Kapitel 61: Gefahrvolle Neugier

Die Freundschaft zwischen den Götterkindern, obwohl man inzwischen nicht mehr von Kindern sprechen konnte und den sterblichen Kindern, hatte zufolge das die beiden Sterblichen, es als normal und selbstverständlich ansahen das es Götter gab. Nun wurde es Zeit auch den Erwachsenen klar zu machen, das es höhere Wesen im Universum gab. Seit dem letzten Besuch der Sterblichen auf der Götterwelt waren einige hundert Jahre vergangen. Die beiden die Aurian einst als Botschafter eingesetzt hatten, waren irgendwann auf einer der von ihnen besuchten Welt geblieben und Andora hatte sie wieder sterblich werden lassen so das sie inzwischen auch verstorben waren. Ebenso die beiden die sich auf der Götterwelt gefunden hatten. So das es zur Zeit keine Unsterblichen mehr auf der Götterwelt gab. Die Götter waren nicht auf allen Welten in Vergessenheit geraten, doch auf recht vielen, vor allem auf den Welten die die Menschen aus der modernen Welt inzwischen besiedelt hatten und die von Ikarus als Sternenreisenden bezeichnet worden waren, da sie mit Raumschiffen durch das Weltall flogen. Noran und Suna, waren schon auf Grund ihrer Geburt etwas besonderes. Suna war einst die „Eine“ gewesen oder auch bekannt als jungfräuliche Göttin, Noran war von Eros gezeugt worden, wenn auch von ihm nicht beabsichtigt. Da Eros wusste das dieser Junge zu etwas besonderem auserkoren war, hatte er ihn auch immer im Auge behalten und war zufrieden als er sah das sich Ikarus um ihn kümmerte. Während nun Suna ihren Stab schon relativ früh bekommen hatte, da Andora ihr auch den Umgang damit beibringen musste, bekam Noran sein Schwert, das ebenfalls einige Zauber enthielt, erst als er zwanzig wurde. Ikarus hatte ihn trainiert und ihm auch beigebracht wie man mit einem Schwert umging. Inzwischen hatten die vier jungen Leute ihren zwanzigsten Geburtstag hinter sich gebracht. Die Mädchen bewunderten die Jungen in der ganzen Zeit, allerdings ging es nicht soweit das sie bereits bereit waren mit ihnen zu schlafen. Andora hatte ihnen auch immer gesagt, das sie sich nicht drängen lassen sollten, sondern sich wirklich im klaren sein sollten ob sie das auch wirklich wollten. Die vier liebten Andora sehr. Sie hatte immer Geduld und erklärte ihnen alles was sie wissen wollten. Sunas Mutter hatte zwar mal Interesse an dem Stab gezeigt, hatte ihn aber dank Andora wieder vergessen, es war noch zu früh gewesen. Doch nun war es soweit. Luzifers Plan sollte zum Einsatz kommen. Noran war stark, was man auch seinem Körper ansah. Er war ebenso schlank wie Eros und war dank Ikarus Training muskulös geworden. Der Junge war bereit. So kam der Tag da sich Ikarus und Andora von den beiden Sterblichen vorerst verabschieden mussten. Es war ein tränenreicher Abschied, denn die beiden jungen Leute schmerzte es sehr ihre Lehrer gehen lassen zu müssen. Noran hielt Suna tröstend im Arm als die beiden gingen, sie blieben alleine auf der Lichtung auf der sie viele Jahre mit lernen verbracht hatten zurück. Noran sah Suna an. „Nun haben wir nur noch uns beide.“ Sie nickte unter Tränen und sah ihn ebenso an. Sachte beugte er sich zu ihr um sie zu küssen. Wenigstens das hatte sie ihm die letzten Jahre erlaubt. Doch dann sollte es endlich geschehen, er presste sie an sich und seine Hände begannen sie zu streicheln. Leise flüsterte er zwischen den Küssen. „Ich liebe dich und ich denke es wird Zeit das du mir ganz gehörst.“ Suna spürte seinen starken Körper und hatte das Gefühl das er sie schützen würde egal was geschah. Leise flüsterte sie zurück. „Ich liebe dich auch, doch ich habe immer noch Angst und das Gefühl das es für mich nicht richtig ist auf diese Weise mit einem Mann zusammen zu sein.“ Er sah sie liebevoll an. „Hab keine Angst, ich werde lieb und sanft zu dir sein.“ Riana hatte diesbezüglich beiden Jungen beigebracht was sie wissen mussten, unter anderem auch wie sie eine Frau herum kriegen konnten. Und so geschah womit keiner mehr gerechnet hatte, Suna ließ sich darauf ein. Noran war wie er es versprochen hatte, sanft und zärtlich zu ihr, doch schürte er auch ihre Leidenschaft, die nach anfänglichem Weigern dann bei ihr durchbrach. Als er sie nach dem ersten Mal in seinen Armen hielt und ihr seliges Lächeln sah, lächelte auch er. Kurz darauf hielt er bei ihren Eltern um ihre Hand an, die sie ihm freudig gaben, denn der junge Mann gefiel ihnen. Sie hatten sich zwar immer wenig um ihre Tochter gekümmert, was aber nicht hieß das sie sie nicht liebten. Man wartete auch nicht lange mit der Hochzeit und ehe die beiden sich versahen waren sie Mann und Frau. Suna war unendlich glücklich und Noran nicht weniger. Zwischen Drake und Aires war es schon weit aus früher geschehen und als hier Feuer und Luft in Leidenschaft auf einander trafen brannte im wahrsten Sinnes des Wortes die Luft. Sämtliche Götter hatten es mit erleben können, denn als die beiden sich liebten, flammte über dem Haus die Luft auf, die dann tatsächlich Feuer fing. Die Liebesnacht der beiden war heftig, das gesamte Haus wackelte und hier und da flammte immer mal ein kleiner Feuerelementar auf, den Alrik schmunzelnd mit seinem Wasser löschen musste. Ikarus grinste nur als er es miterlebte. Den jungen Leuten war es allerdings am nächsten Morgen sehr peinlich das alle auf diese Weise mit bekommen hatten was geschehen war, vor allem als Ikarus noch frech fragte, ob es ihnen Spaß gemacht habe.

