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Kapitel 49: Vater aller Götter

Leander hatte ein Problem.
Alandra war dahinter gekommen, was zwischen ihm und Aurian
gelaufen war. Als sie ihn zur Rede stellte leugnete er nichts.
Sie sah ihn weinend an. „Wie konntest du nur. Ich dachte du
wärst mir treu.“ Er versuchte sie in seine Arme zu ziehen um sie
zu trösten, doch da schlug ihre Stimmung um. Sie fauchte ihn an.
“Fass mich nicht an. Du weißt was ich jetzt tun werde.“ Er kam
nicht mal mehr dazu irgendwas zu sagen, da stürmte sie schon zur
Türe raus. Sie rannte zu Lazarus Haus, das konnte er noch sehen.
Er fluchte leise. Als Alandra bei Lazarus ankam, stürmte sie auf
ihn zu, riss ihm das Hemd auf und sah ihn an. „Schlaf mit mir.“
Lazarus wusste nicht wie ihm geschah, er sah auf Alandra
herunter die sich an ihn drückte. Er nickte leicht, dann legte
er seine Arme um sie und meinte nur sanft. „Du bist dahinter
gekommen. Ich verstehe. Doch Kleines eigentlich willst du das
gar nicht. Es ist nur dein Rachegefühl was dich nun zu mir
treibt. Du bist zweifellos attraktiv und glaub mir unter anderen
Umständen würde ich nicht lange zögern mit dir ins Bett zu
steigen. Doch würde ich das jetzt tun, unter diesen Umständen,
wäre ich wirklich ein mieses Schwein.“ Sanft drückte er sie
tröstend an sich. Sie weinte ihm die Brust naß. Ethan und Morgan
die im Nebenzimmer gewesen waren, hatten mit bekommen was dort
geschah. Ethan sah Morgan an. „Hat sie wirklich geglaubt das er
Aurian widerstehen könnte. Vor allem da er schon seit seiner
Teenagerzeit scharf auf sie war? Er hat sehr lange
durchgehalten.“ Morgan schaute um die Ecke und sah Lazarus an,
der nun Alandra tröstend in seinen Armen hielt. Sie nickte. „Er
hat recht, sie will es eigentlich gar nicht. Aus ihr spricht
Enttäuschung und Traurigkeit. Sie kann froh sein das sie sich
wirklich jetzt Lazarus ausgesucht hat. Ich glaube Dion oder
Julien hätten da keine Skrupel gehabt das Angebot an zu nehmen.“
Ethan grinste. „Ich auch nicht, um ehrlich zu sein.“ Morgan
knuffte ihn. „Doch hättest du. Wenn sie sich dir normal an den
Hals geworfen hätte, dann vielleicht nicht, doch unter diesen
Umständen schon. Dafür bist du zu anständig.“ Leander war ihr
gefolgt, er wollte das schlimmste verhindern, doch auch er bekam
mit was Lazarus tat. Alandra sah zu Lazarus auf, ihre Augen
schwammen in Tränen. „Doch ich will es.“ Lazarus schmunzelte.
„Also gut. Du willst es, dann sollst du es bekommen.“ Er begann
ihre Bluse zu öffnen und griff zu ihrer Brust, doch als er das
tat, zog sie schnell ihre Bluse zusammen, er nickte. „Das mal
dazu, du willst es. Kleines, es gibt keinen Kerl der Aurian
nicht will. Ich sag dir mal was, ihr seid jetzt fast vierzig
Jahre alt, das ist noch sehr sehr jung für uns Götter. Doch
diese Zeit hat er durchgehalten, ohne sich ihr zu nähern. Er hat
sogar Riana abgewiesen, die es ihm wirklich nicht leicht gemacht
hat. Er liebt dich, doch gegen Aurians Anziehungskraft ist kein
Kerl immun. Ich kann mir vorstellen das es ihn einfach
überwältigt hat, das er in dem Moment keinen klaren Gedanken
mehr fassen konnte. Im Gegenteil man muss ihn bewundern das er
es überhaupt geschafft hat, sich ihr nicht schon früher zu
nähern. Vor allem die ganzen Jahre wo er in ihrer Nähe war, als
Apoll und Luna heran wuchsen. Jetzt war er ihr erlegen, na und
was solls. Das es dich verletzt kann ich verstehen, doch sind
wir mal ehrlich, hast du wirklich gedacht, er wäre wie Myrion?
Das kann ich nicht glauben. Du wusstest das es irgendwann
geschehen würde. Aurian verführt bewusst keinen Mann von sich
aus. Vor allem keinen der es nicht schon mal bei ihr versucht
hat. Doch wusste sie das er es sich wünschte. Selbst Myrion
wusste es und hat ihm einst sogar die Erlaubnis gegeben es zu
versuchen. Du verlierst nichts, er liebt dich nach wie vor und
mal ehrlich, würden wir es nun gemeinsam tun, würdest du ihn
dann weniger lieben? Wohl kaum. Ich sag dir was. Sprich dich mit
ihm aus und wenn du dich dann beruhigt hast und du dann
irgendwann wirklich das Verlangen hast mit mir zu schlafen,
werde ich nicht zögern es auch zu tun.“ Sie schluchzte noch mal,
sah aber ein das Lazarus recht hatte, sie sah ihn an. „Danke. Du
hast recht, eigentlich wollte ich es nicht. Ich liebe ihn
wirklich.“ Sie löste sich von Lazarus und ging nach Hause, sie
wollte mit Leander reden. Der hatte alles mit bekommen und sah
zu das er vor ihr zu Hause war. Die beiden sprachen sich richtig
aus, Leander nahm Abstand von seiner Eifersucht und Alandra
ebenso. Leander wunderte sich sogar über sich selber, als er
sagte. „Wenn du Lazarus wirklich willst, dann nimm ihn dir.“ Er
hatte erkannt wie anständig Lazarus war und das nötigte ihm
Respekt ab.
Derweil auf der anderen Welt
hatte man das Ungeheuer seit dem es im Wald verschwunden war
nicht mehr gesehen. Man hatte abermals Leviathan dort
stationiert, doch ihnen empfohlen das wenn dieses Biest wieder
auftauchen sollte, sich von ihm fern zu halten und es nicht auf
einen Kampf ankommen zu lassen. Naraja hatte sogar ein
Teleporttor geöffnet, das sie benutzen konnten um nicht immer
auf die Götter angewiesen zu sein. Kristan hatte begonnen seine
eingerosteten Muskeln zu trainieren. Erst jetzt erfuhren die
Leviathan das es noch andere Welten gab, denn der Großmeister
wunderte sich das Rowan ein Meister der Leviathan war, obwohl er
nicht in seinem Orden ausgebildet wurde. Ebenso erfuhren sie das
die Götter nicht mehr leibhaftig auf dieser Welt weilten sondern
sich wieder eine eigene Welt erschaffen hatten um von dort aus
alle anderen im Auge zu behalten. Nach ungefähr zwei Monaten
hatte Kristan zu seiner alten Kraft zurück gefunden, Rowan und
Apoll hatten ihm beim Training geholfen. Allerdings besann sich
auch Naraja nun auf ihre kämpferischen Fähigkeiten und wie ihr
einst als Silenee mal gesagt wurde, merkte sie das sie
tatsächlich auch in der Lage war mit einem Schwert um zu gehen.
Sie erinnerte sich an alles, ebenso auch Kristan. Allerdings
merkten sie nun das sie doch nicht so treu sein konnten, wie sie
es als Silenee und Argon gewesen waren. Sie waren beide sehr
attraktiv und Naraja hatte eine geheimnisvolle Aura um sich,
bedingt durch ihre magischen Fähigkeiten, während Kristan nicht
nur die Herzen der Frauen ansprach sondern auch deren Körper.
