Kapitel 16: Drachen der Zeit


 

Aurian hatte sich bisher diese Welt nie genau angesehen, sie sah auch keinen Grund dafür, doch nun sah sie sich dort mal um und wie üblich begleitete sie Myrion dabei. Als die beiden so durch die Welt wanderten machten sie eine überraschende Entdeckung und am Abend riefen sie die vier jungen Götter zu sich, die bislang in dieser Welt unterwegs gewesen waren. Als die vier saßen sah Aurian die vier an. „Wann wolltet ihr es uns sagen?“ Die vier sahen sie fragend an und ihrem Gesicht entnahm Aurian das sie es scheinbar bisher selber nicht gesehen hatten. Sie lachte. „Ihr wisst nicht wovon ich rede oder?“ Als Ethan und Lazarus mitbekamen das Aurian da etwas entdeckt hatte, traten sie mit Leon ebenfalls an den Tisch um zu hören was es gab. Die vier jungen Götter schüttelten mit dem Kopf und sahen sich gegenseitig fragend an. Mystra übernahm dann das reden. „Nein was sollen wir entdeckt haben?“ Aurian schüttelte den Kopf. „Wie lange seid ihr nun schon hier?“ Andra dachte kurz nach. „Ich glaube fast dreißig Jahre.“ Myrion grinste immer breiter. Aurian lachte herzlich. „Und ihr habt nicht bemerkt das hier auch noch ein anderes Volk lebt außer den Menschen?“ Nun sahen sie die vier verblüfft an und Mystra fragte. „Noch ein anderes Volk? Na welches denn?“ Aurian schüttelte nur den Kopf. „Ich sehe schon ihr habt euch wirklich ausschließlich mit den Menschen befasst und dabei außer acht gelassen das es eventuell auch noch andere Völker gibt. Und zwar um genau zu sein zwei weitere. Einmal tief in den Wäldern verborgen ein Volk der Elfen und oben in einem Tal der Berge versteckt die Avariel.“ Alle schauten sie nun fragend an. „Avariel?“ Fragte Leon. „Was ist das denn?“ Aurian lachte wieder leise. „Avariel sind geflügelte Elfen, in der Regel sehr scheu und leben meistens nur für sich. Bisher habe ich erst einmal ein Volk der Avariel gesehen, doch wundert es mich das es hier eins gibt.“ Nun schlug sich Ethan die Hand vor die Stirn. „ Und ich wunderte mich schon, das es hier scheinbar schon Magie gegeben hat bevor wir her kamen. Aber nun ist es klar. Die Elfen und Avariel haben die Magie im Fluss gehalten, deswegen gibt es sie hier. Aurian das hier ist keine gewöhnliche Welt, denn hier gibt es wahrscheinlich weit aus mehr als wir zuerst vermuteten. Du hast mit dieser Welt einen Edelstein gerettet.“ Aurian nickte. Mit einem leisen Gedanken rief sie Damok und Gregorian herbei, die auch kaum eine Minute später erschienen und sich setzten, als Aurian sie dazu einlud. Ihnen erzählte sie nun ebenfalls was sie entdeckt hatte und Damok sah sie staunend an. „Das ist selbst mir nicht aufgefallen. Was sind Avariel?“ Und nochmal erklärte Aurian das es sich hier um Elfen handelte, allerdings um geflügelte Elfen. „ Wie sie entstanden entzieht sich meiner Kenntnis. Die einzige Erklärung die ich hätte wäre das eventuell, als das Licht noch in seiner reinen Form das Universum durchstreifte, dabei auch diese Wesen entstanden sind. Denn Avariel sind ein reines Volk des Lichts. Allerdings kann wegen ihnen aus dieser Welt wahrscheinlich niemals eine technologische Welt werden, man wird viel mit Magie tun müssen. Ich bezweifle das diese Völker mit der Technik wie Myrion und ich sie aus unserer Zeit kennen, viel anfangen können. Doch sollten wir keine voreiligen Schlüsse ziehen. Ich frage mich nur ob die Menschen davon Kenntnis haben oder nicht.“ Sie sah nachdenklich aus. Die anderen sahen sie zwar fragend an, doch wartete sie geduldig ab. Dann sah Aurian auf. „Alle Götter ohne Ausnahme sollen sich diese Welt mal ganz genau ansehen, ich habe da so einen Verdacht.“ Damok sah sie an. „Welchen wenn man fragen darf.“ Aurian schüttelte den Kopf. „Seht euch um, ob ihr irgendwo Spuren von alter Technologie findet, wenn es so ist hat es hier irgendwann mal Technologie gegeben und diese Welt ist nur wieder zurück gefallen. Ihr fragt euch vielleicht wie ich darauf komme. Doch ist es schon mal vorgekommen das ein alles vernichtender Krieg stattfand und einige Welten hatten auch schon nukleare Waffen und so etwas. Und diese waren in der Lage eine ganze Welt bis an den Abgrund und darüber hinaus zu bringen, so das kaum noch Leben übrig war. Ich will damit nicht sagen das so etwas hier stattgefunden hat, eventuell kamen die Menschen zur Besinnung und haben sie vernichtet, bevor sie so etwas auslösten. Wer weiß. Also seht euch um. Achtet auf alles, seht euch ihre Straßen an, schaut ob sie Kerzen oder welche Lichtquellen sie benutzen. Jede Kleinigkeit kann wichtig sein.“ Alle nickten und einen Tag später durchwanderten die Götter diese Welt und sahen sich alles an. Sie drangen in Häuser ein und große Gebäude die vielleicht etwas verbergen könnten. Sie drehten rein theoretisch jeden Stein um und untersuchten alles genau. Einige kamen mit alten Aufzeichnungen zurück, andere mit magischen Lichtquellen, doch keiner von ihnen hatte irgendwo Anzeichen von alter Technologie gefunden. Damok hingegen kam grinsend zurück. Er zwinkerte Aurian leicht zu. „Das einzige das ich fand war eine Grotte in der zwei Helden lagen und auf ihre Erweckung warten. Ach und ich fand noch etwas, nämlich das hier.“ Dabei wickelte er zwei große Eier aus einem Tuch aus das er vorne festgehalten und auf dem Rücken getragen hatte. Alle sahen staunend auf diese Eier und man sah Aurian fragend an. Selbst sie machte auf einmal große Augen. „Weißt du was du da gefunden hast?“ Er schüttelte den Kopf. „Ne.. sag du es mir. Ich dachte nimm sie mal mit. Sie lagen in einem Vulkankrater in der Nähe des Feuers.“ Aurian nickte. „Das sind zwei Dracheneier. Und so wie es aussieht zweier Golddrachen.“ Sie sah Iona an. Diese zuckte mit der Schulter. „Ich habe damit nichts zu tun.“ Aurian nickte. „Also gut wir müssen sie zum schlüpfen bringen,“ :dabei sah sie wieder Iona an. „das heißt falls sie noch leben.“ Ruhig hörten sie hinter sich. „Nein damit habe ich etwas zu tun.“ Chronos kam auf sie zu und setzte sich zu ihnen. „Ich wusste wie sehr ihr Zandramas und seine Gefährtin mochtet. Die erwachsenen Drachen konnte ich nicht retten, auch Thanatos nicht. Aber bevor alles unterging konnte ich ihre Eier stehlen bevor sie schlüpften. Das sind also die Eier in denen Zandramas und seine Gefährtin auf ihre Zeit warten.“ Er grinste: „Manchmal ist es doch gut der Herr der Zeit zu sein. Ich bin in die Vergangenheit gereist bevor alles unterging und stahl ihre Eier. Niemandem von euch ist aufgefallen das die beiden Drachen nicht mehr da waren.“ Aurian lachte. „Das hast du gut gemacht und du hast recht. Ich habe es wirklich nicht bemerkt das sie nicht mehr da waren. Was sie ja auch nicht konnten da sie ja eigentlich noch gar nicht geschlüpft waren, wenn du ihre Eier vorher geklaut hast.“ Er nickte. „Du verstehst die Zeit immer besser. Ach und übrigens sie leben noch, ich habe gut auf sie aufgepasst.“ Mystra grinste Nara an. „Liebes wie haben eine neue Geschichte die wir erzählen können, vielleicht lockt das mal jemanden hier auf die Insel und man sucht nach den Helden.“ Jetzt wo Mystra die beiden Helden erwähnte, sah Aurian wieder auf die Dracheneier. „Nein sie müssen nicht schlüpfen, ich habe eine bessere Idee.“ Damit legte sie ihre Hände je eine auf jeweils ein Ei und murmelte etwas in einer Sprache die keiner der anderen Götter verstand. Die Eier leuchteten kurz mal auf und sie zog ihre Hände zurück. „Was dem einen sein Schwert und Stein, ist dem anderen sein Drache.“ Ethan sah sie an. „Heißt? Und was war das für eine Sprache? Die kenne ich nicht.“ Sie grinste ihn an. „Erstens das war die Sprache des Lichts und zweitens, werden unsere Helden ungewöhnliche Gefährten bekommen.“ Dabei deutete sie auf die beiden Eier. Lazarus räusperte sich. „Aber werden sie nicht zu lange brauchen um erwachsen zu werden? Sollten sie daher nicht doch lieber schon mal schlüpfen?“ Aurian sah ihn an. „Nein das müssen sie nicht, denn sie sind nun keine gewöhnlichen goldenen Drachen mehr. Sobald die Helden wieder erweckt sind werden sie diese Eier finden und eine entsprechende alte Frau die ihnen alles darüber erzählen wird. Die Drachen werden schlüpfen und sich an die beiden Helden binden. Und sehr schnell erwachsen werden oder wollt ihr zwanzig Jahre warten?“ Sie sah Myrion an. „Du wirst in dem Schrein ein zweites Fach finden, das ist für diese Welt gedacht lege dort die beiden Dracheneier gut gewärmt hinein. Und schmiede sobald zu kannst ein Schwert, ich werde dir dafür eine Drachenschuppe und ein Stück von einem Stern geben. Die Drachenschuppe ist für den Griff gedacht. Ach und kannst du auch einen Stab schmieden, etwa so groß wie ich es bin, das heißt circa einen Meter siebzig lang, oben mit einer Halterung für eine Kugel? Wir werden unserer Heldin mal wieder eine magische Kugel geben. Auch dafür wirst du von mir eine Drachenschuppe erhalten die du als Halterung um den Stab schmieden solltest.“ Dorian sah ihn an. „Darf ich dir helfen? Ich war in meinem früheren Leben ein sehr guter Schmied, frag Aaron, sein Schwert ist von mir.“ Myrion sah verwundert Dorian an, nickte aber dann. „Sicher warum nicht.“ Ijana murmelte leise. „Wäre schön wenn er auch noch was anderes aus seinem früheren Leben wüsste. Zum Beispiel wie man mit einer Frau umgeht.“ Aurian sah von Ijana zu Dorian und wieder zurück, sagte aber nichts. Eric und Dorian seufzten leise, doch einen kurzen Moment später erschienen vor Ijana und Soraja je ein Blumenstrauß, doch für jede ein anderer. Ijana bekam einen mit schwarzen und Soraja einen mit gelben Rosen. Die beiden jungen Frauen sahen Eric und Dorian an. Diese lächelten ihnen leicht Schulter zuckend zu. Beide Frauen nahmen den Strauß und steckten ihre Nasen hinein um dran zu riechen. Dann lächelten auch sie. Rohan boxte Damok auf den Arm und deutete auf die Blumen, er grinste und sah sie an. „Du willst auch einen?“ Sie brummelte leicht. Und auf einmal stand auch vor ihr ein kleiner Strauß. Damok wusste das die anderen beiden was gut zu machen hatten, so fiel seiner kleiner aus war aber nicht weniger schön. Rohan bekam leuchtend rote Rosen. Auch Gregorian wollte nun nicht hinten anstehen und kreierte kurzerhand eine neue Rose die in Regenbogenfarben schimmerte und so bekam auch Pia einen kleinen Strauß. Alle vier freuten sich über ihre Blumen und Aurian lächelte dazu. Allerdings als Aurian später ihr Schlafzimmer betrat dachte sie, sie träfe der Schlag, denn das ganze Zimmer war mit weißen und roten Rosen geschmückt. Lazarus, Ethan und Myrion standen da und grinsten breit. Ethan sah sie an: „Nun wir dachten du solltest auch nicht leer ausgehen. Die weißen sind von Lazarus und mir und die roten von Myrion.“ Sie lächelte die drei liebevoll an und bedankte sich bei jedem mit einem zärtlichen Kuss. Myrion lächelte. „Wir dachten, wir haben dir nie für die Kinder gedankt, das wäre eine gute Gelegenheit.“

