Kapitel 22: Wolf im Schafpelz


 

Andora studierte die Vergangenheit, vor allem aber die letzten tausend Jahre. Sie grinste als sie daran dachte das Ethan immer behauptete er sei achthundert, tatsächlich war er fast tausend Jahre alt. Sie verstand das man die Zeit aus den Augen verlor, wenn sich Jahr an Jahr reihte. Die Zeit war ausgefüllt mit Gebeten, die man an die Götter richtete, bei Leander oder sonst allen kämpfenden Götter mit Training oder was sonst nötig war. Sie sah auch das Iskander Aurian immer noch liebte und das ihn nur sein Sohn Arden zurück gehalten hatte ihr zu folgen. Er hatte nun fast fünfzig Jahre auf seinen Sohn gewartet, der sich irgendwo im Universum herum trieb. Andora behielt auch Erebos im Auge, ihr war klar das er den Platz des dunklen Gottes sehr ernst nahm. Er hatte viel von Damok und Dorian gelernt. Wobei Dorian der raffiniertere von den beiden gewesen war und meistens die Drecksarbeit für Damok erledigt hatte. Sie sah auch Ryan, der ebenso eher zur Dunkelheit neigte als zum Licht. Wäre Fleur nicht, dann hätte er sich wahrscheinlich schon lange Erebos angeschlossen, so aber stand er eher zu ihr als zum Gott der Dunkelheit und Erebos konnte ihn nicht gänzlich beeinflussen. Sie sah auch Kronos, Anubis und Moira, die nach dem Fortgang ihrer Eltern, deren Arbeit übernommen hatten. Sie schmunzelte als sie sah das Kronos als auch Anubis um Moiras Gunst kämpften. Beide wollten sie. Aber sie sah noch jemanden, ob Aurian ihr nun die Fähigkeit dazu gegeben hatte wusste sie nicht, doch sie sah Sephirot wie er unbemerkt auf einem kleinen Planeten, eine Dämonenarmee aufstellte. Sie sah den Hass in ihm den er auf Ikarus schob. Diesmal hatte Sephirot es anders angestellt, nicht in dem er Planeten vernichtete um deren Kraft zu nutzen, sondern er hatte sich einige sterbliche Frauen genommen und sie zu Zuchtzwecken verwendet. Er selber hatte die ersten Dämonen gezeugt, dann dafür gesorgt das sie schnell erwachsen wurden und sie dann ebenso zu den Frauen geschickt. Ebenso missbrauchte er auch seine Töchter dazu weitere Dämonen zur Welt zu bringen. Er kannte keine Skrupel und es war ihm schlicht egal, ob die Frauen überlebten oder nicht. Ihm ging es nur um den Nachwuchs.

Andora dachte nach, sollte sie Ikarus darauf hinweisen oder es erst mal für sich behalten. Ihr war klar das wenn sie es ihm sagte, würde er zum Kampf rufen und sich dem Dämonenfürsten entgegen stellen. Sie wusste nicht woher sie das Wissen hatte, doch wusste sie, das es nur zwei Wesen im Universum gab die den Fürsten wirklich töten konnten und das waren sie und Aurian. Sie ging mal davon aus das Aurian seine Aktivitäten ebenso gesehen haben würde, wie sie selber. Da sie aber nichts unternommen hatte konnte das nur bedeuten sie wollte das Sephirot tat was er tat. Sie seufzte leise, was nun Ikarus mit bekam der näher trat und sie an sah. „Was macht deinem hübschen Kopf Kopfschmerzen?“ Er hob sie kurz vom Stuhl hoch setzte sich selber und sie dann auf seinen Schoß, seine Arme um sie legend. Sie sah ihn an: „Was würdest du tun wenn ich dir sage wo Sephirot ist?“ Er sah sie an. „Ist das nicht offensichtlich? Ich würde ihn platt machen wie eine Flunder. Weißt du denn wo er ist?“ Andora nickte. „Doch überlege mal, Aurian weiß es sicherlich ebenso wie ich und doch unternimmt sie nichts, das muss einen Grund haben, vor allem wo ich weiß wessen Erbanlagen er trägt.“ Ikarus sah sie erstaunt an. „Erbanlagen? Soll das heißen der Kerl hat eine Mutter und einen Vater?“ Andora grinste leicht und schüttelte den Kopf. „Ja na klar hat er auch Eltern oder zumindest deren Erbanlagen. Meinst du es ging schwupp und er war da? Nein mein Süßer, er wurde zwar erschaffen und nicht geboren, aber es brauchte ebenso eine Eizelle und den Samen eines Kerls um daraus ein Wesen zumachen. Er entstand ähnlich wie Viola.“ Sie holte noch mal tief Luft. „Aurian hat ihn erschaffen, doch frag mich nicht wieso.“ Ikarus dachte nach. „Ist er sterblich, das heißt kann man ihn töten?“ Andora sah ihn an. „Ja und nein. Man kann ihn töten, aber nur ich könnte es oder Aurian, doch keiner von euch. Ihr könnt seine Armee zerstören, ihr könnt seine Nachkommen töten, obwohl auch das schon nicht leicht sein wird. Aber nicht ihn selber.“ Ikarus wurde hippelig. „Nachkommen? Sag bloß er hat tatsächlich eine Frau gefunden die es mit ihm treibt und ihm Kinder geschenkt hat.“ Andora seufzte leise. „Nicht direkt. Er hat Frauen aus der modernen Welt entführt, sie missbraucht und somit Kinder gezeugt. Die anderen Welten kann er aus irgendeinem Grund nicht betreten, also ging er dort hin. Zudem kommt hinzu das er nicht unattraktiv ist, so lange er nicht gerade sein Dämonenaussehen annimmt. Er ist groß, muskulös und sieht nicht schlecht aus. Aurian hat einen guten Geschmack.“ Ikarus sah sie perplex an. „Du findest ihn attraktiv?....Hallo Süße das ist ein Dämon und kein normaler Kerl.“ Andora sah ihn an. „Das weiß ich auch.....dennoch ist er nicht hässlich, wie gesagt solange er sein Dämonenaussehen nicht annimmt, dann ist er abstoßend. Aber er verführt ja die Frauen nicht als Dämon, sondern mit seinem normalen Äußeren und da springen schon einige auf ihn an. Sobald er sie einmal hatte, gibt es für sie kein zurück mehr, dann nimmt er sie mit und dann sind sie nur noch Brutkästen für ihn. Er ist widerlich. Er ist ein Wolf im Schafpelz.“ Ikarus sah sie ruhig an. „Würdest du ihn töten?“ Andora schüttelte den Kopf. „Nein....denn da Aurian ihn erschaffen hat muss es einen Grund dafür geben. Sie wollte ihn auf das Universum los lassen, sie wollte das er da ist, also kann ich ihn nicht einfach töten. So grausam und widerlich er auch ist. Vergiss nicht was Aurian sagte, es muss das Licht......und die Dunkelheit geben. Chaos und Ordnung gehen Hand in Hand.“ Ikarus verstand und nickte. „Aber seine Armee und seine Nachkommen können und dürfen wir töten oder?“ Andora nickte. „Ja das schon, er muss sich dann halt was neues einfallen lassen um seine Armee auf zu stocken.“ Ikarus rieb sich die Hände. „Doch sag kann er uns töten?“ Andora sah ihn an, sie sah bereits die Kampflust in seinen Augen. „Nein, ihr könnt ihn wie er auch euch verletzen, sogar schwer, aber er kann weder euch noch ihr ihn töten.“ Ikarus sprang auf und warf sie fast vom Schoß herunter, er hatte schlicht vergessen das sie auf seinem Schoß saß. Im letzten Moment fing er sie noch auf bevor sie auf den Boden fiel. „Sag mir wo er ist und ich werde seinem Treiben ein Ende setzen.“ Leise wisperte es in Andoras Kopf. „Lass ihn gehen, er folgt genau dem Plan.“ So sagte ihm Andora wo er ihn finden könnte und Ikarus strahlte. Er rief sofort alle anderen zusammen, man wollte sich am Meer treffen. Als Ikarus zum Kampf rief kamen alle, dort standen nicht nur die jungen Götter, sondern auch Leander, Dion, Julien, Ethan ebenso wie die beiden männlichen Engel. Jeder der im Kampf ausgebildet war, war vertreten. Ikarus erklärte ihnen was er erfahren hatte, er verschwieg auch nicht was Sephirot getan hatte. Er sah über die Götter, wobei es nicht nur die Männer waren sondern auch die weiblichen die das Kämpfen gelernt hatten. „Werdet ihr mit mir in den Kampf ziehen?“ Alle riefen ihm zu, das sie ihm helfen würden, dieses Gewürm aus dem Universum zu vertreiben, wenn es sein müsste durch den Tod. Er klärte sie darüber auf das sie Sephirot selber nicht töten konnten, doch das es eher darum ging seine Brut zu vernichten, als ihn. „Ihn werden wir gefangen nehmen und einsperren. Es gibt noch die Höhle in der einst Joran gefangen gehalten wurde, dort werden wir ihn unterbringen.“ Alle johlten, dann machte man sich auf den Weg.

