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Kapitel 7: strahlende Augen

Seid Tagen saß Aurian nun schon
an einer Prophezeiung. Sie hatte Myrion gebeten dafür ein
besonderes Schwert zu schmieden. Ein Schwert des Friedens. Als
er sie deswegen fragte, antwortete sie nur. „Warte ab, es werden
Kriege kommen. Die Herrscher beginnen neidisch auf einander zu
werden und so wird es jemanden geben der alle unter seinem
Banner vereinen wird. Doch für dieses Ziel soll er ein
besonderes Schwert bekommen. Und lass oben im Griff eine
Einsparung, für einen besonderen Stein.“ Myrion grinste sie
frech an. „Also doch ein Er? Wie groß ist der Stein?“ Sie lachte
ihn liebevoll an. „Warte nur ab und dieser Stein.“ Dabei deutete
sie auf einen Kristall der hell leuchtete. „Das ist der Stein
der Weisen. Von mir höchst selbst erschaffen und mit Magie
belegt worden. Allerdings muss ich mir noch überlegen wie ich
ihn der Menschheit zukommen lasse ohne zu offenbaren das er von
mir ist.“ Myrion sah ihr über die Schulter und sich den Stein
an, dann hörten sie von der Türe Ethan. „Da kann ich vielleicht
helfen. Seit einigen Tagen bemerke ich schon das anwachsen der
Magie in dieser Welt. Erst nahm ich an das Iona dafür
verantwortlich sei, doch dann stellte ich fest, das es aus einer
Richtung kam die ich nicht erwartet hatte. Das Universum hat
dieser Welt Magie geschenkt. Fragt mich nicht wieso. Doch haben
sich bereits magische Linien in der Welt gebildet und weitere
kommen hinzu. Und auch einige Menschen haben es bemerkt und
beginnen bereits diese Magie zu studieren. Gelehrte halt.“ Er
grinste leicht, während die beiden ihn ansahen. „Unter anderem
eine junge Frau, sie widerspricht den älteren Gelehrten immer
wieder und ist sich nicht mal bewusst das sie sogar recht hat.
Aber wie dem auch sei, vielleicht sollte man ihr den Stein
zukommen lassen, sie scheint Potenzial zu haben.“ Aurian
zwinkerte Myrion zu. „Oder doch eine Sie?“ Ethan sah von einem
zum anderen, vor allem als Myrion wieder lachte. „Also Kätzchen
ich glaube hier treffen Magie und Kampf aufeinander,. Also ein
Er und eine Sie. Ich werde mich sofort an die Arbeit machen.
Welche Magie soll das Schwert beinhalten?“ Aurian überlegte.
„Hm.....also es sollte die Fähigkeit haben wohin es auch
getragen wird, den Frieden wieder her zu stellen. Dazu sollte es
nur von jemandem geführt werden können, der nicht aus
Selbstsucht handelt, sondern frei von allem ist. Er darf zwar
skrupellos und brutal sein, doch solange er ein reines Herz
dabei hat, ist es in Ordnung. Es sollte nur einem Kämpfer zu
willen sein der rechtschaffen ist. Auch ruhig chaotisch
rechtschaffen. So nach dem Motto, töten dürfen wir ihn zwar
nicht, also begraben wir ihn lebendig.“ Myrion grinste sie an.
„Das ist also deine Auffassung von rechtschaffen?“ Sie nickte
und grinste zurück. Ethan stand immer noch da und verstand kein
Wort. Doch nun sah ihn Aurian an. „Da du die junge Frau gefunden
hast, darfst du dir auch überlegen wie du ihn ihr zukommen
lässt.“ Ethan grinste frech. „Ich könnte ja mit ihr schlafen und
ihr anschließend als Geschenk den Stein da lassen.“ Myrion gab
ihm eine Kopfnuss. „Ich glaube so hat sie es nicht gemeint. Das
ihr aber auch immer nur an eins denken könnt.“ Ethan sah ihn an,
die Kopfnuss nahm er ihm nicht übel, da er wusste das auch
Lazarus sich ab und zu eine ein fing und es ein Zeichen von
Zuneigung war. „Also gut, sie sucht überall nach den Linien,
auch im Gebirge ich könnte also den Stein dort deponieren und
aufpassen das sie ihn auch findet.“ Aurian nickte. „Und nimm
Lazarus mit, er soll ihr als Lichtgestalt erscheinen, sobald sie
ihn gefunden hat und ihr sagen das sie ihn gut hüten soll. Nicht
das sie ihn womöglich noch den alten Gelehrten gibt. Ach und er
soll sie auf die Suche nach der Prophezeiung schicken, die wird
sie in den alten Katakomben ihrer Lehranstalt finden. Ich hoffe
die kriege ich irgendwann mal fertig.“ Ethan nickte und nahm den
Stein an sich und betrachtete ihn von allen Seiten. „Welche
Magie beinhaltet er eigentlich?“ Ruhig antwortete Aurian. „ Der
Stein ist für das Schwert gemacht das Myrion erstellen soll und
sie wird den passenden Helden finden der beides mit einander
vereinen wird, Schwert und Magie. Der Stein wird ihr dabei
helfen. Ich habe schon lange kein Abenteuer mehr erstellt. Das
wird eins werden und uns einen Menschen bringen oder zwei“ dabei
sah sie Myrion frech zwinkernd an: „ die hier eine Stadt gründen
werden. Dann hören die dauernden Anfragen nach Siedelei auch
auf. Und nun los, ab marsch marsch ihr beiden ich muss eine
Prophezeiung schreiben.“ Beide lachten leise und verzogen sich
dann um ihrer Arbeit nach zu gehen.
Die nächsten Tage schmiedete
Myrion das Schwert während Lazarus und Ethan die junge Frau
beobachteten. Lazarus sah Ethan an. „Kennst du ihren Namen? Sie
ist sehr schön, gut gebaut und besonders gefällt mir ihr
flammend rotes Haar. Erinnert so an Iona.“ Ethan nickte. „Aye
das dachte ich auch als ich sie das erste mal sah. Doch werden
wir wohl unsere Finger bei uns behalten müssen, wenn es um sie
geht. Laut Aurian ist bereits ein anderer für sie vor gesehen.
Sie heißt übrigens Naraja.“ Lazarus sah ihn überrascht an. „Naraja?
Bist du dir da sicher? Und weißt du auch wie der Kerl heißt für
den sie vorgesehen ist?“ Ethan schüttelte den Kopf. „Ist das
wichtig?“ Lazarus dachte nach. „Wenn er Kristan heißt ist es
wichtig.“ Dann erzählte Lazarus ihm von Kristan und Naraja. Das
diese beiden damals neue Seelen bekommen hatten doch der Geist
der diese Seelen in Besitz genommen hatte der, der Geister der
Ewigkeit war. „Wenn ich mich also nicht sehr irre, stehen wir
hier vor der Wiedergeburt von Naraja dem weiblichen Geist der
Ewigkeit.“ Ethan sah ihn überrascht an, dann wieder Naraja.
„Meinst du? Doch sie wurde von keinem von uns gezeugt, ebenso
wenig erinnere ich mich das jemand einen Jungen gezeugt hat.“
Lazarus nickte. „Das wurden sie damals auch nicht. Sondern
hatten beide sterbliche Eltern. Sie sollten eine Zeit als
Menschen leben um zu begreifen was es heißt ein Mensch zu sein.
