Kapitel 10: Chaos hoch drei


 

Aurian genoss den Frieden, sie fand sie habe sich einige Ruhestunden im Liegestuhl am Strand verdient. Als die drei Männer diskutierend und wild mit den Armen fuchtelnd bei ihr ankamen. Während Myrion sich auf einen der anderen Liegestühle setzte, pflanzten sich die beiden Jungen mit auf Aurians Liegestuhl und drückten sie fast herunter. Myrion der es sah lachte. Aurian fand das gar nicht komisch und fluchte. Bis Myrion sagte. „He ihr beiden setzt euch wo anders hin, sie liegt gleich sonst im Sand und dann ist fraglich ob sie euch die Erlaubnis gibt.“ Aurian sah die drei an, während die beiden Jungen aufsprangen und sich nun neben Myrion setzten. „Die Erlaubnis wofür?“ Abermals redeten die beiden durcheinander so das Aurian nur was von Turnier und teilnehmen verstand. Sie brüllte. „RUHE!!“ beide verstummten, sie sah immer noch beide an. „Und jetzt einer nach dem anderen so verstehe ich kein Wort.“ Ethan grinste: „Du kannst doch hellsehen, dann weißt du doch was wir wollen.“ Jetzt platzte Myrion heraus und lachte laut dröhnend, während er sich mit der flachen Hand auf das Bein schlug. Aurian verschlug Ethans freche Antwort erst mal die Sprache, dafür sah sie ihn aber giftig an. Lazarus erbarmte sich dann. „Also es ist so. Die Stadt ist nahezu fertig und Kristan will zur Feier ein Turnier veranstalten an dem alle Könige und Ritter teilnehmen dürfen. So etwas haben wir noch nie gehabt, bei uns gab es so was ja nicht. Nun ja und Ethan und ich würden gerne teilnehmen.“ Hatte eben noch Ethans freche Antwort ihr die Sprache verschlagen tat es nun die Forderung von Lazarus. Aurian sah beide an und schüttelte den Kopf. „Seid ihr von allen guten Geistern verlassen? Habt ihr vergessen das ihr Götter seid und die Könige und Ritter nicht?“ Ethan schaute enttäuscht. „Machst du hier Rangunterschiede?“ Aurian setzte sich auf und seufzte. „Jungens, ihr seid GÖTTER und UNSTERBLICH, die Könige und Ritter aber nicht. Ihr könntet also kämpfen bis alle auf dem Boden liegen und wärt immer noch nicht besiegt. Versteht ihr jetzt? Das hat nichts mit Rangunterschied zu tun, sondern wäre einfach unfair und unehrenhaft.“ Das hatten beide nicht bedacht, es war ja nicht mehr so das alle gleich waren die hier zusammen lebten, sondern hier gab es ja Unterschiede. So sahen beide recht enttäuscht aus, einen Kampf um Ehre und Ruhm hätte ihnen auch Spaß gemacht, doch mussten sie Aurian recht geben, das wäre unfair den Sterblichen gegenüber. Sie erhoben sich und zogen ab, Myrion sah Aurian lächelnd an, die ihnen nach sah. „Du wärst nicht du wenn du dafür nicht eine Lösung hättest, wie man diesen Unterschied ausgleichen könnte.“ Aurian seufzte nochmals. „Also gut worum geht es bei so einem Turnier, welche Fähigkeiten muss man besitzen?“

Myrion wurde auch richtig lebhaft als er ihr alles erklärte, sie sah ihn dabei misstrauisch an. „Jetzt sag nicht du würdest auch gerne mitmachen?“ Er nickte heftig. „Es geht dabei um Kraft, Geschicklichkeit und Technik. Und ehrlich gesagt würde ich auch gerne teilnehmen. Ich hatte gehofft du hättest eine Lösung für das Unterschiedsproblem.“ Aurian schüttelte lächelnd den Kopf. Die beiden jungen Götter hatten aus sicherer Entfernung gesehen das Myrion noch mit ihr sprach und als sie nun so lächelte wusste Lazarus das Myrion es geschafft hatte, sie soweit zu kriegen dafür eine Lösung zu finden.So kamen beide schnell wieder näher und da Aurian nun seitlich auf dem Liegestuhl saß setzten sich beide neben sie und legten jeder einen Arm um ihre Schulter. „Weißt du wie wir doch teilnehmen können?“ Nun musste auch Aurian lachen. „Ihr seid mir zwei Schlingel, schickt Myrion vor. Aber gut, ja es gibt eine Lösung. Ihr müsstet für das Turnier auf eure göttlichen Kräfte verzichten, das heißt ihr hättet nur eure Körper eigenen Fähigkeiten zur Verfügung. Die Unsterblichkeit würdet ihr behalten. Allerdings müsstet ihr trainieren, denn auf eure göttlichen Kräfte könntet ihr nicht so ohne weiteres zurück greifen, die hättet ihr nämlich nicht mehr. Seid ihr dazu bereit?“ Die drei sahen sich nur kurz an und nickten dann. „Ja wären wir, denn wir bekämen sie ja nach dem Turnier zurück oder?“ Aurian nickte. „Sicher, ich nehme sie euch zum trainieren und bis nach dem Turnier, danach habt ihr sie wieder. Doch sehe ich schon, ihr werdet die ganze göttliche Zunft blamieren. Ihr habt noch nie etwas von diesen Turnieren gehört und wollt teilnehmen. Wenn das mal gut geht. Allerdings stelle ich eine Bedingung, einer von euch muss zu Kristan gehen und ihn um Erlaubnis bitten. Vergesst aber nicht dabei zu sagen das ihr ohne eure göttlichen Kräfte kämpfen werdet, denn ich gehe mal davon aus das er im Gegensatz zu euch das gleiche Problem sehen wird wie ich.“ Was nun keiner gedacht hatte geschah nun, ausgerechnet Myrion zeigte sich bereit mit dem jungen Großkönig zu reden. Gerade als Myrion sich erheben wollte tauchte Damok auf und sah Aurian an. „Es gibt Probleme, ich brauche deine Hilfe.“ Aurian fluchte. „Hat man denn nie seine Ruhe, immer kommt was neues. Also gut setze dich und erzähl, wie kann ich helfen.“ Damok holte noch mal tief Luft. „Meine Welt versinkt im Chaos. Das sollte mich normalerweise freuen, doch so bleiben wir stecken und kommen nicht weiter. Hinzu kommt das du wohl übersehen hast das ich nichts erschaffen kann, womit wir auch ein Wohnproblem haben. Und als letztes bringe ich Dorian bald um wenn er so weiter macht. Der Junge ist nicht zu bändigen, ich habe ihn nun schon in Ketten legen lassen, doch das kann auf Dauer auch keine Lösung sein. Er ist chaotischer als ich.“ Aurian und die drei Männer hatten ihm zugehört. Damok sah sich um und lauschte. „Bei euch geht es so friedlich zu, ich wünschte mir das es auch bei mir ein wenig ruhiger zugehen würde.“ Er sah Aurian wieder an. „Wenn ich verspreche das wir den Frieden auf deiner Welt nicht stören, dürfen wir dann wieder kommen?“ Nun lachte Aurian. „Du sagst mir in einem Atemzug, das Dorian deine Welt ins Chaos stürzt und willst mir gleichzeitig versprechen hier kein Chaos an zu richten? Wie soll das gehen? Vor allem da wir froh sind endlich den Frieden hier zu haben.“ Aurian sah Myrion und Damok an. „Wie alt sind die jungen Leute nun?“ Myrion dachte nach, doch Ethan sagte es dann. „Sie sind jetzt fast einundzwanzig. Also erwachsen, womit es mit Dorian schon haarig wird, da er scheinbar immer noch nicht gelernt hat sich zu beherrschen.“ Aurian nickte. „Also gut dann gibt’s nur eins. Die harte Schule.“ Sie sah Damok wieder an. „Wie sieht es mit Eric aus? Ist er ebenso?“ Damok schüttelte den Kopf. „Nein der Junge ist zwar auch eiskalt und kennt keine Skrupel doch ist er immer noch ehrenvoll. Doch Dorian hat keine Manieren und Ehre schon mal gar nicht. Er wiegelt den einen gegen den anderen auf, bringt dann noch eine dritte Partei ins Spiel und macht solange bis sich alle in der Wolle haben und er reibt sich vor Freude die Hände.“ Aurian nickte verstehend, während Myrion leicht grinste. Er sah Damok an. „Ist das nicht genau das was das Chaos ausmacht? Handelt er nicht eigentlich in deinem Sinne?“ Damok fluchte. „Im Grunde hast du recht aber ich vermisse den Frieden, ein wenig Frieden wäre mal nicht schlecht.“ Ethan sah Aurian an und meinte trocken. „Ich glaube das ist der Grund warum ihr zu dritt seid. Du bist eine Friedensstifterin und wenn er ..“Damit deutete er auf Damok: „auftaucht bricht der Krieg aus. Wollen wir mal nicht hoffen das seine kurze Anwesenheit uns nicht wieder neue Kriege beschert.“ Damok sah Ethan giftig an. „Nur meine Anwesenheit löst keine Kriege aus. Auch bei uns könnte es friedlich sein, wenn man Dorian mal zur Räson bringen würde.“ Er sah Aurian an. „Wenn dir da keine Lösung einfällt haben wir bald den ersten toten Gott, weil ich ihn eigenhändig umbringe. Bitte.. du musst eine Lösung finden. Ich weiß keine mehr.“ Aurian nickte. „Ich denke dafür gibt es eine Lösung, ich komme mal mit dir und...........ich glaube ich habe eine Lösung.“ Sie sah Myrion an. „Du kommst mit ich glaube eine kräftige Tracht Prügel wird er brauchen können. Wir müssen ihn erst mal von seinem hohen Ross herunter holen. Und dann kommt die harte Schule, ich habe da eine Welt wo er ums überleben kämpfen kann. Da gibt es dann zwei Möglichkeiten für ihn entweder er lernt und überlebt oder er stirbt. Dort kann er höchstens einige Dinosaurier gegeneinander aufwiegeln.“ Damok sah Aurian dankbar an.

