Kapitel 13: Ein Komplott der
besonderen Art

Kristan und Naraja waren tot.
Gestorben im Alter von fünundvierzig Jahren und doch waren sie
nun im Tod wieder jung. Die Menschen im Mittelalter alterten
schneller als später in der Neuzeit. Aurian wusste das. Es lag
zum Teil an dem entbehrungsreichen Leben das sie führten. Ihr
Sohn hatte nun den Platz eingenommen und würde alles erst mal im
Sinne seiner Eltern weiter führen. Er hatte ein schweres Erbe
übernommen. Damok hatte sich die letzten Jahre um die Geschichte
seiner Welt gekümmert und heraus gefunden das es auch dort zwei
große Helden gegeben hatte. Passender weise einen Kämpfer und
eine weise Frau. Er hatte einige Unterlagen die er mit Dorians
und Erics Hilfe zusammen getragen hatte, mitgebracht und zeigte
sie nun Aurian. Diese nickte als sie das durch las. „Daraus kann
man etwas machen. Ich werde mich mal mit Thanatos unterhalten,
ob er diese beiden vielleicht noch in seinem Reich hat und wenn
nicht, was uns sehr entgegen kommen würde, hätte ich eine
passende Verwendung für diese Persönlichkeiten. Silenee war ihr
Name und er hieß Argon. Hm..hm. Ich könnte die Körper neu
erschaffen und sie ebenfalls wie nun Naraja und Kristan irgendwo
aufbahren und um sie ebenso eine Legende schmieden wie es sich
nun hier entwickelt. Dann muss man nur jemanden finden, der die
Legende entziffern kann.“ Sie sah Damok an. „Lesen und schreiben
können sie auf deiner Welt auch noch nicht oder?“ Er schüttelte
den Kopf. „Nur die wenigsten, wir sind noch weit hinter der
Entwicklung deiner Welt hier.“ Er sah zu den jungen Leuten die
sich im See tummelten. „Wie alt sind sie jetzt?“ Aurian folgte
seinem Blick. „Sie sind jetzt siebzehn, zumindest die Mädchen,
Leon ist sechzehn.“ Sie sah Damok an. „Es wird noch eine Zeit
dauern, die Mädchen beginnen gerade erst sich für Jungen zu
interessieren. Leon ist da schlimmer, er ist schon jetzt hinter
jedem Weiberrock her. Er ist ziemlich frühreif.“ Damok grinste.
„Und hat er Erfolg?“ Aurian lachte. „Zu seinem Bedauern nicht.
Allerdings beobachtet er heimlich die vier Mädchen wenn sie sich
ausziehen und fängt sich entsprechend oft eine Ohrfeige von
Myrion ein.“ Damok lachte. „Ich dachte das wäre nicht so wild
wenn Bruder und Schwester...“ Aurian nickte. „Ist es auch nicht,
aber die Mädchen sind im Moment in der Phase wo sie recht zickig
werden können, wenn sie merken das er sie beobachtet. Das wollen
sie nicht. Er hat es nicht leicht mit vier Mädchen. Doch habe
ich bemerkt das sie Eric und Dorian immer hinterher sehen wenn
die hier „Zufällig“ vorbei kommen.“ Jetzt lachte Damok erst
recht. „Die beiden Burschen kommen also immer mal vorbei?“
Aurian nickte. „Das ist auch in Ordnung, sollen sie nur. Ich
möchte dich nur bitten die beiden darauf vor zu bereiten, das
sie es hier logischerweise noch mit Jungfrauen zu tun haben.
Also sollen sie vorsichtig sein und sie nicht verschrecken.“
Damok nickte. „Das selbe gilt wohl auch für mich und Gregorian.“
Aurian nickte zustimmend. „Ich hoffe nur das die richtigen
Konstellationen zusammen kommen. Das ist eine meiner größten
Sorgen. Denn ich habe mir große Mühe gegeben das Rohan auch in
der Lage ist dir Kinder zu schenken.“ Damok sah Aurian an.
„Keine Sorge ich werde sie gut behandeln. Ich kann mir
vorstellen welche Sorgen du dir um deine Mädchen machst.“ Er sah
zu Rohan und nickte. „Sie ist eine Schönheit geworden. Was auch
kein Wunder ist bei so einer Mutter.“ Aurian lachte auf einmal
leise und Damok sah sie fragend an. „Habe ich etwas komisches
gesagt?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein, doch als du zu Rohan
gesehen hast hat sie versucht deine Aufmerksamkeit auf sich zu
lenken. Schau noch mal hin, sie ist gerade aus dem Wasser
gekommen und hat ein Handtuch um sich liegen. Ich könnte darauf
wetten wenn du zu ihr siehst wird sie es fallen lassen um dich
zu locken, so ein Früchtchen.“ Aurian tat als würde sie wieder
in den Papieren lesen und Damok tat was sie sagte und sah noch
mal zu Rohan hin und tatsächlich, das junge Mädchen ließ wie aus
versehen ihr Handtuch fallen. Quietschte dann leise als sei es
ihr peinlich und bückte sich so das Damok Einsicht in ihr
Dekoltee bekam. Er lachte nun ebenfalls leise. „Mir scheint sie
hat gefallen an mir gefunden.“ Aurian grinste. „Nimm das nicht
so ernst, die jungen Dinger locken im Moment jeden Kerl, sie
testen aus wie weit sie gehen können und ob sie attraktiv sind.
Das ist normal.“ Damok nickte verstehend. „Wenn ich ehrlich sein
sollte habe ich ein kleines Problem mit ihrer Jungfräulichkeit.
Mir sind erfahrene Frauen lieber, die wissen wenigstens was ein
Mann will.“ Aurian sah ihn an. „War das der Grund warum du Riana
damals nicht angerührt hast?“ Damok nickte. „In gewisser weise
ja, ich war froh als sie sich mit Rowan einließ und sie mit ihm
die ersten Erfahrungen machen konnte.“ Aurin sah zu den jungen
Leuten. „Nun bei uns ist es so das Leon jünger ist als seine
Halbschwestern, obwohl er auch kein Problem damit hätte es mit
ihnen zu treiben. Solange er es überhaupt mal bekommt. Er ist
ein junger Heißsporn.“ Damok sah sich Leon an. „Er ist ganz
schön kräftig für sein Alter, hat jetzt schon die ersten Muskeln
und sieht doch recht attraktiv aus. Neigt er zur Gewalt?“ Aurian
nickte leicht. „Er hilft Myrion in der Schmiede und bekommt von
Aaron auch Kampfunterricht. Die beiden nehmen ihn ganz schön
ran. Er kann eiskalt sein, zumindest kristallisiert es sich
heraus, auch kennt er keine Skrupel, doch bringen ihm Aaron und
Myrion bei was Ehre ist. Und er würde niemals auf die Idee
kommen ein Mädchen mit Gewalt zu nehmen. Er versucht es wie
Lazarus auf die charmante Art, doch wegen seiner Jugend nimmt
ihn keiner ernst. Allerdings hat ihn auch Ethan in letzter Zeit
unter seine Fittiche genommen.“ Aurian grinste und Damok sah sie
fragend an. Sie erklärte. „Nun Ethan war ebenso ein Heißsporn
wie Leon oder ist es immer noch, ich glaube der Junge ändert
sich nie. Wie dem auch sei, es würde mich nicht wundern wenn er
dafür sorgt das der Junge seine ersten Erfahrungen bekommt.“ Nun
lachte Damok. „Ethan ist etwas ganz besonderes oder? Er hat ein
gutes Herz ist aber dennoch skrupellos genug um zu tun was getan
werden muss. Doch sag mal, ich habe mich auch hier und da mal
mit ihm unterhalten. Ab und zu kommt er mit Weisheiten herüber
wo man sich einfach sicher ist das sie stimmen. Woher weiß er
das alles? Denn im Gegenzug dazu hat man ebenso oft das Gefühl
es hier nur mit einem recht großen Jungen zu tun zu haben. Er
ist so wandlungsfähig das man nie weiß wo man gerade bei ihm
dran ist.“ Aurian nickte. „Er ist sehr stark mit dem Universum
verbunden, und ich denke das diese Weisheiten nicht unbedingt
auf seinem Mist gewachsen sind. Er weiß es halt. Ebenso sieht er
oft auf einmal Zusammenhänge und bekommt Geistesblitze die ihm
gewisse Erkenntnisse und Einsichten bringen. Er ist ein
intelligenter Kindskopf. Doch das liebe ich so an ihm. Das er
nicht so gradlinig ist wie Myrion oder Lazarus. Bei ihm weiß man
nie was als nächstes kommt, zudem ist er schlagfertig und hat
eine menge Humor. Mich wundert immer wieder wie er Lazarus dazu
bekommt mit ihm zusammen diese Dummheiten zu begehen, doch tut
er Lazarus gut. Der war eh schon immer viel zu erwachsen. Ich
glaube Lazarus war als Kind schon kein Kind mehr. Doch Ethan
schafft es ihn wieder jung werden zu lassen.“ Während die beiden
sich unterhielten kam eine ältere Frau näher und brachte ihnen
frische Getränke. Damok musste zweimal hin sehen doch dann
erkannte er sie. „Ist das nicht Pelata? Müsste sie nicht schon
lange tot sein?“ Aurian lächelte. „Offiziell ist sie das auch,
doch gab ich ihr Unsterblichkeit, sie hat uns hier sehr gut
gedient und daher hat sie sich einen Platz in meinem Haus
verdient. Sie hilft wo sie kann. Außerdem ist sie bewandert im
Führen eines Tempels und wird uns auf deiner Welt gute Dienste
leisten. Nebenbei wurde sie auch von Naraja in die Geheimnisse
der Magie eingeweiht und ist eine sehr gute Heilerin. Iona
bringt ihr noch so einiges bei was uns nützlich sein wird. Sie
ist glücklich hier und freut sich jeden Tag das sie bei uns ist.
Die Mädchen lieben sie über alles. Sie ist ihnen fast mehr
Mutter als ich es bin. Mein Problem ist, das ich nicht älter als
vor tausend Jahren aussehe.“ Damok sah sie an. „Du bist schön
wie eh und je. Doch du kannst doch dein Aussehen ändern um älter
aus zu sehen oder nicht?“ Aurian nickte. „Sicher könnte ich das,
doch die Göttin des Lichts muss jung und schön sein. Wie würde
das denn aussehen wenn ich auf einmal als altes Hutzelweib
auftauchen würde?“ Nun lachte Damok dröhnend, was nun auch
Lazarus, Myrion und Ethan anlockte. Ethan fragte gleich. „Darf
man mitlachen?“ Damok wischte sich die Lachtränen ab. „Nun ich
stellte mir gerade eine Lichtgöttin als altes Hutzelweib vor.“
Er erklärte worüber sie gerade gesprochen hatten und nun lachten
die drei anderen mit. Ethan setzte sich neben Aurian und legte
ihr einen Arm um die Schulter. „Also das wäre doch mal was
anderes. Allerdings müsstest du dir dann einen anderen Liebhaber
suchen, ich glaube mit einem alten Hutzelweib will ich nicht
mehr ins Bett gehen. Dafür finde ich mich noch viel zu jung und
zu knackig.“ Er fing sich dafür gleich eine Kopfnuß von Myrion
ein. „Werde nicht frech Junge. Aurian würde auch als altes Weib
noch gut aussehen.“ Darüber mussten nun wieder alle lachen.
