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Kapitel 16: tiefe Trauer und
heiße Freude

Aurian hatte es genau erkannt.
Viola tat zwar ihre Pflicht, doch alleine bei Ikarus hatte man
sehen können, das sie nicht die Stärke hatte die Aurian zu eigen
gewesen war. Viola hatte alles was sie gebraucht hätte, doch
ihre Persönlichkeit ließ es nicht zu das sie auch tat was von
ihr verlangt wurde und wenn doch eigentlich mehr widerwillig als
willig. Während Aurian immer getan hatte was getan werden
musste, ohne darüber nach zu denken, tat sich Viola schwer. Sie
liebte Lyam von ganzem Herzen und würde sich wohler fühlen wenn
sie nur ihm gehören könnte. Sie war eine absolut treue Seele und
das war ein Problem. Aurian war klar das sie mit Viola reden
musste, doch wollte sie warten, bis Viola von Ethan schwanger
war. Die Seelen waren bereit, jetzt musste es nur noch zur
Zeugung kommen. Als es geschehen war....rief Aurian Viola und
Lyam in die Bernsteinhöhle um mit ihnen zu reden. Sie sah beide
an und seufzte leise. „Viola, bist du wirklich glücklich?“ Viola
druckste ein wenig herum, was Aurian abermals bewies das die
junge Frau nicht das Durchsetzungsvermögen hatte das sie
brauchte. Sie zauderte zu oft. „Nein...ich fühle mich nicht
wohl. Ich will nur Lyam gehören, doch das ist nicht möglich,
weil ich bin was ich bin.“ Aurian nickte leicht. „Wenn ich dir
nun sage, ich entbinde dich von deinen Pflichten und du könntest
nur mit Lyam glücklich werden, was würdest du sagen?“ Viola sah
Aurians Geist verwundert an, ebenso Lyam. „Also wenn das ginge,
wäre ich sehr sehr glücklich.“ Nun blickte Aurian Lyam an. „Wie
sieht es mit dir aus?“ Er nickte heftig. „Ja...mir geht es nicht
anders. Ich liebe Viola mehr als mein Leben und wäre der
glücklichste Mann der Welt wenn sie nur noch mir gehören würde.“
Aurian nickte. „Also gut.“ Sie sah Viola an. „Du bist schwanger,
von Ethan. Du wirst deine Nachfolgerin zur Welt bringen. Wundere
dich also nicht wenn deine Seele das Licht verloren hat, es ist
bereits an deine Tochter über gegangen. Mein Licht wird noch bei
dir bleiben bis deine Tochter geboren ist. Mein Licht wird dir
solange noch zur Seite stehen, doch auch das heranwachsende Kind
bereits schulen bevor es geboren wird. Danach wird es dich
verlassen, überlasse es dann Lazarus die Entscheidungen zu
treffen die du normalerweise treffen würdest. Du bist dann
nämlich nicht mehr in der Lage dazu. Ebenso wirst du deine
erotische Ausstrahlung verlieren, die wird auch an deine Tochter
übergehen, weil sie sie brauchen wird. Wenn deine Tochter
beginnt sich für Männer zu interessieren, lass es zu, wirf ihr
keine Knüppel zwischen die Beine, denn es kann sein das sie
recht früh beginnt und nicht wartet bis sie erwachsen ist. Sie
wird deine Pflichten übernehmen sobald sie soweit ist. Sei dir
im klaren, in dir wächst die nächste Göttin des Lichts heran.“
Viola nickte und strahlte Aurian an. Lyam begriff nur langsam
was das bedeutete und so fragte er. „Werden wir dann frei sein?
Können wir in ein kleines Haus ziehen und nur uns lieben?“
Aurian nickte. „Ja, ihr werdet frei sein und könnt euer Leben
leben wie ihr wollt. Viola wird dann nicht mehr mit anderen ins
Bett gehen, noch irgendwelche Entscheidungen treffen müssen.
Ihre und Ethans Tochter wird es zur gegebenen Zeit übernehmen.
Das Mädchen wird wissen wann es soweit ist.“ Nun strahlte auch
Lyam. Aurian sah die Freude in den Gesichtern der beiden und
dachte sich das es so wohl das beste sei. Sie teilte ihre
Entscheidung auch Lazarus mit der es den anderen Göttern
verkünden sollte, sobald auch Ethan erfahren hatte, das er
nochmals Vater werden würde und wen er da gezeugt hatte.
Ethan fiel aus allen Wolken als
er es hörte. Lazarus sah ihn an. „Ist das schlimm für dich?“
Ethan schüttelte den Kopf. „Nein nicht das ich Vater werde,
damit hatte ich schon gerechnet. Doch werde ich immer noch ein
Gefährte der Göttin des Lichts sein, nur diesmal sogar meiner
eigenen Tochter. Das ist verrückt.“ Lazarus verstand was er
meinte und nickte. „Wirst du es dennoch tun können? Ich will
ehrlich sein, ich könnte es nicht. Ich bin immer scharf auf jede
Frau gewesen, doch habe ich mir noch lange nicht auch jede
genommen und meine Töchter schon mal gar nicht, die waren immer
tabu für mich.“ Ethan sah ihn an und nickte. „Nun ja es wäre
nicht die erste Tochter mit der ich ins Bett gehen würde und ich
denke es ist egal. Ich mag zwar ihr Erzeuger sein, doch sehe ich
es so wie die Söhne des Lichts das ihre Mütter nicht ihre Mütter
sind sondern das Licht und hier muss ich eben mal so denken. Sie
wird vielleicht von mir gezeugt worden sein, rein körperlich,
doch ist sie die Göttin des Lichts und somit …..ach egal was
soll`s, wie auch immer, ich tue was getan werden muss und Ende.
Zudem ich Zeit genug habe mich an den Gedanken zu gewöhnen und
irgendwie macht es mich sogar stolz das Aurian mich dafür
ausgewählt hat. Sie hätte auch dich nehmen können.“ Lazarus
nickte. „Na ja mir fehlt einiges das du besitzt und langsam
kenne ich Aurians Gedankengänge, du stammst von den drei Alten
ab und hast noch mein Erbe in dir. Also so abwegig ist es nicht
das sie dir den Vorzug gab.“
Aber auch Lazarus würde aus allen
Wolken fallen. Aurian sorgte dafür das Syra und Ethan sich für
einige Tage um die moderne Welt kümmern mussten, was ihre
Anwesenheit dort erforderte. So lag Lazarus diese Nächte alleine
in dem großen Bett. Nun gab Aurian Athene noch den Impuls ein,
Lazarus scharf zu finden, diese nutzte die Abwesenheit der
anderen beiden und als Lazarus fest eingeschlafen war, kroch sie
zu ihm ins Bett. Lazarus im Glauben es sei Syra, ließ sich von
der Frau in seinem Bett verführen. Erst am Morgen sah er wer
dort bei ihm in seinen Armen lag, er bekam fast einen
Herzinfarkt als er es sah. Er schloss kurz seine Augen und
atmete noch mal tief ein. Er wusste was geschehen war und weckte
Athene, die ihn lächelnd ansah und sich in seine Arme kuschelte.
Er sah sie ernst an. „Sag mal bist du von allen guten Geistern
verlassen? Reichen dir die anderen nicht mehr, das du zu mir ins
Bett gekrochen kommst?“ Athene zwinkerte ihm frech zu. „Du bist
der beste und ich wollte wissen wie es mit dir ist.“ Er knurrte
leise. „Du kanntest meine Prinzipien und hast es ausgenutzt das
ich dachte du seist Syra.“ Athene nickte grinsend. „Ach komm reg
dich nicht auf. Es hat dir ebenso Spaß gemacht wie mir. Und sind
wir doch mal ehrlich du hättest doch merken müssen das ich
unmöglich Syra sein konnte. Ich habe mehr Oberweite als sie und
bin auch muskulöser. Wenn du mir also nun erzählen willst das
wäre dir nicht aufgefallen lügst du.“ Lazarus war stinksauer,
vor allem da er ihr recht geben musste. Es war ihm aufgefallen
und wenn er ehrlich zu sich selber war, hatte er nur deswegen
kein Licht angemacht, weil er es nicht genau wissen wollte wer
sich in seinen Armen befand. Er hatte die Nacht genossen, es
hatte ihm tatsächlich Spaß gemacht. Er knurrte noch mal leise,
zog sie aber dann doch in seine Arme, wie er es oft getan hatte
als sie noch ein Kind gewesen war. „Na ja was geschehen ist, ist
geschehen. Wie würde Ethan sagen, was soll`s. Nur tue das nie
wieder. Bitte respektiere meine Prinzipien, ich will nicht als
Verführer meiner Töchter da stehen.“ Athene sah ihn liebevoll
an. „Ist das der einzige Grund? Nun dann kannst du ja sagen das
ich dich verführt habe. Also ich fand die Nacht einfach absolut
scharf. Die anderen Frauen haben recht, du bist der beste.“ Nun
musste auch Lazarus lachen. „Und du bist eine freche Göre.“
Damit war die Sache erst mal erledigt, doch als Athene wenige
Tage später ankam und ihm sagte das sie schwanger sei, freute er
sich und fragte: „Wer ist der Vater? Cyric? Ikarus oder Ares?“
Athene schüttelte den Kopf. „Weder noch, sondern du.“ Da fiel er
wirklich aus allen Wolken, blass geworden sah er sie an. „Bitte
sag das das nicht wahr ist. Bitte sag mir nicht das ich eine
meiner Töchter geschwängert habe.“ Er war verzweifelt, dann kam
ihm ein Gedanke und er sah Athene an. „Darüber reden wir noch,
ich bin gleich wieder da.“ Vor Wut kochend betrat er die
Bernsteinhöhle und brüllte. „AURIAN...ich will sofort mit dir
reden!!“ Aurians Geist erschien auch sofort. „Ja was ist los?“
Er knurrte sie wütend an. „Hast du das zu verantworten? Bist du
es gewesen die dafür gesorgt hat das Athene von mir schwanger
wurde? Weil ich.... und ich gehe mal davon aus sie ebenso, haben
für Verhütung gesorgt, wenn sie also schwanger ist, kannst nur
du deine Finger dabei im Spiel haben.“ Aurian nickte. „Ja es
musste sein...da ich wusste das du niemals von dir aus tun
würdest was getan werden musste, musste ich zu diesen Mitteln
greifen.“ Lazarus kochte vor Wut, für ihn war es schon schlimm
genug gewesen seine Tochter morgens in seinen Armen zu finden,
sie aber nun auch noch geschwängert zu haben ließ seine Wut ins
Unermessliche hoch kochen. Er knurrte Aurian an. „DAS verzeihe
ich dir nie.“ Damit drehte er sich herum und stürmte wieder
hinaus. Als er wieder zurück war saß vor ihm eine ebenso wie er
verzweifelte Athene. „Das wollte ich nicht, ich habe doch
verhütet, wie konnte das passieren.“ Lazarus sah Athene an. „Es
ist nicht deine Schuld, hier hat eine höhere Macht eingegriffen.