Als nun das Ende der Lehrzeit gekommen war, bekamen auch die beiden jungen Götter das Verbot sich noch mal mit den beiden Sterblichen zu treffen, wobei Andora genau wusste das sie sich an dieses Verbot nicht halten würden und es einkalkulierte. Nebenbei sorgte sie dafür das sich Sunas Mutter wieder an den Stab erinnerte der meistens bei Suna im Zimmer an einer Wand lehnte wenn sie schlief. Sich der Neugierde ihrer Mutter bewusst, was auch nicht ungewöhnlich war für eine Archäologin, trug Suna den Stab grundsätzlich bei sich und ließ ihn nicht unbeaufsichtigt. Doch am Tag der Hochzeit dachte sie vor Aufregung nicht daran und so konnte sich Sunas Mutter den Stab nach der Feier mal genauer ansehen. Sie sah die fremden Schriftzeichen die sich auf dem Stab befanden und verglich sie mit einigen die sie im Palast gefunden hatten. Doch als sie sie laut vor sich hin murmelte dabei aufgeregt auf ihre Aufzeichnungen blickend und diese wieder mit denen auf dem Stab vergleichend, schüttelte es die Erde, draußen kam ein gigantischer Sturm auf, ein Portal öffnete sich. Es traten riesige Wölfe dort hinaus und ebenso einige Dämonen, du nun Chaos verbreiten würden. Luzifer stand unsichtbar mit Andora, Ikarus und Ares in der Nähe und beobachtete alles. Andora sah ihn an, „Werden sie auch töten?“ Luzifer nickte. „Ja, was hast du erwartet? Eine Ansammlung von Haustieren? Die Dämonen haben genaue Anweisungen bekommen und ich hoffe sie halten sich daran.“ Ikarus sah ihn an. „Was sind das für Dämonen, sie haben kaum menschliches Aussehen?“ Luzifer nickte. „Schief gelaufene Experimente von Berana, die sie mir zur Verfügung stellte, es ist also egal wenn sie dran glauben müssen, sie haben kaum Verstand und sind nicht besser als Tiere.“ Dann sah er Andora wieder an. „Hast du die Rosen erstellt?“ Andora nickte. „Ja, ebenso die Prophezeiung die nötig war und wo sie alles finden können. Sunas Mutter hat die Schriftrolle auch bereits gefunden, ich hoffe nur das sie klug genug ist sie Suna zu zeigen. Ansonsten muss ich nach helfen.“ Die Männer nickten und sahen sich nun das Chaos an. Die Sterblichen versuchten nun diese Monster mit ihre normalen Waffen zu erledigen doch das klappte nicht, die Kugel trafen zwar aber töteten nicht. Nun rannte Drake los um sein Schwert zu holen das er vor den Augen der anderen immer versteckt gehalten hatte. Während dessen hörte der Strom der Ungeheuer nicht auf, es folgten immer noch neue. Sunas Mutter wurde nun klar was sie angerichtet hatte, vor allem als Suna kam und ihr den Stab aus der Hand riss „Verdammt Mutter hatte ich dir nicht gesagt, das du damit nur Unheil anrichten würdest? Sagte ich dir nicht du sollst deine Finger von ihm lassen?“ Ihr Mutter stammelte etwas von Entschuldigung und das es ihr leid täte. Suna nickte leicht. „Also gut....pass auf, sammle mit Vater zusammen alle anderen ein und versteckt euch in dem Palast, verbarrikadiert ihn, Noran und ich werden das übernehmen, dafür wurden wir ausgebildet.“ Sunas Mutter sah sie sprachlos an. „Ausgebildet von wem?“ Suna knurrte. „Das ist jetzt unwichtig....tue was ich dir gesagt habe, bevor es wirklich Tote gibt, was du dann zu verantworten hättest.“ So lief ihre Mutter los und sorgte mit ihrem Mann dafür das alle die bisher überlebt hatten, zum Palast rannten um sich dort zu verstecken. Unterdessen hatte Noran sich bereits mit den ersten angelegt und die fliehenden Siedler sahen noch das er einen nach dem anderen mit seinem Schwert tötete. Auch Suna hatte ihren Stab gehoben und murmelte magische Worte so das sich ein Tunnel bildete der zwischen den Ungeheuern hindurch ging und brüllte dann. „Nutzt diesen Tunnel den können sie nicht durchdringen! Er führt euch sicher zum Palast!“ Dann sah Suna nach ob noch irgendwo Nachzügler waren die man übersehen hatte. Doch alle liefen durch den Tunnel zum Palast. Doch immer mehr kamen durch das Portal und Noran schaffte es bald nicht mehr sich ihrer zu erwehren. Als alle anderen fort waren löste Suna den Tunnel auf und nun schossen aus dem Stab Blitze und töteten ebenfalls weitere der Ungeheuer. Noran brüllte. „Das schaffen wir nicht, es sind zu viele! Für jeden getöteten kommen zwei nach, kannst du nicht das Portal schließen?!“ Suna nickte und brüllte zurück. „Ich versuche es!“ Das Portal konnte sie nicht schließen, doch sie überlegte kurz und legte dann etwas ähnliches wie sie zuvor als Tunnel benutzt hatte nun als Kuppel über und um das Portal. Es kamen zwar immer noch welche durch aber nun konnten sie sich nur innerhalb dieser Kuppel bewegen. Noran brüllte. „Es sind dennoch schon zu viele, schau sie vernichten die Siedlung.“ Er war am verzweifeln während er sich tapfer schlug, doch dann kam unerwartete Hilfe. Auf einmal schossen Feuersalven auf die Ungeheuer los die sie verbrannten und ein Sturm kam auf, der die Ungeheuer durch einander wirbelte. Drake und Aires waren erschienen um ihren Freunden bei zu stehen. Auch Drake hatte ein Schwert und während aus der einen Hand immer Feuer schoss schlug er sich mit der anderen Hand in der er das Schwert hielt zu Noran durch. Ethan und Eros waren ihnen gefolgt doch Andora zog diese gleich zu sich in die Unsichtbarkeit. „Sie sollen es alleine schaffen.“ An Ethan gewandt der ebenfalls bereits ein Schwert in der Hand hielt. „Eine Prüfung?“ Andora nickte leicht. „Nicht ganz aber etwas ähnliches.“ Die Liebesnacht von Drake und Aires hatte ihnen allerdings auch gezeigt das sie ihre Kräfte zusammen legen konnten und so begann Aires einige Luftwirbel zu erschaffen, die Drake nun unter Feuer setzte, diese Feuerluftwirbel führte Aires nun zu den Ungeheuern und verbrannte damit eins nach dem anderen. Dann ließ sie langsam die Wirbel wachsen und erfasste nun sogar mehrere um diese zu vernichten. Andora nickte. „Die beiden haben gelernt das man die Elemente auch zusammen führen kann, das ist sehr gut.“ Ethan sah stolz wie Oskar auf seinen Sohn, der zweihändig kämpfte. „Das ist mein Sohn“ lachte er. Andora sah ihn liebevoll an und nickte leicht. Nach harten Kämpfen hatten die vier es endlich geschafft und alle Ungeheuer vernichtet. Sie brachen dort wo sie standen zusammen und setzten sich erst mal auf den Boden, während Suna immer noch die Kuppel aufrecht erhielt, in der sich noch weitere Ungeheuer befanden. Sie war ebenfalls am Ende ihrer Kräfte. Drake und Aires überlegten kurz, wie sie sie unterstützen konnten, dann legte Aires einen Wirbel aus Luft um diese Kuppel und Drake setze sie unter Feuer. Aires nickte und sah Suna an. „Versuch nun mal sachte die Kuppel auf zu lösen, mal sehen ob dieser Feuerwirbel sie abhält.“ Suna nickte und probierte es und siehe da es klappte, jedes vorwitzige Ungeheuer das versuchte diesen Feuerwirbel zu durchdringen wurde verbrannt. Die vier verschnauften erst mal. Dann meinte Drake trocken. „Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit.“ Die Anspannung ließ nach und so lachten alle vier leise. Nach einer kurzen Verschnaufpause, erhoben sie sich. Aires sah Drake an. „Dir ist schon klar das wir nun damit rechnen müssen bestraft zu werden, wir haben uns einem Verbot von Andora widersetzt.“ Drake nickte und zog Aires in seine Arme. „Das ist mir schlicht gesagt, egal. Ich werde den Teufel tun und unsere Freunde im Stich lassen, wenn sie unsere Hilfe brauchen. Ich frage mich vielmehr wie das hier geschehen konnte.“ Das konnte Suna aufklären „Meine Mutter, ihre berufliche Neugier hat sie dazu gebracht meinen Stab untersuchen zu wollen und das ist das Resultat. Ich weiß nicht genau was geschehen ist und wie es möglich war, aber irgendwie hat sie dieses Portal geöffnet.“ Aires nickte. „Und wie es aussieht auf irgendeine der Dämonenwelten, in denen diese Kreaturen leben. Nun sollten wir überlegen wie wir das Tor wieder schließen können, bevor Andora dahinter kommt was hier passiert ist.“ Drake sah sie grinsend an. „Meinst du wirklich das man vor ihr irgendwas geheim halten kann?“ Aires dachte kurz nach und sah dann Suna an. „Bist du sicher das dies das einzige Portal ist das sich geöffnet hat?“ Jetzt wurde Suna blass und ebenso Drake der eben noch grinste. Noran sah alle an. „Ich will es doch hoffen, ansonsten haben wir wirklich ein Problem. Meint ihr nicht das wir Andora bitten können, das Tor für uns zu schließen? Ihr müsste es doch mit einem Fingerschnippen möglich sein.“ Drake nickte. „Möglich wäre es ihr wahrscheinlich schon, aber ich kann dir jetzt schon sagen das sie das nicht tun würde. Sie würde sagen „Ihr habt den Mist verzapft nun seht zu wie ihr das wieder in Ordnung bringt.“ Also das können wir wohl vergessen. Es muss eine andere Lösung geben. Erst mal ist hier alles sicher, der Feuerwirbel wird von uns täglich erneuert bis wir eine endgültige Lösung gefunden haben. Aber ihr solltet die nähere Umgebung absuchen um sicher zu gehen das dies wirklich das einzige Portal ist.“ Noran und Suna nickten, während Suna noch antwortete. „Dabei können die anderen Siedler helfen. Und vielleicht haben ja meine Eltern etwas über diese Portale im Palast gefunden was uns weiter helfen könnte.“ Erst mal trennte man sich und die beiden sterblichen würden die anderen aus dem Palast holen, während sich Drake und Aires auf ihre Strafe vorbereiteten.