Ethan sah zu Leon herüber, der wieder mal versuchte Blicke zu
erhaschen die ihm nicht zustanden und dann Lazarus an. „Ich
glaube es wird Zeit was denkst du? Ein Besuch im Tempel wäre
nicht schlecht.“ Er erhob sich und rief Leon herbei. Leon wusste
wenn Ethan ihn rief, gab es immer Spaß so stürmte er heran. „Was
gibt’s?“ Lazarus schüttelte den Kopf und nickte Ethan zu, der
Leon ansah. „Zieh dir etwas über und lass auch ein wenig von
deinen Muskeln sehen. Wir gehen in den Tempel.“ Myrion knurrte
leise. „Ich finde das hat noch Zeit, er ist doch erst sechzehn.“
Ethan stemmte seine Hände in die Hüften und sah Myrion an. „Ach
ja sechzehn, dann verrate mir doch mal wie alt du warst, beim
ersten mal?“ Jetzt begriff Leon worum es ging und stürmte wie
der Blitz ins Haus. Myrion hingehen knurrte abermals und nickte
dann. „Also gut soll er seine Erfahrungen machen.“ Ethan
grinste. „Na wusste ich es doch, irgend woher muss der Junge ja
diese Umtriebigkeit haben.“ Jetzt bekam er einen leichten Schlag
auf den Hinterkopf von Myrion. Doch lachte Ethan ihn frech an.
Derweil kam Leon wieder aus dem Haus gestürmt und stand vor
Ethan. „Ich bin soweit.“ Ethan lachte immer noch als er mit
Lazarus und dem jungen Leon abzog. Aurian sah Damok an. „Na was
habe ich gesagt, es konnte nicht mehr lange dauern.“ Damok
nickte und sah wieder zu den Mädchen. „Wenn es doch bei ihnen
auch so einfach wäre.“ Myrion hatte sich nun neben Aurian
gesetzt. „Nun bei den Mädchen ist es problematischer, da kann es
immer mal passieren, das sie sich auf ihren ersten Mann
fixieren. Bei ihnen muss es meistens Liebe sein. Nicht jede Frau
ist wie Aurian, die auch ihre Affären hat oder die auch mit
einem Kerl ins Bett gehen würde für den sie zwar Sympathie übrig
hat aber ihn nicht unbedingt lieben muss. Bei ihr steht in dem
Fall die Lust im Vordergrund. Bei Rohan und Ijana wäre es eher
möglich das sie es auch nur aus Neugierde oder aus Lust tun,
doch bei Pia und Soraja sieht es anders aus. Sie wollen auch
Liebe und nicht nur einen Kerl im Bett. Da werden Dorian und
Eric ganz schön schmeicheln müssen bis sie sie mal in ihren
Armen haben. Sie sollten sich darauf vorbereiten das sie hier
zwei Mädchen haben die geliebt werden wollen.“ Damok nickte.
„Bei Eric könnte ich es mir noch vorstellen doch bei Dorian. Der
und Liebe, das kann ich nicht glauben. Der Kerl will doch nur
das was wir alle wollen. Doch bin ich schon dankbar das er sich
wenigstens jetzt ruhiger verhält. Er hält sich im Zaum und hat
gelernt sich zu beherrschen.“ Einige Stunden später trafen
Lazarus und Ethan wieder ein und brachten einen nun um eine
Erfahrung reicheren Leon mit. Der strahlte über das ganze
Gesicht und man sah ihm an das es ihm sehr viel Spaß gemacht
hatte. Er schmeichelte seine Mutter an ob er nun öfter in den
Tempel dürfe, er habe dort ein Mädchen getroffen das er ganz süß
fand. Ethan grinste und nickte Aurian zu. „Ja erst einmal hat
ihn eine etwas ältere mit genommen, ich schätze so um die
zwanzig, als sie mit ihm fertig war und er wieder aus dem Zimmer
herauskam strahlte er schon. Dort lief ihm ein junges Mädchen
über den Weg, das sich gleich von ihm angezogen fühlte und die
erfahrene Priesterin fragte ob sie mit ihm ihre ersten
Erfahrungen machen dürfe, sie fände ihn ganz niedlich. Die
Priesterin hatte ihm wohl alles beigebracht was er wissen musste
so auch wie man mit einer Jungfrau umgeht und so erlaubte sie
es. Nun was soll ich sagen, die beiden hatten eine Menge Spaß
miteinander.“ Aurian sah Leon an. „Nur hänge dein Herz nicht zu
sehr an sie, vergiss nicht sie wird altern und sterben, du aber
nicht.“ Leon jubelte und freute sich, dabei knutschte er seine
Mutter immer wieder dankbar ab, so das alle anderen über sein
Verhalten lachen mussten. Bis Aurian sich von ihm befreite und
energisch meinte. „Jetzt ist aber genug.“
Doch kam es wie Aurian
befürchtete, die Konstellationen kristallisierten sich heraus
und es traf nicht alles so ein wie sie es geplant hatte.
Alles begann mit Gregorian,
eigentlich war Ijana für ihn vorgesehen gewesen, doch bekam
Aurian mit wie die Mädchen sich unterhielten und Ijana zu Pia
sagte, „Ich will ihn nicht. Ich finde ihn merkwürdig.“ Pia
nickte und meinte ihr ginge es so mit Dorian, er wäre ihr
unheimlich. Ijana sah sie an. „Nun du musst ihn ja auch nicht
nehmen, ihr beide du und Soraja könnt ja wählen zwischen Dorian
und Eric.“ Pia sah Ijana an. „Sicher nur Eric gefällt Soraja
gut, sie mag ihn. Sie sagt er habe etwas an sich, das ihr zeigen
würde das er sie auch lieben könnte. Weißt du und ich will ihrem
Glück nicht im Wege stehen. Also soll sie ihn sich nehmen. Doch
bliebe für mich dann nur Dorian, doch wie gesagt ich will ihn
nicht. Er scheint grausam und bösartig zu sein.“ Ijana sah sie
an. „Was hältst du von Gregorian?“ Pia nickte. „Also ihn würde
ich schon eher nehmen als Dorian.“ Ijana sah sich um und dann
Pia wieder an. „Was hältst du davon wenn wir tauschen? Ich meine
was will Mutter denn schon machen, wenn wir uns entschieden
haben. Zudem ist sie nicht grausam, wenn sie sieht das wir eine
andere Wahl getroffen haben wird sie auch zustimmen. Also was
denkst du?“ Pia sah Ijana nachdenklich an und nickte. „Nur
entscheiden wir das nicht alleine, die Männer müssten damit
einverstanden sein. Doch kämst du denn mit Dorian zurecht?“
Ijana nickte. „Ja ich habe kein Problem damit das er ist wie er
ist. Und ich will dir noch etwas sagen ich wüsste schon gerne
wie es mit ihm ist.“ Aurian sah wie sich die anderen beiden
Mädchen näherten und man sie ins Gespräch mit ein band. Rohan
war mit der Wahl ihrer Mutter einverstanden, sie schwärmte
sogar. „Ihr habt Sorgen, seht euch mal Damok an. Das ist ein
Kerl, also da hat man wenigstens einen Mann und nicht so
Milchbubis wie die anderen.“ Die anderen kicherten und Ijana sah
ihre Schwester an. „Du hast recht, doch ich ahne das Dorian kein
Milchbubi ist sondern das da ein richtiger Kerl drin steckt, der
zu zu packen weiß.“ Soraja sah von einer zur anderen. „Doch euch
ist hoffentlich klar das keiner der vier richtig treu sein wird.
Außer vielleicht Eric.“ Als sie das sagte glitt ein sanftes
Lächeln über ihr Gesicht. Pia holte sie wieder herunter. „Da
wäre ich mir mal nicht so sicher. Dein Eric ist auch ganz schön
durchtrieben. Und glaub mir wenn sich ihm die Gelegenheit bietet
greift er ebenso zu wie alle anderen.“ Rohan nickte. „Aber ist
das nicht egal? Ich meine seht euch Mutter an sie ist auch nicht
nur mit einem Kerl zusammen. Ich sag euch was, wenn mein Kerl
sich mit einer anderen vergnügt, könnt ihr Gift darauf nehmen
das ich es ebenso halten werde. Und wenn Dorian Interesse hat,
probiere ich es auch mit ihm aus. Was mich auf eine Idee bringt.
Wir können mal davon ausgehen das keiner der Kerle treu sein
wird, also werden wir es auch nicht. Warum tauschen wir nicht ab
und zu mal? Sie haben Abwechslung und wir auch, würde doch
passen, na was meint ihr?“ Die vier sahen sich an, überlegten
kurz und nickten dann. Rohan war die durchtriebenste das wusste
Aurian schon lange, das lag wohl an der Chaossubstanz die sie
besaß. Sie sah nun ihre drei Schwestern an. „Allerdings würde
ich vorschlagen, denn wir können mal davon ausgehen das alle
vier nicht gerade sanftmütig sind, wir uns ebenfalls wie Leon
schon mal einige Erfahrungen holen. Was meint ihr?“ Soraja sah
sie sprachlos an. „Mit irgendeinem Kerl ins Bett gehen nur um
ein wenig Erfahrung zu bekommen?“ Rohan schüttelte mit dem Kopf.
„Nein nicht mit irgendeinem Kerl. Doch ihr kennt doch die
Eigenheiten unserer Väter, die nehmen doch alles mit was nicht
bei drei auf den Bäumen ist. Und sie haben mehr Erfahrung als
wir jemals sammeln können, vor allem Lazarus.“ Soraja sah Rohan
an. „Vergiss es, erstens will ich nicht mit meinem Vater ins
Bett gehen und zweitens würde er das auch nicht mitmachen.“
Rohan sah Soraja an. „Sollst du auch nicht, sondern du und Pia
ihr nehmt Ethan, unseren Vater und Ijana und ich nehmen uns
Lazarus vor. So wäre zumindest sicher gestellt das man uns nicht
zu wild in die körperliche Liebe einführt und wir würden viel
von ihnen lernen können und wären auf die anderen vier
vorbereitet.“ Aurian schüttelte den Kopf, doch insgeheim musste
sie Rohan zustimmen, die Idee so ihre Unschuld zu verlieren und
Erfahrung zu sammeln wäre nicht schlecht, denn Ethan und Lazarus
im besonderen wussten was sie taten. Und das die Mädchen nicht
unbedingt die wollten die sie für sie ausgesucht hatte, war auch
in Ordnung solange Rohan sich für Damok entschied und das schien
ja der Fall zu sein. Aurian grinste und dachte sich, das würde
sie sich ansehen wie die Mädchen die beiden versuchen würden rum
zu kriegen um ihre ersten Erfahrungen zu bekommen. Das könnte
lustig werden. Den einzigen den sie einweihte war Myrion, den
beiden jungen Göttern würde sie kein Sterbenswörtchen sagen und
abwarten was geschah. Myrion grinste. „So ein durchtriebenes
Luder. Doch du hast recht so schlecht ist die Idee nicht und
Ethan und Lazarus werden zumindest sanft mit ihnen umgehen. Doch
ob die beiden sich darauf einlassen ist eine andere Sache.“
Aurian nickte. „Also Ethan denke ich schon, der hat kein Problem
damit. Allerdings ob Lazarus sich darauf einlässt, bezweifle
ich. Aber warten wir mal ab.“ Myrion und Aurian nahmen sich
jedenfalls vor, sich das ganze anzusehen und zu beobachten wie
die Mädchen die beiden dazu bekommen wollten.