So lautete Aurians Urteil. Und wenn Thanatos auch diese beiden
gerettet hat, ist es ohne weiteres möglich das es sich hier um
diese Naraja handelt. Wir sollten mal Thanatos fragen, wenn
Aurian es veranlasst hat und sie bis her nichts sagte, wird sie
auch weiter hin schweigen. Doch Thanatos könnte es uns sagen.“
Ethan nickte. „Nun wenn es so sein sollte, ist klar das es noch
einen Grund mehr gibt das wir die Finger von ihr lassen
sollten.“ Aurian und Iona hatten mit Thanatos gesprochen und
hatten sich einiges überlegt, vor allem nach dem Aurian sah das
sie problemlos auch einen lebenden Körper erschaffen konnte, wie
man an Damok und Gregorian gesehen hatte. Nun saß sie mit den
beiden zusammen und sah sie an. „Es waren einfach zu viele
Götter, die nun alle von Ethan, Lazarus oder Myrion zeugen zu
lassen, das macht die drei noch fertig. Es muss eine andere
Lösung geben. Nicht das es ihnen keinen Spass macht, doch sehe
ich jetzt schon an den nur sechs jungen Göttern wie die drei
bereits nachdenklich werden weil sie ihnen kein Vater sein
konnten. Das kann nicht die Lösung sein.“ Iona nickte. „Also wir
haben alles an Genmaterial und Blut was wir brauchen. Ich könnte
hergehen und es so ähnlich machen wie die Geister damals bei
uns. Ihr wisst doch das wir einstigen Inkarnationen von Dorian
und Andra gezeugt wurden, sie allerdings nur die Befruchtung
vornahmen. Die Essenz bekamen wir von den drei Geistern. Also
angenommen, wir lassen die Götter ganz normal zeugen, von
irgendwelchen Männern. Doch wir, bei der Zeugung unser
Genmaterial und die Essenz des einzelnen Gottes der nun geboren
werden soll, dort eingeben. Das müsste doch gehen. Wir müssen
sie nur im Auge behalten.“ Thanatos nickte. „Ich könnte mit Iona
zusammen sozusagen die Götter neu erschaffen, sie setzt ihre
Naturkräfte ein und ich die entsprechende Seele.“ Aurian sah von
einem zum anderen und nickte. „Und ihr meint das geht?“ Beide
nickten. „Wir könnten es ja erst mal mit der Schicksalsdame
versuchen, so hätten wir auch jemanden der die neuen jungen
Götter im Auge behält. Allerdings sind Thanatos und ich der
Meinung, das wir offensichtlich die Kinder bei der Geburt
sterben lassen sollten oder aber dafür sorgen das es Zwillinge
sind, so das wir ein Kind weg nehmen können bevor es geboren
wird und das andere könnte die Mutter dann behalten. Wir leben
noch in einer Zeit wo man keine Ahnung hat wie man feststellt
wie viele Kinder man bekommt. Die Mütter sind immer überrascht
wenn es auf einmal zwei sind, so würde niemandem auffallen das
wir eins gestohlen haben. Was ich damit sagen will ist, ein Kind
bekommt das Erbmaterial das es benötigt von uns und das andere
wird ganz normal von den beiden sterblichen Elternteilen
abstammen. Und das Götterkind nehmen wir uns kurz vor der
Geburt. Ich bin nicht umsonst Mutter Natur und kann so einiges
bewerkstelligen. Diese Kinder könnten im Tempel groß gezogen
werden, wobei wir wenigstens die Hohepriesterin einweihen
sollten. Vielleicht sind ja sogar die Priesterinnen bereit dazu,
dann bräuchten wir nicht in der ganzen Welt nach geeigneten
Müttern zu suchen. Denn auch die Priester treiben es wie die
Karnickel. Zudem hätten wir sie in dem Fall sowieso und sie
müssten auch ihre Mütter nicht verlassen. Doch die letzte
Entscheidung liegt bei dir.“ Abermals sahen beide Aurian
abwartend an. Sie nickte und dachte über die Lösungsvorschläge
nach. „Bislang dachte ich das unserer Männer die Kinder zeugen
müssten, doch so wie es aussieht reicht es wenn wir aus ihnen
das Erbmaterial heraus filtern und es den entsprechenden Kindern
geben, damit sie ihr Erbe antreten können. Also gut, ich rede
mit der Hohepriesterin und werde ihr sagen was kommen wird, und
sie soll nach fragen ob einige Priesterinnen bereit sind, auch
ein zweites Kind aus zu tragen, neben dem das sie eh schon
bekommen werden. Doch könntet ihr der weilen einen Testlauf
starten in dem ihr tatsächlich die Schicksalsdame wieder
auferstehen lasst. Sie wird uns sehr nützlich sein.“ Iona und
Thanatos nickten, dann sahen sie Aurian noch mal an. „Das wären
aber erst fünf der ursprünglichen sechs Inkarnationen. Was ist
mit der dunklen? Soll sie ebenfalls wieder geboren werden?“
Aurian lächelte. „Ihr meint Niklas? Nun ich denke das hat noch
Zeit. Vergesst nicht wir haben eine Ewigkeit Zeit, wenigstens
solange wie wir noch nicht in die Neuzeit kommen, denn dann wird
es haarig, weil die Menschen dann schon tiefer forschen werden.
Aber bis dahin sind noch gut hundert Jahre. Also nehmt erst
mal.........hatte sie eigentlich einen Namen? Wir nannten sie
immer nur Schicksalsdame.“ Thanatos lachte. „Ja sie hat einen
Namen, sogar viele denn sie wurde in vielen Welten anders
bezeichnet, mal als Fortuna, Göttin des Glücks oder als Nemesis,
die Göttin des Unheils, wie gesagt viele Namen. Alle bezeichnend
für das Schicksal. Doch tatsächlich ist ihr Name Aglaia....das
allumfassende Schicksal. Aus einem mir unerfindlichen Grund
hatten ihre Eltern ihr tatsächlich diesen Namen gegeben. Nicht
wie bei Iona die an sich Gäia heißen müsste oder Aaron, dessen
eigentlicher Name Mars wäre. Chronos und ich haben irgendwann
unseren alten Namen abgelegt und uns Thanatos und Chronos
genannt. Aber das ist im Moment auch nicht so wichtig. Wir
werden uns dann mal um Aglaia kümmern. Ich werde sie fragen ob
sie bereit ist wieder ihre Pflichten im Universum auf zu
nehmen.“ Aurian nickte, erhob sich und bedankte sich bei
Thanatos und verschwand. Iona blieb noch einen Moment zurück und
sah Thanatos an. „Sie hat es nicht leicht.“ Thanatos nickte:
„Doch wir können es ihr leichter machen.“ Als Aglaia sich bereit
erklärte, da es ihr in der Unterwelt doch langsam zu langweilig
wurde, begannen iona und Thanatos mit ihrer Arbeit. Auch Aurian
sprach mit der Hohepriesterin, natürlich wieder mal nur in der
Lichtgestalt. „Ich möchte euch bitten, nach zu fragen ob die
eine oder andere Priesterin bereit ist ein Zwillingskind aus zu
tragen , das allerdings göttliche Erbanlagen haben wird. Gezeugt
würden das Kind von einem eurer Priester, der auch das
sterbliche Kind zeugen wird.“ Die Hohepriesterin war schon etwas
älter und lächelte leicht. Sie sah die Lichtgestalt an. „Hohe
Göttin, verzeiht mir wenn ich so vermessen bin. Doch die Kinder
oder inzwischen Teenager haben uns erzählt wie ihr ausseht.
Könntet ihr nicht wenigstens bei uns eure Farce lassen? Wir
wissen doch inzwischen das ihr auch einen menschlichen Körper
habt.“ Nun musste Aurian lachen und löste ihre Lichtgestalt auf
und stand als Aurian vor der Hohepriesterin. Sie nickte leise
lachend. „Ihr habt recht, ich hätte daran denken sollen das die
Kinder plappern würden. Doch möchte ich euch bitten, es nicht
nach außen dringen zu lassen. Niemand außerhalb dieser Insel
sollte wissen wer ich wirklich bin und wie ich aussehe.“ Als die
Hohepriesterin sie nun sah fiel sie auf die Knie und senkte den
Kopf. „Ich werde dafür sorgen.“ Aurian trat auf sie zu und hob
sie auf. „Tut das nicht. Das habt ihr nicht nötig. Ihr leistet
gute Arbeit und leitet den Tempel ausgezeichnet und haltet zudem
auch noch die Fremden fern. In absehbarer Zeit werdet ihr euch
nur noch um die Tempelangelegenheiten kümmern müssen. Denn ein
Held ist auf dem Weg und wird hier eine florierende Hafenstadt
erstehen lassen. Er wird auch die weltlichen Verwaltungsarbeiten
übernehmen. Ihr werdet in den nächsten hundert Jahren noch sehr
viel zu tun bekommen, die mit weltlichen Belangen wenig am Hut
haben. Euer Tempel ist dazu ausersehen, die Götter groß zu
ziehen die noch fehlen. Selbst wenn eure Priesterinnen nicht
bereit sind sie zu bekommen.“ Die Hohepriesterin nickte leicht.
„Ich werde überall nachfragen wer dazu bereit ist.“ Aurian
nickte leicht und sah die ältere Dame an. „Wie ist euer Name?“
Überrascht nach ihrem Namen gefragt zu werden antwortet sie: „Pelata.
Doch sagt Herrin hättet ihr es nicht ohnehin wissen müssen?“
Aurian schmunzelte leicht und nickte: „Sicher, wenn ich es
einfach so hätte wissen wollen. Doch seid mal ehrlich, wenn ich
mir alles Wissen bereits so holen würde, müsste ich mich mit
niemandem mehr unterhalten und das wäre doch schade oder?“ Nun
lachte auch Pelata und nickte. „Da habt ihr wohl recht Herrin.
Doch dürfte ich euch um eine Gunst bitten?“ Aurian nickte. „Nur
heraus damit was möchtet ihr?“ Pelata druckste einen Moment
herum. „Nun ich hörte von einer magischen Technik die sich
Teleportation nennt. Womit man von einem Ort zum anderen reisen
kann. Wäre das auch für uns Tempeldiener machbar? Denn es ist
doch immer recht umständlich Depeschen mit den Schiffen aufs
Festland zu bringen und auf Antwort zu warten. Mal abgesehen
davon das auch neue Priesterinnen ewig brauchen bis sie hier
sind.“ Aurian nickte und dachte an die Tempel die einst Nara neu
aktiviert hatte. Deren Transportmöglichkeit könnte man hier auch
einführen. Dann erklärte sie Pelata wie das funktionierte und
gab ihr schon mal die ersten Amulette. „Nur denkt daran diese
Amulette funktionieren nur zusammen mit der Tätowierung die
jeder Priester oder Priesterin bekommen wird. Die passenden
Teleportationsräume werdet ihr im Keller finden, sie sind mit
allen auf dem Festland befindlichen Tempel verbunden, die nun
ebenfalls auch Teleportationsräume haben. Im Anschluss der
Wohnräume der Hohepriesterinnen wird es jeweils einen
gesonderten Teleportationsraum geben, den nur sie benutzen
können und der hier her führt. Wenn sie also neue Priesterinnen
herbringen wollen, müssen sie sie begleiten. Damit ist sicher
gestellt das keine Novizin oder gerade erst ernannte Priesterin
einfach so hier her kommen kann. Ebenso habe ich in jeden Tempel
ebenfalls im Keller, einen Raum gesetzt der die Tätowierung
machen wird. Man muss ihn betreten und sich in die Mitte auf das
Zeichen stellen, das aktiviert dann den Zauber. Das gilt
natürlich auch für die Hohepriester als auch normalen Priester.
