Kapitel 52: Vergangenheit und Gegenwart


 

Während nun vier Göttinnen weiteren Nachwuchs erwarteten, wobei man sagen muss das es eigentlich fünf Göttinnen waren, die schwanger waren, denn es trat das ein was Aurian schon vor etlichen Jahren gesagt hatte. Aaron war Eirana erlegen und da er gerade eh sehr zeugungsfreudig war, obwohl das mit Eirana nicht geplant war, bekamen nun also drei Frauen von ihm ein Kind. Aaron raufte sich die Haare als er das hörte, wobei Aurian sich dabei fast schief lachte. Jedenfalls war zu dieser Zeit die Gruppe der Helden immer noch auf dem Weg zum See der Ruhe. Die Probleme in den einzelnen Ländern hielten sie immer wieder auf, so das sie nur langsam voran kamen. Nebenbei mussten sie sich auch noch mit einigen Monstern herumschlagen, die ihnen von Leander, dem Ungeheuer in den Weg geschickt wurden. Mal handelte es sich um einige Riesen, dann wieder recht große Wölfe oder eben halt ähnliches. Kristan konnte nur den Kopf schütteln. „Kann mir mal einer sagen wo die Biester herkommen? Die gibt es auf unserer Welt überhaupt nicht. Aber was frage ich eigentlich, an sich müsste es mir klar sein woher sie kommen.“ Man schlug sich langsam durch und es kam endlich der Tag, das sie sich dem See der Ruhe näherten. Ein Leviathanbote teilte ihnen dann mit das sich einige Könige bereits entschlossen hatten, ihre Energie in den Wiederaufbau der Stadt auf der Insel zu stecken. Ebenso wurde die Gruft wieder hergerichtet und auch der Tempel. Alleine nur die Anwesenheit der beiden ewigen Helden hatte schon viel erreicht. Darüber staunten selbst die drei jungen Götter. Die Länder begannen friedlich zu werden. Man arbeitete zusammen und sorgte nun auch gut für die Völker. Zwei Jahre in der Zeitrechnung der Menschen hatte diese Reise gedauert und nun würden sie bald, zumindest hofften sie das, endlich das Schwert des Friedens in Händen halten. Als sie am Vorabend zusammen saßen ließ Apoll in die Runde fallen. „Ist euch mal klar geworden, das der Frieden nichts mit den Artefakten zu tun hat? Sondern das es nur an Naraja und Kristan liegt. SIE sind die Artefakte, wenn man so will. Denn alleine das sie bereits wieder da sind hat eine Veränderung stattfinden lassen. Der Stein und das Schwert waren nun wie soll man sagen, Sinnbilder, nicht mehr und nicht weniger.“ Man konnte dazu nur bestätigend nicken, denn so unrecht hatte er nicht. Kristan meinte nur leise. „Das Ungeheuer hat eigentlich seinen Zweck erfüllt. Es war nötig das ihr uns holtet, es hat uns Steine in den Weg gelegt und hat uns ebenso auch hier und da geholfen, wenn auch recht drastisch. Doch würde es mich nicht wundern wenn es morgen am See stehen und uns nicht an das Schwert lassen würde. Es hat euch daran hindern wollen uns zu wecken, es hat uns daran hindern wollen, den Stein zu holen, also denke ich werden wir morgen auf alles gefasst sein müssen.“ Naraja nickte. „Eventuell sogar darauf, es töten zu müssen.“ Sie sah die jungen Götter an. „Außerdem gehe ich mal davon aus, das mit seinem Tod auch das Ende eures Aufenthaltes hier gekommen sein wird. Ich werde euch drei vermissen.“ Die drei nickten, dann hatte Apoll eine Idee, er nahm einen Stein und formte ihn mit seinen Händen bis daraus ein Amulett geworden war. Das reichte er Naraja. „Solltet ihr uns irgendwann mal brauchen, so nutzt dieses Amulett um uns zu rufen. Außerdem werden wir euch auch besuchen kommen. Ganz los werdet ihr uns nicht.“ Das Amulett war rund und außen gezackt wie eine Sonne, in deren inneren ein Mond zu sehen war. „Luna und ich sind Sonne und Mond. Wir werden immer um euch sein. Zudem werden wir immer Freunde sein, denn wir haben viel von euch gelernt.“ Naraja und Kristan bedankten sich für das sehr noble und göttliche Geschenk.