Den Anfang machte Rohan da
von ihr auch die Idee war, waren sich alle einig das sie
anfangen sollte. Sie wartete bis Lazarus alleine am Strand im
Liegestuhl lag. Als sie ihn betrachtete musste sie zugeben das
er sehr anziehend war. Sie trat auf ihn zu und setzte sich auf
den Liegestuhl neben seinem. „Kann ich mal mit dir reden?“
Lazarus sah sie an. „Sicher, was möchtest du denn?“ Rohan sah
ihn an: „Wenn du mich so fragst, mit dir schlafen.“ Das Lazarus
bei dieser Aussage nicht aus dem Liegestuhl fiel war alles, doch
setzte er sich schnell auf und sah Rohan sprachlos an.. „Du
willst was!?“ Sie erwiderte den Blick. „Du hast richtig gehört
ich will mit dir schlafen. Sieh mal ich weiß für wen ich
vorgesehen bin. Und ich kann mir vorstellen das Damok nicht
gerade sanft mit mir umgehen wird. Doch möchte ich so nicht
meine erste Erfahrung machen. Daher dachte ich das du
vielleicht?“ Dabei sah sie ihn bittend an. Lazarus raufte sich
die Haare, was ihn in ihren Augen noch attraktiver machte. Er
sah ein das ihre Bitte in gewisser weise sogar sehr klug war,
doch hatte er Rohan nie als potenzielle Bettpartnerin angesehen.
„Iljana wird dich das gleiche fragen, da es ihr nicht anders
geht als mir. Wir wollen keine Beziehung sondern nur
einfach....na ja du weißt schon, erste Erfahrungen.“ Lazarus sah
sie an. „Weiß es Ethan schon was ihr euch überlegt habt? Mädchen
du machst es mir nicht leicht.“ Rohan sah ihn grinsend an. „Na
ja noch nicht doch spätestens wenn ihn Pia und Soraja das selbe
fragen werden wie ich dich jetzt, wird er es wissen.“ Rohan
betrachtete ihn und sah seine muskulöse Gestalt, er war wirklich
attraktiv. Da sie ihn nie als Mann gesehen hatte fiel es ihr
erst jetzt richtig auf. Er sah sie an und sah wie sie ihn
betrachtete. Er spürte das er sie erregte und nickte. „Also gut
passe auf. Ich verstehe euer Problem. Ich werde mit Ethan reden
und wenn er damit einverstanden ist, werde ich es tun. Doch du
kannst Pia und Soraja sagen, das ich damit einverstanden bin das
sie Ethan darum bitten. Allerdings solltet ihr euch alle vier im
klaren sein, das es bei diesem einen mal bleiben wird.“ Rohan
nickte und bedankte sich. Lazarus erhob sich raufte sich noch
mal die Haare und ging Ethan suchen. Myrion und Aurian die in
der Nähe standen grinsten sich an. „Das hat der Junge ja
eigentlich gut aufgenommen.“ Aurian nickte. „Nur ob er das
wirklich auch durchziehen wird, weiß ich nicht. Er ist anders
als Ethan, der hat keine Skrupel sich die Mädchen zu nehmen.“
Womit sie recht haben sollte. Als Lazarus Ethan fand und ihm
erzählte mit was Rohan bei ihm angekommen war, dachte der nicht
lange nach sondern nickte nur. „Also warum nicht? Wie wollen das
sie das erste mal als schön empfinden, also sollten wir es
selber tun. Du und ich wissen wie wir mit ihnen umgehen müssen.“
Lazarus schüttelte den Kopf. „Gott wenn das mal gut geht.“ Doch
hatte er vor den beiden Mädchen die Erfahrungen zu geben die sie
haben wollten. So ging er zurück und sah das Rohan immer noch
auf der Liege saß und wartete. Er sah sie an. „Und du bist dir
sicher?“ Rohan nickte. „Na gut, dann komm mit.“ Er nahm sie mit
auf sein Zimmer. Als er die Türe schloss und sich herum drehte
hatte Rohan sich bereits ausgezogen und sah ihn erwartungsvoll
an. Er lachte leise. „Nun du scheinst es wirklich ernst zu
meinen so eilig wie du es hast. Leg dich aufs Bett.“ Sie tat
sofort was er ihr sagte, dann sah sie zu wie er auch die
Badehose auszog. Sie zitterte leicht. Sie hatte ja Leon schon
mal nackt gesehen, doch als sie nun sah das Lazarus ganz anders
gebaut war, sah sie ihm ins Gesicht. Er ahnte was sie entdeckt
hatte. „Leon ist noch jung und bei ihm wird es einmal nicht viel
anders aussehen.“ Er legte sich zu ihr und drückte sie sanft an
sich. Sie sah ihn nun doch ängstlich an. „Passt das überhaupt
oder wird es weh tun?“ Er lächelte leicht. „Es wird einen kurzen
Schmerz geben, aber nur beim ersten mal. Vertrau mir.“ Er spürte
wie sie zitterte und ihm wurde nun klar das es so wirklich am
besten war. Denn sie würde keinem anderen angehören als Damok
und er wusste von Aurian wie Damok war. Sanft begann er sie zu
streicheln und zu reizen, auch küsste er sie erst sanft und dann
langsam leidenschaftlicher und wilder werdend. Rohan begann zu
reagieren und legte ihre Arme um ihn und erwiderte die Küsse.
Langsam aber sicher spürte er das sie bereit war, sie schrie
leise auf als sie das erste mal den Gipfel alleine durch sein
streicheln erreichte. Er schob sich zwischen ihre Beine und
stützte sich rechts und links mit den Armen, die er unter ihren
Körper geschoben hatte ab. Mit den Händen hielt er ihre
Schultern fest damit sie nicht flüchten konnte wenn es soweit
war. Mit seinen Beinen drückte er ihre weiter auseinander damit
sie sich weit für ihn öffnete, sachte drang er langsam ein, dann
nahm er sie mit einem kräftigen und festen Stoss. Rohan schrie
kurz auf und Lazarus wartete bis sie das überstanden hatte. Doch
sie kam ihm bereits entgegen und so machte er weiter, bis sie
abermals aufschrie und sich ihm entgegen bäumte. Wieder ließ er
ihr Zeit bis sich ihr Atem etwas beruhigte, dann legte er
nochmals los. Sie stöhnte und wand sich unter ihm, doch er ließ
nicht nach. Sie umklammerte ihn mit ihren Beinen und ihren Armen
und drückte sich an ihn, bis sie wieder aufschrie. Lazarus ließ
aber diesmal nicht nach sondern machte weiter bis auch er auf
einmal soweit war. Er spürte wie sie unter ihm zitterte und sah
sie an, als er sich beruhigt hatte. Sie strahlte. „Das war
schön.“ Er beugte sich zu ihr herab und küsste sie zärtlich.
Dann sah er sie an. Nun zeigte er ihr verschiedene Techniken,
ebenso wie sie einen Mann reizen konnte und machte ihr klar, das
es Männer gab, wie er, die es mehr als einmal wollten und auch
konnten. Doch das sie niemals hergehen solle und weiter zu
machen wenn sie nicht mehr wollte. Das ein Mann ein Nein auch
akzeptieren musste. Als Rohan das Zimmer verließ, war sie um
einige Erfahrungen reicher, doch auch sehr glücklich. Ihr war
klar das Lazarus niemals wieder mit ihr ins Bett gehen würde,
doch das machte nichts, diese Erfahrung würde sie tief in ihrem
Herzen als kleinen Schatz verwahren. Lazarus seufzte leise und
legte seine Arme unter seinen Kopf und dachte darüber nach. Das
Zimmer war noch geschwängert von dem Duft der Lust. Es klopfte
an der Türe und als Lazarus dort hinsah steckte Iljana ihren
Kopf herein. Sie sah ihn nackt auf dem Bett liegen und atmete
scharf ein. Rohan hatte ihr kurz erzählt wie es gewesen war und
Iljana wollte nicht mehr warten. Er sah sie an. „Na komm schon
rein, willst du es auch sofort?“ Sie nickte und Lazarus dachte
nur so: na ja... dann haben wir es hinter uns. Sie sah ihn
schüchtern an. „Wenn es geht? Ich weiß ja nicht.“ Er nickte
lächelnd. „Sicher geht es. Na dann komm mal zu mir.“ Und wie
schon bei Rohan verhielt er sich nun auch bei Iljana. Auch sie
verließ das Zimmer sehr glücklich. Lazarus schmunzelte leicht,
dann erhob er sich und zog das Bett ab. Er sah auf die Bluflecke
die sich auf seinem Laken gebildet hatten und murmelte leise.
„Ich hoffe Ethan ist ebenso sanft wie ich es war.“ Doch darüber
musste er sich nicht sorgen. Ethan wusste was er zu tun hatte
und die beiden Mädchen die sein Zimmer verließen waren nicht
minder glücklich und zufrieden und konnten nun ihre Erfahrungen
mit den anderen austauschen. Aurian sah Myrion an. „Wir können
stolz auf die beiden Jungen sein. Auch wenn sie ab und zu ein
wenig flegelhaft sind, so sind sie doch gut gelungen. Sie haben
den Mädchen eine sehr schöne erste Erfahrung geboten und das ist
ihnen hoch an zu rechnen.“ Myrion grinste und sah sie an. „Du
bist unvergleichlich, weißt du das? Jeder andere Mutter hätten
den Kerl geköpft der sich an ihre Tochter auf diese weise
heranmacht. Doch du siehst nur das gute und schöne daran. Du
hast aber recht, die beiden haben den Mädchen Zärtlichkeit, als
auch Leidenschaft gegeben und sie nebenher noch ein wenig in der
Liebeskunst ausgebildet und ihnen gezeigt wie schön es sein
kann.“ Kurze Zeit später sah man Lazarus und Ethan im Liegestuhl
mit einem Glas Saft liegen. Sie unterhielten sich darüber wie es
gewesen war. Lazarus sah Ethan an. „Also ich bin immer dafür zu
haben mit einer Frau ins Bett zu gehen, doch Jungfrauen sind das
schlimmste das einem Kerl passieren kann. Man muss einfach zu
viel beachten.“ Ethan lachte und nickte zustimmend. „Doch denke
ich das wir es gut auf die Reihe bekommen haben. Und unsere
Töchter werden nun wissen was auf sie zukommt.“ Leon nahte und
bekam das letzte noch mit, er nickte den beiden zu als er sich
in einen weiteren Liegestuhl legte. „Ja also eine Jungfrau
möchte ich auch nicht mehr.“ Nun lachten Lazarus und Ethan laut
los. „Hör sich einer den Jungspund an. Hat gerade sein erstes
mal hinter sich und spielt sich auf als habe er schon hundert
Jahre Erfahrung.“ Leon sah sie ruhig an. „Vielleicht habe ich
das ja auch.“ Lazarus und Ethan sahen sich an, dann Leon. Beide
dachten das gleiche: ob er sich an sein früheres Leben erinnert??

