|







|

  
Kapitel 34: Entscheidung der
Alten

Die Zeit schritt voran. Andoras
Schwangerschaft ebenso. Im Laufe der vergangenen Monate hatten
sich Ikarus und Ares wieder etwas beruhigt und selbst Ikarus war
nicht mehr so angriffslustig wie zu Beginn der Schwangerschaft,
so das sich auch Luzifer ab und zu dem See an dem Andoras Haus
stand nähern konnte, ohne das Ikarus ihn gleich niederschlug.
Luzifer hielt sich aber ebenso zurück und beobachtete nur
Andoras Umstand. Die dort lebenden Götter gewöhnten sich an
Luzifers Anwesenheit, ebenso hatte man seine Bewachung
eingestellt. Er hatte mal gefragt ob er Araziel mit bringen
dürfe, doch das hatte man ihm untersagt. Andora sagte ihm klipp
und klar, das der Junge die Welt der Götter niemals betreten
dürfe, da er sonst unter den Einfluß des Lichts geraten würde
und es so passieren könnte das er die späteren Prüfungen nicht
bestand. Das sah Luzifer ein. Doch nicht nur er beobachtete
Andora, sondern sie auch ihn. Ikarus sah es mal wie sie Luzifer
ansah, der dort am See nur in einer Badehose stand und gerade
dabei war schwimmen zu gehen. „Findest du ihn attraktiv? Ich
meine er hat einen Traumkörper und sieht auch nicht schlecht
aus.“ Andora sah Ikarus grinsend an. „Eifersüchtig? Das musst du
nicht sein, du läufst ihm absolut den Rang ab. Sieh dich doch
mal an. Du bist weit aus muskulöser als er, bist mehr als durch
trainiert und dein Körper kann sich mehr als sehen lassen.“
Ikarus nickte, er sah sie an. „Er sagte mal er sei unten herum
sehr gut gebaut, reicht dir das was ich habe?“ Nun musste Andora
lachen.“ Ja natürlich reicht mir das, Schatz auch in der
Hinsicht musst du keine Minderwertigkeitskomplexe bekommen. Das
er besser ausgestattet ist als ein normaler Mann ist klar, er
ist ein Dämon und die sind nun mal stärker gebaut. Vor allem da
sie im Grunde nur ein Ziel kennen, sich so schnell und so oft es
geht zu vermehren. Luzifer ist diesbezüglich eine Ausnahme,
obwohl ich mir gut vorstellen kann, das auch in seinem Bett mehr
als eine Frau liegt, wenn er sich rein legt. Die meisten Dämonen
denken mit dem was sie in der Hose haben und nicht was sich im
Kopf befindet. Er ist eine Ausnahme, denn er denkt nach und
denkt weiter als über seinen Bettrand. Er hat in der kurzen Zeit
die er erst auf Erden weilt, schon einiges auf die Beine
gestellt.“ Ikarus nickte. „Welche Belohnung wird er erhalten? Du
sagtest dort in diesem Bergtal, das er eine Belohnung bekommen
würde, die eventuell aber nicht so ausfallen würde wie er es
sich gedacht hat.“ Andora sah lächelnd Ikarus an. „Willst du
mich aushorchen? Was er bekommt verrate ich auch dir nicht. Doch
ich kenne seine Wünsche, es ist nicht nur mit dem Sohn getan, er
hat noch viel tiefere Wünsche. Er beobachtet dich und sieht
deine liebevollen Blicke, er sieht das dein Herz überläuft vor
Liebe zu mir. Er wünscht sich lieben zu können, er wünscht sich
diese Gefühl auch mal zu spüren, weiß aber sollte er es wirklich
zu lassen, würde er alles verlieren was er bisher geschaffen
hat, zudem er dann auch für die Dämonen untragbar werden würde
und sie ihn töten würden. Er ist lange nicht so eiskalt wie
Sephirot, doch darf man ihn nicht unterschätzen. Er würde auch
seinen besten Freund über die Klippe springen lassen, wenn es
ihn seinem Ziel näher bringen würde. Gerade das er nicht nur mit
dem denkt das er in der Hose hat, lässt ihn gefährlich werden.
Er wünscht sich Freundschaft...doch unter Dämonen ist das
unmöglich, weil jeder nur an seinen eigenen Vorteil denkt. Er
sieht wie du und Ares mit einander umgehen, er sieht diese tiefe
Freundschaft zwischen euch. Er sieht wie ihr euch um mich
kümmert. Er hat so viele Wünsche, das es ihm manchmal das Herz
zerreißt.“ Ikarus nickte nachdenklich und strich sanft über
Andoras bereits stark gewölbten Bauch. Er bemerkte auf einmal
Luzifers Blick, als der sah wie Ikarus über den Bauch strich und
für eine Sekunde konnte Ikarus das in seinen Augen sehen, was
Andora ihm gerade gesagt hatte. Er seufzte leise und dachte
darüber nach ob es wirklich möglich sei, Freundschaft zwischen
einem Gott und einem Dämonen. Dann spürte er wie sich Andoras
Bauch verhärtete, er sah sie erschrocken an, denn sie stöhnte
leise auf. „Kleines hast du Schmerzen? Tut dir etwas weh?“
Andora schnaufte leise. „Es geht los...euer Sohn und deine
Tochter wollen hinaus. Sag Ares Bescheid er soll Alandra holen
und bring mich bitte ins Schlafzimmer.“ Ikarus sprang auf,
geistig schrie er nach Ares und Alandra, doch brüllte er so laut
das es alle Götter hörten und selbst Luzifer hob den Kopf, denn
auch er hatte Ikarus verzweifelten Schrei im Kopf gehört. Er kam
angerannt. „Was ist los? Warum brüllst du so?“ Ikarus deutete
auf Andora, er war zu nichts mehr fähig, zu wissen das seine
Kinder nun kommen würden hatte ihn bewegungslos gemacht. Nun tat
Luzifer etwas womit keiner gerechnet hatte, er schnappte sich
Andora und hob sie auf seine Arme, dann rannte er mit ihr und
Ikarus im Schlepptau auf das Haus zu und brachte sie in ihr
Schlafzimmer. Unterdessen waren auch alle anderen Götter vor dem
Haus erschienen und Alandra als auch Ares warteten schon im
Schlafzimmer. Dort legte Luzifer Andora sanft ab. Ares war
ebenso daneben wie Ikarus und beide rannten im Zimmer umher,
während Andora immer mal leise unter den Wehen aufschrie.
Alandra sah es sich einen Moment an und knurrte dann. “Geht
hinaus ihr macht sie ja noch nervöser, das ist ja nicht aus zu
halten.“ Luzifer krallte sich Ares und Ikarus Arm und zog sie
aus dem Zimmer hinaus. Vor der Türe standen bereits Ethan und
Leander, die nicht minder nervös waren. Auch Viola war gekommen
und betrat nun das Gebärzimmer. Luzifer sah sich einen nach dem
anderen an, er sah in die nervösen und teilweise sogar
ängstlichen Gesichter. Er fragte sich wovor sie Angst hatten, er
konnte es nicht nach vollziehen. Lyam erklärte es ihm sachte als
er ihn fragte. „Es ist die Angst um die Lichtgöttin, bisher
hatten es alle Lichtgöttinnen leicht ihre Kinder zur Welt zu
bringen, doch es ist Andoras erstes Kind und daher weiß man
nicht wie es bei ihr sein wird. Bei jeder Geburt könnte der Tod
mit einher gehen.“ Jetzt verstand er, sie hatten alle Angst um
Andora. Man hörte von drinnen immer mal Andora laut aufschreien.
