Kapitel 49: Vater aller Götter


 

Leander hatte ein Problem. Alandra war dahinter gekommen, was zwischen ihm und Aurian gelaufen war. Als sie ihn zur Rede stellte leugnete er nichts. Sie sah ihn weinend an. „Wie konntest du nur. Ich dachte du wärst mir treu.“ Er versuchte sie in seine Arme zu ziehen um sie zu trösten, doch da schlug ihre Stimmung um. Sie fauchte ihn an. “Fass mich nicht an. Du weißt was ich jetzt tun werde.“ Er kam nicht mal mehr dazu irgendwas zu sagen, da stürmte sie schon zur Türe raus. Sie rannte zu Lazarus Haus, das konnte er noch sehen. Er fluchte leise. Als Alandra bei Lazarus ankam, stürmte sie auf ihn zu, riss ihm das Hemd auf und sah ihn an. „Schlaf mit mir.“ Lazarus wusste nicht wie ihm geschah, er sah auf Alandra herunter die sich an ihn drückte. Er nickte leicht, dann legte er seine Arme um sie und meinte nur sanft. „Du bist dahinter gekommen. Ich verstehe. Doch Kleines eigentlich willst du das gar nicht. Es ist nur dein Rachegefühl was dich nun zu mir treibt. Du bist zweifellos attraktiv und glaub mir unter anderen Umständen würde ich nicht lange zögern mit dir ins Bett zu steigen. Doch würde ich das jetzt tun, unter diesen Umständen, wäre ich wirklich ein mieses Schwein.“ Sanft drückte er sie tröstend an sich. Sie weinte ihm die Brust naß. Ethan und Morgan die im Nebenzimmer gewesen waren, hatten mit bekommen was dort geschah. Ethan sah Morgan an. „Hat sie wirklich geglaubt das er Aurian widerstehen könnte. Vor allem da er schon seit seiner Teenagerzeit scharf auf sie war? Er hat sehr lange durchgehalten.“ Morgan schaute um die Ecke und sah Lazarus an, der nun Alandra tröstend in seinen Armen hielt. Sie nickte. „Er hat recht, sie will es eigentlich gar nicht. Aus ihr spricht Enttäuschung und Traurigkeit. Sie kann froh sein das sie sich wirklich jetzt Lazarus ausgesucht hat. Ich glaube Dion oder Julien hätten da keine Skrupel gehabt das Angebot an zu nehmen.“ Ethan grinste. „Ich auch nicht, um ehrlich zu sein.“ Morgan knuffte ihn. „Doch hättest du. Wenn sie sich dir normal an den Hals geworfen hätte, dann vielleicht nicht, doch unter diesen Umständen schon. Dafür bist du zu anständig.“ Leander war ihr gefolgt, er wollte das schlimmste verhindern, doch auch er bekam mit was Lazarus tat. Alandra sah zu Lazarus auf, ihre Augen schwammen in Tränen. „Doch ich will es.“ Lazarus schmunzelte. „Also gut. Du willst es, dann sollst du es bekommen.“ Er begann ihre Bluse zu öffnen und griff zu ihrer Brust, doch als er das tat, zog sie schnell ihre Bluse zusammen, er nickte. „Das mal dazu, du willst es. Kleines, es gibt keinen Kerl der Aurian nicht will. Ich sag dir mal was, ihr seid jetzt fast vierzig Jahre alt, das ist noch sehr sehr jung für uns Götter. Doch diese Zeit hat er durchgehalten, ohne sich ihr zu nähern. Er hat sogar Riana abgewiesen, die es ihm wirklich nicht leicht gemacht hat. Er liebt dich, doch gegen Aurians Anziehungskraft ist kein Kerl immun. Ich kann mir vorstellen das es ihn einfach überwältigt hat, das er in dem Moment keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. Im Gegenteil man muss ihn bewundern das er es überhaupt geschafft hat, sich ihr nicht schon früher zu nähern. Vor allem die ganzen Jahre wo er in ihrer Nähe war, als Apoll und Luna heran wuchsen. Jetzt war er ihr erlegen, na und was solls. Das es dich verletzt kann ich verstehen, doch sind wir mal ehrlich, hast du wirklich gedacht, er wäre wie Myrion? Das kann ich nicht glauben. Du wusstest das es irgendwann geschehen würde. Aurian verführt bewusst keinen Mann von sich aus. Vor allem keinen der es nicht schon mal bei ihr versucht hat. Doch wusste sie das er es sich wünschte. Selbst Myrion wusste es und hat ihm einst sogar die Erlaubnis gegeben es zu versuchen. Du verlierst nichts, er liebt dich nach wie vor und mal ehrlich, würden wir es nun gemeinsam tun, würdest du ihn dann weniger lieben? Wohl kaum. Ich sag dir was. Sprich dich mit ihm aus und wenn du dich dann beruhigt hast und du dann irgendwann wirklich das Verlangen hast mit mir zu schlafen, werde ich nicht zögern es auch zu tun.“ Sie schluchzte noch mal, sah aber ein das Lazarus recht hatte, sie sah ihn an. „Danke. Du hast recht, eigentlich wollte ich es nicht. Ich liebe ihn wirklich.“ Sie löste sich von Lazarus und ging nach Hause, sie wollte mit Leander reden. Der hatte alles mit bekommen und sah zu das er vor ihr zu Hause war. Die beiden sprachen sich richtig aus, Leander nahm Abstand von seiner Eifersucht und Alandra ebenso. Leander wunderte sich sogar über sich selber, als er sagte. „Wenn du Lazarus wirklich willst, dann nimm ihn dir.“ Er hatte erkannt wie anständig Lazarus war und das nötigte ihm Respekt ab.
 

Derweil auf der anderen Welt hatte man das Ungeheuer seit dem es im Wald verschwunden war nicht mehr gesehen. Man hatte abermals Leviathan dort stationiert, doch ihnen empfohlen das wenn dieses Biest wieder auftauchen sollte, sich von ihm fern zu halten und es nicht auf einen Kampf ankommen zu lassen. Naraja hatte sogar ein Teleporttor geöffnet, das sie benutzen konnten um nicht immer auf die Götter angewiesen zu sein. Kristan hatte begonnen seine eingerosteten Muskeln zu trainieren. Erst jetzt erfuhren die Leviathan das es noch andere Welten gab, denn der Großmeister wunderte sich das Rowan ein Meister der Leviathan war, obwohl er nicht in seinem Orden ausgebildet wurde. Ebenso erfuhren sie das die Götter nicht mehr leibhaftig auf dieser Welt weilten sondern sich wieder eine eigene Welt erschaffen hatten um von dort aus alle anderen im Auge zu behalten. Nach ungefähr zwei Monaten hatte Kristan zu seiner alten Kraft zurück gefunden, Rowan und Apoll hatten ihm beim Training geholfen. Allerdings besann sich auch Naraja nun auf ihre kämpferischen Fähigkeiten und wie ihr einst als Silenee mal gesagt wurde, merkte sie das sie tatsächlich auch in der Lage war mit einem Schwert um zu gehen. Sie erinnerte sich an alles, ebenso auch Kristan. Allerdings merkten sie nun das sie doch nicht so treu sein konnten, wie sie es als Silenee und Argon gewesen waren. Sie waren beide sehr attraktiv und Naraja hatte eine geheimnisvolle Aura um sich, bedingt durch ihre magischen Fähigkeiten, während Kristan nicht nur die Herzen der Frauen ansprach sondern auch deren Körper. Die Leviathanfrauen waren nicht zur Treue verpflichtet, so machte ihm immer mal die eine oder andere Avancen. Doch noch war ihm die wilde Naraja genug, er brauchte und wollte auch noch keine andere. Selbst Rowan und Apoll fühlten sich von Naraja angezogen. Allerdings beließen sie es bei einigen Flirtereien die nicht tiefer gingen. Allgemein wurden die beiden ewigen Helden mit Ehrfurcht angesehen.

