Kapitel 13: Ein Komplott der besonderen Art


 

Kristan und Naraja waren tot. Gestorben im Alter von fünundvierzig Jahren und doch waren sie nun im Tod wieder jung. Die Menschen im Mittelalter alterten schneller als später in der Neuzeit. Aurian wusste das. Es lag zum Teil an dem entbehrungsreichen Leben das sie führten. Ihr Sohn hatte nun den Platz eingenommen und würde alles erst mal im Sinne seiner Eltern weiter führen. Er hatte ein schweres Erbe übernommen. Damok hatte sich die letzten Jahre um die Geschichte seiner Welt gekümmert und heraus gefunden das es auch dort zwei große Helden gegeben hatte. Passender weise einen Kämpfer und eine weise Frau. Er hatte einige Unterlagen die er mit Dorians und Erics Hilfe zusammen getragen hatte, mitgebracht und zeigte sie nun Aurian. Diese nickte als sie das durch las. „Daraus kann man etwas machen. Ich werde mich mal mit Thanatos unterhalten, ob er diese beiden vielleicht noch in seinem Reich hat und wenn nicht, was uns sehr entgegen kommen würde, hätte ich eine passende Verwendung für diese Persönlichkeiten. Silenee war ihr Name und er hieß Argon. Hm..hm. Ich könnte die Körper neu erschaffen und sie ebenfalls wie nun Naraja und Kristan irgendwo aufbahren und um sie ebenso eine Legende schmieden wie es sich nun hier entwickelt. Dann muss man nur jemanden finden, der die Legende entziffern kann.“ Sie sah Damok an. „Lesen und schreiben können sie auf deiner Welt auch noch nicht oder?“ Er schüttelte den Kopf. „Nur die wenigsten, wir sind noch weit hinter der Entwicklung deiner Welt hier.“ Er sah zu den jungen Leuten die sich im See tummelten. „Wie alt sind sie jetzt?“ Aurian folgte seinem Blick. „Sie sind jetzt siebzehn, zumindest die Mädchen, Leon ist sechzehn.“ Sie sah Damok an. „Es wird noch eine Zeit dauern, die Mädchen beginnen gerade erst sich für Jungen zu interessieren. Leon ist da schlimmer, er ist schon jetzt hinter jedem Weiberrock her. Er ist ziemlich frühreif.“ Damok grinste. „Und hat er Erfolg?“ Aurian lachte. „Zu seinem Bedauern nicht. Allerdings beobachtet er heimlich die vier Mädchen wenn sie sich ausziehen und fängt sich entsprechend oft eine Ohrfeige von Myrion ein.“ Damok lachte. „Ich dachte das wäre nicht so wild wenn Bruder und Schwester...“ Aurian nickte. „Ist es auch nicht, aber die Mädchen sind im Moment in der Phase wo sie recht zickig werden können, wenn sie merken das er sie beobachtet. Das wollen sie nicht. Er hat es nicht leicht mit vier Mädchen. Doch habe ich bemerkt das sie Eric und Dorian immer hinterher sehen wenn die hier „Zufällig“ vorbei kommen.“ Jetzt lachte Damok erst recht. „Die beiden Burschen kommen also immer mal vorbei?“ Aurian nickte. „Das ist auch in Ordnung, sollen sie nur. Ich möchte dich nur bitten die beiden darauf vor zu bereiten, das sie es hier logischerweise noch mit Jungfrauen zu tun haben. Also sollen sie vorsichtig sein und sie nicht verschrecken.“ Damok nickte. „Das selbe gilt wohl auch für mich und Gregorian.“ Aurian nickte zustimmend. „Ich hoffe nur das die richtigen Konstellationen zusammen kommen. Das ist eine meiner größten Sorgen. Denn ich habe mir große Mühe gegeben das Rohan auch in der Lage ist dir Kinder zu schenken.“ Damok sah Aurian an. „Keine Sorge ich werde sie gut behandeln. Ich kann mir vorstellen welche Sorgen du dir um deine Mädchen machst.“ Er sah zu Rohan und nickte. „Sie ist eine Schönheit geworden. Was auch kein Wunder ist bei so einer Mutter.“ Aurian lachte auf einmal leise und Damok sah sie fragend an. „Habe ich etwas komisches gesagt?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein, doch als du zu Rohan gesehen hast hat sie versucht deine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Schau noch mal hin, sie ist gerade aus dem Wasser gekommen und hat ein Handtuch um sich liegen. Ich könnte darauf wetten wenn du zu ihr siehst wird sie es fallen lassen um dich zu locken, so ein Früchtchen.“ Aurian tat als würde sie wieder in den Papieren lesen und Damok tat was sie sagte und sah noch mal zu Rohan hin und tatsächlich, das junge Mädchen ließ wie aus versehen ihr Handtuch fallen. Quietschte dann leise als sei es ihr peinlich und bückte sich so das Damok Einsicht in ihr Dekoltee bekam. Er lachte nun ebenfalls leise. „Mir scheint sie hat gefallen an mir gefunden.“ Aurian grinste. „Nimm das nicht so ernst, die jungen Dinger locken im Moment jeden Kerl, sie testen aus wie weit sie gehen können und ob sie attraktiv sind. Das ist normal.“ Damok nickte verstehend. „Wenn ich ehrlich sein sollte habe ich ein kleines Problem mit ihrer Jungfräulichkeit. Mir sind erfahrene Frauen lieber, die wissen wenigstens was ein Mann will.“ Aurian sah ihn an. „War das der Grund warum du Riana damals nicht angerührt hast?“ Damok nickte. „In gewisser weise ja, ich war froh als sie sich mit Rowan einließ und sie mit ihm die ersten Erfahrungen machen konnte.“ Aurin sah zu den jungen Leuten. „Nun bei uns ist es so das Leon jünger ist als seine Halbschwestern, obwohl er auch kein Problem damit hätte es mit ihnen zu treiben. Solange er es überhaupt mal bekommt. Er ist ein junger Heißsporn.“ Damok sah sich Leon an. „Er ist ganz schön kräftig für sein Alter, hat jetzt schon die ersten Muskeln und sieht doch recht attraktiv aus. Neigt er zur Gewalt?“ Aurian nickte leicht. „Er hilft Myrion in der Schmiede und bekommt von Aaron auch Kampfunterricht. Die beiden nehmen ihn ganz schön ran. Er kann eiskalt sein, zumindest kristallisiert es sich heraus, auch kennt er keine Skrupel, doch bringen ihm Aaron und Myrion bei was Ehre ist. Und er würde niemals auf die Idee kommen ein Mädchen mit Gewalt zu nehmen. Er versucht es wie Lazarus auf die charmante Art, doch wegen seiner Jugend nimmt ihn keiner ernst. Allerdings hat ihn auch Ethan in letzter Zeit unter seine Fittiche genommen.“ Aurian grinste und Damok sah sie fragend an. Sie erklärte. „Nun Ethan war ebenso ein Heißsporn wie Leon oder ist es immer noch, ich glaube der Junge ändert sich nie. Wie dem auch sei, es würde mich nicht wundern wenn er dafür sorgt das der Junge seine ersten Erfahrungen bekommt.“ Nun lachte Damok. „Ethan ist etwas ganz besonderes oder? Er hat ein gutes Herz ist aber dennoch skrupellos genug um zu tun was getan werden muss. Doch sag mal, ich habe mich auch hier und da mal mit ihm unterhalten. Ab und zu kommt er mit Weisheiten herüber wo man sich einfach sicher ist das sie stimmen. Woher weiß er das alles? Denn im Gegenzug dazu hat man ebenso oft das Gefühl es hier nur mit einem recht großen Jungen zu tun zu haben. Er ist so wandlungsfähig das man nie weiß wo man gerade bei ihm dran ist.“ Aurian nickte. „Er ist sehr stark mit dem Universum verbunden, und ich denke das diese Weisheiten nicht unbedingt auf seinem Mist gewachsen sind. Er weiß es halt. Ebenso sieht er oft auf einmal Zusammenhänge und bekommt Geistesblitze die ihm gewisse Erkenntnisse und Einsichten bringen. Er ist ein intelligenter Kindskopf. Doch das liebe ich so an ihm. Das er nicht so gradlinig ist wie Myrion oder Lazarus. Bei ihm weiß man nie was als nächstes kommt, zudem ist er schlagfertig und hat eine menge Humor. Mich wundert immer wieder wie er Lazarus dazu bekommt mit ihm zusammen diese Dummheiten zu begehen, doch tut er Lazarus gut. Der war eh schon immer viel zu erwachsen. Ich glaube Lazarus war als Kind schon kein Kind mehr. Doch Ethan schafft es ihn wieder jung werden zu lassen.“ Während die beiden sich unterhielten kam eine ältere Frau näher und brachte ihnen frische Getränke. Damok musste zweimal hin sehen doch dann erkannte er sie. „Ist das nicht Pelata? Müsste sie nicht schon lange tot sein?“ Aurian lächelte. „Offiziell ist sie das auch, doch gab ich ihr Unsterblichkeit, sie hat uns hier sehr gut gedient und daher hat sie sich einen Platz in meinem Haus verdient. Sie hilft wo sie kann. Außerdem ist sie bewandert im Führen eines Tempels und wird uns auf deiner Welt gute Dienste leisten. Nebenbei wurde sie auch von Naraja in die Geheimnisse der Magie eingeweiht und ist eine sehr gute Heilerin. Iona bringt ihr noch so einiges bei was uns nützlich sein wird. Sie ist glücklich hier und freut sich jeden Tag das sie bei uns ist. Die Mädchen lieben sie über alles. Sie ist ihnen fast mehr Mutter als ich es bin. Mein Problem ist, das ich nicht älter als vor tausend Jahren aussehe.“ Damok sah sie an. „Du bist schön wie eh und je. Doch du kannst doch dein Aussehen ändern um älter aus zu sehen oder nicht?“ Aurian nickte. „Sicher könnte ich das, doch die Göttin des Lichts muss jung und schön sein. Wie würde das denn aussehen wenn ich auf einmal als altes Hutzelweib auftauchen würde?“ Nun lachte Damok dröhnend, was nun auch Lazarus, Myrion und Ethan anlockte. Ethan fragte gleich. „Darf man mitlachen?“ Damok wischte sich die Lachtränen ab. „Nun ich stellte mir gerade eine Lichtgöttin als altes Hutzelweib vor.“ Er erklärte worüber sie gerade gesprochen hatten und nun lachten die drei anderen mit. Ethan setzte sich neben Aurian und legte ihr einen Arm um die Schulter. „Also das wäre doch mal was anderes. Allerdings müsstest du dir dann einen anderen Liebhaber suchen, ich glaube mit einem alten Hutzelweib will ich nicht mehr ins Bett gehen. Dafür finde ich mich noch viel zu jung und zu knackig.“ Er fing sich dafür gleich eine Kopfnuß von Myrion ein. „Werde nicht frech Junge. Aurian würde auch als altes Weib noch gut aussehen.“ Darüber mussten nun wieder alle lachen. Ethan sah zu Leon herüber, der wieder mal versuchte Blicke zu erhaschen die ihm nicht zustanden und dann Lazarus an. „Ich glaube es wird Zeit was denkst du? Ein Besuch im Tempel wäre nicht schlecht.“ Er erhob sich und rief Leon herbei. Leon wusste wenn Ethan ihn rief, gab es immer Spaß so stürmte er heran. „Was gibt’s?“ Lazarus schüttelte den Kopf und nickte Ethan zu, der Leon ansah. „Zieh dir etwas über und lass auch ein wenig von deinen Muskeln sehen. Wir gehen in den Tempel.“ Myrion knurrte leise. „Ich finde das hat noch Zeit, er ist doch erst sechzehn.“ Ethan stemmte seine Hände in die Hüften und sah Myrion an. „Ach ja sechzehn, dann verrate mir doch mal wie alt du warst, beim ersten mal?“ Jetzt begriff Leon worum es ging und stürmte wie der Blitz ins Haus. Myrion hingehen knurrte abermals und nickte dann. „Also gut soll er seine Erfahrungen machen.“ Ethan grinste. „Na wusste ich es doch, irgend woher muss der Junge ja diese Umtriebigkeit haben.“ Jetzt bekam er einen leichten Schlag auf den Hinterkopf von Myrion. Doch lachte Ethan ihn frech an. Derweil kam Leon wieder aus dem Haus gestürmt und stand vor Ethan. „Ich bin soweit.“ Ethan lachte immer noch als er mit Lazarus und dem jungen Leon abzog. Aurian sah Damok an. „Na was habe ich gesagt, es konnte nicht mehr lange dauern.“ Damok nickte und sah wieder zu den Mädchen. „Wenn es doch bei ihnen auch so einfach wäre.“ Myrion hatte sich nun neben Aurian gesetzt. „Nun bei den Mädchen ist es problematischer, da kann es immer mal passieren, das sie sich auf ihren ersten Mann fixieren. Bei ihnen muss es meistens Liebe sein. Nicht jede Frau ist wie Aurian, die auch ihre Affären hat oder die auch mit einem Kerl ins Bett gehen würde für den sie zwar Sympathie übrig hat aber ihn nicht unbedingt lieben muss. Bei ihr steht in dem Fall die Lust im Vordergrund. Bei Rohan und Ijana wäre es eher möglich das sie es auch nur aus Neugierde oder aus Lust tun, doch bei Pia und Soraja sieht es anders aus. Sie wollen auch Liebe und nicht nur einen Kerl im Bett. Da werden Dorian und Eric ganz schön schmeicheln müssen bis sie sie mal in ihren Armen haben. Sie sollten sich darauf vorbereiten das sie hier zwei Mädchen haben die geliebt werden wollen.“ Damok nickte. „Bei Eric könnte ich es mir noch vorstellen doch bei Dorian. Der und Liebe, das kann ich nicht glauben. Der Kerl will doch nur das was wir alle wollen. Doch bin ich schon dankbar das er sich wenigstens jetzt ruhiger verhält. Er hält sich im Zaum und hat gelernt sich zu beherrschen.“ Einige Stunden später trafen Lazarus und Ethan wieder ein und brachten einen nun um eine Erfahrung reicheren Leon mit. Der strahlte über das ganze Gesicht und man sah ihm an das es ihm sehr viel Spaß gemacht hatte. Er schmeichelte seine Mutter an ob er nun öfter in den Tempel dürfe, er habe dort ein Mädchen getroffen das er ganz süß fand. Ethan grinste und nickte Aurian zu. „Ja erst einmal hat ihn eine etwas ältere mit genommen, ich schätze so um die zwanzig, als sie mit ihm fertig war und er wieder aus dem Zimmer herauskam strahlte er schon. Dort lief ihm ein junges Mädchen über den Weg, das sich gleich von ihm angezogen fühlte und die erfahrene Priesterin fragte ob sie mit ihm ihre ersten Erfahrungen machen dürfe, sie fände ihn ganz niedlich. Die Priesterin hatte ihm wohl alles beigebracht was er wissen musste so auch wie man mit einer Jungfrau umgeht und so erlaubte sie es. Nun was soll ich sagen, die beiden hatten eine Menge Spaß miteinander.“ Aurian sah Leon an. „Nur hänge dein Herz nicht zu sehr an sie, vergiss nicht sie wird altern und sterben, du aber nicht.“ Leon jubelte und freute sich, dabei knutschte er seine Mutter immer wieder dankbar ab, so das alle anderen über sein Verhalten lachen mussten. Bis Aurian sich von ihm befreite und energisch meinte. „Jetzt ist aber genug.“

