Kapitel 4: Die ewige Jugend


 

Ethan hatte nachdem die beiden sich den Nachmittag in dem Tempel vergnügt hatten einiges zum Nachdenken. Ihm wurde auf einmal bewusst, das es er obwohl er Aurian liebte, doch niemals auf andere Frauen hätte verzichten können. Ihm wurde klar er war nicht monogam veranlagt und er würde wenn er die Möglichkeit hatte sich immer auch nach anderen umsehen. Lazarus schien das erkannt zu haben. Fairer halber musste er nun auch Aurian zugestehen das sie sich nach anderen umsah. Und irgendwie hatte er es immer gewusst. Denn ihm war auch klar gewesen wie Aurian die drei Galaxien geschaffen hatte. Ihm wurde bewusst egal wie jung Aurian noch aussah, sie war um vieles älter und erfahrener als er. Sie hatte einige tausend Jahre mit Myrion verbracht und liebte ihn so sehr das sie ihn gegen alle Vernunft gerettet hatte. Als er später wieder auf der Insel war, saßen er und Lazarus zusammen am Strand und er sah Lazarus an der entspannt im Liegestuhl neben ihm lag. „Mir wird auf einmal klar, Nicht Leon und Myrion waren ihre Männer, sondern du und Myrion. Mag sein das sie Leon geliebt hatte auf gewisse Weise und doch standen du und Myrion ihr weit aus näher. Als ihr beiden weg wart, hat sie mit keinem Mann mehr was gehabt, selbst Leon hat sie abgewiesen.“ Lazarus seufzte leise und nickte. „Du hast recht, das ist mir auch nie so klar geworden wie jetzt. Sie liebte mich immer mehr als Leon.“ Ethan hatte im Haus nachgesehen als sie zurück kamen und als er Aurian dort nicht fand, wusste er wo sie war. Sie lag in Myrions Armen und irgendwie wurde ihm bewusst das sie dort auch hingehörte. Er seufzte leise. Lazarus sah ihn an. „Ist es so schwer für dich los zu lassen? Sie wird dich immer lieben, sie wird auch immer wieder in deinen Armen liegen, doch wird sich für dich nun einiges ändern. Myrion war schon immer ihr Favorit gewesen und ich denke das wird sich auch niemals ändern. Niemand versteht sie besser als er. Er ist ihr Geliebter, Vertrauter und ihr bester Freund. Er hat immer hinter ihr gestanden, egal was kam.“ Ethan nickte. „Ich werde wohl nun selten mit ihr im Arm einschlafen. Denn ich denke das Myrion wieder zu ihr zieht.“ Lazarus sah ihn an und nickte. Ethan begann sich von seiner Eifersucht zu lösen, er wusste auch wenn er das nicht ganz konnte, so musste er seine Besitzansprüche an Aurian aufgeben. Er sah Lazarus an, der recht gelassen in seinem Liegestuhl lag. „Wir sind uns ähnlicher als ich dachte. So hege ich die Hoffnung das sie mich vielleicht mal ebenso lieben wird wie dich.“ Lazarus nickte leicht. „Ich denke das tut sie bereits.“

Als Aurian und Myrion am nächsten Morgen erschienen strahlte Aurian vor Glück und das gab Ethans Eifersucht den Todesstoß. Denn er liebte Aurian mehr als alles andere und sie nun so glücklich zu sehen, machte ihn irgendwie auch glücklich. Lazarus hatte recht, Myrion würde ihm nichts weg nehmen können was er nie besessen hatte. Als alle gemeinsam am See saßen und frühstückten tauchte Thanatos auf um wieder mal nach zu fragen wie es mit den alten Seelen wäre. Er sah Aurian an. „Du solltest dir zudem mal etwas ansehen. Bisher habe ich davon nichts gesagt da ich abwarten wollte bis du und Myrion wieder zusammen seid. Doch nun solltest du dir doch mal etwas ansehen.“ Aurian nickte und so folgten Myrion, Lazarus, Ethan und sie selber Thanatos ins Unterreich. Aurian wusste das es immer aus zwei Teilen bestanden hatte, doch als sie ihm nun folgte sah sie das er ein weiteres dazu getan hatte. „Was ist das? Ich dachte es gäbe nur den Teil für die guten und den Teil für die dunklen Seelen. Hast du einen dazu getan nur für die Götterseelen?“ Thanatos schüttelte mit dem Kopf. „Nein deswegen nicht, doch ich will nichts sagen sieh es dir selber an, dann verstehst du es.“ So führte er die vier in den neu entstandenen Teil der Unterwelt und als sie es betraten, keuchte Aurian schwer auf. Denn dort saßen nur zwei Seelen drin. Beide hatten keinen normalen Geisterkörper wie alle anderen sondern die eine bestand nur aus einer schwarzen Wolke und die andere sah aus wie grauer Qualm, der sich schlangenförmig bewegte. Alle sahen Aurian fragend an. Denn in den anderen beiden Teilen der Unterwelt schwebten die Seelen mit Geisterkörpern herum. Meist in dem letzten Körper in dem sie gesteckt hatten. Doch das hier war undefinierbar und doch schien Aurian zu wissen wer diese beiden waren. Als sie sich wieder gefangen hatte sah sie die anderen an. „Könnt ihr euch nicht denken wer das ist?“ Myrion dachte nach und auf einmal wurde es ihm klar. „Damok und Gregorian?“ Aurian nickte. „Ja die dunkle Wolke ist die Chaossubstanz und diese graue ist die von Gregorian. Selbst jetzt wird er noch von seinem Fluch gehalten.“ Thanatos nickte. „Ich konnte die beiden nicht zu den anderen lassen, so habe ich für sie diesen kleinen Teil geschaffen.“ Aurian nickte.“ Was ist mit ihren Nachkommen? Wie Riana und Rowan oder bei Gregorian mit Jaron?“ Thanatos deutete in Richtung der anderen Teile der Unterwelt. „Sie sind bei den anderen, ich konnte sie nicht hier herein setzen.“ Aurian nickte verstehend. „Das hast du richtig gemacht. Ihr Aussehen hätte die anderen Seelen nur verschreckt.“ Die anderen sahen Aurian immer noch fragend an und sie seufzte leise. „Also gut, Lazarus hat ja die Geburt des Chaos mitbekommen und das dort ist das Chaos in seiner reinsten Form. Würde Thanatos ihn frei geben würde er sofort wieder beginnen sich einen Körper zu suchen und sich dort festsetzen. Und Damok wäre wieder da. Er kann nicht sterben wie alle anderen, man kann ihm seinen Körper nehmen, doch wäre er immer noch das Chaos. Das dort ist Damok wie er geboren wurde, wenn auch mit den Erinnerungen die er sich in seinem Körper angeeignet hatte. Damok hätte wahrscheinlich auch überlebt als das Universum unterging. Er wurde wie ich vom Universum selbst geboren. Und das dort ist Gregorian, er wurde nur als Funke geboren, als Damok und ich uns mal in einem Kampf sehr nahe kamen. Er ist sozusagen Damoks und mein Sohn. Dieser Funke setzte sich in einem ungeborenen Kind fest und verband sich mit dessen Seele. Allerdings weil er die Seele stahl war er mit einem Fluch behaftet. Er würde immer als Drache des Universums gezwungen sein durch das Universum zu fliegen und durfte nur die halbe Zeit als Mensch leben. In ihm wohnen zwei Seiten, er kann gütig und sanft sein und ebenso hinterhältig und gewalttätig. Deswegen ist er auch weder weiß noch schwarz sondern grau.“ Thanatos sah Aurian an. „Was ist mit ihnen soll ich sie frei lassen?“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein, Damok werde ich seinen alten Körper neu erschaffen wenn es soweit ist, doch Gregorian, sollten wir von seinem Fluch erlösen und er sollte normal wieder geboren werden. Wenn er dann in diesem Körper zur Welt kommt, müsste er an sich auch den Fluch los sein. Allerdings wird auch dieses Kind das Geburtsmal des Jing Jang Drachen tragen, denn auch Gregorian ist was er ist. Es hat eine Zeit gedauert bis mir klar wurde das er ebenso wenig anders handeln konnte wie alle anderen es taten. Er war ebenso eine Marionette des Universum wie auch wir anderen. Doch nun verteilen wir die Karten neu und er könnte ein normales Leben führen, auch wenn er der Jingjang Drache ist und immer sein wird. Seht ihn euch an, selbst jetzt bewegt er sich wie eine Schlange. Doch wird er ebenso wie Damok Kinder zeugen können, wobei allerdings das Problem da ist, mit wem sollte Damok Kinder zeugen, er ist das Chaos und keine Frau könnte sein Kind austragen.“ Myrion sah Aurian an. „Doch eine Frau gibt es die es kann. Aurana. Das ist mir die Nacht aufgefallen, irgendwie hast du alles gerettet. Du hast die Gene der Avatare gerettet, ebenso wie einen Teil des Chaos als auch von Gregorian. Denn Aurana als auch Ethan tragen die Gene des Chaos in sich. Lazarus hat die Gene der drei Avatare in sich, von mir mal ganz zu schweigen denn ich bin Andras Sohn. Mit Ionas Hilfe könnte man sie vielleicht aus filtern so das somit auch alles wirklich neu erstehen kann.“ Lazarus sah Ethan an als wolle er sagen: Siehst du das ist es was ich meinte. Er versteht sie. Ethan nickte und sah dann Aurian an. „Ich trage alles in mir. Das Chaos, Gregorians Erbe und das der Avatare, ebenso wie das Erbe des Lichts.“ Aurian sah die vier an. „Jetzt wird mir auch klar warum Ethan geboren werden musste. Er ist der Träger der Vergangenheit. Er vereint alles in sich. Und aus ihm kann alles neu erstehen. So dumm war das Universum gar nicht. Doch da ich ebenfalls einige gerettet habe, haben wir nun wesentlich mehr Möglichkeiten.“ Sie sah Myrion an. „Du wirst allerdings auch mit der einen oder anderen Frau außer mir schlafen müssen.“ Myrion knurrte leise. „Ich war dir immer treu und wollte nie eine andere. Aber du hast recht, jetzt werde ich es wohl müssen. Denn ich bin der einzige direkte Nachkomme der Avatare, wenn auch nur ein Halbblut.“ Lazarus sah seinen Vater frech grinsend an. „Vielleicht gefällt es dir sogar.“ Myrion sah Lazarus an als wolle er ihm eine runter hauen.