In den nächsten Tagen hörte man es aus der Schmiede zweistimmig hämmern. Leon half den beiden wo er konnte. Er war noch nicht so ein Meister wie Dorian und noch weniger wie sein Vater. Aber er konnte den Blasebalg betätigen und kleine Handreichungen machen. Während Myrion an dem Schwert arbeitete, hatte sich Dorian den Stab vorgenommen. Als Leon an einem Tag mal nicht dabei war sah Dorian Myrion an. „Können wir mal reden?“ Der nickte. „Sicher, über was willst du reden?“ Dorian sah ihn an. „Es ist alles recht verwirrend. Einerseits solltest du mein Neffe sein doch nun bist du mein......Vater. Ja ich weiß du hast dich kaum um uns gekümmert, doch rein genetisch betrachtet, bist du es wohl.“ Myrion sah ihn an und nickte. „Ja ich weiß, mir kam es auch komisch vor, was mit einer der Gründe war warum ich mich nicht um euch gekümmert habe. Zum anderen kam hinzu......na ja das eure Mütter....ach ich weiß nicht wie ich es sagen soll. Es stand nur eines fest, ihr musstet gezeugt werden und ich hatte alle genetischen Merkmale die ihr brauchtet.“ Dorian grinste. „Ich hörte du hast uns alle in einer Nacht gezeugt? Und das mit drei Frauen?“ Myrion brummelte und nickte. „Besonders stolz bin ich da nicht darauf, aber ja es stimmt. Eigentlich sollte es nur eine sein, dachte ich zumindest. Doch dann überkam mich die Wolllust und ehe ich mich versah hatte ich drei Frauen geschwängert.“ Dorian sah ihn grinsend an. „Du willst keine andere oder? Wird das nicht irgendwann langweilig?“ Myrion sah ihn an. „Für mich nicht. Ich brauche keine andere, auch wenn Aurian nichts dagegen hätte.“ Dorian seufzte leise. Myrion sah ihn an. „Sei ehrlich, du willst sie oder sehe ich das falsch?“ Dorian nickte. „Nein das siehst du nicht falsch. Ja ich will sie, weil ich irgendwie weiß das sie mit meiner wilden Art zurecht kommt. Ijana ist deswegen schon aus dem Bett abgehauen. Gut da habe ich mich auch nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert, das gebe ich zu. Doch ihre eigentliche Unerfahrenheit, macht es auch nicht gerade leicht. Ich bin nun mal nicht der sanfte zärtliche Typ.“ Myrion sah ihn an. „Das bin ich auch nicht, dennoch will ich das die Frau die mit mir im Bett liegt, ihren Spaß hat. Wir Männer haben es doch leichter, bei uns kann es unter Umständen sehr schnell gehen, wenn wir es drauf anlegen. Doch ist es nicht befriedigender zu wissen man hat die Frau zum jubeln gebracht? Und ich liebe es sie schreien und stöhnen zu hören, und wenn sie dann vielleicht sogar irgendwann sagen, sie können nicht mehr. Das zeigt mir das ich ein Kerl bin, der zudem auch noch gut im Bett ist. Übrigens weiß ich das du in deinem früheren Leben ebenso dachtest.“ Dorian nickte. „Doch da wohl auch erst viel später. Aber du hast recht, das scheint viel befriedigender zu sein. Ich werde es mir merken.“ Myrion sah ihn an. „Es tut mir leid, das ich euch kein Vater war.“ Dorian nickte. „Ich kann es verstehen, ich würde nicht anders handeln. Denn ich muss gestehen, ich will keine Kinder, nicht wenn es sich irgendwie umgehen lässt. Obwohl mir klar ist das Ijana irgendwann wohl mal eins wollen wird. Das heißt wenn sie überhaupt noch mal in mein Bett zurück kommt.“ Myrion sah ihn an. „Das wird sie wohl, nur solltest du dann mal nicht nur an dich denken, sondern lieber daran, das du schon kriegst was du willst und so zuerst mal an sie denken kannst.“ Dorian nickte und grinste frech. „Ich habs verstanden Vater.“ Myrion schmunzelte leicht. Es begann sich zwischen Myrion und Dorian ein Faden zu weben, der vielleicht die Lücke ausfüllen könnte die sein einstiger Vertrauter zurück gelassen hatte. Denn Leon wie er heute war, vertraute Ethan mehr als ihm. Doch das brauchte Zeit. Zeit die sie im Überfluss hatten.

