Kapitel 22: Wasser oder Zauber?


 

Am Abend der Schlacht wurde gefeiert, getrunken, gegessen und getanzt. So das ein jeder nur noch fertig ins Bett fiel oder wo er eben einschlief. Manche auch unter dem Tisch an dem sie gefeiert hatten. Am nächsten Morgen wollte man die Toten vom Schlachtfeld holen, gleichgültig ob es die eigenen waren oder die des Gegners, doch als man auf dem Schlachtfeld stand, waren sie bereits fort. Dafür gab es aber einen neuen Hügel, der grün und mit Blumen bewachsen war und vor dem eine steinerne Mahntafel stand, die bekannt gab das hier die liegen würden, die in der Schlacht um Silberland gefallen waren, egal ob Bewohner des Silberlandes oder auch Fremde. Man sah Silenee fragend an. Sie lächelte und sagte nur das es ein Geschenk der Mutter Natur sei. Als Silenee zurück in das Zelt ging das sie und Argon gemeinsam bewohnten fand sie dort eine ihr schon bekannte Schriftrolle vor. Als sie sie entrollte trat sie hinaus und las sie laut vor. „Hört mir mal alle zu, hier habe ich noch etwas von der Mutter Natur bekommen. Was vor allem, die Zentauer, Elfen, Avariel und Zwerge angeht. Sie lässt euch sagen, wenn ihr nach Hause zurück kehrt, sollen die Männer ihren Frauen beiwohnen und ihre werdet Kinder bekommen. Zudem lässt sie uns allen sagen, das es ab sofort einen Fruchtbarkeitstag geben soll, an denen die Fruchtbarkeitsgöttin unter den Menschen weilen wird. Kinder die an diesem Tag gezeugt werden, werden ein besonderes Geschenk der Götter bekommen, egal bei welchem Volk. Den Tag wird sie uns noch gesondert mitteilen.“ Als Silenee das verkündet hatte, jubelten vor allem die Völker die unter Kindermangel litten. Aber im besonderen die Zentauer. Sie freuten sich darauf das es bald wieder reichlich Kinder geben würde und ihr Volk sich erneuern konnte. Die Zukunft war somit gesichert. Argon lächelte dazu, er saß auf einem Stuhl draußen im Schatten und hielt sich den Kopf. Er hatte ein wenig zu viel gefeiert am vergangenen Abend, doch er fand er hatte es sich verdient. Jetzt aber traten je ein Abgesandter jedes Volkes zu ihm und baten um eine Unterredung. Er deutete an das sie sich setzen sollten und sah sie fragend an. Doch sie schüttelten den Kopf, sondern es trat einer nach dem anderen vor ihn und Silenee, die neben seinem Stuhl stand. Jeder Abgesandter kniete sich vor ihm nieder und sagten in etwa alle das selbe. „Mylord, unser Volk braucht einen Herrscher der über uns wacht. Wir haben euch viel zu verdanken und stellen uns somit unter eure und Mylady Silenees Herrschaft.“ Bei den langlebigen Völkern kam noch dazu: „Solange euer Geschlecht Erben hervorbringt werden wir auch ihnen die Treue halten.“ Argon sah von einem zum anderen und sah dann Silenee an. Leise flüsterte er ihr zu. „Das habe ich befürchtet.“ Sie nickte und flüsterte zurück. „Du kannst es nicht ablehnen, wir bringen ihnen Hoffnung, Sicherheit und auch die Götter zurück.“ Er nickte und sah sie grinsend an. Silenee ahnte nichts gutes als sie ihn so grinsen sah. Er erhob sich und sah sich das Volk an das er nun führen sollte. Er lächelte, denn dort standen friedlich Avariel und Elfen neben Zwergen, ebenso wie die Zentauer neben den Menschen. Er nickte und seine Stimme ertönte laut und klar. „Ich nehme die Herrschaft an auch im Namen Silenees, die ich gedenke zu meiner Gattin und Königin zu machen. Mit ihr werden auch wieder Druiden in diese Welt kommen. Jeder der die Macht der Druiden oder Magier lernen möchte und sich als geeignet erweist, wird aufgenommen. Doch werden wir für noch etwas sorgen. Es werden Tempel entstehen für die Götter die an unserer Seite kämpften, ebenso wie Schulen in denen unsere Kinder und damit meine ich ohne Ausnahme jedes Kind jedes Volkes, lesen und schreiben lernen soll. Doch erst mal, werden Silenee und ich auf eine Reise gehen, denn ich glaube der Sitz des Großkönigs ist schon bereitet, wir müssen ihn nur finden.“ Zandramas sprach zum ersten mal nicht in Gedanken sondern so das ihn alle verstehen konnten. „ Ich habe vernommen was du sagst, doch wir werden nicht lange suchen müssen, denn Selena und ich wissen wo die Insel der Götter zu finden ist. Ich gehe mal davon aus das du sie meinst.“ Argon nickte leicht. Dann jubelten die Völker und freuten sich das sie nun nicht mehr ohne Führung waren, sondern einen Oberherrscher bekommen sollten. Selbst die brummigen Zwerge waren bereit sich seiner Oberherrschaft zu beugen. Sie hatten ihn als anständigen und ehrbaren Mann kennen gelernt und der Zwergenkönig dachte sich, das er bereit war an dessen Seite wenn es nötig war noch öfter in die Schlacht zu ziehen. Aurian und Myrion die wieder mal alles beobachteten, lächelten und Aurian sah Myrion an. „Er hat es geschluckt, wir sind schon wieder einen Schritt weiter.“ Myrion nickte. „Nur vergiss nicht auf einem der Kontinente leben überwiegend Nomaden und einige Barbarenstämme, die wird er nicht so leicht überzeugen können.“ Aurian sah ihn an. „Das weiß ich und das muß er auch nicht. Schafft er es, gut. Schafft er es nicht, auch gut. Doch dieses Land hier das war wichtig und diese Hürde hat er genommen. Er hat sogar die Zwerge auf seine Seite gebracht und das zeigt das er ein guter Anführer ist und Silenee eine gute Ratgeberin, wie ich es erwartet hatte. Nun werden wir uns ein wenig zurück ziehen und mal abwarten was geschieht. Er hat große Pläne und was er sagte stimmt mich fröhlich. Vor allem das er keine Unterschiede bei den Völkern macht.“ Myrion grinste. „Allerdings eine Hürde muss er noch nehmen. Seit die beiden erwacht sind hat er keine Frau angerührt, denn die die er haben will weist ihn immer wieder zurück.“ Aurian zuckte mit der Schulter. „Also da mache ich mir keine Sorgen, sie wird ihm sicher nicht mehr lange widerstehen können, doch sollte er es tun bevor, Serena in die Brunst kommt. Denn sonst hätten beide das Gefühl das es unter Zwang stattfand und das ist für keine Beziehung gut.“

Doch wie Aurian es gesagt hatte, hätte man sich darüber keine Sorgen machen brauchen. Silenee hatte ihn die ganzen Monate über beobachtet. Die Verführung war für ihn schon da, denn die eine oder andere Frau hatte es bei ihm versucht, aber keinen Erfolg gehabt. Er hatte daran fest gehalten das er nur die eine wollte. Ebenso oft hatte er es bei ihr versucht, aber wie Myrion festgestellt hatte, hatte sie ihn jedes mal abgewiesen. Doch am Tag nach der Schlacht, wollte er sich nicht mehr abweisen lassen. Es reichte ihm, er fand er habe lange genug gewartet und so als Silenee nun am Abend das Zelt betrat, fand sie ihr und sein Feldbett zusammen geschoben. Er hatte die beiden Betten zusammen gebunden so das sie nicht aus einander rutschen würden und mit dicken Fellen belegt um es gemütlich werden zu lassen. Er stand im Zelt und hatte lediglich nur noch eine Unterhose an. Als sie das Zelt betrat ging er langsam auf sie zu. „Ich sagte dir doch das ich mir heute meinen Lohn holen werde. Und diesmal lasse ich mich nicht abweisen, denn ich weiß und habe gefühlt das du nicht ganz abgeneigt bist.“ Als er auf sie zu kam betrachtete sie ihn. Sie fand ihn schon recht reizvoll. Dann stand er vor ihr, legte einen Arm um sie und zog sie an sich. Als sie seinen starken Körper fühlte war es um sie geschehen und als er sie nun leidenschaftlich küsste, erwiderte sie den Kuss, sich an ihn drückend. In dieser Nacht ging es heiß her im Zelt des neu gewählten Herrschers. Da er wusste wie er eine Frau reizen musste, wurde auch Silenee ganz heiß, allerdings übertrug sich das auch auf Serena und sie kam urplötzlich in die Brunst, so das auch Zandramas und sie den Paarungstanz der Drachen am Himmel vollführten, was nun das Volk staunend mit ansah. So etwas hatten sie noch nie erlebt. Als Zandramas es gerochen hatte wurde er wild und als Serena in den Himmel stieg, flog er ihr hinter her und stürzte sich auf sie. Im Flug überwältigte er sie und biss sich in ihrem Nacken fest um sich mit ihr zu paaren, das Ergebnis würden einige Eier in einem Nest sein. Auf der Erde übertrug sich nun diese wilde Lust der beiden Drachen auch auf die beiden Menschen mit denen sie verbunden waren und so wurde es auch im Zelt der beiden noch um einiges wilder. Doch irgendwann war es vorbei und die beiden Drachen kehrten erschöpft auf die Erde zurück. Serena machte sich Sorgen, denn sie hatten weder eine Höhle noch ein Nest in dem sie die Eier hätte ablegen können. Am nächsten Morgen sprach Silenee mit Serena darüber, doch sie hatte eine Idee und sprach gleich mal noch mit Argon. „Sie wird einige Eier ablegen müssen. Die Frage ist nur wo. Ich dachte solange sie noch Zeit hat sollten wir die Insel suchen, vielleicht finden wir dort eine Höhle in der sie sich niederlassen und ihr Nest bauen können. Was denkst du?