern dieser beiden lastete. Er tat was er konnte um es ihnen zu erleichtern. Eigentlich war er der Fels für beide und er wusste ohne das es ihm einer sagen musste, das sie ihn brauchten. Wo Ikarus ein reißender Strom war, wild und teilweise unberechenbar, war er das Bächlein das sanft und gleichmäßig seinen Weg entlang floss und dabei die anderen beiden beruhigte. Zusammen waren Ikarus und Ares, wie einst Myrion und Leon unschlagbar. Nur das hier die Rollen etwas anders verteilt waren. Ikarus war ein absolutes Alphatier und Ares würde ihm überall hin folgen.

Kapitel 51: Liebe mal anders


 

Es war früher Morgen, man hörte draußen die Vögel singen. Andora war bereits unterwegs, während Ares und Ikarus noch im Bett lagen. Ares erwachte und blickte neben sich wo Ikarus nackt auf dem Rücken auf der Decke lag. Er betrachtete den Mann neben sich, Ikarus lag entspannt dort, sein muskulöser Brustkorb hob und senkte sich im gleichmäßigen Atem. Ares Blick ging tiefer, er sah den durch trainierten Bauch, die muskulösen Beine und auch was sich da zwischen befand. Er stand absolut auf Frauen und doch begann sich in ihm etwas zu regen als er Ikarus so betrachtete. Er sah die kraftvollen Hände, mit denen Ikarus oft Andora streichelte oder sie gepackt hielt wenn er etwas von ihr wollte. Er seufzte leise auf. In ihm manifestierte sich der Wunsch von Ikarus berührt, ja sogar geküsst zu werden. Ares knurrte leise über die Gefühle die auf einmal in ihm hoch stiegen, er konnte es nicht fassen was er fühlte. Während er Ikarus betrachtete, merkte er nicht das der bereits wach war und ihn unter halb geschlossenen Augenlidern beobachtete. Ares seufzte noch mal leise und erhob sich, da griff Ikarus zu seinem Arm und hielt ihn fest. Leise und sanft hörte er. „Bleib...schäme dich nicht für deine Gefühle, ich weiß schon lange das du nicht nur platonisch von mir geliebt werden willst.“ Ares schloss kurz die Augen und sah dann Ikarus an, der lächelte sanft. „Ich weiß es seit ich dich das erste mal berührte und es dich erregte. Nur solange du dir nicht selber darüber im klaren wurdest, konnte ich nicht mehr tun.“Ares schloss abermals die Augen. „Aber ich bin ein Mann und du ebenso. Wie können wir.....das geht doch nicht.“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Wer sagt das? Wer sagt das es verwerflich ist, wenn zwei Männer sich lieben? Wer sagt das es nicht sein darf? Ich sage dir nun etwas, ich bin wie du und stehe ebenso an sich nur auf Frauen, doch es macht mir nichts aus, auch dir körperliche Zuneigung zu geben, dich ebenso zu lieben wie Andora. Du übersiehst dabei etwas...ich liebe dich, als Freund, als Bruder und als Gefährte in unserem Bett. Verdammt es ist nichts verwerfliches daran und wenn es dich glücklich macht....na was soll´s. Inzwischen müsstest du wissen das ich keinerlei Hemmungen kenne....auch darin nicht. Ich liebe dich Ares, ebenso wie du mich und ebenso wie wir beide Andora lieben.“ Ikarus stützte sich auf einen Arm auf und zog Ares mit der anderen Hand wieder zurück aufs Bett. Er legte ihm eine Hand auf die Brust und drückte ihn auf das Bett herunter, dann beugte er sich über ihn um ihn zu küssen. Im ersten Moment wollte sich Ares dagegen wehren, es kam ihm falsch vor, doch Ikarus Lippen zu spüren, die Liebe zu spüren die in diesem Kuss lag, ließ ihn seufzen und es geschehen. Er umfasste Ikarus Kopf und erwiderte den Kuss. Ikarus begann ihn zu streicheln, für ihn war es auch das erste mal mit einem Mann, doch er liebte Ares und so gab er was er an Liebe zu geben hatte. Ares genoss es. War es nicht das was wer sich noch vor einigen Minuten gewünscht hatte? Hemmungslos streichelte Ikarus ihn überall und drehte ihn dann auf den Bauch. Er war sehr vorsichtig und sanft bei der ersten Vereinigung, Ares stöhnte auf, er hätte nie gedacht, das dieser wirklich männliche Kerl keine Hemmungen haben würde ihn zu nehmen, aber er genoss jede Sekunde, jede Minute. Er spürte die kraftvollen Hände die er eben noch bewundert hatte, er spürte wie Ikarus ihn damit fixierte um ihm nicht weh zu tun. Dann keuchten beide auf einmal auf und Ikarus ließ sachte von ihm ab. Ares lag schwer atmend da und ein wahnsinniges Glücksgefühl stieg in ihm hoch. Er hatte von Ikarus etwas bekommen was er nie erwartet hätte. Der drehte ihn zu sich herum und küsste ihn abermals heiß und innig. Als Ikarus den Kuss löste sahen sie zur Türe, in der Andora plötzlich stand und es gesehen hatte. Beide waren geschockt, das hatten sie nicht gewollt das sie es mit bekommen würde. Sie hatten Angst vor ihrer Reaktion. Doch wie so üblich überraschte sie die beiden. „Also das ist gemein, das ihr ohne mich angefangen habt.“ Sie zwinkerte den beiden frech zu, die sich nun überrascht ansahen, dann sah Ikarus sie wieder an. „Ist das für dich in Ordnung?