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Kapitel 58: Tiefe Einsichten

In den nächsten drei Jahren
konnte man beobachten das Iskander hin und her gerissen war.
Obwohl die Mädchen ihn vergötterten und die eine oder andere
sich schon mal versuchte ihm zu nähern, in dem sie ihn
streichelten und ihn auch küssten, gab er nie nach. Leander
bekam mal mit wie er eines der Mädchen sogar regelrecht abwies.
Er sprach ihn darauf an. „Dir ist schon klar was das Mädchen von
dir wollte, oder nicht?“ Iskander nickte. „Natürlich, doch ich
habe um ehrlich zu sein Angst. Nicht das ich etwas falsch machen
könnte oder ähnliches, nein. Aber ich befürchte das sie mich
einfangen wollen. Das sie mich fest an sich binden wollen und
das will ich nicht. Geistig sind sie hinter mir zurück und ich
denke das sie eine feste Beziehung möchten, das sie denken, wenn
ich es mit ihnen tue, ich dann zu derjenigen gehöre. Verstehst
du? Ich will sie nicht verletzen, in dem ich mit ihr tue was sie
will und dann die nächste nehme und das würde ich. Denn ich will
nicht nur einer gehören. Ich mag die Mädchen viel zu sehr.“
Leander verstand. „Dann sprich mit ihnen sag ihnen das du dich
noch nicht fest legen möchtest, das du dich dafür noch zu jung
fühlst um dich bereits an eine fest zu binden. Wollen sie es
dann dennoch, brauchst du zumindest kein schlechtes Gewissen zu
haben und könntest nehmen was sie dir anbieten.“ Iskander nickte
nachdenklich. „Du hast recht, in dem Fall würden sie es ja
selber wollen ohne das ich eine Verpflichtung eingehe.“ Leander
lächelte. „Allerdings pass auf das sie dir kein Kind anhängen.
Achte selber darauf das du keine schwängerst.“ Iskander grinste.
„Das fehlte noch. Ich will mit siebzehn noch nicht Vater
werden.“ Leander erklärte ihm dann wie er es verhindern konnte
und Iskander war ihm äußerst dankbar dafür. Doch hatte er noch
ein Problem und wo er gerade mit Leander sprach, fragte er ihn
wie er darauf reagieren sollte. „Du hast bestimmt mittlerweile
mitbekommen das ich recht homophob bin, ich mag es nicht von
einem Kerl angefasst zu werden, zumindest nicht auf eindeutige
weise. Doch Soran versucht mich immer zu streicheln, mal wie
unbeabsichtigt über meine Brust oder über meine Arme oder
ähnliches. Ich glaube...er steht auf Männer und im besonderen
auf mich und meine Muskeln. Ich will ihn nicht verletzen, doch
ich will nicht das er mich auf diese weise berührt.“ Leander sah
ihn nachdenklich an. „Bist du sicher?“ Iskander nickte heftig.
„Ja, er hat sich keinem der Mädchen genähert, weder versucht sie
zu küssen, noch sie an zu fassen, dafür versucht er es bei mir.
Also er hat nicht versucht mich zu küssen, das würde ihm auch
schlecht bekommen, doch eben an zu fassen.“ Leander nickte
verstehend. „Nun an sich ist nichts verwerfliches daran, doch
wird er große Probleme kriegen, denn bisher haben wir keinen
Mann der auch lieber mit einem Mann zusammen ist. Da dürfte das
schwer für ihn werden. Ich denke du solltest mal mit Aurian
darüber reden. Vielleicht weiß sie was man da machen kann, mal
abgesehen davon will ich nicht wissen wie Aaron reagiert wenn er
hört das einer seiner Söhne homosexuell ist.“ Iskander nickte.
„Mein Vater ist sehr stolz auf seine Männlichkeit und das könnte
ihn eventuell doch recht irritieren.“ Leander lachte. „Da hast
du aber gehörig unter trieben, ich glaube eher er rastet
vollkommen aus.“ Iskander hatte es schon richtig beobachtet.
Soran stand tatsächlich auf Männer und Iskander trieb seine
Fantasie in ungeahnte Höhen, vor allem da Iskander inzwischen
eine starke und machohafte Männlichkeit ausstrahlte, auf die
natürlich auch die Mädchen total abfuhren. Soran litt selber
darunter, vor allem wenn er sah wie die Mädchen Iskander
streichelten und ihn küssten, wobei er allerdings auch
beobachtete das Iskander es sich zwar gerne gefallen ließ und
ihre Küsse sogar erwiderte, aber nicht weiter ging obwohl es ihm
schwer fiel. Die Mädchen hatten es auch bei ihm versucht, aber
er hatte ihnen gleich deutlich klar gemacht, das er nicht von
ihnen angefasst und noch weniger geküsst werden wollte. Iskander
folgte aber Leanders Rat und sprach mit Aurian und erzählte ihr
was er beobachtet hatte. Auch sie fragte ihn ob er sicher sei
und als er das bejahte nickte sie und versprach ihm sich darum
zu kümmern. So ließ Aurian, Soran mal zu sich kommen und sah ihn
an als er ihr gegenüber saß. „Soran, ist es wahr das du dich zu
Männern hingezogen fühlst? Es ist nicht schlimm wenn es so sein
solltest, doch sollten wir darüber reden. Denn Iskander fühlt
sich von dir belästigt und bedrängt und das darf nicht sein.“
Soran senkte den Kopf, nickte aber dann. „Ich würde auch lieber
auf Mädchen stehen, doch fühle ich mich mehr zu Iskander
hingezogen. Mir ist klar das ich so wohl nie einen Partner
finden werde, zumindest nicht unter den Göttern. Doch was soll
ich tun, ich fühle nun mal so.“ Aurian nickte. „Fühlst du dich
männlich oder weiblich? Ich frage deswegen, um fest zustellen ob
du wirklich ein Mann bist oder eventuell deine Seele im falschen
Körper steckt.“ Soran hob verlegen den Kopf. „Ich bin ein Mann,
doch kommt in mir keine Erregung beim Anblick einer Frau auf,
aber doch eben bei Iskander....und sogar bei Lazarus oder
Ethan.“ Aurian nickte. „Also wir haben zwei Möglichkeiten, zum
einen es so zu lassen wie es ist, allerdings wie du selber schon
fest gestellt hast, wird es für dich sehr schwer werden, denn
unsere Männer stehen alle auf Frauen oder wir ändern deine
Empfindungen, so das du ganz normal auf Frauen reagierst. Die
Entscheidung überlasse ich dir.“ Soran sah sie hoffnungsvoll an.
„Geht das denn? Kannst du meine Empfindungen ändern?“ Aurian
nickte. „Ja, das kann ich.“ Soran nickte. „Dann fällt mir die
Entscheidung nicht schwer, ändere meine Empfindungen. Doch wie
ist es dann, werde ich auch auf Männer immer noch reagieren oder
nur noch auf Frauen?“ Aurian lächelte. „Was möchtest du denn?
Beides oder nur eins?“ Soran sah sie an. „Nur eins, das ich
ebenso wie Iskander auf Frauen reagiere.“ Aurian nickte. „Doch
da du bisher auf Männer gestanden hast wirst du kein Problem
damit haben wenn sich dir ein Mann nähert, du wirst niemals so
homophob sein wie Iskander.“ Soran nickte. „Damit kann ich
leben, das ist für mich kein Problem.“ Gerade als sie es ändern
wollte erschienen Luna und Apoll bei ihnen und Apoll rief.
„Halt, nicht. Er schwindelt, er ist eine weibliche Seele in
einem männlichen Körper. Wenn du etwas änderst dann nicht seine
Empfindungen sondern seinen Körper. Soran ist eine Frau in einem
Männerkörper.“ Aurian sah überrascht auf die beiden, dann Soran
an. „Ich hatte dich doch gefragt ob du eine Frau oder ein Mann
bist. Warum hast du gelogen?“ Soran begann zu weinen. „Ich will
keine Frau sein.“ Aurian sah Soran sanft an. „ Warum nicht? Dann
könntest du deinen Empfindungen folgen und Iskander hätte auch
nichts mehr dagegen wenn du ihn anfasst.“ Er schluchzte. „Mein
Vater ist stolz darauf zwei Söhne zu haben, wie kann ich ihm
unter die Augen treten, wenn ich nun auf einmal eine Frau bin?“
Aurian lächelte. „Ist das alles, deswegen? Na warum fragen wir
ihn dann nicht einfach?“ So rief sie Aaron und Eirana herbei.
