Kapitel 31: Luzifer


 

Da Luzifer nun einmal da war, wollte Ikarus ihn näher kennen lernen. Er traute diesem Dämonenprinzen zwar nicht, doch schien der nicht unvernünftig zu sein. Andora hatte sich erst mal wieder abgeregt und versuchte nun in die alternativen Zukünfte zu sehen, zum einen wenn sie ihn weiter gefangen halten würden, zum anderen was wäre wenn man ihn wieder frei ließ. Merkwürdigerweise erschien ganz klar was passieren könnte wenn sie ihn gefangen halten würden. Wie Luzifer schon sagte, Sephirot würde die unschuldige moderne Welt angreifen und mit seinen Dämonen überfluten, sofern sie ihn nicht aufhalten würden. Dabei gab es nur ein Problem, in dieser Zukunft würde es diesmal nicht nur tote Dämonen geben, sondern auch tote Götter. Merkwürdig war aber die Zukunft wenn sie ihn frei lassen würden, die Welt würde zwar nicht angegriffen und es würde zu keinem Kampf kommen, doch irgendwie war alles andere verschwommen, es änderte sich laufend, als wäre dort noch eine andere Zukunft versteckt. Andora fand es merkwürdig...das hatte sie noch nie gehabt. Sie rief Kronos zu sich und bat ihn mal in diese Zukunft zu sehen. Er verschwand auch sofort und kam Sekunden später wieder, den Kopf schüttelnd. „Ich kann es nicht, es ändert sich laufend. Mal freundet sich Ikarus mit ihm an, dann wieder kehrt er an die Seite seines Vaters zurück, dann wiederum...“ er stockte, „ ..gehst du sogar mit ihm ins Bett, es ist als hätte dieser Pfad etliche Abweichungen. So ist nicht klar ersichtlich was tatsächlich geschehen könnte und wird. Nur eines ist sicher, wenn er gefangen bleibt, kommt es zum Krieg.“ Andora nickte. „Das habe ich befürchtet. Das die drei aber auch nicht hören können, verdammt.“ Sie bat Dion auf den Prinzen auf zu passen und rief die anderen drei, ebenso wie Ikarus und Ares zu sich. Sie sah alle an. „Euch zu strafen wäre sinnlos, ich wüsste auch nicht wie.....aber ich habe etwas anderes für euch. Wenn ich sage tut es nicht, dann haltet euch daran. Ihr wisst das ich so gut wie unfehlbar bin wenn es um gewisse Entscheidungen geht. Ich habe euch mit einleuchtenden Argumenten klar machen wollen das es eine …SCHEISS Idee ist...ihn zu entführen. Ihr habt nicht gehört, in Ordnung nun seht die Konsequenzen.“ Damit öffnete sie eine Art Fenster wie es Aurian früher schon oft getan hatte und deutete darauf. Was die Männer nun zu sehen bekamen....ließ sie blass werden. Vor allem als sie sahen das Götter starben und wer. Ares sah unter anderem seinen eigenen Tod und weinte, Leander und auch Ikarus schrien auf als sie es sahen. Ikarus legte sofort einen Arm um seinen besten Freund. Ethan sah Andora an und sah nun ihr ungerührtes und eiskaltes Gesicht und wie sie auf das Fenster deutete. „Das habt ihr zu verantworten. Das ist eure Schuld die ihr da auf euch ladet. Ich kann euch nur eins sagen.....lasst Luzifer frei und zwar schnell. Bevor Sephirot zum Angriff bläst. Denn tut ihr es nicht....werden Götter sterben oder diese Welt dort untergehen, mit Mann und Maus.“ Leander war schon aufgesprungen. „Ich werde nicht zulassen das mein Sohn oder auch die anderen sterben. Ich werde ihn freilassen. Das ist es nicht wert.“ Er sah Andora an. „Es tut mir leid. Wir dachten....das...“ Andora winkte ab. „Es muss sich keiner entschuldigen, vielleicht war es auch gut so, damit ihr sehen könnt, das wenn ich eine Entscheidung treffe und sie sogar noch begründe, das ich dafür wahrhaftig meine guten Gründe habe. Hier und da weiß ich auch nicht was durch meine Entscheidungen entsteht, aber ich trage dann die Verantwortung und kein anderer. Ich stehe dafür gerade...doch könnt ihr das auch?“ Damit drehte sie sich herum und verließ das Zimmer. Das Fenster schloss sich. Die Männer sahen ihr nach und Ethan schnaufte. „Himmel das Mädel hat Courage und wir waren dämlich. Wir haben nie an Aurians Entscheidungen gezweifelt....doch hier waren wir blind. Wir maßten uns an, es besser zu wissen als die Göttin des Lichts. Verdammt wir sollten wirklich nicht vergessen, das man sie nicht mit normalen Maßstäben messen kann. Ich sage euch was, ich werde niemals wieder an ihren Entscheidungen zweifeln.“ Alle anderen nickten nur zustimmend, sie hatten jeder für sich die gleiche Erkenntnis gezogen. So verschwanden sie um Luzifer frei zu lassen, wie Andora es gesagt hatte. Sie öffneten die Höhle in dem sie den Zauber lösten. Ikarus nickte Luzifer zu. „Du bist frei und kannst gehen.“ Luzifer lächelte und trat aus der Höhle heraus. „Ich wusste das es nicht lange dauern würde und wie man sieht hatte ich recht. Welchem Umstand habe ich das zu verdanken?“ Ethan seufzte. „Andora, sie hat uns geraten dich frei zu lassen.“ Luzifer nickte. „Nun ihr hat es ja von Anfang an nicht gefallen, wie ich ihren Worten entnehmen konnte. Doch ich werde nicht gehen, ihr müsst mich schon raus werfen. Allerdings wäre ich zu einem Handel bereit. Ihr wisst sicherlich das, wenn ich diese Welt hier verlasse, sie nie wieder betreten kann, es sei denn ein Gott öffnet sie mir. Doch mir gefällt es hier, ich würde mich gerne ein wenig hier umsehen. Wenn ihr mir also einen Dauerpassierschein geben würdet, würde ich dafür sorgen das mein Erzeuger niemals erfährt das ich hier her komme, noch das ihr mich gefangen genommen hattet. Er kann tun was er will und ich hätte eine Alternative dazu Prinz spielen zu müssen.“ Ethan sah Ikarus fragend an, der zuckte mit den Schultern. „Das sollte Andora entscheiden, wir wissen nicht wie die alternativen sind, wenn wir sie nicht mit dem Problem konfrontieren.“ Ethan nickte und bat so Andora zu kommen. Als sie erschien sah sie Luzifer an und dann die anderen. „Er ist ja immer noch da.“ Man erklärte ihr das Problem und sie sah Luzifer an. „ Das klingt wie Erpressung und eine Göttin des Lichts lässt sich nicht erpressen. Du übersiehst etwas, ebenso wie die Männer dich her gebracht haben, können sie dich auch wieder von hier entfernen. Also wenn du nichts besseres zu bieten hast, werde ich sie anweisen dich hinaus zu begleiten.“ Luzifer sah Andora an, er trat näher. Sie hielt seinem Blick stand und wich keinen Deut von ihrem Platz ab. „Also was ist?“ Ikarus trat hinter Andora und legte seine Arme um sie, wie um Luzifer zu zeigen, zu wem sie gehörte. Der Dämonenprinz nickte kurz und sah Ikarus an. „Das dachte ich mir fast.“ Dann sah er Andora wieder an. „Also gut verhandeln wir. Ich wäre bereit...sagen wir gewisse Geheimnisse die mein Erzeuger hütet aus versehen hier preis zu geben. Als Gegenleistung verlange ich nur einen Dauerpassierschein um hier her kommen zu können.“ Andora nickte leicht. „Soweit so gut...doch gibt es einige Bedingungen die grundsätzlich auf der Welt der Götter herrschen, erstens, es werden hier keine Kämpfe auf Leben und Tod ausgetragen. Zweitens, auch bei uns gibt es ein Dorf der Sterblichen, diese Menschen werden nicht angerührt. Drittens, auf Verrat steht die Verbannung, in deinem Fall würde es bedeuten dein Passierschein wäre hinfällig.“ Luzifer hatte es sich ruhig an gehört und nickte bei jedem Punkt. „Damit kann ich leben.“ Andora sah ihn ruhig an. „Dein Passierschein wäre nicht übertragbar, er kann weder von Erebos, noch Sephirot, noch von irgendeinem anderen genutzt werden, sondern nur von dir.“ Luzifer nickte wieder. „Ich hatte auch nicht vor ihn irgendeinem anderen zu überlassen. Ich habe allerdings auch eine Bedingung, ich darf mich uneingeschränkt überall hin bewegen, solange ich deine Bedingungen respektiere.“ Ikarus flüsterte ihr noch etwas ins Ohr, sie nickte und sah Luzifer ruhig an. „Ja bis auf eine Ausnahme, der Trainingsplatz ist für dich tabu und damit du nicht in Versuchung gerätst, wird er vor dir geschützt werden.“ Luzifer grinste Ikarus an und nickte dann, während er anschließend Andora wieder ansah. „Einverstanden.“ Andora reichte ihm ein Amulett. „Dieses Amulett ist für jeden anderen Dämon , als auch für Erebos unsichtbar, es wird dich weder verletzen noch töten. Doch es öffnet dir den Zugang zu Welt der Götter. Wie gesagt solltest du gegen eine meiner Bedingungen verstoßen, wird es sich auflösen und diese Welt wird für dich fort an nicht mehr betretbar sein.“ Einen Moment sah Luzifer misstrauisch auf das Amulett, dann sah er Andora in die Augen, dann nahm er es. „Nun werde ich zu meinem Erzeuger zurück kehren, doch rechnet damit das ich morgen wieder da bin.“ Er nickte noch mal allen zu, dann war er verschwunden. Ethan, Leander und Iron sahen Andora betreten an. Doch sie lächelte sanft. „Macht euch keinen Kopf...das Unheil ist abgewendet. Hinzu kommt das eure Aktion ja doch noch was gutes hatte. Wir werden einiges über Sephirot erfahren, das wir nur durch beobachten, nicht erfahren hätten. Allerdings habe ich auch eine Aufgabe für euch. Beobachtet ihn. Ich will nicht das er hier unbeaufsichtigt herum streunt. Wir dürfen nicht vergessen, so freundlich er auch scheinen mag, er ist ein Dämon und nicht irgendein Dämon. Und Spionage funktioniert in zwei Richtungen. Nicht das er seinem Vater noch etwas von uns erzählt. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, in diesem Fall zumindest.“ Die drei, froh ihren Fehler wieder gut machen zu können, nickten heftig. Etwas zu sagen trauten sie sich jetzt nicht. Sephirot hatte noch nicht mal gemerkt das sein Sohn nicht da gewesen war und Luzifer würde schweigen.