“ Argon nickte, er rieb sich immer mal die Kratzer die Silenee ihm in der Nacht bei gebracht hatte. „Ich hatte zwar gedacht wir hätten noch ein wenig Zeit, aber du hast recht. Wir müssen uns schnell auf den Weg machen, denn ich spüre das auch Zandramas wegen seiner Jungen besorgt ist. Serena kann die Eier nicht lange halten. Ich habe auch mit ihm gesprochen und ihn gefragt wie oft sie zum Paarungstanz auffliegen würden. Er meinte normalerweise eventuell alle zehn Jahre aber im Augenblick habe er das Gefühl das es in kürzeren Abständen passieren würde. Er sagte irgendwas habe sich durch die Verzauberung geändert.“ Silenee dachte ebenso, also organisierten sie alles was getan werden musste. Sie schickten die Völker erst mal wieder nach Hause und sagten ihnen das sie bald zu ihnen kommen, das aber die Drachen nun dringender ihre Hilfe brauchen würden. Das sah man allgemein auch ein. Einzig einige der Avariel wollten sie begleiten, da sie ihnen folgen konnten. Doch das wollten die anderen Völker nicht zulassen, immerhin lagen Schiffe am Strand, die noch von dem Gegner zurück gelassen worden waren und so begab man sich an Bord und würde ihnen mit den Schiffen folgen. Sogar eine Abhandlung der Zwerge, obwohl sie sich vor dem Wasser fürchteten, waren bereit mit zu segeln. Während sich der Hauptteil der Armee auf den Weg nach Hause machte, folgte eine kleine Abhandlung den beiden Drachen und den Helden auf einem Schiff. Silenee und Argon wurden von ihren Drachen getragen und hier und da auch mal eine der Avariel, wenn sie zu erschöpft waren zum fliegen. Zwei Tage flogen sie Richtung Südosten. Die beiden Drachen schienen wirklich zu wissen wohin sie mussten. Dann erschien am Horizont eine Insel. Dort angekommen und gelandet, sahen sich Silenee und Argon um. Sie fanden die Überreste einer Stadt ebenso wie die Ruine eines alten Tempels der inzwischen mit Pflanzen überwuchert war. Argon nickte als er das sah, er sah Silenee an. „Das ist es. Wir haben viel Arbeit vor uns bis das alles wieder in Ordnung gebracht worden ist. Doch hier sind wir richtig. Das ist die Insel der Götter.“ Während sich die beiden unten umsahen suchten die beiden Drachen eine Höhle die groß genug sein würde, für ihr Nest. Kaum einen Tag später kam auch das Schiff mit den anderen an. Inzwischen hatten die Drachen zwar eine Höhle gefunden, doch war diese nicht groß genug, sie waren am verzweifeln. Jetzt zeigte sich aber wozu die Zwerge gut waren. Sie sahen die beiden Drachen an. „Nicht verzweifeln das haben wir bald.“ Und schon machten sie sich an die Arbeit und höhlten die Höhle noch weiter aus. Soweit bis das Nest Platz haben würde, somit war schon mal für das wichtigste gesorgt. Anschließend sorgten sie noch für einen Weg der außerhalb des Berges von der Höhle ins Tal führte. Die Menschen hingegen begannen schon den Wiederaufbau der Stadt und des Tempels zu organisieren. Sie dachten nach, drei Tage würden sie für eine Fahrt brauchen, also hin und zurück jeweils sechs Tage. Es mussten Steine heran geschafft werden und was man sonst noch benötigte. Abermals kamen die Zwerge ins Spiel, sie traten vor Argon hin. „Mylord, wir können einen großen Teil der Steine hier aus den Bergen holen, doch hätten wir eine Bitte.“ Argon sah sie an und nickte auffordernd. „Nun Mylord, ihr wisst es vielleicht nicht, doch wir haben eine Nase für seltene Metalle die in einem Berg schlummern und hier lagern große Mineralvorkommen unter anderem Mithril, Gold und Eisen. Wenn ihr uns erlauben würdet das sich einige von uns dort niederlassen würden, wären wir bereit, die Steine die ihr benötigt zu besorgen und die Metalle mit euch zu teilen.“ Argon sah den Zwerg an, lächelte und nickte abermals. „Ich heiße euch willkommen hier. Doch seid ihr sicher das euer König das gut heißen wird?“ Der Zwerg lachte. „Mylord wenn er hört das es hier Mithril gibt, kommt er sogar persönlich um es ab zu bauen, glaubt mir.“ Argon lachte. „Na denn, wenn es den Göttern nicht recht sein sollte, sollen sie es mir sagen. Also sucht euch einen Berg aus und macht ihn für euch wohnbar.“ Einer der Zwerge druckste ein wenig herum. „Mylord, ich glaube wir haben auch die Schmiede des Götterschmieds gerochen. Dort sollten wir uns aber nicht niederlassen, das könnte ihn erzürnen. In unseren Legenden wird berichtet das er gerne seine Ruhe hat.“ Argon nickte. „Tut was ihr für richtig haltet. Absichtlich wollen wir ja keinen der Götter erzürnen oder?“ Nun gingen die Zwerge zu Silenee und baten sie ob sie nicht eventuell einen konstanten Zugang errichten könnte für ein Dimensionstor zum reisen. Diese Schiffsfahrten waren wirklich nichts für sie. Silenee dachte nach wie man das machen könnte, dann kam ihr die Erleuchtung. „Ja das ist möglich. Ich habe da auch eine Idee wie. Also dazu brauchen wir Steine die wir so aufbauen müssen wie ein Tor, in dieses Tor werde ich den Zauber zur Reise eingeben und so könnte man beliebig oft hin und her reisen. Vorausgesetzt in eurer Zwergenstadt gäbe es ebenfalls so ein Tor. Dazu müsste ich euch mal begleiten und es dort mit dem nötigen Zauber versehen.“ Die Zwerge nickten ganz begeistert, denn bei der Wahl ob Wasser oder Zauber, gaben sie dem Zauber doch lieber den Vortritt, da würden sie wenigstens nicht nass und seekrank. Mal abgesehen davon das sie Silenee eher vertrauten als dem Meer. Auch die Zentauren, Elfen und Avariel baten hier um eine zweite Heimat. Argon raufte sich die Haare. „Ich befürchte wir werden die Götter doch erzürnen, wenn wir wie eine Invasion hier einfallen. Lasst mich erst mal die Insel genau überschauen wie groß sie ist und wie ich eure Wünsche am besten erfüllen kann ohne das wir den Göttern auf den Senkel gehen.“ Damit waren alle zufrieden, vor allem als sie sahen das er mit Zandramas die Insel überflog um zu sehen wie groß sie war und um Plätze für ihre Heimstätten zu suchen. Es war nicht leicht, denn er wusste das er jedem Volk soviel Platz verschaffen musste das sie sich nicht hinterher gegenseitig auf die Nerven fallen würden. Doch sah er das im westlichen Teil der Insel hier und da ein Haus stand, er ging davon aus das es die Häuser der Götter sein würden, womit er nicht ganz unrecht hatte. Die Häuser tauchten mal auf und verschwanden wieder. Hier half ihm Aurian, damit er nicht aus versehen die Elfen oder Zentauren neben ihr ansiedelte oder neben einem anderen Gott. Als er sich den Östlichen Teil ansah, stellte er fest das der gänzlich unbewohnt und ungenutzt war. Er nickte und wusste nun wo er die Völker ansiedeln konnte. In den Bergen fand er sogar ein kleines grünes Tal das sehr gut für die Avariel geeignet war. Den Zugang zum Meer würde man über die Stadt der Menschen haben, somit war alles wunderbar aufgeteilt und niemand würde sich gestört fühlen. Einige Stunden später teilte er den Völkern mit was er entdeckt hatte und gab ihnen die Koordinaten der einzelnen Plätze an. Doch beschwor er sie, sich vom westlichen Teil der Insel fern zu halten, da dort scheinbar die Heimstatt der Götter sei. In den nächsten Wochen wurde überall emsig gearbeitet. Die Schiffe kamen und fuhren wieder ab. Alles was man brauchte wurde heran geschafft, wenn man Bäume fällen musste ließ man sich von den Elfen beraten. Die starken Zentauren schleppten alles herbei. Die Menschen bauten und die Avariel bewachten aus der Luft die Insel. Wobei nebenher jedes Volk auch noch seine eigene Heimstätte baute. Die Insel der Götter war wieder mit Leben erfüllt und Aurian freute das sehr. Doch spürte Aurian auch bei ihnen eine Veränderung und die musste so schnell wie möglich ausgeführt werden.