Später saß man zusammen und überlegte welche Seele man zuerst zurück holen sollte und Aurian sagte ihnen das sie und Myrion überlegt hatten es zuerst Iron und Nara zu erlauben. „Vor allem denke ich das wir ihnen soweit es geht auch die Erinnerungen zurück geben sollten, wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben.“ Lazarus war sich da nicht so sicher. „Ich liebte beide, das wisst ihr und doch wäre es nicht das selbe. Ich weiß nicht. Ich bin der Meinung, man sollte sie neu anfangen lassen. Das wäre das beste und wenn ich mich wieder in Nara verlieben sollte oder sie sich in mich, dann ist es so. Aber erzwungen will ich es nicht.“ Aurian sah die anderen an. „Seid ihr ebenfalls der Meinung?“ Myrion nickte und Ethan zuckte nur die Schultern. So entschloss man sich Myrions Idee zu folgen und erst mal den Tempel zu errichten und einige Priester und Priesterinnen auf die Insel zu holen. Aurian selbst erschien den Hohepriesterinen und verkündete was sie verlangte. Allerdings tat sie es nicht in ihrer eigentlichen Gestalt sondern als Lichtwesen. Man versprach das sie jeden fragen würden ob sie bereit wären, direkt Dienst bei den Göttern zu tun. Und nach wenigen Tagen konnte Aurian ihre erste Auswahl treffen. Alle jungen Frauen wurden nach bestimmten Kriterien ausgesucht, sie mussten gutgewachsen und gesund sein, dazu kräftig genug um auch eine Götterseele austragen zu können. Sie wurden alle darüber informiert was möglicherweise von ihnen verlangt werden würde und ließ sie selber entscheiden ob sie dazu bereit waren oder nicht. Es gab auf dieser Welt sechs Tempel und weitere entstanden gerade, doch von diesen sechs Tempel nahm man jeweils eine junge Frau und einen Mann. So zogen die ersten zwölf in den Tempel auf der Insel der Götter ein. Sie sahen es als hohe Ehre an, dort direkt bei den Göttern leben zu dürfen. Neben diesen zwölf jungen Leuten sah Aurian auch zu das es vier ältere Leute waren, die sich dann um die jungen Schwangeren kümmern würden. Allerdings bekamen die jungen Frauen die Auflage nicht mehr zu verhüten. Lazarus und Ethan sahen sich die jungen Frauen sofort an und Aurian schüttelte schmunzelnd den Kopf. Lazarus grinste sie nur jungenhaft an. „Na ja, wir müssen doch wissen ob sie uns gefallen werden.“ Myrion lachte leise. „Also da hatte ich keine Sorge. Dir gefällt doch jede die einen Rock trägt und noch einigermaßen gut aussieht.“ Lazarus tat gespielt beleidigt. „Als wenn ich mir jede nehmen würde.“ Nun lachte auch Ethan und knuffte ihn sanft. „Im Grunde hat Myrion recht. Sind wir doch mal ehrlich solange wir unseren Spaß haben ist es doch egal ob sie uns gefällt, nur gut muss sie sein. Und einiges aushalten. Doch habe ich auch nichts dagegen wenn sie hübsch sind.“ Iona erklärte sich bereit die Gene die gebraucht werden würden heraus zu filtern, so das alles so entstehen könnte wie man sich das vorstellte. Da man wusste das Nara und Iron auch von Dorian abstammten begannen nun Lazarus und Ethan mit ihrer Aufgabe, so nahmen sie sich als erstes jede eine der Priesterinnen und zeugten diese beiden Kinder. Myrion der es mitbekam lachte schallend und sah Aurian an. „Man sollte nicht glauben das Lazarus nun schon einige tausend Jahre alt ist. Er führt sich auf wie in seiner Jugend.“ Aurian grinste leicht. „Lass ihn, ich glaube daran ist Ethan schuld. Er gibt Lazarus seine Jugend zurück. Denn Ethan ist noch jung, das darf man nicht vergessen. Er reißt Lazarus mit und ich gönne es dem Jungen. Es freut mich das die beiden sich so gut verstehen.“ Und Myrion hatte recht, die beiden hatten nur Dummheiten im Kopf und stellten alles auf den Kopf. Lazarus und Ethan wuchsen immer mehr zusammen, ihre Freundschaft wurde immer tiefer. Aurian sorgte dafür das Ethan auch bei ihr nichts vermissen musste, auch wenn sie nun die meisten Nächte mit Myrion verbrachte, die zusammen in eines der Schlafzimmer gezogen waren. Es kam sogar soweit das die beiden jungen Götter sogar nächtelang ihre Zeit im Tempel verbrachten. Iona hatte es übernommen die Gesundheit der jungen Frauen im Auge zu behalten. Ihnen allen war klar das sie nun auch mit den Gegebenheiten der sterblichen Welt leben mussten, das bedeutete das Iona zwar die Schwangerschaften der Götter ein wenig verkürzen konnte aber die sterblichen allgemein die vollen neun Monate abwarten mussten. Man sagte den jungen Frauen das sie die beiden Kinder Nara und Iron nennen sollten. Aurian hatte allen gesagt das sie sonst durcheinander kommen würden, wenn alle Wiedergeborenen auf einmal andere Namen haben würden. Ebenso wurden auch die Seelen von Thanatos gefragt ob sie wieder geboren werden wollten. Man respektierte wenn sie den Wunsch nicht haben sollten. Myrion konnte sich nicht überwinden sich eine der jungen Priesterinnen zu nehmen und Aurian drängte ihn auch nicht. Allerdings hörte man nun auf der Insel wieder das schlagen des Schmiedehammers. Myrion war zu gerne Schmied als das er der Schmiede lange fern bleiben konnte. Alles begann sich zu normalisieren. Ethan und Aurian hatten nun feste Tage in denen sie im Weltall unterwegs waren um das Universum neu erstehen zu lassen. Myrion arbeitete wieder in der Schmiede, Iona kümmerte sich um die jungen Frauen, Aaron war auf der Welt unterwegs und beobachtete ob sich irgendwo ein Krieg anbahnte und alle anderen machten es sich gemütlich. Da sich Hope und Amor auf dieser Welt befanden gab es auch unter den Menschen Hoffnung und viel Liebe. Die beiden Engel wurden erst mal nicht eingesetzt. So reihte sich Tag an Tag, Woche an Woche und Monat an Monat.

Kapitel 5: Alles kommt wie es kommen muss


 

