Kapitel 67: Angriff auf andere
Weise

Eros wollte auch nicht zu lange
warten, sein Herz jubelte und er hoffte das Aphrodite ihm seine
Dummheit verzeihen würde. Er liebte sie aufrichtig, das musste
er ihr nun nur noch klar machen. Er hatte überlegt wie er es
anstellen könnte und dann kamen ihm die Worte von Anatol wieder
in den Sinn...nicht lange reden, sondern handeln und ihr geben
auf was sie schon so lange hoffte. Die Gelegenheit kam am
nächsten Tag, da traf er im Flur auf sie. Sie nickte ihm
freundlich zu und wollte an ihm vorbei gehen. Doch da griff er
zu und drückte sie mit seinem Körper an die Wand. Aphrodite
erschrak im ersten Moment sah ihn aber dann abwartend an. Er
blickte sie an. „Ich war ein Trottel und ich habe uns so viel
vor enthalten. Kleines ich liebe dich schon seit wir Kinder
waren. Nun fordere ich von dir was ich schon lange hätte fordern
sollen.“ Er wartete ihre Antwort erst gar nicht ab sondern
küsste sie leidenschaftlich. Seine ganze Liebe zu ihr legte er
in diesen Kuss. Aphrodite wollte ihn zu erst abwehren, doch dann
stieg die Erkenntnis in ihr hoch was er eben gesagt hatte, das
er sie liebt. Da konnte sie nicht anders, sie legte ihm ihre
Arme um den Hals und erwiderte den Kuss. Ikarus betrat den Flur
und sah was dort geschah, sofort machte er sich unsichtbar und
lächelte. Kurz darauf waren die beiden verschwunden und tauchten
in Eros Zimmer wieder auf. Er würde sich jetzt nicht abweisen
lassen, obwohl ihm klar war das sie jedes Recht dazu hätte, so
wie er sich verhalten hatte. Allerdings war Aphrodite so
glücklich über seine Worte das sie gar nicht daran dachte ihn ab
zu weisen, jetzt wo er ihr endlich das gab wonach sie sich so
gesehnt hatte. Die nächsten Stunden wusste Aphrodite nicht wie
ihr geschah, er war zärtlich und liebevoll und dann wieder
leidenschaftlich und sogar wild. Mal nahm er sie voller Liebe
und dann wieder in hartem Verlangen. Aphrodite spürte nun welche
Erfahrungen er gemacht hatte, er gab ihr alles was er hatte und
sie spürte es. In seinen Armen zu liegen, sein Verlangen nach
ihr zu spüren, ebenso die Liebe die in jedem Detail lag das er
tat, ließ sie nicht nur jubeln über das was er mit ihr tat,
sondern ihr Herz hatte endlich seine Erfüllung gefunden. Als sie
einige Stunden später total erschöpft zusammen lagen und er sie
fest an sich gedrückt in seinen Armen hielt, sprachen sie über
alles und ließen nichts aus. Als Aphrodite ihm nun sagte das sie
ihn ebenso lieben würde wie er sie und das Anatol ihm nie etwas
weg genommen hatte, was er nicht selber von sich gestoßen hatte,
fühlte er sich noch mehr wie ein Idiot. Als sie kurze Zeit
später zu Anatol gingen, sagte der nicht viel sondern breitete
nur die Arme aus um beide zu umfangen. Eros zog aus seinem
Zimmer aus und fand ein neues Zuhause bei den beiden, die
glücklich waren das es nun wie in alten Zeiten war. Es würde
noch viel zu reden geben, aber der Anfang war gemacht und das
war für sie wichtig. Eros war klar geworden, das Anatol nicht
nur Aphrodites Schutz brauchte, sondern indirekt durch sie auch
seinen. Er war der Schutz und der Lichtspender der beiden und
keiner von ihnen wusste was Araziel in den nächsten hunderten
von Jahren noch einfallen würde um Anatol zu schaden, denn es
lag nach wie vor die Prophezeiung über ihnen, das beide Araziel
als auch Anatol durch Araziel den Tod finden würden.
Ikarus beobachtete in den
nächsten Wochen nicht nur wie Andora mit Luzifer umging sondern
auch wie es mit Leander und Ethan war. Arden oder Alrik waren
ihm schlicht egal, da war er nicht bereit Andora darauf
aufmerksam zu machen, mal von sich aus die Initiative zu
ergreifen. Doch bei den anderen dreien sah es anders aus.
Leander und Ethan brauchten es in ihr warmes Licht gehüllt zu
werden und es wurde Zeit das sie das mal von sich aus gab und
nicht nur darauf wartete das die Männer zu ihr kamen, weil sie
wieder mal am Ende ihrer Kraft waren. Und auch Luzifer sollte
mal nicht nur warten müssen. Obwohl es eigentlich unmöglich
erschien, hatte sich doch eine gewisse Freundschaft zwischen
Luzifer und Ikarus gebildet. Sicher, Ikarus wusste das man
Luzifer nicht weiter trauen durfte als man eventuell einen Stein
werfen konnte und doch...Luzifer war da gewesen als man ihn
gebraucht hatte und hatte etwas getan ohne einen Dank zu fordern
und das vergaß Ikarus ihm nicht. Denn diese Tat hatte ihm
gezeigt das Luzifer Andora wirklich liebte auch wenn er es nicht
so zeigen konnte und es wahrscheinlich auch nie tun würde.
Luzifer war was er war und das musste man halt akzeptieren.
Luzifer forderte zwar immer etwas wenn er Andora half, doch
Ikarus war sich sicher das er es auch tun würde, wenn sie ihm
nichts geben würde. Einfach und schlicht weil er sie liebte,
aber er musste halt sein Gesicht wahren. Andora hatte das
erkannt und ließ sich so auf seine Verhandlungsspielchen ein,
was Ikarus immer zum lachen brachte, wenn er die beiden wieder
mal verhandeln sah. So sprach er mit Andora die gerade zu Circe
gehen wollte und er sie gerade noch am See erwischte. „Halt
Kleines, komm setze dich mal zu mir, ich muss mal mit dir
reden.“ Andora sah ihn an und nickte. Als sich beide gesetzt
hatten sah er sie an. „So geht es nicht weiter. Sag mir eins,
willst du Luzifer, Leander und Ethan wirklich oder tust du es
nur weil sie es fordern oder brauchen? Ich will eine klare
Antwort.“ Andora holte mal tief Luft. „Also gut.....ich will sie
wirklich. Jeder von ihnen ist anders, jeder von ihnen gibt mir
etwas das der andere mir nicht geben kann.“ Ikarus nickte
verstehend. „Dann erkläre mir mal warum alle drei erst kommen
müssen bis sie bekommen was sie wollen und brauchen, warum
fordert du es nicht mal selber ein. Kleines es zerrt am
Selbstbewusstsein eines Kerls wenn er immer nur fordern muss und
das Gefühl hat die Frau will einen eigentlich gar nicht.
Verstehst du?“ Andora nickte leicht. „Es ist...weil ich Angst
habe dich damit zu verletzen. Ich liebe dich und das letzte was
ich will, ist dir weh zu tun.“ Ikarus sah sie sanft an.
„Kleines, die Zeiten das ich vor Eifersucht aus raste sind schon
lange vorbei. Ich sehe das die drei dich brauchen. Ich weiß das
du mich liebst und das du nur zu mir....na ja und Ares gehörst.