Die Leviathanfrauen waren nicht zur Treue verpflichtet, so
machte ihm immer mal die eine oder andere Avancen. Doch noch war
ihm die wilde Naraja genug, er brauchte und wollte auch noch
keine andere. Selbst Rowan und Apoll fühlten sich von Naraja
angezogen. Allerdings beließen sie es bei einigen Flirtereien
die nicht tiefer gingen. Allgemein wurden die beiden ewigen
Helden mit Ehrfurcht angesehen.
Dann war es soweit, Kristan sah
den Großmeister an. „Es ist Zeit wir müssen uns der Welt zeigen.
Doch werden wir als erstes mal die beiden Artefakte suchen
gehen.“ Luna hatte Myrion tatsächlich dazu überreden können doch
mal im Schrein nach zu sehen und wie erwartet waren die beiden
Artefakte fort. Naraja sah alle anderen an. „Wenn es noch so ist
wie es damals war, müsste der Stein der Weisen mich finden. Er
findet immer zu seiner Besitzerin. Die Frage ist nur welche
Entfernungen kann er zurück legen. Denn ich vermute das ich mich
zumindest in seine Nähe begeben muss, nur wo sollen wir
anfangen?“ Kristan nickte. „Beginnen wir doch dort wo er
verschwand, auf der Insel der Götter. Doch was meinst du wo
werden wir das Schwert finden?“ Naraja überlegte kurz. „Damals
erschien es aus dem See der Ruhe, vielleicht auch heute.“ Die
jungen Götter wussten das die beiden Artefakte nicht die ganze
Zeit auf dieser Welt gewesen waren, doch war das nun etwas wo
sie entscheiden mussten ob sie es sagen sollten oder nicht. Dann
war man sich einig, man würde schweigen. Sie dachten sich das
die Menschen nicht alles wissen mussten, vor allem da ihnen klar
wurde, das Aurian diese Artefakte nur deshalb im Schrein
aufbewahrt hatte, damit sie nicht in falsche Hände gerieten. Die
jungen Götter besuchten auch ihre Eltern, doch eigentlich nur um
heraus zu kriegen, wer in dem Biest steckte. Wer sich sehr
freute als Apoll und Luna sie besuchen kamen, war Leander.
Allerdings als er Luna sah, musste er schwer schnaufen. Sie war
zur Frau geworden und er spürte das sie nicht mehr unschuldig
war, was den Reiz noch erhöhte. Julien und Dion die es mit
bekamen grinsten frech. „Oha hier ist noch eine Frau die unseren
Leander nervös macht.“ Der sah die beiden giftig an. „Ach haltet
doch das Maul, ich habe sie fast mit großgezogen, wie könnt ihr
nur so etwas sagen.“ Julien zwinkerte ihm frech zu. „Weil es
stimmt? Junge du kannst uns nichts vor machen, Riana konntest du
widerstehen, doch Luna, macht dich heiß. Du bist scharf auf
sie.“ Dion sah ihn an und grinste ebenso frech. „Du kennst doch
die Prophezeiung, sie wird nicht nur Apoll gehören und wer weiß
vielleicht nehme ich sie mir auch. Ich finde sie ganz
entzückend. Sie wird sich in meinen Armen sicherlich gut
machen.“ Das war zu viel und ehe Dion sich versah, hatte ihm
Leander eine gedonnert und er flog zu Boden. „Wage es nicht sie
an zu rühren.“ Apoll kam näher und sah ihn an. „Was ist denn
hier los?“ Er sah von einem zum anderen. Julien half Dion hoch
der sich zwar das Kinn hielt dennoch immer noch grinste. Er
hatte damit gerechnet das Leander ihm eine verpassen würde. Er
kannte ihn inzwischen gut genug. Dann hatte Apoll verstanden und
grinste mit. „Sie wird selber entscheiden, wem sie ihre Gunst
gibt, ihr müsste euch nicht streiten. Außerdem, wenn ich das
richtig sehe, findet ihr sie alle drei scharf.“ Er sah Leander
an. „Verleugne es nicht, denn es stimmt. Haust du mir nun auch
eine runter?“ Nun musste Leander doch lachen. „Nein natürlich
nicht. Ich glaube, Dion hatte es nur übertrieben.“ Apoll nickte
verstehend. „Doch mal im ernst, wenn jemand irgend wen wegen ihr
verprügelt, dann doch wohl ich, oder? Es ist sehr ehrenhaft das
du dich für eine Frau einsetzt, doch ist das in ihrem Fall nicht
nötig. Glaub mir sie kann sich sehr gut selbst verteidigen.“
Apoll sah nun einen nach dem anderen durchdringend an und
Leander befürchtete schon das er in seinem Herzen lesen könnte
das er das Ungeheuer war. Doch dann nickte Apoll auf einmal,
scheinbar hatte er nichts gemerkt. Aurian schien auch daran
gedacht zu haben. Als Leander später zu Aurian ging sah er sie
an. „Einen Moment rechnete ich damit das Apoll wissen würde, das
ich das Ungeheuer bin.“ Aurian nickte leicht. „Keine Sorge
diesen Teil deines Herzens habe ich verdunkelt. Er wird nur
gesehen haben das dort etwas ist, aber nicht was es ist. Du bist
ein Gott der Dunkelheit also war es für ihn nicht verwunderlich
auch dunkle Stellen zu sehen. Er wird sich wohl denken das du
einiges verbergen willst. Allerdings wird er dich nun wohl mehr
im Auge behalten, er traut dir nicht ganz.“ Leander grinste.
„Damit kann ich leben.......mein eigener Vater traut mir nicht
mal über den Weg.“ Aurian lächelte. „Allerdings sollte ich dir
etwas sagen. Apoll interessiert sich für Alandra. Noch traut er
sich nicht, weil er glaubt das du sie immer noch eifersüchtig
bewachst und befürchtet das du ihn eventuell übel zu richten
würdest wenn er sich ihr nähern würde. Er weiß welche
Bärenkräfte in dir stecken.“ Leander nickte und senkte den Kopf.
„Findest du auch das sie mehr Erfahrung sammeln sollte? Soll ich
es wirklich geschehen lassen?“ Aurian nickte. „Ja das sollte
sie, lass sie sich austoben, lass sie ihre Neugierde
befriedigen. Das sagte ich dir aber schon mal. Du bist kein
dummes Kind mehr. Wir neigen nun mal dazu ein wenig
ausschweifender zu sein. Wir neigen dazu, eben wegen unserer
Unsterblichkeit uns auch anderen zuzuwenden. Das ist völlig
normal, weil wir können nicht tausende von Jahren nur einem treu
sein. Selbst Myrion wird schwach wenn man es richtig anfängt.
Doch wissen wir immer zu wem wir gehören und Alandra gehört zu
dir so wie du zu ihr. Apoll will sie dir auch nicht weg nehmen,
er gehört zu Luna, was aber nicht heißt das er oder sie oder du
oder auch Alandra, nicht mal anderen hinter her sehen und es
gerne mal versuchen würden.“ Leander nickte. „Auch Myrion? Ich
dachte er will keine andere.“ Aurian lachte. „Auch er wird
schwach. Er ist auch nur ein Kerl und wenn man ihn reizt, glaub
mir wird er ebenso schwach wie jeder andere Mann auch. Nur ist
es so das die meisten Frauen seine Treue respektieren und ihn
deshalb nicht in Versuchung führen. Er will auch keine andere,
doch wenn ihn die Lust überkommt und die Frau es richtig
anstellt, wird er ihr erliegen. Nur fühlt er sich danach immer
schuldig, was eigentlich nicht sein müsste und ihm die Freude an
der Erfahrung nimmt. Lazarus oder Ethan haben keine
Schuldgefühle sie nehmen sich was sie wollen und genießen es,
ohne weiter darüber nach zu denken. Und das ist auch richtig so.
