Kapitel 13: Hoher Besuch

Nun auch Aurian entging nicht was
auf der Welt der Götter vor sich ging. Nicht das sie Langeweile
hatte, denn Sephirot kostete sie ihre ganze Aufmerksamkeit und
er wurde nicht aus den Augen gelassen. Wenn sie nicht auf ihn
achtete dann eben ein anderer, mal Aaron oder auch Myrion. Ohne
Kontrolle wollte man ihn nicht im Universum herum laufen lassen.
So hatte sie zum Beispiel die beiden mittelalterlichen Welten
und ebenso die fantastische Welt mit einem besonderen Zauber
versehen, der es Sephirot nicht ermöglichte sie zu betreten. Sie
wusste das sich die erwachsenen Götter Sorgen machten, doch sah
sie auch das sie langsam in einem langweiligen Trott versanken.
Hinzu kam das die Götter sich nirgendwo einmischen konnten um
dort auch mal das Schwert zu schwingen. Das hatte sie ihnen nun
mit Sephirot ermöglicht. Nun mussten sie mal kämpfen und nicht
nur mit ihren göttlichen Kräften, sie hatte Sephirot mit allem
ausgestattet damit er sich gegen die Götter verteidigen konnte.
Die einzige die den Dämonenfürsten gänzlich erledigen könnte
wäre Viola mit der Macht der Göttin des Lichts oder aber eben
sie selber schließlich hatte sie ihn geschaffen. Allerdings ging
Aurian davon aus das Viola dazu noch die Skrupellosigkeit die
sie brauchen würde fehlte. Doch hoffte sie das Erebos das
Potenzial sehen und den Fürsten für sich einnehmen und ihm einen
gewissen Schutz geben würde. Erebos trug das Chaos seines Vaters
in sich, doch ganz erben konnte er das nicht. Stattdessen hatte
Aurian dafür gesorgt, das seine dunklen Neigungen, nicht ganz
der Ehre zum Opfer fielen. Der dunkle Gott, ebenso wie der
Dämonenfürst wurden gebraucht um die hellen Götter auf Trapp zu
halten. Ihr war klar das sonst alles stagnieren würde. Es durfte
nicht immer eitel Sonnenschein sein. Allerdings hatte Erebos
auch sadistische Neigungen, wie auch Ikarus bereits bemerkt
hatte. Aurian hoffte mal darauf das Athene damit klar kommen
würde. Wenn nicht musste sie dafür sorgen das Sephirot eine
Tochter zeugte die mit Erebos klar kam. Hier würde eine dunkle
Seite der Götter geboren werden, denn helle gab es genug. Athene
entwickelte sich genau so wie sie es erwartet hatte. Ihre starke
Libido zog die Männer in den Bann und sie nutzte es auch
weidlich aus. Kein Mann war ihr zu viel und sie hatte eine
enorme Körperkraft für eine Frau. Das einzige Problem das Aurian
sah, war Cyric, sie hoffte das er nicht vor Eifersucht platzte,
denn sie hatte erkannt das er Athene liebte. Allerdings war er
auch ein guter Schutz für die junge Frau. Er war ebenso stark
wie Ethan und Leander und Ethan hatten ihn gut trainiert wie
auch alle anderen Jungen. Erebos hatte lange nicht seine
körperliche Kraft und hätte ihm Kräfte mäßig nichts entgegen zu
setzen. Er sollte Cyric auch fürchten, um so weniger hätte
Athene bei ihm zu leiden. Was sie allerdings freute war das
Ikarus genau den Weg ging der ihm bestimmt war. Sie sah das dem
Jungen noch nicht ganz klar war, das er, Ethan und Lyam ein
Bollwerk um die Göttin des Lichts sein mussten. Sie mussten das
Gefühl haben das Viola ihren Schutz brauchte, das würde sie zu
Höchstleistungen antreiben. Lazarus war noch da und das war gut
so, denn er sorgte dafür das alles in die Bahnen lief die Aurian
sich gedacht hatte, auch wenn er es nicht wusste. Entweder
handelte er instinktiv oder weil das Licht ihm die
entsprechenden Impulse gab. Doch wie dem auch sei, Lazarus würde
auch einmal über seinen Schatten springen und seinen Prinzipien
untreu werden müssen. Aurian brauchte noch ein Kind von ihm, ein
Mädchen und die Mutter musste Athene sein, daran ging kein Weg
vorbei. Dieses Kind würde ebenso wie Athene seine vollen
Neigungen in sich tragen, aber die Kraft seiner Mutter besitzen
und so für Ikarus die richtige Partnerin abgeben. Aurian hatte
eins in ihrer langen Zeit begriffen, so sehr die Söhne des
Lichts auch die Göttin des Lichts liebten, brauchten sie
trotzdem jemanden der sie auch im Arm hielt, wenn die Göttin mal
keine Zeit für sie hatte oder ihrem geliebten Mann näher stand.
Lazarus hatte sich damals instinktiv Nora auserkoren und nun
Syra. Das musste sie auch Ikarus ermöglichen und dazu wäre eine
Frau nötig, die alles in sich vereinte was Ikarus brauchte. Noch
war Ikarus zu umtriebig und er würde sich jede Frau mit ins Bett
nehmen die es ihm ermöglichte, doch mit zunehmendem Alter würde
er eine gewisse Leere spüren, so wie es Lazarus ergangen war und
dann musste diese Leere gefüllt werden. Sie sah aber auch das
Ikarus ein wenig das Selbstbewusstsein seines Vaters fehlte.
Lazarus hatte ihm zwar soweit er konnte geholfen, doch der Junge
war noch zu zaghaft, er war sich seiner noch zu unsicher. Was er
brauchte war das absolute, Aurian grinste als sie daran dachte.
Myrion der neben ihr saß sah das grinsen. „Na Kätzchen was spukt
nun in deinem Kopf herum?“ Sie sah ihn an. „Meinst du ich hätte
noch die Anziehungskraft wie einst?“ Myrion lachte. „Liebes du
würdest jeder lebenden Göttin den Rang ablaufen, das noch genau
so wie früher, vor allem bei dir spürt man die Erfahrung die du
mit uns Kerlen gemacht hast. An was dachtest du gerade?“ Aurian
zwinkerte ihm zu. „Lust auf einen Besuch bei den lebenden
Götter? Ich muss einen jungen Kerl verführen und ihm so die
Selbstsicherheit geben die er braucht. Das wird sein
Selbstbewusstsein in ungeahnte Höhen führen und glaub mir danach
läuft er selbst Lazarus den Rang ab.“ Myrion lachte er drückte
Aurian feste an sich. „Bist du denn sicher das er sich bei dir
trauen würde?“ Aurian grinste ihn schelmisch an. „Nicht von
selber, da würde er wohl vor Ehrfurcht im Boden versinken, aber
ich habe da so meine Methoden das er den Verstand verliert und
nur noch das eine will und ich werde mich mitreißen und
verführen lassen.“ Nun lachte Myrion schallend. „Kätzchen du
bist unschlagbar. Na da bin ich aber mal gespannt. Ich werde es
genau beobachten.“ Aurian lachte mit. „Ich habe nichts anderes
erwartet.“
Kurze Zeit später, obwohl auf der
Welt der toten Götter die Zeit keine Rolle mehr spielte, war
Aurian startklar und Myrion mit ihr. Bei den lebenden Göttern
wunderte man sich, denn am See entstand ein kleines Haus, das
nur drei Zimmer hatte, zwei Schlafzimmer und einen Wohnraum, der
allerdings so groß war das dort alle Götter drin Platz gefunden
hätten. Man stand verwundert vor dem kurz zuvor erschienen Haus.
Doch dann hörte man lautes Gebrüll aus der Richtung des
Vorderhauses von Aurians ehemaligen Haus. Als man dem brüllen
nach ging blieben alle sprachlos stehen. Denn dort kamen
leibhaftig Aurian und Myrion den Weg entlang. Nicht als Geist,
sondern körperlich und zum anfassen. Aurian hatte absichtlich
ihre erotische Ausstrahlung so hoch getrieben wie es ging, sie
wollte einen bestimmten jungen Mann damit klein kriegen. Ihre
Bewegungen waren so aufreizend das absolut jedem Mann der Atem
stehen blieb, auch Ikarus. Myrion grinste sie an. „Mach so
weiter und selbst ich falle gleich hier auf dem Weg über dich
her.“ Alle scharrten sich danach um die beiden und jeder wollte
seine Fragen los werden. Es wurden sogar Freudentränen
vergossen. Bis Aurian rief. „Kinder Kinder, wir bleiben einige
Tage, ihr müsst nicht alle Fragen auf einmal stellen.“ Sie sah
Ikarus durchdringend an. Der senkte den Kopf, weil er in seinen
Gedanken schon mit ihr im Bett lag. Aurian grinste und flüsterte
Myrion zu. „ Er hat bereits angebissen.“ Die nächsten Stunden
mussten sie Fragen beantworten, die Freude war riesengroß. Jetzt
wusste man auch wieso der Wohnraum so groß gehalten war, denn
hier scharrten sich tatsächlich alle Götter nun um Aurian herum.