Als Aurian und Myrion mit Damok auf dessen Welt ankamen schlugen sie die Hände über dem Kopf zusammen. Hier herrschte das wahre Chaos, in der ganzen Welt gab es Kriege, jeder gegen jeden. Ganze Städte brannten, es herrschte Armut und Krankheit. Aurian sah Damok an „Und du bist sicher das es nicht nur deine Anwesenheit ist?“ Damok knurrte leise. „Dann wäre wohl auch auf der Welt der Götter das Chaos ausgebrochen, also nein. Ich muss es schon bewusst ausführen. Doch das was du hier siehst geht auf Dorians Konto.“ Aurian nickte. „So können wir das nicht lassen, hier und da mal ein Krieg ist in Ordnung, doch das hier ist ja gar nicht mehr in Ordnung zu bringen.“ Als Aurian das sah und daran dachte das es mal eine gesunde Welt war, kamen ihr fast die Tränen, doch hatte sie nun eine bessere Lösung, als Dinosaurier. „Ich weiss nun was wir machen.“ Sie rief Chronos und Iona herbei. Zeigte ihnen diese Welt und bat Iona eine andere Welt so her zu richten und ob das möglich wäre. Iona nickte. „Mit Menschen oder ohne?“ Sie bekam zur Antwort „ Ohne Menschen, die soll Aurana als Illusion erstellen, aber so das sie auf Dorians Einflüsse reagieren. Und dann kann er diese Welt absolut zugrunde richten, mal sehen wie er das findet wenn es niemanden mehr gibt und er alleine übrig bleibt, auf einer toten Welt, denn das ist es was er hier verursacht.“ Damok sah Aurian überrascht an. „Auf so eine Idee wäre ich nie gekommen.“ Aurian nickte und sah Chronos an. „Sobald wir Dorian von hier fort geschafft haben auf die künstliche Welt, drehe hier bitte die Zeit zurück soweit bis alles wieder einigermaßen in Ordnung ist. So kann es nicht bleiben, das kriege selbst ich nicht mehr in Ordnung.“ Chronos nickte. Aurana wurde gerufen und gebeten die künstliche Welt mit Illusionen zu füllen. Soviel musste es ja nicht sein, denn die normale Welt hatte Dorian ja schon fast zugrunde gerichtet und da er eine ganze Zeit schon eingesperrt war wusste er ja nicht wie es wirklich aussah. Dann ging sie zu Dorian und sah ihn eiskalt an. „Ich hoffe du bist zufrieden mit dem was du angerichtet hast. Wir werden dich hier zurück lassen, denn du hast diese Welt fast getötet. Bringe sie ganz um oder versuche sie zu retten , wie es dir beliebt. Doch Damok und deinen Bruder nehme ich mit zu mir, die müssen sich das nicht ansehen.“ Ohne das Dorian es merkte hatte sie ihn und die übrigen auf die künstliche Welt versetzt und sah Damok an. „Lass ihn frei, diese Welt kann er eh nicht verlassen, und wenn doch wird Gregorian ihn wieder einfangen und hier her zurück bringen. Dorian hat seine Arbeit getan, nun soll er seine Früchte ernten.“ Damok nickte und löste seine Ketten. Dorian wollte sich sofort ansehen was in der Zeit geschehen war als er in Ketten lag. Als er sich die Welt ansah, war er doch entsetzt. Es gab kaum noch Leben, auch hier brannten die Städte, sie hatten sich alle gegenseitig umgebracht. Damit hatte er nicht gerechnet, er hatte gedacht das Damok alles wieder in Ordnung bringen würde. Doch hatte er dabei übersehen das er es gar nicht gekonnt hätte, da er selber das Chaos war. Aurian sah Dorian an. „Das ist es doch was du wolltest, einen gegen den anderen aufbringen so das sie im Krieg liegen, das sie sich gegenseitig töten. Was du nicht bedacht hast, je mehr Parteien dazu kommen um so weniger bleibt am Ende übrig. Das Böse zerstört sich am Ende selbst. Und du hast mit deiner Niedertracht, mit deine Boshaftigkeit alles zerstört.“ Dorian sah Aurian an.“ Kann man denn gar nichts mehr machen? Das wollte ich doch nicht. Ich dachte Damok bringt es wieder in Ordnung.“ Nun lachte Aurian herzlich. „Erkläre mir mal mal wie das Chaos irgendwo Ordnung rein bringen soll? Das war jetzt ein gelungener Witz.“ Sie sah ihn ruhig an. „Aber wie dem auch sei, wir wünschen dir viel Spaß mit dem ernten deine Früchte.“ Sie sah die anderen an. „Wir gehen, lassen wir ihn hier machen was er will.“ Damit verschwanden alle und blieben dennoch unsichtbar in der Nähe. Derweil hatte Chronos die original Welt in der Zeit zurück laufen lassen und dort lief wieder alles seinen geordneten Gang. Damok sah Aurian dankbar an. Dorian versuchte nun selber Ordnung rein zu bringen, doch egal was er tat es nutzte alles nichts, er hatte soviel Hass gesät, das die Menschen hier nur noch Hass empfanden und er dabei zusehen konnte wie die Welt noch mehr starb bis er alleine übrig blieb. Eric den sie auch mit genommen hatten und der ebenfalls im Glauben war das wäre die Welt die Dorian zerstört hatte bat Aurian darum zu seinem Bruder gehen zu dürfen. Sie nickte. Eric trat zu Dorian. „Bruder was hast du getan? Du hast alles zerstört, hier lebt nichts mehr. Wie konntest du nur?“ Dorian sah Eric an. „Ich hätte auf dich hören sollen, das hier hatte ich nicht beabsichtigt. Wie kann ich das wieder gut machen?“ Eric sah ihn an. „In dem du Aurian um Verzeihung und um eine zweite Chance bittest, wo du dann alles besser machen kannst. Du weißt nun was deine Boshaftigkeit anrichtet, halte sie im Zaum und fange an dich zu beherrschen. Denn das hier ist eines Gottes nicht würdig.“ Dorian nickte, man sah ihm an, das er das wirklich nicht gewollt hatte.

Nun was soll man sagen, Dorian bat Aurian um Verzeihung und wie sie nun mal war verzieh sie auch. Im Laufe der Zeit wurde er sogar ein nützliches Mitglied in der Göttergemeinschaft und begann sich zu ändern. Er hatte nun gesehen was er anrichten konnte und so etwas wollte er nie wieder erleben. Er half Damok und Eric nun die Welt zu regieren anstatt sie zu zerstören. Doch Aurian sah das das Chaos alleine keine Welt beherrschen konnte. Auch Damok sah es und bat Aurian darum sie drei wieder in die Gemeinschaft auf zu nehmen. Er versprach nochmals das sie ihrer Welt auch keinen Schaden zu fügen würden. Aurian erlaubte es doch drohte sie jedem an, der es wagen würde hier irgendwo seine Finger nach etwas auszustrecken, ihn höchst persönlich ins Nirwana zu schicken. So bekamen die drei erst mal einen kleinen Platz auf der Insel an dem sie ihre Wunden lecken konnten.

Da Eric und Dorian nun erwachsen waren, mussten es die anderen vier ja auch sein. Aurian war gar nicht aufgefallen wie die Zeit vergangen war. Selbst Lazarus hatte sich die letzten Jahre so auf Naraja konzentriert das er an Nara und Iron gar nicht mehr gedacht hatte. Doch jetzt wollte er sich mal ansehen wie weit es mit ihnen war. Iron war die Jahre über von Myrion trainiert worden und war schon jetzt wieder ein Meister in seinem Kampfsport. Seine Erfahrungen mit Frauen hatte er sich auch geholt. Da er gut aussah waren die jungen Frauen auch immer gerne bereit mit ihm ins Bett zu gehen. Doch musste Lazarus zu seinem Entsetzen feststellen, das Nara mit ihren dreiundzwanzig Jahren immer noch Jungfrau war, das sich Iron an sie nicht heran gemacht hatte. Nara war so schön wie einst und doch schien sich kein Mann für sie zu interessieren. Den Grund fand er auch bald heraus, sie wies jeden ab der es auch nur versuchte. Lazarus war klar, er durfte nicht ihr erster sein, das hätte eigentlich Iron sein sollen. Doch da sie auch ihn immer wieder abgewiesen hatte, hatte er es irgendwann aufgegeben und nahm sich leichtere Beute mit ins Bett. Wo es merkwürdigerweise wirklich rund ging war bei Andra und Mystra. Die beiden hingen schon als Kinder immer zusammen und hatten im Laufe der Zeit auch die Liebe für sich entdeckt. Doch auch Andra war nicht mehr das was er einst war. Früher wäre er niemals mit einer anderen als Mystra ins Bett gegangen, sofern es nicht sein musste, doch jetzt trieb er es ebenso wild und hemmungslos wie Iron. Doch liebten er und Mystra sich. Das war ja schon mal beruhigend, wenigstens etwas das richtig war. Doch Iron und Nara machten Lazarus Sorgen. Er wusste das er Nara herum kriegen würde, sie wäre sonst die erste Frau die ihm widerstehen würde. Doch fand er das nicht richtig. Als er mit Ethan darüber sprach bot dieser an, sie zu entjungfern. Lazarus sah ihn giftig an. „Bist du verrückt? Sie würde dann auf dich fixiert sein, nein es muss Iron sein, da geht kein Weg dran vorbei.“ Ethan grinste. „Ich meinte es ja nur gut.“ Lazarus sah ihn an. „Ja ist klar, du bist ein alter Hurenbock, dir ist doch keine Frau heilig. Sie ist nicht leicht zu haben, deswegen willst du sie. Lass die Finger von ihr, wenn du keinen Streit mit mir möchtest.“ Ethan zuckte mit den Schultern. „Dann eben nicht.“ Lazarus fiel keine Lösung dazu ein, so suchte er Aurian auf um ihr zu erzählen was dort ablief. Aurian nickte leicht. „So etwas habe ich mir schon gedacht. Wenn sie wieder geboren werden verändert sich auch ihre Persönlichkeit, das ist normal. Du darfst nicht vergessen sie beginnen ein neues Leben und erinnern sich nicht mehr daran was früher war.“ Lazarus sah sie traurig an. „Aber was ist mit Dorian, bei ihm war es doch nicht so.“ Aurian nickte. „Doch auch bei Dorian war es so. Denk mal daran, er war ursprünglich der dunkle und böse Avatar und hatte mit der Zeit eine gewisse Entwicklung durchgemacht so das er sich auch änderte und nicht mehr gar so schlimm war. Doch hat sich auch seine Persönlichkeit wesentlich verändert. Jetzt muss er alles noch mal durchmachen, bis er wieder zu dem wird was er einst war. Ebenso ist es bei Andra und Mystra. Sie sind nun von den Geistern befreit, haben ein neues Leben begonnen und das auf normale Weise. Alles was ihnen früher auf Grund ihres Wesens vor enthalten worden war leben sie nun aus und bei Andra ist es eben besonders deutlich. Nara und Iron haben bereits ein Leben hinter sich und wissen nichts mehr davon, doch auch sie entfalten nun andere Persönlichkeitsmerkmale. Es ist möglich das du sie nie wieder bekommst, mach dich mit dem Gedanken vertraut. Nichts wird wieder so sein wie es einst war. Such dir eine Frau die du lieben kannst........oder liebst du Nara schon wieder?“ Lazarus dachte nach und schüttelte dann den Kopf. „Jetzt wo du mich fragst, nein tue ich nicht. Sie ist nicht mehr das was sie einmal war. Es ist nicht mehr das selbe.“ Aurian nickte wissend. „Dann lass es laufen wie es läuft, lass sie ihren eigenen Weg finden. Und versuche nicht irgendwas zu beeinflussen. Sie will keinen Mann also lass sie, wenn sie einen will nimmt sie sich ihn schon.“

Aurian sollte recht behalten, denn als Nara eines Tages in den Garten ging sah sie dort Iron trainieren, er trug nur eine kurze Hose und offenbarte ihr so seinen sportgestählten Körper. Er war groß, muskulös, und wusste was er tat. Als sie ihn dort sah atmete sie scharf ein. Iron hatte sie bemerkt und ebenso ihre Reaktion auf ihn. Er war inzwischen erfahren genug um es richtig zu deuten. Er setzte sein Training aus und ging auf sie zu. Als er vor ihr stand roch sie seinen frischen Schweißgeruch und atmete nochmals scharf ein. Iron legte seinen Arm um sie, zog sie an sich und sah sie an. „Willst du es nun doch? Nara ich liebe dich, seid wir Kinder sind und ich will dich auch.“ Seine Haut war feucht vom Training und sein Geruch männlicher als je zuvor, zumindest kam es ihr so vor. „Kleines ich werde auch vorsichtig sein, ich weiß das du noch keinen anderen hattest.“ Nara nickte, Iron wusste welche göttlichen Fähigkeiten sie hatten und verschwand so mit ihr auf seinem Zimmer. Dort zog er sie langsam aus, sie immer wieder küssend. Und das Wunder geschah, sie kam ihm entgegen und er spürte das sie es auch wollte. Er war vorsichtig doch nicht gar zurück haltend, als er sie das erste mal nahm und Nara jubelte in seinen Armen. Ethan hatte es mit bekommen und berichtete Lazarus sofort davon, so tauchten die beiden unsichtbar bei Iron und Nara auf, weil Lazarus sich selbst überzeugen wollte. Dann hörte er wie Iron sagte. „Ich liebe dich, sag willst du meine Frau werden? Allerdings ob ich dir wirklich treu sein kann, kann ich dir nicht versprechen. Du als auch ich wissen wie lange die uns bereits bekannten Götter schon leben und einige tausend Jahre sind eine lange Zeit.“ Nara nickte, sie sah ihn liebevoll an. „Ich liebe dich auch, doch hatte ich mich nie getraut, ich hatte Angst vor dem ersten Mal. Und ich weiß das es mit der Treue schwer ist wenn man so lange lebt. Damit kann ich leben, nur möchte ich es niemals sehen oder erfahren müssen, das du mit einer anderen schläfst.“ Iron nickte, das konnte er versprechen. Und vorläufig hatte er eh kein Interesse an einer anderen, Nara schien ihm vorläufig genug zu sein. Lazarus war erst mal ebenso zufrieden. Er dachte noch mal über die Frage die ihm Aurian gestellt hatte nach und merkte, er liebte Nara so wie sie nun war wirklich nicht. Das war nicht mehr seine Nara, das hier war eine andere junge Frau. Ethan sah sein trauriges Gesicht und legte einen Arm um ihn. „Vielleicht kommt die Liebe zurück, gib die Hoffnung nicht auf. Lass dich heute Nacht von Aurian trösten, darin versteht sie sich wirklich gut und morgen geht es dir besser.“

