Kapitel 1: Suche nach der
Vergangenheit

Aurian sprach mit Thanatos und auch mit Chronos, sie freute sich
sehr das die beiden immer mal vorbei kamen und am meisten freute
es sie das diese beiden ihr geholfen hatten ohne das sie sie
danach fragen musste. Allerdings musste sich Ethan von Chronos
einen Rüffel abholen. „Mein Junge du kannst froh sein das das
Universum eh gestorben ist, ansonsten hättest du so groß du auch
sein magst von mir eine um die Ohren bekommen.“ Aurian sah
Chronos fragend an, der erklärte ihr nun das dieser große Junge,
in der Zeit gereist war. Das er Myrion, Lazarus und alle die sie
vor seiner Geburt bereits fortgebracht hatten kennen lernen
wollte und sie sich so in der Vergangenheit angesehen hatte, wo
er auch die Tricks von Lazarus lernte und auch Myrion sehen
konnte, von dem man ihm soviel erzählt hatte. Ethan sah Aurian
nun ein wenig verlegen an, doch dann platzte es aus ihm heraus.
„Ja es stimmt, doch man hat mich nie gesehen und ich habe auch
niemanden angesprochen, sondern habe sie mir nur angesehen
...und na ja, ein wenig beobachtet. Du weißt ich wollte immer
lernen, also wie kann man am besten lernen? In dem man die
beobachtet die am meisten verehrt werden. Und das waren nun mal
Lazarus und Myrion. Der eine wegen seiner Liebeskunst, der
andere wegen seiner Güte und dem was er war.“ Aurian schmunzelte
und schüttelte leicht den Kopf. „Ich habe dir doch erklärt was
es mit der Zeit auf sich hat und das man da sehr vorsichtig sein
muss.“ Ethan seufzte: „Ja ich weiß und ich war ja auch
vorsichtig. Doch versteh auch mich. Wie hätte ich deinen Kummer
und Schmerz verstehen können, wenn ich nicht mal gewusst hätte
worum es ging. Du hast sie ja schon vor meiner Geburt oder als
ich noch klein war, weg gebracht.“ Aurian nickte verstehend und
strich ihm sanft über das Gesicht. „Ist schon gut, ich verstehe
es und es ist ja nichts geschehen. Also was solls.“ Damit war
die Sache für sie erledigt. Ethan verstand es wirklich, denn er
hatte gesehen wie sehr Aurian Myrion geliebt hatte und er ahnte
wie groß der Schmerz für sie nun sein müsste. Er schwor sich
alles zu tun, damit er sie glücklich machte. Das war auch ein
Grund mit warum er laufend zur Götterinsel reiste, damit sie es
nicht tun musste. Außerdem musste er sich selbst gegenüber
zugeben das er eifersüchtig war. Eifersüchtig auf die Liebe die
sie Myrion und Lazarus geschenkt hatte. Und seine Eifersucht
würde sich noch steigern, spätestens als der Fehler deutlich
wurde, den Aurian gemacht hatte als sie Lazarus am Leben ließ.
Denn sie hatte eines nicht bedacht, keiner der anderen hätte ihr
folgen können, keiner der anderen hätte sie finden können, aber
Lazarus war nicht nur ein Gott, er war der Sohn des Lichts. Und
das Licht wurde immer zum Licht geführt. Lazarus spürte das es
irgendwo einen Teil von ihm gab. Er spürte das es irgendwo das
Licht gab, denn es zog ihn an. Früher war das Universum
unendlich gewesen und es wäre sogar ihm schwer gefallen dort
irgendwo den Teil zu finden der zu ihm gehörte. Doch jetzt war
das Universum geschrumpft auf die kleine Galaxie die Aurian
gerettet hatte. Und in dieser kleinen Galaxie, befand sich die
Götterwelt als auch diese winzige Welt, soweit man dieses Eiland
Welt nennen konnte auf dem sich Aurian und Ethan befanden.
Und so kam der Tag da Lazarus auf
dem kleinen Plateau vor der ehemaligen Höhle von Aurian auf und
ab ging. Die Höhle hatte Aurian natürlich nicht eins zu eins
nachgestellt,denn der Thronsaal war fort, ebenso wie der
Ratssaal, es gab lediglich nur noch das Wohnzimmer, drei
Schlafzimmer , eine kleine Küche und ein Bad. Im hinteren Teil
der Höhle dann auch noch einige Schatzkammern und die
Kristallhöhle, Aurian wollte wenigstens sie retten, doch
ansonsten war alles fort was an sie erinnern würde. Myrion und
Lazarus hatten sich dort häuslich eingerichtet. Alle noch
lebenden Götter der Götterwelt wussten das etwas geschehen war,
das sie früher anders gelebt hatten, denn Thanatos hatte sie
auch aufgesucht und ihnen so einiges erklärt, doch was wirklich
geschehen war wussten sie nicht.
Als Myrion seinen Sohn so nervös
sah sprach er ihn an. „Was ist los mein Junge?“ Lazarus
schüttelte den Kopf. „Ich kann es nicht erklären, doch von Tag
zu Tag wird das Gefühl stärker das ein Teil von mir zu einem
anderen streben will und ich könnte nicht den Finger drauf legen
und sagen, das ist es. Doch habe ich das Gefühl das es meine
Mutter ist zu der es mich zieht. Ich spüre das hier etwas nicht
stimmt. Das Licht in mir ist nicht vollkommen, es will zurück zu
dem wo es hingehört. Ich weiß das man mich immer Sohn des Lichts
nennt und genau das meine ich. Ich glaube das das Licht meine
Mutter ist und es zieht mich zu ihr hin.“ Myrion sah ihn
nachdenklich an und nickte verstehend. „Ich denke möglich wäre
es.“ Lazarus blieb vor Myrion stehen. „Vater ich erinnere mich
noch an alles was man mich gelehrt hat, nichts von dem Wissen
ist fort, nur wenn es um meine Mutter geht ist alles weg und ich
kann mich daran nicht erinnern egal wie sehr ich es versuche.
Ebenso ist alles fort, wenn es um die Mutter meiner Kinder geht.
Ich frage mich, habe ich sie geliebt und wenn ja was ist aus ihr
geworden? Verdammt ich bin es leid, das man uns soviel vor
enthält. Was wissen wir denn schon? Thanatos sagte uns lediglich
das das Universum gestorben ist und das uns die Lichtgöttin
gerettet hat, doch wer ist sie? Und ist sie vielleicht sogar
meine Mutter? Denn wenn ich der Sohn des Lichts bin und sie die
Lichtgöttin liegt diese Vermutung ja wohl nahe.“
Myrion nickte, auch er spürte das
ihm etwas fehlte, das es irgendwas in seinem Leben gegeben hatte
das er mehr geliebt hatte als sich selbst. Er sah Lazarus an.
„Kannst du das Universum bereisen?“ Lazarus nickte. „Ja könnte
ich wenn es das noch gäbe, aber es ist nicht mehr da, es besteht
nur noch aus dieser kleinen Galaxie, in der unsere Welt ist, als
auch zwei kleine Welten die noch im Stadium des Schwertkampfes
liegen, also Mittelalter würde ich mal sagen. Und dann noch eine
Welt die sehr fantastisch ist, mit Elfen, Zwergen und sogar
Drachen und was es sonst noch an fantastischen Wesen gibt. Von
Iona weiß ich das sie die mal gefüllt haben mit den Wesen die in
ihr leben, doch auch sie kann sich nicht mehr genau daran
erinnern. Doch spüre ich das hier irgendwo auch noch etwas
anderes ist, etwas sehr kleines kaum zu bemerken und doch ist es
da.“ Myrion sah seinen Sohn ernst an. „Meinst du du kannst es
finden?“ Lazarus sah seinen Vater ruhig an. „Du weißt aber schon
noch das auch du oder alle anderen ebenso das Universum bereisen
könntet, na ja gut natürlich nur soweit das ihr die Welten kennt
auf oder zu denen ihr reisen wollt. Und um deine Frage zu
beantworten, ich denke schon das ich sie finden könnte, ich
glaube ich brauche nur dem Licht in mir zu folgen. Wenn ich
recht habe führt es mich genau dort hin.“ Myrion sah seinen Sohn
nachdenklich an und nickte dann. „Also gut, such dieses etwas
das du spürst doch tue mir einen Gefallen und schau ab und zu
mal hier herein und sag mir wie weit du bist. Ich möchte dich
nicht auch noch verlieren, denn ich habe das Gefühl ich hab
etwas sehr wertvolles verloren.“ Lazarus nickte und drückte
seinen Vater liebevoll. Er würde sich am nächsten Tag auf den
Weg machen und diese winzige Welt die er spürte und die das
scheinbar enthielt wo es hin hinzog, suchen. Er versprach, sich
spätestens alle zwei Tage zu melden.