Aurian hatte unterdessen ein anderes Problem. Denn Aglaia hatte sie aufgesucht, vor allem wegen der Schwangerschaft mit Iskander. Sie sah Aurian an. „Wieso gehst du nicht her und greifst nicht früher auf das Wissen zurück das du hast? Verflixt, es stand zwar im Schicksalsrad das er geboren werden sollte, doch meine Liebe es ist zu früh dafür. Außerdem hast du eine Konstellation geschaffen, die alles zum Anfang zurück bringt.“ Aurian ging auf und ab. Als Aglaia bei ihr auftauchte und ihr sagte welche Probleme wegen Iskander nun auf sie zukommen würden, hatte sie tatsächlich jetzt erst auf ihr Wissen zugegriffen. Sie fluchte leise und dachte nach. „Himmel noch mal daran hatte ich nicht gedacht. Du hast recht, es ist wie am Anfang, na ja fast. Alles begann mit Iskander und mir. Es muss eine Lösung geben, die Frage ist nur welche. Ich kann doch unmöglich hergehen und die einstigen Avatare zu ihren Anfängen zurück bringen, nur um meine eigene Haut zu retten.“ Aglaia nickte. „Das wird die einzige Möglichkeit sein, es sei denn du unterbrichst die Schwangerschaft.“ Aurian schüttelte mit dem Kopf. „Nein, das hat er nicht verdient. Ich habe den Mist gebaut also muss ich es auch auslöffeln.“ Aglaia nickte. „Das Problem beim zurück führen ist nur das das alte Universum nicht mehr existiert. Du müsstest dir irgendwas einfallen lassen, es ohne das alte Universum zu schaffen. Ich weiß nur nicht ob deine Kräfte dafür ausreichen. Denn vergiss nicht, zu der Zeit waren weder Damok noch Gregorian frei, so das sie dir auch nicht helfen können. Du bist die einzige die es tun kann, wenn es überhaupt einer kann. Andra und Mystra, ebenso wie Dorian hatten ursprünglich keine Eltern, wie auch, sie waren Avatare. Doch nun haben sie welche. Allerdings wenn sie zurück geführt werden in ihre alte Identität, wären die drei wie sie vorher waren. Andra würde sich wieder als Myrions Vater fühlen, obwohl er nun eigentlich sein Sohn wäre. Himmel das ist absolut paradox.“ Aurian sah Aglaia an. „Doch würde das auch einige Probleme lösen, vor allem die mit Dorian.“ Sie strich sich sachte über den Bauch. „Iskander war schon einmal meiner und Aarons Sohn, wenigstens genetisch. Auch wenn ich ihn damals nicht gebar und er nicht bei uns aufwuchs. Es muss eine Lösung geben...........ansonsten war alles für die Katz. Und das darf nicht geschehen.“ Aglaia sah sie verzweifelt an. „Nicht alles, doch du würdest zu deinen Anfängen zurück kehren, wobei das nicht gehen würde, weil das Universum nicht mehr existiert. Was alternativ heißt du würdest sterben. Das Licht würde oder müsste sich eventuell sogar von deiner Seele trennen und sich einen neuen Wirt suchen.“ Aglaia dachte nach. „Es sei denn............es nimmt deine Seele mit wie schon einmal, in dem Fall bräuchtest du nur einen neuen Körper, weil dieser sich auflösen würde, kaum das Iskander geboren wurde. Wobei du dann wieder am Anfang wärst.“ Aglaia war verzweifelt. Aurian berief eine Familienkonferenz ein. Als alle anwesend waren, erklärte sie ihnen was Aglaia heraus gefunden hatte. Ebenso an Mystra, Andra und Dorian gerichtet, die einzigen Alternativen. Da sie die Avatare der Geister gewesen waren und somit die ersten menschlich gewordenen Boten des alten Universums, gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder sie würde den Anfang wieder herstellen, in dem sie die einstigen Avatare zu ihrem Ursprung zurück brachte oder ihr Körper würde sterben und das Licht wie ihre Seele würden sich einen anderen Körper suchen. Mystra und Andra hatten bis zu diesem Zeitpunkt ihr erstes Leben gar nicht mehr in ihrer Erinnerung gehabt, doch nun gab Aurian sie ihnen damit sie wussten wovon sie redete. Myrion sah sie entsetzt an. „Heißt das du wirst sterben? Ich dachte das Licht kann nicht sterben.“ Aurian nickte. „Kann es auch nicht. Aber mein Körper ist menschlich, das heißt der Körper würde nicht sterben, sondern sich auflösen, ihn gäbe es nicht mehr. Das Licht würde meine Seele mit nehmen und sich einen neuen Körper suchen müssen. Ich wäre somit zwar immer noch dieselbe doch in einem anderen Körper.“ Mystra sah sie an. „Was würde dann aus uns? Würden wir sterben müssen?“ Aurian schüttelte den Kopf. „Nein, ihr wärt nur was ihr vor meiner Geburt wart, göttliche Avatare. Denn zu diesem Zeitpunkt hattet ihr bereits, dank Jasmin eine Seele und wart unabhängig. Dennoch wart ihr immer noch genetisch gesehen Avatare. Du und Andra...“ :an Mystra gerichtet. „hattet meine Seele gefunden und dem richtigen Körper zugeführt. Damit begann es. Versteht ihr? Ohne das ihr wieder seid was ihr wart, würde dieses Ereignis heute keine Bedeutung mehr haben und mein richtiger Körper lag damals im sterben. Das heißt es würde heute geschehen. Denn eigentlich müsste meine Seele in diesem Körper stecken, das tut sie aber nicht mehr. Das heißt meine Seele würde normalerweise dahin zurück kehren wohin sie gehört und der Körper den ich jetzt besitze wäre ohne Seele und würde sterben, beziehungsweise sich auflösen. Ich würde jetzt praktisch das tun, was ich damals nicht getan habe. Aarons und meinen Sohn zur Welt bringen.“ Mystra nickte. Iona sah sie an. „Was wäre wenn du auch diesmal das Kind eine andere austragen ließest wie schon damals.“ Aurian blickte Iona an. „Das könnte ich, doch müsste ich das selbe tun wie schon einst, ihn weit in die Vergangenheit setzen. Doch unsere jetzige Vergangenheit reicht erst mal gerade knappe dreihundert Jahre zurück. Das Universum ist noch jung, es gibt kaum Spielraum. Außerdem will ich Aaron nicht seinen Sohn nehmen.“ Mystra hatte mit Andra gesprochen und erhob sich. „Wir werden es tun. Bring uns zurück.“ Dorian sah Mystra und Andra an. Aaron stöhnte auf. „Ich hätte niemals diesen Wunsch geäußert wenn ich gewusst hätte was für Probleme es macht.“ Myrion sah sie an. „Würdest du mich in einem anderen Körper immer noch lieben? Wärst du wirklich noch die selbe? Denn dieser Körper wurde bewusst gezeugt um dem Licht die Heimat zu geben, die es brauchte.“ Aurian nickte leicht. „Nein, diesbezüglich wäre ich nicht mehr dieselbe, aber ich würde dich noch lieben. Dennoch hast du recht, dieser Körper hier wurde genau für das gezeugt was ich bin. Und es wäre fraglich ob ich auch weiterhin meine Gunst so großzügig vergeben würde.“ Als Dorian das hörte stand er auch auf und nickte. „Also gut, ich bin auch einverstanden, bringe uns drei zurück, wenn du kannst. Einmal hast du mir geholfen, jetzt kann ich es zurück zahlen. Danach sind wir quitt.“ Aurian nickte dankend.

