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Kapitel 22: Wolf im Schafpelz

Andora studierte die
Vergangenheit, vor allem aber die letzten tausend Jahre. Sie
grinste als sie daran dachte das Ethan immer behauptete er sei
achthundert, tatsächlich war er fast tausend Jahre alt. Sie
verstand das man die Zeit aus den Augen verlor, wenn sich Jahr
an Jahr reihte. Die Zeit war ausgefüllt mit Gebeten, die man an
die Götter richtete, bei Leander oder sonst allen kämpfenden
Götter mit Training oder was sonst nötig war. Sie sah auch das
Iskander Aurian immer noch liebte und das ihn nur sein Sohn
Arden zurück gehalten hatte ihr zu folgen. Er hatte nun fast
fünfzig Jahre auf seinen Sohn gewartet, der sich irgendwo im
Universum herum trieb. Andora behielt auch Erebos im Auge, ihr
war klar das er den Platz des dunklen Gottes sehr ernst nahm. Er
hatte viel von Damok und Dorian gelernt. Wobei Dorian der
raffiniertere von den beiden gewesen war und meistens die
Drecksarbeit für Damok erledigt hatte. Sie sah auch Ryan, der
ebenso eher zur Dunkelheit neigte als zum Licht. Wäre Fleur
nicht, dann hätte er sich wahrscheinlich schon lange Erebos
angeschlossen, so aber stand er eher zu ihr als zum Gott der
Dunkelheit und Erebos konnte ihn nicht gänzlich beeinflussen.
Sie sah auch Kronos, Anubis und Moira, die nach dem Fortgang
ihrer Eltern, deren Arbeit übernommen hatten. Sie schmunzelte
als sie sah das Kronos als auch Anubis um Moiras Gunst kämpften.
Beide wollten sie. Aber sie sah noch jemanden, ob Aurian ihr nun
die Fähigkeit dazu gegeben hatte wusste sie nicht, doch sie sah
Sephirot wie er unbemerkt auf einem kleinen Planeten, eine
Dämonenarmee aufstellte. Sie sah den Hass in ihm den er auf
Ikarus schob. Diesmal hatte Sephirot es anders angestellt, nicht
in dem er Planeten vernichtete um deren Kraft zu nutzen, sondern
er hatte sich einige sterbliche Frauen genommen und sie zu
Zuchtzwecken verwendet. Er selber hatte die ersten Dämonen
gezeugt, dann dafür gesorgt das sie schnell erwachsen wurden und
sie dann ebenso zu den Frauen geschickt. Ebenso missbrauchte er
auch seine Töchter dazu weitere Dämonen zur Welt zu bringen. Er
kannte keine Skrupel und es war ihm schlicht egal, ob die Frauen
überlebten oder nicht. Ihm ging es nur um den Nachwuchs.
Andora dachte nach, sollte sie
Ikarus darauf hinweisen oder es erst mal für sich behalten. Ihr
war klar das wenn sie es ihm sagte, würde er zum Kampf rufen und
sich dem Dämonenfürsten entgegen stellen. Sie wusste nicht woher
sie das Wissen hatte, doch wusste sie, das es nur zwei Wesen im
Universum gab die den Fürsten wirklich töten konnten und das
waren sie und Aurian. Sie ging mal davon aus das Aurian seine
Aktivitäten ebenso gesehen haben würde, wie sie selber. Da sie
aber nichts unternommen hatte konnte das nur bedeuten sie wollte
das Sephirot tat was er tat. Sie seufzte leise, was nun Ikarus
mit bekam der näher trat und sie an sah. „Was macht deinem
hübschen Kopf Kopfschmerzen?“ Er hob sie kurz vom Stuhl hoch
setzte sich selber und sie dann auf seinen Schoß, seine Arme um
sie legend. Sie sah ihn an: „Was würdest du tun wenn ich dir
sage wo Sephirot ist?“ Er sah sie an. „Ist das nicht
offensichtlich? Ich würde ihn platt machen wie eine Flunder.
Weißt du denn wo er ist?“ Andora nickte. „Doch überlege mal,
Aurian weiß es sicherlich ebenso wie ich und doch unternimmt sie
nichts, das muss einen Grund haben, vor allem wo ich weiß wessen
Erbanlagen er trägt.“ Ikarus sah sie erstaunt an. „Erbanlagen?
Soll das heißen der Kerl hat eine Mutter und einen Vater?“
Andora grinste leicht und schüttelte den Kopf. „Ja na klar hat
er auch Eltern oder zumindest deren Erbanlagen. Meinst du es
ging schwupp und er war da? Nein mein Süßer, er wurde zwar
erschaffen und nicht geboren, aber es brauchte ebenso eine
Eizelle und den Samen eines Kerls um daraus ein Wesen zumachen.
Er entstand ähnlich wie Viola.“ Sie holte noch mal tief Luft.
„Aurian hat ihn erschaffen, doch frag mich nicht wieso.“ Ikarus
dachte nach. „Ist er sterblich, das heißt kann man ihn töten?“
Andora sah ihn an. „Ja und nein. Man kann ihn töten, aber nur
ich könnte es oder Aurian, doch keiner von euch. Ihr könnt seine
Armee zerstören, ihr könnt seine Nachkommen töten, obwohl auch
das schon nicht leicht sein wird. Aber nicht ihn selber.“ Ikarus
wurde hippelig. „Nachkommen? Sag bloß er hat tatsächlich eine
Frau gefunden die es mit ihm treibt und ihm Kinder geschenkt
hat.“ Andora seufzte leise. „Nicht direkt. Er hat Frauen aus der
modernen Welt entführt, sie missbraucht und somit Kinder
gezeugt. Die anderen Welten kann er aus irgendeinem Grund nicht
betreten, also ging er dort hin. Zudem kommt hinzu das er nicht
unattraktiv ist, so lange er nicht gerade sein Dämonenaussehen
annimmt. Er ist groß, muskulös und sieht nicht schlecht aus.
Aurian hat einen guten Geschmack.“ Ikarus sah sie perplex an.
„Du findest ihn attraktiv?....Hallo Süße das ist ein Dämon und
kein normaler Kerl.“ Andora sah ihn an. „Das weiß ich
auch.....dennoch ist er nicht hässlich, wie gesagt solange er
sein Dämonenaussehen nicht annimmt, dann ist er abstoßend. Aber
er verführt ja die Frauen nicht als Dämon, sondern mit seinem
normalen Äußeren und da springen schon einige auf ihn an. Sobald
er sie einmal hatte, gibt es für sie kein zurück mehr, dann
nimmt er sie mit und dann sind sie nur noch Brutkästen für ihn.