Abermals standen sich Sephirot und Ikarus gegenüber und Sephirot grinste. „Na der zweite Versuch? Engel des Friedens?“ Ikarus sah an Sephirot entlang und er musste Andora recht geben, der Kerl war wirklich attraktiv. Der sah nun hinter Ikarus und grinste als er die Götter sah die nur auf den Befehl zum Angriff warteten. „Wo ist sie? Wo ist die Göttin des Lichts?“ Andora trat vor. „Hier bin ich.“ Sephirot grinste Ikarus an. „Und? Ist sie gut im Bett, geht es ordentlich zu Sache? Ich glaube wenn wir das hier hinter uns gebracht haben werde ich sie selber mal ausprobieren. Sie ist wirklich wunderschön.“ Ikarus wusste das Sephirot ihn provozieren wollte um ihn zu einer Unüberlegtheit hin zu reißen. Leander stand an seiner Seite, er hatte sich bereits umgesehen und in seinem Kopf hatte sich schon eine Strategie entwickelt, die er Ikarus nun mitteilte. Ikarus grinste Sephirot frech an. „Du vergisst dabei nur eine Kleinigkeit. Das sie dich töten könnte bevor du sie auch nur einmal berührt hast.“ Sephirot nickte zustimmend. „Da gebe ich dir recht, aber sieh mich an........wenn ich sie will, wird sie sich mir mit Lust und Wonne hingeben. Sie ist ja jetzt schon ganz scharf auf mich“ Ikarus versuchte Zeit zu schinden, er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, während Leander die Götter einteilte und ihnen sagte was sie tun sollten. Abermals trat Leander neben Ikarus und teilte ihm mit das es los gehen könnte. Ikarus nickte, zog sein Schwert und sah Sephirot an. „Lassen wir das Gerede, kommen wir endlich zur Sache.“

Dann entbrannte der Kampf, Athenes Pfeile flogen sirrend durch die Gegend und mähten einige seiner Brut um. Ebenso jeder Gott der ein Schwert tragen konnte, ging nun auf die Dämonen los, während Ikarus sich mit Sephirot herum schlug. Dann sprang Ikarus zurück was Sephirot zu einigen höhnischen Worten veranlasste. „Na Angst bekommen? Bin ich dir doch zu stark? Hast du gedacht ich wäre leicht zu besiegen?“ Was Sphirot nicht mit bekam da er mit verhöhnen beschäftigt war, war das die beiden männlichen Engel nun von hinten angeflogen kamen und ihm ein von Andora gesegnetes Netz über warfen. Dann sprang Ikarus wieder vor und zog das Netz flink zu. Er sah auf Sephirot nieder der nun laut aufheulte. „Nein, keine Angst nur Taktik, was bringt mir ein Kampf gegen dich wenn ich dich eh nicht töten kann. Jetzt werden wir deine Brut vernichten.“ Sephirot der sich nicht mehr bewegen konnte heulte auf, das Netz verhinderte das er seine Dämonenkräfte aufrufen konnte und somit wehrlos war. Inzwischen mähten die Götter seine Armee nieder, als Sephirot sah das man seine Brut tötete heulte er wütend auf. Dann sah er das Ikarus vor einer jungen Dämonin stand und sie gerade töten wollte. Dann geschah alles gleichzeitig, er brüllte auf. „Nicht Dämona.“ und Andora erschien vor der jungen Dämonin und stellte sich schützend vor sie. „Sie nicht, sie wird noch gebraucht.“ Ikarus nickte und fesselte die junge Frau, die nun ihr normales äußeres angenommen hatte in Erwartung des tödlichen Schlags. Als Sephirot sah das Andora seine Favoritin geschützt hatte, keuchte er erleichtert auf. Er kniete auf dem Boden, gefesselt von dem Netz und musste mit ansehen wie seine gesamte Brut getötet wurde. Die menschlichen Frauen, die kaum noch Herr ihrer Sinne waren, holte man aus dem Loch in das er sie gesteckt hatte. Andora rief Moira herbei. Als diese bei ihr stand, sah Andora sie an. „Nimm ihnen bitte das Leben, sie sind keine Menschen mehr, er hat ihre Seele fast zerstört. Sie sollten Frieden finden.“ Anubis kam und nahm ihre Seelen in Empfang, nachdem Moira sie befreit hatte. Andora sah Anubis an. „Sorge dafür das sie sich erholen können. Sie haben viel erlitten.“ Anubis nickte leicht und verschwand dann wieder.

