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Kapitel 58: Löwe gleich Mann

Andora machte sich keine Sorgen
um Eros, sie sah Ikarus nur an und meinte ruhig. „Lassen wir
ihn, sobald er mal die ersten hundert voll hat lässt seine
Fürsorge eh nach, weil er nicht mehr hinter her kommt. Er ist
noch jung und daher über fürsorglich. “Ikarus guckte skeptisch.
„Bist du sicher? Er ist nicht wie Lazarus, dem ging es am
Hintern vorbei.“ Andora war sich da sicher. „Auch Eros wird
begreifen das es besser ist nichts zu wissen, spätestens wenn
das erste Kind alt ist und stirbt. Vertrau mir. Lazarus war auch
einige Jahre älter als es bei ihm mit den Kindern los ging,
hinzu kam das er bestimmen konnte wer ein Kind bekam und wer
nicht. Außerdem hielt er sich hauptsächlich an die
Priesterinnen, wobei Eros alles mit nimmt was sich ihm bietet,
solange ihm die Frau gefällt. Unser Sohn ist sehr heißblütig was
auch als Eros Gott logisch ist. Geht er eigentlich ab und zu
auch mal mit Aphrodite ins Bett?“ Ikarus schüttelte den Kopf.
„Nicht seid dem ersten mal. Es schmerzt ihn immer noch das sie
sich für Anatol entschieden hat. Die beiden sind allerdings sehr
verliebt. Dafür nimmt er sich ab und an mal Elorien und es gibt
noch einige andere Göttinnen die hinter ihm her sind.“ Andora
nickte. „Also gut dann sollten wir uns den nächsten Problemen
widmen. Dieser kleine Junge. Wir müssen bedenken das sich die
sterblichen Welten doppelt so schnell drehen als unsere und
dieser Junge also schneller älter wird als unsere Kinder. Hast
du mal geschaut ob es auf dieser Welt irgendwelche Probleme gibt
die einen Helden benötigen?“ Ikarus nickte leicht. „Geschaut
schon, aber da die Siedler mal gerade erst dreißig Jahre ihrer
Zeit diese Welt bevölkern und somit noch im Aufbau sind, gibt’s
keine großartigen Probleme. Also ich sehe nichts was einen
Helden benötigen würde. Was ist mit Suna, wurde sie bereits
gezeugt?“ Andora sah ihn an. „Ja, dafür habe ich gesorgt oder
eher Anubis. Er hat Wissenschaftler, die allem neuen gegenüber
aufgeschlossen sind, als ihre Eltern auserkoren. Da sie ja Magie
lernen soll, war das wichtig damit die Eltern ihr keine Steine
in den Weg legen werden.“ Ikarus sah skeptisch aus.
„Wissenschaftler? Was denn für welche?“ Andora antwortete:
„Archäologen, wir müssen ja voraus denken. Sie sind oft sehr
aufgeregt wenn sie was neues finden und werden darüber
vielleicht das Kind vergessen, so das wir dem Kind hier und da
etwas unterschieben können womit es sich beschäftigen kann. Ich
habe dafür gesorgt das etwas weiter entfernt von ihrem
Siedlungsplatz ein Teleportpalast steht. Habe den allerdings so
leer wie möglich gemacht. Außerdem ist er zu einem großen Teil
mit Pflanzen überwuchert, so das sie ihn erst mal freilegen
müssen. Sie werden glauben das diese Welt bereits schon mal
bevölkert war, denn ich sorgte dafür das es in dessen Nähe auch
einige Ruinen gibt. Wenn du mich fragst, werde ich hier von
Aurian geprüft. Ich glaube das hat weniger mit diesen beiden
Kindern zu tun als mit uns. Das man sehen will ob wir auch an
alles denken.“ Nach dem Ikarus ein wenig überlegt hatte nickte
er zustimmend. „Da könntest du recht haben. Was hast du nun vor,
damit es mal einige Probleme gibt?“ Andora zuckte mit den
Schultern. „Meine Ideen gingen über Drachen bis hin zu Dämonen
wo man eventuell Luzifer mit ein beziehen könnte. Ich bin nicht
so gut im ausdenken von bösen Dingen, aber Luzifer schon. Oder
ein böser Magier der dafür sorgte das die alte Zivilisation
unterging und denen nun nur der Held und seine Magierin entgegen
treten könnten. Ich habe keine Ahnung.“ Ikarus schmunzelte.
„Also gut, nur wie willst du Luzifer dazu kriegen uns zu
helfen?“ Andora zwinkerte ihm zu. „Es gibt etwas das sich
Luzifer schon lange wünscht, das werde ich skrupellos einsetzen
um ihn herum zu kriegen.“ Nun musste Ikarus lachen. „Du und
skrupellos, also was wünscht er sich schon lange?“ Sie grinste
frech. „Das was sich alle Kerle wünschen. Einmal von mir
gefordert zu werden. Bisher musste er immer ankommen wenn er
etwas wollte, doch hat er das Gefühl das ich ihn eigentlich
nicht will und ihm nur gebe was er verlangt, damit er Ruhe gibt.
Doch wenn ich ihn von mir aus mal ins Bett schleife, werde ich
alles von ihm bekommen was ich will, auch seine Mithilfe.“
Ikarus lachte kopfschüttelnd. „Ja du hast recht....das ist
wirklich sehr skrupellos. Die Waffen einer begehrenswerten Frau
sind unschlagbar.“ Dann wurde er wieder ernst. „Du sag mal wie
ist es eigentlich für dich mit ihm zu schlafen? Ich meine er ist
sehr stark gebaut, ist das nicht problematisch?“ Andora
schüttelte den Kopf. „Nein, absolut nicht, wieso sollte das
problematisch sein? Es passt ja und solange er nicht zu wild
wird, ist das auch kein Problem. Und so klein gebaut bist du ja
nun auch nicht, sicher nicht so wie er, aber deiner ist auch
überdurchschnittlich.“ Sie trat auf ihn zu und legte ihm ihre
Arme um den Hals, sich dabei an ihn drückend. „Bist du etwa
neidisch? Also das brauchst du nicht zu sein. Du bist mir eh
hundertmal lieber, denn wenn es nicht zu stark ist, sind viele
Dinge möglich, die ich mit ihm niemals machen könnte.“ Ikarus
legte seine Arme um sie, um sie noch fester an sich zu drücken,
er spürte gerne ihren Körper nahe an sich, er nickte. „Ich
verstehe, zu groß ist also auch nicht gut, da es recht viele
Möglichkeiten nimmt.“ Sie nickte. „Genau...also kein Grund
neidisch zu sein. Und ansonsten....er ist ein böser Junge und
das wirkt anziehend, also ich gebe es zu ich bin schon scharf
auf ihn. Aber da stehe ich nicht alleine da, ich weiß einige
Göttinnen die sich gerne mal in seine Arme werfen würden.“
Ikarus sah sie fragend an, so antwortete sie. „Nun zum Beispiel