Ikarus hielt es nicht mehr aus und er stürmte in das Zimmer und
sah gerade noch wie sein Sohn geboren wurde, dann fiel er in
Ohnmacht. Ares sprang hinzu und fing seinen Freund auf bevor er
auf den Boden krachte. Das brachte nun Luzifer dazu laut heraus
zu lachen. „Ein Kerl wie ein Fels, stark wie ein Bär, doch das
wirft ihn um.“ Ethan nickte. „Ja das haut den stärksten Mann
um....also ich bin froh das wir keine Kinder bekommen müssen.“
Er half Ares, Ikarus wieder auf die Beine zu bekommen. In der
Zwischenzeit kam auch das Mädchen zur Welt und beide schrien um
die Wette. Ikarus kam schnell wieder zu sich. „Ist es vorbei?“
Dann hörte er die beiden Kinder schreien. Er sah einen nach dem
anderen wie blöde an. „Sie sind da, die Kinder... sie sind da.“
Dabei deutete er immer mal auf die Türe. Ethan und Leander
grinsten. „Ja hört sich so an. Willst du nicht gucken gehen?“
Nun rührte er sich wieder und öffnet die Türe, diesmal sah er
aber erst vorsichtig hinein. Und dort lag seine Andora, in jedem
Arm ein Kind und küsste die beiden auf die Köpfchen. Dann
betraten er und Ares das Zimmer. Tränen standen in ihren Augen
als sie sahen das es Andora gut ging und sie die beiden kleinen
Würmer ansahen. Für Luzifer war das alles neu. Er hatte so etwas
noch nie erlebt. Er sah das alle nach dieser Anspannung
glückliche Gesichter machten. Das teilweise Tränen in ihren
Augen stand vor Freude. Er versuchte durch die geöffnete Türe
einen Blick auf Andora zu erhaschen. Dann sah er wie Ikarus erst
das eine dann das andere Kind in seine starken Arme nahm. Ikarus
küsste Andora und dankte ihr unter Tränen, dann reichte er eins
der Kinder an Ares weiter, der sich ebenso bei Andora bedankte.
Beide jungen Männer strahlten. Dann erschien der Geist von
Aurian im Gebärzimmer und man hörte sie auf der ganzen
Götterwelt. „Hört mir zu, hier wurde heute ein Sohn des Lichts
geboren. Sein Licht wird heller strahlen als es Lazarus oder
irgendeines anderen je getan hat und doch wird er auch die
Dunkelheit des Kriegsgottes in sich tragen, weiter gegeben von
Ares. Es fehlte euch der Eros Gott, hier habt ihr einen neuen.
Er wird ein Eros in höchster Vollendung sein, so gebt ihm auch
den Namen Eros, doch hütet eure Töchter und Frauen...denn er
wird sich jede nehmen, wenn er alt genug ist. Das
Mädchen...nennt Aphrodite.......ihr Schicksal wird sich erst im
Laufe der Zeit zeigen...denn es ist noch ungewiss. Eros wird wie
auch einst Lazarus nur eine Frau im Herzen lieben. Ihm wird es
nicht vergönnt sein, jemals eine fest Gefährtin zu bekommen, es
sei denn Aphrodite würde sich zu ihm bekennen. Er wird auch alle
anderen Frauen lieben, auf seine Weise. Wie könnt ihr euch wohl
denken.“ Luzifer grinste und murmelte leise. „Das kann man sich
wirklich denken, er wird sich durch die Betten vögeln. Das
dürfte interessant werden.“ Leander sah ihn eisig ob seiner
Worte an. Luzifer zuckte frech grinsend seine Schultern. „Na ist
doch wahr.“ Draußen hörte man die anderen Götter jubeln. Jeder
freute sich über den Zuwachs, doch vor allem das es Andora gut
ging. Andora hatte zwar Schmerzen gehabt, doch an sich war es
ihr ebenso leicht gefallen die Kinder zu bekommen wie den beiden
Lichtgöttinnen vor ihr. Nach wenigen Stunden war Andora schon
wieder auf den Beinen und man sah nichts mehr davon das sie erst
vor kurzem zwei Kinder bekommen hatte. Sie war rang und schlank
und so schön wie nie zuvor. Ikarus und Ares hatten eine Feier am
Strand organisiert, zu der alle eingeladen waren...sogar
Luzifer. Die beiden waren ihm dankbar das er schnell gehandelt
hatte wo es Ikarus nicht möglich gewesen war. In einem kleinen
Stubenwagen lagen die beiden Babys in der Nähe der Feier, damit
sie sich jeder ansehen konnte. Obwohl man wusste, das sich die
frisch gebackenen Eltern alles selber erschaffen konnten was sie
brauchten, brachte dennoch jeder auch Geschenke mit. Die Geste
zählte.
Luzifer sah Andora immer wieder
an, begehren kochte in ihm hoch, seine Lenden brannten vor
Verlangen. Wenn Ikarus ihn ansah, senkte er den Kopf um sich
nicht zu verraten. Er bemerkte daher nicht, das Ikarus sehr wohl
sah was mit ihm los war, obwohl es ihn ein wenig wunderte das es
nun so plötzlich soweit war. Später trat Ikarus auf Luzifer zu,
er sah ihn ruhig an. „Wage es nicht sie jetzt an zu rühren. Sie
hat gerade erst zwei Kinder bekommen und bei uns ist es nicht
üblich, das man sich sofort wieder auf die Frau stürzt. Man gibt
ihr Zeit sich zu erholen. Ist das klar?“ Luzifer nickte und
erwiderte den Blick ebenso ruhig. „Ist es so offensichtlich?“
„Ja, ich sehe dir an was du fühlst, ich sehe das du sie willst,
das du brennst. Doch sie braucht erst mal noch einige Wochen
Ruhe.“ Ikarus sprach eindringlich mit Luzifer aber nicht
aggressiv. Luzifer sah ihn an. „Ja du hast recht, ich brenne vor
Verlangen und doch habe ich auch Angst. Angst davor das es
meinen Tod bedeuten könnte.“ Ikarus spürte das er die Wahrheit
sagte. „Angst musst du keine haben, sie wird dich nicht töten.
Die Aura muss von ihr bewusst aufgerufen werden.“ Dann dachte er
daran was er gesehen hatte, als sie mit Lazarus zusammen gewesen
war, er seufzte. „Es sei denn du versetzt sie in so einen
lustvollen Rausch das sie es nicht mehr unter Kontrolle hat.
Doch bisher habe ich das erst einmal beobachtet, als sie mit
Lazarus zusammen war. Wenn sie also sagt sie will oder kann
nicht mehr, belasse es dabei, denn ansonsten....“ Luzifer
verstand, er sah immer wieder mal zu Andora hin. „Ich sollte
mich vielleicht die nächste Zeit fern halten, ich weiß nicht was
sonst geschehen wird.“ Ikarus nickte. „Das wäre wohl das beste.
Kümmere dich wieder mal um Araziel, das wird dich ablenken.“ Nun
lachte Luzifer. „Würde es dich ablenken, wenn deine Lenden
brennen, wenn du nur noch einen Gedanken hast? Ich glaube
kaum...ne Junge du kannst mir erzählen was du willst, aber du
würdest dich an ihr austoben. Du würdest haben wollen was du
begehrst.“ Ikarus musste ihm recht geben, er würde sich auch
nicht zurück halten können. Luzifer verabschiedete sich kurz
darauf und verschwand.
Zwei Jahre vergingen, in der Zeit
hatte sich Luzifer von der Welt der Götter und Andora im
besonderen fern gehalten. Zwei Jahre in denen Araziel weiter
heran gewachsen war und nun mit seinen fünf Jahren zu lernen
begann. In denen auch Eros und Aphrodite älter geworden waren
und bereits auf ihren kurzen dicken Beinchen die Gegend unsicher
machten. Ikarus und Ares liebten die Kinder sehr und tollten oft
mit ihnen im See herum oder auf der Wiese, oft hörte man das
lachen und fröhliche Quietschen der beiden Kinder. Die beiden
Kinder liebten sich sehr, man konnte hier und da beobachten, das
sie sich lange Zeit umarmt hielten, als könnte der eine ohne den
anderen nicht sein.
In den vergangenen Jahren hatte
Luzifer, sein Reich reorganisiert, Val-Gor war ihm tatsächlich
treu ergeben und als der ihm seine Tochter vorstellte, schickte
Luzifer sie zu den Menschen um dort zu studieren. Nebenbei, nahm
er sie sich auch ab und zu mal und schwängerte sie auch einmal.