In dieser Nacht saßen Ethan und Myrion wieder mal im Garten am See und unterhielten sich, Myrion hatte von Ethan erfahren wie schlecht es Lazarus ging und so überließ er ihm gerne diese Nacht mit Aurian. Die beiden redeten über das Turnier und das Myrion am nächsten Tag zu Kristan gehen würde, um ihn zu fragen ob die Götter daran teilnehmen dürften. „Wieso bist du nun bereit dich den Sterblichen zu zeigen? Ich meine bisher hast du dich immer fern gehalten, wenn man mal von dem einen mal absieht da du es mit den drei Frauen getrieben hast.“ Myrion sah ihn an. „Ich weiß nicht, irgendwie habe ich das Gefühl das es Zeit wird, das es gut sein muss mit dem verstecken. Und zudem finde ich das Mittelalter mit seinen Bräuchen ganz schön aufregend. Ich bin ja in einer Neuzeit geboren, wo es schon Autos gab und es wesentlich moderner und komfortabler war. Doch möchte ich dieses Zeitalter einfach mal bewusst erleben. Mir ist klar das es kaum einige hundert Jahre dauert bis es sich ändert und dann ist auch diese Zeit vorbei. Also warum nicht mitnehmen was wir mitnehmen können. Mal abgesehen davon, in sechzig Jahren weiß keiner mehr etwas davon.“ Ethan grinste. „Also ich finde unsere Häuser jetzt schon recht komfortabel. Es ist wirklich gut ein Gott zu sein, wenn ich mir überlege wir müssten ohne Dusche auskommen wie alle anderen in dieser Zeit, das würde ich schon vermissen.“ Myrion lachte. „Du bist doch noch ein rechter Kindskopf. Aber ich sag dir was. Ich mag dich. Nur übertreibe es nicht.“ Ethan sah ihn überrascht an. Denn das hatte Myrion ihm noch nie gesagt, das er ihn mochte und er musste vor sich selber zugeben, das er Myrion ebenso mochte. Myrion war für ihn so etwas wie ein Vater und das gab ihm viel.

Kapitel 11: Ein Ritterturnier und seine Folgen


 

Myrion machte sich auch gleich am nächsten Morgen auf den Weg zu Kristan. Er hätte dort auch einfach erscheinen können, doch wollte er sich auch in Ruhe mal die Stadt ansehen. Wie im Mittelalter üblich gab es keine befestigten Wege und der Boden war matschig. Myrion sah sich seine Schuhe an und fluchte leise vor sich her. „Verdammt also das ist ja nicht aus zu halten.“ Er überlegte kurz und dachte, Mittelalter, da kann man Pflastersteine nehmen. Und nun wo er auch her ging bildeten sich vor ihm langsam Straßen aus Pflastersteinen. Das blieb natürlich nicht unbemerkt und man beobachtete ihn. „ha so ist das doch schon viel besser. Da bleiben wenigstens die Schuhe sauber.“ Man betrachtete seine hünenhafte Gestalt und auch die Muskeln die er besaß und ahnte wer dort durch die wachsenden Straßen ging. Ein Bote lief sofort zum Großkönig und teilte ihm mit wer dort auf die Burg zu schritt. „Herr Herr, ich glaube der Götterschmied ist auf dem Weg zu euch. Zumindest sieht er danach aus. Vor ihm bilden sich Wege aus Pflastersteinen, weil er sich nicht die Schuhe schmutzig machen will. Es muss also auf jeden Fall ein Gott sein.“ Kristan hörte dem aufgeregten Boten zu und wurde dann selber hektisch. Sofort ließ er Naraja kommen, sie wusste eher mit den Göttern um zu gehen. Außerdem überlegte er ob er auch Pelata die Hohepriesterin des Tempels kommen lassen sollte. Er war furchtbar aufgeregt. Als Naraja bei ihm eintraf versuchte sie ihn zu beruhigen. „Nun mal immer mit der Ruhe, wenn er zu dir kommt will er irgend etwas, also kein Grund in Panik aus zu brechen. Wir werden gleich erfahren was er will. Und nun mach mal nicht alle verrückt, sondern warte ruhig ab.“ Auch der eine oder andere Prinz aus anderen Ländern, die sich im Auftrag ihrer Väter auf der Insel aufhielten, hatten davon gehört und so waren in kürzester Zeit die Honorationen in Kristans Thronsaal erschienen. Das auftauchen eines Gottes wollte sich keiner entgehen lassen. Als Myrion nun den Burghof betrat erklangen die Fanfaren, so das er sich schon die Ohren zuhalten wollte. Doch dann grinste er und dachte sich: Wenn schon auftreten dann richtig. Ruhig ging er weiter und als er auf den Thronsaal zu schritt rissen die Diener regelrecht die Türen auf um ihn ein zu lassen. Kristan überlegte noch ob er sich nun auf den Thron setzen oder den Gott lieber davor stehend begrüßen sollte, als bereits die Türen aufgerissen wurden und er Myrions sonore Stimme hörte. „Seid gegrüßt alle miteinander.“ Kristan fiel fast in Ohnmacht vor Aufregung, stellte sich aber dann doch vor das Podest auf dem sein Thron stand. Er überlegte noch wie begrüßte man denn einen Gott als Myrion immer noch ruhigen Schrittes auf ihn zu kam. Er neigte so nur leicht den Kopf um seine Ehrerbietung zu erweisen, als Myrion sagte. „Hat die Göttin des Lichts nicht gesagt du sollst deinen Kopf vor niemandem neigen auch vor uns nicht? Ich bin übrigens Myrion. Schmied der Götter und ich komme mit einem Anliegen.“ Nun ging das Gemurmel im Thronsaal los, Myrion kam sich vor wie in einem Bienenschwarm. Er sah die Anwesenden mit einem kühlen Blick an und schnell war Ruhe. Er nickte zufrieden und blickte dann Naraja und Kristan an. „Können wir uns auch irgendwo in Ruhe unterhalten? Ich möchte nicht das die ganze Welt erfährt was wir zu besprechen haben.“ Kristan nickte heftig und deutete auf einen Nebenraum, in den er nun seinen hohen Gast führte. Kaum hatten sie den Saal verlassen ging das Gemurmel wieder los, man fragte sich gegenseitig was der Götterschmied wohl wollen könnte.

