Kapitel 13: Hoher Besuch


 

Nun auch Aurian entging nicht was auf der Welt der Götter vor sich ging. Nicht das sie Langeweile hatte, denn Sephirot kostete sie ihre ganze Aufmerksamkeit und er wurde nicht aus den Augen gelassen. Wenn sie nicht auf ihn achtete dann eben ein anderer, mal Aaron oder auch Myrion. Ohne Kontrolle wollte man ihn nicht im Universum herum laufen lassen. So hatte sie zum Beispiel die beiden mittelalterlichen Welten und ebenso die fantastische Welt mit einem besonderen Zauber versehen, der es Sephirot nicht ermöglichte sie zu betreten. Sie wusste das sich die erwachsenen Götter Sorgen machten, doch sah sie auch das sie langsam in einem langweiligen Trott versanken. Hinzu kam das die Götter sich nirgendwo einmischen konnten um dort auch mal das Schwert zu schwingen. Das hatte sie ihnen nun mit Sephirot ermöglicht. Nun mussten sie mal kämpfen und nicht nur mit ihren göttlichen Kräften, sie hatte Sephirot mit allem ausgestattet damit er sich gegen die Götter verteidigen konnte. Die einzige die den Dämonenfürsten gänzlich erledigen könnte wäre Viola mit der Macht der Göttin des Lichts oder aber eben sie selber schließlich hatte sie ihn geschaffen. Allerdings ging Aurian davon aus das Viola dazu noch die Skrupellosigkeit die sie brauchen würde fehlte. Doch hoffte sie das Erebos das Potenzial sehen und den Fürsten für sich einnehmen und ihm einen gewissen Schutz geben würde. Erebos trug das Chaos seines Vaters in sich, doch ganz erben konnte er das nicht. Stattdessen hatte Aurian dafür gesorgt, das seine dunklen Neigungen, nicht ganz der Ehre zum Opfer fielen. Der dunkle Gott, ebenso wie der Dämonenfürst wurden gebraucht um die hellen Götter auf Trapp zu halten. Ihr war klar das sonst alles stagnieren würde. Es durfte nicht immer eitel Sonnenschein sein. Allerdings hatte Erebos auch sadistische Neigungen, wie auch Ikarus bereits bemerkt hatte. Aurian hoffte mal darauf das Athene damit klar kommen würde. Wenn nicht musste sie dafür sorgen das Sephirot eine Tochter zeugte die mit Erebos klar kam. Hier würde eine dunkle Seite der Götter geboren werden, denn helle gab es genug. Athene entwickelte sich genau so wie sie es erwartet hatte. Ihre starke Libido zog die Männer in den Bann und sie nutzte es auch weidlich aus. Kein Mann war ihr zu viel und sie hatte eine enorme Körperkraft für eine Frau. Das einzige Problem das Aurian sah, war Cyric, sie hoffte das er nicht vor Eifersucht platzte, denn sie hatte erkannt das er Athene liebte. Allerdings war er auch ein guter Schutz für die junge Frau. Er war ebenso stark wie Ethan und Leander und Ethan hatten ihn gut trainiert wie auch alle anderen Jungen. Erebos hatte lange nicht seine körperliche Kraft und hätte ihm Kräfte mäßig nichts entgegen zu setzen. Er sollte Cyric auch fürchten, um so weniger hätte Athene bei ihm zu leiden. Was sie allerdings freute war das Ikarus genau den Weg ging der ihm bestimmt war. Sie sah das dem Jungen noch nicht ganz klar war, das er, Ethan und Lyam ein Bollwerk um die Göttin des Lichts sein mussten. Sie mussten das Gefühl haben das Viola ihren Schutz brauchte, das würde sie zu Höchstleistungen antreiben. Lazarus war noch da und das war gut so, denn er sorgte dafür das alles in die Bahnen lief die Aurian sich gedacht hatte, auch wenn er es nicht wusste. Entweder handelte er instinktiv oder weil das Licht ihm die entsprechenden Impulse gab. Doch wie dem auch sei, Lazarus würde auch einmal über seinen Schatten springen und seinen Prinzipien untreu werden müssen. Aurian brauchte noch ein Kind von ihm, ein Mädchen und die Mutter musste Athene sein, daran ging kein Weg vorbei. Dieses Kind würde ebenso wie Athene seine vollen Neigungen in sich tragen, aber die Kraft seiner Mutter besitzen und so für Ikarus die richtige Partnerin abgeben. Aurian hatte eins in ihrer langen Zeit begriffen, so sehr die Söhne des Lichts auch die Göttin des Lichts liebten, brauchten sie trotzdem jemanden der sie auch im Arm hielt, wenn die Göttin mal keine Zeit für sie hatte oder ihrem geliebten Mann näher stand. Lazarus hatte sich damals instinktiv Nora auserkoren und nun Syra. Das musste sie auch Ikarus ermöglichen und dazu wäre eine Frau nötig, die alles in sich vereinte was Ikarus brauchte. Noch war Ikarus zu umtriebig und er würde sich jede Frau mit ins Bett nehmen die es ihm ermöglichte, doch mit zunehmendem Alter würde er eine gewisse Leere spüren, so wie es Lazarus ergangen war und dann musste diese Leere gefüllt werden. Sie sah aber auch das Ikarus ein wenig das Selbstbewusstsein seines Vaters fehlte. Lazarus hatte ihm zwar soweit er konnte geholfen, doch der Junge war noch zu zaghaft, er war sich seiner noch zu unsicher. Was er brauchte war das absolute, Aurian grinste als sie daran dachte. Myrion der neben ihr saß sah das grinsen. „Na Kätzchen was spukt nun in deinem Kopf herum?“ Sie sah ihn an. „Meinst du ich hätte noch die Anziehungskraft wie einst?“ Myrion lachte. „Liebes du würdest jeder lebenden Göttin den Rang ablaufen, das noch genau so wie früher, vor allem bei dir spürt man die Erfahrung die du mit uns Kerlen gemacht hast. An was dachtest du gerade?“ Aurian zwinkerte ihm zu. „Lust auf einen Besuch bei den lebenden Götter? Ich muss einen jungen Kerl verführen und ihm so die Selbstsicherheit geben die er braucht. Das wird sein Selbstbewusstsein in ungeahnte Höhen führen und glaub mir danach läuft er selbst Lazarus den Rang ab.“ Myrion lachte er drückte Aurian feste an sich. „Bist du denn sicher das er sich bei dir trauen würde?“ Aurian grinste ihn schelmisch an. „Nicht von selber, da würde er wohl vor Ehrfurcht im Boden versinken, aber ich habe da so meine Methoden das er den Verstand verliert und nur noch das eine will und ich werde mich mitreißen und verführen lassen.“ Nun lachte Myrion schallend. „Kätzchen du bist unschlagbar. Na da bin ich aber mal gespannt. Ich werde es genau beobachten.“ Aurian lachte mit. „Ich habe nichts anderes erwartet.“