Doch kam es wie Aurian befürchtete, die Konstellationen kristallisierten sich heraus und es traf nicht alles so ein wie sie es geplant hatte.

Alles begann mit Gregorian, eigentlich war Ijana für ihn vorgesehen gewesen, doch bekam Aurian mit wie die Mädchen sich unterhielten und Ijana zu Pia sagte, „Ich will ihn nicht. Ich finde ihn merkwürdig.“ Pia nickte und meinte ihr ginge es so mit Dorian, er wäre ihr unheimlich. Ijana sah sie an. „Nun du musst ihn ja auch nicht nehmen, ihr beide du und Soraja könnt ja wählen zwischen Dorian und Eric.“ Pia sah Ijana an. „Sicher nur Eric gefällt Soraja gut, sie mag ihn. Sie sagt er habe etwas an sich, das ihr zeigen würde das er sie auch lieben könnte. Weißt du und ich will ihrem Glück nicht im Wege stehen. Also soll sie ihn sich nehmen. Doch bliebe für mich dann nur Dorian, doch wie gesagt ich will ihn nicht. Er scheint grausam und bösartig zu sein.“ Ijana sah sie an. „Was hältst du von Gregorian?“ Pia nickte. „Also ihn würde ich schon eher nehmen als Dorian.“ Ijana sah sich um und dann Pia wieder an. „Was hältst du davon wenn wir tauschen? Ich meine was will Mutter denn schon machen, wenn wir uns entschieden haben. Zudem ist sie nicht grausam, wenn sie sieht das wir eine andere Wahl getroffen haben wird sie auch zustimmen. Also was denkst du?“ Pia sah Ijana nachdenklich an und nickte. „Nur entscheiden wir das nicht alleine, die Männer müssten damit einverstanden sein. Doch kämst du denn mit Dorian zurecht?“ Ijana nickte. „Ja ich habe kein Problem damit das er ist wie er ist. Und ich will dir noch etwas sagen ich wüsste schon gerne wie es mit ihm ist.“ Aurian sah wie sich die anderen beiden Mädchen näherten und man sie ins Gespräch mit ein band. Rohan war mit der Wahl ihrer Mutter einverstanden, sie schwärmte sogar. „Ihr habt Sorgen, seht euch mal Damok an. Das ist ein Kerl, also da hat man wenigstens einen Mann und nicht so Milchbubis wie die anderen.“ Die anderen kicherten und Ijana sah ihre Schwester an. „Du hast recht, doch ich ahne das Dorian kein Milchbubi ist sondern das da ein richtiger Kerl drin steckt, der zu zu packen weiß.“ Soraja sah von einer zur anderen. „Doch euch ist hoffentlich klar das keiner der vier richtig treu sein wird. Außer vielleicht Eric.“ Als sie das sagte glitt ein sanftes Lächeln über ihr Gesicht. Pia holte sie wieder herunter. „Da wäre ich mir mal nicht so sicher. Dein Eric ist auch ganz schön durchtrieben. Und glaub mir wenn sich ihm die Gelegenheit bietet greift er ebenso zu wie alle anderen.“ Rohan nickte. „Aber ist das nicht egal? Ich meine seht euch Mutter an sie ist auch nicht nur mit einem Kerl zusammen. Ich sag euch was, wenn mein Kerl sich mit einer anderen vergnügt, könnt ihr Gift darauf nehmen das ich es ebenso halten werde. Und wenn Dorian Interesse hat, probiere ich es auch mit ihm aus. Was mich auf eine Idee bringt. Wir können mal davon ausgehen das keiner der Kerle treu sein wird, also werden wir es auch nicht. Warum tauschen wir nicht ab und zu mal? Sie haben Abwechslung und wir auch, würde doch passen, na was meint ihr?“ Die vier sahen sich an, überlegten kurz und nickten dann. Rohan war die durchtriebenste das wusste Aurian schon lange, das lag wohl an der Chaossubstanz die sie besaß. Sie sah nun ihre drei Schwestern an. „Allerdings würde ich vorschlagen, denn wir können mal davon ausgehen das alle vier nicht gerade sanftmütig sind, wir uns ebenfalls wie Leon schon mal einige Erfahrungen holen. Was meint ihr?“ Soraja sah sie sprachlos an. „Mit irgendeinem Kerl ins Bett gehen nur um ein wenig Erfahrung zu bekommen?“ Rohan schüttelte mit dem Kopf. „Nein nicht mit irgendeinem Kerl. Doch ihr kennt doch die Eigenheiten unserer Väter, die nehmen doch alles mit was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Und sie haben mehr Erfahrung als wir jemals sammeln können, vor allem Lazarus.“ Soraja sah Rohan an. „Vergiss es, erstens will ich nicht mit meinem Vater ins Bett gehen und zweitens würde er das auch nicht mitmachen.“ Rohan sah Soraja an. „Sollst du auch nicht, sondern du und Pia ihr nehmt Ethan, unseren Vater und Ijana und ich nehmen uns Lazarus vor. So wäre zumindest sicher gestellt das man uns nicht zu wild in die körperliche Liebe einführt und wir würden viel von ihnen lernen können und wären auf die anderen vier vorbereitet.“ Aurian schüttelte den Kopf, doch insgeheim musste sie Rohan zustimmen, die Idee so ihre Unschuld zu verlieren und Erfahrung zu sammeln wäre nicht schlecht, denn Ethan und Lazarus im besonderen wussten was sie taten. Und das die Mädchen nicht unbedingt die wollten die sie für sie ausgesucht hatte, war auch in Ordnung solange Rohan sich für Damok entschied und das schien ja der Fall zu sein. Aurian grinste und dachte sich, das würde sie sich ansehen wie die Mädchen die beiden versuchen würden rum zu kriegen um ihre ersten Erfahrungen zu bekommen. Das könnte lustig werden. Den einzigen den sie einweihte war Myrion, den beiden jungen Göttern würde sie kein Sterbenswörtchen sagen und abwarten was geschah. Myrion grinste. „So ein durchtriebenes Luder. Doch du hast recht so schlecht ist die Idee nicht und Ethan und Lazarus werden zumindest sanft mit ihnen umgehen. Doch ob die beiden sich darauf einlassen ist eine andere Sache.“ Aurian nickte. „Also Ethan denke ich schon, der hat kein Problem damit. Allerdings ob Lazarus sich darauf einlässt, bezweifle ich. Aber warten wir mal ab.“ Myrion und Aurian nahmen sich jedenfalls vor, sich das ganze anzusehen und zu beobachten wie die Mädchen die beiden dazu bekommen wollten.