Er ist widerlich. Er ist ein Wolf im Schafpelz.“ Ikarus sah sie
ruhig an. „Würdest du ihn töten?“ Andora schüttelte den Kopf.
„Nein....denn da Aurian ihn erschaffen hat muss es einen Grund
dafür geben. Sie wollte ihn auf das Universum los lassen, sie
wollte das er da ist, also kann ich ihn nicht einfach töten. So
grausam und widerlich er auch ist. Vergiss nicht was Aurian
sagte, es muss das Licht......und die Dunkelheit geben. Chaos
und Ordnung gehen Hand in Hand.“ Ikarus verstand und nickte.
„Aber seine Armee und seine Nachkommen können und dürfen wir
töten oder?“ Andora nickte. „Ja das schon, er muss sich dann
halt was neues einfallen lassen um seine Armee auf zu stocken.“
Ikarus rieb sich die Hände. „Doch sag kann er uns töten?“ Andora
sah ihn an, sie sah bereits die Kampflust in seinen Augen.
„Nein, ihr könnt ihn wie er auch euch verletzen, sogar schwer,
aber er kann weder euch noch ihr ihn töten.“ Ikarus sprang auf
und warf sie fast vom Schoß herunter, er hatte schlicht
vergessen das sie auf seinem Schoß saß. Im letzten Moment fing
er sie noch auf bevor sie auf den Boden fiel. „Sag mir wo er ist
und ich werde seinem Treiben ein Ende setzen.“ Leise wisperte es
in Andoras Kopf. „Lass ihn gehen, er folgt genau dem Plan.“ So
sagte ihm Andora wo er ihn finden könnte und Ikarus strahlte. Er
rief sofort alle anderen zusammen, man wollte sich am Meer
treffen. Als Ikarus zum Kampf rief kamen alle, dort standen
nicht nur die jungen Götter, sondern auch Leander, Dion, Julien,
Ethan ebenso wie die beiden männlichen Engel. Jeder der im Kampf
ausgebildet war, war vertreten. Ikarus erklärte ihnen was er
erfahren hatte, er verschwieg auch nicht was Sephirot getan
hatte. Er sah über die Götter, wobei es nicht nur die Männer
waren sondern auch die weiblichen die das Kämpfen gelernt
hatten. „Werdet ihr mit mir in den Kampf ziehen?“ Alle riefen
ihm zu, das sie ihm helfen würden, dieses Gewürm aus dem
Universum zu vertreiben, wenn es sein müsste durch den Tod. Er
klärte sie darüber auf das sie Sephirot selber nicht töten
konnten, doch das es eher darum ging seine Brut zu vernichten,
als ihn. „Ihn werden wir gefangen nehmen und einsperren. Es gibt
noch die Höhle in der einst Joran gefangen gehalten wurde, dort
werden wir ihn unterbringen.“ Alle johlten, dann machte man sich
auf den Weg.
Abermals standen sich Sephirot
und Ikarus gegenüber und Sephirot grinste. „Na der zweite
Versuch? Engel des Friedens?“ Ikarus sah an Sephirot entlang und
er musste Andora recht geben, der Kerl war wirklich attraktiv.
Der sah nun hinter Ikarus und grinste als er die Götter sah die
nur auf den Befehl zum Angriff warteten. „Wo ist sie? Wo ist die
Göttin des Lichts?“ Andora trat vor. „Hier bin ich.“ Sephirot
grinste Ikarus an. „Und? Ist sie gut im Bett, geht es ordentlich
zu Sache? Ich glaube wenn wir das hier hinter uns gebracht haben
werde ich sie selber mal ausprobieren. Sie ist wirklich
wunderschön.“ Ikarus wusste das Sephirot ihn provozieren wollte
um ihn zu einer Unüberlegtheit hin zu reißen. Leander stand an
seiner Seite, er hatte sich bereits umgesehen und in seinem Kopf
hatte sich schon eine Strategie entwickelt, die er Ikarus nun
mitteilte. Ikarus grinste Sephirot frech an. „Du vergisst dabei
nur eine Kleinigkeit. Das sie dich töten könnte bevor du sie
auch nur einmal berührt hast.“ Sephirot nickte zustimmend. „Da
gebe ich dir recht, aber sieh mich an........wenn ich sie will,
wird sie sich mir mit Lust und Wonne hingeben. Sie ist ja jetzt
schon ganz scharf auf mich“ Ikarus versuchte Zeit zu schinden,
er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, während Leander die
Götter einteilte und ihnen sagte was sie tun sollten. Abermals
trat Leander neben Ikarus und teilte ihm mit das es los gehen
könnte. Ikarus nickte, zog sein Schwert und sah Sephirot an.
„Lassen wir das Gerede, kommen wir endlich zur Sache.“
Dann entbrannte der Kampf,
Athenes Pfeile flogen sirrend durch die Gegend und mähten einige
seiner Brut um. Ebenso jeder Gott der ein Schwert tragen konnte,
ging nun auf die Dämonen los, während Ikarus sich mit Sephirot
herum schlug. Dann sprang Ikarus zurück was Sephirot zu einigen
höhnischen Worten veranlasste. „Na Angst bekommen? Bin ich dir
doch zu stark? Hast du gedacht ich wäre leicht zu besiegen?“ Was
Sphirot nicht mit bekam da er mit verhöhnen beschäftigt war, war
das die beiden männlichen Engel nun von hinten angeflogen kamen
und ihm ein von Andora gesegnetes Netz über warfen. Dann sprang
Ikarus wieder vor und zog das Netz flink zu. Er sah auf Sephirot
nieder der nun laut aufheulte. „Nein, keine Angst nur Taktik,
was bringt mir ein Kampf gegen dich wenn ich dich eh nicht töten
kann. Jetzt werden wir deine Brut vernichten.“ Sephirot der sich
nicht mehr bewegen konnte heulte auf, das Netz verhinderte das
er seine Dämonenkräfte aufrufen konnte und somit wehrlos war.
Inzwischen mähten die Götter seine Armee nieder, als Sephirot
sah das man seine Brut tötete heulte er wütend auf. Dann sah er
das Ikarus vor einer jungen Dämonin stand und sie gerade töten
wollte. Dann geschah alles gleichzeitig, er brüllte auf. „Nicht
Dämona.“ und Andora erschien vor der jungen Dämonin und stellte
sich schützend vor sie. „Sie nicht, sie wird noch gebraucht.“
Ikarus nickte und fesselte die junge Frau, die nun ihr normales
äußeres angenommen hatte in Erwartung des tödlichen Schlags. Als
Sephirot sah das Andora seine Favoritin geschützt hatte, keuchte
er erleichtert auf. Er kniete auf dem Boden, gefesselt von dem
Netz und musste mit ansehen wie seine gesamte Brut getötet
wurde. Die menschlichen Frauen, die kaum noch Herr ihrer Sinne
waren, holte man aus dem Loch in das er sie gesteckt hatte.