Sie redeten bis tief in die Nacht und Aurian dann sagte. „So
Kinder, nun müsst ihr aber mal gehen. Ich muss mich erst mal
wieder an diesen schweren Körper gewöhnen und brauche Schlaf.“
Der Wunsch war allen Befehl und so war der Raum kurz darauf
leer, bis auf Myrion und Aurian. Um sich unauffällig an Ikarus
heran zu machen, sprach sie erst mal mit allen anderen die
nächsten Tage, dann kam Ikarus an der Reihe. Myrion rief ihn
herbei und als Ikarus kam und Myrion ehrfürchtig ansah, lächelte
er. „Aurian möchte mit dir reden, sie ist in einem der
Schlafzimmer, sie macht gerne Hausarbeit, wenn sie darf.“ So
betrat Ikarus das Schlafzimmer was ihn sehr verlegen machte.
Doch als er Aurian sah, flammte sein Begehren nach ihr auf.
Aurian tat so als bemerkte sie es nicht, sie ging sehr nahe an
Ikarus vorbei und berührte ihn leicht mit dem Arm wie zufällig.
Er keuchte kurz auf und piepste. „Herrin ihr wolltet mit mir
reden?“ Aurian nickte und sah ihn aufreizend an, in dem ihr
Blick langsam an ihm entlang ging. „Ja, wie geht es dir?“ Sie
sah das er sich kaum noch beherrschen konnte, dennoch versuchte
er es. Seiner piepsigen Stimme entnahm sie das er sich nur mit
Mühe beherrschen konnte. „Mir geht es gut, danke.“ Als sie
abermals an ihm vorbei ging und ihr aufreizender Blick ihn traf,
war es vorbei, er konnte nicht mehr. Er griff zu und warf sie
aufs Bett. In seinem Kopf hatte nichts anderes mehr Platz als
sie zu wollen und so ließ er seinem Wunsch Taten folgen.
Stürmisch riss er ihr die Kleider runter und sich selber auch.
Es war ewig her das Aurian mit so einem jungen Mann im Bett
gelegen hatte, doch sie hatte nicht vergessen wie unbeherrscht
sie waren. Er küsste sie stürmisch und drückte sie mit seinem
starken Körper auf das Bett, er wollte alles. Myrion stand wie
gewöhnlich unbemerkt in der Nähe, doch auch Lazarus und Ethan
tauchten auf, sie hatten gespürt das Aurian aufgewühlt war.
Lazarus sah Myrion an, während der das Geschehen auf dem Bett
beobachtete. „Sie ist wegen ihm gekommen, habe ich recht?“
Myrion nickte. „Ja, von dem Jungen wird einiges verlangt werden.
Aurian hat deine Bemühungen gesehen ihm zu helfen, doch ich
denke keiner kann es besser als sie.“ Er sah Lazarus an, der
nickte lächelnd. Ikarus wusste nicht mehr was er tat, er nahm
sich von ihr was er verlangte, merkte aber das sie mit machte
und es genoss. Das trieb ihn nun weiter, er war so scharf auf
sie gewesen das er nicht lange durch hielt und so recht schnell
soweit war. Es war ihm peinlich, doch nun lächelte Aurian,
beruhigte ihn und begann ihm alles beizubringen was er wissen
musste. Aurian genoss es wirklich, der Junge war stürmisch und
unbeherrscht, doch das war das Recht der Jugend. Lazarus
grinste. „Ich erinnere mich noch an mein erstes mal mit ihr.
Drei Tage ließ ich sie nicht aus meinem Bett. Unterbrochen mit
ein wenig Schlaf und ab und zu mal was zu essen und zu trinken.
Auch die Gespräche habe ich nicht vergessen. Es war glaube ich
die schönste Zeit in meinem Leben, diese drei Tage. Sie ist
unglaublich.“ Myrion nickte. „Ich denke auch er wird sie nicht
so schnell gehen lassen, man spürt es fast körperlich, der Junge
ist total ausgehungert. Selbst Athene konnte ihm nicht wirklich
geben was er braucht und Viola weigert sich noch, also traf
Aurian diese Entscheidung.“ Lazarus lachte. „Deswegen also diese
übertriebene zur Schaustellung ihrer erotischen Ausstrahlung.
Sie wollte ihn weich kochen und ihm dennoch das Gefühl geben das
er sie verführt hat.“ Myrion nickte. „Richtig, wenn er sich bei
ihr traut, wird ihm nun keine Frau mehr widerstehen können und
sein Selbstbewusstsein wird steigen bis es platzt. Tja mein
Junge, wenn sie mit ihm fertig ist, hast du Konkurrenz
bekommen.“ Lazarus grinste leicht. „Ich werde es verkraften.“
Aurian brachte ihm bei sich zu beherrschen und ausdauernder zu
werden. Sie zeigte ihm wie man einer Frau auch auf andere Weise
noch Freude bringen konnte. Ikarus sog alles wie ein Schwamm
auf. Nach einigen Stunden lag er allerdings neben ihr und
keuchte leise. „Ich brauche eine Pause, lass mir ein wenig
Zeit.“ Aurian nickte, ließ etwas zu essen und zu trinken
erscheinen und die beiden unterhielten sich. Ikarus sah sie
verlegen an. „Ich konnte nicht anders, es wurde auf einmal
übermächtig in mir.“ Aurian nickte leicht. „Ich verstehe, doch
macht es nichts. Ich fand es sehr schön mit dir. Doch solltest
du auch mal damit rechnen das mal eine Frau nein sagt, dann
versuche dich zu beherrschen und das nein zu akzeptieren.“
Ikarus grinste sie an während er auf einem Brötchen herum kaute.
„Ich glaube, das mir keine Frau widerstehen kann. Jetzt nicht
mehr. Hallo? Wenn ich es geschafft habe dich ins Bett zu
kriegen, dann auch jede andere.“ Aurian grinste und nippte an
einem Wein. „Nun ja wobei herum kriegen nicht ganz richtig ist,
du hast mich ja regelrecht auf das Bett geworfen.“ Ikarus
nickte. „Dennoch hättest du nein sagen können und mich von dir
runter werfen können, das weiß ich genau. Also wolltest du es
auch.“ Er sah sie nachdenklich an. „Du bist nur deswegen
gekommen, du wolltest das ich das tue, doch warum?“ Aurian
nickte leicht. „Du hast recht, ich bin wegen dir gekommen. Junge
ich fand dich scharf und wollte dich.“ Er sah sie freudig
überrascht an. „Ist das wahr?“ Aurian nickte. „Natürlich, ich
habe dich beobachtet, wie du mit Athene umgehst, ebenso wie du
Viola nach hechelst. Sieh dich doch an, dein Körper...“ Dabei
strich sie mit ihren Fingern sachte über seine muskulöse Brust
bis sie an seinem Bauch angekommen war. Er stöhnte schon wieder
leise auf. „ .. ist einfach eine Sünde wert, das gemischt mit
der richtigen Technik und du bist unschlagbar, na ja wenn man
mal von Lazarus absieht. Aber er hat einige tausend Jahre
Erfahrung das darf man nicht vergessen.“ Ikarus strahlte sie an,
mit Lazarus verglichen zu werden war für ihn die höchste Ehre.
Sie grinste und griff nun tiefer bis zwischen seine Beine.