Ich weiß das du mich nicht verlassen wirst und ich weiß was ich
leisten kann. Also um Himmelswillen wirf diesen Ballast endlich
ab und schmeiße dich mal an sie heran. Luzifer vergeht fast vor
Sehnsucht danach, Ethan tut es nur in der Unsichtbarkeit und
Leander könnte ich mir vorstellen beginnt auch irgendwann zu
zweifeln. Liebes so geht es nicht, jeder Kerl ohne Ausnahme
braucht auch mal die Bestätigung gewollt zu werden und nicht das
es nur geschieht weil es nötig ist.“ Andora hatte ihm zugehört
und nickte. „Du hast recht...ich sollte das mal ändern.“ Ikarus
sah sie fragend an. „Oder traust du dich nicht? Hast du
Hemmungen?“ Andora seufzte leise, schüttelte aber den Kopf.
„Nein, ich habe keine Hemmungen zu fordern was ich will.“ Ikarus
nickte. „Na das will ich meinen, denn mich und Ares forderst du
ja auch, wenn du was willst und wartest nicht bis wir ankommen.
Also Kleines, warte nicht sondern tue es und habe keine Angst,
ich werde keinem von ihnen an die Kehle gehen noch verletzt es
mich. Das einzige was ich möchte ist über deine aktuellen
Liebhaber informiert zu sein. Denn Heimlichkeiten, die würden
mich verletzen, weil es mir das Gefühl geben würde das du kein
Vertrauen zu mir hast.“ Andora nickte, das konnte sie verstehen
und sie hätte ihm auch nie was verheimlicht, wenigstens in
dieser Hinsicht nicht. Sie erhob sich und küsste ihn noch mal
zärtlich, dann ging sie zu Circe. Ikarus lächelte und sah ihr
hinter her, ebenso wie Alrik der das Gespräch zum Teil mit
bekommen hatte und sich nun zu Ikarus setzte. „Wie erträgst du
es zu wissen das sie mit anderen schläft, das die ihren Körper
berühren, das sie sie dort anfassen was eigentlich nur dir
vorbehalten sein sollte? Und dann noch her zu gehen und sie auf
gewisse Dinge aufmerksam zu machen. Ich wäre froh wenn meine
Geliebte sich nicht den anderen an den Hals werfen würde.“
Ikarus sah Alrik lächelnd an. „Das Rezept ist einfach, Liebe und
Vertrauen. Ich weiß das sie nur mich und Ares liebt, obwohl sie
natürlich auch für jeden anderen Kerl mit dem sie schläft etwas
empfindet, sonst könnte sie es gar nicht. Aber ich weiß das Ares
und ich fest in ihrem Herzen sitzen, das wir bei ihr immer an
erster Stelle stehen würden. Und ansonsten sollte man nicht zu
viel darüber nach denken. Wenn ich mir vorstellen würde was sie
tut, dann wäre es schlimm, doch ich bin bei ihr, bei jedem Kerl
mit dem sie zusammen ist und sehe was geschieht. Das hilft.“
Alrik sah ihn verlegen an. „Ich habe auch mit ihr geschlafen
hast du da auch..? Ikarus nickte. „Ja habe ich. Ich saß mit Ares
zusammen in der Nähe.“ Er sah Alrik an. „Es muss dir nicht
peinlich sein. Du hast dich gut geschlagen. Ich bin immer in
ihrer Nähe, die einzige Ausnahme ist Ethan, wenn du eben mit
gehört hast, weißt du nun auch den Grund.“ Alrik nickte. „Sie
sind dabei unsichtbar. Doch wieso?“ Ikarus seufzte. „Weil Ethan
nicht damit klar kommt das er ihr Erzeuger ist. Das ist der
Grund. Und nur Andora kann ihm diese letzte Hemmung nehmen.“
Alrik wusste noch nicht alles also erklärte ihm Ikarus warum die
beiden mit einander schliefen. Alrik nickte verstehend. Er sah
zu Circe herüber. „Sie ist Andora ähnlich oder?“ Ikarus nickte.
„Ja das ist sie und doch so anders. Wenn sie sich mal für einen
Gefährten entscheiden sollte, wird der mit den gleichen
Bedingungen leben müssen wie ich. Sie wird niemals treu sein.
Sie ist die Erde und die bringt Leben hervor, doch dazu brennt
ihn ihr das gleiche Verlangen das auch in Andora steckt.“ Er sah
Alrik an. „Bist du interessiert? Ich denke dann musst du dich
hinten anstellen, sie hat reichlich Interessenten.“ Alrik lachte
und schüttelte den Kopf. „Nein....das werde ich sicherlich
nicht. Denn ich werde diese Nuss knacken, verlass dich drauf. Ja
ich will sie, doch bevor ich mich ihr nähere, will ich erst mal
begreifen auf was ich mich da einlasse. Denn ich sage dir, ich
will keiner von ihren Liebhabern werden, ich will ihre Liebe und
ihr Gefährte sein.“ Ikarus nickte. „Nur dann werde dir darüber
im klaren, sie wird mit jedem Kerl schlafen der sie an macht und
den sie scharf findet. Sie würde nie dir alleine gehören.“ Alrik
lächelte leicht. „Ja das ist mir klar.“ Auf der anderen Seite
des Sees, schaute Circe zu den beiden Männern und sah Andora an
die bei ihr saß. „Siehst du ihn? Er ist das Wasser...Erde und
Wasser gehören ebenso zusammen wie Feuer und Luft.“ Andora sah
zu Alrik und dann Circe an. „Er ist es den du ausgewählt hast?“
Circe nickte. „Ja...obwohl Aurian mir sagte das ich meinen
Gefährten frei wählen könnte, scheint es doch so zu sein das er
nicht nur für mich bereits feststand. Sie weiß genau wie wir
reagieren.“ Sie grinste Andora an. „Doch leicht werde ich es ihm
nicht machen. Aber nehmen werde ich ihn mir und wenn ich ihn
habe, wird er auch bei mir bleiben. Ich hoffe nur er kommt damit
zurecht was ihn an meiner Seite erwartet. Mal abgesehen davon
weiß ich das er ebenso wenig treu sein wird wie ich. Also passt
es ja.“ Andora nickte, dann sprachen sie darüber was Ikarus eben
zu ihr gesagt hatte und Circe sah sie an. „Er hat recht, das
weiß ich von Aurian...also wer soll der erste sein, dem du mal
zeigst wo der Hammer hängt?“ Andora lachte. „Keine Ahnung, ich
bin auf alle drei scharf. Bei jedem auf andere Weise. Ich glaube
ich lass es auf mich zukommen, wen ich als erstes sehe., der
wird es sein. Ist doch auch aufregend nicht zu wissen wer es
sein wird. Das steigert die Erwartung.“ Circe lachte mit. „ Ja
das finde ich auch.“ Dann deutete sie hinüber. „Ich glaube da
kommt bereits der erste.“ Dort war Luzifer erschienen und setzte
sich zu Ikarus und Alrik. Andora holte noch mal tief Luft und
Circe sah sie an. „Du schaffst das schon, denk immer daran, kein
Mann kann dir widerstehen. Und Luzifer erst recht nicht. Er ist
auf dich schärfer als eine Peperoni. Geh und zeig es ihm.“
Andora erhob sich und schlenderte Hüfte schwingend zu den
Männern hinüber. Dort angekommen sah Ikarus sie fragend an und
sie nickte leicht. Daraufhin erhob sich Ikarus. „Entschuldigt
mir fiel gerade ein das ich noch was erledigen muss.“ Schon war
er verschwunden und Luzifer schaute verblüfft auf die Stelle an
der eben noch Ikarus gestanden hatte. Was er auch jetzt noch
tat, nur eben unsichtbar. Andora sah ebenfalls auf die Stelle
und grinste dann Luzifer an. „Also das mal dazu...na egal wenn
er nicht will...“ Damit ging sie auf Luzifer zu, der sie nun
anstarrte. „Was soll das heißen?“ Andora nahm seine Hand und zog
ihn aus dem Sessel, bis er vor ihr stand. „Das soll
heißen....das ich dein Angebot von etwas großem annehme.“ Damit
legte sie ihm ihre Arme um den Hals und zog seinen Kopf zu sich
herunter. Während Luzifer ein wenig an Begriffsstutzigkeit litt
küsste sie ihn bereits leidenschaftlich. Dann griff er um sie
herum, sie heftig an sich ziehend, endlich hatte er begriffen.