Wie Luzifer es gesagt hatte war er am frühen Morgen wieder da. Sofort heftete sich einer der drei Götter unsichtbar an seine Fersen. Luzifer rührte wirklich nichts an sondern sah sich lediglich um, doch traf er auch so auf den Palast. Der ihn bewachende Gott fragte sofort geistig bei Andora nach ob er ihm den Zutritt gestatten sollte. Andora gab die Erlaubnis, allerdings sollten sie darauf achten das er nicht rein zufällig die wahre Bedeutung des Palastes entdeckte und das Portal benutzen würde, denn das wäre fatal. Luzifer sah sich im Thronsaal um und als er den Thron und die Statuen darum sah, zählte er eins und eins zusammen. Er nickte, er begriff das um den Thron die Schutzgötter standen, die wohl denjenigen schützen würden, der normalerweise auf diesem Thron saß und wer das war, war ihm schon lange klar geworden. Dann betrat er die Bibliothek und sah nun die Massen von Bücher und konnte sehen das hier und dort immer noch neue hinzukamen. Er sah aber auch das goldene Buch das auf einem Lesepodest lag. Er schritt darauf zu und öffnete es. Sein Vater besaß zwar eine Abschrift, doch hatte er ihn nie darin lesen lassen. Nun begann er dieses hier zu studieren. Der ihn bewachende Gott rechnete damit das er versuchen würde es zu stehlen. Doch das tat er nicht. Stunde um Stunde saß Luzifer dort und las alles über die Entstehung des alten Universums, über die Geister der Ewigkeit, ebenso wie über den Untergang dieses Universums. Dann wie das neue entstand und Aurian irgendwann abtrat um ihren Platz für Viola frei zu geben, ebenso das diese versagte und dann Andora an ihre Stelle trat. Nun kannte er die Hierarchie der Götter, er wusste nun das Andora die Führerin war, ebenso das Ikarus ihr Gefährte als auch ihr Heerführer war. Es dauerte Tage bis Luzifer alles gelesen hatte, er ging Abends und kam Morgens wieder. Er bewies Geduld. Als er fertig war saß er dort und dachte nach. Anschließend erhob er sich um den Rest des Palastes zu sehen und kam so auch in den Raum der aussah wie eine Bernsteinhöhle. Er trat auf die beiden Särge zu, die unmittelbar hinter dem Eingang in der Mitte des großen Raumes standen. Dann sah er die vielen Nischen, in denen sich weitere Särge befanden. Leise murmelte er: „Sollte es wirklich irgendwann auf den Endkampf hinaus laufen, müsste mein Alter damit rechnen, das er es nicht nur mit den lebenden Göttern zu tun bekommt. Ich könnte mir vorstellen, das diese hier auch erscheinen und in den Kampf eingreifen.“ Während er sich noch weiter umsah, immer noch vor den beiden Särgen stehend, erschien ein Licht und darin eingehüllt Aurians Geist. Er erschrak und sprang zurück. Aurian sah ihn ruhig an. „Du hast recht, wir würden nicht kampflos zusehen wie man unsere Götter tötet, allerdings wäre es ein sehr kurzer Kampf, der das Ende deines Vaters bedeuten würde und möglicherweise auch dein Ende. Junger Dämonenprinz, was hast du vor und denk daran vor mir kann man nichts geheim halten.“ Luzifer sah sie an. „Du bist Aurian nehme ich an, die Herrin und Beherrscherin des Universums.“ Aurian nickte leicht, sah ihn aber weiterhin abwartend an. Er seufzte. „Nun ja...wie soll ich sagen. Ich weiß und es ist mir durchaus klar, das ich niemals zu den Göttern gehören werde. Ich bin wohl die Pest unter den Wesen des Universums. Ein Dämon, aber ich will das nicht sein. Ich wurde von dem Wesen gezeugt das ich am meisten hasse. Ja ja...eigentlich müsste ich die junge Herrin hassen, doch das tue ich nicht. Ich bin nicht wie mein Vater...ich bin nicht so grausam, so eiskalt wie er. Und noch weniger bin ich das was er in mir sehen will. Ich weiß das die Götter unsere Galaxie überwachen, ich sehe sie zwar nicht, doch ich kann ihre Anwesenheit spüren. Mein Leben....wenn man es mal so nennen will, begann hier auf dieser Welt und mein Erzeuger hat eines nicht bedacht. Ebenso wie die Finsternis Einfluss auf die Götter des Lichts nimmt, nahm diese Welt hier als ich geboren wurde Einfluss auf mich. Alleine schon deswegen, werde ich niemals so sein wie er. Er sollte sich einen neuen Kronprinzen aussuchen und mich gehen lassen.“ Luzifer lachte. „Doch die meisten von ihm gezeugten Dämonen haben nicht mal soviel Gehirn das sie eine Falle nicht mal sehen würden, wenn sie deutlich vor ihnen steht, sie laufen hinein. Er zwang mich ebenso wie er weitere Dämonen zu zeugen, doch auch diese...allerdings mit meiner Hilfe, sind ebenso dämlich. Ich gebe zu ich habe meinen Alten selbst da schon betrogen, denn meine Nachkommen hätten alle absolut das Potenzial gehabt klug zu sein....doch er soll ja auf die Fresse fliegen, er soll ja das nachsehen haben. Ich will nicht das er so stark wird, das er den Göttern tatsächlich schaden könnte. Also sabotiere ich ihn wo ich kann.“ Aurian sah ihn weiterhin ruhig an. „Du würdest ihn also töten wenn du könntest?“ Luzifer nickte. „Ja und das sogar mit wahrer Hingabe. Weißt du eine Frage hat mich immer beschäftigt, warum hast du ihn erschaffen und ihn auf das Universum los gelassen?“ Aurian lächelte. „Du bist nicht dumm...liegt das nicht klar auf der Hand? Ist das nicht recht offensichtlich? Sieh mal....Licht und Finsternis, oder auch Ordnung und Chaos müssen Hand in Hand gehen. Gibt es nur eins davon....bleibt die Zeit stehen, es verändert sich nichts mehr, es geht nicht weiter. Selbst die dunklen Götter, haben sich dem Licht angeschlossen, obwohl sie Chaos und Finsternis verbreiten sollten. Sie taten es nicht, selbst sie fanden die Ordnung sehr ..bequem. Doch dadurch blieb alles stehen, das einzige das sich noch tat, war das ab und zu mal neue Götter geboren wurden. Doch ansonsten geschah nichts. Sie erfüllten die Gebete die man an sie richtete und selbst ich wurde gezwungen, Unheil zu verbreiten damit es überhaupt mal welches gab. Das wollte ich der neuen Lichtgöttin nicht zumuten...obwohl sie wohl wesentlich skrupelloser als ich war, ist. Ich gab Erebos den Anstoß deinen Erzeuger frei zu lassen, in der Hoffnung das Andora handeln würde und sie enttäuschte mich nicht, sie verbannte ihn. Nun auf sich gestellt muss er diesen Weg weiter gehen und ich hoffe darauf das er seinem Vater Ehre machen wird und das im negativen Sinne. Noch ist er bei weitem nicht soweit und ich gehe mal davon aus er wird es auch nie sein, er war schon zu lange dem Licht ausgesetzt. Doch eventuell sein Nachkomme, denn er wurde in der finsteren Aura dieser Galaxie geboren. Ich rechne damit das er Erebos von seinem Thron stoßen wird und ebenso auch deinen Vater, das er die Dämonen übernehmen wird und ich hoffe klug genug ist sie entsprechend zu führen. Sephirot hat noch zu viel Chaos in sich, ebenso auch Erebos, doch eine Verbindung zwischen beiden könnte das Blatt wenden. Erebos hat bereits einen Halbdämonen gezeugt. Er wächst langsam heran. Wenn dieser junge Halbdämon, der aus der Verbindung entstanden ist, von Erebos und Sephirots Tochter, alt genug sein wird um den Platz von Erebos als auch Sephirot ein zu nehmen, werde ich dir die Möglichkeit geben, beide töten zu können. Doch dann musst du diesen jungen Mann schützen, bist du dazu bereit?“ Luzifer ließ sich das ganze durch den Kopf gehen, während Aurian ruhig abwartete. Er sah sie an. „Was habe ich davon? Warum sollte ich sie nicht führen können?“ Aurian lächelte. „Weil du wie du selber erkannt hast, nicht so bist wie dein Vater, du bist bereits verdorben. Das Licht hat dich bereits infiziert.“ Luzifer nickte leicht. „Doch was wäre mein Lohn? Was habe ich davon?“ Aurian sah ihn sanft an. „Was wünscht du dir?“ Luzifer atmete noch mal ruhig ein, dann antwortete er. „Einen göttlichen Sohn. Einen Sohn geboren vom reinen Licht.“ Aurian lachte leise. „Du bist waghalsig junger Dämonenprinz. Dir ist klar wer diesen Sohn zur Welt bringen müsste? Bist du sicher das du dich mit ihrem Beschützer anlegen willst?“ Luzifer sah Aurian gelassen an. „Ja das ist mir absolut klar, doch denke ich das sie ebenso wie ihr Beschützer klar erkennen werden welchen Vorteil es haben wird, denn sie hassen Sephirot ebenso wie ich. Zudem will ich sie nicht für mich haben, sie soll lediglich meinen Sohn zur Welt bringen, einen Sohn aus der Dämonendynastie, als auch aus dem reinen Licht geboren. Ich könnte mir vorstellen, wenn man diesen Knaben richtig anweist und richtig trainiert, der die Kraft von beidem in sich tragen würde, das er unschlagbar wäre. Das wäre ein Sohn wie ich ihn will.“ Aurian nickte verstehend. „Ist dir auch klar das du ein Wanderer zwischen zwei Welten wärst? Nirgendwo richtig zu Hause, du würdest keine feste Heimat mehr haben, denn du würdest zwischen deiner Pflicht dem jungen Halbdämonen der auf der Welt deines Vaters lebt und deinem eigenen Sohn immer hin und her gerissen werden. Hinzu kommt, das du damit rechnen müsstest, das dein Licht geborener Sohn sich irgendwann gegen den jungen Halbdämonen stellen würde und dann käme es zu einem Kampf den man noch nie gesehen hätte. Bist du dir der Konsequenzen bewusst? Denk darüber in Ruhe nach. Entscheide es nicht jetzt und hier. Denk immer daran du hast etliche Jahrtausende Zeit.“ Dann verschwand Aurian. Als die beiden begonnen hatten mit einander zu reden, hatte der wach habende Gott die anderen gerufen und sie hatten ebenso alles mit bekommen.