Bevor sie die Reise mit den drei ehemaligen Avataren machen würde, musste sie die Sache mit Naraja und Kristan zu Ende bringen. Sie hoffte das es wenigstens auf sie keinen Einfluss haben würde, schließlich waren sie die einstigen Geister gewesen. Unterdessen war auf der Welt die Nacht herum gegangen und die Heldengruppe machte sich schon früh am Morgen ausgeruht zum See auf. Heute würden sie ihn erreichen. Als sie dort ankamen, stand wie erwartet tatsächlich das Ungeheuer vor dem See um sie auf zu halten. Apoll und Luna versuchten noch mal in sein Herz zu sehen, doch wie schon zu Beginn, drehten sie sich angewidert ab. Kristan versuchte mit dem Ungeheuer zu sprechen. „Ich weiß das du mich verstehst. Gib den Weg frei.“ Doch es schüttelte nur mit dem Kopf und knurrte sie an. Also probierten sie es noch mal, in dem Luna und Apoll versuchten das Biest weg zu locken. Sie griffen es mit ihren göttlichen Kräften an. Wie erwartet reagierte es auf diese Angriffe und folgten ihnen als sie weg liefen. Das gab Kristan Zeit zum See zu gehen und wie schon einst rief er über den See das er das Schwert für sich und den Frieden seiner Welt beanspruchte. Als das Schwert auftauchte betrat er den See um es sich zu holen. Als er zurück schritt kam das Ungeheuer bereits angerannt, es hatte wohl gemerkt das man es wieder mal weg gelockt hatte. Es entbrannte ein heißer Kampf zwischen Kristan und dem Ungeheuer. Kristan wollte es nicht töten, er hatte immer im Hinterkopf, das es womöglich wirklich ein Gott sein könnte. Die jungen Götter versuchten ihm mit ihren göttlichen Kräften zu helfen, doch prallten ihre Versuche nur an dem Ungeheuer ab. Ebenso Narajas Zauber. Alles lief darauf hinaus das Kristan es wirklich töten musste. Bisher hatte Kristan versucht es zu vermeiden, doch schlussendlich geschah auf einmal alles so schnell das er selber nicht begriff wie es geschehen konnte. Das Ungeheuer spießte sich durch eine ungeschickte Bewegung Kristans regelrecht auf das Schwert auf. Es sackte in sich zusammen und als es nun vor ihnen lag, röchelte es nur leise knurrend. „Danke ihr habt mich erlöst.“ Dann starb es. Sein Körper verging und nichts blieb von ihm übrig außer Staub. Nun beging Leander einen Fehler. Denn er stand unsichtbar in der Nähe um sich das verblüffte Gesicht der Gruppe an zu sehen. Doch Luna und Apoll bemerkten ihn und grinsten auf einmal. Apoll meinte dann nur. „Du kannst dich ruhig zeigen, Leander. Du hast wohl vergessen das wir die unsichtbaren Götter spüren können.“ Leander fluchte leise. „Verdammt, daran hatte ich nicht gedacht.“ Damit wurde er sichtbar. „Nur fragt mir jetzt keine Löcher in den Bauch, denn es ist mir verboten überhaupt dazu etwas zu sagen.“ Apoll und Luna nickten. „Darfst du uns denn wenigstens verraten ob du das Ungeheuer warst?“ Leander knurrte leise. „Ist das nicht offensichtlich?“ Kristan ging auf ihn zu um ihn sich genau an zu sehen. „Ich bin nur froh, das ich keinen Gott getötet habe. Verletzt scheinst du auch nicht zu sein. Doch warum das ganze?“ Leander sah Kristan an. „Sagte ich nicht gerade, keine Fragen?“ Dann sah Leander Luna und Apoll an. „Ihr solltet nach Hause zurück kehren, es gibt Probleme. Eure Mutter muss eine gefährliche Reise unternehmen.“

Kapitel 53: Ein Mysterium


 

Auf Leanders anraten hinten kamen Luna und Apoll wieder nach Hause, zuvor hatten sie aber noch die beiden Helden und ihre Leviathan zur Insel gebracht, wo man bereits fleißig daran war die Stadt für den einstigen und zukünftigen Hochkönig wieder her zu richten. Inzwischen waren die beiden zweiundzwanzig Jahre alt. Als sie nun vor ihrer Mutter standen, sahen sie sie entsetzt an. Ein Blick auf Aurian hatte ausgereicht und sie hatten das ganze Ausmaß der Katastrophe begriffen. Apoll sah sie an. „In dir wächst eine Seele heran, die du niemals hättest bekommen dürfen, nicht in der Konstellation. Warum hast du es nicht Iona überlassen oder einer anderen. Doch jetzt....“ Er war fassungslos. Luna weinte leise, ihr stand die Angst um ihre Mutter ins Gesicht geschrieben. Aurian versuchte die beiden zu beruhigen. „Es wird schon gut gehen, macht euch keine Sorgen. Die drei waren und sind bereit, das Opfer zu geben. Sie werden ja nicht sterben und ich auch nicht. Chronos wird mir helfen so gut er kann. Also keine Sorge.“ Sie drückte beide an sich. Apoll sah sie an und dachte, sie hat gut reden.