„Ebenso ist nicht zu verachten was du in der Hose hast, du musst
nur lernen damit um zu gehen.“ Als sie ihm in den Schritt griff,
warf er nur noch sein Brötchen weg und sich gleich wieder über
sie. Er keuchte leise. „Na dann wollen wir mal sehen was ich
damit vermag.“ Und schon legte er wieder los. Lazarus lachte
leise. „Ich glaube ich war ebenso schlimm.“ Ethan nickte. „Ich
nicht minder, ich konnte mich einfach nicht zurück halten, beim
ersten mal. Ich wollte auch immer wieder.“ Myrion legte den
beiden jeweils einen Arm um die Schulter. „Jungs so ging es wohl
jedem Kerl der sie einmal hatte. Man kann ihr einfach nicht
widerstehen.“
Nun drei Tage dauerte es nicht,
doch den Rest des Tages bis zum nächsten Morgen, dann hatte er
genug und schlief total erschöpft neben ihr ein. Aurian erhob
sich von dem Bett, lächelte leicht und deckte den Jungen zu. Die
anderen drei wurden nun sichtbar und Aurian lachte leise. „Also
das hätte ich mir denken können, war es denn wenigstens schön
für euch?“ Ethan grinste. „Besonders schön wäre es wenn du uns
auch den Spaß gönnst und die nächste Nacht mit uns verbringst.“
Aurian machte ihnen die Freude und die nächste Nacht gehörte
Ethan und Lazarus, doch sprach man auch über Sephirot,
allerdings bekam man da von Aurian keine befriedigende Antwort,
sie hüllte sich dabei in tiefstes Schweigen. Myrion und sie
blieben noch zwei Tage, dann verabschiedeten sie sich wieder und
legten ihre Körper abermals zur Ruhe. Das kleine Haus das sie
und Myrion für die Zeit ihres Aufenthaltes bewohnt hatten
verschwand kurze Zeit später wieder.
Die jungen Leute sahen Ikarus nun
mit anderen Augen an, als sie hörten mit wem er das Bett geteilt
hatte. Die jungen Männer bewunderten ihn für seinen Mut, sich
ausgerechnet Aurian zu nehmen. Er verschwieg natürlich das sie
ihn ebenso gewollt hatte wie er sie. Diese eine Nacht hatte ihn
verändert. Wie Aurian es sich gedacht hatte wuchs sein
Selbstbewusstsein und als Athene ihm dann noch sagte wie gut er
sei, platzte er fast vor Stolz. Doch schlug er auch hier nach
Lazarus und wurde nicht überheblich, sondern wusste jetzt nur
wozu er fähig war. Viola die es ebenso mit bekommen hatte,
schämte sich ein wenig, das Aurian kommen musste um ihre Arbeit
zu tun. Sie nahm sich vor, wenn Ikarus nun zu ihr kommen würde
ihn nicht ab zu weisen. Denn was Aurian konnte, konnte auch sie.
Somit hatte Aurian mit ihrer Tat zwei Fliegen mit einer Klappe
geschlagen und das gab ihr ein gutes Gefühl, mal abgesehen davon
das es ihr auch ungeheuren Spaß mit Ikarus gemacht hatte. Zurück
auf ihrer Welt lag sie die nächsten Nächte wieder in Myrions
Armen und war glücklich.



Kapitel 14: Eine weitere
Jungesellenbude

Lazarus befürchtete schon, das
die Nacht mit Aurian, Ikarus Herz vor Liebe zu Aurian entbrannt
haben könnte, doch dem war nicht so. Natürlich liebte Ikarus
Aurian, aber eher anbetend und das war absolut verträglich.
Ikarus Herz gehörte nach wie vor Viola und so sollte es auch
sein. Als Lazarus es merkte war er beruhigt. Durch Ikarus Mut
und vor allem da er wusste das Ikarus sogar jünger war als er,
wollte Cyric ihm nicht nach stehen und so fing er eines Abends
als Athene nach Hause kam und ihr Zimmer aufsuchen wollte, diese
ab. Sie sah ihn fragend an, als er einfach hinter ihr, in ihr
Zimmer trat. Cyric war ebenso muskulös wie Ikarus wenn auch
nicht so groß. Er maß im Gegensatz zu Ikarus der bald die zwei
Meter grenze erreicht hatte nur ein Meter neunzig, war daher
also dennoch absolut stattlich. Er sah auf Athene leicht herab,
denn viel kleiner als er war sie nicht. Vielleicht mal gerade
zehn Zentimeter. Cyric trat auf sie zu als sie ihn fragend
ansah. Ohne viel Worte zu machen legte er seine Arme um sie und
zog sie zu sich heran, dann küsste er sie leidenschaftlich.
Athene war leicht überrascht, doch erwiderte den Kuss. Als Cyric
ihn löste sah er sie an. „Ich liebe dich. Mir ist klar das ich
niemals der einzige sein werde, doch möchte ich der Gefährte an
deiner Seite sein. Ich werde dich niemals binden, dir niemals
Vorschriften machen und meine Eifersucht im Zaum halten.
Allerdings werde ich dir auch nie ganz treu sein, denn wenn du
deine eigenen Wege gehst, so nehme ich mir das gleiche Recht.
Doch wir haben diese Welt gemeinsam betreten, wir stehen
zusammen an Leanders Seite auf dem Schlachtfeld und wir ziehen
gemeinsam mit Ikarus in den Kampf wenn er uns braucht, also
weise mich bitte nicht zurück. Lass mich dein Gefährte sein.“
Athene hatte ihm ruhig zugehört und als er fertig war lächelte
sie leicht. „Du redest zu viel. Willst du nun reden oder lieber
mit mir das Bett teilen?“ Cyric war aus dem Konzept gebracht,
doch als er langsam begriff was sie gerade gesagt hatte, lachte
er und küsste sie nochmals leidenschaftlich, wobei er sie
langsam aus zog. Nun Athene war kein Kind von Traurigkeit und
machte daher ebenso leidenschaftlich mit. Als Ikarus kurz darauf
an ihrem Zimmer vorbei kam und das stöhnen hörte, grinste er und
nickte. Leise murmelte er. „Das wurde auch Zeit, ist das ein
Trottel so lange zu warten. Ich hoffe nur für ihn das er klug
genug ist sie nicht an sich binden zu wollen.“ Dann betrat er
sein Zimmer und blieb urplötzlich stehen. Leicht hob er eine
Augenbraue und sah seine Besucherin die bereits in seinem Bett
lag an. „ Öhm...kann ich etwas für dich tun?“ Luna grinste und
nickte. „Ja vielleicht ins Bett kommen, ich fühle mich etwas
alleine hier.“ Ikarus sah sich um, dann grinste er und nickte.