Dorian hatte bereits sehr viel Erfahrung im Ränke schmieden so setzte Damok ihn ein um die Kriege auf der anderen Welt aus zu lösen. Um alles noch überschaubar zu halten, achtete er sehr streng darauf das Dorian immer nur zwei gegeneinander aufwiegelte und nicht mehr. Aaron traf man immer auf den Schlachtfeldern an und so stand er oft mit Damok da und sah sich alles an. Auch Gregorian kam öfter vorbei, vor allem dann wenn eine besondere Gruppe sich einmischte. Die Gruppe war nicht sehr groß und bestand immer aus einige Kriegern, Magier und Heilern. Sie trugen rotschwarze Rüstungen oder Roben. Die alle das Zeichen Gregorians trugen, sprich den JingJang Drachen auf dem Rücken ihrer Rüstungen und Roben. Sie schienen teilweise unbesiegbar zu sein. Vor allem da alle drei Hand in Hand zusammen arbeiteten. Damok sah Gregorian an. „Da sie dein Zeichen tragen gehe ich mal davon aus das du mehr über sie weißt.“ Gregorian nickte. „Das ist ein Orden den ich ins Leben gerufen habe. Sie nennen sich die Leviathan. Sie haben gelernt das wenn sie zusammen arbeiten das sie damit so gut wie unbesiegbar sind. Eigentlich war der Orden gegründet worden um den Frieden zu sichern. Die Kämpfer stehen an der vorderen Front, dahinter kommen die Magier die sie mit ihren Kampfzaubern unterstützen. Und die Heiler, wenn ihr mal genau darauf achtet, sind grundsätzlich immer einem Kämpfer zugeteilt, sie heilen sie immer wieder mit ihren magischen Kräften.“ Damok und Aaron nickten. Aaron fragte: „Doch auf wessen Seite stehen sie?“ Gregorian sah ihn an. „Eigentlich auf keiner Seite, doch ansonsten immer auf der Seite des Angegriffenen. Sie dienen zum Schutz und jeder kann sie zu Hilfe rufen. Sie werden immer den Unterdrückten beistehen. Sie haben einen hohen Ehrenkodex. Sie werden niemals von sich aus angreifen, sich aber verteidigen wenn sie angegriffen werden. Sie sind Beschützer für das Land, für den Großkönig ebenso wie für die Tempel oder auch das kleine Volk. Wer sie um Hilfe bittet ist gleichgültig. Doch werden sie immer hart kämpfen bis zum letzten Atemzug.“ Damok und Aaron nickten. Aaron fragte ihn: „Weiß Aurian davon?“ Gregorian nickte. „Ja sie weiß es und sie bat mich auch für die neue Welt einen ähnlichen Orden zu gründen, allerdings mit einigen kleinen Veränderungen.“ Dann sahen sie eine junge Frau die nun in den Kampf eintrat, auch sie kämpfte an vorderster Front, doch als sie rief, ließen alle anderen sich kurz zurück fallen und dann brüllte sie einen Zauberspruch über das Feld und ein Drache erschien aus dem Nichts auf ihren Ruf hin. Der griff nun auf ihr Geheiß in den Kampf mit ein und spie sein Feuer in die Richtung der Angreifer. Damok knurrte leise. „Was ist das? Ein Drache kämpft für sie?“ Gregorian schüttelte den Kopf. „Das ist kein richtiger Drache, sondern ein Astraldrache, obwohl er die gleichen Kräfte hat. Doch hält der Zauber nicht sehr lange und es gibt auch nur wenige Leviathan die ihn beherrschen.“ Aaron und Damok sahen Gregorian an. „Woher hat sie diese Macht?“ Er lächelte. „Die hat sie von mir. Der Zauber ist nur schwer zu lernen und wie gesagt es gibt nur wenige die ihn beherrschen. Deswegen wundert es mich das sie das Risiko eingehen das sie dabei sterben kann. Soviel ich weiß gibt es nur drei die ihn können.“ Nun sah man wie sich drei Krieger um die junge Frau scharten um sie zu schützen solange sie den Zauber aufrecht erhielt. Dann verschwand der Drache wieder und die junge Frau ließ sich zurück fallen, doch nun begann sie Heilzauber zu sprechen die nicht nur einen heilten sondern alle die in ihrer Umgebung waren. Gregorian nickte. „Sie ist wirklich gut. Doch so wie sie damit um sich wirft, wird sie das nicht mehr lange durchhalten, alleine den Drachen zu rufen muss sie viel Kraft gekostet haben.“ Aaron sah ihn an. „Wie oft kann sie den rufen?“ Gregorian erwiderte. „Nur einmal am Tag, würde sie es ein zweites mal riskieren, würde das ihre Kräfte übersteigen und sie das Leben kosten. Doch stirbt sie, ist auch der Drache fort, womit das also sinnlos gewesen wäre.“ Damok zählte kurz durch, „das sind mal gerade fünfzehn Mann und diese paar haben so eine verheerende Wirkung gehabt?“ Gregorian nickte. „Das sind alles Elitekämpfer. Egal ob Frau oder Mann, Kämpfer, Heiler oder Magier. Sie alle mussten eine harte Lehrzeit durchstehen und zwei große Prüfungen. Bestehen sie die nicht, sind sie tot bevor sie den Meistertitel erhalten.“ Sie sahen wie sich die junge Frau nun ganz zurück zog. „Seht ihr? Nun muss sie sich erst mal ausruhen, würde sie länger bleiben würde sie es nicht überleben und sie weiß wie wichtig sie für den Orden ist. Also wird es ihr auch nicht als Feigheit ausgelegt sondern als weise Entscheidung.“ Aaron nickte. „Doch wäre es nicht schlecht gewesen wenn du mich mal früher informiert hättest. So weiß ich jetzt wenigstens worauf ich achten muss.“ An diesem Tag gewann die Seite auf der die Leviathan gekämpft hatten. Was Damok und auch Aaron erstaunte, war das nicht einer der Leviathan gefallen war. Alle fünfzehn standen noch, ebenso die junge Frau die den Drachen gerufen hatte. Beide schüttelten fassungslos den Kopf. Als sie am nächsten Morgen erschienen, waren die Zelte der Leviathan fort und es wurde ganz normal weiter gekämpft. Doch als sie nun über das Schlachtfeld blickten sahen sie das es fast ausgeglichen war. Damok sah Aaron an. „Sie waren wirklich nur hier um es auszugleichen, nicht mehr und nicht weniger. Jetzt ist es wieder fair.“