Kurze Zeit später, obwohl auf der Welt der toten Götter die Zeit keine Rolle mehr spielte, war Aurian startklar und Myrion mit ihr. Bei den lebenden Göttern wunderte man sich, denn am See entstand ein kleines Haus, das nur drei Zimmer hatte, zwei Schlafzimmer und einen Wohnraum, der allerdings so groß war das dort alle Götter drin Platz gefunden hätten. Man stand verwundert vor dem kurz zuvor erschienen Haus. Doch dann hörte man lautes Gebrüll aus der Richtung des Vorderhauses von Aurians ehemaligen Haus. Als man dem brüllen nach ging blieben alle sprachlos stehen. Denn dort kamen leibhaftig Aurian und Myrion den Weg entlang. Nicht als Geist, sondern körperlich und zum anfassen. Aurian hatte absichtlich ihre erotische Ausstrahlung so hoch getrieben wie es ging, sie wollte einen bestimmten jungen Mann damit klein kriegen. Ihre Bewegungen waren so aufreizend das absolut jedem Mann der Atem stehen blieb, auch Ikarus. Myrion grinste sie an. „Mach so weiter und selbst ich falle gleich hier auf dem Weg über dich her.“ Alle scharrten sich danach um die beiden und jeder wollte seine Fragen los werden. Es wurden sogar Freudentränen vergossen. Bis Aurian rief. „Kinder Kinder, wir bleiben einige Tage, ihr müsst nicht alle Fragen auf einmal stellen.“ Sie sah Ikarus durchdringend an. Der senkte den Kopf, weil er in seinen Gedanken schon mit ihr im Bett lag. Aurian grinste und flüsterte Myrion zu. „ Er hat bereits angebissen.“ Die nächsten Stunden mussten sie Fragen beantworten, die Freude war riesengroß. Jetzt wusste man auch wieso der Wohnraum so groß gehalten war, denn hier scharrten sich tatsächlich alle Götter nun um Aurian herum. Sie redeten bis tief in die Nacht und Aurian dann sagte. „So Kinder, nun müsst ihr aber mal gehen. Ich muss mich erst mal wieder an diesen schweren Körper gewöhnen und brauche Schlaf.“ Der Wunsch war allen Befehl und so war der Raum kurz darauf leer, bis auf Myrion und Aurian. Um sich unauffällig an Ikarus heran zu machen, sprach sie erst mal mit allen anderen die nächsten Tage, dann kam Ikarus an der Reihe. Myrion rief ihn herbei und als Ikarus kam und Myrion ehrfürchtig ansah, lächelte er. „Aurian möchte mit dir reden, sie ist in einem der Schlafzimmer, sie macht gerne Hausarbeit, wenn sie darf.“ So betrat Ikarus das Schlafzimmer was ihn sehr verlegen machte. Doch als er Aurian sah, flammte sein Begehren nach ihr auf. Aurian tat so als bemerkte sie es nicht, sie ging sehr nahe an Ikarus vorbei und berührte ihn leicht mit dem Arm wie zufällig. Er keuchte kurz auf und piepste. „Herrin ihr wolltet mit mir reden?“ Aurian nickte und sah ihn aufreizend an, in dem ihr Blick langsam an ihm entlang ging. „Ja, wie geht es dir?“ Sie sah das er sich kaum noch beherrschen konnte, dennoch versuchte er es. Seiner piepsigen Stimme entnahm sie das er sich nur mit Mühe beherrschen konnte. „Mir geht es gut, danke.“ Als sie abermals an ihm vorbei ging und ihr aufreizender Blick ihn traf, war es vorbei, er konnte nicht mehr. Er griff zu und warf sie aufs Bett. In seinem Kopf hatte nichts anderes mehr Platz als sie zu wollen und so ließ er seinem Wunsch Taten folgen. Stürmisch riss er ihr die Kleider runter und sich selber auch. Es war ewig her das Aurian mit so einem jungen Mann im Bett gelegen hatte, doch sie hatte nicht vergessen wie unbeherrscht sie waren. Er küsste sie stürmisch und drückte sie mit seinem starken Körper auf das Bett, er wollte alles. Myrion stand wie gewöhnlich unbemerkt in der Nähe, doch auch Lazarus und Ethan tauchten auf, sie hatten gespürt das Aurian aufgewühlt war. Lazarus sah Myrion an, während der das Geschehen auf dem Bett beobachtete. „Sie ist wegen ihm gekommen, habe ich recht?“ Myrion nickte. „Ja, von dem Jungen wird einiges verlangt werden. Aurian hat deine Bemühungen gesehen ihm zu helfen, doch ich denke keiner kann es besser als sie.“ Er sah Lazarus an, der nickte lächelnd. Ikarus wusste nicht mehr was er tat, er nahm sich von ihr was er verlangte, merkte aber das sie mit machte und es genoss. Das trieb ihn nun weiter, er war so scharf auf sie gewesen das er nicht lange durch hielt und so recht schnell soweit war. Es war ihm peinlich, doch nun lächelte Aurian, beruhigte ihn und begann ihm alles beizubringen was er wissen musste. Aurian genoss es wirklich, der Junge war stürmisch und unbeherrscht, doch das war das Recht der Jugend. Lazarus grinste. „Ich erinnere mich noch an mein erstes mal mit ihr. Drei Tage ließ ich sie nicht aus meinem Bett. Unterbrochen mit ein wenig Schlaf und ab und zu mal was zu essen und zu trinken. Auch die Gespräche habe ich nicht vergessen. Es war glaube ich die schönste Zeit in meinem Leben, diese drei Tage. Sie ist unglaublich.“ Myrion nickte. „Ich denke auch er wird sie nicht so schnell gehen lassen, man spürt es fast körperlich, der Junge ist total ausgehungert. Selbst Athene konnte ihm nicht wirklich geben was er braucht und Viola weigert sich noch, also traf Aurian diese Entscheidung.“ Lazarus lachte. „Deswegen also diese übertriebene zur Schaustellung ihrer erotischen Ausstrahlung. Sie wollte ihn weich kochen und ihm dennoch das Gefühl geben das er sie verführt hat.“ Myrion nickte. „Richtig, wenn er sich bei ihr traut, wird ihm nun keine Frau mehr widerstehen können und sein Selbstbewusstsein wird steigen bis es platzt. Tja mein Junge, wenn sie mit ihm fertig ist, hast du Konkurrenz bekommen.“ Lazarus grinste leicht. „Ich werde es verkraften.“ Aurian brachte ihm bei sich zu beherrschen und ausdauernder zu werden. Sie zeigte ihm wie man einer Frau auch auf andere Weise noch Freude bringen konnte. Ikarus sog alles wie ein Schwamm auf. Nach einigen Stunden lag er allerdings neben ihr und keuchte leise. „Ich brauche eine Pause, lass mir ein wenig Zeit.“ Aurian nickte, ließ etwas zu essen und zu trinken erscheinen und die beiden unterhielten sich. Ikarus sah sie verlegen an. „Ich konnte nicht anders, es wurde auf einmal übermächtig in mir.“ Aurian nickte leicht. „Ich verstehe, doch macht es nichts. Ich fand es sehr schön mit dir. Doch solltest du auch mal damit rechnen das mal eine Frau nein sagt, dann versuche dich zu beherrschen und das nein zu akzeptieren.“ Ikarus grinste sie an während er auf einem Brötchen herum kaute. „Ich glaube, das mir keine Frau widerstehen kann. Jetzt nicht mehr. Hallo? Wenn ich es geschafft habe dich ins Bett zu kriegen, dann auch jede andere.“ Aurian grinste und nippte an einem Wein. „Nun ja wobei herum kriegen nicht ganz richtig ist, du hast mich ja regelrecht auf das Bett geworfen.“ Ikarus nickte. „Dennoch hättest du nein sagen können und mich von dir runter werfen können, das weiß ich genau. Also wolltest du es auch.“ Er sah sie nachdenklich an. „Du bist nur deswegen gekommen, du wolltest das ich das tue, doch warum?“ Aurian nickte leicht. „Du hast recht, ich bin wegen dir gekommen. Junge ich fand dich scharf und wollte dich.“ Er sah sie freudig überrascht an. „Ist das wahr?“ Aurian nickte. „Natürlich, ich habe dich beobachtet, wie du mit Athene umgehst, ebenso wie du Viola nach hechelst. Sieh dich doch an, dein Körper...“ Dabei strich sie mit ihren Fingern sachte über seine muskulöse Brust bis sie an seinem Bauch angekommen war. Er stöhnte schon wieder leise auf. „ .. ist einfach eine Sünde wert, das gemischt mit der richtigen Technik und du bist unschlagbar, na ja wenn man mal von Lazarus absieht. Aber er hat einige tausend Jahre Erfahrung das darf man nicht vergessen.“ Ikarus strahlte sie an, mit Lazarus verglichen zu werden war für ihn die höchste Ehre. Sie grinste und griff nun tiefer bis zwischen seine Beine. „Ebenso ist nicht zu verachten was du in der Hose hast, du musst nur lernen damit um zu gehen.“ Als sie ihm in den Schritt griff, warf er nur noch sein Brötchen weg und sich gleich wieder über sie. Er keuchte leise. „Na dann wollen wir mal sehen was ich damit vermag.“ Und schon legte er wieder los. Lazarus lachte leise. „Ich glaube ich war ebenso schlimm.“ Ethan nickte. „Ich nicht minder, ich konnte mich einfach nicht zurück halten, beim ersten mal. Ich wollte auch immer wieder.“ Myrion legte den beiden jeweils einen Arm um die Schulter. „Jungs so ging es wohl jedem Kerl der sie einmal hatte. Man kann ihr einfach nicht widerstehen.“