Andora rief Moira herbei. Als diese bei ihr stand, sah Andora
sie an. „Nimm ihnen bitte das Leben, sie sind keine Menschen
mehr, er hat ihre Seele fast zerstört. Sie sollten Frieden
finden.“ Anubis kam und nahm ihre Seelen in Empfang, nachdem
Moira sie befreit hatte. Andora sah Anubis an. „Sorge dafür das
sie sich erholen können. Sie haben viel erlitten.“ Anubis nickte
leicht und verschwand dann wieder.
Als alles vorbei war, sah Andora
über das blutige Schlachtfeld, sie drehte sich zu Ikarus um.
„Nimm die beiden mit und geht, ich werde den Planeten mit Moira
zusammen reinigen von dem was hier gewesen ist und stattgefunden
hat.“ Ikarus nickte und ging, er sorgte dafür das man Sephirot
und seine Favoritin mit nahm. Dann begannen Moira und Andora zu
singen und ihre Energie verband sich und säuberte den Planeten
von dem unheiligen Einfluß dem er ausgesetzt gewesen war. Als
sie fertig waren, lagen dort keine dämonischen Leichen mehr
herum und alles war wieder grün und fruchtbar. Sephirot und
Dämona hatte man in die Höhle gebracht. Dort würden sie bleiben
bis Andora über sie entschieden hatte. Die Höhle war noch mit
Aurians Zaubern versehen so konnten sie ihre dämonischen
Fährigkeiten nicht aufrufen. Allerdings erstaunte eine Geste von
Sephirot Ikarus, denn er sah als man die beiden dort hinein
stieß, das Sephirot die junge Dämonin auffing und schützend in
seine Arme nahm. Der knurrte Ikarus an. „Das wirst du mir büßen.
Solltest du mal ein Kind zeugen, sei dir gewiss das ich es mir
holen werde. Ihr habt meine Kinder getötet.“ Ikarus deutete auf
Dämona. „Na eins scheinst du ja noch zu haben, wenn es nach mir
gehen würde, hättest du sie auch nicht mehr.“ Sephirot sah auf
Dämona herab, drückte sie an sich und sah dann Ikarus wieder an.
„Du verdammter Mistkerl, du mieses Schwein, sie ist schwanger.
Sie wird den Prinzen zur Welt bringen.“ Ikarus sah auf Dämona
und grinste Sephirot niederträchtig an. „Nicht wenn ich es
verhindern kann.“ Dann drehte er sich herum und ging. Dion hatte
die erste Wache an der Höhle übernommen.
Später fragte Ikarus Andora:
„Können Dämonen lieben? Es machte ganz den Anschein als würde er
mehr für sie empfinden.“ Andora schüttelte den Kopf. „Nein sie
können nicht lieben, sollten sie es dennoch tun, würden sie mehr
und mehr ihre Kräfte verlieren. Es mag sein das er eine gewisse
Zuneigung zu ihr hat, aber Liebe, sicherlich nicht.“ Ikarus
nickte. „Er sagte sie sei schwanger und würden den Prinzen zur
Welt bringen. Warum hast du sie beschützt? Ist sie seine Tochter
oder seine Frau?“ Andora sah ihn an. „Weil sie schwanger ist.
Sie ist beides, er hat sie gezielt gezüchtet. Er hat sich eine
menschliche Frau genommen, das Mädchen das daraus entstand nahm
er sich als sie alt genug war, was bei den Dämonen nicht viel
heißt. Er sorgte dafür als er sie schwängerte das es abermals
ein Mädchen wurde. Sie nahm er sich auch als sie alt genug war
dann kam Dämona. Die perfekte Dämonin, mit wenig Menschenblut in
sich, perfekt um seinen Sohn zur Welt zu bringen. Sie ist für
ihn etwas besonderes, alle anderen waren nur Kanonenfutter und
interessierten ihn nicht wirklich.“ Ikarus erzählte ihr welche
Drohung Sephirot ausgesprochen hatte. „Doch dazu wird es nicht
kommen schließlich sitzt er bei uns fest.“ Andora nickte. „Mach
dir mal um unsere ungeborenen Kinder keine Sorgen, erstens will
ich noch keine und zweitens wird er ihnen nichts antun können.
Was nun seine Gefangennahme angeht. Nun ja wie soll ich es dir
sagen Schatz. Er wird wieder frei kommen.“ Ikarus sah sie
entsetzt an. „Er wird was??“ Sie erwiderte nur trocken. „Wieder
frei kommen. Wir haben ihn nur gefangen genommen damit er ein
Bündnis eingeht. Jetzt hat der entsprechende Gott die
Möglichkeit dazu. Mal sehen ob er sie nutzt.“ Ikarus verstand
die Welt nicht mehr er sah Andora ungläubig an. Dann fiel bei
ihm der Groschen: “Erebos...ich hätte es mir denken können. Er
versucht schon eine Weile Verbündete zu finden, bei Ryan hatte
er nur mäßigen Erfolg und bei Dion.........oh bin ich blöd, Dion
hat die Wache übernommen.“ Er sprang auf und wollte gerade
hinaus stürmen, da hielt ihn Andora am Arm fest. „Keine Sorge
Dion ist zwar kein helles Licht sondern auch eher der Dunkelheit
zugehörig, doch ein Verräter ist er nicht. Er wird ihn bewachen
und Erebos nicht in seine Nähe lassen.“ Ikarus beruhigte sich
wieder. „Aber wer dann? Wer wird ihm die Möglichkeit geben?“
Andora sah ihn ruhig an, dann begriff er. „Du? Aber warum?“
Andora seufzte. „Es muss geschehen was geschehen muss und ende.