Sie erklärte ihnen was es mit Soran auf sich habe, das sie hier
eine junge Frau hatten die im falschen Körper steckte und das er
Angst habe, das Geschlecht zu wechseln, weil er Aaron damit
eventuell enttäuschen könnte. Aaron sah Soran liebevoll an. „Ob
Sohn oder Tochter, das war mir nie wichtig. Wenn ich also statt
eines Sohnes eine weitere Tochter haben sollte, so ist mir das
auch recht. Nur mein Junge...oder sollte ich besser sagen, meine
Tochter, warum hast du dich so herum gequält wenn Aurian es
recht schnell hätte ändern können? Ich hatte mich eh schon
gewundert das du so anders als Iskander warst. Aber das erklärt
nun vieles.“ Er sah Aurian an und nickte. „Mach aus dem falschen
Sohn eine richtige Tochter.“ Eirana nickte ebenfalls. „Ich liebe
Soran und ob nun Mädchen oder Junge das ist mir auch nicht so
wichtig.“ Nun strahlte Soran und nickte Aurian zu. „Dann mach
aus mir was ich bin, eine Frau.“ Aurian nickte und so änderte
sie unter den Augen der Anwesenden Sorans Geschlecht und aus dem
hübschen Jungen wurde eine sehr schöne, gut gebaute junge Frau,
der man ansah das sie sich nun wesentlich wohler fühlte. Soran
betrachtete sich nun und lächelte glücklich. „Ja das bin ich,
jetzt stimmt alles.“ Aaron trat auf Soran zu und drückte sie
liebevoll an sich. „Das hättest du schon eher haben können, wenn
du dich nur mal jemanden anvertraut hättest. Ich bin doch kein
Unmensch und so wichtig war es nie ob du ein Junge oder ein
Mädchen warst.“ Soran drückte sich glücklich an Aaron und
nickte. „Ich war dumm, ihr habt recht.“ Ab diesem Tag war Soran
nicht mehr schüchtern oder scheu, sondern wurde zu einer recht
selbstbewussten jungen Frau, die ihrem Vater alle Ehre machen
würde. Iskander fiel aus allen Wolken als sich Soran den anderen
nun offenbarte. Vor allem da Soran Iskander nun auch ansprach,
er fand sie äußerst scharf. Iskander sprach auch mit den anderen
Mädchen und machte ihnen klar, das er nichts gegen sie habe,
sondern sie sogar sehr gerne mochte. Doch das er sich noch zu
jung fühlte um sich auf eine fest zu legen. Er machte ihnen klar
das er etwas erleben wollte und keine feste Partnerin suchte.
Jedenfalls noch nicht. Doch wenn sie ihn weiterhin anmachen
würden, er sich nicht mehr zurück halten, sondern sich nehmen
würde was sie ihm anboten. Allerdings nicht nur von einer. Er
machte ihnen deutlich klar, das er sich ihnen nicht aufdrängen,
doch wenn jetzt eine zu ihm kommen würde, sie damit rechnen
sollte das sie dann auch in seinen Armen landen würde und das
nicht nur zum küssen. Die Mädchen sahen sich gegenseitig an, sie
nickten und ihnen wurde klar, das Iskander ihnen die
Entscheidung überließ. Iskander wußte das er geistig viel älter
als sie war und das hatte ihn auch immer zurück gehalten. Alle
Mädchen, einschließlich nun Soran interessierten ihn und wenn es
nach ihm gegangen wäre, hätte er sich nicht so zurück gehalten.
Doch wollte er auch niemanden verführen, der geistig jünger als
er war. Sie waren alle im siebzehnten Lebensjahr und die Mädchen
hatten nun alle Attribute einer Frau, was es ihm sowieso schon
schwer gemacht hatte, sie sich nicht einfach zu nehmen. Soran
verstand ihn am besten, schließlich hatte sie auch mal im Körper
eines Jungen gesteckt, doch nun konnte sie offen ihre Zuneigung
Iskander gegenüber zeigen. Anfangs kam es Iskander merkwürdig
vor als Soran ihn nun offen streichelte und sich ihm näherte,
doch als sie sich an ihn drückte und er ihren nun recht
weiblichen Körper spürte, stöhnte er leise auf und es war um ihn
geschehen. Sie landeten zusammen in der Liebeshütte, er ging
anfangs noch sanft und zärtlich vor. Doch mit zunehmender
Erregung, wurde er leidenschaftlicher und schlussendlich nahm er
sie sich. Soran war überglücklich, denn endlich konnte sie ihrer
Neigung offen folgen und sich von dem Jungen nehmen lassen den
sie so heiß begehrte. Ihr war klar, das Iskander sie nicht zu
seiner festen Partnerin machen würde, er hatte ja klar genug
gesagt was er wollte, doch das war ihr egal. Sie lag in seinen
Armen, er streichelte und küsste sie, das war mehr als sie sich
je erträumt hatte. Und als er sie sich nahm, jubelte sie, denn
so jung Iskander eigentlich noch war, wusste er tatsächlich auf
was es ankam und ließ so das erste mal für Soran wunderschön
werden. Als er später mit einem seligen Lächeln auf dem Gesicht
in einem Liegestuhl am Strand lag, legte sich Leander auf eine
Liege neben ihn. „Na wer war es?“ Er sah Leander an. „Wer war
was?“ Leander lachte. „Na wer dir dieses selige Lächeln verpasst
hat. Denn ich gehe mal davon aus du hast nun dein erstes mal
hinter dir.“ Iskander nickte frech grinsend. „Das erste, zweite
und dritte mal. Soran war es und sie wollte immer noch mal. Aber
ich war auch gut.“ Leander lachte herzlich. „Na um dein
Selbstvertrauen brauchen wir uns wohl nicht zu sorgen. Doch
rechne nun mal damit das die anderen es eventuell auch wollen.“
Iskander zuckte mit der Schulter. „Ich nehme es mit allen vier
auf wenn es sein muss. Soran hat mir jedenfalls viel Freude
gemacht und eine reicht mir auch erst mal.“ Iskander sah sich
Leander an und verglich dessen Muskel bepackten Körper mit
seinem eigenen. Er stellte fest das er ebenso männlich herüber
kam wie Leander. Er nickte zufrieden. „Wusstest du eigentlich
das sich dein Vater seit der Zurückführung nicht mehr an Aurian
heran traut?“ Leander sah ihn überrascht an. „Nein das wusste
ich nicht. Ich dachte er würde sie ab und zu auf suchen.“
Iskander schüttelte den Kopf. „Nein, ich weiß nicht wieso, aber
seit meiner Geburt ist er nicht mehr bei ihr gewesen. Zumindest
nicht deswegen, im Gegensatz zu dir.“ Leander sah ihn überrascht
an. „Du weiß das sie und ich...?“ Iskander lachte leise. „Klar
weiß ich das. Ich weiß mit wem sie schläft.“ Leander sah ihn an.
„Spionierst du ihr immer noch nach?“ Iskander schüttelte den
Kopf. „Das muss ich gar nicht. Ich weiß es auch so, wann und mit
wem sie gerade zusammen ist. Das Erlebnis durch die
Zurückführung hat mich auf sie sensibilisiert.“ Leander setzte
sich halb auf und sah ihn fragend an. „Kannst du mir sagen
…....na ja wer der beste ist?“ Iskander lachte leise. „Denkst du
wirklich darüber nach? Doch das hättest du nicht fragen
brauchen, denn die Antwort liegt klar auf der Hand.... Myrion.
Jeder von euch ist verschieden.“ Leander sah sich um, ob ihnen
auch keiner lauschte. „Wie verschieden, auf welche Weise? Die
Frauen oder Aurian im besonderen sagen ja nichts darüber. Doch
würde ich meine Konkurrenz schon gerne kennen und wissen was sie
anders machen oder ob sie besser gebaut sind, du weißt was ich
meine.“ Iskander sah ihn an. „Ist das wirklich dein ernst?“
Leander nickte. Iskander grinste. „Dir ist aber schon klar das
ich erst siebzehn bin?“ Leander zog die Augen schmal zusammen
und sah Iskander an. „Altersmäßig ja, doch weiß ich auch das du
es geistig nicht bist. Sonst würde ich dich nicht danach
fragen.“ Iskander nickte. „Also gut. Myrion ist ein Bulle, ein
Stier. Die lange Zeit die er bereits mit ihr zusammen ist hat
ihn sensibilisiert, er weiß genau was sie wann und wie will. Er
ist sehr ausdauernd und ist so potent das er eine ganze Nacht
ununterbrochen kann wenn es sein muss. Meistens wenn er sie in
seinen Armen hält, lässt er sie nicht wieder raus bis sie
wirklich nicht mehr kann und das kann bei ihr dauern. Er
vereinigt alle Liebesarten, die die anderen dich eingeschlossen
einzeln mit ihr praktizieren. Zum Beispiel Lazarus, er ist der
zärtliche und leidenschaftliche Verführer, wenn er sie verführt
gibt er ihr das Gefühl, das sie ihm nicht entkommen wird. Das,
egal wie sehr sie versuchen würde sich ihm zu entziehen, er sie
dennoch nehmen wird. Ethan ist einfallsreich und sehr
fantasievoll. Er spielt mit ihr und sie mag es. Mein Vater fällt
aus der Rolle, er ist der Kriegsgott und das auch bei ihr im
Bett. Er ist brutal und hart, er dominiert und lässt nicht zu
das sie ihn nimmt. Er ist selten zärtlich zu ihr doch sie