Als alles vorbei war, sah Andora über das blutige Schlachtfeld, sie drehte sich zu Ikarus um. „Nimm die beiden mit und geht, ich werde den Planeten mit Moira zusammen reinigen von dem was hier gewesen ist und stattgefunden hat.“ Ikarus nickte und ging, er sorgte dafür das man Sephirot und seine Favoritin mit nahm. Dann begannen Moira und Andora zu singen und ihre Energie verband sich und säuberte den Planeten von dem unheiligen Einfluß dem er ausgesetzt gewesen war. Als sie fertig waren, lagen dort keine dämonischen Leichen mehr herum und alles war wieder grün und fruchtbar. Sephirot und Dämona hatte man in die Höhle gebracht. Dort würden sie bleiben bis Andora über sie entschieden hatte. Die Höhle war noch mit Aurians Zaubern versehen so konnten sie ihre dämonischen Fährigkeiten nicht aufrufen. Allerdings erstaunte eine Geste von Sephirot Ikarus, denn er sah als man die beiden dort hinein stieß, das Sephirot die junge Dämonin auffing und schützend in seine Arme nahm. Der knurrte Ikarus an. „Das wirst du mir büßen. Solltest du mal ein Kind zeugen, sei dir gewiss das ich es mir holen werde. Ihr habt meine Kinder getötet.“ Ikarus deutete auf Dämona. „Na eins scheinst du ja noch zu haben, wenn es nach mir gehen würde, hättest du sie auch nicht mehr.“ Sephirot sah auf Dämona herab, drückte sie an sich und sah dann Ikarus wieder an. „Du verdammter Mistkerl, du mieses Schwein, sie ist schwanger. Sie wird den Prinzen zur Welt bringen.“ Ikarus sah auf Dämona und grinste Sephirot niederträchtig an. „Nicht wenn ich es verhindern kann.“ Dann drehte er sich herum und ging. Dion hatte die erste Wache an der Höhle übernommen.

Später fragte Ikarus Andora: „Können Dämonen lieben? Es machte ganz den Anschein als würde er mehr für sie empfinden.“ Andora schüttelte den Kopf. „Nein sie können nicht lieben, sollten sie es dennoch tun, würden sie mehr und mehr ihre Kräfte verlieren. Es mag sein das er eine gewisse Zuneigung zu ihr hat, aber Liebe, sicherlich nicht.“ Ikarus nickte. „Er sagte sie sei schwanger und würden den Prinzen zur Welt bringen. Warum hast du sie beschützt? Ist sie seine Tochter oder seine Frau?“ Andora sah ihn an. „Weil sie schwanger ist. Sie ist beides, er hat sie gezielt gezüchtet. Er hat sich eine menschliche Frau genommen, das Mädchen das daraus entstand nahm er sich als sie alt genug war, was bei den Dämonen nicht viel heißt. Er sorgte dafür als er sie schwängerte das es abermals ein Mädchen wurde. Sie nahm er sich auch als sie alt genug war dann kam Dämona. Die perfekte Dämonin, mit wenig Menschenblut in sich, perfekt um seinen Sohn zur Welt zu bringen. Sie ist für ihn etwas besonderes, alle anderen waren nur Kanonenfutter und interessierten ihn nicht wirklich.“ Ikarus erzählte ihr welche Drohung Sephirot ausgesprochen hatte. „Doch dazu wird es nicht kommen schließlich sitzt er bei uns fest.“ Andora nickte. „Mach dir mal um unsere ungeborenen Kinder keine Sorgen, erstens will ich noch keine und zweitens wird er ihnen nichts antun können. Was nun seine Gefangennahme angeht. Nun ja wie soll ich es dir sagen Schatz. Er wird wieder frei kommen.“ Ikarus sah sie entsetzt an. „Er wird was??“ Sie erwiderte nur trocken. „Wieder frei kommen. Wir haben ihn nur gefangen genommen damit er ein Bündnis eingeht. Jetzt hat der entsprechende Gott die Möglichkeit dazu. Mal sehen ob er sie nutzt.“ Ikarus verstand die Welt nicht mehr er sah Andora ungläubig an. Dann fiel bei ihm der Groschen: “Erebos...ich hätte es mir denken können. Er versucht schon eine Weile Verbündete zu finden, bei Ryan hatte er nur mäßigen Erfolg und bei Dion.........oh bin ich blöd, Dion hat die Wache übernommen.“ Er sprang auf und wollte gerade hinaus stürmen, da hielt ihn Andora am Arm fest. „Keine Sorge Dion ist zwar kein helles Licht sondern auch eher der Dunkelheit zugehörig, doch ein Verräter ist er nicht. Er wird ihn bewachen und Erebos nicht in seine Nähe lassen.“ Ikarus beruhigte sich wieder. „Aber wer dann? Wer wird ihm die Möglichkeit geben?“ Andora sah ihn ruhig an, dann begriff er. „Du? Aber warum?“ Andora seufzte. „Es muss geschehen was geschehen muss und ende. Zweifelst du an meinen Entscheidungen? Das Universum braucht ihn und er kann seine Aufgabe unmöglich erfüllen wenn er bei uns fest sitzt.... darum. Ich mag auch nicht was er tut, ich finde es abscheulich. Aber so sind Dämonen nun mal. Aurian hat ihn nicht erschaffen damit er bei uns in der Höhle fest sitzt und ich denke er weiß das auch. Also wartet er ab. Er wird uns in der Zeit zu schockieren versuchen, uns drohen und einiges los lassen. Ich will nicht wissen was sich im Moment Dion anhören muss. Gut das er nicht so zart besaitet ist.“ Ikarus zog sie in seine Arme. „Nein ich zweifel nicht an deinen Entscheidungen und was du sagst klingt auch einleuchtend. So bleibt uns wohl nur immer wieder hinter ihm auf zu räumen.“ Andora nickte und küsste ihn zärtlich, was er gleich zum Anlass nahm sie ins Bett zu schieben. Andora grinste und sah ihn an. „Willst du gleich heute noch das erste Kind zeugen?“ Er lachte leise. „Nein....aber schon mal einen Probelauf starten. Training ist alles.“ Als Andora anschließend in seinen Armen eingeschlafen war dachte er darüber nach, welche Bewandnis es mit Sephirot hatte und dann kam die Erleuchtung und er murmelte leise. „Na klar.... wir haben so gut wie nie die Gelegenheit das was wir im Kampfunterricht gelernt haben zu gebrauchen. Jetzt schon. Er ist ein Gegner den wir nicht mal eben mit unseren göttlichen Kräften hinweg fegen können. Hier müssen Waffen sprechen. Wir können ihn nicht töten und er uns nicht, dennoch wird jede Seite versuchen der anderen eins aus zu wischen.“ Er sah auf Andora hinab und flüsterte leise. „Doch rechne ich dennoch damit das er sich eventuell irgendwann mal eins unserer Kinder schnappt, dann wenn wir nicht mehr daran denken. Ich werde auf der Hut sein.“ Als auch Ares später ins Bett kam schlief Ikarus schon.