Solange sie wissen zu wem sie gehören.“ Leander nickte
verstehend. Myrion der gerade an der Türe vorbei ging, hörte
seinen Namen und lauschte dem Gespräch. So bekam er noch mit was
Aurian sagte und ihm wurde auf einmal, nach dieser langen Zeit
klar, das sie es wirklich ehrlich meinte, wenn sie ihm sagte,
das sie ihm den Spaß gönne. Auf einmal wurde ihm bewusst das er
wirklich keine Schuldgefühle haben musste, wenn es doch mal dazu
kam. Aurian gab ihm was er brauchte und wollte, doch musste er
sich selber eingestehen das es ihm mit Eilana gefallen hatte. Es
war mal etwas anderes gewesen. Er dachte über Aurian nach. Sie
nahm sich was sie haben wollte und hatte ihren Spaß daran.
Dennoch liebte sie ihn und würde jeden anderen Kerl für ihn in
die Wüste schicken, das wusste er. Er lachte leise, betrat nun
das Zimmer und sah Aurian an. Leander erschrak kurz als er so
leise das Zimmer betrat. Myrion trat auf Aurian zu, sie sah
seinem Gesicht an das er das Gespräch belauscht hatte. „Dir
macht es wirklich Spaß, doch sag mir eins, hast du jemals
jemanden abgelehnt, hast du einmal nein gesagt?“ Aurian nickte.
„Ja, Damok, ihn wollte ich eigentlich nicht. Doch wusste ich das
es sein musste, das ich ihn so zufrieden halten konnte.“ Myrion
nickte. „Du hast es dennoch genossen und es hat dir Spaß
gemacht.“ Sie sah ihn sanft an. „Ja, denn wenn ich schon mit
einem Kerl ins Bett gehe aus welchen Gründen auch immer, will
ich auch meinen Spaß daran haben.“ Er nickte. „Du hast recht,
die Schuldgefühle, dich betrogen zu haben, machten mich
verrückt. Doch jetzt sehe ich das sie unnötig waren. Du gönnst
es mir wirklich.“ Aurian lachte. „Das hat aber lange gedauert
das du mir das glaubst.“ Leander sah von einem zum anderen, es
war ihm unangenehm das er es mit bekam. Myrion sah ihn an. „Es
muss dich nicht verlegen machen. Ich glaube es gibt keine Frau
die so offen darüber redet, wie Aurian. Und mir ist bewusst das
sie dich auch bereits in ihrem Bett hatte.“ Leander sah Myrion
an und dann kam ein Satz der wirklich aus seiner tiefsten Seele
kam. „Warum konntest du nicht mein Vater sein?“ Myrion legte
einen Arm um Leanders Schulter als er das sagte. „Stelle den
Vater nicht mit dem Erzeuger gleich. Nur weil ein Mann ein Kind
gezeugt hat, heißt das noch lange nicht das er diesem Kind auch
Vater ist. Wenn du einen Vater brauchst, der dir zuhört, der dir
hilft, der für dich da ist, dann komm zu mir. Doch auch Dorian
liebt dich. Er kann es nicht so zeigen, er ist kein Mann der
seine Gefühle offen äußert. Doch weiß ich das er dich liebt. Er
ist falsch, intrigant und bösartig, doch eines ist gewiss, er
wollte dich und als er dich hatte, gewann er dich auch lieb.“
Leander seufzte, er legte für einen kurzen Moment seinen Kopf
auf Myrions Schulter. Myrion drückte ihn sanft an sich und
lächelte. Er sah Aurian an. Sie nickte und lächelte ebenfalls.
„Du bist nicht nur der Götterschmied, sondern auch der Vater
aller Götter.“ Als Leander gegangen war, schmiegte sich Aurian
in Myrions Arme. „Das meinte ich ernst. Du findest für jeden
immer die passenden Worte. Du gibst jedem das Gefühl willkommen
zu sein. Als ich mich einst für dich entschied war es das beste
was ich tun konnte.“ Myrion drückte Aurian an sich. „Mir wurde
jetzt etwas klar, das egal wie alt sie werden, es doch immer
einen Moment gibt wo sie wieder zu Kindern werden, wo sie
jemanden brauchen der sie hält, der ihnen einige tröstende Worte
sagt. Der ihnen das Gefühl gibt, das jemand da ist.“ Er sah sie
an und lächelte. „Ich denke wir haben unsere Familienplanung
endgültig beendet. Luna und Apoll werden die letzten Kinder
gewesen sein. Jetzt sind die anderen dran. Wir haben getan was
wir konnten.“ Aurian grinste frech. „Na endlich. Jetzt kann ich
mich wirklich ausruhen.“ Er drückte sie an sich. „Verrate mir
nur eins, wer ist das Ungeheuer das die Welt von Naraja und
Kristan in Atem hält.“ Aurian knuffte ihn. „Das verrate ich
nicht, allerdings hättest du dir das auch denken können. Doch
damit du weißt warum ich dir nichts sage, erkläre ich es dir.
Hope und Apoll können in eure Herzen sehen, es ist schon schwer
das Geheimnis in einem Herzen zu verstecken, also verrate ich es
sonst niemandem. Aber du kannst dich gerne daran beteiligen, das
Geheimnis heraus zu finden.“ Er sah sie nachdenklich an. „Ist es
Dorian? Er wäre skrupellos genug zu töten. Oh......oder Ethan,
ich glaube er würde es auch noch fertig bringen. Aber Dion wäre
ebenso geeignet.“ Aurian knuffte ihn noch mal. „Ich sage nichts,
vergiss es.“ Er sah sie an und lachte dann herzhaft. „Na ja
versuchen konnte ich es ja mal.“
Unterdessen suchte man die
gesamte einstige Insel der Götter ab doch fand nichts. Nicht mal
das Ungeheuer. Das erschien nun allerdings in verschiedenen
Ländern und merzte sogar ganze Armeebattaillone aus die man
aufstellte um Krieg zu führen. Das wiederum rief Aaron auf den
Plan. Der Kriegsgott wunderte sich, das kaum war eine Bataillon
aufgestellt worden, kam das Ungeheuer daher und tötete sie ohne
Probleme. Um danach wieder zu verschwinden. Es wurzelte Bäume
aus, vernichtete Ernten und stapfte sogar durch einige Dörfer,
als würde es etwas suchen, wobei es auch einige Häuser
zerstörte. Es brachte Kummer und Leid über die Welt. Man schrie
langsam schon nach Hilfe. Zu der Zeit machten sich Naraja und
Kristan auf den Weg den Stein der Weisen auf dem Festland zu
suchen. Naraja war auf die Idee gekommen, das der Stein
eventuell wieder dort sein könnte wo sie ihn zum ersten mal
gefunden hatte. Sie wurden von einer Gruppe Leviathan
eskortiert, ebenso wie die jungen Götter sie begleiteten. Als
sie durch die Länder zogen sahen sie die Verwüstungen die das
Ungeheuer angerichtet hatte. Luna hatte ihnen zwar angeboten sie
gleich zu dem Ort zu bringen doch Naraja sah sie an und
schüttelte den Kopf. „Das ist zu einfach. Es war damals schon
nicht einfach und deswegen sollten wir es uns auch heute nicht
so einfach machen. Alles hat seinen Grund.“ Als Luna die
Verwüstungen sah, wusste sie was Naraja meinte. So halfen Rowan,
Apoll und Luna der Bevölkerung, damit sie wenigstens nicht
Hunger leiden mussten. Man rief Thanatos herbei und fragte ihn
wegen der ganzen Toten. Doch er sah nur auf seiner Liste nach
und nickte. „Sie stehen alle drauf. Ob sie nun im Kampf
gegeneinander gestorben wären oder so, ist unerheblich. Ihr Tod
stand bereits fest. Das Ungeheuer hat bisher niemanden getötete
der nicht bereits auf der Liste stand.“ Diese Aussage lies die
drei jungen Götter immer mehr zu der Einsicht gelangen das hier
Aurian am Werk war...oder Damok, darüber waren sie sich noch
nicht ganz sicher. Dem ganzen Chaos nach zu schließen, wäre das
eigentlich eher Damoks Handschrift. Doch Rowan sah die anderen
beiden an. „Nein das kann nicht sein, meinen Vater würde ich
spüren. Ich wüsste wenn er hier sein Unwesen treiben würde.