Aaron lächelte und deutete auf eine Stelle etwas vom Schlachtfeld entfernt. „Nicht ganz, schau dort, die Schlacht wird immer noch von ihnen beobachtet.“

Kapitel 17: Drei Völker, eine Suche


 

In der alten Welt die sie verlassen hatten war das Chaos ausgebrochen, doch tief in einer Gebirgsschlucht lebten die Leviathan. Ihre Festung war uneinnehmbar. Sie würden niemals vergessen wem sie die Ordensgründung zu verdanken hatten. Und so trugen sie alles zusammen was sie an Wissen finden konnten um es der Nachwelt zu erhalten. Sie kannten alle Götter und wussten auch von der Legende von Naraja und Kristan. Als Gregorian nach der Schlacht die er beobachtet hatte bei ihnen auftauchte, kam auch die Frage auf, ob man diese beiden nicht wecken sollte. Doch Gregorian erklärte ihnen das es noch nicht an der Zeit war. Das es erst dann soweit war wenn die Lichtgöttin es sagte und das könnte unter Umständen einige Jahrhunderte dauern. So bereiteten sie sich darauf vor diese Jahrhunderte zu warten. Es kamen immer mal neue Anwärter die zu den Leviathan wollten. Ebenso ging der Ordensälteste her und holte sich einige Priester und Priesterinnen aus den Tempeln, denn als der erste Tempel fiel wurde ihm klar das man auch sie nicht verschonen würde. Doch wollte er sicherstellen das der Glaube erhalten blieb und hatte so in der Festung auch Platz für die Götter und ihre Priester geschaffen. Mit der Zeit würden die Priester merken das sie besondere Fähigkeiten hatten und Gregorian erklärte ihnen das sie diese von der Lichtgöttin bekommen hatten. Später einmal würde man sie nicht mehr Priester nennen, sondern Kleriker der Leviathan, denn sie würden mit ihren Gebeten sogar einige Wunder schaffen können. Doch das lag noch in weiter Zukunft und die Entwicklung würde noch einige Generationen dauern.

Die Götter aber lebten recht ruhig auf der neuen Welt und genossen dort den Frieden. Sie beobachteten wie die Geschichten die, die vier jungen Götter im Laufe von knapp dreißig Jahren verbreitet hatten langsam Früchte trugen. Auch kristallisierte sich langsam eine Gruppe junger Leute heraus die an die Götter glauben wollten. Sie wurden nun sogar gezielt aufgesucht, wenn es auch eher für sie wie Zufall aussah. Doch wollten sie mehr hören, über die Götter und auch Silenee und Argon. So erfuhren sie das es in einer alten Legende heißen würde, die natürlich erst von Aurian erfunden worden war, das wenn diese beiden wieder wach würden, auch noch andere Völker wieder sichtbar würden, die bis jetzt im verborgenen gelebt hatten. Das ebenso auch die Götter wieder persönlich diese Welt bewohnen und es sogar wieder Drachen geben würde, die den Lebewesen dieser Welt helfen würden. Aurian sorgte dafür das sich diese gleichgesinnten irgendwann über den Weg liefen und sich so eine tatsächliche Gruppe bildete. Sie begannen alles was sie wussten zusammen zu tragen um so eventuell dahinter zu kommen wo die beiden in ihrem Jahrhunderte langen Schlaf lagen. Auch hier ließen jetzt wie nebenbei die vier jungen Götter in ihren Erzählungen mal einige Hinweise fallen, die nur einem aufmerksamen Zuhörer auffielen.

Unterdessen hatte Thanatos getan worum Aurian ihn gebeten hatte und hatten den beiden Schläfern, wie er sie nannte, Erinnerungen gegeben die an sich nicht ihre eigenen waren, die es ihnen aber ermöglichen würden, die Aufgabe zu erfüllen die sie vor sich hatten. Sie hatten sogar ihre eigene Legende geträumt und würden nun wissen was auf sie zu kam. Doch hatten sie ebenso noch die Erinnerungen an sich selber und wussten nun das sie bereits schon mehr als einmal gelebt hatten. In ihrer Erinnerung somit also dreimal. Zweimal als Naraja und Kristan und einmal als Silenee und Argon. Sie wussten das sie als die ewigen Helden galten und von Welt zu Welt ziehen würden, wenn auch nicht immer in der gleichen Identität. Ebenso wussten sie um die Götter und das sie in deren Auftrag unterwegs waren. So wie Thanatos ihnen in ihren Träumen auch nicht vorenthalten hatte, das sie in der Zwischenzeit schlafen würden, bis sie wieder gebraucht würden.

