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Kapitel 67: Der siebzehnte
Geburtstag

Joran bekam zwangsläufig mit das
Dion sich um Jill bemühte und das passte ihm gar nicht. Es kam
sogar soweit das er Jill dermaßen bedrängte das er sie fast
vergewaltigte, doch auf einmal stand Dion da und zog ihn von der
schreienden Jill herunter. Jetzt hatte Dion ihn am Kragen und
sah ihn mit finsterem Blick an. „So Freundchen, ich habe es mir
gefallen lassen das du mich einmal schlägst, ich habe mir
gefallen lassen das du auch deine Wutanfälle an mir aus lässt.
Doch das Junge geht zu weit. Ich sag dir nun mal etwas.“ Dabei
drückte er Joran mit einer Hand gegen die Wand. „Ich bin
skrupellos genug dich auch zu töten, solltest du das noch einmal
bei Jill versuchen. Du hast gehört sie will das nicht und sie
will dich nicht. Also wage es noch einmal bei ihr und Thanatos
kann deine Seele bei sich einsortieren. Sie gehört nicht dir
denn ich beanspruche sie für mich. Und glaub mir Freundchen, so
freundlich ich auch erscheinen mag, aber ich kann auch anders.
Wenn sie also irgendwann mal in den Armen eines Mannes liegen
wird, dann werden es meine Arme sein. Du bist alt genug um das
endlich zu begreifen.“ Joran sah Dion entsetzt an, so hatte ihn
noch keiner angefahren, vor allem als er in Dions Augen blickte,
musste er erkennen das er es absolut ernst meinte. Jill stand
zitternd in der Nähe und hielt die zerrissene Kleidung vor sich.
Sie war ebenso entsetzt, doch Dion äußerst dankbar das er sie
gerettet hatte. Als er Joran nun los ließ rannte dieser davon,
Dion hatte ihm Angst gemacht. Jill warf sich nun weinend in
Dions Arme der sie sanft an sich drückte und auf sie herab sah.
„Beruhige dich, es ist ja vorbei und ich glaube nicht das er es
noch einmal wagen wird.“ Sie sah tränenüberstömt zu ihm auf.
„Würdest du ihn wirklich töten?“ Dion nickte. „Ja, wenn er das
noch mal versuchen sollte. Ich war auch mal so schlimm wie er,
ich habe auch versucht eine Frau zu zwingen mit mir zu schlafen.
Daher weiß ich auch, er hat so lange einen großen Hals bis ihm
mal jemand zeigt das es auch stärkere als ihn gibt. Ich denke er
wird dich nun in Ruhe lassen, doch sollten wir deine Eltern
warnen und vor allem Aurian und Myrion. Denn wer weiß was er nun
anrichtet. Er hat eine Schlappe hin nehmen müssen und das macht
ihn nun unberechenbar. Er wird auf Rache sinnen.“ Das taten die
beiden auch kurz darauf. Apoll und Luna fielen aus allen Wolken
als sie hörten was Joran Jill beinahe angetan hätte. Aurian
nickte leicht, sie hatte schon mit so etwas gerechnet. Myrion
tobte. „Du brauchst ihn nicht zu töten, ich glaube im Moment
wäre ich ebenso dazu in der Lage. Wie konnte er nur?“ Joran ließ
sich einige Tage nicht sehen, er versteckte sich und Dion
erzählte Jill von seiner Vergangenheit und das er beinahe mal
als lebende Statue geendet wäre. Joran wusste genau was er getan
hatte. Aurian wusste wo er war und behielt ihn nun erst mal im
Auge. Doch sah sie auch das Joran besondere Fähigkeiten hatte,
so war er tatsächlich in der Lage sich vor allen anderen
Unsichtbar zu machen, sogar vor Apoll und Luna, die
normalerweise jeden Unsichtbaren in ihrer Nähe zumindest
spürten. Doch vor Aurians Augen konnte sich keiner verstecken,
wenn sie bewusst darauf achtete, auch Joran nicht. Sie sah aber
noch etwas, nämlich das Joran einem Gott für eine kurze Zeit die
göttlichen Kräfte nehmen konnte. Das würde reichen um eventuell
Dion zu töten, so setzte Aurian einen Schutzwall um Dion der ihn
davor schützen würde. Ihr war aber auch klar das sie eine
langfristige Lösung finden musste. Sie wollte noch den
siebzehnten Geburtstag abwarten und sehen was geschehen würde.
Aber achtete nun genau auf Joran um eventuell schlimmeres zu
verhüten. Allerdings konnte sie auch nicht vierundzwanzig
Stunden auf ihn acht geben, sie musste auch mal schlafen. So
setzte sie ihn unter einen Bann, das wenn er irgendwas tun
sollte, der sie warnen würde und sie eventuell eingreifen
könnte.
Joran hatte schon früh gelernt
das er besondere Fähigkeiten hatte, Fähigkeiten die sonst kein
anderer hatte. Außer vielleicht Aurian. Er hatte die Tage vor
seinem siebzehnten Geburtstag heraus gefunden das sich Julien
und Dion bis vor kurzem noch für Jordan, Aarons und Ionas
jüngste Tochter interessiert hatten. Er beobachtete alles genau
und sah so auch das niemand auf die Idee kam das er sich nicht
an Dion persönlich rächen würde, doch dachte er sich das Jordan
genau die richtige wäre. Vor allem als er sah das sie jeden Mann
ab wies um ihre Jungfräulichkeit zu behalten. Als Joran am
Morgen seines Geburtstags zurück kam, nahm sich Aurian, die
beiden vor und erklärte ihnen oder vor allem Joran warum sie
niemals und unter keinen Umständen mit einander schlafen
dürften. Sie sagte ihnen das dies in einer Katastrophe enden
würde. „Ihr seid nun alt genug um es zu erfahren.“ Sie sah Joran
eindringlich an. „Wage es niemals wieder, ist das klar? Alleine
für den Versuch müsste ich dich schon bestrafen und werde es
auch tun. Doch will ich den heutigen Tag erst mal herum gehen
lassen, dann sehen wir weiter.“ Joran nickte und Jill sah Aurian
an. „Ich will das sowieso nicht. Ich habe mich in Dion verliebt
und wenn er mich will......ich will ihn schon.“ Aurian nickte
lächelnd. „Das freut mich mein Kind, er hat auch lange auf dich
warten müssen. Ich gehe mal davon aus das er dich ebenso will.
Doch rate ich dir zu warten bis er dir seine Liebe gesteht. Denn
Dion ist kein Unschuldslamm. Er kann auch bösartig und
niederträchtig sein. Nicht das du nach her die leidtragende
bist, denn ich will dir nicht verheimlichen das er hinter jedem
Rock her ist.“ Jill nickte verstehend und würde sich daran
halten. Der Tag verging und am Nachmittag trafen sich alle um
ihren Geburtstag zu feiern. Man wusste das heute ein
Schicksalstag für die beiden war. Allerdings ahnte niemand was
geschehen würde und das es genau heute geschehen würde. Man saß
zusammen, lachte, trank und feierte...........bis Jill auf
einmal aufschrie. „Was geschieht mit mir? Was ist hier los?“ Sie
wurde durchsichtig und ihr Körper begann zu verschwimmen, doch
Joran erging es nicht anders. Auch er brüllte wie am Spieß als
hätte er Schmerzen. Beide saßen neben einander oder eher hatten
gesessen. Denn als alles begann waren sie aufgesprungen und als
sich nun die beiden Körper trafen, weil beide ausgerechnet die
Mitte zwischen sich genommen hatten um auf zu springen,
verschmolzen beide Körper für den Bruchteil einer Sekunde mit
einander um sich dann wieder zu lösen. Als das geschehen war
wurden sie wieder fest stofflich. Beide schüttelten sich und
sahen sich schweigend an. Aurian war ebenso aufgesprungen und
beobachtete das Ereignis und auf einmal wurde ihr klar was
geschehen war. Sie nickte und sah über die aufgeregte
Gemeinschaft. „Beruhigt euch wieder, es ist alles in Ordnung.