Kapitel 14: Alte Erinnerungen

Die Bemerkung die Leon gemacht
hatte, ließ den beiden keine Ruhe und sie sprachen mit Aurian
darüber. „Kann es sein das er sich an sein früheres Leben
erinnert?“ Sie erzählten Aurian was Leon gesagt hatte und das
sie es recht merkwürdig fanden. Aurian schüttelte den Kopf.
„Ausgeschlossen. Mit dem Niedergang des Universums, müssten auch
seine gesamten Erinnerungen weg sein. Natürlich erinnerte er
sich noch daran als er im Unterreich war, aber mit der
Wiedergeburt war alles weg und das ist auch gut so. Nicht
auszudenken wenn er sich daran erinnern würde mal mein Mann
gewesen zu sein und womöglich den Platz auch wieder einnehmen
will. Nein also darüber müssen wir uns keine Gedanken machen.
Dennoch werde ich Myrion bitten mal mit dem Jungen zu reden,
sicher ist sicher. Denn auch Iron hatte merkwürdige Träume, auch
wenn sie ihn eher an seine Kampfsportart erinnerten oder
vielmehr ihn dazu veranlassten es wieder auf zu nehmen. Erinnern
kann man das nicht nennen. Doch da Leon eine recht starke Libido
hat wie es aussieht, wäre es möglich das sich seine Träume eher
auf so etwas konzentrieren.“
Myrion nahm es auch gleich in
Angriff als er von Aurian davon hörte. Er sah es wie sie, das
Leon seinen alten Platz nicht wieder einnehmen konnte und wollte
das auch nicht. So sprach er den Jungen mal darauf an. Der saß
auf dem Tisch im Garten, baumelte mit den Beinen und beobachtete
wieder mal seine Schwestern. Myrion trat näher. „Sag mal, kann
es sein das du merkwürdige Träume hast mein Sohn?“ Leon sah ihn
an und senkte den Kopf, nach einer weile nickte er. „Ja, ich
weiß nicht woher sie kommen aber du hast recht. Ich sehe wie ich
mit allen möglichen Frauen schlafe und …und...unter anderem auch
mit Mutter. Ich weiß das Lazarus irgendwie auch ihr Sohn ist,
doch ihm macht es nichts aus mit ihr zu schlafen, eher im
Gegenteil, er scheint es zu genießen und ist ganz heiß darauf.
Doch ich möchte das eigentlich nicht, obwohl mich diese Träume
auch ganz scharf machen, wenn ich ehrlich bin.“ Er sah seinen
Vater verlegen an. Myrion nickte verstehend und setzte sich
neben seinen Sohn und legte einen Arm um dessen Schulter. Er sah
ihn an. „Mach dir darüber keine Gedanken. Selbst wenn du sie
begehren würdest, wäre das nicht so schlimm.“ Leon sah in
zweifelnd an. „Aber üblich ist das nicht oder? Das ein Sohn mit
seiner Mutter......und sie sogar noch heiß begehrt.“ Myrion
seufzte. „Das ist ein Problem der Sterblichen, sie haben andere
Moralvorstellungen. Doch bei uns kann und darf man das,
allerdings sollte man nichts mit Gewalt erzwingen.“ Leon deutete
zu seinen Schwestern. „Also dürfte ich auch mit ihnen?“ Myrion
sah ihn nachdenklich an. „Hast du da eine Favoritin? Und dürfen
tätest du schon nur denk dran sie sind nicht für dich bestimmt.“
Leon nickte und sah seinen Vater an. „Ja Rohan, sie ist....ich
weiß nicht, sie macht mich scharf. Und lach jetzt bitte nicht,
ich weiß das ich noch jung bin. Doch ab und zu kommt in mir das
Gefühl auf das ich weit aus älter sein müsste.“ Myrion nickte,
er überlegte ob er ihm sagen sollte das er eine alte Seele habe,
das er wieder geboren worden war. Allerdings wollte er erst mal
mit Aurian darüber reden, er wollte keinen Fehler machen.
In der nächsten Zeit verhielt
sich Leon recht nachdenklich auch wenn er nach wie vor seine
Dummheiten machte. Er besuchte regelmäßig das Mädchen im Tempel,
bis er eines Tages nach Hause kam und recht unglücklich aussah.
Inzwischen waren zwei Jahre ins Land gegangen. Dorian und Eric
kamen nun wesentlich öfter und versuchten mit den jungen Frauen
zu flirten. Myrion hatte die vier informiert das die Mädchen
keine Jungfrauen mehr waren und auch nicht verschwiegen mit wem
sie das erste Mal hatten. Ebenso hatten sie ihnen gesagt für wen
die einzelnen Mädchen sich entschieden hatten. Damok war froh
das er sich nicht mehr mit der Jungfräulichkeit herum schlagen
musste und das sich Rohan für ihn entschieden hatte. Sie waren
nun mehr neunzehn und Leon achtzehn Jahre alt. Die Mädchen waren
alle wunderschön geworden, die einen hatten lange schwarze Haare
die anderen waren strohblond, doch alle hatten sie die strahlend
blauen Augen von Aurian. Myrion hatte einst mit Aurian
gesprochen und sie hatte ihm gesagt, das man abwarten sollte,
doch wenn Leon weiter hin das Gefühl hätte sollte man ihm zu
seinem achtzehnten Geburtstag die Wahrheit sagen, wenn auch
nicht alles, so doch das er eben tatsächlich eine alte Seele
hätte und daher auch das Gefühl kämen. Im Moment sah er
jedenfalls recht unglücklich aus. Sein Körper stand in der
Statur denen von Ethan und Lazarus nicht nach, auch wenn er
größer als sie war. Massen sie etwas über einmeterneunzig, war
er wie sein Vater fast zwei Meter groß. Durch die Arbeit in der
Schmiede hatte er auch ordentlich Muskeln angesetzt, wenn auch
nicht so gewaltig wie Myrion. Ethan bemerkte das er heute nicht
so glücklich war und sprach ihn an. „Was ist los? Welche Laus
ist dir über die Leber gelaufen? Wollte dich das Mädel nicht
mehr?“ Mit Ethan verband ihn etwas besonderes, zu ihm war er
immer gegangen wenn er etwas auf dem Herzen hatte. Er hatte das
Gefühl Ethan verstand ihn irgendwie. So sah er ihn an. Er
schüttelte den Kopf. „Nein das ist es nicht, doch hatte sie
neben mir auch noch andere. Dagegen hatte ich auch nichts, doch
heute sagte sie mir das sie einen der Priester heiraten würde
und das sie von ihm schwanger ist. So das sie unsere Beziehung
ein wenig lockern möchte. Mutter hatte recht, ich hätte mein
Herz nicht an sie hängen sollen. Ich glaube ich liebe sie, doch
jetzt ist sie für mich verloren.“ Ethan legte ihm einen Arm um
die Schulter und drückte ihn leicht an sich. „Ach weißt du ich
denke mal du wirst dich noch oft verlieben, also nimm es nicht
so tragisch. Die Frauen kommen und gehen. Du solltest dir lieber
eine aus dem Göttergeschlecht nehmen, das ist weit aus
effektiver. Die sterblichen Frauen sind immer schön wenn es um
ein wenig Spaß geht, aber für eine feste Beziehung sind sie für
uns nichts. Sie altern und sterben und wir bleiben zurück. Schau
mal ich hörte das Mystra und Nara auch jede ein Kind bekommen
haben, vielleicht wären die etwas für dich.“ Leon sah ihn
zweifelnd an. „Willst du mich jetzt mit Babys verkuppeln?“ Ethan
lachte. „Junge die werden auch mal größer und älter und dann
wären sie keine Babys mehr sondern heiße Frauen. Oder was ist
mit Aglaia sie hat auch noch niemanden, versuch es doch bei ihr
mal. Aber noch etwas, hast du immer noch diese Träume?“ Leon
nickte. „Ja nach wie vor und sie werden immer intensiver. Bitte
sag es niemandem aber sie gehen so weit das sie sogar recht
feucht werden.“ Ethan nickte. „Und wer verursacht deine feuchten
Träume?“ Leon deutete zum Haus. „Mutter. Gott in meinen Träumen
ist sie so scharf, das ich ab und zu auch davon wach werde.
Ethan ich will sie, mein Körper brennt vor Verlangen. Und auch
Rohan, wenn ich sie ansehe wird meine Hose sofort eng. Ich traue
mich kaum noch in deren Nähe, weder in Mutters noch Rohans
Nähe.“ Ethan sah ihn an und nickte. „Also was Aurian angeht, geh
zu ihr, sag ihr was du willst. Ich glaube sie wird es dir geben,
vielleicht hören dann wenigstens diese Träume auf. Und was Rohan
betrifft, beim Universum, ich bin ihr Vater. Doch versuche es
auch bei ihr, vielleicht überrascht sie dich. Ich weiß das die
vier Mädchen sich bisher noch mit keinem der für sie
ausgewählten eingelassen haben. Und das sie ihre Unschuld
bereits verloren haben weiß du ja, oder?“ Leon nickte: „ich weiß
wer es getan hat, die Mädchen haben immer mal darüber geredet
und ich habe gelauscht.“ Ethan nickte verstehend. „Versuch es,
mehr als dich abweisen können sie nicht. Doch denk dran, nichts
mit Gewalt, sonst bekommst du wirklich Ärger.“ Leon nickte
heftig. „Keine Sorge so etwas würde ich niemals tun. Das finde
ich unter aller Würde. Wenn man nicht Mann genug ist es so zu
schaffen, dann sollte man es lassen.“ Ethan sah ihn zufrieden
an. „So ist es richtig.“ Er dachte daran als er Aurian das erste
mal genommen hatte und musste vor sich selber zu geben, hätte
sie es ihm an diesem Tag nicht freiwillig gegeben, er hätte sich
dennoch nicht abhalten lassen. Doch würde er jeden anderen um
einen Kopf kürzer machen der es mit Gewalt bei ihr versuchen
würde. Als erstes versuchte es Leon einen Tag später bei Rohan,
er sah ja inzwischen wirklich sehr gut aus, hatte ein markantes
Gesicht, war muskulös und trug an diesem Tag nicht mehr als eine
Badehose. Die Mädchen tummelten sich im See und als Rohan heraus
kam sah sie ihn lässig an einem Baum gelehnt, die Arme vor der
muskulösen Brust verschränkt, stehen. Er sah anzüglich an ihr
entlang und sie sah an seinem Blick was er dachte. Als ihr Blick
auf seine Badehose fiel atmete sie scharf ein, es war deutlich
zu erkennen was in ihm vor ging. Sie sah ihm wieder ins Gesicht
und er lächelte anzüglich. Sie schnappte sich ein Handtuch und
ging auf ihn zu. „Ich sehe was du denkst.“ :grinste sie als sie
vor ihm stand. „Es ist nicht zu übersehen.“ Hatte sie nun
erwartet das er sich verlegen abwenden würde, sah sie sich
getäuscht, sondern er sah charmant auf sie herab. „Nun dann
weißt du auch was ich will oder? Und tue nun nicht zickig, ich
weiß das du bereits einmal was mit einem Kerl hattest.“ Er griff
urplötzlich um sie herum und drehte sich mit ihr so das sie nun
am Baum stand. Weiterhin sah er sie an, ließ seinen Arm jedoch
um sie liegen. Sachte drückte er sich an sie und beugte sich
herab und flüsterte ihr ins Ohr. „Die Erfahrung würde uns beiden
gut tun, also was sagst du?“ Bevor sie überhaupt antworten
konnte lagen seine Lippen schon auf den ihren und er küsste sie.