Den Anfang machte Rohan da von ihr auch die Idee war, waren sich alle einig das sie anfangen sollte. Sie wartete bis Lazarus alleine am Strand im Liegestuhl lag. Als sie ihn betrachtete musste sie zugeben das er sehr anziehend war. Sie trat auf ihn zu und setzte sich auf den Liegestuhl neben seinem. „Kann ich mal mit dir reden?“ Lazarus sah sie an. „Sicher, was möchtest du denn?“ Rohan sah ihn an: „Wenn du mich so fragst, mit dir schlafen.“ Das Lazarus bei dieser Aussage nicht aus dem Liegestuhl fiel war alles, doch setzte er sich schnell auf und sah Rohan sprachlos an.. „Du willst was!?“ Sie erwiderte den Blick. „Du hast richtig gehört ich will mit dir schlafen. Sieh mal ich weiß für wen ich vorgesehen bin. Und ich kann mir vorstellen das Damok nicht gerade sanft mit mir umgehen wird. Doch möchte ich so nicht meine erste Erfahrung machen. Daher dachte ich das du vielleicht?“ Dabei sah sie ihn bittend an. Lazarus raufte sich die Haare, was ihn in ihren Augen noch attraktiver machte. Er sah ein das ihre Bitte in gewisser weise sogar sehr klug war, doch hatte er Rohan nie als potenzielle Bettpartnerin angesehen. „Iljana wird dich das gleiche fragen, da es ihr nicht anders geht als mir. Wir wollen keine Beziehung sondern nur einfach....na ja du weißt schon, erste Erfahrungen.“ Lazarus sah sie an. „Weiß es Ethan schon was ihr euch überlegt habt? Mädchen du machst es mir nicht leicht.“ Rohan sah ihn grinsend an. „Na ja noch nicht doch spätestens wenn ihn Pia und Soraja das selbe fragen werden wie ich dich jetzt, wird er es wissen.“ Rohan betrachtete ihn und sah seine muskulöse Gestalt, er war wirklich attraktiv. Da sie ihn nie als Mann gesehen hatte fiel es ihr erst jetzt richtig auf. Er sah sie an und sah wie sie ihn betrachtete. Er spürte das er sie erregte und nickte. „Also gut passe auf. Ich verstehe euer Problem. Ich werde mit Ethan reden und wenn er damit einverstanden ist, werde ich es tun. Doch du kannst Pia und Soraja sagen, das ich damit einverstanden bin das sie Ethan darum bitten. Allerdings solltet ihr euch alle vier im klaren sein, das es bei diesem einen mal bleiben wird.“ Rohan nickte und bedankte sich. Lazarus erhob sich raufte sich noch mal die Haare und ging Ethan suchen. Myrion und Aurian die in der Nähe standen grinsten sich an. „Das hat der Junge ja eigentlich gut aufgenommen.“ Aurian nickte. „Nur ob er das wirklich auch durchziehen wird, weiß ich nicht. Er ist anders als Ethan, der hat keine Skrupel sich die Mädchen zu nehmen.“ Womit sie recht haben sollte. Als Lazarus Ethan fand und ihm erzählte mit was Rohan bei ihm angekommen war, dachte der nicht lange nach sondern nickte nur. „Also warum nicht? Wie wollen das sie das erste mal als schön empfinden, also sollten wir es selber tun. Du und ich wissen wie wir mit ihnen umgehen müssen.“ Lazarus schüttelte den Kopf. „Gott wenn das mal gut geht.“ Doch hatte er vor den beiden Mädchen die Erfahrungen zu geben die sie haben wollten. So ging er zurück und sah das Rohan immer noch auf der Liege saß und wartete. Er sah sie an. „Und du bist dir sicher?“ Rohan nickte. „Na gut, dann komm mit.“ Er nahm sie mit auf sein Zimmer. Als er die Türe schloss und sich herum drehte hatte Rohan sich bereits ausgezogen und sah ihn erwartungsvoll an. Er lachte leise. „Nun du scheinst es wirklich ernst zu meinen so eilig wie du es hast. Leg dich aufs Bett.“ Sie tat sofort was er ihr sagte, dann sah sie zu wie er auch die Badehose auszog. Sie zitterte leicht. Sie hatte ja Leon schon mal nackt gesehen, doch als sie nun sah das Lazarus ganz anders gebaut war, sah sie ihm ins Gesicht. Er ahnte was sie entdeckt hatte. „Leon ist noch jung und bei ihm wird es einmal nicht viel anders aussehen.“ Er legte sich zu ihr und drückte sie sanft an sich. Sie sah ihn nun doch ängstlich an. „Passt das überhaupt oder wird es weh tun?“ Er lächelte leicht. „Es wird einen kurzen Schmerz geben, aber nur beim ersten mal. Vertrau mir.“ Er spürte wie sie zitterte und ihm wurde nun klar das es so wirklich am besten war. Denn sie würde keinem anderen angehören als Damok und er wusste von Aurian wie Damok war. Sanft begann er sie zu streicheln und zu reizen, auch küsste er sie erst sanft und dann langsam leidenschaftlicher und wilder werdend. Rohan begann zu reagieren und legte ihre Arme um ihn und erwiderte die Küsse. Langsam aber sicher spürte er das sie bereit war, sie schrie leise auf als sie das erste mal den Gipfel alleine durch sein streicheln erreichte. Er schob sich zwischen ihre Beine und stützte sich rechts und links mit den Armen, die er unter ihren Körper geschoben hatte ab. Mit den Händen hielt er ihre Schultern fest damit sie nicht flüchten konnte wenn es soweit war. Mit seinen Beinen drückte er ihre weiter auseinander damit sie sich weit für ihn öffnete, sachte drang er langsam ein, dann nahm er sie mit einem kräftigen und festen Stoss. Rohan schrie kurz auf und Lazarus wartete bis sie das überstanden hatte. Doch sie kam ihm bereits entgegen und so machte er weiter, bis sie abermals aufschrie und sich ihm entgegen bäumte. Wieder ließ er ihr Zeit bis sich ihr Atem etwas beruhigte, dann legte er nochmals los. Sie stöhnte und wand sich unter ihm, doch er ließ nicht nach. Sie umklammerte ihn mit ihren Beinen und ihren Armen und drückte sich an ihn, bis sie wieder aufschrie. Lazarus ließ aber diesmal nicht nach sondern machte weiter bis auch er auf einmal soweit war. Er spürte wie sie unter ihm zitterte und sah sie an, als er sich beruhigt hatte. Sie strahlte. „Das war schön.“ Er beugte sich zu ihr herab und küsste sie zärtlich. Dann sah er sie an. Nun zeigte er ihr verschiedene Techniken, ebenso wie sie einen Mann reizen konnte und machte ihr klar, das es Männer gab, wie er, die es mehr als einmal wollten und auch konnten. Doch das sie niemals hergehen solle und weiter zu machen wenn sie nicht mehr wollte. Das ein Mann ein Nein auch akzeptieren musste. Als Rohan das Zimmer verließ, war sie um einige Erfahrungen reicher, doch auch sehr glücklich. Ihr war klar das Lazarus niemals wieder mit ihr ins Bett gehen würde, doch das machte nichts, diese Erfahrung würde sie tief in ihrem Herzen als kleinen Schatz verwahren. Lazarus seufzte leise und legte seine Arme unter seinen Kopf und dachte darüber nach. Das Zimmer war noch geschwängert von dem Duft der Lust. Es klopfte an der Türe und als Lazarus dort hinsah steckte Iljana ihren Kopf herein. Sie sah ihn nackt auf dem Bett liegen und atmete scharf ein. Rohan hatte ihr kurz erzählt wie es gewesen war und Iljana wollte nicht mehr warten. Er sah sie an. „Na komm schon rein, willst du es auch sofort?“ Sie nickte und Lazarus dachte nur so: na ja... dann haben wir es hinter uns. Sie sah ihn schüchtern an. „Wenn es geht? Ich weiß ja nicht.“ Er nickte lächelnd. „Sicher geht es. Na dann komm mal zu mir.“ Und wie schon bei Rohan verhielt er sich nun auch bei Iljana. Auch sie verließ das Zimmer sehr glücklich. Lazarus schmunzelte leicht, dann erhob er sich und zog das Bett ab. Er sah auf die Bluflecke die sich auf seinem Laken gebildet hatten und murmelte leise. „Ich hoffe Ethan ist ebenso sanft wie ich es war.“ Doch darüber musste er sich nicht sorgen. Ethan wusste was er zu tun hatte und die beiden Mädchen die sein Zimmer verließen waren nicht minder glücklich und zufrieden und konnten nun ihre Erfahrungen mit den anderen austauschen. Aurian sah Myrion an. „Wir können stolz auf die beiden Jungen sein. Auch wenn sie ab und zu ein wenig flegelhaft sind, so sind sie doch gut gelungen. Sie haben den Mädchen eine sehr schöne erste Erfahrung geboten und das ist ihnen hoch an zu rechnen.“ Myrion grinste und sah sie an. „Du bist unvergleichlich, weißt du das? Jeder andere Mutter hätten den Kerl geköpft der sich an ihre Tochter auf diese weise heranmacht. Doch du siehst nur das gute und schöne daran. Du hast aber recht, die beiden haben den Mädchen Zärtlichkeit, als auch Leidenschaft gegeben und sie nebenher noch ein wenig in der Liebeskunst ausgebildet und ihnen gezeigt wie schön es sein kann.“ Kurze Zeit später sah man Lazarus und Ethan im Liegestuhl mit einem Glas Saft liegen. Sie unterhielten sich darüber wie es gewesen war. Lazarus sah Ethan an. „Also ich bin immer dafür zu haben mit einer Frau ins Bett zu gehen, doch Jungfrauen sind das schlimmste das einem Kerl passieren kann. Man muss einfach zu viel beachten.“ Ethan lachte und nickte zustimmend. „Doch denke ich das wir es gut auf die Reihe bekommen haben. Und unsere Töchter werden nun wissen was auf sie zukommt.“ Leon nahte und bekam das letzte noch mit, er nickte den beiden zu als er sich in einen weiteren Liegestuhl legte. „Ja also eine Jungfrau möchte ich auch nicht mehr.“ Nun lachten Lazarus und Ethan laut los. „Hör sich einer den Jungspund an. Hat gerade sein erstes mal hinter sich und spielt sich auf als habe er schon hundert Jahre Erfahrung.“ Leon sah sie ruhig an. „Vielleicht habe ich das ja auch.“ Lazarus und Ethan sahen sich an, dann Leon. Beide dachten das gleiche: ob er sich an sein früheres Leben erinnert??