Ikarus tobte anschließend, er wusste ebenso wie die anderen, wer damit gemeint war, der den Licht geborenen Sohn zur Welt bringen müsste. „Niemals......ich werde niemals zulassen das er Andora auch nur anrührt. Niemals.“ Andora sah ihn gelassen an. „Sage niemals.......denn auch Aurian hat einiges tun müssen, was sie nicht wollte. Wir sollten also bevor wir so etwas entscheiden, erst mal das für und wider abwägen. Vergiss nicht, ich bin was ich bin.....und in erster Linie bin ich die Göttin des Lichts und erst dann deine Gefährtin. Das wusstest du immer und dazu gehört auch, Dinge zu tun, die man nicht unbedingt tun will. Wie Aurian einst schon mal sagte, als sie mit Damok ins Bett stieg. Es muss geschehen was geschehen muss. Ich werde mit Aurian reden und sie klar heraus fragen...ob es sein muss. Und wenn es so ist, werde ich tun was getan werden muss. Zudem bedenke eins, es würde uns Sephirot vom Hals schaffen, ohne das ich einen Finger in seine Richtung krümmen muss, denn Luzifer würde es übernehmen.“ Ikarus knurrte leise, es gefiel ihm absolut nicht, vor allem wenn er sich vorstellte was dieser Dämon mit ihr eventuell machen würde, doch sah er ein das sie recht hatte. Er hatte nicht irgendeine Gefährtin und er wusste von Anfang an auf was er sich da einließ. Er hatte diesen Platz für sich gewählt, jetzt musste er auch die Konsequenzen tragen. Er zog Andora in seine Arme. „Ich werde dich damit aber nicht alleine lassen. Doch bevor es dazu kommt......will ICH erst ein Kind von dir, dieses Vorrecht muss man mir zugestehen.“ Andora nickte zustimmend. Ikarus war auch nicht dumm, er dachte sich mit dieser Zustimmung konnte er es heraus zögern, denn solange er nicht sein Kind hatte, würde sie Luzifer seinen Sohn auch nicht geben und er hatte noch lange nicht vor Vater zu werden, dazu fühlte er sich einfach noch zu jung. Alleine der Gedanke das seine Andora mit diesem Dämon ins Bett steigen würde, machte ihn rasend, geschweige dann auch noch ein Kind von ihm zu bekommen. Andora tat was sie Ikarus gesagt hatte, sie suchte Aurian in der Bernsteinhöhle auf um sie zu fragen, ob es sein müsste. Als Aurian erschien lächelte sie und sah Andora an. „Sag du es mir...muss es sein? Du kennst die Antwort bereits.“ Andora nickte. „Wann? Habe ich noch Zeit genug? Ich bin noch so jung und noch nicht bereit jetzt schon ein Kind zu bekommen. Weder das Kind von Ikarus, noch von sonst jemandem.“ Aurian nickte lächelnd. „Du hast alle Zeit der Welt, du musst nicht befürchten das ich dir ein Kind aufdränge. DU entscheidest wann du soweit bist. Ich vertraue auf dein Urteilsvermögen. Doch eines solltest du wissen, wenn du dich dazu entscheidest, wird es nicht alleine Ikarus Kind sein.....sondern es wird wie Lazarus ein Kind von zwei Vätern sein.“ Andora sah Aurian überrascht an. „Wer ist der zweite?“ Dann überlegte sie. „Ares, nicht wahr?“ Aurian nickte. „Ja, es wird ein Junge, er wird die Dunkelheit von Leander in sich tragen, wie auch dein und Ikarus Licht. Hinzu kommt das so auch die Engelsfähigkeiten aus dem Kind heraus genommen werden, die Ikarus sonst womöglich weiter vererben würde.“ Andora kicherte leise. „Das wird Leander gar nicht gefallen, er sah sich schon nicht als Vater und als Großvater schon recht nicht.“ Auch Aurian lachte leise. „Das darf uns nicht kümmern, gehe du weiter deinen Weg, du machst das sehr gut und es war ein guter Schachzug den Männern zu zeigen welche Auswirkungen es haben kann, wenn sie deinem Urteil nicht vertrauen. Das hätte ich nicht besser machen können, Liebes.“ Frisch gestärkt durch Aurians Zuspruch, würde Andora ihren Weg weiter gehen. Egal wie er aussehen würde. Sie begann sogar sich an den Gedanken zu gewöhnen in absehbarer Zeit Mutter zu werden. Luzifer hingegen begann den kleinen Halbdämon zu beschützen, der noch in den Babyschuhen steckte. Er übernahm dessen Erziehung. Sephirot wunderte das zwar aber er ließ ihn gewähren, er hatte kein Interesse daran diesen Knaben zu erziehen. Erebos verschloss die Augen davor das er diesen Bastard gezeugt hatte und so konnte Luzifer alles daran setzen den Jungen hinsichtlich seiner späteren Pflichten auf zu ziehen. Auch hier zeigte Luzifer eine unendliche Geduld, die seinem Erzeuger absolut abging. Ihm dauerte es eh schon zu lange, so langsam wie der Knabe heran wuchs. Er war gewohnt das die Dämonen recht schnell bereits erwachsen waren. Luzifer sorgte dafür das der Knabe ein menschliches Kindermädchen bekam und drohte jedem an, ihm den Hals um zu drehen, der es wagte die junge Frau auch nur an zu rühren. Er selber zeigte sich der jungen Frau niemals in seiner Dämonengestalt, denn sie hatte sich in ihn verliebt und so gaukelte er ihr auch Liebe vor. Aurian die das alles beobachtete, lächelte und nickte zustimmend dazu. Sie hatte sich in dem jungen Dämonenprinzen nicht geirrt. Er würde auf der Dämonenwelt dafür sorgen das alles so lief wie sie es sich vorstellte. Sephirot war gefährlich, sogar sehr gefährlich....doch sein Sohn war es noch weit aus mehr. Sephirot zeigte die gleichen Mängel auf wie einst Viola, er war nicht geboren sondern geschaffen worden und so fehlte ihm die Zeit der Reifung, was langsam spürbar war.

 

Kapitel 32: Das Heer des Lichts


 