Am nächsten Tag machte sich
Lazarus auf den Weg und begann am Rande der Galaxie, er sah das
dahinter nichts mehr war. Er konnte diese Grenze auch nicht
überschreiten so sehr er es auch versuchte. Er überlegte das er
systematisch vorgehen musste, als er in das schwarze Nichts sah.
Doch dann zwinkerte er mit den Augen, es sah wie sich Sterne in
diesem Nichts zu bilden begannen und fragte sich wie das sein
konnte, gerade eben war da doch noch nichts gewesen und nun sah
er erste Sterne aufblinken. Ihm wurde sofort klar, hier musste
ein Erschaffer am Werk sein. Das Universum entstand scheinbar
neu, doch wieso und wer tat es? Langsam schwebte er an dieser
Grenze entlang und sah das sich die Sterne erst in einem Teil
bildeten und in einem anderen Teil noch nicht. Er schwebte an
diese Stelle zurück und sah sich dort um. Er ging davon aus das
der oder die Erschafferin, irgendwo hier sein musste und er
ahnte das es sich dabei nur um die Lichtgöttin handeln konnte.
Leise murmelte er. „Ich finde dich schon, du kannst dich nicht
vor mir verstecken, mein Licht wird mir den Weg zu dir zeigen,
verlass dich darauf.“ Doch erst einmal erschien er wieder vor
seinem Vater und erzählte ihm was er gesehen hatte, das er
miterlebt hatte wie sich wieder Sterne im Nichts bildeten und
das Universum scheinbar neu entstehen würde. Auf einmal keuchte
er auf, eine Erinnerung kam hoch. Entsetzt sah er seinen Vater
an, der ihn nun verwundert ansah, denn Lazarus war blass
geworden. „Was ist Junge so sprich doch.“ Lazarus sah ihn an.
„Ich erinnere mich das ich mal eine Geburt mit erlebte. Das
Universum selber gebar ein Wesen. Ich habe gesehen wie das Chaos
geboren wurde. Und ich weiß das ich dabei nicht alleine war,
doch...“ Verzweiflung klang aus seiner Stimme. „ich erinnere
mich nicht mehr wer bei mir war.“ Myrion dachte nach , auch er
versuchte irgendeine Erinnerung an das Chaos zu bekommen. „Ja du
hast recht irgendwas war da, ich habe es zwar nicht mit erlebt
doch scheint mir das es einen Mann gegeben hat das einst das
Chaos gewesen ist. Ich frage mich was aus ihm geworden ist.“ In
den nächsten Tagen fragten sie bei den anderen nach ob sie noch
irgendeine Erinnerung an das Chaos hätten oder ob ihnen
irgendwas einfallen würde. Bei Aurana wurden sie dann fündig.
Denn sie sah die beiden groß an und bat Lazarus mal in sie zu
sehen. Als Sohn des Lichts war es ihm möglich und als er Aurana
genau untersuchte spürte er in ihr die Chaossubstanz. „Wir
fragten uns die ganze Zeit wieso du schwarze Flügel hast und
Angel weiße, nun weiß ich es, du bist eine Tochter des Chaos.“
Und nach dem sie Angel untersucht hatten wussten sie das auch
Angel ein Kind des Lichts war. Aurana sah die beiden nur an. „Wo
ist denn dann meine Mutter oder mein Vater? Ich erinnere mich
nicht mehr. Ich weiß nur noch das ich Angel liebe und das er
mein Mann ist.“ Angel nickte. „Mir geht es nicht anders, ich
weiß zwar das ich ein Kind von Myrion bin und das Aurana meine
Frau ist, doch wer meine Mutter ist das weiß ich nicht mehr.“
Lazarus Augen wurden schmal. „Es reicht, es wird Zeit das man
uns einige Fragen beantwortet und wenn ich dafür die ganze
Galaxie bereisen muss, ich werde die Göttin finden und dann soll
sie uns einige Antworten geben.“ Am nächsten Tag setzte Lazarus
seine Reise in der Galaxie fort, er suchte Tage und Wochen, doch
gab er nicht auf. Zwischendurch erstattete er den übrigen
Göttern immer mal Bericht, was er gefunden oder eben nicht
gefunden hatte. Ebenso konnte er berichten das sich das
Universum weiter ausdehnte und er sich beeilen musste, denn je
größer das Universum wieder würde um so schwerer würde es für
ihn werden die unbekannte Göttin zu finden. Myrion hatte wie
nebenbei Thanatos hier und da mal eine scheinbar belanglose
Frage gestellt und so erfahren das die Lichtgöttin auch
körperlich war, was er dann wiederum Lazarus berichtete. Während
Lazarus in der Galaxie suchte sammelte Myrion alle Erinnerungen
die noch irgend jemand hatte an ihr Leben vor dem großen Umzug,
wie er es nannte. Und so nach und nach wurde allen klar das
diese Insel auf der sie nun lebten nicht exakt der alten Welt
entsprach, sondern das es einige Änderungen gegeben hatte. Der
gesamte nördliche Teil fehlte. Auch war diese Welt wesentlich
kleiner als die auf der sie zuvor gelebt hatten. Lazarus kam
sogar auf die Idee es mit einer Zeitreise zu versuchen, doch das
klappte nicht. Er wusste ja nicht das es eine Weile lang keine
Zeit gegeben hatte und das dies die Grenze bildete zwischen
Vergangenheit und Gegenwart. So suchte er weiter, er schwor
Myrion nicht eher auf zu hören bis er die Lichtgöttin gefunden
hatte.
Während dessen hatten Ethan und
Aurian begonnen das Universum neu entstehen zu lassen, hier und
da füllten sie das Nichts wieder mit Sonnen, Monden und Sternen
und ließen sogar teilweise ganze Galaxien neu erstehen, die
ebenfalls bereits bewohnbare Welten enthielten, auch wenn es
darauf noch kein Leben gab. Da sie damit dermaßen beschäftigt
waren, bemerkten sie nicht das Lazarus sich auf die Suche
gemacht hatte. Denn sie beide waren in der Lage die Grenze zum
Nichts zu überschreiten, das mussten sie ja sogar um auch an
entlegenen Stellen neue Sterne und dergleichen entstehen zu
lassen. Doch Lazarus näherte sich ihnen langsam aber sicher und
er hatte eine Menge Fragen. Und so als sie eines Tages zurück
kamen um sich einige wenige Tage aus zu ruhen von ihrer Arbeit
stand Aurian Lazarus gegenüber der ihre kleine Insel endlich
gefunden hatte. Da wurde Aurian auf einmal klar was für einen
Fehler sie gemacht hatte. Sie hätte dafür sorgen müssen das der
Anteil Licht den Lazarus in sich trug zu ihr vorher zurück
kommen würde, in dem er hätte sterben müssen, doch nun war es zu
spät. Sie standen sich gegenüber und als Ethan die beiden ansah
kochte die Eifersucht in ihm hoch. Er wollte Aurian nur für sich
haben so wie es vorgesehen war. Er stellte sich vor Aurian und
sah Lazarus an. „Sie gehört mir und nur mir. Ihr bekommt sie
nicht wieder zurück, sei froh das sie euch am leben ließ.“ Er
wollte gerade noch etwas sagen als Aurian scharf dazwischen
ging. „Ethan das reicht, halt deinen Mund. Keinen Ton mehr bevor
du etwas sagst was du bitter bereuen wirst.“
Lazarus sah Aurian an, er schloss
kurz die Augen und flüsterte dann leise. „Mutter.“

Kapitel 2: Eine Insel für die
Götter

Aurian atmete tief ein als
Lazarus sie Mutter nannte. Er schob Ethan auch kurzer Hand
beiseite um näher an Aurian heran treten zu können. Ethan kochte
vor Eifersucht, er wollte Aurian nicht mehr hergeben und am
wenigsten wollte er sie teilen, weder mit Lazarus noch mit
Myrion. Was in seinen Augen zwangsläufig passieren würde, wenn
sie dahinter kommen würden, wer Aurian wirklich war.
Auch Aurian wurde klar was nun
eventuell passieren würde, doch konnte sie diesen Fehler der
gemacht worden war nur bei sich suchen. Sie hatte ihren
geliebten Sohn und Mann nicht sterben lassen können. Und das
rächte sich nun. Lazarus sah sie an. „Du bist meine Mutter, ich
spüre es ganz deutlich.“ Ethan sah von einem zum anderen, am
liebsten hätte er Lazarus geschlagen, doch das wollte er auch
nicht. Alles in allem hatte Ethan auch ein gutes Herz, er
verstand, das Lazarus seine Mutter gesucht hatte und das er die
Fragen die er hatte beantwortet haben wollte. Doch hatte er vor
allem Angst das was er sich nun erobert hatte wieder zu
verlieren. Aurian nickte. „Ja du hast recht, ich bin deine
Mutter oder zumindest das Licht in mir ist es. Ich habe dich
geboren und zur Welt gebracht. Und ich muss Ethan in gewisser
Weise recht geben, jetzt wird mir klar das ich damit das ich
euch nicht gehen lassen konnte, das ich es nicht ertragen konnte
euch sterben zu lassen, einen großen Fehler beging. Du dürftest
nicht hier sein und ihr dürftet nicht von mir wissen. Doch nun
ist es geschehen und wir müssen damit leben.“ Ethan stellte sich
hinter Aurian und legte seine Arme um sie, um klar zu stellen
das sie nun zu ihm gehörte. Er sah Lazarus giftig an, während
Aurian weiter sprach. „Ich liebte dich und Myrion zu sehr und
tue es immer noch. Ich könnte jetzt lügen und sagen ich wollte
euch nicht mehr, doch meine Tat euch um zu siedeln würde dagegen
sprechen.“ Lazarus nickte. „Du hast auch noch einen weiteren
Fehler gemacht. In dem du uns unwissend gelassen hast oder hast
werden lassen. Es kommen immer mehr Fragen auf und niemand will
sie beantworten. Du bist die einzige der sie beantworten kann.