Die Monate vergingen, es lief eigentlich alles ganz normal, sofern man hier von normal reden kann. Nach Ablauf der neun Monate kamen die beiden Kinder zur Welt, wie geplant hatte Thanatos ihnen die Seelen von Nara und Iron gegeben. Lazarus und Ethan waren sich sehr nahe gekommen und machten das meiste gemeinsam. Myrion und Aurian waren glücklich wieder vereint zu sein. Lazarus hatte sich die ganze Zeit sehr zurück gehalten und sich Aurian bis auf normale Gespräche nicht genähert. Lazarus und Ethan lagen oft am Strand im Liegestuhl und unterhielten sich, so nun auch an diesem Tag. Ethan sah Lazarus an. „Also als gute Väter kann man uns wohl in diesem Fall nicht gerade bezeichnen. Weder du noch ich kümmern uns um diese Kinder.“ Lazarus sah ihn ruhig an und nickte. „Ich sehe mich da auch nicht als Vater, eher als Erzeuger und gut. Weißt du das war schon früher mein Problem. Ich wollte keine Kinder denen ich kein Vater sein kann. Oder um es genauer zu sagen, keine unsterblichen Kinder. Bei sterblichen ist es mir relativ egal, die sterben eh irgendwann. Doch im Moment sehe ich ein das es sein muss, dennoch sehe ich mich nicht als Vater.“ Ethan nickte, er sah es ähnlich. „Ich glaube es gäbe nur eine Frau bei dessen Kind ich Vater sein würde.“ Lazarus nickte, er verstand ihn absolut. „Ein Kind von der Frau die man über alles liebt, ist etwas anderes. Diese Kinder wurden nur gezeugt damit sie die alten Seelen tragen. Natürlich wissen sie nichts davon, doch wir wissen es und das macht es so schwer.“ Ethan nickte ebenfalls. „Doch sag mal, wo du gerade von der Frau sprichst die man liebt. Du hast bisher noch nicht mit Aurian geschlafen oder?“ Lazarus schüttelte den Kopf. „Es ist noch zu früh.“ Ethan sah ihn bewundernd an. „Also deine Geduld möchte ich haben. Gut sie ist nun auch mehr mit Myrion zusammen als mit mir, doch ganz darauf verzichten würde ich im Leben nicht. Fällt es dir nicht schwer?“ Lazarus sah ihn an und lachte leicht gequält. „Das fragst du wirklich? Natürlich fällt es mir schwer. Wenn ich sie sehe würde ich am liebsten über sie herfallen, ihr die Kleider vom Körper reißen und mit ihr das tun was ich auch früher mit ihr tat. Doch reiß ich mich zusammen und sage mir immer wieder, es ist noch zu früh.“ Ethan verstand ihn nicht. „Wieso ist es zu früh, irgendwas stimmt doch nicht. Also was ist los? Es gibt kein zu früh. Myrion weiß es ohnehin schon, ich auch und Aurian erst recht. Also woran liegt es?“ Lazarus sah sich um ob sie jemand hörte, als er aber niemanden sah blickte er Ethan an. „Ich weiß, das wenn ich sie mir nehme, ich ihr ein Kind machen werde, sie wird definitiv von mir schwanger werden. Und das will ich ihr noch nicht antun. Verstehst du jetzt?“ Ethan schüttelte den Kopf. „Ne ehrlich gesagt, ich verstehe gar nichts. Wieso bist du dir da so sicher? Sie verhütet soweit ich weiß. Das heißt sie hat es unterbunden schwanger zu werden, also wieso bist du dir da so sicher?“ Ethan sah das Lazarus verzweifelt war. Durch seine Frage schien er etwas aufgewühlt zu haben, was Lazarus fast um den Verstand brachte. Lazarus kämpfte mit sich, dann sah er Ethan an und sah das er wirklich besorgt war. „Also gut. Du weißt das ich von Aurian einen nicht gerade geringen Teil des Lichts bekam. Das heißt ich kann ebenso wie sie ein wenig in die Zukunft sehen, ebenso kann ich auf Wissen zurück greifen, auch wenn das Universum noch nicht erwacht ist, spüre ich doch das es dabei ist. Und ich weiß sobald das Universum erwacht, werden die Avatare auferstehen. Und ich weiß das ich der Vater sein werde und Aurian ihre Mutter.“ Ethan sah ihn ungläubig an. „Bist du nun von allen guten Geistern verlassen? Wäre Myrion da nicht prädestinierter?“ Lazarus schüttelte den Kopf. „Nein denn ich trage, von beiden direkten Nachkommen, sprich von Dorian und Andra, die Gene in mir. Ihr vergesst alle ich hatte einmal zwei Väter nicht nur einen, nicht nur Myrion, sondern auch Leon. Und Leon stammt von Dorian und Mystra ab, nimm nun noch Andras Gene von Myrion und heraus kommen alle drei Avatare. Das heißt Aurian würde sogar nicht mal nur ein Kind bekommen sondern Drillinge.“ Ethan sah ihn kopfschüttelnd an. „Du bist verrückt geworden. Ich habe das Gefühl du bist übergeschnappt. Aurian soll dich mal wieder richtig ran nehmen, dann vergehen dir diese idiotischen Ideen. Du hast doch nicht alle Tassen im Schrank. Zudem vergisst du eins, das Thanatos die Seelen in sie setzen müsste und meinst du nicht da hätte Aurian auch noch ein Wörtchen mit zu reden?“ Daran hatte Lazarus in der Tat nicht gedacht, doch hatte er auch ein Argument dagegen.“Sobald Aurian feststellt das sie die Kinder bekommt, denke ich würde sie es veranlassen.“ Ethan merkte das er nicht dagegen ankam, also holte er seinen letzten Trumpf aus dem Ärmel. „Ich sag dir was, bevor du es wüsstest das sie von dir schwanger wird, wüsste sie es selber …....und ich. Ich bin wie du selber gehört hast das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Mal abgesehen davon das ich Kräfte habe von denen du keine Ahnung hast. Und ich sage dir sie wird nicht schwanger und wenn ich daneben stehen muss um es zu verhüten, glaub mir.“ Als Ethan den letzten Absatz des Satzes sagte wurden ihm und Lazarus auf einmal klar was er da wirklich gesagt hatte und nun mussten beide lachen als sie es sich vorstellten. Lazarus lachte. „Ist klar du hältst die Kerze. Da käme sicherlich wahnsinnige Stimmung auf. Also ich denke eher das du dich dann kaum zurück halten könntest und wahrscheinlich noch mit ins Bett springen würdest.“ Er grinste frech. „Meinst du ich hätte nicht gesehen wie du mich ansiehst? Ich mache dich wohl an? Sei ehrlich du bist scharf auf mich.“ Er war schon auf dem Sprung denn er wusste genau das Ethan nur auf Frauen stand, doch versuchte er hier zu witzeln und rechnete damit das das nun in einer Balgerei enden würde. Und tatsächlich. Ethan sprang darauf an und war schneller aus dem Liegestuhl als Lazarus gucken konnte. Er riss Lazarus aus dem Liegestuhl und knurrte ihn an. „Sag so etwas nie wieder.“ Lazarus grinste. „Was sonst? Kriege ich dann die Prügel die du mir schon verabreichen wolltest als du noch mit ihr alleine warst?“ Ethan begriff jetzt erst das Lazarus nur Spaß gemacht hatte, das er ihn hoch nehmen wollte. So ließ er ihn los. Doch Lazarus hatte etwas in seinen Augen gesehen und wurde nun ernst. „Ich liege gar nicht so falsch mit dem Scherz den ich gerade machte. Nur das du nicht mich meinst sondern Aurian. Du möchtest es sehen und du möchtest das wir zusammen mit ihr ins Bett gehen. Alleine der Gedanke macht dich an. Und sag nun nicht nein.“ Dabei deutete er auf Ethans Badehose. „Ich sehe es deutlich.“ Ethan wurde zum ersten mal in seinem Leben rot und drehte sich ab um ins Meer zu gehen und sich ab zu kühlen. Doch Lazarus hielt ihn fest. „Sag mir was los ist.“ Leise erwiderte Ethan. „Ich bin nicht nur Hetero ich bin bisexuell und so unrecht hattest du gar nicht. Ich finde dich wirklich attraktiv. Und mir vor zustellen dich und Aurian zu sehen. Gott vor Monaten hätte ich es nicht für möglich gehalten nur daran zu denken, doch jetzt macht mich der Gedanke sogar an.“ Lazarus grinste: „und deswegen hältst du dich für Bi? Du hast einen Vogel. Du bist ebenso wenig Bi wie ich, doch macht es dir nichts aus, einen anderen Kerl im Bett zu haben. Du hast lediglich keine Berührungsängste und das du mich für attraktiv hältst ist auch ganz normal. Ich hatte mal einen Freund, Arden, noch Heteroer als er konnte niemand sein, und selbst er reagierte als ich ihn an mich zog und sogar küsste. Nicht das du auf falsche Ideen kommst, ich testete es nur, weil ich merkte das auch gestandene Männer auf mich an sprangen. Mir wurde da bewusst das ich nicht nur auf Frauen wirke sondern auch auf Kerle. Also mach dir deswegen mal keine Gedanken. Doch wenn du es testen willst, na dann komm mal mit.“ Ethan folgte Lazarus und sie erschienen wie so oft im Tempel. Die Frauen wusste wenn die beiden kamen würde es immer spaßig werden und so suchte Lazarus kurzerhand eine aus die bereit war mit ihnen beiden ins Bett zu gehen, was sie dann auch taten. Sie wussten natürlich das jeder von ihnen die Frau höchstens einmal nehmen konnte, wenn sie sie nicht umbringen wollten, aber für den Test würde es auch ausreichen. Sie waren gerade so richtig dran, als Lazarus zu grinsen begann, er streichelte Ethan, denn er wusste von sich das er wirklich keine Berührungsängste hatte. Doch wie erwartet zuckte Ethan vor seinen Streicheleinheiten leicht zurück. Doch als Lazarus ihn dann mit seinem Körper auf das Bett presste und ihn sogar noch leidenschaftlich küsste und Ethan dessen Körper auf sich spürte, war es ganz vorbei. Ethan stieß ihn von sich und sprang aus dem Bett. „Behalte deine Finger bei dir, was sollte das denn?“ Lazarus lehnte frech grinsend am Kopfende des Bettes und sah ihn nur an. „Das mal dazu, du bist bisexuell. Wärst du es wirklich hättest du es genossen das ich dich geküsst habe von allem anderen mal zu schweigen. Aber schau mal wie schnell du aus dem Bett warst.“ Das Mädchen kicherte leise. „Also ich würde sagen er steht eindeutig nur auf Frauen.“ Lazarus deutete auf das Mädchen und sah Ethan an. „Da hörst du es. Und nun komm wieder ins Bett und keine Sorge von mir hast du nichts zu befürchten.“ Ethan war durcheinander, er begriff das er tatsächlich nicht auf Lazarus stand,. Obwohl er ihn attraktiv und sehr reizvoll fand. Doch mehr als leichte Berührungen die zwangsläufig waren wenn man auch einen anderen Kerl mit im Bett hatte, wollte er nicht von ihm und doch machte es ihn neugierig. Er sah Lazarus an. „Wenn ich jetzt mehr gewollt hätte was dann?“ Lazarus zuckte mit der Schulter. „Nun dann hätte ich es dir gegeben, was sonst. Wenn ich schon jemanden dermaßen reize ziehe ich mich nicht zurück wenn es auf einmal eng wird. Ich stehe auch nicht auf Männer, doch habe ich auch keine Abneigung gegen sie. Du vergisst eins mein Bester, ich bin Eros. Ich kenne beiden Seiten. Übrigens so wie Aurian, sie hatte auch mal was mit einer Frau, wenn auch nur ein oder zweimal. Soweit ich weiß.“ Ethan sah ihn fragend an. „Du hattest mal was mit einem Kerl?“ Lazarus nickte. „Sicher, ich musste doch wissen wie das ist. Doch frag nicht wer es war.“ Ethan kratzte sich am Kopf und sah Lazarus weiterhin an. Das Mädchen hatte sich unauffällig verzogen, es sah das sie hier einiges zu klären hatten. „Es macht dir wirklich nichts aus?“ Lazarus schüttelte den Kopf. „Nein. Wieso? Möchtest du es nun doch mal probieren?“ Lazarus sah das auf der einen Seite die Abneigung dagegen in Ethan kämpfte und auf der anderen Seite die Neugierde. Er wartete geduldig. Er wusste er musste Ethan Zeit lassen sich zu entscheiden. Doch alleine das er darüber nachdachte und es nicht sofort komplett ablehnte, machte Lazarus klar das Ethan dem ganzen nicht ganz so abgeneigt war wie er anfangs gedacht hatte. „Ich sag dir was, wir werden es tun. Damit meine ich wir werden gemeinsam mit Aurian ins Bett gehen und dann werde ich auch dich nehmen. Das heißt, gehst du mit uns zusammen ins Bett rechne damit das du anschließend eine weitere Art der körperlichen Liebe kennen gelernt hast.“ Er zwinkerte ihm frech zu und erhob sich dann ebenfalls. Lazarus wurde klar, dadurch das er Ethan damit regelrecht überrumpelt hatte, hatte ihn aus dem Bett springen lassen. Jetzt wusste er was auf ihn zu kam, sollte er tatsächlich mit ihm und Aurian ins Bett gehen.