genießt es. Er übrigens auch, denn bei ihr kann er sein was er
ist. Gregorian ist hemmungslos und wild, ganz der Drache der in
ihm schlummert. Jeder dieser Männer braucht sie. Lazarus und
Ethan weil sie sich bei ihr austoben können, sie hat ein
wahnsinniges durchhalte vermögen und hält einiges aus. Ohne sie
würden die beiden durchdrehen. Aaron, weil er bei Iona niemals
seine wahren Gelüste heraus lassen könnte, sie würde es nicht
verstehen, so aufgeschlossen sie auch sein mag. Doch Aurian
versteht ihn und nimmt ihn so wie er ist. Gregorian hat das
gleiche Problem. Pia ist zu sanft, zu liebevoll und würde seine
wilde und hemmungslose Leidenschaft nicht ertragen können, doch
Aurian kann es. Sie liebt es sogar.“ Leander sah ihn verstehend
an. „Was ist mit mir?“ Iskander lächelte. „Du bist stürmisch und
leidenschaftlich. Sie liebt deine stürmische Art auf dein Ziel
los zu gehen. Hinzu kommt das sie sich von deiner Dunkelheit
angezogen fühlt. Sie mag das unberechenbare in dir. Du bist
übrigens der einzige der sie nicht unbedingt braucht. Doch du
bist heiß auf sie und begehrst sie sehr.“ Leander nickte. „Das
stimmt, ich will sie immer wieder. Was ist mit Myrion?“ Iskander
sah ihn an. „Er liebt sie mehr als sein eigenes Leben. Doch in
diesem Fall braucht sie ihn und nicht er sie. Ohne ihn würde sie
untergehen, sie würde in Verzweiflung versinken. Er ist ihr Fels
in der Brandung, er ist die Kraft die ihr hilft. Er ist genau
das was er auch verkörpert, die unbezwingbare Festung. Wer ihr
ein Leid antun wollte müsste erst an ihm vorbei, doch das würde
keiner überleben. Er ist gütig und strahlt Sanftmut aus. Doch
man sollte sich hüten. Du bist schon gefährlich, das gebe ich
zu, doch Myrion ist viel gefährlicher. Er könnte jeden Gott hier
überrennen selbst meinen Vater.“ Leander nickte verstehend. „Was
ist mit Aurian selbst? Was bevorzugt sie, was liebt sie am
meisten?“ Iskander seufzte. „Sie ist Nymphoman sie braucht die
Männer wie andere die Luft zum atmen. So braucht sie auch die
Abwechslung. Myrion kann ihr alles bieten was jeder einzelne von
euch ihr bietet, doch sie braucht die anderen ebenso wie sie sie
brauchen. Sie braucht das Gefühl begehrt zu werden, sie liebt es
zu wissen das jeder sie will. Sie ist immer scharf, es gibt kaum
einen Moment wo ihr Körper nicht vor Verlangen glüht. Und je
wilder und härter oder stürmischer es zugeht um so mehr lebt sie
auf. Der Mann der mit ihr das Bett teilen will muss schon
einiges zu bieten haben. Sie mag kraftvolle und muskulöse
Männer. Dann sollten sie selbstbewusst sein. Ein Mann der das
nicht hat, wird kaum eine Chance bei ihr haben. Sie ist eine
starke und in sich gefestigte Frau, doch genau aus diesem Grund
muss der Mann der sie in seinen Armen halten will, noch stärker
sein und das muss sich äußerlich auch offenbaren. Sie trägt die
Last des gesamten Universums auf ihren Schultern, auch wenn sie
diese Last mit uns anderen teilt. Doch schlussendlich muss sie
für alles gerade stehen. Da kann sie kein kleines schwaches
Würstchen neben sich dulden. Myrion ist genau der Kerl den sie
braucht und er ist unersetzlich. Vor allem, da jeder männliche
Gott ihn respektiert und ihn als den Gefährten an ihrer Seite
anerkennt. Selbst Dorian. Sie selbst wurde so geboren um den
Männern die sie brauchen genau das zu geben und sie tut es. Wäre
Myrion ein eifersüchtiger und besitzergreifender Mann, hätten
wir ein Riesenproblem.“ Leander begriff langsam wirklich. Er sah
Iskander an. „Du willst sie auch oder sehe ich das falsch?“
Iskander lächelte leicht. „Nein das siehst du richtig. Ich
wollte sie schon ab dem Moment wo ich sie vor Jahrtausenden zum
ersten mal im Spiegel sah und daran hat sich nichts geändert.
Auch wenn heute die Umstände etwas anders liegen als damals, hat
sich an meinem Verlangen nichts geändert.“ Er sah Leander ruhig
an. „Und ich garantiere dir, es wird der Tag kommen, da ich mir
genau das holen werde. Heute bin ich nicht mit einer Frau
belastet, die ich zwar liebte, die mir aber nie das geben konnte
was ich brauchte. In diesem Leben gedenke ich mir hemmungslos
alles zu nehmen was ich kriegen kann. Einschließlich Aurian. Das
einzige das ich bedauere ist Arden, doch ich hege die Hoffnung
das mir irgendeine Frau diesen Sohn wieder gibt, aber das hat
Zeit, noch viel Zeit.“ Er zwinkerte Leander zu. „Schließlich bin
ich gerade mal siebzehn und hatte heute mein erstes Mal.“
Leander lachte. „Das stimmt und sollten wir feiern. Komm wir
gehen zu Ethan, wenn einer zu feiern weiß dann er.“ So erhoben
sich die beiden und besuchten Ethan und Lazarus um mit ihnen ein
wenig auf den Putz zu hauen. Iskander gab allen Rätsel auf. Mal
schien es als sei er tausende von Jahren alt und dann wieder
benahm er sich wie man es von einem Heranwachsenden erwartete.
Die einzigen die ihn wirklich durchschauten, da sie in ihm lesen
konnten, waren Luna und Apoll doch die schwiegen.

Kapitel 59: Iskanders Problem

Aurian ging auf und ab und machte
Myrion nervös. „Kätzchen so beruhige dich doch. Das kommt
vielleicht daher, weil ihr so vieles gemeinsam durchgemacht
habt.“ Sie sah Myrion an. „Du weißt nicht wie das ist. Bisher
hatte ich meine Gefühle, weibliche Gefühle, doch diesmal.
Himmel, ich muss eine Lösung dafür finden. Der Junge macht mich
wahnsinnig. Vor allem wenn ich seine Gefühle gespürt habe als er
mit Soran zusammen war, spürt er vielleicht auch meine und weiß
dann genau mit wem und vor allem wie ich mit demjenigen zusammen
bin. Ich habe genau gespürt wie heiß und wild er war. Es ist als
wären wir immer noch verbunden.“ Myrion grinste. „ Dann weißt du
jedenfalls mal wie wir Kerle fühlen ist doch auch mal was. Freut
mich das der Junge endlich sein erstes Mal hatte.“ Aurian sah
ihn giftig an. „Sein erstes mal ist gut, ganze drei mal hat er
sie sich genommen. Na ja gut ich muss zugeben sie wollte es auch
und verlangte sogar danach. Und grins nicht so. Ich finde das
nicht lustig.“ Myrion erhob sich und zog sie an sich. „Was stört
dich daran am meisten, das du seine Gefühle spürst oder ist es
die Angst das er deine spüren könnte. Und wenn es dich so stört
dann blockiere ihn doch einfach.“ Aurian schmiegte sich an ihn.
„Glaubst du das hätte ich nicht schon versucht? Das habe ich,
aber er dringt durch meine Blockaden durch. Das ist mir
unheimlich.“ Apoll und Luna bekamen mit wie sehr Aurian das
ganze aus der Fassung brachte. Luna sah ihn an. „Vielleicht
sollten wir es ihr sagen. So habe ich sie noch nie erlebt.“
Apoll nickte leicht. „Doch nur ihr und Myrion. Ich glaube die
anderen Männer würde es ebenso aus der Fassung bringen, wenn sie
wüssten das Iskander alles mitbekommt, was sie und Aurian im
Bett so treiben.“ Luna dachte nach. „Aber ist doch auch
merkwürdig das er komischerweise nur auf zwei Dinge zurück
greifen kann. Zum einen spürt und sieht er was sie mit den
Männern macht oder sie mit ihr machen und zum anderen kann er
auf das Wissen zurück greifen, das während seiner einstigen
Lebenszeit stattfand und sich in ihrem Besitz befindet.“ Apoll
nickte nachdenklich. „Myrion sagte doch mal zu Ethan, das
Iskander schon damals sehr heißblütig gewesen sei. Vielleicht
ist es das was sie beide verbindet. Ihre starke Libido. Aber
denk mal dran, das konnten wir auch mal, ich meine auf ihr
Wissen zurück greifen.“ Luna nickte. „Ja bis wir älter wurden,
dann ließ das nach, vor allem da sie uns abblockte. Vielleicht
geht es bei ihm auch nur bis er Erwachsen wird und das wären
noch gut drei Jahre.“ Apoll lachte. „Ja mag sein, doch bis dahin
hat er wahrscheinlich alle Mädchen durch und Aurian durfte jede
Eskapade mit erleben, hautnah sozusagen. Wobei es mich wundert
das sie dann nicht spürt wie sehr er sie liebt. Er will sich
nicht fest binden weil sein Herz bereits einer anderen gehört,
nämlich ihr.“ Luna nickte. „Doch das ist nichts neues, alle
Männer lieben sie, egal ob Ethan, Lazarus oder wer auch immer.