„Aber sicher, nur sollte dir klar sein das ich wenn du darin
liegen bleibst, nicht nur neben dir schlafen werde.“ Er begann
sich aus zu ziehen und Luna beobachtete ihn dabei. „Das ist mir
klar und damit habe ich gerechnet.“ Als er zu ihr unter die
Decke kroch spürte er das sie bereits ausgezogen war, er
grinste. Er genoss es das die Frauen scharf auf ihn waren und
zeigte ihr nun wie sehr ihn das freute sie in seinem Bett vor zu
finden. Als sie ihn nach einigen Stunden verließ waren beide
zufrieden, er legte sich auf den Rücken und verschränkte die
Arme hinter seinem Kopf. Leise murmelte er. „Ich hoffe nur das
Apoll heute Nacht nicht noch etwas von ihr will.“ Dann schlief
er ein. Mitten in der Nacht saß er auf einmal Kerzengrade im
Bett, ihm war im Schlaf ein Gedanke gekommen, der ihn aus dem
tiefen Schlummer riss. Er sprang aus dem Bett und zog sich
schnell an. Mitten in der Nacht rüttelte er Lazarus aus dem
Schlaf und sah ihn voller Panik an. Lazarus so unsanft aus dem
Schlaf gerissen sah ihn fragend an. „Was ist los das du so
herein gestürmt kommst?“ Ikarus stammelte leicht. „Ich habe mit
Luna geschlafen.....“ Lazarus knurrte leise. „Schön für dich und
warum weckst du mich? Genieße es und geh schlafen.“ Ikarus der
sah das Lazarus wieder ein zu schlafen drohte, rüttelte ihn
nochmals. „Ja, doch was ist wenn sie schwanger von mir wird. Sie
hat ebenso eine goldene Seele wie ich, das heißt unsere normalen
Verhütungsvorkehrungen nutzen nicht viel, das weiß ich von
Aurian.“ Lazarus sah ihn an. „Beruhige dich wieder, sie nimmt
ein Mittel das ihr Iona mal gegeben hat und das sie nun von
Alandra bekommt. Also keine Panik. Geh wieder ins Bett, es ist
alles in Ordnung. Wir reden morgen darüber.“ Damit drehte er
sich wieder zu Syra um und schlief wieder ein. Ikarus sah noch
mal auf seinen Vater herab und nickte dann. Anschließend ging er
auch wieder ins Bett, er würde Luna selber fragen ob das auch
stimmt, er wollte auf gar keinen Fall schon mit siebzehn Vater
werden. Das fand er denn doch noch ein wenig früh. Als alle
Hausbewohner morgens wie üblich am See am Kaffeetisch saßen, sah
Apoll immer mal zu ihm herüber, er spürte um was sich Ikarus
sorgte. „Du musst dich nicht sorgen, sie wird nicht schwanger.“
Alle anderen sahen nun Ikarus an und erwarteten einen Skandal
oder etwas aufregendes. Doch Ikarus nickte nur und atmete noch
mal erleichtert aus. Ares saß aus irgendeinem Grund ebenso immer
morgens mit am Frühstückstisch und neben Ikarus, er stieß ihn
sachte an und flüsterte. „Sag bloß du hast dir Luna gekrallt.“
Ikarus grinste und sah seinen besten Freund an, leise flüsterte
er zurück. „Na ja was würdest du tun, wenn du in dein Bett
willst und da liegt schon einer drin? Nämlich Luna.“ Ares sah
ihn sprachlos an. „Sie lag schon drin? Mann hast du ein Glück,
mir passiert so was nie.“ Ikarus nickte grinsend und deutete zu
Cyric. „Er hat sich endlich auch getraut, diese Nacht ging es
bei Athene ebenso wild zu, nehme ich mal an.“ Ares sah zu Cyric
der über das ganze Gesicht strahlte und nickte. „Das dürfte
Erebos aber gar nicht gefallen, jetzt muss er mit seinen
Spielchen aufpassen, sonst schlägt ihm Cyric die Zähne ein.“
Ikarus sah Ares an. „Na ja, er war auch so vorsichtig oder
glaubst du ich hätte zugelassen, das er ihr weh tut? Mit
Sicherheit nicht. Ich will sie zwar nicht so wie Cyric, also als
feste Gefährtin, dennoch würde ich auf sie aufpassen.“ Ares
nickte zustimmend dazu. Dann sah er sich um, dort saßen Elorien
und Byron und nun Cyric und Athene, er seufzte leise. „Wie es
aussieht gehen wir leer aus.“ Ikarus sah ihn an. „Na ja willst
du wirklich schon jemand festes? Zudem wir haben doch uns,
reicht das nicht? Und wenn wir was wollen, du siehst doch mir
laufen die Frauen sogar bis ins Bett hinter her, also solange
ich auf meine Kosten komme, muss ich niemanden festes haben, wir
sind anders als Byron und Cyric. Denk mal an Julien und Dion,
die waren einige hundert Jahre alleine, bis sie die richtige
fanden, wir können uns doch Zeit lassen. Irgendwann wird
irgendeine Göttin genau die richtige für uns zur Welt bringen
und dann schlagen wir zu.“ Ares lachte leise und nickte. „Was
meinst du? Das kleine Haus das Aurian und Myrion bei ihrem
Besuch bewohnt hatten, könnten wir das nicht für uns
beanspruchen und zusammen ziehen? So eine richtige
Junggesellenbude?“ Ikarus deutete auf den Platz an dem das
Häuschen gestanden hatte. „Nun wie du siehst ist es wieder fort
und ich weiß nicht wie man es wieder dort hinstellt du etwa?“
Ares zuckte mit der Schulter. „Nee ich auch nicht, aber
vielleicht Viola, Aurian hat doch früher auch die Häuser
aufgestellt, also müsste sie es doch ebenso können. Wir könnten
sie ja mal fragen, was meinst du?“ Ikarus nickte. „Das große
Haus wird langsam wirklich ein wenig eng, also gut fragen wir
sie.“ Ares sah zu Viola und rief rüber. „Viola, kannst du Häuser
aufstellen? Wir hätten gerne das kleine Haus das Aurian und
Myrion bewohnt hatten, als Junggesellenbude, geht das?“ Viola
fühlte sich total überrumpelt und nickte daher nur leicht. Sie
sah kurz zu der Stelle wo das Haus gestanden hatte und dann
erschien es dort wieder. Ares strahlte und knuffte Ikarus
leicht. „Siehst du so einfach ist das.“ Ikarus lachte. „Als du
sagtest fragen, dachte ich nicht sofort und hier am Tisch das es
alle hören, sondern ich ging davon aus, das wir es später in
Angriff nehmen. Aber gut, gehen wir es uns ansehen.“ Er
schnappte sich noch ein belegtes Brötchen und erhob sich. Ares
folgte seinem Beispiel. Als die beiden nun das Haus betraten und
den riesigen Wohnbereich sahen, seufzte Ikarus. „Sie hat es
wirklich wieder so aufgestellt, wie es war, wir brauchen doch
nicht so ein großes Wohnzimmer.“ Dann betrat er das
Schlafzimmer, in dem er und Aurian ihre heiße Nacht hatten, er
lächelte, ihr Duft war noch in diesem Zimmer, das gefiel ihm.
„Ich nehme das Schlafzimmer.“ Ares sah ihn an, auch er roch
diesen unnachahmlichen Geruch von Aurian, er nickte verstehend.
„Dann nehme ich das andere. Alles klar.“ Ikarus bat später
Lazarus ihm zu zeigen wie man Wohnräume ändern konnte, was
dieser auch kommentarlos tat. Anschließend ging Ikarus her und
änderte das riesige Wohnzimmer und unterteilte es noch mal in
drei kleinere Räume, die sich an einen ebenso kleinen Flur
anlehnten. Eines davon richtete er als Gästezimmer ein, ein
weiteres als Wohnbereich und das letzte ließ er leer. Als er
sich sein neues Schlafzimmer genauer ansah, nickte er und
murmelte leise. „Aurian hat einen auserlesenen Geschmack.“ Das
Zimmer hatte ein breites Bett über dessen Kopfteil an der Wand
ein geschwungener Volant zu sehen war, in der Ecke am Fenster
mit Blick auf den See war eine kleine Sitzecke mit einem runden
Tisch und drei Sesseln. Edle Teppiche lagen in dem Zimmer und
ließen es heimelig erscheinen. Ikarus trat zum Fenster und
sorgte dafür das daneben eine Glastüre erschien so das er von
seinem Zimmer aus zum See gehen konnte. Als er das Zimmer durch
diese Türe verließ grinste er, denn auch Ares hatte die gleiche
Idee gehabt, denn der trat nun ebenso aus seinem Zimmer. Sie
sahen sich an und es kam wie aus einem Mund. „Eine Terrasse wäre
nicht schlecht.“ Also erschufen sie eine kleine Terrasse an dem
Haus mit zwei Schaukelstühlen und einem kleinen Tisch
dazwischen, das stand genau zwischen den beiden
Schlafzimmertüren. Ikarus grinste. „Na so lässt es sich
aushalten.“ Er sah zu dem großen Haus hinüber. „Man kann von
dort nicht viel sehen, also können wir uns hier richtig gehen
lassen.“ Damit zog er sich gänzlich aus, sorgte noch für zwei
Liegestühle am See und warf sich sofort in einen davon. Ares
hatte ihn erstaunt angesehen, zog sich ebenso aus, allerdings
sorgte er für eine Badehose, auf die Ikarus verzichtet hatte und
legte sich in den anderen Liegestuhl. Er sah an Ikarus entlang.
„Das nenne ich dekadent.“ Ikarus grinste. „Ist dir noch nie
aufgefallen, das Lazarus niermals oder nur ganz selten eine
Badehose trägt. Ich kann verstehen wieso, es ist einfach
erregend.“ Ares nickte und sah über den See. „Dein Vater ist
locker drauf, ich wünschte meiner wäre es auch. Apropos Vater,
ich glaube ich sollte meinem mal sagen das ich ausgezogen bin
und jetzt hier wohne.“ Ikarus sah Ares an. „Dein Vater ist auch
nicht schlecht. Er hat auch so einige Dummheiten gemacht, du
darfst nicht vergessen, er war nicht immer der Kriegsgott. Ich
glaube du bist oft zu streng mit ihm. Er ist ebenso locker
drauf, du siehst es nur nicht. Weil du in ihm nur den Kriegsgott
siehst.“ Ares nickte leicht. „Vielleicht hast du recht und ich
sehe in ihm wirklich nur den großen Kämpfer und Strategen. Aber
es ist auch nicht leicht in seinem Schatten und er wirft einen
großen Schatten, glaub mir.“ Ikarus lachte. „Du bist witzig,
Lazarus wirft, wenn du mal davon redest einen noch viel größeren
und doch hat er immer ein offenes Ohr.“ Er kicherte leise. „Es
sei denn man reißt ihn aus dem Schlaf, dann ist er ein wenig
ungehalten.“ Er sah über den See in dem sich die Sonne
spiegelte, dann zum Wasserfall. „Hier lässt es sich gut leben.“
Dann setzte er sich auf, denn er sah wie Viola den See betrat um
zu schwimmen. Er sah kurz zu Ares. „Nun hole ich mir Viola ins
Bett.“ Ares sah ihn erschrocken an. „Das ist jetzt nicht dein
ernst.“ Ikarus nickte. „Doch, denn es wird Zeit das ich meine
Rechte geltend mache. Ich soll in Lazarus Fußstapfen treten,
dazu gehört auch das ich mir die Frau die ich liebe und die die
Göttin des Lichts ist, in mein Bett hole.“ Er sah Ares ernst an.