Ich habe mich immer gewundert, denn Aglaia sagte uns einst das
Joran sich zwischen gut und böse befinden würde, doch die
letzten Ereignisse machten klar das er mehr böse als gut war.
Jill hingegen war das gute Gegenstück zu ihm, auch wenn sie
begann sich ab und an zu wehren. Doch nun scheint es sich
aufgelöst zu haben, denn ich gehe mal davon aus, das diese
kurzzeitige Verschmelzung der beiden, nun alles an die richtige
Stelle gesetzt hat. Das war das Ereignis das Aglaia nicht sehen
konnte, das war der Schatten der auf den beiden lag. Der eine
war fast rein böse, der andere fast rein gut, das konnte nicht
gut gehen.“ Sie sah Joran ruhig an. „Sag mir eins mein Junge
würdest du dir Jill mit Gewalt nehmen, wenn sie es dir nicht
frei willig gibt?“ Joran sah sie entsetzt an. „Natürlich
nicht....“ Dann dachte er nach und fiel vor Jill auf die Knie.
„Verdammt ich hätte es beinahe getan, kannst du mir verzeihen?
Ich weiß nicht was da in mich gefahren ist.“ Jill sah ihn sanft
an und nickte. „Natürlich, du bist mein Bruder und ich liebe
dich, du scheinst nicht du selber gewesen zu sein.“ Joran erhob
sich und sah Dion an. „Dich will ich auch um Verzeihung bitten.
Ich bin immer noch eifersüchtig auf dich, das gebe ich zu. Doch
wenn du meine Schwester willst so gebe ich meinen Segen.
Allerdings solltest du sie unglücklich machen, werde ich bereit
stehen.“ Dion nickte leicht. Er traute dem Frieden noch nicht.
Er und jeder andere dunkle Gott. Sie konnten sich nicht
vorstellen das sich jemand auf einmal so drastisch änderte. Dion
nahm sich vor Joran vorläufig weiterhin im Auge zu behalten.
Joran schien sich wirklich
geändert zu haben, er passte zwar genau auf Jill und Dion auf,
doch griff er nun nicht mehr ein. Allerdings knurrte er leise
als er sah das Dion Jill an sich zog und sie anfangs sanft doch
dann leidenschaftlicher küsste. Seine Eifersucht meldete sich
wieder. Dion hatte sein Herz verloren und an einem Nachmittag
als er mit ihr am See saß, wenn auch versteckt hinter einem
Busch, sah er sie an. „Ich glaube du hast mir etwas gestohlen.“
lächelte er. Jill sah ihn frech an. „Ach ja und was?“ Er drückte
sie sachte auf den Rücken und lächelte leicht, während sein
Blick an ihr entlang ging. „Mein Herz, du hast mir mein Herz
gestohlen. Ich hatte nicht mehr daran geglaubt, das es wirklich
noch mal geschehen könnte. Doch du hast es geschafft.“ Er beugte
sich über sie und küsste sie nun recht verlangend. Sie legte ihm
ihre Arme um den Hals und erwiderte den Kuss. Als er ihn löste
sah er sie an. „Ich will dich. Eigentlich wollte ich noch warten
bis du wenigstens achtzehn bist, doch meine Rose ich will dich
und will nicht länger warten.“ Seine Hand strich sachte an ihr
entlang und schob sich unter ihre Bluse. Sie sah ihn an und
drückte seine Hand wieder fort. „Nein, nicht. Ich bin noch nicht
soweit.“ Er stöhnte leise auf und nickte leicht. „In Ordnung,
ich werde warten bis du soweit bist. Doch habe ich hier ein
Geschenk für dich.“ Er kramte kurz in seiner Hosentasche dann
reichte er ihr eine kleine Schachtel. Sie nahm sie und als sie
sie öffnete lag darin eine goldene Kette mit einem kleinen
Herzanhänger. „Öffne es, dort ist ein Bild von mir drin.“ Er
grinste sie an, als sie das Herz öffnete und das Bild ansah. „Du
bist darauf ja fast nackt.“ Er nickte. „Damit du weiß was du
verpasst und später damit du weißt was du vermisst. Ich sagte
dir schon mal in meinen Armen wirst du alles vergessen.“ Sie sah
ihn an. „Willst du mich überreden?“ Er zwinkerte frech.
„Funktioniert es? Wenn nicht dann hatte ich es nicht vor.“ Jill
lachte leise. „Du bist ein Filou.“ Dion lachte mit dann beugte
er sich abermals über sie und küsste sie leidenschaftlich.
Abermals ging nun während er sie küsste seine Hand auf
Wanderschaft, doch sie hielt seine Hand wieder auf und löste den
Kuss. „Bitte warte noch. Ich will das noch nicht.“ Er nickte, er
sah ein das er keinen Schritt weiter kam. Auch die nächsten
Monate kam er auch nur einen kleinen schritt weiter, sie wehrte
ihn jedes mal ab. Joran der es beobachtete, grinste leicht und
freute sich das auch Dion keinen Erfolg hatte. Er besuchte dafür
immer mal Riana und holte sich bei ihr was er wollte. Nebenbei
versuchte er sich mit Dion anzufreunden, wobei er da einen
kleinen Hintergedanken hatte. Hier und da trug er Jill mal zu
das Dion immer noch zu anderen Frauen ging und sich da holte was
sie ihm nicht geben wollte. Darauf von Jill angesprochen stritt
Dion es ab. „Nein tue ich nicht. Seit wir zusammen sind habe ich
keine andere Frau angerührt, das schwöre ich dir. Und selbst
wenn es so wäre, war wäre daran so schlimm?“ Jill sah Dion an.
„Nun ja das würde zeigen das deine Liebe nicht sehr groß sein
kann, wenn du dir woanders holst was ich noch nicht bereit bin
zu geben.“ Dion sah Jill an. „Dann gib es mir endlich, lass es
zu. Aber ich sag es noch mal. Ich war bei keiner anderen. Doch
wo wir einmal dabei sind, wie groß kann deine Liebe sein, wenn
du mich so leiden lässt.“ Er sagte sogar die Wahrheit, er war
bei keiner anderen gewesen, obwohl es ihm schwer fiel. Im Laufe
der nächsten Monate versuchte er es immer mal wieder, doch Jill
wies ihn jedes mal ab. Mehr als küssen und ein wenig streicheln
ließ sie nicht zu. Dion verzweifelte schon fast. Doch eines
Tages war es soweit. Dion hatte sie zu sich eingeladen und als
er nun mit ihr in seinem Zimmer saß und sie küsste, konnte er
nicht mehr, er setzte alles was er an Verführungskünsten auf
bieten konnte ein und sie gab nach. Als Jill nun seinen nackten
Körper an ihrem spürte, brach es aus ihr heraus und Dion verging
hören und sehen. Er hatte eine unerfahrene Frau erwartet, mit
der er noch sachte umgehen musste, doch stattdessen war sie
leidenschaftlich und wild. Sie kam ihm auf einmal mit solch
einer Wildheit entgegen das er glaubte die falsche Frau im Bett
zu haben. Als er sich allerdings gefangen hatte, genoss er was
sie zusammen hatten und er spürte das sie genau die Frau war die
er brauchte. Sie war zügellos, unersättlich, sehr
leidenschaftlich und wild. Als er anschließend das Bettlaken
ansah, sah er das sie wirklich noch Jungfrau gewesen war. Doch
das hatte er noch nie erlebt das eine Jungfrau sich so
aufführte. Er hatte seine Seelenverwandte gefunden. Sie war
genau das was er wollte und brauchte und er würde sie nie wieder
hergeben. Joran wiederum tobte als er dahinter kam das sie Dion
gegeben hatte was er so gerne gehabt hätte. Er brauchte eine
Weile bis er sich wieder beruhigt hatte, war aber froh das
keiner seinen Wutanfall mit erlebt hatte. Nun zeigte sich wie
recht Aglaia gehabt hatte, er schwankte zwischen gut und böse.