Riana, ihr habe ich es allerdings untersagt. Sie stammt direkt
von Damok ab und ist so bösen Einflüssen gegenüber sehr
empfänglich oder Athene, sie ist ebenso scharf auf ihn.“ Ikarus
grinste. „Ich wusste gar nicht das wir Kerle auch anziehend
wirken können und das es euch nicht anders geht als uns.“ Andora
knuffte ihn. „Willst du mich verarschen? Wie sonst hätte Eros
Elorien herum gekriegt oder wieso würden ihm zum Beispiel die
Weiber hinter her rennen? Natürlich sind wir auch scharf auf
euch Kerle. Ein muskulöser Körper, einige coole Sprüche, vor
allem Selbstbewusstsein und glaub mir, wir werden schwach. Erst
im Bett sehen wir ob ihr auch das halten könnt was ihr
versprecht und läuft da nichts oder wir bekommen anschließend
die Frage zu hören „Na wie war ich?“ ist es allerdings vorbei
und das Interesse erloschen. Allerdings sprechen wir auch
darüber, ebenso wie ihr auch und wenn ein Kerl egal wie cool
oder attraktiv er ist, nicht bringt was wir wollen...bekommt er
keine mehr.“ Ikarus nickte verstehend. „Was sollte er bringen?“
Andora lachte. „Alles was du
hast. Ausdauer..auch mehr als einmal können. Er sollte ebenso
fordernd wie in der Lage sein auch mal nur zu genießen. Wir
wollen nicht nur genommen werden, sondern auch selber aktiv sein
und den Kerl mal in die Knie zwingen. Vor allem bei Kerlen die
recht fordernd sein können und nie genug kriegen. Weißt du es
ist recht langweilig wenn man gerade erst mal los gelegt hat und
man dann zu hören bekommen....“oh...war das schön.“ und das wars,
Ende im Schacht. Na toll, der Kerl hatte seinen Spaß und wir das
nach sehen. So ein Kerl braucht zu mir gar nicht mehr ins Bett
zu kommen. Der soll sich an die Frauen halten, die eh keinen
Spaß daran haben und froh sind wenn es vorbei ist.“ Ikarus
nickte leicht. „Hast du auch Fantasien? Ich meine wir Kerle
haben Fantasien und träumen auch mal von etwas besonderem. Wie
sieht es bei dir oder den Frauen allgemein aus?“ Andora stimmte
zu. „Natürlich haben wir auch Fantasien, bei uns beginnt Sex im
Kopf, das heißt wir stellen uns vor wie es mit dem oder dem sein
könnte. Wir haben unsere Wünsche ebenso wie ihr. Schau mal meine
Liebhaber sind ebenso breit gefächert wie ihre eigenen
Bedürfnisse. Nehmen wir zum Beispiel Leander, er mag es wild und
vor allem hart. Er will dominieren, er will Gewalt, er will das
man sich wehrt, das er zum Schluss triumphieren kann, was auch
zwangsläufig logisch ist. Er ist der Krieg. Luzifer ist in etwa
ähnlich, auch er braucht es das man sich wehrt er muss erobern
können, alles was ihm leicht in den Schoß fällt wird für ihn
uninteressant. Dennoch wünscht er sich das ich einmal zeige das
ich ihn auch will und er mich nicht nur herum kriegt. Dieser
Wunsch steckt aber in euch allen, ihr wollt sehen das ich euch
will. Es gibt Männer die die Lust in sich selber finden, was
heißt das sie nur ihre eigene Befriedigung im Auge haben und die
Frau nur ein Mittel zum Zweck ist, die es nicht interessiert ob
sie etwas davon hat. Diese Männer haben allerdings irgendwann
die Arschkarte gezogen, weil sich keine Frau mehr auf sie
einlässt.“ Ikarus nickte verstehend. „Nun ich will nicht nur das
ich etwas davon habe, im Gegenteil für mich ist es weit aus
befriedigender wenn ich sehe das die Frau unter oder auch über
mir, ihre Lust zeigt, das sie etwas davon hat. Deswegen war es
für mich ja so schrecklich mit Elorien. Wenn es mir nur um mich
selber gegangen wäre, ach Gottchen, dann hätte ich mir genommen
was ich wollte und gut. Doch sag mal, mir spukt seid deinem
Streit mit Ethan etwas im Kopf herum...er hat dich ja sozusagen
gezwungen mit ihm zu schlafen, an diesem Tag. War das für dich
schlimm?“ Andora lächelte leicht. „Nein, es war für mich nicht
schlimm. Er hat meine Lust geschürt, sicher er hat etwas
drastische Mittel angewandt, aber grundsätzlich war es richtig,
ich steigerte mich in meinen Zorn hinein und er machte dem ein
Ende, in dem er meinen Zorn in Lust umwandelte, als er mich das
erste mal nahm war ich bereits soweit das ich es selber wollte.
Natürlich habe ich mich gewehrt ich wollte weiter toben und
wüten, er ließ es aber nicht zu und das war gut so.“ Ikarus
nickte aufatmend. „Ich hatte Angst das ...du darunter leiden
könntest.“ Nun lachte Andora. „Ach großer...mach dir deswegen
keine Gedanken. Ich bin eine Lust betonte Göttin, ich bin wie
Aurian, so leicht wirft mich das nicht um. Ansonsten würde ich
schon laufen gehen wenn Leander ankommt oder Luzifer. Die beiden
sind weit aus schlimmer. Im Gegenteil, ich will nicht wissen was
es Ethan gekostet hat das überhaupt tun zu können. Er kämpft
immer noch damit das ich seine Tochter bin und er mit mir
schläft und an diesem Tag diesen Zwang in dieser Form auf mich
ausüben zu müssen, dürfte für ihn weit aus schlimmer gewesen
sein als für mich. Ich glaube das war ihm auch nur möglich, weil
er seine Eiseskälte hervor holte um ja nicht darüber nach denken
zu müssen was er da tat.“ Das konnte Ikarus verstehen, er nahm
sich vor deswegen mal mit Ethan zu reden, egal wie gehemmt
dieser auch war. Er sah Andora an. „Wie ist es für dich, stört
es dich das er dein Erzeuger ist?“ Andora schüttelte den Kopf.
„Über was ihr euch Sorgen macht, nein mich stört es nicht. Er
mag mein Erzeuger sein, doch entschuldige ich schlafe auch mit
Eros, also ich habe damit keine Probleme und ich wünschte er
würde da auch weniger Probleme mit haben. Ich bin eine heiße
Frau und er ist ein scharfer Kerl, Himmel noch mal, selbst wenn
es nicht nötig wäre, würde ich ihn mir irgendwann mal krallen.
Aber du bringst mich da gerade auf eine Idee. Was für Luzifer
gut ist...kann ich auch bei Ethan umsetzen. Ich sollte nicht
warten bis er zu mir kommt weil er zu sehr in die Finsternis
abrutscht...ich sollte ihn fordern, ihm zeigen das ich ihn will.
