Kapitel 55: Die Reisenden


 

Aurian merkte schnell das man Iskander schon in einen Käfig hätte sperren müssen um ihn von den Fremden fern zu halten. So ging sie her und nahm sich die fünf Kinder mal vor und erklärte ihnen was es mit den Fremden auf sich habe. Wie auch das diese Fremden nicht alles wissen dürften. Sie sah die fünf ernst an und drohte ihnen, sie wenn es nötig wäre ein zu sperren, wenn sie heraus finden würde das sie mehr erzählten als sie dürften. Aurians eindringlicher Blick machten den fünf Kindern und vor allem Iskander klar das sie hier nicht mit sich spaßen lassen würde. Iskander war nicht dumm und so begriff er schnell, das er solange dort sein dürfte wie er nicht mehr verriet als seine Mutter erlauben würde. Er wusste genau das Aurian über vieles hin weg sah, doch das es Dinge gab, wo sie recht böse werden konnte. Allerdings hätte sich Aurian um die anderen keine Sorgen machen müssen, sie waren viel zu scheu als das sie sich zu den Fremden gesellt hätten. Einzig Iskander war da sehr abenteuerlustig. Nur wenige Stunden später fanden ihn die Sterblichen schon wieder in ihrem Lager, doch diesmal in einem der Shuttle das er genau untersuchte. Als sie versuchten ihn ein zu fangen um ihn dort hinaus zu bringen verschwand er einfach. Er kroch in ihren Zelten herum und schaute sich alles an was sie draußen ausgepackt hatten. Er war sehr neugierig. Aurian ließ ihn gewähren. Sie wusste das Iskander nicht auf den Kopf gefallen war und schon genau wusste was er tat. Er würde sich an ihre Anweisungen halten. Als die Sterblichen ihn mal fragten wo er denn zu Hause wäre, deutete er nur auf den Palast. Direkt lügen wollte er nicht, doch die Wahrheit durfte er nicht sagen. Auf die Frage wie alt er sei, sagte er sechs Jahre. Die Sterblichen rechneten nach das er eigentlich, wenn das Bild auf dem er als Baby zu sehen war stimmte, doch zwölf sein müsste. Er sah den Fremden an. „Wenn ich dir sage ich bin sechs, dann bin ich auch sechs. Meinst du ich wäre dumm und wüsste nicht wie alt ich bin?“ Als man ihm wieder mal das Bild zeigte und ihn fragte wer darauf alles zu sehen wäre, schüttelte er den Kopf. „Das sage ich nicht. Fragt meine Mutter wenn ihr was wissen wollt.“ Die Sterblichen mussten feststellen das aus dem kleinen Kerl nichts heraus zu bekommen war, das man ihn wohl geimpft hatte. Nach zwei Tagen rangen sie sich endlich durch den Palast zu betreten. Bis dahin hatten sie bis auf Iskander niemanden gesehen. Als sie ihn betraten hörten sie leise mystische Musik, noch etwas das es in den anderen Palästen nicht gab. Einige gingen direkt zur Bibliothek, man traute sich noch nicht den Thronsaal zu betreten. In der Bibliothek angekommen blieb ihnen der Mund offen stehen, denn dort waren alle Bücher drin und es mussten einige tausend sein. Andere untersuchten die Küche und stellten fest das sie voll funktionsfähig war. Da sie davon ausgingen das der Palast der Wohnort der Götter war, fühlten sie sich nicht sehr wohl, ihn einfach zu durchsuchen. Doch die Neugierde siegte. Ihr Anführer rief dann alle zusammen. „Also bevor wir hier herum laufen, sollten wir erst mal den Thronsaal aufsuchen und um Erlaubnis bitten uns hier umsehen zu dürfen. Ich will nichts falsch machen. Denkt daran, das hier ist scheinbar die Heimstatt der Götter und wir würden auch nicht wollen das irgendwer in unseren Wohnräumen herum latscht.“ Als man einheitlich nickte, öffnete man die Türe zum Thronsaal und blieb auf einmal wie fest gewachsen stehen. Dort stand auch der Thron wie in den anderen Palästen, doch saß hier eine junge Frau darauf und statt der Statuen standen hier die drei lebenden Götter um dem Thron herum. Die junge Frau sah sie durchdringend an. „Das wurde aber auch Zeit das ihr erst mal um Erlaubnis bittet.“ Die Sterblichen wurden blass, damit hatten sie nicht gerechnet. Ihr Anführer stotterte eine kaum verständliche Entschuldigung heraus. Aurian nickte. „Tretet näher und sagt was ihr wollt.“ Langsam gingen sie näher an den Thron heran. Die drei männlichen Götter standen um den Thron, doch am imposantesten von den dreien war Myrion der wie die Statue hinter dem Thron stand und seine Hände auf der Rückenlehne liegen hatte. Sein Hemd war wie das auch der beiden anderen Götter tief ausgeschnitten und offenbarte eine sehr muskulöse Brust. Sein Blick lag eiskalt auf der Gruppe die nun näher trat. „Entschuldigt eure Heiligkeit, wir wussten nicht....“ Aurian schnitt dem Anführer das Wort mit einer Handgeste ab. „Schweig...natürlich wusstet ihr. Iskander hatte es euch doch gesagt. Und nennt mich nicht Heiligkeit, ich heiße Aurian. Ihr könnt mich Lady Aurian nennen. Hinter mir steht mein Gemahl Myrion, der Schmied der Götter und die anderen beiden sind Lazarus und Ethan. Also was wollt ihr?“ Aurian war sehr Ehrfurcht gebietend, hinzu kam das ihre sinnliche Ausstrahlung auch hier keinen Halt vor den sterblichen Männern machte. So das diese kaum wagten sie an zu sehen. Ethan konnte sich nur mit Mühe beherrschen nicht zu lachen, als er es bemerkte. Wobei es den Frauen der Gruppe nicht besser ging als ihren männlichen Kollegen beim Anblick der drei männlichen Götter. Nun begann der Anführer, wobei er den Blick gesenkt hielt, zu erklären das sie die Paläste gefunden hatten und nun auf der Suche nach Antworten waren. Hoffend das sie sie hier bekommen würden. Aurian neigte leicht den Kopf. „In Ordnung ihr dürft den Palast benutzen, das heißt die Schlafräume als auch die Küche und den Esssaal, doch belästigt ihr einen meiner Götter, wird mein Gemahl sehr ungehalten sein. Ebenso dürft ihr die Bibliothek benutzen doch wagt es nicht auch nur ein Teil daraus zu entfernen. In dem Fall werdet ihr die Strafe von Lazarus über euch ergehen lassen müssen. Und solltet ihr weiterhin so wenig Ehre und Anstand zeigen, ein Kind zu befragen, hat Ethan bestimmt die passende Strafe für euch.“ Je nach dem welchen Namen sie nannte neigte der Gott den Kopf. „Und nun geht. Die öffentlichen Räume des Palastes dürft ihr betreten, doch nicht die privaten.“ Die Gruppe verbeugte sich tief und war froh entlassen zu sein. Fluchtartig verließen sie den Thronsaal. Kaum waren sie draußen platzte Ethan vor lachen. „Länger hätte ich es nicht ausgehalten.“ Die anderen lachten mit. Myrion grinste anschließend. „Jetzt müsste Aaron im Speisesaal sitzen, sind sie auf dem Weg dort hin? Das wird die nächste Frage für sie aufwerfen.“ Die Gruppe war tatsächlich auf dem Weg in den Speisesaal um dort auf einen recht blutüberströmten und halbnackten Aaron zu treffen, der dort gegessen hatte und dem gerade Iskander zu lief und rief. „Hallo Papa wir haben Besuch.“ Abermals blieben alle wie fest gewachsen stehen. Man konnte ihrem Gesicht ablesen was sie dachten. Wenn Lady Aurian die Mutter von Iskander war, wieso nannte er dann diesen blutrünstigen Kerl dort Papa. Iskander sah die Gruppe. „Kommt das ist mein Papa, er ist der Kriegsgott, ja ja......da staunt ihr was?“ Als Aaron den Blick hob, zitterten die Sterblichen als er sie ansah. In seinem Blick stand der Tod geschrieben. Dann sah er Iskander an. „Du sollst nicht so reden mein Sohn.“ Dann verschwanden er und Iskander urplötzlich. Den Sterblichen zitterten die Beine und sie mussten sich setzen. Iskander sah derweil Aaron und die anderen vier Götter an, die nun auch im Speisesaal standen. „Hab ich das so richtig gemacht?“ Myrion nahm ihn auf den Arm. „Das hast du großartig gemacht. Na ist das nicht viel besser als in ihren Zelten herum zu kriechen?“ Iskander nickte aufgeregt. Er freute sich das er helfen durfte. Sie hatten sich entschlossen, da sie den kleinen Kerl eh nicht fernhalten konnten, ihn einfach mit ein zu beziehen. Er sah das alles wie ein großes Spiel an.