Bei mir gibt es keine Unterschiede zwischen Mann und Frau.“ Als
Pelata die Amulette in die Hand gedrückt bekam und hörte das
bereits alles da wäre, staunte sie nicht schlecht. Sprachlos sah
sie Aurian an. Es dauerte eine Weile bis sie wieder sprechen
konnte. „Das habt ihr alles schon gemacht während wir hier
sprachen?“ Aurian lachte leise. „Ihr scheint vergessen zu haben
mit wem ihr hier redet. Aber um eure Frage zu beantworten, ja
das ist bereits alles erledigt. Ihr solltet nun vielleicht die
anderen Hohepriesterinnen oder Priester auf dem Festland davon
in Kenntnis setzen. Und wenn ihr noch mehr Amulette benötigt
sagt Bescheid. Viel Spaß beim reisen.“ Aurian amüsierte sich
über die Sprachlosigkeit der älteren Dame, freute sich aber das
sie deren Wunsch so leicht erfüllen konnte. Pelata fühlte sich
entlassen, verneigte sich noch einmal vor Aurian und ging dann.
Aurian sah ihr amüsiert und schmunzelnd nach. Sie konnte sich
vorstellen wie aufgeregt Pelata nun die anderen Tempel besuchen
würde um ihnen die Neuigkeit mit zu teilen. Beschwingt traf auch
sie einen Moment später wieder an ihrem Haus ein. Sie dachte
nur, wie schön es war in die strahlenden Augen beschenkter zu
sehen. Und Pelatas Augen hatten gestrahlt. Beschwingt wie sie
war, ließ sie ihre Kleidung auf den Boden fallen und lief in die
Wellen um ein wenig zu schwimmen. Das kalte Meerwasser das ihren
nackten Körper umschmeichelte tat ihr gut. Als sie sich auf dem
Rücken liegend von dem Wasser tragen ließ sah sie versteckt
hinter einem Baum, jemanden stehen und sie beobachten. Es
kostete sie nur einen Gedanken um zu wissen wer es war. Dort
stand Aaron und sah zu ihr herüber. Sie spürte das etwas in ihm
nagte und ahnte auch was es war.

Kapitel 8: Der ewige Held

Aurian wusste das Aaron nicht zu
der schüchternen Sorte gehörte, sondern im Gegenteil, in der
Regel nahm er sich was er wollte. Sie wusste die beiden Jungs
waren immer noch hinter der jungen Magierin her und Myrion war
nicht zu überhören. Er arbeitete in der Schmiede. Sie lächelte
und dachte sich mal sehen ob Aaron noch so ist wie er immer war.
Als sie das Ufer erreichte stieg sie wie eine Wassernixe langsam
aus dem Wasser, sie wusste genau wie sie auf die Männer wirkte.
Sie warf ihr langes Haar nach hinten, während sie Aaron aus den
Augenwinkel weiter beobachtete. Sie sah wie er kurz mit sich
rang, dann trat er hinter dem Baum hervor und ging energisch auf
sie zu. Sein Brustkorb hob und senkte sich, man sah das er
bereits schwer atmete. Unterwegs entledigte er sich seines
Hemdes und ließ es zu Boden fallen, dann stand er vor ihr.
Aurian sah zu ihm hoch, sie nickte nur leicht, da griff Aaron
bereits um sie herum und riss sie in seine Arme. Als er sie hart
küsste spürte sie deutlich sein Verlangen nach ihr. Sie
erwiderte den Kuss und dann brach seine Beherrschung ganz
zusammen, er löste den Kuss und keuchte. „Ich war bereits einmal
so dämlich, zu lange zu warten, doch diesmal nicht.“ Er
verschwand mit ihr zu einer romantischen Stelle im Wald. Seine
Hände strichen über ihren Körper, dabei drückte er sie langsam
zu Boden und legte sich zu ihr. Schnell hatte er auch alles
andere ausgezogen, während Aurian noch keinen Ton gesagt hatte.
Seine Hände streichelten sie, seine Lippen übersäten sie mit
Küssen, kurz sah er sie mal an. „Diesen Teil der Erinnerung
hättest du mir besser vor enthalten.“ Als Aurian leise
aufstöhnte, nahm er sich was er von ihr wollte. Er spürte das
sie es auch wollte, das sie ihm freiwillig gab was er verlangte.
Er spürte das auch sie seine wilde Leidenschaft teilte, denn sie
zerkratzte ihm den Rücken und drückte sich immer fester an ihn,
bis er auf einmal aufschrie. Zu lange hatte er darauf warten
müssen, seine ganze Sehnsucht, seine Liebe zu ihr und sein
Verlangen nach dem was er nun mit ihr tat, entlud sich in diesem
Schrei. Was beide nicht mit bekamen war das Myrions Hämmern
nicht mehr zu hören war, denn er stand unsichtbar in der Nähe um
auf zu passen das Aaron ihr keine Gewalt antat. Er hatte gespürt
das etwas vor sich ging und war Aurian gefolgt. Er hörte diesen
Schrei und ahnte was er bedeutete. Aaron war es nicht anders
ergangen als ihm, die Sehnsucht trieb jeden Mann mit dem sie mal
zusammen war, immer wieder zu ihr hin, so auch Aaron. Myrion sah
neben sich, doch die Stelle war leer. Dort wo sonst Leon mit ihm
Wache gehalten hatte, er stöhnte leise auf. Dann spürte er eine
Hand auf seiner Schulter. „Wir werden mit dir wachen.“ Als er
nun neben sich sah, stand dort auf der einen Seite Ethan und auf
der anderen Seite Lazarus. Er nickte leicht. Ethan deutete auf
Aaron. „Was ist mit ihm?“ So erzählte ihnen Myrion was mit Aaron
war, das er der erste Mann gewesen war der Aurian in diesem
Körper genommen hatte und das ihn seit dem das Verlangen nach
ihr trieb. „ Er liebt sie ebenso wie jeder Mann mit dem sie
jemals etwas hatte. Und das waren nicht wenige. Sie tat schon
immer was getan werden musste, selbst wenn es ihr nicht gefiel.“
Nach einiger Zeit war Aaron nicht mehr in der Lage und seufzte
recht zufrieden. Er hatte bekommen was er wollte. Er sah sie an.
„Es tut mir leid, ich konnte nicht anders. Seit Wochen nagte
schon diese Verlangen an mir, jedes mal wenn ich dich sah.“
Aurian lächelte ihn an, während sie sich mit einem Arm auf
seiner Brust abstützte. „Es war mir schon klar das du irgendwann
kommen würdest und eigentlich hatte ich mit dir schon eher
gerechnet.“ Er nickte. „Dir kann man wohl nichts verheimlichen.
Doch weswegen ich an sich zu dir kam, bis es mich überwältigte.
Seit Monaten sehe ich schon einen jungen Mann als Söldner durch
die Lande ziehen. Ein junger Prinz, der sich im Kampf die
Erfahrung holen will die er zu Hause, mal abgesehen davon das er
zu Hause raus geflogen ist, nicht bekam. Er ist sehr gut und
wenn ich ehrlich sein sollte erinnert er mich an Kristan, der
war ebenso verteufelt gut. Die beiden haben sehr viel gemeinsam.
Er ist eiskalt, sehr schnell und skrupellos wenn es sein muss.
Doch hat er auch sehr viel Ehre im Leib. Sein Vater hingegen ist
ein Macht hungriger Despot, da wundert es einen eigentlich das
sein Sohn so gut geraten ist. Er ging sogar soweit seinen Sohn
zu enterben, weil er nicht tun wollte was er verlangte. Er bekam
nur die Antwort, „Vater hin oder her, doch das kannst du selber
erledigen. Daran mache ich mir die Finger nicht schmutzig.“ Es
ging darum ein Exempel an einigen hungrigen Bauern zu
statuieren. Doch der junge Krieger meinte nur, das würde er
nicht so viele Steuern verlangen, würden die Bauern nicht
hungern und würden auch nicht revoltieren. Das konnte der Alte
natürlich nicht verknausen, das sein Sohn ihm so unverblümt die
Wahrheit ins Gesicht sagte und ließ ihn kurzerhand aus dem
Schloss werfen und enterbte ihn. Das Volk jedenfalls als es
hörte was der junge Prinz getan hatte, steht hinter ihm und wäre
sogar bereit für ihn in den Tod zu gehen.“ Aurian nickte. „Gut
zu wissen, also geht alles seinen Gang wie es sollte. Dann ist
es bald soweit, mach dich mal auf einige Kriege gefasst, doch
achte darauf das dem jungen Prinz nichts geschieht. Ich brauche
ihn noch. Ach und erkundige dich mal nach seinem Namen, nicht
das ich den falschen überwachen lasse.“ Aaron nickte. „Wie
sollte er denn heißen?:“ Nun schmunzelte Aurian, während sie
sich erhob, einige Kleidungsstücke in ihrer Hand erschienen und
sich anzog. „Na wie schon? Kristan.“ Als Lazarus den Namen hörte
sah er Ethan bedeutungsvoll an. Der nickte. Beiden war nun klar
das es sehr wichtig war das sie auf Naraja aufpassten. Sie
würden sich den jungen Mann allerdings auch mal genauer ansehen
gehen. Doch jedes mal wenn sie ihn suchten fanden sie ihn mit
irgendeiner Frau im Bett. Ethan lachte. „Der ist ja noch
schlimmer als wir. Da wird die Kleine aber einiges aushalten
müssen.“ Doch mussten sie feststellen das auch Naraja kein
Blümchen Rühr mich nicht an war. Sondern auch ganz schön
durchtrieben. Lazarus grinste Ethan an. „Also ich glaube darum
das sie nicht mit ihm mithalten kann brauchen wir uns keine
Sorgen zu machen.“ Sie sahen aber auch das der junge Krieger
wirklich so gut war wie Aaron behauptet hatte, ebenso wie sie
mit kriegten das Naraja in der Magie immer stärker wurde. Sie
durchschaute schnell einige Elemente und erfasste wie sie
zusammen hingen. So das sie den alten Gelehrten bald sehr weit
voraus war, vor allem da sie alles in Zweifel zog was die
versuchten ihr zu erklären. Und als sie eines Tages wieder mal
im Gebirge herum kraxelte legte ihr Ethan den magischen Kristall
in den Weg so das sie ihn finden würde. Als sie ihn aufnahm
erschien ihr der Sohn des Lichts und erklärte ihr das sie den
Kristall gut hüten möge. Als sie fragte warum, bekam sie zur
Antwort. „Suche in den alten Katakomben deiner Lehranstalt die
Prophezeiung, dann wird dir alles erklärt werden.“ Als sie eine
weitere Frage stellen wollte war sie wieder alleine, zumindest
dachte sie das. Knurrend brummelte sie. „Na prima, die Götter
haben auch noch ihre Finger im Spiel. Und antworten können die
einem auch nicht so das man was versteht.“ Trotzdem hütete sie
den Stein nun wie einen Schatz und begab sich die nächsten Tage
auch in die alten Katakomben, doch als sie sah wie weitläufig
diese waren, kam ihr das ganze Unterfangen recht aussichtslos
vor. Lazarus und Ethan sahen nun abwartend zu und wetteten darum
ob sie es dennoch in Angriff nehmen oder lassen würde. Doch sie
krempelte sich die Ärmel hoch und legte los. Systematisch suchte
sie Stück für Stück die alten Katakomben ab. Hier und da fand
sie auch mal einige wie sie dachte alte Schriften die über die
Magie dieser Welt berichteten. Diese teilte sie natürlich mit
den Alten, damit sie ihren Irrtum erkannten. Als diese sahen
welche Goldgrube dieses alte Labyrinth war, halfen sie ihr es zu
durchforsten. Sie befürchtete schon das ihr dadurch eventuell
die Prophezeiung entgehen würde. Doch nach kurzem stellte sich
heraus, das die Alten zwar einige Besserwisser waren, doch
anerkannten das sie ihr Wissen mit ihnen geteilt hatte und es
nun ebenso hielten. Sie ahnten ja nicht das sie noch einige
Monate suchen mussten bis sie sie fanden. Während dessen begann
sich wie Aurian es gesagt hatte über all Kriege zu entwickeln,
ausgelöst durch den alten Despoten, der langsam gierig wurde.