Thanatos spürte allerdings das sich etwas verschob, so suchte er eines Tages Aurian auf um sie zu fragen was es bedeuten würde. Er und Chronos saßen ihr gegenüber, beide hatten ein Anliegen an sie. Doch Thanatos begann. „Sag mal, mir ist in letzter Zeit aufgefallen das ich Probleme habe Träume in unsere Schläfer zu setzen, woran kann das liegen? Gibt es eine Verschiebung von der ich wissen müsste?“ Aurian dachte kurz nach und nickte dann. „Komm mal mit ich zeige dir mal etwas.“ So gingen sie zu Mystra die wie Leon es bemerkt hatte ein Kleinkind auf ihrem Schoss hatte. Doch war das kein Mädchen sondern ein kleiner Junge und Aurian deutete auf ihn. „Darf ich euch Morpheus vorstellen? Gott der Träume. Und fragt mich jetzt nicht wie es dazu kommen konnte, es hat auch bei uns eine Weile gedauert bis wir hinter seine Fähigkeit kamen. Da er noch sehr jung ist, verfügt er noch nicht über seine gesamte Macht, doch sollte er einmal erwachsen sein, so wird er jedem gezielt die Träume bringen können die er will. Seien es Alpträume oder auch schöne Träume."  Thanatos nickte. „Dann werde ich später mit ihm zusammen arbeiten müssen. Doch hat es auch seine Vorteile, weil so können wir die Träume der wieder geborenen an ihr vergangenes Leben unterbinden.“ Aurian nickte. „So sehe ich das auch.“ Thanatos sah sie an. „Es gibt aber noch einen neuen Gott oder?“ Aurian nickte und führte die beiden nun zu Nara, wo ebenfalls ein Kleinkind im Haus war. Ein kleines Mädchen. Als Thanatos und Chronos sie sahen atmeten sie schwer ein. Aurian grinste. „Die kleine hat was oder? Wenn sie einen anlächelt geht das Herz weit auf. Allerdings wird sie später mal nicht nur einem Mann angehören, doch wird sie viele Kinder bekommen.“ Die beiden sahen Aurian an. „Was ist sie? Es ist etwas merkwürdiges um dieses Kind.“ Aurian nickte. „Sie ist eine geborene Göttin der Fruchtbarkeit und heißt Eirana. Leon wird sie sehr anziehend finden wenn sie mal alt genug ist. Aber nicht nur er.“ Thanatos sah sie an. „Du meinst?“ Sie nickte. „Jeder Kerl dem sie ein Lächeln schenkt wird sie haben wollen, doch wird sie keinen Einfluss darauf haben ob dabei ein Kind entsteht oder nicht. Das hat Aglaia in der Hand.“ Leise flüsterte sie den beiden zu. „Hier wird sogar Aaron mal Vater werden, ob er will oder nicht.“ Chronos kicherte. „Na das kann ja heiter werden, aber hast du keine Angst das auch Myrion sie eventuell attraktiv finden könnte?“ Sie sah die beiden an. „Nein, denn ich weiß das sie sich auch ihm nähern und ebenso Erfolg haben wird. Allerdings wird daraus kein Kind entstehen.“ Chronos sah sie an. „Wo wir gerade einmal dabei sind. Ich wollte dich fragen ob irgend etwas dagegen spricht das Aglaia und ich.....na ja ich habe mich verliebt und sie sich auch in mich.“ Aurian sah Chronos an und grinste. „Na das wurde aber auch Zeit. Übersetzt, nein es spricht nichts dagegen. Ich wünsche euch viel Spaß.“ Er knuffte Aurian leicht.“ Werde nicht frech junge Dame.“ Nun lachte Aurian herzlich. „Ich glaube du bist der einzige der das wirklich sagen kann und darf.“

Die Zeit verging und wie es Myrion gesagt hatte, gab Ijana Dorian noch eine Chance, die er diesmal wesentlich besser zu nutzen wusste. Als sie nun mit ihm das Bett teilte, gab er alles um sie glücklich zu machen. Und auch Soraja gab nach als Rohan noch mal mit ihr gesprochen und ihr klar gemacht hatte, das sie sich und Eric um die Chance brachte glücklich zu werden. Das sie es zumindest mal versuchen sollte, bevor er sich eine andere suchen würde und sie ganz leer ausging. Nach einiger Zeit musste Soraja zugeben das nichts davon zu merken war das Eric sie nicht so liebte wie sie es sich gewünscht hätte, denn er trug sie fast auf Händen. Als Aurian sah das alle zufrieden waren mit dem was sie hatten, lächelte sie leicht. Sie sah Myrion an. „Somit hat es sich gelohnt, das ich nicht fünfhundert Jahre gewartet habe bis zum nächsten Kind.“ Er legte einen Arm um ihre Schultern und sah sie zurück lächelnd an. „Du weißt wie du uns glücklich machen kannst.“