Leise stöhnte er unter dem Kuss auf. Während des Kusses öffnete
sie bereits sein Hemd und glitt mit ihrer Hand über seine
muskulöse behaarte Brust. Alrik der immer noch dort saß und das
ganze mit bekam, rutschte nervös auf seinem Stuhl hin und her.
Das ganze ließ ihn nicht kalt, so sah er zu Circe herüber und
murmelte leise. „Ich glaube sie wird eher in meinen Armen liegen
als ich dachte.“ Die Erkenntnis das sie ihn wollte, das sie nach
ihm verlangte ließ Luzifer wild werden, so das der Kuss immer
wilder wurde und er seine Hände bereits an ihrem Körper auf
Wanderschaft schickte. Dann verschwand er mit ihr auf sein
Zimmer. Ihr Verlangen kostete ihn die Beherrschung und so riss
er ihr regelrecht die Kleider herunter während er sie nun
weiterhin küsste und sie mit einem Arm an sich gepresst hielt.
Er knurrte leise..sein Verlangen war nun bis aufs äußerste
geschürt. Er packte sie um die Hüfte und warf sie auf das Bett,
sie kurz ansehend. „Du willst mich wirklich?“ Sie nickte und ihr
Blick sagte ihm das es die Wahrheit war. Als er das erkannte war
er nicht mehr zu halten, er riss sich die Kleider vom Leib und
hielt sich nicht mit lästigen Vorspielchen auf, denn er spürte
das sie längst soweit war und nahm sich sich mit solch einer
Heftigkeit das sie leise aufschrie, was ihn dazu veranlasste
etwas vorsichtiger zu sein. Ikarus der ihnen unsichtbar gefolgt
war wollte schon eingreifen, als er sah das Luzifer sofort
vorsichtiger wurde als sie aufschrie. Nun zeigte ihm Andora wie
verlangend sie sein konnte, denn sie ließ ihm keine Ruhe, mal
übernahm sie die Führung mal überließ sie sie ihm, doch immer
wieder forderte sie ihn bis sogar er auf einmal auf dem Rücken
lag und schnaufte. „Gut Schluss Ende, ich brauche eine Pause.
Himmel dich darf man aber wirklich nicht heraus fordern. Kleines
das war für mich........wie eine Offenbarung.“ Leise kaum zu
hören setzte er dazu. „Ich liebe dich.“ Andora flüsterte nur
leise. „Ich weiß.“ Mehr konnte und durfte sie nicht sagen und
Luzifer wusste es, denn dann würde sie ihr Gesicht verlieren und
so etwas verstand er. Er hatte dennoch verstanden was sie ihm
mit diesen zwei Worten sagen wollte. Er drehte sich ihr zu und
stützte sich auf einen Arm ab, sanft und zärtlich was man bei
ihm kaum erwartet hätte glitt seine Hand über ihren Körper und
sie sah ihn lächelnd an. Ikarus der diese Zärtlichkeit
beobachtete lächelte und murmelte. „Er kann also auch anders.
Das war Nummer eins. Jetzt noch Ethan und Leander.“ Dann
verschwand er und ließ die beiden alleine. Er wusste das er nun
nicht mehr auf passen musste. Was jetzt kam sollte nur den
beiden gehören.



Kapitel 68: Blumen auf Circes
Hügel

Während Luzifer mit Andora
verschwand sah Alrik zu Circe hinüber und sie zu ihm. Sie
betrachtete ihn, er war groß, wenn auch nicht so groß wie
Ikarus, doch hatte auch er auf Grund seines Kampfsports den er
betrieb, breite Schultern und war muskulös gebaut. Sie atmete
scharf ein. Wenn sie gesagt hätte das er sie nicht ansprach
hätte sie lügen müssen. Er saß dort mit nacktem Oberkörper so
das sie sich alles genau ansehen konnte. Er erhob sich nun und
kam langsam zu ihr herüber, sein Gang war geschmeidig und seine
Muskeln arbeiteten bei jedem Schritt. Irgendwie war ihr klar was
er von ihr wollte. Sie hatten sich die letzten Wochen, das heißt
seid sie da war auch immer mal unterhalten und hatten sich so
besser kennen lernen können. Natürlich hatte auch er es immer
mal versucht, doch jetzt in diesem Moment sah sie ihm seiner
Haltung an, das er sich nicht mehr zurück weisen lassen würde.
Zu sehen was Luzifer und Andora dort getan hatten, hatte ihn
heiß gemacht und sie wusste das er sie nun nachdrücklich fordern
würde. Dieses Wissen machte auch sie heiß, wenn sie es ihm auch
nicht leicht machen würde. Inzwischen war er bei ihr angekommen
und nahm ihre Hand und zog sie aus dem Sessel in dem sie saß
direkt in seine Arme. Seinen harten Körper zu spüren ließ sie
abermals tief einatmen. Er sah auf sie herab, sie war kleiner
als er, ihre Hände lagen auf seiner breiten Brust und sie sah
ihn an. Als er sich herab beugte um sie zu küssen hielt er auf
einmal einen kleinen Baum im Arm, er lachte leise, ließ den Baum
aber nicht los, sondern flüsterte. „Damit kommst du bei mir
nicht davon, vergiss nicht ich bin das Element des Wassers.“ So
ließ er ein wenig seiner Essenz ins Erdreich sickern, das sich
dann auf den Weg in ihre Wurzeln machte. „Ich werde dich
bekommen, ob so oder so, glaub es mir.“ Als sie seine Essenz
spürte, quietschte sie leise auf und verwandelte sich zurück.
Alrik lachte immer noch leise, sie ansehend. „Nun was ist, immer
noch unwillig?“ Er betrachtete sie kurz dann schüttelte er den
Kopf. „Nein..du bist ganz und gar nicht unwillig. Ich denke du
weißt ebenso wie ich das wir zusammen gehören. Vier Elemente und
zwei Paare. Wir vier müssen mit einander harmonieren, wenn wir
gebraucht werden und diese Harmonie kann man am besten erfahren
wenn man sich intensiv mit einander beschäftigt. Mir ist klar
das du mir niemals treu sein wirst. Es wird soweit kommen das du
dir auch das Feuer nehmen wirst ebenso wie ich mir die Luft.