Nun drei Tage dauerte es nicht, doch den Rest des Tages bis zum nächsten Morgen, dann hatte er genug und schlief total erschöpft neben ihr ein. Aurian erhob sich von dem Bett, lächelte leicht und deckte den Jungen zu. Die anderen drei wurden nun sichtbar und Aurian lachte leise. „Also das hätte ich mir denken können, war es denn wenigstens schön für euch?“ Ethan grinste. „Besonders schön wäre es wenn du uns auch den Spaß gönnst und die nächste Nacht mit uns verbringst.“ Aurian machte ihnen die Freude und die nächste Nacht gehörte Ethan und Lazarus, doch sprach man auch über Sephirot, allerdings bekam man da von Aurian keine befriedigende Antwort, sie hüllte sich dabei in tiefstes Schweigen. Myrion und sie blieben noch zwei Tage, dann verabschiedeten sie sich wieder und legten ihre Körper abermals zur Ruhe. Das kleine Haus das sie und Myrion für die Zeit ihres Aufenthaltes bewohnt hatten verschwand kurze Zeit später wieder.

Die jungen Leute sahen Ikarus nun mit anderen Augen an, als sie hörten mit wem er das Bett geteilt hatte. Die jungen Männer bewunderten ihn für seinen Mut, sich ausgerechnet Aurian zu nehmen. Er verschwieg natürlich das sie ihn ebenso gewollt hatte wie er sie. Diese eine Nacht hatte ihn verändert. Wie Aurian es sich gedacht hatte wuchs sein Selbstbewusstsein und als Athene ihm dann noch sagte wie gut er sei, platzte er fast vor Stolz. Doch schlug er auch hier nach Lazarus und wurde nicht überheblich, sondern wusste jetzt nur wozu er fähig war. Viola die es ebenso mit bekommen hatte, schämte sich ein wenig, das Aurian kommen musste um ihre Arbeit zu tun. Sie nahm sich vor, wenn Ikarus nun zu ihr kommen würde ihn nicht ab zu weisen. Denn was Aurian konnte, konnte auch sie. Somit hatte Aurian mit ihrer Tat zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und das gab ihr ein gutes Gefühl, mal abgesehen davon das es ihr auch ungeheuren Spaß mit Ikarus gemacht hatte. Zurück auf ihrer Welt lag sie die nächsten Nächte wieder in Myrions Armen und war glücklich.

Kapitel 14: Eine weitere Jungesellenbude


 