Du hast uns um einige Erinnerungen betrogen. Myrion ist
verzweifelt, er spürt das ihm etwas wertvolles genommen wurde,
doch da er nicht weiß was, kann er nicht mal trauern. Und mir
geht es ebenso. Ich frage mich wer war die Mutter meiner Kinder,
habe ich sie geliebt und was ist aus ihr geworden, was ist mit
ihr geschehen? Du hast uns mit vielen Fragen zurück gelassen.
Und nun stehe ich vor dir und spüre das ich zu dir gehöre und
nicht dieser Wicht der dort seinen Besitzanspruch geltend macht.
Wer er auch sein mag.“ :dabei sah er Ethan eiskalt an. „Ich
spüre das wir weit aus mehr geteilt haben als das Licht.“ Nun
platzte Ethan heraus denn er konnte nicht länger schweigen. „Ja
sie hat sogar mit dir geschlafen. Und ich will nicht das es noch
mal geschieht, sie gehört nun zu mir.“ Lazarus sah Ethan
verächtlich an, dann wieder seine Mutter. „Wer ist er und mit
welchem Recht stellt er diese Behauptungen auf, das du nur ihm
gehörst. Gehörte das Licht nicht immer allen?“ Selbst Lazarus
war überrascht das er das auf einmal mit Sicherheit sagen
konnte. „Und vor allem, wenn du zu irgend jemandem gehörst dann
wohl eher zu Myrion.“ Aurian schloss schmerzerfüllt ihre Augen,
der Schmerz um Myrion, den sie mehr geliebt hatte als sonst
jemanden, zeichnete sich in ihrem Gesicht ab. Lazarus
beobachtete sie und nickte. „Ich dachte es mir, du liebst ihn
immer noch. Nur Mutter erkläre mir, warum? Warum mussten wir
ohne dich sein, warum hast du uns alles genommen was uns wichtig
war. Wir wären lieber gestorben als ohne diese Erinnerungen
leben zu müssen. Komm zu uns zurück.“ Abermals mischte sich
Ethan ein. „Sie kommt nicht mehr zurück, sie gehört jetzt hier
hin und zu mir.“ Lazarus sah Ethan nun kalt lächelnd an. Man
mochte ihm vielleicht an vieles die Erinnerung genommen haben
aber eins wusste er immer noch, er würde jede Frau herum kriegen
und das sagte er nun auch Ethan. „Mein lieber Junge, egal wer du
sein magst, doch wenn ich es drauf anlegen würde, dann läge sie
schneller in meinen Armen als du „Tag“ sagen kannst, glaub es
mir. Also höre endlich mit dem Gejammer auf das sie dir gehört.
Du wirst wohl lernen müssen das das Licht allen gehört, ob es
dir nun gefällt oder nicht. Und selbst wenn es mich nicht gäbe,
auf Dauer könntest du sie eh nicht alleine halten, sie würde
sich immer nach anderen umsehen. Aus dir spricht nur billige
Eifersucht und die solltest du in deinem eigenen Interesse sehr
schnell ablegen..“ Er hatte sich in Rage geredet und auf einmal
kam eins nach dem anderen wieder hoch und er wusste das er recht
hatte. Ethan wiederum sah nun Lazarus eiskalt an. „Und du weißt
nicht mit wem du dich anlegst Freundchen.“ Jetzt platze Aurian
der Kragen. „Verdammt hört damit auf, das ist ja nicht zu
ertragen. Ihr benehmt euch wie zwei eifersüchtige Gockel. Ich
gehöre niemandem und werde das auch niemals.“ Sie sah Lazarus
an. „Das ist Ethan, er entspringt auch deiner Linie, du hast
seine Großmutter gezeugt. Und ich gebe dir recht, das war
Wahnsinn euch die Erinnerung zu nehmen, nur dachte ich das es
euch so leichter fallen würde, sich in die veränderten
Verhältnisse ein zu fügen. Doch sehe ich nun ein das ich hier
tatsächlich einen Fehler gemacht habe. Ich werde euch alles
erklären.“ dann sah sie Ethan an. „Und ich will dir mal
gegenüber etwas klar stellen. Lazarus hat ebenso recht, ich
werde niemals nur mit einem Mann glücklich werden. Ich liebe
dich das weißt du, dennoch liebe ich ebenso auch Lazarus und vor
allem Myrion. Ich hatte nie erwartet noch mal ….“ Sie sprach es
nicht aus, denn sie war den Tränen nahe. Als Ethan nun sah das
sie fast zu weinen begann, nahm er sie in seine Arme. „Es tut
mir leid. Du hast recht, ich sollte glücklich sein mit dem was
ich habe und nicht noch mehr fordern. Doch macht es mich fast
krank zu wissen das du eventuell wieder in seinen Armen liegen
könntest oder sogar in Myrions. Ich bin nun mal eifersüchtig und
zu wissen das du mit Lazarus oder Myrion eventuell das gleiche
teilen könntest wie mit mir, macht mich rasend. Doch ich sehe
auch wie sehr du darunter leidest Myrion nie wieder in deinen
Armen zu haben. Ich hatte mir etwas vorgemacht in der Hoffnung
ihn ersetzen zu können, doch das kann ich nicht. Dein Herz
gehört vor allem ihm. Ich habe geschworen dich glücklich zu
machen und wenn das zu deinem Glück gehört, dann soll es so
sein. Doch bitte ich dich um eins, verlass mich nicht, nimm mir
nicht weg was ich mir so hart erkämpft habe.“ Lazarus sah den
jungen Gott an, er verstand das der litt und schüttelte leicht
den Kopf. „Niemand will dir etwas weg nehmen. Wir wollen erst
mal nur Antworten auf unsere offenen Fragen. Ich gebe zu das ich
von ihr angezogen werde, sonst hätte ich euch erst gar nicht
gefunden, doch mit ihr zu schlafen liegt im Moment nicht in
meinen Wünschen, ich will eher Antworten. Lass es doch auf uns
zukommen. Mein Begehren hält sich zur Zeit in Grenzen weil es
Probleme gibt die weit aus wichtiger sind. Und vor Myrion musst
du dich auch nicht fürchten, ich habe noch nie einen so
beherrschten Mann gesehen wie ihn. Er wird auch nicht gleich
über sie herfallen nur weil er sie sieht. Doch auch er hat jede
menge Fragen, und wir bitten lediglich darum das man sie uns
beantwortet. Das man uns die Erinnerung zurück gibt die wir
verloren haben, egal wie schmerzlich es sein wird.“ An Aurian
gerichtet. „ Du musst nicht alles alleine tragen, wir hätten dir
bei gestanden und dir geholfen. Doch lass uns nicht außen vor
stehen. Erkläre uns was geschehen ist. Vor allem Myrion hat ein
Recht darauf. Doch möchte ich noch eins wissen, ich kann mich
nicht mehr an deinen Namen erinnern, wie lautet er?“ Sie
flüsterte leise. „Aurian.“ Als er ihren Namen hörte stürzten auf
einmal alle Erinnerungen die er an sie hatte wieder auf ihn ein,
er keuchte auf. Auf einmal erinnerte er sich daran wie er sie
das erste mal verführt hatte, wie oft sie in seinen Armen
gelegen hatte. Wie sie ihn geleitet und angewiesen hatte, was er
alles mit ihr geteilt hatte, ebenso die Geburt des Chaos.