Kapitel 62: Der Weg der Helden


 

Als die beiden jungen Götter zurück auf ihre Welt kamen lag Andora gelassen in einem Liegestuhl am Meer und unterhielt sich angeregt mit Ikarus. Sie tat so als wüsste sie von nichts. Einen kurzen Moment überlegten die beiden jungen Götter ob sie verschweigen sollten was geschehen war, doch dann gaben sie sich einen Ruck und gingen auf Andora zu. Sie erklärten ihr was geschehen war und das sie aus diesem Grund gegen ihr Verbot verstoßen hatten, ebenso wie sie ihr sagten das sie den Feuerwirbel täglich erneuern würden, ob es ihr gefiel oder nicht. Andora sah die beiden ruhig an und nickte leicht. „Ich habe es zur Kenntnis genommen. Eure Strafe für die Missachtung meines Verbots bekommt ihr wenn die Sache vorbei ist.“ Die beiden atmeten erleichtert auf, denn das hieß ja wohl das sie weiter helfen durften, die Strafe wollten sie gerne auf sich nehmen. Dann machten die beiden das sie schnell weg kamen, nicht das Andora es sich noch anders überlegte.

Auf der sterblichen Welt sah es schon anders aus, dort musste sich Sunas Mutter von ihrer Tochter eine gewaltige Strafpredigt anhören. „Du hast Glück das keiner zu schaden kam, bis auf einige wenige Verletzungen. Hätten Noran und ich nicht dafür jahrelang trainiert und gelernt würde heute wohl keiner mehr hier stehen.“ Nun erklärten ihnen die beiden jungen Leute, das sie von den Göttern ausgebildet worden waren und zeigten ihnen auf dem großen Wandbild hinter dem Thron des Palastes welche Götter es waren. Als sich herum sprach das es tatsächlich lebende Götter gab und diese ihr Augenmerk auf diese kleine Siedlung und diese Welt gelegt hatten, war man mehr als erstaunt. Anschließend teilten sie die Siedler ein die nähere Umgebung ab zu suchen ob es noch weitere Portale gab, doch da fand man nichts und war schon ganz froh darüber. Dann fragte Suna ihre Eltern ob sie irgendwas gefunden hätten was auf dieses Portal hindeuten würde, denn schließlich könnten sie es nicht offen lassen, sondern es musste wieder geschlossen werden. Suna sah ihre Eltern an. „Es muss etwas geben was darauf hinweist. Ich kann mir nicht vorstellen das man uns mit dieser Gefahr alleine lässt. Wäre es nicht so wäre die Göttin des Lichts schon lange hier und hätte das Tor geschlossen. Wir Menschen sind ihr nämlich nicht egal. Also wenn ihr irgendwas gefunden habt so zeigt es mir.“ Sunas Mutter sah sie an. „Wenn es den Göttern nicht egal ist, warum schließen sie das Tor dann nicht einfach?“ Nun wurde Noran böse. „Weil sie etliche Welten überwachen und beschützen, Himmel noch mal wenn sie sich um jeden Pipifax kümmern müssten hätten sie viel zu tun. In erster Linie sorgen sie dafür das die Menschen, also auch wir uns selber helfen können. Also sagt uns schon ob ihr was gefunden habt.“ Sunas Mutter nickte verstehend und kramte dann die alte Schriftrolle heraus. „Wir haben das hier gefunden, allerdings sagt sie nichts großartiges aus, vor allem einige der Schriftzeichen können wir nicht entziffern. So das wir dachten sie habe nichts zu bedeuten.“ Suna nahm die Schriftrolle in Empfang und sah sie sich an. „Na kein Wunder das ihr sie nicht lesen konntet, sie ist in der Schrift der Magie geschrieben. Also hört zu, hier steht: An alle die nach uns kommen, seid vorsichtig, denn wenn das Tor sich öffnet sind alle verloren. Ich habe noch gerade die Zeit euch diese Warnung zu hinterlassen. Wir haben vergeblich nach den zwei Rosen gesucht die das Portal verschließen können. Zum einen muss die Rose der Dunkelheit gefunden werden und zum anderen die Rose der Liebe, nur beide gemeinsam können das Portal der Finsternis verschließen. Wir haben heraus gefunden das es sich nach Ablauf von fünfzig Jahren von selber schließt, doch so lange können wir nicht warten. Viele haben ihr Leben gelassen, so das wir das Portal im Palast benutzen werden um diese Welt zu verlassen. Normale Waffen sind fruchtlos gegen diese Gegner. Hütet euch vor dem dreiköpfigen Hund, er bewacht die Rose der Dunkelheit, die wir kurz vor unserem Ende dann doch noch fanden. Doch wir wussten nicht wie wir ihn von der Rose weg locken oder gar töten können. Die Höhle des Hundes findet ihr weit im Norden, etwas eine zehn Tages Reise vom Palast entfernt. Passt auf euch auf. Gezeichnet Lorandes, Hochmagier.“ Sunas Mutter nickte verstehend. „Also gibt es Magie hier auf der Welt? Und wenn ihr sagt ihr seid mit zwei jungen Göttern befreundet, wieso verschließen sie dann nicht das Tor?“ Suna seufzte leise. „Ja Mutter es gibt Magie auf dieser Welt, nicht jede Welt ist rein technologisch und was die Götter angeht. Jeder Gott hatte grundsätzliche Macht, die jedem Gott zu eigen ist. Doch hat auch jeder Gott spezifische Kräfte so beherrscht Drake das Feuer und Aires die Luft, aber sie können keine magischen Tore schließen, das könnte nur eine Göttin und zwar Andora die höchste Göttin des Universums auch genannt die Göttin des Lichts.“ dabei deutete sie auf das große Bild hinter dem Thron. „Auch dieses Bild ist magisch und durchzogen mit der Macht der Götter. Wenn ein Gott stirbt oder in die nächste Daseinsform geht, verändert sich dieses Bild und zeigt die gerade lebenden Götter an. Hier seht ihr die Göttin des Lichts, dann ihre beiden Krieger, Ares und Ikarus.“ Damit deutete sie auf die entsprechenden Götter. „Doch kann ich euch jetzt nicht alles erklären dazu fehlt uns die Zeit. Oben diese Türen die ihr nicht öffnen konntet sind die Wohnstätten der einzelnen Götter, auch wenn sie nicht auf dieser Welt wohnen so hat doch jeder Gott seine Wohnstätte hier. Mutter Natur, der Gott des Krieges, die Engel....“ Nun sah Sunas Mutter sie überrascht an. „Es gibt Engel? Himmel wir haben uns versündigt, wir haben die Götter geleugnet und nun gibt es sogar Engel..“ Nun mussten Suna und Noran doch schmunzeln. Sunas Eltern waren ja nicht böse, nur eben schnell zu begeistern, wenn sie etwas neues fanden und halt sehr neugierig. Suna sah ihre Mutter an. „Durchsuche die Bibliothek ob ihr etwas übersehen habt, wenn du noch mehr Schriftrollen mit dieser Sprache findest bring sie mir, eventuell stehen dort noch weitere Hinweise darauf. Es sei denn ihr wollt alle diese Welt verlassen und es wie unsere Vorgänger halten und fliehen. Doch solltet ihr eins wissen, man hat Noran und mich nicht umsonst ausgebildet, wir werden bleiben und das Tor ein für alle male verschließen. Kann kommen was will. Wir werden diese Welt nicht diesen Höllenkreaturen überlassen.