Dann war es soweit, Kristan sah den Großmeister an. „Es ist Zeit wir müssen uns der Welt zeigen. Doch werden wir als erstes mal die beiden Artefakte suchen gehen.“ Luna hatte Myrion tatsächlich dazu überreden können doch mal im Schrein nach zu sehen und wie erwartet waren die beiden Artefakte fort. Naraja sah alle anderen an. „Wenn es noch so ist wie es damals war, müsste der Stein der Weisen mich finden. Er findet immer zu seiner Besitzerin. Die Frage ist nur welche Entfernungen kann er zurück legen. Denn ich vermute das ich mich zumindest in seine Nähe begeben muss, nur wo sollen wir anfangen?“ Kristan nickte. „Beginnen wir doch dort wo er verschwand, auf der Insel der Götter. Doch was meinst du wo werden wir das Schwert finden?“ Naraja überlegte kurz. „Damals erschien es aus dem See der Ruhe, vielleicht auch heute.“ Die jungen Götter wussten das die beiden Artefakte nicht die ganze Zeit auf dieser Welt gewesen waren, doch war das nun etwas wo sie entscheiden mussten ob sie es sagen sollten oder nicht. Dann war man sich einig, man würde schweigen. Sie dachten sich das die Menschen nicht alles wissen mussten, vor allem da ihnen klar wurde, das Aurian diese Artefakte nur deshalb im Schrein aufbewahrt hatte, damit sie nicht in falsche Hände gerieten. Die jungen Götter besuchten auch ihre Eltern, doch eigentlich nur um heraus zu kriegen, wer in dem Biest steckte. Wer sich sehr freute als Apoll und Luna sie besuchen kamen, war Leander. Allerdings als er Luna sah, musste er schwer schnaufen. Sie war zur Frau geworden und er spürte das sie nicht mehr unschuldig war, was den Reiz noch erhöhte. Julien und Dion die es mit bekamen grinsten frech. „Oha hier ist noch eine Frau die unseren Leander nervös macht.“ Der sah die beiden giftig an. „Ach haltet doch das Maul, ich habe sie fast mit großgezogen, wie könnt ihr nur so etwas sagen.“ Julien zwinkerte ihm frech zu. „Weil es stimmt? Junge du kannst uns nichts vor machen, Riana konntest du widerstehen, doch Luna, macht dich heiß. Du bist scharf auf sie.“ Dion sah ihn an und grinste ebenso frech. „Du kennst doch die Prophezeiung, sie wird nicht nur Apoll gehören und wer weiß vielleicht nehme ich sie mir auch. Ich finde sie ganz entzückend. Sie wird sich in meinen Armen sicherlich gut machen.“ Das war zu viel und ehe Dion sich versah, hatte ihm Leander eine gedonnert und er flog zu Boden. „Wage es nicht sie an zu rühren.“ Apoll kam näher und sah ihn an. „Was ist denn hier los?“ Er sah von einem zum anderen. Julien half Dion hoch der sich zwar das Kinn hielt dennoch immer noch grinste. Er hatte damit gerechnet das Leander ihm eine verpassen würde. Er kannte ihn inzwischen gut genug. Dann hatte Apoll verstanden und grinste mit. „Sie wird selber entscheiden, wem sie ihre Gunst gibt, ihr müsste euch nicht streiten. Außerdem, wenn ich das richtig sehe, findet ihr sie alle drei scharf.“ Er sah Leander an. „Verleugne es nicht, denn es stimmt. Haust du mir nun auch eine runter?“ Nun musste Leander doch lachen. „Nein natürlich nicht. Ich glaube, Dion hatte es nur übertrieben.“ Apoll nickte verstehend. „Doch mal im ernst, wenn jemand irgend wen wegen ihr verprügelt, dann doch wohl ich, oder? Es ist sehr ehrenhaft das du dich für eine Frau einsetzt, doch ist das in ihrem Fall nicht nötig. Glaub mir sie kann sich sehr gut selbst verteidigen.“ Apoll sah nun einen nach dem anderen durchdringend an und Leander befürchtete schon das er in seinem Herzen lesen könnte das er das Ungeheuer war. Doch dann nickte Apoll auf einmal, scheinbar hatte er nichts gemerkt. Aurian schien auch daran gedacht zu haben. Als Leander später zu Aurian ging sah er sie an. „Einen Moment rechnete ich damit das Apoll wissen würde, das ich das Ungeheuer bin.“ Aurian nickte leicht. „Keine Sorge diesen Teil deines Herzens habe ich verdunkelt. Er wird nur gesehen haben das dort etwas ist, aber nicht was es ist. Du bist ein Gott der Dunkelheit also war es für ihn nicht verwunderlich auch dunkle Stellen zu sehen. Er wird sich wohl denken das du einiges verbergen willst. Allerdings wird er dich nun wohl mehr im Auge behalten, er traut dir nicht ganz.“ Leander grinste. „Damit kann ich leben.......mein eigener Vater traut mir nicht mal über den Weg.“ Aurian lächelte. „Allerdings sollte ich dir etwas sagen. Apoll interessiert sich für Alandra. Noch traut er sich nicht, weil er glaubt das du sie immer noch eifersüchtig bewachst und befürchtet das du ihn eventuell übel zu richten würdest wenn er sich ihr nähern würde. Er weiß welche Bärenkräfte in dir stecken.“ Leander nickte und senkte den Kopf. „Findest du auch das sie mehr Erfahrung sammeln sollte? Soll ich es wirklich geschehen lassen?“ Aurian nickte. „Ja das sollte sie, lass sie sich austoben, lass sie ihre Neugierde befriedigen. Das sagte ich dir aber schon mal. Du bist kein dummes Kind mehr. Wir neigen nun mal dazu ein wenig ausschweifender zu sein. Wir neigen dazu, eben wegen unserer Unsterblichkeit uns auch anderen zuzuwenden. Das ist völlig normal, weil wir können nicht tausende von Jahren nur einem treu sein. Selbst Myrion wird schwach wenn man es richtig anfängt. Doch wissen wir immer zu wem wir gehören und Alandra gehört zu dir so wie du zu ihr. Apoll will sie dir auch nicht weg nehmen, er gehört zu Luna, was aber nicht heißt das er oder sie oder du oder auch Alandra, nicht mal anderen hinter her sehen und es gerne mal versuchen würden.“ Leander nickte. „Auch Myrion? Ich dachte er will keine andere.“ Aurian lachte. „Auch er wird schwach. Er ist auch nur ein Kerl und wenn man ihn reizt, glaub mir wird er ebenso schwach wie jeder andere Mann auch. Nur ist es so das die meisten Frauen seine Treue respektieren und ihn deshalb nicht in Versuchung führen. Er will auch keine andere, doch wenn ihn die Lust überkommt und die Frau es richtig anstellt, wird er ihr erliegen. Nur fühlt er sich danach immer schuldig, was eigentlich nicht sein müsste und ihm die Freude an der Erfahrung nimmt. Lazarus oder Ethan haben keine Schuldgefühle sie nehmen sich was sie wollen und genießen es, ohne weiter darüber nach zu denken. Und das ist auch richtig so. Solange sie wissen zu wem sie gehören.“ Leander nickte verstehend. Myrion der gerade an der Türe vorbei ging, hörte seinen Namen und lauschte dem Gespräch. So bekam er noch mit was Aurian sagte und ihm wurde auf einmal, nach dieser langen Zeit klar, das sie es wirklich ehrlich meinte, wenn sie ihm sagte, das sie ihm den Spaß gönne. Auf einmal wurde ihm bewusst das er wirklich keine Schuldgefühle haben musste, wenn es doch mal dazu kam. Aurian gab ihm was er brauchte und wollte, doch musste er sich selber eingestehen das es ihm mit Eilana gefallen hatte. Es war mal etwas anderes gewesen. Er dachte über Aurian nach. Sie nahm sich was sie haben wollte und hatte ihren Spaß daran. Dennoch liebte sie ihn und würde jeden anderen Kerl für ihn in die Wüste schicken, das wusste er. Er lachte leise, betrat nun das Zimmer und sah Aurian an. Leander erschrak kurz als er so leise das Zimmer betrat. Myrion trat auf Aurian zu, sie sah seinem Gesicht an das er das Gespräch belauscht hatte. „Dir macht es wirklich Spaß, doch sag mir eins, hast du jemals jemanden abgelehnt, hast du einmal nein gesagt?“ Aurian nickte. „Ja, Damok, ihn wollte ich eigentlich nicht. Doch wusste ich das es sein musste, das ich ihn so zufrieden halten konnte.“ Myrion nickte. „Du hast es dennoch genossen und es hat dir Spaß gemacht.“ Sie sah ihn sanft an. „Ja, denn wenn ich schon mit einem Kerl ins Bett gehe aus welchen Gründen auch immer, will ich auch meinen Spaß daran haben.“ Er nickte. „Du hast recht, die Schuldgefühle, dich betrogen zu haben, machten mich verrückt. Doch jetzt sehe ich das sie unnötig waren. Du gönnst es mir wirklich.“ Aurian lachte. „Das hat aber lange gedauert das du mir das glaubst.“ Leander sah von einem zum anderen, es war ihm unangenehm das er es mit bekam. Myrion sah ihn an. „Es muss dich nicht verlegen machen. Ich glaube es gibt keine Frau die so offen darüber redet, wie Aurian. Und mir ist bewusst das sie dich auch bereits in ihrem Bett hatte.“ Leander sah Myrion an und dann kam ein Satz der wirklich aus seiner tiefsten Seele kam. „Warum konntest du nicht mein Vater sein?“ Myrion legte einen Arm um Leanders Schulter als er das sagte. „Stelle den Vater nicht mit dem Erzeuger gleich. Nur weil ein Mann ein Kind gezeugt hat, heißt das noch lange nicht das er diesem Kind auch Vater ist. Wenn du einen Vater brauchst, der dir zuhört, der dir hilft, der für dich da ist, dann komm zu mir. Doch auch Dorian liebt dich. Er kann es nicht so zeigen, er ist kein Mann der seine Gefühle offen äußert. Doch weiß ich das er dich liebt. Er ist falsch, intrigant und bösartig, doch eines ist gewiss, er wollte dich und als er dich hatte, gewann er dich auch lieb.“ Leander seufzte, er legte für einen kurzen Moment seinen Kopf auf Myrions Schulter. Myrion drückte ihn sanft an sich und lächelte. Er sah Aurian an. Sie nickte und lächelte ebenfalls. „Du bist nicht nur der Götterschmied, sondern auch der Vater aller Götter.“ Als Leander gegangen war, schmiegte sich Aurian in Myrions Arme. „Das meinte ich ernst. Du findest für jeden immer die passenden Worte. Du gibst jedem das Gefühl willkommen zu sein. Als ich mich einst für dich entschied war es das beste was ich tun konnte.“ Myrion drückte Aurian an sich. „Mir wurde jetzt etwas klar, das egal wie alt sie werden, es doch immer einen Moment gibt wo sie wieder zu Kindern werden, wo sie jemanden brauchen der sie hält, der ihnen einige tröstende Worte sagt. Der ihnen das Gefühl gibt, das jemand da ist.“ Er sah sie an und lächelte. „Ich denke wir haben unsere Familienplanung endgültig beendet. Luna und Apoll werden die letzten Kinder gewesen sein. Jetzt sind die anderen dran. Wir haben getan was wir konnten.“ Aurian grinste frech. „Na endlich. Jetzt kann ich mich wirklich ausruhen.“ Er drückte sie an sich. „Verrate mir nur eins, wer ist das Ungeheuer das die Welt von Naraja und Kristan in Atem hält.“ Aurian knuffte ihn. „Das verrate ich nicht, allerdings hättest du dir das auch denken können. Doch damit du weißt warum ich dir nichts sage, erkläre ich es dir. Hope und Apoll können in eure Herzen sehen, es ist schon schwer das Geheimnis in einem Herzen zu verstecken, also verrate ich es sonst niemandem. Aber du kannst dich gerne daran beteiligen, das Geheimnis heraus zu finden.“ Er sah sie nachdenklich an. „Ist es Dorian? Er wäre skrupellos genug zu töten. Oh......oder Ethan, ich glaube er würde es auch noch fertig bringen. Aber Dion wäre ebenso geeignet.“ Aurian knuffte ihn noch mal. „Ich sage nichts, vergiss es.“ Er sah sie an und lachte dann herzhaft. „Na ja versuchen konnte ich es ja mal.“