Verlangen konnte Rohan in diesem Kuss spüren, sie atmete kurz
durch die Nase ein und erwiderte dann den Kuss. Sie hätte nie
gedacht das Leon sie wirklich reizen könnte. Doch als sie seinen
männlichen Körper an sich spürte, begann ihr Körper zu
reagieren. Er löste den Kuss und sah sie schwer atmend und
fragend an. Sie nickte. Die anderen Mädchen hatten atemlos
beobachtet was dort am Baum geschah und tuschelten
untereinander. Dann waren die beiden auf einmal verschwunden.
Ijana sah die anderen beiden an. „Wetten das sie es nun mit
einander treiben?“ Soraja quietschte verlegen und Pia grinste.
Beide nickten aber. Dann grinste Ijana und sah die anderen
beiden an. „Sollen wir wirklich zulassen das nur sie ihren Spaß
hat, seid mal ehrlich Mädels hatte nicht die eine oder andere
schon mal den Gedanken wie es mit Leon sein könnte? Der Junge
sieht verdammt gut aus, Erfahrung hat er sicherlich inzwischen
auch.“ Soraja sah sie an. „Du meinst doch nicht wirklich das wir
uns auch noch dazu gesellen sollen oder?“ Ijana sah zum Haus
dann die beiden anderen wieder an. „Also wenn wir mal davon
ausgehen das er die Potenz seines Vaters geerbt hat und wie es
um Myrions Potenz steht wissen wir ja wohl alle, ist ja nicht zu
überhören wenn er einmal los legt, dürfte er uns locker allen
ein wenig Spaß bringen, also natürlich meine ich das ernst.“ Die
anderen waren noch nicht überzeugt, also gab Ijana noch etwas
nach. „Mädels wir werden ihm die Stunden seines Lebens bereiten,
na was sagt ihr?“ Inzwischen waren Leon und Rohan auf seinem
Zimmer angekommen und er hatte ihr und sich die Badeklamotten
regelrecht runter gerissen. Die beiden waren schon fleißig dran
und Rohan jubelte immer wieder mal leise auf. So jung Leon auch
war, wusste er doch wie er eine Frau soweit bringen konnte.
Seine Träume halfen ihm dabei nicht unwesentlich. Als beide
soweit waren und sich danach ein wenig erholt hatten sah er
Rohan an. „Wie wäre es mit einem zweiten mal?“ Da flog auf
einmal die Türe auf und die anderen drei Mädchen betraten sein
Zimmer. „Wir haben nichts dagegen, wenn wir mit machen dürfen.“
Ehe Leon etwas sagen konnte hatten die anderen drei sich bereits
der Badekleidung entledigt und waren zu ihnen ins Bett
geschlüpft. Leon schluckte leicht und Ijana sah ihn an. „Na geht
dir nun der Ar... auf Grundeis? Schaffst du es nicht mit uns
allen?“ Rohan lachte und sah Ijana an: „Die Idee ist doch auf
deinem Mist gewachsen oder?“ Ijana nickte, sah aber weiterhin
Leon an, der sich nun von vier jungen nackten Frauen umringt
sah. Er grinste leicht. „Na dann mal los, glaubt mir ich habe
keine Angst vor euch.“ Einige Stunden später in denen die vier
jungen Frauen Leon wirklich alles abverlangt hatten, doch recht
zufrieden waren, mussten sie eingestehen das Leon einiges
zustande brachte. Alle fünf lagen anschließend erschöpft in
Leons Bett, er hatte die Arme hinter dem Kopf verschränkt und
sah eine nach der anderen grinsend an. „Na Mädels wie war ich?“
Bei den Göttern blieb nichts lange verborgen so auch das nicht
und jeder der Leon sah musste grinsen, außer vielleicht die
potenziellen späteren Partner. Myrion war sehr stolz auf seinen
Sohn und grinste am breitesten. Lazarus und Ethan konnten nur
mit dem Kopf schütteln, nahmen ihn aber nun in ihrer
Jungmännerriege auf. Was den jungen Leon sehr stolz machte,
vergessen waren das Mädel aus dem Tempel und der erste
Liebeskummer.
Als Damok hörte was geschehen war
lachte er herzlich. Ihm gefiel Rohan immer besser. Sie schien
keine Hemmungen zu haben sich zu nehmen was sie wollte. Ihm
machte es auch nichts aus das sie andere Kerle mit ins Bett nahm
oder mit ihnen ins Bett ging. Er würde ja auch nicht ewig treu
sein, also war es für ihn absolut in Ordnung. Allerdings war er
der Meinung wenn sie schon soweit war, dann könnte sie nun auch
endlich sein Bett mal zieren. So besuchte er Aurian wieder mal
und sah sich dabei nach Rohan um. Aurian sah das Damok mit
seinen Gedanken woanders war und sah ihn schmunzelnd an. „Suchst
du jemanden?“ Er nickte. „Rohan. Du weißt was ich will und wenn
sie soweit ist das sie sogar mit Leon schläft, wird es mal
langsam Zeit das sie auch zu mir kommt.“ Aurian nickte, sie
verstand ihn. „Sie ist in ihrem Zimmer, wenn du sie dort
aufsuchen willst nur zu. Versuch dein Glück.“ Damok sah Aurian
an und erhob sich. „Du wirst für mich immer die schönste aller
Frauen sein. Und ehrlich gesagt, solltest du mich wieder mal
wollen, ich werde nicht nein sagen.“ :damit beugte er sich zu
ihr herunter und küsste sie leidenschaftlich. Damok suchte
anschließend Rohan in ihrem Zimmer auf das sie mit Ijana teilte.
Sie war aber alleine und als Damok ihr Zimmer betrat sah sie ihm
entgegen. Er ging auf sie zu und sah sie an. „Ich werde niemals
treu sein, aber erwarte ich das auch nicht von dir. Doch werde
ich dich auf Händen tragen und dir so gut ich kann ein guter
Mann sein. Bist du bereit mein Haus und mein Bett mit mir zu
teilen?“ Rohan war aufgeregt. Damok war in ihren Augen ein
richtiger Mann und sie fand ihn anziehend und aufregend. Sie
nickte: „Ja das will ich.“ Als er vor ihr stand griff er zu und
ehe sie sich versah küsste er sie schon leidenschaftlich. Rohan
versank in seinen Armen und Damok spürte das sie bereit war sich
ihm hin zu geben, so verschwand er mit ihr um sie mit in sein
Haus zu nehmen. Aurian hatte sich schon gedacht das es zwischen
Rohan und Damok recht einfach und schnell gehen würde, beide
waren keine großen Gefühlsmenschen sondern welche die eher alles
mit dem Verstand machten.
Als Gregorian mit bekam das sich
Damok seine Geliebte schon geholt hatte, traf auch er bei Aurian
ein. Natürlich hatte er immer mal versucht auch mit Pia zu
flirten doch hatte sie ihn bislang immer abgewiesen wenn er ihr
näher kommen wollte, doch jetzt würde er sie sich holen. Obwohl
eigentlich Ijana für ihn vorgesehen war, wusste er das diese ihn
nicht wollte, aber Pia hatte Interesse gezeigt. Die kleine
sanfte Pia, wie er dachte. Sie gefiel ihm auch ausgesprochen
gut. Alle vier waren Schönheiten und es wäre jedem Mann schwer
gefallen zu sagen welche die schönste gewesen wäre. Aurian die
wusste was er wollte sagte ihm wo er sie finden könne. Pia
machte ihr die meisten Sorgen, sie hatte Angst um sie, denn sie
wusste wie Gregorian sein konnte. Doch hatte sie nicht mit Pias
Liebreiz gerechnet, denn in kürzester Zeit hatte diese Gregorian
um den kleinen Finger gewickelt doch ahnte diese nicht das seine
Liebe einer anderen gehörte und das seit er sie das erste mal
sah.
Auch Eric und Dorian kamen um zu
fordern was man ihnen versprochen hatte. Als sie beide vor
Aurian standen, sah sie sie an. „Erinnert ihr euch noch an das
Turnier vor etlichen Jahren, an dem ihr teilgenommen habt?“ Als
beide nickten sprach sie weiter: „Ihr gabt großmütig euren
Wunsch her. Doch nahm ich mir vor euch den dennoch zu erfüllen
und so frage ich euch, was wünscht ihr euch?“ Eric sah sie an.
„Wenn ich Soraja bekomme bin ich eigentlich wunschlos glücklich,
denn damit hört das herumtreiben in der Welt auf. Nicht das es
nicht aufregend war, doch so wie Lazarus oder Ethan, laufend
eine andere im Bett, will ich nicht mehr. Ich möchte das jemand
nur für mich da ist, jemand der zu mir hält und ich hoffe das in
Soraja zu finden.“ Aurian nickte. „Solltest du irgendwann mal
Verwendung für deinen Wunsch haben, so sag es mir.“ Dann sah sie
Dorian an. Sein Blick war wie üblich kühl und recht emotionslos.
„Was ich mir wünsche? Wenn ich dir das sage macht mich Myrion
einen Kopf kürzer.“ Aurian nickte ihm auffordernd zu. „Nur
heraus damit was ist es?“ Er grinste leicht. „Kannst du es dir
nicht denken? Was jeder Kerl will, eine Nacht mit dir und auch
wenn Eric es nicht gesagt hat, so will er es ebenso.“ Eric sah
Dorian an, dann Aurian. Er sagte erst mal nichts dazu, während
Dorian Aurian abwartend ansah. Er nickte als keine Antwort kam
„Das dachte ich mir, doch werde ich darauf noch mal zurück
kommen.“ Aurian wusste nicht sollte sie es ihm wirklich
gestatten oder nicht. Sie wartete erst mal ab wie es mit den
beiden Mädels lief. Als Eric Soraja das erste mal küsste sah er
sie anschließend merkwürdig an. Er war liebevoll und sanft, doch
dachte er sich: hier stimmt was nicht. Später ging er zu Aurian
um mit ihr zu reden. „Ich weiß nicht wie ich es sagen soll, aber
wenn ich Soraja küsse fühlt es sich so falsch an. Irgendwie
stimmt da was nicht. In meinen Träumen war alles so anders. Die
blonde Frau, von der ich dachte das es Soraja wäre, alles
stimmt, doch wenn ich sie küsse, stimmt es auf einmal nicht
mehr. Es ist als würde etwas fehlen.“ Aurian sah ihn an. „Du
hast Träume?“ Er nickte. „Ja, ich habe davon noch niemandem
erzählt. Doch in meinen Träumen liebe ich eine Frau, mein Herz
geht mir auf und ich sehe sie vor mir. Ich küsse und streichle
sie und Liebe brennt zwischen uns. Reine unverdorbene alles
einnehmende Liebe. Doch bei Soraja kommt nichts dergleichen auf.
Sie ist sehr schön und liebenswert. Doch es fehlt etwas.“ Aurian
fluchte leise und Eric sah sie fragend an. „Was ist los, du
weißt scheinbar was nicht stimmt.“ Aurian nickte. „Ja ich weiß
es. Hole Dorian ich muss euch etwas zeigen.“ Myrion mit dem sie
anschließend sprach während Eric Dorian holen ging, sah sie an.