Langsam sank er auf seine Knie und legte die Hände in sein
Gesicht, denn auf einmal wurde ihm klar was er alles verloren
hatte. Er weinte. Lazarus weinte so bitterlich das selbst Ethans
Herz weich wurde und er sich von Aurian löste und Lazarus die
Hand auf die Schulter legte. Ihm wurde auf einmal klar, wie er
sich fühlen musste. Denn wenn er sich vorstellte Aurian nie
wieder sehen zu dürfen, sie niemals wieder im Arm halten zu
dürfen, die Liebe mit ihr zu teilen oder alles andere das sie
bereits mit ihm geteilt hatte, selbst wenn sie ihn ausschimpfte,
würde er leiden wie ein Hund. Und auf einmal wusste er was er zu
tun hatte. Er sah Aurian an. „Wir haben eine gemeinsame Aufgabe,
doch hier ist etwas das ebenso wichtig ist. Wir sollten alles
wieder in Ordnung bringen. Wir sollten hier eine Lösung finden
und zwar schnell. Mein Vorschlag wäre, eine neue Götterwelt,
eine die nicht mit alten Erinnerungen behaftet ist. Denn
irgendwann werden wohl alle ihre Erinnerungen wieder haben und
jeder von ihnen wird dann zusammen brechen wie Lazarus. Wenn ein
Neuanfang dann auch ein richtiger. Ich war dumm und wirklich
eifersüchtig gewesen, doch hätte mir auch eins klar sein müssen.
Einst hatte das Universum immer die magische Zahl drei und wenn
es immer noch so ist, hätte ich auf jeden Fall irgendwann einen
anderen Kerl neben mir dulden müssen, also warum nicht Myrion?
Wer wäre besser geeignet?“ Aurian
sah Ethan an der in diesem Augenblick über sich hinaus wuchs.
War er bis jetzt immer noch ein großer Junge gewesen im Körper
eines Mannes, so war er nun gereift. Er war nun wirklich
erwachsen geworden. Sachte hob er Lazarus auf und sah ihn an.
„Überbringe deinem Vater folgende Nachricht der Lichtgöttin, sie
wird euch bald besuchen er soll alle noch lebenden Götter
zusammen rufen, damit sie nicht alles öfter erklären muss. Ich
werde euch den Tag noch mitteilen. Sag ihm er sollte allen sagen
das sie abermals umziehen müssen, aber nun in eine neue Zukunft
und eine neue Welt. Und noch etwas, noch mal werden wir nicht
abgeschieden auf einer Götterwelt wohnen sondern auf einer
sterblichen Welt, die auch Menschen enthält. Zwar getrennt von
ihnen aber so das man uns auch aufsuchen kann. Es stehen
Veränderungen an, doch diesmal richtig. Aurian und ich werden
eine Welt schaffen, die sowohl für die Menschen als auch für uns
Götter ideal sein wird. Niemals sollen die Götter wieder
abgeschieden von allen anderen leben müssen.“ Lazarus nickte
leicht, er verstand sofort was Ethan damit sagen wollte und er
fand es gut. Ethan hatte den ersten Schritt getan um seine
Eifersucht zu beherrschen und hatte den Göttern einen neuen Weg
aufgezeigt. Lazarus hatte sich wieder gefangen und
verabschiedete sich von Aurian und Ethan, er versprach seinen
Vater zu unterrichten was er gefunden hatte und würde ihm auch
diese Botschaft ausrichten. Er sah Ethan an. „Wir sind von einem
Blut. Und ich werde dich lieben wie einen Bruder.“ Ethan lachte.
„Lass uns erst mal Freunde werden und abwarten was noch vor uns
liegt. Die nächsten Tage werden Aurian und ich diese Welt
schaffen und dann sehen wir weiter.“ Lazarus nickte leicht und
war kurz darauf verschwunden. Aurian sah Ethan an und nickte.
„Das hast du gut gemacht, wirklich gut.“ Ethans Blick glitt an
ihr entlang, dann sah er ihr in die Augen. „Und du behandle mich
nicht mehr wie ein großes Kind. Ich bin in diesen wenigen
Augenblicken weit älter geworden als ich je gedacht hatte. Also
wir haben etwas zu tun wir haben keine Zeit uns aus zu ruhen so
gerne ich es auch möchte. Sehen wir uns die beiden Welten an die
es bereits gibt, vielleicht können wir eine davon nutzen und nur
ein wenig verändern das sie uns allen gerecht wird.“ Aurian
lächelte. Sie sah das er reifer geworden war. Lazarus Besuch und
sein Zusammenbruch hatten Ethan gezeigt das es schlimmeres gab
als die Frau die man liebte mit anderen teilen zu müssen. So
sahen sie sich die beiden Welten an. Die eine war irgendwie zu
klein, doch auf der anderen fanden sie ein großes Meer in dem
man gut noch eine etwas größere Insel unterbringen und auf der
man die Götter ansiedeln konnte. Aurian hatte da auch eine Idee
wie. Sie hatte schon mal eine Insel erschaffen, als sie einige
Sterbliche auf die Suche schickte nach den Artefakten der Macht.
Hier würde sie ähnliches entstehen lassen.Nun konnte Ethan sehen
zu was Aurian im Stande war. Denn es erhob sich eine Insel aus
dem Meer, die sie nun mit Palmen und anderem Gewächs bestückte,
auch Seen gab es darin und einige Wasserfälle die malerisch in
die Natur eingepasst worden waren. Ein Gebirge musste ihrer
Meinung nach sein, denn dort würde sie für Myrion die Schmiede
erstehen lassen. Und es gab auf einmal eine menge Getier, Vögel,
Insekten alles was es zuvor auf der Götterinsel nicht gegeben
hatte. Pferde liefen in wilden Herden über die Insel. Sie
erschuf ein malerisches Paradies auf dem es sich gut leben ließ.
In einem dichten Waldstück lies sie ein wunderschönes Haus
erscheinen das für Iona und Aaron gedacht war und da sie Ionas
Vorliebe für Seen kannte, wurde das Haus auf eine Insel gesetzt
das von einem See umschlossen war. Sie sorgte für einen
wohnliche Höhle hoch in den Bergen für die beiden Engel, denn
sie sollten wenn möglich nicht zu oft von den Sterblichen
gesehen werden. Für Hope und Amor erschuf sie ein Haus mitten in
einer grünen Wiese, die das ganze Jahr blühen würde und deren
Duft überall zu riechen war. Ethan stand staunend neben ihr und
sah sich alles an. Die Häuser der Götter würden die sterblichen
nur sehen können wenn es ihnen erlaubt war. Aurian die das Meer
liebte, lies am Strand allerdings versteckt das man es nicht
sofort sehen würde eine Haus erstehen das sogar zweistöckig war.
Im unteren Teil befand sich ein großer Wohnraum der auf eine
Terrasse hinaus führte und den Blick auf das Meer frei gab.
Daneben auch noch eine kleine Küche, obwohl Aurian wusste das
sie sie eigentlich nicht brauchte, doch ab und zu kochte sie
gerne, als auch ein Kinderzimmer das allerdings nur durch die
Tapete daran erinnerte das es sich um ein Kinderzimmer handeln
würde. Im oberen Geschoss gab es eine zweite Terrasse und vor
ihr lagen drei gemütliche Schlafzimmer. Als Ethan sie sah
grinste er und trat hinter Aurian, die er sofort an sich drückte
und sachte begann zu streicheln. „Da kommt in mir die Lust auf
wenigstens eins davon mal aus zu probieren.“ Sie grinste zu ihm
hoch. „Ich erinnere mich noch das noch vor kurzem jemand sagte
wie hätten keine Zeit uns aus zu ruhen, sondern müssten etwas
tun.“ Ethan zwinkerte ihr zu. „Ich dachte da auch weniger daran
uns aus zu ruhen, im Gegenteil ich bin heute so gut drauf das du
danach dringend Schlaf brauchen wirst.“ Während er das sagte
hauchte er ihr schon seinen heißen Atem auf den Nacken und
versuchte sie gekonnt zu verführen. Das machte er so gut das sie
ihm nicht widerstehen konnte und sie wirklich in einem der
Betten landeten. Erst einen Tag später konnte Aurian weiter
machen, denn Ethan hatte alles von ihr gefordert und sie
brauchte danach tatsächlich erst mal eine Nacht Schlaf. Sie
baute an das Haus am Strand noch einen Anbau an, der ebenfalls
einen Wohnraum besaß als auch ein Kinderzimmer und oben zwei
Schlafzimmer. Ethan sah sie fragend an. Sie erklärte. „Nun es
könnte ja sein das sich Lazarus noch mal verliebt und dann hätte
er einen Platz für sich und seine Frau.“ Während sie weiterhin
an der Insel feilte fragte er sie. „Was wäre wenn ich mir
zwischendurch mal eine andere nehmen würde, wie würdest du dich
fühlen?“ Sie sah ihn gelassen an. „Ich würde mich für dich
freuen, warum fragst du?“ Er seufzte. „Du bist nicht
eifersüchtig?“ Aurian lachte leise. „Nein bin ich nicht. Sieh
mal selbst Leon hat sich immer mal andere genommen und Lazarus
musste es schon auf Grund seiner Bestimmung. Und selbst Myrion,
wenn er es mal getan hätte, ich hätte es ihm gegönnt doch er
wollte es nie.“ Er nickte während er hinter dem Haus wo er nun
wusste das sie es für sich gebaut hatte eine hohe Felswand
erwachsen ließ und legte davor einen kleinen See an, in dem aus
der Felswand ein Wasserfall leicht plätscherte. Alles war recht
sonnig gelegen und er begann diesen Platz jetzt schon zu lieben.