Myrion hingegen betrat den kleinen Salon in den er von Kristan und Naraja geführt wurde und setzte sich in einen der harten Stühle, weiche Sessel kannte man ja noch nicht. Er merkte schnell wie unbequem dieser Stuhl war und erhob sich wieder. „Ich hasse das Mittelalter.“ :murmelte er leise. Dann beschrieb er kurz mit einer kleinen Geste seiner Hand einen Kreis und ehe man sich versah waren die unbequemen Stühle durch weiche und schön ansehende Sessel ersetzt worden. „Na das ist doch schon viel besser.“ nickte er zufrieden als er sich setzte. Naraja sah was er getan hatte und probierte auch gleich einen der Sessel aus. „Na aber hui ….die sind aber bequem.“ Myrion grinste ihr zu. „Ja nicht wahr? Also wenn ihr einen Zimmerer, einen Schmied und einen Tuchmacher beauftragt könnt ihr sie herstellen lassen und damit sehr reich werden.“ Kristan stand mit offenem Mund da und konnte nicht fassen was er gerade gesehen hatte. Myrion sah ihn grinsend an. „Wenn du noch lange den Mund offen hältst fliegen noch Fliegen rein. Also würde ich empfehlen ihn zu zu machen und dich zu setzen damit wir reden können.“ Während Kristan sich langsam fasste und sich ebenfalls setzte, reichte Myrion Naraja eine Bauzeichnung von einem der Sessel und erklärte ihr wie man sie herstellen lassen konnte. Naraja nickte begeistert und fragte ob das auch mit Bänken gehen würde, was Myrion nun entsprechend bejahte. „Das ist kein Problem, nur würde ich es nicht auf so langen Bänken machen sondern höchstens für welche wo man zu dritt drauf sitzen kann.“ Naraja nickte und betrachtete die Zeichnung. Myrion mochte die junge Frau sofort, vor allem da sie nicht wie Kristan fast vor Ehrfurcht im Boden versunken war. Sie fand er so herrlich natürlich. Dann wendete er sich Kristan zu: „Also warum ich gekommen bin waren nicht die Sessel. Ich hätte gerne gewusst wann das Ritterturnier stattfinden soll und ob man dabei irgendwelche Regeln beachten muss.“ Kristan sagte ihm das es bis zum Turnier noch ungefähr drei Monate dauern würde und das es sogar strenge Regeln gab. „Nur ausgewählte Ritter dürfen daran teilnehmen, ebenso wie Prinzen, aber keine Könige, außer auf ausdrücklichen Wunsch. Wir verwehren natürlich auch keinem König daran teil zu nehmen. Doch liegt da immer das Problem das sie eventuell sterben könnten und um das zu verhindern setzen sie zumeist ihren ersten Ritter ein, der falls sie einen Sohn haben dieser sein dürfte, sofern er alt genug und bereits entsprechend ausgebildet ist.“ Myrion hörte genau zu und nickte immer mal. Kristan erklärte weiter. „Das Turnier besteht aus drei Durchgängen, im ersten treten zwei Gruppen gegeneinander an, auf Pferden natürlich und bekämpfen sich bis die Spreu vom Weizen getrennt ist. Das ist vergleichbar mit einem Minikrieg. Danach erfolgt der Tjost, das heißt die übrigen Teilnehmer treten immer zu zweit an, erst mit der Lanze und anschließend mit dem Schwert. Und wer dann am Schluss noch steht hat gewonnen und ist der Sieger und bekommt den ausgesetzten Preis, ebenso wie den Ruhm und die Ehre.“ Myrion nickte abermals. „Das hört sich ja recht blutig an, also mit Sport hat das nichts zu tun.“ Kristan sah ihn fragend an. „Sport? Nein, das ist ein Krieg mit festen Regeln und auf jeden Fall blutig, hier geht es um höchste Ehren. Zum Beispiel setze ich als Preis, die Ehre mein erster Ritter sein zu dürfen aus. Ich bin der Großkönig und habe die Ehre die Insel der Götter schützen zu dürfen und mein erster Ritter hätte damit Aussicht ebenfalls große Ehren für sich und sein Vaterhaus zu gewinnen. Doch nun sagt mir bitte warum ihr gekommen seid, denn ihr wolltet doch sicherlich nicht nur die Turnierbedingungen kennen lernen.“ Myrion nickte. „Nun ja wie soll ich sagen....ich wollte eigentlich fragen ob es auch einigen Göttern gestattet sein dürfte am Turnier teilnehmen zu können. Wir nahmen an das es sich um eine Art Sportveranstaltung handeln würde. Natürlich würden wir ohne unsere göttlichen Fähigkeiten kämpfen. Doch jetzt musste ich sehen das es selbst dann doch eher unmöglich ist. Denn wir wären immer noch unsterblich, könnten aber unter Umständen einen der Ritter oder mitkämpfenden töten und das ist dann doch etwas unfair.“ Kristan und Naraja sahen Myrion sprachlos an. Kristan begriff langsam was Myrion wollte. Myrion sah wie es in Kristan arbeitete, die Gesichtsmuskeln arbeiteten. Dann sah Naraja Kristan an. „Liebling wie wäre es wenn man nach dem eigentlichen Turnier, noch ein Extra Spektakel veranstalten würden, sagen wir jeweils ein guter Ritter gegen einen der Götter, dazu müsste man wissen wie viele Götter mitmachen wollen. Und könnte dann doch nur jeweils Tjoste abhalten und die Waffen mit Turnierkronen versehen.“ Sie sah Myrion an. „Turnierkronen werden vorne auf die scharfen Waffen gesteckt und machen diese Waffen stumpf so das sie zwar verletzen aber nicht töten können.“ Kristan sah sie an. „Wie soll ich entscheiden welcher Ritter gegen einen Gott antreten darf?“ Naraja dachte kurz nach, Myrion hielt sich erst mal da raus. „ Also sagen wir vier Götter wollen antreten, dann sollten die letzten vier Ritter gegen je einen der Götter antreten, das ist eine besondere Herausforderung und da....“ jetzt wusste sie nicht wie sie Myrion nennen sollte. „...da der Götterschmied erst fragen musste wie so etwas von statten geht, ist es denkbar das keiner von ihnen eine Ahnung hat und somit eventuell sogar unseren erfahrenen Rittern unterliegen könnte. Womit der jeweilige Ritter sogar noch mehr Ehre mit nach Hause nehmen würde.“ Myrion schmunzelte. „Nennt mich Myrion, Götterschmied klingt recht hochtrabend, vor allem da ich einen Namen habe.“ Kristan nickte und dachte immer noch nach. Er sah Myrion an. „Die Idee Narajas ist nicht schlecht und würde die einzige Möglichkeit bieten, die Götter teilnehmen zu lassen, sofern ihr damit einverstanden seid. Eigentlich müsste ich es ganz verwehren da ihr alle keinen Ritterstatus besitzt, doch ich denke gegen einen Gott an zu treten, setzt das außer Kraft und könnte man einem Ritter gleich stellen. Wisst ihr schon wie viele Götter antreten wollen?“ Myrion sah ihn an. „Also bisher drei, doch wäre es denkbar das sich noch ein oder zwei weitere melden.“ Kristan nickte. „Aber keine Göttinnen, also Frauen sind beim Ritterturnier nicht erlaubt. Und dürfte ich fragen ob auch der Kriegsgott teilnehmen würde?“ Myrion nickte. „Also Frauen werden bei uns auch nicht antreten und Aaron? Nun ich könnte ihn fragen, doch seid ihr sicher das er wirklich antreten soll? Denn er ist ausgebildet in allen Kampfarten und nicht leicht um zu hauen. Selbst ohne seine göttlichen Kräfte. Er ist um es kurz zu sagen, eine Kampfmaschine.“ Kristan sah Naraja an. „Was meinst du? Also ich denke wenn das bekannt würde, das man im ritterlichen Kampf sogar gegen den Kriegsgott antreten dürfte, würde das sehr viele Teilnehmer anlocken.“ Naraja nickte. Kristan sah Myrion wieder an. „Also gut unter diesen Bedingungen werde ich es gestatten, sagt mir bitte spätestens in einer Woche Bescheid wie viele Götter und welche teilnehmen wollen. Denn dann sende ich die Herolde aus um das Turnier überall zu verkünden.“ Myrion nickte. „In Ordnung, ach noch eins, wird es auch eine Tribüne geben von denen die anderen Götter zusehen können?“ Kristan lachte. „Da wir hier auf der Insel der Götter sind und wir mit so etwas gerechnet haben, gibt es auch eine Extra Tribüne nur für die Götter. Doch darf ich auch etwas fragen?“ Myrion nickte und so fragte Kristan. „Wird auch die Göttin des Lichts anwesend sein?“ Myrion schmunzelte. „Ich werde sie fragen ob sie zusehen möchte. Doch sollte ich dich warnen, das sie wenn es zu blutig wird, möglicherweise eingreifen und dein Turnier zunichte machen wird.“ Kristan grinste. „Damit kann ich leben.“ Kurz darauf verabschiedete sich Myrion, bekam aber noch von Kristan die Zusage das er persönlich die Götter trainieren würde, damit sie wenigstens ungefähr wüssten auf was sie sich einlassen. Myrion verschwand diesmal einfach und ging nicht wieder durch den Thronsaal mit den Geiferern. Allerdings sah er nun noch zu das der Rest der Stadt ebenfalls gepflasterte Straßen bekam. Zu Hause angekommen warteten Lazarus und Ethan schon sehnsüchtig auf die Antwort. Er erklärte ihnen wie die Regeln waren und welche Zusage er bekommen hatte. Die beiden waren natürlich auch mit den Bedingungen einverstanden und freuten sich schon. Als Myrion auch Aaron fragte sagte er ebenfalls zu, er grinste nur und sagte Myrion er solle es ablehnen das Kristan sie trainierte, er würde das übernehmen. Er überzeugte Myrion das er sich mit den Turnierregeln auskennen würde und sie entsprechend auch trainieren könnte. Aaron schüttelte nur den Kopf und ahnte wie das enden würde, sagte aber nichts. Als Eric und Dorian davon erfuhren fragten sie ebenfalls nach ob sie mitmachen dürften. Myrion sah Aurian fragend an und sie nickte nur leicht, also bekamen die beiden ebenfalls die Erlaubnis. Somit waren es sechs Götter die teilnehmen würden so traf sich Myrion noch mal mit Kristan und überraschte ihn gerade dabei als er sich mit Naraja vergnügen wollte. Diese quietschte nur auf und zog sich schnell die Decke bis zum Kinn hoch. Kristan grinste leicht und stieg wieder aus dem Bett, er zwinkerte Naraja noch mal zu. „Bleib hier ich bin gleich wieder da, dann machen wir da weiter wo wir aufgehört haben.“ Er bat Myrion ins Nebenzimmer und sah ihn grinsend an. „Das habt ihr doch extra gemacht, ihr wolltet sehen wie sie reagiert.“ Myrion grinste zurück. „Um ehrlich zu sein hatte ich nicht damit gerechnet, aber sie ist niedlich. Doch ich kam um dir zu sagen wie viele und welche Götter teilnehmen werden.“ Kristan nickte und nahm ein Pergament und Feder zur Hand, sah dann abwartend Myrion an. „Also erst mal Lazarus, der Sohn des Lichts, als zweites Ethan, ewiger Begleiter der Göttin des Lichts, als drittes Dorian, Gott der Dunkelheit.“ Als Kristan das hörte sah er überrascht Myrion an, der bereits weiter sprach. „Viertens Eric, Dorians Bruder und sein Gewissen, fünftens Aaron, Gott des Krieges und als letztes Myrion, Schmied der Götter und Gemahl der Göttin des Lichts.“ Nun fiel Kristan fast die Feder aus der Hand. „Ihr..ihr wollt auch teilnehmen?“ Myrion nickte schmunzelnd. „Ist das ein Problem?“ Kristan sah an Myrion entlang. „Öhm.... nein, doch denke ich ihr bräuchtet wahrscheinlich nicht mal zu kämpfen sondern nur stehen zu bleiben. An euch wird sich wohl jeder die Zähne ausbeißen.“ Was Kristan so irritierte, war Myrions Masse, denn er war wesentlich größer als die Männer zu dieser Zeit und zudem brachte er ganz schön Masse auf die Waage und das zu siebzig Prozent Muskeln. An Myrion war kein Gramm Fett. Kristan sah ihn immer wieder an und grinste dann frech. „Gibt es überhaupt ein Streitross das euer Gewicht tragen kann?“ Nun lachte Myrion dröhnend und das machte ihn Kristan gleich sympathisch das er ihm die Frage nicht übel nahm. „Und wenn nicht, dann erschafft mir meine Gattin eins das mich tragen kann.“ Kristan musste sich das lachen verkneifen und als Myrion ihm das ansah: „Na sag schon worüber willst du lachen?“ Da prustete Kristan doch heraus und lachte herzerfrischend. „Ich stellte mir gerade vor wie euer Streitross alle viere von sich streckt weil ihr euch darauf gesetzt habt. Verzeiht.“ Hatte er jetzt erwartet das Myrion ihn zur Rechenschaft ziehen würde für diese freche Aussage, so war er überrascht als dieser nun ebenso herzlich mitlachte. Als beide sich beruhigt hatten wischte sich Myrion noch eben die Lachtränen aus den Augen. „Wenn du deine Herolde aus schickst lass verkünden, das die Göttin des Lichts dem Sieger auch noch ein Geschenk macht. Sie gewährt ihm einen Wunsch, allerdings natürlich nur einen der möglich ist. Also nicht den Tod eines anderen oder ein Königreich oder ähnliches.“ Kristan nickte. „Jedem Sieger? Oder nur einem? Was ich meine ist, im Kampf gegen die Götter wird es nur je einen Durchgang geben, also wird es insgesamt sechs Sieger geben. Ein Ritter und ein Gott pro Durchgang und somit ein Sieger.“ Myrion nickte. „Jedem Sieger. Außerdem wünscht sie das du die Ritter die siegen sollten an deinem Hof behältst als deine Ritter.“ Kristan nickte. „Das hätte ich ohnehin getan.“ Dann sagte ihm Myrion noch das Aaron die Götter trainieren würde und bedankte sich für das Angebot. Kurz darauf verabschiedete er sich freundlich von Kristan und wünschte ihm noch viel Spaß.

Als Aaron begann die Götter für das Ritterturnier zu trainieren wurde er fast wahnsinnig. Er war der einzige der sein Kräfte behalten hatte da er nicht zu trainieren brauchte, mal abgesehen davon wollte Aurian auch nicht riskieren das sich ein König auf einmal einfallen lassen würde die Machtlosigkeit des Kriegsgottes aus zu nutzen. Allerdings für das Turnier würde auch er seine Macht abgeben müssen. Doch das war es nicht was in verrückt machte, sondern wie dämlich sich die Götter anstellten. Sie waren zwar alle im Schwertkampf ausgebildet worden, doch den Kampf auf einem Streitross und mit Lanze kannten sie nicht. Hinzu kam das sie sich über die schweren Rüstungen beschwerten, die sie tragen mussten. Ihnen wurde jetzt auf einmal klar das es gar nicht so leicht war ein Ritter zu sein. Myrion hatte in Windeseile für alle passende Rüstungen geschmiedet. Selbst für Aaron der normalerweise immer nur mit bloßem Oberkörper auftauchte. Der fluchte immer mal. „Verdammt wie soll ich euch in nur knapp drei Monaten die Kampftechnik eines Ritters beibringen, das ist unmöglich. Ihr werdet alle bis vielleicht auf Myrion und mich verlieren.“ Doch wer sich auf einmal wirklich motiviert zeigte waren Dorian und Eric, die beiden hatten schnell begriffen worum es ging und waren recht schnell soweit. Das Aaron ihnen keine Chance ausrechnete ließ ihren Ehrgeiz erwachen. Lazarus und Ethan zeigten nun das sie obwohl sie recht kräftig und muskulös, zwar im Schwertkampf unschlagbar waren, doch gleichzeitig reiten und kämpfen kriegten sie kaum auf die Reihe. Sie fielen sogar ab und zu vom Pferd, was Aaron die Haare raufen ließ. „ Ihr werdet es noch nicht mal schaffen bis auf den Turnierplatz zu kommen wenn das so weiter geht.“ Aurian und Iona die ab und zu in der Nähe standen lachten sich fast schief. Iona grinste. „Anstatt sich in den Betten zu vergnügen hätten sie vielleicht mal reiten lernen sollen.“