Er liebte Jill ehrlich und aufrichtig und wusste das er niemals
von ihr das bekommen würde, was Dion nun bekommen hatte.
Einerseits war es in Ordnung für ihn, doch andererseits wollte
er es auch. Als Jill von Dion zurück kam, spürte er die
Veränderung, Jill war nicht mehr die selbe, sie strömte nun eine
katzenhafte Wildheit aus, wo zuvor eine gelassene Ruhe gewesen
war. Wenige Tage später zog Jill zu Dion in seine und Juliens
Junggesellenbude und Joran blieb alleine zurück. Die neue Jill
gefiel ihm gar nicht. Er wollte seine liebevolle und sanfte
Schwester wieder haben. Wer sich ihm aber nun näherte war Tara,
Ethans Tochter. In ihr fand er auf einmal das was Jill verloren
hatte. Eine gewisse Unschuld und er begriff das es diese
Unschuld war die er an Jill so geliebt hatte. Jetzt da Jill in
den Armen eines Mannes gelegen hatte, hatte sie diese Unschuld
verloren, aber Tara besaß sie noch und so hielt er sich an sie.
Allerdings meldete sich auch hier bald sein körperliches
Verlangen und er wollte mehr. Als Tara ihm sagte das sie sich
keinem Mann hingeben würde, der sie nicht auch als feste
Partnerin wollte versprach er ihr das er bei ihr bleiben würde.
So gab sie ihm was er wollte, doch kaum war es geschehen hatte
auch Tara diese Unschuld verloren, wenn sie auch weiter hin so
sanft war wie zuvor. Es dauerte einige Monate bis Tara begriff
das Joran sie nicht liebte, das er ihr nur versprochen hatte was
sie hören wollte. Ethan tröstete seine Tochter doch machte ihr
klar das es irgendwann eh passiert wäre und fragte sie ob es ihr
denn keinen Spaß gemacht habe. Das konnte sie nicht abstreiten,
es hatte ihr gefallen, doch fühlte sie sich nun sehr schlecht.
Sie fühlte sich betrogen und benutzt. Doch hatte es auch für
Ethan Konsequenzen mit denen er nie gerechnet hatte. Als er
eines Morgens noch im Halbschlaf war spürte er einen
Frauenkörper neben sich. Bei seiner starken Libido war Ethan
nicht besonders wählerisch und so verführte er die Frau die er
im Arm hielt und nahm sie sich. Erst als er richtig wach wurde
und dann sah wen er da im Arm hatte erschrak er. Es war Tara. Er
sah sie leise stöhnend an. „Kind was sollte das? Verdammt das
hätte nicht passieren dürfen. Du weißt doch wie ich bin, wenn
sich eine Frau zu mir ins Bett legt, nehme ich sie mir auch.“
Tara nickte leicht. „Ich weiß und hatte gehofft das du es nicht
zu früh merkst. Ich will das mit Joran vergessen und ich weiß
wie du bist, also ….na ja.“ Sie zuckte mit der Schulter. Ethan
sah wie unglücklich sie war und zog sie in seine Arme um sie zu
trösten, er nickte verstehend. Er sah sie liebevoll an. „Warum
bist du dann nicht zu Lazarus gegangen?“ Tara seufzte. „Wir
leben nun schon fast neunzig Jahre zusammen und ich dachte da du
es auch mit Ijana getan hast, das es dir dann auch nichts
ausmacht es mit mir zu tun.“ Er sah sie an. „Ijana ist Lazarus
…..oh nein.“ Er klatschte sich mit der Hand an die Stirn.
„Verdammt das hatte ich tatsächlich vergessen, sie ist nicht
Lazarus Tochter sondern meine. Sind es wirklich schon neunzig
Jahre?“ Er sah seine Tochter an, die keinen Tag älter als
fünfundzwanzig aussah. Tara nickte. „Ja neunzig Jahre. Iskander
war schon fünfzig Jahre weg und er ging mit zwanzig, selbst Jill
und Jaron sind bereits neunzehn. Also sind es fast neunzig
Jahre.“ Ethan nickte verwundert. „Wow, wie die Zeit vergeht, das
ist unglaublich. Dennoch...“ Er sah Tara an: „das muss das
einzige mal bleiben. Ich will nicht als Verführer meiner Tochter
da stehen.“ Tara lachte leise. „Ich habe mich in dein Bett
gelegt nicht du dich in meines. Also habe ich dich dann wohl
eher verführt.“ Sie strich Ethan sachte mit den Fingern über
seine muskulöse Brust was ihn leise aufstöhnen ließ. „Lass das
sofort sein, dir ist nicht klar was du anrichtest.“ Sie grinste
ihn frech an. „Doch das weiß ich, ich kenne dich und deine
Libido genau. Ich hatte viel Zeit zu beobachten wie schnell du
auf hundertachtzig bist. Sieh dich doch an, du und Lazarus habt
zwar euer Aussehen altersmäßig ein wenig erhöht, doch siehst du
aus wie ein Mann im besten Alter, mal gerade vielleicht
fünfunddreißig? Und ich finde dich scharf.“ Ethan sah Tara an.
Als sie sich nun noch an ihn drückte, er ihren Körper spürte und
sie ihn weiterhin reizte stöhnte er abermals auf. „Du willst es
wirklich wissen oder?“ Sie nickte. Er seufzte kurz auf. „Na gut
dann sollst du es wissen.“ Nun nahm er sich nicht mehr zurück
und Tara erlebte etwas wo Joran sich weit hinter verstecken
konnte. Ethan zeigte ihr nun wie vielseitig es sein und was
dabei auch eine Frau fühlen konnte. Anschließend lag sie in
seinen Armen und seufzte glücklich auf. „Ich glaube du bist der
beste.“ Er grinste leicht. „Wäre auch traurig wenn es nicht so
wäre, bei der Erfahrung die ich inzwischen habe. Obwohl ich
zugeben muss Lazarus ist noch ein Quentchen besser.“ Ethan legte
sich auf den Rücken und verschränkte die Arme hinter dem Kopf.
Er dachte über die Zeit nach und versuchte nach zu rechnen wie
lange es her war, das er und Aurian das Universum neu hatten
entstehen lassen. Er kam darauf das es weit mehr als dreihundert
Jahre inzwischen sein mussten. Tara die sah das Ethan in
Gedanken versunken war, erhob sich sachte um ihn nicht zu stören
und verließ sein Schlafzimmer.
Was würde die Zeit noch für sie
alle bringen? Tara jedenfalls sagte Joran das es aus wäre
zwischen ihnen, das sie sich nicht weiter von ihm benutzen
lassen würde, da er sie eh nicht liebte. Joran war darüber nicht
sonderlich unglücklich. Er hatte noch Riana zu der er eben
weiter gehen würde und alles andere interessierte ihn eh erst
mal nicht. Dion und Jill wurden wirklich glücklich, hier hatte
wieder mal ein Topf sein Deckelchen gefunden wie Aurian sagen
würde.
Aurian hingegen spürt das sich
etwas neues und doch altes im Universum tat, sie würde sich bei
Thanatos erkundigen ob sie recht hatte.