Die Dämonen und Val-Gor im besonderen begannen ein Ehrgefühl zu
entwickeln, so sah er es als hohe Ehre an, das Luzifer gefallen
an seiner Tochter fand. Auch Luzifer begann seine beiden Söhne
die er eigentlich nur aus reinen Zweckgründen gezeugt hatte in
einem anderen Licht zu sehen. Der Beschützer von Araziel war ihm
ebenso treu wie der Wächter der Unterwelt. So ernannte er diese
drei Dämonen zu Erzdämonen und gab ihnen auch gewisse
Befehlsgewalten. Und aus ihm, dem einstigen Dämonenprinzen war
ein Dämonenfürst geworden, der von allen respektiert wurde. Er
hielt auch Erebos unter Bewachung und sah das der keinerlei
Initiative entwickelte irgendwas auf die Beine zu stellen. Da er
von Aurian wusste das er als das Böse und Finstere ebenso seine
Daseinsberechtigung hatte, setzte er auch einiges daran, das
Böse unter den Menschen zu verbreiten. So verführte er hier und
da mal eine Sterbliche, handelte mit einzelnen Menschen Pakte
aus, die ihm ihre Seelen nach ihrem Tod zusichern würden, wovon
er sich intelligente Dämonen erhoffte. Als Gegenleistung sorgte
er dafür das sie bekamen was sie sich wünschten, mal war es
Schönheit, mal Reichtum oder Ruhm. Er stellte sogar
Beschwörungsregeln auf unter welchen Umständen man sie
herbeirufen konnte. Er verbreitete die Kunde unter den Menschen
das es drei Erzdämonen gab, die man um etwas bitten konnte,
Val-Gor war zuständig für Reichtum und Ehre. Sein Sohn der
Wächter der Unterwelt, den er Lanor genannt hatte, war zuständig
wenn ein Mensch einem anderen den Tod wünschte, diesen dann
durch einen Unfall oder ähnliches herbei zu führen. Natürlich
hatte er sich vorher mit Anubis und da er nun einmal Moira
kennen gelernt hatte auch mit ihr beraten, wie das machbar sei.
Da diese beiden Götter ebenso wie Kronos neutral waren, konnte
er auch mit ihnen zusammen arbeiten und musste es sogar. Dann
war da noch sein weiterer Sohn, der Beschützer von Araziel, ihn
hatte er Ikubus genannt und den würde man rufen können, wenn man
einen Schutzdämon brauchte. Allerdings hatte der Beschwörer auch
ein Risiko zu tragen. Luzifer war da recht einfallsreich. Würden
nicht alle Bedingungen der Beschwörung erfüllt sein oder man
auch nur einen winzigen Fehler machen, würde es das Leben des
Beschwörers kosten und der beschworene Erzdämon würde ihn töten
und sein Blut trinken dürfen. Auf den beiden Welten in denen
sein Reich sich ausbreitete hatte er je einen Altar aufgestellt
um Aurian zu ehren. Er wusste sie war das Universum und sie
könnte ihm jederzeit einen Strich durch die Rechnung machen,
wogegen er absolut machtlos wäre. Irgendwann bemerkte er das er
sogar die beiden mittelalterlichen Welten betreten konnte, die
Sephirot verwehrt worden waren. Auch hier galten seine
Beschwörungsregeln. Sein dunkles Reich dehnte sich aus. Ihm war
klar das er irgendwann auch gegen die Götter kämpfen musste, das
sie irgendwann versuchen würden ihn auf zu halten, doch darauf
war er gefasst und nahm es hin. Er hoffte nur das er sich
persönlich niemals gegen Ikarus oder Andora stellen müsste. Er
wusste dann hatte er verloren und sein Schicksal wäre besiegelt.
Auf einer weit entfernten Welt in
den Tiefen des Universums saßen drei Urgötter, die man auch die
Alten nannte zusammen. Damok sah Aurian an. „Luzifer macht sich
gut, er verbreitet das Chaos recht durchdacht. Es wird Zeit die
Bedingungen zu ändern, ob es dir gefällt oder nicht.“ Aurian
nickte zustimmend . „Du hast recht, nun wo das dunkle Reich
endlich die gewünschten Formen annimmt, sollte man einiges
ändern. Luzifer ist kein Wesen der Ordnung, daher sollten die
Altäre die er mir zu Ehren aufgestellt hat, eher dir gewidmet
sein. Ich denke die Zeit ist gekommen, wo du dich mal zu Wort
meldest. Ebenso sollten wir Andoras Lichtaura ein wenig
beschränken. So das sie sie nur noch im Notfall aufrufen kann,
wenn es nicht anders geht. Ansonsten könnte es passieren das sie
vielleicht aus Versehen alles zunichte macht, was sich nun
entwickelt hat. Ikarus und Ares sind stark genug um sie zu
schützen.“ Damok nickte. „Vor allem die beiden jungen Männer
brauchen diese Aufgabe, sie sollen sie beschützen müssen. Zu
deiner Zeit war das nicht nötig, vor allem da Myrion seine
Aufgabe hatte. Hinzu kam das du sowieso die Herrscherin des
Universums warst. Doch Andora ist das nicht, sie ist die Göttin
des Lichts und nicht mehr. Ihre Entscheidungen sind nach wie vor
unfehlbar, das würde auch bleiben. Doch die beiden jungen
Krieger sollen ihr Schutz bieten und sie sich nicht selber
beschützen. Sie ist die Wissende mit der meisten Macht und die
beiden ihre starken Krieger.“ Auch Gregorian meldete sich zu
Wort. „Vor allem wissen wir was Araziel tun wird wenn er die
Lichtgöttin das erste mal sieht. Bis dahin wird er erwachsen
sein...und ebenso empfinden wie alle Kerle in ihrer Nähe und was
das heißt wissen wir alle, dann wird es zum ersten großen Krieg
zwischen der Ordnung und dem Chaos kommen.“ Aurian nickte
seufzend. „Es wird tote Götter und Dämonen geben. Ich gebe zu es
gefällt mir nicht, obwohl ich weiß das es nötig ist. Gut das es
bis dahin noch ein wenig Zeit ist.“ Gregorian nickte. „Vor allem
kommt es auch darauf an, wie lange Luzifer Araziel unter
Kontrolle halten kann und ob der Junge überhaupt die Prüfungen
besteht. Wenn er es schafft, kann es unter Umständen noch einige
hundert Jahre dauern bis Araziel den ersten Krieg auslöst. Zudem
müssen wir auch mit dem Lichtgeborenen Dämonen rechnen. Es
besteht die Möglichkeit das er sich tatsächlich gegen Araziel
stellt und ihr wisst ebenso wie ich, das es nur einer von beiden
überleben wird.“ Die anderen beiden nickten wissend. Aurian
seufzte leise. „Ich will nicht wissen was geschehen würde, wenn
Araziel den jungen Halbgott töten sollte. Ich glaube Luzifer
würde dann vollkommen durchdrehen...“Damok nickte. „..was dann
wahrscheinlich auch das Ende von Araziel bedeuten würde. Womit
es keiner von beiden überleben würde.“ Er sah Aurian an. „Es sei
denn du greifst ein.“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein..das
werde ich nicht tun. Es wird geschehen was geschehen muss...und
Ende. Es wäre nicht das erste mal, das ich etwas sehen muss das
ich am liebsten verhindern würde.“ Damok legte seine Hand auf
ihre. „Das schaffen wir schon. Außerdem dürfen wir nicht
vergessen, das auch diese beiden wiederum Kinder zeugen werden,
die eventuell ihre Aufgabe dann übernehmen könnten. Außerdem
haben wir bis dahin noch viel Zeit. Die Kinder wachsen ja mal
gerade heran und der Lichtgeborene Dämon ist noch nicht mal
gezeugt. Ändern wir erst mal was nun unvermeidbar ist und sehen
dann weiter.“ Aurian nickte leicht und sah Damok sanft an.