“ Sunas Eltern als auch alle anderen Siedler die mit bekamen worum es ging, nickten. Und einstimmig beschloss man zu bleiben und zu kämpfen. Zwei junge Leute traten hervor. „Wärt ihr bereit uns ebenfalls auszubilden?“ Das Mädchen sah Suna an. „Ich würde auch gerne Magie lernen und zaubern können.“ Suna und Noran nickten leicht, dann antwortete Noran. „Aber erst mal sollten wir diese Gefahr bannen, danach können wir über Ausbildung reden.“ Das verstanden alle und man trennte sich erst mal um die Siedlung wieder in Ordnung zu bringen. Noran hörte wie zwei Kinder sich unterhielten. „Vielleicht gibt es dann hier auch Drachen, wer weiß. Wo Magie ist, sind doch auch immer Drachen.“ Er schmunzelte als er die Kinder reden hörte, aber so verkehrt fand er die Möglichkeit gar nicht. Nur weil sie noch keinen gesehen hatten hieß das ja nicht das es keine geben könnte. Wo es Magie gab, könnte es auch magische Wesen geben und dieser dreiköpfige Hund war das beste Beispiel dafür. Er wollte mit Suna ausziehen und den Hund und damit die Rose suchen. Während die beiden sich für die Reise fertig machten suchte Sunas Mutter den gesamten Palast ab ob es noch irgendwo Hinweise gab die den beiden jungen Leute helfen könnten. Ihr Vater untersuchte derweil aus sicherer Entfernung das Tor, näher heran treten konnte er ja nicht wegen der Feuerwirbel die es umgaben. Er stand außerhalb der Feuerwirbel auf einer Leiter und schaute von oben auf das Tor und malte alles ab was er sah. Alles konnte hilfreich sein. Dann kam Sunas Mutter angerannt und hätte vor Aufregung bald ihren Mann von der Leiter gestoßen. „Schau mal sieht das Tor so aus?“ Damit reichte sie ihm ein Buch hoch in dem sich ein Bild befand, das er mit dem Höllentor vergleichen sollte. Er betrachtete das Tor, seine Zeichnung und das Bild im Buch, dann sprang er von der Leiter. „Ja, ja das ist es. Aber das ist wieder in irgendeiner alten Schrift geschrieben. Liebes wir sollten uns vielleicht doch mal diese Schrift aneignen, wenn wir nicht jedes mal Suna fragen wollen was da steht.“ Nun rannten beide ins Haus wo sich Noran und Suna bereit für die Reise machten, er rief. „Kind, Kind schau mal das ist das Tor könntest du uns vielleicht mal vorlesen was dort steht? Und guck, dort ist auch dein Stab abgebildet.“ Suna schaute es sich an und nickte. „Ja das ist tatsächlich mein Stab....obwohl..der abgebildete Stab besitzt keine Kugel oben auf wie meiner.“ Sunas Mutter sah zu dem Stab der wieder an der Wand lehnte, nun hütete sie sich aber davor ihn an zu fassen. Suna las was dort stand. „Also wenn ich es richtig verstehe, verbinden sich die Rosen mit meinem Stab, wenn man beide hat und dann ist der Stab in der Lage das Tor zu schließen. Der Stab wurde von der Göttin des Lichts mit den nötigen Zaubern versehen. Ebenso wie der Stab das Tor öffnete kann er es auch wieder schließen. Die Kugel oben auf ermöglicht es uns zu sehen wo die Rosen sind, wenn man den richtigen Zauber ausspricht. Das hat mir Andora nicht gesagt, sie hat mir zwar den herkömmlichen Umgang mit dem Stab beigebracht, das er auch Blitze und so weiter schleudern kann, wie auch noch einiges andere, aber das wusste ich nicht. Sie hat wahrscheinlich gar nicht damit gerechnet das ich es benötigen würde.“ Sie holte schnell ihren Stab und sah dann auf den Zauberspruch der unter der Abbildung ihres Stabes stand, langsam prägte sie ihn sich ein. „Nun hoffen wir mal das ich ihn richtig ausspreche, die Betonung ist wichtig.“ Dann sprach sie den Zauber aus, es klappte nicht sofort so betonte sie ihn auf verschiedene Weisen, bis die Kugel auf einmal aufleuchtete, dann milchig wurde und dann das zeigte was Suna sehen wollte. Es zeigte erst die Rose der Dunkelheit, die von dem dreiköpfigen Hund bewacht wurde. Dann zeigte es die Rose der Liebe die in einer Rosenhecke unter vielen blühenden Rosen verborgen war. Die Bilder wechselten sich immer wieder ab. Suna nickte. „Nun wissen wir zumindest wo wir suchen müssen, beziehungsweise wie wir sie finden können. Diese Welt verbirgt mehr als man auf den ersten Blick erkennen kann. Also machen wir uns auf die Suche.“ Sie sah ihre Eltern an. „Drake und Aires werden täglich kommen und den Feuerwirbel erneuern. Seid nett zu ihnen, nur sie halten euch erst mal das was aus dem Tor kommt fern und denkt daran, das sind Götter.“ Ihre Eltern nickten verstehend und würden dafür sorgen das man die beiden jungen Götter ehrenvoll behandeln würde. Wenige Stunden später machten sich die beiden jungen Helden auf den Weg, sie würden nicht eher zurück kommen bis sie die beiden Rosen in ihren Händen halten würden. Das Abenteuer konnte beginnen. Tagelang durchwanderten sie diese Welt Richtung Norden, geleitet von der Kugel auf Sunas Stab. Solange sie richtig waren leuchtete die Kugel hell auf, gingen sie in die falsche Richtung wurde sie schwarz. Unterdessen war Andora auch nicht untätig, so erschien an einem Morgen ein gewaltiger Hüne in der Siedlung, schweigend ging er die Straße entlang die durch die Siedlung führte. Am Ende angekommen entstand dort eine Schmiede, die er mit einer kleinen Handbewegung dort erscheinen ließ. Die Bewohner waren ihm neugierig gefolgt, keiner wagte ihn an zu sprechen. Dann sah er sich um und blickte die Bewohner an. „Ich komme im Auftrag der Göttin des Lichts, mein Name ist Lyam, auch als Götterschmied bekannt. Ich soll hier einen Interessenten in der Schmiedekunst ausbilden. Wer es also lernen möchte kann sich bei mir melden.“ Damit setzte er sich vor die Schmiede auf eine Bank und wartete ab. Durch die letzten Ereignisse war den Bewohnern klar geworden das diese Welt mehr brauchte als ihre bereits vorhandenen Technologien, das hier wohl auch mittelalterliche Fertigkeiten gefragt waren. So trat ein junger Mann vor, nicht viel älter als Suna und Noran. „Ich würde es gerne lernen.“ Lyam sah ihn an und nickte. Er betrachtete den jungen Mann, der von Muskeln scheinbar nur mal gelesen hatte, denn seine dünnen Arme deuteten an das er sich selten körperlich betätigt hatte.. „Das lernt man nicht mal eben innerhalb eines Tages, jahrelange harte und körperliche Arbeit wird auf dich warten, bist du dazu bereit?“ Der junge Mann nickte. So hatte Lyam nun einen Lehrling, den er ausbilden würde. Lyam erschien jeden Morgen, arbeitete mit dem jungen Mann bis zum Abend und verschwand dann wieder. Einige Tage danach erschien eine junge Frau, der zwei weiße Pferde folgten. Auch sie ging schweigend durch die Siedlung und abermals folgten ihr die Bewohner neugierig, in der Nähe der Schmiede entstanden nun ein Stall und eine Umzäunung in die die Pferde nun gingen. Auch sie drehte sich zu den Bewohnern um. „Ich komme im Auftrag der Göttin des Lichts und bringe euch hier zwei meiner besten Pferde. Mein Name ist Fleur und man nennt mich auch den Engel des Lichts. Hütet diese Pferde gut und sorgt dafür das sie sich vermehren. Diese beiden werden auch wilde Pferde anziehen die zu euch kommen werden. Damit ist der Grundstock gelegt für eine gute Pferdezucht.