Lazarus befürchtete schon, das die Nacht mit Aurian, Ikarus Herz vor Liebe zu Aurian entbrannt haben könnte, doch dem war nicht so. Natürlich liebte Ikarus Aurian, aber eher anbetend und das war absolut verträglich. Ikarus Herz gehörte nach wie vor Viola und so sollte es auch sein. Als Lazarus es merkte war er beruhigt. Durch Ikarus Mut und vor allem da er wusste das Ikarus sogar jünger war als er, wollte Cyric ihm nicht nach stehen und so fing er eines Abends als Athene nach Hause kam und ihr Zimmer aufsuchen wollte, diese ab. Sie sah ihn fragend an, als er einfach hinter ihr, in ihr Zimmer trat. Cyric war ebenso muskulös wie Ikarus wenn auch nicht so groß. Er maß im Gegensatz zu Ikarus der bald die zwei Meter grenze erreicht hatte nur ein Meter neunzig, war daher also dennoch absolut stattlich. Er sah auf Athene leicht herab, denn viel kleiner als er war sie nicht. Vielleicht mal gerade zehn Zentimeter. Cyric trat auf sie zu als sie ihn fragend ansah. Ohne viel Worte zu machen legte er seine Arme um sie und zog sie zu sich heran, dann küsste er sie leidenschaftlich. Athene war leicht überrascht, doch erwiderte den Kuss. Als Cyric ihn löste sah er sie an. „Ich liebe dich. Mir ist klar das ich niemals der einzige sein werde, doch möchte ich der Gefährte an deiner Seite sein. Ich werde dich niemals binden, dir niemals Vorschriften machen und meine Eifersucht im Zaum halten. Allerdings werde ich dir auch nie ganz treu sein, denn wenn du deine eigenen Wege gehst, so nehme ich mir das gleiche Recht. Doch wir haben diese Welt gemeinsam betreten, wir stehen zusammen an Leanders Seite auf dem Schlachtfeld und wir ziehen gemeinsam mit Ikarus in den Kampf wenn er uns braucht, also weise mich bitte nicht zurück. Lass mich dein Gefährte sein.“ Athene hatte ihm ruhig zugehört und als er fertig war lächelte sie leicht. „Du redest zu viel. Willst du nun reden oder lieber mit mir das Bett teilen?“ Cyric war aus dem Konzept gebracht, doch als er langsam begriff was sie gerade gesagt hatte, lachte er und küsste sie nochmals leidenschaftlich, wobei er sie langsam aus zog. Nun Athene war kein Kind von Traurigkeit und machte daher ebenso leidenschaftlich mit. Als Ikarus kurz darauf an ihrem Zimmer vorbei kam und das stöhnen hörte, grinste er und nickte. Leise murmelte er. „Das wurde auch Zeit, ist das ein Trottel so lange zu warten. Ich hoffe nur für ihn das er klug genug ist sie nicht an sich binden zu wollen.“ Dann betrat er sein Zimmer und blieb urplötzlich stehen. Leicht hob er eine Augenbraue und sah seine Besucherin die bereits in seinem Bett lag an. „ Öhm...kann ich etwas für dich tun?“ Luna grinste und nickte. „Ja vielleicht ins Bett kommen, ich fühle mich etwas alleine hier.“ Ikarus sah sich um, dann grinste er und nickte. „Aber sicher, nur sollte dir klar sein das ich wenn du darin liegen bleibst, nicht nur neben dir schlafen werde.“ Er begann sich aus zu ziehen und Luna beobachtete ihn dabei. „Das ist mir klar und damit habe ich gerechnet.“ Als er zu ihr unter die Decke kroch spürte er das sie bereits ausgezogen war, er grinste. Er genoss es das die Frauen scharf auf ihn waren und zeigte ihr nun wie sehr ihn das freute sie in seinem Bett vor zu finden. Als sie ihn nach einigen Stunden verließ waren beide zufrieden, er legte sich auf den Rücken und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf. Leise murmelte er. „Ich hoffe nur das Apoll heute Nacht nicht noch etwas von ihr will.“ Dann schlief er ein. Mitten in der Nacht saß er auf einmal Kerzengrade im Bett, ihm war im Schlaf ein Gedanke gekommen, der ihn aus dem tiefen Schlummer riss. Er sprang aus dem Bett und zog sich schnell an. Mitten in der Nacht rüttelte er Lazarus aus dem Schlaf und sah ihn voller Panik an. Lazarus so unsanft aus dem Schlaf gerissen sah ihn fragend an. „Was ist los das du so herein gestürmt kommst?“ Ikarus stammelte leicht. „Ich habe mit Luna geschlafen.....“ Lazarus knurrte leise. „Schön für dich und warum weckst du mich? Genieße es und geh schlafen.“ Ikarus der sah das Lazarus wieder ein zu schlafen drohte, rüttelte ihn nochmals. „Ja, doch was ist wenn sie schwanger von mir wird. Sie hat ebenso eine goldene Seele wie ich, das heißt unsere normalen Verhütungsvorkehrungen nutzen nicht viel, das weiß ich von Aurian.“ Lazarus sah ihn an. „Beruhige dich wieder, sie nimmt ein Mittel das ihr Iona mal gegeben hat und das sie nun von Alandra bekommt. Also keine Panik. Geh wieder ins Bett, es ist alles in Ordnung. Wir reden morgen darüber.“ Damit drehte er sich wieder zu Syra um und schlief wieder ein. Ikarus sah noch mal auf seinen Vater herab und nickte dann. Anschließend ging er auch wieder ins Bett, er würde Luna selber fragen ob das auch stimmt, er wollte auf gar keinen Fall schon mit siebzehn Vater werden. Das fand er denn doch noch ein wenig früh. Als alle Hausbewohner morgens wie üblich am See am Kaffeetisch saßen, sah Apoll immer mal zu ihm herüber, er spürte um was sich Ikarus sorgte. „Du musst dich nicht sorgen, sie wird nicht schwanger.“ Alle anderen sahen nun Ikarus an und erwarteten einen Skandal oder etwas aufregendes. Doch Ikarus nickte nur und atmete noch mal erleichtert aus. Ares saß aus irgendeinem Grund ebenso immer morgens mit am Frühstückstisch und neben Ikarus, er stieß ihn sachte an und flüsterte. „Sag bloß du hast dir Luna gekrallt.“ Ikarus grinste und sah seinen besten Freund an, leise flüsterte er zurück. „Na ja was würdest du tun, wenn du in dein Bett willst und da liegt schon einer drin? Nämlich Luna.“ Ares sah ihn sprachlos an. „Sie lag schon drin? Mann hast du ein Glück, mir passiert so was nie.“ Ikarus nickte grinsend und deutete zu Cyric. „Er hat sich endlich auch getraut, diese Nacht ging es bei Athene ebenso wild zu, nehme ich mal an.“ Ares sah zu Cyric der über das ganze Gesicht strahlte und nickte. „Das dürfte Erebos aber gar nicht gefallen, jetzt muss er mit seinen Spielchen aufpassen, sonst schlägt ihm Cyric die Zähne ein.“ Ikarus sah Ares an. „Na ja, er war auch so vorsichtig oder glaubst du ich hätte zugelassen, das er ihr weh tut? Mit Sicherheit nicht. Ich will sie zwar nicht so wie Cyric, also als feste Gefährtin, dennoch würde ich auf sie aufpassen.“ Ares nickte zustimmend dazu. Dann sah er sich um, dort saßen Elorien und Byron und nun Cyric und Athene, er seufzte leise. „Wie es aussieht gehen wir leer aus.“ Ikarus sah ihn an. „Na ja willst du wirklich schon jemand festes? Zudem wir haben doch uns, reicht das nicht? Und wenn wir was wollen, du siehst doch mir laufen die Frauen sogar bis ins Bett hinter her, also solange ich auf meine Kosten komme, muss ich niemanden festes haben, wir sind anders als Byron und Cyric. Denk mal an Julien und Dion, die waren einige hundert Jahre alleine, bis sie die richtige fanden, wir können uns doch Zeit lassen. Irgendwann wird irgendeine Göttin genau die richtige für uns zur Welt bringen und dann schlagen wir zu.“ Ares lachte leise und nickte. „Was meinst du? Das kleine Haus das Aurian und Myrion bei ihrem Besuch bewohnt hatten, könnten wir das nicht für uns beanspruchen und zusammen ziehen? So eine richtige Junggesellenbude?“ Ikarus deutete auf den Platz an dem das Häuschen gestanden hatte. „Nun wie du siehst ist es wieder fort und ich weiß nicht wie man es wieder dort hinstellt du etwa?“ Ares zuckte mit der Schulter. „Nee ich auch nicht, aber vielleicht Viola, Aurian hat doch früher auch die Häuser aufgestellt, also müsste sie es doch ebenso können. Wir könnten sie ja mal fragen, was meinst du?“ Ikarus nickte. „Das große Haus wird langsam wirklich ein wenig eng, also gut fragen wir sie.“ Ares sah zu Viola und rief rüber. „Viola, kannst du Häuser aufstellen? Wir hätten gerne das kleine Haus das Aurian und Myrion bewohnt hatten, als Junggesellenbude, geht das?“ Viola fühlte sich total überrumpelt und nickte daher nur leicht. Sie sah kurz zu der Stelle wo das Haus gestanden hatte und dann erschien es dort wieder. Ares strahlte und knuffte Ikarus leicht. „Siehst du so einfach ist das.“ Ikarus lachte. „Als du sagtest fragen, dachte ich nicht sofort und hier am Tisch das es alle hören, sondern ich ging davon aus, das wir es später in Angriff nehmen. Aber gut, gehen wir es uns ansehen.“ Er schnappte sich noch ein belegtes Brötchen und erhob sich. Ares folgte seinem Beispiel. Als die beiden nun das Haus betraten und den riesigen Wohnbereich sahen, seufzte Ikarus. „Sie hat es wirklich wieder so aufgestellt, wie es war, wir brauchen doch nicht so ein großes Wohnzimmer.