Die drei Monate waren dann schneller um als man gucken konnte und ob nun soweit oder nicht, jetzt würde es sich zeigen wer es schaffen konnte. Der Tag des Turniers kam heran und Kristan hatten den Turnierplatz noch mal vergrößern müssen weil noch mehr Gäste gekommen waren als er geplant hatte. Die Götter leibhaftig zu sehen wollte sich keiner entgehen lassen und so waren natürlich auch alle Könige anwesend die Kristan verpflichtet waren. Die die Söhne hatten hatten diese als Ritter für das Turnier angemeldet. Ebenso hatten sich viele bekannte Ritter aus nah und fern für das Turnier gemeldet, jeder von ihnen wollte einmal gegen einen Gott antreten. Alle saßen bereits auf ihren Plätzen nur die Tribüne der Götter war noch leer, als eine Fanfare erklang und die Götter einzogen. Vorneweg ging eine Frau tief verhüllt die auch einen Schleier über dem Kopf trug der ihr Gesicht verdeckte, etwas versetzt rechts und links neben ihr gingen ein junger Mann der mit bloßem Oberkörper erschien und ein großes Drachenzeichen auf dem Rücken trug, ebenso wie ein hünenhafter Mann der schwarze Kleidung trug. Dahinter kam dann eine Lady in einem grünen Kleid, ebenso mit einem Schleier auf dem Kopf, sie wurde begleitet von zwei jungen Leuten die sanft lächelnd die Tribüne betraten. Hinter diesen kamen dann ebenfalls alle anderen jungen Götter. Die erste Lady setzte sich auf den Platz der für die Göttin des Lichts bestimmt war und die beiden Männer rechts und links neben sie. Es war ehrfurchtsvolle Schweigen auf dem gesamten Turnierplatz. Als alle saßen verkündete Kristan die Turnierbedingungen als auch den Extra Tjost gegen die Götter. Dann gab er die Namen und Titel der Götter bekannt und man begann zu murmeln. Auch die Königssöhne und alle anderen Ritter wurden benannt die am Turnier teilnehmen würden. Dann begann das Turnier. Als erstes kam der Gruppenkampf, die beiden Gruppen wurden getrennt auf den Turnierplatz geführt und gegenüber aufgestellt, wie bei einem normalen Krieg. Es ertönte der Gong, der zum Kampf aufforderte und die Ritter galoppierten auf einander zu. Einige wurden sogleich aus dem Sattel gerissen und fielen zu Boden, standen aber sofort wieder auf und kämpften nun ohne Pferd weiter. Es war ein unüberschaubares Gewusel auf dem Turnierplatz. Nach einiger Zeit ertönte abermals der Gong und der Kampf war zu Ende. Jeder der nun noch auf einem Pferd saß oder noch stand würde an den normalen Tjosten teilnehmen. Die anderen wurden entweder zum Heiler gebracht oder würden beerdigt werden, je nach dem. Dann begannen die Tjost, immer zwei Ritter gegeneinander, als erstes versuchten sie sich mit den Lanzen vom Pferd zu stoßen, zerbrachen die Lanzen ohne das jemand fiel bekamen sie neue. Fiel einer vom Pferd konnte er mit dem Schwert weiter kämpfen, war aber im Nachteil gegenüber seinem Gegner der noch auf dem Pferd saß, es sei denn er schaffte es diesen aus dem Sattel zu reißen. Tjost um Tjost gingen vorbei bis die sechs besten Ritter übrig blieben. Diese saßen nun auf ihren Streitrössern und warteten auf den Einzug der Götter.

Abermals erklang die Fanfare und nun ritten die Götter ein. Vorneweg ein hünenhafter Mann in einer roten Rüstung, der ein Schwert und einen Amboss auf seinem Schild trug. Alle trugen Helme damit man ihre Gesichter nicht sehen konnte.. Neben ihm ein Mann in schwarzer Rüstung, der ein Heer auf seinem Schild hatte. Hinter diesen beiden, zwei Männer die silberne Rüstungen trugen, wo von der erste ein strahlendes Licht auf dem Schild und der andere Sonne, Mond und Sterne hatte. Hinter ihnen ritten abermals zwei junge Männer auch mit schwarzer Rüstung, das Schild des einen hatte keine Bemalung sondern war nur rein schwarz, das des anderen trug ein kleines Licht auf dem schwarzen Schild.

Die ersten beiden Götter ritten zur Tribüne wo die restlichen Götter saßen, die hohe Lady nahm ein Tüchlein küsste es kurz und reichte es dann dem hünenhaften Mann in der roten Rüstung. Der steckte es hinter seinen Brustpanzer. Der andere bekam ebenso ein Tüchlein von der Dame in grün.

Nun rief Kristan. „Mag noch eine Dame einem der tapferen Kämpfer ein Tüchlein geben auf das es ihm Glück im Kampf bringe?“ Die meisten Damen waren zu schüchtern, doch bekam zum Schluss jeder der restlichen vier Götter ein Tüchlein. Die Ritter hatten zuvor schon von ihren Herzensdamen ein Tüchlein bekommen. Dann konnte der Tjost beginnen. Man hatte ausgelost welcher der sechs Ritter gegen wen antreten sollte. Als erstes war Myrion dran, er ritt gegen einen sehr bekannten Ritter aus dem Süden. Als er mit seinem gewaltigen Streitross auf den Ritter zu ritt hätte er keine Lanze gebraucht. Sofort stieß er den anderen mit der Lanze aus dem Sattel, er war einfach zu stark für seinen Gegner. Als der Ritter aus dem Sattel flog, griff der sogleich nach seinem Schwert. Myrion hatte sich erkundigt ob es statthaft war das auch er sein Pferd verlassen durfte und rutschte so ebenfalls vom Pferd herab und stellte sich nun seinem Gegner mit dem Schwert. Nun begann der Schwertkampf und ehe der Ritter sich versah flog ihm das Schwert aus der Hand. Myrion deutete mit seinem Schwert an das der andere sein Schwert wieder aufnehmen solle. Für diese ehrenhafte Geste zollte man ihm hurra und bravo rufe. Dann ging es weiter, doch es dauerte nicht lange da lag der Ritter auf dem Boden und hatte die Spitze von Myrions Schwert an der Kehle. Kristan verkündete den Sieger und erst jetzt nahm Myrion seinen Helm ab. Er half dem Ritter noch kurz auf, nickte ihm zu und meinte. „Ihr könnt euch meinen Wunsch von der Göttin des Lichts abholen, ich brauche ihn nicht.“ Der Ritter bedankte sich dafür und meinte Myrion habe ehrenhaft gekämpft und gehandelt, das wäre eines Ritters würdig. Dann schritt Myrion zu seinem Streitross und setzte sich wieder drauf, dabei zwinkerte er Kristan zu. Dann war Aaron dran. Seinem Gegner erging es nicht anders als Myrions, doch auch er bot dem Verlierer seinen Wunsch an. Als er seinen Helm abnahm keuchte man auf, vor allem sein Gegner. Denn erst jetzt wusste der gegen wen er gekämpft hatte. Iona flüsterte Aurian leise zu. „Nun kommen unsere beiden Lichthelden dran, ich glaube die können wir gleich vom Boden aufsammeln.“ Aurian kicherte leise. Als erstes trat Lazarus an und tatsächlich, kaum hatte ihn die Lanze berührt flog er schon vom Pferd. Sein Gegner der damit rechnete hier ansonsten vor einem geübten Kämpfer zu stehen sprang sofort vom Pferd, bevor Lazarus sich erheben konnte und setzte ihm die Schwertspitze an die Kehle. Kristan verkündete den Sieger und Lazarus erhob sich mit Hilfe seines Gegners, dann nahm er den Helm ab und man staunte. Als er charmant in die Runde lächelte flogen ihm sofort die Herzen der Damen zu. Er hatte noch einige freundliche Worte für seinen Gegner und meinte. „Ihr könnt froh sein das ihr schnell wart, im Schwertkampf hättet ihr keine Chance gehabt.“ Sein Gegner grinste und nickte leicht. „Das dachte ich mir schon.“ Dann war Ethan dran, er hatte den Gegner von Lazarus beobachtet und hoffte schnell genug wieder auf den Beinen zu sein, was mit der schweren Rüstung nicht ganz einfach sein dürfte. Doch ihm erging es nicht viel anders als Lazarus, er war zu langsam, behindert durch die schwere Rüstung. Doch nahmen sich die beiden vor für das nächste Turnier besser zu werden. Lazarus grinste. „Dabei sein ist alles und es hat ja auch Spaß gemacht.“ Ethan nickte zustimmend. Dann kam Eric dran, er war ebenso groß wie Myrion und sah sehr imposant aus in der Rüstung. Bei ihm und seinem Gegner zerbrachen zweimal die Lanzen, doch beim dritten mal hob er seinen Gegner aus dem Sattel. Er hielt es wie Myrion und sprang danach aus dem Sattel und trat seinem Gegner mit dem Schwert gegenüber. Dann schlugen sie auf einander ein, es ging hin und her. Doch am Ende gewann er dann doch, wenn auch knapp. Er sah seinen Gegner an, er und Dorian hatten mitbekommen das Myrion und Aaron ihre Wünsche verschenkt hatten und so gab er auch ehrenhaft seinen Wunsch seinem Gegner. Der bedankte sich herzlich und sagte ihm das er ehrenhaft gekämpft und gehandelt habe. Dann hielt man auf der Göttertribüne den Atem an, denn nun kam Dorian an der Reihe und man befürchtete das schlimmste. Damok flüsterte Aurian zu. „Hoffentlich war das kein Fehler ihm die Teilnahme zu erlauben, der Kerl ist niederträchtig und hat keine Ehre im Leib. Womöglich tötet er seinen Gegner noch.“ Doch zeigte sich nun das sich Dorian alles zu Herzen genommen hatte was er gelernt hatte, er gewann zwar doch als er seinem Gegner das Schwert an die Kehle setzte, zog er es zurück als er als Sieger ausgerufen wurde. Er sah kurz zu Aurian, seufzte leise und als sie nickte, schenkte auch er seinen Wunsch her, obwohl er ihn gerne für sich gehabt hätte. Damok war baff. „Also das hätte ich jetzt im Leben nicht erwartet.“ Aurian sah ihn kurz an. „Ich hoffte einfach mal das er endlich begriffen hat. Doch hätte er nun niederträchtig gehandelt hätte ich eingegriffen. Allerdings werde ich ihm und Eric dennoch ihre Wünsche erfüllen, obwohl sie ihn her geschenkt haben. Mal sehen was sie möchten.“ Dann ritten die sechs Ritter zu ihr, verneigten sich und baten um die Erfüllung ihrer Wünsche. Und wie Aurian erwartet hatte waren die Wünsche alle ehrenhaft. Mal ging es um eine bessere Ernte im nächsten Jahr oder eben irgendwas das allen zugute kam. Keiner von ihnen wünschte sich etwas nur für sich. Die Wünsche erfüllte Aurian nur zu gerne und nickte nur als sie die Wünsche hörte. Gregorian antwortete für sie. „Sie erfüllt euch eure Wünsche gerne, sie sind ehrenhaft und selbstlos. Sie hat nichts anderes von euch erwartet.“ Leise flüsterte Aurian Gregorian etwas zu. Er sah daraufhin einen der Ritter an. „Dein Sohn ist wieder gesund wenn du nach Hause kommst. Doch solltest du mit deiner Familie nach hier um ziehen, das tut deinem Sohn und deiner Frau gut.“ Der Ritter strahlte Aurian an und bedankte sich überschwänglich, denn sein Sohn litt bisher an einer unheilbaren Krankheit. Aurian nickte abermals leicht. Sie reichte Gregorian ein Amulett und flüsterte ihm abermals etwas zu. Er sah daraufhin einen anderen Ritter an und reichte ihm das Amulett. „Sag dem Großkönig das du die richtige Wahl bist für den Titel des ersten Ritters. Das Amulett ist dein Zeichen und soll weiter gereicht werden wenn es einen neuen ersten Ritter gibt.“ Der Ritter bedankte sich ebenso und dann entließ man sie. Kristan lud nun auch noch die Götter zum Bankett ein das es üblicherweise nach einem Ritterturnier gab und hoffte sie würden annehmen. Aurian wollte erst ablehnen, doch Myrion sah sie an. „Kätzchen es tut uns allen gut mal aus der Isolation heraus zu kommen, es muss ein Ende haben das wir uns verbergen. Gib dir einen Ruck. Ich weiß das es nicht bestimmt war das die Sterblichen dich sehen sollten, doch es kam anders als geplant, also zeig dich den Menschen wie du es früher auch getan hast. Lebe liebes und verstecke dich nicht.“ Aurian seufzte und sah Ethan und Lazarus an. Ethan nickte. „Er hat recht. Sieh mal es war ursprünglich geplant das wir beide alleine bleiben und uns um das Universum mit seinen Welten kümmern, doch es kam anders. Und ehrlich gesagt, bin ich froh darüber. Denn vieles wäre mir entgangen was ich so habe. Also handle wie du es gewohnt bist.“ Aurian nickte, sie sah ein das die beiden recht hatten. Lazarus stimmte den beiden zu und auch alle anderen Götter. Ebenso Damok und Gregorian. Sie seufzte: „Also gut geh und nimm die Einladung an, dann werden wir heute Abend mal einen gelungenen Auftritt inszenieren.“ Myrion strahlte und Lazarus lachte. „Aurian und ihre Auftritte, also dann gehe ich mal davon aus, das heute Abend die Menschen vor Ehrfurcht in den Boden versinken werden.“ Myrion grinste frech. „Ich hätte da auch das passende Outfit für dich, allerdings ob dabei Ehrfurcht aufkommt ist fraglich.“ Damit reichte er ihr ihr altes Outfit das lediglich aus ihrem Ledermieder, einem Umhang und die hohen Stiefel bestand. Sie sah ihn an. „Wir haben Mittelalter, ich glaube dabei fallen sie höchstens in Ohnmacht.“ So wählte sie ein langes weit fallendes weißes Kleid, das allerdings ein tiefes Dekoltee offenbarte und darüber einen weißen Seidenumhang. Die Haare steckte sie zum Teil hoch, wobei sie sie hinten lose über den Rücken fallen lies. Ihren Männern gab sie schwarze eng sitzende Lederhosen und weiße Seidenhemden, die diese recht weit offen ließen. Damok, Eric und Dorian trugen ähnliche Outfits aber in reinem schwarz. Gregorian eins in grau, auch er trug jetzt ein Seidenhemd. Iona trug ein ähnliches Kleid wie Aurian allerdings aus grünem Samt und Aaron seine übliche schwarze Lederkluft, die nur aus einer Hose und Weste bestand. Auch Mystra, Andra, Iron und Nara durften sie begleiten. Ebenso Hope und Amor. Für Aurana und Angel hatte sich Aurian etwas besonderes ausgedacht. Sie dachte sich wenn schon ein Auftritt dann richtig. Und so kam der Abend, sie hatte alle genau instruiert und alle hatten ihre helle Freude daran. Sie wartete bis alle sterblichen Gäste saßen und man auf die Ehrengäste wartete. Dann nickte sie und meinte: „Dann mal los.“ Sie erstrahlte in ihrem Licht und trat mit Myrion an ihrer Seite zu der Türe zum Bankettsaal. Die Diener erstarrten in Ehrfurcht und vergaßen glatt die Türen zu öffnen, so öffnete sie sie mit einer kleinen Handgeste. Als sie beide den Saal betraten blieben sie kurz stehen. Alle Gäste erhoben sich und man hörte ein Ah und Oh im Saal. Dann senkte Aurian ihre helle Lichtaura und stand nun in ihrer eigentlichen Gestalt da. Sie ließ allen Zeit sie zu betrachten dann schritt sie hoch erhobenen Hauptes weiter, an den anderen Gästen vorbei zu dem Tisch der für die Götter bestimmt war. Ihnen beiden folgten Lazarus und Ethan, denen dann Damok und Gregorian folgten.Weiter ging es mit Iona und Aaron. Dann kamen Hope und Amor als auch Dorian und Eric. Dann folgten Mystra, Andra, Iron und Nara. Und zum Schluss betraten zwei Engel den Saal. Angel und Aurana der männliche mit weißen Flügeln und der weibliche mit schwarzen Flügeln. Spätestens jetzt waren alle Gäste sprachlos. Als Aurian dort ankam, blieb sie mit Myrion stehen und die anderen warteten ebenso. Sie wandte sich den anderen Gästen zu. „Darf ich vorstellen, mein Name ist Aurian, man nennt mich Göttin des Lichts und höchste Göttin und ältestes Wesen des Universums. Neben mir ist mein geliebter Gemahl Myrion, der Götterschmied.“ dann schritten die anderen Götter weiter. „Das hier ist Lazarus, der Sohn des Lichts und neben ihm geht Ethan, mein ewiger Gefährte und Helfer um das Universum neu erstehen zu lassen. Als nächstes kommen die beiden restlichen Alten außer mir, Gregorian der Drache des Universums und Damok der Chaosgott.“ Während sie langsam an Aurian vorbei schritten stellte sie jeden vor und die vorgestellt worden waren setzten sich schon mal, außer Myrion er blieb neben Aurian stehen. „Die Dame in grün ist Iona, Mutter Natur und neben ihr, ihr Gemahl Aaron den einige schon kennen, der Kriegsgott. Dann haben wir hier Hope und Amor, Hoffnung und Liebe. Ebenso wie Dorian der Gott der Dunkelheit und sein Bruder und Gewissen Eric. Dann geht es weiter mit Mystra, Andra, Iron und Nara. Und als letztes die beiden Engel, Aurana und Angel. Weitere Götter sind Chronos und Thanatos doch die sind heute nicht hier, der eine ist die Zeit der andere der Tod. Und Aglaia die Göttin des Schicksals, allerdings kann auch sie heute nicht hier sein.“ Sie konnte ja schlecht sagen das diese noch ein Baby beziehungsweise ein Kleinkind war. „Es werden weitere Götter geboren werden, die wir dann zu gegebener Zeit vorstellen.“ Jetzt erst drehte sie sich um und ließ sich von Myrion den Umhang abnehmen, dann schritten beide auch zu ihren Plätzen und setzten sich. Im Saal war sprachloses Schweigen ausgebrochen. Als sie saß setzen sich alle anderen auch wieder. Niemand wagte es die Götter direkt an zu sprechen, doch die Damen starrten die männlichen Götter an, während Aurian von den Männern angestarrt wurde. Alles in allem boten sie ein Ehrfurcht gebietendes Bild. Doch eines war nun klar, die Götter gab es wirklich und hier saßen sie, fast hautnah.


