Kapitel 28: Zwei goldene Seelen


 

Mit den beiden Mädchen war richtig Leben eingezogen, sie waren so herzerfrischend fröhlich und immer gut gelaunt das sogar die Götter ihnen ihre Häuser öffneten was wirklich selten der Fall war. Selbst ihre Eltern schienen auf zu blühen, was allerdings Aurian Sorge bereitete, denn es schien das die beiden Alten nicht mehr lange zu leben hätten. So sprach sie mit Thanatos ob man ihnen nicht noch einige Jahre geben könnte. Iona sorgte dafür das die beiden soweit gesund blieben, doch gegen den Alterungsverfall konnte sie auch nichts tun. Lazarus und Ethan jedoch sollten eine Überraschung erleben als sie die beiden versuchten zu verführen. Die Mädchen fanden die beiden absolut unwiderstehlich, und als Lazarus sich richtig an Morgan heran machte, sah sie ihn nur an und grinste. Er hielt sie ihm Arm und küsste sie immer wieder recht stürmisch. Morgan spürte seine Ausstrahlung und war auch gerne bereit ihm zu geben was er wollte, doch sah sie ihn frech an. „Also das kannste vergessen, nicht ohne meine Schwester. Wir teilen absolut alles mit einander.“ Er sah sie überrascht an. „Was soll das heißen? Willst du das ich mit euch beiden ins Bett gehe? Also ich habe nichts dagegen und ich schaffe euch auch beide locker, doch wäre es nicht fair Ethan gegenüber.“ Sie zwinkerte ihm zu. „Nein nicht du mit uns beiden, und gegen Ethan mit im Bett hätten wir auch nichts ein zu wenden, Marian und ich haben darüber gesprochen. Wir hätten euch gerne beide im Bett.“ Lazarus fiel bald das Essen aus dem Gesicht. „Habe ich das jetzt richtig verstanden, du und Marian und Ethan und ich, alle zusammen auf einmal?“ Morgan nickte. „Genau das.“ Ethan bekam in etwa das gleiche von Marian gesagt und er war ebenso verblüfft wie Lazarus. Damit hatten sie nicht gerechnet. Ethan und Lazarus waren erst einmal in der ganzen Zeit zusammen mit einer Frau ins Bett gestiegen und hatten es auch dabei belassen. Morgan sah Lazarus an. „Als ich euch damals im Wald sagte, das nicht nur einer von euch mich interessiert meinte ich das ernst, ich will euch beide, doch wollen Marian und ich auch das mit einander teilen. Wir wissen inzwischen wie verdorben ihr beide seit und uns ist klar das wir euch niemals nur für uns haben werden. Doch wollen wir dennoch euch beide, jede von uns.“ Lazarus lachte. „Kleines, ich habe nichts dagegen, mir macht es nichts aus noch einen Kerl im Bett zu haben, das habe ich bereits hinter mir. Doch hätte ich nie erwartet das ihr das mitmachen würdet.“ Sie zwinkerte ihm zu. „Wir können auch verdorben sein. Mal abgesehen davon das eine von uns auch schon mal einige Tage weg ist, ebenso wie du auch schon mal einige Tage unterwegs bist. Und zwei Kerle im Bett finde ich schon recht erregend. Vor allem wenn sie so aussehen wie ihr. Marian geht es ebenso, alleine der Gedanke, macht uns schon ganz nervös.“ Lazarus sah sie an und nickte. „Also warum nicht. Ich rede mal mit Ethan wie er darüber denkt und dann werden wir vier eine sehr heiße Nacht mit einander verleben und ich hoffe der folgen noch einige danach.“ Als er mit Ethan darüber sprach grinste er. „Ich hätte nie erwartet das die beiden so offen damit umgehen. Doch ich sag dir was, mir gefällt der Gedanke. Ich finde die Idee einfach aufregend.“ Ethan nickte und sah ihn an. „Doch möchte ich eins gleich klar stellen, wir und die Frauen, aber nicht du mit mir. Ich habe es mir durch den Kopf gehen lassen und ich möchte das nicht.“ Lazarus legte einen Arm um Ethans Schultern. „Das war mir schon lange klar. Denn sonst wärst du mit Sicherheit mal zu mir und Aurian ins Bett gehüpft. Da du das nicht getan hast, gab es nur eine Erklärung, du hattest Angst vor dem was ich angekündigt hatte. Also davor musst du keine Sorge haben. Ich werde nichts tun was du nicht willst.“ Ethan nickte und grinste ihn nun ebenso an. „Oh das wird wirklich heiß.“ Lazarus ging her und erstellte eine kleine Hütte, etwas abgelegen, man wollte ja nicht die Schamgefühle der Eltern der Mädchen verletzen. Dort gab es neben dem großen Schlafzimmer, das ein Bett hatte das das halbe Zimmer ausfüllte auch noch eine riesige Wanne in den Boden eingelassen, die sich von selber immer wieder füllte und reinigte. Nebenbei war das Zimmer noch mit reichlich Fellen ausgelegt. Auch gab es eine Küche in der die Mädchen, wenn sie wollten auch etwas zu essen machen konnten. Und eines Abends war es soweit, die beiden jungen Götter brachten die beiden Mädchen zu der Hütte. Alle vier waren aufgeregt denn so etwas hatten sie alle noch nicht erlebt. Lazarus und Ethan waren zwar schon oft mit mehreren Frauen gleichzeitig ins Bett gegangen doch solch eine Konstellation hatten sie auch noch nicht. Die Mädchen waren ein wenig nervös und auch verlegen. Doch war es ja ihre Idee gewesen also wollten sie nun auch keinen Rückzieher machen. Als die Mädchen sahen mit welchem Luxus die Hütte ausgestattet war, waren sie platt. Lazarus hatte die wenigsten Hemmungen und zog sich einfach aus. Als Ethan es sah tat er es ihm gleich. Dann gingen die beiden Männer auf die Mädchen zu, zogen sie an sich und küssten sie leidenschaftlich, sie dabei ausziehend. Lazarus sah Morgan kurz an. „Wollt ihr das wirklich?“ Sie nickte, vor allem als sie seinen Körper nun spürte und anfassen konnte und sah wie muskulös und wohl gestaltet die beiden waren wollten sie es erst recht. Zudem die Neugierde dazu kam, wie der Liebesgott wohl so sein würde. Nachdem sie auch ausgezogen waren, trugen die beiden Männer sie zum Bett und legten sie darauf. Als es mit ihnen los ging, stürmte zur gleichen Zeit Aglaia zu Aurian. „Du musst sie aufhalten. Wenn sie heute Nacht mit den beiden schlafen, werden sie beide sehr zeugungsfähig sein. Ich will damit sagen, es gibt für sie kein zurück mehr, denn jede der jungen Frauen wird schwanger werden.“ Aurian überlegte nicht lange und erschien sofort in der kleinen Hütte und schrie: “ HALT...WARTET!!“ Die beiden Paare fuhren auseinander und die beiden Mädchen kreischten kurz auf. Lazarus sah Aurian an, er stöhnte leise auf: „Mutter....