In der nächsten Zeit beobachtete sie die Gruppe junger Leute die sich nun entschlossen hatte der Legende auf den Grund zu gehen. Sie waren der Meinung selbst wenn sie nichts finden würden, wäre es zumindest ein prima Abenteuer, von dem sie später mal noch ihren Enkeln erzählen konnten. Gründlich bereiteten sie sich vor. Zu der Gruppe gehörten drei Frauen und vier junge Männer. Die Männer waren alle im Kampf trainiert worden und die Frauen waren des Schreibens und Lesens mächtig, so war eine auch in der Kräuterkunde bewandert. Wo sie dachten das es ihnen gut nutzen würde, wenn jemand heilen konnte. Man wusste ja nicht welche Gefahren auf sie lauern würden. Doch alle sieben glaubten an die Götter, auch wenn sie diese nur aus den Geschichten kannten die man ihnen erzählt hatte. So machten sie sich auf den Weg und folgten den Hinweisen die sie von den alten Geschichtenerzählern bekommen und sich gut notiert hatten. Auf ihrer Wanderung kamen sie auch in kleine Dörfer oder auch Städte. Wenn man sie fragte wo sie hin wollten erzählten sie freimütig von ihrem Vorhaben. Das hatte zufolge das sich ihnen einige weitere Abenteurer anschlossen. So wurde die Gruppe im laufe der Reise immer größer. Tagsüber wanderten sie, abends philosophierten sie über die Götter und die beiden Helden im besonderen. Als sie die Wälder durchreisten bekamen sie nicht mit das sie beobachtet und belauscht wurden. Die Elfen die sich verborgen hielten waren auf sie aufmerksam geworden. Mit großem Interesse lauschten sie den Geschichten die die Reisegruppe sich nun gegenseitig erzählte um heraus zu finden ob einer von ihnen etwas mehr wusste als die anderen. Aurian beobachtete das ganze amüsiert, vor allem als sie mitbekam, das diese Elfen diese Geschichten nun auch in ihrem Dorf erzählten, wiederum belauscht von einigen Avariel. So erfuhren beide Völker das man von ihnen wusste oder zumindest das in diese Geschichten auch von ihnen erzählt wurde. Auch wenn man sie die alten Völker nannte die im verborgenen leben würden. Sie schlussfolgerten daraus das nur sie gemeint sein könnten. Wobei sich die Elfen fragten welches Volk noch gemeint sein könnte, denn sie hatten auch keine Ahnung von den Avariel. Die Avariel allerdings hatten noch mehr erfahren, sie hatten nun auch von der Göttin des Lichts gehört und man überlegte wenn es sie geben würde, wie man sie wohl anrufen könnte. Beide Völker entschlossen sich nun unabhängig von einander die Reisegruppe zu beobachten und ihnen heimlich zu folgen. An einem Abend als die Gruppe mal wieder rastete und begann zu philosophieren und Aurian sah das auf der einen Seite einige Elfen standen und sie belauschten und über ihnen auf einem Baum einige Avariel saßen, sah sie den Moment gekommen, diese drei Reisegruppen zusammen zu führen. Sie sah Myrion grinsend an der sie wie immer begleitete. „Ich glaube jetzt spiele ich mal Schicksal.“ Mit einer kleinen Geste sorgte sie dafür das einer der Äste auf dem ein Avarielmann saß brach und bevor er reagieren konnte fiel er schon zu Boden, mitten in die Gruppe der Elfen. Diese sprangen erschrocken auseinander und staunten nicht schlecht was sie auf einmal dort vor sich liegen sahen. Der gefallene Avariel erhob sich und sah die Waldelfen scheu an. „Bitte tut mir nichts. Ich will euch kein Leid zufügen.“ Er trug wie auch die Elfen Bogen und Pfeile mit sich, war aber bis auf eine Hose und leichte Schuhe unbekleidet.. Er war hochgewachsen, sehr schlank dennoch nicht weniger muskulös und hatte silbernes Haar das er bis auf die Schultern trug. Da die Avariel zwar scheu aber nicht feige waren, ließen sich nun auch die anderen herab und gaben sich zu erkennen. Man hatte nun eh einen der ihren gesehen, also machte es keinen Unterschied mehr. Beide Völker betrachteten sich nun aufmerksam, aber nicht feindselig. Allerdings hatte das knacken des Astes zufolge das sie nun auch noch weitere Zuschauer hatten. Die menschliche Reisegruppe stand nun auch in der Nähe und sah mit staunenden Augen was sich da vor ihren Augen abspielte. Die Elfen sahen dann auch zu den Menschen und griffen sofort nach Pfeil und Bogen, da die Männer ihre Schwerter in der Hand hatten. Doch einer winkte ab und steckte sein Schwert weg. „Wir wollen niemandem etwas tun, nur dachten wir es wäre Gefahr in der Nähe. Wollt ihr euch nicht zu uns ans Feuer setzen?“ :fragte er freundlich. Als die Elfen sahen das sie ihre Schwerter wieder weg steckten taten sie es ebenso mit ihren Bögen. Noch zögerlich doch nicht feindselig traten die Elfen und Avariel näher und nahmen das Angebot sich aber immer noch misstrauisch betrachtend an. Aurian nickte. „So und nun wird es Zeit das ich den Frieden zwischen ihnen festige.“ Myrion sah sie an. „Was hast du vor?“ Sie zwinkerte ihm frech zu und verschwand. Wie aus dem Nichts erschien sie vor den drei Reisegruppen als Lichtgestalt und flüsterte leise. „Nun ist es soweit. Ihr seid bereit die Helden der Legende zu finden. Nun da ihr wisst, welche Völker noch hier leben. Ihr ergänzt euch und jeder hat andere Vorzüge, nutzt diese aus. Doch haltet den Frieden in eurer Gruppe. Die Zeit der Götter und der Drachen ist gekommen.“ Dann verschwand sie wieder und nun begann man aufgeregt, unabhängig welchen Volkes man angehörte zu diskutieren. Vergessen waren die Unterschiede und sogar die scheuen Avariel beteiligten sich. Die Avariel als auch die Elfen sandten einen der ihren zu ihrem Volk um ihnen zu berichten was sie erfahren hatten. Ebenso vergaßen sie nicht zu erwähnen das die Lichtgöttin sich ihnen gezeigt und sogar mit ihnen gesprochen hatte. Die Menschen allerdings, die wussten wie ihr Volk war, taten das nicht. Sie würden das Geheimnis erst mal noch bewahren. Sie wussten zuerst mussten sie die beiden Helden finden, die würden es dann ihrem Volk mitteilen. Am nächsten Morgen machte man sich wieder auf den Weg, doch nun in einer recht gemischten Gruppe. Die Avariel flogen als Kundschafter voraus. Die Elfen die sich in der Natur gut aus kannten blieben weiterhin verborgen und beobachteten alles um gegebenenfalls die anderen warnen zu können. Man lernte nun mit einander aus zu kommen und zusammen zu arbeiten. Aurian und Myrion beobachteten sie weiterhin um im Notfall eingreifen zu können. Abends saßen alle zusammen am Lagerfeuer und diskutierten oder philosophierten. Und so kamen sie irgendwann auch an der Grotte an, in der die Helden schliefen. Sie war tief verborgen im Wald in einem Hügel versteckt. Umgeben von einem Hain der Mutter Natur.

Was würden sie finden?

Kapitel 18: Zwei Helden und zwei Drachen


 