Seine Schatzkammern waren zum bersten gefüllt und doch hatte er
nicht genug. Sein missratener Sohn, wie er meinte kam auch nicht
wieder zurück und so überzog er das Land mit einem Krieg nach
dem anderen. Monate vergingen, in denen Ethan und Lazarus
unermüdlich die junge Magierin beobachteten und Aaron auf den
jungen Krieger achtete. Außerdem hatten Iona und Thanatos mit
ihrem Experiment Erfolg, es wurde tatsächlich die junge
Schicksalsgöttin geboren. Aglaia musste nun nur noch schnell
heran wachsen, doch hier würde nun Geduld gefordert sein. Sie
mussten die volle Zeit abwarten, denn nun lebten sie auf der
Welt der Sterblichen und da musste man Geduld haben.
Und auch Naraja hatte irgendwann
Erfolg und fand die gesuchte Prophezeiung. Als sie sie durch las
überlegte sie schon ob sie die auch den Alten zeigen sollte,
doch hätte sie dann auch den Kristall offenbaren müssen, wo sie
nun aus der Prophezeiung wusste das er der Stein der Weisen
genannt wurde. Doch wurde ihr nun offenbar, das wenn die Welt
mit Kriegen überzogen wurde, das Schwert des Friedens wieder
auftauchen würde, und nur der auserwählte Krieger es führen
könne. Zusammengefügt mit dem Stein der Weisen wäre es eine
starke magische Waffe die den Frieden für alle Zeit garantieren
würde, zumindest solange wie das Schwert in der Welt war. Durch
ihr jahrelanges Studium weise geworden, überlegte sie welcher
Krieger damit wohl gemeint sein könnte. Sie hatte natürlich auch
von dem jungen Prinzen gehört der für die Gerechtigkeit und den
Frieden kämpfte und dessen Charisma ganze Völker auf seine Seite
brachte. Also dachte sie sich, sie könnte es ja mal als erstes
bei ihm versuchen und so machte sie sich auf die Reise ihn zu
suchen. Lazarus und Ethan folgten ihr um sie zu beschützen. Doch
mussten sie schnell feststellen das sie ihren Schutz gar nicht
brauchte, denn ihre magischen Kräfte waren inzwischen so stark
das sie ohne Probleme auch mal mit einer etwas kleineren
Diebesbande fertig wurde, die sie einfach mit Feuerbällen oder
Blitzen überzog. Die beiden Götter waren beeindruckt wie kalt
sie das tat ohne irgendwelche Reue. Sie hörten sie lediglich
immer mal leise murmeln. „Dann sollen sie eben keine friedlichen
Reisenden überfallen, die aus ihnen Grillhähnchen machen
können.“ Doch irgendwann traf sie mal auf eine Gruppe Banditen
die zu stark für sie waren. Sie versuchte sich so gut wie es
ging zu wehren, doch wurde ihr bald klar alleine schaffte sie
das nicht. Gerade als die beiden Götter eingreifen wollten
hörten sie den klang einiger Hufe und der junge Prinz kam heran
geprescht und sah das die junge Magierin unter dieser Übermacht
untergehen würde und griff ein. Nun sah man das die beiden
zusammen einfach unschlagbar waren. Während sich der Prinz als
Nahkämpfer bewährte, unterstützte ihn die junge Magierin aus der
Ferne mit ihren Zaubern, die sie mit Bedacht wählte um nicht
zufällig ihn auch zu treffen. Hatte sie zuvor Flächenzauber
benutzt um so viele wie möglich zu treffen, so nahm sie nun
jeden einzeln gezielt aufs Korn. Und Bandit um Bandit fiel,
entweder unter den Zaubern oder unter dem Schwert des Prinzen.
Dann konnten sie beobachten wie der junge Prinz anschließend von
Leiche zu Leiche ging und ihnen noch mal kurz das Schwert rein
rammte um sicher zu sein das auch alle tot waren, erst danach
sah er sich nach der jungen Frau um. „Geht es euch gut Mylady?“
Naraja wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Ja jetzt schon,
ich hatte schon befürchtet das ich hier nicht mehr lebend heraus
komme. Ich muss euch danken, ihr habt mir das Leben gerettet.“
Kristan winkte ab. „Nicht dafür Mylady, das war
selbstverständlich.“ Sie sah das er einige Verletzungen davon
getragen hatte und kümmerte sich sofort darum. Er schmunzelte
als er sah wie sehr sie sich bemühte. „Seid ihr auch noch
Heilerin?“ Sie sah ihn kurz an. „Nun ja die Magie beinhaltet
nicht nur Kampfzauber sondern auch einige die heilen können.
Zieht bitte mal eure Rüstung aus damit ich mir eure Wunden
genauer ansehen kann.“ Er grinste. „Seid ihr euch sicher? Ich
will nicht das ihr beim Anblick eines halbnackten Mannes in
Ohnmacht fallt.“ Nun blickte sie ihn verächtlich an. „Täuscht
euch nicht bei meinem äußeren, ihr wärt nicht der erste Mann den
ich ohne Kleidung sehe.“ Kristan lachte und tat was sie sagte.
Er trug eine leichte Lederüstung die er schnell ausgezogen
hatte, zumindest den Brustpanzer. Als er nun so vor Naraja stand
schmunzelte er, denn er bemerkte das sie doch mal kurz schwer
einatmete, als sie ihn halbnackt da stehen sah. Sein Körper
konnte sich sehen lassen, auch wenn ihn hier und da einige
Narben zierten. Er war muskulös und durch trainiert, wie es sich
für einen Krieger gehörte. Doch als sie ihm ihre Hand vorsichtig
auf die erste Wunde legte und ihren Zauber sprach, verging ihm
das lachen, denn ihre Berührung war wie Strom, sie
elektrisierten ihn direkt und er sah sie an. Lazarus und Ethan
lachten als sie sein Gesicht sahen. „Gleich vergisst er die
Etikette und fällt über sie her.“ Lazarus nickte. „Eine
Berührung hat gereicht und der Junge ist hin und weg.“ Naraja
bemerkte erst mal gar nicht was sie in ihm ausgelöst hatte
sondern behandelte auf diese weise Wunde um Wunde und er wurde
immer unruhiger. Leise keuchte er. „Mylady lasst es gut sein
bitte.“ Sie sah zu ihm auf . „Schmerzt es doch zu sehr? Ich
dachte ich wäre.........“Dann bemerkte sie seinen Zustand.“
Oh.....“ Er nickte. „Genau ….Oh....wenn ihr so weiter macht
falle ich noch hier mitten auf dem Weg über euch her. Und das
wäre doch recht unpassend, findet ihr nicht?“ Dabei deutete er
auf die ganzen Toten. Er ergriff seine Rüstung. „Lasst uns ein
wenig abseits gehen damit wir diese Unordnung nicht mehr sehen
müssen.“ Er hatte sich gefangen und konnte schon wieder Witze
machen. Naraja nickte und folgte ihm als er sein Pferd am Zügel
nahm und es weiter weg führte. „Erzählt mir mal was ihr so
alleine hier in der Wildnis macht. Selbst für eine kundige
Magierin wie ihr es zu sein scheint ist es ohne Begleitung doch
zu gefährlich.“ Er machte ein Feuer während sie ihm die
Geschichte erzählte, das sie auf der Suche nach dem jungen
Prinzen wäre und auch warum. Das sie wissen wollte ob er der
auserwählte Krieger sei der in der Prophezeiung die sie gefunden
hatte, genannt wurde. Er sah sie ruhig an. „Nun dann müsst ihr
nicht länger suchen, hier bin ich. Doch was für ein Schwert soll
das sein?“ Sie holte die Prophezeiung heraus und deutete dort
auf die Zeichnung des Schwertes. „Sie nennt es Schwert des
Friedens.“ Als er sich nahe zu ihr setzte und um sie griff um
besser auf die Zeichnung sehen zu können, atmete sie abermals
schwer ein, denn er hatte sich noch nicht wieder angezogen und
sie spürte die Wärme seiner Haut. Sie sah ihn an und er sie.