„Willst du es ihnen wirklich sagen oder gar zeigen?“ Aurian
nickte. „Ja damit hatte ich nicht gerechnet. Eric liebte Jasmin
mehr als sein Leben, diese Liebe ging weit über alles hinaus.
Ebenso wie bei uns. Und Eric spürt das ihm etwas fehlt. Also
sollen sie sehen was es ist. Ich nehme sie mal mit ins
Unterreich zu Thanatos und zeige ihnen was es ist. Das Herz kann
man eben nicht betrügen. So muss ich es ihnen zeigen. Damit sie
ein neues Leben beginnen können, müssen sie mit der
Vergangenheit abschließen. Ich dachte das sie nach der
Wiedergeburt davon nichts mehr wissen würden. Tun sie auch
nicht. Doch hatte ich Erics Herz vergessen, das sich immer noch
nach Jasmin sehnt. Wenn sie hier wäre und egal wie sie aussehen
würde, sein Herz würde sie unter Millionen heraus finden.“
Myrion nickte verstehend. „Du hast recht, als ich keine
Erinnerung mehr hatte, erging es mir ebenso. Ich fühlte das
etwas fehlte. Ich glaube dein Plan wäre auch bei mir nicht
aufgegangen. Ich hätte mir so wie Eric zwar immer mal jemanden
mit ins Bett genommen um meine körperlichen Bedürfnisse zu
stillen, aber für mein Herz hätte es keine andere gegeben.“
Aurian nickte: „Das Herz kann man eben nicht betrügen. Wenn es
einmal aufrichtig und tief liebt, dann kann man das nicht mehr
ändern. Selbst in der Liebe gibt es Unterschiede.“ Myrion sah
sie fragend an. „Wieso ist es aber bei Dorian oder Leon anders?“
Aurian seufzte. „Diese beiden haben ebenso geliebt, doch war
ihre Liebe eher oberflächlich. Sicher beide, Dorian als auch
Leon hätten alles getan und sogar ihr Leben geopfert und doch
ging deren Liebe niemals so tief. Sie sind vom Wesen her anders.
Bei ihnen ist es möglich das sie sich neu verlieben, das ihr
Herz sich jemand neues sucht. Doch bei dir und Eric ist es nicht
so, euer Herz gehört nur einer Frau. Sieh dir Lazarus an. Er
liebte Nara, es schmerzte ihn auch das er ihre Liebe verloren
hat, doch nimmt er dennoch das Leben wieder auf und wendet sich
anderen Dingen zu. Seine Liebe ging nicht so tief das sie ihn
ewig schmerzen wird. Er ist bereits darüber hinweg. Im Grunde
liebt er nur eine Frau.“ Myrion nickte. „Dich nicht wahr?“
Aurian nickte. „Ja deswegen war es ihm auch möglich mich zu
finden, das Licht hat sein Herz an mich gebunden. Und das trieb
ihn zu mir. Er ist ein Teil von mir.“ Myrion sah sie an. „Ist es
dann nicht möglich das Eric oder sogar ich auch noch eine andere
Frau lieben könnten?“ Aurian nickte. „Ja es ist möglich, doch
wäre diese Liebe ebenso oberflächlich wie es bei Lazarus, Dorian
oder Leon war. Soraja tut mir leid. Sie wird niemals diese tiefe
Liebe finden können, jedenfalls nicht bei Eric.“ Myrion nickte,
dann standen auch schon Eric und Dorian vor ihnen. Beide sahen
Aurian fragend an, sie nickte. „Folgt mir ich muss euch etwas
zeigen.“ So ging sie mit ihnen zu Thanatos, Myrion begleitete
sie. Aurian erklärte Thanatos worum es ging und er führte sie in
ein grünes Paradies, dort zwitscherten die Vögel man hörte
lachen und sah das hier alle glücklich waren. Thanatos sah Eric
und Dorian an. „Hier lebtet ihr auch mal eine weile, doch im
Gegensatz zu den anderen hier, wart ihr nicht glücklich. Ihr
wolltet leben.“ Er deutete auf eine junge Frau, die umringt saß
von Kindern und die herzlich mit ihnen lachte. Als Eric sie sah,
wurde er blass. „Das ist sie, das ist die Frau aus meinen
Träumen, das ist die Frau der mein Herz gehört.“ Dorian sah sich
die Frau auch an und nickte. „Jetzt kommt sie mir auch bekannt
vor. Du hast recht wir standen mal an ihrer Seite.“ Thanatos sah
Eric an. „Wir haben ihr vergessen geschenkt damit sie euch nicht
nachtrauert. Doch da dein Herz so tief mit ihr verbunden ist und
ihres mit deinem, wäre es möglich das sie sich wieder erinnert
wenn sie dich sieht. Doch vergiss eins nicht. Sie wollte nicht
mehr leben, sie wollte lieber hier bleiben. Sie wollte Frieden
und Ruhe haben und den hat sie hier. Erinnert sie sich an dich
wird sie leiden müssen. Jetzt kommt es darauf an wie wahrhaftig
deine Liebe wirklich ist.“ Eric verstand und nickte. „Nein, ich
sehe sie ist wirklich glücklich, sie vermisst mich nicht und das
ist gut so. Dann soll es so bleiben und ich werde mir mit Soraja
ein neues Leben aufbauen. Jetzt weiß ich zumindest wieso mir
etwas fehlte.“ Aurian sah Eric an. „Du kannst auch hier bei ihr
bleiben, wenn du das willst.“ Eric schüttelte den Kopf, sah sich
um. „Ich liebe sie wirklich und ich spüre wie tief ich sie
liebe. Doch würde ich mich selber ganz aufgeben und ich weiß das
sie das nicht wollen würde. Sie gab mich frei, damit ich ein
neues Leben anfangen konnte und das will ich auch tun. Dorian
braucht mich, also werde ich an seiner Seite stehen. Ich bin ein
Krieger und das Dasein hier, würde mich nicht befriedigen, meine
Seele würde jeden Tag ein wenig mehr sterben.“ Aurian nickte.
„Dann soll es so sein.“ Aurian sprach noch kurz mit Thanatos
über zwei andere Seelen, doch Myrion sah wie er den Kopf
schüttelte und sagte. „Es tut mir leid aber diese beiden Seelen
waren noch vor der Zeit da das Unterreich gegründet wurde, ich
fürchte sie sind verloren. Wäre möglich das sie als neue Seelen
in den Teich der Seelen zurück gekehrt sind, doch sicher bin ich
mir nicht.“ Aurian nickte. „Hast du eventuell einige
Aufzeichnungen über sie?“ Auch hier musste Thanatos verneinen.
„Ich habe nur Aufzeichnungen über die Seelen die sich hier bei
mir befinden, aber nicht von Seelen vor dieser Zeit.“ Aurian
nickte. „Was ist mit Kristan und Naraja?“ Thanatos bat sie ihm
zu folgen und sie betraten einen dunklen Raum, neben dem
Paradies. Dort lagen zwei junge Leute auf einer bequemen Liege
und schliefen. „Ich ging davon aus das es so in deinem Sinne
ist. Sie träumen von der Zeit die sie als Kristan und Naraja
hinter sich haben. Im ersten als auch im zweiten Leben.“ Aurian
nickte. „Kannst du ihnen auch andere Träume eingeben? Also
angenommen von einem Leben das sie eigentlich nie gelebt haben?
Das aber für die Zukunft einer Welt wichtig sein könnte? Das
heißt sie brauchen Erinnerungen die eigentlich nicht ihre
eigenen sind.“ Thanatos nickte. „Diese beiden haben tiefe
Erinnerungen, vergiss nicht wer sie sind. Und so auch
Erinnerungen von jedem der mal gelebt hat. Ich könnte also diese
Erinnerungen in ihnen wach rufen. Um wen geht es?“ Aurian hatte
kurz darauf die Aufzeichnungen von Damok in ihren Händen und gab
sie Thanatos. „Um diese beiden, da ihre Seelen nicht mehr
existieren, müssen wir zwei andere Seelen finden die ihren Platz
einnehmen und Kristan und Naraja sind dazu ausersehen.“ Thanatos
nickte. „Ich lese sie mir durch und mal schauen was ich machen
kann. Durch den Niedergang des Universums, können wir auch nicht
in die Vergangenheit reisen um sie uns an zu sehen. Das ist eine
vertrackte Sache.“ Aurian nickte und bedankte sich bei Thanatos.
„Dann werde ich mal beginnen eine Legende zu schmieden. Vielen
Dank und komme uns mal wieder mit deiner Soraja besuchen.“
Thanatos versprach es und Aurian erschien mit ihren Begleitern
wieder vor ihrem Haus. Dorian und Eric hatten durch ihren Besuch
in Thanatos Reich teilweise ihre alten Erinnerungen zurück
bekommen. So wusste Dorian nun auch das er bereits mal mit
Aurian geschlafen hatte und grinste sie frech an. Doch brachte
es auch positive Veränderungen mit sich, nämlich das Dorian auf
einmal begriff wie idiotisch er sich verhalten hatte. Er sah
Aurian an. „Ich akzeptiere Ijana als meine dauerhafte Gefährtin,
doch wird sie sich damit abfinden müssen das ich ihr niemals
treu sein werde. Das war ich bei Jasmin schon nicht und werde
das nun auch nicht ändern. Allerdings danke ich Myrion dafür das
Eric und ich nun Brüder sind.“ Aurian nickte. Eric sah sie an. „Soraja
wird es bei mir gut haben, auch wenn sie nicht ist was ich
erhofft hatte. Doch werde ich ihr die Liebe geben die ich noch
habe. Jasmin wird allerdings immer die Liebe meines Herzens
bleiben und das für alle Zeiten. Doch muss ich gestehen das ich
wahrscheinlich auch ihr niemals ganz treu sein kann. Es ist
nicht mehr das selbe. Und um ehrlich zu sein, hätte Jasmin
damals nicht darunter gelitten, hätte ich mir auch schon damals
hier und da mal ein wenig Abwechslung geholt. Doch da ich sie
liebte wollte ich nicht das sie unter meiner Untreue litt.
Dorian hat recht, ich glaube es gibt keinen Kerl der dich nicht
will und ich bin keine Ausnahme.“ Myrion sah die beiden an.
Erschienen sie noch vor wenigen Stunden als junge Götter, so sah
man nun das sie durch ihre neu erwachten Erinnerungen reifer
geworden waren. Wenn auch nicht äußerlich so doch im Wesen.
Aurian nickte. „Lasst mal erst eine Zeit vergehen, werdet wieder
eins mit euren alten Erinnerungen und solange meine Töchter
glücklich sind soll es mir recht sein. Es ist euer und ihr
Leben. Ich war niemals eine Glucke und werde es auch nicht
werden. Ich liebe jedes meiner Kinder, doch gestehe ich ihnen zu
sich ihr Leben ein zu richten wie sie es wollen. Doch sollten
sie irgendwann den Mann finden der sie so aufrichtig liebt, wie
es Eric bei Jasmin getan hat. müsst ihr damit rechnen das sie
euch verlassen.“ Beide nickten und man sah ihnen an, das sie
gegebenenfalls damit leben konnten. Aurian sah sie an und dachte
man wird sehen was kommt.