Wenige Tage danach ging Lazarus zum Angriff über. Als Aurian ihn auf sich zukommen sah, wusste sie schon was Lazarus vor hatte und von ihr wollte. Seine Blicke sagten alles, sie glitten anzüglich an ihr entlang. „Ich denke ich habe lange genug gewartet, jetzt will ich auch was mir zusteht.“ Sein Atem ging schwer und als er nahe vor ihr stand umfassten seine Hände ihr Gesicht, er neigte sich zu ihr herab und küsste sie fordernd. Als sie ihre Arme um ihn legte löste er den Kuss und riss sie in seine Arme, er presste sie hart an sich. „Ich will dich und will auch nicht länger warten.“ Dann verschwand er mit ihr in seinem Zimmer, er wartete ihre gesprochene Antwort gar nicht erst ab. Nun fanden sich Licht und Licht wieder in einem leidenschaftlichen Liebesakt. Lazarus war nun ein erfahrener Liebhaber und das spürte Aurian auch. Er als auch sie dachten an ihr erstes Mal und wie unbeholfen er damals noch gewesen war. Doch nun zeigte er ihr was er von ihr und auch anderen gelernt hatte. Aurian wusste zwar noch wie es mit ihm gewesen war doch nun tobte er sich richtig gehend aus und sie genoss es. Was beide nicht wussten war das Ethan unsichtbar mit im Zimmer stand, er überwachte tatsächlich ob Aurian schwanger würde. Doch wie er es vermutet hatte, geschah das nicht. Doch sah er nun was Lazarus wirklich alles drauf hatte und ihm keine Liebestechnik fremd war. Er musste für sich selber zugeben das selbst er noch einiges von Lazarus lernen konnte. Es erregte ihn zu sehen was die beiden da trieben, er keuchte leise auf und stellte sich vor wie es wäre wenn er mit ihnen dort liegen würde. Auf einmal erschien Myrion neben ihm, ebenfalls unsichtbar. Er lächelte und sah Ethan an. „Es wurde auch Zeit, ich merkte schon wie der Junge immer dusseliger wurde.“ Kurz betrachtete er Ethan. „Ich sehe es lässt dich nicht kalt. Du würdest wohl am liebsten mitmachen oder?“ Ethan wunderte sich das Myrion ihn sehen konnte und das er ihn gefunden hatte, also fragte er ihn und gab zu das er recht hatte, er würde am liebsten zu den beiden ins Bett springen. Myrion lachte. „Junge, Leon und ich haben das dermaßen perfektioniert, das glaubst du gar nicht. Wir haben Aurian oft beobachtet wenn sie mit einem anderen Kerl im Bett lag. Und wir waren auch oft drauf und dran mit ins Bett zu springen. Doch denke ich, das hier sollte alleine Lazarus gehören, komm lass uns gehen.“ Ethan nickte und erklärte Myrion warum er eigentlich dort gewesen war, als sie draußen am Meer saßen. Myrion nickte. „Das war es also. Ich ahnte das es einen tief sitzenden Grund haben würde. Doch der Junge spricht selten über seine Ängste. Wenn er es dir gegenüber getan hat, sieh es als Vertrauensbeweis an. Er mag dich sehr. Und keine Angst ich sag ihm nicht das du es mir verraten hast.“ Ethan fragte Myrion nun auch wie es gewesen war, als er und Leon gemeinsam mit Aurian das Bett geteilt hatten. Myrion sah ihn an und antwortete. „Aufregend. Die Frau gibt alles, sie lässt keinen Wunsch offen.“ Ethan zauderte noch einen Moment doch dann fragte er Myrion doch. „Kam es auch mal dazu das du und Leon......na du weißt schon.“ Myrion lachte. „Söhnchen, wir drei Leon, Aurian und ich haben einige Tausend Jahre miteinander verbracht, und glaub mir da ist einiges gelaufen in unserem Schlafzimmer. Leon war durchtrieben und hatte vor nichts Scheu, auch vor mir nicht. Wenn es ihm zu langweilig wurde nur daneben zu liegen und sie zu streicheln, während ich sie mir nahm, kam auch schon mal was anderes vor. Es hat sehr lange gedauert bis diese Nähe bei uns stattfand, doch irgendwann war es soweit. Wir haben mehr miteinander geteilt als nur Aurians Liebe oder ihren Körper. Ich vermisse ihn sehr und nicht deswegen. Doch er hatte einen trockenen Humor und traf oft den Nagel auf den Kopf. Es ist als würde mir ein Teil meiner Seele fehlen.“ Ethan nickte. Myrion war immer sehr verschlossen gewesen, vor allem ihm gegenüber. Jetzt begriff Ethan das sein Vertrauter Leon gewesen war, ihm hatte er sich anvertraut, ihm hatte er alles erzählt was ihm auf der Seele gelegen hatte. Und Ethan konnte sich vorstellen wie sehr Myrion sein Freund fehlte. Er dachte an Lazarus und das sich bei ihnen langsam aber sicher auch so etwas aufbaute. Er dachte darüber nach wie viel ihm entgangen wäre, wenn er wirklich nur mit Aurian alleine zurück geblieben wäre. Lazarus Freundschaft war für ihn wertvoller als Gold. Myrion sah ihn an. „Du und Lazarus?“ Ethan nickte sachte. „Ich glaube ja. Ihm scheint es nichts aus zu machen. Doch ich stehe nicht auf Männer.“ Myrion nickte leicht. „Das tue ich auch nicht und doch war es mit Leon etwas anderes. Nicht sein Körper sprach mich an doch im Eifer des Gefechts kamen auch Konstellationen zusammen die man nicht beschreiben kann. Und zudem es gibt auch mehr als eine Möglichkeit eine Frau zu nehmen. So das es auch schon mal vor kam, das wir sie beide gleichzeitig genommen haben wenn du verstehst.“ Er seufzte leise. „Lass uns von was anderem reden. Was machen die beiden Kinder?“ Ethan ahnte das es Myrion schwer fiel über Leon zu reden. „Es geht ihnen gut. Doch finden weder Lazarus noch ich einen Bezug zu ihnen, wir sehen uns eher als Erzeuger an und nicht als Vater. Wir hatten abgesprochen das ich das Mädchen zeugen würde und er den Jungen. Es fällt ihm schwer sich vor zu stellen das seine eventuelle Geliebte seine Tochter sein könnte. Es wundert mich immer, es macht ihm nichts aus mit seiner Mutter zu schlafen, im Gegenteil da ist er ganz heiß drauf, aber seine Töchter will er nicht.“ Myrion lächelte. „Lazarus hatte schon seit er ein Baby war einen Ödipus Komplex. Er liebt Aurian in verschiedener Hinsicht. Als seine Mutter und als seine Geliebte. Lazarus ist undurchschaubar. Es wundert mich sogar das er nun so leicht dazu fähig war, ein unsterbliches Kind zu zeugen, für das er nicht der Vater sein will. Er war an sich immer ebenso vernarrt in Kinder wie ich. Doch ich denke, alles was mit dem Tod des Universums zusammen hängt, hat uns alle verändert.“ Ethan nickte. So lange hatte er sich noch nie mit Myrion unterhalten und er erkannte in ihm einen besonderen Mann. Myrion war mit niemandem zu vergleichen. Er wünschte sich in diesem Moment das Myrion sein Vater gewesen wäre, doch auf einmal wurde ihm klar das Myrion zwar nicht sein Vater war er aber dennoch mit ihm verwandt war. Myrion hatte Ethan und dessen Mienenspiel beobachtet. Er schmunzelte als er sah das dem jungen Gott auf einmal eine Erkenntnis gekommen war. „Na was ist dir eingefallen?“ Ethan sah ihn an. „Du bist mein Urahn sozusagen, ich bin einer deiner Enkel. Na ja über einige Generationen hinweg. Und Lazarus........oh man.“ Myrion lachte dröhnend. „Und das fiel dir nun erst auf? Junge du hast mehr von Lazarus als du gedacht hast. Du kanntest uns nur nicht, deswegen ist es dir nie bewusst geworden. Und unter uns, auch Aurian ist mit dir verwandt, denn sie brachte deinen Großvater zur Welt. Unser Aussehen täuscht, denk mal alleine daran wie alt Aurian ist und vom Licht will ich mal gar nicht reden. Sie ist noch ebenso schön wie an dem Tag als ich sie kennen lernte.“ Er wurde nachdenklich. „Nur viel ernster und sie hat viel von der frechen Art eingebüßt die sie früher hatte. Er erzählte Ethan wie er Aurian kennen gelernt und wie sie ihn heraus gefordert hatte. „Gott war sie scharf, ich hatte nur einen Gedanken, wie kriege ich sie in mein Bett. Mein Vater riss mir bald den Kopf ab, als er sah was sich da anbahnte. Denn ich muss zugeben ich war damals ein wilder Hengst und ließ keine Stute aus die mir über den Weg lief. Dann kam sie und mich interessierte keine andere Frau mehr.