“ Das Wort gebrauchte er für Aurian äußerst selten. „wenn du nicht wirklich einen guten Grund hast, uns jetzt zu stören, werde ich ernstlich sauer.“ Aurian stand recht ruhig da und sah alle vier an. „Erst mal habe ich nichts gegen eure Verbindung, doch solltet ihr eins wissen. Wenn ihr heute Nacht mit den beiden Mädchen schlaft, wird jeder von euch beiden Vater werden und es gibt kein zurück mehr. Ihr solltet euch also im klaren sein wollt ihr das und wollen die beiden Mädchen wirklich schwanger werden? Aglaia hat es mir eben berichtet. Sie sah es in eurer Zukunft.“ Lazarus nickte. „DAS ist ein guter Grund.“ Er sah Morgan und Marian an. „Ihr habt es gehört und sie würde es nicht sagen wenn es nicht stimmt. Denn Eifersucht ist ihr fremd.“ Ethan fluchte leise. „Und das wusste sie nicht vorher?“ Aurian zuckte mit der Schulter. „Wohl nicht denn über dem Schicksal der beiden Mädchen lag bisher ein Schleier der sich erst jetzt lüftete. Oder zumindest was die Zukunft betrifft wenn ihr tut was ihr gerade tun wolltet.“ Den Mädchen wurde es langsam peinlich und sie zogen sich ein Fell hoch bis über die Brust. Damit hatten sie nicht gerechnet, das auf einmal Lazarus Mutter im Rahmen stehen würde. Ethan und Lazarus nickten und sahen die Mädchen an. Ethan seufzte, sah dann Aurian wieder an. „Was ist mit morgen? Werden sie da auch schwanger? Stehst du dann wieder hier im Rahmen? Und ehrlich gesagt möchte ich noch nicht wieder Vater werden, vor allem wenn wir uns noch nicht ganz sicher sind ob wir zusammen bleiben. Ich will kein Kind mehr zeugen, dem ich nicht auch ein Vater sein kann.“ Lazarus stimmte ihm in allen Punkten zu. Leise kam es von Morgan. „Dürfen wir auch etwas sagen?“ Aurian nickte. „Sicher Kind, sag was du zu sagen hast.“ Morgan nickte. „Wir mögen die beiden, doch sie sind Götter und wir werden nicht ewig leben. Das ist uns bewusst. Daher würden wir auch gerne darauf verzichten heute Nacht schwanger zu werden. Doch wie sie schon fragten was ist mit morgen?“ Aurian nickte und rief Aglaia herbei. Sie sah diese an. „Was ist mit Morgen? Oder ist dir noch nicht möglich zu sehen was dann geschieht?“ Aglaia sah auf die jungen Leute. „Morgen kann nichts passieren, doch heute Nacht ist die Nacht in der Aurian und Ethan das erste Sonnensystem erschufen und ich nehme an, das es daran liegt. Doch weder ich noch Iona noch Aurian haben Einfluss darauf. Eure vier Schicksale sind verbunden, ab dem Moment wo ihr heute ein Kind zeugt. Es gibt kein zurück mehr, das heißt ihr würdet ab diesem Moment nicht mehr auseinander gehen können, euch wäre die freie Entscheidungsgewalt genommen, die Aurian einst jedem Lebewesen gab. Ich weiß nicht wieso oder warum, denn das liegt unter einem Schleier den ich nicht sehen kann.“ Aurian nickte leicht. „Also ich würde euch empfehlen es heute erst mal zu lassen. Es sei denn ihr wollt es darauf ankommen lassen. Nur seid euch dann der Konsequenzen bewusst. Und diese sind weit aus weitreichender als ihr euch vorstellen könnt.“ Ethan nickte und sah Aglaia fragend an. „Bis wann? Ich meine es müsste ja dann zeitlich begrenzt sein oder?“ Aglaia nickte. „Ja bis sechs Uhr morgen früh. Danach könnt ihr los legen soviel ihr wollt.“ Aurian schien nachdenklich. Lazarus und Ethan die Aurian genau kannten sahen sie fragend an. „Was ist los?“ Sie sah Aglaia an. „Was wird aus den nicht gezeugten Kindern? Da sie bereits in dein Schicksalsmuster eingefügt waren, was wird aus ihnen?“ Aglaia seufzte. „Sie wird es niemals geben.......es sei denn...“ Aurian sah sie an. „Es sei was?“ Aglaia schluckte leicht. „Nun das was ich den jungen Leuten prophezeit habe, gilt auch für dich und Myrion. Das heißt würdest du diese Nacht mit Myrion schlafen würdest du diese beiden Kinder empfangen. Doch euer Schicksal ist bereits lange vor heute verbunden gewesen.“ Aurian nickte. „Ich ahnte es.......ich muss zum Seelenteich und sehen ob ich recht habe.“ Alle anderen sahen sie fragend an. „Es hat nichts damit zu tun das heute die Nacht der ersten Erschaffung ist. Doch Lazarus, Myrion, Ethan und ich sind auf besondere weise verbunden. Und als das alte Universum unterging und ein neuer Seelenteich entstand, wurde mir klar das es alle paar hundert Jahre auch mal eine oder zwei goldene Seelen geben wird. Sobald diese beiden Seelen an die Oberfläche kommen, ist es egal ob Lazarus, Ethan oder Myrion, mit einer Frau schlafen. Diese goldenen Seelen würden dann zu Welt kommen. Würde ich jetzt mit Ethan schlafen oder auch mit Lazarus, das Ergebnis wäre das gleiche. Es sei denn wir würden alle diese Nacht enthaltsam bleiben. Doch bevor ich das mit Sicherheit sagen kann muss ich zum Seelenteich und nachsehen. Und sollte es so sein, müssen diese beiden Seelen geboren werden.“ Sie sah die jungen Leute an. „ Lasst es diese Nacht, ich werde diese Seelen zur Welt bringen, wenn es so sein sollte.“ Aglaia sah sie an. „Was hat es mit diesen Seelen auf sich?“ Aurian seufzte leise. „Das erkläre ich euch später, ich gehe erst mal nach sehen.“ Ethan wollte sich gerade erheben. „Soll ich dich begleiten?“ Doch sie winkte ab. „Nein bleib du hier, ich komme gleich zurück. Und zieht euch etwas an.“ Dann war Aurian verschwunden. Marian und Morgan sahen sich an. Ihnen wurde auf einmal klar, das auch die Götter Probleme hatten und das diese weit aus schwerer waren als die der Sterblichen. Morgan sah Lazarus an. „Du schläfst mit ihr?“ Lazarus nickte. „Ja, sie ist die Kraft aus der ich alles schöpfe, ohne sie würde ich vergehen.“ Marian sah ebenso Ethan an und auch er nickte. „Ja ich auch. Ich bin ihr Begleiter, bis in alle Ewigkeit.“ Die beiden Mädchen sahen sie an. „Wir denken wir sollten erst mal einiges klären. Die Zeit haben wir ja jetzt erst mal.“ Aglaia ging auf und ab und wartete darauf das Aurian zurück kommen würde. Leise fragte Morgan Lazarus , dabei auf Aglaia deutend. „Ist das die Schicksalsgöttin?“ Er nickte und sah sie an. „Wir wollten es euch nicht verheimlichen, doch fanden wir es wäre noch zu früh euch alles zu sagen. Ich meine das mit Aurian.“ Die beiden Mädchen nickten.