“ Andora lachte und zog sich aus um sich zu ihnen zu legen. „Na klar ist das für mich in Ordnung, ich weiß doch das ihr euch ebenso liebt wie ihr mich liebt, also was soll`s. Solange es euch Spaß macht. Ich sehe nichts falsches daran, außer das ihr ohne mich angefangen habt.“ Beide Männer nahmen sie nun in ihre Arme und lachten mit ihr. Leise flüsterte Ikarus Ares was ins Ohr, der nickte. Dann grinste Ikarus Andora an. „Nun damit du nicht zu kurz kommst werden wir dich nun beide verwöhnen, damit zog er sie auf sich und Ares kniete sich hinter sie. Nun ging es wirklich heiß her und es geschah etwas das Andora zwar schon mal in Aurians Vergangenheit gesehen, aber selbst noch nie erlebt hatte. Beide Männer nahmen sie, nach dem sie sie richtig heiß gemacht hatten, nun gleichzeitig. Andora wusste aus Aurians Vergangenheit wie sie sich verhalten musste, so war es auch kein Problem und alle drei hatten ihren Spaß daran. Sie probierten noch einige Stellungen aus, in denen diese Konstellation möglich war, bis alle drei total erschöpft auf dem Bett lagen. Ikarus grinste schwer atmend und sah Andora an. „Na hat dich das genug entschädigt?“ Sie hauchte nur noch leise. „Ja, ich bin total geschafft.“ Ikarus nickte frech grinsend. „Himmel war das heiß und was sind wir verdorben.“ Ab diesem Tag oder besser diesem Morgen hatte sich das Verhältnis zwischen Ares und Ikarus noch weiter vertieft. Ethan spürte das sich zwischen den drei jungen Göttern eine ähnliche Verbundenheit gebildet hatte wie einst zwischen Myrion, Aurian und Leon. Er ahnte was die Grundlage dafür war und bedauerte in gewisser Weise das er mit Lazarus dazu niemals fähig gewesen war. Denn so sehr er Lazarus auch geliebt hatte, aber sich körperlich näher zu kommen, fiel ihm zu schwer. Obwohl er ein scharfer Hengst war, wie Aurian ihn mal bezeichnet hatte, so hatte er doch in gewissen Dingen Hemmungen. So das er auch froh war das Lazarus ihm diese Dinge abgenommen hatte und die nun Ikarus übernahm, wofür er auch dankbar war. Er sah das Ikarus absolut keine Hemmungen kannte, weder etwas aus zu sprechen noch irgendwas zu tun was er tun musste. Selbst wenn es ihm keinen Spaß machte, was man an Elorien sehen konnte, denn das war für Ikarus inzwischen wirklich schon zur Pflichtübung geworden. Da Elorien immer noch bei ihm das Blümchen „Rühr mich nicht an“ spielte. Sie konnte sich bei ihm einfach nicht fallen lassen, er hatte sogar das Gefühl das sie Angst vor ihm hatte. Sie hatte sogar noch nicht mal den Mumm selber zu ihm zu kommen und ihn zu fordern wenn sie merkte das die Dunkelheit sie langsam einnahm. So ging er von sich aus regelmäßig zu ihr, wenn er wusste das sie wieder mal Dienst in der finsteren Galaxie getan hatte. Irgendwie amüsierte es ihn sogar, wie es immer ab lief. Wenn er bei ihr zu Hause eintraf, rannte sie ins Schlafzimmer, zog sich aus und legte sich ins Bett, natürlich im dunklen, weil es könnte ja sein das er ihr etwas weg guckte, dann wartete sie bis er zu ihr kam. Es wunderte ihn langsam selber das er bei ihr überhaupt noch dazu fähig war, aber er dachte dann halt an heiße Stunden mit Andora und dann ging es schon. Das ganze dauerte nie länger als zehn Minuten, die Elorien schon als zu lang empfand und herüber von ihr kam nichts, mal ein leises stöhnen das wars aber schon. Anschließend musste er erst mal seine ganze aufgestaute Lust bei Andora los werden, die das inzwischen auch schon kannte und sich immer was neues einfallen lies um ihm seinen Frust zu nehmen. Er hatte Byron mal darauf angesprochen ob Elorien vielleicht frigide sei, doch der erklärte ihm das sie bei ihm schon aus sich heraus kommen würde und es jetzt sogar recht heiß zwischen ihnen zuging. Andora erklärte es Ikarus und sich so, das Byron und Elorien sich eigentlich treu sein wollten, das es aber bei Elorien nicht möglich sei wegen ihres Dienstes, also vermied sie wohl irgendwas bei Ikarus zu empfinden, um Byron wenigstens im Geiste treu sein zu können. Andora als auch Ikarus fanden das zwar idiotisch, aber ließen es halt gut sein. Den Dienst einstellen, wie es ihr Andora und Ethan angeboten hatten, wollte sie auch nicht, dafür war sie zu verantwortungsbewusst. Also wechselten sie sich wie gehabt ab und jeder von beiden übernahm eine Zeit lang die Überwachung der Galaxie. Ethan und Andora hatten kein Problem Ethan von den dunklen Einflüssen zu befreien, auch wenn es keiner mehr mit bekam. Als Andora spürte das es ihm schwer fiel, er aber auch nicht auf sie verzichten wollte und konnte, verschwanden sie einfach. Sie taten es unsichtbar, sie konnte ihn sehen und er sie, aber keiner konnte sie finden wenn sie unsichtbar waren und ihnen so auch nicht zuschauen. Das Ergebnis allerdings war, das man nun spekulierte und sie zum Gesprächsthema wurden. Lazarus hatte Ethan diesbezüglich mit seiner Moral angesteckt.

