Kapitel 25: Die wahre Finsternis


 

Alles schien in schönster Ordnung. Die jungen Drachen schlüpften und waren gesund, die beiden Junggötter, Morpheus und Eirana wuchsen heran und auch Damok war überglücklich, da Iona ihm immer wieder bestätigte das Rohan keine Probleme bei der Schwangerschaft hatte. Thanatos hatte ihm gesagt, das hier Rowan und Riana wieder geboren werden würden, was ihn noch glücklicher machte. Er trug Rohan auf Händen, er war absolut glücklich mit ihr. Auch Dorian hätte glücklich sein können, doch das er Vater werden sollte, passte ihm gar nicht. Erst als ihm Thanatos sagte das hier seine geliebte erste Tochter Jenna wieder geboren werden würde, strahlte auch er. Er wusste noch wer Jenna war und ebenso wusste er das er das Kind immer heiß geliebt hatte. Auch Eric und Soraja erwarteten Nachwuchs und Eric erfuhr von Thanatos das es sich hier um Dion handeln würde, einem weiteren dunklen Gott. Thanatos hatte noch gut in Erinnerung das sich zwischen Eric und Dion einst eine besondere Freundschaft gebildet hatte und dachte so das Eric am besten mit diesem jungen Gott zurecht kommen würde. Als allerdings Dorian davon erfuhr, schäumte er vor Wut. „Konnte man ihn nicht im tiefsten Keller lassen? Musste er nun auch wieder geboren werden? Er wird meine Tochter wieder unglücklich machen. Wenn ich schon dunkler Natur bin, dann ist er die Finsternis. Er war immer verdorben bis in den tiefsten Kern.“ Eric versuchte ihn zu beruhigen. „Warte doch erst mal ab. Zudem werde ich ihm schon Ehre und Anstand beibringen und wenn es sein muss Prügel ich sie ihm ein.“ Dorian nickte und war bereit ab zu warten. Doch ahnte er was mit Dion in diese Welt kommen würde. Aurian und Myrion hatten sich inzwischen schon zu guten Beobachtern gemausert und hatten auch hier natürlich mit bekommen was passierte. Thanatos hatte nicht ohne Aurians Wissen die alten Seelen in die Ungeborenen gesetzt. Der einzige bei dem sich kein Nachwuchs einstellen wollte war Gregorian. So trat er irgendwann vor Aurian und fragte sie: „Hält mich dieser Fluch immer noch umfangen? Bin ich nicht in der Lage ein Kind zu zeugen? Bist du immer noch die einzige die mein Kind empfangen kann? Bitte sag es mir. Pia ist schon ganz verzweifelt, sie möchte auch gerne ein Kind.“ Aurian prüfte es nach, ob ihr wirklich ein Fehler unterlaufen sein sollte. Dann schlug sie sich vor den Kopf. „Verdammt das hatte ich ganz vergessen, es ist das Mal auf seinem Rücken. Es verhindert das er eine Frau außer mir schwängern kann. Ich konnte ihn zwar von einigen Teilen des Fluchs befreien aber scheinbar nicht von allen. Das Mal hat ein gewisses Eigenleben. Aber gut, dafür muss es eine Lösung geben.“ Die nächsten Tage sprach sie auch mit Myrion und Iona darüber und Iona gab ihr eine mögliche Lösung. „Er muss dich schwängern. Danach könnten wir wie damals bei mir den Embryo versetzen so das Pia es austragen kann. So würde sie auch ein Baby bekommen. Allerdings müsstest du dafür mit Gregorian schlafen, das ist wohl klar. Ich würde sogar empfehlen es Pia nicht mal zu sagen. Denn so hat sie das Gefühl das sie ihm ein Kind schenkt und nicht du.“ Aurian nickte und dachte weiter darüber nach, doch ihr fiel keine andere Lösung ein. Myrion sprach mit Gregorian und erklärte ihm Ionas Lösung. Gregorian sah ihn an. „Du weiß das ich immer scharf auf Aurian war und es immer noch bin. Ich bilde da keine Ausnahme von allen anderen. Ich bin wild auf sie, vor allem wenn dadurch Pia ihr Baby bekommen kann. Denn ich sag dir was, ich liebe Pia wenn auch anders als Aurian und würde fast alles tun um ihr ihren Wunsch zu erfüllen.“ Myrion sah ihn an. „Hast du diese Liebe zu ihr immer noch nicht überwunden? Ich meine Aurian hat euch allen ein sehr großes Geschenk gemacht mit den Mädels und doch ist keiner wirklich zufrieden.“ Gregorian lachte gezwungen. „Sag mir eins Myrion, würdest du die Liebe zu ihr überwinden? Könntest du auf sie verzichten? Selbst wenn man dir die schönste Frau vorsetzt die es gibt?“ Myrion musste das ehrlich verneinen und sah ein das es wohl auch für Gregorian nicht einfach war. Gregorian nickte: „Weißt du wie gesagt ich liebe Pia, was anderes hätte sie auch nicht verdient. Doch Aurian liebe ich seit ich sie das erste mal sah. Es ist nicht nur körperliches Begehren, sondern tief in mir drin lacht mein Herz wenn ich sie sehe. Wenn es auch weh tut sie nicht berühren oder küssen zu dürfen. Denn ich weiß genau, hielte ich sie nur für einen Moment in meinen Armen würde ich mehr als nur einen Kuss wollen. Du hast sie immer um dich herum, sobald du sie küssen oder lieben willst, ist sie für dich da. Doch alle anderen, die sie einmal in ihren Armen hielten und auch mehr von ihr bekamen, haben das nicht. Ich missgönne es dir nicht. Du bist das beste was es für sie gibt, daran hege ich keinen Zweifel. Doch für mich und alle anderen ist es hart. Und das kann auch Pia nicht erfüllen und auch keine andere Frau. Lazarus hat es mal mit einem Satz gesagt. Sie ist die beste. Sie hat ein großes Herz, in das viele hinein passen, doch früher war sie freizügiger mit ihrer Gunst. Was ist mit ihr geschehen? Sie hat sich sehr verändert, seit Ethan in ihr Leben trat.“ Myrion seufzte. „Es hat nichts mit Ethan zu tun, sondern sie leidet. Sie lässt es sich nicht anmerken, doch ich weiß das ihr der Tod der vielen Götter sehr nahe geht. Der Untergang des Universums und mit ihm alles das was sie mal liebte, ist fort. Wenig blieb zurück. Ihr vergesst alle das einige ihrer Kinder dabei starben. Sie ist verdammt stark und schiebt viel beiseite um nicht ganz zu verzweifeln. Und gerade Ethan gibt ihr ab und zu das lachen zurück. Er ist es der sie aus der dunklen Stimmung holt, das vermag selbst ich nicht, da ich mit ihr leide. Aber seine Unbekümmertheit hilft ihr. Ich weiß das sie ihn ebenso liebt wie Lazarus, diese beiden geben ihr diesbezüglich mehr als ich ihr geben kann. Ich bin ihr Fels in der Brandung, ich bin es der sie schützt, an den sie sich anlehnt. Doch Ethan hat die Fähigkeit sie zum lachen zu bringen und dafür liebe ich den Jungen. Seine freche Art lässt sie lächeln und ich hoffe das er seine jugendliche Unbekümmertheit noch lange behält. Er schaffte es sogar Lazarus aus seiner Trauer zu holen. Der Junge ist ein Segen.“ Myrion lächelte, man sah ihm an das er Ethan liebte. Gregorian nickte verstehend. „Sie ist zu gefühlsbetont. Wenn sie liebt dann ganz. Und doch hat sie Leon oder irgendeinem anderen nichts mehr gegeben als sie euch beide, dich und Lazarus verlor.“ Gregorian sah Myrion nachdenklich an. „Ich glaube, wenn sie euch beide ganz verloren hätte, gäbe es sie nicht mehr so wie jetzt. Ich denke sie hätte ihren Körper dann ganz aufgegeben oder hätte sich und das Licht auseinander gerissen. Um den Schmerz nicht mehr fühlen zu müssen. Ich verstehe jetzt vieles besser. Ich werde ihr mehr als dankbar sein, wenn sie Pia zu einem Kind verhilft und nicht mehr von ihr verlangen. Ich trete danach zurück.“

So stand Gregorian einige Tage später mit Aurian in einem der vielen Schlafzimmer ihres Hauses. Er sah sie an. „Gott ich kann nicht sagen wie heiß ich dich begehre, doch um der Liebe Pias Willen habe ich mich von dir fern gehalten. Ich hatte nicht erwartet dich jemals wieder in meinen Armen zu halten.“ Aurian nickte nur leicht und begann sich aus zu ziehen. Als er sie so vollkommen vor sich sah, ihren Körper betrachtete wurde ihm wieder klar wie unwiderstehlich sie war. Schnell hatte er sich seiner Kleidung entledigt und schritt auf sie zu. Er riss sie regelrecht in seine Arme um sie dann verlangend zu küssen. Als sie auf dem Bett lagen und er seiner wilden Natur freien Lauf lassen konnte stöhnte er hart auf und hauchte. „Pia gibt mir viel, doch diese wilde Leidenschaft trägt sie nicht in sich. Wie sehr ich das vermisst habe.“ Er ließ seine Beherrschung fallen und liebte sie nun hart und heftig. Aurian gab sich ihm ganz hin und beide genossen es. Sie waren überein gekommen, Pia nichts davon zu sagen, wie das Kind zustande gekommen war. Als feststand das Aurian von Gregorian schwanger war, versetzte sie das ungeborene Kind in Pia. Diese war überglücklich als sie erfuhr das sie schwanger war. Wenige Tage später sah Myrion Aurian am Strand stehen, er sah den schmerzlichen Ausdruck in ihrem Gesicht und ging auf sie zu. Er legte sanft einen Arm um sie. „Was ist los? Ist es weil du mit ihm schlafen musstest oder weil du das Kind hergeben musstest?“ Sie sah ihn an und schüttelte nur den Kopf. „Nein es ist das Pia belogen wurde, das man sie hintergeht. Sicher sie ist glücklich und eigentlich sollte es mich ebenso glücklich machen und doch hat es einen schalen Beigeschmack. Ich habe schon mit so vielen Männern geschlafen, das es auf das eine mal nicht mehr ankam. Er ist ja nicht schlecht und es hat auch Spaß gemacht. Aber diese Lüge, sie ist es die ich irgendwie nicht gutheißen kann. Und das Kind, ach her je ich habe schon so viele Kinder bekommen und auch wieder verloren, das mich das nicht weiter kümmert.“ Er sah sie an. „Doch es kümmert dich schon. Kätzchen ich sehe das du leidest, ich sehe das irgendwas an dir frisst. Wir können nicht ändern was geschehen ist. Doch so machst du es allen schwer.“ Sie sah ihn an und nickte. „Ich wünschte manchmal sterben zu können. Mich fallen lassen zu können und zu vergessen. Die Ewigkeit kann so verdammt lang sein. Ich würde noch mal gerne von vorne anfangen, alles vergessen was geschehen ist, noch mal so unbekümmert sein wie wir es in unseren ersten Tagen waren. Doch so viel ist geschehen. Soviel Ballast schleppe ich herum.“ Sie sah ihn an. „Und du ebenso. Ich liebe dich und wüsste nicht was ich ohne dich täte. Doch was ist aus uns geworden?“ Myrion drückte sie liebevoll an sich, Tränen rannen seine Wangen herab. Er verstand das sie litt und er litt mit ihr. Ethan der Aurian etwas fragen wollte bekam alles mit. Er sah auch Myrions Tränen und musste selber schlucken. Er verzog sich schnell wieder um mit Lazarus und Leon über das zu sprechen was er soeben mit bekommen hatte. Er wünschte sich, er könnte etwas ändern.