Also gut, wir können es nicht ändern. Also werden wir das
zusammen durch stehen. Ich werde für dich da sein.“ Er zog
Athene aus dem Sessel in dem sie gesessen hatte und zog sie
liebevoll in seine Arme. „Ich weiß nicht wieso, doch Aurian
meinte es müsse sein.“ Athene drückte sich leise weinend an ihn.
„Das wollte ich nicht. Ich bin noch viel zu jung für ein Kind.“
Lazarus nickte und strich ihr sanft über das Haar. „Vielleicht
kann uns Apoll helfen und uns sagen was es mit dem Kind auf sich
hat, sofern er schon etwas spürt.“ Als Aurian, die ja nicht mehr
dazu gekommen war Lazarus alles zu erklären, sah das Lazarus
Apoll fragen wollte, gab sie Apoll das Wissen das er brauchte
und hoffte das er es Lazarus erklären würde. Als Apoll bei den
beiden erschien und hörte was Lazarus von ihm wollte nickte er
leicht. Er sah Lazarus an. „Bitte schick Athene hinaus, denn was
ich dir zu sagen habe, würde das Schicksal des Kindes ändern,
wenn Athene es wüsste.“ An Athene gerichtet. „Dir kann ich nur
soviel sagen, das Kind besitzt eine goldene Seele und wird
einmal etwas ganz besonderes werden, das muss dir erst mal
reichen.“ Athene nickte und verließ das Zimmer. Lazarus sah
Apoll abwartend an, dieser holte noch mal tief Luft. „Also es
wird der Tag kommen da du die Welt der lebenden Götter verlässt,
ebenso ist dir bekannt das die ungeborene Göttin des Lichts auch
Ethan als Gefährten haben wird. Dir wird klar sein das er nicht
sehr oft zu ihr gehen wird, nicht so oft wie es bei Aurian oder
Viola der Fall war. Wenn du also gehst wird er zurück bleiben
und zwar alleine, denn Syra wird wohl mit dir gehen. Sie liebt
dich mehr als Ethan. Was also soll aus Ethan werden, wenn er
alleine zurück bleibt?“ Lazarus nickte, darüber hatte er auch
schon nach gedacht, vor allem als er erfuhr, wer der Erzeuger
der neuen Göttin des Lichts war. „Du meinst also das Kind das
nun in Athene heran wächst wird diese Lücke füllen?“ Apoll
nickte. „Ja möglicherweise, denn sie ist ein Teil von dir und
von Aurian, wenn auch indirekt. So besteht die Möglichkeit das
Ethan an sie sein Herz verliert und sich nicht mehr gar so
einsam fühlen wird. Er war bei euch beiden immer der stärkere,
er hat dich immer aus dem tiefen Loch geholt wenn du jemanden
brauchtest, er gab dir mehr als du eventuell wirklich erfassen
kannst. Nun kannst du ihm etwas zurück geben.“ Lazarus nickte.
„Doch warum Athene, warum nicht irgendeine andere Frau, warum
sie?“ Apoll lächelte. „Weil sie in sehr starkem Rahmen dein Erbe
in sich trägt. Das Kind das sie nun bekommen wird, wird ihre
Neigungen ebenso wie deine haben, verstehst du? Es musste dafür
gesorgt werden das Ethan bekommen würde was er braucht. Und
dieses Mädchen kann es ihm geben. Denk daran, was hier geschehen
ist, ist für deinen besten Freund und Weggefährten. Er braucht
jemanden, wenn ihr beide geht. Ja Aurian hat über dich
entschieden, sie hat gehandelt wie es für sie üblich ist. Sie
hat getan was getan werden musste. War es nicht immer das was du
so an ihr geliebt hast?“ Lazarus seufzte und seine Wut
verrauchte, er konnte nur nicken. „Ja du hast recht.“ Apoll sah
ihn durchdringend an. „Du denkst recht Doppel moralisch.
Geschwisterliebe, ist absolut in Ordnung. Das ein Sohn ins Bett
seiner Mutter steigt, auch absolut in Ordnung. Aber wenn eine
Tochter das selbe tut, rastest du total aus. Wo ist da der
Unterschied? Nur weil man dir vorwerfen könnte du hättest deine
Tochter verführt? Hallo? Glaubst du wirklich das auch nur
irgendwer so etwas von dir denken könnte? Ist dir nie in den
Sinn gekommen das deine Töchter, wenn sie mal einige hundert
Jahre auf dem Buckel haben, dich ebenso attraktiv finden könnten
wie jeden anderen Mann? Und Athene.....Himmel sie war halt
scharf auf dich, wo ist da das Problem? Du hast sie nicht dazu
gezwungen noch sie verführt. Das hat Aurian auch nie bei ihren
Söhnen, wenn sie kamen, dann von sich aus und sie hat ihnen
gegeben was sie wollten......Aus die Maus. Und absolut niemand
hat sich darüber aufgeregt, also warum sollte es anders herum
anders sein? Deine Tochter wollte dich, du hast ihr gegeben was
sie wollte und gut, das dabei ein Kind heraus kam, was soll`s.
Wie viele Kinder hat Aurian von dir bekommen? Und hat da auch
nur irgendein Hahn nach gekräht? Neee....weil es egal ist. Also
denk mal darüber nach. Hilf Athene das Kind auf zu ziehen, sei
ihm ein guter Vater wie du es für Ikarus bist und alles ist in
Ordnung.“ Lazarus nickte, er musste Apoll in allem recht geben.
Irgendwie dachte er da wohl wirklich Doppel moralisch. Er sah
ihn an. „Danke ich glaube das musste mir mal einer sagen,
vielleicht werde ich wirklich langsam zu alt. Du hast Recht,
Ethan war tatsächlich immer für mich da, also wenn es das ist
was ich ihm zurück geben kann, so soll es so sein.“ Apoll
nickte, klopfte Lazarus noch mal auf die Schulter und verschwand
dann. Lazarus verließ sein Zimmer um mit Athene zu reden. Er
würde tun was er tun konnte um es Athene zu erleichtern. Aurian
hatte er schon längst verziehen, ihm wurde klar das sie wieder
mal nur getan hatte was nötig war. Als Ethan von dem ganzen
Dilemma erfuhr, tat er etwas für ihn typisches......er lachte
laut heraus. Er fand es saukomisch, das so etwas ausgerechnet
Lazarus passierte. Natürlich erzählte ihm Lazarus nichts über
die wahren Hintergründe die er von Apoll erfahren hatte, ebenso
wenig erfuhr auch Athene etwas davon. Allerdings machte sich
Ethan so seine eigenen Gedanken. So fragte er Syra eines Nachts
als er sie im Arm hielt: „Alles deutet darauf hin das Lazarus in
den nächsten zwanzig oder dreißig Jahren gehen wird, was ist mit
dir, wirst du mit ihm gehen?“ Syra sah ihn sanft und liebevoll
an, sachte liefen Tränen ihre Wangen herab und Ethan nickte
leicht. Er küsste sie liebevoll. „Du musst nichts sagen, ich
dachte es mir fast. Ich liebe dich, vergiss das nicht und was
dich glücklich macht, macht auch mich glücklich. Mir war immer
klar das du Lazarus lieber hattest als mich. Das wusste ich seit
dem ersten mal, als du ihm deine Jungfräulichkeit schenktest.
Ich werde dann über unserer aller Kinder wachen und sie hüten,
bis ich euch folgen werde. Denn sei mir nicht böse, aber ich
möchte noch nicht gehen. Ich möchte noch teilhaben an dem Leben
der neuen Göttin des Lichts, ich will sehen wie sie sich macht.