Sie standen vor dem Hain und als die Menschen diesen betreten wollten hielten die Elfen sie zurück. „Halt, man betritt den Hain der Mutter Natur nicht mit Schuhen, das würde ihn entweihen.“ Man sah sich um und sah das der Hain mit sechs Obelisken umringt war. Die Elfen sahen es sich genauer an. „Das ist nicht nur ein Hain der Mutter Erde, sondern das ist sogar ein Druidenhain. Doch selbst wir haben seit Jahrhunderten nichts mehr von einem Druiden gehört. Dieser Hain muss also schon sehr alt sein. Wobei ich mich immer noch frage, wieso haben wir ihn nie entdeckt?“ Die Menschen sahen die Elfen an. „Druiden? Was ist das denn?“ „Das werden wir euch später mal erklären, doch jetzt haben wir eine wichtigere Aufgabe.“ lächelten die Elfen und zogen ihre weichen Schuhe aus und betraten den Hain. Alle anderen taten es ihnen gleich, man wollte jetzt kurz vor dem Ziel keinen Fehler machen. Im Hügel eingelassen war ein halbrundes goldfarbenes Tor, allerdings besaß es weder eine Klinke noch einen Knauf an dem man es öffnen konnte. Es war nicht höher als eine normale Türe und man fand auch keine Einsparungen oder irgendetwas das man hätte nutzen können. Nun überlegte man wie man dort hinein kam. Doch einem Avariel fiel die Lösung ein. „Sagte man uns nicht, jetzt da wir uns kennen würden, wäre die Zeit des Erwachens gekommen? Vielleicht müssen wir nur alle drei das Tor berühren.“ Da man eh keine andere Lösung hatte versuchte man es, je ein Avariel, ein Elf und ein Mensch berührten sachte das Tor und das Wunder geschah. Es öffnete sich leise knirschend. Hinter dem Tor befand sich eine Treppe die nach unten führte. Die Menschen hatten kein Problem damit in den Schoss der Erde zu gehen, doch für die Elfen und Avariel war es schrecklich. Für die Avariel noch mehr als für die Elfen, denn sie waren Wesen der Luft. Doch tapfer folgten sie den Menschen. Die Luft roch abgestanden da sie seit Ewigkeiten dort nicht hatte zirkulieren können. Myrion der wie üblich mit Aurian in der Nähe stand grinste sie an. „Du hast wirklich an alles gedacht, sogar das es dort abgestanden und modrig riechen müsste.“ Sie nickte leicht und lächelte ihn an, dann folgten sie der Gruppe in die Erde. Als man unten ankam stand man in einer großen kristallinen Grotte, in deren Mitte zwei steinernen Sockel standen. Darauf lagen zwei Menschen, beide waren unbekleidet, doch verdeckte ein Tuch die Brust der Frau in dem es wie ein Schal quer darüber lag, ebenso ein weiteres Tuch über dem unteren Schambereich. Bei dem Mann lag lediglich eins über dem Schambereich. Die Gruppe betrachtete sie. Der Mann war groß, selbst größer als der größte aus ihrer Gruppe, dazu war er breitschultrig, trug hier und dort einige Narben und sah sehr kampferfahren aus. Er hatte blondes Haar das auch seine Brust bedeckte und sein Gesicht hatte markante Züge. Die Frau war ebenso blond, doch war sie schlank, kleiner als der Mann, zartgliedrig und sehr schön. Ihr langes Haar wurde auf dem Kopf von einem Diadem gehalten. Nachdem man die beiden ehrfurchtsvoll betrachtet hatte sah man sich weiter um. Die Grotte war sehr groß und es gingen sogar noch weitere Türen ab. Doch an einer Wand stand ein steinerner Altar, auf ihm lag eine weiße Wildlederhose darüber eine Untertunika und darauf ein silbernes Kettenhemd. Auf all dem lag ein Bastardschwert, so fein gearbeitet das selbst die Elfen staunten. Dazu ein fein bestickter Gurt der es dem Träger ermöglichte das Schwert auf dem Rücken zu tragen. Neben diesem Altar stand ein weiterer, auf dem ebenso wie auf dem anderen eine weiße Wildlederhose lag und darauf eine feinbestickte Tunika. Hinter diesem Altar stand an der Wand gelehnt ein Stab der oben eingefasst wie in einem Ring eine milchig weiße Kugel trug. Als man sich die Waffen allerdings näher ansehen wollte flammte um beide Altäre eine blaue Aura auf, die es verhinderte das sie die Sachen berühren konnten. Doch sahen sie auch so, das im Griff des Schwertes als auch in der Mitte des Stabes, an dem er getragen wurde, eine goldene Drachenschuppe eingearbeitet war. Andere aus der Gruppe hatten nun ein Nest gefunden in dem zwei Eier lagen. „Seht nur, seht hier. Ob das Dracheneier sind?“ Man bestaunte die Eier doch auch hier konnte man nichts anfassen. Einige der Frauen hatten die Türen geöffnet und dort hinein gesehen. In den meisten fanden sie Schlafräume, Wohnräume und sogar Bäder, doch in einem Raum große Regale in denen Schriftrollen lagerten. Sie riefen aufgeregt nach den anderen. Und alle sahen sich die Schriftrollen an. Die konnten sie berühren. Nun suchte man gemeinsam nach der Schriftrolle die ihnen erklären würde, wie sie die Helden wecken konnten. Einige waren in der Schrift der Menschen geschrieben, andere wiederum in magischen Runen, die nur die Avariel lesen konnten oder in elfischer Schrift die eben nur sie entziffern konnten. Doch weit hinten tief verborgen in einem der Regale lag eine goldene Schriftrolle, die sie nun an sich nahmen. Aufgeregt entrollten sie sie und siehe da es waren die Anweisungen wie man die Helden wecken konnte, einige Absätze konnten die Menschen lesen, andere nur die Avariel oder die Elfen da sie in ihrer Schrift geschrieben waren. Nach einigem hin und her hatte man jeweils einen aus jedem Volk ausgewählt der die Absätze vor lesen sollte. So stellten sich die drei unterhalb der beiden Sockel auf und jeder begann seinen Absatz laut vor zu lesen, immer in seiner Sprache. Als sie es dreimal getan hatten zerfiel die Schriftrolle zu Staub, doch rührten sich nun die beiden Helden. Argon hob die Hände und rieb sich über die Augen, dann wendete er den Kopf und sah auf den Sockel neben sich, er nickte leicht und hob dann den Kopf und sah die anderen um ihre Bahren stehen.“ Also ist es soweit? Wir werden wieder gebraucht?“ Er setzte sich auf und rückte auf die Seite seiner Bahre um die Beine herab fallen zu lassen. Die umstehenden Männer halfen ihm. Alle sprachen durcheinander und er sah sie sich an. „RUHE! Nicht alle auf einmal, das verträgt mein Kopf noch nicht.“ Er hatte eine wohlklingende Stimme der man aber auch anhörte das sie gewohnt war, selbst über ein Schlachtfeld zu brüllen wenn es sein musste. Argon schloss kurz die Augen um sich zu erinnern. Neben ihm auf der Bahre hatte auch Silenee begonnen sich zu regen, allerdings als sie sich aufsetzte fiel das Tuch das über ihrer Brust lag herab und offenbarte nun was sich darunter verbarg. Die Frauen sprangen hinzu, damit die Männer es nicht sehen konnten und hielten ihr das Tuch wieder vor. Sie sah die Frauen sanft lächelnd an. „Das ist nicht nötig, so schamhaft bin ich nicht.“ Auch sie setzte sich nun an den Rand der Bahre und sah zu Argon herüber, der sie frech anlächelte.“ Wie es aussieht werden wir wohl wieder mal gebraucht. Na dann mal auf in die Schlacht.“ Er erhob sich von der Bahre und sein Tuch fiel zu Boden, was die Frauen leicht verlegen auf quietschen ließ, als sie sahen was darunter zum Vorschein kam. Er sah sich die Frauen an und grinste: „Habt ihr noch nie einen nackten Mann gesehen oder was?“ Er ging zu dem Altar auf dem seine Kleidung lag und nahm sie an sich. Langsam zog er sich an und sah die Gruppe an. „Also welche Schlacht soll geschlagen werden?“ Während er die Gruppe fragend ansah, hatte sich auch Silenee erhoben und ging auch unter den Blicken der anwesenden Männer zu ihrer Kleidung um sich an zu ziehen. Sie grinste leicht, sagte aber erst mal nichts. Sie sah zu dem Nest herüber, sah anschließend einige der Männer an und befahl ihnen das Nest ans Tageslicht zu bringen. „Doch berührt nicht die Eier, wenn euch euer Leben lieb ist.“ Diese nickten und schnell nahmen sie sachte das Nest um es nach oben zu tragen. Argon grinste. „Du hast das herum kommandieren noch nicht verlernt.“ Frech zwinkerte sie ihm zu und grinste. „Ich habe auch anderes noch nicht verlernt.“ Er lachte dröhnend während sie alle anderen ansah. „Also erst mal brauchen Argon und ich etwas zu essen, danach werden wir uns in Ruhe anhören warum man uns geweckt hat.“ Was den Anwesenden auffiel war das die beiden nicht verwundert waren das sich unter ihnen auch Elfen und Avariel befanden. Doch machten sie sich sofort daran die Wünsche zu erfüllen und hechteten nach oben um einige Tiere zu jagen. Silenee grinste, nahm ihren Stab und stieg ans Tageslicht wo bereits das Nest wartete. Argon folgte ihr leicht kopfschüttelnd aber immer noch lachend. Er stieß sich fast den Kopf am Tor an, was den anderen nun zeigte wie groß er wirklich war. Hatten die Elfen noch zuvor gesagt das man den Hain nicht mit Schuhen betreten sollte so hatte er damit keinen Vertrag, sondern latschte selbst mit seinen Schuhen im Hain umher. Die Elfen sahen ihn entsetzt an. Er sah sie an: „Was ist?“ Sie deuteten auf seine Schuhe, er sah kurz darauf und dann die Elfen wieder an. „Ich glaube kaum das die Mutter Natur mir das übel nimmt. Ich will mir doch keine Tannennadeln in meine Füße holen. Und wenn doch soll sie es mit mir ausdiskutieren.“ Mit welcher Frechheit er über die Naturgöttin sprach, verschlug ihnen fast die Sprache. Silenee lächelte. „Bevor du hier mit irgendwem diskutierst sollten wir uns erst mal um die Eier kümmern.“ Er nickte und grinste die Elfen noch mal an, dann ging er mit Silenee zu den Eiern. Inzwischen waren auch die Jäger zurück und hatten bereits ein Feuer entfacht. Natürlich außerhalb des Hains und dort brieten nun einige Hasen und ein Reh. Als die beiden vor dem Nest standen, sah Argon sie an. „Nur berühren?“ Sie nickte. „Ja das reicht, nur berühren. Du wirst instinktiv wissen welches das richtige ist, also keine Sorge.“ Er nickte“ Wenn du es sagst,“ :und so berührten beiden kurz jeder das Ei das für ihn bestimmt war und schon begann die Schale zu knirschen. Argon sah die Jäger an. „Ich hoffe ihr habt auch noch ein wenig rohes Fleisch, denn ich glaube kaum das diese beiden gekochtes oder gebratenes mögen.“ Da man ihnen bereits gesagt hatte das die Drachen wieder erwachen würden, hatten sie sich schon gedacht das es sich hier um Dracheneier handeln würde und hatten so auch noch einige Hasen extra mit gebracht. Es dauerte ein wenig doch dann steckte aus jedem Ei ein kleiner goldener Drache sein Köpfchen und fiebte leise, sie waren hungrig. Argon und Silenee ließen sich sofort einige der Hasen geben, zerschnitten sie kurz in kleine Stücke und gaben sie dann den Drachen. Langsam kamen sie ganz aus den Schalen heraus um zu fressen. Leise hörten Argon und Silenee ihre Stimmen in ihrem Kopf, sie nannten ihnen ihre Namen und beide, Drache und Mensch verbanden sich mit einander. Als sie satt waren, kringelten sie sich aneinander geschmiegt zusammen und schliefen. Argon nickte leicht und sah die Gruppe an. „So und nun erzählt mal, warum wurden wir geweckt? Und bitte nicht wieder alle durcheinander sondern einer nach dem anderen.“ Die jungen Leute aus der Gruppe starrten aber nur die Drachen an und konnten kaum ein Wort sagen. Argon lachte. „Also wenn ihr das schon als Wunder anseht, dann wartet mal ab wie ihr gucken werdet wenn die Götter auf dieser Welt sichtbar werden.“ Myrion sah Aurian an. „Meine ich das nur oder weiß er mehr als er wissen sollte?“ Aurian zuckte mit den Schultern. „Also entweder hat es Thanatos besser gemeint als es geplant war, oder aber Morpheus ist schon jetzt bereits weiter als wir dachten.“