“ Die Bewohner bedankten sich überschwänglich und Fleur nickte freundlich, dann war sie wieder verschwunden. Drake und Aires hätten das alles gerne ihren beiden Freunden berichtet, doch Andora verbot es ihnen strikt und machte sie darauf aufmerksam das sie diesmal das Verbot einhalten sollten. Dankbar das sie überhaupt helfen durften hielten sie sich diesmal auch daran. Jeden Morgen erschienen die beiden, erneuerten den Feuerwirbel um das Portal und verschwanden wieder und jeden Morgen wurden sie von den Bewohnern freundlich erwartet. Während das alles geschah und die beiden Helden ihrem Schicksal folgten, fand Sunas Mutter etwas erstaunliches heraus, sie sah ihren Mann an. „Ich weiß nun wer Norans Vater ist. Sieh mal auf das Bild hinter dem Thron, erkennst du ihn?“ Der Vater betrachtete sich das Bild und den Mann auf den seine Frau deutete. Er sah sie mit großen Augen an. „Noran ist ein Halbgott? Er stammt von einem der Götter ab?“ Sunas Mutter nickte. „Ich weiß nun auch welcher Gott es ist, in den Chroniken der Götter wird er als Eros bezeichnet, was wohl sein Name und seine spezielle Götterfähigkeit ist. Er bringt den Frauen Kinder, die an sich keine bekommen können und sich doch eines sehr wünschen. Er ist der Verführer unter den Göttern. Der Gott der Lust.“ Ihr Mann sah sie verwundert an. „Sag mal Liebes, woher hast du denn die Chronik? Ich kann mich nicht erinnern das wir irgendwo eine gefunden hätten.“ Sie kratzte sich am Kopf. „Nun ja sie lag eines Morgens einfach hier auf dem Thron, ich denke man wollte das ich sie finde.“ Ihr Mann lächelte. „Klingt irgendwie gut, bringt den Frauen Kinder die keine bekommen können, mir scheint er zeugt diese Kinder selber.“ Seine Frau kicherte leicht errötend. „So kann man es wohl auch sagen. Jedenfalls erkannte ich ihn, ich sah ihn damals bei uns in der Siedlung. Ich glaube, Norans Mutter wusste selber nicht welchem Mann sie da Zutritt zu ihrem Bett gewährt hat.“ Ihr Mann nickte. „Ich finde er hätte sich auch mal um seinen Sohn kümmern können in all den Jahren.“ Nun lachte seine Frau. „Schatz, wenn er zig Kinder hat und vielleicht nicht mal weiß wie viele er hat, wie soll er sich da um jedes einzelne kümmern. Nein ich glaube das ist ein wenig zu viel verlangt. Er erfüllt ja lediglich auf seine weise einen Herzenswunsch. Das Norans Mutter starb wusste er vielleicht nicht und außerdem, sagten die Kinder nicht sie wären von den Göttern ausgebildet worden? Also hat man sich schon um ihn gekümmert, wir wussten es nur nicht. Übrigens, sind die Göttin des Lichts und Ikarus ihr Mann die Eltern von Eros, also haben sie sich um ihren Enkel gekümmert. Ist doch auch schon was und nun hat er in unsere Familie ein geheiratet. Er liebt unsere Tochter sehr und wenn wir ehrlich sind, wir haben auch oft vergessen das sie da ist.“ Das konnte ihr Mann nicht bestreiten. „Wir haben uns auch an unserer Tochter versündigt. Aber es gab hier so viel aufregendes, das sie es uns vielleicht verzeihen kann.“ Er sah sich das Bild hinter dem Thron an. „Sie sehen alle so jung aus, kaum einer älter als unsere Kinder. Sieh mal um die Göttin stehen drei Männer und zwei große Löwen.“ Seine Frau nickte. „Ja laut der Chronik sind das Ikarus, Ares und Ethan, die Löwen heißen wohl Leo und Lor. Sie alle zusammen sind die Beschützer der Göttin, wobei Ethan wohl auch ihr Vater ist und die beiden anderen ihre Männer oder Gefährten.“ Ihr Mann sah sie an. „Sie hat zwei Männer?“ Sie lachte leise. „Ja zwei Männer und etliche Liebhaber.“ Leicht errötend setzte sie hinzu. „Sie ist wohl ziemlich Lust betont und einem Abenteuer nicht abgeneigt. Kein Wunder das ihr Sohn da zum Gott der Lust wurde.“ Ihr Mann grinste. „Schade wäre ich noch einige Jahre jünger hätte ich auch nichts dagegen wenn sie mal bei mir vorbei schauen würde.“ Nun knuffte ihn seine Frau lachend aber liebevoll. „Das hättest du wohl gerne.“ Die beiden begannen nun allen von den Göttern zu erzählen und als er sich irgendwann mal im Spiegel ansah brüllte er nach seiner Frau. „Aora komm mal schnell, schau mal das kann doch nicht sein oder? Werde ich jetzt verrückt?“ Sie kam angelaufen und sah ihn an. „Wieso was ist denn los?“ Er deutete auf sein Gesicht. „Schau mal, die grauen Haare sind weg und ich meine mein Gesicht sähe jünger aus.“ Aora betrachtete ihn und sah dann selber in den Spiegel. „Nein, du wirst nicht verrückt, ich bin auch jünger geworden, zumindest im Aussehen. Ob das ein Geschenk der Götter ist?“ Während die beiden sich im Spiegel ansahen hörten sie auf einmal hinter sich. „Nein kein Geschenk der Götter, sondern von mir.“ Beide fuhren herum und starrten nun die junge Frau die dort in einem weißen langen Kleid vor ihnen stand, an. Aora fing sich als erstes, während ihr Mann die junge Frau weiterhin anstarrte.“ Oh oh...Herrin....oh oh...wie können wir euch dienen?“ Sie sank auf die Knie und zog ihren Mann mit hinunter. Andora lachte. „Na erhebt euch wieder das ist ja grausig. Vor mir muss niemand nieder knien. Also ihr dient mir bereits, geht euren Weg weiter wie bisher, erzählt allen von uns. Mehr müsst ihr nicht tun. Ihr beide seid die ersten Priester auf dieser Welt, ich habe euch die Chronik zukommen lasen, damit ihr gewisse Zusammenhänge begreift.“ Aora nickte heftig und deutete dann nach draußen. „Was ist mit dem Portal, würdet ihr es eventuell....?“ Andora lächelte, schüttelte aber den Kopf. „Nein.... ich könnte, aber tue es nicht. Denn es muss alles kommen wie es vorgesehen ist. Die beiden jungen Leute sind auf dem Weg der für sie vorbestimmt ist und ihr habt euren Weg. Für eure Dienste lasse ich euch wieder jung werden, damit ihr noch viel Zeit habt eure Arbeit zu vollenden. Außerdem habe ich euch meinen Schmied geschickt und auch einige Pferde die euch helfen werden. Wir Götter sind nicht dazu da euch die Arbeit ab zu nehmen.“ Sie reichte den beiden ein Amulett. „Dieses Amulett öffnet das Portal das sich im Palast befindet auf die Götterwelt. Wenn die Zeit reif ist werdet ihr uns dort besuchen können. Noch ist das Amulett inaktiv und wird erst aktiviert wenn das Höllenportal wie ihr es nennt, geschlossen wurde. Denn ich will diese Höllenkreaturen nicht auf meiner Welt haben.