Aurian hatte aufgegeben die Jahre
zu zählen die sie nun schon auf dieser Welt weilten, doch sah
sie die Veränderungen die nun auf sie alle zukommen würden. Und
wie nahe das Ende der Zeit war, die sie auf dieser Welt hatten
zeigte sich, als Aglaia und Chronos bei ihr erschienen. Es wurde
Zeit das die Götter weiter zogen, sie hatte alles bereits soweit
dafür vorbereitet.

Kapitel 15: Umzug auf Götterart

Die Zeit war nur so verflogen.
Als Aglaia und Chronos zu ihr kamen wusste sie das die Zeit fast
herum war. Aurian sah sich noch mal auf der Welt um und Myrion
begleitete sie. Er sah sich ebenso um. „Weißt du eigentlich das
es jetzt nahezu fünfundsechzig Jahre sind die wir schon hier
sind? Inzwischen hat bereits die dritte Generation die Bürde des
Hochkönigs übernommen.“ Aurian nickte und sah ihn an. „Ja ich
weiß und die Zeit des Friedens nähert sich dem Ende. Jetzt ist
Damok an der Reihe, nun muss er seine Kräfte walten lassen. Denn
langsam stagniert diese Welt, es kommt kaum noch etwas neues.
Chaos muss einziehen.“ Myrion sah sie an, er sah wie schwer es
ihr fiel. Aber er wusste auch, das wenn sie es sagte das es
stimmte und das sie tun würde was getan werden musste. In diesem
Fall, Damok und seine beiden dunklen Göttern ihre Arbeit tun
lassen. „Werden wir irgendwann zurück kehren?“ Sie nickte. „Ja
irgendwann. Doch ist es ja nicht so das wir diese Welt ohne
unseren Schutz lassen. Die Tempel wird es noch eine zeit lang
geben und solange es sie gibt, kann man uns auch rufen. Doch
selbst wenn der letzte Tempel fällt werden wir weiterhin ein
Auge auf diese Welt haben.“ Er nickte abermals. „Doch finde ich
es schade das wir unser neues Zuhause verlassen müssen. Die
Insel wird mir fehlen.“ Sie lächelte. „Ich sagte dir schon mal
das wir sie mitnehmen werden, warte nur ab. Es ist bereits alles
vorbereitet. Mystra und Nara haben mit Ionas Hilfe auf der
anderen Welt schon gut vorgearbeitet. Wir ziehen lediglich mit
Sack und Pack um. Inklusive unserer Insel. Schau dich mal auf
der anderen Welt um und sieh genau hin.“ Das tat Myrion auch
einen Tag später und was er dort sah ließ ihn lächeln. Aurian
berief eine Vollversammlung aller Götter ein. Als Mystra und
Nara erschienen sah Leon das es tatsächlich so war wie Ethan es
ihm gesagt hatte. Die beiden hatten jede ein Kleinkind bei sich.
Lazarus sah das Nara vor Glück strahlte und das machte wiederum
ihn glücklich. Hier gab es ebenso zwei hingebungsvolle Lieben.
Iron und Nara als auch Mystra und Andra strahlten vor Glück.
Ihnen allen sprang die Liebe regelrecht aus dem Gesicht. Aurian
hatte in ihrem Garten einen großen Tisch erschaffen an dem sich
nun alle niederließen. Auch Damok und Gregorian. Aurian sah an
alle entlang. „Ihr ahnt vielleicht warum ich euch alle rufen
ließ. Unsere Zeit hier neigt sich dem Ende entgegen. Und wir
werden weiter ziehen. Nun auf die Welt die bislang Damok unter
sich hatte.“ Sie sah Nara und Mystra an. „Ist alles vorbereitet
wie ich es euch sagte?“ Beide nickten. „Also gut, ich will euch
alle nicht in Unkenntnis lassen. Diese Welt hier stagniert, es
kommt nichts neues mehr hinzu, weil man zu sehr im Frieden
festsitzt, es wird Zeit das hier mal das Chaos durch fährt und
ein wenig Unordnung und Unfrieden rein bringt.“ Damok sah sie
groß an. „Bist du dir sicher?“ Aurian nickte. „Ja, die letzte
Generation hat begonnen das Schwert zu hüten, allerdings glauben
sie nicht mehr so stark an die Macht des Schwertes oder den
Stein der Weisen. Sechzig Jahre und drei Generationen sind eine
lange Zeit. Zumindest für diese Zeit. Sie müssen weiter kommen.
Also sollte es einige Kriege geben die Aaron allerdings wie es
seine Aufgabe ist überwachen soll damit ihr es nicht übertreibt.
Schließlich sollt ihr diese Welt nicht zerstören.“ Damok sah sie
an. „Wie lange sollen die Kriege dauern?“ Aurian überlegte kurz.
„Solange es nötig ist das werden wir sehen, eine Zeitangabe kann
ich jetzt noch nicht machen. Beginnen wird es wenn das Schwert
von der Wand verschwindet. Ab diesem Moment werden alle anderen
Könige sich nicht mehr an den Pakt gebunden fühlen den einst
ihre Ahnen ausgehandelt hatten, sind also für Einflüsterungen
offen und die Kriege werden beginnen. Doch wird das zufolge
haben das sie zu forschen beginnen, das sie neue Erfindungen
machen und der gleichen mehr. In dieser Zeit werden wir uns
überwiegend um die andere Welt kümmern. Gregorian wird uns immer
auf dem Laufenden halten da er sowieso immer im Universum
unterwegs ist. Und solange noch ein Tempel steht, werden die
Priesterinnen uns auch rufen können. Allerdings wird der Tag
kommen wo auch der letzte Tempel fallen wird. Ich bat Gregorian
schon darum, alle alten Aufzeichnungen, seien es die der Magie
als auch des Glaubens wie auch der Legende von Kristan und
Naraja zu kopieren und in Sicherheit zu bringen, damit davon
nichts verloren geht. Ich habe bei uns hier eine Art Schrein
gebaut in dem je nach Welt sämtliche Dokumente verwahrt werden
sollen. Dieser Schrein wird natürlich nicht zurück bleiben ,
sondern er ist für uns gedacht, damit wir auf die Schriftrollen
achten können. In dem Moment wo hier der Tempel auf dieser Insel
fällt, wird die Gruft von den beiden Helden verborgen sein, doch
bitte ich euch dennoch darum ein Auge darauf zu haben, nicht das
es doch irgendwer schafft sich dort Zutritt zu verschaffen bevor
die Zeit gekommen ist da es geschehen soll.“ Damok als auch Eric
und Dorian nickten. „Alle Götter ungeachtet dessen wem sie
angehören werden weiterhin ihr Zuhause nicht verlassen müssen,
wenn wir umziehen werden wir unsere Insel mit nehmen. Übrigens
gibt es nun auch zwei weitere neue Häuser, eins für Iron und
Nara und ein weiteres für Mystra und Andra, als auch ihr Kinder.
Pelata wird mit uns gehen, sie ist bereits über ihre Aufgabe
informiert und freut sich schon darauf. Welche das ist verrate
ich euch allerdings noch nicht.“ Ethan meldete sich. „Du sagst
einerseits wenn der Tempel hier fallen sollte und andererseits
das wir unsere Insel mit nehmen werden, kannst du uns mal
verraten wie das gehen soll?“ Aurian grinste. „Könnte ich schon,
aber werde ich nicht, ihr werdet es sehen wenn es soweit ist.
Vertraut mir das jeder sein Zuhause behalten kann.“ Ethan
nuschelte leise zu Lazarus und Leon. „Das hasse ich an ihr, das
sie einem nie alles sagt.“ Aurian sah ihn an. „Sagtest du was?“
Ethan winkte ab. „nein nein, nichts.“
Man machte sich bereit und es kam
der Tag da Myrion mit einem Schwert vor sie trat. „Es ist wieder
da, was soll mit ihm geschehen?“ Aurian nickte. „Lege es zu den
Schriftrollen in den Schrein, der Stein dürfte dann schon da
sein. Wir werden nun diese Welt verlassen.“ Sie seufzte leise
und verschwand. Einige der Götter unter ihnen auch Ethan und
Gregorian, sahen Aurian kurz darauf auf dem höchsten Berg der
Insel erscheinen. Sie machten alle anderen darauf aufmerksam und
alle wussten, nun ist es soweit, nun würde Aurian ihr Geheimnis
lüften. Ihr Licht strahlte weit über die Insel und es gab einen
kurzen Ruck, dann teilte sich die Insel, aber nicht in dem sie
nur noch zur Hälfte da war, sondern es gab auf einmal zwei von
ihnen. Die der Götter und die der Sterblichen. Beide waren
absolut identisch, es gab nur einen kleinen Unterschied, das die
Stadt als auch der Tempel der Götterinsel unbewohnt war und
wiederum die Häuser der Götter auf der Insel der Sterblichen.
Langsam erhob sich die Insel der Götter von der sterblichen Welt
und bewegte sich, ungesehen von den Sterblichen, ebenso langsam
ins Weltall.. Dann war sie verschwunden und tauchte kurz darauf
über der anderen Welt auf. So langsam wie sie sich zuvor erhoben
hatte, senkte sie sich nun ins Meer der neuen Welt. Myrion
schmunzelte, denn als die Insel sich senkte setzte sie auf einer
ebenso fast identischen Insel in der neuen Welt auf und beide
verbanden sich. Nun sah man das die Stadt die eben noch in
Ordnung gewesen, hier zerfallen und zu Ruine geworden war,
ebenso der Tempel. Und auf einmal wurde allen klar, diese Ruinen
waren das original dieser Welt. Erschaffen von Mystra und Nara
um der Legende der beiden neuen oder alten Helden eine Grundlage
zu bieten. Die Insel war von Iona geschaffen worden. Auch gab es
hier keine Gruft, denn Aurian hatte die beiden Helden der
Legende die es hier schon im Urkern gegeben hatte anders wo
verborgen. Sie hatte für die beiden, neue Körper erschaffen die
man nun erst mal erwecken musste. Auch würde hier ihre Aufgabe
eine andere sein. Diese Welt hatte sich mit der Hilfe der vier
jungen Götter bereits weiter entwickelt, teilweise hatte man
schon schreiben und lesen gelernt und Damok staunte nicht
schlecht als er sah was aus seiner Welt bereits geworden war.
Die vier jungen Götter hatten sich unerkannt immer mal unter die
Bevölkerung gemischt und dafür gesorgt das sie lernten. Mal in
dem sie ihnen einen kleinen Schubs in die richtige Richtung
gaben oder aber in dem sie als Geschichtenerzähler durch die
Welt zogen und so auch die Legenden von Silenee und Argon
erzählten, die als Höhepunkt immer eine Prophezeiung enthielt.