“ Dann betrat er das Schlafzimmer, in dem er und Aurian ihre heiße Nacht hatten, er lächelte, ihr Duft war noch in diesem Zimmer, das gefiel ihm. „Ich nehme das Schlafzimmer.“ Ares sah ihn an, auch er roch diesen unnachahmlichen Geruch von Aurian, er nickte verstehend. „Dann nehme ich das andere. Alles klar.“ Ikarus bat später Lazarus ihm zu zeigen wie man Wohnräume ändern konnte, was dieser auch kommentarlos tat. Anschließend ging Ikarus her und änderte das riesige Wohnzimmer und unterteilte es noch mal in drei kleinere Räume, die sich an einen ebenso kleinen Flur anlehnten. Eines davon richtete er als Gästezimmer ein, ein weiteres als Wohnbereich und das letzte ließ er leer. Als er sich sein neues Schlafzimmer genauer ansah, nickte er und murmelte leise. „Aurian hat einen auserlesenen Geschmack.“ Das Zimmer hatte ein breites Bett über dessen Kopfteil an der Wand ein geschwungener Volant zu sehen war, in der Ecke am Fenster mit Blick auf den See war eine kleine Sitzecke mit einem runden Tisch und drei Sesseln. Edle Teppiche lagen in dem Zimmer und ließen es heimelig erscheinen. Ikarus trat zum Fenster und sorgte dafür das daneben eine Glastüre erschien so das er von seinem Zimmer aus zum See gehen konnte. Als er das Zimmer durch diese Türe verließ grinste er, denn auch Ares hatte die gleiche Idee gehabt, denn der trat nun ebenso aus seinem Zimmer. Sie sahen sich an und es kam wie aus einem Mund. „Eine Terrasse wäre nicht schlecht.“ Also erschufen sie eine kleine Terrasse an dem Haus mit zwei Schaukelstühlen und einem kleinen Tisch dazwischen, das stand genau zwischen den beiden Schlafzimmertüren. Ikarus grinste. „Na so lässt es sich aushalten.“ Er sah zu dem großen Haus hinüber. „Man kann von dort nicht viel sehen, also können wir uns hier richtig gehen lassen.“ Damit zog er sich gänzlich aus, sorgte noch für zwei Liegestühle am See und warf sich sofort in einen davon. Ares hatte ihn erstaunt angesehen, zog sich ebenso aus, allerdings sorgte er für eine Badehose, auf die Ikarus verzichtet hatte und legte sich in den anderen Liegestuhl. Er sah an Ikarus entlang. „Das nenne ich dekadent.“ Ikarus grinste. „Ist dir noch nie aufgefallen, das Lazarus niermals oder nur ganz selten eine Badehose trägt. Ich kann verstehen wieso, es ist einfach erregend.“ Ares nickte und sah über den See. „Dein Vater ist locker drauf, ich wünschte meiner wäre es auch. Apropos Vater, ich glaube ich sollte meinem mal sagen das ich ausgezogen bin und jetzt hier wohne.“ Ikarus sah Ares an. „Dein Vater ist auch nicht schlecht. Er hat auch so einige Dummheiten gemacht, du darfst nicht vergessen, er war nicht immer der Kriegsgott. Ich glaube du bist oft zu streng mit ihm. Er ist ebenso locker drauf, du siehst es nur nicht. Weil du in ihm nur den Kriegsgott siehst.“ Ares nickte leicht. „Vielleicht hast du recht und ich sehe in ihm wirklich nur den großen Kämpfer und Strategen. Aber es ist auch nicht leicht in seinem Schatten und er wirft einen großen Schatten, glaub mir.“ Ikarus lachte. „Du bist witzig, Lazarus wirft, wenn du mal davon redest einen noch viel größeren und doch hat er immer ein offenes Ohr.“ Er kicherte leise. „Es sei denn man reißt ihn aus dem Schlaf, dann ist er ein wenig ungehalten.“ Er sah über den See in dem sich die Sonne spiegelte, dann zum Wasserfall. „Hier lässt es sich gut leben.“ Dann setzte er sich auf, denn er sah wie Viola den See betrat um zu schwimmen. Er sah kurz zu Ares. „Nun hole ich mir Viola ins Bett.“ Ares sah ihn erschrocken an. „Das ist jetzt nicht dein ernst.“ Ikarus nickte. „Doch, denn es wird Zeit das ich meine Rechte geltend mache. Ich soll in Lazarus Fußstapfen treten, dazu gehört auch das ich mir die Frau die ich liebe und die die Göttin des Lichts ist, in mein Bett hole.“ Er sah Ares ernst an. „Wünsche mir Glück, ich hoffe sie weist mich nicht ab.“ Ares sah ihn an. „Lass dir doch Zeit, Mann du bist erst siebzehn.“ Ikarus nickte. „Ja, wenn man die Jahre zählt, doch hier drin...“ Dabei legte er eine Hand auf seine Brust. „ ...bin ich weit älter.“ Ares seufzte und sah zu Viola, die sich gerade ein wenig nass machte. Als er wieder Ikarus ansehen wollte sah er das der sich in den See warf und nun in Richtung Viola schwamm. Leise murmelte er vor sich hin. „Wenn das mal gut geht.“ Kurz vor Viola die ihn noch nicht gesehen hatte tauchte Ikarus unter und schwamm unter Wasser weiter bis er unmittelbar vor Viola war, dann tauchte er genau vor ihr auf und sah auf sie herab. Wie er es von Lazarus gelernt hatte, hob er die Hände und strich sich die Haare aus dem Gesicht, er wusste genau welche Wirkung das bei seiner muskulösen Gestalt auf die Frauen hatte. Er hoffte das dies auch für Viola galt. Viola sah ihn erschrocken an. Sie ahnte was er vor hatte, alle Zeichen deuteten es an. Am Ufer saßen noch Lyam, Ethan und Lazarus zusammen am Tisch und Lazarus deutete zum See. „Es geht los, er hat sich nun wohl ein Herz genommen.“ Lyam seufzte. „Ist er nicht noch ein wenig zu jung? Sollte er nicht noch etwas warten, vor allem weiß ich nicht ob Viola wirklich schon bereit ist.“ Lazarus nickte leicht. „Wenn er bereit ist wird er schon das richtige tun, er will sie und das nicht erst seit heute. Ich habe seine Tränen gesehen, er hat genug gelitten, soll er sie sich holen.“ Ikarus griff kurzerhand um Viola herum und zog sie hart an sich, die nun seinen kräftigen Körper spürte und scharf einatmete. Sie sah ihn an. „Warte doch noch damit.“ Er lächelte und schüttelte den Kopf. „Nein, heute wirst du mir gehören.“ Er beugte sich herab und küsste sie verlangend, sie hart an sich gepresst haltend. Dann spürte er wie ihr zuvor angespannter Körper nachgab und sie den Kuss erwiderte. Sie konnte ihm tatsächlich nicht widerstehen. Er verschwand mit ihr aus dem See, sorgte dafür das sie fast trocken bei ihm im Schlafzimmer ankamen. Während er sie weiterhin küsste, öffnete er ihr Oberteil und zog es ihr aus, es zu Boden fallen lassend. Ihr Höschen ließ er mit einem kurzen Gedanken verschwinden, dann strich seine freie Hand ihren Körper entlang, er stöhnte leise auf. Viola spürte das es nun zu spät zur Umkehr war, jetzt würde sie gleich in seinen Armen und seinem Bett liegen. Er hob sie auf seine Arme und trug sie zum Bett, den Kuss aber nicht lösend. Erst als er sie sanft auf das Bett legte, löste er den Kuss und sah sie an, während er sich neben sie legte. Er spürte das sie flüchten wollte, doch das würde er nun nicht mehr zulassen, so griff er abermals um sie herum und drückte sich an sie. Viola stöhnte leise auf, das ihm Zeichen genug war, das sie im Grunde bereit für ihn war. Er bereitete sie vor, wie Aurian es ihm gezeigt hatte und als er spürte das sie sich an ihn drückte, weil sie es nun auch wollte, nahm er sie sich endlich. Sachte drang er in sie ein, sie mit seinem Körper auf das Bett pressend. Die nächsten Stunden ging es wild in seinem Schlafzimmer zu und Viola obwohl sie es ursprünglich nicht gewollt hatte, erlag ihm auf ganzer Linie. Er genoss es das sie sich vor Lust unter ihm wand. Immer wieder flüsterte er ihr leise stöhnend ins Ohr. „Ich liebe dich.“ Viola spürte das hier ein Mann sprach der sie als Frau liebte und das von ganzem Herzen und so kam sie auch aus sich heraus und ließ ihrer Lust freien Lauf. Aurian hatte Ikarus einiges beigebracht und Viola schrie vor Lust, sie forderte sogar immer mehr, bis beide total erschöpft nebeneinander lagen. Er hatte beide Arme um sie liegen und hielt sie fest an sich gedrückt. Ikarus strahlte vor Glück und als Viola diesen Blick sah, legte sie ihm ihren Kopf auf seine Brust und sagte oder fragte nichts mehr. Jetzt wusste sie das sie das richtige getan hatte. Aurians Duft der diesem Zimmer immer noch an hing vermischte sich nun mit ihrem. Er sah auf sie herab und flüsterte leise. „Keine Angst solange Lazarus dich noch so oft fordert, werde ich mich zurück halten und dir Zeit geben. Doch ab und zu möchte ich dich auch für mich haben.“ Viola nickte, sie wusste wie die Söhne des Lichts sie brauchten, vor allem wenn sie ein Eros waren. Lazarus hatte ihr erzählt was Apoll über Ikarus gesagt hatte und hatte auch nicht damit hinter dem Berg gehalten das es hier nicht um sie ging, sondern um das Licht in ihr. Als Lazarus sah was Ikarus nun tun würde, dachte er daran das seine Zeit sich wohl langsam dem Ende zuneigte, allerdings hatte er nicht damit gerechnet das Aurian andere Pläne mit ihm hatte. Er würde noch mal Vater werden und das auf eine Weise die ihn fast zur Verzweiflung bringen würde, doch das war noch Zukunftsmusik, von der er noch keine Ahnung hatte.