Doch es sollte noch schlimmer kommen. Damok stand eines Tages aufgelöst bei Aurian und fluchte. „Verdammt wie konnten wir das übersehen? Ich nahm an Thanatos hätte genau aufgepasst.“ Thanatos stand ebenso bei ihnen, wie Myrion und Dorian. Thanatos lief auf und ab. „Ich verstehe das nicht, ich habe ihn auf der alten Götterwelt angekettet, er musste einfach mit der Welt unter gehen, ich kann es mir nicht erklären.“ Aurian hörte ihnen zu. „Aber ich kann es oder zumindest denke ich das. Er war immer hinterhältig und durchtrieben, so denke ich als er Damok eine weile als Seele Gesellschaft leistete und der ihn wieder raus warf, das er sich da einen Teil der Chaossubstanz abzwackte. Womit zumindest bewiesen ist das Damok nicht gestorben wäre, beim Untergang des Universums. Doch gab es auch dem Finsteren die Möglichkeit irgendwie zu überleben. Obwohl ich nicht weiß wie er das angestellt hat. Denn auch Riana und Rowan hatten einen Teil in sich. Doch scheinbar liegt es daran das er unverfälschte Substanz genommen hatte. Wie dem auch sei, wie schlimm ist es?“ Damok fluchte weiter. „Es ist zum kotzen, er vernichtet die gesamte Welt, alles was du aufgebaut hast und was ich in geregeltem Chaos zerstörte, ist vernichtet.“ Aurian nickte und rief Chronos herbei. „Halte die Zeit fest an dem er auftauchte damit wir die Welt bis zu diesem Zeitpunkt zurück drehen können. Und achte diesmal genau darauf, denn denk dran sonst würde es uns an zwei Orten gleichzeitig geben und das ist nicht gut. Als nächstes werde ich mir mal das Ausmaß ansehen was er vernichtet hat. Ich frage mich nur wieso jetzt, wieso nicht früher.“ An Myrion gewandt. „Rufe unsere Kämpfer zusammen, könnte sein das wir sie brauchen.“ Myrion nickte und Aurian knurrte. „Jetzt werde ich ihn endgültig vernichten, nichts wird mehr von ihm übrig sein wenn ich mit ihm fertig bin.“ Als Aurian sich die Welt ansah traten Tränen in ihre Augen, Damok hatte recht es war fast nichts mehr übrig. Der Finstere hatte wieder Dämonen erstehen lassen und die Menschen zu Untoten gemacht. Selbst Dorian war schockiert, er sah Aurian an. „Mein Schwert steht für dich bereit, wenn du es brauchst.“ Aurian nickte, sie sah Damok an. Sie dachte nach. „Wenn er deine unverfälschte und reine Chaossubstanz besitzt, musst du sie ihm zuvor weg nehmen. Ich weiß nicht was mit dir geschieht, wenn ich ihn vernichte solange er sie besitzt. Denn ich würde damit auch eventuell dich vernichten, denn ob du es wahrhaben willst oder nicht, ihr seid irgendwie miteinander verbunden.“ Damok nickte und sah Aurian an. „Kleines, wenn es mir nicht gelingen sollte, vernichte ihn und nimm auf mich keine Rücksicht. Denn das dort ist schlimmer als alles andere. Er ist die reine Zerstörung und wird nur von seinem Hass genährt.“ Aurian seufzte, sie sah sich die Welt an. Verdorrte Erde wo er ging oder stand. Es gab kaum noch Leben auf dieser Welt, doch diesmal konnte sie keine Helden schicken die alles ins Lot brachten, diesmal mussten die Götter selber und sie im besonderen was unternehmen und eingreifen. Jetzt wurde ihr klar wieso die Elemente erwacht waren. Sie brauchte sie in ihrem reinen Zustand. Sie rief die vier personifizierten Elemente herbei. Und da standen sie. Der Hüne Eric, Wasser lief an ihm entlang. Leon in Feuer gehüllt, das Feuer züngelte an ihm hoch. Andra der in einer Aura von Luft hinter ihnen schwebte und wovon man nur noch das Gesicht erkennen konnte. Und als letztes Mystra deren Beine tief im Erdreich versunken waren. Aaron stand an Aurians Seite und begann sofort eine Strategie aus zu arbeiten, er sah sie und alle anderen an. „Als erstes sollte Damok versuchen ihm diese Substanz zu nehmen. Sollte es gelingen, müssen wir ihn umzingeln und ihn einkesseln. Sollte es nicht gelingen, werden wir es dennoch tun müssen, wir dürfen ihm keine Fluchtmöglichkeit lassen. Aurian ich weiß nicht was du tun kannst, aber ich glaube dein Licht wird ihn endgültig vernichten. Uns anderen bleibt nichts anderes übrig als ihn lediglich fest zu nageln an dem Ort an dem er sich aufhält.“ Er sah Leon an. „Verbrenne seine Untote Armee. Denn nur Feuer kann sie aufhalten.“ An Eric gerichtet. „Unterspüle die Erde auf der er steht und Mystra sobald er eingesunken ist, festige die Erde wieder. Dann kann er erst mal nicht weg. Andra.......trage mit deiner Luft und Ionas Hilfe, das Lied des Lichts weit über diese Welt. Denn wenn ihr mal genau hinseht, es geht kein Lüftchen. Er hat alles vernichtet, sogar die Elementarsten Dinge. Das Wasser ist verseucht und verpestet. Die Erde ausgedorrt, die Luft im Stillstand.“ Er sah Aurian wieder an. „Ich weiß nicht woher du es wusstest das wir die Elemente hier brauchen würden, doch danke ich dir und deiner Voraussicht. Und jetzt auf in den Kampf.“ Er sah Chronos an. „Wir müssen ihn in eine Art Zeitschleife packen, denn ansonsten wenn du später diese Welt in der Zeit zurück drehst, wäre er wieder da. Welche Möglichkeiten hast du da?“ Chronos dachte nach.“ Wenn Aurian ihm gegenüber tritt könnte ich beide in eine Art Zeitkugel stecken, diese müsste sie dann ins Universum transportieren so das sie weit von der Welt weg sind und das zurück drehen der Zeit auf sie keinen Einfluss mehr hat. Erst dann darf sie ihn endgültig vernichten. Er darf also erst nach dem zurück drehen der Zeit sterben. Ansonsten...........werden beide für ewig in dieser Kugel gefangen sein. Oder alternativ, wir drehen die Zeit nicht zurück. Wir haben die vier Elemente, sie könnten die Welt wieder in Ordnung bringen und das im Fortlauf der Zeit.“ Er sah Aurian an: „Erinnere dich das hatten wir schon mal, da mussten Iona und Jasmin auch die Welt wieder in Ordnung bringen weil wir die Zeit nicht zurück drehen konnten. Hier könnten wir es ebenso machen. Nicht alles kann man rückgängig machen, in dem man die Zeit zurück dreht.“ Dorian mischte sich ein. „Er hat recht, damals sangen Iona und Jasmin das Lied der Wiederauferstehung. Also ich würde diese Alternative vorziehen, weil es uns garantiert das er niemals wieder zurück kommen kann. Mal abgesehen davon das die andere Alternative viel zu gefährlich für Aurian und uns wäre. Denn wenn es schief geht würden wir das Licht für immer verlieren, denn sie wäre zwar nicht tot aber gefangen in der Zeit“ Alle anderen nickten und Aurian stimmte ihnen zu. „Also gut, dann machen wir es so. Wir vernichten ihn auf herkömmliche Weise und bringen anschließend die Welt lediglich wieder in Ordnung.“ Aaron nickte und sah Damok an. „Na dann los auf in den Kampf.“ Als Damok los ging folgte ihm Dorian. Er wollte den Chaosgott nicht alleine dort stehen lassen. Eric wäre ihnen auch gerne gefolgt, doch als Element des Wassers hatte er eine andere Aufgabe. Damok trat dem Finsteren der abermals eine Dämonengestalt hatte gegenüber. „Du bist ein Dieb und ein mieses Stück Dreck. Du hast mir einen Teil meiner Substanz geklaut.“ Der Finstere lachte. „Ganz richtig und deswegen kann man mich auch nicht vernichten. Das Licht würde es nicht wagen, mich zu töten, denn dann würde es auch dich umbringen. Einen der Alten. Oh ich habe gelernt und weiß nun was es mit den Alten auf sich hat. Ja ja ich weiß es.“ Dabei kicherte er, was Damok zeigte das er wahnsinnig geworden war. Damok sah ihn eiskalt an. „Wieso jetzt, wieso kamst du nicht früher?“ Der Finstere lachte wieder. „Das Licht, es tut mir weh, und solange wie es sich hier aufhielt strahlte es weit ins Universum, ich konnte nicht her kommen. Doch als es weg ging lies langsam seine Ausstrahlung nach, und als du das Chaos begannst zu verbreiten, wurde es hier dunkler auch dank ihm.“ Dabei deutete er auf Dorian. „Und ich konnte her kommen. Ihr habt gut vor gearbeitet.“ Dorian sah ihn an. „Warum hast du dann nicht die andere Welt genommen, dort war es dunkel. Vor allem nach dem ich mit ihr fertig war.“ Abermals lachte der Finstere. „Warum? Du tatest doch bereits was ich getan hätte. Außerdem hätte es nicht so viel Freude gemacht. Denn hier hat das Licht viel Zeit und Arbeit hinein gesteckt, das wieder zunichte zu machen, war mir eine innere Wohltat. Das war meine Rache, für das was das Licht mir alles angetan hatte. Und nun seht euch um. Dämonen und Untote soweit das Auge reicht. Die Erde verbrannt und verdorrt. Hier kann nichts mehr leben, jedenfalls nicht das Leben wie ihr es kennt. Das hier wird nun meine Welt werden.“ Dorian nickte und lächelte eisig. „Doch hast du nicht etwas übersehen?“ Er versuchte Damok Zeit zu verschaffen und der begriff was Dorian vor hatte. Der Finstere dachte nach. „Nein was sollte ich denn übersehen haben?“ Als Damok sah das der Finstere abgelenkt war stürzte er sich auf ihn und entzog ihm schnell seine Substanz. Dorian grinste. „Nun zum einen das auch das Licht die Dunkelheit auf seiner Seite hat und zum anderen das Licht selber. Denn es kann dich vernichten.“ Damok sprang zurück als der Finstere sich zu wehren begann.und nickte Dorian zu, er hatte was er wollte. Dorian drehte sich herum und sagte noch leicht höhnend beim weg gehen. „Und nun mein Bester bist du auch die Substanz los. Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Licht.“ Der Finstere tobte und richtete nun seinen gesamten Hass auf Dorian. Als diesen diese Gefühlswallung voll erwischte fiel er um wie ein gefällter Baum. Damok schnappte sich Dorian, warf ihn über seine Schulter und verschwand mit ihm. Nun wurden die Elemente eingesetzt und Aaron koordinierte alles, Eric begann ins Erdreich zu sickern und die Erde um den Finsteren herum ein zu nässen und zu unter spülen bis es mehr als sumpfig war. Der Finstere sank langsam ein und fluchte, er versuchte da heraus zu kommen. Doch dann trat Mystra in Aktion und die Erde wurde wieder trocken und fest. Der Finstere war gefangen. Derweil fegte Leon in seiner feurigen Aura einem Drachen gleich über die Untoten hinweg und verbrannte sie bis nur noch Asche übrig blieb. Dann flammte Aurians Lichtaura hoch und sie erschien kurz vor dem Finsteren. „Nun ist es soweit, dein endgültiges Ende ist gekommen. Soweit musste es also kommen.“ Der Finstere zappelte herum und versuchte aus der Erde zu kommen, doch Mystra hielt ihn fest. Dann traten auch alle anderen heran, Damok hatte Dorian immer noch über seiner Schulter liegen. Der Finstere lachte wahnsinnig und deutete auf Dorian. „Wenn du mich tötest, dann tötest du auch ihn. Mein Hass hat ihn getroffen. Er wird mit mir untergehen.“ Aurian sah zu Damok und Dorian, dann den Finsteren wieder an. „Nun was ist ein Leben gegen das der vielen die diese Welt bevölkerten und wieder bevölkern werden. Sein Opfer wird nicht umsonst gewesen sein.“ Der Finstere tobte. „Das kannst du nicht tun, du bist das Licht und das ist gütig und würde niemals solch ein Opfer hinnehmen.“ Aurian lachte eisig. „Du hast da einen kleinen Denkfehler. Ich bin das Licht, das ist wahr, aber das Licht ist nicht nur freundlich und lieb, sondern kann auch eiskalt sein wenn es nötig ist. Und ich kann sehr wohl ein Opfer annehmen. Denn er gab es freiwillig.“ Damit ging sie auf den Finsteren zu. „Dein Ende ist gekommen.“ Sie hüllte ihn langsam in ihr Licht ein und der Finstere schrie vor Schmerzen. Dann auf einmal zerplatzte er und selbst seine dunkle schmierige Seele wurde nicht verschont, sie löste sich gänzlich auf. Anschließend sagte sie den Elementen sie sollten alles wieder in Ordnung bringen, die Flüsse, die Erde, die Luft und auch das Feuer der Vulkane. Die vier machten sich gleich an die Arbeit. Iona untersuchte derweil Dorian und sah Aurian an. „Er lebt noch, doch er ist in dem Hass gefangen. Wenn er es nicht schafft diesen Hass zu überwinden, hat der Finstere recht und er wird ihm folgen. Doch wird er nicht nur sterben, sondern seine Seele wird unwiederbringlich verloren sein. Sie wird sich auflösen, wie die des Finsteren.“ Aurian nickte und dachte nach. Dann sah sie alle anderen an. „Legt meinen Körper auf eine Bahre, ich werde seiner Seele helfen. Ich habe dieses Opfer angenommen, also bin ich es auch die ihm helfen muss.“ Damit fiel sie um und Myrion konnte sie gerade noch auffangen. Dann sah man wie sich das Licht und Aurians Seele von ihrem Körper trennte und in Dorian einsank. Man machte es ihr gemütlich und brachte sie zurück nach Hause ebenso wie Dorian. Beide lagen in einem Schlafzimmer auf verschiedenen Betten. Ihre Körper atmeten noch, das sah man. Iona überwachte beide. Lazarus, Ethan und Myrion als auch Ijana blieben an ihrer Seite. Man wartete und hoffte. Als sie sahen das Dorians Körper Schweißgebadet wurde, zogen sie ihn aus und kühlten seinen Körper mit feuchten Tüchern. Sie kämpften alle um sein Leben und taten was sie konnten. Doch wussten sie das er diesen Kampf alleine führen musste und hofften nur das Aurian ihm helfen konnte.