Nun den Sterblichen war nicht zum lachen zumute. Als man später wieder im freien stand, kam der nächste Schock, denn aus dem Himmel stürzte Gregorian herab in der Gestalt des Schlangendrachen. Er wandelte kurz bevor er auf dem Boden ankam und marschierte einfach in den Palast ohne sich um die verblüfften und erschrockenen Gesichter zu kümmern. Es war ein stetiges kommen und gehen. Die Menschen dachten nach einigen Stunden in einem Tollhaus gelandet zu sein. Dann erschien Pelata aus dem Wald und ihr folgten die Kinder leise schwatzend, Iskander vorneweg. Er winkte ihnen zu und flüsterte dann Pelata etwas zu. Sie nickte und sah sich nach der Menschengruppe um. Diese hörten nun wie sie den Kindern sagte sie sollten schon mal hinein gehen sie käme bald nach. Dann wandte sie sich ihnen zu. „Seid gegrüßt, ich bin Pelata. Ehemalige Hohepriesterin der Tempel der Göttin des Lichts. Kann ich euch vielleicht helfen?“ Ihr Anführer nickte leicht. „Ja das können sie in der Tat, das heißt falls sie es dürfen.“ Pelata stutzte kurz dann wurde ihr klar das diese Menschen eine andere Umgangssprache hatten. Aurian stand in ihrer Nähe und souflierte was sie sagen durfte. Doch auf einmal standen Hope und Amor neben Aurian. „Wir spüren hoffnungslose Liebe.“ Sie sahen sich um und deuteten dann auf ein junges Paar das sich liebevolle Blicke zuwarf, aber immer darauf bedacht das es sonst niemand sah. Aurian bat Pelata den Anführer zu fragen wer diese beiden wären. Als Antwort bekam sie das es sich hier um ein Geschwisterpaar handeln würde, die jetzt schon echte Meister auf ihrem Gebiet wären. Aurian bat Pelata den Anführer an zu weisen die beiden zu ihr in den Thronsaal zu schicken. Sie folgte der Bitte und sagte das dem Anführer, der rief sofort die beiden zu sich und gab den Auftrag an sie weiter. Kurz darauf betraten sie schüchtern und leicht verängstigt den Thronsaal, dort saß nun nur Aurian und die männlichen Götter waren fort, das dachten sie zumindest. Die beiden traten ängstlich näher als Aurian sie freundlich dazu aufforderte. Sie sah die beiden an und nickte. „Ihr liebt euch, doch traut euch nicht es zuzugeben. Warum nicht?“ Die beiden sahen sie entsetzt an. „Sie irren sich, das ist nicht so wie sie denken.“ Aurian lachte leise. „Versucht nicht mich zu belügen, beantwortet lieber meine Frage.“ Die junge Frau senkte sachte ihren Kopf, doch ihr Bruder legte ihr einen Arm wie schützend um die Schulter. „Weil es unseren Tod bedeuten würde. In unserer Welt ist es nicht üblich das Geschwister sich lieben. Jedenfalls nicht auf diese Weise. Wenn es geschieht, bedeutet das den Tod.“ Aurian nickte verstehend. Sie erhob sich von ihrem Thron und trat auf die beiden zu. „Was wärt ihr bereit dafür zu tun, wenn ich es euch ermöglichen würde.“ Die beiden sahen sie hoffnungsvoll an. „Ist es hier denn nicht verboten?“ Aurian lächelte. „Nein, hier ist es nicht verboten. Liebe ist Liebe, egal wen sie trifft.“ Der junge Mann nickte. „Wir würden fast alles tun.“ Aurian dachte kurz nach. „In Ordnung, also ich biete euch an das ihr euch lieben dürft ohne Angst vor Strafe. Dafür werdet ihr beide das was ich euch sage weiter geben an die Menschen die sich hier auf unserer Welt befinden. Wenn sie wieder gehen werden, dürft ihr bleiben. Nun nehmt ihr das Angebot an?“ Beide sahen sich an und Aurian sah das sie sich wirklich liebten. Dann nickten beide. „Wir nehmen an.“ Aurian nickte. „In Ordnung, wir brauchten eh Botschafter, die unser Wort verkünden. Wie heißt ihr überhaupt?“ Beide sahen sich glücklich an, doch der junge Mann sprach. „Ich heiße Damien und ihr Name ist Andora.“ Aurian nickte. „In Ordnung ihr beiden. Also ihr werdet ein Zimmer hier im Palast beziehen. Des weiteren wird euch ein Büro neben der Bibliothek eingerichtet in dem wir uns immer treffen werden, wo ihr mir eure Neuigkeiten berichtet die ihr heraus gefunden habt und ich werde euch Informationen geben, die ihr weiter geben könnt. Pelata wird meine Entscheidung eurem Anführer mitteilen. Das ich euch entdeckte habt ihr diesen beiden zu verdanken.“ Damit deutete sie neben sich wo nun Hope und Amor erschienen. „Sie sind Kinder von Lazarus und spürten eure hoffnungslose Liebe.“ Die beiden sterblichen jungen Leute sahen das Götterpaar an. „Sie sind auch Geschwister?“ Amor lachte und nickte. „Ja, wir sind Zwillinge und stammen beide von Lazarus dem Gott der Lust ab. Ich spürte eure Liebe und Hope diese Hoffnungslosigkeit. Mich nennt man übrigens Amor, den Gott der Liebe und das ist Hope, Göttin der Hoffnung. Doch werdet ihr hier noch anderen Geschwisterpaaren begegnen die sich lieben. Wie zum Beispiel Apoll und Luna. Bei uns gelten diese Moralvorstellungen nicht, die ihr in eurer Welt habt.“ Damien lächelte leicht. „Darf ich etwas fragen? Wer war dieser Gott der als Drache zu Boden kam und dann in den Palast ging.“ Hope antwortete. „Das war Gregorian, einer der Alten.“ Die beiden jungen Leute sahen Hope fragend an, diese lachte. „Entschuldigt wir sind so daran gewöhnt das es jeder weiß das wir nicht daran denken das ihr es nicht wisst. Nun die Alten sind die drei die als erstes das Universum bewohnten, mehr oder weniger. Da ist zum einen das Licht oder Aurian die Göttin des Lichts, dann das Chaos der auch Damok genannt wird und das Neutrum. Wobei laßt Gregorian niemals hören das ihr ihn Neutrum nennt, sagt lieber Drache des Universums, das ist ihm lieber.“ Aurian hatte sich langsam zurück gezogen, die beiden jungen Götter würden besser mit den beiden Sterblichen klar kommen. Damien nickte. „Also sind sie gleich?“ Hope schüttelte den Kopf. „Nein Aurian ist die höchste Göttin, ihre Macht ist größer als die von Gregorian oder Damok. Dennoch gehören diese beiden auch zu den Alten. Es gibt kein Licht ohne Schatten, ebenso muss die Neutralität erhalten bleiben.“ Die vier setzten sich an einen der Tische die es im Thronsaal gab. Damien sah die beiden Götter an. Es kam ihm unwirklich vor das er hier mit zwei Göttern zusammen saß. Andora sah schüchtern Hope an. „Was hat es damit auf sich das Iskander, den Kriegsgott als seinen Vater bezeichnete, wo doch die Göttin diesen Myrion als ihren Gemahl vorstellte.