Luzifer hatte eine Vision....die Vision von einem Dämonenreich, das ebenso lange anhalten sollte wie auch das der Götter. Ihm war klar das dazu Regeln geschaffen werden mussten. Regeln an die sich jeder halten sollte. Er sah das es auch Menschen gab, die für Reichtum, Schönheit, Erfolg oder ähnliches alles tun würden um das zu erreichen. Es wuchs in ihm ein Plan....sein Erzeuger war nur darauf aus zu zerstören, Luzifer sah das dies nicht lange bestand haben würde. Zudem wenn er sich die Dämonen ansah, waren es Hirnlose Wesen die nur Befehle befolgten. Er dachte nach und begann sich durch die Bibliothek des Palastes zu lesen. Er bat Andora darum ob er auch mal das eine oder andere Buch mit nehmen dürfte, er versprach es auch zurück zu bringen. Und so begann er zu studieren. Ikarus beobachtete ihn dabei. Mal saß Luzifer tagelang in der Bibliothek und las dort, mal nahm er auch einige Bücher mit. Er machte sich Notizen und schrieb nieder was er so dachte um ja nichts zu vergessen. Er suchte sich eine der unbewohnten Welten in der Galaxie der Finsternis aus und sorgte dort dafür das er in Ruhe studieren konnte, ebenso nahm er dort hin auch den kleinen Halbdämonen und seine Betreuerin mit. Er überredete sogar einige Dorfbewohner von Erebos Welt ihn zu begleiten und dort ein neues Dorf auf zu bauen. In dieser Welt ging es recht friedlich zu. Doch er tat noch etwas, er wählte eine sehr gut aussehende Dämonin, er wusste nicht mehr welcher Generation aus, die wenigstens ein wenig Verstand besaß und mit ihr zeugte er einen Dämonen der intelligent war. Anschließend tötete er die Mutter, er hatte was er wollte. Dann zog er den jungen Dämonen mit dem kleinen Halbdämonen zusammen auf. Wobei der reine Dämon recht schnell wuchs und er ihm somit soviel Wissen und Erziehung eintrichtern musste, wie es in der kurzen Zeit möglich war. Schon nach wenigen Monaten war der reine Dämon erwachsen und nun gab ihm Luzifer den Auftrag, den Kleinen zu beschützen, wenn er nicht da sein würde. Er behandelte den jungen Dämon sehr gut, was ihm sicherte das der ihm treu ergeben war. Als er sah das bei dem jungen Dämonen der Trieb erwachte, sorgte er für eine weitere junge Dämonin, die er aus seinen eigenen Nachkommen auswählte, die er ihm zur Gefährtin gab. Das würde ihm weitere Dämonen bescheren die auf seiner Seite stehen würden. Ebenso suchte er Anubis auf und fragte ihn was mit den Seelen der Dämonen geschehen würde die starben und ob es möglich wäre eine Unterwelt zu schaffen die nur für diese Seelen bereit stehen würde. Anubis fragte bei Andora nach, die wiederum mit Aurian sprach und Aurian sagte ihr das sie Luzifer zu ihr senden solle, das würde sie mit ihm besprechen, das aber Anubis schon mal dazu übergehen könnte eine weitere Unterwelt zu erstellen für die Dämonenseelen. Luzifer brauchte nach dem er mit Aurian gesprochen hatte, einen weiteren einigermaßen intelligenten Dämonen und so zeugte er abermals einen. Als dieser erwachsen war, setzte er ihn als Verwalter für die Dämonenseelen ein. Anubis lernte den Dämonen an, obwohl es ihm nicht ganz geheuer war, doch er hatte dazu den Auftrag von Andora bekommen also tat er was man ihm sagte. Einzig das einsammeln der Seelen oblag ihm immer noch, das würde niemand ändern können, doch nun schickte er diese Seelen die nicht zu den Menschen gehörten in die Dämonenunterwelt, wo sie dort von dessen Verwalter in Empfang genommen wurden. Ebenso bekam er von Andora den Auftrag, Seelen von Menschen die sich auf einen Pakt mit Luzifer eingelassen hatten und ihm somit ihr Seele verpfändet hatten auch diese in die Dämonenunterwelt zu schicken. Während Luzifer recht gezielt und wohl überlegt sein Imperium aufbaute, hatte Sephiroth alles bereits aus den Augen verloren, er mutierte zu einem nur noch geilen Dämonen der sich lediglich im Bett herum trieb und so weiter einen Dämonen nach dem anderen zeugte. Luzifer sah es und grinste lediglich, im stillen denkend das sein Erzeuger so sein Dämonenheer immer weiter vergrößerte, was ihm oder seinem Ziehsohn später zugute kommen würde. Er pickte sich die Dämonen heraus, die unzufrieden waren und ihrem Herrn am liebsten selber an die Kehle gehen würden. So kam er an Dämonen die ihm treu ergeben waren und bereit waren sogar für ihn in den Tod zu gehen. Er drückte allen seine Regeln auf, doch da es keine unmöglichen Regeln waren kamen sie denen nach. Wer sich weigerte oder seine Regeln missachtete wurde kurzerhand getötet. Sephirot merkte nicht mal mehr was sein Sohn hinter seinem Rücken trieb. Der bildete sich weiter und baute langsam aber sicher das Dämonenreich auf. Seinen kleinen Ziehsohn hatte er Araziel genannt und der feierte bald seinen zweiten Geburtstag. Da Araziel nicht nur ein Halbdämon sondern auch ein Halbgott war, war er fähig zu lieben und er liebte seinen Ziehvater der immer gut zu ihm war sehr. Luzifer sicherte sich so auch die Treue seines Ziehsohnes. Eines Tages saß Luzifer wieder mal in der Bibliothek und dachte darüber nach, wie sehr sich sein Leben verändert hatte, seit die Götter ihn vor zwei Jahren gefangen genommen hatten. Und wie er fand zum besseren. Er hörte leise Schritte und sah zur Türe, dort trat Ikarus ein und sah ihn an. Sie musterten sich gegenseitig, bis Luzifer das schweigen unterbrach. „Du bist noch stärker geworden wie ich sehe. Bald wird es mit dir keiner mehr aufnehmen können, selbst ich nicht und ich halte mich schon nicht für schwach.“ Ikarus nickte. „Hartes Training und viel Disziplin. Ich sehe du verwendest viel Zeit darauf dich weiter zu bilden.“ „Nun ja...bei uns legt man nicht viel Wert auf Bildung, mit einigen wenigen Ausnahmen, wovon ich eine bin.“ :antwortete Luzifer ihm. Ikarus trat näher und setzte sich Luzifer gegenüber an den Tisch. „Was macht der Kleine? Ich weiß das du ihn aufziehst.“ Luzifer nickte sachte. „Araziel? Ihm geht es gut, er wächst und gedeiht, es dauert halt nur. Man muss sich erst daran gewöhnen das er so langsam wächst. Bei uns wären in der gleichen Zeit schon mindestens vier Dämonen erwachsen geworden. Wie geht es Andora, ich habe sie lange nicht gesehen, sie scheint mir aus dem Weg zu gehen.“ Ikarus nickte. “Was hast du erwartet, nach dem was du gefordert hast. Wir wissen was du von ihr willst.....ich weiß es.“ Luzifer schlug das Buch zu und sah Ikarus an. „Ja ich will einen Lichtgeborenen Sohn, ich baue dafür das Imperium für Araziel auf, ich stelle mich meinem Erzeuger entgegen, ich belüge und betrüge ihn dafür. Ich tue alles. Ich gebe zu Andora bewirkt in mir eine gewisse .....Anspannung. Aber eins solltest du wissen, ich will sie nicht ganz für mich haben, ich will sie dir keinesfalls weg nehmen. Ich glaube wenn ich Liebe empfinden könnte, würde ich sie wohl lieben. Doch selbst das ist mir verwehrt. Das einzige worauf ich hoffen kann ist das sie mir eines Tages meinen Wunsch erfüllt. Auf Grund des goldenen Buches.“ :damit deutete er dort hin. „ist mir bekannt das sie für eure Verhältnisse noch sehr jung ist und ich gehe mal davon aus das sie noch kein Kind will.“ Ikarus nickte. „Zudem ich dann wohl eher ein Kind von ihr bekommen werde als du. Wenn ich schon zulassen muss das …..“ ihm fiel es schwer weiter zu reden. Luzifer grinste und vollendete den Satz. „..sie mit mir schläft, willst du zuerst ein Kind. Das kann ich verstehen, ich würde nicht anders handeln. Im Gegenteil, ich würde sie wahrscheinlich schwanger halten damit es keinem anderen gelingt sie zu schwängern.“ Ikarus sah ihn überrascht an, damit hatte er nicht gerechnet, er seufzte leise. „Zeig mir deine wahre Gestalt. Nicht das schöne und attraktive Äußere das du meistens zur Schau trägst, zeig mir wie du wirklich aussiehst.“ Luzifer schloss kurz die Augen. „Das willst du nicht wirklich sehen, verzichte lieber darauf.“ Ikarus knurrte. „Ich will das Ungeheuer sehen mit dem sie ins.........ach entschuldige, das sollte ich nicht sagen.“ Luzifer seufzte. „Doch du hast ja recht....ich bin ein Ungeheuer. Also gut wenn du es unbedingt sehen willst.“ Er erhob sich, legte sein Hemd ab unter dem eine recht muskulöse und kräftige Statur mit breiten Schultern zum Vorschein kam. „Es zerreißt sonst.“ :erklärte er. Dann begann er zu verschwimmen und sein Körper veränderte sich. Als er fertig war, sah Ikarus ihn an. Er war noch gut zwanzig Zentimeter gewachsen, sein Brustkorb war noch gewaltiger geworden, seine Oberarmmuskeln sprengten fast die Haut. Er hatte während er das Hemd ausgezogen hatte auch die Schuhe ausgezogen und die Füße sahen jetzt aus aus wie krallen bewachsene Klauen, ebenso seine Hände. Der Kopf war massiger geworden und er trug zwei Hörner auf dem Kopf. Auf seinem Rücken spannten sich schwarze lederartige Flügel, ähnlich wie bei einer Fledermaus und seine Zähne waren zu Reißzähnen geworden. „Das bin ich wirklich, ist es das was du sehen wolltest? Wie du schon sagtest, ein Ungeheuer.“ Ikarus senkte den Kopf. „Es tut mir leid.“ Einen kurzen Moment später sah Luzifer aus wie sonst, schönes Gesicht, muskulöser Körperbau und recht attraktiv. „Dir muss es nicht leid tun, du bist daran nicht schuld. Wenn einer daran schuld hat dann mein von mir über alles gehasster Erzeuger. Das schlimme ist das jedes Kind das ich mit einer Dämonin oder auch mit einer Menschenfrau zeuge, fast ebenso aussieht. Ich will einen Lichtgeborenen Sohn, weil er ihre Schönheit haben wird, weil er mir nicht im geringsten ähnlich sehen wird. Er wird alles schöne bekommen das ich nie hatte. Du musst keine Sorge haben, das Kind wird kein Ungeheuer werden. Es wird vielleicht meine dunkle Haut haben, doch ihr seid selber nicht weißhäutig sondern eher bronzefarben. Ansonsten wird es eher menschlich aussehen. Sie ist die einzige Frau, die mir diesen Sohn schenken kann. Er wird Liebe empfinden können, er wird alles haben was ich nicht habe und niemals haben werde. Für dieses Kind wäre ich bereit sogar zu lieben und auf meine gesamte Macht zu verzichten.“ Er zog sein Hemd nur lose über und setzte sich wieder. Er sah Ikarus ruhig an, der erwiderte den Blick ebenso ruhig. Ikarus begriff auf einmal, das der Mann der ihm dort gegenüber saß, zwar auf der anderen Seite stand, er dennoch auch Wünsche und Bedürfnisse hatte. „Mit wem wird sie schlafen, mit dir oder diesem Ungeheuer?“ Luzifer lachte. „Glaubst du ernsthaft das würde ich ihr antun? Natürlich mit mir in dieser Gestalt. Die andere zeige ich nur selten. Und ich finde in dieser Gestalt sehe ich recht passabel aus. Ich sag dir noch etwas...ich will sie erobern, ich will das sie mich auch will....es sollte keine Pflicht sein. Sie soll Leidenschaft empfinden und es genießen können. Ich habe in dem goldenen Buch gelesen, das es den Göttinnen des Lichts möglich ist auch unter diesem Umständen....das Zusammensein zu genießen, wenn der Kerl es richtig macht und ich gedenke es richtig zu machen. Du würdest es wahrscheinlich lieber sehen, wenn sie sich wie ein Brett ins Bett legt und ich eben erledige was zu erledigen ist, doch würdest du das wirklich wollen?