Unabhängig davon ob er es braucht oder nicht.“ Ikarus nickte
zustimmend. „Mich bringt es auch auf eine Idee...hast du was
dagegen wenn wir ihn ab und zu mal einbeziehen wenn Ares und ich
mit dir schlafen? So das er gefordert wird und nicht selber
fordern muss, vielleicht hilft ihm das, wenn er sieht das wir es
als normal ansehen. Es ist wirklich merkwürdig wie manche Kerle
da ein Drama daraus machen, ich bin ehrlich, wüsste ich das
Aphrodite mich braucht, ich würde sie mir nehmen ohne daran
einen Gedanken zu verschwenden das ich ihr Erzeuger bin.“ Andora
sah ihn an. „Das ist der Unterschied, du wüsstest das sie dich
braucht...die Frage ist ob du es auch könntest wenn du sie
brauchen würdest.“ Ikarus sah ein das es hier tatsächlich einen
Unterschied gab, doch nach einigem Überlegen schüttelte er den
Kopf. „Nein, es gibt zwar einen Unterschied, aber in diesem Fall
sollte man egoistisch sein, vor allem wenn die Frau bereit ist
es einem zu geben. Anders wäre es wenn sie sich weigern würde,
aber das tust du nicht. Weder bei Ethan noch bei Eros und Eros
hat überhaupt keine Hemmungen dich für sich zu fordern wenn er
es nötig hat.“ Er grinste: “Oder auch nicht nötig hat sondern
dich einfach nur will...ich denke da an unseren Urlaub.“ Leo der
wie üblich in der Nähe lag hatte sich alles angehört und gab nun
auch noch seinen Senf dazu. „Ihr macht euch zu viele Gedanken ob
Sohn oder Tochter, Vater oder Mutter. Ich habe bereits auch
einige weibliche Junge gezeugt mit den Löwinnen die mir Fleur
zur Verfügung stellte und wenn diese weiblichen Jungen
irgendwann alt genug sind, werde ich auch mit ihnen noch Junge
zeugen. Also was soll das ganze? Im Gegenteil bei euch ist es
sogar teilweise wichtig, weil so Erbanlagen weiter gegeben
werden, die benötigt werden. Ethan wird eines Tages auch ein
Kind wie ihr es nennt mit Andora zeugen und warum?...weil es
nötig ist. Selbst die Sterblichen hatten einst eine Kultur in
der sie innerhalb der Familie Kinder bekamen um so die
Blutreinheit zu erhalten....gut später stellte sich heraus das
diese Kinder teilweise auch degenerativ waren, doch diese
Befürchtungen müsst ihr nicht haben. Eure Nachkommen egal von
wem gezeugt oder geboren, werden niemals irgendwelche Fehler
haben. Mal abgesehen davon...wäre Ethan nicht ihr Vater würden
ihr einige Erbanlagen fehlen die sie so hat. Ich sehe es recht
simpel, er ist ein Kerl der sogar sehr scharf ist und sie ein
Vollweib das heißer ist als manch ein Vulkan. Also was solls,
solange beide ihren Spaß daran haben. Also ich lasse mir den
nicht vermiesen und mache mir keine Gedanken darüber auf welche
Löwin ich springe. Solange ich nicht in Lors Revier eindringe.
Lor ist nämlich das was ihr eifersüchtig nennt, an seine
Löwinnen dürfte ich nicht mal im Traum denken. Aber das ist auch
nicht nötig. Vor allem denkt ihr mal daran unsere Löwinnen sind
im Gegensatz zu Lor und mir sterblich, sie werden alt werden und
wir müssen dann sogar mit den weiblichen Nachkommen weiter
machen. Ihr macht es euch selber schwer und meines Erachtens
nach habt ihr da einige Moralvorstellungen die nicht in eure
göttliche Kultur passt. Es wird hier mit zweierlei maß gemessen
und das ist irgendwie blödsinnig. Das sollte mal jemand Ethan
dem Erschaffer und Übergott sagen und ich wüsste keinen besseren
als Ikarus, der eh nie ein Blatt vor dem Mund nimmt.“ Ikarus sah
Leo an und nickte. „Du hast vollkommen recht. Das sollte ihm mal
einer sagen, dann hört dieses heimliche Getue auf, wir wissen
doch alle das er mit Andora schläft. Er sollte endlich diese
letzten Hemmungen auch ablegen. Er geht doch eh mit jeder ins
Bett die nach Frau aussieht, da ist er doch auch recht
hemmungslos. Ich werde mit ihm reden. Früher hätte es eventuell
Lazarus getan obwohl ich manchmal denke das er sich das von
Lazarus abgeguckt hat, der hatte in dieser Hinsicht auch
Hemmungen. Doch jetzt werde ich das übernehmen und mal Klartext
mit ihm reden. Und wenn das nichts nutzt mache ich es ihm vor
und nehme mir Aphrodite.“ Leo nickte. „So ist es richtig. Wenn
reden nichts nutzt gehe mit bestem Beispiel voran und halte ihm
vor Augen wie sinnlos seine Hemmungen sind. Übrigens ist er
sogar recht scharf auf Andora, er war es schon da war ihre
Libido nicht mal geweckt, das war vor ihrem ersten mal. Fragt
mich jetzt nicht woher ich es weiß, ich weiß mehr als ihr
denkt.“ Damit hatte er alles gesagt und legte seinen Kopf wieder
auf die Pfoten. Mehr würde er dazu nicht sagen. Erst mal
jedenfalls nicht. Ikarus sollte an diesem Tag auch noch eine
Überraschung erleben, denn als er in ihr gemeinsames
Schlafzimmer trat, stand vor einem der großen Wandspiegel ein
nackter Mann den er nicht kannte. Dessen Haare lagen wie eine
rotbraune Mähne um seinem Kopf und fielen hinten über die
Schultern. Er hatte breite Schultern und einen ebenso breiten
Rücken auf dem sich das Bild eines fauchenden zum Sprung
bereiten Löwen befand. Langsam drehte der Mann sich zu ihm um.
Seine Brust war breit und ausladend und recht muskulös. Ebenso
hatte er muskulöse Arme und Beine. Als Ikarus Blick tiefer ging
sah er auch was sich zwischen den Beinen befand. Schnell sah er
dem Fremden ins Gesicht und in die Augen und auf einmal wusste
er wer dort vor ihm stand. „Leo? Das war also wirklich kein
Scherz als du sagtest das du dich in einen Mann verwandeln
kannst?“ Leo lachte nickend. „Nein das war kein Scherz, ich kann
das wirklich. Ich tue es zwar nicht gerne und nur äußerst
selten, denn mein Herz ist das Herz eines Löwen, aber können tue
ich es. Ich wollte nur mal sehen wie ich als humanoider Mann
aussehe. Nicht schlecht oder?“ Ikarus schmunzelte. „Nein nicht
schlecht. Es ist alles da was einen Mann ausmacht.“ Leo nickte.
„So wie ich mich in einen Mann verwandeln kann, hast du nun die
Macht dich in einen Löwen zu verwandeln, mit allem was dazu
gehört. Versuch es nur.“ Ikarus sah ihn an. „Du hängst oft bei
mir herum so wie Lor bei Ares. Kann es sein das ihr eure
Favoriten habt?“ Leo nickte. „Ja jeder von uns beiden gab einem
von euch die Macht sich zu verwandeln und so bin ich dein
Gefährte und Lor ist es für Ares. Doch unser Hauptmerk liegt auf
Andora, sie ist unsere Herrin. Sie ist.....alles für uns. Und
sollte sie den Wunsch habe sich mit uns zu vereinen, würden wir
auch das tun.“ Leo drehte sich wieder zum Spiegel herum und
betrachtete sich. „Meinst du ich wäre attraktiv für sie?“ Ikarus
war sprachlos er konnte nicht antworten. Leo sah in den Spiegel
zu Ikarus. „Was ist? Hat es dir die Sprache verschlagen?“ Ikarus
nickte nur leicht. Er sah Leo nachdenklich an. „Hast du den
Wunsch? Ich meine dich mit ihr zu vereinen. Und ich denke schon
das sie dich attraktiv finden könnte, du hast alles was sie an
einem Mann liebt.“ Leo nickte. „Ja und nein...einerseits wüsste
ich schon gerne wie es mit ihr ist und andererseits...Himmel ich
bin ein Löwe....welche humanoide Frau würde sich mit einem Löwen
vereinen, selbst wenn er menschliche Gestalt hat.“ Ikarus lachte
leise. „Ich kenne eine die es tun würde.....Andora. Sie kennt
keine Hemmungen. Sie treibt es sogar mit einem Dämonen, also
warum dann nicht auch mit einem Löwen in Menschengestalt.“
Ikarus sah in den Spiegel und beobachtete so Leos Gesichtsmimik,
dann nickte er leicht. „Du möchtest es, du wünscht es dir.