Kapitel 14: Alte Erinnerungen


 

Die Bemerkung die Leon gemacht hatte, ließ den beiden keine Ruhe und sie sprachen mit Aurian darüber. „Kann es sein das er sich an sein früheres Leben erinnert?“ Sie erzählten Aurian was Leon gesagt hatte und das sie es recht merkwürdig fanden. Aurian schüttelte den Kopf. „Ausgeschlossen. Mit dem Niedergang des Universums, müssten auch seine gesamten Erinnerungen weg sein. Natürlich erinnerte er sich noch daran als er im Unterreich war, aber mit der Wiedergeburt war alles weg und das ist auch gut so. Nicht auszudenken wenn er sich daran erinnern würde mal mein Mann gewesen zu sein und womöglich den Platz auch wieder einnehmen will. Nein also darüber müssen wir uns keine Gedanken machen. Dennoch werde ich Myrion bitten mal mit dem Jungen zu reden, sicher ist sicher. Denn auch Iron hatte merkwürdige Träume, auch wenn sie ihn eher an seine Kampfsportart erinnerten oder vielmehr ihn dazu veranlassten es wieder auf zu nehmen. Erinnern kann man das nicht nennen. Doch da Leon eine recht starke Libido hat wie es aussieht, wäre es möglich das sich seine Träume eher auf so etwas konzentrieren.“

Myrion nahm es auch gleich in Angriff als er von Aurian davon hörte. Er sah es wie sie, das Leon seinen alten Platz nicht wieder einnehmen konnte und wollte das auch nicht. So sprach er den Jungen mal darauf an. Der saß auf dem Tisch im Garten, baumelte mit den Beinen und beobachtete wieder mal seine Schwestern. Myrion trat näher. „Sag mal, kann es sein das du merkwürdige Träume hast mein Sohn?“ Leon sah ihn an und senkte den Kopf, nach einer weile nickte er. „Ja, ich weiß nicht woher sie kommen aber du hast recht. Ich sehe wie ich mit allen möglichen Frauen schlafe und …und...unter anderem auch mit Mutter. Ich weiß das Lazarus irgendwie auch ihr Sohn ist, doch ihm macht es nichts aus mit ihr zu schlafen, eher im Gegenteil, er scheint es zu genießen und ist ganz heiß darauf. Doch ich möchte das eigentlich nicht, obwohl mich diese Träume auch ganz scharf machen, wenn ich ehrlich bin.“ Er sah seinen Vater verlegen an. Myrion nickte verstehend und setzte sich neben seinen Sohn und legte einen Arm um dessen Schulter. Er sah ihn an. „Mach dir darüber keine Gedanken. Selbst wenn du sie begehren würdest, wäre das nicht so schlimm.“ Leon sah in zweifelnd an. „Aber üblich ist das nicht oder? Das ein Sohn mit seiner Mutter......und sie sogar noch heiß begehrt.“ Myrion seufzte. „Das ist ein Problem der Sterblichen, sie haben andere Moralvorstellungen. Doch bei uns kann und darf man das, allerdings sollte man nichts mit Gewalt erzwingen.“ Leon deutete zu seinen Schwestern. „Also dürfte ich auch mit ihnen?“ Myrion sah ihn nachdenklich an. „Hast du da eine Favoritin? Und dürfen tätest du schon nur denk dran sie sind nicht für dich bestimmt.“ Leon nickte und sah seinen Vater an. „Ja Rohan, sie ist....ich weiß nicht, sie macht mich scharf. Und lach jetzt bitte nicht, ich weiß das ich noch jung bin. Doch ab und zu kommt in mir das Gefühl auf das ich weit aus älter sein müsste.“ Myrion nickte, er überlegte ob er ihm sagen sollte das er eine alte Seele habe, das er wieder geboren worden war. Allerdings wollte er erst mal mit Aurian darüber reden, er wollte keinen Fehler machen.

In der nächsten Zeit verhielt sich Leon recht nachdenklich auch wenn er nach wie vor seine Dummheiten machte. Er besuchte regelmäßig das Mädchen im Tempel, bis er eines Tages nach Hause kam und recht unglücklich aussah. Inzwischen waren zwei Jahre ins Land gegangen. Dorian und Eric kamen nun wesentlich öfter und versuchten mit den jungen Frauen zu flirten. Myrion hatte die vier informiert das die Mädchen keine Jungfrauen mehr waren und auch nicht verschwiegen mit wem sie das erste Mal hatten. Ebenso hatten sie ihnen gesagt für wen die einzelnen Mädchen sich entschieden hatten. Damok war froh das er sich nicht mehr mit der Jungfräulichkeit herum schlagen musste und das sich Rohan für ihn entschieden hatte. Sie waren nun mehr neunzehn und Leon achtzehn Jahre alt. Die Mädchen waren alle wunderschön geworden, die einen hatten lange schwarze Haare die anderen waren strohblond, doch alle hatten sie die strahlend blauen Augen von Aurian. Myrion hatte einst mit Aurian gesprochen und sie hatte ihm gesagt, das man abwarten sollte, doch wenn Leon weiter hin das Gefühl hätte sollte man ihm zu seinem achtzehnten Geburtstag die Wahrheit sagen, wenn auch nicht alles, so doch das er eben tatsächlich eine alte Seele hätte und daher auch das Gefühl kämen. Im Moment sah er jedenfalls recht unglücklich aus. Sein Körper stand in der Statur denen von Ethan und Lazarus nicht nach, auch wenn er größer als sie war. Massen sie etwas über einmeterneunzig, war er wie sein Vater fast zwei Meter groß. Durch die Arbeit in der Schmiede hatte er auch ordentlich Muskeln angesetzt, wenn auch nicht so gewaltig wie Myrion. Ethan bemerkte das er heute nicht so glücklich war und sprach ihn an. „Was ist los? Welche Laus ist dir über die Leber gelaufen? Wollte dich das Mädel nicht mehr?“ Mit Ethan verband ihn etwas besonderes, zu ihm war er immer gegangen wenn er etwas auf dem Herzen hatte. Er hatte das Gefühl Ethan verstand ihn irgendwie. So sah er ihn an. Er schüttelte den Kopf. „Nein das ist es nicht, doch hatte sie neben mir auch noch andere. Dagegen hatte ich auch nichts, doch heute sagte sie mir das sie einen der Priester heiraten würde und das sie von ihm schwanger ist. So das sie unsere Beziehung ein wenig lockern möchte. Mutter hatte recht, ich hätte mein Herz nicht an sie hängen sollen. Ich glaube ich liebe sie, doch jetzt ist sie für mich verloren.“ Ethan legte ihm einen Arm um die Schulter und drückte ihn leicht an sich. „Ach weißt du ich denke mal du wirst dich noch oft verlieben, also nimm es nicht so tragisch. Die Frauen kommen und gehen. Du solltest dir lieber eine aus dem Göttergeschlecht nehmen, das ist weit aus effektiver. Die sterblichen Frauen sind immer schön wenn es um ein wenig Spaß geht, aber für eine feste Beziehung sind sie für uns nichts. Sie altern und sterben und wir bleiben zurück. Schau mal ich hörte das Mystra und Nara auch jede ein Kind bekommen haben, vielleicht wären die etwas für dich.“ Leon sah ihn zweifelnd an. „Willst du mich jetzt mit Babys verkuppeln?“ Ethan lachte. „Junge die werden auch mal größer und älter und dann wären sie keine Babys mehr sondern heiße Frauen. Oder was ist mit Aglaia sie hat auch noch niemanden, versuch es doch bei ihr mal. Aber noch etwas, hast du immer noch diese Träume?“ Leon nickte. „Ja nach wie vor und sie werden immer intensiver. Bitte sag es niemandem aber sie gehen so weit das sie sogar recht feucht werden.“ Ethan nickte. „Und wer verursacht deine feuchten Träume?“ Leon deutete zum Haus. „Mutter. Gott in meinen Träumen ist sie so scharf, das ich ab und zu auch davon wach werde. Ethan ich will sie, mein Körper brennt vor Verlangen. Und auch Rohan, wenn ich sie ansehe wird meine Hose sofort eng. Ich traue mich kaum noch in deren Nähe, weder in Mutters noch Rohans Nähe.“ Ethan sah ihn an und nickte. „Also was Aurian angeht, geh zu ihr, sag ihr was du willst. Ich glaube sie wird es dir geben, vielleicht hören dann wenigstens diese Träume auf. Und was Rohan betrifft, beim Universum, ich bin ihr Vater. Doch versuche es auch bei ihr, vielleicht überrascht sie dich. Ich weiß das die vier Mädchen sich bisher noch mit keinem der für sie ausgewählten eingelassen haben. Und das sie ihre Unschuld bereits verloren haben weiß du ja, oder?“ Leon nickte: „ich weiß wer es getan hat, die Mädchen haben immer mal darüber geredet und ich habe gelauscht.“ Ethan nickte verstehend. „Versuch es, mehr als dich abweisen können sie nicht. Doch denk dran, nichts mit Gewalt, sonst bekommst du wirklich Ärger.“ Leon nickte heftig. „Keine Sorge so etwas würde ich niemals tun. Das finde ich unter aller Würde. Wenn man nicht Mann genug ist es so zu schaffen, dann sollte man es lassen.“ Ethan sah ihn zufrieden an. „So ist es richtig.“ Er dachte daran als er Aurian das erste mal genommen hatte und musste vor sich selber zu geben, hätte sie es ihm an diesem Tag nicht freiwillig gegeben, er hätte sich dennoch nicht abhalten lassen. Doch würde er jeden anderen um einen Kopf kürzer machen der es mit Gewalt bei ihr versuchen würde. Als erstes versuchte es Leon einen Tag später bei Rohan, er sah ja inzwischen wirklich sehr gut aus, hatte ein markantes Gesicht, war muskulös und trug an diesem Tag nicht mehr als eine Badehose. Die Mädchen tummelten sich im See und als Rohan heraus kam sah sie ihn lässig an einem Baum gelehnt, die Arme vor der muskulösen Brust verschränkt, stehen. Er sah anzüglich an ihr entlang und sie sah an seinem Blick was er dachte. Als ihr Blick auf seine Badehose fiel atmete sie scharf ein, es war deutlich zu erkennen was in ihm vor ging. Sie sah ihm wieder ins Gesicht und er lächelte anzüglich. Sie schnappte sich ein Handtuch und ging auf ihn zu. „Ich sehe was du denkst.“ :grinste sie als sie vor ihm stand. „Es ist nicht zu übersehen.“ Hatte sie nun erwartet das er sich verlegen abwenden würde, sah sie sich getäuscht, sondern er sah charmant auf sie herab. „Nun dann weißt du auch was ich will oder? Und tue nun nicht zickig, ich weiß das du bereits einmal was mit einem Kerl hattest.“ Er griff urplötzlich um sie herum und drehte sich mit ihr so das sie nun am Baum stand. Weiterhin sah er sie an, ließ seinen Arm jedoch um sie liegen. Sachte drückte er sich an sie und beugte sich herab und flüsterte ihr ins Ohr. „Die Erfahrung würde uns beiden gut tun, also was sagst du?“ Bevor sie überhaupt antworten konnte lagen seine Lippen schon auf den ihren und er küsste sie. Verlangen konnte Rohan in diesem Kuss spüren, sie atmete kurz durch die Nase ein und erwiderte dann den Kuss. Sie hätte nie gedacht das Leon sie wirklich reizen könnte. Doch als sie seinen männlichen Körper an sich spürte, begann ihr Körper zu reagieren. Er löste den Kuss und sah sie schwer atmend und fragend an. Sie nickte. Die anderen Mädchen hatten atemlos beobachtet was dort am Baum geschah und tuschelten untereinander. Dann waren die beiden auf einmal verschwunden. Ijana sah die anderen beiden an. „Wetten das sie es nun mit einander treiben?“ Soraja quietschte verlegen und Pia grinste. Beide nickten aber. Dann grinste Ijana und sah die anderen beiden an. „Sollen wir wirklich zulassen das nur sie ihren Spaß hat, seid mal ehrlich Mädels hatte nicht die eine oder andere schon mal den Gedanken wie es mit Leon sein könnte? Der Junge sieht verdammt gut aus, Erfahrung hat er sicherlich inzwischen auch.“ Soraja sah sie an. „Du meinst doch nicht wirklich das wir uns auch noch dazu gesellen sollen oder?“ Ijana sah zum Haus dann die beiden anderen wieder an. „Also wenn wir mal davon ausgehen das er die Potenz seines Vaters geerbt hat und wie es um Myrions Potenz steht wissen wir ja wohl alle, ist ja nicht zu überhören wenn er einmal los legt, dürfte er uns locker allen ein wenig Spaß bringen, also natürlich meine ich das ernst.“ Die anderen waren noch nicht überzeugt, also gab Ijana noch etwas nach. „Mädels wir werden ihm die Stunden seines Lebens bereiten, na was sagt ihr?“ Inzwischen waren Leon und Rohan auf seinem Zimmer angekommen und er hatte ihr und sich die Badeklamotten regelrecht runter gerissen. Die beiden waren schon fleißig dran und Rohan jubelte immer wieder mal leise auf. So jung Leon auch war, wusste er doch wie er eine Frau soweit bringen konnte. Seine Träume halfen ihm dabei nicht unwesentlich. Als beide soweit waren und sich danach ein wenig erholt hatten sah er Rohan an. „Wie wäre es mit einem zweiten mal?“ Da flog auf einmal die Türe auf und die anderen drei Mädchen betraten sein Zimmer. „Wir haben nichts dagegen, wenn wir mit machen dürfen.“ Ehe Leon etwas sagen konnte hatten die anderen drei sich bereits der Badekleidung entledigt und waren zu ihnen ins Bett geschlüpft. Leon schluckte leicht und Ijana sah ihn an. „Na geht dir nun der Ar... auf Grundeis? Schaffst du es nicht mit uns allen?“ Rohan lachte und sah Ijana an: „Die Idee ist doch auf deinem Mist gewachsen oder?“ Ijana nickte, sah aber weiterhin Leon an, der sich nun von vier jungen nackten Frauen umringt sah. Er grinste leicht. „Na dann mal los, glaubt mir ich habe keine Angst vor euch.“ Einige Stunden später in denen die vier jungen Frauen Leon wirklich alles abverlangt hatten, doch recht zufrieden waren, mussten sie eingestehen das Leon einiges zustande brachte. Alle fünf lagen anschließend erschöpft in Leons Bett, er hatte die Arme hinter dem Kopf verschränkt und sah eine nach der anderen grinsend an. „Na Mädels wie war ich?“ Bei den Göttern blieb nichts lange verborgen so auch das nicht und jeder der Leon sah musste grinsen, außer vielleicht die potenziellen späteren Partner. Myrion war sehr stolz auf seinen Sohn und grinste am breitesten. Lazarus und Ethan konnten nur mit dem Kopf schütteln, nahmen ihn aber nun in ihrer Jungmännerriege auf. Was den jungen Leon sehr stolz machte, vergessen waren das Mädel aus dem Tempel und der erste Liebeskummer.