Kapitel 26: Dorian


 

Als Aurian in ihn eintrat musste sie ihn erst suchen doch dann fand sie seine geschundene Seele. Sie hing in einem klebrigen Netz aus Wut und Hass. Langsam schwebte sie auf ihn zu und er sah sie an. „Du bist gekommen? Warum? Lass mich hier. Ich habe es nicht besser verdient.“ Das Licht oder Aurian schwebte zu ihm, sie sah ihn sanft an. „ Du sagtest mal das in dir nur Gleichgültigkeit existieren würde, das du weder Liebe noch Hass empfinden würdest. Doch das hier....“ dabei deutete sie auf das Netz. „zeigt wie es wirklich ist. Wäre es so wie du sagst, könnte dich das Netz nicht halten, ja nicht mal an kratzen. Erkenne dich selber, sei einmal ehrlich zu dir selbst.“ Dorian knurrte und Aurian lächelte. „Also gut fangen wir an, wie wäre es mit Jenna, das war deine erste wirkliche Liebe. Und gehen wir weiter, als sie starb batest du Jasmin und mich das sie wieder geboren werden sollte und selbst jetzt wo Ijana sie dir abermals wieder zurück bringt, lacht dein Herz und freut sich. Wie kann es sein? Denn wäre in dir nur Gleichgültigkeit, würde es dich nicht interessieren, doch so ist es nicht. Du belügst dich selber. Und alleine deswegen kann dich das Netz halten. Liebe, Hass das alles ist in dir. Doch weiter, wie war es mit Jasmin, obwohl du hier mehr Eric als Jasmin geliebt hast. Sie hast du heiß begehrt, doch deine Liebe gehörte eigentlich nicht ihr sondern Eric.“ Dorian knurrte abermals. „Ich stehe auf Frauen nicht auf Kerle. Und auf Eric mit Sicherheit nicht.“ Aurian lachte. „Du reduzierst die Liebe auf das körperliche, das meinte ich aber nicht. Sondern dein Herz, es gehörte Eric, nicht Jasmin. Sei ehrlich zu dir selber.“ Dorian seufzte, er nickte leise knurrend. „Ja du hast recht, ich liebte Jenna, doch nicht so wie ein Mann eine Frau liebt, sondern als Teil von mir, als meine Tochter. Sie war das einzige Kind, dem ich Vater sein wollte. Und Eric.....er war das beste was mir im Leben passieren konnte, er nahm mich wie ich war, er gab mir Freundschaft, Vertrauen und noch vieles mehr. Er teilte sogar seine große Liebe mit mir und schlussendlich sogar seine Seele. Er ist mir mehr als ein Bruder. Und ja du hast recht ich liebe ihn, als Freund und als Bruder.“ Als er es aussprach lösten sich die ersten Fäden des Netzes und gaben einen Teil von ihm frei. Aurian nickte als sie es sah, sie war auf dem richtigen Weg. „Du warst wütend als du hörtest das Dion ebenfalls wieder geboren würde, selbst da warst du nicht gleichgültig.“ Dorian nickte. „Er hat meine Tochter unglücklich gemacht, sie hat wegen ihm gelitten. Und doch liebte sie ihn. Ja ich war wütend. Ich wollte das ganze Drama nicht noch mal mit ansehen müssen. Doch lege ich meine Hoffnung in Eric das er ihm beibringt wie er sich verhalten sollte.“ Aurian nickte. „Angenommen Dion wäre anders, angenommen er würde im Gegensatz zu früher sie nun glücklich machen, könntest du ihm verzeihen?“ Dorian sah sie an und nickte. „Ja, wenn sie wirklich glücklich wäre, dann ja. Wie ich bereits sagte, ich liebe Jenna und ihr Glück ist mir wichtig. Und wenn Dion zu ihrem Glück gehört, so soll es so sein.“ Aurian lächelte während sich weitere Fäden des Netzes lösten. „Hass, wie sieht es mit deinem Hass aus. Du hast den gehasst der dir das hier jetzt angetan hat, auch da warst du nicht gleichgültig.“ Dorian nickte. „Es stimmt ich habe ihn gehasst. Er hat viel Leid und Unglück verbreitet, er hätte mir einst sogar meinen Freund genommen. Oh ja ich hasste ihn mehr als alles andere und ich hoffe er schmort in der Hölle oder wo immer er nun auch ist. Denn da du hier bist gehe ich davon aus, du hast ihn endgültig vernichtet.“ Aurian nickte. „Ja, er ist vernichtet und seine Seele existiert nicht mehr. Nichts ist von ihm übrig geblieben.“ Dorian lachte wie befreit auf. „Damok hatte recht, selbst er oder ich hätten nicht so schlimm sein können wie er es war. Es freut mich das er nicht mehr existiert.“ Dabei lösten sich weitere Fäden von seinem Körper, doch lag noch ein dicker Strang quer über seiner Brust. Aurian deutete darauf. „Doch irgendetwas hast du noch nicht gesagt. Was ist es?“ Dorian seufzte leise. „Es stimmt es gibt etwas das ich noch nicht gesagt habe. Und was ich wahrscheinlich auch nie gesagt hätte. Doch in einem hast du recht, er wäre es nicht wert das ich mein Leben opfere, denn er ist vernichtet und ist wo er hingehört. Doch ich habe noch Jenna, Eric und Ijana. Für sie sollte ich leben, also gut ich sag dir was es ist. Es ist Eifersucht. Ich bin eifersüchtig, auf Myrion, Lazarus, Ethan und sogar auf Aaron, weil sie alle etwas haben was du mir verweigerst. Doch nicht diese alles vernichtende Eifersucht, sondern.....verdammt ich liebe dich......und dich nicht berühren zu dürfen, immer wieder von dir abgewiesen zu werden, dich niemals im Arm zu halten. Das bringt mich fast um den Verstand. Ich will dich, weil ich dich liebe, weil ich dich begehre. Und wie mir geht es auch Gregorian, geht es Damok und allen anderen denen du einstmals deine Gunst gewährt hast. Wir alle lieben dich und es ist für uns schlimm dich sehen zu müssen ohne dir nahe sein zu dürfen. Jeder von uns würde für dich sein Leben geben. Wir alle jagen immer wieder dem Licht hinter her, das verpackt ist in eine Hülle die unwiderstehlich ist und die wir doch nicht haben können.“ Als er auch das nun ausgesprochen hatte, löste sich auch der Strang vor seiner Brust und er war frei. Er sah Aurian noch mal an. „Und jetzt geh bitte.“ Aurian nickte und verschwand. Alle die um das Bett herum saßen, sahen wie das Licht aus Dorian wieder heraus trat und nun wieder in Aurians Körper verschwand. Kurz darauf öffnete Dorian seine Augen und sah alle anderen an. „Da bin ich wieder.“ :grinste er frech. Auch Aurian schlug die Augen auf und als sie sich erhob, sah sie Dorians Blick der sie bat, für sich zu behalten was sie erfahren hatte. Sie nickte nur. „Wir haben noch mehr zu tun, ist Iona noch auf der Welt?“ Alle anderen nickten. „Na gut dann los, es muss ein Lied gesungen werden.“ :damit war sie schon verschwunden und die anderen folgten ihr. Als sie sich nun die Welt ansah, hatte sich die Natur soweit erholt, die Elemente hatten gute Arbeit geleistet. Aurian überlegte. Das Lied musste abgeändert werden, denn das menschliche Leben war gänzlich vernichtet. Sie sah Thanatos an. „Halte dich bereit die Seelen frei zu geben.“ Er nickte und verschwand ins Unterreich, wo er die Seelen gesondert gesammelt hatte. Dann begann Aurian zu singen und breitete ihre Arme aus. Wie ein Stein der ins Wasser plumpst und dort Ringe hinterlässt so verbreitete sich das Licht in Intervallen von Aurian aus, nun über diese Welt. Aurian sang. Neben ihr erschien Iona und setzte ebenfalls ihre Stimme ein. Und Aurians Gesang wurde fröhlich, es war als würde sie nicht nur diese Welt erneuern, sondern noch einiges andere. An ihrer anderen Seite erschien nun Lazarus und griff ihr Lied auf. Seine reine glasklare Stimme erklang über diese Welt. Dann erschienen auf einmal nach und nach alle Götter und griffen ebenfalls das Lied auf. Der eine sang schön und der andere, nun ja weniger schön sondern eher krumm und schief, aber das war egal. Denn ebenso verschieden wie die Stimmen der Götter waren, so verschieden würden auch die Menschen sein die nun auferstanden. Im Unterreich sang selbst Thanatos mit und öffnete nun das Tor und entließ alle Seelen die in den letzten Tagen auf dieser Welt gestorben waren. Selbst die Götter spürten wie einige Lasten von ihnen ab fielen, man sah Aurian erstaunt an, doch sie sang, ihre Stimme wurde lauter und kräftiger. Ihr Körper schien sich zu straffen, sie erschien ihnen noch schöner und auf einmal wieder richtig lebendig. Aurian sang ein Lied der Liebe, ein Lied das alles vergessen lies was es an Trauer oder ähnlichem gegeben hatte. Sie lies die Erinnerungen der Menschen wach werden, damit sie nichts von dem Guten vergaßen das ihnen mal widerfahren war. Sie lies auch in ihrem Gesang die Geschichte Narajas und Kristans aufleben. Sie sah Hope an und Hope erhob ihre Stimme und brachte Hoffnung in diese Welt, dann sah sie Amor an und Hope wurde leiser dafür Amor lauter. Myrion rieb sich Tränen aus den Augen und schniefte leise während er laut und schief mit sang. Ethan legte einen Arm um Myrions Schulter und sang ebenso laut mit, er grinste Myrion an als er sang und Myrion musste kurz leise lachen.Vor allem da er bemerkte das Ethan absichtlich schief sang. Auf der Welt erschienen Tiere in mannigfaltiger Form. Und anfangs leise doch dann immer lauter werdend hörte man die Menschen dieser Welt die das Lied der Götter auf griffen und nun ebenfalls mit sangen. Mystra lies Blumen sprießen, die Bäche und Flüsse schienen das Lied sogar auf zu greifen denn sie plätscherten im Takt. Aurian sah Eric an der sie frech angrinste und kurz mit der Schulter zuckte. Gregorian flog als Drache über den Himmel und ließ Regenbögen entstehen. Dann langsam ebnete das Lied ab. Aurian wandelte das Lied noch mal ein wenig ab und sang es noch einmal und auch dieses Lied griffen die Menschen auf. Aurian nickte und verkündete: „Egal wann und wo das Lied hier gesungen wird, so möge es Glück und Liebe bringen.“ Dann wendete sie sich Damok zu und tat gespielt traurig. „Nun so leid es mir tut, aber deine Chaoszeit dürfte nun hier ihr Ende gefunden haben, denn noch chaotischer als es jetzt zuging kann es nicht mehr werden.“ Er sah sie einen Moment verblüfft an und lachte dann dröhnend los, sie dabei kräftig an sich drückend. „Schönste aller Frauen, das muss dir nicht leid tun. Ich werde Vater von Zwillingen und das ist mir dann chaotisch genug.“ Sie nickte während sie sich von ihm befreite, sie sah Myrion an und lächelte ihm liebevoll zu. Dann sah sie in die Runde „Also wer mag eine Feier und eine zünftige Prügelei?“ Da brauchte sie nicht lange zu fragen und als man wieder zu Hause erschien, war am Strand in der Nähe von Aurians Haus eine lange Tafel aufgebaut und es stand eine Art Ring dort. Sie deutete auf den Ring. „Wir wollen eure Prügelei ein wenig zivilisierter gestalten und so soll immer Mann gegen Mann gekämpft werden, wobei auch von den Zuschauern Wetten abgeschlossen werden können.“ Das gefiel allen gut, weil so konnten sich die „Helden“ ja beim Kampf von ihre Frauen bewundern lassen. Aurian hatte eine Schale die mit Zetteln gefüllt war auf denen Namen standen. „Hier werden nun die Gegner gezogen. Und wer am Ende noch steht hat gewonnen.“ Sie grinste und drückte nun diese Schale Mystra in die Hand. „Übernimm du die Ziehungen ich brauche erst mal einen Wein. Ach und ehe ich es vergesse, da wir Frauen auch was sehen wollen dort liegen eure Kampfanzüge.“ dabei deutete sie auf einen gesonderten Tisch. Als die Männer sich die angeblichen Anzüge ansahen lachten Damok und Myrion laut dröhnend, während Ethan Aurian fragte. „Warum lässt du uns dann nicht gleich nackt kämpfen?“ Denn die „Anzüge“ bestanden lediglich aus einer sehr engen aber kurzen Lederhose. Aurian sah Ethan frech grinsend an. „Nun weil wir schließlich auch noch Kinder hier haben.“ Dorian und Eric standen neben ihr und Dorian fragte frech. „Welcher Preis winkt dem Gewinner?“ Aurian drehte sich zu den Teilnehmern herum die inzwischen ausgelost worden waren. „Also der Gewinner, erhält......eine Nacht in meinem Bett.“ Iona lachte und sah Aurian an. „Dir ist schon klar das sie sich jetzt gegenseitig die Köpfe einschlagen werden.