Zwei Tage später war es dann soweit, Aurian flammte in ihrer Lichtaura auf und umfasste mit ihr auch die drei einstigen Avatare. Bevor sie ging, mahnte sie nochmal das die anderen gut auf Kristan und Naraja aufpassen sollten. Dann erhob sie sich in den Himmel und verschwand mit ihnen, einem Kometen gleich ins Universum. Die Zeit verging, die anderen Frauen wurden dicker und die Babys wuchsen gesund heran. Vier Monate waren Aurian und die drei Avatare fort, als eines Tages die drei wieder auf der Welt standen. Dorian und Andra sahen wieder so aus wie zu ihrer Avatarenzeit, sie waren wieder absolut identisch. Wie eineiige Zwillinge. Auch Mystra hatte ihr einstiges Aussehen zurück. Auch hatte sich ihre Persönlichkeit leicht verändert. Myrion erkannte in Andra seinen Vater wieder, obwohl er nun an sich sein Sohn sein müsste. Man belagerte sie nun mit Fragen, was Aurian getan hatte und vor allem wo sie sei. Mystra und Andra waren nicht fähig zu reden, ihnen stand immer noch das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Alleine Dorian war gleichmütig genug um ihnen eine Antwort zu geben. „Fragt nicht. Ich bin bestimmt nicht zimperlich und auch recht abgebrüht. Doch Aurian hat sich selber übertroffen, sie hat ihre gesamte Macht gesammelt, ebenso wie die des jungen Universums, um zu tun was getan werden musste. Es war entsetzlich, also fragt nicht weiter. Als sie uns hier absetzte, sagte sie nur wir sollten euch sagen ihr sollt euch keine Sorgen machen, sie käme bald zurück, sie bräuchte nur etwas Ruhe.“ An Aaron gerichtet. „Deinem Sohn geht es gut, er wächst heran.“ Allgemein starrte man die drei an, sie waren wieder die einstigen Avatare. Apoll sah in ihre Herzen und nickte. Er spürte auch das Dorian litt, denn ihm wurde nun erst richtig bewusst, das er Jasmin verloren hatte und das er sich wirklich in Aurian verliebt hatte, wobei diese Liebe tiefer ging als die, welche er jemals für Jasmin oder Ijana empfunden hatte. Als Leander Dorian unter die Augen trat, senkte dieser den Kopf. Er wollte ihn nicht sehen lassen was er für ihn empfand. Doch Apoll hatte es gemerkt, der alte Hass war wieder aufgeflammt. Doch als Dorian Jenna sah, lächelte er und Apoll konnte in Dorian lesen, das er Leander die alten Sünden verzieh. Erst da sah Dorian Leander an. „Du bist nun mein Sohn und so soll es auch bleiben. Ob ich dich jemals lieben kann weiß ich nicht. Doch ich will es versuchen.“ Als er Leon sah schluckte er, denn ihm wurde bewusst das auch er einst sein Sohn gewesen, doch das er nun von Myrion gezeugt worden war. Als er Myrion ansah, beugte er vor ihm seinen Kopf. „Du bist der Gigant der Götter. Ohne dich hätte Aurian das nicht schaffen können, das wird mir nun klar. Deine Frau ist das beste was diesem Universum passieren konnte. Wir sind froh das wir das Opfer gebracht haben, wobei wir eigentlich nichts hergeben mussten, sondern nur wieder wurden was wir einst waren. Ob es gut oder schlecht ist, wird sich zeigen.“ Als Dorian Ijana sah nickte er. „Das ist das einzige das ich bedauere, das ich dich nicht mehr so lieben kann, wie ich es getan habe. Ich hoffe du kannst mir verzeihen. Ich werde dich nicht verlassen wenn du es nicht willst. Doch ich muss zugeben, mein Herz gehört einer anderen.“ Es würde wohl eine Weile dauern bis sich die einstigen Avatare wieder eingefügt hatten, doch zweifelte man nicht daran das es geschehen würde. Denn sie hatten einen festen Platz in ihrer Mitte. Dorian und Ijana begannen noch mal von vorne. Sie war im ersten Moment verletzt gewesen, doch dann siegte das Dämonenblut und sie sagte ihm das sie es noch mal versuchen sollten. Mystra und Andra, gingen erst mal nach Hause um zu verarbeiten was sie erlebt hatten. Es vergingen weitere zwei Monate an denen Myrion immer draußen stand und in den Himmel sah und auf Aurian wartete. Ethan und Lazarus standen ihm zur Seite. Der Zusammenhalt der drei Männer wuchs in dieser Zeit noch mehr. Sie waren so verschieden und doch liebten sie die gleiche Frau und das in der selben Intensität. Apoll und Luna hatten den Schutz von Kristan und Naraja übernommen, sie verband eine tiefe Freundschaft mit den beiden. Eines Abends hörte Ethan das Universum wispern. Es sprach eigentlich selten mit ihm, doch er war der einzige der es außer Aurian noch hören konnte. „Komm, du musst kommen, sie braucht deine Hilfe, schnell, folge dem Stern den ich dir als Wegweiser schicke.“ Ethan fragte nicht lange, sondern machte sich sofort auf den Weg. Er fand Aurian in der Nähe des Seelenteichs. Sie schrie vor Schmerzen, das Kind kam viel zu früh. Aurian hatte ihre ganze Kraft verbraucht und schaffte es nicht mehr, auf ihre Welt zurück zu kehren. Ethan schnappte sie sich und nahm sie auf seine Arme, dann erschien er mit ihr in ihrem Haus, er brüllte alles zusammen. Auch das man Iona holen sollte. Nun ging es zu wie im Bienenschwarm, während Aurian weiterhin vor Schmerzen schrie. Myrion saß neben ihrem Bett, hielt ihre Hand und weinte hemmungslos. Als Iona Aurian in diesem erbärmlichen Zustand sah, weinte auch sie, half aber sofort. Myrion sah sie verzweifelt an. „Wird sie sterben?“ Iona schüttelte den Kopf. „Nein, sie ist das Licht und das kann nicht sterben. Doch ihr Körper ist sehr geschwächt. Sie hätte mit den drei Avataren zurück kommen sollen. Holen wir erst mal das Kind.“ Der kleine Junge wurde kurz darauf geboren, wobei Aurian immer wieder mal in Ohnmacht fiel. Ihr Körper sah schrecklich aus. Abgemagert und vollkommen herunter gekommen. Mit ihrer letzten Kraft presste sie das Kind aus sich heraus. Iona sah Myrion an. „Sie sollte keine Kinder mehr bekommen, das sollte wirklich das letzte gewesen sein.“ Myrion nickte unter Tränen, ihm sollte es recht sein. Er hielt den kleinen Jungen im Arm und mit der anderen Hand hielt er Aurians Hand in seiner. Aaron stürmte wie ein Irrer herein. Er sah Aurian an dann Myrion. „Kannst du mir verzeihen, das ich ihr das antat?“ Myrion sah zu ihm auf und reichte ihm das Kind. „Dein Sohn. Da gibt es nichts zu verzeihen. Aurian weiß selber was sie tut. Sie wollte das der Kleine lebt und das tut er jetzt. Sie wird sich wieder erholen und wird wieder die alte sein, daran zweifel ich nicht. Sie braucht nur Zeit.“ Aaron nahm seinen Sohn aus Myrions Arm entgegen und sah ihn sich an. Der Kleine war wunderschön, hatte jetzt bereits einen schwarzen Flaum auf dem Kopf und sah seinen Vater mit wachen und strahlend blauen Augen an. Aaron flüsterte leise. „Iskander.“ In den nächsten Tagen erholte sich Aurian langsam aber sicher. Ihr Körper wurde mit Ionas Hilfe wieder stärker und kräftiger. Myrion und Aaron kümmerten sich um das Kind und bemühten sich Aurian jeden Wunsch von den Augen ab zu lesen. Auch die drei Avatare kamen immer wieder vorbei um zu sehen wie es ihr ging. Mystra hatte ihre seherischen Fähigkeiten zurück bekommen und hatte die anderen beiden Avatare aufgefordert ihr zu helfen. Die Götter lebten alle auf der westlichen Seite der Insel und so bauten die drei Avatare auf der östlichen Seite einen gigantischen Palast. Nur die drei wussten wieso. Als Aurian sich wieder einigermaßen erholt hatte, wusste auch sie warum die drei das taten. Der Palast hatte eine Treppe die zu seinem inneren führte. Wenn man ihn betrat, kam man in eine große Halle mit hohen Säulen. Geradeaus betrat man eine Art Thronsaal. Dort stand auf der Kopfseite ein goldener Thron. Hinter diesem Thron stand eine Statue, die ihre Hände auf die Rückenlehne des Thrones liegen hatte, als wolle er den oder die jenige die darauf saß beschützen. Rechts und Links neben dem Thron standen zwei weitere Statuen, beide hatten jeder je eine Hand auf einer der Hände der hinteren Statue liegen. Die hintere Statue zeigte Myrion in seiner imposanten Statur und die beiden rechts und links sahen aus wie Ethan und Lazarus. An der Wand hinter den Statuen und dem Thron gab es ein Wandgemälde, das in der Mitte eine Frau mit schwarze langer Mähne zeigte die wie im Wind um sie herum flog. Die Frau erstrahlte in hellem Licht und trug alle Merkmale und das Gesicht von Aurian. Hinter der Frau auf dem Gemälde stand Myrion und hatte seine Arme um sie liegen, während rechts und links von ihr Lazarus und Ethan zu sehen waren. Hinter den vieren, die im Vordergrund zu sehen waren, sah man alle Götter stehen, ebenso wie die drei Avatare und die beiden anderen Alten, die je neben Lazarus und Ethan standen. Und ganz oben in den Ecken schwebten die beiden Engel, einer mit schwarzen Flügeln und einer mit weißen Flügeln. Sie hielten ein Band in den Händen das quer über dem Bild mit den Göttern schwebte und auf dem stand. „Erzürne niemals die Göttin des Lichts. Denn ihre Macht ist grenzenlos. Sie geht weit über das Universum hinaus.“ Man hatte sogar noch Platz gelassen für die vier Kinder die noch geboren werden würden. Auf Ethans Seite standen die dunklen Götter und auf Lazarus Seite die hellen Götter und in der Mitte hinter Myrion die neutralen Götter. Doch hier waren alle auf einem Bild vereint. In diesem Bild war eine Türe eingelassen die man nur bei genauem hinsehen fand, dort hindurch kam man in die Wohnräume für die Göttin des Lichts, die luxuriös eingerichtet waren. Rechts und Links von der großen Eingangshalle des Palastes gingen weitere Türen ab, die in lange Gänge führten. Rechts gab es Schlafräume, wobei jedes auch ein Bad und einen Wohnraum hatte. Im linken Gang gingen Wirtschaftsräume ab und es gab eine Küche, in der man allerdings nicht kochen musste, sondern wo ein langes Buffet drin stand das sich immer wieder von selber füllte. An dieser Küche schloss sich ein großer Speisesaal an. Mystra hatte an alles gedacht. Es gab sogar einen Raum, mit tausenden von Büchern, in der in vielen sogar Geschichten aus dem alten Universum zu finden waren. In der Mitte gab es ein Podest auf dem ein dickes goldenes Buch lag. Darin stand die Geschichte der Göttin des Lichts und ihrer Götter. In einer Nische stand der Schrein, in dem Aurian die jeweiligen Artefakte aufbewahrte und die von Myrion gehütet wurden. In der Eingangshalle führten rechts und links auch zwei breite Marmortreppen nach oben. Wenn man oben an den Türen vorbei gehen würde, fände man über jeder Türe ein besonderes Bildnis. Über einem war der Schlangendrache zu sehen, über einem anderen das Antlitz des Chaos. Über weiteren zum Beispiel ein Schlachtfeld und ein Baum der Früchte trug und so weiter. Man ahnte für wen diese Räume gedacht waren. Von außen erstrahlte der Palast in weißem Marmor mit Dächern die golden im Sonnenlicht glänzten. Er hatte sogar goldene Zeichnungen draußen auf dem weißen Marmor, Mystra hatte sogar an einen Park gedacht der um den Palast herum führte.