“ Amor lächelte. „Iskander ist tatsächlich Aarons und Aurians Sohn. Aaron ist der Kriegsgott. Aurian hat auch noch Kinder von anderen Männern, das ist also nicht ganz unüblich. Eifersucht ist uns fremd, meistens jedenfalls. Alleine drei der Kinder die ihr eben saht, stammen von Aaron ab und jeweils mit einer anderen Frau. Die anderen beiden sind von Lazarus und Ethan. Und was Aurian angeht. Nun ja ihr habt die Reaktionen eurer Männer auf sie bemerkt und sie ist recht großzügig mit ihrer Gunst.“ Damien nickte heftig. „Ich liebe Andora wirklich und doch konnte ich mich der Anziehungskraft der Göttin nicht entziehen, das gebe ich zu.“ Amor lachte. „Willkommen im Club. Da geht es dir nicht anders als jedem anderen Mann auch. Jeder ist scharf auf sie.“ Nun erröteten die beiden Sterblichen und Amor sah von einem zum anderen. „Oh... ich verstehe. Aus Angst vor Verfolgung habt ihr noch nicht mit einander geschlafen.“ Damien wurde knallrot, nickte aber bestätigend. Amor grinste. „Na dann wird die kommende Nacht sehr heiß bei euch werden nehme ich mal an, denn nun dürft ihr und niemand kann es euch verbieten.“ Hope knuffte ihn. „Mach sie doch nicht verlegen.“ Sie reichte Andora ein kleines Fläschchen. „Benutze das um eine Schwangerschaft zu verhüten. Das ist ein Mittel persönlich von Iona der Göttin der Natur hergestellt und wirkt sofort. Ach und wenn ihr mehr über uns Götter erfahren wollt, lest das goldene Buch in der Bibliothek, nur hütet euch davor es von dort zu entfernen.“ Andora nahm das Fläschchen und bedankte sich freundlich, kam aber dann auf das goldene Buch zu sprechen. „Darf man denn davon Abschriften machen?“ Hope sah Amor fragend an, der lauschte kurz und nickte dann. „Ja man darf. Aurian hat es erlaubt. Nur nicht entfernen, das ist verboten.“ Die beiden nickten, sie würden sich an das Verbot auch halten. Amor und Hope erhoben sich. „Wir müssen los, die Pflicht ruft. Wenn ihr mehr wissen wollt fragt Aurian am besten.“ Die beiden Sterblichen nickten und bedankten sich noch mal. Dann waren die beiden Götter auch schon verschwunden. Als die beiden den Palast verließen wurden sie von den Leuten ihrer Gruppe merkwürdig angesehen und ihnen war klar das ihr Geheimnis nun keins mehr war. Es dauerte einige Tage dann hatte man sich allgemein daran gewöhnt, vor allem da sie es den anderen nicht gar so deutlich unter die Nase hielten. Zudem war dem Anführer klar das diese beiden ein großes Glück waren um mehr zu erfahren als es sonst womöglich der Fall gewesen wäre. Alleine was sie bereits über Aaron, Iskander und die drei Alten berichteten war schon eine Menge. Vor allem da sie Gregorian immer mal wieder landen sahen. Nun wusste man zumindest wer er war. Damien und Andora widmeten sich dem Studium des goldenen Buches und verfassten auch eine Abschrift, die sie dem Anführer gaben. Vor allem als Andora dahinter kam was der Palast wirklich war, lief sie aufgeregt nach draußen und berichtete davon. Die Erkenntnis schlug ein wie eine Bombe. Man stand staunend vor dem Palast und murmelte immer wieder. „Ein Tor zu anderen Welten, wer hätte das gedacht.“ Andora nickte. „Das ist ein sehr großzügiges Geschenk der Götter.“ Der Anführer bat die beiden junge Leute darum , mal die Göttin zu fragen, da es auf ihrem Heimatplaneten keinen solchen Palast gab ob man dort auch einen bauen könnte. Als Aurian die Bitte vernahm, nickte sie und sah die beiden an. „Sagt eurem Anführer, es ist bereits geschehen, im südlichen Teil eures Planeten steht nun ein ebensolcher Palast. Doch sollen sie es nicht wagen ihn nur für wenige zu öffnen. Die Götter sind für alle da und so auch ihr Palast.“ Man versprach es. Aurian warnte sie, das sie ihnen dieses Geschenk auch wieder nehmen könnte und würde, wenn man sich nicht an ihr Wort halten würde. Sie schlug vor für die Paläste Verwalter einzusetzen. Am besten Priester oder ähnliches. Die dem Wort der Götter lauschen würden und es dann verkündeten. Pelata würde sie sicherlich gerne darin einführen wie man das tat. Man nahm das Angebot gerne an. Die Sterblichen blieben ein Jahr, in dem auch mal einige nach Hause flogen und andere sie ablösten. Als sie endlich die Welt wieder verließen blieben Andora und Damien zurück. Sie wollten den Palast weiter erforschen und würden ab und zu mal Bericht erstatten. Damit sie das auch konnten, gab Aurian ihnen eins der Amulette, das sie auch zurück kommen konnten. Allerdings offenbarte man ihnen noch nicht das die Götter in Wirklichkeit gar nicht in dem Palast wohnten, man ließ sie vorläufig in dem Glauben.

Kapitel 56: Damien und Andora


 

In diesem einen Jahr in dem die Sterblichen sich auf ihrer Welt aufgehalten hatten, hatten es sich die Götter angewöhnt, vieles in der Nähe des Palastes zu tun. So konnten nun nachdem die anderen weg waren Damien und Andora auch beobachten wie Aaron die Kinder im Kampf ausbildete, wobei Leander ihm oft half..Oder aber wie Aurian die Kinder allgemein unterrichtete, wobei Myrion sich immer in Aurians Nähe aufhielt. Man hielt sich natürlich fern von ihnen, man wollte ja niemanden belästigen. Doch hatten sie nun ein wenig Einblick in das Leben der Götter. So sahen sie auch das sich alle anderen Götter in großen Fragen an Aurian wandten. Sie lernten Iona die Naturgöttin kennen, ebenso wie Luna und Apoll oder auch Aglaia die Schicksalsgöttin. Angst einflößend war aber auch Thanatos, der Gott des Todes. Sie lernten auch die drei ehemaligen Avatare kennen, Mystra, Andra und Dorian und erfuhren das sie die Erbauer des Palastes waren. Wobei Dorian ihnen unheimlich war. Sie erfuhren auch das man ihn den Gott der Dunkelheit nannte. Doch am imposantesten fanden sie Myrion. Er schien stärker und größer als alle anderen männlichen Götter zu sein. Doch auch hier sah man das die Götter oft zu ihm kamen und ihn um Rat fragten oder sich einfach nur mit ihm unterhielten. Damien fand sogar seine Schmiede und sah sich darin um. Man hatte ihn allerdings gewarnt dort nichts an zufassen, da Myrion es nicht leiden konnte wenn man seine Werkzeuge berührte.