 

Kapitel 23: Ein dunkles Bündnis


 

Fünfzig Jahre war es her, nach der Zeitrechnung der Götter das Arden gegangen war, für ihn waren es hundert Jahre gewesen und nun kam er zurück. Seine Eltern saßen abends beisammen, als die Türe aufging und er bei ihnen im Rahmen stand. Iskander und India sprangen auf als sie ihn sahen. Aus dem einstigen Heißsporn, war ein ernster Mann geworden. Beide drückten und umarmten ihn, selbst Iskander liefen Tränen der Freude die Wangen herab. Nachdem er sie begrüßt hatte, trat er ein wenig beiseite und gab den Blick auf eine ältere Frau frei. Iskander sah die Frau an und dann fragend Arden, der antwortete auf die unausgesprochene Frage: „Das ist meine Tochter Isabella, sie ist sterblich, also wundert euch nicht über ihr Aussehen. Ich wollte sie nicht alleine zurück lassen und hoffe ihr nehmt sie mit offenen Armen auf.“ Iskander nickte ebenso wie India, dann trat India auf die Frau zu. „Sei uns willkommen Isabella und tritt ein. Fühle dich hier ganz wie zu Hause. Die Tochter unseres Sohnes ist uns immer willkommen.“ Arden lächelte als er sah das man seine sterbliche Tochter mit offenen Armen aufnahm. Isabella war sehr schüchtern und hatte das ungefähre Alter von fünfzig Jahren. Arden sah seinen Vater an. „Ich werde eben noch die Göttin des Lichts begrüßen, dann können wir reden. Die Höflichkeit bin ich der Herrin schuldig.“ Iskander wollte gerade noch sagen das Viola nicht mehr die Göttin des Lichts war, da war Arden schon verschwunden. Er betrat das große Haus, das einst Aurian bewohnt hatte und schritt auf das Wohnzimmer zu dann öffnete er die Türe und sah nun eine junge Frau in ein Gespräch verwickelt mit einem ebenso jungen Mann den er nicht kannte. Er nickte grüßend und sah sich suchend um. „Wo ist sie? Wo ist Viola?“ Andora stand auf und Ikarus sah den Fremden an der dort in der Türe stand. Andora begrüßte ihn. „Sei uns willkommen Arden, meine Mutter wohnt hier nicht mehr. Sie lebt jetzt in dem kleinen Haus im See, das einst Iona gehörte. Ich bin Andora und das..“damit deutete sie auf die beiden Männer in ihrer Gesellschaft. „...sind Ikarus und Ares. Ich bin nun die Göttin des Lichts.“ Arden sah sie erstaunt an....sein Blick ging genau an ihr entlang, dann sah er an ihrer Ausstrahlung das sie die Wahrheit sagte und nickte. „Ich wollte der Göttin des Lichts meine Aufwartung machen und Bescheid sagen das ich zurück bin. Das habe ich dann ja wohl nun getan.“ Er konnte seinen Blick nicht von ihr nehmen und auf einmal wurde ihm klar, das er sich damals nicht in Viola verliebt hatte, sondern in die Göttin des Lichts. Denn auf einmal flammte abermals sein Herz in Liebe auf, doch diesmal zu Andora. Ikarus sah es ihm sofort an, ebenso Ares der Ikarus kurz ansah. Sie sahen zu Arden und betrachteten ihn. Sie sahen dort einen ausgebildeten Krieger stehen der sehr diszipliniert schien. Er war gut ein Meter neunzig groß, muskulös und trug die blau rote Uniform des Leviathanordens. Auf seinem Rücken trug er eines der wenigen Schwerter die einst Myrion für den Orden geschmiedet hatte und nur den besten Kämpfern des Ordens verliehen wurde. Arden ließ die Musterung der beiden jungen Männer ruhig über sich ergehen dabei sah er Andora weiterhin an. „Ich spürte das die Götter in den Kampf zogen und wollte mich melden. Falls ihr noch einen Kämpfer braucht, ich stehe zur Verfügung.“ Andora nickte und deutete auf Ikarus. „Er ist der Heerführer, des Heeres des Lichts. Leander sein taktischer Berater. Besprich das mit ihnen, ich halte mich da heraus.“ Arden nickte und sah Ikarus an. „Ich melde mich morgen bei dir, jetzt will ich erst mal mit meinen Eltern reden, ich denke sie haben viele Fragen.“ Ikarus nickte freundlich. „Aber ja, das hat Zeit erst mal sitzt derjenige gegen den es ging in Haft. Dennoch freue ich mich über jeden Kämpfer, wir werden dich brauchen können.“ Arden verneigte sich noch mal kurz vor Andora, nickte Ikarus und Ares kurz zu und war dann verschwunden. „Puhhhh...“kam es von Ares. „..da hat sich aber einer Hals über Kopf in unsere hohe Göttin verliebt.“ Ikarus nickte seufzend. „Scheinbar ist das noch so eine Eigenart der Göttin des Lichts, das sich jeder Kerl in sie verliebt oder zumindest in gewisser weise Liebe für sie empfindet. Wir wissen ja warum Arden damals weg ging auch wenn wir erst später geboren wurden. Ich hoffe nur das er diesmal nicht wieder so den Kopf verliert, allerdings schien er mir sehr diszipliniert zu sein. Na warten wir mal ab.“ Er sah Andora an. „Sollte er dir zu nahe treten, weise ihn darauf hin das ich ihm die Zähne einschlage, wenn er weiter geht als es dir lieb ist.“ Andora nickte schmunzelnd, Ikarus brauchte das Gefühl das er für sie einstehen konnte. Er war ein Macho erster Kajüte und das obwohl er wusste das sie sich sehr gut selber verteidigen konnte. Sie wies ihn aber jetzt nicht darauf hin, sondern kehrte zum Thema zurück. „Verhält sich Sephirot ruhig? Ich weiß das du laufend nach sehen gehst.“ Ikarus nickte. „Ja... aber diese Dämona, ihre Schwangerschaft scheint schneller voran zu gehen als ich dachte. Vor wenigen Tagen sah man es ihr nicht mal an und nun sieht sie aus als würde sie jeden Moment werfen. Sephirot scheint sehr besorgt um sie zu sein.“ Andora nickte. „Hast du mit ihm gesprochen?“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein ich war immer nur unsichtbar dort. Was sollte ich auch schon mit ihm zu reden haben?