“ Er sah Ikarus fragend an. Ikarus dachte an das erste Mal mit Elorien und wie es ihm danach ergangen war. Er hatte sich unbefriedigt und frustriert gefühlt. So schüttelte er nun den Kopf. „Du hast recht es geht mir gegen den Strich das sie womöglich dabei was empfindet und dennoch wäre es mir lieber sie hat wenigstens ihre Freude daran, als sich hinterher benutzt zu fühlen. Denn unter diesem Gefühl auch noch ein Kind austragen zu müssen, stelle ich mir furchtbar vor. Die ganzen Monate würde sie daran erinnert und selbst wenn das Kind heran wächst ist fraglich ob sie es lieben könnte. Nein wenn es schon sein muss dann sollte sie daran auch Spaß haben und positive Gefühle entwickeln, gegenüber dem ungeborenen Kind als auch wenn es heran wächst.“ Luzifer sah ihn an. „Wäre es dann nicht besser, wenn ich schon mal beginne sie zu erobern und es vielleicht nicht unter dem Druck geschieht das sie danach schwanger wäre? Wenn das erste mal einfach nur stattfindet, weil es halt passiert und sie mir erlegen ist?“ Ikarus seufzte. „Noch nicht...ich befürchte ich schlage dir sonst die Zähne ein. Ich muss mich erst an den Gedanken gewöhnen. Außerdem haben wir doch Zeit, Himmel noch mal, sie ist noch so jung, gerade mal neunzehn. Ich wünschte ich könnte es ihr ersparen.“ Luzifer grinste leicht. „Also so hässlich bin ich nun auch nicht und ich bin auch nicht gewalttätig, zumindest ihr gegenüber werde ich es nicht sein. Ich weiß das es viel verlangt ist, doch vertraue mir doch einfach, das ich sehr vorsichtig mit ihr umgehen werde. Ich will sie schließlich nicht zerbrechen und habe auch Erfahrungen mit menschlichen Frauen gemacht, ich weiß wie vorsichtig man mit ihnen sein muss. Es ist mehr als eine unter mir weggestorben.“ Ikarus sah ihn verblüfft an. „Unter dir weggestorben? Aber wie das?“ Luzifer zuckte mit den Schultern. „Na ja, die erste....nun da änderte ich mein Aussehen und hatte nicht mehr soooo die Kontrolle, das ich ihr glatt das Rückrat dabei brach. Es ging recht stürmisch zur Sache, wenn auch mehr von meiner Seite aus. Bei der zweiten war ich dann schon vorsichtiger, und behielt meine Gestalt, allerdings.....wie soll ich sagen...ich war wohl zu gut für sie gebaut. Es zerriss sie als ich loslegte und sie verblutete. Und die letzte..na die hielt nichts aus, kaum hatte ich angefangen, da wollte sie schon nicht mehr, natürlich wollte ich noch nicht aufhören, also habe ich sie wohl überfordert und als ich endlich fertig war, so nach dem sechsten oder siebten mal, sah ich das sie nicht mehr atmete.“ Ikarus hatte ihm ungläubig zugehört, als er endlich wieder reden konnte schüttelte er den Kopf. „Du willst mich verarschen.“ Luzifer lachte nun herzhaft und nickte. „Jedenfalls was das letzte angeht. Das ich einer den Rücken brach stimmt und das andere war so ein zartes Dingelchen, das ich wohl wirklich für sie zu gut im unteren Bereich gebaut war, wenn du verstehst. Na ja und ich bin recht wild und leidenschaftlich, wenn ich mal los lege, so das es sie tatsächlich zerrissen hat, ich habe es erst gemerkt als sie nicht mehr atmete. Ich dachte ihre Schreie wären Leidenschaft. Allerdings muss ich zugeben da war ich noch recht unerfahren, jetzt passiert mir das nicht mehr und ich achte genau darauf.“ Ikarus schüttelte mit dem Kopf. Luzifer sah ihn schmunzelnd an. „Du denkst an Andora das ist klar, aber ist dir auch klar wie gefährlich es für mich ist, mit ihr ins Bett zu gehen? Würde sie auch nur für einen Moment ihre Lichtaura aufrufen, bliebe von mir nur noch Staub übrig. Sie würde mich sofort damit vernichten. Daher werde ich sehr sehr vorsichtig mit ihr umgehen, ich glaube ich mache mich nicht so gut als Staub.“ Jetzt musste auch Ikarus lachen, er schüttelte den Kopf. „Du bist so anders, als man sich einen Dämon vorstellt. Das merkte ich schon damals als wir dich gefangen nahmen, da hattest du schon Humor gezeigt. Wie alt bist du nun eigentlich?“ Luzifer lachte. „Das müsstest du doch besser wissen du warst dabei als ich aus meiner Mutter sprang.“ Ikarus konnte es nicht fassen. „Stimmt damit müsstest du jetzt ungefähr drei oder vier Jahre alt sein. Bei uns wärst du damit mal gerade im Kleinkindalter, stattdessen sitzt du hier, studierst und ziehst schon selber ein Kind auf.“ Luzifer nickte grinsend. „Ja noch ein Grund warum mein Sohn es besser haben soll. Er soll glücklich aufwachsen, er sollte Zeit zum lernen haben und übrigens keine Sorge er wird normal wie es bei euch üblich ist geboren. Allerdings sollte Andora darauf verzichten ihn zu stillen, sorgt lieber dafür das er die Milch mit der Flasche bekommt. Es wäre möglich das er sonst beißt, ich gehe mal davon aus das er bereits Zähne hat wenn er zur Welt kommt, ein wenig wird er auch von mir haben. Bei Araziel war es zumindest so. Seine Mutter hat ganz schön gelitten, das Kind neun Monate zu tragen und es dann noch normal mit Schmerzen gebären zu müssen. Da wird einem erst mal klar wie eure Frauen die Kinder zur Welt bringen, weswegen ich mir auch Zeit lasse. Also bekomme du erst mal deinen Sohn dann soll sie dem erst mal einige Zeit widmen und dann kann ich mal daran denken. Allerdings könnte sie mir auch einen Gefallen tun und bei Aurian ein gutes Wort einlegen. Mein Erzeuger degeneriert zu einem geilen Schwachmaten, der nur noch eins im Kopf hat und das meine ich wörtlich. Er überschwemmt die kleine Welt regelrecht mit Dämonen, sie sollte ihm die Zeugungskraft nehmen wenn das möglich ist und vielleicht dafür sorgen das die Dämonen nicht mehr so schnell erwachsen werden.“ Ikarus hatte ihm zugehört. „hm...könnten wir da nicht etwas tun? Sagen wir die Dämonen ein wenig reduzieren, in dem wir einige ins Nirvana schicken? Das du es unmöglich kannst ohne auf zu fliegen ist klar, doch wir könnten es, es wäre ein gutes Training.“ Luzifer wackelte mit dem Kopf nachdenklich hin und her. „Es besteht dabei die Gefahr das wir meinen Erzeuger aus seinem Traum aufwecken und er merkt was vor sich geht. Unterschätze ihn nicht, er ist gefährlich. Selbst jetzt noch.“ Ikarus nickte. „ Dann weiß ich auch keinen Rat, die einzige die da noch helfen könnte wäre Aurian. Komm... ein gutes Wort kann ich auch einlegen, denn ich sehe das Problem sehr wohl.“ Damit erhob er sich und Luzifer folgte seinem Beispiel. So betraten beide einträchtig die Bernsteinhöhle, wo Aurians Geist bereits auf sie wartete. Ikarus sah Aurian an. „Sei gegrüsst, wir kommen mit einer Bitte an dich zu dir.“ Aurian nickte. „ich weiß, ich sehe auch das es ein nicht nur geringes Problem ist. Ich glaube es ist Zeit, ich hatte nicht damit gerechnet das es so schnell gehen würde. Er verhält sich jetzt bereits wie ein alter Mann, ich verstehe das nicht, das dürfte eigentlich gar nicht sein.“ Luzifer nickte. „Ja aber wie ein recht potenter und zeugungsfreudiger alter Mann. Ein Dämonenheer ist ja gut und schön..doch das grenzt schon an eine Invasion und wenn er nun aus seinem stinkenden Bett mal auftaucht könnte es passieren das er tatsächlich ohne Grund die Welt die ihr schützen wollt zerstört und das innerhalb weniger Tage. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht einige Seelen für mich zu verpflichten, nur damit er meine Arbeit zunichte macht.“ Aurian nickte. „Also gut...“ Einen Moment später stand auch Andora neben Ikarus. Aurian sah sie an. „Es ist Zeit Kind, es tut mir aufrichtig leid das du es tun musst, doch besuche die Dämonenwelt und reduziere dort das Heer der Dämonen auf die Hälfte?...“Sie sah fragend Luzifer an, der nickte. Anschließend sah sie Andora wieder an. „Also auf die Hälfte....und noch etwas......vernichte auch ….Sephirot, bevor er den Verstand ganz verliert. Nimm die Götter mit die können ein wenig Training gebrauchen. Doch um Himmels willen tötet nicht alle. Luzifer wird noch einige brauchen.“ Andora nickte, dann war Aurian wieder verschwunden. Andora sah die beiden an. „Kommt mit ich berufe den Rat der Götter ein.“ Kurz darauf war auch sie verschwunden, Ikarus und Luzifer folgten ihr. Als sie am Strand ankamen waren alle anderen bereits Andoras Ruf gefolgt und erschienen. Sie sah über die Götter. „Ich muss euch zum Kampf rufen, Sephirot überschwemmt das Universum mit seinen gezeugten Dämonen. Wir müssen sie reduzieren, doch wir dürfen nicht alle töten, sondern müssen einige am Leben lassen, da sie für Luzifer noch wichtig sind. Das ist eine Anweisung von Aurian.“ Leander trat vor und sah Luzifer an. „Wie viele müssen wir am Leben lassen und hast du bereits eine Auswahl getroffen die überleben sollen?“ Luzifer überlegte kurz. „hm...also ich würde sagen sechzig. Dreißig weibliche und ebenso viele männliche. Bis Araziel alt genug ist werden sie sich eh wieder vermehrt haben.“ Er sah Andora an. „Kann man nicht das Wachstum ein wenig einschränken? Ebenso die Zeugungskraft und Gebärfreudigkeit? Das ist ja nicht zum aushalten, die treiben es wie die Kaninchen und bei jedem mal kommt ein Dämon dabei heraus.“ Andora dachte einen Moment nach. „Hm wie wäre es wenn sie nicht so schnell zeugen könnten und die Schwangerschaft statt weniger Tage sagen wir fünf Monate dauert, denn ihr Dämonen wachst nun mal schneller, also es auf neun Monate zu ziehen ist unmöglich. Und wenn das ...der Dämon gebor...äh da ist, das er die Hälfte etwa einer normalen Wachstumszeit durchlebt, sagen wir das er statt in einem halben Jahr erwachsen zu werden , zehn Jahre brauchen würde. Wäre das in Ordnung? Länger geht wirklich nicht...ihr seid anders das muss man berücksichtigen. Zudem würde ich dir empfehlen, eine Hierarchie an zu legen, mit Erzdämonen, Unterdämonen und so weiter. Zwei hast du ja bereits die nicht so dämlich sind.“ Luzifer nickte. „Also die Wachtumszeit in der Mutter als auch die Zeit zum erwachsen werden ist in Ordnung. Wenn das möglich wäre, wäre mir schon sehr geholfen.“ Andora nickte. „Aurian wird es auf diese Zeiten ändern.“ Luzifer sah Leander an. „Nein ich habe noch keine Vorauswahl getroffen da ich es auch eben erst erfuhr das das Heer reduziert werden soll.“ Leander nickte und überlegte, dann drehte er sich zu den anderen Göttern um. „Also Leute passt auf, jeder der sich nicht gar so dämlich beim kämpfen anstellt, lasst ihr leben und schlagt sie nur KO, die Idioten tötet ihr.“ Luzifer lachte leise. „Er hat es auf den Punkt gebracht.“ Dann sah Leander Andora wieder an.“ Doch es sind zu viele, wir können einige töten aber nicht alle. Ohne das es auch auf unserer Seite Tote geben wird.“ Andora nickte. „Ein Teil wird meiner Lichtaura zum Opfer fallen unter anderem Sephirot.“ Sie sah Luzifer an. „Du solltest dann nicht unbedingt in meiner Nähe stehen, falls du nicht unter den Opfern sein willst.“ Luzifer nickte verstehend. „Ich würde gerne helfen, ich bin nicht unerfahren im Kampf.“ Andora deutete auf Leander, der bereits die Götter einteilte. „Er ist der Taktiker, er soll dich einteilen, sag ihm aber, wenn möglich nicht in meiner Nähe. Und warte bis Ikarus den Befehl zum Angriff gibt.“ Luzifer nickte und folgte Leander um ihm Andoras Auftrag mit zu teilen. Der sah kurz zu Andora die nickte und dann bekam auch Luzifer seinen Platz im Heer des Lichts. Die Götter bereiteten sich auf eine Schlacht vor, in der ausnahmsweise auch mal ein Dämon an ihrer Seite stehen würde. Sephirots Ende nahte, aber er wusste es noch nicht. Seine Zeit war schneller abgelaufen als selbst Aurian es sich gedacht hatte.