„Wünsche mir Glück, ich hoffe sie weist mich nicht ab.“ Ares sah
ihn an. „Lass dir doch Zeit, Mann du bist erst siebzehn.“ Ikarus
nickte. „Ja, wenn man die Jahre zählt, doch hier drin...“ Dabei
legte er eine Hand auf seine Brust. „ ...bin ich weit älter.“
Ares seufzte und sah zu Viola, die sich gerade ein wenig nass
machte. Als er wieder Ikarus ansehen wollte sah er das der sich
in den See warf und nun in Richtung Viola schwamm. Leise
murmelte er vor sich hin. „Wenn das mal gut geht.“ Kurz vor
Viola die ihn noch nicht gesehen hatte tauchte Ikarus unter und
schwamm unter Wasser weiter bis er unmittelbar vor Viola war,
dann tauchte er genau vor ihr auf und sah auf sie herab. Wie er
es von Lazarus gelernt hatte, hob er die Hände und strich sich
die Haare aus dem Gesicht, er wusste genau welche Wirkung das
bei seiner muskulösen Gestalt auf die Frauen hatte. Er hoffte
das dies auch für Viola galt. Viola sah ihn erschrocken an. Sie
ahnte was er vor hatte, alle Zeichen deuteten es an. Am Ufer
saßen noch Lyam, Ethan und Lazarus zusammen am Tisch und Lazarus
deutete zum See. „Es geht los, er hat sich nun wohl ein Herz
genommen.“ Lyam seufzte. „Ist er nicht noch ein wenig zu jung?
Sollte er nicht noch etwas warten, vor allem weiß ich nicht ob
Viola wirklich schon bereit ist.“ Lazarus nickte leicht. „Wenn
er bereit ist wird er schon das richtige tun, er will sie und
das nicht erst seit heute. Ich habe seine Tränen gesehen, er hat
genug gelitten, soll er sie sich holen.“ Ikarus griff kurzerhand
um Viola herum und zog sie hart an sich, die nun seinen
kräftigen Körper spürte und scharf einatmete. Sie sah ihn an.
„Warte doch noch damit.“ Er lächelte und schüttelte den Kopf.
„Nein, heute wirst du mir gehören.“ Er beugte sich herab und
küsste sie verlangend, sie hart an sich gepresst haltend. Dann
spürte er wie ihr zuvor angespannter Körper nachgab und sie den
Kuss erwiderte. Sie konnte ihm tatsächlich nicht widerstehen. Er
verschwand mit ihr aus dem See, sorgte dafür das sie fast
trocken bei ihm im Schlafzimmer ankamen. Während er sie
weiterhin küsste, öffnete er ihr Oberteil und zog es ihr aus, es
zu Boden fallen lassend. Ihr Höschen ließ er mit einem kurzen
Gedanken verschwinden, dann strich seine freie Hand ihren Körper
entlang, er stöhnte leise auf. Viola spürte das es nun zu spät
zur Umkehr war, jetzt würde sie gleich in seinen Armen und
seinem Bett liegen. Er hob sie auf seine Arme und trug sie zum
Bett, den Kuss aber nicht lösend. Erst als er sie sanft auf das
Bett legte, löste er den Kuss und sah sie an, während er sich
neben sie legte. Er spürte das sie flüchten wollte, doch das
würde er nun nicht mehr zulassen, so griff er abermals um sie
herum und drückte sich an sie. Viola stöhnte leise auf, das ihm
Zeichen genug war, das sie im Grunde bereit für ihn war. Er
bereitete sie vor, wie Aurian es ihm gezeigt hatte und als er
spürte das sie sich an ihn drückte, weil sie es nun auch wollte,
nahm er sie sich endlich. Sachte drang er in sie ein, sie mit
seinem Körper auf das Bett pressend. Die nächsten Stunden ging
es wild in seinem Schlafzimmer zu und Viola obwohl sie es
ursprünglich nicht gewollt hatte, erlag ihm auf ganzer Linie. Er
genoss es das sie sich vor Lust unter ihm wand. Immer wieder
flüsterte er ihr leise stöhnend ins Ohr. „Ich liebe dich.“ Viola
spürte das hier ein Mann sprach der sie als Frau liebte und das
von ganzem Herzen und so kam sie auch aus sich heraus und ließ
ihrer Lust freien Lauf. Aurian hatte Ikarus einiges beigebracht
und Viola schrie vor Lust, sie forderte sogar immer mehr, bis
beide total erschöpft nebeneinander lagen. Er hatte beide Arme
um sie liegen und hielt sie fest an sich gedrückt. Ikarus
strahlte vor Glück und als Viola diesen Blick sah, legte sie ihm
ihren Kopf auf seine Brust und sagte oder fragte nichts mehr.
Jetzt wusste sie das sie das richtige getan hatte. Aurians Duft
der diesem Zimmer immer noch an hing vermischte sich nun mit
ihrem. Er sah auf sie herab und flüsterte leise. „Keine Angst
solange Lazarus dich noch so oft fordert, werde ich mich zurück
halten und dir Zeit geben. Doch ab und zu möchte ich dich auch
für mich haben.“ Viola nickte, sie wusste wie die Söhne des
Lichts sie brauchten, vor allem wenn sie ein Eros waren. Lazarus
hatte ihr erzählt was Apoll über Ikarus gesagt hatte und hatte
auch nicht damit hinter dem Berg gehalten das es hier nicht um
sie ging, sondern um das Licht in ihr. Als Lazarus sah was
Ikarus nun tun würde, dachte er daran das seine Zeit sich wohl
langsam dem Ende zuneigte, allerdings hatte er nicht damit
gerechnet das Aurian andere Pläne mit ihm hatte. Er würde noch
mal Vater werden und das auf eine Weise die ihn fast zur
Verzweiflung bringen würde, doch das war noch Zukunftsmusik, von
der er noch keine Ahnung hatte.
Aurian wusste das die Göttinnen
des Lichts oder auch deren Söhne oftmals Dinge tun mussten die
ihnen nicht unbedingt gefielen und hier würde Lazarus etwas tun
müssen, was absolut gegen seine Prinzipien ging. Allerdings
interessierte das Aurian nicht, sie würde dafür sorgen das
geschehen würde, was geschehen musste und sich zu gegebener Zeit
Lazarus Zorn darüber stellen.



Kapitel 15: Das Schicksalsrad

Die Zeit verging, die Teenager
wurden erwachsen und die drei Kinder der ehemaligen
Inkarnationen zu Teenagern. Anubis, Kronos und Moira, begannen
nun ebenfalls ihren Körper zu entdecken. Lazarus hatte wie
gewöhnlich die jungen Leute beiseite genommen und ihnen alles
erklärt was es mit der Sexualität auf sich hatte, ebenso
erklärte er ihnen wie man eine Schwangerschaft verhütete, als
auch das ein „Nein“ absolut akzeptiert werden müsste. Dabei sah
er die beiden Jungen streng an. „Sollte ich erfahren das einer
von euch das nicht tut, gibt es Ärger.“ Die beiden nickten
heftig. Wie auch bei den anderen hatten Leander und Ethan ihre
körperliche Ertüchtigung übernommen und ihnen auch beigebracht
wie man kämpfte. Nebenbei hatte Viola ihnen alles beigebracht
was sie als Götter wissen mussten und ihre Eltern hatten sie in
die jeweiligen Pflichten die ihnen später mal zufallen würden
eingewiesen. Die Kinder oder jetzigen Teenager waren mit diesem
Wissen bereits aufgewachsen, so nahm Thanatos seinen Sohn Anubis
mit auf die Schlachtfelder und zeigte ihm wie man Seelen
einsammelte. Auch brachte er ihm deutlich bei der das Tod nicht
tötete, sondern lediglich für die Seelen verantwortlich war.