“ Alandra sah auf Wunsch von Andora immer mal nach der schwangeren Dämonin. Man hatte es ihnen so gemütlich gemacht wie es eben ging unter diesen Umständen. Sephirot machte sich in der Tat Sorgen um Dämona, das heißt mehr um seinen Sproß der in ihr wuchs. Doch als er sah das man sich um Dämona kümmerte, war er zufrieden, erst mal. Er ließ sich sogar dazu herab zurück zu treten wenn Alandra kam um Dämona zu untersuchen. Nach einigen Wochen war es soweit. Alandra teilte es Andora mit. Diese veranlasste nun das man ein lebendes Wild in die Höhle schickte und ließ Sephirot ausrichten, das das Blut des Wildes für das Kind bestimmt sei. Die anderen Götter sahen Andora verwundert an. Diese erklärte das das Kind ein Ungeheuer sei, das sich statt von Muttermilch von Blut ernährte zumindest bis es entwöhnt war, Danach würde es wie Sephirot und seine Gefährtin auch nur blutiges Fleisch essen. Ikarus ließ es keine Ruhe so fragte er eines Tages Andora. „Wessen Erbgut trägt er in sich?“ Andora sah ihn ruhig an. „Liegt das nicht auf der Hand? Ijana gab unwissentlich die Eizelle, sie wurde von Iona bearbeitet so das nur noch das Dämonenerbe vorhanden war und Damok den Samen. Sephirot ist also im Grunde Erebos, Rianas, Rowans, Jennas und Leanders Halbbruder, wenn man so will. Allerdings mit dem reinen Dämonenerbe. Erebos wird es bemerken wenn er sich Sephirot mal genauer ansieht. Mich wundert das es euch noch nicht aufgefallen ist. Er entstammt dem Göttergeschlecht ob es euch gefällt oder nicht. Doch bevor du urteilst, sieh dich und mich an. Aurian war das reine Licht, für sie gab es nichts anderes, doch wir beide.....stammen von Damok und Gregorien ebenso ab wie von Aurian. Wir tragen das Licht in uns und doch haben wir physisch auch Erbmaterial von Damok und Gregorien, das wurde uns von Ethan gegeben, mir mehr als dir. Da ich sogar noch direkt von Ethan abstamme. Du hast mehr von Lazarus und Angel.“ Ikarus nickte. „Und wieso hasse ich ihn so sehr?“ Andora seufzte. „Weil er dir indirekt vor Augen hält was du auch hättest werden können, zudem kommt hinzu das Licht hasst ihn, weil er nicht seinem Sinn entspringt.“ Ikarus nickte und sah sie an. „Ein Bündnis zwischen Sephirot und Erebos wird Vernichtung bringen. Ist dir das klar?“ Andora nickte. „Das weiß ich...doch es muss sein. Erebos wurde von seinem Vater zur Ehre erzogen, so merkwürdig es klingen mag, Dorian hat ihm vor Augen geführt was geschieht wenn man es übertreibt. Hinzu kommt das du ihm einiges mit gegeben hast als ihr gemeinsam aufwuchst. Diese Werte wird er an Sephirot weiter geben, es wird zwar Kämpfe zwischen den beiden geben, doch im Endeffekt wird Erebos stärker sein. Er wird Sephirot überzeugen.“ Ikarus seufzte. „Dämonen und Götter stammen aus einem Geschlecht, das ist zu hoch für mich. Aber gut, wir werden damit schon fertig. Weiß es Sephirot?“ Andora schüttelte den Kopf. „Noch nicht, doch irgendwann wird er es erfahren. Aurian wird ihm einen Traum schicken.“ Ikarus arrangierte sich mit dem Gedanken, doch als es bei Dämona soweit war und sie das Kind bekommen würde musste auch er sich abwenden, ihm wurde fast schlecht als er sie wie die Dämonen ihre Kinder bekamen. Denn als Dämona in den Wehen lag, verbot Andora Alandra ihr bei zu stehen, es sei zu gefährlich für sie. Sephirot stand seiner Gefährtin bei und als es soweit war, sprang das Kind regelrecht aus Dämona und stürzte sich sofort auf das lebende Wild senkte seine spitzen Zähne die es bereits hatte in das Wild und trank dessen Blut. Sephirot half dem Kind in dem er es stützte damit es nicht herunter fiel. Als es satt war, hielt man ihnen Tücher hin in das sie das Kind wickeln konnten. Danach kümmerte sich Sephirot um seine Gefährtin die allerdings schon recht schnell wieder auf den Beinen war. Was aber selbst dem hartgesottesten Gott ein Kopfschütteln entlockte war, das Sephirot keine Hemmungen und Skrupel kannte, Dämona sofort wieder und vor allen Augen zu nehmen. Er grinste als er sah das sich einige Götter abwandten. Er lachte höhnisch. „Na zu zart besaitet? Ihr habt meine Kinder getötet also muss ich für Nachschub sorgen.“ Als Ikarus das sah konnte auch er nur mit dem Kopf schütteln. Er sah Ares an der bei ihm stand. „Jetzt ist mir auch klar wieso er so schnell und in so kurzer Zeit eine Armee aufstellen konnte. Die Kinder brauchen nur einige Wochen um in der Mutter zu wachsen und er setzt danach sofort das nächste an. Himmel der Kerl ist wirklich ein Ungeheuer.“ Ares deutete auf Dämona. „Aber ihr scheint es zu gefallen.“ Sephirot sah Ikarus an, der mal nicht unsichtbar dort stand. „Deine Kleine nehme ich mir auch, das werden dann bestimmt hübsche Kinder werden.“ Ikarus wollte schon auf ihn los gehen, da erschien Andora neben ihm und sah ihn an. „Lass dich nicht von ihm provozieren, das will er doch nur.“ Ikarus knurrte und Sephirot lachte dröhnend. Andora scheuchte die ganzen Götter von der Höhle weg und verließ auch mit Ares und Ikarus den Platz vor der Höhle. Ikarus deutete dort hin und sah Andora an. „Er ist unbewacht.“ Andora nickte. „Macht euch unsichtbar, ihr habt gesehen was ihr sehen musstet. So ist er wirklich und nun wird es Zeit das er wieder geht. Folgt mir und seht was Erebos tut, doch tut mir einen Gefallen, wenn er euch anlügt und behauptet damit nichts zu tun zu haben, tut so als glaubtet ihr ihm. Erebos tut was er tun muss. Er folgt seinem Schicksal.“ Kurze Zeit später sah man wie Erebos an der Höhle erschien und dort hinein sah, nach dem er sich umgesehen hatte. Er begann mit Sephirot zu verhandeln. Zeigte ihm auf was ein Bündnis zwischen ihnen auch für Sephirot für Vorteile haben würde. Als Gegenleistung versprach er ihm ihn, seine Gefährtin und das Kind frei zu lassen. Es dauerte eine Weile doch dann hatten sie ein Bündnis geschlossen, Sephirot war nicht dämlich, er rechnete sich selber aus das es ihm auch Vorteile bringen könnte wenn er sich mit Erebos der schließlich bei den Göttern lebte, zusammen tun würde. Erebos hob den Zauber der die Höhle verschlossen hatte auf und Sephirot trat schnell hinaus, er bedankte sich noch bei Erebos und war kurz darauf mit seiner Gefährtin und dem Kind verschwunden. Erebos sah sich noch mal um, ob ihn auch niemand beobachtet hatte und verschwand dann ebenso. Der Dämonenfürst war wieder frei und konnte aufs neue beginnen sein Unheil zu verbreiten.