Es gibt noch so viel das ich sehen und tun möchte.....“ Er kam
nicht dazu weiter zu reden, denn Syra verschloss ihm den Mund
mit einem Kuss. Ethan nahm sich vor die nächsten Jahre mit
Lazarus und Syra noch zu genießen, er wusste irgendwann war es
vorbei und die beiden würden gehen. Was aus ihm werden würde,
war ihm im Grunde egal. Er liebte Lazarus ebenso wie Syra und
wenn es die beiden glücklich machte, würde er zurück treten. Er
hatte so viele Hoffnungen gehabt als er noch jung war. Aurian
wollte er für sich, doch musste er sie abgeben an Myrion der
ältere Rechte hatte, zudem Aurian ihn mehr liebte als sich
selbst oder sonst jemanden. Sein Platz an ihrer Seite in der
Ewigkeit hatte er ebenso an Myrion abgetreten. Allerdings musste
er sich eingestehen das er jetzt auch noch gar nicht mit ihr
hätte gehen wollen. Und nun Syra und Lazarus, alle die er
wirklich liebte oder geliebt hatte, würden gehen und er blieb
zurück. Er seufzte leise und sah auf Syra die in seinen Armen
eingeschlafen war, dann blickte er zu Lazarus der neben Syra lag
und sich an sie drückte. Er lächelte und flüsterte leise. „Ich
liebe euch und vielleicht kann ich die neue Göttin des Lichts
auch lieben, wer weiß. Ich werde euch vermissen, doch dich am
meisten mein alter Freund.“ Er seufzte noch mal und schloss dann
auch die Augen, eine einzelne Träne rann seine Wangen herab.
  
Kapitel 17: Statuen um einen
Thron

Die Zeit verging, Lazarus
übernahm soweit es ihm möglich war nun gänzlich Violas
Pflichten. Ikarus wurde von Ethan darüber aufgeklärt was
geschehen würde und das er sich von Viola sexuell fern halten
sollte, ebenso wie er und Lazarus es taten. Ethan sah die
Verzweiflung die in Ikarus aufstieg, als ihm klar wurde, das er
niemals wieder Violas Bett teilen würde. Er versuchte dem Jungen
Halt und Stütze zu sein. Vor allem wusste Ethan ja noch nicht
mit wem er später den Platz an der Seite der Göttin des Lichts
teilen würde. Ihm war nur eines klar, mit Viola würde auch Lyam
weg fallen, er konnte sich nicht vorstellen, das der sich der
zukünftigen Göttin des Lichts nähern würde. Ebenso wie Lazarus
kannte Ethan inzwischen Aurians Gedankengänge und sah sich nach
potenziellen Kandidaten um. Das einer davon Ikarus sein würde
wusste er, denn schließlich sollte der Lazarus Platz einnehmen.
Dann fiel sein Blick auf Ares, der nach wie vor Ikarus bester
Freund und Vertrauter war, er nickte als er sich dachte das er
eventuell auserwählt worden war. Die Frage war nur ob sich auch
die zukünftige Göttin des Lichts für ihn interessierte. Das
blieb ab zu warten. Während ihrer Schwangerschaft kümmerte er
sich ebenso gut um Viola wie Lyam. Viola strahlte von innen, ob
nun als Freude über das Kind oder über die Aussicht das sie bald
ihren Platz verlassen konnte, war nicht ersichtlich. Er spürte
aber die nachlassende Ausstrahlung bei Viola, sie hatte eher
etwas mütterliches bekommen als eine erotische und als das Kind
geboren wurde, verschwand sie ganz. Ethan und auch Lazarus
spürten deutlich das Viola das Licht verloren hatte, sie hatte
zwar noch einen kleinen Rest, schließlich war sie mal die Göttin
des Lichts gewesen, aber viel war es nicht. Das kleine Mädchen
das nun in ihren Armen lag, sah bereits jetzt sehr wach in der
Gegend herum und man verliebte sich schon in sie. Selbst Ikarus
als er das kleine Mädchen das erste mal sah, grinste leicht.
„Die ist aber süß.“ Er knuffelte sie und trug sie oft auf seinen
Armen herum, selbst Ares der Ikarus meistens begleitete war ganz
hin und weg von dem Baby. Viola hatte lange überlegt wie sie das
kleine Mädchen nennen sollte und so bekam sie den Namen Andora.
Auch Athene war kurz darauf soweit und als dieses kleine Mädchen
geboren wurde, strahlte Lazarus doch. Er war stolz auf seine
beiden Mädchen. Er überließ es Athene dem Kind einen Namen zu
geben und so nannte sie es Rhianna. Cyric hatte in der Zeit da
Rhianna in Athene heran wuchs zeigen können, wie sehr er Athene
liebte, er hatte die ganzen Monate liebevoll mit ihr
durchgestanden, obwohl er Lazarus immer mal vorwurfsvoll
angesehen hatte. Doch als er nun das kleine Mädchen in den Armen
hielt strahlte er ebenso, obwohl er wusste das er nicht ihr
Erzeuger war. Er liebte das kleine Ding jetzt schon. Aber zwei
andere die ebenfalls über ihren Nachwuchs strahlten sollten
nicht vergessen werden. Aurana und Angel hatten Zwillinge
bekommen wie man es ihnen einst vorausgesagt hatte. Einen hellen
und einen dunklen Engel. Während es bei den beiden so war das
die Eltern, der Mann der helle Engel war so war es bei den
Kindern umgekehrt. Das Mädchen würde der helle sein und der
Junge der dunkle. Damok war vor stolz aus dem Häuschen das er
nun auch Enkelkinder hatte. Erebos sah in dem Jungen jetzt schon
einen möglichen Verbündeten, wenn er mal alt genug sein würde.
Das Mädchen nannten sie Fleur und den Jungen, da man jetzt
bereits eine dunkle Ausstrahlung bei ihm wahr nehmen konnte
Ryan.
Die Zeit verging und die Kinder
wuchsen heran, schon bald sah man sie auf ihren kleinen Beinchen
am See herum laufen. Angel und Aurana wollten nicht das ihre
Kinder alleine aufwuchsen so kamen sie ebenso oft zum See, wie
es auch die früheren Eltern alle schon getan hatten. Wie einst
Dion und Leander, saßen nun Ikarus und Ares oft mit am See und
passten auf die Kinder auf. Sie liebten die kleine Andora sehr.
Sie hatte die dunklen Augen ihrer Mutter und das schwarze Haar
ihres Vaters bekommen. Selbst jetzt bereits als Kleinkind, hatte
sie einen wachen Blick und es schien als bekäme sie alles mit
was um sie herum geschah. Sie hatte Temperament und wenn etwas
nicht so geschah wie sie es wollte stampfte sie mit den kurzen
dicken Beinchen auf dem Boden auf und sah jeden wütend an.
Während Ikarus und Ares direkt am See auf der Wiese saßen und
die Kinder hüteten, saßen die anderen in der Nähe am Tisch und
sahen dem zu. Ikarus sah Ares an. „Na habe ich es dir nicht
gesagt? Sieh mal drei Mädchen und wer weiß vielleicht ist eine
davon etwas für uns, was meinst du?“ Ares lachte. „Findest du
sie nicht noch ein wenig zu jung um das jetzt schon zu sagen?
Außerdem sagtest du nicht immer du liebst nur eine Frau?“ Ikarus
wurde ernst und sah zu Viola die mit den anderen am Tisch saß.
Er nickte leicht. „Sieh sie dir doch an, da ist nichts mehr was
mich interessieren könnte, sie war früher wirklich heiß gewesen,
doch jetzt hat sie eher etwas mütterliches an sich. Ich will ein
Vollweib im Bett. Nein ich sehe sie nun mehr als Mutter denn als
Frau. Ich liebe sie immer noch, aber nicht mehr wie früher, da
wollte ich sie und war absolut scharf auf sie, doch jetzt, nein
sie ist meine Mutter und Ende. Und wenn du mal genauer
aufgepasst hättest wäre dir aufgefallen das auch dein Vater oder
auch meine kein Interesse mehr an ihr haben. Selbst Ethan will
sie nicht mehr. Der einzige der um sie besorgt ist, ist Lyam. Er
liebt sie wie sie ist und er ist glücklich mit ihr.“ Andora kam
auf ihren kurzen Beinchen angelaufen und ließ sich plumpsend auf
Ikarus Schoß nieder. Er lachte und legte seine Arme um sie, um
sie liebevoll an sich zu drücken. Er sah auf sie herab und
nickte. „Vielleicht ist sie es die für mich bestimmt ist, warten
wir mal ab. Eins ist jedenfalls sicher, ich liebe sie jetzt
schon.“ Ares sah ebenfalls auf Andora herab, die ihn frech ansah
und sich an Ikarus drückte, er nickte. „Ja das kann ich
verstehen und so merkwürdig es klingt, ich liebe sie auch.“
Als die Kinder älter wurden
unterrichtete Viola sie, sie hatte zwar alles aufgeben müssen,
aber das Wissen war ihr geblieben und das gab sie nun an die
Kinder weiter. So geschah es das Alandra zu Lazarus kam der in
der Nähe von Viola und den Kindern saß, um ihn zu fragen wie es
nun mit der modernen Welt aussehe. Die hundert Jahre waren fast
herum, die Aurian einst als Strafe für sie angesetzt hatte.