Unterdessen suchte man die gesamte einstige Insel der Götter ab doch fand nichts. Nicht mal das Ungeheuer. Das erschien nun allerdings in verschiedenen Ländern und merzte sogar ganze Armeebattaillone aus die man aufstellte um Krieg zu führen. Das wiederum rief Aaron auf den Plan. Der Kriegsgott wunderte sich, das kaum war eine Bataillon aufgestellt worden, kam das Ungeheuer daher und tötete sie ohne Probleme. Um danach wieder zu verschwinden. Es wurzelte Bäume aus, vernichtete Ernten und stapfte sogar durch einige Dörfer, als würde es etwas suchen, wobei es auch einige Häuser zerstörte. Es brachte Kummer und Leid über die Welt. Man schrie langsam schon nach Hilfe. Zu der Zeit machten sich Naraja und Kristan auf den Weg den Stein der Weisen auf dem Festland zu suchen. Naraja war auf die Idee gekommen, das der Stein eventuell wieder dort sein könnte wo sie ihn zum ersten mal gefunden hatte. Sie wurden von einer Gruppe Leviathan eskortiert, ebenso wie die jungen Götter sie begleiteten. Als sie durch die Länder zogen sahen sie die Verwüstungen die das Ungeheuer angerichtet hatte. Luna hatte ihnen zwar angeboten sie gleich zu dem Ort zu bringen doch Naraja sah sie an und schüttelte den Kopf. „Das ist zu einfach. Es war damals schon nicht einfach und deswegen sollten wir es uns auch heute nicht so einfach machen. Alles hat seinen Grund.“ Als Luna die Verwüstungen sah, wusste sie was Naraja meinte. So halfen Rowan, Apoll und Luna der Bevölkerung, damit sie wenigstens nicht Hunger leiden mussten. Man rief Thanatos herbei und fragte ihn wegen der ganzen Toten. Doch er sah nur auf seiner Liste nach und nickte. „Sie stehen alle drauf. Ob sie nun im Kampf gegeneinander gestorben wären oder so, ist unerheblich. Ihr Tod stand bereits fest. Das Ungeheuer hat bisher niemanden getötete der nicht bereits auf der Liste stand.“ Diese Aussage lies die drei jungen Götter immer mehr zu der Einsicht gelangen das hier Aurian am Werk war...oder Damok, darüber waren sie sich noch nicht ganz sicher. Dem ganzen Chaos nach zu schließen, wäre das eigentlich eher Damoks Handschrift. Doch Rowan sah die anderen beiden an. „Nein das kann nicht sein, meinen Vater würde ich spüren. Ich wüsste wenn er hier sein Unwesen treiben würde. Vergesst nicht ich bin der Sohn des Chaos.“ Während man weiter zog und hier und da versuchte den Menschen zu helfen dachte Luna nach. Ihr wurde auf einmal bewusst, das hier zwei Götter des Lichts und ein Gott des Chaos zusammen durch die Welt zogen. Begleitet von den ewigen Helden, wobei sie eher die Helden begleiteten. Sie folgten Narajas innerer Eingebung und vertrauten auf ihren Instinkt. Überall wo sie hin kamen erkannte man Naraja und Kristan als die uralten Helden, die bereits einmal Frieden in diese Welt gebracht hatten. Ihr Legende war nie in Vergessenheit geraten und so jubelte man ihnen zu. Denn sie trugen die Hoffnung vor sich her und ließen sie den Menschen zurück, wenn sie wieder gingen. Als die jungen Götter das sahen, wussten sie das Naraja recht gehabt hatte. Es hatte seinen Grund das sie sich langsam dem Gebirge näherten, in dem einst der Stein der Weisen gefunden wurde.