Ansonsten hättest du dich jetzt nicht so intensiv betrachtet.
Deine Worte das sie heiß wie ein Vulkan ist hat dir gewisse
Gedanken in den Kopf gesetzt.“ Sein Blick ging tiefer an Leo
entlang und dann grinste er. „Sag jetzt nicht das es anders
ist....dein Körper verrät dich gerade.“ Leo knurrte leise und
ehe Ikarus sich versah stand dort wieder der große Löwe. Der
knurrte ihn an. „Sag bloß nichts, ich will nicht das sie es
weiß.“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Nun in diesem Fall wird es
wohl auch nur bei dem Wunsch bleiben. Wenn du etwas willst musst
du es dir schon holen, von alleine wird sie nicht kommen da
kannst du lange warten.“ Leo wusste das Ikarus recht hatte und
doch: „Ich will nicht das sie meine Wünsche kennt. Ich finde es
schön wenn sie meine Mähne krault oder mit der Hand über meinen
Rücken streicht.“ Ikarus zuckte die Schulter. „Wenn dir das
reicht, mir soll es egal sein. Es sind schließlich deine Wünsche
und nicht meine. Wenn ich etwas will...hole ich es mir. Das mal
dazu wenn du eine Löwin willst bespringst du sie.“ Damit drehte
er sich um, ging und ließ Leo zurück, der ihm perplex nach sah.
Ikarus hingegen grinste in sich hinein, er hatte mal Leo mundtot
gemacht. Leo dachte darüber nach, während Ikarus sich vornahm
trotz Leos Bitte nichts zu sagen, mal rein theoretisch mit
Andora zu reden. Bei diesem Gedanken fiel ihm wieder Myrion ein
und das er es wahrscheinlich nicht anders gehalten hätte.
  
Kapitel
59: Unerwartetes

Es verging einige Zeit bis Ikarus
dazu kommen würde mit Andora zu reden, es gab einiges zu tun.
Inzwischen waren Drake und Aires sechs Jahre alt und der junge
Held, von dem Eros ja nun wusste das er sein Sohn war, geboren
worden und auch bereits einige Jahre alt. Alandra hatte
größtenteils die Fähigkeiten Erziehung von Aires übernommen,
denn jedes mal wenn das kleine Mädchen wütend oder in
irgendeiner Weise unruhig wurde, kamen unkontrollierte Stürme
auf. Und kleine Mädchen waren oft wütend, weil sie vielleicht
mal wieder etwas nicht bekamen was sie wollten oder weil etwas
nicht so ging wie sie es sich vorstellten und da war Aires keine
Ausnahme. Ikarus und Ares hatten die Überwachung von der wieder
geborenen Suna als auch des jungen Helden den seine Mutter auf
den Namen Noran getauft hatte, übernommen. Norans Mutter war
eine Schönheit, allerdings sehr Krankheitsanfällig und so starb
sie kurz nach der Geburt des kleinen Jungen. Da die
Siedlergruppe noch verhältnismäßig klein war, war für sie jedes
Kind wichtig das geboren wurde und so kümmerte man sich
liebevoll um Noran. Der Junge als er alt genug war begann schon
fleißig mit an zu packen, er schleppte Steine, half dort wo er
helfen konnte und keine Arbeit war ihm zu schwer. Natürlich
achtete man darauf das er sich nicht übernahm. Suna und Noran
wuchsen fast ebenso gemeinsam auf wie Drake und Aires. Beide
Kinderpaare verstanden sich gut. Sicher gab es auch zwischen den
Kindern mal Differenzen und man stritt sich, doch im großen und
ganzen vertrug man sich. Suna zeigte schon früh das sie
besondere Fähigkeiten hatte und wie Andora es sich gedacht
hatten, vergaßen die Eltern über ihrer Arbeit oftmals das die
Kleine da war, so das sie sich tatsächlich oft selbst überlassen
war. Das machte aber nichts, Klein Suna wurde dadurch recht
selbstständig. Ihre Eltern hatten inzwischen das Portalschloss
frei gelegt und dort auch einige Bücher gefunden, die sie mit
nach Hause nahmen um sie auf zu listen. Suna und Noran lernten
genauso lesen und schreiben wie andere Kinder. So das sich Suna
hier und da einige der Bücher beiseite legte die ihre Eltern
mitbrachten und begann sie zu lesen. Andora hatte die magischen
Sprüche in Abenteuer Bücher versteckt, die beide Kinder gerne
lasen. Noran las ebenso gerne wie Suna und als er von großen
Helden las die mit dem Schwert durch die Gegend zogen und schöne
Jungfrauen befreiten, wollte er ein Held werden. Wenn er hier
und da mal einen Stock nahm um damit zu kämpfen, lachte Suna
immer. Sie ging dann zu ihm und zeigte ihm die Bilder von den
Helden. „Schau mal, also mit deinen dünnen Armen wirst du kein
richtiges Schwert halten können.“ Dabei drückte sie mit einer
Hand leicht auf seine Oberarme. Noran sah ein das er körperlich
wohl kaum ein Held werden könnte, wenn er nicht stärker wurde.
Ikarus schmunzelte wenn er das sah und fragte Andora ob er die
Schulung des Kleinen übernehmen dürfe, er habe da auch schon
eine Idee wie er das machen konnte ohne das die Erwachsenen es
merken würden. Andora nickte zustimmend, machte ihn aber darauf
aufmerksam, das niemand mit bekommen dürfe das der Junge von
einem Gott im Kampf geschult würde. So geschah es als Noran
wieder mal in den Wald ging um dort Holz zu sammeln das er einen
halbnackten fremden Krieger sah der dort seine Kampfübungen
machte. Er starrte den großen Krieger an und bewunderte dessen
Muskeln. Ikarus hatte gespürt das der Junge ihn beobachtete und
ohne zu ihm zu sehen und seine Übungen zu unterbrechen sprach
er.“ Willst du das auch lernen? Doch musst du dafür den Mund
halten und darfst niemandem von mir erzählen.“ Der Kleine kam
näher. „Du siehst aus wie ein Held aus Sunas Büchern, bist du so
was?“ Ikarus schmunzelte, unterbrach seine Übungen und sah den
Kleinen dunkel an, er nickte. „Das könnte schon sein, doch komme
ich nur zu denen die es auch wirklich wollen. Die keine Mühe
scheuen zu lernen. Niemand außer dir wird mich sehen können,
also liegt es auch in deinem Interesse es keinem zu erzählen.“
Noran nickte heftig. „Ich verspreche es, ich werde keinem von
dir erzählen außer vielleicht Suna, ihr erzähle ich immer alles.