Die anderen Götter wunderten sich was die drei Avatare dort taten, vor allem das sogar Dorian mit half. Doch sie erfuhren nichts. Die drei schwiegen. Einzig Aurian wusste was sie dort taten und wieso. Sie ließ Ethan kommen und bat ihn auf der modernen Welt nach zu sehen. Als er zurück kam war er blass. Er hatte festgestellt das sie bereits das Universum bereisten und begonnen hatten andere Welten zu besiedeln. Aurian nickte wissend. Nach ungefähr drei Monaten war Aurian wieder die alte und der Palast war fertig. Kopien des Palastes wurden nun auf verschiedene Welten gesetzt, doch einige davon recht herunter gekommen und teilweise zerfallen. Doch hier und da auch mal einer, der noch gut erhalten war. Ethan sah das die Kopien auf den Welten standen die die Raumfahrer begannen zu besiedeln. Sogar auf den beiden bereits bekannten Welten wurde einer abgesetzt, doch diesmal eine exakte Kopie des Originals, den man nun allerdings auf der westlichen Seite der Insel absetzte. Naraja und Kristan wurden darüber informiert das man auch bei ihnen einen Palast abgesetzt hatte, dessen Funktion, Apoll und Luna allerdings noch nicht bekannt war, so das sie ihnen nichts weiter sagen konnten außer das er nun dort stehen würde. Allerdings hatten die Kopien etwas nicht, was das Original besaß zum einen den Schrein und zum anderen fehlten dort etliche Bücher. Hier setzte man sogar den Göttern ein Mysterium vor über das sie sich wunderten. Aurian versprach es ihnen zu erklären wenn es soweit sein würde. Unterdessen hatten auch alle anderen Göttinnen ihre Kinder bekommen. Morgan und Marian wie auch Iona jeder ein Mädchen und Eirana einen Jungen. Jedes der Kinder hatte eine neue Seele bekommen, einzig Iskander nicht. Aaron hatte es überlebt das er gleich dreifacher Vater geworden war, doch Iskander war sein Liebling. Denn sie hatten alle für dieses Kind leiden müssen, am meisten Aurian und die drei Avatare und das vergaß er nicht. Iskander wurde so also sorgsam gehütet. Nach Leanders Enttarnung und da jetzt wieder alles soweit in Ordnung war, löste man seine Wettschulden ein. Doch die Zeit lief unerbittlich voran und es würde der Tag kommen, da Aurian das Mysterium des Palastes aufklären müsste.