Kapitel 68: Göttin des Lebens

Nachdem Jill
bei Julien und Dion eingezogen war, fragte sie Aurian ob sie das
Haus ein wenig verändern dürfte, da es doch sehr auf die beiden
Männer zugeschnitten war. Als Aurian es erlaubte, hatte auch das
Haus bald einen kleinen Vorgarten und Blumenkästen an den
Fenstern. Jill glich das Haus dem Nebenhaus von Alandra und
Leander an. Als Leander es sah grinste er frech und sah Dion an,
der sich das alles sprachlos mit ansah. „Wie war das noch? Ich
hätte besser Junggeselle bleiben sollen damit diese weiblichen
Akzente nicht ans Haus kommen? Also so wie das aussieht habt ihr
das wohl nun auch.“ Dion versuchte Jill davon ab zu halten, doch
die ließ sich nicht beirren. So entstand auch ein kleiner
Springbrunnen vor dem Haus, wie ihn Leander und Alandra hatten.
Alandra half ihr dabei und die beiden Frauen schauten immer mal
was man noch ändern könnte. Julien störte das nicht und grinste
nur leicht als er Dions Gesicht sah. Die beiden Frauen
verstanden sich sehr gut und saßen später oft zusammen vor den
Häusern. Julien sprach irgendwann mit Jill, die doch weit aus
jünger als er und Dion war. „Sag mal, du weißt das Dion dir
nicht auf ewig treu sein wird, macht dir das Wissen nichts aus?“
Jill sah ihn sanft an. „Ich weiß, aber zeige mir den Gott oder
die Göttin, die so eine starke Libido haben und dabei wirklich
treu ist. Ich bin mir ja nicht mal sicher ob ich ewig treu
bleiben kann. Ich liebe Dion über alles, doch sieh dir Alandra
und Leander an. Man spürt die Liebe zwischen ihnen und doch
suchen beide ab und zu mal Abwechslung bei einem anderen. Wer
weiß ob es mir nicht auch mal so geht. Im Moment will ich keinen
anderen. Dion gibt mir alles was ich brauche und ich hoffe das
ich ihm zur Zeit auch genug bin. Doch warum fragst du?“ Julien
druckste ein wenig herum. „Na ja ich interessiere mich immer
noch für Jordan, du weißt schon Aarons und Ionas Tochter.
Alandras Schwester, doch sie will keinen Mann der nicht bei ihr
bleibt. Ich bin ihr zu umtriebig. Dabei weiß ich doch nicht mal
ob sie mir wirklich geben kann was ich brauche und will. Was ist
wenn es mir mit ihr ebenso geht wie Dion mit seiner ersten
festen Frau und wir passen nicht zusammen, was dann? Oder sieh
dir Tara an, was Joran mit ihr gemacht hat, wirklich sauber war
das nicht. Dion und ich waren und sind auch keine Engel, doch
haben wir respektiert wenn eine Frau nicht wollte oder eben ihre
Bedingungen stellte, gerade bei uns Göttern. Bei einer
sterblichen ist es mir relativ egal. Sie altert und stirbt
irgendwann, doch mit Jordan wäre ich gefesselt an eine Frau die
eigentlich nicht zu mir passt.“ Jill nickte verstehend. „Dann
solltest du mit ihr reden, vereinbare eine Probezeit, sag ihr
welche Bedenken du hast. Ich denke ihr ist ebenso klar wie mir
das unsere Männer niemals ganz treu sein werden. Doch solange
man sich liebt, ist das nebensächlich. Liebst du sie denn oder
willst du sie nur, weil sie dir unerreichbar erscheint?“ Julien
sah Jill überrascht an. „Für deine Jugend bist du schon ganz
schön Weise. Aber um deine Frage zu beantworten, ich weiß es
nicht. Dion wusste sofort das er dich liebt, obwohl ich zugeben
muss das er erst mal auch nur das eine wollte. Aber du hast
recht, ich sollte mit ihr reden und ihr sagen welche Bedenken
ich habe und das ich einfach nicht versprechen kann auf ewig bei
ihr zu bleiben. Ich liebe die Abwechslung dafür zu sehr.
Allerdings wenn sie mir die Freiheiten dafür lässt, könnte ich
mir schon vorstellen bei ihr zu bleiben.“ Jill nickte. „Na dann
rede mit ihr und sieh was passiert. Erkunde dein Herz, ich kann
mir nicht vorstellen das du wirklich all diese Jahre hinter ihr
her warst nur um sie ins Bett zu kriegen. Ich denke dein Herz
hat sich bereits entschieden. Doch habe ich auch eine Frage, ich
weiß das alle Männer hinter Aurian her sind, doch weder du noch
Dion habt je Anstalten gemacht sie zu bekommen, wieso nicht?“
Julien lachte. „Nun ja es stimmt schon, würde sie uns die
Gelegenheit geben, würden wir sie uns auch nehmen. Doch diese
Früchte hängen einfach zu hoch. Wir bewundern Leander dafür
sehr, er hatte den Mut sich ihr zu nähern und hätte sogar eine
Zurückweisung in Kauf genommen. Doch Dion und ich wir trauen uns
nicht. Das mag feige klingen, aber wir denken diese Früchte sind
für uns einfach zu hoch. Sieh dir Myrion an oder Lazarus und
Ethan, das sind die Männer die sie bevorzugt. Leander fällt wohl
auch noch darunter, wie es aussieht. Doch Dion und ich sind der
Meinung wir sind nicht gut genug für sie. Um sich ihr zu nähern
muss man davon überzeugt sein sie auch zu bekommen und das fehlt
uns. Wir sind davon überzeugt das sie uns abweisen wird, also
versuchen wir es erst gar nicht.“ Jill nickte verstehend. Julien
nahm sich aber den Rat von Jill zu Herzen und gedachte mal mit
Jordan zu reden, vielleicht würde es ja dann doch noch etwas.
Lazarus war
anders als Ethan, doch auch er spürte eines Morgens eine Frau
neben sich, allerdings griff er nicht gleich zu wie es Ethan
getan hatte, sondern machte das Licht an um zu sehen wer da in
seinem Bett lag. Tara blickte ihn an. Lazarus schüttelte den
Kopf. „Kind was soll das?“ Tara sah ihn an. „Ich bin neunzig
Jahre alt und weiß der Himmel kein Kind mehr. Ich will dich.“
Sie betrachtete Lazarus, er hatte die gleiche Figur wie Ethan
und sie wusste auch das er ebenso gut wenn nicht sogar besser
war als der. Lazarus hatte einen sportgestählten Körper, war
muskulös, braun gebrannt, hatte breite Schultern und war ein
äußerst attraktiver Mann. Hinzu kam das er eine wahnsinnig
erotische Ausstrahlung hatte, begleitet mit einer gewissen Ruhe
und Selbstbeherrschung. „Das ist nicht dein ernst, wenn du
deinem Vater nicht sagen willst was mit dir los ist, dann sag es
mir. Erst hütest du deine Jungfräulichkeit wie deinen Augapfel
und nun wirfst du dich jedem Kerl an den Hals, sogar Ethan und
mir. Also Kleines was ist los?“ Tara sah ihn an. „Was ist,
willst du reden oder mich nicht lieber nehmen?“ Lazarus sah an
ihr entlang. Tara war äußerst attraktiv, das bestritt er nicht
und unter anderen Umständen hätte er zugegriffen, doch im Moment
wollte er eher wissen was mit ihr los war. „Erst mal reden und
ob ich dich dann nehme werden wir sehen. Doch erst mal will ich
wissen was mit dir los ist.“ Tara hob die Bettdecke die er über
den Hüften liegen hatte leicht an und sah darunter, dann grinste
sie. „Aber abgeneigt bist du nicht, das ist deutlich zu sehen.“
Lazarus knurrte leise. „Natürlich nicht, Himmel Mädchen ich bin
ein Kerl und wenn sich mir eine attraktive Frau ins Bett legt,
ist klar das ich reagiere.“ Tara rückte näher an ihn heran so
das er ihren Körper nun deutlich spürte, er atmete scharf ein.