An einem anderen Platz der Insel allerdings auch wieder in der
Nähe eines Strandes, wenn auch dort im Wald gelegen lies sie
einen gewaltigen Marmorbau erstehen, er hatte Platz für alle
Götter und Göttinen als Anbetungsort, falls mal Sterbliche diese
Insel betreten würden. An den Stellen die die Sterblichen nicht
anfahren sollten begannen sich um die Insel Riffe zu bilden, so
das sie gezwungen waren nur an diesem einen Ort an zu landen.
Ethan sah, das sie an alles dachte und nickte leicht. Sie sah
ihn an. „Wir werden eh auch alle mal mit dem einen oder anderen
Sterblichen das Bett teilen müssen, vor allem ihr Männer.“ Ethan
sah sie fragend an. „Wieso?“ Sie zwinkerte leicht. „Schon
vergessen? Es warten noch gebrauchte Seelen auf eine
Wiedergeburt. Und es ist für euch einfacher ein Kind zu zeugen
als für uns ein Kind zu bekommen.“ Nun lachte auch er. „Das
stimmt allerdings. Wobei ich mich frage, bin ich überhaupt in
der Lage ein Kind zu zeugen?“ Sie sah ihn an. „Oja mach dir
darüber mal keine Sorgen, das bist du in der Tat. Und bei deiner
Potenz könntest du in einer Nacht ganze Städte neu bevölkern.“
Er grinste sie frech an. „Ja ich bin gut nicht? Doch könnte ich
ja bei dir erst mal anfangen.“ Dabei zog er sie schon wieder an
sich. Sie küsste ihn zärtlich, entwandt sich ihm aber. „Nichts
da, ich werde die nächsten fünfhundert Jahre kein Kind bekommen
das schminke dir mal schnell ab. Wenn du eins möchtest such dir
eine andere die es bekommt.“ Er hatte schon lange nicht mehr so
herzlich gelacht wie in diesem Moment. „Dein Humor ist
einzigartig, du bist wirklich etwas besonderes.“ Sie sah sich
die Insel an. Es gab Tiere, Pflanzen und sogar Häuser für alle
noch lebenden Götter, sie nickte zufrieden und dachte sich wenn
der eine oder andere was geändert haben möchte, wäre das auch
kein Problem. Als sie alles fertig hatte sah sie Ethan an, „du
kannst Lazarus nun Bescheid geben, morgen werde ich die Götter
besuchen.“ Er nickte leicht und wusste das damit seine
Zweisamkeit mit Aurian enden würde. Doch würde er tun was sie
gesagt hatte. Er liebte sie wirklich und wollte das sie
glücklich war, dafür war er sogar bereit sie zu teilen, auch
wenn die Eifersucht in ihm kochte. Er wusste nicht was nun
geschehen würde doch hoffte er das auch für ihn alles gut
ausgehen würde. Er hatte neues zum nachdenken bekommen. So
küsste er Aurian noch mal und war kurz darauf verschwunden um
Lazarus die Nachricht zu überbringen.

Kapitel 3: Neue und alte Tempel

Als Lazarus zurück kam zu seinem
Vater, sah dieser das er geweint hatte und machte sich Sorgen,
denn Lazarus war nun wirklich nicht der Typ der nahe am Wasser
gebaut hatte und soweit Myrion wusste hatte er eigentlich selbst
als Kind wenig geweint. Die beiden setzten sich auf das Plateau
und Myrion wartete ruhig ab was Lazarus zu erzählen hatte. Nach
dem der ein paar mal tief Luft geholt hatte berichtete er ihm
was er gefunden und erfahren hatte. Myrion hörte ihm ruhig zu,
dann sprang er auf. „Ich wusste es. Und, wird sie wieder zu uns
zurück kommen? Du sagst sie liebt mich immer noch? Und wie heißt
sie und wie sieht sie aus?“ Lazarus wusste was ihr Name bei ihm
ausgelöst hatte und überlegte ob er ihn wirklich aussprechen
sollte. Doch nickte er als Myrion ihn fragte ob sie ihn immer
noch lieben würde. „Ja Vater und sie sieht.....sie ist....eine
Schönheit, rassig und umwerfend. Vater ich fühlte mich von ihr
angezogen. Wären im Moment nicht andere Probleme wichtiger, ich
gebe es dir gegenüber unumwunden zu, hätte ich andere Wünsche
gehabt, ehrlich. Gott sie ist so etwas von scharf.“ Dann dachte
er das er vielleicht doch schon etwas auffangen könnte und so
nannte er ihren Namen. „Sie heißt Aurian.“ Er sah seinen Vater
abwartend an, doch der zeigte keine Reaktion. „Ein sehr schöner
Name. Und sie ist wirklich deine Mutter und meine Frau?“ Lazarus
nickte. „Ja als ich ihren Namen hörte kamen Erinnerungen auf,
die mich komplett überwältigt hatten. Aber vielleicht kommen die
nur wenn sie vor einem steht. Ich weiß es nicht. Ich hatte
gedacht das du dich dann eventuell auch erinnerst. Vater, bevor
du es anders erfährst, ich habe mit ihr in der Vergangenheit
auch geschlafen.“ Myrion nickte, irgendwie schockte ihn das
nicht, als habe er es bereits irgendwie gewusst. Er sah Lazarus
an. „Ich weiß das Verwandtschaftsverhältnisse bei uns keine
Bedeutung haben, sieh dir deine beiden Kinder an, sie lieben
sich auch und nicht nur wie Bruder und Schwester. Ich weiß das
sie auch miteinander schlafen.“ Lazarus erzählte ihm auch von
Ethan und das er wohl auch von ihnen abstammte, da Aurian gesagt
hatte, das er dessen Großmutter gezeugt hatte. „Doch er ist sehr
eifersüchtig er wäre mir bald in die Haare gesprungen als er
merkte das wir sie zurück haben wollen. Doch ist etwas
eigenartiges an ihm. Ich kann es dir nicht erklären. Doch
scheint er recht mächtig zu sein. Zumindest habe ich heraus
gefunden das sie beide das Universum neu erschaffen, doch frag
mich nicht wie, das weiß ich auch nicht. Davon habe ich keine
Ahnung.“ Myrion setzte sich wieder zu Lazarus und ließ sich
alles in Ruhe erzählen. So überbrachte ihm Lazarus auch die
Botschaft die man ihm mitgegeben hatte. Anschließend rief Myrion
die anderen zu sich und erzählte ihnen was er von Lazarus
erfahren hatte. Auch das Aurian sie bald aufsuchen würde um
ihnen alles zu erklären, wie auch das eine Veränderung bevor
stünde. Doch beobachtete er eine weile auch Lazarus und sprach
in irgendwann auch an. „Junge kann es sein das du auch
eifersüchtig bist?“ verwundert sah Lazarus Myrion an. „Wie
kommst du denn darauf?“ Myrion lächelte. „Nun du hast mir
erzählt wie ihr euch angegiftet habt und es kam bei mir das
Gefühl auf das du auch eifersüchtig bist. Nicht darauf das der
Kerl eventuell oder sogar wahrscheinlich mit ihr schläft, aber
das du das Gefühl hast das er etwas bekommt was dir im Moment
abgeht, ihre Aufmerksamkeit." Lazarus antwortete darauf
erst gar nicht, doch dachte er schon über die Worte seines
Vaters nach. Wenige Tage später kam Ethan zu ihm und teilte ihm
mit das Aurian sie am nächsten Tag aufsuchen würde. Als Lazarus
ihn sah prüfte er seine Gefühle und stellte fest das Myrion
recht hatte, er war tatsächlich eifersüchtig, wenn auch aus
anderen Gründen als Ethan. Er dachte nur, das kann ja heiter
werden.
Am nächsten
Tag, Myrion hatte alles vorbereitet und war aufgeregt wie vor
seiner ersten Verabredung, da erschien sie. Als er sie sah,
klopfte sein Herz und er war hin und weg. Auf einmal überkam
auch ihn die Erinnerung, nur als er sie sah. Er wusste auf
einmal alles wieder, sein erstes mal mit ihr, was ihm vor kam
als sei es erst gestern gewesen, was er dann mit ihr erlebt
hatte, ihr Schlafzimmer das sie auch mit Leon geteilt hatten und
auch Myrion brach seelisch zusammen. Alles was mit ihr zusammen
hing wusste er nun wieder. Er erinnerte sich an ihren Humor, an
ihre Liebe und auch wie er mit ihr geschlafen hatte. Er
erinnerte sich auch an die verlorenen Kinder, wie Doran und
Eileen. So viel war verloren gegangen. Er weinte laut auf.