Als sie am Fuße des Gebirges angekommen waren, hielt Naraja ihre Hände auf und murmelte leise. „Komm zu mir und hilf uns das Schwert zu finden, so das es abermals Frieden in diese Welt bringen möge.“ Alle warteten gespannt ab und dann erschien der Kristall in Narajas Händen. Der Stein der Weisen war zu seiner wahren Herrin zurück gekehrt. Die Leviathan hatten ein blaues Samtkissen im Gepäck und dort hinauf wurde der Stein gelegt. Ihn trug man nun für alle sichtbar, vor Naraja und Kristan her. Damit die Menschen sahen, das man den Stein bereits gefunden hatte und man nun auch noch das Schwert zurück holen würde um es seinem alten Platz wieder zuzuführen. Kristan verkündete überall, das wer sich ihnen entgegenstellen wolle, sollte es versuchen, doch sollte man damit rechnen den Tod zu finden.

Kapitel 50: Fragen über Fragen


 

Den Stein der Weisen hatte man nun. So machte man sich langsam wieder auf den Weg, diesmal allerdings zum See der Ruhe und hoffte dort das Schwert zu finden. Als die Gruppe in das nächste Dorf kamen, wartete dort bereits einer der wenigen Könige auf sie, die noch lebten. Er bat darum mit dem einstigen Hochkönig reden zu dürfen. Kristan ahnte schon was kommen würde und sollte recht behalten. Dieser König erzählte ihm das er mit den anderen gesprochen habe und man sich einig wäre. Man bat Kristan darum den Frieden wieder her zu stellen. Vor allem da es Menschenleben kostete. Armeen auf zu stellen war fast unmöglich, denn kaum hätte man ein Bataillon aufgestellt, tauchte dieses Ungeheuer auf und tötete fast alle. Es ließ immer nur einige wenige am leben. Kristan gab den Rat dann eben vorläufig keine Armee auf zu stellen. Er und Naraja würden sich darum kümmern. Man sollte erst mal dafür sorgen das die verwaisten Throne wieder besetzt würden, doch sollte man gut wählen. Er machte dem König klar das er keine schwarzen Schafe auf irgendeinem Thron dulden würde und in dem Fall dem Ungeheuer sogar noch helfen würde, dieses zu beseitigen. Man sah nun wie eiskalt und skrupellos auch Kristan sein konnte. Denn der König der erst an einen Scherz glaubte, sah aber dann in Kristans eiskaltem Blick, wie ernst es ihm damit war. Apoll fand es merkwürdig das das Ungeheuer scheinbar immer wusste wo es auftauchen musste. So sagte er Kristan, das er seiner Mutter nun mal wirklich auf die Pelle rücken würde um zu erfahren wer es sei. Das dieses Ungeheuer kein Experiment eines Zauberers war, war ihm schon lange klar, vor allem seit Myrion das festgestellt hatte.

Auf der Welt der Götter hatte nun auch ein großes Rätselraten begonnen, man schloss sogar Wetten ab. Frech und dreist wie Leander war wettete er sogar mit. Er hatte auf seinen Vater getippt und laut getönt, das er der einzige wäre, dem er das zutrauen würde. Man dachte sich das Leander wohl recht haben könnte und so konzentrierten sich schnell alle auf Dorian. Der das zwar leugnete, man aber davon ausging, das es logisch wäre das er es abstritt. Für Leander hatte es nun den Vorteil das er nicht mehr ganz so unter Beobachtung stand und seine Taten besser koordinieren konnte. Denn es durfte ja auch nicht auffallen das er öfter weg war. Aurian amüsierte sich über Leanders Strategien, denn es zeigte ihr das er alles genau berechnete bevor er etwas tat. Der einzige der ihm fast auf die Schliche kam, war Aaron. Weil er behielt Leander genau im Auge. Wer auch oft zusammen hockte um das ganze zu diskutieren waren Damok, Myrion und Gregorian. Damok hatte sogar begonnen Dorian genauestens zu beobachten. Doch er fand keinen Anhaltspunkt das er dahinter stecken könnte. Und so redete sich die drei oft die Köpfe heiß.