So wie du übrigens auch.“ Sie lächelte. Apoll nickte. „Ja doch
ist in unseren Herzen immer noch Platz, für eine andere Frau,
aber bei ihm nicht. Er nimmt sich zwar was er kriegen kann, wie
jetzt Soran weil er nebenbei auch langsam seine Bedürfnisse
gestillt wissen will, aber lieben tut er nur sie.“ Luna nickte
abermals: „Wir sollten es ihnen sagen, nicht das es in einer
Katastrophe endet. Vor allem weiß ich nicht wie er reagieren
wird, wenn er mal nicht mehr spürt was sie fühlt. Denn das ist
es was er mit ihr teilt was sonst keiner hat. Nur deswegen ist
er auch nicht eifersüchtig. Doch wenn das mal endet, könnte er
vor Eifersucht kochen und was dann geschieht, kann keiner
absehen.“ Apoll nickte zustimmend. Diesbezüglich gab er ihr
recht. So betraten sie das Wohnzimmer in dem sich Myrion und
Aurian aufhielten um ihnen zu sagen was sie wussten. Als Aurian
das ganze Ausmaß klar wurde, stöhnte sie leise auf. „Das hatten
wir schon mal. Ethan hatte auch nur sein Herz für mich geöffnet,
da hatte auch keine andere mehr Platz.“ Luna sah sie an. „Das
ist auch heute noch so. Doch hat er sich arrangiert. Es ist
nicht so das er Marian nicht gerne hat, das er ihr nicht gibt
was sie braucht. Doch Ethan liebt im Grunde nur dich. Lazarus
ist da etwas anders. Er liebte Nara damals sehr, doch Morgan
kann er nicht so lieben wie einst sie. Er trauert immer noch,
obwohl er es selbst wahrscheinlich nicht mal weiß, er meint
Morgan wirklich zu lieben. Es gibt Männer die können nur einmal
in ihrem Leben richtig lieben. Und Ethan, Lazarus und Iskander
gehören dazu. Und alle drei lieben tief in ihrem Herzen nur
dich, Mutter.“ Luna sah Aurian an, sie deutete auf Myrion. „Wie
er auch. Nur hat Myrion das Glück, das er seine große Liebe an
seiner Seite hat.“ Apoll nickte zustimmend. „Sie hat recht. Doch
haben wir die Befürchtung, wenn du Iskander ausschließt, das er
dann durchdrehen könnte. Jetzt besitzt er etwas das keiner hat,
nicht mal Myrion. Anteil an deinen Gefühlen, zumindest wenn es
darum geht, wenn du mit anderen Kerlen zusammen bist.“ Er
grinste Myrion an. „Übrigens auch wenn sie mit dir im Bett
liegt.“ Dann sah er Aurian wieder an. „Doch was geschieht, wenn
er das nicht mehr hat. Wenn man ihm das nimmt? Was er nicht weiß
ist, das er nicht nur deine Gefühle spürt, sondern du seine
auch. Und das sollte er am besten auch nicht wissen.“ Aurian sah
die beiden an. „Himmel hilf. Wisst ihr eigentlich wie das ist,
wenn ich spüre was er von den Mädchen will? Wenn er mit ihnen
zusammen ist? Mal abgesehen davon das ich ebenso spüre was die
Mädchen von ihm wollen. Zumindest wenn er sich wirklich auf sie
einlässt.“ Apoll nickte leicht. „Nun ja, das können wir nicht
wissen, doch eins wissen wir. Schaffst du es wirklich ihn ab zu
blocken, wird ihm etwas genommen was nur er besitzt und wie er
dann reagiert ist fraglich.“ Myrion legte seine Arme um Aurian,
er stand hinter ihr und sah die beiden an. „Also sollte sie es
so lassen wie es ist. Mich stört es übrigens nicht das er weiß
was wir miteinander tun.“ Apoll lachte. „Du kanntest auch noch
nie Hemmungen und würdest sie wahrscheinlich sogar in aller
Öffentlichkeit nehmen, wenn dir danach ist.“ Myrion grinste.
Luna sah Aurian nachdenklich an. „Es könnte sein das diese
Verbindung endet, wenn er nicht mehr aus zweiter Hand erleben
muss was du treibst, sondern es selber erlebt.“ Aurian sah Luna
an, sie begriff was Luna sagen wollte. „Du meinst wenn ich ihm
das geben würde was alle anderen auch kriegen, sprich mit ihm zu
schlafen.“ Luna nickte, doch Aurian schüttelte den Kopf. „Noch
nicht, noch ist er viel zu jung. Zudem habe ich mich niemals
einem meiner Jungen von selber genähert. Wenn es geschah, dann
weil sie zu mir kamen und das werde ich auch nicht ändern. Ich
verführe keinen meiner Söhne, soweit kommt es noch.“ Luna nickte
verstehend. „Doch er wird zu dir kommen, er wird dich fordern,
er will dich ja jetzt schon. Doch ist ihm klar das du ihn
abweisen würdest, weil er noch so jung ist. Also wartet er ab
und nimmt sich zwischenzeitlich die Mädchen vor, die es ihm
leicht machen. Mal abgesehen davon, das er indirekt ja schon
bekommt was er will. Er nimmt Anteil an deinen Bettgeschichten.“
Sie blickte kurz Apoll an, dann wieder Aurian. „Er will dich
übrigens auch.“ Apoll versank vor Verlegenheit fast im Boden,
als Luna aussprach was er fühlte. Aurian sah Apoll an, fragte
aber nicht nach ob es stimmte. Seine Reaktion sagte ihr schon
das Luna recht hatte. Sie seufzte kurz auf. „Ich sag euch was,
ich mochte es immer, das die Männer so auf mich reagieren, doch
das es meinen Söhnen ebenso erging, fand ich weniger schön.“
Myrion küsste sie sachte auf den Hals und lächelte. „Du hast sie
aber auch nie zurück gewiesen. Auch wenn du es immer auf einmal
beschränkt hast.“ Aurian nickte. „Weil ich spürte das die
Begierde dermaßen in ihnen aufloderte, das sie kaum noch atmen
konnten. Meistens was es ein inniger Wunsch, wenigstens einmal
zu erleben wie es mit mir ist und ich erfüllte ihnen den Wunsch.
Warum auch nicht. Die Jungen sind alle durchweg attraktiv. Ich
bin ja schließlich nicht blind. Und ich sehe ja nun nicht aus
als würde ich bald das zeitliche segnen. Mein jugendliches
Aussehen lässt sie vergessen das ich ihre Mutter bin.“ Apoll
nickte leicht. „Ich gebe es zu, ich finde dich auch heiß und
Luna hat recht, ich will dich auch. Mir würde auch einmal schon
reichen. Es hat lange gedauert bis ich es mir selber
eingestanden hatte. Außerdem das du dein Aussehen an eine
dreißigjährige angepasst hast macht dich noch attraktiver, weil
so hat man nicht das Gefühl es mit einer jungen unwissenden Frau
zu tun zu haben, sondern mit einer reifen rassigen Frau die weiß
was sie will. Das macht es noch interessanter und man wird
neugierig. Und wir sind alles Männer, die auf eine rassige Frau
reagieren. Egal ob Mutter, Großmutter oder was auch immer. Wir
vergessen es im Laufe der Zeit und sehen nur noch die
heißblütige rassige Frau. Und das bist du nun mal. Hinzu kommt,
das jede deiner Bewegungen bereits Fantasie Explosionen in uns
auslöst. Unweigerlich kommt der Gedanke hoch, wie es sein würde,
wenn wir dich in unseren Armen hätten und in diesem Moment wird
die Hose eng. Du kannst dir nicht vorstellen was in uns
vorgeht.“ Aurian nickte leicht. „Ich glaube doch, Iskander lässt
es mich zwangsläufig mit erleben. Ich spürte was auf einmal in
ihm los war, als Soran sich an ihn drückte, wie seine Erregung
ihm fast die Luft abschnürte. Er konnte einfach nicht mehr
anders, er musste sich Luft machen. Und Soran war nur als zu
willig ihm zu geben was er in dem Moment wollte, vor allem da es
ihren Wünschen entgegen kam. Doch zeigte er auch
Selbstbeherrschung, denn er bereitete sie erst mal sanft auf das
vor was er zu tun gedachte.“ Apoll nickte. „Doch so geht es
nicht nur ihm, deine Nähe lässt uns schon den Atem stocken. Es
ist oft nicht leicht, sich in deiner Anwesenheit zu beherrschen.
Du forderst uns damit einiges ab. Allerdings hat es auch den
Vorteil, das wenn wir mit einer Frau zusammen sind, wir uns auch
dann beherrschen können und nicht einfach über sie her fallen.
Doch wir wollen es auch nicht anders haben, denn diese Erregung
die du in uns auslöst ist herrlich, wir genießen es, denn der
Körper fühlt sich dann so lebendig an.“ Myrion nickte
bestätigend. „Er hat recht, alleine diese Erregung zu spüren ist
schon herrlich, doch wenn man sie dann ausleben kann, treibt es
uns in ungeahnte Höhen. Allerdings haben wir auch gelernt uns zu
beherrschen, denn würden wir das nicht tun, kämst du nicht mehr
aus dem Bett heraus, weil jeder Kerl über dich herfallen würde.
Ungeachtet dessen ob er dein Sohn ist oder nicht.“ Er grinste.
„Wir sind Männer und wenn uns eine so aufregende Frau begegnet
fließt unser Blut zwangsläufig aus dem Gehirn ab und in tiefere
Regionen, das ist Fakt. Doch da wir viel Zeit haben zu lernen
damit um zu gehen, lernen wir auch unsere Triebe zu beherrschen.
Ansonsten Kätzchen...“ Er drückte seinen Unterleib von hinten an
sie und sie spürte das er bereits wieder erregt war. „stündest
du nun nicht mehr hier, sondern ich läge bereits zwischen deinen
Beinen.“ Apoll errötete leicht, als ihm klar wurde was Myrion da
gerade demonstrierte, nickte aber bestätigend dazu. „Mir geht es
nicht anders als ihm, wenn ich ehrlich bin.“ Zwangsläufig sah
Aurian nun auf Apolls Hose und sah was sich dort getan hatte,
sie nickte leicht. Apoll wurde knallrot als er sah wo sie hin
blickte, er riss sich zusammen und sah sie an. „Sieh es als
Geschenk an das du nun einmal Einsicht in unsere Gefühle und
Begierden bekommst. Denn das wird sonst keine Frau können.