Aurian stand unterdessen am Seelenteich und sah hinein und wie sie es erwartet hatte schwammen oben auf zwei goldene Seelen. Leise flüsterte sie. „Wenn ihr heute Nacht nicht gezeugt werdet, werdet ihr vergehen bevor ihr überhaupt eine Chance gehabt habt. Ich kann nun wählen sollt ihr Götter oder Sterbliche werden. Was genau seid ihr, was wird aus euch werden?“ Leise hörte sie eine wispernde Stimme. „Werden sie sterblich geboren, werden es gute Landesoberhäupter werden, Könige nennt ihr das wohl. Doch solltest du dich entschließen sie als Götter auf die Welt kommen zu lassen, so wird aus ihnen was besonderes werden. Alternativ dazu kannst du sie wieder versinken lassen, bis zum nächsten mal. Sie werden nicht verloren sein. Also keine Sorge ich werde auf sie aufpassen.“ Aurian sah ins Universum. „Hast du dich nun doch entschlossen mit mir zu reden? Und Landesoberhäupter sagst du?“ Aurians Gedanken flogen. „Aber es ist richtig das sie entweder von Lazarus, Ethan oder Myrion gezeugt werden müssen, oder?“ Leise bekam sie eine Antwort. „Ja oder von Gregorian, er kann es auch noch. Doch ich habe gesehen seine Frau ist bereits schwanger, das hätte nicht sein dürfen, denn sie war ausersehen diese goldenen Seelen zur Welt zu bringen. Du hast alles durcheinander gebracht.“ Aurian nickte, sie dachte nach. „Ich weiß nun was sie werden, sie werden sterbliche, große Könige. Erst hatte ich vor sie selber zur Welt zu bringen, aber nun weiß ich wer sie bekommen wird.“ Leise flüsterte das Universum. „Das ist falsch und das weißt du auch. Silenee ist der weibliche Geist, sie wird die Kinder nicht empfangen können, egal wen du zu ihr schickst.“ Aurian knurrte leise. „Verdammt. Hast du das so eingefädelt, muss ich mich wieder mit dir rumschlagen?“ Leise kam zurück. „Aber nein Mutter. Niemals würde ich dein Urteil in Frage stellen. Du selbst hast es getan. Als du sie zu ewigen Helden machtest, sorgtest du dafür das sie nur von Argon oder Kristan schwanger werden konnte.“ Aurian stampfte wütend mit dem Fuß auf. “Verdammt.“ „Du wirst schon dann eine richtige Sterbliche nehmen müssen. Anders geht es nicht. Oder sie selber bekommen. Doch vergiss nicht, sie waren ausersehen Götter zu werden.“ Aurian fluchte leise. Sie ging zurück zu Aglaia und den jungen Leuten. Diese sahen sie nun alle fragend an und sie nickte. „Es ist wie ich sagte, zwei goldene Seelen warten darauf geboren zu werden. Also empfehle ich euch, eure Liebesnacht auf morgen zu verschieben oder eben wie Aglaia sagte bis nach der sechsten Stunde zu warten. Ansonsten, wenn ihr euch nicht beherrschen könnt, sind die beiden Mädels morgen schwanger.“ Sie sah Aglaia an. „Ich bekam auch die Alternative selber zu warten, da die Seelen nicht verloren sind, doch befürchte ich das beim nächsten mal mehr als zwei darauf warten. Zum ersten mal weiß ich nicht was ich tun soll.“ Aglaia sah sie an. „Wann wird das nächste mal sein?“ Aurian zuckte mit der Schulter: „Das kann in hundert Jahren sein aber ebenso erst in tausend, ich weiß es nicht. Sie kommen wenn es für sie Zeit ist.“ Lazarus räusperte sich. „Na prima. Also Mädels ihr habt es gehört, heute Nacht wird es nichts. Denn ich will verflucht sein wenn ich auch nur irgendeiner heute ein Kind anhänge.“ Ethan gab ihm recht. „So scharf ich auch darauf bin, aber so scharf kann ich gar nicht sein, das ich bewusst ein Kind zeuge das ich nicht will.“ Die Mädchen nickten zustimmend und grinsten. „Wir könnten auch mal darüber reden wie ihr euch das alles zukünftig vorstellt. Zeit genug ist ja jetzt da. Weil ich denke... “ Morgan hatte das reden übernommen. „das wir doch einiges zu klären haben.“ Die beiden Männer nickten. Lazarus sah Aurian an. „Wirst du sie bekommen?“ Aurian zuckte abermals mit den Schultern. „Ich werde mit Myrion reden, wenn er sie will, bekomme ich sie. Wenn nicht, dann nicht. Dann muss er die kommende Nacht auch ohne auskommen. Oh....und ich sollte Gregorian warnen, nicht das er sich die Nacht eine andere sucht.“ Doch da musste sie sich nicht sorgen, der lag friedlich neben Pia im Bett, bedankte sich aber für die Warnung. Als Aurian und Aglaia gegangen waren mussten Lazarus und Ethan Rede und Antwort stehen. Sie erklärten ihnen das sie immer wieder mal mit Aurian schlafen würden, das sie nicht anders könnten da es sie hier und da in ihr Bett ziehen würde. Ebenso waren sie aufrichtig das sie niemals treu sein würden. Lazarus schon nicht weil es seine Pflicht war auch ab und zu mal mit einer anderen zu schlafen um die Lust in der Welt zu stärken. Und Ethan erklärte da er ein wenig von Lazarus Veranlagung hätte es ihm nicht anders erginge. Doch sagten sie ihnen auch, das sie ihr Herz bereits eingenommen, das sie sie wirklich gern hätten und hofften das daraus Liebe werden würde. Die beiden Mädchen nickten und gaben zu das sie jetzt schon bereits mehr für die beiden empfinden würden. Lazarus klärte sie darüber auf was es mit der sittlichen Moral bei ihnen auf sich habe, da die beiden ihn immer wieder ansahen wenn auf Aurian die Rede kam. „Ihr müsst euch vorstellen, das es bei uns egal ist ob Bruder mit Schwester, Vater mit Tochter oder Sohn mit Mutter. Wir leben ewig, das heißt etliche tausend Jahre, irgendwann vergisst man wer die Mutter oder der Vater war. Es verschwimmt. Und daher ist es gleichgültig. Ebenso Treue, ihr werdet kaum einen Gott oder auch Göttin finden die wirklich treu ist. Wir leben nicht nur dreißig oder vierzig Jahre miteinander sondern tausend und mehr. Da wird es irgendwann mal langweilig, doch wenn unser Herz einmal vergeben ist, bleibt es dort auch. Seht euch Aurian an, sie ist seit ewigen Zeiten mit Myrion zusammen, sie liebt ihn mehr als alles andere. Und doch geht sie mit mir oder Ethan oder Aaron und erst letztens sogar mit dem dunklen Gott ins Bett. Es ist nicht wichtig, weil Myrion weiß sie liebt nur ihn. Sie liebt auch Ethan und mich, das wissen wir und doch ist es nicht das selbe wie bei Myrion.“ Die beiden nickten. Morgan sah Lazarus an. „Wie alt bist du wirklich?“ Ethan lachte. „Frag ihn das lieber nicht, ich glaube so zehntausend Jahre oder so.“ Lazarus gab ihm eine Kopfnuss. „Werde nicht komisch ja? Nein keine zehntausend Jahre, es sind vielleicht, lass mal nachrechnen ich glaube so um die viertausend. Genau könnte es euch Aurian sagen, obwohl ich glaube sie zählt auch schon nicht mehr.“ Dann sahen sie Ethan an. „Und du?“ Nun lachte Lazarus. „Er ist noch ein Baby ein Kleinkind, mit vielleicht mal gerade hundertzwanzig oder so.“ Ethan nickte. „Ja er hat recht ich bin für seine Verhältnisse noch sehr jung. Vor allem da er mein Großvater ist.“ Lazarus sah ihn überrascht an. „Du hast recht, Lilli bekam mein Kind und Aurian das von Gregorian, diese beiden taten sich zusammen und das Kind der beiden tat sich mit einem Kind aus Damoks Linie zusammen und heraus kamst du.“ Lazarus seufzte leise. „Ja so war das. Ich habe Aurian immer bedauert das sie so viele Kinder verloren hat, doch wenn ich es genau bedenke ich ebenso.“ Ethan fluchte. „Ich hätte davon nicht anfangen sollen, es tut mir leid.“ Morgan legte ihre Arme um Lazarus und drückte sich an ihn. „Es tut mir für dich auch leid.“ Lazarus sah sie an und legte einen Arm um sie. „Das muss es nicht. Wenn es mit uns klappt wirst du mir das Kind schenken das ich mir wünsche. Doch bis dahin lassen wir uns Zeit. Vor allem ich habe ja noch einige Kinder. Und ich werde gerade wieder Großvater sogar in doppelter Hinsicht.“ Ethan schlug sich vor die Stirn. „Verflixt ich ja auch und ich bekomme sogar drei Enkelkinder.“ Lazarus lachte und sah die beiden Mädchen an. „Seht ihr was wir meinen? Wir merken es nicht mal mehr. Wir wissen wer unsere Kinder sind und wir freuen uns auch auf weiteren Nachwuchs doch bei uns verwischen die Generationen, vor allem da wir nicht älter aussehen. Und Aurian nennt uns immer noch Jungen, obwohl ich soviel jünger als sie gar nicht bin, vielleicht hundert oder zweihundert Jahre. Doch irgendwie ist es auch schön das sie in uns immer noch Jungen sieht. Vor allem da es uns ihre Liebe zeigt.“ Ethan nickte zustimmend. Lazarus sah Ethan an. „Ist dir klar das wir schon mal Großvater sind? Also in den neuen Generationen. Morpheus ist auch unser Enkelsohn.“ Lazarus erklärte den beiden Mädchen das Morpheus Eltern, Iron der Sohn von ihm und Nara die Tochter von Ethan wären.