Kapitel 23: Die vier Elemente


 

Aurian spürte es schon seit einigen Tagen und zur Gewissheit wurde es als Aglaia und Iona bei ihr auftauchten um mit ihr zu reden. Iona sah sie an. „Ich spüre das sich meine Macht teilt, doch weiß ich nicht wieso oder warum.“ Aglaia setzte hinzu. „Das Schicksal einiger der Götter hat sich geändert ich spüre es in jeder meiner Poren. Doch weiß ich nicht von welchem Gott im einzelnen. Du musst es heraus finden sonst drehen Iona und ich noch durch.“ Aurian nickte. „Ich glaube ich weiss was hier vor sich geht. Es sind Myrions Kinder. Dorian, Eric, Mystra, Andra und Leon. Wobei es nur vier von ihnen betrifft, ich muss nur sehen wen genau. Und was ihr spürt ist das Erwachen der vier Elemente. Feuer, Wasser, Erde und Luft.“ Sie sah Iona an. „Deine Macht teilt sich nicht wie du denkst, sie wird nur verändert. Du wirst immer die Macht über alles was natürlichen Ursprungs ist haben. Doch wird diese Macht nun in soweit geteilt werden das vier von Myrions Kindern, jeder ein Element vertritt. Wir müssen nur heraus finden welches der Kinder für welches Element steht.“ Die beiden nickten und Aurian rief die fünf Kinder herbei. Kurze Zeit später standen nicht nur die fünf jungen Götter da sondern alle um zu sehen was hier nun geschah. Aurian sah die fünf an. „Zieht euch bis auf die Unterwäsche aus, ich muss etwas testen.“ Dorian grinste frech, doch alle taten was sie verlangte, obwohl sich Mystra ein wenig zierte, bei so vielen Zuschauern. Doch damit hatte Aurian keinen Vertrag. Als erstes war Dorian dran, sie trat vor ihn und umfasste erst seinen Kopf, dann glitten ihre Hände langsam über seine Brust hinunter zu seinem Bauch, wobei er sie angrinste und leise flüsterte. „Wenn du noch tiefer gehen willst sollten wir das in einer etwas privateren Umgebung tun.“ Sie sah ihn giftig an: „Dreh dich um.“ Er tat leise lachend was sie wollte und ihre Hände glitten nun ebenso sachte über seinen Rücken. Dann nickte sie. Als er sich wieder herum drehte sah sie ihn an. „Nein du bist kein Element, wenigstens nicht das wonach ich suche. In dir ist die Dunkelheit zu tief. Du bist genau das was wir immer sagten. Der Gott der Dunkelheit. In dir glühen alle Elemente, das Feuer das sich in deiner wilden Leidenschaft zeigt. Die Luft die du mit deinen Lügen und Betrügereien verpesten kannst. Die Erde auf der du mit beiden Beinen fest stehst und als letztes das Wasser das dich auch Zeiten durchleben lässt die ruhiger sind..“ Dorian nickte leicht. „Das wusste ich immer. Ich wurde als das geboren was ich bin.“ Aurian nickte. „Du kannst dich wieder anziehen.“ Dann trat sie vor Eric und der sah sie an. „Bitte fasse mich nicht an. Deine Gegenwart macht es mir schon schwer genug mich zu beherrschen.“ Als Dorian das hörte prustete er vor lachen heraus. „Ich wusste es, er ist ebenso scharf auf dich wie alle Kerle.“ Aurian sah Eric sanft an. „Ich muss es tun um dich zu prüfen.“ So griff sie auch erst um seinen Kopf, und abermals glitten ihre Hände auch an ihm entlang. Sie sah wie er sich beherrschen musste. Leise hörte sie von ihm ein aufstöhnen. Doch als sie bei ihm am Bauch angekommen war wusste sie bereits was sie wissen musste, doch fiel ihr Blick auch auf etwas das Eric nun erröten lies und er stammelte. „Entschuldigung, ich sagte ja ich reagiere sofort.“ Sie löste ihre Hände von ihm und sah Myrion an. „Komm mal her und zeig uns deinen Neptun.“ Myrion grinste und verwandelte sich in das was er sich unter einem Meeresgott vorgestellt hatte. Aurian sah Eric an ohne auf seine Entschuldigung ein zu gehen, um es nicht noch peinlicher für ihn werden zu lassen.. „Kannst du das auch?“ Er nickte und nun ahmte er Myrion nach. Und vor ihnen stand der perfekte Neptun, denn Eric hatte noch einige Sachen dazu getan die seiner Meinung nach einen Neptun ausmachten. Aurian nickte und sah Myrion wieder an der wieder als er selbst dort stand. „Er braucht einen magischen Dreizack.“ Myrion nickte ebenfalls. „Ich werde ihm einen schmieden.“ Dann verkündete Aurian, „Hier seht ihr den Gott des Meeres und das Element des Wassers.. Er ist ebenso ruhig und gelassen wie ein plätschender Bach und kann doch ebenso wild werden wie ein reißender Fluss oder ein aufschäumendes Meer es vermag.“ Eric nickte ihr dankend zu. „Ich spürte schon eine ganze Zeit das sich etwas veränderte doch wusste ich nicht was es war. Doch jetzt weiß ich es. Ich werde ein guter Meeresgott sein.“ Aurian lächelte ihn sanft an. „Das weiß ich.“ Dann trat sie vor Andra und tat nun bei ihm das selbe wie bereits bei Dorian und Eric. Auch Andras Körper reagierte auf ihre Berührung was ihn ebenso peinlich berührte wie zuvor Eric. Aurian lauschte. „Du bist der Wind, der Sturm wie auch das laue Lüftchen.“ Sie sah alle anderen wieder an. „Andra ist das Element der Luft.“ Dann trat sie vor Mystra. „Ich ahne schon was ich in dir finden werde.“ Trotzdem ließ sie auch an ihr ihre Hände entlang gleiten und nickte. „ Sie ist die fruchtbare Erde, auf der alles gedeihen wird was man auch anpflanzt. Sie kann die Ernte wachsen oder auch verdorren lassen wie sie es befielt. Sie ist das Element der Erde.“ Dann trat Aurian vor Leon. „Dann bleibt für dich nur eins du kannst nur das Feuer sein.“ Dennoch prüfte sie auch ihn, und als ihre Hände an seinem Körper entlang glitten reagierte er ebenso wie die anderen Männer vor ihm. Doch im Gegensatz zu Andra und Eric die das peinlich fanden, lachte er. „Ich bin wild auf dich und das seit meiner Teenagerzeit und nun ist es offenbar geworden. Ich schäme mich nicht dafür.“ Aurian lächelte ihn an. „Ich weiß mein Junge, denn in dir schlummert das Feuer der Begierde, das Feuer des Verlangens und noch einiges mehr. Du bist das Element des Feuers. Und das Feuer brennt heiß in dir.“ Sie sah zu Iona. „Hier hast du deine vier Elemente, da wir im Moment noch zwei Welten haben, aber mit der Zeit immer mehr bewohnte dazu kommen werden, war klar das du nicht immer und überall sein konntest und so hat sich deine Macht teilweise auf sie übertragen. Was nicht heißt das du nun weniger hast. Doch sie werden dir helfen deine Bürde leichter zu tragen.“ Iona nickte verstehend, während sich die geprüften Götter wieder anzogen. Anschließend feierte man ein wenig das auferstehen der vier Elemente. Dorian ließ sich irgendwann lässig neben Aurian auf einen Stuhl fallen und sah sie an. „Ich habe ein Problem und ich hoffe du kannst mir helfen.“ Sie sah ihn an. „Und welches?“ Er seufzte leise, so frech wie er sonst auch war, sah sie ihm nun an das er sich wirklich mit etwas herum plagte. „Ijana, sie weiß das ich keine Liebe für sie empfinde, obwohl ich nicht mal sicher bin ob ich jemals wieder Liebe empfinden kann. Ich habe keine Gefühle, weder Hass noch Liebe, noch sonst irgendwas. In mir ist nur Gleichgültigkeit. Mich stört es nicht weiter und Ijana kommt soweit auch damit zurecht, doch ist sie nicht in der Lage mir meine körperlichen Bedürfnisse zu stillen.