Wenn es einmal nötig sein sollte ein Wesen zu töten weil seine
Seele bereits auf der Liste stand, so hatte er entsprechend
entweder den Kriegsgott oder die Natur darum zu bitten dafür zu
sorgen das die Seele frei wurde. Die Kinder lernten das die
Götter zusammen arbeiteten. So sorgte zum Beispiel Aglaia dafür
das die Schicksale erfüllt wurden und wenn ein Schicksal sich
dem Ende zuneigte, sorgte sie dafür das dessen Name auf Thanatos
Liste erschien. Der dann wiederum die Seele einsammelte und sie
entsprechend seiner Gesinnung in die jeweilige Unterwelt
schickte. Von denen es grundsätzlich zwei gab oder wenn nötig
auch mehr. In diesen beiden waren sie unterteilt in gut und
böse. Die guten konnten es sich in einer sonnigen Scheinwelt gut
gehen lassen und wurden erst auf eigenem Wunsch wieder geboren.
Die bösen hingegen mussten sich nochmals bewähren und wurden von
Thanatos dazu gezwungen wieder geboren zu werden. Doch hier und
da mussten einige ihrer Seelen aber auch in der Unterwelt
geläutert werden. Ebenso zeigte er seinem Sohn auch die
Katakomben der Helden, in der man die Körper und Waffen
besonderer Helden aufbewahrte. Die Körper wurden dort verjüngt,
ihre Seele wurde in die goldene Stadt verbracht die Thanatos in
der Unterwelt für sie gebaut hatte und die dort warteten bis man
sie wieder brauchte. Hier war es unerheblich ob gut oder böse,
denn auch ein dunkler Held konnte ein Held sein. Die Stadt der
Helden war aber abgetrennt von den anderen beiden Abteilungen.
Die Verwaltung der Unterwelt war nicht einfach, so machten sich
immer mal einige Seelen nützlich in dem sie Thanatos bei der
Verwaltung halfen. Anubis sah seinen Vater an, als dieser ihm
wieder mal etwas erklärte. „Woher kommen die Seelen? Es kommen
ja immer neue dazu.“ Thanatos nickte. „Tief im Universum gibt es
einen Seelenteich, in ihm erscheinen die Seelen, wie genau sie
erschaffen werden weiß ich auch nicht. Jedenfalls von dort gehen
die Seelen zu dem für den sie bestimmt sind. Die Verwaltung des
Seelenteichs oblag bis Aurian ging immer der Göttin des Lichts.
Nun aber wo das Universum eine richtige Persönlichkeit hat,
verwaltet es.....sie ihn.“ Anubis sah ihn fragend an. „Was nun,
sie oder es?“ Thanatos dachte nach. „Na ja, das Universum war
eigentlich immer ein Es...aber nun da Aurian sich mit ihm
verbunden hat, ist es wohl eine Sie. Allerdings genau könnte es
dir wohl nur Aurian sagen.“ Anubis nickte verstehend. „Und was
hat es mit diesen goldenen Seelen auf sich? Oder die von Viola,
die ist nicht rein golden, ebenso die von Ikarus. Oder die von
Angel und Aurana sie haben eine silberne Seele.“ Thanatos war
sprachlos und sah seinen Sohn überrascht an. „Du kannst ihre
Seelen sehen?“ Anubis nickte. „Ja, du nicht?“ Thanatos hüstelte.
„Nein nur fühlen, nicht sehen. Aber um auf deine Frage zurück zu
kommen, silberne Seelen werden an die Engel vergeben, allerdings
sind die äußerst selten, ebenso die goldenen Seelen, die aber
entweder für einen besonderen Gott stehen oder einen großen
sterblichen König hervorbringen. Dann gibt es noch die Seelen
der Engelskinder, sie treten grundsätzlich paarweise auf, ein
Kind des Lichts und ein Kind der Dunkelheit. Hier in der
Unterwelt haben wir noch einige dieser Seelen die so nach und
nach frei gegeben werden. Aber denke daran, immer nur ins Dorf
der Sterblichen auf der Welt der Götter. Das war eine der
letzten Anweisungen von Aurian.“ Anubis lächelte leicht, er
kannte die Bestimmungen. Im Gegensatz zu den anderen jungen
Göttern waren Kronos und Anubis, obwohl sie von Leander und
Ethan ausgebildet worden waren, niemals so muskulös geworden.
Sie waren zwar nicht gerade schwächlich, aber eben doch eher
schlaksig als Muskel bepackt. Sie waren nicht in der Lage ein
Schwert zu halten ohne sich dabei fast den Arm zu brechen.
Als Ethan in die Schmiede zu Lyam
kam um ihn zu fragen, ob die Waffen der drei Teenager soweit
wären, sah Lyam ihn grinsend an. „Nein, was soll ich ihnen denn
schmieden? Einen Zahnstocher? Die beiden Jungen brechen sich
doch alle Knochen wenn sie auch nur ein Schwert ansehen, also
das wird nichts. Sag mir was sie bekommen sollen und ich tue es.
Aber ein Schwert? Unmöglich. Mal abgesehen davon, was soll der
Gott der Zeit oder des Todes mit einem Schwert? Ebenso Moira,
diese drei sind keine kämpfenden Götter, das müsstest du besser
wissen als ich. Ihre Kraft liegt in ihrem Inneren.“ Ethan musste
ihm zustimmen. „Nun ja ich dachte da Aurian gesagt hatte du
sollst den jungen Göttern Waffen geben, das damit auch diese
drei gemeint waren.“ Lyam grinste immer noch. „Nein die drei
brauchen keine Waffen, sie tragen die Macht tief in ihrem
inneren. Alleine Kronos könnte alles zum Stillstand bringen und
dazu braucht er keine Waffe, ein Gedanke würde ausreichen.
Anubis wird später die Sense seines Vaters übernehmen und Moira
sieht jetzt schon die Schicksale jedes einzelnen Lebewesens.
Falls du dich wunderst woher ich es weiß, ich habe mich mit den
dreien beschäftigt um zu sehen was sie brauchen können, doch sie
brauchen nichts. Jedenfalls nicht aus meiner Schmiede. Doch
sollte Lazarus wieder mal zwei Jungen auf ihr erstes Mal
vorbereiten, die beiden sind nämlich schon ganz hippelig.“ Nun
musste auch Ethan grinsen und nickte. „Ich werde es ihm sagen.
Irgendwie habe ich das Gefühl die Kinder werden zu schnell groß,
kaum haben sie begonnen zu laufen, schon liegen sie mit einem
Mädel im Bett.“ Lyam lachte. „Wem sagst du das, sieh dir Byron
an, der hatte schon seine feste Partnerin, da war er noch grün
hinter den Ohren. Eigentlich machen es Ares und Ikarus richtig,
sie toben sich aus. Auch wenn es die Frauen der anderen sind.
Die beiden haben keine Hemmungen, was sich ihnen in den Weg
stellt wird unerbittlich ins Bett geschleift.“ Ethan lachte mit
und nickte. „Ja und von den jüngeren, sprich Anubis und Kronos
dafür bewundert. Ich glaube wenn Moira mal noch einige Jahre
älter ist, wird sie auch nicht mehr vor den beiden sicher sein.
Ich dachte immer ich und Lazarus wären schlimm, aber diese
beiden sind schärfer als eine Peperoni und die Mädels springen
darauf an. Wusstest du das sich sogar Luna mal von selber in
Ikarus Bett gelegt hatte? Ich will nicht wissen was in deren
Schlafzimmer sonst noch abgeht.“ Ethan sah Lyam nachdenklich an.
„Sag mal kann es sein das du auch ein wenig Abwechslung
brauchst?“ Der schüttelte den Kopf. „Nein, Viola ist alles was
ich brauche. Obwohl ich zugeben muss, die kleine Athene ist
schon heiß oder Luna.“ Ethan grinste. „Also wenn du sie willst,
nimm sie dir, sofern sie willig sind, sei nicht dumm. Viola wird
dir deswegen nicht den Kopf abreißen. Ich sag dir was, ich liebe
Syra und Viola ebenso, dennoch nehme ich mir auch was sich mir
anbietet. Wieso auch nicht, das nimmt Syra ja nichts weg und
wenn du doch mal zur Seite springst, nimmt es Viola ebenso wenig
weg, wie es dir etwas weg nimmt, wenn Lazarus und ich, sie uns
schon mal zur Brust nehmen. Ich gebe es zu ich bin nicht minder
scharf als unsere beiden jungen Götter.“ Lyam seufzte. „Bin ich
nicht ein wenig zu alt für Athene?“ Ethan schüttelte schmunzelnd
den Kopf. „Wie viel Altersunterschied ist zwischen dir und ihr?