Sie stellte seine Beherrschung auf eine starke Zerreißprobe und
sie wusste es. Er sah sie an. „Sag mir erst was mit dir los
ist.“ Er griff um sie und zog sie näher an sich heran. Als nun
Tara seinen harten männlichen Körper spürte, stöhnte sie leicht
auf. Er begann sie instinktiv zu streicheln. „Sag mir was los
ist, sonst werfe ich dich aus dem Bett, so gerne ich dich auch
will.“ Sie sah ihn an und dann flossen Tränen ihre Wangen herab.
„Er hat mich belogen und betrogen, er hat mich nur benutzt.
Jetzt will ich die Männer benutzen.“ Sie weinte bitterlich und
Lazarus drückte sie liebevoll an sich. „Ich wollte mich aufheben
für den einen, der mich lieben würde und was ist jetzt? Er hat
mir alles genommen.“ Lazarus küsste sie sanft auf die Stirn.
„Liebes, misst du diesem kleinen Häutchen nicht ein wenig zu
viel Bedeutung zu? Schau mal, was in deinem Herzen ist das ist
wichtig, was du fühlst, was du möchtest das ist wichtig. Doch ob
du nun mit einem Kerl ins Bett gehst und er dich danach
verlässt, ist nicht wichtig. Es gibt andere die weit besser
sind. Er ist es nicht wert, das du für ihn deine Prinzipien über
Bord wirfst. Das du dich selber vergisst und verleugnest. Der
Eine kommt bestimmt und ihm wird es egal sein ob du noch
Jungfrau bist oder nicht. Und wenn ihm das kleine Ding wichtiger
ist als dein Herz und das was du ausmachst, hat er dich nicht
verdient.“ Lazarus wischte ihr ihre Tränen ab. „Glaub es mir.
Wenn der Mann dich liebt wird es ihm egal sein. Im Gegenteil, um
ehrlich zu sein, wir Kerle haben eh viel lieber eine Frau im
Bett die wenigstens schon ein wenig weiß wo es lang geht.“ Tara
sah ihn an. „Ist das wahr?“ Lazarus nickte lächelnd. „Ja das ist
wahr. Deine und Indias Schwestern, sind damals sogar extra zu
Ethan und mir gekommen um dieses verflixte Ding los zu werden
und sich ihre ersten Erfahrungen zu holen. Es ist immer besser
für eine Frau wenigstens anfangs sanft in die Liebe eingeführt
zu werden. War er denn wenigstens zärtlich oder hat er dir weh
getan?“ Tara sah Lazarus an. „Nein es war schon in Ordnung, er
war vorsichtig. Es ist ja auch nicht so das es mir nicht
gefallen hat, ich fand es schön. Doch dachte ich da noch ich
würde das mit dem Mann teilen, der mich liebt.“ Lazarus nickte.
„Der Mann der dich aufrichtig liebt wird kommen, da habe ich
keine Sorge. Du bist noch sehr sehr jung im Vergleich zu mir,
also genieße das Leben, nimm mit was du bekommen kannst, doch
wirf dich oder das an was du glaubst dafür nicht fort.“ Tara
nickte leicht und Lazarus lächelte. „Na was ist, willst du es
nun immer noch?“ Sie sah ihn verlegen an und er lachte. „Das
dachte ich mir. Solltest du es irgendwann mal aus den richtigen
Gründen wollen, nämlich weil du es wirklich selber willst, werde
ich nicht zögern. Also denk dran, wenn du dich das nächste mal
zu mir ins Bett legst.“ Er küsste sie kurz sanft und ließ sie
dann los. „Und nun verschwinde bevor ich es mir anders
überlege.“ Tara dankte ihm mit einem sanften Kuss und war
schnell aus seinem Zimmer verschwunden. Lazarus erschien kurz
darauf bei Aurian, umfasste sie und verschwand mit ihr in ihrem
Schlafzimmer um sich ab zu regen. Sein Körper glühte und er
brauchte nun eine Frau. Aurian hatte schnell begriffen was los
war, vor allem als er ihr anschließend erzählte was passiert
war. Er war neben allem anderen auch Stock sauer auf Joran. „Das
kommt einer Vergewaltigung gleich, auch wenn sie freiwillig mit
gemacht hat. Er wusste wie sie darüber dachte. Er hat ihr
Versprechungen gemacht die er nie vor hatte ein zu halten.“
Aurian nickte leicht. „Nur solange er nicht wirklich etwas
schlimmes tut, kann ich ihn nicht bestrafen. Du sagst selber sie
hat freiwillig mit gemacht. Außerdem ist sie kein kleines Kind
mehr, sie treibt sich oft in der Oase herum und weiß wie ihr
Kerle tickt.“ Lazarus nickte knurrend. „Ich traue ihm zu das er
sich irgendwann eine Frau die ihn abweist, mit Gewalt nimmt.“
Aurian nickte nachdenklich. „Was meinst du ist es schändlich es
zu provozieren um eine Bestrafung zu rechtfertigen?“ Lazarus sah
Aurian an. „An was dachtest du?“ „Hm....ich könnte es
provozieren. Er wäre der erste der mich nicht wollen würde.
Angenommen ich würde ihn so reizen das er wirklich auf die Idee
kommt, dann hätte man eine Handhabe um ihn dafür zu bestrafen.“
Sie sah Lazarus fragend an, der nickte. „Du weißt ich mag solche
intriganten Dinge nicht, aber in diesem Fall, bevor es eine
andere Frau trifft. Du könntest dich gegen ihn wehren, denn wenn
es stimmt das er für kurze Zeit in der Lage ist die göttlichen
Kräfte außer kraft zu setzen, hätte keine andere Göttin eine
Chance ihm zu entkommen, außer dir. Es sei denn du setzt seine
göttlichen Kräfte jetzt schon schachmatt, was aber wieder einer
Bestrafung gleich käme, für die du keine Handhabe hast. Wenn man
mal von dem Versuch bei Jill absieht, doch dafür hat er sich
nach der Verschmelzung entschuldigt.“ Aurian nickte. „Eben und
danach hat er sich nichts zuschulden kommen lassen, außer einem
leeren Versprechen um eine Frau ins Bett zu kriegen und das ist
zwar nicht die feine Art, aber nicht strafbar. Sprich aber bitte
mit Riana, nicht das sie ihn auch noch abweist, ich weiß nicht
was er dann tun wird. Sie ist die einzige die noch mit ihm ins
Bett geht. Selbst Riana hat ihre Prinzipien, das haben wir
damals bei Dion gesehen.“ Lazarus nickte und versprach mit Riana
zu reden. Als Lazarus bei Riana ankam um mit ihr zu reden war es
zu spät. Riana hatte treu nach ihren Prinzipien, Joran
abgewiesen als sie mit bekam welch heuchlerischer Hund er war.
Das Ende war, Riana war tot. Denn Joran hatte die Beherrschung
gänzlich verloren, hatte ihr für kurze Zeit ihre göttlichen
Kräfte genommen, sich dann an ihr vergangen und sie aus Versehen
bei dem Gerangel getötet. Er wusste das er nun einer Bestrafung
durch Aurian nicht mehr entgehen konnte und war geflohen. Rohan
versank in Verzweiflung, sie hielt ihre tote Tochter in den
Armen und Damok tobte. Er stand vor Aurian und kochte vor Wut.