Derweil sprach Aurian mit Myrion wegen der goldenen Seelen. Myrion sah sie an. „Kätzchen du weißt wie sehr ich Kinder liebe und ich wäre der letzte der nein sagen würde, wenn wir noch eins bekämen, vorzugsweise eine Tochter. Doch auf diese weise , also gezwungenermaßen, nein das will ich nicht. Dann schlafen wir die Nacht eben nicht miteinander, aber ich werde den Teufel tun und dich nur deswegen schwängern.“ Somit war die Sache erledigt und die goldenen Seelen müssten halt auf das nächste mal warten, wenn wieder die Konstellationen stimmen würden. Denn keiner der Männer war bereit in dieser Nacht ein Kind zu zeugen.

Doch hatte es auch etwas gutes gehabt, die zwei jungen Paare hatten geredet bis morgens früh und alles geklärt was es zu klären gab. Nun konnten sie ruhig in die Zukunft blicken. Und in der nächsten Nacht ging es dann wirklich heiß zur Sache und das ohne Störungen. Aurian beobachtete die beiden jungen Paare oft in der nächsten Zeit und sah wie verliebt sie waren. Sie lächelte leicht. Sie hätte nie gedacht das Ethan wirklich noch Platz in seinem Herzen hatte für eine weitere Liebe, doch gönnte sie es ihm von Herzen. Sie wusste ja nicht das es bei Ethan keine richtige Liebe war, sondern das er nur etwas wollte das ihm alleine gehörte. Und Marians Liebe gehörte nur ihm.

Kapitel 29: Viele Jahre


 

Die Zeit verging. Die Jungdrachen wurden erwachsen und so erhoben sich Zandramas und Serena abermals in die Luft, doch merkwürdigerweise lagen diesmal keine Eier im Nest und die beiden wunderten sich sehr darüber. Die Zwerge hatten zusätzliche Drachenhöhlen im Berg ausgehöhlt und so hatten auch die neuen Drachen einen Platz an dem sie nun wohnen konnten. Einzig die Silberdrachen hatten sich anders entschieden, sie hatten Aurian darum gebeten ein Haus wie die Menschen haben zu dürfen und bewegten sich meistens in der Gestalt von Menschen unter ihnen, sie wollten lernen. Sie gingen sogar bei Silenee in die Lehre um die Magie zu erlernen. Argon hatte auf den beiden Kontinenten die ihm nun unterstanden vertrauenswürdige Könige eingesetzt die die Länder verwalten würden. Den dritte Kontinent hatte er mit Zandramas zwar immer mal überflogen, doch fest gestellt das es dort lediglich Barbaren und Amazonenstämme als auch in den Wüsten Nomaden gab. Er ließ sie in Ruhe. Allerdings schickte er in Intervallen immer mal die bronzenen Drachen dort hin um auf zu passen. Er wollte keine weitere Invasion erleben. Es war alles friedlich. Das einzigste das ihn ein wenig störte war, das Silenee nicht schwanger wurde. Es gab keinen Thronfolger. Morpheus und Eirana waren inzwischen in der Pubertät und hatten nur noch Dummheiten im Kopf, am liebsten miteinander. Eiranas Anziehungskraft wenn sie lächelte haute jeden Mann um, auch die erwachsenen. Obwohl sie sich beherrschten und dem jungen Mädchen nicht zu nahe traten. Was aber Morpheus nicht davon abhielt. Jenna, Dion, als auch Riana und Rowan waren inzwischen auch geboren und waren bereits im Kinderalter und auch hier hatte Aurian es übernommen sie zu lehren was es hieß ein Gott zu sein. Myrion saß meistens dann in der Nähe und lächelte wenn er sah wie die fünf Kinder um Aurian herum saßen und sie ihnen alles bei brachte was sie wissen mussten.

Denn auch Gregorians Kind war geboren worden, doch war hier etwas entsetzliches geschehen, wenigstens für Gregorian. Als das Kind zur Welt kam verblasste das Zeichen auf Gregorians Rücken bis es verschwunden war, er war den Fluch endgültig los. Als er es merkte freute er sich im ersten Moment doch dann fiel Pia auf das der kleine Junge ein Mal auf seinem Rücken trug, noch klein und kaum zu bemerken doch es war da. Als Gregorian sich das Mal genauer ansah, brüllte er vor Schmerz auf, das es über die ganze Insel schallte. Als die anderen Götter nach sehen kamen was los war, denn sie befürchteten schon das das Kind nicht lebte, flehte er Aurian an es rückgängig zu machen. Sein Sohn hatte mit dem Mal auch den Fluch übernommen. Ihm wäre es lieber das er den Fluch wieder übernehmen würde, doch sein Sohn sollte davon verschont bleiben. Weder Aurian noch Aglaia konnten sich erklären, wieso das geschehen war. Dann sah ihn Aurian an und nickte. „Ich glaube ich weiß was es ist. Diese Lüge, wir müssen Pia die Wahrheit sagen, es geht kein Weg dran vorbei. Sie muss es erfahren, nur dieser Lüge wegen trägt er nun das Mal und den Fluch.“ Gregorian nickte und so beichteten die beiden Pia, was tatsächlich geschehen war. Das sie das Kind durch Umwege bekommen hatte. Pia war erschüttert, sie sah die beiden an. „Das habt ihr getan? Damit ich auch ein Kind bekommen konnte? Ist es dann überhaupt mein Kind?“ Aurian seufzte. „Ja es ist dein Kind, Iona gab ihm deine Erbanlagen und entnahm ihm meine, so das es wirklich dein Kind ist. Das einzige was ich tat, war es von Gregorian zu empfangen, da er dich nicht schwängern konnte. Du warst so verzweifelt das er mich darum bat und ich liebe dich mein Kind, also war es für mich selbstverständlich zu tun was ich konnte damit du auch zu deinem Kind kamst.“ Pia nickte und sah ihren Sohn an. „Er ist wirklich mein Sohn?“ Aurian sah sie sanft an. „Ja es ist dein Sohn.“ Dann legte Aurian ihre Hand auf das Kind und berührte Gregorian, das Mal erschien wieder auf Gregorians Rücken und das Kind war davon frei. Gregorian dankte Aurian unter Tränen. „Lieber will ich das ganze ertragen als es meinem Sohn auf zu bürden.“ Den Jungen hatten sie Julien genannt.

Inzwischen hatte auch Lazarus Aurian darum gebeten, Morgan und Marian wenigstens die Unsterblichkeit zu geben, da er Angst hatte seine Morgan an das Alter zu verlieren. Die Eltern der beiden waren vor kurzem gestorben. Doch hatte Lazarus das einzige getan was er konnte, er hatte Morgan und Marian mal mit zu Thanatos genommen und sie sehen lassen wie die Seelen dort existierten. Als die beiden sahen das ihre Eltern dort wieder jung und das sie absolut glücklich waren, trauerten sie auch nicht so stark. Aurian hatte in der Nähe ihres Sees ein weiteres Haus erstehen lassen in das Lazarus, Ethan und die beiden jungen Frauen gezogen waren. Doch die Liebeshütte die einst Lazarus gebaut hatte, blieb nicht ungenutzt. Denn hier trieben sich dauernd Morpheus und Eirana herum. Aurian war nicht verborgen geblieben was die beiden Teenager dort trieben und grinste immer leicht. Allerdings achteten sie und Aglaia sehr darauf das Eirana noch nicht schwanger wurde. Aglaia kam immer mal zu ihr um nach den beiden jungen Paaren zu sehen, was Aurian doch irgendwann misstrauisch machte und sie sie ansprach. „Was ist los mit den vieren das du sie immer mal beobachtest?“ Aglaia seufzte. „Mit Lazarus und Morgan ist alles in Ordnung, Lazarus liebt sie, wenn auch nicht so wie dich, doch hat Morgan die Lücke die Nara hinterließ gefüllt. Aber Ethan macht mir Sorgen. Es ist etwas eigenartiges mit ihm. Nach außen hin trägt er Marian auf Händen und doch ist es so als wäre er nicht wirklich glücklich.“ Aurian sah sie erschrocken an. „Schlägt er sie oder misshandelt er sie?“ Aglaia schüttelte den Kopf. „Nein doch so etwas nicht, das würde Lazarus mitbekommen und Ethan hätte einige gebrochene Knochen davon kannst du ausgehen. Nein er ist wirklich gut zu ihr, erfüllt ihr jeden Wunsch und tut was er kann um sie glücklich zu machen. Doch er selber ist nicht glücklich, obwohl die junge Frau ihn von Herzen liebt. Sein Herz ist gefüllt mit einer einzigen großen Liebe und das lässt ihn unglücklich sein. Doch da er weiß wie er empfindet, weiß er auch was Marian empfindet und möchte sie nicht darunter leiden lassen, das er sie nicht so lieben kann wie sie es verdient.“ Aurian nickte verstehend. „Ich glaube ich weiß wen er wirklich liebt. Doch was soll ich dagegen tun? Ihn aus dem Bett werfen wenn er mal wieder zu mir kommt? Ihn abweisen?“ Aglaia sah sie an. „Das wäre das falscheste was du tun könntest, denn diese Zeit die er dich mal nur für sich hat, gibt ihm viel und lässt ihn das alles ertragen und überstehen. Würdest du ihn abweisen, würde er ausrasten und du weißt das er nicht nur das Licht in sich trägt, er hat auch viel von Damok oder Gregorian in sich. Und diese beiden sind keine Heiligen. Wer weiß was dann geschehen würde. Du warst für ihn vorgesehen und nur für ihn. Doch jetzt treibst du immer mehr von ihm fort, so das ihm nur noch diese wenigen Stunden bleiben, wo du mit ihm ins Bett gehst. Es war anders als ihr noch zusammen ins Universum gingt um dort eure Arbeit zu tun, doch das ist schon eine Weile her das ihr das tatet.“ Aurian nickte. „Ich sollte ihm mal mehr Zeit gönnen.“ Da Aurian noch nie jemand war der etwas auf die lange Bank schob, so trat sie einen Tag später vor Ethan. „Wir müssen uns mal wieder an die Arbeit machen. Komm wir gehen mal wieder für eine Zeit, um zu tun was wir tun müssen.“ Ethan strahlte sie an, doch dieses strahlen fielen auch Lazarus und Marian auf. Als Ethan und Aurian gegangen waren, weinte Marian. Lazarus nahm sie in den Arm. „Er liebt mich nicht. Er liebt nur sie.“ Sie weinte herzzerreißend. Lazarus hatte es ebenfalls gesehen, doch wusste er nicht was er dagegen tun konnte. Er versuchte Marian so gut es ging zu trösten.