“ Aurian zwinkerte zurück. „Nun ja ich sagte ja nicht das ich drin liege oder?“ Doch darauf waren auch die Männer gekommen und so fragte man dann auch nach, ob mit oder ohne sie drin. Sie sah Myrion an und er nickte leicht grinsend. So sah sie die Teilnehmer an und nickte. „Also gut, mit mir drin.“ Das feuerte die Männer nun erst recht an. Aurian saß gelassen in einem Korbstuhl, hatte in der einen Hand einen Wein und in der anderen eine Gänsekeule. Dabei sah sie ruhig den Kämpfen der Männer zu, die im übrigen so halb nackt, keinen schlechten Anblick boten. Myrion schmunzelte als er Aurian dort sitzen sah und setzte sich ebenso halbnackt wie alle anderen neben sie. „Das macht dir Spaß oder?“ Sie sah ihn an, ließ ihn mal von der Keule abbeißen und nickte. „Aye, es ist irgendwie anregend, das gebe ich zu. Ich spüre meinen Körper wie er kribbelt. Und das gefällt mir, schon seit langem habe ich mich nicht so lebendig gefühlt.“ Er grinste. „Was ist wenn nun jemand gewinnt den du eigentlich nie in Betracht gezogen hast? Wie zum Beispiel Eric oder Dorian.“ Aurian zuckte mit der Schulter. „Na ja der kann sich dann auf eine heiße Nacht freuen. Oder stört es dich? Dann blase ich das ganze ab.“ Myrion lachte. „Nein Kätzchen, ich sehe das es dir einen Heidenspaß macht, aber sei nicht enttäuscht wenn du mich später in deinem Bett findest, weil ich gewonnen habe.“ Sie sah Myrion an und erst jetzt wurde ihr wieder mal klar, das sie ihm viel zu schnell bereitwillig gab was er von ihr wollte. „Na dann streng dich an sonst schläfst du in der Nacht wirklich alleine.“ Als Myrion ging weil er wieder mal dran war, setzte sich Dorian neben sie. „Mach dich schon mal mit dem Gedanken vertraut das diese Nacht mir gehören wird.“ Sie grinste ihn an. „Bist du sicher das du gegen Myrion ankommst?“ Er sah sie an, knurrte leise und griff kurz um sie, zog sie zu sich heran und küsste sie leidenschaftlich. „Ja bei diesem Preis bin ich mir sicher.“ Als er sich erhob zwinkerte er ihr noch mal frech zu. Gregorian hatte schon zu Anfang aufgegeben, er hatte es ernst gemeint als er Myrion gesagt hatte das er zurück treten würde. Lazarus und Ethan hatten abgesprochen das sie auch vorher verlieren würden, da sie eh die Möglichkeit hatten , hier und da mit Aurian das Bett zu teilen. So wollten sie mal einem anderen die Gelegenheit bieten. Der schlimmste Kampf war der von Damok und Myrion, die beiden schenkten sich nichts, doch schlussendlich gab es bei den beiden keinen Sieger, da beide erschöpft auf dem Boden lagen, womit beide disqualifiziert wurden. Am Ende standen sich noch Eric und Dorian gegenüber. Eric sah Dorian an, blickte dann zu Aurian, und überließ ihm den Preis. Dorian sah ihn verwundert an. „Warum tust du das?“ Eric lächelte. „Weil du sie mehr begehrst als ich. Ich hatte bereits meinen Spaß. Das Turnier hat mir Spaß genug gemacht und zu wissen als einer der beiden letzten noch hier zu stehen, ist für mich Anerkennung genug. Vor allem da wir Glück hatten und nicht gegen Myrion oder Damok antreten mussten, denn dann stünde wahrscheinlich keiner mehr von uns hier. Also nimm dir den Preis. Du hast ihn ehrlich verdient.“ Myrion saß neben Aurian, sie sah ihn an. „Du hättest gewinnen können. Du hast absichtlich verloren, warum?“ Er deutete zu Dorian. „Weil Damok und ich der gleichen Meinung waren, das der Junge endlich die Nacht mir dir verdient hat. So haben wir beide aufgegeben um ihm diese Chance zu geben. Das Eric ihm diese Nacht überlassen würde, war uns von vorne herein klar. Hinzu kommt, das der Junge bereit war sein Leben für einen anderen zu geben, das sollte belohnt werden. Und da er sich nichts sehnlicher wünscht als eine Nacht mit dir, soll er sie haben. Deswegen fragte ich dich was sein würde, wenn es einer der beiden wäre.“ Aurian nickte verstehend. Sie erklärte Dorian kurz darauf zum Gewinner und sagte ihm das er sich in der nächsten Nacht seinen Preis abholen könnte. Er grinste sie frech an und sein Gesicht strahlte. Aurian sprach anschließend noch mit Ijana, sie wollte keine Probleme in der Familie haben. Ijana lächelte sie an. „Mutter mich stört es nicht, ich wusste immer das er ebenso scharf auf dich ist wie jeder Kerl. Ich freue mich sogar für ihn, denn ich weiß das es sein sehnlichster Wunsch ist. Er träumte sogar Nachts davon. Also gib ihm was er möchte.“ Aurian nickte und drückte ihre Tochter noch mal an sich. „Ich hoffe ihm wird irgendwann mal klar welches Glück er mit dir hat.“ Soraya stand daneben und sah Aurian an. „Mutter? Ich bitte hier für Eric, ihm geht es nicht anders als Dorian, auch wenn er es nicht zu gibt. Doch würdest du eventuell in Betracht ziehen ihm ebenso den Preis zu geben?“ Aurian lachte. „Na ihr seid mir ja ein paar Gefährtinnen. So sehr liebt ihr die beiden?“ Beide nickten. „Und es macht euch nichts aus?“ Soraja sah Aurian an. „Nein, denn uns ist klar das es eine rein körperliche Angelegenheit ist und um ehrlich zu sein. Ijana ist auch nicht ganz treu, sie steigt ab und an mit Leon ins Bett und Dorian regt sich darüber auch nicht auf. Ich habe Eric zwar noch nicht betrogen, aber selbst ich weiß das einige hundert oder gar tausend Jahre eine sehr lange Zeit sein können, und ich gehe auch davon aus das ich sicherlich auch mal was anderes möchte. Und Leon soll ja jetzt sehr wild sein, also warum sollte ich ihn nicht auch mal ausprobieren, aber erst nach dem unser Kind geboren ist.“ Aurian sah Soraja an. „Ist dir Eric zu sanft?“ Soraja errötete leicht. „Nun ja, er hält sich sehr zurück, obwohl zu spüren ist das in ihm weit mehr schlummert als er heraus lässt.“ Aurian lachte und sah ihre Töchter an. „Also da wo ich es erwartet hatte musste man nachhelfen damit ihr es heraus lasst und da wo ich dachte das es ruhiger sei, da verlangt man bewusst nach mehr. Also Mädchen warum sagst du es ihm nicht, klatsch es ihm vor den Kopf das du es leid bist mit dieser sanften lausigen Schmusenummer. Und wenn es in ihm steckt, glaub mir wenn du es ihm knallhart vor den Kopf knallst wird er ab gehen wie eine Rakete. Vertrau mir, ich weiß wovon ich rede.“ Soraja errötete wieder. „Ich kann ihm doch nicht sagen das es mir zu lasch ist.“ Aurian schüttelte den Kopf. „Liebes doch du kannst, sag ihm was du willst. Ich gehe mal davon aus das er deshalb so sanft und zärtlich ist weil seine erste Frau ihm diese wilde Leidenschaft nicht geben konnte. Ich kannte Jasmin und sie war von Natur aus ein wenig sanfter als du. Aber ich weiß auch das Eric es damals sehr vermisste das es auch mal wilder zuging. Wenn er sich dahingehend also nicht viel geändert hat und es scheint ja so zu sein, wirst du ihn mit deiner Forderung sehr glücklich machen. Also mach den Mund auf und sag es ihm oder reiß ihm einfach mal nur das Hemd herunter wenn du ihn willst. Ich glaube das hilft auch schon..“ Soraja schluckte leicht, nickte aber. „Ich werde es ihm sagen, doch wirst du meine Bitte erfüllen?“ Aurian seufzte. „Also gut, ich werde ihm ebenso die Gelegenheit geben.“ Soraja dankte ihr dafür. Myrion hatte unauffällig dem Gespräch gelauscht und als die beiden Mädchen weg waren sah er Aurian an. „Die haben Sorgen. Ich kenne keinen Mann der nicht gerne eine leidenschaftliche und fordernde Frau im Bett hat und das Mädchen macht sich Sorgen darüber ihm zu sagen oder ihm zu zeigen was sie will.“ Aurian nickte. „Ich denke es würde reichen wenn sie ihm schon nur das Hemd herunter reißen würde, dann würde er sofort darauf eingehen.“ Myrion stimmte ihr zu. „Da hast du recht, also wenn der Kerl das nicht versteht ist ihm nicht zu helfen. Doch ich glaube Soraja ist einfach zu schüchtern, zu gehemmt. Ich weiß das du da keine Hemmungen hättest.“ Sie grinste ihn an. „Stimmt, ich nehme mir was ich will. Und diese Nacht bist du fällig.“ Myrion schaute sie gespielt ängstlich an. „Oh oh....kann ich noch weg laufen?“ Da er immer noch nur mit der kurzen Lederhose vor ihr stand, sah sie ihn an und strich mit ihren Händen über seine muskulöse Brust. Sie grinste ihn an. „Nein, heute Nacht gehörst du mir und glaub mir du wirst froh sein wenn sie vorbei ist.“ Er sah auf ihre Hände dann in ihr Gesicht, er stöhnte leise auf. „Oder du.“ :dabei griff er zu und presste sie an sich, leise flüsterte er ihr in Ohr: „Ich werde dich nicht eher aus meinen Armen lassen bis ich nicht mehr kann. Und du weißt, das kann dauern.“ Dann presste er ihr seine Lippen auf den Mund und küsste sie wild. Dorian hatte die beiden beobachtet und stöhnte ebenso leise auf, als er sich vorstellte an Myrions Stelle zu sein. Eric der es mit bekam und seinem Blick folgte, grinste. „Na nur kein Neid, morgen Nacht hast du die Gelegenheit. Da gehört sie dir.“ Dorian nickte und sah Eric an. „Ich verstehe immer noch nicht wie du dir diese Gelegenheit entgehen lassen konntest. Inzwischen weiß ich das du sie ebenso willst.“ Eric nickte. „Ja ich gebe es zu ich will sie ebenso. Sie strahlt eine wilde Leidenschaft aus, die ist kaum zu ertragen, man will sie dann in seine Arme ziehen und sie auf der Stelle nehmen. Es ist lange her das ich eine wirklich leidenschaftliche Frau in den Armen hielt.“ Dorian sah ihn an. „Versuch es doch mal bei Ijana, oder schau doch mal ob es nicht doch auch in Soraja schlummert.“ Soraja bekam Bruchstücke des Gesprächs mit und ihr wurde klar das sie ihm zeigen musste das sie durchaus auch leidenschaftlich sein konnte. Als sie nach der Feier nach Hause kamen war Eric wieder vollständig angezogen. Soraja sammelte allen Mut zusammen und als Eric das Schlafzimmer betrat, ging sie auf ihn zu. Sie sah zu ihm hoch, griff vorne an sein Hemd und riss es auseinander. „Ich will dich.“ Flüsterte sie leise. „Und diesmal lass das sanfte Geturtel weg, ich will alles von dir.“ Er sah sie kurz an und stöhnte bei dieser sehr provokanten Geste leise auf. „Bist du sicher?“ Sie nickte. „Ja ich bin sicher.“ Seine Augen wurden schmal, sein Atem ging schwer, er nickte, griff zu und presste sie an sich. Dann küsste er sie hart und verlangend. Als er ihr aufstöhnen hörte, war es ganz um ihn geschehen. Kurzerhand riss er ihr die Kleidung herunter und sich selber ebenso, dann schnappte er sie sich und warf sie auf das Bett. In dieser Nacht ging es bei ihnen nicht sanft und zärtlich zu, sondern hart und wild. Soraja bekam endlich was sie wollte und Eric zeigte ihr nun das er auch anders konnte. Als sie immer mehr forderte ließ Eric alles heraus und war seit langem das erste mal wieder richtig glücklich. Irgendwann konnte er nicht mehr und lag erschöpft auf dem Rücken, hatte einen Arm um sie liegen und sie ihren Kopf auf seiner Brust. Er sah sie an. „Kleines warum hast du mir nie gesagt dass es dir alles viel zu zärtlich, viel zu sanft ist. Ich dachte immer du wolltest es so.“ Sie drückte ihr Gesicht auf seine Brust und murmelte leise. „Ich habe mich geschämt es zu sagen.“ Dann sah sie ihn an. „Doch heute bekam ich Teile des Gesprächs mit das du mit Dorian geführt hast und mir wurde klar das wir beide das selbe wollten. Also dachte ich, ich muss es dir zeigen.“ Er nickte und lächelte. „Ich bin froh das du es getan hast, denn ich bin ein leidenschaftlicher und verlangender Mann. Ich bin froh das ich es nicht mehr zu verstecken brauche, das ich es heraus lassen kann. Du hast mich heute sehr glücklich gemacht.“ So war nun sichergestellt das auch die beiden endlich eine Basis für sich gefunden hatten.