„Ich verlange und fordere, das du ihn findest und bestrafst. Er
hat Riana getötet und normalerweise würde ich sein Leben
fordern.“ Aurian nickte. „Beruhige dich wieder, ich werde ihn
finden, niemand kann sich im Universum vor mir oder Ethan
verstecken. Gregorian ist bereits unterwegs und sucht ihn
schon.“ Damok sah Aurian an. „Ich überziehe alle Welten mit
Chaos wenn du ihn nicht bestrafst, das schwöre ich dir. Niemand
tut einem meiner Kinder ungestraft etwas zu leide.“ Aurian
versuchte ihn zu beruhigen, was gar nicht so leicht war. Wenn
der Chaosgott einmal wütend war, war er unberechenbar. Während
Aurian noch auf ihn einredete, hatte Ethan sich ebenfalls auf
den Weg gemacht und hatte mit der Hilfe des Universums, Joran
gefunden. Er hatte ihn in Ketten gelegt die seine göttlichen
Kräfte unterdrückten, so das er sich daraus nicht befreien
konnte. Nun brachte er ihn vor Aurian und Damok. Joran zitterte
am ganzen Körper, er wusste was er getan hatte. Damok wollte
gerade auf ihn los gehen, da hielt ihn Aurian aber zurück.
„Halte ein, werde nicht unvernünftig. Ich werde ihn gerecht
bestrafen. Er hat eine Göttin vergewaltigt und getötet, das wird
sehr hart bestraft.“ An Ethan gerichtet: „Sorge dafür das im
Gebirge eine Höhle entsteht, und sperre ihn dort ein. Ich werde
ihm erst mal seine göttlichen Kräfte nehmen damit er keinen
weiteren Schaden anrichten kann. Dort soll er bleiben bis ich
mir eine Strafe für ihn ausgedacht habe.“ Unterdessen war Jill
von Thanatos aufgesucht worden, er hatte ihr erklärt das sie die
Macht habe Riana ins Leben zurück zu holen. Jill hatte ihn
gefragt, wieso er es nicht tun könnte, doch Thanatos erklärte
ihr er wäre der Gott des Todes, nicht des Lebens. Er könnte wohl
einem ungeborenen die Seele geben, aber nicht einem der bereits
lange gelebt habe. Aber sie könnte es. Sie wäre die Göttin des
Lebens. Leider habe er das auch jetzt erst heraus gefunden, weil
diese Fähigkeit wohl erst seit ihrer Verschmelzung mit Joran bei
ihr zutage getreten wäre. So trat Jill kurz darauf zu Rohan die
immer noch ihre tote Tochter im Arm hielt. Thanatos stand hinter
Jill und reichte ihr die Seele von Riana. Jill legte diese Seele
auf den toten Körper, Thanatos erklärte ihr was sie nun tun
müsse. Und als sie es tat sickerte die Seele wieder in Riana und
diese rang auf einmal kurz nach Luft, aber lebte wieder. Rohan
war überglücklich das sie ihre Tochter wieder hatte, sie
bedankte sich überschwänglich bei Jill. Jill verblasste für
einen Moment, denn es hatte viel Kraft von ihr gefordert.
Thanatos sah sie an. „Tue es nicht zu oft, denn jedes mal wenn
du eine Seele ins Leben zurück holst, kostet es dich ein wenig
Lebenskraft. Diese Fähigkeit fordert ihren Tribut von dir.“ Jill
nickte. „Ich werde daran denken, doch hoffe ich das ich es nicht
noch mal tun muss.“ Thanatos klärte dann auch Damok darüber auf
das Riana wieder leben würde und erklärte nun ihm und Aurian was
es mit Jills Fähigkeit auf sich habe. Er verschwieg auch nicht,
das es Jill nach und nach töten würde, wenn sie es zu oft tat.
Bevor er ging sah er Aurian noch mal an. „Das neue Universum hat
auch neue Gesetze, die auch uns Götter nicht verschonen. Du
solltest dich damit vertraut machen. Doch gibt es auch etwas
altes. Die Seelen der Kinder des Lichts und der Finsternis
machen sich bereit wieder geboren zu werden. Ich denke du
solltest es wissen.“ Aurian nickte, dann verschwand Thanatos.
Aurian sah sich nun zahllosen Problemen gegenüber und würde eins
nach dem anderen in Angriff nehmen. Doch wusste sie auch, das
ihre Götter hinter ihr stehen würden, egal was kommen würde.

Kapitel 69: Kinder des Lichts und
der Finsternis

Julien folgte
dem Rat von Jill. Das Alter spielte bei ihnen keine große Rolle
und daher konnte es ohne weiteres sein das jemand noch so jung
war wie Jill und dennoch weise sein konnte. Jordan sah Julien an
als er vor sie trat. Er sah an ihr entlang. Sie war gut gebaut,
alles war am richtigen Platz, wobei sie sogar recht vollbusig
war, was ihm sehr gut gefiel. Sie hatte das gleiche flammend
rote Haar das auch Iona und Alandra zu eigen war und nebenbei
hatte Aaron sie noch trainiert so das sie auch mit einem Schwert
gut umgehen konnte. Sie war eine richtige Amazone, Alandra sehr
ähnlich. Er räusperte sich kurz und trat dann noch näher, er
legte leicht einen Arm um sie und zog sie an sich, was sie sich
auch gefallen ließ. „Liebes, ich will nicht bestreiten das ich
dich will und wie du weißt nicht erst seit heute. Ich kenne
deine Bedingung, doch weiß ich nicht ob ich sie einhalten kann.
Ich empfinde sehr viel für dich, doch ob es wirklich Liebe ist,
kann ich dir nicht sagen. Hinzu kommt das ich Angst habe das wir
nicht zusammen passen und wir dann eventuell auf Grund des
Wortes das ich dir gab an einander gekettet sind.“ Jordan
nickte, sie hatte ihn ausreden lassen, dann sah sie ihn an.
„Hast du gesehen wie Dion Jill umworben hat?“ Julien nickte und
sah sie fragend an. „Er brachte ihr Blumen und Süßigkeiten, sie
küssten sich und gaben auch nach und nach etwas mehr. Doch du
willst sofort alles, kannst du dir nicht vorstellen das ich
vielleicht auch nur umworben werden will? Das ich nicht gleich
mit dem Kerl der sagt, „ich will dich“ ins Bett springen will?