So erschienen zeitgleich am
Himmel der Welt der Götter als auch auf den beiden Welten der
Dämonen, die beiden Urgötter Aurian und Damok, die eine auf der
einen Welt, der andere auf den anderen Welten. Aurians Stimme
war überall auf der Welt zu hören. „Ihr Götter des Lichts und
der Ordnung hört mir zu. Ab dem heutigen Tage haben sich einige
Bedingungen geändert. So wird Andora ihre Lichtaura nur im
äußersten Notfall noch aufrufen können, daher wird sie Schutz
benötigen den ihr die beiden Krieger an ihrer Seite geben
müssen. Sie wird nach wie vor die Wissende und Lenkerin sein,
sie wird weiterhin auch die Führerin der Götter der Ordnung
sein, daran wird sich nichts ändern. Sie wird immer noch die
Macht haben in die Zeiten zu sehen wie bisher, doch wird nun
Luzifer die Zukunft der Dämonen bestimmen. Er wird ebenso wie
ihr nun von mir, von Damok erfahren was sich geändert hat. Macht
euch darauf gefasst das er oder später Araziel dieses Wissen
auch ausnutzen werden, doch verweigert ihm dennoch nicht das er
diese Welt hier betreten kann. Er muss sie betreten können.“
Kaum hatten die Götter das erfahren gingen die Diskussionen los.
Auf den Dämonenwelten erschien Damok und seine Stimme klang
dröhnend. „Dämonen und Untergebene des Chaos, ich bin Damok der
Urgott des Chaos. Mir missfällt es das man einen Altar zu Ehren
der Göttin der Ordnung aufgestellt hat, also fordere ich das er
mir zu Ehren geweiht wird. Des weiteren, hat man ab dem heutigen
Tage die Lichtaura der Lichtgöttin eingeschränkt, doch
unterschätzt sie dennoch nicht, denn ihre beiden Krieger haben
die Kraft und die Macht euch dennoch zu vernichten.“ Auch hier
diskutierte man das gehörte, während Damoks Geist vor Luzifer
erschien. „Dir im besonderen sage ich, das ich sehr zufrieden
mit dir bin. Mach so weiter und du wirst meine Unterstützung
auch zukünftig erhalten. Man wird dir auch weiterhin gestatten
die Welt der Götter zu betreten, doch lasse dich niemals auf
einen Kampf auf Leben und Tod mit Ikarus ein.“ Luzifer sah ihn
nickend an. „Ich gehe mal davon aus das du weißt das mein
Ziehsohn Araziel...deinen Sohn Erebos irgendwann töten wird um
dessen Platz ein zu nehmen.“ Damok nickte. „Ja...du musst von
mir keine Vergeltung fürchten. Erebos hat sich als unbrauchbar
heraus gestellt, also stört es mich nicht, das sein Sohn seinen
und meinen Platz einnehmen wird. Bereite ihn gut auf das
kommende vor, egal ob es die Prüfungen sein werden oder den
Platz den er mal einnehmen soll. Und vergiss nicht, Araziel ist
Blut von meinem Blut. Er ist ein direkter Nachkomme des
Chaosgottes. Wir werden uns wieder sehen.“ Damit verschwand
Damok und ließ einen recht nachdenklichen Luzifer zurück. Seine
größte Angst das Andoras Lichtaura ihn töten könnte hatte sich
damit zerschlagen. Die Karten waren neu gemischt worden und was
es bringen würde, musste man abwarten. Andora stand ohne ihre
schützende Lichtaura da, wenn sich auch alles andere nicht
geändert hatte. Ikarus und Ares gab es neuen Auftrieb, sie
hatten nun endlich eine richtige Aufgabe die nach ihrem
Geschmack war. Sie waren nun tatsächlich und nicht nur
sinnbildlich die Schutzgötter der Lichtgöttin.
  
Kapitel 35: Prügelei am See

Luzifer dachte nach, er musste
sich irgendwie mit Ikarus arrangieren. Doch zuerst einmal
änderte er den Segen auf den Altären und weihte sie Damok, dem
Chaosgott. Dann überlegte er weiter, Damok hatte ihn inständig
darauf aufmerksam gemacht sich nicht mit Ikarus an zu legen,
daran würde er sich auch halten, die Frage war nur wie? Denn das
Ikarus nicht begeistert war, das er sich an dessen Gefährtin
heran machen würde um mit ihr ein Kind zu zeugen, war ihm mehr
als klar. Hinzu kam das er sich ausrechnete das auch Andora
nicht begeistert sein würde. Er ging in seinem Wohnbereich auf
und ab und überlegte. Wie konnte er es anstellen, ohne sich
deren Feindschaft zu zu ziehen. Während er noch überlegte
tauchte Damoks Geist urplötzlich vor ihm auf. „Dafür gibt es nur
eine Lösung....du musst sie auf klassische Art verführen. Sie
darf nicht zum nach denken kommen. Der lichtgeborene Dämon muss
gezeugt werden, das weiß auch Andora ebenso wie Ikarus. Auch
wenn sie ihre Lichtaura zum größten Teil verloren hat, sie ist
immer noch da. Sie muss dich wollen, lass ihr keine Zeit zum
überlegen. Andora ist eine Nymphomanin, ein Mann der ihre
Fantasie anregt, ist auch in der Lage sie ins Bett zu bekommen.
Sie mag Männer die fordernd sind, du musst nur von dir überzeugt
sein das du sie herum bekommst, weichst du nur einen Schritt
zurück hast du verloren. Mir ist klar das es gerade bei dir
schwer ist, da sie immer im Hinterkopf hat was du bist. Lass ein
wenig das böser Junge Image heraus hängen, das wird sie
neugierig machen und wenn sie einmal neugierig ist, kannst du
sie auch verführen. Mach sie heiß, lass sie nicht entkommen wenn
du sie einmal soweit hast.“ Luzifer nickte verstehend, dann war
Damok auch schon wieder verschwunden. Luzifer dachte sich nur
das der Urgott leicht reden hätte. Luzifer tat nun etwas das
auch Ikarus mal getan hatte, er stellte sich vor den Spiegel,
zog sein Hemd aus und betrachtete sich. „Also in dieser Gestalt
bin ich wirklich nicht hässlich, also wäre es doch gelacht wenn
ich sie da nicht herum bekommen könnte. Langsam ist meine Stunde
gekommen und ich sollte auf die Jagd gehen.“
Nach zwei Jahren betrat er zum
ersten mal wieder die Welt der Götter, er schritt zum See bei
Andoras Haus und hörte schon von weitem das fröhliche Lachen der
beiden Kinder. Ares und Ikarus bemerkten ihn, als sie mit den
Kindern im See tollten und sahen wie er langsam von hinten an
Andora heran trat. Leise flüsterte er Andora ins Ohr. „Da bin
ich wieder um mir nun meine Belohnung zu holen.“ Sie drehte sich
zu ihm um und sah ihn an. Sein Blick ging aufreizend langsam an
ihr entlang. Ebenso langsam knöpfte er sein Hemd auf unter dem
seine muskulöse Statur zum Vorschein kam. Er grinste frech und
hielt ihrem Blick stand. „Du wirst dich in meinen Armen winden,
du wirst vor Lust vergehen, du wirst immer mehr fordern.“ Andora
sah ihn sprachlos an, er grinste immer noch. „Na nicht
neugierig, was dir dieser Prachtkörper zu bieten hat? Willst du
nicht wissen ob es stimmt was man über uns sagt, das wir besser
ausgestattet sind als jeder normale Kerl?“ Er bemerkte Andoras
Reaktion, sie atmete scharf ein, während sie ihn auf Grund
dessen das er sie auf seinen Körper aufmerksam machte,
betrachtete und ihr Blick auch tiefer ging. Als sie es selber
bemerkte wurde sie sogar rot und drehte sich wieder um. „Nein...
ich will es nicht wissen und ich bin auch nicht neugierig.“ Er
lachte. „Doch bist du schon, doch keine Angst heute ist es noch
nicht soweit. Aber du wirst in meinen Armen liegen.“ Dann hing
er sein Hemd über einen Stuhl und ging weiter zu Ikarus, Ares
und den beiden Kindern, die den See inzwischen verlassen hatten.
Das sie so reagiert hatte machte ihm Mut, er wusste nun das er
sie herum bekommen würde. Sie würde wie Wachs in seinen Händen
sein. Er begrüßte auch die beiden Männer mit einem Lächeln und
sah auf die Kinder. „Sie haben sich prächtig entwickelt in der
Zeit die ich nicht hier war.“ Ikarus sah ihn kalt an. „Was
willst du? Lass Andora in Ruhe.“ Luzifer erwiderte den Blick.