Aber was soll`s, das ist absolut unwichtig, denn in erster Linie
gehören wir beide zusammen. Ich werde dir so viel Zeit lassen
wie du brauchst, denn ich weiß das du noch jung bist. Weitaus
jünger als ich, doch hier und jetzt, wirst du mir nicht
entkommen.“ Damit beugte er sich nun endgültig runter und küsste
sie so leidenschaftlich und wild, das sie sich nur noch an ihn
drücken konnte. Schnell hatte er ihr Oberteil entfernt und
presste sie an sich, er wollte sie ganz spüren. Seine Hände
glitten an ihr entlang und erforschten jeden Zentimeter ihres
Körpers, dann verschwand er mit ihr in ihrer Erdhöhle. Circe
spürte das sie nun verloren war, denn was er sagte stimmte und
sie wusste es ebenso wie er, sie gehörten zusammen. So erwiderte
sie den Kuss ebenso. Als sie kurze Zeit später auf ihrem Bett
lagen und er immer mal seinen harten Körper an ihr rieb, was sie
leise aufstöhnen lies, war es endlich soweit. Er nahm sie sich
und sie schrie vor Lust auf. Lazarus hatte sie in der Liebe gut
ausgebildet, er hatte ihr alles gezeigt was er wusste und
konnte. Selbst einige unaussprechliche Praktiken, hatte er mit
ihr vollzogen, so das es nichts mehr gab was ihr fremd war und
das zeigte sie nun auch Alrik, der seinerseits auch teilweise
nur noch stöhnen konnte. Sie gaben sich einander hin und ihre
Körper bewegten sich im Einklang. Erde und Wasser hatten zu
einander gefunden. Er würde nicht sofort bei ihr einziehen, denn
was er gesagt hatte meinte er auch so, sie sollte sich Zeit
lassen bis sie sich ganz zu ihm bekannte, doch das es so kommen
würde, wussten beide. So unermüdlich wie das Wasser durch sein
Bachbett floss, so unermüdlich war auch Alrik. Auch wenn er dazu
ein wenig Anleitung von Andora bekommen hatte als er mit ihr
geschlafen hatte, doch wusste er nun was in ihm steckte und das
gab er nun seinerseits an Circe weiter. Stunde um Stunde liebten
sie sich, bis beide nicht mehr konnten und er sie erschöpft in
seinen Armen hielt. Circe wurde eines klar, das was Alrik ihr
nun gegeben hatte, konnte kaum ein Mann übertreffen. Ihr Kopf
lag an seiner Schulter und ihre Hand glitt über seine muskulöse
Brust um ihn noch ein wenig zu streicheln. Er sah sie an und
drückte sie mal noch kurz fest an sich. „Ich liebe dich, jetzt
kann ich es sagen und ich hoffe darauf das du irgendwann diese
Liebe erwiderst.“ Sie sah ihn lächelnd an. „Das tue ich bereits,
hast du das nicht gemerkt? Mir ist klar das du deine Finger
nicht von Andora lassen kannst, ich denke das kann kein Mann,
dem sie mal ihre Gunst gegeben hat. Doch das stört mich nicht.
Ich bin nicht eifersüchtig, solange ich weiß das du mich
liebst.“ Er sah sie überrascht an. „Du weißt das ich und Andora...?“
Circe nickte. „Natürlich weiß ich das, Aurian hat mir nichts
vorenthalten und so auch das nicht. Ich weiß das du immer noch
scharf auf sie bist und das du dir eben als das mit Luzifer
geschah, dir gewünscht hast an seiner Stelle zu sein, doch hoffe
ich, ich habe es ausgeglichen.“ Er sah sie liebevoll an. „Du
wirst bei mir ab jetzt immer an erster Stelle stehen, das kannst
du mir glauben. Und was heißt ausgeglichen? Himmel das was wir
eben hatten war unglaublich. Ich kann mich glücklich schätzen,
dein Mann zu werden.“ Nun in den nächsten Tagen konnten die
beiden ihre Finger einfach nicht bei sich behalten, es ging
recht rund zu in Circes Erdhügel. Es machte fast den Eindruck
als lägen sie nur noch miteinander im Bett. Andora schmunzelte
darüber und freute sich für die beiden.
Sie hingegen saß am See und
bedauerte, trotz ihrer Freude, das die Gespräche zwischen ihr
und Circe dabei auf der Strecke blieben. Sie stellte sich vor
was die beiden mit einander taten, als sie selber spürte das sie
heiß wurde. Sie sah neben sich wo Ikarus saß der sich ein wenig
sonnte, dann blickte sie über den See in dem Ethan schwamm. Sie
sah Ikarus an. „Ich denke jetzt werde ich mir ihn mal krallen,
ich bin scharf und will einen Kerl. Ich hoffe es ist für dich in
Ordnung das ich dich nicht ins Bett zerre.“ Ikarus lachte. „Auch
wenn ich selber gerne dran teilhaben würde, dennoch lass dich
nicht aufhalten, denn das hier ist wichtiger und wer weiß
vielleicht komme ich später noch dazu.“ Sie grinste. „Nun willst
du ihm aber volle Breitseite geben, was?“ Ikarus zwinkerte.
„Wieso nicht, es wird Zeit das er endlich alle Hemmungen die er
sich scheinbar durch Lazarus in dieser Hinsicht ab geguckt hat,
fallen lässt. Ich sehe es so, es kräht kein Hahn danach wenn
Eros mit dir ins Bett steigt, also warum sollte es anders herum
anders sein. Er hat sich da durch Lazarus zu viel Ballast
anhängen lassen. Es wird Zeit das es ihm mal einer nimmt und das
kannst nur du. Also los lass dich nicht aufhalten, ich werde es
genießen zu zu sehen.“ Andora nickte und sah abermals zu Ethan
der gerade aus dem Wasser auftauchte. Sie betrachtete ihn
während sie sich erhob und langsam auf den See zuging, wobei sie
ihre Kleidung nach einander fallen ließ. Ethan war stark und
absolut attraktiv. Selbst auf diese Entfernung spürte sie die
Kraft die in diesem kräftigen Körper steckte. Ethan stand noch
bis zu den Hüften im Wasser und sah an Andora entlang, die nun
nackt auf ihn zu kam. Er atmete scharf ein, doch als er ihren
Blick sah, reagierte sein Körper sofort. Er erinnerte sich an
den Tag da er sie durch die leicht geöffnete Türe beobachtet
hatte und wie schon damals regte sich das Verlangen in ihm. Er
senkte leicht den Kopf, was Ikarus bemerkte und nur den Kopf
schüttelte und murmelte. „Na hoffentlich legt er das bald mal
ab.“ Dann war Andora bei ihm und sie fackelte nicht lange, sie
drückte sich an ihn und sah zu ihm auf. „Ich bin scharf auf dich
und will dich.“ Ihre Hände glitten bereits über seinen Körper.