Als Apoll auf die Götterwelt kam hatte er ein recht einschneidendes Erlebnis und nur Leander und Lazarus bekamen mit wie verstört er war. Sie sahen wie er aus seinem Elternhaus gerannt kam und zum See lief um sich dort auf einen Baumstamm zu setzen. Sie folgten ihm, denn seinem Gesicht war an zu sehen das ihn etwas total erschüttert haben musste. Als sie näher traten hatte er sein Gesicht in den Händen verborgen deren Arme er auf den Beinen abstützte. Er atmete immer wieder hart ein. Lazarus und Leander setzten sich rechts und links neben ihn. Lazarus legte einen Arm um ihn und hauchte leise. „Brüderchen was ist dir geschehen das du so aus der Fassung geraten konntest?“ Leander sah Lazarus fragend an, denn Apoll keuchte regelrecht. Apoll stotterte leise. „Myrion...Aurian...“ Er deutete dabei zum Haus. Als Lazarus bemerkte das Apoll Aurian nicht als Mutter bezeichnete kam ihm eine Ahnung. Er sah Apoll an. „Hast du die beiden überrascht?“ Apoll schüttelte den Kopf.“ Nein, Aurian, sie...sie.. oh wie konnte ich so etwas nur denken. Sie....ist eine Frau..“ Lazarus lachte leise. „Brüderchen, das wusstest du doch auch schon früher. Na klar ist sie eine Frau.“ Apoll sah ihn giftig an. „Ja aber ich habe sie nie als Frau gesehen, immer als meine Mutter. Natürlich wusste ich das ihr alle scharf auf sie seit. Doch heute...ich kann es nicht sagen.“ Leander begriff gar nichts, doch Lazarus hatte die Sache sehr schnell erfasst, ihm fiel ein das er schon mal vor recht langer Zeit ein ähnliches Gespräch führte. Er nickte. „Heute ist dir klar geworden, das sie eine sehr erotische und aufregende Frau ist, dein Körper hat auf sie reagiert. Und wenn du sagst, wie konntest du nur so etwas denken, gehe ich mal davon aus das du dir vorgestellt hast wie es wäre, wenn sie das was sie mit Myrion und allen anderen tut, mit dir tun würde.“ Jetzt kapierte auch Leander.und prustete heraus. „Du wurdest scharf auf sie.“ Verzweifelt presste Apoll heraus. „Ja, aber sie ist meine Mutter, die Frau die mich geboren hat. So etwas sollte ich nicht mal denken.“ Lazarus nickte verstehend. „Wie kam es überhaupt dazu das du so reagiert hast. Sie wird dich wohl kaum versucht haben zu verführen oder?“ Apoll schüttelte den Kopf. „Nein natürlich nicht. Doch sie verführte Myrion und das auf sehr sinnliche und erotische Weise. Ihr Gang war so verführerisch als sie auf ihn zu ging. Ihr Körper strahlte Bereitschaft aus. Ich spürte die Lust in ihr. Ihre Hände strichen an ihrem Körper entlang. Sie hat wohl nicht mit bekommen das ich im Türrahmen stand und es mit bekam. Der Blick, den sie Myrion zuwarf, haute mich fast schon um, doch als ihre Zunge lockend über ihre Lippen fuhr........Himmel.... konnte ich nur eines denken, wieso war ich jetzt nicht an Myrions Stelle. Als mir klar wurde was ich da gerade dachte, lief ich davon.“ Lazarus nickte leicht. „Du hast dir bereits die Moralvorstellungen der Menschen angeeignet. Du musst dich nicht schuldig fühlen. Im Moment bist du noch sehr jung, doch lass mal vier- oder fünfhundert Jahre vergehen, dann siehst du sie nicht mehr als Mutter. Mit jedem Tag wird dir bewusster werden das sie eine Frau ist. Dir wird immer klarer werden das dein Körper auf sie reagiert und das du sie willst. Es liegt an dir ob du sie verführst oder ob du dich beherrscht. Niemals wird sie von sich aus auf dich zu kommen. Was aber nicht heißt das sie dich ablehnen wird. Angel ging es mal genau so. Sie hat seinem Verlangen nach gegeben, doch ihm gleich gesagt, es muss bei dem einen mal bleiben. Er hat es danach nie wieder versucht, doch das eine mal hat ihm unendlich viel gegeben. Warte noch einige Jahre und dann versuch es einfach mal, mehr als nein sagen kann sie nicht. Jetzt würde sie dich ablehnen, weil du noch zu jung bist, du erkennst und findest dich gerade erst mal selber. Doch in dreißig oder vierzig Jahren, bist du es nicht mehr. Es liegt an dir ob du es dann versuchst oder nicht.“ Apoll sah Lazarus an. „Wie kann ich ihr nun noch ins Gesicht sehen? Sie würde sofort wissen was in mir vorgeht. Sie würde wissen das mein Körper....ach ich schäme mich so.“ Lazarus drückte Apoll an sich. „Mag sein das sie es wissen wird, doch sei gewiss sie wird es niemals zur Sprache bringen. Du bist nicht der erste ihrer Söhne der diese Entwicklung durchmacht. Doch wird es ihr klar machen das du nun wirklich zum Mann gereift bist. Du hast keinen Grund dich zu schämen, nicht dafür. Himmel... sie ist eine aufregende Frau, hoch erotisch und sinnlich. Sie weiß das sie das ausstrahlt. Sie weiß wie sie auf die Männer wirkt und es gibt keinen Mann der sie nicht wenigstens einmal in seinem Bett haben will. Die einen trauen sich, die anderen nicht. Lass dir Zeit.“ Apoll nickte, langsam beruhigte er sich wieder. Leander sah ihn an. „Was wolltest du eigentlich bei ihr, da sie scheinbar nicht wusste das du da warst.“ Er versuchte Apoll ein wenig ab zu lenken, er hatte noch gut in Erinnerung wie es ihm in Aurians Nähe gegangen war und immer noch ging. Er verstand Apoll besser als dieser dachte. Apoll sah ihn dankbar an. „Ich wollte nun endlich von ihr wissen wer das Ungeheuer ist. Denn es scheint immer genau zu wissen wo es hin muss. Normal ist das nicht. Es taucht auf, tötet einige Menschen des aufgestellten Bataillone und verschwindet wieder.“ Leander nickte. „Ich verstehe.“ Lazarus sah zum Haus. „Also wenn es so ist wie du sagst, wird sie in den nächsten Stunden nicht ansprechbar sein. So schnell wird Myrion sie nun nicht wieder gehen lassen. Mal abgesehen davon, das sie es dir nicht sagen wird. Man wettet sogar darauf, wer es sein würde.“ Leander nickte. „Er hat recht und ich habe auf meinen Vater gewettet. Wenn einer das vollbringen kann, dann er.“ Apoll sah ein das er hier keinen Schritt weiter kommen würde. „Dann sollte ich wieder gehen, man wird mich brauchen können.“ Er sah Lazarus an. „Ich hatte ganz vergessen das du ja mein Bruder bist. Du bist soviel älter als ich.“ Lazarus lachte. „So könnte man es nennen, aber du siehst bereits daran, was die Zeit ausmacht. Man vergisst es einfach. Vor allem da wir alle nicht älter aussehen. Und ich bin ja nur etwas über viertausend Jahre älter als du.“ Er zwinkerte als er den letzten Satz sagte. Nun lachte auch Apoll. Er mochte Lazarus und hatte wirklich nie darüber nachgedacht das er und Angel auch seine Brüder waren. Er erhob sich und lächelte nun, da kam Lazarus auf eine Idee. „Sag mal kleiner Bruder, du kannst doch in die Herzen sehen, kannst du das auch bei Aurian?“ Apoll schüttelte mit dem Kopf. „Nein, in die Herzen der „Alten“ kann ich nur bedingt sehen. Ich kann weder in das von Aurian, noch Damok oder Gregorian sehen. Ich weiß nicht wieso es so ist, doch es ist so. Mal lassen sie es zu das ich was sehe, und mal nicht. Als Luna und ich noch jünger waren, war das anders. Doch je älter wir wurden um so weniger konnten wir sehen. Mal abgesehen davon das Aurian eh sehr vorsichtig ist, mit dem was sie sehen lässt. Allerdings können wir ihre Gefühle teilweise spüren. Also wie eben, ich spürte was sie von Myrion wollte und ihre Gefühle waren sehr stark.“ Er wurde leicht rot und verlegen. „Manchmal ist das nicht so schön.“ Dann grinste er frech. „Doch macht mich das zu einem guten Liebhaber, da ich intuitiv spüre was die Frau in meinem Bett will.“ Jetzt knuffte Lazarus ihn leicht. „Da hast du uns anderen einiges voraus. Wir müssen raten oder darauf hoffen das sie es uns zeigen oder sagen.“ Leander nickte. „Leider tun sie das nicht immer.“ Nun sah Apoll Leander überrascht an. „Du bist nicht mehr eifersüchtig.“ Leander nickte. „ich musste einsehen das es nur vergeudete Kraft ist. Denn ihr habt recht, wenn ich mir vorstelle ich komme in Lazarus Alter....“ Wobei er Lazarus frech ansah. „und dann nur mit Alandra zusammen gewesen zu sein oder sie mit mir. Da ist Eifersucht wohl verschwendete Energie. Zudem es doch die eine oder andere gibt die mich schon neugierig macht.“ Nun sah er Apoll durchdringend an. „Ich weiß das du dich für Alandra interessierst. Also wenn sie es zulässt, versuch dein Glück.“ Als er Leander immer noch überrascht ansah nickte dieser. Lazarus grinste. „Nur glaube ich das sie das im Moment noch gar nicht will. Sie ist noch zu verliebt in Leander, sie würde noch mit keinem anderen das Bett teilen. Wir Kerle sind da anders, wenn ich eine attraktive Frau sehe die ich will, dann nehme ich sie mir auch, vorausgesetzt sie ist willig.“ Leander nickte zustimmend. Apoll sah von einem zum anderen und nickte dann. „Nun ja aber ich will im Moment keine andere außer Luna, ich habe zu lange darauf warten müssen, als das ich mich jetzt schon nach anderen umsehe.“ Leander grinste leicht. „Lügner.“ Er deutete nur leicht Richtung Haus. Apoll wurde gleich wieder rot... „Ich muss los.“ und weg war er. Lazarus lachte leise und sah Leander an. „Das war jetzt nicht besonders nett.“ Der zuckte nur mit den Schultern und lachte mit. „Wer sagt denn das ich nett bin?“