Fünfundzwanzig Jahre? Was glaubst du was in fünfhundert Jahren
ist oder in tausend, meinst du da würden diese Jahre noch
auffallen? Junge vergiss es...das Alter spielt bei uns keine
Rolle. Sieh mal Lazarus an, aussehen tut er wie ein Sterblicher
im Alter von vielleicht dreißig Jahren aber tatsächlich ist er
circa siebentausend Jahre alt. Gegen ihn bin ich noch ein Baby
mit meinen knapp achthundert. Vergiss das Alter mal schnell
wieder, das ist nur so lange erheblich wie die jungen Leute noch
in der Pubertät stecken und das zwanzigste Jahr nicht vollendet
haben, doch danach ist es egal. Mal abgesehen davon sieh dir
Ikarus an, er war schon mit siebzehn kaum noch zu halten und hat
sich Aurian genommen die sogar älter als Lazarus ist und sie
hatte damit absolut kein Problem. Oder willst du sagen Lazarus
ist alt?“ Lyam hatte ihm zugehört und grinste nun. „Wenn ich das
sagen würde, hätte ich wohl bald keinen Kopf mehr.“ Ethan
nickte. „Sieh nicht auf die Jahre, die sind irgendwann eh nicht
mehr wichtig. Du siehst aus wie Anfang zwanzig also nicht viel
älter als Ikarus, du bist groß....verdammt groß....bist fast
genauso stark wie einst Myrion...“ Ethan grinste, „...und glaub
mir wenn die Mädels wüssten das sie dich haben können, müsste
Viola eine Nummer ziehen um noch mal bei dir zum Zug zu kommen.
Selbst unsere treue Syra hat dich schon mal angesehen als wolle
sie dich ins Bett schleifen.“ Lyam sah Ethan verlegen an. „Du
übertreibst. So scharf sind sie nicht auf mich.“ Ethan sah ihn
an. „Ich übertreibe nicht, glaub mir. Nicht nur wir Kerle sind
scharf sondern unsere Frauen auch. Etwas das bei uns mit
zunehmendem Alter nicht nach läßt ist unsere Libido. Egal ob
zwanzig oder siebentausend, sobald wir jemanden sehen den wir
heiß finden, meldet sich unsere Libido. Und ich weiß das die
Weiber scharf auf dich sind, zeig ihnen das du zu haben bist,
das sie dich kriegen können und du wirst sehen was passiert.
Beginn schon mal deine Ausdauer und Potenz zu trainieren, falls
du dich darauf einlässt.“ Lyam sah ihn ungläubig an, der Blick
war so niedlich das Ethan herzlich lachen musste. Er legte Lyam
freundschaftlich einen Arm um die Schulter. „Komm Junge ich
spendiere dir darauf mal einen Schnaps. Wie viele Frauen hattest
du denn schon?“ Ethan nahm ihn wie er war, halbnackt und
verschwitzt mit an den Strand und drückte ihn in einen
Korbsessel. Lyam sah ihn an. „Nicht sehr viele, die
Möglichkeiten in unserem Dorf waren oder sind begrenzt. Die
meisten Eltern hüten ihre Töchter und wenn es doch mal eine wagt
aus zu brechen, nun ja......wird das auch weidlich ausgenutzt.
Aber allgemein, eben nicht sehr viele. Ich glaube mit Viola
waren es drei.“ Ethan sah ihn überrascht an. „Ja und da nutzt du
die Möglichkeiten die du jetzt hast nicht aus? Da hatte ja
selbst Ikarus schon mehr. Wenn ich die Dirnen mal nicht mit
zähle waren es alleine vier Göttinnen die er sich gekrallt hat,
von denen ich weiß. Wobei es sicher auch eine hohe Dunkelziffer
gibt. Was ich damit sagen will, Junge du hast eindeutig zu wenig
Erfahrung.“ Ethan sah Viola in der Nähe stehen und winkte sie
herbei. Sie kam auch lächelnd näher und sah von einem zum
anderen. Ethan ging davon aus das Lyam nie etwas sagen würde, so
sah er Viola an. „Sag mal was wäre wenn Lyam sich auch mal ab
und zu bei einer anderen austobt, dir ginge ja nichts verloren,
doch der arme Kerl hat einfach zu wenig Erfahrung.“ Viola sah
Ethan an, dann Lyam. „Ja willst du das denn? Also wenn du das
willst und brauchst, ich halte dich nicht davon ab. Wenn dir
eine gefällt und sie mitmacht, warum nicht.“ Lyam sah Viola an.
„Bist du sicher? Ich will dir nicht weh tun.“ Viola lachte
leise. „Liebst du mich? Würdest du mich für eine andere
verlassen?“ Lyam schüttelte den Kopf. „Natürlich nicht, es wäre
so wie bei dir nur Spaß. Mein Herz gehört ganz alleine dir,
niemals würde ich dich wegen einer anderen verlassen.“ Viola
nickte. „Na also, worauf wartest du dann noch, geh hin und
erobere die Frauenwelt. Tobe dich aus, lerne dazu und hab Spaß.“
Lyam sah von Viola zu Ethan, damit hatte er nicht gerechnet das
sie es so gelassen sehen würde. Ethan sah ihn an als wolle er
sagen, habe ich es dir nicht gesagt, sie hat nichts dagegen.
Etwas zu wissen, es zu wollen und
es zu tun, waren dreierlei paar Schuhe. Obwohl Lyam nun wusste
das Viola ihm nicht den Kopf abreißen würde, traute er sich
dennoch nicht so richtig. Er hatte die Kraft eines Ochsen, dazu
auch die richtige Statur, er würde jeden niederschlagen, wenn es
nötig war. Aber eine Frau zu verführen, nur um sie ins Bett zu
kriegen lag ihm nicht. Er war zu ehrlich und zu anständig.
Aurian beobachtete die beiden,
Viola und Lyam und schüttelte immer wieder den Kopf. Myrion sah
sie fragend an. „Was ist los Kätzchen?“ Aurian seufzte.
„Irgendwas habe ich falsch gemacht. Viola entwickelt sich nicht
so wie ich erwartet hatte. Sicher sie tut ihre Pflicht und hat
es auch hingenommen das Ikarus sich ihr näherte. Doch selbst
jetzt will sie eigentlich nur einen, Lyam. Die anderen
interessieren sie nicht. Weder Lazarus noch Ethan oder Leander
oder Ikarus. Ihr ist das alles zu viel. Weißt du mir hat es
immer Spaß gemacht. Ich liebte jeden einzelnen.“ Sie sah Myrion
an. „Natürlich nicht wie dich, aber doch ich liebte sie. Und ich
liebte es mit ihnen zu schlafen. Doch Viola tut es nur aus
Pflichtgefühl, nicht weil sie sie wirklich will. Hinzu kommt das
sie zaudert wenn irgendwelche Entscheidungen getroffen werden
müssen. Das könnte unter Umständen zur Katastrophe führen, wenn
sie mal zur falschen Zeit zaudert. Wäre Lazarus nicht, der ihr
ab und zu unter die Arme greift und einige Dinge in die Hand
nimmt, hätte sie bereits auf der ganzen Linie versagt. Erst war
es die fehlende Kindheit und Teenagerzeit und nun muss ich sehen
das sie absolut nicht meinen Erwartungen entspricht.“ Myrion
nickte verstehend. „Nun sie ist eine junge Seele, der einiges an
Erfahrungen fehlt die deine bereits hatte, als du den Platz der
Herrin des Lichts und später als Göttin einnahmst. Ich will dir
keinen Fehler unterstellen, doch kann es sein das du das nicht
bedacht hast? Überlege mal deine Seele ist Jahrmillionen durch
das Universum geirrt, von einem Leben zum anderen gegangen und
hat so Erfahrungen sammeln können, doch ihre entspringt frisch
und jung dem Seelenteich und hat mal gerade fünfundzwanzig Jahre
hinter sich. Das ist verdammt wenig.“ Zaghaft trat Jasmin heran
und mischte sich leise ein. „Ihr geht es nicht anders als mir.