Dorian hingegen war am nächsten Tag äußerst aufgeregt. Ijana beobachtete ihn schmunzelnd, so hatte sie ihn noch nie erlebt. Er führte sich auf wie ein Jungspund bei dem ersten Date. Sie sah ihn an. „Also so bekommst du sie nicht herum. Sei wie du bist, frech, aufdringlich und vor allem selbstbewusst. Erwarte nicht das sie bereits im Bett liegt und schon auf dich wartet. Du wirst sie auf jeden Fall erobern müssen, daran kommst du nicht vorbei. Junge du hast alles auf was sie steht. Doch das hat dir Myrion wahrscheinlich schon gesagt, also lass deine Aufregung fallen.“ Dorian sah sie an und nickte. Ijana grinste. „Du hast ihr immer wieder Frechheiten zugeflüstert, hast sie neugierig gemacht, jetzt ernte was du gesät hast. Sei selbstsicher. Du weißt doch was du drauf hast.“ Er sah Ijana an. „Meinst du wirklich ich bin gut genug? Ich meine man erzählt sich jetzt noch Geschichten von Myrions.....na ja Ausdauer und Potenz. Er muss ein wahrer Hecht im Teich sein. Wenn man das hört kriegt man glatt Minderwertigkeitskomplexe.“ Ijana lachte. „Hast du ihm wirklich noch nie zugesehen? Sag ehrlich.“ Dorian schüttelte den Kopf. „Nein, ich habe schon mal bei Lazarus oder Ethan zugeschaut, doch nie bei Myrion.“ Ijana setzte sich auf den Tisch und sah Dorian an. „Also gut, was man über ihn sagt stimmt. Er ist unglaublich. Wobei auch Lazarus und Ethan nicht schlecht sind, wie man hört. Doch Myrion hat eine Ausdauer da würde jede normale Frau die weiße Fahne schwenken. Und vor allem er kann es nicht nur einmal in der Nacht sondern sehr oft und frag mich jetzt nicht wie oft. Wir haben es oft genug mit bekommen, denn weder Myrion noch meine Mutter haben irgendwelche Hemmungen es heraus zu lassen.“ Dorian nickte. „Na ja gut das mit der Ausdauer habe ich ja nun auch heraus oder bist du unzufrieden?“ Ijana grinste. „Nein du bist gut, wirklich gut. Und was deine Potenz angeht, also da brauchst du dich auch nicht zu verstecken. Denn vergiss nicht du hast immer noch dein Avataren Erbe in dir das du von Myrion geerbt hast. Du bist einer seiner Söhne also geh ruhig mal davon aus das einiges in dir steckt. Mal abgesehen davon, hast du sie nicht auch in deinem früheren Leben schon mal ins Bett gekriegt? Erinnere dich daran wie du es geschafft hast.“ Dorian nickte. „Ich war damals ein richtiger Draufgänger und im Grunde habe ich den Frauen und auch ihr nur klar gemacht das ich sie kriege und sie mir nehmen werde.“ Ijana nickte. „Na siehst du, das ist die richtige Einstellung, so kriegst du jede Frau herum. Anders machen es Lazarus und Ethan auch nicht. Es gibt Frauen die mögen das und meine Mutter mag es heraus gefordert zu werden. Zeig ihr deine wilde Natur, lass sie das Tier sehen das in dir steckt. Gehe nur keinen Schritt zurück, beherrsche die Situation. Gut bei meiner Mutter ist es schon schwer, alleine ihre Präsenz ist schon atemberaubend. Sie strahlt eine ungeheure Macht aus.“ Dorian sah Ijana überrascht an. „Sie strahlt Macht aus? Also ich fühle nur ihre unwiderstehliche Sinnlichkeit. Die Weiblichkeit die sie ausstrahlt, das man einfach nur zupacken möchte und sie auf der Stelle nehmen.“Ijana lachte leise. „Kann sein das ihr Männer, da ihr mit dem denkt was ihr in der Hose habt, ihre Weiblichkeit mehr spürt als ihre Macht.“ Dorian grinste sie an. „Ich kann dir ja mal zeigen wie ich mit dem denke was ich in der Hose habe.“ Sie sprang lachend vom Tisch herunter. „Ach ja und dich schwächen? Das wenn du bei ihr ankommst, gar nichts mehr auf die Reihe bekommst, na das käme bestimmt gut. Erst großkotzig tun und dann nichts mehr bringen.“ Sie kicherte leise. „Aber mal im Ernst, ist es wirklich das was du spürst, das Verlangen sie auf der Stelle zu nehmen?“ Dorian nickte. „Ja es ist so stark das es einem schwer fällt sich in ihrer Nähe auf zu halten. Du glaubst nicht wie viel Selbstbeherrschung es kostet, diesem Verlangen nicht nach zu geben. Wie soll ich es erklären. Also wenn ich in ihre Nähe komme, ob es den anderen Kerlen auch so geht weiß ich nicht, ich kann nur von mir reden. Jedenfalls steigt die Erregungskurve von Null auf hundertachtzig. Es ist als würde man bereits von ihr schon stundenlang gestreichelt oder gereizt werden. Es kocht hoch, von einem Moment auf den anderen. Würde ich mich dann nicht beherrschen, wäre es mir schlicht egal wer dabei stünde, ich würde über sie herfallen.“ Ijana dachte nach. „Ob sie das weiß?“ Dorian lachte. „Ja sie weiß es und ich weiß von Myrion das sie oft wenn sie mit uns Männern zu tun hat versucht das ganze ein wenig herunter zu schrauben und das mag ihr früher auch gelungen sein. Doch inzwischen spürt man es bei ihr dauerhaft.“ Ijana setzte sich wieder auf den Tisch. „Was genau spürt du? Das ist interessant.“ Dorian sah sie nachdenklich an. „Pass auf ich zeige dir mal etwas. Mir ist klar das ich es nicht so gut hin bekomme wie Lazarus aber ich versuche es.“ Er begann zu tanzen und das recht aufreizend, langsam öffnete er sein Hemd und riss es auf einmal auseinander, wobei er sie auffordernd von unten her ansah. Ijana beobachtete ihn dabei und als sie diese Geste sah spürte sie wie ihr Körper zu brennen begann. Dorian machte sie heiß, sie atmete scharf ein und begann langsam auf dem Tisch hin und her zu rutschen. Als Dorian das sah lachte er. „Siehst du das fühle ich, alleine nur bei ihrem Anblick. Sie muss nichts machen. Jede ihrer Bewegungen ist ein Versprechen an die Männlichkeit. Wenn sie geht, wenn sie einen ansieht, egal was sie tut. Mit allem kommt es so herüber als wolle sie einen heiß machen. Und nur das Wissen das sie es nicht so meint, das sie es unbeabsichtigt tut, weil sie so ist, zwingt uns Kerle dazu uns zu beherrschen.“ Er sah sie kurz an. „Sei ehrlich, welchen Wunsch hast du im Moment?“ Ijana atmete schwer. „Am liebsten würde ich dich jetzt ins Bett zerren um dieses brennen los zu werden.“ Er zog sich das Hemd ganz aus und trat auf sie zu, ein kurzer Gedanke und sie saß nackt vor ihm auf dem Tisch. Auch er hatte sehr schnell die restliche Kleidung abgelegt. Er sah sie an als er sie umfasste und etwas nach vorne zog. „Dafür müssen wir nicht ins Bett gehen. Komm her.“ Während er sie wild küsste, nahm er sie sofort. Ijana stöhnte leise auf. Da ihre Erregung bereits recht hoch war, hatten sie den Gipfel entsprechend auch schnell erreicht. Dorian grinste leicht, er zögerte es bei sich noch heraus bis sie abermals aufschrie und sich in seine Schultern krallte, erst da ließ er es bei sich ebenfalls zu. Er sah sie an und auf einmal spürte er das er nicht nur für Aurian und das ungeborene Kind Liebe empfand, sondern auch für Ijana, leise flüsterte er. „Ich liebe dich.“ Sie sah ihn überrascht an. „Ist das wahr?“ Er nickte leicht. „Ja es ist wahr. Du kennst mich, wäre es nicht so würde ich es nicht sagen, aber es stimmt ich liebe dich.“ Dabei strich er sanft über ihren Bauch in dem das Kind heran wuchs. Tränen rannen ihre Wangen herab. Als er sie erschrocken ansah, legte sie ihm ihre Arme um den Hals und flüsterte ebenso leise. „Ich liebe dich auch. Doch solange du es nicht sagtest, wollte ich dich mit meiner Liebe nicht belästigen.“ Er drückte sie an sich und seufzte leise. „Ich sollte meinen Preis verfallen lassen. Das ist es nicht wert das ich dich damit vielleicht verletze.“ Sie sah ihn an und schüttelte den Kopf. „Nein du gehst zu ihr. Denn mir ist klar das dich sonst die Sehnsucht auffressen würde. Und Treue ist nicht so wichtig, weder für mich noch für dich. Oder verletzt es dich wenn ich ab und zu auch mal mit einem anderen ins Bett steige. Es ist nur eine körperliche Sache. Doch mein Herz gehört dir und nur dir allein.“ Er nickte. „Nein es stört mich nicht, noch verletzt es mich. Und jetzt wo ich weiß das mir dein Herz gehört noch weniger. Und du hast recht, ich würde mich immer nach ihr sehnen. Mir immer wünschen es getan zu haben, wenn ich sie sehe.“