Aber sie verrät auch nichts, wir haben viele Geheimnisse
zusammen.“ Er trat näher und flüsterte Ikarus zu. „Das weiß
keiner aber sie lernt Magie aus den Büchern. Sie will mal eine
berühmte Magierin werden.“ Ikarus nickte leicht. „Also gut sie
darf es erfahren aber sonst keiner und sage ihr wenn sie fleißig
Magie lernt bekommt sie später auch mal ein Geschenk. Und wenn
du auch fleißig lernst du ebenso. Wie wäre ein besonderes
Schwert das nur für Helden gemacht ist?“ Lyam hatte bereits auf
Andoras Anweisung hin ein Schwert für den jungen Helden
geschmiedet. Ikarus hielt es auf einmal in der Hand. „Schau her,
das soll dir gehören wenn du es tragen und führen kannst. Lernst
du nicht, werden ich und das Schwert wieder verschwinden und
niemals wieder kommen.“ Mit großen staunenden Augen betrachtete
der kleine Kerl das Schwert. Ikarus hatte sich gedacht das der
Junge vielleicht noch einen Ansporn brauchte und mit diesem
Schwert hätte er den nötigen Ansporn. Von diesem Tag an, war
Noran regelmäßig jeden zweiten Tag für einige Stunden
verschwunden und außer Suna die ihn ab und zu begleitete wusste
keiner wohin er ging. Jeden zweiten Tag, deswegen weil auf der
sterblichen Welt die Zeit zweimal schneller verging als auf der
göttlichen Welt und so war es für Ikarus einfacher die Zeiten
ein zu halten. Ikarus tat aber noch mehr, er brachte auch für
Suna Bücher mit aus denen sie lernen konnte, die ihm Andora mit
gab. Auch Suna schwor niemandem etwas zu erzählen. So lernten
nun beide Kinder was sie lernen sollten. Hatte Suna zuvor nur
Zaubersprüche gelernt, so lernte sie nun das es in manchen
Welten magische Energielinien gab, die ihre Magie an den Magier
oder Zauberer abgaben. Das es Knotenpunkte gab an denen die
Magie besonders stark war und noch vieles mehr. Wie Kinder so
waren stellten sie nie in Frage das Ikarus ein Held aus den
Büchern war und waren froh das erleben zu dürfen. Was Ikarus
allerdings nicht bedacht hatte war, das auch Aires und Drake
kindliche Neugier besaßen und ihm in einem unbeobachteten Moment
folgten, sie hatten früh gelernt wie man teleportierte und
standen so auch irgendwann mit auf der Waldlichtung, auf der
Ikarus kurz zuvor erschienen war, wo ihn Noran und Suna bereits
erwarteten. Die beiden sterblichen Kinder sahen mit offenem Mund
auf die beiden Götterkinder. Noran fing sich als erster und rief
Ikarus zu. „Wer ist das? Das sind ja Kinder wie wir.“ Ikarus der
es erst jetzt merkte fluchte leise. Er sah Aires und Drake an.
„Was zum Donnerwetter macht ihr hier?“ Drake zuckte die
Schultern. „Na wir wollten sehen wo du immer hin gehst, was
sonst. Was sind das für Kinder die kennen wir ja gar nicht.“ Das
Kind war buchstäblich in den Brunnen gefallen und Ikarus am Ende
seiner Nerven. Er sah große Probleme auf sich zu kommen, als er
dort Drake und Aires stehen sah. Die Kinder waren inzwischen auf
einander zu gegangen und unterhielten sich bereits. Ikarus
wusste nicht was er tun sollte so rief er nach Andora. Die hatte
bereits das Maleur gesehen und lachte leise als sie sah wie
Ikarus sich die Haare raufte. So tauchte sie in strahlendes
Licht getaucht mit einem weißen langen Kleid auf und sah die
vier Kinder ernst an. „Stop, hört mir zu. Ich bin die Göttin des
Lichts.“ Drake nickte und flüsterte Noran zu. „Das wusste ich
bereits, schließlich ist sie unsere Lehrerin.“ Die einzige die
sie wirklich anstarrte war Suna, diese schöne Frau war für sie
der Inbegriff der Magie, sie spürte die gewaltige Macht in ihr.
Noran hingegen flüsterte zu Drake zurück. „Eure Lehrerin, wer
seid ihr?“ Drake sah ihn an. „Na Götter was sonst? Das dort ist
Andora die Lichtgöttin und der große Krieger dort ist einer
ihrer Männer. Das ist Ikarus, hat er dir nicht gesagt wie er
heißt?“ Andora hatte sich noch nie so übergangen gefühlt wie
jetzt und doch musste sie auf einmal herzhaft lachen. Ikarus sah
Andora verzweifelt an. Sie nahm ihre Lichtaura herunter und ging
auf die vier Kinder zu. Sie suchte sich einen Baumstamm auf den
sie sich setzte. „Kommt mal her ihr vier.“ Als die vier Kinder
näher traten, sah sie von einem zum anderen. „Ihr seid doch
schon sehr klug oder?“ Alle vier nickten. „Also gut, seht ihr es
gibt auch Götter.“ an Noran und Suna gerichtet. „Und es gibt
sterbliche Menschen.“ Nun an Aires und Drake gerichtet. „Wir
leben auf getrennten Welten, da es nicht gut ist das Götter und
Menschen zusammen leben. Doch wir Götter passen auf die Menschen
auf.“ Ikarus war inzwischen hinter Andora getreten und wartete
ab, mehr konnte er eh nicht tun. Noran senkte leicht den Kopf.
„Auf meine Mama habt ihr aber nicht gut aufgepasst, sie ist
gestorben.“ Andora nickte und sah Noran an. „Wie soll ich dir
das erklären, also jeder Mensch hat ein Schicksal, in dessen
Bahnen sein Leben verläuft, in den meisten Fällen entscheidet
jeder über sein Schicksal selber und in anderen Fällen ist es
vorbestimmt. Deine Mama hatte einen sehr kurzen Lebensfaden, was
heißt sie hat ihr Schicksal erfüllt, in dem sie dich bekam und
damit endete es. Da können selbst wir Götter nicht viel tun.
Stattdessen haben wir auf dich aufgepasst und als du ein Held
werden wolltest dir einen unserer besten Krieger geschickt um
dir alles bei zu bringen.“ Sie deutete auf Ikarus. „Du hast
deinen Schicksalsweg gewählt, du willst ein großer Held werden
und Ikarus wird dir alles beibringen was du dazu brauchst.“ Dann
sah sie Suna an. „Auch du hast deinen Weg bereits gewählt und
hast die Magie für dich auserkoren. Die Bücher die dir Ikarus
mitbrachte und von denen außer dir und Noran niemand etwas
wissen darf, habe ich ihm mit gegeben. Doch nun da ihr von uns
wisst, will ich noch mehr tun und dich selber schulen. Ich werde
dir alles beibringen was du wissen musst.“ Aires hatte sich
unterdessen auf Andoras Schoß gesetzt und diese hatte einen Arm
um sie gelegt. Nun richtete sie ihr Wort an Aires und Drake.
„Und euch beiden will ich sagen, durch eure Eigenmächtigkeit
habt ihr uns in Teufelsküche gebracht. Diese Welt ist noch nicht
bereit für uns Götter. Sie wissen zwar von uns, leugnen aber das
es uns gibt, sie haben gerade mal erst das Schloss gefunden und
müssen erst begreifen das wir überall sind. Aus diesem Grund
wird auf dieser Welt auch ein Held gebraucht, jemand der für die
schwachen kämpft, der alles wieder in Ordnung bringt was nicht
richtig läuft. Diese Welt birgt Gefahren die die Erwachsenen
noch nicht bemerkt haben, die aber Noran wenn er erwachsen ist
bekämpfen wird. Er und Suna sind dazu auserwählt.“ Aires die
sich an Andora schmiegte nickte, ebenso wie Drake. Aires sah
recht bedrückt aus. „Es tut uns leid, das wussten wir nicht. Wir
wollten nur wissen wohin Ikarus immer geht.“ Drake nickte nur
dazu. Er sah Andora an. „Bin ich auch etwas besonderes? Ich
meine Suna wird eine große Magierin, Noran ein großer Held und
Aires ist eine Sturmgöttin...doch was bin ich?“ Andora lächelte.