Als Ethan und Aurian nach einigen Tagen zurück kamen, war Marian gegangen, sie war wieder in das Haus ihrer Eltern gezogen und hatte Ethan verlassen. Er sah Lazarus an, als er es erfuhr. „Ja warum denn? Sie hatte es doch gut bei mir oder nicht? Habe ich nicht alles für sie getan?“ Lazarus sah ihn an. „Du liebst sie nicht, du sagst es zwar, doch tatsächlich ist es eine Lüge. Meinst du uns wäre dein Blick entgangen als Aurian dich aufforderte mit zu kommen? Meinst du wir hätten nicht gesehen was du in dem Moment gefühlt hast? Du liebst Aurian.......das tue ich auch.....doch ist mir im Gegensatz du dir klar, das sie zu einem anderen gehört. Zu Myrion. Ich bin dankbar für die Stunden die sie mir gibt, wo sie zärtlich ist und ja auch leidenschaftlich. Wo sie mir meine körperlichen Wünsche erfüllt. Doch hier drin....“ Dabei klopfte er auf sein Herz. „weiß ich das sie nur einen wirklich lieben wird. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt damit klar zu kommen, ich habe sogar mein Herz für eine andere Frau geöffnet. Erst für Nara und nun für Morgan. Ich habe auch immer geglaubt ich könnte keine andere Frau als sie lieben und doch ist es möglich. Ich liebe dich wie einen Bruder.....doch solltest du dir endlich mal wirklich darüber im klaren werden, das Aurian zu Myrion gehört. Und wenn du Marian nicht sagen kannst, das du sie nicht liebst, das du sie zwar gerne hast, denn das bestreite ich nicht mal das du sie gern hast, dann solltest du sie wenigstens nicht belügen. Nicht die fehlende Liebe hat sie verletzt, sondern die Lüge. Ich glaube du bist noch nicht bereit für eine feste Beziehung.“ Ethan sah ihn sprachlos an, so hatte Lazarus noch nie mit ihm gesprochen. Er nickte leicht, Lazarus hatte ihm gesagt was er schon lange wusste. „Du hast recht, mein Herz ist zu voll von der Liebe zu Aurian das keine andere darin mehr Platz hat. Ich dachte ich könnte Marian lieben lernen, doch sie hat besseres verdient als nur den Versuch. Ich.....ich...ach vergiss es.“ :damit drehte er sich herum und verschwand. Tagelang suchte man ihn doch fand ihn nicht. Aurian begann sich langsam Sorgen zu machen. Dann kam Hilfe von unerwarteter Seite, denn Gregorian der immer mal das Universum durchflog fand ihn. Ethan saß auf einem Meteroiten und sah ins Universum. Er sah so verloren aus, das Gregorian Mitleid mit ihm bekam und sich zu ihm setze. „Die Liebe ist schon ein merkwürdiges Ding. Ich liebe Aurian ebenso wie du, sie füllt auch mein Herz vollständig aus. Sie ist die Liebe meines Lebens. Aber Liebe heißt auch eventuell verzichten. Sie glücklich zu sehen.....macht mich glücklich. Ich war immer ein Egoist und weit aus schlimmer als du. Doch die Liebe zu ihr hat mich geläutert. Du hast immer jemanden gehabt und warst nie wirklich alleine. Ich habe an meinem Leib gespürt wie es ist, wenn man alleine ist, wenn man als Außenseiter gilt. Das kam vor allem durch meinen Egoismus. Doch du hast alles was du begehrst, du hast sogar mehr als ich oder irgendein anderer je bekommen wird. Sie liebt dich. Vielleicht nicht wie Myrion, aber sie liebt dich. Du hast es immer noch nicht begriffen. Jeder liebt das Licht und jeder liebt Aurian. Und in ihr Herz..oh gott da haben so viele Platz.“ Ethan sah ihn an. „Wie kannst du dann Pia sagen das du sie liebst? Wenn es doch nicht stimmt. Ich habe Marian auch belogen, ich liebe sie nicht. Jetzt fühle ich mich so mies, ich habe das Gefühl sie nur ausgenutzt zu haben, sie nur benutzt zu haben, um irgendetwas zu füllen.“ Gregorian sah ihn an. „Du spürst eine Leere die nicht wirklich da ist. Du hattest etwas das nicht jedem zuteil wird. Die wahre Liebe einer Frau. Schau mal ich weiß das Pia mich liebt, das sie mir alles verzeihen würde, doch möchte sie wieder geliebt werden. Wenn man schon lügt, sollte man es den anderen wenigstens nicht spüren lassen. Ich gebe ihr das Gefühl sie zu lieben und da ich sie sehr gerne habe, da sie mir wirklich am Herzen liegt, kann ich das auch. Und das du dich nun so mies fühlst zeigt doch das dir mehr an Marian liegt als du dir selber eingestanden hast. Du magst sie vielleicht nicht so lieben wie Aurian, das wird wohl auch niemals der Fall sein. Doch das was du für sie empfindest ist für sie besser als nichts. Ebenso wie du dankbar für das wenige bist das du von Aurian bekommst. Ich zumindest wäre dankbar das zu bekommen was sie dir gibt. Würde ich an ihre Türe klopfen, mich würde sie abweisen. Dich aber nicht, für dich öffnet sie ihre Türe weit, ebenso wie ihre Arme. Es gab eine Zeit da habe ich sie gezwungen mir zu geben was ich wollte.“ Ethan sah ihn entsetzt an. „Du hast sie vergewaltigt?“ Gregorian lachte. „Nein um Gottes willen, das hätte ich gar nicht vermocht. Aber ich zwang sie meinen Sohn zu bekommen. Ich zwang sie mich in ihrem Bett zu dulden, obwohl ich wusste das sie es eigentlich nicht wollte. Ich verführte sie im Wissen das sie mir nicht widerstehen konnte. Und ich wusste wie mies sie sich danach fühlte. Ich weiß das sie danach geweint hat. Doch mir war es egal, ich hatte was ich wollte.“ Ethan verstand. „Dorians Preis, warum hast du nicht versucht ihn zu erringen? Warum hast du gleich am Anfang darauf verzichtet?“ Gregorian nickte. „Weil sie mir etwas gab das wertvoller war. Mein Sohn Julien, wurde von Aurian empfangen, weil ich Pia nicht schwängern kann. Doch Pia wünschte sich so sehr ein Kind, das ich Aurian bat dieses Kind von mir zu empfangen und aus Liebe zu Pia tat sie es. Danach versprach ich Myrion, niemals wieder meine Hände nach Aurian aus zu strecken. Zurück zu treten und zu verzichten.“ Ethan sah ihn an. „Doch du willst sie immer noch, oder? Es hat sich nichts geändert.“ Gregorian gab ihm recht. „Ja so ist es. Aber ich werde sie in Ruhe lassen und versuchen mit Pia glücklich zu werden. Denn sie hat es wirklich verdient.“ Ethan hatte nun einiges zum Nachdenken. Gregorian ließ ihn dann wieder alleine, berichtete aber Aurian davon, wo er steckte.