“ Ethan sah ihn an. „Diese langen Jahre, diese lange Zeit hattest du wirklich nie wieder eine andere?“ Myrion schüttelte den Kopf. „Nein, ich schwor allen anderen ab, ich wollte nur noch sie.“ Ethan sah ihn bewundernd an. „Also ich liebe sie auch, doch niemals eine andere, das könnte ich nicht. Ich will auch ein wenig Abwechslung.“ Myrion schüttelte den Kopf. „Was kann mir eine andere bieten, was sie mir nicht gibt? Da gibt es nichts. Und nur um mal eine andere zu haben, also ne das muss nicht sein. Ich komme da wohl auf meinen Vater heraus. So lange ich meine große Liebe nicht gefunden hatte, jagte ich jedem Rock hinter her. Wobei ich sagen muss das tat mein Vater auch noch nicht mal. Nun jedenfalls als ich meine Liebe fand, waren die anderen für mich reizlos geworden. Und was Lazarus dort in der Zukunft gesehen hat, waren nicht seine Kinder, sondern meine und nicht Aurian war ihre Mutter. Die Avatare entstehen durch mich neu und eine der Priesterinnen wird ihre Mutter sein, doch wird sie bei der Geburt sterben. Das weiß ich von Aurian. Was Lazarus wahrscheinlich sah, war das Aurian und ich sie großziehen. Doch noch kann ich mich nicht überwinden zu einer anderen Frau zu gehen, vor allem wenn ich weiß das ich schuld an ihrem Tod sein werde.“ Ethan verstand. Er sah Myrion an. „Ich werde es tun. Iona soll die Gene oder das Avatarenblut das benötigt wird aus mir entnehmen und es den Kindern geben. Ich zeuge sie für dich. Mir macht es nichts aus, wenn die Mutter bei der Geburt stirbt. Und ihr könnt sie gerne aufziehen.“ Myrion sah Ethan überrascht an, damit hatte er niemals gerechnet. Ethan hatte sich in diesem einen Jahr das sie nun schon hier waren gewaltig geändert. Er sah Myrion an. „Mir wurde auf einmal etwas klar. Die magische Zahl des Universums, ist immer noch drei, doch die Konstellationen haben sich geändert. Aurian gehört nicht mehr dazu, sie ist um es mal bildlich aus zu drücken, die Sonne um die sich alles dreht. Und wir drei, du, Lazarus und ich sind die Planeten die sie umkreisen.“ Auf einmal lachte Ethan herzlich und sah Myrion an. „Sag es ihr nicht, doch das Universum wusste was sie getan hatte und es hieß es gut. Es wusste das ich nicht ihr einziger Stern sein würde. Es hatte zwar erwartet das sie sich an seine Anweisung halten würde, und ging davon aus das sie euch irgendwann ersetzen würde, doch als es sah was Aurian dort trieb, hieß es die Sache gut. Ich habe immer überlegt wie sie es geschafft hatte damit durch zu kommen, doch das hat sie gar nicht, sondern das Universum hat sie einfach nicht abgehalten. Ebenso wusste es wie treu Chronos und Thanatos zu ihr halten und ihr auf ihre Weise helfen würden. Es rechnete damit das sie alles was man noch retten konnte, auch retten würden. Es hat alle reingelegt.“ Myrion sah ihn fragend an. „Woher weißt du das auf einmal?“ Ethan lächelte. „Glaub mir einfach, das wenn ich es sage das es wahrhaftig so ist. Ich spüre wie das junge Univerum langsam erwacht und irgendwann wird auch Aurian dahinter kommen und es bestätigen. Ebenso ist es mit Gregorian und Damok, auch sie gehören zu einer Dreierkonstellation, nur diesmal gehört auch Aurian dazu, denn die drei sind........die Alten. Das Chaos gab es schon immer, nur nie in personifizierter Form, ebenso das was zwischen schwarz und weiß ist, nämlich das grau, das ist Gregorian, er ist ein Neutrum. Er ist weder gut noch böse, sondern beides. Ich habe mich lange gefragt warum jetzt, warum kurz bevor alles zusammen bricht. Ich meine warum sind sie nicht auch aufgetaucht als das Licht auftauchte. Doch jetzt weiß ich sie waren schon da ebenso wie das Licht. Nur das Licht war dem Universum entwischt, nahm sich eine Seele und durch forschte das Universum. Das Chaos und das Neutrum, wurden vom Universum zurück gehalten. Als es aber sein Ende nahen spürt musste es diese beiden freigeben. Was Aurian miterlebte war nicht die Geburt des Chaos sondern seine Freilassung. Und der Funke der entstand als Damok und Aurian aufeinander trafen, war das zusammen treffen von Gut und Böse, von Licht und Finsternis und auch das Neutrum war frei. Denn beide trugen einen Teil des Neutrums in sich. Das freigegeben wurde als sie im Kampf aufeinander trafen. So muss es gewesen sein.“ Ethan war aufgeregt am liebsten hätte er seine Erkenntnisse Aurian mitgeteilt und so sprang er auf. „Das muss ich ihr sagen.“ Myrion schmunzelte und hielt ihn zurück. „Das geht jetzt nicht, schon vergessen? Sie ist zur Zeit mit Lazarus zusammen. Wenn das alles stimmt was du sagst, was ist dann aber mit den Geistern?“ Ethan setzte sich wieder. „Nun die Geister waren nötig um die Avatare zu schaffen und daraus wiederum die Götter. Sie personifizierten die Inkarnationen. Sprich, die Natur, den Tod, die Zeit und so weiter. Eins greift in das andere. Doch der Ursprung allen Lebens liegt in Aurian, er liegt im Licht. Dadurch das das Licht durch das Universum wandelte, begannen Sonnen zu glühen, begannen sich Welten zu bilden und Monde begannen sie zu umkreisen. Wenn der weibliche Geist auch ihren Teil dazu tat, so lag doch das Leben nicht in ihr. Sie erschuf nur leblose Materie, das Leben war im Licht enthalten. Ein Beispiel, stell mal eine Pflanze in den dunklen Keller, was geschieht? Sie verwelkt. Selbst wenn du sie gießt und düngst und dich gut um sie kümmerst, verwelkt sie. Weil ihr das Licht fehlt. Und aus diesem Grunde ist das Licht ewig. Aurian, also ihre Seele hatte nur das Pech sozusagen, das sie dem Licht so gut gefiel das es sich mit ihr verband, weil es nicht wollte das sie stirbt, zudem brauchte es eh einen Körper um vieles was kommen sollte zu schaffen. Aber sie brauchte auch einen starken Geist und Aurians Geist ist stark. Sicher sie weint auch, aber das ist normal. Sie ist ja zum Teil menschlich. Aber auch hier fanden sich drei Konstellationen zusammen. Aurians Körper der anfangs von einem Mann bewohnt wurde und Aurians Seele die wiederum in einem sterbenden Körper weilte und schlussendlich das Licht selber. Drei Teile ergeben in diesem Fall das perfekte Wesen für das Licht. Stark, hart, unbeugsam und doch liebevoll, zärtlich und sanft.“ Myrion nickte, langsam begann er alles zu verstehen. Ethan sprach weiter. „Das sie so verlangend ist hat auch seinen Grund. Ich will es mal so ausdrücken sobald sie mit einem Mann ins Bett geht und er seinen Samen hinterlässt befruchtet er sozusagen das Universum mit seinem Leben. Denn auch eine Frau kann alleine keine Leben schaffen, dazu gehört auch der männliche Teil. Und Aurian ist wie eine Biene, sie schwirrt von einer Blume zur anderen. Jetzt wo sie begonnen hat nicht nur mit mir zu schlafen sondern auch mit dir und Lazarus, nun wird das Universum schneller erwachen. Welten und ganze Galaxien entstanden durch dich und Leon. Als das Chaos frei gelassen wurde, änderte es sich, nun reichten zwei Männer nicht mehr. Dann trat Gregorian ins Spiel ein und abermals änderte es sich, diesmal würde das Universum gänzlich untergehen. Doch Aurian nutzte ihr Wissen um das zu retten was sie liebte. Hier kam ihre Kraft zum Vorschein, sie nahm es sogar mit dem Universum auf um es schlussendlich auch zu retten. Wenn auch nur in dem sie das Universum neu gestaltete und ihm mit meiner Hilfe neue Galaxien schenkte , neue Sterne , Welten und was es sonst noch gibt. Und ich gehe mal davon aus, das sie auch das Chaos und das Neutrum sehr gezielt und zur richtigen Zeit einsetzt. Denn sie weiß ebenso wie ich das es ohne diese beiden nicht geht. Kein Tag ohne Nacht.“ Myrion nickte verstehend. Ethan hatte ihm hier Wissen offenbart, das für ihn sehr gewaltig war und doch schien der junge Gott genau zu wissen wovon er redete. Myrion glaubte ihm.