„Willst du auch etwas besonderes sein?“ Drake nickte heftig, so
das Andora ihn sanft an sah. „Als du geboren wurdest wollte dein
Vater, das du nur sein Sohn sein solltest nicht mehr und nicht
weniger, aber ich ließ für dich eine Option offen, falls du mal
etwas besonderes sein wolltest. Dein Schicksal war immer offen
du kannst selber wählen was du sein willst. Du hast gerade
gesagt Aires ist eine Sturmgöttin, das ist nicht ganz richtig,
sie ist eine Elementargöttin und zwar des Elementares der Luft,
mit dem auch Stürme kommen.“ Drake verstand und nickte. „Kann
ich auch ein Elementargott sein, so wie Aires?“ Andora nickte.
„Ja das ist möglich...für dich dachte ich wenn du es willst das
Element des Feuers. Doch dieses Element ist sehr mächtig, es
kann ganze Welten auf einen Schlag vernichten. Du müsstest
ebenso lernen damit um zu gehen wie Aires mit ihrer Luft, ihr
müsst beide verantwortungsvoll damit umgehen. Denn ein Sturm
könnte diese ganze Siedlung zum Beispiel mit einem Schlag hin
weg fegen und alle Menschen töten. Sie sterben und leben nicht
ewig so wie wir. Genauso das Feuer, einmal entfacht könnte es
ebenso die gesamte Siedlung verbrennen und eure neuen Freunde
wären tot.“ Drake nickte verstehend. „Dann käme wohl Anubis um
die Seelen zu holen.“ Andora sah ihn an. „Ja, und alles was wir
bisher erreicht haben wäre unwiederbringlich vernichtet. Ihr
seht also etwas besonderes zu sein bringt auch besondere
Verantwortung mit sich.“ Drake überlegte kurz und sah dann
Andora an. „Ich will der Elementargott des Feuers sein und ich
werde besonders aufpassen das ich nichts dummes tue.“ Andora
lächelte leicht. „So sei es, lerne fleißig damit um zu gehen und
sei dir der Verantwortung bewusst.“ Mit diesen Worten spürte
Drake auf einmal das Feuer in sich brennen, er spürte regelrecht
das Element dessen Herr er nun war. Für einen kurzen Moment sah
er Andora erschrocken an doch dann begann er es zu beherrschen,
zumindest soweit es ihm möglich war, schließlich war er noch ein
Kind. Andora sah ihn an. „Ab sofort wirst du ebenso wie Aires an
den Stunden bei Alandra teilnehmen, sie wird euch beibringen wie
ihr diese Elemente absolut beherrschen könnt.“ Die beiden
nickten. „Außerdem werdet ihr Ikarus und mich begleiten wenn wir
diese beiden Kinder unterrichten.“ Drake sah Andora an. „Dürfen
wir auch mit ihnen spielen? Werden wir dafür Zeit haben? Und
darf ich auch bei Ikarus Kampfunterricht nehmen?“ Nun musste
auch Ikarus lachen. „Ja, das darfst du.“ Andora sah die beiden
sterblichen Kinder noch mal eindringlich an. „Erzählt niemandem
davon, die Erwachsenen müssen von selber dahinter kommen, habt
ihr das verstanden? Das ist wirklich wichtig.“ Die beiden
nickten heftig. Ikarus sah Andora an. „Es gibt nur ein kleines
Problem Liebes, der Zeitunterschied. Drake und Aires werden
langsamer erwachsen werden als Noran und Suna.“ Andora nickte.
„Das ist kein Problem, denn ich werde Kronos bitten unsere Zeit
für den Ablauf, an die sterbliche Welt an zu passen und schon
laufen beide parallel. Ebenso Luzifers drei Welten. Damit
wachsen die Kinder alle gleich.“ Ikarus nickte. „Das ist eine
gute Idee und ich kann so auch jeden Tag die Kinder unterrichten
und nicht wie bisher alle zwei Tage, nach ihrer Zeitrechnung.“
Als alles soweit geklärt war, ging man zum Unterricht über. Es
hatte sogar einen Vorteil das Ikarus nun beide Knaben unterwies,
beide spornten sich gegenseitig an.
Als Drake zurück kam spürte Ethan
sofort das sich bei seinem Sohn etwas verändert hatte. Er
unterhielt sich mit Drake und als er erfuhr was geschehen war
nickte er zustimmend. So geschah wieder mal von selber was
geschehen musste. Die Zeit der Dämonenwelten als auch der
Götterwelt wurden den sterblichen Welten angepasst und würden
nun für einige Jahre parallel laufen. Andora hatte zu Aurians
Zufriedenheit das Problem gelöst das durch die Eigenmächtigkeit
der beiden Götterkinder aufgekommen war. Andora hatte gezeigt
das sie auch auf unerwartetes, besonnen und ruhig reagierte und
hatte schnell eine Lösung gefunden.
  
Kapitel 60: Die jungfräuliche Seele

Die Zeit schritt voran. Ikarus
erfuhr von Noran, das nie geklärt worden war, wer sein Vater
sei, aber das es den Bewohnern der Kolonie auch nicht wichtig
war. Man kümmerte sich halt um ihn und damit war die Sache
gegessen. Ikarus hätte ihn aufklären können unterließ es aber.
Die Kinder lernten fleißig und Andora hatte für Suna einen Stab
ähnlich dem den Elorien mal bekommen hatte bei Lyam in Auftrag
gegeben. Sie selber setzte die Zauberkräfte die der Stab
brauchte in ihn und obenauf eine Kugel die besondere magische
Fähigkeiten haben würde. Noch war nicht geklärt wie die Kinder
später den Erwachsenen erklären sollten woher sie die beiden
Dinge hatten, aber dafür war auch noch Zeit wenn es mal soweit
sein sollte. Zwischen den vier Kindern begann sich eine tiefe
Freundschaft zu entwickeln, so unterschiedlich sie auch waren.
Drake und Aires begannen ihre Elementarkräfte immer mehr zu
beherrschen so das Aires auch mal wütend werden konnte ohne das
man Angst haben musste das sie Bäume entwurzelte. Drake ging
sogar noch bedächtiger vor, irgendwie war er sich der
Verantwortung bewusst, die er nun trug. Aber er trug sie mit
stolz. Sunas magische Kräfte stiegen mit jedem Jahr das verging,
ohne das die Erwachsenen davon überhaupt etwas mit bekamen.