Es verging ein Jahr, Ethan ließ sich nicht sehen, nur Gregorian wusste wo er war. Und zwar hatte Ethan sich im Leviathanorden auf der anderen Welt verkrochen und machte dort die Ausbildung der Leviathan durch. Er hatte ihnen nicht gesagt das er ein Gott war und Gregorian schwieg auch dazu. Doch berichtete er Aurian regelmäßig das es Ethan gut ginge und sie sich keine Sorgen machen müsste. Aurian hatte Marian in ihr Haus genommen, damit das Mädchen in der Nähe seiner Schwester sein konnte und nicht so alleine war. Lazarus vermisste Ethan sehr. Was aber nun keiner erwartet hatte, war das Leon begann sich in Marian zu verlieben. Er umschmeichelte sie, gab ihr Geschenke und umwarb sie wie er es von Lazarus gelernt hatte. Es kam der Tag da er sich vor sie stellte, einen Arm um sie legte und sie zu küssen versuchte. Leise flüsterte er. „Ich habe mich in dich verliebt.“ Marian sah ihn entsetzt an, den versuch des Kusses quittierte sie mit einer Ohrfeige. Dann rannte sie weg und ließ Leon einfach stehen. Myrion hatte es mit bekommen und trat auf Leon zu. „Das war wohl nichts. Nimm es nicht so schwer, ich glaube sie liebt Ethan immer noch. Sie hofft das er zurück kommen wird.“ Leon seufzte. „Na ja ich finde sie sehr süß und sie gefällt mir. Ich dachte wo Ethan sie nicht will.“ Myrion legte Leon einen Arm um die Schulter. „Tja mein Sohn, dem Herz kann man nicht befehlen. Ebenso wenig wie Ethan ihm befehlen kann Marian zu lieben, kann sie ihrem nicht befehlen Ethan daraus zu verbannen.“

Weitere fünf Jahre vergingen, mittlerweile waren auch aus den fünf Kindern angehende Teenager geworden. Aurian hatte erwartet das Lazarus Morgan zu seiner Frau machen würde, doch nichts dergleichen geschah. Der Bruch zwischen Ethan und Marian belastete auch die Beziehung zwischen Lazarus und Morgan.

Dorian der Dion genau beobachtete und seine Tochter über alles liebte konnte an dem Jungen an sich keinen Makel entdecken. Doch stellte er fest das Dion sich für Jenna nicht mal interessierte, das er sich scheinbar eher zu Riana hingezogen fühlte. Als Dorian die jungen Leute mal beobachtete wurde ihm auch klar wieso. Jenna war ruhig und sehr sanft. Riana dagegen wild und ungezähmt. Er sah das alle Jungen auf Riana flogen und Jenna kaum beachteten.

Und eines Abends flog die Türe in Aurians Haus auf und Ethan stand  im Rahmen. Alle Köpfe flogen zu ihm hin. Die ganze Familie saß im Wohnzimmer, auch Lazarus und Morgan. Ethan hatte sich verändert. Sein Gesicht hat das jungenhafte verloren. Nicht das er älter aussah, doch der Ausdruck darin war anders. Ernster, erwachsener. Er trug die rotblaue Leviathankleidung, wenn sie bei ihm auch sehr sexy aussah, da er ein Hemd trug das er bis zum Bauch offen hatte und so seine muskulöse Brust deutlich zeigte. Die dunkelblaue Hose saß an ihm wie eine zweite Haut. Seine muskulöse Gestalt kam nun noch besser zur Geltung und die Oberarme ließen fast die Ärmel platzen. „Guten Abend. Ich bin wieder da.“ sagte er nur ruhig.

Kapitel 30: Eine kleine Welt im Universum


 

Er sah in die Runde und bemerkte das die Frauen ohne Ausnahme scharf einatmeten und Freude in ihren Gesichtern standen.Alle wollten sich gerade erheben um ihn zu begrüßen, doch er winkte ab. „Ich will erst loswerden was ich zu sagen haben. Also bleibt noch sitzen und hört mir zu.“ Als erstes sah er Aurian an. „Ich liebe dich und tat es schon seit meiner Kinderzeit, wie ich dir bereits mal erzählte. Als ich merkte das du nur Myrion lieben würdest, kochte ich vor Eifersucht. Ich wollte dich nur für mich haben. Doch lernte ich das er mir nichts weg nahm was ich eh nie besessen hatte, deine Liebe. Ich sah das es Lazarus nicht anders erging, vielleicht freundete ich mich deswegen mit ihm an. Ich mag Lazarus, ich liebe ihn wie er mich liebt. Wie einen Bruder. Wir haben viel zusammen erlebt und hatten auch eine sehr wilde Zeit zusammen gehabt. In dieser Zeit wurde mir gar nicht bewusst das du mir nur dann etwas gabst wenn ich es verlangte. Und ich kam oft zu dir. Dann lernten wir Marian und Morgan kennen und es wurde ruhiger. Jetzt erst wurde mir klar was fehlte. Ich versuchte Marian zu lieben wie sie mich. Doch immer noch war mein Herz nur mit der Liebe zu dir gefüllt. Ich konnte Marian nicht das geben was sie verdient gehabt hätte. Als sie es merkte verließ sie mich. Mir wurde auf einmal klar, das es so nicht geht. Ich musste erst mal zu mir selber finden, ich musste erkennen wer ich wirklich bin. Ich lernte das ich ein egoistisches Arschloch war. Der ohne Rücksicht auf andere mitnahm was er kriegen konnte. Gregorian machte es mir deutlich. Als er mich alleine ließ dachte ich nach und auf einmal wusste ich was mir gefehlt hatte.“ Er trat näher auf Aurian zu und sah sie an. „Sag mir eins. Begehrst du mich? Willst du mich in deinem Bett haben? Oder gabst du mir nur was ich verlangte? Denn nicht einmal in all diesen Jahren hast du mich von dir aus gefordert. Nicht einmal bist du auf mich zu getreten und hast mich spüren lassen das du mich wolltest. Und meine Liebe, so geht es nicht nur mir. Ja, Lazarus und ich brauchen dich, daher holen wir uns von dir was wir brauchen. Doch brauchst du uns auch? Ich war nun sechs Jahre fort und diese sechs Jahre waren für mich die Hölle, denn die Sehnsucht brachte mich fast um den Verstand. Hat Gregorian euch erzählt das man mich sogar eine zeitlang in Ketten legen musste, weil ich einmal fast durchdrehte? Ich weiß das auch Lazarus viele Jahre unter den Sterblichen lebte, doch er verlor sich immer mehr, bis du gebeten wurdest ihn einmal für dich zu fordern. Danach wurde er wieder er selber. Er sagte mal zu Morgan, „ich brauche Aurian sonst vergehe ich.“ Ich habe es nun selber gespürt, ich brauche dich und das wird sich wohl niemals ändern. Doch will ich nun eins wissen, brauchst du uns auch? Verdammt so kann es nicht weiter gehen.“ Lazarus sprang auf. „Nicht Ethan, du weißt nicht was du da sagst.“ Aurian sah Ethan entsetzt an, sie sprang auf und lief hinaus. Myrion erhob sich jetzt. „Du willst wissen ob sie dich und Lazarus auch braucht? Ja das tut sie. Wusstest du nicht das sie Nymphoman ist? Das sie ohne einen Kerl im Bett nicht ruhig bleiben kann? Wusstest du nicht das sie verhindern muss einen ihrer Anfälle zu bekommen? Ja sie braucht dich und Lazarus ebenso, wie ihr sie braucht. Sie braucht die Abwechslung, sie braucht immer mal jemand anderen als mich. Doch in einem gebe ich dir recht. Sie hätte es euch auch mal zeigen sollen.“ Ethan sah Aurian hinterher und dann Myrion an. „Das wusste ich nicht. Doch es hat mir gefehlt auch mal zu spüren das sie mich auch will. Sicher sie hat es genossen wenn ich wir mit einander schliefen. Sie war wild und dann sogar fordernd. Doch ist sie noch niemals von sich aus auf mich zugekommen und hat mich von sich aus gefordert. So das sich langsam das Gefühl aufbaute, sie will mich eigentlich gar nicht. Ich weiß das sie mich ebenso liebt wie Lazarus. Doch das hat nichts damit zu tun, das ich ein Mann bin, der auch mal spüren will, gewollt zu werden. Wenn sie was wollte ging sie zu dir. Doch niemals zu mir oder Lazarus. Das kann auf Dauer sehr frustrierend sein.“ Lazarus seufzte, Myrion sah ihn an. „Geht es dir ähnlich?“ Lazarus nickte. „Ja, doch ich wusste immer das sie mich will und braucht. Daher ist es mir egal gewesen ob ich nun zu ihr ging oder darauf wartete das sie mal von sich aus kommen würde. Doch hat er schon recht, es wäre schön gewesen das auch mal zu spüren. Sie gab uns ihre Liebe, sie gab uns ihre Leidenschaft, aber nie das Gefühl das sie scharf auf uns ist.“ Aurian stand wieder in der Türe sie hatte sich beruhigt. „Ihr habt recht, das hat mir einst auch mein zweiter Löwe vorgeworfen, das wenn ich etwas wollte immer nur zu Myrion gegangen bin.“ Sie vermied absichtlich Leons Namen zu nennen. Denn der junge Leon wusste immer noch nichts von seinem früheren Leben. „Ich habe da einen Fehler gemacht, ich hätte euch zeigen sollen das ich euch auch will.“ Ethan sah sie an. „Ist das die Wahrheit? Bist du auch scharf auf uns oder gibst du uns nur was wir verlangen?“ Aurian seufzte. „Nein ich bin auch scharf auf euch. Jeder von euch ist anders. Und Myrion hat recht. Ich brauche die Abwechslung, ich brauche auch mal jemand anderen in meinem Bett. Ich bin eine Nymphomanin und kann ohne einen Kerl gar nicht auskommen.“ Ethan sah sie an. „Doch was war als Myrion und Lazarus weg waren, du hast keinen Kerl mehr an dich heran gelassen. Nicht mal mehr deinen zweiten Löwen.“ Aurian nickte. „Die Trauer war zu tief, ich spürte nichts mehr, ich fühlte mich wie tot und daher hatte ich auch kein Verlangen mehr. Dieses Verlangen hast du erst wieder geweckt an dem Tag als ich deinem kleinen See nicht widerstehen konnte, als du mich das erste mal nahmst. Ich wusste würde ich zulassen das du mit mir schliefst würde das Verlangen in mir wieder geweckt und es bestand die Gefahr einen meiner Anfälle zu bekommen. Ich wusste nicht ob du in dem Moment wirklich in der Lage sein würdest das dann zu stillen.“ Ethan nickte und sah nun Marian an. „Mir ist klar, das du mich liebtest. Ich weiß nicht ob du es immer noch tust. Doch bin ich heute in der Lage, dir vielleicht zu geben was du möchtest. Ich werde Aurian immer lieben, ebenso wie Lazarus sie auch liebt. Doch würde ich uns gerne eine Chance geben. Willst du mich noch?“ Marian sprang auf und warf sich an seine Brust. „Ja, ja und ja...ich liebe dich immer noch.“ Er legte seine Arme um Marian und sah sanft zu ihr herab. „Dann sollten wir es versuchen. Ich werde tun was ich kann um dich glücklich zu machen. Ich bin erwachsener geworden und ich hoffe ein Stück reifer. Doch sollte dir eins klar sein, ich werde ebenso wie Lazarus auch weiter hin immer mal Aurians Bett aufsuchen. Und ich hoffe sie lässt es nicht mehr soweit kommen, sondern fordert uns auch mal ein. Kannst du damit leben?“ Marian sah zu ihm auf und nickte. „Ja denn ich sehe das Morgan auch damit leben kann. Und Lazarus hat uns mal erzählt wie es war als er viele Jahre ohne sie auskommen musste, ihr sollt haben was ihr braucht. Doch belüge mich nie wieder.“ Ethan lächelte, beugte sich herab und küsste Marian zärtlich. Er sah Aurian an. „Du solltest mal darüber nachdenken ob du Gregorian nicht auch noch mal eine Chance gibst. Er hat sich die ganzen Jahre um mich gekümmert, war da wenn ich ihn brauchte. Und sein Verlangen nach dir ist nicht geringer als das von Lazarus und mir.“ Aurian nickte. „Ich werde es mir überlegen.“ Dann begrüßten ihn alle freudig, der einzige der ein wenig zurückhaltender war, war Leon. Erst später sollte Ethan erfahren das Leon versucht hatte sich Marian zu nähern.