“ Aora nickte leicht. „Sollen wir einen Tempel bauen oder eine Kirche oder irgendwas in der Art? Wollt ihr Opfergaben und ja was für welche?“ Nun lachte Andora herzlich. „Nein weder noch, ich brauche keinen Tempel es sei denn ihr wollt einen, noch will ich Opfergaben, außer denen die ihr freiwillig geben wollt. Mein Tempel ist das Universum und eure Taten sind das Opfer.“ Aora sah sie ehrfürchtig an. „Sagt mir Herrin, ist es richtig das Eros, Norans Vater ist?“ Andora nickte. „Ja das ist richtig. Noran ist Eros Sohn, wenn er es auch nicht geplant hatte. Doch seht ihr daran das auch wir Götter einem vorbestimmten Weg folgen dem wir uns nicht entziehen können. Das Universum ist unser aller Herrin und ihr folgen wir. Egal ob Götter oder Sterbliche. Es werden auf allen Welten und zu jeder Zeit immer wieder Helden geboren, die das Schicksal der Sterblichen entweder zum guten oder zum bösen ändern können. Ihr hattet Glück das ich schon sah was geschehen würde und so eure Helden bereits vorher ausbildete oder ausbilden ließ, ansonsten sähe es jetzt für euch sehr schlecht aus. Denn wir Götter leiten an aber handeln selten direkt.“ Sie schmunzelte. „Auch wenn es einige sehr junge Götter gibt die das noch lernen müssen und meinen das auch sie das Schwert schwingen müssten.“ Das Ehepaar wusste auf wen Andora hin deutete, denn Noran hatte ihnen erzählt das sie ohne Drake und Aires verloren gewesen wären. Sie nickten. Kurze Zeit später war Andora wieder verschwunden und nun nahmen die beiden ihre Aufgabe die sie von Andora bekommen hatten noch besser auf. Auch den anderen Bewohnern fiel auf das die beiden jünger wurden und so erklärten sie ihnen das sie nun im Dienst der höchsten Göttin standen und dies ihr Geschenk an sie wäre. Der Glaube an die Götter wurde so langsam aber sicher, zumindest auf dieser Welt, wieder hergestellt.

Kapitel 63: Vater und Sohn


 

Noran und Suna kämpften sich durch die Wildnis, Tiere gab es genug die sie jagen konnten wenn sie Nahrung brauchten und Quellwasser fanden sie auch immer mal. Nach zehn Tagen kamen sie an ein Gebirge wo sie in der Höhe eine Höhle sahen. Sie nahmen an das dort die Rose zu finden war. Da ihnen schon zuvor bekannt war das die Rose in irgendeiner Höhle sein musste, hatten sie auch Kletterausrüstung dabei die Noran in einem Rucksack auf dem Rücken trug. Noran sah Suna an. „Wir sollten erst mal ein Lager aufschlagen und uns überlegen wie wir den Hund von seinem Wachposten weg bekommen oder ob wir ihn sogar töten müssen.“ Suna nickte leicht. „Ich weiß nicht ob wir ihn wirklich töten sollten. Ich meine er tut nur seine Pflicht und bewacht was man ihm aufgetragen hat. Da erscheint es mir falsch ihn dafür mit dem Tod zu belohnen.“ Noran lächelte leicht, er kannte Sunas gutes Herz und ihm gefiel es auch nicht. „Schauen wir erst mal, vielleicht ist es ja nicht nötig. Ich werde morgen früh erst mal genug jagen gehen und vielleicht ist er einem kleinen Dinner ja nicht abgeneigt. Vielleicht können wir ihn ja betäuben.“ Das gefiel Suna schon besser obwohl auch das nicht optimal war, denn anschließend würde der Hund ja wieder wach und das was er bewachen sollte war fort. Das kam ihr wie Betrug vor. Aber erst mal schlugen sie ihr Lager auf und packten die Kletterausrüstung aus. Noran ließ es keine Ruhe und so brachte er schon mal alles an der Felswand an was sie brauchen würden. Als er damit fertig war versuchte er schon mal hoch zu klettern um sich ein Bild von dem zu machen was sie erwarten würde. Oben angekommen ging er vorsichtig in die Höhle, Licht bekam er von einer Taschenlampe. Die Höhle war weit verzweigt doch hörte er aus einer Richtung ein leises Jaulen, dem er vorsichtig folgte. Dann sah er ihn, der Hund hatte eine Kopfhöhe die gewaltig war, die ging ihm fast bis zur Brust und er hielt sich schon mit seinen ein Meter neunzig nicht für klein. Wie erwartet hatte der Hund tatsächlich drei Köpfe und einer davon leckte an einer Pfote herum während die anderen beiden Köpfe jaulten. Er schien sich etwas in die Pfote gejagt zu haben. Noran sah sich die Höhle an, sie war gerade so groß das der Hund der an einer Kette lag die Wände gut erreichen konnte. Auf einmal hatte ihn einer der Köpfe entdeckt und der Hund wollte knurrend zu ihm laufen doch dann fiel ihm wohl die Verletzung wieder ein und er humpelte näher, dennoch weiterhin knurrend. Noran sah den Hund an. „Ruhig ich will dir nichts tun. Doch wenn du mir keine Wahl lässt werde ich dich töten müssen.“ Suna die immer noch auf Noran gewartet hatte, war das warten leid und war ihm hinter her geklettert und folgte nun seiner Stimme und stand kurz danach hinter ihm, ebenso auf den Hund schauend. Der Hund sah den Stab den Suna in der Hand hielt und der ihr Licht gemacht hatte, damit sie was sehen konnte, beugte die Köpfe und legte sich vor die beiden hin. Noran guckte erstaunt. „Dein Stab, das hat den Hund friedlich gestimmt, schau. Er hat wohl irgendwas an der Pfote, denn als ich her kam jaulte er und leckte daran.“ Suna nickte. „Ob ich mal gucken soll was er an der Pfote hat? Nur hoffentlich springt er dann nicht auf und beißt mich. Er sieht sehr gefährlich aus.“ Noran sah Suna an. „Ich weiß nicht, sei aber vorsichtig.“ Er zog sicherheitshalber schon mal sein Schwert für den Fall das der Hund plötzlich aufspringen würde. Suna ging langsam näher, der Hund war ihr nicht geheuer. Doch der blieb liegen und wartete ab, sie genau belauernd. Sein Blick ging immer mal zu dem Stab. Als Suna näher kam, kroch er auf dem Bauch rückwärts zurück wie als wolle er sich aus dem Umfeld des Lichts, das der Stab verbreitete bringen. Suna sah kurz zurück. „Er scheint Angst vor dem Licht zu haben.“ Noran folgte ihr immer bereit zu zu schlagen sollte der Hund auf einmal aufspringen. Doch der Hund kroch weiter zurück, bis er an das Podest stieß auf dem die Rose unter einer gläsernen Kuppel lag. Suna legte den Stab auf den Boden und taste langsam mit ihrer Hand zu dem Hund um sich seine Pfote an zu sehen. „Lass mich mal sehen was du da hast, es tut dir doch weh, also lass mich dir helfen.“ Der Hund sah misstrauisch mit einem Kopf auf ihre Hand und mit einem weiteren Kopf auf den Stab, der dritte begann wieder zu jaulen. Suna hatten die Pfote erreicht und sah den Hund immer noch abwartend an, dann sah sie kurz auf die Pfote und sah das er dort einen kleinen Stein genau zwischen den Zehen hatte. Also nahm sie die große Pfote in die Hand und versuchte mit der anderen den Stein zu entfernen. Als der endlich auf den Boden fiel, sah der Hund sie dankbar an. Sie ließ sofort seine Pfote los. „Dürfen wir als Dank die Rose mit nehmen? Wir brauchen sie dringend.