Kapitel 6: Das Universum erwacht


 

Am nächsten Tag als Aurian und Myrion das Haus verließen hörten sie jemanden singen. Als sie sich umsahen stand Lazarus am Strand und tanzte, in dem er sich in den Hüften wiegte und immer mal von einem Bein auf das andere trat und sang. Wieder mal bewunderte Aurian seine Stimme. Sie grinste: „Sieh ihn dir an, würde er vor den Priesterinnen so tanzen, würde sie ihm alle ins Zimmer folgen. Seine Bewegungen sind sehr aufreizend, doch die Stimme rührt zu Tränen.“ Aurian sah zur Seite und dort stand Ethan dem der Mund offen stand, sie sah ihn an. „Mach den Mund zu Junge.“ Was Ethan den Mund offen stehen ließ war nicht nur Lazarus Gesang, das hätte er eh nie vermutet das er so schön singen konnte, doch als er dessen Bewegungen die den ganzen Körper umfassten sah, wobei Lazarus lediglich in einer Badehose dort stand das brachte ihn doch zum staunen. Man sah jede Muskelbewegung des Körpers und Lazarus bewegte sich leicht aufreizend laziv. Ethan atmete scharf ein. „Also das muss er perfektioniert haben, denn das könnte ich in tausend Jahren nicht. Seht euch diese Bewegungen an, als da kann ich Aurian nur zustimmen, wenn er das im Tempel tun würde, dann hätte er sein Bett voll. Hinzu kommt noch seine liebenswerte Art. Ich glaube ihm kann man nicht wirklich böse sein.“ Als Lazarus die drei sah hielt er urplötzlich inne und grinste sie an. „Na hat es euch gefallen?“ Aurian klatschte begeistert. „Du singst sehr schön. Du besitzt eine begnadete Stimme.“ Langsam und sich ebenso aufreizend bewegend trat er auf Aurian zu, die nun doch scharf ein atmen musste, er grinste als er es bemerkte. „Das ist alles? Ich dachte das du mich sofort greifen und mich ins Bett zerren würdest. Doch so kann man sich irren.“ Nun lachte Ethan. „Was das alles nur um sie ins Bett zu kriegen? Du hattest doch gestern schon deinen Spass und ich denke nicht zu knapp.“ Lazarus zwinkerte ihm leicht zu. „Der Gentleman genießt und schweigt. Doch nein, es war nicht deswegen, irgendwie hatte ich heute Lust zu singen und zu tanzen. Vor allem da nicht eintraf was ich befürchtet hatte.“ Ethan nickte verstehend.

Nun Ethan sprach innerhalb der nächsten Tagen mal mit Iona, er hatte es durchaus ernst gemeint, als er Myrion anbot die Zeugung für ihn zu übernehmen. Doch Iona schüttelte nur den Kopf. „Nein mein Junge, Aurian hat vollkommen recht, hier muss Myrion ran, ob er will oder nicht. Ich weiß das es Aurian jetzt schon das Herz zerbricht, das er sich mit einer anderen einlassen muss, obwohl er es nicht will. Hätte Lazarus euch nicht gefunden, hätte er sich irgendwann eine andere genommen und das Problem wäre erst gar nicht aufgetaucht, doch jetzt, hält er an seiner Treue fest.“ Ethan sah Iona fragend an. „Ich dachte sie sei nicht eifersüchtig?“ Iona schüttelte leicht den Kopf. „Ist sie auch nicht, doch Myrion war und ist ihr treu, da liegt der Hund begraben. Doch sie hat bereits einen Plan, und sie muss obwohl sie Myrion liebt, ihn hintergehen, damit er tut was getan werden muss. Ich sagte es schon mal, ich möchte nicht mit Aurian tauschen. Sie mag zwar alle Macht haben die man bekommen kann, aber ihr Schicksal ist dafür auch um so härter.“ Ethan teilte Myrion mit das Iona sein Angebot abgelehnt habe, weil es nicht gehen würde. Myrion nickte nur, so etwas hatte er sich schon gedacht. Doch Aurian wusste was nötig war musste getan werden, und als Myrion sich wieder mal in der Nähe des Tempels aufhielt, sah er eine junge Frau, grazil und hübsch. Er betrachtete sie und dachte sich, sie könnte mir gefallen. Es kostete ihn Überwindung doch sprach er sie an, stellte sich vor und fragte sie ob sie bereit sei mit ihm das Bett zu teilen, ebenso teilte er ihr mit das es nur dieses eine mal sein würde. Er erwartete nicht das sie ja sagen würde und war sehr überrascht als sie es doch sagte. Also folgte er ihr, sein schlechtes Gewissen fraß jetzt schon an ihm, es gefiel ihm gar nicht sich mit einer andere einlassen zu müssen. Was er nicht ahnte war das Aurian ihn beobachtete. Denn sie hatte niemandem gesagt was tatsächlich geschehen würde. Myrion würde es erst Stunden später klar werden. Als er mit der jungen Frau schlief überkam ihn die Ekstase, die Lust überwältigte ihn und so nahm er sich was er bekommen konnte. Selbst als sich noch zwei weitere Frauen dazu gesellten, nahm er sich die auch noch. Sein Körper brannte vor Verlangen und die drei Frauen waren nach einer gewissen Zeit absolut erschöpft. Als sie sich nun weigerten weiter zu machen, weil sie nicht mehr konnten, kam er zur Besinnung und sah nun was geschehen war. Er hatte nicht nur mit einer Frau geschlafen sondern mit drei. Später würde er erfahren das er auch alle drei geschwängert hatte. Das waren die Mütter der drei Avatare, wobei eine sogar Zwillinge trug. Allerdings musste er sich selber eingestehen das es ihm wirklich gefallen hatte. Einige tausend Jahre war er nur mit Aurian zusammen gewesen, und nun spürte er wie seine wilde Natur wieder zum Vorschein kam. Er war ein wilder Hengst gewesen, wie er Ethan erzählt hatte, bevor er Aurian kennen gelernt hatte und dieser wilde Hengst wollte nun wieder heraus. Er sah auf die drei Frauen in seinem Bett und lachte auf einmal. Das schlechte Gewissen hatte sich verflüchtigt, er wusste das Aurian ihm verzeihen würde. Auf einmal wurde ihm klar warum man ihnen an einigen Dingen die Erinnerung genommen hatte, sie mussten ebenso wie das Universum zu ihren Ursprüngen zurück.