Aurian wusste das die Göttinnen des Lichts oder auch deren Söhne oftmals Dinge tun mussten die ihnen nicht unbedingt gefielen und hier würde Lazarus etwas tun müssen, was absolut gegen seine Prinzipien ging. Allerdings interessierte das Aurian nicht, sie würde dafür sorgen das geschehen würde, was geschehen musste und sich zu gegebener Zeit Lazarus Zorn darüber stellen.

Kapitel 15: Das Schicksalsrad


 

Die Zeit verging, die Teenager wurden erwachsen und die drei Kinder der ehemaligen Inkarnationen zu Teenagern. Anubis, Kronos und Moira, begannen nun ebenfalls ihren Körper zu entdecken. Lazarus hatte wie gewöhnlich die jungen Leute beiseite genommen und ihnen alles erklärt was es mit der Sexualität auf sich hatte, ebenso erklärte er ihnen wie man eine Schwangerschaft verhütete, als auch das ein „Nein“ absolut akzeptiert werden müsste. Dabei sah er die beiden Jungen streng an. „Sollte ich erfahren das einer von euch das nicht tut, gibt es Ärger.“ Die beiden nickten heftig. Wie auch bei den anderen hatten Leander und Ethan ihre körperliche Ertüchtigung übernommen und ihnen auch beigebracht wie man kämpfte. Nebenbei hatte Viola ihnen alles beigebracht was sie als Götter wissen mussten und ihre Eltern hatten sie in die jeweiligen Pflichten die ihnen später mal zufallen würden eingewiesen. Die Kinder oder jetzigen Teenager waren mit diesem Wissen bereits aufgewachsen, so nahm Thanatos seinen Sohn Anubis mit auf die Schlachtfelder und zeigte ihm wie man Seelen einsammelte. Auch brachte er ihm deutlich bei der das Tod nicht tötete, sondern lediglich für die Seelen verantwortlich war. Wenn es einmal nötig sein sollte ein Wesen zu töten weil seine Seele bereits auf der Liste stand, so hatte er entsprechend entweder den Kriegsgott oder die Natur darum zu bitten dafür zu sorgen das die Seele frei wurde. Die Kinder lernten das die Götter zusammen arbeiteten. So sorgte zum Beispiel Aglaia dafür das die Schicksale erfüllt wurden und wenn ein Schicksal sich dem Ende zuneigte, sorgte sie dafür das dessen Name auf Thanatos Liste erschien. Der dann wiederum die Seele einsammelte und sie entsprechend seiner Gesinnung in die jeweilige Unterwelt schickte. Von denen es grundsätzlich zwei gab oder wenn nötig auch mehr. In diesen beiden waren sie unterteilt in gut und böse. Die guten konnten es sich in einer sonnigen Scheinwelt gut gehen lassen und wurden erst auf eigenem Wunsch wieder geboren. Die bösen hingegen mussten sich nochmals bewähren und wurden von Thanatos dazu gezwungen wieder geboren zu werden. Doch hier und da mussten einige ihrer Seelen aber auch in der Unterwelt geläutert werden. Ebenso zeigte er seinem Sohn auch die Katakomben der Helden, in der man die Körper und Waffen besonderer Helden aufbewahrte. Die Körper wurden dort verjüngt, ihre Seele wurde in die goldene Stadt verbracht die Thanatos in der Unterwelt für sie gebaut hatte und die dort warteten bis man sie wieder brauchte. Hier war es unerheblich ob gut oder böse, denn auch ein dunkler Held konnte ein Held sein. Die Stadt der Helden war aber abgetrennt von den anderen beiden Abteilungen. Die Verwaltung der Unterwelt war nicht einfach, so machten sich immer mal einige Seelen nützlich in dem sie Thanatos bei der Verwaltung halfen. Anubis sah seinen Vater an, als dieser ihm wieder mal etwas erklärte. „Woher kommen die Seelen? Es kommen ja immer neue dazu.“ Thanatos nickte. „Tief im Universum gibt es einen Seelenteich, in ihm erscheinen die Seelen, wie genau sie erschaffen werden weiß ich auch nicht. Jedenfalls von dort gehen die Seelen zu dem für den sie bestimmt sind. Die Verwaltung des Seelenteichs oblag bis Aurian ging immer der Göttin des Lichts. Nun aber wo das Universum eine richtige Persönlichkeit hat, verwaltet es.....sie ihn.“ Anubis sah ihn fragend an. „Was nun, sie oder es?“ Thanatos dachte nach. „Na ja, das Universum war eigentlich immer ein Es...aber nun da Aurian sich mit ihm verbunden hat, ist es wohl eine Sie. Allerdings genau könnte es dir wohl nur Aurian sagen.“ Anubis nickte verstehend. „Und was hat es mit diesen goldenen Seelen auf sich? Oder die von Viola, die ist nicht rein golden, ebenso die von Ikarus. Oder die von Angel und Aurana sie haben eine silberne Seele.“ Thanatos war sprachlos und sah seinen Sohn überrascht an. „Du kannst ihre Seelen sehen?“ Anubis nickte. „Ja, du nicht?“ Thanatos hüstelte. „Nein nur fühlen, nicht sehen. Aber um auf deine Frage zurück zu kommen, silberne Seelen werden an die Engel vergeben, allerdings sind die äußerst selten, ebenso die goldenen Seelen, die aber entweder für einen besonderen Gott stehen oder einen großen sterblichen König hervorbringen. Dann gibt es noch die Seelen der Engelskinder, sie treten grundsätzlich paarweise auf, ein Kind des Lichts und ein Kind der Dunkelheit. Hier in der Unterwelt haben wir noch einige dieser Seelen die so nach und nach frei gegeben werden. Aber denke daran, immer nur ins Dorf der Sterblichen auf der Welt der Götter. Das war eine der letzten Anweisungen von Aurian.“ Anubis lächelte leicht, er kannte die Bestimmungen. Im Gegensatz zu den anderen jungen Göttern waren Kronos und Anubis, obwohl sie von Leander und Ethan ausgebildet worden waren, niemals so muskulös geworden. Sie waren zwar nicht gerade schwächlich, aber eben doch eher schlaksig als Muskel bepackt. Sie waren nicht in der Lage ein Schwert zu halten ohne sich dabei fast den Arm zu brechen.