Was nun Gregorian anging, da hatte Myrion es in die Hand genommen. Er sprach mit Aurian. „Ist er dir so zuwider oder was ist es? Denn ich finde er sieht nicht schlecht aus, hat Muskeln an den Stellen die du so liebst und recht attraktiv und anziehend ist er auch. Zudem weiß er was er will und weicht nicht zurück sondern nimmt sich was er will. Auch eine Eigenschaft die du an einem Mann magst.“ Aurian seufzte. „Nein ich finde ihn schon recht anziehend, ebenso weiß ich das er mich recht schnell herum kriegen kann, wenn er es drauf anlegt, das hatten wir schon mal.“ Myrion nickte. „Was ist es dann? oh..oder ist er nicht gut genug, bringt er nicht das was du brauchst?“ Er zwinkerte ihr zu. „Wenn es das ist, dann komm anschließend zu mir und ich erledige den Rest.“ Sie boxte ihn sanft auf den Arm. „Nein das ist es auch nicht. Er bringt schon was ich brauche. Also gut, ich werde ihm geben was er verlangt.“ Myrion nickte und erklärte ihr nun seinen Plan. Ihm war klar das Aurian schlecht zu Gregorian gehen konnte, doch verließ er sich hier einfach mal auf Aurians Unwiderstehlichkeit. Bevor er aber Gregorian Aurian überlassen würde, sprach er noch mit Pia, ebenso wie Aurian wollte er keine Probleme in der Familie haben. Doch Pia war ebenso wie ihre Schwestern damit einverstanden. Dann setzten sie seinen Plan in die Tat um. Er bestellte Gregorian zu sich, weil er angeblich was mit ihm besprechen wollte. Als Gregorian erschien sah dieser Aurian im See stehen aus dem sie gerade auftauchte. Sein Blick ging an ihr entlang und er spürte schon das Verlangen in sich hoch steigen. Myrion trat näher und hörte sein leises aufstöhnen. Gregorian wollte sich gerade herum drehen als Myrion zu ihm trat. „Geh zu ihr. Nimm sie dir.“ Gregorian sah ihn an. „Ich kann nicht, ich habe es dir versprochen. Außerdem will ich nicht das sie sich wieder schlecht fühlt. Als ich Julien zeugte, lief auch alles recht mechanisch ab, es kam kaum etwas von ihr rüber, ich merkte das sie mich nicht wollte.“ Myrion nickte. „Weil es wieder mal mit einer Pflicht zu tun hatte. Doch diesmal ist es anders. Wecke ihre Leidenschaft und nimm sie dir.“ Gregorian stöhnte noch mal leise auf. „Weiß du was du mir da anbietest?“ Myrion nickte. „Nicht ich....sie. Sie weiß das du hier stehst und sie weiß das ich dich zu ihr schicke. Also geh.“ Gregorian sah Myrion noch einmal dankbar an, dann sah er wieder zum See wo Aurian nun zu ihm herüber sah. Sie versteckte sich nicht vor ihm, sondern ließ zu das er sie betrachtete. Langsam ging er zum See herunter und zog sich auf dem Weg dort hin aus. Sie sah bereits wie es um ihn bestellt war, als er den See betrat. Er zog sie an sich und küsste sie verlangend als er bei ihr ankam. Er erinnerte sich noch an das Zimmer in das sie ihn geführt hatte, als sie Julien zeugten, dorthin verschwand er nun mit ihr. Immer wieder forderte sie ihn, bis er nur noch schwer atmend auf ihr lag und japste. „Ich kann nicht mehr. Es reicht.“ Doch strahlte er sie glücklich an. „Ich hätte nie erwartet das noch mal erleben zu dürfen. Ich danke dir.“ Sie sah ihn ebenso schwer atmend an. „Wenn du es wieder mal brauchst, dann komm zu mir. Doch erwarte nicht das ich dich von mir aus fordere.“ Sein Blick ging an ihr entlang, er sah ihr ins Gesicht und sah in ihren Augen das sie es ernst meinte. Er nickte leicht. „Das hatte ich auch nicht erwartet. Du gibst mir jetzt schon mehr als ich je erwartet hatte.“
Aurian hatte sich auch zu Herzen genommen was Ethan ihr so unverblümt an den Kopf geworfen hatte. So stand sie wenige Tage später in seinem Schlafzimmer, presste sich an ihn und sah ihn an. „Ich will dich.“ Ethan stöhnte auf und sah sie an. Seit er zurück war hatte er Aurian nicht aufgesucht gehabt, er hatte gehofft das sie zu ihm kommen würde. Als sie sich nun an ihn drückte und er an ihrem zittern erkannte das sie ihn wirklich wollte, verlor er die Beherrschung. Es kümmerte ihn nicht mehr das es das Schlafzimmer von ihm und Marian war. Er riss Aurian die Kleider herunter und warf sie nur noch aufs Bett. Schnell war er ausgezogen und lag eher bei ihr als sie gucken konnte. Ohne Rücksicht auf sie nahm er sich nun das, auf das er sechs Jahre verzichtet hatte. Doch Aurian war noch geistesgegenwärtig genug sie zu dem Zimmer zu teleportieren das sie für solche Gelegenheiten frei hielt, dann ließ sie sich von ihm mitreißen. Er war wie in einem Rausch und tobte sich wahrlich an ihr aus. Erst als er ein wenig zur Besinnung kam fiel ihm auf das sie nicht mehr in seinem Schlafzimmer waren. Doch selbst das war ihm im Moment egal. Es dauerte Stunden bis er endlich von Aurian ab ließ und sie nur noch an sich gedrückt hielt. Er sah sie an. „Du wolltest mich wirklich oder?“ Sie nickte. „Ja alleine als du den ersten Abend bei uns in der Türe erschienst, wollte ich dich. Deine männliche Präsenz haute mich fast um. In diesem Moment war ich so scharf auf dich das ich es nicht erklären kann. Doch heute wollte ich es wissen. Ich wollte dich.“ Als sie das sagte strahlte er. Er war endlich rundum glücklich. Nun machte es ihm wirklich nichts mehr aus, das er sie nicht jede Nacht in seinen Armen halten konnte, denn das sie ihn wollte reichte ihm bereits. Selbst Marian spürte diese Veränderung, denn Ethan fand zu seiner alten Leichtigkeit zurück, auch wenn er nicht mehr der unbeschwerte Junge war, so gab ihm das Glück das er nun empfand so viel, das er sogar Marian mit riß. Als Aglaia nun zu Aurian kam, lächelte sie. „Er hat sein Glück gefunden, zwischen dir und Marian. Du hast ihm gegeben was er am meisten brauchte. Das Gefühl das du ihn ebenso willst, wie er dich.“ Ethan hatte nun sogar eine Aufgabe, denn er und Gregorian sprachen mit Argon und zeigten ihm auf was ein Leviathanorden auch hier voll bringen könnte. So machte sich Ethan an die Arbeit und baute nach dem Vorbild der anderen Welt ebenso eine Festung in Silberland, verborgen in einem tiefen Gebirge. Nahm dann auch Ordensmitglieder auf ohne ihnen zu sagen wer er wirklich war. Er bildete sie nach dem Vorbild des anderen Ordens aus und erklärte ihnen auch die geheimen Regeln des Ordens. Auch die Silberdrachen traten dem Orden bei, wenn auch als Magier und Zauberer. Ebenso sandte ihm Pelata neue Mitglieder die von Iona besondere Heilfähigkeiten bekamen und die man, wie auch auf der andere Welt irgendwann Kleriker der Leviathan nennen würde. Es würde einige Jahre dauern ihnen zu zeigen wie sie mit einander arbeiten mussten, doch Ethan hatte ja Zeit er musste nur darauf achten das man nicht merkte das er ein Gott war.