Sie fanden auch nach und nach heraus, wer Aurians Liebhaber waren, da sie hier und da beobachten konnten wie der eine oder andere sich ihr näherte und begann sie zu verführen. Allerdings fiel es den beiden Sterblichen schwer sich im Palast heimisch zu fühlen und als Luna ihnen mal Gesellschaft leistete, fragten sie sie freundlich ob man ihnen nicht erlauben könnte eine kleine Hütte zu bauen, weil sie sich im Palast unwohl fühlten. Als sie jedoch am nächsten Morgen den Palast verließen stand ein wenig abseits außerhalb des Parks ein kleines Haus. Darin befand sich ein Wohnzimmer, ein Studierzimmer, als auch Schlaf- und Baderäume. Selbst eine kleine Küche hatte es, die einen Esstisch besaß, dem man nur seine Wünsche mitteilen musste und er erfüllte sie. Das Haus hatte sogar einen kleinen Vorgarten. Luna teilte ihnen mit, das Aurian ihnen dieses kleine Haus zur Verfügung stellte und hoffte das sie sich darin wohler fühlen würden. Das junge Paar war überglücklich, nicht mehr in diesem kalten und unpersönlichen Palast wohnen zu müssen und bedankte sich überschwänglich. Sie brachten sogar Blumen in den Palast und legten sie auf den Thron, als Dankeschön für Aurian. Aurian sah aber auch, das die beiden in ihren Berichten die sie regelmäßig zu ihrer Heimatwelt brachten, niemals intime oder persönliche Dinge der Götter schrieben. Alle Berichte waren rein wissenschaftlich und recht unpersönlich verfasst und lediglich mit Wissen gefüllt. Die anderen waren nun bereits ein halbes Jahr fort und eines Morgens als sie ihr Haus verließen stand Aurian vor ihnen, sie sah sie ruhig und sanft an. „Ihr habt euch als würdig erwiesen, nun unser größtes Geheimnis zu erfahren. Doch möchte ich euch bitten das auch, wie alles andere das ihr nicht in eure Berichte geschrieben habt, für euch zu behalten.“ Die beiden nickten. So brachte Aurian sie zur westlichen Seite der Insel und zeigte ihnen nun wo die Götter wirklich lebten. Das jedes Paar ein eigenes Haus hatte. Das sie nicht wirklich in dem Palast lebten. Sie zeigte ihnen auch ihr eigenes Haus an dessen See die Kinder spielten. Als die beiden Sterblichen das sahen lachten sie leise und nickten. Damien sah Aurian an. „Also ist euch der Palast auch zu ungemütlich. Er ist eine reine Illusion, zumindest was die Heimstatt angeht.“ Aurian lächelte und nickte leicht. „Richtig, ich glaube dort kann sich niemand wirklich wohl fühlen. Er ist lediglich ein Tor, nicht mehr und nicht weniger. Er soll nur ein wenig Wissen über uns Götter vermitteln. Und allen klar machen, das wir recht real sind und nicht nur Hirngespinste.“ Iskander kam nur in einer Badehose angelaufen und nahm Andoras Hand. „Komm mit schwimmen, das macht Spaß.“ Andora sah verlegen den kleinen Kerl an. „Ich habe kein Badezeug mit.“ Iskander winkte ab. „Das brauchst du doch gar nicht. Schwimmst du eben ohne. Schau Lazarus tut es doch auch. Er ist übrigens einer meiner großen Brüder.“ Jetzt erst sahen sie Lazarus der aus dem See auftauchte und Andora musste schwer einatmen als sie ihn dort sah. Es war wirklich sehr aufregend, wie das Wasser von seinem muskulösen und gut gebautem Körper abfloss und Wasserperlen hinterließ. Als er nun aus dem See stieg sah sie das er tatsächlich nackt war, sie wendete ihr Gesicht verlegen ab. Damien hatte die Reaktion seiner Geliebten gesehen. Aurian grinste, sie hatte es ebenso bemerkt. „Er ist schon recht anziehend nicht wahr? Das sollte er auch sein. Schließlich ist er der Gott der Lust.“ An Damien gerichtet. „Keine Sorge von selber wird er sich keiner Frau hier nähern, es sei denn sie kommt auf ihn zu.“ Damien nickte, er hatte sich in der Tat Sorgen gemacht, das der Gott Andora verführen könnte. Aurian sah Iskander an. „Heute nicht vielleicht das nächste mal. Lass Andora nun in Ruhe.“ Iskander nickte und lief wieder zum See wo er sich in Lazarus Arme warf, der den kleinen Kerl sofort auffing und ihn herumwirbelte. Die beiden Sterblichen sahen, das es hier an diesem See wirklich Leben gab. Die Kinder spielten und plantschten im Wasser, die Erwachsenen lachten mit ihnen. An einem Tisch saßen Leander, Ethan, Luna und Apoll mit Pelata. Wobei Ethan Pelata immer mal liebevoll aufzog und lachte wenn sie ihn böse ansah. Myrion stand mit einer Badehose bekleidet, die muskulösen Arme vor der gewaltigen Brust verschränkt am See und beobachtete alles. Damien und Andora sahen sich alles an und sie nickte. „Hier spürt man die Liebe fast körperlich.“ Aurian lachte. „Das könnte auch an Luna und Apoll liegen, diese beiden verbreiten sehr viel Liebe um sich.“ Sie sahen zu den beiden und kriegten mit wie Apoll Luna leidenschaftlich küsste. Leander stieß die beiden grinsend an und deutete zu Aurian und ihren beiden Besuchern. „Benehmt euch wir haben Gäste.“ Apoll löste sofort den Kuss und knuffte Leander. „Du bist ja nur neidisch. Ihre Lippen locken, ihr Körper ist eine Offenbarung und du würdest das alles gerne mal kosten, na gib es nur zu.“ Nun sprang Leander auf, er grinste immer noch, riss Apoll der damit nicht gerechnet hatte aus dem Stuhl und stemmte ihn über seinen Kopf, dann rannte er mit ihm zum See und warf ihn mit Kleidung hinein. „Kühl dich mal ab.“ Als Andora und Damien das sahen mussten sie herzlich lachen. Andora sah bewundernd Leander an. „Er ist sehr stark.“ Aurian nickte. „Und sehr gefährlich. Sei bei ihm vorsichtig, für ihn verbürge ich mich nicht, das er nicht versucht dich herum zu kriegen. Ebenso Ethan, er nimmt sich auch was nicht bei drei auf den Bäumen ist.“ Urplötzlich stand ein Engel mit weißen Flügeln vor ihnen. „Du hast mich gerufen Mutter?“ :sah er Aurian fragend an. Damien und Andora atmeten scharf ein, denn vor ihnen stand ein leibhaftiger Engel. Aurian nickte, sie sah Andora und Damien an. „Das ist Angel, einer meiner Söhne.“ Dann an Angel gerichtet. „Hast du zwei geflügelte Pferde auf denen sie reiten können? Denn es ist doch sehr umständlich zu Fuß von der östlichen Seite der Insel zur westlichen zu kommen.“ Angel nickte. „Sicher, ich werde ihnen zwei zur Verfügung stellen.“ Er sah Andora und Damien an. „Behandelt sie gut.“ Beide nickten heftig. „Natürlich, das werden wir.“ Kurz darauf standen zwei geflügelte Pferde in der Nähe, Angel nannte ihnen noch deren Namen, dann war er auch schon wieder verschwunden. Damien sah Aurian an. „Darf ich mal fragen wie viele Kinder ihr habt Lady Aurian?“ Aurian sah ihn ruhig an. „Fragen darfst du, doch eine Antwort bekommst du von mir nicht.“ Sie drehte sich herum und ging. Myrion der es mit bekommen hatte trat auf die beiden zu. „Ihr habt unwissentlich, genau die einzige Frage gestellt die ihr niemals hättet stellen dürfen. Wenn ihr das goldene Buch gelesen habt, wisst ihr auch das sie einige Kinder verloren hat und das schmerzt sie immer noch. Doch lebende Kinder sind Lazarus, Angel, Ijana, Rohan, Pia und Soraja. Dann Leon, Apoll, Luna und Iskander.