Kapitel 54: Iskander auf Abenteuer


 

Die Zeit lief voran. Apoll und Luna hielten weiterhin ihre Freunde, die beiden ewigen Helden im Auge und besuchten sie regelmäßig. Aurian war nun oft unterwegs und man sah sie tagelang nicht. Sie reiste von Welt zu Welt und beobachtete die Siedler direkt. Sie hätte es zwar auch von ihrer Welt aus vermocht, doch wollte sie es direkt sehen. Meist begleiteten sie Lazarus, Ethan und Myrion, obwohl sie nicht wussten wieso es Aurian so wichtig war. Sie sahen allerdings das die Menschen den Palast genau untersuchten und man auch Vermutungen und Spekulationen über ihn anstellte. Der Palast gab den Menschen Rätsel auf. Vor allem als sie sich darüber im klaren wurden, das auf einigen Welten die sie neu besiedelt hatten solch ein Palast stand, mal herunter gekommen, als wäre er jahrtausende alt, mal doch noch gut erhalten. Einige lasen sich durch die Bücher die man dort fand. Als man die Bibliotheken verglich stellte man fest, das in dem einen Palast mal solche Bücher waren und in einem anderen diese fehlten, es dafür aber andere Bücher gab. Aber man trug alle zusammen und schickte sie auf die Mutterwelt. Man betrachtete auch immer wieder das Bild hinter dem Thron und bekam einen Schreck als man sah das es sich verändert hatte. Denn nun trugen einige der darauf abgebildeten Personen ein Baby auf den Armen, das langsam heran wuchs. So auch die Frau im Vordergrund. Archäologen reisten von Welt zu Welt um sich diese Bilder an zu sehen, doch überall war das gleiche. Sie hatten sich verändert. Aurian amüsierte sich darüber und lächelte. Ihre drei Begleiter sahen sie immer wieder fragend an. Allerdings nutzten die Menschen die Küche sofern sie noch funktionierte. Denn auf dem Buffet erschienen laufend frische Nahrungsmittel, fertig zubereitet. Doch allgemein, war man vorsichtig mit dem Palast und betrachtete ihn ehrfürchtig. Man versuchte auch hinter das Geheimnis der Badezimmer zu kommen, denn sie hatten weder einen Wasseranschluss noch sonst irgendwas woraus ersichtlich war, woher das Wasser kam. Doch hatte man heraus gefunden, das wenn man auf gewisse Knöpfe drückte das die Wannen voll Wasser liefen. Allerdings die Türen in der oberen Etage ließen sich nicht öffnen, ebenso wenig die Türe die man in dem Bild gefunden hatte. Sie hatten keine Klinken, noch irgendwo einen Mechanismus womit man sie hätte öffnen können. Sie stellten die Archäologen vor ein Rätsel, wie der ganze Palast ein Rätsel war. Der eine oder andere Unwillige, machte den Vorschlag diese Türen einfach aufzubrechen. Doch davon wollten ihre Vorgesetzten nichts hören.