“ Aurian sagte noch nichts sondern sah ihn nur weiterhin fragend an. „Sie lehnt meine wilde Leidenschaft ab. Jetzt ist es heraus. Zärtlichkeit, Leidenschaft, das alles mag sie, doch sobald ich mich ganz fallen lasse und meine mir angehörende wilde Natur heraus lasse, wehrt sie mich ab.“ Er seufzte wieder leise. Damok der in der Nähe stand nickte und trat zu den beiden. „Ihm geht es nicht alleine so. Rohan ist zwar wilder und auch weit aus leidenschaftlicher, doch auch ich habe das gleiche Problem.“Aurian sah von einem zum anderen. „Und was erwartet ihr nun von mir? Sie sind eben so, da kann ich auch nichts dran ändern. Obwohl ich davon ausgegangen bin das Rohan von Natur aus eigentlich ebenso wild sein müsste wie du.“ An Damok gewandt, dann sah sie Dorian an. „Und auch Ijana müsste da sie Dämonenblut in sich hat, es ebenso ab können. Ich frage mich was da schief gelaufen ist. Ich werde mal mit ihnen reden, an irgendwas muss es ja liegen. Denn Kräfte mäßig müssten sie es beide ohne Probleme ab können.“ Sie dachte nach. „Oder es liegt an euch, das ihr es nicht aus ihnen heraus holen könnt, schon mal daran gedacht?“ Beide knurrten leise, ihre Männlichkeit wollten sie nicht anzweifeln lassen. Dorian sah sie kalt an. „Du kannst es ja testen ob es daran liegt. Erfülle mir meinen Wunsch und schlaf mit mir, dann wirst du es sehen.“ Aurian lachte. „Ja hast du wirklich damit gerechnet das ich darauf eingehe? Nein mein Lieber, auf so plumpe Weise kriegt man mich nicht.“ Damit stand sie auf und ging und ließ die beiden zurück. Dorian zuckte mit der Schulter und sah Damok an. „Ein Versuch war es wert. Doch wenn sie erobert werden will, das kann sie haben.“ Damok sah Aurian nach und dann Dorian an, er nickte. „Ich glaube ich sollte auch mal alte Rechte wieder einfordern. Allerdings sollten wir zuvor mit Myrion sprechen, denn ihn will ich nicht als Feind haben.“ Dorian seufzte leise doch gab er Damok recht. „Ich begann mich gerade mit ihm an zu freunden und daher muss ich dir recht geben. Wir sollten zuvor mit ihm reden. Doch weiß ich das auch Aaron sie ab und zu fordert und sie sich darauf einlässt und Myrion ihm bislang noch nicht die Zähne eingeschlagen hat.“ Damok und Dorian sahen zu Aurian herüber, Dorian knurrte leise. „Ich will sie und ich schwöre, ich werde sie bekommen. Und wenn es nur für einmal sein sollte.“

In den nächsten Tagen hörten man wieder das Hämmern aus Myrions Schmiede. Auch die sterblichen Völker lauschten dem Hämmern und lächelten. Dorian suchte ihn in der Schmiede auf. Myrion lächelte leicht in sich hinein als er ihn sah. Aurian hatte ihm natürlich erzählt, mit was Dorian angekommen war. Dorian zog sich das Hemd aus, denn in der Schmiede war es glühend heiß und half ihm, in dem er den Blasebalg betätigte. Myrion musste sich das lachen verkneifen, er ahnte warum Dorian wirklich gekommen war. Doch dachte er sich, wenn er was will soll er damit anfangen, nicht ich. Beide schwiegen eine weile, dann sah ihn Dorian an. „Ich will sie, doch will ich nicht unsere gerade beginnende Freundschaft damit aufs Spiel setzen.“ Myrion nickte leicht. „Das ist sehr anständig von dir. Doch ob sie dir gibt was du von ihr willst oder nicht, liegt bei ihr. Und bisher hat sie es wohl abgelehnt.“ Dorian nickte leicht.“ Ich verstehe nur nicht wieso, ich meine sie hat doch sonst nie groß Theater darum gemacht, wenn ein Kerl zu ihr kam. Schließlich weiß sie welche Auswirkungen ihre Nähe auf uns hat.“ Myrion hielt kurz in seiner Arbeit ein und sah Dorian an. „Sie hat sich verändert. Der Tod der vielen Götter geht ihr nahe, auch wenn sie es sich nicht anmerken lässt. Ich bin froh das Iona immer noch da ist. Sie ist die einzige Freundin die sie immer hatte und auch immer noch hat. Aber wie dem auch sei. Sie überlegt heute noch mehr wen sie an sich heran lässt.“ Dorian sah Myrion an. „Doch sag, wie stehst du dazu, angenommen ich würde sie herum kriegen.“ Myrion sah an Dorian entlang. Er war nicht weniger muskulös als alle anderen Götter, sah gut aus und man spürte die animalische wilde Leidenschaft in ihm. „Wenn sie mit dir schlafen will, soll sie. Ich habe im Laufe der vielen Jahrtausende gelernt, das sie ihren Liebhabern höchstens ihren Körper gibt, doch mir ihr Herz. Und das ist mir das wichtigste. Sie liebt mich und wenn sie mit dir schlafen sollte, wird sie dennoch nur mich lieben. Selbst der alte Leon hat, obwohl sie ihn auf irgendeine weise geliebt hat, doch nicht das bekommen was ich von ihr bekam und immer noch bekomme. Also wenn du sie willst und sie es dir gibt, dann nur zu. Doch warne ich dich, solltest du es mit Gewalt versuchen, bringe ich dich eigenhändig um. Verführe sie, lerne sie kennen, dann wirst du wissen wie man sie herum bekommt. Du hast gute Chancen, wenn du es richtig anfängst.“ Dann schmiedete Myrion weiter an dem Dreizack für Eric. Für ihn war das Thema damit erledigt, er hatte gesagt was er zu sagen hatte. Dorian nickte, er wollte Aurian, doch wollte er dafür nicht die Freundschaft verlieren die ihn langsam mit Myrion verband. Er vergaß immer wieder das Myrion rein genetisch gesehen auch sein Vater war.

In den nächsten Tagen beobachtete er Aurian und sah wie sich Ethan und Lazarus an sie heran machten wie sie es schafften das sie ihnen gab was sie von ihr wollten. Sie verführten sie in dem sie ihr schon bevor sie sie berührten klar machten das sie bekommen würden was sie wollten. Sie überwältigten sie mit ihrer männlichen Präsenz und sie konnte nicht anders, sie gab sich ihnen hin. Myrion brauchte sich diese Mühe nicht machen, bei ihm reichte es wenn er sie an sich zog und sie leidenschaftlich küsste. Dorian nickte leicht, auf einmal wurde ihm Aurians Schwachstelle klar. Bei ihr begann es schon im Kopf und wenn ein Mann sich richtig in Szene setzte und ihr selbstbewusst gegenüber trat, sie dabei noch ohne sie an zu rühren bereits heiß machte, konnte er sich ihr nähern ohne abgewiesen zu werden. Sie war sehr lustbetont und das ließ sie schwach werden. So gesehen musste er sich selber eingestehen das er bisher wirklich sehr plump vorgegangen war. Er beobachtete nun auch Lazarus und Ethan immer mal und sah wenn sie durch die Welt gingen und sich in Tavernen oder auch in allgemeinen Alltagssituationen an eine Frau heran machten, immer ohne Ausnahme, Erfolg hatten. Die beiden waren ohne Zweifel die besten Verführer die Dorian je gesehen hatte. Ihnen konnte einfach keine Frau widerstehen. Dorian hatte viel gelernt in diesen Tagen, zumindest wusste er nun wie er Aurian herum bekommen konnte und das Wissen würde er auch schamlos ausnutzen.

