Kapitel 28: Ein glücklicher Gott


 

Ikarus ging langsam nach Hause, er hätte ebenso gut teleportieren können, doch er wollte noch über alles nachdenken das Myrion ihm vermittelt hatte. Ihm fiel jetzt auf, das Myrion gar nicht größer als er war, zumindest körperlich, das er nur so gewaltig aussah, weil er so massig war und vor Muskeln nur so strotzte. Was Myrion wirklich groß machte, war seine Einstellung, Ikarus hatte einen Eindruck bekommen können, welchen Humor dieser Mann gehabt hatte oder noch hatte. Er hatte alles recht locker gesehen und hat darum das Aurian auch mit anderen das Bett teilte kein großes Theater gemacht. Als er zu Hause ankam war er froh das noch keiner da war, er betrat das Schlafzimmer und stellte sich vor den großen Spiegel, dann betrachtete er sich. Er war ebenso groß wie Myrion, doch im Gegensatz zu ihm war er schlank, wenn er auch breite Schultern hatte und seine Muskeln nicht zu verachten waren. Er sah in den Spiegel und zog sich selber eine Grimasse. „Also Junge so schlecht siehst du gar nicht aus, bist durch trainiert und muskulös. Gut nicht wie Myrion aber das lässt sich ändern. Ich sage es dir ungerne...aber du musst an deiner Einstellung arbeiten. Andora ist deine Partnerin, nicht dein Eigentum. Myrion hat recht, wenn Viola damals getan hätte was sie hätte tun sollen, wäre Arden und auch seinen Eltern viel Leid erspart geblieben. Nun muss Andora es richten.“ Er sah sein Spiegelbild nochmal an, dann drehte er sich herum um seine Gewichte wie es Myrion gesagt hatte zu erstellen. Er grinste und dachte: Myrion sah aus als würde er vor Kraft nicht gehen können, doch denke ich das er sehr schnell war, trotz seiner Masse. Ich will wie er werden und das nicht nur körperlich, sondern vor allem geistig. Vor allem sollte ich Vertrauen zu Andora und ihrer Liebe haben.

Er tat sogar noch mehr als sich nur mit Gewichten zu belasten, er suchte Lyam auf und bat ihn ob er ihn nicht als Lehrling aufnehmen könnte, er wäre gerne bereit fleißig zu lernen. Der nickte freundlich und zeigte ihm erst mal die Anfänge. Am Abend merkte er wie ihm seine Knochen und Muskeln weh taten, da wurde ihm klar das er nun Muskeln trainierte von denen er zuvor keine Ahnung gehabt hatte das er sie besaß. Als Andora ihn abends noch für sich forderte, seufzte er zum ersten mal, denn er konnte sich kaum bewegen. Andora grinste leicht, sah aber das er sich dennoch bemühte, allerdings nach dem ersten mal schon bereits ausgelaugt war. Ares sah seine Chance gekommen und machte dort weiter wo Ikarus aufgegeben hatte. Dem war das im Moment recht egal, er schlief glatt neben den beiden ein. Am nächsten Morgen sprach er sich mit Andora aus und sagte ihr das er sich bemühen würde, das er aber hinter ihr stehen würde, egal was sie tun würde. Ebenso das er nichts mehr dagegen ein zu wenden habe, wenn die Kerle es wirklich schaffen würden sie herum zu kriegen. Sie solle sich frei fühlen in ihren Entscheidungen, das es lange genug gedauert habe, das er sie einschränkte. Andora und Ares sahen das in Ikarus eine Veränderung vor gegangen war. Er würde es vielleicht nicht sofort schaffen, aber mit der Zeit. Da Andora nicht ihrem zeitlichen Alter entsprechend aussah, näherte sich ihr auch Isabella an, wenn auch sehr schüchtern. Von ihr erfuhr Andora wie Arden wirklich gelitten hatte, das er seine Liebe in den Armen von Isabellas Mutter hatte vergessen wollen, doch das es ihm nie gelungen sei. Stattdessen wurde Isabella geboren. Ihr hatte er alle Liebe gegeben die er hatte. Dann starb Isabellas Mutter bei einem Einsatz der Leviathan und Arden kümmerte sich alleine um sie. Er hatte sie nicht mit dem göttlichen Erbe belasten wollen und deswegen war sie sterblich. Andora fragte sie ob sie gerne die Unsterblichkeit haben wollte oder die allgemeinen göttlichen Kräfte. Doch Isabella schlug es aus, mit der Begründung das ihr Vater schon wüsste was gut für sie war und das wenn sie sehen würde, mit welchen Problemen sich die Götter herum schlagen mussten, sie sogar froh sei irgendwann sterben zu können um eventuell wieder geboren zu werden. Sie sah Andora schüchtern an. „Ich weiß das ihr es nicht so genau mit der Treue nehmt, mein Vater hat mich über alles aufgeklärt. Er hat sich in dich verliebt...könntest du da nicht? Er verzweifelt fast. Erst das mit Viola, dann kommt er zurück und muss sehen das sie nicht die Frau war die er immer in Erinnerung hatte und dann kommst du daher und sein Herz flammt lichterloh auf. Jetzt ist er wieder verzweifelt. Doch diesmal will er sich nicht zurück weisen lassen. Er will für sein Herz kämpfen. Ihm ist klar das du zu Ikarus gehörst, doch die wenigen Stunden die er dich in seinen Armen hätte, würden ihm viel geben.