Vergesst nicht ich bin der Sohn des Chaos.“ Während man weiter
zog und hier und da versuchte den Menschen zu helfen dachte Luna
nach. Ihr wurde auf einmal bewusst, das hier zwei Götter des
Lichts und ein Gott des Chaos zusammen durch die Welt zogen.
Begleitet von den ewigen Helden, wobei sie eher die Helden
begleiteten. Sie folgten Narajas innerer Eingebung und
vertrauten auf ihren Instinkt. Überall wo sie hin kamen erkannte
man Naraja und Kristan als die uralten Helden, die bereits
einmal Frieden in diese Welt gebracht hatten. Ihr Legende war
nie in Vergessenheit geraten und so jubelte man ihnen zu. Denn
sie trugen die Hoffnung vor sich her und ließen sie den Menschen
zurück, wenn sie wieder gingen. Als die jungen Götter das sahen,
wussten sie das Naraja recht gehabt hatte. Es hatte seinen Grund
das sie sich langsam dem Gebirge näherten, in dem einst der
Stein der Weisen gefunden wurde.
Als sie am Fuße des Gebirges
angekommen waren, hielt Naraja ihre Hände auf und murmelte
leise. „Komm zu mir und hilf uns das Schwert zu finden, so das
es abermals Frieden in diese Welt bringen möge.“ Alle warteten
gespannt ab und dann erschien der Kristall in Narajas Händen.
Der Stein der Weisen war zu seiner wahren Herrin zurück gekehrt.
Die Leviathan hatten ein blaues Samtkissen im Gepäck und dort
hinauf wurde der Stein gelegt. Ihn trug man nun für alle
sichtbar, vor Naraja und Kristan her. Damit die Menschen sahen,
das man den Stein bereits gefunden hatte und man nun auch noch
das Schwert zurück holen würde um es seinem alten Platz wieder
zuzuführen. Kristan verkündete überall, das wer sich ihnen
entgegenstellen wolle, sollte es versuchen, doch sollte man
damit rechnen den Tod zu finden.

Kapitel 50: Fragen über Fragen

Den Stein der Weisen hatte man
nun. So machte man sich langsam wieder auf den Weg, diesmal
allerdings zum See der Ruhe und hoffte dort das Schwert zu
finden. Als die Gruppe in das nächste Dorf kamen, wartete dort
bereits einer der wenigen Könige auf sie, die noch lebten. Er
bat darum mit dem einstigen Hochkönig reden zu dürfen. Kristan
ahnte schon was kommen würde und sollte recht behalten. Dieser
König erzählte ihm das er mit den anderen gesprochen habe und
man sich einig wäre. Man bat Kristan darum den Frieden wieder
her zu stellen. Vor allem da es Menschenleben kostete. Armeen
auf zu stellen war fast unmöglich, denn kaum hätte man ein
Bataillon aufgestellt, tauchte dieses Ungeheuer auf und tötete
fast alle. Es ließ immer nur einige wenige am leben. Kristan gab
den Rat dann eben vorläufig keine Armee auf zu stellen. Er und
Naraja würden sich darum kümmern. Man sollte erst mal dafür
sorgen das die verwaisten Throne wieder besetzt würden, doch
sollte man gut wählen. Er machte dem König klar das er keine
schwarzen Schafe auf irgendeinem Thron dulden würde und in dem
Fall dem Ungeheuer sogar noch helfen würde, dieses zu
beseitigen. Man sah nun wie eiskalt und skrupellos auch Kristan
sein konnte. Denn der König der erst an einen Scherz glaubte,
sah aber dann in Kristans eiskaltem Blick, wie ernst es ihm
damit war. Apoll fand es merkwürdig das das Ungeheuer scheinbar
immer wusste wo es auftauchen musste. So sagte er Kristan, das
er seiner Mutter nun mal wirklich auf die Pelle rücken würde um
zu erfahren wer es sei. Das dieses Ungeheuer kein Experiment
eines Zauberers war, war ihm schon lange klar, vor allem seit
Myrion das festgestellt hatte.
Auf der Welt der Götter hatte nun
auch ein großes Rätselraten begonnen, man schloss sogar Wetten
ab. Frech und dreist wie Leander war wettete er sogar mit. Er
hatte auf seinen Vater getippt und laut getönt, das er der
einzige wäre, dem er das zutrauen würde. Man dachte sich das
Leander wohl recht haben könnte und so konzentrierten sich
schnell alle auf Dorian. Der das zwar leugnete, man aber davon
ausging, das es logisch wäre das er es abstritt. Für Leander
hatte es nun den Vorteil das er nicht mehr ganz so unter
Beobachtung stand und seine Taten besser koordinieren konnte.
Denn es durfte ja auch nicht auffallen das er öfter weg war.
Aurian amüsierte sich über Leanders Strategien, denn es zeigte
ihr das er alles genau berechnete bevor er etwas tat. Der
einzige der ihm fast auf die Schliche kam, war Aaron. Weil er
behielt Leander genau im Auge. Wer auch oft zusammen hockte um
das ganze zu diskutieren waren Damok, Myrion und Gregorian.
Damok hatte sogar begonnen Dorian genauestens zu beobachten.
Doch er fand keinen Anhaltspunkt das er dahinter stecken könnte.
Und so redete sich die drei oft die Köpfe heiß.
Als Apoll auf die Götterwelt kam
hatte er ein recht einschneidendes Erlebnis und nur Leander und
Lazarus bekamen mit wie verstört er war. Sie sahen wie er aus
seinem Elternhaus gerannt kam und zum See lief um sich dort auf
einen Baumstamm zu setzen. Sie folgten ihm, denn seinem Gesicht
war an zu sehen das ihn etwas total erschüttert haben musste.
Als sie näher traten hatte er sein Gesicht in den Händen
verborgen deren Arme er auf den Beinen abstützte. Er atmete
immer wieder hart ein. Lazarus und Leander setzten sich rechts
und links neben ihn. Lazarus legte einen Arm um ihn und hauchte
leise. „Brüderchen was ist dir geschehen das du so aus der
Fassung geraten konntest?“ Leander sah Lazarus fragend an, denn
Apoll keuchte regelrecht. Apoll stotterte leise. „Myrion...Aurian...“
Er deutete dabei zum Haus. Als Lazarus bemerkte das Apoll Aurian
nicht als Mutter bezeichnete kam ihm eine Ahnung. Er sah Apoll
an. „Hast du die beiden überrascht?“ Apoll schüttelte den Kopf.“
Nein, Aurian, sie...sie.. oh wie konnte ich so etwas nur denken.