“ Die beiden sahen Myrion betroffen an. „Es tut uns leid daran hatten wir nicht gedacht.“ Myrion nickte. „Halb so wild, sie wird sich wieder beruhigen, etwas das ich sehr an ihr liebe, sie ist nicht nachtragend und immer bereit zu verzeihen.“ Damien nickte. „Sie hat ein großes Herz, nicht wahr?“ Myrion lächelte und nickte ebenfalls. „Ja. Sie liebt jeden ihrer Götter und auch die Sterblichen.“ Damien sah Myrion an, er überlegte ob er die Frage stellen sollte, vor allem nach dem Patzer den sie sich nun geleistet hatten. Doch Myrion spürte das er eine Frage auf dem Herzen hatte und nickte ihm aufmunternd zu. „Frag nur.“ Damien zauderte noch doch dann fragte er. „Wie haltet ihr es aus, das sie mit anderen Männern zusammen ist und ihnen sogar Kinder schenkt?“ Myrion lachte leise. „Damit, das ich weiß das sie mich von Herzen liebt, das sie bereit wäre jeden anderen in die Wüste zu schicken wenn ich es verlangen würde. Was ich aber nicht tue, denn ich liebe sie ebenso und weiß das sie die anderen braucht. Sie käme niemals nur mit einem Mann aus.“ Er deutete zu Lazarus, Ethan und Leander. „Ebenso wenig wie sie. Sie brauchen auch die Abwechslung, sie wollen auch immer mal eine andere Frau. Aurian ist so wie sie. Und nur weil sie eine Frau ist, sollte das sie nicht davon abhalten sich zu nehmen was sie haben will. Sie trägt schon genug Last mit sich herum, also gönne ich ihr den Spaß. Vor allem da die Männer sie begehren und das braucht sie. Daraus zieht sie ihre Kraft.“ Damien und Andora nickten leicht, langsam verstanden sie. Sie begannen Aurian mal nicht als Göttin zu sehen, sondern als eine Frau, die auch wie sie ihre Probleme hatte. Wenn diese auch weitaus weitreichender waren als die eines gewöhnlichen Menschen. Ihnen wurde auf einmal bewusst, wie schwer es sein musste, für ein ganzes Universum die Verantwortung zu tragen. Um so mehr wunderten sie sich nun als sie Aurian herzlich über Iskander lachen hörten. Myrion lächelte. „Sie nimmt es leicht. Sie liebt und das gibt ihr die Kraft alles zu überstehen.“ Sie sahen wie Lazarus von hinten an Aurian heran trat und sie mit seinen Armen umfasste und an sich drückte. Sie lachte: „Du bist noch nass.“ Dann sahen sie wie er ihre Haare beiseite strich und sie auf den Hals küsste, ihr dabei etwas ins Ohr flüsternd. Aurian erschauerte und nickte leicht, dann waren die beiden verschwunden. Damien sah Myrion an. „Wo sind sie hin?“ Myrion lachte. „War das nicht offensichtlich was er von ihr wollte und wohin sie nun verschwunden sind?“ Damien sah ihn entsetzt an. „Aber ich dachte er sei ihr Sohn.“ Myrion lachte. „Ja ein knapp fünftausend Jahre alter Sohn, der heute noch ebenso scharf auf sie ist wie damals. Würdet ihr sie für seine Mutter halten, mal ehrlich.“ Andora schüttelte den Kopf. „Nein, sie sieht so jung aus.“ Myrion nickte. „Eben, im Laufe der Jahrtausende verschwimmen die Verwandtschaftsgrade. Und es ist egal wer mit wem. Solange es beiden Spaß macht. Aurian wird auch noch in zehntausend Jahren so aussehen wie heute und glaubt mir sie ist.......genau das was man spürt. Heiß und sinnlich. Wenn auch nur ein Mann der auf Frauen steht, behauptet das er sich nicht von ihr angezogen fühlt, dann lügt er.“ Damien nickte verstehend. „Da ist es egal, Mann ist Mann. In diesem Fall werden wir wohl von dem regiert was wir in der Hose haben.“ Myrion lachte und klopfte Damien sachte auf die Schulter. „Jetzt hast du es verstanden. Kommt setzen wir uns und trinken etwas.“ Damit geleitete er sie zu dem Tisch an dem die jungen Götter saßen, wobei Apoll sich auch bis auf eine Badehose ausgezogen hatte weil seine Klamotten nass waren. Er schien es Leander aber nicht übel zu nehmen, denn die beiden frotzelten immer noch mit einander. Inzwischen waren Apoll und Luna auch bereits knapp 30 Jahre alt. Pelata war inzwischen gegangen und brachte nun frische Getränke. Damien und Andora wurden aber nun Zeuge wie Leander abermals aufsprang, denn Apoll hatte ihn angesehen und gemeint. „Nun eins weiß ich jedenfalls deine Alandra ist ganz schön scharf, zumindest war sie das als sie in meinen Armen lag.“ Damien und Andora rechneten nun damit das Leander Apoll schlagen würde, doch stattdessen sah dieser Apoll ruhig an und meinte nur. „Nun wenn das so ist, dann brauche ich mich auch nicht zurück zu halten.“ Er griff Luna unter die Arme und hob sie von ihrem Stuhl herunter, stellte sie vor sich und küsste sie leidenschaftlich, sie hart an sich gepresst haltend. Doch scheinbar hatte er nicht damit gerechnet das Luna das nicht wollte, denn als er nun den Kuss löste, hatte er auf einmal ihre Hand in seinem Gesicht. Sie fauchte ihn an. „Meinst du nicht das du mich erst mal fragen solltest? Auch wenn Apoll es mit Alandra getrieben hat, heißt das noch lange nicht das ich dich will.“ Leander grinste und sah Luna an. „Nicht? Ich hatte gerade einen ganz anderen Eindruck Kleines, denn du hast den Kuss sehr wohl erwidert und dich an mich gedrückt. Ich beweise es dir.“ Damit zog er sie abermals an sich und küsste sie nochmals, diesmal gab Luna nach und als Leander spürte das sie es ebenso wollte verschwand er mit ihr. Apoll sah auf die nun leere Stelle, dann zuckte er mit der Schulter. „Nun ja, ich muss ihm wohl recht geben, sie schien ihn offenbar doch zu wollen. Er ist aber auch ein scharfer Bursche. Wäre ich eine Frau ich würde ihn auch wollen.“ Damien sah Andora an, ihm war es unverständlich das die Götter scheinbar wirklich nicht eifersüchtig waren. Er stellte sich gerade vor das würde jemand vor seinen Augen mit Andora tun, er würde da wohl ausflippen. Doch Apoll blieb gelassen, ihn schien es wirklich nicht zu stören, er machte sogar noch Witze. Myrion beobachtete Damiens Mienenspiel. „Es ist egal, das ist nur körperlich, Lunas Herz gehört Apoll und er weiß es. Doch wir fühlen uns oft körperlich von anderen angezogen, also warum dem dann nicht nachgeben. Da gibt es keinen Grund eifersüchtig zu sein. Beide haben ihren Spaß und kehren anschließend zu ihren Partnern zurück.“ Damien begriff das die Götter hier zwischen körperlicher Liebe und der Liebe des Herzens unterschieden. Er sah Andora an, die immer mal scheu zu Ethan sah. Als er Ethan ansah spürte sogar er, dessen sehr ausgeprägte männliche Ausstrahlung. Als er nun daran dachte was er in Aurians Nähe empfunden hatte, wurde ihm klar was Andora nun scheinbar bei Ethan fühlen würde. Sie sah ihn an. „Wir sollten lieber gehen.“ Er verstand, es fiel ihr schwer in der Nähe dieses Mannes ruhig zu bleiben. So nickte er und die beiden erhoben sich. Sie bedankten sich noch mal für die Gastfreundschaft, dann gingen sie zu ihren beiden Pferden, die sie nun nach Hause bringen würden. Myrion schmunzelte, ihm war klar warum Andora so plötzlich gehen wollte. Ethan hatte sie körperlich angesprochen und sie hatte Angst ihm zu erliegen. Auch Ethan hatte begriffen was geschehen war, er grinste und sah Myrion an. „Mir kann eben keine widerstehen. Da brauche ich nicht mal viel zu tun. Doch sie ist sterblich und würde nicht lange mit mir mithalten können. Ich würde sie überfordern. Also ist es besser die Finger von ihr zu lassen.