Mir ist auch klar das es keine Garantie dafür gibt ob es mit uns
beiden klappt, doch ein wenig mehr als, „komm zieh dich aus ich
will dich“, hätte ich schon ganz gerne. Natürlich möchte ich das
es ewig hält, welche Frau möchte das nicht, doch ist mir klar
das es auch schief gehen kann. Wenn man irgendwann merkt das es
nicht geht, trennt man sich halt und sieht sich anderweitig um,
aber ich bin keine Riana und ich will respektiert werden.“ Bei
Julien fiel endlich der Groschen, es war Jordan nie darum
gegangen den Mann für die Ewigkeit zu finden, nur sie hatte
recht sie war nicht wie Riana. Riana brauchte man nur zu küssen
und sie ein wenig zu reizen und schon hatte man sie im Bett,
doch Jordan war anders. Sie wollte Süßigkeiten, sie wollte das
man ihr zeigte das man wirklich Interesse an ihr hatte und nicht
nur an ihren Körper. Dion der Jill anfangs noch für ein Kind
gehalten hatte mit ihren siebzehn Jahren, hatte instinktiv das
richtige getan, er hatte Jill umworben, weil er dachte das sie
eh noch zu jung war um mit ihm zu schlafen. Also beließ er es
bei einigen Blumen, Süßigkeiten und kleineren Zärtlichkeiten,
bis es mal zur Sache ging. Julien wusste das Dion wirklich
glücklich mit Jill war, so glücklich das er seit dem bei keiner
anderen gewesen war. Julien sah Jordan an und nickte, dann
beugte er sich vor und küsste sie, anfangs zärtlich , doch als
sie den Kuss erwiderte auch etwas leidenschaftlicher und er
spürte das sie Leidenschaft besaß. Er presste sie verlangend an
sich, doch da drückte sie ihn leicht von sich und löste den
Kuss. „Nicht so stürmisch.“ :lächelte sie. Er nickte und
lächelte zurück. „Zieh dir heute Abend etwas feines an, ich
führe dich aus. Wir werden in ein Nobelrestaurant gehen. Zu den
Sterblichen, wenn sie auch kein langes Leben haben so wissen sie
doch wie man es genießt.“ Sie strahlte ihn an und nickte
begeistert. Als er ihr strahlen sah, wusste er das er das er auf
dem richtigen Weg war. Als er später Dion davon erzählte, lachte
dieser. „Weißt du was alter Junge, das ist eine klasse Idee,
Jill und ich begleiten euch. Ich frage mal Leander ob er und
Alandra nicht auch mit kommen wollen.“ Leander hatte es möglich
gemacht, als er von der Idee erfuhr und hatte ihnen im feinsten
Restaurant auf der modernen Welt einen Tisch besorgt. Die
anderen beiden waren sich einig, sie würden ihn nicht fragen wie
er das gemacht hatte. Denn mit rechten Dingen konnte das nicht
vorgegangen sein, da es dort unmöglich war so kurzfristig einen
Tisch zu kriegen. So aber saßen an diesem Abend sechs junge
Götter unerkannt unter den Menschen und waren fröhlich und
ausgelassen. Und als sich Jordan an Julien schmiegte, spürte er
auf einmal Schmetterlinge im Bauch und sah überrascht Dion an.
Der zwinkerte ihm zu und lächelte. Er ahnte was sein Freund
gerade spürte und zog so Jill an sich um sie kurz darauf zu
küssen. Rowan hatte mit bekommen was da ab lief und er hatte
auch gesehen was Joran seiner Schwester und Tara angetan hatte.
Die Zeit bei den Leviathan hatte ihn verändert und so trat er
eines Abends zu Tara und lud sie zu einem Spaziergang ein. In
der nächsten Zeit brachte er ihr Blumen, ging mit ihr spazieren
und begann sie kennen zu lernen. Eines Abends am See bei
Mondschein verführte er sie und sie gab sich ihm hin. Er spürte
das er hier sein Deckelchen gefunden hatte, so fragte er sie ob
sie nicht zu ihm ziehen wolle, denn er habe sich in sie
verliebt. Freudestrahlend und glücklich berichtete sie das
anschließend Lazarus, er lächelte sanft und liebevoll und freute
sich mit ihr. Iskander dessen Herz voller Liebe zu Aurian war,
fragte India, Lazarus Tochter ob sie nicht trotzdem seine
dauerhafte Gefährtin werden wolle. Er sagte ihr aber ehrlich das
er nur eine Frau lieben würde, auch wenn er sie gerne hätte.
India war nicht so zart besaitet und war damit einverstanden. Es
störte sie nicht das Iskander eine andere liebte vor allem da es
Aurian war, doch sagte sie ihm auch, das sollte irgendwann der
richtige für sie auftauchen das sie ihn dann verlassen würde.
Iskander war damit einverstanden, er verlangte nicht von ihr das
sie den Rest ihres Lebens ohne Liebe leben solle. So zog Tara zu
Rowan und seiner Familie und India zu Iskander, der ja immer
noch in Aurians Haus lebte.
Lazarus und
Ethan blieben in dem nun, für ihr Gefühl, leerem Haus zurück.
Myrion fragte die beiden ob sie nicht auch mit ins Haupthaus
ziehen wollten, sie müssten ja nicht alleine zurück bleiben,
doch sie lehnten erst mal ab. Aurian hatte eine bessere Idee,
sie veränderte und vergrößerte ihr Haus und unterteilte es in
kleine eigenständige Wohnungen, mit je einem Wohnraum und einem
Schlafzimmer als auch Bad pro Paar und für Lazarus und Ethan
hatte sie eine mit zwei Schlafzimmern, einem Wohnraum und Bad,
sie wusste ja das die beiden sich nicht trennen wollten. Im
Parterre sorgte sie für einen großen Gemeinschaftsraum als auch
ein großes Esszimmer in denen alle Platz haben würden. Außerdem
gab es unten auch das große Schlafzimmer für sie und Myrion, als
auch das Zimmer das sie für ihre Liebhaber hatte und ein
Kinderzimmer, für alle Fälle. Ebenso ein großes Bad das alle
benutzen durften wenn sie wollten. Im ersten Stock lebten dann
Apoll und Luna sowie Iskander und India, als auch Pelata. In der
zweiten Etage hatten dann Ethan und Lazarus ihren Wohnraum und
es war noch eine Wohnung leer. Aurian sagte sich man wüsste ja
nie. Als die beiden sahen welche Mühe sich Aurian gegeben hatte,
stimmten sie zu und zogen auch ins Haupthaus.
Ethan grinste
Myrion an, als sie des Abends mal alleine im Wohnzimmer saßen.
„Das hättest du dir auch nicht träumen lassen das dein Haus mal
wieder so aus den Nähten platzen würde oder?“ Myrion lachte
leise sah aber äußerst zufrieden aus. „Nein, aber ich finde es
schön, es gefällt mir.“ Ethan grinste ihn weiterhin frech an.
„Ob dir das noch gefällt, wenn du uns nun öfter in deinem Bett
findest bezweifle ich. Denn wenn wir euch schon auf die Pelle
rücken dann richtig.“ Myrion lachte ihn an. „Wenn es mir zu bunt
wird oder zu viel, werfe ich euch einfach aus dem Schlafzimmer
raus, darauf kannst du Gift nehmen.“ Ethan setzte sich neben
Myrion und strahlte ihn an. „Habe ich dir schon mal gesagt das
ich dich liebe?“ Nun musste Myrion wirklich herzhaft lachen.