 

Kapitel 12: Das Ende einer Ära


 

Das Ritterturnier veränderte einiges, nicht nur im denken der Menschen sondern auch bei den Göttern. So begriff Dorian nun endgültig das sie in einer Zeit lebten, wo Ehre und ehrenvolles Handeln groß geschrieben wurde. Aurian sorgte dafür das die Tempel Schulen einrichteten. Denn es war nicht üblich das die einfachen Bürger schreiben und lesen konnten. Das sollte sich nun ändern. Auch Naraja nahm den Rat Myrions an und ließ weitere Sessel und auch Sofas herstellen, die sie verkaufte. Allerdings gedachte sie nicht das Geld das dabei herein kam für sich zu behalten, sondern gab es weiter, teilweise an die Tempel für die Schulen oder eben an die ärmere Bevölkerung der anderen Könige. Die gesamte Welt erlebte einen gewaltigen Aufschwung. Die Ernten auf der Insel der Götter waren immer reichhaltiger als anders wo, da Iona dafür sorgte. Man wusste nun welche Götter man anbeten konnte und richtete auch kleine Schreine ein für die einzelnen Götter um sich deren Gunst zu erbitten. Und selbst Gregorian hatte eine Idee, er ging eines Tages zu Kristan um ihm diese mit zu teilen und ihn zu fragen ob er eine Ahnung hatte wie man sie umsetzen konnte. Damok der das alles beobachtete saß eines Nachmittags mit Aurian, Myrion, Lazarus und Ethan zusammen und hatte einige Bitten an sie. „Ich sehe was alles hier geschieht und könnte man das nicht auch auf meiner Welt einführen? Ich habe einfach nicht dieses Organisationstalent wie du.“ Dabei sah er Aurian an. „Doch finde ich das hier alles recht gut. Natürlich würde mir ein wenig Chaos auch gut gefallen, doch muss ich zugeben, das hier alles recht geordnet und organisiert abläuft.“ Er hatte Dorian und Eric mitgebracht die sich allerdings ein wenig abseits hielten und nur zu hörten. Er war Aurians Beispiel gefolgt und bezog nun die beiden jungen Götter mit ein. Aurian nickte. „Also da es hier nicht mehr viel zu tun gibt, denke ich das man sich jetzt auch mal um die andere Welt kümmern könnte. Die Frage ist an sich nur was genau willst du? Und vor allem hast du dich mal mit der Geschichte deiner Welt vertraut gemacht? Das heißt gibt es dort alte Sagen und Legenden, hat es große Helden gegeben von denen man heute noch spricht oder eben halt ähnliches?“ Damok sah sie überrascht an. „Ist das denn wichtig?“ Aurian lachte leise. „Natürlich ist es wichtig, denn auf denen könnte man aufbauen. Schau mal diese Welt hier war unwissend, hatte zwar hier und da mal den einen oder anderen Helden doch nichts weltbewegendes so das wir hier eingreifen und unsere eigene Heldensaga aufbauen konnten. Wovon Kristan die größte sein wird. Er wird als größter König in die Geschichte eingehen und man wird auch in tausend Jahren noch von ihm erzählen. Ebenso Naraja, sie wird auch später noch als die Bringerin der Magie gelten und als Vorbild dienen. Selbst wenn beide längst gestorben sind, wird man sich von Generation zu Generation ihre Geschichten erzählen.“ Langsam begriff Damok. „Ich verstehe, nur gibt es bei mir ein Problem, du hast alle Götter hier doch ich habe nur das Chaos und die Dunkelheit, wie soll ich da so etwas auf die Beine stellen? Wir haben doch gesehen, ich brauche auch das Licht.“ Aurian nickte leicht. „Doch hat das Licht oder ich wie man will auch eine Idee. Die Zeiten das wir mehrere Welten von einer aus überwachen ist vorbei. In einem habt ihr alle recht, die Götter müssen präsent sein. Ich habe vier junge Götter die noch keine Aufgabe haben, doch hier gäbe es eine. Mystra und Nara sind beide sehr einfallsreich und Nara weiß es zwar nicht mehr aber sie hat schon mal bereits einen Glauben neu erstehen lassen. Mit der Hilfe von Iron und Andra könnte es ihnen auch auf deiner Welt wieder gelingen. Doch muss ich dich bitten die beiden jungen Frauen in Ruhe zu lassen, rühre sie nicht an. Das gilt ebenso für Dorian und Eric. Mystra hat die Gabe auch etwas erschaffen zu können und Nara ist ein Organisationstalent. Andra und Iron sind kräftige junge Männer und können die beiden problemlos beschützen.“ Sie sah Lazarus an, der nickte leicht. Doch konnte man den leichten Schmerz in seinen Augen sehen. Allerdings hatte er sich innerlich bereits endgültig von Nara und Iron getrennt. Es war für ihn nicht mehr das selbe. „Und ansonsten bin ich auch noch da. Man sollte damit beginnen, das den Menschen dort offenbar wird, das es das Licht immer noch gibt. Das es nicht hoffnungslos ist. Außerdem können Hope und Amor auch deine Welt immer mal besuchen und somit Hoffnung und Liebe dort hin bringen. Thanatos und Chronos besuchen deine Welt sobald du es ihnen erlaubst ebenso. Es liegt an dir. Es ist deine Welt und du bestimmst was mit ihr geschehen soll. Selbst Dorian und Eric können sehr nützlich sein. Denn wenn es hier und da mal Zwistigkeiten gibt, treibt es die Menschen an Forschung zu betreiben, was euch auch weiter bringen wird. Nur dürfen sie es nicht übertreiben. Außerdem werde ich Iona und Aaron bitten auch auf deine Welt ein Auge zu haben, auch bei dir darf man an sie glauben. Gehe von dem Weg ab, alles alleine machen zu wollen. Mir ist klar das das Böse oder auch das Chaos alles alleine machen will. Doch geht es leider nicht. Wir müssen zusammen arbeiten. Es wird eine Zeit kommen wo ich auch deine Kräfte brauchen werde, wo es auch hier einmal zum Chaos kommen muss. Denn nur aus dem Chaos kann neue Ordnung entstehen. Ansonsten würde alles auch noch in tausend Jahren so bleiben und wir wären dann immer noch im Mittelalter. So ist es nun mal. Die Welten müssen sich weiter entwickeln. Doch geht das nicht von heute auf morgen. Du siehst alles in einem kurzen Zeitrahmen, doch wie haben Millionen von Jahre Zeit. Ebenso wird es eine Zeit geben wo diese Insel eventuell wieder verschwindet und wir weiter ziehen werden und sogar müssen.“ Damok nickte leicht, er dachte das er eventuell wirklich alles zu kurz sehen würde. Das Licht war es gewohnt in Millionen von Jahren zu denken, dagegen waren er und Gregorian gewissermaßen noch sehr jung und ihnen erschien so eine Zeitspanne unendlich. Dorian und Eric hatten zugehört und unterhielten sich leise. Sie wollten nicht stören. Doch hörte Aurian wie Dorian sagte. „Sie hat recht, ich glaube das war auch mein Fehler, ich wollte alles zu schnell und das Resultat war eine zerstörte Welt. Wir müssen lernen, alles langsamer angehen zu lassen.“ Aurian nickte ihm zustimmend zu. Damok sah sie wieder an. „Doch gibt es noch ein Problem. Wir haben keine Gefährtinnen und wir bekommen langsam deswegen Probleme. Sicher, ich weiß das Eric und Dorian immer mal durch die Welt ziehen und sich hier und da eine Frau mit ins Bett nehmen. Doch geht das auf Dauer auch nicht. Sie sind jung und brauchen eine Gefährtin.“ leise setzte er hinzu. „und ich glaube ich auch.“ Nun sah Myrion ihn überrascht an. „Du willst eine Gefährtin? Das hat dich doch früher nicht gestört und du nahmst mit was du kriegen konntest.“ Damok nickte. „Das ist richtig, doch da war auch Aurian immer mal bereit mein Bett zu teilen. Doch wage ich es jetzt kaum mich ihr zu nähern diesbezüglich. Es hat sich viel verändert. Und außerdem ist euch mal aufgefallen das auch Gregorian unter diesem Problem leidet? Er nimmt sich zwar auch schon mal eine der Priesterinnen mit ins Bett die hier im Tempel leben, doch merke selbst ich das es für ihn recht unbefriedigend ist. Vor allem da die sterblichen Frauen, nicht sehr viel aushalten.“ Dorian nickte heftig zustimmend, während Eric ihn an stieß und den Kopf schüttelte. „Wir haben zu viele männliche und zu wenig weibliche Götter, und die die es gibt sind auch alle schon vergeben. Daher wollte ich dich bitten ob man da nicht etwas machen kann.“ Damok sah Aurian abwartend an. Sie nickte. „Ich werde mir etwas überlegen.“ Damit war Damok erst mal zufrieden, er wusste das sie das Problem nicht auf die leichte Schulter nahm und ging davon aus das sie eine Lösung finden würde. In den nächsten Tagen wurde alles für die andere Welt organisiert und die vier jungen Götter nahmen ihre Arbeit dort auf. Doch sprach Aurian auch mit Iona unter vier Augen, diese sah sie an „Und du bist dir sicher das du das tun willst?“ Aurian nickte. „Ich bin die einzige die es tun kann. Um wie viel kannst du es verkürzen?“ Iona seufzte. „Also hier auf der Welt der Sterblichen ist das schwer, aber maximal um die Hälfte, mehr ist wirklich nicht drin. Doch wenn ich merke das geht zu schnell noch weniger. Deswegen frage ich dich ja bist du sicher?“ Aurian nickte. „Ja ich bin sicher.“ Iona nickte. „In Ordnung ich werde bereit sein.“ Anschließend sprach sie mit Myrion und auch er fragte sie ob sie sicher wäre. Als sie nickte, stimmte er zu. Am nächsten Morgen trafen Myrion und Lazarus Ethan draußen an er schüttelte immer leicht mit dem Kopf und Myrion fragte ihn was los sei. Er sah die beiden an. „Ihr wisst ja Aurian schläft mit mir ebenso regelmäßig wie mit euch. Doch letzte Nacht glaube ich hat sie mir alles genommen was in mir war. Sie konnte nicht genug bekommen, als hätte sie seid einer Ewigkeit nicht mehr mit einem Kerl geschlafen. Ich bin jetzt noch ganz zittrig.“ Myrion grinste während Lazarus ihn überrascht und fragend ansah. Dann platzte Myrion heraus. „Nun ich denke sie wollte sicher gehen und ich kann dir gratulieren, du wirst Vater. Ich denke mal du hast sie letzte Nacht geschwängert mein Junge.“ Ethan sah ihn entsetzt an. „Ich habe was?“ Myrion grinste immer noch. „Ihr ein Kind oder zwei gemacht, du weißt doch wie das geht oder?“ Ethan begriff es nicht. „Aber ….aber das hätte ich doch merken müssen.“ Myrion sah ihn ruhig an. „Wir Männer merken es nicht immer. Doch sag, willst du die Kinder nicht?“ Ethan wurde immer entsetzter. „Kinder? Mehr als eins? Ich werde Vater? So richtig?“ Lazarus grinste nun auch. „Ich denke so meint er das.“ Ethan schüttelte den Kopf, dann sah er Myrion wieder an. „Na und ob ich sie will. Zwei Kinder denen ich Vater sein kann?“ Myrion lächelte. „Ja, das kannst du, denn sie werden hier aufwachsen.“ Langsam schlich ein strahlen über Ethans Gesicht, er begann sich zu freuen. Lazarus grinste noch immer, auch er freute sich das man wieder mal Kinderfüße im Haus haben würde. Doch sollte ihm das grinsen schnell vergehen, als Myrion ihm sagte: „und du bist der nächste.“ Lazarus fiel die Kinnlade herunter. „Ich bin was?“ Als er das sagte lachte Myrion nun dröhnend. „Der nächste, denn auch du wirst sie schwängern ebenso wie ich, mein Junge.“ Lazarus verstand die Welt nicht mehr. „Will sie nun alle Götter selber bekommen oder was?“ Myrion deutete an das er sich setzen sollte und dann begann er zu erklären. „Nein, es werden keine alten und bekannten Götter sein. Sie werden neue Seelen bekommen. Diese beiden die Ethan nun gezeugt hat, werden Mädchen werden, das eine wird die Chaossubstanz in sich tragen, das andere wird Dämonenblut bekommen.