Kapitel 33: Zwei werdende Väter


 

Andora rief zum Kampf und alle die kämpfen konnten kamen. Andora hatte sich auf Aurians Anraten hin, in ein weißes leicht fließendes langes Kleid gehüllt, das ihre Lichtaura noch verstärken würde. Ikarus hatte seine Engelskräfte auf gerufen und so stand er dort ohne Rüstung mit nacktem Oberkörper und seinen Flügeln auf dem Rücken, neben ihr. Ethan der beide ansah lächelte. Das war das perfekte Lichtpaar. Selbst Luzifer blieb für einen Moment der Atem weg als er die beiden dort nebeneinander stehen sah. Ihm wurde auf einmal bewusst wie gefährlich diese beiden alleine, für die Dämonen sein würden. Ikarus trug sein Schwert auf dem Rücken zwischen den Flügeln, neben ihm stand sein treuer Freund Ares, der ebenso weiße Kleidung trug, wie Andora. Selbst Ethan hatte sich entsprechend gekleidet um zu den anderen drei zu passen. Andora sah Ikarus an. „Wenn wir das hinter uns haben, werden wir euer Kind zeugen.“ Ikarus sah sie kurz erstaunt an, doch dann schlich sich ein Lächeln auf sein Gesicht. Andora hatte ihn darüber aufgeklärt das er nicht alleine der Vater des Kindes sein würde, sondern das Ares seinen Anteil ebenso daran haben würde. Er liebte Ares sehr und so war es für ihn kein Problem die Vaterschaft mit ihm zu teilen. Er sah auf Andora herab, die einen halben Kopf kleiner als er war. Dann brüllte er das ihn alle hörten. „Sind alle bereit?“ Soweit nickten alle bis auf Luzifer, denn er besaß kein Schwert. Urplötzlich erschien in Ethans Händen ein schwarzes Schwert. Als er es genauer ansah, erkannte er es als Sephirots Schwert. Er trat auf Luzifer zu und reichte es ihm. „Ich denke das ist für dich, dein Erzeuger wird es nach heute wohl nicht mehr brauchen. Ehre es, denn es trägt die Handschrift von Myrion, Aurians Gefährte und ihrem Schmied.“ Luzifer sah erstaunt Ethan an und dann auf das Schwert, sachte nahm er es entgegen. „Danke, das werde ich tun.“ Myrion hatte den Zauber geändert, so das das Schwert nun Luzifer folgen würde. Dann machte man sich auf den Weg, jeder wusste was er zu tun hatte. Leander hatte jeden einzelnen instruiert. Nur wenige sekunden später stand das Heer der Götter über dem Planeten den Sephirot bewohnte. Es wimmelte dort nur so von Dämonen. Ethan hielt sich etwas weiter entfernt von Andora auf und Luzifer war an seiner Seite. Ethan wusste wie weit Andoras Lichtaura reichen würde und so hatte Leander ihn gebeten, Luzifer soweit davor zu schützen, das er sich von der Aura fern hielt. Luzifer würde Ethan blind vertrauen müssen. Es fiel ihm nicht leicht dennoch riss er sich zusammen und blieb an dessen Seite. Laut brüllte nun Ikarus über diese Welt. “Komm heraus du feiger Hund oder willst du diese Schlacht versäumen?!! Verlasse dein stinkendes Bett und zeige dich mir!! Stelle dich zum Kampf!“ Als Sephirot nun erschien, trauten alle ihren Augen nicht. Er erschien sogleich in seiner Dämonengestalt, nichts war von dem Kerl übrig geblieben den sie sonst gesehen hatten. Er stank bestialisch und sah total herunter gekommen aus. Andora stand unmittelbar hinter Ikarus der sie mit seiner mächtigen Gestalt und den Flügeln die er ausgebreitet hatte verdeckte. Sephirot sah Ikarus an, er schien kraftlos zu sein. „Was brüllst du so herum....warte ich muss nur noch mein Schwert......rufen.“ :lallte er, er schien auch total betrunken zu sein. Ikarus sah den betrunkenen Dämonenfürst an. „Waaah igitt du stinkst widerlich, ich glaube an dir mache ich mir nicht mehr die Finger schmutzig, das soll ein anderer tun.“ damit zog er seine Flügel näher an seinen Körper heran. Nun ging alles recht schnell, hinter Ikarus flammte die Lichtaura der Lichtgöttin auf und Andora trat hervor. Ehe sich Sephirot überhaupt fassen konnte, war er in ihre Lichtaura geraten und begann zu dampfen und dann sank er schreiend vor Schmerzen zu Staub zusammen. Der Staub verteilte sich langsam im Weltraum. Nun betraten die Götter diese Welt. Ihnen voran ging die Lichtgöttin gehüllt in ihre Aura die hoch und weit strahlte. Die anderen Götter verteilten sich hinter ihr zu beiden Seiten und begannen die Dämonen die nicht von ihrer Aura getroffen wurden, nieder zu metzeln. Von hinten flogen Athenes Pfeile und verfehlten ihr Ziel nie. Die Schwerter töteten alles was sich ihnen in den Weg stellte. Ikarus und Ares mähten regelrecht die Dämonen nieder, manchmal gleich mehrere auf einmal. Die beiden waren so schnell das die sich ihnen entgegenstellenden Dämonen nicht mal das Schwert kommen sahen. Ares grinste Ikarus an. „Du bist verdammt schnell ohne deine Gewichte.“ Ikarus grinste zurück. „Was heißt hier ohne...die an den Knöcheln trage ich immer noch und was glaubst du was in meinen Armreifen ist die ich trage, das ist kein Schmuck.“ Während sie sich weiter durch die Dämonen mähten, lachte Ares laut heraus. Doch auch Luzifer tat seinen Teil dazu und sein Schwert mähte ebenso durch sein eigenes Volk wie das der Götter. Sie dezimierten die Dämonen und hier und da wurde auch mal einer nur niedergeschlagen und blieb bewusstlos liegen. Die Göttinnen oder Götter die nicht kämpfen konnten gingen langsam hinter den Kämpfern her und fesselten die die nicht getötet worden waren und brachten sie an einen sicheren Platz. Luzifer sah wie organisiert die Götter vor gingen. Er begann Leander dafür zu bewundern, der überwiegend alles im Auge behielt. Außerdem sah er nun den Kriegsgott in seiner vollen Macht. Wie er über das Schlachtfeld sah und hier und da erschien wenn es irgendwo brenzlig wurde und seinem Kriegsschwert Nahrung gab. Er war beherrscht und schritt langsam mit den anderen Göttern nach vorne. Dann bemerkte er wie Leander auf einmal neben Ikarus erschien und ihm etwas sagte. Der nickte und sah Andora an die auch die letzten Dämonen vor ihnen in Staub verwandelte. Dann brüllte er wieder. „Es ist genug...den Rest überlassen wir Luzifer!“ Sofort schwiegen die Schwerter, es sein denn ein überlebender Dämon war der Meinung er müsste doch noch mal angreifen. Andora ließ ihre Lichtaura fallen und stellte sich neben Ikarus, der ihr liebevoll einen Arm um die Schultern legte und sie an sich zog. Luzifer trat nun zu ihm und die Götter machten ihm Platz. Er sah über die Götter und neigte leicht seinen Kopf. „Ich bin euch zu Dank verpflichtet, denn ohne euch, hätte Sephirot diese Dämonen in das Universum geschickt und die Welten vernichtet die er betreten konnte und damit auch meine Pläne vernichtet.“ Nun richtete er sein Wort an die überlebenden Dämonen. „Wer sich von euch mir und meinem Ziehsohn Araziel anschließen möchte kann das gerne tun, wer nicht soll den Hüter der Unterwelt von mir grüßen. Doch wird es bei mir feste Regeln geben, haltet euch daran und es wird euch gut gehen...tut ihr es nicht....wie gesagt, der Hüter wartet auf euch.“ Er beobachtete aus den Augenwinkeln wie sich Moira entlang der gefesselten Dämonen bewegte. Er sah Ikarus an. „Wer ist sie?“ Ikarus sah zu Moira. „Das ist die Schicksalsgöttin, sie scheint jemand bestimmten zu suchen.“ Dann schien sie gefunden zu haben wen sie suchte und bat einen der männlichen Götter ihn mit zu nehmen und ihr zu folgen. Sie trat auf Luzifer zu. „Das ist einer deinen zukünftigen Erzdämonen, setze ihn als Wächter über diese Welt ein. Er wird dir treu dienen...doch sein Sohn noch mehr.“ Luzifer sah den Dämonen an. „Wie ist dein Name?“ Der Dämon versuchte sich zu verneigen was nicht leicht war in seinem gefesselten Zustand. „Man nennt mich Val-Gor oder auch kurz Val.“ Luzifer nickte und bat einen der Götter ihm die Fesseln ab zu nehmen. „Bist du bereit mir zu dienen? Bist du bereit diese Welt für Araziel zu verwalten?“ Val nickte. „Ja das bin ich Herr. Doch dürfte ich eine Bitte äußern?“ Luzifer nickte kurz. „Unser Volk Herr ist geistig recht beschränkt, ich würde gerne dafür sorgen, das die nächste Generation ein wenig gebildeter ist, wenn es euch recht wäre.“ Luzifer nickte lächelnd. „Das ist mir sogar sehr recht. Wir werden einige Jahrhunderte brauchen damit unser Volk diese Beschränktheit verliert, doch wir müssen auch den ersten Schritt tun. Mir scheint du bist ein wenig intelligenter als die meisten. Wir werden die Welt der Sterblichen besuchen und uns dort entsprechendes Lehrmaterial besorgen.“ Er sah Andora an. „Damit meine ich Bücher...keine Menschen.“ Andora nickte verstehend. Allgemein sahen die gefesselten Dämonen Andora ängstlich an. Sie hatte keine Waffe benutzt und dennoch einen großen Teil ihres Volkes vernichtet, da konnte man schon ängstlich werden. Ebenso waren ihnen die beiden Riesen die rechts und links neben ihr standen nicht geheuer, vor allem der mit den weiß silbernen Flügeln nicht. Er war Blut bespritzt was auf seinem nackten muskulösen Oberkörper schon recht unheimlich aussah. Selbst seine Flügel hatten Blut abbekommen doch ihn schien es nicht zu kümmern, ebenso wenig wie die Schnitte und Wunden die er an den Armen hatte. Luzifer ließ nun auch den anderen die Fesseln abnehmen und ihm gegenüber Treue schwören. Wer sich weigerte fiel kurzerhand seinem Schwert zum Opfer. Dann sah er über das Schlachtfeld. „Das wird Wochen dauern das Massaker hier auf zu räumen.“ Andora lächelte. „Nicht ganz....wenn du erlaubst werden Alandra und ich das übernehmen.“ Luzifer sah sie überrascht an und nickte. Er war gespannt wie sie das machen wollten. Alandra trat näher und Andora sprach kurz mit ihr. Alandra verzog kurz das Gesicht, doch Andora sah sie streng an. Dann traten beide in die Mitte der getöteten Dämonen, die auf dem Boden lagen und begannen zu singen. Die Götter mussten sich die Ohren zuhalten so disharmonisch wie das klang, doch für die Dämonen war es die schönste Musik die sie je gehört hatten. Langsam aber sicher verschwanden die Überreste der getöteten Dämonen, Man sah noch Anubis wie er dort mit seiner Sense entlang ging und die letzten Seelen einsammelte. Alles hatte etwas seltsames an sich.