Als Damok hörte was geschehen war lachte er herzlich. Ihm gefiel Rohan immer besser. Sie schien keine Hemmungen zu haben sich zu nehmen was sie wollte. Ihm machte es auch nichts aus das sie andere Kerle mit ins Bett nahm oder mit ihnen ins Bett ging. Er würde ja auch nicht ewig treu sein, also war es für ihn absolut in Ordnung. Allerdings war er der Meinung wenn sie schon soweit war, dann könnte sie nun auch endlich sein Bett mal zieren. So besuchte er Aurian wieder mal und sah sich dabei nach Rohan um. Aurian sah das Damok mit seinen Gedanken woanders war und sah ihn schmunzelnd an. „Suchst du jemanden?“ Er nickte. „Rohan. Du weißt was ich will und wenn sie soweit ist das sie sogar mit Leon schläft, wird es mal langsam Zeit das sie auch zu mir kommt.“ Aurian nickte, sie verstand ihn. „Sie ist in ihrem Zimmer, wenn du sie dort aufsuchen willst nur zu. Versuch dein Glück.“ Damok sah Aurian an und erhob sich. „Du wirst für mich immer die schönste aller Frauen sein. Und ehrlich gesagt, solltest du mich wieder mal wollen, ich werde nicht nein sagen.“ :damit beugte er sich zu ihr herunter und küsste sie leidenschaftlich. Damok suchte anschließend Rohan in ihrem Zimmer auf das sie mit Ijana teilte. Sie war aber alleine und als Damok ihr Zimmer betrat sah sie ihm entgegen. Er ging auf sie zu und sah sie an. „Ich werde niemals treu sein, aber erwarte ich das auch nicht von dir. Doch werde ich dich auf Händen tragen und dir so gut ich kann ein guter Mann sein. Bist du bereit mein Haus und mein Bett mit mir zu teilen?“ Rohan war aufgeregt. Damok war in ihren Augen ein richtiger Mann und sie fand ihn anziehend und aufregend. Sie nickte: „Ja das will ich.“ Als er vor ihr stand griff er zu und ehe sie sich versah küsste er sie schon leidenschaftlich. Rohan versank in seinen Armen und Damok spürte das sie bereit war sich ihm hin zu geben, so verschwand er mit ihr um sie mit in sein Haus zu nehmen. Aurian hatte sich schon gedacht das es zwischen Rohan und Damok recht einfach und schnell gehen würde, beide waren keine großen Gefühlsmenschen sondern welche die eher alles mit dem Verstand machten.

Als Gregorian mit bekam das sich Damok seine Geliebte schon geholt hatte, traf auch er bei Aurian ein. Natürlich hatte er immer mal versucht auch mit Pia zu flirten doch hatte sie ihn bislang immer abgewiesen wenn er ihr näher kommen wollte, doch jetzt würde er sie sich holen. Obwohl eigentlich Ijana für ihn vorgesehen war, wusste er das diese ihn nicht wollte, aber Pia hatte Interesse gezeigt. Die kleine sanfte Pia, wie er dachte. Sie gefiel ihm auch ausgesprochen gut. Alle vier waren Schönheiten und es wäre jedem Mann schwer gefallen zu sagen welche die schönste gewesen wäre. Aurian die wusste was er wollte sagte ihm wo er sie finden könne. Pia machte ihr die meisten Sorgen, sie hatte Angst um sie, denn sie wusste wie Gregorian sein konnte. Doch hatte sie nicht mit Pias Liebreiz gerechnet, denn in kürzester Zeit hatte diese Gregorian um den kleinen Finger gewickelt doch ahnte diese nicht das seine Liebe einer anderen gehörte und das seit er sie das erste mal sah.