Wenige Tage nach diesem Geschehen, gab es zwei Frauen die eine gewisse morgendliche Übelkeit hatten. Brianna strahlte Ethan an. „Liebster....ich bin schwanger und du wirst deinen Sohn bekommen. Alandra hat es gesehen, als sie mich untersuchte.“ Ethan hielt Brianna in seinen Armen und strahlte sie ebenso an, es machte ihn glücklich, nun einen Sohn zu bekommen der mal nicht voraus geplant war, der seinem eigenen Wunsch entsprang. Er küsste Brianna immer wieder, vor Glück. „Einen Sohn, ich bekomme einen Sohn.“ Sie nickte heftig. „Ja, du bekommst einen Sohn.“ Er sah sie glücklich an. „Also bevor ich nun ausflippe oder ausraste, muss ich mal kurz fort, ich muss kurz etwas klären. Lauf nicht weg.“ Er küsste Brianna noch mal und ließ sie dann los, anschließend rannte er die Treppen herunter. Auf die Idee das er ebenso gut teleportieren hätte können kam er in diesem Moment nicht, er stürmte ins große Wohnzimmer und packte eine erschrockene Andora bei den Schultern. „Ich will nur eins wissen, der Sohn den Brianna nun von mir bekommt, ist er verplant? Wird er erwartet?“ Andora schmunzelte. „Ja er wird schon lange erwartet...“Als Ethans Augen sich verengten, lachte sie leise und setzte den Satz fort. „von dir, von seinem Vater. Beruhige dich, er ist nicht verplant, sondern ist unterwegs weil du ihn dir gewünscht hast.“ Glücklich riss er Andora in seine Arme und küsste sie aufgeregt. Anschließend strahlte er sie an. „Danke, vielen Dank.“ Diesmal dachte er daran das es schneller ging und verschwand urplötzlich, um bei Brianna wieder auf zu tauchen und nun sie wild in seine Arme zu ziehen. Seine Freude war grenzenlos. Er hatte Glück das seine anderen Kinder nicht eifersüchtig waren sondern sich mit ihm freuten. Die anderen, die sich ebenfalls im Wohnzimmer aufgehalten hatten, wie Ikarus, Ares, Lyam und Alrik sahen erstaunt Andora an und Ikarus fragte. „Was war das denn jetzt? Brianna ist schwanger?“ Andora nickte leicht. „Ja.....Ethan hatte nur Angst das es wieder mal ein geplantes Kind des Universums sein würde. Deswegen seine Frage.“ Ikarus sah Andora an. „Du hast ihm etwas verschwiegen, was ist es? Liebes ich sehe es dir an, das es so ist.“ Andora nickte, drehte sich herum und verließ das Wohnzimmer. Ikarus machte sich Sorgen, er sah die anderen an. „Was ist mit ihr? Was hat sie verschwiegen?“ Er wartete die Antwort gar nicht ab, weil er wusste das die anderen es ihm nicht sagen konnten und verschwand um Andora zu suchen. Er suchte überall, doch fand sie nicht. Dann sah er nach ob er Apoll oder Luna finden konnte um sie zu fragen. Er hoffte das sie spüren konnten was mit Andora los war, doch auch sie waren verschwunden. Als die drei auch am nächsten Tag noch nicht wieder aufgetaucht waren, machten sich alle Sorgen und man begann das gesamte Universum ab zu suchen. Selbst in die Bernsteinhöhle ging man doch die alten Götter meldeten sich nicht, sie schwiegen. Ethan belastete man nun nicht damit, er sollte seine Freude vollkommen genießen. Leander fragte sogar Luzifer ob er etwas wüsste, doch auch er hatte keine Ahnung wo die drei sein konnten, beteiligte sich aber an der Suche. Wo waren die drei? Und was war geschehen, was hatte Andora verschwiegen? Das fragten sich alle die davon wussten.