Ich tat auch meine Pflicht und ich liebte Eric und Dorian. Doch
selbst da konnte ich meine Pflichten nicht ganz erfüllen, weil
mir deine Sucht fehlte.“ Aurian deutete auf Viola. „Aber ich gab
ihr doch diese Sucht, sie ist doch ebenso wie ich eine
Nymphomanin. Sie müsste im Gegenteil richtig scharf auf jeden
Kerl sein der ihr gefällt. Aber sie ist es nicht.“ Jasmin
nickte. „Es gibt auch Nymphomaninnen die ihre Sucht überwinden
oder sie erst gar nicht zur Kenntnis nehmen. Und bei Viola ist
es so das sie Lyam zu sehr liebt, so das ihre Sucht bei ihr
nicht zum tragen kommt. Damit will ich nicht sagen das du Myrion
weniger liebst als sie Lyam. Doch ihr beide habt euch
arrangiert. Myrion stammt von einem Gott ab, Lyam war aber
ursprünglich sterblich. Das könnte einiges ändern. Eric und ich
waren auch sterblich bevor wir aufstiegen und das hat man uns
angemerkt. Selbst jetzt ist er zu neunzig Prozent seiner Frau
treu. Er ist selbst jetzt nicht wie alle anderen Götter. Und bei
Viola kommt noch hinzu das sie eine junge Seele hat, dann das
ihr Kindheit und Teenagerzeit fehlen. Sicher du hast ihr einen
Teil illusorisch gegeben, aber hat sie als Teenager ihre Sucht
entwickeln können? Nein. Denn sieh dir dazu Athene an, sie hat
sich bereits als Teenager fast jeden der Jungen vor genommen.
Sie ist eine geborene Nymphomanin, ebenso wie Riana und ihnen
merkt man es an. Bei Viola ist alles künstlich. Sei mir nicht
böse aber dein Fehler war, das du sie nicht ganz normal
ausgetragen und geboren hast. Ja ja ich weiß wie sollte das
gehen, wo sie das Erbmaterial von so vielen Männern brauchte,
doch du hast doch bisher für alles eine Lösung gefunden. Aber
hier muss ich dir sagen ist wohl alles vergebens. Die einzige
Möglichkeit die ich sehe ist, du musst eine andere Nachfolgerin
einsetzen als Viola, sie wird nie wie du werden, sie wird nie
die Selbstsicherheit haben die du hattest. Die Göttin des Lichts
kann ruhig jung sein, doch du hattest bereits in deiner Jugend
die Selbstsicherheit die du brauchtest und das fehlt Viola. Sie
klammert sich an Lyam und hat daher kaum eine eigene
Persönlichkeit entwickelt. Nur weil sie das Erbmaterial hat und
nur weil sie die Seele hat die sie braucht, hat sie dennoch
keine eigene gefestigte Persönlichkeit. Denn ihr fehlt die
Entwicklungszeit und das ist eine Tatsache.“ Aurian sah Jasmin
an und dachte über ihre Worte nach, dann nickte sie. „Vielleicht
hast du recht und ich habe hier einen großen Fehler gemacht. Nur
jetzt muss ich ihn korrigieren und weiß noch nicht wie.“ Jasmin
sah sie sanft an. „Sie hat das Erbmaterial das benötigt wird,
lass sie das Kind bekommen. Denn es wird alles haben was es
braucht. Setze in es die Veranlagungen hinein die es brauchen
wird, gib ruhig ein wenig mehr. Denn wenn sie geboren wird, wird
es keine männlichen Teenager geben an denen sie sich austoben
kann. Also sollte sie sich an die bis dahin erwachsenen heran
machen. Und ich glaube, Ikarus oder Ares hätten kein Problem
damit sie auch mit ins Bett zu nehmen, wenn sie erst siebzehn
ist. Ikarus war nicht viel älter als er sich an die erwachsenen
Frauen heran gemacht hat. Und wenn sie das Potenzial mit
bekommt, wird sie sich frech und dreist in sein Bett legen und
er wird es ausnutzen. Zumindest schätze ich ihn so ein.“ Aurian
nickte und sah wieder auf die Welt zu Viola. „Also gut, ihre
Erbanlagen, doch wer sollte der Vater sein? Wir brauchen auch
noch einen Erzeuger.“ Jasmin lächelte und deutete auf Ethan.
„Er, denn er hat ebenso wie sie Erbanlagen von einigen
Generationen, ebenso wie die der alten, sprich von dir, Damok
und Gregorian. Er ist der beste dafür.“ Myrion grinste. „Das
wird ihm gar nicht gefallen, wieder ein Mädchen. Doch vergisst
du dabei eins, dieses Kind wird seine Tochter sein, doch er muss
sich ihr als Mann nähern, schließlich ist er einer der drei an
der Seite der Göttin des Lichts.“ Jasmin grinste nun. „Ethan hat
keine Skrupel auch mit seiner Tochter ins Bett zu gehen, das hat
man bereits gesehen, vorausgesetzt sie verführt ihn dazu. Und
wenn sie so wird wie wir denken, wird sie keine Hemmungen haben
ihn zu verführen. Ich denke sie würde vor keinem Mann halt
machen und die Kerle reihenweise in ihr Bett holen. Das ist es
doch was ihr wollt.“ Aurian nickte leicht. „Allerdings haben wir
dann dennoch ein Problem, da mit Viola auch Lyam wegfällt, wer
soll ihr Mann werden, wer ihre Bastion, ihr Fels in der
Brandung. Ich hatte Myrion, doch wer sollte es bei ihr sein?“
Nun deutete Jasmin auf Ikarus. „Ich weiß das du andere Pläne
hattest, doch warum nicht er? Sieh ihn dir an, er ist groß,
stark und hat eine so gefestigte Persönlichkeit, das er locker
ihr Fels in der Brandung sein kann. Außerdem wer sagt denn das
die Göttin sich einen festen Gefährten nehmen muss. Es reicht
doch wenn sie eine Schulter hat an die sie sich anlehnen kann.
Das könnte ebenso gut Ares sein. Hinzu kommt das du mit Ikarus
und Ares bereits eine Konstellation hast, wie sie bei Dorian und
Eric oder Myrion und Leon der Fall war. Mir ist klar die Löwen
werden nicht mehr gebraucht, doch diese beiden könnten ihr den
Halt geben den sie braucht. Sie sind beide stark, sei es
körperlich als auch in ihrer Persönlichkeit. Als drittes Ethan,
als ihr Vater und späterer Liebhaber und voila du hast die
perfekte Konstellation. Erbanlagen und das Trio das du brauchst
um die Ansprüche des Universums zu erfüllen, ebenso wie eine
Göttin des Lichts die deine Erwartungen locker erfüllen wird.“
Aurian sah Jasmin überrascht an. „Liebes du bist genial.“ Aurian
lachte frech. „Na dann setzen wir das Schicksalsrad mal in
Bewegung. Ich werde dafür Sorgen das der Seelenteich eine
entsprechende Seele hervorbringen wird.“ Jasmin nickte leicht.
„Doch solltest du deinen Plan mit Lazarus und Athene dennoch
nicht aus den Augen lassen, denn wenn Lazarus die lebenden
Götter verlässt, wird Syra mit ihm gehen, ihr Herz hängt mehr an
ihm als an Ethan. Zudem hast du selber gesagt das er noch viel
zu jung ist um jetzt schon zu uns zu kommen. Außerdem liebt er
das Leben viel zu sehr. Athenes und Lazarus Tochter könnte
seinen Schmerz lindern. Er würde sie aufwachsen sehen und sein
Herz vielleicht für sie entdecken.“ Aurian nickte. „Das ist eine
gute Idee, also gut wir brauchen zwei besondere Seelen. Ich
werden den Seelenteich anweisen, sie uns zu beschaffen.“
Aurian behielt den Seelenteich
die nächsten Tage genau im Auge und dann sah sie sie. Dort
schwammen vier besondere Seelen auf der Oberfläche. Zwei goldene
und zwei silberne. Sie lachte als sie es sah und rieb sich die
Hände. Sie strahlte Myrion an, der wie üblich an ihrer Seite
war. „Wie es aussieht, werden nun auch Angel und Aurana endlich
Eltern werden. Die Zeit ist gekommen das zwei weitere Engel das
Licht der Welt erblicken. Damit wird es zumindest einen
männlichen Teenager geben.“ Myrion lächelte als er ihr strahlen
sah. Er freute sich mit ihr und den zukünftigen Eltern. Er
wusste ebenso wie Aurian wie sehnsüchtig Aurana sich ein Kind
wünschte. Nun würden ihre Sehnsüchte endlich erfüllt.