Schwer atmend fragte er sie: „Und ich bin wirklich nicht der
erste?“ Sie wusste was er meinte und schüttelte den Kopf,
sprechen konnte sie nicht. Bevor sie sich versah, hatte er sie
schon zu Boden gedrückt und küsste sie heiß und verlangend. Er
wartete noch ab ob sie den Kuss erwidern würde und als sie dies
tat, nahm er ihr die Pergamentrolle aus der Hand und begann sie
zu streicheln. Ethan nickte bewundernd. „Aber hallo der Junge
geht ja mit einer Affengeschwindigkeit ran.“ Lazarus grinste.
„Nun bislang ist es nur ein Kuss, ich glaube nicht das sie sich
ihm so schnell ergibt.“ Er sollte recht behalten, denn als
Kristan begann ihren langen Rock hoch zu schieben, hielt sie
seine Hand fest und löste den Kuss. „Das geht mir zu schnell.“
Er sah sie verlangend an, nickte aber. Schwer atmend fragte er
sie. „Also gut wohin müssen wir gehen, wegen des Schwertes. Denn
Frieden will ich wirklich erreichen. Das Blutvergießen hält
schon zu lange an. Und wäre nett wenn du mir deinen Namen nennen
würdest. Ich heiße übrigens Kristan.“ Ihr fiel es ebenso wenig
leicht sich wieder auf das Schwert zu konzentrieren, und so
antwortete sie mit leicht qietschender Stimme: „Wir müssen zum
See der Ruhe, dort im See soll es liegen und wenn der
rechtmäßige Besitzer das Ufer betritt soll es nach oben kommen,
damit er es an sich nehmen kann. Ich heiße Naraja.“ Als er das
quietschen in ihrer Stimme hörte wurde Kristan klar das er sie
wirklich für sich erobern konnte, das es ihr ebenso wenig leicht
gefallen war ihn zurück zu halten wie ihm selber. Er sah ihr in
die Augen. „Und du willst wirklich nicht? Ich bin gut, glaub
mir.“ Als er das sagte wurde Naraja glühend rot, was Kristan
schon sehr süß fand. „Nein noch nicht, das geht mir zu schnell.
Wir haben uns doch eben erst kennen gelernt.“ Er nickte. „Gut
dann sollten wir uns einen Platz zum schlafen suchen und dir
morgen ein Pferd besorgen. Denn bis zum See der Ruhe ist es noch
ganz schon weit. Du kannst doch reiten oder?“ Ihm fiel jetzt
erst auf das sie zu Fuß unterwegs war. Sie nickte. „Ja ich kann
reiten.“ So geschah es, im nächsten Dorf nahmen sie im Gasthof
zwei getrennte Zimmer. Naraja traute ihm diesbezüglich nicht und
am nächsten Tag besorgten sie ihr ein Pferd. Dann setzten sie
die Reise zu zweit fort. Im laufe der Reise versuchte es Kristan
immer mal wieder, doch ohne Erfolg. Allerdings wurden sie immer
vertrauter miteinander und Kristan konnte sich gar nicht mehr
vorstellen wie es ohne sie sein sollte. Auch Naraja begann sich
in ihn zu verlieben, denn sie stellte fest das er zwar eiskalt
und ohne Skrupel sein konnte, aber ihr gegenüber grundsätzlich
liebevoll und sanft war und das obwohl sie ihn immer wieder
abwies. Hinzu kam das er nie etwas ruchloses tat. Allerdings
wurden seine Avancen immer drängender. Lazarus und Ethan
amüsierten sich darüber. Vor allem da sie wussten das er früher,
das heißt solange sie ihn kannten, nie eine Nacht ohne eine Frau
im Bett verbracht hatte. Also konnten sie sich vorstellen welche
Qual das nun für ihn sein musste. Ethan versuchte es zu ändern
und zwar buchte er im nächsten Gasthof alle Zimmer, so das nur
noch ein Doppelzimmer übrig war. Nun musste sie mit ihm das
Zimmer teilen. Lazarus der es mit bekam, sah Ethan an. „Du bist
ein Schwein weißt du das? Diese Nacht wird sie ihm erliegen,
denn ich glaube kaum das er sich jetzt zurück halten lässt.“
Ethan grinste Lazarus an. „Aye ich weiß. Doch das wusstest du
doch schon länger das ich nicht ganz astrein bin.“ Als die
beiden im Gasthof ankamen und erfuhren das ein fremder Edelmann
alle Zimmer gebucht habe und leider nur noch ein Doppelzimmer
frei sei, nahm Kristan es und grinste Naraja an. Beide wussten
was das bedeutete und so flüsterte er Naraja mit heißem Atem ins
Ohr. „Heute Nacht wird es soweit sein. Sieh es als Zeichen der
Götter an, das es passieren soll.“ Er nahm eh langsam an das sie
noch Jungfrau war, so wie sie sich zierte. Als sie endlich im
Bett lagen wartete er auch nicht lange sondern presste sich an
sie und begann sie gleich zu küssen und zu streicheln. Diesmal
wehrte sie sich nicht, denn als sie nun seinen nackten Körper
spürte, stöhnte sie leise auf. Schnell hatte er ihr das
Nachthemd ausgezogen,und lag halb auf ihr. Sanft wenn auch mit
verlangendem Blick sah er sie an. „Jetzt heraus mit der Sprache,
bin ich dein erster? Denn ich will wissen wie ich vorgehen kann,
muss ich vorsichtig sein oder nicht?“ Sie schüttelte abermals
den Kopf. „Nein du bist nicht mein erster. Ich bin keine
Jungfrau mehr.“ Er nickte und nun ging er zur Sache, er wurde
immer leidenschaftlicher und als er sie aufstöhnen hörte, nahm
er sie das erste mal. Naraja schrie leise auf, doch Kristan
merkte das sie die Wahrheit gesagt hatte, sie war tatsächlich
keine Jungfrau mehr. Doch hatte er eine zurück haltenden Frau
erwartet so wurde er nun eines besseren belehrt. Nun da es eh
einmal geschehen war, kam Naraja aus sich heraus und zeigte ihm
das sie ebenso leidenschaftlich sein konnte wie er. Es wurde
eine wilde Nacht und als sie später beide ermattet aber
zufrieden an einander gekuschelt lagen sah er sie an. „Jetzt sag
mir mal bitte warum wir so lange gewartet haben. Denn ich dachte
schon du seist noch Jungfrau, weil du dich so ziertest.“ Sie
überlegte kurz. „Nun ich habe gehört was du so treibst und mir
war klar das du es auch bei mir versuchen würdest. Doch wollte
ich nicht nur eine von vielen sein.“ Er nickte verstehend. „Also
gut, ich will ehrlich sein. Ich bin kein monogamer Mensch, ich
mag die Abwechslung, doch eins solltest du wissen. Du bist für
mich etwas besonderes, doch treu werde ich niemals sein können.
Wenn mir eine Frau gefällt nehme ich sie mir, sofern sie es
zulässt, doch biete ich dir als einzige an, meine dauerhafte
Gefährtin zu sein. Ich habe mich in dich verliebt, so dämlich es
sich anhören mag. Ich kann mir kaum vorstellen wie es ohne dich
sein sollte. Und doch werden auch immer mal andere mein Bett mit
mir teilen. Jetzt kannst du entscheiden wie du es halten willst.
Ach und ehe ich es vergesse, ich habe auch nichts dagegen wenn
du es ebenso hältst. Und die heutige Nacht hat mir gezeigt das
du sehr wohl schon den einen oder anderen hattest, also gar
nicht so prüde bist wie ich angenommen habe.“ Sie nickte,
antwortete aber nicht. Sie wollte erst mal darüber nachdenken.
Die nächsten Tage ging es dann schon lockerer bei ihnen zu. Am
Tag kämpften sie sich immer weiter bis zum See der Ruhe vor und
Nachts ging es heiß zur Sache zwischen ihnen, wobei die
Initiative nun nicht nur von ihm ausging, was ihm sehr gefiel.
Er mochte es wenn eine Frau sagte was sie wollte. Lazarus und
Ethan folgten den beiden. Ab und zu tauchte auch Aaron mal auf
um zu sehen ob mit seinem Schützling alles in Ordnung war, doch
als er bemerkte das die beiden anderen Götter die jungen Leute
im Auge behielten, kam er immer seltener. Doch nicht nur Kristan
und Naraja wuchsen in dieser Zeit immer weiter zusammen sondern
auch Lazarus und Ethan. Sie verstanden Kristan sogar, da auch
sie beide nicht monogam veranlagt waren, obwohl Lazarus einst
bewiesen hatte, das er es sein konnte, so schwer es ihm auch
fiel. Aurian hatte nun langsam das Gerücht verbreiten lassen,
das ein junger Prinz den man allgemein kannte, dem Weg der
Götter folgte und sich das Schwert des Friedens zu eigen machen
wollte. Man versuchte nun ihn natürlich davon ab zu halten und
immer öfter trafen sie auf marodierende Banden, die von dem
einen oder anderen König sogar geschickt worden waren. Vor allem
aber von seinem Vater. Auch den beiden kam das Gerücht zu Ohren
und Kristan sah Naraja an. „Na da muss ich mich nicht wundern
das wir nun häufiger überfallen wurden. Doch muss ich sagen, wir
sind ein gutes Gespann und uns kann man nicht aufhalten. Doch
was ist daran wahr? Sind wir wirklich auf dem Weg der Götter?