Lazarus der damit gerechnet hatte legte ihm den Arm um die
Schulter und tröstete ihn. Doch ebenso wie Myrion ging es nun
auch allen anderen, sei es Angel und Aurana, wobei es Aurana
nicht gar so schlimm traf. Sogar Aaron der eiskalte Aaron brach
zusammen. Iona und ebenso Hope und Amor. Aurian wartete ruhig
und geduldig ab. Ethan stand neben ihr und verhielt sich still,
er hatte nur einen Arm um ihre Schulter liegen. Es dauerte eine
Weile bis sich alle wieder beruhigt hatten. Als es wieder
einigermaßen ging sahen sie alle nur vorwurfsvoll an. Dann
erklang ihre Stimme. „Es tut mir leid, vor allem das ihr nun
davon so hart getroffen werdet, doch habt ihr noch lange nicht
alle eure Erinnerungen wieder zurück. Den Rest sofern ihr es
noch wollt werde ich euch zurück geben wenn ihr alles wisst.
Lasst mich erst mal erklären warum das alles geschah und warum
ich handelte wie ich es tat.“ Alle nickten, keiner war in der
Lage zu sprechen. Und so erzählte sie ihnen von Gregorian, und
wie es dazu kam das Ethan geboren wurde. Selbst Ethan wusste
davon nicht alles und machte große Augen. Je mehr sie erzählte
um so mehr kam bei ihnen die Erinnerung zurück zu den
Ereignissen die damals geschehen waren. Langsam ging sie von
einem zum anderen, Myrion hatte am Strand einen Tisch
aufgestellt an dem alle saßen. Sie erzählte von Damok und was
mit ihm gekommen war. Sie verschwieg nichts, auch nicht das
alles verloren ging als das Universum starb und das sie nur sie
paar hatte retten können. Doch das sie dafür sorgte das sie sich
nicht mehr erinnern konnten damit sie sich nicht zu sehr
grämten. Als sie endlich mit ihrem Bericht fertig war, sah sie
in die ungläubigen Gesichter. Sie sah Lazarus an. „Ja du hast
die Mutter deiner Kinder geliebt sogar sehr. Doch konnte ich
nicht jeden retten, weil das sonst aufgefallen wäre, doch die
wichtigsten wollte ich retten, zum Beispiel Hope und Amor. Die
Liebe und die Hoffnung durften nicht sterben. Oder die Natur und
der Krieg. Ebenso wenig die beiden Engel. Sie mussten erhalten
bleiben. Und natürlich Myrion, mein alles geliebter Myrion, als
auch mein Sohn Lazarus. Ich konnte euch nicht sterben lassen.
Ich konnte es einfach nicht, obwohl ich es gemusst hätte. Ich
wollte die Trauer für euch tragen, doch wie man sieht hat es
nichts genutzt.“ Lazarus sah sie an. „Warum konntest du sie
nicht auch retten?“ Aurian seufzte leise. „Weil ich dann auch
Iron hätte retten müssen, versteht ihr nicht, ein Schicksal
griff in das andere. Hätte ich Iron gerettet würde er mir nun
die Frage stellen warum nicht seine Kinder? Und so weiter. Ich
musste differenzieren wen ich in Sicherheit brachte und wen
nicht. Es fiel mir eh schon schwer, ich hätte am liebsten alle
in Sicherheit gebracht, doch hätte ich das getan, wärt ihr alle
gestorben, weil das Universum dann meinen Betrug bemerkt hätte.“
Langsam verstanden sie und nickten. Sie waren Götter und wussten
das man manchmal den einen retten konnte und den anderen nicht.
Es tat weh und doch verstanden sie es. Als Aurian ihnen
aber nun erklärte das die Seelen gerettet werden konnten, das
Thanatos sie noch kurz vor dem Ende eingesammelt hatte und sie
nun auf die Wiedergeburt warteten, kam doch eine gewisse Freude
auf. „Ihr habt hier fünf Männer und wenn ich Ethan mit rechne
sogar sechs. Sie können die Kinder zeugen und Thanatos wird den
gezeugten Kindern die Götterseelen einsetzen. Das wird natürlich
einige Jahre dauern wenn nicht sogar Jahrzehnte, aber wir sind
Götter und haben alle Zeit der Welt. Das Universum ist noch
nicht erwacht, es ist noch nicht mal wieder vollständig, doch
Ethan und ich arbeiten daran. Es wird noch Jahrhunderte dauern
bis wir diese Mamutarbeit erledigt haben. Und das Universum wird
sehr jung sein, doch wir können es nun formen, wie wir es haben
wollen. Es wird uns niemals wieder in irgendwas reinreden oder
pfuschen können. Nun gestalten wir das Universum nach unserer
Vorstellung. Denn nun sind wir die Alten.“ Sie sah einen nach
dem anderen an und als sie nickten atmete sie auf. Nun erzählte
sie von der Idee die Ethan gehabt hatte und auch das sie bereits
alles vorbereitet hatte für den Umzug. Man plapperte
durcheinander und als Aurian das sah lächelte sie. Doch als sie
lächelte flogen ihr die Herzen aller wieder zu. Vor allem die
der Männer. Sie sah alle an. „Wollt ihr nun eure Erinnerungen
zurück? Auch an die die ich zurück lassen musste?“ Alle nickten
tapfer und Myrion wiederholte das was auch Lazarus schon mal
gesagt hatte. „Geteiltes Leid ist halbes Leid, wir werden dir
bei der Trauer um sie tragen helfen.“ Aurian nickte. „Nun gut
dann soll es so sein.“ :und auf einmal flossen die Erinnerungen
wieder in die Gedanken der anderen, sie wussten auf einmal wer
alles zurück geblieben war. Lazarus weinte schrecklich und nun
tat Ethan etwas das ihn fast selber wunderte er legte seinem
Rivalen den Arm um die Schulter und tröstete ihn. Aurian drückte
Myrion sanft an sich und er legte seine Arme um ihre Taille, da
sie neben seinem Stuhl stand und weinte ebenso wie alle anderen.
Sie strich ihm sanft mit der Hand über die Haare und litt mit
ihm. Als sich alle ausgeweint hatten legten sie eine
Schweigeminute für die ein die mit dem Universum gestorben
waren. Dann sah Myrion Aurian an und ließ sie los. „Wann soll es
los gehen? Wir sollten in die Zukunft blicken, denn die die wir
verloren haben können wieder zu uns zurück kommen. Ziehen wir in
eine neue Heimat, das wird das beste sein, wir sollten wirklich
alles was uns an das Schreckliche erinnert zurück lassen.“
Aurian nickte. „Meinetwegen kann es sofort los gehen, die Insel
wartet auf uns. Packt zusammen was ihr mitnehmen wollt und dann
geht es los. Ethan und ich werden euch führen.“ Man sah sich
gegenseitig an und stellte fest das man nichts mitnehmen wollte.
Und so zogen in einer Sternen klaren Nacht die Götter aus der
Götterwelt aus, die sie eh nicht mehr als Heimat ansehen konnten
da es nur eine Kopie dessen war wo sie mal glücklich gewesen
waren. Ihr Einzug auf die sterbliche Welt wurde von einigen
Menschen beobachtet, wenn es für sie auch aussah als würden
Kometen auf die Erde fallen. Doch gab es auch im Mittelalter
schon Forscher und so debattierte man wochenlang über dieses
Phänomen und hielt es sogar in Geschichtsbüchern fest. Man war
sich sicher das die Götter auf die Erde gefallen waren, sie
ahnten ja nicht wie recht sie damit in gewisser Weise hatten.
Auf der Insel angekommen zeigten
Aurian und Ethan jedem sein neues Domizil und nicht einer war
enttäuscht oder wollte etwas geändert haben, es sagte ihnen
genau so zu wie Aurian es hergerichtet hatte. Lazarus zog sofort
in den Anbau, er wollte Myrion oder Ethan nicht im Weg sein.
Doch Myrion sah Lazarus an und lächelte. „Junge bis sich alles
einigermaßen normalisiert hat ziehe ich mit dir dort ein.
Sollten Aurian und ich wieder zueinander finden, werde ich es
ändern aber bis dahin bleibe ich erst mal bei dir.“ Lazarus
nickte und freute sich darüber. Ethan wunderte sich über Myrions
Entscheidung, er hatte erwartet das er sofort seinen
Besitzanspruch auf Aurian geltend machen würde. Doch Myrion war
klar das er und Aurian, obwohl es diese tiefe Liebe zwischen
ihnen gab doch eine Kluft überwinden mussten. Außerdem wollte er
Ethan Zeit geben sich mit den veränderten Verhältnissen ab zu
finden.