Alles begann von vorne, das Universum wurde erneuert, also auch alles andere. Er erhob sich aus dem Bett und sah sich die drei noch mal an. Er hatte schon befürchtet das er sich verlieben würde, doch das war nicht der Fall. Er hatte die drei benutzt und nun zuckte er nur mit der Schulter. „Es war sehr schön mit euch, vielleicht wiederholen wir das mal. Doch seid euch darüber im klaren, ich liebe nur eine und das ist die Göttin des Lichts.“ Dann zog er sich an und ging. Die drei Frauen würden später heraus finden das sie schwanger waren und tatsächlich würde eine bei der Geburt sterben, denn die Zwillinge kosteten ihre ganze Kraft. Myrion war klar das er eine von ihnen geschwängert haben musste und war sehr überrascht das aus seinen Lenden sogar vier Kinder entspringen würden. Er sah Aurian an. „Wieso vier? Es waren nur drei Avatare.“ Aurian nickte. „Das stimmt schon, doch Dorian hatte eine geteilte Seele mit Eric. Und Eric wollte nicht mehr länger im Totenreich bleiben. Er liebte Jasmin zwar doch er hatte schon mal etliche Jahrzehnte nur im Totenreich, damals noch Jasmins Paradies verbracht und wollte nun lieber wieder geboren werden. Jasmin ließ ihn gehen und sagte ihm das sie auf ihn warten würde. Doch sie hatte sich durch ihre Leidenszeit dermaßen verändert, das wirkt selbst jetzt noch nach. Einige Zeit konnte sie es verdrängen und vergessen, da war ihr ihre Liebe wichtiger, doch jetzt, wollte sie es nicht mehr. Und Eric? Er liebte Jasmin zwar, doch ist er ein Kerl der gerne am Geschehen teilnehmen würde, also gab ich die Erlaubnis als Thanatos mich fragte das auch er zurück kommen kann. Er und Dorian werden Brüder sein, das sind die Zwillinge.“ Jetzt verstand Myrion und nickte leicht. Aurian sah ihn an. „Jasmin wird Eric und Dorian mit der Zeit vergessen, ich habe mit Thanatos gesprochen und ihm gesagt, das es so sein soll. Das ist besser für alle Beteiligten. So kann sie glücklich bei ihm im Paradies existieren ohne sich Gedanken machen zu müssen. Sie hat sich den Frieden wohl verdient und die beiden Männer können noch mal von vorne anfangen, ohne Gewissensbisse wegen ihr zu haben.

Langsam wurde allen Göttern klar das sich einiges verändert hatte. Es war nicht mehr wie früher. Man rückte zwar näher zusammen und doch war es anders. Die Priesterinnen konnten sie nur dann sehen wenn sie es zuließen, ansonsten lebten sie auf der Insel im verborgenen. Hier und da kamen mal Anfragen ob man dort nicht siedeln dürfte, doch allen Bewerbern wurde es abgeschlagen, in dem die Hohepriesterin verkündete das die Götter ihre Ruhe haben wollten. Die Insel wäre zwar groß genug gewesen um auch ohne Probleme noch eine Stadt beherbergen zu können, doch noch wollte das keiner von ihnen. Im Laufe der Zeit wurde die Insel bekannt unter dem Namen. „Insel der Götter“. Es gab auch immer mal den einen oder anderen Abenteurer der sich auf die Insel schmuggelte, doch von den Göttern fanden sie nichts. Langsam machte sich sogar das Gerücht breit, das nur behauptet wurde das dort die Götter leben würden. Als Aurian das hörte schmunzelte sie, doch als sich sogar ein König dazu berufen fühlte die Insel ein nehmen zu wollen erschien sie ihm als Lichtgestalt und ihre Stimme ertönte. „Wage es nicht mal daran zu denken, die Insel ist was sie ist. Und solltet du als Eroberer die Insel betreten sei gewiss, das du dich gegen den Gott des Krieges stellen musst und glaub mir das wirst du nicht überleben.“ Der König ließ sofort von seinen Plänen ab wie man sich denken kann. Doch fragte auch er nun höflich im Tempel nach ob er dort eine Stadt gründen dürfe, bekam aber zur Antwort das es einmal einen Helden geben würde, dem es erlaubt sein würde. Er aber die Erlaubnis nicht bekäme.