“ Andora nickte, sie hatte sich so etwas schon gedacht. Sie sah Isabellea an. „Sag ihm das du gehört hast das ich heute Nachmittag in der Liebeshütte im Wald bin um dort nach dem rechten zu sehen. Den Rest überlasse mir, wäre doch gelacht wenn wir ihm nicht den Lebensmut zurück geben könnten.“ Isabella sah sie dankbar an. Als Arden das von Isabella hörte, nickte er lächelnd. Doch bevor er sich Andora wirklich auf eindeutige Weise nähern würde, wollte er mit Ikarus sprechen. Er sah ihn wie er auf dem Trainingsplatz Gewichte stemmte und trat näher. Ikarus sah ihn an. „Kann ich etwas für dich tun?“ Arden nickte. „Ja, mir erlauben das ich mich Andora nähern darf...du weiß was ich meine.“ Ikarus sah ihn ruhig an. „Wieso kann hier keiner einfach klar aussprechen was er will...sag es doch deutlich, du willst die Erlaubnis sie verführen zu dürfen um mit ihr zu schlafen. Das ist es doch, oder?“ Arden nickte. „Ja..genau das ist es.“ Ikarus holte noch mal tief Luft, dann nickte er. Er versuchte ruhig zu bleiben. „Versuch es, meine Erlaubnis hast du.“ Ares der wie meistens in Ikarus Nähe war sah ihn erstaunt an und als Arden fort war fragte er. „Was ist los? Du gibst ihm die Erlaubnis...also das wundert mich nun aber sehr.“ Ikarus nickte. „Komm wir gehen gucken wie er sich anstellt. Ich will sehen was er mit ihr macht.“ Ares blickte zweifelnd. „Also bist du sicher das das eine gute Idee ist? Nicht das du ausflippst und ihn womöglich noch von ihr herunter holst, wenn sie ihm nach gibt.“ Ikarus sah ihn an. „Na sehe ich aus wie ein Trottel?“ Ares verkniff sich das lachen und erwiderte nur trocken. „Ja....wenn es um Andora geht schon.“

Sie suchten die beiden und fanden sie in der Liebeshütte, sie kamen gerade dazu als Arden auf Andora zutrat. Unsichtbar beobachteten sie alles. Er sah sich um. „Du siehst hier nach dem rechten? Ist das denn nötig?“ Andora schmunzelte. „Nun schon mal was von Staub und Spinnen gehört? Wenn die Hütte nicht regelmäßig gereinigt wird, findet man davon eine ganze Menge hier.“ Er nickte verstehend und trat näher. Andora wich einen Schritt zurück. „Was willst du?“ Arden lächelte leicht. „Ist das nicht klar? Und keine Sorge ich will keine Rechte geltend machen, die ich eh nicht habe. Ich weiß zu wem du gehörst und das ist auch klar für mich. Dennoch liebe und begehre ich dich. Bevor ich her kam, habe ich mit Ikarus gesprochen, für ihn ist es in Ordnung.“ Er trat wieder näher und hatte nun schnell einen Arm um sie gelegt bevor sie wieder flüchten konnte. Er drückte sie an sich. „Wie alt bist du?“ Andora sah zu ihm auf. „Das willst du nicht wissen.“ Er grinste leicht. „Ich habe kein Problem mit dem Alter in tausend Jahren wird man von dem Unterschied eh nichts mehr merken.“ Andora nickte während sie ihn immer noch ansah. „Ich werde bald achtzehn.“ Arden sah sie erschrocken an, dann ließ er sie urplötzlich los und trat zurück. „Achtzehn? Aber du siehst älter aus.“ Andora lachte. „Danke für das Kompliment, jede Frau hört gerne das sie alt aussieht.“ Ikarus sah Ares an. „Was ist denn nun los?“ Ares schmunzelte. „Er ist geschockt über ihr Alter, übrigens hält sich deswegen auch Apoll zurück. Er hat ebenso Probleme damit klar zu kommen das sie rein rechnerisch erst siebzehn ist.“ Ikarus schüttelte den Kopf. „Was für Trottel. Sie ist körperlich älter, sie ist geistig älter und nur weil sie noch keine zig Jahre hinter sich hat, ist sie doch kein Kind mehr. Wenn die wüssten wie sie abgeht...tzeses.“ Ares lachte nun herzhaft und sah ihn an. „Ja nech? Dann würden sie sich nicht so zurück halten.“ Ikarus knuffte ihn. „Ja ja sag es schon ich habe mich aufgeführt wie ein Trottel...ebenso wie diese beiden. Man...also echt.“ Arden verhaspelte sich nun. „Das habe ich nicht gemeint, du siehst nicht alt aus, ich habe dich nur für älter gehalten..ach Himmel.“ Er lenkte ab. „So jung und schon Göttin des Lichts? Was ist vorgefallen das du bereits so früh diese Verantwortung tragen musst?“ Andora lächelte. „Du hast sie doch gesehen...sie ist dem allen nicht gerecht geworden. Meine Mutter konnte es nicht. Also kam ich und ich kann und will und werde.“ Arden sah an ihr entlang und Andora schmunzelte. „Wie war das doch noch gleich mit dem Alter das keine Rolle spielt?“ Sie öffnete ihr Oberteil und Arden bekam fast keine Luft mehr. Sie sah ihn ruhig an. „Na sieht das aus wie knapp achtzehn?“ Er starrte nur auf ihr Brüste. „Ääh...öhm..