„Du weiß das ich das nicht tun werde. Ich werde mir nun meine
Belohnung holen. Ich werde sie nicht verletzen, keine Sorge,
aber ich werde mir nehmen was ich will. Ich will keinen Streit
zwischen uns, nichts liegt mir ferner, doch wenn du dich
diesbezüglich mir in den Weg stellst, wird es wohl nicht anders
kommen.“ Ikarus holte tief Luft und dann schlug er zu. Luzifer
flog nach hinten auf den Boden. Während er sich langsam erhob
und sich das Kinn rieb, sah er Ikarus ruhig an. „Einmal habe ich
es mir gefallen lassen, da man mir sagte das der Umstand das
deine Gefährtin schwanger sei, dich reizbar machte, doch diesmal
schlage ich zurück.“ :und damit schlug er ebenso zu, was auch
Ikarus nach hinten torkeln ließ. Andora hatte Ethan gerufen, als
der erschien und sah was geschah nickte er. „Lass sie, sie
brauchen das, es lag schon lange in der Luft. Danach wird sie
gereinigter sein, glaub mir.“ Ares wusste nicht was er tun
sollte, er wollte die beiden schon trennen, doch da sahen beide
ihn an. „Das ist eine Sache zwischen uns, das geht dich nichts
an. Halte dich da raus.“ :bekam er von Luzifer gesagt. Dann
prügelten beide Männer auf einander ein. Hart krachten die
Fäuste jeweils auf den anderen. Beide schenkten sich nichts.
Hier und da hörte man sogar eine Rippe brechen, blaue Augen
waren auch unvermeidlich. So wütend Ikarus auch war und er
wusste das er seine Kraft noch stärken hätte können, wenn er
seine Engelsgestalt aufrufen würde. Doch das empfand er als
unfair, denn Luzifer würde seine Dämonengestalt auch nicht
nutzen um Andora nicht zu schocken. Ebenso war sich Luzifer im
klaren das Ikarus seine Chancen wesentlich erhöhen hätte können,
wenn er seine Engelsgestalt nutzen würde, das er es nicht tat,
rang ihm Respekt ab. Also prügelten sie so wie sie waren
weiterhin auf einander ein. Andora hatte sich zu Ethan in die
Arme geflüchtet, während Ares die Kinder fort gebracht hatte,
damit sie es nicht mit bekamen. Sie rangen miteinander, sie
schlugen sich und jeder der beiden versuchte den anderen auf den
Boden zu ringen, doch es gelang ihnen nicht. Es dauerte zwei
Stunden dann wurden beide langsam schwächer, man sah es daran
das sie auch mal daneben schlugen oder leicht torkelten. Nach
weiteren dreißig Minuten lagen beiden total erschöpft auf dem
Boden, mit reichlich Blessuren. Ares kniete sich neben Ikarus um
ihn zu versorgen und flüsterte. „Warum hast du deine Gewichte
nicht abgenommen, dann wärst du noch schneller gewesen.“ Ikarus
keuchte leise. „Ich weiß.“ Ethan hatte sich von Andora gelöst
und kümmerte sich nun um Luzifer. Auch er flüsterte Luzifer
leise etwas zu. „Du weißt schon, das Ikarus an den Fußknöcheln
und Handgelenken noch Gewichte trägt, die Ringe die er dort hat
sind kein Schmuck.“ Nun sah Luzifer Ethan verblüfft an und
keuchte schwer atmend. „Ja warum hat er die dann nicht
abgenommen? Dann wäre ich ihm deutlich unterlegen gewesen.“
Ethan nickte. „Ich denke das weiß er auch. Er brauchte den
Kampf, er konnte dir nicht kampflos seine Liebste überlassen. Er
musste für sie kämpfen.“ Luzifer nickte verstehend und er
verstand wirklich. Er sah zu Ikarus und versuchte sich auf zu
setzen. „Du hast ehrenhaft und fair gekämpft. Ich verbeuge mich
vor dir. Dennoch werde ich mir nehmen was ich will.“ Ikarus
nickte wissend. „Du hast ebenso fair gekämpft und du bist nicht
schlecht. Doch für heute wirst du das wohl vergessen können.“
Beide stöhnten leise als sie sich endlich aufgesetzt hatten.
Ihre Körper waren mit blauen Flecken übersät, Ares als auch
Ethan hatten zumindest ihre gebrochenen Rippen geheilt. Den Rest
wollten sie sich nicht heilen lassen. Selbst da waren sie sich
einig. Ethan drückte beiden einen Kelch mit Rotwein in die Hand
und meinte nur trocken: „Hier zur Stärkung, falls ihr euch zu
einer weiteren Runde entschließt.“ Dann deutete er Ares mit dem
Kopf an, das sie die beiden alleine lassen sollten. Er rechnete
nicht damit das sie sich noch mal prügeln würden. Luzifer sah
Ikarus an, der neben ihm auf der Wiese saß und über den See sah,
hier und da am Kelch nippend. „Wenn sie schwanger werden sollte
und das Kind bekommt, bitte ich dich, kümmere dich um meinen
Sohn.“ Ikarus sah neben sich und Luzifer an. „Ich denke das
solltest du selber tun, es ist dann auch dein Sohn. Er sollte
wissen wer sein Vater ist. Aber in der Zeit da du nicht da bist,
werde ich mich ebenso um ihn kümmern wie um meine eigenen
Kinder.“ Luzifer schüttelte leicht den Kopf. „Du würdest mich
hier dulden? Ich dürfte ihn wirklich mit auf ziehen?“ Ikarus
nickte nur. Luzifer war verblüfft. „Du bist größer als ich
dachte. Ich will ehrlich sein, ich würde jeden anderen töten der
es nur wagen würde.“ „Ich denke du kannst nicht lieben? Wie
kannst du dann Eifersucht empfinden?“ Auf diese Worte von Ikarus
lachte Luzifer leise. „Eifersucht ist ein negatives Gefühl und
bei mir wäre es keine Liebe die mich eifersüchtig werden ließ
sondern Besitzdenken. Die Frau würde mir gehören und niemand
hätte das Recht sie an zu rühren. Ich habe da eine recht heiße
junge Dämonin, willst du es nicht mal mit ihr versuchen, ich
verspreche dir, das wirst du nie vergessen.“ Nun musste Ikarus
lachen. „Ja....ne ist klar und du sorgst dafür das ich sie
schwängere. Das vergiss mal ganz schnell.“ Auch Luzifer lachte.
„Na ja ein Versuch war es wert. Es hätte ja klappen können.“ So
saßen sie einträchtig nebeneinander und sahen zusammen über den
See, jeder seinen Gedanken nach hängend. Luzifer hatte das
Gefühl das Ikarus gar nicht so viel anders war als er. Sicher er
stand im Dienste des Lichts und der Ordnung und doch, dachten
sie fast gleich. Ikarus ging es nicht anders und wieder kam in
ihm der Gedanke hoch, ob ein Gott des Lichts und ein Dämon im
Dienste der Finsternis und des Chaos befreundet sein könnten. Er
sah Luzifer an und erhob sich stöhnend, dann hielt er auch
Luzifer die Hand hin um ihm zu helfen. Der nahm die Hand und
erhob sich ebenso. „Wo willst du hin?“ Ikarus sah ihn an. „Zur
Bernsteinhöhle, ich will mit Myrion reden, ich will wissen wie
es ihm möglich war mit Damok befreundet zu sein.“ Luzifer sah
ihn überrascht an. „Du kennst Damok den Chaosgott?“ Ikarus
nickte. „Ja einst war ich auch mit Erebos befreundet, wir sind
zusammen auf gewachsen.“ An Ikarus erschien Kleidung, da er ja
immer noch nur eine Badehose getragen hatte. „Du kannst mich
begleiten wenn du willst.“ Luzifer nickte und so gingen sie
zusammen los, als sie an dem Stuhl vorbei kamen, nahm sich
Luzifer sein Hemd und zog es lose über ohne es zu schließen.
Kurz darauf erschienen sie am Palast und betraten ihn. Luzifer
deutete auf die Armreifen. „Warum hast du sie nicht abgenommen?