“ Lazarus verstand nicht. „Ich dachte Aurian kann kein Chaoskind zur Welt bringen.“ Myrion nickte. „Kann sie auch nicht wenn es von Damok gezeugt wurde, doch Ethans Kind kann sie austragen. Wenn das Kind geboren wird, wird Iona Damok ein wenig seiner reinen Chaossubstanz nehmen und es dem Kind zusätzlich zu der geben die Ethan ihm vererbt hat. Somit dürfte es für Damok genau die richtige Gefährtin sein. Und das andere wird die Gefährtin für Gregorian werden. Das einzige was möglicherweise passieren könnte ist das die beiden Mädchen sie nicht wollen, doch das bleibt ab zu warten. Erst mal sollen sie kommen und erwachsen werden, dann sehen wir weiter.“ Lazarus nickte verstehend. „Und was hat das mit mir zu tun?“ Myrion sah ihn an. „Nun Dorian und Eric waren von jeher immer auf das Licht fixiert. Obwohl sie eher dunkle Persönlichkeiten sind. So werden die nächsten beiden Mädchen eher dem Licht angehören, das du und Aurian ihnen vererben werdet. Und ich bekomme einen Sohn, der nicht zwingend nötig ist aber den ich gerne hätte. Allerdings wird er eine alte Seele bekommen.“ Lazarus nickte und lächelte. „Leon nicht wahr?“ Myrion strahlte nur. „Ja.“ Lazarus seufzte leicht. „Also gut, werde ich noch mal Vater, inzwischen habe ich ja Übung darin. Und wenn ich es recht bedenke, so schlecht finde ich es gar nicht.“ Myrion schlug ihm kräftig auf die Schulter. „Na also wer sagt es denn. Und ich finde es klasse, fünf kleine Kinder die Unsinn machen im Haus. Also ich bin begeistert. Ich habe nur Sorge das Aurian sich übernimmt.“ Ethan schüttelte mit dem Kopf. „Darüber brauchst du dich nicht zu sorgen. Vergiss nicht du kannst sie nicht mit einer normalen Frau vergleichen. Rein theoretisch hätte sie sogar alle fünf auf einmal bekommen können. Doch da dann die entsprechenden Erbanlagen auseinander zu halten wäre ein wenig schwierig geworden. Deswegen bekommt sie sie hinter einander. Doch sollten wir das Haus ein wenig vergrößern um Platz zu schaffen für die kleinen Racker.“ Dann sah er Lazarus an. „Und findest du nicht, das du mit ins Haupthaus ziehen solltest?“ Die drei achteten genau darauf das Aurian sich nicht überforderte und setzten sie meistens in einen Liegestuhl damit sie sich ausruhen konnte. Auch Damok und Gregorian waren von Myrion informiert worden, was Aurian getan hatte und noch zu tun gedachte. So achteten die beiden auch noch mit auf sie. Das Haus wurde vergrößert und der Anbau verschwand, dafür gab es nun im Obergeschoss einige Schlafzimmer mehr und unten zwei weitere Kinderzimmer. Pelata überließ ihnen auf bitten von Myrion zwei junge Priesterinnen die nun die Haushaltsführung übernahmen, damit Aurian sich damit nicht auch noch beschäftigen musste. Zudem waren sie von Naraja ausgebildete Heilerinnen die später auch bei der Kinderpflege helfen würden. Sie sahen es als hohe Ehre an, dort direkt dienen zu dürfen, mussten sich aber zu absolutem Stillschweigen verpflichten, über das was im Haus der Lichtgöttin vor sich ging. Wohnen würden sie weiterhin im Tempel. Die Zeit verging, Iona tat was sie konnte um die Schwangerschaft etwas zu verkürzen, doch fünf Monate musste Aurian dennoch durchstehen, aber dann war es soweit, die Kinder würden kommen. Wie auch früher schon hatte Aurian keine Probleme bei der Geburt, und als das erste Kind kam nahm Iona schnell von Damok etwas seiner reinen Chaossubstanz und gab es dem Kind noch ein, so wäre es sogar in der Lage Damok weitere Kinder zu schenken. Und kurz darauf kam das zweite. Wie erwartet beides Mädchen. Myrion sah Aurian sanft an, er war bei ihr geblieben bis die Kinder da waren. Um nichts in der Welt hätte er sie das alleine durch machen lassen. „Und wie sollen sie nun heißen?“ Aurian sah ihn an. „Das Chaoskind soll Rohan heissen und das Dämonenkind Ijana.“ Myrion nickte und zeigte ihr die beiden Kinder noch mal. Beide waren wunderschön, hatten bereits schwarze Haare und strahlend blaue Augen. Dann schloss Aurian die Augen und schlief erst mal. Ethan war ganz aus dem Häuschen als er seine Töchter sah. Er war total verliebt in die beiden und Lazarus konnte nur über sein Engagement schmunzeln. Wenige Wochen später, stellte sich heraus das Aurian abermals schwanger war, diesmal von Lazarus. Wieder wartete man fünf Monate während denen sich die anderen beiden Mädchen sehr gut entwickelten. Lazarus war aufgeregt und freute sich nun sehr auf seine beiden Töchter. Und abermals ging alles ohne Probleme und die beiden waren auf der Welt. Diese beiden bekamen die Namen Pia und Soraja. Aurian hatte genau darauf geachtet das sie zwar ein wenig Licht erhielten aber nicht zu viel. Schließlich durften sie nicht zu gut im Herzen sein, sondern würden mit der Dunkelheit von Dorian und Eric klar kommen müssen. Doch hatten diese beiden strahlend blondes Haar wenn auch nur als leichter Flaum und ebenso die blauen Augen ihrer Mutter. Aurian brauchte nun allerdings einige Zeit um ihrem Körper Erholung zu geben. Myrion sah sie immer mal besorgt an, schließlich hatte sie innerhalb eines Jahres zwei Schwangerschaften durch gemacht und vier Kindern das Leben geschenkt. Während dessen kümmerten sich Lazarus und Ethan mit wahrer Hingabe um die kleinen Mädchen. Aurian die das sah, lächelte. Die beiden Jungen schienen glücklich zu sein und sahen Aurian immer mal strahlend an. Aurian machte den beiden jungen Göttern allerdings klar das sie ihr Herz nicht zu sehr an ihre Töchter hängen sollten, schließlich wussten sie wem sie später mal angehören würden. Auch Damok und Gregorian halfen bei den Mädchen mit und wussten nicht wie sie Aurian danken sollten, denn hier wuchs ihre Zukunft heran. Als Aurian sich erholt hatte, teilte sie Myrion mit das sie abermals schwanger sei und nun sein Sohn kommen würde. Er wusste nicht ob er sich freuen oder besorgt sein sollte, doch sie und Ethan nahmen ihm langsam aber sicher die Sorge so das dann doch die Freude überwog. Doch hier musste Aurian länger warten, die anderen beiden Schwangerschaften in so extrem kurzer Zeit hatten ihren Körper geschwächt. Iona gab ihr zwar laufend Aufbaumittel doch dennoch dauerte es diesmal die ganzen neun Monate. Iona wollte nicht riskieren das sie zusammen brechen würde. Zudem schlief sie sehr viel. Doch auch hier kam der Tag das der junge Leon geboren werden würde. Myrion war ganz aus dem Häuschen als er den kleinen Jungen sah. Ihm war klar das es niemals mehr wie früher wäre, hoffte aber doch das sich irgendwann die alte Vertrautheit wieder einstellen würde. Mit der Zeit erholte sich Aurian wieder und ihre alte Stärke kam zurück. Im Haus ging es nun recht lebhaft zu. Die Mädchen hatten bereits begonnen zu laufen und stellten jede menge Unfug an, was die beiden Väter einfach nur lustig fanden. Die Zeit ging ins Land und aus den Babys und Kleinkindern wurden Kinder, die Aurian begann zu unterrichten, ebenso wie Aglaia die langsam zum Teenager wurde. Im Gegensatz zu allen anderen gab Aurian Aglaia langsam aber sicher ihre alten Erinnerungen zurück, damit sie wusste wer sie war. Immerhin hatte sie eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Die Zeit verging, Aglaia wurde erwachsen und die fünf jungen Götter entwickelten sich langsam zu pubertierenden und hormonstrotzenden Teenagern. Aurian hatte getan was sie konnte um jedes einzelne Kind auf seine Zukunft vor zu bereiten, nun hieß es abwarten. Inzwischen lebten die Götter bereits fast fünfundvierzig Jahre auf dieser Welt. Die Zeit war so verflogen. Eines Morgens hörten sie die Fanfaren der Burg Kristans bis zu ihnen klingen. Myrion erklärte sich bereit nach zu sehen was los wäre. Als er dort ankam sah er bereits von weitem die schwarzen Flaggen die an den Burgmauern herab hingen. Er ahnte schlimmes. Als er die Burg betrat, kam ihm Naraja in Tränen aufgelöst entgegen. Erst jetzt sah er wie alt sie geworden war. Sie warf sich an seine Brust und weinte. „Er ist tot, er ist tot. Wie soll ich nur ohne ihn leben? Darf ich ihm nicht folgen?“ Er ging mit ihr in den Thronsaal wo man Kristan aufgebahrt hatte. Auch Kristan war alt geworden und seine erwachsenen Kinder standen um die Bahre herum. Myrion hielt Naraja tröstend im Arm. Er nickte und rief Aurian herbei. Sie kam auch sogleich und sah was geschehen war. Sofort erschuf sie eine zweite Bahre und sah Naraja an. „Willst du ihm folgen wie es euer Schicksal vorsieht?“ Naraja nickte und kletterte freiwillig auf die zweite Bahre. Ihr Tun ließ die Kinder die um die Bahre ihres Vaters standen aufschreien. „Nein Mutter nicht du auch noch!“ Myrion drehte sich fast das Herz herum. Dann sprach Aurian. „Euren Eltern ist ein Schicksal auferlegt das größer und höher ist als ihr es euch vorstellen könnt. Lebt und handelt in ihrem Sinne. Sie werden niemals sterben, denn einst, wenn diese Welt wieder mal im Chaos versinkt, werden sie auferstehen und dieser Welt wiederum den Frieden bringen. Achtet das Erbe eurer Eltern hoch und lebt wie sie gelebt haben.“ Sie ging zu Naraja und strich sanft über deren Gesicht und Naraja hauchte ihr Leben friedlich aus. Doch nun schauten ihre Kinder auf einmal, denn sie wurde wieder jung. Dann trat Aurian zu Kristan und strich auch ihm sachte über sein totes Gesicht und auch hier geschah das Unfassbare, sein Körper verjüngte sich. „Im Tempel ist eine Gruft vorbereitet, dorthin wird man ihre Körper bringen. Die Körper werden niemals vergehen und immer so aussehen wie jetzt. Sollte diese Welt irgendwann mal in Not sein, so wird man sie zurück rufen können. Doch erst dann, bis dahin lasst sie in Frieden schlafen, sie haben ihre Arbeit getan. Die Kinder nickten, sie wussten was sie nun zu tun hatten. Naraja hatte es ihnen immer eingebleut, einer der jungen Männer würde das Erbe seines Vaters antreten müssen und den Stein musste man freigeben damit er seine zukünftige Besitzerin finden würde. Doch auch hier sah man wieder mal die Weitsichtigkeit die Naraja besessen hatte, denn sie hatte eine junge Magierin bereits zu ihrer Nachfolgerin ausgebildet. Diese betrat nun schüchtern den Thronsaal, und der Stein löste sich aus dem Schwert und flog auf sie zu. Der junge Prinz der das Erbe antreten würde trat auf die junge Frau zu. „Wie ist dein Name?“ Sie sah ihn schüchtern an. „Ich heiße Jolande.“ Dabei hielt sie den Stein den sie aufgefangen hatte in ihren Händen und gab ihn dem jungen Prinzen zurück. Er nahm den Stein und brachte ihn zum Schwert, nun würde sich zeigen ob er der richtige war. Er nahm das Schwert von der Wand und setzte den Stein wieder ein, und wie damals klickte es kurz und das Schwert leuchtete auf.