ääh...nein...“ stotterte er. Andora grinste und wollte ihr Oberteil wieder schließen, doch nun kam Leben in Arden, er trat abermals auf sie zu, umfing sie und presste sie an sich, dann küsste er sie leidenschaftlich. Er stöhnte leise auf als sie den Kuss erwiderte und ihn nicht zurück stieß. Ikarus schüttelte leicht den Kopf. “Hallo...man oh man....da muss sie ihn erst locken bis er endlich...“ Er sah Ares an der ihn mit offenem Mund anstarrte. „..was ist?“ Ares blinzelte. „Sag mir wer du bist und was du mit Ikarus gemacht hast.“ Ikarus gab ihm nun eine Kopfnuss. „Na ist doch wahr, hallo??.. ich hätte nicht lange gefackelt und sie mir gleich genommen.“ Ares lachte leise. „Ja du...du würdest auch an keiner attraktiven Frau vorbei gehen, die sich dir anbietet ohne wenigstens einmal dein Schwert das du in der Hose hast, in sie versenkt zu haben. Aber es sind nicht alle Kerle so, ich zum Beispiel.....“ Er kam nicht dazu weiter zu reden, weil Ikarus lachte. „Ja ..ne ist klar. Als wenn du da abgeneigt wärst, Hör auf Junge ich kenne dich seit wir in den Windeln lagen. Na ja mehr oder weniger. Und bisher habe ich noch nie erlebt das du „nein“ gesagt hättest. Tue also nicht so unschuldig, du bist ebenso scharf und versaut wie ich.“ Er sah wieder zu Andora und Arden, der sie nun auf das Bett gelegt hatte und sie zärtlich streichelte. Auf einmal grinste er und sah Ares an. „Wenn er so weiter macht ...nimmt sie sich gleich ihn. Dieses sanfte Gefummel mag sie nämlich gar nicht.“ Arden war hin und her gerissen, einerseits wollte er die Frau die hier bei ihm lag mehr als alles andere, doch schwirrte in seinem Kopf ihr Alter herum, was dafür sorgte das er sich zurück hielt. Das spürte auch Andora und nahm nun die Sache in die Hand, ehe Arden sich versah lag sie schon auf ihm und forderte nun nachdrücklich, was er ihr versprochen hatte. Wie Ikarus schon sagte, sie nahm sich ihn und Arden verging hören und sehen. Ikarus kicherte: „hab ich es nicht gesagt?“ Andora forderte ihn immer wieder, da er unter ihr lag, konnte er sich kaum beherrschen und es war schneller vorbei als er gucken konnte. Dann griff er zu und presste sie unter sich, nun legte er los. Er wollte sich von so einer jungen Frau nicht vor diktieren lassen wie es ab lief. Nach dem dritten Mal hatte er genug und sah sie glücklich an. Ikarus schaute verblüfft zu Arden und dann Ares an. „Wie.. war das alles? Mehr bringt er nicht?“ Ares grinste. „Es sind eben nicht alle solche Potenzbolzen wie du, was hast du erwartet? Lazarus, Ethan und Leander sind Ausnahmen, sie bringen einiges..aber das kann noch lange nicht jeder Kerl. Und Arden scheint es nicht zu können.“

Stunden später saß Arden glücklich am See. Er strahlte, er hatte seinen Lebensmut wieder. Andora hatte es ihm zurück gegeben. Als Ikarus nun das Glück sah das aus Ardens Augen strahlte, nickte er zu sich selber. Ares legte Ikarus einen Arm um die Schulter und deutete zu Arden. „Siehst du, hätte das Viola damals getan, wäre alles nicht nötig gewesen. Doch jetzt haben wir einen weiteren glücklichen Gott und das sollte es wert gewesen sein.“ Ikarus sah Ares an und nickte. „Ja du hast recht.“

Kapitel 29: Ein dunkler Plan

 

Natürlich hätte Arden Andora gerne für sich gehabt, doch war ihm von vorne herein klar, das sie ihm niemals ganz gehören würde. Doch war er auch so glücklich, er durfte sie schon mal auf ihren Spaziergängen begleiten oder wenn sie ritt, was sie gerne tat und war glücklich wenn sie hier und da mal mit ihm schlief, weil er sie dann in seinen Armen halten konnte. Ikarus hatte sich damit arrangiert, er sah das Andora immer wieder zu ihm zurück kehrte und sich nicht urplötzlich in einen anderen verliebte. Seine Selbstsicherheit wuchs, ebenso wie seine Muskeln. Ares der ihm oft als Trainingspartner zur Seite stand, bekam dadurch auch mehr Masse. Er hatte sich Anfangs über die Gewichte die Ikarus nun stetig an den Knöcheln und Handgelenken trug gewundert, doch irgendwann sah er wieso Ikarus das tat. Ikarus hielt sich daran was Myrion ihm gesagt hatte, sobald die Gewichte zu leicht wurden, weil seine Muskeln sich an das Gewicht gewöhnt hatten und er einen Sprint damit hinlegen konnte, erhöhte er es und wurde so nach und nach immer stärker. Er tat noch einiges, so lernte er von Iron die Feinheiten des Mai Tai und wurde in seinen Bewegungen schneller. Von Lyam ließ er sich im Schmieden ausbilden, auch wenn er nie vorhatte diesbezüglich Myrions oder Lyams Platz ein zu nehmen. Ikarus war ein Kämpfer und Krieger und kein Schmied. Das erklärte er auch mal Lyam den er sehr mochte, als dieser ihn mal fragte ob er darauf hin arbeite seinen Platz ein zu nehmen. Lyam war anschließend beruhigt. Ikarus ging sogar her und erfand eine neue Kampfart, er verband das Mai Tai, das ein Körperkontaktsport war, mit dem Schwertkampf. Als Ethan und Iron ihn dabei beobachteten,wobei Ikarus auch grundsätzlich Ares mit ein bezog und ihn ebenso lernen ließ was er konnte, staunten die beiden nicht schlecht. Iron sah Ethan an. „Der Junge wird immer gefährlicher, er trainiert hart und ist verdammt schnell. Also wenn Sephirot da nicht nach zieht hat er bei dem Jungen schlechte Karten.