“ Sie sah den Hund an und deutete auf die Rose, dann sah sie ein kleines Schild das an dem Podest angebracht war. „Hier ist ein Schild, ich lese mal vor: Wer es auch immer bis hier hin geschafft hat und dem Hund seine Freiheit wieder gibt ohne ihn zu töten, darf sich die Rose der Dunkelheit nehmen.“ Sie sah sich zu Noran um. „Soll ich seine Kette lösen? Was denkst du?“ Noran zuckte leicht mit den Schultern. „Müssen wir wohl, denn ich glaube ansonsten werden wir die Rose nicht bekommen.“ Suna sah sich den Hund genauer an, er hatte einen unteren Hals um dem ein Halsband lag und darüber rechts und links am Haupthals noch zwei kurze Hälse an denen die anderen beiden Köpfe waren. Am Halsband war die Kette befestigt, die man leicht öffnen konnte. Sie atmete noch mal kurz aber kräftig ein, dann griff sie beherzt zu dem Halsband. Würde der Hund nun beginnen zu beißen, hätte er ohne Probleme ihre beiden Handgelenke durchbeißen können. Sie löste die Kette vom Halsband und der Hund begann zu leuchten. Sofort sprang sie zurück noch schnell ihren Stab dabei greifend. Als das leuchten endete stand vor ihnen nur noch ein Hund mit einem Kopf, der allerdings immer noch sehr groß war. Er trat zur Seite und deutete mit dem Kopf zu der Rose, dankbar sah er die beiden an. Suna sah den Hund an. „Wir danken dir. Ich bin froh das du nicht gebissen hast, denn sonst stünde ich jetzt wohl ohne Hände hier.“ Sie ging langsam auf das Podest zu und als das Licht des Stabes die gläserne Kuppel traf zersprang sie und die Rose lag frei vor ihr. Vorsichtig nahm sie die Rose, wo sie nun feststellte das sie sogar frisch war, die Blüte war allerdings schwarz. Noran zog sein Hemd aus und reichte es ihr. „Packe sie solange dort hinein, nicht das wir sie kaputt machen. So kannst du sie transportieren bis wir wieder im Lager sind. Danach legen wir sie in eine der Schatullen die wir mit gebracht haben.“ Suna nickte und wollte es gerade tun als der Hund mit einer kleinen hölzernen Box ankam, auf der stand. „Rose der Dunkelheit.“ Suna lächelte und gab Noran sein Hemd zurück. „Ich glaube das ist nicht nötig, sieh nur er bringt mir eine kleine Kiste in die ich sie legen kann.“ Während die beiden sich die Kiste ansahen, die fein gearbeitet war und auf der eine schwarze Rose abgebildet war, trat der Hund schon wieder näher und hatte nun ein schmales Buch in seinen Fängen das er ihnen hin hielt. Noran nahm das Buch nach dem er sich sein Hemd wieder angezogen hatte und steckte es in sein Hemd, dieses dann zuknöpfend. „Lesen können wir es später, sehen wir nun erst mal zu das wir hier weg kommen.“ Suna nickte und trug nun vorsichtig die kleine Kiste in der die Rose der Dunkelheit lag. „Wer hätte gedacht das es so einfach sein würde.“ Langsam gingen sie zurück. Als sie aus der Höhle hinaustraten sahen sie das der Hund ihnen gefolgt war. Suna sah Noran an. „Ich glaube er will uns begleiten. Wie kriegen wir ihn aber nun nach unten, er ist sehr schwer.“ Noran dachte kurz nach. „Ich habe eine Idee, paß auf ich klettere jetzt nach unten, dann lasse ich ein Seil hinauf, das bindest du um den Hund und lässt es um den Stein dort liegen. Dann lasse ich ihn langsam nach unten.“ Suna nickte und so machten sie es auch. Nach kurzer Zeit hatten dann alle drei den Boden wieder erreicht. In der Nacht während die beiden schliefen hielt der Hund Wache. Am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück machte man sich wieder auf den Weg, sie versuchten abermals mit der Kugel den Weg zu der anderen Rose zu finden, doch die Kugel schwieg. Allerdings zeigte sich nun das ihr gutes Herz ihnen Hilfe gebracht hatte, denn der Hund lief nun voraus und sah sich immer mal nach ihnen um ob sie ihm folgten. Erst nach anfänglichem zögern begriffen sie das der Hund nun ihr Wegweiser war. Dann folgten sie ihm. Als sie Mittags eine Rast einlegten, nahm sich Suna das Büchlein um mal zu lesen was drin stand. Darin erfuhren sie nun den Namen des Hundes. Sie sah Noran an. „ Er heißt Zerberus und ist oder war der Hüter der dunklen Rose. Hier steht weiter, das wenn beide Rosen vereint am Stab der Rosen sind, wird man das Tor schließen können...aber das wussten wir ja bereits. Doch das mein Stab einen Namen hat war mir neu. Die beiden Rosen versinnbildlichen die Seite des Bösen ebenso wie die Seite des Guten. Hat man nur eine Rose schließt es nur das Tor auf einer Seite, deshalb sollte man beide haben da sonst die Gefahr besteht das das Tor erneut geöffnet werden kann. Einmal mit dem Stab und den Rosen geschlossen, kann es nie wieder geöffnet werden. Na das beruhigt ja schon mal.“ Noran nickte und sah ihr über die Schulter. „Sieh mal dort ist mein Schwert abgebildet so wie in dem anderen Buch dein Stab, kannst du mir sagen was da steht?“ Suna nickte und las vor. „ Nur dem Sohne Eros ist es möglich das Schwert der Rosen zu führen, es wurde geschmiedet um in die Welten geführt zu werden. Nur dem Helden und dem Schwert ist es möglich die Rosenhecke zu durchdringen und die Rose der Liebe zu erringen. Allerdings macht nur der Stab der Rosen die richtige Rose sichtbar. Hütet euch davor die falsche Rose an euch zu nehmen, denn dann seid ihr solange bis ein neuer Held kommt in der Hecke eingeschlossen und nur steinerne Statuen zeugen noch von euch.“ Als sie das vorgelesen hatte sah sie Noran überrascht und auch entsetzt an. „Du bist der Sohn des Eros...Noran du bist ein Halbgott...von einem Gott gezeugt. Deswegen hat man uns geholfen und uns ausgebildet. Andora wusste was kommen würde, von ihr und Ikarus haben wir den Stab und das Schwert bekommen.“ Noran sah sie mit großen Augen an, es dauerte einen Moment bis er begriff was sie da sagte. Sie sprach aber schon weiter. „Und wenn wir die falsche Rose nehmen, werden wir zu Statuen werden....Himmel was hat man uns da auferlegt.“ Noran hatte endlich begriffen. „Ich....ich..wurde von einem Gott gezeugt? Mein Vater ist ein Gott?“ Suna nickte. „Ja, er heißt Eros. Er ist dein Vater. Erinnerst du dich? Drake sagte mal das Eros Andoras Sohn sei, als wir ihn fragten ob Andora auch Kinder habe. Er sagte das Ares und Ikarus seine Väter sind, von der höchsten Göttin geboren und den beiden Kriegern an ihrer Seite gezeugt.“ Sie grinste als sie sein überraschtes Gesicht sah. „Ikarus ist also sozusagen dein Großvater.