Lazarus wollte gerade antworten als Andora zu ihnen sah. „Es
reicht, gib ihnen nun Frieden. Sie haben genug gelitten und die
Strafe ist abgebüßt.“ Alandra sah erstaunt zu Andora, die sich
bereits wieder dem Unterricht widmete und dann Lazarus an. Er
lachte und zuckte mit der Schulter. „Du hast sie gehört. Also
tue was sie sagt.“ Alandra lächelte und nickte. Als sie später
zu Hause mit Leander sprach, lächelte sie immer noch. „Es ist
schon merkwürdig sich von einem Kind etwas sagen zu lassen, doch
irgendwie hat man das Gefühl sie weiß genau was sie will.“
Leander grinste. „Wusste sie das nicht schon als Kleinkind? Ich
erinnere mich das sie ganz schön rabiat werden konnte wenn es
nicht nach ihrer Nase ging. Allerdings muss ich zugeben das sie
sich auch im Kampfunterricht sehr heraus stellt. Sie jammert
nicht, sie meckert nicht, sondern macht jede Übung die man ihr
sagt und zeigt, ohne murren. Ethan und ich haben sie getestet,
wir sind mit ihr Kreuz und quer über die Insel gelaufen, wie
früher auch mit den anderen Kindern. Sie läuft ohne zu murren.
Iron sagte sogar das sie selbst jetzt schon besser wäre als
Ryan. Sie scheint alles sofort zu begreifen, macht jede Bewegung
ohne Fehler nach und er sagt sie habe starkes Potenzial.
Allerdings weiß sie genau was sie will. Sie
ist.......unglaublich und das bei gerade mal sechs Jahren.“
Ethan unterzog sie noch einem speziellen Unterricht so brachte
er ihr Disziplin bei. Als Leander sie mal dort stocksteif stehen
sah, blickte er Ethan an. „Das kommt mir bekannt vor. Willst du
sie wirklich da stehen lassen bis sie sich in die Hose pinkelt?“
Ethan nickte. „Genau das habe ich vor. Wir wollen ja eine
disziplinierte Göttin des Lichts und keine verwöhnte Göre oder
sehe ich das falsch? Also soll sie Disziplin lernen.“ Nur hatte
Ethan die Rechnung ohne Andora gemacht, sie grinste als er ihr
befahl dort stehen zu bleiben. Sie blieb stehen, doch als Ethan
und Leander nach einigen Stunden wieder kamen, stand sie zwar
immer noch da und hatte sich keinen Millimeter bewegt, doch ihre
Hose war trocken. Ethan sah sie erstaunt an, sie grinste frech
und sah zu ihm empor. „Das war wohl nichts, du vergisst wohl
welche Fähigkeiten ich habe. Ich muss nicht meine Hose
beschmutzen, sondern habe andere Mittel und Wege um das zu
verhindern, ohne mich weg zu bewegen.“ Leander der nun Ethans
erstauntes Gesicht sah, lachte schallend. Er klopfte Ethan auf
die Schulter. „Also Disziplin hat sie, zweifellos, aber auch
Köpfchen. Sie hat dich aus getrickst alter Junge.“ Ethan der nun
auf Andora herab sah, schüttelte nur leicht den Kopf und lachte
dann ebenso. „Bewegen Rekrut. Das hast du gut gemacht, du hast
meinem Befehl gefolgt ohne dich selber auf zu geben. Das ist
wirklich gut. Und das du mich aus getrickst hast, verzeihe ich
dir.“ Andora grinste frech, legte ihre Arme um Ethan und drückte
sich an ihn. „Du musst solche Übungen nicht mit mir machen um
mir Disziplin bei zu bringen. Ich weiß was ich wissen muss und
eine verwöhnte Göre werde ich sicherlich nicht. Ich weiß was von
mir erwartet wird.“ Er legte liebevoll seine Arme um sie und sah
zu ihr herunter. „Weißt du das wirklich?“ Sie nickte. „Ja, doch
um allen meinen Pflichten oder dem was von mir erwartet wird
nach zu kommen bin ich noch zu jung.“ Ethan seufzte, griff unter
ihre Arme und hob sie zu sich empor, sie auf seinen Arm nehmend.
Er sah sie sanft an. „Lass dir Zeit. Übereile nichts.“ Sie legte
ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn auf die Wange. „Das
werde ich, mach dir um mich keine Sorgen. Gut zehn Jahre werdet
ihr eh noch warten müssen.“ :dabei zwinkerte sie auch Leander
leicht zu. Der sich daraufhin verschluckte und hustete. Ethan
küsste sie kurz, drückte sie noch mal an sich und ließ sie dann
herunter. Als sie nach Hause lief sahen die beiden Männer ihr
nach und Leander meinte trocken: „Holla die Waldfee, sie ist mal
gerade erst sechs und beginnt jetzt schon zu kokettieren. Wenn
sie mal in die Pubertät kommt wird sie schwerer zu hüten sein
als ein Sack Flöhe.“ Ethan nickte seufzend. „Wir wissen beide
das wir sie nicht hüten dürfen, sie wird bestimmen wann es bei
ihr soweit ist. Sie ist jetzt schon reifer und weiser, als die
Anzahl der Jahre die sie hinter sich hat.“ Er sah Leander an.
„Oder wärst du damals auf die Idee gekommen deine göttlichen
Fähigkeiten zu nutzen?“ Leander schüttelte den Kopf. „Nein ich
bin stur deinem Befehl gefolgt.“ Ethan nickte. „Eben, sie aber
nicht, sie ist meinem Befehl stehen zu bleiben bis ich wieder
komme gefolgt, hat aber für sich eine Lösung gefunden ohne
meinen Befehl zu missachten und das macht eine Göttin des Lichts
aus. Sie kommt sehr auf Aurian heraus. Hier wächst eine würdige
Nachfolgerin heran. Ich hoffe nur das sie nicht vergisst ihre
Kindheit zu genießen.“
In der nächsten Zeit sah man
immer mal das sie Entscheidungen traf und als Lazarus sah das
sie das sehr wohl durchdacht tat, schickte er die Götter die
eine Entscheidung brauchten zu ihr. Irgendwann bürgerte es sich
ein das die Götter sofort zu ihr gingen, niemand zweifelte ihre
Entscheidungen an, obwohl sie noch so jung war. Man respektierte
sie jetzt schon als Göttin des Lichts und Viola war sehr stolz
auf ihre Tochter. Sie sah aber auch wo nun ihre Mängel gelegen
hatten. Während Andora eine Entscheidung traf die selbst
manchmal über Tod und Leben entschied und das ohne zu zögern,
hätte Viola jedes mal erst eine weile darüber nach gedacht und
gezögert. Es war als wüsste Andora schon die Lösung bevor man
mit dem Problem an sie heran trat. Andora und Rhianna hatten
sich sehr angefreundet, sie erzählten sich ihre Geheimnisse und
teilten auch sonst alles miteinander. Rhianna profitierte von
dieser Freundschaft sehr, denn Andora teilte auch geheimes
Wissen mit ihr und brachte ihr bei zu gegebener Zeit zu
schweigen. Ikarus bekam es einmal mit als er die beiden
belauschte. Andora sah Rhianna an, während die beiden am See
saßen. „Weißt du man muss nicht alles sagen was man weiß,
manchmal ist es besser zu schweigen und Dinge für sich zu
behalten. Ich weiß mehr als die Großen vermuten, doch tue ich
oft dämlich und lass es mir erklären, die Großen brauchen das.