Zweifelst du an meinen Entscheidungen? Das Universum braucht ihn
und er kann seine Aufgabe unmöglich erfüllen wenn er bei uns
fest sitzt.... darum. Ich mag auch nicht was er tut, ich finde
es abscheulich. Aber so sind Dämonen nun mal. Aurian hat ihn
nicht erschaffen damit er bei uns in der Höhle fest sitzt und
ich denke er weiß das auch. Also wartet er ab. Er wird uns in
der Zeit zu schockieren versuchen, uns drohen und einiges los
lassen. Ich will nicht wissen was sich im Moment Dion anhören
muss. Gut das er nicht so zart besaitet ist.“ Ikarus zog sie in
seine Arme. „Nein ich zweifel nicht an deinen Entscheidungen und
was du sagst klingt auch einleuchtend. So bleibt uns wohl nur
immer wieder hinter ihm auf zu räumen.“ Andora nickte und küsste
ihn zärtlich, was er gleich zum Anlass nahm sie ins Bett zu
schieben. Andora grinste und sah ihn an. „Willst du gleich heute
noch das erste Kind zeugen?“ Er lachte leise. „Nein....aber
schon mal einen Probelauf starten. Training ist alles.“ Als
Andora anschließend in seinen Armen eingeschlafen war dachte er
darüber nach, welche Bewandnis es mit Sephirot hatte und dann
kam die Erleuchtung und er murmelte leise. „Na klar.... wir
haben so gut wie nie die Gelegenheit das was wir im
Kampfunterricht gelernt haben zu gebrauchen. Jetzt schon. Er ist
ein Gegner den wir nicht mal eben mit unseren göttlichen Kräften
hinweg fegen können. Hier müssen Waffen sprechen. Wir können ihn
nicht töten und er uns nicht, dennoch wird jede Seite versuchen
der anderen eins aus zu wischen.“ Er sah auf Andora hinab und
flüsterte leise. „Doch rechne ich dennoch damit das er sich
eventuell irgendwann mal eins unserer Kinder schnappt, dann wenn
wir nicht mehr daran denken. Ich werde auf der Hut sein.“ Als
auch Ares später ins Bett kam schlief Ikarus schon.
  
Kapitel 23: Ein dunkles Bündnis

Fünfzig Jahre war es her, nach
der Zeitrechnung der Götter das Arden gegangen war, für ihn
waren es hundert Jahre gewesen und nun kam er zurück. Seine
Eltern saßen abends beisammen, als die Türe aufging und er bei
ihnen im Rahmen stand. Iskander und India sprangen auf als sie
ihn sahen. Aus dem einstigen Heißsporn, war ein ernster Mann
geworden. Beide drückten und umarmten ihn, selbst Iskander
liefen Tränen der Freude die Wangen herab. Nachdem er sie
begrüßt hatte, trat er ein wenig beiseite und gab den Blick auf
eine ältere Frau frei. Iskander sah die Frau an und dann fragend
Arden, der antwortete auf die unausgesprochene Frage: „Das ist
meine Tochter Isabella, sie ist sterblich, also wundert euch
nicht über ihr Aussehen. Ich wollte sie nicht alleine zurück
lassen und hoffe ihr nehmt sie mit offenen Armen auf.“ Iskander
nickte ebenso wie India, dann trat India auf die Frau zu. „Sei
uns willkommen Isabella und tritt ein. Fühle dich hier ganz wie
zu Hause. Die Tochter unseres Sohnes ist uns immer willkommen.“
Arden lächelte als er sah das man seine sterbliche Tochter mit
offenen Armen aufnahm. Isabella war sehr schüchtern und hatte
das ungefähre Alter von fünfzig Jahren. Arden sah seinen Vater
an. „Ich werde eben noch die Göttin des Lichts begrüßen, dann
können wir reden. Die Höflichkeit bin ich der Herrin schuldig.“
Iskander wollte gerade noch sagen das Viola nicht mehr die
Göttin des Lichts war, da war Arden schon verschwunden. Er
betrat das große Haus, das einst Aurian bewohnt hatte und
schritt auf das Wohnzimmer zu dann öffnete er die Türe und sah
nun eine junge Frau in ein Gespräch verwickelt mit einem ebenso
jungen Mann den er nicht kannte. Er nickte grüßend und sah sich
suchend um. „Wo ist sie? Wo ist Viola?“ Andora stand auf und
Ikarus sah den Fremden an der dort in der Türe stand. Andora
begrüßte ihn. „Sei uns willkommen Arden, meine Mutter wohnt hier
nicht mehr. Sie lebt jetzt in dem kleinen Haus im See, das einst
Iona gehörte. Ich bin Andora und das..“damit deutete sie auf die
beiden Männer in ihrer Gesellschaft. „...sind Ikarus und Ares.
Ich bin nun die Göttin des Lichts.“ Arden sah sie erstaunt
an....sein Blick ging genau an ihr entlang, dann sah er an ihrer
Ausstrahlung das sie die Wahrheit sagte und nickte. „Ich wollte
der Göttin des Lichts meine Aufwartung machen und Bescheid sagen
das ich zurück bin. Das habe ich dann ja wohl nun getan.“ Er
konnte seinen Blick nicht von ihr nehmen und auf einmal wurde
ihm klar, das er sich damals nicht in Viola verliebt hatte,
sondern in die Göttin des Lichts. Denn auf einmal flammte
abermals sein Herz in Liebe auf, doch diesmal zu Andora. Ikarus
sah es ihm sofort an, ebenso Ares der Ikarus kurz ansah. Sie
sahen zu Arden und betrachteten ihn. Sie sahen dort einen
ausgebildeten Krieger stehen der sehr diszipliniert schien. Er
war gut ein Meter neunzig groß, muskulös und trug die blau rote
Uniform des Leviathanordens. Auf seinem Rücken trug er eines der
wenigen Schwerter die einst Myrion für den Orden geschmiedet
hatte und nur den besten Kämpfern des Ordens verliehen wurde.
Arden ließ die Musterung der beiden jungen Männer ruhig über
sich ergehen dabei sah er Andora weiterhin an. „Ich spürte das
die Götter in den Kampf zogen und wollte mich melden. Falls ihr
noch einen Kämpfer braucht, ich stehe zur Verfügung.“ Andora
nickte und deutete auf Ikarus. „Er ist der Heerführer, des
Heeres des Lichts. Leander sein taktischer Berater. Besprich das
mit ihnen, ich halte mich da heraus.“ Arden nickte und sah
Ikarus an. „Ich melde mich morgen bei dir, jetzt will ich erst
mal mit meinen Eltern reden, ich denke sie haben viele Fragen.“
Ikarus nickte freundlich. „Aber ja, das hat Zeit erst mal sitzt
derjenige gegen den es ging in Haft. Dennoch freue ich mich über
jeden Kämpfer, wir werden dich brauchen können.“ Arden verneigte
sich noch mal kurz vor Andora, nickte Ikarus und Ares kurz zu
und war dann verschwunden. „Puhhhh...“kam es von Ares. „..da hat
sich aber einer Hals über Kopf in unsere hohe Göttin verliebt.“
Ikarus nickte seufzend. „Scheinbar ist das noch so eine Eigenart
der Göttin des Lichts, das sich jeder Kerl in sie verliebt oder
zumindest in gewisser weise Liebe für sie empfindet. Wir wissen
ja warum Arden damals weg ging auch wenn wir erst später geboren
wurden. Ich hoffe nur das er diesmal nicht wieder so den Kopf
verliert, allerdings schien er mir sehr diszipliniert zu sein.