Ich weiß inzwischen das es Gewichte sind.“ Ikarus zuckte mit der
Schulter. „Es blieb keine Zeit dafür.“ Luzifer grinste. „Jetzt
willst du mich verarschen, einen Gedanken von dir und sie wären
weg gewesen, also erzähl mir nichts von, keine Zeit.“ Ikarus
hatte an Myrions Worte gedacht, nie zu zeigen wie viel Kraft man
wirklich hatte, deswegen hatte er die Reifen nicht abgenommen.
Myrion war sein großes Vorbild und er wollte so werden wie er.
Nun standen die beiden in der Bernsteinhöhle und Luzifer sah
sich um. „Sag mir wer ist dein Vater? Außer dem Engel des
Lichts.“ Ikarus trat mit ihm zu dem gläsernen Sarg von Lazarus.
„Das hier ist mein Vater. Er hat mich alles gelehrt was ich
wissen musste. Er war immer für mich da, von ihm weiß ich wie
man sich als Vater verhalten sollte. Er war mir ein liebevoller
und guter Vater.“ Luzifer sah auf den Mann herab der dort in dem
Sarg lag, selbst jetzt spürte man noch Lazarus erotische
Ausstrahlung, die sogar an Luzifer nicht spurlos vorüber ging.
„Holla....also als Frau muss es schwer gewesen sein ihm zu
widerstehen.“ Er sah Ikarus an. „Und euer Sohn, Eros wird mal
ebenso werden wie er?“ Ikarus nickte. „Ich frage mich nur welche
Frau es sein wird, die er als einzige wirklich lieben wird. Im
Moment sieht es so aus als wäre damit Aphrodite gemeint. Doch in
Lazarus Fall war es Aurian, seine Lichtmutter und ich befürchte
fast das es bei Eros nicht anders sein wird.“ Luzifer sah ihn
immer noch an. „Du meinst das er seine Liebe Andora geben wird?“
Ikarus nickte seufzend. „Ja leider, denn diese Liebe würde ihm
Kummer und Leid bringen, denn er hätte sie niemals für sich
alleine. Ich weiß wie mein Vater teilweise darunter gelitten
hat. Mit jemandem ins Bett zu steigen ist eine Sache, aber sein
Herz an jemanden zu verlieren der unerreichbar ist, der diese
Liebe nie richtig erwidern wird. eine andere. Oh...Aurian liebte
Lazarus von ganzem Herzen.......doch ebenso auch jeden anderen
Gott. Ihre einzige und wahre Liebe jedoch gehörte Myrion.“ Damit
deutete er auf Myrions Sarg. „Ebenso ist es bei Andora, ich weiß
das ich ihre einzige und wahre Liebe bin, so wie sie für mich.
Selbst Ares steht noch weit hinter mir. Nicht das sie ihn nicht
liebt...doch es ist eben anders und ich spüre das. Ich hoffe
immer nur das es Ares nicht zu weh tut. Denn ihn liebe ich
auch.“ Sie traten an Myrions Sag und Ikarus sah dort hinein.
Neben ihnen erschien Myrions Geist, er lächelte und sah zu
Lazarus Sarg. „Er war deswegen auch immer etwas schwermütig,
erst Ethan riss ihn daraus, denn er hat etwas das selten ist.
Unbändige Lebensfreude und ist immer bereit sie mit anderen zu
teilen. Euer Sohn...wird ebenso diese Lebensfreude haben,
deswegen wird es ihm auch nie so schwer fallen. Außerdem hat er
auch noch Aphrodite die ihm zur Seite stehen wird. Mach dir also
deswegen nicht zu viele Sorgen. Doch nun zu deiner Frage.“
Ikarus sah überrascht Myrion an. „Ich habe sie doch noch gar
nicht gestellt.“ Myrion lachte. „Deswegen weiß ich sie trotzdem
schon. Eine Freundschaft zwischen solch extremen Wesen, ist
nicht leicht. Dazu gehört ein gewisser Respekt den man vor
seinem eigentlichen Gegner haben sollte. Ehrgefühl ist wichtig,
das wenn man sich gegenüber steht, ehrenhaft kämpft und
anschließend in der Lage sein sollte, zusammen zu sitzen und
sich zu unterhalten ohne gleich abermals los zu legen. Damok und
ich....am Anfang hasste ich ihn wie die Pest. Er mich ebenso
übrigens. Im Laufe der Zeit, schlugen wir uns so oft gegenseitig
die Zähne ein das es schon fast zum Sport wurde und doch saßen
wir anschließend zusammen tranken einen Wein, aßen etwas und
unterhielten uns. Es sei denn wir lagen beide besoffen unter dem
Tisch, in diesem Fall war es mit der Unterhaltung etwas
schwierig.“ Er lachte leise bei der Erinnerung daran. „Bis zum
nächsten mal halt. Wir haben uns geschlagen, wir haben geredet
und doch haben wir nebeneinander gekämpft wenn es nötig war.“ Er
sah die beiden an. „Ebenso wie ihr. Ihr habt bereits gemeinsam
gekämpft ebenso wie ihr euch heute geprügelt habt. Jedoch hat es
jeder von euch beiden ehrenhaft durchgestanden und das ist schon
mal ein Anfang. Ihr werdet euch noch oft prügeln und auch euch
auch genau so beistehen. Das liegt in der Natur das ihr auf
verschiedenen Seiten steht, alles ist nicht wichtig, bis auf
eins....verliert niemals den Respekt voreinander und tragt eure
Differenzen ehrenhaft aus. Mehr ist nicht nötig.“ Die beiden
hatten ihm zugehört und immer mal genickt. Dann sahen sie sich
gegenseitig an und anschließend wieder Myrion, der ihnen noch
mal zunickte und dann verschwand. Luzifer räusperte sich. „Nun
ich denke das gleiche würde mir wohl auch Damok sagen, wenn ich
ihn fragen würde. Was ich aber nicht zu tun gedenke.“
Später saßen die beiden noch
zusammen am See, die anderen ließen sie in Ruhe, man wusste das
sie eine Einigung finden mussten, das sie sich arrangieren
mussten, wegen dem was noch auf sie zukommen würde.
  
Kapitel 36: Zwei Urgötter und
deren Entscheidung

Die nächsten Tage hatten erst mal
beide etwas von der Prügelei, ihnen taten sämtliche Knochen weh
und die blauen Augen machten sie auch nicht gerade hübscher.
Beide ertrugen es ohne zu jammern. Beide belauerten sich ob der
andere etwas dagegen tat, keiner von beiden wollte ein
Jammerlappen sein. Allerdings sorgte Ikarus dafür das Andora
nirgendwo mehr alleine hin ging, so das sich Luzifer ihr nicht
nähern konnte außer normal mit ihr zu reden. Dennoch schaffte er
es immer wieder ihr einige heiße und provozierende Worte zu zu
flüstern um sie neugierig zu machen. Solange die beiden Männern
alleine waren war alles in Ordnung, doch sobald Andora
auftauchte, war Ikarus auf der Hut und Luzifer verärgert, da
eben Ikarus so auf sie aufpasste. Mit jedem Tag den Luzifer in
Andoras Nähe verbrachte, wurde seine Anspannung größer, er
begehrte sie, er wollte sie und das nicht nur wegen des Kindes.