Andora unterrichtete sie und brachte ihr selbst die
grundsätzlichsten Dinge der Magie bei, die ein Sterblicher
beherrschen konnte. Norans einst dünne Arme wurden muskulöser
und langsam fühlte er bereits das er darauf zu ging ein Krieger
zu werden. Je mehr Fertigkeiten er lernte, je stärker sein
Körper wurde um so verbissener trainierte er, das selbst Ikarus
dem ab und zu mal einen Riegel vorschieben musste damit er sich
nicht selbst überforderte. Der Junge war schnell, geschickt und
stark. Drake wollte ihm natürlich nicht nach stehen und
trainierte ebenso hart, so das auch sein Körper sich
entwickelte. Die sterblichen Kinder gewöhnten sich sogar an den
großen Löwen der Ikarus meistens begleitete. Allerdings sprach
Leo hier nicht, er wollte die Kinder nicht erschrecken. Die Zeit
schritt weiter voran und dann kam der Tag den Ikarus am meisten
gefürchtet hatte, die Kinder kamen in die Pubertät, aus den
Kindern wurden Teenager. Ikarus erfuhr es von Leo, weil dieser
ihm mitteilte, das es darauf zugehen würde, das die Verbindung
zwischen ihnen und den beiden Kindern sich auflösen würde, weil
die Jungen bereits begannen Interesse an den Mädchen zu
entwickeln. Das sie die beiden nun nicht nur als Freundinnen
sahen sondern auch als potenzielle Bettgefährten. Ikarus
beobachtete das die Jungen immer mal versuchten einen Blick zu
erhaschen wenn die Mädchen mal mehr zeigten als geplant war. Er
sah das gekichere und auch die bewundernden Blicke der beiden
Mädchen wenn sie sich die Jungen ansahen. Die Jungen waren nicht
anders als andere pubertierende Teenager und stellten sich dann
auch schon mal in Pose, es natürlich wie unabsichtlich aussehend
lassen. Es begann das typische Imponiergehabe. Ikarus
verzweifelte fast, während Andora sich darüber amüsierte. Er
wurde nun von den Jungen mit Fragen gelöchert, die nichts mit
dem Training zu tun hatten, sondern sich um Mädchen drehten.
Ethan der es ebenfalls beobachtete grinste, er war froh das
Drake nicht ihn damit löcherte und ging davon aus das Ikarus das
schon gut machen würde. Sunas Eltern hatten inzwischen heraus
gefunden das man den vermeintlich etliche hundert Jahre alte
Teleportationspalast wieder aktivieren konnte, die Frage war nur
wie. Sie hatten dazu ja auch „nur“ gute zehn Jahre benötigt.
Inzwischen waren die Kinder siebzehn geworden. Während die
Eltern noch rätselten wie man das Portal aktivieren konnte, sie
knieten sich gerade über den Kreis am Boden trat Suna zu ihnen.
„Seht euch das ganze von oben an. Dann seht ihr wie es
funktioniert.“ Die beiden sahen ihre Tochter an, erst jetzt fiel
ihnen auf das aus dem Kind eine junge Frau geworden war, die
einen Stab in der Hand trug den sie auf dem Boden aufstützte.
Ihre Mutter wollte sich den Stab genauer ansehen doch Suna zog
ihn zurück. „Nein Mutter...du wüsstest nicht mit ihm um zu gehen
und könntest damit ein großes Unheil anrichten.“ Dieser Satz von
Luna, gab schließlich den Ausschlag das Andora wusste wie sie
das Unheil auf diese Welt und in welcher Form bringen konnte.
Sie fragte Ikarus ob Noran schon so weit war den Kampf auf zu
nehmen. Ikarus nickte. „Also grundsätzlich schon, wenn ich auch
finde das er noch wenig zu jung ist und bedenke bei deinem Plan
das die beiden Sterblichen nicht alleine dagegen antreten
werden, sondern unsere beiden jungen Götter ebenso. Denn du
glaubst doch nicht das die beiden sich davon abhalten lassen
ihren Freunden zu helfen.“ Andora nickte, daran hatte sie auch
schon gedacht. Sie wusste das ein Verbot hier nichts nutzen
würde, die beiden würden dennoch tun was sie für richtig
hielten. Der Plan Luzifer und seine Dämonen ein zu beziehen war
hinfällig geworden, da Drake und Aires Luzifer kannten. Hilfe
kam von unerwarteter Seite, nämlich von Leander. Er erzählte ihr
von der Sache als er mal für Aurian ein Ungeheuer spielen
musste, das selbst gegen göttliche Kräfte immun war. Andora
dachte nach. Fleur konnte nur gutartige Geschöpfe erschaffen.
Dann fiel ihr Berana ein und sie fragte Luzifer was sie die
ganzen Jahre gemacht habe und erklärte ihm das Problem das sie
hatte. Luzifer nickte. „Verstehe ich das richtig? Du brauchst
ein Ungeheuer das aber auch gegen göttliche Kräfte immun ist?
Also das ist unmöglich, denn sollte es außer Kontrolle geraten
könnte es keiner mehr stoppen und deine Helden noch weniger.
Außerdem könnte auch Berana solch ein Wesen nicht erschaffen und
das ist auch gut so. Doch hätte ich etwas anderes für dich,
erinnerst du dich noch an die Wölfe die sie als Kind erschaffen
hat? Nun jedenfalls hat sie die weiter entwickelt und nun sind
es Werkreaturen.“ Andora sah Luzifer fragend an. „Was sind
Werkreaturen?“ Er schmunzelte. „Na Werwölfe, halb Dämon und halb
Wolf. Allerdings haben sie einen Makel, am Tag sind es Dämonen
und nur in den Vollmondnächten sehr sehr große Wölfe.“ Andora
sah ihn entsetzt an. „Das ist jetzt nicht dein Ernst. Können sie
sich fortpflanzen?“ Luzifer schüttelte den Kopf. „Nein das
nicht....also ich will die Viecher eh langsam los werden und
Berana hat bereits ein neues Experiment im Auge. Übrigens hat
sie sich gemacht, sie ist bei aller Boshaftigkeit inzwischen
wenigstens vernünftig geworden und denkt vorher nach bevor sie
etwas tut. Ach, sie und Araziel haben sich gefunden, so kann
Anatol ruhig schlafen.“ Andora nickte. „Ja klar wer´s glaubt,
bis ihm Aphrodite wieder einfällt. Aber egal das ist jetzt
nebensächlich. Können diese Viecher getötet werden und wenn ja,
wie?“ Luzifer sah sie nachdenklich an. „Ja können sie. Also noch
mal zum mitschreiben...du hast zwei junge Helden, einen Krieger
und eine Magierin die beide noch feucht hinter den Ohren sind.
Hinzu kommen die beiden Elementargötter Luft und Feuer, die sich
wahrscheinlich einmischen werden, aber ebenso noch grüne Farbe
hinter den Ohren haben und mit bedacht werden müssen. Dann
brauchst du einen Feind den sie bekämpfen können, ist das soweit
richtig?“ Andora nickte. „Ja das ist soweit richtig und ich
hoffte du könntest mir helfen.“ Luzifer nickte. „Ja ich kann dir
helfen, was bekomme ich für meine Hilfe?“ Sie sah ihn überrascht
an. „Du willst dafür etwas haben?“ Luzifer nickte. „Hallo...
schon vergessen? Ich bin ein Dämon und so gerne ich dich habe,
aber Bezahlung muss sein. Ich würde mein Gesicht verlieren wenn
ich nichts verlangen würde.“ Wie üblich standen Ares und Ikarus
in der Nähe, beide drehten sich um als sie Andoras Gesicht sahen
und lachten leise. Luzifer sah an Andora vorbei und die beiden
Götter an und musste sich auch das Lachen verkneifen. Dann sah
er Andora wieder abwartend an. Sie blickte immer noch
überrascht. „Also gut was willst du denn als Bezahlung haben?“
Er nickte zufrieden. „Einen Gefallen..“ Andora schüttelte den
Kopf. „Vergiss es, wer weiß was das für ein Gefallen sein wird.