Allerdings gibt dir das auch eine Waffe gegen uns in die Hand,
denn nun weißt du wirklich wie du mit uns umgehen musst.“ Er
holte mal tief Luft. „Doch entschuldige mich jetzt, ich muss weg
und ich nehme Luna mit, denn länger halte ich es nicht aus.“
Aurian nickte und Apoll und Luna verschwanden, ihr war klar was
Apoll nun von Luna wollte. Sie drehte sich in Myrions Armen zu
ihm herum und sah ihn an. „Ich glaube dir sollten wir auch mal
wieder ein wenig Luft verschaffen, egal ob Iskander es spürt
oder nicht.“ Myrion grinste und nickte. „Allerdings werde ich
jetzt provozieren, komm mit.“ Da verschwand er mit ihr zum See.
Als sie dort ankamen waren beide nackt, Myrion wollte sich nun
nicht auch noch mit ausziehen beschäftigen so hatte er dafür
gesorgt. Sie standen im See „Komm her.“ Er zog sie an sich und
hob sie leicht an damit sie ihre Beine um ihn schlingen konnte,
er nahm sie sich wirklich in aller Öffentlichkeit direkt im
stehen. Es war ihm egal das dort Lazarus, Ethan, Leander und
Iskander am Tisch saßen und nun alles genau beobachten konnten.
Aurian flüsterte ihm zu. „Muss das wirklich sein?“ Dann stöhnte
sie auf als er sie nahm. Den vier jungen Männern blieb die
Spucke weg als sie sahen was dort im See geschah. Iskander wurde
furchtbar nervös. Myrion grinste. „Es muss nicht sein, aber ich
will es so. Wenn der Bengel uns eh schon zusieht, warum dann
nicht direkt?“ Lazarus und Ethan lachten leise. „Der Kerl ist
unglaublich. Es stört ihn nicht im geringsten das wir zusehen
können. Gut das wir zur Zeit keine Kinder hier herum laufen
haben.“ :grinste Ethan. Die beiden und Leander schlossen nun
Wetten ab wie lange Myrion das so durchhalten würde. Iskander
wurde immer nervöser, weil er mit empfand was in Aurian vor ging
und er ihr heißes Blut spürte. Leander der wusste was der Junge
empfand sah ihn an und als Aurian zum Höhepunkt kam, stöhnte
auch Iskander auf. Erst da begriff Leander wirklich was Iskander
spürte. Die anderen beiden sahen Iskander nun auch an. Er
blickte die drei an und keuchte heraus. „Ich muss fort.“ Eine
Sekunde später war er verschwunden. Lazarus und Ethan sahen
überrascht auf den Platz an dem eben noch Iskander gesessen
hatte. „Was ist denn mit ihm los? Also so schlimm ist es nun
auch nicht, zu sehen was Myrion und Aurian dort tun.“ Leander
klärte sie nun auf was in Iskander vor ging. Die beiden anderen
sahen ihn überrascht an. Ethan fragte dann. „Sieht und spürt er
auch, wenn Aurian mit uns zusammen ist oder ist das nur bei
Myrion der Fall?“ Leander zuckte die Schultern. „Bei jedem mit
dem sie zusammen ist.“ Ethan grinste frech. „Bekommt er dann
auch einen Höhepunkt wenn Aurian soweit ist?“ Leander knuffte
ihn. „Das weiß ich nicht, das hat er mir nicht verraten. Doch
möchte ich euch bitten das nicht weiter zu erzählen.“ Die beiden
anderen nickten, sie würden nichts sagen und es für sich
behalten. Allerdings fanden sie es urkomisch, vor allem Ethan.
Nun Iskander bekam lediglich die Explosion mit die in Aurian
stattfand und reagierte selber nicht körperlich darauf, außer
das es ihn kolossal erregte, daher auch sein aufstöhnen. Er lag
nun auf seinem Bett und versuchte der Erregung Herr zu werden,
was gar nicht so einfach war, da Myrion immer noch dran war und
Aurian weiter in höhere Ekstase versetzte. Die anderen drei
saßen da und warteten darauf das Myrion die Kraft verlassen
würde, doch er hielt durch und je länger er durch hielt um so
mehr Hochachtung bekamen sie vor ihm. Leander nickte. „Iskander
hat recht, Myrion ist ein Bulle. Er sagte Myrion sei ein Stier,
der ununterbrochen könnte.“ Irgendwann brüllte aber auch Myrion
erleichtert auf, dann ließ er Aurian herunter und grinste sie
noch schwer atmend an. „Wenn du noch mehr willst sollten wir nun
doch den Standort wechseln.“ Aurian sah ihn ebenso schwer atmend
an. „Oder wir verschieben es auf später und trinken erst mal
etwas.“ Er nickte leicht. „Schauen wir mal wer die Wette
gewonnen hat.“ :lachte er. Als sie den See verließen sorgte
Aurian dafür das sie trocken und angezogen waren, wobei Myrion
lediglich eine Hose bekam, dann gingen sie auf den Tisch zu, an
dem die drei jungen Männer breit grinsend saßen. Myrion sah sie
frech an. „Na wer hat die Wette gewonnen? Und erzählt mir nicht
ihr hättet nicht gewettet.“ Ethan deutete auf Lazarus. „Er kennt
dich besser als jeder andere, er hat gewonnen. Da habt ihr uns
aber mal etwas scharfes geboten, das schreit ja gerade danach es
mal ebenso zu versuchen.“ Er zwinkerte Aurian zu. „Na noch Kraft
es auch mal mit mir zu probieren?“ Myrion sah ihn an. „Vergiss
es heute gehört sie mal nur mir.“ Die drei jungen Männer sahen
an Myrion entlang, sie waren froh das sie nicht mit ihm
konkurrieren mussten, denn da würde er sie wohl alle um Längen
schlagen. Dann ging ihr Blick zu Aurian, die gelassen an einem
Strohhalm saugte um ihre Limonade zu trinken. Ethan sprach sie
an. „Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen das du wirklich
bereit wärst das in aller Öffentlichkeit zu tun.“ Aurian
zwinkerte ihm frech zu. „Du kennst mich eben doch noch nicht
genau. Schön das ich dich noch überraschen kann. Doch werde ich
auf dein Angebot zurück kommen.“ Ethan grinste. „Aber nur wenn
du bereit bist es mit mir ebenfalls direkt hier vor aller Augen
zu tun.“ Myrion lachte. „Na da habe ich etwas gemacht.“ Lazarus
ging noch einen Schritt weiter. „Wie wäre es mit einem dreier?
Mit mir und Ethan. Muss ja nicht hier in aller Öffentlichkeit
sein, ich hätte da schon eine Idee wo und wie.“ Sie sah die
beiden an und nickte leicht. „Sicher ich hätte nichts dagegen,
allerdings solltet ihr dennoch mit Zuschauern rechnen, ich
glaube das würde sich Myrion nicht entgehen lassen.“ Leander
grinste. „Darf ich auch zu schauen? Man ist nie alt genug um
noch was zu lernen.“ Lazarus lachte leise. „Mich stört es nicht
wenn jemand zuschaut. Aus dem Alter bin ich lange heraus.“ Ethan
nickte und sah Lazarus an. „Aber nur wenn du mir versprichst
mich nicht aus versehen mit Aurian zu verwechseln.“ Lazarus
wusste was er meinte und nickte. „Ich sagte dir schon mal ich
würde nichts tun was du nicht willst.“ Myrion sah Aurian an.
„Mir kommt da gerade eine wahnwitzige Idee. Allerdings muss sie
erst mal ausreifen.“ Aurian sah ihn an und nickte. Sie ahnte
bereits was er sagen wollte. „Ich bin stark genug, das würde ich
schon durchhalten, wenn es das ist was ich denke.“ Die anderen
drei sahen die beiden fragend an. Myrion grinste. „Ich glaube
Aurian ist schon lange nicht mehr voll ausgelastet worden. Es
wird Zeit das mal wieder zu ändern.“ Langsam dämmerte es auch
den anderen was er meinte. Ethan atmete scharf ein. „Alleine die
Idee ist schon recht heiß.“ Lazarus nickte. „Ich werde für die
richtige Stimmung und Umgebung sorgen. Das wird sicherlich sehr
scharf werden.“ Als Aurian leise zu schnurren begann, als sie
den Gedanken voll erfasste, lachte Myrion und nickte. „Ich
wusste das ihr die Idee gefällt.“ Leander brauchte eine Weile
bis er begriff was alle meinten, doch dann sah er sie an. „Ist
euch klar was das für Iskander bedeutet?“ Aurian sah ihn
überrascht an. „Du weißt was mit ihm los ist?“ Leander nickte
und erzählte ihr und Myrion was er von Iskander erfahren hatte.
Man einigte sich aber darauf zu warten bis Iskander sein
zwanzigstes Lebensjahr erreicht hatte, weil er dann als
Erwachsen gelten würde. Zum einen würde man dann wissen ob er
wirklich noch alles mit erlebte oder es sich von selber gelöst
hatte oder ob Aurian zum letzten greifen musste. Vorläufig
konnte man nur abwarten.