Als Ethan in die Schmiede zu Lyam kam um ihn zu fragen, ob die Waffen der drei Teenager soweit wären, sah Lyam ihn grinsend an. „Nein, was soll ich ihnen denn schmieden? Einen Zahnstocher? Die beiden Jungen brechen sich doch alle Knochen wenn sie auch nur ein Schwert ansehen, also das wird nichts. Sag mir was sie bekommen sollen und ich tue es. Aber ein Schwert? Unmöglich. Mal abgesehen davon, was soll der Gott der Zeit oder des Todes mit einem Schwert? Ebenso Moira, diese drei sind keine kämpfenden Götter, das müsstest du besser wissen als ich. Ihre Kraft liegt in ihrem Inneren.“ Ethan musste ihm zustimmen. „Nun ja ich dachte da Aurian gesagt hatte du sollst den jungen Göttern Waffen geben, das damit auch diese drei gemeint waren.“ Lyam grinste immer noch. „Nein die drei brauchen keine Waffen, sie tragen die Macht tief in ihrem inneren. Alleine Kronos könnte alles zum Stillstand bringen und dazu braucht er keine Waffe, ein Gedanke würde ausreichen. Anubis wird später die Sense seines Vaters übernehmen und Moira sieht jetzt schon die Schicksale jedes einzelnen Lebewesens. Falls du dich wunderst woher ich es weiß, ich habe mich mit den dreien beschäftigt um zu sehen was sie brauchen können, doch sie brauchen nichts. Jedenfalls nicht aus meiner Schmiede. Doch sollte Lazarus wieder mal zwei Jungen auf ihr erstes Mal vorbereiten, die beiden sind nämlich schon ganz hippelig.“ Nun musste auch Ethan grinsen und nickte. „Ich werde es ihm sagen. Irgendwie habe ich das Gefühl die Kinder werden zu schnell groß, kaum haben sie begonnen zu laufen, schon liegen sie mit einem Mädel im Bett.“ Lyam lachte. „Wem sagst du das, sieh dir Byron an, der hatte schon seine feste Partnerin, da war er noch grün hinter den Ohren. Eigentlich machen es Ares und Ikarus richtig, sie toben sich aus. Auch wenn es die Frauen der anderen sind. Die beiden haben keine Hemmungen, was sich ihnen in den Weg stellt wird unerbittlich ins Bett geschleift.“ Ethan lachte mit und nickte. „Ja und von den jüngeren, sprich Anubis und Kronos dafür bewundert. Ich glaube wenn Moira mal noch einige Jahre älter ist, wird sie auch nicht mehr vor den beiden sicher sein. Ich dachte immer ich und Lazarus wären schlimm, aber diese beiden sind schärfer als eine Peperoni und die Mädels springen darauf an. Wusstest du das sich sogar Luna mal von selber in Ikarus Bett gelegt hatte? Ich will nicht wissen was in deren Schlafzimmer sonst noch abgeht.“ Ethan sah Lyam nachdenklich an. „Sag mal kann es sein das du auch ein wenig Abwechslung brauchst?“ Der schüttelte den Kopf. „Nein, Viola ist alles was ich brauche. Obwohl ich zugeben muss, die kleine Athene ist schon heiß oder Luna.“ Ethan grinste. „Also wenn du sie willst, nimm sie dir, sofern sie willig sind, sei nicht dumm. Viola wird dir deswegen nicht den Kopf abreißen. Ich sag dir was, ich liebe Syra und Viola ebenso, dennoch nehme ich mir auch was sich mir anbietet. Wieso auch nicht, das nimmt Syra ja nichts weg und wenn du doch mal zur Seite springst, nimmt es Viola ebenso wenig weg, wie es dir etwas weg nimmt, wenn Lazarus und ich, sie uns schon mal zur Brust nehmen. Ich gebe es zu ich bin nicht minder scharf als unsere beiden jungen Götter.“ Lyam seufzte. „Bin ich nicht ein wenig zu alt für Athene?“ Ethan schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Wie viel Altersunterschied ist zwischen dir und ihr? Fünfundzwanzig Jahre? Was glaubst du was in fünfhundert Jahren ist oder in tausend, meinst du da würden diese Jahre noch auffallen? Junge vergiss es...das Alter spielt bei uns keine Rolle. Sieh mal Lazarus an, aussehen tut er wie ein Sterblicher im Alter von vielleicht dreißig Jahren aber tatsächlich ist er circa siebentausend Jahre alt. Gegen ihn bin ich noch ein Baby mit meinen knapp achthundert. Vergiss das Alter mal schnell wieder, das ist nur so lange erheblich wie die jungen Leute noch in der Pubertät stecken und das zwanzigste Jahr nicht vollendet haben, doch danach ist es egal. Mal abgesehen davon sieh dir Ikarus an, er war schon mit siebzehn kaum noch zu halten und hat sich Aurian genommen die sogar älter als Lazarus ist und sie hatte damit absolut kein Problem. Oder willst du sagen Lazarus ist alt?“ Lyam hatte ihm zugehört und grinste nun. „Wenn ich das sagen würde, hätte ich wohl bald keinen Kopf mehr.“ Ethan nickte. „Sieh nicht auf die Jahre, die sind irgendwann eh nicht mehr wichtig. Du siehst aus wie Anfang zwanzig also nicht viel älter als Ikarus, du bist groß....verdammt groß....bist fast genauso stark wie einst Myrion...“ Ethan grinste, „...und glaub mir wenn die Mädels wüssten das sie dich haben können, müsste Viola eine Nummer ziehen um noch mal bei dir zum Zug zu kommen. Selbst unsere treue Syra hat dich schon mal angesehen als wolle sie dich ins Bett schleifen.“ Lyam sah Ethan verlegen an. „Du übertreibst. So scharf sind sie nicht auf mich.“ Ethan sah ihn an. „Ich übertreibe nicht, glaub mir. Nicht nur wir Kerle sind scharf sondern unsere Frauen auch. Etwas das bei uns mit zunehmendem Alter nicht nach läßt ist unsere Libido. Egal ob zwanzig oder siebentausend, sobald wir jemanden sehen den wir heiß finden, meldet sich unsere Libido. Und ich weiß das die Weiber scharf auf dich sind, zeig ihnen das du zu haben bist, das sie dich kriegen können und du wirst sehen was passiert. Beginn schon mal deine Ausdauer und Potenz zu trainieren, falls du dich darauf einlässt.“ Lyam sah ihn ungläubig an, der Blick war so niedlich das Ethan herzlich lachen musste. Er legte Lyam freundschaftlich einen Arm um die Schulter. „Komm Junge ich spendiere dir darauf mal einen Schnaps. Wie viele Frauen hattest du denn schon?“ Ethan nahm ihn wie er war, halbnackt und verschwitzt mit an den Strand und drückte ihn in einen Korbsessel. Lyam sah ihn an. „Nicht sehr viele, die Möglichkeiten in unserem Dorf waren oder sind begrenzt. Die meisten Eltern hüten ihre Töchter und wenn es doch mal eine wagt aus zu brechen, nun ja......wird das auch weidlich ausgenutzt. Aber allgemein, eben nicht sehr viele. Ich glaube mit Viola waren es drei.“ Ethan sah ihn überrascht an. „Ja und da nutzt du die Möglichkeiten die du jetzt hast nicht aus? Da hatte ja selbst Ikarus schon mehr. Wenn ich die Dirnen mal nicht mit zähle waren es alleine vier Göttinnen die er sich gekrallt hat, von denen ich weiß. Wobei es sicher auch eine hohe Dunkelziffer gibt. Was ich damit sagen will, Junge du hast eindeutig zu wenig Erfahrung.“ Ethan sah Viola in der Nähe stehen und winkte sie herbei. Sie kam auch lächelnd näher und sah von einem zum anderen. Ethan ging davon aus das Lyam nie etwas sagen würde, so sah er Viola an. „Sag mal was wäre wenn Lyam sich auch mal ab und zu bei einer anderen austobt, dir ginge ja nichts verloren, doch der arme Kerl hat einfach zu wenig Erfahrung.“ Viola sah Ethan an, dann Lyam. „Ja willst du das denn? Also wenn du das willst und brauchst, ich halte dich nicht davon ab. Wenn dir eine gefällt und sie mitmacht, warum nicht.“ Lyam sah Viola an. „Bist du sicher? Ich will dir nicht weh tun.“ Viola lachte leise. „Liebst du mich? Würdest du mich für eine andere verlassen?“ Lyam schüttelte den Kopf. „Natürlich nicht, es wäre so wie bei dir nur Spaß. Mein Herz gehört ganz alleine dir, niemals würde ich dich wegen einer anderen verlassen.“ Viola nickte. „Na also, worauf wartest du dann noch, geh hin und erobere die Frauenwelt. Tobe dich aus, lerne dazu und hab Spaß.“ Lyam sah von Viola zu Ethan, damit hatte er nicht gerechnet das sie es so gelassen sehen würde. Ethan sah ihn an als wolle er sagen, habe ich es dir nicht gesagt, sie hat nichts dagegen.

Etwas zu wissen, es zu wollen und es zu tun, waren dreierlei paar Schuhe. Obwohl Lyam nun wusste das Viola ihm nicht den Kopf abreißen würde, traute er sich dennoch nicht so richtig. Er hatte die Kraft eines Ochsen, dazu auch die richtige Statur, er würde jeden niederschlagen, wenn es nötig war. Aber eine Frau zu verführen, nur um sie ins Bett zu kriegen lag ihm nicht. Er war zu ehrlich und zu anständig.