“ Ethan nickte. „Elorien und ich halten immer ein Auge auf Sephirot, die Galaxie verströmt sehr viel Finsternis und wir sind beide anfällig dafür, daher wechseln wir uns ab. Aber wie auch immer, Sephirot widmet zur Zeit seine Aufmerksamkeit mehr dem Aufbau seiner Dynastie. Also wenn er dem Jungen jetzt gegenüber treten müsste, würde Ikarus ihn in Stücke schneiden. Gefährlicher ist eigentlich sein Sohn, den er hier bekommen hat. Er hat ihn Luzifer genannt, der trainiert ebenso hart wie Ikarus und ich habe das Gefühl das er seinen Sohn in den Kampf schicken will, anstatt selber zu gehen. Ikarus Worte das es ihm nichts bringen würde gegen ihn zu kämpfen, weil er ihn eh nicht töten könnte, hat ihm zu denken gegeben. Sephirot ist nicht blöd. Er kann Ikarus nicht töten, doch sein Sohn Luzifer kann es schon, ebenso wie Ikarus Luzifer töten könnte. Interessant und gefährlich wird es wenn diese beiden auf einander treffen.“ Leander trat dazu, er hatte das Gespräch mit bekommen. Er sah Ethan an. „Wie du diese Finsternis los wirst die dort auf dich einströmt ist bekannt, doch wie ist es mit Elorien, alleine das sie hier her zurück kehrt dürfte nicht reichen.“ Ethan seufzte nickend. „Ja ich muss mit Andora reden. Ikarus trägt ebenso das Licht in sich wie sie, wenn auch nur im geringeren Maße, doch was Andora für mich tut, müsste Ikarus für Elorian tun. Ansonsten werden wir Elorien irgendwann verlieren, das muss auch Byron einsehen, ob er will oder nicht. Ikarus muss mit Elorian schlafen um sie in sein Licht ein zu hüllen und sie so zu schützen. Ich denke Andora ist inzwischen soweit das sie es ertragen kann, das Ikarus auch mal mit einer anderen schläft und Byron wird sich damit abfinden müssen, wenn er seine Liebe nicht an die Finsternis verlieren will.“ Die beiden anderen nickten, ihnen war auch klar das es ein hartes Stück Arbeit sein würde, vor allem Byron davon zu überzeugen. Andora würde es einsehen und die Notwendigkeit erkennen. Doch Byran war eifersüchtig und das hochgradig. Leander sah Ethan an. „Was würde geschehen....wenn Andora mit Luzifer schlafen würde, würde ihr Licht gegen ihn kämpfen oder versuchen ihn auf seine Seite zu ziehen?“ Ethan sah Leander überrascht an. „Das ist eine gute Frage. Was wäre wenn man den jungen Dämonenprinzen so auf unsere Seite bringen könnte?“ Leander ganz Taktiker nickte und sah die anderen beiden an. „Wäre es möglich ihn gefangen zu nehmen um es zu testen?“ Ethan lachte leise. „Was glaubst du was Ikarus tun würde, wenn der junge Dämon sich Andora nähern würde? Er wäre schneller tot als wir gucken könnten, aber die Idee hat was. Man müsste erst mal Ikarus davon überzeugen und anschließend Andora, weil ich gehe mal davon aus das sie sich auch weigern würde. Sie findet die Dämonen abscheulich und vor allem hat sie seine Geburt mit erlebt und gesehen wie sie geboren werden, ob sie das vergessen kann ist fraglich. Sie kommen als Ungeheuer zur Welt, das dürfen wir nicht vergessen. Obwohl er ist schon ein attraktiver junger Dämon...Mann ...na wie man will. Luzifer ist nicht hässlich, zumindest in seiner menschlichen Gestalt nicht, er ist ebenso groß wie sein Erzeuger, ist muskulös, hat allerdings dunkle Haut, wie bei den Dämonen üblich. Ich habe auch beobachten können das er recht charmant sein kann, wenn er will. Ich denke schon das man ihn gefangen nehmen kann, wir müssten nur warten bis er mal wieder auf Erebos Welt ist um sich dort eine der menschlichen Frauen aus zu suchen.“ Leander grinste. „Sephirot würde toben, wenn er auf diese Weise seinen geheiligten Sohn verlieren würde. Aber sagte Aurian nicht immer, das Licht zieht alle an? Selbst das Chaos war ihm erlegen.“ Der Gedanke ließ die drei nicht mehr los. Der Plan musste natürlich noch genauer besprochen werden, vor allem musste man auch noch Ikarus und vor allem Andora überzeugen. Aber die Idee Sephirot auf diese Weise zu schwächen in dem man seinen Sohn ins Licht ziehen würde, hatte etwas.