Sie....ist eine Frau..“ Lazarus lachte leise. „Brüderchen, das
wusstest du doch auch schon früher. Na klar ist sie eine Frau.“
Apoll sah ihn giftig an. „Ja aber ich habe sie nie als Frau
gesehen, immer als meine Mutter. Natürlich wusste ich das ihr
alle scharf auf sie seit. Doch heute...ich kann es nicht sagen.“
Leander begriff gar nichts, doch Lazarus hatte die Sache sehr
schnell erfasst, ihm fiel ein das er schon mal vor recht langer
Zeit ein ähnliches Gespräch führte. Er nickte. „Heute ist dir
klar geworden, das sie eine sehr erotische und aufregende Frau
ist, dein Körper hat auf sie reagiert. Und wenn du sagst, wie
konntest du nur so etwas denken, gehe ich mal davon aus das du
dir vorgestellt hast wie es wäre, wenn sie das was sie mit
Myrion und allen anderen tut, mit dir tun würde.“ Jetzt kapierte
auch Leander.und prustete heraus. „Du wurdest scharf auf sie.“
Verzweifelt presste Apoll heraus. „Ja, aber sie ist meine
Mutter, die Frau die mich geboren hat. So etwas sollte ich nicht
mal denken.“ Lazarus nickte verstehend. „Wie kam es überhaupt
dazu das du so reagiert hast. Sie wird dich wohl kaum versucht
haben zu verführen oder?“ Apoll schüttelte den Kopf. „Nein
natürlich nicht. Doch sie verführte Myrion und das auf sehr
sinnliche und erotische Weise. Ihr Gang war so verführerisch als
sie auf ihn zu ging. Ihr Körper strahlte Bereitschaft aus. Ich
spürte die Lust in ihr. Ihre Hände strichen an ihrem Körper
entlang. Sie hat wohl nicht mit bekommen das ich im Türrahmen
stand und es mit bekam. Der Blick, den sie Myrion zuwarf, haute
mich fast schon um, doch als ihre Zunge lockend über ihre Lippen
fuhr........Himmel.... konnte ich nur eines denken, wieso war
ich jetzt nicht an Myrions Stelle. Als mir klar wurde was ich da
gerade dachte, lief ich davon.“ Lazarus nickte leicht. „Du hast
dir bereits die Moralvorstellungen der Menschen angeeignet. Du
musst dich nicht schuldig fühlen. Im Moment bist du noch sehr
jung, doch lass mal vier- oder fünfhundert Jahre vergehen, dann
siehst du sie nicht mehr als Mutter. Mit jedem Tag wird dir
bewusster werden das sie eine Frau ist. Dir wird immer klarer
werden das dein Körper auf sie reagiert und das du sie willst.
Es liegt an dir ob du sie verführst oder ob du dich beherrscht.
Niemals wird sie von sich aus auf dich zu kommen. Was aber nicht
heißt das sie dich ablehnen wird. Angel ging es mal genau so.
Sie hat seinem Verlangen nach gegeben, doch ihm gleich gesagt,
es muss bei dem einen mal bleiben. Er hat es danach nie wieder
versucht, doch das eine mal hat ihm unendlich viel gegeben.
Warte noch einige Jahre und dann versuch es einfach mal, mehr
als nein sagen kann sie nicht. Jetzt würde sie dich ablehnen,
weil du noch zu jung bist, du erkennst und findest dich gerade
erst mal selber. Doch in dreißig oder vierzig Jahren, bist du es
nicht mehr. Es liegt an dir ob du es dann versuchst oder nicht.“
Apoll sah Lazarus an. „Wie kann ich ihr nun noch ins Gesicht
sehen? Sie würde sofort wissen was in mir vorgeht. Sie würde
wissen das mein Körper....ach ich schäme mich so.“ Lazarus
drückte Apoll an sich. „Mag sein das sie es wissen wird, doch
sei gewiss sie wird es niemals zur Sprache bringen. Du bist
nicht der erste ihrer Söhne der diese Entwicklung durchmacht.
Doch wird es ihr klar machen das du nun wirklich zum Mann
gereift bist. Du hast keinen Grund dich zu schämen, nicht dafür.
Himmel... sie ist eine aufregende Frau, hoch erotisch und
sinnlich. Sie weiß das sie das ausstrahlt. Sie weiß wie sie auf
die Männer wirkt und es gibt keinen Mann der sie nicht
wenigstens einmal in seinem Bett haben will. Die einen trauen
sich, die anderen nicht. Lass dir Zeit.“ Apoll nickte, langsam
beruhigte er sich wieder. Leander sah ihn an. „Was wolltest du
eigentlich bei ihr, da sie scheinbar nicht wusste das du da
warst.“ Er versuchte Apoll ein wenig ab zu lenken, er hatte noch
gut in Erinnerung wie es ihm in Aurians Nähe gegangen war und
immer noch ging. Er verstand Apoll besser als dieser dachte.
Apoll sah ihn dankbar an. „Ich wollte nun endlich von ihr wissen
wer das Ungeheuer ist. Denn es scheint immer genau zu wissen wo
es hin muss. Normal ist das nicht. Es taucht auf, tötet einige
Menschen des aufgestellten Bataillone und verschwindet wieder.“
Leander nickte. „Ich verstehe.“ Lazarus sah zum Haus. „Also wenn
es so ist wie du sagst, wird sie in den nächsten Stunden nicht
ansprechbar sein. So schnell wird Myrion sie nun nicht wieder
gehen lassen. Mal abgesehen davon, das sie es dir nicht sagen
wird. Man wettet sogar darauf, wer es sein würde.“ Leander
nickte. „Er hat recht und ich habe auf meinen Vater gewettet.
Wenn einer das vollbringen kann, dann er.“ Apoll sah ein das er
hier keinen Schritt weiter kommen würde. „Dann sollte ich wieder
gehen, man wird mich brauchen können.“ Er sah Lazarus an. „Ich
hatte ganz vergessen das du ja mein Bruder bist. Du bist soviel
älter als ich.“ Lazarus lachte. „So könnte man es nennen, aber
du siehst bereits daran, was die Zeit ausmacht. Man vergisst es
einfach. Vor allem da wir alle nicht älter aussehen. Und ich bin
ja nur etwas über viertausend Jahre älter als du.“ Er zwinkerte
als er den letzten Satz sagte. Nun lachte auch Apoll. Er mochte
Lazarus und hatte wirklich nie darüber nachgedacht das er und
Angel auch seine Brüder waren. Er erhob sich und lächelte nun,
da kam Lazarus auf eine Idee. „Sag mal kleiner Bruder, du kannst
doch in die Herzen sehen, kannst du das auch bei Aurian?“ Apoll
schüttelte mit dem Kopf. „Nein, in die Herzen der „Alten“ kann
ich nur bedingt sehen. Ich kann weder in das von Aurian, noch
Damok oder Gregorian sehen. Ich weiß nicht wieso es so ist, doch
es ist so. Mal lassen sie es zu das ich was sehe, und mal nicht.
Als Luna und ich noch jünger waren, war das anders. Doch je
älter wir wurden um so weniger konnten wir sehen. Mal abgesehen
davon das Aurian eh sehr vorsichtig ist, mit dem was sie sehen
lässt. Allerdings können wir ihre Gefühle teilweise spüren. Also
wie eben, ich spürte was sie von Myrion wollte und ihre Gefühle
waren sehr stark.“ Er wurde leicht rot und verlegen. „Manchmal
ist das nicht so schön.“ Dann grinste er frech. „Doch macht mich
das zu einem guten Liebhaber, da ich intuitiv spüre was die Frau
in meinem Bett will.“ Jetzt knuffte Lazarus ihn leicht. „Da hast
du uns anderen einiges voraus. Wir müssen raten oder darauf
hoffen das sie es uns zeigen oder sagen.“ Leander nickte.
„Leider tun sie das nicht immer.“ Nun sah Apoll Leander
überrascht an. „Du bist nicht mehr eifersüchtig.“ Leander
nickte. „ich musste einsehen das es nur vergeudete Kraft ist.
Denn ihr habt recht, wenn ich mir vorstelle ich komme in Lazarus
Alter....“ Wobei er Lazarus frech ansah. „und dann nur mit
Alandra zusammen gewesen zu sein oder sie mit mir. Da ist
Eifersucht wohl verschwendete Energie. Zudem es doch die eine
oder andere gibt die mich schon neugierig macht.“ Nun sah er
Apoll durchdringend an. „Ich weiß das du dich für Alandra
interessierst. Also wenn sie es zulässt, versuch dein Glück.“
Als er Leander immer noch überrascht ansah nickte dieser.