Als Aurian wieder mal Zuhause war, suchte Gregorian sie auf. „Aurian, diese Menschen kommen uns bedenklich nahe, sie suchen die gesamte Galaxie nach weiteren Welten mit einem Palast ab. Ich beobachte das schon eine ganze weile. Ihre Raumschiffe werden immer besser, vor allem da sie auch Bücher im Palast gefunden haben wie man sie verbessern kann.“ Aurian nickte während sie Iskander auf ihrem Schoss sitzen hatte. „Ich weiß und es wird der Tag kommen da sie uns finden werden, das sie zum Zentrum der Galaxie vordringen. Die Menschen lieben alles mysteriöse. Doch sollen sie kommen, es ist alles für sie vorbereitet. Berufe eine Versammlung ein, wenn du sagst sie sind bald da, sollte ich euch nun aufklären.“ Gregorian nickte und tat was sie sagte. So saß man am Abend wieder mal am Strand an einem großen Tisch zusammen und Aurian sah über ihre Götter. „Ihr habt euch sicherlich über den Palast gewundert. Nun Mystra hat ihre seherischen Fähigkeiten wieder und im Gegensatz zu Aglaia oder Thanatos sieht sie alles im Zusammenhang. Sie wusste bereits das die Menschen kommen würden und begann so den Palast mit Hilfe von Andra und Dorian zu bauen. Dieser Palast ermöglicht es uns nicht nur eine Welt zu erreichen sondern jede Welt, was ich damit sagen will ist: Wenn ich zum Beispiel den Thronsaal auf unserer Welt betreten würde, würde auf jeder anderen Welt in der ein Palast steht auch eine Projektion von mir ebenso im Thronsaal erscheinen. Ebenso wie von jedem von euch, solltet ihr den Palast betreten. Doch noch ist es nicht soweit, deswegen seid vorsichtig wenn ihr ihn betretet. Dieser Palast ist das Tor zu anderen Welten. Die Menschen werden irgendwann dahinter kommen das sie damit von Welt zu Welt reisen können. Doch noch haben sie es nicht heraus gefunden. Im Thronsaal vor dem Thron ist auf dem Boden ein Teleportationsring eingelassen, gekennzeichnet durch eine Malerei. Im goldenen Buch, das meine und eure Geschichte erzählt, ist die Anweisung drin wie man diesen Ring nutzen kann. Doch gibt es nur ein goldenes Buch und das liegt hier bei uns im Palast. Doch die Menschen werden kommen und wenn sie kommen, werden sie feststellen das dies hier der Originalpalast ist. Außerdem werden sie hier auch uns Götter finden. Sie werden uns allerdings nicht durch den Teleportationsring erreichen können, auch später nicht, es sei denn ihr gebt auserwählten ein Artefakt, mit dem sie es könnten.“ Damit reichte sie ein kleines Amulett an einer Kette herum das wohl mit dem Teleportationsring verbunden war. „Das kann jeder von euch duplizieren, wenn es nötig ist. Der Palast hat den Vorteil, das dort jeder von uns eine Heimstatt hat. Für jeden von uns gibt es darin eine Wohnflucht. Ein Wohnzimmer, ein Bad und ein Schlafzimmer. Paare haben zwar zwei Türen, doch ist ihre Wohnung mit einander verbunden. Der Palast ist ein Meisterwerk der Magie. Er erweitert sich von selber wenn neue Götter hinzu kommen. Hier haben Mystra, Andra und Dorian ein magisches Meisterwerk geschaffen. Mit der Zeit würde es zu umständlich für uns sein von Welt zu Welt zu reisen um den Menschen oder Wesen unsere Wünsche mit zu teilen, doch hier ergibt sich die Möglichkeit es gleichzeitig auf allen Welten zu tun. Oder wenn ihr gezielt nur eine Welt ansprechen wollt, nutzt nur den Palast auf der entsprechenden Welt. Wir sind die Götter dieses Universums und wir haben eine Pflicht. Mit diesem Palast werden wir unsere Pflicht besser erfüllen können. Hier und da werden wohl auch Menschen gewisse Pflichten in den Palästen übernehmen, doch das wird ihre freie Entscheidung sein. Pelata wird sie in diese Pflichten einweisen, denn auch sie wird mit diesem Teleportationstor von Welt zu Welt reisen können. Euch wird aufgefallen sein das einzig die mystische Welt keinen Palast bekommen hat und das wird auch so bleiben. Sie wird unsichtbar sein, so das man sie auch nicht mit Raumschiffen erreichen kann. Doch man wird die Welt finden können auf der sich zur Zeit Kristan und Naraja aufhalten, ebenso wie die Welt in der sie zuvor als Silenee und Argon waren. Sollten die Menschen diese Welten aufsuchen, möchte ich euch bitten darauf zu achten, das man den Bewohnern keine großen technischen Gegenstände oder moderne Waffen überlässt. Beides sind magische Welten und wenn man die Technik dort hinbringt, wird die Magie verschwinden, was wir verhindern müssen.“ Alle hörten ihr aufmerksam zu. Langsam begriff man. Myrion sah Aurian an. „Doch wie kann man gezielt damit eine Welt erreichen, also ich meine die Menschen, wir haben es ja leichter.“ Aurian nickte. „Wenn man von der oberen Etage über die Balustrade schaut wird man im Eingangssaal auf dem Boden die Welten gemalt sehen können,die es bereits gibt, beziehungsweise die bereits bewohnt sind. Diese Welten haben eine Markierung. Der Teleportationsring hat am Rand des Ringes ebensolche Markierungen, tritt man also erst auf eine solche Markierung und stellt sich dann in den Ring, wobei man auch noch einige Worte sagen muss die den Ring aktivieren, wird der Ring einen in den Palast zur entsprechenden Welt bringen. Auch hier werden automatisch neue Welten markiert die besiedelt werden, allerdings werden dort erst mal die Menschen mit Raumschiffen hin fliegen und wir werden dort einen weiteren Palast abstellen müssen. Doch nicht jede Welt wird einen Palast bekommen, es sei denn man bittet uns darum. Ach und noch etwas, achtet bitte darauf das die Paläste jedem zugänglich sind und nicht nur wenige von den Menschen ausgewählte. Sie neigen oft dazu etwas unters Militär zu stellen und nicht teilen zu wollen. Wir Götter sind für alle da. Ah.. und ehe ich es vergesse, man wird eure Häuser nicht sehen können, sondern davon ausgehen, das wir im Palast wohnen und das soll auch so bleiben. Unsere Privatsphäre sollte geschützt bleiben.“ Alle nickten erfreut. Als man das Gefühl hatte Aurian sei nun fertig, unterhielt man sich untereinander über das was man erfahren hatte. Allgemein war man erfreut, so doch wieder aktiver am Leben der Menschen teilnehmen zu können, ohne die eigene Welt verlassen zu müssen. Aurian hörten den einzelnen Diskussionen zu und lächelte. Sie musste noch etliche Fragen beantworten, doch schlussendlich wusste jeder was er zu tun hatte, wenn die Menschen auf ihrer Welt landen würden. Man freute sich schon, weil Aurian hatte da so einige Ideen was die Weltreisenden erwarten würde, wenn sie zu ihnen kommen würden.