Kapitel 51: Ein Junge und drei Mädchen


 

Leander spürte das Aaron ihm auf der Spur war und besprach sich mit Aurian was zu tun sei. Ihre Besprechungen hielten sie meist im Bett ab, so das es immer den Anschein hatte das er sie deshalb so oft aufsuchte. Leander nannte ihr einige Alternativen die man einsetzen konnte, da Aaron meistens nur auftauchte, wenn der Krieg wieder mal in die Hose ging, weil es keine Armee mehr gab. Allerdings fehlten ihm die Fähigkeiten dafür diese Alternativen einzusetzen. So gab ihm Aurian einige Kugeln mit die sie mit Alternativzaubern gefüllt hatte, die er einsetzen konnte. Sie war die einzige die auch in die Bereiche der anderen Götter eingreifen konnte. So besaß sie auch die Macht in die Natur ein zu greifen. Nun würde Leander die Welt mit einigen Plagen heimsuchen. Mal Heuschrecken, mal Frösche, mal Ranken die ganze Wege blockierten und ähnliches mehr mit denen sich die Heldengruppe herum schlagen musste. Sie hatte ihm euch einige große Monster zur Verfügung gestellt und rechnete damit das die Helden sie recht schnell niedermachen konnten. Vor allem da sie auch von drei Göttern begleitet wurden. Leander war froh nicht mehr töten zu müssen. Aurian hatte ihn keine Unschuldigen töten lassen, sondern wie Thanatos schon festgestellt hatte, standen die eh bereits auf seiner Liste und wären so oder so gestorben. Dennoch war er froh, das dies nun vorbei war. Aurian erklärte Leander auch das sie Aaron ab und an mal zu sich rufen würde um ihn zu verführen und mit ihm zu schlafen, so das Leander dann Zeit hatte zu tun was er tun musste. Allerdings sollte er dann auf Iona achten, da es diesmal in ihre Machtbereiche ging.