Nach einer angemessenen Aufbahrungszeit, in der auch alle anderen Könige kamen um ihnen die letzte Ehre zu erweisen sollten die beiden in die Gruft gebracht werden. Die Könige nahmen die Bahre des Großkönigs die auf einem mit einem Tuch überzogenen Tisch lag auf, während einige Ritter die Bahre der Großkönigin nahmen. Dann trug man beide durch die Straßen der Stadt bis hin zum Tempel. Dort wurden sie in die Gruft gebracht deren Eingang außerhalb des Tempels lag, wobei sich die eigentliche Gruft unter der Erde befand. Dort standen zwei reich verzierte Steinsockel auf denen man nun die beiden Bahren abstellte. Die beiden Toten sahen aus als schliefen sie nur. An den Wänden waren Fackeln befestigt und es standen um beide Steinsockel große silberne Kerzenleuchter herum. Die Priester würden sich darum kümmern das die Kerzen immer erneuert wurden. Die Könige und Ritter verneigten sich noch mal vor den beiden dann verließ man die Gruft und sie wurde verschlossen.

Einige Tage später wurde Kristans Sohn zum Großkönig gekrönt. Myrion sah Aurian an, die beide unsichtbar in der Nähe standen. „Wie hältst du das aus? Ich finde das alles unendlich traurig.“ Aurian sah ihn an. „So ist das Leben, sie werden geboren, leben eine weile und sterben dann. Und im Moment in diesem Zeitalter sterben sie früher, als wir es gewohnt sind. Älter als vielleicht fünfzig ist nicht möglich. Erst später wird man ein höheres Alter erreichen.“ Myrion nickte. „Doch du hättest es verhindern können und tatest es nicht. Wieso nicht?“ Aurian seufzte. „Weil eine weitere Welt die beiden braucht. Wie ich schon sagte, sie sterben nicht, das heißt ihre Seele wird nun abermals geboren nur diesmal auf Damoks Welt, sie werden dort noch mal von vorne anfangen.“ Myrion deutete in Richtung der Gruft. „Und was ist damit?“ Aurian lächelte. „Es ist wie ich es sagte. Sie werden wiederkommen wenn sie gebraucht werden. Doch bis dahin werden einige Generationen vergehen, so das sie genug Zeit haben ihr Werk auf einer anderen Welt fort zu setzen. Kristan ist der ewige Held und Naraja seine Gefährtin. Wir sind erst am Anfang, vergiss das nicht.“ Myrion seufzte. „Jetzt verstehe ich auch warum du nicht wolltest das man uns so offen sieht. Wir nehmen Anteil am Schicksal der Sterblichen und es wird immer wieder weh tun sie gehen zu sehen.“ Aurian nickte. „Doch das ist es nicht alleine, es gibt noch jede Menge anderer Gründe. Doch nun ist es geschehen und nicht zu ändern. Irgendwann wird es soweit sein das wir wieder unsichtbar werden für die Menschen, dann wird man uns vergessen und sich erst wieder erinnern wenn die Zeit reif ist. Doch bis dahin ist noch eine Weile.“ Myrion sah sie an. „Wäre es da nicht besser gewesen wie früher auf einer eigenen Welt zu leben, als hier unter den Sterblichen?“ Aurian nickte. „Das werden wir auch wieder, aber erst wenn alle Götter begriffen haben, das wir für die sterbliche Welt nicht gemacht wurden, das es für uns unmöglich ist in ihrer Welt zu leben. Sieh mal ich wusste es schon als das Universum starb. Deswegen wollte ich mit Ethan auch dem Wunsch des Universums nachkommen und alleine mit ihm bleiben. Natürlich hätte ich irgendwann auch Damok oder Gregorian wieder zurück holen müssen. Sofern sie überhaupt gestorben wären, was ich nicht mal glaube. Denn sie sind wie ich wirklich unsterblich, selbst wenn das Universum untergeht. Doch ich liebte dich und Lazarus zu sehr. Daher konnte es kommen wie es kam. Ich sagte immer jeder macht sein Schicksal selbst, doch ist das nur bedingt richtig. Einige wenige haben bereits ein festes Schicksal wenn sie das Licht der Welt erblicken. Und zumeist sind es die, auf die es ankommt. Die Helden und wir Götter.“ Sie deutete auf den jungen Prinzen und die junge Magierin. „Oder wie diese beiden, ihnen wurde das Schicksal bereits in die Wiege gelegt. Jetzt werden sie ihm folgen bis auch ihr Ende naht, doch im Gegensatz zu seinen Eltern werden sie wirklich sterben. Ihnen werden die nächsten Generationen nachfolgen bis man nicht mehr an den Zauber des Schwertes glaubt. Dann wird es eines Tages von der Wand verschwunden sein und das Chaos wird wieder in diese Welt einziehen. Bis dahin wird man bereits an Technik und ähnliches glauben und auch die Magie vergessen haben. Doch wird man dann alte Schriften finden die auf uns, das Schwert und seine Magie hinweisen und wie einst Nara und Iron werden sie sich auf die Suche machen und es Archäologie oder Altertumsforschung nennen. Doch schlussendlich werden sie auch Naraja und Kristan wieder erwecken die dann alles wieder in die richtige Richtung lenken werden. Doch bis es soweit ist, werden wir von Welt zu Welt ziehen.“ Myrion sah sie an. „Und unsere neue Heimat verlassen?“ Aurian lächelte. „Nicht ganz, denn die nehmen wir mit. Ich habe diese Insel bewusst ausgesucht. Warte es nur ab.“