Aurian beobachtete die beiden, Viola und Lyam und schüttelte immer wieder den Kopf. Myrion sah sie fragend an. „Was ist los Kätzchen?“ Aurian seufzte. „Irgendwas habe ich falsch gemacht. Viola entwickelt sich nicht so wie ich erwartet hatte. Sicher sie tut ihre Pflicht und hat es auch hingenommen das Ikarus sich ihr näherte. Doch selbst jetzt will sie eigentlich nur einen, Lyam. Die anderen interessieren sie nicht. Weder Lazarus noch Ethan oder Leander oder Ikarus. Ihr ist das alles zu viel. Weißt du mir hat es immer Spaß gemacht. Ich liebte jeden einzelnen.“ Sie sah Myrion an. „Natürlich nicht wie dich, aber doch ich liebte sie. Und ich liebte es mit ihnen zu schlafen. Doch Viola tut es nur aus Pflichtgefühl, nicht weil sie sie wirklich will. Hinzu kommt das sie zaudert wenn irgendwelche Entscheidungen getroffen werden müssen. Das könnte unter Umständen zur Katastrophe führen, wenn sie mal zur falschen Zeit zaudert. Wäre Lazarus nicht, der ihr ab und zu unter die Arme greift und einige Dinge in die Hand nimmt, hätte sie bereits auf der ganzen Linie versagt. Erst war es die fehlende Kindheit und Teenagerzeit und nun muss ich sehen das sie absolut nicht meinen Erwartungen entspricht.“ Myrion nickte verstehend. „Nun sie ist eine junge Seele, der einiges an Erfahrungen fehlt die deine bereits hatte, als du den Platz der Herrin des Lichts und später als Göttin einnahmst. Ich will dir keinen Fehler unterstellen, doch kann es sein das du das nicht bedacht hast? Überlege mal deine Seele ist Jahrmillionen durch das Universum geirrt, von einem Leben zum anderen gegangen und hat so Erfahrungen sammeln können, doch ihre entspringt frisch und jung dem Seelenteich und hat mal gerade fünfundzwanzig Jahre hinter sich. Das ist verdammt wenig.“ Zaghaft trat Jasmin heran und mischte sich leise ein. „Ihr geht es nicht anders als mir. Ich tat auch meine Pflicht und ich liebte Eric und Dorian. Doch selbst da konnte ich meine Pflichten nicht ganz erfüllen, weil mir deine Sucht fehlte.“ Aurian deutete auf Viola. „Aber ich gab ihr doch diese Sucht, sie ist doch ebenso wie ich eine Nymphomanin. Sie müsste im Gegenteil richtig scharf auf jeden Kerl sein der ihr gefällt. Aber sie ist es nicht.“ Jasmin nickte. „Es gibt auch Nymphomaninnen die ihre Sucht überwinden oder sie erst gar nicht zur Kenntnis nehmen. Und bei Viola ist es so das sie Lyam zu sehr liebt, so das ihre Sucht bei ihr nicht zum tragen kommt. Damit will ich nicht sagen das du Myrion weniger liebst als sie Lyam. Doch ihr beide habt euch arrangiert. Myrion stammt von einem Gott ab, Lyam war aber ursprünglich sterblich. Das könnte einiges ändern. Eric und ich waren auch sterblich bevor wir aufstiegen und das hat man uns angemerkt. Selbst jetzt ist er zu neunzig Prozent seiner Frau treu. Er ist selbst jetzt nicht wie alle anderen Götter. Und bei Viola kommt noch hinzu das sie eine junge Seele hat, dann das ihr Kindheit und Teenagerzeit fehlen. Sicher du hast ihr einen Teil illusorisch gegeben, aber hat sie als Teenager ihre Sucht entwickeln können? Nein. Denn sieh dir dazu Athene an, sie hat sich bereits als Teenager fast jeden der Jungen vor genommen. Sie ist eine geborene Nymphomanin, ebenso wie Riana und ihnen merkt man es an. Bei Viola ist alles künstlich. Sei mir nicht böse aber dein Fehler war, das du sie nicht ganz normal ausgetragen und geboren hast. Ja ja ich weiß wie sollte das gehen, wo sie das Erbmaterial von so vielen Männern brauchte, doch du hast doch bisher für alles eine Lösung gefunden. Aber hier muss ich dir sagen ist wohl alles vergebens. Die einzige Möglichkeit die ich sehe ist, du musst eine andere Nachfolgerin einsetzen als Viola, sie wird nie wie du werden, sie wird nie die Selbstsicherheit haben die du hattest. Die Göttin des Lichts kann ruhig jung sein, doch du hattest bereits in deiner Jugend die Selbstsicherheit die du brauchtest und das fehlt Viola. Sie klammert sich an Lyam und hat daher kaum eine eigene Persönlichkeit entwickelt. Nur weil sie das Erbmaterial hat und nur weil sie die Seele hat die sie braucht, hat sie dennoch keine eigene gefestigte Persönlichkeit. Denn ihr fehlt die Entwicklungszeit und das ist eine Tatsache.“ Aurian sah Jasmin an und dachte über ihre Worte nach, dann nickte sie. „Vielleicht hast du recht und ich habe hier einen großen Fehler gemacht. Nur jetzt muss ich ihn korrigieren und weiß noch nicht wie.“ Jasmin sah sie sanft an. „Sie hat das Erbmaterial das benötigt wird, lass sie das Kind bekommen. Denn es wird alles haben was es braucht. Setze in es die Veranlagungen hinein die es brauchen wird, gib ruhig ein wenig mehr. Denn wenn sie geboren wird, wird es keine männlichen Teenager geben an denen sie sich austoben kann. Also sollte sie sich an die bis dahin erwachsenen heran machen. Und ich glaube, Ikarus oder Ares hätten kein Problem damit sie auch mit ins Bett zu nehmen, wenn sie erst siebzehn ist. Ikarus war nicht viel älter als er sich an die erwachsenen Frauen heran gemacht hat. Und wenn sie das Potenzial mit bekommt, wird sie sich frech und dreist in sein Bett legen und er wird es ausnutzen. Zumindest schätze ich ihn so ein.“ Aurian nickte und sah wieder auf die Welt zu Viola. „Also gut, ihre Erbanlagen, doch wer sollte der Vater sein? Wir brauchen auch noch einen Erzeuger.“ Jasmin lächelte und deutete auf Ethan. „Er, denn er hat ebenso wie sie Erbanlagen von einigen Generationen, ebenso wie die der alten, sprich von dir, Damok und Gregorian. Er ist der beste dafür.“ Myrion grinste. „Das wird ihm gar nicht gefallen, wieder ein Mädchen. Doch vergisst du dabei eins, dieses Kind wird seine Tochter sein, doch er muss sich ihr als Mann nähern, schließlich ist er einer der drei an der Seite der Göttin des Lichts.“ Jasmin grinste nun. „Ethan hat keine Skrupel auch mit seiner Tochter ins Bett zu gehen, das hat man bereits gesehen, vorausgesetzt sie verführt ihn dazu. Und wenn sie so wird wie wir denken, wird sie keine Hemmungen haben ihn zu verführen. Ich denke sie würde vor keinem Mann halt machen und die Kerle reihenweise in ihr Bett holen. Das ist es doch was ihr wollt.“ Aurian nickte leicht. „Allerdings haben wir dann dennoch ein Problem, da mit Viola auch Lyam wegfällt, wer soll ihr Mann werden, wer ihre Bastion, ihr Fels in der Brandung. Ich hatte Myrion, doch wer sollte es bei ihr sein?“ Nun deutete Jasmin auf Ikarus. „Ich weiß das du andere Pläne hattest, doch warum nicht er? Sieh ihn dir an, er ist groß, stark und hat eine so gefestigte Persönlichkeit, das er locker ihr Fels in der Brandung sein kann. Außerdem wer sagt denn das die Göttin sich einen festen Gefährten nehmen muss. Es reicht doch wenn sie eine Schulter hat an die sie sich anlehnen kann. Das könnte ebenso gut Ares sein. Hinzu kommt das du mit Ikarus und Ares bereits eine Konstellation hast, wie sie bei Dorian und Eric oder Myrion und Leon der Fall war. Mir ist klar die Löwen werden nicht mehr gebraucht, doch diese beiden könnten ihr den Halt geben den sie braucht. Sie sind beide stark, sei es körperlich als auch in ihrer Persönlichkeit. Als drittes Ethan, als ihr Vater und späterer Liebhaber und voila du hast die perfekte Konstellation. Erbanlagen und das Trio das du brauchst um die Ansprüche des Universums zu erfüllen, ebenso wie eine Göttin des Lichts die deine Erwartungen locker erfüllen wird.“ Aurian sah Jasmin überrascht an. „Liebes du bist genial.“ Aurian lachte frech. „Na dann setzen wir das Schicksalsrad mal in Bewegung. Ich werde dafür Sorgen das der Seelenteich eine entsprechende Seele hervorbringen wird.“ Jasmin nickte leicht. „Doch solltest du deinen Plan mit Lazarus und Athene dennoch nicht aus den Augen lassen, denn wenn Lazarus die lebenden Götter verlässt, wird Syra mit ihm gehen, ihr Herz hängt mehr an ihm als an Ethan. Zudem hast du selber gesagt das er noch viel zu jung ist um jetzt schon zu uns zu kommen. Außerdem liebt er das Leben viel zu sehr. Athenes und Lazarus Tochter könnte seinen Schmerz lindern. Er würde sie aufwachsen sehen und sein Herz vielleicht für sie entdecken.“ Aurian nickte. „Das ist eine gute Idee, also gut wir brauchen zwei besondere Seelen. Ich werden den Seelenteich anweisen, sie uns zu beschaffen.“

Aurian behielt den Seelenteich die nächsten Tage genau im Auge und dann sah sie sie. Dort schwammen vier besondere Seelen auf der Oberfläche. Zwei goldene und zwei silberne. Sie lachte als sie es sah und rieb sich die Hände. Sie strahlte Myrion an, der wie üblich an ihrer Seite war. „Wie es aussieht, werden nun auch Angel und Aurana endlich Eltern werden. Die Zeit ist gekommen das zwei weitere Engel das Licht der Welt erblicken. Damit wird es zumindest einen männlichen Teenager geben.“ Myrion lächelte als er ihr strahlen sah. Er freute sich mit ihr und den zukünftigen Eltern. Er wusste ebenso wie Aurian wie sehnsüchtig Aurana sich ein Kind wünschte. Nun würden ihre Sehnsüchte endlich erfüllt.