„Nein mein Junge das sagtest du noch nicht aber schön das zu
wissen, ich liebe dich auch. Und jetzt sag was du willst, denn
irgendwas willst du doch sonst kämst du nicht mit solch
Süßholzgeraspel an.“ Eigentlich wollte Ethan wirklich nichts,
doch wieder unter dem Dach von Myrion zu wohnen, versetzte ihn
zurück, er fühlte sich wieder wie ein junger Mann der noch bei
den Eltern lebt und das gefiel ihm. So wie ihm ging es auch
Lazarus, die beiden hatten das Gefühl das alles von ihren
Schultern gefallen war was sie unsichtbar mit sich herum
geschleppt hatten. Alleine Myrions gewaltige Präsenz ließ sie
sich wieder ganz jung fühlen. Myrion strahlte eine ungeheure
Stärke und Zuversicht aus und als Ethan sich neben ihn setzte
fühlte er sich beschützt und das genoss er einfach. Er war
versucht sich Myrions Arm um die Schulter zu legen, tat es aber
dann doch nicht. Myrion hatte ihn beobachtet und spürte
instinktiv was der aus seiner Sicht junge Gott brauchte und
legte ihm von sich aus den Arm um dessen Schulter ihn sachte an
sich ziehend. „Du bist und bleibst ein Kindskopf und das lieben
wir an dir.“ Ethan strahlte ihn an und nickte. „Jetzt kann ich
das wieder sein, es war schlimm erwachsen sein zu müssen und für
Kinder da zu sein. Wie schaffst du das nur? Ich kann dich nur
dafür bewundern. Selbst Lazarus ist da besser als ich.“ So
erzählte er Myrion was mit Tara vorgefallen war und wie Lazarus
sie wieder aufgerichtet hatte, wo er total versagt hatte. Myrion
sah ihn an. „Lazarus ist der Sohn des Lichts, er kann nicht
anders. Er ist wie Aurian und dafür lieben wir ihn.“ Kurze Zeit
später betraten Aurana und Angel das Wohnzimmer und sahen Ethan
mit Myrion dort sitzen und sich unterhalten. Die beiden traten
näher und Angel sah Myrion an. „Mutter hat uns gerufen. Sie
wollte etwas mit uns besprechen.“ Myrion nickte. „Setzt euch sie
wird gleich kommen. Möchtet ihr etwas trinken oder essen?“ Als
beide den Kopf schüttelten betraten Aurian und Lazarus das
Wohnzimmer. Aurian lächelte den beiden Engeln zu und drückte
beide kurz liebevoll an sich. Dann setzte sie sich auch. „Ich
habe euch rufen lassen, weil ihr eure alte Aufgabe wieder
übernehmen müsst. Es werden in absehbarer Zeit wieder Kinder des
Lichts und der Finsternis erscheinen. Ich möchte das ihr euch
wie früher um sie kümmert und ihnen alles beibringt was sie
wissen müssen.“ Angel sah seine Mutter an. „Ist das wirklich
nötig? Die armen Würmer werden nie erwachsen und müssen immer
Kinder bleiben, ich finde das furchtbar.“ Aurian nickte. „Ihr
wisst das die kleinen Engel für die Sterblichen Kinder sein
müssen, wenn ihr eine andere Lösung habt nur raus damit ich bin
bereit jeden Vorschlag zu überdenken. Doch kommen werden sie,
die Zeit ist reif. Thanatos sagte mir das ihre Seelen sich
bereit machen.“ Aurana seufzte. „Es geht ja nicht nur um die
kleinen Engel sondern auch um deren Eltern, die Kinder wachsen
schneller heran und verlassen sie früh. Das bricht den Eltern
fast das Herz. Es muss doch eine andere Lösung geben.“ Aurian
dachte nach und Aurana hatte eine Idee. „Was ist wenn die Engel
erwachsen werden können, sagen wir wenigstens hier und wenn sie
zu den Sterblichen gehen nehmen sie die Gestalt von Kindern an.
Wenn wir dann mit Thanatos reden, das diese Engel die nächsten
Kinder des Lichts und der Finsternis zur Welt bringen so hätten
wenigstens die Eltern nicht zu leiden.“ Aurian nickte. „Der
Grundgedanke ist nicht schlecht, es gibt dabei nur ein Problem.
Die kleinen Engel müssen unschuldig sein, deswegen bleiben sie
ja Kinder. Würden sie also erwachsen und würden miteinander das
Bett teilen verlieren sie diese gewisse Unschuld. Mal abgesehen
davon das wir sie dann für Zuchtzwecke verwenden und das finde
ich weit aus schlimmer.“ Myrion hatte dem ganzen zugehört und
sah Aurian an. „Es ist doch richtig das nicht alle auf einmal
kommen sondern immer in gewissen Abständen, mal alle hundert
Jahre ein ein heller und ein dunkler, dann wieder vielleicht
nach fünfzig Jahren und so weiter. Und ich weiß auch das schon
mal tausend Jahre vergingen bis ein weiteres Paar kam.“ Aurian
nickte zustimmend und bat Myrion weiter zu reden. „Nun ja ich
dachte was ist wenn man ihre Kinderzeit zeitlich begrenzt. Das
heißt sagen wir wenn wir zehn haben von jeder Seite, also zehn
des Lichts und zehn der Dunkelheit und dann dem ersten Paar
erlauben erwachsen zu werden, wenn sie es wünschen. Du könntest
ihnen die Unsterblichkeit nehmen und sie könnten ein normales
Leben führen. Ebenso könnten sie dann ein weiteres Paar zur Welt
bringen, das eventuell ihren Platz einnimmt. Natürlich auch nur
wenn sie einverstanden sind, doch wüssten sie zumindest was auf
die Kinder zukommen würde und könnten sie vorbereiten. Was meint
ihr wäre das eine Lösung?“ Auf einmal redeten alle
durcheinander. Angel und Aurana fanden die Idee nicht schlecht,
weil es den Kindern zumindest eine Aussicht auf ein normales
Leben geben würde, wenn auch vielleicht erst in einigen tausend
Jahren. Lazarus und Ethan waren von der Idee auch ganz angetan.
Aurian unterbrach dann die Diskussion. „Also gut, die Idee ist
nicht schlecht. Das gibt uns zumindest Zeit vielleicht noch nach
einer anderen Lösung zu suchen. Nur sollten wir diese in
Betracht ziehen, können wir die Kinder wenn sie erwachsen
werden, nicht in die Welt der Sterblichen schicken, weil sie
dort verloren wären. Wir müssten sie bei uns hier unterbringen,
auch wenn sie dann sterblich sein würden. Sie bräuchten auch
eine Aufgabe, wenn sie erwachsen sind, sonst gehen sie ein wie
Primeln in der Sonne.“ Nun mischte sich Ethan ein. „Es gäbe
einen Platz in der Welt der Sterblichen, wo sie auch eine
Aufgabe übernehmen könnten.“ Lazarus nickte, er ahnte was Ethan
meinte und sprach für ihn weiter. „Der Leviathanorden, man
müsste dort nur den Großmeister darüber informieren was diese
beiden in Wirklichkeit sind oder vielmehr waren. Das die
Großmeister verschwiegen sind wissen wir ja wohl.“ Aurian
nickte. „Seid ihr sicher das es die Orden auch in etwa
zehntausend Jahren noch geben wird? Kann sein das sie uns
derzeit helfen können, nur ob in zehn oder zwanzigtausend Jahren
auch noch, ist fraglich.“ Aurian dachte weiter nach. „Aber wir
könnten ihnen hier eine sinnvolle Aufgabe geben. Wir bauen ein
Kinderdorf und die erwachsenen Engel können dort die kleinen
hüten, sie unterrichten und für sie sorgen, was sagt ihr dazu?“
Alle nickten dazu, doch Aurian sprach noch weiter. „Und den
Eltern der ersten Engel könnte man anbieten mit ihnen zu gehen,
wir richten hier ein Dorf für sie ein wo sie leben können. So
bräuchten sie ihre Kinder nicht her zu geben. Mal abgesehen
davon das es dann auch wieder mal Leben hier gäbe. Na was sagt
ihr? Sie könnten Felder bestellen, Korn mahlen, Brot backen,
Tiere züchten und so weiter, also alles was man zum Leben
braucht herstellen. Thanatos sollte dann nur drauf achten das
sie nicht aus der modernen Welt kommen oder eben halt solche
Paare die das alte Landleben vorziehen.“ Davon waren auf einmal
alle begeistert, denn es kam Auranas Einwand entgegen das die
Eltern ihre Kinder hergeben müssten, ebenso wie Angels das die
Kinder ewig Kinder sein würden, weil sie ja nun eine Perspektive
hätten auch mal erwachsen zu werden. Nachdem dieses Problem
gelöst war, machten sich Angel und Aurana auf den Weg um zu
schauen wo man das Dorf hinsetzen konnte. Das nächste Problem
wäre dann Joran, dazu war Aurian immer noch nichts eingefallen.
Er wurde versorgt und von Rowan bewacht, mehr konnte sie im
Moment nicht tun.

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