Na warten wir mal ab.“ Er sah Andora an. „Sollte er dir zu nahe
treten, weise ihn darauf hin das ich ihm die Zähne einschlage,
wenn er weiter geht als es dir lieb ist.“ Andora nickte
schmunzelnd, Ikarus brauchte das Gefühl das er für sie einstehen
konnte. Er war ein Macho erster Kajüte und das obwohl er wusste
das sie sich sehr gut selber verteidigen konnte. Sie wies ihn
aber jetzt nicht darauf hin, sondern kehrte zum Thema zurück.
„Verhält sich Sephirot ruhig? Ich weiß das du laufend nach sehen
gehst.“ Ikarus nickte. „Ja... aber diese Dämona, ihre
Schwangerschaft scheint schneller voran zu gehen als ich dachte.
Vor wenigen Tagen sah man es ihr nicht mal an und nun sieht sie
aus als würde sie jeden Moment werfen. Sephirot scheint sehr
besorgt um sie zu sein.“ Andora nickte. „Hast du mit ihm
gesprochen?“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nein ich war immer nur
unsichtbar dort. Was sollte ich auch schon mit ihm zu reden
haben?“ Alandra sah auf Wunsch von Andora immer mal nach der
schwangeren Dämonin. Man hatte es ihnen so gemütlich gemacht wie
es eben ging unter diesen Umständen. Sephirot machte sich in der
Tat Sorgen um Dämona, das heißt mehr um seinen Sproß der in ihr
wuchs. Doch als er sah das man sich um Dämona kümmerte, war er
zufrieden, erst mal. Er ließ sich sogar dazu herab zurück zu
treten wenn Alandra kam um Dämona zu untersuchen. Nach einigen
Wochen war es soweit. Alandra teilte es Andora mit. Diese
veranlasste nun das man ein lebendes Wild in die Höhle schickte
und ließ Sephirot ausrichten, das das Blut des Wildes für das
Kind bestimmt sei. Die anderen Götter sahen Andora verwundert
an. Diese erklärte das das Kind ein Ungeheuer sei, das sich
statt von Muttermilch von Blut ernährte zumindest bis es
entwöhnt war, Danach würde es wie Sephirot und seine Gefährtin
auch nur blutiges Fleisch essen. Ikarus ließ es keine Ruhe so
fragte er eines Tages Andora. „Wessen Erbgut trägt er in sich?“
Andora sah ihn ruhig an. „Liegt das nicht auf der Hand? Ijana
gab unwissentlich die Eizelle, sie wurde von Iona bearbeitet so
das nur noch das Dämonenerbe vorhanden war und Damok den Samen.
Sephirot ist also im Grunde Erebos, Rianas, Rowans, Jennas und
Leanders Halbbruder, wenn man so will. Allerdings mit dem reinen
Dämonenerbe. Erebos wird es bemerken wenn er sich Sephirot mal
genauer ansieht. Mich wundert das es euch noch nicht aufgefallen
ist. Er entstammt dem Göttergeschlecht ob es euch gefällt oder
nicht. Doch bevor du urteilst, sieh dich und mich an. Aurian war
das reine Licht, für sie gab es nichts anderes, doch wir
beide.....stammen von Damok und Gregorien ebenso ab wie von
Aurian. Wir tragen das Licht in uns und doch haben wir physisch
auch Erbmaterial von Damok und Gregorien, das wurde uns von
Ethan gegeben, mir mehr als dir. Da ich sogar noch direkt von
Ethan abstamme. Du hast mehr von Lazarus und Angel.“ Ikarus
nickte. „Und wieso hasse ich ihn so sehr?“ Andora seufzte. „Weil
er dir indirekt vor Augen hält was du auch hättest werden
können, zudem kommt hinzu das Licht hasst ihn, weil er nicht
seinem Sinn entspringt.“ Ikarus nickte und sah sie an. „Ein
Bündnis zwischen Sephirot und Erebos wird Vernichtung bringen.
Ist dir das klar?“ Andora nickte. „Das weiß ich...doch es muss
sein. Erebos wurde von seinem Vater zur Ehre erzogen, so
merkwürdig es klingen mag, Dorian hat ihm vor Augen geführt was
geschieht wenn man es übertreibt. Hinzu kommt das du ihm einiges
mit gegeben hast als ihr gemeinsam aufwuchst. Diese Werte wird
er an Sephirot weiter geben, es wird zwar Kämpfe zwischen den
beiden geben, doch im Endeffekt wird Erebos stärker sein. Er
wird Sephirot überzeugen.“ Ikarus seufzte. „Dämonen und Götter
stammen aus einem Geschlecht, das ist zu hoch für mich. Aber
gut, wir werden damit schon fertig. Weiß es Sephirot?“ Andora
schüttelte den Kopf. „Noch nicht, doch irgendwann wird er es
erfahren. Aurian wird ihm einen Traum schicken.“ Ikarus
arrangierte sich mit dem Gedanken, doch als es bei Dämona soweit
war und sie das Kind bekommen würde musste auch er sich
abwenden, ihm wurde fast schlecht als er sie wie die Dämonen
ihre Kinder bekamen. Denn als Dämona in den Wehen lag, verbot
Andora Alandra ihr bei zu stehen, es sei zu gefährlich für sie.
Sephirot stand seiner Gefährtin bei und als es soweit war,
sprang das Kind regelrecht aus Dämona und stürzte sich sofort
auf das lebende Wild senkte seine spitzen Zähne die es bereits
hatte in das Wild und trank dessen Blut. Sephirot half dem Kind
in dem er es stützte damit es nicht herunter fiel. Als es satt
war, hielt man ihnen Tücher hin in das sie das Kind wickeln
konnten. Danach kümmerte sich Sephirot um seine Gefährtin die
allerdings schon recht schnell wieder auf den Beinen war. Was
aber selbst dem hartgesottesten Gott ein Kopfschütteln entlockte
war, das Sephirot keine Hemmungen und Skrupel kannte, Dämona
sofort wieder und vor allen Augen zu nehmen. Er grinste als er
sah das sich einige Götter abwandten. Er lachte höhnisch. „Na zu
zart besaitet? Ihr habt meine Kinder getötet also muss ich für
Nachschub sorgen.“ Als Ikarus das sah konnte auch er nur mit dem
Kopf schütteln. Er sah Ares an der bei ihm stand. „Jetzt ist mir
auch klar wieso er so schnell und in so kurzer Zeit eine Armee
aufstellen konnte. Die Kinder brauchen nur einige Wochen um in
der Mutter zu wachsen und er setzt danach sofort das nächste an.