Kapitel 24: Eifersüchtig oder nicht?


 

Natürlich musste sich Andora aufregen und dem jenigen mit einer harten Strafe drohen, der dafür verantwortlich war das Sephirot frei gekommen war. Anschließend grinste Ikarus sie an. „An dir ist eine gute Schauspielerin verloren gegangen, doch hast du Erebos gesehen, das schlechte Gewissen sieht man ihm regelrecht an. Aurana hat ihn zur Rede gestellt, ob er damit etwas zu tun hat, sie ahnt glaube ich wer es gewesen war.“ Andora nickte schmunzelnd. „Es wird heraus kommen, es muss sogar....denn erst dann kann es weiter gehen. Aber genießen wir die Zeit des Friedens die wir nun erst mal wieder haben. Sephirot wird sich erst mal die Wunden lecken und abermals beginnen eine Armee auf zu stellen. Würde mich nicht wundern, wenn er auch Erebos dazu kriegen würde für ihn mit einer Dämonin ein Kind zu zeugen. In ihrer menschlichen Gestalt sind sie ja auch äußerst attraktiv.“ Ikarus sah sie zweifelnd an. „Also mir könntest du sie nackend auf den Bauch binden und ich würde nichts mit ihnen tun. Ne igitt, alleine das Kind das dabei heraus kommen könnte....wahhh...ne lass mal.“ Er sah Andora von oben bis unten an, grinste und dann stand sie nackt vor ihm. „Da bist du mir um vieles lieber.“ Andora sah ihn empört an und hatte kurz darauf wieder Kleidung am Körper, die er Sekunden später wieder verschwinden ließ und sie an sich drückte und heiß küsste. Sie versuchte sich gegen ihn zu wehren, er löste den Kuss und grinste. „Also das hat schon was wenn du dich wehrst, dennoch werde ich mir nehmen was ich möchte.“ Sie spürte das es ihm tatsächlich gefiel und so versuchte sie es weiter. Er hingegen spürte das sie nicht so abgeneigt war wie sie tat und das reizte ihn noch weiter. Das Ende war das sie zusammen im Bett landeten und es recht hart zur Sache ging, was ihm wie auch schon Leander einige Blessuren einbrachte, die er aber gerne in Kauf nahm.