“ Myrion nickte schmunzelnd. „Na ja einmal oder zweimal würde sie sicherlich aushalten.“ Ethan lachte und schüttelte den Kopf. „Sie wäre schon mit einem mal überfordert, du weißt welche Ausdauer ich habe und schnell zum Höhepunkt zu kommen mindert den Spaß schlussendlich doch, zumindest für mich. Und um ehrlich zu sein, würden Lazarus und ich uns nicht ab und zu bei Aurian abreagieren können, wären sogar Morgan und Marian nichts für uns. Ich verstehe eh nicht wie Lazarus es mit den sterblichen Frauen schafft. Ich hätte schon nach dem zweiten mal keine Lust mehr es noch mal mit einer sterblichen zu versuchen.“ Myrion nickte. „Ich denke er folgt dem Rat des zweiten Löwen, er bringt es schnell hinter sich und denkt nicht weiter darüber nach.“ Ethan nickte ebenso. „Doch Spaß macht das wohl nicht, da geht das ganze Vergnügen verloren.“ Die beiden hatten nicht bemerkt das der kleine Naseweiß Iskander in der Nähe stand und ihnen aufmerksam lauschte. Er hatte zwar noch keine Ahnung worüber sie redeten, doch schien das sehr interessant zu sein. Er kletterte auf Myrions Schoß und schmiegte sich an ihn. „Papa Myrion? Kann ich was zu trinken haben?“ Myrion legte seine Arme um den Jungen und nickte. „Aber sicher, Kleiner.“ Als er etwas getrunken hatte sah er Ethan und Myrion an. „Wovon redet ihr?“ Nun platzte Ethan vor lachen. „Ich frage mich ob ich als Kind auch so neugierig war wie dieser Junge. Der hat seine Nase aber auch überall drin.“ Myrion grinste. „Nichts was dich angeht Kleiner. Das wirst du verstehen wenn du alt genug bist.“ Iskander sah Myrion empört an. „Ich werde bald schon acht, also bin ich alt genug.“ Myrion schmunzelte. „Frag mich das noch mal wenn du dreizehn oder vierzehn bist.“ Er sah Myrion nachdenklich an. „Geht es darum was Mama und Lazarus gerade tun?“ Ethan der gerade trinken wollte prustete nun das was er im Mund hatte quer über den Tisch. Myrion sah Iskander an. „Woher weißt du was die beiden gerade tun?“ Iskander zuckte mit der Schulter. „Na ich habe zugeschaut. Erst dachte ich ja, er tut ihr weh, doch dann als ich sah das sie davon noch mehr wollte, dachte ich mir das er ihr wohl doch nicht weh tut.“ Myrion nickte. „Nein er tut ihr nicht weh, sie lieben sich.“ Iskander sah an sich herab und dann Myrion an. „Damit?“ Er deutete nach unten auf seine Badehose. „Ich weiß das es Mädchen und Jungen gibt. Die Mädchen sehen dort ganz anders aus, als die Jungen.“ Nun konnte Ethan nicht mehr und lachte laut los. Apoll der dem Gespräch auch gefolgt war, kicherte anfangs leise, doch Ethans Lachen war so ansteckend das er nun laut mit lachte. „Der Junge ist wirklich drollig. Man muss ihn einfach gern haben.“ Myrion begriff das Iskander bereits weiter war als man dachte und begann so ihn kindgerecht auf zu klären, was Mädchen und Jungen anging. Iskander hörte aufmerksam zu und stellte zwischendurch auch mal Fragen um etwas genauer zu verstehen. Er nickte immer mal. Myrion wollte nicht das der Kleine den Liebesakt in den falschen Hals bekam und womöglich noch was falsches dachte. Auch wies er ihn darauf hin, das er damit noch warten müsste bis er wirklich alt genug sei. Acht Jahre wäre einfach noch zu jung. Iskander nickte verstehend. „Wann ist man alt genug?“ Myrion sah ihn an. „Du wirst es wissen wenn es soweit ist.“ Iskander sah Myrion an und flüsterte ihm dann leise ins Ohr. „Ab und zu spiele ich da unten herum und es macht schöne Gefühle. Ist das verboten?“ Myrion nickte und lächelte. „Nein das ist nicht verboten.“ Als Iskander wieder zu den anderen Kindern ging stöhnte Myrion leise auf. „Ich glaube ich werde langsam zu alt für Kinder und ihre Fragen.“ Ethan sah ihn an. „Also ich finde das hast du doch sehr gut gemacht, man sieht das du Übung darin hast.“ Anschließend sah er zu Iskander. „Ich hoffe nur das er nicht jetzt mit den Mädchen ausprobieren will wie das so geht.“ Abermals stöhnte Myrion auf. „Mal bloß nicht den Teufel an die Wand, das fehlte noch. Aurian macht uns dann alle einen Kopf kürzer. Der Junge war schon in seinem ersten Leben sehr heißblütig, ich ahne schlimmes.“ Ethan grinste. „Also schlimmer als ich oder Lazarus kann er nicht werden und uns überlebt ihr auch.“

Kapitel 57: Iskander`s Erinnerungen


 

Natürlich testete Iskander es mit den Mädchen nicht aus, aber er ging her und ließ die anderen an seiner Weisheit teilhaben. Iona hatte ihre Tochter Jordan genannt. Sie hatte jetzt bereits schon den Ansatz genauso schön zu werden wie ihre Schwester Alandra. Sie hatte von Iona das leuchtend rote Haar geerbt und war recht lebhaft wenn auch Fremden gegenüber sehr scheu, weswegen sie auch nicht mit Iskander mitgegangen war, als er sich einst in dem Lager der Sterblichen herum trieb. Doch ansonsten war sie auch immer bereit irgendwelche Dummheiten zu machen. Ähnlich wie Jordan war auch India, die Tochter von Morgan und Lazarus. India hatte das Temperament und die Leidenschaft ihres Vaters geerbt und die Schönheit ihrer Mutter. Wie Morgan hatte sie strohblondes Haar das ihr in dicken Locken über den Rücken fiel. Äußerlich unterschied sich Tara, Ethans und Marians Tochter kaum von India, doch war sie wesentlich nachdenklicher, wenn gleich sie die ausgeprägten Eigenschaften Ethans geerbt hatte. Doch sie dachte nach bevor sie etwas tat und hielt die anderen oft zurück wenn sie mal wieder irgendwo Streiche aushecken wollten, da sie sich schon zuvor die eventuellen Konsequenzen ausgerechnet hatte. Aber am ruhigsten war Aarons Sohn den er von Eirana bekommen hatte. Er wunderte sich immer wieder über den Jungen, der so anders als Iskander oder er selber war. Eirana hatte den Jungen Soran genannt. Morpheus zog ihn liebevoll mit Eirana auf und Aaron dachte oft das es vielleicht an Morpheus liegen könnte das Soran so anders als Iskander war. Denn Iskander hatte viele Bezugspersonen, vor allem auch Lazarus und Ethan, wobei man Ethan nicht gerade als Vorbild sehen konnte. Doch Aaron liebte den Kleinen sehr. Es würde ihn glücklich machen, wenn Iskander sich eventuell Jordan zu wenden würde. Doch würde er sich nicht einmischen, egal für wen der Junge sich entscheiden würde. Iskander hockte meist mit India zusammen, was wohl darauf hindeutete das er ihr wohl den Vorzug gab. Aaron überraschte die beiden auch wie sie sich gegenseitig untersuchten. Iskander wollte anfassen und sich alles genau ansehen. Vor allem nach dem Myrion ihm erklärt hatte was es mit den Jungen und Mädchen auf sich hatte. Doch India war ebenso neugierig und so konnte Aaron sie auch überraschen als sie nackt hinter einem Busch saßen und sich gegenseitig anfassten. Er fiel fast aus allen Wolken als er sie fand und wusste im ersten Moment nicht wie er damit umgehen sollte. So rief er Aurian damit sie es sich ansah und entscheiden würde was man nun tun sollte. Aurian lachte als sie es sah und schüttelte den Kopf. Sie sah Aaron an. „Mach dir keine Sorgen das ist kindliche Neugier, sie werden noch keine Dummheiten machen. Solange er das Mädchen nicht dazu nötigt und danach sieht es wirklich nicht aus, ist alles in Ordnung. Sie wachsen ja alle fast wie Geschwister auf und da ist es normal das sie ab einem gewissen Alter Neugierde aufeinander entwickeln. Obwohl ich zugeben muss das ich so etwas bei einem Kind mit acht Jahren noch nicht erlebt habe.