Als alle um das Lagerfeuer saßen und aßen begannen die Menschen als erstes zu erzählen und gaben zu das es ursprünglich aus reiner Neugier geschah das sie sich überhaupt auf den Weg gemacht hatten. Sie erzählten ihnen von den Geschichten die sie gehört hatten, ebenso das es so gut wie keinen Glauben mehr bei ihnen gab. Das man ihnen zwar über die Götter berichtet hatte, aber allgemein der Glaube daran das es Götter gab im Keller war. Anschließend erzählten die Elfen, das sie im Gegensatz zu den Menschen immer an die Göttin der Natur geglaubt, sie aber niemals gesehen hätten. Doch als sie die Geschichten hörten die sich die Menschen erzählten ebenfalls neugierig geworden wären, vor allem da es heißen würde, das wenn sie beide den Glauben wieder in die Welt bringen, dann die Götter auf dieser Welt wahrhaftig würden. Die Avariel berichteten nun da sie ein Volk des Lichts wären, das ihre Göttin immer die Lichtgöttin gewesen wäre, doch auch sie bis auf das eine mal vor wenigen Wochen auf ihrer Reise sie niemals zuvor zu Gesicht bekommen hatten. Das dies allerdings zumindest deutlich machen würde, das es die Götter tatsächlich gäbe. Argon sah von einem zum andere, er nickte leicht. „Doch vermisse ich ein Volk, gibt es das hier nicht? Normalweise wo es Elfen und sogar Avariel gibt, müsste es auch Zwerge geben. Denn sie gehen immer zusammen einher.“ Nun sahen sich alle an, selbst Aurian sah Myrion an. „Zwerge? Habt ihr hier irgendwo Zwerge entdeckt?“ Myrion zuckte mit den Schultern. „Nicht das ich wüsste. Damok hatte die Berge und Vulkane übernommen, wenn es einer weiß dann er. Aber gesagt hat er nichts.“ Aurian nickte und rief Damok herbei, als er erschien fragte sie ihn. „Bist du auch IN die Berge gegangen?“ Er nickte. „Na klar ich habe alle Schluchten und Täler abgesucht, ebenso wie die Vulkane.“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein ich meine wörtlich IN die Berge, in ihr innerstes, dort hinein gesehen, nach geguckt.“ Damok sah sie an. „Also was soll da schon sein außer einigen Minen, die von den Menschen betrieben werden. Und die habe ich sehr wohl gesehen.“ Aurian nickte. „In Ordnung dann gehe noch mal nachsehen und schau diesmal tiefer hinein, denn ich glaube wir haben ein Volk übersehen.“ Damok sah sie erstaunt an. „Ein Volk übersehen das in den Bergen lebt?“ Aurian nickte. „Ja sieh bitte mal nach.“ Und tatsächlich auf einem vermeintlich unbewohnten Eiland auf dem es aber hohe Berge gab, lebte das Volk der Zwerge. Da sie auf einer Insel lebten und sie das Wasser hassten, waren sie nie in Erscheinung getreten. Ebenso hatte Damok sie übersehen weil diese Insel eben unbewohnt schien. Mal abgesehen davon das er nie auf die Idee gekommen wäre in den Bergen nach zu sehen. Als er Aurian nun davon berichtete sah er recht verlegen aus. „Ich bin ein schlechter Weltenverwalter, das ich nicht mal weiß welche Völker auf meiner Welt leben.“ Sie lachte leise. „Mach dir darüber mal keine Gedanken, Dorian scheint sie auf seinem Vernichtungsfeldzug ebenso übersehen zu haben, sonst hätte er uns sicher darüber berichtet. Er hat sich scheinbar damals ebenso nur auf die Menschen konzentriert. So das ihm sogar die Elfen und Avariel entgangen sind. Wobei es mich bei den Avariel sogar wundert, denn sie hätte er spüren müssen.“

Das Rätsel konnte Chronos kurz darauf aufklären. Nachdem er den Auftrag von Aurian bekommen hatte, diese Welt in der Zeit zurück laufen zu lassen, war er kurz unaufmerksam gewesen und so war die Zeit wesentlich weiter zurück gegangen. Das heißt als Dorian seinen Feldzug gestartet hatte, lebten bereits keine Elfen, Avariel oder Zwerge mehr auf dieser Welt, ihre Völker waren ausgestorben. Doch Chronos hatte die Zeit soweit zurück gedreht das es sie nun doch noch gab. Aurian grinste dazu und meinte nur, das es gut gewesen wäre das seine Unaufmerksamkeit nicht zu lange gedauert habe, da es sonst hier wohl nur noch Dinosaurier gegeben hätte. Chronos war das peinlich gewesen und deswegen hatte er nichts gesagt, in der Hoffnung das es nicht auffallen würde. Doch nun musste er Farbe bekennen und war froh das Aurian es mit Humor nahm.