Sie denken ich sei noch ein Kind das unwissend ist. Doch sehe
ich mehr als sie glauben.“ Rhianna nickte verstehend. „Hast du
auch Geheimnisse vor mir?“ Andora kicherte. „Natürlich, du musst
auch nicht alles wissen. Ich habe dich aber trotzdem lieb.“
Dabei legte sie ihrer Freundin einen Arm um die Schulter. So
erfuhr Ikarus auch, das Andora nicht nur das Wissen ihrer Mutter
bekam, sondern das sie auch ebenso oft in der Bernsteinhöhle
war, wo sie von Aurian direkt unterrichtet wurde. Aurian brachte
ihr die Dinge bei, die Viola nicht aussprach und lernte so auch
von Aurian das man niemals zögern sollte wenn man ein Problem
erkannt hatte, sowie das der erste Gedanke meistens der richtige
war. Ikarus war ihr mal gefolgt als sie sich wieder davon
schlich und bekam so mit was Aurian der Kleinen beibrachte. Er
sah wie Andora neben dem Kristallsarg saß und Aurians Geist vor
ihr stand. „Folge immer deinem Herzen, lass dir nicht einreden
etwas sei falsch. Es gibt nichts falsches. Du wirst immer wissen
ob etwas richtig ist und dann folge dem. Doch sei niemals
überheblich, lasse die anderen niemals fühlen, das du mehr weißt
als sie glauben. Sie müssen dir blind vertrauen können, das ist
wichtig. Versuche sie zu lieben, jeden einzelnen, auch die
dunklen Götter, selbst wenn sie oft Dinge tun die dir
missfallen. Du bist ein helles Licht im Universum, beide werden
gebraucht, hell als auch dunkel, damit das Universum nicht
stagniert. Würde es nur das Licht geben, würde irgendwann ein
Stillstand eintreten, deswegen ist das Chaos ebenso nötig wie
auch die Ordnung.“ Andora lauschte Aurian aufmerksam. „Was ist
mit der körperlichen Seite? Du weißt schon das was Mann und Frau
mit einander tun.“ Aurian lächelte. „Dafür mein Kind bist du
noch zu jung. Zumindest äußerlich. Vergiss nicht, sie sehen in
dir ein Kind und es würde sie sehr verwundern wenn du jetzt
schon beginnen würdest. Mal abgesehen davon genieße es ein Kind
zu sein, diese Zeit ist nur kurz und wird schnell vergehen. Du
wirst viele tausend Jahre Entscheidungen treffen müssen die
ganze Welten und Galaxien umfassen, du wirst dir die Männer
aussuchen die dir gefallen und auch das über viele Jahre hinweg,
also lass dir Zeit, genieße deine Kindheit. Wenn du mal in die
pubertäre Phase eintrittst hast du Zeit zum experimentieren.“
Andora nickte. „Sag mir Großmutter, mit wem darf ich das dann
tun und mit wem nicht.“ Aurian lachte. „Das lässt dir keine
Ruhe, oder? Na gut, also du darfst es mit jedem tun der dir
gefällt. Hast du dir schon welche ausgeguckt?“ Andora nickte
heftig. „Ich weiß das ich noch zu jung bin, ich werde bald
sieben, doch ja....es gibt jetzt schon einige die mir gefallen
würden.“ Jetzt wurde auch Ikarus hellhörig, er hoffte nur das
Aurian nicht mit bekam das er in der dunklen Ecke stand und mit
hörte. Andora grinste leicht. „Sie sind aber so viel älter als
ich, ist das schlimm?“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein, das
Alter ist unwichtig, solange du es willst ist es egal wie alt er
ist. Na wer ist es?“ Aurian wollte Andora nicht beeinflussen sie
sollte selber entscheiden. Andora sah Aurian an und kicherte
leise. „Na ja Ikarus, Ares und Leander. Wobei mir auch mein
Vater gefällt....aber das darf ich wohl nicht sagen.“ Aurian
nickte. „Also Kleines, eigentlich sollte ich mit dir darüber
noch nicht reden sondern dir noch Zeit lassen. Aber mir scheint
du bist wirklich weit aus reifer als ich dachte. Nun gut, du
darfst dir jeden nehmen......ohne Ausnahme. Auch Ethan. Wenn du
gleich gehst folge dem Weg mal hier in den Thronsaal und sieh
ihn dir an, der Thron ist für dich bestimmt, früher nahm ich ihn
ein. Zu meiner Zeit standen, hinter dem Thron, Myrion mein Mann
und rechts und links daneben Ethan und Lazarus. Das Universum
hat die magische Zahl drei, das heißt du wirst dir drei ständige
Gefährten suchen müssen, mit denen du dann auch das tust was
Mann und Frau mit einander tun. Bei deiner Mutter waren es Lyam
und ebenso Ethan und Lazarus. Wer es bei dir sein wird,
bestimmst du und sonst keiner. Ich gehe mal fest davon aus das
du genau die richtige Wahl treffen wirst. Doch Kind darüber
sollten wir erst in einigen Jahren sprechen. Denn ich muss
gestehen, es ist selbst für mich merkwürdig, über so etwas mit
einem Kind zu reden, obwohl ich weiß das du weit aus reifer
bist.“ Andora nickte, sie verstand das Problem. So nahm der
Unterricht wieder allgemeine Formen an. Ikarus wurde
nachdenklich, das mit der magischen Zahl hatte er nicht gewusst,
das hatte ihm weder Viola noch sonst wer bei gebracht. Er nahm
sich vor Andora noch öfter zu folgen, denn was Aurian erzählte
war sehr interessant auch für ihn. Aurian hatte genau gewusst
das er dort stand. Als Andora ging und er ihr folgen wollte
hörte er: „Ikarus warte.“ Er erschrak und drehte sich zu ihr um.
„Du wusstest das ich hier stand?“ Aurian lachte. „Junge ich
erfasse das gesamte Universum, ja glaubst du wirklich man kann
sich vor mir verstecken? Natürlich wusste ich das du dort
standest. Du hast gehört was die Kleine gesagt hat. Wie ist es
für dich eventuell einer ihrer Auserwählten zu sein?“ Er trat
sachte näher und sah Aurian an. „Nun, ich fühle mich geehrt, sie
ist süß, das war sie schon als Baby und ich gehe mal davon aus
das sie eine Schönheit wird wenn sie mal erwachsen geworden ist.
Auch meine Mutter ist wunderschön, also wieso sollte es da ihre
Tochter nicht auch sein.“ Aurian nickte. „Wie ist es für dich,
sie ist weit aus jünger als du. Du kanntest sie schon als Baby.“
Ikarus zuckte leicht mit der Schulter. „Darf ich offen reden?“
Aurian nickte. „Mir ist es egal wie alt jemand ist. Wie du eben
schon sagtest das Alter ist unwichtig. Wenn ich sie scharf finde
und sie mich anmacht, nehme ich sie mir. Damit habe ich kein
Problem. Natürlich noch nicht jetzt, sie ist noch ein Kind,“
Aurian schmunzelte und nickte. „Sag mir, hättest du ein Problem
damit ihr erster zu sein, wenn ihre Libido erwacht? Sie wäre
dann allerdings immer noch ein Teenager und noch nicht
erwachsen.“ Er sah zur Türe, wo Andora verschwunden war und
blickte dann Aurian wieder an. Er schüttelte mit dem Kopf.
„Nein, damit hätte ich kein Problem, lieber ich als das
irgendwer ihr Mist beibringt. Das erste Mal sollte für sie so
schön wie möglich sein und ich würde dafür sorgen das es schön
für sie ist und ihr Hunger auf mehr macht.“ Er grinste frech.
Aurian nickte lächelnd. „In Ordnung.......ach und noch was. Du
und Ares ihr könnt gerne an dem Unterricht teilnehmen,
allerdings solltet ihr euch im Dunklen halten, ich will nicht
das Andora gehemmt wird, weil sie weiß das noch jemand zuhört.“
Sie nannte ihm noch die Zeiten zu denen Andora zu ihr kam und
Ikarus nickte freudig. Als er gehen wollte fiel ihm noch etwas
ein. Er drehte sich noch mal zu ihr um. „Du sagst du erfasst das
gesamte Universum, wo steckt dieser Sephirot? Wir haben ihn
überall gesucht aber nicht gefunden. Wenn man sich vor dir nicht
verstecken kann, dann er auch nicht.“ Aurian lachte. „Du hast
recht, ich weiß wo er ist, doch werde ich es dir nicht sagen,
zur Zeit haben wir andere Probleme, als ihn. Er hat seinen Platz
und füllt ihn ebenso aus wie du deinen. Die Zeit das ihr euch
wieder gegenüber steht wird kommen. Doch nicht jetzt.“ Ikarus
nickte. „Ich will nur nicht das er Dummheiten macht. Aber ich
werde warten.“ Als er noch etwas sagen wollte war Aurian
verschwunden. So verließ er nachdenklich geworden die
Bernsteinhöhle und sah sich ebenfalls im Thronsaal um. Der Thron
stand da und der Platz hinter dem Thron wurde von einer Statue
ohne Gesicht und Statur eingenommen. Rechts und Links neben dem
Thron standen immer noch die Statuen von Lazarus und Ethan. Er
trat auf die Statue von Lazarus zu und strich sanft darüber. „So
wie es aussieht werde ich wohl diesen Platz nach wie vor
einnehmen. Ich werde dir Ehre machen Vater.“ Er sah zu der
gesichtslosen Statue hinter dem Thron und grinste frech. „Ich
hätte aber auch nichts gegen den Platz ein zu wenden.“
Anschließend drehte er sich herum und verließ den Palast. Aurian
hatte ihn beobachtet und lächelte leicht. Das lief ja mal gut an
und Jasmins Einschätzung von Ikarus war recht zutreffend. Der
Junge hatte wirklich weder Hemmungen noch Skrupel.
  
Kapitel 18: Göttin des Lichts

Die Zeit
schritt voran. Die Kinder kamen ins vierzehnte Lebensjahr und
man merkte das Ryan doch schon recht frühreif war. Denn er
versuchte mit seinen vierzehn Jahren bereits den Mädchen unter
den Rock zu sehen. Viola regte sich darüber kolossal auf, was
Lazarus ein leichtes Kopfschütteln entlockte. Andora hatte dafür
eine recht kaltschnäuzige Lösung. Als sie es wieder mal bemerkte
sah sie Ryan an. „Du bist neugierig wie wir darunter aussehen?
Nun dem kann abgeholfen werden.“ Ohne sich groß zu zieren und
rot zu werden zog sie sich aus und stand auf einmal nackt vor
Ryan, der nun glühend rot wurde. Leander, Ethan und Lazarus die
an einem der Tische im Garten saßen, konnten sich das lachen
kaum verkneifen. Leander presste vor unterdrücktem lachen
heraus: „Sie ist jedenfalls recht direkt und kennt keine
Hemmungen, seht euch mal Ryan an. Erst versucht er ihr unter den
Rock zu sehen und nun wo sie ihm alles zeigt, wird er knall
rot.“ Viola kam herbei und als sie sah was ihre Tochter tat
wollte sie gerade dazwischen gehen, doch da sprang Ethan auf und
hielt sie am Arm fest. „Nein, du weißt das wir sie lassen
sollen. Erziehen ja, aber nicht dazu das sie prüde wird. Sie
sieht es als recht normal an, also lass es so. Die anderen
Mädchen schämen sich, sie nicht und das ist gut so.“ Er sah
Viola hart an. „Du hast dich sehr verändert, du bist von einer
erotischen Frau zu einem Muttertier mutiert. Sei froh das Lyam
dich so liebt wie du bist, mir ist es egal und es stört mich
nicht, doch lass die Kleine damit in Ruhe. Sie weiß was sie
tut.“ Sie sah zu Ethan auf. „Bist du sauer auf mich?“ Ethan
seufzte. „Nein nur ich will nicht das du Viola mit deiner
inzwischen prüden und verklemmten Art versaust. Sie sieht die
Sexualität als recht normal an und das sollte so bleiben.