Auch erzählten sie von den Göttern und ihren Wundern. Es gab so
gar schon welche die diese Legenden wie auch Prophezeiung
niederschrieben. Jeder der vier war schon als
Geschichtenerzähler bekannt und sie wurden immer gerne in den
Dörfern oder kleinen Städten gesehen. Natürlich taten sie das
nicht in ihrer eigentlichen Gestalt sondern entweder als altes
Mütterchen oder als alter Mann. Dorian bekam große Augen als er
das sah, denn auch jetzt reisten sie immer mal noch durch die
Welt. Wer aber besonders staunte war Damok. Er sah Aurian, bei
der die drei wieder mal zu Gast waren, kopfschüttelnd an. „So
einfach ist das? Man muss ihnen nur Geschichten erzählen, in
denen Magie und Helden vorkommen und schon lernen sie?“ Aurian
lachte. „Lass dir mal von Andra die Geschichte von Argon
erzählen oder von Mystra die Geschichte von Silenee. Ich glaube
dann wirst selbst du dich auf die Suche nach ihnen machen. Die
vier haben den Dreh inzwischen so gut raus das jeder ihnen gerne
zuhört. Ich warte nur noch darauf das irgendjemand sich
tatsächlich auf die Suche macht.“ Dorian sah sie an. „Sie sollen
also die Helden suchen?“ Aurian nickte. „So ist es und durch die
Helden wird der Glaube und auch die Magie wieder in diese Welt
getragen. Unsere vier Götter haben schon gut vorgearbeitet. Und
langsam müssten ihre Geschichten Früchte tragen.“ Dorian sah sie
ein wenig beschämt an. „Also das hätten Eric und ich auch
gekonnt.“ Aurian nickte. „Habt ihr aber nicht. Doch ist das auch
unwichtig, jetzt ist es bald soweit.“
Da sie ihre Insel und somit auch
ihre Häuser mitgenommen hatten, kam nicht das Gefühl auf
irgendwo anders als zuvor zu sein und so ging alles seinen
gewohnten Gang. Damok und Gregorian hatten ihre Gefährtinnen
bereit zu Hause und waren recht glücklich darüber. Vor allem
Gregorian, obwohl man ihn die letzten Jahre mit einbezogen
hatte, war bei ihm das Gefühl des Außenseiters dennoch immer
noch stark gewesen, was sich nun aber dank Pia langsam legte.
Eric und Dorian hatten da größere Probleme. Eric weil Soraja nun
wusste das sein Herz einer anderen gehörte, was es ihr nicht
leicht machte seinen Annäherungen entgegen zu kommen. Sie lehnte
mit dem Rücken an der Hauswand ihres Elternhauses und Eric stand
vor ihr. Er stützte sich mit einer Hand die neben ihrem Kopf lag
an der Hauswand ab und sah auf sie herab. „Ich verstehe dich
nicht, du bist sogar mit Ethan und Leon ins Bett gestiegen, doch
wenn ich mich dir nähern will blockst du ab und sagst du willst
nicht. Was ist los? Wo ist das Problem?“ Soraja seufzte. „Das
Problem ist....das ich mich in dich verliebt habe. Sie waren nur
zum ausprobieren, Experimente. Mit dir soll ich aber
möglicherweise sehr lange zusammen sein, doch werde ich niemals
dein Herz für mich erringen können. Verstehst du nicht? Mutter
sagt immer ich bin die sensibelste von allen, das mag vielleicht
auch so sein, denn ich kann mein Leben nicht mit einem Mann
verbringen den ich liebe, von dem ich aber wahrscheinlich
niemals wieder geliebt werden würde.“ Eric raufte sich die
Haare. „Also gut, ich verstehe. Aber so gibst du uns nicht mal
den hauch einer Chance das ich eventuell Liebe für dich
empfinden könnte.“ Sie sah ihn giftig an. „Fängt bei dir die
Liebe damit an, das ich mit dir schlafe? Das kann es ja wohl
nicht sein. Du willst das ich mit dir ins Bett gehe? Ist das
alles was du willst? Wenn das so ist, dann komm mit.“ Sie löste
sich von der Wand und trat von ihm fort um los zu gehen, sie sah
ihn an. „Also na was ist? Dann komm mit und ich gebe dir was du
willst. Doch in dein Haus bekommst du mich so nicht, da kannst
du Gift drauf nehmen.“ Eric schüttelte den Kopf. „Nein, das will
ich nicht. Weißt du was? Lass es, wenn du uns irgendwann mal
eine Chance geben willst, dann sag Bescheid. Ich lasse
jedenfalls keinen Hampelmann aus mir machen.“ Damit drehte er
sich herum und ging. Soraja blieb zurück und weinte leise. Sie
liebte ihn wirklich, doch hatte sie Angst von ihm nur benutzt zu
werden und das wollte sie nicht. Sie wollte ebenso geliebt
werden. Eric war verzweifelt, er verstand Soraja sogar, doch das
sie alles ablehnte, sogar seine Küsse verstand er nicht. Er
müsste lügen würde er behaupten er wollte sie nicht, denn daran
gab es keine Zweifel. Doch war er anständig genug ihre
Verfassung nicht aus zu nutzen. Als er nach Hause kam saß Rohan
auf einer Bank vor seinem Haus und sah ihm entgegen. „Wieder
nichts?“ :fragte sie ihn. Er nickte. „Sie blockt alles ab,
selbst wenn ich sie nur küssen will.“ Rohan dachte nach. „Ich
glaube ich werde mal mit ihr reden, vielleicht sollte man eine
Beziehung auf Probe sozusagen, mal versuchen. Das heißt das ihr
es erst mal so versuchen solltet, wo sie immer noch die
Möglichkeit hätte es nach einer gewissen Zeit zu beenden.“ Eric
schüttelte den Kopf. „Sie könnte auch so jeder Zeit gehen. Wer
nicht bei mir bleiben will den halte ich auch nicht fest. Ich
hätte sie erst gefragt ob sie meine Frau werden will, wenn sich
heraus gestellt hätte das wir miteinander klar kommen.“ Er
setzte sich neben Rohan, diese sah ihn an. „Was empfindest du
überhaupt für sie?“ Er seufzte. „Ich mag sie und habe sie gern,
doch das was sie von mir will kann ich ihr nicht geben. Noch
nicht. Wobei ich nicht mal weiß ob sich das je ändern wird. Doch
da sie uns keine Chance gibt, werden wir es wohl auch nie heraus
finden.“
Dorians Problem war anderer
Natur. Als er sich Ijana näherte war sie bereit sich auf ihn ein
zu lassen. Ihr war klar das er kaum wenn vielleicht sogar gar
nicht dazu fähig war mit seinem Herz zu lieben. Damit konnte sie
leben, denn das Dämonenblut in ihr machte es ihr nicht all zu
schwer. Doch als sie das erste Mal mit Dorian ins Bett ging und
nun sah wie wild und zügellos er war, flüchtete sie regelrecht
nach dem ersten mal aus dem Bett und rannte davon. Er hatte sie,
ohne große Rücksicht auf sie zu nehmen einfach genommen. Sie
musste feststellen das er ein regelrechtes Tier war das nur
seinen eigenen Willen kannte. Das hatte sie erschreckt. Dorian
sah ihr nur verblüfft hinter her. Sie hatte ihn von sich
herunter geworfen und war einfach davon gerannt und er wusste
nicht mal wieso. Auch hier versuchte Rohan zu vermitteln. Sie
war immer die stärkste in der Mädchengruppe gewesen und so kamen
die Mädchen auch zu ihr wenn es Probleme gab. Rohan suchte nun
Dorian auf, der vor seinem Haus stand und mit Eric redete. Sie
ging auf ihn zu, nahm ihn am Hemdkragen und zog ihn so hinter
sich her. „Wir müssen reden und das sofort. Du riesengroßes
Ar..loch.“ Als sie weit genug weg waren sah er sie an. „Was soll
das und was gibt es?“ Sie sah ihn giftig an. „Bist du eigentlich
von allen guten Geistern verlassen? Was hat dich geritten das du
ohne Rücksicht zu nehmen so über Ijana her fällst. Ist es dir
gänzlich egal ob es ihr Spaß macht oder nicht? Willst du
wirklich nur deine eigene Befriedigung? Weißt du was? Wenn es so
ist, dann such dir ein Hurenhaus und dort kannst du das auch
bekommen. Doch wenn du dir eine Gefährtin nimmst dann gehe
gefälligst auch auf ihre Wünsche und Bedürfnisse ein.“ Dorian
versuchte immer mal ihren Redefluss zu unterbrechen. „Aber..“
Sie giftete ihn weiter an. „Nichts aber, gehst du so mit allen
Frauen um? Du willst ein guter Liebhaber sein? Meinst du
wirklich das rein und raus reicht? Du bist ein verdammter Hirni,
da ist selbst mein kleiner Bruder noch besser. Denn er will auch
das es der Frau gefällt.“ Dorian sah Rohan an in der die Wut
kochte. Langsam begriff er wo der Fehler gelegen hatte. Er hatte
Ijana tatsächlich wie alle anderen Frauen behandelt, nur auf
seine eigene Befriedigung bedacht. Er fluchte leise. „Verdammt,
ich bin wirklich ein Idiot. Also gut sag ihr es tut mir leid,
das nächste mal wird besser werden, ich verspreche es.“ Sie sah
ihn wütend an. „Das werde ich mal ganz schön nicht tun, mach das
gefälligst selber. Geh zu ihr und entschuldige dich und sag ihr
das so etwas nie wieder vorkommt.“ Dorian nickte, er sah Rohan
an. Es juckte ihn regelrecht in den Fingern sie an sich zu
ziehen und sie zu küssen. Doch beherrschte er sich. Er fand sie
hatte eine menge Temperament. Er sah sie frech an. „Vielleicht
könntest du mir ja eine Lehrstunde geben.“ Als er jetzt ihre
Hand in seinem Gesicht hatte lachte er leise. Bevor er aber
reagieren konnte hatte sich Rohan bereits herum gedreht und war
gegangen, mit den Worten. „Geh dich entschuldigen.“ Er dachte
nur: Himmel hat die kleine ein Temperament, Damok ist zu
beneiden. Eric trat näher und fragte ihn was los war. Freimütig
wie Dorian war erzählte er ihm nun was geschehen war. Eric sah
ihn fassungslos an. „Du hast was getan? Ist dir eigentlich klar
das du sie mehr oder weniger vergewaltigt hast? Auch wenn sie
mit dir freiwillig ins Bett gestiegen ist, ist das keine Art
eine Frau zu behandeln.“ Dorian zuckte mit der Schulter. „Das
ist mir jetzt auch klar. Ich werde mich wohl entschuldigen gehen
müssen.“ Eric nickte. „Das musst du in der Tat. Ich wäre froh
wenn Soraja mich wenigstens in ihrem Bett dulden würde und du
baust so einen Mist. Du kannst nun nur hoffen das sie deine
Entschuldigung annimmt und zurück kommt.“ Es war ja nicht so das
Dorian nicht wusste wie er eine Frau soweit bekommen konnte, es
hatte ihn lediglich nicht interessiert. Doch musste er nun
umdenken und so ging er sich entschuldigen und meinte es sogar
mal ehrlich. Ijana sah das er es ehrlich meinte. Doch gab sie
ihm den guten Rat es erst mal bei anderen zu versuchen und wenn
er dann genug Erfahrung habe wie man eine Frau behandelt könnte
er ja wieder kommen. Dorian platzte bald, denn er war sich
sicher das er an sich kein schlechter Liebhaber war. Jetzt
allerdings kam er keinen Schritt weiter.
Während also die jungen Leute mit
ihren Problemen kämpften, arbeitete Aurian daran, die beiden
Helden zu erwecken oder eher daran jemanden zu finden der es
tat.