So ging Dorian am Abend zu Aurians Haus, am See saßen Myrion und Ethan auf einer Bank und unterhielten sich, während Leon vor ihnen auf dem Boden saß und seine Füße in den See hielt. Er ging auf die drei zu. Sie sahen kurz zu ihm hin und Myrion deutete zum Haus. „Sie ist drinnen und wartet auf dich. Ach und mach dir keinen Kopf, es ist für mich in Ordnung. Sonst hätte sie den Preis nicht so ausgegeben.“ Ethan grinste ihn an. „Ich weiß nicht ob ich dir Glück wünschen soll oder lieber den Rat geben zu laufen.“ Myrion lachte leise und knuffte Ethan. „Nun mach ihm nicht noch Angst.“ Ethan lachte leise und sah Dorian an. „Nein im ernst, ich wünsche dir viel Spaß. Und zeig es ihr Junge.“ Dorian grinste leicht und ging langsam auf das Haus zu, er hörte noch wie Myrion zu Ethan sagte: „Du kannst nicht mal ernst sein oder? Beinahe hättest du ihn in die Flucht geschlagen.“ Dann wie Ethan herzlich lachte und meinte: „Nun ich dachte eine Warnung wäre angebracht, so wie sie dich letzte Nacht ran genommen hat.“ Dorian dachte nur, hier wäre ein idyllisches Fleckchen und das es hier viel Liebe geben würde. Dann betrat er das Haus und das Wohnzimmer. Sie saß dort und las in einem Buch. Als sie ihn eintreten sah legte sie es weg und erhob sich. Sie lächelte ihn sanft an. Wie er schon Ijana erklärt hatte, kochte sogleich das Verlangen in ihm hoch. Er redete nicht lange drum herum, er wusste warum er gekommen war, ebenso wie sie. So schritt er auf sie zu riss sie an sich und küsste sie wild und verlangend. Während er das tat brachte sie sie beide in eins der Schlafzimmer, sie erwiderte den Kuss. Dorian stöhnte leise auf. Er würde sich jetzt nicht mehr aufhalten lassen. Am See unten sah Ethan Myrion an. „Sollen wir wachen?“ Myrion schüttelte den Kopf. „Nein das ist nicht nötig. Sie wird ihm entgegen kommen und ihm freiwillig geben was er von ihr will. So wird er keine Gewalt anwenden müssen, also gibt es auch keinen Grund für uns zu wachen.“ Als der Morgen kam, schlief Dorian in dem Bett in dem ihn Aurian zurück gelassen hatte. Sie hatte ihm alles abverlangt, sein Körper fühlte sich geschunden an und doch war eine gewisse Zufriedenheit in ihm. Als er wach wurde und die Kratzer sah die sie ihm beigebracht hatte lächelte er. Kurz dachte er, was für eine Wildkatze. Jetzt wurde ihm auch klar warum Myrion sie immer Kätzchen nannte. Doch hatte ihn diese Nacht noch etwas gelehrt, das sie wirklich mit einem Mann niemals auskommen würde. Ihm wurde klar warum sie so umtriebig war, auch hatte er einiges an Erfahrung mit nehmen können, das er gedachte in seiner Beziehung um zu setzen. Er hatte sie gefragt ob er wieder kommen dürfe und sie hatte genickt. Gesprochen hatten sie nicht viel, das war auch nicht nötig, da sie ihn wohl besser kennen würde als jeder andere, nach dem Erlebnis mit seiner Seele. Sie hatte ihm das Leben gerettet und nun war er auch froh darüber. Er lag auf dem Bett hatte die Arme hinter seinem Kopf verschränkt und dachte an Ijana und sein ungeborenes Kind. Als er später das Haus verließ winkte ihn Myrion heran und lud ihn zum Frühstück am See ein. Er sah in die Runde, dort saßen Lazarus, Ethan, Leon und auch Aurian. Myrion lächelte ihn an und Ethan grinste. „Wir dachten schon du hättest die Nacht mit ihr nicht überlebt. Komm setz dich und iss mit uns.“ Aurian haute ihn leicht auf den Hinterkopf. „Lass deine Frechheiten.“ Doch sie schüttelte lächelnd den Kopf. Er setzte sich und sah abermals einen nach dem anderen an. Als kurz darauf auch Ijana kam, da Myrion sie ebenfalls eingeladen hatte, wurde es eine fröhliche Runde. Dorian hatte so etwas weder in seinem ersten noch in seinem jetzigen Leben erlebt, doch er fühlte sich wohl. Myrion gab ihm das Gefühl, eine Familie zu haben.

Kapitel 27: Lazarus und Ethan


 