Er stöhnte leise auf, sie dabei ansehend. „Kleines nicht hier.“
Sie sah ihn an. „Oh doch hier und jetzt. Ich will diese
Heimlichkeiten nicht mehr. Ich will dich und du willst mich
ebenso, also was soll`s.“ Er sah zu Ikarus der ihm zu nickte,
dann blickte er Andora wieder an. „Ich kann nicht.“ Andora
verlor langsam die Geduld und griff ihm einfach in den Schritt,
das ließ nun auch seine Beherrschung endgültig den Bach runter
gehen, er griff zu und presste sie an sich, abermals stöhnte er
leise auf. „Himmel was tue ich hier.“ Er sah sie an seine Augen
verengten sich, dann nickte er, griff unter ihren Po und hob sie
an. Ohne nach zu denken wo sie waren, denn das Verlangen war
bereits über ihm zusammen geschlagen, drang er in sie ein und
nahm sich was sie ihm so bereitwillig bot. Das sie ihn wollte
spürte er nun deutlich, denn vom Wasser getragen, bewegte sie
sich auf ihm und kam ihm so immer wieder entgegen. Ethan stöhnte
auf, er trug sie so langsam zu Böschung des Sees und legte sich
dort mit ihr nieder, dann legte er richtig los. Seine
Beherrschung war dahin, er wollte sie nur noch. Und alles was
sich seit diesem einen Tag als er zu Lazarus sagte das er sie
begehrte angestaut hatte, kam nun heraus. Wenn er in den ganzen
Jahren mit ihr zusammen gewesen war, dann immer nur soweit das
es das nötigste war und auch nur dann wenn er es brauchte. Jetzt
brauchte er es nicht unbedingt und sie war von selber zu ihm
gekommen. Jetzt konnte er zum ersten mal das Zusammensein mit
ihr wirklich genießen. Halb im See liegend an der Böschung, so
das jeder sie sehen konnte der sich in der Nähe befand, gestand
er sich endlich zu, was Eros so selbstverständlich erschien, sie
sich zu nehmen auch wenn es nicht nötig war, sondern nur weil er
sie wollte. Er wurde immer wilder und das er spürte das Andora
ihm entgegenkam und ihn regelrecht für sich forderte, ließ ihn
endlich erkennen, wie blöd er gewesen war. Die Frau in seinen
Armen wollte ihn und er hatte sich und sie um das schönste
gebracht was sie hätten mit einander teilen können. Jetzt
endlich warf er alles über Bord. Er sah nicht älter aus als sie,
so das keiner auf den Gedanken gekommen wäre, das er gute
tausend Jahre älter als sie sein könnte. Er war äußerst
attraktiv und genau so wie Andora ihre Männer liebte. Muskulös,
groß, stark und selbstbewusst. Während sein Körper sich
stürmisch auf ihr bewegte küsste er sie gierig und wild. Jetzt
gab er sich seinem Verlangen hin und dachte nicht mehr darüber
nach was die anderen denken könnten, er nahm sich einfach was er
wollte....und das war Andora. Ares der zu Ikarus trat, der zu
den beiden dort am Abhang sah, lächelte. „Na endlich hat er es
begriffen. Himmel kann er wild sein.“ Ikarus lachte. „Ja er
lässt alles heraus was sich in ihm aufgestaut hat. Ich glaube
das war`s, er musste nur einmal das Gefühl haben das sie ihn
wollte.“ Ares nickte und setzte sich zu Ikarus. „Ja ich glaube
das er immer nur das Gefühl hatte, Andora zu benutzen, doch
jetzt sieht er das sie ihn ebenso will.“ Ikarus nickte. „Das war
Nummer zwei, jetzt fehlt nur noch Leander. Denn ich denke ihm
geht es nicht anders als Ethan. Er muss auch mal das Gefühl
bekommen, das sie nicht nur mit ihm schläft weil er das Licht
von ihr braucht, sondern das sie es ebenso genießt.“ Ares nickte
zustimmend. „Ja mein Vater ist zwar sehr fordernd und hat auch
ein recht dickes Fell, doch was Frauen angeht will er das sie
ihn ebenso wollen.“ Er deutete zu den Blumen auf Circes Hügel.
„Ich weiß das sich meine Mutter ein weiteres Kind wünscht, sie
will eine Tochter, meinst du die Blumen würden auch bei ihr
funktionieren?“ Ikarus grinste Ares an. „Willst du deinem Vater
ein Kind unterschieben?“ Ares lachte und zuckte leicht mit der
Schulter. „Na wieso nicht, ihn muss man manchmal zu etwas
zwingen und Alandra liegt ihm schon eine weile in den Ohren nach
einem weiteren Kind. Oder wie wäre es bei Dion und Julien? Die
könnten auch mal an Nachwuchs denken, meinste nicht?“ Ikarus
lachte herzhaft. „Junge das wäre aber sehr gemein, die beiden
wollen noch keine Kinder, wie sagt Dion immer? „Ich bin noch
viel zu jung, diese Verantwortung will ich noch nicht tragen.“
Bist du denn sicher das ihre Frauen schon Kinder wollen?“ Ares
zuckte abermals mit der Schulter und grinste frech. „Wenn nicht,
passiert ja nichts und wenn doch...na dann werden wir bald
einige junge Papis haben.“ Ikarus lachte herzhaft und nickte.
„Also gut gehen wir die Nacht mal einige Blumen pflücken, mal
sehen was dabei heraus kommt. Wenn wir schon keine Kinder
kriegen können, weil Andora sich noch weigert, können wir ja
anderen mal dazu verhelfen.“ Er sah Ares an der leicht bekümmert
aussah. „Du wünscht dir sehr ein Kind oder?“ Ares nickte. „Ja
und mir ist egal ob ein Mädchen oder ein Junge. Doch wenn Andora
nicht will kann man da wohl nichts machen.“ Ikarus nickte. „Wir
sollten sie aber auch verstehen, sieh mal sie hat kurz
hintereinander zwei Schwangerschaften gehabt und beide waren
nicht gerade von ihr gewollt. Sie tat es aus Pflichtgefühl nicht
weil sie gerne ein Kind wollte.“ Ares nickte und Ikarus legte
einen Arm um seinen liebsten Freund. „Vielleicht sollten wir
noch mal mit ihr reden, kann ja sein das sie sich doch überreden
lässt und so ein kleines Würmchen im Haus wäre ja nicht
schlecht, finde ich.“ Ares sah ihn dankbar an, beugte sich zu
ihm und küsste ihn zärtlich. „Danke.“ Ikarus nickte und sah
wieder zu Andora und Ethan die immer noch dran waren.
Urplötzlich waren die beiden verschwunden, Ikarus grinste.
„Jetzt geht es wohl im Bett weiter. Ich glaube das er noch lange
nicht genug hat. Willst du weiter zusehen? Ansonsten hätte ich
da auch einen andere Idee, sofern die beiden nicht unser Bett in
Beschlag genommen haben...oder wir machen einfach mit, was
meinst du?“ Ares nickte lächelnd. „Lass uns mit machen ich
glaube ich brauche auch ein wenig Andoras Nähe.“ Gesagt getan,
so suchten sie die anderen beiden und als sie sie gefunden
hatten ging es erst wirklich zur Sache, erschüttert war Ethan
allerdings als er sah das Ikarus auch keine Probleme damit hatte
sich Ares zu nehmen und dieser es sehr genoss. Ikarus sah Ethan
an, schwer atmend lächelte er. „Wenn du es auch willst, sag es
nur, ich habe kein Problem damit.“ Doch das lehnte Ethan
kategorisch ab, aber er genoss alles andere was sich dort im
Bett abspielte. In der kommenden Nacht sah man aber zwei
geheimnisvolle Gestalten die recht groß waren einige Blumen auf
Circes Hügel pflücken. Circe spürte was sie taten und bekam auch
mit wofür die Blumen waren, sie lachte leise und überließ den
beiden die Blumen, denn normalerweise wären sie nach dem
pflücken vertrocknet, damit man damit kein Schindluder treiben
konnte. Allerdings spürte Circe auch Ares und Ikarus Wunsch nach
einem Kind, sie nahm sich vor mal mit Andora deswegen zu reden,
sie wusste man konnte eventuell jeder Frau ein Kind
unterschieben auch wenn sie noch keins wollte, doch der Göttin
des Lichts nicht. Sie bestimmte selber, wann und ob sie
schwanger würde. Mal sehen was dabei heraus kommen würde.