Als alles bereinigt war, bat Andora Luzifer und die Hauptgötter ihr zu folgen. Sie führte sie zu einem Berg, der lediglich aus Felsen bestand. Sie holte noch mal tief Luft und dann sprach sie Worte in einer Sprache die keiner verstand, vor ihr öffnete sich eine Höhlenöffnung, darin erschien ein Tor. Sie sah Luzifer an. „Das ist das erste Tor zu den Toren der sieben Höllen. Hinter jedem Tor befindet sich eine Prüfung. Wenn Araziel alt genug ist, soll er die Tore durch schreiten und die Prüfungen machen. Schafft er es, ist er bereit den Platz seines Erzeugers ein zu nehmen und er wird dort unten ein Schwert finden, mit dem er ihn töten kann. Schafft er es nicht, endet sein Leben hier. So bestimmt es das Universum.“ Luzifer nickte. „Was ist wenn er nicht zur Prüfung antritt?“ Andora sah ihn ruhig an. „Dann wird er sterben. Er muss es vor seinem dreißigsten Lebensjahr tun. Hat er es bis zu seinem dreißigsten Geburtstag nicht getan, ist er einen Tag später tot. Außerdem wird er dort unten eine weitere Belohnung finden die ihm sicher gefallen wird. Bilde ihn gut aus, trainiere ihn und sorge dafür das er die Prüfungen schafft. Er ist ausersehen der finstere Gott zu werden, sein Dämonenblut wird ihm dabei helfen.“ Luzifer nickte. „Das sind noch achtundzwanzig Jahre, die Zeit müsste reichen.“ Luzifer sah sie fragend an. „Was ist mit mir? Wer bin ich in dem Plan des Universums?“ Andora lächelte. „ Dir wird eine andere Belohnung zuteil. Mach so weiter wie bisher und du erfüllst alle Bedingungen die das Universum aufgestellt hat, damit du deine Belohnung erhältst. Nur denk immer daran, sei vorsichtig mit dem was du dir wünscht.....es könnte in Erfüllung gehen. Allerdings anders als du es erwartest. Aurian erfüllt manche Wünsche nicht unbedingt so wie man es sich vorstellt.“ Er nickte nachdenklich. „Was ist mit meinem Sohn?“ Andora lachte. „Alles zu seiner Zeit.“ Luzifer knurrte leise, er merkte das er nicht mehr erfahren würde und Ethan grinste leicht, er sah Leander an. „Sie hat schon die gleichen rätselhaften Sprüche drauf wie früher Aurian.“ Leander lachte leise und nickte. „Sie macht sich gut, ich bin stolz auf sie.“ Ethan knuffte ihn. „Müsste ich das nicht eher sagen? Aber du hast recht, wir können auf alle drei stolz sein und Lazarus ist es sicherlich auch auf Ikarus.“ Leander nickte und sah Ethan an, er bemerkte den kurzen wehmütigen Ausdruck im Gesicht des älteren und legte ihm einen Arm um die Schulter. „Das ist er sicherlich.“ Das war Lazarus in der Tat und er war froh das Ethan sich um Ikarus kümmerte. Ikarus stand immer noch in seiner Engelsgestalt dort, er wollte die Blut besudelten Flügel nicht verschwinden lassen bevor er sie gereinigt hatte. Er wusste zudem das er so recht imposant wirkte und sah immer mal den kurzen Blick der ihm Luzifer zuwarf. Er zwinkerte Luzifer frech zu, der leise knurrte. Hier gab es einen Konkurrenzkampf der besonderen Art.