Himmel der Kerl ist wirklich ein Ungeheuer.“ Ares deutete auf
Dämona. „Aber ihr scheint es zu gefallen.“ Sephirot sah Ikarus
an, der mal nicht unsichtbar dort stand. „Deine Kleine nehme ich
mir auch, das werden dann bestimmt hübsche Kinder werden.“
Ikarus wollte schon auf ihn los gehen, da erschien Andora neben
ihm und sah ihn an. „Lass dich nicht von ihm provozieren, das
will er doch nur.“ Ikarus knurrte und Sephirot lachte dröhnend.
Andora scheuchte die ganzen Götter von der Höhle weg und verließ
auch mit Ares und Ikarus den Platz vor der Höhle. Ikarus deutete
dort hin und sah Andora an. „Er ist unbewacht.“ Andora nickte.
„Macht euch unsichtbar, ihr habt gesehen was ihr sehen musstet.
So ist er wirklich und nun wird es Zeit das er wieder geht.
Folgt mir und seht was Erebos tut, doch tut mir einen Gefallen,
wenn er euch anlügt und behauptet damit nichts zu tun zu haben,
tut so als glaubtet ihr ihm. Erebos tut was er tun muss. Er
folgt seinem Schicksal.“ Kurze Zeit später sah man wie Erebos an
der Höhle erschien und dort hinein sah, nach dem er sich
umgesehen hatte. Er begann mit Sephirot zu verhandeln. Zeigte
ihm auf was ein Bündnis zwischen ihnen auch für Sephirot für
Vorteile haben würde. Als Gegenleistung versprach er ihm ihn,
seine Gefährtin und das Kind frei zu lassen. Es dauerte eine
Weile doch dann hatten sie ein Bündnis geschlossen, Sephirot war
nicht dämlich, er rechnete sich selber aus das es ihm auch
Vorteile bringen könnte wenn er sich mit Erebos der schließlich
bei den Göttern lebte, zusammen tun würde. Erebos hob den Zauber
der die Höhle verschlossen hatte auf und Sephirot trat schnell
hinaus, er bedankte sich noch bei Erebos und war kurz darauf mit
seiner Gefährtin und dem Kind verschwunden. Erebos sah sich noch
mal um, ob ihn auch niemand beobachtet hatte und verschwand dann
ebenso. Der Dämonenfürst war wieder frei und konnte aufs neue
beginnen sein Unheil zu verbreiten.
  
Kapitel 24: Eifersüchtig oder
nicht?

Natürlich musste sich Andora
aufregen und dem jenigen mit einer harten Strafe drohen, der
dafür verantwortlich war das Sephirot frei gekommen war.
Anschließend grinste Ikarus sie an. „An dir ist eine gute
Schauspielerin verloren gegangen, doch hast du Erebos gesehen,
das schlechte Gewissen sieht man ihm regelrecht an. Aurana hat
ihn zur Rede gestellt, ob er damit etwas zu tun hat, sie ahnt
glaube ich wer es gewesen war.“ Andora nickte schmunzelnd. „Es
wird heraus kommen, es muss sogar....denn erst dann kann es
weiter gehen. Aber genießen wir die Zeit des Friedens die wir
nun erst mal wieder haben. Sephirot wird sich erst mal die
Wunden lecken und abermals beginnen eine Armee auf zu stellen.
Würde mich nicht wundern, wenn er auch Erebos dazu kriegen würde
für ihn mit einer Dämonin ein Kind zu zeugen. In ihrer
menschlichen Gestalt sind sie ja auch äußerst attraktiv.“ Ikarus
sah sie zweifelnd an. „Also mir könntest du sie nackend auf den
Bauch binden und ich würde nichts mit ihnen tun. Ne igitt,
alleine das Kind das dabei heraus kommen könnte....wahhh...ne
lass mal.“ Er sah Andora von oben bis unten an, grinste und dann
stand sie nackt vor ihm. „Da bist du mir um vieles lieber.“
Andora sah ihn empört an und hatte kurz darauf wieder Kleidung
am Körper, die er Sekunden später wieder verschwinden ließ und
sie an sich drückte und heiß küsste. Sie versuchte sich gegen
ihn zu wehren, er löste den Kuss und grinste. „Also das hat
schon was wenn du dich wehrst, dennoch werde ich mir nehmen was
ich möchte.“ Sie spürte das es ihm tatsächlich gefiel und so
versuchte sie es weiter. Er hingegen spürte das sie nicht so
abgeneigt war wie sie tat und das reizte ihn noch weiter. Das
Ende war das sie zusammen im Bett landeten und es recht hart zur
Sache ging, was ihm wie auch schon Leander einige Blessuren
einbrachte, die er aber gerne in Kauf nahm.
Arden war inzwischen darüber
aufgeklärt worden, was in seiner Abwesenheit alles geschehen
war. Auch hatte er Viola besucht und die gleiche Erkenntnis
ziehen müssen die auch Ethan einmal getroffen hatte. Das war
nicht mehr die Frau die er mal so heiß begehrt hatte. Viola ging
ganz in ihrer Rolle als Ehefrau von Lyam auf und wollte nichts
anderes. Arden verfluchte sich fast selber das er wegen dieser
Frau mal seine Welt verlassen hatte und ihn so lange hatte fern
bleiben lassen. Er beobachtete Andora und sah, wie sie mit den
Männern in ihrer Umgebung umging, egal ob es Leander oder Ikarus
war. Sie schien alles so leicht zu nehmen. Wenn er in ihrer Nähe
war flirtete sie auch schon mal kokett mit ihm, auch wenn es nur
mit ihren Augen und Blicke waren, doch brachten sie sein Blut
zum kochen. Ikarus und Ares bekamen es auch mit und Ikarus
warnte sie, das Arden möglicherweise irgendwann das Versprechen
eingelöst haben wollte das sie ihm mit ihren Augen gab. „Das ist
kein junger Heißsporn mehr sondern ein inzwischen sehr
erfahrener Mann. Denk darüber nach und sei vorsichtig.“ Andora
nickte. „Ja der scheinbar einen Stock im Hintern hat, er zeigt
kaum Emotionen. Es ist als sei alles in ihm abgestorben. Er
lacht nicht, er zeigt keine Trauer, nichts.“ Auch Ethan sah es
und musste Andora recht geben. „So ist es mir auch mal
ergangen.“ Dann erzählte er von seiner Zeit bei den Leviathan.
„Allerdings war ich von Natur aus immer schon ein wenig
leichtlebiger, so das es sich bei mir sehr schnell wieder gab.
Vor allem nach dem Aurian mir zeigte das sie mich immer noch
wollte. Vielleicht braucht er auch nur mal einige heiße
Stunden.“ Ikarus sah ihn an. „Die Andora ihm geben sollte?