Ich meine ich hatte nie viel mit ihnen am Hut. Das es sie gibt
daran zweifelte ich nie, doch das ich ihr Interesse so geweckt
haben soll das ich ihnen folgen würde, das kommt mir komisch
vor. Weißt du mehr darüber?“ Nun musste Naraja Farbe bekennen.
„Na ja ich war mir nie sicher ob du wirklich der Auserwählte
warst. Doch fand ich eines Tages bei meinen Nachforschungen den
Stein der Weisen, einen magischen Kristall. Und wie ich heraus
fand soll er von den Göttern erstellt worden sein. Jedenfalls
als ich ihn fand, erschien mir der Sohn des Lichts und sagte mir
das ich ihn gut hüten soll. Also kann es schon sein das sie ein
Auge auf uns geworfen haben und wir ihrem Weg folgen. Das
Schwert soll nach einer Überlieferung nach, die ich ebenfalls
fand, vom Götterschmied erstellt worden sein.“ Kristan sah sie
ungläubig an, natürlich war auch Myrion bekannt in ihrer Welt,
aber eher als abstrakter Gott denn als Person. Man wusste nur
das er der Schmied der Götter sein sollte und Gerüchten zufolge
die der eine oder andere Abenteurer erzählt hatte, hörte man
seinen Hammer wenn er auf dem Amboss aufschlug, über die Insel
der Götter klingen. „Das sagst du mir erst jetzt? Wer wollte
nicht ein Schwert der Götter besitzen. Doch welche Rolle spielst
du in diesem Spiel? Du wirst doch wenn es wirklich die Götter
sein sollten die uns diesen Weg weisen, auch eine Rolle in
diesem Spiel haben.“ Naraja zuckte mit der Schulter. „Ich weiß
es nicht. Vielleicht bin ich nur ihr Bote. Denn überlege mal du
bist mir ohne lange nach zu fragen gefolgt. Du hast mir geglaubt
ohne Misstrauisch zu werden. Es hätte ja auch sein können das
ich dich in eine Falle locke.“ Kristan nickte, darüber hatte er
sich auch schon gewundert, doch war ihm nie in den Sinn gekommen
das sie lügen könnte. „Ich habe keine Ahnung, als du mir davon
erzähltest, klang es so richtig. Also lag es nahe dir zu folgen
oder dich eben zu begleiten. Selbst wenn ich nicht der
Auserwählte sein sollte. Was wir ja immer noch nicht genau
wissen.“ Naraja nickte. „Was ist wenn du es nicht sein
solltest?“ Als sie das fragte horchten nun auch Lazarus und
Ethan auf, sie wussten ja welche Voraussetzungen der Held haben
musste. Kristan sah sie ruhig an. „Das wäre mir auch egal, doch
dann würde ich dir helfen ihn zu finden und ihm folgen. Mir geht
es nicht darum ob ich es bin oder nicht. Sondern ich will
endlich das wieder Frieden in unserer Welt herrscht. Und ob ich
nun dazu ausersehen bin ihn herbei zu führen oder ein anderer,
das ist an sich gleichgültig. Nur das Ziel ist wichtig.“ Naraja
nickte und Lazarus und Ethan wussten nun das er jede
Voraussetzung erfüllen würde, die Aurian gestellt hatte. Langsam
aber sicher näherten sie sich dem See der Ruhe, doch sollte es
noch zu einem gefährlichen Zwischenfall kommen, denn als sie
eines Tages aus dem Wald heraus traten durch den sie gerade
gekommen waren standen sie einem Heer gegenüber. Kristans Vater
wollte sie unter allen Umständen aufhalten. Kristan sah Naraja
an. „Also ich glaube das sind selbst für uns beide zu viele.“
Doch nun sollte sich zeigen, das es nicht nur ein Gerücht war,
das das Volk hinter ihm stand. Sie hatten nur auf ihn gewartet,
als sie hörten das sich ein Heer dort am Waldrand sammelte und
nun traten sie aus dem Wald heraus, in dem sie sich verborgen
gehalten hatten und stellten sich hinter Kristan. Ihr Sprecher
trat auf Kristan zu. „Herr, solltet ihr kämpfen wollen, so
werden wir euch folgen. Selbst der Tod ist besser als das Leben
das uns euer Vater aufzwingt. Ich habe noch nie einem anderen
den Tod gewünscht doch euer Vater wäre es besser.“ Kristan
drehte sich auf seinem Pferd um und sah hinter sich und bemerkte
es wurden immer mehr. Untertanen aus allen Königreichen trafen
hier zusammen um ihm zu folgen. Kristan dachte über die Worte
des Bauern nach. Er gab ihm recht. Man baute Zelte auf auch eins
für ihn und Naraja, die man mit Ehrfurcht betrachtete, denn auch
sie war inzwischen wegen ihrer magischen Fähigkeiten als große
Magierin bekannt. In der Nacht schlich sich Kristan zu seinem
Vater um ihm ins Gewissen zu reden, doch als das nichts
fruchtete sah er seinen Vater eisig an. „Du kannst wählen, nimm
unser Volk und zieh nach Hause, lebe in Frieden und halte dich
aus dem Weltgeschehen heraus, oder...“ Sein Vater erwiderte den
Blick ebenso kalt. „Was sonst? Willst du mich töten? Den Mut
hast du nicht. Ich werde nicht gehen, dann kämpfe gegen mich,
aber ich werde dich aufhalten.“ Kristan hatte damit schon
gerechnet und als er dessen Zelt verließ war der alte König tot.
Kristan hatte ihn eiskalt getötet. Am Morgen trat er auf seinem
Pferd sitzend vor das Heer seines Vater und brüllte. „Geht nach
Hause hier wird es heute keine Schlacht geben, denn der König
ist tot. Ich nahm lieber ein Leben, als das Tausender zu
riskieren.“ Lautes Gemurmel war zu hören und man sah im Zelt des
alten Königs nach um dort fest zu stellen das er tatsächlich in
der Nacht getötet worden war. Kristan saß mit hoch erhobenem
Kopf vor ihnen und wartet ab. Natürlich gab es auch Königstreue,
die nun ihre Felle weg schwimmen sahen und das Heer
aufwiegelten. Doch dann geschah etwas unfassbares. Hinter
Kristan tauchte auf einmal ein Mann auf, den man bereits als den
Kriegsgott kannte. Er brüllte. „Ihr habt ihn gehört, geht nach
Hause, denn heute wird es keinen Krieg geben. Allerdings wenn
ihr es darauf anlegen wollte, na dann legt euch mit mir an.“
Sein Blick war eisig und er sah über das Heer, das nun doch
ängstlich wurde. Denn sich gegen den Kriegsgott zu stellen dazu
waren sie doch zu feige. Sie wussten noch sehr gut was er mit
dem letzten Heer gemacht hatte. Der Heerführer ritt auf Kristan
zu. „Wir werden gehen, denn ich sehe, selbst die Götter stehen
hinter euch mein König.“ Dann rief er. „Der König ist tot hoch
lebe der König. Wir ziehen nach Hause.“ Kristan bedankte sich
noch bei dem Volk das so treu hinter ihm gestanden hatte, doch
als er sich auch bei Aaron bedanken wollte war dieser bereits
fort. Dann sah er Naraja an, die ihn erschüttert ansah. „Du hast
deinen eigenen Vater getötet?“ Er nickte. „Wie ich bereits
sagte, lieber ein Leben als das Tausender. Und es wären tausende
gestorben wäre es heute zur Schlacht gekommen. Und nun lass uns
unseren Weg fortsetzen.“ Selbst Ethan war erschüttert, er sah
Lazarus an. „Hättest du damit gerechnet?“ Lazarus nickte. „Ja,
denn das ist Kristan, er geht wenn es nötig ist über Leichen und
selbst wenn es die seines Vater sein muss. Und er hat richtig
gehandelt, du als auch ich wissen das er ihm die Wahl gelassen
hat. Er nahm das Angebot nicht an, das ist nun das Ergebnis und
die Welt ist auch besser dran ohne ihn. Kristan wird ein guter
Großkönig sein, Aurian hat wirklich gut gewählt. Er hat Ehre,
ist mutig und auch skrupellos genug zu tun was getan werden
muss, um das große Ziel zu erreichen. Und die anderen Könige
wissen nun, wie skrupellos er ist. Ich denke mal sie werden den
einen oder anderen Meuchelmörder auf ihn ansetzen, doch
schlussendlich werden sie ihn als Großkönig anerkennen. Vor
allem mit dem Schwert des Friedens in seiner Hand und Naraja an
seiner Seite.“ Ethan nickte verstehend. „Doch er ist ein
Sterblicher oder wird er einmal wieder ein Gott sein?“ Lazarus
dachte kurz nach und schüttelte dann mit dem Kopf. „Vielleicht
in tausend Jahren mal, doch jetzt ist er ein Held und ich denke
Aurian hat ihn als ewigen Helden erst mal eingesetzt. Er wird
sterben und wieder auferstehen und immer wieder für den Frieden
und die Gerechtigkeit kämpfen. Ebenso wird Naraja sein Schicksal
teilen, sie wird seine Gefährtin sein, mal so oder mal so. Die
beiden sind untrennbar mit einander verbunden und das für alle
Zeiten.“

Kapitel 9: Der Großkönig

Myrion trat zu Aurian und
hatte in ein Samttuch das Schwert des Friedens gehüllt. Als er
vor ihr stand wickelte er es aus um es ihr zu zeigen. „Es ist
fertig und ich glaube es erfüllt alle Voraussetzungen die du
dort drin haben wolltest.“ Er sah stolz auf sein Werk und freute
sich es ihr präsentieren zu können. Sie betrachtete es
bewundernd, denn es war wirklich ein Meisterstück. Myrion hatte
sogar einige magische Runen ins Schwert eingearbeitet, die den
Zauber aktivieren würden sobald der Kristall eingesetzt würde.