Lazarus grinste. „Nur glaube ich das sie das im Moment noch gar
nicht will. Sie ist noch zu verliebt in Leander, sie würde noch
mit keinem anderen das Bett teilen. Wir Kerle sind da anders,
wenn ich eine attraktive Frau sehe die ich will, dann nehme ich
sie mir auch, vorausgesetzt sie ist willig.“ Leander nickte
zustimmend. Apoll sah von einem zum anderen und nickte dann.
„Nun ja aber ich will im Moment keine andere außer Luna, ich
habe zu lange darauf warten müssen, als das ich mich jetzt schon
nach anderen umsehe.“ Leander grinste leicht. „Lügner.“ Er
deutete nur leicht Richtung Haus. Apoll wurde gleich wieder
rot... „Ich muss los.“ und weg war er. Lazarus lachte leise und
sah Leander an. „Das war jetzt nicht besonders nett.“ Der zuckte
nur mit den Schultern und lachte mit. „Wer sagt denn das ich
nett bin?“

Kapitel 51: Ein Junge und drei
Mädchen

Leander spürte das Aaron ihm auf
der Spur war und besprach sich mit Aurian was zu tun sei. Ihre
Besprechungen hielten sie meist im Bett ab, so das es immer den
Anschein hatte das er sie deshalb so oft aufsuchte. Leander
nannte ihr einige Alternativen die man einsetzen konnte, da
Aaron meistens nur auftauchte, wenn der Krieg wieder mal in die
Hose ging, weil es keine Armee mehr gab. Allerdings fehlten ihm
die Fähigkeiten dafür diese Alternativen einzusetzen. So gab ihm
Aurian einige Kugeln mit die sie mit Alternativzaubern gefüllt
hatte, die er einsetzen konnte. Sie war die einzige die auch in
die Bereiche der anderen Götter eingreifen konnte. So besaß sie
auch die Macht in die Natur ein zu greifen. Nun würde Leander
die Welt mit einigen Plagen heimsuchen. Mal Heuschrecken, mal
Frösche, mal Ranken die ganze Wege blockierten und ähnliches
mehr mit denen sich die Heldengruppe herum schlagen musste. Sie
hatte ihm euch einige große Monster zur Verfügung gestellt und
rechnete damit das die Helden sie recht schnell niedermachen
konnten. Vor allem da sie auch von drei Göttern begleitet
wurden. Leander war froh nicht mehr töten zu müssen. Aurian
hatte ihn keine Unschuldigen töten lassen, sondern wie Thanatos
schon festgestellt hatte, standen die eh bereits auf seiner
Liste und wären so oder so gestorben. Dennoch war er froh, das
dies nun vorbei war. Aurian erklärte Leander auch das sie Aaron
ab und an mal zu sich rufen würde um ihn zu verführen und mit
ihm zu schlafen, so das Leander dann Zeit hatte zu tun was er
tun musste. Allerdings sollte er dann auf Iona achten, da es
diesmal in ihre Machtbereiche ging.
Doch Aaron war selber Stratege
genug, das es ihm merkwürdig vor kam das Aurian ihn zu sich rief
um ihn zu verführen. Nach dem ersten mal machte er sich noch
keine Gedanken, sondern genoss was sie ihm so unverhofft gab.
Doch als es es ein zweites mal geschah, das nicht er sie sondern
sie ihn forderte, wurde er stutzig. Er lag bei ihr und sah sie
anschließend grinsend an. „Es war heiß und ich bin glücklich
darüber das du mich willst. Doch meine Liebe, verkauf mich nicht
für dumm. Ich glaube das du mich nur ablenken willst. Ich soll
deinem Ungeheuer nicht auf die Schliche kommen und wenn du zu
solchen Mitteln greifst, wobei du genau weißt das ich dir
unmöglich widerstehen kann, muss ich ihm schon sehr nahe
gekommen sein.“ Er dachte nach, dann sah er sie überrascht an.
“Jetzt ahne ich wer es ist. Nicht Dorian, auch wenn das alle
glauben. Ich muss zugeben Leander ist einfallsreich und ganz
schön durchtrieben und er hat sogar mich lange an der Nase herum
geführt. Doch ich denke er ist derjenige der dort sein Unwesen
treibt. Und auch wenn es mich jetzt eventuell um weitere Male
bringt, die du mich sonst zu dir hättest kommen lassen, sage ich
dir, es ist Leander.“ Aurian sah ihn überrascht an. Er lachte
als er ihr Gesicht sah. „Kleines du hast damit einen Fehler
gemacht. Die Idee war gut, doch du hast mich noch nie von dir
aus haben wollen, du bist noch nie von dir aus zu mir gekommen.
Da hätte dir klar sein müssen, das es mir komisch vor kommen
würde, wenn die Lust so in dir brennt du sie nicht bei Myrion,
Ethan oder Lazarus stillst, sondern zu mir kommst. Doch keine
Sorge dein Geheimnis ist bei mir gut aufgehoben und Luna oder
Apoll kommen eh nicht zu mir so das sie in mir nichts finden
werden. Doch sag mir eins, warum bist du nicht zu mir gekommen,
ich hätte diese Drecksarbeit auch für dich erledigen können.“
Aurian wusste das sie Aaron vertrauen konnte, er hatte bereits
einmal eines ihrer Geheimnisse gehütet. Während er sie an sich
drückte und ihre Nähe genoss, nickte sie. „Das hätte ich tun
können. Doch denke ich, man wäre auf dich als erstes gekommen,
mal abgesehen davon das Leander etwas brauchte. Dorian wollte
ihn gegen mich einsetzen, doch nun steht er auf meiner Seite.
Ich habe Dorian seine Waffe geklaut.“ Aaron nickte anerkennend.
„Das ist ein gutes Argument und ich muss sagen das hast du sehr
gut gemacht.“ Dann grinste er. „Belohnst du ihn mit dem gleichen
mit dem du mich nun eigentlich von ihm ablenken wolltest?“
Aurian knuffte ihn. „Werde nicht frech, ja? Doch du hast recht,
ich setze die Waffen ein die ich habe.“ Aaron lachte. „Deine
Waffen sind ganz schön heiß und ich zumindest werde so gerne
aufs Kreuz gelegt. Das darfst du ruhig öfter machen.“ Dann sah
er sie nachdenklich an. „Dorian wird nicht aufgeben. Dieser
Schuss ging nach hinten los. Doch denke ich das er sich bereits
das nächste überlegt. Ich frage mich nur wieso? Wenn er dich
will, du weist ihn nicht zurück, das weiß ich. Was treibt ihn
bloß an?“ Aurian nickte. „Eifersucht, pure blanke Eifersucht.
Ich weiß es von Leander. Dorian ist eifersüchtig. Ihm reicht es
nicht, das Bett ab und zu mit mir zu teilen. Er will mich ganz
für sich haben.“ Aaron schüttelte mit dem Kopf. „Er scheint von
allen guten Geistern verlassen zu sein. Er kann doch unmöglich
glauben, das du ihm vor Myrion den Vorzug gibst. Er ist
größenwahnsinnig. Doch was hatte er mit Leander nur vor?“ Er
dachte nach, dann auf einmal sah er Aurian an, er nickte. „Ich
glaube ich weiß es. Leander tötete schon mal eine ganze Reihe
von Göttern. Dorian weiß wie sehr dich das getroffen hatte.
Könnte es sein, das er genau darauf gehofft hatte? Das Leander
abermals zum Mörder an den Göttern würde? War Dorian wirklich
bereit seinen Sohn zu opfern, nur um dich zu treffen? Ich frage
mich nur wie er das erreichen wollte.“ Aurian zuckte mit der
Schulter. „ Ich habe keine Ahnung.“ Aaron sah sie nachdenklich
an, abermals nickte er. „Aber ich denke, ich. Er hat Leander
regelrecht scharf auf dich gemacht, das ist doch richtig oder?