Derweil ging der Aufbau der Stadt und des Tempels stetig voran, allerdings hatten die Menschen ohne es zu wissen auch ein klein wenig Hilfe bekommen. Nachts wenn alle schliefen, schlich sich Lazarus heran und ließ immer mal einiges schneller voran gehen. Doch blieb das Argon nicht verborgen, zumindest nicht das es ab und zu mehr war als die Leute tagsüber geschafft hatten. So legte er sich nachts auch mal auf die Lauer und erwischte Lazarus dabei was er tat. „Wer bist du und warum tust du das?“ Lazarus fuhr herum und sah nun Argon dort stehen. Als Argon ihn sich näher ansah, nickte er. „Jetzt weiß ich es, du bist Lazarus, was aber immer noch nicht erklärt warum du das tust.“ Lazarus zuckte mit den Schultern. „Nun ja ich war schon immer hilfsbereit, also dachte ich warum sollte ich euch nicht helfen und euch ein wenig an Arbeit ersparen. Nur tue mir bitte einen Gefallen und behalte es für dich.“ Argon nickte und sah ihn misstrauisch an. „Was willst du als Gegenleistung?“ Lazarus lachte leise. „Ich will keine Gegenleistung. Die hätte ich auch nicht bekommen wenn du mich nicht erwischt hättest.“ Argon nickte leicht und ließ ihn machen, er fragte nicht weiter. Doch hatte noch jemand bemerkt was dort vor sich ging, sie war von Aurian ausgewählt worden als erste Hohepriesterin dem Tempel vor zu stehen. Sie saß vorne auf der Treppe die zum Tempel hoch führte. Als Argon sich herum drehte und gegangen war, sprach sie Lazarus an. Argon bekam noch mit das jemand Lazarus ansprach und die Neugierde siegte. Er hoffte vielleicht etwas mehr zu erfahren und begann zu lauschen. „Was ist mit dir los? Solange ich dich kenne warst du immer ein recht lebenslustiger Mann, doch in der letzten Zeit scheint es mir als bedrücke dich etwas.“ Lazarus setzte sich neben Pelata, er nickte. „Du hast recht. Weißt du ich liebte einstmals Nara, doch sie starb und wurde wieder geboren wie du vielleicht weißt. Doch musste ich sehen das sie nicht mehr das war was ich zuvor in ihr gesehen hatte. Doch seit es sie für mich nicht mehr gibt, spüre ich ein großes Loch in meinem Herzen. Ich liebe Aurian, als Mutter und als Frau, doch eben nicht so wie damals Nara, das war etwas besonderes. Es fehlt mir. Ich möchte diese Liebe wieder spüren.“ Pelata nickte verstehend. „Dann schau dich in der Welt um, du hast doch alle Möglichkeiten, es wird sicherlich irgendwo eine Frau geben, die dieses Loch füllen kann.“ Lazarus seufzte. „Ich bekomme jede Frau, das kann auch ein Fluch sein. Denn da sich mir jede sofort in die Arme wirft, ist sie für mich nicht mehr als eine von vielen. Doch Nara damals widerstand mir zu Anfang, sie hatte mich sogar geohrfeigt als ich mir einen Kuss raubte. Ich will eine Frau, die weiß was sie will, die sich nicht sofort in meine Arme wirft wenn sie mich sieht. Ich will das was alle Männer wollen, die Frau erobern können, sie umschmeicheln müssen. Ich bin ein Jäger auf der Jagt, doch mir wirft sich das Wild sofort vor die Flinte, anstatt weg zu laufen. Verstehst du was ich meine?“ Pelata nickte und Argon begann darüber nach zu denken, das auch die Götter scheinbar so ihre Sorgen hatten. Er verstand Lazarus, denn er hatte auch um Silenee kämpfen müssen und was man sich so hart erkämpft hatte, hielt man auch fest und hoch. Er würde sich mal umsehen ob es nicht eine Frau gab die Lazarus Ansprüchen genügen würde. Das konnte doch nicht sein das sich wirklich jede in seine Arme warf. In den nächsten Tagen hatte er einige gefunden wo er sah die sich nicht jedem hingaben die es versuchten, also lockte er sie unter einem Vorwand zum Tempel wenn er das Gefühl hatte, das Lazarus mal wieder dort arbeitete. Doch jedes mal musste er sehen das wenn sie Lazarus sahen, das sie sich ihm anboten. Silenee beobachtete seine Bemühungen und fragte ihn irgendwann was das sollte. Da begann er ihr zu erzählen was er mit bekommen hatte. Sie schüttelte leicht den Kopf. „Du willst Vorsehung spielen? Mein Lieber, so klappt das nie. Doch hätte ich eventuell eine für dich, die seinen Ansprüchen wirklich genügen könnte. Allerdings ist es kein Mensch, sondern eine Elfe. Sie lernt bei mir die Druidenmagie.“ Argon ließ sich die junge Elfin zeigen. Sie hatte langes blondes Haar und war bemüht alles zu tun was ihr Silenee bei brachte. „Sie ist noch jung, für Elfenverhältnisse. Mal gerade erst hundertzwanzig Jahre alt. Sie hat bereits ihre ersten Erfahrungen mit den Männern gemacht, ist aber sehr wählerisch wie ich fest gestellt habe. Sag mir wann Lazarus wieder kommt um zu helfen und ich schicke sie um Nachtkräuter zu sammeln die nur in der Nacht blühen. Und dann werden wir sehen was geschieht.“ Argon nickte und lächelte Silenee an. „Sagte ich dir schon mal das ich dich liebe?“ Silenee küsste ihn noch mal kurz und nickte. „Ja das sagtest du schon öfter, ich liebe dich auch.“ Als Argon wieder mal das Gefühl bekam, das Lazarus am Werk war, sagte er Silenee Bescheid und sie tat was sie gesagt hatte und schickte die junge Elfe zum Kräuter sammeln. Beide beobachteten nun was geschehen würde. Als Lazarus die junge Elfe sah, dachte er holla die ist aber niedlich. Auch die junge Elfe sah ihn, sie fand ihn attraktiv, für einen Menschen. Sie wusste ja nicht das er ein Gott war. Lazarus ging sofort auf sie zu und begann sie zu umgarnen. Doch diesmal sollte er keinen Erfolg haben, sie sah ihn nur an. „Komm nicht auf dumme Gedanken Mensch, denn so attraktiv du auch sein magst, vergiss nicht ich gehöre nicht zu deinem Volk. Also verschwende deine Verführungsversuche nicht an mir.“ Lazarus sah sie sprachlos an. „Ist es nur weil wir nicht zum gleichen Volk gehören? Ich meine deswegen können wir doch trotzdem ein wenig Spaß mit einander haben. Wie heißt du mein schönes Kind?“ Sie sah ihn kurz an. „Ich weiß zwar nicht was es dir bringen sollte aber gut, ich heiße Eldire Armath und bin die Tochter des ersten Elfenlords der zweiten Generation nach Vaniband. Und da ich unsere Traditionen sehr hoch halte, ist es unmöglich das ich mich mit einem Menschen einlasse. Und noch etwas, ich bin kein Kind mehr.“ Lazarus sah sie an, Hoffnung keimte in ihm auf. Er lächelte. „Was wäre wenn ein Gott und das sind äußerlich auch Menschen dich darum bitten würde? Oder achtest du die Götter nicht?“ Eldire sah ihn an. „Also wenn es ein Gott wäre, würde es eventuell möglich sein, denn das steht über unseren Traditionen. Allerdings selbst wenn du ein Gott wärst, würde ich mich dennoch nicht gleich in deine Arme werfen und nun lass mich meine Arbeit machen.“ Lazarus Herz jubelte, hier war eine Frau die ihn mal ab wies. Er grinste. „Wie attraktiv findest du mich denn?“ Während er versuchte weiter mit ihr zu reden sammelte er mit ihr zusammen die Kräuter ein die sie brauchte. Sie betrachtete ihn und er hörte wie sie scharf einatmete. Scheinbar hatte sich sich gerade vorgestellt wie es in seinen Armen sein würde, doch antworten tat sie. „Attraktiv genug.“ Argon sah Silenee, die beide vorsichtig um die Ecke schauend, alles beobachtet und gelauscht hatten, an. „Also mein Herz du hattest den richtigen Riecher. Hier muss er kämpfen, ich glaube so leicht bekommt er sie nicht herum. Und sie ist auch noch sehr schön, also da hat er aber wirklich Glück.“ Silenee nickte. „Er ist wirklich attraktiv, holla was für ein Kerl.“ Argon lachte leise. „Muss ich eifersüchtig werden?“ Silenee sah ihn an und schüttelte den Kopf. „Nein, dazu gibt es keinen Grund. Denn niemals würde ich mich mit einem Gott einlassen. Außerdem bist du mir Mann genug.“ Das ging Argon runter wie Öl, er grinste. Anschließend zogen die beiden sich zurück. Nun musste man abwarten was weiter geschehen würde. Allerdings als Aurian davon erfuhr kochte sie vor Wut. „Selbst jetzt können sie es nicht lassen. Selbst jetzt versuchen sie zu intrigieren und zu manipulieren. Ich wusste doch das sie noch lange nicht ihr Strafe abgebüßt haben.“ Myrion sah sie an. „Oder aber man sieht es so als das wie es eventuell gemeint war. Nämlich das sie mit bekamen wie unglücklich Lazarus ist und ihm zu ein wenig Glück verhelfen wollten. Kätzchen sieh nicht immer alles so negativ. Selbst wenn er sich verlieben sollte, selbst wenn er sie für sich erringen kann. Dann sollten wir doch froh sein das er glücklich ist oder nicht? Nara ist für ihn verloren, ich weiß das er es mal bei ihr versucht hat, doch sie erlag ihm sofort, was ihm zeigte das sie nicht mehr die selbe ist.“ Aurian nickte leicht. „Vielleicht hast du recht. Na ja warten wir mal ab. Ich habe mir die Kleine mal angesehen und in gewisser weise würde sie ja tatsächlich gut zu ihm passen. Und wenn es ihn glücklich macht, macht es auch mich glücklich. Sein Glück ist mir wichtig.“ Myrion zog sie an sich. „Siehst du, ich wusste es doch. Doch noch etwas. Dorian wird es bei dir versuchen, er bat mich sozusagen um die Erlaubnis.“ Aurian seufzte leise. „Werde ich niemals Ruhe vor den ganzen Kerlen haben?“ Myrion lachte leise. „Kätzchen du weißt es ebenso wie ich, das wird niemals geschehen. Jeder Kerl will dich, doch die einen haben den Mut es zu versuchen, die anderen eben nicht und leiden lieber. Und du weißt wie ich dazu stehe, solange mir dein Herz gehört, macht es mir auch nichts aus. Denn ich weiß das du es liebst wenn die Männer hinter dir her sind. Das ist nun mal deine Natur.“ Leise hauchte er ihr ins Ohr. „Ich weiß wie sehr du auf starke Kerle stehst.“ Dabei presste er sie feste an sich was sie scharf einatmen ließ. Sie sah ihn bereits schwer atmend an. Er lächelte und küsste sie leidenschaftlich und gedachte eine heiße Nacht mit ihr zu verbringen.