„Also das hast du großartig hin bekommen. Das ist wieder mal ein
Meisterwerk.“ Als sie es genauer betrachtete, staunte sie: „Du
hast ihm einen Namen gegeben?“ Er nickte und deutete auf die
Runen. „Ja es heißt Paix, was soviel heißt wie Frieden. Ich
hoffe es ist dir recht.“ Aurian nickte. „Aber sicher ist es mir
recht, ich finde es sogar eine gute Idee.“ Myrion strahlte sie
an, doch merkte sie das mit ihm etwas nicht stimmte. „Was ist
los großer?“ Er seufzte leise während er das Schwert wieder
einwickelte. „Nun ja, Leon fehlt mir. Er war mir immer ein guter
Freund und Bruder. Wenn man so lange Zeit miteinander verbracht
hat, ist das wohl normal, denke ich.“ Aurian spürte das er sehr
litt. Er schien Leon mehr zu vermissen als sie es tat. Sie nahm
ihm das Schwert aus der Hand und legte es auf den Tisch, dann
legte sie ihre Arme um seinen Hals und drückte sich an ihn. „Es
tut mir leid, doch die Zeit ist wirklich vorbei, das ich zwei
Löwen brauchte. Ich liebe dich das weißt du und ich würde fast
alles tun um deinen Kummer zu lindern doch wir haben nur drei
Alternativen, entweder du folgst ihm oder wir holen ihn zurück.
Allerdings seinen Platz an meiner Seite kann er nicht mehr
einnehmen, was wahrscheinlich für ihn sehr schlimm sein würde.
Und als letztes, wir lassen es wie es ist und er wird einfach
wieder geboren, doch wird er dann nicht mehr der selbe sein.“
Myrion legte seine Arme um sie und nickte. „Dich verlassen um
ihm zu folgen? Nein das könnte ich noch weniger. Und wenn wir
ihn zurück holen, dann würde er leiden müssen, das will ich auch
nicht, dann wäre ich ein schlechter Freund und sehr egoistisch.
Also lassen wir es wie es ist, die Zeit heilt alle Wunden sagt
man, vielleicht hilft sie mir ja auch, wer weiß.“ Doch außer
Myrion gab es noch jemanden der sehr einsam war. Wahrscheinlich
noch einsamer als Myrion, der immerhin noch die beiden jungen
Männer und auch Aurian hatte. Das war Gregorian, denn er hatte
niemanden. Myrion sah ihn wenige Tage später wie er vor seinem
Haus saß und nur in die Luft blickte, da wurde Myrion klar das
hier noch jemand war der einen Freund gebrauchen konnte. Er trat
auf dessen Terrasse und sah ihn an. „Darf ich mich setzen?“ Als
Gregorian leicht nickte setzte er sich und sah ihn an. „Wie geht
es dir?“ Gregorian zuckte nur die Schulter. „Wie soll es mir
schon gehen? Niemand will etwas mit mir zu tun haben, nicht mal
Ethan und so verbringe ich die meiste Zeit damit das ich das
Universum durchfliege. Aurian mag vielleicht den alten Fluch von
mir genommen haben, doch scheint es mir das ich dafür einen
neuen bekommen habe.“ Er seufzte leise. Myrion sah ihn an.
„Vielleicht solltest du dich ein wenig beteiligen. Wenn du nur
hier sitzt und Trübsal bläst ist klar das keiner zu dir kommt.
Oder rücke den anderen mal auf die Pelle, du warst doch früher
so selbstbewusst. Das kann doch nicht verloren sein. Oder wenn
du magst hilf mir in der Schmiede.“ Gregorian wusste wie heilig
Myrion seine Schmiede war, so sah er überrascht auf als er das
Angebot bekam. „Und das wäre dir recht? Ich brauche dringend was
zu tun.“ Ethan der Myrion suchte blieb erst mal unsichtbar als
er ihn fand und hörte zu. Auch ihm wurde erst jetzt bewusst wie
einsam und unglücklich Gregorian sein musste. Sicher er hatte
Fehler gemacht, aber machte die nicht jeder? Und so übel konnte
der doch gar nicht sein, schließlich war er nicht rein böse,
sondern zu gleichen Teilen hell und dunkel. Myrion nickte.
„Sicher, ich kann dir ja beibringen wie man den Hammer schwingt,
na was meinst du?“ Gregorian sah Myrion dankbar an und nickte.
„Ich werde kommen und bei dir lernen.“ Gregorian dachte , und
das wahrscheinlich sogar mehr als in einer Hinsicht. Myrion
lächelte und verabschiedete sich. „Dann bis bald ich werde dich
erwarten“ Er erhob sich und ging. Ethan sah noch mal auf
Gregorian und folgte dann Myrion immer noch unsichtbar, der
flüsterte als sie weit genug weg waren. „Du kannst dich jetzt
zeigen. Was gibt es?“ Ethan wurde sichtbar und sah Myrion
überrascht an. „Wie konntest du wissen das ich da war?“ Myrion
grinste frech. „Erstens konnte ich fühlen das du in der Nähe
warst und zweitens kann man sich vor mir selten unsichtbar
verstecken. Dafür habe ich es selber zu oft getan. Also was gibt
es?“ Ethan immer noch überrascht deutete in Richtung ihres
Hauses. „Aurian schickt mich, sie sagt es wird Zeit das Schwert
zu versenken. Der See wäre bereits vorbereitet.“ Myrion nickte
und grinste jungenhaft als er Ethans immer noch überraschtes
Gesicht sah. Er ging los, dann sah er sich um und sah Ethan an.
„Na was ist, willst du da fest wachsen oder mit kommen?“ Sofort
folgte ihm der junge Gott. Myrion wurde auf einmal klar, das
obwohl Ethan ab und zu mal besondere Geistesblitze hatte, egal
woher sie auch kamen, doch im allgemeinen eben noch ein junger
Gott war. Irgendwie begann er den Jungen zu mögen. Vor allem als
er darüber nachdachte welche Dummheiten der junge Gott bereits
auf dem Kerbholz hatte. Lazarus hatte ihm von dem Husarenstück
mit dem Gasthaus erzählt und Myrion hatte herzlich gelacht über
diese Idee. Zumindest brachte er frischen Wind herein und das
ohne irgend jemanden, sei es körperlich oder seelisch, zu
verletzen. Ebenso dachte er an Gregorian und das der im Grunde
wenn man mal das Alter betrachtete das er bereits auf dem Buckel
hatte, noch ebenso jung war. Es mochte zwar sein das sie
schneller reif wurden, früher zumindest, aber dennoch waren sie
selbst mit tausend Jahren noch junge Götter. Und Gregorian
brachte selbst mal gerade erst knapp hundert Jahre mit, also
ungefähr das Alter in dem er selber Aurian kennen gelernt hatte.
Er war damals noch recht ungebändigt und sehr arrogant gewesen
und vor allem heiß hinter Aurian her. Er sah noch mal zu
Gregorian zurück der immer noch auf seiner Terrasse saß. Es
schien als wäre von Gregorian wie er einmal war nichts mehr
übrig geblieben. Er musste dringend mit Aurian darüber reden,
das musste man ändern, wenn es irgend ging.
Doch jetzt musste man erst mal
einem jungen König ein Schwert zukommen lassen das einmalig im
Universum war, wie an sich jedes Schwert das Myrion bisher
geschmiedet hatte. Kristan und Naraja waren inzwischen am See
angekommen, sie lasen sich noch mal die Prophezeiung durch um ja
nichts falsch zu machen. Myrion hatte auf Geheiß von Aurian das
Schwert im See versenkt und sie standen nun in der Nähe, ebenso
wie Lazarus und Ethan. Aurian hatte sogar Gregorian eingeladen
dabei zu sein, was dieser gerne angenommen hatte. Langsam trat
Kristan an das Ufer des Sees, er sah immer mal unsicher zu
Naraja, doch diese nickte nur. Dann sahen sie wie der See zu
flimmern begann und Aurians Stimme ertönte. „Was wünschest du
junger König?“ Kristan räusperte sich noch mal. „Ich bin hier um
das Schwert des Friedens für meine Welt zu fordern.“ Abermals
ertönte die Stimme. „Bist du bereit den Frieden in deine Welt zu
bringen und ihn zu halten? Bist du bereit auf deinen Thron zu
verzichten um einen höheren ein zu nehmen? Bist du bereit alles
auf dich zu nehmen was mit dem Schwert zusammen hängt?“ Kristan
nickte. „Ja das bin ich, ich will alles tun was verlangt wird,
wenn nur wieder Frieden in unserer Welt einkehrt.“ Als er das
sagte sah man wie der See begann zu leuchten und sich aus ihm
das Schwert erhob, mit der Spitze voran. „Dann nimm es dir.“
Kristan zog sich schnell aus und betrat den See und ging auf das
Schwert zu um es in seinen Besitz zu nehmen. Als er wieder an
das Ufer trat, das Schwert von allen Seiten betrachtend,
erschien Aurian in ihrer Lichtgestalt vor ihm. „Junger König,
ich bin die höchste Göttin des Universums, man nennt mich Aurian.