Er war schlicht und ergreifend scharf auf sie wie jeder andere
Mann in ihrer Nähe. Ikarus sah es, da es ihm oft nicht anders
erging. Er war nicht blind. Selbst die heiße Dämonin konnte
Luzifers begehren nicht stillen. Ethan versuchte mit Ikarus zu
reden. „Du kannst sie nicht ewig bewachen, irgendwann wird es
doch geschehen. Er wird immer heißer auf sie und wenn er platzt
und sich nicht mehr beherrschen kann, wird es für Andora
schlimmer sein, als wenn er mal langsam sein Verlangen ausleben
könnte.“ Ikarus knurrte dazu nur. Obwohl es Ares eben so wenig
gefiel wie Ikarus versuchte auch er zu vermitteln. Ihm war
ebenso klar wie Ethan das je länger man es heraus zögerte um so
wilder würde Luzifer zur entscheidenden Zeit werden. „Er mag
zivilisierter sein als andere, doch in ihm steckt eine Art Tier,
wenn er aus rastet und bekommt sie gerade dann in die Finger,
meinst du dann wäre es für sie noch angenehm? Wohl kaum. Mensch
reiß dich zusammen und lass es geschehen.“ Innerlich musste
Ikarus den beiden ja recht geben, doch der Gedanke das dieses
Ungeheuer seine Andora anrühren würde ließ seine Eifersucht
wieder hoch steigen. Es machte ihn fast wahnsinnig. Auch Damok,
Aurian und Myrion beobachteten es und Damok wurde langsam
unwillig. „Verdammt er ist schlimmer als du. Kannst du nicht mal
mit ihm reden, er bewundert dich.“ Dabei sah er Myrion an. Der
nickte. Das tat Myrion dann auch und er machte Ikarus
eindringlich klar, das man etwas das eh geschehen sollte, nicht
verhindern konnte, sondern die Lage nur verschlimmerte. Er
erinnerte ihn daran, was er damals mit Andora gesehen hatte,
welche Umstände dazu geführt hatten, das Damok und Aurian ihr
erstes gemeinsames Mal auf diese Weise erleben mussten und
fragte ihn ob er das für Andora wolle. Ikarus griff sich an die
Stirn, er war verzweifelt, dann schüttelte er den Kopf. „Nein...will
ich nicht. Also gut, soll geschehen was eh unvermeidlich ist.“
Diese Entscheidung teilte er dann auch Ethan und Ares mit die
beide aufatmeten. „Aber ich werde dabei sein, ich werde genau
aufpassen was er mit ihr macht. Alleine lasse ich sie damit
nicht.“ Ares sah ihn an. „Sollte das nicht lieber Ethan
übernehmen? Er wird zumindest nicht ausflippen, wenn es soweit
ist. Bei dir bin ich mir da nicht so sicher und ehrlich gesagt,
befürchte ich das ich ebenso reagieren könnte.“ Ikarus sah ihn
an . „Nein..ich hätte keine ruhige Minute, ich will es sehen,
ich will wissen was er mit ihr macht. Ich will nicht wie ein
gefangenes Raubtier hier herumlaufen und mir alles mögliche
ausmalen. Das ist weit aus schlimmer.“ Das Andora bereits scharf
auf ihn war, auch wenn sie es leugnete, hatten sie oft genug an
den Reaktionen gesehen die sie zeigte wenn Luzifer ihr etwas
zuflüsterte. Ethan zeigte Luzifer die Liebeshütte im Wald. „Wenn
es soweit ist, kannst du dort mit ihr hingehen. Komm nicht auf
die Idee ihr Schlafzimmer dafür zu benutzen, Ikarus dreht jetzt
schon durch.“ Luzifer nickte und versprach es. An einem der
nächsten Tage war es soweit. Andora war auf dem Weg zum
Trainingsplatz, an dem Ikarus angeblich trainierte. Wie ihre
Mutter einst nahm sie den Weg durch den Wald, der sich an den
See hinter ihrem Haus anschloss. Sie nahm gerade eine Biegung
des Weges, als sie Luzifer sah der lässig an einem Baum lehnte.
Sie sah sich um und dann Luzifer an der sich bereits von Baum ab
stieß und auf sie zu kam. „So Kleines, nun entkommst du mir
nicht, du kannst nun abhauen doch ich werde dir folgen wohin du
auch gehst.“ Langsam öffnete er sein Hemd und ließ es zu Boden
fallen, dann stand er vor ihr und griff sofort um sie herum.
Alles ging so schnell das Andora nicht mehr reagieren konnte. Er
zog sie an sich und sah auf sie herab. “Davon habe ich zwei
Jahre lang geträumt dich endlich in meinen Armen zu halten,
deinen Körper zu spüren.“ Dann küsste er sie wild und
leidenschaftlich. Im ersten Moment wollte sie ihn von sich
stoßen, er spürte es und drückte sie härter an sich heran. Nun
spürte sie auch ihn deutlich. Als ihre Hände ihn berührten um
sich von ihm zu lösen geschah es, sie seufzte leise auf und
erwiderte den Kuss gegen ihren Willen dennoch. Er verschwand mit
ihr in die kleine Hütte, dann löste er den Kuss und sie sah das
Feuer in seinen Augen. „Du willst es ebenso wie ich, wehre dich
nicht dagegen. Genieße es.“ Während er sie immer noch an sich
gepresst hielt lies er die Kleidung verschwinden, ihre als auch
seine. Er ließ nicht zu das sie nach unten sah, da er ahnte das
sie erschrecken würde, wenn sie sehen würde was er zu bieten
hatte und dann wohl verschwinden würde. Er war bereits voll
erregt und versuchte sich dennoch zu beherrschen. Sie so an sich
gepresst haltend, schob er sie langsam zu dem Bett und drückte
sie darauf, sich sofort neben sie legend ohne sie los zu lassen.
Abermals küsste er sie während er begann sie zu streicheln und
sie zu reizen. Was er Andora nicht sehen ließ sahen aber nun die
drei Männer die unsichtbar in der Nähe standen und es
beobachteten. Ikarus keuchte auf.“ Oh Himmel, damit wird er sie
verletzen, das ist doch nicht normal.“ Ethan sah ihn an. „Nicht
aufregen, das geht schon. Keine Sorge. Denk dran, sie hat
bereits Kinder bekommen, die passten auch da hindurch. Er wird
sie damit nicht verletzen. Sie ist robuster als du denkst. Glaub
mir.“ Ikarus nickte, er musste sich beherrschen um nicht da
zwischen zu gehen. Ethan sah es und hielt ihn am Arm fest.
Inzwischen war Andora ihrer eigenen Leidenschaft erlegen und
stöhnte bereits leise. Luzifer griff immer wieder fordernd zu
was sie noch mehr erregte, vor allem als sie seinen harten und
männlichen Körper spürte. Dann spreizte er ihre Beine weit und
schob sich dazwischen, immer noch verhindernd das sie sah was er
hatte. Sehr vorsichtig und sachte drang er in sie ein, er musste
immer mal einen Moment warten bis sie sich daran gewöhnt hatte
um weiter vor zu dringen, Andora schrie laut auf, doch er ließ
sich davon nicht beirren, sondern presste sie mit seinem Körper
auf das Bett. Ikarus sah wie Andora ihre Beine von sich aus
weiter öffnete um das große Gemächt das Luzifer besaß in sich
auf zu nehmen. Er sah aber auch wie vorsichtig Luzifer war um
sie nicht zu verletzen. Als Luzifer vollkommen in sie
eingedrungen war stöhnte auch er laut auf, dann legte er los,
erst langsam dann immer schneller werdend. Andora wand sich
unter ihm, doch er hielt sie an den Armgelenken fest. „Ja...jetzt
ist es soweit.“ stöhnte er leise. Als er merkte das sie sich ihm
nun willig hingab, ließ er ihre Hände los und schob seine Hände
unter ihren Rücken, sie an den Schultern haltend, um sich so
Halt zu schaffen. Sobald er spürte das sie den Gipfel erreicht
hatte, hielt er inne. Er ließ sich Zeit und machte erst dann
weiter wenn er spürte das sie sich erholt hatte. Doch als sie
sich ihm nun fordernd entgegen drückte, verlor er die
Beherrschung und legte nun richtig los, dann brüllte auch er auf
einmal auf, leise dabei knurrend. Andora schrie, sie hatte ihm
inzwischen die Schultern zerkratzt, ebenso wie seinen Rücken.