“ Aaron war zwar nicht beruhigt, doch sah Aurian ihm auch einen gewissen Stolz an, das sein Sohn so ein frühreifes Früchtchen war. Sie bat Aaron einige Schritte mit ihr zu gehen und als sie weit genug fort waren rief sie. „Iskander, India seid ihr hier irgendwo?“ Die beiden Kinder fuhren auseinander und zogen sich schnell wieder an, dann rief Iskander frech. „Ja, wir sind hier und schauen uns die Käfer unter dem Busch an.“ Er wusste ja das Myrion ihm gesagt hatte, das sie noch zu jung seien. Aaron musste sich nun doch das lachen verkneifen. „Der Junge wird immer frecher und dreister.“ Aurian lächelte, Aaron dabei ansehend. „Als wenn dir das nicht gefallen würde. Du findest es doch gut.“ Aaron nickte. „Er wird mal ein guter Kämpfer werden und ich glaube auch sehr heißblütig. Wenn er jetzt schon mit untersuchen anfängt.“

Die Zeit verging und so auch die nächsten Jahre. Als die Kinder im vierzehnten Lebensjahr waren, trat Iskander auf Myrion zu. Ihm war nicht entgangen das die Mädchen nun langsam weitere Attribute bekamen die sie langsam zu Frauen machen würden. Myrion sah ihm an das er etwas auf dem Herzen hatte. „Was möchtest du mich fragen?“ Iskander nickte. „Was denkst du, bin ich immer noch zu jung?“ Er deutete zu den Mädchen hin. Myrion stöhnte leise auf. „Ihr seid nun vierzehn und eigentlich ja, immer noch zu jung. Warum hast du es so eilig? Warte doch noch drei oder vier Jahre. Du bist nun kein Kind mehr und müsstest es selber einschätzen können. Mal abgesehen davon glaube ich kaum das die Mädchen das schon wollen.“ Iskander sah Myrion an. „Das werde ich testen und dann wissen.“ Myrion sah ihn an. „Mir ist bewusst das du schon wesentlich weiter bist als die anderen. So bist du zumindest alt genug um zu wissen, das du niemals und unter gar keinen Umständen ein Mädchen dazu drängen darfst oder eventuell etwas gegen ihren Willen tun.“ Iskander sah ihn an. „Halte mich nicht für dumm. Ich weiß genau was du meinst. Selbstverständlich werde ich kein Mädchen zu irgend etwas zwingen. Wenn sie sich von mir küssen oder anfassen lassen, so weil sie es wollen.“ Er grinste. „Ich bin ja auch ein Prachtbursche, also welches Mädchen würde sich nicht gerne von mir küssen lassen.“ Nun musste Myrion lachen. „Na zumindest hast du ein Selbstbewusstsein um das dich andere beneiden könnten.“ Myrion sah Iskander an, er war wirklich ein Prachtbursche. Er hatte jetzt bereits durch das Training breite Schultern, einen ausgeprägten Brustkorb und muskulöse Oberarme bekommen und würde wenn er erst mal erwachsen war, ein gut aussehender junger Mann sein, dem sicherlich die Mädchen nach liefen. Im Gegensatz zu Iskander, hatte Soran sich nicht so entwickelt. Soran war schlanker und auch nicht so muskulös wie Iskander, obwohl Aaron ihn nicht weniger trainiert hatte. Aber scheinbar brachen bei ihm mehr Eiranas Erbanlagen durch als die von Aaron. Iskander folgte Myrions Blick und sah Soran an. „Er interessiert sich noch nicht für Mädchen, er findet alleine den Gedanken schrecklich ein Mädchen zu küssen. Doch ich will es wissen.“ Er grinste. „Ich komme da wohl auf Mutter heraus. Ich weiß mit wem sie alles schläft.“ Myrion sah ihn verblüfft an. Iskander lachte als er den Blick seines Ziehvaters sah. „Ja hallo... glaubst du ich wäre blind? Außerdem muss ich zugeben das, als ich dahinter kam, ich ihr immer mal nach spioniert hatte. Es war schon sehr interessant was ich da zu sehen bekam.“ Myrion sah ihn an. „Bitte sag mir jetzt nicht, das du ihr bis ins Schlafzimmer gefolgt bist.“ Iskander sah ihn verschmitzt an. „Na was denkst du? Bin ich oder bin ich nicht?“ Myrion sah ihn durchdringend an, Iskander zwinkerte frech. „Doch ich bin. Seit ich sie das erste mal mit Lazarus überraschte, du weißt schon an dem Tag als Damien und Andora uns das erste mal besuchten, folgte ich ihr immer mal, wenn ich das Gefühl hatte nun ist es wieder mal soweit. Ich kann dir genau sagen mit wem sie zusammen war. Und ich habe viel gelernt.“ Myrion stöhnte leise auf. „Junge das hättest du nicht tun sollen. Die Privatsphäre deiner Mutter hättest du respektieren sollen.“ Iskander nickte und sah ihn ernst an. „Mag sein, doch jetzt hörst du mir mal zu. Ich mag vielleicht körperlich und altersmäßig erst vierzehn sein. Doch was ihr alle auch meine Mutter und mein Vater vergessen, ist das ich ungeboren wie ich noch war, bereits mit erlebte was sie tun musste, damit ich überhaupt geboren werden konnte. Ich reifte damals schon geistig schneller heran als ihr alle glaubtet. Ich ließ euch in dem Glauben, da ich euch nicht unter die Nase halten wollte was ich während ich in ihr heran wuchs, erfahren habe. Wundertet ihr euch nicht das ich zu früh kam? Das ich trotz das ich zu früh geboren wurde, dennoch voll ausgebildet war? Ich habe alles, was sogar Dorian blass werden ließ, bereits als ungeborenes Kind mit erlebt. Ich habe ihre Qualen gespürt, geteilt und niemals mehr vergessen.“ Myrion war blass geworden, als Iskander ihm das sagte. Er zog den Jungen betroffen an sich, der es sich auch gerne gefallen ließ und die Arme um seinen Ziehvater legte und seinen Kopf auf dessen Brust legte. Er liebte Myrion, doch er musste es endlich mal los werden, sich mal alles von der Seele reden und er wusste, zu Myrion konnte er immer kommen. Myrion strich ihm liebevoll und sanft über den Kopf. Er wusste zwar nicht was dort geschehen war, doch alleine Aurians Zustand als sie zurück kam ließ ihn erahnen das es schlimm gewesen sein musste. Keiner hatte sich darüber Gedanken gemacht, das das ungeborene Kind davon vielleicht etwas mit bekommen würde und welche Auswirkungen auf es haben könnte. Er sah auf Iskander herab. „Lass alles heraus, schleppe es nicht weiter mit dir herum. Es reicht das deine Mutter es mit sich herum schleppen muss.