Doch Aaron war selber Stratege genug, das es ihm merkwürdig vor kam das Aurian ihn zu sich rief um ihn zu verführen. Nach dem ersten mal machte er sich noch keine Gedanken, sondern genoss was sie ihm so unverhofft gab. Doch als es es ein zweites mal geschah, das nicht er sie sondern sie ihn forderte, wurde er stutzig. Er lag bei ihr und sah sie anschließend grinsend an. „Es war heiß und ich bin glücklich darüber das du mich willst. Doch meine Liebe, verkauf mich nicht für dumm. Ich glaube das du mich nur ablenken willst. Ich soll deinem Ungeheuer nicht auf die Schliche kommen und wenn du zu solchen Mitteln greifst, wobei du genau weißt das ich dir unmöglich widerstehen kann, muss ich ihm schon sehr nahe gekommen sein.“ Er dachte nach, dann sah er sie überrascht an. “Jetzt ahne ich wer es ist. Nicht Dorian, auch wenn das alle glauben. Ich muss zugeben Leander ist einfallsreich und ganz schön durchtrieben und er hat sogar mich lange an der Nase herum geführt. Doch ich denke er ist derjenige der dort sein Unwesen treibt. Und auch wenn es mich jetzt eventuell um weitere Male bringt, die du mich sonst zu dir hättest kommen lassen, sage ich dir, es ist Leander.“ Aurian sah ihn überrascht an. Er lachte als er ihr Gesicht sah. „Kleines du hast damit einen Fehler gemacht. Die Idee war gut, doch du hast mich noch nie von dir aus haben wollen, du bist noch nie von dir aus zu mir gekommen. Da hätte dir klar sein müssen, das es mir komisch vor kommen würde, wenn die Lust so in dir brennt du sie nicht bei Myrion, Ethan oder Lazarus stillst, sondern zu mir kommst. Doch keine Sorge dein Geheimnis ist bei mir gut aufgehoben und Luna oder Apoll kommen eh nicht zu mir so das sie in mir nichts finden werden. Doch sag mir eins, warum bist du nicht zu mir gekommen, ich hätte diese Drecksarbeit auch für dich erledigen können.“ Aurian wusste das sie Aaron vertrauen konnte, er hatte bereits einmal eines ihrer Geheimnisse gehütet. Während er sie an sich drückte und ihre Nähe genoss, nickte sie. „Das hätte ich tun können. Doch denke ich, man wäre auf dich als erstes gekommen, mal abgesehen davon das Leander etwas brauchte. Dorian wollte ihn gegen mich einsetzen, doch nun steht er auf meiner Seite. Ich habe Dorian seine Waffe geklaut.“ Aaron nickte anerkennend. „Das ist ein gutes Argument und ich muss sagen das hast du sehr gut gemacht.“ Dann grinste er. „Belohnst du ihn mit dem gleichen mit dem du mich nun eigentlich von ihm ablenken wolltest?“ Aurian knuffte ihn. „Werde nicht frech, ja? Doch du hast recht, ich setze die Waffen ein die ich habe.“ Aaron lachte. „Deine Waffen sind ganz schön heiß und ich zumindest werde so gerne aufs Kreuz gelegt. Das darfst du ruhig öfter machen.“ Dann sah er sie nachdenklich an. „Dorian wird nicht aufgeben. Dieser Schuss ging nach hinten los. Doch denke ich das er sich bereits das nächste überlegt. Ich frage mich nur wieso? Wenn er dich will, du weist ihn nicht zurück, das weiß ich. Was treibt ihn bloß an?“ Aurian nickte. „Eifersucht, pure blanke Eifersucht. Ich weiß es von Leander. Dorian ist eifersüchtig. Ihm reicht es nicht, das Bett ab und zu mit mir zu teilen. Er will mich ganz für sich haben.“ Aaron schüttelte mit dem Kopf. „Er scheint von allen guten Geistern verlassen zu sein. Er kann doch unmöglich glauben, das du ihm vor Myrion den Vorzug gibst. Er ist größenwahnsinnig. Doch was hatte er mit Leander nur vor?“ Er dachte nach, dann auf einmal sah er Aurian an, er nickte. „Ich glaube ich weiß es. Leander tötete schon mal eine ganze Reihe von Göttern. Dorian weiß wie sehr dich das getroffen hatte. Könnte es sein, das er genau darauf gehofft hatte? Das Leander abermals zum Mörder an den Göttern würde? War Dorian wirklich bereit seinen Sohn zu opfern, nur um dich zu treffen? Ich frage mich nur wie er das erreichen wollte.“ Aurian zuckte mit der Schulter. „ Ich habe keine Ahnung.“ Aaron sah sie nachdenklich an, abermals nickte er. „Aber ich denke, ich. Er hat Leander regelrecht scharf auf dich gemacht, das ist doch richtig oder? Und gehen wir mal weiter. Angenommen, dein Hass wäre wirklich so stark gewesen, das du den Jungen abgewiesen hättest als er sich traute dich für sich zu fordern, was wäre geschehen?“ Er wartete Aurians Antwort nicht ab sondern redete weiter. „Er wäre durchgedreht und hätte eventuell genau das getan, was er bereits einmal getan hatte. Nämlich einige Götter und vielleicht sogar Myrion getötet um dich zu verletzen, denn dich hätte er nicht töten können.“ Aaron schüttelte den Kopf. „Dorian ist ein Mistkerl.“ Er sah Aurian an. „Wie erträgst du es, ihn in deinem Bett zu dulden? Obwohl ich ein Kerl bin und beileibe nicht zimperlich, doch wenn mir eine Frau das antun würde, ich glaube, die bräuchte sich bei mir nicht mehr sehen zu lassen. Da könnte sie noch so scharf sein.“ Aurian lächelte. „Ich verbuche es unter Schadensbegrenzung. Würde ich ihm das letzte noch nehmen das er von mir bekommt, bräuchte er Leander nicht mehr. Ich glaube dann würde er es sogar selber tun. Allerdings würde ich ihn dafür mehr als hart bestrafen, wenn nicht gar töten. Ich denke das weiß er auch. Er musste schon eine Schlappe hinnehmen, als er merkte das ich Leander nicht ab wies.“ Aaron nickte. „Hast du keine Angst um Ijana? Was ist wenn er ihr etwas antut?“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein, denn ich weiß das er sie liebt, wenn auch auf seine eigene Art und Weise. Ihr wird er nichts antun. Mal abgesehen davon, sollte er es doch wagen, würde er sein blaues Wunder erleben. Du weißt das Ijana auch Dämonenblut in sich trägt. Würde er es versuchen, würde dieses Blut aktiv werden und er stünde einer ausgewachsenen Dämonin gegenüber die zudem noch göttliche Kräfte hat. Glaub mir das würde ihm nicht besonders gut bekommen. Ihm ist noch gar nicht bewusst geworden, wen er da an seiner Seite hat. Außerdem weiß er wie die vier Mädchen zueinander stehen. Er hätte es nicht nur mit Ijana zu tun, sondern würde alle vier gegen sich aufbringen., mal abgesehen davon das er sich dann auch noch mit Ethan und Lazarus herumschlagen müsste. Denn die beiden lieben ihre Töchter sehr. Und Ethans Kräfte sind fast meinen gleich, also da würde ich es mir an seiner Stelle mehr als zweimal überlegen. Vor allem da Ethan, so jugendlich frech er auch ansonsten ist, ganz schön böse werden kann und absolut keine Skrupel kennt.“ Aaron sah sie überrascht an. „Kleines, jetzt erst wird mir bewusst, das du die vier Mädchen nicht nur geboren hast damit die Männer eine Partnerin haben, sondern das du wirklich recht gezielt genau diese Konstellation gewählt hast. Du bist ganz schön durchtrieben.“ Er lachte. „Ich hatte mich immer gefragt warum Ethan und Lazarus als ihre Väter, doch jetzt wird es mir klar. Lazarus alleine mit seinen Lichtkräften könnte Dorian mit einem Schlag vernichten und Ethan trägt alle Erbanlagen der Alten in sich, was ihn noch gefährlicher macht. Man vergisst wegen ihrer fröhlichen und lockeren Einstellung oft was wirklich in ihnen steckt. Du bist genial. Denn sie haben diese Erbanlagen an die Mädchen weiter gegeben. Hier und da von Iona noch einige Feineinstellungen wie etwas mehr Chaos für Rohan oder ein wenig mehr Dämonenblut bei Ijana und die beiden sind starke Waffen. Ebenso die sanfte Soraja, die zu Eric wie die Faust aufs Auge passt, wie auch Pia die Gregorian den Halt gibt den er braucht.“ Er sah Aurian an und lächelte frech. „Myrion hat mehr Glück gehabt als ich bislang dachte. Du bist wirklich gut und ich bin glücklich ein wenig daran teilhaben zu dürfen. Würdest du auch mir ein Kind schenken?“ Aurian fiel vor Schreck und Überraschung fast aus dem Bett, hätte er sie nicht an sich gedrückt gehalten.. „Was sagtest du gerade?“ Er sah sie ernsthaft an. „Würdest du mir ein Kind schenken?“ Als er ihren fassungslosen Blick sah lachte er. „Ja ich weiß ich habe mich immer geweigert ein Kind zu zeugen, doch Alandra hat mir gezeigt wie schön es auch sein kann. Ein Sohn mit meiner und deiner Erbmasse. Dazu würde ich ihn trainieren, er würde stark und mächtig werden und doch eine gute Gesinnung haben, da er ebenso vom Licht abstammt.“ Er schwärmte gerade zu. Aurian sah ihn immer noch fassungslos an. „Das kommt ja gar nicht in Frage. Ich habe meine Familienplanung beendet.“ Nun setzte Aaron seinen treuen Hundeblick ein und sah sie bittend an. „Bitte überlege es dir noch mal. Sprich mit Myrion und Iona darüber und dann zeugen wir einen Sohn, ja? Bitte.“ Als Aurian seinen Blick sah musste sie lachen. „Du bist schlimmer als Myrion, wenn er etwas will.“ Er grinste jungenhaft. „Hat es denn funktioniert? Du bräuchtest ihn auch nicht auf zu ziehen, das würde ich schon übernehmen, wirklich.“ Nun musste Aurian wirklich herzhaft lachen. „Ja glaubst du ernsthaft das Myrion das Kind aus dem Haus lassen würde? Junge träum weiter, er würde ihn eifersüchtig bewachen, das vergiss mal. Er wäre bereit es mit dir zu teilen, aber aufziehen würde er ihn, darauf kannst du Gift nehmen. Hattest du da an eine bestimmte Seele gedacht oder eine neue?“

Als Aaron sah das sie sich bereits darüber Gedanken machte, freute er sich schon. Er glaubte schon gewonnen zu haben. „Nun ja, ich dachte an den Sohn dem ich niemals Vater war, an Iskander.“ Aurian nickte leicht. „Also in Ordnung ich werde mit Myrion und Iona reden, doch das letzte Wort ist darüber noch nicht gesprochen.“ Aaron nickte. Er hatte auch bereits geistig eine Partnerin für seinen Sohn im Auge. Als er später nach Hause kam, fragte er Iona was sie von einem zweiten Kind halte. Einer weiteren Tochter. Iona war ebenso fassungslos wie Aurian, das ausgerechnet Aaron der sich gut fünftausend Jahre geweigert hatte auch nur an ein Kind zu denken, auf einmal so zeugungsfreudig war.