Arden war inzwischen darüber aufgeklärt worden, was in seiner Abwesenheit alles geschehen war. Auch hatte er Viola besucht und die gleiche Erkenntnis ziehen müssen die auch Ethan einmal getroffen hatte. Das war nicht mehr die Frau die er mal so heiß begehrt hatte. Viola ging ganz in ihrer Rolle als Ehefrau von Lyam auf und wollte nichts anderes. Arden verfluchte sich fast selber das er wegen dieser Frau mal seine Welt verlassen hatte und ihn so lange hatte fern bleiben lassen. Er beobachtete Andora und sah, wie sie mit den Männern in ihrer Umgebung umging, egal ob es Leander oder Ikarus war. Sie schien alles so leicht zu nehmen. Wenn er in ihrer Nähe war flirtete sie auch schon mal kokett mit ihm, auch wenn es nur mit ihren Augen und Blicke waren, doch brachten sie sein Blut zum kochen. Ikarus und Ares bekamen es auch mit und Ikarus warnte sie, das Arden möglicherweise irgendwann das Versprechen eingelöst haben wollte das sie ihm mit ihren Augen gab. „Das ist kein junger Heißsporn mehr sondern ein inzwischen sehr erfahrener Mann. Denk darüber nach und sei vorsichtig.“ Andora nickte. „Ja der scheinbar einen Stock im Hintern hat, er zeigt kaum Emotionen. Es ist als sei alles in ihm abgestorben. Er lacht nicht, er zeigt keine Trauer, nichts.“ Auch Ethan sah es und musste Andora recht geben. „So ist es mir auch mal ergangen.“ Dann erzählte er von seiner Zeit bei den Leviathan. „Allerdings war ich von Natur aus immer schon ein wenig leichtlebiger, so das es sich bei mir sehr schnell wieder gab. Vor allem nach dem Aurian mir zeigte das sie mich immer noch wollte. Vielleicht braucht er auch nur mal einige heiße Stunden.“ Ikarus sah ihn an. „Die Andora ihm geben sollte? Meinst du das?“ Ethan zuckte mit der Schulter. „Wenn es hilft, wieso nicht. Arden weiß das er sie nicht ganz für sich gewinnen kann, schließlich steht fest zu wem sie gehört. Zudem auch Aurian schon mal nur mit einem Kerl im Bett war der ihr gefiel und aus reinem Spaß.“ Er sah Ikarus an. „Jetzt sag nicht du bist eifersüchtig. Das kannst du dir in deiner Position absolut nicht leisten.“ Ikarus grummelte. „Ich bin nicht eifersüchtig, ich wusste immer auf was ich mich mit der Göttin des Lichts einlasse.“ Ethan grinste leicht. „Junge du kannst mir sagen was du willst, du klingst so und machst auch den Eindruck als seist du eifersüchtig. Das sie mit Ares schläft ist für dich kein Problem du liebst ihn, ebenso wenig wenn es mit Leander geschieht, weil du es als Pflicht der Göttin an siehst. Aber sobald sie es mal nur aus Spaß macht, sieht die Sache wohl für dich schon anders aus. Komm Junge, da kocht scheinbar die Eifersucht hoch. Gib es ruhig zu.“ Ikarus knurrte leise. „Ich bin nicht eifersüchtig.“ Ethan grinste. „Na dann ist ja alles in Butter und sie kann sich Arden ja mal krallen, ein wenig Spaß mit ihm haben und ihm den Lebensmut wieder geben.“ Ikarus drehte sich brummend um und ging, Ethan lachte leise. Ares sah Ethan an. „Meinst du wirklich er ist eifersüchtig?“ Ethan nickte. „Ja, aber es ist noch im gesunden Bereich als kein Grund zur Sorge. Er liebt Andora sehr und begehrt sie heiß. Das lässt ihn allerdings auch ein wenig eifersüchtig werden. Geh mal davon aus das er sie die nächsten Tage voll in Beschlag nimmt und sie nimmt wo er kann nur damit sie keinen anderen nötig hat. Kann sein das er dich dabei haben will, damit sie wirklich voll ausgelastet ist. Ikarus ist das typische Alphamännchen. Er braucht die Bestätigung das er ihr voll genügt. Er unterscheidet zwischen Pflicht und Vergnügen. Das mit Leander ist Pflicht, ebenso wäre es bei mir, doch bei Arden oder einem anderen Kerl würde er es so sehen das sie ihn aus Spaß will und den Spaß soll sie nur von ihm und dir bekommen.“ Ethan schmunzelte. Ares sah ihn an. „Du hast sie bisher nicht gefordert, wie sieht es mit dir aus?“ Ethan lächelte. „ Rhianna genügt mir zur Zeit voll auf. Und Andora gibt mir ja ihre Nähe, in dem sie sich schon mal an mich drückt und mich in ihre Arme nimmt. Ich glaube ihr fällt es ebenso schwer wie mir, weiter zu gehen. Also lasse ich uns Zeit. Es wird der Tag kommen wo ich so scharf auf sie bin, das mir alles egal sein wird, doch bis dahin, lasse ich uns die Zeit zu warten.“ Ares nickte verstehend. „Das ist aber auch ein Mist mit eurem Verhältnis.“ Ethan nickte. „Ja vor allem sie ist noch so jung, noch sehe ich sie zu sehr als meine Tochter an. Ich weiß das es sich geben wird, das dauert aber einige Zeit.“ Er erzählte Ares das er bei Ijana mal ganz vergessen hatte das sie seine Tochter war und sich so ohne Probleme von ihr verführen ließ. „Sie war scharf auf mich und so gab ich ihr auch was sie von mir wollte. Ebenso Tara, sie legte sich mal einfach in mein Bett und ich nahm mir was mir geboten wurde.“ Ares nickte. „Wenn Andora dich also haben wollte, könnte sie es auch bekommen oder?“ Ethan nickte zustimmend. „Sicher, sieh sie dir an, sie hat die gleiche erotische Ausstrahlung wie Aurian, sie ist scharf.....doch eben noch sehr jung. Sie hat kaum Erfahrung und wenn dann nur überwiegend theoretische. Lazarus hat ihr gezeigt was in ihr steckt.“ Er sah Ares an. „Euch ist schon klar das er sie nicht unbedingt für sich fordern musste, wo er eh vor hatte am nächsten Tag zu gehen. Doch so gab er ihr ein wenig praktische Erfahrung. Andora wird noch einige Zeit brauchen bis sie wirklich ebenso locker damit umgehen kann, wie es Aurian getan hat. Was uns nun auch wieder zu Ikarus bringt. Auch er ist wie du auch noch sehr jung. Aber er will seinen Platz perfekt ausfüllen und bemüht sich daher zu sehr. Myrion hat es alles recht leicht genommen und ließ Aurian von sich aus die Freiheiten die sie brauchte. Ikarus will das auch für Andora, nur hier kommt eben seine........angeblich nicht vorhandene Eifersucht ...ins Spiel. Er hat immer noch Angst das ein anderer besser sein könnte als er.“ Ares sah Ethan erstaunt an. „Ikarus? Er ist doch so von sich überzeugt, wieso sollte er Angst haben?“ Ethan lachte. „Schau mal mit wem habt ihr eure Erfahrungen gesammelt? Riana und Athene...gut Aurian nahm sich Ikarus auch mal zur Brust und das gab ihm einen Wahnsinns Aufwind... er weiß was er leisten kann und doch hat er hier und da mal Angst. Und wenn dann so ein Kerl wie Arden auftaucht, groß, muskulös und einen harten Eindruck macht. Glaub mir da fahren die Frauen voll drauf ab. Da steigt in ihm die Angst hoch das der andere besser sein könnte. Was Ikarus fehlt ist das was Myrion immer bekommen hatte....die Bestätigung ihr absolut zu genügen.