Auch Eric und Dorian kamen um zu fordern was man ihnen versprochen hatte. Als sie beide vor Aurian standen, sah sie sie an. „Erinnert ihr euch noch an das Turnier vor etlichen Jahren, an dem ihr teilgenommen habt?“ Als beide nickten sprach sie weiter: „Ihr gabt großmütig euren Wunsch her. Doch nahm ich mir vor euch den dennoch zu erfüllen und so frage ich euch, was wünscht ihr euch?“ Eric sah sie an. „Wenn ich Soraja bekomme bin ich eigentlich wunschlos glücklich, denn damit hört das herumtreiben in der Welt auf. Nicht das es nicht aufregend war, doch so wie Lazarus oder Ethan, laufend eine andere im Bett, will ich nicht mehr. Ich möchte das jemand nur für mich da ist, jemand der zu mir hält und ich hoffe das in Soraja zu finden.“ Aurian nickte. „Solltest du irgendwann mal Verwendung für deinen Wunsch haben, so sag es mir.“ Dann sah sie Dorian an. Sein Blick war wie üblich kühl und recht emotionslos. „Was ich mir wünsche? Wenn ich dir das sage macht mich Myrion einen Kopf kürzer.“ Aurian nickte ihm auffordernd zu. „Nur heraus damit was ist es?“ Er grinste leicht. „Kannst du es dir nicht denken? Was jeder Kerl will, eine Nacht mit dir und auch wenn Eric es nicht gesagt hat, so will er es ebenso.“ Eric sah Dorian an, dann Aurian. Er sagte erst mal nichts dazu, während Dorian Aurian abwartend ansah. Er nickte als keine Antwort kam „Das dachte ich mir, doch werde ich darauf noch mal zurück kommen.“ Aurian wusste nicht sollte sie es ihm wirklich gestatten oder nicht. Sie wartete erst mal ab wie es mit den beiden Mädels lief. Als Eric Soraja das erste mal küsste sah er sie anschließend merkwürdig an. Er war liebevoll und sanft, doch dachte er sich: hier stimmt was nicht. Später ging er zu Aurian um mit ihr zu reden. „Ich weiß nicht wie ich es sagen soll, aber wenn ich Soraja küsse fühlt es sich so falsch an. Irgendwie stimmt da was nicht. In meinen Träumen war alles so anders. Die blonde Frau, von der ich dachte das es Soraja wäre, alles stimmt, doch wenn ich sie küsse, stimmt es auf einmal nicht mehr. Es ist als würde etwas fehlen.“ Aurian sah ihn an. „Du hast Träume?“ Er nickte. „Ja, ich habe davon noch niemandem erzählt. Doch in meinen Träumen liebe ich eine Frau, mein Herz geht mir auf und ich sehe sie vor mir. Ich küsse und streichle sie und Liebe brennt zwischen uns. Reine unverdorbene alles einnehmende Liebe. Doch bei Soraja kommt nichts dergleichen auf. Sie ist sehr schön und liebenswert. Doch es fehlt etwas.“ Aurian fluchte leise und Eric sah sie fragend an. „Was ist los, du weißt scheinbar was nicht stimmt.“ Aurian nickte. „Ja ich weiß es. Hole Dorian ich muss euch etwas zeigen.“ Myrion mit dem sie anschließend sprach während Eric Dorian holen ging, sah sie an. „Willst du es ihnen wirklich sagen oder gar zeigen?“ Aurian nickte. „Ja damit hatte ich nicht gerechnet. Eric liebte Jasmin mehr als sein Leben, diese Liebe ging weit über alles hinaus. Ebenso wie bei uns. Und Eric spürt das ihm etwas fehlt. Also sollen sie sehen was es ist. Ich nehme sie mal mit ins Unterreich zu Thanatos und zeige ihnen was es ist. Das Herz kann man eben nicht betrügen. So muss ich es ihnen zeigen. Damit sie ein neues Leben beginnen können, müssen sie mit der Vergangenheit abschließen. Ich dachte das sie nach der Wiedergeburt davon nichts mehr wissen würden. Tun sie auch nicht. Doch hatte ich Erics Herz vergessen, das sich immer noch nach Jasmin sehnt. Wenn sie hier wäre und egal wie sie aussehen würde, sein Herz würde sie unter Millionen heraus finden.“ Myrion nickte verstehend. „Du hast recht, als ich keine Erinnerung mehr hatte, erging es mir ebenso. Ich fühlte das etwas fehlte. Ich glaube dein Plan wäre auch bei mir nicht aufgegangen. Ich hätte mir so wie Eric zwar immer mal jemanden mit ins Bett genommen um meine körperlichen Bedürfnisse zu stillen, aber für mein Herz hätte es keine andere gegeben.“ Aurian nickte: „Das Herz kann man eben nicht betrügen. Wenn es einmal aufrichtig und tief liebt, dann kann man das nicht mehr ändern. Selbst in der Liebe gibt es Unterschiede.“ Myrion sah sie fragend an. „Wieso ist es aber bei Dorian oder Leon anders?“ Aurian seufzte. „Diese beiden haben ebenso geliebt, doch war ihre Liebe eher oberflächlich. Sicher beide, Dorian als auch Leon hätten alles getan und sogar ihr Leben geopfert und doch ging deren Liebe niemals so tief. Sie sind vom Wesen her anders. Bei ihnen ist es möglich das sie sich neu verlieben, das ihr Herz sich jemand neues sucht. Doch bei dir und Eric ist es nicht so, euer Herz gehört nur einer Frau. Sieh dir Lazarus an. Er liebte Nara, es schmerzte ihn auch das er ihre Liebe verloren hat, doch nimmt er dennoch das Leben wieder auf und wendet sich anderen Dingen zu. Seine Liebe ging nicht so tief das sie ihn ewig schmerzen wird. Er ist bereits darüber hinweg. Im Grunde liebt er nur eine Frau.“ Myrion nickte. „Dich nicht wahr?“ Aurian nickte. „Ja deswegen war es ihm auch möglich mich zu finden, das Licht hat sein Herz an mich gebunden. Und das trieb ihn zu mir. Er ist ein Teil von mir.“ Myrion sah sie an. „Ist es dann nicht möglich das Eric oder sogar ich auch noch eine andere Frau lieben könnten?“ Aurian nickte. „Ja es ist möglich, doch wäre diese Liebe ebenso oberflächlich wie es bei Lazarus, Dorian oder Leon war. Soraja tut mir leid. Sie wird niemals diese tiefe Liebe finden können, jedenfalls nicht bei Eric.“ Myrion nickte, dann standen auch schon Eric und Dorian vor ihnen. Beide sahen Aurian fragend an, sie nickte. „Folgt mir ich muss euch etwas zeigen.“ So ging sie mit ihnen zu Thanatos, Myrion begleitete sie. Aurian erklärte Thanatos worum es ging und er führte sie in ein grünes Paradies, dort zwitscherten die Vögel man hörte lachen und sah das hier alle glücklich waren. Thanatos sah Eric und Dorian an. „Hier lebtet ihr auch mal eine weile, doch im Gegensatz zu den anderen hier, wart ihr nicht glücklich. Ihr wolltet leben.“ Er deutete auf eine junge Frau, die umringt saß von Kindern und die herzlich mit ihnen lachte. Als Eric sie sah, wurde er blass. „Das ist sie, das ist die Frau aus meinen Träumen, das ist die Frau der mein Herz gehört.“ Dorian sah sich die Frau auch an und nickte. „Jetzt kommt sie mir auch bekannt vor. Du hast recht wir standen mal an ihrer Seite.“ Thanatos sah Eric an. „Wir haben ihr vergessen geschenkt damit sie euch nicht nachtrauert. Doch da dein Herz so tief mit ihr verbunden ist und ihres mit deinem, wäre es möglich das sie sich wieder erinnert wenn sie dich sieht. Doch vergiss eins nicht. Sie wollte nicht mehr leben, sie wollte lieber hier bleiben. Sie wollte Frieden und Ruhe haben und den hat sie hier. Erinnert sie sich an dich wird sie leiden müssen. Jetzt kommt es darauf an wie wahrhaftig deine Liebe wirklich ist.“ Eric verstand und nickte. „Nein, ich sehe sie ist wirklich glücklich, sie vermisst mich nicht und das ist gut so. Dann soll es so bleiben und ich werde mir mit Soraja ein neues Leben aufbauen. Jetzt weiß ich zumindest wieso mir etwas fehlte.“ Aurian sah Eric an. „Du kannst auch hier bei ihr bleiben, wenn du das willst.“ Eric schüttelte den Kopf, sah sich um. „Ich liebe sie wirklich und ich spüre wie tief ich sie liebe. Doch würde ich mich selber ganz aufgeben und ich weiß das sie das nicht wollen würde. Sie gab mich frei, damit ich ein neues Leben anfangen konnte und das will ich auch tun. Dorian braucht mich, also werde ich an seiner Seite stehen. Ich bin ein Krieger und das Dasein hier, würde mich nicht befriedigen, meine Seele würde jeden Tag ein wenig mehr sterben.“ Aurian nickte. „Dann soll es so sein.“ Aurian sprach noch kurz mit Thanatos über zwei andere Seelen, doch Myrion sah wie er den Kopf schüttelte und sagte. „Es tut mir leid aber diese beiden Seelen waren noch vor der Zeit da das Unterreich gegründet wurde, ich fürchte sie sind verloren. Wäre möglich das sie als neue Seelen in den Teich der Seelen zurück gekehrt sind, doch sicher bin ich mir nicht.“ Aurian nickte. „Hast du eventuell einige Aufzeichnungen über sie?“ Auch hier musste Thanatos verneinen. „Ich habe nur Aufzeichnungen über die Seelen die sich hier bei mir befinden, aber nicht von Seelen vor dieser Zeit.“ Aurian nickte. „Was ist mit Kristan und Naraja?“ Thanatos bat sie ihm zu folgen und sie betraten einen dunklen Raum, neben dem Paradies. Dort lagen zwei junge Leute auf einer bequemen Liege und schliefen. „Ich ging davon aus das es so in deinem Sinne ist. Sie träumen von der Zeit die sie als Kristan und Naraja hinter sich haben. Im ersten als auch im zweiten Leben.“ Aurian nickte. „Kannst du ihnen auch andere Träume eingeben? Also angenommen von einem Leben das sie eigentlich nie gelebt haben? Das aber für die Zukunft einer Welt wichtig sein könnte? Das heißt sie brauchen Erinnerungen die eigentlich nicht ihre eigenen sind.“ Thanatos nickte. „Diese beiden haben tiefe Erinnerungen, vergiss nicht wer sie sind. Und so auch Erinnerungen von jedem der mal gelebt hat. Ich könnte also diese Erinnerungen in ihnen wach rufen. Um wen geht es?“ Aurian hatte kurz darauf die Aufzeichnungen von Damok in ihren Händen und gab sie Thanatos. „Um diese beiden, da ihre Seelen nicht mehr existieren, müssen wir zwei andere Seelen finden die ihren Platz einnehmen und Kristan und Naraja sind dazu ausersehen.“ Thanatos nickte. „Ich lese sie mir durch und mal schauen was ich machen kann. Durch den Niedergang des Universums, können wir auch nicht in die Vergangenheit reisen um sie uns an zu sehen. Das ist eine vertrackte Sache.“ Aurian nickte und bedankte sich bei Thanatos. „Dann werde ich mal beginnen eine Legende zu schmieden. Vielen Dank und komme uns mal wieder mit deiner Soraja besuchen.“ Thanatos versprach es und Aurian erschien mit ihren Begleitern wieder vor ihrem Haus. Dorian und Eric hatten durch ihren Besuch in Thanatos Reich teilweise ihre alten Erinnerungen zurück bekommen. So wusste Dorian nun auch das er bereits mal mit Aurian geschlafen hatte und grinste sie frech an. Doch brachte es auch positive Veränderungen mit sich, nämlich das Dorian auf einmal begriff wie idiotisch er sich verhalten hatte. Er sah Aurian an. „Ich akzeptiere Ijana als meine dauerhafte Gefährtin, doch wird sie sich damit abfinden müssen das ich ihr niemals treu sein werde. Das war ich bei Jasmin schon nicht und werde das nun auch nicht ändern. Allerdings danke ich Myrion dafür das Eric und ich nun Brüder sind.“ Aurian nickte. Eric sah sie an. „Soraja wird es bei mir gut haben, auch wenn sie nicht ist was ich erhofft hatte. Doch werde ich ihr die Liebe geben die ich noch habe. Jasmin wird allerdings immer die Liebe meines Herzens bleiben und das für alle Zeiten. Doch muss ich gestehen das ich wahrscheinlich auch ihr niemals ganz treu sein kann. Es ist nicht mehr das selbe. Und um ehrlich zu sein, hätte Jasmin damals nicht darunter gelitten, hätte ich mir auch schon damals hier und da mal ein wenig Abwechslung geholt. Doch da ich sie liebte wollte ich nicht das sie unter meiner Untreue litt. Dorian hat recht, ich glaube es gibt keinen Kerl der dich nicht will und ich bin keine Ausnahme.“ Myrion sah die beiden an. Erschienen sie noch vor wenigen Stunden als junge Götter, so sah man nun das sie durch ihre neu erwachten Erinnerungen reifer geworden waren. Wenn auch nicht äußerlich so doch im Wesen. Aurian nickte. „Lasst mal erst eine Zeit vergehen, werdet wieder eins mit euren alten Erinnerungen und solange meine Töchter glücklich sind soll es mir recht sein. Es ist euer und ihr Leben. Ich war niemals eine Glucke und werde es auch nicht werden. Ich liebe jedes meiner Kinder, doch gestehe ich ihnen zu sich ihr Leben ein zu richten wie sie es wollen. Doch sollten sie irgendwann den Mann finden der sie so aufrichtig liebt, wie es Eric bei Jasmin getan hat. müsst ihr damit rechnen das sie euch verlassen.“ Beide nickten und man sah ihnen an, das sie gegebenenfalls damit leben konnten. Aurian sah sie an und dachte man wird sehen was kommt.