Kapitel 69: Das Ende der
Vergangenheit

Nach dem Frühstück am nächsten
Morgen saß Alandra bei Circe um ihr zu sagen wo sie ihr heute
helfen konnte. Diese sah sie an. „Sag mal, wünscht du dir
wirklich ein Kind?“ Alandra nickte. „Ja schon aber wie üblich
ist Leander dafür nicht zu begeistern. Diesbezüglich ist er wie
mein Vater, dem musste man die Kinder auch regelrecht auf die
Nase drücken, sonst wurde das nichts. Na ja gut die letzten
nicht so. Warum fragst du?“ Circe erzählte ihr was Ares und
Ikarus vor hatten und Alandra lachte. „Also mir können sie gerne
ein Blümchen ins Schlafzimmer legen. Funktioniert das denn auch
bei unseren Männern?“ Circe nickte ebenso lachend. „Sicher sonst
würde es auch bei Eros nicht funktionieren. Also ist es in
Ordnung, nicht das es Probleme gibt. Noch kann ich die Blumen
verdorren lassen.“ Alandra grinste frech. „Nein, tue das nicht,
lass sie mal die Blumen verteilen. Aber du sagst sie wünschen
sich auch ein Kind? Beide?“ Circe nickte. „Ja jeder von den
beiden möchte eins. Ich habe schon überlegt mit Andora zu reden,
ich weiß nur nicht wie. Nicht das sie mir in meine Locken
springt.“ Alandra dachte nach. „Also ich denke es geht ihr nicht
mal um die Kinder, sondern es ist wie damals bei Aurian, die
Schwangerschaft die ihr zu schaffen macht. Aber lass mich mal
machen. Ich rede mit ihr.“ Das tat Alandra auch und das Ergebnis
war überraschend. Die drei Frauen verschworen sich, zumindest
was Ikarus und Ares betraf. Die beiden wiederum warteten bis zum
Abend und verteilten dann ihre Blümchen, eins in Leanders
Schlafzimmer, eins bei Dion und das letzte bei Julien. Sie
gingen davon aus, das die drei ihre Frauen auch in dieser Nacht
nicht in Ruhe lassen würden und so konnte man eventuell mit
einem reichen Kindersegen rechnen. Alandra wusste inzwischen das
sich auch Jordan und Jill ein Kind wünschten und rechnete damit
das nicht nur sie bald mit rundem Bauch herum laufen würde. Sie
grinste. In der kommenden Nacht verführte Andora ihre beiden
Männer, obwohl es dazu nicht viel brauchte. Alandra passte
derweil auf und sorgte dafür das geschah was sie und Andora
besprochen hatten. Dann ging sie frech grinsend nach Hause um
ihren eigenen Mann zu verführen, obwohl das nicht nötig war,
denn Leander wartete bereits auf sie und sorgte für eine heiße
Nacht. Wenige Tage später stand fest das Jill und Jordan
schwanger waren, was ihre Männer glatt umhaute. Leander lachte
sich darüber kaputt und grinste die beiden an, die fix und
fertig draußen vor ihrem Haus auf der Bank saßen. „Seht ihr, das
letzte mal habt ihr bei mir gelacht...so jetzt geht es euch auch
mal so. Na viel Spaß beim einrichten eines Kinderzimmers.“
Während er sich noch über die beiden lustig machte, trat Alandra
auf ihn zu und sah ihn an. „Schatz? Ich würde nicht so hämisch
lachen, denn uns hat es auch getroffen. Ich bin ebenfalls
schwanger.“ Jetzt war es auch an ihm, sie entsetzt an zu sehen.
„Nicht schon wieder, sag mir jetzt bitte nicht das du wieder
hinter meinem Rücken bei Aurian warst.“ Alandra schüttelte den
Kopf und sah ihn an. „Nein, nur ich fand das hier in unserem
Schlafzimmer.“ Damit reichte sie ihm die Blume, die bereits am
verwelken war. Dion und Julien sprangen auf und rannten nun
ebenso in ihr Schlafzimmer und durchsuchten es und
logischerweise fanden sie auch bei sich eine der verwelkenden
Blumen. Als sie wieder mit ihnen heraus kamen, überlegten sie
wer sich diesen schlechten Scherz wohl erlaubt hatte. Alandra
überlegte ob sie Ikarus und Ares verraten sollte, doch war
glücklich das es nicht nötig war, denn die beiden kamen gerade
bei ihnen vorbei als alle drei Männer die Blumen in ihren Händen
hielten. Sie grinsten frech. Sie sahen auf die Blumen in deren
Händen und Ikarus fragte frech. „Na wer wird denn Papi?“ Die
drei anderen Männer sahen ihn erbost an und Leander fragte dann
grollend. „Sagt nicht das ihr das zu verantworten habt. Das ist
nicht mehr schön. Ihr solltet doch aus dem Alter heraus sein,
solch dumme Scherze zu machen.“ Ikarus sah von einem zum anderen
dann begriff er und lachte herzhaft. „Also alle drei? Na dann
freut euch. Denn wenn eure Frauen sich kein Kind gewünscht
hätten wären sie nicht schwanger, was für mich bedeutet ihr habt
euch über ihre Wünsche hinweg gesetzt. Habt ihr mal an sie
gedacht?“ Die drei sahen sich an und mussten wohl oder übel
Ikarus recht geben. Leander nickte dann. „Ja du hast recht, da
wir kein Kind wollten mussten sie auch verzichten und fair war
das nicht.“ Er sah die anderen beiden an. „Also Jungs was solls,
ist ja nicht so das wir Kinder nicht lieben, also kriegen wir
halt mal eins.“ Dion kratzte sich am Kopf und nickte dann. „Also
gut, jetzt lässt es sich eh nicht mehr ändern und Jill freut
sich bereits darauf, also egal, werde ich eben Vater.“ Nachdem
das geklärt war trat auch Andora dazu und sah von einem zum
anderen. „Hörte ich hier gerade etwas von Vater werden?“ Ikarus
nickte und sah sie an. „Ja, die drei werden Vater.“ Andora
nickte ebenfalls und sah Ikarus und Ares an. „Nun ja wie soll
ich es sagen....also nicht nur die drei...ihr beide auch. Jeder
von euch beiden bekommt eins. Ich bin ebenfalls schwanger, mit
Zwillingen, wovon jeder von euch der Vater eines der Kinder
ist.“ Ikarus und Ares sahen Andora ungläubig an, was die anderen
drei nun frech feixen ließ. Leander sah zu Julien und Dion.
„Sagt man nicht die Strafe folgt auf dem Fuße?“ Es dauerte einen
Moment bis die Erkenntnis das sie ebenfalls Vater werden würden
in ihnen hoch stieg, doch dann griff sich Ares Andora um die
Hüfte und schwenkte sie voller Freude herum und Ikarus grinste
die anderen drei an. „Nur mit dem Unterschied das wir uns
unbändig darüber freuen.“ Dabei deutete er auf Ares und Andora.
„So sieht es aus wenn man sich über das Kind freut.“ Er strahlte
über das ganze Gesicht und man sah ihm die Freude an. Die drei
anderen nickten, ihnen wurde klar das sie ihren Frauen mit ihrem
Verhalten die Freude fast genommen hatten. Dion seufzte. „Du
hast recht, egal ob wir eins wollten oder nicht, wir sollten uns
ebenfalls darüber freuen und irgendwie ist es ja auch schön.
Immerhin haben wir so unsere Manneskraft bewiesen.“ Ikarus
nickte und als er sah das Ares nun Andora los ließ griff er sie
sich und drückte sie an sich. „Kleines du hast uns beide heute
mehr als glücklich gemacht.“ Er sah Ares an, Andora immer noch
an sich gedrückt haltend. „Wir sollten uns das Kinderzimmer
ansehen, es ist immerhin schon wieder gut über zwanzig Jahre her
das dort etwas Kleines drin schlief, das muss sicherlich
renoviert werden.“ Dabei sah er auch zu den anderen dreien, um
ihnen einen Anstoß zu geben. Die hatten es verstanden und um
ihren Faupax wieder gut zu machen, begannen sie ebenfalls das
Kinderzimmer zu planen, was nun ihre Frauen sehr glücklich
machte. Später standen Ikarus und Ares im Kinderzimmer und
überlegten wie sie es renovieren sollten. Ares sah Ikarus an.