“ Er stotterte:„Aber....aber....Ikarus sieht nicht älter aus als wir, er scheint noch so jung zu sein.“ Suna lachte leise. „Nach göttlichen Verhältnissen ist er das wohl auch. Dennoch bist du sein Enkel, wenn auch ein sterblicher Enkel. Oder bist du unsterblich?“ Noran sah sie an. „Jetzt komm nicht auf die Idee das aus zu probieren, denn ich glaube ich bin sehr sterblich.“ Sanft erklang eine tiefe Stimme. „Richtig, noch bist du sterblich.“ Beide sprangen erschrocken auf und dann stand ein Gott vor ihnen, er war groß, muskulös und hatte eine schlanke Taille. Doch hatte er ein freundliches wenn auch sehr männliches Gesicht. Seine gesamte Ausstrahlung war hoch erotisch, das selbst Suna tief einatmen musste, was den Gott vor ihr zu einem schmunzeln veranlasste. „Darf ich mich vorstellen? Ich bin Eros und dein Erzeuger. Dein Vater will ich mich nicht nennen, denn um ehrlich zu sein, erfuhr ich erst das ich dich gezeugt hatte als du bereits unterwegs warst. Zudem muss ich zugeben das ich nicht wusste das ich zu diesem Zeitpunkt bereits einige Kinder gezeugt hatte.“ Noran sah den Mann vor sich eisig an. „War ich dir so wenig wert, das du dich deshalb nicht um mich gekümmert hast? Das man mir vor enthielt wessen Sohn ich bin?“ Eros seufzte leise. „Nein..im Gegenteil. Ich musste mich von dir fernhalten ebenso wie von meinen anderen Kindern. Ich war selber noch sehr jung, ich war mal gerade so alt wie du jetzt, etwas über zwanzig Jahre. Du kannst dir nicht vorstellen wie es ist auf einmal gesagt zu bekommen das man bereits einige Kinder gezeugt hat, wenn man noch nicht mal bereit ist Vater zu werden.“ Noran knurrte leise. „Liebtest du meine Mutter?“ Eros sah ihn sanft an. „Ja und Nein..sagen wir so, ich liebte sie so das du gezeugt werden konntest, doch von Herzen? Nein...sie sah gut aus, war sehr schön und als ich sie sah wollte ich sie, also nahm ich sie mir. Junge ich bin Eros.....und das nicht nur dem Namen nach. Ich bin der Gott der Lust und mache es den Frauen möglich ein Kind zu bekommen, die sonst keins kriegen könnten, sich aber eins wünschen. Deine Mutter wollte ein Kind...zu der Zeit wusste ich nichts davon das ich dann das Kind zeugen würde, noch wusste ich von dem Wunsch deiner Mutter. Sie hat dich geliebt, denn du warst die Erfüllung ihres größten Wunsches. Es tut mir leid das sie so früh starb.“ Noran sah den jungen Gott an, er fluchte leise und drückte Suna an sich. „Bist du jetzt gekommen um meine Frau zu verführen? Willst du sie auch? Doch dazu musst du an mir vorbei.“ Eros lächelte immer noch. „Nein....deine Frau ist sehr schön, das gebe ich zu. Doch würde ich das nicht tun, außer ihr wollt es, weil ihr euch ein Kind wünscht und sonst keins bekommen könntet. Doch ansonsten...nein. Ich bin kein Unhold mein Junge, jede Frau die ich verführte, hieß mich in ihrem Bett willkommen, ebenso deine Mutter ob es dir nun gefällt oder nicht. Ich sage jeder Frau vorher das es nur bei diesem einen mal bleiben wird, lässt sie sich darauf ein gut....will sie es nicht, auch gut. Ich bin kein Vergewaltiger, das habe ich nicht nötig.“ Noran sah ihn kalt lächelnd an. „Liebst du überhaupt eine Frau?“ Eros seufzte und senkte kurz den Kopf, dann sah er ihn wieder an. „Ja sogar zwei....doch beide lieben jemand anderen. Ich lebe mit zwei unerfüllten Lieben.“ Nun griff Suna ein, denn sie hatte den Schmerz in Eros Augen gesehen. „Noran lass gut sein...hast du nicht gesehen? Die Frage tat ihm weh.“ Der blickte nun Suna an und nickte. „Gut so..denn mir tat es auch weh nie zu wissen wer mein Vater oder Erzeuger ist und nun muss ich es durch ein Buch erfahren. Verdammt mir tut es auch weh...ich hätte gerne einen Vater gehabt, ich hätte gerne überhaupt jemanden gehabt. Doch niemand war da der mich liebte.“ Suna sah ihn an. „Das ist nicht wahr und das weiß du auch. Ich war da und habe dich immer geliebt....Andora und Ikarus waren da und haben dir deinen größten Traum erfüllt und ich glaube Ikarus hat dich geliebt.“ Eros nickte zu ihren Worten. „Ja das stimmt, Andora und Ikarus lieben dich als das was du bist. Nämlich mein Sohn.“ Leise setzte er hinzu. „Und ich liebte dich auch, ich habe dich immer im Auge behalten und war froh das sich Andora und Ikarus um dich kümmerten, denn ich konnte es nicht. Doch nun wo du weißt was du bist und wessen Sohn du bist durfte ich mir dich zeigen. Erst jetzt durfte ich sagen was ich bin.“ Noran sah ihn ungläubig an. „Du liebst mich als deinen Sohn? Aber ich bin sterblich, ich bin keiner deiner Göttersöhne, das heißt falls du schon einen hast.“ Eros schüttelte den Kopf. „Nein ich habe noch keinen Göttersohn wie du es nennst. Ich habe nur diese Kinder die ich mit sterblichen Frauen und das auch ungewollt zeugte. Ich habe weder eine Gefährtin noch göttliche Kinder und werde wohl auch so bald keine kriegen. Aber ja...ich liebe dich.“ Noran nickte. „Wie viele? Wie viele Kinder hast du gezeugt? Wie viele Geschwister habe ich?“ Nun musste Eros lachen. „Junge es sind über hundert. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen und halte es nun so wie der einstige Erosgott......ich zähle nicht mehr. Die Mütter bekommen von mir ein Schmuckstück damit die Zukunft des Kindes gesichert ist und das war´s, danach kümmere ich mich nicht mehr darum. Du bist der einzige den ich im Auge behalten habe, da ich wusste das dich ein besonderes Schicksal erwartet...das heißt falls du es jetzt nicht vermasselst.“ Er deutete auf den großen Hund. „Die erste Rose habt ihr schon, wie ich sehe. Ich bin stolz auf dich, das kannst du mir glauben.“ Suna schubste ihren Mann ein wenig an und flüsterte leise. „Nun sei nicht so störrisch, freue dich das du endlich einen Vater hast und nörgel nicht weiter herum.“ Noran sah Suna an, dann lächelte er. „In Ordnung du hast recht. Es ist ja nicht so das man sich gar nicht um mich gekümmert hat, schließlich haben sich meine Großeltern um mich gesorgt.“ Als er das sagte sah sich Eros wie panisch um. „Lass das bloß nicht Ikarus hören, er flippte schon aus als er hörte das er schon so jung Großvater werden würde.“ Dann breitete er seine Arme aus. „Komm her mein Sohn und lass dich drücken.“ Nun musste Noran doch lachen, er konnte sich gut vorstellen wie Ikarus reagiert haben musste als er hörte das er schon Enkel bekommen würde. Er ließ Suna los und trat auf Eros zu um sich von ihm drücken zu lassen. Er hatte mit Eros seinen Frieden gemacht. Kurze Zeit später verabschiedete sich Eros von den beiden, versprach aber wieder zu kommen, wenn das Problem mit dem Portal gelöst wäre.