Kapitel 60: Alte Seele im jungen
Körper

Liebe, Sex und Leidenschaft war
für alle Götter sehr wichtig. Für den einen mehr, für den
anderen weniger. Doch für Lazarus und Ethan, diese beiden
Langzeit Casanovas war es wichtig. Und so taten sie sich wieder
mal zusammen um ein einzigartiges Projekt aus der Taufe zu
heben. Sie begannen eine künstliche Oase zu schaffen, ähnlich
einem kleinen Atrium. Sie bauten als erstes einen großen runden
Saal über dem eine Sonnen durchlässige Kuppel schwebte. In
diesem Atrium, gab es südlich mittig an der Wand stehend einige
Tische an denen Zuschauer Platz nehmen konnten, das leicht im
dunklen lag, so das man nicht erkennen konnte wer dort saß und
zuschaute. Rechts und Links von diesen Tischen gab es kleine
Nischen in denen Doppelbetten standen, die es den Zuschauern
ermöglichten sich zurück zu ziehen und indirekt am geschehen
teil zu nehmen und ihren eigenen Spaß zu haben. Vor diesen
Tischen und Nischen gab es einen Pool dessen Wasserstand so
niedrig war das man bis zur Hüfte drin stehen konnte und der von
einer Wandseite zur anderen reichte und in den einem Wasserfall
gleich an beiden Seiten Wasser hinein fiel, wo es Podeste gab,
auf denen sich auch Pärchen im nassen vergnügen konnten.
Rundherum um den Pool waren auch Pflanzen gesetzt worden die dem
ganzen einen romantischen Flair gaben. Es gab auch am südlichen
Beckenrand im Wasser kleine Tische mit Sitzplätzen rechts und
links davon, so das man sich auch ins Wasser setzen konnte.
Hinter diesem Pool im nördlichen Bereich des Atriums, der ein
wenige tiefer lag als der Rest der Oase damit man auch einen
guten Blick hatte, stand ein großes rundes Bett, über dem ein
Ring hing von wo aus leichte durchsichtige Chiffontücher wie ein
Baldachin an weiteren Ringen über das Bett gezogen wurden, die
dann rechts und links als auch über dem Kopfende des Bettes bis
zum Boden fielen. Auch die Wände im Norden waren teilweise damit
bezogen, so das der ganze Bereich aus sah wie ein Bodoir aus
tausendundeiner Nacht. Auch hier standen etliche Grünpflanzen
und Blumen die sehr starke Düfte verbreiteten, die man im ganzen
Saal riechen konnte und so auch die Zuschauer leicht benebelten
um ihre Empfindungen noch zu erhöhen. Die Böden waren mit
weichen Teppichen belegt, auf denen man sich wenn man wollte
auch rumflegeln konnte, denn überall lagen auch Kissen herum..
Hier erschufen die beiden eine Oase der Lust. Allerdings wurde
diese Oase mit einem mächtigen Zauber belegt sobald sie einmal
aktiv war, der verhinderte das sich Jugendliche einschleichen
konnten. Jeder der diese Oase betreten würde, wäre auf jeden
Fall erwachsen. Die anderen Götter kamen immer mal schauen was
sie dort bauten und taten. Nach und nach kristallisierte sich
heraus was es werden sollte und diese Oase war das
Gesprächsthema Nummer eins. Im Zuschauerraum an der rechten Wand
war eine Tafel angebracht, auf dem die Göttinnen sich eintragen
konnten, wenn sie als Hauptakteurin teilnehmen wollten. Was
bedeutete sie würde das große Bett an diesem Abend für sich
beanspruchen. Dahinter konnten sich jeweils zwei männliche
Götter eintragen, die es mit ihr tun wollten, wobei die Göttin
dann keinen Einfluss haben würde, mit wem sie an diesem Abend
schlafen würde. Das einzige das sie bestimmen konnte, ob sie
beide gleichzeitig ins Bett lassen würde oder nach einander.
Dafür konnte sie hinter den Namen der beiden Männer auf der
Tafel einen entsprechenden Vermerk machen damit diese Bescheid
wussten. Die Zuschauer wussten so wen sie an dem entsprechenden
Abend zu sehen bekommen würden. Die Göttinnen konnten sich für
den gleichen Abend auch zweimal eintragen, womit sie dann vier
Männern die Gelegenheit gaben ihnen bei zu wohnen. Die Tafel war
in Tage unterteilt. Allerdings war es so das es an einem Abend
eine Göttin war die sich eintragen konnte und am nächsten Tag
ein Gott, für den die gleichen Bedingungen bestanden. So das es
auch den männlichen Göttern möglich war mit zwei oder sogar
mehreren Frauen ihren Spaß zu haben, sofern sich Frauen hinter
ihrem Namen ein trugen. Lazarus und Ethan gingen davon aus, das
wenn sie sich anmeldeten das sie an diesen Abenden mal wieder
richtig gefordert werden würden. Ethan grinste Lazarus an. „Na
mal sehen welche Frauen es schon immer mal mit uns treiben
wollten.“ Lazarus lachte. „Du meinst falls sie sich überhaupt
trauen sich dazu zu bekennen. Ich glaube wer besonders viel
Zulauf hätte wäre Myrion, sofern er mitmacht.“ Ethan sah ihn an.
„Meinst du er würde sich wirklich mal eintragen?“ Lazarus
schüttelte den Kopf. „Das glaube ich nicht. Höchstens wenn
Aurian sich einträgt, das er sich bei ihr dazu schreibt. Ich
glaube eh nicht das es viele Männer gibt die sich eintragen
werden. Vielleicht außer uns noch Leander, Julien und Dion und
eventuell Damok. Gregorian könnte ich mir auch noch vorstellen.
Ach ja und Dorian, bei ihm glaube ich aber eher das er sich zu
Aurian schreiben würde, aber seinen Namen als erstes rein setzen
glaube ich nicht.“ Er lachte. „Alle anderen höchstens wenn sich
Aurian einträgt, dann dürften sie wohl Schlange stehen.“ Ethan
sah ihn an. „Meinst du sie wird sich eintragen?“ Lazarus nickte.
„Ja, weil sie so auch den Kerlen mal die Gelegenheit geben kann
die sich sonst nicht trauen würden.“ Ethan nickte. „Was denkst
wer wäre das?“ Lazarus lachte. „Alle?“ Ethan lachte mit. „Du
meinst wenn sie sich trauen sich so öffentlich zu präsentieren.
Denn ich kann mir vorstellen das es auch einige Kerle gibt die
sich nicht gerne zuschauen lassen.“ Lazarus nickte. „Da könntest
du recht haben, denn wer möchte sich schon blamieren. Sind ja
nicht alle so abgebrüht wie wir. Hm.....da kommt mir eine Idee.“
Er stellte auf den Tischen kleine Lämpchen auf deren Farbe man
wechseln konnte. Trug sie rot, konnte sich jemand demjenigen der
an diesem Tisch saß auf eindeutige Weise nähern, was bedeutete
wenn sich jemand dazu setzte, konnte er mit ihm in einer der
Nischen verschwinden. Trug sie blau, wollte derjenige keine
Annäherung und man hatte es zu respektieren. War sie aus, saß
bereits ein Pärchen an diesem Tisch. Ethan nickte als Lazarus
ihm erklärte was die Lämpchen bedeuteten. „Das ist eine gute
Idee. Hier wird richtig die Post abgehen, denke ich mal.“
Anschließend testeten sie noch ob man auch von jeder Nische aus
gut auf das große Bett im nördlichen Teil sehen konnte. Lazarus
brachte auch an den Nischen noch Lampen an, für den Fall das
sich jemand nicht an die Tische setzen wollte, sondern sich
sofort bereit zeigte. Die Eingangstüre wurde so präpariert das
jeder der die Oase betrat, nackt wäre. Egal ob Zuschauer oder
Akteur. Abschließend wurde noch künstliches Sonnenlicht auf das
große Bett gelenkt und leise stimmungsvolle Musik erklang. Dann
war alles fertig und die beiden sehr zufrieden damit. Ethan
grinste. „Mir wird alleine bei dem Gedanken das ich hier einige
unserer Göttinnen vernaschen werde, schon die Hose eng.“ Lazarus
verstand ihn und nickte. Sie aktivierten die Oase und ab nun
würde sie auch keiner mehr unter zwanzig Jahren betreten können.
Für den Bau hatten sie sich richtig Zeit gelassen.
Inzwischen stand Iskander auch
kurz vor seinem zwanzigsten Geburtstag. Die letzten drei Jahre
hatte er sowohl mit Soran und ab und zu mal mit India
geschlafen, die anderen beiden Mädchen wollten nicht nur
billigen Spaß sie wollten eine feste Beziehung, die Iskander
ihnen nicht geben konnte. Dion und Julien hatten die Entwicklung
der Mädchen beobachtet und beide hatten ein Auge auf Jordan
geworfen. Allerdings als sie hörten das sie eine feste Beziehung
wollte, zogen sie sich erst mal wieder zurück. Dazu waren sie
noch nicht bereit und Jordan war nicht bereit ohne feste
Beziehung mit einem der jungen Männer zu schlafen. Tara ging es
so wie Jordan, also warteten sie noch damit. Iskander hatte
damit kein Problem, ihm wurde nur klar, wie recht er mit seiner
Vermutung hatte, das sie ihn nur versucht hatten zu verführen um
ihn ein zu fangen.