„Ich bin nur froh das meinem Vater nicht auffiel das er durch
das Kind das Andora von mir bekommt, wieder Großvater wird. Ich
glaube das hätte ihn dann ganz aus den Schuhen gehauen.“ Ikarus
lachte, während er schon mal her ging und die Tapeten von den
Wänden riss. „Ach weißt du ich denke, das es egal ist, schau mal
bei unserer Langlebigkeit, sind wir schnell mehr als
Urururgroßeltern...also wenn man das in die Waagschale werfen
will dann könnten wir uns begraben lassen. Also mir ist es
inzwischen schlicht egal. Ich würde mich auch riesig freuen wenn
Aphrodite ein Kind bekommen würde. Allerdings hätte ich ein
wenig Sorge wenn es von Anatol wäre. Er ist immerhin der Sohn
des Dämonenfürsten und wer weiß welches Erbe da durchschlagen
würde.“ Ares nickte und half Ikarus. „Ist dir mal aufgefallen
das wir nicht gefragt haben was es werden wird?“ Ikarus sah ihn
an. „Ist das nicht egal? Freuen wir uns einfach und lassen uns
überraschen, vielleicht sagt sie es uns ja von sich aus.“ Für
die werdenden Väter begann eine aufregende Zeit. Julien und
Leander würden eine Tochter bekommen, Dion einen Sohn und bei
Ikarus und Ares war es so das Ikarus einen Sohn und Ares eine
Tochter kriegen würde. Somit würden drei Mädchen und zwei Jungen
geboren werden. Alandra hatte ja inzwischen heraus gefunden wie
man die Schwangerschaft verkürzen konnte und so würde es auch
nicht neun Monate dauern sondern nur sechs. Auch wenn die
anderen drei Männer eigentlich kein Kind gewollt hatten sah man
nun doch wie sie hier und da mal zärtlich über den Bauch ihrer
Frau strichen und sehr sanft mit ihnen umgingen. Sie liebten
ihre Frauen alle aus tiefstem Herzen und so begannen sie sich
auch zu freuen und sahen die Kinder als Zeichen ihrer Liebe an.
Leander war natürlich irgendwann aufgefallen das er nicht nur
Vater sondern auch Großvater wurde, doch inzwischen war er
selber zu der Erkenntnis gelangt wie Ikarus, das es schlicht
egal war. Er fühlte sich noch sehr jung und im Gegensatz zu
einst Aurian oder Myrion, waren sie das ja auch alle noch. Was
machten da schon ein paar hundert Jahre aus? Andora hatte das
mit Leander erst mal von sich geschoben, sie fand es unmöglich,
ihn für sich zu fordern mit den Kindern von Ares und Ikarus in
ihrem Bauch. Alrik und Circe fanden immer mehr zu einander und
es freute Andora Alrik, dessen Vergangenheit seines ersten
Lebens, sie ja auf Grund ihrer früheren Vergangenheitsreise mit
erlebt hatte so glücklich zu sehen. Er vermisste nichts, denn
Circe liebte ihn und er bekam von ihr was er brauchte. Andora
tat noch mehr, sie sah mal in die Zukunft und hoffte dort etwas
zu finden was die fünf Kinder anging. Obwohl sie wusste das die
Zukunft keine gerade Linie war, sondern sich durch alternative
Zukünfte verzweigte, gab ihr das was sie sah doch sehr viel
Hoffnung. Sie wusste zwar, das jede Entscheidung die die Kinder
treffen würden ihre Zukunft verändern konnte und dennoch sah es
grundsätzlich nicht schlecht aus. Sie konnte zwar ebenso wenig
wie Moira sehr weit in die Zukunft der Kinder sehen, da ihnen
ein recht langes Leben beschieden war, doch zumindest in die
ersten dreißig Jahre. Doch am Rande sah sie noch etwas anderes,
das nichts mit den Kindern zu tun hatte, sondern Araziel und
Anatol betraf und sie hoffte das wenn es soweit sein sollte sie
es nicht übersah. Sie sah nicht gerne in die Zukunft, weil sie
immer die Befürchtung hatte, das es sie beeinflussen könnte, das
sie möglicherweise anders reagieren würde, als sie es sonst
getan hätte. Sie war Aurian in vielem ähnlich, auch in diesen
Dingen. Während die Sterblichen ihre Nachkommenschaft als
nächste Generation sahen, war es bei den Göttern etwas anders,
selbst ihre Kinder oder Kindeskinder wurden nicht zu einer
anderen Generation gezählt, sondern sie betrachteten jedes Kind
zu ihrer Generation dazu gehörig. Für sie waren die alten und
nun bereits gegangenen Götter ihre voran gegangene Generation
und sie selber sahen sich als die nächste. Erst wenn auch sie
irgendwann den Weg gehen würden, den Aurian und ihre Götter
bereits gegangen waren, erst dann würden sie die ihnen
Nachkommenden als neue Generation ansehen. Andora wusste das
diese Generation erst mit der Geburt der neuen Göttin des Lichts
eingeläutet wurde, doch noch war es lange nicht soweit. Immerhin
waren sie alle noch sehr jung, angefangen mit Ethan, dann
Leander und seinen Freunden und nun Andora und die ihren. Selbst
Ethan der der älteste von ihnen war, war im Vergleich zu Myrion
und Aurian noch jung. Und mit Ikarus und seiner unkomplizierten
und recht hemmungslosen Einstellung hatte eh ein neues Zeitalter
begonnen, zumindest was die Götter betraf, wobei auch Leander
früher mal diese ungehemmte Art an sich hatte. Hinzu kam das es
nun eine Dämonengesellschaft gab, die es zu Aurians Zeiten nie
gegeben hatte. Andora war schon recht neugierig was sich noch
alles in der Zeit da sie die Göttin des Lichts war ändern würde,
denn ihr war klar das dies noch lange nicht alles sein würde.
Selbst die Elementargötter waren bis auf Alrik in ihre Rolle
hinein gewachsen, was zu Aurians Zeiten ebenfalls nicht der Fall
gewesen war. Andora fragte sich was mit den neuen Göttern die
nun geboren werden würden, noch alles kam. Sie waren zwar ihre
Erzeuger oder auch die Frauen die sie geboren hatten und doch
waren die Kinder nur weitere Götter deren Eltern irgendwann
nicht mehr relevant waren, sondern es war nur noch wichtig was
sie geworden waren und das würde sich erst in gut zwanzig Jahren
zeigen, wenn sie begannen erwachsen zu werden. Andora dachte
darüber nach was alleine Ethan bereits alles erlebt hatte.
Trauer, Kinder die er hatte gehen lassen müssen. Kinder die er
aus der Notwendigkeit gezeugt hatte und zu denen er kaum
irgendeinen Bezug gefunden hatte. Liebe, zu Frauen die ihm
irgendwann nichts mehr bedeutet hatten. Ethan hatte nur eine
einzige Frau wirklich und richtig geliebt und das war Aurian.