Und gehen wir mal weiter. Angenommen, dein Hass wäre wirklich so
stark gewesen, das du den Jungen abgewiesen hättest als er sich
traute dich für sich zu fordern, was wäre geschehen?“ Er wartete
Aurians Antwort nicht ab sondern redete weiter. „Er wäre
durchgedreht und hätte eventuell genau das getan, was er bereits
einmal getan hatte. Nämlich einige Götter und vielleicht sogar
Myrion getötet um dich zu verletzen, denn dich hätte er nicht
töten können.“ Aaron schüttelte den Kopf. „Dorian ist ein
Mistkerl.“ Er sah Aurian an. „Wie erträgst du es, ihn in deinem
Bett zu dulden? Obwohl ich ein Kerl bin und beileibe nicht
zimperlich, doch wenn mir eine Frau das antun würde, ich glaube,
die bräuchte sich bei mir nicht mehr sehen zu lassen. Da könnte
sie noch so scharf sein.“ Aurian lächelte. „Ich verbuche es
unter Schadensbegrenzung. Würde ich ihm das letzte noch nehmen
das er von mir bekommt, bräuchte er Leander nicht mehr. Ich
glaube dann würde er es sogar selber tun. Allerdings würde ich
ihn dafür mehr als hart bestrafen, wenn nicht gar töten. Ich
denke das weiß er auch. Er musste schon eine Schlappe hinnehmen,
als er merkte das ich Leander nicht ab wies.“ Aaron nickte.
„Hast du keine Angst um Ijana? Was ist wenn er ihr etwas antut?“
Aurian schüttelte den Kopf. „Nein, denn ich weiß das er sie
liebt, wenn auch auf seine eigene Art und Weise. Ihr wird er
nichts antun. Mal abgesehen davon, sollte er es doch wagen,
würde er sein blaues Wunder erleben. Du weißt das Ijana auch
Dämonenblut in sich trägt. Würde er es versuchen, würde dieses
Blut aktiv werden und er stünde einer ausgewachsenen Dämonin
gegenüber die zudem noch göttliche Kräfte hat. Glaub mir das
würde ihm nicht besonders gut bekommen. Ihm ist noch gar nicht
bewusst geworden, wen er da an seiner Seite hat. Außerdem weiß
er wie die vier Mädchen zueinander stehen. Er hätte es nicht nur
mit Ijana zu tun, sondern würde alle vier gegen sich
aufbringen., mal abgesehen davon das er sich dann auch noch mit
Ethan und Lazarus herumschlagen müsste. Denn die beiden lieben
ihre Töchter sehr. Und Ethans Kräfte sind fast meinen gleich,
also da würde ich es mir an seiner Stelle mehr als zweimal
überlegen. Vor allem da Ethan, so jugendlich frech er auch
ansonsten ist, ganz schön böse werden kann und absolut keine
Skrupel kennt.“ Aaron sah sie überrascht an. „Kleines, jetzt
erst wird mir bewusst, das du die vier Mädchen nicht nur geboren
hast damit die Männer eine Partnerin haben, sondern das du
wirklich recht gezielt genau diese Konstellation gewählt hast.
Du bist ganz schön durchtrieben.“ Er lachte. „Ich hatte mich
immer gefragt warum Ethan und Lazarus als ihre Väter, doch jetzt
wird es mir klar. Lazarus alleine mit seinen Lichtkräften könnte
Dorian mit einem Schlag vernichten und Ethan trägt alle
Erbanlagen der Alten in sich, was ihn noch gefährlicher macht.
Man vergisst wegen ihrer fröhlichen und lockeren Einstellung oft
was wirklich in ihnen steckt. Du bist genial. Denn sie haben
diese Erbanlagen an die Mädchen weiter gegeben. Hier und da von
Iona noch einige Feineinstellungen wie etwas mehr Chaos für
Rohan oder ein wenig mehr Dämonenblut bei Ijana und die beiden
sind starke Waffen. Ebenso die sanfte Soraja, die zu Eric wie
die Faust aufs Auge passt, wie auch Pia die Gregorian den Halt
gibt den er braucht.“ Er sah Aurian an und lächelte frech. „Myrion
hat mehr Glück gehabt als ich bislang dachte. Du bist wirklich
gut und ich bin glücklich ein wenig daran teilhaben zu dürfen.
Würdest du auch mir ein Kind schenken?“ Aurian fiel vor Schreck
und Überraschung fast aus dem Bett, hätte er sie nicht an sich
gedrückt gehalten.. „Was sagtest du gerade?“ Er sah sie
ernsthaft an. „Würdest du mir ein Kind schenken?“ Als er ihren
fassungslosen Blick sah lachte er. „Ja ich weiß ich habe mich
immer geweigert ein Kind zu zeugen, doch Alandra hat mir gezeigt
wie schön es auch sein kann. Ein Sohn mit meiner und deiner
Erbmasse. Dazu würde ich ihn trainieren, er würde stark und
mächtig werden und doch eine gute Gesinnung haben, da er ebenso
vom Licht abstammt.“ Er schwärmte gerade zu. Aurian sah ihn
immer noch fassungslos an. „Das kommt ja gar nicht in Frage. Ich
habe meine Familienplanung beendet.“ Nun setzte Aaron seinen
treuen Hundeblick ein und sah sie bittend an. „Bitte überlege es
dir noch mal. Sprich mit Myrion und Iona darüber und dann zeugen
wir einen Sohn, ja? Bitte.“ Als Aurian seinen Blick sah musste
sie lachen. „Du bist schlimmer als Myrion, wenn er etwas will.“
Er grinste jungenhaft. „Hat es denn funktioniert? Du bräuchtest
ihn auch nicht auf zu ziehen, das würde ich schon übernehmen,
wirklich.“ Nun musste Aurian wirklich herzhaft lachen. „Ja
glaubst du ernsthaft das Myrion das Kind aus dem Haus lassen
würde? Junge träum weiter, er würde ihn eifersüchtig bewachen,
das vergiss mal. Er wäre bereit es mit dir zu teilen, aber
aufziehen würde er ihn, darauf kannst du Gift nehmen. Hattest du
da an eine bestimmte Seele gedacht oder eine neue?“
Als Aaron sah das sie sich
bereits darüber Gedanken machte, freute er sich schon. Er
glaubte schon gewonnen zu haben. „Nun ja, ich dachte an den Sohn
dem ich niemals Vater war, an Iskander.“ Aurian nickte leicht.
„Also in Ordnung ich werde mit Myrion und Iona reden, doch das
letzte Wort ist darüber noch nicht gesprochen.“ Aaron nickte. Er
hatte auch bereits geistig eine Partnerin für seinen Sohn im
Auge. Als er später nach Hause kam, fragte er Iona was sie von
einem zweiten Kind halte. Einer weiteren Tochter. Iona war
ebenso fassungslos wie Aurian, das ausgerechnet Aaron der sich
gut fünftausend Jahre geweigert hatte auch nur an ein Kind zu
denken, auf einmal so zeugungsfreudig war.
Aurian hielt Wort und sprach mit
Myrion darüber, er sah sie an und lachte. „Wie war das? Du
wolltest keine Kinder mehr? Und nun das? Also ich sagte es schon
mal, ich freue mich über jedes Kind das seine Füße bei uns
trippeln lässt und mir ist es egal ob ich der Erzeuger bin. Also
wenn du ihm das Kind schenken willst, ich habe nichts dagegen.