Man legte den Tag der Eröffnung
der Oase auf den Tag da Iskander zwanzig werden würde.
Inzwischen hatte Aurian den beiden sterblichen, Damien und
Andora die Unsterblichkeit gegeben und sie auch verjüngt so das
sie wieder aussahen wie knapp dreißig. Schon einige Tage zuvor
hatte Lazarus die Oase geöffnet so das sich einige Akteure
eintragen konnten. Die erste die sich eintrug war Riana, sie
wollte es wissen und hoffte das sich einige der begehrten Männer
zu ihr gesellen würden. Hinter ihr erschienen dann die Namen von
Julien und Dion, sie kannten darin keine Skrupel und würden sich
den Spaß nicht entgehen lassen. Iskander war schon richtig
aufgeregt und hatte Aurian immer wieder gefragt ob sie auch zur
Eröffnung gehen würden. Aurian bejahte das ebenso oft. Als der
Abend kam betrat sie mit Myrion und Iskander die Oase, doch als
Iskander sah das er auf einmal nackt dort stand glühte er rot
auf. Aurian tat so als sähe sie es nicht und ging auf eine Ecke
zu wo einige Kissen auf dem Boden lagen. Da sie zu dritt sein
würden, es aber nur Tische für zwei gab, setzte sie sich auf den
Boden und lehnte sich an einige der Kissen an. Myrion tat es ihr
gleich und legte sich neben sie. Iskander legte sich dann auf
ihre andere Seite wobei er Aurian immer nur anstarrte. So nahe
und das ohne Kleidung hatte er sie noch nie gespürt. Myrion
sorgte für Getränke und machte es sich gemütlich. Er grinste
Aurian leicht an als er Iskanders Blick bemerkte. Er flüsterte
ihr zu. „Rechne mal damit das der Junge sich heute nicht mehr
zurückhalten kann. Er würde dich ja jetzt schon am liebsten
anfassen.“ Aurian nickte leicht und küsste Myrion sanft, dann
flüsterte sie zurück. „Ich bin darauf vorbereitet.“ Iskander sah
sich um, um sich ab zu lenken, doch als die Oase sich nun füllte
und er sah das alle Frauen nackt waren, schluckte er doch.
Lazarus steuerte direkt auf eine der Nischen zu und legte sich
dort auf eins der Betten. Ethan tat es ihm gleich und legte sich
zu ihm, er machte das Lämpchen auf rot, das sie bereit waren
auch noch eine oder zwei Frauen bei sich auf zu nehmen. Mariana
und Morgan waren nicht mit gekommen, ihnen war das ganze zu
verdorben. Sie wollten nicht sehen wie ihre beiden Gefährten
sich andere Frauen nahmen auch wenn sie wussten das die beiden
ihnen nicht treu waren. Es war für sie etwas anderes es zu
wissen oder sich das auch noch ansehen zu müssen. Myrion machte
Aurian darauf aufmerksam. „Sieh mal unsere beiden Casanovas, die
wollen es gleich mit zwei aufnehmen. Willst du ihnen nicht den
Spaß gönnen und dich zu ihnen legen?“ Als er das sagte traf ihn
ein giftiger Blick von Iskander, der sich erhofft hatte, das
Aurian ihm heute gehören würde. Er atmete auf als Aurian den
Kopf schüttelte. „Ein anderes mal vielleicht, heute nicht.“
Myrion nickte und ließ nun seine Hand über ihren Körper gleiten
und streichelte sie, Iskander folgte dieser Hand mit seinem
Blick. Aurian spürte nun das Iskanders Begierde geweckt wurde.
Sie nickte Myrion leicht zu, der sich darauf hin über sie beugte
und sie leidenschaftlich küsste, wobei seine Hand nun fordernder
zufasste. Iskander stöhnte nun leise auf. Denn ebenso wie Aurian
seine Lust spürte, erging es ihm. Er fühlte was in Aurian vor
sich ging und sein Atem wurde immer schwerer. Als Myrion den
Kuss löste, fragte er leise flüsternd. „Also war es mit seinem
zwanzigsten Geburtstag nicht erledigt.“ Aurian nickte leicht und
flüsterte zurück, während sie so tat als küsse sie ihn auf den
Hals. „Nein, ich muss es wohl geschehen lassen und kann nur
hoffen das es danach vorbei ist.“ Myrion nickte zustimmend. Er
sah zu dem großen Bett in dem nun Riana erschien und sich
hinlegte. Kurz darauf folgten auch Dion und Julien. Er deutete
dort hin. „Na es scheint los zu gehen.“ Iskander sah Myrion an,
der nun scheinbar konzentriert zu Riana sah. Dann glitt sein
Blick wieder über Aurian die ebenso tat als schaue sie zu dem
geschehen auf der anderen Seite der Oase. Seine Erregung hatte
nun fast die Grenze erreicht, er konnte nicht mehr und warf sich
halb auf Aurian, sie nun leidenschaftlich und verlangend
küssend. Kurz löste er den Kuss während seine Hand an ihr
entlang glitt. „Ich will dich, bitte weise mich nicht ab.“
Aurian sah ihn sanft an und nickte. „Aber nur dieses eine mal,
das muss dir klar sein.“ Iskander nickte. Aurian spürte sein
verzweifeltes Verlangen und so gab sie nach. Kurze Zeit später
saß Myrion alleine dort, er hatte mit Aurian zuvor abgesprochen
das sie es nicht in der Öffentlichkeit geschehen lassen, sondern
dann mit ihm verschwinden sollte, was sie nun getan hatte. Als
Iskander mit bekam, das er sie ganz alleine für sich haben würde
glühte er vor Glück. Aurian spürte es. Doch kam nun seine
stürmische Jugend heraus und er küsste sie abermals
leidenschaftlich. Er war so aufgeregt das es bei ihm bereits
vorbei war, bevor es richtig begann. Er schnaufte leise und sah
Aurian errötend und verlegen an. Sie lächelte. „Mach dir darüber
keine Gedanken, das passiert vielen wenn sie das erste mal mit
mir zusammen sind.“ Sie wollte sanft und zärtlich mit ihm
umgehen, da sah er sie an. „Nein, so will ich das nicht. Sondern
so.“ Er war schnell wieder soweit und ging recht hart zur Sache.
Aurian musste feststellen das er eigentlich gar nicht sanft und
zärtlich war, obwohl er es zu Soran und India meistens war. Doch
nun kam seine wahre Neigung zutage und die war alles andere als
zärtlich. Er war wild und hart und zeigte ihr was wirklich in
ihm steckte. Aurian mit ihrer Erfahrung wusste nun wie sie mit
ihm umgehen musste und trieb ihn immer wieder an, ebenso wie sie
ihn unter sich liegen hatte und ihn heran nahm. Iskander stöhnte
immer wieder auf, doch Aurian ließ nicht nach. Er war kraftvoll
und stark und hatte eine wirklich männliche Ausstrahlung, so
drehte er sie anschließend bestimmend wieder auf den Rücken um
wieder die Regie zu übernehmen. Da er alles mitbekommen hatte,
was die anderen Männer mit ihr taten oder sie mit ihnen, wusste
er was er erwarten konnte und genau das verlangte er auch. Er
gab nicht eher nach bis er spürte das er sie soweit gebracht
hatte, das sie unter ihm lustvoll aufschrie. Erst da war er mit
sich zufrieden. Allerdings fiel ihm nun etwas auf, hatte er bis
hier hin immer gespürt was sie fühlte, so war das fort. Er
stöhnte leise auf als er begriff das er diese
Zusammengehörigkeit verloren hatte. Nun hatte er gar nichts
mehr. Er schrie auf einmal wie ein verwundetes Tier, doch Aurian
nahm ihn sanft in ihre Arme. „Lass es heraus, ich weiß was du
verloren hast. Doch dir musste auch klar sein das es nicht immer
so hätte weiter gehen können.“ Er sah sie traurig an. „Du
wusstest es? Und du wusstest wenn ich mit dir schlafen würde,
das es dann weg wäre?“ Sie schüttelte den Kopf. „Das du meine
Gefühle spürtest? Ja das wusste ich. Das es vorbei sein würde
wenn wir es tun würden? Nein das wusste ich nicht, aber ich
hoffte es.“ Er sah sie an. „Und doch verlangst du von mir es bei
diesem einen mal zu belassen? Bitte das kannst du nicht von mir
verlangen. Ich...ich...liebe dich und ich will dich. Nicht nur
dieses eine mal. Bitte.....verlange das nicht von mir.“ Er war
total verzweifelt. Sie drückte ihn zärtlich an sich, doch da
rastete er vollkommen aus, riss sich los und schrie sie an. „Was
glaubst du eigentlich?! Verdammt ich bin kein kleines Kind mehr
das du trösten kannst! Das wenn du es in deine Arme nimmst dann
alles wieder gut ist. In meinem ersten Leben liebte ich dich
schon, doch musste ich da Rücksicht auf Enjara nehmen und konnte
mich nur heimlich zu dir schleichen. Jetzt habe ich keine Frau
mehr die mich an sich fesselt, doch muss wieder darauf
verzichten wenigstens ein wenig Glück zu finden. Verdammt ich
gönne es Myrion wirklich, ich liebe ihn wie man einen Vater nur
lieben kann, auch wenn er nur mein Ziehvater ist. Doch ich will
mehr, ich will nicht nur dein Sohn sein. Selbst Lazarus bekommt
mehr als du mir zugestehen willst, ist er soviel anders als ich?