Doch als erstes sprach Ethan mit Andora. „Ikarus muss es tun, ansonsten verlieren wir Elorien. Verstehst du das? Sie braucht das ebenso wie ich. Die Dunkelheit zieht uns an, das ist Fakt. Elorien ist stark, das ist sie wirklich, doch nur alleine das sie wieder zurück kommt, reicht nicht aus, sie muss extra gestärkt werden.“ Andora hatte Ethan genau zugehört und nickte dann. „Klar verstehe ich das und du denkst Ikarus könnte es?“ Ethan nickte. „Ja, sein Licht wurde gestärkt durch Lazarus und Angel. Ich habe mich immer gefragt, warum Lazarus nicht gereicht hat, wieso Ikarus auch Angel noch als Vater haben musste, doch nun ist es klar. Er trägt dadurch viel Licht in sich, er muss Elorien darin einhüllen. Er muss sie schützen.“ Andora nickte und sah Ethan an. „Doch ist dir klar das Byron toben wird? Ikarus hatte schon schwere Eifersuchtsanfälle, aber Byron übertrifft alles. Was Ikarus angeht...“ :sie lachte. „ Ihm muss man nur ein weibliches Wesen vor die Nase halten und ihm sagen er darf und schon stürmt er los.“ Ethan sah sie an. „Wirst du es ertragen können das er mit Elorien schläft?“ Andora nickte.. „Ich bin nicht dämlich, selbst mir ist klar das Elorien eine sehr gefahrvolle Aufgabe hat, doch die beiden Welten müssen beaufsichtigt werden und das sie dadurch in Gefahr gerät muss gemindert werden, egal auf welche Weise. Und wenn dazu gehört das Ikarus sie sich mit ins Bett nehmen muss, dann ist es so und ende. Ich gehe auch mit dir ins Bett....wenn auch nicht nur deswegen.“ Ethan lächelte. „Du bist wirklich scharf auf mich?“ Andora knuffte ihn verlegen. „Ja....das bin ich.“ Wie erwartet tobte Byron als er hörte das Elorian das Bett mit Ikarus teilen sollte. Doch Ethan machte ihm deutlich und unmissverständlich klar, das es zwei Möglichkeiten gab. Entweder er akzeptierte das Ikarus ab und zu mit Elorien schlief oder er müsste damit rechnen das die Finsternis Elorien irgendwann einfangen und er sie ganz verlieren würde. Selbst Byron musste einsehen das die erste Variante wohl die beste wäre, auch wenn es ihm nicht gefiel. Ikarus hingegen hatte damit gar kein Problem, im Gegenteil ihn freute es auch mal wieder eine andere Frau als Andora im Bett haben zu können. Allerdings...nach dem er das erste mal mit Elorien geschlafen hatte und zurück kam, ließ er sich in einen Sessel fallen und seufzte leise. Andora sah ihn an. „Was ist los? Ich dachte du wärst gerade eben mit Elorien zusammen gewesen.“ Er nickte bestätigend. „Ja war ich auch....doch ein Vergnügen sieht anders aus. Meine Güte ist die Frau verklemmt. Stell dir folgendes vor, du liegst mit einem Kerl im Bett und der will...erstens kein Licht dabei anhaben und zweitens, sich nicht mal nackt zeigen. Ich sag dir.....das sollte Spaß machen und für mich hatte es mehr den Eindruck von Pflicht. Hinzu kommt das es mir erschien als sei sie froh das es vorbei sei, ein zweites mal wollte sie erst gar nicht. Also wenn sie auch so bei Byron ist....wundert es mich das er nicht nebenbei einige Liebhaberinnen hat.“ Er stand auf und trat auf Andora zu, sie an sich ziehend. „Ich bin immer noch scharf, ich gehe jetzt duschen und dann werde ich mich an dir austoben.“ Andora sah ihn an und grinste. „Ich habe eine bessere Idee, komm mit.“ Sie nahm ihn an die Hand und betrat mit ihm das Badezimmer dort auf den Wirlpool deutend. Er strahlte und schon lagen sie zusammen in dem warmen Wasser, jetzt ging es richtig zur Sache und Ikarus konnte seiner Lust wirklich freien Lauf lassen.

Ikarus war neugierig ob Elorien wirklich so war oder nur bei ihm und so schaute er einmal unsichtbar zu als Byron mit ihr schlief. Anschließend schüttelte er den Kopf, denn Byron durfte sie zwar nackt sehen, doch auch hier reichte ihr einmal. Ikarus erzählte das später Ares und Andora. „Also dafür das sie Drachenblut in sich hat oder haben sollte, ist da kein Feuer vorhanden. Sie ist absolut beherrscht und Leidenschaft scheint sie nur dem Namen nach zu kennen. Byron tut mir richtig leid...man spürte das er mehr wollte, doch sie drückte sich an ihn und wünschte ihm eine gute Nacht...das wars.“ Ares sah Ikarus an, dann Andora. „Ich habe eine Idee....vielleicht kennt er es auch nicht anders. Erinnere dich mal daran.“ :dabei sah er Ikarus an. „Das er auch schon damals sehr treu war und bei den Huren nicht mit machen wollte. Wie wäre es wenn Andora ihm mal zeigt, was Leidenschaft heißt? Ihr dürfte er wohl kaum widerstehen können.“ Ikarus nickte grinsend. „Nun zumindest könnte sie ihn mal richtig aus lasten.“ Andora sah Ikarus verwundert an, das er dem zustimmte anstatt aus zu flippen. Ikarus bemerkte ihren verwunderten Blick. „Na was ? Stimmt doch.. ..er braucht mal einen Vulkan und nicht so einen kalten Fisch wie Elorien. Mir graut es schon davor zu wissen, das ich es nun regelmäßig mit ihr treiben soll...doch eins verspreche ich euch, noch mal lasse ich mich nicht so von ihr abspeisen. Wäre doch gelacht wenn man ihre Leidenschaft nicht wecken könnte. Die muss doch da irgendwo drin sein. Gregorien war doch heißblütig und Julien ist es ebenso, also muss dort irgendwo auch das Feuer in Elorien stecken.“ Ares sah beide nachdenklich an. „Wisst ihr vielleicht lag es auch an Byron. Elorien ist unerfahren in diese Beziehung gegangen, Byron war damals schon recht zurück haltend und wenn er es ebenso bei Elorien beim ersten mal auch war, denkt sie vielleicht das es so sein muss. Selbst Byron hat praktisch keine Erfahrungen gemacht, er mag vielleicht mehr wollen, traut sich aber nicht mehr zu verlangen. Versteht ihr?“ Die beiden nickten verstehend und Andora sah beide an. „Also gut...dann werde ich ihn mir mal vorknöpfen.“ Ikarus nickte. „Und ich werde Elorien mal zeigen was Leidenschaft ist.“