Einen Moment hielt er inne um selber kurz zu verschnaufen. Er
sah auf Andora herab.dann keuchte er leise auf und flüsterte. „Nein...nein...das
darf nicht sein. Oh.... Himmel was hast du mit mir vor?“
Verzweifelt presste er seine Augen zusammen, Andora sah ihn
nicht verstehend an und keuchte leise. „Was ist los? Was ist mit
dir?“ Er sah sie wieder an. „ Warum hat mir das keiner gesagt,
warum hat man mich nicht darauf vorbereitet? Ich bin voll in die
Falle getappt.“ Auch Ikarus sah Ethan verständnislos an. „Was
hat er?“ Ethan lächelte. „Erinnert ihr euch noch, das Andora
sagte man solle vorsichtig sein mit dem was man sich wünscht? Es
hat ihn erwischt....er hat sich verliebt. Er empfindet auf
einmal Liebe. Der Keim ist noch klein und er kämpft noch dagegen
an, doch er ist da.“ Ikarus sah Ethan verblüfft an. „Ich dachte
wenn ein Dämon liebt dann verliert er seine Macht, dann verliert
er alles.“ Ethan nickte. „So ist es auch und doch hat er sich
verliebt. Gegen die Liebe kann keiner an. Es gibt keine größere
Macht im Universum als die Liebe.“ Auch Andora begriff auf
einmal was geschehen war, als sie Luzifers Blick sah. Er hatte
sich verändert. Zuvor hatte reine Begierde in ihm gestanden doch
nun erschien er ihr sanft und liebevoll. Er ließ sich sachte auf
sie herab sinken und legte seinen Kopf an ihre Schulter, dann
flüsterte er leise. „Ich liebe dich. Das ist los.“ Sie legte
ihre Arme um ihn und streichelte seine Schultern. Dann
erschienen Damoks und Aurians Geist in dem kleinen Raum und
Damok sah auf die beiden herab. „Für dich, haben wir die
Bedingung geändert, das gilt aber nur für dich. Deine Liebe zu
ihr, wird dir weder deine Macht noch dein Reich kosten.
Allerdings musst du es mit harter Hand führen, ansonsten tritt
die ursprüngliche Bedingung wieder in Kraft. So haben Aurian und
ich es beschlossen. Das soll deine Belohnung sein. Doch versuche
niemals sie ganz für dich zu gewinnen, in diesem Fall würde es
deinen Tod bedeuten. Sie gehört zu Ikarus und Ares für alle
Zeit.“ Luzifer hatte seinen Kopf gehoben und sah die beiden
Geister an, er nickte verstehend. „Das ich das überhaupt
empfinden darf ist für mich schon mehr als ich mir je gewünscht
habe. Ich werde sie ihm nicht weg nehmen, keine Sorge.“ Ethan
grinste die beiden anderen an. „Habt ihr auch das Gefühl das es
hier langsam eng wird?“ Ikarus knuffte ihn. „Also ehrlich.“ Zu
hören das Luzifer nicht versuchen würde ihm Andora weg zu
nehmen, ließ ihn ruhiger werden. Luzifer grinste frech und sah
die beiden Geister an. „Würdet ihr bitte gehen? Ich habe hier
noch einiges vor.“ Ungeachtet dessen das die beiden immer noch
dort standen begann er abermals von vorne sich in Andora zu
bewegen und Andora schrie leise auf. Aurian grinste ebenfalls
und sah Andora an. „Genieße es.“ Dann verschwanden die beiden
Geister. Zuvor war es reine körperliche Begierde gewesen die ihn
angetrieben hatte, doch nun bekam dieser Akt für ihn auch eine
andere Bedeutung. Obwohl er wusste das sie ihn nie lieben würde
oder könnte, war er glücklich. Man hatte ihm ein Geschenk
gemacht, das er nie erwartet hätte. Als er sich nach dem dritten
mal schwer atmend neben sie fallen ließ und sie in seine Arme
zog, sah er sie glücklich an. „Sag mir bitte das du noch nicht
empfangen hast, denn das gäbe mir die Möglichkeit es noch mal zu
versuchen.“ Sie lächelte leicht. „Doch ich habe empfangen,
dennoch bin ich bereit dir auch ab und zu mal zu geben was du
begehrst. Für deine Liebe, doch erwarte keine Liebe von mir.
Zuneigung vielleicht, aber ich kann dich nicht lieben.“ Er
nickte verstehend. „Das ist mehr als ich erwartet hatte.“ Er
küsste sie noch mal leidenschaftlich, sich über sie beugend.
Anschließend sah sie nach unten und sah das er bereits schon
wieder erregt war, doch nun sah sie auch wie stark er gebaut
war, sie keuchte auf und sah ihn an. Er grinste sie an.“ Na hat
es deine Erwartungen erfüllt? Komm Kleines, einmal noch, dann
lasse ich dich in Ruhe.“ Er wartete ihre Zustimmung erst gar
nicht ab sondern nahm sie sich gleich noch mal. Danach sah sie
ihn an. „Wie oft kannst du eigentlich?“ Er grinste und zwinkerte
ihr frech zu. „Das willst du nicht wissen. Ich bin ein Dämon und
meine männliche Begierde ist unerschöpflich, was denkst du wieso
mein Erzeuger seine Zeit nur noch im Bett verbringen konnte. Und
glaub mir, in der Zeit hatte er einen regen Verschleiß an
Frauen.“ Andora sah ihn an und nickte, dann grinste sie. „Na mal
sehen ob wir deine unerschöpfliche Begierde nicht stillen
können.“ Nun sah er sie erstaunt an. „Soll das heißen das du
noch mal willst?“ Sie antwortete nicht darauf sondern nun legte
sie los und übernahm die Kontrolle. Er lag unter ihr und genoß
was sie mit ihm tat. Doch sie wurde wilder und wilder, so das er
immer wieder schreiend zum Gipfel kam. So wild waren nicht mal
seine Dämoninnen und irgendwann war der Moment gekommen wo er
nur noch kraftlos stöhnen konnte. „Genug..es ist genug, lass es
gut sein.“ Andora grinste und kuschelte sich nun an ihn. Er sah
sie schwer atmend an. “Sag mir eins, wie hast du das nun fertig
gebracht.“ Sie zwinkerte frech. „Man nahm mir zum Teil meine
Lichtaura, aber nicht die Fähigkeit darauf zurück zu greifen.
Und das Licht hat unendliche Kraft, die ich nutzen kann.“ Er
stöhnte leise auf, während Ikarus lachend in die Hände
klatschte. „Sie hat ihn geschafft und klein gekriegt. Braves
Mädchen.“ Ethan schmunzelte als er Ikarus nun ansah. Luzifer war
mehr als glücklich, zum ersten mal in seinem Leben war er
vollkommen erschöpft und befriedigt. Er drückte die Frau in
seinen Armen feste an sich als wolle er sie nicht mehr
loslassen.
Einige Stunden später saß er am
See und Ikarus setzte sich grinsend neben ihn. „Na wie geht es
dir?“ Luzifer sah ihn an. „Gut warum?“ Ikarus ließ sich nach
hinten in die Wiese fallen, er bekam das grinsen nicht aus dem
Gesicht. „Och nichts ich dachte nur..“ Luzifer sah ihn fragend
an. „Na komm sag schon, irgendwas freut dich doch und das obwohl
du weißt das ich mit Andora geschlafen habe.“ Ikarus nickte und
kaute auf einem Grashalm herum. „Du mit ihr oder sie mit dir?“
Luzifer sah ihn misstrauisch an. „Du weißt was geschehen ist?“
Ikarus nickte immer noch grinsend. „Ich habe es live und in
Farbe mit erlebt, ich stand in der Nähe und habe alles
beobachtet. Ja glaubst du ich hätte sie mit dir alleine
gelassen? Im Leben nicht.“ Er blickte zu Luzifer und rechnete
damit das der nun zuschlagen würde, er war darauf vorbereitet.
Doch statt dessen lachte Luzifer nun laut heraus. „Das hätte ich
mir eigentlich denken können. Du alleine oder auch..“ Ikarus
nickte. „Wir alle drei. Ich muss zugeben du hast dich tapfer
geschlagen, denn wenn sie ihre Lichtkräfte aufruft dann kommt
kein Kerl mehr mit ihr mit und es ist schön zu sehen, das es dir
da nicht anders geht. Doch ich gebe zu....das freut mich.“
Luzifer nickte leicht. „Sie ist schwanger...sie hat empfangen.“
Ikarus lächelte leicht. „Ja ich weiß und ich weiß auch das du
den Keim der Liebe in dir trägst, daher wünsche ich dir viel
Spaß wenn es soweit ist das sie das Kind bekommen wird. Nun
kannst du hautnah erleben, wie man sich dann als liebender Mann
der Angst um seine Geliebte hat, fühlt. Und wage es nicht dich
dann zu verkrümeln, schließlich hast du es verbrochen, also
stehe auch dazu. Ansonsten rechne damit das ich dich her
schleifen werde.“ Luzifer lachte nickend. „Keine Angst ich werde
da sein, wenn es soweit ist.“ Sie sahen sich verstehend an.
  
 
|