Kapitel 24: Das Tier in ihnen


 

Durch Lazarus Hilfe war der Tempel bald fertig gestellt. Ebenso nahm die Stadt langsam Gestalt an. Vor allem da man zuerst die Burg und einige Häuser restauriert hatte, wo nun die Menschen eine Heimat fanden. Silenee und Argon hatten ihr Versprechen wahr gemacht und hatten alle Völker auf dem Festland besucht und dabei eine unwahrscheinliche Entdeckung gemacht. Denn die Elfen hatten einige Pferde die sie Windpferde nannten. Als Angel dahinter kam und er sich die Pferde ansah traten ihm Tränen in die Augen. Irgendwer hatte seine ersten beiden geflügelten Pferde gerettet. Denn dort waren Pegasus und Pegana. Er sah wie liebevoll man sie behandelte und war überaus glücklich darüber. Pelata hatte nun ihren Platz im Tempel eingenommen und begonnen dafür Priester und Priesterinnen zu finden, die sie ausbilden konnte. Silenee hatte angefangen Druiden und Magier aus zu bilden und hatte sogar einen Druidenhain auf der Insel eingerichtet. Die beiden Drachen hatten ebenfalls ein Zuhause gefunden und in ihrem Nest lagen nun sechs Eier. Allerdings waren sie ein wenig verwundert, denn es gab zwei goldene und je zwei bronzene und zwei silberne Eier. Ihre beiden verbundenen Menschen fragten sie was sie daran verwunderte und Zandramas erklärte, das es normalerweise unmöglich sei, das ein goldener Drache, anders farbige Eier bekäme. In der Regel würden Silberdrachen nur silberne Eier bekommen und Golddrachen nur goldene Eier und so weiter. Silenee sah es sich an und meinte dann. „Vielleicht seit ihr als Stammeltern ausersehen für alle möglichen Arten von Drachen, was sind denn die Unterschiede, mal abgesehen von den Farben?“ Zandramas sah sie an. „Nun, goldene Drachen sind die größten und stärksten, wir sind in der Regel auch die weisesten. Silberdrachen haben eine eigenartige Magie, sie sind in der Lage nicht nur ihre Drachengestalt an zu nehmen sondern auch die Gestalt anderer Wesen, wie Elfen, Menschen und sogar Zwerge. Sie können sozusagen unerkannt unter den Sterblichen leben und werden gerne als Beobachter angesehen. Die Bronzedrachen sind die schnellsten, sie fliegen so schnell das man es kaum sehen kann, ebenso haben sie die Fähigkeit der Teleportation, sie werden gerne als Boten eingesetzt. Sofern man eine Drachenkultur hat. Doch soweit ich mich erinnern kann gab es seit Ewigkeiten keine Drachenkultur mehr. Wir wurden zu Einzelgängern. Einst waren wir auch mal eine Gemeinschaft, die sogar einen Drachenlord hatten, der wie bei euch der König über alle anderen herrschte. Doch das ist ewig her.“ Silenee verstand, sie sah Zandramas an. „Ich habe so das Gefühl, weisester der Drachen, das hier eine neue Drachenkultur oder Gemeinschaft erwachsen soll. Und du der Drachenlord sein wirst, ob du willst oder nicht.“ Zandramas sah sie erstaunt an, dann auf das Nest, kleine Rauchwölkchen traten aus seinen Nüstern was Silenee zeigte das er aufgeregt war. Er dachte über das nach was Silenee gesagt hatte und je mehr er darüber nachdachte um so mehr kam er ebenso zu dem Ergebnis das sie recht haben könnte. War das das Geheimnis der Drachenkultur? Das die einzelnen Drachen aus einem Nest stammten das irgendwann mal entstanden war und es dadurch logischerweise einen Drachenlord gab, weil er der Stammvater war? Er sah seine Gefährtin an, wäre sie dann nicht die Stammmutter? Er spürte das sich etwas verändert hatte, er spürte das ihre Jungen ebenso wie er und Selena schneller schlüpfen und auch ebenso schneller wachsen würden, womit das Nest wieder frei für die nächsten Eier wäre. Doch was für Eier würden dann darin liegen? Er hoffte nur eins, das es niemals ein schwarzes sein würde. Silenee sah ihm an das er einen furchtbaren Gedanken hatte. „Was ist los?“ Er sah sie an. „Was ist wenn dort mal ein schwarzes Ei drin liegen sollte? Was dann?“ Silenee verstand nicht. Also erklärte ihr Zandramas. „Es gibt nicht nur die metallfarbenen Drachen sondern auch die Farbdrachen, unter anderem den Seedrachen, der blau ist, den braunen der ein Erddrache ist und ebenso den schwarzen Drachen. Er ist der bösartigste und kaum kontrollierbar. Er ist ähnlich wie das Chaos oder der Gott der Dunkelheit, unberechenbar.“ Silenee sah auf ihren Stab. „Sagte man nicht das mein Stab vom Gott der Dunkelheit geschmiedet wurde? Bin ich nun der Dunkelheit verpflichtet?“ Zandramas schüttelte den Kopf. „Nein, ich gehe mal davon aus, da er eine Drachenschuppe trägt und zudem eine Kugel des Lichts, das er von der Göttin des Lichts in Auftrag gegeben wurde. Der dunkle Gott wird nur der Schmied gewesen sein, vielleicht hat er dem Götterschmied lediglich geholfen. Du solltest Pelata aufsuchen um mehr über die Götter zu erfahren und vielleicht erfährst du auch so was es mit den anders farbigen Eiern auf sich hat. Ich mache mir wirklich Sorgen.“ Silenee versprach sich darum zu kümmern und zu versuchen heraus zu finden was damit los war. So trat sie wenige Stunden später Pelata gegenüber und hoffte einige Antworten zu bekommen. Sie hatte inzwischen heraus gefunden, das Pelata keine gewöhnliche Hohepriesterin war, sondern eine Auserwählte der Götter. Pelata sah Silenee an und nickte , als sie ihre zig Fragen stellte. „Das beste wird sein die Lichtgöttin beantwortet dir selber die Fragen. Doch rechne nicht damit das sie alle beantwortet.“ Silenee war damit einverstanden. „Solange wenigstens einige beantwortet werden, will ich zufrieden sein.“ Also bat Pelata Aurian darum und diese erschien ihnen auch. Doch bevor irgendwer eine Frage stellen konnte sah diese Silenee an. „Beantworte mir erst eine Frage, dann will ich dir gerne deine beantworten. Warum habt ihr Lazarus diese Elfe über den Weg geschickt?“ Silenee sah sie ruhig und mit ehrlichem Gesicht an. „Argon hatte mit bekommen das Lazarus unglücklich darüber war, das ihm seine Liebe verloren ging. Also haben wir gedacht vielleicht könnten wir ihm helfen. Das alleine war der Grund. Ob sich nun daraus eine Liebe entwickelt wissen wir nicht, aber es besteht immerhin die Möglichkeit. Lazarus hat uns geholfen ohne eine Gegenleistung zu verlangen, wir wollten uns nur bedanken.