Byron war wirklich absolut treu..doch einer Göttin des Lichts konnte auch er nicht widerstehen. Andora wartete bis er sich mal im See austobte und trat dann vollkommen nackt auf ihn zu. Byron wusste nicht wo er hin sehen sollte. Er spürte ihre Ausstrahlung und sein Atem ging bereits heftiger. Als sie sich nun an ihn drückte und ihre Finger über seine Brust gleiten ließ, konnte er nicht mehr und zog sie noch fester an sich, dann küsste er sie. Er stöhnte leise auf und versuchte sich zu beherrschen, doch Andora machte es ihm nicht leicht, sie streichelte ihn und als er den Kuss schwer atmend löste, keuchte er leise. „Himmel...bitte tue das nicht, ich werde dir sonst nicht lange standhalten können.“ Sie sah ihn aufreizend an. „Wer sagt denn das ich das will? Ich bin scharf auf dich und will dich.“ Damit verschwand sie mit ihm in ihr Schlafzimmer und was Byron nun erlebte, war für ihn der Himmel auf Erden. Eine Frau leidenschaftlich und wild, die nicht genug kriegen konnte. Als er begriff das sie ihm alle Wünsche erfüllen würde, forderte auch er mehr. Nach einigen Stunden, in denen ihm Andora gezeigt hatte, wie man eine Frau reizen konnte, das es in Ordnung wäre, mehr zu fordern. In denen er sich nicht zurück halten müsste, lag er sehr erschöpft und glücklich, wenn auch mit einem schlechten Gewissen neben ihr und hielt sie im Arm. Er sah sie an. „Oh das war unglaublich...doch bist du sicher das mir Ikarus nicht den Kopf abreißen wird? Und was sage ich nur Elorien?“ Andora lächelte. „Ich weiß das Ikarus deinen Kopf dort lassen wird wo er ist und Elorien wirst du sagen, das du es leid bist....das du mehr brauchst als das sanfte geturtel und das eine Mal.“ Er sah sie erstaunt an, sie lachte. „Junge ich bin die Göttin des Lichts, vor mir bleibt kaum etwas geheim. Ich weiß genau was bei euch abgeht...lass dich nicht mit dem einen Mal abspeisen, fordere mehr, zeig ihr was Leidenschaft bedeutet. Du weißt nun das du es kannst. Sie hat es in sich....sie ist der Drache des Universums, Himmel noch mal.....sie besitzt Leidenschaft und Feuer, es muss nur heraus geholt werden. Doch wenn du so zaghaft mit ihr umgehst, wird das nie etwas werden. Im Notfall erzwinge das zweite oder dritte Mal. Reize sie so lange bis sie regelrecht über dich her fällt, belasse es nicht dabei sie nur soweit zu kriegen das du sie dir nehmen kannst. Fordere mehr.“ Byron nickte, er verstand nun das es auch an ihm gelegen hatte. Das er zu rücksichtsvoll gewesen war. Er sah Andora dankbar an und lächelte sanft. „Dennoch muss es heute das einzige mal zwischen uns gewesen sein. Ich will ihr nicht untreu werden und bitte dich das zu respektieren. Ich weiß nun das ich dir nicht widerstehen kann.“ Sie nickte und als Byron anschließend ging lächelte sie. Ares und Ikarus warfen sich kurz darauf zu ihr aufs Bett und grinsten. Sie rückten zu ihr heran und forderten nun auch noch ihren Anteil, den sie ihnen nur zu gerne gab. Sie wuchsen immer mehr zusammen und begannen nun sogar als Team zu arbeiten. Nun Ikarus musste sich bei Elorien mit dem nötigsten zufrieden geben..doch Byron tat was Andora ihm geraten hatte und wurde weit aus zufriedener. Denn nicht nur er zeigte Elorien was ein Mann wollte, sondern Ikarus tat seinen Teil dazu. Als Ethan sah wie gut alles lief, nahm er mit Iron und Leander abermals das Gespräch auf bezüglich Luzifer und schmiedete mit ihnen einen Plan wie man Luzifer in die Hände bekommen könnte. Ihm war klar das er erst mal auch noch mit Ikarus und Andora reden musste, doch wenn ein Plan schon mal vorhanden war, war es vielleicht einfacher die beiden zu überzeugen.

Kapitel 30: Der Dämonenprinz

 

Die drei sprachen kurz darauf auch mit Andora und Ikarus. Ares saß dabei und hörte nur zu. Ethan sah Ikarus an. „Also wir haben uns folgendes überlegt. Wie warten bis Luzifer wieder mal auf Erebos Welt kommt, ab und zu sucht er sich dort schon mal eine neue Frau aus, ihm stinkt es immer nur mit den Dämoninnen ins Bett zu gehen. Er hat mit Erebos eine eigene Abmachung, das er sich ab und zu mal bei ihm umsehen darf. Wir haben recherchiert das er auch gerne mal eigene Wege geht von denen Sephirot nichts weiß. So lernt er übrigens auch bei einem dort ansässigen Schmied das schmieden von Waffen..gut davon weiß Sephirot und heißt es gut, seine Dämonen brauchen schließlich auch Waffen. Doch das er sich dort ab und zu auf hält, gäbe uns Gelegenheit ihn gefangen zu nehmen. Nun dachten wir folgendes, wenn er Andora sieht, könnte es ja sein das er sich in sie verliebt und sie will.“ Bis dahin hatte Ikarus ruhig zugehört, doch beim letzten Satz platzte er fast. „Was soll das heißen? Ich hoffe nicht das es ist was ich annehme, das ihr wollt, nämlich das Andora mit ihm ins Bett steigt!