Meinst du das?“ Ethan zuckte mit der Schulter. „Wenn es hilft,
wieso nicht. Arden weiß das er sie nicht ganz für sich gewinnen
kann, schließlich steht fest zu wem sie gehört. Zudem auch
Aurian schon mal nur mit einem Kerl im Bett war der ihr gefiel
und aus reinem Spaß.“ Er sah Ikarus an. „Jetzt sag nicht du bist
eifersüchtig. Das kannst du dir in deiner Position absolut nicht
leisten.“ Ikarus grummelte. „Ich bin nicht eifersüchtig, ich
wusste immer auf was ich mich mit der Göttin des Lichts
einlasse.“ Ethan grinste leicht. „Junge du kannst mir sagen was
du willst, du klingst so und machst auch den Eindruck als seist
du eifersüchtig. Das sie mit Ares schläft ist für dich kein
Problem du liebst ihn, ebenso wenig wenn es mit Leander
geschieht, weil du es als Pflicht der Göttin an siehst. Aber
sobald sie es mal nur aus Spaß macht, sieht die Sache wohl für
dich schon anders aus. Komm Junge, da kocht scheinbar die
Eifersucht hoch. Gib es ruhig zu.“ Ikarus knurrte leise. „Ich
bin nicht eifersüchtig.“ Ethan grinste. „Na dann ist ja alles in
Butter und sie kann sich Arden ja mal krallen, ein wenig Spaß
mit ihm haben und ihm den Lebensmut wieder geben.“ Ikarus drehte
sich brummend um und ging, Ethan lachte leise. Ares sah Ethan
an. „Meinst du wirklich er ist eifersüchtig?“ Ethan nickte. „Ja,
aber es ist noch im gesunden Bereich als kein Grund zur Sorge.
Er liebt Andora sehr und begehrt sie heiß. Das lässt ihn
allerdings auch ein wenig eifersüchtig werden. Geh mal davon aus
das er sie die nächsten Tage voll in Beschlag nimmt und sie
nimmt wo er kann nur damit sie keinen anderen nötig hat. Kann
sein das er dich dabei haben will, damit sie wirklich voll
ausgelastet ist. Ikarus ist das typische Alphamännchen. Er
braucht die Bestätigung das er ihr voll genügt. Er unterscheidet
zwischen Pflicht und Vergnügen. Das mit Leander ist Pflicht,
ebenso wäre es bei mir, doch bei Arden oder einem anderen Kerl
würde er es so sehen das sie ihn aus Spaß will und den Spaß soll
sie nur von ihm und dir bekommen.“ Ethan schmunzelte. Ares sah
ihn an. „Du hast sie bisher nicht gefordert, wie sieht es mit
dir aus?“ Ethan lächelte. „ Rhianna genügt mir zur Zeit voll
auf. Und Andora gibt mir ja ihre Nähe, in dem sie sich schon mal
an mich drückt und mich in ihre Arme nimmt. Ich glaube ihr fällt
es ebenso schwer wie mir, weiter zu gehen. Also lasse ich uns
Zeit. Es wird der Tag kommen wo ich so scharf auf sie bin, das
mir alles egal sein wird, doch bis dahin, lasse ich uns die Zeit
zu warten.“ Ares nickte verstehend. „Das ist aber auch ein Mist
mit eurem Verhältnis.“ Ethan nickte. „Ja vor allem sie ist noch
so jung, noch sehe ich sie zu sehr als meine Tochter an. Ich
weiß das es sich geben wird, das dauert aber einige Zeit.“ Er
erzählte Ares das er bei Ijana mal ganz vergessen hatte das sie
seine Tochter war und sich so ohne Probleme von ihr verführen
ließ. „Sie war scharf auf mich und so gab ich ihr auch was sie
von mir wollte. Ebenso Tara, sie legte sich mal einfach in mein
Bett und ich nahm mir was mir geboten wurde.“ Ares nickte. „Wenn
Andora dich also haben wollte, könnte sie es auch bekommen
oder?“ Ethan nickte zustimmend. „Sicher, sieh sie dir an, sie
hat die gleiche erotische Ausstrahlung wie Aurian, sie ist
scharf.....doch eben noch sehr jung. Sie hat kaum Erfahrung und
wenn dann nur überwiegend theoretische. Lazarus hat ihr gezeigt
was in ihr steckt.“ Er sah Ares an. „Euch ist schon klar das er
sie nicht unbedingt für sich fordern musste, wo er eh vor hatte
am nächsten Tag zu gehen. Doch so gab er ihr ein wenig
praktische Erfahrung. Andora wird noch einige Zeit brauchen bis
sie wirklich ebenso locker damit umgehen kann, wie es Aurian
getan hat. Was uns nun auch wieder zu Ikarus bringt. Auch er ist
wie du auch noch sehr jung. Aber er will seinen Platz perfekt
ausfüllen und bemüht sich daher zu sehr. Myrion hat es alles
recht leicht genommen und ließ Aurian von sich aus die
Freiheiten die sie brauchte. Ikarus will das auch für Andora,
nur hier kommt eben seine........angeblich nicht vorhandene
Eifersucht ...ins Spiel. Er hat immer noch Angst das ein anderer
besser sein könnte als er.“ Ares sah Ethan erstaunt an. „Ikarus?
Er ist doch so von sich überzeugt, wieso sollte er Angst haben?“
Ethan lachte. „Schau mal mit wem habt ihr eure Erfahrungen
gesammelt? Riana und Athene...gut Aurian nahm sich Ikarus auch
mal zur Brust und das gab ihm einen Wahnsinns Aufwind... er weiß
was er leisten kann und doch hat er hier und da mal Angst. Und
wenn dann so ein Kerl wie Arden auftaucht, groß, muskulös und
einen harten Eindruck macht. Glaub mir da fahren die Frauen voll
drauf ab. Da steigt in ihm die Angst hoch das der andere besser
sein könnte. Was Ikarus fehlt ist das was Myrion immer bekommen
hatte....die Bestätigung ihr absolut zu genügen.“ Er dachte
nach..“Hm ..ich sollte mal Aurian fragen ob Andora den gleichen
Makel wie sie hatte, das wenn sie lange mit keinem Kerl zusammen
war, ob sie dann zu Anfällen neigt. So ein Anfall könnte Ikarus
eventuell die Bestätigung geben die er braucht.“ Er erklärte
Ares was es mit den Anfällen unter denen Aurian von Zeit zu Zeit
gelitten hatte auf sich hatte. „Zu dieser Zeit brauchte sie
Myrion mehr denn je und er hatte dabei immer einen Bettmarathon
zu bewältigen. Aber dieses Wissen ihr selbst dann zu genügen,
ließ es ihn locker sehen wenn sie auch mal aus Vergnügen, weil
ihr ein Kerl einfach nur gefiel, mit einem anderen schlief.“
Ares nickte zweifelnd. „Doch was ist wenn Ikarus es nicht
bewältigen kann? Was ist wenn er auf der Hälfte schlapp macht?