Nein also das kommt nicht in Frage, definiere klar was du
willst, ich will wissen auf was ich mich einlasse.“ Luzifer
nickte. „Also gut, es könnte sein das ich mal deine Lichtkräfte
brauche, denn Beranas neues Experiment ist nicht ungefährlich
und wenn es in die Hose geht, könnten nur deine Lichtkräfte das
schlimmste verhüten.“ Andora sah ihn misstrauisch an, was Ares
und Ikarus abermals zum lachen brachte. Ikarus meinte dann unter
lachen. „Na gib ihm schon was er verlangt, wir werden dich
beschützen wenn er etwas im Schilde führen sollte.“ Nun konnte
Luzifer nicht mehr und lachte nun auch laut heraus. „Kleines du
musst keine Sorgte haben, es ist wirklich so wie ich es sage.
Beranas Experiment könnte aus dem Ruder laufen und dann kann nur
dein Licht das Ergebnis vernichten.“ Sie sah von einem zum
anderen und nickte dann. „Also gut du hast mein Wort, wenn du
mir hilfst helfe ich dir auch.“ Luzifer grinste frech.
„Besiegeln wir den Vertrag mit einigen gemeinsamen Stunden im
Bett?“ Nun blickte Andora ihn empört an. „Also das ist die
Höhe.“ Luzifer zuckte frech grinsend mit der Schulter. „Na ein
Versuch war es wert, hätte ja klappen können.“ Dann wurde er
ernst. „Also gut so sieht mein Plan aus...denn ich gehe mal
davon aus den jungen Helden soll nichts passieren, oder?“ Andora
nickte, dann erklärte ihr Luzifer seinen Plan bezog auch ihre
Anregungen mit ein und nach wenigen Stunden stand der Plan.
Ikarus Einwand das die beiden noch sehr jung wären, bedachte man
und wollte so noch einige Jahre warten, zumindest bis sie auf
einem anderen Gebiet ihre ersten Erfahrungen gemacht hatten. Nun
zumindest dachten die Erwachsenen das die jungen Leute bis dahin
nur geguckt und gekichert hatten, was auch bei drei von ihnen
zutraf, aber bei Drake nicht. Der war nämlich trotz aller
Prognosen erst mal zu Riana gegangen und da diese schon in der
Vergangenheit viele junge Männer in die Liebe eingeführt hatte,
tat sie es auch hier, auch ohne erst die Eltern zu fragen. In
Drake kamen alle Erbanlagen zum tragen die er von Ethan,
Lazarus, Athene und Brianna mit bekommen hatte, sprich der Junge
hatte eine recht starke Libido und die hatte ihn zu Riana
geführt, da Aires ihn bis auf einige Küsse noch nicht an sich
heran lassen wollte. Hinzu kam noch das Element des Feuer das
seine Libido auch noch schürte. Woran er allerdings nicht
gedacht hatte, war das er damit die Verbindung zwischen sich und
Leo löste und dieser Ikarus darüber aufklärte das der Junge
seine ersten Erfahrungen mit Frauen gemacht hatte. Bei Noran sah
es anders aus, er hätte auch schon gerne mal seine ersten
Versuche gestartet, doch Suna war noch schlimmer als Aires, sie
ließ zwar zu das er sie mal in den Arm nahm und auch an sich
drückte, doch küssen lassen wollte sie sich nicht. Ikarus nun
hellhörig geworden, passte auf das er Suna keine Gewalt antat,
denn damit würde man das alte seelische Trauma wieder hervor
holen das sie aus ihrem ersten Leben hatte. So sprach er mit
Riana und fragte sie ob sie es vielleicht auch mal mit einem
sterblichen Jungen versuchen könnte, der dazu noch Eros Sohn
war. Riana hatte damit keine Probleme und so verführte sie den
Jungen als er wieder mal im Wald seine Übungen machte. Machte
ihm aber auch klar, das er sich nicht in sie verlieben sollte,
da sie eine Göttin war die mit jedem ins Bett ging. Noran hatte
aber bereits sein Herz an Suna verloren und so konnte er das
auch aus vollem Herzen versprechen. Noran nahm also was Riana
ihm bot und hielt sein Herz für Suna frei. Allerdings waren die
Sterblichen nicht wie die Götter und als Suna erfuhr das Noran
mit einer anderen geschlafen hatte, wollte sie sich schon ganz
vom ihm abwenden. Doch hier half Aires und machte Suna klar, das
die Kerle nun mal so waren und sie sollte froh sein das wenn sie
das erste mal mit Noran schlafen würde, er zumindest wüsste wo
es lang ging und es so nicht zum Debakel würde. Sie erklärte ihr
das sie von Riana nichts zu befürchten hatte, weil diese sehr
schnell das Interesse an einem Mann verlor, wenn sie ihn einmal
gehabt hatte. Zudem Riana auch Drake in die Liebe eingeführt
habe und sie nicht so einen Aufstand deswegen machen würde. Sie
sähe es so, die beiden heißen Jungs hätten ihr erstes mal hinter
sich, was ihnen zugute kommen würde, wenn sie sich dazu
entschließen sollten, es auch mal zu versuchen, außerdem würden
sie sie beide so wenigstens erst mal damit noch in Ruhe lassen.
Sie sah Suna an. „Er wird es weiter bei dir versuchen, glaub
mir, er liebt dich und keine andere. Ich persönlich finde es
gut, weil sie uns dadurch nicht so nachdrücklich bedrängen, was
sie mit Sicherheit tun würden, wenn sie sich nicht ab und zu
Luft machen könnten.“ Suna nickte dazu. „Warum willst du es noch
nicht? Ich habe Angst davor und irgendwie habe ich das Gefühl
das ich das eigentlich sogar überhaupt nicht will.“ Nun sah
Aires Suna erstaunt an. „Du willst es gar nicht? Liebst du ihn
denn nicht? Also wenn du ihn ewig abweist, wird er gehen das ist
so klar wie nur irgendwas. Sie lassen sich noch hinhalten, vor
allem da sie erst mal bekommen was sie wollen, wenn auch nicht
von uns, aber gar nicht? Liebes damit vertreibst du ihn, dann
wird er sich eine andere suchen.“ Suna nickte und weinte leise.
„Ich weiß, doch ist da irgendwie eine innere Abneigung, ich kann
es nicht erklären. Ich liebe ihn wirklich, doch...“ Aires nahm
ihre Freundin in den Arm und versuchte sie zu trösten. Sie nahm
sich vor mal Andora zu fragen was mit Suna los sei, das sie noch
nicht wollte, war ja in Ordnung, aber gar nicht, kam ihr komisch
vor. Die jungen Leute wussten ja nicht das Suna die einstige
jungfräuliche Göttin und somit ihre Seele nach wie vor damit
belastet war. Als Aires Andora danach fragte, gab diese zwar zu,
zu wissen was es war, sagte es ihr aber aus guten Gründen nicht.
Andora war immer noch der Meinung das es falsch gewesen sei,
Sunas Seele gegen ihren Willen zur Wiedergeburt frei zu geben,
doch nun war es einmal geschehen und man konnte nur das beste
hoffen. Ikarus sah nun auch die Probleme die die einstige
jungfräuliche Seele mit sich brachte. Wobei Leo ihm sagte, das
sie sich keine Sorgen zu machen bräuchten, es würde schon alles
so kommen wie es kommen musste, ansonsten hätte Aurian wohl
nicht befürwortet das man Sunas Seele frei gab. Sorgen machte
man sich dennoch.
  
 
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