“ Andora legte ihm ruhig eine Hand auf den Arm und sah die drei älteren an. „Zudem habt ihr eine Kleinigkeit übersehen....Luzifer mag vielleicht nicht wie sein Vater sein....doch er ist ein Dämon und Dämonen verlieben sich nicht, zumindest nicht die reinen Dämonen. Würde er es dennoch tun, würde er seine gesamte Macht nach und nach verlieren. Aber nehmen wir mal an, er würde sich in mich verlieben....ja hallo....glaubt ihr wirklich er würde Ikarus Vorrecht respektieren? Ne ..ne ...das könnt ihr vergessen, er würde mich für sich haben wollen und sich somit zwangsläufig gegen Ikarus stellen und das würde ein Kampf auf Leben und Tod werden. Vergesst es.“ Ikarus nickte heftig. „Den ich gewinnen würde und damit hättet ihr einen toten Dämonenprinzen.“ Leander sah nun Andora an. „Nun ja wir hatten gehofft....das das Licht in dir ihn auf unsere Seite ziehen würde. Bei Aurian und Damok hat es damals auch funktioniert.“ Andora sah Leander an. „Damok war auch ein Ehrenmann, das kann man von Luzifer wohl kaum behaupten oder sehe ich das falsch?...Leute das ist ein Dämon und kein dummes Jüngelchen, das man um den Finger wickeln kann. Hinzu kommt... glaubt ihr wirklich das Sephirot seinen Sohn so kampflos aufgibt? Wohl kaum.“ Leander nickte. „Das ist schon richtig.....doch hätten wir seinen Sohn auf unserer Seite....wäre es da nicht möglich das er seinen Vater töten könnte? Damit wären wir den Alten los.“ Andora schüttelte den Kopf. „Soweit ich weiß gibt es nur zwei Wesen die ihn töten könnten, das wäre zum einen Aurian und zum anderen ich. Bevor ich ihn allerdings töten würde, könnt ihr sicher sein das ich mich erst mal mit Aurian beraten würde. Sie hat ihn geschaffen und wird auch ihren Grund gehabt haben. Außerdem ist er nicht viel älter als Ikarus....ihn also als alt zu bezeichnen ist schon witzig.“ Ikarus nickte. „Nur weil er Kinder am laufenden Band zeugt, überseht ihr das er noch recht jung ist. Überlegt euch etwas anderes, also das klappt nicht, ihr habt Andora gehört.“ Die drei älteren nickten, das war wohl nichts. Also dachten sie, wenn sie Luzifer erst mal gefangen genommen hätten, würde sich der Rest vielleicht von selber ergeben, so überwachten sie Erebos Welt genauer und dabei halfen auch Leander und Iron mit. So kam der Tag das sie ihn überraschen konnten, den dreien war klar das er kein Kind mehr und recht kräftig war. So betäubten sie ihn und brachten ihn dann in die Höhle auf ihrer Welt wo er auch geboren worden war, wenn man es mal so nennen will. Andora bekam es natürlich mit und tobte. „Seid ihr den von allen guten Geistern verlassen? Hatte ich euch nicht gesagt das ihr die Finger von ihm lassen sollt?“ Da sie vor der Höhle standen und die Betäubung nach ließ bekam Luzifer es mit wie Andora sich aufregte. Er blinzelte leicht unter seinen Augen hervor um zu sehen wessen Stimme das war die er da hörte. Als er sie sah keuchte er leise auf. Er wusste nicht wer sie war, aber ihr Verhalten und die Worte die sie sagte, zeigten ihm das sie etwas zu sagen hatte. In seiner Welt gab es das Patriachat, die Männer hatten das sagen. Doch hier schien es anders zu sein. Er erhob sich langsam, denn man hatte ihn auf ein Lager gelegt und es ihm so bequem wie möglich gemacht. Er trat zum Höhleneingang, der nur mit einem Zauber verschlossen war und sah sich die junge Frau die sich darüber aufregte das man ihn gefangen genommen hatte, genauer an. Einen Moment hörte er noch zu dann meldete er sich zu Wort. „Junge Lady, rege dich nicht auf. An mir ist noch alles dran.“ dabei sah er sie anzüglich an. „Und ich meine wirklich alles, also kein Grund sich auf zu regen. Mein Erzeuger wird mich schon wieder hier heraus holen, auf die eine oder andere Weise...doch so lange könnten wir uns doch die Zeit vertreiben.“ Andora sah zu Luzifer der sie mit seinem anzüglichen Blick musterte. Sie konnte seinem Blick entnehmen an was er dabei dachte. Sie knurrte leise. „Vergesst es alle...dafür gebe ich mich nicht her.“ Damit drehte sie sich um und war kurz darauf verschwunden. Luzifer lachte. „Temperament hat die junge Dame, sagt mir..“ die drei dabei ansehend. „..wer ist sie? Und wer seid ihr und warum habt ihr mich gefangen genommen?“ Die drei sahen sich betreten an, sie hatten gegen Andoras Order gehandelt, das war ihnen klar. So sahen sie zu Luzifer und Leander antwortete. „Das ist...war Andora, die Göttin des Lichts, wir sind die Götter des Universums, warum wir dich gefangen nahmen musst du nicht wissen.“ Luzifer nickte. „Das war also Andora...ist einer von euch Ikarus?“ Die drei schüttelten den Kopf, dann tauchte ein junger Hüne auf der sich ebenso aufregte wie Andora zu vor und Ethan deutete auf ihn und meinte trocken. „Das ist Ikarus.“ Ikarus kochte. „Verdammt hatte man euch nicht gesagt ihn in Ruhe zu lassen? Andora ist total aus dem Häuschen, das ihr gegen ihren Befehl gehandelt habt. Sie sagt ihr könnt euch nicht mal ausmalen was nun geschehen wird, wenn Sephirot erfährt das wir seinen Sohn haben.“ Luzifer nahm seine Gefangenschaft recht gelassen und sah Ikarus an. „Nun es hat auch seinen Vorteil...so kann ich dich und Andora mal kennen lernen. Mein Erzeuger sprach viel von euch und trieb mich an zu trainieren, damit wenn wir uns im Kampf begegnen, ich  den Sieg davon tragen werde.