In den
nächsten Wochen und Monaten gewöhnte man sich erst mal langsam
ein. Ethan und Aurian arbeiteten weiterhin an dem Universum und
sie spürten auch so langsam eine gewisse Regung. Das Universum
schien zu erwachen. Es war noch nicht mal ein Bruchteil fertig
und doch schien es sich bereits zu regen. Aurian sah nämlich auf
einigen neuen Welten das erste Leben, es bildeten sich
Lebewesen. Zu Anfang kaum ersichtlich doch dann hier und da
immer mehr. Aurian hatte die kleine Miniinsel auf der sich der
Seelenteich befand, im Universum versteckt so das auch Ethan sie
nicht mehr wieder fand. Thanatos besuchte sie auch immer noch
mal und erzählte ihr unter anderem das er, als er die Seelen auf
der Götterinsel eingesammelt hatte eine Seele dort ausgesetzt
hatte um sie dem Niedergang anheim fallen zu lassen. Nämlich die
des Finsteren, er hatte ihn in seinen magischen Ketten dort
gelassen und genau darauf geachtet das er auch wirklich im
Nichts verschwand. Man amüsierte sich allgemein über seinen
Aufzug wenn er bei ihnen erschien, denn er trug immer fröhliche
Hemden und lustig bunte Hosen. Mit der Zeit wurde die Trauer
schwächer und man begann tatsächlich über die Zukunft nach zu
denken. Aurian sagte ihnen immer wieder das sie viel Zeit hatten
und Chronos gab ihr Recht. Seine Zeituhr wie er immer amüsiert
sagte, stünde auf unendlich. Wenn er am Strand in einem
Liegestuhl lag erklärte er Myrion humorvoll das man daran denken
solle, das letzte Universum war einige Millionen Jahre alt, nun
könnte man sich vorstellen, da das neue noch nicht mal erwacht
war, wie lange sie Zeit haben würden. Also gäbe es keinen Grund
zur Eile. Nachdem nun alle wieder ihre Erinnerungen hatten
durfte auch Soraja sie besuchen. Iona freute sich sie zu sehen,
sie saßen oft zusammen und tratschten. Ethan hatte in der Zeit
Aurian noch mehr oder weniger für sich, das sie immer noch mehr
im Weltall unterwegs waren als zu Hause auf der Insel und wenn
sie mal dort waren so schliefen sie meistens. Man sorgte sich um
Aurian das sie sich überarbeiten würde. Iona brachte es dann mal
auf den Punkt und sprach sie an. „Du läufst davon. Du versuchst
nicht daran zu denken. Doch irgendwann muss es sein. Du musst
dich Myrion stellen.“ Aurian sah sie fragend an. „Nein wie
kommst du darauf?“ Iona lächelte. „Nun wie ich darauf komme?
Weil du arbeitest bis du total erschöpft bist, dann kommt ihr
zurück und holst dir den Schlaf den dein Körper braucht und kaum
bist du wieder auf den Beinen legst du schon wieder los und das
ohne Pause. Wir sind jetzt schon einige Monate hier, sag mir
hast du dir in dieser Zeit mal soviel Zeit genommen um mal mit
Ethan zu schlafen? Siehst du nicht wie nervös der arme Junge
schon ist? Du magst es vielleicht alles durchhalten aber er
nicht, er braucht auch mal eine Pause. Mal abgesehen davon das
auch Myrion inzwischen schon recht nervös geworden ist. Und ist
dir mal aufgefallen das Lazarus seine Bedürfnisse bei den
Sterblichen stillt? Stell dich den Problemen und lauf nicht
davor weg.“ Aurian knurrte leise, doch musste sie Iona recht
geben, es war tatsächlich so. Sie wusste das sie auch unendlich
Zeit hatten um das Universum neu zu erschaffen, es musste nicht
innerhalb kürzester Zeit fertig werden. Sie seufzte. „Ja du hast
recht, doch habe ich mir zwischendurch die Zeit genommen. Ethan
hat auf nichts verzichten müssen und das durfte ich auch nicht
zulassen, denn er ist sehr eifersüchtig. Ich musste ihm erst mal
die Sicherheit geben das er mich nicht verlieren wird. Doch
Myrion hat noch keinen Versuch gestartet um mich zu verführen
und ich kann es nicht. Früher war ich ihm so nahe, doch jetzt.
Es fällt mir schwer, ehrlich gesagt.“ Iona sah sie
kopfschüttelnd an. „Ach ja? Dann sag mir doch mal wann Myrion
auch nur hätte versuchen können dich zu verführen, du bist doch
nie da. Du solltest dringend mal mit ihm reden und es zulassen
das sich bei euch wieder eine Nähe aufbaut.“ Aurian nickte und
nahm sich vor das sie mal einige Zeit Pause machen würden.
Als sie Ethan
sagte das sie mal einige Zeit ausruhen würden, atmete er auf und
sah sie an. „ Ehrlich gesagt brauche ich das auch langsam.
Liebes was ist denn nur los? Es baute sich das Gefühl auf das du
vor etwas davon läufst.“ Sie seufzte. „Es ist nichts los. Alles
bestens.“ Er nickte nur und ging dann zum Strand um sich einfach
mal in einen Liegestuhl zu flegeln. Lazarus der ihn zum Strand
gehen sah folgte ihm. Aurian hingegen, setzte sich an den See
hinter dem Haus und versuchte dort zu entspannen. Das wiederum
Myrion sah und sich zu ihr setzte.
Lazarus sah Ethan
an. „Ich möchte ja nicht vorwurfsvoll klingen aber ist es
wirklich nötig das du sie laufend ins Weltall schleppst? Sie
braucht auch mal Ruhe sonst überarbeitet sie sich noch.“ Er ging
davon aus das Ethan aus Eifersucht herging und versuchte Aurian
allen anderen zu entziehen, doch der sah ihn nur fragend an. „Ja
Hallo, meinst du wirklich das ging von mir aus? Vergiss es, sie
schleppte mich laufend dort hin. Das ist heute der erste Tag
seit Monaten, eigentlich seit dem wir hier sind das ich mich mal
entspannen kann.“ Lazarus wunderte sich. „Hm..dann frage ich
mich nur warum?“ Ethan nickte. „Da bist du nicht alleine. Sie
gibt einem keine gescheite Antwort wenn man sie fragt.“ Er
betrachtete Lazarus und sah das der wirklich gut aussah.
Muskulös und die Figur eines Adonis. Er begann sich mit ihm zu
vergleichen und stellte fest das sie so unterschiedlich gar
nicht waren. Sie hatten fast die gleiche Figur, hatten beide
schwarzes Haar, wobei er seines lang bis auf die Schultern trug
und Lazarus kurz. Auch Lazarus verglich sich mit ihm und sah das
Ethan ebenso wie er auch, eine gewisse Ausstrahlung hatte auf
die die Frauen fliegen würden, er lächelte und dachte das das
dies wohl sein Erbgut sein musste. Sie begannen über belangloses
zu reden und Ethan erzählte ihm wie er aufgewachsen war. Myrion
und Aurian erging es nicht anders. Auch sie sprachen erst mal
über belangloses und Myrion betrachtete sie immer mal, er spürte
das er sie heiß begehrte. Mal abgesehen davon das es ewig her
war das er eine Frau gehabt hatte. Sein Selbstbewusstsein war
ungebrochen und er nahm sich vor sein Recht als Ehemann von ihr
zu fordern. Man lies es langsam angehen. In den nächsten Tagen
wurde es sehr entspannt und man unterhielt sich viel, egal ob
Ethan und Lazarus zwischen denen sich langsam sogar eine gewisse
Freundschaft auf zu bauen begann oder aber Myrion und Aurian.
Wobei Aurian die Spannung die in Myrion herrschte sehr wohl
spürte. Sie rechnete damit das er sich ihr in der nächsten Zeit
nähern würde. Und dann war es soweit, Lazarus bekam es mit, denn
er wollte gerade zum See gehen als er sah das dort Aurian sich
im Wasser abkühlte und Myrion ihr folgte. Myrion blieb vor ihr
stehen, sein Atmen ging schwer. Leise flüsterte er ihr zu. „Ich
will dich und ich fordere mein Recht als dein Mann.“ Als er das
sagte griff er bereits um sie herum. Aurian hatte ihn beobachtet
als er ihr gefolgt war und als sie ihn betrachtete, sah sie wie
stark er war und das seine Muskeln nicht nur vom Training kamen
sondern das er in dieser muskulösen und kräftigen Gestalt auch
diese Kraft saß die er ausstrahlte. Im Gegensatz zu Ethan und
Lazarus hatte er keine schlanke Taille sondern war auch dort
massiger, eher wie ein Gewichtheber, wenn er auch keinen Bauch
hatte. Er strahlte sehr viel Männlichkeit aus und sah aus wie
ein Bulle der die Kraft eines Ochsen hatte. Sie atmete schon
schwerer als er sich ihr näherte doch als er nun um sie herum
griff und sein Recht forderte stöhnte sie leise auf. Er zog sie
kraftvoll an sich und fackelte auch nicht lange sondern küsste
sie verlangend. Lazarus lächelte als er das sah, dann spürte er
das sich Ethan näherte und drehte sich herum um ihm entgegen zu
gehen. „Ich würde dir raten jetzt nicht dort hin zu gehen.“
Ethan sah ihn an, sein Blick wurde wild, er ahnte was dort
geschah.. „Warum nicht?“ Lazarus sah ihn ruhig an. „Weil, wenn
du deine Eifersucht nicht beherrschen kannst du dort alles
zerstören würdest was sich dort anbahnt. Myrion hat sich ihr
gerade genähert und fordert sein Recht. Doch würde ich dir raten
sieh es dir nicht an, wenn du es nicht ertragen kannst.“ Ethan
nickte und sah Lazarus an. „Wie erträgst du es? Denn ich gehe
doch mal davon aus das du sie ebenso begehrst wie Myrion oder
ich.“ Er sah immer mal in die Richtung des Sees und war drauf
und dran dazwischen zu gehen. Lazarus der es bemerkte sah ihn
gelassen an. „Eifersucht ist ein Gefühl das sich entwickelt,
wenn man sich unzulänglich fühlt, wenn man Angst hat den anderen
zu verlieren. Du müsstest doch Selbstbewusstsein genug haben um
darüber zu stehen. Myrion nimmt dir nichts weg. Er ist es
gewohnt zu teilen. Er hat auch mit Leon alles geteilt und
freundete sich mit ihm sogar an. Zwischen ihnen herrschte sogar
ein brüderliches Verhältnis. Die beiden haben sich absolut
ergänzt. Was der eine nicht hatte oder konnte besaß der andere.