So verging die Zeit. Die beiden Kinder Iron und Nara wuchsen heran und die vier von Myrion gezeugten Kinder wurden geboren, wobei die Mutter der Zwillinge starb. Die Kinder wurden unter der Obhut des Tempels aufgezogen, doch wie schon früher übernahm Aurian persönlich ihre Schulung. Selbst die Priesterinnen und Priester wussten nicht wie Aurian wirklich aussah, auch ihnen erschien sie nur in ihrer Lichtgestalt. Doch nun erzählten ihnen die Kinder, das sie wunderschön sei. Sie beschrieben sie wie sie war. Myrion suchte den Tempel nicht mehr auf. Er befürchtete das seine wilde Natur wieder heraus brechen würde. Allerdings hörte man oft das hämmern seines Hammers der über die Insel schallte, wenn er in seiner Schmiede arbeitete. Er liebte Kinder über alles, doch in diesem Fall hielt er es wie Ethan und Lazarus und sah sich nur als Erzeuger der Kinder. Ihm kam es eh merkwürdig vor das er seinen einstigen Vater als auch Onkel gezeugt haben sollte. Doch Aurian beruhigte ihn und sagte ihm das sich auch die Avatare nicht an ihre Vergangenheit erinnern würden, sie würden nun von vorne beginnen. Eric und Dorian waren im sprichwörtlichen Sinne ein Herz und eine Seele. Sie liebten sich abgöttisch. Mystra und Andra die von den anderen beiden Frauen ausgetragen worden waren, begannen schon als Kinder nur zusammen zu hocken. Iron überkamen immer mal Träume in dem er sich sah wie er einen besonderen Kampfsport betrieb und tagsüber ahmte er diese Bewegungen nach. Als Myrion das mal mitbekam, nahm er ihn unter seine Fittiche und brachte ihm diesen Kampfsport bei. Auch hier kam es ihm ein wenig merkwürdig vor das er nun seinen einstigen Meister in dieser Sportart unterrichtete. Denn auch Myrion hatte sich früher von ihm trainieren lassen. Doch fügte Myrion nun auch noch einige andere Bewegungen aus seiner eigenen Kampfsportart mit ein. Iron trainierte verbissen und übte weiter auch wenn Myrion ihm frei gab. Da er und Nara bislang die einzigen Kinder gewesen waren, hatten sie sich angefreundet,. Nun aber da er sich auf seinen Sport konzentrierte kümmerte sich Nara um Mystra, da sie auch weibliche Gesellschaft brauchte. Die sechs Kinder waren im Ablauf nur weniger Jahre geboren worden, so gab es nicht allzu große Altersunterschiede. Lazarus hatte den Müttern klar gemacht, das wenn ihre Kinder erwachsen werden und das achtzehnte Lebensjahr erreichen würden, selbst wählen würden können ob sie nun im verborgenen leben wollten wie es ihnen als Götter zustand oder ob sie weiterhin unter den sterblichen bleiben wollten. Denn sie sollten nicht vergessen , das sie Göttern das Leben geschenkt hatten. Das ihnen als Mütter aber immer ein besonderer Platz gebührte. Weitere Priesterinnen und Priester bekamen die Erlaubnis ihren Wohnsitz auf der Insel ein zu nehmen. Inzwischen hatten auch einige Priesterinnen Kinder von den Priestern bekommen, denn sie lebten ja ebenfalls nicht im Zölibat. Doch merkte man jetzt schon den Unterschied zwischen den sterblichen und den göttlichen Kindern. Doch besonders stachen Eric und Dorian hervor. Denn sie waren teilweise an Bösartigkeit nicht zu übertreffen, Dorian vor allem, wobei Eric auch immer mal doch noch ein Gewissen zeigte. Als Kinder zerstörten sie gerne die Sandburgen oder Spielsachen der anderen Kinder. Ebenso hatten sie keine Skrupel jemanden zu verhauen wenn der ihnen nicht gab was sie von ihm wollten. Als sie zu Teenagern heran wuchsen wurde es besonders schlimm. Die Priesterinnen beschwerten sich zwar immer mal bei Lazarus und Ethan, doch die sagten ihnen, das sie damit leben müssten. Aurian habe verboten das man sich in die Entwicklung einmischt. Schließlich würden hier zwei dunkle Götter heran wachsen, die später dem Chaos dienen würden. Doch als Dorian, als ihn seine Hormone überwältigten sogar ein Mädchen vergewaltigte um endlich mal zum Zug zu kommen und anschließend sogar noch frech behauptete das Mädchen habe es ja auch gewollt, platzte selbst Aurian der Kragen. Denn so etwas würde sie niemals zulassen. Spielsachen zerstören, oder auch mal Schläge austeilen war eine Sache doch das hier war etwas anderes. Eric fand diese Aktion auch nicht gut und redete Dorian ins Gewissen. Nun sah man auch das es sogar zwischen diesen beiden einen großen Unterschied gab. Denn es gab Dinge die selbst Eric niemals tun würde, die Dorian aber eine große Befriedigung gaben. Trotz der guten Erziehung kamen nun die Ursprünge wieder zum Vorschein, die jeder von ihnen nun mal in sich trug. Mit der Zeit spürten die Kinder auch ihre göttlichen Kräfte wachsen und Aurian lehrte sie damit um zu gehen. Sie teilte ihnen auch mit das sie damit eine große Verantwortung tragen würden. Dorian nutzte seine gleich aus, in dem er dem König der einst die Insel überfallen wollte leise zuflüsterte das er das doch ohne Probleme könnte, das er doch schließlich der König sei. Also sollte er sich nicht davon abhalten lassen. Das Resultat war, das es zum Krieg kam, und als diese größenwahnsinnige König den Einflüsterungen erlag, lachte sich Dorian ins Fäustchen als dabei ein ganzes Volk zerstört wurde, denn Aaron leistete hier in seinem Zorn ganze Arbeit und kein Stein blieb auf dem anderen in dem Land des Eroberers. Den anderen Königreichen wurde klar das hier die Götter am Werk gewesen waren, denn das war kein gewöhnlicher Krieg gewesen. Während der angreifende König mit seinem Heer erschien, trat ihm nur ein Mann entgegen und fegte seine Armee mit nur einer Handbewegung vom Schlachtfeld und brüllte voller Zorn. „Wenn ihr untereinander Krieg führen wollt so tut das, aber sollte es auch nur ein König wagen, seine Hand nach der Insel der Götter aus zu strecken, bekommt er es mit mir zu tun. Laßt euch das eine Lehre sein.“ Iona hatte große Schwierigkeiten Aaron wieder ins Lot zu bringen und beschwerte sich anschließend auch bei Aurian, das es nur Dorians Bösartigkeit zu verdanken war, das es überhaupt soweit kam. „Du musst etwas tun, das geht so nicht. Dorian gerät immer mehr außer Kontrolle. Nimm ihm zur Not die göttlichen Kräfte, das hast du doch schon mal getan und unterzieh ihn einer Prüfung. Oder mach sonst was. Aber irgendwas muss geschehen, sonst legt er mit seinen Hinterhältigkeiten noch die ganze Welt in Schutt und Asche.“ Aurian nickte. „Ja du hast recht es muss etwas geschehen. Vor allem er hat im Moment erst einen Bruchteil seiner Kräfte und weiß sie jetzt schon gut ein zu setzen. Ich werde etwas unternehmen. Ich gehe mal davon aus es ist nun Zeit für die anderen beiden Alten.“ Iona sah sie fragend an. „Bist du sicher? Du holst damit das Chaos wieder in die Welt und den Drachen des Universums. Vor allem sagtest du nicht das der Drache normal gezeugt und geboren werden sollte?“ Aurian nickte. „Ja ich weiss, doch scheine ich mich geirrt zu haben. Ich spüre wie das Universum erwacht und es darf nicht erwachen ohne die beiden anderen. Wie du selber weißt bilden sich auf vielen Welten die Ethan und ich bereits wieder eingesetzt haben, Leben. Und je mehr leben entsteht und je schneller es geht um so wacher wird das Universum und ich spüre schon langsam seinen Geist nahen. Also muss ich sehen was ich mit Gregorian mache, wir haben nicht mehr viel Zeit und sie reicht nicht mehr um ihn normal auf die Welt zu bringen, geschweige denn ihn auch noch erwachsen werden zu lassen. Zudem hat Ethan in einem Recht, wie sind die Alten und sollten es auch bleiben. Also werde ich ihm seinen alten Körper neu erschaffen und hoffe mal den Makel und Fluch aus ihm heraus zu halten.“ Iona nickte. „Du musst wissen was du tust, doch Dorian muss aufgehalten werden.“ Man trennte sich und Aurian suchte Thanatos auf und ging mit ihm in das Tal in dem die Seelen der beiden anderen Alten saßen und warteten. In Gedanken sprach sie mit den beiden Seelen. „Seid ihr bereit? Eure Zeit ist gekommen und ihr müsst wieder ins Universum zurück.“ Beide antworteten, das sie bereit seien und bedankten sich noch mal das man sie nicht dem Nichts überlassen hatte. So erschuf Aurian unter großen Anstrengungen die beiden Körper der letzten beiden Alten. Thanatos hatte ihr zwei Steinbahren dafür zur Verfügung gestellt auf denen nun die beiden Körper so langsam Gestalt an nahmen. Die Seelen oder vielmehr Substanz der beiden schwebten dabei um Aurian herum und versuchten ihr einen Teil ihrer Kräfte zu geben. Dann war es geschafft und Aurian war tatsächlich in der Lage gewesen aus Gregorian den Fluch und den Makel heraus zu halten, allerdings trug sein Körper wieder das Zeichen des JingJang Drachen auf dem Rücken. Beide nahmen als ihre Körper fertig waren diese ein und erhoben sich von den Bahren. Damok sah Aurian sofort an. „Was ist los, das du uns so schnell zurück holst.“ Aurian erklärte ihm die Lage mit Dorian und das er scheinbar wieder geistig zum Avatar geworden war, oder zumindest in den Ursprung zurück gefallen war und das nur Damok ihn in Schach halten könnte. „Ich müsste ihn schon töten um ihm Einhalt zu gebieten. Außerdem habe ich die Befürchtung das er auch nicht vor einem Mord an einem der Götter zurück schreckt. Ich muss mir erst etwas einfallen lassen, das kein Gott mehr den anderen töten kann, oder eben nur unter bestimmten Voraussetzungen.“ Damok verstand. „Überlasse ihn mir und er erlebt sein blaues Wunder, denn auch ich habe inzwischen begriffen wo meine Macht beginnt oder endet und das ich mehr habe als ich einst dachte.“ Aurian nickte. Während sie sich mit Damok unterhielt, betrachtete Gregorian sie von oben bis unten. Als sie ihn dann ansah grinste er. „Jetzt weiß ich wieder warum ich immer so scharf auf dich war. Ich hoffe du weißt mich nicht ab, wenn ich mich dir nähern werde. Doch wie sieht es mit mir nun aus?“ Aurian sah ihn kurz kühl an. „Den Fluch bist du los. Außerdem kannst du deine Wandlerfähigkeit nun auch kontrollieren und bist nicht mehr gezwungen deine Zeit zwischen Menschlichem und Drachenaussehen zu teilen. Gehe weise damit um.“ Dann an beide gerichtet. „Kommt erst mal mit auf die Insel der Götter. Doch werdet ihr dort nicht bleiben. Es gibt noch zwei weitere Welten, die eine ebenso im Mittelalter wie die unsere, die andere ist eine magischen Welt. Ich denke das Chaos sollte die eine übernehmen und das Neutrum das andere.“ Gregorian sah sie an. „Du nennst mich Neutrum? Ich kann dir mal zeigen was für ein Neutrum ich bin, geh mit mir ins Bett und ich beweise es dir.“ Damok grinste frech. „Ich gehe mal davon aus das sie dich als Persönlichkeit meint. Ich bin das Chaos, sie das Licht und du stehst zwischen uns beiden, als Neutrum. Ich wäre an deiner Stelle froh das dir wenigstens eine feste Geschlechtszuweisung gestattet wurde, du hättest auch körperlich gut ein Zwitter sein können.“ Gregorian sah Damok eisig an, er konnte daran nichts lustig finden. „Ich bin ein Kerl und wenn sie mich lässt beweise ich ihr auch was für einer.“ Damok lachte leise. Aurian sah beiden an. „Jetzt macht mal keine Mätzchen sondern folgt mir lieber.“ Sie bedankte sich noch bei Thanatos und war kurz darauf mit den beiden verschwunden um auf der Insel der Götter wieder auf zu tauchen. Die beiden hatten noch viele Fragen die sie auch gewissenhaft beantwortete. Damok sah auch ein das nicht genug Platz auf einer Welt für sie war, das jeder sich seinen eigenen Platz suchen musste. Wobei Gregorian Aurian bat, bei ihr bleiben zu dürfen, da er sowieso die meiste Zeit im Universum wäre und selten zu Hause. Aurian gestattet es ihm und ließ zu das er sich ein Haus erschuf und es einrichtete. Damok sah sie an. „Bei mir wird es sehr einsam sein. Während du noch alle anderen hast, werde ich wohl alleine sein.“ Sie deutete auf Eric und Dorian. „Nimm sie mit, sie gehören wohl eher zu dir als zu mir.“ Damok sah Myrion an. „Es war eine schöne Zeit und ich bedauere das sie vorbei ist.“ Myrion verstand ihn. Auch er vermisste einige der Götter die es einst gegeben hatte. „Komm einfach vorbei wenn es dir zu langweilig wird, es ist ja nur einen Gedanken weit weg. Und auch deine Götter werden neu erstehen, rede einfach mit Iona und Thanatos das sie dir helfen, die richtigen Gene und Seelen zusammen zu setzen.“ Damok bedankte sich noch mal für alles und vor allem für die Freundschaft die man ihm immer entgegen gebracht hatte trotz der Unterschiede, dann verschwand er und nahm Eric und Dorian mit.

Und nun da die drei Alten wie Ethan sie genannt hatte wieder im Universum waren, erwachte das Universum neu. Es war noch jung und unwissend doch wusste Aurian das es schnell lernen würde und in kürzester Zeit wieder eine menge Wissen angehäuft hatte. Aurian kuschelte sich in Myrions Arme der sie umfangen hielt. „Ich hoffe ich habe das richtige getan.“ Er sah liebevoll auf sie herab, küsste sie kurz. „Das wirst du. Es musste irgendwann eh einmal sein. Jetzt werden wir sehen was auf uns zukommt. Aufregende Zeiten stehen uns bevor. Aber eine Frage, die Priester reden von einem Helden der kommen wird, wer ist das und ist er schon in Aussicht?“ Aurian grinste ihn frech an. „Was wenn es kein Er sondern eine Sie ist?“ Nun lachte Myrion dröhnend und drückte Aurian kräftig an sich um sie dann leidenschaftlich zu küssen.