“ Iskander nickte und Myrion setzte sich mit ihm auf eine Bank wo er ihn sofort wieder in seine starken Arme nahm und ihn an sich drückte. Dann begann Iskander zu reden. „Sie hat mit Chronos am Rand des neuen Universums eine kleine Kopie des alten Universums erstellt und hatte dort das ganze Wissen das sie vom alten Universum hat einfließen lassen, so brachte sie die drei zurück zu ihrem Ursprung wo sie noch die Avatare der Geister der Ewigkeit waren, ohne Seele und nur Marionetten. Die Zeit lief vorwärts und die Avatare bekamen durch Jasmin wieder ihre Seele und waren wieder das was sie einst gewesen waren. Dann flog die Zeit weiter bis zu dem Tag als Aurian und ihre Doppelgängerin in einer anderen Galaxie, geboren wurden. Wir erlebten mit wie mein Vater Aurian unterrichtete und ihre Doppelgängerin krank wurde und fast starb. Mystra kam dann und nahm Aurians Seele aus der Doppelgängerin und brachte sie dort hin wohin sie gehörte.“ Iskander schluchzte leise und Myrion streichelte ihn liebevoll. „Auf einmal wusste ich das ich in diesem Körper gefangen saß, das meine männliche Seele diesen weiblichen Körper bewohnte und ich Aurian war. Doch die wahre Seele Aurians tat was getan werden musste. Sie überwand sich und schlief mit meinem Vater, obwohl sie ihn nicht mal kannte und sie sogar gegen meine Abneigung mit einem Mann zu schlafen kämpfen musste. So bekam meine männliche Seele einen anderen Körper und wuchs weit in der Vergangenheit heran wo ich ein zweites mal geboren wurde, während Aurian ihre Pflichten aufnahm für die sie bestimmt war. Ich weiß auch das ich damals von ihr verlangt habe das sie irgendwann mal das Bett mit mir teilt. Abermals flog die Zeit voran, ich erlebte mit was sie tat, um diese kleine Galaxie zu retten in der wir uns nun befinden, ich sah das sterben des alten Universums und auch meinen Tod. Dann wie alles neu entstand und wir nun sind wo wir sind. Doch inzwischen war Aurian so geschwächt, weil sie dafür ihre gesamte Kraft verbraucht hatte, das für sie selber kaum etwas übrig blieb. Sie schaffte es eben noch die drei Avatare zurück zu schicken, doch mehr war nicht mehr möglich. Ich hörte wie das Universum Ethan zu Hilfe rief und er uns holte. Dann wurde ich ein drittes mal geboren, doch diesmal brachte sie mich selber zur Welt. Ich wundere mich immer noch das sie mich überhaupt lieben kann, für das was sie für mich auf sich genommen hat, doch ich spüre ihr Liebe.“ Myrion hatte dem schweigend zugehört und den Jungen nur in seinen Armen gehalten und ihn sanft gestreichelt um ihm Sicherheit zu geben. Er konnte nur erahnen was der Junge durchgemacht haben musste. Er sah auf ihn herab. „Ich glaube du solltest es ihr niemals sagen, das du es mit erlebt hast.“ Was die beiden nicht gewusst hatten war das Aurian bereits in der Nähe gestanden und alles mit angehört hatte. Nun wurde sie sichtbar. „Ich weiß es bereits und es ist gut das ich es weiß. Aber Iskander hat recht, ich ahnte es wirklich nicht. Es tut mir sehr leid das du alles mit erleben musstest mein Junge.“ Sie setzte sich neben die beiden und strich Iskander sanft über den Kopf. Der löste sich nun von Myrion und schlang seine Arme um Aurian sich nun an sie drückend. Sie legte liebevoll ihre Arme um ihn. Er sah sie an. „Ich liebe dich.“ Aurian nickte leicht. „Ich liebe dich auch mein Junge. Nun da ich weiß das du eigentlich bereits aus diesem vierzehn jährigen Körper heraus gewachsen bist, frage ich dich möchtest du das ich ihn erwachsen werden lasse?“ Iskander lächelte doch schüttelte den Kopf. „Nein, wie soll ich mich denn India nähern wenn ich soviel älter als sie bin? Sie würde mich doch dann erst mal ablehnen, was auch verständlich wäre. Nein, ich möchte mit ihr oder einer der anderen meine ersten Erfahrungen sammeln, wie als wäre ich, was ich vorgebe zu sein.“ Aurian nickte verstehend und lächelte ihn sanft an. „Na denn, wenn das dein Wunsch ist. Doch als Erwachsener hätten dich Lazarus, Aaron oder Ethan mal mit zu gewissen Frauen nehmen können, wo du deine Erfahrungen hättest machen können.“ Iskander dachte darüber nach, sah dann mal zu den anderen und sah anschließend Aurian an. „Nun theoretisch bin ich ja nicht mehr unerfahren, auch wenn ich in diesem Körper noch keine praktischen Erfahrungen sammeln konnte. Doch weiß ich bereits worauf es ankommt.“ Aurian lachte leise. „In Ordnung, doch tue dir selber einen Gefallen und vergiss was du erlebt hast oder nimm es wenigstens nicht mehr so schwer. Das ist Vergangenheit und lange vorbei. Genieße das Leben das du nun hast und genieße es richtig.“ Iskander zwinkerte ihr zu. „Das werde ich und sobald ich alt genug bin, wird hier keine Frau mehr vor mir sicher sein.........das schwöre ich.“ Er löste sich von Aurian, erhob sich und sah sie noch mal an. „Auch du nicht.“ Dann lief er schnell davon zu den anderen und ließ Myrion und Aurian verblüfft zurück. Myrion schüttelte den Kopf und legte einen Arm um Aurian sie an sich ziehend. „Er hat sich viel vor genommen.“ Er sah sie an. „War es wirklich so wie er sagte?“ Aurian nickte. „Ja grundsätzlich schon. Er hat wirklich alles mit erlebt und das hätte nicht sein dürfen. Es hat ihn schwer belastet.“ Die Zukunft würde zeigen, ob Iskander wirklich noch darunter leiden würde was er erlebt hatte. Vor allem jetzt da er es endlich mal erzählt hatte. Aurian teilte auch Aaron mit was mit Iskander geschehen war, er sollte es als sein Vater wissen.

Unterdessen konnten auch Damien und Andora von einigen Gesetzesänderungen auf ihrer Welt als auch den Siedlungswelten berichten. Dort ging man her, da die Götter nichts gegen Geschwisterliebe hatten, das man es auch bei ihnen erlaubte, allerdings mit der Einschränkung das diese Paare keine Kinder bekommen dürften um Missbildungen zu verhindern. Damit konnten alle leben. Das erfreute vor allem Damien und Andora, weil es ihnen die Möglichkeit gab wieder nach Hause zurück zu kehren ohne Angst haben zu müssen. Obwohl sie inzwischen zur Erkenntnis gelangt waren das auf ihrer Welt die Zeit doppelt so schnell lief als auf der Welt der Götter und somit alle die sie kannten inzwischen viel älter als sie geworden waren. Auch hatten sie einen kurzen Trip auf eine der mittelalterlichen Welten gemacht, der allerdings mit einen schweren Kulturschock ein herging, so das sie nach einem Tag schon zurück waren. Sie nahmen sich aber vor diese Welt noch mal zu besuchen, vor allem da es auch für ihre Welt interessant wäre zu erfahren das es schon bereits bewohnte Welten gab. Dann würden sie wohl auch Naraja und Kristan kennen lernen, von denen ihnen bereits Luna und Apoll berichtet hatten und die man die ewigen Helden nannte. Was die beiden aber besonders wunderte war, das man ihnen berichtete, das die Welt der Götter mit einem Raumschiff nicht mehr zu finden war. Es war als wäre sie für die Menschen ihrer Welt aus dem Universum verschwunden. Aurian dachte inzwischen darüber nach ob sie den beiden Unsterblichkeit verleihen sollte, damit sie ihnen als Botschafter noch lange erhalten blieben. Vor allem da Iskander eine besondere Freundschaft mit den beiden verband.