In den nächsten Tagen organisierte Luzifer erst mal alles neu, er war ebenso froh wie die Götter Sephirot los geworden zu sein.. Er sah allerdings nach ob dessen Seele in der Unterwelt gelandet war und als sein Verwalter sie ihm zeigte, nickte er. Luzifer war allerdings auch seines Vaters Sohn, auch wenn er nicht gar so schlimm war wie er. So sprach er mit dem Verwalter ob man diese Seele nur einem Dämon geben könnte oder auch anders verwendbar war. Als er hörte das er entscheiden könnte wohin sie ging, grinste er niederträchtig. „In Ordnung, such irgendein frisch gezeugtes Kind unter den Sterblichen aus und gib ihm diese Seele. Besprich dich aber zuvor mit Anubis, nicht das es Probleme gibt und achte gut auf sie, ich will keine Überraschungen erleben.“ Er dachte sich sollte sein Alter doch mal als Sterblicher leben, er fand die Idee witzig. Mit Anubis Hilfe fand sein Verwalter dann ein passendes Kind, für das eh eine dunkle Seele vorgesehen gewesen war. Aurian schmunzelte als sie es sah. Nun würde Sephirots Seele wachsen können und die Reife erfahren die sie brauchte. Aurian war besonders stolz auf Andora die alles recht gelassen erledigte. Sie sah aber auch, das die junge Frau sehr mit dem Gedanken kämpfte, was mit Luzifer sein würde. Noch konnte sie sich nicht überwinden und Überwindung würde es sie kosten, da sie zu sehr darüber nach dachte. Besser wäre es gewesen, er hätte sie simpel verführt. Aurian dachte nach. Ikarus wollte ein Kind, sie sah das es ihn nicht sehr störte das Ares an diesem Sohn ebenso seinen Anteil haben würde und doch hätte er gerne ein Kind gehabt das nur er gezeugt hätte. Sie grinste und sah im Seelenteich nach, was für Seelen er hervor gebracht hatte. Dort schwamm die Seele des Jungen der von Ares und Ikarus gezeugt werden würde, aber auch die Seele eines Mädchens. Sie sah nach für wen die Seele des Mädchens bestimmt war, fand aber nicht das passende Kind. Sie sah den Seelenteich an. „Bist du sicher? Ist sie einmal vergeben, ist sie fort.“ Natürlich antwortete der Teich nicht, er brachte lediglich die Seelen hervor, so nickte Aurian. „Na gut dann spielen wir mal Schicksal, mal sehen was dabei heraus kommt.“ In den nächsten Nächten ging es recht wild und heiß in dem Schlafzimmer der drei jungen Leute zu, keiner von ihnen dachte mehr daran, das Andora sich bereit erklärt hatte ihr erstes Kind zu bekommen. Aber an einem Morgen wurde es Andora wieder bewusst, denn sie musste sich laufend übergeben. Ares und Ikarus machten sich Sorgen und halfen ihr wo sie konnten. Ikarus sah sie sorgenvoll an. „Was ist los? Dir geht es ja furchtbar.“ Andora war ganz grün um die Nase und flüsterte nur leise. „Mir geht es gut...ich bin nur schwanger.“ Die beiden sahen sie verblüfft an, Ikarus wurde nervös. „Ja aber...wie konnte das geschehen?“ Andora sah ihn an, als habe er nicht mehr alle Tassen im Schrank. „Muss ich dich erst aufklären? Himmel wir haben mit einander geschlafen und dabei kann man schwanger werden und das bin ich jetzt.“ Die beiden jungen Männer wurden immer nervöser und Ikarus sah sie fragend an. „Aber.....aber....wir haben doch...“ Andora sah ihn an. „Ne haben wir eben nicht. Erinnerst du dich das ich dir sagte, wenn die Schlacht vorbei ist, werden wir das erste Kind bekommen? Nun jetzt ist es soweit.....ich bin schwanger. Aurian hat es wohl genau so aufgefasst wie ich es gesagt habe und das ist das Ergebnis. Und übrigens..es ist nicht nur ein Kind es sind zwei....“ Kaum hatte sie das gesagt hing sie schon wieder über der Toelettenschüssel. Ares war derweil los gerannt und hatte Alandra geholt, er deutete immer nur stotternd auf Andora. Alandra grinste als sie die beiden aufgelösten jungen Männer sah. Sie schüttelte den Kopf und half Andora erst mal von der Schüssel weg. „So Liebes nun bekommst du von mir etwas, das dir die Übelkeit nimmt. Dann ruhst du dich schön aus. In wenigen Tagen wird es dir wieder besser gehen.“ Sie untersuchte Andora und nickte. „Es sind zwei Babys, ein Junge und ein Mädchen. Der Junge hat Ikarus und Ares als Vater und das Mädchen...“ Dabei sah sie grinsend Ikarus an. „..hat alleine Ikarus verbrochen. Bei dem Jungen hatte wohl Aurian ihre Hand im Spiel, das er von zwei Väter gezeugt wurde, doch das Mädchen ist ganz normal entstanden.“ Sie sah Ikarus und Ares an. „Ich gratuliere, ihr werdet Väter.“ Dann lachte sie. „Nur weiß ich nicht wie ich das Leander beibringen soll. Er wird in Ohnmacht fallen das er so jung schon Großvater wird. Ich jedenfalls freue mich sehr über das Kind....oder die Kinder.“ Die beiden jungen Männer standen erstarrt da. Keiner von ihnen hatte damit gerechnet das es so plötzlich kommen könnte. Dann sahen sie auf Andora herab, die inzwischen auf dem Bett lag und sich ausruhte und dachten sich, das sie es wohl am schwersten haben würde. Langsam aber sicher stieg die Erkenntnis in ihnen auf das sie Vater werden würden, das in Andora Kinder von ihnen heran wuchsen. Nun kam Leben in die beiden und sich holten Kissen um Andora zu stützen. Sie holten was zu trinken und zu essen und rannten wie aufgescheuchte Hühner herum um ihr etwas gutes zu tun. Andora sah dem Treiben der beiden recht gelassen zu und schüttelte nur den Kopf. Sie sah Alandra an. „Sind sie dann immer so?“ Alandra lachte herzlich. „Nein....nur wenn sie sich darüber freuen und sei froh das sie es tun. Doch warte ab, es wird noch verrückter werden. Werdende Väter die sich über den Nachwuchs freuen, sind nicht mehr zurechnungsfähig. Rechne mal damit das sie dich ab sofort keinen Moment mehr aus den Augen lassen werden.“

Aber besonders schlimm führte sich Ikarus auf, als er Andora mal zu Palast begleitete und sie dort auf Luzifer trafen. Der begann ein wenig mit Andora zu flirten und fand sich urplötzlich auf dem Boden wieder, denn Ikarus hatte zugeschlagen. Luzifer sah Ikarus erstaunt an als er sich erhob, dann tauchte Ethan auf, der von Andora zu Hilfe gerufen worden war. Leise knurrend führte Ikarus Andora an Luzifer vorbei der sich das Kinn rieb und ihm nach sah. Dann blickte er Ethan an. „Was ist denn in den gefahren? Ich habe doch gar nichts gemacht....na ja außer ein wenig mit ihr zu flirten.“ Ethan grinste. „Ich an deiner Stelle würde das zur Zeit unterlassen wenn Ares oder Ikarus in ihrer Nähe sind. Sie werden Väter und das ist ein Ausnahmezustand. Da sind beide recht gereizt.“ Nun grinste auch Luzifer, denn er begriff. „Sind dann bei euch alle so, wenn ihre Gefährtin ein Kind erwartet? Das sollte ich wissen nicht das ich mich sonst noch öfter auf dem Boden wieder finde.“ Ethan nickte. „Nur beim ersten Kind, danach lässt es etwas nach. Ikarus hat eh schon eifersüchtige Neigungen die nun natürlich noch verschärft zu Tage treten. Er beherrscht sich in der Regel recht gut, doch im Moment sollte man ihn nicht reizen. Vor allem vergiss nicht, du bist für ihn eh ein rotes Tuch.“ Luzifer sah ihn fragend an. „Rotes Tuch was heißt das?“ Ethan erklärte es ihm. „Nun wenn man einem Stier ein rotes Tuch vor hält wird er wild und greift das Tuch, beziehungsweise seinen Träger an und du bist das rote Tuch für Ikarus. Er wäre an dir vorbei gegangen ohne das was passiert wäre, doch da du vor seinen Augen noch mit Andora geflirtet hast, verstärkte es das noch und so schlug er zu.“ Luzifer begriff und rieb sich das Kinn weiterhin. „Er hat einen kräftigen Schlag, ich wusste gar nicht wie mir geschah. Er ist verdammt stark. Ich werde also in nächster Zeit vorsichtig sein. Obwohl...Andora sagte keine Kämpfe auf Leben und Tod, aber ist es erlaubt sich zu prügeln?“ Ethan lachte. „Willst du dich mit ihm messen? Na dann wünsche ich dir viel Erfolg und ja.... prügeln ist erlaubt.“ Dann fiel Luzifer etwas auf. „Du sagtest beide werde Väter? Wie ist das möglich?“ Ethan nickte. „Ja, Andora bekommt zwei Kinder, einen Jungen der wurde von Ares und Ikarus gezeugt und ein Mädchen das nur Ikarus zum Vater hat. Wir wissen auch nicht wie genau es geschieht, doch ist es schon einige male vorgekommen das ein Kind zwei Väter hat. In der Regel sind diese Kinder etwas besonderes, schau dir Ikarus an. Er hat, den Eros Gott und den Lichtengel als Vater. Wobei Lazarus, der Eros Gott nicht mehr unter uns weilt. Ich glaube sie waren auf dem Weg zu seiner Ruhestätte um es ihm zu erzählen als du in ihren Weg tratst.“ Luzifer nickte verstehend und fragte weiter. „Von wem stammt Andora ab? Wer ist ihr Vater?“ Ethan grinste. „Ich.....bin ihr Vater.“ Luzifer sah ihn merkwürdig an. „Wenn ich das in dem goldenen Buch richtig verstanden habe, schläft die Göttin des Lichts mit allen ihren Beschützern...das würde ja bedeuten...“ Er deutete auf den Palast dann auf Ethan, der ihn gelassen ansah und nickte.“ Ja das bedeutet es. Nur was stört dich daran? Du bist auch bereits mit einigen deiner Nachkommen ins Bett gegangen, das dürfte dich doch am wenigsten stören.“ Luzifer zuckte mit den Schultern. „Na ja ich dachte die Götter des Lichts, stünden darüber und da käme so etwas nicht vor.“ Ethan lächelte leicht. „Bei uns ist es egal wer wen liebt......und das es auch schon mal zwischen Eltern und Kindern oder auch Geschwistern vorkommt, liegt in der Zeit begründet. Irgendwann vergisst mal glatt wer mit wem wie verwandt ist. Wir Väter versuchen es zu vermeiden....während es schon oft vor kam das ein Sohn seine Mutter begehrte. Doch in meinem Fall liegt es eh anders....ich bin mit Aurian zusammen der Erschaffer des Universums und daher schon ausgewählt einer der Schutzgötter um die Lichtgöttin zu sein. Ich darf sie nicht als meine Tochter betrachten sondern sollte sie als Göttin des Lichts sehen. Wir sind Söhne des Lichts und die Söhne des Lichts brauchen die Lichtgöttin mehr als auf eine Weise. Ihr Licht stärkt uns, geistig als auch körperlich.“ Luzifer nickte überlegend. „Der Junge den Andora da erwartet...ist das dann auch ein Sohn des Lichts?“ Ethan überlegte kurz. „Ich weiß es nicht, das müssen wir abwarten. Nicht jedes Kind das die Lichtgöttin bekommt ist zwangsläufig ein Kind des Lichts. Doch da er zwei Väter hat, wäre es denkbar.“

In der nächsten Zeit jedenfalls, erfuhr das Kinderzimmer wieder mal eine Umgestaltung, da es sich zwei junge Väter zur Aufgabe gemacht hatten, alles für die Kinder bereit zu stellen was sie brauchen würden. Die beiden waren ganz aus dem Häuschen, was man von Leander nicht sagen konnte. Er hatte geflucht wie ein Rohrspatz. Als er allerdings sah wie sehr Ares sich freute, beruhigte er sich wieder und begann sich mit ihm zu freuen. Allgemein schlich man um Andora herum wie um eine kranke Kuh, vor allem da Ikarus jeden giftig ansah der die junge Göttin aufregte. Luzifer ging ihm erst mal aus dem Weg, sicher war sicher.