Aurian hatte aufgegeben die Jahre zu zählen die sie nun schon auf dieser Welt weilten, doch sah sie die Veränderungen die nun auf sie alle zukommen würden. Und wie nahe das Ende der Zeit war, die sie auf dieser Welt hatten zeigte sich, als Aglaia und Chronos bei ihr erschienen. Es wurde Zeit das die Götter weiter zogen, sie hatte alles bereits soweit dafür vorbereitet.

Kapitel 15: Umzug auf Götterart


 

Die Zeit war nur so verflogen. Als Aglaia und Chronos zu ihr kamen wusste sie das die Zeit fast herum war. Aurian sah sich noch mal auf der Welt um und Myrion begleitete sie. Er sah sich ebenso um. „Weißt du eigentlich das es jetzt nahezu fünfundsechzig Jahre sind die wir schon hier sind? Inzwischen hat bereits die dritte Generation die Bürde des Hochkönigs übernommen.“ Aurian nickte und sah ihn an. „Ja ich weiß und die Zeit des Friedens nähert sich dem Ende. Jetzt ist Damok an der Reihe, nun muss er seine Kräfte walten lassen. Denn langsam stagniert diese Welt, es kommt kaum noch etwas neues. Chaos muss einziehen.“ Myrion sah sie an, er sah wie schwer es ihr fiel. Aber er wusste auch, das wenn sie es sagte das es stimmte und das sie tun würde was getan werden musste. In diesem Fall, Damok und seine beiden dunklen Göttern ihre Arbeit tun lassen. „Werden wir irgendwann zurück kehren?“ Sie nickte. „Ja irgendwann. Doch ist es ja nicht so das wir diese Welt ohne unseren Schutz lassen. Die Tempel wird es noch eine zeit lang geben und solange es sie gibt, kann man uns auch rufen. Doch selbst wenn der letzte Tempel fällt werden wir weiterhin ein Auge auf diese Welt haben.“ Er nickte abermals. „Doch finde ich es schade das wir unser neues Zuhause verlassen müssen. Die Insel wird mir fehlen.“ Sie lächelte. „Ich sagte dir schon mal das wir sie mitnehmen werden, warte nur ab. Es ist bereits alles vorbereitet. Mystra und Nara haben mit Ionas Hilfe auf der anderen Welt schon gut vorgearbeitet. Wir ziehen lediglich mit Sack und Pack um. Inklusive unserer Insel. Schau dich mal auf der anderen Welt um und sieh genau hin.“ Das tat Myrion auch einen Tag später und was er dort sah ließ ihn lächeln. Aurian berief eine Vollversammlung aller Götter ein. Als Mystra und Nara erschienen sah Leon das es tatsächlich so war wie Ethan es ihm gesagt hatte. Die beiden hatten jede ein Kleinkind bei sich. Lazarus sah das Nara vor Glück strahlte und das machte wiederum ihn glücklich. Hier gab es ebenso zwei hingebungsvolle Lieben. Iron und Nara als auch Mystra und Andra strahlten vor Glück. Ihnen allen sprang die Liebe regelrecht aus dem Gesicht. Aurian hatte in ihrem Garten einen großen Tisch erschaffen an dem sich nun alle niederließen. Auch Damok und Gregorian. Aurian sah an alle entlang. „Ihr ahnt vielleicht warum ich euch alle rufen ließ. Unsere Zeit hier neigt sich dem Ende entgegen. Und wir werden weiter ziehen. Nun auf die Welt die bislang Damok unter sich hatte.“ Sie sah Nara und Mystra an. „Ist alles vorbereitet wie ich es euch sagte?“ Beide nickten. „Also gut, ich will euch alle nicht in Unkenntnis lassen. Diese Welt hier stagniert, es kommt nichts neues mehr hinzu, weil man zu sehr im Frieden festsitzt, es wird Zeit das hier mal das Chaos durch fährt und ein wenig Unordnung und Unfrieden rein bringt.“ Damok sah sie groß an. „Bist du dir sicher?“ Aurian nickte. „Ja, die letzte Generation hat begonnen das Schwert zu hüten, allerdings glauben sie nicht mehr so stark an die Macht des Schwertes oder den Stein der Weisen. Sechzig Jahre und drei Generationen sind eine lange Zeit. Zumindest für diese Zeit. Sie müssen weiter kommen. Also sollte es einige Kriege geben die Aaron allerdings wie es seine Aufgabe ist überwachen soll damit ihr es nicht übertreibt. Schließlich sollt ihr diese Welt nicht zerstören.“ Damok sah sie an. „Wie lange sollen die Kriege dauern?“ Aurian überlegte kurz. „Solange es nötig ist das werden wir sehen, eine Zeitangabe kann ich jetzt noch nicht machen. Beginnen wird es wenn das Schwert von der Wand verschwindet. Ab diesem Moment werden alle anderen Könige sich nicht mehr an den Pakt gebunden fühlen den einst ihre Ahnen ausgehandelt hatten, sind also für Einflüsterungen offen und die Kriege werden beginnen. Doch wird das zufolge haben das sie zu forschen beginnen, das sie neue Erfindungen machen und der gleichen mehr. In dieser Zeit werden wir uns überwiegend um die andere Welt kümmern. Gregorian wird uns immer auf dem Laufenden halten da er sowieso immer im Universum unterwegs ist. Und solange noch ein Tempel steht, werden die Priesterinnen uns auch rufen können. Allerdings wird der Tag kommen wo auch der letzte Tempel fallen wird. Ich bat Gregorian schon darum, alle alten Aufzeichnungen, seien es die der Magie als auch des Glaubens wie auch der Legende von Kristan und Naraja zu kopieren und in Sicherheit zu bringen, damit davon nichts verloren geht. Ich habe bei uns hier eine Art Schrein gebaut in dem je nach Welt sämtliche Dokumente verwahrt werden sollen. Dieser Schrein wird natürlich nicht zurück bleiben , sondern er ist für uns gedacht, damit wir auf die Schriftrollen achten können. In dem Moment wo hier der Tempel auf dieser Insel fällt, wird die Gruft von den beiden Helden verborgen sein, doch bitte ich euch dennoch darum ein Auge darauf zu haben, nicht das es doch irgendwer schafft sich dort Zutritt zu verschaffen bevor die Zeit gekommen ist da es geschehen soll.“ Damok als auch Eric und Dorian nickten. „Alle Götter ungeachtet dessen wem sie angehören werden weiterhin ihr Zuhause nicht verlassen müssen, wenn wir umziehen werden wir unsere Insel mit nehmen. Übrigens gibt es nun auch zwei weitere neue Häuser, eins für Iron und Nara und ein weiteres für Mystra und Andra, als auch ihr Kinder. Pelata wird mit uns gehen, sie ist bereits über ihre Aufgabe informiert und freut sich schon darauf. Welche das ist verrate ich euch allerdings noch nicht.“ Ethan meldete sich. „Du sagst einerseits wenn der Tempel hier fallen sollte und andererseits das wir unsere Insel mit nehmen werden, kannst du uns mal verraten wie das gehen soll?“ Aurian grinste. „Könnte ich schon, aber werde ich nicht, ihr werdet es sehen wenn es soweit ist. Vertraut mir das jeder sein Zuhause behalten kann.“ Ethan nuschelte leise zu Lazarus und Leon. „Das hasse ich an ihr, das sie einem nie alles sagt.“ Aurian sah ihn an. „Sagtest du was?“ Ethan winkte ab. „nein nein, nichts.“

Man machte sich bereit und es kam der Tag da Myrion mit einem Schwert vor sie trat. „Es ist wieder da, was soll mit ihm geschehen?“ Aurian nickte. „Lege es zu den Schriftrollen in den Schrein, der Stein dürfte dann schon da sein. Wir werden nun diese Welt verlassen.“ Sie seufzte leise und verschwand. Einige der Götter unter ihnen auch Ethan und Gregorian, sahen Aurian kurz darauf auf dem höchsten Berg der Insel erscheinen. Sie machten alle anderen darauf aufmerksam und alle wussten, nun ist es soweit, nun würde Aurian ihr Geheimnis lüften. Ihr Licht strahlte weit über die Insel und es gab einen kurzen Ruck, dann teilte sich die Insel, aber nicht in dem sie nur noch zur Hälfte da war, sondern es gab auf einmal zwei von ihnen. Die der Götter und die der Sterblichen. Beide waren absolut identisch, es gab nur einen kleinen Unterschied, das die Stadt als auch der Tempel der Götterinsel unbewohnt war und wiederum die Häuser der Götter auf der Insel der Sterblichen. Langsam erhob sich die Insel der Götter von der sterblichen Welt und bewegte sich, ungesehen von den Sterblichen, ebenso langsam ins Weltall.. Dann war sie verschwunden und tauchte kurz darauf über der anderen Welt auf. So langsam wie sie sich zuvor erhoben hatte, senkte sie sich nun ins Meer der neuen Welt. Myrion schmunzelte, denn als die Insel sich senkte setzte sie auf einer ebenso fast identischen Insel in der neuen Welt auf und beide verbanden sich. Nun sah man das die Stadt die eben noch in Ordnung gewesen, hier zerfallen und zu Ruine geworden war, ebenso der Tempel. Und auf einmal wurde allen klar, diese Ruinen waren das original dieser Welt. Erschaffen von Mystra und Nara um der Legende der beiden neuen oder alten Helden eine Grundlage zu bieten. Die Insel war von Iona geschaffen worden. Auch gab es hier keine Gruft, denn Aurian hatte die beiden Helden der Legende die es hier schon im Urkern gegeben hatte anders wo verborgen. Sie hatte für die beiden, neue Körper erschaffen die man nun erst mal erwecken musste. Auch würde hier ihre Aufgabe eine andere sein. Diese Welt hatte sich mit der Hilfe der vier jungen Götter bereits weiter entwickelt, teilweise hatte man schon schreiben und lesen gelernt und Damok staunte nicht schlecht als er sah was aus seiner Welt bereits geworden war. Die vier jungen Götter hatten sich unerkannt immer mal unter die Bevölkerung gemischt und dafür gesorgt das sie lernten. Mal in dem sie ihnen einen kleinen Schubs in die richtige Richtung gaben oder aber in dem sie als Geschichtenerzähler durch die Welt zogen und so auch die Legenden von Silenee und Argon erzählten, die als Höhepunkt immer eine Prophezeiung enthielt. Auch erzählten sie von den Göttern und ihren Wundern. Es gab so gar schon welche die diese Legenden wie auch Prophezeiung niederschrieben. Jeder der vier war schon als Geschichtenerzähler bekannt und sie wurden immer gerne in den Dörfern oder kleinen Städten gesehen. Natürlich taten sie das nicht in ihrer eigentlichen Gestalt sondern entweder als altes Mütterchen oder als alter Mann. Dorian bekam große Augen als er das sah, denn auch jetzt reisten sie immer mal noch durch die Welt. Wer aber besonders staunte war Damok. Er sah Aurian, bei der die drei wieder mal zu Gast waren, kopfschüttelnd an. „So einfach ist das? Man muss ihnen nur Geschichten erzählen, in denen Magie und Helden vorkommen und schon lernen sie?“ Aurian lachte. „Lass dir mal von Andra die Geschichte von Argon erzählen oder von Mystra die Geschichte von Silenee. Ich glaube dann wirst selbst du dich auf die Suche nach ihnen machen. Die vier haben den Dreh inzwischen so gut raus das jeder ihnen gerne zuhört. Ich warte nur noch darauf das irgendjemand sich tatsächlich auf die Suche macht.“ Dorian sah sie an. „Sie sollen also die Helden suchen?“ Aurian nickte. „So ist es und durch die Helden wird der Glaube und auch die Magie wieder in diese Welt getragen. Unsere vier Götter haben schon gut vorgearbeitet. Und langsam müssten ihre Geschichten Früchte tragen.“ Dorian sah sie ein wenig beschämt an. „Also das hätten Eric und ich auch gekonnt.“ Aurian nickte. „Habt ihr aber nicht. Doch ist das auch unwichtig, jetzt ist es bald soweit.“