Vorläufig hielt Gregorian die Reisenden im Auge. Die Menschen beobachteten das Bild hinter dem Thron genau und stellten fest das die Babys auf dem Bild zu Kleinkindern und dann zu Kindern wurden. Aber langsamer als ihre Zeit verging. Sie konnten ja nicht ahnen das auf der Welt der Götter die Zeit halb so schnell lief wie in ihren Welten. Sie waren keinen Schritt weiter gekommen. Hier und da hatte man mal versucht doch die Türen mit Gewalt zu öffnen doch war ihnen das schlecht bekommen, denn sobald sie es versuchten bekamen sie einen elektrischen Schlag, ein Blitz fuhr aus den Türen hinaus. Allerdings schwach genug das niemand daran starb, sofern er nicht gerade einen Herzfehler hatte. Je frustrierter sie wurden um so schneller suchten sie nach weiteren Welten in der Hoffnung dort mehr finden zu können. Vor allem Antworten.

Es kam der Tag das sie die Welt fanden die die Antworten enthielt nach der sie nun jahrelang gesucht hatten. Inzwischen waren die fünf Götterkinder alt genug um bei Aurian ihren Unterricht zu bekommen, der von Gregorian urplötzlich unterbrochen wurde. „Aurian sie sind fast da, es kann sich nur noch um Stunden handeln. Sie bereiten schon die Landung vor.“ Aurian sprang auf und bat Pelata die Kinder ins Haus zu bringen und sie nicht fort zu lassen. Gregorian bat sie die anderen Götter zu benachrichtigen, was er auch sofort tat. Dann sorgte sie dafür das die Häuser von den Sterblichen nicht gesehen werden konnten sondern lediglich der Palast zu sehen war. Dann wartete man die Landung ab. Mehrere kleine Shuttle landeten, die vom Mutterraumschiff ausgesandt worden waren, kurz vor dem Palast aber außerhalb des Parks. Die Götter warteten erst mal ab, was sie nun vorhaben würden. Man hatte ihr vorgehen zuvor schon auf anderen Welten beobachtet, doch ging man davon aus das ihnen bewusst sein würde das sie hier vor dem Originalpalast stehen würden. Womit man auch nicht unrecht hatte. Denn aufgeregt gestikulierte man als man nun diesen Palast sah. Man hatte sich bei der Landung umgesehen und auch die wunderlichen Tiere gesehen die es hier gab. Tiere die scheinbar aus einem mystischen Buch entsprungen waren, wie Einhörner und geflügelte Pferde. Man baute erst mal Zelte auf, weil man den Palast nicht sofort betreten wollte. Ethan konnte es nicht lassen, als man begann die Zelte auf zu bauen, schnippte er mal kurz mit den Fingern und die Zelte standen. Was die Menschen nun verblüfft und erschrocken schauen ließ. Aurian schüttelte grinsend den Kopf. Ethan grinste zurück und zuckte nur mit den Schultern, sie dabei harmlos ansehend. Womit aber alle nicht gerechnet hatten, war das Iskander bereits weiter war als man gedacht hatte. Er war Pelata entkommen und tauchte nun auf dem Zeltplatz auf. Er sah sich dort um und sprach einen der Menschen an. „Was macht ihr hier? Und was sind das für Dinger dort?“ Dabei zeigte er auf die Shuttle. Aurian bekam fast einen Herzinfarkt als sie Iskander dort stehen sah. Der sich alles neugierig ansah. Der Mensch sah den Jungen überrascht an. „Na wo kommst du denn her? Wer bist du?“ Iskander stemmte die Hände in die Hüften und sah den Fremden an. „Na von zu Hause und ich heiße Iskander. Meine Mama ist hier Herrscherin und was macht ihr hier?“ Der Fremde sah sich kurz um und sah das Kind wieder an. „Wer ist deine Mama?“ Nun wurde es Iskander aber zu bunt. „Na wer schon? Die höchste Göttin, du bist aber dumm. Du weiß ja gar nichts.“ Andere die den Kleinen nun auch sahen und hörten was er sagte kamen sofort mit Bildern, die sie von dem Bild hinterm Thron in den anderen Palästen angefertigt hatten und zeigten sie dem Mann der mit Iskander gesprochen hatte. Dort sah man Iskander der vor Aurian stand. Er zeigte dem Jungen nun das Bild und deutete auf Aurian. „Ist das hier deine Mama?“ Iskander nickte. „Ja genau und der eine dort ist.....“ Doch bevor er weiter reden konnte, war Aaron bereits unsichtbar herbei gesprungen, hatte sich Iskander geschnappt und ihn unsichtbar werden lassen. Er klemmte sich seinen Sohn unter den Arm, während Aurian und Myrion nun doch lachen mussten. Iskander zappelte und schrie wie am Spieß, er fand es hundsgemein das man ihm das aufregende hier vor enthalten wollte. Der Mensch mit dem sich Iskander unterhalten hatte sah nun nur noch auf eine leere Stelle, denn der Junge war fort. Allerdings hatte der Junge ihnen unbeabsichtigt bereits eine Antwort geliefert. Ihnen wurde klar, das dies hier die Welt der Götter sein musste. Das würde auch erklären wieso ihre Zelte auf einmal aufgebaut waren. Man versank fast vor Ehrfurcht im Boden. Man diskutierte kurz darauf darüber ob man diese Welt nicht lieber wieder verlassen sollte, immerhin hatten sie hier nichts zu suchen. Gegenstimmen machten darauf aufmerksam das man ihnen kaum bei den Zelten geholfen hätte, wenn man sie nicht hier haben wollte. So entschloss man sich zu bleiben, allerdings sehr vorsichtig zu sein, mit dem was man betrat. Vor allem hoffte man noch weitere Antworten zu finden.........und natürlich die oberste Göttin vielleicht mal zu Gesicht zu bekommen. Zudem hoffte man das der kleine Abenteurer der sich Iskander nannte wieder entwischen würde und ihnen eventuell weitere Antworten gab.