Erinnere dich wie viele Probleme du hattest, willst du ihr die
auch ein impfen?“ Viola seufzte. „Du hast recht, ich sollte
offener damit umgehen. Ihr zuliebe.“ Leander und Lazarus sahen
Viola und Ethan an. Lazarus seufzte leise. „Ethan sei nicht so
streng zu ihr. Sie tut was sie kann.“ Ethan nickte und ließ
Viola los. „Du hattest mal soviel Potenzial.“ Man merkte Ethan
an das es ihm weh tat, das Viola die er mal so scharf fand, sich
so verändert hatte. Andora hatte sich derweil wieder angezogen
und sah Ryan an. „Na ist deine Neugierde nun gestillt?“ Ryan
nickte nur schüchtern, damit hatte er nicht gerechnet. Andora
war gerade am Anfang ihrer Pubertät, ihre kleinen Brüste
begannen gerade erst sich zu entwickeln, doch sie hatte keine
Probleme damit sich nackt zu zeigen, während die anderen beiden
Mädchen sich in den Erdboden schämten. Vor allem als sie nun
sahen was Andora getan hatte, beide waren glühend rot geworden.
Rhianna ebenso wie Fleur. Was die Erwachsenen nicht wussten war
das Aurian die Kleine die ganzen Jahre auf ihre eigene Art
unterrichtet hatte. Die einzigen die es wussten waren Ares und
Ikarus, doch die schwiegen, denn Aurians Lehrstunden hatten
ihnen ebenso viel Wissen gebracht. Teilweise Dinge die sie von
Viola niemals gelernt hatten. Auch heute stand wieder eine
Stunde auf dem Plan. Die beiden jungen Männer waren immer vor
Andora da und setzten sich in eine der Nischen ins Dunkel. Als
Andora erschien tauchte auch kurz darauf Aurians Geist auf. Das
Mädchen zog sich immer einen Stuhl neben Aurians Kristallsarg
und lauschte ihren Worten. „So mein Kind, du hast eigentlich
deine Ausbildung bei mir beendet, du weißt nun alles was du
wissen musst. Mehr kann ich dir nicht beibringen, doch wenn du
Fragen hast, kannst du jeder Zeit kommen und mich fragen.“
Andora grinste. „Nicht ganz Großmutter, nun bin ich alt genug
und möchte nun mehr über das Zwischenmenschliche erfahren. Du
hast mir alles über das Universum beigebracht, ebenso was es mit
der Zeit und dem Tod oder dem Schicksal auf sich hat, wie auch
alles andere. Ich weiß nun genau wie es mit dem Krieg aussieht
und dergleichen mehr. Aber dieses Thema hast du immer
vermieden.“ Andora verschränkte die Arme vor ihrer Brust und sah
Aurian abwartend an. Aurian lachte leise und nickte. „Ist deine
Mutter noch prüder geworden? Das sie es dir nicht erklären
kann?“ Andora seufzte und nickte. „Seit sie das Licht verlassen
hat und wie du weißt war das bei meiner Geburt, hat sie sich,
wenn ich den Männern glauben darf mit denen sie mal was hatte,
sehr verändert. Sie ist Lyam absolut treu und weigert sich mir
auch nur irgendwas zu erklären, wenigstens was das angeht.
Lazarus und Ethan haben mir einiges erklärt, hier und da auch
mal Ikarus wenn ich ihn gefragt habe. Aber das ist nicht das
selbe, als wenn es einem eine Frau erklärt und zudem Großmutter
du bist eine Legende. Man schwärmt heute noch in den höchsten
Tönen von dir, sie sagen alle du warst die beste. Also lass dich
nicht bitten, von Leander weiß ich das du keine Hemmungen
kanntest.“ Aurian schmunzelte. „Hat dir Leander das erzählt?“
Andora lachte. „Natürlich nicht, aber ich höre und sehe vieles
was eigentlich nicht für meine Ohren oder Augen bestimmt ist.
Wenn ich meine Augen schließe und mich konzentriere, höre und
sehe ich alles, auf jeder Welt zu jeder Zeit, sei es
Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft. Ich sehe die Schicksale
der Menschen ebenso wie ihren Tod voraus. Ich weiß das es die
belange der anderen Götter sind, daher mische ich mich nicht
ein, das heißt aber nicht das ich es nicht könnte. Wie sagtest
du mir mal, nur weil man etwas tun kann heißt es nicht das man
es auch tun muss. Mir ist klar das ich delegieren muss das ich
die anderen Götter fragen soll, damit sie sich nicht nutzlos
vorkommen.“ Nun lachte Aurian schallend. „Kleines weißt du dann
eh nicht schon was du von mir wissen willst? Verkaufe mich nicht
für dumm, wenn du das alles siehst, bin ich davon überzeugt das
du schon weit in die Vergangenheit geschaut hast und alles von
mir gelernt hast, was du nun von mir wissen willst.“ Andora
lachte mit und nickte. „Du hast recht, dich kann ich nicht so
hinters Licht führen wie Ethan. Ja, meine Neugierde war stärker,
also habe ich tatsächlich in die Vergangenheit geschaut, keine
Sorge ich war nicht dort.....obwohl ich das auch gekonnt hätte,
aber das tat ich nicht. Es reichte es auch so zu sehen und von
dir zu lernen.“ Aurian nickte lächelnd. „Kind ich bin verdammt
stolz auf dich. Du wirst mir Ehre machen und ich denke du wirst
vielleicht sogar mal besser als ich.“ Andora nickte leicht.
Aurian sah sie genau an. „Was ist los? Irgendwas bedrückt dich
doch, nur heraus damit was ist es?“ Andora seufzte. „Ich liebe
meine Mutter wirklich, doch sie ist wie ein Klotz am Bein, egal
was ich tue oder sage, ihr Blick sagt alles. Ich finde es ist an
der Zeit das sie in ihr kleines Haus zieht und nur noch für Lyam
da ist und eventuell für die Kinder die sie mal noch von ihm
bekommen wird. Sie versteht mich nicht und versucht mich zurück
zu halten. Ich habe die Schnauze voll das Kind zu
spielen.....!!“ Damit stand sie von dem Stuhl auf und wuchs bis
sie ihre endgültige Größe hatte, ihr Körper entwickelte sich in
Sekundenschnelle und bevor Aurian sich versah stand vor ihr eine
junge Frau, etwa im Alter von achtzehn Jahren. „Das bin
ich...das will ich sein, ich bin es leid das man mich süß
findet, das man mir verweigert zu sein was ich bin. DAS bin ich,
ich bin nicht wie die anderen Kinder, wie Rhianna, Fleur oder
auch Ryan. Ich bin weit aus älter als sie.“ Aurian nickte, sie
bedauerte das sie das junge Mädchen nicht in den Arm nehmen
konnte. Dann sah sie auf ihren Kristallsarg. „Nicht erschrecken
über das was du nun siehst.“ Der Glaskasten um Aurians Körper
fuhr nach unten und der Geist ging in den Körper. Dann setze
sich Aurian auf und stieg von ihrem Sockel herab. Sie trat auf
Andora zu und legte sanft ihre Arme um die nun junge Frau.
Andora legte ihren Kopf an Aurians Schulter und weinte. „Warum
sehen sie es nicht?“ Ikarus und Ares sahen sich erstaunt an,
weniger darüber das Aurian auf einmal leibhaftig dort stand,
sondern mehr über Andoras Entwicklung. Andora weinte sich aus,
dann hob sie den Kopf. „Und ihr beide kommt endlich aus der Ecke
heraus ich weiß seit Jahren das ihr dort sitzt und zuhört.“
Ikarus nickte leicht und erhob sich, er trat mit Ares aus der
Nische heraus. „Es tut uns leid, das wir es heimlich taten, doch
wir hatten die Erlaubnis von Aurian und das Wissen das sie dir
vermittelt hatte, gab uns auch tiefere Einblicke.“ Ikarus sah
sie schuldbewusst an. Andora nickte. Aurian löste sich von ihr
und schob sie sachte in Ikarus Arme der sie nun sanft umfing und
an sich drückte. Die beiden jungen Männer sahen aus wie zwanzig,
so war äußerlich kein großer Altersunterschied zu sehen. Aurian
lächelte leicht. „Liebes bleib wie du bist, das regle ich
diesmal.“ Aurian schloss sachte ihre Augen, dann erschien ihr
Antlitz über der Welt der Götter. „Hört mir zu,“ :erklang es.
„....das Universum hat eine neue Göttin des Lichts. Wenn ihr
glaubt das sie noch ein Kind ist, so habt ihr euch geirrt. Sie
ist noch jung ja, aber ich sage euch sie hat soeben das
achtzehnte Jahr vollendet, auch wenn ihr rein rechnerisch noch
davon vier fehlen. Sie ist geistig viel weiter als ihr glaubt
und so wurde ihr Körper ihrem Geist angepasst und nicht mehr den
Jahren die sie zählt. Hiermit bestimme ich, das Viola mit ihrem
Mann in das kleine Haus ziehen soll das sie sich immer gewünscht
hat. Andora wird es ihr nach ihren Wünschen bauen. Ebenso wird
Andora nun den Platz ein nehmen der ihr zu steht, wenn jemand
daran etwas aus zu setzen hat soll er sich mit mir anlegen.