Da sie ihre Insel und somit auch ihre Häuser mitgenommen hatten, kam nicht das Gefühl auf irgendwo anders als zuvor zu sein und so ging alles seinen gewohnten Gang. Damok und Gregorian hatten ihre Gefährtinnen bereit zu Hause und waren recht glücklich darüber. Vor allem Gregorian, obwohl man ihn die letzten Jahre mit einbezogen hatte, war bei ihm das Gefühl des Außenseiters dennoch immer noch stark gewesen, was sich nun aber dank Pia langsam legte. Eric und Dorian hatten da größere Probleme. Eric weil Soraja nun wusste das sein Herz einer anderen gehörte, was es ihr nicht leicht machte seinen Annäherungen entgegen zu kommen. Sie lehnte mit dem Rücken an der Hauswand ihres Elternhauses und Eric stand vor ihr. Er stützte sich mit einer Hand die neben ihrem Kopf lag an der Hauswand ab und sah auf sie herab. „Ich verstehe dich nicht, du bist sogar mit Ethan und Leon ins Bett gestiegen, doch wenn ich mich dir nähern will blockst du ab und sagst du willst nicht. Was ist los? Wo ist das Problem?“ Soraja seufzte. „Das Problem ist....das ich mich in dich verliebt habe. Sie waren nur zum ausprobieren, Experimente. Mit dir soll ich aber möglicherweise sehr lange zusammen sein, doch werde ich niemals dein Herz für mich erringen können. Verstehst du nicht? Mutter sagt immer ich bin die sensibelste von allen, das mag vielleicht auch so sein, denn ich kann mein Leben nicht mit einem Mann verbringen den ich liebe, von dem ich aber wahrscheinlich niemals wieder geliebt werden würde.“ Eric raufte sich die Haare. „Also gut, ich verstehe. Aber so gibst du uns nicht mal den hauch einer Chance das ich eventuell Liebe für dich empfinden könnte.“ Sie sah ihn giftig an. „Fängt bei dir die Liebe damit an, das ich mit dir schlafe? Das kann es ja wohl nicht sein. Du willst das ich mit dir ins Bett gehe? Ist das alles was du willst? Wenn das so ist, dann komm mit.“ Sie löste sich von der Wand und trat von ihm fort um los zu gehen, sie sah ihn an. „Also na was ist? Dann komm mit und ich gebe dir was du willst. Doch in dein Haus bekommst du mich so nicht, da kannst du Gift drauf nehmen.“ Eric schüttelte den Kopf. „Nein, das will ich nicht. Weißt du was? Lass es, wenn du uns irgendwann mal eine Chance geben willst, dann sag Bescheid. Ich lasse jedenfalls keinen Hampelmann aus mir machen.“ Damit drehte er sich herum und ging. Soraja blieb zurück und weinte leise. Sie liebte ihn wirklich, doch hatte sie Angst von ihm nur benutzt zu werden und das wollte sie nicht. Sie wollte ebenso geliebt werden. Eric war verzweifelt, er verstand Soraja sogar, doch das sie alles ablehnte, sogar seine Küsse verstand er nicht. Er müsste lügen würde er behaupten er wollte sie nicht, denn daran gab es keine Zweifel. Doch war er anständig genug ihre Verfassung nicht aus zu nutzen. Als er nach Hause kam saß Rohan auf einer Bank vor seinem Haus und sah ihm entgegen. „Wieder nichts?“ :fragte sie ihn. Er nickte. „Sie blockt alles ab, selbst wenn ich sie nur küssen will.“ Rohan dachte nach. „Ich glaube ich werde mal mit ihr reden, vielleicht sollte man eine Beziehung auf Probe sozusagen, mal versuchen. Das heißt das ihr es erst mal so versuchen solltet, wo sie immer noch die Möglichkeit hätte es nach einer gewissen Zeit zu beenden.“ Eric schüttelte den Kopf. „Sie könnte auch so jeder Zeit gehen. Wer nicht bei mir bleiben will den halte ich auch nicht fest. Ich hätte sie erst gefragt ob sie meine Frau werden will, wenn sich heraus gestellt hätte das wir miteinander klar kommen.“ Er setzte sich neben Rohan, diese sah ihn an. „Was empfindest du überhaupt für sie?“ Er seufzte. „Ich mag sie und habe sie gern, doch das was sie von mir will kann ich ihr nicht geben. Noch nicht. Wobei ich nicht mal weiß ob sich das je ändern wird. Doch da sie uns keine Chance gibt, werden wir es wohl auch nie heraus finden.“

Dorians Problem war anderer Natur. Als er sich Ijana näherte war sie bereit sich auf ihn ein zu lassen. Ihr war klar das er kaum wenn vielleicht sogar gar nicht dazu fähig war mit seinem Herz zu lieben. Damit konnte sie leben, denn das Dämonenblut in ihr machte es ihr nicht all zu schwer. Doch als sie das erste Mal mit Dorian ins Bett ging und nun sah wie wild und zügellos er war, flüchtete sie regelrecht nach dem ersten mal aus dem Bett und rannte davon. Er hatte sie, ohne große Rücksicht auf sie zu nehmen einfach genommen. Sie musste feststellen das er ein regelrechtes Tier war das nur seinen eigenen Willen kannte. Das hatte sie erschreckt. Dorian sah ihr nur verblüfft hinter her. Sie hatte ihn von sich herunter geworfen und war einfach davon gerannt und er wusste nicht mal wieso. Auch hier versuchte Rohan zu vermitteln. Sie war immer die stärkste in der Mädchengruppe gewesen und so kamen die Mädchen auch zu ihr wenn es Probleme gab. Rohan suchte nun Dorian auf, der vor seinem Haus stand und mit Eric redete. Sie ging auf ihn zu, nahm ihn am Hemdkragen und zog ihn so hinter sich her. „Wir müssen reden und das sofort. Du riesengroßes Ar..loch.“ Als sie weit genug weg waren sah er sie an. „Was soll das und was gibt es?“ Sie sah ihn giftig an. „Bist du eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Was hat dich geritten das du ohne Rücksicht zu nehmen so über Ijana her fällst. Ist es dir gänzlich egal ob es ihr Spaß macht oder nicht? Willst du wirklich nur deine eigene Befriedigung? Weißt du was? Wenn es so ist, dann such dir ein Hurenhaus und dort kannst du das auch bekommen. Doch wenn du dir eine Gefährtin nimmst dann gehe gefälligst auch auf ihre Wünsche und Bedürfnisse ein.“ Dorian versuchte immer mal ihren Redefluss zu unterbrechen. „Aber..“ Sie giftete ihn weiter an. „Nichts aber, gehst du so mit allen Frauen um? Du willst ein guter Liebhaber sein? Meinst du wirklich das rein und raus reicht? Du bist ein verdammter Hirni, da ist selbst mein kleiner Bruder noch besser. Denn er will auch das es der Frau gefällt.“ Dorian sah Rohan an in der die Wut kochte. Langsam begriff er wo der Fehler gelegen hatte. Er hatte Ijana tatsächlich wie alle anderen Frauen behandelt, nur auf seine eigene Befriedigung bedacht. Er fluchte leise. „Verdammt, ich bin wirklich ein Idiot. Also gut sag ihr es tut mir leid, das nächste mal wird besser werden, ich verspreche es.“ Sie sah ihn wütend an. „Das werde ich mal ganz schön nicht tun, mach das gefälligst selber. Geh zu ihr und entschuldige dich und sag ihr das so etwas nie wieder vorkommt.“ Dorian nickte, er sah Rohan an. Es juckte ihn regelrecht in den Fingern sie an sich zu ziehen und sie zu küssen. Doch beherrschte er sich. Er fand sie hatte eine menge Temperament. Er sah sie frech an. „Vielleicht könntest du mir ja eine Lehrstunde geben.“ Als er jetzt ihre Hand in seinem Gesicht hatte lachte er leise. Bevor er aber reagieren konnte hatte sich Rohan bereits herum gedreht und war gegangen, mit den Worten. „Geh dich entschuldigen.“ Er dachte nur: Himmel hat die kleine ein Temperament, Damok ist zu beneiden. Eric trat näher und fragte ihn was los war. Freimütig wie Dorian war erzählte er ihm nun was geschehen war. Eric sah ihn fassungslos an. „Du hast was getan? Ist dir eigentlich klar das du sie mehr oder weniger vergewaltigt hast? Auch wenn sie mit dir freiwillig ins Bett gestiegen ist, ist das keine Art eine Frau zu behandeln.“ Dorian zuckte mit der Schulter. „Das ist mir jetzt auch klar. Ich werde mich wohl entschuldigen gehen müssen.“ Eric nickte. „Das musst du in der Tat. Ich wäre froh wenn Soraja mich wenigstens in ihrem Bett dulden würde und du baust so einen Mist. Du kannst nun nur hoffen das sie deine Entschuldigung annimmt und zurück kommt.“ Es war ja nicht so das Dorian nicht wusste wie er eine Frau soweit bekommen konnte, es hatte ihn lediglich nicht interessiert. Doch musste er nun umdenken und so ging er sich entschuldigen und meinte es sogar mal ehrlich. Ijana sah das er es ehrlich meinte. Doch gab sie ihm den guten Rat es erst mal bei anderen zu versuchen und wenn er dann genug Erfahrung habe wie man eine Frau behandelt könnte er ja wieder kommen. Dorian platzte bald, denn er war sich sicher das er an sich kein schlechter Liebhaber war. Jetzt allerdings kam er keinen Schritt weiter.

Während also die jungen Leute mit ihren Problemen kämpften, arbeitete Aurian daran, die beiden Helden zu erwecken oder eher daran jemanden zu finden der es tat.