Soll ich schon mal anfangen das Kinderzimmer her zu richten?“
Sie boxte ihn sanft was ihn nun noch mehr lachen ließ. Sie sah
ihm an das er sich bereits freute das es bald wieder ein Kind im
Haus geben würde. Und als er hörte um wen es sich handelte,
freute er sich noch mehr. Er hatte Iskander immer sehr gemocht,
doch dachte er auch bereits darüber nach wen man ihm als
Partnerin geben könnte. Er hoffte nur das es nicht wieder so ein
Fiasko werden würde, wie mit Enjara, die sich eigentlich gar
nicht für Männer interessierte. Allerdings gedachte er es nicht
selber zu übernehmen und marschierte zu Ethan und Lazarus um
einen von ihnen zu bitten, eine Tochter zu zeugen, als Partnerin
für Iskander. Die beiden sahen ihn sprachlos an, doch Ethan
sagte, was beide dachten. „Bist du von allen guten Geistern
verlassen? Einer von uns soll ein Kind zeugen, damit ihr eine
Partnerin habt für Iskander der noch nicht mal gezeugt ist?“
Myrion nickte. „Ja so in etwas dachte ich mir das. Außerdem käme
so von Marian oder Morgan auch frisches Blut in die Erblinie.“
Gegen dieses Argument konnten die beiden nicht viel sagen, denn
recht hatte er ja, es wurde wirklich Zeit das mal neues Blut in
die Erblinie kam. Als die beiden Frauen davon hörten, nickten
sie und waren auch nicht abgeneigt. Sie hatten nie damit
gerechnet das ihre Männer wirklich mal daran denken würden und
freuten sich bereits ein Kind zu bekommen. So konnte es kommen,
das nicht ein Mädchen gezeugt wurde, sondern sogar drei. Denn
weder Marian noch Morgan wollten auf ein Kind verzichten, wenn
ihnen schon mal die Möglichkeit geboten wurde. Iona freute sich
ebenso und da sie auch nichts dagegen hatte ein weiteres Kind zu
bekommen, würden es nun drei Mädchen werden. Aurian gab dem
Wunsch Aarons nach und wurde so abermals schwanger, mit einem
Jungen, der die Seele von Iskander bekam. Witzig wurde es erst
als man dahinter kam das Aaron und Myrion den gleichen Gedanken
hatten und man bemerkte das es nun nicht nur ein Mädchen geben
würde, sondern drei. Allerdings konnten Dion und Julien dem
ganzen etwas positives abgewinnen, sie lachten und dachten sich,
das es nun vielleicht auch eine Partnerin für sie geben würde.
Riana war keine Frau für eine feste Partnerschaft und Eirana
hatte sich bereits für Morpheus entschieden, auch wenn sie ab
und zu mit anderen das Bett teilte. Morpheus kannte ihre
Bestimmung und wusste auf was er sich mit ihr einließ. Sie war
schließlich die Göttin der Fruchtbarkeit. Abgesehen davon,
dachten sich Julien und Dion, wenn die zweite Tochter von Iona
und Aaron ebenso schön werden würde wie Alandra, wäre sie es
schon wert, sich eventuell mal über eine feste Partnerschaft
Gedanken zu machen.
Während dessen waren die Helden
unterwegs zum See der Ruhe. Wenn es nun auch keine Tötungen
durch das Ungeheuer mehr gab, so hatten sie nun andere Probleme.
Heuschrecken fraßen die Ernte auf, Frösche gab es in Massen und
man wurde sie kaum wieder los. Und hier und da musste die Gruppe
sich den Weg wie Dornröschens Prinz durch Ranken und einiges
Gestrüpp kämpfen. Langsam wurde das Ungeheuer wirklich lästig,
zudem es den Anschein hatte das es sich über die Heldengruppe
lustig machte. Kristan wurde langsam immer ungehaltener. Zudem
er immer mal Berichte der Könige erhielt, das sie ebenso mit
diesen Plagen zu kämpfen hatten. Nachfolger für die verwaisten
Throne hatten sie nicht finden können, die getöteten Könige
schienen keine Erben hinterlassen zu haben. So griff man nun auf
hochrangige Lords oder ähnliches zurück. Doch griff man falsch
zu hatte man kurz darauf einen toten Lord. Als würde dem
Ungeheuer dieser Thronfolger nicht passen. Es war zum
verzweifeln. Naraja hatte irgendwann einen Wutanfall und meinte.
„Es reicht, wenn es noch mal unseren Weg kreuzt kille ich es mit
allem was ich habe. Langsam nervt das Biest wirklich.“ Kristan
lachte leise. „Liebes, wenn es so einfach wäre, hätte ich dich
schon darum gebeten. Doch ich denke das einzige das dieses Biest
unschädlich machen kann, wird das Schwert sein. Wobei ich mir da
auch nicht mal sicher bin. Wenn stimmt was Luna, Apoll und Rowan
sagen und an deren Aussage zweifel ich nicht, steckt hinter der
Maske dieses Ungeheuers ein Gott. Wobei es wieder fraglich ist
ob wir es dann so einfach töten sollten. Ich will nicht der
Mörder eines Gottes sein. So nervig es auch ist.“ Ihre Reise
hatte aber auch den Vorteil das sie nun die Missstände sahen die
es in den einzelnen Ländern gab. Kristan notierte sie sich
geistig alle, hier würde erst mal wieder richtig aufgeräumt
werden müssen. In einem Land war es besonders schlimm, doch kam
man an den Herrscher nicht heran. Er ließ sein Volk wirklich
ausbluten, was Kristan fast das Herz umdrehte, als er sah wie
das Volk litt. So brüllte er. „Du verdammtes Ungeheuer, wenn du
jemanden töten willst, wie wäre es dann mit diesem Mistkerl, der
hätte es wahrlich verdient.“ Er rechnete an sich nicht damit das
dieses Ungeheuer ihn hörte, doch als sie weiter durch das Land
zogen, ertönten eines Morgens die Fanfaren die ankündigten das
der Herrscher tot sei. In dem Moment wurde Kristan klar, das sie
das Ungeheuer auch nutzen konnten. Vor allem als sie erfuhren,
das der Herrscher überraschend über Nacht an einem Dolchstich
gestorben war. Allerdings nicht nur er, sondern sein
nichtsnutziger Sohn auch gleich. Kristan sah die anderen
grinsend an. „Das war wohl ansteckend.“ Die jungen Götter
freundeten sich mit Naraja und Kristan an. Sie mochten die
beiden gut leiden, auch wenn sie sehen mussten das Kristan
eiskalt und auch skrupellos sein konnte. Doch dachten sie sich
das es wohl nötig war, wenn man eine ganze Welt beherrschen
wollte. Denn bei aller Skrupellosigkeit hatte die beiden auch
ein gutes Herz und halfen wo sie konnten. So verließen sie das
Land nicht eher, bis sie selber dafür gesorgt hatten, das nun
ein guter und weiser Herrscher auf dem Thron saß. Als diesem
König nun nichts geschah, wurde Kristan klar, das ihnen das
Ungeheuer auch auf seine Weise half. So sah er Apoll mal an.
„Weißt du so nervig das Biest auch ist, doch freue ich mich
darauf denjenigen kennen zu lernen der dahinter steckt. Es
scheint oft zu wissen, was gebraucht wird und auf was man
verzichten kann. Es hat dafür gesorgt das es keine Kriege gab,
obwohl es intrigiert hat. Und das es tötete juckt mich nicht.
Wenn die Könige so erpicht auf Kriege sind ist es ihr Problem
wenn ihre Armeen schon vor die Hunde gehen bevor sie überhaupt
das Schlachtfeld erreichen. Irgendwie hat es sogar etwas
komisches an sich. Das wird sie lehren Frieden zu halten und
zusammen zu arbeiten anstatt sich zu bekämpfen.“ Apoll lernte
viel von Kristan. Er schien weise zu sein und Naraja fand er
einfach nur heiß. Luna wiederum, obwohl sie Apoll abgöttisch
liebte, schwärmte leicht für Kristan, was auch Apoll nicht
entging. Aurian beobachtete das alles und lächelte leicht. Sie
und Leander würden noch für einige Hindernisse sorgen. So leicht
sollte die Gruppe nicht an das Schwert kommen.

 
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