“ Er betrachtete Ikarus genauer. „Doch glaube ich das er sich ein wenig verrechnet hat, ich denke es wäre schwer gegen dich zu siegen....wenn auch nicht unmöglich.“ Ikarus in seiner Rede unterbrochen sah Luzifer erstaunt an. „Was sind das denn für Töne? Falls du es noch nicht bemerkt haben solltest du bist unser Gefangener. Mich wundert das du dabei so gelassen bleiben kannst.“ Luzifer zuckte mit der Schulter. „Nun ja, ich hatte bereits Umgang mit einem Gott...wenn auch mit einem recht niederträchtigen. Er erzählte mir von euch Göttern des Lichts und es klang sehr …..nett. Ich gehe mal davon aus, das wenn ihr mich hättet töten wollen, ich bereits tot wäre, was mich also zu der Überlegung bringt das ihr was anderes mit mir vor habt. Also warte ich gelassen ab, während mein Erzeuger derweil seinen Rachefeldzug führt. Und das er sich rächen wird ist so klar wie reines Quellwasser.“ Ikarus sah Luzifer immer noch erstaunt an, doch die anderen ihn nicht minder. Sie hatten damit gerechnet das er toben würde, das er versuchen würde irgendwie zu entkommen....doch diese gelassene Haltung brachte sie aus dem Konzept. Einen Moment schwiegen alle, während Luzifer die Männer vor der Höhle ansah. Er schmunzelte. „ja ja ich weiß was ihr denkt....ich bin ein Dämon und müsste eigentlich toben, ausrasten, alles kurz und klein schlagen und noch anderes. Aber he Leute, wozu? Was brächte mir das außer zerschlagenes Mobilar, dazu eventuell noch blutige Hände und wenn ich Pech habe einen Herzinfarkt. Das ist es mir nicht wert. Vor allem da ich weiß das mein Erzeuger....und entschuldigt das ich ihn nicht Vater nenne...die einzige Welt die er betreten kann, mit seinen marodenden Dämonen überziehen wird, was euch wahrscheinlich eh veranlassen wird mich frei zu lassen. Denn wenn er damit fertig ist, steht da nichts mehr, darauf könnt ihr euch verlassen. Nur Leid und Elend, Hunger, Krankheiten, Tod. Das ist es was sie erwartet, ihr habt also nun die Wahl entweder lasst ihr mich gehen oder wartet ab bis er fertig ist.“ Luzifer zog sich gelassen einen Stuhl zum Eingang der Höhle und setzte sich. „Wann gibt’s hier was zu essen? Einen oder zwei Hasen dürften reichen, aber bitte noch lebend, ich mag es ihr Blut zu trinken bevor ich das Fleisch esse.“ Seine zur Schau gestellte gelassene Haltung überraschte sie alle. Entweder war er ein guter Schauspieler oder er war tatsächlich so gelassen. Das war nicht ersichtlich. Man gab ihm die zwei Hasen in einem Käfig, den man ihm mit dem Fuß hinein schob. Er sah auf den Käfig, dann die draußen stehenden Männer an. „Und nun? Also jetzt langsam werde ich sauer, was glaubt ihr denn? Meint ihr ich sei ein Tier? Wie sieht es mal mit einem Becher und eventuell, wenn es nicht zu viele Umstände macht, mit einem Messer aus? Nur weil ich die Viecher lebend will heißt das nicht das ich sie auch lebend esse.....oder knabbert ihr an einer lebenden Kuh wenn ihr ein Steak essen wollt?“ So ernst die Lage auch war, als Ikarus sich vorstellte das alle an einer Kuh nagen würden, musste er doch lachen. Er sah Luzifer lachend an, dieser junge Dämonenprinz war so anders als er ihn sich vorgestellt hatte. Er hatte sogar Humor, wie es aussah. Er schob ihm nun einen Becher, ein Messer und sogar einen Teller hinein. Luzifer nickte. „Danke sehr freundlich. Das ist doch schon wesentlich zivilisierter.“ Er durch schnitt dem ersten Hasen die Kehle und ließ das Blut in den Becher laufen, anschließend häutete er das Tier und zerschnitt es, um die einzelnen Teile auf den Teller zu legen. Das tat er alles in Seelenruhe. Ab und an sah er mal unter gesenkten Lidern zu den Männern. Als er nun an dem Becher nippte, sah er wie dem einen oder anderen schlecht wurde, machte aber gelassen weiter, dann begann er recht zivilisiert die noch blutigen Fleischteile zu essen. Während er aß sah er die Männer wieder ruhig an. „Also ich denke zwei bis maximal drei Tage, dann wird mein Erzeuger merken das ich weg bin, geben wir ihm noch weitere zwei Tage bis er begriffen hat das ihr mich habt. Danach geht es recht schnell....er wird mit seinen Dämonen, die nicht so intelligent sind wie ich, die Welt überfallen die er betreten kann....und der Rest......na den könnt ihr euch denken.“ Ikarus nickte. „Wir wissen. Leid und Elend, Krankheit und so weiter.“ Luzifer nickte. „Genau.“ Ikarus grinste. „Nur dadurch das du uns nun gesagt hast was er tun wird, können wir Gegenmaßnahmen treffen und somit hätte sich das mit dem Leid und Elend wohl erledigt. Denn du glaubst doch nicht das wir ihn einfach machen lassen werden?“ Luzifer zuckte mit der Schulter. „Natürlich nicht, das war mir klar, ach und wenn eure Andora ihn zufällig mit einem Lichtstrahl treffen sollte, der ihm so leid es mir tut, das Leben kostet, halb so wild. Mich würde es nicht sonderlich stören und ich würde ihr dafür sogar noch einen Orden verleihen.“ Seine Aussagen verwunderten nun alle noch mehr. Es schien als wäre er froh wenn Sephirot das zeitliche segnen würde. Irgendwie kam ihnen das alles recht unwirklich vor. Der junge Dämonenprinz redete und gab sich anders als sie erwartet hatten. Er hatte sogar Humor und war für einen Dämon sogar recht zivilisiert.