Nun hatte er seine Liebe auf Andora übertragen und es hatte sehr
lange gedauert bis er sich selber dazu bekannt hatte und das nur
weil er hier eine Moralvorstellung gehabt hatte die eher zu den
Sterblichen gepasst hätte als zu ihnen als Götter. Er liebte
auch Brianna ohne Zweifel und doch war es eine andere Liebe als
er sie zur Göttin des Lichts empfand. Alle Männer liebten die
Göttin des Lichts und begehrten sie auch, selbst der
Dämonenfürst hatte sich dieser Liebe nicht entziehen können, die
ihm sogar bald den Tod gebracht hätte. Selbst die Frauen liebten
sie und würden für sie sogar in den Tod gehen wenn es nötig
wäre. Das Licht in ihr dem sie befehligte bewirkte das. Niemand
konnte sich dem Licht entziehen und jeder ohne Ausnahme wollte
darin baden. Und Andora gab, so wie es Aurian schon vor ihr
getan hatte, alles was sie geben konnte, aber vor allem ihre
Liebe zu jedem einzelnen Gott und zu jeder Göttin, ebenso zu den
Sterblichen und sogar dem Dämonenfürsten. DAS machte sie zur
höchsten Göttin des Universums. Andora wuchs mit jedem Jahr
weiter und mit Ethan an ihrer Seite der mit ihr seine Weisheit
teilte die er sich inzwischen angeeignet hatte, mit Ikarus
dessen unkomplizierter Charakter und dessen übermenschlicher
Kraft ihr Schutz und ihre Festung war und Ares, mit seiner Liebe
und Güte die ihm zu eigen war und der Andora als auch Ikarus
darin einhüllte, würde sie irgendwann sogar über sich
hinauswachsen und es würde eintreten was Aurian mal prophezeit
hatte. Das Andora sogar besser und stärker würde als sie selber.
Andora ging gefolgt von Ikarus
und Ares, durch die Bernsteinhöhle, sie sah sich jeden einzelnen
Gott und jede Göttin an und legte eine Rose auf deren gläserne
Särge. Circe betrat die Halle der Götter und sah Andora an, sie
nickte leicht. „Ich werde dir helfen. Es ist Zeit Abschied zu
nehmen von der Vergangenheit. Mit den neuen Göttern wird auch
eine neue Zeit kommen. Aurian hat mich darauf vorbereitet. Ich
werde dir helfen. Nur du, Alandra und ich werden wissen wo sie
geblieben sind. Doch das ist auch gut so. DU bist die Gegenwart,
es ist Zeit die Vergangenheit los zu lassen. Sie werden nach wie
vor nicht ganz weg sein, doch mit meinem Erscheinen, was das
letzte Geschenk von Aurian sein wird, ist die Zeit gekommen.“
Ikarus und Ares sahen die beiden Frauen fragend an. Dann nickte
Andora und hob ihre Hände über den Kopf, sie erstrahlte in
hellem Licht so das Ikarus und Ares geblendet die Augen
schließen mussten. Das Licht breitete sich aus und als die
beiden Männer die Augen wieder öffneten, standen sie draußen
hinter dem Palast auf der Wiese, wo einst die Bernsteinhöhle
gewesen war. Andora und Circe waren mit dem Licht ebenfalls
verschwunden. Hoch im Gebirge, weit im Norden der Insel,
entstand eine Höhle die Circe mit ihren Erdkräften entstehen
ließ, dort hinein wurde nun die Bernsteinhöhle mit den gläsernen
Särgen von Andora versetzt. Diese Höhle würden nur drei betreten
können, die Göttin des Lichts, Mutter Natur und die Erdgöttin.
Die untere Höhle in der Sunas ursprünglicher Körper lag, war
ebenfalls mit versetzt worden. Aurians Geist erschien vor den
beiden Frauen, sie nickte. „Circe hat recht und du hast es
selber schon gespürt. Unsere Zeit ist endgültig abgelaufen. Wir
werden immer um euch herum sein, wir werden weiterhin ein Auge
auf euch haben. Unsere Körper werden nach wie vor erhalten
bleiben, doch nun in der endgültigen Starre. Das wird heute
vorläufig das letzte mal sein das ich euch erscheine. Du bist
nun alt und reif genug, deine eigenen Entscheidungen zu
treffen.“ Aurian lächelte. „Obwohl du das schon immer warst.
Vergiss nicht das ihr noch jung seid, ihr solltet eure
Dummheiten machen und ebenso viel Spaß haben. Wir lieben euch,
vergesst das niemals.“ Dann verblasste Aurians Geist und Andora
wurde die Endgültigkeit bewusst. Circe und Andora hielten sich
in den Armen und weinten. Dann strich Circe über Andoras Bauch
und sah sie an. „Jetzt weiß ich warum du noch keine weiteren
Kinder wolltest, damit hast du das Endgültige hinaus geschoben,
doch nun, da du dem Verlangen deiner beiden Männer nach gegeben
hast, ist es eingetroffen.“ Andora nickte und blickte noch mal
über die Särge. „Ja, denn es läutete den Abschied ein. Nun sind
wir auf uns gestellt. Es war schön zu wissen, das Aurian immer
noch da war wenn man sie etwas fragen wollte.“ Sie sah Circe an.
„Wir werden es schon schaffen, denke ich.“ Circe nickte. „Ja das
werden wir. Freuen wir uns lieber auf das was kommen wird und
trauern der Vergangenheit nicht mehr nach.“ Natürlich war man
allgemein neugierig was mit der Halle der verstorbenen Götter
geschehen war, doch wenn man Andoras Gesicht sah, traute sich
keiner zu fragen und sie schwieg und sagte nur, das sie nun auf
sich gestellt waren. Selbst Ikarus und Ares erfuhren nichts,
denn hätten sie es erfahren wäre damit ihre Freude auf die
Kinder getrübt worden und das wollten niemand und am wenigsten
Andora. Allerdings taten Ethan, Ares und Ikarus eins, dort wo
früher die Bernsteinhöhle oder Halle der verstorbenen Götter
gewesen war, baute Ethan einen kleinen Raum mit einem Schrein
und hinter diesem Schrein ließ Ikarus eine goldene Tafel an der
Wand erscheinen, auf der alle Namen und Eigenschaften der Götter
die es vor ihnen gegeben hatte verzeichnet waren. Er zog sein
Hemd aus und betrachtete seine Rückentätowierung auf der Aurian
und Myrion in dem Sternenhintergrund zu sehen waren, in einem
Spiegel und nickte leicht. Leise murmelte er. „Ihr werdet nicht
ganz vergessen sein.“ Je nach Gott trauerte man eine Weile um
die Halle, doch im gesamten war man sich einig, das Andora einen
guten Grund gehabt haben musste um das zu tun, denn man sah das
sie nicht weniger deswegen litt. Was das verschwinden noch
auslöste wunderte selbst Andora, denn Zandramas der goldene
Drache meldete sich bei ihr und bat sie zu kommen. Als sie in
seiner Höhle stand, deutete er auf das Nest und dort lagen vier
Eier drin. Sie sah Zandramas fragend an, der schmunzelte. „Nun
ja hohe Herrin, ich bin auch nur ein Kerl, wir ihr zu sagen
pflegen würdet und meine Serena wurde heiß, so konnte es
geschehen das wir uns paarten und das ist das Ergebnis.“ Andora
schmunzelte leicht und sah sich die Eier der Drachen an. „Was
sind das für welche? Da ist keines von golden, ich sehe ein
braunes, ein blaues, ein rotes und ein weißes.“ Zandramas
nickte. „Ja ich weiß, halte dich fest aber das sind oder werden
Elementardrachen sein, für jedes Element einer.“ Das erstaunte
nun auch alle anderen Götter als sie es hörten,
merkwürdigerweise aber nicht die Elementargötter, die scheinbar
ahnten das sie hier etwas besonderes bekamen. Nun wartete man
also nicht nur auf die Geburt von fünf neuen Göttern sondern
auch auf das schlüpfen von vier Elementardrachen. Eine neue Zeit
begann.



Hiermit endet das Erbe des
Lichts, doch keine Sorge es geht weiter mit Andora und ihren
Göttern.