Lazarus bemühte sich um Eldire doch kam er keinen Schritt weiter. Er spürte das sie ihm erliegen würde und doch hielt sie sich zurück. Ethan sah ihn an. „Vergiss sie, das ist hoffnungslos. Vor allem da ich dahinter gekommen bin das sie bereits versprochen ist. Ihr Vater hat nur sie und sie muss ihm einen Thronerben schenken. Der Gefährte ist bereits ausgesucht und sie weiß es, deswegen lässt sie sich nicht auf dich ein. Oder hast du bereits dein Herz an sie verloren?“ Lazarus schüttelte den Kopf. „Wenn du damit meinst ob ich mich schon in sie verliebt habe. Nein das habe ich nicht. Ich dachte sie könnte die Lücke füllen doch sie kann es nicht.“ So nahmen Lazarus und Ethan ihr wildes Leben wieder auf und Lazarus ließ Eldire in Ruhe. Doch sollte es auch bei ihnen eine Wendung geben und zwar in der Gestalt einer jungen Jägerin. Die beiden sahen sie als sie wieder mal eine Wanderung durch die Welt machten und so auch durch einen Wald kamen. Sie hörten die Hufe eines Pferdes die auf den Waldboden aufschlugen und an deren Klang man erkannte das das Pferd sich wild näherte. Lazarus und Ethan sahen sich suchend um. Dann kam ein wilder Eber auf sie zu und ihm folgte eine Reiterin auf einem Pferd. Sie brüllte. „Du verdammtes Vieh bleib stehen, stelle dich dem Kampf und hau nicht feige ab.“ Die beiden jungen Götter waren unsichtbar, doch sahen sie sich nun an und grinsten beide. Ethan lachte. „Holla das ist aber mal ein Weib.“ Sie beobachteten weiter und dann sahen sie wie der Eber auf einmal stoppte und sich herum drehte, auch der Reiterin fiel das auf und sie bremste ihr Pferd ab, dabei sprang sie schon von seinem Rücken. „Na das wurde aber auch Zeit und nun komm her und spüre meinen Speer.“ Sie stellte sich dem Eber gegenüber und hielt in ihrer Hand einen Speer. Sie sah wie der Eber mit den Hufen scharrte und dann Anlauf nahm. Sie wartete ab bis er nahe genug heran war und als der Eber sprang um sie an zu greifen stach sie ihm den Speer ins Herz und sprang schnell zur Seite. Der Eber brauchte einige Sekunden bis klar war das er tot war, er flog noch einige Meter weiter und blieb dann liegen. Sie tanzte und lachte. „Na wer sagt es denn, du wärst mir eh nicht entkommen.“ Dann sah sie sich den Eber an und nickte. „Jetzt habe ich nur ein Problem, wie kriege ich dich nach Hause.“ Nun ließen sich auch Lazarus und Ethan sehen und gingen auf sie zu. „Vielleicht können wir da helfen.“ Lazarus trat näher und nahm eine ihrer Haarlocken in seine Hand. „Ich könnte dir auch noch bei anderen Dingen helfen, ich bin da recht vielseitig.“ Ethan trat von der anderen Seite hinzu und strich über ihren Arm. „Oder ich, ich bin auch nicht schlecht, meine Schöne.“ Sie sah die beiden kurz an. „So so ihr wollt mir helfen. Doch wie eure Hilfe aussieht kann ich mir lebhaft vorstellen.“ Dabei boxte sie Lazarus ihre Faust genau auf die Nase, der darauf hin zurück wich und sich die Nase hielt. Ethan sah es. „Du hast soeben einen Go....“ weiter kam er nicht denn er hatte ihren Fuß in der Magengegend. Ethan sah Lazarus an während er sich den Magen hielt.. „Also diese Veränderung des Universums mag ich gar nicht. Verdammt tut das weh.“ Die junge Frau versuchte inzwischen schon den Eber irgendwie auf ihr Pferd zu hieven, was ihr aber nicht gelang. Als die beiden sich ein wenig erholt hatten von ihren Schmerzen traten sie abermals näher, doch diesmal nahmen sie wirklich nur den Eber und legten ihn über den Pferderücken. Sie sah die beiden an. Es war ja nun nicht so das sie ihr nicht gefielen, im Gegenteil, sie fand die beiden sogar sehr reizvoll und sie spürte auch das Verlangen das in ihr ausgelöst wurde. Doch sah sie nicht ein, das sie es ihnen so leicht machen sollte. Sie sah Ethan an. „Also was wolltest du sagen, was habe ich eben?“ Ethan grinste sie frech an. „Ich wollte sagen du hast soeben einen Gott geschlagen. Darf ich uns vorstellen? Der junge Mann dort mit der nun leicht lädierten Nase ist Lazarus, der Sohn des Lichts. Und ich bin sein Freund und Begleiter Ethan, Gott und ewiger Gefährte der Göttin des Lichts.“ Sie sah die beiden an. „Aha und das soll ich glauben? Hier mitten im Wald wo es nichts gibt außer Bäumen und Waldtiere, latschen mal eben zwei junge Götter so des Weges entlang. Ja ne ist klar. Erzählt das jemand anderem aber nicht mir.“ Dabei nahm sie ihr Pferd an den Zügeln und machte sich auf den Rückweg. Lazarus sah sie an während sie mit ihr gingen. „Dürften wir denn auch deinen Namen erfahren oder ist der geheim?“ Sie lachte und sah Lazarus an. „Nein er ist nicht geheim. Mich kennt man unter dem Namen Morgan. Doch wenn ihr seid was ihr behauptet, könntet ihr mir doch sicherlich eine Stelle als Jägerin bei dem neuen Hochkönig verschaffen, oder? Ein Schnippen mit euren Fingern und ich wäre Hofjägerin.“ Ethan lachte. „Nun so geht es leider nicht, wir sind auch gewissen Gesetzen unterworfen.“ Sie nickte grinsend. „Das dachte ich mir schon.“ Sie sah von einem zum anderen. „Doch ihr seit süß, deswegen lade ich euch zum Abendessen ein. Doch kommt nicht auf dumme Gedanken, ich bin absolut in der Lage mich zu wehren.“ Beide nickten heftig und begleiteten sie zu ihrer Jagdhütte. Wobei sie sich Morgan mal genauer ansahen. An ihr war alles dran was eine Frau brauchte, sie hatte lange Beine, einen schlanken und durch trainierten Körper, ein feines und edles Gesicht und lange blonde Haare. Und sie hatte Temperament und wie es schien auch Humor. Die beiden jungen Götter waren hin und weg. Die junge Frau gefiel ihnen. Doch hatten sie nun ein Problem, denn sie gefiel ihnen beiden. Der Abend wurde dann noch recht vergnüglich, sie halfen Morgan den Eber aus zu nehmen und Teile von ihm über einem Feuer zu braten. Sie erzählte ihnen das sie die Tochter eines Jägers war und so vom Vater gelernt hatte wie man jagte, selbst so etwas wie einen Eber. Ihre Eltern lebten noch doch hatte sich der Vater inzwischen zur Ruhe gesetzt und sie sorgte für die Familie. „Nun ja. Eine Stelle als Hofjäger wäre nicht schlecht, es würde meine Familie wirklich absichern.“ Lazarus nickte. „Also gut, ich sage dir was, ich werde mal mit dem Hochkönig reden. Ich habe noch etwas gut bei ihm.“ Sie sah von einem zum anderen. „Es war wirklich euer Ernst oder? Ihr wolltet mich nicht nur veralbern. Seid ihr wirklich Götter?“ Ethan lachte und nickte. „Ja wirklich, so wie ich es dir gesagt habe. Doch bitte falle jetzt nicht auf die Knie vor uns oder ähnliches. Dein Tritt war erfrischend und ich denke Lazarus kann seine Nase auch wieder gerade biegen.“ Sie sah die beiden an. „Das tut mir aufrichtig leid, das wollte ich nicht.“ Nun lachte Lazarus laut los. „Das tut dir nicht leid, und vor allem du hattest ja ganz recht damit, wir sind schlimme Jungs.“ Er zwinkerte ihr leicht zu. Sie hatte die beiden beobachtet und so wie sie miteinander umgingen war ihr klar, diese beiden mochten sich sehr. Lazarus erzählte ihr offen was und wer er war. „Man nennt mich Sohn des Lichts und ich bin der Sohn der Lichtgöttin, als auch das was man landläufig einen Eros nennt. Also ein Mann der es mit vielen Frauen treibt. Ein Gott der Lust sozusagen.“ Morgan nickte verstehend. „Deswegen also, ich hatte mich schon gewundert das ich so schnell auf dich oder sogar auf euch reagiert habe. Das ist mir nämlich noch nie passiert.“ Dann sah sie Ethan an. „Und was bist du?“ Ethan dachte nach. „Nun ja wie soll ich es erklären. Die Lichtgöttin und ich haben das Universum neu geschaffen, doch eigentlich bin ich alles mögliche. Ich habe bis auf das Universum keine feste Aufgabe.“ Er sah Lazarus an. „Das ist mir bisher nie aufgefallen, es stimmt tatsächlich, ich habe keine handfeste Aufgabe.“ Lazarus lachte. „Doch du bist der Pausenclown der Familie.“ Er sah Morgan an. „Weil der Kerl kann einfach nicht ernst sein, egal was passiert er findet alles urkomisch. Doch muss ich zugeben, das Leben mit ihm ist nie langweilig. Und das wichtigste ist, er bringt alle zum lachen, sogar die Lichtgöttin.“ Morgan merkte das sie die beiden sehr mochte. Lazarus grinste sie an. „Dennoch werde ich alles daran setzen dich ins Bett zu kriegen, das ist meine Aufgabe.“ Ethan sah ihn und dann Morgan grinsend an. „Laß dich nicht auf ihn ein, ich bin viel besser, glaub es mir.“ Morgan lachte. „Also wolltet ihr doch nur das eine, ich dachte es mir doch.“ Bei beiden kam es wie aus der Pistole geschossen. „Ja klar doch, was dachtest du denn?“ Nun lachte sie herzlich und ihr Lachen öffnete beiden Männern das Herz. Sofort hatten beide sie ins Herz geschlossen. Sie sah von einem zum anderen, tat als grüble sie und meinte dann. „Ach ich weiß nicht, ein wenig mehr solltet ihr euch schon anstrengen. Und vor allem wer sagt denn das, wenn es soweit ist, ich nur einen von euch will?“ Sie zwinkerte beiden noch mal zu, die sie verblüfft ansahen, dann erhob sie sich. „Ich gehe jetzt schlafen, meine Eltern warten auf mich und ich will morgen früh aufbrechen.“ Aurian spürte das etwas vor sich ging und so hatten sie und Myrion auch das ganze beobachtet. Myrion grinste. „Kann es sein das die beiden Burschen sich in ein und die selbe Frau verguckt haben? Die Kleine gefällt mir, sie ist nicht auf den Mund gefallen, sie kriecht ihnen auch nicht in den Hintern und sofort mit ihnen ins Bett gehüpft ist sie auch nicht. Also du kannst sagen was du willst ich mag sie.“ Aurian sah ihn an und schüttelte den Kopf. „Ich finde sie auch ganz nett, sie wäre genau die richtige denke ich mal. Und wenn beide sie mögen, das dürfte doch kein Problem sein. Solange sie sich nicht streiten. Obwohl ich annehme das Lazarus Gefühle weit aus tiefer gehen werden als die von Ethan. Der Junge ist ein Schlawiner und wenn die Kleine ihn wirklich mal ein wenig ruhiger bekäme hätte ich nichts dagegen.“ Myrion sah sie an: „Wen meinst du jetzt Lazarus oder Ethan?“ Aurian knuffte ihn. „Du weißt genau das ich Ethan meinte. Doch frage ich mich ob sie wirklich damit klar käme, denn treu sein wird Lazarus nicht, es wird ihn immer wieder zu anderen treiben, ebenso wie in mein Bett. Von Ethan mal ganz zu schweigen. Der Junge ist noch schlimmer als Lazarus.“ Myrion grinste sie an. „Der Junge ist scharf wie eine Pepperoni oder?“ Sie lachte. „Ja so könnte man sagen und er bekommt einfach nie genug. Doch ist er ebenso fantasievoll und experimentierfreudig. Ich kann froh sein das ich das aushalte, aber ich bezweifle das die junge Frau die beiden wirklich gänzlich zufrieden stellen kann.“ Myrion nickte. „Das befürchte ich allerdings auch. Und dann gleich zwei von der Sorte. Da könnte sie eigentlich ihre Jägerei an den Nagel hängen, denn es ist fraglich ob sie bei den beiden noch mal aus dem Bett käme.“ Aurian lachte leise. „Na so schlimm sind sie auch wieder nicht, ein „nein“ lassen sie sehr wohl gelten.“ Myrion sah sie an und zwinkerte . „Klar um dann direkt zur nächsten zu gehen und sich da zu holen was sie wollen.“ Aurian machte sich Sorgen, sie spürte das es hier nicht nur um einmal ging, das die beiden Jungen hier nicht nur ein Abenteuer suchten, sondern das es ihr Herz berührt hatte. Doch das Mädel war sterblich, obwohl es in ihrer Macht lag ihr Unsterblichkeit zu geben oder sie sogar zu einer Göttin machen zu können. Doch wollte sie erst mal abwarten. Am nächsten Morgen folgte sie der jungen Frau und als sie deren Hütte sah in der auch ihre Eltern lebten, erlebte Aurian auch eine Überraschung. Denn dort gab es nicht nur eine Tochter, sondern zwei. Die Mädchen waren Zwillinge, sie ähnelten sich wie ein Ei dem anderen. Allerdings lag die andere im Sterben, ein Eber hatte sie bei der Jagd schwer verletzt und es hatte sich eine Blutvergiftung gebildet. Aurian wunderte sich das Morgan den beiden jungen Göttern nichts davon erzählt hatte. Doch den Grund erfuhr sie wenig später, als Morgan nämlich ihren Eltern erzählte was ihr widerfahren war. Der Vater sah sie an. „Ich hoffe du hast sie nicht mit Marians Krankheit belästigt. Es ist eh schon schwer genug, deine Schwester so zu sehen, doch sollte man die Götter mit so etwas nicht belästigen.“ Morgan schüttelte den Kopf. „Nein Vater, ich habe ihnen nichts über sie erzählt. Wenn das Schicksal es will das sie uns genommen wird, dann ist es so.“ Aurian rief Aglaia und Thanatos herbei. Sie sah die beiden an. „Ist es ihr Schicksal so jung zu sterben und steht sie bereits auf der Liste der Toten?“ Aglaia schüttelte den Kopf. „Nein ihr Schicksal liegt im dunklen, wie übrigens auch das ihrer Schwester Morgan.“ Und Thanatos sah in seiner Liste nach. „Nein sie steht noch nicht drauf, also sollte sie eigentlich noch nicht sterben.“ Aurian bedankte sich bei den beiden, die kurz darauf wieder verschwanden. Sie hätte sich jetzt zeigen und das Mädchen von seiner tödlichen Wunde befreien können. Doch das würde sie nicht tun, sie würden warten bis die beiden jungen Götter her gefunden hatten, um zu sehen wie sie reagieren und handeln würden. Die beiden hatten zwar eine Weile suchen müssen, hatten aber auch bald das Haus der jungen Jägerin gefunden. So wie Aurian betraten sie es erst mal unsichtbar um sich um zu sehen und sahen nun die todkranke junge Frau. Aurian und Myrion beobachteten nun was geschehen würde. Ethan sah Lazarus an. „Es gibt zwei von ihnen, sieh mal sie sind absolut gleich. Doch die andere ist krank.“ Ethan sah sich die Kranke mal genauer an. „Sie wird sterben wenn wir nicht was unternehmen. Sie hat eine Wunde am Bein das scheinbar von einem Eber stammt und sich infiziert hat. Sie hat eine Blutvergiftung.“ Lazarus hatte es sich auch genau angesehen und nickte. „Wir müssen etwas tun. Doch was. Heilen wir sie selbst, könnten sie sich uns verpflichtet fühlen und würden womöglich nur deswegen mit uns ins Bett gehen. Das will wohl keiner von uns beiden. Rufen wir Iona haben wir das gleiche Problem. Was sollen wir nur tun?“ Ethan dachte nach und sah Lazarus an. „Sag mal ehrlich, suchst du hier nur ein Abenteuer oder denkst du es könnte etwas festes werden?“ Lazarus sah sich die beiden Frauen an. Er sah wie liebevoll man die Kranke versorgte. „Sie gefällt mir und ich denke daraus könnte etwas werden, natürlich würde ich Aurian wieder mal anbetteln müssen, das sie ihnen wenigstens die Unsterblichkeit gibt, denn mit einer Sterblichen würde es nur schmerzhaft werden. Doch das hat Zeit, ich möchte sehen wie es sich entwickelt. Aber wenn die Schwester stirbt, dürfte das schwer sein.“ Ethan nickte. „Vor allem da uns hier vielleicht die einmalige Gelegenheit geboten wird das jeder von uns etwas festes bekommt. Denn da sie eine Wunde von einem Eber hat, zeigt das sie so anders als Morgan nicht sein kann. Also wäre es doch schade uns um diese Gelegenheit zu bringen oder?“ Lazarus nickte. „Ich weiß wen wir rufen, Aurian. Sie wird es in Ordnung bringen, ohne zu sagen das wir sie um Hilfe gebeten haben. Damit wären die beiden uns nicht verpflichtet. Was meinst du?“ Ethan nickte. „Das ist eine gute Idee.“ Sie wussten ja nicht das Myrion und Aurian bereits da waren, so rief Lazarus nach Aurian, die sich nun für die beiden jungen Götter sichtbar machte. „Was schreist du so, was ist los?“ Lazarus deutete auf die junge Frau. „Kannst du ihr helfen? Allerdings ohne zu sagen das wir dich darum baten.“ Nun erklärten ihr die beiden recht durcheinander redend, was passiert war. Sie sah von einem zum anderen und sah sie an. „Ihr meint es wirklich ernst mit ihnen oder sehe ich das falsch?“ Beide nickten heftig, Lazarus sah sie an. „Wir wissen noch nicht was dabei heraus kommt, aber würden es gerne heraus finden, doch dazu sollte die Schwester überleben.“ Aurian sah sich die Kranke an und nickte. „In Ordnung ich werde sehen was ich tun kann.“ Kurze Zeit später erschien sie in ihrer Lichtgestalt in der Hütte und sah sich um. Die beiden Alten, als sie sahen wer da zu ihnen gekommen war, fielen auf die Knie. Auch Morgan hätte es getan doch kümmerte sie sich gerade um ihre Schwester. Dann erscholl Aurians Stimme. „Ich bin zwei jungen Göttern gefolgt die scheinbar hier her unterwegs sind. Da es selten ist das sie sich so aufführen wollte ich mich selber mal davon überzeugen was sie so aufgebracht hat. Und erhebt euch ihr müsst nicht nieder knien, vor allem nicht in eurem Alter.“ Dann tat sie so als hätte sie die Kranke jetzt erst entdeckt. „Und was ist mit ihr?“ Sie ließ ihre Lichtaura fallen und schritt auf das Bett zu. Die Menschen versanken fast vor Ehrfucht. Sie sah auf Marian herab. „Ihre Zeit ist noch nicht gekommen, daher ist es unnötig das sie stirbt.“ Dann legte sie ihre Hand auf die Kranke und diese öffnete kurz darauf die Augen. Sie war geheilt. „Ihr solltet euch eine andere Möglichkeit suchen einen Eber zu erledigen, so ist voraus zu sehen das ihr wieder verletzt werdet. Versucht es mit Pfeil und Bogen.“ Die Menschen sahen die Göttin dankbar an und nickten. Sie reichte Morgan eine Zeichnung von einem starken Kompositbogen. „Versuche den her zu stellen, der dürfte für einen Eber genau das richtige sein.“ Morgan nahm diese Zeichnung und verbeugte sich. „Danke , Herrin ich werde versuchen ihn zu bauen.“ Aurian sah die beiden jungen Frauen an, die nun nebeneinander auf dem Bett saßen. Sie sahen sich wirklich ähnlich. „Könntet ihr euch vorstellen um zu ziehen? Eventuell auf die Insel der Götter? Ich werde dafür sorgen das ihr dort ein Auskommen habt.“ Dann sah sie die beiden Alten an. „Ihr müsstet dafür allerdings eure Heimat verlassen.“ Die beiden sahen sich an und nickten. „Herrin alles wie ihr wünscht. Ihr habt uns unsere Tochter wieder gegeben und dafür sind wir mehr als dankbar. Wir glaubten sie schon beerdigen zu müssen.“ Aurian nickte freundlich und lächelte ihnen zu. „Ich werde alles für euren Umzug vorbereiten lassen. Ihr werdet ein Haus bekommen und auch eine Anstellung beim Hochkönig. Packt schon mal alles zusammen was ihr mit nehmen möchtet.“ Lazarus strahlte Ethan an. „Ist sie nicht unglaublich? Man muss sie einfach lieben.“ Damit meinte er Aurian. Ethan nickte und strahlte ebenso. „Sie gibt uns die Möglichkeit die beiden kennen zu lernen, doch ebenso auch widerrum uns von ihnen zu trennen wenn wir sehen es klappt nicht.“ Die beiden Alten sahen sie erfreut an. „Alles was ihr wünscht Herrin.“ Dann verschwand Aurian um kurz darauf bei Argon wieder auf zu tauchen und ihm diese beiden jungen Jägerinnen zu offerieren. Er nahm sie beide gerne in seine Dienste. Das teilte sie kurz darauf auch den beiden jungen Frauen mit und sagte ihnen das sie am Abend wieder kommen würde um alle vier mit zu nehmen auf die Insel der Götter.