“ Aurian nickte leicht. „Also gut stelle deine Fragen.“ So begann Silenee alle Fragen zu stellen die die Völker betraf, die die Drachen und ihre anders farbigen Eier betraf, doch stellte sie keine Frage über Argon oder sich und ihr Schicksal. Aurian hörte ihr zu. Als Silenee fertig war sah Aurian sie an. „Du hast mir nun alle möglichen Fragen gestellt, doch wundert es mich das du mir die die dir am meisten auf der Seele brennt nicht gestellt hast. Nämlich ob es euer Schicksal sein wird , immer wieder auf erstehen zu müssen um alles wieder ins Lot zu bringen.“ Silenee senkte den Kopf und nickte. „Ich habe Angst vor der Antwort.“ Aurian verstand. „Also gut, ich werde sie dir dennoch beantworten. Nein, es ist nicht für immer und ewig. Ihr werdet irgendwann einmal von diesem Schicksal erlöst werden. Doch zur Zeit brauchen wir euch noch als ewige Helden, ihr seid wichtig. Um euch ranken sich Legenden und Geschichten und das nicht nur auf dieser Welt sondern auch auf einer anderen. Hast du dich nicht gewundert das ihr wusstet das es hier eine Stadt und einen Tempel geben würde, die nur auf euch warten? Das liegt daran, das es auf der anderen Welt ebenso ist. Alles ist gleich und doch anders. Ich könnte euch die Traumzeit ersparen, doch würde es euch dann schwer fallen in die jeweilige Rolle zu schlüpfen. Als Beispiel, hier hast du Argon monatelang hingehalten bis du das erste mal mit ihm geschlafen hast, ebenso ist für euch Treue wichtig. Das ist eure Persönlichkeit als Silenee und Argon, doch ihr habt noch eine zweite Persönlichkeit, als Kristan und Naraja. Und diese Persönlichkeiten sind keineswegs treu, sondern recht frei mit ihrer körperlichen Liebe.“ Silenee sah sie erstaunt an, das konnte sie kaum glauben. „Welche ist aber dann unsere wahre Persönlichkeit?“ Aurian lachte. „Willst du das wirklich wissen?“ Silenee nickte heftig. Aurian sah Pelata an. „Lass Argon holen, denn das geht ihn ebenso an.“ So stand kurze Zeit später Argon ebenfalls in dem Raum in dem Aurian Silenee gegenüber saß. Kurz wurde er darüber informiert was sie nun zu sehen bekommen würden. Er konnte ebenfalls nicht glauben was er hörte, doch interessierte es ihn ebenso. Aurian öffnete ein Fenster und zeigte ihnen nun Dinge aus ihrer Vergangenheit, als Kristan und Naraja auf der Welt der Götter, aus ihrem ersten Leben. Das Abenteuer in der Höhle, dann die Schiffsreise, die Prüfung der beiden jungen Götter und ihre Grundsatzeinstellung. Beide sahen das sie niemals treu waren, das sie beide sobald ihnen jemand gefiel, sich den Spaß auch mit nahmen. Silenee errötete als sie sah wie wild es manchmal zugegangen war. „Das ist eure wahre Persönlichkeit. Grundsätzlich seid ihr beide Kämpfer.“ Sie sah Silenee an. „Nimm ein Schwert in die Hand und du wirst sehen du kannst damit umgehen. In deinem zweiten Leben hast du die Magie beherrschen gelernt, während Argon oder Kristan immer noch ein Kämpfer war. Und in diesem Leben meisterst du die Naturmagie, dank Iona, die dich als Druidin ausbildet. Doch Kristan oder Argon war immer Stratege, Kämpfer und dein Beschützer.“ So langsam verstanden die beiden was Aurian ihnen sagen wollte, sie vereinten verschiedene Persönlichkeiten in sich, und die ewigen Helden waren in gewisser weise Rollen in die sie schlüpften, wenn es nötig war. Doch mit jedem Leben wurden sie stärker und besser. Argon sah Aurian an. „Wird es einmal auch ein Ende haben?“ Aurian nickte. „Ja irgendwann werden die Helden vielleicht nicht mehr gebraucht. Doch es gibt immer Zeiten, in denen die Menschen oder Wesen eine Hoffnung brauchen, eine die sie anfassen und sehen können. Es gibt zwar die Göttin der Hoffnung, doch ist sie mehr eine Göttin die den Funken immer wieder erwachen lässt. Doch die sterblichen Wesen brauchen mehr als nur jemanden der ihnen ein wenig Hoffnung ins Herz pflanzt, sie brauchen Helden die sie sehen und eventuell auch anfassen können. Und das seid ihr.“ Argon nickte, er sah Aurian an. Er fühlte begehren nach ihr in sich hoch steigen, unterdrückte es aber sofort. Aurian lächelte, sie hatte es bemerkt und bewunderte ihn dafür das er widerstehen konnte. Dann beantwortete sie Silenees Fragen. Sie erklärte ihr was sie schon selbst heraus gefunden hatte, das die Drachen tatsächlich die Stammeltern einer gesamten Drachenkultur sein würden, doch das diese Jahrhunderte brauchen würde um sich ganz zu entfalten. Sie erklärte den beiden das diese beiden Drachen unsterblich sein würden, da sie ein Versprechen einlöste das sie einmal gegeben hatte. Nachdem sie alle Fragen beantwortet hatte die sie beantworten konnte, erhob sie sich und sah die beiden an. „Auch wir Götter sind gewissen Regeln unterworfen, an die wir uns halten müssen. So könnt ihr jeden Gott um Hilfe bitten, doch ob er sie gewährt ist eine andere Frage. Mich allerdings kann nur eine rufen und das ist Pelata oder ihre von ihr ernannte Nachfolgerin. Macht weiter wie bisher und alles wird gut. Ich macht das schon richtig. Ich bin stolz auf euch.“ Dann war sie verschwunden. Argon sah Silenee an. „Wir gehörten also immer schon zusammen und ich will ehrlich sein. Ich möchte auch nicht auf dich verzichten.“ Silenee nickte, sie empfand es ebenso.

Lazarus hingegen machte sich mit der Kultur und den Traditionen der Elfen vertraut. Eldire gefiel ihm, vor allem da er sich hier mal anstrengen musste um sie zu bekommen. Aurian beobachtete Lazarus Bemühungen und hoffte das diese junge Elfin sein Herz füllen konnte. Doch noch einem fiel es auf, Ethan. Er verstand es nicht, er fand sie hätten es doch gut. Sie bekamen jede Frau die sie wollten, auch Aurian war immer mal bereit das Bett mit ihnen zu teilen, was wollten sie denn noch mehr? Allerdings war sein Herz auch ausgefüllt von Aurian, bei ihm hatte keine andere mehr Platz.