Allerdings bestimme ich weiter, das sie nach wie vor an dem
Kampftraining teilnehmen soll. Sie hat noch einiges zu lernen,
das sie brauchen wird. Und ehe ich es vergesse, ich habe sie
höchst persönlich die letzten neun Jahre ausgebildet, somit weiß
sie nun wirklich alles was sie als Göttin des Lichts wissen
muss. Der Rest kommt mit der Erfahrung.“ Dann verblasste ihr
Antlitz am Himmel, die Götter waren in heller Aufregung, Aurian
hatte sich ihnen so noch nie gezeigt, was ihnen bewies das sie
es absolut ernst meinte. Aurian sah Andora an und die hauchte
leise. „Danke.“ Ikarus löste sich von ihr und sah sie an. „Ist
nun alles in Ordnung? Wenn etwas ist komm ruhig zu mir.......ich
habe dich sehr lieb.“ Ares nickte ihr zu. „Ich bin auch für dich
da, wenn du jemanden brauchst, ich habe dich nämlich auch sehr
lieb.“ Andora sah die beiden an und lächelte. „Das ist lieb von
euch, danke schön.“ Aurian hatte sich zurück gezogen und ihr
Körper lag wieder in dem Kristallsarg. Sie schwebte wieder als
Geist in ihrer Nähe. „So mein Kind nun ist es auch für mich Zeit
mich von dir zu verabschieden. Du weißt wohin du kommen kannst
wenn du Fragen hast, ansonsten sehe ich hier zwei junge Männer
die sehr um dich bemüht sind. Ich denke da brauchst du mich
nicht mehr. Ich habe dich sehr lieb, mein Kind und ich bin
furchtbar stolz auf dich. Das heute gab mir den letzten Beweis
das du eine würdige Nachfolgerin für mich bist. Bleib wie du
bist und lass dir niemals rein reden. Denk immer daran du bist
die höchste Göttin im Universum, von mir mal abgesehen und dein
Wort ist Gesetz. Nur meines steht darüber. Halte dich an das was
ich dir beigebracht habe und du kannst nichts falsch machen.“
Andora nickte und lächelte Aurian zu. „Vielen Dank Aurian, ich
liebe dich auch.“ Sie unterließ es Aurian nun Großmutter zu
nennen, weil sie fühlte sich Aurian absolut gleichwertig. Als
Aurian verschwunden war sah sie die beiden jungen Männer an. „So
und nun wird hier aufgeräumt. Als erstes werde ich meine Mutter
an die Luft setzen und ihr das Haus bauen das sie haben möchte.
Dann sehen wir weiter.“ Als sie nun zu Hause ankam, warteten
dort schon alle anderen Götter um ihre Veränderung zu sehen. Und
was ihnen nun dort auf dem Weg entgegen kam war eine junge
wunderschöne rassige Frau, der man schon von weitem das
Selbstbewusstsein und ihre erotische Ausstrahlung ansah. Ihr
dunkler Blick ging an allen entlang, dann sah sie Viola an. „Es
ist Zeit Mutter, sag mir wo du dein Haus hin haben willst und
wie es aussehen soll.“ Viola sah Andora an und nickte. „Lyam und
ich haben überlegt ob wir nicht das Haus von Iona haben könnten,
das ja seit ihrem Fortgang leer steht. Wenn dir das recht ist.
Alandra und Leander wohnen ja hier in deiner Nähe.“ Andora sah
auch jetzt wieder den zaghaften Blick ihrer Mutter und seufzte
leise. „Aber sicher Mutter, wenn das dein Wunsch ist. Du kannst
ja jederzeit hier her kommen, das Haus steht dir und Lyam immer
offen.“ Dann sah sie Lyam an. „Da ich keinen anderen
Götterschmied habe, möchte ich dich bitten weiterhin als unser
Schmied zu fungieren, wäre dir das recht?“ Lyam strahlte, er
hatte schon damit gerechnet das er seine Schmiede in der er sehr
glücklich war verlassen müsste. So nickte er heftig. „Aber ja
mein Kind das wäre mir sehr lieb. Ehrlich gesagt wäre es mir
schwer gefallen Myrions Schmiede ganz auf zu geben.“ Andora
nickte und lächelte sanft, sie sah noch mal kurz auf Viola, dann
Lyam wieder an. „Sei gut zu ihr, sie hat es verdient.“ Dann
blickte sie Byron an. Die beiden jungen Götter, Ikarus und Ares
standen leicht versetzt, immer noch rechts und links hinter ihr.
Ethan und Lazarus denen das auffiel lächelten sich nickend zu.
„Byron, du hast deine Gefährtin gefunden, wie sieht es aus,
möchtest du nicht auch einen eigenen Hausstand gründen?“ Byron
sah sie überrascht an. „Ist das denn in Ordnung? Aber ja, das
würde mich sehr freuen, wenn Elorien und ich endlich zusammen
ziehen könnten.“ Nun mischte sich Gregorian ein. „Da Pia und ich
bald gehen werden, da Elorian meinen Platz nun ebenso gut
einnehmen kann, könnten sie unser Haus haben. Bis dahin können
die beiden bei uns wohnen.“ Andora nickte und sah Byron fragend
an. Der nickte ebenso. „Ja klar warum nicht. Mir ist es egal
solange Elorian und ich zusammen bleiben können.“ Andora nickte
und sah dann Iskander und India an. „Ihr vermisst euren
Sohn......bevor ihr fragt, ja ich weiß von Arden. Er wird bald
zurück kommen und euch eine Überraschung mitbringen. Geduldet
euch noch ein wenig aber richtet schon mal sein Schlafzimmer her
und das für eine weitere Person.“ Iskander sah sie freudig an.
„Ist das wahr er kommt zurück?“ Andora lächelte sanft. „Ja er
kommt zurück.“ Dann sah sie in die anderen Gesichter und alle
strahlten, sie fühlten es fast körperlich, Aurian hatte ihnen
die Wahrheit gesagt, sie hatten wieder eine Göttin des Lichts.
Das Licht war in voller Stärke zurück gekehrt, wenn es auch ein
junges Licht war. Sie sah Ethan und Lazarus an. „Wir müssen
reden.“ Die beiden nickten. An die anderen gewandt. „Na was ist,
bereitet am Strand eine Feier vor, wir haben etwas zu feiern,
ich habe aber noch etwas zu erledigen bevor ich zu euch komme.
Also hopp hopp.“ Dann ging sie mit Ethan und Lazarus Richtung
See. Ikarus und Ares folgten ihr ohne Aufforderung. Ethan
grinste Lazarus an und deutete auf die beiden, der nickte
leicht. Die beiden jungen Götter hatten das Gefühl das sie an
ihre Seite gehörten und folgten ihr deswegen. Am See angekommen
sah sie die vier Männer an. „Setzt euch.“ Als alle saßen, sah
sie einen nach dem anderen an und zu guter letzt Ethan und
Lazarus. „Bitte habt keine Hemmungen, vergesst wie alt ich bin,
seht es so das ich nun alt genug bin um alles zu verkraften.“
Als die beiden nickten, sprach sie weiter. „Wie seid ihr die
ganzen Jahre ohne eine Göttin des Lichts ausgekommen. Ich weiß
von eurem Verlangen, ebenso weiß ich das Leander die Göttin des
Lichts braucht, doch ihn wollte ich jetzt nicht fragen, weil ich
davon aus gehe das ihr es wisst. Also sagt mir wie.“ Die beiden
älteren sahen sich an, dann Andora. Dann antwortete Lazarus.
„Wie auch schon die Jahre davor, wenn wir mal ohne die Göttin
auskommen mussten, wir haben uns jede Frau genommen die willig
war um unser Verlangen zu stillen. Und was das Licht an sich
angeht, du warst ja da, auch wenn wir dich nicht so berühren
durften wie wir es sonst getan hätten. Hinzu kommt das uns
Aurian erotische Träume geschickt hatte, in denen wir uns
austoben konnten, also das ging schon irgendwie. Was nun Leander
angeht, nun er hat sich geprügelt, mit Gregorian oder mit Ethan
um seine Wut los zu werden, ebenso hat er einen Rat befolgt den
er mal von Viola bekam, er war bei Alandra mal ein wenig wilder.
Ist damit deine Frage beantwortet?“ Andora nickte leicht. „Wie
soll es nun eurer Meinung nach weiter gehen?“ Ethan sah sie an.
„Bist du denn tatsächlich schon soweit das du dich mit einem
Mann einlassen willst und kannst?“ Andora sah ihn ruhig an und
nickte. „Ja, ich bin schon länger dazu bereit, allerdings war
mein Körper dazu natürlich noch nicht ausgereift genug. Das habe
ich nun geändert. Somit bin ich körperlich und auch geistig in
der Lage.“ Ethan schüttelte den Kopf. “Ich habe dich nicht
gefragt ob du bereit oder dazu in der Lage bist, sondern ob du
es überhaupt schon willst.“ Andora schluckte kurz und nickte
dann. „Ja....nur ich habe zwar keine Hemmungen, allgemein
genommen nicht....aber von mir aus kann ich nicht anfangen, dazu
fehlt mir die Erfahrung.“ Nun mischte sich Ikarus ein. „Wäre es
nicht einfacher, es spontan passieren zu lassen, als es hier so
sachlich zu besprechen, wann und wie und mit wem?“ Lazarus
nickte. „Zudem dürfen wie nicht vergessen, ihre Libido ist noch
nicht geweckt, das theoretische Wissen ist vielleicht vorhanden,
doch ihr Körper schläft noch sozusagen, denn wenn es anders
wäre, würden wir es deutlich spüren. Vor allem wir Söhne des
Lichts.“ Er sah Andora an. „Ich weiß von Aurian das sie eine
lange Zeit auch ohne auskam, vor allem nach schweren Verlusten,
doch wenn ihr Körper einmal geweckt war, dann war es zu spät.