“ Er dachte nach..“Hm ..ich sollte mal Aurian fragen ob Andora den gleichen Makel wie sie hatte, das wenn sie lange mit keinem Kerl zusammen war, ob sie dann zu Anfällen neigt. So ein Anfall könnte Ikarus eventuell die Bestätigung geben die er braucht.“ Er erklärte Ares was es mit den Anfällen unter denen Aurian von Zeit zu Zeit gelitten hatte auf sich hatte. „Zu dieser Zeit brauchte sie Myrion mehr denn je und er hatte dabei immer einen Bettmarathon zu bewältigen. Aber dieses Wissen ihr selbst dann zu genügen, ließ es ihn locker sehen wenn sie auch mal aus Vergnügen, weil ihr ein Kerl einfach nur gefiel, mit einem anderen schlief.“ Ares nickte zweifelnd. „Doch was ist wenn Ikarus es nicht bewältigen kann? Was ist wenn er auf der Hälfte schlapp macht? Dann ist das was wir erreichen wollten, eher fatal und würde ins Gegenteil umschlagen.“ Ethan nickte. „Andora ist noch sehr jung während Aurian schon ein wenig älter war als sie ihren ersten Anfall bekam. So könnte es sein das Andora selber die Ausdauer fehlt das durch zu stehen.“ Ares grinste. „Wir haben gesehen was für ein Stehvermögen Lazarus hatte und da hat es schon eine ganze Zeit gedauert bis sie zugab nicht mehr zu können. Ich gebe zu das könnten weder Ikarus noch ich leisten, dazu sind wir wohl wirklich noch zu jung.“ Ethan lachte. „Junge auch Lazarus hatte nicht dieses Stehvermögen wie du es nennst...er hat auf seine Lichtkräfte zurück gegriffen, die er als Sohn des Lichts hatte. Sicher er war schon gut....sogar sehr gut....doch Myrion war von Natur aus so. Er musste auf nichts zurück greifen, er hatte die Erfahrung und das Durchhaltevermögen von Natur aus. Myrion war ein Bulle im Bett....da konnten weder Lazarus noch ich mithalten. Doch Myrion war auch bereits gut achtzig Jahre alt als er Aurian kennen lernte. Ihr habt mal gerade circa fünfunddreißig Jahre hinter euch und Andora noch weniger. Ihr seid für göttliche Verhältnisse gerade mal den Kinderschuhen entwachsen und dafür macht ihr eure Sache schon sehr gut. Lasst euch Zeit, setzt euch nicht selber so unter Druck.“ Ares nickte. „Meinst du wirklich Arden gefällt ihr?“ Ethan lachte herzlich. „Dir scheint einiges entgangen zu sein. Ihr gefallen noch andere, Dion zum Beispiel oder auch Julien. Sie findet sie scharf und ebenso Arden. Ja er gefällt ihr, sie ist neugierig. Sie will wissen wie er ist. Allerdings spürt sie auch das Ikarus eifersüchtig ist und hält sich deshalb zurück. Unterschätze nicht Andoras Wissen. Sie hat ein Gespür dafür. Sie weiß instinktiv was mit dem einen oder anderen los ist.“ Ares nickte und sah Ethan nun ernst an. „Was ist mit Sephirot? Sie fand ihn schon attraktiv.“ Ethan seufzte. „Wenn sie die gleichen Neigungen wie Aurian hat....und Sephirot es richtig anstellt....wäre sie wohl wirklich in Gefahr ihm zu erliegen. Er ist gefährlich und sie weiß es......dennoch würde ihr Körper reagieren, wenn er es richtig anstellt. Er ist ebenso noch jung wie ihr. Er könnte ihr gefährlich werden, nur rate ich dir eins, sage das nicht Ikarus. Er soll selber dahinter kommen.“ Ares sah ihn an. „Gleiche Neigungen? Was meinst du damit?“ Ethan seufzte nun auch. „Also die Göttinnen des Lichts sind absolute Alphaweibchen, sie lenken und führen das gesamte Universum, sind für alles verantwortlich und tragen eine große Last. Doch kommt das richtige Alphamännchen, das weiß was es will, das sie sogar ein wenig dominiert, reagiert ihr Körper und sie können nicht anders, sie unterwerfen sich sozusagen diesem Männchen. In unserem Fall würde das bedeuten, das er sie ins Bett kriegen könnte, wenn er ihr zeigt, „ich will dich und egal was du sagst ich kriege dich auch.“ Dann ist sie verloren. Anschließend würde sie sich dafür hassen was sie empfunden hat und doch würde sie ihm wieder erliegen wenn er es abermals versucht. Aurian hat auch mit einigen Kerlen geschlafen die wussten wie sie sie herum kriegen konnten. Bestes Beispiel dafür war Damok. Sie wollte es nicht und doch war sie ihm erlegen. Das Licht ging mit dem Chaos ins Bett.....oder Gregorian....er konnte sie damals nur bekommen, weil er genau wusste wie er sie herum kriegen konnte. Man muss nur selbstbewusst sein, darf nicht zaudern und muss von sich selber absolut überzeugt sein. Und das alles ist Sephirot.......ich gebe es zwar nur ungerne zu.....aber wenn er es drauf anlegen würde, läge sie unter ihm im Bett und würde es wahrscheinlich sogar noch genießen und sich anschließend dafür hassen. Die Göttinnen des Lichts haben nur eine Schwäche, sie sind immer heiß. Der richtige Kerl und sie werden schwach. Ich weiß es zwar nur aus Erzählungen doch weiß ich das Myrion damals Damok oft die Zähne eingeschlagen hat. Oder sieh selbst Viola an. Als Angel sie anmachte, konnte sie nicht anders, sie gab sich ihm hin. Nur normalerweise stecken die Göttinnen des Lichts das weg, buchen es als Erfahrung ab und gut ist. Viola knabberte aber daran, sie schämte sich dafür das sie so schwach werden konnte.“ Ares nickte nachdenklich, Ethan deutete in Richtung Wohnung von Apoll und Luna. „Auch Apoll wollte sie.....doch er spürte das sie damit nicht fertig werden würde und unterließ es halt. Übrigens will er auch Andora und wie ich Apoll kenne, wird er sie sich auch irgendwann nehmen, denn Andora ist stark da wo Viola schwach war und Apoll ist immer scharf. Noch hält ihre Jugend ihn zurück.“ Ares nickte, er hatte einiges zum nachdenken bekommen. Das mit Apoll oder auch Arden tangierte ihn nicht sonderlich, aber das auch Sephirot es möglicherweise schaffen könnte, das zehrte an ihm. Er begann sich Sorgen zu machen. Ikarus hasste Sephirot jetzt schon, doch was würde geschehen, wenn dieser widerliche Dämon es tatsächlich mal schaffen könnte. Dann würde Ikarus wohl vollends ausrasten. Ethan klopfte Ares auf die Schulter. „Du bist ein guter Freund, mach dir nicht zu viele Sorgen, Schließlich bin ich auch noch da und zusammen werden wir Ikarus schon von einer Dummheit abhalten. Sollte es mal hart auf hart kommen.“ Ares nickte, doch sah Ethan das ihn das nicht besonders beruhigt hatte. Was würde in Zukunft noch auf sie zukommen? Was hatte Sephirot vor?