Dann ist das was wir erreichen wollten, eher fatal und würde ins
Gegenteil umschlagen.“ Ethan nickte. „Andora ist noch sehr jung
während Aurian schon ein wenig älter war als sie ihren ersten
Anfall bekam. So könnte es sein das Andora selber die Ausdauer
fehlt das durch zu stehen.“ Ares grinste. „Wir haben gesehen was
für ein Stehvermögen Lazarus hatte und da hat es schon eine
ganze Zeit gedauert bis sie zugab nicht mehr zu können. Ich gebe
zu das könnten weder Ikarus noch ich leisten, dazu sind wir wohl
wirklich noch zu jung.“ Ethan lachte. „Junge auch Lazarus hatte
nicht dieses Stehvermögen wie du es nennst...er hat auf seine
Lichtkräfte zurück gegriffen, die er als Sohn des Lichts hatte.
Sicher er war schon gut....sogar sehr gut....doch Myrion war von
Natur aus so. Er musste auf nichts zurück greifen, er hatte die
Erfahrung und das Durchhaltevermögen von Natur aus. Myrion war
ein Bulle im Bett....da konnten weder Lazarus noch ich
mithalten. Doch Myrion war auch bereits gut achtzig Jahre alt
als er Aurian kennen lernte. Ihr habt mal gerade circa
fünfunddreißig Jahre hinter euch und Andora noch weniger. Ihr
seid für göttliche Verhältnisse gerade mal den Kinderschuhen
entwachsen und dafür macht ihr eure Sache schon sehr gut. Lasst
euch Zeit, setzt euch nicht selber so unter Druck.“ Ares nickte.
„Meinst du wirklich Arden gefällt ihr?“ Ethan lachte herzlich.
„Dir scheint einiges entgangen zu sein. Ihr gefallen noch
andere, Dion zum Beispiel oder auch Julien. Sie findet sie
scharf und ebenso Arden. Ja er gefällt ihr, sie ist neugierig.
Sie will wissen wie er ist. Allerdings spürt sie auch das Ikarus
eifersüchtig ist und hält sich deshalb zurück. Unterschätze
nicht Andoras Wissen. Sie hat ein Gespür dafür. Sie weiß
instinktiv was mit dem einen oder anderen los ist.“ Ares nickte
und sah Ethan nun ernst an. „Was ist mit Sephirot? Sie fand ihn
schon attraktiv.“ Ethan seufzte. „Wenn sie die gleichen
Neigungen wie Aurian hat....und Sephirot es richtig
anstellt....wäre sie wohl wirklich in Gefahr ihm zu erliegen. Er
ist gefährlich und sie weiß es......dennoch würde ihr Körper
reagieren, wenn er es richtig anstellt. Er ist ebenso noch jung
wie ihr. Er könnte ihr gefährlich werden, nur rate ich dir eins,
sage das nicht Ikarus. Er soll selber dahinter kommen.“ Ares sah
ihn an. „Gleiche Neigungen? Was meinst du damit?“ Ethan seufzte
nun auch. „Also die Göttinnen des Lichts sind absolute
Alphaweibchen, sie lenken und führen das gesamte Universum, sind
für alles verantwortlich und tragen eine große Last. Doch kommt
das richtige Alphamännchen, das weiß was es will, das sie sogar
ein wenig dominiert, reagiert ihr Körper und sie können nicht
anders, sie unterwerfen sich sozusagen diesem Männchen. In
unserem Fall würde das bedeuten, das er sie ins Bett kriegen
könnte, wenn er ihr zeigt, „ich will dich und egal was du sagst
ich kriege dich auch.“ Dann ist sie verloren. Anschließend würde
sie sich dafür hassen was sie empfunden hat und doch würde sie
ihm wieder erliegen wenn er es abermals versucht. Aurian hat
auch mit einigen Kerlen geschlafen die wussten wie sie sie herum
kriegen konnten. Bestes Beispiel dafür war Damok. Sie wollte es
nicht und doch war sie ihm erlegen. Das Licht ging mit dem Chaos
ins Bett.....oder Gregorian....er konnte sie damals nur
bekommen, weil er genau wusste wie er sie herum kriegen konnte.
Man muss nur selbstbewusst sein, darf nicht zaudern und muss von
sich selber absolut überzeugt sein. Und das alles ist Sephirot.......ich
gebe es zwar nur ungerne zu.....aber wenn er es drauf anlegen
würde, läge sie unter ihm im Bett und würde es wahrscheinlich
sogar noch genießen und sich anschließend dafür hassen. Die
Göttinnen des Lichts haben nur eine Schwäche, sie sind immer
heiß. Der richtige Kerl und sie werden schwach. Ich weiß es zwar
nur aus Erzählungen doch weiß ich das Myrion damals Damok oft
die Zähne eingeschlagen hat. Oder sieh selbst Viola an. Als
Angel sie anmachte, konnte sie nicht anders, sie gab sich ihm
hin. Nur normalerweise stecken die Göttinnen des Lichts das weg,
buchen es als Erfahrung ab und gut ist. Viola knabberte aber
daran, sie schämte sich dafür das sie so schwach werden konnte.“
Ares nickte nachdenklich, Ethan deutete in Richtung Wohnung von
Apoll und Luna. „Auch Apoll wollte sie.....doch er spürte das
sie damit nicht fertig werden würde und unterließ es halt.
Übrigens will er auch Andora und wie ich Apoll kenne, wird er
sie sich auch irgendwann nehmen, denn Andora ist stark da wo
Viola schwach war und Apoll ist immer scharf. Noch hält ihre
Jugend ihn zurück.“ Ares nickte, er hatte einiges zum nachdenken
bekommen. Das mit Apoll oder auch Arden tangierte ihn nicht
sonderlich, aber das auch Sephirot es möglicherweise schaffen
könnte, das zehrte an ihm. Er begann sich Sorgen zu machen.
Ikarus hasste Sephirot jetzt schon, doch was würde geschehen,
wenn dieser widerliche Dämon es tatsächlich mal schaffen könnte.
Dann würde Ikarus wohl vollends ausrasten. Ethan klopfte Ares
auf die Schulter. „Du bist ein guter Freund, mach dir nicht zu
viele Sorgen, Schließlich bin ich auch noch da und zusammen
werden wir Ikarus schon von einer Dummheit abhalten. Sollte es
mal hart auf hart kommen.“ Ares nickte, doch sah Ethan das ihn
das nicht besonders beruhigt hatte. Was würde in Zukunft noch
auf sie zukommen? Was hatte Sephirot vor?
  
 
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