Inzwischen waren auch bereits Bauern auf der Insel, die Felder bestellten oder Vieh züchteten. Das war auch wichtig denn die Drachen mussten ernährt werden. Zudem füllte Iona die Wälder immer mal wieder mit neuem Wild, das die Drachen ebenso jagen durften. Vor allem jetzt wo die sechs Jungdrachen heran wuchsen. Auch gab es wieder wilde Pferde und die geflügelten hatten die Götter ja eh mit genommen. Argon hatte um die Erlaubnis gebeten einige der Wildpferde einfangen und für seinen Stall nutzen zu dürfen. Das hatte man ihm auch großzügig erlaubt, doch ihm gesagt, die Finger von den Geflügelten zu lassen, da sie einem der Götter gehörten. Eines Morgens staunte Iona nicht schlecht, vor ihrem See grasten zwei Einhörner. Es war schnell heraus gefunden wer die Einhörner erschaffen hatte, denn Angel saß in der Nähe und beobachtete sie. Er hatte schon immer ein Faible für Pferde und so waren nun sogar auch Einhörner entstanden.

Für die Neuankömmlinge war alles neu, doch hatte Aurian ihnen ein sehr schönes Haus zur Verfügung gestellt was sich auf der Grenze befand zwischen dem westlichen und dem östlichen Teil der Insel. Es stand auf einer Lichtung auf dem sich auch ein kleiner See befand. Alles war sehr idyllisch. Marian und Morgan hatten sogar eine kleine Werkstatt am Haus in denen sie die Bögen bauen konnten. Lazarus und Ethan beobachteten die beiden oft um zu sehen welche von ihnen wem am besten gefiel. Sie hatten sich bei den beiden nicht mehr sehen lassen, da sie sich erst mal eingewöhnen sollten und verhindern wollten das sie sich irgendwie verpflichtet fühlten. Kompositbögen gab es in ihrer Zeit noch nicht und als die beiden jungen Frauen ihre ersten testeten waren sie von deren durchschlagender Kraft wirklich überrascht. Sogar Argon war von dieser neue Erfindung begeistert und fragte ob sie davon noch mehr bauen könnten. Doch benötigten diese Bögen auch besondere Pfeile, weil die herkömmlichen bei der Zugkraft beim abschießen brachen. Die beiden jungen Frauen tüftelten lange an geeigneten Pfeilen, bis sie heraus fanden wie sie diese herstellen konnten. Sie begannen sogar selber Eisen zu schmieden und Pfeilspitzen aus Eisen her zu stellen. Es dauerte auch nicht lange da waren ihre Bögen und Pfeile überall heiß begehrt. Es stellte sich heraus das die beiden jungen Frauen sich nicht nur äußerlich ähnelten sondern auch die gleiche Einstellung hatten. Das wunderte die beiden jungen Götter und sie befragten Thanatos wie das sein könnte. Er sah sie an. „Nun ja manchmal kommt es vor das nicht nur eine Eizelle doppelt befruchtet wird, es kann auch schon mal vorkommen das sich solche Zwillinge eine Seele teilen und dann ist es nicht verwunderlich das sie tatsächlich absolut identisch sind. Das scheint hier bei den beiden der Fall zu sein. Sie teilen die gleichen Interessen, sind in ihrer Einstellung absolut gleich und auch in allem anderen.“ Lazarus nickte. „Doch wie ist es mit Eric und Dorian, angeblich teilen sie sich auch eine Seele und doch sind sie verschieden.“ Thanatos lachte. „Sie teilen sich nicht nur angeblich eine Seele sondern tun es tatsächlich. Doch bei ihnen war es keine natürliche Teilung, als Dorian die halbe Seele von Eric bekam, hatte er bereits eine fertige Persönlichkeit und daran änderte auch die halbe Seele nichts. Die Seele gab ihm nur die Möglichkeit unabhängig von den Geistern zu existieren und sein Avatarendasein aufzugeben. Ebenso ist es bei Mystra und Jenna als auch bei Dion und Andra.“ Die beiden nickten und gingen wieder, sie hatten erfahren was sie wissen wollten. Doch machte das es ihnen nicht leichter nun heraus zu finden wer wem am besten gefiel. Allerdings sahen sie, das beide Frauen ganz schön frech waren und an sich recht unbeschwert. Sie kümmerten sich rührend um ihre alten Eltern und versorgten sie so gut sie konnten. Sie waren auch äußerst attraktiv, was nicht nur den beiden jungen Göttern aufgefallen war. So bekamen sie mit das die beiden jungen Frauen zwar nicht schnell bereit waren sich mit irgendeinem Mann ab zu geben, doch waren sie auch hier nicht gerade prüde, obwohl sie nie mehr als einen Kuss und ein wenig gefummel zu ließen. Ethan sah Lazarus an. „Weißt du was, ist es nicht eigentlich egal wer sich welche nimmt? Sie sind absolut gleich, also was soll`s, selbst wenn wir mal die falsche im Bett haben, solange es ihnen nichts ausmacht, sollten wir uns darüber nicht den Kopf zerbrechen. Also ich bin dafür nun in den Nahkampf zu gehen, was denkst du?“ Lazarus nickte. „Deine Idee ist brillant, also los, nehmen wir sie uns, bevor sie uns ein anderer vor der Nase weg schnappt.“

Aurian und Myrion die das mit bekamen lachten leise. Sie waren schon gespannt was das werden würde, doch gönnten sie den beiden jungen Göttern das Glück. Myrion sah Aurian an. „Ich denke da sogar ein wenig egoistisch, denn solange die beiden sich hier bemühen, habe ich dich mal ganz für mich alleine.“