Das ist es ja was wir bei Viola vermissten. Sicher sie gab sich
dem Mann hin der sie forderte und sie machte auch mit, aber das
Verlangen danach fehlte ihr eigentlich. Viola wollte nur einen
Mann wirklich und das war oder ist Lyam. Aurian hingegen,
verlangte es auch nach anderen, sie war scharf auf jeden Kerl
der ihr gefiel. Das machte ihre Erotik aus, das sie es
wahrhaftig mit Lust und Leidenschaft tat. Sie brauchte es, wie
andere die Luft zum atmen. Kleines dir muss klar sein, wenn du
die Lust einmal kennen gelernt hast, wirst du Nacht für Nacht
einen Kerl brauchen, das ist Fakt. Ich kann mir nicht vorstellen
das Aurian zweimal den gleichen Fehler macht. Ich gehe davon
aus, das du das gleiche starke Verlangen wie sie haben wirst.
Viola hatte zwei Fehler, zum einen war sie zu zaghaft
durchzusetzen was sie als richtig empfand, das bist du nicht,
das haben wir schon oft gesehen. Du bist in der Lage innerhalb
kurzer Zeit eine Entscheidung zu treffen und dazu zu stehen. Auf
der anderen Seite fehlte ihr das Verlangen das Aurian zu eigen
war und das wir Söhne des Lichts, sprich Ethan, Ikarus und ich
brauchen. Ob du das besitzt werden wir erst wissen wenn dein
Körper geweckt ist, doch wenn du es besitzt, ist es zu spät um
noch um zu kehren, denn dann wie gesagt wirst du jeden Tag einen
Kerl brauchen, deswegen hatte die Göttin des Lichts auch einen
festen Partner. Nymphomanie ist eine Sucht und in diesem Fall
die Sucht nach einem Kerl, vorzugsweise wechselnden Partnern.
Eine Nymphomanin kriegt nie genug. Deswegen muss sich auch der
feste Partner an ihrer Seite darüber im klaren sein, das sie ihm
nie alleine gehören wird.“ Bei dem letzten Satz sah er Ares und
Ikarus an. Ikarus nickte. „Damit kann ich leben, solange sie
damit leben kann das auch ich nie treu sein werde. Ich bin kein
Myrion und kein Lyam. Ich bin ein Sohn des Lichts und daher
ebenso mit dieser Sucht behaftet. Ich weiß nicht wie man das bei
Männern nennt. Mein Verlangen ist höher als das bei normalen
Männern. Aber ich liebe Andora....das tat ich schon als sie noch
ein Baby war.“ Lazarus nickte und sah Andora wieder an. „Wirst
du auch mit Ethan ins Bett gehen können? Denn er wird an deiner
Seite stehen, du solltest dir den Thronsaal im Palast mal
ansehen.“ Andora sah Lazarus an. „Den habe ich mir schon
angesehen, ich weiß also was es bedeutet. Um deine Frage zu
beantworten, ja das kann ich. Mir ist bekannt das ich drei
Gefährten wählen muss mit denen ich auch ins Bett gehen werde.“
Lazarus nickte und Ethan atmete erleichtert auf, er hätte diese
Frage nicht stellen können. So fragte Lazarus weiter. „Hast du
dir schon Gedanken gemacht wer deine Gefährten sein werden?
Außer Ethan. Bevor du antwortest bedenke: auch ich werde dich
für mich fordern bis ich gehe, egal ob ich dein Gefährte sein
werde oder nicht. Denn auch ich brauche die Göttin des Lichts,
da geht kein Weg dran vorbei.“ Andora nickte. „Ich weiß und das
ist mir auch klar, deswegen bat ich euch ja darum das wir
reden.“ Lazarus sah Ethan an. „Wirst du es können?“ Ethan
nickte. „Ja ich hatte Zeit mich an den Gedanken zu gewöhnen und
du weißt ich habe da keine Skrupel. Ich nehme sie mir wie es mir
zusteht, allerdings erst wenn sie dazu bereit ist.“ Lazarus
nickte und sah dann Andora wieder an. „Weißt du schon wen du
wählen wirst, neben Ethan?“ Andora nickte. „Ja einen........“
Sie sah Ikarus an. „Du sagst du liebst mich, ich weiß noch nicht
ob ich ebenso für dich empfinde. Ich habe dich lieb, das
zweifellos, aber ob es Liebe ist, kann ich dir nicht sagen. Doch
wenn du uns Zeit lässt, werden wir es heraus finden.“ Ikarus
lächelte sie liebevoll und sanft an. Er nickte. „Du hast alle
Zeit der Welt. Allerdings vielleicht kannst du dich auch für
Ares erwärmen. Er liebt dich ebenso wie ich und wir beide sind
schon so lange Freunde.“ Andora dachte kurz nach, sie sah Ethan
und Lazarus an, dann Ikarus. „Überlassen wir es der Zeit, das
will ich heute noch nicht entscheiden, noch ist Lazarus da und
er hat ein Recht darauf. Ich habe ja noch nicht mal mit einem
Mann geschlafen und wie Lazarus sagte ist mein Körper noch nicht
geweckt. Das kann ich erst entscheiden wenn es mal soweit ist.“
Die Männer nickten verstehend und Ethan sah sie an. „Vielleicht
solltest du nun zu deiner Feier gehen, man wartet sicher schon
auf dich, wir kommen sofort nach, ich will mit ihnen nur kurz
noch etwas besprechen.“ Andora nickte und erhob sich. Sie
lächelte alle liebreizend an. Dann ging sie. Ethan sah nun alle
anderen drei an. „Reden wir mal Tacheles. Sie wird sich von sich
aus keinem von uns nähern, daher müssen wir entscheiden wer soll
ihr erster sein, wer soll ihren Körper wecken? Und Jungs seid
euch darüber im klaren, wenn wir sie wecken, wird sie uns
fordern.“ Er sah Ares an. „Ich denke auch dich, denn ich sah
ihrem Blick eben an, das sie dich auch will.“ Man schwieg einen
Moment dann sah Lazarus die anderen an. „Ich denke ich sollte es
sein, ich weiß wie ich sie wecken muss. Zudem werde ich
herausfinden können auf was sie anspringt. Was meint ihr?“
Ikarus sah von einem zum anderen.“Nein.....ich werde es tun. Ich
liebe sie und wenn sie das erste mal mit einem Mann schläft
sollte es einer sein der sie auch als Mann liebt und nicht weil
es sein muss. Nichts gegen dich Vater, aber...diesmal bin ich
gefordert und ich werde liebevoll und sanft mit ihr umgehen.“
Lazarus lächelte. „Das habe ich befürchtet. Wenn sie wie Aurian
ist kommst du mit sanft und liebevoll bei ihr nicht weit. Geh
ran Junge, fordere sie, wecke ihre Leidenschaft. Da sie dich
ausgewählt hat steht sie auf deinen kraftvollen Körper, also
will sie ihn auch spüren und nicht behandelt werden wie ein
sanftes Reh. Sie will deine Kraft spüren, sie will hart genommen
werden und nicht zaghaft. Sei beim ersten mal vorsichtig doch
dann leg los und lass sie nicht weg, wenn sie Aurians Verlangen
hat solltest du dir im klaren sein das sie nicht schon nach
einer Stunde genug hat.“ Ikarus grinste Lazarus an. „Du vergisst
wohl das ich bereits mit Aurian geschlafen habe. Sie hat mir
gezeigt wie ich mit ihr umgehen musste. Wenn du denkst Andora
ist ihr ähnlich, weiß ich was sie will.“ Lazarus nickte und sah
Ares an. „Du bist so still, was ist los?“ Ares seufzte. „Nichts
ich hoffe nur das sie mich irgendwann auch will. Ikarus hat
recht, ich liebe sie ebenso wie er. Ich gönne es ihm.....doch
ich will sie auch.“ Lazarus verstand. „Wenn zwei Männer die
gleiche Frau lieben und sie sich teilen müssen, sollten sie sich
das gut überlegen. Sie wird einem immer den Vorzug geben.“ Ethan
nickte seufzend. „Das stimmt und wenn der dem sie den Vorzug
gibt geht, geht sie mit und der andere bleibt wenn er Pech hat
alleine zurück.“ Er stand auf und wollte gehen. Da sprang
Lazarus auf und sah Ethan an. „Ich weiß es ist hart für dich,
ich liebe dich. Aber ich kann es nicht ändern und noch gehe ich
ja nicht.“ Ikarus und Ares sahen zu den beiden älteren, sie
ahnten was los war. Ethan sprach von sich und Syra. Ikarus sah
Ares an und flüsterte leise. „Komm wir sollten gehen, das geht
nur die beiden etwas an.“ So verdrückten sich die beiden und
ließen die beiden älteren alleine zurück.
  
 
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