Nachdem Aurian das alles gelöst hatte, ging sie nun das nächste Problem an. Es war ein wenig heikel, doch für Peinlichkeiten hatte Aurian keine Zeit, so beobachtete sie wie Rohan oder auch Ijana mit den beiden Männern umgingen. Sie musste feststellen das Damok und Dorian Recht hatten, es war alles gut bis zu einem gewissen Punkt, dann wehrten die beiden jungen Frauen die beiden Männer ab. Dorian als auch Damok verlangten nichts ungehöriges oder unmögliches. Aber Aurian sah das die beiden sich immer beherrschen mussten um die jungen Frauen nicht aus dem Bett zu treiben. Sie dachte über das Problem nach und dann kam ihr die Lösung. Aus Angst das die beiden sie verlassen könnten, beherrschten sie sich und gingen nie weiter als die jungen Frauen es zuließen. In den beiden jungen Frauen saß ein Knoten, sie wusste das die beiden auch anders konnten, Aurian spürte es, doch hatte man es noch nicht aus ihnen heraus geholt. Sie wusste, Damok oder Dorian waren dazu nicht mehr in der Lage, bei ihnen hatte es sich festgefahren und so ging sie alle Männer durch, die es möglicherweise aus den beiden Frauen heraus holen konnten. Sie beobachtete auch Leon und sah das in dem Jungen wirklich und wahrhaftig das Feuer der Begierde brannte. Doch sah sie auch das dies keine der Frauen die er sich schon mal nahm löschen konnte. Sie lächelte. Sie wusste das Leon es schon mal mit den beiden jungen Frauen getan hatte, doch auch er war damals relativ sanft mit ihnen umgegangen. Sie hatte einen Plan. Sie musste Leons Feuer gänzlich zum brennen bringen, der Junge konnte skrupellos sein, vor allem wenn sie es ihm auftragen würde. Sie sprach auch mit Myrion über das Problem. „Ethan und Lazarus haben es gut gemeint, als sie den Mädchen das erste mal sehr schön machten, doch begingen sie auch einen Fehler. Sie wussten wem sie angehören würden und übersahen das weder Damok noch Dorian, je richtig zärtlich sein könnten und hatten ihnen so nicht die Kehrseite gezeigt. Jetzt haben diese beiden Männer das Problem das ihnen bei den jungen Frauen etwas fehlt. Ich spüre das Ijana und auch Rohan es in sich haben, das sie ebenso wild und hemmungslos sein können. Doch sie beherrschen sich zu sehr und dadurch zwingen sie den beiden Männern das selbe auf. Sie lassen es nicht richtig heraus. Ich schätze mal das es die Unerfahrenheit ist die sie hemmt. Doch je länger es dauert um so mehr festigt es sich und so kann keiner von ihnen richtig glücklich werden.“ Myrion verstand. „Und was hast du nun vor?“ Aurian sah ihn an. „Ich hetze ihnen Leon auf den Hals. Ich werde ihm seinen Wunsch erfüllen und ihn mit ins Bett nehmen und ihn vorbereiten. Und ihm dann sagen er soll sich die beiden mal vornehmen allerdings ohne Rücksicht zu nehmen. Er muss den Knoten lösen, haben sie einmal erlebt wie es sein kann, oder wie es ist seine Hemmungen gänzlich über Bord zu werfen, werden auch alle glücklich sein. Allerdings werde ich dazu auch Damok und Dorian instuieren müssen, das wenn sie danach mit den beiden ins Bett gehen, rücksichtslos über alles hinweg gehen sollen. Denn auch da hat sich inzwischen etwas eingebürgert, was keinen der vier wirklich glücklich werden lässt. Die beiden Männer behaupten zwar keine Liebe zu empfinden, doch glaube ich das ist gelogen oder sie wissen es nicht besser. Doch wahrscheinlich ist es so das sie wie ich annehme aus Liebe zu viel Rücksicht nehmen und dabei auf der Strecke bleiben. Damok und Dorian sind Tiere im Bett, das ist Fakt, doch halten sie sich zurück aus Rücksicht auf die beiden Frauen und werden so immer frustrierter. Doch so könnte es passieren das ihre Frustration irgendwann in Hass um schlägt und sie dann wirklich Gewalt anwenden. Das gilt es zu verhindern.“ Myrion nickte. „Ich werde wie immer auf dich aufpassen das es nicht aus dem Ruder läuft.“ Mit Myrions Segen sozusagen nahm Aurian das Problem nun in Angriff. Sie setzte sich gekonnt in der Nähe vor Leon in Szene in dem sie sich unter den Wasserfall stellte und ihre Hände an ihrem Körper entlang gleiten ließ. Leon beobachtete es und ihm wurde heißer und heißer, bis er sich nicht mehr beherrschen konnte. Er riss sich regelrecht die Kleidung vom Leib und war ehe sich Aurian versah bei ihr. Er sah sie schwer atmend an und riss sie an sich. Er war nun nicht mehr auf zu halten. Wild und hemmungslos küsste er sie, seine Hände glitten an ihrem Körper entlang, dann verschwand er mit ihr in seinem Zimmer, warf sie dort aufs Bett und sich hinter her. Sie reizte ihn immer wieder bis er seine Kontrolle gänzlich verlor und nur noch über sie herfiel. Aurian hatte das schon öfter erlebt und genoss es. Sie mochte es wenn die Männer wild wurden. Unbemerkt von ihm begann sie Leon zu lenken. Zum ersten mal konnte er alles heraus lassen und musste keine Rücksicht nehmen. Sie hatte ihm gezeigt war wirklich in ihm steckte. Anschließend sah er sie an, leise wie sich entschuldigend. „Ich konnte nicht anders. Das Feuer brannte so heiß das ich es gelöscht sehen wollte.“ Aurian nickte leicht. „Und ist es nun gelöscht?“ Er strahlte als sie diese Frage stellte und nickte. „Ja, du hast es gelöscht. Doch ahnte ich nicht was ich wirklich vermag.“ Aurian sah ihn liebevoll an. „Doch möchte ich auch etwas von dir.“ Er grinste. „Noch mal?“ Aurian lachte. „Nein nicht noch mal. Doch möchte ich das du dieses Feuer an zwei anderen heraus lässt. Das du sie mitreißt, das du ihnen zeigst wie befreiend es sein kann, wenn man sich ganz fallen lässt. Wenn man sämtliche Beherrschung über Bord wirft. Doch wirst du dabei keine Skrupel kennen dürfen, denn es wird der Moment kommen wo sie es ablehnen werden. Dann presse sie auf das Bett und zwinge sie dazu sich fallen zu lassen. Lass sie nicht entkommen. Denn im Grunde haben sie nur Angst vor sich selber, sie spüren das es in ihnen schlummert.“ Leon nickte. „Wer ist es?“ Aurian sah ihn an während sie ihn zärtlich streichelte. „Ijana und Rohan.“ Er sah sie erstaunt an. „Aber ich dachte sie wären schon so tief gegangen.“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein, sie wehren es jedes mal ab. Es wird Zeit das Tier in ihnen zu wecken, das sie zweifellos in sich tragen.“ Leon nickte, er verstand. Er wartete auch nicht lange und nahm sich als erstes Rohan vor. Er verführte sie und als es soweit war das er seine tiefsten Triebe heraus ließ trat genau das ein was Aurian erwartet hatte, sie versuchte ihm zu entkommen, doch er hielt sie eiskalt im Bett fest und zwang sie regelrecht mit ihm zu gehen bis das Tier aus ihr heraus sprang und dann ging es wirklich wild zur Sache. Sie forderte sogar immer mehr und Leon war froh das er nicht schlapp machte. Anschließend sah er sie an. „Damok trägt es auch in sich, doch du verweigerst ihm als auch dir die absolute Erfüllung. Nun weißt du wie es ist und du musst keine Angst davor haben.“ Rohan räkelte sich wie ein zufrieden schnurrendes Kätzchen auf dem Bett. Leon hatte ihr nun gezeigt was in ihr steckte. Sie sah ihn dankbar an. Aurian hatte auch Damok und Dorian ihren Plan erklärt und ihnen gesagt, wenn die beiden Frauen von Leon zurück kämen, sollten sie nicht wieder solche Rücksicht nehmen sondern es drauf ankommen lassen. Das Tier wäre nun geweckt, jetzt läge es an ihnen. Bei Ijana machte es Leon ähnlich, er durfte nur nicht zu lange warten, nicht das die beiden mit einander sprachen. Bei ihr erging es ihm ähnlich, doch auch hier hatte Aurian recht gehabt, auch in Ijana steckte das wilde Tier das nur heraus geholt werden musste. Die beiden Frauen hatten nur Angst gehabt. Es war tatsächlich ihre Unerfahrenheit die sie dazu veranlasste sich zurück zu halten. Also blockten sie aus Angst diese tiefen tierischen Triebe einfach ab. Tage später konnte Aurian beobachten das es zwischen den vier wunderbar lief. Die beiden Männer sahen sehr zufrieden aus und auch die beiden Frauen gaben sich nun anders. Selbst ihre Bewegungen hatten nun etwas Katzenhaftes an sich. Aurian lächelte zufrieden, doch hatte sie nun ein neues Problem. Leon hatte es soviel Spaß mit ihr gemacht das er es immer wieder mal bei ihr versuchte. Doch als er sah das sich Aurian nicht mehr darauf einließ versuchte er es bei Rohan und Ijana. Die beiden hatten nun keine Skrupel mehr, sich auch von ihm zu nehmen was er ihnen anbot. Somit war auch Leon zufrieden gestellt. Und Dorian oder Damok juckte es nicht sonderlich das sich die beiden auch mal Leon mit ins Bett nahmen. Schließlich hatten sie ihm viel zu verdanken, ihm und Aurian. Wenige Tage später stellte sich heraus das beide Frauen schwanger waren. Iona die sie untersuchte stellte fest das Rohan Zwillinge erwartete und Ijana ein Mädchen. Die Vaterfeststellung war kein Problem, denn Damok und Dorian würden nun Vater werden, wobei Damok darüber vor Freude aus dem Häuschen war und Dorian nur seufzte. Er wollte keine Kinder, doch da es nun mal so war, sorgte er auch gut für Ijana. Beide Männer steckten ihren Frauen auch einen Ring an den Finger. Myrion sah Aurian an. „Siehst du? Ohne deine Veranlagung, wäre das nicht so gut ausgegangen. Also sträube dich nicht weiter dagegen, du bist nun mal wie du bist. Und ich liebe dich genau so. Immerhin kommt es mir auch zugute, ich liebe eine wilde Frau in meinem Bett.“ Aurian knuffte ihn leicht, was ihn lachen ließ. „Hat sich Dorian schon an dir versucht?“ Aurian schüttelte leicht grinsend den Kopf. „Nein, ich denke im Moment ist er mit Ijana voll ausgelastet. Sie fordert ihn so sehr das er manchmal schon fast auf dem Zahnfleisch geht.“ Nun lachte Myrion laut heraus. „Die Jugend von heute hat keine Ausdauer mehr. Komm Kätzchen ich zeige dir mal wie ein alter Hase das macht.“ Aurian war nicht abgeneigt, sie liebte Myrion mehr als alles andere auf der Welt und lag gerne in seinen Armen. Vor allem da er den anderen noch einiges hätte vormachen können. So war die Welt erst mal wieder in Ordnung.