Aurian hielt Wort und sprach mit Myrion darüber, er sah sie an und lachte. „Wie war das? Du wolltest keine Kinder mehr? Und nun das? Also ich sagte es schon mal, ich freue mich über jedes Kind das seine Füße bei uns trippeln lässt und mir ist es egal ob ich der Erzeuger bin. Also wenn du ihm das Kind schenken willst, ich habe nichts dagegen. Soll ich schon mal anfangen das Kinderzimmer her zu richten?“ Sie boxte ihn sanft was ihn nun noch mehr lachen ließ. Sie sah ihm an das er sich bereits freute das es bald wieder ein Kind im Haus geben würde. Und als er hörte um wen es sich handelte, freute er sich noch mehr. Er hatte Iskander immer sehr gemocht, doch dachte er auch bereits darüber nach wen man ihm als Partnerin geben könnte. Er hoffte nur das es nicht wieder so ein Fiasko werden würde, wie mit Enjara, die sich eigentlich gar nicht für Männer interessierte. Allerdings gedachte er es nicht selber zu übernehmen und marschierte zu Ethan und Lazarus um einen von ihnen zu bitten, eine Tochter zu zeugen, als Partnerin für Iskander. Die beiden sahen ihn sprachlos an, doch Ethan sagte, was beide dachten. „Bist du von allen guten Geistern verlassen? Einer von uns soll ein Kind zeugen, damit ihr eine Partnerin habt für Iskander der noch nicht mal gezeugt ist?“ Myrion nickte. „Ja so in etwas dachte ich mir das. Außerdem käme so von Marian oder Morgan auch frisches Blut in die Erblinie.“ Gegen dieses Argument konnten die beiden nicht viel sagen, denn recht hatte er ja, es wurde wirklich Zeit das mal neues Blut in die Erblinie kam. Als die beiden Frauen davon hörten, nickten sie und waren auch nicht abgeneigt. Sie hatten nie damit gerechnet das ihre Männer wirklich mal daran denken würden und freuten sich bereits ein Kind zu bekommen. So konnte es kommen, das nicht ein Mädchen gezeugt wurde, sondern sogar drei. Denn weder Marian noch Morgan wollten auf ein Kind verzichten, wenn ihnen schon mal die Möglichkeit geboten wurde. Iona freute sich ebenso und da sie auch nichts dagegen hatte ein weiteres Kind zu bekommen, würden es nun drei Mädchen werden. Aurian gab dem Wunsch Aarons nach und wurde so abermals schwanger, mit einem Jungen, der die Seele von Iskander bekam. Witzig wurde es erst als man dahinter kam das Aaron und Myrion den gleichen Gedanken hatten und man bemerkte das es nun nicht nur ein Mädchen geben würde, sondern drei. Allerdings konnten Dion und Julien dem ganzen etwas positives abgewinnen, sie lachten und dachten sich, das es nun vielleicht auch eine Partnerin für sie geben würde. Riana war keine Frau für eine feste Partnerschaft und Eirana hatte sich bereits für Morpheus entschieden, auch wenn sie ab und zu mit anderen das Bett teilte. Morpheus kannte ihre Bestimmung und wusste auf was er sich mit ihr einließ. Sie war schließlich die Göttin der Fruchtbarkeit. Abgesehen davon, dachten sich Julien und Dion, wenn die zweite Tochter von Iona und Aaron ebenso schön werden würde wie Alandra, wäre sie es schon wert, sich eventuell mal über eine feste Partnerschaft Gedanken zu machen.

Während dessen waren die Helden unterwegs zum See der Ruhe. Wenn es nun auch keine Tötungen durch das Ungeheuer mehr gab, so hatten sie nun andere Probleme. Heuschrecken fraßen die Ernte auf, Frösche gab es in Massen und man wurde sie kaum wieder los. Und hier und da musste die Gruppe sich den Weg wie Dornröschens Prinz durch Ranken und einiges Gestrüpp kämpfen. Langsam wurde das Ungeheuer wirklich lästig, zudem es den Anschein hatte das es sich über die Heldengruppe lustig machte. Kristan wurde langsam immer ungehaltener. Zudem er immer mal Berichte der Könige erhielt, das sie ebenso mit diesen Plagen zu kämpfen hatten. Nachfolger für die verwaisten Throne hatten sie nicht finden können, die getöteten Könige schienen keine Erben hinterlassen zu haben. So griff man nun auf hochrangige Lords oder ähnliches zurück. Doch griff man falsch zu hatte man kurz darauf einen toten Lord. Als würde dem Ungeheuer dieser Thronfolger nicht passen. Es war zum verzweifeln. Naraja hatte irgendwann einen Wutanfall und meinte. „Es reicht, wenn es noch mal unseren Weg kreuzt kille ich es mit allem was ich habe. Langsam nervt das Biest wirklich.“ Kristan lachte leise. „Liebes, wenn es so einfach wäre, hätte ich dich schon darum gebeten. Doch ich denke das einzige das dieses Biest unschädlich machen kann, wird das Schwert sein. Wobei ich mir da auch nicht mal sicher bin. Wenn stimmt was Luna, Apoll und Rowan sagen und an deren Aussage zweifel ich nicht, steckt hinter der Maske dieses Ungeheuers ein Gott. Wobei es wieder fraglich ist ob wir es dann so einfach töten sollten. Ich will nicht der Mörder eines Gottes sein. So nervig es auch ist.“ Ihre Reise hatte aber auch den Vorteil das sie nun die Missstände sahen die es in den einzelnen Ländern gab. Kristan notierte sie sich geistig alle, hier würde erst mal wieder richtig aufgeräumt werden müssen. In einem Land war es besonders schlimm, doch kam man an den Herrscher nicht heran. Er ließ sein Volk wirklich ausbluten, was Kristan fast das Herz umdrehte, als er sah wie das Volk litt. So brüllte er. „Du verdammtes Ungeheuer, wenn du jemanden töten willst, wie wäre es dann mit diesem Mistkerl, der hätte es wahrlich verdient.“ Er rechnete an sich nicht damit das dieses Ungeheuer ihn hörte, doch als sie weiter durch das Land zogen, ertönten eines Morgens die Fanfaren die ankündigten das der Herrscher tot sei. In dem Moment wurde Kristan klar, das sie das Ungeheuer auch nutzen konnten. Vor allem als sie erfuhren, das der Herrscher überraschend über Nacht an einem Dolchstich gestorben war. Allerdings nicht nur er, sondern sein nichtsnutziger Sohn auch gleich. Kristan sah die anderen grinsend an. „Das war wohl ansteckend.“ Die jungen Götter freundeten sich mit Naraja und Kristan an. Sie mochten die beiden gut leiden, auch wenn sie sehen mussten das Kristan eiskalt und auch skrupellos sein konnte. Doch dachten sie sich das es wohl nötig war, wenn man eine ganze Welt beherrschen wollte. Denn bei aller Skrupellosigkeit hatte die beiden auch ein gutes Herz und halfen wo sie konnten. So verließen sie das Land nicht eher, bis sie selber dafür gesorgt hatten, das nun ein guter und weiser Herrscher auf dem Thron saß. Als diesem König nun nichts geschah, wurde Kristan klar, das ihnen das Ungeheuer auch auf seine Weise half. So sah er Apoll mal an. „Weißt du so nervig das Biest auch ist, doch freue ich mich darauf denjenigen kennen zu lernen der dahinter steckt. Es scheint oft zu wissen, was gebraucht wird und auf was man verzichten kann. Es hat dafür gesorgt das es keine Kriege gab, obwohl es intrigiert hat. Und das es tötete juckt mich nicht. Wenn die Könige so erpicht auf Kriege sind ist es ihr Problem wenn ihre Armeen schon vor die Hunde gehen bevor sie überhaupt das Schlachtfeld erreichen. Irgendwie hat es sogar etwas komisches an sich. Das wird sie lehren Frieden zu halten und zusammen zu arbeiten anstatt sich zu bekämpfen.“ Apoll lernte viel von Kristan. Er schien weise zu sein und Naraja fand er einfach nur heiß. Luna wiederum, obwohl sie Apoll abgöttisch liebte, schwärmte leicht für Kristan, was auch Apoll nicht entging. Aurian beobachtete das alles und lächelte leicht. Sie und Leander würden noch für einige Hindernisse sorgen. So leicht sollte die Gruppe nicht an das Schwert kommen.