Das Schwert alleine reicht nicht, du musst auch den Stein der
Weisen einsetzen. Doch wisse eins. Das Schwert gehört dir und
anschließend einem deiner Söhne, der dir nachfolgen wird. Doch
der Kristall, wird immer Najara folgen und später ihrer
Nachfolgerin. Deines und ihr Schicksal sind an einander
gebunden. Ihr könnt das Leben als Paar mit einander teilen,
ebenso kann sich jeder einen anderen Partner suchen. Doch auf
alle Zeiten und in allen Welten werden eure beiden Schicksale
miteinander verbunden sein. Es werden Kinder geboren werden und
aus diesen wird es immer eins geben das euch folgen wird. Lebt
ihr euer Leben als Paar, werdet ihr einen Sohn bekommen, der das
Schwert an sich nehmen wird, wenn seine Zeit gekommen ist, doch
der Kristall oder Stein der Weisen wird sich seine neue
Besitzerin suchen.“ Langsam trat auch Naraja näher, da es sie
ebenfalls an zu gehen schien. „Solltet ihr euch für andere
Lebenspartner entscheiden, wird aus deinen Lenden der Sohn
kommen und Naraja die neue Besitzerin des Steines gebären. Doch
immer werden der Besitzer des Schwertes und die des Steines
zusammen finden. Denn auch Schwert und Magie sind so untrennbar
miteinander verbunden. Nun frage ich euch beide, seid ihr bereit
für das Wohl eurer Welt, das Schicksal das euch auferlegt wurde,
an zu nehmen?“ Kristan war inzwischen auf seine Knie gesunken
und hatten den Kopf gesenkt, ebenso auch Naraja. Und beide
antworteten wie aus einem Mund. „Ja das bin ich.“ Aurian nickte,
die Lichtgestalt schwebte auf die beiden zu. „Erhebt euch, denn
ihr müsst nicht niederknien weder vor mir noch vor einem anderen
Gott. Geht mit erhobenem Kopf durch die Welt. Eure Seelen sind
rein, eure Absichten rechtschaffen und so habt ihr es nicht
nötig, den Kopf vor irgendwem zu beugen, auch vor mir nicht.“
Die beiden erhoben sich und sahen voller Ehrfurcht die lichte
Gestalt an. „Wenn ihr euren Weg beschritten habt und es kam wie
es kommen muss, so habt ihr eine weitere Aufgabe. Baut eine
Stadt auf der Insel der Götter, eine Hafenstadt. Dort dürfen
sich auch Sterbliche niederlassen, aber wählt eure Bürger gut.
Und achtet immer die Priesterinnen und Priester in dem dortigen
Tempel denn sie sind etwas besonderes. Und nun setzt den Stein
in das Schwert.“ Dann verblasste die lichte Gestalt und Naraja
und Kristan standen wieder alleine am Seeufer, zumindest dachten
sie das. Denn tatsächlich standen die Götter immer noch
unsichtbar in ihrer Nähe und beobachteten weiter. Naraja kramte
schnell den Stein aus ihrem Beutel und reichte ihn Kristan der
immer noch nur mit einer Unterhose bekleidet dort stand. Der
nahm den Stein und setzte ihn in die entsprechende Halterung des
Handgriffs ein, es klickte kurz und dann erstrahlte das Schwert
auf einmal in hellem Licht. Naraja sah auf die Inschrift des
Schwertes. „Es hat einen Namen und heißt Paix.“ Kristan hatte
die Runen auch betrachtet doch konnte er darin nichts lesen. „
Du kannst das entziffern?“ Naraja nickte. „Ja sicher, die Magie
arbeitet meist mit Runen und wenn man sie einmal beherrscht,
beherrscht man auch die Magie.“ Kristan sah sie an. „Weißt du
wenn wir die Stadt gebaut haben, sollten wir auch eine
Magierschule darin aufnehmen, würdest du sie leiten? Und den
Schülern alles beibringen was man wissen muss, denn ich glaube
es gibt niemanden der es besser könnte.“ Naraja strahlte ihn an.
„Oja mit Freuden. Vielleicht sollten wir dort auch alles
wichtige aufbewahren was man zusammen tragen kann. Denn ich
glaube es wird keine sicherere Stadt geben als eine die von den
Göttern beschützt wird.“ Kristan nickte und lächelte sie an.
Erst da fiel ihm auf das er immer noch fast nackt dort stand.
„Oh mein Gott.......sie hat mich ja so gesehen. Ich habe fast
nackt vor der Göttin gestanden.“ Naraja kicherte. „Und das
merkst du erst jetzt? Doch rege dich nicht auf, ich glaube sie
hat dich weit aus nackter gesehen als du vermuten magst.“ Er sah
Naraja entsetzt an. „Du meinst sie hat sogar unter...“ Dabei
deutete er auf seine Unterhose. Doch Naraja lachte leise. „Nein
das nicht, sondern sie hat in unsere Seelen geblickt. Und obwohl
du deinen Vater getötet hast, hat sie gesagt das deine Seele
rein ist.“ Kristan nickte und zog sich schnell wieder an. „Ja,
ich denke es kommt darauf an welcher Gedanke hinter solch einer
Tat steckt und der schien in ihren Augen ja wohl recht gewesen
sein. Immerhin habe ich ihn nicht getötet weil ich seinen Thron
wollte, sonder nur um diese Welt von ihm zu befreien. Seinen
Thron werde ich eh wohl einem Cousin geben, den ich mir aber
verpflichten werde.“ Naraja nickte. „Es ist wohl so das unsere
Welt einen Großkönig bekommen wird und daher solltet du dir auch
die anderen Könige verpflichten.“ Jetzt sah Kristan sie
überrascht an. „Das ist es also, ich soll Großkönig werden, ein
König über Könige.“ Naraja nickte. „So sieht es wohl aus. Das
passende Werkzeug hast du nun.“ Dabei deutete sie auf das
Schwert das immer noch leicht leuchtete. Kristan nickte. „Ich
gehe mal davon aus, das es noch ein langer Weg ist bis dahin und
das dieses Schwert wohl doch vom Blut verunreinigt werden wird,
bis es soweit ist.“ Naraja nickte. „Das mag sein, doch das Licht
wird alles wieder rein waschen.“
Die Monate gingen ins Land,
der junge König trug nun das Schwert des Friedens durch seine
Welt und egal wer sich ihm entgegenstellte, wurde gnadenlos
vernichtet. Kristan hatte keine Skrupel jeden der sich dem Plan
Frieden in diese Welt zu bringen entgegenstellte, zu töten.
Nebenbei hatte er den Thron seines Vaters einem seiner Cousins
gegeben, der sich ihm auch sofort verpflichtete. Die
Schatzkammern seines Vaters wurden geräumt und teilweise den
Bauern gegeben die bisher unter seinem Vater so gelitten hatten,
den Rest würde er selber brauchen. Auch hatte er den Bau der
Stadt begonnen, wie es Aurian verlangt hatte. Als die restlichen
Könige sahen das er auf der Insel der Götter eine Stadt erstehen
ließ mussten sie einsehen das er wohl die Zustimmung der Götter
hatte und so kam der Tag da er zum Großkönig gekrönt werden
sollte. Doch zuvor hatte er auch Naraja um ihre Hand gebeten und
sie geheiratet, so das auch Naraja den Titel einer Großkönigin
bekam. Da nun alle Könige unter einem Banner standen halfen sie
ihm auch beim Bau der Stadt, sei es mit Arbeitern oder sogar
finanziell, obwohl er selber den größten Teil seines Vermögens
da hinein steckte. Gregorian war bei Myrion in die Lehre
gegangen und blühte langsam wieder auf. Ethan und Lazarus taten
ihren Teil dazu und nahmen ihn schon mal auf ihre Exkursionen in
die Betten der Priesterinnen mit. Ethan war der Meinung, das es
niemanden so aufheitern könnte als eine heiße und
leidenschaftliche Nacht mit einer Frau. Gregorian wurde langsam
wieder er selber und das ließ die Götter aufatmen. Er kümmerte
sich auch um Kristan und half ihm bei Bau der Stadt ebenso wie
bei der Verwaltung seines Großreiches. Immerhin hatte er einmal
ein Imperium geleitet und war der Meinung so ein großer
Unterschied sei das nicht. Kristan nahm die Hilfe und Ratschläge
des jungen Gottes gerne an. Der Frieden war auf dieser Welt
eingekehrt. Über dem Thron des Großkönigs hing an der Wand das
Schwert des Friedens und leuchtete immer mal leicht auf um alle
daran zu erinnern, was es war und wem es folgte. Naraja hatte
eine Magierschule eröffnet und hatte aus Dankbarkeit weil die
alten Gelehrten selbst nach ihrer Abreise weiterhin alles
Wissenswerte aus den Katakomben geholt hatten, diese in ihre
Schule geholt, samt den gesammelten alten Schriftrollen und
Pergamenten. Wenn die alten Besserwisser auch als Lehrer nicht
viel taugten so doch dafür alles zu ordnen und katalogisieren.
Von Iona bekam Naraja auch immer mal wieder einige Schriftrollen
die ihr noch mehr über die Eigenheiten der Magie offenbarten. So
kristallisierten sich langsam mehrere Bereiche der Magie heraus.
Während Naraja alle beherrschte, gab es nun Magier die besonders
gut heilen konnten oder aber die besonders in Kampfzaubern
geschult wurden und ähnliches halt. Wenn auch alle anderen
Götter sich mal unter den Sterblichen sehen ließen, so kannte
man Myrion nur vom hören sagen oder eben weil man den Klang der
Schmiede hörte, doch Aurian erschien weiterhin nur als
Lichtgestalt und auch nur dann wenn es unumgänglich war.
Allerdings freundete sie sich mit der alten Hohepriesterin
Pelata an, die sie ja nun ohnehin schon gesehen hatte. Von den
beiden Engeln hatte aber immer noch keiner eine Ahnung, auch
wenn sie ebenso wie die anderen sich ab uns zu mal sehen ließen,
aber dann ohne ihre Flügel. Allerdings hatte Angel seine
geliebten geflügelten Pferde neu erstehen lassen, die nun ebenso
wie die normalen Pferde über die Insel galoppierten.
Doch die nächsten Probleme
warteten schon und erschienen auch bald in der Gestalt von Damok
auf der nun friedlichen Welt.
 
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