Einzeln waren sie zwar stark und vermochten einiges aber
zusammen waren sie unschlagbar. Und wie ich es aushalte? Ich
liebe Aurian und würde für sie alles tun, doch ist mir klar das
Myrion die älteren Rechte hat, die ich absolut respektiere. Ich
war immer glücklich mit dem was sie mir gab. Und du solltest dir
eines klar machen, ich werde sie mir auch nehmen wenn meine Zeit
gekommen ist. Ich hatte es bisher nur nicht versucht, weil ich
wusste Myrion sollte erst mal seine Liebe wieder entdecken und
sie sich holen.“ Ethan sah ihn wild an und Lazarus versuchte ihn
zu beruhigen. „Komm mal mit ich habe eine Idee, wir toben uns
woanders aus. Und nun sag mir nicht du willst keine andere Frau
mehr.“ Nun musste Ethan doch lachen. „Doch um ehrlich zu sein.
Mir vorzustellen die nächsten Jahrtausende nur mit einer Frau
zusammen zu sein, auch wenn es sich dabei um Aurian handelt,
machte mich schon ein wenig nervös. Ich habe doch den Wunsch
nach ein wenig Abwechslung.“ Lazarus nickte leicht. „Na dann
werden wir uns gut verstehen. Und nun komm, lass die beiden
ihren Spaß haben. Gönne es ihnen, zeig das dein Herz groß und
stark genug ist darüber hinweg zu gehen.“ Ethan seufzte leise,
sah noch mal in Richtung des Sees, dann sah er Lazarus an und
nickte. „Weißt du schon wohin?“ Lazarus legte einen Arm um
Ethans Schulter. „Oja und dort gibt es recht heiße Frauen.“ Als
man vor Monaten die Götter vom Himmel fallen sah, hatten einige
Eiferer gleich begonnen die alten Tempel wieder in Betrieb zu
nehmen, in denen es auch Tempeldienerinnen gab. Lazarus hatte
begonnen Aurians Wort sozusagen zu verkünden und in vielen der
Menschen war dann ebenso die Erinnerung an Aurian oder vielmehr
der Glaube an die Göttin des Lichts wieder hoch gekommen, so das
es hier und da schon einige voll funktionsfähige Tempel gab. Und
zu einem dieser Tempel führte Lazarus nun Ethan. Der Tempel sah
es als hohe Ehre an, wenn der Sohn des Lichts bei ihnen
einkehrte und als dieser nun verkündete das Ethan ein Gefährte
der höchsten Göttin war, war für sie die Ehre noch größer. Ethan
sah Lazarus an. „Ich ahnte ja gar nicht wie durchtrieben du sein
kannst.“ Lazarus lachte. „Du kennst mich noch nicht gut genug.
Doch nun lass uns einige der Schönheiten auswählen und wo wir
einmal dabei sind was hältst du davon wenn wir auch eventuell
schon mal unsere Insel ein wenig bevölkern und wir ein Kind
zeugen?“ Ethan schüttelte den Kopf. „Also das sollten wir zuvor
mit Aurian besprechen bevor wir damit anfangen. Doch du bist dir
sicher das sie mir keinen Ärger machen wird wenn sie erfährt das
ich mir hier meinen Spaß geholt habe?“ Lazarus lachte. „Ja da
bin ich mir sicher, sie wird dich höchstens fragen ob es Spaß
gemacht hat.“ Ethan grinste jungenhaft und sah sich die
Schönheiten an. Er wusste aus Erfahrung das die sterblichen
Frauen mit Aurian nicht mithalten konnten, doch das machte ihm
nichts aus. Er suchte sich drei der Schönen aus und fragte sie
ob sie bereit wären einige Stunden mit ihm das Bett zu teilen.
Frech zwinkerte er ihnen zu und meinte das sie dabei sicher
nicht zu kurz kommen würden. Kichernd zogen die drei mit ihm ab.
Lazarus machte es ebenso und so hatten die beiden einen recht
vergnüglichen Nachmittag. Auch Aurian und Myrion hatten ihren
Spaß und beide waren schon lange nicht mehr so glücklich gewesen
wie in diesen Stunden. Immer wieder forderte Myrion sie für sich
und sie gab es ihm mit Freuden. Zwischendurch sprachen sie mit
einander und Myrion drückte sie glücklich an sich. Als sie
wieder mal schwer atmend in seinen Armen lag und sie beide sich
ein wenig erholten sah er sie an. „Weißt du Leon fehlt mir
irgendwie. Er hatte einen recht trockenen Humor obwohl das
dunkle tief in ihm saß.“ Aurian nickte verstehend. „Wir sollten
mal darüber nachdenken wem wir als erstes die Wiedergeburt
erlauben. Thanatos hat mich schon einige male gefragt.
Vielleicht sogar Leon?“ Myrion schüttelte den Kopf. „Nein, denn
es wäre nicht mehr das selbe. Sicher seine Seele wäre wieder da,
und doch wäre es nicht das selbe. Zudem hast du nun auch noch
Ethan und ich glaube nicht das er seinen Platz aufgeben wird,
nur weil Leon wieder auf der Bildfläche erscheint. In ihm kocht
die Eifersucht noch zu hoch. Er muss erst lernen damit klar zu
kommen. Er mag ja reifer und erwachsener sein als vielleicht
noch vor einigen Monaten wie du mir erzählt hast, doch seine
Eifersucht kocht noch immer in ihm. Ich hoffe einfach das
Lazarus ihn ein wenig davon runter holen kann.“ Er sah Aurian
an. „Was ist mit Iron und Nara? Vielleicht sie? Damit Lazarus
seine alten Gefährten wieder bekommen kann.“ Aurian dachte nach
während sie sich an Myrion kuschelte. „Ich habe da eine Idee.
Ich weiß das Lazarus bereits begonnen hat die Tempel zu
reaktivieren, was wäre wenn ich hier auf unserer Insel sozusagen
einen Muttertempel errichten würde, einen der nahe an den
Göttern ist. Und von dort aus könnte man dann an die
Wiedergeburten denken, und vielleicht Iron und auch Nara, was
denkst du?“ Myrion nickte. „Das ist keine schlechte Idee. Du
hast doch schon diesen großen Marmorbau errichtet, wenn man ihn
so umgestalten würde das dort auch Menschen leben könnten, wäre
das doch schon mal etwas. Sieh dir doch die Priesterinnen mal an
und schau ob du eine oder einen findest der dem Tempel vorstehen
könnte und lass dann verkünden das du eine gewisse Anzahl
Priesterinnen und Priester in diesem Tempel willkommen heißen
würdest. Du könntest sie dir ja sogar selber aussuchen. Ich gehe
mal davon aus das es einige als sehr große Ehre ansehen würden,
dort dienen zu dürfen. Zudem dieser Tempel dann sogar eine
Vormachtstellung einnehmen würde, womit sich bestimmt einige
finden die dort gerne dienen würden.“ Aurian nickte leicht, sie
fand die Idee gut. Myrion grinste sie frech an. „Wenn das also
schon mal geklärt ist hätte ich eine weitere gute Idee.“ Womit
er sich abermals über sie beugte und sie sich kurz darauf
nochmals nahm. Sie hatten sehr schnell wieder zu einander
gefunden und es stellte sich die alte Vertrautheit ein. Beide
waren darüber unendlich glücklich und schliefen später auch Arm
in Arm in Myrions Zimmer miteinander ein. Er würde nun wieder zu
Aurian ziehen, ob es Ethan passen würde oder nicht.