Sag mir das ich noch einige Jahre warten muss, sag mir das ich
ebenso viel wert bin wie Lazarus. Ich bin gerne bereit noch zu
warten, wenn ich die Hoffnung haben kann, das ich wenigstens ab
und zu mal in deinen Armen liegen kann. Aber verdammt, verlange
nicht von mir schon wieder zu verzichten.“ Auf einmal wurde
Aurian bewusst wie falsch sie gelegen hatte. Iskander mochte
körperlich vielleicht gerade das Erwachsenenstadium erreicht
haben, aber sein Geist, seine Seele war einige tausend Jahre
alt. Sie fuhr sich mit der Hand über die Augen und nickte. „Ja
du hast recht, ich habe die Situation falsch eingeschätzt. Du
bist weiß der Himmel, kein Kind mehr. Und noch weniger bist du
Iskander mein Sohn, auch wenn ich dich geboren habe. Du bist
Iskander der einstige Held des Schicksals und du bist der
Iskander dem ich einst mein Wort gab.“ Sie erhob sich und sah
ihn an. Sie nickte. „Ich gedenke mein Wort zu halten, wie ich es
schon einmal tat. Lass mir nur etwas Zeit, ich muss damit erst
mal klar kommen. Doch eins sollte ich dir noch sagen. Du warst
mir immer so lieb wie Lazarus, du bist nicht weniger wert als
er. Ich liebte dich schon damals und tue es auch heute noch.
Allerdings muss dir klar sein, Myrion steht bei mir immer an
erster Stelle und das ändert sich auch nicht.“ Iskander nickte,
er hatte sich beruhigt. „Damit kann ich leben. Räume mir nur die
gleichen Rechte ein die du auch Lazarus zugestehst. Nämlich
darauf dich ab und zu für mich fordern zu dürfen.“ Aurian
seufzte und nickte. „In Ordnung.“ Sie verschwand ohne ein
weiteres Wort. So hatte sich Iskander das nicht vorgestellt, er
hatte gedacht daran wieder anknüpfen zu können, wo es damals
geendet hatte. Er hatte gedacht das er diese besondere
Zusammengehörigkeit behalten würde. Jetzt lag er hier auf diesem
Bett und anstatt glücklich zu sein, endlich bekommen zu haben
was er sich so gewünscht hatte, endete das ganze in Traurigkeit
und Verzweiflung. Leander tauchte bei ihm auf und sah auf ihn
herab. „Ist wohl nicht so gelaufen wie du es dir gedacht
hast...hm?“ Iskander seufzte und nickte leicht. „Stimmt. Was
machst du eigentlich hier?“ Leander setzte sich auf die
Bettkante und sah ihn an. „Luna sagte mir das du vielleicht
jemand brauchen kannst. Also bin ich hier.“ Iskander nickte
verstehend, er zog die Bettdecke leicht über sich. Leander
grinste leicht. „Ich guck dir schon nichts weg. Wärst du nicht
so homophob würde ich mich ja zu dir legen, aber so lass ich es
lieber.“ Iskander sah ihn an. „Albern nicht? Ich meine du wirst
ja nichts von mir wollen oder doch?“ Leander lachte. „Nein, das
wohl weniger. Du bist mir ein wenig zu männlich.“ Nun musste
auch Iskander lachen. „Und wie wars in der Oase?“ Leander
grinste. „Na ja, ich bin auf meine Kosten gekommen.“ Iskander
setzte sich auf und schlug die Decke zurück. Er erhob sich vom
Bett und stellte sich vor den Spiegel um sich zu betrachten.
„Wer wars?“ Leander lachte. „Wer war was?“ Iskander sah ihn an.
„Na wer dich auf deine Kosten kommen ließ“ Leander grinste. „Nun
ja, es waren drei. Ich habe mir Luna vorgenommen, allerdings mit
Apoll zusammen, bis sie mich zu dir schickte. Davor waren es
noch Alandra und etwas woran ich nie gedacht hatte........meine
Mutter Ijana. Als ich ihren heißen Körper sah konnte ich nicht
anders, ich musste sie haben. Ich bin mal gespannt wie Dorian
darauf reagieren wird.“ Iskander sah ihn an. „Also das hätte ich
nun auch nicht gedacht. Ging es von dir oder von ihr aus?“
Leander lächelte. „Eindeutig von mir aus. Sie wollte erst nicht,
doch wer kann mir schon widerstehen? Ich bin eben ein böser
Junge und das wirkt wohl anziehend. Allerdings kann ich nun
meinen Vater verstehen das er sich ab und an eine andere gönnt,
sie hat zwar einen aufregenden Körper, aber irgendwie hat sie
auch gewaltige Hemmungen. Oder sie hatte sie nur bei mir, kann
natürlich auch sein.“ Iskander nickte, er sah noch mal in den
Spiegel und hatte dann auf einmal Kleidung in der Hand die er
anzog. „Wo war dein Vater das er es nicht mit bekommen hat.“
Leander sah ihm beim anziehen zu. „Er unterhielt sich mit Myrion.
Den ihr beide ja so schnöde zurück gelassen habt.“ Iskander sah
ihn an. „Sei ehrlich du hast es nur getan um deinen Vater zu
treffen. Du wolltest ihm eins auswischen.“ Leander grinste. „Wie
kommst du darauf?“ Iskander nickte. „Wusste ich es doch. Na ja
ich weiß wie du über deinen Vater denkst, daher war es irgendwie
klar das du es nicht getan hast weil du sie wolltest sondern nur
um Dorian zu treffen. Er wird toben denke ich mal. Du übersiehst
nur eins. Er ist nicht mehr derselbe seit der Rückführung.“
Leander nickte. „Ich weiß. Ich weiß nicht mal ob er meine Mutter
seid dem überhaupt noch mal angerührt hat. Er ist kälter
geworden und geht über Leichen. Und meine Mutter...na ja, seit
Leon Iliana hat, will er sie auch nicht mehr. Er ist Iliana
absolut treu. Kaum zu glauben aber wahr. Vielleicht wollte ich
nicht mal Dorian treffen, sondern ihr das Gefühl geben das sie
noch begehrenswert ist. Ich glaube sie leidet an seiner Seite.
Übrigens fällt mir jetzt erst auf, das sie deine Halbschwester
ist. Gleiche Mutter anderer Vater.“ Iskander nickte
nachdenklich. „Wer ist ihr Vater?“ Leander antwortete. „Ethan
hat sie gezeugt. Sie und Rohan. Während Pia und Soraja Lazarus
als Vater haben.“ Iskander schien in Gedanken versunken zu sein,
denn Leander sprach mit ihm bekam aber keine Antwort. Er stand
auf und berührte Iskander. „Was ist los?“ Iskander zuckte kurz
erschrocken zusammen. „Nichts, mir fiel nur gerade wieder ein,
wie es damals war. Lazarus und Arden kamen fast gleichzeitig zur
Welt, Arden war mein und Enjaras Sohn wie ich vielleicht dabei
sagen sollte, doch Lazarus war damals schon sehr eigen und
wollte bereits als Kind keine andere Muttermilch als die von
Aurian. Er weigerte sich Enjara als Amme an zu erkennen, selbst
später als Arden begann sich für Frauen zu interessieren konnte
er Lazarus nicht dazu bringen mit zu gehen. Lazarus war der
Meinung er wollte nur eine Frau und die würde er sich auch holen
wenn er mal alt genug wäre. Das tat er auch.“ Leander nickte.
„Lass mich raten, es war Aurian.“ Iskander nickte zustimmend.
„Ja, genau so war es. Als Lazarus alt genug war, machte er sich
an Aurian heran und nahm sie sich. Ich weiß noch das er sie zwei
Tage und Nächte nicht aus dem Bett ließ.“ Er seufzte. „Es ist
ein Fluch, alles noch zu wissen, und wenn ich mich dann
ansehe....“ Er deutete zum Spiegel. „zu wissen das es heute gut
fünftausend Jahre später ist und ich in einem viel zu jungen
Körper stecke.“ Leander legte Iskander einen Arm um die
Schultern. „Sieh es als zweite Chance. Aurian liebt dich, ebenso
wie alle anderen auch. Aaron ist stolz auf dich und Myrion würde
für dich fast alles tun.“ Iskander nickte. „Ja sie liebt mich,
doch erkennt sie nicht was ich wirklich bin. Vielleicht sollte
ich es wie Luna und Apoll halten und eine Weile fort gehen.“
Leander nickte. „Wenn du meinst das es dir hilft.“ Iskander sah
Leander an und nickte. „Ja ich gehe eine Weile fort. Sag Aurian,
meinem Vater und Myrion, das es mir gut geht. Doch das es so
wohl besser für uns alle ist. Ich muss erst mal zu mir selbst
finden.“ Leander würde es den anderen so ausrichten, doch sein
junger Freund brauchte wohl wirklich eine Auszeit um mit sich
selber klar zu kommen. So ging Iskander nachdem er noch mal kurz
einen Blick auf das Bett geworfen hatte, um sich selbst zu
finden. Wann er zurück kommen würde wusste er noch nicht.
Allerdings ging er nicht zu den Leviathan, er wusste dort würde
man als erstes suchen und er wollte nicht gefunden werden. Hin
und wieder meldete er sich bei Leander um ihm zu sagen das es
ihm gut gehe und um sich nach Aurian zu erkundigen.

 
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