Abermals vergingen die Jahre. Während an den Göttern die Zeit mehr oder weniger spurlos vorüber gingen, alterten Silenee und Argon, sie hatten nur einen einzigen Erben dem sie mal das Reich überlassen konnten. Zum Glück war er gut geraten und teilte die Auffassungen seiner Eltern. Um ihn zu schützen, hatten die Leviathan für ihn eine Leibwache auserkoren. Inzwischen waren auch Elfen und sogar einige wenige Zwerge dem Orden beigetreten und Ethan hatte sich aus dem Orden zurück gezogen als er den ersten Großmeister ernannte. Als Myrion wieder mal die Zeit nachrechnete kam er darauf das sie nun auch bereits wieder gut fünfzig Jahre auf dieser Welt weilten. Die fünf Kinder waren inzwischen auch erwachsen geworden, doch waren keine weiteren Kinder mehr gekommen. Dann kam der gefürchtete Tag, man hörte wie sie es schon mal erlebt hatten die Fanfaren aus der Burg des Hochkönigs. Argon lag im Sterben, seine Zeit war abgelaufen. Wie schon mal gingen Myrion und Aurian zur Burg. Silenee sah die beiden an. „Ist es soweit? Müssen wir uns wieder schlafen legen?“ Aurian strich ihr sanft über das inzwischen gealterte Gesicht und nickte. „Doch denk daran ihr werdet wieder jung sein. Ihr werdet wenn die Zeit gekommen ist wieder erwachen und eine neue Aufgabe bekommen.“ Silenee nickte verstehend. Sie setzte sich noch mal neben Argon und lächelte ihn an. Schwach wie er war flüsterte er. „Ich habe dich immer geliebt und werde es auch im nächsten Leben wieder tun. Du bist mein Leben.“ Dann hauchte er sein Leben aus. Silenee weinte leise, legte sich dann aber neben ihn und sah Aurian an. „Ich bin soweit.“ Aurian nickte leicht. „Schau her.“ Dann strich sie sanft über Argons Gesicht und es wurde wieder jung, sein Körper straffte sich und er war wie sie ihn kennen gelernt hatte. Silenee lächelte unter Tränen. „Danke das ich es sehen durfte.“ Sie schloss die Augen und als Aurian sanft über ihr Gesicht strich, hauchte auch sie ihr Leben aus und wurde wieder jung und schön. Man bahrte beide für drei Tage im Thronsaal auf. Ihr Sohn war jung und stark, er betrauerte den Tod seiner Eltern, doch wusste er das es für sie nicht das Ende bedeuten würde. Seine Eltern waren Helden der Geschichte und er empfand es als Ehre ihr Sohn zu sein. Nach Ablauf der drei Tage, trug man sie nach draußen vor die Burg. Vier goldene Drachen warteten darauf die Bahren auf zu nehmen. Abermals erklangen die Fanfaren und verkündeten das der alte Hochkönig tot sei. Je zwei der goldenen Drachen erhoben sich um eine der Bahren auf zu nehmen. Dann flogen sie mit ihnen in die Luft und brachten sie zu ihrer Gruft zurück. Dort warteten schon die anderen Könige mit ihren Familien. Als die Drachen die Bahren absetzten, nahmen die Könige sie auf. Der Zugang zur Gruft hatte sich wieder geöffnet und sie trugen sie wieder hinab und legten sie auf die beiden steinernen Sockel die dort standen. So wie sie einst erwacht waren wurden sie wieder zur Ruhe gebettet, man zog sie aus und legte ihnen wie damals schon nur Tücher über. Ebenso wurden der Stab und das Schwert, als auch ihre Kleidung wieder an ihren Platz gelegt. Die Könige verneigten sich noch einmal und auch ihr Sohn der von einem bronzenen Drachen dort hingebracht worden war verabschiedete sich ein letztes mal. Als alle die Gruft verlassen hatten verschloss sie sich wieder. Abermals war eine Ära zu Ende gegangen. Myrion sah Aurian an. „Was nun, gehen wir auch wieder? Ist unsere Zeit hier auch wieder um?“ Thanatos trat neben sie. „Die beiden schlafen, es geht ihnen gut. Doch hat Chronos in die Zukunft gesehen. Hier werden sie wohl nie mehr gebraucht werden. Doch auf der anderen Welt, in zirka fünfzig Jahren wieder. Allerdings würde ich nun empfehlen uns aus den sterblichen Welten zurück zu ziehen. Unter ihnen zu leben, ist für uns nicht gut, es zerreißt uns jedes mal das Herz. Wir sollten uns wieder auf einer eigenen Welt niederlassen und von dort aus ihre Geschicke lenken.“ Aurian nickte leicht. Sie gab ihm recht. „Ja es ist wirklich schwer für uns.“

Wenige Tage später suchten Ethan und Aurian in der kleinen ersten Galaxie nach einer Welt die für sie passend wäre. Als sie keine fanden, lächelte Aurian. „Na was solls dann erschaffen wir eben eine.“ Und so erschufen sie eine kleine Welt die nur aus Wasser bestand. Ebenso eine Sonne und einen Mond die sie umkreisen würden. Ethan sah sie an. „Wieso nur Wasser?“ Aurian lächelte. „Weil wir eine Insel haben die braucht nur ein wenig Wasser unter sich.“ Als er das hörte lachte er herzlich. „Also ziehen wir wieder mit Sack und Pack inklusive unserer Insel um?“ Sie sah ihn an. „Du sagst es Großer.“